1963# 05-06

Landrat Hafner Ehrenmitglied der Trachtler
Hunderdorf.
Am Samstagabend trafen sich im Saal der Gastwirtschaft Baier die Mitglieder des Trachtenvereins Hunderdorf und Windberg, um den Freund und Förderer der Trachtenvereine, Herrn Landrat Xaver Hafner, für seine Verdienste um die Erhaltung heimischer Tracht und heimatlichen Brauchtums zu ehren. Der Vorstand des Trachtenvereins Hunderdorf, Herr Sacher, begrüßte die Gäste und denen sich H. Landrat Hafner, H. Pfarrer Ruß und Koop. Vos sowie Gauvorstand Greitl und 2. Bürgermeister Härtenberger befand. Er dankte Hafner für seine Unterstützung, die er seit Jahren dem Hunderdorfer Verein angedeihen läßt und überreichte ihm eine Urkunde, die seine Ehrenmitgliedschaft beim Verein bekundete.
Landrat Hafner dankte dem Vorstand und dem Verein für diese Ehrung und betonte, daß ihm viel an der Erhaltung der Tracht und des bodenständigen Brauchtums gelegen ist. Er gab bekannt, daß heuer erstmals im Haushalt des Kreises für die Anschaffung von Trachten eine Summe von 2 500 DM eingeplant sei. Dieser Posten konnte dank der Aufgeschlossenheit des Kreistages für diese Zwecke bewilligt werden und dürfte auch für die Zukunft zur dauernden Einrichtung werden.
Gauvorstand Greitl würdigte die Einstellung von Landrat Hafner, die er den Heimat- und Volkstrachtenvereinen seit jeher entgegengebracht hat und versicherte, daß seine aufgeschlossenen Haltung über die Grenzen des Landkreises hinaus von den übrigen Vereinen und vom Gau gewürdigt wird. Als Anerkennung für diese Verdienste überreichte er ihm die Urkunde über die Ehrenmitgliedschaft des Gaues. Die Trachtler forderte er auf, sie möchten sich in ihren Bestrebungen auch wirklich die Erhaltung der heimischen Tracht zum Ziele setzen und von imitierten Trachten abgehen. Besonders begrüßte er, daß auch die Geistlichkeit von Hunderdorf dem Verein so wohlwollend gegenüber steht und gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß dieser gute Kontakt erhalten bleibe.
H. Pfarrer Ruß beglückwünschte den Landrat zur Ehrenmitgliedschaft und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß der Trachtenverein Hunderdorf um ein gutes Verhältnis mit der Geistlichkeit bemüht ist. In kurzer Zeit konnte er feststellen, daß der Trachtenverein bei feierlichen kirchlichen Anlässen sein Banner gern in den Dienst des Herrn stellt. Die Plattler- und Volkstanzgruppen von Hunderdorf und Windberg zeigten anschließendProben ihres Könnens.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.05.1963


Die Sparkasse im Strohsack
Einen Rentner 250 DM gestohlen
Hunderdorf.
Einem 84jährigen Rentner aus Eglsee wurde während seiner Abwesenheit aus der Wohnung 250 DM, die er in einer Schachtel unter seinem Strohsack aufgehoben hatte, gestohlen. Nach den Ermittlungen der Landpolizei Bogen öffneten die Diebe die Wohnungstür mit einem Nachschlüssel. Vermutlich wurde am 19. Und 27. April eingebrochen. Um zweckdienliche Hinweise bittet die Landpolizeiinspektion Bogen.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.05.1963


Im Herzen kündet es sich laut an
Hunderdorf.
Einen Beweis ihrer Treue und Anhänglichkeit gaben am Sonntag etwa hundert Angehörige der Pfarrei Ursula-Poppenricht ihrem ehemaligen Pfarrherrn H. Pfarrer Ruß dadurch, daß sie zu ihm auf Besuch kamen. Mit einem Omnibus und mehreren Privatfahrzeugen waren sie gekommen, um den aus gesundheitlichen Gründen verhinderten Abschied ihres Pfarrers nachzuholen. Der Kirchenchor aus Ursula-Poppenricht bestritt die musikalische Umrahmung des hl. Amtes, und die Kirchenbesucher durften mit Freude feststellen, daß die verhältnismäßig kleine Pfarrgemeinde einen zahlenmäßig großen Kirchenchor besitzt, dessen Mitglieder sich mit Freude und Eifer der Kirchenmusik hingeben. Nach dem gemeinsamen Mittagsmahl in der Gastwirtschaft Sandbiller überreichte im Namen der drei politischen Gemeinden, die zur Pfarrei Ursula-Poppenricht gehören, Bürgermeister Kral dem ehemaligen Pfarrer ein kostbares Abschiedsgeschenk in Form einer reich geschloffenen Kristallvase, die in derselben Ausführung durch die Herstellerfirma auch an Präsident Nasser geliefert wurde. Die Pfarrjugend übergab ihrem früheren Seelsorger eine schöne Kerze auf einer Schale mit reichen Ornamentschmuck. Auch der Kirchenchor überreichte ein Geschenk und eine gänzlich unverhoffte und unerwartet hohe Spende wurde H. Pfarrer Ruß im Namen der Pfarrgemeinde übergeben. Nach einer feierliche levitierten Nachmittagsandacht luf Pfarrer Ruß die einstigen Pfarrkinder zu einem Besuch im Kloster Windberg ein und anschließend machte man einen Besuch in der Wallfahrtskirche Bogenberg. Die Besucher waren erfreut von der landschaftlichen Schönheit der neuen Heimat ihres früheren Hirten und die herzliche Aufnahme ihres früheren Hirten und die herzliche Aufnahm ein Hunderdorf. 
Quelle: Bogener Zeitung, 01.05.1963


Lichtstaffette kommt
Hunderdorf.
Am Freitag werden die Burschen der Kath. Jugendgruppe in einer Lichtstafette das Licht aus dem Heiligen Land von Bogen nach Hunderdorf bringen. Kurz nach 19 Uhr wird die Stafette am Bahnhof erwartet und von dort aus wird es in einer Prozession zur Kirche gebracht. Nach einer feierlichen Maiandacht, bei der H. Pfarrer Ruß eine kurze Ansprache halten wird, führt die Lichterprozession zum Friedhof an das Grab von H. Dekan Kiermaier, wo ein Totengedenken gehalten wird. Anschließend geht die Prozession zurück zur Kirche. Am rückwärtigen Eingang wird dann für alle Gelegenheit sein, ihre Kerzen anzuzünden und nach Hause zu tragen. Alle Pfarrkinder werden zur Teilnahme an der Prozession und der Maiandacht eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.05.1963


Kreuzbergfest verschoben
Windberg.
Das Fest Kreuzauffindung wurde bisher immer am ersten Sonntag im Mai in der Wallfahrt Heilig Kreuz feierlich begangen. Mit Rücksicht auf die große Jugendwallfahrt nach Altötting und die Erstkommunion in Windberg wird das Fest heuer auf den zweiten Sonntag verschoben. Es wird mit einem Triduum eingeleitet. Am Freitag, 10. Mai und Samstag, 11. Mai ist täglich um 19.30 Uhr Triduumspredigt mit Andacht. Der Sonntag beginnt mit den Gottesdiensten in Windberg um 6.30 und 8 Uhr. In Heilig Kreuz ist um 9.30 Uhr feierliches Amt mit Predigt. Abschluß ist in Heilig Kreuz nachmittags 14 Uhr die Kreuzfeier. An diesen drei Tagen fällt in Windberg die Maiandacht aus. In der übrigen Zeit im Mai ist in Windberg täglich um 19.30 Uhr Maiandacht, zur selben Zeit auch in Heilig Kreuz, hier aber an den Sonntagen bereits um 14 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1963


Hunderdorf. (Feuerwehrübung) Am Sonntag vormittag 8 Uhr findet eine Feuerwehrübung der ersten und dritten Gruppe statt. Um vollzähliges Erscheinen wird gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1963


Intensive Arbeit im Obstbauverband 27 000 Zentner Äpfel wurden im vergangenen Jahr vom Lagerhaus Steinburg ausgekauft
Die Verbandsvorsitzenden wollen den Mut nicht sinken lassen
Bogen.
In einer erweiterten Vorstandssitzung trafen sich auf Einladung des 1. Vorsitzenden Landrat Hafner mit Kreisfachberater Hans Kilger eine Anzahl alter Pioniere und Vorstände der Obst- und Gartenbauvereine im Cafe´ Knott in Mitterfels, um über das heikle Thema der Beitragsentrichtung an den Bayerischen Landesverband für Obst- und Gartenbau in München, bei dem eine Reihe von Vereinen auf Grund der ungünstigen Entwicklung auf dem Gebiet des Obstabsatzes in den letzten Jahren in den Rückstand geraten war, zu beraten. Nachdem aber durch die Errichtung einer großen Kelterei in Steinburg der Tiefpunkt überwunden ist, soll die Fahne der alten Obstbauvereine, die zum Teil schon über 50 Jahre bestehen, wieder hoch gehalten werden.
Landrat Hafner erinnerte in seiner Begrüßungsansprache daran, welchen Wert ein einzelnes Pfund Äpfel schon einmal für uns hatte und wie leicht es eines Tages wieder so sein könnte. Außerdem würden blühende Bäume immer noch zu den schönsten Landschaftsbildern gehören, und es wäre schlecht um unsere Gegend und um unsere Menschen bestellt, wenn diese Dinge nur noch mit materillen Augen gesehen würden. Zu den einstigen Erwerbsobstbauern habe sich heute in breiter Front der Liebhaber gesellt, der mit Hingabe an „seinen“ Bäumen hänge. Außer der Obstzucht und Gartenpflege hätten sich heute viele Vereine auch die Dorfverschönerung zur Aufgabe gemacht, womit sie einem allgemeinen und wertvollen Interessen dienen würden. Es wäre kein Zufall, daß ausgerechnet der Obstbauverein Wiesenfelden bei dem Vergleich zwischen Mitgliederstand und Beitragsleistung am besten abgeschnitten habe, denn in dieser Höhenlage sei die Frucht aus dem eigenen Garten auch heute noch geschätzt.
Abschließend erläuterte und untermauerte Kreisfachberater Hans Kilger die Ausführungen des ersten Vorsitzenden und unterbreitete sehr brauchbare Vorschläge.
Nach ausdrücklicher Stellungnahme der einzelnen Vereinsvorstände, in deren Reden oft die Bitterkeit der letzten Jahre zum Ausdruck kam, hatten doch manche von ihnen die Beiträge an den Landesverband aus der eigenen Tasche  bezahlt, einigte man sich in alter Verbundenheit dahin, daß die Vereinsarbeit ab 1963 mit neuem Kurs und alten Elan wieder beginnen soll. Das leidige Beitragsproblem soll auf neue Art in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband geregelt werden.
Nach dieser Vereinbarung sprach noch Herr Marian vom Lagerhaus Steinburg über die Entwicklung der Kelterei. Er gab bekannt, daß in Steinburg im vergangenen Jahr 27 000 Zentner Äpfel aufgekauft wurden. Über eine bessere Zusammenarbeit mit den Obstbauvereinen beim Obstabsatz wurde ebenfalls gesprochen. Nach Worten des Dankes schloß Landrat Hafner die lehrreiche und interessante Vorstandssitzung.    wkg
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1963


Monatsstatistik des Standesamtes
Bogen.
Die Monatsstatistik des Standesamtes für April weist 12 Geburten, eine Trauung und vier Todesfälle auf. Geburten: … Hermann Johann Fuchs, Wegern, Gde. Steinburg; Heinrich Maximilian Berger, Steinburg … Thomas Höpfl, Hoch, Gde. Gaishausen; Monika Elfriede Renate Wacker, Hunderdorf …
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1963


Über 100 Fahrzeuge wurden geweiht
Hunderdorf.
Im Anschluß an die erste Maiabdacht begaben sich am Nachmittag die Gläubigen auf den Dorfplatz vor der Gastwirtschaft Baier, wo die festlich geschmückten Fahrzeuge aufgestellt worden waren. H. Koop. Vos betonte, daß der Herr trotz der Worte „Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot verdienen“ dem Menschen gerade durch die neuzeitliche Technik viele Hilfsmittel in die Hand gegeben hat, sich diese Arbeit zu erleichtern. Das Fahrzeug im Dienste des Menschen ist daher von Gott gegeben und bedarf seiner Segnung. Während der Weihe der rund hundert Fahrzeuge durch H. Koop. Vos sprachen die anwesenden Gläubigen ein Gebet, um die Fürbitte des Schutzpatrons aller Verkehrsteilnehmer, des hl. Christopherus.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1963


Christen sind das Licht Christi
Lichterprozession wurde zu einem Glaubensbekenntnis
Hunderdorf.
Trotz der tiefhängenden Wolken und der Regenstimmung hatten sich am Freitagabend vor der Kirche die Gläubigen in großer Zahl eingefunden, um die Stafette mit dem Licht aus dem Hl. Land zu erwarten. Die Schulkinder, die Jugendgruppen, der Kirchenchor, Männer und Frauen schritten mit H. Pfarrer Ruß der Lichterstafette bis zum Bahnübergang entgegen und geleiteten in feierlichem Zug den letzten Fackelträger, der das Licht aus Bogen gebracht hatte, zur Kirche.
In einer feierlichen Maiandacht, in der das !Ave Maria! Von Gounod von Martha Baier, begleitet von H. Watzel, gesungen wurde, sprach Pfarrer Ruß über die Bedeutung des eingeholten Lichtes. Die Flamme wurde im Hl. Land entzündet und zu Ostern in Rom durch den Hl. Vater geweiht. Von dort nahm es seinen Weg durch Italien und Österreich in die deutschen Diözesen. So wie bei dieser Prozession das Licht vor uns hergetragen wurde, soll es auch als Symbol des Glaubens unserem Leben vorangehen bis zum Tod. Das Licht Gottes ist über uns gekommen und wir Christen sollen diese Flamme sorgsam hüten und bewahren, sollen das Licht Christi in dieser Dunkelheit sein. Nach der Andacht entzündeten die Gläubigen ihre Kerzen und in einem langem Lichterzug wurde das Licht zum Friedhof gebracht. Dort versammelten sich die Teilnehmer um das Grab des H. Dekan Kiermaier und der Kirchenchor intonierte das Lied „Über den Sternen“. Es war ein eindrucksvolles Bild, als Hunderte von Lichtern die Grabstätten und das in den Nachthimmel ragende Friedhofskreuz beleuchteten. In einem kurzen Gebet gedachte man der in beiden Friedhöfen ruhenden Priester und Gläubigen. Anschließend führte der Zug wieder zurück zur Kirche und von dort aus sah man die Lichter hinauswandern in alle Richtungen und allmählich in der Nacht verschwinden.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1963


Wer baut wo und was?
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Fischer Gerhard, Oberbucha, Gde. Windberg, Umbau der Scheune …
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1963 


Gott, der Herr, hat am Samstag, den 4. Mai 1963, meinen lieben Gatten, unseren Vater, Großvater, Bruder, Onkel und Paten
Herrn Frz. Xav. Pielmeier
Schreiner in Irensfelden
Kriegsteilnehmer 1914/18 und 1939/45
Mitglied des Krieger- und Veteranenvereins
im Alter von 63 Jahren schnell und unerwartet zu sich gerufen.
Irensfelden, den 4. Mai 1963
In tiefer Trauer:
Mathilde Pielmeier, Gattin
mit Kindern
und übriger Verwandtschaft
Gottesdienst und Beerdigung am Dienstag, den 7. Mai, um 9.30 Uhr, vom Leichenhaus aus in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1963


Windberg. (Rotkreuzversammlung) Die Monatsdienstversammlung für die Rotkreuzgemeinschaft findet am Donnerstag um 20 Uhr im Gasthaus Wagner statt. Alle Mitglieder wollen pünktlich und vollzählig erscheinen.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1963


Der Winker winkte nicht: 800 DM Schaden
Hunderdorf.
Am Sonntag vormittag bog auf der Staatsstraße 2139, am Ortsausgang von Hunderdorf ein Pkw-Fahrer nach links in eine Seitenstraße ein, gerade, als er von einem nachfolgenden Auto überholt wurde. Beim Zusammenstoß entstand ein Sachschaden von ca. 800 Mark. Die Polizei ermittelte und stellte Anzeige gegen den Fahrer, weil an seinem Wagen der Winker nicht funktioniert hatte.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1963


Fahnenweihe der Rotkreuzgemeinschaft am 16. Juni
Hunderdorf.
Die für kommenden Sonntag festgesetzte Fahnenweihe der Rotkreuzgemeinschaft muß aus technischen Gründen abgesetzt werden. Nach Rücksprache mit dem 1. Kreisvorsitzenden des Roten Kreuzes, Landrat Hafner, wird die Feier voraussichtlich am 16. Juni stattfinden.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1963


