1984# 03

Frohe Stunden beim Seniorenfasching
Hunderdorf.
Zur Faschingsunterhaltung für die Hunderdorfer Senioren lud Altenbetreuerin Hofmann nach Haunkenzell ein. In froher Stimmung erreichte das muntere Völkchen am frühen Nachmittag das Gasthaus Baumgartner. Die Geschwister Baumgartner spielten auf und bald herrschte fröhliche Faschingsstimmung. Dem munteren Treiben wohnten auch Ortspfarrer Högner und 2. Bürgermeister Egon Weinzierl bei. Sie erfreuten die Senioren. Hofmann belustigte die Anwesenden mit dem Prolog „Es geht auch ohne Männer“. Allgemeinen Beifall fand der Sketch „Der Ehestreit“, vorgetragen von Frauenbundsmitgliedern Breu und Kricke. Den Höhepunkt des Nachmittags bildeten verschiedene Tanzspiele (unser Bild). Viel zu schnell vergingen die frohen Stunden und man fuhr in guter Laune nach Hause zurück.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.03.1984


Weichen für die Zukunft gestellt
Härtenberger zog positive Bilanz bei seiner letzten Bürgerversammlung
Hunderdorf/Rammersberg.
EineTeilbürgerversammlung der Gemeinde Hunderdorf hielt Bürgermeister Härtenberger für den Bereich Gaishausen im Gasthaus Gierl ab. Härtenberger berichtete über die Gemeindefinanzen und über das Gemeindegeschehen. Er betonte, daß durch eine umsichtige Finanzpolitik die gemeindlichen Finanzen in Ordnung seien und durch verschiedene Maßnahmen die Weichen für die Zukunft gestellt seien. Trotz der enormen Investitionen stünden weitere gemeindliche Maßnahmen zur Ausführung an, für die jedoch Prioritäten gesetzt werden müßten.
Etwa 30 interessierte Gemeindebürger sowie die meisten Gemeinderäte waren zu dieser Teilbürgerversammlung gekommen. Eingangs informierte Härtenberger über die Abwicklung des Haushalts 1983 im Verwaltungshaushalt sowie im Vermögenshaushalt. Weiterhin gab er einen Überblick über die Finanzentwicklung des Jahres sowie über die vorgesehenen Investitionsmaßnahmen. Härtenberger wies darauf hin, daß die gemeindliche Pro-Kopf-Verschuldung weit unter dem Landes-, und Kreisdurchschnitt liege. Härtenberger versicherte, daß eine umsichtige Gemeindefinanzpolitik betrieben wurde. Dazu gehöre auch, daß für anstehende Maßnahmen Prioritäten gesetzt werden mußten und anstehende Aufgaben und Maßnahmen nur Zug um Zug verwirklicht werden können.
Am Schluß seiner Amtszeit als Bürgermeister und am Schluß der Legislaturperiode des Gemeinderats zog Härtenberger eine positive Bilanz der letzten sechs Jahre. Nahezu 10 Millionen Mark seien für Investitionsmaßnahmen ausgegeben worden, wozu gemeindliche Eigenleistungen von rund 4,4 Millionen Mark erbracht wurden. Für den Bereich Gaishausen sei in diesem Zusammenhang die fertiggestellte Gemeindeverbindungsstraße Grub-Ellaberg zu nennen, für den im heurigen Jahr noch die Restabwicklung des Grunderwerbs anstehe, sowie die außerordentliche Straßeninstandsetzungsmaßnahme bei Thananger-Gaishausen. Auch die entsprechenden Zuschußanträge für ein Feuerwehrfahrzeug seien gestellt worden und die Be-schaffung zum Frühjahr 1985 eingeplant, wobei eine Bestellung noch im heurigen Jahr erfolgen solle.
Trotz der enormen Investitionen stünden weitere Maßnahmen im Gemeindebereich an. So etwa der Ausbau der Ringstraße, die Weiterführung der begonnenen außerordentlichen Straßeninstandsetzungen, der Ausbau von weiteren Wirtschaftswegen im Außenbereich sowie die Erweiterung des Baugebietes „Hochfeld-Süd“ in Richtung Lindfeld. Nicht in Vergessenheit geraten seien die Baugebietsausweisung in Steinburg sowie die Fertigstellung der 400-Meter-Laufbahn im Sportgelände. Ein besonderes Augenmerk solle auch der Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe gewidmet werden. Härtenberger betonte, daß für verschiedene zukünftig anstehende Maßnahmen bereits die entsprechenden Weichen gestellt seien. So sei für die Baugebietserweiterung bereits ein, Vorentwurf erstellt und für die Gewerbeansiedlung und Friedhoferweiterung der Grunderwerb getätigt. Zum Schluß der Ausführungen dankte Bürgermeister Härtenberger der Bürgerschaft für die Aufgeschlossenheit sowie dem Gemeinderat und der Verwaltung für die harmonische Zusammenarbeit.
In der anschließenden Diskussion wurden insbesondere örtliche Angelegenheiten erörtert, so z. B. die Beseitigung der Ortseingangsengstelle, Friedhofsangelegenheiten, Zufahrtsverbesserung beim Bahnübergang in Gaishausen, Weiterführung von Straßenausbauten, Schulbusangelegenheiten sowie die Restaurierung der Rammersberger Kapelle. Weitere Anfragen galten der Postzustellung, der Flurbereinigung und dem Wasseranschlußbeitrag. Härtenberger stand hierzu Rede und Antwort und versicherte, soweit möglich, Abhilfe zu schaffen. Zugleich betonte Härtenberger, die Gemeinde hatte und habe die besten Absichten, Straßen auszubauen, was auch bewiesen worden sei, jedoch mußten auch hier wegen fehlender Zuschüsse Prioritäten gesetzt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.03.1984


Erfolgreiche Saison der Athleten
Gute Plazierungen bei verschiedenen Veranstaltungen erreicht
Hunderdorf. Zur Jahreshauptversammlung hatten sich die Leichtathleten des LC Tanne (SV Hunderdorf) im Gasthaus Baier eingefunden. Abteilungsleiter Jürgen Tanne konnte dazu den 1. Bürgermeister Karl Härtenberger sowie den 1. und 2. Vorsitzenden des Sportvereins, Hentschirsch und Grill, begrüßen. Zunächst gab Tanne einen Rückblick über das abgelaufene Jahr.

Die Abteilungsführung mit den geehrten Sportlern.

Die sportlichen Veranstaltungen stünden nach den Worten des Abteilungsleiters an erster Stelle der Aktivität. So habe man an 20 Wettkämpfen teilgenommen. An Meisterschaften hätten die Aktiven folgende Titel erringen können: Stefan Kraus: bayerischer Meister im Hochsprung der Jugend A und 5. bei den deutschen Meisterschaften, niederbayerischer Meister im Hochsprung und 2. im Weitsprung. Martin Kraus: 3. über 3 000 Meter bei den niederbayerischen Meisterschaften. Josef Schießl ebenfalls 3. über 3 000 Meter. Thomas Schießl 4. über 3 000 Meter. Rosi Schlecht 7. über 800 Meter und Silvia Schießl 9. über 800 Meter jeweils in ihren Altersklassen. Sehr gute Plätze habe man bei den Kreismeisterschaften geholt. Eine Disziplin, die bei den Hunderdorfer Leichtathleten sehr gepflegt werde, sei das Geländelaufen. Bei diversen Geländeläufen im niederbayerischen Raum kam man mit etlichen Bestplazierungen nach Hause. Zusammenfassend sagte Tanne, daß bei 20 Veranstaltungen die Sportler fünf erste Plätze, sechs zweite Plätze, vier dritte Plätze belegt hätten und fünfzehnmal unter den ersten Zehn zu finden gewesen seien.
Neben den sportlichen Veranstaltungen habe sich die Leichtathletikabteilung an verschiedenen Terminen anderer Vereine innerhalb des Gesamtsportvereins oder der Gemeinde beteiligt. Tanne stellte an den Schluß seiner Ausführungen den Dank an die Mitglieder der Vorstandschaft, an die Spender, an die Gemeinde und an den Hauptverein.
Bürgermeister Härtenberger bedankte sich für die Einladung und meinte, daß er wohl das letzte Mal als Bürgermeister bei einer derartigen Versammlung anwesend sei. Er sähe die Leichtathletik in Hunderdorf als förderungswürdig an, sie habe den Namen Hunderdorf weit über die Gemeindegrenzen hinausgetragen. Sein besonderer Glückwunsch richtete sich an den Hochspringer Stefan Kraus. Mit Freude vernahmen die Versammelten die Aussage des Gemeindeoberhauptes, daß in den Investitionsplan 1986 der Ausbau der Laufbahn aufgenommen worden sei. Härtenberger wünschte weiterhin viel Erfolg und sprach seinen Dank für die geleistete Arbeit in den letzten Jahren aus.
1. Vorsitzender Heinz Hentschirsch gab seiner Freude über die Aktivitäten in der Leichtathletikabteilung Ausdruck. Diese stelle sich trotz der fast 100 Mitglieder als kleinere Familie dar, die aber von echtem Zusammenhalt und sportlicher Kameradschaft geprägt sei, was nicht hoch genug eingeschätzt werden könne. Er habe auch gerne gehört, daß es vielleicht mit dem Bau der Bahn weitergehe. Dies sollte der Abteilung und vor allem den Aktiven Antrieb geben, weiterhin recht tatkräftig mitzumachen und vor allem weiterzumachen. Hentschirsch dankte der Abteilungsleitung, den Eltern und Helfern sowie ganz besonders den Sportlern. Aus dem Kassenbericht von Schießl war zu entnehmen, daß die Ausgabenseite überwiege, da die Leichtathleten aus Veranstaltungen kaum etwas einnähmen. Spendenfreudige Mitglieder und Gönner würden aber immer wieder aushelfen. 2. Abteilungsleiter Heinrich Greipl gab noch einige Termine für die Zukunft bekannt.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.03.1984


Verdienstvolle Männer der Gemeinde Neukirchen
Vor 50 Jahren nahm Pfarrer Peter Poiger Abschied von der Pfarrei

Wenn noch in diesem Jahr das Neukirchner Heimatbuch erscheinen kann, so muß an erster Stelle der Name des früheren Pfarrers Peter Poiger genannt werden. Mit großem Eifer ging er vor und nach dem Ersten Weltkrieg an die geschichtliche Erforschung dieses Gebietes um Neukirchen. Mit dem Fotoapparat fing er uns Bilder ein, die heute von unschätzbarem Wert sind. Seine handgeschriebene Heimatforschung ist eine wesentliche Grundlage bei der Erstellung des Neukirchner Heimatbuches. In vielen Briefen an die Archive und Museen suchte er Vergangenes zu erforschen und gab selbst Artikel heraus, die in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht wurden. So gesehen gehört Pfarrer Peter Poiger zu den verdienstvollen Männern der Gemeinde Neukirchen.
Neben seiner Tätigkeit als Seelsorger war er auch Vorstand der Armenpflege, des Obstbauvereins und des Raiffeisenvereins.
Pfarrer Poiger kam als Sohn eines Gastwirts am 29. Nov. 1864 in Rattiszell zur Welt. 1889 wurde er im Dom zu Regensburg zum Priester geweiht. Als Kooperator wirkte er drei Jahre in Lam und ein Jahr in Rottenburg an der Laaber. Darauf wurde er Expositus in Teisbach. 14 Jahre lang wirkte er segensreich als Pfarrer in Chamerau. Im Februar 1910 übernahm er in der Vollkraft seiner Jahre die Pfarrei Neukirchen.
24 Jahre sollte er in Neukirchen bleiben. Am Erntedankfest des Jahres 1934 nahm dieser verdienstvolle Mann der Gemeinde und der Pfarrei Abschied von Neukirchen und seinem Beruf. Ein Vierteljahrhundert war er Hirte der ihm anvertrauten Schäflein. In Bogen wollte er seinen verdienten Ruhestand verbringen. Doch schon ein Jahr später, am 14. Dezember 1935, nahm ihn der Herr zu sich.
Im Jahre 1912/13 konnte er den Bau des neuen Pfarrhofes durchsetzen, zu dessen Verwirklichung er sogar persönliche finanzielle Opfer darbrachte. Für den Preis von 7100 Mark wurde der alte Pfarrhof, der noch heute steht, an Josef Amann von Lohmühl verkauft.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Memoiren eines Steinburger Bürgers
26.
Wie ich zum Wunderdoktor wurde

