1995-05

Rückstaugefahr durch Kläranlage
Weitere Aufträge zur Kindergartenerweiterung vergeben
Hunderdorf.
(xk) Bei der letzten Sitzung wurden vom Gemeinderat zusammen mit der Kirchenverwaltung weitere Aufträge zur Kindergartenerweiterung vergeben. Nach Bekanntgabe der geprüften Submissionsergebnisse durch Architekt Illner wurde der Auftrag dem jeweils günstigsten Bieter erteilt.
Anstricharbeiten, Firma Schneider, Bogen, Angebotssumme rund 16 250 Mark, Trockenbauarbeiten, Firma Mühlbauer, Oberwinkling, Angebotssumme rund 56 600 Mark, Innentüren, Firma Wirth, Hunderdorf, Angebotssumme 20 930 Mark, Fließenarbeiten, Fa. Andreaus, Mamming, Angebotssumme rund 20 700 Mark, und Bodenbelagsarbeiten, Fa. Feldmann, Wörth, Angebotssumme etwa 18 500 Mark. Weiter wurde durch den Gemeinderat noch ein Auftrag für die Schulhaussanierung vergeben. Hier erging der Auftrag für die Instandsetzung der Alu-Paneeldecken an die Fa. Winuner, Deggendorf, mit einer Angebotssumme von rund 7 800 Mark.
Breiten Raum nahm die Erläuterung des Ingenieur-Büros Sehlhoff zur Sanierung der Abwasserbeseitung ein. Durch die Errichtung eines Regenrückhaltebeckens vor der Kläranlage kann es durch die Anhebung der Rückstauebene in ungünstigen Fällen zu einem Rückstau bis in die Bahnhofstraße kommen. Hierzu wurde festgestellt, daß sich gemäß der Satzung grundsätzlich jeder Grundstückseigentümer selbst gegen Rückstau aus der gemeindlichen Kanalisation abzusichern hat.
Ingenieur Peter Baier zeigte dem Gemeinderat verschiedene Lösungsmöglichkeiten auf, wie einem Rückstau, zentral oder mit Maßnahmen an einzelnen Häusern, begegnet werden kann. Zunächst soll aber durch eine Untersuchung bei den einzelnen Anwesen geklärt werden, welche Gebäude von einem eventuellen Rückstau betroffen sein könnten. Nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse wird der Gemeinderat darüber entscheiden, welche Maßnahmen getroffen werden sollen, um einen Rückstau zu verhindern.
Bewilligt wurden vom Gemeinderat die vorliegenden Baugesuche Neubau einer landwirtschaftlichen Lagerhalle in Gaishausen, Tekturplan zur Abwasserbeseitigung in Ebenthann, Befreiungsantrag wegen Überschreitung der Baugrenze im Gewerbegebiet Breitfeld. Zu einem Antrag auf Errichtung zweier Doppelhaushälften informierte Bürgermeister Peschke den Gemeinderat über die durchgeführte Überprüfung des Bauantrages durch das Landratsamt Straubing-Bogen. Hierbei wurde festgestellt, daß der Bauwerber die Vorschriften des Bebauungsplanes einhält. Der Gemeinderat stimmte daraufhin dem Baugesuch im Rahmen des Freistellungsverfahrens zu.
Weiter informierte Bürgermeister Peschke den Gemeinderat über den baldigen Beginn der Teerarbeiten an den vom Kanalbau betroffenen Straßen, die zeitweilige Einstellung von zwei Aussiedlern im Zuge von Beschäftigungsmaßnahmen, den durchgeführten Ortstermin an der ehemaligen Bahnbrücke zur Klärung, wer zukünftig die Straßenbaulast an der Brücke über den Radweg zu tragen hat.
Zum Schreiben des Kreisjugendrings zur Einrichtung einer neuen Freizeitbuslinie stellte der Gemeinderat fest, daß dieses Vorhaben begrüßt wird und sich die Gemeinde Hunderdorf, entsprechend den anderen Gemeinden, auch finanziell beteiligen wird. Dem öffentlichen Teil schloß sich ein nichtöffentlicher Teil mit zahlreichen Grundstücks- und notariellen Angelegenheiten an.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1995


Zahlreiche Aktionen zu planen
Guter Erlös der Misereoraktion – Der Pfarrgemeinderat tagte
Hunderdorf.
(ih) Zu einer Arbeitssitzung trafen sich die Mitglieder des Pfarrgemeinderates Hunderdorf im Pfarrheim. Zunächst stellte sich Praktikant Klaus Hirn vor, der ab Herbst in der Diözese Regensburg als Pastoralassistent tätig sein wird. Im Rahmen des Geistlichen Wortes wurde ein Bild des Jugendkreuzweges von Gemeindereferentin Hildegard Stanglmayr erläutert. Es handelt sich dabei um die Auferstehung Jesu Christi.
Danach gab Vorsitzender Josef Zollner einen Rückblick über Aktivitäten des Pfarrgemeinderates in der letzten Zeit. Die Misereoraktion habe auch heuer wieder einen beachtlichen Erlös gebracht, wenn auch insgesamt das Ergebnis etwas geringer ausgefallen sei als im letzten Jahr. Ostern sei in gebührendem Maße gelungen verlaufen. Über die Ostereierverteilung müsse nächstes Jahr im Detail diskutiert und entschieden werden, wie viele Ostereier an welchen Tagen verteilt werden sollen. Weitere Punkte betrafen Gestaltung und Organisation von Festtagen und Aktionen. Die Altäre zu Fronleichnam sollen wie bisher gestaltet werden.
Der Sachausschuß Liturgie wurde von Josef Zollner gebeten, sich um die gesamte Organisation des Fronleichnamsfestes zu kümmern. Zur Frage einer Kinderferienaktion kam man überein, eventuell an einer Veranstaltung aus dem Angebot des Kreisjugendringes teilzunehmen. Vorsitzender Zollner werde sich über die Teilnahmemöglichkeit erkundigen und Prospekte in der Kirche auflegen lassen. Eine Spieleaktion werde nur dann durchgeführt, wenn man in der Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring zu keinem Ergebnis kommen könne.
Die Pfarrwallfahrt zum Bogenberg, die voraussichtlich am 17. September ist, führt wieder über Sollach. Nach einer Beratung werde im Herbst wieder eine Pfarrwanderung durchgeführt. Nun folgten Berichte aus den Sachausschüssen. Der Jugendausschuß berichtete über die Vorbereitungen zum Weihnachtskonzert, während Martha Hofmann von den „Senioren“ sprach. In der Osterfeier habe sie über altes Brauchtum gesprochen. Die Muttertagsfeier sei bereits organisiert und finde am 8. Mai statt. Vom Sachausschuß Liturgie war zu hören, daß noch ein Kommunionhelfer gesucht werde. Der Lektorenkreis habe mit Hilda Schönauer und Heidi Retzer um zwei Personen erweitert werden können.
Der „Dritte-Welt-Ausschuß“ regte an daß der Verkauf durch durch die Jugendlichen durch Hinzunahme von Erwachsenen ergänzt werden solle. Im November ist ein Besuch des Missio-Werkes in München geplant.
Das Programm für die Feierlichkeiten zu „300 Jahre Hl. Kreuz bei Windberg“ werde abgewartet. Den Abschluß der Sitzung bildeten Wünsche und Anträge. Martha Hofmann regte an, daß die Fürbitten wieder von den Lektoren vorgetragen werden sollen. Josef Helmbrecht sprach sich für die Anschaffung einer neuen mobilen Lautsprecheranlage aus, während Rita Reichardt daran erinnerte, daß schon längere Zeit keine Fahrzeugweihe mehr stattgefunden habe. Pfarrer Pater Wolfgang Vos wird an Christi Himmelfahrt, 25. Mai, nach dem Hauptgottesdiene am Schulhof eine solche Weihe durchführen. Vorsitzender Zollner sprach schließlich noch den zu planenden Pfarrfamilienabend an.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1995


