1980# 07

KuSK Hunderdorf feierte 100 jähriges Bestehen
Über 80 Vereine und vier Musikkapellen beim Festzug – Heldenehrung am Mahnmal – Pfarrer Reitinger hielt Festpredigt
Hunderdorf. „Gott bewahre uns vor Krieg und Leid, erhalte uns den Frieden in unseren Familien, Dörfern und unserer Welt.“ Dies erklärte Pfarrer Franz Reitinger während der Festpredigt zum 100jährigen Gründungsfest der Krieger- und Soldatenkameradschaft Hunderdorf, das im Beisein von über 80

Von einer Abordnung des Vereins wurde der Schirmherr abgeholt.

Vereinen und zahlreiche Ehrengäste mit der Eucharistiefeier seinen Höhepunkt erreichte. Bei der anschließenden Kranzniederlegung am Mahnmal durch Kreisrat und Bürgermeister Karl Härtenberger, der als Schirmherr fungierte, deutete das Gemeindeoberhaupt den Tod der Gefallenen als Mahnung an die Hinterbliebenen. Auch Vorstand Alfons Pflügl ehrte die gefallenen Krieger und Kameraden durch Kranzniederlegung.
Dem Patenverein stand als würdige Festmutter Marianne Spielbauer zur Seite, als Festjungfrauen wirkten Petra Diermeier, Andrea Petzendorfer und Gabriele Pflügl, während die Krieger- und Soldatenkameradschaft Degernbach, als Patenverein, mit Fahnenmutter Anni Wallner und dreißig jungen Begleiterinnen fungierte.
Mit einem Standkonzert im Schulhof begann das Fest, das Fest- und Patenverein und Gastvereine zum gemütlichen Beisammensein im

Zahlreiche Vereine aus nah und fern beteiligten sich am großen Festzug der KuSK Hunderdorf. Angeführt wurde der Zug vom gastgebenden Verein, an der Spitze Festmutter Marianne Spielbauer, Schirmherr und 1. Bürgermeister Härtenberger und 2. Bürgermeister Weinzierl.

Festzelt der Arco-Brauerei vereinte. Gekonnt zapfte der Schirmherr, Kreisrat und Bürgermeister Karl Härtenberger das erste Faß an und stieß mit dem Festwirt Erwin Mühlbauer an. Namens des Festausschusses begrüßte zweiter Bürgermeister Egon Weinzierl die Vereine und Ehrengäste, unter ihnen Direktor Kern (Arco-Straubing), die Bürgermeister Holmer (Haunkenzell), Anleitner, Lobmeier (Neu-kirchen), Altbürgermeister Berger (Steinburg), Bürgermeister Deschl (Bogen), Kreisrat Eckl, Stadtrat Anleitner (Bogen), Stadtrat Meier (Bo-gen), die Verwaltungsangestellten Kern (VG Hunderdorf), Kreisrätin Clara Lüll, Bürgermeister Schmid (Haselbach), MdL Ida Krinner, die ehemalige Fahnenmutter Meier (Hofdorf), den früheren Patenverein Windberg und Patenverein Degernbach mit Vorsitzendem Wallner, Fahnenmutter, Festdamen und Begleiterinnen.
Gastliche Stunden erlebten der Festverein und der Patenverein bei der Einholung der Festdamen, des Schirmherrn und der Festmutter, so daß Festleiter Egon Weinzierl und 1. Vorsitzender Alfons Pflügl mit allen Beteiligten voll des Dankes waren. Fünfmal tafelte und trank die Festgesellschaft bei der traditionellen Einholung. Zunächst wurden die Festjungfrauen Gabriele Pflügl, Andrea Petzendorfer, Petra Diermeier, die Begleiterinnen Sandra und Manuela Diermeier, Schirmherr Karl Härtenberger und die Festmutter Marianne Spielbauer mit der Kapelle Bernhard Bugl aus Degernbach eingeholt. In bester Laune zogen die nach heimatlicher Tradition Bewirteten in das Festzelt, wo im Beisein zahlreicher örtlicher und Nachbarvereine und Feuerwehren die „Original Donaumusikanten“ für Stimmung sorgten. Wege der Regenschauer entfiel der Fackelzug.
Am Festsonntag erfolgte Punkt sechs Uhr der Weckruf und die Einholung der Festdamen, des Schirmherrn und der Festmutter.

Die Festansprache hielt Schirmherr Härtenberger.

Noch war der Wettergott unversöhnlich, hielt aber, als das Heeresmusikkorps der Jägerdivision 4 aus Regensburg, der Ehrenzug des Bundeswehr-Standortes Bogen, die Musikkapellen „Original Donaumusikanten“, die Blaskapelle Bernhard Bugl und der Fanfarenzug Oberalteich aufspielten, zum Festzug, über die Vereine und Verbände seine schirmende Hand. Hinter dem Musikkorps schritten Gemeinderat, Ehrengäste, Paten- und Festverein, gefolgt von über 80 Vereinen zum Festgottesdienst, den Pfarrer Franz Reitinger zelebrierte, während der Kirchenchor unter Leitung Angela Amanns die „Bayerische Messe“ sang. „Christen schießen auf Christen! Einfach furchtbar!“ Diese Feststellung bezog der Geistliche auf den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71, dessen Gemetzel von Sedan viele Heimkehrer nichts sehnlicher als den Frieden wünschen ließ. Die 44 Jahre des Friedens von damals sollten jeder Generation nachdenkenswert erscheinen, damit der Jugend der Weg der bittersten Erfahrung erspart bleibe, sagte der Prediger, der den Frieden als kostbarstes Gut schilderte, den es zu bewahren, zu verteidigen und zu erbeten gelte. Letztlich helfe allein nur die Waffe des Gebetes und die Eucharistiefeier, durch die uns Gott vor Krieg und Leid bewahren möge.
Bei der Heldenehrung am Mahnmal, flankiert durch die Ehrenwache der Bundeswehr und gestaltet durch das Musikkorps, erinnerte Kreisrat und Bürgermeister Karl Härtenberger an den Opfertod der Gefallenen, der uns zur Mahnung dienen möge. Zusammen mit dem 1. Vorsitzenden Alfons Pflügl legte er einen Kranz nieder. Nach der Heldenehrung zogen die Vereine wieder ins Bierzelt. Der folgende Festakt fand beim Sportzentrum statt, es folgte die

Am Kriegerdenkmal wurde der gefallenen Kameraden gedacht. Pfarrer Reitinger (ganz rechts) ermahnte zum Frieden.

Bänderverleihung. Die Prologe, die Treue, Kameradschaft und Heimatliebe und Dank für das Kommen ausdrückten, wurden laut und verständlich vorgetragen. Die Bänderübergabe, musikalisch umrahmt, wurde festlich gestaltet. Als erste überreichte Petra Diermeier das Erinnerungsband für den Patenverein, Andrea Petzendorfer das Band für den Festverein. Den Höhepunkt bildete die Übergabe des Fahnenbandes, das die Festmutter Marianne Spielbauer dem Fahnenjunker Karl Hagn vom Festverein an die Fahne heftete. Auch die Fahnenmutter Anni Wallner heftete ein Band an die Fahne des Festvereins.
Als die Zeremonie am feierlichsten war, mußte man wegen eines Platzregens zurück ins Festzelt, wo der Schirmherr seine Festrede hielt. Kreisrat und Bürgermeister Karl Härtenberger erinnerte an die Greuel des Krieges, die pflichtgetreue Verteidigung des Vaterlandes und die Kameradschaft gleichgesinnter Männer, die weiteres Unheil vom deutschen Volke fernzuhalten beitragen wollen. Der Festredner dankte besonders Alfons Pflügl, Alfons Bugl und Josef Retzer. Dabei wurde auch Vorsitzenden Rupert Wallner und mit ihm der Fahnenmutter, den Festdamen und der KuSK Degernbach für die Patenschaft herzlich gedankt.
Vollste Anerkennung und herzlichste Dankesworte zollte der Schirmherr der Festmutter Marianne Spielbauer, den Festjungfrauen Petra Diermeier, Andrea Petzendorfer, Gabriele Pflügel sowie den Begleiterinnen, dem Ehrenzug und der Ehrenwache der Bundeswehr, Pfarrer Reitinger und allen Mitgliedern, der Krieger- und Soldatenkameradschaft Hunderdorf. Gabriele Pflügl blieb es vorbehalen, die Erinnerungsbänder an die Vereine auszugeben. Auf Grund des zahlreichen Besuches bedankte sich Alfons Pflügl bei allen Vereinen für die Teilnahme und bei allen Kameraden, dem Schirmherrn, der Festmutter und dem Patenverein.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.07.1980


„Westen muß entschlossener werden“
Stellvertretender JU-Vorsitzender Breu referierte über Entpsannungspolitik
Oberschneiding.
Zur Mitgliederversammlung der Jungen Union im Gasthaus Gölzhäuser (Oberschneiding) konnte Ortsvorsitzender Rupert Müller neben zahlreichen Mitgliedern auch Bürgermeister Böck und den Ortsvorsitzenden der CSU, Georg Franz, begrüßen. Müller betonte, daß es gerade im kommenden Wahlkampf wichtig sei, das Thema Entspannung aufzugreifen. Er freue sich besonders, dazu den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Josef Breu aus Hunderdorf als Referenten begrüßen zu können.
Breu führte eingangs aus, daß man sich zwar seit Jahren in Konferenzen und Verhandlungen mit dem Thema Entspannung befasse, die Schwierigkeiten bei der Behandlung dieses Themas aber keineswegs geringer geworden seien. Der Westen steht heute an einem Punkt, an dem er erkennen müsse, daß die Sowjetunion in den letzten zehn Jahren ein strategisches Übergewicht gegenüber dem Westen erreichen und in Asien und Afrika erhebliche machtpolitische Gewinne erzielen konnte. Da die nächsten Jahrzehnte vor dem Hintergrund der Verknappung von Rohstoffen und Energie verlaufen werden, fordere die Sowjetunion schon heute aufgrund ihrer erreichten Machtposition eine Verschiebung der Machtbereiche in der Welt zu ihren Gunsten. Daß sie dabei bei der Wahl der Mittel nicht kleinlich sei, zeige sich am eindringlichsten am Beispiel des Überfalls auf das Nachbarland Afghanistan.
Der Referent ging dann auf das westliche und östliche Verständnis der Entspannung ein. Maßgebliche deutsche Politiker hätten die Entspannung als eine Normalisierung betrachtet, konkret hätten sie eine Harmonie herstellen wollen zwischen den Völkerrechtsnormen und der tatsächlichen Lage. Statt eines Versuchs, die durch den letzten Weltkrieg völkerrechtswidrig gesetzten Fakten zu ändern, habe die damalige SPD/FDP-Regierung unter Brandt durch Gewaltverzichts- und andere Verträge die unrechtmäßigen Ostgrenzen akzeptiert und so zu einer allseits anerkannten guten Ordnung gemacht. Einhergegangen damit sei ein Substanzverlust an rechtlichen und moralischen Werten und das Hoffähigmachen im Grunde menschenrechtsfeindlicher Regime.
Auf den östlichen Standpunkt eingehend sagte Breu, daß die Führung der Sowjetunion nach wie vor der Überzeugung sei, daß der ideologische Krieg anhalte, ja sich im Zeichen der Entspannung noch verschärft habe. Die Hoffnungen des Ostens auf ein Erlahmen des westlichen Widerstandswillens mit dem Ziel der Schwächung der westlichen Allianz habe sich bei nüchterner Betrachtung der Lage erfüllt.
Nachdem der stellvertretende JU-Vorsitzende auf die Fragen der allgemeinen Absrüstung, der Rüstungskontrolle im Bereich der strategischen Kernwaffen und der Bemühungen um die Herstellung verdünnter Zonen und der Begrenzung der Truppenstärken eingegangen war, forderte er, daß der Westen in Zukunft vor allem mehr Entschlossenheit zu zeigen habe. Er müsse entschlossen sein, seine Macht auszunutzen, das kommunistische System ultimativ und absolut abzulehnen.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.07.1980


Der Kindergarten soll bleiben
Gemeinde will die Trägerschaft übernehmen — Sportzentrums-Einweihung besprochen
Hunderdorf.
Bei der letzten Sitzung des Gemeinderates wurde der Programmablauf der Einweihungsfeier der Freizeit- und Sportanlage festgelegt. Außerdem wurde eine Darlehensaufnahme beschlossen sowie die künftige Kindergartenträgerschaft beraten. Aktuell wird auch die Planung eines Kindergarten-Neubaues.
Bürgermeister Härtenberger informierte den Gemeinderat eingangs über den bereits in einem Vorgespräch erstellten Entwurf des beabsichtigten Programmverlaufs bei der Einweihung der Freizeit- und Sportanlage Hunderdorf, die am 1. August (Freitag) stattfindet. Beim Gemeinderat bestand Einverständnis mit der Programmgestaltung. Auch wurden die zu ladenden Ehrengäste und Baufirmen festgelegt. Der Festakt beginnt um 14.30 Uhr, wobei auch Staatsminister Alfred Dick erwartet wird.
Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat verschiedene Darlehensangebote. Nach eingehender Beratung beschloß der Gemeinderat für die Finanzierung des Baugebietes „Hochfeld-Süd“, des Unimogs und des Straßenausbaues Grub-Ellaberg kurzfristige Darlehen bei der Raiffeisenbank Hunderdorf aufzunehmen. Die Gesamtkreditsumme beträgt 370 000 Mark.
Bürgermeister Härtenberger gab den Gemeinderatsmitgliedern ein Schreiben der kath. Pfarrgemeinde vom 19. 6. 1980 bekannt. Hiernach beabsichtige die Pfarrei, die Kindergartenträgerschaft künftig nicht mehr zu übernehmen, da der Betrieb finanziell und arbeitsmäßig der kirchlichen Seite nicht mehr zumutbar sei, insbesondere auch im Hinblick auf einen erforderlichen Neubau. Es bestehe daher die Bereitschaft, die Trägerschaft an die politische Gemeinde abzugeben und ein entsprechendes Grundstück für den eventuellen Neubau an die Gemeinde zu veräußern.
Der Gemeinderat stellte fest, den Kindergartenbetrieb aufrecht erhalten zu wollen und zu gegebener Zeit die Trägerschaft für den Kindergarten zu übernehmen. Nach den Vorstellungen der Gemeinde und der Pfarrei soll der Übergangszeitpunkt jedoch erst in einem der kommenden Jahre sein. Der Gemeinderat beauftragte den Bürgermeister, mit dem Kath. Pfarramt hinsichtlich des Grunderwerbs für einen Neubau Verbindung aufzunehmen. Desweiteren sei eine Planung zu veranlassen, da bei einem Neubau 1981 schon im Herbst dieses Jahres die Planung mit den Zuschußanträgen eingereicht werden müsse. Der Gemeinderat entschied sich dafür, vorerst einen Planungsvorentwurf vom Planungsbüro Walter Hornberger anzufordern. Desweiteren informierte der Bürgermeister den Gemeinderat über ein Schreiben des Bundesministers für Verteidigung an stellvertretenden Landrat Buchner in Sachen Truppenübungsplatz „Sollinger Loch“. Der Landrat hatte darin gebeten, die Errichtung des Übungsplatzes nochmals auf seine Notwendigkeit hin zu überdenken. Das Antwortschreiben beinhaltet, daß die Prüfung des Geländes südlich der Donau dessen Nichteignung erbracht habe, eine Erweiterung im Bereich des Bogenberges nicht möglich sei und somit nach wie vor am Bereich des „Sollinger Loches“ für eine Übungsplatzerweiterung festgehalten werden müsse.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.07.1980


S. u. G. Baier sechzigmal DLG-prämiiert
Hunderdorf. Zu den erfolgreichsten Metzgereien in Niederbayern bezüglich der Neuentwicklung und Prämiierung von Wurst- und Schinkenspezialitäten gehört seit über zehn Jahren die Fleischerei S. u. G. Baier in Hunderdorf. Seit 1964 nimmt Fleischermeister Georg Baier an DLG-Prämiierungen teil. Seit dieser Zeit wurde sein Betrieb in ununterbrochener Reihenfolge jedes Jahr DLG-prämiiert. Dieses Jahr konnte man das Jubiläum feiern, die 60. Medaille errungen zu haben. Für Burgundersalami wurde Georg Baier der Bronzene Preis, für Mettwurst fein der Silberne Preis der DLG zuerkannt. Erfolgreich teilgenommen hat der Betrieb auch an Prämiierungen von Wurstwaren und Feinkostsalaten in Holland, Frankreich und Österreich.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.07.1980


