1956#04-06

Windberg. (Frau Klöckner beerdigt) Am Ostersonntag versammelte sich auf dem Friedhof in Windberg eine große Trauergemeinde, um der allseits geachteten und geschätzten Frau Rosa Klöckner die letzte Ehre zu erweisen. H. H. Pfarrer Ach übergab den Sarg der geweihten Erde und würdigte das Leben der Verstorbenen. Frau Klöckner wurde vor 64 Jahren in Gießhübel bei Karlsbad geboren. 1920 heiratete sie den Förster Werner Klöckner vom Schloß Gießhübel, aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor. 1946 mußte sie mit ihrer Familie die alte Heimat verlassen und kam nach Meidendorf, Gemeinde Windberg. Vor einigen Jahren zog sie dann nach Windberg um. Unter zunehmender Lähmung lag sie mit Sklerose zwei Jahre auf dem Krankenlager. Nach diesem schweren Leiden, das sie mit bewundernswerter Geduld trug, verschied sie am 27. März. Den Hinterbliebenen wenden sich allgemeine Anteilnahme zu. Unter Leitung von Pater Subprior sang der Kirchenchor ein schönes Grablied.
Quelle: Bogener Zeitung 03.04.1956


Ministranten ratschten zu Ostern
Windberg.Einen uralten Osterbrauch führten die neun Ministranten der KlosterkircheWindberg auch in diesem Jahr am Gründonnerstag und Karfreitag durch. Mit ihrenHolzratschen zogen sie von Haus zu Haus und ratschten den Leuten etwas vor.Dafür erhielten sie ihre Belohnung in Form von Eiern, die nach vollendeterArbeit brüderlich aufgeteilt wurde.  (mf)
Quelle: Bogener Zeitung 03.04.1956


FFW Hunderdorf momentan ohne Haupt
Hunderdorf.
Am Montag eröffnete BM Reiner alsVorstand der FFW die äußerst gut besuchte Generalversammlung im Gasthaus Baier,zu der er auch den stellv. Kreisbrandinspektor Wagner-Windberg begrüßen konnte.Kassier Zollner erstattete den Kassenbericht, welcher durch die im Vorjahrerfolgte Fahnenweihe einen Ueberschuß aufwies. Der bisherige KommandantSchaubeck, der aus familiären Gründen eine Wiederwahl ablehnen mußte, sprachdann über den Aufbau und die Arbeit der Wehr, der er 11 Jahre vorgestandenhatte. Sein Appell richtete sich vor allem an die jungen Feuerwehrmänner, daßsie ebenso treu wie die alten zru Wehr stehen möchten. Er bat, auch für diekommenden Aufgaben, die Anschaffung eines motorisierten Fahrzeuges und einerelektrischen Sirene, die Unterstützung der Gemeinde.
Anschließend richtete Stv. KBI Wagner einen Aufruf an die Wehr, getreu ihremLeitsatz immer einsatzbereit zu sein und nicht nur bei den Festen, sondern auchim Dienst seinen Mann zu stellen. Ein besonderes Problem sei natürlich – wiebei allen Wehren – die dauernde Ueberprüfung der Ausrüstung. Im Hinblick aufeine ausreichende Löschwasserversorgung für die Orte Lindfeld und Sollach wieser erneut auf die Notwendigkeit von Löschwasserteichen hin. Im Ernstfalle gäbees hier bei den augenblicklichen Zuständen große Schwierigkeiten. Als Vertreterdes Kreises sprach er dem abtretenden Kommandanten den Dank für die geleistetenDienste aus.
Bei der angestrebten Neuwahl des 1. Vorsitzenden und des Kommandanten kam esinsofern zu Differenzen, als den Versammelten vom alten Ausschuß einschriftlicher Wahlvorschlag vorgelegt wurde, auf dem die Kandidaten in geheimerAbsprache bereits festgelegt waren. Gegen diese Maßnahme wandten sich einigeFeuerwehrmänner und forderten eine Aussprache über die zu Wählenden. Daraufhinerklärten einige alte Ausschußmitglieder ostentativ ihren Rücktritt. Da keinWahlleiter oder Wahlausschuß benannt war, erging mam sich zwar noch in heftigenDebatten um die neuen Kandidaten, doch kam es zu keinem endgültigen Vorschlag,so daß BM Reiner die Generalversammlung abbrach und auf einen späterenZeitpunkt verschob.
Quelle: Bogener Zeitung 04.04.1956


Doppelfest im Schulhaus
Hunderdorf.
Unser Schulhaus erlebt morgen seinDoppelfest. Es ist das silberne Hochzeitsjubiläum unseres Rektors Franz Höslmit seiner Gattin Stefanie und die Verlobung seiner ältesten Tochter Ingeborgmit dem kaufmännischen Angestellten Viesay. Rektor Hösl vermählte sich 1931 mitder Studienprofessorenstochter Stefanie Schmid in Straubing. Aus derglücklichen Ehe sind drei Kinder hervorgegangen. Möge das allseits beliebteJubelpaar, das beim Kirchenchor und beim Gesangverein stets seine geschultenKräfte einsetzt, immer in Hunderdorf bleiben. Zum Jubelfest unsere bestenWünsche.
Quelle: Bogener Zeitung 06.04.1956


Hunderdorf. (Friedhofmauer eingestürzt) Vermutlich als eine Folge des starken Frostes ist vor wenigen Tagen die Umfassungsmauer des Friedhofes, welche diesen zum unteren Schulgarten hin abgrenzt, auf der Nordseite bis zum Mittelgang eingestürzt
Quelle: Bogener Zeitung 06.04.1956


Hunderdorf. (Film) Die Bayerwaldlichtspiele zeigen am Samstag bei Baier „Hölle am Kongo“.
Quelle: Bogener Zeitung 06.04.1956


