1931

10 000 Menschen an Pfingsten in Bogen
Der Bogenberg ist seit etwa 4 Jahren wiederum das Ziel großer Menschenmassen geworden, wie es ehedem war. Große Pilgerzüge kommen alljährlich, verschiedene Pfarreien haben einen alten Brauch wieder aufgenommen ihre Prozessionen auf den hl. Berg abzuhalten: besonders aber ist Pfingsten, das aus allen Gegenden Bayerns Leute bringt. Bereits am Samstag abend kam aus München ein Autobus, am Sonntag früh setzte der Zustrom von überall her ein: Sonderzug an Sonderzug rollte von Straubing heran, der Ansturm auf die Bahn war manchmal direkt beängstigend, zumal gerade an diesem Tage die Familien ihre kleinen Kinder mitzunehmen pflegen. Und dann kamen sie per Rad, Motorrad, Auto, Lastauto, zu Tausenden. Hin und wieder war es ein Pferdegespann, das in der Staubwolke Abwechslung brachte. Bogen braucht wirklich eine Wasserleitung, schon deshalb um an solchen Tagen die Staubplage einigermaßen bekämpfen zu können.
Das Hauptinteresse konzentrierte sich wie immer an diesem Tag auf die große Kerze, die nun die tapferen Holzkirchener seit Jahrhunderten treu einem gemachten Gelöbnis jährlich der Gottesmutter auf dem Berg opfern. Als gegen zwei Uhr nachm. die Glocken einsetzten zum Zeichen, daß die Prozession beginne, umsäumten den Weg und die naheliegenden Hänge die Tausenden und sahen mit Bewunderung die starken Männer abwechslungsweise die 13 Meter lange Stange mit rotem Wachs umwickelt aufrecht auf den Berg hinauf tragen.Es ist ein religiöses Schauspiel ohnegleichen; wer nicht ganz oberflächlich denkt, den ergreift es immer wieder, wie hier ein altes Gelöbnis so treu gehalten wird. Trotz des Windes und manchem nicht ausgeschnittenen Astes den Aufgang hinan, kam die Kerze glücklich bei der Wallfahrtskirche an. Links im Chorbogen hinter dem Speisegitter bekam sie ihren Platz an Stelle der vorvorigsjährigen; zwei Stangen sind immer in der Kirche. Die Kerzenträger bekamen nach getanem Werk ihre wohlverdiente Stärkung im Pfarrhof.
Nach der Prozession und der kurzen Andacht füllte die Masse der Besucher bald die Gasthäuser, die wohl auf ihre Rechnung gekommen sein werden. Viele besichtigten sich auch eingehend die Wallfahrtskirche oder die Klausnerkapelle. Leider darf nicht verschwiegen werden, daß viele Leute nicht mehr wissen, wie man sich in einer Kirche beträgt. Zum allermindesten könnte man den Rock anziehen, ihr Herren. Die schöne Klausnerkapelle ist so verschmiert mit allen möglichen Anschriften, daß man an der Kultur solcher Leute verzweifeln möchte. Vor einiger Zeit ist von einem Fremden ein Einschreibebuch bei der Klause gestiftet worden um den Unfug zu steuern. Dieses Buch ist, wie uns glaubwürdig versichert wird, einfach mitgenommen worden. Sicherlich ist bei einem solchen Massenbesuch wie ihn der Pfingsttag aufwies, nicht jedem Unfug zu steuern; der hl. Berg darf aber nicht zur Vergnügungsstätte werden.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 26.05.1931


Hunderdorf, 26. Mai. (Bischofsbesuch) Am Donnerstag abends traf der Hochwürdigste Herr Bischof von Regensburg von Schwarzach kommend hier ein. Nachdem ihm die vier Bürgermeister der Pfarrei, sowie ein Teil der Lehrerschaft vorgestellt waren, betrat er die von Pfarrangehörigen bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche. Dort hielt der Hochwürdige Herr eine wohlmeinende und zu Herzen gehende Ansprache, wobei er besonders auf die Irrlehren der heutigen Zeit verwies. Nachdem Pfarrer Gebhard den Dank der Pfarrgemeinde zum Ausdruck gebracht, verließ der hohe Gast wieder unser stilles Dorf, um sich nach Windberg zur Firmung zu begeben.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 26.05.1931


