1979# 02

„Jugend für die Zeitung interessieren”
Windberg.
Jugendliche hätten beim Lesen einer Tageszeitung oft Schwierigkeiten, meinte Franz Hirtreiter in einer seiner 10 Thesen, die er beim dritten „Windberger Thesenmarkt“ vor-legte. Die Heimatzeitungen müßten sich verstärkt bemühen, auch diese Altersgruppe an das nach wie vor wichtigste Nachrichtenmedium heranzuführen. Der Redakteur des Straubinger Tagblattes wurde in diesem Punkt von den Zuhörern durchwegs unterstützt. Für Jugendliche attraktive Tageszeitungen wurden auch von pädagogischer Seite aus als gute Möglichkeit betrachtet, den Konsum zweifelhafter Lektüre abzubauen. Eine totale Pressekonzentration mit dem Ergebnis, daß nur mehr ganz wenige Verlage existieren, sei für die Meinungsvielfalt in der Demokratie gefährlich. Mehr als eine Zeitung in einem regional beschränkten Gebiet sei jedoch nicht wünschenswert: Allzuleicht könnte dann die Zeitung den verschiedensten Erpressungsversuchen ausgesetzt sein. Die Heimatzeitung und der Lokaljournalismus hätten gerade in Gebieten mit „eindeutigen politischen Mehrheiten“ eine besondere Verantwortung. Oft stellten sie dort das einzige funktionierende Instrument politischer Kontrolle dar. Ein fairer Journalist könne — auch wenn er eine eindeutige eigene politische Einstellung habe — durchaus für eine umfassende Information seiner Leser sorgen. Objektivität im absoluten Sinn dürfe man jedoch nicht erwarten; auch der Journalismus sei von Menschen bestimmt und jeder Mensch müsse notwendigerweise subjektiv bleiben.
In einer weiteren These forderte Hirtreiter seine Zuhörer auf, engeren Kontakt zur Heimatzeitung zu halten. Dadurch gewänne er einen „starken Partner“ bei allen Versuchen, sinnvolle Verbesserungen zu erreichen.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.02.1979


Hunderdorf. Fußball-Abteilung: Heute, Donnerstag, 17 Uhr, Training für Schüler; von 18 bis 19.30 Uhr Training für Senioren. Am Samstag voraussichtlich Training am Sportplatz.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.02.1979


Windberg. Stammtisch: Heute, Freitag, 19.30 Uhr, wichtige Versammlung wegen Stammtischball in der Richterschänke.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.02.1979


BERGER-BRÄU STEINBURG
Am Samstag, 3. 2. 1979, 19.00 Uhr,
Feuerwehrball
mit Tombola
Es spielt die bekannte Kapelle
„The Arrows“ (Rudi Deser)
Es laden freundlichst ein:
Freiw. Feuerwehr Steinburg
Fam. Höfelsauer-Berger

Quelle: Bogener Zeitung, 02.02.1979


Ausflug in den Bayerischen Wald
Hunderdorf.
Am Montag. 5. Februar, unternimmt der Frauenbund zusammen mit dem Altenclub eine Ausflugsfahrt in dem nahegelegenen Bayerischen Wald. Als Reiseroute wählte man den Weg über Haibach ins Skiparadies St. Englmar aus. Den Abschluß dieser Fahrt bildet ein gemütliches Beisammensein beim „Singenden Wirt“ in Elisabethszell. Abfahrt ist um 13.30 Uhr beim Pfarrheim. Ferner ist in Gaishausen und Steinburg an den bereits bekannten Stellen Zusteigemöglichkeit gegeben. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß die interne Faschingsveranstaltung der Frauen auf den 14.. Februar verlegt werden muß.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.02.1979


Englischkurs für Anfänger
Hunderdorf.
Die Volksbildungswerk -Außenstelle Hunderdorf plant einen Englischkurs für Anfänger. Interessenten sollen sich ab sofort bei Außenstellenleiter Helmut Kalm (Tel. 2474) anmelden.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.02.1979


Hunderdorf. VBW: Dienstag, 6. 2., 19.0 Uhr, praktischer Kurs im Garnieren und Anordnen von kalten Platten im Hauptschulgebäude.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.02.1979


Hunderdorf. Sportverein: Heute, Samstag, ab 19 Uhr, Maskenball der Sportler mit Tombola und Maskenprämierung im Sandbiller-Saal.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.02.1979


Nach Gottes hl. Willen, verschied meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Oma, Schwester, Schwägerin, Tante und Patin
Frau Frieda Poiger
geb. Steckler
Landwirtsgattin von Hunderdorf

im Alter von 65 Jahren, selig im Herrn.
Hunderdorf, Günzburg, Ehrn, Mitterfels, Aschaffenburg, den 5. Februar 1979
In stiller Trauer:
Josef Poiger, Gatte
Josef Poiger, Sohn mit Familie
Anton Poiger, Sohn mit Familie
Josef Steckler, Bruder mit Frau
Helene Hanner, Schwester
Mathilde Gross, Schwester
Elisabeth Steckler, Schwester
und übrige Verwandtschaft
Überführung heute, 18.00 Uhr, darauffolgender Rosenkranz. Trauergottesdienst mit anschl. Beerdigung am Dienstag, den 6. 2. 1979 um 15.00 Uhr, in Hunderdorf. Von Beileidsbezeigungen bitten wir höflich Abstand zu nehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.02.1979


Kanalbau beginnt im Frühjahr
Planungsaufträge vergeben – Lageplanerneuerung empfohlen – Aus der Gemeinderatssitzung
Hunderdorf.
Bei der Sitzung des Gemeinderates Hunderdorf im Gemeindeamt erläuterte Vermessungsdirektor Neuhäusler die Erstellung eines neuen Kartenmaterials für die Ortsbereiche der Gemeinde, wodurch eine genaue Planungsgrundlage für künftige Vorhaben geschaffen werden könnte. Weiterhin wurden die Planaufträge für eine Ringwasserversorgung und des Wirtschaftsweges Au vorm Wald an das Ingenieurbüro Sehlhoff in Bogen vergeben. Zudem wurden die Arbeiten des Kanalbauabschnittes II im Bereich Hunderdorf an die Fa. Dankerl aus Selling bei Cham vergeben.
Eingangs der Sitzung erläuterte Vermessungsdirektor Neuhäusler die Erstellung eines Kartenmaterials für die Ortsbereiche in Hunderdorf, Steinburg und Gaishausen. Dabei würden die bisherigen Lagepläne überarbeitet und lagerichtig neu kartiert im Maßstab 1:1000. Wie Neuhäusler weiter ausführte, ist das bisherige Kartenmaterial mit den wirklichen Maßstäben nicht genau identisch. Eine Neuaufmessung würde deshalb vorteilhaft sein und eine gute Planungsgrundlage für gemeindliche Vorhaben darstellen. Nach den Ausführungen würde die Gemeinde Hunderdorf etwa 10 bis 12 Karten benötigen, wobei je Karte Kosten von rund 3 000 Mark anfallen würden. Diese könnten auf zwei oder drei Jahre verteilt werden, so daß der Gemeindehaushalt im jeweiligen Jahr nicht zu stark belastet würde. Über dieses Informationsgespräch hinaus wird der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen beraten, ob diese Lageplanneuerstellung veranlaßt werden soll.
Ingenieur Schamm vom Planungsbüro Sehlhoff in Bogen erläuterte anschließend die Zusammenhänge der Projektierung der Kläranlage Steinburg — Gaishausen und mit den Planungen des Wirtschaftswegebaues Au vorm Wald — Gaishausen. Nach eingehender Beratung bechloß der Gemeinderat einstimmig, dem Ingenieurbüro Sehlhoff den Auftrag für die Planung und Bauleitung des Wirtschaftsweges Au vorm Wald — Gaishausen zu erteilen. Weiterhin hatte der Gemeinderat den Planauftrag für den Entwurf der Ringwasserversorgung Steinburg – Gaishausen zu vergeben, nachdem dem Wasserwirtschaftsamt eine diesbezügliche Planung vorzulegen ist. Nachdem das Ingenieurbüro Sehlhoff bereits eine Teilplanung vorgenommen hatte und aufgrund der Gesprächsergebnisse wurden diesem Planungsbüro auch der Zuschlag zur Erstellung des Entwurfes der geplanten Ringwasserversorgung erteilt.
Weiterhin gab Dipl.-Ingenieur Weber das Submissionsergebnis der Kanalbaumaßnahme Bauabschnitt II der Ortskanalisation Hunderdorf bekannt. Der Gemeinderat beschloß einstimmig. dem billigsten Angebotssteller der Fa. Dankerl aus Selling bei Cham den Zuschlag für die Baumaßnahme „Kanalisation Bauabschnitt II“ zu erteilen. Die Gesamtkosten des zweiten Bauabschnittes sind mit 880 000 Mark veranschlagt, wozu nach der Ausschreibung eine Kostenüberschreitung nicht erwartet wird. Beginn der Kanalisationsbaumaßnahme wird voraussichtlich im März dieses Jahres sein. Die Maßnahme soll spätestens im Mai 1980 abgeschlossen werden.
Eine ausgiebige Diskussion gab es auch bei der Festlegung der Steuerhebesätze für das Gebiet der Gemeinde Hunderdorf nach der Gemeindegebietsreform, wobei die Hebesätze der Grundsteuer sowie der Gewerbesteuer auf dem bisherigen Satz den Gemeinde Hunderdorf belassen wurden. Die Hundesteuer wird nach dem gesetzlichen Mindestsatz von 20 Mark je Hund erhoben. Weiterhin wurde der Betrag der Feuerschutzabgabe einstimmt auf 15 Mark festgelegt.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.02.1979


Voller Saal beim Feuerwehrball
Steinburg.
Zum Ball der Freiwilligen Feuerwehr Steinburg konnte erster Kommandant Anton Häusler zahlreiche Tanzpaare von nah und fern im Berger-Saal begrüßen. Sein besonderer Gruß galt dabei dem Vorstand der Wehr, Altbürgermeister Alfons Berger, den Bürgermeistern Karl Härtenberger (Hunderdorf) und Heinrich Lobmeier (Neukirchen) und allen anwesenden Vorständen und Kommandanten der Wehren von Au vorm Wald, Gaishausen, Neukirchen und Hunderdorf. Auch die Gemeinderäte, die BRK-Ortsgruppe und alle Gäste, besonders aber alle Damen, wurden willkommen geheißen. Dann übernahm Rudi Deser mit seiner Kapelle „Arrows“ die Regie. Im Nu füllte sich das Parkett mit Tanzfreudigen. Obwohl man nur wenige Maskierte sah, herrschte doch Bombenstimmung. Unser Bild: Auch Altbürgermeister Berger und Bürgermeister Härtenberger waren mit von der Partie.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.02.1979


HUNDERDORF
und umliegende Orte
Anfängerkurs für Akkordeon
der Musikschule Gruber
Beginn: Donnerstag, 8. Februar, 16.00 Uhr, in der Schule Hunderdorf.

