1962# 09-10

Hunderdorf. (Lehramtsprüfung bestanden) Frl. Eleonore Bauer hat an der Pädagogischen Hochschule in Regensburg die 1. Lehramtsprüfung mit Erfolg abgelegt. Sie wurde mit Beginn des Schuljahres von der niederbayerischen Regierung an die Schule Klinglbach als Lehrerin der Unterstufe berufen. Wir wünschen der jungen Lehrerin viel Erfolg in ihrem Beruf.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.09.1962


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen
Aufstellung der vom 20. – 24. 8. 1962 eingereichten Baugesuche
… Pollmann Johann, Egern, Gemeinde Hunderdorf, Neubau einer Garage … Plager Paul, Böhmhäuser, Gemeinde Windberg, Neubau eines Wohnhauses in Haselbach.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.09.1962


Rotkreuzdienst ist und bleibt Ehrensache
Auch Helfer für den Strahlenschutz notwendig
Die Winterarbeit in den Kolonnen wurde festgelegt
Windberg.
Am Samstag trafen sich im Gasthaus Wagner in Windberg die Gruppen-, Zug- und Kolonnenführer, um die Rotkreuzarbeit im Winterhalbjahr 1962-63 festzulegen. Kreiskolonnenführer Kornel Klar durfte feststellen, daß fast alle RK-Führer der Einladung Folge geleistet hatten. Im ersten Punkt der außerordentlich umfangreichen Tagesordnung befaßte sich der Kreiskolonnenführer mit der Durchführung von Planspielen. Diese seien bei den folgenden Dienstabenden einzuplanen, insbesondere dann, wenn „Freiübungen“ wegen der schlechten Witterung nicht mehr möglich seien. Der Referent gab hierzu wertvolle Anregungen und hielt sich dabei an die Katastrophenschutzverordnung des Deutschen Roten Kreuzes.
Der Kreisbeauftragte für das Ausbildungswesen und den Katastrophenschutz, R. Niedermeier, ergänzte die Ausführungen mit Erfahrungen, die in den letzten Einsatzübungen gesammelt wurden. Dieser gab auch bekannt, daß in Kürze in mehreren Ortsgruppen Alarmübungen durchgeführt werden. Außerdem soll in einigen Gemeinden des Landkreises eine Ausstellung der Katastrophenreserve des Kreisverbandes abgehalten werden, um der Kreisbevölkerung einen Einblick in das Katastrophenschutzprogramm des Roten Kreuzes zu gewähren. Am Abend des jeweiligen Ausstellungstages werden Kursschulungen in erster Hilfe, insbesondere für die Kraftfahrer abgehalten. Klar verbreiterte sich anschließend über die neuen Methoden der Wiederbelebung. Es wird neben der Direktbeatmung neuerdings wieder die Wiederbelebung in Rückenlage nach Thomson gelehrt und gelernt. Wissenschaftliche Erfahrungen hätten gezeigt, sagte Klar, daß diese Methode weitaus wirkungsvoller sei, als die nach Holger-Nielsen. Die neue Wiederbelebung wurde von allen Anwesenden fleißig geübt. Das Rote Kreuz komme nicht umhin, auch Helfer für den Strahlenschutz auszubilden, umsomehr, als schon viele Industriebetriebe mit derartigen Strahlern arbeiten. Einige Helfer wollen sich in Deisenhofen ausbilden lassen.
„Immer wieder Schock!“, hieß der nächste Punkt der Tagesordnung. Für die Ersthelfer am Unfall- und Katastrophenort sei es von außerordentlicher Wichtigkeit, den Schock bei einem Verletzten sofort zu erkennen und die Erste-Hilfeleistung darauf abzustellen. Allein durch des Unfallerlebnis, den Schrecken, aber auch erhebliche plötzliche Schmerzen, durch Einwirkung äußerer Gewalt, durch großen Blutverlust komme es zum Schock. Es handelt sich hierbei um eine lebensbedrohliche Störung des Allgemeinbefindens. Deshalb bedarf ein solcher Verletzter der besonders schonungsvollen Ersten Hilfe. Die Este-Hilfeleistung besteht darin, daß der Betroffenen bequem gelagert wird; die Füße seien hoch zu stellen, damit das in den Gefäßen des Bauchraumes befindliche Blut wieder zum Herzen und zum Gehirn zurückfließt. Der Transport soll möglichst unterbleiben; freilich hab ediese regel auch Ausnahmen. Diese wurden im Erste-Hilfe-Kurs gelehrt.
Der fünfte Punkt betraf die Sanitätsausbildung der Gruppenführer: Entsprechende Lehrgänge werden in den nächsten Monaten abgehalten. Weiterhin gab Klar viele Anregungen für die Abhaltung der Dienstabende in den Ortsgruppen durch die Gruppenführer. Kreisgeschäftsführer Nowak gab bekannt, daß in Kürze wieder ein Blutspendetermin durchgeführt wird und erbat sich hierzu die tatkräftige Unterstützung der Ortsverbände. In der Zeit vom 24. – 30. September wird die Herbstsammlung des Roten Kreuzes durchgeführt. Auch hier ist die Mitarbeit der Rotkreuz-Mitglieder unerläßlich. Die Gruppenführer wurden angehalten, Verzeichnisse langjähriger Mitglieder einzureichen, damit diese für eine entsprechende Ehrung vorgeschlagen werden können. Im folgenden erklärte Nowak die Handhabung der Sauerstoffbeatmungsgeräte. Die Kursteilnehmer zeigten hierfür großes Interesse. Der Kreiskolonnenführer gab bekannt, daß er den rührigen RK-Kameraden Heinrich Lobmeier zu seinem Stellvertreter ernannt habe. Dieser werde ihn in seiner Abwesenheit vertreten.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.09.1962


Vom Standesamt der Stadt Bogen
Bogen.
Im August 1962 verzeichnete das Standesamt Bogen 18 Geburten, 4 Trauungen und 8 Todesfälle. Geburten: … Erich Bergbauer, Schafberg, Gemeinde Steinburg … Cornelia Weninger, Wegern, Gemeinde Steinbirg … Monika Lucia Greipl, Hunderdorf 9; Dietmar Helmut Obermeier, Eglsee, Gemeinde Hunderdorf. Gestorben sind: Johann Baptist Kiermaier. Hunderdorf, 73 Jahre …
Quelle: Bogener Zeitung, 05.09.1962


Bebauungsplan für Siedlungsgebiet Apoig erstellt
Bebauungsplan für Apoig angenommen – Erstellung einer Teerstraße – Auch Altanschließer haben für die neue Wasserversorgung zu zahlen
Hunderdorf. Auf seiner letzten Sitzung hatte der Gemeinderat wiederum eine Reihe wichtiger Entschlüsse und Beschlüsse zu fassen, die für die Weiterentwicklung in der Gemeinde von Bedeutung sind. Bürgermeister Reiner stellte den ersten Punkt der Tagesordnung den Bebauungsplan für das Siedlungsgebiet Hunderdorf-Apoig zur Aussprache und Gemeindeangestellter Höhn erläuterte die bisher unternommenen Schritte. Obwohl das Siedlungsgebiet in Apoig südlich des Bahnhofs noch unerschlossen ist, wurde dort durch. den Bau mehrerer Einfamilienhäuser die Ausweisung dieses Gebietes als Bebauungsgebiet mit den notwendigen Planungen, wie Straßenbau, notwendig. Der Bebauungsplan wurde nun erstellt und den zuständigen Stellen zur Begutachtung vorgelegt. Daraus resultierten auch einige Einwände wie die des Straßenbauamtes, das vorher die Erweiterung und Befestigung der Lindfelder-Straße vom Bahnübergang bis zur Einfahrt in das Bebauungsgebiet etwa errichtet sehen will. Die Straße ist zugleich mit einer Teerdecke zu versehen. Gegen diese Auflage hatten die Gemeinderäte keine Einwendungen und für die Durchführung dieser Maßnahme will man die notwendigen Geldmittel beschaffen. Wesentlich kostspieliger wurde die 2. Auflage des Straßenbauamtes, in der gefordert wird, daß vom Bahnübergang der Genossenschaftssiedlung bis zum Bahnhof ein ca. 2,60 m breiter Gehsteig errichtet werden muß, der zur Staatsstraße hin mit Bordsteinen abgegrenzt werden soll. Der Gemeinderat sieht die Dringlichkeit dieser Maßnahme noch nicht gegeben, da erst ein Zehntel des Bebauungsgebietes in Apoig bebaut ist und derzeit die Mittel fehlen, um diese Arbeiten durchführen zu lassen. Gleichzeitig wurde anerkannt, daß diese Maßnahme im Hinblick. auf die Verkehrssicherheit der Passanten der Hauptstraße seine Berechtigung bat und in absehbarer Zeit zu einer Lösung drängt.
Im Bebauungsgebiet soll zunächst nur die obere der beiden vorgesehenen Straßen errichtet werden, da hier die meisten. Bauanträge vorliegen. Mit den Grundstücksbesitzern wurden bereits die Kaufverträge für den Grunderwerb für die Straße abgeschlossen. Als Voraussetzung für das Gelingen des Projektes kann man die Haltung des Landwirts J. Blasini betrachten, der ein unmittelbar vor seinem Anwesen gelegenes Grundstück, das landwirtschaftlich genutzt wird, zur Errichtung der Zufahrtstraße zur Verfügung stellte.
Im weiteren beschloß der Gemeinderat die Annahme einer Satzung zur Feststellung der Erschließungsgebühren. Diese Beiträge, die bei Einreichung des Baugesuches an die Gemeinde zu entrichten sind,·bemessen sich·nach der Frontmeterlänge und der Grundfläche. Sie sind eine Vorausleistung zur notwendigen Erschließung des Baugeländes und sollen später nach den tatsächlichen Kosten abgestimmt werden. Von den Erschießungskosten haben danach die Anlieger 90 Prozent, die Gemeinde 10 Prozent zu tragen. Wie dies in den amtlichen Ausführungen über das Baurecht ausgeschrieben ist. Die Satzung tritt mit 1. 9. 62 vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden in Kraft.
Ein leidiges Kapitel bildete die Aussprache über die vom Wasserzweckverband gewünschten Vorschläge zur Beteiligung der Altanschließer der Wasserversorgung für den Ausbau des Netzes. Je Altanschließer hat der Zweckverband eine Summe von 300 DM als Eigenmittel einzubringen. Während ein Teil der Gemeinderäte dafür eintrat, jeden Altanschließer pauschal mit diesen Kosten zu belasten, sprachen sich andere für eine Staffelung aus, da man es als eine Härte ansehen muß, wenn weniger finanzkräftige Familien denselben Betrag zu zahlen haben, wie etwa Gewerbetreibende. Eine befriedigende Lösung für alle Beteiligten wird sich hier nur schwer finden lassen. Einmütig vertrat der Gemeinderat jedoch die Auffassung, daß den Altanschließern zur Beibringung ihres entstehenden Beitrages ein längeres Zahlungsziel zu setzen ist. Für die Hunderdorfer Wasserabnehmer dürften jedoch noch heuer die Aufforderung zu dieser Abgabe kommen. Nach langer Aussprache beschloß der Gemeinderat, dem Zweckverband eine Stellungnahme zuzuleiten. Ein endgültiger Entschluß dürfte wohl dann erst kommen, wenn die Gemeinden Mitterfels und Haselbach ihre Verhandlungsergebnisse gemeldet haben.
In einem weiteren Entschluß gewährte der Gemeinderat künftig allen Tierhaltern die Befreiung von der Deckumlage, wenn sie bei ihrem Viehbestand die künstliche Befruchtung durchführen lassen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.09.1962


Anträge auf Kennkarten stellen
Hunderdorf.
Ab kommender Woche können die Anträge auf neue Kennkarten gestellt werden. Für alle Antragsteller besteht am Sonntag in der Zeit von 7.45 bis 11.45 Uhr die Möglichkeit, sich Paßaufnahmen für die neuen Kennkarten, den neuen Vorschriften entsprechend, machen zu lassen. Besonders für ältere Leute wird sich diese Einteilung bewähren, da sie sich weitere Wege und unnötige Unkosten erparen können.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.09.1962


Zum ersten Mal geht es um die Punkte
Hunderdorf.
Morgen findet das erste Punktespiel des TTC Hunderdorf in dieser Saison statt, Um 15 Uhr tritt im Baiersaal der spielstarke TV Dingolfing gegen die Hunderdorfer Mannschaften an. – Der TTC bittet die Bevölkerung, der Hunderdorfer Mannschaft durch starken Besuch des Wettkampfes einen Rückhalt zu geben. Gleichzeitig wird die Hunderdorfer Jugend darauf aufmerksam gemacht, daß jeweils mittwochs und freitags im Baiersaal um 18.30 Uhr Trainingsstunden stattfinden.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.09.1962


Hunderdorf. (Am Sonntag Feuerwehrübung) Am kommenden Sonntag treffen sich um 8 Uhr die Mitglieder der 1. Und 2. Gruppe der FFW Hunderdorf vor dem Feuerhaus zu einer Übung. Der Kommandant bittet um vollzähliges Erscheinen.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.09.1962


Einkleidung im Kloster
Windberg.
Wie sehr das Kloster Windberg bereits im Bayerischen Wald heimisch geworden ist, – man möchte hoffen, daß es bald Abtei sein wird – zeigt am deutlichsten, daß sich schon wieder ein Waldler auf den Eintritt vorbereitet. Heute Samstag wird in Windberg, Herr Josef Hamberger aus Teisnach eingekleidet. Deshalb beginnt die Konventmesse erst um 9.30 Uhr. Anläßlich der Einkleidung bekommt der Novize auch seinen neuen Ordensnamen, den er sich selbst auswählen kann. Nach der Einkleidung wird er diesen im Kapitelsaal seinen Mitbrüdern bekannt geben.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.09.1962


