1982# 10

Augenmerk auf Nachwuchsarbeit
Hunderdorf.
Keine Nachwuchssorgen kennt man beim Sportverein Hunderdorf. Aufgrund des regen Interesses am Fußballsport aus dem Kreise der Schüler wurde nunmehr eine Bambino-Mannschaft ins Leben gerufen. Rund 20 Buben trainieren nun unter der Leitung von Sepp Hainz und Anton Bogner. Ein kürzlich ausgetragenes erstes Spiel der Bambino-Mannschaft gegen Neukirchen endete 0:0. Demnächst sind weitere Freundschaftstreffen gegen Degernbach und Niederwinkling geplant. Unser Bild zeigt die „jüngsten Kicker“ des Vereins mit Fußballabteilungsleiter Hans Grill und den Betreuern Sepp Hainz und Anton Bogner.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.10.1982


Als Licht in unsere Stuben kam
Wer in Neukirchen auf Urlaub und Erholung weilt, wird auch den Stauweiher bei Dießenbach besuchen. Von Haggn aus führt ein Wanderweg durch Wiesen, am rauschenden Dießenbach vorbei und mündet schließlich in den Wald. Nicht lange spenden die Tannen und Fichten Schatten, da tut sich eine Lichtung auf; hier ist der Stauweiher. Wenn im Sommer ein kühles Lüftchen durch das Tal zieht, ist es hier oben still und warm. Das Wasser lockt zum Baden und nur wenige können dieser Verlockung widerstehen. Doch nicht zum Baden wurde dieser Weiher gebaut, ein Notstand war die Ursache seiner Entstehung.
Es war im Jahre 1919. Der Krieg war eben zu Ende gegangen, überall herrschte Not und Entbehrung. Auch die Beleuchtungsmittel wurden rationiert. Petroleum und Karbid waren zu kostspielig geworden, im Finstern aber ließ sich nicht gut wohnen. Der Bauer Josef Fuchs in Hochstraß und der Müller Karl Zimmerer in Schickersgrub errichteten schon während des Krieges eine Elektrizitätsanlage für ihre Anwesen. Viele versuchten einen Anschluß an diese Werke zu erhalten, voran der Schloßbesitzer Leopold Freiherr von Schrenk-Notzing. Zu einer größeren Stromversorgung reichten aber die vorhandenen Anlagen nicht aus, zu einer Vergrößerung jedoch ließen sich die Besitzer nicht überreden. So beschloß Baron Schrenk, ein eigenes Elektrizitätswerk auf seinem Grund und Boden zu errichten, nachdem ihm Sachverständige die Möglichkeit der Ausführung dargelegt hatten. Eine Wassermessung zeigte, daß der Dießenbach, der zwischen Reisach und Oed entspringt, genügend Wasser lieferte, wenn dieses in einem Sammelbecken oder Stauweiher aufgespeichert würde.
Der Elektrotechniker Paul Ficker – Straubing sollte die Installation der Anlagen besorgen, deren Ausführung auf etwa 125.000 Mark veranschlagt war. Baron Schrenk ging noch im Jahre 1919 an die Ausführung. Zunächst mußte der Stauweiher im sogen. Urberloch ausgehoben werden. Durch ungeschulte Arbeiter wurden viele Wochen lang planlos und sinnlos herumgearbeitet und dabei viel Geld als Arbeitslohn nutzlos ausgegeben. Der aufgeworfene Damm aus Erde hätte niemals dem starken Wasserdruck standgehalten. Endlich wurde die Arbeit am Stauweiher dem Baumeister Michael Schuhbauer in Bogen übertragen, der die Aufsicht dem Polier Josef Wieser übertrug. Um das Erdreich wegzuschaffen, wurde ein Rollbahngleis gelegt und der Damm betoniert. Vom Stauweiher aus wurde das Wasser in Eisenröhren in einem Gefälle von 62 m zum tiefer gelegenen Elektrizitätswerk geleitet. Damit wurde die Elektrifizierung des Schlosses und des Ortes Haggn eingeleitet. Bald wurden die Haushaltungen von Neukirchen angeschlossen. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Stromversorgung nicht mehr ausreichte, wurde ein zweites Wasserbecken mit einem zweiten E-Werk errichtet. Doch die Einführung von Elektromaschinen in den landwirtschaftlichen Betrieben erforderte eine gesteigerte Stromversorgung. Bereits im Jahre 1984 begann eine Auseinandersetzung zwischen dem EW Dießenbach und der OBAG.
In diesem Jahr wurde unter der Initiative des Gastwirts Josef Primbs das Überlandnetz nach Neukirchen geleitet, und damit begann ein heißer Wettstreit um die Gewinnung von Stromabnehmern. Endlich, im Jahre 1954, kündigte das EW Dießenbach seinen Abnehmern. Die noch ausstehenden 43 Haushaltungen wurden an das Netz der OBAG angeschlossen.
Die in Haggn wohnende Frau Theresia Euer konnte viel Aufregendes im Zusammenhang mit der Einführung des elektrischen Stromes erzählen; denn drei Jahre lang betreute sie das EW Dießenbach; alle drei Stunden mußte sie vom Werk zum viele hundert Meter auf dem Berg entfernten Staubecken gehen und die Schleusen öffnen, bzw. schließen, und das bei jeder Witterung und bei jeder Jahreszeit.
Schon sehr früh erkannten die vielen mit Wasser betriebenen Mühlen und Sägen, daß Elektrizität eine Zukunft hat und errichteten Anlagen zur Erzeugung elektrischen Stromes. Die Hammerschmiede in Obermühlenbach wurde zum eigenen Stromlieferanten und für Bachersgrub. Der Ort Obermühlbach erhielt Strom vom E-Werk Edbauer. Auch der Bauer Fuchs in Hochstraß nützte diese moderne Errungenschaft und versorgte die Orte Hochstraß, Autsdorf, Lohmühle, Langholz und Teile von Inderbogen mit Strom. Das E-Werk Früchtl sorgte für Licht in den Orten Pürgl, Sparr und Notzling. Grad, Stippich und Lohhof erhielten Strom von Oischinger in Steinburg. Wachsenberg wurde erst nach dem letzten Krieg mit Elektrizität versorgt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.10.1982


Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft tagte in Hunderdorf
Die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf trafen sich am 20.9.1982 im Verwaltungsamt Hunderdorf zu einer Sitzung, bei der insbesondere Personalangelegenheiten zur Beratung anstanden. Dabei wurden verschiedene Regelungen zum Ausgleich verschiedener Resturlaubstage getroffen sowie die Beschäftigungsverhältnisse in der Kasse festgelegt auf zwei Teilzeitbeschäftigungen.
Vorgelegt wurde vom Vorsitzenden der Gemeinschaftsversammlung Bürgermeister Karl Härtenberger die eingegangenen Bewerbungen auf die Ausschreibung der Ausbildungsstelle im Mitteilungsblatt. Nach Beratung beschloß die Gemeinschaftsversammlung Johann Pollman jun. ab 1.10.1982 als Auszubildenden im Ausbildungsberuf Verwaltungsangestellter, Fachrichtung Allgemeine innere Verwaltung des Freistaates Bayern und Kommunalverwaltung einzustellen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.10.1982


Fahrplanwünsche für den Reisezugverkehr, Bahnbusverkehr und Postbusverkehr 1983/84
Fahrplanwünsche für den Reisezugverkehr 1983/84 sowie für den Linienverkehr mit Omnibussen der Bahn und Post können unter Verwendung eines Formblattes, das bei der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf erhältlich ist, bis spätestens 15. Oktober 1982 eingereicht werden.
Die Vorschläge können sich auf folgende Strecken beziehen:
Zugstrecken:
Regensburg — Straubing — Passau
Neufahrn — Geiselhöring —Straubing
Straubing — Bogen — Miltach
Bahnbusverkehr:
Kasparzell — Mitterfels — Bogen — Straubing
Postbusverkehr:
Regensburg — Natter — Rain — Straubing
Straubing — Leiblfing —Dingolfing
Wörth — Kirchroth — Straubing
Straubing — Schwarzach — St.Englmar —Viechtach
Straubing — Stallwang — Cham
Straubing — Oberschneiding — Altötting
Die gesetzte Frist ist unbedingt einzuhalten, da sonst eine Behandlung der Anregungen oder Änderungswünsche bei der Fahrplankonferenz nicht mehr gewährleistet werden kann.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.10.1982


Brennstoffbeifilfe für 1982/83
Weihnachtsbeihilfe für 1982

1. Brennstoffbeihilfen für 1982/83:
Der Sozialhilfeausschuß hat in seiner Sitzung am 22.9.1982 folgende Brennstoffhilfe für 1982/83 bewilligt:
Brennstoffart: Heizöl
Haushalte mit 1 — 2 Personen 648 DM
Haushalte mit 3 — 4 Personen 810 DM
Haushalte mit 5 und mehr Personen 972 DM
Personen ohne selbständigen Haushalt 454 DM
Brennstoffart: Heizöl
Haushalte mit 1 — 2 Personen 512 DM
Haushalte mit 3 — 4 Personen 640 DM
Haushalte mit 5 und mehr Personen 768 DM
Personen ohne selbständigen Haushalt 359 DM
Die Brennstoffhilfen werden als Barbeihilfen gewährt und für die Empfänger von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt ohne Antrag an die Berechtigten überwiesen.
Berechtigte sind Hilfeempfänger, die keine laufenden Leistungen für Heizung erhalten.
Neben den Empfängern von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt können auch Personen, deren Einkommen den Bedarfssatz für Heizungshilfe nur geringfügig überschreitet, auf Antrag die Brennstoffhilfe gewährt werden.
Der Bedarfssatz für diesen Personenkreis berechnet sich wie folgt:
a) maßgeblicher Regelsatz
b) 10 % aus a
c) evtl. Mehrbedarfszuschläge
d) Kosten der Unterkunft
Wird der sich errechnende Bedarfssatz vom Einkommen des Antragstellers überschritten, so ist die Einkommensüberschreitung entsprechend der Dauer der Heizperiode, im Höchstfall siebenmal, einzusetzen. Die Heizperiode wird gerechnet vom 1.10. -30.4. Bei Anträgen, die nach dem 31.10.1982 gestellt werden, ist die Brennstoffhilfe anteilmäßig zu kürzen.
Personen mit vertraglich freiem Heizbedarf ohne Heizungsbeihilfen im Rahmen des Unterkunftsbedarfes erhalten keine Brennstoffhilfen. Weiter können Personen keine Brennstoffhilfen erhalten, die verwertbares Vermögen (Zweifamilienhaus, Barvermögen oder Grundstücke) haben.
Alle Einkommens- und Vermögensnachweise sind beizulegen. In der letzten Zeit wurde die Erfahrung gemacht, daß von Hilfesuchenden vielfach vorhandenes Spar- oder Barvermögen verschwiegen wird.
Wir bitten Sie daher, die Antragsteller ausdrücklich nach vorhandenem Spar- oder Barvermögen zu befragen und sie zu wahrheitsgemäßen Angaben zu ermahnen. Bei vorhandenem Sparvermögen sind alle Sparkonten (Nr. des Sparkassenbuches und das Bankinstitut) anzugeben.
2. Weihnachtsbeihilfen für 1982:
Die Weihnachtsbeihilfen betragen a) für Alleinstehende und Haushaltsvorstände 100,– DM je Person
b) für Familienmitglieder und Heimbewohner je Person 50,– DM
Diese Hilfen sollen erhalten
a) ohne Antrag Personen, denen laufende Leistungen zum Lebensunterhalt gewährt werden (§ 11 ff BSHG)
b) auf Antrag Personen, der-en Einkommen nicht oder nicht nennenswert den in Betracht kommenden Bedarfssatz übersteigt.
Hier gilt das gleiche Berechnungsschema wie bei den Brennstoffhilfen.
Anträge auf die Gewährung dieser Beihilfen können gleichzeitig mit dem Brennstoffhilfeantrag gestellt werden.
Anträge werden ab sofort von der Gemeinde, Verwaltungsgemeinschaft entgegengenommen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.10.1982