Sonnwendfeuer, ein Volksbrauch
Am 21. Juni ist der längste Tag und die kürzeste Nacht. An diesem Tag wendet sich die Sonne ab und wandert wieder gen Süden. Schon unsere Vorfahren feierten diesen Mittsommer mit Sonnwendfeiern. Auf vielen Höhen unserer Heimat flackerten Freudenfeuer auf. Weil das Fest des hl. Johannes des Täufers auf diese Zeit fällt, nennt man sie auch Johannisfeuer.
In der “Niederbayerischen Heimat” von Hans Bleibrunner lesen wir dazu: “Hans Dampf” haben die Burschen Tag des Vorläufers des Heilands getauft, im Gegensatz zum “Weinhans”, dem Lieblingsjünger Jesu, dessen Fest wir am 27. Dez. begehen und zu dessen Ehren der Johanniswein getrunken wird. Am „Suwendtag” dampft von alters her aus jedem Hof, denn zur Feier des Tages wird überall gebacken. Neben anderem Schmalzgebäck gibt es vor allem die beliebten “Hollerkiachln”, das sind die Blütendolden des Holunderbusches, die in Teig getaucht und in Schmalz herausgebacken werden. Wer an Johanni Hollerküchln ißt, dem kann in diesem Jahr kein Zauber an. Der Volksmund sagt auch: wer Hollerküchln ißt, der kann am Abend am besten übers Sonnwendfeuer springen. Der Holunder, der beim Landvolk in so hoher Meinung steht, daß man Unheil fürchten müßte, wollte man einen Hollerbusch abhauen, prangt um diese Zeit in herrlich weißen Blütendolden.
Schon mehrere Tage vor Johanni gingen die Buben ans Holzsammeln für das Sonnwendfeuer. Mit einem Karren zogen sie durchs Dorf und schrien vor jedem Haus ihren Bettelspruch. Solche Bettelverse gab es viele, alle nennen den heiligen Vitus, denn am Veitstag, am 15. Juni, ging das Holzsammeln an.
Da Vitus und da Veitl,
tatn bitin um a Scheitl,
tatn bittn um an Wied,
dann gebn ma’s ganze Jahr an Fried.
Auch für den Fall, daß diese Bitte kein Gehör fand, hatten die Buben ihren Spruch bereit:
Bettlfix, Bettlfix,
habs selba nix.
Auf diese Weise kam viel Holz zusammen für das nächtliche Sonnwendfeuer. Auch die dürren Birkenboschen vom Prangertag wurden dafür bereitgerichtet. An manchen Orten des Bayerischen Waldes wurden auch die vermorschten Totenbretter dem Sonnwendfeuer übergeben.
Früher, als die Bauern ein Feld immer zwei Jahre lang bebauten und es im dritten Jahr brach liegen ließen, wurde das Sonnwendfeuer auf einem hochgelegenen Brachfeld angezündet. Heute brennt es meist an Wegen und Bauernstraßen. Am Abend des Johannistages loderten überall die Sonnwendfeuer empor. Jung und alt versammelte sich darum und es gab ein fröhliches Treiben.
Ein Sprung übers Feuer verleiht Gesundheit und Kraft. Wer am weitesten springen konnte, der erntete das längste Getreide und den längsten Haar (Flachs). Oft wurde auch eine “Wetterhexe” ins Feuer geworfen. Dies war eine Strohpuppe, an einer langen Stange befestigt. Das war ein Gaudium für die Jugend! War das Wetter schlecht, so wurde sie fürs Petersfeuer aufgespart. Denn an diesem Tag, am 29. Juni, gab es nochmals Feuer. Neun verschiedene Sonnwendfeuer – so ging die Rede – mußte man sehen, damit man das kommende Jahr überlebte. Noch zu Beginn unseres Jahrhunderts gab es nur wenige Ortschaften in Niederbayern, an denen das Sonnwendfeuer nicht abgebrannt wurde. Die Zahl der Johannisfeuer, die heute noch da und dort aus der Finsternis leuchten, ist klein geworden. Schade, daß uns auch diese Freude verlorengeht. Wäre es nicht schön, wenn auch bei uns wieder von allen Ortschaften die Sonnwendfeuer leuchteten, wie dies viele Jahrhunderte der Brauch war.
An Johanni wurden früher auch Heilkräuter gesammelt und Johanniskränze geflochten. Vor allem wurde das gelbe Johanniskraut gepflückt und zur Abwehr von Hexen und Unwetter vors Fenster gehängt. Der rote Saft in den Blättern des Johanniskrautes, das Johannisblut, hatte allerlei heilende Kräfte. Das übrige Brauchtum des Sonnwendtages als des Mittsommertages gleicht in vielem dem Brauchtum um Weihnachten, der Mittwinterzeıit. Wieder ist Geisterzeit. Man muß sich vor Hexen und dem Bilmesschneider schützen. Um unheilvolle Mächte zu verjagen, wurde früher während des Abbrennens des Sonnwendfeuers mit Böllern geschossen und mit Peitschen geknallt. Und der Mesner durfte auch am Vorabend des Johannistages nur durch ein einmaliges Anzeichen der Glocke zum Gebet läuten, damit der Bilmesschneider nicht weit ins Feld reiten kann. –
Unser Bild zeigt ein Sonnwendfeuer, das heuer in Hof bei Windberg entzündet wurde und an dem jung und alt seine Freude hatte. Auf das Feuerspringen hat man allerdings verzichtet, dafür war der Holzstoß viel zu hoch.
K. Klar
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Waldbrandgefahr besteht weiter
Wie das bayerische Landwirtschaftsministerium mitteilt, ist heuer infolge des verspäteten Vegetationsbeginns immer noch mit hoher Waldbrandgefahr zu rechnen. Nahezu alle Waldbrände sind auf menschliches Verschulden zurückzuführen, nur 1 % auf Blitzschlag. 96 % der Waldbrände ereigneten sich bisher jeweils zwischen Mitte Februar und Mitte September. Überdurchschnittlich gefährdet sind Fichten- und Kiefernbestände, während in Buchenbeständen nur selten Waldbrände vorkommen. Besonders gefährdet sind die Waldungen um Nürnberg, München, Aschaffenburg und Ulm. Im Vorjahr wurden in Bayern 109 Waldbrände registriert mit einer Gesamtschadensfläche von 36 Hektar. Das bayerische Landwirtschaftsministerium weist in seiner Mitteilung darauf hin, daß in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober das Rauchen im Wald verboten ist.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Freifahrt für Behinderte jetzt bis 60 km
Alle Schwerbehinderten, die im Besitz eines gültigen Behindertenausweises mit orangefarbenem Flächenaufdruck sind, weist Sozialminister Dr. Fritz Pirkl darauf hin, daß sie ab sofort auf Strecken der Deutschen Bundesbahn in Eil- und Nahverkehrszügen bis zu 60 km Schienenstrecke unentgeltlich befördert werden. Die bisherige 50-km-Begrenzung ist damit entfallen.
Maßgeblich für die Bemessung der 60-km-Entfernung ist der Wohnort oder gewöhnliche Aufenthalt des Berechtigten. Der bayerische Sozialminister empfiehlt deshalb allen betroffenen Schwerbehinderten, bei der unentgeltlichen Benutzung von Zügen der Bundesbahn außer dem Schwerbehindertenausweis noch den Personalausweis oder einen sonstigen Nachweis über den Wohnsitz mitzunehmen. Nähere Auskünfte erteilen die Fahrkartenausgabestellen der Bundesbahn und das Zugbegleitpersonal.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Verordnung zur Umgliederung der Gemeindeteile Birkhof und Rimbach, Hunderdorf, in die Gemeinde Neukirchen sowie Umgliederung eines unbewohnten Gebietes aus der Gemeinde Neukirchen in die Gemeinde Hunderdorf, Landkreis Sraubing-Bogen
Vom 10. Juni 1980 Nr. 230 — 4071/8 — 54
Aufgrund der Art. 11 und 12 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern erläßt die Regierung von Niederbayern folgende Rechtsverordnung:
§ 1
(1) Aus der Gemeinde Hunderdorf, Landkreis Straubing-Bogen, werden die Gemeindeteile Birkhof (Einöde, 6 Einwohner) und Rimbach (Weiler, 16 Einwohner) nach der näheren Bezeichnung im Veränderungsnachweis Nr. 123, Gemarkung Steinburg (14 Flurstücke mit einer Gesamtfläche von 8,7540 ha), ausgegliedert und in die Gemeinde Neukirchen eingegliedert.
(2) Aus der Gemeinde Neukirchen werden fünf unbewohnte und unbebaute Flurstücke mit einer Gesamtfläche von 2,5450 ha entsprechend der näheren Bezeichnung im Veränderungsnachweis Nr. 292, Gemarkung Neukirchen, ausgegliedert und in die Gemeinde Hunderdorf eingegliedert.
(3) Die Veränderungsnachweise Nr. 123, Gemarkung Steinburg und Nr. 292, Gemarkung Neukirchen, des Vermessungsamtes Straubing sind Bestandteil dieser Entscheidung. Die Veränderungsnachweise werden beim Vermessungsamt Straubing zur Einsicht für jedermann aufbewahrt.
§ 2
Mit der Umgliederung tritt in den Umgliederungsgebieten das Ortsrecht der Gemeinde Hunderdorf bzw. der Gemeinde Neukirchen außer Kraft und das Recht der Aufnahmegemeinden in Kraft.
§ 3
Die Rechtsverordnung tritt am 1. Juli 1980 in Kraft.
Hinweis: Durch die Gebietsänderungen werden auch die Grenzen der Gemarkungen Steinburg, Neukirchen und Gaishausen geändert. Das bisher zum Gemeindeteil Rimbach gehörende Anwesen Hollmer wird künftig dem besonders benannten Gemeindeteil Steinburg der Gemeinde Hunderdorf, zugeordnet. Diese letztere Feststellung wird im Hinblick auf die Entscheidung des Gemeinderates Hunderdorf in der Sitzung vom 12. Mai 1980 getroffen.
Landshut, 10.Juni 1980
REGIERUNG VON NIEDERBAYERN
Dr. Schmid, Regierungspräsident
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Vom Gemeinderat Hunderdorf (Sitzung am 23.6.1980)
Bürgermeister Härtenberger informierte den Gemeinderat über den Entwurf des Programmablaufes für die Einweihungsfeier der Freizeit- und Sportanlage Hunderdorf am 1.8.1980.
Mit der vorgeschlagenen Programmgestaltung bestand Einverständnis. Desweiteren wurden gemeinsam festgelegt, die Ehrengäste, die zur Einweihungsfeier eingeladen werden. Bemerkt wird hierzu, daß auch die Bevölkerung zum Festakt am Freizeit und Sportzentrumsgelände eingeladen ist. Der Beginn des Festaktes, an dem auch Staatsminister Alfred Dick teilnehmen wird, wurde auf 14.30 Uhr festgelegt. Desweiteren wurden noch verschiedene Verfahrensabläufe besprochen. (Das Festprogramm wird in der nächsten Ausgabe veröffentlicht!)
Desweiteren nahm der Gemeinderat Kenntnis von verschiedenen vorliegenden Angeboten über Darlehenskonditionen. Nach eingehender Beratung beschloß der Gemeinderat auf der Grundlage der Angebote benötigte Darlehen von der Raiffeisenbank Hunderdorf aufzunehmen. Es handelt sich dabei um kurzfristige Darlehen für die Finanzierung des Baugebietes “Hochfeld-Süd”, des Unimogankaufes sowie des Straßenausbaues Grub-Ellaberg.
Übernahme des kirchlichen Kindergartens
Das Schreiben vom 19.6.1980 der kath. Pfarrgemeinde einschl. des Auszuges aus dem Beschlußbuch der Kirchenverwaltung wurde vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen. Hiernach beabsichtigt die Pfarrei, die Kindergartenträgerschaft an die Gemeinde Hunderdorf abzugeben, wobei die Bereitschaft besteht, für den Kindergartenneubau zu günstigen Konditionen ein entsprechendes Grundstück beim jetzigen Kindergartenstandort an die Gemeinde abzugeben.
Nach eingehender Beratung beschloß der Gemeinderat einstimmig aufgrund der gegebenen Verhältnisse, daß die Gemeinde Hunderdorf grundsätzlich bereit ist, den Kindergarten von der kath. Pfarrei zu übernehmen und weiterhin zu betreiben. Der Übernahmezeitpunkt ist mit dem jetzigen Kindergartenträger noch abzustimmen. Der Übergang der Trägerschaft soll nach den Vorstellungen jedoch erst in einem der nächsten Jahre erfolgen. Hinsichtlich des benötigten Grundflächenbedarfes für den erforderlichen Neubau des Kindergartens wurde der Bürgermeister beauftragt, mit dem Ordinariat diesbezügliche Grunderwerbsgespräche zu führen. Weiterhin machte sich der Gemeinderat Gedanken über den erforderlichen Neubau, da im Herbst die entsprechenden Planunterlagen mit Zuschußanträgen eingereicht werden müßten,
wenn ggf. 1981 der Neubau in Angriff genommen werden sollte. Es müßte so auch demnächst eine Planung veranlaßt werden. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, das Planungsbüro Walter Hornberger zu bitten, einen unverbindlichen Planungsvorentwurf sowie einen entsprechenden Kostenvoranschlag zu erstellen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Auflegung der Vorschlagsliste für Schöffen
Die Vorschlagsliste der Gemeinde Hunderdorf zur Auswahl der Schöffen für die Gerichtsjahre 1981 – 85 liegt in der Zeit vom 2. Juli 1980 bis 9. Juli 1980 in der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft 8441 Hunderdorf, Kirchgasse 8, Zi.Nr. 1 während der allgemeinen Geschäftsstunden öffentlich zu jedermanns Einsicht auf.
Einsprüche gegen die Vorschläge können binnen einer Woche, gerechnet vom Ende der Auflegungsfrist, bei der VG Gemeinde schriftlich oder mündlich zur Niederschrift erhoben werden. Einspruch kann geltend gemacht werden, falls Personen in die Liste aufgenommen wurden, die nach § 3 bis 5 der gemeinsamen Bekanntmachung der Staatsministerien der Justiz und des Innern vom 14. März 1980 (MABl S 154) über die Auswahl der Schöffen nicht aufgenommen werden durften oder nicht aufgenommen werden sollten.
Hunderdorf, 27.6.1980
Gemeinde Hunderdorf, Härtenberger, 1, Bürgermeister
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Waldgesetz für Bayern (BayWaldG);
hier: Erlaubnis nach Art. 16 zur Erstaufforstung von Grundstücken des Herrn Ludwig Fronauer, 8441 Neukirchen-Lohof 20 ¼
Herr Ludwig Fronauer hat beim Landratsamt Straubing-Bogen um die nach Art. 16 BayWaldG vom 22.10.1974 (GVBl. S. 551) erforderliche Erlaubnis zur Erstaufforstung des Grundstückes der Gemarkung Gaishausen, FI.—Nr. 984 (Teilfläche) nachgesucht.
Nach Art. 38 Abs. 2 BayWaldG können sich die Eigentümer und Nutzungsberechtigten sonstiger Grundstücke, deren Nutzung durch die Erstaufforstung beeinträchtigt werden können, an dem Verfahren beteiligen.
Vorstehendes wird hiermit nach Art. 38 Abs. 3 Satz 2 BayWaldG ortsüblich bekanntgegeben mit dem Hinweis, daß die Verfahrensbeteiligten etwaige Einwendungen gegen das Aufforstungsvorhaben nur innerhalb einer Ausschlußfrist von einem Monat nach dieser Bekanntgabe beim Landratsamt Straubing-Bogen, Dienststelle Straubing in 8440 Straubing, Leutnerstraße 15, erheben können (Art. 38 Abs. 3 Satz 3 BayWaldG).
Für Verfahrensbeteiligte, die vom Landratsamt mit einem persönlichen Schreiben von dem Aufforstungsvorhaben benachrichtigt worden sind (Art. 38 Abs. 3 Satz 1 BayWaldG), beginnt die Ausschlußfrist zu dem im Schreiben bestimmten Zeitpunkt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Volksfest in Steinburg
Ein für ein Dorf selten langes Volksfest beging man vom 13. bis 22. Juni 1980 in Steinburg, Die Familie Solcher von Ehrn richtete dieses Fest aus, bei dem jeder Tag unter einem anderes Motto stand.
Heiß schien die Sonne, als die “Weiß-Blau-Königstreuen” von Konzell mit einem Standkonzert den Beginn des Festes einleiteten. Die

Bürgermeister Weinzierl bei der Begrüßung der Gäste

Festbedienung löschte mit Freibier den Durst der versammelten Ortsvereine, die dann in einem Festzug ins Bierzelt zogen, Dort zapfte Bürgermeister Egon Weinzierl das erste Faß an und begrüßte anschließend die erschienenen Festgäste.
Am Samstag hielt eine bekannte Möbel-Firma in einer geschlossenen Gesellschaft ihr privates Betriebsfest ab, bei dem es reichlich Bier und Hähnchen für die Betriebsangehörigen gab.
Es folgte am Sonntag das Fest des 10jährigen Bestehens der “Bavaria-Flippers” und der “Windberger-Buam“. Weitere Höhe Punkte der Festwoche waren der Kinder- und Seniorennachmittag, bei denen die Fidelen-Steirer aufspielten.
Ein großes Musikfestival leitete drei Jubiläen ein. Ein bekanntes Gasthaus feierte sein 70jähriges Bestehen. 50 jähriges Bestehen einer bekannten Brauerei war das zweite Jubelfest. Die Gewerkschaft Holz und Kunststoff konnte auf 20 Jahre zurückblicken.