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 27.- 31. 8. 1962 eingereichten Baugesuche
Bogen:
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Gütlhuber Wilhelm, Hunderdorf, Vergrößerung von Fenstern … Greipl Rudolf, Hunderdorf, Grundstückseinfriedung; Solcher Xaver, Steinburg, Neubau von drei Garagen …
Quelle: Bogener Zeitung, 10.09.1962


Windberg. (RK-Dienstabend) Am Donnerstag findet um 20 Uhr bei Wagner die RK-Monatsversammlung statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: Alarmplan der Ortsgruppe, Einkleidung des Jugendrotkreuzes, Kolonnenabend in Neukirchen, Einteilung für den Krankentransport u. a. Die Mitglieder des Jugendrotkreuzes erscheinen in Uniform.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.09.1962


Land im Schatten des Kreuzes
Die Jugend wanderte zum Schopf – Das hohe Kreuz wurde renoviert
Windberg.
Offensichtlich mußte erst der Blitz in das Kreuz der Jugend auf dem Schopf schlagen, um die Jugend wieder auf dem Gipfel zu versammeln. In diesem Sommer hatte während eines heftigen Gewitters der Blitz in das Kreuz geschlagen und hatte zwei Meter des zwölf Meter hohen Längsbalkens abgeschlagen.
1947 hatte die Windberger Pfarrjugend das mächtige Eichenkreuz aufgestellt. Es war Ausdruck der nach dem Krieg neu erstandenen Jugendbewegung und die jungen Menschen des ganzen Landkreises nahmen regen Anteil. Als sich jetzt nach fünfzehn Jahren die Kunde von der Beschädigung des Kreuzes verbreitete, faßte gleich Paul Plager, der Windberger Jugendleiter in der Zeit der Kreuzerrichtung, den Plan, das Kreuz zu renovieren. Viele Tage opferte er seither, unterstützt von einigen jungen Arbeitern, für die schwierigen Arbeiten. Das große Gewicht des Stammes erlaubte kein Umlegen des Kreuzes. Wie schon bei der Aufstellung stand und kniete er halbe Tage auf der schwindelnden Höhe, sägte und hämmerte und konnte schließlich das mehrere Zentner schwere Ersatzstück einsetzen. Mit der Eiseneinfassung um die Bruchstelle werden auch die beiden Seitenarme verbunden. Das schlechte Wetter am Freitag und Samstag hatte die Arbeiten verzögert; sie wurden erst gestern Dienstag zu Ende geführt. Zur Sicherung des Kreuzes wird in nächster Zeit noch eine Blitzschutzanlage gebaut.
Die Renovierung des Kreuzes war für die Dekanatsjugendführung der Anlaß, nach vielen Jahren wieder zu einem Jugendtreffen auf dem Schopf einzuladen. Am Morgen des letzten Sonntags versammelte sich die Jugend aus vielen Pfarreien des Dekanats um den Altar der Rettenbacher Kirche, wo der Dekanatsjugendseelsorger Pfarrer Pramps von Perasdorf die hl. Messe zelebrierte. In seiner Predigt würdigte er den Sonntag als Mittelpunkt des Lebens und warnte mit überzeugenden Worten vor den Gefahren, die dem Sonntag heute drohen. Das herrliche Spätsommerwetter machte die anschließende gemeinsame Wanderung zum Schopf zu einer erholsamen Freude. Da hier auf dem Berg ein großer Teil des Landkreises zu Füßen liegt, deutete Pfarrer Pramps im Rahmen einer kleinen Feier das Kreuz der Jugend auf dem Schopf als bleibendes Mahnmal für die Jugend, die in seinem Schatten wohnt, nie den Glauben und die Heimat vergessen. Jugendleiter Rupert Sagmeister dankte allen, die zur Renovierung des Kreuzes beitrugen. Er ging kurz auf die Geschichte des Kreuzes ein. Die Windberger Pfarrjugend habe nach dem Krieg die Impulse zum Aufleben der Jugendbewegung im ganzen Kreis gegeben. Es zeige aber auch, wie rasch ein noch so gut aufgebautes Jugendleben wieder zerfallen könne. Aus diesem Grunde bat er alle, in ihren Gemeinden mit allen Kräften die Jugendarbeit zu unterstützen.
Das gemeinsame Mittagsmahl versammelte die Teilnehmer im Gasthaus Schmelmer in Rettenbach. Anschließend eröffnete Obmann Karl Schreiber aus Pfelling den bunten Nachmittag; noch einige Stunden erlebten die Burschen und Mädchen bei Spiel und Tanz echte Jugendgemeinschaft in unbeschwerter Freude. Alle Teilnehmer waren sich einig, daß der Wandertag zum Schopf auch im nächsten Jahr wieder durchgeführt werden soll. Es hat sich gezeigt, daß hierfür ein Tag im frühen Herbst besser geeignet ist als der herkömmliche Christi Himmelfahrtstag.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.09.1962


Der Dreizehnte in Heilig-Kreuz
Windberg.
Die Fatimafeier in Heilig Kreuz wird in diesem Monat wieder in etwas geänderter Form begangen. Sie beginnt am Donnerstag, um 13.30 Uhr mit der Prozession von Windberg zur Wallfahrtskirche. Dort wird Dekanatsjugendseelsorger H. Pfarrer Pramps aus Perasdorf die Predigt und Maienfeier halten. Damit sich auch die Berufstätigen und die Jugend am Fatimatag beteiligen können, zieht um 19 Uhr nochmals eine Prozession von Windberg aus zum Kirchlein, wo eine Abendmesse die Feierabschließen wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.09.1962


Kolonnenabend in Neukirchen
Hunderdorf.
Am Montag findet um 20 Uhr bei Hiebl in Haggn der Kolonnenabend für die RK-Kolonne II statt. Die RK-Ortsgruppen von Hunderdorf, Windberg, Steinburg und Neukirchen wollen vollzählig erscheinen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.09.1962


Hunderdorf. (Kolonnenversammlung in Haggn) Am Montag, findet um 20 Uhr im Gasthaus Hiebl in Haggn eine Kolonnenversammlung für die Rotkreuzgemeinschaften Hunderdorf, Neukirchen, Steinburg und Windberg statt. Hieran nehmen auch die weiblichen Mitglieder teil. Treffen um 19.30 Uhr in Dienstbekleidung bei M. Hofmann. Vollzähliges Erscheinen dringend erwünscht.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.09.1962


Hunderdorf. (Versammlung des Trachtenvereins) Heute findet um 20 Uhr im Gasthaus Baier eine Versammlung des Trachtenvereins statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.09.1962


Fest Kreuzerhöhung in Heilig-Kreuz
Windberg.
Schon seit vielen Jahren versammeln sicham Sonntag nach Kreuzerhöhung die Pilger in Heilig Kreuz. Morgen ist deshalb um 9 Uhr hl. Messe mit Caritassammlung. Nachmittags 2 Uhr ist Predigt. Prozession mit dem Kreuz um die Kirche und eine kurze Kreuzandacht. In diesem Jahr wird wegen des Festes in Heilig Kreuz in der Pfarrkirche Windberg kein Gottesdienst ausfallen.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.09.1962


2 Wochen nach der Hochzeit tödlich verunglückt
Schon wieder ein Toter im Verkehr zu beklagen – Innerhalb von 2 Wochen im Bereich der Landpolizei-Inspektion Bogen vier Verkehrstote
Steinburg.
Bei einem Zusammenprall eines PKW und eines Motorrades in Steinburg, wurden am Donnerstag nachmittag zwei Personen leicht und ein Kradfahrer und Soziusfahrer schwer verletzt; der schwerverletzte Kradfahrer, Straßenwärter Peter Scheifl, Falkenfels, ist einige Stunden nach dem Unfall im Kreiskrankenhaus verstorben.
Ein 21jähriger PKW-Fahrer aus einer Landgemeinde, fuhr ohne die Vorfahrt zu beachten, auf die Hauptstraße ein und stieß mit einem entgegenkommenden Motorradfahrer zusammen. Im PKW wurden der Fahrer und der Mitfahrer leicht verletzt, hingegen erlitt der Motorradfahrer, der Straßenwärter Peter Scheifl aus Falkenfels, schwerste Verletzungen und sein Soziusfahrer u. a. einen Knöchelbruch.
Die beiden Straßenbauarbeiter befanden sich auf der Heimfahrt von einer Straßenbaustelle. Der Kradfahrer wollte zuerst seinen Sozius an Ort und Stelle bringen. Der Unfall eriegnete sich Donnerstag um kurz vor 17.00 Uhr auf der Straße 2147. Scheifl starb abends um 23.30 Uhr 14 Tage nach seiner Wiederverheiratung. Er war vorher Witwer gewesen und hatte seinen vier Kindern, die nun den Vater verloren haben, eine Mutter gegeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.09.1962


Landstreicherei
Hunderdorf.
Ein Mann von 47 Jahren, der ohne festen Wohnsitz ist, gelegentlich bettelte, hin und wieder Gelegenheitsarbeiten bei Bauern annahm, einschlägig vorbestraft ist und erst vor kurzem nach zwei Jahren Arbeitshaus entlassen worden war, wurde von der Polizei aufgegriffen.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.09.1962


Nur alle 14 Tage Singstunde
Hunderdorf.
Bis zur Wiedergenesung des verunglückten Dirigenten, wird die Singstunde der Liedertafel nur mehr alle 14 Tage stattfinden. Die nächste Singstunde ist am 25. September.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.09.1962


Mühl-Hiasl Müller 85 Jahre alt
Apoig.
Heute Mittwoch vollendet der Müller auf der Mühl-Hiasl-Mühle in Apoig, Josef Hobmeier, sein 85. Lebensjahr in körperlicher und geistiger Frische. Wenn man nach seinem Rezept für die Gesundheit leben will, so müßte jeder, der so alt wie er werden will, täglich eine Maß Vollbier – aber auch nichtmehr – trinken, dazu eine gute Virginia rauchen und er dürfte natürlich auch den Schmalzler nicht vergessen. Das alles jedoch darf nicht im Übermaß geschehen, denn sonst würde auch wohl die Kraft und die Ausdauer fehlen, die der Hobmeier noch immer an den Tag legt. Selber ein Müllerssohn, hat er nach seiner Heirat im Jahre 1908 die berühmte Mühle in Apoig übernommen. Sein Sohn jedoch blieb in Rußland und si hat die Mühle auch seinen Erben verloren. Eine seiner beiden Töchter bewirtschaftet mit ihm noch das Anwesen. Die zweite Tochter ist in Italien verheiratet. Zu seinem 86. Geburtstag, zu dem ihm allseits die Glückwünsche zugehen, wollen auch wir ihm einen Glückwunsch bringen für einen schönen und gesunden Lebensabend.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.09.1962


Maria Fuchs ist 88 Jahre alt
Hunderdorf.
Eine der ältesten Einwohnerinnen der Gemeinde, Frau Maria Fuchs von Lintach, kann heute ihr 88. Wiegenfest feiern. Dort, wo sie heute als immer rührige und arbeitssame Austräglerin lebt, erblickte sie auch das Licht der Welt. 1900, im Jahre ihrer Hochzeit mit dem Landwirt Xaver Fuchs aus Rammersberg, übernahm sie mit ihrem Mann das elterliche Anwesen und heute bewirtschaftet es ihr ältester Sohn. Fünf Kinder gingen aus ihrer Ehe hervor. Ein Sohn ist noch immer vermißt gemeldet und eine Tochter starb 1957. Vor zehn Jahren verlor sie ihren Mann. In den letzten Jahren erfreut sich Frau Fuchs bester Gesundheit. Sie macht sich noch überall nützlich. Am liebsten wäre ihr sogar noch alle Feldarbeit, doch dazu drückt die Last der Jahre doch zu sehr. Zu ihrem Jubelfest wünschen wir der Jubilarin alles Gute und noch recht gesunde und glückliche Jahre! 
Quelle: Bogener Zeitung, 20.09.1962


Nicht Regen, sondern Tankfahrzeuge
Trinkwassernot behoben – Wasserhochbehälter am Buchberg wird mit Hilfe von Tankfahrzeugen gefüllt
Mitterfels.
Die Wasserknappheit in Mitterfels nahm in den vergangenen Wochen katastrophale Ausmaße an. Die höhergelegenen Orts- und Gemeindeteile waren tagsüber ständig ohne Wasser. Nur nachts lief das Wasser mit schwachem Druck und es reichte gerade aus, um sich mit Trink- und Kochwasser für den nächsten Tag zu versorgen. Landwirte mußten wie in primitiven Zeiten das Wasser für das Vieh aus dem Bach oder aus einem Weiher holen. Der Hochbehälter füllte sich nicht mehr.
Nun ist es der Vorstandschaft des Wasserzweckverbandes gelungen, Abhilfe zu schaffen. Dank großzügiger Unterstützung können seit Montag zwei Tankfahrzeuge eingesetzt werden. Sie werden am Tiefbrunnen in Hunderdorf vollgetankt und fahren mit ihrer kostbaren Fracht zum Hochbehälter am Buchberg. Hier wird an Pumpe und Schlauch angeschlossen und innerhalb kurzer Zeit ergießen sich 8 000 Liter Wasser in den Behälter. Da dieser insgesamt 200 0000 Liter faßt, wird es einige Tage dauern, bis die Arbeit beendet werden kann. Aber schon seit gestern läuft das Wasser wieder mit normalen Druck in alle Häuser. Wer glaubte, dies sei dem bißchen Regen am Sonntag zu verdanken, ist also im Irrtum.
Mit dem Auffüllen des Hochbehälters dürfte die Trinkwasserversorgung für heuer gesichert sein. Daher ist das Horten von Wasser in Badewannen und ähnlichen Behältern für die Zukunft überflüssig. Der Wasseralarm für Mitterfels und Haselbach kann teilweise aufgehoben werden.
Weiterhin untersagt bleibt vorläufig die Entnahme von Wasser für die Baustellen. Leider muß immer wieder festgestellt werden, daß einzelne Bauherren in Mitterfels und Haselbach sich nicht an dieses Verbot halten. Es wurde sogar abgesperrte Leitungen wiederrechtlich geöffnet. Der Wasserzweckverband will in solchen Fällen künftig nicht mehr tatenlos zusehen. Es ist eine Unverantwortlichkeit, den Menschen und das Vieh auf solche Weise das notwendige Trinkwasser wegzunehmen. Die Vorstandschaft des Wasserzweckverbandes unternimmt zur Zeit alle Anstrengungen, um den Bau der Verbindungsleitung zwischen Hunderdorf und Mitterfels für das kommende Frühjahr vorzubereiten. Dann kann sich das Dilemma von heuer nicht mehr wiederholen.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.09.1962