Gemeinderat Hunderdorf; Sitzung am 15.9.1982
Hauptsächlich hatte sich der Gemeinderat mit den Stellungnahmen zum Bebauungsplan für das Gewerbegebiet zu befassen. Außerdem wurde der Ausbau „Breitfelder Weg und Eichenfeldstraße“ behandelt sowie der Wahlvorstand für die Wahl zum Landtag und Bezirkstag ernannt .
Stellungnahmen zum Bebauungsplan Gewerbegebiet — Thananger Straße
Bürgermeister Härtenberger gab die Stellungnahmen der angehörten Fachstellen bekannt. Über die vorgebrachten Einwendungen hatte der Gemeinderat zu entscheiden. Während der vorgezogenen Bürgerbeteiligung gem § 2 a BbauG wurden keine Äußerungen oder Einwendungen vorgebracht. Von 9 Fachstellen wurden keine Einwendungen vorgebracht. Ergänzende Hinweise ohne einschneidende Auswirkungen auf den Bebauungsplan wurden vom Amt für Landwirtschaft, der Bundesbahn, der Industrie und Handelskammer und dem Wasserwirtschaftsamt abgegeben. Über die Vorschläge des Landratsamtes Straubing-Bogen zur Änderung des Bebauungsplanes beschloß der Gemeinderat wie folgt: Die Festsetzung „für nichtstörende Betriebe“ soll im Flächennutzungsplan gestrichen werden. Die Dachform „Flachdach“ wird gestrichen, stattdessen werden Satteldächer mit einer Neigung zwischen 120 und 250 zugelassen. Als Dachdeckung sollen Dachziegel oder Eternit in den Farben braun oder ziegelrot verwendet werden. Die Fassaden sind in hellen Farbtönen zu gestalten. Außerdem wird folgende Festsetzung im Bebauungsplan aufgenommen: „Bei der Errichtung von Betrieben auf den mit Kfz.-Werkstätte und Bauhof bezeichneten Grundstücken sind die lärmintensiven Anlagenteile so anzuordnen, daß sie von den ruhigen Anlageteilen, wie z.B. Bürotrakten und dergleichen abgeschirmt werden können.“ Zum Bebauungsplan wird auch ein Grünordnungsplan erstellt.
Ausbau Breitfelder Weg und Eichenfeldstraße.
Der Gemeinderat hat beschlossen mit dem Ausbau des Breitfelder Weges und der Eichenfeldstraße erst im Frühjahr 1983 zu beginnen. Eine Kostensteigerung gegenüber dem bisherigen Angebot der Fa. Ohneis wird sich dadurch nicht ergeben.
Verschiedenes
Für die Funkmeldeempfänger der Freiwilligen Feuerwehr wurde eine Versicherung für Zerstörung, Beschädigung oder Entwendung abgeschlossen.
Der Wahlvorstand für die anstehende Bundestags- und Landtagswahl am 10.0ktober wurde für die 3 Stimmbezirke in Hunderdorf ernannt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.10.1982


Gemeindefest in Bogen
Am Samstag, 2.10.82, feiert die Evang. Kirchengemeinde Bogen ihr jährliches Gemeindefest. Es beginnt pünktlich um 15.00 Uhr mit einer Andacht in der Erlöserkirche. Danach ist Kaffeetrinken im Altersheim. Währenddessen veranstalten die Kinder eine große Modenschau. Daneben erfolgt die Vorstellung der Kandidaten für die Kirchenvorsteherwahl und die des neuen Gemeindediakons Rolf Schrank.
Weiter geht es dann im Garten oder im Gemeindehaus. Es werden verschiedene Spiele und Aktivitäten für jung und alt angeboten, die sicher zum Mitmachen reizen. Ab 18.00 Uhr wird mit Getränken und Gegrilltem für das leibliche Wohl gesorgt.
Beim gemütlichen Beisammensein bei Bier und Wein ist Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Man kann aber auch einfach den Klängen des Posaunenchores oder der „Protestanten-Dudler“ – letztere spielen später zum Tanz auf – lauschen und sich über die Gstanzl amüsieren. Auch ein Lampionzug der Kinder soll stattfinden (bitte vorhandene Lampions mitbringen). Jung und alt werden sicher voll auf ihre Kosten kommen.
Wer selber keine Fahrtgelegenheit hat, möge sich am 2.10. bis spätestens 12.00 Uhr mit dem Pfarramt Bogen in Verbindung setzen.
Veranstaltungen der Jugend
Die Kindergruppe und die Jungschar in Hunderdorf trifft sich donnerstags um 15.30 Uhr an der Kirchwohnung. Noch finden beide Gruppen gemeinsam statt. Wenn sich aber noch mehr Kinder zu diesen Stunden einladen lassen, dann werden die beiden Gruppen wieder getrennt. Es werden lustige Spiele gemacht, im Haus und wenn es das Wetter zuläßt auch im Freien. Daneben soll aber auch die Beschäftigung mit dem Wort Gottes auf mancherlei Weise nicht zu kurz kommen.
Der Evang. Jugendtreff kommt am Mittwoch, 13.10.82, zusammen. Beginn ist um 19.00 Uhr in der Erlöserkirche in Bogen. Nach dem Jugendgebet ist eine Diskussion geplant über das kleine Wörtchen „Du“ in all seinen Bedeutungen.
Der EAC – Evang. Altenclub Hunderdorf trifft sich erstmals nach der Sommerpause wieder am Mittwoch, 6.10.82 in der Kirchwohnung. Bitte beachten: Termin nicht wie vorgesehen am Dienstag, 12.10.82! Da der Diakon in diesem Schuljahr am Dienstagnachmittag Religionsunterricht geben muß, kann der Altenclub nur noch am Mittwoch, stattfinden. Abholung: Gaishausen 14,35 Uhr; Neukirchen 14.45 Uhr; Steinburg 14.50 Uhr.
Neuer Gemeindediakon für die Evang. Kirchengemeinde Bogen
Seit Anfang September hat die Evang. Kirchengemeinde Bogen einen neuen Gemeindediakon. Als Nachfolger von Diakon Hasso Tepp hat die Leitung der Rummelsberger Brüderschaft Diakon Rolf Schrank zum Dienst in die hiesige Kirchengemeinde berufen. Diakon Schrank ist verheiratet und hat drei Kinder. Er wohnt ebenso wie sein Vorgänger in der Fichtenstraße 28 in Hunderdorf. Seine Vorstellung wird im Rahmen des Gemeindefestes am 2. Oktober in Bogen erfolgen, die Amtseinführung ist für den 2. Advent vorgesehen. Seine Dienstaufgaben sind dieselben, die auch Diakon Tepp wahrnahm. Er wünscht sich für seinen Dienst die Unterstützung und das Vertrauen der ganzen Gemeinde.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.10.1982


