1965# 09-10

Hunderdorf. (Rentenauszahlung) Die Auszahlung der Sozialhilfe- und Kriegsschadensrente erfolgt am Freitag von 8 bis 10 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.09.1965


Abschied von Pater Wolfgang Vos
Besinnliche Abschiedsfeier der Gemeinde und des Schulsprengels für einen geachteten und beliebten Priester
Steinburg.
Die Gemeinde hatte ihre Vereine und Bürger am Sonntag zu einer Abschiedsfeier für den scheidenden Kooperator Pater Wolfgang eingeladen. Die von Feuerwehrmännern festlich geschmückte Halle der Brauerei Berger war überfüllt und die Ordnungsmänner hatten ihre liebe Not, den über 500 Gästen Sitzgelegenheiten zu verschaffen. Gemeinderat Alfred Müller hatte die Leitung des Abends inne und die Steinburger Spielerschar mit ihrer prächtigen Kapelle, unterstützt von Schulkindern, bildete die Gewähr für ein reifes Programm und einen reibungslosen Ablauf der Feier.
Gemeinderat Alfred Müller begrüßte die Gäste, besonders natürlich H. Pater Wolfgang aus Hunderdorf. Weiterhin begrüßte er H. Pfarrer Georg Ruß, H. Pfarrer Weigert aus Haibach, die Hw. Patres Bonifaz und Roger von der Abtei Windberg, den Ehrenbürger der Gemeinde Steinburg, Johann Petzendorfer, Bürgermeister Gall von Gaishausen mit seinem Gemeinde-rat, die Lehrkräfte der Volksschule mit den Schulkindern, die FFW Gaishausen mit Kommandanten Johann Dietl, die FFW Au vorm Wald mit Oberkommandant Alois Schötz und die FFW Steinburg mit ihrem Kommandanten Anton Häusler. Der überwältigende Besuch sei der beste Beweis für die Beliebtheit des scheiden-den Priesters und gereiche der Gemeinde Stein-burg zu großer Ehre, führte der Sprecher aus. Auf jedem Gesicht sehe man den leisen Zug von weher Abschiedsstimmung. Mit Absicht sei darum das Programm so gestaltet worden, daß auch um das Programm so gestaltet worden, daß auch lustige und humorvolle Stücke vorgetragen werden, um die Stimmung zu lockern.
Die „Drei Musketiere“ zeigten sich diesmal von einer ganz anderen Seite. Man stellte allgemein fest, daß diese Musiker nicht nur schneidige und heiße Tanzmusik spielen können, sondern auch meisterhaft die Unterhaltungsmusik beherrschen. Großer Beifall belohnte ihre Vor-träge. Bei ihren Gesangsvorträgen, vor allem beim „Frauenkäferl“, herrschte atemlose Stille im Saal. Viel Freude und Heiterkeit schenkten die Geschwister Adelheid und Hansl Fuchs mit ihrem Einakter über das Leben in der Schule mit dem Herrn Kooperator. Alfred Schötz und Alfred Müller unterhielten mit ihren Solovorträgen die Gäste prächtig und es gelang ihnen, eine frohe und heitere Stimmung in den Saal hineinzuzaubern. Drei lustige Gedichte, vorgetragen von den Schulkindern Eva Müller, Xaver Häusler und Josef Ecker fanden ebenfalls guten Anklang. Die altbayerischen Volkslieder, vorgetragen von Helga Auerbacher und Oskar Schneider zählten zu den Höhepunkten des Programms. Beide sind ja Stammsänger der Stein-burger Spielerschar und bestens bekannt.
Im zweiten Teil des Abends ging es ans Abschiednehmen. Er wurde eingeleitet von Gedichten der Schülerinnen Regina Feldmeier und Anita Schötz. Es wurde sehr ruhig im Saal und manche Träne wurde schnell mit dem Taschentuch weggewischt und man war froh, daß der Thomas mit seinen „Musketieren“ kleine Überbrückungen schuf. Kommandant Anton Häusler von der FFW Steinburg dankte dem scheidenden Kooperator für seine Mitwirkung bei feierlichen Anlässen der Feuerwehr. Dann sprach Bürgermeister Alfons Berger. Er dankte dem Priester für seine segensvolle Tätigkeit als Religionslehrer und Priester. „Sie haben unseren Kindern den katholischen Glauben gelehrt, Sie haben den Kranken der Gemeinde Segen und Trost gespendet und Sie haben mit uns gebetet, wenn es galt, einen Toten aus unserer Gemeinde im Friedhof zur letzten Ruhe zu betten. Für alles möge Ihnen der liebe Gott danken.“ Er überreichte, wie auch die FFW Steinburg, einen Geschenkkorb. Schulleiter Alfred Müller dankte im Namen der Volksschule und der Eltern. Als Erinnerung an Steinburg überreichte er dem scheidenden Religionslehrer ein Bild der Schule. Spontanen Beifall gab es, als der Pfarrherr sich auf die Bühne begab, um auch einige Worte zu sprechen. Er war beeindruckt, wie die Steinburger „ihren Kooperator“ verabschiedeten. Dann sprach der Scheidende selbst. Mit bewegten Worten dankte er allen, die zu seinem Abschied erschienen waren. Aus jedem seiner Worte klang die Verbundenheit mit Steinburg heraus und alle Anwesenden spürten: „Hier geht ein Freund von uns und er wird uns zeit seines Lebens nicht vergessen“. Gemeinderat Al-fred Müller beschloß die Abschiedsfeier und sprach allen aus dem Herzen als er sagte: „Wir Steinburger werden Sie nie vergessen, Herr Kooperator, und wir freuen uns jetzt schon auf ein vielleicht mögliches Wiedersehen!“
Quelle: Bogener Zeitung, 01.09.1965


Hunderdorf. (Aus der Arbeit des BRK) Der Frauenarbeitskreis der Blutspendeaktion trifft sich am Freitag zwischen 15.30 und 16 Uhr in der Volksschule Bogen. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.09.1965


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der eingereichten Baugesuche vom 23.-27. 8. 1965
Bogen.

Beim Landratsamt Bogen sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Wirth Rudolf, Windberg, Einbau einer vollautom. Ölfeuerung …
Quelle: Bogener Zeitung, 03.09.1965


Das Standesamt Bogen im August
Bogen
. Im August registrierte das Standesamt Bogen 12 Geburten, 8 Todesfälle und 5 Trauungen. Geburten: … Heribert Franz Hafner, Herrnbirket (Gde. Windberg) … Werner Willi Wacker, Apoig, (Gde. Hunderdorf), Monika Hildegard Reichersdorfer, Thananger, (Gde. Hunderdorf) … Brigitte Hildegard Ertel, Hunderdorfer Siedlung 150; Franz Xaver Grüneisl, Au vorm Wald (Gde. Steinburg). — Außerdem wurden zwei uneheliche Geburten eingetragen. Geheiratet haben: Walden Magnus Klemens, Uttenkofen (Gde. Stefansposching) und Kiefel Gisela Rosemarie. Bogen, Aswinstraße 4; Scholz Siegfried, Bogen und Schedlbauer Christine, Bauernholz (Gde. Hunderdorf) …
Quelle: Bogener Zeitung, 03.09.1965


Das Standesamt im August
Schwarzach.
Geburten: … Ilse Hundshammer, Meidendorf 115 1/2, Gmde. Windberg … Quelle: Bogener Zeitung, 03.09.1965


CSU-Versammlung
Hunderdorf.
Am Samstag findet im Gasthaus Georg Baier eine Wahlversammlung der CSU statt. Landtagsabgeordneter Alfred Dick, Straubing, spricht über die kommenden Bundstagswahlen.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.09.1965


Krieger- und Veteranenverein
Hunderdorf.
An der Abschiedsfeier Herrn Kooperator Vos am Sonntag um 15 Uhr im Gasthaus Sandbiller in Hunderdorf, nehmen neben den anderen Vereinen auch die Mitglieder des Krieger- und Veteranenvereins Hunderdorf teil.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.09.1965


Das Aufgebot bestellt
Windberg
. Beim Standesamt sind zur Ehe aufgeboten, der Maurer Adolf Bielmeier von Straubing, Schanzlweg und die Hilfsarbeiterin Anna Schweinberger von Jaklhäusl. Die Eheschließung findet am 11. September in Windberg statt. Die weltliche Feier hält das junge Paar in Irenzfelden. Quelle: Bogener Zeitung, 03.09.1965


Hochzeiten
Windberg.
Den Bund fürs Leben haben geschlossen der Kraftfahrer Anton Pielmeier von Irenzfelden und die Näherin Waltraud Schedlbauer von Bauernholz, der Einschaler Maximilian Kräh von Unterbuchaberg und die Verkäuferin Karolina Hierl von Steinach. Den beiden jungen Paaren alles Gute auf ihrem gemeinsamen Lebensweg.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.09.1965


Ernte-Tanz der Feuerwehr
Steinburg.
Am Sonntag ab 19 Uhr veranstaltet die Freiwillige Feuerwehr Steinburg in der Tanzhalle der Brauerei Berger in Steinburg einen großen Erntetanz. Für gute Tanzmusik und Stimmung garantieren die „Drei Musketiere“.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.09.1965


SPD erstattete Strafanzeige
Hunderdorf.
In einer kurzfristig einberufenen Vorstandssitzung, an der auch der Geschäftsführer der SPD für den Bundeswahlkreis 216, Kreisrat Walter Uekermann, teilnahm, wurden die Maßnahmen beraten, die notwendig seien, um künftig zu verhindern, daß untolerante Menschen zu Totengräbern einer jungen Demokratie werden. Nach einer CSU-Versammlung im Gasthaus Baier in Hunderdorf wurden von zwei erwachsenen Bürgern, vor dem Ver-sammlungslokal und unter den Augen des CSU-Vorsitzenden von Hunderdorf, ein Vorfahrts-schild mit dem Pfosten aus dem Boden gerissen und damit die Leichtmetallstelltafeln des SPD-Ortsvereins zerschlagen. Gegen die Täter wurde Strafanzeige gestellt.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.09.1965


Frau Tächl feierte Geburtstag
Windberg.
Am vergangenen Montag konnte Maria Tächl von Windberg im Kreise ihrer Angehörigen ihren 75. Geburtstag feiern. Die Jubilarn ist Heimatvertriebene und stammt aus Heinrichsgrün (CSR). Wir wünschen der Tächl-Mutter noch viele solcher Festtage im Kreise ihrer Angehörigen.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.09.1965


Rot-Kreuz-Dienstabend
Windberg.
Am kommenden Donnerstag findet um 20 Uhr im Gasthaus Wagner in Windberg der Dienstabend der Rot-Kreuz-Gruppe Windberg statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.09.1965


Anpassungshilfe für Landwirte
Windberg.
Alle Landwirte, die über drei Tagwerk landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschafteten und nicht Beiträge zur Landwirtschaftlichen Alterskasse zahlen, können Anträge auf Anpassungshilfe stellen. Mitzubringen sind Verdienstbescheinigung, soweit es sich um Arbeiter handelt und der Bescheid der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft über die Unfallversicherungsbeiträge. Letzter Termin zur Antragstellung bei der Gemeinde ist der 26. September,
Quelle: Bogener Zeitung, 07.09.1965


Künstliche Besamung der Rinder
Windberg.
Landwirte der Gemeinde Windberg, die für das Jahr 1966 den Besamungsvertrag für die faselbaren Rinder verlängern wollen oder neu abschließen, möchten sich zu den fest-gesetzten Amtsstunden in die Kanzlei zur Unterschriftsleistung begeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.09.1965


84. Wiegenfest
Meidendorf. Am Montag feierte Johann Feldmeier von Meidendorf bei Windberg sein 84. Wiegenfest. Wir wünschen dem Jubilar, der im Volksmund der „Weinhansl“ genannt wird, zu diesem seltenen Fest alles Gute.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.09.1965


Nach Gottes hl. Willen verschied am 6. 9. 1965 unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Großmutter und Urgroßmutter
Frau Anna Fink
im Alter von 89 Jahren und 8 Monaten selig Herrn.
Hunderdorf, Schlichten, Pretzfeld, Pfullingen; Murr
In tiefer Trauer:
Josef Fink, Sohn mit Familie
Franz Fink, Sohn
Johann Fink, Sohn mit Familie
Jordan Fink, Sohn mit Frau
Josefa Bleischl, Tochter mit Kindern
Josef Irsigler, Schwiegersohn mit Kindern
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Mittwoch, 8. 9. 1965, um 9.30 Uhr, in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.09.1965


Dienstabend des BRK
Windberg.
Nach der kurzen Sommerpause findet am kommenden Donnerstag um 20 Uhr bei Wagner wieder der Dienstabend des Roten Kreuzes statt, zu dem alle aktiven Mitglieder der Ortsgruppe und des Jugendrotkreuzes erscheinen wollen.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.09.1965


