1963# 03-04

Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
… Förg Xaver, Ried, Gde. Windberg, Umbau des Wohnhauses; Häusler Johann, Meidendorf, Gde. Windberg, Bau einer Jauchegrube … Schneider Georg, Oberhunderdorf, Gde. Hunderdorf, Aufstockung der Scheune … Leidner E., Apoig, Gde. Hunderdorf, Bau einer Garage und Grundstückseinfriedung.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.03.1963


Erstmals Wintersportfest der Volksschüler
Max Thal erwies sich als bester Skifahrer – Josef Schlecht war Schulbester im Rodeln
Hunderdorf.
Die günstige Schneelage im heurigen Winter brachte auch im Vorwald ausgezeichnete Wintersportmöglichkeiten. Für die Hunderdorfer und auch für die Straubinger ist damit ein alter Skihang, der schon in früheren Jahren die Freunde des weißen Sports begeisterte, nämlich der Westhang von Windberg nach Hunderdorf, wieder zu einem Anziehungspunkt geworden. Natürlich haben sich auch die Hunderdorfer Kinder diese Möglichkeit nicht nehmen lassen und dort eifrig trainiert. Am letzten Mittwoch nun wurde für die Oberstufe der Volksschule dort ein Skirennen veranstaltet und ein Wettrodeln durchgeführt, das die Besten in den einzelnen Disziplinen ermittelte.
Im Abfahrtslauf, der mit einigen Pflichttoren versehen war, damit die Geschwindigkeit nicht zu hoch wurde, erwies sich Max Thal (8. Jhg.) als bester Läufer und belegte nach einer flüssigen und einwandfreien Fahrt mit einem deutlichen Abstand vor seinen Konkurrenten den 1. Platz. Zweitschnellster war und er Gruppe der 13- bis 14jährigen Schüler Paul Hornberger. Bei der gleichaltrigen Mädchenklasse konnte Maria Stettmeier vor Agnes Buhl durchs Ziel gehen. Als guter Skifahrer erwies sich auch Hans Landstorfer aus Klasse 5, der hier Bestzeit fuhr und Ewald Kunze vom 6. Jahrgang entschied in seiner Gruppe das Rennen für sich.
Beim anschließenden Rodelwettbewerb war die Beteiligung entsprechend hoch und hier versuchte man mit allen möglichen Tricks wertvolle Zeit zu gewinnen. Bei den Mädchen für Elfriede Schaubeck (8. Jhg.) die schnellste Zeit und bei den Knaben kam Josef Schlecht als 1. Durch Ziel. Die Schule hatte für den besten Skifahrer und die beste Skifahrerin je ein schönes Buch gestiftet und auch die Sieger in den Einzelklassen erhielten kleinere Preise. Mit diesem 1. Wintersportfest an der Schule wurde ein Versuch unternommen, der wegen der begeisterten Anteilnahme der Schüler auch in den nächsten Jahren fortgeführt werden soll.
Die Bilder zeigen Max Thal und Maria Stettmeier, die Sieger in den einzelnen Klassen und die beiden Rodelmeister der Schule.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.03.1963


Versammlung des Trachtenvereins
Hunderdorf.
Am Samstag findet um 20 Uhr in der Gastwirtschaft Georg Baier eine Versammlung des Trachtenverein statt, zu der alle aktiven Mitglieder um ihr Erscheinen gebeten werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.03.1963


Hunderdorf. (Von der Volksbücherei) Alle Bücherfreunde werden gebeten, am Sonntag von 10.30 Uhr bis 11 Uhr ihre Bücher, die sie bei der Volksbücherei ausgeliehen haben, zurückzubringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.03.1963


Windberg. (Versammlung der FFW) Am Sonntag, findet um 15 Uhr in Irenzfelden eine Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Alle Mitglieder der FFW werden aufgefordert, daran teilzunehmen. Es wird über die Leitungsprüfung und vorbereitende Maßnahmen bei eventuellem Hochwasser beim Eisgang auf der Donau gesprochen.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.03.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 18. bis 22. Februar 1963 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt Bogen sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Petzendorfer Jakob, Stockwies, Gde. Hunderdorf, Neubau einer Jauchegrube mit Düngerstätte … Reichl Xaver, Windberg, Neubau einer Garage; Loichinger Otto, Böhmhäusl, Gde. Windberg, Aufstockung des Wohnhauses.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.03.1963


Vom Standesamt Bogen
Bogen.
Im Februar verzeichnete das Standesamt der Stadt Bogen 19 Geburten, eine Trauung und sieben Todesfälle.
Geburten: … Manuele Elisabeth Grüll, Bauernholz, Gde. Hunderdorf … Heinrich Josef Zwickenpflug, Staudach, Gde. Windberg; Petra Ernestine Wölfl, Hunderdorf …
Quelle: Bogener Zeitung, 06.03.1963


Windberg. (Vom Trachtenverein) Am Samstag, 9. 3. ist wieder Vereinsabend mit Plattlerprobe um 20.00 Uhr im Vereinslokal.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.03.1963


Mädchenklasse erhielt den Hauptpreis
Je 1 Buch für die Lösung des 11. Preisausschreibens für politische Bildung für die Mädchen – Knaben erhielten Trostpreis
Hunderdorf. Seit einigen Jahren wird von der Bundeszentrale für Heimatdient ein Preisausschreiben zur politischen Bildung der

Unser Bild zeigt die Mädchen der 8. Klasse, die eben ihre Preise erhalten haben.

Schüler durchgeführt. Da diese Fragen zugleich ein Prüfstein für die in der Schule gesammelten Kenntnisse in der Sozialkunde sind, lassen es sich viele Lehrkräfte der Oberstufe mit ihren Schülern nicht entgehen, sich daran zu beteiligen. Die Fragen zu diesem Preisausschreiben umfassen ein weites Gebiet und neben dem Wissen über die Eigenschaften von guten Demokraten, der Kenntnis der Rechte und Pflichten des Staatsbürgers in den verschiedenen Altersstufen wird auch das Grundgesetz und das Wissen über die Gemeinschaften der Freien Welt zum Inhalt dieser Aufgaben gemacht.
Die Oberklassen der Volksschule hatten sich beim letzten Preisausschrieben beteiligt und waren mit ihren richtigen Ergebnissen zur Auslosung gekommen. Während aber die Mädchenklasse einen Hauptpreis bekam, mußten sich die Knaben mit einem Trostpreis begnügen.
Vor wenigen Tagen trafen nun die Gewinne ein und jedes Mädchen erhielt ein Buch von H. P. Richter „Damals war es Friedrich“. Es schildert das Schicksal eines Judenkindes, das während des Hitlerregimes aus der Gemeinschaft ausgestoßen wird und als Mensch zweiter Klasse die letzte menschliche Einsamkeit und Angst kennenlernt.
Die Freude der Mädchen über diesen Preis war groß, haben sie sich doch schon seit einigen Jahren an diesen Wettbewerben beteiligt und noch nie einen Preis gewonnen.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.03.1963


Aus dem Polizeibericht
Bogen.
In Hunderdorf wurde ein junger Pkw-Fahrer beschuldigt, beim Abbigeen nach links die Richtungsblinker nicht oder zu spät betätigt zuhaben. Ein nachkommender Pkw erlitt dadurch einen Sachschaden von ca. 200 DM. … In einem anderen Fall wurde in Großlintach aus einem Schuppen einer Gastwirtschaft ein Motor im Werte von 200 DM gestohlen. Um zweckdienliche Hinweise bittet die Landpolizeistation Bogen …
Quelle: Bogener Zeitung, 09.03.1963


Hauptversammlung der Gewerkschaft Holz
Hunderdorf.
Die Gewerkschaft Holz, Verwaltungsstelle Hunderdorf; führt am Sonntag um 9 Uhr ihre Jahresversammlung durch. Es spricht der Bezirksleiter von Südbayern, Josef Knöferl aus München, zu aktuellen gewerkschaftlichen Themen. Alle Mitglieder sind zu dieser Versammlung eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.03.1963


Sanitätslehrgang in Hunderdorf
Hunderdorf.
Am kommenden Mittwoch beginnt um 20 Uhr bei Sandbiller der Sanitätslehrgang für die Gruppen Windberg, Steinburg, Neukirchen und Hunderdorf. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.03.1963


Bunter Abend
Steinburg.
Die Leitung der Volksschule Steinburg veranstaltet mit der Gemeindeverwaltung am heutigen Samstag in der Halle der Brauerei Berger um 19.30 Uhr einen Bunten Abend. Zur Gestaltung des Programmes konnte das Orchester der Liedertafel Bogen, unter Leitung von Rudolf Weber, gewonnen werden. Das Motto des Abends ist: Musik – Humor – Gesang. Als Ansager wir sich Stadtoberinspektor Sepp Deschl, Bogen vorstellen, der als Humorist einen guten Ruf genießt. Bekannte Humoristen und Sänger aus der Gemeinde n dem Landkreis werden eine Reihe Einakter, Solovorträge, humoristische Schwänke und Lieder vortragen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.03.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 25. 2. – 1. 3. 1963 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Klein Johann, Thannanger, Gde. Hunderdorf, Verlängerung der Scheune; Meier S., Hunderdorf, Verlängerung der Scheune; Schindlmeier Maria, Starzenberg, Neubau eines Hühnerstalles … Höcherl Alois, Ellaberg, Gde. Gaishausen, Neubau einer Scheune mit Stall; Engl Johann, Gaishausen, Neubau einer Scheune mit Stallung …
Quelle: Bogener Zeitung, 11.03.1963


Fatimatag in Hl. Kreuz
Windberg.
Morgen Mittwoch wird in der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz bei Windberg wieder der Fatimatag gefeiert. Am Vormittag sind um 6.30, 7.15 und 8.30 Uhr in Windberg Hl. Messen, die Feierstunde mit Predigt beginnt um 14 Uhr in Heilig Kreuz.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.03.1963


Rotes Kreuz hält Erste-Hilfe-Kurs
Steinburg.
Auf vielseitigen Wunsch führt das Bayer. Rote Kreuz auch für die Gemeinde Steinburg wieder einen Grundausbildungslehrgang für die Erste Hilfe durch. Der Lehrgang beginnt am Montag, den 18. März 1963, abends um 20.00 Uhr im Nebenzimmer der Brauerei Berger. Anmeldungen hierzu werden bis zu diesem Zeitpunkt bei Frau Maria Berger entgegen genommen. Der Lehrgang ist kostenlos.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.03.1963


Sanitätslehrgang verschoben
Hunderdorf.
Der für heute Mittwoch vorgesehen Beginn des Sanitätslehrgangs der Kolonne II muß aus technischen Gründen auf Mittwoch, 20. März verschoben werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.03.1963


Bunter Abend war ein voller Erfolg
Steinburg.
Der „Bunte Abend“, den die Schulleitung und die Gemeindeverwaltung am Samstag veranstalteten, wurde ein voller Erfolg. Die große Halle der Brauerei Berger war vollbesetzt und viele Besucher konnten nicht einmal mehr einen Stehplatz erobern.
Das Orchester der Liedertafel Bogen eröffnete mit einem schwungvollen Marsch, hervorragend dirigiert, von Rudolf Weber, den bunten Reigen der Musik, Gesang und Humor. Sepp Deschl, Bogen, als Sprecher, riß das Publikum mit und bald waren alle Besucher selbst Mitwirkende, die so begeistert mitmachten, daß der Ansager spontan in den Saal rief: „Ihr seid ein wunderbares Publikum.“
Beifallstürme lösten die Violinsoli des Orchesterdirigenten Weber aus. Es ist unmöglich, zu bestimmen, welches vorgetragene Stück das beste war. Es ist auch nicht möglich, bei einem Programm von 26 Punkten jede einzelne Nummer zu beschreiben. Das erwähnte auch Bürgermeister Berger in seiner Schlußansprache. Bewunderung löste unter den Zuschauern der reibungslose Ablauf des Programms aus, das bis ins Kleinste vorbereitet war. Der Reinerlös der Veranstaltung wird für die Gestaltung der Außenanlagen der Schule verwendet.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.03.1963


Trachtler fahren nach Elisabethszell
Hunderdorf.
Am Samstag um 28.30 Uhr treffen sich die Trachtler zu einer Plattlerprobe im Gasthaus Baier. Um 19.30 Uhr erfolgt die Abfahrt des Vereins nach Elisabethszell, wo man beim dortigen Trachtenverein einem Vereinsabend beiwohnen will. Die Fahrt nach Elisabethszell erfolgt mit privaten Fahrzeugen.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.03.1963


Bauerntheater Endres kommt
Steinburg.
Rund 250 Jahre existiert die Theatergruppe Endres aus Landshut, und immer hat sie gute Bauernstück e auf ihrem Programm. Daß sie damit keinen Fehlgriff macht, beweisen die guten Erfolge. Sie bietet vor allem eine schöne Bühnenaufmachung, verwendet erstklassige historische Kostüme und bringt uns eine Zeit nahe, die wir nur noch aus Büchern oder Hörensagen kennen. Die Theatergruppe Endres führte in den letzten Wochen in der hiesigen Gegend mehrmals altbekannt und bewährte Theaterstücke auf und erntete überall viel Beifall. Am Sonntag wird sie nach längerer Unterbrechung auch in Steinburg, Brauerei Berger, gastieren und um 15 Uhr für Kinder und Erwachsene das Volksstück „Die schwarze Frau aus dem Harzgebirge“ und abends um 20 Uhr (für Jugendliche und Erwachsene) das Wildererstück aus dem 17. Jahrhundert „Matthias Klostermeier, genannt der bayerische Hiasl“ aufführen. Diese Stücke zeigen, daß die Volkskunst immer noch in den Herzen der Bayern lebt. Ein guter Besuch der Aufführung dürfte der schönste Lohn für die Theatergruppe sein.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.03.1963


Werkzeugkasten gefunden
Hunderdorf.
Auf der Straße von Oberalteich nach Lintach wurde ein Werkzeugkasten mit Inhalt gefunden. Der ehrliche Finder hat ihn bei der Gemeinde Hunderdorf abgegeben. Dort kann er vom Verlierer abgeholt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.03.1963


Gewinn beim PS-Sparen
Hunderdorf.
Bei der letzten Prämienauslosung im PS-Sparen fiel auf eine Sparerin in Hunderdorf ein Hauptgewinn von 1000 DM. Damit wurde von der Nebenstelle Hunderdorf der Kreissparkasse bereits das zweite Mal ein Haupttreffer ausgezahlt.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.03.1963


