1980# 10

Kindergartenbau beschäftigte die JU
Kreisrätin Heidi Watzl erläuterte die Gestaltung des geplanten Neubaus
Hunderdorf.
Vor allem auf den geplanten Kindergarten in Hunderdorf richtete sich das Interesse der Mitglieder der Jungen Union anläßlich einer Mitgliederversammlung. Kreis- und Gemeinderätin Heidi Watzl erläuterte anhand eines von Walter Hornberger entworfenen Plans die Lage und die Gestaltung des künftigen Hunderdorfer Kindergartens.
Die JU-ler begrüßten die Initiative des Gemeinderats, trotz der angestrengten Finanzsituation der Gemeinde den Kindergartenbetrieb aufrecht halten zu wollen. Habe doch gerade die kommunale Neugliederung für den Kindergarten einen Zustrom an Kindern gebracht, der zur Zeit nur mit übergroßen Halbtagsgruppen aufgefangen werden könne. Die damit verbundene räumliche Enge erlaube den Kindergartenkräften auf Dauer keine optimale Betreuung der Kinder und erfordere geradezu einen Neubau. Außerdem gehe damit ein langgehegter Wunsch vieler, durch die Neubautätigkeit nach Hunderdorf gezogener, junger Eltern in Erfüllung.
Auf den geplanten Bau eingehend, betonte Gemeinderätin Watzl, daß man bei der äußeren Gestaltung des großzügig angelegten Gebäudes auf die aktuelle Forderung nach landschaftsgebundenem Bauen Wert lege. Durch die Schaffung eines zweiten Zugangs zur Hauptstraße habe man besonders die Sicherheit der Kinder auf dem Weg zum Kindergarten im Auge. Die Grundrißeinteilung erklärend, hob Heidi Watzl hervor, daß zwei voneinander getrennte Gruppenräume in Verbindung mit einer Küche auch den Betrieb einer Ganztags-gruppe neben den Halbtagsgruppen erlaube, was gerade den berufstätigen Eltern entgegenkomme. In einem eigenen Intensivraum könnten Vorschulkinder besonders auf die Einschulung vorbereitet werden. Der sportlichen und gymnastischen Betätigung, aber auch zur Mittagsruhe der Kinder könne ein ausreichend großer Mehrzweckraum genutzt werden. Alles in allem sei der mit rund 650 000 Mark veranschlagte Neubau groß genug ausgelegt, auch den Bedürfnissen einer größer werdenden Gemeinde in Zukunft gerecht zu werden, schloß die Gemeinderätin.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.10.1980


Auf dem Buchaberg
Dichtung und Wahrheit über einen Berg

Zwischen Neukirchen und Windberg erhebt sich ein massiger, dichtbewaldeter Berg. Es ist der Buchaberg. Mit seiner 593m Höhe ist er kein hoher Berg, gleichwohl gewährt er einen wundervollen Blick in das Donautal im Süden und auf die Berge des Bayerischen Waldes im Norden. Für alle Freunde des Waldes ist er mit seinen markierten Wanderwegen ein lohnendes Ziel, weil er leicht bestiegen werden kann.
Der Name Buchaberg bezeichnet einen Berg, der früher mit Buchen bewachsen war. Heute finden wir mehr Fichten und Tannen an seinen Hängen.
Früher trug der “Nortwald“, wie der Bayerische Wald genannt wurde, mehr Laubwälder. Der Name “Lindach”, heute Lintach, sagt uns, daß in früherer Zeit die Höhen mit Linden bewachsen waren. Diese Laubhölzer wurden in den Kohlenmeilern der hiesigen Gegend in Holzkohlen für die heimische Industrie umgewandelt. Der letzte Kohlenbrenner war der Hammerschmied Jakob in Obermühlbach. Ohne Zweifel haben sich auf dem Buchaberg Wildschweine an den Früchten der Buchen und Eichen gütlich getan.
Der Name “Buchberg” kann aber auch als “Burgberg” gedeutet werden, also ein Berg mit einer Burg. Auch bei Mitterfels finden wir einen Buchberg. Auf dem gleichnamigen Berg bei Cham finden wir noch Reste einer Burg. Die “Puchberger” waren tatsächlich ein mächtiges niederbayerisches Rittergeschlecht.
Der Volksmund will wissen, daß in grauer Vorzeit auf dem Buchaberg eine Ritterburg gestanden haben soll. – Aller Wahrscheinlichkeit nach hat es auf diesem Berg niemals eine burgähnliche Anlage gegeben. Pfarrer Peter Poiger vertrat die Meinung, daß es sich um eine Fliehburg gehandelt haben kann, die in der Zeit der bajuwarischen Einwanderung oder gar zur Zeit der Kelten als Fluchtburg gedient hat. Nach Aussage einer alten Frau um die Jahrhundertwende sollen in der Nähe der Kapelle auf dem Buchaberg bei einer Grabung Pfeil- und Lanzenspitzen gefunden worden sein. Pfarrer Poiger will noch deutlich sichtbare Grundmauern gesehen haben, von denen heute keine Spur mehr zu finden ist. Er ist aber auch der Meinung gewesen, daß es sich hier um einen Galtviehstall gehandelt haben kann, der mit einer Mauer umgeben war.
Unterhalb dieser mauerähnlichen Steinhaufen steht jetzt eine alte Waldkapelle. Früher war sie mehr als heute Ziel vieler frommer Pilger; manche schleppten in ihrer großen Bußgesinnung große hölzerne Bußkreuze daher, wovon um 1910 mehrere Exemplare an die Kapelle gelehnt waren. In dieser vom Volke in hoher Verehrung stehenden Kapelle soll sich früher ein schwarzes Kruzifix befunden haben, das bei einem Brande des Klosters Windberg auf seltsame Weise gerettet wurde. Dies Kreuz fiel einem Einbruch zum Opfer und ist von einem angeschwärzten Kreuz ersetzt worden.
Bei der Kapelle, sie wird auch Girglbauern-Kapelle genannt, soll sich auch ein Pestfriedhof befunden haben. Aus den Pfarrmatrikeln kann der Nachweis erbracht werden, daß nur eine Person an der Pest gestorben ist, so daß ein Pestfriedhof im Walde nicht notwendig geworden war.
So ranken sich um den Buchaberg allerlei Sagen und Geschichten, die nicht unbedingt ernstgenommen werden müssen. Was solls, der Volksmund hat in der Vergangenheit viel zu erzählen gewußt, an dem wir noch heute unsere Freude haben. Pfarrer Peter Poiger hat die Geschichte von der Burg auf dem Buchaberg zum Anlaß genommen, ein Gedicht zu schreiben:
Die Ritterburg auf dem Buchaberg
Hoch auf des Buchbergs Gipfel,
Dort stand in alter Zeit
Die Burg von stolzen Rittern,
Schaut‘ trutzig in die Weit‘.

Puchberger war ihr Name,
War ein gar stolz Geschlecht;
Sie glaubten sich erhaben
Hoch über alles Recht.

Der Raub und Jagdgelüste
Erfülle ganz ihr Herz,
Am Tag und auch bei Nacht
Trieb man nur Spiel und Scherz.

Die Ritter und die Rappen
In ihrem Übermut,
Sie taten arg viel Unrecht,
Dem Volk an Hab und Gut.

Und wenn die Glock’ im Tale
Sie lud in Gottes Haus,
Verbrachten sie den Sonntag
Zu Spiel in Saus und Braus.

Der Herrgott in dem Himmel
Sah dieses gortlos‘ Spiel;
Er macht ihm bald ein Ende,
Der Frevel war zu viel.

Es war zu Sommerszeiten
Gewitterschwere Nacht:
Da zuckt ein Blitz vom Himmel,
Fuhr in die Burg mit Macht.

Bald loderts hell in Flammen
Hinauf zu des Himmels Höhn. –
Die ganze Burg in Flammen!
Wie war das wild und schön!

Von all der stolzen Größ’
Findst du jetzt nur die Spur:
Die Mauern und die Steine
sind Überreste nur.

Die Strafe war gerecht,
Die diese Ritter traf;
Denn allzeit hats geheißen,
Daß Übermut verlangt nach Straf”.

Selbst nach ihrem Tode
Die Ruh sie fanden nicht;
Zu groß war ja ihr Frevel,
Zu schwer der Sünd’ Gewicht.

Noch vor nicht langen Zeiten
Zu mitternächtiger Stund’,
Tat sich im Tal ein Lärmen
Vom Berg herunter kund.