Abschied von Pater Wolfgang Vos
Pfarrfamilie bereitete dem scheidenden Kooperator ehrenvollen Abschied
Hunderdorf.
Am Sonntag nahm die Pfarrfamilie Hunderdorf Abschied von ihrem Kooperator Pater Wolfgang Vos, der künftig höhere liturgische Aufgaben zu erfüllen hat. Schon beim Amt nahmen viele die Gelegenheit wahr, letztmals mit dem Seelsorger das hl. Meßopfer gemeinsam zu feiern. H. Pfarrer Ruß betonte in seiner Ansprache, daß sich der Scheidende hohe Verdienste in seiner viereinhalbjährigen Tätigkeit erworben habe. Gleichzeitig lud er die Pfarrgemeinde zur Abschiedsfeier am Nachmittag ein. Der Sandbiller-Saal konnte tatsächlich die Menge nicht fassen und mancher fand keinen Platz mehr. Die Jugendgruppe hatte eine nette Bühne errichtet, die Platz für die gutgelungenen Darbietungen bot.
Hw. Pfarrer Ruß führte die Regie und Ernst Kagerbauer machte sich als heiterer Ansager verdient. Reibungslos rollte ein Programm ab, das von großer Liebe zum Scheidenden und letzter Hingabe der Spieler zeugte. Das Musiktrio Alfons Frankl (Akkordeon), Albert Feldmer (Gitarre) und Josef Schötz (Schlagzeug) bildete eine Kapelle, als handle es sich um alteingespielte Musiker. Dabei traten sie erstmals in dieser Besetzung auf. Dieses Trio eröffnete den Nachmittag mit einem schneidigen Marsch, der viel Beifall einbrachte, war man doch von der guten Leistung überrascht. Mit dem Lied: „Der Herr ist mein Hut“, reihte sich der Kirchenchor an.
Pfarrer Ruß entbot seinen geistlichen Mitbrüdern Administrator, Windberg; Pater Laurenz, dem Nachfolger Pater Wolfgangs; Pfarrer Groß, Elisabethszell und vor allem dem scheidenden Kooperator Pater Wolfgang Voß einen herzlichen Willkomm. Weiterhin begrüßte er Herrn Oberregierungsrat Pösl als Vertreter des Landrates, die Herren Bürgermeister der Gemeinden Hunderdorf und Gaishausen, sowie die erschienenen Gemeinderäte, die Kirchenverwaltung, die Vereine, die Vertreter der Lehrerschaft und alle Erschienenen. Der Besuch zeigte, daß es gelungen war, aus den Mitgliedern der Pfarrei eine Pfarrfamilie zu formen, die nun gemeinsam Abschied nahm.
Der heitere Teil sollte der Unterhaltung dienen. Er wurde eröffnet mit einer Blütenlese, mit der Kagerbauer E. die Lacher auf seine Seite brachte. Viel Beifall fand das Ave Maria für Klavier, Violine und Gesang, von den Herren Unkrodt, Watzl und den Damen Holmer und Hirtreiter einfühlungsreich vorgetragen. Zur Erinnerung an die Hunderdorfer Schulstunden trug die Mädchenjugendgruppe eine heitere Schulstunde vor, welche die Lachmuskeln in Tätigkeit treten ließ. Es war eine abgerundete Leistung der Gruppe.
Anschließend konnte man ein Telefongespräch belauschen, das die Damen Eichinger und Ritschel führten. Da es voll Mißverständnisse war, gab es die tollsten humoristischen Verwicklungen. Das Musiktrio legte einige Stücke ein und dann herrschte große Stille für Herrn Rektor Hösl mit Frau, welche am Klavier vierhändig einen Marsch erklingen ließen, der die Zuhörer förmlich mitriß. Er war auch die gegebene Ankündigung für einen Höhepunkt der Feier, für den Auftritt des einheimischen Zauberkünstlers Troikani. Von improvisierter Musik (am Klavier Rektor Hösl) begleitet, zeigte der Magier Künste, die oftmals nur mit Kopfschütteln beantwortet wurden. Seine Fertigkeit geht über den Rahmen eines Amateurs weit hinaus. Reicher Beifall belohnte seine bezaubernde Zauberkunst. Nun war wieder das Musiktrio an der Reihe, welches schmissig für Stimmung sorgte. Einen kleinen Sketch: „Ich trinke nie“ zeigten die Spieler Steineck, Sacher und Hornberger P. Sie erledigten ihre Aufgabe in einer Art, als wären sie routinierte Schauspieler. Als der Huber-Bauer (Hüller) gar bei der Frau Doktor (Eichinger E.) ungewollt seine reichliche Oberbekleidung ausziehen mußte, um endlich sagen zu können, daß er die Kartoffeln gebracht habe, gab es Lachsalven. Nach einer Musikeinlage des Trios erzählte Kagerbauer seinen Lebenslauf, der ebenfalls die Lacher schwer strapazierte.
Den ernsten Teil leiteten die Ministranten ein. In ihrem Namen verabschiedete sich Bergbauer vom Herrn Kooperator und überreichte ein Geschenk der Ministranten. Ein Violinsolo mit Klavierbegleitung (Watzl-Unkrodt) sorgte für die richtige Einstellung zum ernsten Teil. Im Namen der Mädchen-Jugendgruppe überreichte E. Ritschel eine Abschiedsgabe und für die Jugendgruppe-Knaben tat das gleiche Josef Mauthner. Auch die Jugendschar wollte nicht fehlen und hatte Rudi Hanner mit der Übergabe ihres Präsentes beauftragt. Zur Abwechslung spielte nochmals das Trio eine musikalische Gabe. Im Namen der Gemeinde Hunderdorf ließ Herr Bürgermeister Härtenberger die Leistungen des scheidenden Kooperators wach werden. Nach kurzer Mitarbeit beim unvergessenen Geistl. Rat. Kiermeier mußte der junge Priester die großen Lasten des Pfarrers einer der größten Pfarreien des Kapitels übernehmen. Die Befähigung dazu zeigte sich bereits bei der guten Organisation der Begräbnisfeier für den Geistl. Rat. Im Laufe der Jahre wurde aus dem Kooperator ein warmherziger Freund und ein verständnisvoller Seelsorger, der sich die Herzen aller erobern konnte. Auch im Namen der FFW Hunderdorf dankte der Sprecher als deren Vorstand. Für die Gemeinde übergab Härtenberger eine Geldspende. Als Vertreter der Gemeinde Gaishausen überbrachte Bürgermeister Gall eine Geldspende, die als sichtbares Zeichen des Dankes gewertet werden möge. Für Landrat Hafner würdigte Oberregierungsrat Dr. Pösl das unermüdliche Schaffen in Pfarrei und Landkreis. Als Geschenk überreichte er drei Bücher, die vom Landkreis, der niederbayerischen Heimat und dem Seelsorgeberuf berichten. Dem P. Administrator des Klosters Windberg blieb es vorbehalten, in heiteren Worten zu erklären, warum die Abberufung von Pater Wolfgang Vos erfolgte und darzulegen, daß seine bisherigen Leistungen der Grund für eine Berufung seien. Für den „Kleinen“ erhält die Pfarrei Hunderdorf nun einen „Großen“ (ca. 1,90m)
Pfarrer Groß von Elisabethszell bedankte sich für die Leitung der Pfarrei Elisabethszell vor mehr als fünf Jahren bei der Erkrankung seines Vorgängers und für die Arbeit im Kreisjugendring als sein Vormann. Damit der scheidende bei seinen auswärtigen Verrichtungen wieder den rechten Weg zurückfinde, übergab ihm Pfarrer Groß den großen Shell-Atlas.
Der Vater der Pfarrfamilie Hunnderdorf Pfarrer Ruß, hob die gute Zusammenarbeit hervor und würdigte die hervorragende Jugendarbeit in der Pfarrei. Besonderer Dank gebühre Herrn Kooperator für seinen nimmermüden Einsatz bei der Betreuung der alten und kranken Pfarrangehörigen. Für die Kirchenpflegschaft sprach Xaver Baier den Dank aus und wünschte dem „fliegenden“ Kooperator alles Gute und überreichte ein Geschenk.
Für die Lehrerschaft ergriff Rektor Hösl das Wort Er konnte sich kurz fassen, da ja in der Schule schon eine Verabschiedung von den Schülern und der Lehrerschaft stattgefunden hatte. Als persönliches Geschenk trug er mit seiner Frau am Klavier, vierhändig gespielt, ein wohlgelungenes Stück vor, das einen würdigen Ausklang darstellte.
Nun war die Reihe am Scheidenden selbst. Er bedankte sich für all die wohlgeneinten Wünsche und die vielen Gaben. Besonderen Dank zollte er der Jugendgruppe für die Mitarbeit beim Aufbau und Ausbau der Organisation. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß bald das Jugendheim fertiggestellt werde, um der Gruppe eine volle Arbeit zu gewährleisten. Die Darbietungen hätten gezeigt, daß die Jugend in der Lage sei, in der Öffentlichkeit sich zu zeigen. Allen, die gekommen waren, den Mitwirkenden und den Spendern dankte der Scheidende nochmals und schloß mit dem Zitat: „Wenn Freunde auseinandergehen, dann sagen sie: Auf Wiedersehn“. Ein Lied des Kirchenchores beschloß die würdige und wohlgelungene Verabschiedung eines geachteten Priesters und unermüdlichen Seelsorgers.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.09.1965


Verantwortung des Wählers bestimmt Zukunft
Der Bezirksvorsitzende der Jungen Union, MdL Dick, lehnt den Führungsanspruch der SPD ab, da ihr die klare Zielsetzung fehlt
Hunderdorf
. In einer CSU-Wahlversammlung im Gasthaus Baier konnte Ortsvorsitzender Steckler den Bezirksvorsitzenden der Jungen Union von Niederbayern, MdL Alfred Dick als Referenten begrüßen.
Der Redner schilderte eingangs die Tätigkeit des Bundestagskandidaten Rainer aus seiner Sicht im Bayerischen Landtag. Rainer hat sich dort den Ruf eines überaus fleißigen und zielstrebigen Abgeordneten erworben, der sich von unten herauf, nämlich von der Gemeinde, über den Kreistag in die Landespolitik eingearbeitet hat. „Man möchte der Bevölkerung des Landkreises Bogen zurufen“, sagte wörtlich Landtagsabgeordneter Dick, „macht’s den Rainer stark, denn er ist Euer Mann“.
Eingehend beschäftigte sich MdL Dick mit dem politischen Geschehen in der Bundesrepublik. Es ist den Unionsparteien in überzeugender Weise gelungen, aus dem Trümmerhaufen nach dem Kriege wieder ein blühendes, wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben erstehen zu lassen. Dazu habe der Fleiß aller Bürger aller Berufsstände, aber auch die vorausschauende Politik der CDU,CSU beigetragen. Die SPD hat bei der Einführung der freien Marktwirtschaft durch den damaligen Wirtschaftsminister und heutigen Bundeskanzler Prof. Ludwig Erhard den völligen Ruin der deutschen Wirtschaft und das Schreckgespenst einer Millionenarbeitslosigkeit dem deutschen Volke prophezeit. Heute müsse diese gleiche SPD diesen Irrtum als einen unter vielen zugeben.
Die CDU,CSU verspreche auch für die Zukunft keine materiellen Millionen, aber die Politiker dieser Partei garantieren, soweit es von ihnen abhängt, die Erhaltung des Erreichten und die organische Fortentwicklung für alle Wirtschaftszweige, wozu auch die Landwirtschaft gehöre. Ein Bauer ernährt in den USA pro Arbeitskraft in der Landwirtschaft 23 Menschen, in der Bundesrepublik 20, in Frankreich 10 und in der Sowjetunion wird von einer Arbeitskraft das Essen für fünf Menschen erzeugt. Niemand hat Ursache, sich seiner Leistung zu schämen. Es sei eigenartig, wenn heute die Oppositionsredner für die Landwirtschaft reden. und dabei den Kleinlandwirt gegen den Großbetrieb ausspielen. Für die CSU ist jedoch die Sicherung des Eigentums und seine Erhaltung. ganz gleich, ob klein oder groß, oberster Grundsatz.
Entscheidend für alle wird es sein, daß die bisher erfolgreiche Wirtschafts- und Währungspolitik fortgesetzt werden kann. Sie allein sichert die Arbeitsplätze und damit Sicherheit für die Familie. Darüber hat aber jeder einzelne Wähler am 19. September zu entscheiden.
Die Rede, mit viel Schwung humorvoll untermalt, fand den Beifall aller Zuhörer, so daß die anschließende Diskussion nur zur Klärung verschiedener Einzelfragen benützt wurde.
Kreisgeschäftsführer W. Ritschl beschäftigte sich anschließend noch mit der technischen Seite des Wählers, vor allem auch der Briefwahl, die nicht nur für auswärtige Wähler gedacht ist, sondern vor allem auch für Kranke und Gebrechliche. Schon einmal, nämlich bei der Wahl des damaligen Bundeskanzlers Dr. Adenauer, habe eine Stimme den Ausschlag gegeben und auch diesmal komme es auf jede Stimme an. Wahlrecht ist auch Wahlpflicht!
Mit einem Dank für die Sachlichkeit der beiden Redner schloß Vorsitzender Steckler die ruhige und harmonische Versammlung.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.09.1965


Das neue Leichenhaus ist vollendet
Hunderdorf.
Am Sonntag, dem Feste der Herz-Maria-Bruderschaft findet im Anschluß an die Nachmittagsandacht die Einweihung des neuen Leichenhauses statt. Diese wird der H. Domkapitular und Dompfarrer Martin Lehner aus Regensburg vornehmen. Gleichzeitig kann auch die neue Friedhofglocke geweiht werden. Sie hat ein Gewicht von ca. einem Zentner und ist die Stiftung eines Gönners, der nicht genannt werden will. Die Bevölkerung der ganzen Pfarrei ist zur Einweihung höflich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.09.1965


Fatimatag in Heilig Kreuz
Windberg.
Eine Lichterprozession bildet am Montag den Höhepunkt und Abschluß des Wallfahrtstages in Heilig Kreuz. Die Pilger sammeln sich um 19.30 Uhr an der Windberger Kirche und ziehen betend zum Heiligtum auf den Kreuzberg, wo eine Abendmesse den Tag beschließt. Am Nachmittag ist in Heilig Kreuz um 14 Uhr Rosenkranz, um 14.30 Uhr Predigt und Marienfeier. Am Vormittag sind in Windberg um 6.30 und 7.10 Uhr heilige Messen.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.09.1965


CSU-Wahlversammlung
Windberg.
Am Sonntag findet um 19 Uhr im Gasthaus Wagner in Windberg eine CSU-Wahlversammlung statt. Die Bevölkerung ist zu dieser Veranstaltung eingeladen. Zuerst wird ein Tonfilm gezeigt, der Bilder von der Schulhauseinweihung Windberg und auch interessante Bilder aus der engeren Heimat bringt.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.09.1965


Nach Gottes heiligem Willen verscheid am Samstagabend unser Onkel, Bruder und Schwager
Herr Johann Frankenberger
im Alter von 78 Jahren, selig im Herrn.
Lindfeld, Hunderdorf, Traunstein, den 13. September 1965
In stiller Trauer:
Maria Kern, Nichte mit Familie
Berta Schmidbauer, Nichte mit Fam.
Paula Sagerer, Schwester m. Kindern
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Dienstag, den 14. September 1965, um 9 Uhr, in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.09.1965