Blühen und tragen die Obstbäume ehrenamtlich?
Frage der Wiedereinstellung eines besoldeten Fachberaters steht zur Debatte
Bogen.
Am Sonntag, 15. April, wird in Saulburg dieJahreshauptversammlung des Kreisverbandes Bogen für Obst- und Gartenbauabgehalten. Neben den für eine Jahreshauptversammlung üblichenTagesordnungspunkten wird auch eine Frage ventiliert werden, die diegegenwärtige Zwitterstellung des Kreisfachberaters für Obst- und Gartenbau,Hans Kilger-Bogen, betrifft. Vorsitzender des Kreisverbandes ist Landrat Hafnerund er wird sich als solcher in die etwas eigenartige Lage versetzt sehen, eineFrage lösen zu müssen, die durch seine Haltung als Landrat und Vorsitzender desKreisausschusses entstanden ist.
In diesem Falle geht es um die Person des bisherigen Kreisfachberaters HansKilger, Die von ihm angegebenen Gründe für seine szt. Kündigung warensicherlich nicht die einzigen; sie waren vor allem nicht die wirklichen, dennein Mann wie Kilger, der sein ganzes bisheriges Leben und Schaffen dem Obst-und Gartenbau gewidmet hat, kapituliert nicht vor plötzlichen Absatzkrisen undvor der zu langsam erfolgten Umstellung im Obstbau. Statt aber damals denwirklichen Gründen nachzuforschen und hier den Hebel anzusetzen, beschränktesich der Kreisausschuß auf das lapidare Kommunique: „Der Kreisausschuß nahm dieKündigung des Kreisfachberaters mit Bedauern zur Kenntnis und bat ihn … das Amtehrenamtlich weiterzuführen!“
War man sich wirklich über das Ansinnen im Klaren, das man damit an Hans Kilgerstellte? Hier hätten die Männer vom Kreisausschuß und an ihrer Spitze LandratHafner anders handeln sollen! Aber – man kannte Hans Kilger zu gut, man wußtenur zu genau – und die Monate seiner „hauptamtlichen Außerdienststellung“ habenes klar erwiesen! – , daß er bei seiner pflichtbewußten Einstellung trotzdemimmer und überall zur Stelle sein werde, wenn man ihn ruft – auch wenn es aufKosten seiner Freizeit geht, auch wenn er jeden Tag seines auswärtigenEinsatzes von dem ihm zustehenden Urlaub absetzen muß. Haben sich die Herrenvom Kreisausschuß bei ihrer Beschlußfassung daran erinnert, wie sich HansKilger körperölich abgerackert hat, wie er jahrelang mit dem Fahrrad denLandkreis durchfuhr und oft und immer wieder irgendwo draußen bei BekanntenNachtsuppe und Herberge bekam, weil es zur Heimfahrt nicht mehr reichte? Siehaben sich im entscheidenden Augenblick nicht daran erinnert. – Oder wußten siees nicht? Wenn sie es nicht wußten, dann waren sie schlechter informiert alsdie Tausende von Bauern; wußten sie es aber, dann war ihr Beschluß – gelindegesagt – eine Undankbarkeit.
Wir wissen nicht, von wieviel Obstvereinen des Kreisverbandes für Obst- undGartenbau zwischenzeitlich Resolutionen und Proteste an das Landratsamtergangen sind. Der Ortsverein Bogen machte szt. Den Anfang und viele anderesind gefolgt. Der Grundton war immer derselbe und besagte: Hans Kilger gehörtwieder zur vollen Verfügung des Landkreises gestellt. Er gehört nach Bogen insLandratsamt und hier muß ihm der Posten als Kreisfachberater hauptamtlich alsHauptaufgabe übertragen werden. – Wie überall so blühen, wachsen und tragenauch im Landkreis Bogen die Obstbäume, Gartenfrüchte und Ziersträucher nichtehrenamtlich, sondern fordern die volle Kraft eines für sie Verantwortlichen.Für die sog. „tote“ Zeit aber, die ja auch im Verlauf des Jahres einmal imObstbau eintritt, soll man Hans Kilger mit einem Referat betrauen (Fremdenverkehr,Entsteinung, etc.), das ihm die nötige Freiheit und Beweglichkeit für denAußendienst läßt.
„Auf dem Gebiet des Obst- und Gartenbaues wurden in den letzten vier Jahrenfolgende Leistungen erzielt“, so heißt es in dem in den letzten Wochen oftzitierten und besprochenen Rechenschaftsbericht des Landrats Hafner. Und dannfolgten acht Punkte, die voll Stolz und Freude all das aufzeigten, was getanwurde und was den Schluß zuläßt: „Alles in allem wurde in diesen vier Jahrender Baumbestand von rd. 185 000 Edelsorten ganz wesentlich verbessert!“
Daß auf diesem Gebiet keine rückläufige Bewegung einsetzt, damit fortgefahrenwird mit der zielstrebigen Tätigkeit, der Hans Kilger seine ganze Person, seinWollen und Streben verschrieben hat, ist unbedingte Notwendigkeit. – Deswegensollte bei der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins desLandkreises so gehandelt werden, wie es der gesunde Menschenverstandvorschreibt. Der Kreistag wird eine begründete Forderung sicher nicht abweisen.   (bk)
Quelle: Bogener Zeitung 07.04.1956


Paul Worbs 80 Jahre
Hunderdorf
. Der Heimatvertriebene Paul Worbs beging seinen 80.Geburtstag. In Seidorf im Riesengebirge geboren, kam der Jubilar später nachBreslau. Im Januar 1945 mußte er die Heimat verlassen und kam nach Hunderdorf.Hier hat er mit Gattin und Tochter ein schönes Heim gefunden. Dem Jubilar, dersich guter Gesundheit und geistiger Regsamkeit erfreut, noch viele Jahre inGlück und Gesundheit.
Quelle: Bogener Zeitung 07.04.1956


Hunderdorf. (Hundeuntersuchung) Am Donnerstag findet ab 12 Uhr die Hundeuntersuchung im Vorzimmer der Gemeindekanzlei statt.
Quelle: Bogener Zeitung 07.04.1956


Hunderdorf. (Beerdigung) Viel z früh hat der Tod dem Leben der 44jährigen Frau Irene Baier, einer Schwägerin des Gastwirts Gg. Baier, ein Ende gesetzt. Die Verstorbene, die in Wilting bei Cham beheimatet war, wurde nach Hunderdorf überführt, wo gestern die Beerdigung stattfand. Der evangelische Geostloche fand trostvolle Worte am Grabe.
Quelle: Bogener Zeitung 07.04.1956


Hunderdorf. (Der Film “Hölle am Kongo“) läuft erst am 14. April.
Quelle: Bogener Zeitung 07.04.1956


Zweigpostamt wird gebaut
Hunderdorf.
Die Poststelle Hunderdorf, die bisher imNebenzimmer der Gastwirtschaft Sandbiller untergebracht war, wird im Laufedieses Jahres durch einen Neubau, der sich neben Sandbiller befinden wird,ersetzt. Der bisherige Raum war besonders bei Auszahlungen viel zu klein. Durchdie Heraufsetzung zur Postzweigstelle hat die zuständige Postdirektion demsteigenden Zustrom bei der örtlichen Poststelle Rechnung getragen. Die Vorarbeiten zum Bau des neuen Gebäudes haben bereits begonnen und es kann mitder Fertigstellung noch in diesem Jahr begonnen werden.
Auch die Sparkasse Bogen hat die Genehmigung zur Errichtung einer Zweigstellein Hunderdorf erhalten. Von der Sparkassenleitung sind bereits Schritteunternommen worden, zur Eröffnung einer Zweigstelle in Hunderdorf geeigneteRäume ausfindig zu machen.
Quelle: Bogener Zeitung 09.04.1956


Hunderdorf. (Straßenbauarbeiten wieder aufgenommen) Von der Firma Schuhbauer-Bogen wurde die Arbeit am Bau der Straße Hunderdorf-Hofdorf wieder aufgenommen.
Quelle: Bogener Zeitung 09.04.1956


Hunderdorf. (Sänger brachten Ständchen) Die Silberhochzeit ihres Dirigenten Rektor Hösl nahmen die Sänger zum Anlaß, ihm und seiner Gattin am Samstag abend ein Ständchen zu bringen. Mit Lampions zogen sie vors Schulhaus, um dem Jubelpaar und dem Brautpaar Hösl-Vicsay, das ebenfalls dem Gesangverein aktiv angehört, mit einigen Liedern ihre Glückwünsche zu überbringen. Ein herrlicher Geschenkkorb war bereits am Vormittag vom Vorstand überreicht worden.
Quelle: Bogener Zeitung 11.04.1956


Windberg. (Hundeschau) Am morgigen Donnerstag um 10 Uhr ist im Gasthaus Roßmeier-Deschl die Hundeuntersuchung. Die Hundesteuer in Höhe von 5 DM ist zu erstatten.   (wp.)
Quelle: Bogener Zeitung 11.04.1956


Windberg. (Am weißen Sonntag) traten in Windberg 12 Buben und neun Mädchen an den Tisch des Herrn. Sie waren von H. H. Pfarrer Ach vorbereitet worden. Der sich auch beim Gottesdienst an die Erstkommunikanten wandte und ihnen die Bedeutung des Tages erläuterte.
Quelle: Bogener Zeitung 11.04.1956


Steinburg. (Straßenbau) Die restlichen 800 m Straße zwischen Schafberg und Steinburg sollen nun auch geteert werden. Die Planierungsarbeiten haben begonnen. Somit wird es möglich sein, von Neukirchen bis Bogen auf geteerter Straße zu fahren.
Quelle: Bogener Zeitung 11.04.1956


Hunderdorf. (Bautätigkeit) Schreinermeister Härtenberger hat einen 16 m langen Anbau an seine Werkstätte im Rohbau errichtet und Herr Hornberger will ebenfalls seine Schreinerwerkstätte bedeutend vergrößern. Neben der Siedlung werden fünf neue Doppelwohnblöcke für Beschäftigte der Möbelfabrik Nolte errichtet. Wohnhäuser von Zahnarzt Kvech, Herrn Lobmeier und Lehrer Häusler sind geplant. Limonadenfabrikant Poiger hat sein altes Wohnhaus abgerissen und ist derzeit mit der Erstellung des Fundaments für einen Neubau beschäftigt.
Quelle: Bogener Zeitung 20.04.1956