Wenn andre Menschen ruhten
Von ihren Mühen aus –
Die Ritter mußten geistern
Dort, wo einst stand ihr Haus.

Als ob die Kugel rollet
Auf einer Kegelbahn,
So hört sich das Getöse
Im Tal herunten an.

Jenseits vom Bergesgipfel,
Spielberg vom Volk benannt,
Sah man oft Fräuleins wandeln
Im ritterlich‘ Gewand.

Jetzt scheint die Straf geendet,
Gebüßt ihr böses Tun;
Man hört nicht mehr das Lärmen;
Die Ritter dürfen ruhn.

Steigst du hinauf zum Buchberg,
Die Sage dir verkündigt:
Gott straft den Menschen darin,
Womit er hat gesündigt.

Bald nach dem Zweiten Weltkrieg machte der Buchaberg von sich reden. Jahrzehnte vorher kursierte im Raum von Neukirchen die Behauptung, auf dem Buchaberg sei ein Goldschatz vergraben. So kam es, daß es wiederholt Menschen gab, die nach diesem Schatz suchten. Statt Goldes entdeckte man aber Eisen- und Porzellanerde und Feldspat. Verschiedene Firmen interessierten sich dafür und ließen Untersuchungen durchführen. Tatsächlich stellte man in der Hauptsache eine Porzellanader fest. In der Annahme, daß es auf dem Buchaberg noch mehrere “Goldadern” gibt, wurde 1952 an einem tiefer gelegenen Ort gegraben. Der Erfolg blieb auch hier nicht aus. Eine Untersuchung durch Sachverständige ergab, daß es sich um Kaolin, Feldspat und mit Quarz vermischtem Gestein handelte. Die Frage, ob man mit einem gezielten Abbau beginnen sollte, wurde negativ beantwortet. Bald darauf stellte man alle weiteren Grabungen ein, und der Buchaberg träumt wieder von alten, vergangenen Zeiten.
K. Klar
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 10.10.1980


Bei der Verwaltungsgemeinschaft gemeldete Veranstaltungen
6.12.1980 Christbaumversteigerung des Sportvereines Hunderdorf
7.12.1980 Weihnachtsfeier des Bayerwaldvereines bei Sandbiller
12.12.1980 Christbaumversteigerung des Bayerwaldvereines bei Sandbiller
20.12.1980 Weihnachtsfeier des Sportvereines Hunderdorf
1.1981 Interner Ball des Bayerwaldvereines bei Sandbiller
1.1981 Ball des Bayerwaldvereines bei Berger-Höfelsauer
2.1981 Faschingsfeier des Sportvereines Hunderdorf
2.1981 Kappenabend des Bayerwaldvereines bei Weinzierl
Die Vereine werden gebeten, rechtzeitig ihre Veranstaltungen bei der VG zu melden, um Überschneidungen zu vermeiden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 10.10.1980


Widmung
Betreff: Weg FINr. 705, Gemarkung Gaishausen
Die in der Gemeinde Hunderdorf, Landkreis Straubing-Bogen, Regierungsbezirk Niederbayern, gelegene Straßenstrecke wird mit Wirkung vom 1.1.1981 zum öffentl. Feld- und Waldweg gewidmet.
Er erhält die Bezeichnung “Ellabergweg”.
Die gewidmete Strecke beginnt bei GVStr. Grub-Ellaberg (km 0,000) und endet bei den Grundstücken FINr. 757/5 (km 0,125) u. 753.
Träger der Straßenbaulast sind auf der gesamten Wegstrecke die Anlieger und Benützer des Weges.
Hunderdorf, den 23.9.1980
Härtenberger, 1. Bürgermeister
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 10.10.1980


Wallfahrtskirche Hl. Kreuz bei Windberg
Am 13. Oktober und am 13. November 1980 findet in der Wallfahrtskirche Hl. Kreuz bei Windberg um 14.00 Uhr ein Fatima-Rosenkranz statt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 10.10.1980


Bergsommer ade
Neue und dennoch “alte“ Wege ging die Evang.-Luth. Jugend in ihrem diesjährigen Programm, das ein ausgewogener „Bergsommer” wurde. Die Frage “was tat ich am liebsten in meiner Jugend? ”, war Impuls und Intention.
Abschluß dieser in die Tat umgesetzten Überlegungen war eine Freizeit für Kinder zwischen 9 und 13 Jahren auf der in einer Höhe von 2286 m gelegenen Neuen Regensburger Hütte. Im Herzen der Stubaier Alpen

Ein besonderes Vergnügen bereitete es den Kindern, nach dem Gipfelsturm
ein Bad im hinter der Hütte gelegenen Bergsee zu nehmen.

stand der Gruppe neben der Haupthütte ein kleines, mit Lagern ausgestattetes Holzhaus zur Verfügung, das insgesamt 16 Plätze auswies. Ausgezeichnete Verpflegung, die Hochgebirgslandschaft, eine Reihe gut markierter alpiner Höhenwege und das ausgedehnte Tal mit einer reichen Flora ließen diese neun Tage zu einem bleibenden Erlebnis werden.
Die Gruppe war über den Achenpaß der Alten Brennenstraße angereist. Morgens um 10 Uhr begann sie mit dem Aufstieg. Hier machte sich bemerkbar, daß die Uhren eine Stunde vorgingen, ansonsten wäre es in den unteren Regionen schon reichlich warm gewesen. Bereits nach 1 ½ Stunden erreichten sie die Baumgrenze.
Auf der Ochsenalm wurde eine ausgedehnte Rast gehalten; zum mitgebrachten Pausebrot wurde frische ”Kuhmilch” getrunken, die allerdings, da die Kuh am Vortage abgetrieben wurde, etwas nach „Ziege”’ schmeckte.
Nach einer weiteren Stunde erreichten alle die Hütte.
Noch am gleichen Tage wanderten die Jungbergsteiger in das ausgedehnte Tal hinauf Richtung Hochmoosfernen.
Die Hütte wurde zum “Standquartier”. Dadurch, daß drei Betreuer mit von der Partie waren, konnte stets ein zweites Programm angeboten werden.
Höhepunkt waren der Aufstieg auf den Hochmoosferner. Bis auf 3125 m ging es auf „ewigem Eis”, teils im Neuschnee hinauf. Viel zu schnell war der Rückweg bewältigt. Auf mitgebrachten Plastikfolien und auf der Regenkotze fuhr die Gruppe ab. Manche Hose wurde naß, aber es war eine “mords Gaudi”.
Die Östliche Knotenspitze (3100 m) war ein anderes Ziel. Fast

Nicht nur symbolischen Wert batte der Wegweiser mit seinen vier Tafeln.
Die Gruppe lernte auch die dazugehörigen Wege und Höhen kennen

spielerisch wurden Knoten- und Seiltechnik, die man im „Wald“ trainiert hatte, angewendet. Nur die Höhe war doch etwas anderes. Alle bestiegen ihren ersten Dreitausender. Baden im etwa 16° „warmen” Wasser des Bergsees hinter der Hütte, Bächlebauen, Sammeln und Bestimmen von Mineralien und Pflanzen und vieles mehr bestimmten ein buntes Programm.
Daß mitten im Sommer auch Winter sein kann, erlebten die Teilnehmer am 6. Tag, als es in der Nacht heruntergeschneit hatte und die Hütte im knöcheltiefen Schnee lag.
Schneeballschlacht und Aufnahmen der Sommerblumen im Schnee wurden gemacht.
Der letzte Tag galt Innsbruck. Ein Dankeschön im Dom, die Altstadt mit ihren Geschäften und nicht zuletzt die Milchtrinkstube, in der sich alle „vollaufen ließen” schlossen die Tour und damit einen Bergsommer der Evang.- Jugend ab.
Schade, daß alles vorbei ist. Schade, daß so wenige Gruppen von solch einer Möglichkeit Gebrauch machen.
Alpenverein und örtliche Bergführer bieten sich an, die Arbeit der Gruppenleiter zu unterstützen. Alle Kinder und Jugendlichen, die an den drei Hochgebirgsfreizeiten teilnahmen waren sich einig: Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.
Um auch den zu Hause gebliebenen einen Eindruck von den „Bergfahrten” zu vermitteln, laden Jungschar und Jugendtreff für Samstag, den 11. Oktober in die Jugendräume der Evang. Kirche nach Bogen ein. “Jung und Alt” können um 15 Uhr bei einem Diavortrag die Erlebnisse des Sommers noch einmal „Revue passieren” lassen. Dauer ca, 1 ½ bis 2 Stunden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 10.10.1980