Auch diese vier Wochen Heimaturlaub gingen viel zu schnell vorüber. Nun das Abschiednehmen war für die Lieben nicht mehr so schwer. Nur ich wußte, daß mir noch eine Operation am Stumpfe bevorstand, was aber nicht mehr ausgeführt werden brauchte. Das kam so. Als ich wieder in Landsberg im Lazarett war, besah sich der Stabsarzt sogleich die Fistel am Stumpfe, stach dabei mit der Sonde wieder bis zum Fistelgrunde noch zwölf cm tief ein, wobei er sagte, zur Operation habe er noch keine Zeit, ich sollte täglich vormittags ein Stumpfbad im Mediko nehmen. Gesagt, getan. Anderntags, nach dem Stumpfbad, kam mir der Gedanke, daß es vielleicht gut sei, wenn ich oben im Saale, im Bette daselbst den Verband wieder abnehmen und den offenen Stumpf im Bette vor dem Fenster in die Sonne legen würde, was ich auch sogleich tat. Diese Prozedur tat mir nach niederbayerischem Ausdruck „sauwohl“. Wohl bedeckte ich die Wunde bis zum Sinken der Sonne mit einem Taschentuch, hernach legte ich den Stumpfverband wieder kunstgerecht an. Dieses wiederholte ich täglich, weil gerade September war, schien ja die Sonne noch ganz warm durch das Fenster an mein Bett heran. Nach einiger Zeit merkte ich, daß die Fistelwunde nicht mehr nässelte, also kein Eiter mehr abfloß, und zu heilen begann. Nach einigen Tagen später flog die Saaltüre auf, man brachte den Krankenwagen an mein Bett, legte mich darauf und brachte mich auf den Operationstisch. Alles war schon fertig, die „Metzgerei „konnte beginnen.
Ich glaubte wohl, daß das Fistelloch seit einigen Tagen zugeheilt war, dennoch war ich hochgespannt auf den nun folgenden Befund. Der Stabsarzt wollte nun mit der Sonde die Tiefe der Fistelwunde ergründen, doch diese war nun zugeheilt, worauf er mich nun fragte, was ich da gemacht hätte. Ich antwortete ihm nur: „Nix weiter Herr Stabsarzt, als daß ich nach dem Stumpfbade denselben im Bette wieder auspackte und offen vor dem Fenster, nur mit dem Taschentuch bedeckt an die Sonne legte. Das tat mir sauwohl. Abends dann legte ich den Verband wieder kunstgerecht an.“ Er sagte darauf dann nur mehr zu mir: „Sie Schlaumeier!“ Diese Prozedur dauerte nur etwa fünf Tage. Nun wurde ich dann wieder mit dem Wagen zum Bett gebracht. Also, die Operation war überflüssig und ich als Wunderdoktor anerkannt. Nun regte sich aber auch bei mir wieder Frohsinn und Übermut. Es waren uns ja durchaus junge übermütige Kameraden, welche sich zwecks Einübung sportlicher Tätigkeiten und Balgereien, die versteifte Muskulatur wieder Leben bekam. Nun, auch ich machte da gerne mit, wenn auch nur auf Krücken. Aber ich spürte, nun auch die wiederkehrenden Körperkräfte. Nun glaubte ich auch beim nächsten Heimaturlaub auch Verschiedenes ausführen zu können, obwohl doch ohne Prothese. Doch mußte der Stumpf mit Haut erst abgehärtet werden. Das dauerte noch eine schöne Zeit, welche ich im Genesungs- und Erholungsheim zubringen mußte. Wohl bekam ich wiederum Heimaturlaub, also den zweiten. Aber arbeiten konnte ich doch gar nichts. Ich mußte noch öfters zur Genesungskompanie nach München fahren, bis der Stumpf endlich mal als reif für eine neue Prothese gutachtet war. Da bekam dann diese angefertigt und mit Eifer probierte ich dann das Gehen. Doch dabei mußte ich viel schwitzen, aber an ein Nachgeben dachte ich erst, wenn es trotzdem wieder sein mußte. Aber nun wurde das Stumpfmuskelfleisch, dennoch so zäh und elastisch, daß ich bei jedem Heimaturlaub gottlob wieder etwas arbeiten konnte, wie Futter mähen und die Zugkühe mußte ich auch wieder einexerzieren. Aber der Arbeitseifer steigerte sich wieder, ich mußte alles behelfsmäßig ausführen, doch wo ein Wille, gibt es auch zum Ausführen den Weg hierfür.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Technische Fahrzeugüberwachung
Im Monat März finden folgende Untersuchungen für landwirtschaftliche Fahrzeuge statt:
in Bogen von 8.00 — 12.00 Uhr
in Hunderdorf von 13.00 — 16.00 Uhr
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Naturparkführer jetzt erhältlich
Bei der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf sowie in den Außenstellen Neukirchen und Windberg liegen nunmehr Naturparkführer zum Kauf von 5,00 DM auf. Diese Broschüre soll Gäste oder Einheimische mit Land und Leuten des Naturparks vertraut machen. Der Naturpark Bayer. Wald umfaßt den Altlandkreis Regen, Viechtach und Teile der Landkreise Deggendorf und Straubing-Bogen und erstreckt sich vom Grenzkamm des Bayer. Waldes bis hin zur Donau und vom Nationalpark Bayer. Wald bis an die Südostgrenze des Regierungsbezirkes Oberpfalz. Der Naturparkführer ist ein Wegweiser zum Erleben unserer Landschaft mit vielen interessanten Beiträgen über Landschaft , Tier- und Pflanzenwelt, Kultur, Freizeit und Erholung und vieles mehr. In vielen Abbildungen werden die Schönheiten des Naturparks gezeigt Ausführlich werden die Orte Hunderdorf, Windberg und Neukirchen vorgestellt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Bürgerversammlungen in Hunderdorf, Steinburg und Gaishausen fanden statt
Teilweise gut, teilweise weniger gut besucht waren die diesjährigen Teilbürgerversammlungen für die Gebietsbereiche Hunderdorf (Gasthaus Sandbiller), Steinburg (Gasthaus Berger-Höfelsauer) und Gaishausen (Gasthaus Gierl, Rammersberg). Bürgermeister Härtenberger informierte dabei über die wichtigsten Zahlen der Jahresrechnung 1983 und des Gemeindehaushaltes 1984. Das Gemeindegeschehen ansprechend, führte Härtenberger aus, daß nicht die Gemeinde bzw. der Bürgermeister für ein Flurbereinigungsverfahren sowie für die große Umgehungsstraße Au vorm Wald maßgeblich ist bzw. war.
Überblick über Gemeindefinanzen
Zunächst gab Bürgermeister Härtenberger einen Überblick über die Finanzmittel der Gemeinde. Dabei informierte Härtenberger über die wichtigsten Rechnungsergebnisse des Jahres 1983. Bei den Investitionsmaßnahmen des Vorjahres berichtete Härtenberger über die begonnene Kirchenrestaurierung in Hofdorf (Ausgaben rund 40.000,— DM, Einnahmen 14.000,— DM), die Restfinanzierung des Kindergartens mit Einnahmen von 190.000,— DM und Ausgaben von 22.270 DM die Restabwicklung der Erschließungsstraße Hochfeld -Süd mit weiteren Ausgaben von 37.000,— DM, der Erschließungsbeitragseinnahme von 150.000,— DM, den Ausbau des Quellenweges mit 93.000,— DM sowie den Straßenbau Lindfeld mit Einnahmen von 71.000,– DM gegenüber Ausgaben von 159.000,— DM, die besondere Straßeninstandsetzung von 166.000,– DM und den Ankauf von Zusatzgeräten für den Unimog mit 130.000,— DM. Weiterhin, so Härtenberger sei die Erschließungsstraße Breitfelder Weg – Eichenfeldstraße durchgeführt worden mit Baukosten von 158.000,— DM sowie der Bauhof Neubau mit Ausgaben von 506.000,– DM.
Steuern, Umlagen, Zuweisungen schwanken
Auf den Haushaltsplan 1984 überleitend verwies Bürgermeister Härtenberger darauf, daß sich die laufenden Einnahmen und Ausgaben etwa in der Höhe des Vorjahres bewegen würden. Lediglich große Abweichungen seien im Einzelplan 9 des Verwaltungshaushaltes vorgetragen. So konnte für die Gewerbesteuer kein Einnahmeansatz erfolgen (Vorjahr Einnahme 618.500,— DM) und nur eine Schlüsselzuweisung von 6.700,— DM eingetragen werden (Vorjahr 709.300,– DM). Dagegen mußte die zu zahlende Kreisumlage mit Ausgaben von 1.239,500,— DM angesetzt werden (Vorjahr 697.100,–DM)
An Investitionen des Jahres 1984 nannte Härtenberger u. a. die Fortsetzung der Restaurierung der Kirche St Edigna in Hofdorf, die Abwicklung der Vermessungs- und Grunderwerbskosten der GVStr. Grub – Ellaberg, Restabwicklung der Straßenbaumaßnahme Lindfeld, allgemeine Straßeninstandsetzungen im Gemeindegebiet, Restabwicklung des Bauhofneubaues, Grundstückserwerbe für weitere Baugrundstücke, Bezuschussung der Restaurierung der Schloßkapelle Steinburg, Wasserversorgungs- und Schulhausreparaturen in Steinburg.
Härtenberger betonte, daß die Gemeinde finanziell auf guten Füßen stehe. Die Pro-Kopf-Verschuldung beziffere sich 1983 auf 584,00 DM, effektiv bei Berücksichtigung des Staatszuschußdarlehens nur auf 442,00 DM. Der Kreisdurchschnitt liege hier bei 1.000,— DM, der Landesdurchschnitt bei 845,00 DM. Härtenberger betonte, daß die Hebesätze mit 300% bei der Grundsteuer A (Landwirtschaft), Grundsteuer B und der Gewerbesteuer seit Jahren nicht angehoben wurden und unverändert bei 300 % belassen wurden. Der Kreisdurchschnitt bei der Grundsteuer A belaufe sich auf 336,00 DM, bei der Grundsteuer B auf 332,00 DM und bei der Gewerbesteuer auf 326,00 DM. Hier, so der Redner, haben Bürgermeister und Gemeinderat relativ günstige Realsteuerhebesätze beibehalten, was sicher auch im Interesse der Bürger gewesen sei.
10 Millionen Mark in 6 Jahren investiert
Den Wasserpreis in Steinburg ansprechend , sagte Härtenberger, daß dieser für die nächsten Jahre beibehalten werden könne. Eine Anpassung an den zum Januar erhöhten Bezugspreis beim Wasserzweckverband Hunderdorf sei nicht notwendig und vorgesehen, da die Einnahmen die Ausgaben bei der Steinburger Wasserversorgung weiterhin abdecken. Nachdem Bürgermeister Härtenberger nicht mehr für das Bürgermeisteramt kandidiert, gab er dies in seiner letzten Bürgerversammlung als Bürgermeister bekannt, und gleichzeitig einen Überblick über die Gesamtinvestitionen der Gemeinde in der letzten Amtsperiode. Dabei bezifferte Härtenberger die Investitionsmaßnahmen wie folgt:
Maßnahme, Einnahmen DM, Ausgaben DM
Brandschutz einschl. Tanklöschfahrzeug, 206.000, 356.000
Unterhaltung der Schulgebäude  –, 144.500
Kirchen Au v. W. und Hofdorf , 23.000, 72.000
Kindergarten, 371.000, 724.000
Sportanlage, 754.000, 1.400.000
Erschließungsstraßen-Aufwand, 1.800.000, 2.300.000
Ortsdurchfahrt Hofdorf, 286.000, 565.000
Straße Grub-Ellaberg, 321.000, 479.000
Straße Lindfeld bisher, 71.400 167.100
Gehweg – Steinburg, 200, 38.000
Straßen Lintach – Starzenburg, 300.000, 520.500
Straßen-Instandhaltung ohne Schotter Gehweg, 120.000, 565.000
Unimog u. Geräte f. Straßeninstandhaltung, –, 303.000
Bauhof, –, 590.000
Kanalisationen einschl. Restabwicklung BA I, 1.158.000, 1.114.000
Schule Steinburg, –, 52.000
Fremdenverkehr – Steinburg, 3.700, 10.600
Grundvermögen allgemein, –, 472.000
Demnach, so Bürgermeister Härtenberger, seien Ausgaben von 9.873.000 DM getätigt worden, wozu Einnahmen von 5.413.000 DM verbucht werden konnten und gemeindliche Eigenmittel von 4.460.000 DM aufgebracht worden seien.
Nicht für Flurbereinigung maßgebend
Sodann sprach Härtenberger aktuelles Geschehen in der Gemeinde an. Die Flurbereinigung aufgreifend, sagte Härtenberger, es sei nicht so, daß die Gemeinde für die Flurbereinigung richtungsweisend und bestimmend sei. Die Gemeinde habe keinen entsprechenden Antrag auf die Flurbereinigung gestellt, weder für den Bereich Hunderdorf noch für den Bereich Steinburg-Gaishausen. Für letzteres Gebiet sei lt. Arbeitsprogramm der Regierung und der Flurbereinigungsdirektion Landau die Anordnung im heurigen Jahre vorgesehen. Härtenberger wörtlich: „Wenn die Landwirte die Flurbereinigung im Bereich Steinburg – Gaishausen nicht haben wollen, dann wird sich die Gemeinde nicht für die Flurbereinigung einsetzen und nicht gegen den Willen der Landwirte arbeiten. Dies sei auch in Hunderdorf so gewesen“.
Weiterhin konstatierte Härtenberger, die Gemeinde habe auch nicht die Trasse der großen Umgehung Au vorm Wald festgestellt, sondern derartige Entwurfspläne seien bereits etwa seit mehr als 10 Jahren vorgelegt worden. Die große Trassenführung sei auch im Flächennutzungsplan der Gemeinde Steinburg aus dem Jahre 1970 bereits „in etwa“ in der jetzigen Form enthalten. Härtenberger führte aus, daß der Gemeinderat die Ortsumgehung in Hunderdorf und Steinburg abgelehnt habe. Ober einen neueren Sachstand, insbesondere ob evtl. die Pläne der Raumordnungstrasse nochmals geändert werden oder beibehalten werden, konnte Härtenberger nichts Näheres aussagen.
Härtenberger begrüßte es, daß Baron Poschinger-Bray aufgrund des Interesses aus der Bevölkerung bereit sei, die Schloßkapelle zu restaurieren. Härtenberger versicherte, hier auch seitens der Gemeinde finanziell beizutragen, damit den Steinburger Bürgern in ihrem Bereich wieder ein würdiger Gottesdienstraum zur Verfügung stehe. Den angesprochenen Zuschuß werde die Gemeinde bereitstellen. Die Baulastträgerschaft des Zufahrtsweges bedürfe jedoch noch einer genauen Überlegung im Gemeinderat ebenso die Verteilung der künftigen Unterhaltslast der Kapelle, meinte Härtenberger.
Truppenübungsplatz nicht zu verhindern
Zum Truppenübungsplatz im Sollinger Loch konstatierte Härtenberger, daß diese Sache wohl gelaufen sei und der Übungsplatz kommen werde, auch wenn das Verfahren langsam gehe. Härtenberger informierte, daß sich der Bund leider noch nicht für eine Unternehmensflurbereinigung entschieden habe, sondern noch nach dem Landbeschaffungsgesetz vorgehen wolle. Härtenberger wies in diesem Zusammenhang entschieden Behauptungen zurück, daß er nichts gegen den Truppenübungsplatz getan habe. Tatsache sei vielmehr, daß er seit mehr als einem Jahrzehnt in zahlreichen Briefen und bei vielfachen Besprechungen die Errichtung des Truppenübungsplatzes abgelehnt habe.
Aufgaben stehen weiterhin an
Trotz der enormen Investitionen, so Härtenberger, stehen weitere Maßnahmen an, wie z. B. Ausbau der Ringstraße, Fertigstellung der begonnenen außerordentlichen Straßeninstandsetzungen, Ausbau von weiteren Wirtschaftswegen im Außenbereich, Erweiterung des Baugebietes Hochfeld-Süd, Baugebiet Steinburg, Fertigstellung der 400 – m – Laufbahn am Sportgelände, Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe. Härtenberger führte an, für verschiedene Vorhaben seien bereits die Weichen gestellt worden. So für die Baugebietserweiterung durch einen Vorentwurf, für die Gewerbeansiedlung und Friedhofserweiterung durch Grunderwerb, Anschaffung eines FFW-Fahrzeuges Gaishausen im Jahre 1985.
Abschließend sagte Härtenberger herzlichen Dank an die Bürger für die weitgehendst gute Zusammenarbeit, ebenso der Verwaltung und der Aufsichtsbehörde. In den jeweiligen anschließenden Diskussionen wurden örtliche Angelegenheiten erörtert, wozu Bürgermeister Härtenberger Rede und Antwort stand und soweit möglich, Abhilfe versprach.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Bekanntmachung über die Zulassung von Wahlvorschlägen für die Gemeindewahl am 18. März 1984 in Hunderdorf
A Bürgermeisterwahl
1. Der Wahlausschuß hat für diese Wahl die Zulassung folgender Wahlvorschläge beschlossen:
Ordnungszahl (Nr.).- Kennwort – Bewerber (Vor- und Familienname/n, Geburtstag, Stand oder Beruf, Wohnort evtl. Wohnung, zusätzliche Angaben z. B. von Ehrenämtern)
1 – CSU und freie Wähler Hunderdorf – Breu Josef, 3.6.50, Betriebsleiter, Hunderdorf
2 – SPD und Parteilose Wählergemeinschaft – Peschke Gerhard, 25.3.38, Soldat – Hauptfeldwebel, Hunderdorf
13 – Freie Wählergemeinschaft Hunderdorf-Steinburg-Gaishausen – Weinzierl Egon, 20.5.25, Landwirt, Röhrnau
3. Da mehrere gültige Wahlvorschläge vorliegen, kann der Wähler nur einen der vorgedruckten Bewerber wählen, er hat dabei nur eine Stimme.
B. Gemeinderatswahl
1. Der Wahlausschuß hat für diese Wahl die Zulassung folgender Wahlvorschläge beschlossen:
Ordnungszahl (Nr.) – Partei oder Wählergruppe (Kennwort)
1 – CSU und freie Wähler
2 – SPD und Parteilose Wählergemeinschaft
13 – Freie Wählergemeinschaft Hunderdorf-Steinburg-Gaishausen
Die einzelnen Wahlvorschläge mit den Bewerbern sind nachfolgend abgedruckt .
3. Da mehrere gültige Wahlvorschläge vorliegen , kann der Wähler seine Stimmen nur Bewerbern geben, deren Namen in einem der zugelassenen Wahlvorschläge enthalten sind.
Nähere Einzelheiten über die Stimmabgabe sind der Abstimmungsbekanntmachung, die noch ergeht, zu entnehmen.
Gemeindewahlleiter
Härtenberger
CSU und freie Wähler
Zur Gemeinderatswahl am 18. März 1984 wurde der folgende Wahlvorschlag mit der Ordnungszahl (Nr.) 1 und dem Kennwort CSU und freie Wähler zugelassen.
Lfd. Nr. – Bewerber: Familienname, Vorname Stand/Beruf, Wohnort/Wohnung – Geburtsdatum – Zusätzl. Angaben (z. B. kommunale Ehrenämter)
1 – Härtenberger Karl, Schreinermeister Hunderdorf – 10.11.1927 – Bürgermeister Kreisrat
2 – Breu Josef, Betriebsleiter, Hunderdorf – 3.6.1950
3 – Hamberger Hans, Bankkaufmann – 6.2.1938 – Gemeinderat
4 – Watzl Heidi, Lehrerin, Hunderdorf – 12.1.1951 – Kreisrätin, Gemeinderätin
5 – Petzendorfer Johann, Förster, Land wirt, Wegern – 21.2.1924
6 – Groß Xaver, Geschäftsführer, Landwirt, Hofdorf – 5.2.1945
7 – Altschäffl Johann, Maurermeister, Lintach – 24.7.1930 – Gemeinderat
8 – Baier Josef, Metzger, Gast- und Landwirt, Hdf. – 9.6.1935 – Gemeinderat
9 – Tanne Jürgen, Betriebsleiter, Hunderdorf – 26.6.1943
10 – Piening Helmut, Kaufmann, Hunderdorf 11.4.1939
11 – Baumgartner Franz, Lehrling Großhandelskaufmann, Ebenthann – 8.4.1965
12 – Hartmannsgruber Ferdinand, Hausmeister, Hunderdorf – 4.4.1933
13 – Wirth Heribert, Schreiner, Werksmeister, Hofdorf – 20.3.1939
14 Hornberger Josef, Schreinermeister, Starzenberg – 16.4.1957
15 – Ziesler Josef, Fernmeldemonteur, Hunderdorf – 21.3.1948
16 – Anleitner Xaver, Schuhmachermei ster, Hunderdorf – 9.9.1927 Gemeinderat
17 – Mauermayer Johannes, Schiffsingenieur, Schafberg – 30,7.1948
18 – Söldner Johann, Verwaltungsangestellter, Hunderdorf – 21.9.1946
19 – Ahartinger Josef, Versicherungskaufmann, Ingenieur, Hdf – 19.1.1941
20 – Riedl Alfons, Bauaufseher, Lintach – 23.3.1938
21 – Häringer Roswitha, Erzieherin, Au vorm Wald – 7.9.1957
22 – Schuhbauer Ludwig, Landmaschinenmechaniker, Hoch – 17.3.1953
23 – Diewald Josef, Zimmerer, Ellaberg – 15.9.1937
24 – Hagn Horst, Soldat, Hunderdorf – 18.4.1949
25 – Bugl Josef, Kraftfahrzeugmeister, Hunderdorf – 7.3.1949
25 – Holzapfel Waldfride, Lehrerin, Steinburg – 12.12.1936
27 – Schuhbauer Josef, Betriebsschlosser, Lindfeld – 19.3.1945
28 – Hagn Xaver, Kaufmann, Hunderdorf, 12.10.1947
SPD und parteilose Wählergemeinschaft
Zur Gemeinderatswahl am 18. März 1984 wurde der folgender Wahlvorschlag mit der Ordnungszahl (Nr.) 2 und dem Kennwort SPD und parteilose Wählergemeinschaft zugelassen.
Lfd. Nr. – Bewerber: Familienname, Vorname Stand/Beruf, Wohnort/Wohnung – Geburtsdatum – Zusätzl. Angaben (z. B. kommunale Ehrenämter)
1 – Peschke Gerhard, Soldat, Hauptfeldwebel, Hunderdorf – 25.3.1938
2 – Diewald Xaver, Angestellter, Hunderdorf -5.10;1936 – Gemeinderat
3 – Reiner Xaver, Elektromeister, Bauernholz -7.7.1931 Gemeinderat
4 – Neumaier Xaver, Landwirt, Hofdorf – 2.4,1947
5 – Baierl Günther, Elektriker, Hunderdorf – 10.6.1955
6 – Gerhardt Emil, Schreiner, Hoch 25.12.1936
7 – Leonhardt Max, Angestellter, Hunderdorf – 26.9.1930
8 – Pflügl Georg, Konstrukteur, Hunderdorf – 6.2.1945
9 – Grill Hans, Arbeiter, Hunderdorf – 24.2.1939
10 – Scheibenthaler Katharina, Hausfrau Hunderdorf – 11.11.1921
11 – Bayer Rudolf, Elektriker, Steinburg – 26.10.1936
12 – Hilmer Alfons, Maurer, Hunderdorf – 2.11.1945
13 – Hanner Josef, Facharbeiter, Oberstetten – 13.7.1936
14 – Meinberger Georg, Kraftfahrer, Hunderdorf – 7.9.1935
15 – Baumgartner Johann, Arbeiter, Hunderdorf – 28.4.1944
16 – Wagner Ludwig, Facharbeiter, Lintach – 22.5.1949
17 – Mühlbauer Hermann, Angestellter, Hoch – 6.9.1936
18 – Engl Hans, Facharbeiter, Stetten – 28.7.1937
19 – Hupf Alois, Facharbeiter, Hunderdorf – 16.7.1944
20 – Rähse Eckhard, Elektriker, Hunderdorf – 9.6.1946
21 – Kapfenberger Ludwig, Angestellter, Hunderdorf – 13.3.1931
22 – Schießl Willi, Facharbeiter, Steinburg – 7.1.1939
23 – Achtnichts Horst, Schreiner, Hoch – 8.9.1947
24 – Gerhardt Arno, Brauer, Hunderdorf – 19.6.1941
25 – Kapfenberger Ursula, Facharbeiterin, Hunderdorf – 24.2.1948
26 – Eichmeier Josef, Elektriker, Lindfeld – 7.7.1952
27 – Glas Hans, Rentner, Hunderdorf – 22.5.1916
28 – Meyer Rosina, Hausfrau, Steinburg – 1.10.1916
Freie Wählergemeinschaft Hunderdorf-Steinburg-Gaishausen
Zur Gemeinderatswahl am 18. März 1984 wurde folgender Wahlvorschlag mit der Ordnungszahl (Nr.) 13 und dem Kennwort Freie Wählergemeinschaft Hunderdorf-Steinburg-Gaishausen zugelassen.
Lfd. Nr. – Bewerber: Familienname, Vorname Stand/Beruf, Wohnort/Wohnung – Geburtsdatum – Zusätzl. Angaben (z. B. kommunale Ehrenämter)
1 – Feldmeier Johann, Industriemeister, Wegern – 31,3.1933
2 – Weinzierl Egon, Landwirt, Röhrnau – 20.5.1925
3 – Spielbauer Georg, Larrdwirt, Sollach – 5,8.1928
4 – Helmbrecht Josef jun. Werkzeugmacher, Hunderdorf – 15.9.1950
5 – Retzer Franz,Werksarbeiter, Land wirt, Au vorm Wald – 4.7.1940
6 – Fendl Max, Landwirt, Gaishausen – 6.10.1930
7 – Aumer Josef, Landwirt, Hunderdorf – 26,2,1947
8 – Schießl Josef, Schreinermeister , Au vorm Wald – 11.3.1940
9 – Höcherl Max, Landwirt, Grub – 28.4.1931
10 – Fellinger Ludwig, Landwirt, Sollach – 11.2.1927
11 – Sagstetter Walter, Kranführer, Wegern – 2.11.1945
12 – Winter Alois, Verkaufsdirektor, Lintach – 28.4.1941
13 – Dietl Johann, Schmied, Landwirt, Gaishausen – 17.12.1934
14 – Mauermayer Manfred, Schreiner, Wegern – 23.11.1950
15 – Ecker Adolf, Landwirt, Brandstatt – 12.10.1935
16 – Kronfeldner Josef, Landwirt, Viehhändler, Grub – 3.6.1947
17 – Fuchs Johann jun., Fachlehrer, Steinburg – 1.6.1953
18 – Berger Ludwig, Omnibusunternehmer, Hunderdorf – 15.1.1944
19 – Waas Helmut, Bundesbahnbeamter, Irlach – 21.5.1952
20 – Kraus Johann, Holztechniker, Schafberg – 4.10.1943
21 – Häusler, Johann, Landwirt, Hofdorf – 12.11.1961
22 – Kronfeldner Gerhard, Großhandelskaufmann, Au vorm Wald – 8.5.1963
23 – Hornberger Max, Landwirt, Hunderdorf – 8.6.1940
24 – Breu Johann jun. Kfz-Mechaniker, Neidau – 20.3.1963
25 – Hafner Franz, Angestellter, Hoch – 24.5.1940
26 – Freundenstein Alois, Gastwirt, Au vorm Wald – 21.11.1940
27 – Schwürzinger Heinrich, Kundendienst-Techniker, Hunderdorf – 18.1.1943
28 – Schedlbauer Franz, Metzgermeister, Hoch – 14.7,1954
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Flurbereinigung Degernbach, Stadt Bogen, Lkr. Straubing-Bogen
Bekanntmachung und Ladung

Die Flurbereinigungsdirektion Landau a. d. Isar hält am Dienstag, dem 13.3.1984 um 14.00 Uhr eine Aufklärungs- und Teilnehmerversammlung über die Weiterführung des Flurbereinigungsverfahrens Degernbach in der Gastwirtschaft Greindl in Degernbach ab.
Hierzu werden die Teilnehmer der Flurbereinigung Degernbach eingeladen.
Die Ladung richtet sich insbesondere an die Grundbesitzer der Ortsfluren Waltersdorf, Rankam, Rainfurt, Degernbach, Deschlhaid, Stephling, Frammelsberg, Waidholz und Unterfreundorf, weil nur in diesen Gebieten die Flurbereinigung weitergeführt werden soll und die weiter abseits der Bundesautobahn gelegenen Grundstücke aus der Flurbereinigung ausgeschaltet werden.
In der Versammlung werden die Grundeigentümer über die vorgesehene Verkleinerung des Flurbereinigungsgebietes, über die Weiterführung, die geplanten gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen sowie über die voraussichtlich anfallenden Kosten und deren Finanzierung und über den weiteren zeitlichen zeitlichen Verfahrensablauf aufgeklärt.
Für eine Aussprache besteht ausreichend Gelegenheit. Zu der Versammlung sind auch das Landratsamt , das Amt für Landwirtschaft und Bodenkultur, das Wasserwirtschaftsamt, die Autobahndirektion und das Amt für Landwirtschaft Straubing geladen, um über die in ihren Fachbereich fallenden Maßnahmen während der Flurbereinigung Aufschluß zu geben.
Im Anschluß an diese Versammlung können die Versammlungsteilnehmer aus dem künftigen (verkleinerten) Flurbereinigungsgebiet schon Vorschläge für den künftigen Vorstand der Flurbereinigungsteilnehmergemeinschaft vorbringen.
Nach der Anordnung der Flurbereinigung werden dann diese vorgeschlagenen Personen bereits namentlich in einem Wahlvorschlag aufgestellt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984

Klärschlamm wird abgegeben
Die Gemeinde Hunderdorf hat demnächst Klärschlamm aus der Kläranlage in Hunderdorf abzugeben, der sich als Düngehilfsmittel eignet.
Interessierte Landwirte können den Klärschlamm kostenlos abfahren. Meldungen etwaiger Interessenten sind demnächst an die Gemeinde Hunderdorf/VG Geschäftsstelle erbeten.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Aufstellung des Bebauungsplanes „Schmiedfeld“
hier: Beteiligung der Bürger an der Bauleitplanung gemäß § 2 a BBauG

Für die o. a. Aufstellung des Bebauungsplanes „Schmiedfeld“ findet am Mittwoch, dem 7. März 1984 in der Zeit von 15.00 – 17.00 Uhr in der Gemeindekanzlei Windberg und am Donnerstag, dem 8. März 1984 in der Zeit von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Verwaltungsamt Hunderdorf, Kirchgasse 8, die Bürgerbeteiligung nach § 2 a BBauG statt.
Hierbei besteht die Gelegenheit, Einsicht in den Planentwurf zu nehmen. Weiterhin besteht die Möglichkeit zur Äußerung und zur Erörterung (Anhörung). Sachkundige Erläuterungen werden von seiten der Verwaltung gegeben.
Hunderdorf, 24. Februar 1984
Kleikamp
1. Bürgermeister
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Bekanntmachung über die Zulassung von Wahlvorschlägen für die Gemeindewahl am 18. März 1984 in Windberg
A. Bürgermeisterwahl
1. Der Wahlausschuß hat für diese Wahl die Zulassung folgender Wahlvorschläge beschlossen:
Ordnungszahl (Nr.).- Kennwort – Bewerber (Vor- und Familienname/n, Geburtstag, Stand oder Beruf, Wohnort evtl. Wohnung, zusätzliche Angaben z. B. von Ehrenämtern)
1 – CSU/FWG – Kleikamp Franz, 1.7.38, Windberg, Bürgermeister, Regierungshauptsekretär
13  – Christliche Wählergemeinschaft – Schmidbauer Dietmar, 15.2.48, Technischer Angestellter, Windberg
Da mehrere gültige Wahlvorschläge vorliegen, kann der Wähler nur einen der vorgedruckten Bewerber wählen, er hat dabei nur eine Stimme.
B. Gemeinderatswahl
1. Der Wahlausschuß hat für diese Wahl die Zulassung folgender Wahlvorschläge beschlossen:
Ordnungszahl (Nr.) -Partei oder Wählergruppe (Kennwort)
1 – CSU/FWG
13 – Christliche Wählergemeinschaft (CVVG)
Die einzelnen Wahlvorschläge mit den Bewerbern sind nachfolgend abgedruckt.
3. Da mehrere gültige Wahlvorschläge vorliegen, kann der Wähler seine Stimmen nur Bewerbern geben, deren Namen in einem der zugelassenen Wahlvorschläge enthalten sind.
Nähere Einzelheiten über die Stimmabgabe sind der Abstimmungsbekanntmachung, die noch ergeht, zu entnehmen.
Gemeindewahlleiter
Feldmeier
CSU/FWG
Zur Gemeinderatswahl am 18. März 1984 wurde der folgende Wahlvorschlag mit der Ordnungszahl (Nr.) 1 und dem Kennwort CSU/FWG zugelassen:
Lfd. Nr. – Bewerber: Familienname, Vorname Stand/Beruf, Wohnort/Wohnung – Geburtsdatum – Zusätzl. Angaben (z. B. kommunale Ehrenämter)
1 – Kleikamp Franz, Regierungshauptsekretär, Windberg – 1.7.1938 – Bürgermeister
2 – Feldmeier Helmut, Maurermeister, Meidendorf – 13.12.1940
3 – Haimerl Helmut, Landwirt, Hof – 13.11.1941
4 – Wurm Josef, Landwirt, Meidendorf – 21.9.1936
5 – Mühlbauer Martin, Kfz-Meister, Irensfelden – 7.8.1946
6 – Schmidbauer Hans, Dipl.-Chemiker, Biehl – 23.10.1955
7 – Fischer Josef, Polizeibeamter, Windberg – 18.7.1955
8 – Diewald Josef, Wirtschaftsingenieur Windberg – 10.8.1953
9 – Haimerl Alfons, Landwirt, Dambach – 5.5.1929
10 – Christi Helga, Bürogehilfin, Windberg – 20.9,1948
11 – Bauer Karl, Landwirt, Jacklhäusl – 17.6.1941
12 – Auerbacher Walter, Facharbeiter, Windberg – 5.11.1957
13 – Häusler Otto, Rentner, Windberg – 12.8.1918
14 – Anneser Eugen, Facharbeiter, Windberg – 4.6.1935
15 – Staudinger Helga, kaufm. Angestellte Meidendorf – 30.6.1948
16 – Seidler Wilfried, Kfz-Mechaniker, Meidendorf – 20.9.1945
Christliche Wählergemeinschaft (CWG )
Lfd. Nr. – Bewerber: Familienname, Vorname Stand/Beruf, Wohnort/Wohnung – Geburtsdatum – Zusätzl. Angaben (z. B. kommunale Ehrenämter)
1 – Schmidbauer Dietmar, Techn. Angestellter, Windberg – 15.2.1948
2 – Bruckmüller Hermann, Landwirt, Steinmetz, Gartenhaus – 9.11;1936
3 – Schötz Otto, Landwirt, Böhmhöfl – 27.9.1939
4 – Mühlbauer Josef ,Techn, Angestellter Ochsenweiher – 25.5,1940
5 – Hartmannsgruber Helmut, Kraftfahrer, Windberg – 1.7.1946
6 – Flister Gerda, Verwaltungsangestellte Windberg – 27.4.1954
7 – Hafner Willi, Landwirt, Netzstuhl – 7.7.1934
8 – Hartmannsgruber Xaver, Zimmerer Meidendorf – 7.1,1951
9 – Poiger Willi, Glaser, Windberg – 16.5.1935
10 – Dr. Voigtmann Gerd, Zahnarzt, Wassergraben – 28.5.1947
11 – Schuster Siegfried, Maurer, Oberbucha – 21.11.1945
12 – Gierl Alois, Facharbeiter, Windberg – 27.3.1950
13 – Förg Josef, Kfz-Mechaniker, Ried – 10.3.1956
14 – Laumer Paul, Bäcker, Herrnbirket – 24.6.1948
15 – Suttner Bernhard, Jugendbildungsreferent, Windberg – 20.2.1949
16 – Kräh Erich, Hausmeister, Unterbucha – 20.10:1937
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Hunderdorfer Schüler beim Wintersport
Winterwandertag der Verbandsschule Hunderdorf bei herrlichem Wetter

