1967# 01-02

Ein rüstiger Achtziger
Windberg.
Heute vor 80 Jahren, am 2. Januar 1887, erblickte in Meidendorf bei Windberg der Maurermeister Rupert Feldmeier, genannt „Mathais Bertl“, das Licht der Welt. Als tüchtiger Maurermeister ist er über den Kreis der engeren Heimat hinaus bekannt. Das Baugeschäft hat er seinem Sohn übergeben und seine Lieblingsbeschäftigung ist noch seine Baumschule, die er sich in den letzten Jahren eingerichtet hat. Jederzeit ist er dort zu treffen. Dabei vergißt er aber den Waldlerbrauch, das „Schnupfen“, nicht.
Der Jubilar heiratete im Jahre 1910 die Landwirtstochter Cäcilia Dietl von Stegberg. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Im Jahre 1965 mußte er aber seiner teuren Lebensgefährtin das letzte Geleit gehen. Seither lebt er im Haushalt des Sohnes mit. Zu seinem Geburtstag wünschen wir dem Jubilar alles Gute und für die Zukunft noch recht viele gesunde und frohe Jahre im Kreise seiner Angehörigen.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.01.1967


Fröhlich vereint unter dem Christbaum
Das Rote Kreuz bewirtete alte Leute
Windberg.
Die Mitglieder des Windberger Roten Kreuzes luden vor einigen Tagen die älteren Mitbürger zu einigen vergnügtes Stunden ins Gasthaus Wagner ein. Oberlehrer Kornel Klar, der verdienstvolle Leiter der Gruppe, konnte sehr viele Gäste begrüßen, unter ihnen Geistlichen Rat Michael van der Hagen, allen seit Jahrzehnten als verständnisvoller Seelsorger bekannt und den Einsiedler Frater Konrad von Heilig Kreuz. Unter dem Christbaum musizierte eine kleine Kapelle der Söhne von Oberlehrer Klar und Rotkruzmitgliedern. Während alle aufmerksam bedient wurden, erzählte Oberlehrer Klar eine besinnliche Weihnachtsgeschichte. Gemeinsam und voll Freude wurden die Weihnachtslieder gesungen. Herr Klar übernahm zum Schluß wieder mit sehr schönen Lichtbildern aus der Gemeinde Windberg und dem Kreis Bogen. Ihm und allen Helfern dankte Bürgermeister Anton Kittenhofer in Namen der älteren Gemeindebürger, die dann von den jungen Mitgliedern in ihren Autos wieder Heimgefahren wurden.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.01.1967


Kappenabend des Sportvereins
Hunderdorf.
Die Mitglieder des Sportvereins Hunderdorf treffen sich am 6. Januar (Hl. Drei-könig) ab 19 Uhr beim Gründungsmitglied Lehner in Bauernholz. Eintritt wird nicht erhoben. Kappen und Scherzartikel können im Saal erworben werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.01.1967


Liste für das Volksbegehren liegt auf
Windberg.
Bei der Gemeinde Windberg liegt die Eintragungsliste für das Volksbegehren mit dem Kennwort „Christliche Gemeinschaftsschule“ auf. Dieses Volksbegehren ist von der FDP Bayerns beantragt und vom Bayerischen Innenministerium genehmigt worden. Zur Abgabe ihrer Unterschrift sind alle Wähler berechtigt. Als Frist für die Eintragung wurde gemäß Art. 72 LWG der Zeitraum vom 2. 1. bis einschließlich 30. Januar 1967 festgesetzt. In der Gemeinde Windberg können die Unterschriften abgegeben werden: Montag mit Freitag von 14 bis 17 Uhr (an den Amtstagen jedoch von 14 bis 18 Uhr), Samstag und Sonntag von 8 bis 9 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.01.1967


Erhebung für Bodennutzung
Windberg. Wie alle Jahre, so wird auch heuer wieder die Bodennutzungserhebung in der Gemeindekanzlei Windberg durchgeführt. Alle Landwirte möchten sich daher in der Zeit vom 5. 1. 1967 bis 20. 1. 1967 zu den üblichen Amtsstunden in der Kanzlei einfinden und die benötigten Angaben machen. Bei Grundstücksänderungen sind entsprechende Unterlagen beizubringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.01.1967


Generalversammlung der Feuerwehr
Windberg.
Die Freiwillige Feuerwehr Windberg hält am Drei-Königs-Tag um 14.30 Uhr ihre ordentliche Generalversammlung. Verbunden damit sind auch die Neu- bzw. Wiederwahlen der Vorstandschaft. Es ist Pflicht für jedes Mitglied zur Versammlung zu erscheinen. Dabei werden auch Neuaufnahmen getätigt.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.01.1967


Gott, der Allmächtige, hat am Dienstag, den 3. 1. 1967, meine liebe Mutter
Frau Maria Gmeinwieser
geb. Geiger

im Alter von 87 Jahren in sein ewiges Reich geholt.
Windberg, den 4. 1. 1967
In tiefer Trauer:
Frieda Gmeinwieser, Tochter
mit Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Donnerstag, den 5. 1. 1967, um 9 Uhr, mit darauffolgender Beerdigung vom Leichenhaus aus in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.01.1967


Das Standesamt im Dezember
Schwarzach.
… Im Kalenderjahr 1966 wurden 147 Geburten, acht Eheschließungen und 33 Sterbefälle beurkundet. Daß die Standesämter 1966 selbst 90 Jahre alt wurden, dürfte fast nur den Standesbeamten bekannt sein. Beim Standesamt Schwarzach wurden 1876 112 Geburten, 13 Eheschließungen und 76 Sterbefalle beurkundet: überraschend ist, daß unter den 76 Sterbefallen 41 Kinder unter zwei. Jahren waren. Das Durchschnittsalms der 35 anderen Personen, die 1876 starben, betrug 48 Jahre. 1966 wurden zwei Kinder nur einen Tag alt, die übrigen 31 Verstorbenen erreichten ein Durchschnittsalter von 61,5 Jahren.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.1967


Neu Brücke – Hauptgefahrenpunkt entschärft
Dem Ansturm der Wintersportler gewachsen – Straßenerweiterung und Brückenneubau
Gefahren für Fußgänger beseitigt
Steinburg.
Nach sechsmonatiger Bauzeit geht die erweiterte Staatsstraße und die neue Brücke der Ortsdurchfahrt Steinburg ihrer Vollendung entgegen. Die Kosten der siebeneinhalb Meter breiten Brücke belaufen sich auf ca. 160 000 DM. Nur der frühe Wintereinbruch hat die Firma Reinhardt aus Deggendorf zu einer Unterbrechung gezwungen, so daß im Frühjahr 1967 erst die letzte Teerschicht aufgetragen werden kann.
Alle Verkehrsteilnehmer, besonders die Bürger der Gemeinde Steinburg, sind Oberregierungsbaurat Wührl vom Straßenbauamt Deggendorf zu Dank verpflichtet, der es bei der Obersten Baubehörde durchgesetzt hat — an sich müßte der Wille der Bürger schon Gesetz sein —‚ den Hauptgefahrenpunkt am Tor des Bayer. Wintersportparadieses zu beseitigen. In vielen Gemeinderatssitzungen, die wegen der finanziellen Schwierigkeiten erforderlich waren, wurde auch die Kanalisation der Straßengräben. die ein Bild des Grauens boten, und der Bau eines Bürgersteiges beschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sieh hierfür auf 45 000 DM. Auch dieser Bauabschnitt steht vor der Vollendung. Besonders die Schulkinder und die Bewohner Steinburgs danken Landrat Hafner für die großartige Unterstützung, die er Bürgermeister Berger zuteil werden ließ, weil dadurch die Gefahren für die Fußgänger beseitigt worden sind. Viel Lob gebührt den Angrenzern der Staatsstraße, die dem Bürgermeister und Gemeinderat bei den Grundabtretungen für den Bürgersteig sehr entgegen kamen.
Im Frühjahr, wenn die Einweihung der neuen Brücke erfolgt, wird auch die St.-Nepomuk-Figur, die sich zur Zeit zur Renovierung in Regensburg befindet, im neuen Glanz erstrahlen. Die Bürger der Gemeinde Steinburg wissen es zu schätzen, was Bürgermeister Berger seit seiner Amtsübernahme für die Gemeinde in diesen Jahren des Wirtschaftswunders leisten durfte: die öffentliche Wasserversorgung, der Tiefbrunnen, der Schul- und Lehrerwohnhausbau und die Industrieansiedlung, die der Gemeinde zu einer großen finanziellen Unterstützung geworden ist. Daher gebührt auch Bürgermeister Berger Dank und Anerkennung, auch wenn er nur das Werkzeug des Wirtschaftswunders in der Gemeinde war.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.1967


Mitglieder des SV in acht Monaten verdreifacht
Der Sportverein hält Rückschau – Eine zweite Schülermannschaft und eine Juniorenmannschaft notwendig
Hunderdorf.
Als am 7. Mai 1966 durch die Tagespresse ein Aufruf zur Gründung eines Sportvereins erschien, glaubten viele, es handle sich um einen erneuten Versuch, auch in Hunderdorf einen Fußballverein zu haben. Trotz vieler geäußerter Bedenken traten in der Gründungsversammlung 62 Mitglieder bei. Damals ahnte noch niemand, daß sich diese Zahl im Laufe eines halben Jahres verdreifachen würde. Die schwierigste Frage war die Sicherung eines Spielplatzes. Hier kam in höchster Not der Viehkaufmann Otto Wurm zu Hilfe und stellte kostenlos ein ideal gelegenes Grundstück zur Verfügung. Es war klar, daß an spielerische Erfolge nicht zu denken war, da weder Trainingsmöglichkeit noch entsprechendes Spielermaterial zur Verfügung stand. Und dennoch wurde gespielt.
An der Jahreswende zählt der Verein 141 Seniorenmitglieder, davon sind 50 aktive Spieler, 39 Jugendliche, davon 34 Spieler und 36 Schüler, welche alle aktiv sind. Das ergibt eine Gesamtzahl von 216 Mitgliedern, von denen 120 aktiv sind, was einem Prozentsatz von 55 entspricht. Die Zahl der Mitglieder beträgt mehr als 10 Prozent der Gemeindebevölkerung. Mit 70 Jugendlichen und Schülern dürfte der Sportverein Hunderdorf an der Spitze der Fußballvereine des Landkreises Bogen stehen. Während so mancher Verein Sorge um Spieler hat und auf Spielersuche geht, muß sich der Sportverein Hunderdorf Gedanken machen, wie er seine Aktiven beschäftigen kann. Bisher waren eine 1. Mannschaft, eine zweite Mannschaft, eine Alte Herren-Mannschaft, eine 1. und 2. Jugendmannschaft sowie eine Schülermannschaft eingesetzt. Es wird notwendig sein, eine zweite Schülermannschaft und eine Juniorenmannschaft künftig zu beschäftigen.
Daß zu diesem Spielbetrieb erhebliche Mittel notwendig sind, ist klar. Würden nicht die Spieler kostenlos die Fahrten durchführen, die Spender namhafte Beträge zuschießen (darunter eine Familie eine komplette Garnitur) und die Zuschauer trotz der Niederlagen den Verein unterstützen, wäre die bisherige Leistung von fast 3000 DM unmöglich gewesen. So verfügt der Verein heute über sechs Garnituren Spielerdressen, wozu noch zwei benötigt werden.
Das kommende Jahr sieht die Erweiterung der Spielfeldanlage vor und soll den Beginn des Baues von Umkleidekabinen, einer Dusche und eines Aufenthaltsraumes bringen. Damit wird auch die Möglichkeit eines geordnete Trainings geschaffen.
So kann der Sportverein Hunderdorf eine stolze Bilanz ziehen und getrost in die Zukunft sehen. Am Jahresende war eine Familienfeier dazu angetan, die Kameradschaft zu stärken. Zu Beginn des neuen Jahres treffen sich die Sportler am Dreikönigstag zu einem Kappenabend bei Lehner in Bauernholz. Möge das neue Spieljahr auch Mannschaftserfolge der ersten Mannschaft bringen, damit sie nicht die einzige Elf im Verein ohne Punktgewinn bleibt. Wichtiger als Punkte ist allerdings der Zusammenhalt und der Vereinsgeist. Möge beides im neuen Jahr bleiben, wie es bisher war.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.1967


Josef Loichinger zum 75. Geburtsfest
Windberg.
Am Samstag kann Josef Loichinger von Böhmhäuser bei Windberg sein 75. Geburtsfest feiern. Der Jubilar er-blickte am 7. Januar 1892 als Sohn der Gütlerseheleute Xaver u. Katharina Loichinger in Böhmhäuser das Licht der Welt. Im Jahre 1925 übernahm er das elterliche landw. Anwesen und als kleinen Nebenverdienst betrieb er das Korbmacherhandwerk, in dem er Meister war. Wir wünschen dem Jubilar noch viele frohe und gesunde Jahre im Kreise seiner Angehörigen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.01.1967


Unsere liebe Mutter, Großmutter und Urgroßmutter
Frau Maria Fleischmann
wurde kurz vor ihrem 80. Geburtstag von ihrem Leiden erlöst.
Gaishausen, den 4.1. 1967
In stiller Trauer:
Die Hinterbliebenen
Trauergottesdienst am Samstag, den 7. 1. 67, um 9 Uhr, in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.01.1967


Versammlung des Bayer. Bauernverbandes
Hunderdorf.
Am Mittwoch findet um 14 Uhr m Gasthaus Baier (Edbauer) eine Versammlung des Bayerischen Bauernverbandes statt, Herr Alfons Wimmer spricht über die EWG sowie über die Neufestsetzung des Einheitswertes. Anschließend findet die Neuwahl des Ortsobmannes und der Ortsbäuerin statt. Alle Landwirte, besonders die Mitglieder des Verbandes, sind dazu freundlich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.01.1967


Jahresversammlung des SPD-Ortsvereins
Hunderdorf.
Am Freitag hatte der SPD-Ortsverein seine Mitglieder zur Jahresversammlung eingeladen. Vorstand Aumer konnte zu Beginn das Bezirkstagsmitglied Lehrer Eckl aus Schwarzach sowie Hans Anlauf aus Bogen begrüßen. Lehrer Eckl streifte in seinen Ausführungen in kurzer Zusammenfassung das „wahlreiche Jahr 1966“, angefangen von den Kommunal- sowie die Landtags- und Bezirkstagswahlen. In seinem Rückblick zog er Vergleiche von 1962/1966 und kam zu dem Ergebnis, daß der Ortsverein Hunderdorf bezüglich der Stimmenzunahme einen Wahlerfolg erzielen konnte. Zum Abschluß richtete Ortsvorsitzender Aumer Worte des Dankes an alle.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.01.1967


Jahreshauptversammlung des Gesangvereins
Hunderdorf.
Am Dienstag, 10. Januar, findet 20 Uhr im Gasthaus Sandbiller die Jahreshauptversammlung des Gesangvereins statt, zu der alle aktiven und passiven Mitglieder um ihr Erscheinen gebeten werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.01.1967


Maria Gmeinwieser beigesetzt
Windberg.
Zum erstenmal im neuen Jahr versammelten sich am Donnerstag viele Trauernde auf dem Windberger Friedhof, um Abschied zu nehmen von Frau Maria Gmeinwieser aus Windberg, die nach längerer Krankheit im Alter von 87 Jahren am 3. Januar verstorben war. Pfarrer P. Ephrem übergab den Sarg der geweihten Erde. Der Kirchenchor sang unter Leitung von Herrn Unkrodt, Hunderdorf.
Die Verstorbene wurde in der Familie Geiger in Ried geboren. Seit August 1898 war sie in Windberg verheiratet. Zum großen Leid der Eltern, starben zwei der Kinder schon in jungen Jahren, ein Sohn fiel im letzten Weltkrieg. Im Oktober 1960 mußte sie auch am Grabe ihres Gatten stehen. Aber trotz ihrer 87 Jahre hatte sie bis zum letzten Herbst unentwegt in der Landwirtschaft mitgearbeitet; sie war in Windberg sehr angesehen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.01.1967