JU begrüßte Initiative des Gemeinderates
Hunderdorf.
Auf den geplanten Kindergarten in Hunderdorf richtete sich das Interesse der Mitglieder der Jungen Union anläßlich einer Mitgliederversammlung. Kreis- und Gemeinderätin Heidi Watzl erläuterte anhand eines von Walter Hornberger entworfenen Plans die Lage und die Gestaltung des künftigen Hunderdorfer Kindergartens.
Die Ju-ler begrüßten die Initiative des Gemeinderats, trotz der angestrengten Finanzsituation der Gemeinde den Kindergartenbetrieb aufrecht halten zu wollen. Brachte doch gerade die kommunale Neugliederung für den Kindergarten einen Zustrom an Kindern, der zur Zeit nur mit übergroßen Halbtagsgruppen aufgefangen werden könne. Die damit verbundene räumliche Enge erlaube den Kindergartenkräften auf Dauer keine optimale Betreuung der Kinder und erfordere geradezu einen Neubau.
Außerdem gehe damit ein langgehegter Wunsch vieler, durch die Neubautätigkeit nach Hunderdorf gezogener, junger Eltern in Erfüllung. Auf den geplanten Bau eingehend, betonte Gemeinderätin Watzl, daß man bei der äußeren Gestaltung des großzügig angelegten Gebäudes auf die aktuelle Forderung nach landschaftsgebundenem Bauen Wert lege. Durch die Schaffung eines zweiten Zugangs zur Hauptstraße habe man besonders die Sicherheit der Kinder auf dem Weg zum Kindergarten im Auge.
Die Grundrißeinteilung erklärend, hob Heidi Watzl hervor, daß zwei voneinander getrennte Gruppenräume in Verbindung mit einer Küche auch den Betrieb einer Ganztagsgruppe neben den Halbtagsgruppen erlaube, was gerade den berufstätigen Eltern entgegenkomme. In einem eigenen Intensivraum könnten Vorschulkinder besonders auf die Einschulung vorbereitet werden.
Der sportlichen und gymnastischen Betätigung, aber auch zur Mittagsruhe der Kinder könne ein ausreichend großer Mehrzweckraum genutzt werden. Alles in allem sei der mit rund 650 000 Mark veranschlagte Neubau groß genug ausgelegt, auch den Bedürfnissen einer größer werdenden Gemeinde in Zukunft gerecht zu werden, schloß die Gemeinderätin.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 10.10.1980


Hunderdorfer Läufer starteten in Waldmünchen
Am Sonntag, dem 28.9.80 beteiligte sich ein siebenköpfiges Aufgebot am 5. landesoffenen Waldlauf in Waldmünchen.
Es wurden zwei von sechs Pokalen errungen.
Sieger wurde dabei die zwölfjährige Rosi Schlecht mit deutlichem Vorsprung. Den Lauf der Schülerin A., weibl. Jgd. B u. weibl. Jgd. A entschied Gabi Diewald erwartungsgemäß sicher für sich. Auch der zehnjährige Thomas Schießl wurde bei den Schüler C Sieger.
ERGEBNISSE:
Schüler C (1600 m) 1. Thomas Schieß (6:42,5)
Schülerin B (1600 m) 1. Rosi Schlecht (6:45,8)
Schüler A (2300 m) 3. Helmut Stoiber (9:45,3), 5. Markus Tanne (10:00,7)
Weibl. Jugd. B (2300 m) 1. Diewald Gabi (9:43,5)
Männl. Jgd. B (3900 m) 5. Christian Greipl (16:53,6)
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 10.10.1980


Stammtisch Lintach – Hunderdorf
Der Stammtisch Lintach-Hunderdorf plant unter Regie von Alois Winter auch heuer wieder vier Theateraufführungen. Voraussichtlich wird das Stück „Der scheinheilige Florian“ gespielt am Samstag, dem 22.11., am Sonntag, dem 23.11. und am Samstag, dem 29,11., sowie am Sonntag, dem 30.11., jeweils im Saale der Gastwirtschaft Höfelsauer-Berger in Steinburg.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 10.10.1980


VdK-Ortsverband Hunderdorf
In einer VdK-Ortsvorstandschaftsitzung des Ortsverbandes Hunderdorf/Windberg wurden die Vereinsarbeiten des abgelaufenen Halbjahres und die künftige Arbeit des Ortsverbandes besprochen. Die anstehende Generalversammlung mit Neuwahl der Gesamtvorstandschaft wurde für Freitag, 7. November, um 15 Uhr, im Gasthaus Sandbiller festgelegt. Ebenfalls wurde die Halbtagesausflug für den nächsten Sonntag, 12, Oktober eingeplant. Die Abfahrt zur “Fahrt ins Blaue”’ erfolgt mit Bus um 13 Uhr ab Windberg und Hunderdorf. Anschließend legte die Hauptkassiererin Anna Heilmann den Kassenbericht vor. Sie berichtete auch über den Bankeinzug der Beiträge, der reibungslos als Neuerung sich bestens bewährte. Vorsitzender Rudolf Karl ging zum Schluß noch auf die neuerlichen Änderungen der Richtlinien in der Kriegsopferfürsorge, vor allem im Bundesversorgungsgesetz, im Schwerbehindertengesetz sowie im Rentenrecht ein. Diese Themen werden bei der nächsten Aufklärungsversammlung ein besonderer Tagesordnungspunkt sein.
Als Referent hierzu hat Kreisgeschäftsführer Oswald Maier seine Zusage schon erteilt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 10.10.1980


Er- und Sie-Turnier des Tennis-Club Hunderdorf
Erstmals in seiner jungen Vereinsgeschichte führte der Tennis-Club einen vereinsinternen Wettkampf in Form eines Er- und Sie-Turniers durch. Dazu hatten sich 8 weibliche und 8 männliche Mitglieder gemeldet.
Nachdem die einzelnen Paare vorher zusammengelost worden waren, konnten die Spiele bei herrlichem Wetter stattfinden. Die Akteure waren mit großer Begeisterung und nicht minderem Ehrgeiz bei der Sache, und es gab manch überraschende Ergebnisse.
Da die Spiele an einem Tag ausgetragen wurden, zeigte sich am Schluß, wer die meisten Kraftreserven besaß, und vor allem bei den weiblichen Tenniscracks waren Zeichen der Ermüdung nicht zu übersehen.
Schließlich ging das Paar Greil Bärbel/Höpfl Rudi nach einem harten Dreisatzkampf als Sieger hervor.
Die weiteren Plazierungen:
2. Hornberger Petra / Spierhansl Harald
3. Axinger Hermine / Schaubeck Robert
4. Diewald Gabi / Riepl Wolfgang.
Sportkamerad Klar Klaus war dem Turnier ein umsichtiger Leiter. Die Ehrung der Sieger erfolgt im Rahmen der Jahresabschlußfeier. (Teilnehmerliste hängt im Schaukasten!).
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 10.10.1980


Schützenverein Windberg
Ab sofort findet wieder jeden Samstag ab 19.00 Uhr im Gasthaus Hüttinger der Schießabend für alle aktiven Winitschützen Windbergs statt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 10.10.1980


AUFRUF zur Kriegsgräber-Opferwoche 1980 vom 27. Oktober mit 2. November
Die Gemeinden bitten, die Sammlungen: durch die Krieger- und Soldatenkameradschaften oder die Bundeswehr zu unterstützen!
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 10.10.1980