Anmeldungen bei Kursbeginn noch möglich oder
MUSIK-GRUBER — Telefon 09429/568
Musikinstrumente
Quelle: Bogener Zeitung, 06.02.1979


Hunderdorf. SV-Skiclub: Heute, Mittwoch, 17 Uhr, Gymnastik für Kinder, ab 19 Uhr für Jugendliche und Erwache.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.02.1979


Hunderdorf. SV-Jugend: Heute, Mittwoch, 17.30 Uhr, Training in der Schulturnhalle.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.02.1979


Windberg. SV: Heute, Mittwoch, 19 Uhr, Wochenversammlung im Vereinslokal Amann. Vorher TT-Training.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.02.1979


Viel Schwung beim Sportlerball
Hunderdorf.
Zum traditionellen Sportlerball kamen heuer wieder sehr viele Besucher. Vorsitzender Joachim Kaldonek gab in seiner Eröffnungsrede seiner Freude über die sehr zahlreichen und vor allem recht originellen Masken Ausdruck. Es kam dann bald eine prächtige Stimmung auf. So war die Tanzfläche immer bevölkert, wozu die „Havanna-Boys“ mit abwechslungsreichen Rhythmen das ihre beitrugen. Eine fünfköpfige Jury hatte es nicht leicht, bei der Maskenprämierung die richtige Rangfolge zu finden. Man beurteilte nach Gruppen- und Einzelmasken. Die „Steinzeitmenschen“ (Familie Mauthner) übertrafen ganz knapp eine „alte Frau“ mit ihrem Baby im Kinderwagen von „anno dazumal“ (Scherz/Myrtek). Dann folgten zwei urige Vorgänger (Zitzelsberger/Kittenhofer) im menschlichen Stammbaum. Doch die Seeräuber (Schaubeck/Helmbrecht) und die lieblichen Herzdamen (Grill/Helmbrecht) sowie ein Scheich mit der Kleopatra (Zollner/Kaldonek) standen den anderen in nichts nach. Bei den Einzelmasken ergab sich folgende Reihenfolge der Preisträger: Clown (R. Höpfl), Peggy, die Riesensau (A. Bogner), „Halbfrau-Halbmann“ (H. Grill), Mexikanerin (B.Feller), „Mann mit Beil im Kopf“ (Mitterfelser) und der „Darmolschlumpf“ (E. Axinger). Beim Tanz bewiesen die Sportler dann gute Kondition.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.02.1979


Hunderdorf. SV Tennis: Freitag, 9. 2., 19.30 Uhr, große Faschingsveranstaltung im Sandbiller-Saal. Die ganze Bevölkerung ist eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.02.1979


Hunderdorf. SV-Fußball: Heute, Donnerstag, 18 Uhr, Training der Senioren, anschließend Spielerversammlung bei Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.02.1979


Gelungener Ausflug des Frauenbundes
Hunderdorf.
55 Frauen und Männer des Seniorenclubs Hunderdorf und des Frauenbundes Hunderdorf fuhren kürzlich in den Bayerischen Wald. Als erstes Zwischenziel wurde St. Englmar angesteuert. Hier machte man Halt, um die schmucke Kirche sowie die Marienkapelle zu besichtigen. Nachdem die Teilnehmer etwas über den Brauch des Englmarisuchens erfahren und sich ein wenig im Dorf umgesehen hatten, ging die Fahrt weiter nach Elisabethszell. Dort wurden die Gäste vom „singenden Wirt“ bereits erwartet Die Gäste wurden vom Wirt und einem Akkordeonspieler unterhalten. Auch Martha Hofmann, die für die Organisation und Durchführung dieses Ausfluges verantwortlich war, bereicherte das Programm durch Liedvorträge. Nach Kaffee und Kuchen trat man die Heimreise an.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.02.1979


Kindergarteneltern feierten Fasching
Hunderdorf.
Kürzlich trafen sich die Eltern der Kindergartenkinder im faschingsmäßig dekorierten Saal des Pfarrheimes. Kindergartenbeiratsvorsitzende Ingrid Hentschirsch begrüßte neben den Eltern auch Pfarrer Franz Reitinger und Gemeindeassistentin Amann. Für die musikalische Unterhaltung sorgte in bewährter Weise Arnold Watzl. Schon bald zeigten die maskierten Paare große Tanzlust. Zwischendurch stärkte man sich am kalten Buffet. Die Verantwortlichen sorgten stets für Getränkenachschub und es herrschte schon nach kurzer Zeit ausgelassene Faschingsstimmung. Kräftig wurde in Tanzpausen geschunkelt und lautstark in die Lieder eingestimmt. Obgleich der nächste Tag für viele wieder ein Arbeitstag war, amüsierte man sich bis spät in die Nacht hinein.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.02.1979


Sitzung des Gemeinderates
Hunderdorf.
Am Montag, 12. Februar, 19 findet im Verwaltungsamt Hunderdorf eine Gemeinderatssitzung statt. Es stehen folgende Tagesordnungspunkte zur Behandlung: 1. Kartenherstellung durch das Vermessungsamt; Aufstellung von Feldgeschworenen; 3. Verschiedenes; 4. Informationen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.02.1979


Hunderdorf. SV-Eisschützen: Heute. Freitag, 20 Uhr. Versammlung im Cafe Weinzierl.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.02.1979


Hunderdorf. KLJB: Heute. Freitag, 19.30 Uhr, Gruppenstunde im Jugendheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.02.1979


Steinburg. BRK: Samstag. 10. Februar, 19 Uhr, Kappenabend mit Tombola im Gasthaus „Zum Bergerbräu“.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.02.1979


Gasthaus Richterschänke
Windberg

Am Samstag, den 10. Februar 1979,
Hausball mit Stammtischball
Es spielen für Sie die „Los Amigos“. Beginn 19 Uhr.
Dazu laden wir alle Stammgäste, Geschäftsfreunde und
Gönner des Hauses herzlich ein.
Auf Ihren Besuch freuen sich:
Fam. Dorfner und die Stammtischbrüder
Quelle: Bogener Zeitung, 09.02.1979


Steinburg
Zu unserem
 Kappenabend
mit Tombola

am Samstag, den 10. 2. 1979, im Gasthaus
„Zum Bergerbräu“ laden wir alle Gönner und
Freunde des Roten Kreuzes recht herzlich ein.
Für musikalische Unterhaltung ist gesorgt.
Beginn: 19.00 Uhr
Auf Ihren Besuch freuen sich:
Gastwirt Höfelsauer
Rot-Kreuz-Gruppe Steinburg

Quelle: Bogener Zeitung, 09.02.1979


14 Geburten und 13 Sterbefälle
Außerdem vier Eheschließungen und zwei Aufgebote im Januar
Bogen.
Im ersten Monat des Jahres 1979 verzeichnete das Standesamt Bogen 14 Geburten, 13 Sterbefälle, vier Eheschließungen und zwei Eheaufgebote.
Geboren wurde ein Sohn Christian Franz dem Ehepaar Franz Xaver und Rosina Englmeier, Hunderdorf, Fichtenstraße 10, am 1. Januar … Am 22. Januar eine Tochter Birgit Helga dem Ehepaar Johann und Irmgard Theresia Erber, Hunderdorf/Ellaberg … Am 24. Januar ein Sohn Mario dem Ehepaar Manfred Karl und Edeltraud Christa Hanner, Steinburg …
Geheiratet haben: … Am 20. Januar der Landwirt Albert Meier, Degernbach, Ortsteil Lohhof, und die kaufm. Angestellte Maria, Anna Theresia Hafner Bärndorf …
Sterbefälle: …
Quelle: Bogener Zeitung, 10.02.1979


Die Polizei im Einsatz:
… Zu einem Einbruch in eine Kellerwerkstätte kam es zwischen dem 8. und 9. Februar in Hunderdorf. Die Täter öffneten die Kellertüre eines Hauses mit einem Nachschlüssel oder einem Dietrich und entwendeten zahlreiche Werkzeuge. Dieses Werkzeug wurde am Tag nach dem Einbruch im Waschhaus des Wohnhauses in einer Mülltonne wiedergefunden. Ob es die Täter zurückbrachten oder nach dem Einbruch wegwarfen, ist unklar. …
Quelle: Bogener Zeitung, 12.02.1979


Gretl Obermeier 80 Jahre
Hunderdorf.
Gretl Obermeier konnte am 10. Februar ihren 80. Geburtstag feiern. Die lustige und humorvolle Jubilarin kann sich einer noch guten Rüstigkeit erfreuen. Geboren wurde sie in Mönbach, Kreis Lengdorf, wo der Vater als Eisenbahnarbeiter tätig war. Später zog die Familie dann in die Heimat des Vaters nach Hunderdorf. 1911 starb die Mutter und die Gretl übernahm als ältestes Kind im Alter von 12 Jahren die Fürsorgepflicht für die sieben jüngeren Geschwister. Da der Vater später auch noch in den Krieg ziehen mußte, blieb ihr diese Erziehungsaufgabe bis 1918. Dann lernte sie den Schwerkriegsbeschädigten Xaver Obermeier kennen und heiratete ihn am 20 Januar 1919. Zehn Kindern schenkte sie das Leben, wobei vier Kinder im Kindesalter verstarben. Drei Söhne und drei Töchter sind verheiratet. Der Ehegatte der Jubilarin verstarb am 14. März 1960.
Zu ihrem Ehrentag gratulierten insbesondere 19 Enkel und sechs Urenkel, der Enkel Ludwig konnte sogar mit ihr Geburtstag feiern. Auch Bürgermeister Härtenberger stellte sich bei der Jubilarin als Gratulant ein und übermittelte die Glückwünsche der Gemeinde und überreichte einen Geschenkkorb. Weiter gratulierten von seiten des Pfarrgemeinderates Hans Hamberger und Dora Bugl. Unser Bild zeigt die Jubilarin und drei ihrer Enkel.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.02.1979


