1971# 05-06

800-Jahrfeier:
Ein einzigartiger Tag in der Geschichte Windbergs
Die Renovierung der Basilika ist abgeschlossen – Festliche Orgelweihe – Das Bildungszentrum ist eröffnet
Windberg.
Als die Säkularisation 1803 in Windberg eine alte Kulturstätte vernichtete, fiel der Ort der Bedeutungslosigkeit anheim. Niemand dachte wohl damals an ein Wiedererstehen und niemand konnte ahnen, daß die Kulturbarbarei der Aufhebung den Boden bereiten würde für neuen Anfang und neue Blüte. Und keiner der Patres, die sich Jahre nach der Säkularisation noch ein letztes Mal trafen, um die Gebeine ihrer Mitbrüder aus der Gruft in den Friedhof zu überführen, hätte auch nur davon geträumt, daß Windberg wieder hundert Jahre später solche Tage erleben würde, wie sie Windberger und Gäste jetzt feiern durften. – Verschiedene Anlässe waren es, die das Kloster und die Windberger am ersten und zweiten Mai feiern konnten. So hat die Gesamtrenovierung der Pfarrkirche ihren Abschluß gefunden. 800 Jahre sind es her, daß die heute noch stehende Pfarrkirche als Klosterkirche des damals neu erstandenen Prämonatratenserklosters geweiht wurde und zugleich beging das Kloster feierlich die Einweihung des neuen Jugend-Bildungszentrums.
Die Gemeinde hatte sich würdig auf dieses Fest vorbereitet durch eine Dorfwoche. In vielen Veranstaltungen sprachen Referenten vom Kloster und aus der Diözese. Nebenher wurden die Häuser geschmückt, von denen manche in den letzten Wochen eigens zur Vorbereitung auf das Fest einen neuen Anstrich bekommen hatten, Triumphbögen wurden errichtet, die Freiwillige Feuerwehr stellte am Platz vor der Freitreppe einen gewaltigen Maibaum auf, in den Familien wurden Hausgottesdienste gehalten — eine vollständige Liste all der Vorbereitungen ist bei weitem nicht möglich.
Das Regenwetter am Festtag selber, am 1. Mai, tat sodann auch der Festesfreude keinen Ab-bruch. Das glanzvoll restaurierte Gotteshaus war bis auf den letzten Platz besetzt, als Diözesanbischof Dr. Rudolf Graber, assistiert von Patres des Klosters, an den Altar trat. Pfarrer Pater Ephrem begrüßte den hohen Gast im Namen der Pfarrgemeinde. In seinem Willkommensgruß konnte er voll Freude berichten, die Mitarbeit der Pfarrangehörigen sei rührend gewesen, habe doch die bestimmt nicht reiche Pfarrei neben Hand- und Spanndiensten, zu denen sich die benötigten Helfer stets bereitwillig eingefunden hatten, in fünf Jahren fast 150 000 Mark aufgebracht. Neben der äußeren Erneuerung sei aber auch die innere spürbar geworden, ein inneres Zusammenwachsen, und er bat den Bischof, als Danksagung dafür mit der Gemeinde Eucharistie zu feiern.
Gerade aus diesem Grunde war es sinnvoll, daß als Festgottesdienst eine Gemeinschaftsmesse gefeiert wurde, die der Chor der Kirchenmusikschule Regensburg gestaltete, obwohl eine Messe, von großen Meistern für solche Anlässe geschaffen, sicher gut in den festlichen Raum gepaßt hätte. In seiner Predigt nannte der Bischof den Anlaß zum Fest ein lebendiges „Gaudeamus in Domino“, denn immer wieder zeige sich, daß aus Verfall und Untergang neues Leben entstehe. Nach dem Dank an die Prämonstratenser für die Wiederbesiedlung Windbergs versuchte er aus der Grenzsituation am Ostrande Bayerns dem Kloster eine Deutung seiner Aufgabe im Blick nach Osten zu geben, wie schon vor 800 Jahren der Bischof, der damals die Kirche weihte, aus Olmütz gekommen war. Besonders begrüßte er, daß jetzt neben dem Gebetszentrum des Klosters ein Jugendzentrum entstanden sei. So betete man in den anschließenden Fürbitten, es möge nie in diesem schönen Gotteshaus die Feier der Eucharistie aufhören und die Jugend möge im Bildungszentrum Antwort finden auf ihre Frage.
Anschließend weihte der Bischof das neue Bildungszentrum Es entstand im völlig umgestalteten Ostflügel des Klosters. Im Erdgeschoß stehen ein Spielsaal, die Küche mit Speisesaal und ein gemütliches Stüberl bereit, darüber ist im 1. Stock die Kapelle, 2 Referentenzimmer, ein großes und ein kleines Konferenzzimmer, der Vortragssaal mit hundert Platzen. Im 2 Stock sind die Schlafzimmer mit derzeit 45 Betten, deren Zahl bis zum Sommer auf 70 bis 80 erhöht wird. Man ist derzeit noch auf der Suche nach einer zweiten Köchin und einer Raumpflegerin für halbe Tage, die möglichst aus dem Dorf sein soll. Im übrigen ist das Personalproblem gelöst. was bei einem Haus mit diesen Ausmaßen nicht leicht war. So konnte der Hausherr, Prior Pater Wolfgang Vos, voll Stolz die Ehrengäste zum Festakt im Vortragssaal begrüßen, den Bischof, Dr. Graber, Staatssekretär Alfred Dick, Regierungspräsident Riederer, Abt Dr. Marcel v. d. Ven aus Holland, dem er besonders dafür dankte, daß das Kloster jetzt wieder selbständig unter eigener Leitung stehe, ferner Landrat Hafner und Bürgermeister Kittenhofer, dann die Vertreter des Kultusministeriums, des Bezirkstags, des Domkapitels, nicht zuletzt Dr. Dambeck und Dr. Lippert vom Landesamt für Denkmalspflege, das Hervorragendes bei der Renovierung geleistet hatte. Freilich konnte der Prior dabei auch nicht verhehlen, daß große finanzielle Lasten durch die Verschuldung jetzt auf dem Kloster lasten.
Landrat Hafner hatte es in seinem Grußwort nicht schwer, aus dem reichen Kulturerbe des Landkreises, mit dessen Geschichte Windberg untrennbar verbunden ist, Beispiele herauszugreifen. Er dankte dem Kloster und der Kirchenstiftung für die Renovierung und den Ausbau des Bildungszentrums, die deutliches Zeugnis von Tradition und Sendung ablegten. Die Grüße des Ministerpräsidenten überbrachte Staatssekretär Dick. Er wertete den Anlaß als Bestätigung, daß kein Grund bestehe, den Kopf hängen zu lassen, sondern daß man an die Aufgabe gehe, die Zukunft zu gestalten, damit die jungen Menschen allem gewachsen seien, auch im öffentlichen Leben. In diesem Sinne sprach auch der Diözesanjugendführer Ernst Beier, der einen langgehegten Wunsch jetzt erfüllt sah und und die Bedeutung des Zentrums für die Bildungsarbeit im niederbayrischen Raum hervorhob. Pater Dr. Norbert Backmund stellte die Festtage in den Zusammenhang der Klostergeschichte. Die jetzige Aktivität sei Ausdruck des gewandelten Ordensideals, dem die Weltflucht früherer Jahrhunderte fremd sei und das den Ordensmann aufgeschlossen in der Welt sehe Anschließend wurde ihm von Regierungspräsident Riederer das Bundesverdienstkreuz überreicht. Anschließend übergab der Architekt Hanns Huber aus Regensburg die Schlüssel des Hauses und ging kurz auf die Baugeschichte ein. Die Feierstunde wurde musikalisch umrahmt vom Roßmanith-Quartett mit Werken des anwesenden Komponisten Ernst Kutzer und mit einer Pavana von Moritz Landgraf von Hessen aus der Barockzeit. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der neuen Orgel, einem Meisterwerk von Gerhard Schmid aus Kaufbeuren, wie sich Domkapellmeister Eberhard Kraus nach dem Orgelkonzert anerkennend äußerte. Wieder war die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Klangfülle des Instruments begeisterte die Zuhörer. Abt Marcel v. d. Ven gab ihm die kirchliche Weihe. Am Konzert waren auch der Chor und die Bläservereinigung des Anton-Bruckner-Gymnasiums Straubing unter der Leitung von Heinz Behner und Ludwig Fleischmann beteiligt.
Am Abend traf sich die Pfarrgemeinde nochmals im Gasthaus Wagner. Fröhlicher Tanz belohnte für alle vorausgegangene Vorbereitung. Alt und jung freute sich über die lustigen Vorträge und die Ergebnisse der Tombola wurden stolz nach Hause getragen. Höhepunkt war ein Fackelzug durch das Dorf, angeführt von Pfarrer Pater Ephrem, für den das Fest die Krönung vieljähriger Arbeit bedeutete. Unermüdlich hatte er mitgeholfen, stand mit Schaufel und Pickel im Graben und half auf den Gerüsten. Es war zu spüren, wie ihm die Sympathie der Windberger in dieser Zeit zuwuchs.
Windberg hatte sich lange auf dieses Fest vorbereitet. Kloster und Pfarrkirche wurden völlig renoviert und umgestaltet. Es konnte wieder der kulturelle und religiöse Mittelpunkt werden, der es vor 800 Jahren unter seinem Abt Gebhard von Bedeutung war.

Chronik von Windberg
um 1100 Sitz der Grafen im Donaugau
1140 Graf Albert übergab das Schloß dem Prämonstratenserorden und übersiedelte nach Bogen
1140 Bau der Klosterkirche in Windberg (Beginn)
1142 Offizielle Klostergründung
Ursprünglich war es Doppelkloster (Mönchsund Nonnenkloster)
1142 Konsekrierung der drei Apsidenaltäre
28. 11. 1167 Weihe der Klosterkirche durch den Olmützer Bischof Johann (OPraem)
im 12. Jhdt. war das Kloster ein literarisches Zentrum, kostbare Handschriften aus Windberg sind in der Münchner Staatsbibliothek
um
1225 Portale und Taufstein entstanden
1634 und 1644 plünderten die Schweden
1717 bis1732 Neubau des Konvents
1755 große Renovierung des Gotteshaues
1803 wurde das Kloster aufgehoben, diente später als Brauerei und kam sehr herunter
1923 wurde Windberg von holländischen Prämonstratensern neu besiedelt, die Entwicklung wurde jedoch durch das Dritte Reich und durch den 2. Weltkrieg sehr gehemmt
1962/63 übernahm das Kloster Windberg wieder die Pfarrei Windberg
1968 übernahm das Kloster Windberg die Pfarrei Neukirchen
heute ist Windberg Liturgisches Zentrum der Diözese Regensburg. Das Kloster leitet auch ein Jugendheim und das neu Jugendhaus

Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1971


Nach Gottes heiligem Willen verschied am 2. Mai 1971 mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Opa, Bruder, Schwager und Onkel
Herr Anton Wolf
im Alter von 57 Jahren selig im Herrn.
Hunderdorf, Wegern, Steinburg, Kassel, Ulm, Schneevertingen, den 2. Mai 1971
In tiefer Trauer:
Emma Wolf, Gattin
Helmut Wolf, Sohn mit Familie
Christa Schießl, Tochter mit Familie
Geschwister
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Mittwoch um 15 Uhr in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung. Überführung am Montag, den 3. Mai 1971, um 17 Uhr, anschließend Sterberosenkranz.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1971


Wildwest in einer Gastwirtschaft
Hunderdorf.
Ein Zweiundzwanzigjähriger und ein Dreiundzwanzigjähriger leisteten sich – wie uns die Landpolizei Bogen mitteilte folgendes Wildwest-Stück: Trotz Aufforderung der Gastwirtin verließen sie nicht das Lokal, sondern gingen an den Schanktisch und schenkten sich selbst Bier ein, zertrümmerten Gläser und die Glastürscheibe. Beim Werfen mit einem Bierglas verletzten sie die Wirtin am Kopf erheblich. Den Randalierern schrieb die Polizei eine listenlange Anzeige aus wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, fahrlässiger Körperverletzung, Nötigung und Bedrohung.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1971


80. Wiegenfest
Hunderdorf. Frau Anna Weinzierl in der Windberger Straße kann auf 80 vollendete Lebensjahre zurückblicken. Die Jubilarin, die geistig und körperlich noch sehr rüstig ist, wird von allen geschätzt wegen ihres stets fleißigen und hilfsbereiten Wesens. Zu ihrem Ehrentag hatten sich als Gratulanten eingestellt, die Kinder mit ihren Ehegatten, die zahlreichen Enkel und Urenkel sowie Bürgermeister Härtenberger. Die Heimatzeitung hohen Wiegenfest alles Gute! wünscht zum hohen Wiegenfest alles Gute!
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1971


Zweimal in Gasthaus eingebrochen
Hoch.
(Gde. Hunderdorf) Bisher Unbekannte brachen am 11. 4. und am 26. 4. 71, mit einem Nachschlüssel in der Wirtschaft ein. Sie hatten den Hausschlüssel abgezogen und danach den Nachschlüssel angefertigt. Die Kellertür brachen sie auf und stahlen drei Ständer Bier, drei Pakete Currywurst, Tomatenpaprika sowie eine Flasche Wein. Hinweise, die zur Ermittlung der Diebe führen, nimmt die Landpolizei Bogen bei strenger Vertraulichkeit entgegen.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1971


Ohne Führerschein Unfall gebaut
Steinburg.
Ein 20jähriger fuhr am 1. Mai gegen 16.15 Uhr mit einem PKW ohne Führerschein in einer unübersichtlichen Rechtskurve in die linke Fahrbahnseite hinein und stieß mit einem entgegenkommenden PKW zusammen. Ein Sachschaden von 2 300 DM entstand. Bei der Unfallermittlung stellte die Polizei bei dem jungen Fahrer ohne Führerschein fest, daß die Vorderreifen ohne Profil waren.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1971


Meidendorf. Der Dienstabend der Rotkreuz-gruppe findet am Freitag bei Pavlicek statt. Alle aktiven Mitglieder möchten ihre Dienstausweise mitbringen, da neue ausgestellt werden. Die RK-Gruppe Windberg kommt am Freitag, 14. Mai, zusammen.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1971


Pater Backmund erhielt Bundesverdienstkreuz
Kein weltfremder Gelehrter, sondern eine aufgeschlossene Persönlichkeit
Windberg.
Windberg. Aus der Hand des Regierungspräsidenten von Niederbayern, Johann Riederer, erhielt beim Festakt im Jugendzentrum Windberg am 1. Mai im Auftrag des Bundespräsidenten Pater Norbert Backmund das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Präsident Riederer hob in seiner Laudatio die wissenschaftliche Bedeutung des Werkes hervor, mit dem sich der Geehrte einen großen Ruf erworben hat. 170 Titel enthalte bereits das Verzeichnis seiner Veröffentlichungen, zahlreiche wissenschaftliche Gesellschaften wußten seine Mitarbeit zu schätzen und er habe den Namen Windbergs bekanntgemacht.
In der Tat hat kaum jemand so den Ruf des vor fast 50 Jahren neuerstandenen Klosters gefestigt wie Pater Norbert. Schon wenige Jahre nach der Wiedergründung war er in den Konvent eingetreten und die Liebe zum Orden ließ ihn zum Historiker werden. Sein erstes großes Werk, das dreibändige „Monasticon Praemonstratense“, vor rund zehn Jahren vollendet, ließ ihn mit einem Schlag in die Reihe der großen Kirchenhistoriker aufsteigen. Es wurde in alle Welt verkauft, da es lateinisch geschrieben jedem Gelehrten verständlich ist. Der Münchner Kirchenhistoriker Hermann Tüchle nannte es in einer Vorlesung eine „einmalige Leistung in unserer Zeit“. Mit einem weiteren großen Werk über die mittelalterlichen Historiographen aus dem Praemonstratenserorden promovierte Pater Norbert vor Jahresfrist zum Doktor der Philosophie an der Universität München. Dieses Werk wird bald im Druck erscheinen. Daneben steht eine Reihe anderer Schriften, etwa über die Chorherrenklöster in Bayern, über die Säkularisation und in jüngster Zeit die Edition wichtiger Quellen für die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.
Bleibt nur noch zu erwähnen, nachdem es aussichtslos erscheint, auch nur einen Überblick über sein reiches Schaffen als Mitarbeiter von wissenschaftlichen Zeitschriften zu geben, daß sich der Gelehrte auch als Fachmann in der Parapsychologie einen Namen gemacht hat. Sein stets unverkennbarer Humor ließ ihn die „Niederbayrischen Pfarreroriginale“ herausgeben, bereits jetzt in zweiter Auflage erschienen. Wenn man noch hinzufügt, daß man ihn aber auch als Redner in einem Schwammerlvortrag oder als sachkundigen Philatelisten erleben kann, wird auch der, der ihn nicht kennt, ahnen, daß kein weltfremder Gelehrter, sondern eine aufgeschlossene Persönlichkeit mit der hohen Auszeichnung der Bundesrepublik geehrt wurde.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1971


Fenster von Gaststätte eingeschlagen
Hunderdorf.
Nächtliche „Gaste“ klopften um Mitternacht am vorschlossenen Gasthausportal, um einzukehren. Weil nicht geöffnet wurde, schlug man ein Doppelfenster mit einem Stein ein. Wer kann der Landpolizei Bogen vertrauliche Hinweise auf den Täter geben?
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1971


Heute Gemeinderatssitzung
Hunderdorf.
Heute findet im Gemeindeamt Hunderdorf eine Sitzung des Gemeinderates statt. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Beratung und evtl. Beschlußfassung des Haushaltsplanes und der Haushaltssatzung für 1971 u. 2. Kanalisation. Punkt 2 der Tagesordnung ist nichtöffentlich.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1971


Kirchenchormitglieder werden geehrt
Hunderdorf.
In Mitterfels wurde dem Kirchenchorleiter und fünf Kirchenchormitgliedern aus der Pfarrei Hunderdorf eine Urkunde des Bischofs von Regensburg überreicht. Die Ur-kunde, in der der Bischof den Kirchenchorsängern für verdienstvolles Wirken in der Kirchen-musik Dank und Anerkennung ausspricht, konnten in Empfang nehmen: Kirchenchorleiter und Organist Rudolf Unkrodt (für 25jährige Tätigkeit) und die Kirchenchorsänger Ursula Kiermaier (40), Frieda Henke (35), Dora Bugl (28) Theresia Höcherl (28) Josef Watzl (45).
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1971


Standesamtliche Nachrichten
Hunderdorf.
Das Standesamt Hunderdorf hatte Monat April drei Geburten, zwei Eheschließungen und einen Sterbefall zu beurkunden. Geburten: Oliver Christian Bauer, Dekan-Kiermeierstraße, geboren am 9. April in Straubing; Stephan Rudolf Hanner, Oberstetten, geboren am 17. April in Straubing; Stephan Peter Ertel, Ringstraße, geboren am 14. April in Bogen; Eheschließungen: Am 2. April Bürokaufmann Rudolf Hanner, Oberstetten und Näherin Hildegard Angela Theresia Glöckl, Thanangerstraße; am 16. April der Kaufm. Angestellte Ewald Josef Axinger, Bahnhofstraße und Apothekenhelferin Hermine Schwarz, Rattenberg. Sterbefall: Theresia Groß, geborene Bach, Hauptstraße 13, verstorben am 7. April, 88 Jahre alt.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1971


Bach durch Abfallstoffe verunreinigt
Hunderdorf.
Ein Anlieger des Bogenbachs hat verschiedene Abfallstoffe so ungünstig abgelagert, daß der Bogenbach verunreinigt wurde. Die Polizei ermittelte.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1971