10,2 Kilometer neue Wasserleitungen
Wasserversorgung Steinburg-Gaishausen soll 1,44 Millionen Mark kosten — Vom Gemeinderat
Hunderdorf.
Hauptthema der Gemeinderatssitzung im Gemeindeamt war die Planung der Wasserversorgung Steinburg-Gaishausen. Das Ingenieurbüro Sehlhoff, Bogen, hatte hierzu den gefertigten Vorentwurf vorgelegt, wobei laut erstem Kostenanschlag 1,44 Millionen Mark für die Ringwasserversorgung erforderlich werden.
Ingenieur Schamm erläuterte das vorgeplante Projekt und wartete mit technischen Angaben auf hinsichtlich des Versorgungsgebietes, des Wasserbedarfs und der Deckung des Wasserbedarfs. Bezüglich der Versorgung der einzelnen Ortschaften seien Verbunde vorgesehen von den Hauptleitungen des Zweckverbandes Bogenbachtalgruppe, von der Wasserversorgung Steinburg sowie der Fernwasserleitung des Zweckverbandes Bayerischer Wald. Im Bereich der ehemaligen Gemeinde Steinburg seien 2,1 Kilometer und im Bereich der ehemaligen Gemeinde Gaishausen 8,1 Kilometer an neuen Wasserleitungen geplant. Die Kosten bezifferte Ingenieur Schamm auf 1,1 Millionen Mark für Gaishausen und auf 340 000 DM für Steinburg.
Zum Vorentwurf regte Bürgermeister Härtenberger noch Verbundleitungen an für den Bereich Schafberg-Wegern sowie dem Gebiet um Irlach. Der Gemeinderat war mit dem vorliegenden Entwurf einverstanden unter der Bedingung, daß die beiden angeregten Verbunde mit aufgenommen werden. Das Ingenieurbüro wird nun den Entwurf der Wasserversorgung Steinburg-Gaishausen anfertigen, der Grundlage für kommende Zuschußbesprechungen sein wird.
Bezüglich des Winterdienstes 1980/81 wurde festgelegt, daß nunmehr der Räum- und Streudienst ohne Beteiligung des Landkreises durchgeführt werden soll. Es wird so auch noch die bisher vom Kreis betreute Strecke Sollach-Hunderdorf-Bahnhof Steinburg in die Route des gemeindlichen Unimogs aufgenommen. Ansonsten wird der Winterdienst wie im Vorjahr durchgeführt.
Zugestimmt hat der Gemeinderat auch einem Wartungsvertrag für die Pumpstation bei der Abwasseranlage BA II. Der Wartungsservice umfaßt zweimalige Wartung im Jahr und kostet 535 Mark und empfiehlt sich für die neuen Abwasserpumpen. Zur Kenntnis gab Bürgermeister Härtenberger dem Gemeinderat ein Schreiben des Landrates Weiß an den Bundesverteidigungsminister und dessen Antwortschreiben betreffend die Übungsplatzerweiterung im Sollinger Loch. Hierin führt der Minister aus, daß von seiten der Bundeswehr an der Übungsplatzerweiterung im Sollinger Loch festgehalten werde, nachdem brauchbare Alternativlösungen, die den militärischen Ansprüchen gerecht werden, nicht vorlägen. Auch neue oder im Zuge des Anhörungsverfahrens nicht berücksichtigte strukturpolitische Punkte, die derzeitig anders zu beurteilen wären, unterlägen nicht der Wertung durch die Bundeswehr. Bezüglich des Standortes für die Sprenggrube stimmte Bundesminister Apel erneuten Probesprengungen zu, um zu prüfen, wo die geringste Lärmbelästigung für die Bevölkerung sei.
In Kenntnis setzte der Bürgermeister den Gemeinderat auch über die nahezu abgeschlossene Renovierung der Schloßkapelle Au v. Wald. Derzeitig werde die Altarrenovierung vorgenommen. Es wurden Vergoldungen am Altar vorgeschlagen. Dazu sollen erst entsprechende Kostenangebote eingeholt werden, stellte der Gemeinderat abschließend fest.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.10.1980


Schöne Heimat
Am Fuße des Buchaberges, im Raum um Windberg, finden wir noch einige schöne und alte Bauernhäuser. Nach einer Wanderung um den Buchaberg kam ich auch nach Wassergraben. Versteckt hinter größeren Gebäuden entdeckte ich das hier abgebildete alte Bauernhaus. Ermüdet von der Tagesarbeit ruhte sich der Besitzer Oskar Bugl auf einer Mauer aus, denn die warme Sonne des beginnenden Herbstes lud förmlich zum Ausruhen ins Freie ein. Nachdem der Hausbesitzer das Haus erst nach dem Kriege erworben hatte, konnte er das Alter nicht nennen. Sicher ist, daß das Haus weit über hundert Jahre alt ist und jetzt eine Sanierung notwendig hätte, wie mir der Besitzer versichern konnte. Auf dem Winterholz vor dem Haus blühen bunte Bauernblumen, am Schrot hängt die Wäsche zum Trocknen. Unweit dieses Hauses wird ein Bauernhaus aus altem Baumaterial aufgebaut. Es ist erfreulich, daß es noch Menschen gibt, die Sinn für Tradition haben und diese, oft unter großem Kostenaufwand, zu pflegen wissen.
Über dieses Haus werden wir noch später berichten.
K. Klar
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 24.10.1980


Jägerprüfung 1981
Der schriftliche Teil der Jägerprüfung 1981 findet gemäß Landesverordnung zur Ausführung des Bayerischen Jagdgesetzes (LVBayJG) vom 10. Dezember 1968 (GVBl S. 343, ber. 1969 S. 27 und 122), zuletzt geändert durch Verordnung vom 4. September 1979 (GVBl S. 305) landeseinheitlich am Dienstag, dem 20. Januar 1981 statt (Beginn: 9 Uhr).
Prüfungsbewerber können sich bis spätestens 20. November: 1980 unter Angabe von Vor- und Zuname, Beruf, Geburtsdatum und vollständiger Anschrift (einschließlich Postleitzahl) bei der Kreisverwaltungsbehörde (untere Jagdbehörde} schriftlich zur Prüfung anmelden, in deren Bereich sie ihre Wohnung haben. Anstelle der Kreisverwaltungsbehörden sind auch die Gemeinden zur Entgegennahme von Anmeldungen zur Prüfung zuständig.
Hat ein Bewerber keine Hauptwohnung in Bayern, so hat er sich innerhalb der gleichen Frist bei einer Kreisverwaltungsbehörde desjenigen Regierungsbezirkes anzumelden, in dem er die Prüfung ablegen will.
Der Anmeldung sind die nach § 29 Abs. 3 LVBayJG erforderlichen Unterlagen beizufügen:
a) der Nachweis über die Einzahlung der Prüfungsgebühr,
b) die Bestätigung , daß der Bewerber mindestens 100 Stunden an einem Ausbildungslehrgang im Sinne des § 32 teilgenommen hat; der Nachweis der praktischen Ausbildung über 50 Stunden kann auch durch eine Bestätigung über die Ableistung einer 1jährigen jagdlichen Lehre bei einem bestätigten Lehrherrn erbracht werden.
c) von Minderjährigen auch eine amtlich beglaubigte Erklärung des gesetzlichen Vertreters über dessen Einverständnis mit der Teilnahme an der Jägerprüfung.
d) eine eidesstattliche Erklärung, wann und wie oft der Bewerber bereits an Jägerprüfungen ohne Erfolg teilgenommen hat,
e) von Bewerbern mit Hauptwohnung außerhalb Bayerns auch die Zustimmung der zuständigen Jagdbehörde des Heimatlandes zur Teilnahme an einer Jägerprüfung in Bayern,
f) ein Führungszeugnis , das nicht älter als 6 Monate sein darf.
Für die Prüfung wird eine Gebühr von 120 DM erhoben. Die Gebühr ist vor den Anmeldung zur Prüfung bei der Kasse der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde einzuzahlen. Ein Nachweis über die eingezahlte Prüfungsgebühr ist der Anmeldung beizufügen. Dies gilt auch in Fällen, in denen sich Bewerber statt bei der Kreisverwaltungsbehörde bei ihrer Gemeinde zur Prüfung anmelden. Fehlt der Nachweis über die eingezahlte Prüfungsgebühr, so muß die Anmeldung durch die Kreisverwaltungsbehörde zurückgewiesen werden.
Die genaue Anschrift des Prüfungsraumes wird dem Bewerber rechtzeitig in der Ladung mitgeteilt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 24.10.1980