Älteste Einwohnerin feiert 90. Geburtstag
Hunderdorf.
Die älteste Einwohnerin der Gemeinde Hunderdorf, Frau Josefa Weishart aus Hofdorf, kann heute Donnerstag ihren 90. Geburtstag begehen. Ihr Leben war der Arbeit gewidmet und sie selbst glaubt, daß sie gerade deshalb dieses hohe Alter erreicht und so lange rüstig geblieben ist. 1901 trat sie in den Ehestand und nach 50jähriger, überaus glücklicher Ehe verlor sie ihren Mann, kurz bevor sie das goldene Hochzeitsjubiläum feiern konnten. Von den beiden Kindern verlor sie die Tochter schon sehr bald und heute lebt sie bei ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter. Wo es geht, hilft sie auch heute noch im Haus und im Hof mit. Da die Weishart-Mutter noch immer recht gute Augen hat und auch keine Brille zum Lesen ihrer Heimatzeitung braucht, wollen wir auf diesem Wege die besten Glückwünsche zu ihrem Jubelfest übermitteln.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.09.1962


Großzügiger Erweiterungsbau im Cafe Weinzierl
Hunderdorf. Seit der Eröffnung erfreut sich das Cafe Weinzierl steigender Beliebtheit. Vor wenigen Jahren wurde bereits ein Raum angebaut im Sommer dieses Jahres begann der Besitzer mit einem großzügigen Erweiterungsbau. Neben dem Bierstüberl und dem Nebenzimmer erstanden zwei und helle Nebenräume, die eine moderne und schöne Einrichtung erhielten. Schiebetüren können im Augenblick die zusammenhängenden Räume in Einzelzimmer verwandeln und bei Versammlungen oder kleineren Gesellschaften diese ungestört lassen. Neuzeitliche Möbel, hübsche Beleuchtungskörper und eine geschmackvolle Einrichtung verschaffen dem Gast eine gemütliche Behaglichkeit. Hinzu kommt, daß durch die übrige Ausstattung wie Kühltheke, Backhendlgrill usw. auch für das leibliche Wohl des Gastes gesorgt ist. Die aufmerksame Bedienung durch die Familie Weinzierl gibt dem Besucher die Gewähr, daß er sich. Wohl fühlt. Mit dem großen Umbau hat die Familie Weinzierl nicht nur den Platzmangel in ihrem Café behoben, sondern auch den Vereinen Rechnung getragen, die dort ihre Versammlungen haben und separat sein wollen.


Quelle: Bogener Zeitung, 21.09.1962 


Spanplattenwerk hat Betrieb ausgenommen
Bei voller Auslastung der Gesamtkapazität täglich bis 5 000 qm Spanplatten – Stromverbrauch gleicht dem Bedarf eines mittleren Dorfes
Hunderdorf.
Die Umstellung in der Möbelindustrie auf die Spanplatte hat bei ihrer hohen Produktionsziffer einen ungeheuren Bedarf erreicht. Auch das Werk Hunderdorf hat dieser Erscheinung Rechnung getragen und durch den Bau einer nahezu vollautomatischen Anlage den Erfordernissen der Zeit im Hinblick auf Rationalisierung, Modernisierung und Automatisierung entsprochen. In verhältnismäßig kurzer Zeit wurde hier ein Stahlbetonbau errichtet, der eine der modernsten Anlagen zur Spanplattenherstellung aufgenommen hat. Wenn auch die Standartteile der Anlage fabrikmäßig hergestellt wurden, so wurde der technologische Vorgang bei der Späneseparierung und die Zusammensetzung der Anlage auf Grund langjähriger Erfahrungen der Firma von Werktechnikern vorgenommen und durchkonstruiert.
Herr Drossel, der Betriebsleiter des Spanplatten-Werkes erklärte die Funktion der Anlage. Auf einem Zuführband kommen Knüppelholz, Schwarten und Spreißel, sowie die Werksabfälle zu einem Hackrotor, der das Holz auf eine genau eingestellte Spangröße zerkleinert. Vorher aber muß dieses Holz noch ein Metallsuchgerät passieren, das optische und elektrische Signale gibt, wenn sich im Holz Eisenteile befinden. Tritt dieser Fall ein, so wird das Förderband gleichzeitig angehalten. Vom Hackrotor werden die Späne pneumatische abgesaugt und zu den einzelnen Dosierbunkern befördert, die sich im eigentlichen Spanplattenwerk befinden. Man hat die Zerkleinerungsanlage vom Plattenwerk räumlich getrennt, damit die auftretenden Vibrationserscheinungen sich nicht ungünstig auf maschinelle Anlagen des Werkes auswirken. Durch das richtige Mischungsverhältnis der Späne aus den genannten Ausgangsprodukten kann die Qualität der Spanplatte bestimmt und konstant gehalten werden. Diese Aufbereitung zur Spanplattenherstellung geschieht in der Anlage durch Förderrinnen. Die darin ausgetragenen Spänefraktionen werden kontinuierlich einem Leimspänemischer zur Beleimung zugeführt. Dabei müssen vorher die Späne in einer 22 Tonnen schweren Trommel die stündlich mit 150 Tonnen Heißwasser beschickt wird, getrocknet und anschließend mit Leim bedüst werden. Die Beleimung selbst erfolgt mit handelsüblichen Kunstharzleimen und entsprechendem Härtezusatz. Die vorbeleimten Späne werden einem Vorratsbunker zugeführt und pneumatisch zu den Spamplattenpressen weitergeleitet. Der Vorgang ist fortlaufend, so daß aus der Presse eine endlose Platte kommt, die an eigenen Schneidetischen sofort auf die gebrauchte Größe in der Möbelherstellung zugeschnitten wird. Bei voller Ausnützung der Produktionskapazität ist man in der Lage, täglich eine Spanplatte mit einer Länge von ca. 3 km herzustellen.
Die Errichtung der Anlage brachte erhebliche innerbetriebliche Umstellungen mit sich, z. B. die Erweiterung der Stromversorgung, der Umbau der Energieversorgung oder die Erweiterung der Heizkapazität durch die Umstellung der Kesselanlagen auf Ölfeuerung. Rund 470 kw, die mit Elektromotoren installiert wurden, ergeben eine Strombedarf, wie ihn etwa ein mittleres Dorf aufzuweisen hat. Mit dem Heißwasserbedarf, könnte eine ganze Reihe von Wohnblöcken beheizt werden. Fünf Maschinenfirmen aus ganz Deutschland leisten Zubringerdienste. Manche Teile mußten mit Spezialfahrzeugen der Bundesbahn und mit Hebekränen an Ort und Stelle gebracht werden.
Wenn man als Möbelverbraucher das Fazit aus dieser Anstrengung des Werkes, konkurrenzfähig zu bleiben, zieht, so darf man hoffen, daß auch in Zukunft bei solcher Automatisation und solchem Rationalismus die Preise stabil bleiben. Der Arbeitnehmer darf einen gesicherten Arbeitsplatz angesichts der hohen Investitionen erwarten. Nicht zuletzt aber gibt die zukunftsweisende Maßnahme der Firma der Gemeinde und dem Kreis die Gewähr, daß hier eine Industrie aufgebaut wird, die auch bei nachlassender Konjunktur und großer Konkurrenz dem Wettbewerb gewachsen ist und somit ein wesentlicher Faktor ihrer Steuerkraft bleiben wird.
Die Bilder zeigen die Gesamtansicht des Werkes – Die Maschinenendschalter, an denen die endlose Platte gleich zu den notwendigen Größen zugeschnitten wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.09.1962


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen
Aufstellung der vom 10. bis 14. 9. 1962 eingereichten Baugesuche
… Gerhard Fischer, Oberbucha, Gemeinde Windberg, Neubau einer Garage mit Geräteschuppen; Johann Häusler, Meidendorf, Gemeinde Windberg, Neubau eines Silos … Anton Obermeier, Zierholz, Gemeinde Hunderdorf, Neubau einer Garage …
Quelle: Bogener Zeitung, 22.09.1962


Wieder Bücherstunde
Hunderdorf.
Am kommenden Sonntag findet in der Zeit von 10.30 bis 11 Uhr wieder die erste Bücherstunde nach der Sommerpause statt. Die Volksbücherei ist damit jeden Sonntag um diese Zeit geöffnet. Alle Büchereibenützer werden gleichzeitig gebeten, ihre Bücher abzuliefern, um die Erhebung von Nachgebühren zu vermeiden. Auch an Wochentagen könen die Bücher beim Büchereileiter abgegeben werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.09.1962


Versammlung der Trachtler
Hunderdorf.
Am heutigen Samstag findet um 20 Uhr in der Gastwirtschaft Baier Georg eine Versammlung des Trachtenvereins statt. Wegen der Wichtigkeit der Besprechungen werden alle Mitglieder um ihr Erscheinen gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.09.1962


Hunderdorf. (Feuerwehrübung) Am kommenden Sonntag findet um 8 Uhr eine Schulungsübung der Feuerwehr statt, zu der sich die Männer der beiden Einsatzgruppen am Feuerhaus vollzählig treffen wollen.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.09.1962


Windberg. (Lichtbildervortrag) Am kommenden Sonntag findet um 15 Uhr bei Hilmer in Irenzfelden ein Farblichtbildervortrag statt. Der Reinerlös dieser Veranstaltung fließt der Schulkasse zu.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.09.1962


Windberg. (Vom Trachtenverein) Die Mitglieder des Vereins treffen sich heute Samstag um 19 Uhr zu einer Aussprache. Anschließend Plattlerprobe.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.09.1962


Der dritte Tiefbrunnen wurde gebohrt
Erst zwischen 40 und 60 m erfolgversprechende Sandschichten – Schüttung wie bei den anderen Tiefbrunnen vermutet
Hunderdorf.
Nachdem wieder Erwarten bei den zwei vorausgegangenen Bohrversuchen zwischen Hunderdorf und Hofdorf förderungswürdige Wasservorkommen gefunden wurden, die ja für den Bayerwald noch Seltenheitswert haben, glaubte man, als man in einer Tiefe von 40 m vorgedrungen war, kaum mehr an genügend Wasservorkommen. Nur ca. 2 m war bis dahin sie sandhaltige Schicht stark, die zugleich Grundwasservorkommen vermuten ließ. Als man aber im Laufe des Donnerstags die Bohrung bis 60 Meter vorangetrieben hatte – dieser Brunnen wurde auf einem höheren Punkt angesetzt – das kamen doch insgesamt 13,6 m  starke Sandschichten in der Bohrung zusammen und man darf nach vorsichtigen Schätzungen dieselbe Wassermenge wie bei den anderen Tiefbrunnen erwarten. Die drei Brunnen dürften demnach zusammen ca. 24 bis 25 Liter in der Sekunde liefern und damit die Versorgung des Einzugsgebietes des Zweckverbandes sicherstellen. Wie beim 2. Brunnen, wurden auch diesmal die Arbeiten durch die Firma Bauer aus Schrobenhausen unter der Leitung von Bohrmeister Heinze durchgeführt. Innerhalb von 3 Tagen wurde diese Bohrung bis auf 60 m vor getrieben und in der kommenden Woche dürften bereits die Filter und die Sperrohre eingebaut werden. Der Vorstandschaft des Zweckverbandes mag mit diesen Ergebnissen eine Last vom Herzen fallen, ist nun doch aller Wahrscheinlichkeit nach die ausreichende Versorgung der am Zweckverband beteiligten Gemeinden Hunderdorf, Mitterfels und Haselbach sichergestellt. Der Planung nach soll im kommenden Frühjahr eine Leitung nach Mitterfels gelegt werden und dann dürften auch Mitterfels und Haselbach genügend Wasser in den trockenen Sommermonaten haben. Den Grundstücksbesitzern, auf deren Äcker gebohrt und die das Gelände dem Zweckverband verkauften, darf man bescheinigen, daß sie Verständnis für dieses Gemeinsame Problem zeigten und ihren Grund zu angemessenen Preisen abgaben und damit dem Verband entgegenkamen.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.09.1962


Wer baut wo und was?
Aufstellung der vom 17.-21. 9. 1962 eingereichten Baugesuche
Bogen.
… Energieversorgung Deggendorf, Trafostation in Stetten, Gde. Hunderdorf …
Quelle: Bogener Zeitung, 29.09.1962


Rotkreuzdienstabend eine Woche verschoben
Hunderdorf.
Der für heute Montag angesetzte Rotkreuzdienstabend wird wegen des Blutspendetermins auf Montag, 8. Oktober verschoben. Der Abend ist um 20 Uhr im Cafe‘ Weinzierl.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.10.1962