Schuleinschreibung
Hunderdorf.
Am kommenden Donnerstag findet in der Zeit von 14 bis 16 Uhr im Lehrsaal 1 des Schulhauses die Schuleinschreibung der Anfänger statt. Es werden nur Kinder aufgenommen, die bis zum 30. 8. 63 das 6. Lebensjahr erreicht haben; eine probeweise Aufnahme jüngerer Kinder wird nicht zugelassen. Zur Scheuleinschreibung ist der Tauf- und Impfschein unbedingt mitzubringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1963


Zur letzten Ruhe
Windberg.
Eine zahlreiche Trauergemeinde versammelte sich am Dienstag auf dem Windberger Friedhof, um Herrn Franz Xaver Pielmeier die letzte Ehre zu erweisen. H. Pfarrer Ephrem sprach einen ehrenden Nachruf und fand auch tröstende Worte für die Hinterbliebenen. Herr Pielmeier wurde am 7. April 1900 in Maibrunn bei St. Englmar geboren. Er erlernte das Schreinerhandwerk. Gegen Ende des Ersten Weltkrieges wurde er noch zum Militär eingezogen. 1933 heiratete er, wurde dann wiederum eingezogen und erlebte den zweiten Weltkrieg als Soldat. Völlig unerwartet verscheid er nun am Samstag abend und hinterließ neben seiner Gattin vier Kinder, die ihren lieben und verständnisvollen Vater verloren haben. Aber auch bei Nachbarn und Freunden war der Verstorbene wegen seines freundlichen und hilfsbereiten Wesens angesehen und geschätzt. Unter den Trauergästen waren auch die Mitglieder des Kriegervereins. Der Kirchenchor umrahmte die Trauerfeier mit einem schönen Lied.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1963


In Verkehrserziehung – verkehrt erzogen
Polizei erteilte den Schülern Verkehrserziehung – Fahrradkontrolle mit zufriedenstellenden Ergebnissen
Hunderdorf.
Wer einmal am Steuer sitzt oder auch nur eine Stunde Fahrschule mitgemacht hat, der ahnt erst, wie viele von unseren lieben Mitmenschen, vor allem die Alten, Fußgänger und Radfahrer verkehrt erzogen sind, was die Verkehrserziehung angeht, und fast jede Woche kann man in der Zeitung lesen, wie ein älterer Mensch sein Leben einbüßen mußte, weil er verkehrt erzogen statt verkehrserzogen war, da er das Abbiegen nicht angab oder zu spät die Fahrtrichtungsänderung andeutete usw. Deshalb sieht es die Polizei als eine ihrer Hauptaufgaben an, wenigstens die Jugend in den Verkehrsregeln zu erziehen, die oft das Leben bedeuten.
Gestern erteilte Polizeimeister Meißner aus Bogen den Volksschülern eine Extra-Lektion in Verkehrserziehung. Dies geschah nicht etwa, weil die Hunderdorfer Schulkinder besonders unsicher im Straßenverkehr sind oder in der Schule kein Verkehrsunterricht erteilt wird, es geschah im Rahmen der Verkehrserziehungswoche, in der die Polizei besonderen Einfluß auf die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr erzielen will.
Polizeimeister Meißner wies zunächst auf die allgemeinen Gefahren hin, die gerade Kindern im Straßenverkehr drohen. Ältere Kinder können gerade für die kleineren hier ein gutes Vorbild und Hilfe sein, wenn sie den täglichen Schulweg zurücklegen. Besonders nachhaltig wendete sich dann Herr Meißner an die Radfahrer unter den Schülern, die ein noch größeres Verantwortungsbewußtsein an den Tag legen müssen. Voraussetzung für ein unfallfreies Verhalten ist gier zunächst einmal ein verkehrssicheres Fahrrad. Er zeigte am Objekt die bindenden Vorschriften für ein richtiges Fahrrad, und anschließend wurden die Räder der Kinder von H. Meißner und Polizeimeister Groß kontrolliert. Abgesehen von einigen „schweren Fällen“ brachte diese Kontrolle ein zufriedenstellendes Ergebnis. Gleichzeitig kündigten die beiden Polizisten jedoch an, daß künftig Fahrradkontrollen auf der Straße durchgeführt werden und die dabei festgestellten Mängel unverzüglich zu beheben sind. Besonders wünschenswert wäre hier auch ein genaueres Augenmerk der Eltern, die ihre Kinder nicht mit verkehrsuntüchtigen Fahrzeugen dem Verkehr mit seinen Gefahren aussetzen sollen.
Die Verkehrswacht Bogen will ebenfalls in einer Aktion erreichen, daß die Schulkinder eine Radfahr-Prüfung ablegen. Die teilnehmenden Kinder erhalten, wenn sie die Prüfung bestehen, einen Wimpel, der sie als verkehrssichere Radfahrer auszeichnete. Das dürfte für viele Kinder ein Ansporn sein.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.05.1963


Schuleinschreibung
Hunderdorf.
Zur heutigen Schuleinschreibung (Donnerstag) müssen alle Kinder angemeldet werden, die bis 30. September (nicht August) 1963 das 6. Lebensjahr erreichen. Geburtsurkund sind Impfschein sind mitzubringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.05.1963


Feierlicher Fatimatag
Windberg.
Im Mai wird erstmals wieder der Dreizehnte zur Erinnerung an die erste Marienerscheinung in Fatima am 13. Mai 1917 feierlich begangen. Um 13.30 Uhr sammelt sich in Windberg die Prozession zum Kirchlein zur Predigt und Marienfeier. Am Abend bildet um 19.30 Uhr eine Abendmesse den Abschluß. Am Vormittag sind in Windberg um 6.30, 7.15 und 8.30 Uhr hl. Messen. Dem Fatimatag geht das Kreuzbergtriduum voraus, das am Freitag und Samstag mit Predigt und Andacht um 19.30 Uhr beginnt und am Sonntag mit dem Amt um 9.30 Uhr und der Kreuzfeier um 14 Uhr seinen Höhepunkt findet.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.05.1963

Windberg. (Heute kein Amtstag) Am Donnerstag fällt der für die Gemeinde Windberg festgesetzte Amtstag von 13 bis 18 Uhr aus. Die nächsten Amtsstunden sind am kommenden Sonntagvormittag.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.05.1963


Versammlung der Trachtler
Hunderdorf.
Am Samstag um 20 Uhr treffen sich die Trachtler zu einer Plattler- und Volkstanzprobe in der Gastwirtschaft Baier. Alle aktiven Mitglieder werden gebeten, daran teilzunehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.05.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 29. 4. bis 3. 5. 1963 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt wurden folgende Baugesuche eingereicht: Altmann Franz, Wegern, Gde. Steinburg, Einfriedung des Grundstücks; Stumhofer Xaver, Au v. W., Gde. Steinburg, Neubau einer Scheune mit Stall und Silo; Solcher Otto, Ehren, Gde. Gaishausen, Neubau von Garagen, Einbau eines Schweinestalles … Gemeinde Windberg, Neubau einer Volksschule; Amann Anton, Apoig, Gde. Hunderdorf, Wohnhausreparaturen … Kern Xaver, Lintach, Gde. Hunderdorf, Neubau eines Rübenkellers, Schweinestall und Futterküche; Reitberger Michael, Grub, Gde. Gaishausen, Neubau einer Doppelgarage … Blasini Josef, Hunderdorf, Zimmereinbau mit WC und Bad …
Quelle: Bogener Zeitung, 10.05.1963


Straße Hunderdorf – Lintach wird gebaut
Bis 30. September soll der 2,2 km lange Hauptwirtschaftsweg nach Lintach fertig sein
Hunderdorf. Mit großem Interesse sahen am Donnerstag die Gemeinderäte von Hunderdorf der Sitzung entgegen, auf der in Anwesenheit von Landrat Hafner und OI Fleischmann vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf die Vergabe des Straßenbaues Hunderdorf – Lintach an eine Baufirma erfolgte. Bürgermeister Reiner eröffnete die Sitzung und bat umgehend Landrat Hafner ums Wort.
Der Landrat führte zunächst aus, daß diese Straße schon seit Jahren von den anliegenden Ortschaften gewünscht worden und schon mehrmals Vorstöße zur Verwirklichung des Projektes unternommen worden seien. Leider sei die Lösung immer wieder durch die Frage der Finanzierung gescheitert. Durch die neue Regelung der Kfz-Steuer-Verteilung aber seien nun auch finanzschwächere Gemeinden in der Lage, solche Aufgaben durchzuführen.

Das Bild zeigt die alte, mit Steinen reichlich bestückte Straße nach LintachDer geplante Wirtschaftsweg von Hunderdorf nach Lintach wurde vom Wasserwirtschaftsamt mit 290 000 DM projektiert. Diese Summe wird durch ein Bundesdarlehen von 25 000 DM, einem Zuschuß von 200 000 DM durch Bund und Land, durch einen Zuschuß von 15 000 DM durch den Bezirk und eine Eigenleistung von 50 000 DM aufgebracht. Diese Finanzierung ist im allgemeinen gut; sie kann jedoch im Hinblick auf die bestehende Verschuldung der Gemeinde noch durch einen Zuschuß von 3 Prozent der Bausumme durch den Kreis verbessert werden. Im Hinblick auf die übrigen Straßenbaumaßnahmen, die in der Gemeinde noch zu bewältigen sind, dürfte das auch unbedingt notwendig sein. Die Gemeinde Hunderdorf hat in den beiden letzten Jahren innerhalb des Ortes mit großen Opfern der Bevölkerung die Teerung der Straßen übernommen und muß in den nächsten Jahren vom Zentrum aus den Ausbau der Gemeindestraßen vorantreiben.
Das günstigste Angebot stammt von der Firma Müller aus Straubing und die Gemeinderäte erteilten ihr den Zuschlag. Die Differenzen in den Angeboten machten im extremsten Falle ca. 80 000 DM aus. Im weiteren beschloß der Gemeinderat, die zur Durchführung des Baues erforderlichen Darlehen bei der Bayer. Gemeindebank aufzunehmen.
Wie Oberinspektor Fleischmann ausführte, ist bereits in der nächsten Woche mit dem Beginn des Baues zu rechnen, der bis 30. September dieses Jahres fertiggestellt sein soll. Der Wirtschaftsweg wird mit dem Bankett eine Gesamtbreite von 5,5 m erhalten und mit frostsicherem Unterbau versehen sein. Eine Teerdecke wird die neue Straße ebenfalls erhalten.
Um für die an der Straße liegenden Grundstücke eine Einfahrt vorsehen zu können, sollen die Anlieger möglichst bald ihre Wünsche anmelden.
Die neue Straße, die sich im wesentlichen der Linienführung der alten Straße anpassen wird, dürfte nach ihrer Vollendung nicht nur den Lintachern endlich eine große Erleichterung verschaffen, sie wird auch den Hunderdorfern eine große Freude bringen, da gerade von ihr auzs das ganze Hunderdorfer Tal gut zu überblicken ist und mancher Spaziergänger dann trockenen Fußes diesen Gemeindeteil erreichen kann. Sollte von Lintach aus dann in nächster Zeit eine Fortsetzung dieser Teerstraße nach Oberalteich erfolgen, so wäre der Weg nach Straubing um ein Beträchtliches kürzer und angenehmer geworden.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1963


Schülerzahlen steigen ständig
Hunderdorf.
Die Schuleinschreibung brachte einen Rekord für die Schule Hunderdorf. 28 Buben und 24 Mädchen werden im kommenden Herbst den Ernst des Lebens kennenlernen. Damit steigt die Schülerzahl an der Volksschule Hunderdorf wieder über 280 an. Auch in den folgenden Jahren wird die Zahl weiter ansteigen. Nach den registrierten Geburten der letzten Jahre werden es im Schuljahr 1964/65 bereits 305 Kinder sein, die in Hunderdorf die Schule besuchen. Im Schuljahr 1967/68 rund 360. Nicht eingerechnet sind bei diesen Zahlen allerdings die Übertritte an weiterführende Schulen. Trotzdem dürften innerhalb der nächsten Jahre die Schülerzahlen von Jahr zu Jahr stiegen. Nachteilig wirkt sich dabei aus, daß gerade in der gegenwärtigen Oberstufe in einzelnen Klassen sehr wenig Kinder sind und so eine Zusammenlegung mehrerer Klassen erfolgen dürfte.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1963


Feuerwehr braucht dringend Gerätehaus
Fortschritte im allgemeinen Ausbildungsstand – Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr
Hunderdorf.
In der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hunderdorf konnte Vorstand Härtenberger feststellen, daß das abgelaufene Jahr für die Weh einen Fortschritt im allgemeinen Ausbildungsstand brachte. Die Wehr hatte im Gemeindebereich einen Brandfall zu bekämpfen, bei dem es sich zeigte, daß die Mannschaft in kürzester Zeit an Ort und Stelle war. Doch das fehlende Löschwasser in unmittelbarer Nähe des Objektes machte einen sofortigen wirksamen Einsatz unmöglich. Es ist daher zu begrüßen, wenn auch die abgelegenen Ortschaften nun an die Wasserleitung angeschlossen werden, da hierdurch auch eine sofortige wirksame Feuerbekämpfung errichtet werden kann. Erfreulich ist, daß auch in diesem Jahr durch den Zugang von jungen Männern zur FFW wieder eine vollständige Einsatzgruppe aufgestellt wurde, die bereits in diesem Jahr das Leistungsabzeichen erwerben will. Gerade diese Einstellung der Jugend ist besonders begrüßenswert und läßt hoffen, daß in absehbarer Zeit kein Mangel an Wehrmännern bestehen wird.
Kassier Karl Zollner gab einen Überblick über die Finanzlage der FFW. Sein Bericht ließ erkennen, daß die Kasse bei ihm in guten Händen ist und er sein Amt gewissenhaft ausführt.
Kommandant Anleitner hob die mißlichen Verhältnisse der derzeitigen Feuerwehr-Gerätehauses hervor. Der feuchte Bau bringt es mit sich, daß das unter hohen Kosten angeschaffte Schlauchmaterial innerhalb kurzer Zeit brüchig wird und vermodert. Dadurch ist nicht nur eine laufende Neuanschaffung von Schläuchen notwendig, sondern es muß auch immer befürchtet werden, daß verhältnismäßig neue Schläuche beim Einsatz kaputt gehen. Im Ernstfall könnten sich solche Störungen sehr nachteilig auf die Brandbekämpfung auswirken. Anleitner begrüßte, daß der Gemeinderat dem Bau des neuen Gerätehauses aufgeschlossen gegenüber steht und man für die Beschaffung eines Platzes bereits Schritte unternommen hat.
Vorstand Härtenberger zeigte abschließend Farblichtbilder von Ausflügen der Wehr.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1963


Rupert Mühlbauer wurde 87 Jahre alt
Hunderdorf.
Einer der ganz Alten der Gemeinde ist mit seinen 87 Jahren der Mühlbauer Rupert von Bauernholz. Sicher wird der Geburtstag kein rauschendes Fest, aber eine Maß Bier, oder vielleicht auch zwei, wird er sich zu diesem Jubiläum schon leisten, weil es ihm eben noch schmeckt. Dabei ist er keiner von der Art, daß er gar zu sehr in den Maßkrug schauen würde. Dazu hätte es wohl nicht gereicht, und sparsam und arbeitsam war er sein ganzes Leben. Vor genau 50 Jahren hat er die Therese Betzlbacher geheiratet, und sechs Kinder legte sie ihm in die Wiege. Drei davon starben allerdings schon im Kindesalter. Beim Bau der Eisenbahn von Straubing nach Miltach war er schon dabei und erinnert sich gern an diese Zeit. Weniger schön war die Zeit des ersten Weltkrieges, wo er ebenfalls zu den Waffen gerufen wurde. 1939 starb seine Frau und seither lebt er auf dem Anwesen, das seine Tochter bewirtschaftet. Gern macht er sich noch nützlich, wo es geht, und nur der „Schnauferer“ macht ihm manchmal Sorgen. Zu seinem Geburtstag wünschen wir ihm noch recht glückliche und gesunde Jahre.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.05.1963


Xaver Anleitner neuer Vorstand der CSU-Ortsgruppe
Hunderdorf.
Zu der Jahresversammlung der CSU-Ortsgruppe konnte Vorstand Hans Hornberger neben den Mitgliedern auch den stellvertr. Kreisvorsitzenden Felix Dachauer begrüßen. Dachauer berührte ins seinen Ausführungen über die Situation der CSU auch aktuelle Probleme und Aufgaben der Partei und nahm zu verschiedenen Ereignissen Stellung. Auf die Lage der Partei innerhalb des Landkreises eingehend, hob er das für die CSU günstige Wahlergebnis der beiden letzten Wahlen hervor, durch die wieder gezeigt worden sei, daß gerade in Hunderdorf die Regierungspartei eine große Anhängerschar besitzt, wenn auch der Mitgliederstand noch verhältnismäßig gering ist.
Bei der anschließenden Neuwahl wurde für den bisherigen Vorstand Hans Hornberger, der sein Amt wegen beruflicher Arbeitsüberlastung zur Verfügung stellen mußte, Xaver Anleitner zum neuen Vorstand gewählt. Sein Stellvertreter wurde Josef Watzl, und als Schriftführer wird Josef Steckler fungieren. Vorstand Anleitner wies in seiner Antrittsrede darauf hin, daß die junge Ortsgruppe künftig mit mehr Versammlungen und Veranstaltungen an die Öffentlichkeit treten und man sich einer stärkeren politischen Aktivität befleißigen werde. Zwar stehen viele Einwohner in ihrer Gesinnung auf seiten der CSU, wie das ja auch die Wahlen bewiesen, doch fehle es manchmal am Mut zum öffentlichen Bekenntnis und zur aktiven Mitarbeit. Die anwesenden Mitglieder bat er um die Unterstützung in seinem neuen Amt.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.05.1963