Aus dem Hunderdorfer Schulleben
Buchstäblich in letzter Sekunde, am ersten Schultag nämlich, ist es der Schulleitung gelungen, die Teilung des 1. Schülerjahrganges zu erwirken. Bis auf den 2. Schülerjahrgang werden somit alle Klassen zweizügig unterrichtet. Als neue Lehrkraft wurde Frau Fuchs nach Hunderdorf versetzt. Frau Mahlmeister und Frau Waasmeier wurden anderen Schulen zugeteilt. Oberlehrer Josef Kohlbeck trat in den Ruhestand. Die einzelnen Jahrgänge werden im Schuljahr 1982/83 wie folgt unterrichtet:
1a W. Holzapfel         6a J. Aigner
1b Frau Fuchs             6b W. Diewald
2 M. Knockl               7a H. Hentschirsch
3a J. Spandl                7b U. Pannermayr
3b A. Kleikamp          8a R. Knockl
4a A. Kohlbeck i.V.   8b H. Berger
H. Schroll              9a R. Kolfhaus
4b H. Schötz               9b A. Frankl
5a K. Klar
5b G. Weingärtner
Ohne Klassenführung sind: A. Czerwenka, Schulleiter, A. Geiger, E. Suttner, U. Hirtreiter, mob. Res. , K. Helmut, P. Vogl, päd. Ass. Gemeindeassistentin Marieluise Speckner ist als Religionslehrerin neu an der Schule.
Unsere Bilder zeigen die Schulanfänger am 1. Schultag.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.10.1982


Feuerwehr und Gemeinde dankten Xaver Anleitner
Im Rahmen eines Kameradschaftsabends am Freitag im Gasthaus Baier-Edbauer wurde der langjährige Kommandant und Vorstand der FFW Hunderdorf, Xaver Anleitner offiziell als Vorstand verabschiedet. Dabei würdigten der neue FFW-Vorstand Sepp Maier und Bürgermeister Karl Härtenberger die. Verdienste Anleitners um die FFW Hunderdorf.
Eingangs begrüßte FFW-Vorstand Sepp Maier insbesondere Bürgermeister Karl Härtenberger, 2. Bürgermeister Egon Weinzierl, zahlreiche Gemeinderäte, langjährigen Kommandanten und Vorstand Xaver Anleitner sowie Fahnenmutter Maria Fruhstorfer. In seinem kurzen Laudatio erwähnte der neue FFW-Vorsitzende Maier, daß sein Vorgänger Xaver Anleitner 15 Jahre als Kommandant und elf Jahre als Vorstand der FFW Hunderdorf vorstand. Maier weiterhin: „Xaver Anleitner war ein Idealist, der viel Arbeit für die FFW geleistet hat.“ Vorstand Maier sprach im Namen aller Kameraden Dank an Anleitner und verband diesen auch mit dem Wunsch auf weitere Mitarbeit in den Reihen der FFW. Abschließend überreichte der Vorstand an Xaver Anleitner einen Zinnteller. Dank für die Zusammenarbeit und Unterstützung sprach auch Kommandant Ferdl Hartmannsgruber an Xaver Anleitner aus, der, so Hartmannsgruber, immer ein offenes Ohr gegenüber den FFW-Anliegen hatte.
Bürgermeister Härtenberger stellte ebenso das langjährige verdienstvolle Wirken von Xaver Anleitner, der bei der letzten Generalversammlung aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt als Vorstand erklärte, für die FFW Hunderdorf heraus. Härtenberger wörtlich: „In 26 Jahren Feuerwehrtätigkeit habe Anleitner die Höhen und Tiefen zu meistern gewußt.
Anleitners Absicht war es nicht nur, ein guter Kommandant und Vorstand zu sein, sondern auch für die FFW Fortschritte zu erreichen.“ Bürgermeister Härtenberger erinnerte dabei an die Ablegung zahlreicher Leistungsprüfungen zur Förderung des Ausbildungsstandes sowie an die erfolgreiche Nachwuchsarbeit. In die aktive Zeit Anleitners, so Härtenberger weiterhin, falle auch der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses und die Beschaffung des LF 8, desweiteren sei es auch auf Initiative Anleitners zum Kauf des TLF 16 gekommen.
Vieles sei für die FFW erreicht worden, betonte Bürgermeister Härtenberger, der seitens der Gemeinde Hunderdorf Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit und den Bemühungen um die FFW. Härtenberger konstatierte: „Für die Gemeinde sei es erfreulich, so aktive Leute zu haben, denn FFW und Gemeinde stehen eng beieinander“. Abschließend übergab der Bürgermeister an Xaver Anleitner zur Erinnerung an die FFW-Führungstätigkeit eine Florian-Holzfigur. Auch Fahnenmutter Maria Fruhstorfer überreichte ein Präsent. 2. Bürgermeister Egon Weinzierl stellte als Vorstand der FFW Gaishausen ein langjähriges kameradschaftliches Verhältnis zur FFW Hunderdorf heraus und sagte vielen Dank an Xaver Anleitner für die freundliche Zusammenarbeit auch im Namen des Kommandanten Dietl und aller Kameraden.
Abschließend faßte Xaver Anleitner seine 26jährige Tätigkeit als „selbstverständlich“ auf und versicherte sein Bestreben, für die FFW etwas zu leisten und es freue ihn, eine positive Bilanz des Erreichten ziehen zu können. Anleitner betonte, daß keine Stunde in der FFW zu bereuen sei und sprach nochmals herzlichen Dank an alle Feuerwehrkameraden. Dann schloß sich ein gemütliches Beisammensein mit Spanferkelessen — für letzteres hatte erfreulicherweise Xaver Häusler, Hofdorf, ein Spanferkel gestiftet — an und Franz Schedlbauer spielte zur Unterhaltung auf.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.10.1982


JU-Preisschafkopfturnier erfreut sich immer größerer Beliebtheit
Eine Rekordbeteiligung konnte der JU-Kreisverband und der JU-Ortsverband Hunderdorf beim diesjährigen fünften Schafkopfturnier in Hunderdorf verzeichnen. 108 Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis und darüber hinaus spielten an 27 Tischen um den ersten Platz. Der Reinerlös dieser Veranstaltung  im Gasthaus Sandbiller kommt wiederum wohltätigenZwecken zugute, heuer dem Kreiskinderhaus in Straubing. Während bei den vergangenen Turnieren bereits rund 3.000,– DM behinderten jungen Menschen zur Verfügung gestellt werden konnten, dürfen sich die Kinder des Kreiskinderhauses auf 750,– DM freuen.
Zu Beginn des Turniers hieß Kreisvorsitzender Alfred Reisinger alle

Von links nach rechts: Kreisvorsitzender Alfred Reisinger, Ortsvorsitzenden Josef Breu, die Preisträger und der Schirmherr MdB Ernst Hinsken.