Die FFW verzeichnet wieder Zugänge
Neun junge Leute für den aktiven Dienst der Feierwehr verpflichtet – Ausflug der FFW am 30. Mai nach Österreich
Hunderdorf.
Am Sonntag fand die Aufnahme von neun jungen Leuten in die Reihen der FFW Hunderdorf statt. Der seit Jahren anhaltende Nachwuchsmangel konnte dadurch endgültig beseitigt werden.
Kommandant F. Hartmannsgruber führte in seiner Einführungsrede aus, daß in der Anfangszeit Übungen öfter notwendig sein werden. Denn bis die neuen Feuerwehrkameraden genaue Kenntnisse über die Handhabung der einzelnen Ausrüstungsgegenstände besitzen und jeder Handgriff seine Richtigkeit findet, wird es eine gewisse Zeit dauern. Viele Übungen werden auch später notwendig sein, wenn die Gruppe Leistungsabzeichen ablegen wird.
Vorstand Xaver Anleitner betonte, daß es erfreulich sei, wenn nach Jahren wieder junge Leute in die FFW Hunderdorf aufgenommen werden könnten. Eine Auffrischung der aktiven Feuerwehr sei notwendig und nützlich, denn die älteren Wehrmänner, die bereits das goldene Leistungsabzeichen errungen hätten, wollten sich aus dem Dienst zurückziehen und gerne dem Nachwuchs den Vorrang geben. Ferner wies Vorstand Anleitner die jungen Männer auf die Pflichten und Aufgaben als Mitglied der FFW hin. Die wichtigsten Pflichten seien die Teilnahme an den ‚Übungen; bei Alarm schnellstens einsatzbereit zu sein: die Ausrüstungsgegen-stände sorgfältig au behandeln.
Anschließend verpflichteten Vorstand X. Anleitner und Kommandant F. Hartmannsgruber durch Handschlag die jungen Leute zur Freiwilligen Feuerwehr. Die neu aufgenommenen Wehrmänner sind: Georg Deschl, Hofdorf; Karl Härtenberger jr., Hauptstraße; Hans Hornberger, Hochweg; Xav. Karmann, Hofdorf; Josef Mauthner, Thananger; Josef Meier, Hofdorf; Franz Paukner, Hochweg; Hans Weinzierl jun., Hofdorf; Karl Wölfl jun., Bahnhofstraße.
Ferner gab Kommandant Hartmannsgruber bekannt, daß die Feuerwehrjacken für die „Neuen“ von der FFW gestellt werden. Ältere Feuerwehrmitglieder, die noch Jacken besitzen, werden gebeten, diese bei Vorstand X. Anleitner oder Kommandant Hartmannsgruber abzuliefern.
Am 30. Mai 1971 (Pfingstsonntag) fährt die FFW Hunderdorf ins Salzkammergut (Österreich). Die Eintagesfahrt führt über Deggendorf, Passau, Altheim, Gmünden am Traunsee, Bad Ischl, St. Gilgen. Die Heimreise wird über Freilassing, Burghausen. Eggenfelden angetreten. Der Fahrpreis beträgt 15 DM (für Feuerwehrmitglieder 7,50 DM). Anmeldungen nimmt Vorstand X. Anleitner entgegen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1971


Lebensrettend: Sofortmaßnahmen am Unfallort
Rot-Kreuz-Kurs mit Erfolg abgeschlossen – Unfallzeuge wird Lebensretter
Steinburg.
Am Samstagabend wurde im Nebenzimmer der Gastwirtschaft Berger der Rot-Kreuz-Kurs „Sofortmaßnahmen am Unfallort“ abgeschlossen, an dem zehn Personen mit Aufmerksamkeit teilnahmen. Über die Absicherung der Unfallstelle, Bergung und Wiederbelebung, Lagerung und Blutstillung sowie richtige Behandlung bei Schock, Verbrennungen und Knochenbrüchen über das Überheben des Verletzten auf die Trage sollten sich nicht nur Führerscheinbewerber, sondern auch die Führerscheinbesitzer im klaren sein, die bisher noch keinen Erste-Hilfe-Kurs abgelegt haben. Wie oftmals der erste Unfallzeuge zum Lebensretter werden kann, versucht das gestellte Bild zu zeigen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1971


Zwei Baumdiebe angezeigt
Gaishausen.
In einem Wald in Gaishausen fällte ein Mann vier Bäume von einem Stammdurchmesser von 80 cm und transportierte sie ab. Ein zweiter Mann wurde im Wald erwischt, als er kleinere Bäume mit Säge und Bell fällte. Die Holzdiebe wurden der Polizei gemeldet.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1971


Ein jedes Dorf im Bayerland …
Hunderdorf.
In diesem Jahr wurde der Maibaum erstmals von den Mitgliedern der FFW, der Krieger- und Soldatenkameradschaft, des Sportvereins und des Trachtenvereins aufgestellt. Der Baum ist mit den Handwerkertafeln, mit Kränzen und Fähnchen geziert. Dieses gemeinsame Aufstellen des Maibaumes in der Nähe der Raiffeisenkasse beweist die Verbundenheit und gute Zusammenarbeit der Vereine in Hunderdorf. Man weiß noch, „ein jedes Dorf im Bayernland, soll seinen Maibaum haben.“
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1971


Heute kein Wasser
Hunderdorf.
Wegen dringender Umbauarbeiten wird heute in Lintach, Großlintach, Kleinlintach, Sollach, Stetten und Oberstetten von 12 bis 17 Uhr das Wasser abgesperrt.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1971


Meidendorf/Windberg. Der Dienstabend der Gruppe Meidendorf kann am Freitag wegen der Bürgerversammlung nicht stattfinden. Es it auf Freitag, 14. Mai, nach Windberg verlegt. Er findet dort als Kolonnenabend mit der Gruppe Windberg statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1971


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 13. 4. – 23. 4. 1971 eingereichten Baugesuche

Helmbrecht Max, Meidendorf, Gde. Windberg, Anbau des Wohnhauses; Wagner Centa, Oberbucha, Gde. Windberg, Erneuerung der Fenster … Baierl Franz, Thananger Str. 16, Neubau eines Wohnhauses in Oberhunderdorf … Winklmeier X., Lintach Nr. 5, Gde. Hunderdorf, Neubau eines Wohnhauses … Härtenberger Karl, Hunderdorf, Neubau einer Lagerhalle … Gemeinde Hunderdorf, Errichtung einer Turn- und Schwimmhalle mit Hausmeisterhaus …
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1971


Gossersdorf u. Windberg stimmen am Sonntag ab
Gossersdorf will zur Gemeinde Konzell und Windberg zur Gemeinde Hunderdorf.
Bogen.
Nachdem am vergangenen Sonntag die Gemeinde Siegersdorf sich mit absoluter Mehrheit für den Anschluß an Rattenberg ausgesprochen hatte — von 392 wahlberechtigten Bürgern waren 214 zur Wahl erschienen und von ihnen (drei Stimmen waren ungültig) 125 für Ja und 88 für Nein, also 60 % für den Anschluß an Rattenberg — stehen nun für den kommenden Sonntag wiederum zwei Abstimmungen bevor: in Windberg wird wegen der Eingliederung nach Hunderdorf und in Gossersdorf wegen der Eingliederung nach Konzell abgestimmt.
Beide Gemeinden haben in vorausgegangenen Sitzungen ihrer Gemeinderäte — Windberg am 8. April und Gossersdorf am 13. April — beschlossen, sich in die Gemeinde Hunderdorf bzw. Gossersdorf eingliedern zu lassen. Die Regierung von Niederbayern hat aufgrund dieser Gemeinderatsbeschlüsse die Durchführung von geheimen Abstimmungen für den Sonntag, 9. Mai, anberaumt. Die Abstimmung dauert jeweils von 8 — 18 Uhr und findet in der Gemeindekanzlei Windberg bzw. im oberen Schulsaal der Gemeinde Gossersdorf statt. Abstimmungsleiter sind die 1. Bürgermeister beider Gemeinden.
Im Fall der Gemeinde Windberg erhält die aufnehmende Gemeinde Hunderdorf mit einer Sonderschlüsselzuweisung in Höhe von 64 000 DM eine zusätzliche Förderung. Diese Förderungsbeiträge sind nach den übereinstimmenden Beschlüssen der beteiligten Gemeinden für Baumaßnahmen im Bereich der Gemeinde Windberg zu verwenden.
Bei Gossersdorf erhalt die aufnehmende Gemeinde Konzell den Betrag von 45 000 DM unter den gleichen Bestimmungen, d. h. der Betrag muß für Anliegen der Gemeinde bzw. des künftigen Gemeindeteils Gossersdorf verwendet werden. Hier hatte auch der Gemeinderat Konzell am 15. April bereits den Beschluß gefaßt, im Falle einer bejahenden Abstimmung der Gemeindebürger mit der Aufnahme der Gemeinde Gossersdorf in den Gemeindeverband Konzell einverstanden zu sein, und zwar zum nächstmöglichen Zeitpunkt, das wäre der 1. 7. 71. Die Satzungen und Verordnungen der Gemeinde Konzell sollen für das ganze neue Gemeindegebiet in Kraft gesetzt werden, mit Ausnahme der Wasserabgabesatzung von der Gemeinde Gossersdorf. diese soll künftig weiter gelten. Das geltende Ortsrecht der Gemeinde Gossersdorf soll außer Kraft treten. – Bis zum 31.12.1975 sollen die Hebesätze der Gemeinde Gossersdorf bei der Grundsteuer A und B um 20 v.H. unter den Hebesätzen der Gemeinde Konzell liegen. — Eine Neuwahl des 1. Bürgermeisters und des Gemeinderats soll nach der Eingliederung durchgeführt werden.
Durch die Gemeindebestandsänderung soll sowohl im Fall Windberg als auch Fall Gossersdorf eine Stärkung der Verwaltungskraft folgen. Der beantragte Zusammenschluß ist auch im Hinblick auf die zukünftige Neugliederung der Gemeinden sinnvoll und zweckmäßig. Alle stimmberechtigten Bürger der Gemeinden Windberg und Gossersdorf werden deshalb gebeten, sich an der Abstimmung am kommenden Sonntag, 8. Mai, zu beteiligen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1971


Rentner zu Gast beim Roten Kreuz
Steinburg.
Am 1. Mai waren Gemeindebürgerinnen und -bürger im Rentenalter Gäste der Rot-Kreuz-Gruppe. Zu dem gemütlichen Beisammensein traf man sich beim Berger-Bräu. In einer knappen Begrüßungsansprache ermunterte ein RK-Mitglied die Anwesenden zu einer regen Unterhaltung und zu öfterem Zusammenkommen auch außerhalb dieser Runde. Bei Kaffee und einem guten Zopf waren einige Wiener Lieder zu hören, vorgetragen von Herbert Hien. Sie fanden großen Beifall. Nach diesem netten Nachmittag wurden die Gäste, die sehr weit nach Hause hatten, wieder mit dem Auto heimgebracht.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1971


70 Jahre Freude und Leid d eines Vereins miterlebt
Fahne der Steinburger Feuerwehr eine der ältesten im Landkreis Bogen
Steinburg.
Im Jahre 1901 hat sich die Steinburger Feuerwehr, zu der damals auch noch Au vorm Wald und Gaishausen gehörten, für 144 Gulden eine stattliche Feuerwehrfahne angeschafft. Genau vor 70 Jahren übergab der Kommandant Georg Huber, Schreinermeister in Steinburg, dem Verein diese als Zeichen der Treue und Verbundenheit. Viel Freud und Leid hat die Fahne, die zu den ältesten Feuerwehrfahnen im Landkreis Bogen zählt, miterlebt. Unter dem Kommandanten Anton Häusler hat sie in einem großen Fahnenkasten im Berger-Saal ihren endgültigen Platz gefunden. Am Samstag spielt deshalb die bekannte Kapelle Otto Ebner zum Jubiläumstanz auf.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1971


Gossersdorf bekam Angst
Bogen/Gossersdorf.
Nachdem der Gemeinderat Gossersdorf mit Beschluß vom 5. Mai beschlossen hat, den Gemeinderatsbeschluß vom 13. April über die Eingliederung der Gemeinde Gossersdorf in die Gemeinde Konzell aufzuheben, hat das Landratsamt Bogen nach telefonischer Rücksprache mit der Regierung von Niederbayern angeordnet, daß die für den morgigen Sonntag angesetzt gewesene geheime Abstimmung der wahlberechtigten Bürger der Gemeinde Gossersdorf nicht stattfindet.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1971


Steinburg. Due FFW lädt heute alle Mitglieder mit ihren Angehörigen zum Jubiläums-Tanz mit der Kapelle Otto Ebner, München, um 19.30 Uhr in den Berger-Saal ein.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1971


76 Erstkommunikanten
Hunderdorf.
Am kommenden Sonntag werden 46 Knaben und 30 Mädchen zum erstenmal zum Tisch des Herrn treten. Die Erstkommunikanten nehmen um 8.45 Uhr im Schulhaus Aufstellung zum gemeinsamen Einzug in die Kirche. Nachmittags ist eine Dankandacht mit Überreichung der Kommunionandenken.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1971


Bebauungsplan liegt auf
Steinburg.
Die Gemeinde Steinburg hat für das Gebiet Wegern einen Bebauungsplan aufgestellt. Der Entwurf wird hiermit nach Paragraph 2 Abs. 6 des BBauG für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt. Der Plan liegt in der Zeit vom 17.5. – 17.6.71 in der Gemeindekanzlei aus. Bedenken und Anregungen können während der Auslegefrist vorgebracht werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1971


Wasserpreise gesenkt
Steinburg.
Die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1971 liegen zu den üblichen Amtsstunden in der Gemeindekanzlei vom 10.5. – 17.5.71 öffentlich aus. Eine Senkung des Wasserpreises pro cbm ist auf der letzten Gemeinderatssitzung beschlossen worden.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1971


Straßenbau kostet 120 000 DM
Hunderdorf.
Der Bau der Erschließungsstraße im erweiterten Baugebiet der Bahnhofsiedlung zählt zu den größeren Maßnahmen, die zur Zeit im Gemeindebereich in Angriff genommen werden. Anfang Mai hatte die Fa. Rothammer aus Parkstetten mit dem Aushub von Erdreich bgonnen. Durch den Einsatz von moderne Maschinen ist ein reger Baufortschritt zu verzeichnen. Die neue Straßenführung ist bereits deutlich sichtbar. Heuer wird der Unterbau mit Tragschicht erstellt werden. Die Kosten für diesen Bauabschnitt werden sich auf ca. 120 000 DM belaufen. Der Ausbau der Straße in diesem Frühjahr ist unbedingt erforderlich, denn man erwartet in diesem Gebiet eine rege Bautätigkeit bei der Errichtung von Wohnhäusern. In nächster Zeit werden sechs neue Wohngebäude erstellt. Eine tragfähige, bei jedem Wetter befahrbare Zufahrt zu den einzelnen Bauparzellen ist eine Notwendigkeit und eine wichtige Voraussetzung für die Anfahrt von Baumaterial.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.05.1971


Standesamtliche Nachrichten
Bogen.
Im April registrierte das Standesamt Bogen 19 Geburten, 3 Eheschließungen und 9 Todesfälle. Geburten: …  Stefan Peter Ertel, Hunderdorf, Ringstraße 12 … Thomas Hornberger, Windberg … Thomas Haimerl, Oberhunderdorf (Gde.Hunderdorf) …  Gestorben sind: … Heer Franz, früher Mühlenbauer, Hunderdorf, Lindfelder Weg 3, 84 Jahre; Thoma Astrid, Hunderdorf, Hochfeldstr. 10 (50 Minuten gelebt) …
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1971


Rotkreuzgruppe erfreute 35 ältere Mütter
Hunderdorf.
Auch heuer erfreute die Rotkreuzgruppe Hunderdorf wieder ältere Mütter der Pfarrgemeinde am Muttertag durch Hausbesuche und mit Blumen und Süßigkeiten. 35 mal kehrten Helferinnen und Helfer zu und überbrachten die Grüße, den Dank und die Glückwünsche der Rotkreuzgemeinschaft.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1971


Bundespräsident übernahm Patenschaft
Hunderdorf.
Der Bundespräsident Heinemann übernahm die Ehrenpatenschaft für das letztgeborene, achte Kind der Familie Josef Hirtreiter aus Hoch. Im Auftrage überreichte Bürgermeister Härtenberger die Urkunde und das Patengeschenk.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1971


Zur Studienrätin ernannt
Hunderdorf.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1971 wurde Rosa Fische r, geb. Hartmannsgruber, jetzt in Bad Aibling (früher wohnte sie in Neukirchen) zur Studienrätin ernannt. Wir gratulieren Frau Hartmannsgruber, die in Hunderdorf wohnt, zum Erfolg ihrer Tochter.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1971


Bogen im ältesten deutschen Lexikon
In dem von dem Leipziger Gelehrten Johann Heinrich Zedler von 1732 bis 1754 herausgegebenen 68-bändigen „Universallexikon aller Wissenschaften und Künste“, dem ältesten und umfangreichsten Lexikon, das in deutscher Sprache je erschienen ist, finden wir auch einen Bericht über den Marktflecken Bogen aus dem Jahre 1733. In diesem barocken Monumentalwerk, von dem das niedersächsische Staatsarchiv zu Wolfenbüttel eine vollständige Originalausgabe besitzt, heißt es:

„Bogen, Pogen, Hohen-Pogen, ein Marktflecken in Unter-Bayern, in das Rent-Amt Straubigen gehörig. Er liegt nahe am Pogen-Berge, auf welchem zu einer Kirchen viele Wallfahrten geschehen, am Flusse Bogen, der sich hier in die Donau ergießt. Vor diesem war es das Stamm-Schloß der mächtigen Grafen von Bogen. Rapatho, Graf von Bogen, war anno 935 unter Kayser Henrico bey dem ersten Turnier zu Magdeburg. Dessen Linie muß abgestorben seyn, denn anno 1029 hat Kayser Henricus II. Barbonem II., Grafen zu Abensberg mit der Grafschaft Bogen begnadigt. Sein Sohn Hartwig I. war Stamm-Pflantzer der Grafen von Bogen und starb anno 1054. Fridericus I. war anno 1080 mit vielen Fürsten und Grafen auf Hermanns Turnier in der Stadt Augspurg. Berchtoldus lebte anno 1105 und war bey Hertzog Wel-fens Turnier in der Stadt Zürich. Henricus II. war bey ebendemselben und half auch anno 1180 wider Hertzog Heinrich den Löwen zu Sachsen das Urteil sprechen. Sein Sohn Albertus I. yerwandelte aus Liebe zur Andacht das berühmte Schloß Windberg in ein Closter. Barchtoldus II. turnierte 1157 zu Nürnberg in Kaysers Henrici VI. Gegenwart. Albertus II. geriet 1191 mit Hertzog Ludovico in Bayern wegen der Grentze und Jagd in Streit und weil Albertus durch Hülfe seines Schwagers in Bayern eingefallen war, entschied endlich der Kayser die Sache dahin, daß der Graf eine Zeitlang nach Apulien in das Exilium mußte. Anno 1197 zog er mit Henrico VI. in Asien, starb aber anno 1198. Mit seiner Gemahlin Ludomilla hatte er Barchtoldum III. gezeuget, welcher anno 1120 mit Kayser Friderici II. Armee nach Asien ging, aber vor der Stadt Cairo bey der Ergießung des Nil-Stromes nebst vielen anderen ertrank. Albertus stund anno 1236 Friderico, Hertzogen in Österreich wider diejenigen bey, denen der Kayser die Execution wider ihn aufgetragen. Dieser starb als der letzte seines Stammes ohne Erben. Fridericus IV., Graf zu Bogen, heyratete anno 1200 in Tyrol und nahm den Namen Arch oder Arco an“
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1971


Vom Pfarrgemeinderat
Hunderdorf.
In der konstituierenden Sitzung des Pfarrgemeinderates wurde gewählt: 1. Vor-sitzender Willi Hornberger, Hunderdorf; 2. Vorsitzender Waldfriede Holzapfel, Steinburg; 1. Schriftführer Waldfriede Holzapfel, Steinburg; stellvertr. Schriftführer Gunda Hornberger, Hunderdorf; Delegierter zum Katholiken-Ausschuß des Dekanates Bogenberg Willi Hornberger; stellvertr. Delegierte zum Katholiken-Ausschuß Waldfriede Holzapfel.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1971


Hunderdorf. Morgen wird um 20 Uhr im Jugendheim der Farbfilm „Er. Sie, Es“ (von der Landesfilmstelle München) vorgeführt. Der Film ist besonders gedacht für die Schülerinnen und Schüler der vorjährigen und derzeitigen 9. Klasse sowie für andere interessierte Jugendliche. Auch die Eltern von Schülern der oberen Schulklassen sind eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1971


Hunderdorf. Alle Frauen des Katholischen Frauenbundes sind für heute zum Besuch einer Maiandacht in Hl. Kreuz eingeladen. Treffpunkt und gemeinsame Abfahrt um 19.15 Uhr vor dem Jugendheim Hunderdorf. Anschließend ist geselliges Beisammensein im Gasthaus Berger.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1971


Heute Fatimafeier in Hl. Kreuz
Windberg.
Am Donnerstag findet in der Wallfahrtskirche HI. Kreuz wieder die Fatimafeier statt. Nachmittag 13.30 Uhr Rosenkranz, 14 Uhr Predigt mit Marienandacht. Um 19.30 Uhr Abendmesse. Zur Abendmesse nimmt auch der Frauenbund der Pfarrei Hunderdorf teil. Alle Marien-Verehrer sind eingeladen. Parkplätze vorhanden.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1971