Am Montag Rotkreuzversammlung
Hunderdorf.
Am Montag findet die Monatsversammlung der Rotkreuzgemeinschaft statt. Alle aktiven Helferinnen und Helfer wollen pünktlich um 20 Uhr in Dienstbekleidung bei Sandbiller erscheinen. Nachdem Einzelheiten bezüglich der Fahnenweihe festgelegt werden, ??? fernbleiben.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1963


Rotkreuzgruppe beschenkte 25 ältere Frauen zum Muttertag
Hunderdorf.
Es ist in Hunderdorf schon zur Tradition geworden, daß die recht rührige Rotkreuzgemeinschaft am Muttertag besonders den alten Frauen eine Freude macht, die keine Angehörigen mehr haben und denen niemand sonst zum Muttertag gratuliert. Auch in diesem Jahr wurden wieder 25 alleinstehende Mütter ausgesucht und ihnen ein mit viel Liebe gebackener Sonntagskuchen und ein Päckchen Kaffee ins Haus gebracht. Diese Aufgabe übernahmen trotz strömenden Regens die Buben und Mädchen des Jugendrotkreuzes, die auf diese Art und Weise erfahren durften, wie schön es ist, wenn man anderen eine kleine Freude bereiten darf. Die ausgesuchten Mütter zeigten sich angenehm überrascht ob dieser liebenswürdigen Aufmerksamkeit der Rotkreuzgemeinschaft.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1963


Vom Trachtenverein
Windberg.
Die Mitglieder des Trachtenvereins treffen sich am Samstag um 20 Uhr anläßlich der Hochzeit des Mitglieds Josef Buchinger mit Maria Fischl im Gasthaus Kernbichl in Mitterfels. Für den Ausflug des Vereins am 26. Mai zum Chiemsee sind noch Plätze frei. Anmeldungen möchten bis Sonntag bei der Kassiererin Maria Zöllner erfolgen. Der Fahrpreis für Nichtmitglieder beträgt 15 DM.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1963


Gottesdienste der Woche

Pfarrei Hunderdorf
Samstag. 19 BG, 19.30 Maiand., Sonntag 5. So nach Ostrern: 6.30 BG, 7 M. des Müttervereins f. verst. Helene Weber, 9.30 Hauptgottesd., M. Familie Groß für verst. Vater, 14 Maiand., Montag: 6 Bittgang nach Hofdorf mit Schauerm. für Hofdorf, Grabmühl und Stetten, 7.15 M. Maria Sieber, Thananger, für verst. Ehemann, 19.30 Maiandacht, Vortrag für die Eltern der Erstkommunikanten, Dienstag: 6 Bittgang nach Windberg m. Schaueramt für Breitfeld, Starzenberg und Brandstadt, 7.15 M. Maria Beck für verst. Eltern und Geschwister, 19.30 Maiand., Vortrag für die Eltern der Erstkommunikanten, Mittwoch: 4.30 Bittagng nach Bogenberg mit Schaueramt für Gaishausen, hier gegen 6.30 Ankunft der Bittproz. Windbg. Mit Amt und M. Kath. Groß, Hofdorf, für verst. Mutter, 16 BG für d. 4. Kurs, 18 bis 20 BG, 19.30 Maiand., Vortrag für die Eltern der Erstkommunikanten, Donnerstag, Fest Christi Himmelfahrt: 6 BG, 6.30 Amt Helene Bogner, Sollach für v. Ehemann und Sohn Josef, 8.50 Kirchenzug der Erstkommunikanten vom Schulhaus zur Kirche, 9 Feier der Erstkommunion mit Pfarrm., 14 feierl. And. der Erstkommunikanten mit Proz., Freitag: Schauerfreitag: 6 Schaueramt für Hunderdorf u. Oberhunderdorf mit Flurproz., 19.30 Maiand., Samstag: 6.45 BG, 7.15 M. Otto Weinzierl, Hofdorf, für verst. Mutter, 9 Trauung Roßel mit Amt, 19 BG, 19.30 Maiand., Sonntag: 6. So. nach Ostern: 6.30 BG, 7 Pfarrm., 9.30 Amt Frieda Poiger für verst. Eltern, Geschwister und Verw.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1963


Hunderdorf. (Vom Straßenbau) Am kommenden Montag beginnen die Arbeiten für den Bau der neuen Straße von Hunderdorf nach Lintach. Während der Bauzeit wird die bereits bestehende alte Straße gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Stetten nach Lintach. Die Arbeiter, die sich zum Bau dieser Straße gemeldet haben, sollen am Montag um 7 Uhr beim neuen Friedhof sich einfinden.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1963

Hunderdorf. (Feuerwehrübung) Am Sonntag findet um 12 Uhr die letzte Frühjahrsübung der Feuerwehr statt. Um pünktliches Erscheinen der 2. Und 3. Gruppe wird gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1963 

Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1963


Gott, der allmächtige Herr über Leben und Tod, hat am Freitag, mittags 12 Uhr, schnell und unerwartet unsere liebe Mutter, gute Oma, Schwiegermutter, Schwester, Tante und Patin
Frau Karolina Wittmann
geb. Eidenschink
nach Empfang der heiligen Ölung im Alter von 67 ½ Jahren zu sich in die Ewigkeit abberufen.
Lintach, Neukirchen, Bauernholz, 17. 5. 63
In tiefer Trauer:
Xaver Wittmann, Sohn, mit Fam.
Max Wittmann, Sohn, mit Fam.
Emma Dorfner, Tochter, mit Fam.
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Montag, den 20. Mai 1963, um 9 Uhr in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1963


Unkräuter sind Nährstoffräuber
Windberg.
Morgen, Dienstag, findet um 15.30 Uhr in Irenzfelden eine Flurbegehung statt. Treffpunkt ist im Gasthaus Hilmer. Landwirtschaftsrat Licht und Landwirtschaftstechniker Mühlbauer vom Landwirtschaftsamt Mitterfels werden Aufklärung geben über betriebswirtschaftliche und Pflanzenschutzmaßnahmen, insbesondere über die chemische Unkrautbekämpfung in Getreide, Kartoffeln, Mais usw. sowie über die Auswahl und Anwendung der Bekämpfungsmittel. Alle interessierten Landwirte von Windberg und Umgebung sind freundlich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.05.1963


Festliche Tage in Heilig Kreuz
Windberg.
 Die Kreuzfeier anläßlich des Festes Kreuzauffindung war wegen der Windberger Erstkommunion verschoben worden. Zur Vorbereitung wurde ein Triduum durchgeführt. In seiner ersten Predigt erläuterte Pater Cyriakus, Seelsorger im Krankenhaus Azlburg, die Größe des göttlichen Schöpfungswerkes, die sich in der Unermeßlichkeit des Alls und einer Ordnung zeige. Die feierliche Maiandacht mit sakramentalen Segen beschloß den ersten Tag. Genauso gefüllt war auch am Samstag die Kirche, als Pater Syriakus wiederum über die Größe der göttlichen Schöpfung sprach, diesmal dargestellt an der Sonderstellung der Menschen in seinem leiblichen und geistigen Wesen, seinem Verstand und seinem freien Willen. Die Hauptfeier am Sonntag wurde durch das ungünstige Wetter beeinträchtigt, so daß die Feier, nicht, wie beabsichtigt, im Freien sein konnte. Zum Festgottesdienst vermochte die Kirche die Pilger kaum fassen. Bei der Kreuzfeier am Nachmittag sprach der Prediger über das Heil aus dem Kreuz, das denen zuteil werde, die es ergeben auf sich nehmen, während es andere verfluchen. Die geplante Prozession mußte ausfallen. Trotzdem war die Feier für alle ein großes Erlebnis. Auch die Windberger Vereine waren mit Musik erscheinen. Die feierliche Maiandacht war der Abschluß. – Am Fatimatag sprach Pater Cyriakus zu den Wallfahrern, die in der traditionellen Prozession von Windberg nach Heilig Kreuz heraufgezogen waren, über die Mahnungen Mariens zum Rosenkranzgebet. An Hand eigener Kriegserlebnisse schilderte er die Hilfe Mariens in schwerer Zeit. Nach der Predigt war Marienfeier mit Segen. Eine starke Beteiligung wies am Abend die Lichterprozession auf, an die sich in Heilig Kreuz eine Abendmesse anschloß.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.05.1963


Imker werden geehrt
Steinburg.
Der Imkerverein Steinburg hält am Sonntag, nachmittags ½ 3 Uhr in der Brauerei Berger, seine Frühjahrsversammlung ab. Es spricht der Kreisvorstand Hauptlehrer Kuhlang über zeitgemäße Bienenzucht. Der Vortrag wird mit interessanten Lichtbildreihen untermalt, so daß mit Auge und Ohr neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Im Anschluß an den wichtigen Vortrag werden an langjährige und verdiente Mitglieder goldene und silberne Ehrenzeichenverteilt. Die Vorstandschaft ladte alle Mitglieder und Interessenten höflich ein.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1963


Leistungsprüfung mit Erfolg bestanden
Windberg.
Bei strömenden Regen fand am Sonntag die Leistungsprüfung der 2. Gruppe der FFW Windberg im Schulhof statt. Die Herren Kreisbrandmeister Löb, Perasdorf, Heß, Pilgramsberg und Pelkofer, Wiesenfelden fungierten als Schiedsrichter und begutachteten die Leistungen der Gruppe. Die wenigen Fehlpunkte zeigten, daß die Gruppe in ihrem Kommandanten Karl Holmer einen guten Lehrmeister hatte. Mit dieser Gruppe, zu der die Feierwehrleute Otto Huber, Rudolf Hofmann, Josef Wagner, Josef Hafner, Raymund Abstreiter, Rudolf Päßler, Otto Schötz, Hermann Bruckmüller und der Löschmeister Josef Schmidbauer gehörten, haben nun zwei Gruppen der FFW Windberg die Leistungsprüfung mit Erfolg bestanden.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.05.1963


42 Erstkommunikanten am Tisch des Herrn
Hunderdorf.
Den schönsten und wärmsten Tag des Jahres hatte der Himmel am Donnerstag geschickt, als 21 Knaben und 21 Mädchen aus der Pfarrei zum erstenmal an den Tisch des Herrn traten. Zu diesem wunderbaren Rahmen, den die Natur bot, hatten H. Pfarrer Ruß und H. Kooperator Vos noch obendrein die besten Vorbereitungen getroffen, um diesen Ehrentag der Kinder und Eltern zu einem besonders feierlichen Erlebnis zu machen. Schon vor 9 Uhr versammelten sich die Erstkommunikanten zu einem gemeinsamen Morgengebet in der Halle des Schulhauses, von wo aus sie in feierlichem Zuge zur Kirche geleitet wurden. Pfarrer Ruß wandte sich vor der Messe an die Kinder und Eltern. Er bezeichnete diesen Tag, den der Herr gegeben hat, als Tag des Dankes der Kinder an die Eltern, Lehrer und Priester, die ihnen die materillen und seelischen Voraussetzungen für diesen Gnadentag geschaffen haben. Mit dem Dank müsse aber auch die Bitte verbunden sein an den Herrn, die Gnade, Liebe und Treue der Stunde zu erhalten und zu bewahren. Neben ihren leiblichen Eltern haben sie nun als Gotteskinder ihre Pflichten dem Herrgott gegenüber zu erfüllen.
Nach der Erneuerung des Taufgelöbnisses traten dann die Kinder an den Hochaltar, wo sie aus der Hand des Priesters erstmals den Leib des Herrn empfingen. Während der Kommunionfeier intonierte der Chor das Lied „Lasset die Kinder zu mir kommen“ und Herr Weber (Violine) spielte das Largo von Händel. Bei der bachmittäglichen Dankandacht sprach Koop. Vos, daß nun die Mühe der vergangenen Tage, die ausgefüllt war mit Vorbereitungen zu diesem Festtag, vorbei ist und die Kinder sich der ersten Begegnung mit dem Herrn freuen dürfen. Die überreiche Gnade, die sie mit diesem Tag erfahren durften, möchten sie der Mutter Gottes anheimstellen denn oft bedarf es im Leben der Gnade. Nach einem gemeinsamen Dankgebet wurde den Kindern die Erinnerungsblätter zur 1. Hl. Kommunion ausgehändigt.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.05.1963


Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied heute mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel
Herr Josef Amann
Schreinermeister und Kriegsteilnehmer 1914-18 von Windberg
nach Empfang der hl. Sterbesakramente, im Alter von 75 Jahren, selig im Herrn.
Windberg, Oberpiebing, Nürnberg, Hersbruck, München, den 26. 5. 63
In tiefer Trauer:
Maria Amman, Gattin
Josef Amann, Sohn m. Fam.
Xaver Amann, Sohn
Anton Amann mit Frau
Maria Gerstmeier, Tochter m. Fam.
Theres Gröschl, Tochter m. Fam.
Erna Küht, Tochter m. Fam.
Beerdigung mit darauffolgenden Gottesdienst am Mittwoch, den 29. Mai, um 9 Uhr, vom Leichenhaus aus, in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.05.1963


Wasser muß her!
Mitterfels.
Als barmherzige Samariterinnen erwiesen sich drei weibliche Wandervögel aus Mitterfels. Sie waren mit dem Bayerwaldverein nach Elisabethszell gewandert und hatten nach kurzer Rast im Cafe´ Mariandl zusammen mit den anderen Wanderlustigen frohgestimmt den Heimweg angetreten. Aber wie es halt so hergeht: Man unterhielt sich angeregt und ehe man sich’s versah, war man ein Stück zurückgeblieben. In der Nähe eines Anwesens war auf einer Wiese ein Schafbock angepflockt. Er schrei jämmerlich, und das rührte die Herzen der drei. Sie überlegten kurz und kamen schnell auf den Kern der Sache: Das arme Tier hat Durst! „Wasser muß her!“ rief eine der Hilfsbereiten spontan. Gut gesagt, aber wie? Ein alter Kübel, den man in der Nähe fand, erwies sich als ungeeignet, da der Boden vom Rost zerfressen war. Auf der Suche nach einem geeigneten Gefäß wagte man sich schlie0lich auch in den Hofraum des Anwesens und hier entdeckte man, was man suchte. Bei näherem Hinsehen entpuppte sich das „Ding“ zwar als Nachttopf, aber was machte es? Mit spitzen Fingern angefaßt, Wasser aus einem Graben geschöpft und zu dem dürstenden Geschöpf! Hier erhob sich ein neues Problem: Schafböcke sind vielfach als bösartig bekannt. Was nun, wenn er die gute Absicht verkennt, eventuell sogar zum Angriff übergeht? Jedoch: Frauen sind bessere Diplomaten! Einer der „3 Engel mit dem Wassertopf“ zog kurz entschlossen die rote Jacke aus und näherte sich dem gefährlichen Tier zwar vorsichtig, aber mutig wie ein Torero von der entgegengesetzten Seite. Auf diese Weise abgelenkt, merkte der Schafbock nicht, wie ihm heimlich der Nachttopf mit dem köstlichen Naß untergeschoben wurde. Dann löste sich die Spannung der drei Holden, und als der Schafbock sich sofort gierig über das Wasserhermachte, herrschte eitel Freude. Es ist klar, daß diese Freude über die gelungene Tat die Schritte beflügelte und man schnell wieder den Anschluß an die Wandergruppe fand.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.05.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 6. bis 10. 5. 1963 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Häusler Xaver, Hofdorf, Gemeinde Hunderdorf, Neubaueiner Garage … Falter Martha, Haselquanten, Gemeinde Steinburg, Neubau eines Kamins und Umbau des Stalles in ein Zimmer …
Quelle: Bogener Zeitung, 29.05.1963


