1951#01-03

Schreckliche Bluttat in Bärndorf
65jähriger Landwirt ersticht 29jährigen Heimatvertriebenen
Bogen.
In der Nacht zum Sonntag wurde in Bärndorf, Gde. Bogenberg, der 29 Jahre alte heimatvertriebene Bauhilfsarbeiter Erich Lerch von dem 65jährigen Landwirt Johann Schäfer durch einen Stich in den Oberschenkel, der die Hauptschlagader traf und eine sofortige Verblutung zur Folge hatte, getötet.
Über die Tat selbst ist folgendes bekannt: Der Landwirt Johann Schäfer befand sich am Samstag abend in der Gastwirtschaft Wurm in Bärndorf zu Gast. In vorgerückter Stunde – es war 1 Uhr geworden – wollte er sich auf den Heimweg begeben. Da er sich in ziemlich betrunkenem Zustand befand, bat die Tochter des Gastwirts Wurm den im Haus wohnenden Flüchtling Erich Lerch u. den Knecht des Hauses, Dastig, ebenfalls ein Heimatvertriebener den betrunkenen Schäfer nach Hause zu bringen, welcher Bitte sie auch bereitwillig nachkamen. Im Hause Schäfer angekommen, nahm Lerch den Schäfer auf den Rücken und trug ihn mit Unterstützung des Dastig ins obere Stockwerk, um ihn dort auszukleiden und ins Bett zu legen. Dabei sprang Schäfer plötzlich auf und zog aus seiner Gesäßtasche ein Stilett, das er dem völlig überraschten Lerch in die Innenseite des linken Oberschenkels rannte. (Nach einer anderen Version soll das Stilett auf einem Stuhl gelegen haben. Die Hülse des Stiletts fand man allerdings in der Gesäßtasche des Schäfer.) Durch den Stich wurde die große Schlagader völlig durchtrennt. Lerch blieb einen Augenblick am Bett stehen, rief dann „Ich bin gestochen!“, wankte aus dem Zimmer und brach zusammen. Schäfer ging auf den dabeistehenden Walter Dastig anschließend mit dem Messer, und, als es ihm dieser entwunden hatte, mit einem Prügel, einem sog. Stierleitstock, los. Er konnte aber von dem Knecht Dastig und en inzwischen herbeigeeilten Familienmitgliedern überwältigt werden. Lerch war, als man nach ihm schaute, im Fletz vor dem Zimmer zusammengebrochen. Der sofort herbeigerufene Arzt Dr. Miller sen. aus Bogen konnte nach seinem Erscheinen nur noch den unmittelbar nach der Tat durch Verbluten eingetretenen Tod feststellen.
Motiv der Tat dürfte die falsche Meinung des Betrunkenen, seine Wohltäter wollten ihm etwas antun, gewesen sein. Zu dieser Annahme konnte er nur in seiner Trunkenheit kommen.
Die von Straubing erschienene Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft stellten den Tatbestand fest und veranlaßten die sofortige Festnahme des Täters Schäfer, der sich nun im Gerichtsgefängnis in Straubing befindet. Der Tote ist im Bogener Leichenhaus aufgebahrt, wo auch die Sektion der Leiche stattfand.
Erich Lerch war am 2. April 1921 in der Tschechoslowakei geboren, war heimatvertrieben und arbeitete in dem Bärndorfer Baugeschäft Erber als Bauhilfsarbeiter. Er hinterläßt seine Frau und zwei unversorgte Kinder, ein drittes ist unterwegs. Landwirt Schäfer ist am 16. Juni 1885 geboren. Zwei seiner Söhne sind aus dem letzten Weltkrieg nicht heimgekehrt, ein dritter Sohn ist beim Landratsamt Bogen angestellt, eine Tochter hat erst kürzlich gehiratet.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 02.01.1951


