1966# 11-12

NPD-Versammlung in Hunderdorf
Hunderdorf.
Im Gasthaus Sandbiller fand am Samstagabend eine Versammlung der National-demokratischen Partei statt. Listenkandidat Ernst Bachhuber machte die Anwesenden in einem einstündigen Referat mit den einzelnen Programmpunkten der NPD vertraut.
Landtagskandidat F. Dirmann gab einen Abriß über die wirtschaftlichen und sozialpolitischen Forderungen der NPD. „Die Erhaltung eines gesunden Bauerntums ist von entscheidender Bedeutung. Die NPD fordert, daß alle notwendigen Maßnahmen getroffen werden, um den Fortbestand unserer Landwirtschaft auf gesunder Grundlage zu sichern.“ Die NPD wende sich weiterhin gegen die existenzvernichtende These von der angeblichen „Gesundschrumpfung“ unserer Landwirtschaft. Jede Einschränkung der heimischen Erzeugung von Nahrungsgütern sei verwerflich. „Zur Förderung und Stärkung der bayrischen Landwirtschaft fordern wir, daß angesichts der mehr und mehr auf die EWG übergehenden Preisgestaltung dem deutschen Bauern und Landwirt der kostendeckende Preis gesichert wird. Die NPD fordert, daß durch festes Auftreten in der EWG endlich die Wettbewerbsverzerrungen im Gemeinsamen Markt beseitigt werden. Sie benachteiligen allein unsere Bauern und Landwirte!“. Die Diskussion zeigte, daß das Interesse der Bevölkerung am politischen Geschehen stetig im Wachsen begriffen ist. Zu der immer wieder vorgebrachten Frage: „Wie steht die NPD zum Nato-Bündnis“ führte Dirmann abschließend aus: „Das Verbleiben in längst überholten Militär- und Wirtschaftsblöcken führt lediglich zur Festigung des Abhängigkeitsverhältnisses gegenüber anderen Mächten, keinesfalls trägt es zu einer wirklichen Entspannung der Situation in Deutschland und somit auch in Europa bei.“
Quelle: Bogener Zeitung, 03.11.1966


Josef Kronfeldner beerdigt
Hunderdorf.
Nahezu 1 000 Einwohnern der Pfarrei hatte der langjährige Totengräber Josef Kronfeldner das Grab geschaufelt, bis er nun selber den letzten Gang antreten mußte. Im 79 Lebensjahr stehend, war er noch vor Wochen rüstig und ging täglich seiner Arbeit im Fried-hof oder zu Hause nach. Ein altes Leiden, das ihm schon vor Jahren zu schaffen machte, warf ihn dann für wenige Tage auf das Krankenbett und führte schließlich zu einem Tod. Zum Trauergottesdienst fanden  sich viele Pfarrangehötoge ein. Pfarrer Ruß umriß kurz seinen Lebensweg und zeichnete das Bild des Verstorbenen. Zahlreich beteiligten sich die Mitglieder des Krieger- und Veteranenvereins an seinem letzten Gang und Vorstand Gaschler widmete dem treuen Mitglied einen Kranz und würdigte seine Kameradschaft. Auch die Mitglieder der FFW spendeten ihre, ehemaligen Mitglied, das über 50 Jahre in der Wehr gedient hatte, durch den Kommandanten einen Kranz und dankten für die Opferbereitschaft. Die Kapelle Bugl spielte das Lied vom „Guten Kamwraden“ und drei Salutschüsse hallten über das offene Grab, als Josef Kronfeldner zur letzten Ruhe gebettet wurde.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.11.1966


Totenehrung am kommenden Sonntag
Hunderdorf.
Die Pfarrgemeinde ehrt am kommenden Sonntag die Toten, Gefallenen und Vermißten aus beiden Weltkriegen. Bereits um 9.15 Uhr treffen sich die Vereine vor dem Gasthaus Georg Baier zum Kirchenzug. Nach der Kapelle Bugl werden sich der Krieger- und Veteranenverein, dann die Wehren aus Hunderdorf, Steinburg, Gaishausen und Au sowie die übrigen Vereine formieren. Nach dem Requiem ist vor dem Kriegerdenkmal ein Libera vorgesehen. Dabei wird ein Domkapitular aus Regensburg sprechen. Der Ansprache des VdK-Geschäftsführers Unger folgen die Kranzniederlegungen durch die Bürgermeister der politischen Gemeinden der Pfarrei. Geschlossen marschieren dann die Vereine zur Weihe des Jugendheimes.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.11.1966


Ordensleute besuchten ihre Heimat
Hunderdorf.
Für den letzten Tag der Volksmission hatte der hiesige Pfarrherr alle Ordens-leute, die aus der Pfarrei Hunderdorf stammen und im ganzen Bundesgebiet verstreut sind, zu einem

Unser Bild zeigt die Ordensleute mit den Missionaren, den Ortsgeistlchen, den Bürgermeistern und dem Kirchenrat

Heimattreffen und einer Wiedersehensfeier eingeladen. Viele Ordensschwestern und Ordensbrüder waren diesem Ruf gefolgt und kamen am vergangenen Sonntag in ihre Heimat. Nach dem Besuch des Gottesdienstes am Vor-mittag und der Schlußandacht am Nachmittag trafen sich alle im Pfarrhaus. Zusammen mit den Patres der Mission, Pfarrer Ruß, Kooperator Johannes, 1. Bürgermeister Härtenberger, 2. Bürgermeister Hornberger und den Mitgliedern des Kirchenrates begaben sie sich zur Besichtigung ins neue Pfarrjugendheim, wo Pfarrer Ruß sie herzlich begrüßte. Nach einem kleinen Imbiß und einem regen Gedankenaustausch ging man am späten Nachmittag wieder auseinander, um bald wieder die Heimfahrt in die Klöster und Ordensanstalten anzutreten. Unter den Ordensleuten befand sich auch eine Generaloberin, die in der Pfalz zu hohen Würden aufgestiegen ist.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.11.1966


Dienstabend der RK-Ortsgruppe
Hunderdorf.
Die aktiven Mitglieder der Ortsgruppe des RK treffen sich am Dienstag um 20 Uhr im Cafe Weinzierl zu einem Dienstabend.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.11.1966


Wahlversammlung der CSU
Hunderdorf.
Am morgigen Sonntag erscheinen um 19 Uhr im Gasthaus Baier MdL Dick (Straubing), Landtagskandidat Schäffer von Niederwinkling und Landrat Hafner zu einer Wahlversammlung der CSU. Die Bevölkerung ist zu dieser Versammlung höflich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.11.1966


Nur eine gemeinsame Aktion hat Erfolg
Hunderdorf.
Derzeit wird in der Gemeinde eine gemeinsame Aktion zur Bekämpfung von Ratten durchgeführt. Sollten noch Einwohner an dieser Maßnahme interessiert sein, ihre Gebäude, Stallungen oder Grundstücke von diesen Schädlingen befreien zu lassen, so ist umgehend eine Mitteilung an die Gemeindekanzlei zu richten. Vor allem erinnert die Gemeinde daran, daß nur eine geschlossene, gemeinsame Aktion Erfolg hat, denn sonst laufen die Biester einfach nur zum Nachbarn, wo sie Schutz finden, wenn nicht überall die Bekämpfung durchgeführt wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.11.1966


CSU-Wahlversammlung
Hunderdorf.
Morgen Sonntag. 20 Uhr, findet im Gasthaus Josef Baier eine CSU-Wahlversammlung statt. Es sprechen der Landtagsabgeordnete Alfred Dick, Landrat Xaver Hafner, Bogen und Bürgermeister Alfons Schäffer.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.11.1966


Versammlung der Feuerwehr
Steinburg.
Vorstandschaft und Kommandant der FFW Steinburg laden für den heutigen Samstag die Gemeinderäte und die Feuerwehrkameraden zu einer wichtigen Versammlung ein. Diese beginnt um 19.30 Uhr in der Gaststätte Berger. Auf dem Tagungsprogramm steht u. a. Lichtbildervortrag über die Einweihung des Kriegerdenkmales, Rechenschaftsbericht über diese Maßnahme durch den Kommandanten, Dank des Vorstandes für die Mitarbeit und als Abschluß ein Vortrag des Kreisbrandmeisters Clement Lang (Mitterfels). Man hofft, daß sich auch die Bevölkerung zu diesem Abend einfindet.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.11.1966


Eine neuzeitliche Gastwirtschaft entstand
Die Gast- und Tafernwirtschaft mußte einem modernen Gasthaus weichen
Windberg.
Seit Jahrhunderten schon, 1402 zog der erste Gastwirt Greindl, aus Kaufbeuren kommend, in Irensfelden ein, war die Gast-und Tafernwirtschaft Irensfelden im Besitz und Betrieb einer Familie. Der Spruch „Alles ist vergänglich“, paßt auch noch in unsere heutige Zelt, denn das seit Generationen stehende Gasthaus, das noch ein Stück Altertum war, entsprach nicht mehr den heutigen Gesetzen, es mußte der Neuzeit weichen und einem modernen Neubau Platz machen.

Schon in der Klostergeschichte machte die Taferne der Hofmark Irensfelden, die politisch zum alten Kloster Windberg gehörte, von sich reden.
Seit über einem Jahr sind nun die Handwerker beschäftigt, eine neue Gastwirtschaft mit Metzgerei, den heutigen Zeitansprüchen gemäß, zu erstellen. Heute ist es nun soweit: in Irens-felden, inmitten der schönen bayerischen Vorwald-Landschaft wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergeben. Die Gastwirtschaft mit Metzgerei und Fremdenzimmern der Gastwirts-eheleute Peter und Maria Hilmer, letztere eine geborene Greindl, wird Eröffnung halten. Schöne und helle Räumlichkeiten begrüßen nun den Gast beim Eintritt in den Schankraum. Eine angenehm wirkende Tischordnung und die eingebaute Zentralheizung sorgen für Gemütlichkeit und Wohlbehagen der Gäste.

 

Quelle: Bogener Zeitung, 05.11.1966


Floriansbrunnen vor der Vollendung
Hunderdorf.
Die Sgraffitos am Maschinenhaus und im Sitzungssaal desselben Gebäudes sowie der St. Florian-Brunnen vor dem Schulhaus gehören so quasi wie das Tüpfelchen auf dem I zur Anlage des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe. Wie wir bereits berichteten, genehmigt der Staat bei Bauten, dieser Größe und dieses Ausmaßes auch einen Zuschuß für künstlerische Ausgestaltung. Die Sgraffitos wurden von dem Straubinger Kunstmaler Eberl ausgeführt und die Gestaltung des Brunnens lag in den Händen der jungen Straubinger Künstlerin

Die Straubinger Künstlerin Marianne Worliczek gestaltete den Brunnen bei der Anlage des Wasserzweckverbandes

Marianne Worliczek. Über einem quadratischen Wasserbecken erhebt sich auf einem Sockel der Schutzheilige gegen Feuersgefahr St. Florian in Lebensgröße. Auf dem Sockel erkennt man den Feuerteufel, der die Flammen anbläst und St. Florian löscht diesen Brand mit einem Wasserstrahl aus einem Eimer. Die Darstellung ist wohl bewußt traditionell und nahezu realistisch gehalten und paßt sich durch die korrekte und klare Linienführung auch gut dem Hintergrund, dem modernen Schulhaus, gut an. Eine fast quadratische Fahne über dem Haupt des Patrons, gegen Feuers-gefahr ist nicht nur gelungenes künstlerisches Äquivalent zu Becken und Sockel des Brunnens, sie ist auch Zeichen des Sieges über die Feuersgefahr. Als Material wurde Beton gewählt und die Schattierung, die darauf Regen oder das Wasser des Brunnens erzielen, gibt einen besonderen plastischen Reiz. An den vier Seiten des Beckens werden die Wappen der beteiligten Gemeinden angebracht und bekunden damit die Gemeinschaftsarbeit, die beim Bau dieser Verbundanlage zustande kam. Die Einweihung des neuen Brunnens, der als erster öffentlicher künstlerischer Bau Hunderdorf zieren wird, erfolgt zugleich mit der Weihe der gesamten Verbundanlage.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.11.1966