Teilnehmer und die Gäste, darunter 2. Bürgermeister Weinzierl (Hunderdorf) und 2. Bürgermeister Hans Amann (Neukirchen) willkommen: Er bedankte sich bei seinem Stellvertreter Josef Breu der in all den Jahren für eine mustergültige Vorbereitung und Durchführung des Turniers Sorge trug. Weiter dankte er den Spendern verschiedener Geld- und Sachpreise.
Nach Erläuterung des Spielmodus und der Auslosung der Spieler ging es rund drei Stunden an den Tischen hoch her. Gegen Mitternacht konnte schließlich der Schirmherr der Veranstaltung MdB Ernst Hinsken die Preise verleihen. Bei der Siegerehrung unterstrich Hinsken dieses uneigennützige soziale Engagement der Jungen Union und zollte ihr Dank und Anerkennung.
Der Sieger des Turniers mit 120 Punkten konnte ein lebendes Spanferkel in Empfang nehmen: Karl Schötz aus Rankam. Auf den weiteren Plätzen folgten: Andreas Schäfer, Miltach (ein Faß Bier), Josef Kandler, Parkstetten (Südtirolfahrt), Hans Achatz Hunderdorf (zwei Fußballeintrittskarten für ein Fußballänderspiel), Nikolaus Reisinger, Ascha (Zinnteller). Für die Nächstplazierten standen noch rund fünfzig Preise zur Auswahl.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.10.1982


Der VdK informiert
Das Rentenversicberungskonto Speicherung der wichtigen Daten in das Versicherungskonto sind alle Daten aufzunehmen, die nach dem jeweils geltenden Recht der Rentenversicherung erheblich sein können. Zu speichern sind damit alle Zeiten, die im Leben eines Versicherten irgendwie für die Rente von Bedeutung sind. Das Versicherungskonto soll das ganze Versicherungsleben des Versicherten widerspiegeln.
Der Arbeitgeber, die Krankenkassen und die Arbeitsämter melden heute bereits auf Magnetband oder maschinell lesbaren Versicherungsnachweisen ihre Daten. Diese Angaben zu Beitragszeiten, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit nimmt der Rentenversicherungsträger in das Versicherungskonto auf. Dieses Verfahren ist gesetzlich angeordnet, so die Erläuterung des 1. Vorsitzenden des VdK-Ortsverbandes Hunderdorf, Rudolf Karl. Der Inhalt der Versicherungsunterlagen aus früherer Zeit, die von dem Versicherungsträger verwahrt werden, ist ebenfalls in das Versicherungskonto aufzunehmen.
Ist das Versicherungskonto lückenhaft, enthält es also nicht alle erforderlichen Angaben, so hat der Versicherungsträger darauf hinzuwirken, daß diese fehlenden Daten gesammelt und nachgespeichert werden. Er unterrichtet den Versicherten und bittet ihn, bei Klärung bzw. Vervollständigung des Kontos zu helfen.
Aufklärung und Beratung erfolgt hier auch durch den VdK-Kreisverband Straubing, Pfarrplatz 10, Tel. 09421/1506.
Auskünfte aus dem Versicherungskonto
Der Versicherte selbst kann jederzeit Auskunft über den Stand seines Versicherungskontos verlangen. Diese Auskünfte werden im allgemeinen schriftlich von der Hauptverwaltung des Versicherungsträgers gegeben. Viele Versicherungsträger setzen aber heute schon die Datenfernverarbeitung für die Auskünfte aus dem Versicherungskonto ein. Hier kann der Versicherte in die nächstliegenden Auskunfts- und Beratungsstelle seines Versicherungsträgers gehen und sich dort die Auskunft über sein Konto geben lassen.
VdK-Halbtagsausflug
Der VdK-Ortsverband Hunderdorf/Windberg unternimmt auch heuer wieder den beliebten Halbtagsausflug „Fahrt ins Blaue“. Die Fahrt erfolgt mit einem bequemen Bus und zwar am Sonntag, dem 10.10.82. Anmeldung zu dieser Nachmittagsfahrt bei der VdK-Ortskassiererin Anna Heilmann, Friedenstr. 12, Hunderdorf, Tel. 2763, bzw. bei der Vorstandschaft. Wegen der begrenzten Platzzahl wird umgehende Meldung empfohlen. Die Vorstandschaft hat im einzelnen folgendes Ausflugsprogramm ausgearbeitet: Abfahrt 12.00 Uhr mittags in Windberg (Ortsparkplatz) und anschließend in Hunderdorf bei Gasthaus Sandbiller. Die Rückkehr ist gegen 18.15 Uhr vorgesehen. Nach Ankunft des Busses in Planquadrat 164413 ist in einer rustikalen Gaststätte eine gemütliche Kaffeestunde mit Besichtigung der Burg eingeplant. Im Luftkurort selbst bieten sich auch kleine Spaziergänge im Naturpark an.
In der Halbzeit des Nachmittags geht die Fahrt weiter zum Planquadrat 100306vtobei auf dem Weg dorthin wir an einer schönen Barockkirche „Maria“ Himmelfahrt“ nicht vorbeifahren wollen, die leider aber noch viel zu wenig bekannt ist. Nach der gründlichen Renovierung gehört sie zu den schönsten Kirchen des Vorwaldes. Eine sachkundige Führung soll ermöglicht werden. Letztes Ziel der Fahrt ist ein bekannter Gasthof und bevor wir uns zur Heimfahrt rüsten, kommen auch die „Brotzeitmacher“ nicht zu kurz.
In rascher Fahrt auf der Autobahn und bevor es dunkel wird, werden wir beim Ausgangspunkt (Planquadrat 334238) wieder angekommen sein.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.10.1982