Kirchenzeitung
Pfarrei Hunderdorf
Sonntag: 8,30 Uhr Predigt, Amt der Zäz. Gütlhuber für verst. Mutter; 2 Uhr Nachmittagsandacht.
Montag (Fest Peter und Paul): 6 Uhr Frühmesse; 8,30 Uhr Amt und Predigt; Schaueramt für Lintach; 2 Uhr Vesper.
Dienstag: Amt n. Mng. des Jos. Zisselsberger.
Mittwoch: in Au: hl. Messe der Franziska Niedermeier für verst. Ehemann.
Donnerstag (Mariä Heimsuchung): Amt für verst. Pfarrangehörige.
Freitag (Herz-Jesu): Amt der Cresz. Schmidt z. E. d. hlst. Herzens Jesu.
Samstag: hl Messe der Theresia Altmann für verst. Ehemann.
Sonntag: 6 Uhr Pfarrmesse; 8,30 Uhr Amt und Predigt (Amt der Franziska Zankl für verst. Ehemann 133).
Quelle: Straubinger Tagblatt, 27./28./29.05.1931


Hunderdorf, (25. Gründungsfest). Die Gastwirtevereinigung des Bezirkes Bogen konnte am Mittwoch das 25. Gründungsfest begehen. In dem festlich dekorierten Räumen der Baierschen Gastwirtschaft fand sich eine größere Anzahl von Gastwirten ein, ferner der Gemeinderat von hier mit Herrn ersten Bürgermeister Hornberger an der Spitze, die freiw. Feuerwehr, der Veteranen- und  Kriegerverein, der kathol. Burschenverein, sowie eine größere Zahl Gäste. Herr Gastwirt Baier begrüßte als Vorsitzender des Bezirksverbandes die Erschienenen, gab den Rückblick über die Entstehung und Tätigkeit der Vereinigung und bedauerte, daß von 172 konzessionirten Kollegen nur 56 organisiert sind. Seit Bestehen der Organisation sind 26 Mitglieder durch Tod abgegangen und 3 auf dem Felde der Ehre geblieben, unter Letzteren auch der Gründer und 1. Vorsitzende Herr Gastwirt Färber von Bogen. Kreisvorsitzender Haider-Regen gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Bevölkerung Hunderdorfs so regen Anteil an ihrem Feste nehme. Dies sei ein Beweis dafür, daß zwischen der Einwohnerschaft und dem Bezirksvoristzenden Baier ein gutes Einvernehmen bestehe. Wie ein roter Faden zog sich durch das ganze, sehr gediegene Referat die Organisation. Nur die Masse kann heute noch etwas erreichen, der einzelne ist machtlos. Gar vielfach sind die Auflagen, die man dem Gastwirtsgewerbe macht und immer größer die Anforderungen, die man an es stellt. Der Zerrissenheit des Gewerbestandes ist es zuzuschreiben, daß das Gewerbe in den Parlamenten so schwach vertreten ist und deshalb seine Forderungen kaum durchzusetzen vermag. Am Schlusse seiner Ausführungen überreichte er an vier Gründungsmitglieder für ihre Verdienste um die Organisation die vom deutschen Gastwirteverband verliehenen Ehrenzeichen, so an den Bezirksvorsitzenden Baier nebst Urkunde, das sliberne Ehrenkreuz an die Kollegen Hiendl-Bogen, Greindl-Windberg, Dietl-Konzell und Seidenthaler-Loitzendorf die silberne Ehrennadel nebst Diplom. Hiendl-Bogen sprach den Dank für Referat und Ueberreichung der Ehrenzeichen aus und betonte, daß der Gastwirt alles daransetzen müsse, um seinen Stand nicht in Mißkredit zu bringen, denn da schädigt er sich nicht bloß selbst, sondern auch seine Kollegen mit. Bürgermeister Hornberger hob die Verdienste des Hrn. Baier hervor, insbesondere seine Tätigkeit in Gemeinde- und Armenrat und überreichte ihm ein prachtvolles Geschenk. Herr Pfarrer Gebhard schilderte das gute Einvernehmen, das zwischen seinen Vorgängern und ihm mit dem Gasthause Baier geherrscht hat und noch besteht. Wenn jeder Wirt auf Ordnung und Sitte in seinem Hause so bedacht ist, hätte gewiß kein Pfarrer Grund zu klagen. Namens des kathol. Burschenvereins sprach er dem Herbergsvater für die bisherige Unterstützung den wärmsten Dank aus. Für den Vetaranen- udn Kriegerverein überreichte Vorstand Solcher ein prächtiges Geschenk mit Widmung unter ehrenden Worten. Für die freiw. Feuerwehr sprach Kommandant Härtenberger Worte der Anerkennung an den Herbergsvater Baier, dessen Haus die Wehr bereits 59 Jahre beherbergt und übergab ihm ein kleines Geschenk. Gastwirt Heubl-Oberwinkling zollte der Bewohnerschaft, insbesondere den Vereinen Anerkennung für die Teilnahme an der Festfeier. Den übrigen Teil des Festes füllten Musikweisen der Kapelle Leopold Klein aus.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 10.07.1931