Ein Heim für die Jugend und die Pfarrfamilie
Zuschüsse und Selbsthilfe ermöglichen den Bau – Großer Vortragsraum mit Bühne und Nebenräumen vorhanden – Einweihung am Sonntag, 6. November durch Domkapitular Kuffner von Regensburg
Hunderdorf.
Schon bald nach dem 2. Weltkrieg dachte man in der Pfarrgemeinde Hunderdorf an den Bau eines Jugendheimes. Bereits Kooperator Gschlöß1 und Dekan Kiermaier haben diesen Plan erwogen und damals hatte man als Platz den Kirchengrund ausgesucht, der heute den neuen Friedhof aufgenommen hat. Die Planung und das ganze Vorhaben waren schon weit gediehen und Bruchsteine für den Bau angefahren worden. Wieso dieses Projekt damals trotzdem nicht zur Durchführung gekommen ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Die Aktivierung der Jugendarbeit in der Pfarrei, um die sich die Ortsgeistlichen in den letzten Jahren sehr bemüht haben, stellte nun die Pfarrgemeinde erneut vor die Aufgabe, sich nach einem geeigneten Jugendheim umzusehen. Zunächst bot sich mit der Übernahme des unteren Schulhauses als Kindergarten eine Lösung an und man konnte hier einen Raum abzweigen. Doch diese Maßnahme stellte sich ebenso wie die Benützung des kleinen Schulraumes im heutigen Gemeindeamt als auf die Dauer untragbare Notlösung heraus. Erst der Plan, das ehemalige Wirtschaftsgebäude des Pfarrhofes umzubauen, nahm dann, als man ein neues, kleineres Wirtschaftsgebäude erstellt hatte, greifbare Formen an. Mit Eifer, aber auch mit der nötigen Umsicht ging der jetzige Pfarrherr an die Realisierung dieses Vorhabens.
Nur die Grundmauern des soliden Wirtschaftsgebäudes blieben erhalten, als die Pfarrjugend mit Spitzhacke und Schaufel an die Arbeit ging. Die Firma Altschäffl aus Stippich errichtete den Rohbau und gestaltete die Verputzarbeiten, die den bereits bestehenden zwei Gebäuden im Pfarrhof angepaßt waren. Die hiesigen Schreinerfirmen Härtenberger und Hornberger leisteten bei der Ausführung der Fenster und Türen die gewohnt einwandfreie Arbeit. Die Decke des ca. 100 qm großen Versammlungsraumes, der zugleich als Theaterraum benützt werden kann, wurde von der Firma Brien aus Straubing aus astfreiem Holz gestaltet. Die Bedachung schuf die Firma Dilger, Steinburg, und hier wurde ebenso wie beim Pfarrhaus Schiefer gewählt.
Das Erdgeschoß enthält den großen Versammlungsraum mit einer eingebauten sBühne. An zwei Seiten ist ein Zugang angebracht, wobei der Haupteingang durch einen kleinen Vorbau auch gegen zu starken Kälteeinbruch geschützt ist. Im Obergeschoß befinden sie die Aufenthaltsräume für die Jugendgruppen und der Gruppenraum für die Mädchen hat außerdem eine Kochnische eingebaut, die wie die Ölöfen von der Firma Hesse geliefert wurde. Alle Fußböden wurden von der Firma Schubauer in Dunloplanprodukten verlegt und sind sehr dauerhaft und leicht pfleglich. Auch die Ausmalung der Räume durch die Firme Schaleske, Straubing ist sehr dezent und zum Teil in Spachtelmosaik und somit abwaschbar. Die Ausführung wurde überall zwar gediegen, doch ohne zu großen Kostenaufwand durchgeführt. In beiden Stockwerken befinden sich Toilettenanlagen, deren sanitäre Einrichtungen von der Firma Bugl, Steinburg, geliefert und eingebaut wurden.
Der gesamte Bau wird zu 75 Prozent bezuschußt und zwar gibt den Löwenanteil das Bischöfliche Ordinariat Regensburg mit 50 Pro-zent und die Zuschüsse Landes- und Bezirksjugendringes sowie des Kreises und der Gemeinden belaufen sich auf 25 Prozent. Das restliche Viertel ist von der Pfarrgemeinde aufzubringen und auch hier werden zu den schon eingegangenen Spenden noch weitere erwartet.
Einen besonderen Dank richtet Pfarrer Ruß an den Trachtenverein, das Rote Kreuz sowie an die vielen freiwilligen Helfer unter den erwachsenen Einwohnern. Herzlich bedankt er sich auch für die große Mithilfe, welche die Jugendgruppen allen Alters zu den verschiedensten Arbeiten geleistet haben. Gedankt sei aber auch allen offiziellen Stellen für die Unterstützung bei der Planung und Baudurchführung und vor allem den Spendern.
Am kommenden Sonntag wird nach der Totenehrung am Vormittag die Einweihung des Jugendheimes durch Domkapitular Prälat Kuffner aus Regensburg vorgenommen. Alle Einwohner der Pfarrgemeinde und die am Bau beteiligten Firmen sind herzlich eingeladen, dieser Feier beizuwohnen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.11.1966


„Das neue Haus mit neuem Geist beseelen …“
Domkapitular Kuffner segenete das neue Jugendheim – Es wird den Namen „Wolfgangsheim“ tragen – Das Haus soll eine Heimstätte für die Jugend werden
Hunderdorf.
Frühlingshaft, warm war das Wetter, als am Sonntag im Anschluß an die Ge denkfeier für die Kriegsopfer ein langer Zug von Angehörigen der Vereine, Vertretern der beteiligten Firmen, Schulkindern und Ehrengästen sowie ein großer Teil der Pfarrbevölkerung in den Pfarrhof zog, um die Weihe des neuen Pfarrjugendheims mitzuerleben.
Dem Pfarrherrn, Kammerer Ruß, war es vorbehalten, die Gäste, die Pfarrangehörigen und vor allem Domkapitular Kuffner zu begrüßen. Nach einem Prolog und Gedichten, vorgetragen von Schulkindern, sang der Schulchor. unter Leitung von Frau Kohlbeck „Das Jugendheim ist aufgebaut“. Prälat Kuffner bat in seiner Weihe den Segen des Herrn auf dieses Haus und die Jugend herab und während er segnend durch die Räume des Heimes schritt, sang der Kirchenchor „Der Herr ist mein Hirt“. Prälat Kuffner wandte sich dann an die Versammelten: „Vom Kriegerdenkmal schritten wir zum Jugendheim: dort war Tod und Trauer, hier aber ist Leben und Freude. Das Denkmal ist den Toten, dieses Haus der Jugend und der Zukunft gewidmet. Jetzt ist die Stunde der Freude für alle gekommen, das Werk ist vollendet und vergessen sind Anstrengungen und Opfer, welche die Bauherren zu tragen hatten.“ Sein Dank richtete sich namens des Bischöflichen Ordinariats an den Pfarrherrn und die geistlichen Mitbrüder, ohne deren Initiative und Energie dieser Bau nicht zustande gekommen wäre. Oberregierungsrat Pösl überbrachte die Grüße des Landkreises. Bürgermeister Härtenberger erinnerte an den Beginn des Baues vor zwei Jahren. Die Jugend habe dabei in erstaunlicher Weise die Initiative ergriffen und mitgeholfen. Sie könne heute stolz auf ihr Werk sein. Die Jugend brauche einen solchen Platz; es sei Voraussetzung für eine fruchtbringende Jugenderziehung. Es sei aber auch zu hoffen, daß die Geistloichen einen Teil des Dankes ernten, der ihnen für ihre Mühe und Verdienste zukomme. Für den Gemeinderat sprach der Bürgermeister zum Abschluß dieses Baues dem Pfarrherrn seinen Dank aus. Für die männliche Jugend dankte der Gruppenführer E. Axinger Pfarrer Ruß und Pater Wolfgang. Gruppenführerin E. Ritschl schloß sich mit einem Vergelt’s Dott der Mädchen an. Soie versprachen im neuen Haus, eine gute und sinnvolle Gruppenarbeit zu leisten.
Mit einem Scheck, den Kreisjugendpfarrer Groß an Kammerer Ruß überreichte, gab er einen Beitrag des Kreisjugendringes weiter, der vor allem für die Einrichtung des Hauses bestimmt sein soll. Pater Wolfgang, Mitinitiator des Jugendheimes und noch im letzten Jahr trotz seiner anderweitigen Beanspruchung mit der Leitung des Baues beauftragt, sagte in seiner Ansprache, daß man vor 15 Jahren bereits unter Kooperator Gschlößl mit dem Bau des Jugendheimes beginnen wollte. Nun,15 Jahre später, sei der Bau beendet, und die Kinder der damaligen Burschen und Jungmänner würden in das neue Haus einziehen. Zum endgültigen Abschied von Hunderdorf überreichte er an den Pfarrherrn eine Chronik des Jugendheimbaues, die erinnern soll, die Geschichte dieses Hauses weiterzuschreiben.
Es blieb dem Pfarrherrn vorbehaltet, sich am Schluß dieser würdigen Einweihungsfeierlichkeiten zu bedanken. Er gab dabei Domkapitular Kuffner, dem bischöflichen „Finanzminister“ den berechtigten Vorzug, hatte er doch rund 50 Prozent der gesamten Baukosten als Zuschuß durch das Ordinariat bewilligt. Dem Landkreise, den drei beteiligten Gemeinden, dem Landesjugendring und dem Bezirksjugendring galt sein Dank ebenso wie der katholischen Pfarrjugend, Den Erwachsenen, dem Trachtenverein und Mitgliedern des RK-Ortsverbandes, die in freiwilliger Arbeit viel geleistet und manche Ausgaben erspart haben. Lob zollte er den beteiligten Firmen, die durch eine saubere Arbeit ihr Können bewiesen haben.
Ein besonderes Anliegen war es ihm jedoch, dem vormaligen Kooperator Pater Wolfgang für seine treue Mitarbeit bei der Planung und dem Bau des Heimes auszusprechen. Er hatte noch nach seiner Versetzung ein Jahr lang als „Bauleiter“ gewirkt und das verdient Anerkennung. Der Pfarrherr schlug daher vor, dieses Heim auf den Namen „Wolfgangheim“ zu taufen. Wolfgang ist der Name des Patrons der Diözese und er erinnert zugleich an die unermüdliche Arbeit des ehemaligen Kooperatprs. Die spontane Zustimmung der Jugend und Versammelten zeigte, daß Pfarrer Ruß hier eine sehr gute Entscheidung getroffen hatte.
Wenn aber etwas störte bei der Weihungsfeierlichkeit, dann war es das wiederholte und unmotivierte Geknalle von Böllerschüssen, die manchmal nicht nur die Ansprachen und Handlungen beträchtlich störten, sondern auch Unwillen unter viele Zuschauer brachten.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.11.1966


Gehsteig ist bald benutzbar
Hunderdorf.
Die Arbeiten an den Gehsteigen zu beiden Seiten der Staatsstraße gehen gut voran. Die Bordsteine wurden bereits gesetzt und man wartet auf die Beschichtung der Straße, um die Höhenunterschiede auszugleichen. Sollte das günstige Wetter weiter anhalten, so werden auch die Gehsteige bald in Angriff genommen und man wird bis Ende des Monats mit ihrer Benützung rechnen können.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.11.1966