Lehrerverband leistet Fortbildungsarbeit
Neugestaltung des Erdkunde-Unterrichts – Aus der Versammlung des Kreisverbandes Bogen
Steinburg.
Im Mittelpunkt der letzten Monatsversammlung im Gasthaus Berger in Steinburg stand diesmal ein berufswissenschaftliches Thema: „Leitthemen statt Länderkunde“. Kreis-vorsitzender Häusler konnte dazu als Referenten den wissenschaftlichen Assistenten Dr. Wellenhofer von der Pädagogischen Hochschule Regensburg begrüßen.
Der Referent zeigte auf, daß in der bisherigen Schulerdkunde, in der die Landschaft im Mittelpunkt stand, die Länderkunde und damit das topographische Wissen zu stark betont worden sei. Freilich müsse eingeräumt werden, daß durch die Darstellung von lebendigen Einzelbildern, die die Abhängigkeit des Menschen vom Raum aber auch seine raumgestaltende Tätigkeit aufzeigten, auch einen wesentlichen sozialgeographischen Bildungsauftrag erfüllt habe. Dabei sei allerdings oft zu stark vereinfacht worden, wenn man die verschiedenen Länder durch dominante Faktoren charakterisiert habe, z. B.: Finnland — Holz, Schweden — Erz, Holland —Tulpen.
Der neue Lehrplan, der von Leitthemen ausgehe, betone den sozialgeographischen Aspekt noch stärker. Die Lernziele im Fach Erdkunde gehen nun von den Grunddaseinsfunktionen des Menschen aus: 1. Leben in der Gemeinschaft, 2. Wohnen, 3. Arbeit und Arbeitsplatz, 4. Versorgen und Konsumieren, 5. Bildung, 6. Erholung, 7. Verkehr. An einigen Raumbeispielen stellt Wellenhofer dar, wie die neuen Lernziele auf den verschiedenen Schulstufen erreicht werden können. Der Referent begrüßte die klare Herausstellung der Leitthemen durch den neuen Lehrplan. Er bemängelte aber, daß man die notwendigen erdkundlichen Grundbegriffe nicht herauskristallisiert, sondern dies der Auswahl des Lehrers überlassen habe. Ebenso sei zu befürchten, daß durch die großen „Sprünge“ etwa beim Leitthema „Die Stadt und ihr Umland“ von der Heimatstadt zur Weltstadt New York im 5. Schuljahr die räumliche Einordnung beim Schüler nicht möglich sei. Die Kartenarbeit, die räumliche Einordnung zum Ziel habe, komme bei diesen neuen Lehrplänen zu kurz.
In der Diskussion wurde festgestell, daß der Staat zwar für die äußere Schulreform Mittel bereitstelle, die Schulgebäude und die neuen Lehrpläne vorhanden seien, in die Bewältigung der inneren Schulreform lasse man aber den Lehrer an der „pädagogischen Front“ hoffnungslos allein. Die Regierung stelle nicht einmal Mittel für Arbeitsgemeinschaften auf Kreisebene zur Verfügung. Neben ihrer Freizeit müßten die Lehrer auch noch für die Reisekosten selbst aufkommen. Der Lehrerverband, dessen erste Aufgabe die Vertretung der Standesinteressen seiner Mitglieder sei, leistet hier Fortbildungsarbeit, die eigentliche Aufgabe des Staates sei.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1971


„Ein Tag, den der Herr gemacht hat“
Feierlich erneuerten 76 Kinder ihr Taufversprechen und traten erstmals zum Tisch des Herrn

Hunderdorf.
Ein groß, Tag war für die 46 Knaben und 30 Mädchen der Pfarrei Hunderdorf am Sonntag gekommen, als sie zum erstenmal zum Tisch des Herrn treten durften. In feierlicher Weise erneuerten die Kommunikanten ihr Taufversprechen. Auf die Frage des Priesters hallten kräftig die Antworten der Kinder: „Wir widersagen-, „Wir glauben“, „Ja, das versprechen wir aus ganzem Herzen“.

Ein langer Zug bewegte sich von der Schule zur Kirche

„Das ist ein Tag, den der Herr gemacht hat für euch – ihr seid gerufen am heutigen Tag und ihr kommt zum erstenmal in feierlicher Weise zu ihm“, so wandte sich Pfarrer G. Ruhs in seiner Ansprache an die Erstkommunikanten.
„Feierlich habt ihr das Taufgelöbnis erneuert (das einstmals der Taufpate für euch abgelegt hat) und versprochen, daß ihr in eurem ganzen Leben zu Gott stehen wollt. Vergeßt niemals, Gott zu lieben und zu verherrlichen. Die hl. Kommunion verbindet uns alle mit Christus und die Liebe zu Christus soll sich auf alle Menschen. erstrecken. Nicht äußerer Prunk, sondern mit innerlicher Bereitschaft für ein Leben mit Gott wollen wir den Tag zusammen feiern in der Gemeinschaft der Kirche“. An die Eltern richtete Pfarrer Ruhs die Bitte: „Kommt mit den Kindern oft zur Kirche, tretet gemeinsam zur Kommunionbank! Die Kinder schauen auf euch Eltern, geht den Kindern mit guten Beispielen voran, damit sie echte Christen bleiben und im Leben Gott die Treue halten.“
Feierlich schritten dann die Kommunikanten zum Altar, um Christus, den Herrn, in Brotgestalt in die Herzen aufzunehmen.
Einen würdigen Abschluß fand dieser denkwürdige Tag mit der nachmittägigen Dankandacht und mit der Überreichung der Kommunionandenken.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1971


Hochstimmung beim Jubiläumstanz der FFW
Steinburg.
Am Samstag konnte Kommandant Anton Häusler viele Gäste zum Jubiläums-Tanz der FFW begrüßen, zu dem die bekannte Rundfunkkapelle Otto Ebner aufspielte. Die Tanzpaare kamen an diesem Abend auf ihre Rechnung, denn es wurde gepflegte Tanzmusik geboten, wie man es erwartet hatte, so daß man mit Recht von einem großen musikalischen Erlebnis sprechen kann.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.05.1971


Bogen/Windberg. Am Mittwoch hält der Kreisjugendring Bogen im neuen Jugendhaus in Windberg um 19.30 Uhr seine Vollversammlung ab. Die Jugendgruppen sollen bis zum 18. Mai schriftliche Wahlvorschläge für die Wahl der neuen Kreisvorstandschaft bei der Geschäftsstelle in Wiesenfelden einreichen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Neuwahl des Kreisvorsitzenden und der Kreisvorstandschaft sowie das Referat des neuen Vorsitzenden des Bezirksjugendringes Niederbayern, Benno Hofbrückl, Passau.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.05.1971


Franziska Wanninger 85 Jahre
Hunderdorf.
Bei bester Gesundheit und Rüstigkeit konnte die Austragslandwirtin Franziska Wanninger, wohnhaft in der Hauptstraße, ihr 85. Wiegenfest feiern. Die Jubilarin wurde 1886 in Hunderdorf als Franziska Altschäffl geboren. Mit acht Geschwistern wuchs sie in Hunderdorf auf. Mit Johann Wanninger hatte sie 1912 in Hunderdorf den Bund fürs Leben geschlossen. Die Ehe wurde mit fünf Kindern gesegnet, von denen jedoch drei bereits ins Kindesalter verstarben. Ein weiterer schwerer Schicksalsschlag war der Tod des Ehemannes im Januar 1968. Erstaunlich ist, welche gute Sehkraft die Jubilarin noch besitzt; zum Lesen benötigt sie mit 85 Jahren noch „keine“ Brille. Dank ihrer Rüstigkeit besucht sie auch täglich die hl. Messe. Ihren Lebensabend verbringt Fr. Wanninger bei ihrem Sohn, der das landwirtschaftliche Anwesen übernommen hatte. Zu ihrem Ehrentag, der im Familienkreis gefeiert wurde, gratulierten neben den zwei Kindern und vier Enkeln auch Bürgermeister Härtenberger, der die Glückwünsche der Gemeinde und einen netten Geschenkkorb überbrachte. Die Heimat-zeitung. deren eifrige Leserin die Jubilarin ist, wünscht alles erdenklich Gute!
Quelle: Bogener Zeitung, 15.05.1971


Steinburg — Gasthof Bergerbräu
Samstag, den 15. 5. 1971
Hochzeitsfeier mit Tanz
Hierzu laden freundlichst ein:
Das Brautpaar Steineck — Schedlbauer
Gastwirt Berger – Höfelsauer.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.05.1971


Steinburg. Am Mittwoch, findet von 8-12 bzw. 14-17 Uhr in der Gemeindekanzlei für alle Landwirte ab 0,5 ha Nutzfläche die Grunderhebung zur Landwirtschaftszählung 1971 72 statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1971


Die 1000. Containerfracht verleiß den Bahnhof Steinburg
Erst seit sechs Monaten ist der Container-Pendelverkehr zwischen Bahnhof Steinburg und den Nolte-Werken und Umgekehrt im Gange – Überöandverkehr von der Straße auf die Scheine verlegt

Bogen/Steinburg.
(wkg) Aufmerksamen Beobachtern wird es in den vergangenen Monaten schon aufgefallen sein, daß die in früheren Jahren immer die Straßen von Hunderdorf her gefahrenen Möbel-Fernlaster der Firma Nolte in Hunderdorf weniger geworden sind, trotzdem das Werk selbst sich laufend erweiterte. Wer sich daran interessiert zeigte und wer aufmerksam beobachtete, hat vielleicht festgestellt, daß in gleichem Umfange den Bahnhof Bogen in beiden Richtungen tagtäglich Container-Züge passierten. Und in dieser Tatsache liegt letztlich auch des Rätsels Lösung. Man hat, dem Leber-Plan folgend, sicher aber auch aus betrieblichen und finanziellen Gründen, den Fernverkehr des Werkes in der Hauptsache von der Straße auf die Schiene verlegt und sich der TRANSFRACHT, Deutsche Transportgesellschaft m. b. H. Frankfurt, mit anderen Worten also dem Transfracht-Containerverkehr, angeschlossen.

Ein Container wird mittels eines Spezialhebefahrzeuges auf die Güterzuglore gehoben. Vor dem Spezialfahrzeug: Bahnhofvorsteher Eineder und der Fahrer des Be- und Entladefahrzeuges der Fa. Nolte.

Die Tatsache, daß in diesen Tagen die 1 000. Containerfracht den Bahnhof Steinburg verließ — in Anbetracht dessen, daß diese regelmäßige Verfrachtung vertragsmäßig erst seit dem 1. November 1970, also erst seit sechs Monaten, durchgeführt wird, ein großer Erfolg, der für den Bahnhof Steinburg verkehrsmäßig sehr positiv zu Buch schlägt —, hat uns zugleich Gelegenheit gegeben, uns einmal mit dem Bahnhofsvorstand Eineder vom Bahnhof Steinburg über den Containerverkehr und seine Bedeutung sowohl für den Bahnhof Steinburg als auch für die Firma Nolte zu unterhalten und ihm einige Fragen gestellt, die er uns auch dankenswerter-weise in seiner sehr offenen Art beantwortete.
Frage: Herr Eineder, was versteht man eigentlich unter der Bezeichnung „Containerverkehr“?
Antwort: Das Wort „Containerverkehr“ bedeutet nichts mehr und nichts weniger als den Ver-kehr von Haus zu Haus, von Werk zu Werk, vom Lieferanten zum Verbraucher in Großbehältern, sogen. „Containern“, die in ihren Ausmaßen den Loren der Bundesbahn angepaßt sind, auf diese gestellt, befördert, und am Bestimmungsbahnhof von werkseigenen oder bundesbahneigenen Spezialfahrzeugen übernommen und dem Frachtkunden zugestellt werden. Frage: Inwieweit erstreckt sich dieser Containerverkehr?
Antwort: Das Betätigungsfeld des Containerverkehrs, insbesondere das Betätigungsfeld der Transfracht (einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesbahn), ist der deutsche Binnenverkehr einschl. des Transcontainerverkehrs zwischen deutschen Seehäfen und deutschen Binnenorten.
Frage: Wie geht dies in der Praxis vor sich?
Antwort: Die Gesellschaft schließt mit ihren Kunden besondere Vereinbarungen für ihren Verkehr ab. Die Kunden liefern ihre Transporte mit Übergabeschein bei der Agentur auf. Die Agentur fertigt über jeden Transport einen EVO-Frachtbrief aus. Ein Transport kann aus mehreren Güterwagen für den gleichen Bestimmungsbahnhof bestehen. Die zu einem Transport gehörenden Übergabescheine und sonstigen Transportunterlagen werden in einem Briefumschlag dem Transport beigefügt.
Frage: Gibt es auch einen Containerverkehr von und nach außerdeutschen Bahnhöfen oder Seehäfen?
Antwort: Einen Containerverkehr im eigentlichen Sinn des Wortes nicht. Hierfür ist die Intercontainer zuständig. Das Betätigungsfeld der Intercontainer — eine Tochtergesellschaft der europäischen Eisenbahnen — ist der internationale Containerverkehr einschl. Transcontainerverkehr von außerdeutschen Seehäfen nach der Bundesrepublik und nach außerdeutschen Bahnhöfen im Transit durch die Bundesrepublik von deutschen Seehäfen nach außerdeutschen Seehäfen. Der Verkehr selbst spielt sich im großen und ganzen aber in der bereist geschilderten Weise ab.
Frage: Welche Vorzüge sehen Sie in dem Containerverkehr einmal hinsichtlich des Versenders und das anderemal hinsichtlich des Empfängers?
Antwort: Wenn ein Werk mit Fernlastern über Hunderte von Kilometern zum Empfänger befördert, behält es bis zur Ablieferung die Verantwortung für die Ladung und die die Ladung begleitenden Personen (Fahrer und Beifahrer). Beim Containerverkehr ist der Lieferer von dem Moment an, wo die Ladung auf der Lore steht, dieser Verantwortung enthoben, d. h. die Bundesbahn ist dafür verantwortlich. Außerdem rollt der Transport pausenlos, die Containerzüge sind über Nacht am Ziel, die beladenen Behälter stehen dem Adressaten zur Verfügung, können von diesem zu jeder beliebigen Zeit entladen werden und die leeren Behälter wieder zurückgeliefert werden. Bei Fernlasttransporten auf den Landstraßen ist am Zielort jede Verzögerung der Entladung mit zusätzlichen Kosten für Begleitpersonen usw. verbunden und auch die Verantwortung für Personen und Fahrzeug trägt auch bei der Heimfahrt das Werk. Der Empfänger weiß auch, daß er auf dem schnellstmöglichen Weg in den Besitz der bestellten Ware gelangt, sie wird ihm innerhalb kürzester Frist vor die Haustüre bzw. ins Lager geliefert, wo die Behälter nur entladen und die Ware ausgepackt zu werden braucht. – Zeitraubende und nervenbelastende Umleitungen, die ja bei Fernlasttransporten auf der Straße gang und gäbe sind, fallen bei der Bahn weg. — Ein weiterer wichtiger und nicht zu unterschätzender Vorteil, trifft nicht nur den Absender und den Empfänger, sondern die Gesamtheit der Verkehrsteilnehmer auf den Straßen: Der Straßenverkehr wird durch den Containerverkehr entlastet, der Verkehr durch die den Fernlastern an Schnelligkeit überlegenen Personenkraftwagen usw. wickelt sich dadurch schneller, reibungsloser nervenschonender ab, und — ein weiteres Plus — die Straßen selbst werden mehr geschont.
Frage: Sie sind also der Meinung, daß sich der Containerverkehr auch in unserem hier in Frage kommenden Fall für alle Teile rentiert und als vorteilhaft erwiesen hat?
Antwort: Zweifelsohne! Schon allein die Tatsache, daß nunmehr innerhalb von sechs Monaten seit Einführung des Containerverkehrs der Firma Nolte der 1 000. Container den Bahnhof Steinburg verläßt, spricht ja dafür. Und ich bin überzeugt davon, daß auch in anderen Gebieten die Container immer mehr das Gesicht unserer Güterzüge bestimmen werden. Für das Hunderdorfer Werk kommt noch dazu, daß ja auch der Rückverkehr der Container in den meisten Fällen nicht leer vonstatten zu gehen braucht. Werden vom Hunderdorfer Zweigwerk aus fertige Möbel an das Hauptwerk geliefert, so besteht meistens die Rückfracht aus Spannplatten, für das Zweigwerk in Hunderdorf zur Verarbeitung bestimmt sind. — Eine weitere Tatsache zeichnet sich jetzt schon ab: Bereits jetzt steht fest, daß der Ladeplatz in Steinburg mit der Zeit zu eng werden wird und daß über kurz oder lang eine Erweiterung notwendig sein wird. Schon jetzt ist man gezwungen, ab und zu Transporte auf privaten Gleisen abzustellen. Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, daß die Frequenz des Containerverkehrs auf dem Bahnhof Steinburg einmal in nicht geringem Maße dafür ausschlaggebend sein wird bei der Frage, ob die Bahnlinie Straubing – Cham schon bei Bogen enden oder doch bis zum Bahnhof Steinburg weitergeführt werden soll. Immerhin schlägt dieser Containerverkehr für den Steinburger Bahnhof gut zu Buch.
Wir konnten dem rührigen Bahnhofvorsteher Eineder von Steinburg nur beipflichten und ihm zu dem Erfolg gratulieren. 1 000 Containersendungen innerhalb von sechs Monaten darf man ruhig als Erfolg buchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1971


Hunderdorf. Die Schotterscheine vom Jahr 1970 sind bis 25. 5. bei Venus, Schwarzach einzulösen. Nach diesem Zeitpunkt haben sie keine Gültigkeit mehr. Ab 1. 6. 71 werden die neuen Schotterscheine ausgehändigt. Es wird eine Änderung insofern eintreten, als infolge der Preissteigerung weniger Scheine ausgegeben werden und Wege Berücksichtigung finden, für die es bisher keine Zuteilung gab.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1971


BDKJ-Treffen in Windberg
Windberg.
Die Diözesanführung des Bundes Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Diözese Regensburg, hat alle ehemaligen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter zu Begegnungswochenende am 22./23. Mai 1971 in das Jugendhaus Windberg eingeladen. Insbesondere sind die Mitarbeiter angesprochen, die auf Dekanats-, Bezirks- oder Diözesanebene tätig waren, oder im Laufe der letzten Jahre ein Ehrenzeichen des BDKJ überreicht bekamen. Da der Diözesanführung des BDKJ nicht mehr alle Adressen vorliegen, sei die Einladung auch auf diesem Wege ausgesprochen. Das Wochenende beginnt am Samstag, den 22. Mai um 16 Uhr mit einer Rückschau über die Arbeit des BDKJ in den Jahren 1945 bis 1963. Referent ist der ehemalige Diözesanjugendführer des BDKJ, Florian Harlander, München. Am Abend ist ein Gespräch mit Pater Dr. Norbert Backmund über die 800järhrige Geschichte von Windberg vorgesehen. Am Sonntag spricht Jugendpfarrer Sebastian Werner, Regensburg, über die Aufgaben in der kirchlichen Jugendarbeit heute. Mit einer gemeinsamen Eucharistiefeier findet das Treffen, bei dem auch der gesellige Teil nicht zu kurz kommen soll, seinen Abschluß. Anmeldungen sind zu richten an die Diözesanstelle des BDKJ, 84 Regensburg, Kräuterermarkt 3.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1971


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
… Petzendorfer Ernst, Schafberg, Gde. Steinburg, Neubau eines Zweifamilienhauses … Maier Alfons, Brandstatt, Gde. Hunderdorf, Anbau einer Garage an die best. Stallung … Schötz Josef, Hunderdorf, Vergrößerung eines Fensters im Wohnhaus …
Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1971


Steinburg. Am Donnerstag findet um 19 Uhr im Bergersaal der Maitanz des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.05.1971


Gott, der Herr, nahm nach langem Leiden am 13. 5. 1971 meinen lieben Gatten, unseren guten Vater, Schwiegervater, Opa, Bruder und Onkel
Herrn Ernst Matzner
im Alter von 70 Jahren heim ins ewige Reich.
Steinburg, Lage-Lippe, den 18. Mai 1971
In stiller Trauer:
Ida Matzner, Gattin
Walter Matzner, Sohn mit Familie
Helga Feldmeier, Tochter mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Beerdigung am Freitag, den 21. 5. 1971, um 14.00 Uhr in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.05.1971


Nach Gottes hl. Willen verschied am 18. Mai 1971 unsere herzensgute Oma, Schwester, Schwägerin, Tante und Patin
Frau Franziska Altschäffl
im Alter von 85 Jahren selig im Herrn.
Ellaberg, Straubing, Wiesendorf, Heufeld, Bruckmühl, den 18. Mai 1971
In stiller Trauer:
Alois und Maria Höcherl
mit Kindern
Maria Dengler, Schwester
Centa Wolf, Schwester
Josef Heibl, Bruder
Ludwig Heibl, Bruder
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Freitag, den 21. 5. 1971, um 15.00 Uhr in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.05.1971


Hunderdorf. Die Monatsdienstbesprechung für die hiesige Rotkreuzgruppe findet morgen um 20 Uhr im Cafe Weinzierl statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.05.1971


Windberg. Die Freiw. Feuerwehr Windberg hält am Sonntag um 8 Uhr in Meidendorf eine Einsatzübung. Alle aktiven Wehrmänner treffen sich um 7.30 Uhr beim Feuerhaus Windberg. An dieser Einsatzübung nehmen auch Nachbarfeuerwehren teil.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.05.1971


Im Silberkranz
Windberg.
Am Samstag können der Schumacher Ludwig Decker von Meidendorf und seine Frau Maria, geborene Bauer, ihr 25jährieges Hochzeitsjubiläum feiern. Wir wünschen dem Jubelpaar alles Gute.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.05.1971


Sie haben geheiratet
Windberg.
Beim Standesamt Windberg haben die Ehe geschlossen der Kfz-Mechaniker Alfons Hundshammer von Meidendorf und die Hilfsarbeiterin Elfriede Lichey von Straubing. Dem jungen Paar alles Gute auf seinem gemeinsamen Lebensweg.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.05.1971


Ein rüstiger Jubilar
Windberg.
Am Sonntag kann Jakob Schlecht von Irensfelden im Kreise seiner Angehörigen den 79. Geburtstag feiern. Wir wünschen dem Jubilar noch viele frohe und gesunde Lebensjahre.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.05.1971


Steinburg Berger-Bräu
Am Donnerstag, 20. Mai 1971, 19 Uhr
Großer Maitanz
mit der Schlagerkapelle „The Flippers“.
Freundlichst laden ein:
Heimat- und Fremdenverkehrsverein
Familien Berger-Höfelsauer.