Internationale Sportbegegnung
Am vergangenen Wochenende weilte der Sportverein Hunderdorf mit vier Abteilungen im romantischen oberösterreichischen Mühlviertel. Der Markt Ulrichsberg war das Ziel der 130 Sportbegeisterten, wo ein Vergleichskampf in verschiedenen Disziplinen abgehalten wurde.
Nach der Zuweisung der Quartiere und einem ausgiebigen Mittagessen begrüßten Obmann Scherer von der Union Ulrichsberg und Bürgermeister Pröll die Gäste im Sportzentrum. Schülerleiter Schönauer, der der Initiator dieser Begegnung war, hat schon einige Jahre in Ulrichsberg ein Zeltlager abgehalten und wurde besonders begrüßt.
Bei schönstem Herbstwetter traten nun die Aktiven auf den Plan. Auf dem grünen Rasen lieferten sich die Alten Herren beider Vereine einen interessanten und ausgeglichenen Kampf, den die Hunderdorfer im Endspurt mit 6 : 4 für sich entscheiden konnten, nachdem die Gastgeber bereits 4 : 2 vorne lagen. Die Torschützen für Hunderdorf waren Fellinger H. und Prommersberger mit je zwei Treffern, dann Klar und Schiller. Für Ulrichsberg war Obermüller dreimal und Gubor erfolgreich. Im zweiten Fußballspiel trafen eine kombinierte Mannschaft der Gäste auf die Elf „Schampas“. In diesem Spiel  waren die Hunderdorfer weit überlegen und beendeten die Partie mit 7 : 2 Toren. Torschützen der Gäste: Hüttinger Heribert 2, Hüttinger Werner 2, Schroll, Fellinger Hans und Schaubeck Josef je einmal. Für Ulrichsberg schossen Klaus und Beier die Tore.
Zur gleichen Zeit kämpften die Eisschützen auf der Asphaltbahn um Punkte. Je vier Mannschaften der Gäste und der Gastgeber spielten jeder gegen jeden. Am Abend wurde bei der Siegerehrung bekannt, daß die Hunderdorfer den 1.,3.,4. und 7. Platz belegt haben.
Auf dem Tennisplatz zeigte sich, daß bei den Damen wie bei den Herren der erst junge Tennisverein Hunderdorf keine Chance hatte. Lediglich Petra Hornberger konnte ein Spiel für sich entscheiden. Alle anderen Einzel- und Doppelspiele gingen an Ulrichsberg. Einige Spieler von Hunderdorf zeigten aber aufsteigende Form und verloren nur knapp.
Auch die Leichtathleten waren aktiv. Im Hochsprung belegte Sylvia Schießl mit 1,30 m den ersten Platz, gefolgt von Rosi Schlecht und Sylvia Schötz. Im 400 m Lauf stellten die Gastgeber keine Teilnehmer. Hier siegte Rosi Schlecht (1,09) vor Evi Hentschirsch und Sylvia Schießl.
Den 400 m Lauf der Männer führte Robert Neumeier mit 49,6 sek. an. Der 2. und 3. Platz ging an Ulrichsberg. Neumeier Robert siegte mit 1,65 m auch im Hochsprung. Martin Kraus von Hunderdorf schaffte 1,50 m und Gerhard Berlinger von Ulrichsberg 1,40 m. Beim Kameradschaftsabend im Hotel „Böhmerwald“ tauschten Vorstand Heinz Hentschirsch, Obmann Scherer und Bürgermeister Pröll Grüße, Glückwünsche und Erinnerungsgaben aus.
Dieser Abend wurde von beiden Trachtengruppen aus Hunderdorf und Ulrichsberg umrahmt. Die vielen schönen Tänze begeisterten die Zuschauer im vollbesetzten Saal. Ernst Sacher vom Trachtenverein überreichte Bürgermeister Pröll das Heimattuch von Hunderdorf.
In lockeren Abständen wurden dann auch die Sieger des Tages durch schöne Siegerplaketten ausgezeichnet. Eine Musikkapelle sorgte den ganzen Abend für gute Unterhaltung.
Der zweite Tag brachte dann die Tennisspiele der Herren. Zur gleichen Zeit fand auch ein Bergturnfest in Schöneben statt. Verschiedene Wettbewerbe erfreuten die Zuschauer. Den Dreikampf entschied Max Prommersberger von Hunderdorf für sich: Lauf 12,9 – Kugel 9 m – Weitsprung 4,68m. Zweiter wurde Hans Kraus. Im Seilziehen waren die Hunderdorfer Motorradfreunde nicht ganz auf dem Posten und belegten den 3. Platz. Teilnehmer waren A. Sandbiller jun., N. Zollner, N. Schedlbauer und E. Artmann.
Einen neuen Weltrekord im „Saufen“ erzielten auch die Hunderdorfer. Aus 8 Schläuchen wurden 2 l Bier von acht Trinkfesten in 5,65 sek. getrunken, der Rekord stand bei 6 sek.
Auch die Abteilungsleiter tauschten untereinander Erinnerungsgeschenke aus. Schönauer erhielt für seine Vermittlungstätigkeit eine Verdienstmedaille. Über Tittling, wo eine größere Rast eingelegt wurde, trafen die beiden Busse am Abend des Sonntags zu Hause an. Alle waren sich einig, daß ähnliche Veranstaltungen auch in Zukunft abgehalten werden müßten.
Unsere Bilder zeigen Schnappschüsse von dieser Sportbegegnung.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.10.1982


Aufruf zur Haus- und Straßensammlung 1982 für unsere Kriegsgräber vom 25. Oktober mit 1. November
Kriegsgräber — eine unübersehbare Aufforderung zum Frieden. Bewaffnete Konflikte, Unfriede, Unruhen und Unterdrückung in zahlreichen Ländern zeigen, daß zu viele Menschen bis heute nicht gelernt haben, der Gewalt, dem Haß, der Intoleranz zu entsagen.
Die Saat der Gewalt, zweimal in diesem Jahrhundert während der Weltkriege auch in Europa aufgegangen, hinterließ als bittere Früchte Millionen Kriegsgräber und menschliche Not. Noch heute sind wir davon betroffen; trauern ungezählte Menschen um den Verlust ihrer nächsten Angehörigen, Opfer des Unvermögens der Menschheit, in Frieden miteinander zu leben.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat sich der Betreuung dieser Gräber angenommen, den Angehörigen zum Trost, der Jugend als eindringliche Mahnung zum Frieden.
Die Betreuung der mehr als 1,4 Millionen deutschen Kriegsgräber im Ausland kostet trotz rationellster Arbeitsmethoden jedes Jahr viele Millionen Mark. Der Volksbund bittet während seiner Haus- und Straßensammlung um finanzielle Unterstützung.
Aus diesen Gründen bitten wir die Bevölkerung Bayerns herzlich, dem Werk der Deutschen Kriegsgräberfürsorge nach Kräften zu helfen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.10.1982