Am Donnerstag Gemeindekanzlei geschlossen
Hunderdorf.
Wegen der Einweihung der Anlagen des Wasserzweckverbandes der Bogen-bachtalgruppe bleibt die Gemeindekanzlei am Donnerstag ganztägig geschlossen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.11.1966


Schluckimpfung
Hunderdorf.
Am 18. 11. findet im Schulhaus in Hunderdorf die Schluckimpfung gegen Kinderlähmung statt. Die Abschnitte der letzten Impfung sind mitzubringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.11.1966


Fatimafeier in Heilig Kreuz
Windberg.
Am kommenden Sonntag treffen sich die Marienverehrer wieder in Heilig Kreuz zur Fatimafeier. Am Nachmittag beginnt um 2 Uhr der Rosenkranz, anschließend ist um 2.30 Uhr Predigt und Marienfeier. Da der Dreizehnte diesmal auf einen Sonntag fällt und zudem die Bauern jetzt mehr Zeit haben, werden viele Pilger erwartet. Die Kirche ist gegebenenfalls geheizt.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.11.1966


Es spricht die Bayernpartei
Hunderdorf.
In einer Wahlversammlung der Bayernpartei morgen, Freitag, um 20 Uhr um Cafe Weinzierl wird Landtagskandidat, Rechtsanwalt und Stadtrat Dr. Ernst, Straubing, zur Bundes- und Landespolitik von der Sicht der BP Stellung nehmen. Bezirkstagskandidat Stadler, Oberwinkling, wird sich der Versammlung vorstellen. Gelegenheit zur Aussprache wird gegeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.11.1966


3 820 000 Mark Zuschüsse, damit Wasser fließe
Mit der Wasserversorgungsanlage der Bogenbachtalgruppe wurde für die Zukunft gebaut
Hunderdorf.
Wenn am heutigen Vormittag in Gegenwart von Vertretern der Regierung, des Landesbauamtes, des Wasserwirtschaftsamtes, der Landkreisverwaltung und der beteiligten Gemeinden die größte Wasserversorgungsanlage des Landkreises eingeweiht wird, dann dürfen die verantwortlichen Männer und Gemeinden mit Stolz behaupten, daß hier ein gemeinsames Werk in guter Zusammenarbeit zum Wohl der Gemeinden für die Gegenwart und die Zukunft geschaffen worden ist. Dieses Gemeinschaftswerk wurde schließlich auch von Staat und Bund mit einem Zuschuß von 90,1 Prozent belohnt, der deutlich macht, daß hier eine Förderung notwendig und gerne gegeben wurde. Die Zuschüsse belaufen sich auf 3 820 000 Mark.
„Mit der Wasserversorgungsanlage des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Bogen-bachtalgruppe Hunderdorf wurde im Landkreis Bogen ein großes kommunales Projekt verwirklicht. Die beteiligten Gemeinden haben durch die Schaffung dieser Anlage eine beispiel-hafte Leistung vollbracht, die besonders hervorgehoben und gewürdigt werden muß,” sagt Landrat Hafner in seinem Geleitwort. „Den Bemühungen des Zweckverbandes mit den zu-ständigen Verbandsorganen ist es zu verdanken, daß so viele Ortschaften und Einzelgehöfte mit ausreichendem und hygienisch einwandfreiem Wasser versorgt werden konnten. Die Wassernot im Verbandsgebiet gehört nunmehr der Vergangenheit an.“
Wasser, Quell des Lebens
Der Bayerische Wald, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands, müßte genug Wasser haben. Zahlreiche Flüsse, Flüßchen und Bäche beweisen dies. Doch der Schein trügt! — In den Jahren 1959 bis 1962 erleben 3 Gemeinden am Rande des Bayerischen Waldes eine Wassernot, die zeitweise katastrophale Ausmaße annahm.
Mitterfels und Haselbach wurden bis dahin aus den Buchetquellen versorgt, die 3,5 Liter pro Sekunde zur Zeit ihrer Erschließung 1949 liefern. Hunderdorf erhält ausreichend Wasser von den Windberger Höhen. Die trockenen Jahre 1959/62 lassen die Schüttunten in den Quellgebieten erheblich zurückgehen (Buchetquellen 1961 nur 1 Liter pro Sekunde). Zugleich steigt infolge der günstigen wirtschaftlichen Entwicklung und der damit verbundenen regen Bautätigkeit der Frischwasserbedarf.
Die Gemeinden unternehmen zunächst getrennte Anstrengungen zur Behebung der Misere. Hunderdorf bohrt 1960 den ersten Tiefbrunnen, Mitterfels sucht vergeblich Wasser im Kinsachtal und Haselbach versucht, sich das Überwasser aus der Haibacher Wasserversorgungsanlage nutzbar zu machen.
Als sich 1961 zaghaft die Erkenntnis durchsetzt, daß selbst erfolgreiche Maßnahmen für die einzelne Gemeinde äußerst kostspielig sind, erhält man aus München und Bogen die Anregung zum Zusammenschluß. Regierungsbaudirektor Frick vom Landesamt für Wasserversorgung und Gewässerschutz und Landrat Hafner leisten wertvolle Vorarbeit.
Zwar scheitert der erste Versuch im Jahre 1961, als sich Mitterfels und Haselbach noch nicht für einen Beitritt zum Zweckverband entschließen können, doch die Richtung ist gewiesen. Die Wassernot im Sommer 1961 und im darauffolgenden Winter (eine sehr dürftige Versorgung kann nur mit Hilfe der Bundeswehr aufrecht-erhalten werden) beseitigt die letzten Zweifel. So erfolgt am 29. März 1962 die Gründungsversammlung und wird der Zusammenschluß am 1. Mai 1962 rechtskräftig.
Die Projektierung der nötigen Baumaßnahmen durch das Ingenieurbüro Orthofer und Blab, München, ergibt den beachtlichen Kostenvoranschlag von rund 4,6 Millionen DM. Wasserversorgungsbauten in dieser Größenordnung hat es in unserem Gebiet bis dahin nicht gegeben. Aber der Staat unterstützt großzügig den Gemeinschaftssinn der Menschen im Vorwald. Nach eingehender Prüfung der Unterlagen erfolgt die Zusage für 90,1 Prozent Zuschüsse.
Trotzdem erscheint die Aufgabe für die gewählte Vorstandschaft des Zweckverbandes ungeheuerlich. Aber sie geht mit Mut und Zähigkeit an die Arbeit. Die nüchterne Zielstrebigkeit und der persönliche Einsatz des 1. Vorsitzenden, Karl Härtenberger, und die unermüdliche Arbeit des Schriftführers, Walter Lang, sind mit ausschlaggebend für den raschen Fortschritt.
Noch 1962 beginnen die praktischen Arbeiten. Daß sie nach relativ kurzer Bauzeit im Herbst 1966 abgeschlossen werden können, .ist auch ein Verdienst des Abgeordneten Alois Rainer, der sich stets selbstlos um die Beschaffung der Geldmittel kümmert, und der tüchtigen Firma Klug, die mit den durchgeführten Arbeiten zeitweise der Bezahlung weit voraus ist.
Nun steht das Werk und erhält die kirchliche Weihe. Nach menschlichem Ermessen ist die Wasserversorgung für die mehr als 900 Anschließer in den Gemeinden Hunderdorf, Mit-terfels, Haselbach, Oberaltaich, Gaishausen und Landasberg auf lange Zeit gesichert. Dies konnte nur erreicht werden durch den gesunden Gemeinschaftssinn der beteiligten Gemeinden, durch die Opferbereitschaft aller beteiligten Bürger und durch die großzügige Unterstützung durch Staat und Landkreis.
Technisches, auch für den Laien verständlich
Die neue Anlage besitzt 3 Tiefbrunnen, die 50 m, 56 m und 62 m tief sind. Unterwasserpumpen fördern das Wasser. Die 3 Brunnen liefern zusammen maximal 25 Liter pro Sekunde, das sind 90 cbm pro Stunde. Die Pumpen sind für 20 Liter pro Sekunde eingerichtet, was eine Stundenleistung von 72 cbm ergibt. Damit ist in die Anlage auf die doppelte Leistung gerechnet, was in absehbarer Zeit benötigt werden kann.
Im Maschinenhaus befindet sich die Aufbereituungsanlage. In ihr wird mit Hilfe von Filterkies dem Wasser der Eisengehalt entzogen. In einem Verdüsungsraum wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert.
Von den 3 Hauptpumpen im Maschinenhaus, die das Wasser der Versorgungsleitung zuführen, leistet jede 20 Liter in der Sekunde. Sie werden zur Zeit abwechselnd in Betrieb genommen.
Die Gesamtanlage wird elektrisch und vollautomatisch gesteuert. Zur Überbrückung von Stromausfällen steht ein Diesel-Aggregat bereit. Eine Kontrollanlage warnt rechtzeitig beim Auftreten von Störungen. Auch in der Wohnung des hauptamtlichen Wasserwarts Alois Beck, Hunderdorf, befindet sich eine Kontrollanlage mit akkustischen und optischen Warnsignalen. Die Wasserstandsfernmeldeanlage ermöglicht die genaue Kontrolle des Wasserstandes in den wichtigen Hochbehältern in Hoch. Und Mitterfels.
Das Versorgungsgebiet ist in 2 Zonen eingeteilt. Die Niederzone (Hunderdorfer Gebiet) wird aus dem Hochbehälter in Hoch gespeist. Er faßt 350 cbm Wasser. In diesem Hochbehälter ist das Überhebepumpwerk das Wasser zum Hochbehälter in Mitterfels befördert. Die Leistung beträgt 15 Liter pro Sekunde. Die Hochzone (Mitterfels, Haselbach, Oberaltaicher Gebiet) wird aus dem Hochbehälter Mitterfels in Hinterbuchberg versorgt. Er faßt 500 cbm. Dazu kommen noch die 200 cbm Fassungsvermögen des alten Hochbehälters, so daß hier zusammen 700 cbm Wasser in Reserve stehen. Zur Hochzone gehört auch der neue Hochbehälter in Bonholz, Gemeinde Landasberg, der für die Aufnahme des Wassers aus dem Quellgebiet Buchet bestimmt ist. Er faßt 150 cbm Wasser.
In Steckenhof, Gemeinde Haselbach, befindet sich ein Drucksteigerungspumpwerk zur Versorgung der Anwesen über der Hochbehälterlinie.  Es enthält einen Druckbehälter und eine Pumpe für den Normalverbrauch, außerdem eine zusätzliche Pumpe für Feuerlöschzwecke. „Dem der fragt: für welche Zeit wird denn das, was ihr jetzt gebaut habt, reichen? Dem sollte man ruhig sagen: nicht für alle Zeiten — aber für lange!“ sagt Regierungsbaudirektor German Frick am Bayer. Landesamt für Wasserversorgung und Gewässerschutz. „Was wir bauen, bauen wir für heute und morgen; wer große Worte liebt, sagt wohl auch: für die Zukunft. Gut — für die, die nach uns kommen, müsse wir planen, und das haben wir auch getan. Was ihre Aufgabe sein wird, wissen wir noch nicht, aber jedenfalls haben wir dafür gesorgt, daß es ihnen an Wasser nicht fehlen wird.“
Quelle: Bogener Zeitung, 10.11.1966


Herbstversammiung des VdK
Hunderdorf.
Am Samstag um 14.30 Uhr findet im Gasthaus Sandbiller in Apoig die Herbstversammlung des VdK-Ortsverbandes Hunderdorf statt. Unter anderem wird der 1. Kreisvorsitzende, Kreisamtmann Dachauer, zum Thema „Die Entwicklung der Kriegsopferversorgung bis zum 3. NOG“ sprechen Nach der Versammlung wird das Mitglied des Alpenvereins Straubing, Neuhierl, einen Lichtbildervortrag über die Alpenwelt zeigen.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.11.1966


