1979# 07-08

Pfarrer Reitinger wurde geehrt
Er ist seit 25 Jahren Pfarrherr in Hunderdorf – Geschenk überreicht
Hunderdorf. Pfarrherr Franz Reitinger konnte am 29. Juni sein 25jähriges Priesterjubiläum begehen. Hierzu feierte der beliebte Seelsorger am Sonntag mit der Pfarrgemeinde einen

Bürgermeister Härtenberger (links) und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hamberger überreichten dem Pfarrer ein Holzrelief als Jubiläumsgeschenk.

Festgottesdienst. Dabei dankte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Hamberger im Namen der Pfarrei Pfarrer Franz Reitinger für seine aufopferungsvolle Seelsorgearbeit und er stellte die Leistungen des Ortsgeistlichen heraus. Da der Pfarrherr eine offizielle Jubiläumsfeier nicht wünschte, ließ es sich die Gemeinde trotzdem nicht nehmen, für den geschätzten Pfarrer einen kleinen Stehempfang zu geben, wobei der Gemeinderat, der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung anwesend waren. Bürgermeister Härtenberger gratulierte von seiten der politischen Gemeinde Pfarrer Reitinger zu seinem Jubiläum. Härtenberger sprach insbesondere Dank aus für die ausgezeichnete Seelsorgetätigkeit des Pfarrers sowie für dessen Bemühungen zur Renovierung der Pfarrkirche und der Orgelneubeschaffung. Das Gemeinde-oberhaupt sprach abschließend den Wunsch aus, daß Pfarrer Reitinger noch recht lange in Hunderdorf wirken möge. Bürgermeister Härtenberger und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hamberger überreichten an Pfarrer Reitinger ein Holzrelief mit dem Motiv „Hirte mit Schafen“. Zum Schluß bedankte sich Pfarrer Reitinger für die gute harmonische Zusammenarbeit, für die Mitarbeit im kirchlichen Bereich sowie für das Jubiläumsgeschenk. Der Seelsorger versicherte, voraussichtlich bis zu seiner Pensionierung nicht mehr umziehen zu wollen und somit noch recht lange in Hunderdorf seelsorgerisch zu wirken. Diese Aussage wurde von den Anwesenden mit Beifall bedacht.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.07.1979


Nach Gottes hl. Willen verschied am 30. Juni 1979, schnell unerwartet, unser lieber Sohn und guter Bruder, Schwager, Onkel und Pate
Herr Franz Mühlbauer
Gründungsmitglied des Bayerwaldvereins e. V. Hunderdorf
Mitglied der Krieger- und Soldatenkameradschaft Hunderdorf

im Alter von 39 ½ Jahren selig im Herrn.
Ellaberg, Windberg, den 2. Juli 1979
In tiefer Trauer:
Sofie und Franz Mühlbauer, Eltern
Erwin Mühlbauer, Bruder mit Familie
Willi Mühlbauer, Bruder
und übrige Verwandtschaft
Überführung heute um 18.15 Uhr. Trauergottesdienst am Dienstag, den 3. Juli 1979, um 16 Uhr, in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.07.1979


Nach Gottes hl. Willen verschied am 1. Juli 1979 unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Patin
Frau Maria Lehner
geb. Schaubeck, Rentnerswitwe

im Alter von 84 ½ Jahren selig im Herrn.
Hoch, Rammersberg, Aign, Straubing, Kleinlintach, Werdau/Sachsen, Thannanger, Steinburg, den 2. Juli 1979
In tiefer Trauer:
Ludwig Schuhbauer, Enkel mit Familie
Xaver Schuhbauer, Schwiegersohn mit Kindern
Kathi Obermeier, Tochter mit Kindern
Ludwig Lehner, Sohn mit Familie
Josef Lehner, Sohn mit Familie
Johann Gütlhuber, Schwiegersohn mit Kindern
Brigitte Bielmeier, Schwester
Cäcilia Höpfl, Schwester
Josef Schaubeck, Bruder
Karl Hanner, Schwager
und übrige Verwandtschaft
Überführung heute um 18.15 Uhr. Dienstag, 3. 7. 1979, um 19 Uhr Sterberosenkranz. Trauergottesdienst am Mittwoch, 4. 7. 1979, um 15 Uhr, in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.07.1979


Ausflug des Kegelclubs ,,Gut Holz“
Hunderdorf.
Am 25. und 26. August fährt der Kegelclub „Gut Holz“ Hunderdorf für zwei Tage nach Wien. Abfahrt ist am Samstag, 25. 8., 4 Uhr, beim Cafe Weinzierl. Für alle aktiven Mitglieder ist die Fahrt mit Übernachtung und Frühstück frei. Für alle passiven Mitglieder ist die Fahrt frei. Nichtmitglieder zahlen für die Fahrt 25 DM, für die Übernachtung mit Früh-stück ca. 27 DM. Interessenten können sich im Cafe Weinzierl, beim 1. Vorsitzenden, Helmut Lachinger, oder beim 2. Vorsitzenden, Werner Myrtek, melden.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.07.1979


JU besichtigt Wasserversorgung
Hunderdorf.
Vor kurzem besichtigte der Ortsverband der JUNGEN UNION die Anlage des Wasserzweckverbandes der Bogenbachtalgruppe. Bürgermeister Härtenberger, Vorsitzender des Zweckverbandes, leitete die Besichtigung. Zu Beginn erläuterte Härtenberger die Geschichte der Wasserversorgung in den Mitgliedsgemeinden und stellte fest, daß bereits vor der Gründung des Zweckverbandes in den Gemeinden der Versuch unternommen worden sei, durch Erschließung eigener Quellen und den Bau von Versorgungsleitungen die Bewohner ausreichend mit Wasser zu beliefern, soweit diese keine Brunnen besaßen. Allgemeiner Wirtschaftsaufschwung, Betriebsansiedlungen und eine damit verbundene rege Bautätigkeit habe den Wasserverbrauch ansteigen lassen, so daß es in den Trockenjahren 1959/62 zu einer großen Wassernot gekommen sei. Die Gemeinde Hunderdorf, so Härtenberger, habe daraufhin zwischen Hofdorf und Hunderdorf ihren ersten Tiefbrunnen mit 50 Metern Tiefe gebohrt. Im Jahre 1962 sei es schließlich zur Gründung eines Wasserzweckverbandes und zur Projektierung der Anlage gekommen, wobei noch im gleichen Jahr das Transformatorenhaus und eine Pumpstation gebaut wurden. Zwei weitere Tiefbrunnen folgten. Gleichzeitig wurde mit dem Bau der Verbindungs- und Versorgungsleitungen begonnen. 1964 folgte der Bau des Hochbehälters in Hoch und Hinterbuchberg sowie die Errichtung von Aufbereitungsanlagen. Um den weiter steigenden Wasserverbrauch auch in Zukunft decken zu können, wurden noch zwei weitere Tiefbrunnen geschaffen.
Jetzt habe das Hunderdorfer Quellwasser drei Eigenschaften, nämlich Eisen- und Manganhaltigkeit und Sauerstoffarmut. Beim Durchlauf des Wassersdurch verschiedene Filterkessel werde der Eisen- und Mangangehalt entzogen und sonstige Verunreinigungen beseitigt. Mit Sauerstoff werde das Wasser angereichert, indem es in einem Raum versprüht und in diesem gleichzeitig Sauerstoff von außen zugeführt werde. Drei Pumpen mit einer Leistung von jeweils 20 Litern in der Sekunde stünden zur Verfügung, um das aufbereitete Trinkwasser in die Verbraucherleitungen und in den Hochbehälter zu drücken. Die Anlage arbeite elektrisch und vollautomatisch, wobei ein Dieselaggregat für Stromausfälle zur Verfügung stehe. Aus Gründen der Strom- und Kostenersparnis werde die Anlage nur nachts betrieben. Während des Tages werden die Anschlüsse durch die Hochbehälter, die insgesamt über 1300 Kubikmeter fassen, gespeist.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.07.1979


Zeltlager für alle ein Erlebnis
Hunderdorf.
Die Jugendrotkreuzgruppe Hunderdorf veranstaltete von Freitagmittag bis Sonntagnachmittag mit 25 Leuten in der Nähe von Windberg ein Zeltlager, das gut vorbereitet war und ein buntes Programm aufwies. Allen machte es großen Spaß, sich selbst am Lagerfeuer das Essen zu bereiten, Geländespiele zu machen und bei Wanderungen die Gegend kennenzulernen. Als Jugendleiter Hofmann dem Lager einen Besuch abstattete, durfte er das Schaschlik probieren, das gerade bereitet war. Ein Fußballspiel mit der JRK-Gruppe Metting beendete die drei Tage Lagerleben.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.07.1979


Neuer Trainer stellte sich vor
Hunderdorf.
Bei der letzten Mitgliederversammlung des Sportvereins berichtete Kornelius Klar jun., der das Training in der vergangenen Saison geleitet hatte, über den Trainingsbetrieb. Er stellte mit Zufriedenheit fest, daß im Schnitt 18 Spieler der ersten und zweiten Mannschaft regelmäßig das Training besucht hätten. Klar nannte auch die Einsätze der einzelnen Spieler und ihre Erfolge als Torschützen. Abteilungsleiter Hentschirsch überreichte ihm als Anerkennung und Dank für die geleistete Arbeit ein Erinnerungsgeschenk. Anschließend wurden die erfolgreichsten Torschützen der letzten Saison geehrt. Den „Goldenen Fußballschuh“ erhielt Jugendspieler Heinrich Geiger, der 23 Treffer erzielte. Den Silbernen holte sich Max Prommersberger von den Senioren mit 17 Toren. Den „Bronzenen Schuh“ bekam Rudi Höpfl mit 15 Treffern. (Das Bild zeigt von links Max Prommersberger, Heinrich Geiger, Rudi Höpfl.) Dann stellte sich der neue Trainer, Karlo Reinhardt, vor. Er ist 38 Jahre alt, von Beruf Lehrer und wohnt in Bogen. Reinhardt zeigte seine sportliche Laufbahn auf, die er als Aktiver bei der DJK Straubing begann. Dann war er Trainer in Rattenberg, Konzell und zuletzt in Degernbach. Sein Ziel, sagte Karlo Reinhardt, sei der Wiederaufstieg in die B-Klasse. Dies müsse auch das Vorhaben und Ziel aller Aktiven sein. Er erwarte Trainingsfleiß, gute Kameradschaft und gute Zusammenarbeit mit Vorstand und Abteilungsleitung. Zunächst wolle man zweimal in der Woche trainieren. Das erste Training wurde für Dienstag, 10. Juli, 18 Uhr, festgelegt. Mit einer allgemeinen Aussprache und der Bekanntgabe von Terminen schloß Abteilungsleiter Heinz Hentschirsch die Versammlung.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.07.1979


Windberg. Rotes Kreuz: Sonntag, 8. Juli, um 8 Uhr Abfahrt vom Dorfplatz zur Fahnenweihe nach Neukirchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.07.1979


„Es stehen genügend Wege offen“
Beruflicher Informationsabend an der Ludmilla-Realschule fand großen Anklang

Bogen. Mit einem Informationsabend sollte den Eltern der Schüler der neunten Klassen der Realschule Gelegenheit geboten werden, die schulischen und beruflichen Möglichkeiten nach dem Abschluß der Mittleren Reife bessere kennenzulernen. Irmgard Vidal vom


Berufsberaterin Irmgard Vidal bei ihrem Vortrag

Arbeitsamt Straubing, die die Realschule Bogen berufskundlich betreut, hielt im Musiksaal der Ludmilla-Realschule Bogen darüber ein aufschlußreiches Referat. Beratungslehrer Pater Andreas zeigte in Bildern das Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland. Danach sind für Realschulabsolventen sämtliche Möglichkeiten bis zum Hochschulstudium offen Er nannte die Bedingungen und Voraussetzungen für die Aufnahme in die Fachoberschule, den Übertritt an ein Gymnasium, eine Fachakademie, eine Berufsoberschule oder eine Fachoberschule.
Nach der Begrüßung der Eltern durch Realschulkonrektor Friedrich Karl wies Berufsberaterin Vidal auf die Bedeutung des Beratungslehrers jeder Schule hin. Sie schickte ihrem Referat den Gedanken voraus, daß sie keine Patentrezepte anbieten könne, sondern in ihrem Referat nur Ratschläge geben wolle. Die eigentliche Entscheidung einer echten Berufsfindung müsse der Schüler selber treffen, wobei das Elternhaus dazu echte Hilfe geben sollte und Schule und Berufsberatung Hilfen anbieten könnten.
Beratungslehrer Pater Andreas sprach das weite Feld der schulischen Weiterbildungsmöglichkeiten nach Erreichen des Realabschlusses an. In einprägsamen Schaubildern konnte man sich über das System der Bildung in der Bundesrepublik einen Überblick verschaffen. Dabei kam es Pater Andreas besonders darauf an, sämtliche Möglichkeiten nach Erreichung der Mittleren Reife aufzuzeigen, die bis zum Hochschulstudium offenstehen. Einbezogen in diese Ausführungen wurde die Fachoberschule, die sich großer Beliebtheit erfreue, der seltene, aber mögliche Übertritt in ein Gymnasium, das Studium an einer Fachakademie, Berufsoberschule und Fachoberschule. Für diese schulischen Weiterbildungsmöglichkeiten erwähnte er auch die Voraussetzungen und Bedingungen. Im Gymnasium Pfarrkirchen und Deggendorf gebe es den Übertritt erleichternde Übergangsklassen für Realschüler/innen, die fleißig und begabt sind und auf diesem Wege das Abitur anstreben wollen.
Der Besuch einer Fachakademie für Hauswirtschaft, Landwirtschaft, Sozialpädagogik, Musik, Fremdsprachen, Bauweisen und Augenoptik komme für besondere Berufswünsche und -ziele in Frage. „Mit der Mittleren Reife braucht Ihr Kind noch nicht das Lernen aufzuhören. Es sind noch alle Wege offen“, erklärte Pater Andreas, der für die Mädchen den Besuch von Fachakademien und für Knaben den Besuch der Fachoberschule empfahl.
Berufsberaterin Vidal ging in ihren Ausführungen über den Ausbildungs- und Stellemarkt auf die schwierige Situation bei der Arbeitsmarktlage ein. In verschiedenen Bereichen, wie im Metallbereich seien 255 Stellen nicht mehr als 263 Bewerber gegenübergestanden. In den Ernährungsberufen und den Bauberufen würden mehr Stellen angeboten als Bewerber gesucht würden. Deshalb seien die Aussichten, sieht man von bestimmten kaufmännischen Berufen für Mädchen ab, in vielen Branchen ausgeglichen und günstig. Für Mädchen sei zu überlegen, Ausbildungsstellen für Knabenberufe zu schaffen und anzunehmen oder eine weitere Schulausbildung anzustreben, bzw. in berufsloser Zeit eine sinnvolle Überbrückung zu suchen. Irmgard Vidal wurde zugestimmt, daß bei Mädchen zur Überbrückung der Beruf der staatlich geprüften Hauswirtschafterin ein lohnendes Ziel sei.
Die berufsbildenden und weiterführenden Schulen, eine Berufsausbildung (früher Lehre) seine mit ihren Möglichkeiten lohnende Ziele, die zu hoher Qualifikation führten. Eine Tätigkeit ohne Ausbildung nach Schulabschluß sei zwar für viele verlockend und gewinnbringend, könne aber aus berufsbildenden Gründen niemanden empfohlen werden. Anhand berufskindlicher Schriften, die den Jugendlichen vom Arbeitsamt für ihre Berufswahl zur Verfügung gestellt wurden, zeigte sie verschiedene Ausbildungsbereiche auf. Die Zeitschrift “IZ“ und die Schriften „Mach’s richtig“ und „STEP“ empfahl die Referentin Eltern und Jugendlichen zur gewissenhaften Lektüre. Diese Schriften seien eine wertvolle Hilfe zur Berufsfindung. Die Beratung der Schule und Einzelberatung sei ebenfalls zur Berufsfindung geeignet, wenn man bei der Berufswahl Entscheidungshilfen benötige, die durch eine kostenlose ärztliche Untersuchung durch einen Arbeitsmediziner und notfalls durch einen psychologischen Test unter rechtzeitiger Anmeldung erleichtert werden könnte. Rechtzeitige Beratung und rechtzeitige ärztliche Untersuchung vor der Ausbildung legte die Referentin den Eltern besonders ans Herz. Dazu könne man sich mit einer Anmeldkarte zur Einzelberatung vormerken lassen und nach Möglichkeit einen günstigen Ferientermin vereinbaren. Der Ausbildungsstellenvermittler beim Arbeitsamt, Fellner, und Ausbildungsstellenberater Kellner stünden Arbeitssuchenden und Eltern mit Rat und Tat zur Verfügung.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Andre Pagenel Solist in Windberg
Windberg.
Am Sonntag, 2. Juli, 16 Uhr, konzertiert der blinde französische Organist Andre Pagenel, der zur Zeit als Domorganist von Bourges tätig ist, in der Pfarr- und Klosterkirche Windberg. Pagenel wurde 1936 in St. Rerny de Provence geboren und machte sein Musikstudium in Paris bei Andre Marchal, Antonie Reboulet, Gaston Litaize und Jean Langlais. Er erhielt 1957 den ersten Preis des Staatlichen Instituts für junge Blinde für Klavier, Orgel, Harmonielehre und Contrapunkt und wurde bei verschiedenen internationalen Musikwettbewerben ausgezeichnet. Seit 1962 ist Andre Pagenel Solist beim französischen Rundfunk (ORTF). Er hat sich vor allem in der Interpretation der französischen Musik, der Barockmusik sowie der Orgelwerke von Bach spezialisiert. Seit 1968 ist der Solist Orgellehrer an der staatlichen Musikschule von Bourges. In Windberg spielt er Werke von Couperin, de Grigny, Buxtehude, J. S. Bach, Vierne und Messiaen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Nur ein Dutzend Geburten im Juni
Dafür aber 16 Sterbefälle — Zwei Hochzeiten — Vom Standesamt
Bogen.
Das Standesamt Bogen schloß die Bilanz des Monats Juni mit 12 Geburten, 16 Sterbefällen, zwei Eheschließungen und vier Eheaufgeboten ab.
Geboren wurden: 5. Juni, Brigitte Päßler, Hunderdorf; 6. Juni, Markus Groß, Hunderdorf-Schafberg …
Geheiratet haben: Am 13. Juni der Werkzeugmacher Erwin Anton Bornschlegl, Oberhunderdorf, und die Hauswirtschafterin Maria Magdalena Bittner, Bogen; am 22 Juni der Maurermeister Ludwig Hilmer, Degernbach, und die Lehrerin Christine Antz, Bogen.
Gestorben sind: Am 3. Juni die Hausfrau Anna Zitzelsberger, geborene Weinzierl, Hunderdorf (67 Jahre); …  23. Juni die Hausfrau Maria Fischer. geborene Braun, Hunderdorf 72 Jahre) …
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Anna Fendl 80 Jahre alt
Gaishausen.
Ihr 80. Geburtstagsfest konnte die Austragslandwirtin Anna Fendl, Gaishausen, Gemeinde Hunderdorf, feiern. Bürgermeister Härtenberger übermittelte die Glückwünsche der Gemeinde. Auch der Pfarrgemeinderat Hunderdorf, vertreten durch Pfarrgemeinderatsmit-glied Hans Dietl, gratulierte der Fendl-Oma zum Ehrentag. Anna Fendl, eine gebürtige Simmel, wurde am 17. 6. 1899 in Hauptenberg bei Wiesenfelden geboren. Sie stammt aus einer kinderreichen Familie und ist die Drittälteste von zehn Geschwistern. Nach der „Werktagsschule“ arbeitete sie bereits in jungen Jahren als Dienstmagd bei den Bauern, wobei sie bei zwei Landwirten jeweils längere Jahre im Dienste stand. Im Jahre 1935 schloß sie mit Karl Fendl den Bund der Ehe und heiratete in das landwirtschaftliche Anwesen in Gaishausen ein. Der Lebensgemeinschaft entstammen fünf Kinder, wobei sie nunmehr ihren Lebensabend beim Sohn Max und dessen Familie verbringt, dem 1958 auch das Anwesen übergeben wurde. Der Ehegatte verstarb vor vier Jahren. Die Jubilarin ist rüstig und gesund und verfolgt mit regem Interesse das Tagesgeschehen. Der 80. Geburtstag wurde deshalb im Familienkreis entsprechend gefeiert, wobei insbesondere fünf Kinder, elf Enkel und zwei Urenkel der Fendl-Oma weiterhin alles Gute wünschten.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Über aktuelle Sozialpolitik informiert
Steinburg.
Der VdK-Ortsverband hielt seine Jahreshauptversammlung im Gasthaus Solcher. Der Vorsitzende konnte bei der Veranstaltung ein reges Interesse der Mitglieder feststellen. Nach dem Tätigkeits- und Kassenbericht wurde ein Totengedenken für verstorbene Mitglieder abgehalten. Kreisgeschäftsführer Maier referierte über aktuelle Sozialpolitik. Insbesondere ging er dabei auf die neuerlichen Änderungen im Schwerbehindertengesetz ein. Änderungen wurden vor allem für Schwerbehinderte im Kfz-Steuer-Änderungsgesetz ab 1. 6. 79 und die Freifahrtregelung ab Oktober 79 erreicht. Des weiteren konnte der Kreisgeschäftsführer Maier feststellen, daß das Schwerbehindertengesetz durch diese laufenden Änderungen immer mehr ausgebaut werde. Anschließend ehrte der Kreisgeschäftsführer Maier langjährige Mitglieder. Nach einer allgemeinen Aussprache und Diskussion wurde die Veranstaltung mit einem gemeinschaftlichen Abendessen geschlossen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Hans Holmer wurde Vereinsmeister
Hunderdorf.
Die Eisstockabteilung des SV Hunderdorf hielt ihre Vereinsmeisterschaft auf der Asphaltbahn ab. Neun Moarschaften kämpften um die Meisterschaft. Erstmals wurde auch eine Einzelmeisterschaft ausgetragen. Abteilungsleiter Otto Sachs konnte bei der Siegerehrung, die im Rahmen eines Gartenfestes im Hof des Mitgliedes Bertl Höpfl stattfand, viele Schützen mit Frauen begrüßen. Er dankte vor allem auch der Gastgeberin Höpfl und allen Schützen für die Teilnahme. Zusammen mit dem 1. Vorsitzenden Kaldonek nahm Sachs die Siegerehrung vor. 1. Vereinsmeister im Einzelschießen wurde Hans Holmer mit 101 Punkten. Er konnte einen wertvollen Zinnteller, der als Wanderpreis ausgeschrieben ist, in Empfang, nehmen. Die weitere Reihenfolge: 2. Emil Gerhardt, 3. Rudolf Wirth und Erwin Feldmeier, 5. Josef Schießl, 6. Alois Scheibenthaler, 7. Erwin Wild, 8. Klaus Blasini, 9. Heinz Hentschirsch, 10. Josef Bindl. Die Vereinsmeisterschaft im Mannschaftsschießen holten sich Hans Holmer, Hans Riepl, Josef Blasini, Rupert Höpfl. Den 2. Platz sicherten sich Erwin Feldmeier, Karl Zitzelsberger, Josef Schötz, Rudolf Müller vor Klaus Klar, Wolfgang Riepl, Josef Bindl und Wolfgang Greil. Unser Bild zeigt die Meistermannschaft.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: Samstag, 7. Juli, 20 Uhr, Vereinsabend mit wichtiger Besprechung wegen Vereinsausflug im Gasthaus Deschl, Hofdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Hunderdorf. Jugendrotkreuz: Heute, Freitag, 19 Uhr, Gruppenstunde.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Hunderdorf. SV-Eisschützen: Heute, Freitag, ab 18 Uhr Training auf der Asphaltbahn.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Windberg. Trachtenverein: Sonntag, 8. Juli, Fahrt zur Fahnenweihe nach Kirchberg. Abfahrt um 7 Uhr beim Vereinslokal Amann.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Windberg. Stammtisch: Samstag, 7. und Sonntag, 8. Juli, Abfahrt in Windberg um 5 Uhr in Hunderdorf um 5.15 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Großlintach. Stammtisch: Sonntag, 8. Juli, 13 Uhr, Gartenfest bei Gasthaus Schlecht.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.07.1979