Die Sternsinger
Windberg.
Auch heuer zogen die Sternsinger wieder durch die ganze Pfarrei. Am Dreikönigstag in der Nachmittagsandacht waren sie von Pfarrer Pater Ephrem in einer kleinen An-sprache aufgefordert worden, den Segen des Christkindes in alle Häuser zu tragen. Und so kamen sie bis spät in den Abend in die Häuser und schrieben nach einem Gedicht das Dreikönigszeichen an die Türen. Ihre Sammelbüchse füllte sich auch bald mit großen und kleinen Gaben. Die vier tapferen Ministranten, die oft weite Wege zu entlegenen Höfen durch den tiefen Schnee zurücklegen mußten, wollten aber nichts von den Geschenken für sich, sie wollen alles für die Mission überweisen.   Jp
Quelle: Bogener Zeitung, 09.01.1967


Kanalisation – das größte Problem der kommenden Jahre
Satzung für Kanalanschluß verabschiedet – Fußgängerweg entlang der Staatsstraße fertig – Bürgerversammlung im Februar geplant – Künftig gratuliert die Gemeinden den Altersjubilaren
Hunderdorf.
Die Sitzung des Gemeinderates brachte nicht nur einen Rückblick auf die Arbeiten der Gemeinde innerhalb der abgelaufenen Monate seit der letzten Gemeindewahl, sie gab zugleich auch einen Ausblick auf die großen Aufgaben und Probleme der Gemeinde in den kommenden Jahren.
Bürgermeister Härtenberger schnitt eingangs das Problem der
Sicherung der Gehsteige
an der neuen Staatsstraße an. Es handelt sich dabei vor allem um die Freimachung der Geh-steige von Schnee und Eis. Um hier zu einer einheitlichen Regelung zu kommen, ist eine Ver-ordnung der Gemeinde notwendig. Man hielt sich im allgemeinen an eine vorliegende Mustersatzung, wonach die Angrenzer zum Schneeräumen und zum Streuen bei Glatteis herangezogen werden. Ohne Gegenstimme beschloß der Gemeinderat die Verordnung zur Genehmigung an das Landratsamt weiterzuleiten. Der Fußgängerweg an beiden Seiten der durch Hunderdorf führenden Staatsstraße hat den Kostenvoranschlag dadurch etwas überschritten, daß man auch in Richtung Windberg und Bahnhof noch eine Ausbiegung angebaut hat. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf ca. 40 000 DM. Die Gemeinde mußte dazu einen Betrag von ca. 23 000 DM beisteuern, der Kreis schoß 10 000 DM zu und aus Spenden gingen 2 000 DM ein. Der Rest der Kosten wird durch einen Zuschuß des Wasserwirtschaftsamtes und einen noch zu erwartenden Beitrag des Kreises aus Kfz-Steuermitteln abgedeckt werden können. Danach ist nicht zu erwarten, daß die von der Gemeinde veranschlagte Summe überschritten wird.
Feuerschutz geht alle an
Das abgelaufene Jahr stand vor allem auch im Zeichen des gesteigerten Feuerschutzes in der Gemeinde. Mit einem Gesamtkostenaufwand von 40 091 DM wurde ein Feuerwehrgerätehaus erstellt und der dazu benötigte Zufahrtsweg befestigt. Das neue Gerätehaus wurde bereits bezogen und dürfte in diesem Jahr eingeweiht werden. Zu den gesamten Kosten wurde vom Kreis ein Bauzuschuß von 5 000 DM geleistet. Der Staat gab für dieses Projekt 2 000 DM und weitere 8 000 DM werden noch als Zuschüsse erwartet.
Der Bau der Zisterne in Sollach erforderte 6 000 DM, wozu der Kreis wiederum 1 000 DM beisteuerte. Man rechnet auch hier noch mit einem weiteren Zuschuß und damit insgesamt mit einer Beihilfe von 40 Prozent. Die Anschaffung eines Feuerwehrautos war in diesem Jahr ebenfalls finanziell wenigstens zu regulieren. Der Kaufpreis betragt 21 000 DM. Davon werden 3 000 DM von der FFW selbst, 5 000 DM vom Kreis aufgebracht und vom Staat sind 5 400 DM in Aussicht gestellt, die bis zum Jahre 1969 auf 7 000 DM erhöht worden sollen, da die hier zur Verfügung stehenden Mittel bereits voll verplant sind.
Der Kreis, der letzte Nothelfer
Der Kreis zeigte steil übrigens im abgelaufenen Jahr mit einem weiteren Zuschuß von 10 000 DM für Jugendheim, Kindergarten, Trachtenverein und Leichenhaus als „letzter Nothelfer“. Noch in den letzten Wochen vor Jahresende wurde das Kassenzimmer der Gemeinde durch die Schreinerei Hornberger mit neuen und sehr gefälligen Möbeln versehen und die Kasse in den bisherigen Archivraum verlegt. Im Laufe dieses Jahres wird auch der dadurch frei gewordene Sitzungsraum mit neuen Möbeln ausgestattet werden, die von der Raiffeisenkasse Hunderdorf günstig erstanden werden können.
Straubinger OB macht Schule
Der Bürgermeister regte an, künftig alle Altersjubilare der Gemeinde, die 80, 85 oder 90 Jahre alt werden, persönlich zu beglückwünschen und ihnen wie in Straubing ein angemessenes Präsent zu überreichen. Die Gemeinderäte zeigten sich mit diesem Vorhaben voll einverstanden. Das Schulfernsehgerät konnte in diesem Jahr noch nicht aufgestellt werden, da Hunderdorf im letzten Jahr bei der Ausschüttung nicht berücksichtigt wurde. Man hofft, das Gerät in diesem Jahr der Schule zur Verfügung stellen zu können.
Die Bürgerversammlung des ersten Halbjahres soll diesmal im Jugendheim In Hunderdorf durchgeführt werden. Als vorläufigen Termin nannte Härtenberger den 19. Februar.
Ein Brand in Thannanger, bei dem in einer Garage Holz und Reisig in Feuer gerieten, konnte dank der vorhandenen Hydrantenanschlüsse in kurzer Zeit gelöscht werden. Damit zeigte sich auch erstmals der große Vorteil der ausgebauten Wasserversorgung. Man rechnet damit, daß man bei Fehlen des Anschlusses wenigstens drei Feuerwehren benötigt hätte, um aus dem entfernten Bogenbach die Leitung aufzubauen.
Gemeinderat Neumeier regte an, auch in Hofdorf ein Strahlrohr und das dazugehörende Schlauchmaterial zu hinterlegen, damit in ähnlichen Fällen ebenfalls schnell eingegriffen werden kann. Ein geeigneter Aufbewahrungsort bei einem geschulten Feuerwehrmann müßte noch gefunden werden.
Im folgenden Punkt der Tagesordnung schnitt Bürgermeister Härtenberger ein Thema an, das die Gemeinde vermutlich in den nächsten Jahren sehr intensiv beschäftigen wird.
Der Bau einer Gesamtkanalisation mit Kläranlage ist in Hunderdorf unvermeidlich
Die Kosten hierfür sind sehr hoch und ea besteht kaum Hoffnung, daß es zu diesem Projekt so starke Zuschüsse zur Wasserversorgung geben wird. Es heißt also, die Gemeinde, die Einwohner, werden tief in die Tasche greifen müssen, um die Kanalisation zu verwirklichen. Rund 50 000 DM wurden bereits für die Planung ausgegeben. Im Bebauungsgebiet Bahnhof und Hochfeld wurden die Kanalanschlüsse schon geschaffen. Um weitere Arbeiten durchführen zu können, benötigt die Gemeinde vorerst ein Darlehen, dessen Verrentung aus den Kanalgebühren erfolgen muß. Eine Satzung zur die Kanalbenutzung war daher unumgänglich. Der Bürgermeister hatte eine Mustersatzung mitgebracht, die er den Gemeinderäten erläuterte. Vor allem waren Anschluß- und Benutzungsgebühren festzulegen. Nach eingehender Aussprache legte man folgende- Gebühren fest:
Der Herstellungsbeitrag setzt sich zusammen aus 1 DM je qm Grundstücksfläche, je 5 DM pro qm überbaute Geschoßfläche (Erdgeschoß), je 2 DM pro qm im 1. Stock, je 2 DM pro qm im 2. Stock und zur Dach- und Kellergeschoß je qm 3 DM.
Die Benutzungsgebühr setzt sich zusammen aus der Grundgebühr, die für ein Gebäude bis 2 Wohnungen 1 DM im Monat beträgt (für jede weitere Wohnung 0,50 DM) und der Verbrauchsgebühr, die für jeden verbrauchten cbm Wasser 0,40 DM vorsieht.
Der Gemeinderat billigte einstimmig diese Gebührensätze. Die Satzung wird nunmehr dem Landratsamt und der Regierung zur Überprüfung vorgelegt.
Zum Abschluß der Sitzung dankte Härtenberger für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im alten Jahr und betonte, daß in den wesentlichen Dingen immer Einigkeit erzielt werden konnte. Verschiedene Meinungen innerhalb des Gemeinderates haben nur dazu beigetragen, die sachlichen Fragen gründlich zu überdenken und die bestmöglichen Lösungen zu erzielen. Er hoffe, daß auch im kommenden Jahr alle gut zusammenarbeiten zum Wohle der Gemeinde. Im Namen der CSU-Fraktion sprach Gemeinderat Hornberger dem Bürgermeister den Dank für seine umsichtige und tatkräftige Arbeit aus und bat darum, daß er auch im neuen Jahr seine ganze Tatkraft für das Allgemeinwohl einsetzen möge. Für die SPD sprach Gemeinderat Unger. Er würdigte wie sein Vorredner die gute und sachliche Arbeit, die auch 1967 dem Wohle der Gemeinde dienen soll.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.01.1967


Rupert Feldmeier neuer Vorstand der FFW
Vorstand Wagner soll Ehrenvorsitzender werden – Maßnahmen gegen undisziplinierte Autofahrer bei Bränden
Windberg.
Im überfüllten Saal der Gastwirtschaft Wagner in Windberg hielt die Windberger Feuerwehr ihre traditionelle Generalversammlung ab. Kommandant Holmer eröffnete sie und begrüßte Kreisbrandmeister Wiesmüller, Bürgermeister Anton Kittenhofer und die Gemeinderäte. Der Jahresbericht von Vorstand Georg Wagner von Oberbucha wurde mit Interesse aufgenommen. Wichtigster Berichtspunkt war der Brand in der eigenen Gemeinde. Zufrieden aufgenommen wurde ebenfalls der Kassenbericht von Kassier Norbert Zitzelsberger, dem an-schließend die Entlastung erteilt wurde. Der Überblick über die letzten fünf Jahre zeigte eine erfreuliche Steigerung der Mitgliederzahl von 97 auf 105. 16 Mitglieder starben in dieser Zeit, darunter vier Ehrenmitglieder, nämlich der unvergessene Pfarrer Ach, die Fahnenmutter Rosi-na Deschl und die Herren Brenner und Mayer. Ihrer aller wurde ehrend gedacht.
Anschließend dankte Vorstand Georg Wagner für dreißig Jahre gute Zusammenarbeit. In dieser Zeit hat er sich für die Windberger Wehr und darüber hinaus für das Löschwesen im Kreis, was auch Herr Wiesmüller dankbar hervorhob, große Verdienste erworben. Trotz seiner langanhaltenden Krankheit hatte er sich immer noch um die Belange des Vereins eingesetzt und so traf seine Ankündigung, aus Gesundheitsrücksichten den Vorsitz niederzulegen, auf allgemeines Bedauern.
Kreisbrandmeister Wiesmüller erläuterte in seinem Referat die Entwicklung des Löschwesens. Im Landkreis Bogen habe es 1966 neun große Brände gegeben, wo trotz des Einsatzes der Feuerwehren noch ein Schaden von über 1 Mill. Mark entstand. Ohne die Feuerwehren wäre er wesentlich höher. Besonders seien Kinderbrandstiftungen zu verzeichnen gewesen. Dann ging der Referent auf das stets zu beobachtende Problem, daß Privatfahrzeuge die Anfahrtsstrecken der Feuerwehr im Brandfall hoffnungslos verstopfen, ein, und kündigte an, daß demnächst alle Feuerwehren mit Verkehrsschildern ausgestattet werden, mit denen sofort die entsprechenden Straßen gesperrt werden könnten. Nur Feuerwehrfahrzeuge und Männer in Uniform dürften sie mißachten.
Abschließend würdigte Wiesmüller die Anstrengungen der Gemeinde Windbergs, die Feuerwehr zu unterstützen, so wurden ein neuer Feuerweiher gebaut, eine neue Motorspritze gekauft und ein Auto als Feuerwehrfahrzeug bestellt. Er sprach den Dank des Kreises hierfür aus. Vor der Neuwahl des Vorstandes dankte Bürgermeister Kittenhofer für die gute Arbeit der letzten Jahre und besonders dem scheidenden Vorstand Wagner. Unter der Leitung von Manfred Hiller wurde mit Stimmenmehrheit Maurermeister Ruppert Feldmeier von Meidendorf neuer Vorstand, Kassier blieb Norbert Zitzelsberger, Fahnenträger Helmut Hartmannsgruber. In den Ausschuß wurden Josef Huber, Josef Wurm und Josef Schmidbauer gewählt.
Zuletzt sprach Kommandant Holmer über die Übungen. Im letzten Jahr konnten wieder zwei Gruppen das Leistungsabzeichen in Silber erreichen. Voraussichtlich am 22. Januar wird deren Ehrung stattfinden. Die Einsätze hätten gezeigt, daß die Bemühungen nicht umsonst waren. Für das begonnene Jahr sind folgende Übungen vorgesehen: Am 5. März Unterricht in Irensfelden, 9. April Schulübung in Windberg, 7. Mai Schulübung in Windberg, 4. Juni Einsatzübung in Irensfelden, 2. Juli Gruppenübung in Windberg, 6. August Einsatzübung in Meidendorf, am 3. September Gruppenübung in Windberg. Eine weitere Übung wird im Oktober im Rahmen der Feuerschutzwoche stattfinden. Die normalen Übungen beginnen jeweils vormittags um 9 Uhr. Mit allgemeiner Zustimmung wurde der Vorschlag des Ausschusses angenommen, den bisherigen Vorstand Georg Wagner in Anbetracht seiner Verdienste zum Ehrenvorstand zu ernennen.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.01.1967


Schönes Familienfest
Windberg.
Im engsten Familienkreise feierten dieser Tage Rosina und Otte Hofmann ihr 49. Ehejubiläum. Seit über 40 Jahren verwalten sie die Agentur unserer Zeitung und gehören als Zeitungsträger zum Ortsbild Windbergs. Wegen ihres guten Humors sind sie überall gerne gesehen. Die „Hofmann Rosi“ stammt aus dem Nachbarkreis Degendorf, Herr Hofmann ist gebürtiger Windberger. Wir gratulieren beiden zu ihrem Ehrentag!   jp
Quelle: Bogener Zeitung, 10.01.1967


Gemeinsamer Dienstabend des BRK in Windberg
Windberg.
Diesen Donnerstag findet um 20 Uhr im Gasthaus Wagner in Windberg ein Dienstabend für die Gruppen der Kolonnen Bogen und Hunderdorf statt. An diesem Abend wird eine praktische Übung über die Einrichtung eines Verbandsplatzes in einem und zwei Räumen durchgeführt. Jede Gruppe wird ihre Unfallhilfsstelle mitbringen. Darüber hinaus bringt Kolonnenführer Herrmann auch den Katastrophenanhänger mit Ausrüstung nach Windberg. Die Gruppenführer sollen die Mitgliederlisten und Protokolle über die vergangenen Dienstabende nach Windberg mitbringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.01.1967


Fatimatag in Heilig Kreuz
Windberg
. In diesem Jahr wird das 50jährige Jubiläum der Marienerscheinungen von Fatima festlich begangen. Diesem Jubiläum tragen auch die herkömmlichen Fatimatage in Heilig Kreuz Rechnung. Am kommenden Freitag ist schon am Vormittag eine hl. Messe. Sie beginnt um 9 Uhr, vorher ist Beichtgelegenheit. Nachmittags 14 Uhr wird der Rosenkranz gebetet, um 14.30 Uhr ist Predigt und anschließend Marienfeier. Die Kirche ist geheizt. Jp
Quelle: Bogener Zeitung, 10.01.1967