Licht und Schatten bei der Umsiedlung
Bogen.
Einer der Heimatvertriebenen, die im Frühjahr aus dem Landkreis Bogen in die Rheinpfalz umgesiedelt worden sind, berichtet in einem Briefe über das Ergebnis dieser Verpflanzungsaktion. Der Briefschreiber, früher Prokurist einer Breslauer Großhandlung, gibt ein anschauliches Bild, in dem die Wirklichkeit offenbar getreu geschildert wird. Es heißt darin:
„Ich für meine Person stehe leider noch immer mit der Stempelkarte in der Reihe der Arbeitssuchenden. Alle Bemühungen waren erfolglos. Wäre ich gesünder und mindestens 20 Jahre jünger, so würde ich mich nicht scheuen, noch einmal auf Hacke und Schaufel umzuschulen. Die in unserem Ort gelangten Flüchtlinge aus dem Kreise Bogen sind bis auf uns zwei Angehörige der kaufmännischen Berufe sämtlich in Arbeit. Fast durch weg sind sie in der hiesigen Industrie untergekommen, die durch die Zeitlage gut mit In- und Auslandsaufträgen versehen ist. Sie verdienen auch recht gut. Hilfsarbeiter kommen bei Akkordarbeit auf monatlich 300 bis 400 DM. In unserer Gemeinde sind seit unserer Ankunft nur noch zwei Familien eingewiesen worden.
Die letzten Transporte aus Bayern und Holstein waren für unser Kreisstadt bestimmt. Dort erklärte man, keinen Wohnraum zu haben, und brachte die Flüchtlinge in Massenquartieren, Tanzsälen usw. unter. Von den Holsteinern ist darauf eine ganze Anzahl nach Holstein zurückgegangen. Auf Grund dieser Vorkommnisse wurde ein Regierungskommissar zu einer Überprüfung eingesetzt. Dieser stellte fest, daß die Stadt nichts getan hatte, die Flüchtlinge menschenwürdig aufzunehmen, obwohl das Eintreffen der Transporte seit Monaten bekannt war. Eine gleichzeitig eingesetzte übergebietliche Wohnungskommission stellte schon nach Überprüfung eines Fünftels des Stadtgebietes 750 (!) unterbelegte Wohnungen fest. Gegen den Oberbürgermeister ist ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Die Sache bekommt ihren besonderen Geschmack dadurch, daß man in der Stadt dabei war, mit erheblichem Kostenaufwand ein neues Rathaus zu bauen …
Im Gegensatz zu diesen Vorgängen in der Stadt ist man im Landkreis bemüht zu helfen, wo es nur möglich ist. Man stellt den Flüchtlingen großzügig Ausstattungsgegenstände usw. zur Verfügung. Es waren Herde, Kleiderschränke, Küchenbufetts, Betten mit Matratzen, Tische, Stühle, Geschirr und anderes geliefert, wo es an ihnen fehlt. Allerdings verlangt man eine Abtretungserklärung der Ansprüche aus dem Lastenausgleich in Höhe der gemachten Aufwendungen. Aber bei der Mittellosigkeit aller Heimatvertriebenen und der Ungewißheit, wann und ob überhaupt der Lastenausgleich Tatsache werden wird, ist diese Hilfe doch anerkennenswert.
In der Wohnlage hat sich bei uns auch noch nichts geändert. Ein Neubau für Flüchtlinge ist in unserem Ort wohl unter Dach und wir dim nächsten Frühjahr bezogen werden können. Er enthält aber nur Dreizimmer-Wohnungen für große Familien. Meine Frau und ich müssen nun warten, bis im nächsten Jahr – hoffentlich – weiter gebaut wird. Das wichtigste ist für mich ja nicht die Wohnung, sondern die Arbeit! Da sehe ich nach den gemachten Erfahrungen nicht rosig in die Zukunft. Mut und Hoffnung gebe ich trotzdem nicht auf. Froh sind wir, daß unsere Tochter so bald wieder in ihren Beruf hineinkam.
Was uns sehr fehlt, ist der Anschluß an schlesische Landsleute. Man hat uns bei der Umsiedlung – ob mit Absicht? – gut durcheinandergewürfelt. Unser einziger wirklicher Anschluß hier ist eine einheimische Handwerkerfamilie, bei der unsere Tochter ihr Zimmer hat. Man gibt sich dort aufrichtig Mühe, uns das Einleben leicht zu machen. Aber ob die „alten Bäume“ hier noch einmal richtig Wurzeln schlagen werden? Heimat ist Heimat. Es gibt dafür keinen Ersatz.
So steht es also um uns. Die Hoffnungen, die wir bei der Umsiedlung hegten, haben sich nicht ganz erfüllt. Aber das Positive überwiegt wohl doch und gibt uns weiter Zuversicht.“
Quelle: Straubinger Tagblatt, 05.01.1951