Probe des Gesangvereins
Hunderdorf.
Zum ersten Mal nach den Sommerferien trifft sich heute, Dienstag, abends der Gesangverein im Vereinslokal Sandbiller zu einer Probe.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.09.1965


Beim Bremsen aufgefahren
Windberg.
Am Sonntag nachts parkte ein Omnibus auf der Ortsstraße vor der Tordurchfahrt. Er nahm dabei die gesamte Fahrbahnseite der Straße ein. Ein Pkw-Ford-Fahrer mußte vor dem Omnibus bremsen. Ein nachfolgender VW fuhr auf den Ford auf. An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von ca. 350 DM.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.09.1965


Zusammenprall bei einer Ausfahrt
Steinburg.
Am Sonntag um 12.45 Uhr stieß ein Kraftfahrer, als er auf der Staatsstraße 2147 aus einem Grundstück hinausfuhr, mit einem Straubinger Pkw frontal zusammen. Die Fahrerin des Wagens, die von Steinburg kam, erlitt Verletzungen u. a. im Gesicht. An den Fahr-zeugen entstand ein Sachschaden von ca. 1 700 DM. Die Landpolizei ermittelte und stellte Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.09.1965


CSU-Wahlversammlung in Großlintach
Großlintach.
Auf besonderen Wunsch hält der Ortsverband der Christlich-Sozialen Union Oberaltaich am Freitag, um 20 Uhr, im Gasthaus Schlecht eine Wahlversammlung für die Bürger der Gemeindeteile Groß- u. Kleinlintach. Das Referat hält Kreisrat Deschl aus Bogen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.09.1965


Am Grabe von Johann Frankenberger
Hunderdorf.
Am Samstag war Johann Frankenberger aus dem Krankenhaus Bogen entlassen worden. Auf dem Wege vom Bahnhof Hunderdorf nach Lindfeld überraschte ihn bei dem Anwesen Drexler in der Dorfmitte der Tod. Der Verstorbene erreichte ein Alter von 78 Jahren und wohnte bei der Tochter seines Bruders Frau Kern in Lindfeld. Zahlreiche Trauergäste nahmen am Gottesdienst und an der Beerdigung des stillen und bescheidenen Mitbruders teil. H. Pfarrer Ruß betonte in seiner Ansprache, daß Frankenberger zum Feste der Herz-Mariä-Bruderschaft gekommen sei, es aber nicht mehr mitfeiern durfte. Er nahm auch die kirchliche Einsegnung am Grabe vor.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.09.1965


Windberg. (Kirchliches) In der Kirche zu Windberg wird am Sonntag um 10 Uhr das Fest der Kreuzerhöhung begangen. Vor dem Gottesdienst besteht Beichtgelegenheit. Weitere Gottesdienste sind um 7 und 9 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.09.1965


Fünf neue Lehrkräfte an der Schule Hunderdorf
Neues Schuljahr brachte zahlreiche Voränderungen — Auch eine neue Klassengliederung wurde vorgenommen
Hunderdorf.
Der Beginn des neuen Schuljahres brachte an der Volksschule Hunderdorf eine Reihe von Veränderungen, wie sie in früheren Jahren nicht zu verzeichnen waren. Nicht weniger als fünf neue Lehrkräfte sind nun im Unterricht tätig.
Durch die Ernennung des Oberlehrers Weingärtner zum Rektor an der Volksschule in Bogen wurde eine Stelle frei, die Lehrer Josef Merklein aus Hunderdorf übertragen erhielt. Seine Frau Therese tauschte mit Frau Oberlehrerin Weingärtner Gertrud, die nun in Hunderdorf unterrichtet. An Stelle von H. Pater Wolfgang Vos erteilt nun H. Pater Laurentius Flamman den Religionsunterricht neben H. Pfarrer Ruß. Für Herrn Merklein kam Lehrer Josef Aigner aus Pfelling an die Schule Hunderdorf, der bisher in Sattelbogen, Lkrs. Cham, unterrichtete. Herr Lehrer Ludwig Häusler nimmt an einen mehrwöchigen Lehrgang für Werken in Würzburg teil. Seine Vertretung hat Junglehrer .Otmar Schießl übernommen. Da die Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerin Eva Wolf neben Hunderdorf noch an den Schulen Windberg und Steinburg tätig ist, erhielt sie zur Entlastung Frl. Annemarie Kowatz aus dem Kreis Dingolfing zugeteilt.
Neben diesen persönlichen Veränderungen wurde auch eine neue Klassengliederung vorgenommen. Die Volksschule Hunderdorf besuchen gegenwärtig 314 Kinder, was eine durchschnittliche Klassenstärke von 39,25 ergibt. Erstmals ist es möglich, jeden Jahrgang als Klasse zu führen. Dabei sind die Abteilungen der Unterstufe, sehr stark. Frl. Oberlehrerin Beck hat 52 Anfänger zu unterweisen, Herr Rektor Hösl unterrichtet die 2. Klasse mit 41 Kindern, Frau Oberlehrerin Gaschler hat die stärkste Gruppe mit 55 Schülern im 3. Schuljahr zu betreuen und Frau Kolbeck übernahm die 4. Abteilung mit. 42 Besuchern.
Damit ist Hunderdorf im wahrsten Sinne des Wortes eine voll ausgebaute Volksschule geworden.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.09.1965


Das neue Leichenhaus wurde eingeweiht
Ein fast hundertjähriger Wunsch ging in Erfüllung — Die ganze Pfarrei half mit, um das Werk zu vollenden
Hunderdorf.
Der 12. September trägt im Kalender die Bezeichnung Mariä Namen. Das paßte so recht für die Pfarrei Hunderdorf, das Fest der Herz Maria Bruderschaft zu begehen. Aus diesem Anlaß beehrte der Dompfarrer und Domkapitular Martin Lehner die Pfarrgemeinde mit seinem Besuch. Viele Gläubige traten zum Tische des Herrn. um den Ehrentag der Bruderschaft würdig zu begehen. Auch die Nachmittagsandacht war außerordentlich gut besucht, so daß die inhaltsreiche Predigt des Festgastes viele Zuhörer fand.
Im Anschluß an die Feier in der Kirche zog man zum Waldfriedhof, um die Einweihung des neuen Leichenhauses vorzunehmen Im Anschluß an die Geistlichkeit folgten die Fahne der Festtagsbruderschaft, das Banner des Müttervereins, das Panier des III. Ordens und die Standarte des Jungfrauenbundes. Den Vereinen schloß sich die übrige Bevölkerung an.
Am reichlich geschmückten Leichenhaus angelangt, ergriff H. Pfarrer Ruß das Wort. Sein erster Gedanke galt dem Schöpfer des neuen Friedhofes, dem leider zu früh verstorbenen Geistlichen Rat und Dekan H. Kiermeier. Er war es, der schon vor :26 Jahren den Friedhof mit dem Leichenhaus plante, das mit nur kleinen Abänderungen nach seiner Idee erstellt wurde. Zur Feier durfte der Pfarrherr den Offiziator H. Domkapitular Lehner, sowie seine geistlichen Mitbrüder begrüßen. Besonderen Willkommensgruß entbot er dem evang. Pfarrer von Bogen-Hunderdorf, Herrn Sommer. Eine Auszeichnung bedeutete das persönliche Erscheinen von Herrn Landrat Hafner. Die nimmermüde Kirchenverwaltung wurde ebenso wie die Vertretung der drei pfarrangehörigen Gemeinden begrüßt. Es konnten die beteiligten kirchlichen Vereine nicht vergessen werden, wie alle anwesenden Pfarr-kinder willkommen geheißen wurden.
Der erste Dank galt der Regierung von Niederbayern, welche nach peinlicher Beachtung aller Vorschriften den Bau ermöglichte. Hier muß der Name des Herrn Reg.-Baudirektors Ruß er-wähnt werden, dem die Sache sehr am Herzen lag und der den Entwurf für das Kreuz auf dem Leichenhaus selber anfertigte nach einem Muster auf einer alten niederbayerischen Scheune. Gedankt müsse ferner dem Landratsamt werden, sagte H. Pfarrer Ruß, für die Unterstützung bei der Planung und Erstellung. Audi die Gemeinden haben ihren Beitrag geleistet und vor allem die Vorfinanzierung getätigt. Anerkennung gebühre allen Mitgliedern der Pfarrei, die mit-geholfen haben, das Werk zu vollenden Der Plan zum neuen Leichenhaus wurde von der Firma Dilger entworfen. Beratend standen Reg.-Baudirektor Ruß und Kreisbaumeister Amtmann Kraus zur Seite. Die Bauausführung lag in Händen von Maurermeister Johann Altschäffl, Lintach, die Installation hatte die Firma Beck, Hunderdorf, übernommen und die gediegene Spenglerarbeit fertigte Bugl, Schafberg, an. Die elektrischen Anlagen besorgte Josef Schlecht, Hunderdorf und die Schreinerarbeiten lieferte sein Bruder Otto Schlecht, Hunderdorf. Sie halfen alle mit, ein wohlgelungenes Werk zu schaffen.
Ein Zwiegespräch zwischen Leben und Tod leitete zur Einweihungszeremonie über. Die Mädchen Bergbauer und Borsnchlegl machten sich zu Sprecherinnen des Lebens, während die Knaben Achatz und Sporer den Tod verkörperten. Frau Oberlehrerin Kolbeck hatte den Dialog besorgt. Die Weihe selbst nahm H. Domkapitular Lehner vor, assistiert von H. Pfarrer Ruß und H. Kooperator Pater Laurenz. Das Volk wurde durch Wechselgebete der Psalmen miteinbezogen.
Die blumengeschmückte Totenglocke erhielt ebenfalls ihre Segnung. Sie wurde von der Firma Gugg, Straubing, angefertigt und auf den Namen Michaelsglocke getauft. Die Inschrift. lautet: „Hl. Erzengel Michael, schütze die Lebenden und geleite die Toten“.  Auch der Name des Stifters ist in ihr geprägt.
Als Überleitung zu den Ansprachen trug Kagerbauer E. das Gedieht St. Michael vor. Domkapitular erinnerte daran, daß aus dem eben geweihten Haus ein Toter nach dem anderen hin-ausgetragen werde. Für alle, die auf diesem Friedhof ihre letzte Ruhe finden werden, ist dieser Bau die letzte Station. Das Glöcklein möge letzter Wegbegleiter für die Verschiedenen und Trost für die Hinterbliebenen sein.
Pfarrer Sommer bedankte sich im Namen der evang. Pfarrgemeinde für die Erstellung des Baues, für die Überlassung desselben zur Mitbenutzung und spendete den Segen. Herr Landrat Hafner, dessen Ur-Ahnen der Pfarrei entstammen, überbrachte die Grüße des Kreistages, der Landkreisverwaltung, des Landratsamtes, sowie seine persönlichen Wünsche. Es sei das 18. Leichenhaus im Landkreis, das nach dem Kriege errichtet wurde, meinte er. Für diesen Zweck seien bisher mein als 600 000 DM ausgegeben worden. Die Entwicklung der Gemeinden und der Pfarrei heben die Erstellung des Gebäudes notwendig gemacht. Das Hauptverdienst komme dein verstorbenen Geistlichen Rat Kiermeier und Herrn Pfarrer Ruß zu, die nimmermüd Planung und Gestaltung vorantrieben. Vor 7 Jahren wurde die Genehmigung zur Errichtung des Friedhofes erteilt und vor zwei Jahren konnte das Leichenhausprojekt für baureif erklärt werden. Die neue Anlage passe sich gut der Umgebung an und bilde so eine Zierde der Gemeinde. An der Friedhofspflege erkenne man den kulturellen Stand einer Gemeinde, stellte der Redner fest. 1872 sei in Hunderdorf erstmals der Bau einer Friedhofsanlage aufgetaucht. Heute können wir deren Vollendung feststellen. Allen Mithelfern gebühre wärmster Dank des Landkreises und der Gemeinden. Der Herrgott möge dazu seinen Segen geben. Die Gemeinden Hunderdorf, Steinburg und Gaishausen hatten Herren Bürgermeister Härtenberger beauftragt, in ihrem Namen zu danken. Dieser stellte heraus, daß in den Jahren 1944-45 das Bedürfnis am spürbarsten war. Sechs und mehr Personen mußten in einem Raume wohnen. Wenn nun ein Sterbefall eintrat, blieb die Leiche bis zur Beerdigung in diesem Zimmer aufgebahrt. H. Geistlicher Rat Kiermeier entschloß sich deshalb 1951, die Friedhofskatpelle in ein Leichenhaus umzubauen. Trotz mancher Gegner erwies sich das als Wohltat für die Pfarrei. Weitblickend ging der Verstorbene damals auch an die Errichtung eines neuen Friedhofes mit Leichenhaus. Den Friedhof konnte er noch vollenden. Das Leichenhaus erstellte sein Nachfolger, der manchen Plan verwirklichen half. Diesen beiden gebühre heute in erster Linie Dank. Im Namen der drei Gemeinden versprach er weiterhin finanzielle Hilfe. Als sinnvolles Ende der Feier trug der Kirchenchor unter der Leitung von Herrn Unkrodt das Lied vor: Selig sind die Toten.
Bei Besichtigung der Leichenhalle sah man an der Rückwand ein Gemälde des Amberger Kirchenmalers Franz Weber. Welches die Auferstehung des Heilandes darstellt und so Trauernden an die Auferstehung der Toten erinnern und damit trösten  soll.
Um den Dank an den verstorbenen Dekan Kiermeier zu bezeugen, zogen die Teilnehmer der Einweihungsfeier zum Grabe desselben. Diese Ehrung war ein würdiger Abschluß der Feierlichkeiten.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.09.1965


Ein treues Mutterherz
hat aufgehört zu schlagen
Nach Gottes heiligem Willen verschied am 16. September 1965 untere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Tante und Patin
FRAU MARIA FRANKENBERGER
ehemalige Kaufmannsgattin

im Älter von 88 Jahren, nach öfterem Empfang der heiligen Sterbesakramente, selig im Herrn.
Lindfeld, Hunderdorf, 17. September 1965
In tiefer Trauer:
Maria Kern, Tochter mit Familie
Berta Schmidbauer, Tochter mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Samstag. 16. September 1965, um 10 Uhr, in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.09.1965