Schluckimpfung gegen Kinderlähmungserkrankung 1980/81
Das Bayerische Staatsministerium des Innern hat die Gesundheitsämter auch in diesem Jahr wiederum beauftragt, eine öffentliche, kostenlose Schutzimpfung gegen Kinderlähmungserkrankung durchzuführen.
Nach den neueren medizinischen Erfahrungen sind zu einer vollständigen Schluckimpfung gegen die Kinderlähmungserkrankung 3 Impfgänge erforderlich: 2 davon im Abstand von etwa 6 Wochen, der 3. Impfgang nach 1 Jahr. Außerdem soll eine Auffrischung erhalten: Kinder, die bereits eine vollständige Impfung erhalten haben, bei denen der Zeitpunkt der Impfung wenigstens 4 Jahre zurückliegt.
Zur diesjährigen Impfung sind aufgerufen:
1. Alle Kinder, die in der Zeit vom 1.8. 79 bis 31. 7. 80 geboren sind und noch keine Schluckimpfung erhalten haben. Sie sollen die 1. Impfung im Nov./Dez. 80, die 2. Impfung im Jan/Feb. 81 und die 3. Impfung im Winter 81/82 erhalten.
2. Alle Kinder, die im Vorjahr die 1. und 2, Schluckimpfung genommen haben; sie benötigen jetzt die 3. Impfung.
3. Alle Kinder, die bereits eine vollständige Impfung erhalten haben und bei denen die Impfung schon mindestens 4 Jahre zurückliegt. Sie erhalten nur eine Impfdosis. (Auffrischimpfung).
Außerdem können alle Kinder und Jugendliche bis zu 20 Jahren, die bisher noch nicht oder nur unvollständig die Schluckimpfung genommen haben, teilnehmen.
Für die diejenigen Kinder, welche die Schluckimpfung erhalten sollen, liegen Merkblätter in den Schulen, Kindergärten und beim Gesundheitsamt auf. Am Impftermin sind diese Merkblätter ausgefüllt und mit der Unterschrift der Eltern versehen, vorzulegen, ebenso der gelbe Impfausweis.
Termine für die Schluckimpfung gegen Kinderlähmungserkrankung:
Impfort: Windberg‚ Impflokal Gemeinde, Impftermin: Freitag, 21.11. 80 um 8.15.Uhr
Impfort: Hunderdorf, Impflokal Schule, Impftermin: Freitag, 21.11.80 um 8.45 Uhr
Impfort: Neukirchen‚ Impflokal Schule, Impftermin: Freitag, 21. 11. 80 um 11.00 Uhr
Der Termin des 2. Impfganges im Januar 1981/ Februar 1981 wird noch bekanntgegeben.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 24.10.1980


Bei der VG gemeldete Veranstaltungen der Gemeinde Hunderdorf:
Am 6.12. 1980 ‚Christbaumversteigerung des Sportvereines Hunderdorf
Am 7.12. 1980 Weihnachtsfeier des Bayerwaldvereines bei Sandbiller
Am 12.12. 1980 Christbaumversteigerung des Bayerwaldvereines bei Sandbiller
Am 20.12. 1980 Weihnachtsfeier des Sportvereines Hunderdorf
Am 3.1. 1981 Interner Ball des Bayerwaldvereines Hunderdorf
Am 17.1. 1981 Ball des Bayerwaldvereines Hunderdorf bei Berger-Höfelsauer
Am 31.1. 1981 JU-CSU -Ball bei Berger-Höfelsauer
Am 14.2. 1981 Faschingsfeier des Sportvereines Hunderdorf
Am 21.2. 1981 Kappenabend des Bayerwaldvereines bei Weinzierl
Die Vereine werden gebeten, rechtzeitig ihre Veranstaltungen bei der VG zu melden, um Überschneidungen zu vermeiden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 24.10.1980


Waldgesetz für Bayern (BayWaldG); hier: Erlaubnis nach Art. 16 zur Erstaufforstung von Grundstücken der Ehegatten Xaver und Monika Oischinger, 8441 Steinburg 20
Herr/Frau Xaver und Monika Oischinger haben beim Landratsamt Straubing-Bogen um die nach Art. 16 BaywaldG vom 22. 10. 1974 (GVBl. S. 551) erforderliche Erlaubnis zur Erstaufforstung des Grundstückes FI.Nr. 103 der Gemarkung Steinburg (Teilfläche) nachgesucht.
Nach Art. 38 Abs. 2 BayWaldG können sich die Eigentümer und Nutzungsberechtigten sonstiger Grundstücke, deren Nutzung durch die Erstaufforstung beeinträchtigt werden können, an dem Verfahren beteiligen.
Vorstehendes wird hiermit nach Art. 38 Abs. 3 Satz 2 BayWaldG ortsüblich bekanntgegeben mit dem Hinweis, daß die Verfahrensbeteiligten etwaige Einwendungen gegen das Aufforstungsvorhaben nur innerhalb einer Ausschlußfrist von einem Monat nach dieser Bekanntgabe beim Landratsamt Straubing-Bogen, Dienststelle Straubing in 8440 Straubing, Leutnerstraße 15, erheben können (Art. 38 Abs. 3 Satz 3 BayerWaldG).
Für Verfahrensbeteiligte , die vom Landratsamt mit einem persönlichen Schreiben von dem Aufforstungsvorhaben benachrichtigt worden sind, (Art. 38 Abs, 3 Satz 1 BayWaldG) beginnt die Ausschlußfrist zu dem im Schreiben bestimmten Zeitpunkt.
Landratsamt Straubing-Bogen —Dienststelle Straubing —
Feineis, Amtsinspektor
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 24.10.1980


Wasserversorgung Steinburg — Gaishausen
Vom Gemeinderat Hunderdorf (Sitzung am 15.10. 1980)
Hauptthema dieser Sitzung war die Wasserversorgung Steinburg-Gaishausen. Hierzu erläuterte Ingenieur Schamm vom Ingenieurbüro Sehlhoff, Bogen, den vorgelegten Vorentwurf der geplanten Ringwasserversorgung Steinburg-Gaishausen. Dabei nannte Schamm das Versorgungsgebiet den Wasserbedarf und die Deckung des Wasserbedarfes sowie die Versorgung der einzelnen Ortschaften.
Folgende Verbunde sind vorgesehen:
1. Zone: Hoch — Weinberg — Hochholz durch Zweckverband Bogenbachtalgruppe (Hauptleitung Mitterfels)
2. Zone: Gaishausen und angrenzende Ortsteile durch Zweckverband  Bogenbachtalgruppe (Leitung von Thananger )
3. Zone Steinburg — Ehren und angrenzende Ortsteile durch Wasserversorgung Steinburg.
4. Zone: Brandstatt —Starzenberg — Schafberg durch Fernwasserzweckverband (Fernwasserleitung vom Hochbehälter Wolfessen)
5. Zone: Röhrnau — Riglberg durch Zweckverband Bogenbachtalgruppe (Leitung von Uttendorf)
Im Bereich der früheren Gemeinde Steinburg wären 2.150 m neu zu bauende Leitungen vorgesehen, im Bereich der früheren Gemeinde Gaishausen 8.100 m. Die Kosten wurden mit 1,1 Mill. DM für den Bereich Gaishausen und für den Bereich Steinburg mit 340.000 DM angegeben.
Zum Entwurf regte Bürgermeister Härtenberger an, daß Verbindungsleitungen noch weiter vorgesehen werden sollten, so daß im Bedarfsfalle ein anderweitiger Verbund hergestellt werden könnte. Es handelt sich dabei um die Fernwasserleitung nach Wegern sowie um die Verbindung des Zweckverbandes Bogenbachtalgruppe nach Irlach, wo ein Verbundnetz zweckmäßig sei.
Unter Bezug auf den Vorentwurf und die angeregten Ergänzungen stellte der Gemeinderat sein Einverständnis fest mit der vorgelegten Vorentwurfsplanung. Das Ingenieurbüro wird nunmehr den Entwurf der Ringwasserversorgung erstellen.
Winterdienst 1980/81
Bezüglich der Durchführung des Winterdienstes im kommenden Winterhalbjahr sprach sich der Gemeinderat dafür aus, den Winterdienst im Gemeindebereich Hunderdorf erstmals ohne Beteiligung des Landkreises auszuführen. Es wird so auch die Strecke Sollach — Hunderdorf, Bahnhof Steinburg mit dem gemeindlichen Unimog geräumt. Desweiteren werden neben dem Unimog wieder Schneeräumarbeiten mit Schleppern durchgeführt. Auch das Problem der Streusalzaufladung wurde besprochen, wobei künftig ein Handstapler eingesetzt werden soll.
Wartungsvertrag für Pumpstation
Zu befassen hatte sich der Gemeinderat mit der Wartung der zwei Abwasserpumpen, die im Bauabschnitt II der Ortskanalisation eingebaut wurden. Das Ingenieurbüro Weber hatte einen diesbezüglichen Wartungsservice empfohlen. Daraufhin wurden von seiten der Verwaltungsgemeinschaft ein entsprechender Entwurf des Wartungsvertrages angefordert. Nach Kenntnisnahme sprach sich der Gemeinderat für den Abschluß des entsprechenden Wartungsvertrages mit Wirkung zum 1.1.1981 aus. Vereinbart ist demnach eine zweimalige Wartung jährlich mit Überprüfung sämtlicher Funktionen, wobei die Kosten 535,00 DM + MWSt betragen.
Information über Übungsplatzerweiterung
Der Bürgermeister informierte den Gemeinderat über ein Schreiben des Landrates Ingo Weiß vom 6.8.1980 an den Bundesminister der Verteidigung bezüglich der Errichtung eines zweiten Übungsplatzes für den Standort Bogen im “Sollinger Loch“. Hiernach trug der Landrat die in einer Bürgerversammlung der Stadt Bogen diskutierten Gesichtspunkte vor und bat um Stellungnahme. Diese Punkte waren insbesondere
1. Ob einer Änderung der Entscheidung, die für das „Solinger Loch“ getroffen wurde, noch möglich sei,
2. ob neue Probesprengungen und hierzu neue Gutachten erstellt werden könnten,
3. ob die Haltung überdacht werde, da im Raumordnungsverfahren das Bayer. Geologische Landesamt nicht gehört wurde.
In dem Antwortschreiben vom 6.9. 1980 gibt der Bundesminister der Verteidigung Hans Apel bekannt, daß die Bundeswehr weiterhin beabsichtigt, für die Garnison Bogen einen zweiten Standortübungsplatz im “Sollinger Loch“ sobald wie möglich einzurichten. Die Vertreter des Bundesministeriums der Verteidigung haben auch bei einem Gespräch erläutert, daß die Errichtung eines zweiten Übungsplatzes für Bogen unverzichtbar und daß hierfür das Gelände im ”Sollinger Loch” geeignet sei. Aufgrund der Stellungnahme der Bayer. Staatskanzlei sei nunmehr der Grunderwerbsauftrag erteilt worden, nachdem sich sinnvolle Alternativlösungen zum “Solinger Loch“ einschl. des Geländes südlich der Donau nicht ergeben hätten. Ob im Zuge des Anhörungsverfahrens alle strukturpolitischen Punkte geprüft wurden und diese. ggf. heute anders zu beurteilen wären, unterliege nicht der Wertung durch die Bundeswehr. Was die künftige Lage der Sprenggrube im neuen Übungsplatz betreffe, bestünde kein Bedenken durch erneute Probesprengungen feststellen zu lassen, welcher Standort in Frage kommt, von dem die geringstmögliche Lärmbelästigung für die Bevölkerung ausgeht, heißt es in dem Schreiben weiterhin.
Desweiteren gab Bürgermeister Härtenberger einen Aktenvermerk bezüglich der im Benehmen mit der Polizeiinspektion Bogen durchgeführten Verkehrsschau bekannt. Hierbei wurden verschiedene Verkehrsbeschränkungen durch Geschwindigkeitsbeschränkungen, die Aufstellung von Vorfahrtszeichen‚ sowie die Errichtung von Verkehrsspiegeln an Ort und Stelle besprochen.
Innenrenovierung Schloßkapelle Au vorm Wald
Desweiteren berichtete Bürgermeister Härtenberger über die Kirchenrenovierung der Schloßkapelle Au vorm Wald. Hiernach seien die Renovierungsarbeiten größtenteils abgeschlossen. Derzeitig werde noch die Altarrenovierung vorgenommen, Die Kosten der Restaurierungsmaßnahmen belaufen sich auf rd. 26.000 DM. Für die noch empfohlene Vergoldung am Altar sollen entsprechende Kostenangebote eingeholt werden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 24.10.1980