Quelle: Bogener Zeitung, 20.05.1971


Maria Sperl zum 75.
Hunderdorf.
Am Donnerstag konnte Maria Sperl, wohnhaft in der Bahnhofstraße, ihr 75. Wiegenfest feiern. Wir wünschen alles erdenklich Gute!
Quelle: Bogener Zeitung, 22.05.1971


Hunderdorf. Am Sonntag findet um 7 Uhr in der Pfarrkirche das Schaueramt statt. Der kurze Weg der anschließenden Prozession führt auf der neuen Straße nach Hoch/Lehner und zurück. Altäre stehen bei Hornberger und Gütlhuber.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.05.1971


Hunderdorf. Heute findet um 20 Uhr im Gasthaus Sandbiller ein Vereinsabend des Heimat- und Volkstrachtenvereins Hunderdorf statt. Auf der Tagesordnung stehen: Bildung des Festausschusses für 20jähriges Gründungsfest und Jugendstandarte-Weihe im Jahre 1972.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.05.1971


Steinburg. Die FFW Steinburg halt am Sonntag, 23. Mai, um 9 Uhr, Feuerwehrübung und Hydranteninspektion. Treffpunkt Bergerbräu.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.05.1971


Landwirtschaftszählung wird durchgeführt
Steinburg.
Da zu dem Termin am vergangenen Mittwoch niemand zur Landwirtszählung erschien, fordern wir hiermit letztmals alle Landwirte, die mehr als 0,5 ha landw. oder forstw. Nutzfläche bewirtschaften, auf, sich am Dienstag, den 25. Mai 1971, von 8.00-12.00 Uhr in der Gemeindekanzlei zur Landwirtschaftszählung 1971/72 einzufinden. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß diese Zählung gesetzlich ist.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.05.1971


Er zechte und zahlte nicht
Hoch (Gde. Hunderdorf).
Ein junger Bursche machte eine Zeche von 57,70 DM und weigerte sich zu zahlen, obwohl er von der Wirtin wiederholt aufgefordert wurde. Die Polizei ermittelte. Eine Anzeige wegen Zechprellerei wird gestellt.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1971


Zum 80. Geburtsfest
Hunderdorf.
Am vergangenen Donnerstag konnte in geistiger und körperlicher Frische Theresia Härtenberger, wohnhaft in der Hauptstraße, ihren 80. Geburtstag feiern. Die Jubilarin, eine gebürtige Hunderdorferin, wuchs mit sieben Geschwistern in Hunderdorf auf. In ihrem bescheidenen, arbeitsreichen Leben war sie stets als Haushälterin beschäftigt u. a. 5 Jahre an der tschechischen Grenze und 36 Jahre in Passau. Auch jetzt führt sie den Haushalt für sich und ihre Schwester. Über das Tagesgeschehen informiert sie sich durch das aufmerksame Lesen der Heimatzeitung. Zu den Gratulanten zählte auch Bürgermeister Härtenberger, der die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte und mit einem hübschen Geschenkkorb erfreute. Die Heimatzeitung wünscht der Jubilarin noch viele, frohe Lebensjahre bei bester Gesundheit.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1971


Rudi Landstorfer wieder 1. Vorsitzender
Benno Hofbrückl, Passau, sprach über die Aufgaben des Kreisjugendringes

Windberg.
„Eine Jugendgruppe darf nicht zu einem Ghetto werden, in das man sich zurückzieht vor der bösen und schlechten Welt, nach der alten Bewährungspädagogik, schöne Spiele macht, zur Klampfe singt, und dabei völlig an der Wirklichkeit vorbeigeht. Dann kommt es zu Verärgerungen, wenn die jungen Leute lieber in den nächsten Tanzschuppen gehen, und nicht bei der Landjugend Weihnachtssterne für die nächste Feier basteln. Wir dürfen in unseren Jugendgruppen nicht mehr die heile Welt der blauen

Die Tagung fand im neuen Jugendhaus statt

Blumen anpreisen, sondern müssen die jungen Leute mit der realen harten Wirklichkeit der Welt und unserer Gesellschaft konfrontieren“, sagte der neue Vorsitzende des Bezirks-Jugendringes Niederbayern Benno Hofbrückl, Passau, bei der Vollversammlung im neuen Jugendzentrum in Windberg des Kreisjugendringes. Nach Ablauf der zweijährigen Amtsperiode wurde Rudi Landstorfer, Wiesenfelden, einstimmig wieder zum 1. Vorsitzenden des Kreisjugendringes Bogen gewählt. Als sein Stellvertreter fungiert in den nächsten zwei Jahren Kaplan Hans Trimpl, Bogen.
Kreisvorsitzender Rudi Landstorfer hieß als Ehrengäste willkommen: Landrat Xaver Hafner, Bezirksrat Willi Ammer, den Kreisrat und stellvertretenden CSU-Kreisvorsitzenden Felix Dachauer, Kreisrat Rupert Sagmeister, Kreiskämmerer Fritz Eidenschink, Jugendamtsleiter Sepp Lex, JU-Kreisvorsitzenden Ernst Hinsken, H. Pfarrer P. Ephrem, H. Pater Roger, Militärpfarrer Johann Tasler, Kaplan Hans Trimpl, Pfarrer Burkert, KLJ-Kreisobmann Josef Groß und nicht zuletzt den neuen Vorsitzenden des Bezirksjugendringes Niederbayern, Benno Hof-brückl.
Der Rechenschaftsbericht
In seinem umfangreichen Rechenschaftsbericht konnte Landstorfer die Gäste davon überzeugen, daß der Kreisjugendring echte Jugend- und damit Aufbauarbeit im Landkreis Bogen leiste. Nur einiges sei erwähnt: die Aufklärungsversammlungen zum Thema „Wählen mit 18″, die Jugendfahnenweihen Konzell, Ascha und Neukirchen, der Sommernachtsball im Heuwischerhof anläßlich des Kreissportfestes, Vorbereitungskurs in Gauting zur Israelreise des Bayerischen Jugendringes, Politische Diskussionsabende in Loitzendorf und Falkenfels, Kreisjugendsingen 1970 in Steinburg, Podiumsdiskussion mit der KLJB Straubing, Herbstkreisversammlung in Niederwinkling (KLJB), Vorstandssitzung in Mitterfels, Staatsbürgerquiz in Bärndorf, Teilnahme an der Einweihung des neuen Jugendzentrums Windberg und schließlich der Wochenendlehrgang in Haselbach.
Die Berichte der Jugendgruppen
Auch die Einzelberichte der einzelnen Jugend-Kreisverbände waren interessant und aufschlußreich. Als Vertreter der KLJB sprach Kreisobmann Josef Groß. Höhepunkt der Jahresarbeit war die Aufführung des Features „Synode ohne uns?“ Bei bisher 18 Aufführungen im Landkreis Bogen durften rund 1 600 Besucher registriert werden. Für den BDKJ des Dekanates Bogenberg gab Alfons Fischer zur Kenntnis, daß dieser mit der Ausrichtung der diesjährigen Jugendwallfahrt betraut war. Auch die im Kreisjugendring vertretene Bergwacht konnte durch ihren Sprecher Heinrich Lobmeier einen imposanten Leistungsbericht vorlegen. Herr Pfarrer Burkert wies darauf hin, daß die Evangelische Jugendgruppe gegenwärtig rund 50 Mitglieder zähle. In den Pfadfindergruppen, im Bastelkreis und ebenso im Bläserchor werde wertvolle Jugendarbeit geleistet. Die Aufgaben und Leistungen der Wasserwacht umriß Ernst Jakob, der für den nicht erschienenen WW-Abteilungsleiter Groeben einspringen mußte. Hauptlehrer Hans Hofman machte sich zum Sprecher der J ugendrotkreuzgruppen. Er führte aus, daß auch diese Burschen und Mädchen mit Eifer bei der Sache seien. Das Programm sei vielseitig und anspruchsvoll. Christoph Hofmann vertrat die TSV-Jugend Bogen. Den Rednerreigen beendete H. Reiner, Hunderdorf, der eine kurze Übersicht über die Tätigkeit der Jugendtrachtengruppen gab.
Grußworte der Ehrengäste
Landrat Hafner gab seiner großen Freude darüber Ausdruck, daß die diesjährige Vollversammlung im neuen Jugendzentrum in Windberg stattfinden könne. Der Kreisjugendring habe auch in den vergangenen zwei Jahren wieder wertvolle Jugendarbeit geleistet. Der Landkreis Bogen habe es sich immer angelegen sein lassen, Mittel für die Jugendarbeit bereitzustellen. Trotz angespannter Haushaltslage wurden auch heuer wieder 6 000 DM im Haushaltsplan des Landkreises Bogen eingesetzt. Dankbar anerkannte Landrat Hafner, daß die Jugend von heute engagierter geworden sei und daß es vielfach nicht einfach sei, die oft widerstrebenden Meinungen und Ansichten zu koordinieren und in die richtige Relation zu bringen. Beide Generationen seien aber aufeinander angewiesen. Weitere Grußworte sprachen Kreisrat Dachauer für die CSU-Fraktion im Kreistag, Fritz Eidenschink als Kreiskämmerer („Die dem KLJB gewährten Zuschüsse sind wirksam angelegt“), Bezirksrat Willi Ammer („Wo kämen wir ohne das ehrenamtliche Element in unserem Lande jin?“), Ernst Hinsken als Kreisvorsitzender der Jungen Union („Auch die Gebietsreform soll nei der Landkreisjugend real diskutiert werden“), Militärpfarrer Hans Tasler („Die angesprochenen Probleme müssen um der geistigen Ausrichtung willen der jungen Menschen auch wirklich getan werden“) und schließlich Pater Roger, der als Hausherr einen Willkommensgruß entbot.
Das Hauptreferat hielt der neue Vorsitzende des Bezirksjugendringes Niederbayern, Benno Hofbrückl, der sich nicht scheute, die anstehenden Probleme offen, ja fast provozierend anzusprechen. Wenn man heute nach den Aufgaben der Jugendgruppen frage, meinte der Referent, müsse man sich überlegen, warum junge Leute überhaupt in die Gruppenstunden gingen. Aus Erfahrung könne er sagen, daß die Auseinandersetzungen mit Fragen des persönlichen Lebens, die Mitwirkung in der Öffentlichkeitsarbeit und die Orientierung über die Problem der Zukunft im Vordergrund stünden. In der Gruppe gehe es nicht darum, den Leistungsdrang eines Gruppenleiters oder eines verantwortlichen Funktionärs zu befriedigen, sondern dem Einzelnen weiterzuhelfen. Die Gruppe müsse sich intensiv mit der realen und harten Wirklichkeit der Welt und unserer Gesellschaft konfrontieren. Dazu gehöre auch die Problematisierung, Gerade die Gebietsreform biete reichlich Raum, sich auseinanderzusetzen. Aufgabe der Gruppe könne es sein, die Hintertürchenpolitik aufzudecken, dagegen Stellung uu nehmen, auch dann wenn man damit rechnen müsse, ,,Prügel zu beziehen“. Die Jugendarbeit müsse auch „politisiert“ werden, aber nicht einseitig. Kreisjugendringe müssen Stätten umfassender und objektiver Information sein, meinte Hofbrückl. Eine Jugendgruppe müsse zu einem „Unruheherd im Positiven“ werden, neue Ideen und Anregungen bringen und natürlich auch bereit sein zu eigener Mitarbeit.
Einstimmig genehmigte die Vollversammlung die Aufnahmeanträge der TSV-Schülergruppen Oberaltaich und Mitterfels in den Kreisjugendring. Mit viel Beifall wurde in diesem Zusammenhang Werner Käser, Mitterfels, bedacht, der vor wenigen Tagen Deutscher Jugendjudomeister 1971 wurde.
Die geheim durchgeführten Neuwahlen erbrachten nachstehendes Ergebnis:1. Vorsitzender des Kreisjugendringes Bogen: Rudi Landstorfer, Wiesenfeldern. Stellv. Vorsitzender: Kaplan Hans Trimpl, Bogen. Geschäftsführer: Rupert Sagmeister, Degernbach. Kassenprüfer: Felix Dachauer und Fritz Eidenschink, Bogen. Vorstandsmitglieder sind: Josef Groß, Oberaltaich, Paul Wintermeier, Mitterfels, Seign Marili, Haibach, HL Hans Hofmann, Bogen, OL Erich Seeber, St. Englmar, Pfr. Ludwig Prambs, Mitterfels, Elisabeth Baier, Bernried, Anna Falz-boden, Bogen, Max Wolf, Wiesenfelden.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1971


Wanderjahr in Bogen eröffnet
40 Teilnehmer erfreuten sich an Gottes herrlicher Natur – Rundwanderung im Raume Windberg – Mittelalter und Rokoko hoch überm Land
Bogen/Windberg.
Mit einer Rundwanderung im Raum Windberg wurde am vergangenen Sonntag das Wanderjahr 1971 der Bayerwaldvereinssektion Bogen eröffnet. Bei herrlichstem Frühlingswetter erfreuten sich rund 40 Teilnehmer an der aufgebrochenen Natur und an der Schönheit unserer Vorwaldheimat. Rudi Holzner, 1. Vorsitzender der Sektion Bogen, hatte noch einen weiteren Leckerbissen in sein Programm eingebaut: Die Besichtigung der 800 Jahre alten Klosterkirche, des Jugendhauses und der Abtei Windberg. Pfarrer P. Ephrem hatte die Führung übernommen.
Es ist schwer, den Eindruck von Kloster Windberg samt Kloster- und Friedhofskirche zu beschreiben: man ist aufs äußerste erstaunt, ja tief erregt, wenn man in die alte romanische Halle tritt, deren strahlendes Rokokogewand die sakrale Strenge in feierlich-festliche Anmut verwandelt. Hundert Einzelheiten von hohem künstlerischem Rang: Anlage, Portale von 1220 aus Granit, spätbarocke Sakristei, Hochaltar, Seitenaltäre, Plastiken, die köstlichen Emporen. …, man muß in der Tat den Kirchenführer bei sich haben, um die bedeutende Fülle begreifend zu genießen. Dann wird man die nachfolgende kleine Wanderschaft mit umso größerer Freude aufnehmen, Natur und Geist innig verbindend.
Unter Führung des Sektionsleiters wanderte die Gruppe anschließend vom Dorf Windberg nordöstlich auf der neuen Teerstraße Richtung Meidendorf abwärts in das kleine Bachtal, dann rechts zu einem höher am Hang laufenden Fahrweg. Nach den Häusern von Herrnbirket kreuzt dieser die Straße und läuft in den Wald. Man wanderte darauf gleich nordöstlich bergauf, zuletzt über Wiesen, um beim Feiertaghof den ebenen Fahrweg zu erreichen. Dort trennte man sich, um in zwei Gruppen die angesteuerten Ziele anzugehen.
Die kleinere Gruppe entschied sich für die 3-Stundenwanderung hinunter nach Wolfessen. Hirschenstein und Pröller tauchten gegenüber auf. Im Dorf führte dann leicht links versetzt ein Fahrweg abwärts durch Birkenwald, dann an einzelnen Häusern vorüber ins Wiesental und zur Buchamühl. Durch das reizende Wiesental des Mühlbaches ging der Weg weiter nach Schickersgrub. Dort erfolgte die große Wendung zurück, südwärts über Rimbach, Buchaberg, Oberbucha. Von dort aus bot sich ein herrlicher Ausblick über Felder- und Wiesenhügel, auf die Klosteranlagen von Windberg, und weit draußen auf den Bogenberg mit der berühmten Wallfahrtskirche vor der Donau-Ebene.
Die größere Gruppe wählte den kürzeren Wanderweg und erreichte alsbald — wie auch die anderen Wanderfreunde — das kleine Wallfahrtskircherl Heiligkreuz mit der Einsiedlerklause. Frater Konrad regiert hier eine winzige christliche Welt. Wieder schauten die Wanderer vom hohen Hügelrand hinaus zum Gäuboden, aus dem das alte Waldgebirge allmählich ansteigt. Aussichtsreich war auch das letzte Stück des Weges hinab nach Windberg, das man nun ständig im Blickfeld hatte und bald erreichte. Die Brotzeit im Klostergasthof Wagner (1507) schmeckte vorzüglich. Im Freundeskreis war Freude, Frohsinn und beste Unterhaltung. Man freut sich schon auf den 5. Juni, wo es nach Vogelsang und Kaleck gehen wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1971


Zusammenstoß — fünf Verletzte
Hofdorf.
Ein 36jähriger Pkw-Fahrer geriet mit seinem Pkw in Hofdorf am Sonntag gegen 20.15 Uhr auf die linke Fahrbahnseite und prallte mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen. Fünf Personen erlitten Verletzungen, unter ihnen drei weibliche mit leichten Verletzungen. Ein Pkw wurde total beschädigt (4 000.- DM), der andere hatte mittleren Sachschaden von 2 000,- DM.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1971


Wer nicht weiter lernt, für den hat die Zukunft nicht begonnen
Windberg.
In einer ganztägigen Fortbildungs- und Arbeitskonferenz versammelten sich die Referenten und hauptamtlichen Mitarbeiter aller Verbände im neuen Jugendhaus Windberg. Der Würzburger Direktor kath. Büchereiarbeit Bertold Lutz umriß in einem Grundsatzreferat die wesentlichen Aspekte kirchlicher Arbeit heute mit dem dreifachen Postulat Plan-Team-Medien. Dabei hob er vor allem die Bedeutung der Medienarbeit hervor, die die Transparenz kirchlicher Wirklichkeit, die sachgerechte Information als Voraussetzung aller Aktionen und die Solidarisierung durch Kommunikation umfasse, sowie eine Imagebildung, die weder ,aufpoliere, noch in Routine bestehen dürfe. Für die Zukunft gelte es, den Lernprozeß voranzubringen, denn – so zitierte Lutz – wer nicht lernt, für den hat die Zukunft nicht begonnen. Für die nahe Zukunft sprach sich der Referent konkret für die Einrichtung einer Telexkette unter den Diözesen und eine interdiözesane Datenbank und Information aus.
Die Referenten aus den Verbänden sprachen im weiteren Verlauf ihrer Arbeitskonferenz praktische Fragen ihres Dienstes an wie die Planung der kommenden Zentrale in Obermünster, die Unfallversicherung und die in Bälde in Kraft tretende kirchliche Mitarbeitervertreterordnung (MAV) an.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1971


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 10. 5. – 14. 5. 1971 eingereichten Baugesuche

Hornberger Josef, Schafberg, Gde. Steinburg, Neubau eines Wohnhauses mit Garagen und Anbau an die best. Schreinerei; Gütlhuber Josef, Hoch, Gde. Gaishausen, Anbau von Garagen; Fuchs Johann, Hoch, Gde. Gaishausen, Neubau eines Austraghauses …
Quelle: Bogener Zeitung, 26.05.1971


Steinburg. Heute findet um 20 Uhr im Nebenzimmer der Gastwirtschaft Berger der Dienstabend der Rot-Kreuz-Ortsgruppe statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.05.1971