Beste Schützen kommen aus Hunderdorf
Siegerehrung der Sektionsmeister Luftgewehr, Luftpistole und Wurftauben
Hunderdorf. (ih) Die Siegerehrung der Sektionsmeisterschaft im Luftgewehr-, Luftpistolen- und Wurftaubenschießen der Sektion Wald im Schützengau Straubing-Bogen fand im Clublokal der Schützenkameradschaft Hunderdorf, Gasthaus Deschl, Hofdorf, statt, Insgesamt 72 Einzelschützen und 21 Mannschaften kämpften um den Titel eines Sektionsmeisters in fünf verschiedenen Disziplinen. Sieger wurde dabei die Schützenkameradschaft Hunderdorf. Sektionsschützenmeister Richard Bemmerl sagte bei

Die Sieger der Einzelwertung und der Wanderpokale mit Sektionsschützenmeister Richard Bemrnerl.(Foto: ih)

der Begrüßung der Vertreter der Schützenvereine, daß auch in diesem Jahr wieder sieben Vereine seiner Sektion an dieser Meisterschaft teilgenommen hätten. Sein Dank galt der Schützenkameradschaft Hunderdorf für die Ausrichtung der Meisterschaft. Austragungsort war neben der Schießanlage der Hunderdorfer Schützen auch die Wurftaubenschießanlage in Hörabach. Neben den Wanderpokalen gab es für die Vereine auch ein Erinnerungsgeschenk und für die besten Schützen Urkunden. Vor allem die Schützen aus Hunderdorf zeigten in diesem Jahr wieder ihre Stärke und konnten in vier Disziplinen den Titel eines Sektionsmeisters erringen. Dabei ging auch der Wanderpokal der Luftgewehr-Schützenklasse, der seit 1980 ausgeschossen wird, in den endgültigen Besitz der Schützenkameradschaft Hunderdorf über.
Luftgewehr Schützenklasse: Mannschaftswertung: 1. Schützenkameradschaft Hunderdorf mit 1101 Ringen, 2. Königl. priv. Schützengesellschaft Mitterfels, 1054 R., 3. Hohenau Haigrub, 1034 R. – Einzelwertung: 1. Karl Liebl, Hunderdorf, 290 R., 2. Armin Mauerer, Hu., 279 R., 3. Christian Klimmer, Mitterfels, 277 R.
Luftgewehr Damenklasse: Mannschaftswertung: 1. Schützenk. Hunderdorf, 796 R., 2. Hohenau Haigrub, 686 R. – Einzelwertung: 1, Michael Liebl, Hu., 278 R., 2. Christiane Poiger Hu., 269 R., 3. Monika Höcherl, Hu. 249 R.
Luftgewehr Jugendklasse: Mannschaftswertung: 1. Schützenk, Hunderdorf, 605 R,, 2. Waldlerbuam Irschenbach 496 R. Einzelwertung: 1. Stefan Rinkl, Hu., 243 R., 2. Goran Kupresakovic, Hu., 188 B., 3. Ronny Lankes, Irschenbach,
Luftpistole: Mannschaftswertung: 1. Schützenk. Hunderdorf I., 1037 R., 2. Schützenk. Hunderdorf, 994 R., 3. Königl. priv. Schützengesellschaft Mitterfels, 970 R. – Einzelwertung: 1. Karl Liebl, Hu. II., 271 R., 2. Werner Schönauer, Hu. I., 266 R., 3. Jürgen Scheffert, Hu. I., 265 R.
Wurftauben: Mannschaftswertung: 1. Wurftaubenschützen Donau-Wald I., 56 Tauben, 2. Wurftaubensch. Donau-Wald II., 51 T., 3. Wurftauben-Wald III., 39 T. – Einzelwertung: 1. Erwin Zeitlhofer, Donau-Wald I., 20 T., 2. Franz Greindl, Donau-Wald III., 20 T., 3. Richard Pernsteiner, Donau-Wald I., 19 T.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1995


„Ehrentag der Mutter“ wurde gefeiert
Pfarrei hatte Senioren eingeladen – Mit Kaffee und Kuchen bewirtet
Hunderdorf. Die Pfarrei Hunderdorf hatte am Montag nachmittag kur Muttertagsfeier der Senioren in das Gasthaus Baier-Edbauer eingeladen. Seniorenbetreuerin und Seniorenclubvorsitzende Martha Hofmann begrüßte dazu rund 40 Mütter. Bei Kaffee und Kuchen wurde in der Gemeinschaft der „Ehrentag der Mutter“ gefeiert. Mit verschiedenen von Martha Hofmann und anderen