Volksschüler absolvieren Lehrgang in Erster Hilfe
Hunderdorf.
 Weinige Wochen nachdem die Oberklasse der Mädchen ihren Lehrgang in Erster Hilfe abgeschlossen hatte, stellten sich nun auch die Knaben des 7. und 8. Schülerjahrganges einer Prüfungskommission, bestehend aus Kreisgeschäftsführer Novak, dem Kreisbeauftragten für Ausbildung, Herrn Niedermeier, sowie Kreiskolonnenführer Klar. Rektor Hösl war ebenfalls bei der Prüfung anwesend. Immer wieder muß bei Unfällen jeder Art die Feststellung gemacht werden, daß durch falsche Behandlung der Verletzten weitere Schäden hervorgerufen werden.
Anschließend zeigten die Buben, was sie in den letzten Wochengelernt haben. Es galt vor den Augen der Prüfungskommission eine Kopfverletzung, eine Schnittwunde an der Innenhand, eine Schlagaderblutung am Unterarm, eine Verbrennung und eine Wadenverletzung zu verbinden. An einem „Ertrunkenen“ mußten Wiederbelebungsversuche angestellt werden, ein Oberschenkelbruch war zu schienen und schließlich mußte ein Lungenstich behandelt werden. Recht geschickt unterzogen sich die Buben diesen Aufgaben und Ausbildungsleiter Niedermeier sprach den Prüflingen seine Anerkennung aus.
Rektor Hösl überreichte an die Prüflinge die Ausweise für die Absolvierung des Grundausbildungslehrganges.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.03.1963


Der „Rutsch’nWirt“ wurde 75 Jahre alt
Gemeindeverwaltung und Feuerwehr Steinburg gratulierten Josef Solcher zu seinem Ehrentag
Steinburg.
Der weit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus bekannte Gastwirt und Viehkaufmann Josef Solcher feierte am Samstag seine 75. Geburtstag. Unter den zahlreichen Gratulanten, die sich in seinem Gasthaus einfanden, waren auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Steinburg, welcher der Jubilar schon 52 Jahre angehört. Auch die Gemeindeverwaltung war vollzählig vertreten.
Josef Solcher erblickte am 16. März 1888 als Sohn der Eheleute Benedikt und Franziska Solcher, geb. Gschwendtner, das Licht der Welt. Seine Eltern hatten das große Schloßgut Steinach gepachtet, welches sie 50 Jahre bewirtschafteten. Der Jubilar verbrachte seine Kinderzeit in der Gemeinschaft seiner fünf Brüder. Aber schon bald wurde er zu den Arbeiten im elterlichen Betrieb herangezogen. Nach der Schulentlassung wurde er erster Bursche bei der Brauerei Berger. Nach Beendigung der Lehrzeit arbeitete er bei der „Dortmunder Aktienbrauerei“. Da aber sein Bruder, der in der elterlichen Landwirtschaft mitarbeitete, schwer verunglückte, mußte Solcher seinen Dienst in Dortmund kündigen, um daheim aushelfen zu können. Nach Gesundung des Bruders nahm er eine Stelle beim Setz-Bräu (heute Brauerei Moos) an und arbeitete dort bis zur Einberufung zur aktiven Militärzeit, die er dann beim 13. Inf.-Regt. „Kaiser Wilhelm“ in Amberg ableistete. Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges kam der Jubilar an die Westfront. Er wurde beim Sturm auf Luneville gefangen genommen. Nach drei Tagen jedoch konnte er fliehen und sich zu seiner Einheit durchschlagen.
Am 2. April 1919 heiratete Solcher die Brauereibesitzerstochter Anna Berger und übernahm die „Bräuhausschenke“ in Wegern, die er in den folgenden Jahren ausbaute. Vomn den vier Kindern des Ehepaares Solcher starb eines im Kindesalter und ein Sohn fiel im zweiten Weltkrieg.
Die Vorstandschaft der Freiwilligen Feuerwehr überreichte dem Jubilar einen Geschenkkorb als Anerkennung für seine Treue. Die Gemeindeverwaltung würdigte ebenfalls mit einem Blumengeschenk die jahrzehntelange Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.03.1963


Viele Pilger in Hl. Kreuz
Windberg.
Sehr viele Pilger waren am Dreizehnten zur Fatimafeier nach Hl. Kreuz gekommen, davon manche, die weite Strecken zu Fuß gegangen waren. H. Pfr. Pater Ephrem sprach über den Wunsch der Gottesmutter an uns: „Gebet und Opfer“, was gerade in der Fastenzeit not tue. Die Andacht schloß mit der Weihelitanei.
Eine besondere Freude für die Pilger war der neue kleine Altar, der eine würdige Stätte für die Fatimastatue darstellt. Ein junger Bauer der Umgebung hatte viele Winterabende geopfert, um der Statue eine geeignete Umrahmung zu geben.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.03.1963


Die Engel mit dem Wassersack
ABC-Abwehrkompanie 4 versorgt notleidende Bevölkerung
Mitterfels.       
 „Hilfe! Wir haben kein Wasser mehr!“ Seit Dezember ist in Mitterfels das Wasser kostbarstes Gut. Die Einwohner stehen Schlange für einen Eimer Wasser. Der Bürgermeister wird täglich bestürmt. Von den Müttern, deren Kleinkinder gebadet werden müssen; von Familien, die einen Kranken zu versorgen haben. Bürgermeister Hafner wandte sich an die Bundeswehr mit der Bitte um Hilfe. Im Bereich der 4. Panzergrenadierdivision hält die ABC-Abwehrkompanie in Bogen die Wasserversorgung in Mitterfels und einigen weiteren Ortschaften aufrecht. Wasserlieferungen nach Grafenau für das Krankenhaus warenbesonders dringend. Als in der Kaserne in Freyung ein Wasserrohrbruch erfolgte, trat die ABC-Abwehrkompanie auch hier in Aktion. Nach Mitterfels kommen sie dreimal im Monat, die Engel, von denen eine gewichtige Einheimische sagte: „Wenn die net warn, warn mer scho längst verdurscht!“ Wir fuhren nach Mitterfels und überzeugten uns von der Lage, die eine ganze Ortschaft fragen läßt: Wann kommt wieder Wasser? Wann kommen die Bundeswehrler?
Der hübsche Ort leidet seit der Frostperiode unter der bisher größten Wassernot. Die Einwohner stehen mitten in der Nacht auf, um aus den Wasserleitungen spärlich rinnendes Wasser für den wichtigsten Küchenbedarf des nächsten Tages zugewinnen. Am Tage versiegt der Strom geringer Reserven. Die Einwohner können sich kein Bad leisten, reicht das Wasser doch kaum zur üblichen Körperwäsche. So war in den letzten beiden Monaten die Pflege der Kleinkinder eines der ernstesten Probleme der Einwohner. Sie haben versucht – in unserer Zeit kaum vorstellbar – in großen Behältnissen Schnee aufzutauen. Der Erfolg lohnte die Mühe nicht. In den Ställen schreit das Vieh von früh bis abends nach Wasser. Die Molkereigenossenschaft bei Bogen hat einen starken Rückgang der Milchlieferungen aus Mitterfels und den anderen betroffenen Ortschaften festgestellt. Die hiesige Schlächterei holt sich den dringendsten Bedarf an Wasser in eigenen und geliehenen Behältern aus anderen Ortschaften. Der Mangel an Wasser ließ die Gemeindeverwaltung zu drakonischen Sparmaßnahmen greifen: Nur die wichtigste Kleidung darf gewaschen werden; Bauwasserentnahme sowie die Benützung des Wassers zum Wagenwaschen sind strengstens verboten.
Wir sprechen mit Bürgermeister Hafner von Mitterfels: Die heuer besonders krasse Wasserknappheit ist zum großen Teil auf die sechs Monate anhaltende Trockenperiode im letzten Jahr zurückzuführen, die einen Teil der Quellen austrocknen ließ. Mit dem ersten Frost im Herbst froren die anderen Quellen auch noch zu. Hinzu kamen die Anschlüsse von Haselbach, Landasberg und einzelner Leitungen von Gaishausen, sowie die rasche Ausdehnung von Mitterfels selbst. Schon in den letzten Jahren haben die fünf ortseigenen Quellen nur noch gerade genug Wasser hergegeben. Gärten werden nicht mehr angelegt, denn Gartenspritzen ist verboten. Selbst die Blumen auf den Fensterbänken sind nach und nach verschwunden. 36 000 Mark hat die Gemeinde allein zur Bohrung eines Tiefbrunnens bei Aigen aufgewendet. Der Versuch endete erfolglos, als man bei 65 Meter Tiefe auf Granit stieß. Im Mai 1962 haben sich Hunderdorf, Mitterfels und Haselbach zu einem Zweckverband zur Wasserversorgung zusammengeschlossen. Man hofft, durch den Ankauf neuer Quellen der Wassernot endgültig Herr zu werden.
Seit 1. Januar 3 Millionen Liter Wasser
Es sind 23 Soldaten, die seit Beginn des Jahres 3 Millionen Liter Wasser befördert haben. Schon um 04.00 Uhr früh beginnt ihre Arbeit, wenn sie die Lkw 5to mit Gummibehältern beladen, je 4 Behälter a´ 1000 Liter auf einem Wagen. Bei ihrer ersten Ankunft war ganz Mitterfels auf den Beinen. Die Leute kamen mit Eimern, Töpfen und Krügen aus den entlegensten Winkeln; Männer und Frauen, ja sogar Kinder schleppten Wasser. Der erste Vorrat von 50 Fahrten war jedoch so schnell verbraucht, daß Feldwebel Spitzer, der Führer des Kommandos, beschloß, künftige Wasserlieferungen direkt in den gemeindeeigenen Wasserhochbehälter zu pumpen. So konnte das Wasser besser rationiert werden und die Einwohner hatten ihr „Wunder“: das erste Mal seit Monaten Wasser wieder aus der Wasserleitung.
Die Einwohner von Mitterfels sehen in den Soldaten mit den oliven Arbeitsanzügen so etwas wie Engel, die selbst bei kältesten Temperaturen den ganzen Tag auf Achse sind. Die Frauen der Ortschaft übernahmen wie selbstverständlich die Verpflegung „ihrer Soldaten“. Sie kochen Kaffee, bringen ihn auf die Straße oder laden die Soldaten zu einem Sprung in die warme Küche.
Wenn die ABC-Abwehrkompanie spät in der Nacht den Rückweg in die Kaserne antritt, hat sie den Behälter der Gemeinde 200 000 Liter Wasser zugeführt. Hierzu der Gemeindediener und Wasserkassier: „In ganz schlechten Zeiten hatte eine dreiköpfige Familie nicht mehr als einen einzigen Liter Wasser pro Tag, und den auch nur, weil die Soldaten eingesprungen sind.“ Trotz der Notlage behielten de Einwohner von Mitterfels ihren Humor. Auf unsere Frage begründete eine Frau im Gemischtwarenladen den Segen durch die Bundeswehr mit dem Hinweis: „Gäb es die Soldaten nicht, oh mei. Wir müßten mit Bier kochen“.
Großbrand gelöscht
Anders beurteilt man die Bedeutung der Wassertransporte in Grubweg. Die Soldatenbefanden sich auf dem Rückweg von Freyung nach Bogen, als sie in Grubweg einen Feuerschein sahen. Dort stand die Maschinehalle einer Baufirma in Flammen. Das Feuer drohte auf die Gebäude der benachbarten Ziegelfabrik überzugreifen. Wohl war die Feuerwehr an Ort und Stelle, doch fehlte ihr das Wasser zur Bekämpfung des Brandes. In höchster Eile fuhren die Soldaten nach Freyung zurück, füllten dort die Gummibehälter ihrer Wassertransporter und rasten nach Grubweg zurück. Jetzt konnten die Schläuche der Feierwehr angeschlossen werden und in Aktion treten. Die Gefahr, daß die Fabrik völlig ausbrannte, wurde gebannt und großer Schaden vermieden.
Wasserrohrbrüche werden nach dem Ende eines ungewöhnlich strengen Winters im ganzen Bundesgebiet auftreten. Sie werden Mitterfels allerdings nach den letzten Monaten kaum noch erschüttern können. Daß den Einwohnern die Wassersorge in Zukunft erspart bleiben möge, ist ihnen und en Soldaten der ABC-Abwehrkompanie 4 zu wünschen. Die von Wasser einstweilen genug haben.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.03.1963


Bauerntheater Endres begeisterte die Zuschauer
Steinburg.
Wie sehr die Menschen noch an Volks- und Brauchtum festhalten, erlebte man am Sonntag nachmittag und abend, als die Theatergruppe Endres zwei Volksstücke aufführte. Bei beiden Aufführungen war der Saal vollbesetzt. Viel Beifall und Applaus ernteten alle Spieler ohne Ausnahme. Am kommenden Samstag gastiert die Theatergruppe Endres noch einmal in Steinburg, und zwar um 15 Uhr mit dem Theaterstück „Der Kampf mit dem Drachen“ und abends, 20 Uhr, mit dem Stück „Das Erbe vom Steinhof“.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.03.1963


Generalversammlung der Raiffeisengenossenschaft
Windberg.
Die Mitglieder der Raiffeisengenossenschaft Windbergs treffen sich am Samstag um 13 Uhr im Gasthaus Wagner zur Generalversammlung. Auf dem Programm stehen u. a. der Jahresabschluß 1962 und die Beschlußfassung über eine Verschmelzung der Windberger und Hunderdorfer Genossenschaft.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.03.1963


Farblichtbildervortrag
Windberg.
 Zu einem Farblichtbildervortrag lädt Josef Plager am Sonntag um 19.30 Uhr ins Gasthaus Wagner in Windberg ein. Schöne Plätze in Österreich, Schweiz und Norditalien zeigt der erste Teil der Bildserie sowie Bilder aus dem Bayerischen Wald. Die Gemeinde Windberg und ihre Bewohner sind das Thema des zweiten Teiles, in dem Bilder auch von Ereignissen der letzten sechs Jahre gezeigt werden. Manche werden sich oder ihre Kinder wiedersehen bei kirchlichen Ereignissen, bei der Arbeit und bei fröhlichem Spiel. Der Eintritt ist frei.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.03.1963


Windberg. (In der Gemeinde) liegen di eneuen Perosnalausweise, die schon seit längerer Zeit beantragt worden sind, zur Abholung berteit.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.03.1963


Versammlung des Bauernhilfsvereins
Hunderdorf.
Am kommenden Sonntag findet um 15 Uhr im Gasthaus Edbauer die Jahresversammlung des Bauernhilfsvereins Neukirchen-Windberg statt. Alle Mitglieder und Interessenten werden dazu freundlich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.03.1963


Elternversammlung
Hunderdorf.
Im Anschluß an die Nachmittagsandacht findet am Sonntag im Schulhaus eine Elternversammlung statt. Schulleiter Hösl wird einige wichtige schulische Angelegenheiten besprechen. Hernach können die Eltern bei den Klaßlehrern vorsprechen.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.03.1963