Erst der Friede macht das Leben lebenswert
Eindrucksvolle Totengedenkfeier in Hunderdorf – Domkapitular Kuffner hielt Festpredigt
Hunderdorf.
Für die ganze Pfarrei und die veranstaltenden Vereine war es eine Freude, daß sich Prälat Kuffner von Regensburg in diesem Jahre als Festprediger für den Totensonntag, der dem Gedächtnis der Gefallenen, Vermißten und Toten der Kriege gewidmet ist, zur Verfügung gestellt hatte. Auf ihrem Zug zur Kirche holten die Vereine Domkapitular Kuffner und die Ortsgeistlichen vor dem Pfarrhof ab und geleiteten sie zum Gotteshaus. Dort zelebrierte der hohe Würdenträger die hl. Messe und die Kapelle Bugl spielte die Schubert-Messe, stimmlich kräftig unterstützt von der ganzen Pfarrgemeinde. Der Predigt von Prälat Kuffner lag der Gedanke zugrunde: „Schenkt den Toten ein dankbares, ehrendes und mahnendes Gedenken“.
Nach, der Predigt stellten sich die beteiligten Vereine mit ihren Fahnen vor dem Ehrenmal der Kriegsopfer auf. Nach einem Libera und einem Lied des Kirchenchores sprach VdK-Geschäftsführer Unger zu den Versammelten. Die Gräber der Gefallenen reichen von den Wüsten Afrikas bis zum Eismeer des Nordens vom Atlantik bis zum Ural und manchmal liegt der Vater neben dem Sohn in der fremden Erde. Gerade den überlebenden ist es vorbehalten, in Zukunft zu vermeiden, daß wieder die Leiden eines Krieges in die Familien getragen werden. Erst der Friede macht das Leben lebenswert“.
Im Namen des VdK-Ortsverbandes widmete Unger den Gefallenen einen Kranz. Ihm folgten die Bürgermeister Härtenberger, Hunderdorf; Gall, Gaishausen und Berger, Steinburg, die im Auftrage ihrer Gemeinden Kränze niederlegten. Der Vorstand des Krieger- und Veteranenvereins Hunderdorf legte für seinen Verein einen Kranz am Ehrenmal nieder.
Beim Lied vom guten Kameraden, das die Kapelle Bugl intonierte, hallte ein Ehrensalut über die Gedenkstätte.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.11.1966


„Gebt Strauß den Weg frei nach Bonn!“
Gibt es wirklich Lieblingskinder des Landkreises? Die Rolle der FDP in der Bundeskrise
Hunderdorf.
Mit dem großen Aufgebot von sieben Wahlrednern überraschte am Sonntag die CSU die Teilnehemr an der Wahlversammlung in Hunderdorf, man fragte sich angesichts dieser Mannschaft, ob man es mit Genugtuung  für Hunderdorf, der zweitgrößten Gemeinde des Landkreises, registrieren sollte, oder ob man dieses Aufgebot zustande brachte, weil man nicht eines der „Lieblingskinder“, sondern eines der renitenten Waisenkinder des Kreises zu finden glaubte Nun, diese Bedenken wußte nach der Begrüßung der Wahlredner durch Ortsvorsitzenden Steckler, der 1. Bürgermeister Härtenberger schnell zu zerstreuen, konnte er doch in Hand von Zahlen beweisen, daß in den letzten sechs Jahren von Landkreismitteln 33 000 DM. und aus Landes- und Bundesmitteln rund 1 ½ Mill. DM für Maßnahmen nach Hunderdorf geflossen sind. Er stellte fest, daß Hunderdorf immer dann, wenn es in Anträgen die Unterstützung durch den Landkreis anforderte, auch nach Möglichkeit berücksichtigt wurde. Es gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß die Zuschüsse auch bei den kommenden Maßnahmen wie Kanalisation und Schulhauserweiterungsbau nicht ausbleiben würden.
Landrat Hafner ging in seinen Ausführungen kurz auf die Bundespolitik ein. Um eine Stabilität zu erreichen, sei der Mut zu Sparmaßnahmen und Kürzungen erforderlich, wie das vergleichsweise auch in anderen europäischen Ländern der Fall sei. Man müsse in Betracht ziehen, daß in der BRD die kürzeste Arbeitszeit und die höchsten Durchschnittslähne gezahlt würden. Was Bayern betreffe, so führte er aus, sei es das Wachstumsland überhaupt. Dafür spreche vor allem ein 90prozentiger Zuwachs der Industriebeschäftigten. Diese Stabilität gelte es durch die Wahlen am 20. November zu erhalten. Für den Bayerischen Wald und den Landkreis Bogen sei nach wie vor die innere und äußere Verkehrserschließung vorrangig. Der Bau der Autobahn Regensburg-Passau, der im dritten Vierjahresplan enthalten ist, werde unsere abgelegenen Gebiete besser an die wichtigsten Absatzzentren heranführen.
Dipl.-Chemiker Pfestorf, Deggendorf,  vom BHE, nun in Partnerschaft mit der CSU und Kandidat für die Zweitstimme der CSU, wies auf die Aufbauleistung In Bayern hin und versprach, ebenso wie sein Parteifreund Reinhardt, der für den Bezirkstag kandidiert, sich mit besten Kräften für den weiteren Ausbau der Industrie in Niederbayern und für das Wohl seiner Bewohner einzusetzen. Reinhardt forderte eine absolute Stimmenmehrheit für die CSU in Bayern, damit sie nicht wie in Bonn bei jeder Kleinigkeit vom Koalitionspartner erpreßt werde. Für Strauß forderte er: „Gebt ihm den Weg freil nach Bonn!“
Berzirkstagskandidat Pielmaier berichtete über Arbeit und Aufgaben des Bezirkstags. Besonders in den Vordergrund sei in diesem Gremium der Ausbau der Schulsportstätten in Niederbayern gerückt worden, der Ausbau der orthopädischen Klinik in Schwarzach, der im Zeitabschnitt von drei Jahren erfolgen soll, wird vom Bezirkstag als einmalige Maßnahme mit einer halben Million DM bezuschußt.
MdL Dick hob in seinem Referat seine gute Zusammenarbeit mit Landrat Hafner und MdB Rainer hervor.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.11.1966


Schluckimpfung gegen Kinderlähmung
Windberg.
Die Schluckimpfung gegen Kinderlähmung für die Kinder aus der Gemeinde Windberg findet am 18. 11. 66 um 8.30 Uhr im Schulhaus in Hunderdorf statt. Der Abschnitt der letzten Impfung ist mitzubringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.11.1966


Politische Aussprache.
Windberg,
Am Sonntag findet im Gasthaus Wagner in Windberg um 19.30 Uhr eine politische Aussprache der FDP statt. Es sprechen Dipl.-Kaufmann Joachim Lottmann auns Albert Maurer.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.11.1966


Jahresversammlung der Schützen
Windberg.
Am Samstag um 19 Uhr findet im Vereinslokal Wagner in Windberg die Generalsversammlung des Schützenvereins Windberg statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.11.1966


Landtagskandidat Lottmann spricht
Hunderdorf.
Für die Freie Demokratische Partei spricht morgen, Sonntag, um 20 Uhr im Gasthaus Sandbiller der niederbayerische FDP-Bezirkstorsitzende und Landtagskandidat Dipl.-Kaufmann Joachim Lottmann aus Straubing zur Landtagswahl und über die Regierungsbildung in Bonn. Weitere Kandidaten stellen sich vor. Versammlungsleiter ist der Listenkandidat für den Bezirkstag, Dr. Eduard Liberda. Straubing.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.11.1966


FDP-Wahlversammlung
Windberg.
Die Freien Demokraten halten morgen, Sonntag, um 19.30 Uhr im Gasthaus Wagner einen politischen Ausspracheabend ab. Es spricht der Listenkandidat für den Landtag, Albert Maurer, Bogen. Der Stimmkreiskandidat für den Stimmkreis Bogen-Straubing, Dipl.- Kaufmann Joachim Lottmann aus Straubing stellt sich vor. Die Versammlung leitet FDP-Kreisvorsitzender Reiner Kastner.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.11.1966


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 17.-28. 10. 1966 eingereichten Baugesuche

… Hafner Josef, Windberg, Neubau eines Geräteschuppens … Menacher Josef, Gaishausen, Neubau einer Doppelgarage.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.11.1966


Nach Gottes hl. Willen verschied am 13. 11. 1966 mein guter Vater, Schwiegervater, Opa, Bruder, Schwager, Onkel und Pate
Herr Ludwig Kronfeldner
Kriegsteilnehmer 1914/18

im Alter von 71 Jahren selig im Herrn.
Au vorm Wald, Regensburg, Hunderdorf, den 13. November 1966
In tiefer Trauer:
Ludwig Kronfeldner, Sohn mit Familie
Kathi Speckhart, Schwester mit Familie
Maria Weinzierl, Schwester mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Mittwoch, dem 16. 11. 1966, um 9 Uhr, in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.11.1966


Im Oktober keine einzige Trauung
Bogen.
Im Oktober verzeichnete das Standesamt Bogen 16 Geburten und neun Todesfälle. Trauungen fanden nicht statt. Geburten: … Martina Theresia Sieber, Thananger, Gemeinde Hunderdorf … Anton Josef Obermeier, Zierholz, Gde. Hunderdorf; Bettina Grill, Apoig, Gde. Hunderdorf; Alfons Miedaner, Starzenberg, Gemeinde Hunderdorf; Sabine Maria Schuster, Oberbucha, Gemeinde Windberg … Gestorben sind: … Thoma Johann, Hunderdorf, 53 Jahre … Alfons Miedaner, Starzenberg, Gemeinde Hunderdorf, starb am Tag der Geburt …
Quelle: Bogener Zeitung, 15.11.1966


Das ehemalige Richterhaus wurde erneuert
Das Haus wurde 1949 entscheidend umgebaut – Heute werden dort Kurse abgehalten
Windberg.
In den letzten Wochen wurde erneut in Windberg ein historisches Gebäude vom Verfall errettet: das ehemalige Richterhaus im Kloster. Es steht an der Pforte, die ehemals den inneren Klosterbezirk vom äußeren trennte, letzterer umfaßte die Landwirtschaft und Häuser der Dienstleute.
Die Entstehung des Baues ist noch nicht bekannt. Man wird nicht sehr fehlen, wenn man die Zeit der späteren Gotik vermutet. Daß Windberg ein Richterhaus von dieser Größe benötigte, zeigt die Bedeutung der Gerichtsherrschaft. Dem Windberger Klosterrichter unterstanden al-le Grunduntertanen, es waren weit über 500 Bauern in den Gerichten Mitterfels, Viechtach und Straubing, die bei ihm alle Urkunden über Grund und Bogen anfertigen lassen mußten. Für diese Tätigkeit läßt sich etwa der heutige Notar als Vergleich heranziehen. Bedeutender war die Stellung des Klosterrichters gegenüber den Hofmarksuntertanen. In den Hofmarken kam zu dem oben erwähnten Recht noch die Polizeigewalt. Der Richter war auch für Musterung und Steuer zuständig, er verurteilte Beleidigungen, Raufereien, Diebstähle u. a. Die Hofmarken Irenzfelden, Hofdorf, Perasdorf, Hornstorf, Sossau, Niederhartzeitldorn unterstanden Windberg, dazu das Gebiet zwischen Rettenbach und Englmar, welches einen besonderen Rechtsbereich darstellte, der im Laufe der nächsten Jahre in einer eingehenden Arbeit ausführlich dargestellt werden wird. So läßt es sich schon verstehen, daß mancher Untertan- klopfenden Herzens nach Windberg zum Richterhaus kam, das jetzt in unschuldigem neuen Weiß erstrahlt. Denn man konnte in Windberg auch eingesperrt und zur Prügelstrafe verurteilt werden; einer der letzten, dem dies widerfuhr, war um 1800 der Bürgermeister von Hofdorf. Das Gefängnis selber allerdings war nicht im Richterhaus, sondern im heutigen Ellerbeckhaus. Nach der Säkularisation bestimmte man das Haus als Wohnung für Lehrer und später für Mesner. Allzubedeutend muß damals der Schulunterricht nicht gewesen sein, denn noch um 1850 unterschrieben mehr als die Hälfte mit drei Kreuzen. Entscheidend umgebaut wurde das Haus zuletzt 1949, als Pater Siard dort das Jugendheim einrichtete; später war es Jugendwohnheim und heute ist es ein Haus für Kurse, zu nennen sind vor allem die zahlreichen Stottererkurse. Mit den Restaurierungsarbeiten des alten Richterhauses ist Windberg wieder um ein Stück schöner geworden, es erhält langsam wieder das Gesicht, das seiner früheren Bedeutung gerecht wird.     jp
Quelle: Bogener Zeitung, 15.11.1966