Wirtschaftswege liegen ihm am Herzen
Steinburg.
Eine behäbige Gemeinde des Vorwaldes in Steinburg mitdem jahrhundertealten Schloß, das Anfang des 18. Jahrhunderts abbrannte, wiederaufgebaut wurde und seit dieser Zeit erhalten blieb. In den Jahren 1943 bis1945 dienst es als Erholungsheim für englische Offiziere in deutscherGefangenschaft und seit 1945 leben darin Heimatvertriebene. Die Ge meindeSteinburg zählt ca. 500 Einwohner. Sie wählte mit Mehrheit den BrauereibesitzerAlf. Berger zum neuen Bürgermeister. Am 15. August 1912 wurde Alfons Berger inSteinburg geboren, wo seine Vorfahren seit Generationen die Brauerei führten.Auf kommunalpolitischem Gebiet ist der heute 44jährige kein Neuling, denn seit1936 gehört er mit kurzer Unterbrechung dem Steinburger Gemeinderat an.
Straßenbaulich wurde in Steinburg in den letzten Jahren viel verbessert, dieOrtsdurchfahrt wurde geteert und man begann mit der Umgehungsstraße imOrtskern, die dieses Jahr fertig gestellt werden soll. Außerdem wird im Laufedes Jahres die Straße von Hunderdorf her gebaut, so daß noch die Wirtschaftswegeübrig bleiben. Sie liegen dem neuen Bürgermeister sehr am Herzen. Wie er zuverstehen gibt, soll der Wirtschaftswegebau in den nächsten vier Jahrenvorangetrieben werden. Außerdem möchte er erreichen, daß Grundstücke zum Bauvon Arbeitereigenheimen beschafft werden, damit die Wohnungslage gebessertwird. Im Augenblick hat Bürgermeister Berger alle Hände voll zu tun, da an seinGasthaus ein Saal mit Terrasse angebaut wird und dieser Bau soll bald fertigwerden, denn Steinburg wird sehr gern von Urlaubsgästen aufgesucht.     (mf)
Quelle: Bogener Zeitung 20.04.1956


Windberg. (Festsetzung der Amtsstunden) Für die Gemeindekanzlei wurden ab sofort für den gesamten Amtsverkehr folgende Amtsstunden festgesetzt: Für den Gemeindeschreiber dienstags und donnerstags jeweils von 12.18 Uhr; der Bürgermister hält sich dienstags und donnerstags von 17-18 Uhr in der Gemeindekanzlei auf. An den Sonntagen (mit Ausnahme der Festtage) sind die Amtsstunden von 8-9.30 Uhr. Auch die Krankenscheine werden nur zu dieser Zeit ausgegeben.
Quelle: Bogener Zeitung 21.04.1956


Windberg. (In den Sonntagsgottesdiensten) in der Pfarrkirche Windberg ist die Sommerordnung eingetreten. So beginnt der Frühgottesdienst um 6.30 Uhr, der Pfarr- und Jugendgottesdienst um 8 Uhr und der Konventgottesdienst um 9.30 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung 21.04.1956


Drei Verletzte bei Verkehrsunfall
Hunderdorf.
Zu einem Verkehrsunfall kam es am Montaggegen 17 Uhr in Apoig. Als ein Motorradfahrer von der Ausfahrt derReparaturwerkstätte Schötz in die Hauptstraße einbiegen wollte, mußte er einenLKW passieren lassen, der ihm die Sicht in Richtung Hunderdorf versperrte. Alser kurz nachher auf die Straße fuhr, geriet er auf die linke Fahrbahnseite, daßer mit einem aus Hunderdorf kommenden Motorradfahrer kollidierte. Bei dem Sturzwurde eine jugendliche Radfahrerin erfaßt und in den Graben geschleudert. DieVerunglückten erlitten leichte Verletzungen, während an den Motorädernerheblicher Sachschaden entstand.
Quelle: Bogener Zeitung 25.04.1956


Hunderdorf. (Hochzeit) Nach altem Brauch feierten gestern der Landwirtssohn Josef Weber aus Hunderdorf und die Landwirtstochter Rosina Stumhofer aus Steinburg Hochzeit in der Pfarrkirche Hunderdorf. Mit Musik wurden dann das junge Paar und die Festgäste nach Au v. W. geleitet, wo die weltliche Feier stattfand.
Quelle: Bogener Zeitung 25.04.1956


Es gibt viel Arbeit in der Gemeinde
Haselbach.
Wenn man den neuen Bürgermeister Alois Mandl vonHaselbach treffen will, ist es am besten, man geht in seine Schmiede. Dortschafft er von früh bis spät. Doch Alois Mandlist nicht nur ein tüchtiger und fleißiger Schmied, der sein Handwerk versteht,sondern auch ein Mann, der sich um die Belange der 700 Einwohner zählendenGemeinde annimmt. Seit 1952 gehört er dem Gemeinderat an und leitet auch seitdieser Zeit als Kommandant die FFW des Ortes. Alois Mandl ist kein gebürtigerHaselbacher. Seine Wiege stand am 19. Juni 1913 in Pelham, das zur GemeindeAgendorf gehört. Seit 1938 lebt er in Roggendorf und dies ist seine Heimatgeworden, für die er lebt und arbeitet. Nun steht der Bürgermeister vor großenAufgaben, die in den nächsten Jahren gemeistert werden sollen und hierbei hater die Unterstützung eines verhältnismäßig jungen Gemeinderatskollegiums, dennder älteste von den 10 Gemeinderäten ist 43 Jahre und der jüngste 26 Jahre alt.Daß Alois Mandl seine Aufgaben ernst nimmt, mag daraus ersehen werden, daß erkürzlich mit mehreren Bürgermeisterkollegen eine Reise nach Bonn unternahm. Wieman hört, soll diese Reise von Erfolg gekrönt sein. Versprochen hat manjedenfalls viel. Vorläufig soll in Haselbach ein bereits geplantes und vom altenGemeinderat beschlossenes Projekt, nämlich die Kanalisation im Ort verwirklichtwerden. Diese Arbeit bezeichnet Mandl als vordringlich und sie soll auch seineerste sein, damit dann endlich die Landstraße I. Ordnung, die für Haselbach vongroßer wirtschaftlicher Bedeutung ist, ab Mitterfels ausgebaut werden. Er istaber nicht dafür, daß diese Straße nur in Haselbach oder Radmoos gebaut wird,sondern nach seiner Auffassung sollte gleich bis zur Verbindung an dieOstmarkstraße weitergebaut werden.
Gerade dieser Straßenbau ist es nun, um den er sich sehr annimmt und es könntevielleicht die Krone seiner Bürgermeisterarbeit sein, wenn dieses Projekt inden nächsten Jahren zur Durchführung käme. Es hängt dabei aber alles vombayerischen Staate ab und das weiß Bürgermeister Mandl sehr genau. Dies istauch der Grund, warum er sich vornimmt, den staatlichen Behörden dieDringlichkeit des Projektes entsprechend vor Augen zu führen. Doch neben diesenGroßaufgaben sollen noch die 8 km Gemeindewege, die in einem miserablen Zustandsind, ausgebaut werden. Ganz besonders liegt Mandl das Schulhaus am Herzen under wird dafür sorgen, daß es auf schnellstem Wege von Grund auf renoviert wird.Wie man sieht, hat sich der Bürgermeister von Haselbach sehr viel Arbeitvorgenommen und es ist nicht anzuzweifeln, daß er die Probleme zu lösenversuchen wird. Er ist ein Mann voller Energie, der die Arbeit kennt.
Quelle: Bogener Zeitung 25.04.1956