Hunderdorf. Rotes Kreuz: Sonntag, 8. Juli, 8 Uhr, Treffen am Schulhof in Uniform zur gemeinsamen Abfahrt zum Gründungsfest nach Neukirchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.07.1979


Hunderdorf. Schützenkameradschaft: Samstag, 19 Uhr, Pflichtschießen im Schützenheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.07.1979


Steinburg. FFW: Sonntag, 8. Juli, 8 Uhr, Abfahrt ab Gasthaus Josef Solcher, Wegern zum 85. Gründungsfest mit Fahnenweihe nach Aufroth. — Sonntag, 8. Juli, 8 Uhr, Abfahrt Gasthaus Höfelsauer-Berger zur Fahnenweihe der BRK-Ortsgruppe Neukirchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.07.1979


Die Polizei im Einsatz:
… Zu einem Verkehrsunfall kam es um Samstag gegen 14.10 Uhr auf der Straße von Hunderdorf nach Steinburg, Bei der Einmündung nach Hoch stießen zwei entgegenkommende Personenwagen zusammen. Vor den Polizeibeamten behaupteten beide Fahrzeuglenker, jeweils der andere sei über der Fahrbahnmitte gefahren. An beiden Autos entstand Totalschaden in Höhe von rund 21 000 DM …
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


Altenclub auf froher Fahrt
Hunderdorf.
Zahlreiche Mitglieder und Gäste nahmen an der ersten Ausflugsfahrt des Hunderdorfer Altenclubs teil. Ziel war Arnbruck. Nach einer Kaffee- und Brotzeitstunde in einem idyllisch gelegenen Waldcafe unternahmen die Teilnehmer einen ausgedehnten Waldspaziergang. Dabei konnten sich alle ein Bild davon machen, welche Schäden die Schneekatastrophe im letzten Spätwinter angerichtet hatte. Im Ort selbst nutzten viele die Gelegenheit, in einem Bleikristallbetrieb die herrlichen Gegenstände zu bestaunen. Auf der Heimfahrt wurde beschlossen, in drei Wochen eine Fahrt zum Osserblick zu machen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


Apotheke offiziell eingeweiht
Pfarrer Reitinger segnete die Räume – Härtenberger: Weitere Grundversorgungseinrichtung

Hunderdorf. Die neugebaute St. Nikolaus-Apotheke in Hunderdorf ist seit kurzem in Be-trieb. Jetzt fand eine kleine, offizielle

Pfarrer Reitinger bei der Segnung der neuen Apotheke. Im Hintergrund (Mitte) Apotheker Schubert.

Eröffnungsfeier mit Segnung der Räumlichkeiten durch Pfarrer Reitinger statt. Damit hat Hunderdorf eine weitere wichtige Grundversorgungseinrichtung aufzuweisen. Bereits seit Jahren bemühte sich die Gemeinde darum, eine Apotheke nach Hunderdorf zu bekommen. Beim Festakt erhielten die Apothekenräume eingangs die kirchliche Weihe durch Pfarrer Franz Reitinger. Er sprach die Hoffnung aus, daß die Apotheke, stets ihrer Bestimmung entsprechend, zum Nutzen der Einwohner sein möge, Bürgermeister Härtenberger nannte in seinen kurzen Begrüßungsworten den Werdegang der Apothekenerrichtung, für die bereits Im Jahre 1975 die ersten Verhandlungen aufgenommen worden waren. Bis es zur Fertigstellung kam, waren verschiedene Schwierigkeiten und Differenzen zu überwinden. Die Lage der Apotheke sei zentral im Ort und die Gebäudegestaltung., architektonisch gesehen, eine akzeptable Sache, zumal an beiden Seiten noch, zurückversetzt, zwei Gebäudekomplexe folgen sollen, auch wenn mancherseits Kritik an der Bebauung des Mittelpunktplatzes im Ortskern geübt worden sei. Die Inbetriebnahme der Apotheke sei eine Aufwertung für Hunderdorf im Hinblick auf die Grundversorgungskriterien, sagte Härtenberger abschließend.
Der neue Apotheker in Hunderdorf, Rudolf Jakob Schubert, sprach den Wunsch aus, daß die Apotheke stets im Dienste der Gesundheit stehen und für Hunderdorf von Nutzen sein möge. Mit der Wahl „St. Nikolaus-Apotheke“ sei auch die Verbundenheit mit der Pfarrei und mit dem Ort dokumentiert.
Abschließend lud Apotheker Schubert die Festgäste zu einem kleinen Stehempfang ein. Als Ehrengäste hatten sich u. a. eingefunden die Hausherren Rudolf und Eleonore Holzner, die Bürgermeister Karl Härtenberger, Egon Weinzierl (Hunderdorf) und Heinrich Lobmeier (Neukirchen), Architekt Karl Englmann (Straubing) und Dr. Jürgen Lichte.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


VdK-Ausflug in die Oberpfalz
Hunderdorf.
In einer VdK-Vorstandschaftssitzung des Ortsverbandes Hunderdorf/Windberg wurden die Vereinsarbeit des abgelaufenen Halbjahres und die künftige Arbeit des Ortsverbandes besprochen. Ortsverbandsangelegenheiten und Halbtagsausflug waren die weiteren Beratungspunkte. Eingangs berichtete Vorsitzender Rudolf Karl, daß der Ortsverband derzeitig 143 aktive Mitglieder und zwei unterstützende Mitglieder habe. Hauptkassiererin Anna Heilmann legte die Lage der Hauptkasse dar. Der Kassenbestand der Verwaltung beträgt 140,87 DM und der Fürsorge 280 DM. Bei sparsamer Führung sei es noch möglich, daß im nächsten Halbjahr keine finanziellen Sorgen eintreten Anschließend ging Karl auf die neuerlichen Änderungen im Schwerbehindertengesetz ein, so z. B. im Kfz-Steuergesetz seit 1. 6.79. Auch die Freifahrtregelung für die Schwerbehinderten wurde noch angesprochen, die ab Oktober 79 erreicht werden soll.
Auch berichtete Karl noch über das Regionalgespräch des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Verkehr, wobei es um die geplante Schienenstreckenstillegung der Strecke Miltach — Straubing ging. Karl gab bei diesem Gespräch zu erkennen, daß bei dieser geplanten Maßnahme besonders die Schwerbehinderten, Rentner und ältere Bürger betroffen seien. Gerade dieser Personenkreis ziehe den Zug als Verkehrs- und Beförderungsmittel vor. Zum Abschluß der Sitzung wurde noch der jährliche Halbtagsausflug nach Kreuzberg (Oberpfalz) am Sonntag, 5. August, festgelegt. Der Fahrpreis beträgt 8 Mark, Mitglieder fahren für 5 Mark. Anmeldung bei A. Heilmann, Hunderdorf, Tel. 2763.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


JU besuchte die Kläranlage
Hunderdorf.
Nachdem der JU-Ortsverband bereits das Wasserwerk Hunderdorf besichtigt hatte, ging es jetzt darum, auch die gemeindliche Kläranlage in ihrer Wirkungsweise kennenzulernen. Mit Interesse verfolgten die JU-Mitglieder die einzelnen Klärvorgänge der mechanisch vollbiologisch arbeitenden Kläranlage. Klärwärter Franz Neumaier erläuterte den Gästen die Reinigung der Abwässer und führte dabei durch die einzelnen Teilanlagen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


Lehrfahrt der Frauen
Hunderdorf.
Am Montag, 23. Juli, und Mittwoch, 25. Juli, findet eine Lehrfahrt der Frauen statt. Als Fahrtziel ist der Innkreis und Gmunden am Traunsee vorgesehen. Es wird ein landwirtschaftliches Anwesen in Hilbing, eine Strickerei in St. Martin, das Volkskundehaus in Ried und eine Keramikfabrik in Gmunden besichtigt. Der Fahrpreis beträgt 15 DM. Anmeldung bis 15. Juli bei der Ortsbäuerin Maria Fruhstorfer, Tel. 09422/2333, ab 18 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


Orgel wurde in Auftrag gegeben
Aus der Sitzung des Pfarrgemeinderates — Pfarrfest findet am 29. Juli statt
Hunderdorf.
Bei der gemeinsamen Sitzung des Pfarrgemeinde- und Kirchenrates stand an erster Stelle der Kauf einer Orgel. Pfarrer Franz Reitinger begrüßte an diesem Abend neben den vollzählig erschienenen Räten auch Orgelbaumeister Jann aus Allkofen. Pfarrer Reitinger berichtete, daß mittlerweile die stiftungsaufsichtliche Genehmigung für den Kauf einer Orgel aus Regensburg eingetroffen sei.
Orgelbauer Jann gab auf alle Fragen, die sowohl vom Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hamberger als auch von den Mitgliedern an ihn gerichtet wurden, erschöpfend Auskunft. Der Orgelbauer erläuterte alles Wissenswerte hinsichtlich der Konstruktion, des Preises und des Standortes der neuen Orgel. Er riet davon ab, daß Material der alten Orgel verwendet werden sollte. Jann legte auch einen Orgelprospekt vor. Anhand dieses Vorschlages konnten sich alle Anwesenden ein anschauliches Bild über Aussehen und Gestaltung der neuen Orgel machen.
Nachdem Pfarrer Reitinger den Auftrag an den Orgelbauer und dessen Angebot vorgetragen hatte, wurden mit Jann verschiedene Vertragspunkte erörtert. Dabei ergab sich, daß 30 Prozent der Kosten für die neue Orgel bei Auftragserteilung als Anzahlung fällig sind. An-schließend wurde der Firma Jann der Auftrag zum Bau einer mechanischen Orgel mit elektrischer Registertraktur von 18 Registern erteilt. Die kleine Orgel, die zur Zeit in der Pfarrkirche steht, stellt die Firma Jann bis voraussichtlich 1982 – das ist der Termin für die Fertigstellung der neuen Orgel — kostenlos zur Verfügung.
Nach diesem Tagesordnungspunkt unterhielt man sich über den weiteren Verlauf der Renovierung des Gotteshauses. Die Planung für die Renovierung mit Fußbodenheizung ist fertig, und es wird für Bauabschnitt I (Altarbereich) vom beauftragten Architektenbüro demnächst die Ausschreibung an einschlägige Firmen erfolgen. Ferner erfuhren die Pfarr- und Kirchenräte. daß die bestellte Madonna bei Holzschnitzer Zylow in Bodenmais fertiggestellt sei.
Hans Hamberger gab bekannt, daß der Termin für das Pfarrfest der 29. Juli ist. Das Sommerfest der Pfarrei wird voraussichtlich im Pfarrgarten neben dem Pfarrheim abgehalten. Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt. So haben alle Kirchlichen Organisationen ihre Mitarbeit zugesagte. Der Frauenbund wird Kaffee und Kuchen anbieten und die Mitglieder des Kirchenchors beim Verkauf von Leberkäse unterstützen. Ferner werden Würstl vom Grill sowie Käse und Wurstsemmeln gereicht. Mitglieder des Pfarrgemeinderates werden bei der Aufstellung von Bänken und Tischen sowie beim Ausschank des Bieres tatkräftig zugreifen. Die Jugend übernimmt den Eisstand und den Verkauf nichtalkoholischer Getränke. Kindergartenleitung und Kindergartenbeirat sorgen mit einem Losstand für Abwechslung. Außerdem werden die Kindergärtnerinnen am Nachmittag auf dem Gemeindeplatz mit den Kindern Spiele abhalten. Dankenswerterweise wird die Blaskapelle Bugl den ganzen Tag kostenlos für die musikalische Unterhaltung sorgen. Der Erlös dieses Pfarrfestes wird für die neue Orgel gespendet.
Zum Schluß der Pfarrgemeinderatssitzung konnte Vorsitzender Hamberger Pfarrer Franz Reitinger zu seinem 25jährigen Priesterjubiläum gratulieren. In seiner Rede betonte Hamberger die gute Zusammenarbeit des Pfarrers mit den kirchlichen und weltlichen Institutionen. Ein Beweis dafür sei der großartige Erfolg bei der Spendenaktion für die neue Orgel.
Hamberger würdigte die Verdienste des Pfarrherrn während seiner dreijährigen Amtszeit in Hunderdorf. Er dankte ihm für seinen anerkennenswerten Einsatz.
Als Zeichen des Dankes überreichte er Franz Reitinger eine Blumenschale und schloß seinen Worten die Bitte an, daß auch in Zukunft das harmonische Zusammenwirken bestehen bleiben möge. Eine kleine interne Feierstunde beschloß den Abend.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


Du gingst so schlicht
und einfach durch das Leben,
hast keine Arbeit, keine Müh
gescheut,
warst heiter und zufrieden
so lang Dir Gott das Leben gab.
Nun schlafe wohl in Deiner stil
len Kammer
Du liebes gutes Mutterherz
Du bist befreit von altem
Jammer
Nie mehr bedrückt Dich bitterer
Schmerz.
Frau Theresia Fuchs
Landwirts- und Schmiedemeistersgattin von Steinburg
geb. 18. 4. 1918          gest. 8. 7. 1979

Steinburg, Hunderdorf, Landshut, Ellaberg, Straubing, den 9. 7. 1979
In tiefem Schmerz:
Johann Fuchs, Ehemann
Angela Söldner, Tochter mit Familie
Heidi Watzl, Tochter mit Familie
Johannes Fuchs, Sohn mit Frau
Lydia Fuchs, Tochter
Josef Baumgartner, Bruder mit Angehörigen
Hans Baumgartner, Bruder mit Angehörigen
und übrige Verwandtschaft
Überführung heute, Montag, den 9. 7. 1979, um 14 Uhr in Hunderdorf.
Trauergottesdienst heute, Montag, den 9. 7. 1979, um 16 Uhr mit anschl. Beerdigung in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


Windberger Orgelkonzerte III
Die französische Orgelmusik in der Entwicklung durch drei Jahrhunderte stand hauptsächlich auf dem Programm des III. Konzertes. Fr. Couperin, 1630 bis 1701 oder Fr. Couperin le grand 1668 bis 1733, Vertreter der franz. Barockmusik, wie Nicolas de Grigny 1672 bis 1702, Louis Vierne 1870 bis 1937 und O. Messiaen geb. 1908, sind Komponisten, deren Musik bei uns weithin unbekannt ist. Andre Pagenel, der blinde Orgelvirtuose aus Frankreich spielte neben Werken der angeführten Komponisten auch die Passacaglia in d-Moll von D. Buxtehude und drei sog. Schuebler-Choräle von Bach.
Viele Aspekte drängten sich mir beim Zuhören auf. Die Mentalität französischer Musik sprach mich dabei besonders an, genauso wie die uns vielfach ungeläufige Art von Interpretationen dieser Musik. Im Vordergrund standen weniger die musikalisch substanziellen Aussagen (Vorstellung von Themen, ihre Durchführungen, usw.), sondern die schier unerschöpflichen Mittel, mit denen auf einer Orgel Klang und Klangfarben zu erfinden und darzubieten sind. So stand dieses Konzert von vornherein im krassen Gegensatz zum vorangegangenen, wer beide erlebt hat, wird zugeben, daß die klanglichen Erlebnisse am letzten Sonntag intensiver und heiterer waren. Gerade für spielerisch fröhliche Passagen und Momente war Platz, die dadurch geschaffene gelöste Atmosphäre war mir bekannt aus Orgelkonzerten in Frankreich. Der Solist bewies eindrucksvoll, daß ein Konzert nicht immer vollgestopft sein muß mit „schweren Schinken“ gängigster Komponisten. Die bewußte Hinwendung zur kleinen Form, zum spielhaften Präludieren, zur Vorstellung immer neuer reizvoller Klangfarben des Universalinstruments Orgel kann gerade für ungeübte Hörer das Erlebnis von Musik schlechthin sein.
Nun wäre es falsch, anzunehmen, der Solist hätte sich in Oberflächlichkeit und bloßem schöngeistigen Anbieten erschöpft. Mit zwei Stücken aus „Nativite´du Seigneur“ nämlich „Desseins eternels“ und „Dieu parmi nous“ von Messiaen, den Bachchorälen und der Buxtehude-Passacaglia bewies A. Pagenel, daß er auch schwere und schwerste Orgelliteratur zu meistern imstande ist. Überhaupt darf die rein physische Leistung, ein Orgelkonzert gänzlich auswendig zu spielen, nicht vergessen werden bei einer Besprechung des Konzerts. Wenn ich im folgenden dennoch anmerke, was mir weniger gelungen schien, dann nicht deshalb, um Kritik zu üben, sondern um die Bandbreite der Aspekte zu erweitern, unter denen ein Orgelkonzert gehört werden kann. Die übertriebene Vorliebe für Klangfarben kann es mit sich bringen, daß einige Register an der falschen Stelle verwendet werden. (Zungenstimmen bei Buxtehude?), größere Differenzierung bei Bachchorälen — Cantus firmus‚ kontrapunktische Begleitstimmen.
Die Literaturauswahl der Bachchoräle (den dazugehörigen Kantaten entnommen) schien mir ebenfalls problematisch. Die Eigenimprovisation des Künstlers über das Kirchenlied „Salve mater misericordiae“ führte nicht zum erhofften Höhenunkt des Konzerts, zu vieles an Gedanken und Vorhaben blieb dabei im Ansatz stecken. Genügt es, die Liedmelodie als Oberstimme in C-Dur zu präsentieren und in die Begleitung spätromantisches Harmonieempfinden zu legen (Klangteppiche, Intervallverdoppelungen)? Die gewählte dreiteilige Form (Introduktion —Fugato — Cantus firmus — Variationen) deutete hingegen auf eine Vorliebe des Solisten für formale Klarheit und Ausgewogenheit hin. Jenseits all dieser „Beckmessereien“ soll hier allerdings festgestellt werden, daß sich das physische Handicap dieses Organisten außerordentlich hemmend auswirkt auf Spontanität und Kreativität des Improvisierens. Was unter dem Strich bleibt, ist die Erkenntnis, daß mancher Organist mehr zu bieten hat was Technik und Spielvermögen betrifft, daß A. Pagenel aber wie kaum ein zweiter es versteht, dem Hörer die Musik als klanglich ästhetisches Ereignis zu präsentieren.
Wolfgang Geiger
Quelle: Bogener Zeitung, 11.07.1979


