1963# 07-08

Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 18. bis 21. Juni eingereichten Baugesuche
Bogen:
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche abgegeben worden: … Erwin Feldmeier, Hunderdorf, Neubau eines Wohnhauses mit Garage … Raiffeisenkasse Hunderdorf, Umbau des Raiffeisengebäudes … Maria Knott, Hunderdorf, Abbruch und Wiederaufbau des Wohnhauses …
Quelle: Bogener Zeitung, 01.07.1963


Nach Gottes heiligem Willen verscheid am Mittwoch früh unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate
Herr Josef Maier
Austragslandwirt

versehen mit den heiligen Sterbesakramenten im 84. Lebensjahr.
Rammersberg, München, Straubing, Großlintach, den 3. Juli 1963
In tiefer Trauer.
Johann Maier mit Familie
Josef Maier, vermißt   Söhne
Katharina Nothaas mit Familie
Maria Schmalzl mit Familie
Theresia Hornauer mit Familie   Töchter
Xaver Maier mit Familie, Bruder
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst mit darauffolgender Beerdigung am Freitag 9.00 Uhr in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.07.1963


Schöner Erfolg der Hunderdorfer Tischtennis-Spieler
Hunderdorf.
Beim ausgezeichnet organisierten Salberg-TT-Turnier in der Straubinger Stadthalle am Hagen gelang es dem Hunderdorfer Spieler Klaus Berger, in der C-Klasse den Turniersieg zu erringen, während es für den Hunderdorfer Spieler Schopf immerhin noch für den 4. Rang reichte. In derselben Klasse gab es im Doppel für das Hunderdorfer Spielerpaar Berger-Schopf einen weiteren großartigen Sieg. – Der TTC Hunderdorf feiert diesen Triumph am morgigen Samstag anläßlich eines Terrassenfestes in der Brauerei Berger in Steinburg, wozu alle Freunde und Anhänger des Zelluloidballes eingeladen sind.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.07.1963


Hunderdorf. (Vereinsabend) Morgen Samstag um 20 Uhr findet ein Vereinsabend des Trachtenvereins statt. S wird um vollzähliges Erscheinen gebeten, da die Teilnahme beim Gautrachtenfest in Obertraubling besprochen wird. Außerdem proben die Plattler.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.07.1963


Familienausflug des VdK
Windberg.
Am Sonntag unternimmt das Rote Kreuz von Windberg einen Familienausflug mit privaten Fahrzeugen in den Bayer. Wald. Es werden besucht: Viechtach, Kötzting, Lam, Brennes, Arber und Arbersee. Abfahrt und Sammelplatz bei Wagner um 8 Uhr morgens. Bei schlechtem Wetter wird die Fahrt auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. – Am Samstag ist um 15 Gruppenstunde der Jugendrotkreuzes. Bei schönem Wetter wird zum Baden nach Bogen gefahren. Die Anmeldungen für das Zeltlager in St. Englmar mitnehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.07.1963


Windberg. (Trachtenverein) Nächster Vereinsabend mit Besprechung der Fahrt zum Gaufest ist an Samstag im Vereinslokal Amann. Am gleichen Abend findet auch Volkstanzprobe statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.07.1963


Vom Standesamt Bogen
Bogen.
Das Standesamt Bogen verzeichnet im Juni 24 Geburten, eine Trauung und acht Todesfälle.
Geburten: Andreas Sax, Steinburg … Rudolf Johann Klein, Hunderdorf; Heribert Kurt Hien, Oed, Gde. Steinburg … Peter Hartmannsgruber, Thananger …
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1963


Zur letzten Ruhe
Windberg.   
Nach einigen Monaten folgte Fräulein Anna Greipl ihrer Schwester im Tode nach. Sie wurde am 8. November 1885 als Tochter des Schmiedemeisters Greipl in Irenzfelden geboren als zweitältestes von sieben Geschwistern. Viele Jahre war sie im Dienst und hatte sich nicht zuletzt durch ihren Fleiß und ihr freundliches Wesen großer Beliebtheit erfreut. Die letzten Jahre hatte sie mit ihrer Schwester Maria in Windberg zusammengelebt. Pfarrer P. Ephrem sprach einen ehrenden Nachruf. Die Verstorbene hatte sich mit nimmermüdem Fleiß gerade um die Förderung der Missionen bemüht und viele Taufspenden aufgebracht. Der Kirchenchor mit Pater Gereon sang ein würdiges Grablied.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1963


Heilig-Blut-Fest
Windberg.
Morgen, Sonntag werden wieder viele Pilger nach Heilig Kreuz kommen zu den Feierlichkeiten zu Ehren des Kostbaren Blutes. Um 9.30 Uhr beginnt der Festgottesdienst, vorher ist Beichtgelegenheit. In Windberg sind um 6.30 und 8 Uhr Hl. Messen. Um 14 Uhr feierliche Herz-Jesu-Andacht, nach der der Kreuzpartikel zur Verehrung gereicht wird. Die Nachmittagsandacht in Windberg fällt aus.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 24. bis 29. 6. Eingerichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: Karl Hirtreiter, Thannanger, Gde. Hunderdorf, Grundstückseinfriedung … Maria Altschäffl, Lindtach, Gde. Hunderdorf, Neubau einer Jauchegrube und Düngerstätte; Alois Schöfer, Sollach, Gde. Hunderdorf, Einbau einer Garage … Alfons Pflügl, Steinburg, Neubau eines Kamins …
Quelle: Bogener Zeitung, 08.07.1963


Feierlicher Fatimatag
Windberg.
Am nächsten Sonntag wird in Hl. Kreuz wieder der 13. Feierlich begangen, zur Erinnerung an die Marienerscheinung jeweils am 13. In Fatima im Jahre 1917. Um 14 Uhr sammelt such die Prozession in Windberg. In Hl. Kreuz findet eine Predigt und Marienfeier statt. Um 29 Uhr geht dann eine Lichterprozession von Windberg aus nach Heilig Kreuz, wo eine Abendmesse gehalten wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.07.1963


Sportfest mit Nachbarschulen war ein Erfolg
Staffel- und Mannschaftswettkämpfe zwischen den Schulen Steinburg, Windberg und Hunderdorf weckten bei den Schülern großen Ehrgeiz und brachten viel Freude
Hunderdorf.
Es ist seit einigen Jahren Tradition, daß gegen Ende des Schuljahres sich die Nachbarschulen in Hunderdorf treffen, um sich hier in verschiedenen Mannschaftswettkämpfen zu messen. Von Jahr zu Jahr erfreuen sich die Mannschaftswettkämpfe zwischen den Schulen steigender Beliebtheit und mit großem Eifer werden die Vorbereitungen getroffen und mit unwahrscheinlichem Ehrgeiz versuchte man, die im Vorjahr erlittenen Schlappen auszugleichen.
Nach einem Aufmarsch zeigten die Mädchen gymnastische Übungen und die Knaben schlossen sich mit Freiübungen an. Nach Partnerübungen gab es beim Hindernislauf der einzelnen Schulstaffeln bereits die ersten Kraftproben zwischen den Knaben. Die Schule Windberg konnte hier knapp vor Hunderdorf den Lauf beenden. Das Tauziehen war eine klare Angelegenheit der Hunderdorfer Buben; sie gewannen auch gegen eine kombinierte Mannschaft aus Steinburg und Windberg. Die Staffeln mit den Mädchen, das Eierlaufen und die Ballstaffeln gingen ausnahmslos an die Mannschaft der Hunderdorfer Mädchen. Weniger erfolgreich waren sie beim Völkerball, wo die Mädchen aus Steinburg ihre Domäne auch gegen die äußerst starke Mädchenmannschaft aus Windberg sicher verteidigen konnten. Im Spiel “Ball über die Schnur“ zeigten die Jungen von Hunderdorf die größere Routine und gewannen sicher gegen Windberg und Steinburg. Aktive und passive Teilnehmer zeigten bei allen Übungen große Begeisterung und auch eine Niederlage stimmte nur für wenige Minuten etwas traurig. Mit Freude nahmen die Nachbarschulen die Einladung Rektor Hösls an, sich auch im nächsten Jahr wieder in Hunderdorf zu einem Schulwettkampf zu treffen.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.07.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 3. bis 5. Juli eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Paul Hornberger, Hunderdorf, Neubau eines Wohnhauses …
Quelle: Bogener Zeitung, 12.07.1963


Überprüfung der elektrischen Einrichtungen
Gaishausen.
Ab sofort wird innerhalb der Gemeinde Gaishausen mit der Überprüfung der elektrischen Anlagen auf Unfall- und Feuersicherheit begonnen. Die Prüfungs- und Instandsetzungspflicht ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung. Wer die Prüfung verweigert oder die rechtzeitige Instandsetzung schuldhaft unterläßt, hat die Einleitung energieaufsichtlicher Maßnahmen zu gewärtigen. Alle bei der Prüfung festgestellten lebens-, unfall- und feuergefährlichen Mängel sind unverzüglich durch einen zugelassenen Elektrofachmann zu beseitigen.
Um allen Einwohnern die Erfüllung und die Kosten möglichst niedrig zu halten, hat die Gemeinde als Prüfstelle die „Elektro-Beratung Bayern“ ausgewählt und mit dieser eine Vereinbarung auf gemeindeweise Prüfung aller elektrischen Einrichtungen getroffen.
Wer bereits selbst durch einen Auftrag an einen anderen von der Arbeg zugelassenen Sachverständigen für die Erfüllung seiner Prüfungspflicht sorgte, hat dies vor Beginn der Prüfung der Gemeindeverwaltung bekannt zugeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.07.1963