Die Tragik der Bärndorfer Bluttat
Bogen.
Die Bärndorfer Bluttat steht nach wie vor im Mittelpunkt des Interesses und hat natürlicherweise eine Reihe von Gerüchten und Vermutungen zur Folge gehabt. Tatsächlich aber haben die Ermittlungen und Erhebungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft keine neuen Gesichtspunkte ergeben. Landwirt Schöfer befindet sich nach wie vor im Untersuchungsgefängnis Straubing und die am Mittwoch stattgefundene Sezierung der Leiche des auf so tragische Weise ums Leben gekommenen Erich Lerch konnte auch nur die von Anfang an getroffene und feststehende Diagnose bestätigen. Die Beerdigung des erstochenen Erich Lerch findet am heutigen Freitag vormittag auf dem Bogener Marktfriedhof statt.
Fest steht nun, Daß eine Reihe tragischer Momente zu der Tat und mit ihr zur Vernichtung eines hoffnungsvollen jungen Menschenlebens geführt hat. Wie wir bereits in unserem ersten Bericht ausführten, wehrte sich Landwirt Schöfer mit der ja besonders bei Betrunkenen bekannten sturen Art gegen jede Hilfeleistung und glaubte sich am Schluß von den beiden Helfern bedroht. In dieser irrigen Meinung hat er anscheinend den Stich ausgeführt, so daß – so verwerflich die Tat auch ist – immerhin in gewissem Sinne von einer Affekthandlung gesprochen werden kann. Auch die Angehörigen des Landwirts Schöfer glaubten, mit dem Nachhausebringen des Betrunkenen sei der Hilfe Genüge getan und rieten davon ab, ihn auch noch zu Bett zu bringen. Vor allem legt Fräulein Wurm, die Tochter des Gasthofbesitzers, Wert auf die Feststellung, daß sie nicht nur nicht die beiden Helfer aufgefordert habe, Schöfer nach Hause zu führen, sondern sogar davon abriet, da er jedesmal seinen Weg allein gefunden habe.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 05.01.1951


Jahresschlußfeier der Neubürger
Windberg.
Die Neubürger unserer Gemeinde trafen sich am Silvesterabend im Gasthaus Deschl um dort das alte Jahr abzuschlie0en und das neue Jahr zu erwarten. In froher Stimmung wurden für wenige Stunden die Alltagssorgen vergessen. Die Elektrofirma Hz. Glawe-Bogen stellte den elektrischen Plattenspieler unentgeltlich zur Verfügung. In einem Rückblick wurden die Ereignisse des verflossenen Jahres humorvoll belichtet. Gedichte, Lieder, Musik und Gesellschaftsspiele füllten den letzten Abend des Jahres aus und trugen dazu bei, daß die Heimatvertriebenen sich als eine große Gemeinschaft fühlten, die durch gleiches Schicksal verbunden ist.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 05.01.1951