„Das war der schönste Wandertag seit langem!“ Darüber waren sich Schüler und Lehrkräfte einig, nachdem sie bei strahlendem Sonnenschein einen Schultag im Freien verbracht hatten. Je nach Neigung konnten sich die Kinder und Jugendlichen einer der sechs Gruppen anschließen, die schon 2 Tage vorher eingeteilt wurden. Während die Rodler zum Windberg aufbrachen und sich die Eisstockschützen auf dem Hunderdorfer Weiher vergnügten, suchte sich die Wandergruppe ihren Weg durch verschneite Wälder nach Mitterfels. Die Schlittschuhfahrer drehten ihre Runden im Straubinger Eisstadion und die Langläufer verbesserten ihre Kondition auf der Loipe von St. Englmar zum Hirschenstein. Die einmalig präparierte Piste des Predigtstuhls war das Ziel für die Schifahrer, und jeder, ob Pflugbogenfahrer oder Wedler, kam dort bis zum Nachmittag voll auf seine Kosten.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Sportler-Maskenball , ein Höhepunkt im Fasching
Beim traditionellen Hunderdorfer Sportlerball zeigte sich eine stattliche Besucherzahl. 1. Vorstand Heinz Hentschirsch hieß die Gäste aus nah und fern willkommen. 1. Bürgermeister Karl Härtenberger, 2. Bürgermeister Egon Weinzierl und Gemeinderäte waren gekommen. Auch die Ortsvereine mit den Vorständen waren anwesend.
Sehr stark war heuer die Jugend von Hunderdorf vertreten. Beide Säle im Clublokal Sandbiller waren voll, als die Tanzkapelle „Torpinos“ zum Tanz aufspielten.
Fast alle Gäste waren maskiert oder kostümiert gekommen und es kam bald eine Hochstimmung auf.
Bei der Demaskierung waren alle gespannt!
Einzelmasken: Gladiator von Nero, Fußballer im Jahre 2055, Wahllieschen 1984, der Wilderer, Gevatter Tod, Kater Tom und Mäuschen Schnurri; Paare: Biedermeier-Ehepaar, Hochzeitspaar, Teufel und Teufelchen, Mecki-Paar, Braut-Paar, Negerstamm, Zirkusdompteur-Ehepaar.
Den Höhepunkt erbrachte das Wahllieschen 1984 von Hunderdorf. Sie berichtete von den Dreien, die sich als Bürgermeister zur Wahl stellen. Sie meinte zu einer Wahl gehöre ein gutes Essen. Dazu gehört ein guter Wein, Spätlese, Marke Weinzierl. Dann wurde Brotzeit gemacht, und was wäre eine gute Brotzeit ohne eine richtige frische Maß Bier vom Breu. Als Nachspeise gibt es dann ein süßes Dessert schön verpackt, Marke Peschke zum Verzehr.
Ihr Dank war ein riesiger Applaus.
Die Mühen der Masken wurden alle mit einem Preis belohnt. Die Tombola mit vielen Preisen half mit, die Unkosten in Grenzen zu halten.
Dann herrschte reges Leben auf der Tanzfläche und ausgelassene Heiterkeit bis in die frühen Morgenstunden, bis sich die letzten Ballbesucher auf den Heimweg machten. Die Vorstandschaft vom Sportverein Hunderdorf bedankt sich für alle Spenden von den Geschäftsleuten in Hunderdorf und 2 Gärtnereien von Bogen. Ein Danke auch an alle Kartenvorverkäufer und Käufer.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


SV Hunderdorf, Abteilung Fußball
Zum Start in die Rückrunde, am 15,4.1984 werden noch einige Freundschaftsspiele in Hunderdorf ausgetragen. Beginn: 12.45 Uhr/14.30 Uhr
4.3.1984 SVH — FC Lederdorn I. und II. Mannschaft
10.3.1984 SVH — SV Neukirchen I. und II. Mannschaft
18.3.1984 SVH — TSV Geierstal I. und II. Mannschaft
24.3.1984 SVH — ASV Degernbach I. und III. Mannschaft
25.3.1984 SVH — SV Loitzendorf I. und II. Mannschaft
1.4.1984 SVH — SV Gotteszell I. und II. Mannschaft
8.4.1984 SVH — FC Böbrach I. und II. Mannschaft
Zum Spiel am 10.3.1984 ist der SV Neukirchen zu Gast. Es ein DFB-Pokalspiel. Der SVN ist zur Zeit Tabellenerster der B-Klasse Straubing.
Zugleich gratuliert die Abteilung Fußball unter Leitung von Gerhard Scherz dem 1. Vorsitzenden Heinz Hentschirsch zu seinem 40. Geburtstag. Dem Geburtstagskinde wünschen wir alles Gute.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


1. Vorsitzender Heinz Hentschirsch 40 Jahre
Letztes Wochenende feierte der 1. Vorsitzende vom Sportverein Hunderdorf seinen 40. Geburtstag. Zu seinem Ehrentag gratulierte der Hauptverein. 2. Vorsitzender Hans Grill, Schatzmeister Gerhard Scherz überreichten dem 1. Vorsitzenden ein Präsent, und wünschten im Namen des SVH alles Gute.
Herr Hentschirsch ist seit 1981 1. Vorsitzender vom Sportverein Hunderdorf und war als Abteilungsleiter Fußball vor 1977 – 1981 tätig.
Hans Grill dankte für die geleisteten Arbeiten und wünschte ihm alles Gute für die nächsten Jahre im Sportverein Hundedorf.Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Imker im Dienste der Umwelt
Vorsitzender Attenberger: 1983 war ein zufriedenstellendes Imkerjahr – Kreisvorsitzender Achatz sprach
Steinburg. Einen umfassenden Bericht erstattete Josef Attenberger, der 1. Vorsitzende des Imkervereins Steinburg bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Gasthaus Berger/Höfelsauer. Kreisvorsitzender Josef Achatz gab Hinweise zu Pflege- und Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Varroa-Milbe und sprach über die Bedeutung und Vermarktung des Honiga.
1. Vorsitzender Josef Attenberger begrüßte eingangs insbesondere den Kreisvorsitzenden Josef Achatz (Hofweinzier), und den neuen Seuchenwart und Vorstandskollegen Rudolf Schwarz (Rattenberg). Sodann wurde zum Gedenken an den verstorbenen Ehrenvorstand Karl Hanner und Vereinsmitglied Rudi Schötz eine Gedenkminute eingelegt.
„Das Jahr 1983 war für die meisten Imker zufriedenstellend“, mit dieser Aussage leitete Vorsitzender Attenberger seinen Jahresbericht ein. Wer seine Völker im Herbst gut eingefüttert hatte, konnte im Frühjahr schon bald einen Erfolg verbuchen bei den Ablegern und wer aktiv geblieben sei, konnte bald auch etwas Blütenhonig ernten. Nachdem auch der Wald honigte, kam jedoch die große Hitzeperiode, so daß man nur wenig bzw. wieder keinen Tannenhonig erhalten konnte.
Die Bienenseuche „Varroa“ , so berichtete Attenberger, sei bereits in Regensburg und Umgebung bekanntgeworden. Es sei leider auch damit zu rechnen, daß sie das hiesige Gebiet erfasse. Attenberger wörtlich: „Wir alle stehen vor einer großen Bewährungsprobe“. Es gelte, so der Redner, sich für die Varroa-Bekämpfung zu rüsten, wobei notwendige Gerätschaften wie z. B. Gitterrahmen, Unterkästen u. ä. beschafft bzw. hergerichtet werden sollen. Auch eine verstärkte Überwachung der Bienenvölker solle erfolgen. Attenberger sprach sich zudem dafür aus, alte offenstehende Bienenkästen die frei und verwildert in der Landschaft stünden, zu beseitigen, damit hier nicht mancher wilde Schwarm Unterschlupf finde. Der Imkervorstand verwies darauf, daß Varroa-Bekämpfungsmittel mit 50 % bezuschußt würden.
Dann berichtete 1. Vorsitzender Josef Attenberger über zwei Neuaufnahmen im Vereinsjahr, so daß der Mitgliederstand mit 58 Imkern gehalten werden konnte. Unverändert beibehalten worden sei auch der Mitgliedsbeitrag. Attenberger berichtete zudem über die Zuckerrückvergütung und bat, den Zucker wieder verstärkt über den Verein zu kaufen. Erfreulich wertete es der Imkervorsitzende, daß 1983 wiederum kein Diebstahl und kein Bienenfrevel zu verzeichnen gewesen sei.
Sodann verwies der Sprecher auf den niederbayerischen Züchtertag am 24.3. in Plattling, auf den Züchtertag des Landesverbandes am 17.3. in Nürnberg, auf den niederbayerischen Imkertag am 21. und 22.7. in Arnstorf sowie auf den bayer. Imkertag am 8. und 9.9. in Regensburg. Attenberger empfahl auch den Lehrgangsbesuch, der von den verschiedenen Zuchtanstalten angeboten werde, da hier besondere Kenntnisse vermittelt würden, insbesondere und gerade für Jungimker und Anfänger seien derartige Kurse interessant.
Attenberger sprach sich auch für die Beibehaltung, des Imker-Frühschoppens aus, da hier Erfahrungen ausgetauscht werden. Weiterhin wies der Redner darauf hin, daß im nächsten Jahr der Imkerverein sein 75jähriges Bestehen begehen könne und näheres über die Feier des Gründungsfestes noch abgesprochen und festgelegt werde. Abschließend richtete Vorsitzender Attenberger Dankesworte an den Kreisvorsitzenden Josef Achatz, für die Unterstützung und gewährten Beihilfen.
Kassier Karl Heigl wartete sodann mit dem Kassenbericht auf. Bei der anschließenden Rechnungsprüfung wurde alles in Ordnung befunden und eine ordnungsgemäße Kassenprüfung bestätigt.
Kreisvorsitzender Josef Achatz bescheinigte dem Steinburger Imkerverein, zu den aktivsten Vereinen des 16 Vereine umfassenden Kreisverbandes zu zählen. Achatz bezeichnete den volkswirtschaftlichen Wert der Bestäubung durch die Biene in die Milliarde gehend. Die Imker seien Umweltschützer, ohne daß davon viel publik gemacht werde und die „Bienenväter“ machen das gerne, konstatierte der Kreisvorsitzende. Er gab dann Hinweise auf Pflege- und Bekämpfungsmaßnahmen der Varroa-Milbe. Zur Bedeutung des Honigs sagte Achatz, statistisch betrage in Deutschland der Pro-Kopfverbrauch 1,2 kg, womit man fast an der Weltspitze liege. Der deutsche Honigkonsum von rd. 57 Tonnen jährlich könne nur zu einem Viertel aus heimischer Erzeugung gedeckt werden. In 73 % der Haushalte werde Honig verzehrt. Im folgenden bezeichnete Achatz den echten deutschen Honig als besonders reich an natürlichen biologischen Wirkstoffen. Das „süße Bienenerzeugnis“ sei nicht nur ein hochwertiges Nahrungsmittel, das wertvolle Wirkstoffe für gesunde Lebenstätigkeit enthalte, sondern helfe auch heilen. Honig sei zwar kein Medikamentenersatz, aber er unterstütze den Heilungsprozeß und wirke vorbeugend.
Wert solle auch auf die Direktvermarktung des Honigs gelegt werden.
Und die Kunden wissen, qualitativ hochwertigen Honig zu erhalten. Abschließend empfahl der Kreisvorsitzende mit starken Völkern in den Winter zu gehen. Abschließend wertete es Achatz als erfreulich, daß nunmehr auch der Landkreis die Bienenzucht fördere und einen Zuschuß zur Verfügung stelle. Zwei interessante Schulungsfilme mit den Titeln „Das Bienenjahr“ und „Varroa-Milbe“ rundeten den Vortrag ab. Letztlich wies Achatz auch auf den am 25.3. in Mallersdorf stattfindenden Kreisimkertag hin. Sodann stellte sich der neue Seuchenwart Rudolf Schwarz vor und informierte über verschiedene Bodeneinlagen und Unterbaukästen, die gegen die Varroa-Milbe bzw. ihre Überwachung empfehlenswert seien.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Otto Häusler wieder 1. Vorsitzender der KuSK
Rückblick auf gelungenes Gründungsfest – 2 verdiente Mitglieder geehrt

Windberg. Kürzlich fand im Gasthaus Amann die Jahreshauptversammlung der KuSK Windberg, zu der 55 Mitglieder erschienen waren, statt. Nach einem kurzen Rückblick des 1. Vorsitzenden Otto Häusler, über die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres und dem Bericht des Kassiers, Alfons Frankl, zog Festleiter Jürgen Tanne ein abschließendes Resümee über das 75jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe, das vom 10. bis 13. Juni 1984 stattgefunden hatte. Dabei hob er die gelungene Organisation, an der der Festausschuß und besonders der Vorsitzende Otto Häusler, maßgeblich beteiligt waren, lobend hervor und bedankte sich insbesondere bei der Fahnenmutter, Ursula Laumer, der Fahnenbraut und den Fahnenbegleiterinnen für ihren Beitrag zum fest.
Ebenso richtete er Worte des Dankes an den Patenverein Hunderdorf und würdigte das Engagement des Schirmherrn , Bürgermeister Franz Kleikamp. Mit dem Wunsch, daß dieses gelungene Fest nicht nur allen Beteiligten in guter Erinnerung bleibe, sondern auch auf das künftige Vereins- und Gemeindeleben förderlich wirke, schloß Tanne seine Ausführungen.
Danach wurde Martin Feldmeier für 25jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde geehrt, sowie Edmund Laumer wegen besonderer Verdienste im Rahmen der Fahnenweihe ein Präsent überreicht.
Bürgermeister Franz Kleikamp erläuterte anschließend die für die letzte Augustwoche 1984 geplante Fahrt nach Südfrankreich im Rahmen der deutsch-französischen Freundschaft. Daran sollten Vertreter verschiedener Vereine teilnehmen, besonders interessant sei das Vorhaben seiner Meinung nach für manch älteren Kriegsteilnehmer, der vielleicht vor Jahrzehnten in Frankreich gekämpft habe.
Im Anschluß daran wurde Martin Feldmeier zum Fahnenträger ernannt. Nach dem Rechenschaftsbericht und der Entlastung der Vorstandschaft und des Kassiers erfolgten Neuwahlen.
Jürgen Tanne wurde zum Wahlleiter, Walter Schneider und Hans Schmidbauer zu Wahlhelfern berufen. In geheimer, schriftlicher Wahl wurde Otto Häusler einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt. Erwin Mühlbauer wurde in das Amt des 2. Vorsitzenden gewählt. Des weiteren wurden in den Vereinsausschuß gewählt: Xaver Förg, Hans Kraus und Jürgen Tanne. Per Akklamation wurden Alfons Frankl zum Kassier und Hans Schmidbauer zum Schriftführer bestimmt.
Nach Beendigung der Wahl gab Otto Häusler die geplanten Veranstaltungen 1984 bekannt. Darunter fallen der Ball der KuSK am Rosenmontag im Gasthaus Mühlbauer, ein Hüttenfest im Sommer sowie ein Jahrestag und die Teilnahme an verschiedenen Fahnenweihen.
Unter dem letzten Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ wurde die geringe Teilnahme der KuSK am Stammtischball beklagt. Zum Schluß wurden noch Spenden für die Tombola zum Vereinsball am Rosenmontag entgegengenommen.
Mit einem Dank an Festleiter Tanne für die Leitung der Fahnenweihe sowie die hervorragende Mitwirkung bei der Planung und Organisation schloß Otto Häusler die Versammlung.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 02.03.1984


Gaishausen. FFW: Sonntag, 4. 3., 19.30 Uhr, Kappenabend mit Tombola im Gasthaus Gierl, Rammersberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.03.1984


Hunderdorf-Steinburg-Gaishausen. Freie Wählergemeinschaft: Sonntag, 4. 3., 10.30 Uhr, Wahlversammlung im Gasthaus Deschl in Hofdorf mit Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten E. Weinzierl und der Gemeinderatskandidaten.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.03.1984


Viel Rückhalt für die FWG
Bürgermeister-Kandidat Weinzierl: „Bürgernahe und sparsame Gemeindepolitik“
Steinburg.
Im Gasthof zum Berger-Bräu in Steinburg hielt die Freie Wählergemeinschaft Hunderdorf – Steinburg – Gaishausen am vergangenen Sonntag eine Wahlversammlung ab. Vorsitzender Hans Feldmeier hieß die interessierten Bürgerinnen und Bürger willkommen und dankte für das überaus zahlreiche Erscheinen.
Nach der Vorstellung der Gemeinderatskandidaten betonte Feldmeier, daß im Wahlprogramm der FWG Hunderdorf—Steinburg—Gaishausen der Mensch an oberster Stelle steht, nicht der Berufs- oder Besitzstand. „Die Lösung aller innergemeindlichen Probleme ist die Aufgabe eines Gemeindeparlaments“, meinte Feldmeier. „Die FWG wird sich der Anliegen aller Gemeindebürger annehmen und trete ebenso für christliche Standpunkte ein, wie politische Gruppen mit dem „C“ vorneweg“, sicherte Feldmeier zu.
Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Anwesenden die Ausführungen des Bürgermeisterkandidaten Egon Weinzierl. Mehrmals vom Applaus der Zuhörer unterbrochen, legte Weinzierl die Schwerpunkte seiner Arbeit als langjähriger Kommunalpolitiker dar. „Sollte die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler am 18. März mir das Vertrauen schenken, so kann ich heute schon zusichern, daß ich eine bürgernahe und sparsame Gemeindepolitik vertreten werde“. Auch werde er den Ausbau von Wirtschaftswegen sowie die Fertigstellung der Sportanlage Hunderdorf nach Kräften vorantreiben.
Bei der Darstellung des Wahlvorganges wurde von Anfang an deutlich gemacht, daß die Freie Wählergemeinschaft Hunderdorf—Steinburg-Gaishausen nicht irgendwelche „freie Wähler“ als Anhängsel anderer politischer Gruppen ist. Hingewiesen wurde auch auf die Möglichkeit der Briefwahl, die gerade für gehbehinderte, kranke oder ältere Personen, aber auch für Wahlberechtigte, die am Wahltag verreist sind, ein Nutzen ist. Unter den vielen Anfragen und Beiträgen der Versammelten war das Thema „Friedhofsdrainage“ eine schwerpunktmäßige Forderung.
Die nächste Wahlversammlung der Freien Wählergemeinschaft Hunderdorf—Steinburg—Gais-hausen findet am Sonntag, 4. März, um 10.30 Uhr in Hunderdorf, Gasthof Deschl, statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.03.1984


Nur Unternehmensflurbereinigung „Autobahn“
Flurbereinigungsdirektion sagte Aufhebung der Flurbereinigung zu — Aufklärungsversammlung mit Baudirektor Zitzelsberger
Hunderdorf.
Kürzlich fand im Gasthaus Sandböller eine Aufklärungs- und Teilnehmerversammlung über die Weiterführung des Flurbereinigungsverfahrens Hunderdorf statt. Baudirektor Zitzelsberger von der Flurbereinigungsdirektion Landau hieß hierzu neben den Landwirten insbesondere auch verschiedene Behördenvertreter willkommen. Baudirektor Zitzelsberger führte aus, daß gegen die angeordnete Flurbereinigung Hunderdorf eine Vielzahl von Widersprüchen eingegangen sei und das Verfahren, abgesehen von einzelnen Besprechungen, geruht habe.
Nunmehr dränge die Autobahndirektion auf eine Abwicklung, um die Durchschneidungsschäden im Zuge der Autobahnbaumaßnahme zu beseitigen, nachdem bereits im Juni d. J. mit der Fertigstellung der Autobahn zu rechnen sei. Die Flurbereinigungsdirektion, so Baudirektor Zitzelsberger, sei zu der Überzeugung gekommen, daß nunmehr nicht das große Flurbereinigungsverfahren durchgeführt werden solle, sondern nur mehr eine Unternehmensflurbereinigung „Autobahn“. Anhand von Kartenmaterial zeigte Zitzelsberger die mögliche neue Gebietsabgrenzung auf. Alternativ zeigte Zitzelsberger auch auf, daß das vorgesehene Flurbereinigungsgebiet verkleinert und im verbleibenden Teilbereich auch Flurbereinigungsmaßnahmen durchgeführt werden könnten, wobei mit einer etwa 70prozentigen Bezuschussung gerechnet werden könne.
Der Baudirektor führte an, daß es nunmehr gelte, einen Vorstand der Flurbereinigungsteilnehmergemeinschaft zu bilden. Die Neuverteilung könne erst in etwa sechs Jahren erfolgen. Bezüglich der Unternehmensflurbereinigung „Autobahn“ sei für die Landwirte kein Flächenabzug zu erwarten. Zitzelsberger erläuterte die Aufgaben des Vorstandes, die nach seiner Meinung bei der Unternehmensflurbereinigung nicht problematisch seien. Als wichtige Aufgaben führte Zitzelsberger an, die Mitwirkung bei der Wertermittlung und Verteilung der Grundflächen sowie die Festlegung der Entschädigung.
Als Problem bezeichnete Baudirektor Zitzelsberger den Übungsplatz „Sollinger Loch“, wozu er leider auch bestätigen mußte, daß der Übungsplatz kommen werde. Seitens des Verteidigungsministeriums sei der Grunderwerbsauftrag an die Oberfinanzdirektion für 76 Hektar angeordnet worden. Das Bestreben der Flurbereinigungsdirektion sei, daß seitens der Oberfinanzdirektion Flächen aufgekauft werden, damit der Flächenbedarf abgedeckt und im Zuge einer weiteren Unternehmensflurbereinigung abgewickelt werden könne. Zitzelsberger sprach sich gegen den Grunderwerb über das Landbeschaffungsgesetz, wie ihn die Finanzdirektion auch ins Auge gefaßt habe, aus. Der Sprecher fügte hinzu, daß aus der Hunderdorfer Gemarkung für den Übungsplatz 48 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche voraussichtlich beansprucht würden.
Nach den Stellungnahmen der Vertreter des Landwirtschaftsamtes und des Amtes für Bodenkultur konstatierte Bürgermeister Härtenberger, daß mit den Aussagen seitens der Flurbereinigungsdirektion den Wünschen der Landwirte entgegengekommen werde. Härtenberger dankte Baudirektor Zitzelsberger für diese Entscheidung. Zugleich versicherte Härtenberger, daß sich auch die Gemeinde für eine Unternehmensflurbereinigung bezüglich des Übungsplatzes einsetzen werde, nachdem der Übungsplatz nicht verhindert werden könne.
Einhellig sprach sich die Versammlung sodann dafür aus, daß eine reine Unternehmensflurbereinigung stattfinden solle und keine erweiterte vermischte Flurbereinigung im verkleinerten Gebiet. Sodann wurden Vorschläge für die Wahl der künftigen Vorstandschaft der Flurbereinigungsteilnehmergemeinschaft vorgegeben. Die Wahl selbst soll dann in einer späteren Versammlung, die voraussichtlich etwa im April stattfinden wird, erfolgen. Im Zuge des angestrebten Gruppenwahlverfahrens wurden für Hofdorf drei Vorstandsmitglieder, für den Bereich Sollach zwei Vorstandsmitglieder und für den Bereich Stetten-Eglsee ein Vorstandsmit-glied vorgesehen. Des weiteren wird jeweils ein, Stellvertreter für diese künftigen Vorstandsmitglieder zu wählen sein.
Abschließend gab Baudirektor Zitzelsberger bekannt, daß nunmehr demnächst der angeordnete Flurbereinigungsbeschluß entsprechend dem heutigen Versammlungsergebnis eingeschränkt werde auf eine reine Unternehmensflurbereinigung „Autobahn“.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.03.1984