„Die heutige Jugend ist nicht in Ordnung“
Eine „Provokation“ als Leitartikel im neuen „Jugend-Aktuell“ des Kreisjugendringes Straubing-Bogen -Sommerprogramm
Straubing-Bogen.
In der neuesten Ausgabe der Informationsschrift des Kreisjugendringes (KJR) Straubing-Bogen „Jugend-Aktuell“ hat Jugendbildungsreferent Bernhard Suttner, Windberg, in einem provokatorisch abgefaßten Leitartikel anhand von zehn Thesen die negativen Seiten der heutigen Jugend unter dem Thema „Die Jugend ist nicht in Ordnung“ aufgezeigt. Zum einen sollen diese Pauschalurteile dazu beitragen, daß sich Jugendgruppen damit auseinandersetzen und zum anderen, daß sich jeder Verantwortliche in der Jugendarbeit Gedanken über diese Thesen macht. Im aktuellen Interview hat BLSV-Kreisvorsitzender Wolfgang Hierl, Straubing, zur Frage der gesellschaftspolitischen Wirklichkeit der Sportverbände Stellung bezogen, sowie zum Vorschlag einer Gerätebank für den Betrieb der Sportplätze in Stadt und Landkreis konkrete Aussagen getroffen. Im weiteren Teil sind wieder eine Reihe von Veranstaltungen, Kursen, Seminaren und Aktionen angekündigt.
„Jugendverbände und auch die Jugendringe sind eigentlich dazu da, „die Jugend” zu vertreten und zu verteidigen. Was holt also die Überschrift „Die Jugend ist nicht In Ordnung“ in der Zeitschrift des KJR?“ Mit diesen Sätzen leitet Bernhard G. Suttner, Jugendbildungsreferent an der Jugendbildungsstätte Windberg einen Leitartikel ein. In zehn Thesen zeigt er die negativen Seiten der heutigen Jugend auf: 1. Die Jugend ist einseitig eingestellt; Das Leben besteht vor allem aus einer einzigen Kauf- und Besitzorgie. Auf die Frage „wie stellst du dir deine Zukunft vor?“ antworten Jugendliche in aller Regel so: „Geld verdienen, Auto kaufen, Haus bauen, Stereo-Anlage kaufen, Urlaubsreisen, Mode, Kosmetik und einen Partner (Frau/ Mann), der beim Geldverdienen und Kaufen mitmacht.“ 2. Die Jugend nimmt die wirklich wichtigen Probleme unserer Zeit nicht besonders ernst: Für Hunger, Ungerechtigkeit, Unfreiheit, Umweltkrise, Freiheitskrise, Menschenrechtsproblematik hat man keine Zeit bzw. nur ein achselzuckendes „Da-kann-man-sowieso-nichts-machen“. — 3. Der Jugend ist die Demokratie gleichgültig. Sich für Politik zu interessieren ist nicht „in“. — 4. Der Alkohol- und Zigarettenverbrauch bei der Jugend ist enorm. Junge Leute, die Alkohol und Nikotin ablehnen, haben überall einen schweren Stand. Primitive Saufaktionen („Whisky-Time“, „Goaß-Maß“ in Diskotheken) werden unkritisch und begeistert mitgemacht.
— 5. Der Umgang mit Fahrzeugen aller Art kann nur als verantwortungslos bezeichnet wer-den: Wer vernünftig fährt gilt nichts — wer damit angibt, bereits dreimal mit der Maschine im Straßengraben gelandet zu sein, kann mit Bewunderung rechnen. — 6. Der Umgangston unter jungen Menschen ist oft rüpelhaft: Fluchen, schelten, bloßstellen ist an der Tagesordnung. — 7. Kleinere, Jüngere, Schwächere gelten als willkommene Zielscheibe für Spott, Verachtung, Hänselei und Unterdrückung. — 8. Nur wer äußerlich „gut aussieht“ hat eine Chance angenommen und in die Gemeinschaft einbezogen zu werden. Wer nicht dem neuesten Schönheitsideal entspricht, schüchtern ist, vielleicht sogar behindert, soll sich gefälligst mit sich selbst beschäftigen.
9. Die Jugend will nicht eine andere Qualität des Lebens, sondern nur vor allem mehr. — 10. Die Jugend ist nicht in Ordnung — es sieht so aus, daß sie der vorangehenden Generation ziemlich ähnlich wird. Eine Generation, die sich willenlos der Welt anpaßt so wie sie ist, versäumt ihre Verpflichtung, das Leben immer menschenwürdiger zu gestalten.“ Suttner hofft, daß seine Thesen eine Menge von Widerspruch hervorrufen, denn dies, so Suttner, sollte eine Provokation für alle Jugendgruppen sein, bei denen die Gruppenstunden manchmal recht langweilig sind und die durch diese Thesen vielleicht aktiviert werden könnten. So sollten Jugendgruppen eine Zusammenstellung von Thesen erarbeiten unter dem Thema „Die Jugend ist in Ordnung“.
Im aktuellen Interview hat BLSV-Kreisvorsitzender Oberstudienrat Dr. Wolfgang Hierl, Straubing, zum jugendpolitischen Engagement der Sportjugend wie folgt Stellung bezogen: „Die Sportjugend ist gesellschaftspolitisch zu wenig aktiv. In der Demokratie ist es notwendig, Gruppeninteressen öffentlich zu artikulieren. Diese Artikulation berechtigter Interessen läßt die Sportjugend weitgehend vermissen. Die Jugendlichen müssen darüber aufgeklärt werden, daß der Sport ein Teil unserer gesellschaftspolitischen Wirklichkeit ist.“ In einem angeführten Beispiel hat Dr. Hierl dies noch verdeutlicht: Den Übungsleiterzuschuß (3 DM pro Stunde), der in anderen Landkreisen bezahlt wird, werden die Übungsleiter im Landkreis Straubing-Bogen nur dann erhalten, wenn sie den Landrat und den Kreistag davon überzeugen können, daß dieser Zuschuß eine sinnvolle Ausgabe ist, stellt Dr. Hierl dazu fest und er fährt fort: „Wie andere Menschen auch, so wollen Politiker geachtet, sie wollen vor allem wieder gewählt werden, also müssen die Jugendlichen den Politikern sagen: Ausgaben für den Sport sind sinnvoll und daß sie es nicht verstehen könnten, wenn diese Aufwendungen unterbleiben sollten.“ Zum Vorschlag für den Unterhalt und den Betrieb der Sportstätten des Landkreis eine sogenannte „Gerätebank“ als Maschinenring zu gründen, den Dr. Hierl vor einiger Zeit gemacht hat, meint er heute dazu: „So ein Projekt läßt sich natürlich nur mit „Hilfe zur Selbsthilfe“ verwirklichen, das heißt, die Initiative muß von den Vereinen selbst ausgehen und sie muß dann wieder mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden.“ Dr. Hierl schlägt vor, daß eine Reihe von Vereinen aus Stadt und Land einen gemeinnützigen Verein gründen, der Maschinen für die Pflege der Sportplätze anschafft. Dieser Maschinenpark, so Dr. Hierl, würde dann von den Vereinen im wechselseitigen Turnus genutzt, der Stadtrat und Kreistag müßte zur Anschaffung dieser Maschinen einen Zuschuß gewähren. Das geplante Jugendtagungshaus wird nach Aussage von Dr. Hierl von der Sportjugend unbedingt befürwortet. Der Bau dieses Projekts wäre eine echte Bereicherung für die Jugend im westlichen Teil des Landkreises, stellt Dr. Hierl zum Abschluß fest. …
Quelle: Bogener Zeitung, 12.07.1979


Meidendorf. Hubertusschützen: Samstag, 14. 7., Ausflug nach Garmisch. Abfahrt um 5 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.07.1979


Standort Sollinger Loch wird abgelehnt
MdB Hans Paintner: „Die Chancen, den Standortübungsplatz Sollinger Loch abzuwenden, stehen heute besser als vor einem Jahr“— Harte Kritik der aufgebrachten Anlieger an der mangelhaften Bürgerbeteiligung
Bärndorf.
Einen überraschend guten Besuch hatte die Informationsveranstaltung der FDP Bogen am Mittwoch im Gasthaus Wurm in Bärndorf zu verzeichnen. Über fünfzig Anlieger und Bürger von Bärndorf und Bogen waren zu dieser Veranstaltung gekommen, um sich anzuhören, mit welchen neuen Informationen die FDP aufzuwarten hatte. Hitzig ging es nach den Referaten des FDP-Ortsvorsitzenden Michael Seifert, des FDP-Kreisvorsitzenden Kreisrat Elmar Eckl und des FDP-Bundestagsabgeordneten Hans Paintner (Landshut) in der anschließenden Diskussion zu. Nachdem eine heftige Kontroverse zwischen der FDP und dem Bauernverbandsgeschäftsführer Hanisch ausgeräumt wurde, „weil es ja schließlich um die gemeinsame Sache geht“, ging es in die Vollen. Neben heftigen Angriffen gegen die Bundeswehr, die allerdings von den FDP-Offiziellen abgeblockt wurden, weil wir alle die Bundeswehr bejahen und Argumente von General Endres und Oberstleutnant Glück einfach zutreffend sind“, richtete sich der Mißmut der Versammlungsteilnehmer vor allem gegen die „Geheimniskrämerei“, die bei der Abwicklung des Raumordnungsverfahrens für das Sollinger Loch an den Tag gelegt worden sei. Die Bürger seien nicht gehört worden, sie seien einfach übergangen worden und man habe sie vor vollendete Tatsachen stellen wollen. Ziegeleibesitzer Osterode formulierte dies so: „Es ist einfach eine Schweinerei, daß nur die Behörden eingeschaltet wurden und das, obwohl wir in einer Demokratie leben.“ Bürgermeister Josef Deschl (Bogen) hatte einen schwere Stand, aber den Mut, sich den Diskussionsrednern zu stellen, was auch von den Versammlungsteilnehmern anerkannt wurde.
In seinem einleitenden Referat ging der Ortsvorsitzende Michael Seifert (Großlintach) auf die Entwicklung des Standortes für die Erweiterung des Standortübungsplatzes ein. Klar und unbestritten sei, daß der Standort Bogen seit seinem Bestehen 1958 den Anspruch auf die restlichen 100 Hektar, auf die er damals mit Vorbehalt verzichtet habe. Nun bei der Aufstellung eines neuen Flächennnutzungsplanes sei diese Forderung wieder aufgetaucht. Die Situation um Bogen habe sich in den letzten rund 20 Jahren sehr geändert. Zum einen sei die „Verschwendung von Grund und Boden für alle Arten von Hoch- und Tiefbaumaßnahmen in dieser Region über eine gewisse Zeit hinweg kaum mehr vertretbar. Zum anderen habe die Stadt neue Wohnbaugebiete wie Sandberg, Bruckweg I und Bruckweg II ausgewiesen und gut verkauft. Teilweise reichen aber die Grenzen, die bei einem solchen Übungsplatz nicht einmal umzäunt sind, bis auf wenige hundert Meter an diese Gebiete heran. Ich denke hier an die Kinder deren Neugier wohl kaum zu bremsen ist, wenn Militär direkt vor der Nase ist. Ich denke auch an die Lärmbelästigung, die nicht unerheblich sein wird, wenn man sich vorstellt, daß auf diesem Platz auch Sprengübungen mit 400 Gramm TNT durchgeführt werden und mit Übungsmunition geschossen werden soll“, meinte Seifert. Als drittes erschien ihm die Nähe der neuen Autobahntrasse sehr gefährlich – und schließlich „was aber eigentlich die wesentlichste Tatsache gegen die Erweiterung in diesem Gebiet ist“, weise der landwirtschaftliche Boden beste Bonitäten auf, die man einfach nicht zersprengen und von Panzerketten zerradeln lassen dürfe.
Die Böden gehören rechtschaffenen und fleißigen Landwirten, die nichts lieber täten, als endlich mit einer Gewißheit, daß dieses „Gepenst Übungsplatz“ verschwinden möge, ihrer gewiß harten Arbeit der in Frieden nachzugehen, meinte Seife weiter. Etliche seien gezwungen, ihre Landwirtschaft, bedingt durch Grundstücksabtretungen, so zu verkleinern, daß schon von Existenzgefährdung die Rede sein müsse. Andere müßten ganz aus ihrer angestammten Heimat aussiedeln.
21 Jahre sei der Standort Bogen mit rund 100 Hektar ausgekommen. „In einer Zeit, in der alle dazu aufgerufen sind, nicht noch mehr Landschaft zuzubetonieren oder verkarsten zu lassen, müßte sich auch die Bundeswehr angesprochen fühlen und eventuell von sich aus zum Wohle der Bevölkerung ganz auf die restlichen 100 Hektar wertvollen Landes verzichten. Man muß doch annehmen können, daß 21 Jahre lang die Übungen ordnungsgemäß abgewickelt werden konnten.“ Er glaube aber auch andererseits fest daran, daß man mit gutem Willen von der Erweiterung in diesem Gebiet absehen könnte und wenn alle Kräfte mobilisiert würden, „werden sich im Landtag, wenn es um die endgültige Absegnung dieser Erweiterung gehen wird, wohl kaum verantwortungsbewußte Politiker finden, die dann noch ruhigen Gewissens zustimmen können“, betonte Michael Seifert.
Kreisrat Elmar Eckl betonte, das Vorhaben der Bundeswehr, den Standortübungsplatz am Bogenberg um 100 Hektar zu erweitern, sei über 21 Jahre hinweg eingeschlafen gewesen. Erst durch die Ausweisung eines Flächennutzungsplanes durch die Stadt Bogen sei dieses Problem wieder akut geworden. Dem Bürger sei aber nicht gesagt worden, was gespielt wird. Es habe immer geheißen, es gebe nichts Neues zu sagen. Im Januar dieses Jahres sei er darum mit Hans Paintner bei der Wehrbereichsverwaltung in München vorstellig geworden. Dort habe man die Auskunft bekommen, das Sollinger Loch werde als am geeignetsten empfunden. Der Bauernverband habe diesem Vorhaben zugestimmt. Ebenso hätten die Regierung von Niederbayern, das Umweltministerium und die Bayerische Staatskanzlei zugestimmt. Darauf habe er sich erbost an Direktor Steiger vom BBV Landshut gewandt und dieser habe dementiert, daß der BBV zugestimmt habe. Der Standortübungsplatz im Sollinger Loch sei einfach unmöglich, fuhr Eckl fort, weil dort Böden von bester Bonität wie nirgends anderswo im Altlandkreis Bogen vorhanden seien. Die Landwirte müßten sowieso 1 500 Hektar Land durch die großen Bauvorhaben abgeben.
Allerdings sehe auch er ein, betonte Eckl, daß die Erweiterung des Standortübungsplatzes ein-fach notwendig sei. Dies hätten Gespräche mit General Endres und Oberstleutnant Glück ergeben. Aber er dürfe niemals ins Sollinger Loch kommen, wenn Bogen weiterhin einen Ruf als angenehme Wohnstadt genießen wolle. Unerhört sei, daß man alles hinter den Kulissen abwickeln wollte und der Bürger vor vollendete Tatsachen gestellt werden sollte.
Standortübungsplatz ist notwendig
Der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, der Landshuter Bundestagsabgeordnete Hans Paintner, betonte, wenn man den Standort wolle, müsse man der Bundeswehr auch das benötigte Gelände zur Verfügung stellen. Aber wenn solche Dinge anstehen, müsse man zuerst mit dem Bürger sprechen. Die Begründungen der Bundeswehr bezüglich der Notwendigkeit der Übungsplatzweiterung seien gut glaubhaft, berichtete Hans Paintner. Der Bundeswehr gehe es aber nicht um das Sollinger Loch, sondern nur um die Erweiterung, die die moderne Technik erfordere. Grundsätzlich dürften sich bei diesem Problem die etablierten Parteien nicht aus der Verantwortung stehlen, forderte Paintner. Es wäre gut, wenn auch die CSU und die SPD zu diesem Vorhaben Stellung beziehen  würden. „Wir laden alle Gruppen ein, das Sollinger Loch zu verteidigen“, meinte Paintner. Nach neuesten Informationen sei das Bundesverteidigungsministerium keinesfalls auf den Standort Sollinger Loch versessen. Man habe ihm mitgeteilt, es sehe gar nicht so schlecht aus.
Nachdem erst jetzt in Bonn bekanntgeworden sei, daß in Hofweinzier in Bälde eine Brücke über die Donau gebaut wird, sei man durchaus wieder bereit, über Alternativen zu reden. Grundsätzlich gehe es nicht um parteipolitische Polemik, sondern um eine parteipolitische Aufgabe. „Wir müssen alle zusammenhelfen, um den besseren Weg zu finden,“
„Stadt kann nicht als erste nein sagen“
Bürgermeister Josef Deschl betonte, die Flächennutzungsplanausweisung sei nicht schuld an der Standortdebatte. Der Übungsplatz sei auch Sache des Bonner Verteidigungsministeriums und nicht der Bayerischen Staatsregierung. Auch das Landbeschaffungsgesetz, das hier Anwendung finde, sei ein Bundesgesetz. Die Stadt Bogen wolle die Bundeswehr. Deshalb könne die Stadt nicht als erste die Erweiterungspläne kategorisch ablehnen. Auch sei die Stellungnahme der Stadt nur ein Tropfen auf den heißen Stein im Raumordnungsverfahren, an dem rund 30 Behörden beteiligt seien. Er gebe allerdings zu, daß die Sache eingeschlafen war. Noch im Oktober 1978 habe die Regierung von Niederbayern auf eine diesbezügliche Frage geantwortet, „es ist nichts bekannt“. Erst mit dem Autobahnbau sei die Sache ins Rollen gekommen, weil viele Landwirte geäußert hatten, „entweder geben wir Grund für die Autobahn her, oder für den Übungsplatz, aber nicht für beide.“ Um diesen Grunderwerb koordinieren zu können, habe man die Wehrbereichsverwaltung um eine schriftliche Stellungnahme gebeten, die erst im März dieses Jahres eingetroffen sei, vorher habe ein Gespräch auch keinen Sinn gehabt.
Dann seien allerdings neue Argumente ins Spiel gekommen, wie der Brückenbau und die dadurch eröffnete Möglichkeit, den Übungsplatz rechts der Donau zu verlegen, oder die Ausweisung neuer Baugebiete durch die Stadt Bogen an der Peripherie des möglichen Übungsplatzes im Sollinger Loch. Er gebe auch zu, daß die FDP maßgeblich daran beteiligt war, daß die Sache aus dem Dornröschenschlaf erwachte, doch hätte sowieso nach dem Eintreffen des Bescheides im März bald eine Versammlung sattgefunden. Aufgrund der neuen Aspekte sei der Boden rechts der Donau in den Irlbacher Auen geologisch untersucht worden. Das Ergebnis liege noch nicht vor, doch sei das Gutachten leider während der Hochwasserzeit erstellt worden und werde wahrscheinlich dementsprechend negativ ausfallen, meinte Deschl. Für ihn gebe es jetzt zwei wichtige Aufgaben, die in Angriff genommen werden müßten und um die sich auch MdB Hans Paintner annehmen solle. Zum einen müsse das Gutachten für die Irlbacher Auen bei normaler Witterung nochmal durchgeführt werden und zum anderen müsse eine Probesprengung in der später einmal beabsichtigten Größenordnung durchgeführt werden, um die künftige Lärmbelästigung ermessen zu können.
Heftige Diskussionsbeiträge
Die Vorschläge für die künftigen Übungsplatzstandorte gingen von „die Bundeswehr soll in die Wüste Sahara gehen, da wäre genug Platz“ bis zu der Forderung, erst einmal den Übungsplatz am Bogenberg effektiv zu nutzen. Einige Bauern erklärten übereinstimmend, sie hätten Wiesen am Übungsplatz Bogenberg gepachtet und könnten sie zweimal jährlich heuen, ohne daß das Gras irgendwie niedergedrückt worden sei. Demnach kenne doch dieser Übungsplatz nicht ausgenutzt sein. BBV-Geschäftsführer Hanisch wies mit Entschiedenheit den Vorwurf der FDP zurück, der Bauernverband habe sich mit dem Standort Sollinger Loch einverstanden erklärt oder dazu wenig für die Ablehnung getan. In zwei Stellungnahmen habe sich der BBV nachweislich gegen das Sollinger Loch und auch gegen die Alternarivev Hörabach und Breitenweinzier ausgesprochen. Er finde es „unerhört, daß man uns prügelt und unterstellt, wir wären für das Sollinger Loch“. Der BBV habe allergrößtes Interesse daran, daß das Sollinger Loch abgelehnt werde, doch sei es nicht Sache des BBV einen anderen Vorschlag zu machen. Der BBV freue sich, daß die FDP sich eingeschaltet habe, doch forderte er auch, daß sich alle Parteien hier einschalten.
MdB Hans Paintner rief dazu auf, den „Krieg“ mit dem BBV zu beenden, da es sich um ein Mißverständnis, basierend auf einer falschen Auskunft der Wehrbereichsverwaltung, handle. Der FDP genüge es, daß Hanisch eindeutig erklärt habe, der Bauernverband sei gegen den Standort Sollinger Loch. Unverständlich war den Diskussionsteilnehmern auch, daß die Bundeswehr 21 Jahre lang mit einem Provisorium zufrieden gewesen sei und nach zwei Jahrzehnten komme man jetzt darauf, daß der Übungsplatz nun doch erweitert werden müsse. Kritisiert wurde auch, daß die Stadt Bogen Baugebiete an Nicht-Bogener verkauft habe, die die Grundstücke in der Absicht erworben hatten, in einer ruhigen Wohnlage bauen zu können. Ihnen habe niemand etwas von dem geplanten Übungsplatz gesagt, auf dem Sprengladungen von 400 Gramm TNT gezündet werden sollen.                    -hif-
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Hunderdorf. Bayerwaldverein: Sonntag, 15. Juli, 7 Uhr, Abfahrt zur Fahnenweihe nach Laberweinting am Bahnhof in Vereins- oder Festkleidung.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Hunderdorf. SV-Fußball: Heute, Freitag, um 18 Uhr, Training auf dem Sportplatz. Anschließend Spielerversammlung bei Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Hunderdorf. Kegelclub: Samstag, 14. Juli, 19.30 Uhr, Vereinskegeln 1. Herrenmannschaft gegen Damenmannschaft.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Hunderdorf. SV-Eisschützen: Heute, Freitag, 18 Uhr, Training auf der Asphaltbahn, 20 Uhr, Versammlung im Gasthaus Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Hunderdorf. KuSK: Sonntag, 15. Juli, 8 Uhr, Treffen bei Baier/Edbauer zur Abfahrt zum Gründungsfest in Bernried.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Au vorm Wald. FFW: Sonntag, 15. Juli, 9 Uhr, Übung für die Gruppe von Gruppenführer Johann Breu sen.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Alma Myrtek 85 Jahre alt
Hunderdorf.
Ihren 85. Geburtstag konnte Alma Myrtek, Bahnhofstraße, feiern. Als Gratulanten stellten sich bei der Jubilarin Bürgermeister Karl Härtenberger sowie der evangelische Pfarrer Wolfgang Künzel ein, die jeweils die Glückwünsche und ein Präsent übermittelten. Weiterhin gratulierten der Myrtek-Oma insbesondere vier Enkel und drei Urenkel. Alma Myrtek, eine gebürtige Trinks, erblickte am 10. Juli 1894 in Dubrau/Niederschlesien das Licht der Welt. Dort verbrachte sie auch ihre Kinder- und Schulzeit und arbeitete auch später in der Landwirtschaft ihrer Eltern. Im Jahre 1917 hatte sie mit dem Bergmann Paul Myrtek die Ehe geschlossen. Der Ehe entstammen zwei Kinder, wovon eine Tochter bereits verstorben ist. Im Februar mußte die Familie infolge der Kriegsereignisse aus Quolsdorf flüchten kam über verschiedene Aufenthaltsorte, von Bischofsreuth im Oktober 1946 nach Hunderdorf, wo die Familie eine zweite Heimat; gefunden hat. Der Ehemann ist seit 1945 verschollen. Die Jubilarin, die sich noch rüstig fühlt, verfolgt mit Interesse das Tagesgesehenen. Eine besondere Vorliebe gilt auch nach wie vor Reisen und so nimmt sie auch heute noch gerne an Ausflugsfahrten teil. Ihren Lebensabend verbringt die Jubilarin im Hause des Sohnes Walter.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.07.1979