Zwei neue Straßen erschließen Siedlungsgebiete
Baugebiete an der Windberger Straße und Siedlungsgebiet in Apoig erhalten Zufahrtsstraßen
Hunderdorf
. Schon längere Zeit warteten gerade im neuen Siedlungsgebiet in Apoig mehrere Bauherrn auf ihre Baugenehmigung. Der Grund für diese unangenehme Verzögerung lag darin, daß für dieses Gelände neben einem Bebauungsplan auch die Anlage einer Zufahrtstraße, sowie die Planung und Errichtung einer Kanalisation notwendig war. Das bedeutete für die Gemeinde aber wiederum eine große Vorbereitungsarbeit im Hinblick auf die Erstellung der dazu notwendigen Pläne und die Anlage einer Übersicht über die Finanzierung dieses Projektes. Der Bebauungsplan ist nun erstellt, die Pläne für eine Kanalisation sind ebenfalls vorhanden und auch die Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern über die Abtretung von Gelände für die Straße sind teilweise abgeschlossen. Vor wenigen Tagen hat man nun für die erste der beiden geplanten Straßen den Humus abgehoben und den Unterbau mit Kies und Schotter begonnen. Eine zweite Straße, die zwischen der ersten und dem Bahnhof liegen wird, soll später noch erstellt und auf der Ostseite mit der im Bau befindlichen Straße verbunden werden. Für nahezu 40 Bauplätze wird damit eine Ringstraße geschaffen, die in den Lindfelder Weg bei Blasini einmündet. Gleichzeitig soll beim Bau dieser Straße auch die Kanalisation angelegt werden, um das anfallende Abwasser zu beseitigen.
Auch an der Windberger Straße in Apoig ist in den letzten Jahren eine rege Siedlungstätigkeit zu verzeichnen. Auch hier ist von der Firma Skoula aus eine Straße in das Baugelände gelegt worden. Diese wird ebenfalls eine ganze Reihe von neuen Bauplätzen erschließen und eine eigene Zufahrt für bereits bestehende Wohnhäuser schaffen. Mit dieser Straße wird man den Zugang .zu diesem Gebiet von der Kreisstraße nach Windberg aus abfangen und damit unnötigen Verkehrsbehinderungen vorbeugen.
So erfreulich die rege Siedlungstätigkeit einerseits ist, so bedauerlich ist es andererseits, daß diese Entwicklung nicht von einem Mittelpunkt aus konzentrisch verlaufen kann, sondern geländebedingt an verschiedenen Ortsrändern einsetzen muß und daher in absehbarer Zeit kein geschlossenes Ortsbild erreicht werden kann.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.10.1962


Neuer Pfarrer von Hunderdorf
Hunderdorf.
Bischof Dr. Rudolf Graber hat als Nachfolger für den verstorbenen Geistlichen Rat Pfarrer Johann Kiermaier den bisherigen Pfarrer von Ursulapoppenricht, H. H. Georg Russ ernannt. Der neue Pfarrherr, der am 29. Juni 1934 von Erzbischof Buchberger zum Priester geweiht wurde, stammt aus Wiesau, wo er am 6. Dezember 1908 das Licht der Welt erblockte. Als Seelsorger wirkte der junge Kooperator vom 1. August 1934 an in Hienheim und vom 1. Mai 1939 an in Großmehring. Am 1. Nov. 1953 wurde ihm die Pfarrei Ursulapoppenricht übertragen.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.10.1962


Hunderdorf. (Feuerwehr übt) Am Sonntag um 8 Uhr findet eine Feuerwehrübung statt. Alle aktiven Feuerwehrmänner werden um ihr Erscheinen gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.10.1962


Windberg. (Vom Trachtenverein) Heute um 19 Uhr ist Auschußsitzung, um 20 Uhr Vereinsabend mit Plattlerprobe im Vereinslokal.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.10.1962


Prior van der Hagen 60 Jahre im Orden
Windberg.
Heute feiert Pater Prior Michael van der Hagen sein 60jähriges Ordensjubiläum. Um 9.30 Uhr ist in der Windberger Pfarrkirche ein feierlicher Festgottesdienst.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.10.1962


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der eingereichten Baugesuche
Bogen.
 Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Jakob Feldmeier, Rigelberg, Gde. Gaishausen, Neubau eines Kamins …
Quelle: Bogener Zeitung, 09.10.1962


Windbergs Prior 60 Jahre Prämonstratenser
Seit 1924 Prior in Windberg
Windberg.
Das Prämonstratenserkloster Windberg feierte gestern das 60jährige Ordensjubiläum seines Priors. In der Pfarr- und Klosterkirche zelebrierte der Jubilar den Festgottesdienst, der Convent sang die Choralmesse. Auch die Windberger Bevölkerung beteiligte sich an dem Jubiläum.
Herr Prior Dr. Michael Odolphus van der Hagen ist gebürtiger Holländer aus Oedenrode. Vom zwölften bis zum achtzehnten Lebensjahre besuchte er das Gymnasium in Heswijk. Schon frühzeitig fühlte er die Berufung, sein Leben ganz im Dienste Gottes zu weihen und trat unmittelbar nach dem Abitur am 9. Oktober 1902 in den Prämonstratenserorden ein. In der Klosterkirche zu Van Berne empfing er das Kleid des hl. Norbert. Es folgte ein Jahr Noviziat und fünf Jahre nahm das Theologiestudium in Anspruch. Sein erstes Meßopfer durfte er dann 1908 feiern. Nach. der Priesterweihe studierte er fünf Jahre an der Universität in Utrecht und ein Jahr in Freiburg und Zürich. 1919 promovierte er zum Doktor der Altphilologie. Sechs Jahre lehrte er anschließend als Professor und Konrektor am Gymnasium. zu Leswijk und versah zugleich im Kloster das verantwortungsvolle Amt des Novizenmeisters.
Als im Jahre 1923 Abt Evermodus v. d. Bergh von der Abtei Van Berne das Gebäude des 1803 säkularisierten Prämonstratenserklosters Windberg ankaufen ließ, wurde unser Jubilar zum Prior des neuen Konvents bestellt. Im Frühjahr 1924 übernahm er diese große und schwere Aufgabe. Die Gebäude hatten seit der Säkularisation mehrfach den Besitzer gewechselt, sie dienten lange Zeit als Brauerei. Viele Wände und wertvolle :Fresken wurden durchbrochen und zerstört; infolge der Vernachlässigung war die ganze Anlage verwahrlost und nur noch ein kleiner Teil bewohnbar.
Doch waren unter der umsichtigen Leitung des Jubilars bald die vielen und großen Schäden beseitigt, das Kloster wieder bewohnbar und es konnte wie ehedem wieder eine segensreiche Tätigkeit entfalten. Neben der Führung des Klosters widmete sich Pater Prior besonders der Seelsorge. Im Laufe der Zeit besucht er in der näheren und weiteren Umgebung immer wieder mehr als 60 Pfarreien und. Wurde überall angesehen und beliebt. Besonders bekannt wurde der Jubilar durch seine Übersetzungen aus dem Flämischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Holländische. Hier sind vor allem die Übersetzungen der Schriften E. Poppes zu nennen.
Mit den Einwohnern Windbergs und Umgebung blieb er auf das freundlichste und engste verbunden. So ist es auch der allgemeine Wunsch der Windberger, daß der allmächtige Vater ihm noch viele Jahre in unveränderter Rüstigkeit zu seiner fruchtbringenden Tätigkeit schenken möge. Wir schließen uns diesem Wunsche an und entbieten dem Jubilar an seinem Ehrentag unseren Glückwunsch.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.10.1962


Vom Standesamt Bogen
Bogen.
In der Monatsstatistik vom September verzeichnete das Standesamt Bogen 18 Geburten, 2 Trauungen, und 9 Todesfälle.
Geburten: … Sigrid Elvira Ertel, Hunderdorf … Michael Mühlbauer, Hochholz, Kreis Bogen … Dagmar Zhorzel, Apoig, Gemeinde Hunderdorf … Peter Wanninger, Bauernholz, Gde. Hunderdorf; Johann Freundorfer, Ellaberg (Gemeinde Gaishausen) …
Trauungen: … Emil Wanninger, Bogen, Lagerhausstraße 24, und Rosa Anleitner, Hunderdorf (Hofdorf). …
Quelle: Bogener Zeitung, 10.10.1962


Straßenbau nach Lintach wird Wirklichkeit
4,5 m breit und rund 2.5 km lang wird die neue Straße
Hunderdorf.
Viel Geduld und stete Forderung kennzeichneten die Haltung der Lintacher seit Jahren, wenn es um den Straßenbau Hunderdorf-Lintach ging. Wer auf diesem Weg gehen oder fahren muß, der kann den Lintachern dies nachfühlen, darf man doch hier von einem wirklichen Notstand sprechen. Der direkte Weg von Hunderdorf aus über Bauernholz kann von Fahrzeugen fast überhaupt nicht benutzt werden, so daß meistens der Umweg über Stetten gewählt werden muß. Auch dieser Weg wurde dadurch nicht besser und so bleibt keine andere Wahl, als der Bau des längst geplanten Hauptwirtschaftsweges.
In diesen Tagen wurde nun von einem Vermessungstrupp des Wasserwirtschaftsamtes in Deggendorf die neue Linienführung der Straße ausgesteckt und damit die Unterlagen für die Projektierung geschaffen. Der Hauptwirtschaftsweg ist mit einer Breite von 4,5 m vorgesehen und dürfte nahezu 2,5 km lang werden. Er beginnt in der Ortschaft Hunderdorf und endet in Lintach vor dem Gasthaus Schlecht. Von hier aus wird die Verbindung nach Oberalteich zur Landstraße Bogen-Straubing hergestellt. Alle Grundstücksbesitzer haben sich bereits zur Grundabtretung für diese neue Straße bereit erklärt. Die Kosten für den Bau der Straße hat die Gemeinde Hunderdorf zu tragen. Man darf erwarten daß dieses Projekt wegen seiner Bedeutung für- die dortige bäuerliche Bevölkerung durch den Grünen Plan begünstigt und daher stark bezuschußt wird.
Bürgermeister Reiner weist darauf hin, daß die ausgepflockte Linienführung der neuen Straße nicht mutwillig verändert werde soll, da sonst nachträgliche Arbeiten unvermeidlich sind. Gleichzeitig werden die Anlieger aufgefordert, die Linienführung des Wirtschaftsweges bei der Feldbestellung nicht zu beeinträchtigen und nur bis auf ca. zwei Meter an den äußeren Straßenrand zu ackern. Man darf hoffen. daß nach der Projektierung und Sicherstellung der Finanzierung der Bau am Hauptwirtschaftsweg nach Lintach schon im kommenden Frühjahr begonnen werden kann. Diese Aussicht dürfte alle Lintacher recht zufrieden stimmen und wir hoffen, daß sie diesmal nicht enttäuscht werden. Unser Bild zeigt einen Teil des jetzigen Weges, der reich mit Steinen übersät ist, kurz vor Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.10.1962 


Neue Beleuchtungsanlage für den Bahnhof
Hunderdorf.
Drei Tiefstrahler haben bisher schlecht und recht den Kunden der Bundesbahn nachts Bahnhof und Bahnsteig in Hunderdorf ausgeleuchtet. Bei starkem Nebel reichte diese Beleuchtung nicht aus und daher bestand für die Reisenden immer eine gewisse Gefahr, wenn sie über die Rangiergleise zum Bahnsteig mußten. Nun wurden in den letzten Tagen beiderseits des Bahnhofs die Fundamente für die Gittermasten betoniert und am Mittwoch werden acht Gittermasten mit je 8 m Höhe aufgebaut. Die Arbeiten wurden mit einem Kran ausgeführt und verhältnismäßig rasch abgewickelt. Von der Fahrleitungsmeisterei Plattling werden nun noch die Ueberspannungen aufgezogen und daran vier zweiflammige Leuchtstoffröhren angebracht, welche die Gesamtanlage des Bahnhofes voll ausleuchten werden. Die 65 Watt jeder der 1,5 m langen Leuchtstoffröhren entsprechen einer weit größeren Leuchtkraft als etwa die herkömmlichen Glühlampen und werden auch bei Nacht den Nebel besser durchdringen. Nach Fertigstellung der Anlage, die mit einem elektrischen Zeitschalter versehen wird und sich automatisch zu den Zugzeiten nachts einschaltet, werden die drei Holzmasten abmontiert, die jetzt mitten auf dem Bahnsteig stehen und immer ein Hindernis darstellten. Mit dieser Verbesserung hat die Bundesbahn gezeigt, daß sie ihren Kunden den Zugverkehr in stärkerem Maße als bisher entgegenkommt. Bedauerlich ist jedoch, daß im Zug der Einsparungsmaßnahmen im kommenden Jahr der Stückgutverkehr für den Bahnhof Hunderdorf ausfällt und Stückgut nur noch über Steinburg oder Bärndorf durch Zubringerdienst herbeigeschafft wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.10.1962 


Marienfeier und Lichterprozession
Windberg.
Im Zeichen des beginnenden Konzils wird diesen Monat der Fatimatag stehen, der in der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz am Samstag begangen wird. Wie an jedem Dreizehnten, sammeln sich die Pilger um 13.30 Uhr in Windberg und ziehen gemeinsam betend zur Wallfahrtskirche. Hier ist Predigt – bei schönem Wetter im Freien – und Marienfeier. Um 18.30 Uhr beginnt in der Windberger Pfarrkirche die Abendmesse. Anschließend zieht die Lichterprozession nach Heilig-Kreuz, wo der Fatimatag mit einer kurzen Andacht schließt. Seit Jahren ist der Oktober der Hauptmonat der Marienwallfahrt nach Heilig Kreuz; hierzu werden auch wieder viele Pilger aus der näheren und weiteren Umgebung erwartet, die traditionsgemäß von allen Richtungen in Gruppen betend zur Kirche ziehen. Auch aus Straubing dürfte wieder eine starke Pilgergruppe kommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.10.1962


Mopedfahrer stahl Tank
Hunderdorf.
Ein 17jähriger Mopedfahrer entwendete von einem anderen Fahrzeug einen Tank, weil der seine undicht war. Außerdem war er mit seinem Moped zehn Tage ohne Führerschein gefahren. Die Polizei zeigte ihn wegen Diebstahls und eines Vergehens gegen das StVG an.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.10.1962


Pfarrei zur Pastorisierung dem Kloster überlassen
Windberg.
Noch immer steht der Windberger Pfarrhof leer, seit vor immer einem Jahr H. Pfarrer Ach in den Ruhestand trat und nach Straubing übersiedelte. Pfarrer Ach war nicht Angehöriger des Klosters, sondern Weltpriester. Inzwischen hat das Bemühen des Windberger Klosters, selber die Pfarrei übernehmen zu können, im Regensburger Ordinariat Erfolg gehabt. Es gilt als sicher, daß bald ein Windberger Pater als neuer Pfarrer in den schon so lange verwaisten Pfarrhof einziehen wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.10.1962