Einmarsch der Vereine mit der Festkapelle am Eröffnungstag

Dem technischen Fortschritt auch den sozialen Fortschritt folgen zu lassen, das war das Ziel der Männer und Frauen, die vor 20 Jahren mit Bezirksleiter Josef Knöferl von der Gewerkschaft Holz und Kunststoff München und Ludwig Kapfenberger die Verwaltungsstelle Hunderdorf gründeten. Zu diesem Jubiläum, gratulierten der Vorsitzende des Hauptvorstandes Kurt Georgi (Düsseldorf), erster Bürgermeister Härtenberger Karl (Hunderdorf), der Geschäftsführer der Möbelfirma, Roland Schäfer, und zahlreiche andere Persönlichkeiten, die die sachbezogene Zielsetzung der GHK, die Solidarität ihrer Mitglieder und die harte, aber faire Verhandlungsführung des Verwaltungsleiters Ludwig Kapfenberger und der gesamten Vorstandschaft ins rechte Licht rückten.
Die Fidelen-Steirer sorgten für Stimmung beim Festausklang am Sonntag.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Truppenübungsplatz: Das “Sollinger Loch” bleibt erste Wahl
Stellvertretender Landrat Franz Buchner hat sich im Jan. d. J. an den Bundesminister für Verteidigung in Bonn gewandt. In diesem Schreiben bat Buchner, die Notwendigkeit der geplanten Erweiterung des Standortübungsplatzes Bogen noch einmal zu überdenken.
In Vertretung des Ministers sandte Dr. von Bülow folgendes Antwortschreiben vom 13.6.1980:
Die Größe des bisherigen Standortübungsplatzes in Bogen entspricht nicht den Anforderungen, die an eine Übungsfläche gestellt werden müssen. Der Übungsplatz kann – auch aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes – nicht erweitert werden. Nach jahrelangen Bemühungen, Gelände zu bekommen, soll nunmehr ein zweiter Übungsplatz im “Sollinger Loch” eingerichtet werden.
Die Bundeswehr hat dazu das nach dem Landbeschaffungsgesetz (LBG) notwendige Verfahren eingeleitet. Die Bayerische Staatskanzlei hat im Jahr 1977 diesem Grunderwerbsvorhaben nach Abschluß des Anhörungsverfahrens gemäß § 1 (2) LBG grundsätzlich zugestimmt.
Wegen der in absehbarer Zeit vorgesehenen Errichtung einer Donaubrücke war unter anderem von Herrn Abgeordneten Dr. Zimmermann und Herrn Landrat Weiß die Inanspruchnahme eines Geländes südlich der Donau vorgeschlagen worden. Die geologische Untersuchung dieses Geländes hat aber ergeben, daß es wegen seiner ungünstigen Bodenbeschaffenheit und der hohen Grundwasserstände für ein Befahren mit Gleiskettenfahrzeugen völlig ungeeignet ist. Die vorhandenen Vorflutbäche und die vermoorten Talauen dieser Bäche stellen außerdem nahezu unüberbrückbare Nutzungsbarrieren dar.
Selbst bei erheblichen Aufwendungen für zusätzliche bauliche und wasserbauliche Maßnahmen – wie für den Bau eines Netzes befestigter Fahrstrecken, von Rückhaltebecken sowie anderer landwirtschaftlicher und kulturbautechnischer Maßnahmen zur Erhaltung der Bodenstruktur, die insgesamt mehr als doppelt soviel wie bei dem Gelände im “Solinger Loch” kosten würden – könnte kein vollwertiges, für Kettenfahrzeuge geeignetes Übungsgelände geschaffen werden.
Zu Ihrem Hinweis, die Truppe sei bisher mit weniger Übungsfläche ausgekommen, ist zu bemerken, daß die Belegung des Standortes Bogen mit Kettenfahrzeugen in den letzten Jahren verstärkt und die Ausbildung allgemein intensiviert worden ist. Aus ausbildungstechnischen und wirtschaftlichen Gründen ist ein Ausweichen auf den Standortübungsplatz Roding, der ebenfalls erweitert werden muß, jetzt nicht mehr möglich. Um Flurschäden außerhalb eigener Anlagen zu vermeiden, müssen Übungen mit einer größeren Zahl von Kettenfahrzeugen mehr als zuvor auf dem eigenen Standortübungsplatz durchgeführt werden. Im übrigen bedürfen die Übungsplätze auf Grund der intensiveren Nutzung einer verstärkten Rekultivierung mit den dafür erforderlichen Ruhezeiten und Ausweichflächen, da die Plätze anderenfalls nach kurzer Zeit verwüsten würden.
Ich bitte um Verständnis, daß unter diesen Umständen der Bundeswehr nur die Möglichkeit bleibt, auf das Gelände im “Sollinger Loch” zurückzugreifen. Das Grunderwerbsvorhaben wurde inzwischen gemäß § 1 (3) LBG bezeichnet.
Die Bayerische Staatskanzlei, die Bundestagsabgeordneten Rainer und Wittmann (Straubing) sowie das Büro des Bundestagsabgeordneten Dr. Zimmermann werden gleichlautend unterrichtet.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Schöne Heimat
Ein uraltes Waldlerhaus

Während früher im niederbayerischen Hügelland der Vierseithof vorherrschte, baute man im Bayerischen Wald das Waldlerhaus als Einzelhof. Wohnung, Stall und Scheune lagen unter einem Dach. Das war in schneereichen Wintern recht praktisch, mußte man doch beim Viehfüttern das Haus nicht verlassen. Das flache Dach war mit Holzschindeln gedeckt und sprang weit vor. Ein Berufszweig wie die “Schindlmacher” hatte sein gutes Auskommen. Diese reinen Holzbauten werden immer seltener. Die meisten unserer alten Bauernhäuser haben Wohnung und Stall unter einem eigenen Dach, die Scheune steht daneben oder gegenüber.
Das abgebildete Haus in Mitterwachsenberg ist so ein uraltes Bauernhaus und gehört heute Josef Schuster. Seit dem Bau 1682 das sind 300 Jahre, ist es im Familienbesitz. Ein Garten mit Bauernblumen und die bunten Blumen am Fenster und Schrot beleben das aus Holz bestehende Waldlerhaus. Zuletzt wurde es 1958 erneuert. K. Klar
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Auflegung der Vorschlagsliste für Schöffen
Die Vorschlagsliste der Gemeinde Windberg zur Auswahl der Schöffen für die Gerichtsjahre 1981 – 85 liegt in der Zeit vom 4. Juli 1980 bis 11. Juli 1980 in der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft 8441 Hunderdorf, Kirchgasse 8, Zi.Nr. 1 während der allgemeinen Geschäftsstunden öffentlich zu jedermanns Einsicht auf.
Einsprüche gegen die Vorschläge können binnen einer Woche, gerechnet vom Ende der Auflegungsfrist, bei der VG Gemeinde schriftlich oder mündlich zur Niederschrift erhoben werden. Einspruch kann geltend gemacht werden, falls Personen in die Liste aufgenommen wurden, die nach § 3 bis 5 der gemeinsamen Bekanntmachung der Staatsministerien der Justiz und des Innern vom 14. März 1980 (MABl S. 154) über die Auswahl der Schöffen nicht aufgenommen werden dürften oder nicht aufgenommen werden sollten.
Hunderdorf, 3.7.1980
Windberg, Kleikamp, 1. Bürgermeister
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Bekanntmachung der Gemeinde Windberg über die Absicht, einen Flächennutzungsplan aufzustellen
Der Gemeinderat hat am 25.3. u. 9.5.1980 beschlossen, für das Gemeindegebiet einen Flächennutzungsplan aufzustellen.
Der Flächennutzungsplan soll für das gesamte Gemeindegebiet die beabsichtigte Art der Bodennutzung nach den voraussehbaren Bedürfnissen der Gemeinde in den Grundzügen darstellen.
Mit der Erteilung eines Entwurfs ist IPG ing,-plan GmbH in Bahnhofstr. 23, 8443 Bogen beauftragt worden.
Sobald die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung aufgezeigt werden können, wird die Gemeinde Ziele und Zwecke der Planung öffentlich darlegen und Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung geben.
Nach Erstellung des Planentwurfs wird der Entwurf samt Erläuterungsbericht öffentlich ausgelegt. Hierauf wird durch Bekanntmachung hingewiesen werden.
Hunderdorf, 19. Juni 1980
Gemeinde Windberg, Kleikamp, 1. Bürgermeister
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Junge Afrikaner gestalteten Gottesdienst
Seit dem 18, Mai hält sich eine Gruppe junger Afrikaner in der Diözese Regensburg auf. Im Rahmen dieser deutsch-afrikanischen Begegnung weilte die Gruppe mit Vertretern des BDKJ der Diözese Regensburg in der Pfarrei Hunderdorf. Pfarrer Franz Reitinger begrüßte zu Beginn des Sonntagsgottesdienstes die jungen Leute aus dem Dekanat Mombasa-Stadt.
Mombasa ist eine alte Hafenstadt im Süden Kenias. Pfarrer Reitinger dankte den Familien für die Aufnahme der Afrikaner, die unser Land und unser Leben kennenlernen wollten.
Den Gottesdienst selber, der für die verstorbenen Mitglieder der Gewerkschaft Holz und Kunststoff, Verwaltungsstelle Hunderdorf, aus Anlaß des 20-jährigen Bestehen aufgeopfert, celebrierte Father Konstantin, ein Mitglied der afrikanischen Gruppe. Während der Eucharistiefeier sangen die afrikanischen Gäste Kirchenlieder in ihrer Muttersprache. Begleitet wurden sie dabei von Rhythmus-Instrumenten, die eben zur traditionellen afrikanischen Musik gehören. Die einheimischen Gottesdienstbesucher konnten sich davon überzeugen, daß Gottesdienst auch in einer fremden Liturgie tiefe Religiosität braucht.
In seiner Predigt wies der schwarze Geistliche darauf hin, daß die Christen in der missionarischen Arbeit gemeinsam ans Werk gehen müßten, und aufeinander zukommen müßten. Er wäre hier vielen jungen Leuten begegnet, die in dieser Sache gerne mitarbeiten würden. Die Fürbitten wurden von Mitgliedern der KLJB-Hunderdorf und einer Afrikanerin, die dies in ihrer Muttersprache mit Gesang tat, vorgetragen.
Der Erlös der Sammlung beim Gottesdienst wurde der Gruppe aus Afrika, die am Samstag wieder in ihre Heimat zurückkehrt, überlassen. Nach dem Gottesdienst hatte man Gelegenheit, kurz mit den Gästen zu sprechen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Auch heuer wieder ein Pfarrfest
Pfarrwallfahrt nach Amberg — Aus der Sitzung desPGR

Zu einer gemeinsamen Sitzung des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung trafen sich kürzlich die Mitglieder der genannten Gremien im Pfarrheim. Neben: den versammelten Räten konnte Pfarrer Franz Reitinger auch eine Abordnung der KLJB Hunderdorf begrüßen. Diese trat an den Pfarrgemeinderat mit der Bitte heran, der Jugend im Pfarrheim einen eigenen Gruppe raum zu überlassen.
Nachdem die Vorsitzenden der Landjugend sowohl von Pfarrer Reitinger, als auch vom Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Hamberger auf die Verantwortung, die eine Überlassung des Gruppenraumes mit sich brächte, aufmerksam gemacht wurden, stimmte der Pfarrgemeinderat einstimmig dem Wunsch der Jugend zu.
Anschließend gab Pfarrer Reitinger den anwesenden Räten einen Einblick in die Kirchenrechnung 1979 und erläuterte den Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1980. Wie aus den Daten zu ersehen war, konnte auf Grund der großen Opferbereitschaft von seiten der Pfarrangehörigen und nicht geringen Unterstützung aus Kirchensteuermitteln durch die Diözese der Kirchenhaushalt 1979 befriedigend abgeschlossen werden.
Eine ausgiebige Diskussion erbrachte ein weiterer Tagesordnungspunkt, nämlich die Kirchenordnung auf der Empore. Da in letzter Zeit sehr viele Kinder und Jugendliche während des Gottesdienstes auf der Empore Platz nehmen und dort Unruhe stiften würden, seien die Klagen von weiteren Gottesdienstbesuchern immer häufiger geworden. Ein Beschluß des Pfarrgemeinderates geht deshalb dahin: Kindern und Jugendlichen ist die Benützung der Empore nicht gestattet. Sollte diese Anordnung nicht befolgt werden, bzw. der Unfug und die Unruhe auf der Empore nicht nachlassen, wäre der Pfarrgemeinderat gezwungen, diese zu schließen.
Die Bitte des Pfarrers um ein eigenes Photokopiergerät für das Pfarramt wurde von der Versammlung positiv befürwortet. Ferner beschloß der Pfarrgemeinderat mit Mehrheit, die Beerdigungszeiten auch im Sommer auf 15 Uhr vorzuverlegen. Damit entsprach man auch einem Wunsch von vielen Teilnehmern an einer Beerdigung und nächsten Angehörigen.
Der Lektorendienst muß, da sich noch einige Mitglieder der Landjugend zum Lesen der Epistel erklärten, neu eingeteilt werden.
Hans Hamberger wird einen Plan erstellen, dem jeder Lektor entnehmen kann, wann er zum Dienst eingeteilt ist. Für einen Bildungsabend zum Thema “Pilze in unserer Heimat” soll Pater Norbert Backmund vom Kloster Windberg ersucht werden, einen Vortrag zu diesem interessanten Thema zu halten.
Die diesjährige Pfarrwallfahrt findet am Sonntag, dem 6. Juli, statt, Ziel ist der Maria-Hilf-Berg in Amberg, wo zu dieser Zeit das Bergfest gefeiert wird. Abfahrt in Hunderdorf ist für 7.30 Uhr vorgesehen. Die Rückkehr wird auf jeden Fall vor 18 Uhr sein.
Als letztes Thema stand das Pfarrfest auf dem Programm. Diese Veranstaltung wird heuer am Sonntag, dem 27. Juli im Pfarrgarten abgehalten. Alle kirchlichen Organisationen haben sich erfreulicherweise wieder zur Mithilfe und Mitgestaltung des Festes bereit erklärt. In einer Vorbesprechung mit den Verantwortlichen einigte man sich, mit dem Fest nach dem Frühgottesdienst zu beginnen. Ab 10 Uhr spielt eine bekannte Blaskapelle zur Unterhaltung auf. Zur Mittagszeit wird in altbewährter Weise wieder heißer Leberkäse angeboten. Ferner gibt es Würstel vom Grill, Käse vom Laib, Kaffee und Kuchen und natürlich Getränke aller Art.
Ein Losstand sollte Abwechslung für groß und klein bringen. Der Reinerlös von Speisen und Getränken wird für den neuen Altar verwendet, während der Erlös vom Losstand dem Kindergarten zufließen soll. Die Veranstalter erhoffen sich wieder wie im Vorjahr eine rege Beteiligung der Bevölkerung von Hunderdorf und Umgebung.
Vorsitzender Hans Hamberger beschloß die Sitzung mit dem Dank an alle für ihr Kommen und die aktive Mitarbeit.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


EVANG.-LUTH. KIRCHENGEMEINDE
Liebe Leser, am 25. Juni 1980 hielt ich in Windberg den “Sommerberufsschultag” ab, wobei als eines der Themen der “Rauschmittel- und Drogenmißbrauch” behandelt wurde.
Ein Beamter der Kripo Straubing, der mit diesen Delikten täglich ‚konfrontiert wird, gab den Berufsschülern einen tiefen Einblick in diese Materie, die auch vor unseren ländlichen Gebieten keinen Halt macht.
Skrupellose Dealer machen sich auf den Plätzen, die die Schüler und Jugendlichen als ihre Treffs ausgesucht haben, an die Heranwachsenden heran, bieten ihnen zum “Probieren” Hasch und ähnliche Mittel an, mit dem Ziel, neue Abhängige zu gewinnen u. damit den Kundenstamm zu erweitern.
Es geht hier darum, erste Versuche zu unterbinden und ihnen mit allen zu Gebote stehenden Mitteln entgegenzutreten.
Falsche Rücksichtnahme und Milde sind hier fehl am Platze; werden doch in der Regel nicht nur der Jugendliche, seine Zukunft, sein Leben und seine Gesundheit zerstört, sondern auch die Familien stark in Mitleidenschaft gezogen und oft zugrunde gerichtet.
Der Süchtige greift zu jedem Mittel, um den begehrten Stoff zu erhalten und es gehört leider das kriminelle Delikt zur Regel.
Wir haben uns aber auch darüber unterhalten, wo die Anfänge eines solchen Verhaltens Jugendlicher zu suchen sind.
Ich halte es als für sehr bedauerlich, wenn es bei uns vorkommen kann, daß ein Neunjähriger (wie mir Kinder berichteten) in einen Laden geht, dort einen Magenbitter verlangt, mit mehreren Fläschchen dieses 42%igen Alkohols herauskommt und diesen wenig später mit Freunden trinkt. Genauso schlimm ist es, wenn 13jährige rauchen und die “Kippe” einem Siebenjährigen zum „Ziehen“ weiterreichen.
Ich glaube, hier sind wir alle aufgerufen, Eltern und Lehrer, aber auch die älteren Schüler, darauf zu achten, daß solche Dinge nicht geschehen.
Wenn ältere Schüler schon rauchen, dann sollten sie zumindest soweit gehen, daß sie es ablehnen und selbst nicht handhaben, daß den Jüngeren, sogar Grundschülern Zigaretten und Alkohol gereicht werden.
Wir sollten uns nicht scheuen, im Interesse unserer Kinder, Beobachtungen, die wir diesbezüglich machen, weiterzugeben, damit weitere Verstöße unterbleiben.
Wir sollten aber vor allem den Mut haben, persönlich einzugreifen, wo wir erkennen, daß Kinder direkt gefährdet sind, auch dann, wenn es nicht die eigenen Kinder sind.
Ihr Bruder H. Tepp
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Pfarramt Windberg
Liebe Pfarrgemeinde!
Wollen Sie bitte den Sonntag, 20. Juli 1980 rot in Ihrem Kalender vormerken. Auf Initiative des PGR wollen wir an diesem Tag ein PFARRFEST durchführen. Darüber Näheres im nächsten Pfarrbrief.
Als Vorbereitung auf das Pfarrfest möchten wir einige Bildungsabende in Zusammenarbeit mit dem Kath. Bildungswerk Straubing-Bogen halten.
Am kommenden Freitag geht’s bereits los.
Freitag, 27. Juni 1980 – 19.30.Uhr 1. Bildungsabend Thema: KRACH OHNE ENDE? ? Konfliktfelder, Ursachen und Bewältigung. Referent: Leo Heinrich, Wallkofen
Donnerstag, 3. Juli 1980 – 19.30 Uhr 2. Bildungsabend Thema: IM SOZIALEN ABSEITS DES DORFES Menschen zweiter Klasse, Toleranz, Solidarität. Referent: Helmut Brunner, Ruhmannsfelden
Freitag, 11. Juli 1980 – 19.30 Uhr 3. Bildungsabend Thema: KIRCHE OHNE JUGEND? Referent: Nikolaus Paulus, SR. Jugend ohne Kirche, Ursachen der Entfremdung
Mittwoch, 9, Juli 1980 – 14.00 Uhr für alle Senioren Thema: ALT UND JUNG’ UNTER EINEM DACH. Referent: Hans Hofmann, Bogen. Jugendliche und Erwachsene werden hiermit ganz herzlich eingeladen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Fußballabteilung hat drei Vizemeister
Saisonabschluß der Fußballer – Trainer Reinhardt am Erfolg maßgebend beteiligt:
Zu der kürzlich abgehaltenen Saisonabschlußfeier der Fußballabteilung waren eine stattliche Anzahl von Mitgliedern erschienen. Abteilungsleiter Heinz Hentschirsch konnte dazu mit dem 1.