Idealzustand: Wohnung wird Eigentum
Kreis-Baugenossenschaft errichtet in Hunderdorf zehn Reihenhäuser
Bogen.
Unter dem Vorsitz von Landrat Hafner war eine Sitzungder Vorstandschaft u. des Aufsichtsrates der Gemeinnützigen Baugenossenschaftfür den Landkreis Bogen e.G.m.b.H. Auf der Tagesordnung standen u. a. derBericht über den Bau von 20 Reihenhäusern (Eigentumswohnungen) in Hunderdorfund die Vergabe der Maurerarbeiten für diese zehn Häuser. Nachdem der größteWohnbedarf im Landkreis durch die Erstellung von Mietswohnungen gedeckt ist unddaher zum Bau von Eigentumswohnungen übergegangen werden kann, hat dieKreisbaugenossenschaft im Benehmen mit der Landkreisverwaltung versucht, nochentsprechende Mittel für den Bau von Eigentumswohnungen aufzutreiben. Es istgelungen, die Finanzierung in Höhe von 215 000 DM sicherzustellen. Insbesonderekonnte die 1. Hypothek mit 58 000 DM zu einem billigen Zinssatz aufgebrachtwerden. Das Staatsbaudarlehen in Höhe von 56 000 DM konnte noch aus demKontogent 1955 erreicht werden, so daß das Kontogent 1956 des Landkreisesdadurch nicht eingeschränkt wird. Mit großzügiger Hilfe der Firma Nolte, durchEigenleistungen und Aufbaudarlehen ist es gelungen, die Finanzierungslücke zuschließen.
Es handelt sich in erster Linie darum, die Arbeiter an die Arbeitsstätteheranzubringen, bzw. am Arbeitsplatz gesunde und schöne Wohnungen zu schaffen.Die Grundstücke umfassen je 250-400 qm. Die reine Wohnfläche beträgt 72 qm.Jede Wohnung besteht aus Küche, Wohnzimmer, drei Schlafzimmern, Bad, WC undSpeicher. – Das Haus ganz unterkellert. Im ersten Stock ist ein Balkonangebracht und im Parterre kann vom Wohnzimmer aus die Terrasse erreichtwerden. Die Kreisbaugenossenschaft hat das benötigte Grundstück selbst zurVerfügung gestellt. Mit dem Bau dieser Wohnungen hat die Kreisbaugenossenschaftallein in Hunderdorf 82 Wohnungen erstellt, womit ein beträchtlicher Aufschwungin wirtschaftlicher Hinsicht verbunden sein dürfte.
Anschließend erfolgte die Vergabe der Maurerarbeiten an die ArbeitsgemeinschaftErber-Bärndorf, die auf Anraten hin mehrere Unternehmen eingeschaltet hat, umeine möglichst breite Basis zu erzielen und einen schnellen Fortgang derBauarbeiten zu gewährleisten. Mit den Arbeiten wird bereits am 2. Mai begonnen.Die künftigen Hauseigentümer stehen bereits fest.
Zusätzlich konnten der Regierung neuerdings sieben Anträge zum Bau vonWohnhäusern mit 11 Wohneinheiten und einen Gesamtkostenbetrag von 208 000 DMvorgelegt werden. Das Landratsamt wird sich um die Genehmigung dieser Anträgeweiterhin bemühen. Der Landrat hat sich außerdem für den Ausbau derForststraßen im Gebiet Englmar-Bernried bei der Arbeitsverwaltung eingesetzt,so daß von dieser Seite keine nennenswerten Schwierigkeiten mehr  entstehen dürften. Die Bemühungen desLandrats um den Bau des Wirtschaftsweges Gossersdorf – Edenhof, 1.Teilabschnitt (Streitberg), und Gittensdorf – Edenhof sowie um denWasserleitungsbau Au, Gde. Steinburg, und Wetzelsberg, Gde. Schönstein, warenbei den Vorsprachen in München und sonstigen Stellen insofern von Erfolg, alsin absehbarer Zeit mit dem Bau begonnen werden kann. Außerdem konnte auf Grundschriftlicher Anträge und mehrerer persönlicher Vorsprachen des Landratserreicht werden, daß der Zinssatz für die verstärkte Förderung vonseiten derArbeitsverwaltung bei verschiedenen Maßnahmen auf 3 Prozent ermäßigt wurde, sodaß die Zinslasten für den Landkreis eine Verringerung erfahren haben.
Quelle: Bogener Zeitung 30.04.1956


Hunderdorf. (Fahrzeugsegnung am 1. Mai) Anschließend an die erste Maiandacht findet am Dienstag nachmittag auf dem Dorfplatz eine Segnung aller Kraftfahrzeuge statt, die beiderseits der Straße vor dem Gasthaus Baier aufgestellt werden.
Quelle: Bogener Zeitung 30.04.1956


Lichtschein auf den Straßen
Windberg.
In Windberg brennt nun die Ortsbeleuchtung. Dank derbereitwilligen Vorfinanzierung durch den Wasserbeschaffungsverband war esmöglich, an sechs wichtigen Stellen Lampen in Betrieb zu nehmen. Hierdurchwurde ein wesentlicher Beitrag zur Ortsverschönerung geleistet. Die Lampen sindrecht günstig angebracht. Es wäre eine weitere Lampe zwischen Kriegerdenkmalund Gemeindekanzlei recht wünschenswert, die dann auch noch das Straßenstückbis zum Torbogen beleuchten würde.
Quelle: Bogener Zeitung 30.04.1956


P. Norbert schreibt dritten Band
Windberg.
In diesen Tagen erscheint in der DruckereiAttenkofer, Straubing, der erste Teil des dritten Bandes des Werkes „MonasticonPaemonstratense“ von dem bekannten Historiker Pater Norbert Backmund. Es isteine mit wissenschaftlicher Genauigkeit geschriebene Geschichte allerOrdensprovinzen und Klöster des Prämonstratenserordens. Die beiden ersten Bändeumfassen ganz Europe mit Ausnahme von Südfrankreich und der spanischenHalbinsel. – Der letzte Band bringt nun neben diesen restlichen Gebieten u. a.auch die Wappen sämtlicher Klöster. In diesen Wochen bereist der HistorikerSüdfrankreich, um an Ort und Stelle das restliche Material auszuwerten. DasWerk schließt die Lücke in der Geschichtsforschung und wird in alle Erdteileversandt. Laufend treffen auch aus aller Welt Anerkennungsschreiben für dasgroße Werk ein, das dem Autor und Windberg in Historikerkreisen der ganzen Welteinen Namen gemacht hat.    (wp)
Quelle: Bogener Zeitung 30.04.1956


Baubeginn zu Siedlungshäusern
Hunderdorf.
Am Mittwoch begannen auf dem Gelände neben der Siedlung in Hunderdorf die Erdarbeiten zum Bau der zehn Reihenhäuser, die für Werksangehörige der Firma Nolte bestimmt sind. Von den 10 Häusern wurden durch die Wohnungsbaugenossenschaft Bogen fünf an die Firma Erber-Bärndorf, drei an Maurermeister Haimerl-Mitterfels und zwei an die Fa. Schuhbauer-Bogen vergeben. Mit der Fertigstellung der Häuser wird noch im Laufe des Jahres gerechnet.
Quelle: Bogener Zeitung 04.05.1956


Hunderdorf. (Werkvolksversammlung) Am Sonntag treffen sich die Mitglieder des Katholischen Werkvolks nach der Nachmittagsandacht bei Gastwirt Edbauer.
Quelle: Bogener Zeitung 04.05.1956


Hunderdorf. (Die Fahrzeugweihe) die am 1. Mai von H. H. Dekan Kiermeier am Dorfplatz in Hunderdorf vorgenommen wurde, zeigte deutlich, wie sehr die Technik überall Einzug gefunden hat. Ein gewaltiges Aufgebot, angefangen von den Sattelschleppern der Möbelfabrik Nolte bis zu den Mopeds, das insgesamt einen Schätzwert von 2 Millionen Mark darstellte, war vertreten, als Dekan Kiermeier nach einer kurzen Ansprache, bei der er Fahrer und Fahrzeuge dem Schutze St. Christopherus empfohl, den Segen erteilte.
Quelle: Bogener Zeitung 04.05.1956