Der Herr über Leben und Tod erlöste am Donnerstag meinen lieben Vater, Schwiegervater, unseren guten Opa, Bruder und Onkel
Herrn Josef Seiderer
Mitglied des VdK

im Alter von 81 ½ Jahren, von seinem schweren, mit größter Geduld ertragenem Leiden. Thannanger, Hunderdorf, Aiterhofen, 16. September 1965
In stiller Trauer:
Lini Schötz, Tochter mit Gatten
Annelies, Erich, Hans, Enkelkinder
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Samstag, 18. September 1965, um 9 Uhr, in Hunderdorf, mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.09.1965


Trachtenverein
Hunderdorf.
Der Trachtenverein Hunderdorf trifft sich zur Generalversammlung heute Samstag, 20 Uhr im Gasthaus Baier.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.09.1965


Patrozinium in Heilig-Kreuz
Windberg
. Für die Wallfahrtskirche Heilig-Kreuz, bedeutet das Fest der Kreuzerhöhung als zweites Patrozinium. Es wird jedes Jahr am darauffolgenden Sonntag unter großer Anteil-rahme der Pilger begangen. Die Gottesdienste in der Windberger Pfarrkirche beginnen eine halbe Stunde später als gewöhnlich: Um 7 ist Frühgottesdienst, um 8.30 Uhr Pfarrgottesdienst. In Heilig-Kreuz ist der Festgottesdienst um 10 Uhr. Die Kreuzesfeier beginnt in Heilig-Kreuz um 14 Uhr. Der Nachmittagsgottesdienst in Windberg fällt aus. Beichtgelegenheit ist in Heilig-Kreuz vor dem Gottesdienst um 10 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.09.1965


Landsmann Rainer machte im Kreis Bogen das Rennen
Bogen.
Was eigentlich für Kenner des Landkreises selbstverständlich war, ist eingetreten. Es ist selbstverständlich, daß die Bevölkerung des Landkreises Bogen die Gelegenheit, einen der Ihren zum Einzug in das Bonner Parlament verhelfen können, niht außer acht ließ und „tapfer mitmischte“. So war es auch verständlich, daß eine ausnehmend große Wahlbeteiligung zu verzeichnen war und daß diesmal mancher der Person und der Partei des Kandidaten seine Stimme gab…
Die Ergebnisse des Landkreises
Die Vergleichsziffern beziehen sich auf CSU, SPD und FDP

Gaishausen: Wahlberechtigt 280, Zahl der Wähler 202, gültig 193-187, CSU 158-154, SPD 25-23, FDP 3-3, AUD 0-0, DFU 0-0, NPD 7-7 (1961: CSU 150-143, SPD 20-16, FDP 4-5).

Hunderdorf: Wahlberechtigt 1213, Zahl der Wähler 934, gültig 900-865, CSU 561- 532, SPD 316 – 301, FDP 14-23, AUD 0-1, DFU 3-2, NPD 6 – 6 (1961: CSU 560-563, SPD 275-267, FDP 16-18)

Steinburg: Wahlberechtigt 392, Zahl der Wähler 339, gültig 321 – 319, CSU 261 – 237, SPD 61 – 71, FDP 7 – 7, AUD 0- 0, DFU 0 – 2, NPD 2 – 2 )1961: CSU 220 -203, SPD 48 – 46, FDP 8 – 14).

Windberg: Wahlberechtigt 510, Zahl der Wähler 409, gültig 392 – 382, CSU 312 – 297, SPD 62 – 66, FDP 11 – 12, AUD 0 – 0, DFU 2 – 2, NPD 5 – 5 (1961: CSU 281 – 270, SPD 60 – 54, FDP 17 – 14).

Quelle: Bogener Zeitung, 20.09.1965


Heilig Kreuz feierte Patrozinium
Windberg.
Trotz des ungünstigen Wetters hatten sich viele Pilger in der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz bei Windberg versammelt, um das Fest der Kreuzerhöhung zu begehen. Wie schon am Vormittag zum Festgottesdienst, waren auch am Nachmittag viele Beter zur Kirche gekommen. Eine stattliche Prozession, angeführt von Pfarrer Pater Ephrem bewegte sich um den Kreuzberg. In seiner Predigt knüpfte Pater Friedrich an das Pauluswort vom Kreuze an, das den Heiden ein Ärgernis bedeute, den Christen aber Gotteskraft. Das Kreuz sei Zeichen der Gegenwart Gottes, in der sich der Mensch geborgen fühlen könne. Dieser Gedanke stand auch in der abschließenden Kreuzesfeier im Mittelpunkt. Wieder einmal hat sich gezeigt, daß Heilig Kreuz sich einen festen Platz unter den Wallfahrten des Bayerischen Waldes erobert hat, da gerade hier kein Trubel und keine Geschäftigkeit die Beter stört. Auch unter der Woche knien stille Beter im Heiligtum, denn kaum eine Wallfahrtskirche ladet ähnlich ein zu ruhiger Besinnung und Sammlung wie Heilig Kreuz.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.09.1965


Landjugend im Dienste der Völkerverständigung
Freundschaftstreffen der deutsch-französischen Landjugend im Landkreis Bogen war ein voller Erfolg
Hunderdorf. Eine Gruppe junger Franzosen im Alter zwischen 17 und 28 Jahren von der kath. Landjugend des Bistums Bayonne, aus der Gegend von Pau am Fuße der Pyrenäen, waren zu einem offiziellen Besuch in den Landkreis Bogen eingeladen worden. 21 Mädchen und 17 Burschen nahmen an der Fahrt teil, die unter Leitung von Abbe H. Cazeaux stand, dem Diözesanpräses der Landjugend des Bistums Bayonne. Die Reisegesellschaft war bunt gemischt; denn neben Landwirten sah man Pendler, Studenten und Lehrerinnen. Der Straßburger Medizinstudent, Herr Daniel Noel, fungierte als Dolmetscher.

Abschiedsansprachen, links Hinsken, Mitte Pfr. Pramps, rechts frz. Dolmetscher

Am 9. September erfolgte die Abreise in den Pyrenäen. Nach Übernachtungen in Moulins und Straßburg bildete Stuttgart die erste Station in Deutschland. Schließlich kam die Gruppe am Samstag, den 11. September gegen 18 Uhr am Ziel in Hunderdorf an. Zunächst traf man sich im Saale der Gastwirtschaft Sandbiller, wo den Fahrtteilnehmern ein überaus herzlicher Empfang bereitet wurde. Die Kreisführung der kath. Landjugend unter Leitung von Dekanatsjugendseelsorger H. Pfarrer Pramps aus Perasdorf und Kreisobmann Ernst Hinsken aus Hai- nach hatten alles gut vorbeireitet Selbst die Musikkapelle der Dekanatsjugend aus Oberalteich war zur Stelle. Zahlreiche Gäste nahmen am Empfang teil. Die Vertretung des Landrats hatte Oberregierungsrat Pösl übernommen, H. Pater  Norbert aus Windberg amtiert, als welterfahrener Dolmetscher. Von der Landwirtschaftsschule Mitterfels sah man Herrn Oberlandwirtschaftsrat Birner. Für den Kreisjugendring war der Leiter desselben H. Pfarrer Groß aus Elisabethszell erschienen. Den Fremdenverkehrsverein vertrat Herr Kilger aus Bogen. Kreisrat Müller und Bürgermeister Berger aus Steinburg sowie Bürgermeister Reiner von Hunderdorf zählten ebenfalls zu den Begrüßungsgästen. Abbe Cazeaux wurde gleich von Pfarrer Pramps „gekapert“, um den ersten Kontakt aufzunehmen. Herr Oberregierungsrat Pösl betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit der Völkerverständigung und begrüßte es, daß diese im Landkreis Bogen nun praktisch angewendet werde. Den Gästen wünschte er schöne Tage und den geplanten Veranstaltungen viel Erfolg. Die offene Aufnahmebereitschaft und der Wille zur-Gemeinsamkeit war auch den Worten der übrigen Redner zu entnehmen. Nach dem Abendes-sen wurden die Quartiere verteilt. Frl. Erika Ritschel hatte in Hunderdorf 19 private Unterkünfte besorgt und 21 Gäste fanden im Jugendheim Windberg Aufnahme, das unter der Betreuung von Pater Roger steht.
Am Sonntag feierte P. Norbert Backmund in Windberg mit den Besuchern einen Gottesdienst, der überwiegend französisch gestaltet war, um so besseres Verständnis zu finden. Im anschließenden Vortrag unterrichtete er die Gäste über Land und Leute in Bayern. Am Nachmittag wallfahrtete man auf den Bogenberg, wo H. Dekan Schleicher die Gnadenkirche erklärte. Der Besuch des Kreismuseums stand unter der kundigen Führung von Herrn Hauptlehrer Zeuner. Der schöne Ausblick vom Vorposten des Bayerwaldes bot einen herrlichen Rundblick. Abends fand dann der mit Spannung erwartete deutsch-französische Jugendball in der Brauerei Berger, Steinburg, statt. Die Halle war dem Zustrom nicht gewachsen, so daß ungefähr 150 Personen keinen Platz mehr fanden. Unter den Ehrengästen sah man Pfarrer Groß als Vorsitzenden des Kreisjugendringes, Dekanatsjugendpfarrer Pramps, Diözesansekretär Karl Schreiber, Landwirtschaftsberater Gottschalk, Diözesanjugendvorsitzende Tilly Pielmeier, den ehemaligen Kreisobmann Willi Wagensohn, die ehemalige Kreismädchenführerin Reserl Pielmeier, Diözesanobmann Altschäffl, Straßkirchen, P. Norbert, H. Pfarrer Ruß, Bürgermeister Berger und den verantwortlichen Leiter Kreisobmann Hinsken. Der gesunde Sinn der jungen Franzosen zeigte sich darin, daß sie amerikanischen Jazz als „idiotisch“ ablehnten und dafür lieber Landler, Märsche und bayerische Musik hören wollten. Sie fanden, daß die bayerische Jugend zu wenig Phantasie und Abwechslung beim Tanzen entwickle. Sie selbst führten sehr schöne Volkstänze ihrer Heimat vor. Trotz der Sprachschwierigkeiten trug der Tanzabend viel zur gegenseitigen Verständigung bei.
Auf allgemeinen Wunsch wurde das Prograrn für den Montag geändert. An Stelle der Besichtigung von Bogener Fabriken legte man Wert auf eine Fahrt zum Eisernen Vorhang in Eisen-stein. Nachmittags besuchte man die Klosterkirche Oberaltaich und fuhr anschließend zum Zuchtgut Schütz in Lenachhof. Dort hatte ein Herr des Landwirtschaftsamtes Mitterfels die Führung übernommen. Der Abend brachte einen Filmvortrag von Kreisfachberater Kilger unter dem Motto: „Blumen an Waldlerhäusern“, der die Gäste begeisterte.
Die Molkerei Niederwinkling war das Ziel am Dienstag. Direktor Henle hatte die Führung selbst übernommen und erklärte den Betrieb in seiner Arbeit. Weiter ging die Fahrt nach Nie-deraltaich, wo die prächtige Kirche großen Eindruck machte, trotz des Barockstiles. den die Franzosen gar nicht gewohnt sind und den sie im allgemeinen auch nicht schätzen. Ein großes Erlebnis bedeutete der Besuch der Landvolkshochschule, deren Zweck und Struktur Direktor Greiler vortrefflich erklärte. Das Interesse war um so größer, als es dergleichen in Frankreich bislang noch nicht gibt. Nun führte der Weg unter der Leitung von Pater Norbert nach Passau. Im herrlichen Dom bekam man noch ein wenig vom berühmten Orgelkonzert mit. Hacklberg bot einen einmaligen Überblick über die Dreiflüssestadt. Auf die Fahrt zum Kachletwerk wurde verzichtet, da alles darnach fieberte, österreichischen Boden zu betreten. Glücklicherweise hatten die Grenzer Nachsicht, obwohl es mit den Pässen und den sonstigen Papiern nicht recht stimmte. So konnte die junge Schar knapp hinter der Grenze bei Mariahilf ein Cafe besuchen. Der unerwartete Überfall rief beim Personal zunächst Bestürzung hervor. Es wurde Kaffee und österreichischer Wien getrunken, den man „excellent“ fand. Das Bier dagegen konnte weniger begeistern. Vor allem wurden Karten geschrieben und schöne Briefmarken darauf geklebt. In Mariahilf ehrte man die Gottesmutter, wie schon am Sonntag in Bogenberg, mit einem wohlklingenden französischen Marienlied.
Zum Abendessen weilte man nochmals in Oberwinkling in der Gastwirtschaft Buchner. Bürgermeister Schäffer und Direktor Henle hielten Ansprachen. Das deutsche Essen dagte den Gästen sehr zu, wenn gleich die Einheimischen aufmerksam gemacht werden müssen, daß sich ein Franzose das Essen nicht ohne Wein und ein Weißbrot vorstellen kann. Die Abendmahlzeit war gestiftet von der Molkerei und dem Landjugendring. Ortsobmann Willi Wagensohn begrüßte die Fahrtteilnehmer und Ortsmädelführerin Mathilde Bielmeier verabschiedete dieselben.
Der letzte Tag galt wieder dem Landkreis Bogen. Zunächst besichtigte man die Land- und Hauswirtschaftsschule Mitterfels. Frl. Moser hielt ein Referat aber die berufliche Ausbildung in den einzelnen Fächern. Frl. Landw. Lehrerin Kranzock beteiligte sich ebenfalls an der Führung. Oberlandwirtschaftsrat Birner erklärte die Arbeit an der Landw. Schule. Das Ziel war Haibach. Die Unterweisungen und Erklärungen wurden von H. Pfarrer Weigert und 2. Bürgermeister Ritschel gegeben. Beim Mahl sprach Abgeordneter Rainer Worte der Verständigung zwischen den Nationen. Anschließend fuhr der Omnibus zum landw. Musterbetrieb Fuchs nach Rettenbach. Hier interessierte man sich für den Weidebetrieb. Was lag näher, als daß man im Schmelmerhof das Abendessen einnahm. Das aufgetragene Gericht bereitete den Gästen große Überraschung. P. Norbert, der zünftige Schwammerlkenner, hatte in eineinhalb Stunden mehr als 25 Pfund Pilze gesammelt, die gemeinsam hergerichtet wurden. Für die ganze Gesellschaft reichte es zu einer schmackhaften und ausgiebigen Vorspeise.
Der Abend galt dem Abschiednehmen. Kreisobmann Ernst Hinsken dankte allen, die zum guten Gelingen dieses Freundschaftstreffens beigetragen haben, besonders den Mitgliedern der Kreisführung. Die Jugend ermahnte er, es in der Zukunft besser zu mauen als es in der Vergangenheit geschah. Dekanatsjugendpfarrer Pramps richtete unter stürmischen Beifallskundgebungen herzliche Worte an die jungen Gäste aus Frankreich. Unter anderem sagte er: Helfen Sie mit, als tatkräftige Christen, die Brücke der Freundschaft und brüderlichen Verständigung stärker und weiter auszubauen im Geiste und in der Gesinnung Christi, denn in Christus sind wir alle Brüder und Schwestern.
Anschließend brachte Monsieur Abbe H. Cazeaux seinen besonderen Dank für die überaus herzliche Aufnahme der Franzosen im Landkreis Bogen zum Ausdruck. Der Jugendführer der französischen Gruppe, Marcel Mirande, dankte in bewegten Worten der Kreisführung für die Durchführung des sehr reichhaltigen Programmes und den überaus guten Kontakt der deutschen Jugend mit der kath. Landjugend Frankreichs. Wollen wir immer gute Freunde und harmonische Nachbarn bleiben, rief er allen zu. Das weitere gemütliche Beisammensein bei guter Unterhaltung war gegen 22 Uhr zu Ende. Unsere Abschiedsworte und die Dankesworte der Besucher kamen wirklich aus ehrlichem Herzen Manchen standen die Tränen in den Augen. Es scheint, daß Verbindungen angeknüpft wurden, die brieflich weitergehen werden, trotz der sehr schwierigen sprachlichen Verständigung. Als H. Pfarrer Pramps ankündigte, daß der Gegenbesuch der Bogener Landjugend im nächsten Frühjahr sicher der Gegend von Pau gelten werde war die Begeisterung der jungen Franzosen geradezu stürmisch.
Am Donnerstag früh begann die Heimreise von Hunderdorf aus. Mit einem Lied verabschiedeten sich die Gäste von den Gastgebern. An dieser Stelle sei auch allen jenen gedankt, die in selbstloser Weise Quartiere zur Verfügung stellten.
Abschließend muß gesagt werden, daß diese an Leib und Seele gesunde Jugend aus Frankreich bei jedermann, der sie kennenlernen durfte, den denkbar besten Eindruck hinterlassen hat. Es wäre zu wünschen, daß dergleichen Besuche von nun an regelmäßig stattfinden und daß wir uns bemühen, die französische Sprache zu verstehen. Unsere Beziehungen zu Frankreich sind naturgegebener und häufiger als mit irgend einem anderen Land. Der Besuch dieser Jugendgruppe aus den Pyrenäen hat das wieder deutlich gezeigt.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.09.1965