Namensgebungsfeier im „Pogana-Kino“
Bogen.
Nachdem am Donnerstag nachmittag die Namenswahl stattgefunden hatte, veranstaltete die Leitung des neuen Bogener Kinos im ehemaligen Staudinger-Saal eine Namensgebungsfeier anläßlich der Hauptvorstellung am Abend des Dreikönigstages. Nach dem Abrollen der Wochenschau beglückwünschte Bürgermeister Wutz mit kurzen Worten den Besitzer und Leiter des neuen Unternehmens, Oberingenieur Peter-Deggendorf, für das gelungene Werk und gab seiner Freude Ausdruck, daß durch die Schaffung dieser Kunst- und Kulturstätte die Marktgemeinde eine weitere Bereicherung erfahren habe. Er wünschte dem neuen Unternehmen für die Zukunft alles Gute und versprach volle Unterstützung seitens der Marktgemeinde. Fräulein Christa Wutz, die erste Preisträgerin beim Namensgebungswettbewerb der Besucher, sprach hierauf unter Überreichung eines Blumengebindes ihren Weihespruch. Oberingenieur Peter dankte für die dargebrachten Wünsche und sprach vor allem den Arbeitern der Firma Hans Schuhbauer für ihre aufopferungsvolle Tag- und Nachtarbeit, die sie geleistet hatten, um das Werk bis Weihnachten zu vollenden, seinen herzlichsten Dank aus. Dem Publikum des vollbesetzten Saales versprach er, nur Bestes zu bieten und bat es, sich bei vorhandenen Wünschen und Beschwerden stets vertrauensvoll an die Leitung der „Pogana-Lichtspiele“ zu wenden, die immer hierfür ein offenes Ohr und en Willen habe, allen Wünschen gerecht zu werden. Frau Lina Staudinger, die Besitzerin der Gastwirtschaft, brachte ihre Glückwünsche buchstäblich mit einem lachenden und weinenden Auge vor. So sehr sie sich auch über das neue Unternehmen freue, sei doch auch mit dem nun umgebauten von völlig veränderten Saal ein Stück Erinnerung an viele schöne Stunden und Begebenheiten in demselben, die sie mit ihm und ihrem verstorbenen Gatten verknüpften, dahingegangen . Sie überreichte das Taufkissen für den neuen Bogener Bürger, dem sie ein langes und erfolgreiches Leben wünschte. Ihr Wunsch, in dem neuen Saal als Erinnerung an vergangene Zeiten und Stunden nochmals das Lied“ Am Brunnen vor dem Tore“ gespielt und gesungen zu hören, fand durch die Hauskapelle und die Zuschauer Erfüllung.
Damit war der eigentliche Taufaktvollzogen und das Publikum hatet Gelegenheit, in Fortsetzung des Programms den ausgezeichneten Film „Die Schuld der Gabriele Rottweil“ zu sehen. Nach der Vorstellung fand in den vorderen Räumen der Gastwirtschaft noch ein gemütliches Beisammensein statt, wobei bei Musik und Tanz der Täufling bis lange nach Mitternacht gefeiert wurde.
Die Träger des zweiten und dritten Preises sowie die Träger der Trostpreise werden von der Leitung der „Pogana-Lichtspiele“ noch unter Zusendung ihrer Gewinne benachrichtigt. In dert weiteren Programmfolge zeigen die „Pogana-Lichtspiele“ an morgen bis einschließlich Donnerstag den Lustspielfilm „Floh im Ohr“. Vorführung jeweils abends 20 Uhr. Heute abend läuft noch einmal der Film „Die Schuld der Gabriele Rottweil“.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 08.01.1951