Feuerwehr ging auf große Fahrt
Hunderdorf.
Jedes Jahr genehmigen sich die Feuerwehrmänner als Ausgleich für die vielen freiwilligen Dienststunden bei der Wehr einen Ausflug, für den aus der Vereinskasse ein kleiner Zuschu0 gegeben werden kann. Über diese Anerkennung freuen sich die meisten Wehrmitglieder und folgen daher gerne der Einladung zum Ausflug. Heuer hatte Vorstand Härtenberger eine Route nach Österreich ausgesucht. Es ging mit dem Bus über Zell am See zum Tauernkraftwerk Kaprun. Hier war eine Besichtigung der Limbergsperre vorgesehen und man staunte nicht wenig über die Ausmaße der riesigen Sperre und die technische Ausstattung des Krafthauses. Leider war eine Besichtigung des Speichers Moserboden noch nicht frei gegeben, Am Abend ging es weiter zur Lichtensteinklamm und nach Bischofshofen. Längeren Aufenthalt nahm man in der Mozart-Stadt Salzburg, wo man den bekanntesten Bauwerken einen Besuch abstattete. Das Wetter blieb während der Fahrt günstig und so kam man zwar müde, aber mit vielen Eindrücken und begeistert von der interessanten Fahrt spät nach Hause.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.05.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 13. bis 17. Mai 1963 eingereichten Baugesuche
Sträußl Franz, Apoig/Hunderdorf, Einbau einer Stallung in die Scheune …
Quelle: Bogener Zeitung, 30.05.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 20. bis 24. Mai 1963 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Wirth Herbert, Hofdorf, Gde. Hunderdorf, Errichtung eines Anbaues … Baier Josef, Hunderdorf, Laden-Umbau …
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.1963


4000 Freundschaftsgrüße sind unterwegs
Hunderdorf.
Bei strahlendem Wetter unternahmen am gestrigen Freitag die Schulen aus Hunderdorf, Windberg, Au v. Wald, Perasdorf und Neukirchen eine Sternwanderung nach Kreuzberg, um dort die Freundschaftsgrüße des Jugendrotkreuzes mit den bunten Ballonen in die Lüfte zu senden. Kreisgeschäftsführer Nowak hatte mit seiner Helferin buchstäblich alle Hände voll zu tun, um die rund 600 Ballone mit Wasserstoffgas zu füllen und abzubinden. Klassenweise ließen dann die Kinder ihre Ballone steigen und bei dem herrschenden Ostwind trieben sie bald nach Westen davon. Lange schauten die Kinder ihren Ballonen nach und wünschten ihnen eine gute Reise.
Das JRK will mit diesen Botschaften des guten Willens wie in jedem Jahre die Jugend der Welt grüßen und seinen Willen zur friedlichen Verständigung kundtun.
An den Ballonen sind Karten angebracht mit den Absendern der Kinder. Werden diese Karten von den Findern zurückgeschickt, so nehmen die Kinder an einem Wettbewerb teil, bei dem die weiteren Flüge mit Preisen bedacht werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1963


Nach Gottes hl. Willen verschied am Freitag früh nach längerer Krankheit mein lieber Gatte, unser guter Vater, Opa, Bruder, Schwager, Onkel und Pate
Herr Jakob Dilger
Zimmerermeister
im Alter von 60 Jahren.
Hunderdorf, Elisabethszell, Haibach, Pfarrerberg, Vilsbiburg, Straubing, den 31. Mai 1963.
In stiller Trauer:
Elise Dilger, Gattin
Eduard Dilger, Sohn, mit Familie
Fritz Dilger, Sohn, mit Frau
Maria Englmeier, Tochter, mit Familie
Elisabeth Kalka, Tochter, mit Gatten
Geschwister und übrige Verwandtschaft.
Gottesdienst am Montag, den 3. 6. 1963, um 9.30 Uhr mit anschließender Beerdigung in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1963


Der stärkste Kreisverband der Jungen Union
Arbeitsausschüsse sollen die Parteiarbeit intensivieren – MdL Alois Rainer berichtete über die Arbeit im Maximilianeum
Steinburg.
In der ersten Vorstandssitzung der Jungen Union am Freitag durfte der 1, Vorsitzende, Lehrer Walter Ritschl, Haibach, neben den vollzählig erschienenen Mitgliedern auch MdL Rainer begrüßen.
Ritschl meinte, daß diese erste Zusammenkunft der neuen Kreisvorstandschaft u. a. auch dazu dienen soll, sich näher kennen zu lernen und vor allem eine Arbeitsplan für das Jahr 1963 festzulegen und zu beschließen. Mit Stolz stellte Ritschl fest, Daß der Kreisverband der Jungen Union Bogen der stärkste Kreisverband in Niederbayern sei. Hans Hofmann, Konzell, berichtete als Delegierter zur Bezirks- und Landesversammlung über die beiden Versammlungen in Deggendorf und Regensburg.
Vorsitzender Walter Ritschl befaßte sich im zweiten Punkt mit der Arbeitsplanung für das Jahr 1963. Das Sonnwendfeuer sei schon zur Tradition geworden. Es fand in den letzten Jahren in Konzell statt. Die Vorstandschaft einigte sich, das Johannisfeuer in diesem Jahr mehr in den Kreismittelpunkt, nämlich nach Haibach zu verlegen. Die Burgruine Haibach sei hierfür geradezu ideal. Die Mitglieder des JU-Ortsverbandes Haibach erklärten sich bereit, die organisatorischen Voraussetzungen hierfür zu schaffen. Als Redner solle Landrat Hafner gewonnen werden. MdL Rainer wird ebenfalls eine kurze Ansprache halten. Im Anschluß an das Sonnendfeuer am 23. Juni findet im Gasthof Rainer ein Kameradschaftsabend statt, der durch die Volkstanztrachtengruppe Haibach bereichert wird. Nach der obligatorischen Sommerpause findet im Gasthaus Berger in Steinburg ein großer Erntetanz statt. In diesem Jahr soll unbedingt die längst geplante Fahrt ins Maximilianeum durchgeführt werden. Die Vorstandsmitglieder erklärten sich bereit, einige Mitglieder und sonstige Freunde der Jungen Union für diese Fahrt nach München zu gewinnen. Nachdem die Mitfahrer nur einen ganz geringen Unkostenbeitrag aufzubringen haben, dürften keine Schwierigkeiten mehr entstehen. Interessenten können sich jetzt schon bei den Ortsverbänden der CSU melden. Die Fahrt wird voraussichtlich Ende Oktober / Anfang November stattfinden. MdL Rainer gab den ungefähren Verlauf des Landtagsbesuches bekannt. Mit einer Kreisversammlung in Bogen oder St. Englmar soll das Jahr 1963 abgeschlossen werden. Kreisvorsitzender Ritschl beschäftigte sich anschlie0end mit der Bildung von drei Arbeitskreisen in der Jungen Union. Die Tätigkeit der Arbeitskreise habe sich in anderen Gremien hervorragend ausgewirkt, sagte Ritschl. Als Vorsitzende wurden folgende Persönlichkeiten gewählt: 1. Kulturpolitischer Arbeitskreis (Walter Ritschl), Kommunalpolitsicher Arbeitskreis (Kreisrat A. Müller) und berufspolitischer Arbeitskreis – Landwirtschaft und allehemeine Wirtschaft – (Hans Hofmann). Die Arbeit in den einzelnen Arbeitskreisen solle in Kürze beginnen, sagte der Vorsitzende. In der letzten Kreisversammlung des Jahres wäre von den einzelnen Vorsitzenden über das Ergebnis zu berichten.
MdL Rainer erklärte sich bereit, bei allen drei Arbeitskreisen als Fachreferent mitzuwirken. In seinem eineinhalbstündigen Referat gab der Landtagsabgeordnete den Mitgliedern der Kreisvorstandschaft der JU einen Überblick über die Arbeit des Bayerischen Landtags in jüngster Zeit. Er äußerte zunächst seine besondere Freude darüber, daß die JU im Landkreis Bogen so aktiv geworden sei. Gerade die Ereignisse der letzten Zeit hätten bewiesen, sagte MdL Rainer, daß die JU zu einem entscheidenden Faktor in der Politik geworden sei. Abschließend verbreiterte sich der Angeordnete auch noch über die Neueinteilung der Bundeswahlkreise. Der Stimmkreis Bogen-Viechtach gehöre zum Bundeswahlkreis Straubing, sagte Rainer.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.06.1963


Auch am Schubkarren Licht bei Dunkelheit
Schafberg.
Eine Person machte sich einer Übertretung der StVO schuldig, weil sie versäumt hatte, einen beladenen Schubkarren, den sie auf der Staatsstraße 2139 unbeleuchtet kurze Zeit abgestellt hatte, zu beleuchten. Gerade in dieser kurzen Zeit ereignete sich, als sich zwei Personenautos begegneten, wegen des unbeleuchteten Schubkarrens ein Verkehrsunfall, bei dem ein Sachschaden von 500.- DM entstand.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.06.1963


Jakob Dilger beerdigt
Hunderdorf.
Überaus groß war die Zahl der Trauergäste, die sich am Pfingstmontag zum Trauergottesdienst für den verstorbenen Zimmerermeister Jakob Dilger einfanden. Erst im 60. Lebensjahr stehend, war er einer schweren Krankheit, die ihn schon seit mehreren Jahren quälte, erlegen. Dem Wunsche des Verstorbenen entsprechend, sah H. Pfarrer Ruß von einer Grabrede ab. Die Mitglieder der Feuerwehr gaben mit ihrer Fahne dem Verstorbenen, der lange Jahre der FFW angehörte, das letzte Geleit. Als er zur letzten Ruhe gebettet wurde, hallten Salutschüsse über das Grab und erinnerten daran, daß Jakob Dilger während des 2. Weltkrieges unter den Waffen stand. H. Pfarrer Ruß erteilte dem Verschiedenen die letzten kirchlichen Segnungen und die Blaskapelle Bugl intonierte abschließend die Weise vom „Guten Kameraden.“ Die vielen Kränze, die dem Verstorbenen gewidmet wurden, zeugten von dem Ansehen und der Beliebtheit, die er in weitem Umkreis genoß.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.06.1963


Libera für den Hl. Vater
Hunderdorf.
Im Anschluß an die Abendmesse am Donnerstag wird in der Pfarrkirche ein Libera für den verstorbenen Hl. Vater gehalten. Der Trauergottesdienst für den verschiedenen Papst wird erst nach der Festsetzung des Termins durch den Bischof bekannt gegeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.06.1963


Wassernot gehört der Vergangenheit an
Verbindungsleitung Hunderdorf-Mitterfels fertiggestellt – Mitterfelser Wasserabnehmer atmen auf
Mitterfels.
Seit Pfingstmontag ist die Wassernot in Mitterfels zu Ende. Seit diesem Tag wird das Wasser aus den Tiefbrunnen des Wasserzweckverbandes in Hunderdorf durch den ca. 3 km langen Rohrstrang direkt in den Hochbehälter am Buchberg gepumpt. Die Mitterfelser Wasserabnehmer atmen auf. Viele äußerten anfänglich nur sehr vorsichtig ihre Freude. Die Worte einer Hausfrau sind ein Ausdruck für diese Vorsicht: „Ich will erst sehen, ob das Wasser auch morgen noch läuft.“ Aber heute gibt es keinen Zweifel mehr: es funktioniert. Vorbei ist die schlimme Zeit, die fast zehn Monate dauerte.
Nun erhalten Blumen und Gärten wieder das köstliche Naß; die Autobesitzer brauchen zum Wagenwaschen nichtmehr an den Bach zu fahren; man muß nicht mehr mitten in der Nacht aus den Federn, um den Trinkwasservorrat für den kommenden Tag zu erhaschen. Die Hausfrauen können wieder einen richtigen Waschtag halten, statt Nachtarbeit zu leisten. Die Badezimmer, fast überflüssig geworden im Laufe der letzten zehn Monate, kommen wieder zu Ehren und neben den Klosetts brauchen nichtmehr die Wassereimer zu stehen. Kurzum; Das Leben normalisiert sich wieder. Man kann das wahrscheinlich nicht voll ermessen, wenn man es nicht selbst mitgemacht hat. Eine besondere Bedeutung hat das Ende der Wassernot im Luftkurort Mitterfels für die Fremdenverkehrsbetriebe, die nunmehr wieder mit ruhigem Gewissen ihre „Zimmer mit fließendem Wasser“ vermieten können. Für die Landwirte fällt die zeitraubende Arbeit des Wasserholens aus Weiher oder Bach endlich weg. Man könnte Dutzende von Einzelbeispielen schildern, wo Betriebe oder Haushaltungen besonders hart unter der Wasserknappheit litten. Eine Sorge ist während der ganzen Zeit fast nie laut ausgesprochen worden: Was dann, wenn ein Brand ausbricht? Ohne Zweifel wäre die Bekämpfung einer Brandstelle äußerst schwierig gewesen, und der Aufbau der Schlauchleitungen hätte sehr viellänger gedauert, weil die Hydranten völlig ausgefallen wären. Ein Brand im Ortsgebiet Mitterfels hätte zu einer Katastrophe führen können.
Die Firma Klug-Regensburg hat die Verbindungsleitung zwischen Hunderdorf und Mitterfels in verhältnismäßig kurzer Zeit fertiggestellt. Baubeginn war der November 1962. In raschem Arbeitstempo wurde der erste Teilabschnitt (200 mm-Leitung bis Hoch) gerade noch vor Einbruch des Winters geschafft. Am 5. März wurde die längere Restrecke (150 mm-Leitung bis zum Hochbehälter am Buchberg) in Angriff genommen. Die Arbeit war nun durch das zum Teil felsige Gelände erschwert, an mehreren Stellen mußten starke Felsen gesprengt werden. Trotzdem konnte die veranschlagte Zeit eingehalten werden. Dabei haben die Arbeiter der Firma Klug ihr Werk mustergültig getan. Die Grabenabschnitte wurden nach dem Verlegen der Rohre (bis Hoch Stahlgußrohre, von da an Kunststoffrohre) sofort wieder eingefüllt und geebnet, so daß auf dem aufgewühlten Boden zum Teil schon wieder Feldfrüchte gedeihen. Schließlich wurde die neue Leitung an den Hochbehälter angeschlossen, und dann hing alles vom rechtzeitigen Eintreffen der wichtigen Drucksteigerungspumpe ab, mit deren Hilfe das vom Tiefbrunnen kommende Wasser die letzten 100 m Höhenunterscheid von Hoch bis Buchberg überwindet. Daß diese Pumpe rechtzeitig geliefert wurde und am Freitag und Samstag vor Pfingsten noch montiert wurde, ist nur dem persönlichen Einsatz des Tatkräftigen 1. Vorstandes des Wasserzweckverbandes, Karl Härtenberger-Hunderdorf, zu verdanken.
Die Pumpe hat eine Förderleistung von 5 Litern pro Sekunde. Theoretisch müßte sie also ca. 11 Stunden in Betrieb sein, um den Hochbehälter am Buchberg zu füllen. Praktisch sieht das allerdings anders aus, weil ja auch mit einem – wenn auch geringen – Zulauf von den Quellen im Buchet-Gebiet gerechnet werden kann. Es muß in den ersten Tagen erprobt werden, wie lange täglich und zu welcher Zeit die Pumpe eingeschaltet werden muß, um die dauernde Versorgung der Wasserabnehmer in Mitterfels sicherzustellen. Dies ist der einzige Grund, warum am Dienstagabend die Wasserzufuhr für kurze Zeit unterbrochen war. Hat sich alles richtig eingespielt, so werden auch solche kleinen und gewiß verzeihliche Pannen nicht mehr passieren. Für später ist das automatische Ein- und Ausschalten der Pumpe vorgesehen. Es ist vor allem wichtig, den größten Teil der benötigten Wassermenge mit dem wesentlich billigeren Nachtstrom hochpumpen zu können.
Wenn man bedenkt, daß der Zweckverband erst ein Jahr besteht, dann kann man die Leistung der verantwortlichen Männer und Stellen erst richtig ermessen. Sie können stolz darauf sein, in so kurzer Zeit schon so viel erreicht zu haben. Es wäre nur recht und billig, daß die Wasseranschließer diese Leistung anerkennen und auch ihrerseits die notwendige Unterstützung nicht versagen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.06.1963


Vom Standesamt Bogen
Bogen.
Im Mai verzeichnete das Standesamt Bogen 22 Geburten, 3 Trauungen und 11 Todesfälle.
Geboren: …Annemarie Haimerl. Bauernholz (Gde. Hunderdorf) … Gerhard Johann Kronfeldner, Au vorm Wald (Gde. Steinburg) … Roland Armin Zimmer, Hunderdorf … Helmut Pellkofer, Röhrnau (Gde. Gaishausen); Renate Anna Pellkofer, Röhrnau (Gde. Gaishausen) … 
Quelle: Bogener Zeitung, 07.06.1963


Windberg. (Vom Trachtenverein) Der nächste Vereinsabend mit Plattlerprobe findet am Samstag den 8. Juni im Vereinslokal statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.06.1963


Hunderdorf. (Rotkreuzversammlung) Die Monatsdienstbesprechung für Juni findet am kommenden Montag um 20 Uhr im Gasthaus Weinzierl in Apoig statt. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung möchten alle Mitglieder erscheinen. Es sollen u. a. die letzten Vorbereitungen für die Durchführung der Fahnenweihe und der Hundertjahrfeier besprochen werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.06.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 27. bis 31. Juni 1963 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Scheerl Anny, Apoig, Gde. Hunderdorf, Neubau einer Garage mit Holzlege … Fellinger Ludwig, Sollach, Gde. Hunderdorf, Stall- und Scheunen-Umbau …
Quelle: Bogener Zeitung, 08.06.1963