Feierlicher Fatimatag
Windberg.
Morgen Samstag (nicht Sonntag) wird wieder der 13. Feierlich begangen, zur Erinnerung an die Marienerscheinung jeweils am 13. In Fatima im Jahre 1917. Um 14 Uhr sammelt sich die Prozession in Windberg. In Hl. Kreuz findet eine Predigt und Marienfeier statt. Um 19 Uhr geht dann eine Lichterprozession von Windberg aus nach Hl. Kreuz, wo eine Abendmesse gehalten wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.07.1963


Gott, der Herr, hat am Sonntag nachmittags nach langem Leiden, jedoch schnell und unerwartet, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Tante und Patin
Frau Rosina Santl
Rentnerin von Meidendorf

im Alter von 74 Jahren zu sich in ein besseres Jenseits abgerufen.
Meidendorf, Wassergraben, Neu-Ulm, Heugrub, 14. Juli 1963
In stiller Trauer  :
Familie max Hüttinger
Centa Klein,
mit Familie
Rosa Bauder, mit Familie   Töchter
Anna Hilmer
Maria Schuster,
mit Familie   Schwestern
und Verwandtschaft
Beerdigung am Mittwoch, 17. Juli 1963, vormittags ½ 10 Uhr vom Leichenhaus aus in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.07.1963


Aus dem Polizeibericht
Bogen.
… Am Ortseingang von Hunderdorf geriet ein Personenwagen, wahrscheinlich wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und beschädigte auf der rechten Seite einen Gartenzaun.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.07.1963


Schüler sparten einen „Volkswagen“
Hunderdorf.
Dreimal im Lauf des vergangenen Jahres kam der „Sparkassen-Onkel“ an die Schule, um die Ersparnisse der Kinder abzuholen und ihnen den Sparbetrag in ihren Sparbüchern zu vermerken. Jedesmal konnte er dabei einen Betrag von über 1500 DM mitnehmen. So kamen im Schuljahr 1962-63 nicht weniger als 5005 DM zusammen, eine Summe, mit der man sich einen nagelneuen VW kaufen könnte. Wenn man bedenkt, daß die Sparguthaben der Kinder zehnerlweise zusammengetragen wurden und die Silberlinge seltener waren, so muß man den Spareifer der Kinder voll anerkennen. Mehr als 50 Prozent der Hunderdorfer Schulkinder beteiligen sich am Schulsparen und gar manche haben im Laufe ihrer Schulzeit einen schönen Grundstock gelegt. Allerdings werden auch hin und wieder kleinere und größere Summen zur Anschaffung von notwendigen Dingen benötigt, aber das gesteckte Ziel reiht  andererseits auch wieder zum fleißigen Weitersparen. Erstaunlich ist, daß eine Reihe größerer Kinder ihre Sparkassen mit Beträgen füllt, die sie sich selber verdient haben. Wenn sich die Kinder diesen Spareifer erhalten, werden sie auch später ihre Groschen zusammenhalten und manchen Betrag „auf die hohe Kante“ legen können. – Unser Bild zeigt Herrn Katzendobler von der Kreisparkasse Bogen bei der Entleerung der Schulsparkassen.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.07.1963


Erhält die Schule Hunderdorf einen Turngarten?
Telefonanschluß für die Schule – Ergänzung der Schulmöbel für Schulanafänger – Turngarten soll Turnhalle zum Teil ersetzen – Kanalanschlußgebühren und Benutzungsgebühren notwendig
Hunderdorf.
Auf einer Gemeinderatssitzung am Wochenende hatten sich die Gemeindevertreter in der Hauptsache mit Anträgen des Schulleiters zu beschäftigen.
Erster Punkt der Tagesordnung bildete das Ansuchen der Schulleitung um einen Telephonanschluß. Bereits auf einer früheren Sitzung war diese Frage besprochen und die Entscheidung auf einen späteren Termin verschoben worden. Grundsätzlich sprachen sich die Gemeindevertreter für einen Anschluß aus, jedoch soll zunächst noch durch die Schulleitung ermittelt werden, ob ein Hauptanschluß gemacht werden soll, wenn im Herbst das nach Hunderdorf geführte unterirdische Kabel Neuanschlüsse zuläßt oder von der Gemeindekanzlei aus ein Nebenanschluß erstellt wird. Entscheidend wird hier die Kostenfrage sein und das billigste Angebot wird zum Zuge kommen. Im weiteren wies Rektor Hösl darauf hin, daß bis zum Schulanfang im Herbst die Schulmöbel in der 1. Klasse mit 10 Tischen und 20 Stühlen ergänzt werden müssen, da man für das kommende Schuljahr 56 Neuanfänger erwartet und für die Klasse dann nicht genügend geeignete Tische und Stühle vorhanden sind. Ein entsprechender Beschluß zum Ankauf der benötigten Schulmöbel beendete die Debatte.
Die Einführung neuer Lesebücher im ersten Schuljahr dürfte den der Schulleitung bewilligten Lernmittelbetrag völlig aufzehren. Müssen alle Bücher, wie es nach dem Gesetz der Lernmittelfreiheit möglich wäre, von der Gemeinde gekauft werden, so ist mit der von der Gemeinde für diesen Zweck bewilligten Summe nicht mehr ein einziges anderes Arbeitsbuch für die übrigen Klassen anzuschaffen.
Eine der wichtigsten Aufgaben für die nächsten Jahre dürfte für die Schule die Anlage eines Turngartens sein. Da in Hunderdorf keine Turnhalle vorhanden ist, wegen der großen Kosten auch der Bau einer solchen in absehbarer Zeit aussichtslos erscheint, dürfte die einzige Möglichkeit zur Durchführung des Schulturnens in der Anlage eines Schulturngartens zu sichen sein. Dazu wäre auf dem Sportplatz ein Grundstück in der Größe von ca. 30 x 50 m vorgesehen, das eine doppelte Hindernisbahn, eine Weitsprunganlage und eine Turnseite mit Geräten erhalten soll. Die Hindernisbahn soll zweiteilig sein, damit auch Wettkämpfe von zwei Mannschaften ausgetragen werden können. Die Turnseite soll ein Stufenheck, ein Klettergerüst und einen Stufenbarren enthalten. Ebenfalls ist eine Umzäunung des Turngartens und der Bau eines Geräteraumes vorgesehen. Da solche Anlagen stark gefördert und mindestens 50 bis 75 Prozent Zuschüsse gewährt werden, müßte die Gemeinde vielleicht nur eine Eigenleistung von 6 000 DM in zwei Jahren aufbringen. Gerade im Hinblick auf die sich mehrenden Haltungsschäden unserer Jugend wird dem Schulturnen eine verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt und viel getan, um solche Schäden zu vermeiden oder zu korrigieren. Der Gemeinderat stellte sich dieser Maßnahme positiv gegenüber.
Ein heikler Punkt wurde mit der dringend notwendigen Kanalisation im Erschließungsgebiet Bahnhofssiedlung angeschnitten. Die hier für ca. 20 Neubauten notwendige Kanalisation erfordert einen Aufwand von ca. 165 000 DM. Es ist einleuchtend, daß dieser Betrag unmöglich von den Anschließern aufgebracht werden kann. Ebenfalls ist noch nicht abzusehen, wie die Gelder für die Gesamtkanalisation der Gemeinde, die einen Kostenvorschlag von rund 1,2 Mill. Mark aufweist, aufgebracht werden können. Die Erstellung eines solchen Kanalnetzes mit Kläranlage in Hunderdorf ist, wenn dafür nur ein Drittel als Zuschuß von Staat und Bund gegeben wird, nahezu undenkbar. Die Planung ist jedoch bereits gemacht und bei der Regierung zur Genehmigung vorgelegt. Damit wenigstens ein Teil der benötigten Eigenmittel aufgebracht werden kann, muß künftig bei Neuanschließern eine Kanalanschlußgebühr erhoben und bei allen Anschließern eine Benutzungsgebühr kassiert werden. Da man noch keine genügenden Unterlagen für die Erstellung einer Satzung vorhanden hatte, will man in nächster Zeit die Satzungen derer Gemeinden einsehen und dann die örtlichen Verhältnisse einer Satzung erstellen. Auf der nächsten Sitzung dürfte darüber verhandelt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.07.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 8. bis 12. Juli eingereichten Baugesuche
… Maria Lehner, Gaishausen, Einfriedung des Wohnhauses … Rudolf Greipl, Hunderdorf, Neubau eines Wohnhauses.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.07.1963