Hunderdorf. (Versammlung der FFW) Am Sonntag findet um 15 Uhr im Gasthaus Baier eine Versammlung der FFW statt, bei der die Vorstandschaft neu gewählt wird.
Quelle: Bogener Zeitung 04.05.1956


Hunderdorf. (Film) Die Bayerwaldlichtspiele zeigen am Samstag im Baiersaal „Das Siegel Gottes“.
Quelle: Bogener Zeitung 04.05.1956


Hunderdorf. (3 Hochzeiten) Gestern wurden der Landwirt Josef Weinzierl von Apoig und die Gastwirtstochter Hedwig Kroiß von Muckenwinkling getraut. Die weltliche Feier fand im Gasthaus Sandbiller statt. Am Samstag heirateten der Mechaniker Hans Bauer von Hoch und die Textilarbeiterin Gertraud Ahne aus Alburg. Ebenfalls am Samstag fand die Trauung des Schuhmachers Josef Leonhard und der Kontoristin Irmgard Roeder, geb. Lüdke, statt.
Quelle: Bogener Zeitung 04.05.1956


Hunderdorf. (Der Standesbeamte) konnte im Monat April5 Hochzeiten und 4 Geburten (Kronfeldner Johann Michael, Hofdorf; Grill AlbertLudwig, Lintach; Klaar Klaus Peter, Hunderdorf, und Härtenberger KarlFriedrich, Hunderdorf) eintragen. Todesfälle waren keine zu verzeichnen.
Quelle: Bogener Zeitung 04.05.1956


Windberg. (Zwei Gräber schlossen sich) Zweimal versammelten auch in dieser Woche Trauergemeinden auf dem Friedhof in Windberg. – Josef Gstettenbauer aus Irenzfelden war im Alter von 74 Jahren gestorben. Der Witwe wendet sich allgemeines Beileid zu. H. H. Pfr. Ach übergab den Sarg der geweihten Erde. – Dann erwies man Frau Anna Fritsch aus Meidendorf die letzte Ehre. Frau Fritsch, geb. Kronfeldner aus Osterberg, wurde 1881 geboren. Sie schenkte sieben Kindern das Leben, von denen fünf trauernd mit dem Vater am Grab der Mutter standen. Ein Sohn ist in Stalingrad vermißt, ein weiterer als gefallen gemeldet. H. H. Pfr. Ach widmete der Verstorbenen einen ehrenden Nachruf.    (wp)
Quelle: Bogener Zeitung 04.05.1956


Kommandanten der FFW gewählt
Hunderdorf.
Nachdem die Generalversammlung der FFWkeine Neuwahl der Kommandanten erbrachte, galt es bei der Sitzung diesen Mangelzu beheben. Vorstand BM Reiner leitete die schwach besuchte Sitzung. Bei derWahl wurden Karl Härtenberger als 1. Kommandant und Xaver Anleitner als 2.Kommandant ernannt. Sie werden fünf Jahre ihre Ämter innehaben. K. Härtenbergerverschob die Bildung des Ausschusses auf eine der nächsten Versammlungen.Einladungen zu den Fahnenweihen in Irschenbach und Aumbach wurden abgelehnt.
Quelle: Bogener Zeitung 09.05.1956


Hunderdorf. (Wahl zur Schulpflegschaft) Am Sonntag ist um 15 Uhr im oberen Schulhaus die Wahl der Elternvertreter zur Schulpflegschaft.
Quelle: Bogener Zeitung 09.05.1956


Windberg. (Der Gemeinderat) wählte Rupert Feldmeier mit 5:3 Stimmen zum 2. BM. Somit wurde nun auch der 2. BM der letzten Amtsperiode wiedergewählt.
Quelle: Bogener Zeitung 09.05.1956


Windberg. (Der Rindergesundheitsdienst Cham) hält am Samstag um 19.30 Uhr in Irenzfelden eine Aufklärungsversammlung. Eine gleiche Versammlung ist am Sonntag um 14.30 Uhr im Gasthaus Roßmeier in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung 09.05.1956


Steinburg. (Evang. Gottesdienst) Am Donnerstag um 15 Uhr Gottesdienst in der Schloßkapelle.
Quelle: Bogener Zeitung 09.05.1956


Hermann Maier wurde 2. Bürgermeister
Schulhausneubau augenblicklich dringendstes Projekt
Hunderdorf.
Zum ersten Mal trat der neugewählteGemeinderat zu einer Sitzung zusammen, bei der die Vereidigung der neuenGemeinderatsmitglieder erfolgte. Bei der Neuwahl des 2. Bürgermeisters konnteHermann Maier 7 Stimmen und Otto Edbauer 4 Stimmen erhalten. In Anwesenheit vonKreisbaumeister Kraus, Inspektor Gille, Angest. Oppel, des Bürgermeisters vonGaishausen und Rektor Hösl wurde die Finanzierung des Schulhauses besprochen.Dabei wurde die Frage nach dem Bauherrn dahingehend geklärt, daß die GemeindeHunderdorf als Bauherr auftritt und damit auch den Schuldendienst für dieanfallenden Darlehen übernimmt. Die Gemeinde Gaishausen soll sich lediglichprozentual an den Kosten des gesteigerten Schulhaushaltes beteiligen und zuHand- und Spanndiensten herbeigezogen werden.
Nach Abzug der Eigenleistungen und der nicht zuschußfähigen Leistungen, dieetwa 24 000 DM betragen, dürfte somit der Schulhausbau auf ca. 376 000 DMkommen. Es ist jedoch zu erwarten, daß wesentliche Zuschüsse geleistet werden.Zur Deckung der jährlichen Belastungen aus dem Schuldendienst wird es abernotwendig sein, den bisherigen Hebesatz der Grundsteuer A von 140 Prozent zuerhöhen. Außerdem wird diese Maßnahme von den bewilligenden Stellen alsVoraussetzung für Zuschüsse betrachtet werden, da der Durchschnittshebesatz derGrundsteuer A im Landkreis bereits auf 163 Prozent steht. Eine Erhöhung derHebesätze der Grundsteuer B und der Gewerbetreibenden käme für Hunderdorf nichtin Frage, da sie schon über dem Durchschnitt des Landkreises liegen.
 Der 2. Bürgermeister Maier wies daraufhin, daß man unbedingt noch in diesem Jahr mit dem Umbau beginnen müßte, umnoch in den Genuß der jetzt gewährten Zuschüsse zu kommen. Die vielleicht imnächsten Jahr schon fraglich sind.
Quelle: Bogener Zeitung 09.05.1956


Hunderdorf. (Evangelischer Gottesdienst) ist am Sonntag um 19.30 Uhr bei Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung 13.05.1956


Hunderdorf. (Kino) Heute um 20 Uhr läuft im Baiersaal „Schrei aus dem Dschingel“.
Quelle: Bogener Zeitung 13.05.1956


Windberg. (Schulpflegschaft) Morgen um 7.30 Uhr sind im Schulhaus die Wahlen der Elternvertreter zu Schulpflegschaft. – Die Schuleinschreibung erfolgt am Donnerstag um 14.30 Uhr im Schulhaus.
Quelle: Bogener Zeitung 13.05.1956


Windberg. (Letzter Gang) Zum drittenmal innerhalb kurzer Zeit versammelte sich eine Trauergemeinde. Diesmal galt es, dem allseits geschätzten Otto Gierl aus Gartenhaus bei Windberg die letzte Ehre zu erweisen. Der Witwe, die trauernd am Grabe des Gatten stand, wendet sich allgemein Mitleid zu. Der Verstorbene stand im 59. Lebensjahr. H. H. Pfr. Ach übergab den Sarg der geweihten Erde; der Kirchenchor unter Leitung von Pater Subprior sang ein schönes Grablied.
Quelle: Bogener Zeitung 13.05.1956