Das Schloß Steinburg ist dem Verfall ausgeliefert
Eine Perle des Vorwaldes – vor die Säue geworfen? – Der Park in einen Müllplatz verwandelt

Steinburg. Wo die Hunderdorfer Bucht tief sich zwischen die Vorwaldberge schiebt, steht auf einer niederen Hügelzunge das Schloß Steinburg. Die Autofahrer übersehen zumeist das schlichte

Das leere Schloßgebäude, Abschluß des geräumigen Platzes, sieht traurig aus

Bauwerk hoch über den Häusern des Ortes, dem es seinen Namen gab, weil sie ihre ganze Aufmerksamkeit den beiden Kurven der Dorfstraße zuwenden müssen. Kaum, daß sie noch einen Blick auf die grazile Sankt Nepomuksfigur aus dem 18. Jahrhundert werfen können, die neben der Brücke steht. Der flinke Bach darunter wechselt hier eben seinen Namen und bald darauf auch seine Gangart. Im Waldland drinnen hieß er Sankt Englmarer Bach, Mühlbogenbach, Mühlbach, Perlbach. Seine weitere, behäbig durch flache Wiesen mäandieende Laufbahn führt ihn als Bogenbach in die Donau.
Es ist eine beliebte Wohngegend hier. Neben der alteingesessenen Brauerei haben sich nach dem Kriege Gewerbe- und Fabrikationsbetriebe angesiedelt und vom alten Wasserschloß Au vorm Wald bis in die Hänge des Schafberges und der Haselgwandten hinauf breiten sich die Einfamilienhäuschen zwischen den alten

Von den Stufen des verfallenen Jägerhäuschens aus blickt man auf das Herrenhaus. Es ist von allen Gebäuden des sterbenden Schlosses noch am besten erhalten

Bauerngehöften aus. Das Schulhaus am Eingang der Perlbachschlucht trug moderne Baugesinnung zwischen die mehr traditionalistisch ausgerichteten Wohngebiete, ohne daß es deshalb ein Fremdkörper wäre.
in einem grünen Straßendreieck am Ortsausgang spinnt ein monströser, ästestarrender Röhrlbrunnen seinen Wasserfaden in einen nicht minder bizarren Holztrog — Attribute eines et-was fragwürdigen neuen Bayerwald-Fremdenverkehrsstils. Denn auch dem Fremdenverkehr hat sich die Gemeinde Steinburg verschrieben, oder doch eine rührige Gruppe ihrer Bürger. Zahlreiche originelle Wegweiser, gute Markierungen und Ruhebänken an Wanderungen und Aussichtspunkten zeugen davon.
An der Auffahrt zum Schloßberg steht geschmackvoll eingegrünt das Kriegerdenkmal. Unter der allgemeinen Widmung lesen wir ein besonderes Gedenken an den gefallenen Grafen Otto Franz von Bray-Steinburg. Ein schönes Zeichen der Anhänglichkeit einer Bevölkerung für ihre einstige Schloßherrschaft. Aber, wie es scheint, eine unverdiente, zumindest aber recht einseitige. Nicht, daß man es der Familie von Bray verübeln könnte, daß sie ihren Wohnsitz schon seit Jahrzehnten nicht mehr in Steinburg hat. Aber es ist dies dem schlichten, aber sehr ausgewogenen Gebäude, das aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert stammen dürfte, sehr schlecht bekommen, nachdem während des letzten Krieges gefangene englische Offiziere hier untergebracht waren, diente das Schloß später als Flüchtlings-Massenquartier. Die Nebengebäude mit den schönen Fledermausdachgauben verfielen mehr und mehr. Ein Jäger- oder Verwalterhäuschen mit den noblen Proportionen der Biedermeierzeit steht leer und ausgeplündert seinem Verfall entgegen. Von der zweigeschossigen Schloßkapelle bröckelt der schlechte Verputz und die verspielten Mauerzinnen, wahrscheinlich eine späte Zutat aus der Zeit der Romantik, sehen so baufällig aus wie der untere Torbogen, dessen Durchschreiten ein Schild wegen Einsturzgefahr verbietet.


In der interessanten, zweigeschossigen Schloßkirche wurden vor einigen Jahren noch Gottesdienste gehalten. Jetzt breitet sich an ihrer Rückseite ein ungepflegter Müllplatz aus.

Auch dem Herrenhaus selbst, dem einstmals stolzen Abschluß des weiträumigen Schloßplatzes, sieht man seine Verlassenheit allzu deutlich an. Neben den Torsäulen der Hofeinfahrt liegen die Trümmer von den Grundmauern der Wirtschaftsgebäude, Stallung und Scheune. Sie waren auf Abbruch verkauft worden, nachdem man die einstmals verpachteten Felder zu Waldflächen aufgeforstet hatte. Hier kann lobend hervorgehoben werden, daß anstelle des sonst üblichen Fichteneinerleis Waldmäntel und Gehölzinseln aus Lärche und Laubholz ange legt und die riesige, alte „Kreuzlinde“ auf dem Kirchenweg nach Neukirchen sorgfältig erhalten und vor dem Zugewachsenwerden bewahrt wurde.
Einen umso beschämenderen Eindruck bietet freilich der Burggraben, ein Überrest der spät-mittelalterlichen Wehranlage. Hier, unter einem einzigartigen parkähnlichen Baumbestand, um welchen mancher Kurort froh sein könnte, befindet sich der öffentliche Müllplatz der Gemeinde. Ungepflegt, nicht, wie es die Vorschrift erfordert, fortlaufend mit Erde abgedeckt, eine Tummelstätte für die Ratten und ein Spielplatz für die Winde, welche den Unrat in den umliegenden Wald wirbeln.
Daß hier ein landschaftliches und kulturelles Kapital verschleudert wird, ist offensichtlich. Doch wem soll man die Schuld daran geben? Dem Besitzer, der sein traditionsreiches Haus verkommen läßt? Er wird sagen, ihm fehle das Geld, es zu erhalten und einen neuen, sinnvollen Zweck zuzuführen. Der Gemeinde, die keinen anderen Platz für ihren Abfall fand und das landschaftliche Kleinod dieser Schloßleite – trotz Hinweises von berufener Seite – nicht erkannte und würdigte? Oder den Behörden, welche hier ihre heimat- und denkmalpflegerische Aufgabe offensichtlich versäumten? Jeder wird seine Entschuldigung, seine Ausflucht parat haben. Und eine Perle des Vorwaldes – wenn auch, gewiß nicht eine von den kostbarsten – geht weiter dem sicheren Verfall entgegen, bis schließlich wegen Baufälligkeit von Amts wegen der Abbruch verfügt werden muß. Können wir uns den Verlust guter Bausubstanz angesichts der fortschreitenden Form- und Stilverfalls in unseren Siedlungen noch leisten? Können wir guten Gewissens wertvolle Laubwaldbestände zu Müllgruben entwerten? Da möge sich jeder selbst eine Antwort darauf geben.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.05.1971


Heute kein Wasser
Hunderdorf.
Wegen dringender Umbauarbeiten wird heute in den Gemeindeteilen Lintach, Kleinlintach und Großlintach, Stetten und Oberstetten und Sollach von 12 bis 18 Uhr das Wasser abgesperrt.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.05.1971


Hunderdorf. Die Freiwillige Feuerwehr Hunderdorf tritt ihren Ausflug am Pfingstsonntag um 4 Uhr bei Georg Baier an. Für Frühstück und Mittagessen ist gesorgt. Wichtig ist, daß jeder seinen gültigen Personalausweis nicht vergißt.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.05.1971


„Der Landkreissitz muß in Straubing bleiben“
Landrat Hafner: „Warum eigentlich nicht bei uns?“

„Wenn die Mitteilung, daß der Sitz des zukünftigen Landkreises Straubing – Bogen mit einem Teil von Mallersdorf nach Bogen verlegt werden soll, in der Straubinger Kreistagssitzung Befremden auslöste, so ist das anzuerkennen und zu respektieren, obwohl nicht eingesehen worden kann, warum Bogen nicht möglicher Amtssitz sein kann. Die Absplitterung ist in Bogen genauso groß – wenn Bogen nicht der Amtssitz wird – wie in Straubing und Mallersdorf. Auch konnte aus Gesprächen mit Mallersdorfern entnommen werden, daß sie Bogen als Landratsamtssitz ebenso akzeptieren wie Straubing. Dasselbe ist auch bei Bürgern aus dem Landkreis Straubing der Fall.
Das Landratsamt Bogen hat eine Berechnung angestellt, um eine Übersicht zu erhalten, welche von den beiden Städten Bogen und Straubing zentraler und verkehrsmäßig günstiger liegt. Hierbei wurde berücksichtigt, daß durch die neue Ortsumgehung Straubing — B 20 in absehbarer Zeit eine neue Donaubrücke entsteht und bei Hermannsdorf noch eine weitere Donaubrücke – wie dies das Gespräch mit den Straubingern ergeben hat – gebaut werden soll. Hierbei wurde noch der Riederer-Plan zugrunde gelegt. Danach ergibt sich für die insgesamt 115 Gemeinden eine durchschnittliche Entfernung nach Bogen von 23 km und nach Straubing von 19 km. Die durchschnittliche Fahrzeit nach Bogen beträgt 23 Minuten, die Fahrzeit nach Straubing 26 Minuten. Bei Berücksichtigung der vorgesehenen Brücken bei Reibersdorf (B 20) sowie Hermannsdorf ergibt sich für den Landrateamtssitz Bogen ein noch viel günstigeres Bild. Bei der Berechnung der Fahrzeiten wurden bei Straubing wegen des dichten Stadtverkehrs jeweils 8 Minuten Fahrzeit mehr angesetzt. Bei den einzelnen Gemeinden ergibt sich beim Besuch des Landratsamtes in Straubing eine längere Fahrzeit zwischen 5 und 12 Minuten (in den Verkehrsspitzen sogar bis zu 15 Minuten), je nachdem aus welcher Richtung man zur Stadt Straubing heranfährt.
Wenn man z. B. vom Landratsamt Straubing zum Finanzamt in Straubing will, dürfte hier die Fahrzeit auch nicht länger sein als nach Bogen. Das Innenministerium vertritt die Ansicht, daß Straubing und Bogen so nah aneinander liegen, daß sie als ein Standort angesehen werden müssen. In dieser Richtung gehen auch die Bestrebungen der Stadt Straubing (s. Artikel v. 27.3.1971 mit der Überschrift „In Zukunft eine Doppelstadt Groß-Straubing/Bogen).
Leider kann man aus der Presse immer nur wieder lesen, was Straubing bekommen soll und nicht was in Bogen und Mallersdorf verbleiben soll bezw. als Ersatz angeboten wird. Ich kann auch die Argumentation nicht gelten lassen, daß es doch für Mallersdorf und für Bogen nichts ausmacht, wenn sie die Ämter verlieren, sonst würde man sich doch in Straubing nicht so darum raufen. Es geht alles zu Lasten der Bevölkerung auf dem flachen Lande. Von der Schaffung gleicher Lebenschancen wird hier nicht mehr gesprochen und daß das Zonenrandgebiet bevorzugt werden muß, hat man schon längst vergessen.
Ich kann mir auch nicht denken, daß sich die Herren Abgeordneten so einseitig für ein Gebiet einsetzen, wie das in der Presse immer wieder zu lesen ist, denn sie wurden doch mit den Stimmen aller, vor allem , aber in der Mehrheit aus dem Landkreis Bogen gewählt.
Wenn behauptet wird, daß am Landkreissitz Straubing unbedingt festgehalten werden muß, weil das bei anderen Städten auch der Fall ist, so ist dies ebenfalls nicht stichhaltig, denn nirgends liegen die beiden Städte Bogen und Straubing so nah aneinander, wie bereits oben erwähnt. Auch das Landratsamt Bogen hat dieselbe Kapazität hinsichtlich der Aufnahme des Personals wie das neue Landratsamt Straubing; es hat ebenfalls die Möglichkeit für einen Erweiterungsbau. Vollkommen falsch ist es, wenn behauptet wird, daß sich die Mehrheit der CSU-Kreistagsfraktion des Landkreises Bogen mit ihrem Kreisvorsitzenden MdB Alois Rainer zusammen mit der CSU von Mallersdorf für Straubing als zukünftigen Amtssitz ausgesprochen hätte. Richtig ist, daß die gesamte CSU-Kreistagsfraktion und alle Bürgermeister und sogar der gesamte Kreistag Bogen – bis auf 3 Stimmen, die für den Rothemund-Plan eintraten – einstimmig beschlossen haben, daß auch der Landkreissitz Bogen angestrebt wird. Sollte jedoch eine andere Lösung getroffen werden, so müßte ein publikumsintensiver Ämterausgleich angeboten werden.
Des weiteren ist es unrichtig, daß vor 14 Tagen die CSU-Kreisverbände Bogen, Straubing und Mallersdorf diesbezügliche Beschlüsse dem Innenministerium übersandt hätten. Es konnte gar kein diesbezüglicher Beschluß gefaßt werden, da die CSU-Kreisverbände nicht vollzählig waren und nur einige Sprecher des jeweiligen Kreisverbandes bei diesen Verhandlungen anwesend waren.
Auch der CSU-Kreisverband Bogen hat am 21. Mai 1911 einstimmig beschlossen, dem Reformplan (neues Landkreisgebilde) des Herrn Innenministers zuzustimmen. Mir ist auch nichts bekannt, daß sich Herr Abgeordneter Rainer darüber geäußert hat, daß es den Mallersdorfern nicht zugemutet werden kann, nach Bogen zu fahren. Wenn man die übrigen Landkreisgebilde betrachtet, kann man feststellen, daß z. B. im neuen Landkreis Regen die letzte Gemeinde aus dem Landkreis Kötzting noch viel weitere Wege zurücklegen muß, um den Landratsamtssitz Regen zu erreichen, als die Gemeinden aus dem Landkreis Mallersdorf, um nach Bogen zu kommen. Selbst wenn der ganze Landkreis Mallersdorf dazukäme, dürften die Fahrzeiten noch günstiger liegen als im oben angeführten Beispiel Kötzting – Regen. Ich frage mich, warum eigentlich nicht bei uns, wo doch Bogen genauso zentral liegt wie Straubing.
Abschließend kann gesagt werden, daß es viel leichter wäre, zu einem fairen Ergebnis zu kommen, wenn nicht die einen alles haben wollten und die anderen alles verlieren. Wenn uns Bogenern ein ehrliches, vernünftiges und auch gleichwertiges Tauschangebot gemacht wird, lassen wir immer mit uns verhandeln und sprechen, denn wir wollen und müssen in Zukunft auch zusammen leben und zusammen arbeiten“.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Hafner
Landrat
Quelle: Bogener Zeitung, 27.05.1971


Bogen/Steinburg. Heute findet um 20 Uhr in der Brauereigaststätte Berger, Steinburg, der 14tägige Ausbildungskurs der Bergwachtkameradschaft Bogen statt. Gleichzeitig erfolgt die Einteilung zu Naturschutzstreifen für Pfingsten sowie für den Rettungsdienst am Pfingstmontag in St. Englmar.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.05.1971


Wird die Schülermannschaft siegen?
Hunderdorf.
Das spannendste und eventuell alles entscheidende Spiel um die Meisterschaft 1970/71 in der Schülerrunde Bogen-Ost wird heute am Sportplatz in Hunderdorf ausgetragen. Gegenüber stehen sich die bisher ungeschlagenen Mannschaften des SV Hunderdorf (25:1 Punkte/ 81:4 Tore) und des FC Niederwinkling (23:1 Punkte/79:5 Tore). Im Vorspiel hatte man sich mit einem gerechten 1:1 getrennt. Unsere Schüler-Elf würde sich bestimmt freuen, dieses schwere Spiel (Beginn 16 Uhr) vor zahlreichen Fußballanhängern antreten zu können.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.05.1971


Letzte Maiandacht in Lintach
Hunderdorf.
Am Pfingstmontag findet um 19.30 Uhr von der Pfarrkirche Hunderdorf ab eine Lichterprozession zur Marien-Kapelle in Lintach statt. Dort wird anschließend die letzte Maiandacht feierlich abgehalten.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.05.1971


Mit überhöhter Geschwindigkeit anderen gefährdet
Hunderdorf.
Ein Pkw Fahrer mit Deggendorfer Kennzeichen geriet am Pfingstsonntag um 18.15 Uhr nach Durchfahren einer Rechtskurve auf der Staatsstraße 2130 bei Hunderdorf vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit auf die linke Fahrbahnseite. Ein entgegenkommender Pkw-Fahrer entging einem Zusammenstoß nur durch Vollbremsung und Ausweichen auf das rechte Bankett. Anzeige wegen Verkehrsgefährdung erging.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1971


Männer der Bergwacht sind keine Müllkutscher
Die Mitglieder der Bergwacht versammelten sich zum Dienstabend
Steinburg.
Beim letzten Dienstabend der Bergwacht Bogen, in der Gastwirtschaft Berger, Steinburg, konnte Heinrich Lobmeier fast alle Bergwachtskameraden begrüßen. Der Bergwachtbereitschaftsleiter der Bergwacht Bogen meinte, daß die ursprüngliche Hauptaufgabe der Bergwacht im Naturschutzdienst liege, der Schutz von Pflanze und Tier bestehe uneingeschränkt nach wie vor. Der Bergwachtskamerad sei der Helfer nicht nur für den in Not geratenen Menschen, sondern er kämpfe auch für die Flora und Fauna.
Lobmeier meinte, mit dem Schutz von Pflanzen- und Tierwelt erschöpfe sich die Naturschutzarbeit der Bergwacht keineswegs. Eines der brennendsten Probleme in den Ausflugsgebieten sei die ständig anwachsende Flut von Abfällen aller Art. Teilweise stammen sie von den Ausflüglern, zum Teil aus den Dörfern oder Streusiedlungen.
Trotz intensivster Bemühungen in Zusammenarbeit mit den untersten Naturschutzbehörden, sowie mit den Gemeinden habe die Bergwacht bisher erfolglos gegen die „Müll-Lawine“ gekämpft. Versuche einzelner Bergwachtbereitschaften den Unrat zu beseitigen, hätten nur kurzfristige und engbegrenzte Erfolge erbringen können.
Heinrich Lobmeier meinte weiter, es sei dem ehrenamtlichen Bergwachtsmann nicht zuzumuten, als Mülleinsammler zu arbeiten. Die Naturschutzstreifen der BRK, Bergwacht und so auch der Bergwacht Bogen würden weiter mahnen und helfen, aber ohne Mithilfe aller Gutwilligen sei kein Erfolg zu erwarten.
In seinem weiteren Referat sprach der Bereitschaftsleiter über parkende Autos auf Fußwegen und mitten in Wiesen und die Beobachtung, daß Pkw an Bächen und Flüssen gewaschen würden. Leider sei in dieser Beziehung das bisher geltende Naturschutzgesetz nicht anwendbar. Nur durch die gute Zusammenarbeit des Forstamtes, den zuständigen Behörden und Naturschutzstreifen der Bergwacht sei es möglich, gegen offensichtlich mißbräuchliche Benutzung von Kraftfahrzeugen in der freien Natur einzuschreiten.
Heinricht Lobmeier dankte seinem Naturschutzreferenten der Bergwacht Bogen, Jakob Himmer, für die vielen Vorträge und Ausbildungsabende innerhalb der Bergwacht.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1971


Führerschein und Kfz-Schein aus VW gestohlen
Steinburg.
Am Samstag (29. 5.) zwischen 20 und 23.45 Uhr öffnete ein bisher Unbekannter mit Gewalt ein Seitenfenster eines VW-Pkw, der auf einer öffentlichen Straße abgestellt war, stahl aus dem Wagen den Führerschein und Kfz-Schein und beschädigte gewaltsam eine Sonnenbrille. Hinweise werden von der Landpolizei Bogen vertraulich behandelt.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.06.1971


Windberg. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Windberg fährt am Sonntag nach Mitterfels zur Fahnenweihe. Die Mitglieder treffen sich um 7 Uhr im Gasthof Hilmer in Irensfelden oder im Gasthaus Amann in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.06.1971


80. Geburtstag gefeiert
Windberg. Am Pfingsttag konnte der Austragslandwirt Josef Ring den 80. Geburtstag feiern. Der Jubilar wurde am 30. Mai 1891 an Ascha als Sohn der Landwirtseheleute Josef und Franziska Ring geboren. 1926 verehelichte er sich in Windberg mit Therese Hieninger von Anning. Im Jahre 1968 mußte er seiner Gattin das letzte Geleit geben Trotz vieler Schicksalsschläge und ärmlichen Zeiten mit beschwerlichen Arbeiten ist unser Jubilar noch sehr rüstig und immer guten Humors. Wir hoffen und wünschen, daß er noch viele frohe und Geburtstage im Kreise seiner Angehörigen feiern kann, Bürgermeister Kittenhofer überreichte dem Jubilar im Namen des Gemeinderates Windberg einen Geschenkkorb and wüsnchte ebenfalls noch viele gesunde Lebensjahre.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.06.1971