Hunderdorf. (Abschiedsfeier.) Wohl die ganze Pfarrgemeinde bedauert den Weggang unseres allseits beliebten Pfarrherrn, des Hochw. Herrn Michael Gebhard. Ab 1. August wurde ihm die Pfarrei Hofkirchen übertragen. Am vergangenen Mittwoch wurde dem scheidenden Seelsorger eine kleine Abschiedsfeier bereitet. Bürgermeister Hornberger sprach Herrn Pfarrer den Dank für sein Wirken in Kirche und Gemeinde aus. Schreinermeister Härtenberger würdigte dessen Verdienst als Priester, Katechet und Wohltäter der Armen. Die Restaurierung der Kirche, die Erneuerung der Außenfassade, die Beschaffung von zwei neuen Glocken sind sichtbare Zeichen seines Wirkens. In den 4 Schulen hatte er als Katechet 378 Kinder zu betreuen. Und was er für die Armen und Bedürftigen gegeben, haben wir wohl nicht alles gesehen, aber wir wissen, daß er nicht reicher wegzieht von hier als er gekommen ist. Hauptlehrer Graiminger von Au sprach als Vater und Lehrer dem Scheidenden Dank und Anerkennung aus. Dank für die väterliche Liebe, die er den Kleinen stets angedeihen ließ, Anerkennung für das gute Einvernehmen, das zwischen Pfarrer und Lehrerschaft stets geherrscht hat. Herr Pfarrer Gebhard dankt für die ihm bereitete Abschiedsfeier und betonte, daß er nicht leichten Herzens von Hunderdorf scheidet. Doch das zunehmende Alter macht sich bereits bemerkbar und eine Pfarrei mit 1800 Seelen und vier Schulen stellt ziemliche Anforderungen, denen er sich nicht gewachsen fühlt. Er habe sich stets bemüht, seine Pflicht als Seelsorger, aber auch in der Ortsfürsorge zu erfüllen. Und wenn er seinen ihm liebgewordenen Wirkungskreis verläßt, die ihm treuergebenen Herzen wird er aber in seinem zukünftigen Wirkungskreise nicht vergessen. So manchmal wird er noch herüber kommen zu den schönen Bergen des Bayer. Vorwaldes.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 10.08.1931