Windberg. (Reichlich erstaunt) war dieser Tage Otto Hoffmann aus Windberg, als ihm der Postbote seine Brieftasche brachte, die er schon verloren gegeben hatte. Samt Inhalt hatte er sie auf der Insel Mainau verloren, wo sie R. Kraft, Markt Bergel-Mittelfranken, fand und dem Besitzer sandte.
Quelle: Bogener Zeitung 13.05.1956


Hunderdorf. (Gemeindeväter tagten) Zu einer Sitzung kamen die GR-Mitglieder am Montag zusammen. Als Beitrag für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge wurde ein Betrag von 12 DM festgelegt. Der Bauausschuß mußte ergänzt werden. GR Schäfer gehört ab sofort dem Gremium an. Die Besichtigung des sechsklassigen Schulhauses in Pfaffenberg im Ldkr. Mallersdorf wurde in Aussicht gestellt. Vor Aufstellung einer Satzung für die beim Schulhausbau zu leistenden Hand- und Spann dienste will man erst die Mustersatzung einer anderen Gemeinde einholen.
Quelle: Bogener Zeitung 16.05.1956


Hunderdorf. (Zwei Termine) Heute findet von 14-17 Uhr die Einschreibung der Schulneulinge im oberen Schulhaus statt. – Alle Landwirte haben umgehend in der Gemeindekanzlei die Angaben zur Bodennutzungserhebung zu machen.
Quelle: Bogener Zeitung 16.05.1956


Hunderdorf. (Eigenheim-Schau) Die Bausparkasse GdF-Wüstenrot hält in Hunderdorf im Gasthaus Sandbiller am Pfingstsonntag u. -Montag eine Eigenheimschau unter der Leitung von Kurt Ratay-Straubing ab.
Quelle: Bogener Zeitung 17.05.1956


Regierungsvertreter besichtigen Schulgrundstück
Hunderdorf.
Am Donnerstag besuchten ORR Wittmann undORR Finck von der Schulabteilung der Regierung, Landrat Hafner und Schulrat Dr.Strewitzek sowie Vertreter der Regierungs- und Kreisbaubehörde Hunderdorf, ummit dem Bauausschuß der Gemeinde u. dem hiesigen Schulleiter das von derGemeinde erworbene Schulgrundstück zu besichtigen. Desgleichen wurden auch dieVorentwürfe zur Kenntnis genommen. Das Urteil der Regierungsvertreter fiel imHinblick auf das für den Neubau bestimmte Grundstück nicht besonders günstigaus. Es wurde dabei die Wahl anderer Grundstücke ins Auge gefaßt. Eineendgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht getroffen und wird und für diekommende Woche erwartet. Bei der in Hunderdorf nunmehr stark fühlbar werdendenKnappheit an geeigneten Baugründen dürfte jedoch die Erwerbung einesentsprechenden Grundstücks sehr schwierig sein. Anschließend begaben sich dieRegierungs- und Landkreisvertreter nach Windberg, um auch dort dieaugenblicklich ungünstigen räumlichen Verhältnisse des Schulhauses zuüberprüfen und mit den Gemeindevertretern eine günstige Lösung zu erörtern.
Quelle: Bogener Zeitung 26.05.1956


Hunderdorf. (Film) Heute läuft im Baiersaal „Straße zur Haimat“.
Quelle: Bogener Zeitung 26.05.1956


Steinburg. (Kirchweih) Am Sonntag, 17. Juni, ist altherkömmliche Johannikirchweih. Auswärtige Fieranten sind zugelassen.
Quelle: Bogener Zeitung 26.05.1956


Nach Gottes hl. Willen verscheid am 25. Mai 1956 meine unvergeßliche Mutter, unsere Stiefmutter, Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Patin
Frau Hilda Wurm
geb. Steckler

nach längerer Krankheit, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, im 46. Lebensjahr selig im Herrn.
Gaishausen, 25. Mai 1956
Die tieftrauernde Tochter Martha
Beerdigung und Gottesdienst am Montag, den 28. Mai 1956 um 9 Uhr in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung 26.05.1956


Hunderdorf. (Filmabend) Zu einem Filmabend laden das Katholische Werkvolk und die Christliche Arbeiterjugend am Dienstag um 20 Uhr im Baiersaal ein. U. a. wird der Tonfilm „10 Jahre Weltpolitik“ gezeigt. Unkostenbeitrag 20 Pfg.
Quelle: Bogener Zeitung 28.05.1956


Hunderdorf. (Hebefeier) Das neue Postgebäude in Hunderdorf, das durch Gastwirt Sandbiller gebaut wird, ist im Rohbau fertiggestellt. Das Richtfest war am Samstag. Die Bauarbeiten wurden von der Firma Altschäffl-Stippich, die Zimmererarbeiten von der Firma Dilger ausgeführt. Mit der Fertigstellung rechnet man im Juli.
Quelle: Bogener Zeitung 28.05.1956


Hunderdorf. (Teerung abgeschlossen) Die Teerungsarbeiten an der im Vorjahr erbauten Straße von Hofdorf nach Bärndorf wurden in dieser Woche von der Firma Sager & Wörner abgeschlossen.
Quelle: Bogener Zeitung 28.05.1956


Anhänger geriet aufs Gleis
Hunderdorf.
Wegen eines Steckachsenbruchs an einemmit Lerag-Steinen beladenen Lastwagen mußte ein anderer Lastwagen am MontagVorspann leisten. Durch den Ruck beim Anziehen wurde das vordere Fahrgestelltaus dem Drehkreuz des Anhängers gerissen, so daß der schwer beladene Anhängerauf die Bahnüberfahrt hinunterrollte. Er kippte auf dem Geleise um undblockierte längere Zeit den Schienenweg. Ein aus Richtung Steinburg kommenderPersonen zug erhielt erhebliche Verspätung.
Quelle: Bogener Zeitung 30.05.1956


Hunderdorf. (Zu Grabe getragen) wurde am Montag bei großer Anteilnahme die Viehhändlerswitwe Hilda Wurm aus Gaishausen. Dekan Kiermeier schilderte in seinem Nachruf den Lebensweg der Verstorbenen. Erst im 46. Lebensjahr stehend, hat sie der Tod von ihrem Leidensweg erlöst. Bereits im Vorjahre war der Gatte den Weg ins Jenseits vorausgegangen. Der so früh verwaisten Tochter Martha wendet sich die aufrichtige Anteilnahme zu.
Quelle: Bogener Zeitung 30.05.1956


Hunderdorf. (Theater) Morgen gastiert im Sandbillersaal die Rottaler Bauernbühne mit dem Volksstück „Im Edelgrund im tiefen Wald“.
Quelle: Bogener Zeitung 30.05.1956


Hunderdorf. (Eichung) Am Montag in der Zeit von 8.30-12 Uhr im Gasthaus Edbauer Eichung der Waagen und Meßinstrumente.
Quelle: Bogener Zeitung 02.06.1956


Hunderdorf. (Film) Am Samstag läuft im Baiersaal der Film „Ein unmögliches Mädchen“.
Quelle: Bogener Zeitung 02.06.1956


Messer entschied Wirtshausstreit
Steinburg
. Ein schlimmes Ende nahm in der Nacht zum Donnerstagin einem Steinburger Gasthaus der Streit zweier Gäste. Im Verlauf des Abendsentstand zwischen dem mit mehreren Bekannten an einem Tisch sitzenden HansBaumann und dem sich abseits aufhaltenden Fritz Reichart, der in bereitsangetrunkenen Zustand in die Wirtschaft kam und auch allgemein alsstreitsüchtig bekannt ist, ein keiner Disput, der an und für sich harmloserNatur und auch bald beigelegt war. Nach geraumer Zeit erhob sich Reichart vonseinem Stuhl und bewegte sich in Richtung Ausgang. Die Gäste glaubten, er wolleaustreten gehen und legten dem Vorgang kein besonderes Gewicht bei. AlsReichart an Baumann vorbeiging, zog er sein Messer und stieß es Baumann seitlichin den Rücken. Die Klinge traf zwischen die Rippen hindurch die Lunge. Baumann,der nach der ersten Hilfeleistung durch Dr. Foucar-Bogen in das Krankenhausgebracht wurde, schwebt in Lebensgefahr.
Quelle: Bogener Zeitung 02.06.1956