FWG fordert Aufklärungsversamte wegen Flurbereinigung
Hunderdorf.
Im Bierstüberl Georg Baier hielten die Mitglieder der FWG Hunderdorf-Steinburg-Gaishausen eine Sitzung ab, zu der Johann Feldmeier seine Kollegen Ludwig Fellinger, Max Höcherl und Rupert Kronfeldner begrüßen konnte. Dabei wurden kommunale Probleme angesprochen, wie Flurbereinigung und Wirtschaftswegebau. Wünsche und Anregungen wurden entgegengenommen. Empört zeigten sich die anwesenden Landwirte über die Flurbereinigung als solche, sondern die Art des Vorgehens dabei, da man bisher mit den Betroffenen noch keine Aufklärungsversammlung für nötig gehalten habe. Die Versammelten beauftragten deshalb den BBV-Ortsobmann Ludwig Fellinger, aus aktuellem Grund über den Bauernverband wegen der Flurbereinigung in der ehemaligen Gemeinde Hunderdorf eine Aufklärungsversammlung in Hunderdorf abzuhalten, um die Betroffenen nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen. GR Fellinger; erklärte sich bereit, darüber mit den Obmännern des BBV und der Geschäftsstelle des BBV zu sprechen und einen Termin mit dem Flurbereinigungsamt zu vereinbaren. Angeregt wurde aus dem Kreise der Teilnehmer, dazu auch Interessenten aus Gaishausen und Steinburg als Zuhörer einzuladen.
Zur Sprache kam ferner das Projekt Wirtschaftswegebau Gaishausen — Au vorm Wald. Auch hier wurde gefordert, die Anlieger rechtzeitig zu informieren und die Betroffenen anzuhören. Die anwesenden Gemeinderäte unterstrichen das Recht der Bürger auf rechtzeitige Information und versprachen, das Ihre dazu beizutragen. Gutgeheißen wurde der Vorschlag, in Zukunft bei einer Projektierung zuerst eine Aussprache, zu der alle Anlieger geladen werden sollten, durchzuführen, daß nicht Unmut und Ärger in der Bevölkerung aufkommt. Johann Feldmeier bedankte sich zum Schluß für die vielen Wortmeldungen und die rege Teilnahme.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.07.1979


Wer baut wo und was im Landkreis?
Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf:
Gemeinde Hunderdorf:
Johann Altschäffl, Hs.Nr. 10, 8441 Steinburg, Erneuerung der Dachkonstruktion; Maria Schindlmeier, Starzenberg 4, 8441 Hunderdorf, Garage; Otto Bethke, Boschstr. 14. 8440 Straubing, Renovierung eines Bauernhauses; Josef Helmbrecht, Kirchgasse 10, 8441 Hunderdorf, Überdachung der Garage; Karl Härtenberger, 8441 Hunderdorf, Produktions- und Lagerhalle mit Büro- und Sozialräumen; Franziska Bergbauer, Lindenbrunn 1, 8441 Hunderdorf, Austragshaus mit Einliegerwohnung. …
Gemeinde Windberg: Hermann Rother, Herrnbirket 62 ‚/2, 8441 Hunderdorf, Garage; Rosina Maier, Franz-Praller-Str. 6, 8000 München, Anbau eines Raumes; Erich Negele, Theresienplatz 31, 8440 Straubing, Überdachung des Schwimmbades und Anbau an das Wohnhaus; Otto Loichinger, Böhmhöfl, 8441 Windberg, Garage.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.07.1979


Fahrt des Altenclubs verschoben
Hunderdorf.
Die für Montag, 23. Juli, angekündigte Fahrt des Altenclubs zum Osserblick mußte aus technischen Gründen auf Montag, 30. Juli verschoben werden. Die Abfahrtszeit wurde auf 13.30 Uhr festgesetzt. Bei der Heimfahrt durch den Bayerischen Wald wird in Kötzting noch Gelegenheit zu einer Kaffeepause gegeben sein. Der Fahrpreis von 7 Mark soll bei Anmeldung bis spätestens Sonntag, 22, Juli, der Martha Hofmann eingezahlt werden. Quelle: Bogener Zeitung, 18.07.1979


Damen des EC Bernried siegten
Windberg.
Beim Damenturnier im Sommerstockschießen auf der Asphaltbahn n Windberg konnte die Moarschaft aus Bernried den 1. Platz erringen. Die weiteren Plätze: EC Straubing, EC Dingolfing, Fortuna Straubing, EC Wolfstein, EC Ittling, Post Straubing, TSV Bogen, EC Haunersdorf, Eintracht Straubing. Abteilungsleiter Hornberger vom SV Windberg nahm im Gasthaus Amann in Windberg die Preisverteilung vor. Er dankte allen anwesenden Moarschaften, besonders Schiedsrichter Proksch für die Mitwirkung.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.07.1979


3. Ortsmeisterschaft auf Asphalt
Windberg. Der Sportverein Windberg veranstaltet am Sonntag, 22. Juli, seine 3. Ortsmeisterschaft im Stockschießen. Teilnahmeberechtigt sind alle Moarschaften aus ortsansässigen Vereinen, Betrieben, Geschäften und sonstige Gruppenvereinigungen. Die Meisterschaft wird nach den IWKB in fünf Durchgängen ausgetragen. Start der ersten Gruppe ist um 7 Uhr, die zweite Gruppe beginnt sofort nach dem ersten Durchgang gegen 10 Uhr. Die Siegerehrung findet im Anschluß an das Turnier im Gasthaus Hüttinger statt. Anmeldungen nimmt ‚Walter Hornberger sen. entgegen.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.07.1979


Bürgermeister Kleikamp bester Dirigent
„Tag der guten Nachbarschaft“ im Bogener Festzelt — Auch die Straubinger Prominenz war vertreten

Bogen.
„Als Tag der guten Nachbarschaft“ war der Dienstag im Festzelt deklariert. Bürgermeister Sepp Deschl freute sich über die Resonanz seiner Einladung zu diesem Zusammensein. Neben Oberbürgermeister Scherl und seinem Stellvertreter Georg Bräuherr, waren auch viele Stadträte der Nachbarstadt Straubing zur Patenstadt Bogen gekommen. Mit von der Partie waren aber

Sieger im „Dirigentenwettstreit“ wurde BM Kleikamp (Windberg), erster von rechts, zusammen mit den weiteren Dirigenten

auch Landrat Ingo Weiß, sein Stellvertreter Franz Buchner und Alfons Schäffer, zahlreiche Kreisräte, die weiteren Bogener Bügermeister Hans Heitzer und Herbert Fredl, eine Reihe von Bürgermeistern und Gemeinderäten aus dem gesamten Landkreisgebiet und die Mitglieder des Stadtrates von Bogen. Vorangegangen war dem gemütlichen Beisammensein eine kommunalpolitische Tagung im Hotel zur Post in Bogen. Daß sich die Kommunalpolitiker auch gerne im sportlichen Wettkampf gegenüberstehen bewiesen sie um 17.30 Uhr des gleichen Tages beim Fußballspiel im Bogener Stadion. Wenn auch das Spiel der „Rautenwappler“ gegen den „Stadtrat Straubing“ mit 5:2 für die Gäste endete, tat das der allgemeinen Freude keinerlei Abbruch.
Bürgermeister Sepp Deschl brachte dies dann auch in seiner humorvollen Begrüßungsansprache zum Ausdruck und freute sich über das gutnachbarschaftliche Verhältnis zwischen Straubing und Bogen. Beim anschließenden „Dirigenten-Wettstreit“ kämpften mehrere Politiker um die begehrten Punkte. Die meisten Punkte bekam der Dirigent, dessen elektromagnetischer Schallpegel am höchsten anstieg. Am meisten Glück hatte der, dessen „Anhänger“ in unmittelbarer Nähe eines an den Decken aufgehängten Mikrofons saßen.
Und so verteilten sich die Punkte: Bürgermeister Max Löw, Schwarzach (92), Bürgermeister Berleb, Leiblfing (102), Landrat Ingo Weiß (106), stellvertretender Landrat Franz Buchner (65), Bürgermeister Sepp Deschl (105) und Bürgermeister Kleikamp, Windberg (111).
Im Rahmen der Siegerehrung wurden alle Dirigenten noch einmal aufs Podium gebeten und nahmen aus der Hand des Volksfestreferenten Oberinspektor Franz Stern ein Bierkrügerl entgegen. Viel Beifall gab es auch für die Festkapelle der ersten fünf Tage, „Jäger der Grafen von Bogen“, die am Dienstag ihr „Abschiedskonzert“ im Rahmen des Bogener Volks- und Heimatfestes geben. Seit Mittwoch spielen die „Original-Salzkammergut-Musikanten“ unter der Leitung von Helmut Haderer, die ersten Stunde an Stimmung machten und die Gäste in ihren Bann zogen.
Der heutige Donnerstag steht nachmittag ab 15 Uhr im Zeichen der älteren Mitbürger, die von der Stadt zu einer Maß Bier und einem halben Hendl ins Festzelt eingeladen wurden. „Heute ganz zivil“ heißt das Thema des Abends, der als „Stimmungsabend der Soldaten mit der Bevölkerung“ gedacht ist. Ein offizielles Stelldichein geben sich auch die Reservisten und Soldatenkameradschaften aus der näheren und weiteren Umgebung. Der morgige Freitag ist als „Tag der Betriebe, Behörden und Vereine“ deklariert.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.07.1979


Hunderdorf. SV-Skiclub: Sonntag, 22. 7., 13 Uhr, Treffen zur gemeinsamen Wanderung bei der Skihütte in Ahornwies.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.07.1979


Windberg. KLJB: Heute, Freitag, in der Jugendbildungsstätte Windberg traditioneller Windberger Abend; Beginn 20 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.07.1979


Am Montag wieder Thesenmarkt
Windberg.
Die „Drogenszene“ weitet sich auch auf mittlere und kleinere Städte aus. Straubing, Bogen, Deggendorf — das sind längst keine heroinfreie Inseln mehr. Immer mehr Jugendliche kommen in Kontakt mit der oft genug lebensbedrohenden Droge. Aus diesem Grund sollte jeder, der irgendwo mit Jugendlichen zu tun hat, Bescheid wissen. Die Jugendbildungsstätte Windberg veranstaltet deshalb am kommenden Montag, 23. Juli, 19.30 Uhr, einen „Thesenmarkt“ zum Thema „Drogen — warum? Ursachen und Folgen des Drogenmißbrauchs“. Als fachkundiger „Thesenverkäufer“ konnte der Sozialarbeiter Hans Jachthuber gewonnen werden. Er leitet in Straubing die psychosoziale Beratungsstelle für Suchtkranke, die von der Caritas eingerichtet wurde. Zu diesem Thesenmarkt sind alle Interessierten eingeladen. Vor allem wendet sich die Veranstaltung an Jugendleiter, Jugendpfleger, Lehrer, Geistliche und Ausbilder.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.07.1979


Hunderdorf. Bayerwaldverein: Samstag, 21. 7., Treffen der Jugend um 14 Uhr bei Sandbiller, 19 30 Uhr Mitgliederversammlung.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.07.1979


Hunderdorf. KuSK: Sonntag, 22. 7., Treffen bei Baier/Edbauer. Abfahrt nach Parkstetten zur Fahnenweihe.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.07.1979


Windberg. Trachtenverein: Samstag, 21. Juli, 16 Uhr, Tanzprobe für die Kindergruppe im Gasthaus Amann. Der Vereinsabend entfällt.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.07.1979


Gruppeneinteilung zur Ortsmeisterschaft
Windberg.
In der ersten Gruppe um 7 Uhr starten folgende Moarschaften: 1. Feuerwehr Windberg I, 2. Trachtenverein Windberg, 3. Fa. Staudinger mit Damenmoarschaft, 4. Baugeschäft Feldmeier, 5. MSC Meidendorf, 6. Stammtisch Dorfner, 7. Sparkasse Hunderdorf, 8. Gasthaus Hüttinger. In der zweiten Gruppe, die gegen 10 Uhr zum Start geht, sind folgende Moarschaften eingeteilt: 1. Feuerwehr Windberg II, 2. SV Windberg Abt. Wandern, 3. Gruppe Helmut Feldmeier, 4. Schützenverein Meidendorf, 5. Schützenverein Windberg I, 6. Gasthaus Dorfner. 7. Gasthaus Mühlbauer, 8. Schützenverein Windberg II.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Zuschuß für Erholungsanlage
Hunderdorf.
Staatsminister Alfred Dick hat im Rahmen des Programms „Freizeit und Erholung“ der Gemeinde Hunderdorf für den Bau einer Freizeit- und Erholungsanlage, BA III einen Zuschuß in Höhe von 104 350 DM für das Jahr 1979 bewilligt. Dieser Zuschuß wird als Anteilsfinanzierung zu den zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von 208 700 DM gewährt. Zugleich wird ein niedrigverzinsliches Darlehen der Bayerischen Landesbank — Girozentrale in Höhe von 62 600 DM eingeplant.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Großlintach. Schützenverein: Sonntag, 22. Juli, Uhr, Treffen in Schützenkleidung im Gasthaus Schlecht zur gemeinsamen Abfahrt nach Feldkirchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Hunderdorf. Schützen: Heute, Samstag, 10 Uhr, letztes Pflichtschießen vor der Sommerpause.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Hunderdorf. SV-Eisschützen: Heute, Freitag, ab 16 Uhr. Training auf der Asphaltbahn.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Hunderdorf. SV-Skiclub: Sonntag. 22. Juli, 13 Uhr. Treffen bei der Skihütte zur Wanderung.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Windberg. KuSK: Sonntag, 22.1., 8 Uhr, Beteiligung an der Fahnenweihe in Parkstetten. Abfahrt am Dorfplatz.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Hunderdorf. Sportverein: Heute, Mittwoch, 19.30 Uhr, Vorstandssitzung in der Skihütte Ahornwies.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.07.1979


Der Leser hat das Wort:
„Und die Jugend ist doch aktiv!“

Wir hören immer wieder von allen Seiten, daß die Jugend unbeweglich, phantasielos und konsumorientiert ist. Wie recht diese Kritiker doch manchmal haben! Der Windberger Abend (Thema „Sommernachtsfest“) am letzten Freitag bewies uns allen aber genau das Gegenteil: Da gibt es Verantwortliche, die auf die Idee kommen, ein Sommernachtsfest von den Jugendlichen selber gestalten zu lassen; ohne Musik-Kapelle! Da gibt es Jugendliche, die sich daraufhin spontan melden und ihre selbstgetexteten und selbstkomponierten Lieder oder vergnügte Spiele oder lustige Einakter auf der „Bühne“ zum besten geben. Es gibt da auch solche, die zum Schluß alle Anwesenden einladen und auffordern, mit ihnen den „Hava Nagila“ oder den „Sirtaki“ zu tanzen. Und kaum jemand bleibt sitzen! Da soll doch noch jemand kommen, der „die Jugend“ ganz pauschal kritisiert!
Zum Schluß möchte ich allen danken, Verantwortlichen wie auch Mitwirkenden, die diesen Windberger Abend zu einem Erlebnis werden ließen.
Ein Jugendlicher
Franz-Xaver Geiger
Dorfstraße 10
8351 Pfelling
Quelle: Bogener Zeitung, 25.07.1979


Schützenverein ist Ortsmeister
Windberg.
Nicht nur mit einem Gewehr, sondern auch mit dem Eisstock auf der Sommerstockbahn umgehen können die Schützenvereinsmitglieder vom Schützenverein Windberg. Bei der Ortsmeisterschaft belegten sie den 1. Platz. Als Schützen beteiligten sich Johann Schneider, Leo Zitzelsberger, Rainer Holzknecht und Alfons Niedermeier. Vizemeister wurde die Feuerwehr Windberg I mit Helmut Auerbacher, Adolf Auerbacher, Kurt Hornberger und Willi Schießl. Auf den weiteren Plätzen folgten aus der Gruppe I: Sparkasse Hunderdorf, MSC Meidendorf, Stammtisch Dorfner, Baufirma Feldmeier Meidendorf, Trachtenverein Windberg, Fa. Staudinger (Damenmoarschaft), Gasthaus Hüttinger. Aus der Gruppe II die Moarschaften: FFW Windberg II, Richterschänke Windberg, Fa. Helmut Feldmeier Meidendorf, Schütz Windberg II, Schützenverein Meidendorf, Gasthaus Mühlbauer Windberg, SV Windberg Abt. Wandern.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.07.1979


Hunderdorf. KLJB: Heute, Donnerstag, 19 Uhr, vorgezogene Gruppenstunde im Jugendheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.07.1979


Michaelsbuch Sieger beim Turnier
Hunderdorf.
Zehn Jugendmannschaften kämpften auf der Asphaltbahn um Sieg und Pokale. Die Jugendlichen zeigten erstaunliches Können. Dies brachte auch Abteilungsleiter Otto Sachs bei der Siegerehrung zum Ausdruck, wo er den Moarschaften für den Einsatz und die Fairness dankte. Er ließ aber auch durchblicken, daß es schön wäre, wenn noch mehr Vereine an den Aufbau von Jugendmannschaften darangingen. Das Turnier brachte folgende Plazierung: 1. EC Michaelsbuch, 2. EC Hunderdorf I, 3. ETC Hainsbach, 4. EV Mitterfels, 5. EC Atting, 6. EC Hunderdorf II, 7. EC Obermotzing, 8. SV Windberg, 9. ESC Straßkirchen, 10. SV Pilgramsberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Volksfest vom 3. bis 6. August
Hunderdorf.
Nur noch wenige Tage sind es bis zum Beginn des traditionellen Volksfestes in das auch heuer wieder vom Festwirt Weinzierl der Brauerei Aldersbach und der Gemeinde ausgerichtet wird. Ein großes Asphaltturnier soll einen sportlichen Höhepunkt bringen. Ein Höhepunkt der Unterhaltung wird das Auftreten der Original Plattlinger Isarspatzen und der „Oldtimers“ mit der Jodlerin Renate Fritz werden. Ein Vergnügungspark wird alt und jung erfreuen und sicher wird auch das süffige Festbier der Brauerei Aldersbach allen recht schmecken.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Ausstellung in der Hauptschule
Hunderdorf.
Am Sonntag, 29. Juli, veranstaltet die Verbandsschule Hunderdorf zum Abschluß des Schuljahres 1978/79 eine kleine Ausstellung in der Halle des Hauptschulgebäudes. Gezeigt werden Arbeiten der Schüler und Schülerinnen aus dem Werkunterricht, dem technischen Werken, der Kunsterziehung und der Handarbeit. Die Ausstellung ist von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Zum Besuch dieser Ausstellung sind alle Eltern und Freunde der Volksschule Hunderdorf eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Hunderdorf. SV-Fußball: Heute, Freitag, nach dem Training Versammlung im Gasthaus Hüttinger, auch für AH-Spieler und alle anderen Spieler.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Hunderdorf. KuSK: Sonntag, 29. 7., 8 Uhr, Treffen bei Baier-Edbauer zur Abfahrt nach Grafentraubach zur Fahnenweihe.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Hunderdorf. SV-Eisschützen: Heute, Freitag, ab 18 Uhr, Training auf der Asphaltbahn.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Windberg. Trachtenverein: Sonntag. 29. 7., Fahnenweihe mit Gaufest in Miltach. Abfahrt 7 Uhr beim Vereinslokal.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Windberg. Stammtisch: Heute, Freitag. 19.30 Uhr, wichtige Versammlung wegen Fußballspiel im Gasthaus Dorfner.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Tanzlokal Solcher, Steinburg,
Bahnhof