Kalte Platten und Garnituren
Volksbildungswerk veranstaltete praktischen Kurs – 72 Teilnehmerinnen

Hunderdorf. Einen großartigen Zuspruch fand mit 72 Teilnehmern der von der Volksbildungswerk-Außenstelle Hunderdorf

Laura Baier beim praktischen Kurs zur Erstellung von kalten Büfetts

organisierte praktische Kurs im Garnieren und Anordnen von kalten Platten im Hauptschulgebäude. Im Anschluß an seine Begrüßungsworte nannte Außenstellenleiter Helmut Kalm verschiedene geplante Kurse wie z. B. Schnitz- und Bastelkurse sowie häusliche Krankenpflege. Die Kurse werden jeweils rechtzeitig in der Tages-presse bekanntgegeben. Der Außenstellenleiter betonte, daß es jedoch unbedingt notwendig sei, sich vorher für den jeweiligen Kurs anzumelden. In der Zeit von 17 bis 18 Uhr nehme er die Meldungen entgegen. Es sei schon vorgekommen, daß aufgrund geringer Beteiligung Kurse nicht stattfanden, obwohl dann doch zahlreiche, aber nicht vorgemerkte Interessenten zum beabsichtigten Beginn erschienen seien.
Klar und verständlich zeigte Laura Baier aus Hunderdorf anhand der praktischen Beispiele, wie mit etwas Geschick jede Hausfrau schöne kalte Büfetts herstellen könne. Die Palette er-streckte sich von den einfachen Garnituren aus Tomaten und Gurken bis hin zur Fischplatte mit Scrims und Froschschenkeln. Zusätzlich wurden noch Feinkostsalate zubereitet. Bei Auf-schnitt-, Schinken- und Käseplatten wurden die Gestaltungsmöglichkeiten erläutert und praktiziert. Der Kurs beinhaltete in anschaulicher Weise, wie farbenfrohe und appetitanregende Überraschungen hergestellt werden können. Der abschließende Beifall zeigte, daß dieser Vortrag gut ankam und sicher interessante Anregungen vermittelte. Zum Schluß war die Möglichkeit gegeben, sich selbst von den Köstlichkeiten zu überzeugen.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.02.1979


„Mannequins“ beim Tennis-Ball
Hunderdorf.
Zum ersten Mal hielt der Tennisclub Hunderdorf eine Faschingsveranstaltung ab. Abteilungsleiter Klar jun. begrüßte die doch recht zahlreichen Besucher, welche fast aus-schließlich in herrlichen Masken erschienen waren und eine gute Stimmung mitgebracht hatten. Nach einer gut bestückten Tombola, deren erste Preise Teile einer Tennisausrüstung und ein Rundflug waren, erreichte der Ball seinen Höhepunkt. „Mannequins“ aus allen Hauptstädten Europas (Bild) führten unter der geschickten Moderation von „Monsieur Gerard“ die neueste und kommende Mode vor. Dafür erntete die internationale Gruppe viel Beifall. Auch „Hans Rosendahl“ besuchte die Tennisfreunde und startete eine lustige Publikumsrunde. Zwischen und nach den Einlagen kamen die Tanzlustigen bei den Rhythmen der „Brandlberger Buam“ auf ihre Kosten.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.02.1979


Hunderdorf. Frauenbund: Heute, Mittwoch, 19 Uhr, Beginn des Pyjama-Balls. Gäste sind willkommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.02.1979


Hunderdorf. SV-Skiclub: Heute, Mittwoch, 17 Uhr. Skigymnastik für Kinder; 19 Uhr für Jugendliche und Erwachsene.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.02.1979


Hunderdorf. SV-Jugend: Heute, Mittwoch, ab 17.30 Uhr Training in der Schulturnhalle.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.02.1979


Windberg. SV: Heute, Mittwoch, 19. Uhr, Wochenversammlung im Gasthaus Amann. Vorher TT-Training.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.02.1979


Nach Gottes hl. Willen verschied am 13. 2. 1979 meine liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Patin
Frau Kreszenz Hornberger
im Alter von 87 Jahren selig im Herrn.
Hunderdorf, Deggendorf, den 14. 2. 1979
In stiller Trauer:
Ludwig Hornberger, Bruder
Sofie Hornberger, Schwägerin
Willi Hornberger, Neffe mit Familie
Traudl Retzer, Nichte mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Donnerstag, den 15. 2. 1979, um 15.00 Uhr in Hunderdorf mit anschl. Beerdigung.
Von Beileidsbezeigungen am Grabe bitten wir Abstand zu nehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.02.1979


Sitzung des Schulverbandsausschusses
Hunderdorf.
Am heutigen Donnerstag, 19 Uhr, findet im Verwaltungsamt eine Sitzung des Schulverbandsausschusses statt. Die Tagesordnung beinhaltet Jahresrechnung 1979, Haushaltsplan und Haushaltssatzung für das Jahr 1979 und Verschiedenes.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.02.1979


Hunderdorf. SV-Fußball: Freitag, 16. 2., 18 Uhr, vereinsinternes Hallenturnier für Senioren und AH-Spieler in der Kaserne Bogen. An-schließend Siegerehrung mit Essen bei Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.02.1979


Kinder gestalteten Gottesdienst.
Hunderdorf.
Welch großer Beliebtheit sich die eingeführte Kindermesse erfreut, zeigten die vielen Gottesdienstbesucher am Sonntag. Unter der Leitung von Chorleiterin Angela Amann sang der Kirchenchor die „Pfälzer Kindermesse“. Begleitet wurde der Gesang durch eine Instrumentalgruppe mit Instrumenten des Orffsehen Schulwerkes und der Flötengruppe des Kinderchores. Einige Mädchen lasen die Fürbitten, die Anliegen der Kinder beinhalteten. Die Lesung und die Predigt waren auf die kleinen Zuhörer ausgerichtet.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.02.1979


Nach Gottes heiligem Willen, verschied nach einem arbeitsreichen Leben, schnell und unerwartet, mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Opa, Uropa, Bruder, Schwager und Cousin
Herr Franz Xaver Schneider
von Irlbach, zuletzt in Windberg

im Alter von 79 ½ Jahren, selig im Herrn.
Windberg, Ravensburg, Torkenweiler, Landau/Pfalz, den 16. Februar 1979
In tiefer Trauer:
Magdalena Schneider, Gattin
Maria Petermann, Tochter mit Familie
Leni Mialki, Tochter mit Familie
Fritz Schneider, Sohn mit Familie
Walter Schneider, Enkel
Reinhard Petermann, Enkel
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Montag, den 19. Februar 1979, um 15.00 Uhr, in der Pfarrkirche Windberg, mit anschließender Beerdigung. Sterberosenkranz heute, 16.00 Uhr, in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.02.1979


Hunderdorf. SV-Fußballer: Heute, Freitag. 18 Uhr, Hallenturnier, Treffpunkt 18 Uhr vor der Kaserne, da gemeinsamer Einlaß Personalausweise mitbringen
Quelle: Bogener Zeitung, 16.02.1979


Steinburg. Rotkreuzgruppe: Heute, Freitag, Dienstabend gemeinsam mit Hunderdorf. Treff-punkt 19.30 Uhr im Gasthaus „Zum Berger-Bräu“.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.02.1979


Gasthaus Berger,
Steinburg

Morgen, Samstag. 17. 2,
Faschingsball
der JUNGEN UNION – CSU
HUNDERDORF
Es spielen:
„Die Felsenstoaner Buam“
Quelle: Bogener Zeitung, 16.02.1979


CSU-Kreisvorstand trifft sich
Straubing-Bogen.
Am heutigen Samstag tritt der CSU-Kreisvorstand um 9.30 Uhr im Gasthaus Höfelsauer in Steinburg zusammen. Die Sitzung wird vom Kreisvorsitzenden MdB Alois Rainer geleitet. Auf der Tagungsordnung stehen ein Bericht des Kreisvorsitzenden Alois Rainer zur aktuellen Politik, ein Bericht zum Verlauf der parteiinternen Wahlen auf Ortsebene, die Festlegung der Tagesordnung der Kreisversammlung am 10. 3. 1979 in Aiterhofen, der Finanzbericht für das abgelaufene Rechnungsjahr und die bevorstehende Neuwahl des Kreisvorstandes.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.02.1979


Sitzung des Gemeinderats
Windberg.
Am Dienstag, 20. Februar, 19.30 Uhr, findet im Sitzungssaal Windberg eine Sitzung des Gemeinderates statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.02.1979


Hunderdorf. Volksbildungswerk: Dienstag, 20. 2., 19.30 Uhr, zweiter Garnierkurs im Haupt-schulgebäude. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.02.1979


Hunderdorf/Steinburg. Junge Union-CSU: Heute, Samstag, Faschingsball im Gasthaus Berger-Höfelsauer.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.02.1979


Blasmusik sorgte für Schwung
Hunderdorf/Steinburg.
Mit 230 Gästen war der Faschingsball der Jungen Union – CSU Hunderdorf im Gasthaus Berger-Höfelsauer erfreulich gut besucht. Eingangs konnte JU-Vorsitzender Josef Breu insbesondere die Bürgermeister Härtenberger und Weinzierl, die Kreisräte Heidi Watzl, Ernst Hinsken und Alfons Wolf, JU-Kreisvorsitzenden Alfred Reisinger sowie Bürgermeister Lobmeier (Neukirchen) begrüßen. Bald kam im Laufe des Abends gute Laune, viel Spaß und eifrige Tanzfreude auf bei den schmissigen Klängen der Blaskapelle „Die Felsenstoana Buam“ aus Elisabethszell. Gerade für die Freunde zünftiger Blasmusik war der Abend so recht nach dem Geschmack, so daß es auf der Tanzfläche immer hoch herging und die Tanzlust bis in die Morgenstunden kein Ende nahm. Im Verlaufe des Abends wurde auch eine Tombola ausgerichtet, bei der es zahlreiche schöne Sachpreise zu gewinnen gab.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.02.1979