Abteilungsleiter mit 1. Vorsitzenden und Geehrten

Vorsitzenden Joachim Kaldonek die gesamte Vorstandschaft des Hauptvereins, die Abteilungsleiter von Ski- und Tennisabteilung Illmann und Klar jun. sowie die Gemeinderäte Johann Schaubeck und Xaver Diewald begrüßen. Sein besonderer Gruß aber galt den Damen. Hentschirsch dankte allen für ihr Erscheinen und gab seiner Freude besonders darüber Ausdruck, daß so viele Leute gekommen seien.
Erster Vorsitzender Joachim Kaldonek dankte in seinen Begrüßungsworten zunächst für die Einladung. Er hob hervor, daß es in der Fußballabteilung stimme, wie man so schön sage, wenn auch nicht ganz der große Erfolg zu verzeichnen gewesen sei. Kaldonek sprach allen Funktionären und Spielern für ihren Einsatz Dank und Anerkennung aus. Für die kommende Saison wünschte er den Fußballern viel Erfolg und hofft auf eine gute Zusammenarbeit.
In seiner Rückschau auf die abgelaufene Spielsaison gab Hentschirsch über Einsatz von Spielern, Punkte- und Torverhältnisse in einem Zahlenspiegel Aufschluß. Die 1. Mannschaft erreichte in der C-Klasse Bogen mit 36:8 Punkten und 93:38 Toren den Platz zwei und verfehlte nur knapp die Meisterschaft. Insgesamt seien 21 Spieler eingesetzt worden, wobei Greil Wolfgang, Kalischko und Riepl Karl in allen Spielen zum Einsatz kamen. Die meisten Tore erzielte Bergbauer Paul mit 29 Treffern. Hirtreiter brachte es auf 20, und Klar auf 15Tore, Die 2. Mannschaft wurde ebenfalls Vizemeister. Sie beschloß mit 37:7 Punkten und 94:35 Toren die Saison in der Reserverunde. Die Zahl der eingesetzten Spieler betrug 26. Englmeier, Kern und Schaubeck waren dabei immer mit von der Partie. Torschützenkönig der Zweiten wurde Schaubeck mit 18 vor Bergbauer Otto mit 16 und Hainz Manfred mit 15 Treffern.
Während sich 1. und 2. Mannschaft erst in den letzten Spielen die Vizemeisterschaft sicherten, stand dieser Titel bei der 3. Mannschaft schon länger fest. Insgesamt 36 Spieler (!) mußten an Samstagen und Sonntagen die Fußballstiefel schnüren, um mit 34:10 Punkten und 76:41 Toren diesen Erfolg der älteren Truppe in der Abteilung zu sichern. Walter Menacher (38 Jahre alt) und Ziesler Josef wirkten an allen Spielen mit. Auf 30 Treffer brachte es Max Prommersberger. Je 6 Treffer erzielten Hentschirsch und Ziesler. Die Jugendmannschaft schnitt in der Punkterunde mit Platz 4 ab, während die Schüler noch einen Mittelplatz hielten.
Nach diesem Rückblick wurden die aus ihren Ämtern ausscheidenden Schülerleiter Schaubeck und Scherz sowie der Jugendtrainer Klar Kornelius mit einem Präsent bedacht. Sie hätten sich, so der Abteilungsleiter, der Jugend- und Schülerarbeit aufopferungsvoll gewidmet. Diese Arbeit sei in der heutigen Zeit nicht immer leicht, da es für die Spieler dieser Altersgruppe auch noch andere Möglichkeiten gäbe, ihre Freizeit zu verbringen. Als eifrige Platzkassiere wurden Mauthner und Diewald Xaver bezeichnet. Ein Teller sollte hier als Anerkennung und Dank für die zeitraubende Mühe stehen. Ein Platzwart müsse, so meinte Hentschirsch, seinen Aufgabenbereich pünktlich, sorgfältig und gewissenhaft erfüllen. Dafür sei Hermann Fellinger als bestes Beispiel hinzustellen. Heinz Gertitschke habe sich als Manager der dritten Mannschaft bestens bewährt und sich große Verdienste erworben. Auch diesen beiden überreichte der Abteilungsleiter einen Keramikteller.
Nicht zuletzt aber sollte der Trainer als verdienstvolles Glied in einer intakten Führung genannt sein, betonte der Redner. Carlo Meinhardt habe es mit seiner ruhigen, ja väterlichen Art verstanden, die Leute zum zweimaligen Training, in der Woche zu bringen und auch an Sonntagen zu einer brauchbaren Leistung zu motivieren. Der Erfolg habe ihn auch in seiner Arbeit bestätigt. Mit einem Handschlag wurde Reinhardt für ein weiteres Jahr als Trainer der Senioren verpflichtet. Im Namen der Aktiven überreichte der Spielführer der ersten Mannschaft, Kalischko Adolf, eine Erinnerungsgabe, während die Fußballabteilung die Mühen mit einem Geschenkkorb würdigte.
Zum Schluß seiner Ausführungen dankte Hentschirsch allen, die in irgendeiner Weise mitgeholfen haben, die Saison gut über die Runden zu bringen. Dabei nannte er noch vor allem seinen Stellvertreter und den Betreuer der Senioren Hans Grill und Schriftführer und Kassier Wolfgang Greil. Nicht vergessen aber sollten auch die Frauen und Freundinnen der Spieler sein, deren Verständnis und Geduld nicht genug zu würdigen wären.
Einen besonderen Höhepunkt stellte wie jedes Jahr die Auszeichnung der Torschützenkönige dar. Den “Goldenen Schuh“ für den Torschützenkönig in den Pflichtspielen holte sich Bergbauer Paul mit insgesamt 36 Toren. Den “Silbernen Schuh” konnte Max Prommersberger mit 33 Treffern in Empfang nehmen, während Jugendschützenkönig Geiger Heini bei 25 Zählern mit dem „Schuh in Bronze“ belohnt wurde.
Ein Diavortrag, zusammengestellt von Klar sen., weckte in den Teilnehmern am letzten Vereinsausflug so manche Erinnerung. Die anderen Betrachter aber bekamen einen Einblick von der herrlichen Landschaft um das Ausflugsziel und vom sportlichen Erfolg, was Klar sen. durch seine begleitenden Worte ausgezeichnet verstand.
Ein gemütliches Beisammensein, dem ein Essen, aus der Vereinskasse bestritten, vorausging und dem der Entertainer Ebner die musikalische Note gab, rundeten die harmonische Saisonabschlußfeier ab.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Ski-Club auf Wanderung
Den fußballfreien Sonntag nutzte der Ski-Club Hunderdorf zu einer Wanderung. Treffpunkt war die vereinseigene Skihütte in Ahornwies, wo der Hüttenwirt Hans Grill die Gäste erwartete. Klein und groß machte sich dann bei sonnigem, jedoch windkühlem Wetter auf den Weg zum Pröller. Einige schafften die Strecke sogar barfuß, obwohl das Gras kühl und naß war. Auf dem Rückweg führte die Wanderlustigen Josef Helmbrecht den Nordhang des Pröllers hinunter. An manchen Stellen mußten die Frauen und Kinder gestützt werden, weil der Abhang so steil war. Müde und hungrig traf man in der Hütte ein, wo bei Kuchen und Würstchen die verlorengegangenen Kalorien wieder aufgetankt wurden. Alle Beteiligten waren sich einig, daß man solche Wanderungen, an denen auch kleine Kinder teilnehmen können, öfters unternehmen sollte.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


VdK-Fahrt führte zum Kloster Andechs und Ammersee
Hunderdorf.
Die Vorstandschaft des VdK-Ortsverbandes Hunderdorf/Windberg war gut beraten, einmal einen Tagesausflug zum Benediktinerkloster Andechs zu veranstalten. Der Anlaß zu dieser Überlegung war eigentlich die 1500-Jahrfeier der Geburt des heiligen Benedikt und ein beredtes-Zeugnis, so meinten die Verantwortlichen des VdK-Verbandes, gebe dafür gerade im süddeutschen Raum diese Wallfahrtsstätte in Andechs.
So fuhr kürzlich ein vollbesetzter Bus mit Mitgliedern und Freunden bei idealem Reisewetter los. Die Fahrt war wieder bestens organisiert und verlief schon am Anfang in kameradschaftlicher Verbundenheit. Das erste Ziel, die KZ-Gedächtnisstätte in Dachau beeindruckte alle Besucher tief.
Darüber nachdenklich geworden, ging es weiter zum nächsten Ziel, dem berühmten Benediktinerkloster Andechs. Dort angekommen, besuchte man die schöne Wallfahrtskirche. Nach dem Mittagessen verweilte man am Nachmittag noch am Ammersee, wobei eine Kaffeepause, Spaziergänge oder auch eine Kahnfahrt auf dem Programm enthalten war. Auf der Heimfahrt besuchte die Reisegruppe auch noch die Olympiastätte von 1972 in München. Da auch das Wetter bis zuletzt mitmachte, wurde der Tag für alle zu einem bleibenden Erlebnis. Die Ausflugsfahrt wurde von der Vorstandschaft ausgerichtet und der Bus mit 60 Insassen von der VdK-Kassiererin Anna Heilmann in bewährter Manier zusammengestellt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Krieger- und Soldatenkameradschaft beging 100jähriges Gründungsfest vom 27. – 30. Juni 1980
Auf 100 Jahre ihrer Gründung konnte die Krieger- und Soldatenkameradschaft Hunderdorf zurückblicken. Dies wurde zum Anlaß genommen, das Jubiläumsfest in einem besonderen Rahmen zu feiern. Das Fest wurde begangen mit einem 4tägigen Festzeltbetrieb, wobei insbesondere Höhepunkte dieses Festes waren: der Fackelzug am Samstagabend mit Ehrung der gefallenen und vermißten Kameraden, der Kirchenzug am Sonntagvormittag, sowie der Festzug am Sonntagmittag.
Wegen des Redaktionsschlusses berichten wir über den Ablauf des Festes in unserer nächsten Ausgabe. Aus der Chronik der Krieger- und Soldatenkameradschaft kann folgendes entnommen werden:
Als nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 die deutschen Soldaten siegreich nach Hause zurückkehrten und im Deutschen Reiche ein wirtschaftlicher Aufschwung zu verzeichnen war, kam bald die große Zeit der Vereinsgründungen. Gegen Ende der 70er Jahre fanden sich seinerzeit auch im Hunderdorfer Raum ehemalige Frontsoldaten zusammen, um einen Kriegerbund zu gründen. Im 1. Weltkrieg mußten auch Jungmänner und Familienväter der Gemeinde zu den Waffen, wobei eine große Anzahl ihr Leben für das Vaterland hingaben. So ging die Pfarrei Hunderdorf in Verbindung mit dem damaligen Kriegerbund daran, ihren Gefallenen und Vermißten ein würdiges Denkmal zu errichten. Am 3. August 1919 wurde das Denkmal eingeweiht. Nach dem ersten Weltkrieg war der Kriegerbund bei kirchlichen und weltlichen Anlässen vertreten. Der Kriegerbund unter der Führung Josef Rothammers erfuhr mit der Heimkehr der Kriegsgefangenen einen großen Mitgliederzuwachs. In der Zeit des Dritten Reiches wurde jedoch jegliche Zusammenkunft oder Betätigung versagt. Bald darauf kam auch der Zweite Weltkrieg und wieder wurden viele Hunderdorfer zum Kriegsdienst gerufen. Nach nahezu 6jähriger Kriegsdauer waren viele Hunderdorfer als gefallen oder vermißt zu betrauern.
Bis Anfang der 60er Jahre ruhte auch jegliche Aktivität des Kriegerbundes. 1962 setzte sich Leo Gaschler dafür ein, den Verein neu zu formieren. Bereits am 10. November gleichen Jahres trafen sich im Cafe Weinzierl 30 ehemalige Kriegsteilnehmer, die bereit waren, die Belange des Vereins zu unterstützen. Das Jahr 1963 war ausgefüllt mit aktiver Vereinstätigkeit, wobei Vorstand Gaschler, Kassier Xaver Aumer und Schriftführer Roman Kaldonek sowie 2. Vorstand Ludwig Meier vieles in Gang brachten. So konnte am 14. Juni 1964 eine Fahne für den Krieger- und Veteranenverein geweiht werden. Das Fest, unter der Schirmherrschaft von ehem. Landrat Xaver Hafner, nahm einen würdigen Verlauf. Als Patenverein war der Krieger- und Veteranenverein Windberg-Irensfelden vertreten. Am 15. August 1969 traf sich der Krieger- und Veteranenverein aus Anlaß des 50. Jahrestages der Kriegerdenkmalenthüllung durch den damaligen Kriegerbund. Von diesem Tag an nannte sich der Verein auch ”Krieger- und Soldatenkameradschaft”. Im September 1970 wurden in den örtlichen Gastwirtschaften Baier (Edbauer), Sandbiller sowie Weinzierl je eine große Vereinstafel mit den Abbildungen der Kameraden angebracht. 1972 übernahm Alfons Pflügl das Vereinsheft, nachdem Leo Gaschler aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. 1979 hat die Krieger- und Soldatenkameradschaft die große Ehre bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Degernbach Pate zu sein, die nunmehr die Patenschaft wiederum in Hunderdorf übernahm. So wurde am Wochenende das seltene Jubiläum begangen in Kameradschaft und Treue zum Verein und dem Wunsch, daß in Zukunft der Frieden für alle Zeiten bewahrt werden kann.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Black Musik Cirkus in Straubing
Am Samstag, dem 12. Juli 1980 veranstaltet die Junge Union eine Show mit bejannten Künstlern und Interpreten. Um 19.30 Uhr bieten sich in einem 1500 Plätze fassenden Zelt, dem Black Music Cirkus, dem jungen Besuchern heiße Musik und Tanz.
Die darstellenden Künstler sind:
Joan Orleans, in Lousiana geborene, farbige Sängerin, die gerade eine raketenhafte Karriere in Rundfunk und Fernsehen hinter sich hat. “Absoluter Clou des Abends”, „sensationeller Auftritt”, “Joan Orleans ein Vulkanausbruch” sind einige Pressestimmen, die die Begeisterung des Publikums bei den Auftritten dieser Jungen Wahlmünchnerin zum Ausdruck bringen. Ihr Repertoire reicht vom Musical über Hits (Light of clear blue morning”) und Jazz bis zu bekannten Gospelsongs wie „Glory Halleluja”. Joan fasziniert durch Ihre kräftige, unglaublich wandelbare Stimme, besticht durch ihren Charme und bringt es fertig, das Publikum durch eine furiose Show von den Stühlen zu reißen.
Speedway, die Rock’n Roll und Oldies Revival Superband von Harry Fontana und Nancy Derry wird für heiße Rhythmen und Riesenstimmung im Cirkus sorgen. Das Herz aller Rock’n-Roll-Fans schlägt höher, wenn Harry und Nancy ihre Stimmbänder vibrieren lassen und wenn die guten, alten Songs der 50er Jahre den Takt angeben.
Die “Speedways” ein Leckerbissen für alle Teens und Twens. Udo Janson, überall, wo er auftritt, reißt der sympathische, immer lachende Star-Entertainer aus München sein Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Sein Repertoire reicht über Countrysongs, Protestsongs, Chansons bis zu Ulkliedern. Ob Jerry Lee Lewis, Elvis Presley, Harry Belafonte oder Johnny Cash: Seine Parodien sind überzeugend. Er singt in 10 Sprachen ist international bekannt und wo immer er auftritt, reißt er sein Publikum zur Begeisterung hin.
Der Unkostenbeitrag für diese heiße Show beträgt nur 5,00 DM. Karten können im Vorverkauf erworben werden bei: JU-Ortsvorsitzenden Josef Breu, Buchenstr. 3, Hunderdorf, Tel. 1727.
Bei genügender Beteiligung wird ein Omnibus nach Straubing eingesetzt. Abfahrtszeiten werden in der Presse bekannt gegeben.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980