Landrat Hafner:
„Dieses Werk soll beispielgebend für den Landkreis sein“
Wasserzweckverband Bogenbachtalgruppe verbaute 4 696 423 DM – Termingerechte und reibungslose Baudurchführung
Anerkennung für Vorsitzenden Härtenberger und seine Männer – Größtes interkommunales Projekt des Landkreises
Hunderdorf.
Der 10. November 1966 wird als Tag der Freude und des Stolzes für die Ge-meinden Hunderdorf, Mitterfels, Haselbach, Gaishausen und Oberaltaich in die Geschichte eingehen. Dieses Wort hörte man anläßlich der Einweihungsfeier der Verbundanlage des Wasserzweckverbandes recht oft und es scheint die wahre Überzeugung aller Gratulanten gewesen zu sein und nicht eine jener Redensarten, die man zu derlei Anlässen häufig vernimmt. Geschickterweise hatte Vorsitzender Härtenberger zu diesem Tag die geladenen Gäste von Regierung, Landkreis und Gemeinden zuerst einmal zu einer Rundfahrt mit Besichtigung der Bauten eingeladen. Bei dieser Gelegenheit bekamen sie nicht nur eine Vorstellung von Größe und Ausmaß dieser Anlage, sondern auch von der qualitativen Arbeit, die hierbei von den Firmen geleistet wurde.
Man begann beim Maschinenhaus in Hunderdorf, das mit dem Pumpwerk, der Aufbereitungsanlage und den Wasserstandsschreibern das maschinelle Herz der Verbundanlage darstellt. Nach kurzer Begrüßung durch Vorsitzenden Härtenberger schritt Pfarrer Ruß. assistiert von Kooperator Johannes, zur Weihe. In einem einleitenden Gedanken führt er aus, daß Wasser bei den Alten zu einem der vier Elemente gehörte. Wasser spiele schon in der Bibel eine große Rolle. „Es spendet Labsal und Erquickung, ist -erfüllt. von natürlicher Heilkraft und Symbol der seelischen Reinigung.“ Durch die Weihe soll der Segen Gottes auf dieses moderne Werk herabgefleht werden. Der Schulchor unter der Leitung von Frau Oberlehrerin Kohlbeck sang „Das Wasserheim ist aufgebaut“. Anschließend trugen Knaben und Mädchen einige Gedichte vor, die sich auf den Wert und die Bedeutung des Wassers bezogen.
Nächste Station der Reise war der Floriansbrunnen, der Hochbehälter in Vorderbuchberg, das Überhebepumpwerk in Hoch und das Drucksteigerungspumpwerk in Steckenhof. Anschließend fand man sich im Gasthaus Sandbiller zum Mittagessen ein. Nach dem Mahl nahm Härtenberger die Begrüßung der Gäste vor, unter denen sich Pfarrer Ruß, Koop. Johannes, Regierungsbaudirektor Frick, Landrat Hafner, Regierungsbaudirektor Füßl, Oberregierungsrat Pößl, Oberbauleiter Heinzmann vom Landesamt, der örtliche Bauleiter Bauer, Direktor Lampelzammer, Kreisbaumeister Kraus, Bürgermeister Kittenhofer, Mandl, Ueckermann, Landstorfer und Gall sowie 2. Verbandsvorsitzenden Stahl, die Mitglieder der Verbandsversammlung, die Vertreter der beteiligten Firmen, Frl. Worliczek, Herr und Frau Lang sowei Wasserwart Beck befanden. Ihnen galt auch sein Dank für die gute Mit- und Zusammenarbeit. Mit besonderer Freude verlas er ein Telegramm des MdB Rainer, der seine Abwesenheit mit wichtigen politischen Arbeiten in Bonn entschuldigte. und dem Verband zur Erstellung der Anlage gratulierte.
In einem kurzen Rückblick schilderte der Vorsitzende noch einmal die Gründung  und Entstehung des Zweckverbandes. Damals war die Lage der Wasserversorgung für die drei Geienden Hunderdorf, Mitterfels und Haselbach verzweifelt. Trockenheit, Rückgang der Quellschüttungen, das Anwachsen der Gemeinden und die Zunahme der hygienischen Einrichtungen waren die Ursache, Wassersperren und Wasserlosigkeit die Folge. Bei der Gründung des Zweckverbandes im Jahre 1962 wirkte sich die wohlwollende Unterstützung aller zuständigen Behörden sowie die Zusage von 90,1 Prozent Zuschüssen günstig aus. Bereits 1963 floß Wasser von Hunderdorf nach Mitterfels, 1964 war das Jahr der Bauwerke und 1965 erfolgte der Bau der Leitungen im Raume Hunderdorf. 300 neue Anschlüsse konnten in dieser Zeit getätigt werden und der Wasserverbrauch stieg enorm. Die Sorgen sind nun vergessen und heute hat man mit diesem Werk die größte Freude, das in den vergangenen Jahren höchsten Einsatz erforderte.
Oberbaudirektor Frick erinnerte an das Jahr 1960, die eigentliche Geburtsstunde des Zweckverbandes und der Wasserversorgung Bayerischer Wald. Er hob das Verständnis des Bayerischen Staates hervor, der für diese Maßnahme einen Zuschuß in seltener Höhe geleistet hat. Seinen und der Obersten Baubehörde Glückwunsch sprach er zum gelungenen Werk aus.
Landrat Hafner bezeichnete die Anlage als das größte interkommunale Bauwerk des Landkreises. Sein gutes Gelingen hat gezeigt, daß die Gemeinden keine Angst vor weiteren großen Aufgaben auf diesem Sektor zu befürchten haben. Es sei ihm ein Bedürfnis, allen Mitarbeitern bei dieser Pionierleistung zu danken. Dieses Werk soll beispielgebend für den Landkreis sein.
Oberregierungsrat Pößl dankte dem Zweckverband, der hier eine große Aufgabe kommunaler Angelegenheiten bewältigt hat. Besonders wies er auf die Vorteile großer Verbundanlagen hin. In ganz Bayern sind noch etwa 9 Milliarden DM notwendig, um eine zukunftssichere Wasserversorgung zu errichten. Weiterhin wünschte er eine Fortsetzung der zwischen dem Verband und ihm bisher gepflogenen guten Zusammenarbeit.
Regierungsbaudirektor Füßl wies auf die Kehrseite der Wasserversorgung, der Abwasserbeseitigung. hin. Auch hier soll man die Gruppenbildung im Auge behalten. So weit esim Ermessen des Wasserwirtschaftsamtes stehe, würde er von seiner Seite aus eine gute Zusammenarbeit antragen.
Für die ausführende Firma Klug sprach Ing. Kellner. 50 000 cbm Erde und 10 000 cbm Felsen mußten bewegt werden. 50 km Rohrleitungen und 15 km Hausanschlußleitungen wurden eingebaut. Trotz der Schwierigkeiten bei den Arbeiten gab es jedoch immer eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Zweckverband und der Firma.
Direktor Lampelzammer überbrachte die Glückwünsche der Kreissparkasse und hob die gute finanzielle Abwicklung hervor, die während der Bauzeit seitens des Verbandes getätigt wurde. Sein Wunsch galt einer guten Weiterentwicklung und einer erfolgreichen Arbeit.
Bürgermeister Uekermann zollte dem Bauwerk und den verantwortlichen Verbandsmit-gliedern, vor allem aber seinem Bürgermeisterkollegen Härtenberger, ein hohes Kompliment für diese Arbeit, die den Einsatz der ganzen Person erfordere.
2. Vorsitzender, Oberlehrer Stahl, sagte abschließend, daß trotz der großen Arbeit, die von allen Beteiligten zu leisten war, am Schluß doch die Freude überwogen hat. Vor allem aber gilt der Dank dem Vorsitzenden Härtenberger, de als „Motor“ des Zweckverbandes niemals verzagt und müde wurde.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.11.1966


Abend der Trachtler
Hunderdorf.
Der Trachtenverein hat heute um 29 Uhr eine Auschußsitzung. Um 20 Uhr beginnt der Vereinsabend aller aktiven und passiven Mitglieder im Gasthaus Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.11.1966


Windberg
Ab Sonntag, den 20. Nov. 1966,
jeden Sonntag von 9 bis 11 Uhr
gemütlicher
Frühschoppen
Es unterhält Sie der „Thomas“.
Es freut sich auf Ihren Besuch:
Josef Wagner
Quelle: Bogener Zeitung, 19.11.1966


Landtagswahl 1962 im Landkreis Bogen
Zum Vergleich die Ergebnisse der letzten Wahl

Gaishausen: CSU 120/97 – SPD 18/29 – GDP 7/8 – BP 17/20 – FDP 2/3

Hunderdorf: CSU 480/384 – SPD 214/238 – GDP 40/44 – BP 32/43 – FDP 5/8

Steinburg: CSU 203/157 – SPD 39/63 – GDP 13/11 – BP 24/29 – FDP 6/13

Windberg: CSU 245/204 – SPD 58/70 – GDP 26/28 – BP 25/32 – FDP 7/6

Die ersten Ziffern bezeichnen die für den Stimmkreisbewerber abgegebenen Stimmen, die zweiten Ziffern die Stimmen für den Wahlkreisbewerber.
Im Landkreis Bogen wurden abgegeben bei der Landtagswahl 1962: Für die CSU 9911/12083 — für die SPD 3416/2684 — für die GDP 922/654 — für die Bayernpartei 1710 /1428 — für die FDP 339/182 — Stimmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.11.1966


Mäßige Wahlbeteiligung im Landkreis Bogen
Starke Gewinne der Bayernpartei, Gewinne der SPD, beachtliche Erfolge der NPD in den einzelnen Landkreisgemeinden
Bogen.
Eine Wahlbeteiligung von ca. 70 Prozent, eine beachtliche Stimmenzunahme der Bayernpartei, eine achtbare Stimmenzunahme der SPD und überraschende Teilerfolge der NPD – das waren die hervorstechendsten Merkmale der gestrigen Landtagswahl im Landkreis Bogen. Im großen und ganzen dürfte die zum ersten Mal in Erscheinung getretene NPD im Landkreis Bogen mit der FDP hinsichtlich der Stimmenzahl gleichkommen, doch sind Gemeinden dazwischen (Bogen mit 130 Stimmen, Oberaltaich mit 23 Stimmen, Schwarzach mit 24 Stimmen, Hunderdorf mit 43 Stimmen, Ascha mit 24 Stimmen), die ein bezeichnendes Licht auf die Stimmung und Meinung der Wähler werfen. An und für sich dürfte es diesmal bestimmt lohnend sein, das Wahlergebnis des Landkreises einer genauen Analyse zu unterziehen und die Parteien dürften gut daran tun, da und dort ihre Folgerungen aus dem Verhalten der Wähler zu ziehen!

Gaishausen: Wahlber. 257, abg. Stimmen 173,CSU 110/114, SPD 25/21, FDP 2/3, BP 25/21, NPD 10/8.