7. Internationaler Wandertag
Hunderdorf. Seinen 7. Internationalen Wanderdtag organisiert der Bayerwaldverein Hunderdorf e. V. am Wochenende des 17. und 18. März. Hierzu werden wieder zahlreiche Wanderfreunde aus nah und fern erwartet. Schirmherr der Veranstaltung ist Bürgermeister Härtenberger. Die Wanderstrecke der als Winterwanderung ausgeschriebenen Veranstaltung wird eine Länge von 10 km aufweisen. Sie wird den Teilnehmern die Schönheit des Bogenbachtales und des Berglandes des Bayerischen Vorwaldes sicher eindrucksvoll vermitteln, sofern sich das Wetter von der guten Seite zeigt. Start und Ziel sind wieder beim Gasthaus Sandbiller eingerichtet. An beiden Tagen kann in der Zeit von 6 bis 11 Uhr an den Start gegangen werden. Die Startgebühr beträgt 6,50 DM für Medaille, 1,50 DM für IVV-Stempel ohne Medaille, 8 DM bei Nachmeldung für Medaille. Anmeldeschluß ist am 7. März. Nachmeldungen sind noch bis zum jeweiligen Startschluß möglich. Gruppenanmeldungen sind schriftlich an Kathi Scheibenthaler, 8441 Hunderdorf, Apoiger Straße 8 zu richten. Für Gruppen ab 25 Teilnehmer gibt es Ehrenpreise, für die ersten sieben stärksten Gruppen Pokale. Erwandert werden kann bei diesem Wanndertag eine Erinnerungsplakette, die das Motiv der Holzflößer beinhaltet und mit dem an den Holztransport in der vergangenen Zeit erinnert wird, der auf dem rauschenden Wasser der Donau und des Regens abgewickelt wurde.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.02.1979


Wer baut wo und was im Landkreis?
Aufstellung über die im Januar beim Landratsamt eingereichten Baugesuch
e
Gemeinde Hunderdorf. Monika Neumeier, Aswinstr. 1, Bogen, Wohnhaus mit Garage; Berta Bugl, Schafberg, Steinburg, Pkw-Garage; Hermann Baumgartner, Schafberg 18 ½, Steinburg, Wohnhaus und Erweiterung des Wirtschaftsgebäudes; Josef Schießl, Au vorm Wald, Steinburg, Schreinerwerkstatt; Ludwig Gstettenbauer, Schafberg 17, Steinburg, Einbau einer Stallung in die Scheune; Josef Höfl, Hs.-Nr. 22, Steinburg, Doppelgarage; Josef Aumer, Thananger Str. 6, Hunderdorf, Landwirtschaftl. Gerätehalle …
Gemeinde Windberg. Fa. HOBI-Wohnbau GmbH, Hauptstr. 25, Hunderdorf, Einfamilienhaus; Xaver Himmelstoß., Meidendorf, Stallung …
Quelle: Bogener Zeitung, 19.02.1979


DER AUTOBAHNBAU in Niederbayern schreitet nun langsam voran. Ergänzend zu unserem gestrigen Bericht unter der Überschrift „Voraussichtlich keine Verzögerungen mehr“ veröffentlichen wir heute die Skizze, die den augenblicklichen Stand des Autobahnbaues in Niederbayern erkennen läßt. Nächste Fertigstellungstermine beim Bau der A 3 sind demnach die Abschnitte AS Passau-Nord bis AS Passau-Süd (1979), Rosenhof-Straubing (1981) und AS Passau-Süd Suben (1981). Die letzte Lücke dieser Autobahn, Straubing-Deggendorf, soll erst 1982/83 geschlossen sein.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.02.1979


Kampf ums Bekommen und ums Behalten
Am 4. April 1865 begannen die Bemühungen um den Bau einer Bahnlinie Straubing-Miltach-Cham – Am 8. Dezember 1895 wurde die erste Etappe in Betrieb genommen – Jetzt geht es darum, das Geschaffene zu erhalten und zu behalten

Wenn zur Zeit alle Kräfte mobilisiert werden, um die Bahnlinien Straubing-Miltach-Cham und Neufahrn-Straubing vor der Stilllegung zu bewahren, dann ist es in diesem Zusammenhang interessant, einmal im Archiv zu blättern und auf die Entstehungsgeschichte der Bahn zurückzublenden. Völlig vergessen scheinen die immensen Anstrengungen, das zähe Ringen um den Bau dieser Bahnstrecken. 84 Jahre Bahngeschichte im Landkreis Straubing-Bogen sollen am grünen Tisch ein abruptes Ende finden. Goethes Wort „Was Du ererbt von Deinen Vätern hast, erwirb es um es zu besitzen“, trifft die derzeitige Situation ganz genau. Alle Beteiligten müssen an einem Strang ziehen, um die beinahe schon verlorene Bahn erneut zu erwerben, um sie dann auch in Zukunft zu besitzen. Dazu soll unsere Dokumentation einen Beitrag leisten.

Es ist dem Hauptlehrer a. D. Ernst Zeuner zu verdanken, daß all die unternommenen Bestrebungen, um zum Bau einer Bahnlinie Straubing-Bogen und darüber hinaus zu einer Verbindung mit Kötzting-Miltach-Cham zu kommen, in chronologischer Folge erhalten geblieben sind. Es begann mit einem Schreiben des

Bau eines Pfeilers am linken Donauufer

damaligen Bürgermeisters Ortner von Bogen, der an den Magistrat der Gemeinden Viechtach und Kötzting die Mitteilung ergehen ließ, daß die Abgeordneten der Kammer auf die Notwendigkeit der Erbauung einer Bahnlinie Straubing-Amselfing-Bogen-Steinburg-Miltach aufmerksam gemacht worden seien. Das geschah am 4. April 1865 und am 20. September des gleichen Jahres richtete Bürgermeister Ortner „an den allerdurchlauchtigsten großmächtigsten König“ die „alleruntertänigste und treugehorsamste Bitte, der Marktgemeinde Bogen in ihren Bestrebungen behilflich“ zu sein. Im April und Mai 1884 finden wir Protokolle über gemeinsame Besprechungen eines zwischenzeitlich ins Leben gerufenen Eisenbahncomitees Kötzting und im Juli und September wurde ein Deggendorfer Ingenieur mit dem Plan und einer Kostenberechnung beauftragt. Im August 1867 erging an den Magistrat Straubing der Vorschlag, die geplante Bahn nicht über Stallwang, sondern über Bogen zu führen und am 30. Oktober erging nochmals eine Bitte an die kgl. Majestät um Genehmigung der Bahn, nachdem man zwischenzeitlich über die geplante Linienführung einig geworden war.
Im Jahre 1868 erbat man bei dem Landtagsabgeordneten Schmidt (Viechtach-München) die Unterstützung des Vorhabens und im September 1868 finden wir einen Briefwechsel mit dem Ing. Streehl in Straubing über die Trassenführung der Bahn Straubing-Stallwang und Straubing-Bogen, weil der Magistrat Kötzting als Linienführung Straubing-Bogen beantragt hatte. Kurz vor Jahresschluß 1868 richtete man an das Eisenbahnkomitee Kötzting und an das von Bogen eine Anfrage über „die Lage der Sache“.
Das Jahr 1869 begann mit einem neuen Vorschlag, den man „an das Hohe Direktorium der Ostbahngesellschaft“ richtete und der das Ziel hatte, die Bahn nach Miltach zu führen und ihr dort Anschluß an die Bahn Passau-Kötzting-Cham zu geben. Dies wurde mit Schreiben vom 21. Februar 1869 abgelehnt, da über die Linienführung Stallwang schon entschieden sei. Am 7. Oktober 1871 richtete man an die Direktion der Ostbahn ein Gesuch des Magistrats, des Gemeindekollegiums und der Bürgerschaft um Genehmigung der Errichtung einer Haltestelle in Parkstetten und einer in Oberalteich an der Linie Straubing-Stallwang-Cham. Den Schluß der vorläufigen Bemühungen bildet am 14. November 1871 eine neuerliche Bitte an seine Majestät den König, die Bahn unter allen Umständen über Bogen zu leiten.
„Schweigen im Walde” bis 1883
Mit dem 15. Oktober 1883 begann die zweite Offensive im Kampf um eine Bahnverbindung nach Miltach-Cham. und zwar erging an den Magistrat der Marktgemeinde Bogen eine Einladung des Eisenbahnkomitees Straubing zur Teilnahme an einer Besprechung im Echingerschen Gasthaus in St. Englmar betreffs der Erbauung einer Bahn Straubing-Viechtach. Diese Besprechung hatte zur Folge, daß man an das Hohe Königliche Staatsministerium einen Entwurf sandte mit der Bitte um „Recognoszierung des Hinterlandes von Straubing in technischer und wirtschaftlicher Beziehung“ und am 28. November 1884 erging an den Magistrat Bogen das Ersuchen des Bezirksamtes um einen Zuschuß zur Projektierung der Bahn Straubing-Bogen-Englmar-Viechtach. Im Oktober 1887 ersuchte das Eisenbahnkomitee Straubing die Gemeinde Oberalteich, Angaben zu machen über den Umfang des Güterverkehrs zum Zweck der Rentabilitätsberechnung der Bahn Straubing-Bogen-Miltach. Zugleich erging eine Anfrage an das Bezirksamt Bogen durch den Magistrat Bogen mit dem Ersuchen, die für die Bahn Straubing-Miltach notwendigen Grundabtretungen (ca. 155 ha) im Amtsbezirk zu ermöglichen. Und ein Rundschreiben des Bezirksamtes Bogen vom 13. November 1887 an die Bürgermeister und die übrigen Mitglieder des Eisenbahnkomitees betraf die Berechnung der Rentabilität der geplanten Bahnlinie.
Eine Anforderung der Rentabilitätsberechnung und die Erläuterung der Vorschläge über technische Einzelheiten des Bahnbaues erging unter dem 21. Oktober 1887 an das Eisenbahnkomitee Straubing von seiten der Lokalbahn-AG München. Das nächste Schriftstück trägt das Datum vom 12. April 1888. Es kam von der Generaldirektion der königlich-bayerischen Staatseisenbahnen und