Neue Gottesdienstordnung
Windberg.
Mit dem morgigen Sonntag tritt für die Pfarrkirche Wimndberg die neue Gottesdienstordnung in Kraft. An Sonntagen und Feiertagen beginnt der Pfarrgottesdienst um 7 Uhr, die Gemeinschaftsmesse der Jugend um 9.30 Uhr und der Konventgottesdienst um 10 Uhr. An den Werktagen sind die Gottesdienste um 6.30 Uhr und 7.15 Uhr. Der Konventgottesdienst jeden Tag um 8.30 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.10.1962


Bauern sparen für sich, was der Zwischenhandel sonst einsteckt
Windberg.
Am kommenden Montag hält die CSU um 19.30 Uhr im Gasthaus Deschl in Windberg eine Tonfilmvorführung. Im Rahmen der Veranstaltung wird Kreisrat F. Dachauer zu den Windbergern sprechen. Ferner werden anschließend die Landwirte über eine neue Absatzmöglichkeit für Schlachtvieh unterrichtet, die in Zusammenarbeit vom Raiffeisenverband, Bauernverband und der Viehverwertungsgenossenschaft geschaffen wird, um den Landwirten einen größeren Anteil am Endergebnis ihrer Produkte zu verschaffen. Landtagsabgeordneter Rainer wird die auftauchenden Fragen beantworten.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.10.1962


Windberg. (Den Bund fürs Leben) wollen schließen: Frl. Rosa Haimerl, Schneiderin aus Windberg und Herr Rudolf Solleder, Buchdrucker aus Landshut. Die Trauung findet heute Samstag um 10.30 Uhr in der Windberger Pfarrkirche statt, Wir gratulieren.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.10.1962


Nach einem langen schweren, mit Geduld ertragenem Leiden ist am Freitag früh ½ 4 Uhr meine liebe, guten Nichte, Schwester und Cousine
Fräulein Cäcilie Niedermeier
Privatiere in Steinburg

wohlvorbereitet mit den heiligen Sakramenten kurz nach Vollendung des 73. Lebensjahres friedlich und gottergeben von uns gegangen.
Steinburg, Passau, Hunderdorf, Stallwang, 12. Oktober 1962
In tiefer Trauer:
Kreszenz Bielmeier, Tante
Xaver Niedermeier, Bruder
Josef Bielmeier mit Fam, Cousin
Zenta Haydn mit Fam., Kusine
Monika Oischinger mit Fam., Kusine
Maria Steckler mit Fam., Kusine
Frieda Elbinger mit Gatten, Kusine
Rosa Bielmeier, Kusine
Gottesdienst am Montag, 15. Oktober 1962 um 9 Uhr in der Pfarrkirche zu Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.10.1962


Frischgebackene Bäckergesellen
Bogen.
In der Bäckerei Schwarzmüller, am Stadtplatz, fand die praktische und in der Kreisberufsschule die theoretische Gesellenprüfung der Bäckerinnung Bogen statt. Prüfungsvorsitzender war Ludwig Schmidbauer, Hunderdorf, und Beisitzer waren Gottfried Schwarzmüller, Bogen, Alfons Dietl, Elisabethszell, sowie Fachoberlehrer Richard Hofmann, Bogen. Geprüft wurden 10 Bäckerlehrlinge und 2 Lehrmädchen für das Bäckerhandwerk. Das Prüfungsergebnis: 1 Lehrling praktisch und theoretisch mit sehr gut, 2 Lehrlinge Praktisch sehr gut und theoretisch gut, 4 Lehrlinge praktisch und theoretisch gut, 3 im Praktischen gut und theoretisch ausreichend. Die Prüfung zu Verkäuferinnen im Bäckerhandwerk bestand ein Lehrmädchen mit sehr gut im Praktischen und mit gut im Theoretischen, ein Mädchen praktisch sehr gut und theoretisch „befriedigend“. Der Vorsitzende der Prüfungskommission gratulierte den frischgebackenen Bäckergesellen zu der bestandenen Prüfung. Besten Dank sprach er aus Gewerbeoberlehrer Josef Hecht und Fachoberlehrer Richard Hofmann für die Vermittlung der guten theoretischen Fachkenntnisse; Herrn Hofmann dankte er besonders für die exakten Vorarbeiten zur Gesellenprüfung und die Leitung der Gesellen.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.10.1962


Teilnahme am Konzil durch Gebet
Windberg.
Das letzte große heurige Wallfahrtsereignis in Heilig Kreuz bei Windberg war am letzten Samstag die Fatimawallfahrt. Aus nah und fern waren die Pilger gekommen, darunter auch wieder eine starke gruppe aus Straubing. Bei der Nepomukkapelle in Windberg sammelten sie sich, um gemeinsam den Rosenkranz betend zur Kirche auf den Berg zu ziehen. An der Spitze des Zuges ging der Prior des Windberger Klosters, der Jubilar Pater van der Hagen, und der Eremit Frater Konrad vom Kreuzberg. Es waren viele einfache Leute, die ihre großen und kleinen Sorgen zum Heiligtum hinauftrugen. Zu den dichtgedrängten Reihen der Wallfahrer sprach in der Wallfahrtskirche Pater Prior über die Bedeutung des Rosenkranzgebetes, durch das sich jeder Beter an den Aufgaben der Kirche beteiligen könne.
Ueberraschend groß war auch die Zahl der Gläubigen, die sich an der Lichterprozession von Windberg nach Heilig Kreuz beteiligten. – Vor allem waren viele Jugendliche unter den Betern. Vorher hatte Pfarrprovisor Pater Ephrem die Abendmesse zelebriert. Mit Gebeten und Liedern, einer kurzen Andacht und der Weihelitanei an die Gottesmutter schloß der Wallfahrtstag. Die Fatimawallfahrt im Oktober ist die letzte der großen Wallfahrten des Jahres. Aber wie die letzten Jahre zeigten, finden sich auch im Winter jeden Monat am 13. Die Fatimaverehrer ein; die Feierlichkeiten werden dann in einfacherer Form begangen.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.10.1962


Laufend Autos verkratzt
Hunderdorf.
Die Polizei ist einem Täter auf der Spur, der im Produktenwerk Hunderdorf Autos mit einem scharfen Gegenstand verkratzte. So richtete dieser Unhold am 6. August an einem Wagen einen Schaden von 50 DM, Anfang September von 250 DM, Mitte September von 70 DM und neuerdings am 15. Oktober einen Kratzschaden von 250 DM an.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.10.1962


Bücher für die Jugend
Hunderdorf.
In der Volksbücherei sind ca. 50 neue Jugendbücher eingetroffen, die sich besonders für Jungen und Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren eignen. Am Sonntag werden die neuen Bücher erstmals ausgegeben. Die Leihgebühr beträgt pro Buch für eine Woche Ausleihung zehn Pfennig.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.10.1962


Wassernotstand in Mitterfels
Tankfahrzeuge bringen Wasser von Hunderdorf nach Mitterfels
Hunderdorf.
Angesichts der geringen Schüttung der Quellen, die Mitterfels und Haibach mit dem Wasser versorgen sollen, muß man in diesem Versorgungsbereich von einem Wassermangel katastrophalen Ausmaßes sprechen. Die anhaltende Trockenheit gibt zu der Befürchtung Anlaß, daß auch weiterhin diese Misere anhalten wird. Der Vorstand des Wasserzweckverbandes versucht, die Not nun dadurch zu lindern, daß man mit Tankfahrzeugen Wasser aus Hunderdorf nach Mitterfels fährt und dort ins Wassernetz leitet.
Neben Transporten, die von der Bundeswehr durchgeführt wurden, hat auch das Tanklöschfahrzeug der FFW Bogen schon bei dieser Versorgung mitgewirkt. So wurden am Dienstag allein 12 Ladungen des Tanklöschwagens  mit je 2,4 cbm Wasser ins Leitungsnetz nach Mitterfels-Haselbach gebracht, um wenigstens die Trinkwasserversorgung aufrecht zu erhalten. Man muß sich darüber im klaren sein, daß dieses Unternehmen in keiner Weise eine befriedigende Lösung darstellen kann. Man muß aber andererseits anerkennen, daß man nach Kräften versucht, dem Wassermangel einigermaßen Abhilfe zu schaffen. Besonders erfreulich ist jedoch, daß die zuständigen Stellen in diesem Fall die Bundeswehr und die FFW Bogen, Verständnis für die Notlage in beiden Gemeinden aufbringen und ihre Spezialfahrzeuge zur Verfügung stellen.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.10.1962


Der Mensch im Mittelpunkt, nicht der Staat
Windberg.
Wenn auch der Montag kein günstiger Tag für politische Versammlungen ist, so hatten sich doch am 15. Oktober viele Windberger im Gasthaus Deschl zur Versammlung der CSU eingefunden, vor allem wegen der geplanten Viehverwertungsstelle, die jeden Bauern interessiert. Bürgermeister Anton Kittenhofer stellte den Redner, Kreisrat Dachauer, vor. Dieser knüpfte an seinen eingangs gezeigten Film „Leistung, Fortschritt, Sicherheit“ an und befaßte sich mit der Parole „Mehr Gerechtigkeit“. Man dürfe nicht die Leitungen der Vergangenheit vergessen. Die Werte, die geschaffen wurden, müssen erhalten werden; sie seien aber bedroht durch den Unfrieden, den man zu schüren versuche. Zur „Gerechtigkeit“ gehöre es auch, die Leistungen des politischen Gegners anzuerkennen. Am deutlichsten springe der Unterschied zwischen 1948 und 1962 in der Sozialpolitik in die Augen. Die Forderungen dürften aber nicht ins Unendliche gehen. Auch die CSU sei in der Lage, Sozialpolitik für jedermann zu machen. Manche der Forderungen der Opposition, die jetzt noch erhoben werden, seien längst erfüllt.
In seinen weiteren Ausführungen kam der Redner auch auf die Schulpolitik zu sprechen. Die Gemeinschaftsschule biete keine besseren Möglichkeiten, den Lehrermangel zu beheben. Keine Partei dürfe das Recht der Eltern, selbst den Schultyp für die Kinder zu wählen, antasten. Die Gemeindefreundlichkeit der CSU zeige allein schon der Umstand, daß sich die Finanzzuweisungen für die Gemeinden von Jahr zu Jahr verbessert haben. Der neue Eberhart-Plan bringe Mittel für die Gemeinden, daß sie allen ihren Aufgaben gewachsen sein können. Fordern allein sei leicht, aber es sei nicht möglich, alles auf einmal zu erfüllen. Ein gutes Beispiel sei gerade die Aufwärtsentwicklung der Gemeinde Windberg in den letzten Jahren. In den letzten vier Jahren habe sich Abgeordneter Rainer ohne Unterbrechung für alle Gemeinden des Kreises eingesetzt und oft geholfen.
Landtagsabgeordneter Alois Rainer äußerte seine Freude vpr allem über die große Zahl von Jugendlichen, die unter den Zuhörern war. Er ging sodann auf das augenblicklich größte Problem Windbergs ein, den Schulhausneubau. Im Jahre 1962 seien im Kreisgebiet acht neue Schulen begonnen worden. Für das nächste Jahr rechnet man ebenfalls wieder mit der gleichen Zahl. Voraussichtlich wird die Windberger Schule auch eine derer sein, die im nächsten Jahr begonnen werden könnten. Nach wie vor halte die CSU an der Parole fest: „Die Dorfschule zum Dorf, die Volksschule zur Kirche“. Zentralschulen seinen keine annehmbare Lösung. Besonders beachtlich sei der Zuschuß, der den Gemeinden jetzt für die Schulhausbauten gegeben werde. Noch nie in der Geschichte sei den Gemeinden so geholfen worden wie jetzt. Auch die Elektrifizierung konnte in den letzten vier Jahren vorangetrieben werden. Abschließend bat Abgeordneter Rainer noch alle am 25. November zur Wahl zu gehen.
Als dritter Redner stellte sich auch der Kandidat für den Bezirkstag, Herr Lautenschlager aus Viechtach vor. Dieser noch recht junge Kandidat kennt als Bauernsohn die Nöte der Landwirte auch im Vorwaldkreis Bogen, da dieser im wesentlichen die gleichen Probleme stelle wie Viechtach.
Zum Abschluß sprach Bürgermeister Anton Kittenhofer über den Plan, eine eigene Viehverwertungsstelle zu gründen, damit die Landwirte einen besseren Preis für ihre Tiere erhalten könnten. Der Plan wurde vom Bauernverband, der Raiffeisengenossenschaft und anderen Verbänden gefaßt. Eine kleine Diskussion beschloß die interessante Veranstaltung.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.10.1962


Ältester Windbegrer 94 Jahre alt
Windberg.
Am Donnerstag feierte der älteste Einwohner der Gemeinde Windberg, Herr Johann Haimerl von Gottesberg sein 94. Wiegenfest. Als erster Gratulant erschien am Vorabend Bürgermeister Anton Kittenhofer bei dem Jubilar und brachte ihm die Glückwünsche der Gemeinde und ein schönes Geschenk. Herr Haimerl war hocherfreut über diese Ehrung und zeigte eine erstaunliche Rüstigkeit. Der Jubilar ist zwar durch die Erblindung seit einigen Jahren in seiner Aktivität behindert, zeigt sich aber noch geistig vielseitig interessiert.
Haimerl wurde am 19. Oktober 1868 in Steinburg geboren. Als Knecht arbeitete er viele Jahre in der Rosenheimer Gegend, später war er als Lohnkutscher bei Klarl in Bogen tätig. Schon 1934 mußte er am offenen Grabe seiner Gattin, Katharina Falter aus Perasdorf stehen, die er 1908 geheiratet hatte. Der Tod seines Schwiegersohnes im Jahre 1943 bürdete dem nunmehr 75jährigen nochmals die ganze Last des Hofes auf. Sein vielfach gerühmter Fleiß und Arbeitseifer wurden durch ein immer heftiger werdendes Asthmaleiden beeinträchtigt; aber so gut er konnte arbeitete er noch bis vor einigen Jahren unermüdlich mit, bis ihn dann die Erblindung daran hinderte. Nach wie vor hält er sich gerne im Freien auf. Zur Entspannung setzt er sich gerne ans Radio; hört die alten Lieder; die ja im Österreichischen Rundfunk noch zu hören sind und singt kräftig mit. Auf die Frage des Windberger Bürgermeisters, was wohl sein hohes Alter mitbedingt hat, war nicht so leicht eine Antwort zu finden. Der Jubilar erinnert sich, gelegentlich gerne geraucht zu haben und er freut sich auch heute noch auf einen guten Tropfen. Sicher aber ist sein bescheidenes und einfaches Leben einer der Gründe für das hohe Alter; noch bis vor wenigen Jahren ging er barfuß. Zum Ehrentag gratulieren auch seine Tochter, die drei Enkelkinder und die vielen Urenkel. Auch wir wünschen dem Jbilar noch viele gesegnete Jahre.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.10.1962