Hüttenfest der FFW
Daß die Freiwillige Feuerwehr Windberg nicht nur löschen, sondern auch feiern kann, bewies sie beim Hüttenfest in Hof.
Unter einem improvisierten “Zelt” veranstaltete sie ein feuchtfröhliches Fest, das die vielen Besucher erfreute. Kommandant Helmut Haimerl begrüßte Bürgermeister Kleikamp, die Gemeinderäte, die Mitglieder der Feuerwehr und viele Gäste. In den nahen Waldauen konnten auch die Kinder ihre Vergnügung finden. Das Schmidbauer-Duo spielte fröhliche Klänge und riß alle zum Schunkeln und Singen mit.
Hähnchen, Bratwürste und süffiges Bier versetzten die Anwesenden in gute Stimmung. Nur ungern trat man den Weg nach Hause wieder an.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Bavarian Flippers feierten Jubiläum
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10-jähriges Bestehen der beliebten heimischen Tanzapelle
Ein Fest besonderer Art feierten am Sonntag, dem 15.6.1980 die “Bavarian Flippers”. Normalerweise spielen sie bei Veranstaltungen,

Sie machen vielseitige Musik – der Schlüssel zum Erfolg der Bavarian Flippers

Feiern und Festen. Aber dieses Mal lud die beliebte und bekannte Tanz- und Showband aus Niederbayern alle Freunde, Bekannte und Fans zu ihrem “10-jährigen Gründungsfest” nach Steinburg ins Festzelt ein. Neben den vielen Gästen aus nah und fern freute sich die Band, auch 1. Bürgermeister Härtenberger (Hu), 2. Bürgermeister Weinzierl (Hu) und Bürgermeister Lobmeier (Neu) begrüßen zu dürfen. Bei Bier und Wiesenschmankerln wollten die fünf “gstandenen” Musiker Heinz, Willi, Conny, Max und Toni allen Musikbegeisterten und langjährigen Anhängern ein kleines Dankeschön sagen,.
Zehn Jahre sind eine sehr lange Zeit. Besonders für eine Musikgruppe. Aber die “Bavarian Flippers” mit ihren Gründungsmitgliedern Max Eyerer, den Brüdern Heinz und Willi Schroll, haben alle Höhen und Tiefen der zu Ostern 1970 gegründeten Gruppe überstanden. Im Gasthof Hiebl in Haggn und im Gasthof Solcher in Steinburg waren die ersten Erfolge gefeiert worden.
der große musikalische und dadurch kommerzeille Erfolg der bereits bekannten Band erfolgte mit Tony Niedermayer 1978: In diesem Jahr kam der ehemalige Berufsmusiker und heutige Musiklehrer der Musikschule Rieder zu den “Flippers”. Zusammen mit Tony wurde der Name „Bavarian Flippers“ weit über die Grenzen des Landkreises Straubing-Bogen hinausgetragen.
Es kamen Angebote aus dem gesamten niederbayerischen und ostbayerischen Raum. Aufgrund ihrer vielseitigen Instrumentalbesetzung und ihrem mehrstimmigen Gesang reißen sich die Veranstalter um diese Gruppe. Ihr Erfolgsrezept beruht schon immer darauf, Musik für Jedermann zu bringen. Für die Jungen und die noch immer Junggebliebenen.
In dem sehr umfangreichen Programm haben sie immer das Richtige auf Lager. Es führt von Disco und Pophits, über Rock‘n Roll bis zur Unterhaltungs- und Volksmusik. Sie bringen moderne Tanzmusik im Stil von James Last und im Gegensatz dazu auch original Oberkrainer Blasmusik.Was ist den „Bavarian Flippers” zu ihrem Jubiläum alles zu wünschen? Für die vielen Fans am besten weitere zehn Jahre erfolgreiche Tanzmusik.
An dieser Stelle ein besonderes Dankeschön den vielen Freunden der “Bavarian Flippers“ aus dem Gemeindebereich für die langjährige Treue und den tollen Besuch im Festzelt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Auf’m Stoaburger Volksfest
Neuli dort am Bahnhof Stoaburg
is des erste Volksfest gwen;
eigstellt hat se des ganz sakrisch
in an Zelt, an so an schön’.

Glei des Standkonzert am Freitag,
da war wirkli alles dro!
So a königstreue Musi
hört ma net glei wieda no.

Glei sans neimarschiert ins Bierzelt
und ham zecht als wia net gscheit
und bis richti Abend worn is,
war im Zelt drin ois voi Leit.

Scho da erste Tag hat highaut,
und da zwoate dann erst recht,
denn beim Nolte sei’m Betriebsfest
war de Stimmung qwiß net schlecht.

Erst am Sonntag dann de Flippers
und d’ Windberger Buam dazua,
ham ihr Bests ganz gwiß dazuagebn,
gspuit ham de in oana Tour.

D’ Graßl Buam am Montagabnd
de ham erst a Gaudi gmacht,
ja, des waar fei gwen koa Wunda
wenn des Zelt waar zammakracht.

Gar de Kinda ham ihrn Tag ghabt,
wo’s vobilligt glebt ham dort
Und genauso d’ Senioren
gengan aa no recht gern fort.

Dann am Donnerstag, de Steirer,
de ham gwerglt und des wia,
de ham zoagt, daß no im Kurs is
bajuwarische Manier.

Und am Freitagabnd war dann
s‘ Musikfestival im Gang
und zum Solcher-Jubiläum
Leut hast gsehng mit Nam’ und Rang.

Schöne Sachn san volost worn,
ja, des is fei wirkli wahr!
Bierkrüag, Kitz und aa a Lamberl,
dann zuletzt a Sposau gar.

Zletzt hat dann da Solcher Kari
seinen Mitarbeitern dankt,
Hat eah no a sinigs Gschenk gebn,
für a jeds hats da no glangt.

Ja, des war a Pfundigs Volksfest
is ja blos a kloana Ort.
und wenn wieda sowas los is,
san ma wieda alle dort.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.07.1980


Alfred Dick besichtigte „Sollinger Loch“
Der Staatsminister war einer Einladung der Jungen Union gefolgt — Dick: „Unverfrorenheit, Tatsachen auf den Kopf zu stellen“
Bogen. Am Sonntagnachmittag kam Staatsminister Alfred Dick auf Einladung der Jungen Union zu einem Ortstermin auf den Sandberg. Es ging um den geplanten Bundeswehrübungsplatz, das sogenannte „Sollinger Loch“. An dem Gespräch nahmen auch Landrat Ingo Weiß, Bogens 1. Bürgermeister Deschl, Anwohner des Baugebiets Sandberg und Mitglieder der Jungen Union aus Bogen, Oberalteich und Hunderdorf teil.
Nach der Begrüßung durch den JU-Ortsvorsitzenden Hiendl erläuterte der stellvertretende Ortsvorsitzende Stern die ablehnende Haltung der JU zu dem geplanten Standortübungsplatz im Sollinger Loch. Im einzelnen wies er auf die Beeinträchtigung der derzeitigen und zukünftigen Bebauung hin und meinte, mit dem

Staatsminister Alfred Dick (rechts) bei der Besichtigung des „Sollinger Lochs“

Wasserübungsplatz und dem Übungsgelände am Bogenberg hätte Bogen sein Soll an Gebietsabtretung für die Bundeswehr erfüllt. Er sprach auch die Befürchtung aus, daß es möglicherweise bei der jetzt geplanten Erweiterung nicht bleibe, sondern immer mehr Gebiet an das Sollinger Loch angeschlossen werde. Wenn erst die Tegelgruben ausgebeutet seien und die Ziegelei stillgelegt werde, könne die Bundeswehr auch das jetzige Ziegeleigelände beanspruchen und das dann zusammenhängende Gebiet zu einem überörtlichen Großübungsplatz, auch für andere Standorte, erweitern.
In seinem Schlußsatz unterstrich Stern, es wäre der Wunsch der Jungen Union, daß dieses umstrittene Gebiet, das landschaftlich den Übergang zum Bayerischen Wald bilde, im jetzigen Zustand erhalten bleibe. Stern überreichte Staatsminister Dick einen offenen Brief mit den Stellungnahmen und Wünschen der Jungen Union.
Dick: Entscheidung liegt beim Bundesverteidigungsministerium
Nachdem Minister Dick und Landrat Weiß das Loch“ besichtigt hatten, nahmen sie zum bisherigen Stand der Planung Stellung. Dick bezeichnete den Versuch der Bogener SPD und FDP, aus dem Sollinger Loch ein Wahlkampfthema zu machen und dabei die Tatsachen auf den Kopf zu stellen als eine „Unverfrorenheit sondersgleichen“ Die Entscheidungsgewalt liege allein beim Verteidigungsminister in Bonn, betonte er. Dieser könne sich mit Hilfe von § 1 Abs. 3 Landbeschaffungsgesetz über alle Einwände hinwegsetzten, wenn er eine Maßnahme für die Landesverteidigung für erforderlich halte. Er, Dick, wolle dem Verteidigungsminister keine Vorwürfe machen. Die militärische Notwendigkeit der Erweiterung des bisherigen Übungsplatzes könne er nicht beurteilen. Wenn die Erweiterung notwendig sei, dann könne auch ein CSU-Verteidigungsminister keine andere Entscheidung treffen. Er lege aber Wert auf die Feststellung, daß er aus landesplanerischen und umweltschützerischen Gesichtspunkten einen Übungsplatz im Sollinger Loch stets abgelehnt habe.
Auch der Bundestagsabgeordnete Alois Rainer habe sich in einem Schreiben an das Verteidigungsministerium gegen das Sollinger Loch als Übungsplatz gewandt. Abschließend meinte Minister Dick, daß der Übungsplatz wohl nicht mehr zu verhindern sei, er wolle sich aber dafür einsetzen, daß die endgültige Grenzziehung und die Art der Anlage des Platzes so geschehe, daß die Beeinträchtigung der Anlieger und der Natur möglichst gering bleibe. Er sei daher ebenso wie Landrat Weiß und Bürgermeister Deschl bereit, sich einer Bürgerversammlung zu stellen, zu der aber auch ein kompetenter Mann aus dem Verteidigungsministerium eingeladen werden müsse.
Weiß für Platz südlich der Donau
Landrat Weiß sagte, er sei trotz einer Unterschriftensammlung in der Gemeinde Aiterhofen immer dafür gewesen, den neuen Übungsplatz am Südufer der Donau anzulegen. Das sei jedoch vom Verteidigungsministerium aufgrund eines negativen militärischen Gutachtens abgelehnt worden. Er habe versucht, die Entscheidung über die Erweiterung des Standortübungsplatzes hinauszuzögern, weil er auf eine Änderung der Vorschriften gehofft habe, die für jeden Standort eine bestimmte Übungsplatzgröße vorschreibe. Bei einer Reduzierung der Normen hätte sich das Problem der Vergrößerung des Übungsplatzes erledigt. Leider sei hier aber in Bonn nichts geschehen, vielmehr dränge die Bundeswehr auch in anderen Standorten auf eine Erweiterung der Übungsplätze. Im übrigen meinte er, die letzte Konsequenz, wenn man die Bundeswehr in Bogen nicht mehr haben wolle, sei die Auflösung des Standortes.
Deschl: Sollinger Loch schon 70/71 abgelehnt
Bürgermeister Deschl berichtete, daß der Bundeswehr beim Bau der Garnison Ende der 50er Jahre die Möglichkeit der Erweiterung des Übungsplatzes zugesagt worden sei; dazu stehe die Stadt Bogen auch. Allerdings habe die Stadt Bogen das Sollinger Loch als Gelände für diese Erweiterung schon 1970/71 abgelehnt. Dem habe sich das Verteidigungsministerium angeschlossen und den Plan einer Übungsplatzerweiterung im Sollinger Loch verworfen. Im Vertrauen darauf habe die Stadt Bogen das Gebiet am Sandberg als Baugebiet ausgewiesen. Unerwartet habe dann das Verteidigungsministerium 1974 seine schon verworfenen Pläne wieder aufgegriffen. Obwohl sich an Gründen, die 1971 zur Ablehnung des Sollinger Lochs geführt hätten, nichts geändert habe, vielmehr durch die direkt am geplanten Übungsgelände vorbeiführende Autobahn und die Ausdehnung des Baugebiets Sandberg noch mehr Gründe damals dagegen sprächen, habe sich das Verteidigungsministerium jetzt für einen Übungsplatz Sollinger Loch ausgesprochen. Zwei Drittel des vorgesehenen Geländes seien bereits von der Bundeswehr angekauft.
Im übrigen meinte Deschl, daß durch den Bau des geplanten Sprengbunkers die Beeinträchtigung der Anlieger vielleicht doch nicht so groß wird wie befürchtet. Die Bundeswehr habe auch versprochen, nur an höchstens zwanzig Tagen im Jahr Sprengübungen durchzuführen, wobei Ladungen von 200 bis höchstens 1000 Gramm Sprengstpff verwendet werden sollten.
Von den Anliegern wurde darauf die Frage stellt, ob es wegen zwanzig Tagen im Jahr notwendig sei, einen neuen Übungsplatz einzurichten. Es wurde auch berichtet, daß Offiziere der Garnison Bogen in persönlichen Gesprächen die Notwendigkeit einer Vergrößerung des jetzigen Standortübungsplatzes verneint hätten, es gehe aber hier um die Erfüllung von Vorschriften, nicht um wirkliche Bedürfnisse. Nicht zuletzt wurde dann von den Anliegern noch darauf hingewiesen, daß das Verteidigungsministerium durch seinen Verzicht auf das Sollinger Loch vor einigen Jahren einen Vertrauenstatbestand geschaffen habe, auf den man sich berufen könne. Die Bundeswehr da jetzt nicht, entgegen ihrem früheren Verhalten, das Sollinger Loch doch als Übungsgelände beanspruchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.07.1980


Bayerwaldverein ehrte Mitglieder
Hunderdorf.
Im Rahmen einer Mitgliederversammlung ehrte am Samstag im Gasthaus Sandbiller der Bayerwaldverein e. V. bewährte Vereinsmitglieder, die sich um den Aufbau und die Führung des Vereins sowie der Wanderabteilung verdient gemacht haben. Vorstand Hans Glas und Bürgermeister Härtenberger dankten Josefine Weindl, Isolde Eberth, Laura Baier, Walter Thoma, Manfred Weinzierl, Joachim Kaldonek und Hans Altschäffl mit einem Erinnerungsteller. Für die 200. IVV-Wertung konnte Adolf Sandbiller ein Pokalpräsent in Empfang nehmen.
Vorstand Hans Glas wies dann auf die anstehenden Veranstaltungen des Bayerwaldvereins hin. So sei die Beteiligung beim Hunderdorfer Volksfest vorgesehen sowie die Abhaltung eines Gartenfestes bei Berger-Höfelsauer in Steinburg. Wanderwartin Katharina Scheibenthaler verkündete die zum Besuch vorgesehenen Wandertage im heurigen Jahr und rief die Mitglieder zu einer regen Beteiligung auf.
Bürgermeister Härtenberger sprach allen auch den Dank von seiten der Gemeinde Hunderdorf aus.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.07.1980


Gaishausen, ehemals Edelsitz mit Kirche

Kleine Kapelle in Gaishausen

Seitdem von Hunderdorf eine befestigte Teerstraße über Gaishausen zum Bahnhof Steinburg führt, ist der kleine Ort, der noch vor wenigenJahren auch den Namen der kleinsten Gemeinde im Bogenbachtal trug, bekannter geworden.
Und trotzdem hat der Ort auch eine bedeutende geschichtliche Vergangenheit. Der Name des Ortes ist in den Totenbüchern des 12. und 13. Jahrhunderts feststellbar. Als Ministerialiensitz wird ein Hagano de Gezhusen 1126 erwähnt. Dieser gab dem Kloster Windberg ein Gut in iscercelle, als Marquardus Propst zu Hunderdorf war. Bei Gaishausen hatte das Kloster früher einige Fischweiher.

Blick.auf Gaishausen und den Vorwald von Westen

Im 16. Jahrhundert wird eine Kirche als “templum ad lacunam” beschrieben. Die dem hl. Georgi geweihte Kirche war zur Pfarrei Hunderdorf gehörig. Dem Patrozinium zufolge kann das Kirchlein sehr alt gewesen sein.
1792 wurde vom Ordinariat Regensburg die Demolierung des Gotteshauses erteilt. Heute ist keine Spur mehr von der Kirche und dem Friedhof zu sehen. Eine kleine Kapelle steht stellvertretend im Herzen des Ortes. 1810 wurde unter dem großen Reformer Montgelas die Gemeinde Gaishausen gegründet. In den 160 Jahren Gemeindegeschichte zeigte sich der Ort Lebens- und entwicklungsfähig. Gegen die Auflösung der Gemeinde durch die Militärregierung nach dem

Blick.durch den Bogen der Eisenbahnbrücke auf Gaishausen

Kriege konnte sich Gaishausen erfolgreich wehren. Im Rahmen der Zusammenlegung von Gemeinden in den letzten Jahren wurde Gaishausen aufgelöst und der Gemeinde Hunderdorf zugesprochen.
Nur wenige Meter von Gaishausen entfernt wurde um die Jahrhundertwende der Bahnhof Steinburg und bald auch die Poststelle errichtet. Mit der Ansiedlung einer Konservenfabrik hat sich auch ein mittleres Unternehmen hier niedergelassen. Viele neue Bauten haben in den letzten Jahren das Ortsbild verwandelt.
Wer aber aufmerksam durch den Ort wandert, entdeckt auch einige alte Bauernhäuser, die die Stürme der Kriege überdauert haben.
(Quellen: Kunstdenkmäler Bayerns – Berichte im Straubinger Tagblatt) K. Klar
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Schöne Heimat
Wer in Gaishausen die Hauptstraße verläßt und in den Ort einbiegt, entdeckt bald dieses etwa 50 Jahre alte Haus, in dem heute Frau Maria Schießl wohnt. Es ist ein typisches Waldlerhaus, da sich Wohnung, Stall und Scheune unter einem Dach befinden. Das Winterholz vor dem Haus und der Schrot an zwei Seiten verleihen dem alten Gebäude Wärme und Geborgenheit. Im Bauerngarten steht ein schmiedeeisernes Kreuz. Der Großvater der jetzigen Besitzerin, Josef Haimerl, hat das Haus von einer Familie Erndl gekauft.
Hugo Eichhof schrieb ein Gedicht mit der Überschrift “Mein Bauernhaus”
Wie die breiten, braunen Hände
vieler Beter, steilgefaltet,
steht mein Hausdach, fromm: und still.
Und die weißen, warmen Hände,
Arm der Ahnen, nie gealtet,
stützen es, wie Gott es will.