Durchstich durch den Eichelberg, 1895

hatte als Gegenstand eine Anfrage an den Stadtmagistrat Straubing, ob er gewillt sei, die Kosten einer Projektierung einer Bahnlinie Straubing-Nähe Bogen-Mitterfels-Stallwang zu übernehmen. Um die Mitübernahme dieser Kosten handelt es sich auch bei einem Schreiben, das der Magistrat Straubing an den Magistrat Bogen richtete, und zwar am 16. Mai 1886. Am 25. April 1890 erhielt der Bogener Magistrat durch das Bezirksamt Bogen die Aufforderung, nähere Angaben zu machen, die die Garantien über Ablösung bei Grundabtretungen betreffen. Am 3. August 1890 richtete das Eisenbahnkomitee Straubing an den Magistrat eine Anfrage an den Bogener Magistrat, die den von Bogen zu zahlenden Betrag an Grundabtretungskosten betraf. Zugleich erging auch eine Einladung zu einer Versammlung in Mitterfels. Wie aus einer Aktennotiz vom 20. August 1890 hervorgeht, hat der Bogener Magistrat beschlossen, sich mit einem Betrag von 1 000 Mark an den Kosten zu beteiligen.
Dieser Betrag schien aber den Herren aus Straubing zu niedrig gewesen zu sein, denn am 18. Februar 1891 erging an den Magistrat der Marktgemeinde Bogen die Aufforderung, ihn „um ein Bedeutendes“ zu erhöhen. Durch Magistratsbeschluß vom 1. Oktober 1891 wurde dieser Betrag sodann auf 6 000 DM angehoben.
Damit war aber anscheinend das Gerangel um die Kostenbeteiligung noch nicht zu Ende, denn aus einem Schreiben des kgl. Bezirksamtes Bogen geht hervor, (1. Oktober 1891), daß ein weiterer Beschluß des Marktmagistrats, 50 Prozent der Grunderwerbskosten zu übernehmen, genehmigt worden sei, und am 7. Dezember wurde ein weiterer Beschluß gefaßt, und zwar dahingehend, daß über diese 50prozentige Beteiligung hinaus auch die Herstellung und Unterhaltung der Zufuhr- und Ladewege zur Bahnstation Bogen von der Marktgemeinde übernommen werden. Dieser Beschluß trägt die Unterschriften von 23 Mitgliedern des Magistrats und des Gemeindekollegiums.
Absegnung durch das Bezirksamt
Es mag für die Mitglieder des Bogener Magistrats und für jene des Eisenbahnkomitees ein Freudentag gewesen sein, als am 8. Dezember 1891 vom Bezirksamt Bogen — unterschrieben von dem kgl. Bezirksamtmann Neumüller — die „ausdrückliche Mitteilung“ eintraf, „daß gegen die Aufnahme der Lokalbahn ein rechtliches Bedenken nicht mehr besteht“.
Vorausgegangen waren aber noch die Schreiben der kgl. bayer. Staatsbahnen (Generaldirektion) an das Bezirksamt, das die Genehmigung des Bahnbaues mitteilte, zugleich aber auch die Mitteilung, daß die „aproximative Schätzung der Grundabtretungskosten für die Steuergemeinde Bogen 18 000 Mark“ betrage. (Eine Streckenbegehung und eine Absprache mit den beteiligten Gemeinden war am 14. September 1891 vorausgegangen).
Nun kam das Bahnbauproblem langsam in Fluß, denn bereits am 18. Dezember 1891 erging an die Generaldirektion der kgl. bayr. Staatseisenbahnen die Bitte, eine Bausektion (Bau-büro) in Bogen zu errichten. Am 28. April 1892 erging an den Magistrat der Marktgemeinde Bogen die Anfrage der Staatsbahndirektion, „ob die notwendigen Wohnungen usw. vorhanden“ seien. — Aus der Antwort an die Generaldirektion vom 5. Mai geht hervor, daß bei Roiderer acht Zimmer mit Küche, bei Reischer sechs Zimmer mit Küche, bei Mühlbauer fünf Zimmer mit Küche, bei Weißgerber Harlander fünf Zimmer mit Küche, im Schön-Haus sechs Zimmer, bei Lipp drei Zimmer, Xaver Färber vier Zimmer mit Küche und bei Wagner Harlander vier Zimmer zur Verfügung stünden.
Gedämpft wurde die Euphorie über den Bahnbau allerdings wieder durch ein Schreiben des Grafen Breuj-Steinburg, der aus Lissabon mitteilte, daß er mit dem Minister Graf Crailsheim einen Schriftwechsel geführt habe, aus dem hervorgehe, daß der Baubeginn noch nicht feststehe. Der Schriftwechsel ist datiert mit dem 29. April und 18. Mai 1892. — Auch findet man bei den Unterlagen einen Akt „Gasthofbesitzer Bruckmeier“ über einen geplanten Stadelbau im Bahngelände. Es handelt sich dabei um die Näherlegung des Stationsgebäudes. Wäre dem Ersuchen des Gasthofbesitzers Bruckmeier nicht entsprochen worden, wäre das Stationsgebäude um 200 m mehr westlich zu liegen gekommen.
Unter dem 29. Mai 1895 finden wir noch eine Stellungnahme des Magistrats Bogen über die Hochbauten der Bahnhofanlage, verbunden mit dem Wunsch, dieselben in größerem Maßstab zur Aufführung zu bringen.
Am 8. Dezember 1895 war es soweit
Den Abschluß der uns vorliegenden Chronik bildet die Abschrift einer „Einladung des Bogener Bürgermeisters Halser an die titl. Herren Beamten“, die folgenden Wortlaut hat:
„Der Stadtmagistrat Straubing und das dortige Eisenbahnkomitee halten am Sonntag, 8. Dezember 1895, eine Eröffnungsfeier der Bahn Straubing-Bogen ab. – Programm: 10 Uhr vor-mittags Abfahrt eines Sonderzuges mit Mitgliedern des Mag. Gern. Koll. und Eisenbahnk. Straubing nach Bogen. — 10.30 Uhr ungefähr Eintreffen in Bogen. — Marsch mit Musik zum Gasthaus Bruckmaier. (Gasthaus und Brauerei Bruckmeier ist das jetzige Gasthaus Hafner. Anmerkung der Redaktion). — Dort gemeinschaftlicher Frühschoppen. — 2 Uhr Rückfahrt nach Straubing. Dort im Neumeierschen Collosseumssaal Diner. — (Ob und um welche Zeit die Rückfahrt nach Bogen an diesem Tage noch erfolgt, ist nicht bekannt!)“
Zu berücksichtigen ist natürlich, daß der Bau selbst mehr Zeit in

Einweihung der Bahnstrecke Bogen-Steinburg (1896)