Verbindungsstraße von Windberg nach Meidendorf?
Meidendorf.
Bei der im Gasthaus Grüneisl stattgefundenen Versammlung des BBV konnte Obmann Karl Gierl neben den Mitgliedern auch BBV-Geschäftsführer Ebner aus Straubing begrüßen. Ebner sprach über Gegenwartsfragen der Landwirtschaft. Er forderte die Versammelten auf, sich innerhalb des Bauernverbandes zu organisieren. „Es nütze nichts, wenn wir die beste Landwirtschaft der Welt hätten, unsere Forderungen aber nicht durchgeführt werden können, da uns die Einigkeit und Schlagkraft fehlt“, sagte Ebner.
Anschließend sprach Bürgermeister Karl Amann über den beantragten Bau einer Verbindungsstraße Windberg – Irenzfelden – Meidendorf. Bekanntlich wurde in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung im März vergangenen Jahres der Bau dieser wichtigen Straße gefordert. In der letzten Woche waren Bürgermeister Amann und Maurermeister Feldmeier beim Landrat, mit dem der Plan behandelt und begründet wurde. Es wurde darauf hingewiesen, daß neben der engeren Verbindung der Gemein0neteile zum Hauptort Windberg eine bedeutende Verbesserung der Verkehrslage erzielt und die Möglichkeit geschaffen würde, die Steinindustrie zum Vorteile des Straßennetzes innerhalb des Kreises zu fördern.
In nächster Zeit wird in Irenzfelden eine Versammlung mit Landrat Hafner, Oberbaurat Schmid vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf und Kreisbaumeister Kraus diese Frage klären.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 10.01.1951


Faschingszug mit Wasserkanonen
Hunderdorf.
Der Vereinsausschuß der Freiwilligen Feuerwehr versammelte sich am Sonntag im Gasthaus Baier zwecks Abhaltung einer Faschingsveranstaltung. Es wurde beschlossen, am 28. Januar vom Vereinslokal Baier aus einem Faschingszug mit einem großen Aufgebot von Pferdegespannen, Reitern und Löschgeräten historischer Art in den passenden Uniformen, eine Rundfahrt durch den Ort zuhalten und sich dann einer Besichtigung durch seine Hoheit Prinz Karneval II. zu unterzeihen. Prinz Karneval wird durch seine Untertanen für die Kinder einen Platzregen voll süßer Überraschungen ausschütten lassen. Anschließend finden im Festpalais seiner Hoheit, im großen Baiersaal, die Festansprachen und Verleihung von Auszeichnungen für die besonderen „Kanonen“ der Elite statt.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 12.01.1951


Für die uns anläßlich des Todes unserer lieben Mutter, Schwester und Schwiegermutter
Frau Maria Backmund
erwiesene Anteilnahme bitten wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aussprechen zu dürfen.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Pater Norbert Backmund
Chorherr des Klosters Windberg
Windberg, im Januar 1951
Quelle: Straubinger Tagblatt, 15.01.1951


Todes-Anzeige
Der Herr über Leben und Tod nahm gestern nachts ¾ 11 Uhr unsere geliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante
Frau
Theresia Fuchs, geb. Mühlbauer
von Steinachern, Wagnermeisterswitwe v. Hunderdorf

Schnell und unerwartet nach Empfang der letzten Ölung im Alter von 81 Jahren zu sich in die Ewigkeit.
Hunderdorf, München, Waltersdorf, den 23, 1, 1951.
In tiefer Trauer:
Franziska Weinzierl, geb. Fuchs
Maria Groß, Resi Fuchs, Töchter
Alois und Josef Fuchs, Söhne
Josef Weinzierl, Schwiegersohn
Schwiegertöchter und übrige Verwandte
Trauergottesdienst am Donnerstag, den 25. 1., vormittags 9 Uhr in der Pfarrkirche in Hunderdorf, anschließend Beerdigung.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 24.01.1951