Aus Pfarrhof Windberg 190 DM gestohlen
Windberg.
Vermutlich während der Maiandacht am Pfingstmontag (31. 5.) gegen 19.30 Uhr schlich sich ein unbekannter Dieb in den Pfarrhof von Windberg ein, gelangte in ein Zimmer, das zur Zeit von einem Feriengast bewohnt wird, und stahl aus dem Kleiderschrank 190 DM. Als Täter steht der Fahrer eines weißen VW Käfers mit Stuttgarter Kennzeichen in Verdacht. Wer hat sich das Kennzeichen gemerkt? Wer sah ein solches Auto? Aussagen hierzu nimmt die Landpolizei Bogen entgegen.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.06.1971


Wichtig für Landwirte
Hunderdorf.
Alle Landwirte mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche ab 1 ha, die nicht Mitglied der landw. Alterskasse sind, können bis zum 20. Juni in der Gemeindekanzlei einen An-trag auf Auszahlung des Aufwertungsausgleichs stellen. Unbedingt erforderlich ist, die Angabe der Hebelisen-Nummer, unter welcher Beitrüge zur landw. Berufsgenossenschaft entrichtet werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.06.1971


Glaubensbekenntnis mit neuem Akzent
Die Jugend trifft sich in Windberg – Kritischer Gottesdienst – Ein vielseitiges Programm
Bogen/Windberg. „
Treffpunkt Windberg!“ So soll es am kommenden Sonntag auch für alle Jugendlichen der Pfarreien des Dekanates Bogenberg heißen. Der Jugendbekenntnistag, alljährlich am Sonntag nach Pfingsten, wird heuer in der Klosterkirche und im Jugendhaus Windberg stattfinden. In einer neuen, aktuellen Form will dieser ökumenische Jugendtag Antwort geben auf den Fragekreis: „Kirche – wofür? Kirche – wozu?“
Der ökumenische Wortgottesdienst um 14 Uhr steht unter dem Thema: „Kirche – wofür?“ Mehrere Jugendliche werden die Lesungen aus der Schrift und verschiedene moderne Texte vortragen. Die rhythmischen Gesänge werden im Wechsel Jugendchor Bogen/alle, gesungen. Der evangelische Pfarrer Fritz Burkert, Bogen, wird eine kurze Predigt halten.
Im Anschluß an den ökumenischen Gottesdienst ist im Jugendhaus Windberg, „Tag der offenen Tür“. Das am 1. Mai 1971 eingeweihte Jugendzentrum kann besichtigt werden. Etwa um 15 Uhr wird ein vielfältiges Programm beginnen, das von der Unterhaltung bis zur Bildung reicht: In 7 Räumen werden gleichzeitig verschiedene Veranstaltungen angeboten.
Film: „Fahrenheit 451“ (der angekündigte Film „1984“ kann zur Zeit nicht geliefert werden), ein spannender Spielfilm in Farbe, Großbritannien 1966, Regie: Francois Truffaut, Dauer: 112 Minuten.
Diskussion: zum Thema „Kirche wofür?“. Es nehmen der evangelische Pfarrer Burkert und der katholische Militärpfarrer Tasler teil.
Volkstänze: Sie werden von der Trachtengruppe aus Haibach vorgeführt.
Schlager: Im Bierstüberl: abwechselnd heitere und ernste Musik.
Tonbilder: „Liebe ohne Liebe?“ „Hilfe Religion!“ „Der Mensch zwischen Rätsel und Geheimnis“ (oder „Was heißt Christ sein?“)
Quelle: Bogener Zeitung, 04.06.1971


Nach Gottes heiligem Willen verscheid am 3. Juni um 10.50 Uhr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Oma, Schwester, Tante und Patin
Frau Maria Häusler
ehemalige Landwirtswitwe von Lintach
zuletzt in Hofdorf und Viechtach

nach längerer Krankheit, wohlvorbereitet im Alter von nahezu 76 Jahren.
Hofdorf, Reichschmidt, Waldkraiburg, Bogen, Viechtach, 3, Juni 1971
In stiller Trauer:
Sohn Ludwig mit Familie
Sohn Xaver mit Familie
Tochter Maria mit Familie
Tochter Stilla mit Familie
Tochter Anna mit Familie
und Verwandte
Am Samstag, 5. Juni 1971, nachmittags 14 Uhr, Trauergottesdienst in der Wallfahrtskirche Bogenberg, anschließend Beerdigung.
Sterberosenkranz heute, Freitag. um 19.30 Uhr in der Wallfahrtskirche Bogenberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.06.1971


Hunderdorf. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Hunderdorf beteiligt sich am Sonntag bei dem 100jährigen Gründungsfest der Krieger- und Soldatenkameradschaft Mitterfels. Das Fest ist verbunden mit der Weihe einer neuen Fahne und dem Treffen ehemaliger französischer Frontkämpfer. Abfahrt mit eigenem Pkw um 8 Uhr bei Baier-Edbauer.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.06.1971


Steinburg. Am Sonntag fährt die FFW nach Mitterfels zur Fahnenweihe. Pünktliche Abfahrt 8 Uhr vor dem Gasthaus Berger.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.06.1971


Bahnübergang in Hofdorf fertiggestellt
Er trägt zur Sicherheit im Straßenverkehr bei
Hunderdorf.
Die von der Fa. Miedaner durchgeführten Bauarbeiten zur Erstellung einer neuen Bahnkreuzung bei km 15.010 in Hofdorf (Ortsausfahrt-Baier) konnten abgeschlossen werden. Bauherr und Kostenträger dieser Baumaßnahme ist die Deutsche Bundesbahn; die künftige Unterhaltung der ausgebauten Wege obliegt der Gemeinde Hunderdorf. Die Abnahme des errichteten Bahnüberganges und der Anschlußwegstrecken erfolgte bereits durch das Bundesbahnbetriebsamt Plattling.
Die ausgebaute Straße hat von der Staatsstraße bis zur Bahnkreuzung eine Fahrbahnbreite von 5,5 m erhalten und wurde mit einer Teerdecke versehen. Die anschließenden Wegstrecken zum Quellenweg und nach Hofdorf/Sollach auf westlicher Seite sind 4 m breit und mit einer Tragschicht und einer wassergebundenen Fahrbahndecke ausgestattet. Diese Bahnkreuzung bringt einen großen Vorteil für die Verkehrsteilnehmer, da die Landwirte mit ihren Fahrzeugen die stark befahrene Staatsstraße nur mehr zu überqueren brauchen und somit nicht mehr gefährliche Linksabbieger sein werden.
Leider mußte bereits festgestellt werden, daß diese neu erstellte Fahrbahn auch von schweren Lkw befahren wird, so daß eine Beschädigung des Weges in absehbarer Zeit eintreten kann. Der Gemeinderat beschloß deshalb in seiner letzten Sitzung, hier ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 1,5 t zu erlassen. Von dieser Regelung sollen landwirtschaftliche Fahrzeuge eine Ausnahme bilden.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.06.1971


Windberg. Die aktiven Wehrmänner der FFW Windberg treffen sich am Sonntag um 8.30 Uhr beim Feuerhaus zur planmäßigen Gruppenübung.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.06.1971


Wolfgang und Sofie Bast feiern goldene Hochzeit
Bogen.
Heute, Samstag, feiert das Ehepaar Wolfgang und Sofie Bast, Bogen, Deggendorfer Straße, die goldene Hochzeit. Um 9 Uhr tritt das Paar wieder vor den Traualtar, um sein fünfzig-jähriges Ehejubiläum segnen zu lassen. Aus der Ehe des Ehepaares Wolfgang und Sofie Bast gingen drei Söhne und vier Töchter hervor. Nicht nur die sieben Kinder, darunter ein Schwestern-Zwillingspaar, begehen heute mit ihren betagten, aber geistig und körperlich noch rüstigen Eltern das schöne Fest der goldenen Hochzeit, sondern auch 22 Enkel sowie vier Urenkel. Der „goldene“ Bräutigam ist 75 Jahre, die „goldene“ Braut 69 Jahre alt; er ist in Grafenberg (Gde. Degernbach), sie in Ebenthan [als Sofie Dachs] geboren. Schon mit neun Jahren verlor Wolfgang Bast seine Eltern. Er mußte schon in diesem Bubenalter in fremden Höfen sein Brot verdienen. Später hat er schwere Arbeit im Hoch- und Tiefbau geleistet bis in sein Rentenalter mit 62 Jahren. Zwischendurch nahm Wolfgang Bast am Ersten Weltkrieg teil, darunter zwei Jahre an der mörderischen Front im Westen. Der tapfere Soldat wurde mit dem EK 2. Klasse, mit dem Verdienstkreuz mit Krone sowie mit dem Ehrenkreuz ausgezeichnet. Nach dem Krieg mußte er noch drei Jahre in französischer Gefangenschaft bleiben.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.06.1971


Ausgleichsaufwertung
Windberg.
In der Gemeindekanzlei Windberg liegt eine Unterschriftenliste auf zur Anforderung der Fragebögen für Ausgleichsaufwertung der landw. Alterskasse für alle Landwirte, die nicht Mitglied der Alterskasse sind. Die Kanzlei ist dafür am Sonntag von 8 bis 9.30 Uhr geöffnet.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.06.1971


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 25. 5. – 28. 5. 1971 eingereichten Baugesuche
… Lehner Johann, Wegern, Gde. Steinburg, Neubau eines Wohnhauses in Au. v. W. … Reichl Xaver, Windberg, Neubau eines Wohnhauses; Procksch Josef, Windberg, Neubau eines Wohnhauses mit Doppelgarage.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.06.1971


Jugendbekenntnistag 1971 im Jugendzentrum Windberg
Ökumene – das gebot unserer Zeit – Nach dem „Tag der offenen Tür“ sieben Programme in sieben verschiedenen Räumen

Windberg.
Wie kommt es, daß viele Menschen heute zwar fasziniert sind von Jesus, sich aber immer mehr der Kirche bzw. den Kirchen entfremden, die doch vorgeben, die Gemeinden dieses Jesus zu sein? Liegt das nur an der Unzulänglichkeit, Bequemlichkeit, Glaubensmüdigkeit dieser Menschen, oder muß der Fehler auch auf seiten der Kirche gesucht werden? Es ist der Jugend eigen, Fragen an die Generation der Väter zu richten. Manchmal sind diese dann nicht mehr in der Lage, aus der überspitzten Formulierung das berechtigte Anliegen herauszuhören; manchmal übersehen junge Menschen im Schwung ihrer eigenen Kritik, daß Kritik für die Kritisierten erst glaubwürdig wird, wenn der Wille zum eigenen Engagement darin erkennbar ist. Dann kann es auf beiden Seiten zu Kurzschlußhandlungen kommen.
Der „Jugendbekenntnistag 1971″ des Dekanates Bogenberg fand gestern im Gotteshaus und im neuerrichteten Jugendzentrum in Windberg statt. Etwa 220 Burschen und Mädchen hatten sich eingefunden. Die Veranstaltung begann mit einem ökumenischen Wortgottesdienst in der renovierten Pfarrkirche; der von der Dekanatsjugendführung, dem Jugendchor Bogen unter Leitung von H. Peters, Pfarrer Burkert und H. Kaplan Trimpl gestaltet wurde. „Sonntag für Sonntag in Tausenden von Kirchen Abertausende von Christen. Sonntag für Sonntag, aber … Was tun wir am Montag? Wo sind die Christen, die wie Brüder beieinander wohnen, Gebeugte stärken und die Schwachen schonen? Auf der einen Seite die Luxusvilla, auf der anderen Gastarbeiter und Obdachlose, die wie Tiere auf engstem Raum hausen. Was hören wir am Sonntag? Und Montag — was ist dann?“ Was müßten wir am Montag tun, fragten die einzelnen Sprecher? Wir müßten als Kirche die Stimme der Befreiung sein, eine Gemeinde, die solidarisch ist mit denen, die ohne Freiheit und Recht geblieben sind; eine Gemeinde, die den Mut hat, alle Formen von Terror und alles Fernbleiben von den Weltproblemen zu kritisieren und anzuprangern, selbst wenn dieses zum Konflikt mit den Mächtigen dieser Welt führt; eine Gemeinde, die größten Wert darauf legt, daß sie selbst aus freien Menschen besteht, auch wenn das Unruhe in der eigenen Gemeinschaft bedeutet. Vielleicht würde die Kirche so wieder annehmbarer für die Menschen und könnte sie zu ihnen von Gott in einer neuen Sprache sprechen.“
Der evangelische Stadtpfarrer von Bogen, Fritz Burkert, ging in seiner Ansprache auf Sinn und Zweck dieses ökumenischen Jugend

Folklore aus dem Jahre 1720 im Speisesaal. Die Haibacher Trachtengruppe erfreute mit hübschen Tänzen

gottesdienstes ein und versuchte, die Aussagen der Texte und Gesänge zu deuten. Vielleicht erscheine manchem dieser Gottesdienst zu ungewohnt, zu revolutionär, zu schockierend, fragte der Geistliche. Aber was hier im Namen beider Konfessionen getan werde, wolle nicht eine neue Ideologie sein. Die Kirche lebe nicht von einer Ideologie, sondern von einem Herrn, von dem sie herkommt und auf den sie zugeht. Dieser Herr lasse sich nicht in Institutionen und Bekenntnissen einsperren wie in einer festen Burg ,aus der heraus wir auf die Probleme der Welt blicken. Seit Kreuz und Auferstehung geschah, können wir diese unsere Welt nicht mehr so hinnehmen wie sie ist. Wir sind in beiden Konfessionen aufgerufen, fuhr Pfarrer Burkert fort, nach Experimenten und Wegen zu suchen, auf denen sein Name und seine Heiligkeit wieder glaubhaft werden können.

Im Diskussionskreis wurden auch „heiße Eisen“ angefaßt

Als ein solcher Aufbruch im Namen des Herrn sollte nicht nur das Ökumenische Pfingsttreffen in Augsburg, sondern auch dieser Gottesdienst gesehen und verstanden werden.
Nach dem Gottesdienst hatten die Besucher Gelegenheit, das am 1. Mai 1971 eingeweihte Jugendzentrum zu besichtigen. Einhellig war man der Meinung, daß hier ein Jugendhaus er-richtet wurde, wie man es schöner und zweckmäßiger selten mehr findet und das geradezu zu ständigem Besuch einlade.
7 Veranstaltungen in 7 Räumen
Es war nicht vorauszusehen, ob die Jugend eine derartige Fülle von Angeboten verdauen werde, aber man ging trotzdem das Risiko ein. 7 Veranstaltungen in 7 verschiedenen Räumen anzubieten. Es dauerte gar nicht lange und die Jugend hatte sich dort etabliert, wo das besonders Interessierende geboten wurde. Da war einmal das Tonbild „Was heißt Christ sein?“ Viele Christen haben im Umbruch von Kirche und Theologie die Orientierung verloren und sind unsicher und verwirrt.
Das Tonbild „Hilfe Religion!“ deckte auf dem Gebiet der Religion einen folgenschweren Bildungsnotstand auf, von dem viele Christen betroffen sind. Es machte die Notwendigkeit religiöser Bildung deutlich für die Formung der Persönlichkeit – gerade in unserer modernen Welt.
Von dem Tonbild „Liebe ohne Liebe““ fühlten sich die allermeisten Mädchen und Burschen angezogen. Einen nicht minder guten Besuch wies der Farbtonfilm „Fahrenheit 451″ auf, der keine phantasievolle Zukunftswelt im Atelier aufbaut, sondern das Geschehen in einer heutigen Wirklichkeit entfaltet.
Für die offene Diskussion im Speisesaal stellten sich Militärpfarrer Tasler, der evangelische Pfarrer Burkert und der katholische Kaplan Trimpl zur Verfügung. Man konnte nur staunen, mit welcher Freimütigkeit die jungen Menschen über Fragen des Glaubens sprechen. Sie waren übereinstimmend der Auffassung, daß man sich den Zeitverhältnissen zwar anpassen, aber trotzdem das Wesentliche, Gott, in den Mittelpunkt des Lebens stellen müsse. Auch müsse das im Wortgottesdienst angesprochene Thema: „Was sagen wir am Sonntag, was tun wir am Montag?“ noch viel mehr Verwirklichung finden, um als Christen glaubwürdig zu bleiben.
Im großen Spielraum hatten sich die großen und kleinen Trachtler aus Haibach zu gut einstudierten Volkstänzen eingefunden. Nicht unerwähnt soll auch die „Non-stop-Schlagerparade“ im Bierstüberl bleiben, die guten Anklang fand. Es darf also zusammenfassend festgestellt werden, daß der diesjährige Jugendbekenntnistag in Windberg zu dem geworden ist, was sich die Verantwortlichen versprachen: Zu einem ökumenischen Treffen im Dekanat, zu einem neuen Aufbruch zu einer Wegweisung und zum Bemühen um Christsein in unserer Zeit. Nachzutragen wäre noch, daß das Geldopfer Herrn Pater Franz Xaver Mader in Bolivien überwiesen wird zum Bau einer Straße in einem Indianerdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.06.1971


Windberg. Der Dienstabend des Roten Kreuzes findet am kommenden Freitag bei Wagner statt. Die grauen Dienstausweise mitbringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.06.1971


Wasserschaden im neuen Schulhaus
Hunderdorf.
Durch die wolkenbruchartigen Regenfälle in der Nacht vom Samstag auf Sonntag entstand ein Schaden am Kanal der Hochfeldstraße, so daß das Wasser in die Kellerräume des neuerbauten Schulhauses eindringen konnte. Es gab bis zu 90 cm hohe Überschwemmungen. Gegen 11.20 Uhr mußte die Feuerwehr alarmiert werden. Vorstand X. Anleitner, Kommandant F. Hartmannsgruber sowie a. Beck und O. Sachs waren bis 7 Uhr früh beschäftigt, um die Wassermassen herauszupumpen. Es entstand ein Schaden von ca. 1000 DM. Solche Vorfälle können sich erst dann nichtmehr wiederholen, wenn der Kanal vom Bahnhof bis zur Hauptstraße (bei Schmidbauer) fertiggestellt ist. Ein weiterer Schaden dieses Unwetters stellte sich im Stall des Landwirts Bergbauer in Breitfeld ein. Dort wurde eine Kuh durch Blitzschlag getötet.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1971


Feierliche Fronleichnamsprozession
Hunderdorf.
Am Donnerstag findet der Pfarrgottesdienst bereits um 9 Uhr (nicht wie angegeben um 9.30 Uhr) statt. Zur anschließenden Beteiligung bei der Prangerprozession sind herzlich eingeladen die Bürgermeister, Gemeinderäte, Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderäte, Lehrerschaft, die Vereine und die ganze übrige Pfarrgemeinde. Die Anwohner am Prozessionsweg werden gebeten, wie herkömmlich ihre Häuser zu schmücken.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1971


Auf geht’s zum Fischerhüttenfest
Heute abend Eröffnung mit zünftiger Bierprobe – Süffiges Sturmbräubier und leckere Schmankerl warten auf die Gäste

Bogen/Waltersdorf. Am heutigen Mittwoch beginnt das schon zur Tradition gewordene Fischerhüttenfest des Bezirksfischereivereins 1882 e.V. Bogen an den Fischweihern bei Waltersdorf.
Der Veranstalter hat auch in diesem Jahr nichts unversucht gelassen, die nächsten fünf Tage zu einem kleinen Erlebnis für alle Gäste aus nah und fern werden zu lassen.
Schon die idyllische Lage der Fischerhütte mit den sie umgebenden