Seniorenbetreuerin Martha Hofmann beim Gedicht-Vortrag bei der Seniorenmuttertagsfeier. (Foto: xk)

Clubmitgliedern sowie Mitgliedern des Frauenbundes vorgetragenen besinnlich-heiteren Gedichten, Liedern und Geschichten zum Muttertag wurde der Nachmittag nett gestaltet.
„Zu Ehren der Mütter wurde dabei auch ein „Vergelts Gott“ verdeutlicht. Gerade sie, die Mütter, hatten doch in schwerer Kriegs- und Nachkriegszeit die Kraft aufgebracht, die Aufgabe der Mutter zu bewältigen. Zutreffend sang dazu die Clubvorsitzende das Lied „A Mutter kennt koan Feiertag“. Als Wertschätzung und zur Freude der Mütter wurde an jede Anwesende ein Blumenstöckerl überreicht. Der Frauenbund unterstützte die Senioren-Muttertagsfeier mit Gestaltungsbeiträgen und bei der Bewirtung. Auch Bürgermeister Gerhard Peschke übermittelte den Müttern die besten Wünsche.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1995


38 Kinder empfingen Erstkommunion
Erstmals am Tisch des Herrn — Zug zur geschmückten Pfarrkirche
Hunderdorf. (xk) Ein großer Tag war für 20 Buben und 18 Mädchen der Pfarrei Hunderdorf am Sonntag gekommen, als sie erstmals zum Tisch des Herrn treten durften. Bei herrlichem Frühlingswetter wurde am Schulhof Aufstellung zum Kirchenzug genommen und

38 Kinder empfingen die Erstkommunion. (Foto: Eiglsperger)

Pfarrer Wolfgang Vos geleitete mit einer großen Schar von Ministranten die 38 Erstkommunionkinder, gefolgt von den Eltern, Paten und Verwandten zur festlich geschmückten Pfarrkirche.
ach der Erneuerung des Taufversprechens und dem Entzünden der Kommunionkerze durch Eltern oder Paten an der Osterkerze durften die Kommunionkinder zum ersten Mal den Leib Christi empfangen. Mit Liedern, Fürbitten und Gabenbereitung von Brot und Wein trugen die Erstkommunikanten zur besonderen Gestaltung dieses Festgottesdienstes bei. Auf diesen Erstkommuniontag hatten sie sich auch in den sieben Tischgruppen-Nachmittagen vorbereitet. In der Ansprache erinnerte Pfarrer Vos an das Evangelium vom Haus, das auf Felsen gebaut wurde und versinnbildlichte, daß Jesus für jeden eine solide Basis für das Leben sein sollte. Für die Kommunion-Vorbereitungen dankte der Pfarrer insbesondere den Tischmüttern, der Pfarrassistentin Hildegard Stanglmayr und Mesnerin Rita Reichhardt. Lobpreis und Dank brachten am Schluß der Eucharistiefeier die Kommunionkinder und alle Gläubigen mit dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ zum Ausdruck.
Am Nachmittag kamen die Erstkommunikanten mit ihren Angehörigen nochmals zur Dankandacht in die Pfarrkirche, womit der festliche Tag abgeschlossen wurde. Pfarrer Vos überreichte jedem Erstkommunionkind als Erinnerung ein Bronze-Kreuz.  Foto: Eiglsperger
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1995


Der „Ortschronist“ feierte 70. Geburtstag
Gratulationscour für den Ehrenbürger Kornel Klar — Reiches Lebenswerk gewürdigt
Hunderdorf. (xk) Viele Gratulanten waren am Donnerstag gekommen, um dem nimmermüden Konrektor i.R. , Kornel Klar , Ehrenbürger und Ortschronist, zu seinem 70igstn Wiegenfeste zu gratulieren und ihm noch viele Jahre Gesundheit, Schaffensfreude und Wohlergehen zu wünschen.

Kornel Klar zusammen mit Bürgermeister Peschke und einem Großteil der Gratulanten.  (Foto:xk)