Hunderdorf. (Kirchliche Feier) Kein Fest ist für eine gemütstiefen kath. Christen ansprechender, als ein Marienfest. Wohl mag es letzten Samstag in dem Herzen so manchen Kirchgängers, von Not gedrückt, trübe und düster ausgesehen haben und ebenso trübe und düster war der Himmel. Im schroffen Gegensatz dazu stand das helle Gewand, das die Kirche angetan, das Schimmern und Flimmern der vielen Lichtlein ließen das Menschenherz wieder höher schlagen. Mannigfaltige, herrliche Blumen schmückten den Hochaltar und die Seitenaltäre. Die liebevollen, guten Worte des Hochw. Herrn Provisors in der Predigt, der sich trotz seines bisherigen kurzen Wirkens in unserer Pfarrei die volle Liebe und Achtung aller gewann, sowie die der Feier so recht angepaßte Festmesse mit einem erhebenden Marienlied beim Offertorium unter Leitung des jungen Chorregenten Jos. Klein, ließ die Herzen der Gläubigen höher schlagen. Sehr freudig überrascht war die Pfarrgemeinde bei der Nachmittagsandacht durch den Vortrag einer 4stim. Litanei. Sollte doch dadurch dank des Hochw. Herrn Provisor eine edle Sitte wieder eingeführt werden, die seit langen Jahren außer Gebrauch gekommen. Den Abschluß dieses Festtages bildete ein Muttergotteslied für Sopran und Alt mit Orgelbegleitung.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 19.08.1931


Hunderdorf. (Generalversammlung des Spar- und Darlehenskassenvereins.) Am vergangenen Sonntag fand die Generalversammlung des Spar- und Darlehenskassenvereins Hunderdorf u. Umgebung in der Baierschen Gastwirtschaft statt. Nach Begrüßung der erschienenen Mitglieder durch den Vereinsvorstand Fuchs-Rammersberg brachte der Vorsitzende des Aufsichtsrates Härtenberger den Revisionsbericht zur Verlesung. Daraus war zu entnehmen, daß der Verein seine Tätigkeit gewissenhaft erfüllt hat. Dem Rechner, Messerschmiedemeister Steckler, wurde vollste Anerkennung ausgesprochen. Erfreulich ist, daß die ausgegebenen Darlehen großenteils durch Spareinlagen gedeckt werden. Die Bilanzen der letzten drei Jahre, auf die sich der Revisionsbericht erstreckte, wurden einstimmig genehmigt, dem Vorstand, Aufsichtsrat und Rechner Entlastung erteilt. Die folgenden Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: In Vorstandschaft: Johann Fuchs, Rammersberg; Johann Altschäffl, Großlintach; Xaver Hien, Hunderdorf; Wolfgang Geiger, Apoig und Michl Fuchs, Lintach. In den Aufsichtsrat: Karl Härtenberger-Hunderdorf, Wolfgang Bergbauer-Breitfeld,  Alfons Steckler-Hunderdorf, Xaver Gmeinwieser-Hoch, Josef Blasini-Apoig, Xaver Hainz-Hunderdorf, Josef Ecker-Schafberg und Josef Feldmeier-Wegern. Nachdem zum Punkt Wünsche und Anträge verschiedentlich Stellung genommen war, schloß Herr Vorstand Fuchs die Generalversammlung.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 10.09.1931


Hunderdorf. (Der kath. Burschenverein) hielt am Sonntag sein 24. Stiftungsfest ab. Vormittags 9 Uhr marschierte der Verein unter den Klängen der Musikkapelle Leopold Klein zur Pfarrkirche, woselbst Generalkommunion stattfand. Nachmittags war im Vereinslokal der Gastwirtschaft Baier gesellige Unterhaltung. In seiner Ansprache wies H. H. Pfarrprovisor Gigler auf den Wert der Jugendorganisation auf religiöser Grundlage hin und warnte die Jugend vor dem Irrtum der modernen Welt. Kommunismus, Sozialismus und Nationalsozialismus suchen gemeinsam die Grundfesten der kath. Kirche zu untergraben. H. H. Stadtpfarrkooperator Schedlbauer ermunterte die Burschenschaft im Dienste der kath. Aktion tätig zu sein. Jeder katholische Bursche müsse auch Mitglied des kath. Burschenvereins sein. Aber auch Frohsinn und Heiterkeit müssen bei den Burschen gepflegt werden. Es folgten kleine Theaterstücke und verschiedene Couplets, wobei die Herren Josef Graßl und Josef Klein besonders erwähnt werden müssen.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 15.09.1931