Nachts Gebete. – Raunen Winde?
Heb den Kopf ich, um zu lauschen,
hör ich Litaneiensang,
Ist’s der Ahn mit dem Gesinde?
Oder vor dem Hause rauschen
Linden ihren schweren Gang?

Bebt das Gestern in dem Heute,
wächst mit ihm in langer Reihe;
lebt das Morgen aus dem einst.
Was uns stärkte und erfreute,
das im Kommendem gedeihe,
wenn du es vermodert meinst.
K. Klar
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Staatsstraße bei Hofdorf gesperrt
Das Landratsamt teilt mit, daß am 5. und 6, August d. J. wegen der Bauarbeiten beim Überführungsbauwerk der künftigen Bundesautobahn bei Hofdorf die Staatsstraße 2139 für den Gesamtverkehr gesperrt werden muß. Der Durchgangsverkehr wird umgeleitet über die Ortschaft Hunderdorf – Sollach – Bogen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Vollzug: der Jagdgesetze;
hier: Falknerprüfung für Bewerber aus den Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Schwaben
Die Regierung von Niederbayern teilt im vorbezeichneter Sache folgendes mit:
Die Prüfung kann nicht wie vorgesehen am 27.8.1980, 28.8.1980 und: 29.8.1980 (siehe Straubinger Tagblatt vom 3.6.1980 und Amtsblatt Landkreis Straubing-Bogen vom: 4.8.1980 Nr. 22), sondern erst am 27.10.1980, 28.10.1980 und 29:10.1980 abgehalten werden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980

Veranstaltungen
Bei der Gemeinde Hunderdorf gemeldete Veranstaltungen:
27.7.1980: Pfarrfest Hunderdorf
1. – 4.8.80: Hunderdorfer Volksfest mit Festwirt Richard Weinzierl
10.8.1980: Gartenfest bei Berger – Höfelsauer, Veranstalter: Bayerwaldverein Hunderdorf
6.12.1980: Christbaumversteigerung Veranstalter: Sportverein Hunderdorf
7.12.1980: Weihnachtsfeier bei Sandbiller Veranstalter; Bayerwaldverein Hunderdorf
12.12.80: Christbaumversteigerung bei Sandbiller Veranstalter: Bayerwaldverein Hunderdorf
20.12.80: Weihnachtsfeier des Sportvereins Hunderdorf
3.1.1981: Interner Ball bei Sandbiller Veranstalter: Bayerwaldverein Hunderdorf
17.1.1981: Ball bei Höfelsauer Veranstalter: Bayerwaldverein Hunderdorf
Die Vereine werden gebeten, ihre Veranstaltungen rechtzeitig zu melden, damit Überschneidungen vermieden werden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Die Freizeit- und Sportanlage Hunderdorf
Einweihungsfeier am Freitag, dem 1. August
1. Der Werdegang des Freizeit- und Sportzentrums
Aufgrund der Mitteilung über verschiedene Förderprogramme für Freizeit- und Sportanlagen hatten Bürgermeister und Gemeinderat bereits 1969 und 1972 die ersten Stellungnahmen vorab eingeholt. Ins Auge gefaßt waren damals die Grundstücksflächen Wurm, auf denen auch nunmehr größtenteils die Sportanlagen erstellt sind, Eine konkrete Planung wurde seinerzeit nicht erstellt, da zuerst vorgefühlt wurde, ob von den Behörden der Standort überhaupt akzeptiert wird.
Bedenken wurden seinerzeit vom Wasserwirtschaftsamt hinsichtlich des Bogenbachüberflutungsgebietes sowie vom Staatl. Gesundheitsamt erhoben. Grundsätzlich gab es jedoch keine direkte Ablehnung.
1976 wurde das Vorhaben aktueller und konkretisiert. Nach einigen eigenen Entwürfen von Gemeinderatsmitgliedern wurde auch eine Planskizze vom Architekturbüro Gruber gefertigt.
Für den Bau sprach insbesondere, daß Hunderdorf zunehmend eine Gemeinde mit den Bereichen “Wohnen” und “Gewerbe” geworden ist und so ein entsprechendes Freizeitangebot nicht fehlen sollte. Desweiteren fehlten für den Schulsport die erforderlichen Anlagen. Ferner hatte der Sportverein nicht die erforderlichen Umkleidekabinen in ausreichendem Maße.
Einhellig wurde vom Bürgermeister und Gemeinderat die Errichtung der Freizeit- und Sportanlagen befürwortet, wobei insbesondere den Wünschen des Schulsports und die der Sportler nachgekommen wurde.
So wurden in das Projekt insbesondere aufgenommen: Rasenhauptspielfeld, Laufbahn mit Weitsprung- u. Kugelstoßanlage, Tennisplätze, Sommerstockbahnen, Bolzplatz, Kinderspielplatz, Rundwanderweg, Parkplätze sowie das Sportheim.
Abgewogen wurde vom Gemeinderat, daß neben der staatl. Bezuschussung auch erhebliche Eigenmittel der Gemeinde aufzubringen sind und ferner laufende Unterhaltungsaufwendungen erforderlich werden, die nicht in voller Höhe durch Benützungsentgelte wieder vereinnahmt werden können.
Der Planungsauftrag wurde vom Gemeinderat am 26.9.1975 an Architekt Gruber in Straubing vergeben. Am 4.10.1976 beschloß der Gemeinderat die Freizeit- und Sportanlage nach den Plänen des Architekten vom 15.9.1976 zu bauen. Im Laufe der Genehmigungsverfahren wurden noch verschiedene Umplanungen, insbesondere auch beim Sportheim, notwendig, sodaß am 4.4.1977 vom Gemeinderat die Planfassung vom 15.2.1977 gebilligt wurde. Auf dem Bürowege mußten Bürgermeister und Verwaltung wiederholt Änderungspläne und geänderte Kostenanschläge bei den verschiedenen beteiligten Behörden und Ämtern vorlegen, bis endlich dann die Genehmigungen und Zuschußbewilligungen erhalten werden konnten.
Die Zuschußanträge wurden im Jahre 1976 und 1977 gestellt. Insbesondere auf Förderung aus Mitteln des
Schulsports (Art. 10 FAG / Land)
Programms “Freizeit und Erholung” (Land)
der Breitensportförderung (Land und Bund)
einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (Bund).
Desweiteren wurde die baurechtliche Genehmigung sowie die schulaufsichtliche Genehmigung beantragt.
In der Gemeinderatssitzung am 16.8.1977 wurde der Bauauftrag an die Fa. Ohneis vergeben. Der Baubeginn erfolgte am 5.9.1977. Aufgrund der in Teilbeträgen bewilligten Zuschüsse und aufgrund der eigenen angespannten Finanzsituation wurde das ca. 2 Mill. Projekt Zug um Zug erstellt. Vorläufig ist die Baumaßnahme abgeschlossen, obwohl die 400-m-Laufbahn noch nicht fertig ist, desweiteren die geplante Tribüne nicht errichtet ist. Für diese Anlagen gibt es keinerlei Förderung, sodaß aus finanziellen Gründen vorläufig auf die Ausführung verzichtet wird.
2. Einweihung des Freizeit- und Sportzentrums
Am Freitag, dem 1. August wird nunmehr des Freizeit- und Sportzentrum eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung übergeben. Folgendes Festprogramm ist vorgesehen:
14.30 Uhr Festakt mit Staatsminister Alfred Dick, Segnung der Anlage durch Pfarrer Reitinger und Pfarrer Künzel, Musikalische Umrahmung durch Volksschule Hunderdorf. Sportliche Darbietungen der Volksschule Hunderdorf, Luftballon-Wettfliegen der Schulkinder
ab 16.30.Uhr sportliche Veranstaltungen des SV Hunderdorf
17.45 Uhr Standkonzert und anschl. Einzug der Festgäste ins Bierzelt zur Eröffnung des Hunderdorfer Volksfestes
18.45 Uhr Fußballspiel der AH-Mannschaft
Die Gemeinde Hunderdorf mit Bürgermeister Härtenberger lädt zur Einweihungsfeier am Freitag, dem 1. August auch die Bevölkerung ein.
Im Rahmen der Einweihungsfeierlichkeit veranstaltet der Sportverein Hunderdorf noch folgende sportliche Wettbewerbe:
Samstag, 2. August 1980
11.30 Uhr Fußballspiel der SV-Senioren gegen eine Gästemannschaft aus Zürich, Turnier im Stockschießen auf der Asphaltbahn, Ortsmeisterschaft im Tisch-Tennis in der Schulturnhalle
16.00 Uhr Fußballspiel der SV-Schüler
17.45 Uhr – Fußballspiel der SV-Jugend
Sonntag, 3. August 1980
10-12 Uhr Tennisveranstaltung
14 u.16 Uhr Endspiele um den Hermann-Maier-Gedächtnispokal
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Vom Gemeinderat Windberg (Sitzung am 2.7.1980)
Eingangs befaßte sich der Gemeinderat mit der Straßenbeleuchtung im Ortszentrum, nachdem die Andreasleuchte umgefahren wurde. Nach Beratung wurde vom Gemeinderat vorgeschlagen, diese große Andreasleuchte nicht mehr am Dorfplatz zu errichten, sondern hierfür drei oder vier kleinere Leuchten (ggf. aus Schmiedeeisen) erstellen zu lassen, die besser in das Ortsbild passen würden. Es sollte eine Ortsbesichtigung mit der OBAG erfolgen sowie ein entsprechendes Kostenangebot eingeholt werden.
Jahresrechnung 1978 festgestellt
Dem Gemeinderat wurde das Ergebnis der Prüfung der Jahresrechnung 1978 bekanntgegeben, worin Beanstandungen hinsichtlich der Finanzbuchführung nicht enthalten waren. Der Gemeinderat stellte daraufhin die Jahresrechnung fest in Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt mit 459.508 DM und im Vermögenshaushalt 381.675 DM. Desweiteren wurde das zukünftige Verfahren bei Vereinszuschüssen abgesprochen.
Straßenbau Irensfelden – Netzstuhl
Der Gemeinderat genehmigte die nunmehr vorliegenden Grundstücksverträge für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Irensfelden – Netzstuhl. Desweiteren wurden die Schätzergebnisse für Obstbäume bekanntgegeben und vom Gemeinderat gebilligt. Für den Straßenbau wurde auch die Aufnahme eines Darlehens von 300.000 DM beschlossen. Desweiteren wurde ein Nachtragsangebot für die Verlegung des Straßenentwässerungskanals im Zuge der Maßnahme zur Kenntnis genommen. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, diese Mehrkosten von rd. 20.000 DM zu akzeptieren, da diese Entwässerungsmaßnahme zweckmäßig ist.
Finanzierung Nepomuk
Bürgermeister Kleikamp informierte den Gemeinderat über den Baustand an der Nepomukkapelle. Hiernach seien für die Instandsetzung bereits rd. 29.000 DM an Kosten entstanden. Weitere Ausgaben von ca, 10.000 DM sind noch zu erwarten. Neben den staatlichen Zuschüssen zur Finanzierung des Projektes bat Kleikamp um Unterstützung vom Bürgerverein Windberg. Die Restaurierung der Nepomukkapelle, die sich wider Erwarten über ein Jahr hinzieht, soll nunmehr im Sommer d. J. zum Abschluß gebracht werden. Mit der Innen- u. Außenrenovierung der Kapelle Hl. Kreuz und der Nepomukkapelle habe die Gemeinde Windberg einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Baudenkmäler geleistet, betonte Bürgermeister Kleikamp. Er stellte dabei auch die große Unterstützung mit Zuschüssen aus verschiedenen Förderungsprogrammen heraus.
Zuschußbewilligung
Bürgermeister Kleikamp setzte den Gemeinderat über den Zuschußbescheid des Landratsamtes Straubing-Bogen in Kenntnis. Hiernach wird aus dem Kfz.-Mittelkontingent 1980 für die Vermessungs- und Grunderwerbskosten für die Gemeindeverbindungsstraße ein Zuschuß von 26.700 DM gewährt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Liebe Pfarrangehörige!
Zu unserem Pfarrfest am Sonntag, dem 27. Juli laden wir Sie alle wieder herzlich ein.
Die Verantwortlichen: Pfarrgemeinderat – Kindergartenbeirat und Leitung – der Kath. Frauenbund – die Kath. Landjugend – der Kirchenchor – und engagierte freiwillige Helfer arbeiten wieder umsonst.
Der Reinerlös wird verwendet für die Anschaffung des neuen Altares für die Pfarrkirche.
Die Einnahmen durch die Tombola kommen voll und ganz dem Kindergarten zugute.
PROGRAMM
Beginn des Festbetriebes im Pfarrgarten und Pfarrsaal am Sonntag vormittag nach dem ersten Gottesdienst um ca. 8.15 Uhr.
Mit Unterbrechung während des zweiten Gottesdienstes dauert es bis zum späten Abend.
Zur Unterhaltung spielt die Kapelle Bugl.
Im Pfarrsaal wird angeboten Kaffee mit Kuchen, Torten usw. Im “Biergarten” kommt zum Ausschank das bekannte süffige Naß der Brauerei Arco. Es gibt Würstl vom Grill, warmen Leberkäs mit Kartoffelsalat, frische Semmeln und Brezen.
Für Antialkoholiker und Antifleischkonsumentler halten wir natürlich bereit alkoholfreie Getränke und vor allem frisch vom Laib den echten Emmentaler Käs. Sie brauchen auch – und das vor allem die Kinder – auf die Nachspeise in Form von Eis nicht verzichten. Auch dafür ist gesorgt.
Die Kinder werden vom Kindergartenpersonal bei guter Laune gehalten.
Auch eine Tombola mit herrlichen Preisen fehlt nicht. Auch bei evtl. schlechtem Wetter wird die Veranstaltung stattfinden. In diesem Falle stehen zur Verfügung die Räume des Pfarrheimes.
Mit freundlichen Grüßen
Franz Reitinger, Pfr.
Hans Hamberger, PGR-Vorsitzender
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Altenclub:
Am Montag, 21. Juli, findet eine Fahrt nach Pilgramsberg statt.
Abfahrt um 13.00 Uhr beim Pfarrheim. Anmeldungen bei Frau Martha Hofmann
Kath. Frauenbund:
Am Montag, 4. August, findet eine Fahrt nach Nürnberg statt mit Besichtigung eines großen Versandhauses. Abfahrt 6.00 Uhr. Anmeldungen bei Frau Martha Hofmann.
Katholisches Erwachsenenbildungswerk
Herzliche Einladung durch den Pfarrgemeinderat ergeht an alle Pfarrangehörigen zu dem sicher interessanten Vortrag des H. Herm Pater Backmund vom Kloster Windberg über das Thema: „Unsere Waldpilze” mit 250 Dias am Mittwoch, 23. Juli nach der Abendmesse um 19.30 Uhr im Pfarrsaal, Eintritt für Erwachsene 1,50 DM, für Kinder und Jugendliche frei.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Für die Tombola beim Pfarrfest bittet die Kindergartenleitung und der Kindergartenbeirat wieder um guterhaltene Spielwaren und andere Gegenstände aller Art, bzw. auch um Spenden. Diese Sachen werden in Empfang genommen von der Kindergartenleitung oder den Mitgliedern des Beirates.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Sicher zur Schule
Unter diesem Motto stand die Überprüfung der Fahrräder, die von der Landpolizei an der Volksschule Hunderdorf durchgeführt wurde. Viele Schulkinder fahren bei schönem Wetter mit dem Zweirad zur Schule. Dabei ist es wichtig, daß ihre Räder auch verkehrssicher sind. Daß dem nicht immer so ist, mußten die Polizeibeamten feststellen. Es gab aber auch viele Radler, die ihr Fahrzeug gut im “Schuß” hatten und eine entsprechende Plakette erhielten. Alle anderen müssen nach Behebung der Mängel ihr Rad dem Klaßlehrer zur Nachprüfung vorführen, damit auch sie die Plakette für ein verkehrssicheres Rad erhalten. So werden schon junge Leute erzogen, nur mit sicheren Fahrzeugen am Verkehr teilzunehmen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Ausflug der FFW am Sonntag
Die FFW Hunderdorf unternimmt auch heuer wieder eine Omnibus-Tagesfahrt für ihre Mitglieder. Die Fahrt geht mit dem Reisebus der Fa. Berger über Deggendorf, Obernzell durch den unteren Bayer. Wald nach Wegscheid. Von dort über die Grenze nach Österreich weiter nach Rohrbach und Neufelden nach Linz. Hier erfolgt die Besichtigung der Stadt und eine Seilbahnfahrt auf den Blösslingsberg (Blick auf die Stadt u. die österreichischen Alpen). Als Ausflugstag wurde der kommende Sonntag, 20. Juli festgelegt. Die Abfahrt erfolgt um 6.30 Uhr. Personalausweis auf Gültigkeit überprüfen. und mitnehmen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Geschicklichkeitsturnier der KLJB Hunderdorf
Am Sonntag, dem 22.68.80 hielt die Katholische Landjugend im Schulhofsgelände ein Geschicklichkeitsfahren ab. Teilnehmen konnte jeder Gemeindebürger ab 6 Jahren, der mit einem Fahrrad bis 13.00 Uhr an den Start kam.
Auf dem aus 8 Stationen bestehenden Parcours wurden die Teilnehmer auf Technik, Schnelligkeit, Genauigkeit und Fahrverhalten geprüft. Dem allen ging eine Prüfung der Fahrzeuge auf Verkehrssicherheit voraus. Am Schluß konnten 5 Besten jeder Altersgruppe nützliche Utensilien als Sachpreise – z.T. gestiftet von der Fa. Xaver Hagn – entgegennehmen.
In den einzelnen Altersklassen gingen als Sieger hervor:
6- 10 jährige: 1. Bugl Christian, 2. Hagn Marco, 3. Ertl Stephan
11 – 14 jährige: 1. Kalm Peter, 2. Greipl Christian, 3. Riedl Werner
über 15 jährige: 1. Kalischko Adolf, 2. Blasini Klaus, 3. Schießl Erwin
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Ausflug der KLJB Hunderdorf
Der diesjährige Ausflug der KLJB führte am 5. und 6. Juli auf die Hochries-Alm, Nähe Wendelstein. Nach frühzeitiger Abfahrt fand sich die 33köpfige Gruppe in Brannenberg zum Weißwurstfrühstück ein. Von hier ging es weiter nach Hochries. Mit dem Sessellift und der Seilbahn wurde der Höhenunterschied zwischen Talstation und der 1600 m hochgelegenen Alm überwunden. Nun hatte man das Ausflugsziel erreicht und konnte in der Berghütte das Quartier beziehen. Nach dem Mittagessen stand der Nachmittag zur freien Verfügung. Der größte Teil der Gruppe wanderte zu einer entfernt gelegenen Hütte und kam erst gegen Abend zurück, wobei einige wenige den Rückweg über einen Steilhang wagten.
Es konnten bei sehr schönem Wetter die Startversuche der Drachenflieger, die zahlreiche Wanderer betrachteten, bewundert werden. Mit der Zeit wurde es dann auf dem bekannten Ausflugsort immer ruhiger, bis schließlich gegen Abend die Gruppe mit dem Hüttenpersonal und einigen anderen Urlaubern unter sich waren. Nach dem reichlichen Abendessen ging man zum gemütlichen Teil über. Bei eigener musikalischer Umrahmung verbrachte man einen lustigen Abend. Zahlreiche Spiel aber auch der wohlschmeckende Obstler und Jagertee, heizte die Stimmung an. Spätabends konnte man sich dann endlich der wohlverdienten nächtlichen Ruhe hingeben. Am nächsten Morgen trat man dann nach dem Frühstück und Frühschoppen die Rückreise an. Mit Seilbahn und Sessellift wieder abwärts, begab man sich anschließend mit dem Bus zum Chiemsee. Nach dreistündigem Aufenthalt fuhr man dann wieder nach Hause zurück.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