Ältestes Vereinsmitglied feiert den 70. Geburtstag
Windberg.
Heute, Freitag, begeht Herr Otto Hofmann in körperlicher und geistiger Frische und Lebendigkeit seinen 70. Geburtstag. Herr Hof-mann erfreut sich bei den Gemeindebürgern sowie bei den Heimat- und Trachtenvereinen großer Beliebtheit, hat er sich doch besonders um die Erhaltung der Trachten und des Heimatbrauchtums verdient gemacht. Wegen seines Bemühens und seiner Verdienste um den Verein wurde er zum Ehrenmitglied ernannt, denn der Verein ist ihm zu ungewöhnlichem Dank verpflichtet. Die schönste Anerkennung findet dieser Dank durch die Verewigung des Ehepaares Hofmann auf der schönen Vereinsfahne, die 1955 zur Weihe getragen wurde. Auf dieser Fahne ist nämlich der Pionier der Trachtensache mit seiner Frau abgebildet. Ganz der Alte und Junge ist der Jubilar, wenn er bei Vereinsfeiern mit alten Heimatgedichten und Sagen mitwirken kann, wenn er seinen nie-versiegenden Humor sprudeln läßt. Die Zeitung hat ebenfalls einen besonderen Anlaß, den Jubilar zu ehren und ihm zu danken,
Quelle: Bogener Zeitung, 24.09.1965


Unser lieber Bruder, Schwager und-Onkel
Herr Franz Babler
von Buchaberg

ist im 70. Lebensjahr nach einem arbeitereichen Leben von uns gegangen.
Buchaberg,  Kagers, Unterpaßberg, den 23. 9. 1965
In tiefer Trauer:
Franziska Mundl, Schwester mit Gatten
Josef Babler, Bruder mit Familie
Richard Babler, Bruder mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Samstag. 25. 9. 1965, um 9 Uhr, in der Pfarrkirche Windberg. Überführung am 24. 9. 1965 nach Windberg. Weggang vorn Trauerhaus um 16 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.09.1965


Hans Kilger zeigt Farbfilm
Hunderdorf.
Auf Bitten des Obst- und Gartenbauvereins Hunderdorf hat sich Fachberater Hans Kilger bereit erklärt, den bekannten und oft bewunderten Farbfilm über den Landkreis Bogen mit dem Titel „Blumen an Häusern“ zu zeigen. Er, der diesen Film mitgedreht hat, wird dazu die Erläuterungen sprechen. Zu diesem Filmabend sind nicht nur die Mitglieder des Vereins eingeladen, sondern alle Bewohner Hunderdorfs und der Umgebung. Der Eintritt ist frei. Der Film wird am Dienstag im Sandbiller-Saal gezeigt. Beginn: 20 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.09.1965


Franz Babler beerdigt
Windberg.
Viele Trauergäste nahmen am Samstag in Windberg Abschied von Franz Babler, der im Alter von 70 Jahren gestorben war. Pfarrer Pater Ephrem übergab den Sarg der geweihten Erde und sprach tröstende Worte für die Hinterbliebenen. Der Kirchenchor sang unter der Leitung von Herrn Ungrot. Der Verstorbene stammte aus Glashütten, Kreis Klatau in Böhmen. Seit 13 Jahren wohnte er bei seiner Schwester in Buchaberg bei Windberg. Obwohl er seit Jahren leidend war, arbeitete er immer noch im Anwesen seiner Schwester mit. Die Nachbarn kannten ihn als einen stillen und arbeitsamen Menschen. Den Angehörigen wendet sich allgemeine Anteilnahme zu.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.09.1965


Feierliches Erntedankfest mit Gabenprozession
Hunderdorf.
Am Sonntag wurde in der Pfarrei Hunderdorf das Erntedankfest feierlich begangen. Besonders die Nachmittagsandacht war diesem Gedanken gewidmet. Pater Laurentius war Offiziator und H. Pfarrer Ruß erinnerte in Seiner Ansprache an die Dankespflicht der Menschen gegenüber unserem Herrgott.
Besonderen Eindruck hinterließ die Gaben-Prozession. Priester und Ministranten zogen feierlich in die Kirche ein. Das erste Paar trug Weizenkörner und Trauben, das zweite Mehl und einen Krug Wein, während das dritte einen Teller mit Hostien und ein Kännchen Wein zum Altare brachte. Zahn weißgekleidete Mädchen folgten mit Früchten und Blumen. Nach den Dankgebeten wurde das Te Deum angestimmt, dem sich der Segen anschloß. Beim Auszug der Gaben-Prozession sangen die Gläubigen ein Maienlied. So fand das kirchliche Erntedankfest einen würdigen Abschluß.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.09.1965


Erntedankfest
Hunderdorf.
Mit einem feierlichen Amt wurde am letzten Septembersonntag das Entedankfest gefeiert. Dazu sprach der Pfarrer in seiner Ansprache „über den Tag, an dem wir ein wenig mehr nachdenken sollten.“ „Vielleicht haben wir es gerade heuer erlebt, daß trotz aller Technik auch der Segen des Herrn notwendig ist, und vielleicht wollte Gott uns zeigen, wie abhängig wir sind vom Segen des Himmels, auch im 20. Jahrhundert,“ sagte der Geistliche. Vor allem aber wäre zu überlegen, wie Gott zu danken sei für eine auch heuer glückliche Ernte, sagte er und erwähnte das Familiengebet. Mit einer nachmittägigen Dankandacht wurde die Erntedankfeier abgeschlossen.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.09.1965


Das 18. Leichenhaus seit Kriegsende
Hunderdorf.
Am Nachmittag des Herz-Maria-Bruderschaftsfestes wurde, wie bereits berichtet, die neue Leichenhalle in Hunderdorf durch Domkapitular H. M. Lehner eingeweiht. Landrat Hafner, der dieser Einweihungsfeier ebenfalls beiwohnte, konnte dabei feststellen, daß damit seit dem 2. Weltkrieg der 18. Leichenhausneubau im Landkreis Bogen seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Das Bild zeigt die Vorderseite der neuen Leichenhalle.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.09.1965


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der eingereichten Baugesuche vom 6. 9. bis 17. 9. 1965
… Betzlbacher Rupert, Hunderdorf, Einbau einer Garage; Schleinkofer Josef, Apoig, Gde. Hunderdorf, Aufstockung des Waschhauses mit Holzlege … Gütlhuber Josef, Hoch, Gde. Gaishausen, Erneuerung des Kamins und Teiluntermauerung des Erdgeschosses … Amann Josef, Windberg, Neubau einer Werkstätte … Schmidbauer J., Windberg, Neubau einer Doppelgarage in Bogen, Aswinstr. 16 …
Quelle: Bogener Zeitung, 29.09.1965


Am Dienstag verschied nach längerer Krankheit, jedoch schnell und unerwartet, mein lieber Gatte, unser guter Vater, Opa, Schwiegervater, Schwiegersohn, Bruder, Onkel, Cousin und Pate
Herr Johann Schuster
Landwirt von Oberbucha

im Alter von 65 Jahren selig im Herrn.
Oberbucha, Mallersdorf, Starnberg, Haibach, 28. September 1965.
In tiefer Trauer:
Fanny Schuster, Gattin
Max Schuster, Sohn mit Familie
Johann Schuster, Sohn mit Familie
Fanny Schuster, Tochter mit Bräutigam
Siegfried Schuster, Sohn
Norbert Schuster, Sohn
Kreszenz Wagner, Schwester mit Fam.
Cilli Schuster, Schwester
und übrige Verwandtschaft.
Trauergottesdienst am Donnerstag, den 30. September 1965, um 9 Uhr in der Pfarrkirche Windberg mit anschließender Beerdigung.
Sterberosenkranz am Mittwoch. 29. Sept. 1965, um 17 Uhr in Hl. Kreuz.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.09.1965


Bevölkerung des Landkreises nimmt ständig zu
Der Landkreis Bogen zählte am 30. Juni 1965 36 645 Einwohner, männliche 17 342, weibliche 19 303. – In den letzten Jahren nahm die Bevölkerung ständig zu. Wir nennen die Zunahme seit 31. 12. 1961.
31. 12. 1961:
35 254 – männlich: 16 559 – weiblich: 18 695
31. 12. 1962:
35 840 – männlich: 16 982 – weiblich: 18 858
31. 12. 1963:
36 328 – männlich: 17 255 – weiblich: 19 073
31. 12. 1964:
36 499 – männlich: 17 298 – weiblich: 19 201
31. 3. 1965:
36 582 – männlich: 17 336 – weiblich: 19 246
30. 6. 1965:
36 645 – männlich: 17 342 – weiblich: 19 303
Die Einwohnerzahl der einzelnen Landgermindeb betrug am 30. 6. 1965: Albertsried 454, Ascha 714,. Bärnzell 159. Bernried 905, Stadt Bogen 714, Bogenberg 668, Dachsberg 250, Degernbach 1032, Elisabethszell 771, Sankt Englmar 1266, Falkenfels 789, Gaishausen 385, Gittensdorf 256, Gossersdorf 556, Haibach 525, Haselbach 867, Haunkenzell 663, Heilbrunn 332, Hunderdorf 1996, Irschenbach 247, Konzell 1113, Landasberg 188, Landorf 327, Loitzendorf 366, Mariaposching 1257, Mitterfels 1630, Neukirchen 1021, Niederwinkling 830, Oberalteich 1418, Obermühlbach 469, Perasdorf 715, Pfelling 546, Prünstfehlburg 323, Rat-tenberg 986, Rattiszell 501, Saulburg 757, Schönstein 358, Markt Schwarzach 1727, Siegersdorf 540, Stallwang 560, Steinburg 595, Waltendorf 475, Wiesenfelden 1254, Windberg 803, Zinzenzell 594.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.10.1965


Zu Grabe getragen
Windberg
. Herr Franz Babler von Buchaberg wurde auf dem Friedhof in Windberg zur letzten Ruhe gebettet, H. Pater Ephrern übergab den Leichnam der geweihten Erde. Der Verstorbene ist Heimatvertriebener aus Kohlheim (CSR). Zeitlebens arbeitete er in der Landwirtschaft. Im Jahre 1946 mußte er seine Heimat verlassen. In Buchaberg fand er eine zweite Heimat.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.10.1965


Schluckimpfung gegen ansteckende Kinderlähmung
Windberg.
Am Mittwoch findet um 8.45 Uhr in der Volksschule Windberg eine Schluckimpfung gegen die drei Typen der ansteckenden Kinderlähmung statt. Eltern, die ihre Kinder impfen lassen wollen, möchten sich bis zu diesem Termin in der Gemeindekanzlei die Merkblätter abholen, die unterschrieben zur Impfung mitzubringen sind.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.10.1965


79. Wiegenfest
Meidendorf. Am Donnerstag konnte der Austragslandwirt Johann Häusler von Meidendorf seinen 79. Geburtstag im Kreise seiner Angehörigen feiern. Der Jubilar ist wegen seines ruhigen Wesens ein allseits beliebter Bürger und wir wünschen ihm noch recht viele und glückliche Jahre im Kreise seiner Angehörigen.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.10.1965