Wassernot behoben
Mitterfels.
Tauwetter und Regen haben in Mitterfels die Wassernot, die acht Monate dauerte, beendet. Seit etwa einer Woche liefern die Quellen wieder genügend Wasser. Die Schüttung dürfte auf drei Liter in der Sekunde angestiegen sein. Kurz zuvor haben die Tankwagen der ABC-Kompanie der Bundeswehr Bogen den Hochbehälter in Buchberg nochmals aufgefüllt.
Wenn nicht eine neue Trockenperiode im Laufe der kommenden zwei Monate eintritt, ist die Wasserversorgung endgültig gesichert. Ein Bautrupp der Firma Klug aus Regensburg hat die Arbeit am Leitungsstrang Hunderdorf-Mitterfels schon am 5. März wieder aufgenommen. Ein zweiter Bautrupp wird nach Beendigung einer kleineren Aufgabe in Haselbach die Strecke von Buchberg aus in Angriff nehmen. Es besteht die Möglichkeit, daß Ende Mai oder Anfang Juni das Wasser von Hunderdorf nach Mitterfels gepumpt werden kann.
Damit ist eines der schwierigsten Probleme des Luftkurortes Mitterfels aus der Welt geschafft. Das Jahr 1962 und den Winter 1962/63 werden die Mitterfelser so schnell nicht vergessen. Wäre nicht die Hilfe der ABC-Kompanie der Bundeswehr Bogen und der Einsatz des Tanklöschfahrzeuges der Stadt Bogen gewesen, so wäre die Ausrufung eines öffentlichen Notstandes unvermeidlich gewesen. Die eingesetzten Tankfahrzeuge konnten die Wassernot zwar nicht beheben, der Wassertransort half aber, doch immer wieder über die schlimme Zeit hinweg. Gespannt ist man jetzt darauf, wie sich der Beginn der Bautätigkeit in Mitterfels und Haselbach auswirken wird. Unter Umständen wird eine erneute Bauwassersperre in Betracht gezogen, wenn es not wenig ist.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.03.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 4. – 8. 3. 1963 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt wurden folgende Baugesuche eingereicht: … Höpfl Rupert, Hoch, Gde. Gaishausen, Umbau des Wohnh. Und Stallung … Baier Xaver, Hofdorf, Gde. Hunderdorf, Neubau einer Garage … Obermeier Anna, Au v. W., Gde. Steinburg, Dachzimmermausbau; Hornberger Josef, Haselquanten, Gde. Steinburg, Neubau einer Lagerhalle, Garage und Anbau eines Vorbaues; Huber Maria, Schafberg, Gde. Steinburg, Neubau eines Kamins und Neubau einer Garage mit Waschküche …  Karl Johann, Mittermühl, Gde. Windberg, Neubau einer Garage …
Quelle: Bogener Zeitung, 23.03.1963


Pkw stieß Fußgänger über die Böschung
Bogen.
Auf der Gemeindestraße Bogen-Hunderdorf geriet ein Personenwagen beim Bremsen auf die linke Straßenseite, stieß einen Fußgänger über die Böschung und stellte sich anschlie0end quer über die Fahrbahn. Ein nachfolgender Pkw fuhr auf den querstehenden Wagen auf. Bei dem Unfall entstand geringer Sachschaden. Die Landpolizei Bogen nahm den Unfall auf.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.03.1963


Frau Gmeinwieser 75 Jahre alt
Hunderdorf.
Am Montag kann Frau Hedwig Gmeinwieser von Hoch ihr 75 Wiegenfest feiern. Das Licht der Welt erblickte sie, einen geborene Arnold, in Lintach. Schon mit 10 Jahren mußte sie ihr Brot bei verschiedenen Bauern als Hausmädchen selbstverdienen. Mit 22 Jahren verehelichte sie sich mit dem Landwirt und Zimmermann Georg Gmeinwieser von Hoch. Von den neuen Kindern, die sie ihm in die Wiege legte, starben zwei im Kindesalter. Während des ersten Weltkrieges lastete die ganze Sorge um die Kinder und das Anwesen auf ihren Schultern, aber tapfer trug sie die schwere Bürde, bis ihr Mann wieder aus dem Felde zurückkam. Der Zweite Weltkrieg traf sie viel härter, kamen doch von ihren fünf Söhnen nurmehr zwei aus dem gnadenlosen Krieg zurück. Schwer nagte der Schmerz an der Gesundheit der Mutter. Heute lebt die Jubilarin, die erst im vorletzten Jahr mit ihrem Gatten das goldene Hochzeitsjubiläum feiern konnte, im wohlverdienten Austrag bei ihrem jüngsten Sohn, der den Hof übernommen hat. Zu ihrem Jubeltag wünschen die Kinder, Enkel und Urenkel der leiben Mutter und Oma noch recht viele Jahre in bester Gesundheit. Auch wir schließen und diesen Wünschen für einen recht glücklichen Lebensabend an.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.03.1963


Windberg erhielt BRK-Unfallhilfsstelle
Windberg.
Ein Höhepunkt der Windberger Rotkreuzarbeit war an diesem Wochenende eine kleine Feierstunde im Gasthaus Wagner in Windberg. Der Leiter der Windberger Gruppe, Kreiskolonnenführer Oberlehrer Klar konnte als Gäste u. a. Bürgermeister Kittenhofer und Kreisgeschäftsführer Nowak begrüßen. Zwei Mitgliedern, den Geschwistern Rita und Alfons Frankl wurden dann die Urkunden über die Teilnahme am Gruppenführerlehrgang überreicht. Ein erfreulicher Rückblick über die vielfältige Arbeit der letzten Monate schloß sich an. Viele Aktive meldeten sich zur Sanitätsausbildung, die an diesem Mittwoch in Hunderdorf beginnt und die Weiterführung der Ausbildung in den Kursen über Erste Hilfe darstellt.
Lebhafter Beifall folgte den Worten von Herrn Nowak, als er bekannt gab, der Kreisverband schenke der Windberger Gruppe eine vollständige Unfallhilfsstelle von beträchtlichem Werte. Dies sei vor allem eine Würdigung der guten Arbeit, die in Windberg seit Bestehen der Gruppe geleistet werde. Gruppenführer Josef Wurm dankte im Namen aller Mitglieder. Aufgaben und Anwendung der Hilfsstelle erläuterte der Kolonnenführer. Sie sei in erster Linie für rasche Hilfe bei größeren Unfällen bestimmt. Sie wird im Gasthaus Wagner in Windberg deponiert.
Bürgermeister Anton Kittenhofer dankte im Namen der Gemeinde und sprach den Wunsch aus, es möge nie ein Einsatz notwendig werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.03.1963


Elternversammlung
Hunderdorf.
Am kommenden Soontag findet um 14.30 Uhr in der Schule ein gemeinsamer Elternabend statt. Schulleiter Hösl wird das Thema „Wir wünschen uns einen Turngarten“ behandeln und Lichtbilder über den Turngarten in Sünching zeigen. Anschließend haben die Eltern Gelegenheit zur Aussprache mit den Lehrkräften ihrer Kinder. Alle Eltern sind zu diesem Elternabend höflich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.03.1963


Nach Gottes hl. Willen verschied am Samstag mein lieber Lebenskamerad, unser herzensguter Vater und Opa, unser lieber Bruder
Emil Gafert
Landwirt aus Mühlwitz/Schlesien

im 73. Lebensjahr.
Hunderdorf, 24. 3.1963
In stillem Leid:
Pauline Gafert
mit Töchtern und Enkelkindern
Beerdigung am Dienstag, 26. 3. 1963, um 14.00 Uhr in Bogen.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.03.1963


Gott der Herr hat meinen lieben Mann und Bruder
Herrn Dr. Manfred Reichsfreiherr von Pawel-Rammingen
Diplomat und Major a. D.
k. u. k. Kämmerer und Ehr u. Dev. Ritter des Souv. Malteser Ordens
im Alter von 82 Jahren zu sich genommen.
Straubing, Graz, Wien, den 24. März 1963
In tiefer Trauer:
Baronin Martha von Pawel-Rammingen
Baronin Margarethe von Pawel-Rammingen
, Schwester
Baron Dr. Manuel von Pawel-Rammingen, Bruder mit Familie
Seelengottesdient am Dienstag, 26. 3. 1963, um 8 Uhr früh in St. Josef. Beerdigung nachmittags 2 Uhr in St. Michael.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.03.1963


Raiffeisengenossen billigen Zusammenschluß
Auflösung der Kelterei für etwa drei Jahre zurückgestellt – Zahl der Mitglieder auf 182 angestiegen
Windberg.
 Die Generalversammlung des Raiffeisenverbandes am Samstag im Gasthaus Wagner war außerordentlich gut besucht. In Vertretung von Vorstand Schranz begrüßte Aufsichtsratsmitglied Förg die Referenten und die Mitglieder. Der Jahresabschluß 1962, den Revisor Hensler gab, reigte für dieses Jahr eine günstigere Entwicklung als ursprünglich angenommen worden war. Der aus früheren Jahren herübergenommene Verlust vergößerte sich nichtmehr, konnte aber auch nicht verringert werden. Ferner hat sich die Zahl der Mitglieder um 10 auf 182 vergrößert. Herr Hensler gab der Versammlung den Vorschlag des Vorstandes bekannt, das 1962 entstandene Defizit von 265 DM vorzutragen und die Sanierungsbedingungen anzunehmen.
Die Sanierungsbedingungen waren bereits bei der letzten Versammlung im Dezember bekannt gegeben worden: Die Genossenschaft Windberg muß ihre Selbständigkeit aufgeben, die Geschäftsstelle in Hunderdorf und die Filiale in Windberg sind mit je einem hauptamtlichen Fachmann zu besetzen, die noch ausstehenden Mitgliedspflichtanteile sind einzuziehen (sie werden nach der Vereinigung mit Hunderdorf 100 DM betragen) und die Obstkellerei ist aufzulösen. Bezirksverbandssekretär Gerstle gab nun bekannt, daß die Auflösung der Kelterei für etwa drei Jahre zurückgestellt worden sei. Sollte sich in dieser Zeit kein Verlust zeigen, werde sie erhalten bleiben, da es allein schon ein Gewinn für die Mitglieder bedeute, wenn sie eine Gelegenheit hätten, ihr Mostobst verkaufen oder verwerten zu können. Selbst wenn in Windberg aus zurückliegenden Jahren kein Verlust vorhanden wäre, läge ein Zusammenchluß im Zuge der Zeit. Die Wirtschaft werde von Konzernen bestimmt; heute sei nur mehr ein Großbetrieb leistungsfähig. Die Konkurrenz sei auch auf landwirtschaftlichen Gebiet im Wachsen. Die Verlegung der Verwaltung nach Hunderdorf helfe zudem Kosten sparen. In Windberg bleibe der Betrieb wie bisher erhalten. Wenn auch der Windberger Mitgliederstand wesentlich größer sei und auch die Summe der Spareinlagen, so sei es dennoch am gerechtesten, den Vorstand zu gleichen Teilen mit Vertretern Windbergs und Hunderdorfs zu besetzen. Obwohl in Hunderdorf der Warenverkehr wieder aufgenommen worden ist, wird doch die neue vereinigte Genossenschaft durch den großen und festen Kundenkreis belebt werden, den Windberg mitbringt. Ferner ist vorgesehen, die neue Genossenschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (bisher unbeschränkt) umzuwandeln, da sonst nach der neuen Gemeindeordnung die Mitgliedschaft der Gemeinden nicht mehr möglich ist.
Die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses betonte auch Direktor Braun. Die Raiffeisengenossenschaft sei gegründet worden, die Not zu überwinden. Heute habe sie die Aufgabe, leistungsfähig zu bleiben.
Bevor es zur schriftlichen Abstimmung kam, entstand noch einmal eine Diskussion. Hier zeigte es sich, daß der Gedanke eines Zusammenschlusses nicht negativ aufgenommen worden war, die Organisationsformen der neuen vereinigten Genossenschaft aber nicht alle überzeigen konnten. Es stand zur Abstimmung Annahme der gestellten Bedingungen und damit Sanierung des Defizites durch den Verband oder Aufteilung der Schulden unter die Mitglieder. Vor diesem Hintergrund ergab die Abstimmung: 73,5 Prozent für eine Auflösung, 22,0 Prozent dagegen und 4,4 Prozent Stimmenthaltungen.
Abschließend wurde noch bekanntgegeben, daß für die Windberger Filiale als Verwalter Josef Weber aus dem Landkreis Wegscheid vorgesehen ist. Für die in Hunderdorf neu zu wählende Vorstandschaft wurden einige Windberger Kandidaten aufgestellt. Den Landwirten gab Baywa-Verwalter Graham einige wertvolle Ratschläge.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.03.1963


Karl Reichelt 80 Jahre alt
Hunderdorf.
Heute Mittwoch kann Herr Karl Reichelt in erstaunlicher körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag feiern. Sein reges Interesse gilt immer noch dem politischen Geschehen und gerne sieht er sich auch ein Fußballspiel an. Herr Reichelt, der 1945 aus Breslau vertrieben wurde, hat sich mit seiner Frau gut in Hunderdorf eingelebt und genießt die Wertschätzung seiner Mitbürger. Jeden Tag kann man ihn im Dorf antreffen, wo er Besorgungen macht oder noch rüstig herumspaziert. Zu seinem Ehrentag gratulieren ihm die Kinder, Enkel und Urenkel. Die Bogener Zeitung schließt sich mit den besten Wünschen für ihren treuen Leser an.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.03.1963


Pfarrei gratuliert dem früheren Kooperator
Hunderdorf.
Anläßlich der Ernennung von H. H. Prior Michael v. d. Hagen vom Kloster Windberg zum Geistlichen Rat, wünscht die Pfarrgemeinde Hunderdorf dem ehemaligen Kooperator viel Glück und Gottes Segen. H. v. d. Hagen war vor allem in den Jahren zwischen 1924 und 1935 zeitweise als Kooperator in Hunderdorf tätig und ist besonders der älteren Genration noch lebhaft in Erinnerung. Seither ist auch die Verbundenheit der Pfarrei mit dem Priester geblieben und nicht selten hat H. von der Hagen in späterer Zeit in der Pfarrei Hunderdorf ausgeholfen.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.03.1963


Gott, der Herr, nahm schnell und unerwartet, am Sonntag, 24. März 1963, wohlvorbereitet durch die hl. Sterbesakramente, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante
Jungfr. Anna Primbs
in Meidendorf

im 52. Lebensjahr zu sich in sein ewiges Reich.
Meidendorf, Langholz, München, Gunzenhausen, Nürnberg, Bad Tölz, 24. März 1963
In tiefer Trauer:
Fanny Liebl
im Namen aller Geschwister
Beerdigung am Mittwoch, 27. 3. 1963, um ½ 10 Uhr in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.03.1963