Baugebietsausweisung in Windberg schwierig
Auf Vorbringen von Bürgermeister Kleikamp fand bezüglich der Baugebietsausweisung in Windberg am Mittwoch, dem 15.1.1980 ein Ortstermin statt. Dabei trug Bürgermeister Kleikamp vor, daß die Gemeinde eine Baugebietsausweisung rechts der Kreisstraße verfolge, zumal der dortige Grundstücksbesitzer damit einverstanden sei und ansonsten Baugrundstücke derzeitig in Windberg nicht zur Verfügung stehen und anderweitiges Bauland in der angestrebten Weise nicht zu erhalten sei. Es solle deshalb zumindest eine Bauzeile südlich des Schmiedfeldes noch genehmigt werden, so daß bauwillige Bürger nicht aus dem Gemeindebereich abwandern müßten.
Der Vertreter des Bayer. Landesamtes für Denkmalpflege, Schelmin führte aus, daß bereits das Gebiet links der Kreisstraße wohl eine bedenkliche Fehlbebauung sei. Ebenso steht die jetzige unterste Bauzeile rechts der Kreisstraße nicht im Einklang mit dem Denkmalschutz. Von seiten des Landesamtes müsse deshalb jegliche weitere Bebauung südlich des Hanges strikt abgelehnt werden, da dadurch das beispielhaft schöne Ortsbild mehr als empfindlich gestört würde.
Leitender Baudirektor Berner und Amtsrat Fischer von der Regierung von Niederbayern sowie Baudirektor Dr. Antusch vom Ldr.Amt äußerten sich in gleicher Weise und stellten fest, daß aufgrund der bestehenden gesetzlichen Vorschriften einer weiteren Bebauung im angesprochenen Bereich keine Zustimmung gegeben werden kann, da hiergegen stärkste ortsplanerische Bedenken bestünden, weil ansonsten der erhaltenswerte Ortsteil zerstört würde. Für die Gemeinde komme eine Baugebietsausweisung nur in nördlicher Richtung in Betracht, ggf. auch eine Ortsabrundungs- u. Lückenbebauung ‚ wurde betont.
Allem Anschein nach wird es deshalb in Windberg einige Zeit dauern, bis evtl. ein reines Baugebiet ausgewiesen werden kann und die Grundstücksfragen befriedigend gelöst werden können.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 24.10.1980


Vom Gemeinderat Windberg (Sitzung am 7.10.1980)
Bei dieser Sitzung ging es insbesondere um den Straßenausbau im Bereich Schmiedfeld. Hierzu waren die beteiligten Anlieger sowie Amtsrat Franzke vom Landratsamt Straubing-Bogen und Ing. Schamm vom Büro Sehlhoff anwesend. Bürgermeister Kleikamp informierte eingangs über die Kosten und die anteiligen Umlagebeträge bei einem Ausbau der Straße lt. Vorliegender Kostenschätzung. Amtsrat Franzke erläuterte die Rechtsgrundlage und stellte heraus, daß es sich bei der betreffenden Straße eindeutig um eine Erschließungsanlage handelt, zu deren Ausbau ein Erschließungsbeitrag nach dem BBauG zu erheben ist.
Ingenieur Schamm gab technische Erläuterungen zum Ausbau der Straße und führte aus, daß bei einer Gesamtausbaumaßnahme Kosten von rd. 240.000. DM ohne Stützmauer entstehen würden. Es folgte eine ausgiebige Aussprache mit den Anliegern, wobei gestellte Fragen nach den gegebenen rechtlichen Gesichtspunkten beantwortet wurden. Die Entscheidung, ob die Straße gebaut werden soll oder nicht, erfolgte noch nicht. Dazu geben die Beteiligten noch ihre Stellungnahme ab.
Wasserversorgung Meidendorf — Irensfelden
Ingenieur Schamm informierte den Gemeinderat über die Chlorung der Fernwasserleitung sowie über den bakteriologischen Befund, der ein einwandfreies Ergebnis brachte. Desweiteren stehe noch die Untersuchung durch das Gesundheitsamt aus. Erst nachdem auch hier der Befund vorliegt, könne das Wasser abgegeben werden. Dies sei nunmehr etwa zum 20.10. 1980 möglich, sagte Schamm.
Für die künftige Betreuung der gemeindlichen Wasserversorgungsanlage wurde angeregt, daß ein Wasserwart eingesetzt werden solle, wobei evtl. eine Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Bogenbachtalgruppe Hunderdorf zweckmäßig wäre.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 24.10.1980