Anspruch nahm, als er heute mit den modernen technischen Hilfsmitteln erfordern würde. Eines der Hauptprobleme — nicht nur in finanzieller Hinsicht — war die Überquerung der Donau bei Bogen durch eine Eisenbahnbrücke, die nicht allein über den Strom selbst, sondern auch über das Sander Überschwemmungsgebiet ihre Bögen spannt und eine Unsumme an Material-, Zeit- und Kostenaufwand verschlang. Aber es wurde geschafft und daß hierbei Qualitätsarbeit geleistet wurde, geht schon daraus hervor, daß diese Brücke heute noch nach über 80 Jahren in ihrem Urzustand dem Verkehr dient.
Am 8. Dezember 1895 war es dann soweit. Bereits am 5. Dezember hatte das „Straubinger Tagblatt“ in einer Notiz auf das Ereignis hingewiesen, in der es hieß: „Die Feier der Eröffnung der Lokalbahn Straubing-Bogen am Sonntag, 8. ds. geht in folgender Weise vor sich: Mittags 12 Uhr geht von hier ein Extrazug mit den vom Comitee geladenen Festgästen nach Bogen ab. Dortselbst ist festlicher Empfang. Die Rückfahrt erfolgt nachmittags 4 Uhr. Abends ist Festreunion im Colosseumsaale, wobei die Kapelle des 11. Infanterie-Regiments concertieren wird. Als Comitee fungieren die beiden städtischen Kollegien.“
Aus einem Bericht im „Straubinger Tagblatt“ geht hervor, daß die „vom Comitee geladenen Festgäste Personen der kgl. Behörden, der Geistlichkeit, des Offizierskorps, die Herren Ärzte und sonstige im öffentlichen Leben stehende Persönlichkeiten“ waren und „daß diese von dieser Einladung ausgiebig Gebrauch machten“. Nach einer kurzen Schilderung der Jungfernfahrt über Ittling — wo die Bevölkerung den langsam durchfahrenden Zug freundlich begrüßte — und Sand, heißt es, daß der Zug, „der aus funkelnagelneuen Wagen bestand“, die über das Überschwemmungsgebiet und die Donau in kühnen Bogen überspannenden Brücke die Böllerschüsse krachten, die den Zug begleitende Musikkapelle intoniert einen Marsch und unter den jubelnden Hochrufen längs des Perrons aufgestellten Schuljugend der recht zahlreich erschienenen Bevölkerung fuhr der Zug in die Station ein“ …Bezirksamtmann Schrödtl trat in Begleitung der kgl. Beamten und des Herrn Bürgermeister Halser vor und begrüßte mit einer Ansprache die Festgäste … Herr Bezirksamtmann daneben insbesondere den Vertreter der kgl. Regierung, Herrn Regierungsrath Frhr. von Aretin, für dessen Erscheinen, nicht minder aller für die den Markt Bogen so ehrende Beteiligung der Stadt Straubing. Er gab den Gefühlen des Dankes gegen die kgl. Staatsregierung, die durch deren Fürsorge gewährte Eisenbahn Ausdruck, von welcher sich Markt und Distrikt einen wirtschaftlichen Aufschwung erhofften und drückte zum Schluß den Wunsch aus, die Herren von Straubing recht oft in Bogen begrüßen zu können, wo sie stets willkommen seien. Namens der Stadt Straubing erwiderte dankend Herr Bürgermeister von Leistner die freundliche Begrüßung. Der heutige Tag sei von den Bewohnern Straubings längst ersehnt worden … Herr Bezirksamtmann Schrödtl ergriff sodann nochmals das Wort. Es Pflicht, diese Feier nicht ohne loyale Kundgebung an das kgl. Haus vorübergehen zu lassen. In das von ihm auf seine kgl. Hoheit, den Prinzregenten ausgebrachte Hoch wurde lebhaft eingestimmt.“
Um 4 Uhr wurde seitens der Straubinger Gäste die Rückfahrt angetreten. Der Bericht fährt fort: „Abends beging die Einwohnerschaft Straubings das freudige Ereignis durch eine Reunion im Colosseumssaal, wobei die Kapelle des kgl. 11. Infanterie-Regiments aus Regensburg in exquisiter Weise konzertierte und in mehreren Reden seitens des Herrn Bürgermeisters von Leistner, und Regierungs-Rat Frhr. von Börger der Freude über die neue Errungenschaft Ausdruck gegeben wurde. Und am gleichen Tage fuhr zum letzten Mal der Postomnibus nach Bogen hinein in den nebeligen feuchtkalten Winterabend. Tempora mutantur. Die Bogener aber freuen sich, daß es so gekommen und daß auch ihr schöner Markt mit einbezogen ist in das Eisenbahnnetz, das in Tausenden von Zweigen den Kontinent überspannt. Nicht minder freuen sich die Straubinger über die Bahn, die ihnen eine neue kleine, aber schöne Welt erschlossen hat. Und zieht erst der Lenz wieder ins Land, da werden sie nicht säumen, derselben zu erfreuen. Wir aber schließen mit den schlichten, aber schönen Worten, in denen die Begrüßung des Herrn Bürgermeisters von Leistner gipfelte: „Möge die neue Bahn allen zum Segen gereichen! Das walte Gott!“
60-Jahrfeier am 10. Dezember 1955
„Fest der Freude und der Dankbarkeit!“ – so war der Bericht überschrieben, den das „Straubinger Tagblatt/Bogener Zeitung“ am 11. Dezember 1955 veröffentlichte. Der Beginn der Veranstaltung glich fast aufs Haar derjenigen vom 8. Dezember 1895: Bekränzter Sonderzug von Straubing über Ittling und Sand nach Bogen, von dort aus unter Vorantritt der Kapelle Sagstetter und begleitet von den Schulkindern und den Vereinen mit Fahnen zum Marktplatz. „Vom Bogenberg herunter dröhnten Bollerschüsse. Beim Rathaus löste sie der Zug auf und die Gäste besuchten als erstes die in einem Schulsaal der Volksschule untergebrachte Ausstellung der BBD Regensburg – eine schöne Schau von Modellstücken (angefertigt von der Lehrwerkstätte der BBD Passau), prächtige Zeichnungen aus Schülerwettbewerben“. Dann versammelten sich die Festgäste im Gasthaus Hafner, jener Gastwirtschaft, wo vor 60 Jahren die Teilnehmer der Jungfernfahrt des „Bogener Bockerls“ sich zu einem Festschmaus versammelten (damals noch Brauerei Bruckmayer).
Um 19.30 Uhr hatte man sich dann im Saal des Hotels „Zur Post“ eingefunden, wo dann ein Festbankett abgehalten wurde, an der sich die „Liedertafel“ unter Avrils Leitung, Schüler und Schülerinnen der Volksschule unter der Regie von Rektor Roiner, Lehrer Stahl, Oberlehrerin Obermeier und verschiedene andere Kräfte beteiligten. Im Straubinger Tagblatt war zu lesen: „Vizepräsident Dr. Börner gab der Freude über den regen Anteil aller Bevölkerungskreise an der Jubiläumsfeier Ausdruck und versicherte, daß es das höchste Bestreben der Bundesbahn sei, überall, und damit auch auf der Strecke Straubing-Cham, fahrplanmäßige und technische Verbesserungen durchzuführen. Seine Ausführungen fanden einen schönen Ausklang in der Ehrung zweier Jubilare, die vor 60 Jahren beim Bahn- und Brückenbau mitgearbeitet hatten: des 83jährigen Alois Sporrer aus Unterholzen, Gde. Dachsberg, und des 78jährigen Hans Sagstetter aus Lintach. Beiden überreichte er schöne Präsentkörbe.“
Der Reigen der Redner wurde fortgesetzt durch Oberbürgermeister Dr. Höchtl (Straubing), Bürgermeister Xaver Neueder (Bogen), der auch die Festversammlung eröffnet und die Ehrengäste begrüßt hatte, und Landrat Xaver Hafner. — Den Festvortrag hielt der Bogenberger Hauptlehrer Zeuner, der im Verlauf einer humorvoll gewürzten Rede darauf hinwies, daß die Überquerung der Donau mit dem zusätzlichen Kostenaufwand einer Eisenbahnbrücke eines der Haupthindernisse bei der Genehmigung des Bahnbaues gewesen sei. Als das die Strecke in Betrieb genommen konnte, habe der Gesamtkostenbetrag sich auf 3,25 Millionen Mark belaufen. — Die Versammlung endete in später Stunde mit einer Verlosung, bei der von der DBB und der Stadtverwaltung gestiftete Gewinne (Freifahrten und Bücher) verlost wurden.
Mittlerweilen sind vor allein am Stationsgebäude Vergrößerungen und Änderungen vorgenommen worden. Die Zugausstattung verbessert, die Dampflok ist verschwunden die Fahrzeit ist um ein Erhebliches verkürzt worden.
„Tempora mutantur!“ — so schrieb unsere Zeitung am 12. Dezember 1885, und dieses „So ändern sich die Zeiten“ wurde als Abschiedswort für den Postomnibus geschrieben, der am Tage der Streckeneinweihung Bogen-Straubing zum letzten Mal verkehrte und dessen Passagierdienst fürderhin von dem „Bogener Bockerl“ versehen wurde. Heute kann man wieder feststellen, „Tempora mutantur“. Nur, daß diesmal das „So ändern sich die Zeiten“ in umgekehrten Sinne Geltung haben soll. Jetzt, nach 84 Jahren des Bestehens der Eisenbahnlinie Straubing-Bogen soll diese Linie – und nicht nur diese, sondern auch ihre Fortsetzungslinie bis nach Miltach und Neufahrn aufgelassen und durch einen Bahnbusverkehr ersetzt werden. Man versucht, das Rad der Geschichte um 84 Jahre zurückzudrehen.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.02.1979


Vereinsmeisterschaft des Skiclubs
Hunderdorf.
Die Abteilungsleitung des SC Hunderdorf hat auch für heuer wieder eine Vereinsmeisterschaft im alpinen Skilauf geplant. Diese findet am Sonntag, 25. 2., am Pröller für alle Klassen statt. Es wird ein Riesentorlauf gefahren. Das Rennen beginnt um 9.30 Uhr, während die Startnummernausgabe ab 8.30 Uhr in der vereinseigenen Skihütte erfolgt. Die Startgebühr beträgt drei Mark. Anmeldungen nimmt an sofort Sport Kaldonek entgegen. Anmeldeschluß ist Samstag,  24. 2., bis 10 Uhr. Sollte die Meisterschaft witterungsmäßig nicht durchgeführt werden können, so wird dies rechtzeitig bekannt gegeben. Die Skigymnastik findet am Mittwoch, 21. Februar, zum letzten Mal statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.02.1979


Skimeisterschaften der VG
Hunderdorf.
Der Skiclub Neukirchen führt am Samstag, 23. 2., Start 10.30 Uhr, die ersten Skimeisterschaften der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf im Riesentorlauf in Grün/Zellwies durch. Startberechtigt sind außer den Mitgliedern des SC-Neukirchen alle Bewohner der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf. Die Klasseneinteilung erfolgt nach den Richtlinien der DWO. Neben der Einzelwertung gibt es auch eine Mannschaftswertung. Eine Mannschaft besteht aus vier Läufern, wobei die drei Zeitschnellsten gewertet werden. Der SC Neukirchen bittet alle Vereine, die Mannschaften namentlich zu benennen. Bei Absage erfolgt Benachrichtigung unter dem Veranstaltungskalender der Tageszeitung am Samstag. Das Startgeld beträgt einheitlich fünf Mark, für Mannschaften 20 Mark. Anmeldungen, dessen Schirmherrschaft Bürgermeister und stellvertretender Vorsitzender Verwaltungsgemeinschaft Heinrich Lobmeier aus Neukirchen übernommen hat, nehmen Dietmar Rother, Neukirchen 161, Tel.-Nr. 6465 oder Peter Ströher, Hunderdorf, Tel.Nr. 1065 entgegen.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.02.1979


Die Frauen kamen in Pyjamas
Hunderdorf.
Der Einladung entsprechend, waren zahlreiche Frauen in Nachthemden oder Pyjamas zur Faschingsveranstaltung des Frauenbundes Hunderdorf im Pfarrheim erschienen, wo sie von der Vorsitzenden Martha Hofmann begrüßt wurden. Da ja keine Männer anwesend waren, brachte Martha Hofmann gleich einen lustigen Vortrag, der sich „Die Abrechnung mit dem Mann“ betitelte. Dann gesellten sich Pfarrer Franz Reitinger und Assistentin Angela Amann zur Runde. Die flotten Weisen brachten bald alle in Stimmung und Schwung. Auch erschienen zwei Putzfrauen (Michaela Tzoukmanis und Helga Niedermaier). Sie hielten gekonnt über ihre Arbeit einen Vortrag und wurden geradezu mit Beifall überschüttet. Nun erfolgte die Überreichung der Faschingsorden an den Pfarrer, Angela Amann und Kassiererin Anna Kühn. Als nach dem Luftballonblasen die Stimmung am höchsten war, erschien Martha Hofmann als „Bundeskanzlerkandidatin“ und zeigte auf, wie sie regieren würde und welche Änderungen es gäbe. Beschwingt und froh trennte man sich nach einem gelungenen Faschingsabend kurz vor Mitternacht.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.02.1979