Altbürgermeister 80 Jahre alt
Gaishausen.
Dieser Tage vollendet der Austragshofbesitzer Josef Weinzierl in Röhrnau sein 80. Lebensjahr. Dem noch sehr rüstigen Jubilar gratulierte Bürgermeister Gall und sprach ihm Dank und Anerkennung aus für seine langjährige Tätigkeit als Gemeinderat, Bürgermeister und Kommandant der Freiw. Feuerwehr Gaishausen Die Freiw. Feuerwehr Gaishausen, dessen Gründungsmitglied der Jubilar ist, veranstaltet am Sonntag nachmittags 20 Uhr in der Bahnhofswirtschaft Solcher in Ehren eine Geburtstagsfeier, zu der alle Feuerwehrmänner und Gönner eingeladen sind.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.01.1967


Au vorm Wald. (Feuerwehrball) am kommenden Samstag findet ein Feuerwehrball statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.01.1967


Ein „neuer Prämonstratenser“ in Windberg
Windberg.
Eine kurzlebige Sehenswürdigkeit schmückt augenblicklich den Windberger Klosterhof, man kann fast sagen, ein kleines Kunstwerk. In voller Lebensgröße steht ein „weißer“ Pater trotz der Kälte und blickt offenbar etwas mißgelaunt zu seinen ,,Kollegen“ ins wärmere Kloster hinauf. Alle Bemühungen diesen seltsamen Gast mit einem der Klosterbewohner zu identifizieren, sind bisher noch nicht voll befriedigend verlaufen. Seine näheren Kennzeichen, der feurige tief schwarze Blick, das eisige Innere und die fromm unter dem Skapulier gefalteten Hände liefern nur unzureichende Hinweise. Ob man plant, ihn vollberechtigt in den Konvent aufzunehmen oder ihm sogar ein Amt zu übertragen, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Jedenfalls scheint er aus bayerischem Schnee zu bestehen und könnte so den schwachen Waldlerflügel verstärken. Es bleibt zu wünschen, daß er nicht allzu bald ein Opfer des allgemeinen Tauwetters wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.01.1967


Das Standesamt Bogen im Dezember
Bogen.
Die Monatsstatistik des Standesamtes Bogen vom Dezember nennt 16 Gbeurten, eine Trauung und sechs Todesfälle. – Geburten: … Heidi Therese Baierl, Hunderdorf …
Quelle: Bogener Zeitung, 12.01.1967


Dieselverbilligung 1966
Windberg.
Die Auszahlungsanträge für Dieselölverbilligung für das Jahr 1966 sind in der Gemeindekanzlei eingetroffen. Die Anträge werden in der Kanzlei ausgefüllt. Zur Ausfüllung sind mitzubringen die Lieferbescheinigung über die bezogene Dieselmenge im Jahr 1966. Außerdem sind folgende Angaben zu machen: Fabrikat, PS und polizeiliches Kennzeichen des Schleppers, vorhandene vom Traktor gezogene Arbeitsmaschinen, Nutzung der Betriebsflächen 1966 sowie Anfangs- und Restbestand der Dieselmenge. Wer Nachbarschaftshilfe geleistet hat, kann den hierfür besonderen Vordruck in der Kanzlei abholen. Die Anträge sind bis spätestens 20. Januar einzureichen und werden zu den üblichen Amtsstunden ausgefüllt.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.01.1967


Christliche Gemeinschaftsschule
Windberg.
Die Unterschriftenliste für die Gemeinschaftsschule liegt auf. Alle interessierten Bürger werden gebeten, ihre Unterschrift in der Kanzlei in die Liste einzutragen.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.01.1967


Windberg. (Aufgebot) Beim Standesamt haben das Aufgebot zur Eheschließung bestellt der Bauhelfer Franz Xaver Himmelstoß von Niederhof (Gemeinde Michaelsneukirchen) und die Landwirtstochter Anna Haimerl von Meidendorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.01.1967


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 19. 12. 1966 – 5. 1. 67 eingereichten Baugesuche
… Berger Ludwig, Steinburg, Neubau eines Heizungskamins … Berger Alfons, Steinburg, Wohnhausum- und -ausbau … Kiß Josef, Gottesberg, GDe. Hunderdorf, Neubau eines Wohnhauses in Degernbach … Vranyoczky Nikolaus, Enzkofen bei Plattling, Höhenweg 4, Neubau eines Wohnhauses in Windberg … Nolte Möbel KG, Hunderdorf, Neubau einer Förderstr. … Schlecht Johann, Ehrn, Gde. Steinburg, Kaminneubau und Erweiterung eines Zimmers …
Quelle: Bogener Zeitung, 13.01.1967


Zur schnelleren Benachrichtigung
Steinburg.
Wie die Niederbayerische Besamungsgenossenschaft mitteilt, hat sie am Viehwaagenhaus beim Gasthof Berger einen Briefkasten angebracht. Der Kasten wird täglich um 9.30 Uhr von einem Techniker bei seiner Durchfahrt entleert. Dadurch kann das Rind sofort besamt werden, ohne daß weitere Auslagen, z. B. Telefongebühren, entstehen. Diese Einrichtung stellt eine große Vereinfachung dar.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.01.1967


Großer Feuerwehrball
Steinburg.
Die FFW Steinburg eröffnet ihrer Tradition getreu am Sonntag um 19 Uhr im großen Berger-Saal den Reigen der Faschingsbälle. Den Besuchern wird eine reichhaltige Tom-bola mit vielen Überraschungen geboten. Es singen und spielen die beliebten „Schwarzen-Zigeuner“.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.01.1967


Einheitliche Mützen für Krieger und Veteranen
Junge Bundeswehrreservisten sind besonders willkommen – Jahresversammlung des Krieger- und Veteranenvereins Hunderdorf
Hunderdorf.
Zur Jahresversammlung des Krieger- und Veteranenvereins Hunderdorf konnte Vorstand Gaschler eine große Zahl von Mitgliedern sowie den 2. Vorsitzenden Ludwig Meier begrüßen. Eingangs gedachte man aller verstorbenen Mitglieder. Bei der Verlesung ihrer Namen erhob man sich und ehrte sie durch eine Schweigeminute. Gaschler betonte, daß der Verein nunmehr drei Jahre bestehe und in dieser Zeit neun Mitglieder durch den Tod verloren habe. Im letzten Jahr starb das langjährige Mitglied Josef Kronfeldner. Der Mitgliederstand beträgt zur Zeit 170 Personen. Da aber etliche ihren Jahresbeitrag schon 2 Jahre lang nicht mehr entrichtet haben, muß damit gerechnet werden, daß sie in nächster Zeit aus der Mitgliederliste gestrichen werden. Am 1. Januar wurde Xaver Kern aus Lintach aufgenommen. Nach Ableistung ihrer Dienstzeit in der Bundeswehr sind dem Verein beigetreten: Gütlhuber Albert, Rammersberg; Schiederer Anton, Rammersberg; Mühlbauer Erwin, Ellaberg und Laschinger Willi, Ebenthann. Der Vorstand legte Wert auf die Feststellung. daß diese jungen Mitglieder im Verein herzlich willkommen sind.
Anschließend gab Gaschler einen Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Jahr. Danach beteiligte sich der Verein an der Fahnenweihe in Haselbach und in Schwarzach, an der Weihe des Kriegerdenkmals in Steinburg und an mehreren örtlichen Feiern. Die Mitglieder des Vereins äußerten den Wunsch nach einer einheitlichen Kopfbedeckung. Es wurde daher die Anschaffung von Mützen beschlossen. Der Überschuß aus dem am 7. 1. veranstalteten Faschingsball wird zu diesem Zweck verwendet. Besonders würdigte Gaschler, daß das Ehrenmitglied Josef Hobmeier bei allen Vereinsveranstaltungen trotz seiner 90 Jahre anwesend ist.
Der Jahreskassenabschluß ergab ein erfreuliches Ergebnis. Zusammen mit dem Ausschuß wird die Vorstandschaft in nächster Zeit über einen Kameradschaftsabend im Sommer verhandeln und einen Termin bestimmen.
Vorher finden jedoch noch die Vorstandschaftswahlen statt und die Ernennung der Ausschußmitglieder. Da Kassier Hans Stettmeier aus Lindfeld wegen beruflicher Überlastung sein Amt niederlegte, muß auch ein neuer Kassier gefunden werden. Gaschler dankte dem zurückgetretenen Kassier für die geleistete Arbeit. Bis zu einer Neuwahl werden die Mitglieder gebeten, ihre Beiträge auf der Raiffeisenkasse Hunderdorf einzuzahlen.
Einen besonderen Gruß richtete der Verein an die Mutter des Mitgliedes Hans Schötz, Thannanger, die in diesen Tagen ihren 80. Geburtstag feiern konnte.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.01.1967


Die Gemeindeverwaltung gibt bekannt
Hunderdorf.
Alle Landwirte der Gemeinde werden zur Ausfüllung der Grundkarten zur Bodennutzungserhebung 1967 in dieser Woche zwischen 8 und 12 Uhr auf das Gemeindeamt gebeten. Ferner kann in den nächsten Tagen der Kraftstoffschein zum Bezug von verbilligtem Dieseltreibstoff abgeholt werden. Auch liegt in der Gemeinde die Liste für das Volksbegehren „Gemeinschaftsschule“ auf. Die Eintragung kann zu den täglichen Amtsstunden erfolgen.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.01.1967


Nach Gottes hl. Willen verschied am 15. 1. 1967 unser Onkel und Bruder
Jüngling Johann Söldner
im Alter von 67 Jahren, selig im Herrn.
Wegern, Aiterhofen, Hunderdorf, Schönach, München, den 15. 1. 1987
In tiefer Trauer:
Jakob Söldner, Neffe mit Familie
Therese Kronfeldner, Schwester
Maria Eisenhut, Schwester
Adolf Kräh mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Dienstag, den 17. 1. 1987, um 9.30 Uhr, in Hunderdorf, mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.01.1967


Nach Gottes hl. Willen verschied am 15. 1. 67 unser guter Vater, Schwiegervater, Opa und Uropa
Herr Josef Tächl
im Alter von 88 Jahren, selig im Herrn.
Hunderdorf, München, Frankfurt, den 15. 1. 1967
In tiefer Trauer:
Paula Krauskopf, Tochter mit Familie
Hildegard Füchsl, Tochter mit Familie
Emma Adler, Tochter mit Familie
Anna Fohl, Tochter mit Familie
Josef Tächl, Sohn mit Familie
Walter Tächl, Sohn mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Mittwoch, den 18. 1. 1967, um 9 Uhr, in Hunderdorf, mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.01.1967


Maria Bornschlegl – eine Achtzigerin
Hunderdorf.
Eigentlich ist die Jubilarin mehr unter ihrem Mädchennamen Maria Schötz bekannt, denn bis zu ihrem 52. Lebensjahr war sie unverheiratet und so hat sich eben dieser Name gehalten. Geboren ist Frau Bornschlegl in Hofdorf, aber mit 18 Jahren verdingte sie sich im Gäuboden und in der Stadt. Heute ist sie noch stolz darauf, daß in ihrem Dienstbotenbuch ein gutes Zeugnis über ihren Fleiß und ihre Zuverlässigkeit eingetragen wurde. Recht lustig ist sie in dieser Zeit gewesen, sagt ihr Mann, und so manche Streiche könnte sie aus diesen Jahren berichten. Das beweist zugleich, daß Dienen nicht immer eine harte Fron und Last sein muß. Nach dem Tode ihres Vaters kam sie wieder heim und war der Mutter 17 Jahre lang eine treue Stütze. In dieser Zeit lag es an ihr, alle Arbeiten auf dem Feld zu tun. Gern denkt sie daran zurück, wie sie mit dem einzigen Pferd den Boden bestellte. Vor 28 Jahren heiratete sie. Die Eheleute haben einen Großteil der Felder verpachtet, aber für eine Kuh wird noch alles selber herangeschafft. Herr und Frau Bornschlegl machen die ganze Heuernte und bringen sie mit Schubkarren nach Hause. Der Geschenkkorb, den Bürgermeister Härtenberger ihr zum Geburtstag brachte, war für die bescheidene Frau natürlich eine riesige Überraschung und Freude. Härtenberger konnte ihr im Hinblick auf ihre Gesundheit versichern, daß er bestimmt auch zum 85. und 90. Geburtstag noch nachschauen werde und sie selber fühlt sich auch noch so gut, daß sie noch an einige Jahre glaubt. Wünschen wir Ihr, daß diese Hoffnung in Erfüllung geht und ihr nach dem langen und arbeitsreichen Leben noch viele glückliche Jahre beschieden sein mögen.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.01.1967


Versammlung der Lehrer Mitterfels
Hunderdorf.
Am Freitag treffen sich die Mitglieder des Kreislehrerverbandes Bogen um 14.30 Uhr im „Felsenkeller“ in Mitterfels. Folgende Themen stehen auf der Tagesordnung: 1. Bericht über die Tagung des Bezirksausschusses in Plattling (OL Häusler), Mitgliederbewegung 1960 (L. Merklein), Volksbegehren der FDP (R. Hösl)‚ Lehrerdienstwohnungen-Lehrerwohnungen (OL Müller) Neues vom Rechtsschutz (OL Maier), das kommende Schulpflichtgesetz (9. Schuljahr) und weitere Bekanntmachungen. Die Vorstandschaft weist darauf hin, daß am Freitag, 3. Februar, wieder der Faschingsball der Lehrerschaft im Hotel „Bayerischer Hof“ in Bogen stattfindet, zu dem alle Kolleginnen und Kollegen des Landkreises mit Angehörigen eingeladen sind.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.01.1967


Die Feuerwehr trifft sich
Windberg.
Am Sonntag um 14.30 Uhr treffen sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Windberg im Gasthaus Wagner zur Ehrung langjähriger verdienter Mitglieder der Wehr. Außerdem werden die Leistungsabzeichen für die ins Jahre 1966 abgelegten Leistungsprüfungen überreicht. Alle Kameraden sollen zu dieser Feier erscheinen.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.01.1967


Bauernhilfsverein begeht Jahresfest
Windberg.
Am Mittwoch hält der Bauernhilfsverein Neukirchen-Windberg im Gasthaus Hilmer in Irensfelden sein jährliches Jahresfest ab. Tagesprogramm: 9 Uhr Gottesdienst für die gefallenen, vermißten und verstorbenen Mitglieder in der Pfarrkirche in Windberg. (Ein Kirchenzug wird heuer nicht abgehalten) Um 10.30 Uhr ist Generalversammlung. Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. Um 12 Uhr Mittagessen, 14 Uhr Vorträge, ab 18 Uhr ist gemütliches Beisammensein. Mitglieder, die kein Fahrzeug besitzen, können nach dem Gottesdienst freie Fahrt nach Irensfelden bekommen. Treffpunkt ist die Freitreppe der Pfarrkirche Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.01.1967


Seb. Schindlmeier wurde 80 Jahre alt
Hunderdorf.
In erstaunlicher körperlicher und geistiger Rüstigkeit konnte dieser Tage der Austragslandwirt Sebastian Schindlmeier von Starzenberg sein 80. Geburtstagsfest begehen. Die Wiege des Jubilars stand in Nesselbach bei Degernbach. Er war jedoch erst ein halbes Jahr alt, als sein Vater das Anwesen in Starzenberg erworben hat und seit dieser Zeit lebt Herr Schindlmeier dort. 1913 verheiratete er sich und von den drei Buben, die aus dieser Ehe hervorgingen, starben bereits zwei im Kindesalter. Der letzte Sohn starb mit 39 Jahren an den Folgen der Kriegs- und Gefangenenstrapazen bald nach seiner Heimkehr aus dem Zweiten Weltkrieg. Vor 14 Jahren starb seine Gattin. Herr Schindlmeier, der immer noch eifrig und in bester körperlicher Verfassung alle Arbeiten verrichten kann, führt seine gute Gesundheit und sein regelmäßiges Leben zurück, wobei er aber täglich zwei bis drei Zigarren nicht verschmäht und auch eine oder zwei halbe Bier trinkt. Seine besondere Leidenschaft ist das Reisen. Ob er in die nähere Umgebung oder mit der FFW Ausflüge macht, die auch über die Landesgrenzen hinaus gehen, ist ihm gleich. Er freut sich, neue Eindrücke, Landschaften und Menschen kennen zu lernen. Sein größter Wunsch ist es, in den nächsten Jahren einmal auf die Zugspitze zu fahren. Bürgermeister Härtenberger überbrachte dem Jubilar die Glückwünsche des Gemeinderates zu seinem Jubeltag und überreichte ihm einen Geschenkkorb. Er versicherte dem Jubilar, daß er in den kommenden Jahren als Vorstand der FFW sein möglichstes tun werde, daß bei der Reiseplanung der FFW der Lieblingswunsch des Geburtstagskindes berücksichtigt wird. Auch wir schließen und den Glückwünschen für noch weitere gesunde und zufriedene Jahre an.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.01.1967