Hunderdorf. (Bruderschaftsfest). In hochfesttäglicher Weise feierte die hiesige Pfarrei am vergangenen Sonntag das Fest der Bruderschaft vom hl. Herzen Mariä. Im herrlichen Blumenschmuck erglänzten die Altäre unter den brennenden Kerzen. Schon der Frühgottesdienst, gehalten vom Hochw. Herrn Pfarrprovisor stand im Zeichen des Festes. Der Kirchenchor unter Leitung des Hrn. Chorregenten Klein sang die Festmesse v. Allescher nebst einem herrl. 6stimm. Marienlied v. Zangl. Um 9 Uhr bestieg H. H. Pfarrprovisor die Kanzel, den andächtig lauschenden Zuhörern in markanten, fesselnden Worten den Text des Sonntagsevangeliums erläuternd. Nach der Predigt zelebrierte der H. H. Prior der Prämonstratenser-Abtei Windberg Dr. v. d. Haagen unter Assistenz des Hrn. Pfarrprovisors Gigler und Hrn. Stadtpfarrkoop. bei St. Jakob Max Schedlbauer ein levit. Hochamt, wobei der Chor die herrliche Messe „Mater boni consilii“ v. Gruber nebst einem 4stimmigen Marienlied v. Zangl für Tenor- und Baßsolo zum Vortrag brachte. Nahezu 600 hl. Kommunionen wurden ausgeteilt. Um 1/2 2 Uhr hielt H. H. Prior die Nachmittagspredigt. Nach derselben war Te Deum nebst feierlicher Prozession. Die ganze Pfarrei war höchst erbaut von diesem herrlichen Marienfest. Die große Schar Andächtiger mag ein Zeichen dafür sein, daß in unserer Pfarrei noch ein blühendes, religiöses Leben herrscht.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 18.09.1931


Hunderdorf. (Jahresfest.) Letzten Sonntag feierte der Veteranen- und Kriegerverein Hunderdorf sein 47. Jahresfest. Vormittags war Festzug zur Kirche. In der Festpredigt führte H. H. Pfarrprovisor Gigler das Bild des hl. Erzengels Michael vor Augen. Wie dieser für seinen Gott gekämpft hat, so soll jeder katholische Mann ein Streiter Christi sein. Nachmittags fand die Verteilung der Ehrenzeichen für 25jährige Mitgliedschaft statt. Vorstand Solcher überreichte unter anerkennenden Worten an folgende Herren das Ehrenzeichen: Karl Hirtreiter, Straubing, Xaver Gmeinwieser, Hoch, Jakob Schneider, Röhrnau, Michael Landstorfer, Hoch, Rupert Stettmeier, Lintach, Xaver Hainz, Hunderdorf, Jakob Fuchs, Hoch, Xaver Stoiber, Steinburg, Josef Petzendorfer, Schafberg, Martin Dorfner, Eglsee und Xaver Mauthner, Buchaberg. Anschließend fand gesellige Unterhaltung statt, bei der die Kapelle Klein-Thannanger konzertierte.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 30.09.1931


Bogen. (Der neue Pfarrherr von Hunderdorf.) Zum Pfarrer von Hunderdorf ist der Hochw. Herr Kuratbenefiziat Friedrich Betthausen von Zandt bei Kötzting ernannt worden.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 17.09.1931