Bogen. (Trauung und Aufgebote) … Aufgeboten sind: … Kraftfahrzeugführer Rudolf Albert Feß, München 23, Fröttmanninger Straße 16b, und Verkäuferin Anna Wanninger, Eglsee, (Gde. Hunderdorf).
Quelle: Bogener Zeitung, 22.10.1962


Bundeswehr versorgt Mitterfels mit Wasser
Täglich mehr als 100 cbm Wasser von Hunderdorf nach Mitterfels
St. Englmarer Wasser für Viechtach
Hunderdorf.
Auch bei bestem Willen wäre es durch den dankeswerten Einsatz des Löschfahrzeuges der Bogener FFW nicht möglich gewesen, den Wassernotstand in Mitterfels abzustellen. Durch eine Anfrage des Landratsamts bei der Bundeswehr ist es dem Standortkommandanten, Hauptmann Weigert, gelungen, fünf Tankwagen der Bundeswehr für den Wassertransport zu bekommen. Mit je 4,6 cbm Wasser beladen, bringen diese Tankfahrzeuge in mehreren Fahrten täglich mehr als 100 cbm Wasser von Hunderdorf aus in den Hochbehälter in Hinterbuchberg. Allerdings müssen diese Fahrzeuge auch für den Wassertransport von St. Englmar nach Viechtach benützt werden, da auch hier durch die anhaltende Trockenheit die Quellschüttung nicht mehr ausreichend ist.
Die Tankwagen mußten aus Nürnberg angerfordert werden und sollen voraussichtlich bis morgen Mittwoch im Einsatz sein. Es ist jedoch zu befürchten, daß danach derselbe Notstand wieder eintreten wird, wenn nicht bald starke Regenfälle einsetzen. Wie wir erfahren haben, will sich Hauptmann Weigert um die Unterstellung von weiteren zwei Tankwagen für diesen Zweck bemühen, so daß drei für die Versorgung von Mitterfels und vier für Viechtach ständig eingesetzt werden könnten.
Im Interesse der Bevölkerung der beiden betroffenen Ortschaften möchte man wünschen, daß Standortkommandant Hauptmann Weigert Erfolg hat.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.10.1962


Niederbayerische Trachtenvereine zum ersten Mal in Hunderdorf
Hunderdorf.
Erstmals eine Gauversammlung der niederbayerischen Trachtenvereine durchgeführt. Dieses Ereignis darf mit Recht als eine Anerkennung des hiesigen Vereins betrachtet werden. Neben der eigentlichen Gauversammlung wird am Vorabend im Saal der Gastwirtschaft Sandbiller ein Heimatabend stattfinden, bei dem Trachtenvereine aus Straubing, Bogen, Windberg und Elisabethszell mitwirken. Der Beginn wurde auf 20 Uhr festgelegt. Die Trachtler werden Volkstänze, Plattler, Volkslieder und Solovorträge darbieten. Am Sonntag sind vormittags ein gemeinsamer Kirchenzug und Gottesdienst vorgesehen, denen die Gauversammlung folgt.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 24.10.1962 


Wasserzweckverband der Bogenbachtalgruppe sehr aktiv
Kosten des Gesamtprojektes belaufen sich nun auf rund 4 Millionen DM – Bau der Hauptleitung von Hunderdorf nach Mitterfels hat begonnen – Altanschließergebühr bringt soziale Staffelung – Wasserabgabe- und Wassergebührensatzung erlassen
Hunderdorf.
Zu ihrer zweiten Verbandsversammlung trafen sich am Samstag die Mitglieder des Wasserzweckverbandes der Bogenbachtalgruppe im Gasthaus Sandbiller in Hunderdorf.  Vorsitzender Karl Härtenberger konnte zu der Tagung ORR Dr. Osterhelder, Oberinspektor Sigl sowie die Bürgermeister Hafner-Mitterfels, Landstorfer-Oberalteich, Mandl-Haselbach und Gall-Gaishausen begrüßen.
Vorstand Härtenberger behandelte die Stellungnahme des bayer. Landesamtes für Wasserversorgung zum Antrag des Zweckverbandes. Für die Landwirtschaft sollte eine Sonderregelung getroffen werden, durch welche die Wassergebühren für die Vieheinheiten verringert werden. Der Antrag wurde bei der 1. Sitzung von Landwirt Wartner, Weingarten, gestellt. Das Landesamt lehnte dieses Ersuchen ab, da in ganz Bayern die Veranlagung nach einem einheitlichen Modus getroffen wird und keine Ausnahme gemacht werden kann.
In einem ausführlichen Bericht nahm Härtenberger dann zum Fortschritt der Arbeiten am Projekt Stellung. Bisher wurden zwischen Hunderdorf und Hofdorf drei Tiefbohrungen durchgeführt, die nach augenblicklichen Messungen insgesamt rund 20 Liter in der Sekunde fördern. Ein gleichzeitiger Pumpversuch bei allen drei Brunnen wird zeigen, ob dadurch der Grundwasserspiegel wesentlich abfällt und dieses Ergebnis als Dauerleistung angesehen werden kann. Die Grundstücker auf denen die Brunnen stehen, wurden bereits angekauft. Der Preis für die beiden letzten Tiefbrunnen belief sich einschließlich der Grundstücke auf je 50 000 DM. Weiter ist der Ausbau der Brunnenvorschächte sowie die Stromzuführung, die Erstellung eines Maschinenhauses und einer Aufbereitungsanlage vorgesehen. Für die Hauptleitung nach Mitterfels wird die Anlage eines Hochbehälters von 350 Kubikmetern Fassungsvermögen in Hoch und eine Pumpanlage notwendig. Der Hochbehälter in Mitterfels muß auf ein Fassungsvermögen von 200 Kubikmetern erweitert werden. In Haselbach wird ein Hochbehälter mit 150 Kubikmetern erstehen. Schließlich ist der Ausbau des Leitungsnetzes in Mitterfels, Haselbach, in Teilen der Gemeinde Hunderdorf, in Oberalteich und Gaishausen geplant.
Im Hinblick auf die katastrophale Wassernot in Mitterfels hat die Vorstandschaft den Bau der Hauptleitung nach Mitterfels als äußerst dringende Maßnahme betrachtet und schon jetzt Verhandlungen mit der Baufirma aufgenommen. Bereits in dieser Woche wird mit dem Ausheben der Rohrgräben begonnen und man will noch im Herbst bis Hoch die Leitung vorantreiben. Im kommenden Frühjahr soll die Leitung nach Mitterfels weitergeführt werden und bis Mitte des Jahres rechnet man mit einer Versorgung von Mitterfels mit Hunderdorfer Wasser. Da die Erstellung des notwendigen Hochbehälters in Hoch noch längere Zeit in Anspruch nimmt, soll bis zu seiner Fertigstellung in Hoch längere Zeit in Anspruch nimmt, soll bis zu seiner Fertigstellung in Hoch eine von der Baufirma zur Verfügung gestellte Pumpe eingeschaltet und so das Wasser nach Mitterfels gebracht werden. Auch mit der Obag in Landshut wurden bereits Verhandlungen geführt. Die Errichtung einer Trafo-Station in Hoch wird zeitgerecht durchgeführt werden.
ORR Dr. Osthelder  dankte Vorstand Härtenberger für seinen Einsatz und seine Initiative in der Sache des Zweckverbandes. Um der Vorstandschaft im Rahmen der Baumaßnahmen eine größere Handlungsfreiheit zu geben und um Verzögerungen zu vermeiden, hat Vorstand Härtenberger um die Ermächtigung der Vorstandschaft, alle anfallenden planmäßigen Arbeiten zu beschließen. Die Versammlung erteilte ihr Einverständnis. Die Entschädigung des nebenamtlichen Wasserwartes Alois Beck wurde auf 150 DM festgelegt. Dazu kommen noch Reisespesen monatlich in einer Höhe von 100 DM. Die Entschädigung der Wasserkassiere in Hunderdorf, Mitterfels und Haselbach wurde nach der Zahl der Wasseranschließer festgelegt und beträgt für Mitterfels 100 DM, für Hunderdorf 50 DM und für Haselbach 35 DM. Künftig wird das Wassergeld nur mehr alle zwei Monate eingehoben.
Zum Bauführer der Arbeiten am Gesamtprojekt wurde der vom Bayer. Landesamt für Wasserversorgung und Gewässerschutz vorgeschlagene Bauingenieur Bauer aus Siegenburg ernannt. Bauer wird einstweilen nur jeweils für einen Tag, später aber für die gesamte Bauzeit die Bauaufsicht übernehmen. Das Gesamtprojekt wird rund vier Millionen Mark kosten. Dazu haben die Verbandsmitglieder, in diesem Falle die am Zweckverband beteiligten Gemeinden Eigenmittel in Höhe von ca. 300 D-Mark pro Altanschließer aufzubringen. Damit belaufen sich die Eigenmittel auf rund 160 000 D-Marek. Im weiteren hat der Zweckverband 230 000 DM als Darlehen und 260 000 DM aus neuen Anschlüssen im Projekt bereitzustellen. Es ist schon versucht worfen, den Betrag von 300 DM pro Altanschließer durch eine soziale Staffelung gerecht aufzustellen, und man beabsichtigte, nach verschiedenen Gesichtspunkten vorzugehen. Die Vorstandschaft hat nun einen Modus gefunden, der vielleicht allen Ansprüchen am meisten gerecht wird. Der Zweckverband will ein Darlehen in Höhe von 50 000 DM  zusätzlich aufnehmen, für das der Landkreis die Zinslasten übernimmt. Besonderer Dank gebührt hier vor allem Landrat Hafner und MdL Rainer.
Danach bleiben nur mehr 110 0000 DM, die auf Altanschließer aufgeteilt pro Anschluß je 200 D-Mark erfordern würden. Auch hier hat man noch verschiedene Gesichtspunkte berücksichtigt. Es soll pro Altanschluß eine Grundgebühr von je 100 DM, zuzüglich der Wasseranteile, aufgebracht werden. Ein Wasseranteil, der für jede Person über 16 Jahre und für zwei Stück Großvieh veranschlagt wird, beläuft sich auf 25 DM.  Kleinvieh wurde bei dieser Staffelung ausgeklammert. Demzufolge hat dann eine Familie mit zwei erwachsenen Personen 150 DM beizusteuern. Diese Lösung wurde als die glücklichste betrachtet und die Versammlung billigte den Vorschlag mit Stimmenmehrheit.
Viel Zeit nahm der Erlaß einer Wasserabgabe- und einer Wassergebührensatzung in Anspruch. Hier stütze man sich in der Ausführung auf eine Mustersatzung. Wichtig dürfte sein, daß danach alle in der Projektierung erfaßten Hauseigentümer den Wasseranschluß zu erstellen haben, wenn nicht ganz zwingende Gründe einen solchen verwehren. Auch die Beitrags- und Gebührensatzung bringt rechtliche Handhaben. Der Zweckverband kann gegen Zuwiderhandlungen im Interesse des Verbandes einschreiten. Die Satzungen werden im Amtsblatt des Landkreises veröffentlicht und dann den Wasserabnehmern zugestellt.
Für Bgm. Hafner, Mitterfels, der aus dem Vorstand zurückgetreten war, wurde Karl Schmid, Mitterfels, als neues Vorstandsmitglied bestätigt.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 24.10.1962 