„Wir machen gute Kommunalpolitik“
„CSU-Freie Wähler“-Kandidaten stellten sich vor — Pongratz sprach zur Kreispolitik
Hunderdorf/Gaishausen.
„Die Gemeinde Hunderdorf mit Umsicht und Sorgfalt weiterführen“, dieses vorrangige Ziel hat sich der Bürgermeisterkandidat der CSU-Freie Wähler, Sepp Breu, mit seiner Mannschaft gestellt. Besonders wichtig nannte es Breu bei einer kürzlich im Gasthaus Karl Solcher in Ehren stattgefundenen Wahlversammlung, daß die kontinuierliche Gemeindeentwicklung fortgesetzt und das Hauptaugenmerk auf eine solide, gesunde Finanzpolitik gelegt werde. Das Ziel der Ausgewogenheit müsse auch weiterhin gewährleistet sein und dafür böten die Kandidaten der „CSU-Freie Wähler“ die beste Gewähr, meinten Breu und Bürgermeister Härtenberger.
Breu stellte das Sachprogramm vor, wobei er betonte, daß an erster Stelle der Straßen- und Wegebau stehe und auch zukünftig verstärkt Ausbaumaßnahmen im Außenbereich weiterbetrieben werden. Den Vorwurf, der Außenbereich sei vernachlässigt worden, widerlegte Breu mit der Aufzählung der in den letzten sechs Jahren geschaffenen Straßen Grub-Ellaberg, Bauernholz-Lintach, Starzenberg, Hofdorf und Lindfeld. Besonderes Augenmerk wurde und werde, so Breu, einer guten, umsichtigen Finanzpolitik gewidmet.
CSU-Kreisfraktionsvorsitzender Anton Pongratz zeigte in seinem Referat anschaulich auf, daß das Bestreben des Landkreises unter der CSU-Führung der Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen galt. Er nannte als weitere Ziele den Donaubrückenbau, der im Jahre 1985 fertiggestellt werden solle und mit dem auch ein verbesserter Anschluß an das überregionale Straßennetz erreicht werde. Pongratz verwies auch darauf, daß durch den Bau der Landwirtschaftlichen Berufsschule ein vollgegliedertes Schulsystem abgeschlossen worden sei. Der Bau des Berufsschulzentrums in Bogen stehe noch an. Pongratz: Für uns hat der berufsbildende Zweig Vorrang. Es gilt, die Chancen für die auszubildende Jugend zu fördern und zu stärken.“
Auf das Industriegebiet Sand eingehend wandte sich Pongratz primär dagegen, hier von Versäumnis zu reden. Man wolle nicht mehr als 100 Millionen Mark investieren, wenn nicht auch Betriebsansiedlungen in Aussicht stünden. Ohne Hafenlände sei das Industriegebiet nicht voll ausbaufähig. Pongratz bekräftigte, die CSU sei auch nicht der „Seuche der Schuldenmacherei“ erlegen und habe Kreditaufnahmen nur in einem überschaubaren frei refinanzierbaren Rahmen getätigt. So sei gewährleistet, daß auch weiterhin Zukunftsaufgaben und die Verbesserung der allgemeinen Daseinsfürsorge angegangen werden können. „Ingo Weiß muß Landrat bleiben, um den kontinuierlichen Aufbau fortzusetzen“, sagte Pongratz abschließend.
Sodann zeigte Bürgermeister Härtenberger auf, daß der Wahlbrief der Freien Wählergemeinschaft trotz früher betonter sachlich-fairer Wahlkampfführung unzutreffende Aussagen enthalte. Härtenberger stellte richtig, daß die erreichte Einstufung zum Kleinzentrum nichts mit der ehemaligen Gemeinde Gaishausen zu tun hatte und er (Härtenberger) seit 1972 bis 1977 laufend Eingaben und Vorsprachen geführt habe und echt habe kämpfen müssen, um mit den weitgehendst erfüllten Kriterien für Hunderdorf die Einstufung zum Kleinzentrum zu erreichen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.03.1984


Kleine Einlagen und großer Applaus
Hunderdorf.
Der Frauenbund Hunderdorf veranstaltete zum ersten Mal einen Weiberfasching. Die „närrischen Frauen“ der VG Hunderdorf kamen so zahlreich, daß der Saal des Gasthauses Baier-Eibauer bis zum letzten Stuhl gefüllt war. Zum Tanz spielten Bruno und Dietmar, sie brachten jung und alt in ausgelassene Faschingsstimmung. Einige Frauen der Feuerwehr, der Turnerinnen und des Frauenbundes brachten kleine Einlagen und ernteten großen Applaus. Die Frauen des Bayerwaldvereins kamen als Hochzeitsgesellschaft samt Kranzljungfer und gstanzlsingendem Hochzeitlader. Ein als Storch maskierter Mann wollte sich in die Faschingsgesellschaft einschleichen. Nachdem ihn einige Frauen zur Überprüfung des Geschlechts in Angriff nahmen, verließ er fluchtartig den Saal. Eine großzügige Tombola regte die Besucher zum eifrigen Kauf der Lose an.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.03.1984


Wenn Gastwirt Josef Baier, Hauptstr. 18, 8447 Hunderdorf, die Anschuldigung gegen mich bezüglich der Polizeikontrolle am 1. 3. 1984 nicht öffentlich zurücknimmt, werde ich gerichtlich gegen ihn vorgehen!
Thomas Gürster, Hunderdorf,
Hauptstr. 20
Quelle: Bogener Zeitung, 06.03.1984


Die „Hawaii-Sisters“ begeisterten
Au v. Wald.
Zum Faschingsball hatte am Faschingssamstag der Stammtisch der Au’inger geladen. Vorstand Johann Hornberger jun. konnte den 2. Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf, Egon Weinzierl, den CSU-Ortsvorsitzenden Josef Breu, die beiden Kommandanten der FFW Au v. Wald, Johann Breu sen. und Manfred Mauermayer sowie Vertreter der FFW Steinburg und des EC Steinburg begrüßen. Sein besonderer Gruß galt den zahlreich erschienen Gästen aus Teisbach. Die flotte und abwechslungsreiche Musik der „Bayerwald-Buam“ garantierte stets eine gefüllte Tanzfläche. Schwer hatten es die Mitglieder der Jury, die originellsten und besten Masken zu prämieren. Viel Beifall erhielt die Maske „Henker- und Tod“, die manchen Ballbesuchern Unwohlsein bereitete. Die Lose einer optisch hervorragend errichteten Tombola mit attraktiven Preisen waren schnell vergriffen. Als den Höhepunkt des Abends konnte Vorstand Hornberger die Ankunft der „Hawaii-Sisters“ ankündigen. Diese Gruppe, bestehend aus acht Mitgliedern des Stammtisches, verstand es, mit überaus gekonnten tänzerischen Darbietungen die Ballbesucher zu faszinieren n. Der Mühe Lohn für tagelanges Training war dann der stürmisch anhaltende Applaus der Gäste. Bei anhaltend guter Stimmung verbrachten die Gäste aus nah und fern frohe vergnügte Stunden, bis in den frühen Morgenstunden die Kapelle zum letzten Tanz aufspielte.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.03.1984


„FWG ist weiter auf Erfolgskurs”
Bürgermeisterkandidat Weinzierl: „Erfolge in der Gemeindepolitik, kein Alleingang der CSU“
Hunderdorf.
Die Freie Wählergemeinschaft Hunderdorf-Steinburg-Gaishausen, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Dies zeigte der politische Frühschoppen der FWG am gestrigen Sonntag im Gasthaus Edbauer-Baier in Hunderdorf. FWG-Vorsitzender, Johann Feldmeier, konnte im überfüllten Saal, eine ganze Reihe von Kreistagskandidaten der ÜPWG (Überparteiliche Wählergemeinschaft) begrüßen, an deren Spitze, die Kreisräte Anton Wild und Alfred Heindl.
Eingangs ermöglichte Feldmeier den Kreistagskandidaten der ÜPWG sich vorzustellen. Der Geiselhöringer Bürgermeister und Kreisrat, Alfred Heindl, ging bei seinen Ausführungen auf die wichtigsten Punkte der Landkreispolitik ein. „Die Mehrheit der Wähler hat sich parteipolitisch nicht festgelegt, konkret sind es 10 Prozent der Bevölkerung, die einer politischen Partei angehören“, stellte Heindl dar. „Diesem freiheitlich-demokratischen Denken der Wählerinnen und Wähler wird vor allem in der Kommunalpolitik Rechnung getragen, indem sich hier parteipolitisch ungebundene Persönlichkeiten in den Listen der „Freien Wählergemeinschaften“ zur Wahl stellen“. Einstimmig und überzeugend bescheinigten die anwesenden Kreistagskandidaten der ÜPWG dem Hunderdorfer Bürgermeisterkandidaten der Freien Wählergemeinschaft Hunderdorf-Steinburg-Gaishausen, Egon Weinzierl, die „Fähigkeit und die politische Erfahrung für einen bürgernahen und charakterfesten 1. Bürgermeister“.
Mit hoher Aufmerksamkeit verfolgten nun die Anwesenden, die Ausführungen des Bürgermeisterkandidaten sowie Kreistagskandidaten, Egon Weinzierl. In seinen Darstellungen bekannte sich Weinzierl voll zu allen Punkten des FWG-Wahlprogramms. „Der Begriff Wortbrüchigkeit“, erklärte Weinzierl auf eine Anfrage hin auf, „schafft bei all denen Aufregung, die in bezug auf die Bürgermeisternominierung Gewissensbisse haben“ und erntete dafür stürmischen Beifall. In humorvoller Weise bat Weinzierl um die Unterstützung für die Gemeinderatskandidaten er FWG und für seine Person als Bürgermeisterkandidat: „Wir haben auf unserer Liste durchwegs g’standene Mannsbilder, die jederzeit einen Dreier vor ihrem Namen vertragen können“.
In einer sachlichen und fairen Manier kamen die Anliegen und Fragen der Hunderdorfer Bürger zum Vortrag, auf die unmittelbar von der FWG geantwortet wurde, oder als Notiz zur künftigen Berücksichtigung festgehalten wurden. Alle Kandidaten er FWG sicherten zu, daß sie auch nach dem 18. März für alle Gemeindebürger ein offenes Ohr haben.
„Die Bereitschaft, bei Wahlversammlungen den Bürgerinnen und Bürgern eine klare und rechtzeitige Stellungnahme auf ihre Anfragen zu geben, ist eine deutliche Form der Bürgernähe und hat nichts mit „chronischer Jasagerei“ zu tun konterte Gemeinderatskandidat, Johann Fuchs jun., auf einen Vorwurf gegen die FWG. Die nächste Wahlversammlung der FWG findet am Freitag, 16. März, um 19.30 Uhr im Gasthaus Wagner-Freudenstein in Au vorm Wald statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.03.1984


Fritz Geisperger referierte
Hunderdorf.
Gut besucht war die Wahlveranstaltung der SPD und Parteilosen Wählergemeinschaft im Gasthaus Wagner-Freudenstein in Au v. Wald. Gemeinderat und Kreistagskandidat Diewald begrüßte alle Bürgerinnen und Bürger. Ein besonderer Gruß galt der Kreisrätin Elsbeth Wührl, Kreistagskandidaten Hans Glas, dem Bürgermeisterkandidaten Gerd Peschke aus Hunderdorf und dem Referenten und Landratskandidaten Fritz Geisperger. Peschke stellte in seinen Ausführungen fest, daß der Wähler am 18. März direkten Einfluß auf die weitere Entwicklung der Gemeinde und die Zusammensetzung des Gemeinderates habe. Er appellierte an die Wahlberechtigten von ihrem Recht Gebrauch zu machen und die einseitigen Mehrheiten auf eine vernünftige Basis zu stellen. Sein Ziel als Bürgermeister sei nicht parteipolitische Karriere auf Kosten der Bürger, sondern es gelte das Vorhandene zu erhalten, wo nötig zu verbessern und mit den vorhandenen und zur Verfügung stehenden Mitteln die Probleme und Wünsche nach und nach anzufassen. Nur mit einer gut ausgewogenen Mannschaft sei es möglich, gerechte und bürgernahe Kommunalpolitik zu betreiben.
Fritz Geisperger ging in seinem Referat besonders auf die Probleme der Arbeitnehmer ein. 70 Prozent der wahlberechtigten Frauen und Männer seien Arbeitnehmer und könnten die einseitigen Mehrheiten zum Wohle der Bürger ändern, denn eine Kreistagsliste sollte das Spiegelbild aller Berufsgruppen der Bevölkerung darstellen. Wegfall von Bafög, Kürzung beim Arbeitslosengeld seien Gefahrensignale genug, die der Arbeitnehmer verstehen sollte. Wenn die CSU mit einem hohen Stimmenergebnis aus der Kommunalwahl herauskommen würde, dann hätte sie keine Hemmungen, die Belastungen für Arbeitnehmer noch weiter zu erhöhen. Damit ließen sich am leichtesten Einsparungen erzielen. Würden die Arbeitnehmer, die die größte Wählergruppe darstellen, aber der CSU eine Abfuhr erteilen, dann würde sie es nicht mehr wagen, einseitig die Arbeitnehmer zu belasten. Deshalb sollten die Arbeitnehmer mit ihrem Stimmzettel zum Ausdruck bringen, daß sie nicht mehr bereit seien, den Packesel der Nation abzugeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.03.1984


Bewährte Gemeindepolitik fortsetzen
Hunderdorf.
Bei der Wahlversammlung im Gasthaus Baier-Edbauer der „CSU-Freie Wähler“ wurde bekräftigt, daß Sepp Breu und seine ausgewogene Mannschaft mit Umsicht und Sorgfalt für die Fortsetzung der bewährten Gemeindepolitik sorgen wollen. Es stellten sich die Kandidaten für die Gemeinde- und Landkreiswahl vor. An die Wähler wurde appelliert, diesen Kandidaten das Vertrauen zu schenken, damit auch zukünftig die kontinuierliche Entwicklung gesichert sei.
Nach der Begrüßung stellte „CSU-Freie Wähler“ Bürgermeisterkandidat Sepp Breu das ausführliche Kommunalwahlprogramm vor. Dabei betonte Breu, es gelte die Investitionen mit Umsicht und Sorgfalt zu planen und abzuwägen. Breu: „Wir wollen eine am Bürger orientierte sachliche Politik betreiben, sei es für den Außenbereich wie für den. Ortskern“. Breu versicherte, den weiteren Straßenausbau, die Feuerwehren, die Vereine und Organisationen bestmöglich zu unterstützen. Man werde sich besonders der weiteren Baugebiets- und Gewerbegebietsausweisung und Erschließung, der Brauchtumspflege und anderen Aufgaben mehr widmen. Nachdrücklich werde man sich, so Breu, weiterhin den Bestrebungen widersetzen, die auf eine Einstellung des Zugverkehrs zielen.
Landrat Ingo Weiß zeigte auf, daß der Landkreis die Gemeinde Hunderdorf unterstützt habe beim Straßenbau, Kindergarten, Gewerbegebiet und Feuerlöschwesen. Weiß begrüßte besonders auch die Gewerbegebietsausweisung mit Erweiterungsmöglichkeit und konstatierte zusammenfassend, „unter Bürgermeister Härtenberger sei viel geleistet und gut gewirtschaftet worden“. Die Kreispolitik ansprechend, sagte Weiß, es werde eine Politik der überschaubaren Schritte verfolgt. Er bezeichnete die Aussage seines Gegenkandidaten von der Schaffung von 2000 Arbeitsplätzen als nicht haltbar. Der Landrat rief dazu auf, CSU-Berwerber zu wählen.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.03.1984


Dietersburger schossen am besten
1. niederbayerisches Vergleichsschießen der Reservisten mit dein Luftgewehr
Straubing-Bogen. Beim niederbayerischen Vergleichsschießen der Reservisten im Luftgewehrschießen siegte die Mannschaft Dietersburg I souverän mit 1 132 Ringen vor Dietersburg II und Ulbering I, die es auf 1 088 und 1 078 brachten. Ausrichter dieser Veranstaltung war die Reservistenkameradschaft Bogen, Die „Sportschützen Neukirchen“ hatten ihre Schießanlage imVereinslokal Hiebl zur Verfügung gestellt. Schirmherr war 1. Bürgermeister und RK-Ehrenvorsitzender Heinrich Lobmeier (Neukirchen).
Zur Siegerehrung und Preisverteilung durfte Jürgen Tanne als Vorsitzender der gastgebenden Reservistenkameradschaft Bogen

Jürgen Tanne, Karl Neidl, BM Lobmeier, Olt. Gehrig, Erich Kräh (stehend von links). Kniend: Tagesbester Hoheneder und die Vertreter der drei Pokalsieger Dietersburg I und II und Ulbering I.

nicht nur die teilnehmenden Mannschaften aus ganz Niederbayern willkommen heißen, sondern auch Schirmherrn Lobmeier und Kreis-Organisationsleiter Oberleutnant Gehrig (Landshut).
In seinem Grußwort gab Lobmeier seiner Freude darüber Ausdruck, daß das „1. niederbayerische Vergleichsschießen im Luftgewehrschießen“ im Landkreis Straubing-Bogen und in seiner Gemeinde Neukirchen stattfinde. Es sei ein erfreuliches Zeichen der Kameradschaft, wenn sich die Reservisten, die sich in den Dienst der Heimatverteidigung stellen, zu derartigen schießsportlichen Veranstaltungen zusammenfänden und dabei auch die Gemeinschaft pflegten. Nur dadurch sei es möglich, wertvolle Arbeit für die Allgemeinheit zu leisten. Des Sprechers Dank galt nicht nur allen teilnehmenden Kameraden aus 24 Reservistenkameradschaften, sondern auch Organisator Erich Kräh sowie Jürgen Tanne und Karl Neidl als Initiatoren dieses Treffens. In die Danksagung wurden auch die „Sportschützen Neukirchen“ miteinbezogen, die ihre Schießanlage zur Verfügung stellten.
Kreis-Organisationsleiter Gehrig freute sich ebenfalls über das gute Gelingen dieser ersten Austragung mit dem Luftgewehr und beglückwünschte die Mannschaften zu ihren teils recht beachtlichen Ergebnissen. Spender der Pokale und Ehrenpreise waren Bürgermeister Lobmeier, Landrat Weiß, die Bürgermeister Deschl und Heitzer, MdB Hinsken, MdL Geisperger, stellvertretender Landrat Buchner und Kreisrat Eckl.
Die Ergebnisse: 1. RK Dietersburg 1 132 Ringe, 2. RK Dietersburg II 1 088, 3. RK Ulbering I 1 078, 4. RK Geiselhöring 1 059, 5. RK Ulbering II 1 045 6. RK Mallersdorf 1 045, 7. RK Rinchnach 1 039 8. Plattling 1 027, 9. RK Laberweinting 1 006, 10. RK Neudorf 1 005, 11. RK Teugn 1 001, 12., RK Otzing 993, 13. RK Niederwinkling II 985, 14. RK Pilsting 938; 15. RK Zellertal 924, 16. RK Böbrach 923, 17. RK Gottfrieding 921, 18. RK Egglham 906 19. RK Neudorf II 839, 20. RK Bayr. Eisenstein 834, 21. RK Straubing 833, 22. RK Otzing II 781, 23. RK Salching 742, 24. RK Niederwinkling I 725 Ringe.
Bester Einzelschütze war Alois Hoheneder, RK Dietersburg I, mit 288 Ringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.03.1984


Keine Entlassungen bei der Bahn
Bezirksausschuß der Jungen Union Niederbayern informierte sich über Verkehrspolitik
Straubing-Bogen. Eine Sitzung des Bezirksausschusses der Jungen Union (JU) Niederbayern fand im Gasthaus Baier-Edbauer in Hunderdorf (Landkreis Straubing-Bogen) statt. MdB Ernst Hinsken informierte über die aktuelle Verkehrspolitik der Bundesregierung und ihre Auswirkungen für Niederbayern.
Hinsken führte aus, daß die Deutsche Bundesbahn keine Entlassungen vornehmen werde, dafür jedoch ein Planstellenabbau von 50 000 bis 70 000 Arbeitsplätzen in den nächsten sieben bis

Franz Schedlbauer (Oberalteich), Josef Breu (Hunderdorf), MdB Hinsken, Bezirksvorsitzender Wolfgang Götzer (Landshut) und Kreisvorsitzender Alfred Reisinger im Gespräch (von rechts nach links).

acht Jahren vorgesehen sei. Wie wichtig dies sei, zeige die Verschuldung der Bundesbahn von derzeit 40 Milliarden, „bis 1987 auf 60 Milliarden ansteigend.“
Zum Thema Streckenstillegungen sagte Hinsken, die Regentalbahn sei grundsätzlich bereit, den Betrieb auf bestimmten Strecken zu übernehmen, wenn auch die Kommunen Verpflichtungen übernehmen werden. „Bayern wird vom Bund mit Mitteln des Straßenbaues gut bedient; denn es gehen 18,7 Prozent aller Mittel für den Fernstraßenbau nach Bayern.“ Heuer würden 70 km Autobahn dem Verkehr übergeben, so daß nach dem Verkehrskonzept der Bundesregierung noch 120 km zu bauen seien.
Den Rhein-Main-Donaukanal ansprechend, er-klärte Hinsken, daß die Fertigstellung etwa 1991 vorgesehen sei. Im Endausbau seien 49 Kraftwerke vorgesehen, und die Tonne Fracht verbillige sich um fünf bis sechs Mark im niederbayerischen Raum. Zudem seien Arbeitsplätze in diesem Raum gesichert. Die Deggendorfer Werft z. B. mit rund 600 Arbeitsplätzen sei auch im westeuropäischen Raum konkurrenzfähig. Besprochen wurde auch die Fahrt des Bezirksverbandes nach Prag mit Besichtigung des Riesengebirges, wobei man sich über die Waldschäden informieren wolle.
Einstimmig wurde auch ein Aufruf zur Kommunalwahl 1984 verabschiedet, in dem die jungen Wahlberechtigten aufgerufen werden, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Kommunalpolitik sei der Kernbereich der Politik. Hier werde Demokratie unmittelbar erlebt.
Abschließend wurden Vorbereitungen für die diesjährige Bezirksversammlung am 2. 6. in Plattling getroffen, die im Zeichen der Europawahl steht.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.03.1984


Das Windrad auf dem Kreuzberg
Wer von Windberg ausgehend eine Wanderung über HI, Kreuz in Richtung Neukirchen unternimmt, kommt auf dem Wege nach Unterbucha an einem Windrad vorbei, das vor 50 Jahren von Gottfried Obermeier errichtet wurde.
Seit der Jahrhundertwende ließen sich viele Bauern statt der Schöpfbrunnen Windbrunnen erstellen. Bei ihnen besorgte ein großes Windrad, auf einem hohen Eisenmast befestigt, die Wasserbeförderung. Eine Pumpe, vom drehenden Windrad angetrieben, saugt das Wasser aus dem Brunnenschacht oder aus einer Brunnstube (Quelleinfassung) in einen Wasservorratsbehälter. Dieser ist sehr wichtig, damit auch bei windarmer Witterung genug vom köstlichen Naß vorhanden ist.
Das Windrad am Kreuzberg hat noch nicht ausgedient, denn es versorgt das Obermeier Anwesen und die Einsiedelei mit Wasser. Die Anlage wurde 1934 durch die Firma Eckhardt in Landshut für 1500 Mark errichtet. Schon 1873 hat sich die Firma Ferdinand Aufschläger sen. auf das Tiefbohr- und Brunnenbau-Handwerk spezialisiert. Der frühere Schmied wurde mit seinen Nachkommen zum Pionier der „Luftmotore“, wie man damals die Windräder nannte. Ihre Windmotoren bestimmten nach der Jahrhundertwende das ländliche Siedlungsbild. Viele der damals errichteten Windmotoren stehen heute noch in Niederbayern und Oberösterreich. Die aus Simbach am Inn stammende Familie übersiedelte 1937 nach München.
Das Windrad und die weithin bekannte Wallfahrtskirche Hl. Kreuz gehören zum Wahrzeichen des Kreuzberges.
Unsere Bilder zeigen die Windmühle und die Wallfahrtskirche und ein Plakat, mit dem die Firma Aufschläger vor dem Ersten Weltkrieg für ihre Luftmotoren warb.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Memoiren eines Steinburger Bürgers
27.
Immer zu Scherzen aufgelegt