Volksfest vom 2. bis 5. August
Hunderdorf.
In den ersten Augusttagen findet wieder ein Volksfest in Hunderdorf statt, das für klein und groß seine Überraschungen bereithalten wird. Bereits am Freitag, den 2. August ist Festeröffnung und Bierprobe. Bis zum 5. August ist für jeden Abend im Bierzelt ein Programm vorgesehen und zum Festausklang gibt es wiederum eine große Preisauslosung. Natürlich ist auch auf der Festwiese für Unterhaltung und Abwechslung gesorgt, so daß auch die Kinder nicht zu kurz kommen. Im Bierzelt garantiert eine gute Kapelle für Stimmung.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.07.1963


Dienst beim RK
Hunderdorf.
Alle Mitglieder der RK-Ortsgruppe sollen sich am Sonntag um 8.30 Uhr zum Bereitschaftsdienst bei der Friedenswallfahrt am RK-Haus in Bogen einfinden. Am Montag ist um 20 Uhr bei Sandbiller ein Dienstabend angesetzt.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.07.1963


Nach Gottes heiligem Willen verschied am Donnserstag unser guter Vater, Großvater und Urgroßvater
Herr Rupert Mühlbauer
Landwirt und Kriegsteilnehmer 1914/18

im Alter von 87 Jahren selig im Herrn.
Hoch, Mitterfels, Bad Soden, Straubing, Neu-Isenburg, Hunderdorf, Bogen, den 18. Juli 1963
In tiefer Trauer:
Therese Fuchs, Tochter
Anna Hausladen, Tochter, mit Kindern
Maria Zankl mit Familie
Katharina Kräuter mit Kindern
Alois Betzlbacher,  Sohn, mit Familie
Rupert Betzlbacher, Enkel, mit Familie
Wolfgang Hausladen, Enkel, mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst mit anschließender Beerdigung am Samstag, den 20. Juli 1963, um 9 Uhr in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.07.1963


Aloisia fehlte in acht Jahren nicht einen Tag
Abschlußfeier an der Schule Hunderdorf – 32 Schüler entlassen
Hunderdorf.
Mit einem Gottesdienst begann am letzten Schultag die Schulschlußfeier an der hiesigen Volksschule. H. Pfarrer Ruß wandte sich in einer kurzen Ansprache nochmals an die Schulentlaßschüler und wünschte daß auch in Zukunft das Dreigestirn der Lieb, des Glaubens und der Dankbarkeit über ihrem Leben stehen möge. Sein Dank galt den Eltern, Erziehern und Schülern, die eine gute Zusammenarbeit mit der Kirche ermöglichten und opferbereit ihre Treue zum Herrn bewiesen. Nach der Ablegung des Glaubensbekenntnisses durch die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse erteilte der Pfarrherr ihnen den Segen. Gemeinsam schritten die Entlaßschüler zum Tisch des Herrn und mit ihnen ein Großteil der übrigen Schulkinder.

Rektor Hösl überreichte Aloisia Haimerl ein Buchgeschenk

In der Pausenhalle der Schule konnte Rektor Hösl neben der Geistlichkeit die Bürgermeister von Hunderdorf und Gaishausen, sowie einen Teil der Gemeinderäte und die Eltern der Kinder begrüßen. Einem Eröffnungslied folgte der Vortrag „Kein Hälmlein wächst auf Erden“ der Melodika- und Gesanggruppe der VII. Klasse. In einer Rückschau auf das vergangene Jahr gedachte der Schulleiter des verstorbenen Geistl. Rates Kiermaier, der über zwei Jahrzehnte Pfarrei und Schule betreute. Im abgelaufenen Jahr war der Wechsel der Lehrkräfte durch Erkrankungen, Aushilfen und Versetzungen besonders groß. Fast während des ganzen Schuljahres mußte eine Klasse aufgeteilt und mitgeführt werden. Die Klasse III wartete mit dem Spiel „Der Holzhauer und der Wassermann“ auf, das die Kinder selbst einem gleichnamigen Lesestück nachgestaltet hatten.
Die Rückschau auf den Schulbesuch, bei der wie in jedem Jahr Kinder mit keinen Versäumnissen mit einem kleinen Geschenk bedacht wurden, ergab, daß die Schülerin Aloisia Haimerl in den acht Jahren ihrer Schulzeit nicht einen Tag die Schule versäumte. Die Schülerin wurde mit einem schönen Buchgeschenk bedacht.
Unter dem Motto „Kleine Musikanten stellen sich“ spielten Kinder der Unterstufe und Oberstufe auf ihren Instrumenten und zeigten dabei teilweise beachtliches Können. Die Sieger des Schulsportfestes, die eine Ehrenurkunde erlangten, wurden ausgezeichnet und mit einem Buchpreis des Schulamtes bedacht. Mit kleinen Erlebnissen aus der Schulzeit warteten die großen Mädchen auf, und die Klasse IV spielte „Der Bauer als Wettermacher“, worin gezeigt wird, daß man das Wetter dem Bauern zwar nie recht machen kann, er selber aber auch nicht frei von Fehlern ist und so das himmlische Wetteramt doch die beste Einrichtung ist.
Vor der Aushändigung der Entlassungszeugnisse wandte sich Rektor Hösl an die Scheidenden. Er sagte, daß sie mit dem Zeugnis einen Spiegel mitnehmen, der ihre charakterliche und leistungsmäßige Einstellung in ihrer Schulzeit aufweist. Allen wünschte er einen guten Start im Berufsleben und eine schöne Erinnerung an ihre Schulzeit. 16 Knaben und 16 Mädchen erhielten dann ihre Entlassungszeugnisse. Eine Sprecherin bedankte sich bei den Lehrern für die Mühe und Arbeit, die sie sich für die Schülerinnen und Schüler während der achtjährigen Schulzeit gemacht haben.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.07.1963


Ein Projekt mit 90 Prozent Staatszuschuß:
Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe
von 4 600 000 DM Kosten werden 3 820 000 DM vom Staat getragen – Auch die Wasserversorgung Wies-Neurandsberg tritt aus der Papierplanung heraus – Wird in Bogen-Nord ein Schulzentrum geschaffen? – Aus der Kreisauschußsitzung
Bogen.

Nach wiederholten Vorsprachen ist der Bewilligungsbescheid für die Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe Hunderdorf-Mitterfels-Haselbach eingegangen. Die Gesamtkosten wurden hier auf 4 600 000 DM berechnet, wofür ein Staastzuschuß von 90,1 Prozent der zuschußfähigen Baukosten von 4 240 000 DM – das ist ein Betrag von 3 820 000 DM – in Aussicht gestellt wurde. Die Finanzierung sieht hier nun folgendermaßen aus: Veranschlagte Gesamtkostensumme 4 600 000 DM, hiervon ab nicht zuschußfähige Kosten 360 000 DM, somit zuschußfähige Kosten 4 240 000 DM. – Beteiligtenleitungen: a) in bar und durch Hand- und Spanndienste 480 000 DM, b) Darlehen 300 000, zusammen 780 000 DM, ergibt nach Abzug der Beteiligtenleistungen einen Staatszuschuß von 3 820 000 DM. …
Quelle: Bogener Zeitung, 24.07.1963


Windbergs Schulbau hat endlich begonnen
Windberg.
Die Hoffnungen der Windberger haben sich bestätigt: in den letzten Wochen begannen die Arbeiten an der neuen Schule. Kurz vor Baubeginn waren noch einmal Schwierigkeiten entstanden, denn der Bauplatz war nur über einen kurzen Privatweg erreichbar. Deshalb wurde ein Hohlweg erweitert. Inzwischen wurde nun der Grund ausgehoben, das Fundament gelegt und mit dem Bau begonnen. Im laufenden Jahr soll noch der Rohbau erstellt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 15. bis 22. 7. 1963 eingereichten Baugesuche
Esterl Josef, Öd, Gde. Steinburg, Einfriedung des Vorgartens … Engl Therese, Steinburg, Einbau von zwei Zimmern …
Quelle: Bogener Zeitung, 29.07.1963