Heinrich Fuhrmann wird 70 Jahre alt
Steinburg.
Am Donnerstag feiert der allseits bekannte undbeliebte Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Steinburg, Heinrich Fuhrmann, seinen 70. Geburtstag. Die Wiege des Jubilars stand in Breslau. Dort wurde er als zweitältester Sohn des städtischen Angestellten August Fuhrmann am 28. März 1893 geboren. Seine Kindheit verbrachte er im Kreise seiner Eltern und seiner sechs Geschwister. Nach dem Besuch der Volksschule trat er bei einem Schlossermeister in die Lehre. Das Jahr 1913 brachte den Einzug zur aktiven Militärzeit, die der Jubilar bei der Infanterie erfüllte. Der Erste Weltkrieg begann und, statt einer Rückkehr ins Berufsleben, kam der Einsatz auf mehreren Kriegsschauplätzen. 1917 wurde Fuhrmann schwer verwundet und nach einemmehrmonatigen Lazarettaufenthalt aus der Armee entlassen. Zurückgekehrt in die Heimat, diente Fuhrmann mehrere Jahre bei der Reichsbahn, wurde aber durch Sparverordnungen der damaligen Regierung wieder entlassen. Daraufhin nahm er eine Stelle bei einer großen Zigarettenfabrik in Breslau an. Durch Tüchtigkeit und Fleiß brachte es Fuhrmann bis zum Abteilungsleiter der Zollabfertigung. Noch heute ist er ein versierter Fachmann auf diesem Gebiet. Am 4. November 1918 heiratete der Jubilar Helene Gladziwa. Die Ehe war mit zwei Kindern gesegnet, die jedoch bereits im Kindesalter starben. Ende des Zweiten Weltkrieges mußte die Familie Fuhrmann die Heimat verlassen. Nach wochenlanger Flucht kam der Jubilar mit seiner Frau nach Steinburg. Sie ahnten damals noch nicht, daß ihnen Steinburg zur zweiten Heimat werden sollte. Heute ist Fuhrmann ein echter Steinburger Bürger, der mit großem Interesse alle öffentlichen Belange der Gemeinde wahrnimmt und verfolgt. Diesem Umstand ist es auch zuzuschreiben, daß man ihn schon vor 13 Jahren zum Vorstand der VdK-Ortsgruppe wählte. All die Jahre stand er jedem Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.03.1963


Aus dem Polizeibericht
Bogen.
… Ein 21jähriger Kraftfahrer behinderte einen Pkw-Fahrer auf der Staatsstraße Hunderdorf-Steinburg beim Ueberholen. Er machte sich einer Uebertretung der StVO schuldig.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.03.1963


Aborthäuschen – wann holt man dich heim?
Bogen.
In einer Ortschaft des Landkreises verluden nachts nach einem Gasthausbesuch vier Burschen ein Aborthäuschen auf einen Schlitten und brachten es auf die Wiese eines anderen Anwesens. Der Anwesensbesitzer, der morgens das Häuschen entdeckte, rückte es in seinen Hof. Die vier Burschen sollten nun das Häusel wieder an Ort und Stelle bringen. Sie wollten es aber nur bei Dunkelheit und zwar von der Wiese, wohin sie es ursprünglich „gepflanzt“ hatten, zurücktransportieren. Doch der gegenwärtige „Inhaber“ erlaubt ihnen nicht das Betreten seiner Wiese. Die möchten es aber unbedingt aus seinem Hof, wo es zum Abholen bereitsteht, wegbringen. Diese Angelegenheit beschäftigt nun die Polizei, da sich die Betroffenen absolut nicht einigen wollen.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.03.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 11. bis 15. 3. 1963 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Dilger Eduard, Hunderdorf, Neubau einer Garage …
Quelle: Bogener Zeitung, 30.03.1963


Bekommt die Schule Hunderdorf einen Turngarten?
Lehrermangel an der Schule Hunderdorf – Eltern sind gegen die Sammlungen der Schulkinder
Hunderdorf.
Einen guten Besuch wies die Elternversammlung auf, die Schulleiter Hösl am Sonntagnachmittag eröffnete. Unter den Gästen befanden sich auch H. Pfarrer Ruß und zweiter Bürgermeister Härtenberger. Rektor Hösl ging zunächst auf den im ganzen Bundesgebiet herrschenden Lehrermangel ein, der auch die Schule Hunderdorf durch die langfristige Erkrankung von zwei Lehrkräften betroffen hat. Schon seit Beginn des Schuljahres im Herbst konnten deshalb die acht Klassen nichtmehr mit Lehrkräften besetzt werden, und so kam es zu Zusammenlegungen, die sich leider nicht sehr günstig auswirken. Zwangsläufig leben sich die aufgeteilten Klassen auseinander und das Gemeinschaftsgefühl der Klasse geht verloren. Da ein Teil der Klasse mit einem unteren Lehrgang, der andere mit einem höheren zusammen ist, sind auch Leistungsunterscheide festzustellen. Infolge des andauernden Lehrermangels kann auch bei weiteren Ausfällen nicht mit Aushilfe gerechnet werden. Die Leidtragenden sind dabei neben den Lehrkräften vor allem die Kinder.
Beurlaubungen ab 2. Mai für Kinder der 8. Klasse, deren Eltern ein landwirtschaftliches Anwesen haben und unter einer personellen Notlage leiden, sind heuer nur in einem Falle beantragt worden. Dies ist zu begrüßen, da jedes unnötige Herausnehmen der Kinder aus der Schulzeit sich ungünstig auswirkt.
Das Hauptthema der Elternversammlung bildete die Unterweisung der Eltern über Anlage und Zweck eines Schulturngartens. Mit Hilfe der gezeigten Lichtbilder vom Turngarten in Sünching wurde den Anwesenden der Aufbau eines Schulturngartens gezeigt, der gerade für die Gemeinden, welche keine Turnhalle errichten können, eine gute Lösung bringt. Als „Turnhalle im Freien“ besitzt er eine Anzahl von Geräten, die mit verhältnismäßig wenig Mitteln dort fest verankert werden und Gelegenheit zu vielseitiger Verwendung geben. Man darf damit rechnen, daß die Geräte auf ca. 2500 DM kommen, wozu man sich reichlich Zuschüsse erwartet. Wie groß die Eigenleistung der Gemeinde sein muß, ist jetzt noch nicht zu sagen. Um seine Stellungnahme befragt, äußerte zweiter Bürgermeister Härtenberger, daß nach seiner Ansicht der Gemeinderat diesem Projekt sicher Verständnis entgegenbringen wird und damit wohl berechtigte Hoffnungen für den Aufbau eines Turngartens bestehen.
In einer sehr lebhaften Aussprache nahmen die Eltern kritisch Stellung zu den Sammlungen, die durch Schulkinder für die verschiedenen Organisationen, wie Schullandheime, Kriegsopferfürsorge, Jugendherbergswerk usw. durchgeführt werden. Obwohl die Kinder durch die Schule nicht verpflichtet werden, melden sie sich doch zur Sammlung und wollen ein gutes Ergebnis erzielen. Das bedingt, daß gerade in Familien, von denen mehrere Kinder in die Schule gehen, der Andrang zu Spenden sehr groß ist und die Eltern daher überdrüssig werden. Allgemein war man der Ansicht, daß die Kinder mit solchen Sammlungen so selten als nur irgendwie möglich betreut werden sollen.
Abschließend stellte Rektor Hösl fest, daß leider Schulhaus und Schulgrundstück immer noch Ergänzungsarbeiten bedürfen, da man es versäumt habe, den Bau vor der Einweihung ganz fertigzustellen. Zwar hat man in den Jahren seit der Inbetriebnahme schonmanches nachgeholt, doch bleibt auch für die Zukunft noch allerhand zu tun. Nach einer Aussprache der Eltern mit den Klaßlehrern ihrer Kinder wurde die Versammlung beendet.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.03.1963


Wasserversorgung Bogenbachtalgruppe macht Fortschritte
Gebühren für Altanschließer wurden erhöht – Gesamtprojekt kostet 4,6 Millionen
Hunderdorf.
Zu ihrer 3.Verbandsversammlung trafen sich dieser Woche die Mitglieder des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe im Gasthaus Sandbiller in Hunderdorf. Vorstand Härtenberger konnte dazu Landrat Hafner, ORR Dr. Osthelder, Ing. Festner vom Bay. Landesamt für Gewässerschutz und Wasserversorgung, sowie Bauleiter Bauer und OI Sigl vom Landratsamt Bogen begrüßen.
Vorstand Härtenberger schilderte eingangs den derzeitigen Stand der Bauarbeiten am Projekt der Wasserversorgung. Danach wurde am 22. Oktober des Vorjahres mit dem Bau der Hauptwasserleitung von Hunderdorf nach Mitterfels begonnen. Bis zum Einbruch des strengen Frostes wurde diese Leitung bis zum künftigen Hochbehälter in Hoch vorangetrieben. Am 5. März des Jahres konnten die Arbeiten wieder aufgenommen werden. Bisher sind etwa 2.3 km Rohre der Hauptleitung verlegt worden. Ein weiterer Bautrupp hat mittlerweile auch von Haselbach her mit dem Einbau der Rohre begonnen. Hier sind ebenfalls rund 1 000 m verlegt. Mithin verbleiben noch 3.3 km Rohrleitungen, die noch gelegt werden müssen, um den Anschluß der Gemeinden Mitterfels und Haselbach an den Tiefbrunnen in Hunderdorf herzustellen. Da für diese Arbeiten der Einsatz vorgesehen ist, dürfte einer termingerechten Fertigstellung bis Ende Mai nichts im Wege stehen. Zu diesem Zeitpunkt ist auch die Stromzuführung zum Transformator nach Hoch vorgesehen, der schon im Vorjahr errichtet werden konnte.
Bereits am 5. Dezember des vergangenen Jahres wurde die Planung für das Gesamtprojekt fertiggestellt und den zuständigen Stellen des Bayerischen Staates zur Überprüfung vorgelegt. Während früher die Gesamtanlage mit 3,4 Millionen DM beziffert war, ist nunmehr mit einer Bausumme von 4,6 Millionen zu rechnen. Dazu müssen von den 3 Mitgliedern des Zweckverbandes, den Gemeinden Hunderdorf, Mitterfels und Haselbach, 460 000 DM an Eigenmitteln aufgebracht werden. Die noch verbleibende Summe von ca. 4.2 Millionen wird zu rund 90 Prozent bezuschußt. Die Eigenmittel der Gemeinden sind aus den Gebühren für Neu- und Altanschließer aufzubringen.
Schriftführer Lang berichtete anschließend über den Haushalt des abgelaufenen Jahres und den Haushaltsplan 1963. Neben den feststehenden Kosten wie den Personalausgaben richtet sich der Haushalt nach den Einnahmen aus den Anschlußgebühren, den Einnahmen der Wassergelder und den Zuschüssen. Kopfzerbrechen bereitet die ungedeckte Zinslast für das zur Vorfinanzierung der Arbeiten an der Hauptleitung nach Mitterfels benötigten Darlehens, Diese Zinslast in Höhe von 25 000 DM war später Anlaß zu lebhaften Debatten.
Bald genug Wasser in Mitterfels
Ing. Festner versicherte, daß aller Voraussicht nach bis Ende Mai durch die Hauptleitung Wasser nach Mitterfels gepumpt werden kann. Da bis Ende Mai durch die Hauptleitung Wasser nach Mitterfels gepumpt werden kann. Da bis dahin allerdings noch nicht der Hochbehälter in Hoch und die nötige Pumpanlage erstellt sein können, wird man vorläufig durch den Einbau einer Rohrpumpe die Wasserförderung durchführen müssen. Desgleichen wir die Qualität des Wassers noch nicht allen Anforderungen genügen, da hierzu der Bau einer Aufbereitungsanlage in Hunderdorf notwendig ist. Diese wird erst im nächsten Jahr erstellt werden können. Eine Trockenzeit für Mitterfels und Haselbach wird allerdings nicht mehr eintreten. In den nächsten Tagen werden auch die Lagepläne für die neuen Leitungen den Gemeinden zugehen, damit diese bei der Erstellung der Bebauungspläne Berücksichtigung finden können.
Seitens des Landrates, der die Aufsichtsbehörde vertritt, und durch einen Sprecher der Versammlung wurde dem Vorstand die Anerkennung für die geleistete Arbeit ausgesprochen und der Vorstandschaft die Entlastung erteilt. Einstimmig wurde von der Versammlung dem Bauentwurf zugestimmt.
Ungedeckte Zinsen durch Vorfinanzierung
Wegen des großen Wassermangels in Mitterfels wurde bereits im Vorjahr mit dem Bau der Hauptleitung von Hunderdorf aus begonnen. Da hierzu noch keine regulären Mittel vorhanden waren, mußte man sich im Hinblick auf die Dringlichkeit dieser Maßnahme mit der Aufnahme eines Darlehens zur Vorfinanzierung behelfen. Obwohl dieses Darlehen im Laufe des Jahres durch Zuschüsse abgedeckt werden kann, haben sich doch daraus Zinsschulden in Höhe von ca. 25 000 DM ergeben. Für den Verband ist es nun schwer, diese Summe einzuplanen. Daß es überhaupt zu dieser Zinsschuld gekommen ist, liegt zum Teil daran, daß die Verhandlungen zur Gründung eines Zweckverbandes durch Mitterfels in der Hoffnung auf die Fündigkeit einer eigenen Tiefbohrung verzögert wurde. Der Zweckverband entstand dadurch erst nahezu ein Kahr später. Mittlerweile zwang die katastrophale Wassernot in Mitterfels zu einer Maßnahme die noch nicht aus den Mitteln für das Projekt bestritten werden konnte. Diese Zinslast muß nun mit dem erwartetem Zuschuß des Landkreises abgedeckt werden, der ursprünglich zur Verringerung der Altanschließergebühren vorgesehen war. Dies wurde vor allem durch die Stimmenmehrheit von Verbandsmitgliedern aus Mitterfels und Haselbach trotz des Protestes einiger Hunderdorfer erreicht. Es kam noch hinzu, daß auch die bisher vorgesehene Staffelung nach sozialen Gesichtspunkten bei der Erhebung der Altanschließergebühren staatlicherseits nicht genehmigt wird. Bisher hatte man bei der Berechnung der Wasseranteile Kinder unter 16 Jahren nicht berücksichtigt, ebenfalls zur Vermeidung von Härtefällen für die Landwirtschaft nur zwei Stück Großvieh für einen Wasseranteil herangezogen. Nunmehr aber wird für jede Person und auch für jedes Stück Großvieh, sowie 5 Stück Kleinvieh ein Wasseranteil gezahlt werden müssen. Da man für 1 Wasseranteil 20 DM festgesetzt hat und die Grundgebühr für jeden Altanschließer bei 150 DM steht, ist es leicht auszurechnen, wieviel nun von Haushalten mit bestehenden Wasseranschluß gezahlt werden muß. Für Neuanschließer beträgt die Anschlußgebühr nach wie vor 1 100 DM. Diese Änderung wurde in die Satzung aufgenommen und mit Stimmenmehrheit genehmigt.
Abschließend wurde der Beseitigung der durch den Frost auftretenden Schäden am Rohrnetz in Mitterfels zugestimmt und die Aufnahme eines langfristigen Darlehens aus dem „Grünen Plan“ beantragt.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.03.1963