Straßenbau ist vordringlicher
Windberg.
Die Gemeinde Windberg bemüht sich seit über einemhalben Jahrhundert, eine Verbindungsstraße zwischen den Orten Windberg,Irenzfelden und Meidendorf herzustellen. Mehr und mehr hat sich in den letztenJahrzehnten der Straßenzustand verschlechtert und ist jetzt untragbar. 1948wurde dieses dringliche Problem wieder aufgerollt, 1950 eine eigeneInteressengemeinschaft gegründet.
Die in der Mitte liegende Ortschaft Irenzfelden ist mit rund 150 Einwohnernüberhaupt ohne Straßenverbindung, so daß der ganze Ort bei Regenwetter und imWinter vom Kraftverkehr abgeschnitten ist. Schon in gesundheitlicher Hinsichtist dieser Zustand recht bedenklich, da im Bedarfsfalle weder Arzt noch Hebammeoder Tierarzt rasch genug zur Stelle sein können. Gegebenenfalls würde auch eineBrandbekämpfung auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen.   
Zwischen den Ortschaften Windberg (418 m) und Irenzfelden (479 m) liegen derBühler Berg (490 m) und die Schlucht des Dambachs (350 m). So ergibt sich aufeine Entfernung von 500 m eine Steigung von 140 m. Dieser steile Weg wird beiRegefällen vom herabstürzenden Wasser vollständig ausgeschwemmt, so daß einBefahren des Weges infolge der schweren Granitblöcke des Untergrundes nichtmehr möglich ist. Weiterhin ist Windberg Sitz der Gemeinde, Pfarr- undSchuldorf, Sitz des Lagerhauses. Ueber Windberg führt auch der Weg zum BahnhofHunderdorf. Zahlreiche Arbeiter benützen diesen Weg. Der Leichentransport zumFriedhof Windberg ist in ungünstigen Jahreszeiten recht schwierig. Die größtenSchwierigkeiten liegen auf wirtschaftlichem Gebiet und behindern auch diewirtschaftliche Gesundung der betroffenen Ortschaften. Das Gebiet umIrenzfelden – Meidendorf ist 6 km vom Bahnhof Hunderdorf entfernt, zu dem dielandwirtschaftlichen Produkte und das Holz angeliefert werden müssen. Auch dielandwirtschaftlichen Bedarfsgüter müssen von dort abgeholt werden. Zudem führt bis Windberg eine verhältnismäßig gute Anschlußstraße zur Bezirksstraße Bogen –Steinburg – Rattenberg, o daß die so dringend benötigte Straße eineQuerverbindung Bogen – Englmar würde. Die jetzt kürzeste Verbindung zwischenWindberg und Meidendorf führt mit knapp 15 km über Hunderdorf, Bärndorf,Waltersdorf. Kraftfahrzeuge, die nach Irenzfelden wollen, das in der Luftliniekaum 1 km von Windberg entfernt ist, müssen ebenfalls diesen langen Umwegbenutzen.
Dieser Tage besuchten nun Vertreter der Regierung Windberg. Dabei kam auch einNeubau des Schulhauses zur Sprache. In dieser Frage stellte sich nun der GReinmütig auf den Standpunkt, daß dem Straßenbau, der seit über einem halbenJahrhundert dringend nötig ist, der Vorrang gebühre. Denn nahezu 50 Prozent derSchulkinder hätten diesen Weg als Schulweg. Im Winter und bei ungünstigenWitterungsverhältnissen können diese Schüler aber die schule gar nichtbesuchen, da es die Wegverhältnisse nicht gestatten. Auch der 2. BM RupertFeldmeier, der selber in Meidendorf wohnt, vertrat mit BM Amann und dem GR denStandpunkt, daß das schönste Schulhaus wenig Sinn habe, solange es zeitweisevon einem Großteil der Schüler gar nicht besucht werden könne. Der Gemeinderatsprach die Hoffnung aus, daß sich endlich auch die höheren Stellen für diesenStraßenbau einsetzen. Eine unsinnige Aufteilung des Schulsprengels ist für dieGemeinde untragbar und im Zusammenhang mit dem Windberger Schülerheim auch garnicht möglich. Als Ausweg könnte, so meinte die Gemeindevertretung, das jetzigeSchulhaus so instandgesetzt werden, daß es den Anforderungen wiederentspricht.    (wp)
Quelle: Bogener Zeitung 02.06.1956


Der Herr über Leben und Tod holte am 2. Juni morgens ½5 Uhr meinen lieben Mann und Vater, Bruder und Schwager
Herrn Karl Solcher
Gastwirt und Viehhändler von Ehren bei Steinburg

im Alter von 47 Jahren nach Empfang der hl. Sterbesakramente heim in sein ewiges Reich.
Ehren, Pfarrkirchen und Rettenbach, 4. 6. 1956
In tiefer Trauer:
Cäcilie Solcher, Gattin
und Sohn Karl-Heinz

Therese Solcher, Mutter
Brüder Willi und Xaver Solcher m. Fam.
und übrige Verwandtschaft
Beerdigung am Dienstag, den 5. 6., um 9 Uhr in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung 04.06.1956


Hunderdorf. (Beerdigung) Selten war die Zahl der Trauergäste so groß wie am Dienstag, an dem Herr Karl Solcher, Gastwirt und Metzgermeister aus Ehren bei Steinburg zu Grabe getragen wurde. Die Fahnen der FFW Steinburg, Hunderdorf und Gaishausen sowie des Bauernhilfsvereins Neukirchen begleiteten den langen Trauerzug zum Friedhof, wo H. H. Dekan Kiermeier dem allzu früh Verstorbenen die letzten kirchlichen Segnungen erteilte. Eine große Anzahl von Kränzen, darunter die des Viehhändlerverbands, der Gastwirte-Innung und des Bauernhilfsvereines Neukirchen schmückten das Grab.
Quelle: Bogener Zeitung 09.06.1956


In Bälde „Garnison Bogen“
Bei der Vorsprache des Landrats Hafnerund des Bürgermeisters Neueder am Montag bei der Wehrbereichsverwaltung VI inMünchen wurde ihnen mitgeteilt, daß der Bundesminister für Verteidigung derErrichtung einer Garnison in Bogen zugestimmt hat. Die Erwerbsverhandlungen fürdas Kasernen- und Uebungsgelände werden beschleunigt in die Wege geleitet. Diezuständigen Dienststellen werden aus diesem Grunde schon in den nächsten Wochendie Verhandlungen in Bogen aufnehmen, so daß mit dem Baubeginn noch in diesemJahr gerechnet werden kann.
Damit sind die großen Anstrengungen des Landkreises und der Stadt Bogen vonErfolg gekrönt worden. Ein wirtschaftlicher Aufschwung wird mit der Errichtungeiner Garnison Bogen verbunden sein. Landrat Hafner und Bürgermeister Neuederhaben den zuständigen Stellen im Namen des Landkreises und der Stadt Bogen fürdas große Entgegenkommen den Dank ausgesprochen. Ihnen selbst aber gebührenDank und Anerkennung der Bevölkerung.  (bk)
Quelle: Bogener Zeitung 13.06.1956


Hunderdorf. (Film) Am Samstag läuft im Baiersaal der Film „Wetterleuchten am Dachstein“.
Quelle: Bogener Zeitung 13.06.1956


Am Sonntag, 17. Juni 1956
Steinburger
Johannes-Kirta
Großes Festbierzelt der Brauerei Berger

Schiffschaukel, Karussell, Schießbuden und viele Verkaufsstände im Schloßhof.
Ab 16 Uhr TANZ im neuen Bergersaal
Es laden ein:
Gemeinde,
die FFW Steinburg
und FestwirtAlfons Berger
Quelle: Bogener Zeitung 16.06.1956