Großfeuer in der Möbelfabrik Nolte, Hunderdorf
Weit über 100 000.- DM Brandschaden – 10 Feuerwehren im  Einsatz
Hunderdorf.
Gestern mittag kurz nach 11 Uhr brach in der großen Werkhalle des Möbelwerkes Nolte in Hunderdorf, in der die Lackiererei und die Poliererei untergebracht ist, ein Brand aus. Das Feuer konnte sich wegen der dort reichlich vorhandenen Nitrolackbestände, Nitrolackabfälle und leicht brennbaren Poliermittel in Windeseile ausbreiten und fand zudem auch in den Einrichtungsgegenständen reichlich Nahrung.
Binnen kurzem stand die ca. 600 qm große Halle, die mit einem Fließband ausgestattet war, in hellen Flamen. Die darin mit Reparaturarbeiten beschäftigten Männer konnten sich in allerletzter Minute aus dem brennenden Gebäude in Sicherheit bringen. Trotz des schnellen und tatkräftigen Einsatzes von 10 Feuerwehren unter Leitung von Kreisbrandinspektor Baier, Bogen, war es nicht zu verhindern, daß die Werkhalle vollständig ausbrannte. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach vorläufiger und vorsichtiger Schätzung auf weit mehr als 100 000 Mark. Dabei sind etwaige Produktionsausfälle noch nicht berücksichtigt. Der Entstehungsherd des Brandes liegt in dem Teil der Halle, in der gerade Schweißarbeiten durchgeführt wurden, so daß das Schadenfeuer aller Wahrscheinlichkeit nach dadurch verursacht worden ist.
Für die Feuerwehren aus der ganzen Umgebung wurde sofort Großalarm gegeben. Als erste war die Werkfeuerwehr der Fa. Nolte und gleich darauf die Ortsfeuerwehr Hunderdorf an der Großbrandstelle. Ihr besonderes Augenmerk war darauf gerichtet, das unmittelbar angrenzende große Holzlager vor dem Übergreifen der Flammen zu schützen. Wäre es nicht gelungen, so hätte sich eine Brandkatastrophe größten Ausmaßes, die wahrscheinlich das gesamte Werk in Mitleidenschaft gezogen hätte, kaum mehr vermeiden lassen. Die nach und nach anrückenden Feuerwehren, unter ihnen auch Löschzüge aus Bogen und Straubing, konnten dann das Feuer unter Einsatz von 15 Strahlrohren umfassend bekämpfen und den Brand auch gegen die westlich und östlich an die Lackiererei angebauten Werkhallen abriegeln, wobei ihnen die vorhandenen Brandmauern sehr zustatten kamen. Das Löschwasser mußte aus offenen Wasserentnahmestellen herangebracht werden.
Gegen 12 Uhr war der Brand vollkommen unter Kontrolle und zum allergrößten Teil abgelöscht. Durch die enorme Hitzeentwicklung hatten sich mehrere der eingebauten Stahlträger verformt, so daß für das Brandobjekt Einsturzgefahr gegeben ist.
Unser Korrespondent in Hunderdorf, der vom Anfang an Augenzeuge des Brandes war, berichtet ergänzend dazu:
Als gestern kurz nach 11 Uhr die Sirenen ertönten, hing eine große schwarze Rauchwolke über der neuen 300 m langen Halle der Möbelfabrik Nolte. Nicht nur der Belegschaft, die derzeit Betriebsferien hat, auch alle anderen Einwohner wußten, daß damit allerhöchste Gefahr gegeben war, befinden sich och in dieser Halle die Fließbänder, auf denen die Möbelstücke mit Nitrolack besprüht werden. Dicke Lackschichten haben sich auf den Fließbändern festgesetzt und der feuergefährliche Lack brannte mit einer Rasanz, daß meterhohe Lohen aus den Fenstern schlugen. In kürzester Zeit fraßen sich die Flammen bis zur großen Fertigungshalle vor und nur eine Brandmauer trennte von den Büroräumen. Zudem fiel eine der ersten Motorspritzen aus, während bereits die Flammen die angrenzenden Gebäude bedrohten. Auf dem mit Dachpappe gedeckten Dach der großen Halle war ein Strahlrohr in Aktion und verhinderte ein Übergreifen des Feuers. Diesen Feuerwehrmännern, die trotz der starken Rauchentwicklung und der ungeheuren Hitze hier aushielten, und der starken Brandmauer zu den Büroräumen war es zu danken, daß die Firma vor einem Millionenschaden bewahrt blieb. Es wäre unmöglich gewesen, die Holzkonstruktion des Daches und die Räume der Fertigung zu retten. Ein Nachteil für eine schnelle Brandbekämpfung war, daß derzeit Betriebsferien sind und dadurch auch die Werksfeuerwehr nicht schnell genug eingreifen konnte. Neben dem Gebäudeschaden ist auch der Verlust der Fließbänder und zahlreicher Maschinen zu beklagen. Die Firma Nolte hat mit diesem Brandfall bereits das 3. Größere Brandunglück seit ihrem Bestehen zu verzeichnen.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.08.1963


Auf zum Volksfest nach Hunderdorf!
Alle Vorbereitungen sind getroffen – Am Freitagabend ist Bierprobe
Hunderdorf.
Volksfest – das bedeutet für den sonst so karg und genügsam lebenden Landmenschen schaumbekränzte Maßkrüge und dudelnde Blasmusik, brutzelnde Schweinswürstl und knusprige Brathendl, das heißt Kavalier sein am Lebkuchenherzstand und an der Schießbude, das verpflichtet zum Mut an der Schiffsschaukel und am Lukas, das verkündet Großzügigkeit an Stand und Glückshafen. Die Markeln sitzen locker wie zu keiner anderen Zeit. Ein zünftiges Volksfest ist Gesprächsstoff für ein ganzes Jahr, und man läßt sich nicht lumpen an diesen Tagen, weil man sich schließlich nicht gern einen Knicker nennen läßt. Groß ist die Freude auf dieses Fest, und wenn es in Hunderdorf auch lange nicht ein Fest von den Ausmaßen desjenigen der Gäubodenstadt ist, so freut sich doch jeder darauf, denn es ist sein Volksfest.
Festwirt Weinzierl hat auch heuer wieder alles unternommen, um seine kleinen und großen Gäste zufriedenzustellen. Das Riesen-Bierzelt, die Brathendeln, die Zuckerl- und Lebkuchenstände sind an kulinarischen Genüssen vorbehalten, während die Blasmusik und Gstanzln, die Schießbuden und Wurfbuden andren Freuden zugedacht sind. Jeder kann also, wenn er nicht gerade ein „Grantler“ oder sie eine „fade Nockn“ ist, hier auf seine Rechnung kommen.
Am Freitag ist um 18 Uhr der Auszug zum Bierzelt mit der Festkapelle. Bürgermeister Reiner wird den ersten Banzen anzapfen. Die anschließende Bierprobe wird allen Gelegenheit geben, das süffige Festbier zu probieren. Am Samstag ist ein Treffen der Vereine im Bierzelt vorgesehen. Der Sonntag bringt dann den großen Wiesenrummel mit Stimmungsabend im Bierzelt. Am Montag folgt der Festausklang mit großer Preisverteilung. Jeder, der ein Freilos besitzt, das gratis zu jeder Maß geliefert wird, kann daran teilnehmen. Der 1. Preis ist wieder ein Spanferkel, und als weitere Preise werden eine Uhr, eine Flasche Likör, ein Kasten Bier und andere schöne Preise verteilt. Motorisierte Festbesucher finden genug Parkmöglichkeiten und brauchen daher nur auf ihre Fahrtüchtigkeit bei der Abfahrt zu achten.
Bei diesen Vorbereitungen kann man nur sagen: Auf zum Volksfest nach Hunderdorf!
Quelle: Bogener Zeitung, 01.08.1963

In der Kurve 2 Mopedfahrer überholt
Windberg.
Auf der Kreisstraße GOB 20, zwischen Windberg und Irensfelden, überholte ein Pkw-Fahrer in einer Kurve zwei Mopedfahrer, streifte das vordere Moped am Spiegel und brachte den Fahrer zum Sturz, Der hintere Mopedfahrer fiel auf den Gestürzten. Beide Mopedfahrer wurden leicht verletzt. Die Landpolizei Bogen ermittelte und zeigte den Pkw-Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung u. a. an.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.08.1963


Monatsstatistik des Standesamtes Bogen
Bogen.
Die Monatsstatistik vom Juli des Standesamtes der Stadt Bogen weist 32 Geburten, 3 Trauungen und 6 Todesfälle auf.
Geburten: … Edith Auerbacher, Dambach, Gde. Windberg … Gerda Maria Ostermeier, Gaushausen … Gerlinde Hagn, Bauernholz, Gde. Hunderdorf; Georg Hilmer, Stefling, Gde. Hunderdorf … Robert Georg Bielmeier, Stetten, Gde. Hunderdorf …
Getraut: Höber Freimut Johann, Bogen, Torgasse 2, und Häutle Anna Elisabeth, Bogen, Trellingereck 2 …
Quelle: Bogener Zeitung, 05.08.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 22. bis 27. 7. 1963 eingereichten Baugesuche
… Stern Xaver, Martinszell, Post Oberdorf, Einbau von Dachzimmern und eines Abortes sowie Neubau einer Garage im Anwesen in Hunderdorf …
Quelle: Bogener Zeitung, 06.08.1963


Wasserleitung wird gespült
Hunderdorf/Mitterfels.
Am Freitag wird in der Zeit von 19 bis 21 Uhr die Wasserleitung in Mitterfels gespült, in Hunderdorf am Samstag von 20 bis 22 Uhr. In dieser Zeit ist es nicht ratsam, Wasser aus der Leitung zu entnehmen, da feiner Schlamm sich in den Röhren abgesetzt hat und das Wasser nicht genießbar ist.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.08.1963