Werbeprospekt geplant
Steinburg.
In einer sehr sachlichen und ausgedehnten Ausschußsitzung hatte die Vorstandschaft am Montag um 20 Uhr im Nebenzimmer der Brauerei-Gaststätte Berger unter anderem über die Beschaffung eines Prospektes zu beraten. Vorstand und Bürgermeister Berger konnte neben seinen Ausschußmitgliedern auch Amtmann Bartsch und Kreisfachberater Müller für Gartenbau, Natur- und Denkmalpflege vom Landratsamt Bogen begrüßen. Die Vorstandschaft hatte zahlreiche Photos von und um Steinburg vorgelegt, trotzdem aber konnte man im Laufe der Beratungen feststellen, daß nicht jede Aufnahme geeignet ist, in einem Werbeprospekt veröffentlicht zu werden. Da die Kosten hierfür ziemlich hoch sind und der Prospekt attraktiv wirken soll, schlug Amtmann Bartsch vor, Direktor Dr. Färber vom Fremdenverkehrsverband Ostbayern einzuschalten. Dieser Vorschlag wurde angenommen. Zum Schluß dankte Vorstand und Bürgermeister Berger Amtmann Bartsch, der sich immer wieder bereit erklärt, den Verein zu beraten und zu unterstützen und noch am späten Abend seine Zeit opfert. Viel Lob zollte er auch den Ausschußmitlgiedern, die sich um den Aufbau des Vereins tatkräftig einsetzen und sprach den Wunsch auf weitere gute Zusammenarbeit aus.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.01.1967


Trotz Autohalden keine Kurzarbeit oder Ferien
Dingolfing.
Eine große Zahl auf Käufer wartender Autos ist auch in Niederbayern zu sehen. Der Abstellplatz des Automobilwerkes Glas in Dingolfing (unser Bild) ist in diesen Wochen des Absatzrückgangs auf dem Automarkt zu einer „Autohalde“ geworden. Doch hat der neue Besitzer der Firma Glas, die BMW-Werke, bereits bekanntgegeben, daß die vorliegenden Bestellungen nicht an Kurzarbeit und Zwangsferien denken lassen.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.01.1967


Mit 80 Jahren noch rüstig und kerngesund
Johann Weinzierl, Austragsbauer von Röhrnau, Altbürgermeister und Gründer der Freiw. Feuerwehr Gaishausen feierte seinen 80. Geburtstag
Röhrnau-Steinburg.
Am Sonntag versammelten sich die Männer der FFW Gaishausen, der Gemeinderat der Gemeinde Gaishausen mit ihrem Bürgermeister Albert Gall, Pfarrer Georg Ruß, Hunderdorf, Kooperator Johannes O. Präm und viele Gemeindebürger in der Bahnhofsgaststätte Cilly Solcher in Ehrn, um einem angesehenen, hochverdienten und ehrengeachteten alten Mann zu seinem 80. Geburtstag zu gratulieren. Es war dies Johann Weinzierl, Austragsbauer von Röhrnau, Gemeinde Gaishausen. Der Jubilar wurde am 10. 1. 1887 als Sohn der Bauerseheleute Xaver und Maria Weinzierl, geb. Obermeier, in Röhrnau geboren. Im Kreise von vier Geschwistern, einem Bruder und drei Schwestern wuchs er auf dem elterlichen Hofe auf. Nach dem Besuch der Volksschule in Au vorm Wald und der Feiertagsschule in Hunderdorf wurde er als ältester Sohn in die Arbeiten und Pflichten eines Hoferbens eingeführt.
Am 11. 5. 1911 heiratete Weinzierl die Bauerntochter Franziska Hilmer aus Oberwachsenberg und übernahm gleichzeitig den Hof des Vaters. Die jüngeren Geschwister heirateten in andere Höfe ein. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde der Jubilar zu den Waffen gerufen. Er war an der Westfront eingesetzt. Nach Kriegsende führte ihn ein gnädiges Schicksal wieder heim.
1921 wurde der Jubilar von der Bevölkerung der Gemeinde Gaishausen zum Bürgermeister gewählt. Er hatte dieses Ehrenamt ununterbrochen bis 1933 inne. In seiner Amtszeit als Bürgermeister gründete er auch die Freiwillige Feuerwehr Gaishausen, die bis dahin zur FFW Hunderdorf gehörte. Am 6. 6. 1926 konnte die neu gegründete Wehr ihr erstes Gründungsfest feiern und Johann Weinzierl übernahm auch die Vorstandschaft. Ihm ist es auch zu verdanken, daß der neue Verein schon drei Jahre späte eine neue Fahne bekam.
Während der letzten Jahre des Zweiten Weltkrieges mußte er nochmals die Amtsbürde eines -Bürgermeisters auf sich nehmen und gerade in diesen Notzeiten sorgte er aufopfernd für die ihm anvertrauten Bürger. Der einzige Sohn Egon befand sich zu dieser Zeit schon länge als Soldat an den bekannten Kriegsschauplätzen. Im Jahre 1951 feierte er voller Freude die Hochzeitsfeste seiner beiden Töchter mit, die Höfe der näheren Umgebung einheirateten. Mit der Verheiratung seines Sohnes Egon im Frühjahr 1953 trat der Jubilar mit seiner Ehefrau in den wohlverdienten Ruhestand. Das Wort „Ruhestand“ steht und stand für die beiden arbeitsgewohnten Bauersleute nur auf dem Papier. In Wirklichkeit arbeitete der Jubilar nach wie vor von früh bis spät in der Landwirtschaft mit, voller Kraft und bewundernswerte Rüstigkeit. Trotz seines Alters ist heute der Jubilar ein fortschrittlich denkender Landwirt. Eine besondere Freude am Lebensabend bereiten dem Geburtstagskind seine neun Enkelkinder. Interessiert lauscht er ihren Worten über Schulkenntnisse und nimmt dabei an ihren schulischen Arbeiten regen Anteil. Ersehnter Gast auf dem Hofe ist jeden Tag der Briefträger mit der Heimatzeitung, die der Jubilar schon seit Jahrzehnten abonniert hat und auch liest.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.01.1967


Statt Karten
Wegern – Steinburg
Am Sonntag. 22. Januar 1967
Kappenabend
Freundlichst ladet ein:
Josef Solcher, Gastwirt
Quelle: Bogener Zeitung, 21.01.1967 


HUNDERDORF
Zu unserer
TANZVERANSTALTUNG
am 21. Januar 1967. im Gasthaus Sandbiller laden wir Sie
herzlich ein.
Beginn 19 Uhr — Ende?
Kapelle „Die schwarzen Zigeuner“
Eintritt DM 2.–
SPD ORTSVERBAND
Quelle: Bogener Zeitung, 21.01.1967


Johann Meter neuer Obmann
Hunderdorf.
Auf der gut besuchten Jahresversammlung des Ortsbauernverbandes sprach Obmann Wimmer aus Mariaposching über die Belange der Landwirtschaft in der EWG und über aktuelle Fragen des Verbandes. In der anschließenden Neuwahl wurde Landwirt Johann Meier von Hofdorf zum neuen Obmann des Ortsbauernverbandes gewählt. Er löste damit Ludwig Hornberger ab, der seit 15 Jahren als Obmann tätig war. Für sein Wirken wurde ihm der Dank der Versammlung ausgesprochen. Als Vertreter des Obmannes wurde Alois Schöfer aus Sollach gewählt und als Beisitzer werden Karl Zollner jun. und Franz Neumeier, Bauernholz, fungieren. Zur Ortsbäuerin wurde Frau Maria Fruhstorfer von Sollach gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Frau Rosa Neumeier an, die bisher dieses Amt geführt hatte. Der neue Obmann möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, daß er jederzeit mit Rat und Tat allen zur Seite stehen will, die sich in zuständigen Fragen an ihn wenden.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.01.1967


DANKSAGUNG
Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Ableben unseres lieben Bruders und Onkels
Jüngling Johann Söldner
Rentner in Aiterhofen

sprechen wir auf .diesem Wege unseren herzlichen Dank aus. Ein herzliches Vergelt‘s Gott der Hochw. Geistlichkeit von Aiterhofen für die Spendung der Letzten hl. Ölung und die Aussegnung, den Bewohnern von Aiterhofen für die Beteiligung an der Aussegnung und bei den Rosenkränzen. Ein herzliches Vergelt’s Gott der Hochw. Geistlichkeit von Hunderdorf, H. H. Pfarrer Ruß und H. H. Pater Johannes und dem Kirchenchor. Besonderer Dank gebührt der Familie Krä für ihre Bemühungen und Besorgungen sowie der Familie Denk in Aiterhofen.
Hunderdor f, den 19. Januar 1967
Therese Kronfeldner, Schwester
Jakob Söldner, Neffe
Quelle: Bogener Zeitung, 24.01.1967


Prinzengarde kommt
Steinburg.
Der Heimat- und Fremdenverkehrsverein Steinburg hat zu seinem Faschingsball am Freitag um 19 Uhr eine auswärtige Prinzengarde organisiert. Das Prinzenpaar hat sein Erscheinen zugesagt. Es werden auch Orden an die Bürger von Steinburg verliehen. Für Stimmung sorgen die beliebten „Drei Musketiere“.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.01.1967


Plötzlich und unerwartet verschied am 24. Januar 1967, 3 Uhr früh, nach schwerer Operation, mein lieber Gatte, unser guter Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel
Herr Anton Bogner
Landwirt in Großlintach
Kriegsteilnehmer 1939/45

nach Empfang der heiligen Ölung, im 51. Lebensjahr, wie wir hoffen selig im Herrn.
Großlintach, Lintach, Furth, Schambach, Straubing, Kleegarten, Pullach, Weinolsheim, Hoch und Salching, den 24. Januar 1967
In tiefster Trauer:
Therese Bogner, geb. Gütlhüber, Gattin
mit Kindern Erna, Reserl, Tonerl, Franzl
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst mit anschließender Beerdigung am Donnerstag, 26. Januar 1967, um 8.45 Uhr, in der Pfarrkirche Oberaltaich.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.01.1967


Einheitsbewertung der nichtlandwirtschaftlichen Grundstücke
Hunderdorf.
Die Ausfüllung der Erklärungsvordrucke, die den Finanzämtern als Unterlage für die Hauptfeststellung der Einheitswerte des Grundvermögens auf den 1. 1. 1964 dienen, bereitet vielen Grundstückseigentümern Schwierigkeiten. Das gilt insbesondere für die Gebäudebeschreibung, die von den Eigentümern von Ein- und Zweifamilienhäusern auf Seite 4 des Vordrucks gefordert wird. Die Länder haben deshalb im Einvernehmen mit dem Bundesminister der Finanzen die Erklärungsfrist allgemein bis zum 31 März 1967 verlängert. Lediglich die Eigentümer, denen mitgeteilt worden ist oder noch mitgeteilt wird, daß die Einheitswerte ihrer Grundstücke im Zuge einer Vorerhebung vorweg ermittelt werden sollen, sollen ihre Erklärung nach Möglichkeit schon früher abgeben. Für die Ausfüllung der Erklärungen sind ferner Erleichterungen eingetreten, welche besonders die Seite 4 betreffen. Hierüber und über alle weiteren Erleichterungen erhalten alle betroffenen Gemeindebürger in der Gemeindeverwaltung genaue Auskunft.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.01.1967


Am Grabe von Anton Bogner
Oberaltaich
. Ein langer Trauerzug, angeführt von der Musikkapelle Helmbrecht, bewegte sich am Donnerstag nach dem Leichengottesdienst für Anton Bogner, Landwirt von Großlintach, zum Friedhof. Sein Leben war allzufrüh, im besten Mannesalter von erst 51 Jahren, am letzten Dienstag erloschen. Infolge seines Kriegsleidens mußte sich Anton Bogner letzte Woche, der bis dahin bei der Firma Anger in Bogen in Arbeit stand, in ärztliche Behandlung begeben, eine sofortige Operation war erforderlich. Es traten jedoch Komplikationen auf, so daß am Montag nochmals ein chirurgischer Eingriff erforderlich wurde und sein Leben ein so jähes Ende nahm. Ein schwerer Verlust für die Gattin mit ihren vier unmündigen Kindern. Abschied von Bogner nahm auch die Firma Anger, Bogen, mit einem Kranzgebinde, ebenso die Industriegewerkschaft sowie seine Arbeitskameraden. Desgleichen schloß sich der Krieger- und Veteranenverein Oberaltaich den Nachrufen an und gedachte mit einem Kranzgebinde des verstorbenen Kameraden.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.01.1967


PKW beschädigt und geflüchtet
Hunderdorf.
Wie wir vor- der Landpolizei Bogen erfuhren, beschädigte ein Kfz-Fahrer einen im Hof der Gastwirtschaft abgestellten PKW durch Auffahren und verschwand. Das geschah am 18 oder 19 Januar. Es entstand ein Sachschaden von ca 200 DM. Wer kann der Landpolizeiinspektion Bogen Hinweise geben?
Quelle: Bogener Zeitung, 30.01.1967


Am Mittwoch Gemeinderatssitzung
Hunderdorf.
Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch folgende Tagesordnung behandeln. 1. Jahresrechnung 1966. 2. Rechnungsprüfung 1966. 3. Baugesuch Nirschl und Blasini, 4. weiterer Wegeausbau der Gemeinde, 5. Müllabfuhr Gemeindehaus. 6. Information. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.01.1967


Prüfung bestanden
Hunderdorf.
Bei der Gehilfenprüfung im Maschinenbauhandwerk vor der Handwerkskammer erhielt Horst Hagen im praktischen Teil die Note sehr gut und im theoretischen die Note gut Die Ausbildung hat Horst Hagen bei der Maschinenfabrik Ilmberger in Straubing genossen. Wir gratulieren.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.01.1967


50 Jahre auf der Muihiasl-Mui
An Lichtmeß sind es 50 Jahre, seit dem Einstand von Georg Feldmeier
Hunderdorf.
Man muß heute wohl weit gehen, wenn man ein Dienstverhältnis finden will, das nun schon fünf Jahrzehnte andauert. Auf der Muihiasl-Mühle in Apoig bei Hunderdorf ist es an Maria-Lichtmeß so weit: Im dritten Jahr des 1. Weltkrieges war dort der nunmehr fast 70jährige Georg Feldmeier beim Hobmeier eingestanden. Ein 20jähriger war er damals und doch schon 10 Jahre „in der Fremde“, denn mit 10 Jahren fing der Feldmeier Schorsch bereits als Hütbub an, fremdes Brot zu essen. Sein Dienstherr, der Hobmeier war damals schon ein 40jähriger, aber im Laufe der Zeit hat sich dieser Altersunterschied, dem Aussehen nach wenigstens, ziemlich abgetragen und man könnte heute die beiden für Gleichaltrige halten. Der Herr, immer gesund bis in sein 90. Lebensjahr, der Knecht, immer etwa kränkelnd, sind beide alt geworden. Wer aber etwa denkt, daß es auf der Muihiasl-Mühle Herr- und Knechtdenken gibt, der hat sich geirrt. Beide haben sich immer gut vertragen und so recht aneinander gewöhnt, daß der Hobmeier heute noch erzählt, seine Frau wäre auf die Mannsbilder manchmal wütend gewesen, weil sie immer zusammengehalten haben. Arbeit gibt es nicht mehr allzu viel. Die Mühle und das kleine Sägewerk sind eingestellt worden. Nur mehr ein paar Kühe müssen betreut werden. So haben die beiden, besonders jetzt in den Wintermonaten, Zeit, ihren Erinnerungen nachzuhängen. Wenn sie dann aus ihrer Jugend erzählen, glaubt man sich fast ein Jahrhundert zurückversetzt und es wird erst wieder bewußt, daß die Entwicklung mit Siebenmeilen-Stiefeln fortgeschritten ist. Beide genießen ihr Alter und sie freuen sich an den Errungenschaften, die jüngere Leute so selbstverständlich genießen. Dabei ist es nur das Elektrische, der Ölofen oder das Radio, was sie täglich mit neuer Freude erfüllt. Wollen wir hoffen und wünschen. daß beide noch viele Tage ihres gemeinsamen Lebensabends mitsammen gehen können und sich der wohlverdienten Tage der Ruhe erfreuen dürfen.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.01.1967