Zwei Leistungsabzeichen für die FFW
Prüfung der Stufe “Bronze” und “Gold-Rot‘ bestanden
Hunderdorf — Zwei Gruppen der FFW Hunderdorf legten am Sonntag-Vormittag, 12. 10. 80, die Leistungsprüfung ab, wobei KBI Wanninger, KBM Jungmayer und KBM Löw als Prüfungsleiter fungierten. Die Nachwuchsgruppe legte erfolgreich die Leistungsprüfung der Stufe “Bronze” ab und die erste FFW-Gruppe erreichte das Leistungsabzeichen der Endstufe „Gold-Rot“. Die FFW hat damit einen guten Ausbildungsstand nachgewiesen.
Der Gruppe, die das Leistungsabzeichen in Bronze erhielt, gehörten an: Karl Englmeier (Gruppenführer), Herbert Hieninger (Maschinist), Sepp Lobmeier (Melder), Xaver Baier u. Peter Hartmannsgruber (Angriffstrupp), Herbert Wirth u. Hans Häusler (Wassertrupp), Alfons Ostermeier u. Ludwig Fellinger (Schlauchtrupp).
Folgende Wehrmänner legten die Leistungsprüfung der Stufe „Gold-Rot” ab: Karl Härtenberger (Gruppenführer), Wenzel Schmidt (Maschinist), Xaver Groß (Melder), Xaver Anleitner
u. Ferdl Hartmannsgruber (Angriffstrupp), Sepp Maier und Sepp Aumer (Wassertrupp), Rudi Höpfl und Hans Holmer (Schlauchtrupp).
KBI Wanninger überreichte anschl. im Sportheim die Leistungsabzeichen, wobei er allen Gruppenmitgliedern für ihre Mitwirkung im Feuerwehrdienst u. für die Teilnahme an Leistungsprüfungen dankte, Wanninger betonte, daß durch das Programm der Leistungsabzeichen ein guter Ausbildungsstand der Feuerwehren gesichert werden könne. Der KBI hob auch die aktive Tätigkeit von Bürgermeister Härtenberger in den Reihen der FFW hervor, der der erste Bürgermeister mit dem Leistungsabzeichen der Endstufe “Gold-Rot” im Landkreis sei. Abschl. stellte Wanninger das gute Verhältnis zwischen FFW und Gemeinde heraus.
Auch Bürgermeister Härtenberger dankte den Wehrmännern für ihre Dienstbereitschaft und insbesondere auch für die Beteiligung bei Leistungsprüfungen. Die FFW könne einen positiven Ausbildungsstand nachweisen, was besonders erfreulich sei. Härtenberger sagte abschließend, die Gemeinde ist sich der Aufgabe der Feuerwehr bewußt und wird sie entsprechend unterstützen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 24.10.1980


Junge Union besucht Bayerischen Landtag
Die Junge Union unternimmt am Dienstag, dem 28. Oktober 1980 eine Informationsfahrt zum Bayerischen Landtag. Der Teilnehmerbeitrag umschließt die Fahrtkosten und das Mittagessen und beträgt 10 DM.
Als Programm ist vorgesehen:
8.00 Uhr Abfahrt mit Omnibus in Bogen (Landratsamt)
8.30 Uhr Abfahrt in Straubing (Bahnhof)
11.00 Uhr Besichtigung der Verkehrsleitzentrale des Polizeipräsidiums in München
12.00 Uhr. Mittagessen
14.30 Uhr Informationsgespräche mit Abgeordneten im Bayer. Landtag, anschl. Rundgang
16.00 Uhr Teilnahme an einer Plenarsitzung im Bayerischen Landtag
17.30 Uhr Brotzeit im Hofbräuhaus
19.00 Uhr Rückfahrt
Anmeldungen sind bei Josef Breu, Buchenstr. 3, Hunderdorf, Tel. 1727 möglich. Auf diese Fahrt werden besonders die Gewinner dieser Fahrt beim Preisschafkopfen am 12. September hingewiesen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 24.10.1980


Vereinsmeisterschaft des Tennis-Club im Herrendoppel
Die erste Vereinsmeisterschaft seit seinem Bestehen führte der Tennisclub Hunderdorf im Herrendoppel durch. Bei schönstem Herbstwetter hatten sich 9 Doppelpaare zum Wettstreit eingefunden. In einer Vor- und Zwischenrunde wurden im K.o-System die 3 Paare für die Endrunde ermittelt. Schon hier wurde zum Teil sehr gutes Tennis geboten und es gab viele spannende und knappe Spiele. Schließlich hatten sich die 3 Paare Frick Thomas/Rothmann Helmut, Greil Wolfgang/Kalischko Adolf und Hentschirsch Heinz/Klar Kornelius für die Endrunde qualifiziert, in der jeder gegen jeden spielen mußte. Hier zeigte sich die Ausgeglichenheit der Mannschaften, denn es folgten lange Spiele mit zum Teil sehr knappen Ergebnissen, und alle kämpften verbissen um jeden Punkt.
Schließlich setzte sich das Doppel mit den stärksten Nerven durch. Das Paar Hentschirsch/Klar konnte beide Spiele der Endrunde gewinnen und damit der Titel eines Vereinsmeisters erringen. Im Spiel um den zweiten Platz blieben Greil/Kalischko erfolgreich, während für die eigentlichen Favoriten Frick/Rothmann der 3. Platz blieb.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 24.10.1980


760 Mark für Kinderheim Kostenz
Reinerlös aus dem Schafkopfturnier
der Jungen Union wurde überreicht
Straubing-Bogen. Bereits zum dritten Male führt der Kreisverband der Jungen Union Straubing-Bogen für behinderte und benachteiligte Bürger in Hunderdorf ein Schafkopfturnier durch. Mit den Spieleinsätzen der 104 Teilnehmer sowie Spenden erreichte der Reinerlös einen Betrag in Höhe von 760 Mark. Nach der Behindertenwerkstätte und dem Nardiniheim Straubing wurde diesmal der Betrag dem Kinderheim Kostenz zur Verfügung gestellt. Eine Delgation der Jungen Union besuchte in dieser Woche das Kinderheim zur Geldübergabe, wobei ein längeres Gespräch über die Einrichtung selbst für lern- und milieugeschädigte Kinder sowie eine Besichtigung stattfand.
Kreisvorsitzender Alfred Reisinger betonte bei der Übergabe des

Eine Delegation der Jungen Union besuchte in dieser Woche das Kinderheim Kostenz. Kreisvorsitzender Alfred Reisinger (Bildmitte) überreichte dabei den Reinerlös eines Schafkopfturniers. Schwester Engelburga (stehend) erläuterte die Tätigkeit des Kinderheimes Kostenz.

Reinerlöses an Schwester Engelburga, daß über 100 Personen zugunsten eines guten Zweckes an dem Schafkopfturnier in Hunderdorf teilgenommen hätten. Er dankte nochmals besonders allen Mitspielern sowie den Spendern der Geld- und Sachpreise für ihr soziales Engagement.
Schwester Engelburga berichtete über die Tätigkeit des Kinderheimes Kostenz, dessen Träger die Barmherzigen Brüder sind und in Kostenz auch einen landwirtschaftlichen Betrieb unterhalten. In dem heilpädagogisch orientierten Heim seien vor allem milieugeschädigte und erziehungsschwierige Kinder, die vom Jugendamt eingewiesen werden, untergebracht. Derzeit bestünden sechs Gruppen aus altersverschiedenen Kindern. In jeder Gruppe könnten bis zu zwölf Kinder aufgenommen werden. Die Schulen besuchten die Kinder in Perasdorf, St. Englmar und Bogen. Nach dem Abschluß der Schulzeit würden die Jugendlichen das Kinderheim verlassen und könnten in einer Jugendwohngruppe für Lehrlinge, die dem Heim angeschlossen ist, in Straubing untergebracht werden. Nur für Mädchen bestehe derzeit keine solche Möglichkeit in Straubing, bedauerte die Erzieherin. Bei Verbesserung der Situation im Elternhaus könnten nach einer gewissen Zeit durchaus Kinder wieder an ihre Eltern, Elternteile oder Verwandten zurückkehren.
Das Heim in Kostenz, das einen ungewöhnlich niedrigen Tagessatz verrechne, sei zur Zeit nicht ausgelastet und könnte noch Heimplätze zur Verfügung stellen. Schwester Engelburga dankte abschließend für die Überreichung des Reinerlöses und betonte, daß dieses Geld den Kindern zugute kommen werde.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.10.1980