Im Straßenbau geht es zügig voran
Hunderdorf.
Vor zwei Monaten glaubte man noch nicht so recht an den baldigen Aus der Straße Hunderdorf-Lintach. Allzu oft mußten berechtigten Erwartungen hinsichtlich eines brauchbaren Fahrweges begraben und sich auf ein nächstes Jahr vertrösten lassen. Die Planierraupen, Straßenhobel und Bagger der Firma Müller-Straubing, die nun seit einigen Wochen die Erdarbeiten für die neue Straße ausführen, haben jetzt aber doch auch den letzten Zweifler und Skeptiker verstummen lassen, Dank des ausnehmend schönen Wetters geht der Erdaushub für das Straßenbett schnell voran und es dürfte nicht mehr lange dauern bis der Unterbau mit Kies aufgeschüttet werden kann.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.06.1963


Fatimafeier am Fronleichnamstag
Windberg.
In diesem Monat fällt der Dreizehnte auf das Fronleichnamsfest, so daß für Heilig Kreuz besonders viele Pilger erwartet werden. Ein halbe Stunde später als gewöhnlich, also um 14 Uhr, sammelt sich die Prozession in Windberg, von wo die Wallfahrer gemeinsam zur Kirche auf dem Kreuzberg pilgern werden. Hier schließen sich Predigt und Marienfeier an. Die Nachmittagsandacht in der Windberger Pfarrkirche fällt aus. Am Vormittag ist um 6 Uhr in Windberg Frühgottesdienst, um 7 Uhr feierliches Hochamt, anschließend Fronleichnamsprozession mit den vier Evangelien im Dorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1963


Zwei Gräber schlossen sich
Windberg.
 Zweimal während der letzten Tage nahm auf dem Windberger Friedhof eine zahlreiche Trauergemeinde Abschied von zwei Mitmenschen. Im Alter von 75 Jahren war Schreinermeister Josef Amann gestorben. Assistiert von H. Subprior Pater Bonifaz übergab Hochw. Herr Pfarrer Pater Ephrem den Sarg der geweihten Erde. Herr Amann war am 2. Februar 1888 in Windberg geboren und hatte 1919 geheiratet; Die Gattin und 6 Kinder trauern um ihren teuren Verstorbenen. Seit seinem 23. Lebensjahr führte er die vom Vater übernommene Schreinerei und erwarb sich Achtung und Ansehen. Die ganze Zeit des ersten Weltkrieges war er an der Front in Frankreich. – Seit vielen Jahren war Johann Hierstetter in der Meidendorfer Gastwirtschaft tätig. Er wurde in Faustdorf geboren und starb jetzt im Alter von 65 Jahren. Sein ruhiges Wesen hatten ihn, nicht zuletzt bei den Meidendorfer Schützen, beliebt gemacht. Der Windberger Kirchenchor umrahmte beide Trauerfeiern.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1963


Requiem für den Hl. Vater
Hunderdorf.
Am Mittwoch findet vormittags um 9 Uhr in der Pfarrkirche ein Requiem für den Hl. Vater statt. Alle Pfarrangehörigen sind zur Teilnahme an diesem Trauergottesdienst eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1963


Windberger und Hunderdorfer im Zeltlager
Windberg.
Die Buben der Pfarrjugend der beiden Nachbarpfarreien Windberg und Hunderdorf verlebten die ganze Pfingstwoche in einem gemeinsamen Zeltlager. Rund um die Zelte, die in einem einsamen Tal am Schwarzen Regen aufgeschlagen waren, herrschte alle Tage ein fröhliches Lagerleben. Es gab ausgiebig Gelegenheit zu gemeinsamem Spiel, zum Baden und zu Wanderungen. Die Tage sind allen viel zu schnell vergangen, das schöne Wetter und die frohe Stimmung belohnten auch die Veranstalter für die Mühe der gründlichen Vorbereitung. Lagerleiter war Frater Johannes vom Kloster Windberg, der sich nicht zuletzt als großer Fußballer die Herzen der Buben eroberte. Einige Tage waren auch Windbergs Pfarrer H. Pater Ephrem und Kooperator Pater Wolfgang von Hunderdorf im Lager.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1963


Von der Feuerwehr
Hunderdorf.
 Alle Feuerwehrmänner, die im Besitz eines Uniformrockes sind, werden gebeten, sich an der Fronleichnamsprozession zu beteiligen. Am kommenden Freitag findet um 19 Uhr die nächste Übung der Gruppe 3 zur Leistungsprüfung statt. Um vollzähliges Erscheinen der Gruppe wird gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1963


Versammlung der Veteranen
Hunderdorf.
Am Sonntag findet um 15 Uhr im Cafe´ Weinzierl eine Mitgliederversammlung des Krieger- und Veteranenvereins statt. Alle Mitglieder und interessierten Kameraden sind dazu höflich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.06.1963


Von der Feuerwehr
Hunderdorf.
 Alle Feuerwehrmänner, die im Besitz eines Uniformrockes sind, werden gebeten, sich an der Fronleichnamsprozession zu beteiligen. Am kommenden Freitag findet um 19 Uhr die nächste Übung der Gruppe 3 zur Leistungsprüfung statt. Um vollzähliges Erscheinen der Gruppe wird gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.06.1963


Fahnenweihe der RK-Ortsgruppe
Hunderdorf.
Am kommenden Sonntag findet die Weihe der neuen Kolonnenfahne der BRK-Ortsgruppe Hunderdorf statt. Um 9 Uhr stellt sich der Festzug vor der Gastwirtschaft Baier auf. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche. Nach der Weihe ist eine Feier im Gasthaus Sandbiller anläßlich des fünfjährigen Bestehens der Ortsgruppe Hunderdorf vorgesehen. Zum 100jährigen Jubiläum des IKRK wird der 1. Vorsitzende des RK-Kreisverbandes, Landrat Hafner, eine Festansprache halten. Alle Mitglieder, Freunde und Gönner des Roten Kreuzes sind zur Teilnahme bei der Fahnenweihe und zum Festakt bei Sandbiller eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.06.1963


Ludwig Obermeier und Alfons Köderl beerdigt
Hunderdorf.
Schier unfaßbar erschein allen die Nachricht, als am Freitag bekannt wurde, daß der 31jährige Ludwig Obermeier und der 24jährige Alfons Köderl durch einen schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind. In der Nacht zum Freitag waren sie mit ihrem Personenwagen von der neuerbauten Straße bei Nittendorf in der Oberpfalz abgekommen und über eine ca. 12 m hohe Böschung auf die Bahngleise gestürzt. Die Verletzungen, die sie dabei erlitten, dürften zum sofortigen Tod geführt haben. Erst als einige Zeit später ein Güterzug die Unfallstelle passierte, wurde man auf die Verunglückten aufmerksam.
Am Montagvormittag waren die Trauergottesdienste angesetzt und die große Anteilnahme der Bevölkerung zeigte den Hinterbliebenen, wie sehr sich der plötzliche Tod der beiden jungen Menschen erschüttert hatte. H. Pfarrer Ruß gab den Hinterbliebenen von Alfons Köderl die Trostworte „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen; der Name des Herrn sei gebenedeit“. Er schilderte den Verunglückten als fleißigen Menschen, der schon frühzeitig in Arbeit gestanden ist und besonders gut zu seiner Mutter war. Der Schmerz der Angehörigen ist groß und der Mensch allein mag nicht zu trösten, wo solches Leid geschah; es bleibt nichts als die Ergebung in den Willen Gottes. Für Ludwig Obermeier nahm H. Kooperator Vos die letzten kirchlichen Segnungen vor. Ein fürsorglicher Familienvater, den zwei Kindern ein guter Vater, hat ihn der Verkehrstod für immer den Seinen entrissen. Unerforschlich ist der Wille Gottes und „meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, meine Wege sind nicht eure Wege“. Spricht der Herr und wir stehen trauernd, aber ergeben in seinem hl. Willen, seinen Entscheidungen gegenüber.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.06.1963


Am Sonntag wird die neue Fahne geweiht
Rotkreuz-Ortsgruppe Hunderdorf wird gut geführt – Rege Tätigkeit im vergangenen Jahr
Hundedorf.
Zu ihrer Jahresversammlung trafen sich am Montag die Mitglieder der RK-Ortsgruppe Hunderdorf im Cafe´ Weinzierl. Sozialdienstleiterin Frau Hofmann durfte dazu auch Sanitätsdienstleiterin Frau Grötzner, Kreisgeschäftsführer Nowak, Kreiskolonnenführer Klar und Kolonnenführer Lobmeier begrüßen. Sie berichtete über ein e rege Tätigkeit der Ortsgruppe im abgelaufenen Jahr. Zu Weihnachten wurden 60 Aktbürger mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Zum Muttertag wurden 32 Mütter eingeladen und für mehrere Stunden von der täglichen Hausarbeit entlastet und betreut. Mehrere Schwesternhelferinnen hatte das Jahr über im Krankenhaus Bogen Dienst gemacht. 17 Hilfeleistungen wurden an der Unfallhilfsstelle vorgenommen, und bei mehreren Veranstaltungen waren die Helfer in Bereitschaft. Ein großer Erfolg war das Theater, das die Gruppe im Winter aufgeführt hat. Auch der RK-Ball wurde zu einem gesellschaftlichen und finanziellen Erfolg. Aus dem Erlös dieser Veranstaltungen kann nun eine neue Fahne für die Ortsgruppe bezahlt werden. Am morgigen Sonntag wurde diese Fahne geweiht. Zu der Weihe ist die Bevölkerung eingeladen.
Besonders lobend hob Frau Hofmann die Bereitschaft und den Eifer der Gruppenmitglieder hervor. Für den Großteil der Schwesternhelferinnen, für die Mitglieder des JRK und die Sanitätshelfer sind Trachten und Uniformröcke beschafft worden. Es darf erwartet werden, daß bald alle Kolonnenmitglieder Dienstkleidung besitzen.
Kreisgeschäftsführer Nowak gab bekannt, daß die Revision der Kasse eine einwandfreie Buchführung und gute Verwaltung ergeben habe. Er bestätigte, daß die Ortsgruppe Hunderdorf sehr gut gearbeitet habe. Im Namen des Kreisverbandes sprach er Frau Hofmann, Herrn Niedermeier und allen Mitgliedern seinen Dank aus. Für das kommende Jahr wünschte er einen gleichen Erfolg und eine stete Entwicklung.
Kreiskolonnenführer Klar gab seiner Freude Ausdruck, daß die Ortsgruppe Hunderdorf in den 5 Jahren ihres Bestehens einen so guten Aufschwung genommen hat und sich vorbildlich im Geiste der Einsatzbereitschaft und im Dienst am Nächsten zeigt. Immer war die Gruppe zur Stelle, wenn sie gebraucht wurde. Für den Sanitätswettbewerb, der in Bogen stattfand, hat die Gruppe ebenfalls eine Abordnung geschickt und damit den Willen zur Bewährung und Weiterbildung gezeigt. Klar wünschte für die am 23. Juni in Straubing stattfindende Jahresversammlung des Bezirkstages von Niederbayern-Oberpfalz anläßlich des 100jährigen Bestehens des Deutschen Roten Kreuzes eine rege Beteiligung. Für die nächste Zeit kündigte er eine Alarmübung an, bei der die Kolonnen vor allem ihre schnelle Einsatzbereitschaft unter Beweis zu stellen haben. Für die nächsten Jahren wünschte er der Ortsgruppe einen ebenso erfolgreichen Aufschwung wie bisher. Sanitätsdienstleiterin Frau Grötzner bedankte sich für die gute Zusammenarbeit zwischen Kolonne und Bereitschaft und wünschte zum Segen des RK eine Fortdauer dieses guten Verhältnisses.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.06.1963


Bund fürs Leben
Steinburg/ehren.
Am Samstag feierten der Schäffler Johann Schlecht und die Saaltochter Adelinde Häusler ihr Hochzeitsfest. Die standesamtliche Trauung vollzog Bürgermeister Alfons Berger-Steinburg und das Sakrament der Ehe spendeten sich die Eheleute vor H. Pfar. Georg Ruß in der Pfarrkirche zu Hunderdorf. In der Gaststätte Solcher in Ehrn fand die weltliche Feier statt. Hochzeitslader Bertl Altschäffl unterstützt durch die Blaskapelle Helmbrecht-Bogen, empfing die Gäste. Brautführer Johann Schwarzensteiner sorgte mit seinen gekonnten G’stanzln für die Hebung der allgemeinen Fröhlichkeit und in bester Unterhaltung schwang man das Tanzbein. Der Bräutigam arbeitet in der Hacker-Brauerei in München. Er ist auch Mitglied der weltberühmten Münchner Schäffler und gerne erzählt er von den Vorführungen des Tanzes bei vielen Festlichkeiten der Landeshauptstadt. Wohnung bezieht das Brautpaar bei den Eltern des Bräutigams in Ehren, die sich freuen, nun auch eine Tochter zu haben.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.06.1963


Ein großes Bekenntnis zur Kirche
Zahlreiche Gläubige begleiten am Fronleichnamstag den Herrn auf seinem Weg durch die Gemeinde
Hunderdorf.
Wohl kaum ein anderes Fest bringt den Glanz der katholischen Kirche so zur Entfaltung wie das Fronleichnamsfest, bei dem der Herr in der Gestalt des hl. Sakramentes durch die Straßen und Plätze der Gemeinde getragen wird. Die Fronleichnamsprozession war auch heuer ein großes Bekenntnis zur Kirche. Die überaus große Zahl der Beteiligten, die we henden Fahnen der kirchlichen und weltlichen Vereine, die blumenstreuenden Mädchen, die betenden Gläubigen und das Alleluja am Schluß der Evangelien brachten allen aufs neue die Freude und den Glanz des Fester zum Bewußtsein, an dem die Eucharistie zum Triumph der Kirche durch das Dorf getragen wird.
Viele mögen sich aber auch an die Prozession des Vorjahres erinnert haben, bei der die sengende Glut der Sonne für H. Geistl. Rat Kiermaier, der trotz seines hohen Alters und einer Herzerkrankung die Prozession führte, einen Schlaganfall zur Folge hatte, von dem er nichtmehr genas.
H. Pfarrer Ruß, inzwischen wegen der lebendigen Gestaltung der kirchlichen Feste und Feiern geschätzt, zelebrierte ein levitiertes Amt. Anschließend stellte sich die Prozession vor der Kirche auf, um von hier die 4 Evangelien zu begehen. Die gemeinsamen Gebete vor den Altären, die dem Anliegen der hl. Kirche, der Volksgemeinschaft, den Früchten der Erde und der Gemeinde gewidmet waren, brachten eine dankbar empfundene aktive Einbeziehung der Gläubigen in das Rituell. Zum Abschluß fand man sich im Gotteshaus ein, um gemeinsam „Großer Gott wir loben dich“ zu singen und den sakramentalen Segen zu empfangen.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.06.1963


Fünf Jahre Rot-Kreuz-Ortsgruppe
Neue Fahne geweiht – Verdiente Mitglieder geehrt – Landrat Hafner sprach anläßlich des 100jährigen Bestehens des Roten Kreuzes
Hunderdorf. Mit einem gemeinsamen Gottesdienst in dem vom Gesangverein Hunderdorf die Haydn-Messe vorgetragen wurde, begann am Sonntag die Feier der RK-Ortsgruppe Hunderdorf anläßlich ihres fünfjährigen Bestehens. H. Pfarrer Ruß nahm anschließend die Weihe der neuen Fahne vor. In seiner kurzen Predigt führte er aus, daß das Symbol der Fahne, das rote Kreuz, ein christliches Symbol sei, das an die Liebe des Herrn zu den Menschen erinnert. Die uneigennützigen Helfer, die sich für den Dienst im RK zur Verfügung stellen, zeigen die Liebe in der Gesinnung und in der Tat. Nicht nur im Krieg, sondern auch im Frieden hat das Wirken dieser Organsiation eine große Bedeutung. Zu rWeihe der Fahne möge der Herr seinen Segen geben.

Die Mitglieder, die für langjährige Dienstzeit geehrt wurden, mit der neuen Fahne.