Das Standesamt Bogen im September
Bogen.
Im September verzeichnete das Standesamt Bogen 14 Geburten, 1 Trauung, und 9 Todesfälle. Geburten: … Heribert Retzer, Au vorm Wald (Gde. Steinburg); Ulrike Maria Wanninger, Windberg; Maria Elisabeth Haimerl, Windberg; Rita Maria Hornberger, Starzenberg (Gde. Hunderdorf); Michael Artmann, Hunderdorf; … Brigitte Seifert, Hunderdorf, Siedlung 153. … — Gestorben sind: … Frankenberger Anna Maria, Lindfeld (Gde. Hunderdorf), 89 Jahre …  Schuster Johann, Oberbucha (Gde. Windberg), 65 Jahre.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.10.1965


Fahrrad wartet auf Besitzer
Hunderdorf.
Ein Herrenfahrrad, das herrenlos zwei Wochen in Hunderdorf lag, befindet sich bei der Gemeindeverwaltung Hunderdorf. Dort kann es gegen Eigentumsnachwals abgeholt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.10.1965


Wasserleitung am Montag ganztägig gesperrt
Hunderdorf.
Wegen notwendig gewordenen Umbauarbeiten und der Tätigung von neuen Anschlüssen ist es notwendig, daß am Montag ein Teil der Wasserleitung ganztägig gesperrt wird. Davon werden die Ortsteile Lindfeld und Stetten betroffen. Außerdem wird der Leitungsstrang vom Gasthaus Georg Baier, Hunderdorf, bis zum Hochbehälter in Hoch stillgelegt. Die in Frage kommenden Anlieger wollen sich also ihren Wasserbedarf für diesen Tag rechtzeitig entnehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.10.1965


Mettener Liederkranz weilte in Hunderdorf
Hunderdorf.
Den Besuch des Hunderdorfer Gesangvereins im Juli beim Mettener Liederkranz erwiderten die „Klosterer“ am Dienstag. Ein Omnibus reichte nicht aus, die Fahrtteilnehmer nach Hunderdorf zu bringen. Da auch Hunderdorf zahlreich vertreten war, konnte der Raum die Sänger kaum fassen. Der 1. Vorstand des Hunderdorfer Gesangvereins, Herr Lang, begrüßte die Gäste herzlich und bedankte sich, daß sie ihr Wort gehalten und Hunderdorf besucht haben. Der gemeinsam gesungene Sängerspruch: „Grüß Gott, mein Herz“ trug dazu bei, daß sich alle gleich wohl fühlten. Unter der Stabführung von Rektor Hösl eröffnete Hunderdorf den Liederreigen mit dem Sängerspruch: „Weihe Dein Herz dem Gesang“, dem das zum Volkslied gewordene „Hab oft im Kreise der Lieben“ folgte, Nun vereinigten sich beide Chöre um die Hymne „0 Täler weit, o Höhen“ erklingen zu lassen. Der Mettener Liederkranz unter seinem Dirigenten, Herrn Pöhl brachte jetzt die Weise: „Wenn wir hinausziehn“ zu Gehör. Als besonderes Geschenk brachten die Gäste den bekannten Zithervirtuosen Herrn Kandler aus Deggendorf mit, der für seine Solovorträge reichen Beifall erntete.
In Vertretung des verhinderten 1. Vorstandes erwiderte der 2. Vorstand von Metten, Salatowsko, die Begrüßung und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die begonnene Freundschaft auch weiterhin erhalten bleiben möge. Anschließend sangen die Mettener die Lieder: „Unter der Linde“ und „Auf, mein Mädel, schürz dein Mieder“. Wohl den Höhepunkt des Abends bildete das Auftreten des heimischen Zauberkünstlers „Troikani“, auf den die Gäste schon neugierig warteten. Man darf sagen, daß diese Erwartungen reichlich erfüllt wurden. Dabei zeigte Herr Troidl erstmals die wandernde Kugel, welche vor kurzer Zeit im Fernsehprogramm gebracht wurde. Die beiden Sängergruppen wechselten sich in den weiteren Darbietungen ab, wobei besonders frohe, heitere Lieder bevorzugt wurden. Der Rest des Abends galt der geselligen Unterhaltung. Mit dem Versprechen, die begonnene Sangesfreundschaft zu vertiefen und jährlich gegenseitig einen Besuch abzustatten, klang der Abend aus.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.10.1965


Nach Gottes heiligem Willen verschied am 8. Okt. 1985 mein lieber Onkel und Großonkel
Herr Martin Buhl
ehemaliger Hafnermeister – zuletzt Rentner

im Alter von 77 Jahren selig im Herrn.
Apoig, 8. Oktober 1965.
In stiller Trauer:
Familie Martin Buhl
Gottesdienst am Montag, 11. Oktober 65, um 9 Uhr in Hunderdorf, anschließend Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.10.1965


Wer baut wo und was?
Aufstellung der vom 20. bis 24. 9. 1965 eingereichten Baugesuche
… Wenninger Adolf, Wegern, Gde. Steinburg, Neubau einer Garage und Einfreidung des Grundstücks …
Quelle: Bogener Zeitung, 12.10.1965


Gemeinderat hat Sorgen
Hunderdorf.
Für Donnerstag hatte Bürgermeister Reiner die Gemeinderäte zu einer Sitzung geladen. Als erster und wichtigster Punkt stand die Finanzierung der Kanalarbeiten auf der Tagesordnung. Durch den geplanten Anschluß der Gemeinde Windberg wurden erhebliche Veränderungen im Projekt notwendig, die vor allem größere Ausgaben als einkalkuliert notwendig machen. So konnte bisher nur die Leitung bis zur Straße Hunderdorf – Bogen gelegt werden. Nun sind die Mittel erschöpft, so daß nicht weitergebaut werden kann. Die Gemeinde hofft, die Finanzierung soweit vorantreiben zu können, daß mit dem Beginn des Frühjahres das Stück von der Straße zur Kläranlage weitergebaut werden kann. Als letzter Punkt stand die Eingabe um Übernahme des Weges Hofdorf – Lindfeld als Gemeindeweg zur Debatte. Das Ergebnis war die Zurückstellung dieses Projektes, da zur Zeit die Mittel zum notwendigen Ausbau fehlen. Hier muß berücksichtigt werden, daß die Gemeinde Hunderdorf etwa 40 km Wegestrecke zu unterhalten hat.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.10.1965


Neuer Schuttabladeplatz
Hunderdorf.
Der alte Schuttabladeplatz bei Sträußl in Apoig darf nicht mehr benützt werden. Der Platz wird eingeebnet und als Anbaufläche hergerichtet. Müll und Schutt müssen daher zum neuen Schuttabladeplatz bei Neumeier in Sollach gebracht werden. Die alte Tongrube dort wird aufgefüllt.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.10.1965


Fatimafeier in Heilig Kreuz
Windberg.
Im Oktober wird der Fatimatag in Heilig Kreuz noch einmal festlich begangen. Morgen treffen sich die Pilger um 14 Uhr zum Rosenkranz, um 14.30 Uhr beginnt die Predigt, die sich an die Marienfeier anschließt. Abends versammeln sich die Wallfahrer um 19.30 Uhr vor der Windberger Pfarrkirche in gegen in der Lichterprozession nach Heilig Kreuz, wo eine Abendmesse den Tag beschließt. Am Vormittag sind nur in Windberg Gottesdienste. Sie beginnen um 6.30 und 7.10 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.10.1965


Jugend wanderte zum Schopf
Rettenbach.
Die Katholische Landjugend des Dekanats Bogenberg nahm vor einigen Jahren den Brauch wieder auf, sich jedes Jahr beim Kreuz der Jugend auf dem Schopf zu treffen. Während im letzten Jahr wegen des schlechten Wetters das Treffen im Saale stattfinden mußte, waren diesmal bei herrlichstem Spätsommerwetter die Mädchen und Burschen aus allen Richtungen nach Rettenbach gekommen, wo sie von Jugendpfarrer Pramps aus Perasdorf begrüßt wurden. Beim Gottesdienst war die Rettenbacher Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Pfarrer Pramps sprach über die Bedeutung des Gebetes im Leben des jungen Menschen. Jeden Tag wenigstens ein Gesetzchen des Rosenkranzes zu beten, sei eine Mindestforderung, die für niemand zuviel ist. Ein Spiritual mit deutschem Text und Gitarrenbegleitung beschloß die Messe.
Beim Mittagsessen im Gasthof Schmellmer konnte Kreisobmann Ernst Hinsken auch eine stattliche Zahl von Ehrengästen begrüßen, so die Kreisvorstandschaft der Landjugend Landshut, die vollzählig unter Leitung von Jugendseelsorger Girl und den Führern Christl Thurmayr und Obmann Zehentbauer gekommen war. Aus Bad Tölz war der bekannte Volksmusiker und Mitarbeiter Wastl Fanderls, Karl Floßmann, gekommen, der sich sehr anerkennend über den guten Geist der Veranstaltung äußerte.
Eine fröhliche und unbeschwerte Wanderung führte dann alle durch die herbstlichen Wiesen und Wälder zum Gipfel des Schopfs. Das „Großer Gott wir loben Dich“ war der Höhepunkt der Feier.
Obmann Hinsken bat alle, in ihren Pfarreien sich aktiv am Leben der Jugend zu beteiligen u. schilderte kurz die Geschichte des Kreuzes der Jugend, das 1947 von der Pfarrjugend Windbergs errichtet worden war.
Am Nachmittag war Jugendtreffen im Gasthaus Schmellmer. Den äußeren Rahmen gab die Musikgruppe der Landjugend Obertalteich. Es zeigte sich deutlich, daß die Jugendbewegung sich wieder gefestigt hat, die mit Freude bei der Sache sind, obwohl der stürmischen Aufwärtsbewegung nach Kriegsende zuerst Jahre der Stagnation und des Rückschlags gefolgt waren. Eigens für diese Veranstaltung hatten die St. Englmarer kleine Einlagen einstudiert. Volkslied und Volkstanz kamen nicht zu kurz. Auch Reserl Fuchs von Rettenbach mit ihrer Harmonika war wieder gekommen. Mit viel Charme und Geschick verstand es die Diözesanvertreterin Tilla Pielmeier, Frohsinn und Bewegung in den Saal zu bringen. Alles in allem war auch dieser Jugendtag wieder eine gute Visitenkarte für die Landjugend und wird allen Teilnehmern eine frohe Erinnerung bleiben.   -jp-
Quelle: Bogener Zeitung, 12.10.1965


Schüler schwer verunglückt
Hunderdorf.
Auf dem Weg von der Schule nach Hause wurde der Volksschüler Hans Kronfeldner von Hofdorf bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt. Der Junge lief auf dem Heimweg hinter einer Mitschülerin her, die mit dem Rad auf der rechten Seite fuhr. Bei der Einfahrt von der Straße Hunderdorf – Bogen nach Hofdorf wurde den Kindern die Sicht durch einen vorausfahrenden Traktor verdeckt. Trotzdem lief der Junge über die Straße und geriet dabei unter einen entgegenkommenden Personenwagen. Hans Kronfeldner wurde dabei schwer verletzt. Er mußte in das Kreiskrankenhaus Bogen eingeliefert werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.10.1965


Nach Gottes hl. Willen verscheid am 12. 10. 1965 mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel
Herr Wilhelm Ertel
im Alter von 66 Jahren selig im Herrn.
Hunderdorf, Riguewihr, Potsdam, Dorf (Saar), den 12. 10 1965
In tiefer Trauer:
Anna Ertel, Gattin
Heinz Ertel, Sohn
Horst Ertel, Sohn, mit Familie
Adolf Ertel, Sohn
Waltraud Greiner, Tochter, mit Familie
Enkelin Doris u. übr. Verwandtschaft
Beerdigung Freitag, den 15. 10. 1965. um 14 Uhr, in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.10.1965


Wer baut wo und was ins Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 27. 9. bis 1. 10. 1965 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt Bogen sind nachstehend aufgeführte Baugesuche eingereicht worden: Baier Georg, Hunderdorf, Aufstockung des Schlachthauses …
Quelle: Bogener Zeitung, 14.10.1965


Die Volksbücherei erhielt neue Bücher
Die Wünsche der Erwachsenen und der Jugend wurden besonders berücksichtigt
Hunderdorf.
Seit Wiedereröffnung der Volksbücherei vor nahezu 10 Jahren konnten für die Volksbücherei lediglich aus den Mitteln einer Jugendbuchaktion einige Bücher eingekauft werden. Dieser Betrag wurde zweckgebunden verwendet und damit nur einige Kinder- und Jugendbücher angeschafft_ Nachdem nun aber durch die Gemeinde der Volksbücherei ein eigener Raum zur Verfügung gestellt und ausgebaut wurde, konnte man erstmals in diesem Jahr auch die Mittel aus dem Grenzlandhilfsprogramm anfordern. Ein Betrag von nahezu 1 000 DM wurde zur Einrichtung der Bücherei mit neuen Regalen, Tischen und Stühlen verwendet und erleichterte der Gemeinde die entstandenen Kosten erheblich. Nun sind weitere Beträge vom Landkreis und aus dem Grenzlandhilfsprogramm für die Anschaffung neuer Bücher gegeben worden und damit wird nun auch der sehr veraltete Buchbestand ergänzt und ausgeweitet. Diesmal konnte man vor allem die Wünsche der Jugend und der Erwachsenen berücksichtigen. Die erste Sendung ist bereits eingetroffen und steht den Lesern der Bücherei zur Verfügung. Es ist bei der Anschaffung der Bücher besonders auf den Geschmack der Leser Rücksicht genommen worden und es wird jeder für sich etwas finden können. In den nächsten Wochen wird ein weiterer Betrag, der nun von der staatlichen Beratungsstelle für Volksbüchereien in Regensburg angewiesen worden ist, für die Anschaffung weiterer Bände ausgegeben. Es muß an dieser Stelle besonders dem ehemaligen Leiter der Beratungsstelle, Dr. Teichmann, der im Sommer dieses Jahres verschieden ist, gedankt werden für die persönliche Initiative, die er im Hinblick auf ein Wiederaufleben der Bücherei in Hunderdorf ergriffen hat, seinen Einsatz um die Beschaffung der Mittel und um die persönliche Vorsprache und Beratung mit Bürgermeister Reiner. Auch dem Gemeinderat ist Anerkennung zu zollen für die Bereitschaft, die er dem Projekt entgegenbrachte.
Die Bemühungen der verschiedenen Stelle, werden hoffentlich nun ihre Anerkennung darin finden, daß möglichst viele Einwohner von Hunderdorf die Bücherei benützen und den angeschafften Buchbestand nicht brach liegen lassen. Die Bücherausgabe erfolgt jeden Sonntag nach dem Hauptgottesdienst, es können aber auch wochentags Bücher bei Lehrer Häusler abgeholt werden. Der Ausleihpreis wurde mit 10 Pfennig pro Buch so gehalten, daß auch Einkommensschwächere nicht verzichten müssen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.10.1965