Tenniskurs ging zu Ende
Der noch junge Tennisclub Hunderdorf veranstaltete in dieser Saison zum ersten Mal einen Tenniskurs für Anfänger.

Die Teilnehmer des Tennis-Kurses mit dem Tennislehrer (r. oben) u. dem Abtl. Leiter (l. außen)

So groß der Andrang zum Tennisspielen in Hunderdorf zur Zeit ist, so groß war auch das Interesse an dem Tenniskurs, den der Verein seinen Mitgliedern anbot. Nachdem es der Abteilungsleitung gelungen war, einen staatlich geprüften Tennislehrer zu engagieren, haben sich 48 Teilnehmer zum Tennisunterricht gemeldet. In 8 Doppelstunden versuchte der geduldige Tennislehrer Sigi Niedermeier (Viechtach), den Tennisanfängern in Gruppenunterricht die Grundbegriffe des Tennisspiels beizubringen. Die Teilnehmer waren mit großer Begeisterung und nimmermüdem Ehrgeiz bei der Sache, so daß am Schluß doch große Fortschritte festzustellen waren und viele das Ende des Kurses bedauerten.
Als krönenden Abschluß veranstaltete der Tennisclub für alle Teilnehmer und Mitglieder eine Feier im neuen Sportheim, die sehr gut besucht war und so das Zusammengehörigkeitsgefühl der Hunderdorfer Tennisspieler dokumentierte.
Abteilungsleiter Klar jun. hob in seinen Dankesworten an den Tennislehrer besonders dessen kameradschaftliche und immer freundliche Art hervor, was nicht selbstverständlich ist, wenn man von 8 Uhr früh bis 8 Uhr abends auf dem Tennisplatz steht. Als Erinnerung überreichte ihm Klar im Namen der Kursteilnehmer einen wertvollen Glaskrug mit Zinndeckel. Auch Grillmeister Johann Grill wurde mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedacht.
Zum Schluß seiner Ausführungen konnte Klar die freudige Mitteilung machen, daß sich Sigi Niedermaier auch in Zukunft dem Verein als Tennislehrer zur Verfügung stellen wird. Geplant sei für die nächste Zeit ein Anschlußkurs an den abgelaufenen und ein Kurs, der mehr auf das Turnierspiel hinzielt. Wer Interesse habe, solle sich beim Abteilungsleiter melden.
Die fröhliche Runde ließ sich dann noch einige Stunden von den Akkordeonweisen des jungen Stefan Reinhart unterhalten, der für sein Spiel viel Beifall erhielt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


100 Jahre KuSK Hunderdorf
Ein seltenes Jubiläum beging die Krieger- und Soldatenkameradschaft

Heldenehrung vor dem Kriegerdenkmal

von Hunderdorf. Über 80 Vereine beteiligten sich am Gründungsfest, das unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister und Kreisrat Karl Härtenberger stand.
Mit einem Standkonzert am Freitag und anschließendem Festzug in das Festzelt begann die 100jahrfeier der KuSK. Vorstand Alfons Pflügl mit seinem Festausschuß haben alles getan, um dieses Fest würdig begehen zu können. 2. Bürgermeister Egon Weinzierl begrüßte die versammelten

Festmutter Spielbauer mit Schirmherr und Gemeinderrat beim Festzug

Festgäste, die aus nah und fern nach Hunderdorf gekommen waren.
Als am Festsonntag die vielen Vereine Aufstellung zum Gottesdienst nahmen, hatte sogar der Wettergott ein Einsehen. Pfarrer Reitinger und Schirmherr Härtenberger hielten am Kriegerdenkmal die Heldenehrung und mahnten alle Lebenden zum Leben in Frieden.
Ein Musikkorps der Bundeswehr umrahmte die Feier mit festlichen Klängen. Als am Nachmittag ein Regen herniederprasselte, mußte die Bänderverleihung im Bierzelt vorgenommen werden. Die KuSK von Degernbach hatte die Patenschaft inne. Sie erhielt am Montag bei den Dankesansprachen stürmischen Beifall. Landrat Ingo Weiß und Landrat a.D. Xaver Hafner waren unter den Festgästen und zollten Lob für die vorbildlich durchgeführte Feier. Die Festmutter Marianne Spielbauer, die auch als Fahnenmutter fungierte und die vielen Fest- und Fahnenjungfrauen erhielten mit ihren Begleiterinnen immer wieder Applaus.
Wenn auch das Wetter nicht immer freundlich war, so konnte die Feier zum 100jährigen Bestehen der KuSK doch ohne besondere Vorkommnisse abgewickelt werden. Alle Besucher und Gäste schieden zufrieden von Hunderdorf, wo sie frohe Stunden unter Kameraden verlebt hatten.

Der Festverein

Festansprache des Schirmherrn
Sehr verehrte Festgäste!
Schirmherr zu sein bei einem begründeten und würdigen Fest halte ich nicht als gewöhnliche Pflichtaufgabe eines Bürgermeisters, sondern als eine besondere Ehre.
Ich bin mir dieser Ehre bewußt und sehe auch ein Zeichen des guten Verhältnisses zwischen dem Jubiläumsverein und der Gemeinde Hunderdorf.
Bei Jubiläen oder ähnlichen Festen hält man sich gerne den Sinn und Zweck des Vereines vor Augen.
Wenn das anrüchige Wort “Krieg” im Vereinsnamen verbunden ist, so kann man heute verständlicherweise leicht auf Abneigung stoßen.
Aber wir wissen es, die Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft, sind keine Freunde des Krieges, sie sind Männer, welche die Gräuel des Krieges erlebt und am eigenen Leib verspürt haben.
Sie sind Männer, welche unter Einsatz ihres Lebens pflichtgetreu ihr Vaterland verteidigt haben.
Sie sind gleichgesinnte Männer, welche Kameradschaft pflegen und gemeinsam dazu beitragen wollen, weiteres Unheil vom deutschen Volke fernzuhalten.
Auch junge Mitglieder haben wir, welche bereits bei der Bundeswehr gedient haben. Gerade sie sollen es sein, welche für unsere Heimat den Frieden sichern helfen.
Der amerikanische Präsident Eisenhower hat einmal folgendes gesagt: “Der Krieg ist eine Sache, bei der sich Millionen Menschen, die sich nicht kennen, vernichten, auf Befehl einiger, welche sich sehr gut kennen, aber nicht umbringen”.
Liebe Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft! Dieser wahre Ausspruch soll uns dazu anspornen, alles zu tun, um solche Befehle zu vermeiden.
Auch die junge Generation missen wir anspornen, daß sie sich für eine Politik des Friedens entscheidet, um somit ein weiteres unsinniges Vernichten von unserem Volke abzuwenden.
Vor 100 Jahren war es in Hunderdorf Josef Kraus, welcher die Kämpfer der beiden Kriege 1866 und 1870/71 um sich gruppiert hat, um Treue und Kameradschaft zu wahren und zu pflegen.
Auch die Verbundenheit mit all denen, welche ihr Leben für Volk Vaterland geben mußten, sollte gezeigt werden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war es Leo Gaschler, welcher mit voller Aktivität den im Dritten Reich verbotenen Krieger- und Veteranenverein neu ins Leben gerufen hat. Er ist leider nicht mehr unter uns, aber ihm gebührt ein besonderer Dank für seinen Idealismus und seiner Initiative, welche 190 Vereinsmitglieder aktiv werden hieß.
Unsere jetzige Vorstandschaft ist nicht minder tätig, an der Spitze Alfons Pflügl, Alfons Bugl und Josef Retzer.
Ihre Arbeit verdient Bewunderung, Anerkennung und Dank gleichermaßen. Wir freuen uns, daß die Krieger- und Soldatenkameradschaft Degernbach spontan die Patenschaft zum heutigen Fest übernommen hat.
Es lassen sich daraus gute nachbarschaftliche Beziehungen erkennen, deshalb herzlichen Dank dem Vorstand, Herrn Rupert Wallner und seinen Mitgliedern.
Gruß und Dank der Fahnenmutter Marianne Spielbauer aus Sollach, den Festjungfrauen Petra Diermeier, Andrea Petzendorfer und Gabriele Pflügl‚sowie den Begleiterinnen.
Allen, die mitgeholfen haben, das Fest zu verschönern und ganz besonders dem Ehrenzug und der Ehrenwache der Bundeswehr aus dem Standort Bogen, recht herzlichen Dank.
Nicht minder soll aber allen Kameraden aus nah und fern gedankt sein, welche durch ihre Teilnahme dem Festtag einen würdigen Rahmen gegeben haben.
Abschließend und ganz besonders aber darf ich Ihnen, hochwürdiger Herr Pfarrer, für die Eucharistiefeier mit Totengedenken am Kriegerdenkmal als Schirmherr und auch im Namen der ganzen Gemeinde ein Dankeschön sagen.
Der Krieger- und Soldatenkameradschaft Hunderdorf wünsche ich alles Gute, möge das Gründungsfest Anlaß zur Ehrfurcht und Dankbarkeit vor unseren toten Kameraden sein und den Lebenden Aufmunterung zur Wahrung des Friedens geben.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


ZUM JUBILÄUM
Dies sei Losung unsres Festes
und sein allertiefster Sinn:
Unsern Blick zurück zu wenden,
da sich hundert Jahr vollenden
wo soviel an Leid darin.

Als vor nunmehr hundert Jahren
sich entschloß der Krieger Scharen
schlicht zu gründen einen Bund,
galt es, alle zu vereinen
um geschlossen zu erscheinen
in so mancher trauten Rund.

Nunmehr gilt es zu geloben
wenn auch manche Stürme toben,
Frieden halten allezeit.
Freiheit vor Gewalt zu stellen,
keine Vorurteile fällen,
Brüder sein in Einigkeit.

Ludwig Hieninger.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.07.1980


„Die SPD verspielt unsere Zukunft“
Stellvertretender JU-Kreisvorsitzender Josef Breu sprach bei JU-Ortsversammlung
Bogen.
Im Vordergrund der letzten Versammlung der Jungen Union Bogen standen die Bundestagswahl am 5. Oktober, die Organisation des Wahlkampfes mit eigenen Beiträgen des Ortsverbandes und die Planungen des JU-Kreisverbandes Straubing-Bogen.
Ortsvorsitzender Ignaz Hiendl bezeichnete die kommende Bundestagswahl als eine grundsätzliche Entscheidung, bei der es darum gehe, die SPD-FDP-Koalition abzuwählen, damit das Verhältnis zur Sowjetunion wieder in ein vernünftiges Maß gebracht werde. Als Alternative nannte er eine Regierung der CDU/CSU, die das westliche Bündnis erneuere, mit Leben und Vertrauen erfülle und dem Bürger wieder einen größeren Freiheitsspielraum ermögliche. Hiendl stellte weiter fest, daß in den neuen Bundestag ein Drittel neuer SPD-Kandidaten einziehen werde, wovon drei Fünftel den „radikalen“ Mitgliedern der SPD aus den Lagern der Jusos und der extremen Linken zuzurechnen seien. Einen Ausblick in die düstere Zukunft unseres Staates zeichnete er mit dem Hinweis auf das Verhalten dieser „Radikalen“ bei der Rekrutenvereidigung in Bremen, an der sich selbst gemäßigte SPD-ler beteiligt hätten.
Nachdem stellvertretender Kreisvorsitzender Josef Breu die Bildung von vier Arbeitskreisen mit den Themenschwerpunkten Kommunalpolitik, Wirtschaftspolitik, Jugend-, Familien-, Sozialpolitik und Energie- und Umweltpolitik erläutert hatte, ging er auf die Auswirkungen der nun elf Jahre dauernden sozialistischen Regierung der SPD ein. Dieser Regierung sei es gelungen, eine Abhängigkeit der Bundesrepublik von Moskau zu bewirken und die Verteidigungskonzeption der Nato wie nie zuvor zu erschüttern, meinte Breu. Als einen neuerlichen Beweis dieser verfehlten und für Europa und dem gesamten Westen gefährlichen Politik sah er in der „verfrühten und nur aus wahltaktischen Gründen vorgenommenen Reise des Bundeskanzlers nach Moskau, deren Erfolglosigkeit sich noch herausstellen werde. Zur Steuer- und Wirtschaftspolitik bezeichnete der stellvertretende Kreisvorsitzende den durch die Steuer- und Abgabenpolitik immer stärkeren Griff in die Tasche des Bürgers einfach skandalös. Eine Regierung, die in fünf Jahren mehr Schulden aufhäufe als alle Regierungen 25 Jahre davor, sei nicht in der Lage, die Geschicke unseres Staates zu lenken. Es sei unerträglich, daß diese Regierung die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder durch eine so leichtsinnige Politik verspiele.
Nach der anschließenden Diskussion besprach man sich noch über die Wahlkampfaktivitäten des Ortsverbandes. So sind u. a. ein politischer Frühschoppen und eine Stadtplatzaktion geplant, bei denen man gerade die Erst- und Jungwähler ansprechen will.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.07.1980


Ausgezeichnete Laune herrschte im Pfarrgarten
Pfarrfest war sehr gut besucht — Reichhaltige Tombola erfreute groß und klein — Reinerlös für den neuen Altar
Hunderdorf.
Glück mit dem Wetter hatten die Veranstalter des zweiten Pfarrfestes der Pfarrei. Das Fest lief bei strahlendem Sonnenschein über Bühne. Bereits nach dem Frühgottesdienst war eine große Zahl von Gästen erschienen. Großer Andrang herrschte zunächst im Pfarrheim, wohin Besucher ihre Kaffeestunde verlegten. Dort konnten sie aus dem großen Angebot an von Mitgliedern des Frauenbundes selbstgebackenen Torten und Kuchen ein leckeres Frühstück zusammenstellen. Nachdem das erste Faß angezapft war, herrschte auch im Biergarten reger Betrieb. Es zeigte sich schon bald, daß die herkömmlichen Wiesenschmankerl wie Käse vom Laib und Würstl vom Grill sehr begehrt waren. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit und kamen zum Mittagstisch, für den warmer Leberkäse mit Kartfoffelsalat vorbereitet waren. Inzwischen hatte sich auch die Blaskapelle Bugl eingefunden, um den ganzen Tag über die musikalische Gestaltung zu übernehmen. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Hamberger freute sich bei seiner Begrüßungsrede über die große Anzahl von Besuchern und dankte dabei allen für die Unterstützung zur Anschaffung des neuen Altares. Sein besonderer Dank jedoch galt an dieser Stelle allen freiwilligen Helfern aus den Reihen des Pfarrgemeinderates, des Kirchenchores, des Frauenbundes, der Kindergartenleitung und -beirates, der Katholischen Landjugend und aller anderen, die sich selbstlos zur Verfügung stellten Besonderer Anziehungspunkt für die Kinder war der Losstand mit den zahlreichen Treffern. Viele versuchten dort ihr Glück und schon am frühen Nachmittag hatten die Verantwortlichen weit über tausend Gewinne an den Mann gebracht. Des weiteren wurden die Kinder am Nachmittag mit Filmvorführungen bei guter Laune gehalten. Aus den Reihen der Pfarrfestbesucher stellte sich im Laufe des Tages ein Humorist mit seinen witzigen Darbietungen vor. Gute Laune herrschte bis in die späten Abendstunden hinein. Das Pfarrfest bewies, daß die Bevölkerung von Hunderdorf und Umgebung gerne bereit sei, die Feste so zu feiern, wie sie fallen, noch dazu, wenn sie einer guten Sache dienen. Der Reinerlös kommt der Anschaffung des neuen Altares zu. Die Erträge aus der Tombola fließen in die Kindergartenkasse. Die Bilder zeigen einige tüchtige Helferinnen und den Tombola-Stand.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.07.1980