Niederbayerisches Obst besitzt beste Qualitäten
Erfolgreiche Jahresversammlung des Kreisverbandes für Obst- und Gartenbau
Steinburg.
Wie in alten Zeiten, hatte sich am Kirchweihmontag, einem alten Bauernfeiertag. Eine große Zhal Freunde und Interessenten des Obst- und Gartenbaues im festlich geschmückten Saal der Gastwirtschaft Solcher in Ehren eingefunden. Landrat Hafern durfte in seiner Eigenschaft als 1. Vorsitzender viele Bürgermeister, Kreisräte, Geistliche und Lehrer und sonstige Vertreter von Behörden begrüßen und willkommen heißen. Sein besonderer Gruß galt den Referenten, nämlich dem Besitzer der Konservenfabrik und Kelterei, Herrn Wilhelm Philipp und dem Vertreter der Regierung von Niederbayern, Diplomgartenbauinspektor Schwab, ferner dem Naimervater, einem Pionier des Obstbaues im Landkreis Bogen.
„Wir haben schwere Jahre auf dem Gebiet des Obst- und Gartenbaues hinter uns und lange Zeit schien es, als würden sich die Geburtswehen der Liberalisierung und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft nur auf dem Rücken dieses Berufszweiges auswirken, sagte der Landrat, heute können wir jedoch mit neuem Mut an die Lösung von Problemen herangehen.“ Besonders bedankte er sich bei Hans Kilger und dem 2. Kreisvorsitzenden, Hauptlehrer a. D. Ludwig Vogl, Saulburg. Hans Kilger kam in seinem Kurzbericht noch einmal auf die schlimmen Jahre 1956/1658/1960 zurück, in denen die Apfel auf dem Acker verfaulten oder am Baum hängen blieben. „Selbst die Schweine fraßen sie nicht mehr“, meinte der Kilger Hans. Mit Freude stellte der Kreisfachberater fest, daß sich die Verhältnisse des Jahres 1958 nicht mehr wiederholen werden. Damals sind rund 20 000 Zentner Aepfel buchstäblich verfault. Seit der denkwürdigen Kreisversammlung am 12. März 1959 in Haibach habe sich in Steinburg ein Betrieb entwickelt, geschaffen durch Herrn W. Philipp aus Hengersberg und Herrn Martian Kurosczyk, unterstützt von Landrat Hafner dem unermüdlichen und tatkräftigen Kreisfachberater und vielen anderen Stellen. Dieser Betrieb stelle heute eine Sehenswürdigkeit dar, sagte Hans Kilger und beginne sich segensreich auszuwirken.
Im anschließenden, außerordentlich interessanten und leichtverständlichen Referat des Besitzers der Obstkelterei Steinburg, Herrn Philipp, stellte dieser die Entwicklung des Preisbildes für Verwertungsobst seit etwa 20 Jahren heraus und zeigte auf, daß die Preise für Apfelsaft, Apfelmus usw. ziemlich gleichgeblieben seien. Eingehend definierte der Redner den Begriff des Industrieobstes, welcher heutzutage durchaus ein Güteklassenbegriff sei, der nichts mit wertlosem oder gar faulem Obst zu tun habe. Daß dem Erzeuger ein gerechter Preis zustehe bezweifle niemand, aber in solchen Massenjahren wie 1958/1960 käme es eben zu Preiszusammenbrüchen. Für die Zukunft entwarf Herr Philipp ein gutes Bild und Hauptziel der Obstbauern sollte es sein, möglichst regelmäßige Ernten zu erzielen, um Preisschwankungen zu vermeiden. Ein gutes Bild, denn schon jetzt sorgen sich die Verwertungsbetriebe um die Belieferung mit Obst. Das niederbayerische Obst besitze die höchsten qualitativen Voraussetzungen gegenüber dem Auslandsobst. Der Anbau spezieller Sorten wie Kaiser-Wilhelm, Weiße Wachsrenette, Rheinischer Bohnapfel, Grahamapfel und Jakob Lebel sei für die Herstellung eines hochwertigen Apfelsaftes oder Apfelfruchtmarks notwendig. Diese Sorten waren in einer liebevoll zusammengestellten Schau bei der Versammlung ausgestellt und fanden allgemeine Beachtung. Ein Preis wie in den letzten Jahren sei nicht mehr zu befürchten; besonderes Augenmerk widmete der Redner der Beschränkung auf sogenannte Mehrzwecksorten wie Kaiser-Wilhelm, Wachsrenette, Bohnapfel, die sowohl als Tafel- und Wirtschaftsobst wie auch als Industrieobst abgesetzt werden können. Vielleicht ist es möglich, im Rahmen der anlaufenden Flurbereinigungen Obstanlagen mit diesen wenigen Sorten zu erstellen, wie es in Franken und Württemberg bereits geschehen ist. Auf das Referat hin entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, an der sich Oberlehrer Maier, Xaver Fuchs, Marian Kurosczyk und Kreisfachberater Leibl-Straubing beteiligten, wobei es auch zu heiteren Szenen kam.
Diplom-Gartenbauinspektor Schwab von der Regierung von Niederbayern erörterte die Probleme des Zusammenlebens auf dem Dorf und der Verschönerung des Dorf- und Heimatbildes. Zutiefst sprach er vielen Menschen aus dem Herzen, wenn er von dem materialistischen Denken, vom falschen Hang zur Stadt, vom fehlenden Gemeinschaftssinn, vom Protz auf dem Friedhof und von der Sucht nach Angabe sprach. Die Schönheit liege in der Einfachheit, sagte der Referent. Dies kam in den gezeigten Farblichtbildern so recht zum Ausdruck. Den Abschluß bildete die Besichtigung der neuen Kelterei in Steinburg.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.10.1962


Öffentliche Bekanntmachung
Um Personalkosten z sparen und die Arbeit der Wassergeldkassierer zu erleichtern, hat der Wasserzweckverband der Bogenbachtalgruppe beschlossen, ab September nur noch alle 2 Monate das Wassergeld einheben zu lassen. Die nächsten Einhebungen für die Gemeinden Hunderdorf, Mitterfels und Haselbach erfolgen demnach anfangs November. Wegen des Haushaltsabschlusses muß die für Januar fällige Einhebung Ende Dezember durchgeführt werden. Da durch den Bezug des Wasserzuges der Bundeswehr die Wasserversorgung in Mitterfels nichtmehr durch Wasser aus Hunderdorf ergänzt werden kann, ist ab sofort für Mitterfels und Haselbach nur noch die Entnahme von Trinkwasser und des notwendigen Gebrauchswassers aus der öffentlichen Versorgung gestattet. Zuwiderhandlungen müssen zukünftig geahndet werden.
Hunderdorf, 26. Oktober 1962.
Vorstand des Zweckverbandes
zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe
Sitz Hunderdorf
Quelle: Bogener Zeitung, 26.10.1962


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 15. bis 19. Oktober 1962 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Bielmeier Georg, Stetten, Gde. Hunderdorf, Neubau eines Hühnerstalles, Fenstervergrößerung im Wohnhaus usw. … Energieversorgung Ostbayern, Nebenstelle Deggendorf, Trafostation in Hoch, Gde. Hunderdorf …
Quelle: Bogener Zeitung, 27.10.1962


Wallfahrer-Jubiläum
Windberg.
In diesem Monat konnte der Einsiedler Frater Konrad in Heilig Kreuz einen Wallfahrtsjubilar begrüßen. Aus Schambach im Gäuboden kam zum 60. Mal Herr Josef Grotz. Das Besondere an dem Jubiläum ist, daß Herr Grotz alle diese 60 Wallfahrten zu Fuß machte, obwohl er eine Wegstunde südlich der Donau wohnt und von der Fähre in Hermannsdorf nochmals zwei Stunden bis Heilig Kreuz zu gehen hat. Seit 1927 hielt er all die Jahre der Wallfahrt die Treue, ob er nun allein kam oder begleitet von seiner Frau oder seiner Tochter. Es ist zu hoffen, daß recht viele seinem Beispiele folgen und auch er noch viele Jahre zu der schönen Wallfahrtskirche pilgern kann.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 29.10.1962


Zweite Impfung gegen die Kinderlähmung
Windberg.
Die zweite Schluckimpfung gegen die Kinderlähmung findet am Mittwoch, 7. November, im Schulhaus Windberg, von 15.15-17.15 Uhr statt. Es ist sinnvoll, wenn hieran alle teilnehmen, die sich schon an der ersten Impfung beteiligten, aber auch bisher Ungeimpfte und Kinder ab 6 Monaten können sich impfen lassen. Die Teilnehmer an der ersten Impfung sollen den Impfschein von dieser Impfung mitbringen. Bisher noch nicht geimpfte Personen sollen den Impfschein von dieser Impfung mitbringen. Bisher noch nicht geimpfte Personen sollen schon in diesen Tagen von der Gemeinde die Papiere abholen.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.10.1962


Windberg. (Es gibt Geld) Die Sozialhilfeleistung und die Fürsorge wird in der Gemeinde am Dienstag ausgezahlt.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.10.1962


Windberg. (Die Gesellenprüfung im Bäckerhandwerk legte Siegfried Niedermeier von Unterbucha mit einem recht guten Ergebnis ab. Lehrmeister war Gustav Hamberger in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.10.1962


Neue Wohnhäuser entstehen
Hunderdorf.
Richtfest feierten in diesen Tagen Sebastian Obermeier und Xaver Artmann beim Bau ihrer Einfamilienhäuser im Siedlungsgelände in Apoig. Der Bau einer neuen Straße war in diesem Gelände die Voraussetzung für die Errichtung weiterer Häuser.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.10.1962


Neue Schalterstunden bei der Post
Hunderdorf.
Ab 1. November wird die Post von 8 bis 11 Uhr und von 15 bis 17.30 Uhr geöffnet sein. Am Samstag ist der Postschalter von 8 bis 11 Uhr geöffnet.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.10.1962


Stottern ist keine Krankheit mehr
Erfolgreicher Sprachheilkurs – 23 Teilnehmer beim 7. Großkurs mit Professor Fitz in Windberg

Windberg. „Stotterer gesucht!“ Nicht bloß die Minas werden immer rarer. Auch die Stotterer werden immer weniger. Das hat aber seinen Grund. Professor Fitz kuriert ständig so viele Stotterer, daß ihre Zahl immer geringer wird und daß man das Land absuchen muß, um weitere Patienten zu finden.

Die Leiter des Kurses: Links Lucius Juon, Mitte Professor Fitz, rechts: Frl. OLin Bausch

Wieder geht ein Sprachheilkurs erfolgreich zu Ende und wieder wurde das herrlich gelegene Prämonstratenserkloster Windberg als Lehrgangsort auserkoren. Es war der siebente Großkurs dieser Art mit Prof. Fitz und die herrliche Landschaft Windbergs im goldenen Herbstkleid bildete eine gesunde und beglückende Kulisse, die Körper, Geist und Seele aufnahmebereit machten und wesentlich zu einem Erfolg des Kurses beitrugen.
Dank und Anerkennung gebührt der Caritas-Direktion Regensburg, die unter der Leitung von Prälat Prem die Initiative und das Wagnis ergriff, Sprechheilkurse in größeren Gruppen zu veranstalten. Die verblüffenden Erfolge der bisherigen Kurse lassen die vielen Mühen und Kosten, die die Caritas tragen mußte, gerechtfertigt erscheinen. Es wäre aber nun endlich an der Zeit, daß nach Inkrafttreten des Bundessozialhilfegesetzes der Statt sich mit Mitteln dieser Sprechheilkurse etwas annimmt und sie unterstützt!
So hieß nun am 21. Oktober Prof. Oskar Fitz 23 Sprechbehinderte, die wie eingerostete Orgel pfeifen vor ihm standen, herzlich willkommen. Die Tragik war nur, daß ein Teil dieser Orgelpfeifen wirklich eingerostet waren. Für einen Außenstehenden war es erschreckend, dieses Häufchen Elend zu sehen. Man brauchte nicht nach ihrem Lebensweg zu fragen; er war gezeichnet in ihren Gesichtern, bitter und anklagend und diese Menschen griffen plötzlich nach einem Lichtstrahl, der in ihr dunkles Dasein fiel und ihnen wieder Hoffnung gab: „Professor Fitz!“ Und gerade dieser Mann, dem das Schicksal in seinem Leben selbst sehr mitspielte, nimmt sich ausgerechnet dieser schweren Fälle mit besonderer Liebe an. Er steckt sie geradezu an mit Lebensfreude und gibt ihnen wieder Vertrauen zum eigenen Ich. So ist es nicht verwunderlich, daß nach ein paar Stunden Zusammensein ein schallendes Lachen den Raum erfüllte, voll ehrlicher Freude, und dieses Lachen und diese Lebensbejahung sind die Grundlage für die bewegungstherapeutische Behandlung der Sprachbehinderten. Stottern ist keine Krankheit, sondern eine aus dem Gleichgewicht geratene Koordination von Haltung und Atmung, der falsche Gebrauch der Muskulatur beim Atmen und Sprechen. – Menschen also, die das innere Gleichgewicht verloren haben und denen der Weg zurück durch dauernde Fehlschläge und Demütigungen immer noch mehr verbaut wurde und die sogar in den Verdacht kamen, geistig defekt zu sein. Eine Folge des Stotterns ist die körperliche Fehlhaltung (Hohlkreuz). Deshalb besteht der Unterricht hauptsächlich aus Sprechübungen, Singen und Gymnastik, denn nur aus einem innigen Zusammenspiel und ineinandergreifen von Gymnastik, Singen und Lautungslehre ergeben sich die andauernden Hilfen für ein müheloses Sprechen. Die Fachwissenschaft bestätigt, daß 92 Prozent der Sprechbehinderten beim Singen nicht stottern, aber 65 Prozent als bewegungsgestört bezeichnet werden. Diese Fehlhaltung hat schwerwiegende Folgen, denen man mit reichlichen gymnastischen Uebungen entgegenwirkt. Das Besinnen auf den