Zur letzten Ruhe
Windberg.  
Eine große Zahl Trauergäste nahm am Mittwoch auf dem Windberger Friedhof Abschied von Fräulein Anna Primbs aus Meidendorf. Die Verstorbene stand im 52. Lebensjahr; sie war am Sonntag plötzlich und unerwartet gestorben. H. Pfarrer Ephrem widmete ihr einen ehrenden Nachruf und würdigte ihre opferbereite Mithilfe in der Pfarrarbeit. Der Kirchenchor sang ein schönes Grablied.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.04.1963


Neues Konventmitglied
Windberg.
Aus Holland traf ein neues Konventmitglied im Windberger Kloster ein, Pater Gereon Wijnhoven. Der gebürtige Niederländer wurde 1950 zum Priester geweiht. Da Pater Gereon schon mehrere Jahre im Kloster Rott in Württemberg war und dort den Novizen Philosophie lehrte, beherrscht er schon ausgezeichnet die deutsche Sprache. In seinem Mutterkloster Berne machte er sich als Historiker einen Namen. Sein Entschluß, nach Windberg zu kommen, ist besonders erfreulich, da seit dem Weggang von Pater Siard und Pater Cyriacus seit mehreren Jahren kein Organist mehr in Windberg war. Pater Gereon ist nämlich auch Musiker.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.04.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 18. bis 22. März 1963 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt Bogen sind nachstehend aufgeführte 17 Baugesuche eingereicht worden: … Petzendorfer Jakob, Schafberg, Gde. Steinburg, Neubau eines Kamins.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.04.1963


Nach Gottes hl. Willen verschied am Sonntagnachmittag mein lieber Gatte, unser guter Vater, Großvater, Bruder und Schwiegervater
Herr Xaver Bugl
Landwirt
nach Empfang der hl. Sterbesakramente im 65. Lebensjahr.
Gaishausen, Schafberg, Hunderdorf, Ulm, den 31. März 1963.
In stiller Trauer:
Maria Bugl,  Gattin
Josef Bugl
Johann Bugl
Ludwig Bugl,
 Söhne mit Familien
Maria Wölfl, Tochter, mit Familie
Trauergottesdienst mit Beerdigung am Mittwoch, den 3. April, um 9 Uhr in der Pfarrkirche in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.04.1963


Lichterprozession der Jugend
Windberg.
Die Brüder und Schwestern hinter dem Eisernen Vorhang sind das Anliegen der Lichterprozession am Freitag um 19.30 Uhr. Die Teilnehmer sammeln sich in Windberg; Kerzen werden in der Pfarrkirche verteilt. Wie im letzten Jahr, werden auch diesmal voraussichtlich wieder auswärtige Jugendgruppen und die Jugend der Umgebung sich beteiligen. Die Prozession zieht entlang den Kreuzwegstationen nach Heilig Kreuz. Nach diesem Kreuzweg ist in Heilig Kreuz Abendmesse.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.04.1963


Hochzeit auf Schloß Steinburg
Steinburg.
Am Samstag heirateten der Kaufmann Werner Sachs und die Industrienäherin Herta Bayer. Die standesamtliche Trauung nahm Bürgermeister Berger im Gemeindesaal vor. Die kirchliche Einsegnung vollzog H. Pater Wolfgang Vos-Hunderdorf in der Schloßkapelle zu Steinburg. Das Hochzeitsmahl wurde in der Brauerei Berger im Kreis der Verwandten und Bekannten eingenommen. Das jungvermählte Paar bezieht eine schöne Wohnung in Steinburg.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.04.1963


Hunderdorf. (Aus dem kirchlichen Leben) Heute Mittwoch um 19.30 Uhr ist Gemeinschaftsmesse. Am Freitag um 19.30 Uhr ist Sühnekreuzwegandacht der Jugend. Alle Pfarrangehörigen sind eingeladen. Am Sonntag um 19.30 Uhr wird im Gasthof Sandbiller ein Tonbild über den Eucharistischen Kongreß vorgeführt. Die Pfarrangehörigen sind eingeladen. Eintritt frei.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.04.19


85. Wiegenfest
Windberg. Ein rüstiger Jubilar feiert heute Donnerstag in Buchaberg seinen 85. Geburtstag: Herr Johann Auerbacher. Immer noch arbeitet er rastlos in seiner kleinen Landwirtschaft. Ein großer Berg frischgehacktes Holz bezeugt seinen unermüdlichen Arbeitseifer. Er hält nicht viel vom Radiohören, das Ankommen unserer Zeitung kann er aber jeden Tag kaum erwarten. Während der strengen Frosttage des verflossenen Winters konnte er das Haus am Sonntag nicht verlassen, um zur Kirche in Windberg zu kommen, doch freut er sich schon darauf, auf dem Sozius des nachbarlichen Motorrades bald den weiten Weg wieder bewältigen zu können.
Der Jubilar ist in Radmoos, Gde. Obermühlbach, geboren. 1908 heiratete er Maria Rosenhammer von Buchaberg. Seine Gattin starb 1946, einer seiner Söhne starb 1943. Zum Ehrentag werden wieder seine vielen Kinder, Enkel und Urenkel gratulieren. Auch wir wünschen ihm recht viele gesunde Jahre.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.04.1963


Bogenbachbrücke wurde erneuert
Steinburg.
In der vergangenen Woche erneuerte das Straßenbauamt Deggendorf den Belag der Bogenbachbrücke in der Ortschaft Steinburg. Der alte Belag, der sich gelockert hatte, wurde immer wieder mit großen Nägeln festgenagelt. Die Nägel lockerten sich aber schon nach kurzer Zeit wieder, so daß soft mehrere Zentimeter herausragten. Viele riefen wurden so schwer beschädigt und allenthalben konnte man im Bereich der Brücke „Reifenwechsler“ sehen. Zu begrüßen wäre es noch, wenn im Laufe des Frühlings die rostbedeckten Eisenteile der Brücke einen neuen Anstrich erhielten. Begrüßenswert wäre auch die Erlaubnis, um die Brückenstatue des hl. Nepomuk eine kleine Grünanlage errichten zu dürfen. Es würde damit das Standbild von den nahen Plakat- und Anschlagtafeln etwas abgerückt. Bis Ende 1964 soll die neue Umgehungsstraße fertig sein. Dann wird der Durchgangsverkehr Steinburg nicht mehr berühren.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.04.1963


Flächennutzungsplan im Entwurf fertig
Großzügige und weitschauende Planung – Platz für Kirche und Friedhof eingeplant
Steinburg.
Steinburg zählt zu den wenigen Gemeinden des Landkreises Bogen, die einen Flächennutzungsplan so notwendig haben wie eine Pflanze den guten Boden zum Gedeihen. Dies ging aus einer grundsätzlichen Besprechung des Gemeinderates Steinburg mit allen staatlichen Behörden und Stellen betreffs Flächennutzungsplan hervor. Die Bezirksplanungsstelle der Regierung von Niederbayern trug eingangs der Beratung einen kurzen Lebenslauf der Gemeinde vor, der es wert ist, gelesen zu werden.
1939 wies die Gemeinde Steinburg eine Sozialgliederung von zwei Drittel Landwirten und einem Drittel kleiner Gewerbetreibender und wenigen Arbeitern auf. Sie hatte damals rund 350 Einwohner. Der Flüchtlingsstrom von 1945/46 hob die Einwohnerzahl auf 370, aber bei Normalisierung der Wirtschaftslage und Arbeitsmarktlage sank sie wieder erheblich ab. Die Jahre um 1950 brachten eine einschneidende Wendung. Die Industrialisierung begann und es erfolgte ein Strukturwandel großen Ausmaßes, so daß heute nur mehr ein Drittel der Einwohnerschaft auf Gewerbe und Landwirtschaft treffen, während zwei Drittel in einem festen Arbeitsverhältnis stehen. Überall kann ein wirtschaftlicher Aufstieg verzeichnet werden. Gerade für die kleinen Landwirte konnte der Idealfall der Krisenfestigkeit innerhalb der Gemeinde geschaffen werden, da sie Arbeitsplatz und Eigenbesitz haben, der Wirtschaftskrisen leicht überstehen läßt.
Der Aufbau der Gemeinde steckt aber noch in den Kinderschuhen, führte der Sprecher der Regierung aus, denn die Industrie im Bereich der Gemeinde hat noch 460 Einpendler infolge des großen Arbeitsplatzangebotes. Viele der Pendler werden in der Zukunft seßhaft werden, das heißt, sie werden sich hier ein Haus bauen. Um den Gesamtbedarf zu decken, sind ca. 65 bis 80 Wohngebäude notwendig. Wohl haben sich schon viele Arbeiter in der Gemeinde Steinburg ein Eigenheim erbaut, trotzdem ist aber das Wohnraumangebot noch gering.
Regierungsoberbaurat Rost führte aus, daß dem genannten Umstand im Flächennutzungsplan Rechnung getragen wurde und im Planentwurf genügend Wohnbauflächen vorgesehen sind. Hier unterscheidet die Ortsplanungsstelle wieder in reine Wohngebiete, Mischgebiete und Dorfgebiete. Diese Aufschlüsselung ist aber für Steinburg kein Problem, denn die vorhandenen Tatsachen geben eine glückliche Voraussetzung, worüber man froh sein sollte.
Das Straßenbauamt führte aus, daß zwei Staatsstraßen die Gemeinde durchziehen. Eine davon wird 1964 neu ausgebaut. Der Knotenpunkt in der Ortschaft Steinburg wird großzügig umgestaltet. Ein Fußgängerüberweg wird in Erwägung gezogen. Überführungen beim Bahnhof Steinburg und Unterführungen im Ortsbereich Au vorm Wald werden das Landschaftsbild einschneidend verändern. Diese Baumaßnahmen sind unbedingt notwendig, da besonders die Staatsstraße 2139 eine überdurchschnittliche Verkehrsbedeutung hat.
Die Energieversorgung Ostbayern AG hat 1961 ihr Versorgungsnetz innerhalb der Gemeinde so ausgebaut, daß ohne weiteres für lange Sicht die Stromversorgunggesichert ist. Hinsichtlich der Entwässerung werden für die Gemeinde Schwierigkeiten auftreten, da schlechte Vorflutverhältnisse vorhanden sind, führte Oberbaurat Prandl vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf aus. Besonders hemmend wird sich das schlechte Gefälle des Bogenbaches in den Auwiesen auswirken, der außerdem auch noch oft auswässert. Aus diesem Grunde werden sich Gruppenkläranlagen nicht ausschließen lassen, was für seine Gesamtkanalisation mit Mehrkosten verbunden sein wird.
Kreisbaumeister Kraus vom Landratsamt Bogen äußerte sich zustimmend und erwähnte besonders, daß die jetzt schon als Erholungsstätten bestens bekannten Gemeindegebiete erhalten bleiben sollen.
Schwierigkeiten traten in der Platzfrage des Schwimmbades und des Sportplatzes auf, denn die von der Gemeinde vorgesehenen Plätze wurden von mehreren Stellen  ablehnend beurteilt. So wurde der Gemeinde wieder harte Arbeit aufgebürdet, denn die neu vorgeschlagenen Plätze müssen ja auch irgendwie greifbar werden.
Zum Schluß wurde auf Antrag des katholischen Pfarramtes Hunderdorf auch ein Platz für Kirche und Friedhof mit Nebengebäuden in den Planentwurf aufgenommen und allseits gutgeheißen. Alle waren dem neuen Pfarrherrn von Hunderdorf dankbar, daß er sich mit großer Überlegung an der Besprechung beteiligte.
Alle Beteiligten fühlten, daß hier ein Schritt für die Zukunft getan wurde und eine schwere Verantwortung auf den Gemeinderäten lastet. Ihre Arbeit wird erst in Jahren zu sehen sein. Abschlie0end sagte Oberbaurat Rost, daß der Flächennutzungsplan ein gutes Instrument für die Gemeinden sei, aber ein Instrument kommt erst dann zum Klingen, wenn man es benützt.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.04.1963


Platz für Feuerhaus gesucht
Hunderdorf.
Auf der letzten Gemeinderatssitzung wurde Bürgermeister Reiner vom Gemeinderat ermächtigt, einen geeigneten Platz für ein neues Feuerhaus zu suchen. Ursprünglich hatte man den Ausbau des Waschhauses mit Schuppen vor der Gemeinde in Betracht gezogen. Da aber auch der Bau eines Trockenturmes für die Schläuche notwendig wird, sah man davon ab, dieses Gebäude unmittelbar neben der Kirche zu errichten. Auch das Kreisbauamt hat diesen Vorschlag abgelehnt. Die Angebote von zwei Grundstücksbesitzern mußten vorläufig zurückgewiesen werden, da diese Grundstücke außerhalb der Ortschaft liegen, so daß zum Teil eine Zufahrtstraße gebaut werden müßte.
Mit der Gemeinde Steinburg traf man das Abkommen, daß wie bisher die Gewerbesteuer der Firma Nolte je zur Hälfte an beide Gemeinden ausgezahlt wird. Die Gemeinde Steinburg hatte hier den Versuch unternommen, einen größeren Anteil der Gewerbesteuer zu beantragen. Ein Antrag der Schulleitung auf Anschluß der Schule an die Telefonstelle der Gemeinde wurde abgelehnt.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.04.1963


Musikabend des Gesangvereins
Hunderdorf.
Am Samstag veranstaltet der Gesangverein Hunderdorf im Saal der Gastwirtschaft Sandbiller einen Musikabend, der unter dem Motto „Frühling ist’s“ steht. Der Vorsitzende des Donau-Wald-Sängerkreises, Sperl, Zwiesel, wird im Verlauf des Abends an Wenzel Ritschel die Goldene Ehrennadel mit Urkunde des Deutschen Sängerbundes für 60jähriges aktives Mitwirken bei einem Gesangverein überreichen. Diese Auszeichnung wird nur selten verliehen. Es ist für den Gesangverein Hunderdorf eine große Ehre, eine solche Persönlichkeit in seinen Reihen zu haben. Zu dieser Feier sind alle Freunde und Gönner des Vereins, vor allem die passiven Mitglieder mit ihren Angehörigen, höflich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.04.1963


Versammlung der Arbeiterwohlfahrt
Hunderdorf.
Am Sonntag um 14.30 Uhr findet im Cafe´ Weinzierl eine Versammlung des Ortsverbandes der Arbeiterwohlfahrt statt. Auf der Tagesordnung stehen die Neuwahl der Vorstandschaft und der Jahresbericht.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.04.1963