Ein Freund Windbergs gestorben
Windberg.
Ein edler Mensch und Priester, Pater Johannes Walter Panzer OSB ist gestorben. Für alle, die ihn kannten, ist diese Nachricht unfaßbar, denn trotz seiner langen Abwesenheit ist der Verstorbene den Windberbern noch in lieber Erinnerung.
Pater Johannes Panzer wurde am 4. August 1917 in Ingolstadt geboren; später übersiedelte die Familie nach Nürnberg. Sein Studium wurde vorn Krieg unterbrochen und er war lange an der Front in Polen, Rußland und Skandinavien. Nach dem Krieg lebte er einige Jahre im Windberg zur Weiterführung des Studiums. Zugleich war er auch als Organist tätig. Dank seiner freundlichen und verständnisvollen Art genügten diese wenigen Jahre, um ihn dauernd mit Windberg zu verbinden: Ohne jede Bemühung, nur durch sein bescheidenes und liebenswürdiges Wesen gewann er dauernde Zuneigung. Nach seinem Studienaufenthalt im Kloster Rott trat er ins Benediktinerkloster Admont ein und vollendete in Bozen und Linz seine Studien. Assistiert von Pfarrer Andreas  Ach und Guy Anouilh aus Frankreich feierte er im August 1956 in Windberg die Nachprimiz, dieser Tag war ein Festtag für ganz Windberg geworden. Nach einigen Jahren bekam er eine der schwierigsten Pfarreien, die dem Kloster Admont unterstehen, als Pfarrstelle, denn der dortige Abt hatte bald die großen Fähigkeiten des seeleneifrigen Priesters erkannt. Im Herzen aber blieb er immer ein Windberger und ließ sich von den Besuchern jede Einzelheit des Geschehens in der Pfarrei und Gemeinde Windberg erzählen. Eine schwere Krankheit riß ihn jäh aus seinem priesterlichen Wirken. Die Windberger werden seiner noch lange gedenken.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.01.1967


Patrozinium in Windberg
Windberg.
Die Pfarrei feiert am Freitag das Fest des zweiten Patrons der Pfarrkirche, des hl. Blasius. Einem alten Herkommen zufolge wird nicht nur bei jedem Gottesdienst der Blasiussegen erteilt, sondern auch Blasius-Brot und -wasser geweiht. Um 6 Uhr früh ist im Pfarrhof Beichtgelegenheit, um 7 und 8.30 Uhr sind die Gottesdienste. Der hl. Blasius war früher der Patron der von der Klosterkirche getrennten Pfarrkirche, die bei der Säkularisation abgerissen wurde. Sie stand zwischen der jetzigen Pfarrkirche und dem Weiher und ist. auf alten Bildern durch ihren hohen Turm deutlich zu erkennen.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.01.1967


Gottesdienständerung in Heilig Kreuz
Windberg.
Infolge des Patroziniums in der Pfarrkirche wurde der Pilgergottesdienst um einen Tag verschoben. Die Messe in Heilig Kreuz beginnt am Samstag um 7.30 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.01.1967


Standesamtliche Nachrichten
Steinburg.
Im Jahr 1966 wurden in das Geburtenregister 21 neue Erdenbürger eingetragen. Es sind dies die Kinder: Ewald Josef Baumgartner, Ebenthann; Johann Alois Gütlhuber, Hoch; Heike Andrea Bergbauer, Schafberg; Manfred Alois Poiger, Schafberg; Manuela Renate Wolf, Au vorm Wald; Siegmund Elmar Frankl, Schafberg; Werner Lothar Hornberger, Schafberg; Maximilian Wintermeier, Haselquanten; Helmut Maximilian Retzer, Wegern; Heike Edelgund Drossel, Schafberg; Christine Eva Schießl, Steinbirg; Gerhard Retzer, Au vorm Wald; Stephan Johann Kraus, Schafberg; Gabriele Dilger, Ehren; Bonna Sue Johanna Adkim, Steinburg; Petra Kordula Hanner, Steinburg; Helga Margarete Annemarie Breu, Neidau; Gerhard Petzendorfer, Schafberg; Erwin Mühlbauer, Schafberg; Michaela Schedlbauer, Au vorm Wald; Robert Christian Neumeier, Schafberg. Den Bund fürs Leben schlos-sen: Johann Schötz und Rita Mauermayer, Karl Hubel und Therese Christl, Franz Xaver Schedlbauer und Elfriede Fürst, Horst Josef Koppitz und Kreszenz Reichardt, Erwin Mühlbauer und Anna Erber, Chester Ray Adkins und Johanna Christl, Hermann Spennesberger und Ingrid Pflügt, Emil Gerhardt und Hedwig Erber, Josef Schießl und Theresia Sykora. Aus dem Leben schieden: Alois Höcherl (18 Jahre), Cäcilie Schwarzensteiner (59 Jahre), Claudia Zollner (2 Jahre), Ludwig Kronfelder (75 Jahre). 40 Abmeldungen stehen 21 Zugängen gegenüber, so daß der Bevölkerungsstand der Gemeinde Steinburg (ohne Gemeinde Gaishausen) am 1. 1. 1967 598 Bürger(innen) beträgt.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.01.1967


Zweimal Silber für die Feuerwehr Windberg
Zwei Gruppen legten das Leistungsabzeichen ab – Viel Freizeit geopfert
Windberg.
Wieder einmal haben die Mitglieder der Windberger Feuerwehr ihren Einsatzeifer beweisen können: Zwei Gruppen konnten mit dem Leistungsabzeichen in Silber ausgezeichnet werden. Mit ihnen haben bereits drei Gruppen das Zeichen in Silber und fünf Gruppen das Zeichen in Bronze erhalten.
Zur zweiten Gruppe gehören: Löschmeister Heinrich Hartmannsgruber, Helmut Hartmannsgruber, Alfons Schroll, Dietmar Schmidbauer und Raimund Abstreiter von Windberg, Rudi Päßler von Ried, Alfons Hornberger und Willi Häusler von Netzstuhl, Otto Schötz von Böhmhöfl.
Zur dritten Gruppe mit dem silbernen Abzeichen gehören: Löschmeister Josef Wurm von Meidendorf, Otto Huber, Anton Pielmeler und Rudolf Hofmann von Irenzielden, Hermann Bruckmüller von Gartenhaus, Xaver Förg jun. von Ried, Siegfried Häusler von Sternhäusl, Josef Wagner von Windberg. Die Leistung d. jungen Feuerwehrmänner kann erst richtig gewürdigt werden, wenn man weiß, daß jeder von ihnen mehr als 15 Abende, insgesamt rund 50 Stunden der Freizeit für die Vorbereitung auf die Prüfung geopfert hat, um sich und den Mitbürgern im Falle der Not helfen zu können.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.01.1967


Gemeindejagd Steinburg wurde vergeben
Die Jagdgenossen trafen sich zur Sitzung – Der alte Jagdpächter erhielt wieder das Vertrauen
Steinburg.
Der Vorsteher der Jagdgenossenschaft der Gemeinde Steinburg, Landwirt Max Schötz, Au vorm Wald, hatte für Sonntag die wahlberechtigten Mitglieder der Gemeindejagd geladen. Die nichtöffentliche Sitzung fand in der Brauerei-Gaststätte Berger in Steinburg statt und erfreute sich eines regen Besuches. Die Tagesordnung umfaßte den Kassenbericht, Beschlußfassung über einen Antrag des bisherigen Pächters betreffs Verlängerung des bestehenden Pachtvertrages, Verwendung des Pachtschillings sowie Wünsche und Anträge.
Vorstand Max Schötz konnte kurz nach 14 Uhr die geschlossene Versammlung eröffnen. Sein besonderer Gruß galt den Vertretern des Landratsamtes Bogen, Amtmann Bartsch und Reg.-Angestellten Silbernagel, dem Hausherrn und Bürgermeister Alfons Berger, den Gemeinderäten und Ehrenbürger Johann Petzendorfer, dem bisherigen Pachtinhaber der in Begleitung des Oberforstmeisters der Poschinger-Bray’schen Forstverwaltung Steinburg, Jeßberger, Frauenau, erschienen war. Kurz und umfassend war der Kassenbericht, den der Vorstand vortrug. Er endete mit dem abschließenden Ergebnis, daß der jährliche Pachtschilling nach Abzug der angefallenen Unkosten restlos an die Gemeindekasse überwiesen wurde mit dem Vermerk, diesen für die Instandhaltung der Gemeindewege zu verwenden. Dies geschieht schon seit vielen Jahren.
Im Anschluß wurde der wichtigste Punkt „Beschlußfassung über den Antrag des bisherigen Pächters über Vertragsverlängerung“ vorbereitet. Nach einigen beratenden Worten der Herren des Landratsamtes Bogen schritt man zur Wahl, die den Statuten gemäß geheim stattfand. Das Ergebnis der Wahl zeigte ein Vertrauen und Zufriedenheit mit dem bisherigen Jagdpächter. Von insgesamt 54 abgegebenen Stimmzetteln entfielen auf Johann Petzendorfer 51 Stimmen mit 246,26 ha Grundbesitz, während drei Stimmen mit 9,51 ha sich gegen den rend drei Stimmen mit 9.51 ha sich gegen den Antrag stellten. Soweit wurde der Antrag mit Mehrheit beschlossen und auf die Zeit von neun Jahren verlängert. Der neue Pachtvertrag läuft nun vom 1. 3. 1968 bis 1. 3. 1977. Aus Eigeninitiative hat der Pächter den Pachtschilling auf 600 DM erhöht, was dem landkreisüblichen Durchschnitt entspricht. Für die Verwendung des Pachtschillings sprach sich die Versammlung dafür aus, daß er weiterhin der Gemeindekasse zur ausschließlichen Verwendung für die Wegeinstandsetzung zur Verfügung gestellt wird. Auch hier konnte Einmütigkeit festgestellt werden. Die Gemeinde Steinburg umfaßt ca. 317 ha Felder und Fluren und ist landschaftlich besonders schön. Neben großen Aufluren finden hügelige Felderketten mit Hainen und Haagen, die sich besonders nach Osten bin weit hinauf an die Hänge des Buchaberges ziehen, dessen gewaltige Waldbestände in Privatjagd des Besitzers, Baron Frh. von Poschinger, Irlbach, stehen.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.02.1967


Faschingsball des Heimat- und Verkehrsvereins
Die Bogener Prinzengarde brachte den Höhepunkt des Abends
Steinburg.
Den Bergersaal füllten erwartungsvolle Gäste aus nah und fern, als die „Drei Musketiere“ zum großen Faschingsball aufspielten. Vorstand. u. Bürgermeister Berger konnte neben dem Bogener Prinzenpaar (Heribert Kunert und Christa Hirschberg) den witzigen Hofmarschall (Ernst Kunert) mit der Prinzengarde unter der bewährten Leitung von Frau Gruber willkommen heißen. Namentlich begrüßte der Vorstand, die, Abordnungen der Fa. Walker, Steinburg, und der Fa. Nolte, Hunderdorf. Dann trat er seine Regierung an den Hofmarschall ab, der mit seinen Witzen für Stimmung sorgte. Einen Riesenapplaus löste schon der Ein-marsch der Prinzengarde aus und mehr noch der anschließende- Tanz. Der Hofmarschall schritt dann zur Ordenverleihung. Nicht weniger als 25 Kandidaten erhielten einen Orden vom Prinzen überreicht. Aber die Häschen verkleidet. Hans Schneider brachte als „Stummer Geiger“ alle zum Lachen. Als die „Drei Musketiere“ den Kehraus anstimmten, wollte keiner wahrnehmen, daß auch ein schöner Abend ein Ende haben muß (Foto Eiglsperger).
Quelle: Bogener Zeitung, 01.02.1967


Windberg. Die Auszahlung, der Sozialhilfe Pflegegelder und Pflegekindergelder wird am Donnerstag, am Lichtmeßtag, von 14 bis 15 Uhr in der Kanzlei vorgenommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.02.1967


Steinburger Veranstaltungskalender
Steinburg.
Am Samstag, den 4. Februar, findet in der Bahnhofsgaststätte Solcher ein Faschingsball der Gewerkschaft Holz, Verwaltungsstelle Hunderdorf, statt. Es spielt die „Bayerwald-Band“. Beginn 19 Uhr. – Am Sonntag, den 5. Februar, ist in der Brauerei-Gaststätte Berger ein Maskenball mit Prämiierung. Veranstalter ist die FFW Steinburg, für Schwung und Stimmung sorgen die „Schwarzen Zigeuner“. Am Rosenmontag, den 6. Februar, hält der Heimat- und Fremdenverkehrsverein Steinburg im Gasthaus Solcher in Wegern einen Kappenabend mit Tombola mit sehr schönen Preisen. Für Unterhaltung und Stimmung bürgt der Thomas. Am Faschingsdienstag, den 7. Februar, veranstaltet die Rotkreuzgruppe Steinburg einen Faschingsball. Es spielen die „Drei Musketiere“.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.02.1967


Versammlung für Landwirte am Blasiustag
Irensfelden.
Am Freitag findet in der Gastwirtschaft Hilmer in Irensfelden um 14 Uhr eine Versammlung des Bauernverbandes statt. Auf der Tagesordnung stehen die Neuwahlen der Vorstandschaft bzw. des Obmannes und aktuelle landwirtschaftliche Tagesfragen.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.02.1967


Kostenloser Erste-Hilfe-Kurs
Meidendorf.
Am Donnerstag, 9. Februar, beginnt um 19.30 Uhr der Erste-Hilfe-Kurs im Gasthaus Huber in Meidendorf. Die Teilnahme ist kostenlos und verpflichtet zu nichts. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.02.1967


Feuerwehr ehrte verdiente Mitglieder
Stellvertretender Landrat Schäfer und Kreisbrandinspektor Bayer würdigten den Einsatzwillen der Windberger Wehr
Windberg.
Zu einer Feierstunde trafen sich die Mitglieder der Windberger Feuerwehr im Gasthaus Wagner. Der neugewählte Vorstand Rupert Feldmeier begrüßte den stellvertretenden Landrat Schäfer, Kreisbrandinspektor Bayer sowie Bürgermeister Kittenhofer. Mit dem Ehrenabzeichen für langjährige aktive Mitarbeit wurden für 25jährige Mitarbeit geehrt: Otto Hofmann von Windberg. Anton Edbauer und Alfons Schmidbauer von Staudach. Albert Schmidbauer von Haibühl sowie Georg Obermeier von Kreuzberg. Für 40jährige Mitgliedschaft erhielt die Auszeichnung Ludwig Grotz von Irenzfelden. Stellvertretender Landrat. Schäfer beglückwünschte die Geehrten. Er versprach auch weiterhin die Unterstützung des Landkreises und gab seiner Freude Ausdruck, daß gerade der Windberger Verein sich sehr große Mühe im Dienste des Mitmenschen gebe. Unter der Führung des tüchtigen jungen Kommandanten Holmer, werde der Leistungsstand immer mehr verbessert. Ebenso würdigte auch Kreisbrandinspektor Bayer den Einsatzwillen, der sich wieder bei dem Brand im letzten Jahr in der Ortschaft Windberg gezeigt habe. Zugleich wies er darauf hin, daß besonders den älteren Mitgliedern eine große Aufgabe zukomme, falls unter der Woche ein Brand entstehe, da die jungen Mitglieder oft weit entfernt in der Arbeit ständen. Den Dank der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Kittenhofer. Er bat alle auch weiterhin in guter Kameradschaft zum Wohle aller zusammenzuarbeiten. ..jp
Quelle: Bogener Zeitung, 01.02.1967