Lucius Juon leitet die Singstunden

„springenden Punkt“ im Ausfüllen der Magengrube beim Rufen schaltet die Federung der „elastischen Spannhalte“ ein. Die Atem- und Stimmsicherung, die beim Stottern zur Befreiung führt, wendet die strengsten Grundsätze der Kunstgesangausbildung an und seit neuestem hat sich diese Therapie in der Taubstummenarbeit besonders bewährt, weil die hohe Obertönigkeit der klaren Stimmgebung die Gehör-Reste am besten anspricht und die Vibration das Wahrnehmen der Laute begünstigt.
Hervorragende Pädagogen hat Professor Fitz für seinen Lehrgang berufen. Die sich mit Liebe der Sprechbehinderten hier in Windberg annahmen. So ist in erster Linie Frl. Oberlehrerin Hanna Bausch zu nennen, die ständige Mitarbeiterin von Prof. Fitz und der Liebling der Schüler. Sie versteht es, ihre gymnastischen Uebungen so abwechslungsreich zu gestalten, daß jeder viele Pfunde seines Körpergewichts mit Begeisterung in Schweißtropfen verwandelt. Selbstverständlich sind fast sämtliche Uebungen mit lauten Rufen verbunden. Ebenso sind die Singstunden mit rhythmischen Uebungen verknüpft. Leiter der Singstunden war diesmal Lucius Juon, Leiter der Singschule Chur in der Schweiz, der dort einen der ersten Kammer- und Kinderchöre der Schweiz leitet. Lucius Joun hat die Sprache, die leicht die Herzen seiner Schüler im Sturm erobern lassen. Ueber den Wiener Professor Fitz ist schon so viel geschrieben worden, daß es sich erübrigen würde, noch viel Druckerschwärze zu verbrauchen, wäre die Sache, der er sich annimmt, nicht so bedeutend und die Methode seiner Sprechheilbehandlung nicht so verblüffend und einleuchtend und überzeugend zugleich, als daß man seiner uneigennützigen Arbeit nicht höchste Anerkennung zollen müßte. Seine Erfolge sprechen mehr als Worte. Es kann nur allen Eltern empfohlen werden, ihre Kinder – aber auch Erwachsene können teilnehmen – in einen Sprechheilkurs zu schicken. Immer wieder hört man über Schicksale von Kindern, die, nur weil sie stottern, von ihren Eltern geschlagen werden und als Verstoßene ein klägliches Dasein führen. Professor Fitz könnte Bände schreiben über die Schicksale Sprechbehinderter. Viele Stotterer werden danach ganz einfach zu „Scheigern“. So nahm sich Prof. Fitz einer Familie mit elf Kindern an, von denen fünf stotterten. Der Aelteste mit 26 Jahren sprach seit seinem 7. Lebensjahr kein Wort mehr. Die Eltern fuhren inzwischen einige Tage weg, um Prof. Fitz ungestört arbeiten zu lassen. Als sie zurückkamen, sagte der Aelteste, den sie für stumm hielten „Guten Abend“. Tränen der Mutter waren die freudigste Reaktion. Diesen Fall nur, um zu zeigen, daß kein Fall hoffnungslos ist. Jeder Sprechbehinderte sollte das wissen. Freilich kann ein zehntägiger Kurs nicht von allem Uebel befreien und Professor Fitz kann nur den Weg bereiten und dieser Weg ist so richtungsweisend und so

Frl. Bausch mit ihren Schützlingen bei der Gymnastik

gerade, daß jeder, der den Willen zum besseren Sprechen hat, diesen Weg nicht verfehlen kann. Und so geht nun auch dieser Kurs zu Ende und die vormals gezeichneten Gesichter sind entspannt und froh und das ist ein großes Verdienst und das ist ein großes Verdienst ihrer Lehrer. Der nächste Kurs ist für Pfingsten 1963 angesetzt und verspricht ein ebenso großer Erfolg zu werden.
Dank und Lob gebühren auch dem Kloster Windberg für die hervorragende Unterbringung und Verpflegung der Teilnehmer, womit ein gutes Fundament für eine gedeihliche Arbeit geschaffen wurde.   J. B.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.10.1962


Wird der Schuhplattler im Walde heimisch?
Heimatabend der Trachtler mit reichhaltigem und ausgezeichnetem Programm – 6 Trachtenvereine warteten mit Liedern, Plattlern, Volkstänzen und Solovorträgen auf
Hunderdorf.
Am Vorabend der Herbstgauversammlung hatte der Trachtenverein Hunderdorf zu einem Heimatabend in den Sandbiller-Saal geladen. Vorstand Sacher konnte bei der Eröffnung Gauvorstand Schorsch Greitl aus Dingolfing, Bürgermeister Reiner, Ehrenmitlgied OL Maier, sowie Vertreter der örtlichen Vereine und Verbände willkommen heißen.
Nach Bürgermeister Reiner richtete auch Gauvorstand Greitl einige Worte an die zahlreichen Trachtler und rief sie auf, altes, überliefertes Kulturgut, wie es in den Volkstänzen und -liedern steckt, hoch zu achten und gegen moderne, volkstumsfremde Einflüsse zu verteidigen. Den alten Trachtlern dankte er für die bisher erwiesene Treue und die Jungen bat er, sich einzureihen, um das, was wir von unseren Ahnen erhalten haben, zu bewahren.
Die Kapelle Sagstetter eröffnete den Abend. OL Maier kündigte die einzelnen Darbietungen an und sprach die verbindenden Worte.
Der Patenverein Elisabethszell eröffnete den Reigen mit dem Plattler „Reit im Winkel“ und zeigte im Verlauf des Abends noch den „Heidauer“ und den „Haushamer“. Während die Felsenstoana-Buam aber alleine plattelten, drehten sich bei den Bogener Osterglocken die Deandln mit lustig schwingenden Röcken im Kreise dazu. „Dö gmütlichen Waldler“ aus Windberg hatten neben den Plattlern auch Solisten mitgebracht. Frau Hofmann trug das Hobellied vor und Hermann Mühlbauer erntete mit seinem Jodler „Der Keitersberg“ viel Beifall. Das Duett Mühlbauer sen. und jun. ließ erkennen, daß hier auch noch zu Hause im Familienkreis das Volkslied gepflegt wird. Die Heimatgruppe aus Haibach erfreute mit dem Spunnradl-Tanz und die Burschen und Mädchen machten mit ihrer stilisierten Tracht einen recht angenehmen Eindruck. Den stärksten Beifall erhielt der Trachtenverein „Immergrün“ aus Straubing. Ihr Ansager und beinahe schon professioneller Humorist Herr Behacker strapazierte die Lachmuskeln der Besucher ganz gewaltig. Man würde schwer entscheiden können, welchem seiner Vorträge, sei es „Aus der guten alten Zeit“, „Die Erlebnisse einer Weltreise“ oder „Der kranke Pfarrer“ der Vorrang zu geben wäre. Die Besucher unterhielten sich auf alle Fälle köstlich und der Abend erhielt eine wohltuende Bereicherung. In dem Ehepaar Stegmeier stellt sich ein Gesangsduett vor, das auch in der Sendung des Bayer. Rundfunks „Wer ko, der ko“ mit Erfolg mitgewirkt hatte. Das „Wendlstoana-Lied“, „Im fernen Afrika“ und das „Salzburger Berglied“ erhielten verdienten Beifall.
In der schönen Alburger Bauerntracht stellte sich dann die Volkstanzgruppe des Trachtenvereins aus Straubing vor und zeigte, daß es neben dem Hütamadl und dem Boarischen auch noch andere Volkstänze gibt, die eine Wiederbelebung verdienten. In einem etwas derben Sketch zeigten Frl. Grill und Frl. Niedermeier, daß ein Bauernmadl eine Stadtfräulein durchaus nicht nachstehen muß, wenn auch eine solche Auseinandersetzung mit Worten nur Platz auf der Bühen haben soll. Auch die Obertraublinger „Holzhacker“ leisteten mit einem tragisch-komischen Gedicht „So ist das Leben“ ihren Beitrag zum Abend. Den Abschluß bildete die Hunderdorfer Plattlergruppe mit dem „Altvater“, für den sie vom heimischen Publikum reichlich mit Applaus bedacht wurden. Die Trachtler und die Zuschauer hatten ihre Freude an dem Abend und immer wieder meldeten sich Gruppen oder Solisten zu neuen Darbietungen und Vorträgen und zeigten dabei, wie weit und groß ihr Repertoire ist. Kurz nach Mitternacht wurde der offizielle Teil in Anbetracht des großen Programms der nächsten Tages beschlossen.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.10.1962


Windberg. (Die Auszahlung) der Sozialhilfeleistung und der Fürsorge ist nicht heute, sondern erst am kommenden Dienstag von 12-13 Uhr in der Gemeinde.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.10.1962


Heute Schluckimpfung
Hunderdorf.
Heute Mittwoch findet im Schulhaus die Impfung gegen die ansteckende Kinderlähmung statt. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen vom 6. Lebensmonat bis zum 40. Lebensjahr. Auch ältere Personen können teilnehmen. Von 8.30 bis 10.30 sind die Schulkinder, von 10.30 bis 11.45 Uhr die übrigen Impflinge an der Reihe. Von 13 bis 14.15 Uhr übrige Impflinge und von 14.45 bis 15 die Belegschaft der Firma Nolte. Personen, die an der Impfung gegen Typ I im Februar nicht mitgemacht haben, können jetzt an der Impfung teilnehmen. Impfung gegen Typ I kann später nachgeholt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.10.1962


Treu der Sitte, der Tracht und der Heimat
Gauversammlung der Trachtenvereine Niederbayerns in Hunderdorf – Landrat Hafner sprach zu den Trachtlern – Nächste Gauversammlung in Gangkofen
Hunderdorf.
Der Himmel war mit schweren Regenwolken verhangen, als sich am Sonntag die Delegierten der Trachtenvereine Niederbayerns zum Kirchenzug aufstellten.
Die Kapelle Sagstetter geleitete die Teilnehmer zum Festgottesdienst, in dem Kooperator W. Vos die Predigt den Trachtlern gewidmet hatte. Er bezeichnete die Trachten- und Heimatvereine als Kulturträger, die das Erbe der Vorfahren weiterzugeben und zu pflegen haben. So wie sich die Mitglieder durch ihre Tracht zu ihren Idealen bekennen. Kulturträger zu sein, bedeute in gleicher Weise Gottesbekenner zu sein; denn keine Kultur sei ohne Gott möglich, gerade die Geschichte unserer deutschen Heimat beweist das.“
Nach dem Gottesdienst trafen sich die Abgeordneten von 38 niederbayerischen Trachtenvereinen im Gasthaus Sandbiller, wo Gauvorstand Greitl, Dingolfing, die Gauversammlung eröffnete. Neben den Vertretern der Trachtler aus dem Isar- und Vilstal, dem Gäu und dem Wald hieß er Landrat Hafner willkommen, der in seinem Bemühen für die Heimat- und Trachtenvereine im Gau einen guten Namen habe.
Landrat Hafner gab in seiner Festansprache seiner Freude darüber Ausdruck, daß zum zweiten Male innerhalb des Landkreises eine Gauversammlung stattfindet und erinnerte, daß der Landkreis Bogen, als Urheimat des bayerischen Rautenwappens, darin eine stolze Genugtuung sehe. Die Trachten- und Heimatvereine, führte er aus, sollten die Liebe zur Heimat, das Erbe und die Anhänglichkeit an die Scholle der Väter pflegen. Das sei eine Aufgabe, die alle angeht, die in dieser Heimat leben. Gerade im Zeichen der starken Abwanderung aus dem Bayerischen Wald solle diese Heimatliebe gepflegt werden. Leider würden die alten Volkslieder verdrängt durch „abscheuliche Gassenhauer“; heimatliche Sagen und Märchen würden vergessen, weil der Hoagarten nicht mehr besteht und auch der heimatgebundene Baustil verschwinde, weil man den Städten nachäffen wolle. Es könnte sogar soweit kommen, daß manche sich ihrer Abstammung als Waldler schämen. Dem entgegenzuwirken haben sich auch die Trachtenvereine auf ihre Fahne geschrieben. „Die Erkenntnis des Wesens der Volkstracht und ihre Aufgabe im Volksleben führt mitten in das Herz des Volkes. In all ihren Formen zeigt sich gestaltender Volksgeist. In der bäuerlichen Festtracht ist ein Stück der Landschaften enthalten. Es ist bedauerlich, wenn manchmal Elemente dieser Tracht nur der Maskerade dienen“.
In seinem Tätigkeitsbericht ging Vorstand Greitl auf die Veranstaltungen des letzten halben Jahres ein, aus denen besonders der Besuch der Landesversammlung in Oberfranken und die Teilnahme am Gaufest in Reisbach zu erwähnen seien.
Dem Vorschlag, das nächste Gaufest in Obertraubling abzuhalten und die Gauversammlung im Frühjahr nach Gangkofen zu verlegen, wurde von den Delegierten zugestimmt.
2. Gauvorstand Fischer berichtete über die Versammlung des Landesverbandes in München und schilderte die Tätigkeit der Heimat- und Trachtenvereine Österreichs, die in der Pflege der Tracht, des Volksgesanges und des Volkstanzes Vorbildliches leisten würden.
Die Gauschriftführerin und der Kassier gaben abschließend ihre Berichte und Vorstand Greitl schloß mit dem Dank an alle Teilnehmer die Gauversammlung.
Besondere Anerkennung gebühre dem Vorstand des Hunderdorfer Trachtenvereins, Sacher, der sich um die Organisation und Ausrichtung der Versammlung größte Mühe gegeben hatte.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.10.1962
 


Walker-Werk Steinburg vor der Vollendung
Die Produktion wird in den nächsten Tagen aufgenommen
Steinburg.
Ein halbes Jahr lang währen nun schon Bauarbeiten bei der Firma R. G. Walker Bekleidungsindustrie Steinburg. Es mußte die Arbeit vom ersten Spatenstich bis zum letzten Pinselstrich geleistet werden. Nun gehen die Bauarbeiten dem Ende zu und in wenigen Tagen wird der Betrieb aus der Halle der Brauerei Berger in die eigenen Räume und zur Freude der Arbeiter und der Firma.
Architekt Helmuth Wohlgemuth hat hier eine Fabrikhalle geschaffen, die in ihrer Art einmalig in das Gebäude paßt und sich in der Nachbarschaft an und bildet eine Einheit, die das Dorf wesentlich verschönt. Viele, die den Neubau besichtigten, haben ein gutes Urteil ausgesprochen. Viele Firmen sind zur Zeit damit beschäftigt, die letzten Arbeiten zu erledigen, die von außen nicht zu sehen sind, aber doch viel Zeit und Mühe erfordern. Zur Zeit ist auch die Gemeinde Steinburg auf der Baustelle vertreten, denn sie hat die Erschließung übernommen. Mit Dankbarkeit bestätigt si, daß Staat und Bund erhebliche Mittel als Zuschuß und verbilligtes Darlehen zur Verfügung stellten und es der Gemeinde erst möglich machten, diese Pflichtaufgabe zu verwirklichen. Besondere Anerkennung gebührt dabei Landrat Hafner und MdL Alois Rainer, die keine Mühen scheuten, der Gemeinde zu helfen. Dasselbe gilt auch für den Abteilungsleiter der OBAG-Landshut, Dipl.-Ing. Englhart, der sich bei den Verhandlungen wiederum als Freund der Gemeinde erwies. Wenn die geplanten Außenanlagen erstellt sein werden, hat die schöne Schulanlage Steinburgs einen würdigen Nachbarn.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 31.10.1962

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