Mut und Können wurden verlangt
Volksschule führte einen Skischultag durch — Für die besten Skifahrer gab es Urkunden

Hunderdorf. Auch in diesem Jahr führte die Volksschule für die Schüler ab der dritten Klasse wieder Schulskimeisterschaften im alpinen Skilauf durch. Die Schneeverhältnisse ließen ein Rennen noch zu. Die Lehrkräfte Heinz Hentschirsch, Ulrich Pannermayr und


Die Sieger der einzelnen Jahrgänge

Paul Vogl hatten den Kurs, einen Riesentorlauf, so ausgesteckt, daß die Schüler neben Mut auch technisches Können beweisen mußten.
Insgesamt beteiligten sich 70 Schülerinnen und Schüler an der Meisterschaft. Fast alle kamen auch einwandfrei und ohne Verletzung durch die Tore. Die beste Zeit fuhren bei den Buben Josef Hacker 9 a und Armin Altmann 8 b mit derselben Zeit von 43,3 Sekunden. Das schnellste Mädchen war Michaela Tzoukmanis 9 b mit 48,1 Sekunden. Aus der Grundschule erreichten die besten Zeiten Werner Neumeier 3 b mit 50,9 Sekunden und Bettina Schroll 4 a mit 53,3 Sekunden.
Die Ergebnisse: Jahrgang 1970: Knaben: 1. Werner Neumeier. 2. Ralph Schießl, 3. Werner Zitzelsberger; Mädchen: 1. Erna Hafner.
Jahrgang 1969: Knaben: 1. Alfred Gstettenbauer, 2. Roland Attenberger. 3. Armin Käfer, 4. Robert Lehner und Martin Kraus; Mädchen: 1. Eva Hentschirsch.
Jahrgang 1968: Knaben: 1. Paul Amann, 2. Karl Schedlbauer, 3. Andreas Ströher, 4. Wolfgang Anneser, .5 Peter Kahn, 6. Werner Schneider; Mädchen: 1. Andrea Kaldonek, 2. Bettina Schroll, 3. Sylvia Müller, 4. Andrea Niedermeier. 5. Sylvia Schießl 6. Astrid Bugl. 7. Karin Grill.
Jahrgang 1967: Knaben: 1. Klaus Fuchs, 2. Stefan Wirth, 3. Alfons Maier, 4. Harald Sklarek, 5. Christian Häusler, 6. Franz Hafner, 7. Josef Schießl, 7. Udo Hagn, 9. Ludwig Wagner; Mädchen: 1. Birgit Peschke, 2. Petra Diermeier, 3. Christiane Schedlbauer, 4. Elke Eberth.
Jahrgang 1966: Knaben: 1. Helmut Maier, 2. Karl Köppl, 3. Martin Schröter, 4. Max Winter-meier, 5. Herbert Scherz, 6. Reinhold Beck, 7. Manfred Poiger, 8. Gerhard Klumbies, 9. Franz Kalm, 10. Franz Lichtl, 11. Manfred Wegmann, 12. Anton Obermaier, 13. Hans Gütlhuber; Mädchen: 1. Sylvia Müller, 2. Sigrid Illner, 3. Rita Schlecht, 4. Gaby Obermeier.
Jahrgang 1965: Knaben: 1. Armin Altmann, 2. Werner Biendl, 3. Gerhard Riedl, 4. Christian Häusler, 5. Franz Hanner, 6. Robert Schaubeck, 7. Klaus Dilger, 8. Werner Wacker.
Jahrgang 1964: Knaben: 1. Josef Hacker, 2. Matthias Wittmann, 3. Josef Bugl, 4. Reinhard Wagner; Mädchen: 1. Michaela Tzoukmanis, 2. Eva Wrona, 3. Waltraud Hastreiter.
Jahrgang 1963: Knaben: 1. Werner Sperl.
Rektor Alois Czerwenka nahm im Hauptschulgebäude die Siegerehrung vor. Die drei besten Teilnehmer eines Jahrganges erhielten Urkunden und Wachsmedaillen, hergestellt von Konrektor Klar. Zum Schluß dankte der Schulleiter den Schülern, den Lehrern, die den Schulskitag organisierten und nicht zuletzt dem örtlichen Skiclub, der Torstangen und Startnummern zur Verfügung stellte. Den Teilnehmern am Kreisskitag wünschte Rektor Czerwenka viel Erfolg.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.02.1979


Hunderdorf. Skiclub: Heute, Mittwoch, zum letzten Mal Skigymnastik. Am Sonntag, 25. 2., 9.30 Uhr, Vereinsmeisterschaft in Hinterwies. Startnummernausgabe ab 8 Uhr in der Skihütte.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.02.1979

Hunderdorf. SV-Jugend: Heute, Mittwoch, ab 17.30 Uhr, Training in der Schulturnhalle.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.02.1979


Hunderdorf. SC-Fußball: Heute, Donnerstag, 18 Uhr, Training. Die Spiele am Sonntag fallen aus.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.02.1979


Anmeldung für Wandertag
Hunderdorf.
Am Samstag/Sonntag, 17. und 18. März, richtet der Bayerwaldverein seinen 7. Internationalen Wandertag aus. Der Bayerwaldverein weist darauf hin, daß sich die Gemeindebevölkerung zur Teilnahme am Wandertag auch bei sämtlichen örtlichen Vereinsvorständen anmelden kann.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.02.1979


Englischkurs beginnt
Hunderdorf.
Der neue Englischkurs für Anfänger, veranstaltet vom Volksbildungswerk, beginnt am Dienstag, 6. März, um 20 Uhr in der Hauptschule Hunderdorf. Interessenten können sich an diesem Abend noch anmelden.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.02.1979


Bastelkurs des Volksbildungswerkes
Hunderdorf.
Das Volksbildungswerk hält einen neuen Bastelabend mit Frau Paulus, Laberweinting, ab. Am Dienstag, 6. März. treffen sich die Teilnehmer um 20 Uhr in der Hauptschule. Hergestellt werden Osterglockensträuße, die aus mundgeblasenen Glaskugeln mit Blüten und Samtbändern verbunden werden (Preis 8.50 DM). Daneben bietet die Kursleiterin die Herstellung eines zwei Meter langen naturfarbenen Holz-Rosenkranzes an. Um das Holzkreuz dieses sehr dekorativen Werkstücks sind handgeschnitzte Strahlen angeordnet (Preis 27.50 DM). Die Teilnehmer haben die Möglichkeit zu wählen, welche Arbeit sie beginnen wollen: es können aber auch Osterglocken und Rosenkranz hergestellt werden. Voraussetzung ist jedoch eine Mindestteilnehmerzahl von 15 Leuten. Das Volksbildungswerk erhebt nur eine Kursgebühr von 1 DM. Anmeldungen sind unbedingt erforderlich und sind bis spätestens 3. März bei Außenstellenleiter Helmut Kalm (Tel. 2474, nur von 17 bis 18 Uhr) zu tätigen.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.02.1979


Lehrfahrt zu Siemens-Werken
Hunderdorf.
In der Woche nach Ostern wird eine Lehrfahrt zu den Siemens-Werken in Traunreut veranstaltet. Hierzu ergeht Einladung zur Teilnahme an alle Frauen, insbesondere auch an die Mitglieder des Frauenbundes. Anmeldungen sind bis spätestens 28. Februar bei der Ortsbäuerin Fruhstorfer (Telefon 2333 ab 18 Uhr) oder die Stellvertreterin Frieda Baier vorzunehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.02.1979


Verschiedene Kurse geplant
Hunderdorf.
Bei genügender Zahl von Interessenten beabsichtigt die Ortsbäuerin verschiedene Lehr- und Malkurse zu organisieren. Insbesondere an die Veranstaltung eines Schwimmkurses. Lehrabende für Bauern- und Hinterglasmalerei, Kurse für Keramik und verschiedene Backkurse gedacht, die noch vor Ostern stattfinden sollen. Die Ortsbäuerin plant einen Kurs für ausgezogene Küchel, den sie leiten wird und der ebenfalls nur bei genügender Beteiligung abgehalten wird. Der Beginn wird dann noch bekanntgegeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.02.1979


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: Heute Samstag, ab 19.30 Uhr Trachtler-Ball im Gasthaus Sandbiller (Masken erwünscht).
Quelle: Bogener Zeitung, 24.02.1979


Meidendorf. BRK: Heute, Samstag, 19.30 Uhr, Gruppenstunde im Gasthaus Hilmer, Irensfelden.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.02.1979


Tanz bis in den Morgen
Hunderdorf.
Sicher mit ein Höhepunkt unter den Faschingsbällen in Hunderdorf wurde am Samstag der Trachtler-Ball im Gasthaus Sandbiller. Er bildete zugleich den Abschluß der hiesigen Faschingssaison. Der Saal und das Gastzimmer waren bis auf den letzten Platz besetzt, als Vereinsvorsitzender Ernst Sacher besonders die Bürgermeister Härtenberger und Weinzierl sowie verschiedene Gemeinderäte willkommen hieß. Bei den schmissigen Weisen der Eisenbahner-Kapelle kam im Verlaufe des Abends bald gute Stimmung auf. So war es auch nicht verwunderlich, daß die Tanzfläche immer bevölkert war und bis in die frühen Morgenstunden fleißig das Tanzbein geschwungen wurde. Eine besondere Gaudi gab’s beim Jägermarsch. Es wurde zudem eine Tombola ausgerichtet, bei der es viele Sachpreise zu gewinnen gab.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.02.1979