Am Samstag, den 28. 7. 1979,
TANZ
Es spielen „The Bambis“
Nächsten Samstag: Bavaria-Flippers
Whisky-Time, Goasmaß-Time nur 5—
Es freut sich auf Ihren Besuch: Fam. Solcher
Telefon 09961/395
Bedienung  für samstags gesucht.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Tanzlokal Wagner – Au vorm Wald
Am Samstag, den 28. Juli 1979
TANZ
Es spielen für Sie die beliebten
THE BAVARIAN FLIPPERS
Auf Ihren Besuch freuen sich:
Familien Wagner-Freudenstein
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Hunderdorf. SV-LC Tanne: Samstag, 16.30 Uhr, Mittwoch, 18.30 Uhr, ab sofort bis Ferienende Lauftreffs an den bekannten Treffpunkten.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.07.1979


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: Sonntag, 29. Juli, 7 Uhr, Abfahrt zum Gaufest nach Miltach im Schulhof.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.07.1979


Probleme bei Kapellen-Instandsetzung
Windberg.
In der letzten Sitzung hatte sich der Gemeinderat mit der Instandsetzung der Nepomuk-Kapelle zu beschäftigen, hier ergeben sich Probleme hinsichtlich des Fundamentes. Mit Dr. Lippert vom Landesamt für Denkmalpflege wurde eine Aussprache vorgesehen, ob die Instandsetzung vorgenommen werden solle oder ob nicht eine Neuerstellung zweckmäßiger Wäre. Aufgrund eines Schreibens des Landratsamtes Straubing-Bogen beschloß der Gemeinderat, für das Haushaltsjahr 1980 bei der Buchungsstelle und Realsteuerstelle beim Landratsamt zu verbleiben. Die haushaltsrechtliche Abwicklung der Gemeindefinanzen erfolgt deshalb nach wie vor teilweise in Bogen sowie bei der Verwaltungsgemeinschaft. Weiterhin sprach man sich dafür aus, die Ausstellung „Wittelsbach und Bayern“ in Windberg nicht durchzuführen, da diese bereits in der Stadt Bogen abgehalten wird.
Aufgrund des Schreibens der Flurbereinigungsdirektion Landau stellte der Gemeinderat fest, daß gegen die Inangriffnahme der Flurbereinigung keine Bedenken bestehen. Dabei sollten insbesondere die vorliegende Planung der Straße Irensfelden – Netzstuhl, die beabsichtigte Erweiterung des Baugebiet sowie die Errichtung eines Kinderspielplatzes berücksichtigt werden. Ferner beschloß der Gemeinderat, den Auftrag für die Kirchenmalerarbeiten der Kapelle in Hl. Kreuz an die Kirchenmalerfirma Richter, Regensburg, zu vergeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.07.1979


Hunderdorf. Dienstag, 31. Juli, 19.30 Uhr, letztes Hallentraining vor den Ferien für alle Jugendlichen.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.07.1979


Flurbegehung wegen Flurbereinigung
Hunderdorf.
Am Mittwoch, 1. August, findet eine örtliche Flurbegehung statt. Hierbei wird eine Vorerhebung und Bestandsaufnahme durchgeführt bezüglich der notwendigen wasserrechtlichen Maßnahmen. Insbesondere geht es dabei um den Bachlauf (Räumung, Entfernung der Stöcke und evtl. Teilbegradigung) sowie um Entwässerungsgräben und um Dränageleitungen. Bei der Begehung wird unter anderem Referent Tauderer vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf anwesend sein. Von seiten der Gemeinde wurden die hauptbetroffenen Landwirte bereits zum Ortstermin geladen. Auch Landwirte, die nicht von der Gemeinde eingeladen worden sind, können an der Begehung teilnehmen. Folgende Abschnitte wurden gebildet: I. Hofdorf bis Hunderdorf; Treffpunkt: 8.30 Uhr beim Gasthaus Deschl in Hofdorf; II. Hunderdorf bis Oberhunderdorf: Treffpunkt: 13.30 Uhr bei der Bogenbachbrücke, Straße nach Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.07.1979


Anna Eichmeier 85 Jahre alt
Hunderdorf.
In gesundheitlich zufriedenstellendem Zustand konnte die Austragslandwirtin Anna Eichmeier ihren 85. Geburtstag feiern. Als Gratulant stellte sich auch 2. Bürgermeister Egon Weinzierl ein, der die Glückwünsche sowie einen Geschenkkorb im Namen der Gemeinde Hunderdorf überbrachte (Unser Bild). Pfarrgemeinderatsmitglied Dora Bugl gratulierte für die Kath. Pfarrei Hunderdorf und überreichte ebenfalls einen Geschenkkorb. Auch drei Enkel wünschten alles Gute. — Die Jubilarin, eine gebürtige Altmann, wurde am 26. 7. 1894 in Hunderdorf geboren, wobei sie die älteste von sieben Geschwistern war. Am 20. 6. 1917 hatte sie mit Josef Eichmeier, der jahrelang Gemeindediener war, den Bund der Ehe geschlossen. Aus der Ehe stammen drei Söhne, von denen einer gefallen ist und einer vermißt wird. Bei Sohn Fritz und dessen Familie verbringt die „Eichmeier-Oma“ ihren geruhsamen Lebensabend. Im Jahre 1963 ist ihr Ehemann verstorben. Die liebste Beschäftigung der Jubilarin ist das Lesen von Romanen und der Tageszeitung.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.07.1979


Schwester Eusebia zu Gast
Hunderdorf.
Vor kurzem stattete Schwester Eusebia Pointner der Volksschule einen Besuch ab. Sie ging mit Religionslehrer Pater Ephrem in die 9. Klassen und berichtete den Schülern und Schülerinnen von ihrer Arbeit in Südafrika. Schwester Eusebia ist Kreuzschwester einer Schweizer Kongregation und kam mit 18 Jahren in die St. Theresa’s Mission in der Transkei/Südafrika. Seit 45 Jahren arbeitet sie in der Mission. Jetzt leitet sie eine Volksschule für schwarze Buben und Mädchen und eine Realschule für Mädchen. Sr. Eusebia unterrichtet Englisch, Biologie, Physik und Geschichte.
1973 war sie im Kloster Windberg zu Besuch. Die Pfarrgemeinde Windberg hat für Sr. Eusebia eine Patenschaft übernommen und konnte ihr mit Hilfe der Verbandsschule Hunderdorf, welche den Erlös der Weihnachtsbasare beisteuerte sowie anderen Gönnern von 1974 bis 1976 einen beträchtlichen Betrag (15 000 DM) überweisen. Die Schwester bedankte sich dafür bei Rektor Czerwenka. Bei einer Unterhaltung mit den Lehrkräften erfuhren diese interessante Fakten aus dem Leben in einer Missionsschule und einem Internat. Besondere Verhältnisse ergäben sich jetzt bei gewissen Unruhen in Südafrika, berichtete die Schwester. Am 24. August wird die 68jährige wieder in die Transkei zurückfliegen.
Unser Bild: Ein Teil des Lehrerkollegiums mit Sr. Eusebia.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.07.1979


Erstes Pfarrfest glänzender Erfolg
Hunderdorf.
Nach den vielen Regentagen meinte es der Wettergott mit den Angehörigen der Pfarrei Hunderdorf wirklich gut. Bei strahlendem Sonnenschein kam am Sonntag beim Pfarrfest bereits nach dem Frühgottesdienst echte Gartenfestatmosphäre auf. Im Pfarrergarten hatten Pfarrgemeinderäte und freiwillige Helfer anderer kirchlicher Organisationen bereits am frühen Morgen Tische und Bänke aufgestellt. Mitglieder des Frauenbundes verwandelten das Jugendheim in ein Cafe. Es herrschte großer Andrang und die Frauen hatten sehr viel zu tun. Ihre Kuchen und der Kaffee schmeckte allen. Die Blaskapelle Bugl spielte zünftig auf und bald kam Stimmung auf. Hauptanziehungspunkt war vor allem für die Kinder die riesige Tombola des Kindergartens. Bereits mittags waren alle Lose verkauft und die über tausend wertvollen Preise hatten ihren Besitzer gefunden. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, das Mittagessen beim Pfarrfest einzunehmen. Sowohl der gespendete Leberkäse als auch die gegrillten Bratwürstl und der Käse mundeten vorzüglich. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hamberger gab seiner Freude über den so zahlreichen Besuch Ausdruck und dankte allen für ihr Kommen. Sein besonderer Dank galt natürlich allen freiwilligen Helfern. Der großartige Besuch sei ein Beweis dafür, daß von seiten der Pfarrangehörigen ein Zusammenkommen außerhalb der Kirche gewünscht sei. Während am Nachmittag die Erwachsenen in Ruhe bei Bier, Brotzeit und Musik verweilen konnten, gab es für die Kinder eine ganze Reihe von unterhaltsamen Attraktionen. Bekannte Märchenfilme interessierten auch die größeren Kinder und vielerlei Spiele welche die Kindergärtnerinnen im Schulhof mit Kindern aller Altersgruppen abhielten, ließen keine Langeweile aufkommen. Das Fest wurde ausschließlich von Pfarrangehörigen durchgeführt. Pfarrer Reitinger und auch Bürgermeister Härtenberger waren sich einig, daß dieses erste Pfarrfest in Hunderdorf, dessen Reinerlös der Neuanschaffung einer Orgel zufließt, bei der Bevölkerung gut angekommen war. Zum Schluß des Festes dankte Hans Hamberger allen, die auf irgendeine Weise zum Gelingen des Festes beigetragen hatten.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.07.1979


DAS FUSSBALLSPIEL der Lehrer der Volksschule Hunderdorf gegen die Schüler wurde auch heuer wieder ausgetragen. Die Lehrer hatten schon Schwierigkeiten, elf Leute auf die Beine zu bringen. So wurden zwei „Gastspieler” engagiert. Die Schüler hofften, endlich einen Sieg landen zu können. Aber schon kurz nach Spielbeginn machte ihnen ein plazierter Drehschuss aus der Lehrerelf einen Strich durch die Rechnung. Die Pädagogen waren auch weiterhin überlegen und kamen bis zur Pause noch zu zwei Treffern. Dann ließen sie etwas nach, die Schüler prompt zu zwei Gegentoren nutzten. Die Schüler waren nun dem Ausgleich sehr nahe. Kurz vor Spielende aber waren die Lehrer noch einmal erfolgreich und entschieden somit das sehr faire Spiel mit 4:2 Toren für sich.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.07.1979


Hunderdorf. SV-Fußball: Heute, Dienstag, und Donnerstag, jeweils 18 Uhr, Training.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.07.1979


Praxis Dr. med.
Jürgen Lichte

8441 Hunderdorf
Telefon 09422/1616
ab 3. 8. 79 – 19. 8. 79
geschlossen.
Vertretung:
Kollegen nach Wahl.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.07.1979


Ortsmeisterschaft des EC
Hunderdorf.
Am kommenden Samstag, 4. 7., hält die Eisstockabteilung des SV Hunderdorf die diesjährige Ortsmeisterschaft auf der Asphaltbahn ab. Der Wettbewerb beginnt um 13 Uhr. Einschreibemöglichkeit in die Startliste ab 12.30 Uhr. Startberechtigt sind Mannschaften, in denen sich mindestens zwei Schützen aus der Gemeinde Hunderdorf befinden. Alle Vereine, Betriebe und Firmen sind zur Teilnahme eingeladen. Die Siegerehrung findet am Abend im Bierzelt statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.08.1979


Im Noltewerk „explodierte“ ein Heizkessel
Eindrucksvolle Katastrophenschutzübung des K-Zuges Bogen – Auch die Werksfeuerwehr war in pausenlosen im Einsatz
Bogen/Hunderdorf. „Der Rotkreuz-Kreisverband Straubing-Bogen erhielt über die Rettungsleitstelle Straubing von der Betriebsleitung der Nolte-Werke Hunderdorf die Mitteilung, daß infolge Überheizung ein Feuerungskessel explodiert ist. Mit 25 bis 30 Verletzten ist zu rechnen. Das betriebseigene Personal ist bereits im Einsatz, reicht aber bei weitem nicht aus, um allen helfen zu können. Der Einsatz des Katastrophen-Sanitätszuges Bogen ist dringend erforderlich“. So lautete der Einsatzbefehl für die Verantwortlichen des K-Zuges Bogen für eine großangelegte Katastrophenschutzübung. Die Einsatzkräfte wurden alarmiert und in Richtung Hunderdorf in Marsch gesetzt.
Schwarze Rauchwolken lagen über dem Heizhaus der Nolte-Werke in Hunderdorf, als sich die Werksfeuerwehr anschickte, den durch eine Kesselexplosion entstandenen „Brand“ mit Schaumlöschgeräten zu bekämpfen. Der Außenbereich wurde mit Wasser ohne Schwierigkeiten beherrscht. Etwa 25 „Verletzte“ lagen im Gelände und „schrien um Hilfe“.
In der Zwischenzeit war auch der aus mehreren Fahrzeugen bestehende „Katastrophen-Zug“ des Rotkreuz-Kreisverbandes

Zugführer Ernst Böhm bei der Einweisung der Führungskräfte. Im Bild auch ORR Degmair, BRK-Chefarzt Sauckel, Zugarzt Dr. Klappenberger und Rettungssanitäter Gruber.

Straubing-Bogen, stationiert in Bogen, in Hunderdorf angekommen. Die Einsatzleitung lag in den Händen von Zugführer Ernst Böhm, der sich zunächst ein Bild über die Situation verschaffte und dann seine Leute entsprechend einsetzte. Da galt es, die „Schwerstverletzten“ sogleich an Ort und Stelle erstehilfemäßig zu versorgen. Alle anderen wurden durch die Trägertrupps in eine nahe gelegene Werkshalle gebracht, die zu einem „Verbandsplatz“ umfunktioniert wurde. Hier waren BRK-Chefarzt Sauckel und BRK-Zugarzt Dr. Klappenberger verantwortlich. Unter deren Leitung wurden die „Wunden“ versorgt, Infusionen vorbereitet, richtige Lagerungen gemacht und die Registrierung vorgenommen.
Aufmerksame Beobachter waren Oberregierungsrat Degmair, der Katastrophensachbearbeiter im Landratsamt, Wolf, BRK-Bereichsvorsitzender Rupert Niedermeier, Rettungssanitäter Ludwig Gruber, stellvertretender Betriebsleiter Kramer und Sicherheitsingenieur Pitsch. Im Zuge der Verletztenbergung aus dem Kesselhaus waren auch schwere Atemschutzträger sowohl der Werksfeuerwehr als auch des K-Zuges eingesetzt. 1. Kommandant Jakob Petzendorfer leitete diesen Einsatz mit Umsicht und Tatkraft.
Auch die Krankenhäuser Bogen und Straubing wurden in das Übungsgeschehen mit einbezogen. Im Großraum-Krankenwagen und auch kleineren Rettungsfahrzeugen transportierten die Sanitäter die „Verletzten“ in die Häuser, um festzustellen, welcher Zeit- bzw. Fahrzeugaufwand notwendig ist, um bei einer wirklichen. Katastrophe allen Situationen auch hinsichtlich des Abtransportes gewachsen zu sein.
Die „Manöverkritik“ fand im Camp des Sanitätszuges im idyllisch gelegenen Ortsteil Ried statt. K-Zugführer Ernst Böhm sagte, Ziel der Übung sei es gewesen, die Einsatzbereitschaft des K-Zuges festzustellen, die Zeit des Anmarsches zum Katastrophenort zu ermitteln, die Zusammenarbeit der Gruppen zu testen, die Lage zu erkennen und die Verletzten zu versorgen, zu registrieren und in die umliegenden Krankenhäuser zu bringen. Böhm gab seiner Freude Ausdruck, daß insgesamt gute Leistungen erbracht worden seien, verhehlte aber auch nicht, daß allerhand Mängel zutagetraten, die es in Zukunft nicht mehr geben dürfe. Sein Dank galt allen, die in irgendeiner Form zum guten Gelingen dieser Katastrophenübung im Raum Hunderdorf beigetragen haben, vor allem der Betriebsleitung, den betriebseigenen Ersthelfern im Bereich des Sanitätsdienstes und der Feuerwehr, nicht zuletzt aber auch der Landespolizeiinspektion Bogen für die Verkehrsregelung, vertreten durch Inspektor Bielmeier und Hauptmeister Hammer. Im Ernstfall, so der Zugführer weiterhin, hätte es den personellen Engpaß im „Hauptverbandsplatz“ nicht gegeben, weil nicht nur der Sanitätszug eingesetzt gewesen wäre, sondern auch weitere Helfer und Helferinnen der benachbarten Rotkreuzgruppen.
Als echtes Manko bezeichnete Böhm die Funkverständigung, die im wahrsten Sinne des Wortes auf dem vorgegebenen Kanal zusammengebrochen sei, so daß man auf einen anderen Kanal umschalten mußte.
Dann äußerten sich BRK-Arzt Sauckel und Dr. Klappenberger zu den Übungsabläufen und bemängelten, daß die Anfahrtszeit zu lange gedauert hätte und daß zu wenig Übersicht bei der Bergung der „Verletzten“ bestand. Auch seien es zuwenig Helfer im

Für die Versorgung der „Verletzten“ im Verbandplatz war Zugarzt Dr. Klappenberger (Mitte) zuständig und verantwortlich.

„Hauptverbandsplatz“ gewesen, so daß die Versorgung zu lange dauerte. Die Gruppenführer müßten mehr, als geschehen, in Aktion treten, meinten die Ärzte, die sich aber insgesamt freuten, daß so konzentrierte Hilfe im Katastrophenfall geleistet werden könne. Oberregierungsrat Degmair überbrachte die Grüße der Landkreisverwaltung und des anderweitig verpflichteten Landrats Ingo Weiß. Aufgabe der Landkreisverwaltung sei es, so ORR Degmair, die Ausbildung und den Einsatz der Katastropheneinheiten zu überwachen, um im Ernstfall vor unliebsamen Überraschungen geschützt zu sein. Von kleineren Mängeln abgesehen, sei das Übungsziel voll und ganz erreicht worden. In ähnlichen Worten sprach auch Katastrophenschutzbeauftragter Wolf, der sich insbesondere um eine Verbesserung des Funksprechverkehrs einsetzen will. Für den Rotkreuz-Kreisverband Straubing-Bogen sprach anschließend Bereichsvorsitzender und Vorstandsmitglied Rupert Niedermeier, der auch die Grüße und den Dank des Kreisvorsitzenden und Landrats a. D Xaver Hafner übermittelte Als langjähriger Katastrophenschutzbeauftragter des vormaligen BRK-Kreisverbandes Bogen wisse er, so Niedermeier, um die Schwierigkeiten derartiger Einsatzübungen. Sie seien aber dringend notwendig, um den Ausbildungs- und Einsatzstand der jeweiligen Gruppen auch in ernstfälliger Situation aufzuzeigen. Lobend erwähnte der Sprecher auch die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren und Rotes Kreuz, wie sich diese auch bei dieser Übung wieder bewiesen habe. Des Bereichsvorsitzenden Dank galt nicht zuletzt aber auch „Schminkmeister“ Willi Hermann sowie allen Jugendrotkreuzmitgliedern, die sich als Unfallopfer in den Dienst der Sache gestellt hatten.
Polizeiinspektor Bielmeier nahm anschließend noch zu Fragen der Verkehrsregelung Stellung und Feuerwehrkommandant Jakob Petzendorfer bilanzierte den Aufgabenbereich seiner Werkfeuerwehr. Sinnvoll, so Petzendorfer, wäre es, wenn künftige derartige Einsatzübungen völlig geheim gehalten werden könnten, um zu einer echten Wertung der Einsatzbereitschaft zu kommen.
Den Rednerreigen beendeten stellvertretender Werksleiter Kramer und Nolte-Sicherheitsingenieur Pitsch. Nach getaner Arbeit wie eine kräftige Brotzeit, die „Küchenchef“ Hans Gressler in Form von Knackwürsten mit Kraut und knusprigen Schweinshaxen präsentierte, fällig.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.08.1979


Kleine „Künstler“ stellten aus
Hunderdorf.
Die Verbandsschule Hunderdorf zeigte eine Ausstellung in der Halle des Hauptgebäudes. Zahlreiche Besucher konnten die recht gelungenen Arbeiten der Schüler und Schülerinnen aus dem Werkunterricht, dem Technischen Werken, der Kunsterziehung und der Handarbeit bewundern. Die Erzeugnisse der Kinder vermittelten den Besuchern einen Einblick über die verschiedensten Techniken, welche im Unterricht unter Anleitung der Lehrkräfte erlernt werden können. Die Schulleitung dankte allen Besuchern, vor allem auch für die Geldspenden, die notleidenden Kindern der Dritten Welt zukommen werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.08.1979


Termine der KuSK
Hunderdorf.
Die Krieger- und Soldatenkameradschaft beteiligt sich am kommenden Wochenende als Patenverein an der Fahnenweihe der Krieger- und Soldatenkameradschaft Degernbach. Abfahrt ist am Freitag, 3. 8., um 17.30 Uhr, bei Baier/Edbauer mit Autos. Am Samstag. 4. 8., ist ebenfalls um 17 30 Uhr Abfahrt bei Baier/Edbauer mit Autos nach Waltersdorf/Degernbach. Dort wird die Kameradschaft durch den Festverein empfangen, anschließend ist Abmarsch ins Bierzelt – Am Sonntag, 5. 8., ist um 6.30 Uhr Busabfahrt bei Ludwig Berger. Die Fahrt geht über Steinburg – Ehrn – Gaishausen — Hunderdorf (Baier/Edbauer), Sandbiller, Apoig nach Waltersdorf/Degernbach.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.08.1979