Richtfest bei Siedlungsbauten
Hunderdorf.
Bei den vier Neubauten der GemeinnützigenWohnungsbaugenossenschaft Bogen konnte das Richtfest gefeiert werden. Die neuenHäuser, von denen zwei je drei Wohnungseinheiten und zwei je zweiWohnungseinheiten aufweisen, wurden von der Baufirma Erber (Bärndorf), Haimerl(Mitterfels) u. Schnellinger (Oberalteich) errichtet. Die Zimmererarbeitenlagen bei Dilger (Hunderdorf) und Karl (Degernbach). Die Bauunternehmer,Arbeiter, Mitglieder der Baugenossenschaft und die zukünftigen Mieter trafensich im Gasthaus Sandbiller, wo Kreisbaumeister Kraus sagte, es werde auchweiterhin eine vordringliche Aufgabe sein, den im Hunderdorfer Werkbeschäftigten Arbeitern und Angestellten ausreichende Wohnmöglichkeiten zuschaffen.
Quelle: Bogener Zeitung 25.06.1956


Fest wie der Grundstein sei der Glaube
Ainbrach.
Am rechten Ufer des Donaustroms liegt friedlich undbehäbig die Ortschaft Ainbrach mit ihrer kleinen Kapelle, die in zwei Jahren800 Jahre alt wird. Allen Stürmen der Zeit und den oft eintretenden Hochwassernhat dieses Kirchlein Jahrhunderte hindurch standgehal tenals Symbol der Christenheit und des Glaubens. Aber auch die Bewohner dieserOrtschaft – es sind ca. 80 – sind fest in ihrem Glauben geblieben, obwohl sieimmer weite Wege bis nach Schambach, Pfelling, Bogenberg und Ittling insGotteshaus zurücklegen mußten. Ebenso erging es den Kindern, derenbeschwerliche Schulwege über den Donaustrom führten; doch hier halfen derLandkreis Straubing und die Gemeinde Amselfing, zu der die Ortschaft Ainbrachgehört, mit einem neuen Schulhausbau. Aber auch der Diözesanoberhirte, Sr. Exz.H. H. Erzbischof M. Buchberger, half den standhaften Christen, in dem er seinenKirchenbau in die Wege leitete.
Am gestrigen Sonntag war nun ein großer Tag für Ainbrach, denn es fand dieGrundsteinlegung im neuen Gotteshaus statt, dessen weißer Dachfirst sich vomblauen Himmel abhob. Als die Glocken vom Bogenberg her erklangen, sangen dieSchulkinder in der alten Blasius-Kapelle „mit dem Herrn fang‘ alles an“, undals das Lied verklungen war, bewegte sich ein Festzug zum Gotteshaus, das nebender neuen Schule errichtet wurde. In dem Festzug waren neben den zahlreicherschienenen Gläubigen der umliegenden Pfarrgemeinden der Burschenverein, derKrieger- und Veteranenverein und die Freiwilligen Feuerwehren aus Schambach undaus Ainbrach mit ihren Fahnen erschienen. – Neben der hohen Geistlichkeit –Dekna H.  H. Geistl. RatKatzendobler-Irlbach, H. H. Geitsl. Rat Schramml-Straßkirchen, H. H. PfarrerStauber-Altenbuch und H. H. Pfarrer Reitinger-Schambach – sah man LandratBickleder und die Bürgermeister von Amselfing und Schambach. Noch einmalerklang Kindergesang durch das im Rohbau fertige Gotteshaus, wo die Sonnedurchs Gebälk schien und nachdem ein Prolog aufgesagt, nahm H. H, DekanKatzendobler die heilige Handlung vor.
Mit den Worten des Apostels Paulus „Grüß mir die Kinder in der Diaspora“,verkündete er, daß es eine dringende Notwendigkeit war, in diesem verstreutenGebiet ein Gotteshaus zu errichten und der Erzbischof habe diesen Gedanken mitFreuden aufgenommen. Er habe aber auch gewußt, daß der stundenweite Kirchgangfür die Christen ein Opfer bedeute. Mit vieler Mühe von Landrat Bickleder, desH. H. Pfarrer Reitinger und der unermüdlichen Arbeit der Kirchenverwaltung seies nun soweit, daß die Grundsteinlegung erfolgen könne. Dieser Grundstein, sobetonte er, sei hart und fest, wie es der Glaube an Gotte sein solle. Nachdemder Inhalt der Urkunde verlesen war, konnte Maurermeister Franz Bauhuber –Straßkirchen das Dokument in den Grundstein einmauern. Mit Weihe, Segen undGebet wurde das kirchliche Zeremoniell beendet und die Hebefeier durchgeführt.Der Landrat überbrachte die Grüße des Kreises und hob hervor, daß derSchulhausbau zum Programm des Kreises gehöre und er beglückwünschte die Männer,die den Mut aufgebracht hätten, an den Bau einer Kirche zu gehen. Er danktehierfür dem Erzbischof, dem Pfarrer Reitinger, Kirchenpfleger Rothammer, denMännern der Kirchenverwaltung und den Bürgern der Gemeinde. Er vergaß aber auchnicht, die Baufirma Franz Bauhuber – Straßkirchen und Josef Ponkratz – Ittlingzu erwähnen, die in guter und schneller Arbeit das Werk so weit vollendethatten. Der Landrat versprach, daß bei der Einweihung, die wahrscheinlich imSeptember oder Oktober erfolgen wird, der Kreistag anwesend sein werde, damiter einen Eindruck von diesem Projekt bekäme. Er betonte, daß es dem Kreisferngelegen habe, eine Eigenbrötelei zu schaffen, sondern es sei sein Zielgewesen, in einem verstreuten Gebiet ein Zentrum des Geistes und des Glaubenszu schaffen.
Ein Geselle des Zimmerermeisters Pongratz verkündete vom Dachfirst, wo er zumZeichen der Hebe eine aus Tannengrün gebundene Krone angebracht hat, den Richtspruch.Hauptlehrer Meindl, dem ein großes Verdienst für die Gestaltung dieses Festesgebührt, konnte dann den Gästen und der Geistlichkeit die im Schulhausaufgestellten Heiligenfiguren zeigen, die für das neue Gotteshaus bestimmtsind. Er konnte aber auch den Anwesenden mitteilen, daß die großeChristusfigur, die einstmals ein glaubensloser Schloßherr in einen Teich warf,eine Spende der Geschwister Maria und Johann Fuchs – Wachtelau sind. Mit einergemütlichen Hebefeier klang der so bedeutungsvolle Tag für Ainbrach aus.    (mf)
Quelle: Bogener Zeitung 25.06.1956


200 RK-Ballone stiegen in die Luft
Hunderdorf.
Kinder der Volksschule sandten amDonnerstag mit ca. 200 Jugendrotkreuz-Ballonen Grüße an die Kinder in der Welt.Am Wasserhaus in Ried füllten Mitglieder des RK Bogen die bunten Ballone undhängten daran die Karten, auf denen in verschiedenen Sprachen die Grüße derKinder verzeichnet waren. Die Ballone, die in einem Massenstart hochgelassenwurden, gewannen schnell an Höhe und trieben in östlicher Richtung davon. DieFinder der Ballone werden auf anhängender Karte gebeten, sie an die bezeichneteAdresse zurückzuschicken. Die weitesten Flüge werden vom DeutschenJugendrotkreuz prämiert.
Quelle: Bogener Zeitung 30.06.1956


Hunderdorf. (Gewerkschaftsversammlung) Am morgigen Sonntag um 14 Uhr wird von der „IG Holz“ im Gasthof Wagner in Au v. W. eine Versammlung abgehalten. Auf der Tagesordnung steht das Thema: „Löhne in der Sägeindustrie ab 1. 7. 56“. Das Referat hält Kollege Seitz aus München.
Quelle: Bogener Zeitung 30.06.1956

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