Neue Lagepläne in Auftrag
Keine Münzfernsprecher – Feldgeschworene wieder bestellt – Vom Gemeinderat
Hunderdorf.
Der Gemeinderat beschloß vor kurzem in einer Sitzung die Neukartierung der Flurkarten im Maßstab 1:1 000 im Ortsbereich. Es werden acht Kartenabschnitte neu erstellt. Jeweils zwei in einem Jahr, damit die Kosten, die sich pro Karte auf etwa 3 500 DM belaufen, auf verschiedene Haushaltsjahre verteilt werden können. Im übrigen könne bei dieser Neueinmessung auch eine Grenzermittlung privaterseits vorgenommen werden, die Kosteneinsparungen von etwa 30 Prozent mit sich bringe, teilte der Gemeinderat mit.
Ferner wurde eine Flurkarte im Maßstab 1: 5 000 für das gesamte neue Gemeindegebiet Hunderdorf in Auftrag gegeben. Ein Schreiben des Landratsamtes Straubing-Bogen wurde zur Kenntnis genommen, wonach aufgrund der Gebietsreform die Feldgeschworenen in den Gemeindebereichen Steinburg und Gaishausen aus ihrem Amt ausgeschieden sind. Die Feldgeschworenenordnung läßt jedoch eine Neubestellung für diese Gebiete zu. Der Gemeinderat bestimmte als Feldgeschworene für den Gemeindebereich Steinburg Jakob Söldner und Jakob Petzendorfer und für den Bereich Gaishausen Karl Schneider. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat für die Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der Ortschaft Hofdorf im Bereich Schötz/Wirth aus. Gemäß dem Kostenangebot der Obag betragen die Kosten der Maßnahme etwa 1 420 DM.
Informiert wurde der Gemeinderat auch über ein Schreiben des Landratsamtes Straubing-Bogen bezüglich der Neuregelung der Ladenschlußzeiten. Von seiten der Gemeinde Hunderdorf schloß man sich einstimmig den Vorschlägen des Landratsamtes Straubing-Bogen an, zu den beabsichtigten Festlegungen der Verkaufszeiten. Aufgrund des Schreibens der Deutschen Bundesbahn vom 28. Dezember bezüglich der Errichtung einer weiteren Bushaltestelle in Steinburg wurde die Auffassung vertreten, daß vorerst keine größere Inanspruchnahme erfolgen werde, um hier eine Haltestelle festzulegen .
In eine Schreiben des Fernmeldeamtes Regensburg wurden die von der Gemeinde beantragten öffentlichen Münzfernsprecher in den Ortsbereichen Thananger, Schafberg und Hofdorf abgelehnt. Begründet wurde diese Ablehnung von der Bundespost damit, daß diese Münzfernsprecher nicht wirtschaftlich sein werden und in der näheren Umgebung öffentliche Münzfernsprecher bereits vorhanden sind. Weiterhin gab dem Gemeinderat der Bayerische Landessportverband bekannt, daß eine Förderung der 400-Meter-Laufbahn auch von seiten des Bayerischen Landesportverbandes nicht möglich sei. Die Gemeinde hatte sich an den Verband gewandt, um eine Bezuschussung zu erreichen, da die projektierte Bahn derzeit von keinem staatlichen Förderungsprogramm gefördert wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.02.1979


Hunderdorf. FFW: Montag, 26. Februar, 19 Uhr, Interner Kappenabend im Gasthaus Baier-Edbauer.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.02.1979


Hunderdorf. SV-LC Tanne: Heute, Montag und Donnerstag, 1. 3., jeweils um 16.30 Uhr Lauftraining für alle Schülerklassen. Das Hallentraining am Dienstag, 27. 2., fällt aus. Die männliche und weibliche Jugend trifft  sich um 19.30 Uhr in der Turnhalle zwecks Kehraus- Besuch.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.02.1979


„Fasching total“ im Kindergarten
Hunderdorf.
Nun kamen auch die Kindergartenkinder zu ihrem Faschingsvergnügen. Toll und phantasievoll maskiert erschienen sie im Kindergarten. Indianer, Cowboys, Prinzessinnen usw. gaben sich ein Stelldichein. Die Kindergärtnerinnen Roswitha Bergbauer und Resi Schroll, beide selbst in Masken (Mutti aus früheren Zeiten, Pippi Langstrumpf) hatten alle Hände voll zu tun, um die ausgelassenen Buben und Mädchen mit heiteren Spielen unterhalten zu können. Obendrein gab es noch mancherlei Überraschungen. Mit Würstel und allerlei Schleckereien konnte der Hunger gestillt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.02.1979


Nach Gottes hl. Willen ist unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Oma, Uroma, Schwester und Tante
Frau Cäcilia Holmer
geb. Bugl — Kriegerswitwe

am 26. 2. 1979 nach kurzer Krankheit im Alter von 74 Jahren selig im Herrn von uns gegangen.
Hunderdorf, Bogen, Leverkusen, den 27. 2. 1979
In tiefer Trauer:
Sohn Jakob mit Familie
Sohn Max mit Familie
Tochter Cilli mit Kindern
Tochter Hilde mit Sohn
und übrige Verwandtschaft
Überführung heute um 18 Uhr mit anschl. Sterberosenkranz.
Mittwoch, 28. 2. 1979, um 18 Uhr Sterberosenkranz.
Trauergottesdienst am Donnerstag, 1. 3. 1979, um 15 Uhr in Hunderdorf mit anschl. Beerdigung.
Von Beileidsbezeigungen am Grabe bitten wir Abstand zu nehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.02.1979


Pro Schüler Kosten von 711,34 DM
Haushaltsplan 1979 beschlossen — Badezeiten sind einzuhalten – Schulverbandsausschuß tagte
Hunderdorf.
Bei der kürzlich im Verwaltungsamt Hunderdorf stattgefundenen Sitzung des Schulverbandsausschusses wurde das Ergebnis der Jahresrechnung 1978 vorgetragen. Weiterhin wurde über die Haushaltsplanaufstellung des Schulverbandshaushalts 1979 beraten, an-schließend der Haushaltsplan 1979 aufgestellt und die entsprechende Haushaltssatzung erlassen.
Eingangs trug Vorsitzender Härtenberger die einzelnen Abschlüsse der Jahresrechnung 1978 vor. Zur Prüfung dieser Schulverbandsjahresrechnung wurde ein Prüfungsausschuß gebildet, bestehend aus den Ausschußmitgliedern Härtenberger, Lobmeier, Kleikamp und Watzl. Ein Termin für die Prüfung wurde festgelegt und nach dessen Ergebnis erfolgt die Beratung und Beschlußfassung über die Annahme der Jahresrechnung.
Dann kam es zur Beratung über den Haushaltsplan und über die Haushaltssatzung für das Jahr 1979 des Schulverbandes Hunderdorf, dem die Grund- und Hauptschule in Hunderdorf zugeordnet ist. Nach eingehender Beratung und Ergänzung in einigen Haushaltsansätzen beschloß der Schulverbandsausschuß vorbehaltlich der Genehmigung durch die Rechtsaufsichtsbehörde. die Haushaltssatzung zu erlassen und den Haushaltsplan mit den darin enthaltenen Ansätzen und Abschlußziffern aufzustellen. Demnach wurde der Haushaltsplan 1979 im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben auf 532 865 DM und im Vermögenshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben auf je 49 798 DM festgesetzt. Kredite zur Finanzierung von Ausgaben im Vermögenshaushalt wurden nicht aufgenommen. Auch Verpflichtungsermächtigungen für den Vermögenshaushalt wurden nicht festgesetzt, Die Höhe des durch die sonstigen Einnahmen im Verwaltungshaushalt nicht gedeckten Bedarfs wurde auf 426 727 DM festgesetzt.
Der ungedeckte Bedarf im Vermögenshaushalt umfaßt einen Betrag von 24 264 DM. Für die Bemessung der Umlage an die Verbandsmitgliedsgemeinden wird die Schülerzahl nach dem Stande vom 1. 10. 1978 herangezogen. Die Verbandsschule in Hunderdorf besuchten demnach 426 Schüler aus der Gemeinde Hunderdorf, 94 Schüler aus der Gemeinde Neukirchen und 114 Schüler aus der Gemeinde Windberg, das sind insgesamt 634 Schüler. Die Schulverbandsumlage nach der Schülerzahl beträgt somit je Schüler im Verwaltungshaushalt 673,07 DM, im Vermögenshaushalt 38,27 DM, somit insgesamt 711,34 DM.
Bezüglich der Benützung des Hallenbades durch die Öffentlichkeit wurde eine Regelung befürwortet, wonach den Erwachsenen mehr Rücksicht am öffentlichen Badetag (Freitag) eingeräumt werden soll. Damit soll auch diesem Personenkreis ein ruhigerer Schwimmbetrieb zugestanden werden. Es wurde deshalb wieder darauf hingewiesen, daß die Öffnungszeiten für die Kinder wieder besser eingehalten werden sollen. Die Badezeit für die Kinder, sofern sie nicht von den Eltern beaufsichtigt werden, ist festgesetzt, von 18 bis 19 Uhr. Der Schwimmbetrieb für die Erwachsenen soll von 19 bis 21 Uhr erfolgen.
Weiterhin befürwortete der Schulverbandsausschuß die Erstellung eines Schulbuswartehäuschens bei Stoiber in Steinburg. Die entsprechenden Grundstücksverhandlungen sowie der Antrag auf staatliche Fördermittel hierzu sollen vorgenommen werden.
Mit Sorge wurde vom Schulverbandsausschuß zur Kenntnis genommen, daß verschiedene Beschädigungen bei der Benützung der Schulturnhalle, insbesondere bei den Kleingeräten aufgetreten sind. Nach eingehender Beratung beschloß der Schulverbandsausschuß, die Kleingeräte nicht mehr an die, die Turnhalle benützenden Vereine auszugeben. In entgegenkommender Weise wurde den Vereinen die laut Vertrag fällig werdende Benützungsgebühr für die Schulturnhalle im Jahre 1978’79 erlassen. Die Vereine seien jedoch nochmals darauf hinzuweisen, daß dies nur bei sorgfältiger Behandlung der Turnhalle und der Geräte erfolge, und ansonsten die Benützung der Halle eingeschränkt werden müßte.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.02.1979

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