Öffentliche Gemeinderatssitzung
Windberg.
Heuet Freitag 19.30 Uhr ist im Jugendheim Windberg eine öffentliche Gemeinderatssitzung. Auf dem Programm stehen die Aufstellung und Beratung des Haushaltsplanes für 1963, das Ladenschlußgesetz, Schulhausneubau, Kanalisation und Abwasserbeseitigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.04.1963


Feierliche Profeß
Windberg.
Der kommende Samstag bedeutet für das Windberger Kloster einen Festtag. Während des um 9.30 Uhr beginnenden Choralamtes wird Frater Laurentius Flamman die feierliche Profeß ablegen. Der Kandidat stammt aus Rotterdam in den Niederlanden.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.04.1963


Windberg. (Vom Trachtenverein) AM Samstag ist um 20 Uhr im Vereinslokal Amann Vereinsabend mit Volkstanz und Plattlerprobe. Der Ausflug und die Anschaffung neuer Volkstrachten sowie die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft mit den Nachbarvereinen stehen auf dem Programm. Die rückständigen Beiträge sind einzubezahlen. Es werden alle Mitglieder ersucht, wegen der Wichtigkeit der Themen zu erscheinen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.04.1963


Windberg. (Feuerwehrübung) Die Mitglieder der 1, und 2. Gruppe der Windberger Feuerwehr halten am Sonntag in Windberg eine gemeinsame Übung. Sie beginnt um 8 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.04.1963


Versammlung des Trachtenvereins
Hunderdorf.
Heute Samstag findet um 19 Uhr eine Ausschußsitzung in der Gastwirtschaft Georg Baier statt. Um 20 Uhr ist im Gasthaus Loibl ein gemeinschaftlicher Vereinsabend mit Windberg. An alle Mitglieder ergeht dazu höfliche Einladung.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.04.1963


Palmsonntagsprozession
Windberg.
Schon seit mehreren Jahren pilgern viele Wallfahrer am Plamsonntag zum Schwarzen Kreuz in Heilig Kreuz. Die Prozession beginnt in Windberg um 14 Uhr. Auf dem Weg zum Kirchlein wird der Kreuzweg gebetet. Dort schließt dann die Feier mit der Kreuzandacht und dem Segen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.04.1963


Windberg. (Jagdgenossenversammlung) Die Jagdgenossen der Gemeinde Windberg treffen sich Palmsonntag im Gasthaus Peter Hilmer in Irenzfelden. Auf dem Programm stehen die Verteilung des Jagdpachtschillings und andere Fragen. Die Versammlung beginnt um 14 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.04.1963


Gemeinde Windberg vor großen Aufgaben
Geschäfte sonntags von 7 bis 9.30 Uhr geöffnet – Öffentliche Gemeinderatssitzung
Windberg.
Viele Zuhörer hatten sich am Freitag zur öffentlichen Gemeinderatssitzung im Jugendheim eingefunden. Bürgermeister Anton Kittenhofer konnte als Vertreter des Kreises Obersekretär Brandl von der Buchungsstelle Bogen begrüßen. In einem kleinen Rückblick auf das letzte Jahr dankte der Bürgermeister für die Übernahme der Straße Meidendorf – Irenzfelden – Windberg – Hunderdorf als Kreisstraße, was für die Gemeinde eine spürbare Erleichterung bedeute. Die Gemeinde stelle an den Kreis die Bitte, wenigstens die Kreisstraße im Bereich der Ortschaft Meidendorf bald zu teeren.
Obersekretär Brandl erläuterte dann die Haushaltspläne für 1963. Gegenüber dem Vorjahrhabe sich die Schlüsselzuweisung an die Gemeinde um 50 Prozent erhöht. Der ordentliche Haushalt berührt in diesem Jahr fast die Hunderttausendgrenze. Zur Restaurierung des Kriegerdenkmals wurde in diesem Jahrein Posten angesetzt, ebenso für die Verbesserung des Löschweihers. Zur Instandsetzung der Gemeindewege fällt dieses Jahr erstmals ein Zuschuß aus der Kraftfahrzeugsteuer an, der für Windberg 8 900 DM beträgt. Diese Gelder sind für den Wegebau zweckgebunden. Auf Beschluß der Jagdgenossen steht der Gemeinde auch der Jagdpachtschilling der Jahre 1962 und 1963 für den Wegebau zur Verfügung. Aufschlußreich war auch die Erörterung der Kostenverteilung für Kanalisation und den Hausanschlußwegebau.
Der bald beginnende Schulhausneubau bringt für Windberg in diesem Jahr auch einen außerordentlichen Haushalt. Für die dreiklassige Schule sind als Gesamtkosten 575 000 DM veranschlagt, wobei etwa 80 Prozent Zuschüsse erwartet werden. In einem Überblick betonte Brandl, daß die Belastungen für die Gemeinde tragbar sein werden. Überhaupt hätten sich die Finanzen in den letzten Jahren ständig aufwärts entwickelt. Den Gemeindevätern gebühre Lob, das ihnen anvertraute Geld der Bürger gut verwaltet zu haben; die Entwicklung sei gesund und nutzbringend gewesen, In diesem Jahr bleiben die Steuergebesätze unverändert. Die Gemeinderäte stimmten den Haushaltsentwürfen ohne Einwände zu.
Gemeinderat Feldmeier, Meidendorf, gab bekannt, daß die Bodenuntersuchung auf dem Gelände für die neue Schule ein gutes Ergebnis gebracht habe. Schwieriger sei die Kanalisation und vor allem die Abwasserbeseitigung.
Längere Beratung ergab die Regelung des Ladenschlusses an den Sonn- und Feiertagen. Bei allem Geschäftsinteresse sollte der Sonntag als der Tag der Besinnung nicht vergessen werden. Den Auswärtigen aber sollte die Möglichkeit bleiben, auch am Sonntag im Pfarrdorf einkaufen zu können. Ferner werden im Sommer die Wallfahrer nach Heilig Kreuz und andere Besucher einkaufen wollen. Man einigte sich auf den Vorschlag, die Läden von 7 bis 9.30 Uhr zu öffnen.
Bürgermeister Kittenhofer gab noch bekannt, daß für dieses Jahr an eine Wiederherstellung der Johann-Nepomuk-Kapelle gedacht werde, da sie von Jahr zu Jahr in einen kläglicheren Zustand gerät. Mit Anfragen der Bürger wegen der noch ausstehenden Straßengrundentschädigung endete die Versammlung.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.04.1963


224 DM für die Schullandheime gesammelt
Hunderdorf.
Auch heuer zeigten die Schulkinder bei der Sammlung für die Schullandheime wieder größten Eifer und brachten die beachtliche Summe von 224,30 DM zusammen. Damit hat die Schule Hunderdorf seit Beginn dieser Aktion schon mehr als 2 000.- DM zusammengebracht. Weniger erfreut über die Sammlung waren die Eltern, besonders die kinderreichen, da wegen des schlagartigen Einsatzes aller Schulkinder bald die Spendefreudigkeit nachließ und die Kinder – obwohl die Sammlung freiwillig war – noch zu Hause ihre Karten vollbringen wollten.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.04.1963


Nachbarn und Freunde gratulieren
Windberg.
Der 85. Geburtstag von Johann Auerbacher in Buchaberg war nicht nur ein schönes Familienfest, auch viele Nachbarn und Freunde des Jubilars kamen mit kleinen Geschenken, die Kinder mit Blumen. Ausnahmsweise ließ der Jubilar an diesem Tage einmal die Arbeit ruhen. Nur durch sie, so verriet er uns, sei er so alt geworden, und durch sein einfaches Leben in der Waldeinsamkeit, besonders aber durch die allabendliche „Eingerührte“ )Buttermilchsuppe).
Quelle: Bogener Zeitung, 09.04.1963


Windberg. (Amtsstunden) Die Amtsstunden sind ab sofort wieder in der Gemeindekanzlei und zwar Dienstag und Donnerstag von 13 Uhr bis 18 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.04.1963


Wenzel Ritschel seit 60 Jahren aktiver Sänger
Goldene Ehrennadel mit Urkunde des Deutschen Sängerbundes an das älteste aktive Mitglied des Donau-Wald-Sängerkreises
Hunderdorf. Am Samstag wurde im Rahmen eines Frühjahrskonzertes der Senior der Hunderdorfer Liedertafel, Herr Wenzel Ritschel, durch die Überreichung der goldnene Ehrennadel mit Urkunde des Deutsche Sängerbundes für seine 60jährige aktive Mitwirkung bei Gesangvereinen geehrt. Aus diesem Anlaß hatten sich auch der Gauvorsitzende des Donau-Wald-Sängerkreises, Herr Sperl, sowie der Gauchormeister Spörkl eingefunden. Sperl entwarf ein kurzes Bild von der Tätigkeit des Jubilars als Sänger. Schon 1903 trat Ritschel in Hochdorbern, seiner früheren sudetendeutschen

Links Herr Ritschel, Gauvorstand Sperl, Liedermeister Hösl

Heimat, in den dortigen Männergesangsverein ein. Er wirkte dort bis zum Kriegsende und nach seiner Vertreibung war er in seiner neuen Heimat Hunderdorf der Mitbegründer der Liedertafel. Im Jahre 1959 wurde ihm anläßlich des 10jährien Bestehens des Vereins vom Deutschen Sängerbund die Ehrennadel überreicht. Im heurigen Jahr, dem sechzigsten seiner aktiven Mitarbeit in Gesangsvereinen, wurde ihm als ersten und einzigen Sänger des Donau-Wald-Sängerkreises die goldene Ehrennadel mit Urkunde mit einem Glückwunschschreiben des DSB ausgehändigt. Sperl bezeichnete dieses Ereignis als Ehrentag für den Jubilar, den Verein und den ganzen Sängergau. Seinen Glückwünschen schloß er den Wunsch an, daß der treueste Sänger noch viele Jahre im Kreise der Liedertafel verbringen möge.
Sichtlich gerührt nahm Ritschel diese Ehrung entgegen und bedankte sich bei allen, die ihm zu diesem Tag mit so herzlichen Glückwünschen entgegen gekommen waren.
Kreischormeister Spörkl schloß sich diesen Glückwünschen an und stellte Herrn Ritschel als Vorbild für alle jungen Sänger heraus. Daß der Jubilar hier in Hunderdorf eine neue Heimat gefunden hat, ist schließlich der Gründung des Gesangvereins zu danken und durch das Lied und die Sängergemeinschaft wurde ihm hier das Einleben leichter gemacht. Das Lied öffnet das Herz und bringt die Menschen näher. Vorstand Lang bezeichnete „Papa Ritschel“ als Seele des Vereins und die treueste Stütze, die gerade in Krisenzeiten der Liedertafel Hunderdorf den richtigen Weg gewiesen hat. Sein Wirken im Chor und seine gesellige Art sind aus der Geschichte des Vereins nicht mehr wegzudenken. Mit dem Sängerspruch „Weihe dein Herz dem Gesang“, das Liedermeister Hösl für seinen Sangesfreund Ritschel vertont hatte, fand die Ehrung ihren Abschluß.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.04.1963


Alter Brauch am Palmsonntag lebt wieder auf
Hunderdorf.
Der Palmsonntag mit seinem religiösen Brauchtum zu einem der freundlichsten Feste der vorösterlichen Zeit. Ist auch altes Brauchtum gerade in den letzten Jahrzehnten immer mehr zum Erliegen gekommen, so findet man heute wieder erfreuliche Bestrebungen der verschiedensten Institutionen, schönes bodenständiges Brauchtum wieder aufleben zu lassen. H. Pfarrer Ruß hatte zum Palmsonntag die Palmweihe auf dem Vorhof der Kirche anrichten lassen und eine große Zahl von Gläubigen und Kindern mit den bunten Palmbüschen hatten sich dazu eingefunden. H. Kooperator Vos nahm die Weihe der Palmzweige und -gerten vor und anschließend wurden an die Teilnehmer der Prozession, die sich über die Ortsstraße zur Kirche bewegte, die Zeige verteilt. H. Pfarrer Ruß wird auch gerade für die kommende Karwoche und Osterzeit neben besonderen kirchenmusikalischen Aufführungen eine feierliche Gestaltung der Osternaht in das kirchliche Geschehen einfügen und so das hohe Fest der Auferstehung besonders festlich mit seiner Pfarrgemeinde begehen.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.04.1963


Vom Standesamt Bogen
Bogen.
Im Monat März verzeichnete das Standesamt der Stadt Bogen 13 Geburten, 6 Trauungen und 8 Todesfälle. Geburten: … Alois Josef Retzer, Wegern, Gde. Steinburg … Johann Alfons Breu, Steinburg, Neidau; Siegried Peter Fellinger, Sollach, Gde. Hunderdorf … Gestorben: … Emil Gafert, Hunderdorf, 72 Jahre …
Quelle: Bogener Zeitung, 10.04.1963


Jagdpachtschilling für Straßenbau
Windberg.
Zur Jahresversammlung trafen sich am Sonntag die Jagdgenossen in Irenzfelden. Vorstand Huber erinnerte daran, daß der Jagdpachtschilling des Vorjahres noch zur Verfügung stehe. Man beschloß. Das Geld beider Jahre für den Straßenbau in der Gemeinde zu verwenden. Die Diskussion zeigte deutlich, daß noch viele Gemeindewege dringend einer Verbesserung bedürfen. Man einigte sich darauf, Schotter für die Straße nach Heilig Kreuz zu beschaffen, da der Norden der Gemeinde von der neuen Kreisstraße am wenigsten Vorteile hat.
Bürgermeister Anton Kittenhofer machte darauf aufmerksam, daß in diesem Jahr zum letztenmal Zuschüsse für die Elektrifizierung gegeben werden. Einige Häuser der Gemeinde sind noch immer ohne Strom.
Vorstand Georg Wagner vom Bauernhilfsverein sprach anschließend über die anlaufende Viehentschädigung, durch die im Rahmen des Hilfsvereins rasche Hilfe bei einem Unglück im Stall gebracht werden könne. Die Mitgliedschaft bei dieser Kasse sei freiwillig und nicht mit der Mitgliedschaft beim Bauernhilfsverein verknüpft.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.04.1963