Nach der Fahnenweihe begaben sich die Helfer und Helferinnen sowie die Festgäste in den Saal der Gastwirtschaft Sandbiller. Sozialdienstleiterin Frau Hofmann konnte dort Landrat Hafner, die Geistlichkeit von Hunderdorf, die Lehrerschaft, Bürgermeister Reiner, Kreisgeschäftsführer Novak, Ausbildungsleiter Niedermeier, Kreiskolonnenführer Klar, Sanitätsdienstleiterin Frau Grötzner und die Vertreter der örtlichen Vereine begrüßen. Sie stellte in ihrer kurzen Ansprache den Gründer des RK, Henri Dunant, als das große Vorbild der Mitarbeiter heraus. Der größte Teil ihrer Arbeit vollziehe sich in der Namenlosigkeit, die keinen Dank erfordert.
Landrat Hafner sprach anläßlich des 100-jährigen Bestehens des Roten Kreuzes. Das Rote Kreuz, so führte er aus, wurde aus dem Mitleid der Menschengeboren. Die Ausgabe des Roten Kreuzes besteht in der Liebe, Güte, Erbarmung und Hilfsbereitschaft. Es kennt keinen Unterschied der Rasse, des Standes und der Religion und ist getragen vom hohen Geiste des Gemeinsinns. Das BRK ist eine Organisation auf freiwilliger Basis mit Mitgliedern, die sich berufen fühlen, anderen Menschen zu helfen und meistens ehrenamtlich arbeiten. Es ist die Aufgabe aller zuständigen Stellen, die weltweite Bedeutung des RK publik zu machen und das Interesse für seine Zielsetzung bei der Öffentlichkeit zu wecken.
In den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte Landrat Hafner das Lebenswerk Henri Dunants und die Aufgaben des RK heute und in der Zukunft, In seinem Buch“ Erinnerungen an Solferno“ rüttelte H. Dunant des Gewissen der Menschheit wach, und er fordert Schutz, Pflege und Betreuung für die waffenlosen Opfer der Kriegsfurie. Die Genfer Konvention vom Jahre 1863 brachte die unternationale Anerkennung und Bestätigung seiner Bemühungen.
Als Aufgaben des RK bezeichnete Landrat Hafner Hilfsbereitschaft, Schutz des Lebens und der Gesundheit sowie die Erhaltung des Friedens. Das Beispiel des barmherzigen Samariters wird zur Grundidee dieser Organisation und der Dienst am Nächsten ist zugleich der dienst am Frieden.
Allen Männern und Frauen, die ehren- oder hauptamtlich im RK des Landkreises mitarbeiten, sprach Landrat Hafner seinen persönlichen und den Dank des Kreistages aus. Zugleich gab er seiner Hoffnung Ausdruck, daß auch in Zukunft mit dem gleichen Opfersinn und derselben Bereitschaft im Sinne der Nächstenliebe gearbeitet werde. Der RK-Ortsgemeinschaft überbrachte er die Glückwünsche zur neuen Fahne und zum 5jährigen Jubiläum. Er dankte vor allem Herrn Klar, der die Ortsgruppe gründete, und Frau Hofmann sowie Herrn Niedermeier, die sich in diesen Jahren sehr verdient gemacht haben.

Frau Hofmann konnte als Geschenk des Kreisverbandes fünf Sanitätstaschen entegegnnehmen.

Als Geschenk des Kreisverbandes überreichte Landrat Hafner fünf Sanitätstaschen. Anschlie ßend erhielt Frau Hofmann eine Ehrenurkunde für 25jährige Dienstzeit bei RK, und für 5jährige Dienstzeit wurden Ludwig Niedermeier, Walter Reichardt, Hafner Franz, Grill Johann und Holmer Elfriede mit einer Urkunde geehrt.
Kreiskolonnenführer Klar hob hervor, daß in einer Zeit, in der die meisten Menschen materiellen Werten nachjagen, der selbstlose Dienst im RK oft mit Spott, Mißachtung und Bedauern quittiert werde. Ohne diese Selbstlosigkeit und Uneigennützigkeit aber wäre das Bestehen dieser Organisation in Frage gestellt. In den fünf Jahren ihres Bestehens habe die Ortsgruppe Hunderdorf viel Geleistet. Sie habe nicht nur durch eine Reihe von Grundausbildungs-Lehrgängen und Sanitätskursen, Ausbildungskursen in häuslicher Krankenpflege und Übungsabenden ihren Willen zur Weiterbildung bewiesen, sie ist auch heute die bestausgerüstete Gruppe des Landkreises. Kurz streifte Klar die Geschichte der jungen, aber sehr aktiven Ortsgruppe und wünschte, daß die neue Fahne als Symbol für Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe weiter über ihr wehen möge.
Frau Hofmann dankte anschließend im Namen der Bereitschaft und der Kolonne Hunderdorf dem Vorstand des Kreisverbandes und seinen Mitarbeitern für ihre Unterstützung bei der Gestaltung dieser Feierstunde und bekräftigte den Willen der Ortsgruppe zur Weiterarbeit im Geiste Dunants.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1963


Fahre rechts, die Straße wird breiter
Windberg.
Auf der B 20 streiften sich zwei Personenkraftwagen, weil beide Fahrer im Begegnungsverkehr nicht vorsichtig genug waren und außerdem gegen das Rechtsfahrgebot verstießen. Auch diese beiden Fahrer wurden wegen Übertretung der STVO angezeigt.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1963


Angespannte Finanzlage ist überwunden
Haushaltsplan für 1963 aufgestellt – Gemeindehaushalt schließt mit 138 901 Mark ab
Steinburg.
Hauptberatungspunkt der Gemeindeväter Steinburgs in der letzten Sitzung war die Aufstellung der Haushaltspläne für Gemeinde und Volksschule. Bürgermeister Berger konnte die vollzählig erschienenen Gemeinderäte begrüßen. Die angespannte Finanzlage der letzten Jahre ist überwunden, sagte er, und die weitere Planung für die Zukunft kann sich nun wieder in einem breiten Rahmen bewegen. Das Gemeindeoberhaupt dankte den Gemeinderäten, daß sie in oft schweren Zeiten einmütig Last und Verantwortung trugen. Kassier Josef Feldmeier erläuterte im Anschluß die einzelnen Posten des Gemeindehaushaltes 1963, der mit 138 901 DM in den Einnahmen und Ausgaben abgeglichen ist. Zur Beratung des Schulhaushaltsplanes, zu der auch der Bürgermeister der Schulverbandsgemeinde Gaishausen, Herr Gall, erschienen war, konnte der Kassier erwähnen, daß auch hier eine merkliche Besserung eingetreten sei. Diese wird sich in den kommenden Jahren noch spürbarer auswirken, denn sie bringen die Tilgung der kurzfristigen Darlehen, deren Rückzahlungsquoten einen wesentlichen Teil des Schuldendienstes betrugen. Der diesjährige Schulhaushalt schließt mit 11 547 DM in den Einnahmen und Ausgaben ab. Schulleiter Müller erläuterte in kurzen Umrissen die festen Ausgaben der Schule innerhalb eines Schuljahres. Hier gebührt den Gemeinderäten große Anerkennung, denn einmütig stellten sie sich wiederum hinter ihre Schule und auch Bürgermeister Gall erklärte, daß er die Sorge um die Schule als eine Hauptaufgabe betrachte.
Die Abdeckung der Erschließungskosten der Fa. Walker, Bekleidungsindustrie, Steinburg, machte auch einen außerordentlichen Haushalt notwendig. Auch hier war man einmütig davon überzeugt, daß diese Aufgaben zugunsten der Gemeinde und seiner Bewohner übernommen werden mußte. Es wurde bedauert, daß die Erschließungsarbeiten infolge Überbeanspruchung der beauftragten Baufirma noch nicht abgeschlossen werden konnten. Man hofft aber, daß die Abschlußarbeiten doch bald beginnen. Weitere Punkte der Tagesordnung wurden zur eingehenden Beratung auf die nächste Sitzung vertagt.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1963


Goldene Hochzeit und Geburtstagsfeier
Mariaposching.
Die Krämerseheleute Johann und Katharina Solcher von Aicha, Gde. Waltendorf, konnten das seltene Fest der goldenen Hochzeit feiern. Die Jubilarin ist eine geb. Hafner von Netzstuhl. Zur Gratulation waren bei dem Jubelpaar vier Kinder, Schwiegersöhne und Schwiegertöchter, acht Enkelkinder und ein Urenkel erschienen. Heute Montag kann nun der Jubilar den 78. Geburtstag und gleichzeitig seinen Namenstag feiern.
Das Jubelpaar übernahm 1913 den Pachtbetrieb Schloßgut Steinburg von den Eltern Benedikt u. Franziska Solcher. Der Jubilar mußte den Weltkrieg von1914 bis 1918 als Infanterist im 20. Kgl. Bayr. Inf.-Regiment mitmachen. Von 1931 bis 1941 bewirtschaftete das Ehepaar das Schloßgut Haggn bei Neukirchen und erwarb sich 1941 ein eigenes Heim in Aicha, wo die Eheleute beliebt und geachtet sind. In seinem schönen Heim verbringt das Jubelpaar nun den verdienten Lebensabend. Ihr Heimatblatt wünscht weiterhin alles Gute!
Quelle: Bogener Zeitung, 24.06.1963


Wer beschädigt die Ruhebänke
Hunderdorf.
Die acht Ruhebänke, die im Vorjahr vom SPD-Ortsverein im Ortsbereich aufgestellt wurden, weisen in letzter Zeit immer mehr Beschädigungen auf. Man geht nicht nur den Latten mit Messern zu Leibe, auch die Umgebung der Ruhebänke ist voll mit Papierresten, Speiseresten und gebrochenen Flaschen. Dazu kommt noch, daß häufig auch die umliegenden Grundstücke durch herumtollende Kinder beschädigt werden und die Grundstücksbesitzer daher berechtigte Klage führen und sogar mit dem Abbruch der Bänke drohen, wenn die Zustände sich nicht bessern. Es zeugt von äußerster Unreife der Kinder und auch zum Teil der schuldigen Erwachsenen, wenn die gute Tat auf diese Art und Weise zunichte gemacht wird. Die Bänke sollen vor allem den Fremden, den Spaziergängern und den alten Leuten zur besinnlichen rast dienen und nicht Objekt der Zerstörungswut einiger Flegel sein. Es wäre zu wünschen, daß die Eltern ihre Kinder auf diese Zustände aufmerksam machen würden. Immerhin ist zu bedenken, daß diese Bänke, die in freiwilliger Arbeit errichtet wurden, einen Wert von ca. 1 000 DM haben. Sollten weiterhin Beschädigungen dieser Art auftreten, so müssen die Betreffenden mit einer Anzeige und einer Wiedergutmachung rechnen.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.06.1963


Kriegerdenkmal und Pfarrhof sind zu erneuern
Schwere Schäden am Kriegerdenkmal aufgetreten – Renovierung des Pfarrhofes durch das Landbauamt genehmigt
Hunderdorf.
Kaum zehn Jahre ist es her, daß die Pfarrei, die Gemeinde und der VdK im Zusammenwirken mit den Hinterbliebenen der Gefallenen beider Weltkriege das Kriegerdenkmal erneuern ließen. Die Kosten für die Erinnerungstafeln mit der Goldschrift beliefen sich auf eine ziemlich hohe Summe. Ihre Ausführung war in schwarzem Marmor vorgesehen; schließlich aber wurde die Widmung auf schwarzen Glastafeln mit Goldschrift ausgeführt. Schon seit einigen Jahren weisen nun diese Tafeln Sprünge auf und inzwischen sind alle fünf Tafeln kaputt gegangen und zum Teil auseinandergefallen. Der Anblick dieser Gedenkstätte für die Gefallenen ist nichtgerade eine Empfehlung für unseren Ort. Die Gründe, warum dieses Denkmal, das mehrere tausend Mark gekostet hat, schon nach so kurzer Zeit buchstäblich in Scherben ging, wären noch zu klären; der strenge Winter allein dürfte kein ausreichender Grund dafür sein.
Ein weiteres Gebäude der Gemeinde hat in den letzten Jahren ebenfalls zahlreiche Erscheinungen von Verfall gezeigt: der Pfarrhof. Dieses relativ sehr alte Gebäude mit seinem starken Verputz leidet an Bodenfeuchtigkeit. Dadurch fielen immer mehr Teile des Außenputzes ab. Bereits im Vorjahr konnte H. Pfarrer Ruß mit einer Renovierung des Erdgeschosses beginnen und mittlerweile sind vom Landbauamt auch die Mittel für die Erneuerung des Außenputzes und die Anbringung eines neuen Daches genehmigt. Weiter ist auch noch die Renovierung des Obergeschoßes vorgesehen. In diesen Tagen sind nun schon Handwerker dabei, dem Pfarrhof eine neues Gesicht zu geben, aber zuerst muß der alte Putz fallen, und das wird noch „viel Staub im Pfarrhof“ geben.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.06.1963


Die Leistung steigt – das Gerät zerfällt
Dritte Gruppe der FFW erhielt das Leistungsabzeichen – Schadhaftes und feuchtes Feuerhaus fördert den Zerfall des Materials – Gemeinde will neues Feierhaus bauen
Hunderdorf.
Man darf wohl, ohne dem Vorstand oder dem Kommandanten zu schmeicheln, behaupten, daß die Feuerwehr Hunderdorf derzeit ihren höchsten Leistungsstand seit ihrem Bestehen erreicht hat. Schon im Vorjahr haben zwei Gruppen der Wehr das Leistungsabzeichen abgelegt, und in diesen Tagen stellte sich die Gruppe 3, die vorwiegend aus ganz jungen Wehrmännern besteht, dem Schiedsgericht, um ihre schnelle Einsatzfähigkeit unter Beweis zu stellen. Kommandant Anleitner hatte die Gruppe in eine gute Schulung genommen, und als man am Sonntag in Anwesenheit des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Mühlbauer und der beiden Schiedsrichter Pellkofer aus Wiesenfelden und Heß aus Pilgramsberg und dem Zeitnehmer Löw aus Perasdorf die Gruppe ihren Befehl bekam, da vergingen nur 172 Sekunden, bis sie Saufleitung angeschlossen, die Motorspritze in Stellunggebracht hatten und der Melder berichten konnte, daß drei C-Strahlrohre angeschlossen sind.
Man muß selber einen solchen Aufbau gesehen haben, um zu wissen, daß dabei kaum ein Handgriff fehlgehen darf, wenn dieser Aufbau in weniger als drei Minuten geschafft werden soll. Die Gruppe, die unter Löschmeister Ferdl Hartmannsgruber und den Mitgliedern Willi Gütlhuber, Xaver Groß, Hans Holmer, Xaver Schlecht, Hans Sträußl, Josef Poiger, Georg Hagn und Ludwig Glöckl so exakt arbeitete, fand auch das Lob und die Anerkennung des stellv. Kreisbrandmeisters Mühlbauer und konnte stolz die Glückwünsche von Vorstand Härtenberger und Kommandant Anleitner entgegen nehmen. Besonders erfreulich war dabei, daß es sich hier um eine Gruppe handelt, die vorwiegend aus ganz jungen Leutenbesteht und es muß anerkannt werden, daß gerade der Nachwuchs so viel Interesse an der Arbeit der Wehr trägt.
So gut der Leistungsstand einerseits ist, so übel ist die Wehr momentan dran mit ihrem alten, feuchten und baufälligen Feuerhaus. Der heurige Winter hat die baufälligen Mängel noch stärker in Erscheinung treten lassen, und fingerdicke Risse sind an den Mauern aufgetreten; dazu kommt noch, daß auch der betonierte Boden durch den Frost stark aufgeworfen und abgerissen wurde. Am schlimmsten jedoch macht sich die Feuchtigkeit des Feuerhauses bemerkbar, die in kürzester Zeit das Schlauchmaterial und die Schutzanzüge vermodern läßt. Eine Reihe von Schutzanzügen kann nichtmehr gebraucht werden, da der Stoff brüchig ist und bei der ge ringsten Bewegung auseinander geht.
Seit einiger Zeit schon liegt ein Antrag der FFW bei der Gemeinde um Errichtung eines neuen Feuerhauses vor. Der Gemeinderat hat sich diesem Antrag gegenüber auch aufgeschlossen und verständig gezeigt und sich bereits um ein geeignetes Grundstück umgesehen. Wie jetzt die Dinge liegen, dürfte dazu der Platz neben dem alten Bogenbacharm neben Henke in Frage kommen. Auch der Grundstücksbesitzer, Herr Drechsler, zeigt sich diesem Ansuchen nicht abgeneigt. Es darf also erwartet werden, daß hier in nächster Zeit das neue Feuerhaus entstehen wird. Ein Neubau wird zwar der Gemeinde einiges Geld kosten, damit hören aber auch die dauernden notwendigen Neuanschaffungen von Schlauchmaterial auf, die jetzt in kurzen Abständen notwendig sind, da nach jedem Einsatz einige vermoderte Schläuche platzen und nicht mehr verwendbar sind. Der eifrigen Wehr, die wirklich gute Einsatzbereitschaft zeigt, möchte man daher diesen Neubau auch bald wünschen.
Die Bilder zeigen die Gruppe 3, die jetzt das Abzeichen ablegte, und das baufällige Feuerhaus.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.06.1963


Nach dem Unfall Fahrerflucht
Hunderdorf.
Infolge zu hoher Geschwindigkeit wurde ein Roller aus der Kurve betragen, fuhr eine Gartensäule ab und sauste dann nach einigen Minuten davon. Der Sozius wurde verletzt. Der 23jährige Fahrer stammt aus dem Kreis Straubing. Er wird sich wegen Unfallflucht, fahrlässiger Körperverletzung und Uebertretung der StVO verantworten müssen.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.06.1963