Gelungenes Volksfest in Hunderdorf
Neben dem Bier floß auch der Schweiß in Strömen
Hunderdorf.
Ideales Wetter herrschte an den Volksfesttagen in Hunderdorf und so kam es ganz von selbst, daß die Besucher in Massen auf den zwar kleinen, aber reichhaltigen Vergnügungspark und in das Bierzelt strömten. Die Kellnerinnen hatten buchstäblich alle Hände voll zu tun, um der großen Nachfrage nach dem süffigen Festbier gerecht zu werden. So blieb es nicht aus, daß im Zelt eine Mordsstimmung herrschte und gar mancher zu oft in den Maßkrug schaute, weil das Bier halt gar so gut war.
Die Blaskapelle Bugl spielte eifrig und mit viel Schwung und bei schneidiger Marschmusik werden selbst die „müdesten Knochen“ wieder munter.
Bürgermeister Reiner hatte den ersten Banzen angezapft und wenn dabei auch der Gerstensaft voreilig zu schäumen begann, so nur daher, weil er darin noch nicht viel Übung hat.
Auf der Festwiese war der Andrang zu den Buden groß und die Schaubudenbesitzer und Unternehmer von Vergnügungsstätten machten keine schlechte Kasse. Das nun schon traditionelle Volksfest in Hunderdorf hatte auch heuer wieder viele auswärtige Gäste angelockt. Ein großer Autopark bewies diesen Zulauf. Am Montagabend war das Bierzelt dann nochmals Treffpunkt aller Durstigen, bis gegen Mitternacht die große Preisverteilung stattfand.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.08.1963


Fröhlicher Ausklang des Volksfestes
Hunderdorf.
Auch heuer hatte das Hunderdorfer Volksfest wieder viele Besucher aus der engeren und weiteren Umgebung angelockt. Vom heißen Wetter begünstigt, war der Umsatz im Bierzelt gewaltig und dementsprechend auch die Stimmung. Auch die Schießbuden, Glückshäfen und Wurfbuden hatten einen großen Andrang von jung und alt zu verzeichnen. Am Montag kam es um 12 Uhr zu der mit Spannung erwarteten Preisverteilung. „Stammgäste“ des Bierzeltes hatten 20 bis 30 Lose vor sich liegen, die die je Maß erhalten hatten, und warteten auf ihre Nummer. Der glückliche Gewinner des 1. Preises war Xaver Anleitner. Er konnte das Spanferkel in Empfang nehmen. Weitere andere Preise kamen zur Verteilung.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.08.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 29. bis 2. 8. 1963 eingereichten Baugesuche
Beim Landratsamt Bogen sind im Berichtszeitraum nachstehend aufgeführten Baugesuche eingereicht worden:
… Klein Anna, Hunderdorf, Aufstockung einer Werkstatt …
Quelle: Bogener Zeitung, 09.08.1963


Windberg. (Vom Trachtenverein) Der nächste Vereinsabend ist am Samstag, 10. August, im Vereinslokal Amann. Wegen sehr wichtigen Besprechungen werden alle Mitglieder ersucht, an diesem Abend teilzunehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.08.1963


Sie rauften
Hunderdorf.
Beim Volksfest in Hunderdorf hatten vier Steinburger den „Mut“, gegen einen Bärndorfer zu „kämpfen“. Der Unterlegene wurde erheblich verletzt. Die Schläger werden sich verantworten müssen. – Ebenfalls beim Volksfest rauften mehrere Personen zur mitternächtlichen Zeit; fünf Personen erlitten Verletzungen. Die Polizei mußte einschreiten. Eine Serie von Vernehmungen folgte. Anzeigen wegen gefährlicher und einfacher Körperverletzung sowie groben Unfugs ergingen.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.08.1963


Zwei große Tannenbäume gestohlen
Eglsee.
Einem Landwirt von Bruckweg, Bogen, wurden aus seinen Waldungen bei Eglsee zwei Tannenbäume mit einem Stammdurchmesser von 25 bis 30 cm abgeschnitten. Um Hinweise, die der Feststellung der Täter dienen könnten, bittet die Landpolzeiinspektion Bogen.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.08.1963


Aus der Kolonne ausgeschert
Herrnbirket.
Ein 24jähriger Maurer aus Straubing scherte mit seinem Fahrzeug aus einer Kolonnenfahrt aus; sein Wagen wurde von einem entgegenkommenden Pkw erfaßt. Beide Fahrer wurden verletzt. Der Sachschaden wurde auf 2 100 DM geschätzt.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.08.1963


Windberg. (Fatimafeier) Die Fatimafeier am 13. August beginnt um 13.30 Uhr in Windberg, wo sich die Pilger sammeln und in der Prozession nach Heilig Kreuz ziehen. Hier ist Predigt und Feierstunde. Am Abend ist ebenfalls in Heilig Kreuz Abendmesse. Auch hierzu sammeln sich die Wallfahrer um 19 Uhr in Windberg und pilgern gemeinsam zum Heiligtum. Die Gottesdienste in der Windberger Pfarrkirche sind morgen um 6.30, um 7.15 und 8.30 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.08.1963


Patrozinium der Pfarrkirche
Windberg.
Am Feste Maria Himmelfahrt feiert die Pfarrgemeinde Windberg zusammen mit dem Kloster das Patrozinium der Pfarr- und Klosterkirche. Der Bischof von Olmütz stellte am 28. 11. 1142 bei der Kirchweihe das Gotteshaus unter das Patronat der in den Himmel aufgefahrenen Gottesmutter. Der Festgottesdienst beginnt um 8 Uhr, vorher ist bereits hl. Messe um 6.30 Uhr. Die Patres des Klosters begehen das Fest mit dem Konventgottesdienst um 9.30 Uhr. Nachmittags 14 Uhr ist feierliche Andacht mit Kräuterweihe.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.08.1963


Zur letzten Ruhe
Windberg.
Völlig unerwartet war am Samstag der Rentner Heinrich Holmer von Irenzfelden gestorben. Eine große Trauergemeinde versammelte sich am Montag auf dem Windberger Friedhof, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Pfarrer Pater Ephrem übergab den Sarg der geweihten Erde, assistiert von Pater Roger. Herr Holmer wurde 1894 in Kleinhöfling bei Konzell geboren. Als landwirtschaftlicher Arbeiter erwarb er sich überall wegen seines Fleißes großes Ansehen. Er nahm vom Anfang bis Ende am ersten Weltkrieg teil und wurde verwundet. 1936 heiratete er Anna Schmidbauer von Bühel und bewirtschaftete zuletzt ein kleines Anwesen in Irenzfelden. Seine Gattin und fünf Kinder haben in ihm einen treusorgenden und liebevollen Vater verloren. Sein freundliches und hilfsbereites Wesen hatten ihm viele Freunde gebracht, was am besten die große Zahl der Trauergäste zeigte. Der Veteranen- und der Bauernhilfsverein hatten Abordnungen gesandt. Der Kirchenchor sang ein würdiges Grablied.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.08.1963


Dienstabend der RK-Ortsgruppe
Hunderdorf.
Am heutigen Montag findet um 20 Uhr im Gasthaus Sandbiller ein Dienstabend der RK-Ortsgruppe statt. Alle aktiven Mitglieder sollen sich in Uniform einfinden.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.08.1963


Viele Pilger zogen nach Heilig-Kreuz
Zunehmende Bedeutung dieser Wallfahrt – Vor drei Jahren zog Frater Konrad als Eremit in die Klause
Windberg.
Der Gedenktag der Erscheinung in Fatima wurde in Heilig Kreuz besonders festlich begangen. Von allen Seiten beteten Pilgergruppen hinauf zum Kreuzberg. Die Haupt gruppe, in der auch die Straubinger Wallfahrer waren, kam von Windberg herauf. Sie wurde angeführt vom Administrator des Klosters Windberg, Pater Calixtus. In seiner Predigt knüpfte er an die Darstellung Mariens als der in den Himmel Aufgenommenen an, wie sie in der Windberger Kirche am Hochaltar sich findet. Am Abend sammelte ich nochmals eine zahlreiche Pilgergruppe in Windberg und zog mit Pater Friedrich zum Heiligtum. Allein der Glaube sei imstande, die Schranken und Mauern abzubauen, die die Menschen zwischen sich aufgebaut hätten, sowie das Trennende zu beseitigen, das den Menschen von Gott fernhalte, betonte Pater Friedrich in seiner Ansprache. Die Abendmesse beendete den Wallfahrtstag.
Der 13. August ist auch der dritte Jahrestag, daß in die stille Klause bei der Wallfahrtskirche wieder ein Eremit eingezogen ist. Frater Konrad Brückl hat durch sein unermüdliches Bemühen einen großen Teil dazu beigetragen, daß die Wallfahrt nach Heilig Kreuz immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.08.1963


Rascher Aufbau der Möbelfabrik Nolte
Im Herbst kann die Arbeit in dem durch Feuer zerstörten Hallenteil wieder aufgenommen werden
Hunderdorf.
Kaum 14 Tage sind vergangen, daß in der Lackiererei der Möbelfabrik Nolte ein Brand ausbrach und mehr als 100 m der langen Werkhalle in Schutt und Asche legte. Bei Schweißarbeiten an den Fließbändern fingen die Rückstände des Nitrolacks Feuer, das sich explosionsartig ausbreitete. Die schweren eisernen Feuertore verhinderten, daß sich der Brand auf den unteren Teil der Halle ausbreiten konnte. Im nördlichen Teil der Halle wurde das rasende Element von der Brandmauer, welche die Büroräume und die großen Fertigungshallen abschirmt, ebenfalls gestoppt.
Mittlerweile sind Arbeiter wieder am Aufbau der zerstörten Halle beschäftigt. Die Betondecken mußten eingerissen und die Stützpfeiler abgetragen werden. Das durchgehende Mauerwerk im westlichen Teil ist in Mitleidenschaft gezogen worden, doch besteht hier die Hoffnung, daß sie noch verwendet werden kann. Ein Großteil der Stützpfeiler steht bereits wieder und die Eisenträger sind eingezogen. Durch eine Umstellung will man auch die drohende Gefahr eines Produktionsausfalles bannen, bis die Halle wieder in Ordnung ist. Dem derzeitigen Fortschritt der Arbeiten nach zu urteilen, dürfte bereits im Spätherbst wieder mit der Arbeitsaufnahme in dem zerstörten Gebäudeteil zu rechnen sein.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.08.1963