Bronzene Medaille für Helene Häusler
Hunderdorf.
Überraschend für die Messeleitung der Passauer Frühjahrs-Messe hatten sich für die angegliederte erstmalige Hobby-Schau viele Interessenten gemeldet und ihre Arbeiten zur Ausstellung geschickt. Vor allem aus dem unteren Teil von Niederbayern, dem Bayerischen Wald, dem Inntal und dem österreichischen Mühlviertel waren viele Bastelfreunde, Schulen, Sammler und Amateure auf allen kunstgewerblichen Gebieten vertreten, die ihre „Steckenpferde“ den zahlreichen Besuchern der Messe vorstellten. Ein Großteil der ausgestellten Arbeiten der rund 100 Einsender zeugte von beachtliche, Können und erfuhr eine starke Würdigung. Neben den Volks- und Oberschulen, die vor allem mit Bastelarbeiten und Zeichnungen vertreten waren, galt ein breiter Raum dem Flugzeug- u. Schiffsmodellbau, den Amateurmalern, Bildhauern, den Sammlern von Insekten, Münzen und altem Trachtenzierrat.
Als eine der wenigen Aussteller aus dem nördlichen Niederbayern zeigte Frau Helene Häusler ihre Arbeiten in Keramik- und Porzellanmalerei. Sie erhielt für ihre Einsendung die bronzene Medaille vom Preisgericht zuerkannt. Diese Auszeichnung und Anerkennung ist insofern erfreulich, da Frau Häusler erst seit einem halben Jahr ihr Steckenpferd reitet und selber nicht mit einem Preis bei der Vielzahl der eingereichten guten Arbeiten gerechnet hat.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.04.1963


Händels „Halleluja“
Hunderdorf.
Während des Abendgottesdienstes am Karsamstag wird der Hunderdorfer Kirchenchor in Verbindung mit dem Gesangverein Hunderdorf das „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von G. F. Händel zur Aufführung bringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.04.1963


Hunderdorf. (Gestohlen) wurde von einem Küchenfenster in der Siedlung eine Rundfunk-UKW-Antenne. Um zweckdienliche, vertrauliche Mitteilung zur Ermittlung des Täters bittet die Landpolizei Bogen.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.04.1963


Die Feier der Kartage
Windberg.
Mit dem Abendmahlamt gestern abend begann in Windberg die Feier der Kartage. Der Kommunionfeier der Pfarrgemeinde ging schon wie im Vorjahr die Fußwaschung voraus, an der Mitglieder des Konvents und Pfarrangehörige teilnehmen. Heute beginnt nachmittags 3 Uhr die Gedächtnisfeier des Leidens und Sterbens des Herrn, abends 19 bis 20 Uhr ist Anbetungsstunde. Abschluß und Höhepunkt ist am Karsamstag abends 20 Uhr die Auferstehungs- und Osternachtsfeier, zu der die Gläubigen Kerzen mitbringen möchten.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.04.1963


Wenn die Glocken nach Rom ziehen
Ein alter Brauch, der aber längst nicht mehr in allen Pfarreien unserer Gegend bekannt ist, lebt in Windberg in den Kartagen wieder auf. „Ratschn“. Wenn in der Kirche die Glocken nach Rom ziehen und schweigen und die hölzernen Klappern an ihre Stelle treten, gehen die Ministranten mit den Karfreitagsratschen von Haus zu Haus. Für die Buben ist es jedesmal ein Erlebnis; selbst schon lange dem Ministrantenalter entwachsene Burschen erinnern sich noch gerne daran: „In dem Haus haben wir immer jeder ein Ei bekommen“ oder „die waren ja jedes Jahr so geizig“ usw. Doch ist ersteres die Regel, haben sich die Ministranten das Jahr über doch große Mühe gegeben, ihren Altardienst gut und würdig zu verrichten. Die Kartage haben sich einen Rest Farbigkeit im kirchlichen Leben erhalten. Es wäre schade, sollten eines Tages diese letzten Reste auch weichen müssen wie die Palmbäume – wo jeder echte Bauernbub den größten und schönsten zur Kirche schleppte.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.04.1963


Meidendorf
Am Ostersonntag, 14. April 1963
Großes
Preisschafkopfen
mit schönen Preisen. – Alle
Schafkopffreunde ladet freund-
lichst ein:
Gastwirtin Huber
Beginn: 18 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.04.1963


Steinburg
Bahnhof

Ostersonntag, 14. April 1963
T A N Z
Für Stimmung sorgt die
Tanzkapelle „Die roten Teufel“
Es ladet freundlichst ein
Cilli Solcher
Quelle: Bogener Zeitung, 12.04.1963


Generalversammlung des TTC Hunderdorf
Hunderdorf.
Morgen Mittwoch um 20 Uhr findet im Nebenzimmer der Brauerei Berger in Steinburg die Generalsversammlung des Tisch-Tennis-Clubs Hunderdorf statt. Auf der Tagesordnung stehen die Punkte: Rechenschaftsbericht der Vorstandschaft, Neuwahlen, Anträge und Wünsche. – Alle aktiven und passiven Mitglieder, sowie alle Sportfreunde von Hunderdorf, Steinburg und Umgebung sind höflich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.04.1963


Frühjahrkonzert
der Liedertafel Hunderdorf
Hunderdorf.
In jedem Jahr tritt der Gesangverein Hunderdorf mit anspruchsvollen gesanglichen und musikalischen Darbietungen an die Öffentlichkeit. Während aber bei Unterhaltungsabenden gleich welchen Vereins die Zuhörer in Massen erscheinen, ist die Resonanz für einen Lieder- und Konzertabend immer recht gering. Trotzdem kann man aber nicht sagen, daß diese Abende vergebliche Mühe sind, hat sich doch noch immer ein Kreis von Musikfreunden gefunden, der im kleinen Saal der Gastwirtschaft Sandbiller diese Konzerte wie bei einem Hausmusikabend erlebt und dankbar die Atmosphäre zwischen Sängern, Musikern und Zuhörern empfindet.
Auch für das Frühjahrskonzert hatte sich die Vorstandschaft des Vereins wieder viel vorgenommen und ein recht abwechslungsreiches Programm auf die Füße gestellt. Den Auftakt bildete das Concerto grosso von Vivaldi, Op. 3, dem sich in dem Gedicht von E. Mörike „Er ist’s“ anschloß. Frühlingshaften Schwing brachten die beiden Lieder des gem. Chores „Nun will der Lenz und grüßen“ und „Frühlingsgruß“. Ein größerer Raum war diesmal den Solovorträgen eingeräumt und Herr Kellner bot mit dem Lied „Frühlingsglaube“ ebenso wie H. Stahl mit seinem Vortrag „Der Lenz ist da“ eine recht ansprechende Leistung. Auch dem Nachwuchs wurde eine Chance geboten und das Hofmann-Terzett konnte mit „Da kommt von den blauen Hügeln“ ähnlich wie das Duett Opalka-Hirtreiter in „Fang, mein süßes Herzenkindchen“ die Erwartungen durchaus erfüllen. Viel Beifall erhielt das Ehepaar Hösl für das „Ständchen“ von Schubert und Herr Watzel (Geige) überraschte die Zuhörer mit der Toselli-Serenade, begleitet von H. Unkrodt.
Mit dem Lied „An dem reinsten Frühlingsmorgen“ stellte sich der Männerchor vor und als eine der besten Leistungen des Abends durfte man „Schläft ein Lied in allen Dingen“ und „Viele verachten die edle Musik“ des gemischten Chores unter der Stabführung von Dirigenten Hösl ansprechen.
Die Anwesenheit von Gauvorstand Sperl und Gauchormeister Spörkl war für die Sänger eine besondere Freude.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.04.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 25. bis 29. 3. 1963 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt Bogen sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Groß Xaver, Hofdorf, Gde. Hunderdorf, Umbau des Erdgeschosses und Einbau neuer Fenster; Schröttinger Josef, Lintach, Gde. Hunderdorf, Einbau größerer Fenster … Hornberger Alfons, Netzstuhl, Gde. Windberg, Bau einer Garage; Hafner Josef, Netzstuhl, Gde, Windberg, Bau eines Kamins …Drahyniec Nikolaus, Hunderdorf, Vergrößerung der Werkstatt und Bau einer Garage; Duelli Adolf, Apoig, Gde. Hunderdorf, Neubau eines Wohnhauses.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.04.1963


Windberg. (Den Bund fürs Leben) schloßen Xaver Hafner, Maurer aus Netzstuhl und Elisabeth Ketterl, Landwirtstochter von Schambach. Die Trauung ist am Samstag um 10 Uhr in der Windberger Pfarrkirche.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.04.1963


Wasserleitung ohne Wasser nützt nichts
Stellungnahme des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe
Die in dem Leserbrief des Herrn H. F. aus Mitterfels aufgeworfenen Fragen sind von grundlegender Bedeutung für die Bevölkerung der beteiligten Gemeinden Mitterfels, Haselbach und Hunderdorf. Der nachfolgende Bericht soll deshalb allen „Altanschließern“ eine über den Rahmen des erwähnten Leserbriefes hinausgehende Auskunft über die Vorgeschichte der in der Verbandsversammlung vom 26. März 1963 beschlossenen Wassergebührensatzung geben.
Es wird vorausgeschickt, daß auch bei dem beschlußfassenden Gremium klar war, daß eine Satzung (also eine Art Gesetz) immer für einen Teil der Betroffenen Härten  mit sich bringt. Deswegen wurde auch in der ersten Formulierung der Satzung (20. 10.1962) eine Staffelung festgelegt, wonach besonders die kinderreichen Familien und die Landwirtschaft durch Weglassung der Anteile für Personen bis zu 16 Jahren und Zusammenlegung von zwei Stück Großvieh auf einen Wasseranteil begünstigt worden wären. Nach der damaligen Berechnung von 100 DM pro Altanschluß und weiteren 25 DM pro Wasseranteil wäre ein Betrag von etwa 120 000 DM aufgebracht worden. Im Finanzierungsplan für das geplante Projekt sind hierfür allerdings 160 000 DM vorgesehen, nachdem die Oberste Baubehörde in Verbindung mit dem Bayer. Landesamt für Wasserversorgung und Gewässerschutz einen Pauschalbetrag von 300 D-Mark für jeden der rund 540 Anschlüsse als Eigenleistung vorsieht. Es wird nun von diesen Stellen nicht vorgeschrieben, daß dieser Beitrag durch den Zweckverband auf die einzelnen Altanschließer umgelegt wird. Nach Maßgabe des Par. 18 der Zweckverbandssatzung wäre es vielmehr Aufgabe der einzelnen Gemeinden, die erforderlichen Eigenmittel auf Grund der Wasseranteile aufzubringen. Aus Gründen einer zentralen und einheitlichen Regelung haben die Gemeinden jedoch den Zweckverband mit der Umlegung und Einhebung der Eigenmittel beauftragt. Es hätten aber auch die Gemeinden dieselbe Umlage vornehmen müssen, nachdem andre Mittel (z. B. Haushaltsplanmittel oder Darlehen) nicht zur Verfügung stehen. Für die nach der obigen Berechnung auftretende Differenz in Höhe von 40 000 DM war die Aufnahme eines Darlehens vorgesehen, dessen Verrentung der Landkreis übernehmen sollte.
In der Zwischenzeit wurde aber die Satzung in dieser Form von der Regierung von Niederbayern nicht genehmigt. Als Begründung wurde in erster Linie die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz angeführt. Demzufolge war eine Staffelung bzw. Begünstigung für einen gewissen Personenkreis bei der neu festzulegenden Satzung nicht möglich. Der Landkreis stellte durch Herrn Landrat Hafner zwar Zuschüsse bis zur Höhe von 20 000 DM bis zum nächsten Jahr in Aussicht, diese konnten aber wegen aufgetretener anderer Umstände nicht für die Verbilligung der Altanschließergebühren verwendet werden. Bekanntlich herrscht nämlich seit dem Spätsommer vorigen Jahres in Mitterfels und Haselbach ein teilweise katastrophaler Wassernotstand, der erst seit einigen Tagen dank ausreichender Niederschläge beendet ist. Es war deshalb oberste Sorge des Zweckverbandes, eine Wiederholung in diesem Sommer zu vermeiden. Aus diesem Grunde wurde bereits im Vorjahr mit dem Bau der Verbindungsleitung nach Mitterfels begonnen. Diese Baumaßnahme wurde im Vorgriff auf die geplante Projektierung und deshalb auch im Vorgriff auf die endgültige Finanzierung und Zuschußgewährung mit Zwischenfinanzierungsdarlehen in Angriff genommen. Bei der letzten Verbandsversammlung kam allerdings bereits der Pferdefuß der ganzen Sache zum Vorschein. Es wird nämlich bis zum Eingang der Zuschüsse und Eigenleistungen eine Zinslast von mindestens 20 000 bis 25 000 DM für diese Maßnahme zusammenkommen. Die Deckung aus dem Haushalt des Zweckverbandes ist nicht möglich, da keine Mittel hierfür erwirtschaftet werden können. Die Gemeinden Mitterfels und Haselbach als Nutznießer dieser Baumaßnahme verweigern jedoch auch begreiflicherweise die Übernahme dieser Zinslast, da sie seit Bestehen des Zweckverbandes auch keine Einnahmen aus dem Wassergeld mehr haben (bzw. Gemeinde Haselbach hatte solche Einnahmen noch nie, da die Wasserversorgung früher nur durch die Gemeinde Mitterfels betrieben wurde). Es blieb also den Mitgliedern der Verbandsversammlung kein anderer Ausweg (gegen die Stimmen der Hunderdorfer Mitglieder) als den Landkreiszuschuß zur Abdeckung der Zinslast heranzuziehen. Dabei war der Versammlung bewußt, daß mit diesen Mitteln eine leichte Verbilligung der Altanschließergebühren hätte durchgeführt werden können. Es stand aber auch noch ein weiterer Vorschlag der Obersten Baubehörde zur Debatte, wonach die Neuanschlüsse um 100 auf 1 000 DM angehoben werden sollten, um dadurch für die Altanschließer eine durchschnittliche Belastung von etwa 240 DM zu erreichen. Die Verbandsversammlung konnte jedoch diesem Vorschlag ebenfalls nicht zustimmen, da bei den Neuanschließern ebenfalls wieder überwiegend Landwirte betroffen worden wären. Der einzige Ausweg aus dem Dilemma wäre die sofortige Einstellung der Baumaßnahme gewesen, was aber natürlich als völlig undiskutabel abgelehnt wurde.
Allen Altanschließern gerade aus dem Bereich der Landwirtschaft sei aber auch gesagt, daß sie bei einem weiteren Winter mit unzureichender Wasserversorgung mit erheblichen Kosten durch Wassertransport aus Bächen und Quellen  usw. zu rechnen hätten, so daß die einmalige finanzielle Belastung als zwar hartes, aber doch notwendiges Übel anzusehen ist. Es muß weiterhin aber auch jedem einzelnen klar sein, daß der Statt bei einem Zuschuß von fast 4 Millionen (d. s. 90 Prozent des zuschußfähigen Betrages) auch von den Nutznießern des Projektes ein Opfer verlangt, das von dem größten Teil der Bevölkerung auch gerne für eine ausreichende Wasserversorgunggegeben wird. Jeder von der Wassernot der letzten Zeit Betroffene hat eingesehen, daß die schönste Wasserleitung ohne Wasser nichts nützt und wie kostbar das lebensnotwendige Wasser ist.
Mit diesem aufklärenden Artikel hofft die Vorstandschaft des Zweckverbandes einer Flut von Zuschriften und Leserbriefen in der Zeitung begegnet zu sein, die letzten Endes auch nicht das benötigte Geld herbeizaubern können. Es ist aber jeder einzelne eingeladen, andere brauchbare und durchführbare Vorschläge zur Linderung von besonderen Härtefällen vorzulegen.
gez. Karl Härtenberger
1. Vorsitzender
Quelle: Bogener Zeitung, 17.04.1963