Es war nicht nur die runde Zahl der Lebensjahre, die dem Geburtstagsfest einen besonderen Stempel aufdrückte Vielmehr hat Kornel Klar in all diesen Jahren ein reiches Lebenswerk vollbracht und mit echtem Inhalt erfüllt. So war der Ehrentag willkommener Anlaß, die Verbundenheit und Dank für all das zum Ausdruck zu bringen, was in den Jahren des reich erfüllten Lebens der Geburtstagsjubilar für die Gemeinde und ihre Bürger sowie für das Vereinsgeschehen geleistet hat.
Kornel Klar erblickte am 11. Mai 1925 in Mokrin/Jugoslawien als Sohn der Eheleute Franz und Elisabeth Klar das Licht der Welt. Seine Geschwister starben im Alter von fünf und 34 Jahren. Infolge der Ereignisse des Zweiten Weltkrieges wurde die Familie Klar aus der angestammten Heimat vertrieben. Aus der ersten Ehe mit Hildegard Schro11 (1982 +) entstammen vier Kinder. In zweiter Ehe ist Klar verheiratet mit seiner Frau Ruth, verwitwete Stahl, geborene Hermann. Klar war sechs Jahre Lehrer in St. Englmar, zehn in Neukirchen und vier in Windberg sowie 22 in Hunderdorf, bis er 1987 in den Ruhestand versetzt wurde.
Neben der Berufstätigkeit und der Sorge um die Seinen fand Klar auch Zeit, um sich in besonderer Weise auch der Vereinsarbeit und der Geschichtsforschung zu widmen . Diese ehrenamtliche engagierte Tätigkeit erfuhr offizielle Ehrungen mit der Landkreismedaille (1972), im Jahre 1986 mit .einer Urkunde für besondere Verdienste als Heimatpfleger des Bayer. Staatsministeriums des Innern, 1990 mit der Josef-Schlicht-Medaille und 1993 mit der Ernennung zum Ehrenbürger der Gemeinde Hunderdorf. Desweiteren hat Kornel Klar rund 15 Forschungsarbeiten und Sammelergebnisse zur Geschichte der näheren Heimat und Ortschronik verfaßt, so unter anderem auch die Bildbände „Hunderdorf in der guten alten Zeit“ und „Der Weg zum Kleinzentrum sowie das Neukirchner Heimatbuch. Neben der Führung der Ortschronik für die Gemeinden Hunderdorf, Neukirchen und Windberg hat Klar auch drei Vereinschroniken erstellt und Vereine mit geschichtlichen Beiträgen für Vereinsfestschriften unterstützt.
Im Roten Kreuz war er 40 Jahre aktiv, davon 20 Jahre als Kreiskolonnenführer. Klar ist Begründer des WSV St. Englmar. Beim Sportverein Neukirchen war er in 17 Jahren als Vorstand, Schriftführer und Trainer des SV Neukirchen, in 25 Jahren als Schriftführer, Kassier, Zweiter Vorsitzender bei verschiedenen Abteilungen des SV Hunderdorf und bringt es so zusammen auf über 120 Jahre Funktionärsarbeit. Darüberhinaus ist er langjähriger Schriftführer und Ausschußmitglied des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins Steinburg.
Auszeichnungen für Engagement
Für die ehrenamtlichen Tätigkeiten in Vereinen und Verbänden erfuhr Klar verschiedene Auszeichnungen. Seine Hobbys sind Malen in Öl, Wachsgießerei, Fotografieren, Sammeln von Fotoapparaten und Briefmarken. Neben den Kindern- und Schwiegerkindern, sieben Enkelkindern, zahlreichen Verwandten und Bekannten stellten sich beim allseits geschätzten Jubilar als Gratulanten ein: Pfarrer Wolfgang Vos und Pfarrassistentin Stanglmayr, die Bürgermeister Gerhard Peschke, Hunderdorf, Heinrich Lobmeier, Neukirchen und Dietmar Schmidbauer , Windberg, VG-Geschäftsleiter Xaver Kern,. der Sportverein Hunderdorf mit Vorsitzenden Henke Peter und Abordnungen der Abteilungen Fußball, Ski und Eisstock, Vertreter des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins Steinburg mit Vorsitzenden Hans Fuchs an der Spitze sowie der WSV Sankt Englmar mit Vorsitzendem Josef Bugl. Auch die Regierung und das Schulamt haben Glückwünsche übermittelt.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1995


50 Jahre lang Freud und Leid geteilt
Ehepaar Ecker feierte Fest der goldenen Hochzeit – Viele Gratulanten
Hunderdorf. (hk) Am Sonntag läuteten die Glocken der Schloßkapelle in Au vorm Wald zum Festgottesdienst für die Eheleute Josef und Rosa Ecker, die das Fest ihrer goldenen Hochzeit feiern konnten. Das Ehepaar schloß am 14. Mai 1945 in der Pfarrkirche in Hunderdorf den Bund fürs Leben. Aus ihrer Ehe gingen fünf Kinder hervor; drei Söhne und zwei Töchter. Dazu nahmen sich Josef und Rosa Ecker noch eine Tochter an Leibesstatt an.

Das Ehepaar Josef und Rosa Ecker mit Bürgermeister Gerd Peschke und Pfarrer Pater Wolfgang Vos. (Foto: hk)

Josef Ecker wurde am 31. Januar 1915 in Brandstatt in der damaligen Gemeinde Steinburg geboren und wuchs auf dem elterlichen Anwesen auf. Er arbeitete als landwirtschaftlicher Arbeiter auf verschiedenen Höfen und wurde dann in den Krieg eingezogen. Nachdem er eine schwere Kopfverletzung erlitt, wurde er im Herbst 1944 in die Heimat entlassen. Für seine Verdienste um das Vaterland wurde er mit dem Infanteriesturmabzeichen und mit dem Verwundetenabzeichen ausgezeichnet.
Rosa Ecker aus Schafberg, ehemalige Gemeinde Steinburg, wurde am 26. Dezember 1919 geboren. Die Eheleute versorgen zusammen ihren Haushalt. Josef Ecker verrichtet auch gerne Arbeiten im Garten und pflegt das Kriegerdenkmal in Au v. Wald. Er ist auch schon seit 1941 Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Au v. Wald und ebenfalls viele Jahre bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft. Auch dem VdK-Ortsverband und der Marianischen Männerkongregation gehört Josef Ecker an.
Zu ihrem Jubeltag gratulierten dem Ehepaar die Kinder mit den zehn Enkelkindern und einem Urenkel, alle Verwandten und Nachbarn. Auch die Vereine, denen Josef Ecker angehört, gratulierten. Selbstverständlich ließ es sich auch Bürgermeister Gerd Peschke nicht nehmen, dem Ehepaar Ecker zur goldenen Hochzeit zu gratulieren und einen Geschenkkorb im Namen der Gemeinde Hunderdorf zu überreichen.
Auch Landrat Ingo Weiß ließ durch den Bürgermeister seine Glückwünsche übermitteln und erfreute ebenfalls mit einem Geschenk. Im Namen der Pfarrgemeinde Hunderdorf sprach Pfarrer Pater Wolfgang Vos seine Glück- und Segenswünsche dem Paar zur goldenen Hochzeit aus. Alle Gratulanten ließen das Jubelpaar hoch leben und wünschten noch viele gemeinsame Jahre bei bester Gesundheit.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.05.1995


Rechtzeitig zu Saisonbeginn fertig
Neuen Fremdenverkehrsprospekt der Gemeinde der Öffentlichkeit vorgestellt
Steinburg. (hf) Bereits vor einem Jahr begannen die Vorgespräche und Beratungen für den neuen Werbeprospekt. So konnten im vergangenen Sommer für die Region Steinburg/Hunderdorf