Aber nun bin ich im Zeiteifer über meine Erholung zu weit vorangekommen, weshalb ich auch noch zurückkommen muß auf die Einführung meiner Erholung mit den Lazarettkameraden. Diese waren ja auch meist junge verstümmelte Kriegskrüppel, doch immer übermütig und zu allen Schnaksen bereite Spitzbuben. Wir hatten da zwei junge Schwestern in unserem Saale, die gerne einmal eine Gaudi mitmachten. Die eine hatte eine gar zu große Nase als Gesichtsprofil ererbt, weshalb sie von uns den Ehrentitel die „Nasenresl“ bekam. Ihre Kollegin, ein wirklich sauberes , junges Herzensmaderl, besaß als Naturbeigabe einen wohl ein Pfund großen Kropf, weshalb wir sie unsere liebe „Kropfmarle“ nannten. Es war im Fasching 1919, als von unserem Saale die gehfähigen Kameraden in die Stadt Landsberg in die Tanzlokale gingen, nur etwa sechs oder sieben Nichttänzer waren zu Hause geblieben. Wir unterhielten uns mit Spielen und dergleichen bis zum Bettgehen. Es war etwa zehn Uhr. Als noch keine Ruhe war sagte ich zu einem Kameraden: Wenn du noch keine Ruh gibst, dann sprenge ich dich im Hemd vor die Saaltüre auf den Gang hinaus“, denn er war arg kitzlig. Ich sprang aus dem Bette, ebenfalls er und zur Tür hinaus. Ich sperrte zu. Aber schon hörten wir den Feldwebel schimpfen. Ich war schon wieder im Bette.
Wirklich, war es der Herr Feldwebel, jetzt hätte ich das Spiel nicht mehr als Spiel betrachtet. Denn dieser hatte schon einmal bei einer hübschen Balgerei alle Beteiligten auf den Gang antreten und eine halbe Stunde stehen lassen. Ich war damals noch nicht in Landsberg, sonst wär es kaum so glücklich ausgegangen für ihn. Also mußte ich das Theater umformulieren. Nun sagte ich zum ausgesperrten Kameraden: „Die Stimme verstellen kannst du schon ganz gut, aber du kommst bald wieder herein“. Nun mußte ich durch lautloses Gehen, die Sperre wieder abmontieren. Da kam zum zweitenmal das Kommando: „Nun, aufmachen da!“, ja, du darfst gleich wieder herein, kannst ja wirklich die Stimme ganz gut verstellen“. Den Türriegel zurückstellen konnte ich meisterhaft, und auch das Lichtschalterabschalten ging lautlos vor sich. Das lautlose Zurückhüpfen in das Bett funktionierte so gut, als hätte ich es einexerziert. Meine Bettlaken zog ich noch etwas über den Kopf und die Übung klappte vorzüglich. Nun aber dröhnte ganz energisch des Feldwebels Kommandoorgel: „Aufmachen mal da!“ Meine Antwort war ein ganz ruhiges: „Geh, kannst ja so schon herein!“ Dann gab es nur noch einen kurzen Türschloßklaps, so daß sich der erzürnte Eindringling auch noch im Dunkeln den Lichtschalter suchen mußte. Aber sehen konnte er im Seal nur noch die „ewige Ruhe“. Die Faschingsheimkehrer lachten über den gelungenen Scherz und mein klopfendes Herzchen. Das Schauspiel hätten sie nur zu gerne erleben mögen. Aber solche Lumpereien gab es immer wieder.
Ein anderes Mal sah ich mir an unserer Saalzimmertür die Lazarettzimmerordnung an, und schon war in mir wieder ein Unfugsplan fertig.
Auf einen Pappdeckel in passender Größe wurde ein weißes Zeilenpapier geklebt, worauf geschrieben stand: Zimmerordnung in Zimmer 18:
1. Es ist strenggehend auf nachstehende Zimmerordnung zu achten!
2. Vor 8 Uhr früh ist im Bett zu bleiben, auch bei dringender Bedürfnis.
3. Sollte mal der diensttuende Veterinärarzt zu früh die Visite halten, so hat jeder die Füße mit Schmutzflecken zu bedecken und strammzustehen.
4. Sich gründlich zuvor waschen, doch dabei die Quartiernehmer unter dem Haar schonendst zu behandeln, denn Tierquälerei wird strafbar verfolgt.
5. Die Fenster, jedoch nur eines zu öffnen, damit auch noch erwärmte Zimmerluft im Saale bleibt, denn Temperaturwechsel könnte tödliche Folgen haben.
6. Der Fußboden ist monatlich einmal, gründlich zu reinigen und mit genügend Schmieröl nachzupolieren.
7. Diese Verordnung ist strengstens zu vollziehen , da unser geliebter Herr Chefveterinärarzt alles auslöffeln müßte. Im Auftrage August Sorgenvoll, Veterinärarzt.
Also waren wir doch spezialisierte Lobsinger für unseren Veterinärarzt. Dieser hätte sich dafür bei uns ein Lob vorbringen sollen, doch nichts geschah.
Soweit der Ausklang einiger Scherze, die das Leben im Lazarett etwas erträglicher machten.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Bayern informiert
Die Kommunalwahlen

Am 18. März 1984 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. In unseren Städten, Gemeinden und Landkreisen werden Bürgermeister und Landräte, Stadt- und Gemeinderäte und die Kreistage gewählt. Den gewählten Bürgervertretern wird für die nächsten Jahre die Verantwortung für ihre Stadt, Gemeinde und ihren Landkreis übertragen.
Das Wahlrecht ist eines der grundlegenden staatsbürgerlichen Rechte. Jeder wahlberechtigte Bürger sollte davon Gebrauch machen und so seiner Meinung Geltung verschaffen.
Das Wahlrecht steht allen Bürgern zu , die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben. Gerade auch die jungen Wähler, die bei den diesjährigen allgemeinen Kommunalwahlen zum ersten Mal wählen dürfen, sind aufgerufen, zur Wahl zu gehen.
Auf sein Wahlrecht darf niemand verzichten.
Unsere Demokratie lebt davon, daß die Bürger sie bejahen und praktizieren.
Dr. Karl Hillermeier, Bayer. Staatsminister des Innern
Franz Neubauer, Staatssekretär
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Worüber bestimmen die gewählten Mandatsträger?
Die gewählten Mandatsträger bestimmen in den nächsten sechs Jahren über die Angelegenheiten ihrer Stadt, ihrer Gemeinde und ihres Landkreises.
Diese Angelegenheiten gehen alle an. Sie betreffen das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Wohl der Bürgerschaft und umfassen alle öffentlichen Belange der örtlichen und überörtlichen Gemeinschaft Die bei den Kommunalwahlen gewählten Frauen und Männer entscheiden, wie in Städten, Gemeinden und Landkreisen die Steuergelder verwendet werden. Sie entscheiden über die Bauleitplanung und damit über die Entwicklung und Gestaltung des Gemeindegebietes, über die Erschließung der Gemeinde mit Straßen und Wegen, über den Bau von Wasserversorgungsanlagen und Einrichtungen der Abwasserbeseitigung, über Einrichtungen für Kultur, Jugenderziehung und des Sports, wie Schulen, Kindergärten und Spielplätze, über ortsgebundene Aufgaben der sozialen Hilfe, über den Feuerschutz und vieles andere mehr, auf der Ebene der Landkreise entscheiden sie etwa über weiterführende Schulen und Krankenhäuser.
Schon diese Beispiele zeigen, welche große Bedeutung die Wahl für jeden einzelnen Bürger hat.
Wie wird gewählt?
Unser bayerisches Kommunalwahlrecht bietet gute Möglichkeiten – mehr als die Wahlsysteme anderer Länder – die politische Meinung zum Ausdruck zu bringen.
Wahl der Bürgermeister und Landräte
Bei uns bestimmen die Bürger ihre ersten Bürgermeister (Oberbürgermeister) und Landräte in unmittelbarer Wahl.
Dabei hat jeder Wähler eine Stimme.
Auf jedem Stimmzettel ist die Stimmenzahl aufgedruckt.
Das alles mag verwirrend erscheinen, doch es ist für ausreichende Information gesorgt: die für die Wahl des Gemeinde-(Stadt-)rats oder des Kreistags zur Verfügung stehenden Stimmenzahlen gibt der Wahlleiter öffentlich bekannt, außerdem ist die verfügbare Stimmenzahl auf jedem Stimmzettel abgedruckt. Bis zu drei Stimmen für einen Kandidaten des Gemeinde-(Stadt)rates oder Kreistages. Mit seinen Stimmen ist jeder Wähler in der Lage die personelle Zusammensetzung des Gemeinde (Stadt-)rats oder Kreistages konkret zu beeinflussen. Denn er kann den Bewerbern um ein Mandat bis zu drei Stimmen gaben (kumulieren oder häufeln).
Stimmen für Kandidaten aus verschiedenen Listen
Der Wähler darf ferner – ohne Bindung an eine Liste – seine Stimmen Bewerbern aus verschiedenen Wahlvorschlägen zuwenden (panaschieren). Damit braucht er sich nicht auf Kandidaten einer Partei oder Wählergruppe zu beschränken. Er kann vielmehr seine Stimmen Persönlichkeiten seines Vertrauens geben, auch wenn diese verschiedenen Listen angehören. Das Votum jedes Wählers hat also unmittelbaren Einfluß darauf , welche Bewerber letztlich zum Zuge kommen.
Beispiel:
Der Wähler hat 16 Stimmen; eine Möglichkeit sie zu verteilen, kann wie folgt aussehen:
für die Bewerber der Liste A auf den Plätzen 1 , 2 und 4 je drei Stimmen für den Bewerber der Liste B auf Platz 16 zwei Stimmen und für die Bewerber der Liste C auf den Plätzen 3, 4, 7, 9 und 11 je eine Stimme.
Stimmabgabe durch Ankreuzen einer Liste
Selbstverständlich kann jeder Wähler auch eine Liste – aber nur eine – ankreuzen, ohne bestimmte Bewerber auszuwählen; damit vergibt er so viele Stimmen, wie die Liste Plätze umfaßt.
Es ist ebenfalls zulässig, Bewerber von der Liste zu streichen; entsprechend weniger Stimmen vergibt der Wähler dann durch ein Listenkreuz.
Verbindung von Listenkreuz und Einzelstimmabgabe
Der Wähler hat auch die Möglichkeit , sein Kreuz auf einer Liste mit der Einzelstimmabgabe zu verbinden. Es darf nur ein Listenkreuz vergeben werden, dies gilt auch dann, wenn Einzelstimmen auf mehrere Wahlvorschläge verteilt wurden.
Beispiel:
Der Wähler hat 16 Stimmen, er kann sie wie folgt verteilen:
Er gibt den Bewerbern der Liste A auf den Plätzen 10, 12 und 14 je drei Stimmen und kreuzt zusätzlich eine Liste an – aber nur eine (etwa A oder C). Mit dem Kreuz verteilt er seine sieben Reststimmen auf die ersten sieben Plätze der angekreuzten Liste.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Abstimmungsbekanntmachung
Wahl der Gemeinderatsmitglieder, Wahl des ersten Bürgermeisters, Wahl der Kreisräte , Wahl des Landrats

1. Am Sonntag, dem 18. März 1984 von 8 bis 18 Uhr, findet die Wahl der Gemeinderatsmitglieder, Wahl des ersten Bürgermeisters, Wahl der Kreisräte, Wahl des Landrats statt.
2. In der Wahlbenachrichtigung, die jeder Wahlberechtigte erhalten hat, ist der Stimmbezirk und der Abstimmungsraum angegeben, in dem er wählen kann. Wahlberechtigte, die keinen Wahlschein haben, können nur in diesem Abstimmungsraum wählen. Die Wähler werden gebeten, ihre Wahlbenachrichtigung und einen amtlichen Personalausweis zur Wahl mitzubringen.
Die Stimmzettel werden amtlich hergestellt und im Abstimmungsraum bereitgehalten. Die amtlichen Stimmzettel sind als Muster im Anschluß an diese Bekanntmachung abgedruckt. Die Stimmzettel müssen vom Wähler in einer Wahlzelle des Abstimmungsraumes gekennzeichnet werden.
3. Grundsätze, nach denen die Stimmzettel zu kennzeichnen sind.
Bürgermeisterwahl und Landratswahl: Zur Bürgermeisterwahl und zur Landratswahl hat jeder Wähler je 1 Stimme. Auf dem „Stimmzettel zur Wahl des ersten Bürgermeisters“ und auf dem „Stimmzettel zur Wahl des Landrats“ ist angegeben, wie der Stimmzettel gekennzeichnet wird. Der Stimmzettel ist zweifach so zusammenzufalten, daß sein Inhalt verdeckt ist.
Wahl der Gemeinderatsmitglieder – der Kreisräte:
Die Wahl der Gemeinderatsmitglieder – der Kreisräte wird nach den Grundsätzen der Verhältniswahl durchgeführt Wie viele Stimmen der Wähler hat, ist auf dem Stimmzettel zur Wahl der Gemeinderatsmitglieder – der Kreisräte angegeben. Der Wähler kann nur Bewerbern ‚die in dem amtlichen Stimmzettel enthalten sind, seine Stimmen geben. Andere Namen dürfen nicht hinzugefügt werden.
Der Wähler kann durch Kennzeichnung eines Wahlvorschlages diesen Wahlvorschlag unverändert annehmen. Das geschieht in der Weise, daß er ein Kreuz in den Kreis setzt, der unter dem Kennwort in der Kopfleiste des von ihm gewählten Wahlvorschlags angebracht ist, oder den Wahlvorschlag sonst in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise kennzeichnet Achtung: Bei unveränderter Annahme eines Wahlvorschlages vergibt der Wähler so viele Stimmen, wie der Wahlvorschlag Bewerber enthält. Enthält also ein Wahlvorschlag weniger Bewerber, als dem Wähler Stimmen zustehen, so hat der Wähler durch dessen unveränderte Annahme noch nicht alle Stimmen vergeben. Er kann diese restlichen Stimmen durch zusätzliche Einzelstimmvergabe ausnützen; andernfalls verzichtet er auf diese Reststimmen. Will der Wähler seine Stimmen einzelnen Bewerbern geben, so kennzeichnet er die von ihm gewählten Bewerber derart, daß er in das Viereck vor dem Bewerbernamen ein Kreuz setzt oder sonst seine Stimmabgabe in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise kenntlich macht (z. B. indem er einen Bewerbernamen unterstreicht, anhakt oder mit der Zahl 1 versieht). Der Wähler kann seine Stimmen innerhalb der ihm zustehenden Stimmenzahl Bewerber aus verschiedenen Wahlvorschlägen geben (Panaschieren).
Der Wähler kann auch innerhalb der ihm zustehenden Stimmenzahl einem Bewerber bis zu drei Stimmen geben (Häufelung). Will er Bewerber häufeln, so setzt er in das Viereck vor dem Namen die Zahl der Stimmen, die er dem Bewerber geben will (2 oder 3), oder eine entsprechende Zahl von Kreuzen, er darf aber einem im Wahlvorschlag mehrfach aufgeführten Bewerber nicht mehr als insgesamt drei Stimmen geben.
Der Wähler hat bei der Häufelung und beim Panaschieren darauf zu achten , daß er die ihm zustehende Stimmenzahl nicht überschreitet.
Der Wähler hat seinen Stimmzettel zweifach so zusammenzufalten, daß dessen Inhalt verdeckt ist.
4. Die Wahlhandlung und die Ermittlung des Wahlergebnisses im Stimmbezirk sind öffentlich. Jedermann hat Zutritt, soweit das ohne Beeinträchtigung des Wahlgeschäftes möglich ist.
5. Für die Wahl mit Wahlscheinen ist zu beachten:
Für die Gemeindewahl und die damit verbundene Landkreiswahl wird nur ein Wahlschein ausgestellt. Wähler, die einen Wahlschein für beide Wahlen haben, können an den Wahlen
a) durch Stimmabgabe in jedem Stimmbezirk der Gemeinde, die den Wahlschein ausgestellt hat, oder
b) durch Briefwahl, wenn eine Stimmabgabe in der Gemeinde nicht möglich ist, teilnehmen.
Gilt der Wahlschein nur für die Landkreiswahl, so kann der Wähler an der Wahl
a) durch Stimmabgabe in jedem Stimmbezirk des Landkreises, dem die Gemeinde angehört, die den Wahlschein ausgestellt hat, oder
b) durch Briefwahl teilnehmen.
6. Wer durch Briefwahl wählen will, muß sich von der Gemeindebehörde folgende Unterlagen beschaffen:
a) Die amtlichen Stimmzettel
b) den Wahlschein
c) den amtlichen mit Klebstoff versehenen Wahlumschlag
d) einen amtlichen, mit Klebstoff versehenen hellroten Wahlbriefumschlag mit der Anschrift der Behörde, an die der Wahlbrief zu übersenden ist. Auf dem Wahlbriefumschlag ist die Nummer des Wahlscheins anzugeben.
7. Die Unterlagen zur Briefwahl werden von der Gemeindebehörde mit dem Wahlschein erteilt, wenn aus dem Wahlscheinantrag ersichtlich ist, daß der Wähler durch Briefwahl wählen will; sie können auch nachträglich nach Ausstellung des Wahlscheines, aber bis spätestens 16. März 1984, 15 Uhr angefordert werden.
Bei der Briefwahl muß der Wahlberechtigte den Wahlbrief mit dem Stimmzettel und dem Wahlschein so rechtzeitig an die auf dem Wahlbriefumschlag angegebene Behörde einsenden, daß der Wahlbrief dort spätestens am Wahltag bis 18 Uhr eingeht.
Der Wahlbrief braucht bei Aufgabe im Bundesgebiet und in Berlin (West) nicht freigemacht zu werden. Er kann auch bei der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Behörde abgegeben werden.
Nähere Hinweise darüber, wie der Wahlberechtigte die Briefwahl auszuüben hat, sind auf der Rückseite des Wahlscheins angegeben.
Straubing, den 24.2.1984
Landratsamt
Dr. Voggenreiter, Regierungsdirektor
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Stellenausschreibung
Das Landratsamt Straubing-Bogen stellt zum 1.9.1984 mehrere Auszubildende für die Ausbildungsberufe „Verwaltungsfachangestellter“ „Straßenwärter“ ein. Einstellungsvoraussetzung ist Mittlere Reife.
Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften (Zwischenzeugnis) und Lichtbild erbitten wir bis spätestens 23.3.1984 an das Landratsamt Straubing-Bogen, Personalverwaltung, Postfach 179, 8440 Straubing.
Persönliche Vorstellung nur nach Aufforderung
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Überprüfung von landwirtschaftlichen Zugmaschinen nach § 29 StVZO
Die nächste Überprüfung von landwirtschaftlichen Zugmaschinen nach § 29 StVZO findet für Hunderdorf mit Neukirchen und Windberg am Montag, dem 26.3.1984 von 13.00 bis 16.00 Uhr in Hunderdorf beim Gasthaus Baier-Edbauer statt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Einführung der mitteleuropäischen Sommerzeit 1984
Für das Jahr 1984 wird die mitteleuropäische Sommerzeit eingeführt am Sonntag, dem 26. März um 2.00 Uhr. Im Zeitpunkt des Beginns der Sommerzeit wird die Stundenzählung um eine Stunde von 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr vorgestellt. Die mitteleuropäische Sommerzeit endet am Sonntag, dem 30. September 1984 um 3.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Im Zeitpunkt des Endes der Sommerzeit wird die Stundenzählung um eine Stunde von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Von der am Ende der Sommerzeit am 30.9.1984 doppelt erscheinenden Stunde von 2 bis 3 Uhr werden die erste Stunde als 2 A und die zweite Stunde als 2 B bezeichnet.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Jeder Wähler hat 28 Stimmen
Kein Bewerber darf mehr als 3 Stimmen erhalten

Wahl der Gemeinderatsmitglieder in der Gemeinde Hunderdorf am 18. März 1984
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Bekanntmachung der Sitzung des Gemeindewahlausschusses zur Feststellung des Ergebnisses der Gemeindewahl am 18. März 1984
Die Sitzung des Gemeindewahlausschusses zur Feststellung des Wahlergebnisses findet am 18.3.1984 um 18.00 Uhr im Grundschulgebäude Hunderdorf statt.
Der Zutritt zu dieser Sitzung ist jedermann gestattet (§ 16 der Gemeindewahlordnung). Falls eine weitere Sitzung  erforderlich wird, wird diese rechtzeitig bekanntgemacht.
Der Gemeindewahlleiter
Härtenberger
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Bekanntmachung über Ort und Zeit des Zusammentritts der Briefwahlvorstände
Für die Kommunalwahl am 18. März 1984 in der Gemeinde Hunderdorf hat die Gemeindebehörde den Briefwahlvorständen die nachstehend aufgeführten Auszählungsräume zugewiesen:
1. Briefwahlvorstand Nr. 1
Auszählungsraum: Grundschule Hunderdorf, Lehrerzimmer
Die Briefwahlvorstände treten am Wahltag um 15.45.Uhr zusammen.
Die Ermittlung und Feststellung des Abstimmungsergebnisses sind öffentlich, soweit das ohne Störung möglich ist (§ 45 Abs. 1 und 4 der Gemeindewahlordnung).
Härtenberger, 1. Bürgermeister
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Informationsveranstaltung durch den Bundesverband für den Selbstschutz
Die BVS-Dienststelle Deggendorf führt im Auftrag der Gemeinde Hunderdorf am 30.3.1984, 19.30 Uhr im Gasthaus Berger-Höfelsauer, Steinburg einen Informationsvortrag durch. Es wird über folgende Themen berichtet:
„Selbstschutz als Vorsorge und Eigenhilfe des Bürgers im Rahmen des Zivilschützes“
– Allgemeines – Was ist Zivilschutz?
– Vorsorge des Bürgers – Eigenhilfe des Bürgers
– Vorbeugender und abwehrender Brandschutz
– Filmvorführung
– Diskussion
Nach Abschluß der Informationsveranstaltung erhalten die Teilnehmer kostenlos Informationsmaterial durch den BVS.
Die Bevölkerung wird hierzu recht herzlich eingeladen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Änderung des Flurbereinigungs-Anordnungsbeschlusses
Am Mittwoch, dem 29.2.1984 fand im Gasthaus Sandbiller eine Aufklärungs- und Teilnehmerversammlung über die Weiterführung des Flurbereinigungsverfahrens Hunderdorf statt. Baudirektor Zitzelsberger von der Flurbereinigungsdirektion Landau hieß hierzu neben den gekommenen Landwirten insbesondere auch verschiedene Behördenvertreter willkommen.
Baudirektor Zitzelsberger führte sodann aus, daß gegen die angeordnete Flurbereinigung Hunderdorf eine Vielzahl von Widerprüchen eingegangen seien und das Verfahren, abgesehen von einzelnen Besprechungen, geruht habe. Nunmehr dränge die Autobahndirektion auf eine Abwicklung, um die Durchschneidungsschäden im Zuge der Autobahnbaumaßnahme zu beseitigen, nachdem bereits im Juni d. J. mit der Fertigstellung der Autobahn zu rechnen sei. Die Flurbereinigungsdirektion, so Baudirektor Zitzelsberger, sei zu der Überzeugung gekommen, daß nunmehr nicht das große Flurbereinigungsverfahren durchgeführt werden solle, sondern nur mehr eine Unternehmensflurbereinigung „Autobahn“ nach § 87. Die Anordnung der Flurbereinigung nach den § 1 und 4 könne entfallen. Anhand von Kartenmaterial zeigte Zitzelsberger die mögliche neue Gebietsabgrenzung auf. Alternativ zeigte Zitzelsberger auch auf, daß das vorgesehene Flurbereinigungsgebiet verkleinert und im verbleibenden Teilbereich auch Flurbereinigungsmaßnahmen nach § 1 und 4 durchgeführt werden könnten , wobei mit einer etwaigen 70%igen Bezuschussung evtl. Maßnahmen gerechnet werden könnte.
Der Baudirektor führte an, daß es nunmehr gelte, demnächst einen Vorstand der Flurbereinigungsteilnehmergemeinschaft zu bilden. Die Neuverteilung könne erst in etwa sechs Jahren erfolgen. Bezüglich der Unternehmensflurbereinigung „Autobahn“ sei für die Landwirte kein Flächenabzug zu erwarten, da der Flächenbedarf für die Autobahn 26,8 ha betrage, seitens der Autobahn jedoch 34 ha erworben wurden.
Zitzelsberger erläuterte die Aufgaben des Vorstandes, die nach seiner Meinung bei der Unternehmensflurbereinigung nicht problematisch seien. Als wichtige Aufgabe führte Zitzelsberger an, die Mitwirkung bei der Wertermittlung und Verteilung der Grundflächen sowie die Festlegung der Entschädigung.
Als Problem bezeichnete Baudirektor Zitzelsberger den Übungsplatz „Sollinger Loch,“ wozu er leider auch bestätigen mußte, daß der Übungsplatz kommen werde. Seitens des Verteidigungsministeriums sei der Grunderwerbsauftrag an die Oberfinanzdirektion für 76 ha angeordnet worden. Das Bestreben der Flurbereinigungsdirektion sei, daß seitens der Oberfinanzdirektion Flächen aufgekauft werden, damit der Flächenbedarf abgedeckt und im Zuge einer weiteren Unternehmensflurbereinigung abgewickelt werden könne. Zitzelsberger sprach sich gegen den Grunderwerb über das Landbeschaffungsgesetz, wie ihn die Finanzdirektion auch ins Auge gefaßt habe, aus. Der Sprecher fügte hinzu, daß aus der Hunderdorfer Gemarkung für den Übungsplatz 48 ha landwirtschaftliche Nutzfläche voraussichtlich beansprucht würden.
Nach den Stellungnahmen der Vertreter des Landwirtschaftsamtes und des Amtes für Bodenkultur konstatierte Bürgermeister Härtenberger, daß mit den Aussagen seitens der Flurbereinigungsdirektion den Wünschen der Landwirte entgegengekommen werde. Härtenberger dankte Baudirektor Zitzelsberger für diese Entscheidung. Zugleich versicherte Härtenberger, daß sich auch die Gemeinde für eine Unternehmensflurbereinigung bezüglich des Übungsplatzes einsetzen werde, nachdem der Übungsplatz nicht verhindert werden könne.
Einhellig sprach sich die Versammlung sodann dafür aus, daß eine reine Unternehmensflurbereinigung stattfinden solle und keine erweiterte vermischte Flurbereinigung im verkleinerten Gebiet. Sodann wurden Vorschläge für die Wahl der künftigen Vorstandschaft der Flurbereinigungsteilnehmergemeinschaft vorgegeben. Die Wahl selbst soll dann in einer späteren Versammlung, die voraussichtlich etwa im April stattfinden wird, erfolgen. Im Zuge des angestrebten Gruppenwahlverfahrens wurden für Hofdorf drei Vorstandsmitglieder, für den Bereich Sollach zwei Vorstandsmitglieder und für den Bereich Stetten-Eglsee ein Vorstandsmitglied vorgesehen. Desweiteren wird jeweils ein Stellvertreter für diese künftigen Vorstandsmitglieder zu wählen sein.
Abschließend gab Baudirektor Zitzelsberger bekannt, daß nunmehr demnächst der angeordnete Flurbereinigungsbeschluß entsprechend dem heutigen Versammlungsergebnis eingeschränkt werde auf eine reine Unternehmensflurbereinigung „Autobahn“.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Jeder Wähler hat 16 Stimmen
Kein Bewerber darf mehr als 3 Stimmen erhalten. Wahl der Gemeinderatsmitglieder in der Gemeinde Windberg am 18. März 1984

Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Bekanntmachung der Sitzung des Gemeindewahlausschusses zur Feststellung des Ergebnisses der Gemeindewahl am 18. März 1984
Die Sitzung des Gemeindewahlausschusses zur Feststellung des Wahlergebnisses findet am 18.3.1984 um 18 Uhr im Schulhaus Windberg statt.
Der Zutritt zu dieser Sitzung ist jedermann gestattet (§ 16 der Gemeindewahlordnung) Falls eine weitere Sitzung erforderlich wird, wird diese rechtzeitig öffentlich bekanntgemacht.
Hunderdorf, den 8.3.1984
Der Gemeindewahlleiter
Feldmeier
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Ortsübliche Bekanntmachung
Zur nichtöffentlichen Versammlung der Jagdgenossen am Montag, dem 26. März 1984 abends 19.30 Uhr, im Gasthaus Solcher in Ehren ergeht hiermit Einladung.
Tagesordnung:
1. Kassen- und Rechenschaftsbericht und Entlastung der Vorstandschaft
2. Beschlußfassung der neuen Satzung
3. Wahl des Jagdvorstehers und seines Stellvertreters, Wahl von zwei Beisitzern, Wahl eines Schriftführers und eines Kassenführers, Wahl von zwei Rechnungsprüfern
4. Beschlußfassung über die Verwendung des Jagdpachtschillings
5. Wünsche und Anträge
Gaishausen, 7. März 1984
Jagdgenossenschaft Gaishausen
Karl Schneier
Jagdvorsteher
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Nichtöffentliche Versammlung der Jagdgenossen
Zur nichtöffentlichen Versammlung der Jagdgenossen am Freitag, dem 23. März 1984, abends 19.30 Uhr im Gasthaus Baier-Edbauer in Hunderdorf ergeht hiermit Einladung.
Tagesordnung:
1. Kassen- und Rechenschaftsbericht und Entlastung der Vorstandschaft
2. Beschlußfassung der neuen Satzung
3. Wahl des Jagdvorstehers und dessen Stellvertreters, Wahl von zwei Beisitzern, Wahl eines Schriftführers und eines Kassenführers, Wahl von zwei Rechnungsprüfern,
4. Beschlußfassung über die Verwendung des Jagdpachtschillings
5. Wünsche und Anträge
Hunderdorf, 7. März 1984
Jagdgenossenschaft Hunderdorf
Xaver Neumeier
Jagdvorsteher
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Laienspielgruppe Lintach-Hunderdorf präsentiert
„Einmal Hiebe, dreimal Liebe“

Die Laienspielgruppe des Stammtisches Lintach-Hunderdorf spielt wieder Theater. Aufgeführt wird diesmal das bäuerlichländliche heitere Lustspiel „Einmal Hiebe, dreimal Liebe“. Da Volksstück wird gespielt in vier Akten und dauert nahezu vier Stunden. Die Aufführungstermine im neuen Saal der Gastwirtschaft Plötz-Schlecht in Großlintach sind wie folgt festgelegt:
Samstag, 31.3. 20.00 Uhr
Sonntag, 1.4. 20.00 Uhr
Samstag, 2.4. 20.00 Uhr
Sonntag, 8.4. 14.00 Uhr
Samstag, 14.4. 20.00 Uhr
Kartenvorverkauf erfolgt bei der Sparkasse Hunderdorf, Raiffeisenbank Hunderdorf, Sport- und Textilgeschäft Kaldonek sowie bei Gasthaus Plötz-Schlecht. Die Eintrittspreise sind: 5,- DM Erwachsene, 3,- DM für Kinder.
Mit viel Eigeninitiative wurde auch eine ansprechende Bühne im neuen Saal erstellt. Das Bühnenbild zeichnet wieder Helmut Vogl.

Die Mitwirkenden der Laienspielgruppe Lintach-Hunderdorf mit den Akteuren hinter der Bühne: v. l. Sophie Schlecht, Reinhard Korte, Petra Homberger, Ulli Illiner, Karl Englmeier, Ulrike Häusler, Alfons Bugl, Hans Lobmeier, Petra Janker, Renate Achatz, Ernst Sacher, Regisseur Alois Winter, vorne( l.) Bertl Riedl und (r.) Vorstand Hans Achatz

Regisseur Alois Winer hat sich sehr in Szene gesetzt und viel Engagement daran gesetzt, daß das Theaterstück wieder ein Erfolg werden wird. Die Spielgruppe versichert: „Es wird nicht zu viel versprochen ‚die Lachmuskeln der Besucher werden arg strapaziert“. Den Theaterfreunden stehen so froh-vergnügte kurzweilige Stunden bevor. Das Theaterspiel wird mit Musikeinlagen inszeniert und in den Pausen unterhalten die Geschwister Hecht. Neben den bekannten – sicher in bester Erinnerung stehenden – Spielern sind mit Ulrike Häusler, Petra Hornberger und Ulli Illner auch neue Akteure dabei. Es wäre schön, wenn auch diese Laienspieler mit entsprechendem Beifall bedacht würden! Auch die Akteure hinter der Bühne werden ihren Teil zum erfolgreichen Gelingen beitragen. Ein Teilerlös aus den Aufführungen (nach Abzug der Bühnenkosten und sonstiger Nebenausgaben) soll wieder einem gemeinnützig-sozialen Zweck zur Verfügung gestellt werden.
Der Stammtisch bedankt sich bei allen Sach- und Geldspendern für die Bühne. Besonderer Dank gilt auch der Wirtsfamilie Plötz/Schlecht für die volle Unterstützung, durch die die Bühne in der jetzigen Form gestaltet werden konnte und so erstmals gekonntes Theaterspiel in Großlintach ermöglicht wird. Und nach den Vorstellungen des Stammtisches soll dies nicht auch das letztemal gewesen sein, sondern durch viele Aufführungen fortgesetzt werden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Trachtler in Faschingsstimmung
Hunderdorf. Beim traditionellen Trachtlerball am Freitagabend im Gasthaus Höfelsauer – Berger in Steinburg zeigte sich eine stattliche Besucherzahl. Vorstand Ernst Sacher hieß bei seiner kurzen Begrüßung alle Gäste herzlich willkommen und wünschte dem Abend einen vergnügten Verlauf. Und beschwingt heiter wurde der Trachtlerball dann auch! Die Tanzkapelte „Tobinos“ spielte fleißig zum Tanz auf und die Trachtler und Gäste zeigten reges „Tanzlbein“ auf dem Parkett. Bald waren auch die Tombola-Lose abgesetzt und die glücklichen Gewinner konnten die vielen größeren und kleineren Preise in Empfang nehmen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Die „Hawaii-Sisters“ begeisterten
Au v. -Wald. Zum Faschingsball hatte am Faschingssamstag der Stammtisch der Au’inger geladen. Vorstand Johann Hornberger jun. konnte den 2. Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf Egon Weinzierl, den CSU-Ortsvorsitzenden Josef Breu, die beiden Kommandanten der FFW Au v. Wald Johann Breu sen. und Manfred Mauermayer, sowie Vertreter der FFW Steinburg und .des EC Steinburg begrüßen. Sein besonderer Gruß galt den zahlreich erschienen Gästen aus Teisbach. Die flotte und abwechslungsreiche Musik der „Bayerwald-Buam“ garantierte stets eine gefüllte Tanzfläche. Schwer hatten es die Mitglieder der Jury, die originellsten und besten Masken zu prämieren. Viel Beifall erhielt die Maske „Henker und Tod“, die manchen Ballbesuchern Unwohlsein bereitete. Die Lose einer optisch hervorragend errichteten Tombola mit attraktiven Preisen waren schnell vergriffen. Als den Höhepunkt des Abends konnte Vorstand Hornberger die Ankunft der „Hawaii-Sisters“ ankündigen. Diese Gruppe, bestehend aus acht Mitgliedern des Stammtisches verstand es, mit überaus gekonnten tänzerischen Darbietungen die Ballbesucher zu faszinieren und mitzureißen. Der Mühe Lohn für tagelanges Training war dann der stürmisch anhaltende Applaus der Gäste. Bei anhaltend guter Stimmung verbrachten die Gäste aus nah und fern frohe vergnügte Stunden, bis in den frühen Morgenstunden die Kapelle zum letzten Tanz aufspielte.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Hunderdorfer Leichtathleten errangen fünf Kreistitel
Bei den Leichtathletikhallenmeisterschaften für den Kreis Donau-Wald in Straubing beteiligten sich 4 Sportlerinnen und 6 Sportler vom LC Tanne und konnten folgende sehr gute Leistungen erbringen.
Beim 1000 m Lauf der Jugend A errang Schießl Josef in 2:55.7 min. den 1. Platz und den Titel Kreismeister, Tanne Markus belegte den 4. Platz 3:33.1 min. Während sich Hochspringerass Stephan Kraus beim Kugelstoß erst beim dritten Versuch mit 11 m den Kreismeistertitel holte, war beim Hochsprung über 2 m der 1. Platz und der 2. Kreismeistertitel nicht in Gefahr.
Bei der Jugend B erkämpfte sich Kraus Martin bei einer großen Teilnehmerzahl im Hochsprung mit 1,60 m den 2. Platz. Etwas außer Tritt waren die Schüler A beim 1000 m Lauf, Schießl Thomas 8. Platz und Tanne Martin 9. Platz. Aber die Saison ist noch lange, um wieder vordere Plätze zu erringen. Bei der weiblichen Jugend B belegte Schötz Sylvia mit persönlicher Bestzeit über 800 m in 3:12.9 min. Platz 4. Bei den Schülerinnen D und C konnten die Neuzugänge zum LC Obermeier Martina und Stumhofer Marion ihre erste Urkunde in Empfang nehmen. Während für Kraus Susanne gleich zwei Titel (Kreisbeste) über 35 m 6,4 sec.; 1. Platz und über 800 m 3:32.0 min. 1. Platz überraschte.   G.H.
Veranstaltungskalender
LC Tanne Hunderdorf: Trimm-Trab -Eröffnung 28.4.
LC Tanne Hunderdorf: 7. Staffellauf mit Gartenfest 21.6.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Erfolgreiche Saison der Leichtathleten
Zur Jahreshauptversammlung hatten sich die Leichtathleten des LC Tanne im SV Hunderdorf im Gasthaus S. u. G. Baier eingefunden. Abteilungsleiter Jürgen Tanne konnte dazu auch den 1. Bürgermeister Karl Härtenberger sowie den 1. und 2. Vorsitzenden des Sportvereins, Hentschirsch und Grill, begrüßen. Zunächst gab Tanne einen Rückblick über das abgelaufene Jahr ab. Ende April 1983 sei die Saison mit dem Trimm-Trab ins Grüne im Perlbachtal eröffnet worden. Ein weiterer Höhepunkt wäre das Staffelfest im Juni gewesen. Das Gartenfest habe ebenfalls bei Mitgliedern und Freunden der Leichtathletikabteilung großen Anklang gefunden und sei gut besucht gewesen. Im September habe man mit einem Zweitagesaugflug zum Straubinger Haus die Saison in geselliger Hinsicht abgeschlossen.
Die sportlichen Veranstaltungen stünden nach den Worten des Abteilungsleiters an erster Stelle der Aktivität. So habe man an 20 Wettkämpfen teilgenommen. An Meisterschaften haben die Aktiven folgende Titel erringen können: Stefan Kraus: Bayerischer Meister im Hochsprung der Jugend A und 5. bei den Deutschen Meisterschaften, niederbayerischer Meister im Hochsprung und 2. im Weitsprung. Kraus Martin: 3. über 3000 m bei den niederbayerischen Meisterschaften Schießl Josef ebenfalls 3. über 3.000 m. Schießl Thomas 4. über 3000 m, Schlecht Rosi 7. über 800 m und Schießl Silvia 9. über 800 m, jeweils in ihren Altersklassen. Sehr gute und natürlich auch erste Plätze habe man bei den Kreismeisterschaften geholt. Eine Disziplin, die bei den Hunderdorfer Leichtathleten sehr gepflegt wird, ist der Geländelauf. Bei diversen Geländeläufen im niederbayerischen Raum kam man mit etlichen Bestplazierungen nach Hause. Zusammenfassend sagte Tanne, daß bei 20 Veranstaltungen die Sportler 5 erste Plätze , 6 zweite Plätze, 4 dritte Plätze belegt hätten und 15mal unter den ersten Zehn zu finden gewesen wären.
Neben den sportlichen Veranstaltungen habe sich die Leichtathletikabteilung an verschiedenen Terminen anderer Vereine innerhalb des Gesamtsportvereins oder der Gemeinde beteiligt. Tanne stellte an den Schluß seiner Ausführungen den Dank an die Mitglieder der Vorstandschaft, an die Spender, an die Gemeinde und an den Hauptverein.
Bürgermeister Härtenberger bedankte sich für die Einladung und meinte, daß er wohl das letzte Mal als Bürgermeister bei einer derartigen Versammlung anwesend sei. Er sähe die Leichtathletik in Hunderdorf als recht förderungswürdig an. Sie habe den Namen Hunderdorf weit über die eigene Gemeindegrenze hinausgetragen. Sein besonderer Glückwunsch richtete sich an den Hochspringer Stephan Kraus. Mit Freude vernahmen die Versammelten dann die Aussage des Gemeindeoberhauptes, daß in den Investitionsplan 1986 der Ausbau der Laufbahn aufgenommen worden sei. Härtenberger wünschte weiterhin viel Erfolg und sprach seinen Dank für die geleistete Arbeit in den letzten Jahren aus.
1. Vorsitzender Heinz Hentschirsch gab seiner Freude über die Aktivitäten in der Leichtathletikabteilung Ausdruck. Diese stelle sich trotz der fast 100 Mitglieder als kleinere Familie dar, die aber von echtem Zusammenhalt und sportlicher Kameradschaft geprägt sei, was nicht hoch genug eingeschätzt werden könne. Er habe auch gerne gehört, daß es vielleicht mit dem Bau der Bahn weitergehe. Dies sollte der Abteilung und vor allem den Aktiven Antrieb geben, weiterhin recht tatkräftig mitzumachen und vor allem weiterzumachen.
Hentschirsch dankte der Abteilungsleitung, den Eltern und Helfern sowie ganz besonders den Sportlern.
Aus dem Kassenbericht von Th. Schießl war zu entnehmen, daß die Ausgabenseite überwiege, da die Leichtathleten aus Veranstaltungen kaum etwas einnähmen. Spendenfreudige Mitglieder und Gönner, würden aber immer wieder aushelfen. 2. Abteilungsleiter Heinrich Greipl gab noch einige Termine für die Zukunft bekannt So werde am 28.4. mit dem Trimm-Trab die Freiluftsaison eröffnet, Greipl lud dazu alle Abteilungen und die Bürger der Gemeinde ein. Das Staffelfest an Fronleichnam werde wieder in gewohnter Weise über die Bühne gehen. Die einzelnen Wettkämpfe erfahre man aber auch rechtzeitig. Für besondere Leistungen und Aktivitäten ehrte Abteilungsleiter Tanne Stefan Kraus und Josef Schießl. Mit einem Essen wurde die Hauptversammlung geschlossen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Jagdgenossenschaft Windberg
Zur nichtöffentlichen Versammlung der Jagdgenossen am Samstag, dem 24. März 1984 abends 19.30 Uhr , im Gasthaus Hilmer in Irensfelden ergeht hiermit Einladung.
Tagesordnung:
1. Kassen- und Rechenschaftsbericht und Entlastung der Vorstandschaft
2. Beschlußfassung der neuen Satzung
3. Wahl des Jagdvorstehers und dessen Stellvertreters, Wahl von zwei Beisitzern, Wahl eines Schriftführers und eines Kassenführers Wahl von zwei Rechnungsprüfern
4. Beschlußfassung über die Art der Nutzung und Art der Verpachtung des Gemeinschaftsjagdreviers
5. Beschlußfassung über die Annahme der Verpachtungsbedingungen
6. Beschlußfassung über die Verpachtung der Jagdberechtigung selbst, wenn zu Punkt 4. der Tagesordnung „Freihändige Vergebung“ beschlossen wird, ansonsten: Beschlußfassung über die Form der Bekanntgabe der Verpachtung
7. Beschlußfassung über die Verwendung des Jagdpachtschillings
8. Wünsche und Anträge
Windberg, 7. März 1984
Peter Faltl
Jagdvorsteher
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 16.03.1984


Vereinsmeisterschaft im Schnee
Evi Hentschirsch und Dieter Leonhardt waren die Besten
Hunderdorf.
Mit den Vereinsmeisterschafen ging für die Skiabteilung des Sportvereins Hunderdorf offiziell die aktive Saison zu Ende. Fast 50 Teilnehmer in den verschiedenen Klassen gingen an den Start eines Riesenslaloms, den die Verantwortlichen in Hinterwies ausgesteckt hatten.
Die Schneeverhältnisse waren ausgezeichnet und die Piste hielt. Die Strecke war auch für die Kleinen ohne Schwierigkeiten zu meistern. Bei der Siegerehrung in der Skihütte sagte Abteilungsleiter Max Leonhardt allen Teilnehmern Dank für die Bereitschaft, sich in sportlichem Wettkampf zu messen. Die Helfer verdienten ebenfalls Anerkennung. Ganz besonders aber sei er dem SC Neukirchen verpflichtet, da die Mitglieder Höcherl und Kräh mit der elektronischen Zeitnahme einen reibungslosen und sehr schnellen Ablauf gesorgt hätten. Zusammen mit dem 1. Vorsitzenden Hentschirsch nahm Leonhardt die Siegerehrung vor, bei der es Pokale und Urkunden gab. Die Sieger in den einzelnen Klassen: Männlich: Kinder I: Andreas Klar. Kinder III: Thomas Hüttinger. Schüler I: Stefan Illmann. Schüler II: Günter Hilmer. Schüler III: Werner Neumaier. Jugend II: Robert Neumaier. AK II: Heinz Gertitschke. AK I: Josef Helmbrecht. Herren: Dieter Leonhardt. Weiblich: Kinder I: Daniela Fuchs. Kinder II: Ulrike Hentschirsch. Kinder III: Heidi Fuchs. Schüler II: Iris Zoglmann. Schüler IV: Evi Hentschrisch. Jugend I: Andrea Kaldonek. Jugend II: Ute Hentschrisch. AK II: Traudl Buchs. AK I: Helga Fuchs. Damen: Evelyn Kaidonek. Tagesbeste und damit Vereinsmeister 1984 wurden bei den Damen Evi Hentschirsch und bei den Herren Dieter Leonhardt. Die zwei Vereinsmeister mit Abteilungsleiter Leonhardt.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.03.1984


Osterbasteln im Volksbildungswerk
Hunderdorf.
Auch in diesem Jahr veranstaltet die Außenstelle des Volksbildungswerks Hunderdorf einen Osterbastelkurs. Unter der bewährten Leitung von Frau Bergbauer stellen die Teilnehmer an drei Abenden die verschiedensten Arten von Osterschmuck (z. B. Tischschmuck, Wandschmuck, Ostersträuße usw.) her. Die Veranstaltung findet jeweils am Dienstag um 19 Uhr statt. Der Kurs beginnt am 20. März. Die Gebühr beträgt 12 DM. Das benötigte Material wird gesondert berechnet. Anmeldung und nähere Informationen bei Kornelius Klar, Mitterfelstraße 10, 8447 Hunderdorf, T. 2760.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.03.1984


Marionettentheater ,Simaus‘ gastiert
Hunderdorf.
Einen besonderen Leckerbissen für die Kindergarten- und Grundschulkinder bietet das Volksbildungswerk Hunderdorf mit dem Marionettentheater ,Simaus‘. Mit den zwei Stücken „Räuber Hotzenplotz“ und „Zirkus Simaus“ stellt sich diese Laiengruppe, die schon in anderen Gemeinden des Landkreises die Zuschauer (auch die großen) begeistert hat, in Hunderdorf vor. Die Aufführung findet am Freitag, 23. März um 15 Uhr, im Jugendheim statt und dauert etwa 90 Minuten. Der Eintritt kostet für Kinder zwei Mark, für Erwachsene drei Mark.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.03.1984


Neuwahl: Alles blieb beim alten
Aus der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr
Au vorm Wald.
Vorstand Max Wagner konnte zur kürzlichen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im Gasthaus Wagner-Freudenstein Bürgermeister Härtenberger und. zahlreiche Mitglieder begrüßen. Härtenberger erläuterte vor den Neuwahlen das neue Feuerwehrgesetz, welches unter anderem vorschreibt, daß die Kommandantenwahl jetzt von der Gemeinde durchzuführen ist. Deshalb würde zu dieser Versammlung gleichzeitig zur Dienstbesprechung der Gemeinde eingeladen.
Die Kommandantenwahl ergab keine neuen Ergebnisse. Der bisherige 1. Kommandant Johann. Breu und der 2. Kommandant Manfred Mauermayer wurden einstimmig wiedergewählt. Der Bürgermeister sprach den Kommandanten den Dank der Gemeinde aus, daß sie sich wieder für dieses Amt zur Verfügung gestellt haben.
Anschließend gab Kommandant Breu einen ausführlichen Jahresrückblick. Die Mitgliederzahl der FFW sei im vergangenen Jahr auf 101 angestiegen. Daran sei besonders erfreulich, daß sich lauter junge Männer dem Feuerwehrdienst zur Verfügung gestellt hätten. 15 Übungen habe die Wehr durchgeführt. Sechs Gruppen legten Leistungsprüfungen ab, bei welchen insgesamt 49 Abzeichen von Bronze bis Gold-Rot erworben wurden. Breu sprach allen mitwirkenden Feuerwehrkameraden seinen besonderen Dank aus:
Der Kassier Max Schötz erläuterte ausführlich den Kassenbericht, die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung.
Nach Entlastung der Vorstandschaft fand die Neuwahl statt. Nachdem sich Max Wagner nach 15jähriger Dienstzeit nicht mehr für das Amt des Vorstandes zur Verfügung gestellt hatte, wurde Alois Freudenstein zum Vorstand gewählt. Kassier wurde wieder Max Schötz, Schriftführer Alois Retzer. In den Vereinsausschuß wurden Josef Hornberger jun., Alois Haimerl, Max Wagner, Helmut Kronfeldner, Hans Schindlmeier, Josef Schießl, Franz Retzer und Alfred Baumgartner gewählt. Gerhard Kronfeldner wurde zum Fahnenjunker bestimmt.
Für das Jahr 1984 wurde wieder ein Vereinsausflug beschlossen. Die Vorstandschaft wird Reiseziele und günstige Kostenangebote einholen. Ferner wurde darüber abgestimmt, daß im Jahr 1986 das 50jährige Gründungsfest mit Einladung von etwa 60 Vereinen abgehalten wird.
Abschließend lobte Bürgermeister Härtenberger die überaus gute Zusammenarbeit im Verein, versprach von seiten der Gemeinde eine kräftige Unterstützung der Feuerwehr. Sein besonderer Dank galt dem bisherigen Vorstand Max Wagner, der für seine 15jährige Tätigkeit von der Gemeinde ein Anerkennungsgeschenk erhält.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.03.1984

Quelle: Bogener Zeitung, 17.03.1984


Volksschüler besuchten Kernkraftwerk
Klassen 9a und b ließen sich „in Geheimnisse der Stromerzeugung“ einweisen
Hunderdorf. Die Klassen 9a und b der Volksschule Hunderdorf mit ihren Klaßlehrern Berger und Knockl führten im Rahmen des Physikunterrichts eine Lehrfahrt zum Kernkraftwerk Isar I in Ohu durch. Der theoretische Unterricht zum Thema „Überblick über die

Die beiden Klassen vor dem Verwaltungsgebäude und dem Reaktorgebäude des Kernkraftwerks Isar.