„Eine vernünftige Basis gefunden“
MdL Ida Krinner: Landwirtschaft und Naturschutz gehören zusammen
Windberg.
Auf einer Wahlveranstaltung der CSU setzte sich die Landtagsabgeordnete Ida Krinner mit Fragen der bayerischen Landespolitik sowie mit Problemen der Landwirtschaftspolitik und des Naturschutzes auseinander. Dabei betonte die Landtagsabgeordnete, daß es in Bayern gelungen sei, die Ziele der Landwirtschaft mit den Zielvorstellungen des Naturschutzes auf einer vernünftigen Basis des Kompromisses einer Lösung zuzuführen.
Die Abgeordnete sagte weiter, man könne den Landwirt nicht dafür tadeln, daß er die Bewirtschaftung seiner Felder als Existenzgrundlage sehe, um einen vernünftigen Ertrag und die Sicherheit seines Lebensunterhaltes gewährleisten zu können. Dafür müßten auch die Naturschützer mehr als bisher Verständnis aufbringen.
Der Landwirt sei aber auch Hauptbetroffener, wenn, wie jetzt das Waldsterben zu einem schwerwiegendem Problem werde. Diese Entwicklung sei längst nicht mehr nur im Bayerischen Wald zu beobachten, sondern auch in Oberbayern und im Alpengebiet festgestellt worden. Da dieser Umweltschaden auf langfristiges Zusammenwirken verschiedener Ursachen zurückgeführt werden müsse, sei er auch besonders schwierig zu bekämpfen. Die Wissenschaft sei sich noch uneinig, doch nach dem derzeitigen Kenntnisstand müsse es zumindest als wahrscheinlich angesehen werden, daß der „saure Regen“ insbesondere über indirekte Einflüsse als Ursache für die Forstschäden in Frage komme. Es müsse daher verstärkt auf eine Verringerung der Schwefeldioxid-Emissionen hingewirkt werden. Dies gelte für betriebene und künftig in Betrieb gehende Kohlekraftwerke, sagte die Abgeordnete. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf den Einsatz von Kernenergie zur Stromerzeugung.
Abschließend stellte die Abgeordnete fest, daß der ländliche Raum gesund in seiner Struktur sei. Diese Struktur und die positive Einstellung der Bevölkerung zu ihrer Heimat bestätigten die Politik der Bayerischen Staatsregierung. Denn Politik für Bayern müsse verwurzelt sein in der Tradition des Landes und in seiner geschichtlichen und kulturellen Identität. Man könne guten Gewissens und voll Zuversicht am 10. Oktober die Entscheidung der Wähler erwarten. Der Wähler dürfe sicher sein, daß sich die CSU und ihre Mandatsträger mit ganzer Kraft für Niederbayern und den Stimmkreis einsetzen wollten. „Wir sind bereit, auch nach dem 10. Oktober Verantwortung für die Zukunft zu tragen.“ Mit diesem Satz und der Bitte, den Kandidaten der CSU die Stimmen zu geben, beendete Ida Krinner ihre Ausführungen.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.10.1982


Der Leser hat das Wort:
Gemeinderat nicht eingeladen
Im Zeitungsbericht vom 28. September kann man annehmen, als hätte nur die JU und CSU beim Bau des Kindergartens in Hunderdorf mitgewirkt und sonst niemand. Es ist schon bedauerlich, daß man es nicht für nötig gefunden hat, den Gemeinderat mit einzuladen. Dazu muß gesagt werden, der gesamte Gemeinderat hat sich für den Bau des Kindergartens einstimmig ausgesprochen und bei den Beratungen und Planungen mitgearbeitet, um die beste und optimalste Lösung zu finden. Auch als die kirchlichen Kindergartenträger die Führung der politischen Gemeinde übertragen wurde, war man sofort bereit, den Kindergarten weiterzuführen. Umso erfreulicher war es, als sich Herr Pfarrer Högner bereit erklärt hatte, die Trägerschaft wieder zu übernehmen. Natürlich war es richtig die Planung an den Architekten, Walter Hornberger, zu übertragen. Das beweist die architektonisch gut gelungene Bauweise des Kindergartens, der wunderschön in das landschaftliche Bild paßt. Anders sieht es schon bei der Finanzierung des Kindergartens aus. Die Gemeinde hat eine große finanzielle Leistung auf sich genommen, das ist richtig! Leider ist der Staat seinen Verpflichtungen in Sachen Zuschuß nicht nachgekommen. Denn von den 260 000 DM hat das Bayerische Finanzministerium klägliche 30 000 DM 1982 ausbezahlt. Eine weitere Bewilligung von weiteren 130 000 DM ist die Rede, aber Auszahlung erst bis Juli 1983. Die restlichen 100 000 DM können im Jahre 1983 bewilligt und erst 1984 ausbezahlt werden. Eine traurige Bilanz, daß der Staat seinen Verpflichtungen so wenig nachkommt. Diese Dinge müssen einmal angesprochen wer-den, denn es wird immer so getan, als hätte man diese Gelder schon. Wahrscheinlich soll das im Blickpunkt der Wahlen verschwiegen werden. Abschließend muß ich sagen, daß der gesamte Gemeinderat hier Steuergelder vernünftig eingesetzt hat. Unsere Kinder in der vorschulischen Erziehung haben das Recht, einen guten Kindergartenplatz vorzufinden.
Xaver Diewald
Gemeinderat — Hunderdorf
Quelle: Bogener Zeitung, 04.10.1982


Hunderdorf. EC: Samstag, 9. 10., 14 Uhr, Vereinsmeisterschaft im Asphaltschießen. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder des Sportvereins. Anschließend, ab 19.30 Uhr, Siegerehrung und Jahresabschlußfeier im Sportheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.10.1982


Hunderdorf. Ski-Club: Freitag, 8. 10., 20.30 Uhr, wichtige Versammlung bei Edbauer.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.10.1982


Windberg. SV: Heute, Mittwoch, 19 Uhr, Wochenversammlung im Vereinslokal Amann. Samtag, 9. 10., 19.30 Uhr, Jahreshauptversammlung.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.10.1982


Windberg. Rotes Kreuz: Freitag, 8. 10., 19.30 Uhr, Dienstabend bei Mühlbauer. Sanitätstasche mitnehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.10.1982


Zwei Gruppen legten Leistungsabzeichen ab
Hunderdorf.
Zwei Gruppen der FFW Hunderdorf legten vor kurzem das Leistungsabzeichen in Bronze und Silber ab. Kreisbrandmeister Löw und Jungmayer sowie Kommandant Leidl hatten die Prüfungen abgenommen und konnten abschließend ein „Bestanden“ verkünden. Bürgermeister Härtenberger bezeichnete es als erfreulich, daß die Wehrmänner und — wie hier — insbesondere auch der Feuerwehrnachwuchs, sich den Leistungsprüfungen stellen und so zu einem guten Ausbildungsstand der Wehr beitragen. Das Leistungsabzeichen in Bronze erhielten: Willi Hornberger jun. (Gruppenführer), Josef Bugl (Maschinist), Willi Falter (Melder), Reinhold Beck und Robert Hartmannsgruber (Angriffstrupp), Willi Gütlhuber jun. und Robert Schaubeck (Wassertrupp) und Franz Artmann und Helmut Meier (Schlauchtrupp). Die Leistungsprüfung der Stufe Silber legten ab: Karl Englmeier (Gruppenführer), Heribert Hieninger (Maschinist), Herbert Wirth (Melder), Alfons Ostermeier und Ludwig Fellinger jun. (Angriffstrupp), Xaver Baier und Johann Häusler (Wassertrupp), Peter Hartmannsgruber und Josef Aumer (Schlauchtrupp); letzterer legte das Leistungsabzeichen der Stufe Gold-rot ab. Unsere Bilder zeigen die Wehrmänner, die das Leistungsabzeichen der Stufe „Bronze“ ablegten zusammen mit Kommandant Hartmannsgruber (oben) und die FFW-Gruppe mit Kommandant Hartmannsgruber, die das Leistungsabzeichen der Stufe „Silber“ erhielt (unten).
Quelle: Bogener Zeitung, 08.10.1982