Auf geht’s zum Fischerhüttenfest an den Weihern bei Waltersdorf

Weihern lädt zu einem Verweilen und zu einem frohen Beisammensein mit Freunden, Verwandten und Bekannten ein.
Erich Heitzer, der neue Hüttenwirt, wird sich große Mühe geben, die Besucher mit den besten Schmankerln zu verwöhnen. Es wird nicht nur vorzügliche geröstete Steckerlfische, sondern auch knusprige Hendln und eine reichliche Brotzeit zu einem annehmbaren Preis geben. Man kann also schon mit „Kind und Kegel“ kommen, um eine entsprechende Zeche zusammenzubringen.
Die Karmelitenbrauerei Sturm in Straubing hat sich ebenfalls bemüht, einen süffigen Tropfen zu brauen, der halt zu einem rechten Fischerhüttenfest gehört.
So ist also an alles gedacht, außer an das Wetter, für das an sich der Patron der Fischer, St. Petrus, zuständig wäre. Bis jetzt war er ihnen nicht gerade wohlgesonnen, so daß man mit Fug und Recht zu bezweifeln vermag, ob er überhaupt als „Wettergott“ angesprochen werden kann. Trotzdem hofft man, daß die kommenden Tage unter einem guten Stern stehen und daß das Fischerhüttenfest zu einer zünftigen Unterhaltung und zu einer Erholung und Entspannung für alle Besucher wird. Die 18-Mann starke Jägerkapelle wird auf jeden Fall das ihre dazu beitragen.
Das Festprogramm: Mittwoch, 9. Juni. Eröffnung um 18 Uhr mit Bierprobe. Donnerstag, 10. Juni (Fronleichnam) Festbetrieb ab 15 Uhr. Freitag, 11. Juni, Treffen der Betriebe und Vereine ab 18 Uhr. Samstag, 12. Juni. Festbetrieb ab 15 Uhr. Sonntag, 13. Juni, Königsfischen des Vereins. Festbetrieb ab 15 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1971

Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1971


Hunderdorf. Heute findet um 20 Uhr im Gasthof Sandbiller in Hunderdorf eine Probe des hiesigen Gesangvereins statt. Um vollzähliges Kommen wird gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1971


Windberg. Sämtliche Vereine sowie die Mitglieder der FFW werden gebeten, an der Fronleichnamsprozession teilzunehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1971


Steinburg. Die Mitglieder der FFW treffen sich am Donnerstag um 8.30 Uhr zur Teilnahme an der Fronleichnamsprozession. Abfahrt Gasthaus Berger.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1971


Gesamthaushalt mit 3 Mio. DM verabschiedet
Außerordentliche Maßnahmen betragen 2,4 Millionen – 350 000 DM müssen aufgenommen werden
Hunderdorf.
In der letzten Gemeinderatssitzung hatte sich der Gemeinderat mit dem Haushalt 1971 zu befassen. Eingehend erläuterte der Bürgermeister die außerordentlichen Maßnahmen des heurigen Jahres.
Der Ausbau der Friedenstraße wird voraussichtlich in diesem Jahr auch finanziell abgeschlossen. Die noch aufzubringenden Mittel in Höhe von 25 761 DM werden durch Mehreinnahmen der Vorjahre und durch Kostenbeiträge der Anlieger gedeckt.
Die Bahnhofsiedlung-Erweiterung erfordert den Ausbau der Straßen sowie die Errichtung der Straßenbeleuchtung. Da in diesem Zuge auch die Lindfelderstraße mitausgebaut wird, hat sich die Gemeinde mit entsprechenden Eigenmitteln zu beteiligen. Die notwendigen Mittel in Höhe von 175 000 DM müssen zum Teil auf das Jahr 1972 umgelegt werden. 115 000 DM hat die Gemeinde durch Veräußerung von Baugrundstücken von den genannten Eigenmitteln aufzubringen.
Der Schulhauserweiterungsbau muß heuer soweit vorangetrieben werden, daß der Klassen-trakt zu beziehen ist und die Turnhalle mit Lehrschwimmbecken im Rohbau erstellt wird. Für das laufende Jahr sind für dieses Projekt 1.5 Mill. DM vorgesehen, wobei mit 1,1 Mill. Zuschuß gerechnet wird. 200 000 DM wird die Gemeinde im heurigen Jahr als Darlehen aufnehmen müssen und 200 000 DM sind als Barmittel eingeplant.
Als weitere Maßnahme ist die Straße nach Hoch fertigzustellen. Hier sind 1971 noch ca. 140 000 DM notwendig. 100 000 DM erhält die Gemeinde aus KFZ-Mitteln des Landratsamtes, der Rest wird mit Eigenmitteln finanziert.
Zum erstenmal wird der außerordentliche Haushalt mit der Kanalisation in Hunderdorf belastet werden. Für dieses Jahr ist ein Betrag von 800 000 DM für dieses Bauvorhaben vorgesehen. Die Gemeinde hofft hier auf 440 000 DM Zuschuß; der Rest ist aus Kredit- und Eigenmitteln aufzubringen.
Bürgermeister Härtenberger gab dem Gemeinderat den Entwurf des Haushaltsplanes 1971 bekannt. Dieser wurde vom Gemeinderat eingehend diskutiert und mit folgenden Zahlen verabschiedet: Ordentlicher Haushalt: Einnahmen und Ausgaben v. 598 511 DM, außerordentlicher Haushalt: Einnahmen und Ausgaben v. 2 411 593 DM. Für den Schulhausbau sowie für die Kanalisation ist insgesamt die Aufnahme eines Darlehen in Höhe von 350 000 DM vorgesehen.
Besondere Ausgabeposten im ordentlichen Haushalt sind die Verwaltungskosten mir ca. 82 000 DM. Auch hier machen sich die laufenden Erhöhungen der Bezüge und Gehälter bemerkbar. Des weiteren sind für Schule und Gemeinde 193 700 DM aufzubringen. Für kulturelle Zwecke sind 3800 DM eingeplant. Für Straßen, Wege, Bauten sowie Instandhaltung derselben werden 89 000 DM in Anspruch genommen. Gewerbesteuerumlage hat die Gemeinde ca. 50 000 DM zu leisten. An Kreisumlage fallen 125 148 DM zur Zahlung an.
Haupteinnahmequellen im ordentlichen Haushalt stellen die Steuern mit ca. 175 000 DM, die Schlüsselzuweisung mit 160 000 DM und die Beteiligung an der Einkommensteuer mit 137 000 DM dar.
Um alle Bauvorhaben des außerordentl. Haushaltsplanes durchführen zu können. sind insgesamt 1,6 Mill. DM Zuschuß notwendig, die auch bereits in Aussicht gestellt sind.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1971


Schnell und unerwartet verschied heute mein lieber Mann, unser unvergeßlicher, guter Vater, Schwiegervater und Opa, Schwiegersohn, Schwager und Onkel
Herr Josef Zens
Schuhmachermeister aus Poschau/Sudetenland,
seit 1946 in Mitterfels, Mitglied des VdK und der
Krieger- und Soldatenkameradschaft Mitterfels

im Alter von 71 Jahren, versehen mit der Letzten heiligen Ölung, selig im Herrn.
Mitterfels, Thannanger, Stammham, den 8. Juni 1971
In tiefer Trauer:
Anna Zens, Gattin
Ernst Zens, Sohn mit Familie
Helma Holmer, Tochter mit Gatten
und übrige Verwandtschaft.
Trauergottesdienst am Freitag, den 11. Juni, nachmittags 4.00 Uhr, in der neuen Pfarrkirche in Mitterfels mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1971


Hunderdorf Kirche wird renoviert
Außenrenovierung mit Erneuerung des Kirchendaches hat begonnen – Finanzierung durch Spenden der Gläubigen
Hunderdorf.
Bei der Erbauung der Kirche m Jahre 1936 hatte man scheinbar nicht di erichtige Art der Dachziegel gewählt, so daß Regen und Schnee Einlaß finden. Durch die Initiative von Pfarrer G. Ruhs wurde im vergangenen Jahr beschlossen, hier Abhilfe durch Erneuerung des Kirchendaches zu schaffen. Später zog man auch die Außenrenovierung des Gotteshauses in Erwägung.
Durch die Spendenbereitschaft der Gläubigen in der rund 3 000 Seelen zählenden Pfarrei, bestehend aus den Gemeinden Hunderdorf. Steinburg und Gaishausen können diese beiden Maßnahmen finanziert werden. Für die Außenrenovation hat das Bischöfliche Ordinariat Regensburg einen beträchtlichen Zuschuß in Aussicht gestellt.
Am 2. Juni hatte die Firma Altschäffl, Stippich, mit dem Aufstellen des Gerüstes auf der Südseite des 42m hohen Kirchturmes begonnen. Der ganze Tag wurde benötigt, um die Einzelteile zu einer „Himmelsleiter“ zu montieren. 14 Etagen zählt das Metallgerüst und die Arbeiter werden bewundert, wie selbstverständlich und sicher sie sich in der „luftigen Höhe“ bewegen. Am Donnerstag hatte dann die für die Malerarbeiten zuständige Firma A. Schaleske, Straubing, ihre Tätigkeit aufgenommen. Die Maler reinigten in mühevoller Arbeit die Südwand und begannen anschließend mit dem Farbanstrich. In einem hübschen hellbeigen Grundton präsentiert sich nun die mit der wetterbeständigen und wasserabweisenden Zylin-Farbe angestrichene Kirchturmseite. In neuem Farbton erscheint das Zifferblatt, dessen Blechabdeckung mit eisern kräftigen „nußbaumbraun“ versehen ist. Bleibt zu hoffen, daß die Arbeiten weiterhin so zügig vorangehen, das schöne Wetter anhält und die Kirche bald in neuem Glanz zu sehen ist.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1971


Spendenzusagen zurückgeben
Hunderdorf.
Wie bereits berichtet, haben die Außenrenovierungsarbeiten am Kirchturm begonnen. Da die bisher eingegangenen Spenden für eine gesamte Außenrenovierung des Gotteshauses nicht ausreichen, bittet das Pfarramt um baldmöglichste Rückgabe der ausgegebenen Spendenzusagen. Erst dann kann entschieden werden, ob auch die Außenfassade am Kirchenschiff erneuert wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.06.1971


Ausflug des 3. Ordens
Hunderdorf.
Am 20 Juni tritt der 3. Orden um 8 Uhr beim Jugendheim seinen Ausflug an. Die Fahrt führt zuerst nach Schweiklberg. Dort wird um 9.30 Uhr auch ein Gottesdienst besucht. Anschließend geht die Reise weiter nach Passau, wo eine Besichtigung der Stadt sowie die Möglichkeit zum Besuch eines Orgelkonzertes gegeben ist. Die Hinreise wird über Regen, Viechtach angetreten. Auch Nichtmitglieder können an dieser Fahrt teilnehmen. Anmeldungen sind bis Sonntag im Pfarramt zu tätigen. Der Fahrpreis beträgt 5.- DM.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.06.1971


Gefundenes Geld sucht den Verlierer
Gaishausen.
Am Bahnhof Steinburg, Gemeinde Gaishausen, wurde ein Geldbetrag gefunden. Das Geld kann in der Gemeindekanzlei Gaishausen abgeholt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.06.1971


Hunderdorf. Der Sportverein Hunderdorf hält am Samstag seine Generalversammlung ab. Zugleich finden Neuwahlen statt. Alle Mitglieder über 18 Jahre sollen an der Versammlung teilnehmen und ihre Stimme bei der Wahl abgeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.06.1971


Das Standesamt meldet
Bogen.
In der Monatsstatistik des Standesamts Bogen vom Mai überwiegt die Zahl der geurten. Es wurden 24 Geburten, vier Eheschließungen und 15 Todesfälle registriert.
Geburten: … Manfred Erwin Lipp, Stetten (Gde. Hunderdorf); Sabine Rita Botz, Eglsee .(Gde. Hunderdorf) … Ulrich Söldner, Sollach (Gde. Hunderdorf) … Zeljko Makivic, Steinburg, Wegern 29 …
Gestorben sind: Wolf Anton, Steinmetz, zuletzt Rentner, Hunderdorf, Ringstraße 2, 57 Jahre … Matzner Ernst Max, Hilfsarbeiter, zul. Rentner, Wegern (Gde. Steinburg), 70 Jahre …
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1971


Steinburg. Am Sonntag, 4. Juli, fährt die FFW um 4.30 Uhr ab Tankstelle Berger nach Reuthe in Tirol. Nach der Besichtigung von Schloß Linderhof wird die Reise über Ammerwald entlang dem Plansee nach Reuthe führen. Bei guter Wetterlage kann man mit der Höfenseilbahn auf eine Höhe von 1 600 bis 1 700 Meter hochfahren und den herrlichen Blick über die oberbayerischen Hochalpen genießen. Die Rückfahrt führt über die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau und über Steingaden zur Wieskirche.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1971


Fatima-Feier in Windberg
Windberg.
Am Sonntag wird in der Wallfahrtskirche HI. Kreuz wieder der Fatima-Sonntag gefeiert. Um 13.30 Uhr Rosenkranz, um 14 Uhr Predigt mit anschließender Marienfeier zu Ehren der Muttergottes von Fatima. Parkplätze sind vorhanden.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1971


Aus verschlossener Garage Autoradio gestohlen
Windberg.
In der Zeit vom 5. bis 9.6. hat ein bisher Unbekannter mit einem Nachschlüssel eine Garage geöffnet, den darin stehenden Pkw aufgebrochen und ein Radiogerät „Blaupunkt“ gestohlen. Das Gerät hat einen Wert von 500 bis 600 DM. Die Landpolizei nimmt sachdienliche Hinweise, die streng vertraulich behandelt werden, entgegen.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1971


Zaun beschädigt und weitergefahren
Windberg.
Am Donnerstag gegen 22.30 Uhr beschädigte der Fahrer einer Zugmaschine auf der Gemeindestraße mit seinem Fahrzeug einen Zaun und fuhr weiter, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Die Landpolizei nimmt Hinweise entgegen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.06.1971


Plötzlich und unerwartet verschied am 12. 6. 1971 mein geliebter, treusorgender Gatte, mein herzensguter Vater, Schwiegervater, Opa, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel
HERR EDGAR HENKE
Kaufmann

im Alter von 55 Jahren selig im Herrn.
Hunderdorf, Straubing, Hamm (Westfalen), den 13. Juni 1971
In tiefem Leid:
Frieda Henke, Gattin
Heidi von Heintschel-Heinegg
,Tochter mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Dienstag, den 15. 6. 1971, um 15 Uhr in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung. Sterberosenkranz heute 17 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.06.1971


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 1. 6. – 4. 6. 1971 eingereichten Baugesuche

… Kastl Karl, Bauernholz, Gde. Hunderdorf, Anbau des Wohnhauses …
Quelle: Bogener Zeitung, 15.06.1971


Hunderdorf. Der Frauenbund Hunderdorf fährt am 11. Juli nach Salzburg und zum Wolfgangsee. Anmeldung und Bezahlung des Fahrpreises (15 DM) bis spätestens 1. Juli bei Frau Klauke oder Frau Maier. Auch Nichtmitglieder können teilnehmen. Gültiger Personalausweis zur Fahrt ist notwendig.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.06.1971


Pkw-Fahrer gefährdete Ehepaar mit zwei Kindern
Steinburg.
Am Sonntag gegen 17 Uhr führte ein 19jähriger auf der Staatsstraße 2147 in Richtung Steinburg in einer unübersichtlichen, langgezogenen Rechtskurve und vor einer Berg-kuppe, den Straßenverhältnissen entsprechend zu schnell und noch auf der linken Seite, einen Überholvorgang durch. Ein entgegenkommender Pkw-Fahrer, in dessen Auto seine Ehefrau und zwei Kinder saßen, konnte nur durch Vollbremsung und durch Ausweichen auf das rechte Bankett einen unheilschweren Zusammenstoß vermeiden. Der Bursche wurde der Polizei gemeldet. Sie schrieb ihm eine Anzeige wegen Vergehens der Gefährdung im Straßenverkehr.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.06.1971


Hunderdorfer Volksfest vom 25. Bis 28. Juni
Hunderdorf.
Auch heuer wieder wird die Bevölkerung von Hunderdorf und Umgebung zum Volksfest eingeladen, das die Familie Weinzierl traditionsgemäß alljährlich in der letzten Juniwoche ausrichtet. Neben einem großen Bierzelt der Brauerei Thurn und Taxis ist auch an einen reichhaltigen Vergnügungspark gedacht. Als Stimmungskapelle wurde dieses Jahr Blaskapelle Fritz Deser engagiert.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.06.1971


Silbernes Leistungsabzeichen erfolgreich abgelegt
Au vorm Wald.
Am Donnerstag legte ein Löschzug der FFW Au vorm Wald vor KBI Mühlbauer, Stellvertreter Wanninger und Brandmeister Löw eine Leistungsprüfung ab und verdiente sich das Leistungsabzeichen in Silber. Die Aktiven sind Löschmeister Johann Breu, Maschinist Alfred Blattner, Melder Xaver Grüneisl, Schlauchtrupp I und II Herbert Riedl und Altmann Gerhard, Wassertrupp I und II Josef Schießl und Josef Niedermeier, sowie Lösch-trupp I und II Alois Haimerl und Reiner Pörtner.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1971


Zum Kirta gerüstet
Steinburg.
Schon seit drei Tagen sind die Schausteller auf dem alten Kirchweihplatz in der Ortsmitte von Steinburg und haben ein Karussell, eine Schiffschaukel und einige Stände auf-gebaut. Man ist zum Kirta gerüstet – auch in den Wirtshäusern. Es fehlt nur noch eines – schönes Wetter.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1971


Hunderdorf. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Hunderdorf beteiligt sich mit Fahne am Sonntag, den 20. Juni bei der Friedenswallfahrt in Altötting, die verbunden ist mit dem 100jährigen Gründungsfest der dortigen Krieger- und Soldatenkameradschaft. Es treffen sich Kriegerabordnungen und Legionen aus Westeuropa. Das Tragen von Mützen, Orden und Ehrenzeichen ist erwünscht. Treffpunkt ist 5 Uhr früh; wie besprochen, sind verschiedene Zustiegsmöglichkeiten gegeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1971


Windberg. Die Wehrmänner der Freiw. Feuerwehr Windberg beteiligen sich am 100jährigen Gründungsfest in St. Englmar. Treffpunkt und Abfahrt mit Bus am Sonntag um 8.30 Uhr beim Gasthaus Wagner in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1971


Steinburg. Die Mitglieder der FFW treten sich am morgigen Sonntag um 7.30 Uhr vor dem Gasthaus Berger zur Abfahrt nach St. Englmar.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1971


Straße nach Hoch erhielt letzten Schliff
Feinschicht wurde aufgetragen – Die Baumaßnahme kostet ca. 350 000 DM
Als nächste Straße ist die nach Sollach dran
Hunderdorf.
Der 1. Bauabschnitt der Gemeindestraße Hunderdorf-Hoch geht seiner Vollendung entgegen. Die Firma Ohneis, Bogen, trug die zwei cm hohe Teerfeinschicht auf der Straße auf. Auch die Straßenbankette wurden in einem sauberen, ordentlichen Zustand gebracht und soweit notwendig, wurden auch Straßengraben ausgebessert.
Der Ausbau der Straße wurde Ende des Monats Juli 1970 in Angriff genommen. Nach Ausgleichung mehrerer Kurven und der Verminderung hoher Steigungen konnte im Dezember des vergangenen Jahres sogar noch die Tragschicht aufgetragen werden. Der Bauabschnitt I reicht vom Hochweg über Oberhunderdorf und Bauernholz nach Hoch (Liebl). Die neuausgebaute Straße weist eine Breite von 4,5 m und eine Länge von 1,4 km auf. Nach der Fertigstellung des nächsten Bauabschnittes, der dringend notwendig wäre, wird diese Straße an überörtlicher Bedeutung gewinnen und eine wichtige Verbindung zu der noch im Bau befindlichen Straße Bogen-Uttendorf sein.
Die Kosten dies Straßenbauprojektes betragen ca. 350 000 DM. Im vorigen Jahr wurden von der Gemeinde bereits 190 000 DM aufgebracht, so daß die Gemeinde in diesem Jahr einen Betrag von 160 000 DM berappen muß. Freilich wäre die Baumaßnahme nicht zur Durchführung gekommen, hätte nicht das Landratsamt einen beträchtlichen Zuschuß aus Kfz-Mitteln des Kreises in der Höhe von  230 000 DM der Gemeinde Hunderdorf zur Verfügung gestellt.
Wie uns Bürgermeister Härtenberger berichtet, ist die Gemeinde mit dem Bau dieser Straße wieder eine große Sorge losgeworden. In bezug auf Straßenbaumaßnahmen soll jetzt das Hauptgewicht auf den Ausbau der Straße nach Sollach verlagert werden. Diese Strecke ist dringend ausbaubedürftig und wird voraussichtlich in zwei Bauabschnitten gebaut. Die Gemeinde will alle Anstrengungen machen, um möglichst noch im Jahre 1972 auch an dieser Strecke mit dem Ausbau beginnen können.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.06.1971