Gewinnung von Atomkernenergie im Kernkraftwerk und die damit verbundenen Probleme“ sollte durch die Besichtigung eines Werks und ein Gespräch mit Fachleuten ergänzt werden.
Bereits der dem Kenntnisstand und der Altersstufe der Schüler angepaßte Vortrag des für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Betreuers, der durch eine Filmvorführung, verschiedene Strahlenmessungen aber auch mit lustigen Begebenheiten bei Besichtigungen veranschaulicht war, vermittelte den Schülern zahlreiche neue Kenntnisse. Besonders die Frage nach der Sicherheit wurde eingehend ausgebreitet und diskutiert. Verblüffung erregten die vorgelegten Zahlen. So werden pro Tag im KKW Isar I für zwei Millionen DM elektrischer Strom erzeugt und dabei durch die Kernkraft fünf Millionen Liter Heizöl eingespart. Beim Rundgang im neuen Informationszentrum interessierten das ausgestellte Brennelement und das Modell der Kernkraftwerke an der Isar besonders. Ein Höhepunkt war der Blick in das Reaktorgebäude, der mit Hilfe eines Bildschirms und eingebauten Kameras ermöglicht wird. Dabei wurde man Augenzeuge eines geplanten Brennelementwechsels. Den Abschluß bildete eine Rundfahrt im Bus durch das große Werksgelände. Ein „Schwarzer Sheriff“, der aus Sicherheitsgründen zustieg, und die vielen Sicherheitskräfte und -anlagen beeindruckten die Schüler sehr. Mit Informationsmaterial und Eindrücken reich versehen trat man die Heimreise an.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.03.1984


Kurze Geschichte des Pfarrhofes von Hunderdorf
Kirche, Jugendheim und Pfarrhof, sowie die in unmittelbarer Nähe stehende Grund- und Hauptschule und das Gemeindeamt, heute Verwaltungsgemeinschaft, bilden des geistig-kulturellen Mittelpunkt von Hunderdorf.
Noch um die Jahrhundertwende stand das Pfarrhaus und weiter dahinter das obere Schulhaus, heute Gemeindehaus, einsam auf der Höhe, von Wiesen und Feldern umgeben.
Der jetzige Pfarrhof darf auf ein stolzes Alter von 150 Jahren zurückblicken. 1835 wurde anstelle eines hölzernen Pfarrhauses ein Ziegelbau errichtet. Schon 1633 hatten weimarische Truppen den Pfarrhof in Hunderdorf geplündert ( so im Heimatbuch der Gemeinde Hunderdorf). Dieses Haus, wohl ein Holzhaus, muß später verfallen sein.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts stellte das Kloster Windberg die Pfarrer für Hunderdorf. Da diese sehr oft wechselten, machten die Hunderdorfer ein Gesuch nach dem anderen an Kurfürst und Bischof, in denen sie um Abstellung dieses Mißstandes ersuchten. Gleichzeitig baten sie, das Kloster zu zwingen, in Hunderdorf einen Pfarrhof zu errichten und dort einen Geistlichen fest unterzubringen. 1688 — 1703 prozessierte die Gemeinde deshalb gegen das Kloster.
1835 ließ Pfarrer Maßl den inzwischen erbauten hölzernen Pfarrhof abreißen und an der gleichen Stelle den heutigen Bau errichten.
Geistlicher Rat Kiermaier, der von 1936 bis 1962 Pfarrherr in Hunderdorf war, hatte in der Gemeinde so viel gebaut (1936 Vollendung der neuen Kirche, 1950 Anlage eines Leichenhauses, 1959 Gründung des Kindergartens, 1961 Anlage des neuen Friedhofes, Anschaffung von Orgel, Turmuhr und Geläute), daß er dabei das Haus, in dem er wohnte, ganz vergessen hatte. Der damals über 130 Jahre alte Bau hatte seit seines Bestehens kaum eine Änderung erfahren.
Nach seinem Tode 1962 wurde an den Altbau gründlich Hand angelegt, damit der neue Pfarrherr, Georg Ruß, in ein würdiges Haus einziehen konnte.
Im neuen Pfarrhof wohnten die Pfarrherren:
1834 — 43 Dr. Fr. Maßl
1843 — 70 Josef Luschner
1870 — 85 Joh. Nep. Zeindl
1885— 94 Jos. Rädlhammer
1895— 1915 Wolfg. Gruber
1915 — 20 Leonhard Hirtl
1920 — 31 Michael Gebhard
1931 —35 Friedr. Betthausen
1935 — 62 Joh. Kiermaier
1963 — 74 Georg Ruß
1974 — 76 Joh. Vilsmeier
1976— 81 Fr. X. Reitinger
ab 1981 Anton Högner
Seit jeher gehörte zum Pfarrhof ein Pfarrstadel. Bis 1965 erinnerten Pfarrstadel und Pfarrerweiher an die Zeit, da der Geistliche auch Bauer war. Dieser mußte von seiner Pfründe leben. Die Pfarrpfründe waren die Grundstücke, die der Staat der Pfarrei nach der Säkularisation 1803 vom Pfarrwiddum (Pfarrgut) überließ. Inzwischen waren noch einige Tagwerk aus Stiftungen dazugekommen. Der Staat hatte bei der Umorganisation nach 1803 die Verpflichtung zur Erhaltung der Ökonomiegebäude übernommen, so ließ er 1884 den Stall für drei Kühe und den Stadel im Pfarrgarten errichten. In den letzten Jahrzehnten hatten Stall und Stadel keine Verwendung mehr.
Die verschiedenen Gruppen der Pfarrjugend hatten in einem der alten Schulzimmer im ehemaligen oberen Schulhaus einen Raum zur Verfügung bekommen, in dem sie ihre Zusammenkünfte gestalten konnten. Dieser Raum wurde auch von der Gemeinde benötigt und war auch von der Größe her nicht zureichend.
Kooperator Gschlößl und Dekan Kiermaier trugen sich daher mit dem Gedanken, der Jugend ein würdiges Heim zu geben. Verschiedene Umstände standen diesem Vorhaben im Wege. Dieser Plan wurde erst von Pfarrer Georg Ruß verwirklicht. Er wußte, daß eine erfolgreiche Jugendarbeit nur möglich war, wenn für die jungen Leute eine für sie bestimmte feste Stätte geschaffen wurde. Ein solches Haus war auch für außergottesdienstliche Anlässe geeignet.
Unter Verwendung einiger alter Mauern begann dann auch der Bau des neuen Jugendheimes. 1966 konnte das Gebäude auf den Namen St. Wolfgang geweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. In den geschaffenen Räumlichkeiten ist nun eine moderne Seelsorge möglich.
Um dem Pfarrhof ein Wirtschaftsgebäude zu erhalten, wurde gegenüber ein Bau mit Waschküche, Garage, Holzschuppen und einem Nebenraum errichtet. Gleichzeitig wurde auch der Zufahrtsweg durch den Pfarrgarten geteert. Als Ende der sechziger Jahre das Schulgebäude zu klein wurde, diente der Saal des Jugendheimes vorübergehend als Klassenzimmer für den neu eingeführten 9. Schülerjahrgang der Volksschule Hunderdorf. (Die Bilder zeigen den Pfarrhof um 1900 und heute, den alten Pfarrstadel und das jetzige Jugendheim).
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 30.03.1984


Memoiren eines Steinburger Bürgers
28.
Mit einem Beim auf dem Rad nach Altenbuch
Ein Verwandter in Altenbuch lud mich schon oft ein, ihn zu besuchen. Nun, das war aber gut 20 km weit entfernt, und nur rauhe Schotterstraßen, mit der Bahn nicht zu erreichen.
Also machte ich mich mit meinem „Trittmeinsohn“an einem Augustsonntag 1926 auf nach Altenbuch. Bei dieser Tour mußte ich mich als einbeiniger wieder bewähren. Es ging bei Bogen mit einer Fähre über die Donau, dann durch den Irlbacher Auwald nach Straßkirchen, von da am Landwirtschafts-Gut Heidhof vorbei nach Altenbuch.
Da hatte ich es erraten, man feierte gerade das Erntedankfest, ich mußte nun bei Tisch fest zugreifen, ebenso am fließenden Bierfaßl. Als ich mich dann nachmittags zur Heimfahrt rüstete, merkte ich erst, daß ich mich am guten Bier zu stark gesättigt hatte, konnte mich jedoch auf meinem Stahlroß noch weiter balancieren.
Im Heidhof wollte ich eine bekannte Gutsarbeiterfamilie besuchen, welche aber zum Lohamer Kirchweihfest einen Ausflug gemacht hatte. Man sagte mir aber, die werden bald wieder zurückkommen. Auf der Treppe vor dem Arbeiterwohnhaus saß ein alter gebrechlicher Mann mit Vollbart. Bei unserer Unterhaltung fragte er mich, wo ich her sei. Nachdem ich sagte, meine Heimat sei Steinburg, erklärte er, er kenne Steinburg ganz gut und wollte noch wissen, ob der Pflügl-Wagner von Wegern mit dem Schneider von Wegern noch immer verfeindet sei. Ich sagte darauf ja, der Schneider sei doch mein Vater gewesen, worauf er sichtlich erregt war, was ich wohl noch gewahrte. Aber da gerade die gesuchte Familie heimkam, begrüßten wir uns. Der Alte war dann verschwunden. Und ich vergaß ganz, mich um den Alten zu erkundigen, weil ich einen etwas wirren Kopf hatte, vom Biertrinken her.
Ich hatte schon zuviel davon vergurgelt, war aber absolut kein richtiger Biertrinker. Nun, diese befreundete Familie hatte ja zur selben Zeit in Wegern gewohnt, und ich ging noch etwa ein Jahr mit dem älteren Mädchen nach Au vorm Wald zur Schule. Ich unterhielt mich mit dieser Gutsarbeiterfamilie, die mich noch nötigte, ein Quartl Schnaps zu trinken. Auf diesem Gut gab es auch eine eigene Kartoffel-Schnapsbrennerei, wovon die Arbeiter einen Deputatsanteil bekamen. Ich mußte nun wohl oder übel mein vollgestelltes Quantum vertilgen, es war nur gut, daß ich nicht mehr nach dem Alten fragte, denn der war, wie sich kurze Zeit später herausstellte, der Kneißlspezi, wie er sich nannte, welcher die unheilvolle Drangsalierung meiner Eltern ausführte und schuld an einer so langen Feindschaft und unschuldigen Untersuchungshaft der beiden Nachbarn Pflügl und Wagner hatte.
Ich hätte ihm im Zorne wohl seinen Vollbart ausgerissen. Nun aber mußte ich im Rausche ans Heimfahren denken, also mein Vehikel besteigen. Das ging aber erst, nachdem ich mich entlang der Gutsstraße am Lattenzaun festhielt und dann so unsicher mein Stahlroß dirigierte. Doch nach einigen hundert Metern ging es schon etwas besser, so erreichte ich glücklich wieder Straßkirchen und die bessere Hauptstraße.
Aber da überholten mich dann Leichtmotorradfahrer, die auf der Heimfahrt vom Ruselbergrennen waren, und weil man sich im Rausch viel strammer und gelenkiger fühlt, strampelte ich als Einbeiner neben diesen Rennfahrern her, was bei diesen Fahrern ein „Hallo“ und Gelächter hervorrief.
Ich mußte nun wieder auf eine Feldstraße abbiegen und erreichte dann wieder mit vielem Strampeln durch Schambach und den Irlbacher Auwald die Donaufähre bei Bogen. Die Überfahrt brachte mir Rast auf der Fähre. Dann ging die Fahrt heimwärts weiterem Uferhang auf einem ein Meter breiten Fußweg. Da gingen mir zwei jüngere Fußgängerinnen voraus, ich glaubte eine von hinten zu erkennen, schrillte mit der Fahrradglocke, worauf sich die Unbekannte umsah und die andere zur Seite zog, daß ich vorbeifahren konnte. Und richtig, schrie die eine, eine Cousine von mir, mir nach, ich solle nicht so stolz sein und ein wenig absteigen. Aber es war da nicht gut absteigen am Uferhang, da wäre ich sicher vom Rad runtergepurzelt, und zudem ahnte ich, wer ihre Begleitung war, nämlich ihre Freundin, eine Cousine von ihr, meine zukünftige und heute noch liebe Frau.
Daher radelte ich weiter, als ob ich nichts gehört hätte. Ich kannte sie selber noch nicht, aber sie war mir von der ersteren bereits schon einmal als liebes Anhängsel empfohlen worden. Klar, daß ich mich im Rausch nicht vorstellen konnte. Beide waren miteinander zu Fuß in Pfelling, wo ersterer, der Katl, deren Bräutigam wohnte. Bei mir war es mit dem Heiraten nicht pressant, das dauerte noch zwei Jahre.
Das war für mich, auch die Jahre zuvor, schon die schönste Freizeit. Da lernte ich gar viel, so zutrauliche Herzerl kennen, aber allerhand Gemisch. Aber auch bestimmt ehrliche, saubere mit allen annehmbaren Tugenden ausgestattete Verehrinnen, also eine Musterkollektion stand mir zur Auswahl. Einmal war eine ganz zutrauliche, welche mir mit Schmeicheleien und allen weiblichen Zuneigungen ihre Fangarme darbot. Doch ich ließ mir immer viel Zeit zur Gegenliebe. Richtig stellte sich dann heraus, daß sich ihre reizende Figur zur mütterlichen Gestalt formte und ich schon viel zu früh mit ihr zu Vaterfreuden gekommen wäre. Nun, daß war für mich eine Warnung vor gar zu viel weiblicher Zuneigung.
So habe ich halt als Tugendheld weitergemacht, bis alle drei jüngeren Geschwister in die Lehre kamen, dann streckte ich doch auch meine Fangfühler zum Brautangeln aus. Doch zuvor wollte ich auch noch mein jetziges Frauchen kennenlernen, und siehe da, sie war ja die mit allen gar nicht aufzählbaren, brauchbaren Tugenden ausgestattete Frau.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 30.03.1984


Bekanntmachung der Haushaltssatzung
I. Die Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf hat die Haushaltssatzung für das Jahr 1984 erlassen. Die Haushaltssatzung tritt mit dem 1. Januar 1984 in Kraft.
Die Haushaltssatzung mit ihren Anlagen wurde in der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf in Hunderdorf, Kirchgasse 8, (Zimmer Nr. 3) niedergelegt. (Art. 10 Abs. 1 VGemO) und zur Einsicht während des ganzen Jahres innerhalb der allgemeinen Geschäftsstunden bereitgelegt. (Art. 10 Abs. 2 VGemO, Art. 41 KommZG, 5 4 Abs. 2 Bekanntmachungsverordnung). Dort wurde auch der Haushaltsplan gemäß Art. 10 Abs. 2 VGemO, Art. 41 KommZG, Art. 65 Abs. 3 GO. Vom 26.3.1984 bis einschließlich 4.4.84 öffentlich aufgelegt.
Die Haushaltssatzung enthält keine genehmigungspflichtigen Teile.
Hunderdorf, den 23.3.84
Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf
gez. Härtenberger
Gemeinschaftsvorsitzender
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 30.03.1984


Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche bei Rindern; Durchführung der Schutzimpfung 1984
Die nach 5 140 Abs. 1 der Zweiten Verordnung zum Vollzug des Tierseuchenrechts vom 3.5.1977 (GVBl. S. 255), zuletzt geändert durch Verordnung vom 6.12.1983 (GVBl. S. 1121), angeordnete Schutzimpfung gegen Maul- und Klauenseuche ist in der Zeit vom 15. Februar bis 31. Mai 1984 durchzuführen.
Die Durchführung der Impfung wird von der Regierung in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Veterinäramt Straubing organisiert. Die Impfung wird von den Tierärzten wie im Vorjahr vorgenommen. Änderungswünsche der betroffenen Tierhalter sind dem Staatlichen Veterinäramt Straubing, Leutnerstraße 15 b, 8440 Straubing (Tel. 09421/43222) zu melden.
Von der Schutzimpfung befreit sind Jungrinder, die in dem Zeitpunkt in dem der Bestand geimpft wird, weniger als vier Monate alt sind, und Rinder, die in den letzten zwei Monaten vor der Impfung des Bestandes, in dem sie sich jetzt befinden, bereits mit einer Maul- und Klauenseuche-Vakzine geimpft worden sind, die gegen die gleichen Erregertypen schützt, wie die Vakzine, die das Veterinäramt zur Verfügung stellt.
Ordnungswidrig handelt nach 5 76 Abs. 2 Nr. 2 des Tierseuchengesetzes, wer vorsätzlich oder fahrlässig zu impfende Rinder nicht zeitgerecht impfen läßt.
Die Städte, Märkte, Verwaltungsgemeinschaften und Gemeinden des Landkreises Straubing-Bogen werden gebeten, die Bekanntmachung ortsüblich bekanntzugeben.
Straubing, 28.2.1984
Landratsamt Straubing-Bogen
i. A. Ruttner
Oberregierungsrat
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 30.03.1984


Ergebnis der Wahl des Ersten Bürgermeisters der Gemeinde Hunderdorf am 18. März 1984

Ergebnis der Wahl des Landrats am 18. März 1984
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 30.03.1984


Der Gemeindewahlleiter der Gemeinde Hunderdorf
Bekanntmachung des Ergebnisses der Gemeindewahl am 18.3.84
A. Bürgermeisterwahl

Die Wahl des ersten Bürgermeisters hatte folgendes Ergebnis:
Von den insgesamt abgegebenen 1.819 gültigen Stimmen erhielten die nachstehend aufgeführten Bewerber
Wahlvorschlag Nr., Kennwort, Familien- und Vorname, Wohnort/Wohnung, gültige Stimmen
1, CSU-fr.W., Breu Josef, Betriebsleiter, Hunderdorf, 481
2, SPD-p.WG, Peschke Gerhard, Soldat, Hauptfeldwebel, Hunderdorf, 181
13, FWG, Weinzierl Egon, Landwirt, Röhrnau, 1.157
Insgesamt: 1.819
1. Der Bewerber Egon Weinzierl hat mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten und ist somit zum ersten Bürgermeister gewählt.
3. Der Gewählte hat die Wahl angenommen.
B. Gemeinderatswahl
I. Nach dem Verhältniswahlverfahren ist gewählt worden:
1. Auf die einzelnen Wahlvorschläge entfielen folgende Stimmenzahlen und Gemeinderatssitze:
Ordnungszahl (Nr.), Wahlvorschlag (Kennwort), gültige Stimmen, Zahl der zugeteilten Sitze
1, CSU – Freie Wähler, 16.819, 5
2, SPD – parteilose Wählergemeinschaft, 9188, 3
3, Freie Wählergemeinsch. Hunderdorf-Steinbg.-Gaishausen, 18.922, 6
2. Nachfolgend sind die Namen der Gewählten und der Ersatzleute aus den einzelnen Wahlvorschlägen aufgeführt.
A. Wahlvorschlag Nr. 1, Kennwort CSU und freie Wähler
Dem Wahlvorschlag sind 5 Sitze zugefallen. In der Reihenfolge ihrer Stimmenzahlen (bei gleicher Stimmenzahl entscheidet die Reihenfolge der Benennung im Wahlvorschlag) sind daher die nachfolgend genannten Bewerber Nr. 1 bis 5 als Gemeinderatsmitglieder gewählt, die übrigen Bewerber sind Ersatzleute.
Nr., Name, Vorname; Beruf, Stand; Wohnort, Wohnung, Zahl der gültigen Stimmen
1 Härtenberger Karl, Bürgermeister, Kreisrat, Schreinermeister, Hunderdorf ,1.607
2 Breu Josef, Betriebsleiter, Hunderdorf, 1.391
3 Watzl Heidi, Kreisrätin, Gemeinderätin, Lehrerin, Hunderdorf, 1.218
4 Hamberger Hans, Gemeinderat, Bankkaufmann, Lintach, 1.129
5 Holzapfel Waldfride, Lehrerin, Steinburg, 874
6 Baier Josef, Gemeinderat, Metzger, Gast- und Landw., Hunderdorf, 783
7 Groß Xaver, Geschäftsführer, Landwirt, Hofdorf, 755
8 Altschäffl Johann, Gemeinderat, Maurermeister, Lintach, 742
9 Tanne Jürgen, Betriebsleiter, Hunderdorf, 655
10 Anleitner Xaver, Gemeinderat, Schuhmachermeister, Hunderdorf, 616
11 Bugl Josef, Kraftfahrzeugmeister, Hunderdorf, 589
12 Petzendorfer Johann, Förster, Landwirt, Wegern, 571
13 Hartmannsgruber Ferdinand, Hausmeister, Hunderdorf, 544
14 Hagn Xaver, Kaufmann, Hunderdorf, 513
15 Piening Helmut, Kaufmann, Hunderdorf, 484
16 Hornberger Josef, Schreinermeister, Starzenberg, 449
17 Baumgartner Franz, Lehrling, Großhandelskaufmann, Ebenthann, 419
18 Schuhbauer Ludwig, Landmaschinenmechaniker, Hoch, 406
19 Ziesler Josef, Fernmeldemonteur, Hunderdorf, 396
20 Häringer Roswitha, Erzieherin, Au vorm Wald, 394
21 Söldner Johann, Verwaltungsangestellter, Hunderdorf, 332
22 Riedl Alfons, Bauaufseher, Lintach, 313
23 Wirth Heribert, Schreiner, Werksmeister, Hofdorf, 299
24 Hagn Horst, Soldat, Hunderdorf, 290
25 Schuhbauer Josef, Betriebsschlosser, Lindfeld, 283
26 Ahartinger Josef, Vers. Kaufmann, Ingenieur, Hunderdorf, 272
27 Diewald Josef, Zimmerer, Ellaberg, 254
28 Mauermayer Johannes, Schiffsingenieur, Schafberg, 231
Wahlvorschlag Nr. 2, Kennwort SPD und parteilose Wählergemeinschaft
Dem Wahlvorschlag sind 3 Sitze zugefallen. In der Reihenfolge ihrer Stimmenzahlen (bei gleicher Stimmenzahl entscheidet die Reihenfolge der Benennung im Wahlvorschlag) sind daher die nachfolgend genannten Bewerber Nr. 1 bis 3 als Gemeinderatsmitglieder gewählt, die übrigen Bewerber sind Ersatzleute.
Nr., Name, Vorname; Beruf; Stand; Wohnort Wohnung, Zahl der gültigen Stimmen
1 Diewald Xaver, Angestellter, Gemeinderat, Hunderdorf, 1271
2 Peschke Gerhard, Soldat, Hauptfeldwebel, Hunderdorf, 1023
3 Reiner Xaver, Elektromeister, Gemeinderat, Bauernholz, 799
4 Neumaier Xaver, Landwirt, Hofdorf, 563
5 Kapfenberger Ludwig, Angestellter, Hunderdorf, 455
6 Baierl Günther, Elektriker, Hunderdorf, 437
7 Gerhardt Emil, Schreiner, Hoch, 404
8 Bayer Rudolf, Elektriker, Steinburg, 380
9 Pflügl Georg, Konstrukteur, Hunderdorf, 377
10 Leonhardt Max, Angestellter, Hunderdorf, 350
11 Grill Hans, Arbeiter, Hunderdorf, 347
12 Meinberger Georg, Kraftfahrer, Hunderdorf, 288
13 Hilmer Alfons, Maurer, Hunderdorf, 208
14 Hanner Josef, Facharbeiter, Oberstetten, 207
15 Kapfenberger Ursula, Facharbeiterin, Hunderdorf, 204
16 Schießl Willi, Facharbeiter, Steinburg, 196
17 Wagner Ludwig, Facharbeiter, Lintach, 184
18 Scheibenthaler Kath., Hausfrau, Hunderdorf, 179
19 Mühlbauer Hermann, Angestellter, Hoch, 177
20 Glas Hans, Rentner, Hunderdorf, 174
21 Gerhardt Arno, Brauer, Hunderdorf, 167
22 Engl Hans, Facharbeiter, Stetten, 159
23 Baumgartner Johann, Arbeiter, Hunderdorf, 123
24 Rähse Eckhard, Elektriker, Hunderdorf, 121
25 Eichmeier Josef, Elektriker, Lindfeld, 119
26 Hupf Alois, Facharbeiter, Hunderdorf, 104
27 Meyer Rosina, Hausfrau, Steinburg, 90
28 Achtnichts Horst, Schreiner, Hoch, 82
Wahlvorschlag Nr. 13, Kennwort Freie Wählergemeinschaft Hunderdorf – Steinburg – Gaishausen
Dem Wahlvorschlag sind 6 Sitze zugefallen. In der Reihenfolge ihrer Stimmenzahlen (bei gleicher Stimmenzahl entscheidet die Reihenfolge der Benennung im Wahlvorschlag) sind daher die nachfolgend genannten Bewerber Nr. 1 bis 6 als Gemeinderatsmitglieder gewählt, die übrigen Bewerber sind Ersatzleute.
Nr., Name, Vorname; Beruf, Stand; Wohnort, Wohnung, Zahl der gültigen Stimmen
1 Weinzierl Egon, Landwirt Röhrnau, 2.535 +)
2 Feldmeier Joh., Industriemeister, Wegern, 1.640
3 Dietl Johann, Schmied, Landwirt, Gaishausen, 1022
4 Retzer Franz, Werksarbeiter, Landwirt, Au vorm Wald, 1014
5 Höcherl Max, Landwirt, Grub, 901
6 Schießl Josef, Schreinermeister, Au vorm Wald, 900
7 Spielbauer Georg, Landwirt, Sollach, 843
8 Fellinger Ludwig, Landwirt, Sollach, 823
9 Fuchs Johann jun., Fachlehrer, Steinburg, 752
10 Kronfelder Josef, Landwirt, Viehhändler, Grub, 740
11 Fendl Max, Landwirt, Gaishausen, 665
12 Aumer Josef, Landwirt, Hunderdorf, 655
13 Helmbrecht Josef jun., Werkzeugmacher, Hunderdorf, 610
14 Sagstetter Walter, Kranführer, Wegern, 589
15 Freudenstein Alois, Gastwirt, Au vorm Wald, 561
16 Kronfeldner Gerhard, Großhandelskaufmann, Au vorm Wald, 483
17 Mauermayer Manfred, Schreiner, Wegern, 478
18 Hornberger Max, Landwirt, Hunderdorf, 475
19 Kraus Johann, Holztechniker, Schafberg, 441
20 Berger Ludwig, Omnibusunternehmer, Hunderdorf, 413
21 Winter Alois, Verkaufsdirektor, Lintach, 407
22 Häusler Johann, Landwirt, Hofdorf, 362
23 Schedlbauer Franz, Metzgermeister, Hoch, 350
24 Ecker Adolf, Landwirt, Brandstatt, 336
25 Breu Johann jun., Kfz-Mechaniker, Neidau, 321
26 Waas Helmut, Bundesbahnbeamter, lrlach, 273
27 Hafner Franz, Angestellter, Hoch, 176
28 Schwürzinger Heinrich, Kundendienst-Techniker, Hunderdorf, 147
+) Weinzierl wurde zum Bürgermeister gewählt. Für ihn rückt der Ersatzmann Georg Spielbauer Nr. 7 nach.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 30.03.1984