Hunderdorf: Wahlber. 1 183, ang. Stimmen 884, CSU 412/450, SPD 320/287, FDP 8/8, BP 83/66, NPD 43/35.

Steinburg: Wahlber. 386, abg. Stimmen 381, CSU 156/170, SPD 84/60, FDP 5/13, BP 38/27, NPD 12/9.

Windberg: Wahlber. 510, abg. Stimmen 379, CSU 219/229, SPD 77/54, FDP7/12, BP 53/13, NPD 10/10

Gesamt: Wahlber. 23 764, abg. Stimmen 18 581, CSU10 709/11 660, SPD 4 130/3 237, FDP 295/398, BP 2 231/1 753, NPD 586/506.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.11.1966


Nach Gottes hl. Willen verschied am 22. 11. 66 meine gute Mutter, Schwiegermutter, Groß-mutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Patin
Frau Maria Altschäffl
im Alter von 73 Jahren selig im Herrn.
Lintach, Muckenwinkling, Hunderdorf, Reibersdorf, Hundldorf. Lehenberg, den 22. November 1966
In tiefer Trauer:
Maria Grill, Tochter mit Familie
Geschwister
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Donnerstag, den 24. 11. 1966. um 9 Uhr, in Hunderdorf. mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.11.1966


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 31. 10.-11. 11. 1966 eingereichten Baugesuche
… Liebl Josef, Steinburg, Anbau einer Garage an das Austragshaus und Einbau größerer Fenster im Wohnhaus …
Quelle: Bogener Zeitung, 24.11.1966


Die Bezirkstagswahl im Landkreis Bogen
Pielmaier (CSU), Eckl (SPD) und Stadler )BP) an der Spitze – NPD-Kandidat überfügelte den Bewerber der FDP-Liste

Gaishausen: Wahlberechtigt 263; abg. Stimmen 173; CSU 102/99; SPD 25/19; FDP 2/2; BP 29/28; NPD 9/12.

Hunderdorf. Wahlberechtigt 1185; abg. Stimmen 884; CSU 378/385; SPD 316/315; FDP 6/13; BP 118/81; NPD 45/39.

Steinburg: Wahlberechtigt 386 abg. Stimmen 299; CSU 138/144; SPD 79/60; FDP 9/13; BP 55/38; NPD 12/12.

Windberg. Wahlberechtigt 510, abg. Stimmen 371; CSU 210/212; SPD 74/57; FDP 7/11; BP 57/48; NPD 12/8.

Quelle: Bogener Zeitung, 24.11.1966


Windberg gedenkt seiner Gefallenen
Windberg.
Am kommenden Sonntag wird in der Gemeinde Windberg der Heldengedenktag gefeiert. Die gesamte Bevölkerung wird gebeten. sich an der Feier zu beteiligen. Um 8.30 Uhr findet in der Pfarrkirche der Gedenkgottes statt. Die Mitglieder sämtlicher Vereine werden um Teilnahme mit ihren Fahnen gebeten. Treffpunkt ist um 8 Uhr im Gasthaus Wagner.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.11.1966


Übungsabend der Trachtler
Hunderdorf.
Die Arbeitsgemeinschaft der Trachtenvereine „Vorderer Wald“ veranstaltet heute, Samstag, um 20 Uhr im Gasthaus Sandbiller einen Übungsabend, zu dem Interessenten eingeladen sind.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.11.1966


Kathrein-Tanz der Feuerwehr
Steinburg.
Heute, Samstag, veranstaltet die FFW Steinburg um 19 Uhr im Saal der Brauerei Berger ihren traditionellen Kathrein-Tanz. Erstmals spielt in Steinburg die „Bayerwald-Echo“ zum Tanz auf.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.11.1966


Zu schnell durch eine Straßenbaustelle
Hunderdorf.
Ein 18jähriger fuhr in einem Pkw am Samstag, kurz nach Mittag, mit überhöhter Geschwindigkeit durch eine Straßenbaustelle und stieß mit einer Fußgängerin zusammen, die gerade hinter einem Pkw hervorkam und die Fahrbahn überqueren wollte. Eine mitfahrende Schülerin wurde ebenfalls verletzt. Ein Sachschaden von ca. 200 DM entstand.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.11.1966


Windberg. (Mütterberatung) Am Dienstag findet um 14 Uhr im Gasthaus Amann die Mütterberatung für Windberg und Umgebung statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.11.1966


Windberg. (Auszahlung) Die Auszahlung der Sozialhilfe, Pflegegelder, Pflegekindergeld und Weihnachtsbeihilfen findet am Donnerstag von 14 bis 15 Uhr in der Kanzlei statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.11.1966


Windberg gedachte der Gefallenen
Worte des Gedenkens und Kränze zur Ehrung
Windberg.
Am ersten Adventsonntag gedachte die Pfarrgemeinde Windberg ihrer Gefallenen und Vermißten der letzten Kriege. Pfarrer Pater Ephrem betete am Kriegerdenkmal für die Pfarrkinder, die voll Lebenserwartung in der Blüte ihrer Jahre waren und vom Krieg hinweggerafft wurden. Bürgermeister Kittenhofer sprach Worte des Gedenkens und legte im Namen der Gemeinde einen Kranz nieder. Wohl jeder der vielen Anwesenden hatte Grund, ein stilles Gebet für einen gefallenen Verwandten oder Bekannten zu beten, als sich die Fahnen der vier Vereine senkten und die Kapelle Bugl den „Guten Kameraden“ spielte. Bleibt zu hoffen, daß die Menschen endlich aus der Vergangenheit lernen.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.11.1966


Morgen Gemeinderatssitzung
Hunderdorf.
Am Mittwoch findet um 19 Uhr im Gemeindeamt in Hunderdorf eine Gemeinderatssitzung statt. Es stehen folgende Punkte zur Aussprache an: 1. Raumplanung im Landkreis Bogen; 2. Änderung des Bebauungsplans; 3. Weihnachtsspende für Kindergarten; 4. Spende für Trachtenverein; 5. Baugesuch Nirschl; 6. Informationen; 7. Grundstückskäufe; 8. Grundstücksverpachtung. Interessierte Einwohner sind zur Teilnahme an der Sitzung eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.11.1966


Windberg. (Viehzählung) Am Samstag findet die Viehzählung statt. Zugleich werden die Tierseuchenbeiträge eingehoben.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.11.1966


Die Ballone aus Hunderdorf flogen am weitesten
Schöne Preise für die Sieger im Kreiswettbewerb

Hunderdorf. Die Zeit vom Ballonstart der Jugendrotkreuzgruppen im Juli bis zur Bekannt-gabe der Gewinner im November ist für die beteiligten Schüler immer mit großer Spannung begleitet. Jeder rechnet doch mit der Chance, daß diesmal auch sein Ballon unter den Gewinnern ist So war auch diesmal die Erwartung der gesamten

Das Bild zeigt die Kinder mit ihren Preisen

Schüler der hiesigen Volksschule fast spürbar, als Oberlehrer Häusler die Gewinner des heurigen Ballonwettfliegens in der großen Halle des Schulhauses bekannt gab. Den 1. Preis, eine schöne Armbanduhr, erhielt Rosemarie Weindl von der 8 Klasse, deren Ballon bis nach Ungarn geflogen war. Die Ballone der weiteren Preisträger waren bis Österreich gekommen. Die nächstgrößte Weite konnte der Ballon von Rosa Steinbauer erreichen, sie bekam dafür ein schönes Schreibetui. Die kleine Heidi Winklmeler konnte als 33. Preis eine schöne Geschenkpackung mit Frottiertüchern entgegennehmen und die beiden folgenden Preisträger Johann Kerscher und Maria Bugl bekamen je eine Tischtennisgarnitur. Karin Krauskopf, Elisabeth Fuchs und Gisela Obermeier, die auf den nächsten Plätzen folgten, durften je ein schönes Federmäppchen in Empfang nehmen. Ein schönes Badetuch war dann schließlich noch für den letzten Preisträger der Schule, Xaver Hofmeister bereit. Die Freude bei den Gewinnern war groß und es ließ sich nicht vermeiden, daß manche auch etwas enttäuscht ob ihres Flugpechs waren, wenn sie noch dazu schon mehrere Jahre teilnahmen und immer leer ausgingen. Trotzdem werden sich die Hunderdorfer Kinder auch im kommenden Jahr wieder an dieser Flugaktion beteiligen, die eigentlich weniger den Preisen als der Verständigung unter den Jugendlichen der Welt und damit dem Frieden dienen soll.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.12.1966


Ein stets gutgelaunter Jubilar
Hunderdorf. Herr Xaver Niedermeier, geb. am 2. Dez. 1896, wohnhaft in Hunderdorf, feiert am Freitag seinen 70 Geburtstag. Trotz seiner längeren Krankheit ist er immer noch guter Laune. Wir wünschen dem Jubilar noch viele frohe und gesunde Jahre im Kreise seiner Lieben. Es ist auch ein Umstand und Grund zur Freude. daß Niedermeier diesen Geburtstag mit seiner Frau, seinen Kindern und sogar mit Enkelkindern feiern darf.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.12.1966


Ludwig Schmid wurde 75 Jahre alt
Hunderdorf.
In diesen Tagen feierte Ludwig Schmid seinen 75. Geburtstag. Zu diesem Fest-tag des Jubilars fanden sich seine fünf Kinder und auch die Enkelkinder als Gratulanten ein, um mit ihm dieses seltene Wiegenfest zu feiern. – 1913 heiratete er seine Frau, die ihm nunmehr seit 53 Jahren eine gute und treue Lebensgefährtin ist. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, ein Sohn kehrte nicht mehr aus dem letzten Krieg zurück. Sein Haus in München wurde durch Bomben zerstört und der neue Anfang war nicht, doch die Kinder hielten treu zu den Eltern und gaben ihnen wieder Mut. Nach seiner Pensionierung, er war zuletzt in München tätig, kam er nach Stetten und seit einigen Jahren lebt er nun im Hause seines Sohnes in Hunderdorf. Hier haben sich Herr und Frau Schmid gut eingewöhnt und sie erfreuen sich in der Nachbarschaft großer Beliebtheit, dies beweisen auch die vielen Glückwünsche und Geschenke anläßlich seines Jubeltages. Dem Jubilar weiterhin Gesundheit und noch viele Jahre wünscht auch seine Heimatzeitung.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.12.1966


Sonntagsmessen in Hl. Kreuz
Windberg.
Ab sofort sind in HI. Kreuz an Sonntagen wieder um 9 Uhr Gottesdienste.