„Goldene Zwölf“ gegründet
Breitenweinzier.
Am Samstag trafen sich etwa zwanzig Interessenten in der Gastwirtschaft Miedaner, um einen Schützenverein zu gründen. Nach einleitenden Worten der Gastwirtin erklärten sich die Anwesenden bereit, den Schützenverein ins Leben zu rufen. In der anschließenden Wahl wurden gewählt: 1. Vorstand: Karl Hirsch, Hofweinzier; 2. Vorstand: Alois Deschl, Breitenweinzier; Kassier: Ludwig Hafner, Breitenweinzier; Schriftführer: Albert Kraus jun., Breitenweinzier; Schußmeister: Georg Hecht, Breitenweinzier und Zieler: Albert Krausmeier, Breitenweinzier.
Dem neugegründeten Verein traten 19 Mitglieder bei, die sich darauf einigten, daß der Verein den Namen „Die Goldene Zwölf“ führen soll. Weiterhin wurde beschlossen, daß drei Schuß 20 Pfennig kosten und die Schießabende jeden Samstag stattfinden. Die ersten Ehrenscheiben wurden gewonnen von Ludwig Hafner und Josef Stegbauer. Am 4. Februar Schieß- und zugleich Kappenabend.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 31.01.1951


Todesanzeige
Nach Gottes hl. Willen verscheid am Samstag nach kurzer Krankheit, schnell und unerwartet unser lg. Vater, Großvater, Schwiegervater und Onkel
Herr Michael Ehrl
Ausnahmslandwirt von Zierholz

im Alter von 76 ½ Jahren, nach Empfang der hl. Sterbesakramente, selig im Herrn.
Zierholz, Waltersdorf, Straubing, Haar b. München und Atting, 4. Februar 1951
Um stilles Gedenken im Gebet bitten:
Die tieftrauernden Kinder
und Anverwandten

Beerdigung am Mittwoch, 7. Februar, in Hunderdorf vom Ortseingang um 9 Uhr mit darauffolgenden Gottesdiensten.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 05.02.1951