Gott, der Herr über Leben und Tod, holte am 18. August 1963, nach kurzer, schwerer Krankheit, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, unsere liebe Mutter, Oma, Schwester, Schwägerin, Tante und Patin
Frau Rosina Schindlmeier
geb. Gierl – von Irensfelden

im 65. Lebensjahr heim in sein Reich.
Irensfelden, Furth, Marktleuthen, Bernried und Eggenfelden, den 16. August 1963
In tiefer Trauer:
Rosa Dietl, Tochter, mit Familie
Emma Kraus, Tochter, mit Familie
Jakob Gierl, Bruder, mit Familie
Johann Gierl, Bruder, mit Familie
Otto Gierl, Bruder, mit Familie
Maria Baumer, Schwester mit Familie
Gottesdienst mit darauffolgender Beerdigung am Dienstag, 20. 8. 63, um 9.30 Uhr vom Leichenhaus aus in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.08.1963


Gesamthaushalt über eine halbe Million
Im ordentlichen Haushalt sind 311 000 DM veranschlagt – Straßenbau nach Lintach mit 290 000 DM im außerordentlichen Haushalt eingeplant
Hunderdorf.
Mit einer Summe von 615 000 D-Mark im Gesamthaushalt erreicht heuer der Haushaltsplan der Gemeinde Hunderdorf eine neue Rekordhöhe. War noch im letzten Jahre der ordentliche Haushalt mit knapp 200 000 DM veranschlagt, so stieg er heuer aus 311 000 D-Mark an. Bei den Einnahmen fallen vor allem die Grundsteuer A mit 23 000 DM, die Grundsteuer B mit ca. 12 000 DM und die Gewerbesteuer mit 80 000 DM auf. Erstmals kommt in diesem Jahr auch der Zuschuß aus der Kfz-Steuer mit 10 000 DM dazu. Außerdem werden rund 20 000 DM an Ausgleichsbeträgen aus den Steuern in die Gemeindekasse flkie0en. Auch die Schlüsselzuweisungen mit 85 000 D-Mark sind ein schwerwiegender Posten in den Einnahmen. Eine Rücklage von 33 000 DM kommt außerdem dem derzeitigen Haushalt zugute.
Auf der Ausgabenseite stehen vor allem die Ausgaben für die Schule, die Umlagen an andere Schulverbände und die Berufsschulen mit 54 000 DM an der Spitze. Für den Straßenneubau Lintach sind 42 000 DM an Eigenmittel eingeplant und weitere 10 600 DM sind für den Unterhalt der übrigen Straßen vorgesehen. Für die Entschädigung des Bürgermeisters, des Gemeindekassiers und des Gemeindeschreibers sind Aufwendungen in Höhe von ca. 16 000 DM vorgesehen. Besondere Berücksichtigung fand im heurige Jahr die FFW. Für den Bau eines Feuerhauses wurden Rücklagen von 8 000 DM bereitgestellt und ein weiterer Betrag von 3 000 DM eingesetzt. Auch für die Anschaffung von Schlauchmaterial und Kleingeräten wurde eine größere Summe als im Vorjahr abgesetzt. Die zu zahlende Kreisumlage in Höhe von 91 583 DM ist um rund 6 000 DM höher als die angesetzten Schlüsselzuweisungen und nehmen einen Großteil der Einnahmen fort. Außerdem müssen rund 17 000 DM für den Gewerbesteuerausgleich ausgegeben werden.
Die Hebesätze für Grundsteuer A (200); Grundsteuer B (220) und Gewerbesteuer (280) wurden nicht geändert. Ebenfalls gleich blieben die Beträge für die Körumlage, die Feuerschutzabgabe, Die Hundesteuer und die Mindestgewerbesteuer.
Im außerordentlichen Haushalt sind 10 000 D-Mark für den bau der Straße in der Bahnhofsieldung vorgesehen, 4 000 DM für den Bau der Straße der Siedlung nach Windberg und 290  000 DM für den Bau des Hauptwirtschaftsweges nach Lintach. Letzterer wird allerdings durch hohe Zuschüsse und günstige Darlehen finanziert, so daß die Eigenmittel dazu nur 42 000 DM betragen und diese bereits im ordentlichen Haushalt untergebracht wurden.
Zusammenfassend darf man für das Jahr 1963 sagen, daß die anstehenden und noch in diesem Jahr zu bewältigenden Aufgaben gut erfüllt werden können. Was aber im nächsten Jahr auf die Gemeinde zukommt, wenn vor allem der Bau der äußerst kostspieligen Kanalisation notwendig wird, das kann man nur so kommentieren: Auch der Rekordhaushalt 1963 wird noch überholt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.08.1963


Der große Hund in Hunderdorf …
Hunderdorf.
Einem Pkw-Fahrer, der von Neukirchen kam, um in Richtung Bogen zu fahren, lief in Hunderdorf in der Dunkelheit ein großer Hund in seinen Wagen. Das Tier lief jaulend davon; es konnte nicht festgestellt werden, daß es verletzt war. Am Auto entstand ein Sachschaden von 250 bis 300 DM.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.08.1963


Hochzeitsfeier
Steinburg.
Am vergangenen Wochenende feierten der Arbeiter Wilhelm Schießl von Steinburg und die Arbeiterin Christa Wolf von Hunderdorf ihr Hochzeitsfest. Sie standesamtliche Trauung vollzog stellv. Bürgermeister Jakob Petzendorfer. Das Sakrament der Ehe spendete H. Pfarrer Ruß, Hunderdorf, bei einer Hochzeitsmesse. Der Nachmittag versammelte die Geschwister und die beiderseitigen Verwandten im Brauerei-Gasthof Berger zum Hochzeitsmahl und zur geselligen Unterhaltung. Das anschließende Tanzkränzchen am Abend wurde von vielen Nachbarn und Bekannten besucht und in fröhlicher Geselligkeit schwang jung und alt das Tanzbein zu der Musik des ausgezeichnet spielenden Trios der Kapelle Helmbrecht, Bogen. Das junge Paar findet im elterlichen Anwesen Wohnung. Wir wünschen einen guten Einstand, viel Glück und Gottes Segen für den gemeinsamen Lebensweg.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.08.1963


Ludwig Kern 85 Jahre alt
Hunderdorf.
Morgen Donnerstag kann der Austragslandwirt Ludwig Kern von Lintach das seltene Fest des 85. Geburtstages feiern. Ein gesegnetes Alter, noch dazu, wenn man sich einer solchen Rüstigkeit und Gesundheit erfreuen kann wie der Jubilar. Dabei gab ihn sein langes Leben bestimmt nicht Gelegenheit zur Schonung und zur Pflege; schon als Schulbub mußte er, der einer wenig begüterten, kinderreichen Familie aus Meidendorf bei Perasdorf entstammt, sein Brot als Hüterbub verdienen. Sein Entgelt für ein Jahr Gänsehüter betrug bei freier Kost 3 Mark. Bis zum Jahre 1907 blieb er im Dienst bei den Bauern. Als er zu dieser Zeit Anna Venus aus Waltendorf heiratete, gingen beide in die Farbwerke Höchst am Main, um sich dort das Geld für ein kleines Anwesen zu verdienen. Ein solches erwarb sich der Jubilar mit seiner Frau 1911 in Lintach. Im 1. Weltkrieg war er vom ersten bis zum letzten Tag Soldat und erlitt eine schwere Verwundung. Sechs Kinder legte ihm seien Frau in die Wiege; einer der drei Söhne blieb im 2. Weltkrieg in Rußland. Die Rüstigkeit des Jubilars ist erstaunlich, nur der wiete Weg von Lintach nach Hunderdorf fällt ihm etwas schwer. Schon immer war er ein Freund der Geselligkeit und wenn er den richtigen Partner findet, so singt er heute noch gern Volkslieder und Gstanzln. Zu seinem Wiegenfest wünscht ihm auch die Heimatzeitung einen geruhsamen Lebensabend und alles Gute.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.08.1963