Rauhe Sitten
Steinburg.
Einen Stein schleuderte ein Unbekannter durch das Fenster eines Gasthauses mit solcher Wucht, daß dieser im Gastzimmer unter einer Bak noch ein Stück Mauer beschädigte. Die Polizei sucht den Täter.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.04.1963


Wer baut wo im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 8. bis 11. April 1963 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Evang.Luth. Kirchengemeinde Bogen, Neubau einer Kapelle mit Wohnung in Hunderdorf …
Quelle: Bogener Zeitung, 20.04.1963


Aus dem Polizeibericht
Bogen.
In Hunderdorf, in der Kurve bei der Gastwirtschaft Baier, stieß ein Pkw mit einem Moped zusammen. Es entstand Sachschaden …
Quelle: Bogener Zeitung, 20.04.1963


25 Erste-Hilfe-Kurse im Winterhalbjahr
Zahlreiche neue Mitlieder verstärken den Rotkreuz-Kreisverband Bogen – 21 Personen schlossen in Steinburg den Erste-Hilfe-Lehrgang ab
Steinburg.  Der Rotkreuz-Kreisverband Bogen hat in diesem Winterhalbjahr 25 Erste-Hilde-Kurse, 4 Sanitätslehrgänge und 2 Krankenpflegekurse in verschiedenen Gemeinden des Landkreises durchgeführt. Als besonders erfreulich darf die Tatsache bezeichnet werden, daß sich aus jedem Lehrgang Männer und Frauen zur aktiven Mitarbeit im Roten Kreuz bereit erklärt haben. Vor 14 Tagen wurde in Bärndorf der 4000. Kursteilnehmer des Landkreises ermittelt.
Diese Feststellung traf am Donnerstag im Gasthof Berger in Steinburg der Ausbildungsleiter des Rotkreuz-Kreisverbandes Bogen, Rupert Niedermeier. Kreisgeschäftsführer Rudi Nowak durfte als Ausbilder seine Schüler, die Vertreter des RK-Kreisverbandes Bogen, Oberlehrer K. Klar, Ausbildungsleiter Niedermeier und Sanitätsoberfeldwebel Josef Haimerl begrüßen.
In der anschließenden Prüfung beweisen die Lehrgangsteilnehmer ein gediegenes Wissen sowohl in der Theorie als auch in der praktischen Verbandslehre. Sie hatten hierbei eine Reihe von „Verletzten“ zu versorgen und für den Transport vorzubereiten. Immer wieder wurde zum Ausdruck gebracht, daß der Helfer am

Ottilie Pflügl übereicht an Ausbilder Nowak ein Präsent

Unfallort nur Gehilfe des Arztes sei. Ausbildungsleiter Niedermeier war angenehm überrascht über die guten Leistungen. Er dankte den Schülern für den großen Eifer, den sie während des Lehrgangs und beim Abschluß gezeigt hätten. Besondere Anerkennung sprach der Ausbildungsleiter dem Kurslehrer Rudolf Nowak aus, der diesen Lehrgang mit viel Liebe, Umsicht und Sachkenntnis geleitet habe. Frl. Ottilie Pflügl übermittelte den Dank der Kursteilnehmer und überreichte R. Nowak einen schönen Geschenkkorb für seine Bemühungen.
Erfreulich ist die Tatsache, daß sich der größte Teil der Lehrgangsteilnehmer zur aktiven Mitarbeit in der bereits bestehenden Rotkreuzgemeinschaft Steinburg bereiterklärten. Mit einem kameradschaftlichen Beisammensein fand dieser letzte Kurs im Winterhalbjahr 1962-63 seinen offiziellen Abschluß.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.04.1963


CSU-Ortsgruppe wählt neue Vorstandschaft
Hunderdorf.  
Heute Samstag trifft sich um 20 Uhr im Saale des Gasthauses Georg Baier der Ortsverband der CSU von Hunderdorf. Als Referent erscheint Kreisrat Felix Dachauer, Bogen. Bei der Versammlung wird auch die Neuwahl der Vorstandschaft vorgenommen. Alle Mitglieder, Freunde und Interessenten der CSU sind höflich eingeladen und willkommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.04.1963


Hunderdorf. (Feuerwehrübung) Am Samstag findet eine Feuerwehrübung der 2. Und 3. Gruppe statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.04.1963


Neue Gottesdienstordnung
Windberg.
Morgen, Sonntag, ändern sich in Windberg wieder die Anfangszeiten der Gottesdienste; es tritt die Sommerordnung ein. Der Frühgottesdienst beginnt daher am Sonntag um 6.30 Uhr, Der Hauptgottesdienst um 8 Uhr und der Konventgottesdienst um 9.30 Uhr. Die Andacht ist um 14 Uhr. An den Werktagen ist die Frühmesse um 6.30 Uhr, der Schulgottesdienst um 7.15 Uhr und die Konventmesse um 8.30 Uhr. In der Filialkirche Meidendorf ist jeden Dienstag um 7 Uhr hl. Messe, zur selben Zeit jeden Freitag in Heilig Kreuz. Zur Vorbereitung auf den Sonntag ist am Samstag in Windberg um 19 Uhr Rosenkranz.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.04.1963


Jakob Hirtreiter 88 Jahre alt
Hunderdorf.
In gutem gesundheitlichen Zustand konnte der Austragslandwirt Jakob Hirtreiter, Lintach, gestern seinen 88. Geburtstag feiern.
Die Wiege des Hochbetagten stand in Zachersdorf bei Haselbach. Nach seiner Vermählung mit Therese Santl kaufte er das Anwesen in Lintach, wo er heute noch im Austrag lebt. Nach achtjähriger Ehe starb seine erste Frau und hinterließ ihm einen Sohn. Drei Kinder schenkte ihm nach der Wiederverheiratung seine zweite Frau, Katharina Betzlbacher. Neben der Landwirtschaft, die er mit Eifer betrieb, arbeitete er als Zimmermann.
Seit je war er interessiert an heimatlichen Sagen und Geschichten. Seine Vorliebe galt dem Erzählen von gruseligen Geschichten über Gespenster und Weihzen. Manche werden sich noch daran erinnern, wie er kurz nach dem Ersten Weltkrieg über die „Geisterschlacht“ in Lintach berichtete und die Beteiligten dabei wegen ihres lästerlichen Unglaubens schwer „hinaufgeschossen“ hat. Sicher haben  sie ihm dafür schon längst verziehen und werden sich, wie viele andere, mit seiner Heimatzeitung den besten Glückwünschen für einen gesunden und glücklichen Lebensabend anschließen.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.04.1963


Ehrung bei den Trachtlern
Hunderdorf.
Am Samstag findet um 20 Uhr im Gasthaus Baier eine Versammlung des Trachtenvereins statt, auf der eine Ehrung langjähriger Mitglieder erfolgt. Neben den Mitgliedern sind auch alle Nachbarvereine und Interessenten höflich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.04.1963


Arbeiten für Schule Windberg vergeben
Der Rohbau wird noch in diesem Jahr fertiggestellt – Sitzung des Gemeinderats im Jugendheim
Windberg.
Die Arbeiten am Windberger Schulhausneubau verlassen nun das Stadium der Planung. Schon bald wird mit dem Bau begonnen werden. Zu einer wichtigen Sitzung trafen such am Montag die Gemeindeväter im Jugendheim. Bürgermeister Anton Kittenhofer konnte zu der Sitzung auch Kreisbaumeister Kraus, Architekt Schmid und dessen Mitarbeiter Gruber begrüßen. Auf der Tagesordnung stand als einziger Punkt die Vergebung der Arbeiten des ersten Bauabschnittes.
Auf Grund der bestehenden Verordnungen muß die Gemeinde jenen Firmen die Arbeiten übergeben, die auf die Ausschreibung mit den billigsten Angeboten geantwortet haben. So wartete man mit Spannung auf die Bekanntgabe der Ergebnisse der Ausschreibung. Bei den Bau- und Verputzarbeiten machte die Firma Altschäffl in Stippich das Rennen, bei den Spenglerarbeiten fiel die Wahl auf die Firma Wenninger in Bogen. Die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten werden erst in zwei Wochen vergeben. Für dieses Jahr ist die Fertigstellung des Rohbaus vorgesehen und im außerordentlichen Haushalt der Gemeinde eingeplant. Unser Bild zeigt das von Oberlehrer Kornel Klar nach den Plänen angefertigte Modell der neuen Schule.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.04.1963


Wer baut wo im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 16. bis 19. 4.1963 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Kuroszcyk Marian, Steinburg, Umbau eines Schuppens als Lagerraum … Kraus Johann, Dambach, Umbau eines Schuppens in eine Scheune; Schmidbauer Josef, Windberg, Neubau eines Kamins …
Quelle: Bogener Zeitung, 26.04.1963


Windberg, (Trachtenverein) Die Mitglieder des Trachtenvereins treffen sich am Samstag um 20 Uhr im Vereinslokal Baier in Hundedorf zu einem Gegenbesuch beim Burschenverein Perlbachtaler.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.04.1963


Bogen-Sollach-Hunderdorf gesperrt
Bogen.
Durch den Neubau der Kanalisation für Schönthal muß ab Montag das Teilstück zwischen Bahnunterführung und Bauhof des Landkreises der Ortstraße „Am Bruckweg“ für jeglichen Verkehr gesperrt werden. Damit kann auch der Durchgangsverkehr auf der Gemeindeverbindungsstraße Bogen-Sollach-Hunderdorf nicht mehr stattfinden. Die Umleitung kann nur über die Staatsstraße nach Hunderdorf erfolgen. Entsprechende Umleitungsschilder und Verkehrszeichen werden aufgestellt. Besonders betroffen davon sind die Einwohner von Sollach und Stetten. Die Bevölkerung wird darauf aufmerksam gemacht. Die Bauzeit dauert voraussichtlich 14 Tage. Dann kann die Verkehrsbeschränkung wieder aufgehoben werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.04.1963


Gesangprobe fällt aus
Hunderdorf.
Die für Dienstag vorgesehene Gesangprobe fällt aus. Der nächste Übungsabend findet am Dienstag, den 7. 5. Im Vereinslokal Sandbiller statt. An diesem Abend wird für den geplanten Besuch bei der Liedertafel Vilseck geprobt. Gleichzeitig werden alle aktiven und passiven Mitglieder mit ihrem Familienangehörigen zum Ausflug am 19. Mai nach Vilseck eingeladen. Meldungen sind an den Vorstand zu richten.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.04.1963


Franziska Hirtreiter wurde 80 Jahre
Hunderdorf.
Gestern konnte die Rentnerin Franziska Hirtreiter ihr 80. Wiegenfest feiern. Die Wiege der Jubilarin stand in Rimbach bei Kötzting als sie den Bürstenmacher Xaver Hirtreiter ehelichte, übernahm sie die schwere Bürde, seine acht unmündigen Kinder, denen kurz vorher die Mutter verstorben war, groß zu ziehen. Der Herr gab der tapferen Frau den Mut und das Vertrauen, diese schwere Pflicht zu erfüllen. Die beiden Kinder aus ihrer eigenen Ehe starben bald. Neben ihrer Aufgabe als Mutter übernahm sie auch noch den Handel mit den Bürsten, die ihr Mann herstellte. Die viele Arbeit griff ihre Gesundheit an und es stellte sich ein schweres Leiden ein. Trotzdem hadert sie nicht mit ihrem Schicksal und freut sich noch an den kleinen angenehmen Dingen ihres Lebens. Wir wünschen der Jubilarin noch einen glücklichen Lebensabend.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.04.1963


Besuch beim neuen Pfarrherrn
Hunderdorf.
Am Sonntag erwartet Pfarrer Ruß den Besuch von Pfarrmitgliedern aus seiner früheren Pfarrei Ursula-Poppenricht. Die Gäste wollen die Abschiedsfeier nachholen, die wegen der plötzlichen Erkrankung ihres Pfarrers kurz vor der Versetzung nach Hunderdorf nicht mehr stattfinden konnte. Der Kirchenchor von U.-Poppenricht wird das Amt singen. Für den Nachmittag ist eine feierliche levitierte Andacht vorgesehen. Das Mittagsmahl nehmen die Gäste mit dem Pfarrer in der Gastwirtschaft Sandbiller ein.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.04.1963


Kampf den Wühlmäusen
Hunderdorf.
Der harte und lange Winter scheint den Wühlmäusen tief unter Schnee und Erde gutgetan zu haben. Überall stellt man jetzt im Frühjahr einen starken Wühlmausbefall fest, auch dort, wo man in den letzten Jahren sehr erfolgreich mit Polythanol vorgegangen war. Aus diesem Grunde wird in der Gemeinde Hunderdorf eine Wühlmausbekämpfung durchgeführt, weil gerade jetzt im Frühjahr die Wühler und Nager eine besondere Gefräßigkeit zeigen. Hans Würger von Schambach wird am Montag und Dienstag die Aktion in Hunderdorf starten. Wer noch Interesse hat, möchte sich bei der Gemeinde melden. Je mehr an der Aktion teilnehmen, desto größer ist der Erfolg, weil ja Wühlmäuse sehr gerne von einem Garten zum andern wandern.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.04.1963


Kraftfahrzeugsegnung
Windberg.
Am 1. Mai werden, wie schon in den Vorjahren wieder die Motorfahrzeuge gesegnet. Die geschmückten Fahrzeuge werden vor dem 8 Uhr Gottesdienst auf dem Platz vor dem Pfarrhof aufgestellt. Nach dem Gottesdienst ist die Segnung. Zugleich werden die Priesternotrufplaketten verteilt.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.04.1963


Beim Hantieren mit Gewehr lebensgefährlich verletzt
Hunderdorf.
Mit einem Magendurchschuß und lebensgefährlichen inneren Verletzungen mußte gestern ein elfjähriger Bub aus Hunderdorf, Landkreis Bogen, in das Krankenhaus Bogen eingeliefert werden. Ein etwa gleich alter Kamerad des schwer Verletzten hatte beim Spielen mit einem geladenen Flobertgewehr den verhängnisvollen Schuß ausgelöst. Das Gewehr hatten die Buben auf einer Hobelbank gefunden.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.04.1963

Aus alten Zeitungen und Druckwerken

12