„Zusammenhalt bedeutet Macht“
Jahresversammlung des Obstbauvereins Windberg – Winterversammlung des Kreisvereins Bogen
Windberg.
Das altehrwürdige Klosterdorf Windberg war am Blasiustag das Ziel aller Obstbaufreunde des Landkreises Bogen, die gekommen waren. Um aus dem Mund eberufener Männer Ratschläge und Hinweise zu empfangen.
Die Jahresversammlung
des Obstbauvereins Windberg ging der Versammlung des Kreisvereins voraus. Vorstand Norbert Wurm begrüßte die zahlreich erschienenen Teilnehmer. Anschließend erteilte Schriftführer und Kassier Franz Dottermann den Tätigkeits- und Kassenbericht. Nun sprach Vorstand Wurm über die Lage des Obstbaues in der Gemeinde Windberg.
Besonders günstig sind die Voraussetzungen für Kirsch- und Nußbäume. Das vergangene Jahr hat bewiesen, daß die Absatz- und Verwertungsfrage immer mehr Beachtung erfordert. Die Obstverwertung muß weitgehend ausgebaut werden, weshalb auch die Errichtung einer Obstbrennerei geplant sei. Schwierigkeiten bereiten allerdings die Finanzierung und das Brennrecht.
Die Versammlung des Kreisvereins
wurde im Anschluß durch den ersten Vorsitzenden, Landrat Hafner, eröffnet. Er begrüßte den Geschäftsführer des Landesverbandes Gruber aus München, den „Freund und Förderer des Obstbaues“ Regierungsfachberater Hiemerer aus Regensburg, die Herren Dr. Stärz und Dr. Schwarz vom Landwirtschaftsamt Mitterfels, den Lagerhausverwalter Zirngibl aus Bogen, den Vertreter der Besatzungsmacht Bartl, die Vorstände der Vereine, die Geistlichen und Lehrer und die zahlriechen Freunde und Förderer des Obstbaues.
Der Landrat führte aus, daß der Landkreis Bogen einen Ausweg suchte, um aus einem Notstandsgebiet ohne Arbeitsstätten und mit vielen Arbeitslosen, zu einem wirtschaftlich starken Gebiet zu werden. Durch planmäßiges Vorgehen im Obstbau kann dieser zu dem erstrebten Ziele wesentlich beitragen.
Nun sprach der Geschäftsführer des Landesverbandes, Gruber, über die Aufgaben des Landesverbandes. Aus seinen Ausführungen war zu entnehmen, daß der Landesverband mit seinen 140 000 Mitgliedern noch nicht jene Macht besitzt, die durch eisernen Zusammenhalt erreicht werden könnte.
Der Landesverband ist bemüht, zur Durchführung des Generalplanes auf dem Gebiete des Obstbaues ERP-Gelder zu erwirken und werde „alles tun, daß der Landkreis Bogen dabei nicht zu kurz kommt“.
Wirtschaftlichkeit und Rentabilität
müsse auch im Obstbau mit allen Mitteln angestrebt werden, wozu alle Maßnahmen, vom Einkauf des Baumes bis zum Verkauf des Obstes, richtig sein müssen.
Mit Hilfe der Lehrer, der Geistlichkeit und des bäuerlichen Nachwuchses soll auch der Obstbau zu einem wahren Nebenbetrieb werden, der den landwirtschaftlichen Betrieb krisenfest macht. Der Redner forderte die Obstbauern auf, durch ein Krisenjahr sich nicht entmutigen zu lassen.
Walder sind harte Köpfe
sagte der Regierungsfachberater Hiemerer in seiner äußerst humorvoll gehaltenen Rede an die Obstbauer, die den Ausführungen zwar zustimmen, aber diese gewöhnlich nie befolgen. Trotzdem versprach Regierungsfachberater Hiemerer, seine Kraft und seine Kenntnisse für den Landkreis Bogen einzusetzen.
Der zweite Vorstand des Kreisverbandes Bogen, Hauptlehrer Vogl aus Saulburg, dankte den Rednern und versicherte, daß der Kreisverband und die Ortsvereine arbeiten und schaffen werden, auf daß der Obstbau im Landkreis gehoben werde.
Die Teilnehmer dieser Versammlung konnten mit dem Bewußtsein, daß ihre Mühe und Arbeit anerkannt und gewürdigt wird, das historische Windberg verlassen.
Für die Windberger Teilnehmer zeigte Kreisfachberater Kilger noch Farbaufnahmen aus dem Landkreis Bogen. In seinem Begleitworten forderte er die Anwesenden auf, die alte Bauweise beizubehalten, da diese landschaftsgebunden und schön sei.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 07.02.1951


Danksagung
Wir danken herzlich für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Ableben unseres guten Vaters
Herrn Walter Greiert
Hunderdorf, März 1951
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen
Wolfgang Greiert

Quelle: Straubinger Tagblatt, 09.03.1951

 


Hofdorf
Gemeinde Hunderdorf
Am Ostermontag
Tanzsaaleröffnung
Neuer Riemenboden
erstklassige Musik,
mäßige Eintrittspreise
Beginn: 16 Uhr
Freiw. Feuerwehr Hunderdorf
Deschl, Gastwirtin

Quelle: Straubinger Tagblatt, 20.03.1951


Der Herr über Leben und Tod nahm am 29. 3. 51, 11.30 Uhr, meinen lb., herzensguten Mann und Vater
Herrn
Joh. Feldmeier
Hafnermeister und Blumentopffabrikant

Kriegsteilnehmer 1914/18
wohlversehen mit den hl. Sterbsakramenten, im Alter von 62 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit, auf Grund eines heimtückischen Leidens zu sich in die ewige Heimat.
Thananger, Hunderdorf, den 29. März 1951.
In tiefer Trauer:
Maria Feldmeier, Gattin
Paul Feldmeier, Sohn
Beerdigung: Samstag, den 31. März 1951, in Hunderdorf.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 30.03.1951

Aus alten Zeitungen und Druckwerken

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