Wassernot in Mitterfels endgültig beseitigt
Leitung verbindet den Tiefbrunnen in Hunderdorf mit dem Mitterfelser Hochbehälter in Buchberg
Mitterfels.
Seit Pfingstmontag läuft das Wasser durch die neue Verbindungsleitung des Wasserzweckverbandes vom Tiefbrunnen in Hunderdorf zum Mitterfelser Hochbehälter in Buchberg. Die monatelange Wassernot in Mitterfels ist damit endgültig beseitigt. Grund genug, zu feiern. Am vergangenen Freitag versammelten sich auf Einladung des Zweckverbandes alle am Bau Beteiligten zu einer keinen „Wasserfeier“ im Gasthaus Moosmüller (Dinter) in Mitterfels. Neben den Arbeitern der Firma Klug begrüßte der 1, Vorsitzende Karl Härtenberger Oberregierungsrat Dr. Osthelder von der Aufsichtsbehörde, Ing. Bauer, als den vom Landesamt bestellten örtlichen Bauleiter, Obering. Schleinkofer, Ing. Kellner und Ing. Hartmann von der Firma Klug, deren Schachtmeister Heinze, ferner die Bürgermeister von Mitterfels und Oberalteich, die Mitglieder der Vorstandschaft und der Verbandsversammlung, sowie Schriftführer, Wasserwart und Wassergeldkassiere.
In einer kurzen Ansprache stellte Härtenberger fest, daß der Zweckverband mit seinen bisherigen Leistungen in einem kurzen Zeitraum von erst 1 Jahr und 1 Monat voll und ganz zufrieden sein könne. Man sei glücklich darüber, mit der Fertigstellung der Leitung zwischen Hunderdorf und Mitterfels auch die technische Verbindung zwischen den Verbandsgemeinden hergestellt zu gaben. Er freu sich vor allem darüber, daß damit die Mitterfelser Wassernot, die er durch eigene Anschauung kennengelernt habe, endgültig gebannt sei. Der Einsatz aller Kräfte habe sich gelohnt, wenn es manchmal auch recht schwierig gewesen sei. Er erinnerte an verschiedene Einzelheiten, wie z. B. das plötzliche Eintreten des außergewöhnlich strengen Winters, das lange Ausbleiben der Schneeschmelze, die Überwindung von Hindernissen aller Art und dankte allen, die diesen ersten Abschnitt des gewaltigen Projektes vollenden halfen, vor allem dem Bayerischen Landesamt für Wasserversorgung und Gewässerschutz für die Mitarbeit bei der Planung und bei der Bereitstellung von Staatsmitteln, dem Landratsamt Bogen, das jegliche Unterstützung zuteil werden ließ, dem Abgeordneten Rainer, der Firma Klug für die gute Arbeit und die Einhaltung der Termine, den Arbeitern, die manche Strapazen mitmachen mußten, dem örtlichen Bauleiter, Ing. Bauer für seine gründliche Arbeit, den Vorstandsmitgliedern und den Mitgliedern der Verbandsversammlung, ferner dem Schriftführer und dem Wasserwart und schließlich auch den Wassergeldkassieren, die mit der Zustellung der Bescheide für die Altanschließergebühren in den letzten Tagen eine besonders heikle Aufgabe bewältigt hätten. Leider käme man über diese Gebühren nicht hinweg, da bei der großzügigen Unterstützung durch den Staat notwendigerweise auch entsprechende Eigenmittel aufgebracht werden müßten.
Oberregierungsrat Dr. Ostehelder überbrachte die Grüße des Landrates, der selbst nicht zur Feier kommen konnte. Er zeigte nochmals die Tatsachen auf, die zur Gründung des Wasserzweckverbandes geführt hatten und gab seiner Genugtuung über die bisher geleistete Arbeit Ausdruck. Er würdigte besonders die Arbeit Härtenbergers und meinte, einen besseren 1. Vorsitzenden hätte man bestimmt nicht finden können.
Obering. Schleinkofer bedankte sich im Namen der Firma Klug nochmals für die Erteilung des Auftrages. In guter Zusammenarbeit mit dem Zweckverband und im Hinblick auf die akute Wassernot in Mitterfels sei es den Arbeitern gelungen, die gestellten Termine nicht nur einzuhalten, sondern sogar zu unterbieten.
Bürgermeister Hafner von Mitterfels schilderte die Anstrengungen, die die Gemeinde Mitterfels unternommen hatte, um die eigene Wasserversorgung zu sichern. Als alles umsonst gewesen sei, habe man sich zum Beitritt zum Zweckverband entschlossen und dies bis jetzt nicht bereut. Er dankte im Namen der Gemeinde Mitterfels allen Beteiligten für die geleistete Arbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Wasserabnehmer diese Arbeit ebenfalls anerkennen würden, indem sie sich nicht sträuben, die notwendigen Anschließergebühren zu bezahlen.
Ing. Bauer, der örtliche Bauleiter, hob seinerseits die gute Zusammenarbeit mit dem Zweckverband und der Firma Klug hervor, wobei er besonders die Verdienste des 1. Vorsitzenden Härtenberger und des Schachtmeisters Heinze erwähnte. Nach dem offiziellen Teil der Feier saß man noch eine ganze Weile gemütlich und froh zusammen.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.06.1963


Flächennutzungsplan ein Hexenkessel von Problemen
Überschwemmungsbereiche bleiben – Keine weiteren Industriebetriebe für Hunderdorf – Gehsteig entlang der Staatsstraße
Hunderdorf.
Auf einer Behördenbesprechung, an der Vertreter der Planungsstelle der Regierung, der Bundesbahndirektion Regensburg, der Energieversorgung Ostbayern, der Bundespostdirektion Regensburg, des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf, des Straßenbauamtes Deggendorf, des Landratsamtes Bogen und der Gemeinde Hunderdorf teilnahmen, wurde für Hunderdorf ein Flächennutzungsplan erstellt, der die Entwicklung des Ortes und der Gemeinde Hunderdorf für die weitere Zukunft festlegt. Durch die Koordination der Belange der zuständigen Stellen soll vor allem einer sogenannten wilden Bebauung entgegen gewirkt werden.
An allen Ecken und Enden der Ortschaft wuchsen in den letzten Jahren Häuser empor, wurden neue Straßen errichtet und Bebauungsgebiete ausgewiesen. Schon seit längerer Zeit sah das Kreisbauamt dieser Entwicklung argwöhnisch entgegen und dämmte nach Möglichkeit diese ungünstige Entwicklung ein und versuchte durch die Ausweisung von Siedlungsgebieten die Ortschaft geschlossener zu gestakten. Nicht immer waren diese Maßnahmen für die betroffenen Bauwilligen, die da und dort ein günstiges Grundstück bekommen hatten, leicht zu verstehen. Mit dieser Entwicklung war verbunden, daß die Gemeinde sich großen Problemen in der Frage des Straßenbaues, der Wasserversorgung und Kanalisation gegenübersah, da an manchen Stellen für nur wenig Häuser weite Zufahrtswege, lange Wasserleitungen und Kanalisationsstränge zu errichten sind, die relativ hohe Kosten verursachen, welche augenblicklich nicht getragen werden können. Eine weitschauende Gesamtplanung war daher nicht nur zu wünschen, sondern im Interesse einer tragbaren Finanzierung, der mit der Siedlung verbundenen Erschließungskosten, eine unbedingte Notwendigkeit.
Die Planungsstelle der Regierung hat daher für die Zukunft angenommen, daß der Betrieb Nolte unter Umständen mit einer Zunahme von weiteren 400 bis 500 Personen anzusetzen ist; ferner wird im Raume Hunderdorf von der Bezirksplanungsstelle eine weitere Industrieansiedlung angestrebt, wodurch eine zusätzliche Erweiterung der Bevölkerungszahl bis 1 000 Einwohner möglich ist. Um Wohnungen und Grundstücke zu beschaffen, rechnet man mit einem Geländebedarf von ca. 12 ha.
Das Autobahnamt hat die künftige Autobahntrasse, welche die Gemeinde nur am Rande berührt, eingetragen und die erforderlichen Bauverbotszonen vermerkt. Da bei Bärndorf ein Anschlußwerk an die künftige Autobahn vorgesehen ist, wäre hier eine gute Erschließungsmöglichkeit für die Industrie gegeben.
Die Bundebahndirektion Regensburg ist and er Auflösung der schienengleichen Übergänge interessiert. Für die drei Übergänge in Hunderdorf ist jedoch eine Lösung der Unter oder Überführung technisch kaum gegeben. Die evtl. in Aussicht genommenen Gewerbegebiete im Süden und Norden Hunderdorfs könnten ggf. mit Gleisanschluß versehen werden.
Der Sprecher der Oberpostdirektion Regensburg machte keine Einwände gegen den Flächennutzungsplan geltend. Die Energieversorgung Ostbayern sieht für das im Süden Hunderdorfs geplante Gewerbegebiet eine Stichleitung vor, die der Eintragung in den Plan bedarf.
Das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf betrachtet die Wasserversorgung im Raume Hunderdorf durch die Erschließung der Tiefbrunnen als gesichert. Eine Schutzzone um die Brunnen mit einem Durchmesser von 300 M wäre angebracht. Eine beschränkte Ansiedlung von Gewerbebetrieben, sobald diese keine gewerblichen Abwasser produzieren, wäre tragbar.
Für die Abwasserbeseitigung ist bereits der Entwurf für ein Gesamtprojekt vorhanden. An der grundsätzlichen Natur dieses Entwurfes dürfte sich nichts ändern; lediglich die Kläranlage müßte weiter nach Süden verschoben werden und es soll auch Windberg in dieses Projekt einbezogen werden.
Am Bogenbach sind keine wasserwirtschaftlichen Maßnahmen vorgesehen, so daß die eingetragenen Überschwemmungsbereiche auch zukünftig verbleiben. Gegen die Lage des derzeitigen Müllplatzes in der Nähe des Bogenbaches werden erhebliche Bedenken geltend gemacht.
Das Gesundheitsamt Bogen hatte mit Ausnahme der Kritik an der bisherigen Lage des Müllplatzes, ebenso wie das Landwirtschaftsamt Mitterfels und die Oberforstdirektion nichts gegen den Flächennutzungsplan einzuwenden.
Das kath. Pfarramt plant im Bereich des Pfarrhofes ein Jugendheim. Für den Friedhof ist eine Erweiterungsfläche vorgesehen. Auch der Kindergarten könnte unter Umständen einmal zum alten Friedhof hin vergrößert und ein neuer Spielplatz angelegt werden. Da der eingetragene Platz für eine evangelische Kapelle nicht erworben werden konnte, ist ein Grundstück im Baugebiet Bahnhofssiedlung ausgewiesen. Das Landratsamt und die Ortsplanungsstelle haben jedoch mit Rücksicht auf seine schlechte städtebauliche Lage Bedenken erhoben.
In der Stellungnahme des Schulamtes Bogen wurde zum Ausdruck gebracht, daß eine entsprechende Fläche für den Bau einer Turnhalle vorgesehen sein soll, desgleichen für ein künftiges Freibad. Die zu erwartende wesentliche Erhöhung der Schülerzahl in den nächsten Jahren, dürfte eine Erweiterung des Schulhauses um zwei Klassenräume nach sich ziehen.
Das Straßenbauamt Deggendorf weis mit Nachdruck darauf hin, daß die Anlegung eines Gehsteiges entlang der Staatstraße mit Rücksicht auf die Sicherheit des Verkehrts unbedingt notwendig ist. Neue unmittelbare Zufahrtsstraßen zur Staatstraße im Ortsgebiet müssen unbedingt vermieden werden. Auch zwischen dem Ort und dem Betrieb Nolte wäre im Hinblick auf die Sicherheit der Arbeiter die Anlegung eines Fuß- und Radweges erforderlich. Eine weitere Bebauung in Richtung Windberg im Ortsteil Apoig wird nicht befürwortet.
Im Sinne der bereits abgegebenen Vorschläge äußerte sich auch der Vertreter des Landratsamtes über die Erweiterung des Schulhauses, der Anlage eines Freibades und der Platzbeschaffung für den Müllplatz. Der Bau der Kanalisation wurde als vordringlich hingestellt.
Das Landratsamt strebt von sich aus keine weitere gewerbliche Ansiedlung in Hunderdorf an. Diese Stellungnahme muß eigentlich überraschen, wenn man bedenkt daß ein großer Teil der hier ansässigen Arbeitskräfte auswärts beschäftigt sind und gerade für gewerbliche Mittelbetriebe Möglichkeiten vorhanden wären.
Die Gemeinderäte von Hunderdorf billigten die bei dieser Besprechung getroffenen Ergänzungen zum Flächennutzungsplan. Die Ausweisung einer Gemeindebedarfsfläche im Westen von Hunderdorf, westlich des Friedhofes, für ein Schwimmbad wurde beschlossen. Mit der Ausweisung eines beschränkt bebaubaren Gewerbegebietes im Süden ist zu rechnen.
Diese Planung, die für Jahre hinaus die Entwicklung des Ortes bestimmen soll, dient als Grundlage für weitere Bearbeitung, sie soll vor allem verhindern, daß Gebiete zweckentfremdet verwendet werden. Überscheidungen in der Planung der verschiedenen Stellen eintreten und die bauliche Entwicklung chaotische Formen annimmt, die weder im Hinblick auf das Ortsbild, noch auf die wirtschaftlichen Belange günstig sind.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.06.1963


Aus dem Polizeibericht
Bogen.
… In der Waldung bei Eglsee wurden von Langfingern drei Bäume angeschnitten. Zwei waren bereits abtransportiert. Das Waldstück gehört dem Landwirt Maier Josef, Bruckweg. …
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1963


Leistungsabzeichen werden verteilt
Windberg.
Am Samstag findet um 20 Uhr bei Wagner in Windberg eine Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Dabei werden die Leistungsabzeichen der 2. Löschgruppe verteilt. Alle Aktiven und Freunde der FFW sind höflich eingeladen. Erscheinen der aktiven Mitglieder in Uniform.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1963


Vierzig Jahre Prämonstratenser-Abtei Windberg
Im Juni 1923 zogen nach 120 Jahren Verödung wieder die „Weißen Patres“ des Prämonstratenserordens in Windberg ein
Die Säkularisation hat 1803 in Windberg eine alte Kulturstätte vernichtet, der Ort war der Bedeutungslosigkeit anheimgefallen. Einst, im 12. Jahrhundert, war hier der Sitz der mächtigen „Grafen im Donaugau“, die die weißblauen Rauten im Wappen führten und sich nach ihrem Schloß „de Winneberge“ nannten. In diesem Schloß war eine sogenannte „Capella“ , eine zweite Gemeinschaft von etwa sechs Weltpriestern. Zwischen 1124 und 1140 nahm diese Gemeinschaft die Prämonstratenserregel an. Auf die Dauer war aber Schloß- und Klosterleben in ein und demselben Hause unmöglich. Auf vielerlei Drängen gab Graf Albert I. von Windberg nach und überließ sein Schloß der Gemeinschaft. Die folgenden hundert Jahre führte das Grafengeschlecht den Beinamen, den die Burg Bogen gab.
Fast 799 Jahre blühte nun trotz aller Unbilden der wechselvollen Geschichte das Kloster als Zentrum geistlichen Lebens, als Mittelpunkt einer unvermutet vielseitigen literarischen Tätigkeit und von Kunst und Wissenschaft. Es entstand die romanische Basilika, Kirchen und Kapellen, kunstvolle Brunnen und Denkmäler, eine wehrhafte Mauer um den ganzen Ort. Abt Gebhart I. gründete neben vielen Siedlungen 1150 die erste urkundlich bezeigte Glashütte des Bayerischen Waldes, woraus sich die bis heute blühende Glasindustrie entwickelte. Die Patres versahen eine Reihe Seelsorgestellen. Es entstand eine theologische Lehranstalt, zu der Kleriker auswärtiger Klöster auf auch Weltpriester kamen. Unter anderem entstanden die Wallfahrtskirchen Heilig Kreuz und Sossau. Das Jahr 1802 sah das Kloster als wohlhabende ständische Abtei mit etwa 700 Grunduntertanen und gegen 3 000 Tagwerk Grundbesitz, der sich in die Güter Windberg, Sossau und Albrechtsried teilte. In Windberg hatte das Kloster eine einträgliche Brauerei, in Englmar eine Hofmark mit viel Wald, bei Regensburg hatte es Wienberge, in denen „der Essig wild wuchs“. In Straubing besaß es einen Kastenhof, auf dem ein Chorherr exponiert war und in dem zuletzt die Professoren aus der Zirkarie wohnten, die am Straubinger Gymnasium unterrichteten.
Am 26. März 1803 erfolgte die wiederrechtliche Aufhebung. Der Convent zählte 28 Chorherrn, drei Kleriker und einen Novizen. Nun begann ein großes Versteigern. Das Gotteshaus der Abtei wurde Pfarrkirche, die Prälatur Pfarrhof. In Windberg allein wurden neun Nebenkirchen und Kapellen abgebrochen oder profaniert. Ganz zu schweigen von den Kunstschätzen, die dem Vandalismus zum Opfer fielen (Z. T. nach P. Backmund „Windberg“ im Bayernkalender 1949).
Die folgenden Jahrzehnte ließen die Aussicht auf eine Wiederbelebung immer mehr schwin den. 1922 standen die Klostergebäude wieder einmal zum Verkauf. Zufällig war um diese Zeit der Tepler Prämonstratenserchorherr Stära, Pfarrer von Nurschau in Böhmen, zu Besuch in Windberg. Pfarrer Kugler erzählte auch ihm von seinem Herzenswunsch, das alte Kloster möge wieder von „Weißen Patres“ bezogen werden. In jeder Andacht betete Herr Kugler mit den Windbergern für dieses Anliegen. Sein Verdienst kann nicht hoch genug gewertet werden.
Pater Stära berichtete dem Abt des Prämonstratenserklosters Berne in den Niederlanden, das alte Kloster sei infolge der deutschen Geldentwertung günstig zu erwerben. Er bat dringend, diese gute Gelegenheit zur Ausbreitung des Ordens zu nützen. Die Entscheidung fiel dem Abt nicht leicht, brauchte man doch alle verfügbaren Kräfte für die gerade begonnene Mission n Indien.
Anfang September 1922 reisten dennoch zwei Stiftsherrn zu Unterhandlungen nach Windberg. Ihre Reise blieb erfolglos, ebenso eine zweite im März 1923. Erst beim dritten Besuch im Juni 1923 kam der Vertrag zustande: Für 15 000 Gulden ging das Klostergut in den Besitz der Abtei Berne über. Einer der beiden Patres blieb sofort in Windberg und fand beim überglücklichen Pfarrherrn Kugler gastfreundliche Aufnahme. Das Ordinariat Regensburg hatte schon an Weihnachten die kirchliche Genehmigung erteilt, die Regierung war der Neugründung günstig gesonnen. Der erste Pater war Lambert Winters, der die folgenden schweren Jahre als Ökonom mit unerschüttertem Mut die Wirtschaft meisterte. Die Gemeinde

Die Profeß des ersten eingetretenen Bayerwäldlers, Frater Englmar Holzner aus Rattenberg.