Johann Laumer beerdigt
Windberg.
Nachdem erst wenige Tage vorher Heinrich Holmer zu Grabe getragen worden war, versammelte sich nun wieder eine große Trauergemeinde um das offene Grab von Johann Laumer aus Herrnbirket. Pater Roger übergab den Sarg der geweihten Erde und widmete den Verstorbenen einen ehrenden Nachruf. Unter den vielen Trauergästen waren auch Abordnungen der Feuerwehr, des Veteranenvereins und des VdK. Herr Laumer wurde am 19. September 1891 in Höhenried bei Miltach geboren. Den ersten Weltkrieg erlebte er in Frankreich und wurde verwundet. Er heiratete 1920 und lebte seit 1924 in Herrnbirket, wo er ein kleines Anwesen bewirtschaftete. Von seinen acht Kindern fielen drei dem letzten Krieg zum Opfer; ein Sohn fiel in Rußland, einer in Frankreich, der dritte ist and er Ostfront vermißt. Der Verstorbene war sehr bekannt und beliebt. Bei öffentlichen kirchlichen Anlässen wirkte er als Vorbeter. Im Februar dieses Jahres erkrankte er schwer und suchte in verschiedenen Krankenhäusern Genesung. Bis zu seinem Tode hat er sein Leid ruhig getragen.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.08.1963


70 .Wiegenfest
Windberg.
Eine rüstige Jubilarin feierte am Wochenende in Osterberg ihren 70. Geburtstag: Frau Maria Schuhbauer. Die Verwandten, die Nachbarn und viele Freunde gratulierten ihr zu diesem Ehrentag. Frau Schuhbauer wurde in Osterberg als Tochter des Zimmermanns Johann Kronfeldner und seiner Gattin Katharina geboren. Als Näherin kam sie der damaligen Sitte entsprechend auf der „Stör“ weit herum und war überall gerne gesehen und beliebt, nicht zuletzt wegen ihres Humors und ihrer Hilfsbereitschaft. In ihrem Beruf legte sie die Meisterprüfung ab. 1920 heiratete sie den Schuhmachermeister Josef Schuhbauer von Rainfurth, Gem. Degernbach. Ein großer Schmerz war es für die Eltern, als sie erfahren mußten, ihr ältester Sohn Josef sei in Rußland gefallen. Zwei Kinder starben schon in jungen Jahren. 1953 mußte die Jubilarin am offenen Grab ihres Mannes stehen. Sie lebt jetzt bei ihrer Tochter in Osterberg. Mit ihren vier Kindern gratulierten besonders auch die sechs Enkelkinder ihrer guten Oma. Auch wir schließen uns den Gratulanten an!
Quelle: Bogener Zeitung, 21.08.1963


Er radelte auf der linken Seite …
Hunderdorf.
Auf der Gemeindestraße Bogen-Hunderdorf, zwischen Bruckweg und Sollach, radelte ein RADFAHRER AUF DER LONRadRadfahrer auf der linken Straßenseite und stieß in einer Kurve mit einem Kradfahrer zusammen. Das Fahrrad wurde ziemlich demoliert. Am Krad entstand nur geringer Sachschaden. Die Landpolizei Bogen nahm den Unfall auf.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.08.1963


Die „Stadt Zapfenweiler“ liegt hinter Windberg
Frohe Ferienwochen im Jugendheim Windberg – 30 Buben aus dem Saarland – Alles dient der Erholung
Windberg.
Erwartungsvoll waren sie zu Beginn der Ferien dem Zug entsteigen: dreißig Buben aus dem Saarland, die sich darauf freuten, in Windberg schöne Ferientage zu erleben Und sie waren nicht die ersten, die sich hier rasch eingelebt haben und sich schnell geborgen fühlten. Es ist heuer schon das vierte Jahr, daß Buben aus Saarbrücken, Badenweiler und anderen Orten im Saargebiet sich in Windberg erholen. Im vorigen Jahr schrieb ein Bub seinen Eltern: „hier fühlen wir uns geborgen inmitten der vielen Wiesen, Felder und Wälder“.
Wie haben das Jugendheim Windberg besucht. Das Oberlehrerehepaar Goebel, das die Kinder betreut, berichtete uns, daß auch ihre höchsten Erwartungen übertroffen worden seien. Trotz der Verantwortung für die anvertrauten Kinder sei der Aufenthalt sogar für die Betreuer noch eine Erholung geworden, nicht zuletzt wegen des freundlichen Entgegenkommens des Heimleiters, Pater Roger, der wie auch Pfarrer Pater Ephraim aus freundschaftlicher Verbundenheit mit den Kindern stets mit Rat und Tat beistehe. Bürgermeister Anton Kittenhofer habe seine Unterstützung zugesagt und erfreulich sei auch das verständnisvolle Entgegenkommen, das die Bewohner den Kindern zeigten. So konnten sie die Bauernhöfe besuchen, den Bauern und Handwerkern bei ihrer Arbeit zusehen. Ein besonderes Erlebnis für die Kinder bedeutete auch das Kennenlernen eines Klosters und sie hatten bald Freundschaft mit allen Patres und Klerikern geschlossen.
In den ersten Wochen war das Wetter den Kindern recht wohl gesonnen. Sie konnten viel im Wald spielen, wo sie neben anderem viel Mühe darauf verwandten, aus Tannenzapfen, Moos und dürren Zweigen eine ausgedehnte „Stadt“ zu errichten, die sie dann feierlich „Zapfenweiler“ nannten. Bei Tageswanderungen lernten sie den Vorwald kennen und besuchten den Bogenberg, das Bogener Bad und die Kaserne, was gerade für die Buben recht reizvoll war, da man ihnen vieles zeigte und sie auch in den schweren Fahrzeugen mitfahren durften. Eine Omnibusfahrt galt der Walhalla, Regensburg, der Befreiungshalle und manchen anderen Sehenswürdigkeiten. Den Schwerpunkt bildeten aber Wanderungen in die nächste Umgebung. Bei schlechterem Wetter widmeten sich die Buben den verschiedensten Bastelarbeiten.
Der Tagesablauf wurde ganz darauf abgestellt, den Kindern möglichst viel Gelegenheit zur Erholung zu geben. Um 7 Uhr früh ist Wecken. Anschließend Waschen und Frühstück. Das Bett selbst zu „bauen“, ist für manche ein ungewohntes Erlebnis. Doch nun ist bis zum Mittagsessen Zeit für Spiel im Hof, zum Wandern, Spielen im Wald. Nach dem Mittagsessen ist strenge Bettruhe bis halb drei. Eine kleine Kaffeepause und wieder ist viel Zeit zu frohem Spiel. Um 18 Uhr versammeln sich wieder alle zum Abendessen im Kloster. Kleinere Spiele, Heimstunden und Vorlesen beenden den Tag. Damit genügend Zeit zum Schlaf bleibt wird bereits um 20 Uhr ins Bett gegangen.
Während der Zeit des Heimaufenthaltes sind die Kinder vom gewohnten Milieu losgelöst und in eine völlig neue Umgebung hineingestellt, an eine andere Gemeinschaft gebunden, die Unterordnung gebietet, Einordnung fordert und neue Verhaltensweisen verlangt. Erzieherisch wertvoll ist beispielsweise für viele Kinder die Tischzucht beim Essen und die Rücksichtnahme auf den Nebenmann. Daneben tritt die religiöse Erziehung. Morgen-, Abend- und Tischgebete werden gemeinsam verrichtet; eine Übung, die leider, viele von zu Hause her nicht mehr kennen. Das Taschengeld wird von den Betreuern verwaltet, wodurch die Kinder zur Sparsamkeit und manchmal auch zu heilsamer Entsagung angehalten werden. In der anderen Umgebung, unter Menschen mit anderen Gewohnheiten entstehen den Kindern wertvolle Bildungsmöglichkeiten.
Die „Schulkinder-Ferien-Aktion des Saarlandes“ wird von der dortigen Landesregierung durchgeführt, die damit die einzige im Bundesgebiet ist. Vor fünf Jahren gab Ministerpräsident Dr. Röder den Anstoß, Kindern aus kinderreichen und sozial schwächeren Familien einen dreiwöchigen Ferienaufenthalt in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland zu ermöglichen. 1958 fuhren 700 Buben und Mädchen, 1962 bereits über 4 000 Kinder. Einige Wochen im Jahr sollen sie fern vom Verkehr der Städte, fern von der Reizüberflutung und Dauerberieselung durch Funk und Fernsehen verbringen. In landschaftlich schönen und klimatisch günstigen Gegenden sollen sie in der Gemeinschaft Gleichaltriger bei Spiel, Sport, Singen und Wandern die große und kleine Natur erfahren und die formende Kraft jugendgemäßer Gemeinschaft erleben.
Da in der Nähe der Klostermühle bei Windberg Pfadfinder aus Oberlahnstein ihre Zelte aufgeschlagen hatten, bekamen die Buben auch Einblick in das bündische Jugendleben. Beide Gruppen luden sich öfters gegenseitig ein und bereicherten ihr Programm durch wechselseitige Veranstaltungen. Besonders eindrucksvoll war ein abendlicher Besuch in den dunklen Klosterkellern. Es war kein Wunder, daß sich dabei ein wenig die dort hausenden Geister zeigten und den Buben noch für viele Tage Stoff zu aufregenden Erzählungen lieferten.
Als sich die erste Gruppe nach drei Wochen verabschiedete, hatten  alle den Wunsch, im nächsten Jahr wieder nach Windberg kommen zu dürfen. Heimweh war eigentlich wenig aufgekommen, zumal Frau Goebel bald den Kindern eine zweite Mutter geworden war, an die sie sich immer vertrauensvoll wenden konnten. Höhepunkt und Abschluß war am letzten Tag ein bunter Abend, auf den sich die Buben schon lange eifrig vorbereitet hatten und mit dem sie sich von den Patres verabschieden wollten. Der Betreuer, Oberlehrer Goebel, dankte nochmals für alles Entgegenkommen. Die Kinder hätten sich in Windberg wirklich wohlgefühlt. Gerade das Windberger Jugendheim sei ideal für derartige Ferienaktionen. Keinerlei Grund zur Klage hatte auch die Windberger Bevölkerung. Die Kinder waren stets hochanständig; ihre Anwesenheit war kaum zu bemerken.
Bevor im Juli die Saarländer Buben im Jugenheim einzogen, hatte Heimleiter Pater Roger eine Reihe zweitägiger Schulentlasskurse veranstaltet, an denen sich über 225 Buben und Mädchen aus dem Dekanat Bogenberg, aber auch aus Straubing (drei Kurse) und Regensburg (ein Kurs) beteiligten. Sie sollten den Kindern eine Starthilfe bieten in das neue Leben, das sie nach der Schulentlassung erwartet. Es kamen verschiedene Religiöse und allgemeine Probleme zur Sprache, ferner wurde auch eine Anleitung zu sinnvoller Freizeitgestaltung gegeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.08.1963