Trachtler verabschieden P. W. Vos
Hunderdorf.
Pater W. Vos, der jahrelang in der Pfarrei als Kooperator wirkte und nunmehr  im Auftrug der Diözese eine andere Aufgabe übernommen hat, war auch ein Freund des Heimat- und Volkstrachtenvereins. Die Mitglieder wollen ihm daher am kommenden Samstag im Gasthaus Georg Baier einen Abschiedsabend bereiten, zu dem auch Pfarrer Ruß Pater Laurentius eingeladen sind. Zu diesem Abend hat Vorstandschaft des Trachtenvereins ein Programm zusammengestellt, das bestimmt Anklang finden wird. Neben den Mitgliedern ist auch die Einwohnerschaft willkommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.10.1965


Obstbaumzählung 1966
Windberg.
Im Oktober findet in der Gemeinde Windberg eine allgemeine Zählung der Obstbäume und Johannisbeersträucher statt. Die Durchführung der Zählung ist Aufgabe der Gemeinde Es wird darauf aufmerksam gemacht, wer einen Zähler hindert, ein Grundstück zu betreten, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die geahndet werden kann. Bei der heurigen Zählung werden Obstart, Baumform, Stand der Etragsfähigkeit und Standort ermittelt.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.10.1965


Das Aufgebot bestellt
Windberg.
Beim Standesamt Windberg sind zur Ehe aufgeboten, der Bauerssohn Helmuth Haimerl von Haimerlhof und die Bauerntochter Rita Faltl von Feiertaghof. Die Eheschließung findet am 20. November in Windberg statt. Die weltliche Feier hält das junge Paar im Gasthaus Wagner in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.10.1965


Stammkrügl und Sparbüchse gestohlen
Irensfelden
. Im Gasthaus Hilmer nahm ein Langfinger in den letzten Tagen zwei wertvolle Stammkrügl sowie eine Sparbüchse in Form einer originellen Kapelle mit. Die Landpolizeiinspektion bittet um sachdienliche Hinweise, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.10.1965


Dekan Hierl resignierte
Pfelling.
Oberhirtlich genehmigt wurde ab 1. Oktober die Resignation des Pfellinger Pfarrers H. Paul Hierl, der seit 7. Juli 1962 Dekan des Landkapitels Deggendorf war, Seit 1955 wirkte Pfarrer Hierl als Pfarrer in Pfelling. Vor 40 Jahren, 1925, war er zum Priester geweiht worden und hatte als Kooperator in Tunding, Schlicht, Plattling, als Expositus in Schwimmbach als Pfarrprovisor in Pullach und Pfarrer in Rettenbach segensreich gearbeitet. Große Verdienste hat sich Dekan Hierl als Kreisrat erworben, wo er sich besonders für den Heuwisch einsetzte. Seine Gesundheit zwang ihn vor wenigen Wochen das Krankenhaus aufzusuchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.10.1965


Pfarrer Ruß wurde Kammerer
Hunderdorf.
Das Amt des Kammerers im Dekanat Bogenberg übernahm der Hunderdorfer Pfarrer Georg Ruß. In Wiesau am Nikolaustag 1908 geboren, wurde 1934 zum Priester geweiht, wirkte dann als Kooperator in Hienheim und Großmehring und war von 1953 — 1963 Pfarrer in Ursulapoppenricht. Vor zwei Jahren übernahm er als Nachfolger von Dekan Kiermeier Hunderdorf und hat sich als ein Mann, der keinen Unterschied der Person kennt, das Vertrauen aller erworben, namentlich auch der Arbeiter.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.10.1965


Windberg, (Vom Trachtenverein) Am Samstag ist im Vereinslokal Amann ein Vereinsabend der Trachtler.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.10.1965


Erntetanz der Feuerwehr
Steinburg.
Die Freiwillige Feuerwehr Steinburg hält am kommenden Samstag ihren traditionellen Erntetanz in der großen Berghalle ab. Die „Roten Teufel“ aus Kollnburg werden den Feuerwehrmännern „einheizen“.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.10.1965


„So singen und spielen wir!“
Musisches Wochenende der Jung- und Frohschar in Windberg – Das neue Arbeitsjahr des BDKJ begann
Windberg.
„Bereit zur Verantwortung“ heißt das Leitwort des BDKJ im eben neu begonnenen Arbeitsjahr. Gemeint ist die Verantwortung, die die Mitglieder im Dienste des Apostolates der Jugend übernehmen, also vor allem eine gezielte, moderne Schulung der Führerschaft. Kurse aus den verschiedensten Bereichen, vom Allgemeinen bis zum Speziellen, stehen deshalb heuer noch mehr als sonst auf dem Programm der maßgebenden Steilen des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend.
Zu einem musischen Wochenende für Jung- und Frohscharführer und -Führerinnen lud so die Diözesanführung am vergangenen Wochenende nach Windberg ein. Groß war die Freude des Laienspielberaters Helmut Heiserer, als er über alle Erwartungen an die 75 Teilnehmer begrüßen konnte, die allein aus dem südlichen Teil der Diözese gekommen waren. Dank der Umsicht und Betreuung durch Pater Roger konnte auch dieser Ansturm bewältigt werden. Mit einer Einführung in die kleinen Spielformen: Scharaden, Sketsche, gespielte Lieder, Pantomimen, Gesellschaftsspiele wurde eröffnet. Anschließend bildeten sich 5 verschiedene Arbeits-kreise, um sich die Themen praktisch zu erarbeiten. Und so glückte ein Bunter Abend für und mit allen, der nicht nur ein Riesenspaß war, sondern vor allem wertvolle Anregungen für die spätere Arbeit lieferte. Nach der Statio und dem Gottesdienst am nächsten Morgen referierte Pater Johannes aus Windberg, die neue Jung- und Frohscharkaplan der Diözese; über das geistliche Gespräch in der Gruppe. Sehr gut wurde, dies nicht immer ganz leicht zu bewältigende Thema von den Gruppenführern aufgenommen, da es der Redner in seiner gekonnten Art verstand, anschaulich mit vielen Beispielen zu schildern. So zeigte er zwei vollständig ausgearbeitete Anleitungen für Gruppenstunden. Das anschließende Referat über die Situation des Kindes im Jung- und Frohscharalter (10 – 14), entwarf eine aufschlußreiche Entwicklungspsychologie: Was kann man Kindern bei Spiel und Lied zumuten, welche Bedingungen sind für sie ideal. Nach dem Essen versammelten sich alle in froher Runde zu neuen Liedern und Spielen. Durch originelle, voller Überraschung und Komik steckende Beispiele steigerte sich die große bunte Schar so, daß nach dem offiziellen Abschluß noch viele in kleiner Runde weitermachten.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.10.1965


Heute beginnt die Schießsaison
Großlintach.
Die Mitglieder und Freunde des Schützenvereins Großlintach treffen sich heute, Samstag, um 20 Uhr im Gasthaus Schlecht zur Eröffnung der diesjährigen Schießsaison.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.10.1965


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 4. 10 bis 8. 10. eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: …  Klein Johann, Thannanger, Gde. Hunderdorf, Neubau eines Austragshauses … Schuhbauer Georg. Apoig, Geländeaufschüttung … Kronberger Jakob, Ehrn, Gde. Gaishausen. Einfriedung des Grundstückes.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.10.1965


Fundgegenstände abholen!
Hunderdorf.
Die Gemeindeverwaltung weist darauf hin, daß zwei Räder sowie Kleidungsstücke in der Gemeindekanzlei abgegeben worden sind. Die Besitzer sollen sich in den nächsten Tagen melden.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.10.1965


Helfen, die unabdingbare Pflicht eines jeden
Freiwillige Feuerwehr und Rotes Kreuz arbeiten Hand in Hand – Großeinsatzübung im Rahmen der Feuerschutzwoche
Großlintach.
Die Feuerschutzwoche, die unter dem Motto: „Macht die Ortsfeuerwehren stark“, steht, bot den Anlaß, am Samstag in Großlintach eine Großeinsatzübung aller drei Löschgruppen durchzuführen. Kommandant Albert Freundorfer hatte eine besonders verzwickte Übungslage entworfen. Es „brannte“ gleich an zwei Stellen. Die Übung wurde diesmal in den weitverstreuten Gemeindeteil Großlintach verlegt, um festzustellen, inwieweit auch dort der Feuerschutz gewährleistet sei.
Gegen 15 Uhr rückte die erste Löschgruppe aus, als das Anwesen Auer „in Flammen“ stand. Trotz ungünstiger Lage konnte der Brandherd bald lokalisiert werden. Mit einer Verstärker-maschine konnte das Wasser noch mit einem Druck von 4 atü heranbefördert werden.
Doch mit des Geschickes Mächten … Noch während des Einsatzes wurde erneut Alarm gegeben, weil auch in der Scheune des Gastwirts Schlecht plötzlich der Rote Hahn krähte. Der Übungslage zufolge gabelte der Besitzer mit einigen Helfern den stark erhitzten Heustock um, der plötzlich explodierte. Sieben Männer „lagen verletzt und rauchvergiftet“ im Raum.
Deshalb wurde auch die Rotkreuzkolonne Oberaltaich alarmiert. Feuerwehrmänner brachten die „Verletzten“ ins Freie, wo sie fachkundig versorgt und abtransportiert wurden. Die Mannen der Feuerwehr rückten auch diesem Brandobjekt zu Leibe und bald konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden.
In der Gastwirtschaft Schlecht fand anschließend die Übungsbesprechung statt. Kommandant Freundorfer begrüßte besonders Kreisbrandmeister Wiesmiiller, Vorstand Hans Helmbrecht, das Rote Kreuz und alle an der Übung beteiligten Helfer. Der Sprecher wies darauf hin, daß der Übungsverlauf gezeigt habe, daß auch die Anwesen in Großlintach im Ernstfalle geschützt seien. Die wichtigste Frage sei die Anlegung von Löschweihern. Mit den vorhandenen Überflurhydranten könne die Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehr wirkungsvoll überbrückt werden. Kommandant Freundorfor dankte allen Beteiligten für die Einsatzfreudigkeit. Er lobte auch die gute Zusammenarbeit zwischen der Wehr und dem Roten Kreuz in der Gemeinde Oberaltaich. Kreisbrandmeister Wiesmüller schilderte zunächst den Großbrand in der Gemeinde Heilbrunn und folgerte daraus, daß es wichtig sei, die Ortsfeuerwehren stark zu machen. Der Kreisbrandmeister lobte die gute Arbeit der Oberaltaicher Wehr, die im Rahmen der Feuerschutzwoche schon zweimal ausgerückt sei und auch heute wieder beste Arbeit geleistet habe
Vorstand Hans Helmbrecht gab ebenfalls seiner Freude über das gute Gelingen der Übung Ausdruck und spendierte schließlich jedem Beteiligten eine Maß Bier. Auch der „Brandlei-der“ Hans Auer, zeigte sich großzügig, so daß die Wehrmänner noch eine zweite Maß bekamen.
Ausbildungsleiter und Kolonnenführer R. Niedermeier dankte der Feuerwehr für die Einladung zu dieser Herbstübung. Er zeigte die sieben Verletzungen auf, die versorgt werden mußten. Besonders bei den Rauchvergifteten war höchste Eile geboten, denn bei Atemstillstand gehe es uns Minuten. Stellv. Kolonnenführer Max Sonnleitner leitete umsichtig den Einsatz.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.10.1965


Den Rollerfahrer irritiert
Apoig.
Ein junger Kraftfahrer fuhr am Samstag gegen 18.20 Uhr aus einer Grundstücksausfahrt in der Annahme, ein daherkommender Roller sei weiter entfernt als er es in Wirklichkeit war. Der Rollerfahrer kam beim Abbremsen ins Schleudern und fiel in den linken Straßengraben. Ein Sachschaden von ca. 200.— DM entstand.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.10.1965


40jähriges Hochzeitsjubiläum
Hunderdorf.
Heute, Dienstag, kann das Ehepaar Emma und August Höhn sein 40jähriges Hochzeitsjubiläum feiern. Aus Schlesien vertrieben, hatte die Familie Höhn nach Kriegsende in Hunderdorf bald Freunde und ein neues Zuhause gefunden. Besonders wohl hat sich das Ehepaar Höhn immer im Kreise der Sänger gefühlt. August Höhn gehört seit Wiedergründung des Gesangvereins zu seinen Stützen und Förderern. Jahrelang hat er das Amt des 1. Vorstandes ausgeübt und noch heute gehört er aktiv dem Verein an. Seit mehreren Jahren hat er in der Gemeindeverwaltung das Amt des Gemeindesekretärs inne und ist auf das Wohl aller bedacht. Jetzt, da er die örtliche Bauleitung für die Kanalisation übernommen hat, kommen ihm seine reichen Erfahrungen, die er in seiner Heimat als ehemaliger Gemeindevorstand sammeln konnte, besonders zugute. Wegen seiner geselligen und aufgeschlossenen Art ist das Ehepaar Höhn sehr beliebt. Unsere Glückwünsche!
Quelle: Bogener Zeitung, 19.10.1965