Auf zum Volksfest nach Hunderdorf
Am Freitagabend Bierprobe – Vergnügungen für jung und alt
Hunderdorf.
Wenn auch in der heutigen, modernen Zeit viel Altes seine Anziehungskraft verloren hat, so scheint dies gerade bei den ländlichen Volksfesten ins Gegenteil umgeschlagen zu sein. Immer wieder locken Zelte mit ihrer bierseligen Stimmung, der dudelnden Blasmusik und der brutzelnden Hendl und Bratwürstl die Leute aus nah und fern an. Hier im Bierzelt findet immer wieder eine besondere Art der Begegnung von Mensch zu Mensch statt. Daß das Hunderdorfer Volksfest für den Raum des Bogenbachtales immer wieder ein Anziehungspunkt ist, das beweist es jedes Jahr aufs neue. Seit Jahren wird es von der Familie Weinzierl ausgerichtet. Viel Mühe ist jeweils aufzuwenden vom Veranstalter bis alles beieinander ist, was so zu einem zünftigen Fest gehört, aber die Weinzierls haben nun schon lange Erfahrung darin und so wird das Volksfest so ausgerichtet, daß für alt und jung genug an Vergnügungen vorhanden ist.
Die Buden- und Fahrgeschäftsbesitzer bauen bereits ihre Anlagen auf und neben den Schiffschaukeln, Karussellen und Schießbuden dürfen auch die Glückshafen nicht fehlen. Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt und neben den Spezialitäten wie Brathendl, Würstl vom Grill und Emmentaler wird das bekannt süffige Festbier der Brauerei Thurn und Taxis auch den Ansprüchen einer verwöhnten Kehle genügen. Am Freitag um 18 Uhr ist der Auszug zum Festplatz mit der Musikkapelle Fritz Deser, dem Festwirt Richard Weinzierl und den Kellnerinnen. Anschließend wird Bürgermeister Härtenberger den ersten Banzen anzapfen und die Bierprobe einleiten. Am Samstag treffen sich die Vereine und Verbände im Bierzelt zu einem geselligen Beisammensein und am Sonntag ist großer Wiesenrummel. Zum Festausklang am Montag findet dann wieder die große Verlosung statt. Auch heuer gibt es nämlich zu jeder Maß Bier wieder ein Freilos, die Lose berechtigen zur Teilnahme an der Preisverteilung, bei der es 10 schöne Preise zu gewinnen gibt. Für Parkmöglichkeit ist wieder gesorgt, so daß auch auswärtige Besucher ihre Fahrzeuge abstellen können.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.06.1971


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
… Weindl Xaver, Oberhunderdorf, Gde. Hunderdorf, Umbau des Wohnhauses; Obermeier Georg, Kreuzberg, Gde. Windberg, Neubau eines Wohnhauses; Gerhardt Arno, Hunderdorf, Friedenstr. 26, Neubau eines Wohnhauses …
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1971


Ehepaar Hagn im Silberkranz.
Hunderdorf.
Am morgigen Johannistag, 24. Juni, begeht das Ehepaar Xaver und Rosa Hagn, geb. Stahl, sein 25jähriges Ehejubiläum. Das Ehepaar Hagn wohnt in Hunderdorf in der Windberger Straße 37. Aus der im Jahr 1946 geschlossenen Ehe sind fünf Kinder hervorgegangen, die dem Silberbrautpaar an ihrem Ehrentag ebenso wie die Schwiegertochter und der Pflegesohn recht herzlich gratulieren. Xaver Hagn ist bei der Standortverwaltung Bogen beschäftigt. In die Zahl der Gratulanten reiht sich auch die Heimatzeitung ein, die das Jubelpaar zu ihren treuen Leserinnen zählt.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1971

Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1971


Hunderdorf. Am Freitag, den 25. Juni 1971, 14 Uhr findet zwecks Feststellung der Schulreife im Schulhaus Hunderdorf eine Testuntersuchung statt. Die Eltern werden gebeten, sich mit ihren Schulneulingen einzufinden. Ein Bleistift ist mitzubringen!
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1971


Toni-Bugl-Gedächtnispokalspiele beginnen
Die Spiele um den Pokal wurden zum letzten Mal ausgetragen
Hunderdorf.
In diesem Jahr finden zum vierten Male auf dem Sportplatz in Hunderdorf die Spiele um den Toni-Bugl-Gedächtnispokal statt. Die teilnehmenden Fußballmannschaften sind ASV Degernbach, SV Hunderdorf, SV Neukirchen und TSV Oberaltaich, dem die Favoritenrolle zukommt. Den herrlichen Wanderpokal haben bisher gewonnen, der SV Neukirchen, ASV Degernbach und SV Hunderdorf. Die Spiele werden am Sonntag, den 27. Juni, und am Sonntag, den 4. Juli, ausgetragen. Der Anstoß zu den Spielen ist an beiden Sonntagen um 14 Uhr und 15.30 Uhr. Jede Mannschaft erhält einen gleichen Pokal und der Sieger zusätzlich den Wanderpokal, den heuer Hunderdorf zu verteidigen hat. Uns 12.30 Uhr findet jeweils ein Vorspiel statt. Die Spierlauflösung ist am Freitag, den 25. Juni, um 20 Uhr, im Gasthaus Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1971


Peschke löste Hermann Maier ab
Alfons Hundshammer wurde Torschützenkönig – Aus der Generalversammlung des Sportvereins
Hunderdorf.
Zur Generalversammlung des Sportvereins Hunderdorf im Gasthaus Sandbiller konnte der Vorstand Hermann Maier die zahlreichen Sportler und namentlich Bürgermeister Härtenberger und den Gemeinderat begrüßen. S. Biegerl wartete mit dem Wirtschaftsbericht des rührigen Vereins auf. Hohe Beträge wurden für den Neubau der Umkleidekabinen mit Duschraum sowie für die Reinigung der Sportdresse ausgegeben. Der Rechnungsprüfungsausschuß kontrollierte die einzelnen Einnahme- und Ausgabeposten. Die Prüfung gab zu Beanstandungen keinen Anlaß und bewies die genaue und sorgfältige Arbeit von H. Biegerl.
Nachdem die Vorstandschaft eine einwandfreie Tätigkeit vorweisen konnte, beantragte Bürger-meister Härtenberger die Entlastung der Vereinsfunktionäre. Diese Entlastung wurde ein-stimmig genehmigt.
Anschließend gab Schriftführer Peschke die Bilanz der 1. und 2. Mannschaft bekannt. Die 1. Mannschaft konnte den 7. Tabellenplatz bei einem Punkteverhältnis von 20:24 und einem Torverhältnis von 53:55 erreichen. Torschützenkönig wurde Alfons Hundshammer, der 22 Treffer erzielen konnte. Den 9. Rang in ihrer Gruppe nimmt die Reservemannschaft bei 17:27 Punkten und 38:50 Toren ein. Peschke gab weiter bekannt, daß der Seniorenabteilung 45 Spieler zum Einsatz zur Verfügung stehen.
Für die Jugendabteilung trug Spielführer X. Kern den Saisonbericht vor. Die Jugendelf nimmt z. Zt. den 4. Tabellenplatz bei einem Punkteverhältnis von 22:12 und einem Torverhältnis von 49:46 ein. Kern wies ferner darauf hin, daß die Jugend auch im kommenden Jahr eine starke Mannschaft bilden werde, da nur ein Spieler aus der Jugend ausscheidet.
Schülertrainer G. Hamberger informierte die Anwesenden über die erfolgreiche Schülermannschaft, die zum zweiten Mal die Vizemeisterschaft gewann und dem Ziel des Meisterschafts-gewinns ganz nahe stand, jedoch im entscheidenden Spiel eine 2:1-Niederlage hinnehmen mußte. Hamberger gab zu bedenken, ob nicht der Einsatz von zwei Schüler- und Jugendmannschaften in Erwägung gezogen werden sollte, da sieben Spieler aus der Schülermannschaft herauskommen, aber immer noch 25 Schüler auf ihren Einsatz warten.
Ferner berichtete K. Klar sen., Spielführer der AH-Mannschaft, über den Spielbetrieb in der AH-Runde, bei dem es nicht um Punkte und Placierung geht. Dabei verbuchte die Hunderdorfer Elf drei Siege und zwei Niederlagen.
Vorstand H. Maier dankte der Gemeinde Hunderdorf für den Zuschuß und gab der Hoffnung Ausdruck, mit einer weiteren Unterstützung der Gemeinde rechnen zu dürfen. Dank richtete er auch an den Wasserzweckverband, der den Wasseranschluß für den Duschraum kostenlos zur Verfügung stellte. Weiter dankte der Vorstand allen Sportlern, die unentgeltlich mitgeholfen haben, den Umkleideraum, die Leitungen und Anschlüsse zu erstellen. Ferner lobte Maier namentlich Hans Hofmann, Horst und Siegfried Lichey für ihren eifrigen Trainingsbesuch.
Die Glückwünsche der Gemeinde sprach Bürgermeister Härtenberger der Vorstandschaft und allen Sportkameraden aus. Er betonte, daß der Sportverein auch auf seine Unterstützung hoffen könne, jedoch sei die Gemeinde selbst durch den Schulhausbau usw. in finanzieller Bedrängnis. Er meinte weiter, daß die im Bau befindliche Turnhalle dem Sportverein bestimmt nützlich sein. und vielleicht in den nächsten Jahren der Ausbau eines Sportzentrums erfolgen werde.
Im Namen des Vereins dankte Gerhard Peschke dem scheidenden Vorstand Hermann Maier für seine langjährige, gewissenhafte Tätigkeit für den SV Hunderdorf. OL Maier war seit der Gründung des SVH im Mai 1966 Vorstand gewesen und hat für den Verein viel Verdienstvolles geleistet. Besonders erfreulich ist die Zusage des nunmehrigen Ehrenvorstandes, daß er sich weiterhin bereitstellt, dem Verein mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Die anschließende Wahl der neuen Vorstandschaft (durch Beschluß für zwei Jahre gewählt) brachte nachstehendes Ergebnis: Vorstand: Gerhard Peschke, 2. Vorstand.. Leonhard Max, Betreuer der 1. Mannschaft: Gustav Hamberger, der 2. Mannschaft: Johann Holzapfel, der AH-Mannschaft: Franz Primbs, 1. Jugendleiter: Karl Hirtreiter, 2. Jugendleiter: Kornel Klar jun., 1. Schülerleiter: Gustav Hamberger, 2. Schülerleiter: Alfred Bugl, Schriftführer: Josef Osen, 1. Kassier Otto Sachs, 2. Kassier: Josef Mauthner, Platzwart: Hans Greßler.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.06.1971


Hunderdorf. Am heutigen Donnerstag findet um 20 Uhr die Spielerversammlung im Clublokal statt. Wegen der am Wochenende stattfindenden. Pokalspiele werden alle Sportkameraden aufgefordert, zahlreich zu erscheinen.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.06.1971


Über und unter dem Dach regnet es
Neues Dach für die Pfarrkirche – Firma Dilger deckt Kirche mit Schiefereternit
Hunderdorf.
Schon seit einigen Jahren wurden Klagen über die Durchlässigkeit des Kirchendaches laut. Bei Sturm und Regen, aber auch bei Schneetreiben erwies sich das nunmehr 35 Jahre alte Ziegeldach der Kirche als durchlässig. Die fehlende Verschalung auf den Sparren ließ auch teilweise den Wind ziemlich ein, der da und dort dann bei Gewitterstürmen Ziegel herausriß oder Dachreiter ablöste. Eine Ausbesserung erwies sich als undurchführbar, weil diese Form der Dachziegel heute nicht mehr lieferbar ist. So mußte sich die Pfarrgemeinde zu einer Neueindeckung entschließen, wenn diese auch sehr kostspielig ist.
Gestern hat nun die Firma Dilger aus Steinburg mit dem Abdecken begonnen. Die unzuverlässige Wetterlage in den letzten Tagen hat die Arbeiten noch verzögert. Um bei Regen Wasserschaden im renovierten Innenraum der Kirche zu vermeiden, löst man immer etwa nur 5 m breite Streifen der alten Dachbedeckung ab, bringt dann sofort die Verschalung auf und dichtet noch mit Dachpappe ab. Sind diese Arbeiten abgeschlossen, so wird das Dach mit Schiefereternit gedeckt, wie das bereits auch im Pfarrhof und im Jugendheim geschehen ist. Sollten nicht sehr ungünstige Witterungseinflüsse die Arbeiten stören, so darf man rechnen, daß in etwa 4 bis 5 Wochen die Arbeiten abgeschlossen sind. Obwohl die Maßnahme auch vom Ordinariat bezuschußt wird, muß ein Teil der Kosten auch durch die Pfarrgemeinde aufgebracht werden. Viele haben dafür schon gespendet, jedoch reichen die bisherigen Spenden nicht aus, die Gesamtkosten zu decken. Das Pfarramt ist daher für jede weitere Spende dankbar.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.06.1971


Freundschaftsgrüße für die Kinder der Welt
Rund 6 000 Ballone aus dem Landkreis Bogen starten – Brieffreundschaften und gegenseitige Besuche sind der Erfolg
Hunderdorf.
In diesen Tagen starten Schulkinder wieder ihre bunten Luftballons und bringen damit Grüße an alle Kinder in der Welt. Mit der Aufschrift „Alle sind Brüder“ und der beigefügten Adresse sind die Anhänger versehen, die von den Findern wieder zurückgesandt werden sollen. Die Aktion soll zu einem besseren Verständnis der Kinder u. Menschen in dieser Welt beitragen und so dem Gedanken der Völkerfreundschaft dienen. Für die Kinder ist ein Wettbewerb verbunden, denn die Ballone mit einer großen zurückgelegten Strecke nehmen an einem Wettbewerb teil, bei dem jedes Jahr vom RK schöne Preise ausgeteilt werden. In den letzten Jahren war die Schule Hunderdorf immer recht erfolgreich und es konnten schöne Preise erzielt werden.
Heuer weist die Beteiligung am Ballonwettflug im Landkreis Bogen eine Höchstbeteiligung auf. Wie der Leiter der RK-Geschäftsstelle, Herr Novak, mitteilte, wurden 5 200 Ballone bestellt, dazu kommen aber erfahrungsgemäß noch weitere Ballone dazu, die erst am Abflugtag verkauft werden, so daß mit einer Rekordsumme von ca. 6000 Stück gerechnet wird. Vor mehr als 10 Jahren hat man im Landkreis mit dem Ballonwettflug begonnen und damals wurden ca. 1500 Ballone verkauft. Die Idee hat sich also durchgesetzt und von Jahr zu Jahr neue Anhänger gewonnen.
Kommen nun die angehängten Karten zurück, so nimmt der Absender an der Preisverteilung teil. Weit mehr als die Preise aber müßten die Kinder die Rücksender dieser Karten interessieren und sie sollten es nicht versäumen, wenn es schon um die Idee der Völkerverständigung geht, den Findern zu danken, ihnen einige Zeilen zu schreiben, eine Brieffreundschaft zu beginnen. Wie Herr Novak dazu mitteilte, haben sich im Landkreis Bogen durch die Aktion schon einige schöne Freundschaften angebahnt, die sogar mit gegenseitigen Besuchen fortgesetzt wurden. Erstaunlicherweise kommen nicht nur aus den westlich orientierten Ländern Europas viele Karten zurück, auch aus den Ostblockstaaten trudeln wieder viele Anhänger ein. Gerade hier sollten die Kinder die Absender nicht enttäuschen.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.06.1971


Auf geht‘s zur Bierprobe
Hunderdorf.
Heute nimmt das traditionelle Hunderdorfer Volksfest mit dem Standkonzert um 18 Uhr und dem anschließenden Einzug in das Bierzelt seinen Verlauf. Im Festzelt wird Bürgermeister Karl Härtenberger den ersten „Hunderter-Banzen“ der Brauerei Thurn und Taxis anzapfen und die Bierprobe einleiten. Der Festwirt und die flinken Kellnerinnen werden bemüht sein, die Volksfestbesucher schnellstens mit der süffigen Wiesenmaß zu versorgen. Für Vergnügungen und das leibliche Wohl ist ausreichend gesorgt Zeigt sich auch das Wetter von seiner guten Seite, so wird es ein Fest werden, das ein „zünftiges, bayerisches Volksfest“ genannt werden kann. Zahlreiche Besucher von nah und fern sind an allen Festtagen herzlich willkommen!
Quelle: Bogener Zeitung, 25.06.1971


Hunderdorf. Heute findet um 14 Uhr im Schulhaus die Testung der Schulneulinge zur Feststellung der Schulreife statt Die Erziehungsberechtigten werden gebeten, mit ihren Schulanfängern zu erscheinen.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.06.1971


Orgelkonzert in Windberg
Windberg.
In der renovierten Pfarr- und Klosterkirche Windberg findet am Sonntag um 15 Uhr ein Orgelkonzert statt. Es spielt Organist Professor Wladimir Hawlik aus Brno (CSSR). Es sind auch tschechische Werke zu hören. Beginn ist pünktlich. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 2 DM und für Jugendliche 1 DM als Unkostenbeitrag. Alle Freunde der Orgelmusik sind herzlich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1971


Hunderdorf. Der Heimat- und Volkstrachtenverein Hunderdorf fährt am Sonntag zum Waldgaufest nach Lindberg bei Zwiesel. Abfahrt ist um 6 Uhr früh bei Georg Baier. Einige Plätze sind noch frei, so daß auch Nichtmitglieder des Vereins mitfahren können.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1971


Steinburg. Der Heimat- und Fremdenverkehrsverein veranstaltet am Samstag um 20 Uhr an der Bahnhofstraße eine Johanni-Feier. Gegen 21 Uhr wird das Johannisfeuer entzündet. Zur Unterhaltung spielen die „Felsenstoana“ auf.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1971


Steinburg. Alle Landwirte, die nicht Mitglied der landwirtschaftlichen Alterskasse sind und einen landwirtschaftlichen Betrieb mit 1 ha und mehr bewirtschaften, können in der Gemeindekanzlei zu den üblichen Dienststunden Antrag auf Ausgleichszahlung zu der DM-Aufwertung stellen. Mitzubringen ist die Mitglieds-Nummer zur landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1971


Heute Volksfestausklang in Hunderdorf
Hunderdorf.
Schönes Wetter war den Veranstaltern und Besuchern am Freitag beschieden, als zur Bierprobe ausgezogen wurde. Voran die Blaskapelle Fritz Deser, gefolgt vom Festwirt, dem Bürgermeister, einigen Gemeinderäten und den Kellnerinnen, zog man ins Bierzelt, wo Bürgermeister Härtenberger den ersten Bannen anzapfte und damit die Bierprobe einleitete. Allen schien der süffige Gerstensaft der Brauerei Thurn und Taxis zu munden, denn es gab am Eröffnungstag schon eine recht gute Stimmung und der Besuch war ebenfalls recht gut. Die Blaskapelle Deser tat ein übriges, um Schwung, unter die Festbesucher zu bringen, und so konnte man von einem gelungenen Auftakt sprechen. Auch der Samstag lockte schon am Nachmittag und am Abend viele Besucher an und zeitweise war das Gedränge auf dem kleinen Festplatz recht groß.
Heute nun wird das Volksfest in Hunderdorf bereits wieder seinen Abschluß finden und dabei kommt es spät am Abend nochmals zu einem Höhepunkt, wenn zur Preisverteilung geschritten wird. Wieder warten auf die Gewinner zehn schöne Preise und jeder, der sich heute noch eine Maß im Bierzelt kauft, ist dabei, denn gerade sein Los kann unter den Treffern sein. Wollen wir hoffen, daß der letzte Tag auch durch schönes Wetter die Veranstaltung begünstigen wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1971


Radfahrer verletzt
Hunderdorf.
In Höhe der Tankstelle Pe. Stieß am Freitag gegen 21 Uhr ein PKW-Fahrer beim Überholen mit einem 15jährigen Radfahrer zusammen, als dieser nach links abbigen wollte. Einerseits beobachtete der OKW-Fahrer zu wenig das Abbiegezeichen des Radfahrers, andererseits hatte sich der Radler nicht eingeordnet und war nach dem Handzeichen weiter geradeaus gefahren. Der Fünfzehnjährige mußte mit Verletzungen ins Krankenhaus zur stationären Behandlung eingeliefert werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1971


Windberg/Meidendorf. Die Rotkreuzgruppen von Windberg und Meidendorf werden zu einer wichtigen Versammlung am Freitag bei Hilmer in Irensfelden eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.06.1971


Windberg. Heute findet um 20 Uhr in der Wallfahrtskirche Hl. Kreuz eine Marienandacht mit dem Pfarrer von Elisabethszell statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.06.1971


Kleinrad auf Pkw gestoßen
Hunderdorf.
Am Sonntag bog ein Mopedfahrer gegen 17.15 Uhr von der Staatsstraße 2139 kommend in die Gemeindestraße nach dem Bahnübergang in Hunderdorf ein. Er stieß mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen, der wegen Fußgängerverkehrs auf der Straße nicht rechts fahren konnte.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1971


Hunderdorf. Einer dringenden Angelegenheit wegen wird die Rotkreuzdienstbesprechung vorverlegt und zwar auf den morgigen Donnerstag, 20 Uhr, im Cafe Weinzierl. Alle Mitglieder sollen unbedingt kommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1971

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