Vorsitzender Johannes Fuchs überreicht das erste Exemplar Bürgermeister Peschke (Foto: jf)

landschaftstypische Aufnahmen gemacht werden. Auch zwei Wintermotive sind im neuen Prospekt zu finden. Die Unterkunftsanbieter, die Gemeinde Hunderdorf und die Vereinsausschußmitglieder des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins waren einer Meinung, daß eine gezielte Tourismuswerbung mit einem ansprechenden Prospekt am ehesten möglich ist. Deshalb sind die Herbergsbetriebe – vom Landhotel über die Ferienwohnung bis hin zum Urlaub auf dem Bauernhof – im neuen Prospekt auch per Bild dargestellt.
Der Gast in Steinburg/Hunderdorf findet ein abwechslungsreiches Freizeitangebot, egal welchen Alters er ist, ob Alleinreisender oder als Familie. Wandern und Radtouren in herrlicher Landschaft, Sport treiben.
Erhältlich ist der neue Prospekt beim Heimat- und Fremdenverkehrsverein Steinburg (94336 Steinburg 20), bei der Gemeinde Hunderdorf (94336, Sollacher Straße 4), beim Landratsamt Straubing-Bogen und beim Ostbayerischen Fremdenverkehrsverband (93047 Regensburg, Landshuter Straße 13).
Quelle: Bogener Zeitung, 19.05.1995


Claus Iturralde neuer Schützenkönig
Bei der Saisonabschlußfeier wurden auch die Vereinsmeister geehrt
Windberg. (hs) Die Winith-Schützen Windberg proklamierten ihre Schützenkönige und Vereinsmeister der Schießsaison 1994/95. Die Schützenkette gewann Claus Iturralde, Jungschützenkönig wurde Manuel Spanfeldner. Bei der vorangegangenen Jahresmesse, zelebriert von Pfarrer Pater Ephrem, gedachte man der verstorbenen Vereinsmitglieder. Danach nahm Vorsitzender Heigl,

Die erfolgreichen Schützen von Windberg.   (Foto: hs)

unterstützt von Sportleiter Kräh, die Ehrungen und Pokalverleihungen vor. Spannend wurde es bei der Königsproklamation, denn die Ergebnisse wurden bis zuletzt geheim gehalten. Unter viel Beifall gab der Schützenmeister bekannt, daß sich Claus Iturralde mit einem respektablen 7,4-Teiler die Königswürde „erschossen“ habe. Wurstkönig wurde mit einem 67,9-Teiler Siegfried Niedermeier und Brezenkönig mit einem 77,3-Teiler Herbert Scherz. Bei der Jugend traf Manuel Spanfeldner mit einem 62,3-Teiler am besten und wurde somit Jungschützenkönig. Michael Edenhofer sicherte sich mit einem 90,8-Teiler den zweiten Platz als Wurstkönig, gefolgt von Stefan Scherz auf Rang drei, der mit einem 170,9-Teiler die Brezenkette gewann.
Bei der Vereinsmeisterschaft ging Herbert Scherz als Sieger hervor, gefolgt von dem Zweitplazierten Hans Heigl und den Rang drei belegenden Thomas Hartmarmsgruber. In der Jugendwertung wurde Stefan Scherz Vereinsmeister vor Kerstin Laumer und Markus Zeitlhofer. Die Vereinsmeisterschaft im Luftpistolenschießen entschied Otto Zitzlsberger zu seinen Gunsten, den zweiten Rang belegte Erich Kräh und als Drittplazierter ging Siegfried Niedermeier hervor. Luftpistole Schüler gewann Werner Bergbauer. Den Sieg und damit den begehrten Pokal beim Michael Hüttinger-Gedächtnisschießen holte sich Hans Heigl.
Der abschließende Dank von Schützenmeister Hans Heigl galt allen Mitgliedern, besonders jedoch der Jugend und dem Sportleiter Erich Kräh. Er hoffe, daß sich in der neuen Schießsaison auch die etwas „älteren Semester“ wieder aktiver am Vereinsgeschehen beteiligen werden. Mit einem Essen und anschließendem gemütlichen Beisammensein endete die diesjährige Abschlußfeier.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.05.1995


Seelsorger mit hohem Beliebtheitsgrad
Gemeinde gratulierte „ihrem“ Pater Wolfgang Vos zum 65. Geburtstag
Hunderdorf. (hk) Am Freitag feierte die kirchliche und politische Gemeinde Hunderdorf mit Pater Wolfgang Vos, dem Pfarrherrn, seinen 65. Geburtstag im Gasthaus Sandbiller feiern. Pater Wolfgang Vos wurde am 15. Mai 1930 in Arle Rixtel, Holland geboren. 1950 trat er in den Orden der Prämonstratenser ein und 1956 empfing er die Priesterweihe. 1957 brach er seine Zelte in

Pater Wolfgang Vos mit Bürgermeister Gerd Peschke, Xaver Groß von der Kirchenverwaltung und PGR-Vorsitzendem Josef Zollner. (Foto: hk)

Holland ab und kam ins Kloster Windberg. Schon in den Jahren 1961 bis 1965 war er unter Dekan Kiermeier Kooperator in der Pfarrei Hunderdorf. In den folgenden Jahren half er immer wieder in der Pfarrei Hunderdorf aus, wenn Not am Mann war. Von 1971 bis 1976 war ihm das Amt des Priors des Klosters Windberg anvertraut. Als im Jahre 1993 die Pfarrei Hunderdorf, nach dem Weggang von Pfarrer Gerstl, ohne Pfarrer war, beauftragte Bischof Manfred Müller den bereits allseits bekannten und beliebten Pater Wolfgang, diese Stelle einzunehmen.
Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Zollner hob in seiner Laudatio über Pater Wolfgang besonders hervor, daß dieser ein Wunschkandidat für die Pfarrgemeinde war und daß der Bischof auch den Wunsch den Hunderdorfern erfüllt habe. Zollner betonte auch, daß Pater Wolfgang mit seinen 65 Jahren zu jung für den Ruhestand wäre und wünschte ihm für die Zukunft viel Gesundheit und Schaffenskraft. Der Kirchenchor unter Leitung von Walfriede Holzapfel brachte dem Geistlichen einige Geburtstagsständchen und riet ihm: „Nimm dir Zeit, werde still und freue dich auf jeden neuen Tag.
Die Kindergruppe des Trachtenvereins, dessen Ehrenmitglied Pater Wolfgang ist, wartete mit einer Tanzeinlage auf und die Ministranten gaben in ihrem Einakter dem Pfarrherrn gute Ratschläge für sein Priesteramt. Stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Angela Söldner lobte in einem Gedicht die Arbeit des Paters und die Sorge um das Seelenheil von alt und jung und Lektorin, Frau Schindler, wußte in einem Gedicht von A – Z auf allen Wegen, ebenfalls die Vorzüge des Pfarrers aufzuzählen. Eine große Gratulationscour mit Abordnungen aller Ortsvereine gratulierte Pfarrer Pater Wolfgang mit den besten Wünschen für die Zukunft und schenkten ihm eine holzgeschnitzte Figur des heiligen Wolfgangs.
Auch das Oberhaupt der politischen Gemeinde, Bürgermeister Gerd Peschke, gratulierte Pater Wolfgang und überbrachte die Wünsche der Gemeinde und des Gemeinderates. Für die Kirchenverwaltung gratulierte Xaver Groß. Er wünschte ebenfalls viel Gesundheit und noch viele Jahre guter Schaffenskraft für die Pfarrei.
Der Heimatdichter Ludwig Hieninger und Rudi Karl erfreuten Pater Wolfgang noch mit Glückwünschen in Gedichtform. Zum Schluß heiterte Helmut Jakob mit seinem satirischen Gedicht mit dem Titel „Don Camillo und Pepone“ die Geburtstagsgesellschaft auf. Zwischen den Glückwünschen erfreute der Musikverein Hunderdorf, dessen Mitglied Pater Wolfgang ebenfalls ist, mit fröhlichen Weisen.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.05.1995