Wilhelm Ertel beerdigt
Hunderdorf.
Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde am Freitag Wilhelm Ertel beigesetzt. Zahlreiche Mitglieder des VdK gaben ihm das letzte Geleit. Leo Gaschler widmete dem Verstorbenen im Auftrag des VdK einen Kranz und würdigte in kurzen Worten seine Kameradschaft und Treue. Pfarrer Sommer, Bogen, ehrte den Toten mit einem ehrenvollen Nachruf. – Wilhelm Ertel stammte aus Schlesien und fand nach den Wirren des Krieges in Hunderdorf mit seinen Angehörigen eine neue Heimat. Eine Gasvergiftung aus dem Ersten Weltkrieg machte ihm schwer zu schaffen und führte frühzeitig zur Invalidität. Der Verstorbene stand im Alter von 66 Jahren.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.10.1965


Schnellsein, die erste Tugend der Wehr
Freiwillige Feuerwehr Windberg lieferte einen Beweis für ihre Einsatzfähigkeit
Windberg.
Anläßlich der Feuerschutzwoche wurde am Freitag gegen 18.30 Uhr von dem Kommandanten Karl Holmer ein Feueralarm ausgelöst. – Es galt in Oberbucha eine Scheune zu löschen und den praktischen Einsatz zu üben. Oberbuchs hat eine geschlossene Bauweise und besteht teilweise aus Holzgebäuden. Die Wasserversorgung des Ortes ist schlecht. Das Löschwasser muß aus dem nächsten Ort (Buchaberg) vom Anwesen Retzer herangepumpt werden. Auch die Straßenverhältnisse von Windberg bis zur Brandstelle Oberbucha über Heilig Kreuz sind wirklich miserabel und trotzdem war die gutorganisierte Wehr innerhalb sieben Minuten an der angeblichen Brandstelle mit zwei Gruppen und zwei einsatzfähigen Motorspritzen des Fabrikates TS 8/8 angetreten. Obwohl die Wasserstelle ca. 300 Meter entfernt war und ein Höhenunterschied von ca. 8 m zu überwinden ist, u. trotz der Zwischenschaltung einer TS 8/8-Spritze, waren die zwei Gruppen innerhalb 13 Minuten einsatzbereit um drei Leitungen mit Wasser zu versorgen, so daß eine Schlauchleitung von ca 380 m entstand. Die Schlagkraft der gutausgebildeten Wehr ist schon damit gezeigt.
Dem Kdt. Karl Holmer, seinem Stellvertreter Peter Faltl sowie dem Löschmeister Josef Schmidbauer kann die volle Anerkennung ausgesprochen werden für die vorbildliche Zusammenarbeit. Vorstand Georg Wagner dankte den Kameraden für die gute Zusammenarbeit und gab einige Ratschläge aus seiner langjährigen Tätigkeit in der Feuerwehr, wie manche Arbeit noch praktischer geleistet werden könnte, gab aber zu verstehen, daß die Windberger Wehr sehr gute Leistung aufzuweisen hat. Bürgermeister Kittenhofer begab sich selbst zum Ort der nächtlichen Einsatzübung, um sich von der Einsatzfähigkeit der Wehrgruppen zu überzeugen. Nach der wirklich gut geplanten und ausgeführten Nachtübung sprach er den angetretenen Wehrmännern seinen Dank aus und gab den Feuerwehrkameraden das Versprechen, auch weiterhin eng mit ihnen zusammenzuarbeiten und sie jederzeit zu unterstützen, soweit es in seinen Kräften steht. Die Freiw. Feuerwehr Windberg unter Leitung von Karl Holmer als Kommandant ist eine rührige Wehr und hat sich bereits mit vier Gruppen das Leistungsabzeichen in Bronze u. mit einer Gruppe das Leistungsabzeichen in Silber erworben. Hoffen wir, daß die Wehr auch weiterhin eine der besten im Land-kreise bleibt, dank der guten Zusammenarbeit der Vorgesetzten und der Mitarbeiter und daß weiterhin die gute Kameradschaft bestehen bleibt.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.10.1965


Niemand wußte, ob es ernst ist
Das Schulhaus als Objekt der Brandbekämpfung – Einsatzübung der FFW zum Abschluß der Feuerschutzwoche
Hunderdorf.
Als am Samstag gegen 9.30 Uhr die Sirene in Hunderdorf Feueralarm verkündete, da horchten nicht nur die Einwohner auf, auch im Schulhaus wurde es für einen Moment mucksmäuschenstill. Diese Ruhe dauerte aber nur einige Sekunden, denn schon sahen die Schüler aller Klassen Rauchschwaden aus den Kellerfenstern aufsteigen und im Nu verließ man das Schulhaus, allerdings etwas schneller und aufgeregter, als dies sonst bei den Alarm-übungen der Fall ist. Schulleitung und Feuerwehr hatten in vorheriger geheimer Absprache und ohne Wissen anderer den Plan so realistisch ausgeheckt, daß Kinder, Lehrkräfte und auch Nachbarn zunächst wirklich an einen Brand glaubten. Eine Rauchpatrone der Bundeswehr sorgte zudem für den nötigen Qualm und die Aufregung tat ein übriges, um alle einige Zeit im Ungewissen zu lassen. Zwei Minuten waren noch nicht vergangen, war das Schulhaus leer und nach weiteren 5 Minuten waren bereits die ersten Feuerwehrleute zur Stelle, die bereits mit dem Aufbau der Schlauchleitung begannen. Noch vor Ablauf von 10 Minuten war das 1. Strahlrohr einsatzbereit und die „Löschübung“ konnte beginnen. Der Alarm hatte neben der schnellen und reibungslosen Räumung des Schulhauses durch die Kinder vor allem auch die Einsatzbereitschaft der Hunderdorfer Wehr zu zeigen. In beiden Fällen kann man sagen, daß für den Ernstfall beste Bedingungen vorgelegen hätten.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.10.1965


Hochzeit geleiert
Windberg.
Den Bund fürs Leben schlossen am Mittwoch der Bauerssohn Hebnuth Haimerl von Haimerlhof und die Bauerstochter Rita Faltl von Feiertaghof. Wir wünschen dem neuvermählten Paar alles Gute auf dem gemeinsamen Lebensweg.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.10.1965


Wann ist die Raiffeisenkasse geöffnet
Windberg.
Die Raiffeisenkasse ist geöffnet vom Montag bis Freitag von 7.30 bis 11.30 Uhr und -von 13 bis 17 Uhr, am Samstag aber nur von 7-30 bis 10.30 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.10.1965


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 11. 10 bis 15. 10. eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Kath. Pfarramt Windberg, Innen-Renovierung der Pfarr- und Klosterkirche … Ostermeier Siegfreid, Markt Grassau, Antrag auf Vorbescheid wegen Neubau eines Wohnhauses in Gaishausen … Schmidbauer J., Windberg Nr. 47, Neubau einer Doppelgarage in Bogen, Goethestraße 4.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.10.1965


Ein junges Paar
Windberg.
In den Ehestand traten der Automechaniker Richard Hafner von Netzstuhl beiWindberg und die Hausgehilfin Maria Ehrl von Lindforst bei Schwarzach. Die Eheschließung fand am Samstag in der Pfarrkirche zu Windberg statt. Die weltliche Feier hielt das junge Paar im Gasthaus Wagner.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.10.1965


Lohnsteuerkarten werden ausgegeben
Windberg.
Zu den üblichen Dienststunden können in der Gemeindekanzlei die Lohnsteuerkarten für das Jahr 1966 abgeholt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.10.1965


Kooperator Vos Ehrenmitglied der Trachtler
In einem netten Abend verabschiedeten „Die Perlbachtaler“ den beliebten Geistlichen
Hunderdorf. Die Trachtler bereiteten Kooperator Vos einen stimmungsvollen Abschieds-abend. Vorstand Sucher hatte dazu eingeladen. Zahlreich waren die Mitglieder seinem Ruf gefolgt. Damit zeigten sie das gute Verhältnis an, das sie mit dem scheidenden Priester und Seelsorger verbunden hatte. Besonders

Vorstand Sacher bei der Überreichung der Ehrenurkunde

herzlich hieß Sacher auch Pfarrer Ruß und Pater Laurentius willkommen. Er würdigte das Interesse von Kooperator Vos für die Belange des Vereins das er Laufe seiner Amtszeit in Hunderdorf immer wieder beweis. Pater Vos, ein gebürtiger Holländer, sei durch seine Tätigkeit und seine Verbundenheit mit seinen Mitmenschen fast schon ein echter Niederbayer geworden, meinte der Vorstand. In dankbarer Anerkennung überreichte er Kooperator Vos die Urkunde der Ehrenmitgliedschaft beim Trachtenverein „Die Perlbachtaler“.
Kooperator Vos bedankte sich für diese schöne Geste, die ihm zeige, daß er sich in seinem Wirkungsort gut eingelebt und eingefühlt habe.
In einem bunten Programm trugen dann Spiel- und Tanzgruppen der Plattler Proben ihres Könnens vor. Schneidig wurde von den jungen Trachtlern Wölfl Karl, Sacher Ernst und Wölfl Sigi geplatt’lt und nicht minder überrascht waren die Zuschauer von der Tanzgruppe, die sich noch im vorschulpflichtigen Alter befindet, aber schon recht munter in die Fußstapfen der Großen tritt. Natürlich war auch der Tanz der Paare wieder besonders gern gesehen und schließlich gaben Hastreiter Hans und Weindl Sepp noch einige Volkslieder zum besten und erhielten dafür viel Beifall. Traudi Hofmann sprach das Abschiedsgedicht. Schließlich wurde Kooperator Vos noch ein nettes Geschenk überreicht.
Mit herzlichen Dankesworten verabschiedete sich der Geistliche von den Trachtlern und wünschte ihnen für die Zukunft Glück und Segen in ihrer Arbeit.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.10.1965


Versammlung des Bezirkslehrervereins
Hunderdorf.
Am kommenden Donnerstag findet um 15 Uhr im Hotel „Vier Jahreszeiten“, Bogen eine Versammlung des BLLV statt auf der Assessor Felson über Methodik des modernen Erd- und Weltkundeunterrichts sprechen wird. Der Referent ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Weltkunde, Abt. Süd in Frankfurt und hat im Rahmen der Lehrerbildung schon mehrmals in niederbayerischen Schulaufsichtsbezirken gesprochen. Der Vortrag ist als wertvolle Ergänzung des heurigen Bildungsprogramms anzusehen und daher gerade für die jungen Lehrkräfte von besonderem Interesse. Vorsitzender Hösl wird außer aktuellen Vereins- und Standesfragen Stellung nehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.10.1965


Teilnahme an der Beerdigung
Windberg
. Die Beerdigung des Vereinskameraden Detzer findet am Freitag um 9 Uhr in Windberg statt. Alle Kameraden des VdK, der FFW und des Kriegervereins Windberg werden um Teilnahme am Trauergottesdienst gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.10.1965


„Gute Ausgangsbasis für die Gemeindewahl“
Hunderdorf.
Am Samstag fand in Hunderdorf ordentliche Mitgliederversammlung des Ortsvereins der SPD statt. Vorsitzender Xaver Aumer hieß seine Parteifreunde, deren Angehörige und den Referenten des Abends, Kreisrat Walter Ueckermann willkommen. Er äußerte sich sehr befriedigt über den Ausgang der Bundestagswahl, auch für die Gemeinde Hunderdorf. Der Stimmenzuwachs der SPD sei um so höher einzuschätzen, weil Hunderdorf schon über einen verhältnismäßig großen Stimmenanteil verfüge. Wenn schon bei der Bundestagswahl 35 Prozent der Bevölkerung den Sozialdemokraten das Vertrauen geschenkt hätten, dann wäre das ein gute Ausgangsbasis auch für die Kommunalwahlen. Kreisrat Walter Ueckermann unterstrich den Erfolg der Hunderdorfer Sozialdemokraten, gab einen Überblock über die Wahlergebnisse des Bundeswahlkreises 218, sprach den Dank des Kandidaten Otto Wittmann aus und betonte, daß es notwendig sei, sich sofort auf die Kommunalwahlen zu konzentrieren und die notwendigen Vorbereitungen für die Durchführung zu treffen. Das Ziel sei, die absolute Mehrheit im Hunderdorfer Gemeinderat zu erhalten und einen eigenen Bürgermeisterkandidaten, der über den Parteien stehen soll, zu benennen. Selbstverständlich müsse Hunderdorf auch eine starke Vertretung im Kreistag stellen. In der Diskussion, die von Kreisrat Unger geführt wurde, fanden alle diese Punkte ihre Klärung. Es wurde auch richtiggestellt, daß es sich bei dem Antrag auf Wiedereinstufung des Gemeindeweges nicht um den Weg Hofdorf – Lindfeld, sondern um den Weg Hofdorf – Sollach gehandelt habe. Wegen der Finanzierung der Kanalisation soll baldmöglichst eine Bürgerversammlung in Hunderdorf abgehalten werden, um jedem einzelnen Bürger die Möglichkeit zu geben, seine Stellungnahme abzugeben. Für die Durchführung der Kreiskonferenz wurden als Delegierte die Parteifreunde Aumer und Diewald gewählt.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.10.1965


Der Herr über Leben und Tod holte am 26. Oktober 1965 meinen lieben Gaten, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Onkel und Paten
Herrn Johann Detzer
Landwirt und Schuhmachermeister von Irenzfelden
Kriegsteilnehmer 1914’18 – Mitglied des VdK,
der Freiw. Feuerwehr und des Kriegervereins Windberg

im Alter von fast 70 Jahren, nach kurzer, schwerer Krankheit, heim in sein ewiges Reich.
Irenzfelden, Untrasrried bei Kempten, Ittling, Langen/Hessen, Straubing, Haidlfing, den 28. Oktober 1965.
In tiefer Trauer:
Cäcilie Detzer, Gattin
Karl Detzer, Sohn mit Familie
Franziska Detzer, Tochter
Johann Detzer, Sohn mit Familie
Amalie Detzer, Tochter
Xaver Detzer, Sohn mit Familie
Mathilde Sigst, Stieftochter mit Familie
Hilda Brandt, Stieftochter mit Familie
Enkelkinder und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst ans Freitag, 29. Oktober 1965, um 9 Uhr in der Pfarrkirche Windberg mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.10.1965

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