Windberg ernannte ihn vor zwei Jahren zum Ehrenbürger. Es folgten zwei Brüder und schließlich kam im Januar 1924 Prior Michael van der Hagen, der schon von Anfang an maßgeblich an den Vorbereitungen beteiligt war und mit Recht als der Wiedergründer der Abtei Windbergbezeichnet werden kann. Als dritter Chorherr kam im Mai 1924 Pater Siard Tibosch. Der jetzt in Berlin lebende Kunstmaler Heinz Lukas stellte die drei Gründer in einem lebensgroßen Gemälde dar, vor dem schon manchen von der Straße aus den Hut zogen, vermeinend, die Patres selbst zu sehen.
Auf Anregung der Zeitschrift „Der Bayerwald“ schrieb schon 1924 Pater Prior einen Bericht über das „wiedererstandene Prämonstratenserkloster Windberg“. Nicht nur, wer das Kloster heute kennt, wird den Mut der Gründer und das Ausmaß des Aufbaues ermessen, wenn er im genannten Bericht den „Rundgang durch die alten Klostergebäude“ liest:
„Außer der Kirche und den Pfarrhof, die beide gut erhalten sind, die uns aber nicht gehören, besteht der Gebäudekomplex aus zwei Flügeln, die mit den genannten Teilen früher ein geschlossenes Viereck bildeten, jetzt aber mit dem Pfarrhof nichtmehr verbunden sind. Beginnen wir unseren Rundgang von der Abteikirche aus, die ein wenig höher gelegen und mit dem ersten Stock des Klosters gleich ist. Früher konnte man natürlich gerade von der Kirche in den Gang des ersten Stockwerkes gelangen, jetzt aber ist der Gang vermauert und bildet eine Art abgeschlossenes Vorportal der Sakristei. Eine später angebrachte Stiege führt uns in den zwei ten Stock, wo der Gang neuerdings vermauert ist. Durch einen schönen Saal kommen wie in eine Werkstätte, die man durch Niederreißen einer Zellmauer aus zwei Zellen geschaffen hat. Von hier aus gelangen wir endlich in den großen Gang des zweiten Stockwerkes. Bei dem strengen Winter dieses Jahres war es hier bitter kalt, denn auf einer Strecke von etwa fünf Metern fehlt hier der Plafond vollständig und man sieht durch die nackten Balken das abgerissene Dach und an manchen Stellen ein Stück vom Firmament. Auf der Treppe, die zum Dachboden führt, und am Dachboden selbst lag diesen Winter der Schnee in großen Mengen. Von der Treppe weg zogen sich einst sechs stattliche Zellen hin. Durch Niederlegen von drei Mauern hat man hier eine große Vorratskammer der Brauerei gebildet. Mitten durch die Zelle führte man einen Kamin der Brauerei und die Zelle selber machte man zum Taubenschlag. Hier liegt der Mist hoch and en Wänden schon jahrelang. Fügen wir hinzu, daß die feinen, mit Nußbaumholz schön getäfelten Türen total vernichtet sind, dann vermag sich der geneigte Leser annähernd einen Begriff zu machen, wie rücksichtslos an dieser ehrwürdigen Stätte geschaltet wurde.
Wandern wir weiter, so kommen wir durch eine Türe in den kleineren Flügel der Klostergebäude. Wo die beiden Flügel zusammenstoßen, formt die Ecke einen großen Saal von 160 Quadratmetern: die vormalige Bibliothek. Hier wurde wohl der größte Schaden angerichtet; der Saal macht den Eindruck, als hätte man hier alles kurz und klein geschlagen. Die Deckenbekleidung ist fast gänzlich verschwunden, nur ein kleiner, etwa meterbreiter Streifen mit schönbemalter Stukkaturarbeit zeigt uns noch, wie fein und zierlich es hier war. Die Bretter des Dachbodens sind an dieser Stelle vollständig verschwunden, die Fenster, soweit sie nicht offenstehen, zeigen nur oberflächliche Bretterverschalung, um einigermaßen Regen und Schnee fernzuhalten. Bei dem großen Schneefall zu Weihnachten 1923 drang jedoch der Schnee in Massen ein und man mußte über fünfzig Körbe davon aus dem Saale schaffen.
Im übrigen aber zeigt der zweite Flügel der Klostergebäude ein besseres Bild als der erste. Die Türen sind ziemlich gut erhalten, die Wände weiß getüncht oder einfach gestrichen, die Balken drohen nicht mehr zu stürzen. Im allgemeinen kann man sagen, daß dieser teil bewohnbar ist. Und wir bewohnen ihn auch tatsächlich, wenn auch nicht alles noch so in Ordnung ist, wie man’s sich in bescheidenem Maße wünscht und wenn auch der Regen hier noch manchmal Zutritt hat. Manches wurde in diesem Flügel umgebaut und umgeändert und muß erst später wieder nach klösterlichem Prinzip neugestaltet werden. Das erste Stockwerk und das Erdgeschoß, die wir nun betreten, gleichen in ihrer Verfallenheit genau dem früheren Räumen. Im ersten Stockwerk hat man einen großen Tanzboden eingerichtet …“ (Heft 2/1924).
Am 21. Mai 1924 begann man mit der Restaurierung des langen Flügels und war bis zum Jahresende fertig. Die Zellen wurden wieder bewohnbar, Strom und Heizung eingerichtet. Mit der Zeit kamen Kleriker- und Brüdernovizen – ein vielversprechender neuer Frühling begann. Am Norbertfest, den 11. Juni 1924, erklang erstmals wieder das feierliche Chorgebet. Ein päpstliches Breve erklärte die alte Abtei als wiederhergestellt. 1937 wurde Windberg aus der Zirkarie (Ordensprovinz im Prämonstratenserorden) Brabant, der es zunächst angeschlossen war, getrennt und direkt dem Generalabt unterstellt. 20 Mitbrüder gehörten schließlich dem Konvent an. Doch die Gesetze des Dritten Reiches und der Krieg brachten schwere Rückschläge. 1940 wurde ein Teil des Baues beschlagnahmt; zwei Polizisten holten Pater Lambert ab und man internierte ihn einige Wochen bei Nürnberg. Im Rahmen der Kinderlandverschickung wurde der lange Flügel am 24. Nov. 1940 von einer Hamburger Schule belegt, die bis Kriegsende blieb. Es folgten weitere Einquartierungen, nach denen buchstäblich alles fehlte, was nicht niet- und nagelfest war.

Das Gemälde von Heinz Lukas: Drei Wiedergründer Windbergs (v. links nach rechts) P. Siard Tibosch, Prior Michael van der Hagen, P. Lambert Winters.

Zum zweiten Mal begann der Wiederaufbau des Klosters und der Gemeinschaft. Später konnte der stellenweise ruinöse Zustand auch der Fassaden beseitigt werden. Die hohen Kosten wahrscheinlich zwangen leider zur Vereinfachung. Nochmals kamen neue Kräfte aus den Niederlanden, an ihrer Spitze Administrator Pater Calixtus von Veghel, dazu immer wieder auch deutscher Nachwuchs. Die Pastorierung der Pfarrei wurde nun auch dem Kloster übertragen. Der Konvent besteht heute aus elf Patres, zwei Novizen und zwei Theologen. Seit dem Krieg erfolgte von Windberg aus bereits eine Neugründung, die im ehemaligen Kloster Rot in Württemberg begann und in Duisburg-Hamborn ihr endgültiges Arbeitsfeld gefunden hat.
Es ist schlechterdings unmöglich, auch nur annähernd die Seelsorge- und Kulturarbeit aufzuzeigen, die in den letzten 40 Jahren geleistet wurde. Nicht vergessen sei zumindest die Arbeit des Priors Dr. Michael van der Hagen auch als Übersetzer und Verfasser zahlreicher Schriften über Seelsorge und Erziehung und über den 1924 verstorbenen vorbildlichen jungen belgischen Priester Eduard Poppe. In ungezählten Pfarreien ist Pater Prior als Prediger und Seelsorger kein Unbekannter mehr. Bischof Rudolf ernannte ihn zum Geistlichen Rat. Als Historiker hohen Grades hat Pater Norbert Backmund, einer der ersten Deutschen, die zum Konvent stießen, Windberg wieder im In- und Ausland bekannt gemacht. Zu nennen sind hier Pater Siard Meier, der langjährige Jugendseelsorger und Vorsitzende des KJR Bogen und Pater Cyriakus Holländer. Diese Namen seien stellvertretend für viele andere genannt.
Die Säkularisation zerstörte manche unersetzliche Werte und war zweifellos Unrecht. Doch waren die wiedererstandenen Klöster befreit von manchen Hemmnissen wie der ausgedehnten Grundherrschaft und dem großen oft großen Besitz, wenn dies alles auch in mühevoller Kulturarbeit vor Jahrhunderten erworben worden war. In ihrer heutigen vergleichsweise armen Form sind die Klöster für das Verständnis des modernen Menschen glaubwürdigere Zeugen des Evangeliums. Das Kloster Windberg war nie besonders reich und ist gerade seit seinem Wiedererstehen nicht mit überreichlichen Gütern ausgestattet.
Hoffentlich wird an seine Spitze bald wieder ein Abt treten und mögen friedliche Zeiten die junge Gemeinschaft fördern!
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1963


Steinburger Kirchweih
Steinburg.
Am Samstag uns Sonntag feiert die Gemeinde das Fest ihres Kirchenpatrons der Schloßkapelle – Johannes. Es ist ein traditionsreiches Fest, das schon immer viele Gäste angelockt hat und auch heuer wieder alle Voraussetzungen erfüllt, daß alle Besucher auf ihre Rechnung kommen werden. Schausteller und viele Fieranten haben sich schon angemeldet, so daß bestens für Abwechslung gesorgt sein wird. Der Samstag bringt einen Tanzabend der FFW mit einer ausgezeichneten Kapelle und weiteren Belustigungen. Ein großes Feuerwerk wird den eigentlichen Kirchweihtag um Mitternacht einleiten, der einen Höhepunkt in der hl. Messe in der Schloßkapelle finden wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.06.1963 


Nach Gottes hl. Willen verschied am 26. Juni unsere liebe Schwester und Schwägerin
Jungfrau
Anna Greipl
Rentnerin in Irensfelden
nach kurzer Krankheit, im Alter von nicht ganz 78 Jahren, nach Empfang der hl. Sterbesakramente.
In stiller Trauer:
Xaver Greipl, Bruder, mit Familie
Ottilie Schlecht, Schwester, mit Familie
Helene Greipl, Schwester
Therese Greipl, Schwägerin
und übrige Verwandtschaft
Irenzfelden, Windberg, Hunderdorf, 26. Juni 1963
Beerdigung am Samstag, 29. Juni, um 9.30 Uhr vom Leichenhaus aus in Windberg mit darauffolgendem Gottesdienst.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.06.1963


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 10. bis 14. Juni eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Cilly Solcher, Ehrn, Gde. Gaishausen, Ausbau einer Stallung für Garagen …
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1963


Hunderdorf. (Wer fährt mit nach Linz?) Die Rotkreuzgemeinschaft Hunderdorf fährt am 3. August mit einem Reiseomnibus nach Linz, um die Sehenswürdigkeiten der Stadt und der näheren Umgebung kennenzulernen. Auch Nichtmitglieder können sich am der Fahrt beteiligen. Der Fahrpreis beträgt 13.- DM. Interessierte Personen wollen umgehend bei Frau M. Hofmann anmelden und den Fahrpreis einzahlen.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1963


Windberg. (Vom Trachtenverein) am Samstag findet im Vereinslokal Aman eine Volkstanz- und Plattlerprobe statt. Alle Mitglieder sind hierzu freundlich eingeladen. Beginn 20 Uhr. Zur Aufstellung einer Jugendgruppe sind alle interessierten Jugendlichen höflich eingeladen. Ihnen wird Gelegenheit geboten, das Schuhplattleln sowie die Volkstänze zu erlernen. Anmeldungen bei Michael Zöllner bzw. am Vereinsabend.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1963


Kirchweihtanz in Steinburg
Samstag, den 29. Juni 1963 mit der Freiw. Feuerwehr
Steinburg, um am Sonntag, den 30. Juni 1963
Tanz und Kirchweihfest
mit Volksbelustigung und Fieranten.
Herzlichst ladet ein:
Gemeindeverwaltung Steinburg     FFW Steinburg
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1963


4 Ehrenurkunden bei den Bundesjugendspielen
Hunderdorf.
Am Mittwoch traten die Zehn- bis Fünfzehnjährigen der Schülerinnen und der Schüler zum leichtathletischen Dreikampf im Rahmen der Bundesjugendspiele an. Bei günstigem Wetter zeigten die jungen Sportler zum Teil einen recht forschen Einsatz und zäh wurde um halbe und ganze Punkte gekämpft. Vier Schüler konnten dabei mehr als 55 Punkte und damit die Ehrenurkunde des Bundespräsidenten gewinnen. Helmut Schäfer erhielt 59,5 Punkte, Ernst Kagerbauer 58,5; Alfred Bugl 55 und Traudi Hofmann 57,5 Punkte. Sie können zur Schulschlußfeier die Ehrenurkunde des Bundespräsidenten in Empfang nehmen. Von den Mädchen erwarben Angela Gierl, Irmgard Bugl, Marianne Meier, Adelheid Schleinkofer, Waltraud Hagn, Elfriede Lichey, Martha Niedermeier, Anna Liebl, Angela Wanninger, Christa Hirtreiter, Hannelore Obermeier, Anna Lechner, Maria Grill, Kunigunde Hornberger, Therese Baierl, Annemarie Obermeier, Hilde Hagn, Brigitte Bauer, Elfriede Schaubeck, Christa Schneider und Erika Feldmeier mehr als 40 Punkte u. damit eine Siegerurkunde. – Von den Buben waren mit mehr als 40 Punkten erfolgreich: Fr. Reiner, Manfred Witwer, Werner Spierhansl, Josef Bugl, Josef Schröttinger, Robert Klar, Reinhold Bräu, Johann Meier, Otto Schlecht, Konrad Gleixner, Johann Bergbauer, Herbert Fuchs, Wolfgang Hausdorf, Xaver Steinbauer, Josef Hagn, Erich Schleinkofer, Ewald Kunze, Josef Schlecht, Siegfried Schütz, Georg Schneider, Karl Riepl, Paul Hornberger, Rudolf Hanner, Horst Lichey, Max Thal.
Den weitesten Spring des Tages schaffte Ernst Kagerbauer mit 4.85 m und auch im 75-m-Lauf war er mit 10.2 Sekunden der Schnellste. Mit 7.6 Sek. Lief der erst 11jäjrige Helmut Schäfer die 50 m ebenfalls in einer ganz hervorragenden Zeit.
Unser Bild zeigt von links nach rechts: Traudi Hofmann, Ernst Kagerbauer, Alfred Bugl und Helmut Schäfer.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.06.1963 

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