Planskizze für Bushalt in Lindfeld entworfen
Gemeinderat strebt Bebauung an der Sollacher Straße an – Feuerschutzabgabe aufgehoben
Hunderdorf.
(xk) Bei der letzten Gemeinderatssitzung gab Bürgermeister Gerhard Peschke zunächst eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes bekannt. Hiernach ist das Bayerische Kommunalabgabengesetz, das die Erhebung der Feuerschutzabgabe regelt, mit dem Grundgesetz nicht vereinbar und daher nichtig. Danach beschloß der Gemeinderat einstimmig, die bestehende Feuerschutzabgabe zur Klarstellung auch förmlich aufzuheben.
Folglich legte der Bürgermeister dem Gemeinderat eine Lageplanskizze vor, wonach der Ortseingang an der Kreisstraße SR 71 in Lindfeld neu gestaltet werden sollte. Zum einen ist die Errichtung einer Bushaltestelle angestrebt, zum anderen sollen damit auch bauliche und optische Veränderungen an der Kreisstraße in diesem Haltebereich erfolgen zur Reduzierung der Geschwindigkeit. Das Plankonzept fand grundsätzlich die einmütige Billigung durch die Gemeinderatsmitglieder. Es soll nun mit dem Landkreis erörtert werden, wobei auch eine weitere Gestaltung bei der Einmündung Amselstraße zur Geschwindigkeitsanpassung andiskutiert wurde und beim weiteren Planungsgespräch angesprochen werden sollte. Die Errichtung einer Bushaltestelle Lindfeld ist insbesondere wegen des Schülerverkehrs aus dem dortigen Baugebiet Hochfeld-Süd-Erweiterung angestrebt.
Kein Zigarettenautomat am Quellenweg
Dann diskutierte der Gemeinderat über vorliegende Baugesuche. Die Errichtung eines Zigarettenautomaten bei der Einmündung Quellenweg wurde aus grundsätzlichen und verkehrstechnischen Gründen abgelehnt. Für das Baugrundstück an der Hinterfeldstraße wurde der Verlängerung der Geltungsdauer einer erteilten Baugenehmigung zugestimmt. Grundsätzlich stimmte der Gemeinderat auch einer Bebauung der F1Nr. 151 im Ortsbereich Hunderdorf, rechterhand der Sollacher Straße zu. Die Gemeinde wird sich mit den zuständigen Behörden in Verbindung setzen, inwieweit hier eine Bebauungsplanung notwendig ist und eine Ausweisung als Wohnbaugebiet oder teilweise als Mischgebiet erfolgen sollte.
Folglich gab Bürgermeister Gerhard Peschke ein Schreiben der Verwaltungsgemeinschaft Mitterfels bezüglich der Änderung des Flächennutzungsplanes Mitterfels durch Deckblatt Nr. 4.1 und 4.2 bekannt. Da Belange der Gemeinde Hunderdorf durch diese Bauleitplanung nicht berührt ist, bestanden gemeindlicherseits keinerlei Einwendungen gegen die Planungen der benachbarten Marktgemeinde.
Zukunftsblick bei Abwasser
Bezüglich der Abwasserentsorgung blickt die Gemeinde Hunderdorf auch in die Zukunft. So wurde die Anregung von Bürgermeister und Verwaltung aufgenommen, für die Bereiche Hofdorf und Hoch einen Bauentwurf in nächster Zeit erstellen zu lassen, um hier auch die entsprechenden staatlichen Förderungen beantragen zu können. Bis zu der Bauverwirklichung werden sowieso noch einige Jahre ins Land ziehen. Der Bürgermeister wurde beauftragt, hier mit dem Ingenieurbüro Verbindung aufzunehmen und den Umfang mit dem Wasserwirtschaftsamt abzustimmen.
Zur Information gab der Bürgermeister auch ein Schreiben des Landratsamtes Straubing-Bogen bezüglich der Mitwirkung der Gemeinden bei der Einführung der ermäßigten Landkreiszehnerkarte. Mit der Einführung dieser Mehrfachkarte durch eine weitere spürbare Preisermäßigung sollen mehr Fahrgäste für den öffentlichen Personennahverkehr gewonnen werden. Dadurch sollen von den Bürgern und Urlaubern anstelle vom Auto mehr der Zug oder der Bus in Anspruch genommen werden.
Die Gemeinde unterstützt so der Gemeindechef, diese Aktion und beteiligt sich auch bei der Ausstellung der entsprechenden erforderlichen Stammkarten, die zum ermäßigten Bezug der Zehnerkarten für die Zug- und Buslinien innerhalb des Landkreises Straubing-Bogen berechtigen.
Weiterhin informierte Peschke über die ‚Gespräche bezüglich der Unterhaltung der ehemaligen Bahnbrücke in Röhrnau, die vom Landkreis gerne der Gemeinde Hunderdorf übereignet würde. Hierzu wird die Rechtsproblematik noch abgeklärt. Abschließend gab der Bürgermeister noch Einladungen zu verschiedenen Festveranstaltungen bekannt. Zugleich wies er auch auf den OBAG-Informationsbus hin, der den Bürgern am heutigen Dienstag und am Mittwoch, 24. Ai, von 10 bis 18 Uhr für Energiefragen und Einsparungstips zur Verfügung steht.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1995