Keinen einzigen Schultag versäumt
Hunderdorf.
Der Dienstag war für bayerische Schüler und Schülerinnen der letzte Schultag im Schuljahr 1978/79. Für den Schüler Josef Häuslmeier der Volksschule Hunderdorf war es der letzte Tag in der Volksschule. Soweit keine Besonderheit. Es kann aber doch als Seltenheit angesehen werden, daß Josef Häuslmeier während seiner neun Jahre Schulzeit nicht ein einziges Mal fehlte. Das Glück einer kernigen Gesundheit und auch der Eifer waren natürlich Voraussetzung, solch ein ,,Jubiläum“ feiern zu können. Klassenleiter Ludwig Häusler überreichte dem tapferen Schulbesucher ein Buch als Erinnerung an eine versäumnis-freie Schulzeit in der Volksschule.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.08.1979


Morgen beginnt das Hunderdorfer Volksfest
Eröffnung mit Standkonzert — Anstich durch Bürgermeister Härtenberger – Großes Asphaltturnier um Dorfmeisterschaft
Hunderdorf.
Seit rund zwei Jahrzehnten richtet nun bereits die Familie Weinzierl in Hunderdorf das Volksfest aus. Mittlerweile ist diese Veranstaltung zu einem Begriff für die Bewohner aus der näheren und weiteren Umgebung geworden. Wenn es auch nicht mit den ganz großen Festen, wie etwa dem Gäubodenfest konkurrieren kann, so zählt es im Alt-Landkreis Bogen doch zu den ältesten Veranstaltungen dieser Art. Das erste allgemeine Volksfest wurde in Hunderdorf 1954 von dem Cafetier Josef Weinzierl ausgerichtet. In den drei Jahren darauf waren es dann die anderen Wirte Hunderdorfs, die reihum das Fest veranstalteten, bis von 1958 ab die Familie Weinzierl das Fest vorbereitete und durchführte. In dieser Zeit änderten sich zwar die Schauplätze, aber das Fest wurde in seinem Ablauf kaum verändert. Aus dem Wirtsgarten des Cafes Weinzierl siedelte man über auf den freien Platz zwischen Hornberger (Blasini) und Bahnhof und dort fand man genügend Platz, um neben dem großen Bierzelt der Brauerei Aldersbach auch den Vergnügungspark für jung und alt aufzustellen. So finden Erwachsene und Kinder den Zeitvertreib, der zu einem altbaierischen Volksfest gehört: Schiffschaukel, Kinderkarussell, Wurf- und Schießbuden, Glückshafen und Losstand des BRK. Daß auch die Gaumenfreuden bei diesem Fest nicht zu kurz kommen, dafür sorgen das süffige Festbier der Brauerei Aldersbach, die knusprigen Hendl vom Grill, die Rostbratwürstl und andere Spezialitäten. Aber auch ein Ohrenschmaus wird den Festbesuchern geboten. Am Freitag und Samstag spielen die Original Plattlinger Isarspatzen und zum Festausklang am Montag wurde die Schaukapelle „The Oldtimers“ mit der Jodlerin Renate Fritz verpflichtet. Gerade das Auftreten dieser Kapelle dürfte zu einem Höhepunkt des Festes werden.
Mit einem Standkonzert im Schulhof beginnst das Volksfest am morgigen Freitag um 18 Uhr, anschließend ziehen die Festkapelle, der Festwirt mit den Kellnerinnen, der Bürgermeister mit dem Gemeinderat und die örtlichen Vereine zum Bierzelt, wo Bürgermeister Härtenberger den ersten Banzen anstechen wird.
Am Samstag führen die örtlichen Vereine auf der neuen Asphaltbahn im Sportzentrum Hunderdorf eine Dorfmeisterschaft durch und am Abend erfolgt die Siegerehrung im Bierzelt. Am Sonntag gibt es dann den großen Wiesenrummel und schließlich darf man mit Spannung den Festausklang am Montag mit den „The Oldtimers“ erwarten.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.08.1979


Auf zum traditionellen
Volksfest in Hunderdorf bei Bogen
vom Freitag, den 3. August, bis Montag, den 6. August 1979
Festprogramm:

Freitag, 3. 8. ab 18 Uhr Standkonzert auf dem Schulplatz, anschließend Aus-
marsch zum Festzelt mit den örtlichen Vereinen, Bieranstich durch Bgm.
Härtenberger – Tag der Vereine und Behörden
Samstag, 4. 8. ab 17 Uhr Bierzeltbetrieb, ab 20 Uhr Pokalverleihung des
Eisstockclubs im Bierzelt
Sonntag, 5. 8. ab 13 Uhr Bierzeltbetrieb und großer Wiesenrummel
Montag, 6. 8. ab 17 Uhr Bierzeltbetrieb mit der Blas- und Schaukapelle „The
Oldtimers“ und der Jodlerin Renate Fritz
Es spielt am Freitag, Samstag und Sonntag die von Fernsehen und Rundfunk bekannte Blaskapelle „Orig. Plattlinger Isarspatzen“.
Es laden ein:
Brauerei Aldersbach
Festwirt Fam. Weinzierl
Gemeinde Hunderdorf

Für genügend Parkplatz ist gesorgt.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.08.1979


Hunderdorf. SV-Eisschützen: Heute, Donnerstag, 20 Uhr, Eisschützenversammlung bei Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.08.1979


Hunderdorf. FFW: Freitag, 3. 8., 18 Uhr, Treffen beim Schulplatz zur Beteiligung am Einzug ins Festzelt.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.08.1979


Hunderdorf. SV-Fußball: Heute, Donnerstag, nach dem Training Spielerversammlung bei Sandbiller. Freitag, 3. 8., 18 Uhr, Treffen am Schulhof.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.08.1979


Hunderdorf. BRK: Freitag, 3. 8., Treffen in Uniform am Schulhof zum Einmarsch ins Bierzelt.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.08.1979


Lintach. Stammtisch: Freitag, 17. 8., 18 Uhr, Fahrt mit dem Bus zum Gäubodenvolksfest. Anmeldungen bei Schlecht (für Nichtmitglieder besteht Fahrgelegenheit).
Quelle: Bogener Zeitung, 03.08.1979


Hunderdorf. Schützenkameradschaft: Heute. Freitag, Einzug ins Festzelt. Treffpunkt 17.30 Uhr bei der Schule.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.08.1979


Hunderdorf. Klassentreffen der Jahrgänge 1929/30: Samstag, 4. 8., Treffen im Bierzelt; Sonntag, 9.30 Uhr Gottesdienst, anschl. gemeinsames Mittagessen bei Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.08.1979


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: Heute, Freitag, Einmarsch ins Festzelt, Treffpunkt 17.30 Uhr bei der Schule (auch Kinder- und Jugendgruppe).
Quelle: Bogener Zeitung, 03.08.1979


Hunderdorf. VdK: Sonntag, 5. 8., Halbtagesausflug in die Oberpfalz. Abfahrt 12 Uhr von Windberg und Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.08.1979


Hunderdorf. KLJB: Heute, Freitag, 17.45 Uhr, Treffen im Schulhof zum Bierzelteinzug.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.08.1979


Hunderdorf. Kegelclub: Heute, Freitag, 17.45 Uhr, Aufstellung beim Schulhof (in Keglerkleidung).
Quelle: Bogener Zeitung, 03.08.1979


Windberg. Kriegerkameradschaft: Samstag, 4. 8., Beteiligung am Zapfenstreich in Waltersdorf (mit Familienangehörigen). Abfahrt 19 Uhr in Windberg, Irensfelden 19.15 Uhr; Sonntag, 5. 8., Abfahrt Windberg 7.45 Uhr, Irensfelden 8 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.08.1979


Günther Kaunzinger konzertiert
International anerkannter Orgelvirtuose
Windberg.
Im Rahmen der Konzertreihe hat der Orgelkreis Windberg den Orgelvirtuosen Günther Kaunzinger aus Würzburg für das 4. Konzert am Sonntag, dem 5. August 1979, verpflichtet. Beginn ist um 16 Uhr Aus einer traditionsreichen böhmischen Musikerfamilie stammend und im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg aufgewachsen, erhielt Günther Kaunzinger bereits mit sechs Jahren Klavier-, kurze Zeit später Orgel- und Kompositions-unterricht; mit 12 Jahren erstes öffentliches Auftreten als Pianist.
Nach dem Musikstudium von 1956 — 1967 (Klavier, Orgel, Kapellmeister und Komposition), das er mit höchsten Auszeichnungen und Konzertdiplomen abschloß, folgte ein siebenjähriges Orgelstudium in Paris mit Marie-Claire Alain, Maurice Durufle und Jean Guillou:
1974 wurde er als Professor für Orgel und -improvisation an die Staatliche Hochschule für Musik/Würzburg berufen, zwei Jahre später als ,,Artist-in-Residence“ an den „National Schrine“ und an die „Cathoic University of America“, beide in Washington, D. C. Nach Deutschland zurückgekehrt, gründete er die „Würzburger Meisterkurse für Orgelinterpretation“.
Als Gewinner von sechs internationalen Orgelinterpretations- und -improvisations-Wettbewerben wurde Günther Kaunzinger bereits 1968 als „Spitzenkandidat der deutschen Jungorganisten“ bezeichnet.
Eine rege Konzerttätigkeit führte ihn zu Festivals in die Musikzentren Europas, Amerikas und Mexikos und wird durch zahlreiche Aufnahmen für Funk, Fernsehen und Platte ergänzt. — Am 5. August spielt der Solist in Windberg Werke von J. S. Bach. Gigout, Tournemire und Cesar- Franck und improvisiert über diese Themen. Programme sind am Eingang der Kirche zum Preis von 3,50 Mark erhältlich. Kinder werden während des Konzerts betreut.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.08.1979


Lindfelder Weg gesperrt
Hunderdorf.
Anläßlich des Hunderdorfer Volksfestes ist der Lindfelder Weg vom Bahnhof bis Einmündung Friedensstraße für den gesamten Verkehr gesperrt Die Umleitung erfolgt über den Quellenweg.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.08.1979


Zuschuß für Schulsportanlage
Hunderdorf.
Die Gemeinde Hunderdorf führt derzeit den Neubau einer Schulsportanlage mit Betriebsgebäude durch. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme sind mit 333 779 DM veranschlagt Die Regierung von Niederbayern hat auf Vorschlag des Landratsamtes Straubing-Sogen aus Mitteln des Haushaltsjahres 1979 eine Restbeihilfe in Höhe von 180 000 DM bewilligt.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.08.1979


Hunderdorf. Schützenkameradschaft: Heute, Samstag, 19 Uhr, Treffpunkt beim Schützenheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.08.1979


Hunderdorf. SV-Fußball und Gesamtverein: Sonntag, 5. 8., 8 Uhr Abfahrt bei Sandbiller nach St. Englmar.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.08.1979


Der Leser hat das Wort:
Kritik an Direktor Schindlbeck

Die Initiative des Elternbeirates der Volksschule in Mitterfels ist sehr zu begrüßen. Es bleibt zu hoffen, daß am Ende dieser Bemühungen auch etwas Erfolg zu verzeichnen ist. Es besteht allerdings die Gefahr, daß die begründeten Forderungen der Eltern und Elternvertreter auf dem „Dienstweg“ zunächst einmal verzögert und dann nach Möglichkeit unter den Teppich gekehrt werden. In diesen Bemühungen werden sich wohl auch im Falle Mitterfels die zuständigen Stellen einig sein. Jedenfalls geht aus der Schilderung in der Ausgabe des Straubinger Tagblattes vom 2. 8. 79 eine deutliche Parallele zu gewissen Vorgängen an der Volksschule Hunderdorf im Jahr 1978 hervor. Damals mußte ich als Elternbeiratsvorsitzender an dieser Schule nach langen Bemühungen leider zu spät erkennen, daß ich wohl den falschen Weg (nämlich den Dienstweg) gewählt hatte und mir ähnliche Frechheiten seitens des Reg.-Dir. Schindlbeck bieten lassen mußte, wir jetzt Elternbeiratsvorsitzender Schötz in Mitterfels.
In Hunderdorf ging es damals um den Nachmittagsunterricht in der 2. Klasse. Um an diesem Unterricht teilnehmen zu können, wurde erforderlich, daß Fahrschüler bei Wind und Wetter mittags rund 45 Minuten Heimweg und nachmittags weitere 45 Minuten für den Weg zur Schule und zurück in Kauf nehmen mußten. Diese Wegezeiten waren das Ergebnis von Einzelerfassungen. Das alles wurde praktiziert, um angeblich den Kindern an zwei Tagen der Woche eine 6. Schulstunde zu ersparen, da eine solche Regelung „eine zu hohe Belastung für die Kinder mit sich bringt.“
Am 20. 10. 77 verlief ein Telefongespräch mit der Schulleitung in dieser Angelegenheit ergebnislos. Der Forderung der Elternschaft wurde mit einem Schreiben vorn 28. 10. 77 Nachdruck verliehen. Die schriftliche Stellungnahme der Schulleitung vom 7. 11. 77 berief sich auf geltende Vorschriften, nach denen die Nachmittagsstunden der Klasse 2 zulässig waren. An der dann einberufenen Elternbeiratssitzung am 18. 11. 77 konnte der Schulleiter nicht teilnehmen, da er „verhindert“ war. Nach den Weihnachtsferien war einer Abordnung des Elternbeirates ein Gespräch mit dem Schulrat möglich. Ergebnis: keine Änderung möglich. Am 1. 2. 78 wurden dem Schulamt Straubing nochmal die Gründe für die Forderung der Elternschaft schriftlich erläutert. Antwort laut Schreiben vom 6. 2. 78: nicht zuständig, an die Regierung von Niederbayern weitergeleitet. Die telefonische Rückfrage beim Schulamt nach dem Stand der Dinge ergab am 10. 3.78: es liegt noch keine Antwort aus Landshut vor. Am 13. 3. 78 wurde direkt an die Regierung von Niederbayern geschrieben und um eine Entscheidung gebeten oder wenigstens ein Zwischenbescheid gefordert. Eine weitere telefonische Rückfrage beim Schulamt in Straubing brachte keine neuen Erkenntnisse. Alle Gespräche beim Schulamt wurden mit dem Schulrat Görlich geführt. Daraufhin erfolgte mein Anruf bei der Regierung von Niederbayern. Aus den sofort nach dem Gespräch mit Herrn Dir. Schindlbeck erstellten Aufzeichnungen geht der Verlauf dieses Gespräches sinngemäß und teils wörtlich wie folgt hervor:
Die Frage nach einem Zwischenbescheid oder einer Entscheidung in der bewußten Angelegenheit wurde zunächst mit der Erklärung beantwortet, daß sich „das Schreiben wohl unter den unerledigten Vorgängen befindet, die sich infolge Abwesenheit des Sachbearbeiters angesammelt haben“. Jedenfalls wurde die in dieser Angelegenheit verstrichene Zeit als völlig normal, bezeichnet.
Natürlich mußte einem Regierungsdirektor bei einem solchen Anruf nicht der ganze Vorgang geläufig sein. Mein Angebot, zu einem späteren Zeitpunkt nochmal bei ihm anzurufen, um eine Information zu bekommen, wurde in der Form abgelehnt, daß andere Arbeiten vorliegen und man dafür jetzt keine Zeit habe. Damit wurde seitens des Reg.-Dir. Schindlbeck das Gespräch abgebrochen.
Der Elternbeirat sah sich gezwungen, eine Eingabe und eine Beschwerde über das Verhalten des Herrn Schindlbeck beim Kultusministerium in München vorzulegen. Von dieser Absicht wurde nachmittags das Schulamt telefonisch verständigt. Bezeichnend war, daß noch am gleichen Abend der offensichtlich sofort alarmierte Schulleiter bei mir anrufen mußte, um die Frage nach der Notwendigkeit solcher Schritte zu stellen. Laut Schreiben der Regierung von Niederbayern vom 12. 5. 78 mußte der Antrag abgelehnt werden, da angeblich nach einer Mitteilung des Kultusministeriums auf eine entsprechende Anfrage die Anweisung erfolgte, nicht von den geltenden Bestimmungen abzuweichen. Der Brief endete mit einem Bedauern und der Unterschrift des Herrn Schindlbeck.
Am 26. 5. 79 erreichte mich der Brief des Kultusministeriums vom 11. 5. 78 als Stellungnahme in dieser Angelegenheit. Nach einer Erläuterung der gesetzlichen Bestimmungen schloß sich der Verfasser (Ministerial-Dirigent Keitel) unserer Auffassung an, daß Schülern der 2. Jahrgangsstufe der Nachmittagsunterricht an zwei Tagen der Woche nach Möglichkeit nicht zugemutet werden sollte. Der Vorgang wurde unter Beifügung aller von uns vorgelegten Unterlagen an die Regierung von Niederbayern mit der Bitte um Überprüfung weitergeleitet und angeregt, dafür Sorge zu tragen, daß spätestens bis zum Schuljahr 1978/79 eine Änderung herbeigeführt wird.
Die Mitteilung aus München stand also im Gegensatz zu den Ausführungen aus Landshut. Von einem Regierungsdirektor wird man ja wohl erwarten dürfen, daß er Mitteilungen des Kultusministeriums richtig auslegen kann. Dann könnte einem allerdings der Gedanke kommen, daß der Bescheid der Ablehnung eine bewußt falsche Auskunft enthielt. Mein gleichlautender schriftlicher Vorwurf vom 30. 5. 78 an die Regierung von Niederbayern und das Schulamt in Straubing blieben bis heute unbeantwortet.
Für die betroffenen Eltern und Kinder brachte der Verlauf dieser Bemühungen keinen Erfolg. Zum Zeitpunkt der Mitteilung aus München löste sich das Problem dann durch den hohen Krankenstand in der Lehrerschaft. Mangels ausreichender Lehrkräfte wurden die Nachmittagsstunden gestrichen.
Helmut Piening
Mitglied des Elternbeirates
der Volksschule Hunderdorf
Quelle: Bogener Zeitung, 04.08.1979


Ausflug der FFW
Steinburg.
Die FFW fährt am Sonntag, den 12. 8., in den Bayerischen Wald. Der Ausflug geht nach Bodenmais, Bayerisch Eisenstein, Zwiesel (Besichtigung des Glasmuseums) und zum Dreiburgensee. Abfahrt ist um 5.30 Uhr. Mitglieder und Angehörige der FFW melden sich bei Kommandant Häusler. Der Fahrpreis betragt 12 Mark.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.08.1979


Festausklang mit den „Oldtimers“
Schaukapelle mit Jodlerin Renate Fritz bietet letzten Höhepunkt des traditionellen Volksfestes

Hunderdorf. Zu einem neuen  und letzten Höhepunkt des traditionellen Volksfestes in Hunderdorf kommt es heute abend, da die bekannte Schaukapelle „The Oldtimers“ mit der Jodlerin Renate Fritz auf dein Programm steht. Diese Blaskapelle, die erst wenige Jahre besteht, hat sich bereits einen sehr guten Ruf gemacht und wird auch die Volksfestbesucher in Hunderdorf begeistern. Auf unserem Bild die Kapelle „The Oldtimers“ mit der Jodlerin Renate Fritz.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.08.1979


In 45 Jahren keinen Tag gefehlt
Anton Blindzellner, Leiter des Postamts Hunderdorf, in den Ruhestand verabschiedet
Bogen/Hunderdorf.
Am Freitag vollendete der Posthauptsekretär Anton Blindzellner aus Bogen sein 65. Lebensjahr. Mit diesem Tag schied er automatisch aus dem Dienst der Deutschen Bundespost aus, bei der er zuletzt als Leiter des Postamts Hunderdorf tätig war.
Oberamtsrat Schmidhammer vom Hauptpostamt Straubing, assistiert von Personalrat Fuchs, überreichte dem Jubilar die vom Präsidenten der Oberpostdirektion Regensburg. Dr. Randlkofer, namens des Bundesministers für Post- und Fernmeldewesen ausgefertigte Ruhestandsurkunde, wobei er besonders betonte, daß Posthauptsekretär Blindzellner vom Beginn seiner Laufbahn an bis zur Rente ohne einen Tag wegen Krankheit zu fehlen, Dienst gemacht habe. Der Leiter des Postamtes Bogen. Posthauptsekretar Josef Brandl, schloß sich den Glückwünschen von Schmidhammer namens der Kollegenschaft des Postamtes Bogen an und überreichte dem scheidenden Kollegen ein Geschenk. Im Namen des Personals sprach Personalrat Fuchs die Hoffnung aus, daß Anton Blindzellner noch eine lange Spanne Zeit gegönnt sein möge, um sich seiner Familie zu widmen und einem Hobby nachzugehen.
Der Kreisverband Bogen des VdK hatte ebenfalls die Gelegenheit wahrgenommen, um dem Gründungsmitglied Anton Blindzellner zum Geburtstag zu gratulieren und ihm alles Gute zu wünschen. Kreisverbandsehrenvorsitzender Heinz Harlander überreichte mit herzlichen Worten dem verdienten Kameraden einen Geschenkkorb.
Im Ortsteil Breitenweinzier der Gemeinde Bogenberg geboren, trat Anton Blindzellner nach dem Besuch der Volksschule im Jahr 1934 der Deutschen Wehrmacht bei. Im Zweiten Weltkrieg geriet er als Oberfeldwebel in russische Gefangenschaft. 1955 wurde er als Postassistentenanwärter in den Dienst der Deutschen Bundespost übernommen. 1975 wurde er für 40jährige Dienste für das Deutsche Reich und die Bundesrepublik ausgezeichnet. Bis 1975 machte Blindzellner Schalterdienst beim Postamt Bogen und von da an bis zu seiner nun erfolgten Pensionierung war er Leiter beim Postamt in Hunderdorf. — Blindzellner gehört auch zu jenen ehemaligen Kriegsgefangenen, die im Jahre 1954 den Kreisverband Bogen im Verband der Heimkehrer gründeten und ihm bis heute die Treue bewahrten. Er wurde 1977 vom Hauptverband durch die Verleihung der Goldenen Vereinsnadel geehrt. Der Geehrte (erste Reihe Mitte) mit den Vertretern der Bundespost und des Kreisverbandes Bogen des VdH.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.08.1979