Aus haltender Kolonne auf Engstelle
Steinburg.
Ein Kraftfahrer hatte es eilig; er fuhr am 27. 11. um 17.10 Uhr in Steinburg aus einer wartenden Kolonne auf Engstelle aus und durchfuhr bei Rotlicht die Baustelle in Richtung Hunderdorf Er wurde „notiert“.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.12.1966


Salon Hofmann neu eröffnet
Individuelle Bedienung sowie modische und fachmännische Haarkosmetik im Salon Hofmann
Hunderdorf.
Zu Beginn dieses Monats hat das seit 13 Jahren in Hunderdorf bestehende Damen- und Herrenfriseurgeschäft Hofmann seinen Geschäftssitz gewechselt. In einem schönen und modernen Neubau in der Bahnhofstraße wurde ein Damen- und Herrenfrisiersalon mit Parfümerieartikel-Verkauf eingerichtet, der allen neuzeitlichen Anforderungen einer gepflegten Haarkosmetik entspricht.
Der Damensalon ist mit 34 Quadratmetern und zehn Bedienungsplätzen das Kernstück des neuen Geschäftes. Unmittelbar daran schließt sich der Herrensalon und ein freundlicher Verkaufsraum mit einer übersichtlichen und reichhaltig versehenen Verkaufstheke an, in der sich eine große Auswahl von Parfümerie- und Toilettenartikeln befindet. Besonders fallen im Damensalon die für die Kundschaft sehr praktischen und angenehmen Rückwärtswaschbecken auf, sowie die Prismenspiegel an den Frisiertischen und die geschmackvolle Teakholzverkleidung an der Spiegelwand vor den Bedienungsplätzen
Mit dieser neuzeitlichen und gediegenen Ausstattung verpflichten sich Geschäftsinhaberin Frau Hofmann und ihr Personal zur individuellen Bedienung, sie werden bestrebt sein, alle Wünsche der Kunden im Hinblick auf eine modische und fachgemäße Haarkosmetik zu erfüllen. Desgleichen wird auch im neuen Herrensalon die Kundschaft von einer Fachkraft bedient, sei es im Messerhaarschnitt oder Föhnwelle.
Besonders hervorzuheben ist, daß durch die saubere und gediegene Arbeit der Handwerker (siehe Inserat!) das neue Geschäft eine besondere Note bekommen hat.
Den Erfordernissen der allgemeinen Motorisierung entsprechend, hat man auch für einen ausreichenden Parkplatz der Kundschaft gesorgt, der such direkt neben dem Geschäftsgebäude  befindet.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.12.1966


GESCHÄFTS – NEUERÖFFNUNG
Gebe der verehrten Einwohnerschaft von Hunderdorf und Umgebung bekannt, daß ich meinen gut geführten
Herren- und Damen-Friseursalon
nunmehr in meinen Neubau in die BAHNHOFSTRASSE verlegt habe.
Ich bitte weiterhin um Ihren geschätzten Besuch
MARTHA HOFMANN, Hunderdorf, Bahnhofstraße
Quelle: Bogener Zeitung, 03.12.1966


Gruppenberatung im Gemeindewald
Hunderdorf.
Morgen, Mittwoch, veranstaltet das Forstamt Mitterfels für die Waldbesitzer der Gemeinde Hunderdorf eine Gruppenberatung bei einem Gang durch den Gemeindewald. Die Teilnehmer treffen sich um 13 Uhr beim Gasthaus Baier. Besonders besprochen werden Aufforstungsfragen und die praktische Jungwuchspflege.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.12.1966


Gemeinderat hatte offene Hand für Weihnachtsspenden
Kindergarten und Trachtenverein erhielten Zuschüsse – Wird Hunderdorf Mittelpunkt-Gemeinde?
Hunderdorf.
Zur letzten Gemeinderatssitzung waren so viele Zuhörer aus der Bevölkerung gekommen, daß sich Bürgermeister Härtenberger bei der sich abzeichnenden Platznot im bisherigen Sitzungsraum allen Ernstes fragte, ob nicht der Ausbau eines Sitzungssaales, wie er sich im ehemaligen Raum für das Jugendheim anbietet, in nächster Zeit vorgenommen worden muß. Gleichzeitig gab er seiner Freude über das rege Interesse seitens der Gemeinde-bürger für die Arbeit des Gemeinderates Ausdruck. Gewiß werden sich dadurch das Verständnis der Bevölkerung für die Belange und Sorgen der Gemeinde vergrößern und manche Zweifel und Mißverständnisse könnten aus dem Weg geräumt werden.
Pinkt eins der Tagesordnung betraf die Raumplanung im Landkreis Bogen. Härtenberger gab zunächst einmal zu verstehen, daß hier nicht primär an eine Zusammenlegung der Gemeinden gedacht sei, vielmehr sollen die Gemeinden auch weiterhin ihre Selbständigkeit behalten, doch eine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Ballung in einer Mittelpunktgemeinde vornehmen. Eine solche Mittelpunktgemeinde, auch ländliche Kernsiedlung genannt, müßte letztlich verschiedene Aufgaben und Voraussetzungen, wie Mittelpunktschulen, Einrichtungen für die Volksbildung, die Sozial- und Bildungshilfe, Kindergärten, Spiel- und Sportanlagen, Einkaufszentren, Lagerhäuser, Ärzte verschiedener Fachrichtungen, eine Apotheke und ausreichende Arbeitsmöglichketten bieten können. Im Anschluß an eine Kreistagssitzung, auf der man sich mit diesen Problemen befaßte, wurden auch vom Landratsamt konkrete Vorstellungen entwickelt. Danach würde auch Hunderdorf als eine Mittelpunktgemeinde in Frage kommen. Einwendungen gegen diese Planung des Landesamtes hatten die Gemeinderäte nicht zu machen.
Wegen eines Anbaues im Siedlungsgebiet am Bahnhof mußte die Baulinie im Bebauungsplan geändert werden. Der Gemeinderat billigte einstimmig diese Maßnahme. Einer Bitte der Leiterin des Kindergartens entsprechend, gab die Gemeinde auch in diesem Jahr einen Zuschuß für den Kindergarten. Der neue Bodenbelag im Kinderheim hatte unvorhergesehene Ausgaben gebracht. Die Gemeinderäte einigten sich auf eine Spende von 200 DM. Ebenso einstimmig wurde dem Trachtenverein für die Umstellung von den Gebirgstrachten auf die heimische Volkstracht ein einmaliger Zuschuß von 100 DM gewährt.
Als äußerst kompliziert erwies sich die Situation beim Baugesuch Nirschl. Das Grundstück liegt am Ende einer Sackgasse und die geplante Weiterführung dieser Straße in Richtung Hauptstraße (Scharrer) kann wegen der tiefen Lage des Geländes, dessen Abwasserbeseitigung sehr teuer kommen würde, nicht durchgeführt werden. Beim Grundstück Nirschl müßte daher eine Kehre angelegt werden, die jedoch wieder Grundabtretung voraussetzt. Der Gemeinderat hat gegen das Baugesuch nichts einzuwenden, doch will sich die Gemeinde absichern, daß eventuell auftretende Kosten nicht zu ihren Lasten gehen.
In Sachen Flurbereinigung teilte das Wasserwirtschaftsamt mit, daß einer direkten Regulierung des Bogenbaches nicht zugestimmt werden könne, eine Teilregulierung und Teilbegradigung aber durchaus im Bereich des Möglichen liege. Die bevorstehende Kanalisation macht alsbald eine Satzung notwendig. Vorarbeiten dazu wird man bereits in der nächsten Gemeinderatssitzung zu leisten haben. Wegen der günstigen Verkehrsverbindung nach Bogen wurde ein Antrag abgelehnt, der in Hunderdorf Amtsstunden des Notars aus Bogen vorgesehen hätte.
Keine Einwendungen wurden durch das Gesundheitsamt Bugen und durch die BB im Hin-blick auf die in Richtung der Tiefbrunnen vorgesehenen Erweiterung des Bebauungsplanes vorgenommen. Es ist beabsichtigt, in diesem Gebiet weitere Bauplätze für zwei bis vier Häuserreihen zu schaffen. Ein erfreuliches Ergebnis zeitigt, die durch Herrn Gaschler durchgeführte Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge. Es konnte ein Betrag von 462 DM aufgebracht und an den Verein abgeführt werden. Bürgermeister Härtenberger sprach Herrn Gaschler dafür seinen und den Dank der Gemeinde aus.
Im Siedlungsgebiet Apoig hat die Gemeinde eine Reihe kleinerer Grundstückskäufe getätigt, die für die Erstellung der Straßen von Bedeutung sind. Der öffentlichen Versammlung schloß sich noch eine geheime Sitzung an.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.12.1966


Trachtlerabend und Volkstanzprobe
Windberg.
Am Sonntag um 20 Uhr findet Vereinslokal Amann in Windberg ein Vereinsabend des Trachtenvereins statt. Anschließe! ist Volkstanzprobe.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.12.1966


Drei Medaillen für Brot
Hunderdorf.
Vom Brotprüfungsdienst des Zentralverbandes, der regelmäßig Brotprüfungen durchführt, wurden Bäckermeister Obermeister Schmidbauer zwei goldene und eine silberne Medaille verliehen. Die Goldmedaillen erhielt Schmidbauer für sein Roggenbrot und sein Landbrot, die Silbermedaille für Weizenmischbrot. Wir gratulieren.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.12.1966


Fatimafeier in Heilig Kreuz
Windberg.
Am Dienstag, Fatima, ist um 14 Uhr in Heilig Kreuz Rosenkranz, anschließend Marienfeier. Die Gottesdienste in Windberg sind um 6.30 Uhr und um 7 Uhr. Die Kirche in Heilig Kreuz ist geheizt. Es wird erwartet, daß viele Gläubige kommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.12.1966


Windberg. (Der Trachtenverein) hält nicht wie gemeldet erst am Sonntag, sondern bereits am Samstag um 20 Uhr eine Versammlung mit Volkstanzprobe ab.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.12.1966


Hunderdorf. (Trachtenverein) Die Trachtler treffen sich heute abend im Gasthaus Sandbiller zu einer Besprechung der vorgesehenen Weihnachtsfeier. Beginn 20 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.12.1966


Gruppenberatung im Bauernwald
Irenzfelden/Windberg.
Das Forstamt Mitterfels veranstaltet für die Waldbesitzer der Gemeinde Windberg am Dienstag eine Gruppenberatung. Die Interessenten treffen sich um 13 Uhr in Irenzfelden. Besonderer Beratungspunkt ist die Umwandlung minderwertiger Laubholzbestände.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.12.1966


Gesangsverein probt fürs Weihnachtssingen
Hunderdorf.
Heute abend treffen sich die Mitglieder des Gesangvereins des gemischten Chores und des Männerchors zu einem Übungsabend im Gasthaus Sandbiller. Um vollzähliges Erscheinen wird gebeten, da es sich um Proben für das Weihnachtssingen handelt.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.12.1966


Es betrifft den „Weihnachter“
Steinburg.
Der zuständige Fleischbeschauer für den Beschaubezirk der Gemeinde Steinburg hat die Hausschlachtungstage auf den Mittwoch und Freitag jeder Woche festgelegt. An diesen Tagen soll auch die Voranmeldung für die Lebendbeschau vorgenommen werden. An dem darauffolgenden Mittwoch oder Freitag kann dann die Schlachtung vorgenommen werden. Um Einhaltung der gegebenen Termine wird sehr gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.12.1966


Gründung eines Fremdenverkehrsvereins
Windberg.
Am Samstag um 19.30 Uhr findet im Gasthaus Amann eine 1. Aussprache über die Gründung eines Fremdenverkehrsvereins statt. Alle Interessenten der Gemeinde Windberg werden gebeten, sich daran zu beteiligen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.12.1966


Aufruf zur „aktion missio“ der Pfr. Hunderdorf
Textilien aller Art, gebrauchte Kleider, Anzüge, Mäntel, Wäsche und Wollsachen werden angenommen
Hunderdorf.
Die Geistlichen der Pfarrei Hunderdorf rufen die Gläubigen zu einer Spende für die „aktion missio“ auf, die notleidenden Menschen in Afrika und Asien zugedacht ist. Diese Missionsaktion ist ein Gemeinschaftswelk der Päpstlichen Missionswerke und der Missions-orden. Sie weist auf die leibliche und seelische Not in den Entwicklungsländern hin, auf Millionen, die auf die Verkündigung der Frohbotschaft warten und unsere Hilfe brauchen. Viel kann durch die Spende der Pfarrmitglieder geholfen werden und sicher werden sie ihre Hilfe nicht versagen. Zur Abwicklung dieser Aktion ist eine nähere Anweisung angebracht.
Wegen der Größe der Pfarrei müssen die Kleider schon während dieser Woche abgeführt werden. Die Ortschaften Hunderdorf, Apoig, Steinburg und Gaishausen werden am Samstag von der Jugend um Kleiderspenden gebeten. Kleider sollen nicht gewaschen, aber gut gebündelt bereitgehalten werden. In den übrigen Ortschaften werden die Kinder die Sammlung durchführen.
Es können die Spenden aber auch zu folge. den Leuten gebracht werden: in Lintach Gastwirt Schlecht, in Lindfeld zu Johann Falter, in Sollach, Stetten usw. zu Gmeinwieser, in Oberhunderdorf zu Drechsler, in Thannanger und Stockwies zu Klein, in Rammersberg zu Höcherl, in Rieglberg, Röhrnau und Irrlach zu Weinzierl. In Hunderdorf können die Kleiderspenden auch im Pfarrhof abgegeben werden. Am Freitag ist um 19.30 Uhr ein Kreuzweg für die Mission angesetzt. Aus Berichten von Missionaren und von der verfolgten Kirche werden Betrachtungen zusammengestellt.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.12.1966