Energie sparsam und rationell einsetzen
„Mobile Energieberater“ informierte – Kostenlose und firmenneutrale Beratung der OBAG
Hunderdorf.
(ta) Am Dienstag und Mittwoch konnten sich in Hunderdorf die Bürger im „mobilen Energieberater“ der OBAG über neueste Techniken für Haushalt und Hausbau informieren. Mit dem Einsatz des Infomobils will die OBAG den Kunden im wahrsten Sinn des Wortes noch weiter entgegenkommen. Der Service zielt darauf ab, einerseits die Privatkunden, andererseits die Gemeinden über den sparsamen und rationellen Einsatz von Energie aufzuklären. Viele nutzten diese Informationsmöglichkeit.
Der Energieberater ist ein Spezialfahrzeug, das mit einem Sattelschlepper antransportiert und am Standort durch Ausfahren eines Erkers wesentlich vergrößert wird, schön anzusehen mit modernem Design und viel Glas. Im Innenraum informieren Elektroberater und -beraterinnen über neueste Gerätetechnik für Haus und Küche wie Beleuchtung, Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung, aktive und passive Solartechnik, Wärmedämmung von Dach und Wand, Wärmepumpentechnik, Speicherheizung und elektrische Warmwasserbereitung, erneuerbare Energien. Anschauungstafeln, Modelle und Videofilme machen abstrakte Vorgänge sichtbar und leichter begreifbar. So konnte der Kunde zum Beispiel das Innenleben seiner Elektrofußbodenheizung betrachten oder die optimale Wärmedämmung von Dach und Hauswand betasten.
Für den Haushaltskunden
Ein besonderer Service ist die Computer-Verbrauchsdiagnose für Haushaltsgeräte. Vor einigen Tagen waren per Postwurfsendung Fragebögen verteilt worden, in die man Typ und Produktionsjahr der eigenen Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine oder Geschirrspüler eintragen konnte. Mit Hilfe dieser Daten errechnete die Elektroberaterin im Infomobil den Strom- und Wasserverbrauch des Geräts und verglich, was ein Neugerät an Energie einspart.
Ein Haus baut man für viele Jahre. Da sollte auch das Energiesparen rechtzeitig eingeplant werden. Meistens entspricht die Heizung dem modernsten technischen Standard, aber eines machen wir noch wie im Mittelalter: Wenn die Luft verbraucht ist, reißen wir die Fenster auf. In einem voll wärmegedämmten Haus gehen so bis zur Hälfte der Jahresheizkosten zum Fenster hinaus.
Wie also soll man richtig lüften, ohne Energie zu verschleudern? Die OBAG-Energieberater empfahlen eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Über ein Rohrsystem wird aus Küche, Bad, WC und Keller die verbrauchte Luft abgesaugt. Bevor diese Abluft ins Freie gelangt, wird ihr die Wärme, die in ihr steckt, entzogen. Dazu wird die Luft in einen Wärmetauscher gezwängt; auf der anderen Seite der Wärmetauscherplatten strömt vollkommen getrennt frische, gefilterte Außenluft vorbei. Die Wärme der verbrauchten Luft wird auf die Frischluft übertragen. Über ein zweites Rohrsystem gelangt diese warme, trockene und gefilterte Zuluft in die Wohn- und Schlafräume. Mit einer Wärmepumpe kann die Wärmerückgewinnung noch einmal wesentlich verbessert werden.
Für die Gemeinden
Für die Gemeinden hat die OBAG ein besonderes Beratungspaket geschnürt, das drei unterschiedliche Dienstleistungen enthält. Zum einen können die Bürgermeister der von der OBAG versorgten Gemeinden den mobilen Energieberater zur Beratung ihrer Bürger „buchen“. Des weiteren bietet die OBAG den Bürgermeistern ein Gespräch in der Gemeinde mit einem Energieexperten über alle Energieprobleme an, von der Straßenbeleuchtung über die Raumheizung bis hin zu Zukunftsplanungen: Bestünde Interesse am Bau eines Blockheizkraftwerks rentabel machen würde?
Ein drittes Angebot an Gemeinden umfaßt die Überprüfung von gemeindeeigenen elektrischen Anlagen durch OBAG-Fachleute. Die Elektriker und Ingenieure besichtigen dabei Heizungen und Beleuchtungsanlagen in Rathäusern, Sporthallen, Schwimmbädern und liefern anschließend in ihrer Auswertung konkrete Tips, wo und wie Energie gespart werden könnte. Dieser Service mit dem einprägsamen Namen EDLKOM-Energiedienstleistung für Kommunen — wird von der OBAG seit mehr als fünf Jahren praktiziert. Er zielt in die gleiche Richtung wie das 20-Millionen-Energiespargprogramm der Energiegruppe Bayernwerk, mit dem Energie- und Stromeinsparpotentiale bei speziellen Verbrauchergruppen ausgelotet werden sollen.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1995


Die Rotkreuz-Idealisten mit „Silber“ geehrt
Viel Lob und Ehrennadel für die verdienten Mitglieder Walter Reichhardt und Johann Schötz
Hunderdorf. (xk) Im Rahmen einer kleinen Feierstunde der Rotkreuzgemeinschaft Hunderdorf erhielten die Kameraden Walter Reichhardt und Johann Schötz am Freitag-Abend im Gasthaus Baier-Edbauer das Ehrenzeichen in „Silber“ für 25jährige aktive Rotkreuzarbeit. Kreisvorsitzender Herbert Ettengruber überreichte diese zweithöchste Auszeichnung und sprach ihnen Dank und

Walter Reichhardt, Johann Schötz, Bürgermeister Gerhard Peschke und Kreisvorsitzender Herbert Ettengruber, Gruppensprecher Ludwig Niedermeier und Kreisgeschäftsführer Anton Wänninger. (Foto: xk)