Flurbereinigungsversammlung des BBV
Hunderdorf.
Der Bayerische Bauernverband hält am Donnerstag, 9. August, um 19.30 Uhr in Bärndorf im Gasthaus Wurm eine Aufklärungsversammlung in Sachen „Flurbereinigung“ ab. BBV-Ortsobmann Fellinger lädt alle interessierten Landwirte aus dem gesamten Bereich der Gemeinde Hunderdorf (einschließlich Gaishausen und Steinburg) ein. Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes werden referieren. Die amtliche Informationsversammlung von seiten der Flurbereinigungsdirektion wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres stattfinden.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.08.1979


Fahrt zur Arberkirchweih
Hunderdorf.
Der Trachtenverein beteiligt sich auch heuer wieder an der Arberkirchweih. Diese findet am Sonntag, 26. August, statt. Die Fahrt erfolgt mit dem Omnibus, wobei der Fahrpreis zehn Mark beträgt. Die Abfahrt ist um 7 Uhr beim Schulhof. Anmeldungen bei Familie Klumbies.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.08.1979


Glückwünsche für Karl Hanner
Steinburg.
Im Kreise seiner Angehörigen feiert Karl Hanner am Samstag seinen 75. Geburtstag. Neben seinen vier Kindern gratulierten neun Enkelkinder und zwei Urenkel. Auch die Gemeinde Hunderdorf übermittelte dem rüstigen Jubilar ihre Glück- und Segenswünsche, der 1945 von den Amerikanern als Bürgermeister eingesetzt worden war. Karl Hanner besuchte die Volksschule in Au vorm Wald, verdiente sich anschließend sechs Jahre als Knecht sein Brot, heiratete 1931 Petronilla Schaubeck und übernahm im gleichen Jahr das landwirtschaftliche Anwesen, das er 1969 mit 65 seinem Sohn Karl übergab. Jahrelang verlud Karl Hanner auch für die Zellstoffwerke Aschaffenburg Holz. Seit 1929 ist er mit Herz und Seele Imker, führte von 1945 bis 1975 den Steinburger Imkerverein, dessen Ehrenvorstand er ist. Über fünfzig Jahre aktive Teilnahme verbinden den Jubilar mit der Freiwilligen Feuerwehr Steinburg. Deshalb überreichte 2. Vorstand Adolf Ecker dem verdienten Feuerwehrkameraden einen Geschenkkorb. Die Kommandanten Anton Häusler und Franz Solcher wünschten dem Jubilar im Namen der Feuerwehrkameraden alles Gute. Unser Bild: Der Jubilar inmitten der Gratulanten.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.08.1979


Hunderdorf. SV-Fußballjugend: Mittwoch, 8. 8., 18 Uhr, Training.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.08.1979


Hunderdorf. Trachtenverein: 10. bis 13. August, Jugendzeltlager in Hofdorf; Anmeldung Donnerstag an Hans Wölfl.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.08.1979


Der Gemeinderat tagt
Hunderdorf.
Am Freitag, 10. August, findet um 19 Uhr im Verwaltungsamt Hunderdorf eine Sitzung des Gemeinderates Hunderdorf statt Es stehen folgende Punkte zur Behandlung an. 1. Gemeindewege und Abgrenzung der Flurbereinigung; 2. Kanalisation Bauabschnitt II; 3. Jahresrechnungen 1977; 4. Gemeindegrenzänderung bei Rimbach; 5. Informationen; 6. Verschiedenes.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.08.1979


Erlebnisreicher Ausflug des Altenclubs
Hunderdorf.
Wie nicht anders zu erwarten war, wurde auch die kürzliche zweite Ausflugsfahrt der Senioren ein Erlebnis für alle Teilnehmer. Nachdem bei einem Aufenthalt in Lam die sehr schöne Kirche besichtigt war, ging die Fahrt weiter über den Kaitersberg nach Kötzting, wo im Hotel Steinbachtal Gelegenheit zur Kaffeepause bestand. Auch die Wald- und Naturfreunde kamen nicht zu kurz, und jeder freute sich beim Waldspaziergang durch das herrliche Tal. Die nächste Fahrt des Altenclubs soll nach Ortenburg zum Wildpark führen. Der Termin für diesen Ausflug wurde auf den 20. August festgelegt. Abfahrt ist wieder um 13 Uhr beim Pfarrheim. Anmeldungen nimmt ab sofort Martha Hofmann entgegen. Auch Nichtmitglieder können mitfahren.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.08.1979


Stockschützen kämpften um Pokale
Hunderdorf.
Bei recht schönem Wetter begann die Ortsmeisterschaft im Stockschießen auf der Asphaltbahn. 14 Mannschaften, von denen jeweils zwei Schützen aus dem Gemeindebereich Hunderdorf sein mußten, bewarben sich um Titel und Pokale. Es wurde hart, aber fair gekämpft. Nicht einmal ein wolkenbruchartiger Regen konnte den Wettkampf stoppen. Bei der Siegerehrung, die anläßlich des Volksfestes im Bierzelt stattfand, dankte Abteilungsleiter Sachs allen Teilnehmern sowie den Schiedsrichtern Holmer und Klar. Bürgermeister Härtenberger nahm die Verleihung der Pokale vor. Ortsmeister wurde die Moarschaft „Cosmos“ Hoch (Erwin Wild, Emil Gerhardt, Rudi Giegler, Hans Binnermann) mit 22:4 Punkten. Es folgte auf Platz zwei „Dynamo“ Thannanger (Hans Holmer, Paul Feldmeier, Josef Troidl, Rainer Holzknecht) mit 20:6 Punkten. Den dritten Platz belegte die Moarschaft Stammtisch Rutsch’n (Rudi Wirth, Alfons Niedermaier, Gerd Altmann, Josef Bugl) mit 18:8 Punkten. Die bessere Stocknote brachte dieser Mannschaft den Platz vor den punktgleichen Mannschaften Schreinerei Schießl und SV Fußball-Jugend. Die weitere Plazierung: 7. Familie Feldmeier, 8. EC Hunderdorf, 9. Firma Getränke Poiger, 10. FFW Hunderdorf, 11. Kegelclub, 12. SV Fußball-Senioren, 13. Stammtisch Edbauer und 14. FFW Au.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.08.1979


Erinnerung an unbeschwerte Zeiten
Ehemalige Hunderdorfer Schüler der Jahrgänge 1929/30 veranstalteten ein Klassentreffen
Hunderdorf.
Zu einem Klassentreffen fanden sich am Wochenende die ehemaligen Schüler der Hunderdorfer Schule der Jahrgänge 1929 und 1930 ein. Der Einladung der Initiatoren Otto Bugl, Karl Englmeier und Agnes Klumbies wurde zahlreich Folge geleistet. Die erste gemeinsame Zusammenkunft fand bereits am Samstag im Bierzelt beim Hunderdorfer Volksfest statt. Am Sonntagvormittag wurde der Gottesdienst besucht und anschließend erfolgte ein gemeinsames Mittagessen im Gasthaus Sandbiller. Hier saßen die ehemaligen Klassenkameraden nochmals in gemütlicher Runde beisammen und es gab viel zu erzählen. Man erinnerte sich gemeinsam an die ehemalige Schulzeit, die oft miteinander ausgeheckten Streiche berichtete man einander natürlich auch, welchen Werdegang jeder einzelne nach der Schulzeit eingeschlagen hatte. Auch Bürgermeister Karl Härtenberger sprach Grußworte im Namen der Gemeinde Hunderdorf zu den ehemaligen Schülern, insbesondere die nun auswärts Wohnenden in ihrer Heimatgemeinde willkommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.08.1979


Hunderdorf. SV-Fußball: Freitag, 10. 8., 18 Uhr, Training; anschließend Spielerversammlung mit Spanferkelessen bei Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.08.1979


Windberg. Rotes Kreuz: Sonntag, 12. 8., 7 Uhr, am Dorfplatzweg Abfahrt zum Ausflug.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.08.1979


Hunderdorf. SV-Fußball- und Tippfreunde: Heute, Freitag, 20 Uhr, Spanferkelessen mit Frauen bei Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.08.1979


Steinburg. Imkerverein: Sonntag, 12.  8., 9.30 Uhr, Frühschoppen im Gasthaus Berger.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.08.1979


Windberg. Trachtenverein: Sonntag, 12. 8., 7 Uhr, Abfahrt beim Vereinslokal zur Fahnenweihe nach Riedlhütte.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.08.1979


Windberg. SV: Dienstag, 14. August, 19 Uhr, im Gasthaus Amann Wochenversammlung; außerdem auf der Asphaltbahn Training ab 18 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.08.1979


22 Geburten und 14 Sterbefälle
Bogen.
Das Standesamt Bogen verzeichnet im Monat Juli an Eintragungen 22 Geburten, fünf Eheaufgebote, acht Eheschließungen und 14 Sterbefälle.
Geboren wurde am … 9. Juli Stefan, Sohn des Ehepaars Karl und Waltraud Scherz, Windberg-/Ried …
Geheiratet haben: … der Landwirt Josef Theodor Fischer, Bogen/Trudendorf und die Hauswirtschafterin Marianne Höcherl, Hunderdorf/Rammersberg …
Gestorben sind: … die Hausfrau Theresie Fuchs, geb. Baumgartner, Hunderdorf/Steinburg, 61 Jahre …
Quelle: Bogener Zeitung, 13.08.1979


44 000 DM Zuschuß für Sportanlage
Windberg. Die Mehrzwecksportanlage, die insbesondere das Stockschießen und Tennisspielen ermöglicht, ist schon lange in Betrieb. Die Baukosten einschließlich der zugrundegelegten Eigenleistungen werden auf rund 90 000 DM berechnet. Für die Anlage wurden der Gemeinde im heurigen Jahr vom Land aus Mitteln zur Förderung des Sports 16 000 DM und vom Bund aus Mitteln zur Spitzenfinanzierung von Sportstätten 28 000 DM bewilligt.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.08.1979


Freizeitanlage wird vergrößert
Hunderdorf.
Der Gemeinde Hunderdorf hat Staatsminister Alfred Dick aus dem Programm „Freizeit und Erholung“ für die Vergrößerung des Freizeit- und Erholungszentrums jetzt einen Zuschuß von 104 350 DM sowie ein zinsverbilligtes Darlehen von 62 600 DM bewilligt. Damit beteiligt sich das Umweltministerium mit dem höchstmöglichen Fördersatz von 80 Prozent an den veranschlagten Gesamtaufwendungen von 208 700 DM. Mit den staatlichen Fördermitteln sollen im Bauabschnitt III ein Bolzplatz mit Trainingsbeleuchtung, Einfriedungen sowie Nebenanlagen errichtet werden. Für die Sport-, Spiel- und Freizeitanlage in Hunderdorf hat das Umweltministerium seit dem Jahr 1976 bereits Fördermittel von 304 260 DM bereitgestellt. Damit wurden unter anderem der Grunderwerb für die Freizeitanlage, zwei Tennisplätze und Parkplätze ermöglicht. Wie Staatsminister Alfred Dick betonte, trägt das Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen so dazu bei, das Angebot an Freizeit- und Erholungseinrichtungen vor allem im ländlichen Bereich noch weiter zu verbessern, um auf diese Weise die Attraktivität dieses Gebietes nachhaltig zu stärken. Mit den jetzt geförderten Bauarbeiten konnte bereits im Juni begonnen werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.08.1979


Großlintach. Schützenverein: Mittwoch, 15. 8., um 7.30 Uhr Treffpunkt beim Gasthaus Schlecht zur Abfahrt zum Schützenzug in Straubing.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.08.1979


Sprechheilkurs in Windberg
Windberg.
Kurz vor Ende der Sommerferien führt der Caritasverband im Jugendhaus in Windberg (Landkreis Straubing-Bogen) vom 7. bis 16. September wieder einen Sprechheilkurs durch. In bewährter Art werden dabei Dozent Karl Zeller, Augsburg, und seine Mitarbeiter bemüht sein, Sprechschwierigkeiten die durch Stottern bedingt sind, abzubauen. Den Kindern (ab zehn Jahren) und Jugendlichen soll das eine Hilfe für die Schule und ihr späteres Leben sein. Da nur noch wenige Plätze für diesen Kurs frei sind, empfiehlt sich eine rasche Anmeldung beim Diözesan-Caritasverband Regensburg, Von-der-Tannstraße 7 (Tel. 53016), der auch nähere Auskunft über die Finanzierung dieser Maßnahme gibt.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.08.1979


Von der Wallfahrtskirche beeindruckt
Hunderdorf.
Bei einem idealem Reisewetter trafen sich die Freunde und Mitglieder des VdK-Ortsverbandes zu einer Halbtagesfahrt in die Oberpfalz. Gute Stimmung herrschte während der ganzen Fahrt, die über nach Kreuzberg bei Schwandorf führte. Beeindruckt waren die Besucher von der dortigen Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“, die zum Kloster der Karmeliten gehört. Am späten Nachmittag ging es mit dem Bus zurück, vorbei am „Pfahl“ und nach Haunkenzell zum Gasthaus Baumgartner, wo die Geschwister Dachauer für die Reisegesellschaft aufspielten. Die Stunden vergingen viel zu schnell, als man zur Heimreise aufbrach.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.08.1979


FFW wanderte im Bayerischen Wald
Steinburg.
Der Jahresausflug der Freiwilligen Feuerwehr führte diesmal in den Bayerischen Wald. Stationen des Ausfluges waren Bayerisch Eisenstein, der Arbersee und Bodenmais, wo das Glasmuseum besichtigt wurde. In Tittling besuchten die FFWler das Bauernmuseum. Mit einem gemütlichen Beisammensein klang in Niederwinkling die erlebnisreiche Fahrt aus.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.08.1979


Fernwasserleitung Degernbach – Wolfessen geplant
Windberg.
Am 7. August informierte der Fernwasserzweckverband „Bayerischer Wald“ im Gasthaus Hilmer die Grundstückseigentümer aber den Bau der Fernwasserleitung. Weiterhin wurde in einem Ortstermin die Trassenführung besprochen. Bei der Besprechung waren unter anderem der stellvertretende Geschäftsleiter Förster vorn Fernwasserzweckverband, Ingenieur Schamm vorn Planungsbüro Sehlhoff und Bürgermeister Kleikamp dabei.
Förster erläuterte die Maßnahme und führte dabei aus, daß demnächst die Fernwasserleitung vom bestehenden Hochbehälter Degernbach über Muckental und Irensfelden zum Hochbehälter in Wolfessen gebaut werden solle. Mit dieser Versorgungsleitung werde auch die gemeindliche Wasserversorgungsanlage Meidendorf-Irensfelden gespeist. Bei der Maßnahme handle es sich um eine Leitung aus Gußrohren mit einem Durchmesser von 20 Zentimeter. Diese wurden in einer Tiefe von etwa 1,50 Meter verlegt. Bei der Ausführung der Arbeiten benötige man eine Arbeitsbreite von zwölf Meter, da auch die Lagerung und Wiedereinfüllung des Erdreiches erforderlich sei. Der stellv. Geschäftsführer versicherte, daß Schachtbauwerke durchwegs an die Grundstücksgrenze verlegt werden und darauf geachtet werde, den Betroffenen weitgehendst entgegenzukommen. Der Sprecher gab auch die Entschädigungsregelungen bekannt, die nach den Richtlinien des Bayerischen Bauernverbandes getroffen werden, Als Baubeginn wurde abschließend Anfang September dieses Jahres genannt, wobei die Maßnahme im heurigen Jahr abgeschlossen werden soll. Für die Gemeinde Windberg bedeutet dies, daß für die Wasserversorgungsmaßnahme Meidendorf-Irensfelden die Wasserlieferung etwa nun Beginn des Jahres 1980 erfolgen kann.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.08.1979


Frauenbund legte neues Programm fest
Hunderdorf.
Bei der letzten Zusammenkunft des Katholischen Frauenbundes wurde das Programm für das zweite Halbjahr festgelegt. Erstmals findet somit im September ein Kaffeenachmittag im Pfarrheim statt. Im Oktober ist ein Vortrag zum Jahr des Kindes geplant, während im November ein Arzt den Paragraphen 218 als Thema eines Bildungsabends wählte. Im Dezember wird ein Bastelabend abgehalten. Die Adventfeier bildet den Abschluß des diesjährigen Programmes. Vorsitzende Martha Hofmann ging dann noch auf den Jahresausflug ein, welcher am 2. September durchgeführt wird. Als Ziel wurde das oberösterreichische Mühlviertel mit Moldaublick ausgewählt. Die Abfahrt erfolgt um 7 Uhr. Der Fahrpreis beträgt 15 Mark. Auch Nichtmitglieder sind zur Teilnahme eingeladen. Anmeldungen ab sofort bei Martha Hofmann (Telefon 2110).
Quelle: Bogener Zeitung, 17.08.1979


Großlintach. Stammtisch: Heute, Freitag, Abfahrt um 17.45 Uhr in Hunderdorf (Schule) und um 18 Uhr in Lintach (Gasthaus Schlecht) zum Volksfestbesuch.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.08.1979


Steinburg. FFW: Samstag, 18. 8., 19.30 Uhr, Abfahrt beim Gasthaus Höfelsauer zum Bockstechen der FFW Neukirchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.08.1979


Busfahrt zur „Frankenschau“
Hunderdorf.
In der Zeit vom 25. August bis 2. September findet die „Frankenschau“ in Nürnberg statt. Sie ist eine Spitzenveranstaltung der Landwirtschaft im Messezentrum, wobei 450 Aussteller auf 80 000 qm Landmaschinenfeld und 30 000 qm Hallenfläche vertreten sind. Verbunden ist damit die Jagd- und Fischerei-Schau „Frankendorf“ mit Bauernverband, Landfrauen und Landjugend. Auch Sonderschauen „Ländliches Bauen — ländliches Wohnen“ und Tierschauen sowie reitsportliche Vorführungen bereichern das Programm. Die BBV-Ortsobmänner beabsichtigen, an einem Tag mit dem Bus zu dieser „Frankenschau“ zu fahren. Interessenten für diese Fahrt können sich beim jeweiligen BBV-Obmann (in Hunderdorf Ludwig Fellinger, Sollach) bis spätestens 24. August melden.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.08.1979


JU kämpft für Schulbusbeförderung
Hunderdorf.
Nach der heutigen Rechtslage werden Schüler, die von ihrer Schule weiter als zwei Kilometer entfernt wohnen und für die in einer annehmbaren Zeit kein öffentliches Verkehrsmittel verkehrt, kostenfrei mit dem Schulbus befördert. An der Ludmilla-Realschule und dem Veit-Höser-Gymnasium in Bogen sind insgesamt 16 Schüler von der Entscheidung betroffen, daß eine Schulbuslinie nachmittags über Lintach, Hinterbuchberg, Dachsberg nicht genehmigt wird. Diese Schüler haben am Nachmittag zum Teil bis 16 Uhr Unterricht. Bei Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels kommen die am weitesten entfernten Schüler, die von den jeweiligen Bahnstationen noch bis zu drei Kilometer zu Fuß zurückzulegen haben, erst zwischen 18 und 19 Uhr nach Hause.
Der Ortsverband der Jungen Union hatte sich in dieser Angelegenheit an den Kreisverband gewandt. Nachdem der Kreisverband nichts unternahm, richtete die JU ein Schreiben an das Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Der Ortsverband stellte fest, daß bei der Einrichtung einer eigenen Schulbuslinie, die jeden Nachmittag verkehren sollte, nur geringe Mehrkosten entstünden. Die JU bat in dem Brief dann, zu Beginn des neuen Schuljahres der Einrichtung einer eigenen Schulbuslinie auf dieser Strecke zuzustimmen. Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat auf die JU-Anfrage geantwortet. In dem Schreiben des Ministeriums wird deutlich, daß die für das Schuljahr 1978/79 getroffene Regelung den Erfordernissen einer sachgerechten Organisation der Schülerbeförderung nicht gerecht wird. Wartezeiten zwischen ein und zwei Stunden nach Ende des Nachmittagsunterrichts müssen aber, wenn es sich nur um einzelne Schüler und einzelne Tage handelt, in Kauf genommen werden Es soll für das kommende Schuljahr überprüft werden, ob eine Lösung gefunden werden kann.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.08.1979


Windberg. Trachtenverein: Samstag, 8. 9., Fahrt zum Kloster Andechs Abfahrt um 6 Uhr beim Vereinslokal Amann. Anmeldung bis 30. 8. an Vorsitzenden Schlecht, Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.08.1979


Wer baut wo und was im Landkreis?
Aufstellung über die im Juli beim Landratsamt eingereichten Baugesuche.

… Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf:
Gemeinde Hunderdorf:
Josef Hornberger, Schafberg, 8441 Hunderdorf, Anbau eines Spänebunkers und Heizraumes; Joachim Kaldonek, Hauptstr. 6, 8441 Hunderdorf, Anbau eines Verkaufsraumes; Fa. Nolte-Möbel-KG, 8441 Hunderdorf, Furnierereihalle; Heribert Falk, Rammersberg 84, 8441 Hunderdorf, Geräteschuppen. …
Gemeinde Windberg: Josef Förg, Gertraud Ebenbeck, Ried 81, 8441 Hunderdorf, Wohnhaus; Rudolf Päßler, Apoig, 8441 Hunderdorf, Wohnhaus mit Garage; Ludwig Obermeier, Hs. Nr. 43, 8441 Windberg, Querschnittverminderung des Kamins.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.08.1979


Hunderdorf. Kegelclub: Samstag, 25. 8., 4.15 Uhr, Abfahrt bei Cafe Weinzierl zum Ausflug nach Wien (Personalausweis oder Reisepaß nicht vergessen). Einige Plätze sind noch frei. Umgehende Anmeldung im Caf Weinzierl.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.08.1979


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: Sonntag, 26. 8., 7 Uhr, Abfahrt im Schulhof zur Arber-Kirchweih. Preis 10 Mark. Plätze sind noch frei.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.08.1979


Windberg. Trachtenverein: Samstag, 25. 8., 16 Uhr, Tanzprobe der Kindergruppe, um 19 Uhr Sitzung der Vorstandschaft und um 19.30 Uhr Vereinsabend.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.08.1979


Windberg. SV: Heute, Freitag, 15 Uhr, Arbeitseinsatz auf der Asphaltanlage mit anschließendem Trainingsschießen. Samstag, 25, 8., Beteiligung am Sommernachtsfest des MSC im Gasthaus Hilmer, Irensfelden. Treffpunkt 18.30 Uhr in Irensfelden.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.08.1979


Meidendorf. Motorsportclub: Samstag, 25. 8., ab 18.30 Uhr, Sommernachtsfest in Irensfelden, bei jeder Witterung.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.08.1979


IN DIESER WOCHE
Dschingis Khan im Bierzelt?
Mit dem Stallwanger Volksfest geht in dieser Woche die anstrengende Volksfestsaison 1979 ihrem Ende zu. Fast fünfzig Volksfeste, Frühlingsfeste und Vereinsjubiläen wurden im Landkreis gefeiert Die niederbayerische Festesfreude schlug hohe Wellen. Trotz Regen und anderen Unbilden der Witterung waren die Bierzelte allerorten voll gefüllt, das Geld floß ebenso in Strömen in die Kassen der Veranstalter, und das Bier in die durstigen Kehlen der Festbesucher. Nach all diesen Festen muß man aber auch einmal kritisch zurückblicken und sich fragen, ob wirklich alles so „gelungen“ war, wie es gerne dargestellt wird.
Einige Tendenzen haben sich da und dort eingeschlichen, die von vielen Volksfestbesuchern nur ungern hingenommen werden. War beim Bierpreis noch einigermaßen ein „Maßhalten“ zu verzeichnen, so gaben die „Wiesenschmankerl“ doch vielerorts zu berechtigter Klage Anlaß. Die „Gickerl“ degenerieren sich, was ihre Größe betrifft, zunehmend zu Tauben und die frühere Volksfestattraktion „Große Brezn“ unterscheidet sich von den normalen Bäckerbrezn in erster Linie nur mehr durch den zehnfachen Preis, aber nicht mehr durch die Größe. Viel schlimmere Unsitten verbreiten sich aber in den Bierzelten. Hier muß manchen Veranstaltern der Vorwurf gemacht werden, daß es ihnen nur mehr ums schnell verdiente Geld geht. Mit den praktizierten Methoden ist man nicht zimperlich. Das geht so weit, daß die Festzeltbesucher manchmal kräftig für dumm verkauft werden.
Da tritt dann zum Beispiel eine Mutter auf, die ihren armen Jungen (im Jahr des Kindes) auf drei Stühle kraxeln läßt, wo er einen Handstand und andere „Kunststücke“ produzieren muß und dann wird für den „jungen Künstler“, besser gesagt, den armen Teufel, gesammelt. Oder man holt sich drittklassige Oberkrainerkapellen oder „Volksmusikstars“ und kassiert kräftig Eintritt, um den Besuchen angeblich eine Attraktion zu bieten. Diese haben dann das zweifelhafte Vergnügen, sich wie in Haselbach ein „Kollmannsberger-Duo“ anzuhören, das im Play-Back-Verfahren zu Musik vom Tonband singt und natürlich nicht vergißt, fünfmal anzukündigen, daß man im Anschluß an die Galavorstellung Langspielplatten kaufen kann. (Solche Leute vertreten dann Bayern im Fernsehen!)
Aber auch die Musik, die heute im Bierzelt gespielt wird, hat mit der „Musi“, die die früheren Volksfestblaskapellen produzierten, nicht mehr viel zu tun. Haben die Leute früher zu „Es war im Böhmerwald“ oder „Schneewalzer“ geschunkelt, so dominieren heute die „Liebe im Hafen“, die „Kieler Sprotte“, besungen werden der deutsche Wein, die kleine Kneipe und der Hamburger Veermaster. Und so wie die Tanzkapellen ihren Einzug in die Festzelte gefeiert haben und im Begriffe sind, die Blaskapellen zu verdrängen, so muß eben auch das bayerische Liedgut weichen. Ob allerdings das „Huh hah huh hah huh“ von „Dschingis Khan“ ein geeigneter Ersatz für das frühere „Holariholareiduljo“ ist, bleibt abzuwarten. Der Discosound sollte den Diskotheken und Tanzlokalen vorbehalten bleiben! Beinahe pervers wird die Sache aber dann, wenn die Herren Bürgermeister oder andere Prominente genötigt werden, den Taktstock zu nehmen und die elektrischen Gitarren und das Schlagzeug zum „Lady Bump“-Sound zu digitieren!
Für die Volksfeste und Fahnenweihen gilt eben auch, daß die Qualität unter der Quantität leidet. Man feiert heute schon jedes fünfte Jubiläum und nicht wie früher erst das fünfundsiebzigste oder hundertste. Und wo früher einmal im Jahr Volksfest war, gibt es jetzt Feste am laufenden Band. Frühlingsfest, Volksfest, Herbstfest usw. Den steilen Sturz in die Niveaulosigkeit können nur die Festbesucher selber bremsen oder aufhalten, indem sie kritischer werden. Solange jeder Veranstalter seinen Gewinn bereits vor den Festtagen abschätzen kann, weil die Leute auf jeden Fall kommen, ganz gleich welch schlechtes Bier, Schmankerl, Musik, Hygienebedingungen man ihnen bietet, ganz gleich wie unfreundlich sie bedient werden und welche horrenden Preise man von ihnen verlangt, ist die geschilderte negative Entwicklung nicht aufzuhalten.
Franz Hirtreiter
Quelle: Bogener Zeitung, 25.08.1979


Windberg. FFW: Die Einsatzübung wird auf Sonntag, 26. 8., verschoben. Treffpunkt um 8 Uhr am Feuerwehrhaus. Heute, Samstag, Beteiligung am Sommernachtsfest des MSC Meidendorf in Irensfelden.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.08.1979


Hunderdorf. Frauenbund: Sonntag, 2. 9., 7 Uhr, Abfahrt zum Moldaublick/Mühlviertel beim Pfarrheim. (Personalausweis nicht vergessen!). Es sind noch einige Plätze frei. Anmeldungen umgehend bei Martha Hofmann.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.08.1979


Baugebietsausweisung recht problematisch
Baudirektor Dr. Antusch informierte den Gemeinderat — Neue Hausnummern — Wasserversorgungsbau bald vor Abschluß
Windberg.
Eine Reihe von Tagesordnungspunkten hatte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung zu bewältigen. Dabei ging es unter anderem um die Ausweitung des Baugebietes in Windberg. Hierzu nahm Baudirektor Dr. Antusch Stellung und führte aus, daß eine Bebauung nur in nördlicher Richtung möglich sei. Eventuell komme auch eine Ortslückenbebauung in Frage. Der Gemeinderat beschloß eine Satzung für die Hausnummerierung im Gemeindebereich, so daß demnächst bei aufsichtsrechtlicher Genehmigung der Satzung einer Neunummerierung nichts mehr im Wege stehe.
Eingangs wurde für die Verlegung der Megal-Erdgasleitung ein Grundstücksbenutzungsvertrag gebilligt. Ferner wird für die Megal-Erdgasdoppelleitung und die Kabelleitung zum UKW-Sender in Windberg auf zwei Flurnummern der Gemarkung Windberg eine Grunddienstbarkeit eingetragen. Bemängelt wurde von seiten des Gemeinderates, daß verschiedene in Folge der Baumaßnahme beschädigte öffentliche Feld- und Waldwege nicht wieder instandgesetzt worden sind. Es wurde deshalb eine umgehende Wegeinstandsetzung gefordert. Der Gemeinderat sprach sich auch dafür aus, mit der Energieversorgung Ostbayern AG einen Zustimmungs- und Elektrizitätsversorgungsvertrag abzuschließen, wonach die Gemeinde bei eventuellen Angeboten für die Aufnahme einer Verteilung anderer leitungsgebundener Energieträger als Elektrizität auch ein Angebot der OBAG mit derselben Energieart einholen soll.
Einstimmig war der Gemeinderat auch der Auffassung, daß für den Bereich Windberg die Hausnummernzuteilung neu geordnet werden sollte, wobei auch verschiedene Straßennamen im Bereich Windberg benannt werden sollten. Für die Neunummerierung bedarf es auch einer entsprechenden Satzungsgrundlage. Der von der Verwaltung vorgebrachte diesbezügliche Satzungsentwurf wurde angenommen. Den Eigentümern des Gebäudes bleibt es überlassen, die Hausnummern nach Erhalt der Zuteilungsmitteilung zu beschaffen und anzubringen. Die Satzung wird der Rechtsaufsichtsbehörde zur Genehmigung vorgelegt. Zu gegebener Zeit wird sie im Informationsblatt veröffentlicht. Die Verwaltung wurde beauftragt, Nummerierungsvorschläge zu erstellen. In einer vorhergehenden Sitzung hat der Gemeinderat bereits folgende Straßennamen im Ortsbereich Windberg befürwortet: Pfarrplatz, Dorfplatz, Meidendorfer Straße, Kreuzbergstraße, Hunderdorfer Straße, Klostergasse, Dambachweg. Prangerweg, Hochgarten, Riedfeld, Riedfeldplatz, Schulgasse, Bergstraße, Schmidfeld. Es ist beabsichtigt, die Hausnummernneueinführung bis zum Ende des heurigen Jahres abzuschließen. Für die Beschaffung der neuen Hausnummernschilder wird die Verwaltungsgemeinschaft auch eine Sammelbestellung anbieten. In den Außenbereichen sollte zusätzlich neben der Hausnummer der Ortschaftsteil angeführt werden.
Zum Tagesordnungspunkt Baugebietserweiterung in Windberg sprach Baudirektor Dr. Antusch vom Landratsamt Straubing-Bogen. Er betonte, daß das vorgesehene Erweiterungsgebiet ein Problem darstelle und im Bereich rechts der Straße von Hunderdorf kommend aus Denkmalgründen keine Chance habe, als Baugebiet ausgewiesen zu werden. Von allen Fachstellen und der Regierung werde eine derartige Erweiterung abgelehnt, da hierbei das beispielhaft schöne Ortsbild empfindlich gestört werde. Belange des Denkmalschutzes stünden ebenfalls einer Bebauung des Hanges im Anschluß an das jetzige Baugebiet Hochgarten-Riedfeld entgegen. Wie Dr. Antusch ausführte, sei eine Ausweitung nur in nördlicher Richtung im Anschluß an das jetzige Baugebiet möglich. In Frage könnte auch eine Ortsabrundungsbebauung kommen. Hierzu wurde angeregt, zu gegebener Zeit eine Ortsbesichtigung vorzunehmen.
In Kenntnis gesetzt wurde der Gemeinderat vom Stand der Bauarbeiten bei der Maßnahme zur Wasserversorgung Meidendorf — Irensfelden, bei der derzeit die Hausanschlüsse erstellt werden. Der Gemeinderat entschied sich dafür, aufgrund des Baufortschrittes den voraussichtlichen Anschlußbeitrag festzusetzen, wobei 90 Prozent des Betrages zur Zahlung festgesetzt werden sollen. Es werden demnächst die entsprechenden Beitragsbescheide zugestellt.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.08.1979


Die Polizei im Einsatz:
Vier Schwerverletzte bei Unfall
Straubing-Bogen.
Großes Unheil richteten gestern zwei betrunkene Österreicher an. Zuerst nahmen sie in Bärndorf mit ihrem Lkw einem Pkw die Verfahrt. Die Pkw-Fahrerin mußte eine Vollbremsung machen und kam ins Schleudern, während der Lkw in einem Feld landete. Die Pkw-Fahrerin informierte die Polizeiinspektion Bogen von dem Vorfall. Eine Fahndung nach den beiden Österreichern, die inzwischen wieder aus dem Feld herausgekommen waren, begann. Sie setzten ihre Fahrt fort und verursachten in Steinburg, einen schweren Unfall. Auf der nassen Fahrbahn hatten sie wegen überhöhter Geschwindigkeit in einer Rechtskurve den Wagen abbremsen müssen. Das Fahrzeug schleuderte und prallte gegen einen entgegenkommenden Pkw. Die Insassen des Wagens, eine vierköpfige Familie, erlitt schwere Verletzungen. Bei den beiden Österreichern wurden Blutentnahmen veranlaßt. Sie wurden vorläufig festgenommen. An den beiden Fahrzeugen entstand ganz beträchtlicher Schaden. – In Schlangenlinien fuhr am Freitag gegen 20 Uhr ein Mofafahrer ohne Licht von Windberg nach. Hunderdorf. Er stand nach Angaben der Polizei stark unter Alkoholeinfluß. Als er von Polizeibeamten angehalten wurde, stürzte er. —  …
Quelle: Bogener Zeitung, 27.08.1979


Altenclub fährt zum Lallinger Winkel
Hunderdorf.
Der Altenclub Hunderdorf ist am Montag, 10. September, auf Fahrt in den Lallinger Winkel. Die Abfahrt erfolgt um 13 Uhr beim Pfarrhof Hunderdorf. Auch Mitglieder des BRK-Altenclubs Bogen haben in Bogen Zusteigemöglichkeit. Der Fahrpreis beträgt sieben Mark. Anmeldungen nimmt Martha Hofmann ab sofort entgegen (Tel. 2110)
Quelle: Bogener Zeitung, 27.08.1979


Sitzung des Gemeinderates
Windberg.
Heute, Dienstag, findet um 19.30 Uhr im Sitzungssaal Windberg eine Gemeinderatssitzung statt. Es werden folgende Tagesordnungspunkte behandelt: 1. Stellungnahme zu den Teilabschnitten des Regionalplanes; 2. Planverfahren für die Auslegung von Fernmeldekabeln; 3. Innenrenovierung der Hl. Kreuz Kapelle; 4. vorgesehene Maßnahmen für Förderung aus Kfz-Mitteln; 5. Beitritt zum Naturpark „Bayer. Wald e. V.“; 6. Verschiedenes.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.08.1979


Abgrenzung des Flurbereinigungsgebietes
Gebietsteile von Au und Hoch sollen zur Flurbereinigung Hunderdorf – Zuschüsse für die Gemeinde
Hunderdorf.
Bei der letzten Gemeinderatssitzung ging es um die Flurbereinigung. Dem Flurbereinigungsamt wird von der Gemeinde ein Vorschlag zur Änderung des Flurbereinigungsgebiets unterbreitet.
Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, folgende Wege in einer Breite von 4,50 m im Zuge der Flurbereinigung auszubauen: 1. Lindfeld bis Hofdorf über Wasserversorgungsanlage; 2. Oberstetten – Lintach; 3. Weg nach Hoch von Oberhunderdorf bis zur Gabelung bei Josef Hirtreiter. Weiterhin wurde vorgeschlagen, den Bauabschnitt II der Straße Hunderdorf — Hoch — Rammersberg in der vorgegebenen Breite auszubauen. Die übrigen Wege erhalten im Zuge der Flurbereinigung eine Ausbaubreite von drei Metern. Nähere Festlegungen über Ausbaustrecken und Trassenführungen erfolgen erst im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens. Eingehend befaßte sich der Gemeinderat auch mit dem in die Flurbereinigung Hunderdorf einzubeziehenden Gebiet. Die Flurbereinigungsdirektion hatte den Bereich eingeplant für das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Hunderdorf. Für die Bereiche Gaishausen und Steinburg ist die Flurbereinigung zwei Jahre später vorgesehen. Dem Flurbereinigungsamt wird von seiten der Gemeinde ein Vorschlag zur Änderung des Flurbereinigungsgebietes vorgelegt, wobei auch eine geringfügige Bereinigung im Bereich der Gemarkung Steinburg vorgesehen ist, da in diesem Gebiet zahlreiche Grundstücksüberschneidungen vorhanden sind und es zweckmäßig wäre, hier eine gemeinsame Bereinigung vorzunehmen. Insbesondere wurde dies auch Vorteile hinsichtlich des angestrebten Bachlaufes und der Wiesenentwässerung im Be-reich Oberhunderdorf/Stockwies bringen. Ebenso
soll der Ortsteil Hoch, Gemarkung Gaishausen, in das Hunderdorfer Flurbereinigungsgebiet miteinbezogen werden wegen des Straßenbaus.
Die Jahresrechnungen 1977 der ehemaligen Gemeinden Gaishausen und Steinburg wurden einstimmig festgestellt. Die vom Rechnungsprüfungsausschuß vorgenommene Prüfung der Jahresrechnungen erbrachte keine Beanstandungen. Zur Kenntnis genommen hat der Gemeinderat auch den Antrag der Gemeinde Neukirchen zur Grenzänderung im Bereich Rimbach — Birkhof. Bevor eine weitere Entscheidung erfolgt, soll die Gemeinde Neukirchen einen diesbezüglich gewünschten Grenzverlauf anhand eines Lageplanes aufzeigen. Grundsätzlich stünde man von seiten des Gemeinderates einer Gebietsbereinigung positiv gegenüber, jedoch sollte dies nicht nur einseitig zu Lasten der Gemeinde Hunderdorf gehen.
Der Bürgermeister informierte den Gemeinderat über die Bewilligung von Kfz-Steuermitteln für das Jahr 1979 in Höhe von 166 000 DM für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Hofdorf. Weiterhin gab der Bürgermeister ein Schreiben vom Staatsminister Alfred Dick zur Kenntnis, wobei aufgrund dessen Unterstützung auch für den Bauabschnitt III der Freizeit- und Sportanlage im heutigen Jahr noch ein Zuschuß zugesagt wurde, so daß die Bauarbeiten auch hinsichtlich des Trainingsplatzes, Kinderspielplatzes und Rundwanderweg mit Begrünung ausgeführt werden können. Bekanntgegeben wurde auch das Schreiben des Bezirks Niederbayern, Wobei für die Innenrenovierung der Schloßkapelle Au vorm Wald in diesem Jahr ein Zuschuß nicht zugesagt wurde. Eine größere Diskussion erfolgte auch in Sachen Gehwegausbau Steinburg. Nach dem Abwägen aller Vor- und Nachteile des Ausbaus des geplanten Gehweges vor der Erstellung der Ortsumgehungsstraße beschloß der Gemeinderat einstimmig den Ausbau des Gehweges im Jahre 1980. Die Grundstücksfragen sollten möglichst zu einem konkreten Ergebnis führen, so daß die gesamte Strecke von der Bogenbachbrücke bis Anwesen Huber gebaut werden kann.
Aufgrund eines vorliegenden Antrages beschloß der Gemeinderat die Änderung des Bebauungsgebietes Wegern, wobei ein entsprechendes Deckblatt in Auftrag gegeben wird. Die Kosten hierfür hat der Antragsteller zu übernehmen. Das Deckblatt wird zu gegebener Zeit öffentlich zur Einsichtnahme aufgelegt. Im übrigen ist hinsichtlich der Zufahrtsregelung noch eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Aufgrund der vorgetragenen Wünsche der Sportler befaßte sich der Gemeinderat auch mit den Beispielen des neuangelegten Rasenhauptspielfeldes. Dieses Spielfeld wurde im September des Vorjahres hergestellt. Aufgrund verschiedener Aussagen von Firmen und Architekt sowie unter Bezugnahme auf vergleichbare andere Sportstätten sprach sich der Gemeinderat dafür aus, das Rasenhauptspielfeld vorerst nicht mit Stollenschuhen bespielen zu lassen. Der Gemeinderat hofft für diese Maßnahme auf das Verständnis der Sportler, da die Entscheidung im Interesse eines künftigen gutangelegten und bestandhaften Spielfeldes getroffen wurde.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.08.1979


Windberg. SV: Heute, Mittwoch, 19.30 Uhr, Versammlung im Gasthaus Amann.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.08.1979


Pokalturnier im Stockschießen
Hunderdorf.
Am kommenden Sonntag, den 7. September 1979, führt der SV Hunderdorf auf der Asphaltbahn in Hunderdorf ein Pokalturnier durch. Das Einschreiben erfolgt um 7 Uhr, der Beginn ist für 7.30 Uhr vorgesehen. Folgende Moarschaften nehmen teil: TSV Oberalteich, EC Steinach, EC Niederwinkling, DJK Leiblfing, EC Falkenfels, EC Welchenberg, TSV Bogen, FFW Waltersdorf, Post SV Straubing, EC Straßkirchen, EC Weißenberg, EC Degernbach, SV Windberg I und II.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.08.1979


Hunderdorf. Schützenkameradschaft: Samstag, 1. 9., 19 Uhr, Beginn des Pflichtschießens.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.08.1979


Hunderdorf. SV-Eisschützen: Heute, Freitag, ab 18 Uhr, Training auf der Asphaltbahn, 20 Uhr Eisschützenversammlung bei Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.08.1979

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