Kirchenzeitung
Pfarrei Hunderdorf
Vom 1.-8. November 1931
Sonntag: Allerheiligen, 6,30 Uhr Frühm.; 9 Uhr Predigt und Hochamt; 2 Uhr Vesper, Totenvesper, Friedhofgang, Beichtgelegenheit.
Montag: Allerseelen, 5,30 Uhr zwei hl. M., Beichtgelegenheit; 8 Uhr Seelenamt für verst. Pfarrangeh., Friedhofgang, Predigt.
Dienstag: Jahrtagsm. f. verst. H. H. Benef. Radlbeck u. Vater.
Mittwoch: hl. M. Ther. Bayer für verst. Hieninger Kunigunde.
Donnerstag: Jahrtagsm. für verst. H. H. Pf. Hirtl.
Freitag: Herz-Jesu-Fr., 7 Uhr hl. Amt Wittmann (Lindfeld) n. M.
Samstag: hl. M. Ellermann für verst. Vater und Onkel.
Sonntag: 6.,0 Uhr Frühm.; 9 Uhr Kriegergedächtnis feier, Predigt und Amt.
Täglich vor der hl. M. Beichtgelegenheit. Täglich abends 4,45 Uhr Allerseelenandacht.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 31.10./01.11.1931


Hunderdorf, 23. Nov. (Pfarrinstallation) Am Sonntag fand die feierliche Installation des neuernannten H. H. Pfarrers Friedrich Betthausen statt. Kirche und Pfarrhof waren auf das herrlichste geschmückt. Schuljugend und Vereine bildeten vom Pfarrhof bis zum Gotteshaus Spalier. Beim Ausgang des Pfarrhauses sprach ein Schulmädchen einen Prolog, in dem es die Seelen der Pfarrkinder ihrem neuen Seelsorger anvertrauend empfahl. Der Festzug wurde eröffnet von den Kommandanten der 3 Feuerwehren Hunderdorf, Steinburg u. Gaishausen, dann folgten sämtliche Vereinsfahnen, weißgekleidete Mädchen mit Lilien, der neue Pfarrherr begleitet von H. H. Dekan Finkl von Konzell und H. H. Pater Prior des Prämonstratenserklosters Windberg. Herr Oberamtmann Dr. Böhmer von Bogen war ebenfalls als Ehrengast erschienen. Ihm schlossen sich die vier Bürgermeister der Gemeinden Hunderdorf, Gaishausen, Steinburg und Au an, sowie die Kirchenverwaltung. Am Kirchenportal sprachen wiederum drei Schulmädchen der Feier entsprechende Gedichte, worauf H. H. Pater Prior das bischöfl. Dekret verlas. H. H. Dekan Finkl übergab dem neuen Priester den Schlüssel zum Gotteshaus und übertrug ihm das Amt als Seelenhirte der Pfarrei Hunderdorf. Nach einem feierlichen Gottesdienst zog man in den Friedhof, um auch der toten Pfarrkinder zu gedenken. Herr Pfarrer Betthausen versprach, väterlicher Freund und Berater der ihm anvertrauten Seelen zu sein und dankte besonders für die ihm erwiesene Ehre. Erwähnt sei noch, daß sich für die Dekoration und Arrangement der Feier Frl. Hauptlehrerin Walbrunn besonders verdient gemacht hat.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 24.11.1931


Hunderdorf, 7. Dezember. (Beerdigung). Ein schier endloser Leichenzug bewegte sich am Montag von Sollach aus unserem Friedhofe zu. Galt es doch, dem angesehensten Bürger unserer Pfarrei das letzte Geleit zugeben. Am vergangenen Freitag abends 5 Uhr verschied nach kurzem Krankenlager der frühere Hofbesitzer und zuletzt Privatier Herr Josef Rothammer von Sollach im Alter von 72 Jahren. Als ältester Sohn von 10 Kindern übernahm er das elterliche Anwesen, das er vor 12 Jahren seiner einzigen Tochter übergab. Sein Name hatte im öffentlichen Leben allseits einen guten Klang. Drei Perioden hindurch bekleidete er auch das Amt eines Bürgermeisters. Arbeit und Gottvertrauen waren ihm stets eigen. So arbeitete er unentwegt bis zu seinen letzten Lebenstagen, und friedlich, wie er gelebt, ist er auch hinübergeschlummert. Der Kriegerbund, dessen erster Vorstand er seit der Gründung war, gab ihm vollzählig das Ehrengeleite zum Grabe. Sehr viele Verwandte und Leidtragende aus der ganzen Umgebung folgten dem Sarge. Möge er nun ruhen in Frieden.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 09.12.1931


 

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