Anerkennung aus, gleichzeitig würdigte der Redner das Engagement der ehrenamtlichen Rotkreuzhelfer, die auch nach der Neuorganisation des Rettungsdienstes in vielen humanitären Aufgaben gefordert seien. Deutlich wurde bei diesem Ehrenabend aber auch, daß die Ortsgruppe für einen dringend benötigten personellen Aufwärtstrend junge Nachwuchsleute braucht.
Der kommissarische Gruppenführer Niedermeier dankte den gut zehn getreuen Aktiven für ihren Einsatz , sei es bei der Ausbildung, bei den Übungen, bei den Sanitätsdiensten bei örtlichen Fest- und Sportveranstaltungen, bei den Sammlungen. Die Leute, die den BRK-Stamm hochalten, so Niedermeier, haben ihren Dienst stets mustergültig und auch zur vollen Zufriedenheit geleistet. Dank zollte der Sprecher auch den Frauen für ihr Verständnis gegenüber dem BRK-Dienst, der doch viele freiwillige Einsatzstunden des Partners erfordere. Niedermeier bedauerte, daß das Nachwuchsproblem akut sei und man sich um den Fortbestand sorge, wenn nicht jüngere engagierte Helfer in die Fußstapfen treten werden.
Sich der Nachwuchsförderung stellen
Herbert Ettengruber, der Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes Straubing-Bogen, sprach den ehrenamtlichen Helfern besonderen Dank und Anerkennung für ihre Arbeit aus. Das BRK sei durch die Arbeit in den Ortsverbänden das geworden, was es heute ist. Ettengruber stimmte zu, daß es in der heutigen Zeit schwieriger geworden sei, junge Leute für das BRK zu motivieren, sich zu engagieren und sich zu verpflichten, immer wieder Dienst zu tun. Es gelte, sich immer wieder der Nachwuchsförderung zu stellen, denn gerade in der heutigen Zeit werden die Aufgaben nicht leichter, sondern schwieriger. Der Redner erinnerte an die zahlreichen Brennpunkte auf der Welt, wie in Bosnien und Ruanda, an denen das Rote Kreuz gefordert sei, zu helfen und so Not und Elend zu ,mildern. Die Medien führen uns täglich vor Augen, was dort Schlimmes passiert.
Aber, so resümierte Ettengruber, auch in unseren Dörfern und Städten seien nach wie vor die Aufgaben für das BRK gegeben, auch wenn der neuorganisierte Rettungsdienst von der Qualifikation vieles verlange, was von den Ehrenamtlichen fast nicht .mehr bewältigt werden könne. Nach den Worten Ettengrubers gewinne so die Ausbildung, der Sanitätsdienst, die Sozialarbeit und die Seniorenbetreuung immer mehr an Bedeutung. Es zeige sich, daß sich hier viele Aufgaben für das BRK im Rahmen seiner humanitären Arbeit stellen und aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen eher noch mehr werden.
Ehrenamt ist tragende Säule
Der Kreisvorsitzende wies besonders auf das Ehrenamt hin. Ohne diese tragende Säule gäbe es das BRK nicht und viele Finanzmittel müßten eingesetzt werden.. Die zu Ehrenden , denen Ettengruber für ihre Mitarbeit dankte und sie bat, auch weiterhin das BRK nach besten Kräften zu unterstützen, seien ein Beispiel für langjähriges ehrenamtliches Engagement und sollten auch junge Leute dazu motivieren. Abschließend wünschte der Kreisvorsitzende, daß sich zur Rotkreuzgemeinschaft wieder junge Leute finden, die sich für Ziele des BRK begeistern.
Bürgermeister Gerhard Peschke freute sich, daß bei diesem Ehrenabend zwei besonders engagierte Rotkreuz-Helfer aus Hunderdorf eine Auszeichnung erhalten. Der Gemeindechef nahm die Gelegenheit zum Anlaß, der Rotkreuzgemeinschaft einmal seitens der Gemeinde ein besonders Dankeschön zu sagen für ihr uneigennütziges und ideelles Wirken in vielen Bereichen. Nicht jedem, so Peschke, werde die Arbeit der Rotkreuz-Gruppe offenkundig, denn sie führe ihren Dienst weitgehend im stillen aus. „Das Rote Kreuz weiß man erst zu schätzen, wenn man es braucht“, resümierte der Bürgermeister, der seitens der Gemeinde der Ortsgruppe bestmögliche Unterstützung versprach. Peschke wünschte, daß die Arbeit fortgesetzt werde und sich wieder mehr junge Leute in den BRK-Dienst stellen mögen, denn es wäre schade, wenn die Rotkreuz-Gemeinschaft nicht mehr bestehen würde. Folglich überreichte Kreisvorsitzender Ettengruber an Walter Reichhardt und Johann Schötz die Ehrennadel in „Silber“ und die entsprechenden Besitzurkunden in dankbarer Anerkennung für 25jährige treue und selbstlose Mitarbeit im Dienste des Bayerischen Roten Kreuzes. Reichhardt erhielt weiterhin schon die Auszeichnungsspange des Kreisverbandes für 35 Dienstjahre. Abschließend zollte Ettengruber auch der Arbeit von Ludwig Niedermeier und Werner Fischer ein besonders Lob und überreichte ihnen ein Bierkrügen. Dann war es dem Gruppensprecher Ludwig Niedermeier vorbehalten, seinerseits noch der Fahnenmutter Kathi Scheibenthaler und der Herbergsfamilie Josef und Martha Baier für die stetige Unterstützung ein Dankeschön zu sagen und sie mit einem Präsent zu erfreuen.
„Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“. Dieses Motto hat sich die BRK-Ortsgruppe anläßlich des 25jährigen Gründungsfestes 1983 auf die neugeweihte Fahne geschrieben. Wer im Notfall von seinen Mitmenschen Erste Hilfe erwartet, sollte möglichst auch selbst willens und fähig sein, anderen zu helfen. Dazu bittet das Rote Kreuz in seinen Dienst- und Ausbildungsabenden Gelegenheit. Bei der Ortsgruppe ist jeden dritten Freitag im Monat Dienstabend und man würde sich über Interessenten freuen.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.05.1995

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