Vom Pfarrhof bleiben nur die Grundmauern
Gründliche innere und äußere Renovierung des Pfarrhofes
Hunderdorf.
Es waren bis jetzt nur wenige Tage, die der neue Pfarrherr und seine beiden Schwestern in Ruhe und Gemütlichkeit im Pfarrhof verbringen konnten. Seit fast einem Jahr sind nämlich die Handwerker an der Arbeit, um das schon über hundert Jahre alte Pfarrhofgebäude auf Weisung des Landbauamtes gründlich zu renovieren. Wurde noch in den letzten Monaten des Vorjahres ein Teil des Erdgeschosses erneuert, so mußten heuer der Umbau des Treppenhauses, des Obergeschosses  und die Renovierung der Außenfront erfolgen. Ferner mußte das Dach erneuert werden. Der vormals klassizistische Außenputz wurde vollkommen abgeschlagen, da er sich an großen Teilen des Hauses schon selber löste. Zur Zeit wird ein einfacher Putz angebracht. Auch durch die Erneuerung der Fensterstöcke bekommt das Haus ein anderes Gesicht. Das Walmdach, das bisher mit Blech bedeckt war, wird nun mit Schieferplatten belegt, die wohl für die Dachkonstruktion am geeignetsten erscheinen. Auch im Innern des Hauses wurden Mauern eingerissen und neue eingezogen. Vor allem die Kooperatorenwohnung gewinnt sehr durch diesen großzügigen Umbau. Die Arbeiten dürften sich noch bis zum Herbst hineinziehen, aber dann darf man hoffen, daß Pfarrherr und Kooperator sich endlich in ihrem Haus wohlfühlen können.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.08.1963


Die Böschung hinunter
Steinburg.
Ein Lastkraftwagen kam von der Straße ab, riß ein Brückengeländer nieder und stürzte die Böschung hinunter. Das Unglück ereignete sich auf der 2147 am Bahnhof. Ein Sachschaden von ca. 300.- DM.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.08.1963


Einer Mutter letzter Gang
Windberg.
Nur kurz war Frau Rosina Schindlmeier von Irenzfelden krank gewesen, als sie am vergangenen Sonntag unerwartet im Krankenhaus Bogen verschied. Viele Trauergäste nahmen von ihr Abschied, als sie vergangenen Dienstag auf dem Windberger Friedhof ins Grab gesenkt wurde. Pater Roger, assistiert von Pater Friedrich übergab den Sarg der geweihten Erde und fand für die Hinterbliebenen tröstende Worte. Frau Schindlmeier war 1898 in Schafberg bei Hunderdorf als Tochter der Landwirtsfamilie Gierl geboren worden. Mit jungen Jahren schon mußte sie in Dienst gehen und war überall wegen ihrer Arbeitsamkeit und ihres bescheidenen Wesens angesehen und beliebt. 1927 heiratete sie Xaver Schindlmeier von Irenzfelden. Der einzige Sohn starb zum großen Schmerz der Eltern mit 12 Jahren. Zwei Töchter haben nun ihre treusorgende Mutter verloren, nachdem die Familie bereits 1949 am offenen Grab des Vaters stehen mußte. Die Nachricht vom Tode der allgemein beliebten Frau Schindlmeier hat bei allen, die sie kannten, tiefes Mitgefühl ausgelöst.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.08.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 5. bis 9. 8. 1963 eingereichten Baugesuche
Firma Nolte GmbH, Hunderdorf, Teilerneuerung der brandgeschädigten 290 m Halle …
Quelle: Bogener Zeitung, 27.08.1963


Maria Baierl 87 Jahre alt
Hunderdorf.
Heute, Mittwoch, kann Frau Maria Baierl den 87. Geburtstag feiern. Geboren ist die Jubilarin in Gutwasser, Kreis Schüttenhofen, im Böhmerwald als Tochter eines Mühlenbesitzers. Schon in ihrer Jugend betätigte sie sich in einem Geschäftshaushalt, und als sie 1911 Herrn Georg Baierl ehelichte, übernahmen sie in Fuchsberg ein Gemischtwarengeschäft. Zwei Mädchen und einen Knaben schenkte sie das Leben, und bis zum Jahre 1946, dem Jahr ihrer Aussiedlung aus dem Sudetenland, ging sie noch eifrig ihrer Arbeit im Geschäft nach. In Wiesenfelden und Mitterfels lebte sie mit ihrem Mann und den Angehörigen einige Jahre nach der Ausweisung, und jetzt hat sie mit ihnen in Hunderdorf ein Haus gekauft und si ist ihr Hunderdorf zur zweiten Heimat geworden. Trotz des hohen Alters ist sie noch sehr rüstig und gerne geht sie noch selber einkaufen, interessiert sich für die Waren und Preise und rechnet aus alter Gewohnheit noch alles auf den Pfennig nach, wie sie früher selbst als Geschäftsfrau getan hat. Ihr größter Kummer ist eine Alterstaubheit, die sich seit einigen Jahren eingestellt hat. Ihr stets wacher und interessierter Geist ist so auf schriftliche Mitteilungen angewiesen. Zugute kommt ihr dabei, daß sie noch viel ohne Brille lesen kann und daher noch gut im Bilde ist. Zu ihrem Jubeltag werden ihr neben dem Mann, den Kindern und Enkeln sicher auch alle Bekannten, die sie wegen ihrer freundlichen Art schätzen, die besten Glückwünsche übermitteln.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.08.1963


Diese Radltrag’n vergißt keiner mehr
Hunderdorf.
Eine fast originelle Idee hatte ein Fuhrunternehmer, der, wie in Waibling, dem schönsten Dorfe im vergangenen Jahre, in eine „Radltrag’n“ Blumen pflanzte, sie auf den Zierrasen vor sein Haus setzte und auf der Seitenfläche seine Anschrift anbrachte. Schmuck im Vorgarten und Reklame zugleich ist diese nette Idee, und daran sieht man, daß einem nur etwas einfallen oder daß man etwas sehen muß, dann braucht es gar nicht teuer zu sein und wirkt doch. Übrigens kann man auch hin und wieder andere Blumenkästen dieser Art sehen, wie ausgediente kleine Boote, alte Korbwägen und sogar ein kleines Gäuwagerl mit prächtigen Blumen ziert den Garten eines Hotels und macht sich ebenso gut wie ein leichter Pferdeschlitten, voll mit den schönsten Blumen im Speisesaal eines Hotels im Österreichischen. Vielleicht kann dieses Beispiel anregn, ähnliche alte Stücke mit frischer Blumenpracht wieder zu Ehren zu bringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.08.1963


Wasserpumpe in Reparatur
Kein Grund zu Befürchtungen
Mitterfels.
Wegen eines technischen Fehlers versagte am Mittwochabend die Drucksteigerungspumpe zwischen Hunderdorf und Mitterfels. Der telefonisch herbeigerufene Monteur der Lieferfirma baute die Pumpe noch in der Nacht aus und transportierte sie umgehend zur Firma nach Hof/Saale. Die Pumpe wird dort schnellstens repariert und nach einer telefonischen Mitteilung von gestern abend am Samstagvormittag wieder eingebaut werden. Der Pumpbetrieb kann dann sofort wieder ausgenommen werden. Sollte also heute im Laufe des Tages das Wasser knapp werden, besteht kein Grund zu Befürchtungen. Der Wasserzweckverband bittet die Bevölkerung nur um ein bißchen Geduld und um Verständnis. Es wurde alles getan, um den Schaden schnellstens zu beheben.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.08.1963


Windberg. (Vom Trachtenverein) Heute, Samstag, um 20 Uhr findet im Vereinslokal Amman Vereinsabend mit Plattlerprobe statt. Wegen wichtiger Besprechungen werden alle Mitglieder ersucht, an diesem Vereinsabend zu erscheinen.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.08.1963

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