Öffentliche Gemeinderatssitzung
Steinburg.
Morgen, Freitag, findet im Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung eine öffentliche Gemeinderatssitzung statt, zu der alle aufgeschlossenen und interessierten Gemeindebürger als Zuhörer eingeladen sind. Bürgermeiste Alfons Berger hat für die Sitzung folgende Tagesordnung aufgestellt: 1. Baugesuche Alfons Berger, Steinburg, Umbau des bestehenden Wohnhauses in Steinburg; Stumhofer Xaver, Au vorm Wald, Umbau einer bestehenden Stallung in Garagen; Ecker Georg, Schafberg, Umbau einer Scheune; Zeindlmeier Josef, Rimbach Aufstockung des Wohngebäudes; Steckler Wilhelm, Neubau eines Wohnhauses in Wegern, Häusler Max, Neubau eines Wohnhauses in Wegern. 2. Antrag des Jakob Söldner (Wegern) üner Instandsetzung des Gemeindeweges bei seinem Anwesen. 3. Antrag eines Gemeindebürgers auf Parkverbot auf dem Bürgersteig beim Gasthaus Solcher in Wegern. 4. Anschluß an die staubfreie Müllabfuhr durch die Gemeinde Mitterfels. 5. Verlängerung des Bürgersteiges vom Anwesen Bielmeier zum Anwesen Altschäffl im Orte Steinburg. 6. Genehmigung über die Führung eines Gemeindewappens: Antrag des Heimat- und Fremdenverkehrs Steinburg. 7, Verschiedenes. Die angeführten Tagespunkte lassen erwarten, daß sich auch interessierte Gemeindebürger zu der Beratung des Gemeinderates einfinden. Hierzu ergeht nochmals freundliche Einladung.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.02.1967


Bauernjahrtag mit interessanten Referaten
Im Gasthaus Hilmer in Irensfelden traten die Mitglieder des Bauernhilfsvereins Neukirchen-Windberg zusammen
Windberg.
Am Mittwoch hielt der Bauernhilfsverein Windberg-Neukirchen seinen Jahrtag ab. Um 9 Uhr versammelten sich die Mitglieder zum Gottesdienst in Windberg. Pfarrer Ephrem zelebrierte den Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder des Vereins. In seiner Ansprache forderte er die Mitglieder auf, auch weiterhin in christlicher Nächstenliebe zu arbeiten und gedachte der verstorbenen Mitglieder des Vereins aus den Gemeinden Windberg, Degernbach und Hunderdorf. Der Kirchenchor sang die Bauernmesse. Anschließend formierte sich eine Autokolonne von Windberg nach Irensfelden, wo im Gasthaus Hilmer die Generalversammlung der Mitglieder stattfand.
Um 11 Uhr konnte Vorstand Hartmannsgruber im vollbesetzten Saal die Mitglieder, sowie Bürgermeister Kittenhofer begrüßen und gab die Tagesordnung bekannt, die wie folgt lautete: 1 Jahresbericht, 2. Kassenbericht, 3, Wahl der ausscheidenden Haupt- und Ortsausschußmitglieder, 4. Neuaufnahmen, 5, Wünsche und An-träge der Mitglieder.
Kassier Naimer gab den Jahres- und Kassenbericht bekannt und gedachte der verstorbenen Mitglieder des Jahres 1968. Aus dem Jahresbericht ging hervor, daß im Jahre 1966 ein Brandfall zu verzeichnen war. Der Kassenbericht wurde von den Mitgliedern angenommen und dem Kassier Entlastung erteilt. Bei der Wahl der Haupt- und Ortsausschußmitglieder stellten sich alle zur Wiederwahl zur Verfügung und wurden auf weitere 5 Jahre wiedergewählt. Auch Neuaufnahmen konnten verzeichnet werden. Anträge von Mitgliedern wurden nicht gestellt. Um 12 Uhr wurde ein gemeinsames Mittagsmahl eingenommen. Der Nachmittag war mit landwirtschaftlichen Vorträgen ausgefüllt Als erster Redner sprach stellv. Landrat Schärfer von Niederwinkling über die Flurbereinigung und den Wirtschaftswegebau. Oberreg. Landw.-Rat Birner vom Landwirtschaftsamt Mitterfels sprach über die Themen Silobau, Futterbau und Weidewirtschaft, sowie über den Schweinemastring. Herr Ebner von der Geschäftsstelle des Bayerischen Bauernverbandes berichtete über die derzeitige Marktlage — EWG, sowie über die neuen Einheitswerte, die allen bevorstehen. Insbesondere legte er den Landwirten den Versicherungsschutz in der Landwirtschaft, vor allem die Unterversicherungen, klar. Zum Schluß sprach Herr Ehring noch über den Zusammenschluß der Molkereien sowie über den Zuckerrübenanbau. Sämtliche Redner wurden mit großer Aufmerksamkeit in ihren Ausführungen bedacht.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.02.1967


Wer will Erste Hilfe lernen?
Hunderdorf.
Im Februar hält das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband Bogen, im St. Wolfgangsheim in acht Doppelstunden einen Grundausbildungslehrgang für Erste Hilfe ab. Anmeldungen werden ab sofort im Kath. Pfarramt oder bei Frau Martha Hofmann entgegengenommen. Der Kursbeginn wird rechtzeitig bekanntgegeben. Diese günstige Gelegenheit sollte besonders von den Kraftfahrern und solchen, die es werden wollen, wahrgenommen werden. Der Kurs ist kostenlos und verpflichtet zu keiner Mitgliedschaft im Roten Kreuz.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.02.1967


Pfarramt und Rotes Kreuz Hand in Hand
110 Altbürger wurden liebevoll betreut – Bunter Nachmittag im St- Wolfgangsheim
Hunderdorf.
Es muß nicht immer die Advents- und Weihnachtszeit sein, um alten Menschen eine besondere Freude zu machen. Diese Auffassung vertritt jedenfalls die hiesige Rotkreuzgemeinschaft, die in Zusammenarbeit mit dem Kath. Pfarramt nicht weniger als 110 alte Bürger der Pfarrgemeinde zu einem fröhlichen Altennachmittag in das neue St. Wolfgangsheim einlud.
H. Pfarrer Ruß hieß die vielen Gäste herzlich willkommen und freute sich, daß so viele der Einladung Folge geleistet haben. Die Bezeichnung „Jugendheim“, meinte der Pfarrherr, sei nicht richtig, denn das neue St. Wolfgangsheim sei ein Heim für alle Bevölkerungsschichten, Vereine und Verbände, die zum Wohle der Pfarrgemeinde tätig seien. H. Pfarrer Ruß gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß es durch die harmonische Zusammenarbeit zwischen Pfarrei, Rotes Kreuz und Gemeinde möglich geworden sei, diesen schönen Nachmittag zu gestalten. Auch Bürgermeister Härtenberger habe persönlich einen namhaften Betrag zur Ausgestaltung dieser Feier zur Ver-fügung gestellt.
Namens des BRK-Ortsverbandes richtete Frau Martha Hofmann einige Worte an die Versammelten. Diesmal sollte es ein lustiger „Bunter Nachmittag“ sein, meinte die Sprecherin, nach-dem man in den früheren Jahren die alten Gemeindebürger mehr zu besinnlichen Feiern in der Advents- und Weihnachtszeit eingeladen hatte. Auch Frau Hofmann freute sich über die gute Zusammenarbeit zwischen Pfarrei, Gemeinde und Rotem Kreuz und gab der Hoffnung Ausdruck, daß dies auch in der Zukunft so bleiben möge.
Vor diesen Ansprachen sang der Perlbachtater Dreigesang unter der Leitung von Josef Troidl herrliche Volkslieder. Dann übernahm H. P. Johannes, Kooperator von Hunderdorf, die Leitung des Bunten Nachmittags. Gesang, Spiele, Quiz usw. wechselten in bunter Folge, wobei auch die Gäste miteinbezogen wurden und alsbald eine recht gute Stimmung aufkam. Daß man sich nach solchen Anstrengungen bei Kaffee und Kuchen wieder stärken mußte, versteht sich von selbst. Nur allzuschnell verging die Zeit und beim Abschiednehmen gab es viele Vergelt’s Gott und fleißiges Händeschütteln.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.02.1967


HUNDERDORF
Samstag, den 9. Februar 1967
GROSSER MASKENBALL
mit Maskenprämiierung im Gasthaus SandbIller.
Beginn 18 Uhr — Eintritt DM 2.—
Quelle: Bogener Zeitung, 03.02.1967


Windberg
Zu den am Samstag, 4. 2. 1967,
um 19 Uhr, stattfindenden
MASKENBALL
m. Maskenprämiierung u. Tom-
bola, mit der Blaskapelle Helm-
brecht. ladet herzlichst ein:
Josef Wagner, Gastwirt
Quelle: Bogener Zeitung, 03.02.1967


Bahnhofsgaststätte
Solcher, Steinburg

Am Samstag. den 4. Febr. 67
großer Faschingsball
Es singen und spielen
„Die Perlbachtaler“
Beginn 19 Uhr – Ende ???
Es ladet freundlichst ein:
Familie Cilly Solcher
Gewerkschaft Holz
Verwaltungsstelle Hunderdorf

Eintritt DM 1.50
Quelle: Bogener Zeitung, 03.02.1967


Großer Rotkreuzball
Steinburg.
Die Rotkreuz-Ortsgruppe Steinburg ladet die Bevölkerung zu ihrem am Faschingsdienstag stattfindenden Ball im Berger-Saal ein. Der Erlös aus einer Tombola wird zur Erweiterung der Unfallhilfsstelle verwendet. Auf diesem Ball werden die beliebten „Drei Musketiere“ für Musik und Stimmung sorgen.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.02.1967


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 16. – 27. 1. 1967 eingereichten Baugesuche
… Nolte Möbel KG, Hunderdorf, Einbau eines Hydraulik-Aufzuges … Zeindlmeier Josef, Rimbach, Gde. Steinburg, Aufstockung des Wohnhauses … Gmeinweiser Seb. Hoch, Gde. Hunderdorf, Umbau des Wohnhauses und Aufstoclung. – Hanner Josef, Oberstetten, Gde. Hunderdorf, Neubau einer Garage. – Falk Maria, Rammersberg, Gde. Steinburg, Neubau einer Doppelgarage …
Quelle: Bogener Zeitung, 06.02.1967


Generalversammlung der Raiffeisenkasse
Windberg.
Die Mitglieder der vereinigten Raiffeisenkasse Hunderdorf-Windberg treffen sich am Samstag in Irensfelden im Gasthaus Hilmer zur ordentlichen Generalversammlung. Auf der Tagesordnung stehen Geschäfts- und Jahresbericht, Bericht des Aufsichtsrates, Beschlußfassung über Jahresabschluß und Jahresergebnis. Wahlen zum Vorstand und Aufsichtsrat, Neufestsetzung des Gesamtbetrages der Anleihen und Spareinlagen sowie die Neufestsetzung der Grenzen der Kreditgewährung. Die Versammlung beginnt um 14 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.02.1967


Zur Ehe aufgeboten
Bogen.
Heiraten wollen der Soldat Erich Engel, Kaserne und Frl. Barbara Richardine Betzler, Hunderdorf;  …
Quelle: Bogener Zeitung, 07.02.1967


Gehsteig wäre für Schulkinder wünschenswert
Viele Zuhörer bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung – Sieben Baugesuche wurden genehmigt
Steinburg.
Zur Gemeinderatssitzung konnte Bürgermeister Berger neben den Gemeinderatsmitgliedern auch viele Gemeindebürger und Baulustige begrüßen. Die Baugesuche (mit Um- und Ausbau) von 7 Antragstellern wurden einstimmig angenommen und an das Bauamt Bogen weitergeleitet. Auch dem Antrag des Landwirtes Söldner-Wegern auf Instandsetzung des an seinem Anwesen vorbeiführenden Gemeindeweges wurde zugestimmt. Der Antrag eines Gemeindebürgers aus Au vorm Wald, ein Halteverbotsschild am Bürgersteig beim Gasthaus Solcher, Wegern, anzubringen, wurde abgelehnt. Josef Solcher, der heute noch Besitzer des Grundes ist, da der Grund weder vermessen, noch finanziell abgelöst wurde, hat mit den zuständigen Behörden, dem Straßenbauamt und dem Landratsamt sowie mit der Gemeindeverwaltung eine Vereinbarung über das Halten und Parken für immer vereinbart. Der Antrag, der Müllabfuhr Mitterfels beizutreten, wurde wegen der zusätzlichen finanziellen Belastung abgelehnt. Der Antrag auf Verlängerung des Bürgersteiges vom Anwesen Bielmeier zum Anwesen Altschäffl wurde zurückgestellt, um abzuwarten, ob es die finanzielle Lage ermöglicht, das Stück von der Tankstelle Ludwig Berger bis Adolf Weninger gleich mit auszubauen. Es wäre wünschenswert, wenn der Gemeinderat diesem Bauabschnitt, der besonders für die Schulkinder von Vorteil wäre, da in dieser Kurve keine Ausweichmöglichkeit besteht, seine Zustimmung geben würde, zumal sich Grundbesitzer Altschäffl großzügig zur Grundabtretung bereit erklärt hat und die Kosten vom Straßenbauamt und dem Kreis zu 75 Prozent getragen werden. Der Antrag des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins Steinburg auf Genehmigung, das Gemeindewappen führen zu dürfen, wurde stattgegeben und dem Landratsamt zugeführt. Zu dem Gesuch der Gemeindeverwaltung Hunderdorf, sich an den Baukosten des Leichenhauses zu beteiligen, wurde eine prozentuale Beteiligung pro Einwohner beschlossen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.02.1967


Johann Kartmann wird 90 Jahre alt
Windberg.
In erstaunlicher geistiger und körperlicher Frische, kann am Sonntag der Austragslandwirt Johann Kartmann in Meidendorf im Kreise seiner Angehörigen das 90. Geburtsfest feiern. Der Jubilar ist der zweitälteste Bürger der Gemeinde Windberg. Er wurde geboren in Höfling bei Mitterfels und wuchs unter 13 Geschwistern auf. Aus der Volksschule entlassen, mußte er seinen Lebensunterhalt bei anderen Bauern verdienen. 1901 verheiratete er sich mit Anna Klarl aus Bogen. Nach mehreren Pachtübernahmen erwarb das Ehepaar ein landwirtschaftliches Anwesen in Meidendorf. 1915 bis 1918 mußte Kartmann Kriegsdienst in Frankreich und Belgien ableisten. 1948 übergab er das Anwesen an seinen älteren Sohn hans. 1952 ging ihm seine Ehefrau im Tode voraus, seitdem lebt er auf dem vom Sohn Hans hinzugekauften Anwesen in Meidendorf Hd.-Nr. 119 ½ und verbringt dort seinen Lebensabend. Wir gratulieren ihm zum Geburtstag und wünschen dem Jubilar noch viele frohe Jahre.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.02.1967


Faschingszug der Kleinen ganz groß
Der Faschingszug in Hunderdorf zog viele Schaulustige an – Lustige Kostüme und viel Gaudi beim Kinderfasching
Hunderdorf.
Ein Höhepunkt des Faschingstreibens in Hunderdorf ist zweifellos der Kinder-fasching, der jedes Jahr von der Schule am Faschingsdienstag veranstaltet wird. In der Zahl der Teilnehmer und der Zuschauer ist er sogar vielen anderen Veranstaltungen gegenüber konkurrenzlos. Zunächst trifft sich einmal alles in der Schule und hier geht es einmal in den Klassenzimmern, die das ganze Jahr dem Ernst und dem Lernen gewidmet sind, lustig zu. In den verschiedensten Spielen wagen sich die Kinder in Masken weit mehr aus der Reserve heraus, als das sonst beim Rechnen und bei den anderen Fächern der Fall ist. Gegen 10.30 Uhr ist es dann so weit und die Straßen des Dorfes sind gesäumt von Schaulustigen. Die Eltern geben sich große Mühe, ihre Kinder zu maskieren und auch dort, wo mehrere Kinder da sind, fehlt es nicht an Kostümen und einfallsreichen Ideen, um allen die richtige Maske anzupassen. Beim Zug durch das Dorf erwartet die Kinder an vielen Geschäften ein reicher Bonbonsegen und da heißt es natürlich flink sein und schnell zugreifen. Ein erhaschtes Bonbon schmeckt aber auch wesentlich besser als ein gekauftes. Besonders gute Masken werden natürlich mit viel Beifall bedacht und eine besondere Hetz bereiten natürlich die Hexen, die in keinem Jahr mehr werden. Besonders originell waren heuer auch die Buben mit ihren „Schwellköpfen“, die an die Perchten des Alpenlandes erinnerten und die in ihrem Inkognito natürlich die tollsten Possen reißen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.02.1967