Johann Bräuherr wurde 80 Jahre alt
Auch ein Urenkel gratulierte – Viele Ehrenämter hat der Jubilar früher bekleidet
Hunderdorf.
In diesen Tagen konnte der Austragslandwirt Johann Bräuherr von Hunderdorf sein 80. Wiegenfest feiern. Der Jubilar ist noch von seltener geistiger Frische, leider aber läßt sein Gehör schwer nach und ein Rheumaleiden erschwert ihm das Gehen. Besonders die al tersbedingte Schwerhörigkeit macht dem Jubilar zu schaffen, ist er doch ein Mensch, der immer und gerne das Gespräch gesucht hat und sich für alle Vorkommnisse in der großen Welt interessiert hat.
Johann Bräuherr ist ein Müllerssohn aus Gaishausen (heute Gall-Anwesen). 1908 heiratete er Ottilie Laschinger von Hunderdorf und übernahm das Anwesen der Ehefrau. Von 1915 bis 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil und wurde mit dem EK II ausgezeichnet. Viele Ehrenämter, die er in der Gemeinde Hunderdorf ausübte, zeugen davon, daß er das Vertrauen der Mitbürger und großes Ansehen in seiner Gemeinde genoß. So war er lange Jahre Gemeinderat, Mitglied der Schulpflegschaft, der Kirchenverwaltung, Obmann der Feldgeschworenen und des Waisenrates und bis zu Beginn der Hitlerregierung versah er auch mit großer Gewissenhaftigkeit die Witwen- und Waisenkasse der Gemeinde.
1951 starb seine Ehefrau, die ihm zwei Töchter geschenkt hatte, wovon eine das Anwesen übernommen hat. Mit großer Freude wartet er jeden Tag auf die Heimatzeitung, die ihn heute noch mit der Außenwelt verbindet, und seine Ansichten über die Politik und die Ereignisse in der Welt sind kritisch und von gesunder Vernunft. Wenn der Bräuherr-Vater ins Erzählen kommt, dann muß man sich über seine Lebhaftigkeit und über sein getreues Gedächtnis nur wundern! Bitter ist für ihn nur, obwohl er sich sonst über seine Gesundheit nicht beklagen kann, daß er nicht mehr so wie früher hinaus auf die Felder und Wiesen und sich nützlich machen kann.
Zu seinem Jubelfest waren nicht nur Kinder und Enkel anwesend, auch ein Urenkel konnte ihm zum Fest gratulieren. Wir stimmen diese Glückwünsche gerne ein und wünschen dem Jubilar noch einen langen und gesunden Lebensabend.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.12.1966


Strohbauschenschießen
Windberg.
Die Vorstandschaft des Schützenvereins „Die Winitschützen“ hat beschlossen, daß am Samstagabend um 19 Uhr im Vereinslokal Wagner in Windberg das traditionelle Strohbau-Nebenschießen stattfindet, Die Mitglieder werden gebeten, ihre Strohbauschen bis dahin im Vereinslokal abzugeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.12.1966


Meidendorf
Zu der am Samstag, 17. 12. 66.
stattfindenden
Christbaum-
versteigerung
laden alle herzlichst ein:
Schützenverein Meidendorf
und E. Huber, Gastwirt
Quelle: Bogener Zeitung, 16.12.1966


Adventsingen am 1. Adventsonntag
Hunderdorf.
Der Gesangverein Hunderdorf wird am 4. Adventsonntag beim Pfarrgottes-dienst um 9.30 Uhr die Pfarrgemeinde mit einem Adventsingen überraschen. Dabei wird neben dem gemischten Chor auch der Männerchor zu hören sein. Die Geistlichen laden daher zum Besuch dieses Hauptgottesdienstes ein, damit möglichst viele in den Genuß dieses weihnachtlichen Singens kommen Der Vorstandschaft und dem Chordirigenten soll an dieser Stelle schon für die Mühe gedankt werden. Einbezogen in diesen Dank sind auch alle Mitglieder des Chores, die sich zu dieser Aufführung zur Verfügung stellen.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.12.1966


Jahresversammlung der Veteranen
Hunderdorf.
Der Krieger- und Veteranenverein Hunderdorf hält am Sonntag um 15 Uhr im Gasthaus Sandbiller seine Jahresversammlung ab. Alle aktiven Mitglieder und Interessenten sind dazu eingeladen. Außerdem wird jetzt schon darauf hingewiesen, daß der große Faschingsball des Vereins am 7. Januar bei Sandbiller stattfindet.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.12.1966


Gesangverein Hunderdorf erfreute die Kranken
Bogen.
Am vierten Adventssonntag sangen im Kreiskrankenhaus Bogen etwa 25 Damen und Herren des Gesangvereins Hunderdorf unter der Leitung von Rektor Franz Hösl mehr-stimmige Adventslieder in den einzelnen Stationen. Den Vorträgen wurde in allen Kranken-zimmern aufmerksam gelauscht, nicht minder auch den Liedern des Männerchors, der über eine ausgezeichnete Klangfülle verfügt. Scher. Oberin M. Andronica und Krankenhausverwalter Rupert Niedermeier sagten den Mitwirkenden namens des Hauses ein herzliches Vergelts Gott.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.12.1966


Neue Gottesdienstordnung
Windberg.
Die Gottesdienste in Heilig Kreuz an Sonntagen und Feiertagen entfallen ab sofort; die Gottesdienste sind wieder in Windberg um 7 Zhr, 8.30 Uhr und 10 Uhr im Pfarrhof.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.12.1966


Chor und Chöre unterm Adventkranz
Ein Brauch, der traditionswürdig wäre – Adventsingen des Gesangvereins
Hunderdorf.
Mit Adventchören überraschte der Chor des Gesangvereins Hunderdorf am 4. Adventssonntag die Kirchenbesucher beim Hauptgottesdienst. In gewissenhafter Probearbeit hatten die Mitglieder des gemischten und des Männerchores die weihnachtlichen Chorwerke einstudiert. Mit dem Lied „Schweigt, ihr ernsten Glocken, schweiget“ von C. Stein eröffnete der gemischte Chor das Adventsingen. Ihm folgte ein Weihnachtslied aus Portugal: „Herbei, o ihr Gläubigen“, das der Männerchor vortrug. Mit einem geistlichen Volkslied aus dem 16. Jahrhundert „Maria durch ein‘ Dornwald ging“, setzte der gemischte Chor das Singen fort und der Männerchor beschloß den Gottesdienst mit einem Weihnachtslied aus Polen „Als die Welt verloren“. Die Leitung der Chöre lag in den bewährten Händen von Rektor Hösl und man darf den Hunderdorfer Chören bescheinigen, daß sie nicht nur allen Kirchenbesuchern mit diesem Adventsingen eine große Freude bereitet haben, man müßte darum bitten, daß sie diesen Brauch fortsetzen und sich auch in den kommenden Jahren mit dieser musikalischen Bereicherung beteiligen. Vielleicht wird daraus noch ein richtiges Salzburger Adventsingen! Damit auch das Volk wieder singen lerne!
Quelle: Bogener Zeitung, 23.12.1966


Letzte Sitzung des Gemeinderates
Hunderdorf. Die letzte Sitzung des Gemeinderates findet am kommenden Mittwoch um 17 Uhr im Gemeindeamt statt. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Gemeindeverkehrsordnung über die Sicherung des Verkehrs auf den Gehbahnen. 2. Kanalisation, 3. Information und Verschiedenes. Zum öffentlichen Teil der Sitzung sind die Einwohner eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.12.1966


Bücherei offen
Hunderdorf.
Auch in diesem Jahr ist die Bücherei am ersten Weihnachtssonntag wieder geöffnet. Leseratten und solche, die es werden wollen, können Bücher am Sonntag von 10.30 bis 11 Uhr abholen. Die Leihgebühr beträgt 10 Pfennig.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.12.1966


Keine Gottesdienste in der Pfarrkirche
Windberg.
Wegen Renovierungsarbeiten in der Pfarrkirche müssen auch während der Weihnachtsfeiertage die Messen in einem Ausweichraum gehalten werden. Die vielen auswärtigen Besucher, die bisher die Christmette und die Weihnachtsgottesdienste besuchten, werden daher gebeten, diese augenblicklich beengte Lage zu verstehen und sich ihren Besuch für das nächste Jahr auszusparen, wo sie dann den Weihnachtsgottesdienst in einer schönen Pfarrkirche mitfeiern können.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.12.1966


Versammlung der Viehzüchter
Steinburg.
Der niederbayerische Besamungsverein für Rinderzucht veranstaltet am Mittwoch, 19.30 Uhr, im Gasthaus Berger in Steinburg eine Aufklärungsversammlung über künstliche Besamung der Rinder. Als Referent erscheint Techniker Dramm, der einen Fachvortrag halten wird. Außerdem wird auch noch ein einschlägiger Tonfilm vorgeführt. Alle interessierten Landwirte sind zu dieser Veranstaltung eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.12.1966


Ball des Roten Kreuzes
Windberg.
Am Neujahrstag findet ein Ball des Roten Kreuzes um 19 Uhr bei Wagner in Windberg statt. Es spielt die Jugendrotkreuz-Kapelle von Oberalteich. Der Reinerlös dient zu wohltätigen Zwecken und zum Ankauf von Sanitätsmaterial.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.12.1966


Renovierungsarbeiten schreiten voran
Bald erstrahlt die Windberger Pfarrkirche wieder in neuem Glanz – Deckengemälde werden erneuert
Windberg.
Einer wüsten Baustelle gleicht zur Zeit die Windberger Pfarrkirche, die vordere Hälfte ist ganz mit Gerüsten angefüllt, hinten lagern die Materialien Alle diese Verwüstungen sind ein frohes Zeichen für die Windberger und alle Freunde der Kirche, denn sie beweisen, daß bald eine schöne Kirche in neuem Glanz auf die Gläubigen warten wird. Das gute neue Dach bietet darüber hinaus die Gewähr, daß der Glanz lange erhalten bleiben wird. Die Sorge vieler, die Kirche könnte nach der Renovierung ein neues Gesicht bekommen und leerer werden, ist unnötig, denn alle Kunstschätze werden nach Fertigstellung wieder an ihrem Platz zu bewundern sein. Allen Verantwortlichen gilt der Dank der Windberger, daß dieses Kleinod verständnisvollen künstlerischen Schaffens der Vorfahren gerettet wird. Dank der neuen Heizung können im Winter bereits die Deckengemälde erneuert werden. Verschiedene Freilegungen geben darüber hinaus wertvollen Aufschluß über die Baugeschichte.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.12.1966


Auszahlungstermin
Windberg.
Die Auszahlungen für Monat Januar werden am Donnerstag von 14 bis 15 Uhr in der Gemeindekanzlei vorgenommen. Um Pünktlichkeit wird gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.12.1966


HUNDERDORF
Der SPD-Ortsverein Hunderdorf

entbietet allen seinen Mitgliedern und Freunden
zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche.
Die Vorstandschaft
Quelle: Bogener Zeitung, 31.12.1966

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