Kinder gestalteten Gottesdienst
Hunderdorf.
Zum Abschluß des Kindergartenjahres hatte die Kindergartenleitung zu einem Wortgottesdienst in die Pfarrkirche St. Nikolaus auch die Eltern und Angehörigen der Kinder eingeladen. Bei seiner Lesung in Form einer Geschichte sprach Pfarrer Franz Reitinger die Kinder auf das Thema ,„Danken“ an. Denn gerade das Ende eines abgelaufenen Kindergartenjahres sei Anlaß, all denen, die um das Wohl der Jüngsten besorgt seien, zu danken, meinte er dabei.
Kindergartenleiterin Roswitha Bergbauer und deren Helferin Resi Schroll hatten mit den Kindern Lieder einstudiert. In gekonnter Weise wurden sie dabei von einer Instrumentalgruppe auf Orff’schen Instrumenten begleitet. Aus den Reihen der Mütter sprachen einige die Fürbitten.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.07.1980



Meine lieben Leser,
vor Ihnen liegt eine kleine, bescheidene Schrift, die einen Einblick vermitteln soll über die Gliederung unserer Verbandsschule, über die Arbeit und das Wirken von Lehrkräften und Schülern im vergangenen Schuljahr 1979/80. Sie erhebt keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit, sie ist nur ein Versuch, Tatsachen und Ereignisse aus dem Schulleben in Erinnerung zu bringen und festzuhalten.
Mit großer Befriedigung kann ich als Schulleiter feststellen, daß seit Jahren an unserer Verbandsschule ein ausgezeichnetes Arbeitsklima herrscht. Alle Lehrkräfte erfüllen ihre pädagogische Aufgabe mit Verantwortungsbewußtsein und Einsatzfreude. Sie stehen allen Schülern neben ihrer unterrichtlichen Tätigkeit auch beratend und helfend zur Seite.
Dieses verantwortungsvolle Zusammenwirken zwischen Lehrkräften und Schülern bildet die Voraussetzung für den Erfolg im Unterricht und auf dem schwierigen Feld der Erziehung.
Zurückschauend auf das vergangene Jahr darf ich dem Lehrkörper, dem Elternbeirat, der Gemeinde und dem Schulverband Hunderdorf den aufrichtigen Dank aussprechen, auch den Erziehungsberechtigten für ihr Interesse an der Schule.
Auf ein Ereignis besonderer Art möchte ich noch hinweisen, auf die Einweihung unseres Schulsportzentrums Hunderdorf am 1. August dieses Jahres, zu der ich jetzt schon alle Lehrkräfte, alle Erziehungsberechtigten und Schüler herzlich einlade.
Möge die vorliegende Schrift auch unsere Entlaßschüler 1980 an die Schulzeit in Hunderdorf erinnern.
Hunderdorf, den 1. Juli 1980
A. Czerwenka, R., Schulleiter

Aus der Geschichte der heutigen Grundschule

Vorderansicht der Grundschule

Nach dem Kriege waren die beiden alten Schulgebäude in Hunderdorf zu klein, um alle Schulkinder aufzunehmen, sie entsprachen auch nicht den Anforderungen eines neuzeitlichen Unterrichts.

Blick von der Aula auf die Kirche

Unter Bürgermeister Reiner und 2. Bürgermeister Hermann Maier reifte der Plan zum Bau eines neuen achtklassigen Volksschulgebäudes. Nach dem Erwerb eines geeigneten Grundstücken konnte 1957 der Grundstein gelegt werden. 501 000 DM waren verbaut worden, als 1959 die Einweihung stattfand. Mit 8 Schulsälen, einem Werk- und Küchenraum, mit einem Dusch- und Gymnastikraum gehörte damals die Volksschule Hunderdorf zu den schönsten Schulgebäuden im Altlandkreis Bogen.
Heute werden in diesem Gebäude acht Klassen der Grundschule unterrichtet.

Schulanfänger 1979-80

Kl. 1 a: Kohlbeck Anna
Baumgartner Armin
Gackstatter Thomas
Herrnberger Michael
Kasper Fritz
Kieler Mario
Künzel Thomas
Leimbeck Holger
Niedermeier Stefan
Plank Rainer
Thoma Stefan
Baier Michaela
Gebhardt Sandra
Gütlhuber Angelika
Hornberger Belinda
Kieler Sandra
Neumaier Eva-Maria
Poiger Margit
Poiger Eva
Rhäse Petra
Reiner Daniela
Sieber Petra
Stelzer Alexandra

Klasse 1b – Knockl Marianne

Kl. 1b: Knockl Marianne
Frankl Roland
Haimerl Thomas
Handwerker Christian
Häusler Thomas
Höfelsauer Gottfried
Hofmann Armin
Meier Helmut
Mühlbauer Martin
Reichardt Harald
Silberhorn Karl-H.
Spennesberger Hermann
Spielbauer Wolfgang
Erichsen Thomas
Altschäffl Marianne
Gierl Martina
Grüneisl Sandra
Hagenauer Brigitte
Himmelstoß Adelheid
Kalm Sabine
Laumer Karin
Poiger Christine
Proksch Marion
Scherz Bettina
Watzl Ulrike

Die Hauptschule, ein modernes Schulgebäude

Pausenhalle mit Frteitreppe der neuen Schule

Die Schulreform verlangte in den 60er Jahren die Gründung eines Sehulverbandes. Dieser umfaßte 1969 die Gemeinden Hunderdorf, Steinburg, Gaishausen, Windberg, Neukirchen und Obermühlbach. Im Jahre 1970 wurde mit dem Erweiterungsbau, der heute die Hauptschulklassen beherbergt, begonnen. Bereits 1972 konnte der Unterrichtsbetrieb aufgenommen werden. Bürgermeister Härtenberger und der entschlossene Gemeinderat haben den Bau dieser gewaltigen Schulanlage ermöglicht.

Neue Schule

Die Schulanlage gliedert sich in drei gestaffelte Baukörper, in deren Mittelpunkt die zweigeschossige Pausenhalle liegt, die auch für größere Schulfeiern besonders geeignet ist. Insgesamt 14 Schulsäle stehen zur Verfügung. Daneben sind noch die Fachräume für Physik, Maschinenschreiben, Technisches Werken und Zeichnen, Kochen und Nähen sowie ein Fotolabor zu finden. Sogar ein Raum für die Schüler- und Volksbücherei fand im Hauptschulgebäude Platz. Eine Turnhalle mit den dazugehörigen Umkleide- und Waschräumen, ein Hallenbad und ein Allwetterplatz gehören zum Gebäudekomplex. Räume für Lehr- und Lernmittel, die Schulverwaltung und ein Lehrerzimmer vervollständigen die Anlage.
Täglich werden an die 400 Schulkinder mit Bussen zur Schule und wieder nach Hause gefahren. Die Kinder, die die moderne Schule in Hunderdorf besuchen, werden nach neuesten pädagogischen Erkenntnissen unterrichtet und erzogen.

Lehrer an der Volksschule Hunderdorf
GRUNDSCHULE
Spandl Josef
Prokisch Hildegard
Knockl Marianne
Römpp Eva-Maria
Kohlbeck Anna
Doering Monika
Holzapfel Waldfride
Kleikamp Anna
Knockl Reinhard
HAUPTSCHULE
Czerwenka Alois
Häusler Ludwig
Klar Kornel
Wittenzellner Ursula
Vogl Paul
Kohlbeck Josef
Kalm Helmut
Pannermayr Ulrich
Schneider Karl
Berger Hermann
Diewald Annemarie
Trimpl Gertrud
Diewald Wolfgang
Aigner Josef
Geiger Anneliese
Weingärtner Gertrud
Frankl Alfons
Suttner Eva
Hentschirsch Heinz

Lehrkörper Verbandsschule Hunderdorf — Schuljahr 1979/80
Schulleiter: Czerwenka Alois, Rektor
Kl. 1a Kohlbeck Anna KR  22 Schüler
Kl. 1b Knockl Marianne Lin  26 Schüler
Kl. 2a Holzapfel Waldiriede OLin  28 Schüler
Kl. 2b Kleikamp. Anna OLin  30 Schüler
Kl. 3a Römpp Eva-Maria Lin  30 Schüler
Kl. 3b. Doering Monika Lin  29 Schüler
Kl. 4a Knockl Reinhard L  29 Schüler
Kl. 4b Spandl Josef L  32 Schüler
Kl. 5a Kohlbeck Josef OL  30 Schüler
Kl. 5b Aigner Josef OL  29 Schüler
Kl. 5c Diewald Wolfgang L  30 Schüler
Kl. 6a Klar Kornel KR  27 Schüler
Kl. 6b Weingärtner Gertrud OLin  28 Schüler
Kl. 6c Berger Hermann L  27 Schüler
Kl. 7a Suttner Eva Lin  32 Schüler
Kl.  7b Schneider Karl L  31 Schüler
Kl. 8a Hentschirsch Heinz L  31 Schüler
Kl. 8b Pannermayr Ulrich L  31 Schüler
Kl. 9a Häusler Ludwig OL  35 Schüler
Kl. 9b Frankl Alfons L  33 Schüler
Weitere Lehrkräfte: Diewald Annemarie Lin, Geiger Anneliese Lin, Kalm Helmut L, Prokisch Hildegard LAA, Päd. Assistent: Vogl Paul
Fachlehrer: Speiseder Ingrid FaOLin, Wittenzellner Ursula FaOLin, Trimpl Gertrud FLin, Drächselmeier Christine FLin
Religionslehrer: Reitinger Franz X. Pfarrer (r.k.)
Helvoirt Ephrem Marinus van Pfarrer (r.k.)
Englmar Holzer Pfarrer (r.k.)
Amann Angela Katechetin (r.k.)
Tepp Hasso Diakon (ev.)
Verwaltung: Lang Ursula
Hausmeister Grundschule: Frau Bornschlegl Hedwig
Hausmeister Hauptschule: Hartmannsgruber Ferdinand
Raumpflegerinnen: Bornschlegl Veronika, Hagn Anna, Hainz Paula, Hartmannsgruber Rita

Kurs in Schulfotografie

Im Fotolabor

8 Mädchen der 9. Klasse nahmen am Wahlfach Schulfotografie teil:
Fendl Beate,
Haimerl Maria,
Hornberger Rita,
Hundshammer Ilse,
Pielmeier Hertha,
Poiger Edeltraud,
Reiner Gabriele,
Schießl Kornelia

Schulmeisterschaft im Skilauf

Die 1 Sieger

Bei der von der Volksschule durchgeführten Meisterschaft im Ski-Lauf belegten einen 1. Platz: Marco Hagn, Werner Neumeier, Alexandra Schuhhauer, Roland Attenberger, Evi Hentschirsch, Karl-Heinz Schedlbauer, Andrea Kaldonek, Stefan Wirth, Helmut Maier, Armin Altmann, Armin Hiller und Sigrid: Illner.
Auf dem 2. Platz landeten: Alexander Eberth, Elmar Wacker, Alfred Gstettenbauer, Karin Haimerl, Heiko Bachmeier, Sabine Länger, Michael Kapfenberger, Karl Köppl, Christian Häusler, Gaby Obermeier, Mathias Wittmann und Werner Biendl.
Dritte wurden: Oliver Bauer, Erna Hafner, Gaby Altschäffl, Manfred Schötz, Andrea Niedermeier, Andreas Bayer, Martin Schröter und Paul Feldmeier

Armin Altmann, erfolgreichster Skifahrer.
Im vergangenen Winter wurde er Sieger bei der Schulmeisterschaft, bei der Meisterschaft des Ski-Clubs Hunderdorf, bei der Meisterschaft des Ski-Clubs Neukirchen, bei den Schulmeisterschaften des Landkreises

Die Klasse 9a
Klasse 9a
Klasslehrer Ludwig Häusler
 
Artmann Michael Hunderdorf Diewald Gabriele Hunderdorf
Biendl Werner Thananger Eidenschink Waltraud Sollach
Dilger Klaus Ehrn Ertel Brigitte Hunderdorf
Engl Werner Buchaberg, Feldmeier Jutta Hunderdorf
Feldmeier Paul Thananger Hornberger Rita Hunderdorf
Geüll Jürgen Hoch Kuffner Roswitha Hunderdorf
Gütlhuber Wilhelm Hunderdorf Meinberger Rosemarie Hunderdorf
Hafner Josef Windberg Perovie Ljubomirka Bauernholz
Hanner Franz Ehrn Reiner Hannelore Rammersberg
Hiller Armin Windberg Schedibauer Gabriele Hunderdorf
Hilmer Kurt Meidendorf Schreiner Sonja Hunderdorf
Huber Christian. Irensfelden Schröttinger Angela Hunderdorf
Leidner Dieter Hunderdorf Schröttinger Christine Hunderdorf
Menacher Josef Gaishausen Seifert Brigitte Hunderdorf
Mühlbauer Alois Weinberg Wittwer Angelika Hunderdorf
Schaubeck Robert Hoch  
Spranger Manfred Grabmühle  
Wacker Werner Hunderdorf  
Weindl Klaus O’Hunderdorf  
Weinzierl Armin Hunderdorf  
   
BERUFSWAHL   
Schreiner 3 Bäckerin 2
Kfz.-Mechaniker 1 Verkäuferin 4
Metzger 1 Friseuse 2
Werkzeugmacher 3 Zahnarzthelferin 1
Landmasch.-Mech. 1 Raumausstatterin 1
Schlosser 5 Hotelgewerbe 1
Heizungsbauer 2 BES 2
BGS 3 Einzelhandelsk. 1
ohne Lehrstelle 1 ohne Lehrstelle 1
Die Klasse 9b
Klasse 9b Klasslehrer: Alfons Frankl  
Achatz Christian Schellnbach 18 1/2 Brunner Roswitha Irensfelden 105
Achatz Peter Schellnbach 18 1/2 Edbauer Anna Meidendorf 123 1/2
Altmann Armin Wegern 56 Fendl Beate Gaishausen 10
Bayer Christian Schafberg 27 Haimerl Maria, Elisabeth Windberg 49
Dietl Eduard Unterwachsenberg 102 Haimerl Maria, Johanna Windberg 39 1/6
Edbauer Werner Obermühlbach 1 Häusler Helga Hungerzell 39 1/3
Graßl Alexander Wegern 61 Hundshammer Ilse Meidendorf 115 1/2
Hastreiter Karlheinz, Auf der Au 157 Hornberger Rita, Starzenberg 3
Häusler Christian Wegern 67 Pielmeier Herta Obermühlbach 12 1/4
Hornberger Helmut Starzenberg 1b Poiger Edeltraud Oberkogl 89
Lex Martin Sparr 76 Reiner Gabriele Unterwolfessen 20 1/2 a
Meier Hubert Oberkogl 90 Schießl Kornelia Steinburg 24
Reiner Ferdinand Buchamühle 20 1/4 Steckler Angelika Steinburg 13 1/2
Retzer Heribert Au v. Wald 15 Steckler Frieda Hoch 19 1/2
Riedl Gerhard Schafberg 36 Wanninger Ulrike Windberg 12
Ruber Albin Obermühlbach 6 1/5  
Oberoi Mathias Wegern 73  
Zitzelsberger Siegfried Buchaberg 20 1/2 b  
   
   
BERUFSWAHL  
Kiz-Mechaniker 6 Haushalt 2
Schreiner 2 Konditor 1
Maurer (BGJ-Bau) 2 Einzelhandelskfm. 1
Elektroinstallateur 3 Arzthelferin 1
Werkzeugmacher 1 Floristin 2
Maschinenbauer 1 Fotolaborantin 1
Bäcker 1 BGJ-Hauswirtschaft 1
Bauschlosser 1 BFS 1
Einzelhandelskfm. 1 Apothekenhelfern 1
  Verkäuferin 1
  ohne 3

Wandertage u. Ziele der Volksschule Hunderdorf
1. Wandertag; 28.9.1979  2. Wandertag: 21.5.1980  3. Wandertag: 24.6.1980
Wanderziele in der näheren Umgebung: Bogenberg, Mitterfels, Perlbachtal, Neukirchen, Untermühlbach, Windberg, Hl. Kreuz, Irensfelden, Rammersberg.
Wanderungen in die weitere Umgebung: Kreuzhaus, St. Englmar, Maibrunn, Hirschenstein, Pürgl.
Schulfahrten mit dem Bus, der Bundesbahn und mit dem Schiff: Markt Redwitz-Luisenburg, Passau, Königssee—Salzbergwerk, Kelheim-Schullerloch, Regensburg-Hafen, Burghausen, Eichstätt, Höllensteinsee— Vogelpark-Kraftwerk, Nationalpark, Dreiburgensee-Bauernhausmuseum, Geißkopf.

Aus alten Zeitungen und Druckwerken

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