Der Gemeindewahlleiter der Gemeinde Windberg
Bekanntmachung des Ergebnisses der Gemeindewahl am 18. März 1984
A. Bürgermeisterwahl

Die Wahl des ersten Bürgermeisters hatte folgendes Ergebnis:
Von den insgesamt abgegebenen 567 gültigen Stimmen erhielten die nachstehend aufgeführten Bewerber
Wahlvorschlag, Nr., Kennwort, Familien- und Vorname, Beruf, Wohnort/Wohnung, gültige Stimmen
1 CSU/FWG, Kleikamp Franz, Bürgerm., Regier.Hauptstkretär, Windberg, 246
13 CWG, Schmidbauer Dietmar, techn. Angestellter, Windberg, 321
1. Der Bewerber Schmidbauer Dietmar hat mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten und ist somit zum ersten Bürgermeister gewählt.
3. Der Gewählte hat die Wahl angenommen.
B. Gemeinderatswahl
I. Nach dem Verhältnisverfahren ist gewählt worden:
1. Auf die einzelnen Wahlvorschläge entfielen folgende Stimmenzahlen und Gemeinderatssitze:
Ordnungszahl (Nr.), Wahlvorschlag (Kennwort), gültige Stimmen, Zahl der zugeteilten Sitze
1 Christlich Soziale Union/Freie Wählergem., 4.412, 4
2 Christliche Wählergemeinschaft, 4.278, 4
2. Nachfolgend sind die Namen der Gewählten und der Ersatzleute aus den einzelnen Wahlvorschlägen aufgeführt.
Wahlvorschlag Nr. 1, Kennwort CSU / FWG
Dem Wahlvorschlag sind 4 Sitze zugefallen. In der Reihenfolge ihrer Stimmenzahlen (bei gleicher Stimmenzahl entscheidet die Reihenfolge der Benennung im Wahlvorschlag) sind daher die nachfolgend genannten Bewerber Nr. 1 bis 4 als Gemeinderatsmitglieder gewählt, die übrigen Bewerber sind Ersatzleute.
Nr., Name, Vorname; Beruf, Stand; Wohnort, Wohnung, Zahl der gültigen Stimmen
1 Feldmeier Helmut, Maurermeister, Meidendorf, Hauptstr., 607
2 Haimerl Helmut, Landwirt, Hof 1, 604
3 Wurm Josef, Landwirt, Meidendorf, Hauptstr. 5, 561
4 Kleikamp Franz, Reg, Hauptsekr., Windberg, Riedfeldplatz, 454
5 Schmidbauer, Hans, Dipl.Chemiker, Windberg Biehl, 443
6 Mühlbauer Martin, Kfz-Meister, Windberg, Irensfelden, 353
7 Fischer Josef, Polizeibeamter, Windberg, Klostergasse, 276
8 Haimerl Alfons, Landwirt, Windberg, Dambach, 225
9 Diewald Josef, Wirtschaftsing., Windberg, Bergstr., 133
10 Auerbacher Walter, Facharbeiter, Windberg, Hochgarten, 161
11 Häusler Otto, Rentner, Windberg, Kreuzbergstraße, 114
12 Bauer Karl, Landwirt, Windberg, Jaklhäusl 1, 109
13 Seidler Wilfried, Kfz.-Mech., Windberg, Meidendorf, Windberger Str., 104
14 Anneser Eugen, Facharbeiter, Windberg, Schmiedlfeld, 100
15 Christi Helga, Bürogehilfin, Windberg, Kreuzbergstr., 93
16 Staudinger Helga, Kaufm. Angest., Windberg, Meidendorf, Geisbergweg 23, 75
Wahlvorschlag Nr. 13, Kennwort Christliche Wählergemeinschaft (CWG)
Dem Wahlvorschlag sind 4 Sitze zugefallen. In der Reihenfolge ihrer Stimmenzahlen (bei gleicher Stimmenzahl entscheidet die Reihenfolge der Benennung im Wahlvorschlag) sind daher die nachfolgend genannten Bewerber Nr. 1 bis 4 als Gemeinderatsmitglieder gewählt, die übrigen Bewerber sind Ersatzleute.
Nr., Name, Vorname; Beruf, Stand; Wohnort, Wohnung; Zahl der gültigen Stimmen
1 Schmidbauer Dietmar, Techn. Angest., Windberg, Meidendorfer Str., 664
2 Schuster Siegfried, Maurer, Windberg, Oberbucha, 521
3 Bruckmüller Hermann, Landwirt und Steinmetz, Windberg, Gartenhaus 1, 430
4 Schötz Otto, Landwirt, Windberg, Böhmhöfl 1, 361
5 Hartmannsgruber Xaver, Zimmerer, Meidendorf, Hauptstraße, 349
6 Suttner Bernhard, Jug. Bild. Ref., Windberg, Dorfplatz, 290
7 Dr. Voigtmann Gerd, Zahnarzt, Windberg, Wassergraben, 229
8 Poiger Willi, Glaser, Windberg, Hunderdorfer Str., 224
9 Hafner Willi, Landwirt, Windberg, Netzstuhl, 215
10 Kräh Erich, Hausmeister, Windberg, Unterbucha, 206
11 Mühlbauer Josef, Techn. Angest., Windberg, Ochsenweiher, 171
12 Flister Gerda, Verw. Angest., Windberg, Pfarrplatz, 158
13 Hartmannsgruber Helmut, Kraftfahrer, Windberg, Hochgarten, 136
14 Förg Josef, Kfz.-Mech., Windberg, Ried, 123
15. Laumer Paul, Bäcker, Windberg, Herrnbirket, 109
16 Gierl Alois, Facharbeiter, Windberg, Riedfeldplatz, 92
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 30.03.1984


Vom Gemeinderat Windberg, (Sitzung am 8.3.1984)
Bei dieser im Sitzungssaal Windberg stattgefundenen Sitzung stimmte der Gemeinderat einer Vereinbarung mit der Flurbereinigungsdirektion über den Straßenausbau Irensfelden – Oberbucha zu. Desweiteren wurde zu den vom Landratsamt geprüften Jahresrechnungen 1974 – 1980 Entlastung erteilt.
Straßenausbau im Zuge der Flurbereinigung
Bürgermeister Kleikamp legte dem Gemeinderat einen Entwurf einer Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Windberg, vor. Hiernach ist Gegenstand der Vereinbarung, daß bei ausreichenden Haushalts- und Betriebsmitteln die Straße Irensfelden-Oberbucha im Zuge der Flurbereinigung im Jahre 1984 ausgebaut werden soll. Die Ausbaulänge beträgt 1,750 km bei einer Ausbaubreite von 4,5 m. Die Baukosten sind mit 667.000 DM beantragt, wobei auf die Gemeinde ein Kostenanteil von 288.000 DM entfällt. Hierzu können jedoch noch Kfz.-Mittel des Landkreises erwartet werden. Der Gemeinderat beschloß nach Beratung einstimmig, der vorgelegten Vereinbarung zuzustimmen.
Jahresrechnungen geprüft
Aufgrund des überörtlichen Prüfberichtes des Landratsamtes Straubing-Bogen erteilte der Gemeinderat Entlastung zu den geprüften Jahresrechnungen 1974 – 1980. In dem Prüfbericht hieß es abschließend: „Gegen eine endgültige Anerkennung der geprüften Jahresrechnungen bzw. Entlastung des 1. Bürgermeisters bestünden keine Bedenken“.
Bauflächen in Flächennutzungsplan
Vorgelegt wurde vom Bürgermeister ein Antrag auf weitere Bauflächenausweisung im Flächennutzungsplan in Richtung Nordosten von Windberg. Der Gemeinderat entschied die angesprochene Bauflächenausweisung weiterhin zu verfolgen. Das Ingenieurbüro soll beauftragt werden, die entsprechenden Flächen soweit sie nicht bereits im Flächennutzungsplanvorentwurf enthalten sind  noch nachzutragen.
Deckblattänderung und Sonstiges
Zugestimmt wurde seitens des Gemeinderates auch einer Bestellung einer beschränkt persönlichen Dienstbarkeit für die Trafo-Station Windberg III zugunsten der Energieversorgung Ostbayern AG (OBAG).
Ausgesprochen hat sich der Gemeinderat auch für die Änderung des Bebauungsplanes „Hochgarten-Riedfeld“. Hiernach soll die öffentliche Bedarfsfläche beim Schulhaus eingeschränkt werden und ein Wohnhausneubau zugelassen werden. Auch eine geplante erwogene Tennisplatzerweiterung soll in dem Deckblatt bereits mitaufgenommen werden.
Weiterhin wurde besprochen, die Oberflächenwasserableitung beim Straßenbau Meidendorf sowie ein Fernwasserneuanschluß in Oberbucha. Weiterhin erklärte sich der Gemeinderat bereit, die Auslagen der BRK-Ortsgruppen Windberg und Meidendorf für die Altenbetreuung zur Elfte zu übernehmen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 30.03.1984


Nichtöffentliche Versammlung der Jagdgenossen
Zur nichtöffentlichen Versammlung der Jagdgenossen am Samstag, dem 31. März 1984, abends 19.30 Uhr, im Gasthaus Wagner-Freudenstein in Au vorm Wald ergeht hiermit Einladung.
Tagesordnung:
1. Kassen- und Rechenschaftsbericht und Entlastung der Vorstandschaft
2. Beschlußfassung der neuen Satzung
3. Wahl des Jagdvorstehers und seines Stellvertreters
Wahl von zwei Beisitzern
Wahl eines Schriftführers und eines Kassenführers
Wahl von zwei Rechnungsprüfern
4. Beschlußfassung über die Verwendung des Jagdpachtschillings
5. Wünsche und Anträge
Jagdgenossenschaft Steinburg
Max Schötz
Jagdvorsteher
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 30.03.1984


Sportverein gratuliert
Letztes Wochenende gratulierte die Vorstandschaft des Sportvereins Hunderdorf dem langjährigen Mitglied Heinz Gertitschke zum 50. Geburtstag. Zu den Gratulanten gehörte der 1. Vorsitzende Heinz Hentschirsch, der 2. Vorsitzende Hans Grill und der Schatzmeister Gerhard Scherz.
Heinz Gertitschke war 10 Jahre Kassier der Abteilung Ski-Club, von 1977 bis 1979 Betreuer der Alten-Herrenmannschaft. In den früheren Jahren war er selbst aktiver Fußballer und er spielt heute noch in der Alten-Herrenmannschaft.
Der Sportverein überreichte dem Jubilar ein Präsent und wünschte ihm für die weitere Zukunft alles Gute.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 30.03.1984


Neuwahl bei der FFW Au vorm Wald
Vorstand Max Wagner konnte zur kürzlichen Jahreshauptversammlung der FFW im GasthausWagner-Freudenstein zahlreiche Mitglieder begrüßen. Härtenberger erläuterte vor den Neuwahlen des Kommandanten die Änderungen im Feuerwehrgesetz, welches unter anderem vorschreibt, daß die Kommandantenwahlen jetzt von der Gemeinde durchzuführen sind. Deshalb wurde zu dieser Versammlung gleichzeitig zur Dienstbesprechung der Gemeinde eingeladen.
Die Kommandantenwahl ergab keine neuen Ergebnisse. Der bisherige 1. Kommandant Johann Breu und der 2. Kommandant Manfred Mauermayer wurden einstimmig wieder gewählt. Der Bürgermeister sprach den Kommandanten den Dank der Gemeinde aus, daß sie sich wieder für dieses Amt zur Verfügung gestellt haben.
Anschließend gab Kdt. Breu einen ausführlichen Jahresrückblick. Die Mitgliederzahl der FFW sei im vergangenen Jahr auf 101 angestiegen. Daran sei besonders erfreulich, daß sich lauter junge Männer dem Feuerwehrdienst zur Verfügung gestellt haben. 15 Übungen habe die Wehr durchgeführt. Sechs Gruppen legten Leistungsprüfungen ab, bei welchen insgesamt 49 Abzeichen von Bronze bis Gold-Rot erworben wurden. Breu sprach allen Mitwirkenden seinen besonderen Dank aus.
Der Kassier Max Schötz erläuterte ausführlich den Kassenbericht, die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung. Nach Entlastung der Vorstandschaft fand die Neuwahl statt. Nachdem sich Max Wagner nach 15-jähriger Dienstzeit nicht mehr für das Amt des Vorstandes zur Verfügung gestellt hatte, wurde Alois Freudenstein zum Vorstand gewählt. Kassier wurde wieder Max Schötz, Schriftführer Alois Retzer. In den Vereinsausschuß wurden Josef Hornberger jun., Alois Haimerl, Max Wagner, Helmut Kronfelder, Hans Schindlmeier, Josef Schießl, Franz Retzer und Alfred Baumgartner gewählt. Gerhard Kronfeldner wurde zum Fahnenjunker bestimmt.
Für das Jahr 1984 wurde wieder ein Vereinsausflug beschlossen. Die Vorstandschaft wird Reiseziele und günstige Kostenangebote einholen. Ferner wurde darüber abgestimmt, daß im Jahr 1986 das 50jährige Bestehen als Gründungsfest mit Einladung von ca. 60 Vereinen abgehalten wird.
Abschließend lobte Bürgermeister Härtenberger die überaus gute Zusammenarbeit im Verein und versprach von seiten der Gemeinde eine kräftige Unterstützung der Feuerwehr. Sein besonderer Dank galt dem bisherigen Vorstand Max Wagner für seine 15jährige Dienstzeit. Er erhält von der Gemeinde ein Anerkennungsgeschenk.
Mit Brotzeit und Freibier wurde die Versammlung geschlossen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 30.03.1984


Vereinsmeisterschaft des SC
Bei herrlichem Wetter führte die Ski-Abteilung des SV Hunderdorf ihre Vereinsmeisterschaft auf dem Hang in Hinterwies durch.
Bei guten Schneeverhältnissen wurde eine Slalom-Strecke ausgesteckt, die allen Altersklassen gerecht wurde. Der SC Neukirchen hatte die

Unser Foto zeigt einen Teil der Sieger

elektronische Zeitnahme zur Verfügung gestellt, die von den Ski-Freunden Högerl und Kräh bedient wurden. Die Läufer konnten ihr Können in zwei Durchgängen unter Beweis stellen, nur wenige mußten wegen Auslassens der Tore disqualifiziert werden. Bald nach dem Rennen überreichten Vorstand Heinz Hentschirsch und Abt.-Leiter Max Leonhardt an die Sieger Urkunden und Pokale. Vereinsmeister wurde heuer wieder Dieter Leonhardt, Vereinsmeisterin Evi Hentschirsch.
Die Sieger in ihren Klassen wurden: Andreas Klar, Thomas Hüttinger, Stefan Illmann, Günter Hilmer, Werner Neumaier, Robert Neumaier, Heinz Gertitschke, Josef Helmbrecht, Dieter Leonhardt; Daniela Fuchs, Ulrike Hentschirsch, Heidi Fuchs, Iris Zoglmann, Evi Hentschirsch, Andrea Kaldonek, Ute Hentschirsch, Traudl Buchs, Helga Fuchs und Evelin Kaldonek.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 30.03.1984


FFW legt das Hauptaugenmerk auf die Ausbildung
Neue FFW-Satzung angenommen — Acht Alarmierungen— Dank an die Wehrmänner — Aus der Jahreshauptversammlung
Hunderdorf.
Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der FFW beim Gasthaus Baier-Edbauer konnte Vorstand Meier neben einer großen Anzahl von passiven und aktiven Mitgliedern auch die Bürgermeister Härtenberger, den neugewählten Bürgermeister Weinzierl und den langjährigen Vorstand Anleitner begrüßen. Den Tätigkeitsberichten der Vorstandsmitglieder folgte die Diskussion und Abstimmung über die neue FFW-Satzung.
Vorsitzender Meier wies auf eine Vielzahl von Veranstaltungen hin, die im vergangenen Jahr von der FFW durchgeführt wurden. Es folgte der Tätigkeitsbericht von Kommandant Hartmannsgruber, der im vergangenen Jahr sein Hauptaugenmerk auf die Ausbildung und Einsatzbereitschaft der TLF 16-Fahrer richtete und hierfür einen Bereitschaftsplan für den Wochenenddienst aufstellte, da durch die Anschaffung eines TLF 16-Fahrzeuges die Verantwortung der FFW Hunderdorf beim Einsatz um vieles gestiegen sei. Achtmal, so der Kommandant, sei man zu Brandeinsätzen gerufen worden. Des weiteren wies er auf drei Großübungen mit Atemschutzeinsatz in Au vorm Wald, Steinburg und Hunderdorf hin. Die Branschutzwoche mit einer Einsatzübung in Fahenlohe bei Irensfelden war auch ein Punkt seiner Ausführungen. Hartmannsgruber bemerkte, daß es bei dieser Übung beträchtliche Mängel gab, da die Wasserversorgung zu der Einöde zu lange gedauert habe. Zum Leistungsstand der FFW wies der Kommandant darauf hin, daß auch im letzten Jahr zwei Leistungsprüfungen der Stufe „Gold-Grün“ und „Gold“ abgelegt wurden. Des weiteren, fuhr er fort, seien im abgelaufenen Jahr wieder 19 Neuaufnahmen getätigt worden, die in diesem Jahr in zwei Löschgruppen aufgeteilt werden und von ihm und dem 2. Kommandanten zur Leistungsstufe „Bronze“ ausgebildet werden. In diesem Zusammenhang bedankte sich Kommandant Hartmannsgruber recht herzlich bei seinem Stellvertreter Karl Englmeier für die geleistete Arbeit, insbesondere bei der Ausbildung der neuen Löschgruppen. Abschließend bedankte er sich bei allen FFW-Kameraden für die aktive Tätigkeit und forderte sie und insbesondere die jungen Teilnehmer auf, sich dem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ unterzuordnen.
Anschließend folgten die Ausführungen des Schriftführers Josef Zollner, der insbesondere über die fünf Ausschußsitzungen informierte. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war der Bericht des Kassiers, der zum Ende seines Rückblicks feststellte, daß auch in diesem Jahr ein kleines Plus in der Kasse zu Buche steht. Die Kassenprüfer befanden die Kasse für „in Ordnung“.
Nächster Punkt der Versammlung war die Diskussion und die Abstimmung über die neue FFW-Satzung, die von Vorstand Meier mündlich vorgetragen wurde. Da keine Einwände gegen die Satzung erhoben wurden, wurde sie einstimmig angenommen. Bürgermeister Härtenberger sprach als erstes die neue Satzung an, die in der Theorie eine leichte Abgrenzung zwischen aktiven und passiven Feuerwehrmitgliedern mit sich bringt, aber in der Praxis genauso gehandhabt wird wie bisher. Im Namen der Gemeinde sprach er den Feuerwehren im Gemeindebereich ein Lob für den tadellosen Leistungsstand der Geräte aus, die sich in den Dienst der Wehr stellen.
In seinen abschließenden Worten zog er ein kleines Resümee über die Jahre seiner Amtszeit als Bürgermeister. Er betonte besonders, daß der Bau des neuen FFW-Gerätehauses und die Anschaffung des TLF 16 nicht allein sein Verdienst gewesen sei, sondern dies nur durch die gute Kooperation in der Vergangenheit mit den Gemeinderäten und der FFW zustande gekommen sei. Für die Zukunft wünschte Härtenberger weiteren aktiven Dienst der Feuerwehr.
Der neugewählte Bürgermeister Weinzierl bekräftigte die Aussage Härtenbergers, auch in Zukunft für die Belange der FFW stets ein offenes Ohr zu haben. Abschließend gab der Vorstand noch eine kleine Vorschau auf die kommenden Veranstaltungen.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.03.1984

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