Fatimafeier in Heilig Kreuz
Windberg.
Diesen Montag treffen sich die Marienverehrer wieder in Heilig Kreuz zur Fati-mafeier. Um 14 Uhr beginnt der Rosenkranz, anschließend ist Predigt und Marienfeier. Die Kirche ist geheizt.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.02.1967


Wechsel in der Führung der Feuerwehr
Gaishausen.
Zu der Feuerwehrversammlung am Sonntag in der Bahnhofswirtschaft Solcher , in Ehren konnte Kommandant Dietl eine sehr große Anzahl von Feuerwehrmännern begrüßen. Es galt die turnusmäßigen Neuwahlen des Kommandanten und der Vorstandschaft durchzuführen. Bürgermeister Gall dankte im Namen der Gemeinde allen Feuerwehrmännern, insbesondere dem Kommandanten Dietl, für die zum Wohle der Allgemeinheit geleisteten Dienste. Aus der Wahl gingen, nachdem verschiedene um Entbindung von ihren Posten ersucht hatten, als Kommandant Karl Solcher, Stellvertreter Xaver Neuberger, als Vorstand Johann Dietl jun, als Kassier und Schriftführer wie bisher Johann Lehner hervor. Zum Abschluß versicherte der Bürgermeister, daß der Gemeinderat auch im laufenden Jahr der Feuerwehr wieder jede mögliche Unterstützung gewähren werde und insbesondere die Anschaffung einer Sirene beabsichtige.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.02.1967


Straßenbau nach Hoch und Sollach erwogen
Kreisumlage war 1966 erheblich höher als die Schlüsselzuweisung – Aus der Sitzung des Gemeinderates
Hunderdorf.
In seiner letzten Sitzung hatte sich der Gemeinderat mit dem Haushaltsabschluß des abgelaufenen Jahres zu befassen. Bürgermeister Härtenberger konnte die Vergleiche in Einnahmen und Ausgaben relativ schnell vor dem Gemeindegremium abwickeln, da Tage vorher der Haushalt von Gemeinderatsmitgliedern geprüft worden war. Erstaunlich mutete die Summe für die Kreisumlage an, die im Jahre 1966 rund 148 000 DM betrug, während im gleichen Zeitraum nur ein Betrag von 94 000 DM an Schlüsselzuweisungen in die Gemeindekasse zurückflossen. Die daraus entstehende Differenz von 54 000 DM für den Gemeindehaushalt läßt sich schwer überbrücken. Nur dem Umstand, daß das Feuerwehrauto nicht geliefert werden konnte, war es zu danken, daß der Gemeindehaushalt ohne Mehrbelastung abgeschlossen werden konnte.
Dem Baugesuch Nirschl konnte nun endgültig stattgegeben werden, nachdem sich Herr Nirschl bereit erklärte, die zu seinem Grundstück führende Straße durch eine Kehre so auszubauen. daß Fahrzeuge dort wenden können. Es wurde Herrn Nirschl zur Auflage gemacht, die Kehre durch eigene Mittel befestigen zu lassen.
Ein zweites Baugesuch lag von Herrn Rupert Blasini vor. Auf dem Grundstück der Anna Fruhstorfer soll danach eine moderne Shell-Tankstelle errichtet werden. Das Grundstück, liegt in Apoig zwischen Sandbiller und Hien, auf dem früheren Gelände der Firma Greiert. Neben verschiedenen Zapfstellen für die Kraftstoffe soll auch ein Kundenraum mit Büro und eine Waschanlage erstellt werden. Gegen dieses Bauvorhaben wurde seitens der Gemeinderäte kein Einwand erhoben.
Ein Antrag des CSU-Ortsverbandes fordert den Ausbau der Straße nach Hoch und den Deckenbau nach Sollach. Man hofft, diese Maßnahmen zusammen mit dem Ausbau der Straße Hunderdorf-Thannanger durchführen zu können. Während die Straße nach Hoch als Wirtschaftswegebau geführt werden soll, will der Bürgermeister für den Deckenbau nach Sollach Mittel aus der KFZ-Steuer durch das Landratsamt beantragen.
Um eine weitere Verunreinigung durch Müll beim Gemeindehaus zu vermeiden, will die Gemeinde Mülltonnen für die dort wohnenden Familien beschaffen. Die Abfuhrkosten werden auf die Wohnungsmiete geschlagen.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.02.1967


Das Standesamt Bogen im Februar
Bogen.
Das Standesamt Bogen verzeichnete in der Januar-Statistik 18  Geburten, 3 Trauungen und 10 Todesfälle.
Geburten: Birgit Johanna Schötz, Au v. W., Gde. Steinburg … Herbert Klaus Gackstatter, Apoig, Gde. Hunderdorf … Elisabeth Hafner, Windberg … Silvia Waltraud Müller, Apoig, Gde. Hunderdorf; Helmut Haimerl, Hof, Gde. Windberg … Helmut Johannes Weindl, Hofdorf, Gde. Hunderdorf. …
Gestorben: … Bogner Anton, Großlintach, Gde. Oberalteich, 51 Jahre; Behr Albins, Pfelling, 84 Jahre; Gürster Elisabeth, Hunderdorf, 62 Jahre.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.02.1967


Nach Gottes hl. Willen hat Gott, der Herr, unseren lieben Sohn, Bruder, und Enkel
Maxi Diewald
nach schwerer Krankheit. im Alter von 5 Jahren, in die Schar seiner Engel aufgenommen.
Hunderdorf, Taußersdorf, München, Allersdorf, Haggn, Obermühlbach, Ascha, den 12. Februar 1967
In tiefer Trauer:
Max und Cäcilia Diewald, Eltern
Roswitha und Gabriele, Schwestern
Großeltern und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Dienstag. den 14. 2. 1967, um 9 Uhr, in Hunderdorf, mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.02.1967


Unser lieber Vater und Opa
Herr Franz Xaver Anleitncr
Schuhmachermeister und Geschäftsinhaber  von Hofdorf

verschied nach kurzem, schwerem Leiden, wohlvorbereitet durch den Empfang der hl. Sterbesakramente, im 71. Lebensjahr.
Hofdorf, Hunderdorf, Degernhach, Erlangen. Bogen, den 12. 2. 1967
In tiefer Trauer:
Xaver Anleitner,
Josef Anleitner, Söhne mit Fam.
Anna Bugl,
Fanny Hamberger,
Rosa Wanninger, Töchter mit Fam.
Trauergottesdienst mit anschließender Beerdigung am Mittwoch, den 15. Februar 1967, in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.02.1967


Mit der Zahlpflege bei den Kleinen beginnen
Kampf der Zahnkrankheit Karies – Eine Aktion des Zahnärzteverbandes
Hunderdorf.
Daß man mit der Zahlpflege nicht früh genug beginnen kann, um der größten Volksseuche, der Karies, zu begegnen, will man mit einer Aktion beweisen, die gegenwärtig vom Zahnärzteverband und vom Roten Kreuz durchgeführt wird. Man wandte sich daher bei dem Schulbesuch, den dieser Tage Zahnarzt Kvech und der Geschäftsführer des BRK-Verbandes Bogen, Herr Novak, an der hiesigen Schule durchführten, an die Schulanfänger. Ihnen wurde ein Beutel überreicht, in dem sich neben einem Mundglas und einer Zahnbürste auch eine Zahnpasta befand. Herr Kvech ermunterte die Kinder, täglich zweimal gründlich die Zähne zu putzen, damit sie möglichst lange ihr natürliches Gebiß erhalten können und von der Zahnfäule verschont bleiben.
Für die Oberstufe, die Klassen 6 bis 5, hatte man zwei anschauliche und eindringliche Filme mitgenommen. Hier wurde nicht nur schematisch die Entstehung der weitverbreiteten Zahnkrankheiten wie Karies und Paradentose gezeigt; man konnte auch Patienten sehen, die durch Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit Zähne verloren oder Mißbildungen erlitten haben.
Am Beispiel der Eskimos, die noch den natürlichen Gebrauch der Zähne zeigten, konnte man ersehen, daß es sich bei beiden Krankheiten um eine Zivilisationskrankheit handelt, der man durch natürliche Lebensweise und Ernährung sowie durch richtige Zahnpflege begegnen kann. Die Bilder waren so drastisch und eindringlich, daß sich niemand dieser Wirkung entziehen konnte, die sicher bei den Schülerinnen und Schülern nachhaltigen Eindruck hinter-ließ. Die fast zur gleichen Zeit durchgeführten Preisausschreiben um das vollständig gesunde oder sanierte Gebiß werden ebenfalls dazu beitragen, daß diese Aktion zu einem Erfolg wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.02.1967


Bauernversammlung
Steinburg.
Am Samstag, um 14 Uhr, findet in der Brauerei-Gaststätte Berger, eine Ver-sammlung des Bauernverbandes mit Wahl der Ortsbäuerin und des Ortsobmannes statt- Als Referenten haben Herr Stadler vom Bayerischen Bauernverband und Herr Direktor Henle von der Molkerei-Genossenschaft Niederwinkling zugesagt.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.02.1967


Heute beginnt der Erste-Hilfe-Kurs
Hunderdorf.
Der Rot-Kreuz-Kreisverband Bogen bringt zur Kenntnis, daß der bereits angekündigte Grundausbildungslehrgang für Erste-Hilfe am heutigen Donnerstag um 20 Uhr im St. Wolfgangsheim beginnt. Anmeldungen sind noch vor Kursbeginn möglich.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.02.1967


Josef Steckler neuer Raiffeisenvorsitzender
Auch 1966 brachte Gewinne – 26 neue Mitglieder im letzten Jahr
Windberg.
Im neuen Saal der Gastwirtschaft Hilmer in Irenzfelden trafen sich am Wochen-ende die Genossen des Raiffeisenverbundes Hunderclorf-Windberg zur Generalversammlung. Der geschäftsführende Vorstand Anton Kittenhofer von Windberg konnte eine überraschend große Zahl von Mitgliedern begrüßen, dazu die Referenten und Vertreter der Raiffeisengenossenschaften Schwarzach und Rattiszell.
Auch diesmal verstand es Verbandsrevisor Hensler, die schwierigen Zahlen des Jahresabschlusses 1986 allen darzulegen. Es fehlt nicht mehr viel, daß sich der Jahresumsatz verdoppelt, seit die beiden Genossenschaften Windberg und Hunderdorf sich vereinigt haben. Er beträgt jetzt über 15 Millionen Mark. Es konnten 28 neue Mitglieder gewonnen werden im letzten Jahr, so daß jetzt 334 Genossen beteiligt sind. 208 davon sind Landwirte, 70 Arbeiter, 39 aus Handel und Gewerbe. Als beachtlich bezeichnete es der Referent, daß auch im letzten Jahr im Zeichen der gemäßigteren Hochkonjunktur die Bilanzsumme um 17 Prozent erhöht werden konnte. Auch der Gesamtumsatz stieg um 10 Prozent, das Warengeschäft sogar um 17 Prozent. Als ganz großer Vertrauensbeweis sei zu werten, daß die Spareinlagen sogar um 21 Prozent zunahmen.
Keine besonderen Gewinne seien von den beiden Saatgutreinigungsanlagen zu erwarten, aber sie seien ein wichtiges Mittel im Interesse der Bauern. Alle Kunden wurden eindringlich auf-gefordert, ihre Rückstände bald zu begleichen. Das gleiche gelte für die Geschäftsguthaben der Mitglieder, von denen noch manche ihren Pflichtanteil nicht voll einbezahlt haben. Das Eigenkapital ist deshalb noch unterdurchschnittlich, konnte aber auch im letzten Jahr wieder beachtlich erhöht werden. Der Verwaltung der Genossenschaft könne wieder bestätigt werden, sparsam gewirtschaftet zu haben, so daß die Erträge stärker anstiegen als die Unkosten. Zusammenfassen ist festzustellen, daß die Gewinne zwar zurückgingen, daß aber immer noch ein gutes Ergebnis erzielt werden konnte. Infolge dessen konnte auch wieder eine Warenrückvergütung in Gesamthöhe von 7 200 DM an die Kunden vergütet werden. Die Versammlung beschloß, diese Rückvergütung in erster Linie zur Aufstockung der Geschäftsanteile zu verwenden. Der verbleibende Ertrag wird den Reserven zugeführt.
Der Jahresabschluß fand einstimmige Billigung, und Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Der turnusmäßig ausgeschiedene Aufsichtsrat Xaver Förg von Ried wurde ohne Gegenstimme wiedergewählt. Im Laufe des Jahres war Vorstand Xaver Neumeier aus Hofdorf zurückgetreten und Vorstandsmitglied Kittenhofer hatte vertretungsweise das Amt geführt. Da er sich jedoch nicht zur Wahl stellte, wurde in geheimer Abstimmung Josef Steckler von Hunderdorf zum neuen Vorstand gewählt. Weiterhin beschloß die Versammlung, die Begrenzung der Spareinlagen von bisher 1,5 Millionen auf 3 Mill. Mark zu erhöhen und die Höchstkreditgrenze für Vorstand und Aufsichtsrat auf 50 000 Mark neu festzusetzen.
Bürgermeister Kittenhofer beglückwünschte den neuen Vorstand und gab seiner Hoffnung auf weitere gute Zusammenarbeit im Vorstand Ausdruck.
Beachtenswert waren die Ausführungen von Direktor Rot von der Genossenschaft Regensburg, der an Hand von Zahlen die Wirtschaftssituation darlegte und sich gegen die unnötige Krisenstimmung wandte. Die Raiffeisengenossenschaft im LK Bogen verfüge derzeit über 2 700 Mitglieder und bildet so einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor. Die Grüße der Baywa überbrachte Verwalter Graham aus Bogen, von der Bayerischen Versicherungskammer war Herr Gierster gekommen. Von ihnen allen waren noch wertvolle Ratschläge erteilt worden.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.02.1967


Alois Schötz jun. löste seinen Vater ab
22 Jahre war Alois Schötz sen. Oberkommandant der FFW Au v. Wald
Steinburg.
Der Oberkommandant der FFW Au v. Wald, Alois Schötz, konnte zur Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonntag um 15.30 Uhr im Gasthaus Max Wagner, Au v. Wald, neben seinen Kameraden auch Bürgermeister Alfons Berger und Mitglieder des Steinburger Gemeinderates begrüßen. Zu Beginn gedachten die Wehrmänner in einer Gedenkminute des erst kürzlich verstorbenen Gründungskameraden Ludwig Kronfeldner. Kassier Max Schötz gab den Kassenbericht. Dann gab Oberkommandant Schötz den Rückblick und sprach von den Schwierigkeiten, mit denen er während der vergangenen 22 Jahre zu kämpfen hatte und dankte seinen Kameraden für die Unterstützung und das Vertrauen, das sie ihm während dieser Jahre geschenkt haben. Besonders dankte er dem Vorstand und Herbergsvater Max Wagner, der ihm zu jeder Zeit in materieller oder in finanzieller Art stets zur Seite stand.
Es folgte dann die Wahl des Wahlausschusses. Ihm gehören an: Alois Schötz sen., Josef Hacker sen. und Johann Schindlmeier. Die ordnungsgemäß durchgeführte Wahl erbrachte folgendes Ergebnis: Kommandant wurde Alois Schötz jun mit 22 Stimmen. Stellvertretender Kommandant wurde Hans Breu von Neudau mit 12 Stimmen. Vorstand blieb Max Wagner, Kassier Max Schötz und Zeugwart Josef Ecker. Der neue Kommandant Alois Schötz dankte seinen Kameraden für das entgegengebrachte Vertrauen und versprach, im Sinne seines in den Ruhestand getretenen Vaters weiterzuarbeiten.
Bürgermeister Berger wünschte dem neuen Kommandanten sowie der gesamten Wehr viel Erfolg für die weitere Arbeit und die vor ihnen liegenden Aufgaben und versprach der Wehr-auch von seiten der Gemeinde volle Unterstützung, soweit dies die finanzielle Lage erlaubt. Großes Lob zollte er dem Altkommandanten Schötz, der in selbstlosem Einsatz in den 22 Jahren eine junge und schlagkräftige Wehr aufgebaut und noch im vorigen Jahr zwei Gruppen für die bronzene Leistungsprüfung ausgebildet hat und stellte ihn als Vorbild für alle jungen Wehrmänner dar.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.02.1967