Über Versicherungen informiert
Junge Union befaßte sich auf Mitgliederversammlung mit Sozialversicherungen
Hunderdorf.
Bei der kürzlichen Mitgliederversammlung der Jungen Union im Gasthaus Sandbiller in Hunderdorf befaßte man sich mit dem Thema „ Sozialversicherungen“. Ortsvor-sitzender Breu konnte dazu den stellvertretenden Kreisvorsitzendender JU, Hermann Korber aus Aiterhofen, begrüßen. Korber ging bei seinem Vortrag auf die geschichtliche Entwicklung und die verschiedenen Arten der Sozialversicherung ein. Mit Beispielen aus der Praxis  wurden die Einzelheiten vertieft.
Korber schilderte die Situation der arbeitenden Bevölkerung im ausgehenden 19. Jahrhundert, das durch eine immer stärker werdende Industrialisierung geprägt gewesen sei. Der Lebensunterhalt einer Familie sei nur solange gesichert gewesen, solange die Erwachsenen einer Erwerbstätigkeit nachgehen konnten. Fiel die Arbeitskraft durch Krankheit, Invalidität oder Tod aus, sei eine Familie in bitterste Not geraten. Kinder seien zur Arbeit gezwungen worden, um nur den notwendigsten Unterhalt sicherzustellen. Um das bedrückende Elend der schuldlos in Not geratenen Familien zu lindern, habe man sich entschlossen, eine Risikoversicherung zu schaffen, die bei Krankheit den Lohnersatz zu übernehmen hatte. Nach und nach seien die Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen entstanden, die dann 1911 zur Reichsversicherungsordnung zusammengefaßt worden seien. Um die große Not in den dreißiger Jahren zu beseitigen, sei 1927 die Arbeitslosenversicherung eingeführt worden.
Der Referent ging dann auf das Prinzip der Pflichtversicherung ein, erläuterte die Finanzierung der Versicherung aus den Beiträgen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber und durchleuchtete auch die derzeit finanzielle Lage der Sozialversicherungen. Die einzelnen Leistungen der Krankenversicherung wie Krankenhauspflege, Hauspflege, Lohnfortzahlung, Krankengeld, Mutterschaftshilfe, Mutterschaftsgeld und Sterbegeld erklärend, bedauerte Herr Korber, daß die Inanspruchnahme der Früherkennungsmaßnahmen trotz massiver Werbung noch sehr gering sei. So könnten bei voller Inanspruchnahme der Kindervorsorgeuntersuchungen viele Krankheiten frühzeitig erkannt werden, die später nicht mehr geheilt oder nur durch sehr hohen Aufwand an Spezialbehandlungen gelindert werden können.
Beim Thema „Unfallversicherung“, deren Beiträge im Gegensatz zu den anderen Versicherungen voll vom Arbeitgeber zu entrichten seien, war interessant, daß bei Wegeunfällen sogenannter „Fahrgemeinschaften“ Versicherungsschutz besteht. Neben der Absicherung bei Arbeits- und Wegeunfällen habe sich dieser Versicherungszweig noch um die Unfallverhütung zu kümmern und werde bei Berufskrankheiten in Anspruche genommen. Mit praktischen Beispielen brachte Korber Licht in das „Dickicht“ der bei der Rentenberechnung verwendeten Begriffe wie Ersatzzeiten, Ausfallzeiten, Aufrechnungszeiten, flexibles Altersgeld und dynamische Rente. Sie trügen nicht immer zum allgemeinen Verständnis dieser Versicherung bei.
Abschließend widmete sich der Referent noch der Arbeitslosenversicherung, die in nächster Zeit noch größere Schwierigkeiten auf sich zukommen sehe, da die Arbeitslosenzahlen wieder die Millionengrenze zu übersteigen drohen.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.10.1980


Jugendbücherei eine wahre Fundgrube
Hunderdorf.
Es kommen wieder die langen Abende, und mit ihnen findet man mehr Zeit als sonst, zu einem guten Buch zu greifen. Es muß nicht immer das Fernsehen sein, das allein unterhält. Die Gemeinde Hunderdorf verfügt über eine leistungsfähige, modern eingerichtete nach neuesten Gesichtspunkten geführte Jugendbücherei. Diese ist immer noch im weiteren Ausbau begriffen und im neuen Hauptschulgebäude untergebracht. Sie verfügt zur Zeit über einen Bestand von rund Büchern 3 000 Büchern und kann den mannigfachen Lesewünschen der Schuljugend, des Schulverbandes und der Erwachsenen entsprechen. Es sind größtenteils Jugendbücher für jedes Lesealter, die die Regale füllen, aber auch Sachbücher verschiedenster Art, und Romane sind in ausreichender Zahl vorhanden.
Die Bücherei ist staatlich gefördert, so daß es Büchereileiter Czerwenka auch heuer wieder möglich war, in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Beratungsstelle für Büchereien in Regensburg für 6 000 Mark ausgezeichnete Bücher zu beschaffen, besonders für die jungen Leser. Der Betrag setzt sich je zur Hälfte aus den Mitteln der Gemeinde Hunderdorf und des bayerischen Staates zusammen. Für die geregelte Abwicklung des Ausleihbetriebes sorgt Hildegard Klar. Die Erwachsenen haben am ersten Mittwoch jeden Monats Gelegenheit, sich Bücher auszuleihen.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.10.1980


Goldene Hochzeit im Hause Baier
Hunderdorf.
Die Ehegatten Xaver und Katharina Baier, Hofdorf, konnten am Dienstag die „Goldene Hochzeit“ feiern. Das Jubelpaar, das am 28. 10. 1930 in Hunderdorf den Ehebund geschlossen hatte, kann sich noch guter Gesundheit erfreuen. Xaver Baier (79 Jahre) wurde in Hofdorf geboren, seine Ehefrau Katharina (72 Jahre) ist eine gebürtige Lipp und stammt aus Oberwieden, Gemeinde Schwarzach. Aus der Ehe stammen fünf Kinder. Mittlerweile kann sich das Jubiläumspaar bereits über elf Enkel und drei Urenkel freuen. Xaver Baier war auch aktiv im öffentlichen Leben tätig. So gehörte er zwei Amtsperioden dem Gemeinderat an, war von 1933 bis 1946 Kommandant der FFW Hunderdorf, bei der er nunmehr 60 Jahre Mitglied ist, und 25 Jahre Kirchenpfleger. Als Gratulant stellt sich Kreisrat und Bürgermeister Karl Härtenberger ein, der die Glückwünsche des Landkreises übermittelte. 2. Bürgermeister Egon Weinzierl überbrachte die besten Wünsche der Gemeinde Hunderdorf, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Hamberger sprach alles Gute im Namen der Pfarrei und der Kirchenverwaltung aus, desweiteren beglückwünschten das Paar FFW-Vorstand Xaver Anleitner und Kommandant Ferdl Hartmannsgruber für die FFW Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.10.1980


Der Elternbeirat wurde gewählt
Josef Breu bleibt 1. Vorsitzender des Elternbeirats von Hunderdorf
Hunderdorf. Kürzlich lud Elternbeiratsvorsitzender Josef Breu von Hunderdorf die Klassenelternsprecher zur Wahl des neuen Elternbeirats für das Schuljahr 1980/81 ein. Zu Beginn begrüßte er die Klassenelternsprecher der 20 Klassen der Verbandsschule und den Schulleiter, Alois Czerwenka, recht herzlich. Nach einem ausführlichen Tätigkeitsbericht über die Arbeit des Elternbeirats im

Der neugewählte Elternbeirat der Verbandsschule Hunderdorf

vorigen Schuljahr machte Josef Breu die Anwesenden mit den Wahlvorschriften und dem Wahlvorgang bekannt.
Nach Aufstellung eines Wahlvorschlages und der Wahldurchführung konnten folgende Mitglieder des Elternbeirats ermittelt werden: Josef Breu, Hunderdorf, Josef Attenberger, Obermühlbach; Hans Lobmeier, Neukirchen; Karl Schedlbauer, Neukirchen; Max Fronauer, Steinburg; Theresia Schießl, Steinburg; Helga Hiller, Windberg; Cäcilia Schwarzensteiner, Neukirchen; Alois Gierl, Windberg.
Auf die Stellen der Ersatzleute rückten bei dieser Wahl Sieglinde Hastreiter, Hunderdorf; Isolde Spanfeldner, Windberg; Franz Söldner, Hunderdorf; Hildegard Bering, Windberg.
Anschließend erfolgte die Wahl des 1. Vorsitzenden. Der bisherige Vorstand, Josef Breu, konnte wieder die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen. Josef Attenberger von Untermühlbach wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt. Zuletzt bedankte sich Josef Breu für den erneuten Vertrauensbeweis und versicherte, daß er bemüht sein werde, auch in diesem Schuljahr die Aufgaben des Elternbeirats nach besten Kräften zu erfüllen. Rektor Czerwenka bedankte sich abschließend für die erfolgreiche und harmonische Zusammenarbeit zwischen den Vertretern der Erziehungsberechtigten und der Schulleitung.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.10.1980

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