Unerwartet verließ mich mein geliebter Gotte, unser treusorgender Vater, Sohn, Bruder, Schwiegervater, Opa, Schwager und Onkel
Herr Anton Bugl
geb. am 13. 10. 1922    gest am 14 2. 1967
Hunderdorf, Hofdorf. Straubing, Aschaffenburg, Altenried, den 14. 2. 1967
In tiefer Trauer:
Sophie Bugl, geb. Müller, Gattin
Rudi, Sohn mit Familie
Waltraud, Tochter
Margret, Tochter
Anton und Helene Bugl, Eltern
Rudolf Bugl, Bruder mit Familie
Maria Banhofer, Schwester mit Familie
Agnes Heinz, Schwester mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Freitag, den 17. 2. 1967, um 9 Uhr, mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.02.1967


Hunderdorfer CSU wählte Vorstandschaft
Hunderdorf.
Am 12. Februar hielt der Ortsverband Hunderdorf der CSU eine Mitgliederversammlung ab. Der Vorsitzende J. Steckler konnte hierzu den größten Teil der Mitglieder begrüßen. Nach einem kurzen Rückblick des Schriftführers W. Lang hielt Oberamtmann Deschl aus Bogen ein mit großem Beifall aufgenommenes Referat, das er mit treffenden Beispielen aus der engeren Heimat untermauerte. Der Redner ging vor allem auf einige wichtige Punkte aus der Regierungserklärung des Bayer. Ministerpräsidenten Goppel ein. So wurden z. B. die Zuhörer über die Probleme der Raumordnung eingehend aufgeklärt. Einen grollen Teil seiner Ausführungen verwandte der Redner auf die Schulprobleme (Verbandsschule, 9. Klasse, Gemeinschafts- und Bekenntnisschule). Zum Schluß ging er auf die allgemeine Finanzlage von Bund, Ländern und vor allem auch Landkreis und Gemeinden ein. Den Ausführungen folgte eine rege Diskussion. Wegen der fortgeschrittenen Zeit wies Bürgermeister Härtenberger auch auf die am nächsten Sonntag stattfindende Bürgerversammlung hin. In der anschließenden geheimen Wahl wurde der bisherige Ortsvorsitzende wieder in seinem Amt bestätigt. Als sein Stellvertreter fungiert weiterhin X. Anleitner. Kassier bleibt Franz Neumeier und Schriftführer wurde Willi Hornberger, da der bisherige Schriftführer Lang sein Amt zur Verfügung stellte. In die Vorstandschaft wurden ferner zwei Beisitzer, nämlich Franz Hornberger und Hans Seidl, gewählt. Den Ortsverband werden in der Kreisversammlung außer dem Vorsitzenden die Mitglieder Franz Hornberger und Xaver Anleitner vertreten. Mit dem Dank an den Referenten und an alle Mitglieder konnte der Vorsitzende die reibungslos verlaufene Versammlung schließen.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.02.1967


Bürgerversammlung mit Landrat Hafner
Hunderdorf.
Am kommenden Sonntag findet um 15 Uhr im Saal des Pfarrjugendheimes eine Bürgerversammlung statt, zu der alle Einwohner Hunderdorfs eingeladen sind. Tagesordnung: 1. Rückschau auf das Jahr 1966, 2. Wegebau, 3. Kanalisation, 4. Unsere Volksschule, 5. Flurbereinigung, 6. Finanzlage der Gemeinde, 7. Ansprache von Landrat Hafner, 8. Aussprache und Diskussion.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.02.1967


Versammlung des Trachtenvereins
Hunderdorf.
Am Samstag hält der Trachtenverein seinen Vereinsabend bei Sandbillcr. Die Mitglieder möchten sich dazu pünktlich um 20 Uhr einfinden.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.02.1967


Männerchor probt
Hunderdorf.
Am Dienstag treffen sich die Mitglieder des Männerchores um 20 Uhr im Gasthaus Sandbiller zu einer Chorprobe. Es wird um pünktliches Erscheinen gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.02.1967


Obstbau-Pionier Josef Naimer ist 77 Jahre
Steinburg.
Der Austragslandwirt und Pionier Obstbaues Josef Naimer feiert heute, Montag, seinen 77. Geburtstag. Er wurde am 20. Februar 1890 in der weit über die Landkreise hinaus bekannten Baumschule Langholz bei Neukirchen geboren, besuchte die Volksschule in Neukirchen und kam 1906 in die Stadtgärtnerei nach Straubing, wo er sich seine Kenntnisse erwarb._ 1909 kehrte er in den elterlichen Betrieb zurück und half seinem Bruder in der Baumschule und Gärtnerei und in Landwirtschaft. Am 3. August 1914 wurde Josef Naimer zu den Waffen gerufen. Obwohl er zweimal verwundet wurde, machte er den Krieg bis zum Ende mit. Im Jahre 1919 verehelichte sich der Jubilar mit der Landwirtstochter Maria Schötz aus Neukirchen und bezog mit seiner Frau das Steinbauer-Anwesen in Steinburg. Aus ihrer Ehe gingen ein Sohn und zwei Töchter hervor. Nur zwanzig Jahre währte das Eheglück; 1939 starb seine Frau. Überhaupt hatte er es im Leben nicht leicht. Seine rauhen und schweren Hände sprechen von harter Arbeit, Mühe und Plage. Als er 1957 seinem Sohn Josef das Anwesen übergab, legte er die Hände nicht in den Schoß. Er hilft noch genauso bei jeder Arbeit im Stall und auf dem Felde mit. Mit besonderer Liebe widmet er sich dem Obstbau. Aus so mancher alten Ruine hat er wieder einen jungen und ertragreichen Baum gemacht. Es gibt keine Jahreszeit, wo er keine Arbeit im Obstgarten hätte. Im Frühjahr ist er eifrig beim Veredeln und Bekämpfen der Schädlinge. Im Herbst, wenn der Pionier sein Tafelobst erntet, kann man ihn bis zum letzten Sprossen der Leiter steigen sehen. Jeden Sonntag besucht der Jubilar mit dem Fahrrad die Kirche in Hunderdorf. Seine Enkelin Bärbel ist seine größte Freude und sein Stolz. Für die weitere Zukunft alles erdenklich Gute!
Quelle: Bogener Zeitung, 20.02.1967


Kind lief ins Auto
Steinburg.
Als ein sechsjähriges Mädchen von einer Straßenseite vom elterlichen Haus her auf die andere Seite zu ihrem Papa lief, kam gerade ein Pkw. Der Geistesgegenwart des Fahrers war es zu danken, daß das Kind nicht überrollt wurde. Doch konnte er nicht verhindern, daß es zu Boden gerissen und verletzt wurde.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.02.1967


Vorstandswechsel beim Wasserverband
Heinrich Hartmannsgruber löst Bürgermeister Kittenhofer ab – Gesunde Bilanz
Windberg.
Die Mitglieder des Windberger Wasserbeschaffungsverbandes trafen sich am Wochenende im Gasthaus Amann zur Jahresversammlung. Nach der Begrüßung durch Vor-stand Anton Kittenhofer gab Kassier Alfons Frankl den Kassenbericht, der auch für das vergangene Jahr wieder eine gesunde Entwicklung zeigte. Erfreulicherweise sind im letzten Jahr keine größeren Reparaturarbeiten notwendig geworden. Ein finanzieller Rückhalt ist für den Verband besonders wichtig, weil die kommenden Jahre erneut Bautätigkeit bringen werden. Ohne Gegenstimme wurde der Jahresbericht gebilligt und der Vorstandschaft die Entlastung erteilt.
Wichtigster Punkt der Tagesordnung war sodann die Neuwahl der Vorstandschaft. Bürger-meister Anton Kittenhofer, der verdienstvolle Gründer der Wasserversorgung und bisheriger Vorstand der Genossenschaft hatte gebeten, von seiner Wiederwahl abzusehen, da ihn in den nächsten Jahren die Angelegenheiten der Gemeinde voll auslasten werden. Deshalb wurde als neuer Vorstand Heinrich Hartmannsgruber von Windberg gewählt, Ludwig Zitzelsberger bleibt zweiter Vorstand und Wasserwart, Kassier und Schriftführer Alfons Frankl. Für die ausgeschiedenen Ausschußmitglieder Norbert Zitzelsberger und Xaver Förg wurden Walter Hornberger und Alfons Haimerl neu gewählt.
Bürgermeister Kittenhofer versprach dem neuen Vorstand seine volle Unterstützung. Der Windberger Verband wurde in den ersten Nachkriegsjahren von Norbert Wurm und Anton Kittenhofer ins Leben gerufen, denn bis dahin mußte alles Wasser aus zwei tiefen Brunnen geschöpft werden, was immer mühevolles Eimerschleppen und in den Dürreperioden langes Anstehen, oft auch nachts, bedeutete. Zusammengehörigkeitsgefühl und Bürgersinn, auch heute noch lebendig, hatten damals aus einer kleinen Quelle einen großen Verband geschaffen. In der Jahresversammlung wurde darüber beraten, die Quellen der Gemeinde Hunderdorf im Bereich des Feiertaghofes zu kaufen. Der Vorschlag, den „Wirtsbrunnen“ zu restaurieren, fand leider nicht die Zustimmung der Mehrheit.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.02.1967


Volkstanzprobe beim Trachtenverein
Windberg.
Am Samstag treffen sich die Mitglieder des Trachtenvereins im Vereinslokal Amann um 20 Uhr zu einem Vereinsabend mit Volkstanznrobe.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.02.1967


Versammlung der Reisighackgemeinschaft
Hofdorf.
Am Samstag findet um 20 Uhr im Gasthaus Deschl eine Versammlung der Reisighackgemeinschaft statt. Alle Mitgliedersollen kommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.02.1967


Hauptversammlung der FFW
Steinburg.
Am Sonntag tun 15 Uhr findet in der Brauerei-Gaststätte Berger die Jahresversammlung der FFW statt. Folgende Punkte werden behandelt: 1. Rechenschaftsbericht von Kassier Josef Stoiber: 2. Beschaffung von Feuerwehrhemden; 3. Anschaffung einer Sirene: 4. Verschiedenes. Als Referenten haben Kreisbrandinspektor Baier und der leitende Geschäftsführer der Raiffeisenkasse Hunderdorf-Windberg zugesagt. An alle Feuerwehrkameraden ergeht die freundliche Bitte, pünktlich zu erscheinen.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.02.1967


Vorstand Leo Gaschler wurde 65 Jahre alt
Er ist die Seele und der Motor des Krieger- und Veteranenvereins, den er wiedergegründet hat
Hunderdorf.
Gestern vollendete Leo Gaschler sein 65. Lebensjahr. Der Jubilar ist seit 13 Jahren in Hunderdorf ansässig. Vorher war er 34 Jahre beruflich in Augsburg tätig. Schnell hat mich der Jubilar in seiner Wahlheimat eingelebt. Er erfreut sich großer Beliebtheit. Geboren wurde er in Schwanenkirchen bei Hengersberg als Sohn der Postschaffnerseheleute Karl und Maria Gaschler. Dort erlernte er das Konditorhandwerk und legte die Gesellenprüfung mit der Note sehr gut ab. Nach der Pensionierung seines Vaters übernahm er für kurze Zeit dessen Tätigkeit. Doch noch gegen Ende des Ersten Weltkrieges meldete er sich als Freiwilliger. Nach Kriegsende trat er einem Freikorps bei, war in Oberschlesien im Einsatz und diente danach bei der Reichsabwehr. Später trat er in den Dienst der Stadt Augsburg und war als Sekretär bei der Lebensmittelpolizei tätig.
Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er wieder zu den Waffen gerufen und nahm am Feldzug gegen Frankreich und Rußland teil. Als Feldwebel und Zugführer kam er am Ende des Krieges in russische Kriegsgefangenschaft. Kriegszeit und Gefangenschaft warennicht spurlos vorübergegangen, so daß er schon 1945 entlassen wurde und sich längere Zeit in ärztliche Behandlung begeben mußte. Nach seiner Pensionierung übersiedelte Leo Gaschler mit seiner Familie nach Hunderdorf, wo sie sich ein neues Heim aufgebaut haben. Seit 1962 führt er als rühriger Vorstand den durch ihn neu gegründeten Krieger- und Veteranenverein, der mittlerweile 167 Mitglieder umfaßt und der einer der größten Vereine des Landkreises überhaupt geworden ist. Der Jubilar war dem Verein in all den Jahren Seele und Motor. So hat er auch vor wenigen Jahren die Fahnenweihe des Vereins organisiert und durchgeführt., Jeder, der sich an ihn wendet, kann seiner Hilfe sicher sein. Obwohl er seinen Geburtstag im Kreise seiner Familie feierte, ließen es sich die Kameraden seines Vereins und 2. Vorstand Ludwig Meier nicht nehmen, ihrem Vorstand zu seinem Jubeltag zu gratulieren, Diesen Glückwünschen schließt sich auch die Heimatzeitung, deren treuer Leser er ist, an.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.02.1967


Teure Mutter ruh in Frieden
die Du es stets so gut gemeint.
Nach Gottes hl. Willen verschied am Samstagabend unsere liebe Mutter,., Großmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Magdalena Amann
geb. Haimerl
Austragsbäuerin in Windberg

im Alter von 92 ½ Jahren, nach Empfang der hl. Sterbesakramente, selig im Herrn.
Windberg, Bogen, Hunderdorf, Münchberg, Esting, Dambach, den 26. Februar 1967
In tiefer Trauer:
Helene Hartmannsgruber, Tochter
Maria Wagner, Tochter mit Familie
6 Enkel und 10 Urenkel
und übrige Verwandte Trauergottesdienst am Dienstag, 28. 2. 1967, um 9 Uhr, in der Pfarrkirche in Windberg, mit anschließender Beerdigung. Sterberosenkranz heute, Montag, 17 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.02.1967


Der letzte Weg eines beliebten Priesters
Expositus Fritz Hackl beerdigt
Windberg.
Wie ein Lauffeuer verbreitete sich in der vergangenen Woche die traurige Nachricht vom unerwarteten Tode des Priesters Friedrich Josef Hackl. Am 20. Februar war dieser plötzlich im Alter von nur 45 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Expositus Fritz Hackl war der letzte Priester, der aus der Pfarrgemeinde Windberg hervorging.
Es war für die Pfarrgemeinde Windberg eine große Freude, als sich Fritz Hackl im Herbst 1952 endgültig entschloß, Priester zu werden und die Diakonatsweihe empfing. Im feierlichen Zuge, angeführt von einer stattlichen Reitergruppe, holte man 1953 den Primizianten vom Bahnhof ab. Schon zu dieser Zeit war er allgemein sehr beliebt. Besonders die Jugend hing an ihm und manche Gruppe berichtete gerne von einer erlebnisreichen Fahrt unter seiner Leitung. So war es kein Wunder, daß eine der schönsten Primizfeiern im Kreise der Jugend stattfand. Alle Windberge r waren stolz auf ihren Primizianten und nie riß die Verbindung zu ihm ab. Seine Mutter lebte noch einige Jahre in Windberg. Bis 1958 wirkte Hackl als Kooperator in Kötzting und anschließend war er Expositus in Pertolzhofen oberpfälzischen Landkreis Oberviechtach.
Im Grabe seiner Mutter wurde der Verewigte nun in Deggendorf bestattet. Aus Windberg war eine starke Gruppe dorthin gefahren, mit Pfarrer Pater Ephrem und Bürgermeister Kittenhofer. Es war ein Trost für die Windberger, als sie sahen, wie groß die Liebe und Verehrung der Pfarrkinder zu dem Sohn ihrer Gemeinde war. Zahlreiche Jugendgruppen folgten dem Sarg ihres ehemaligen Dekanatsjugendseelsorgers, viele Vereine, Kolping und Feuerwehren gaben das letzte Geleite, dazu auch eine starke Gruppe der Kötztinger Pfingstreiter, deren Ritt der Verstorbene manche Jahre betend begleitet hatte. Viele Pfarrkinder aus Pertolzhofen schämten sich am offenen Grab ihrer Tränen nicht.    Jp
Quelle: Bogener Zeitung, 28.02.1967

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