Wahl der Kirchenverwaltung
Am 7. November wird die neue Kirchenverwaltung gewählt.
Der Kirchenverwaltung obliegt – um es einfach auszudrücken-.-
die Verwaltung des kirchlichen Vermögens, der Gebäude und
der kirchelichen Finanzen. Die Amtzeit der Kirchenverwaltung
beträgt Sechs Jahre.
Folgender Wahlvorschlag ist beim Pfarrer abgegeben worden:
Altschäffl Johann, Lintach 2
Anleitner Franz Xaver, Bahnhof str. 7
Baier Franz Xaver, Hofdorf 10
Bugl Dora, Hoch 19
Diet‘ Johann, Gaishausen 9
Holzapfel Waldfride, Steinburg 51
Länger Josef, Ramersberg 20
Schießl Josef, Au vorm Wald 3
Watzl Arnold, Friedenstr. 14
Dieser Wahlvorschlag wird hiermit öffentlich verkündet.
Die kommende Kirchenverwaltung umfaßt vier Mitglieder.
über den Wahlablauf erfolgt noch genauere Information.
Quelle: Pfarrei Hunderdorf, Pfarrbrief vom 10.-17.10.1982


Schwimmkurse im Volksbildungswerk
Hunderdorf.
Auch in diesem Jahr veranstaltet die VBW-Außenstelle Hunderdorf wieder einen Schwimmkurs für Kinder und Schüler. Die Leitung hat der Mitterfelser Schwimmlehrer Beppo Binnermann. Die Kursgebühr für zehn Abende beträgt 30 Mark. Auf vielfachen Wunsch ist auch ein Kurs für Erwachsene geplant, sofern eine genügende Anzahl von Interessenten zustande kommt. Hierfür beträgt die Gebühr für zehn Abende 50 Mark. Beide Kurse beginnen Mitte Oktober. Vorherige Anmeldung ist unbedingt notwendig bei: Cornelius Klar, Mitterfeldstraße 10, 8441 Hunderdorf (Telefon 2760).
Quelle: Bogener Zeitung, 11.10.1982


Der Leser hat das Wort:
„Bewußt verschwiegen“
In seinem Leserbrief vom 4. Oktober 1982 bezichtigt der Gemeinderat Xaver Diewald im Zusammenhang mit dem Neubau eines Kindergartens in Hunderdorf den bayerischen Staat, dieser sei seinen finanziellen Verpflichtungen „in Sachen Zuschuß“ nicht nachgekommen und man wolle dies im Blick auf die Wahlen verschweigen. Dem ist entgegenzuhalten, daß staatliche Zuschüsse grundsätzlich nur unter dem Vorbehalt der Mittelbereitstellung bewilligt werden. Der Zeitpunkt der Auszahlung der Zuschüsse ist demnach, einfach gesagt, vom Eingang der Steuergelder abhängig. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage werden zwar die Zuschüsse nur zögernd ausgezahlt. Unrichtig ist aber, daß der Zuschuß von 130 000 Mark erst im Juli 1983 ausbezahlt wird, vielmehr geschieht dies bereits Anfang 1983. Interessant ist aber „im Blickpunkt Wahlen“, und das hat der Gemeinderat Diewald gewußt, aber verschwiegen: Der Bund hat den Neubau von Kindergärten bis in die jüngste Zeit finanziell gefördert. So hat auch die Gemeinde Hunderdorf um einen Zuschuß von 78 000 Mark nachgesucht. Auf diesen Antrag ist aber nicht einmal eine Eingangsbestätigung zurückgekommen, noch ein Zuwendungsbescheid, ganz zu schweigen eine Zuschußbewilligung im Jahre neunzehnhundertso-oderso. Da kann man nur aus dem Leserbrief zitieren: ,,Eine traurige Bilanz, daß der Bund sich von seiner einstmaligen Förderpraxis zurückgezogen hat.“
Josef Breu
Ortsvorsitzender der JU und CSU Hunderdorf
Quelle: Bogener Zeitung, 11.10.1982


Bischof Manfred kommt zur Orgelweihe
Hunderdorf.
Am kommenden Sonntag wird in der Pfarrkirche St. Nikolaus die Altar- und Orgelweihe stattfinden. Das Triduum zur Vorbereitung stellt das Ereignis der Altarweihe in den Vordergrund. Pater Gabriel vom Karmelitenkloster in Straubing wird in den Predigten den Altar in Bezug zum Gotteshaus, zur Pfarrgemeinde und zum Alltag stellen. Im Hinblick auf Allerheiligen sollte das Angebot der Beichtgelegenheit vor den Predigten genutzt werden. Der Festtag selbst beginnt mit dem Gottesdienst am Sonntag um 9 Uhr, den Bischof Manfred mit der Pfarrgemeinde feiern wird. Ehemaliger Seelsorger und Ordensschwestern aus der Pfarrei haben ihre Teilnahme zugesagt. Die Vereine werden gebeten, zum Festgottesdienst eine Fahnenabordnung zu schicken. Die Fahnenabordnungen sammeln sich an der Sakristeitür und ziehen mit dem Bischof in die Kirche. Die Anlieger um die Kirche möchten ihre Häuser schmücken. Ab 13 Uhr lädt der Katholische Frauenbund im Pfarrsaal zu Kaffee und Kuchen ein. Um 16.30 Uhr beschließt ein Orgelkonzert mit dem Regensburger Domorganisten Eberhard Kraus den Nachmittag. Zum Schluß des Orgelkonzertes und des Festtages wird eine kurze eucharistische Andacht abgehalten. Die Frühmesse entfällt an diesem Sonntag. Die Pfarrangehörigen aus der gesamten Pfarrei sind zur Teilnahme am Gottesdienst und am Orgelkonzert eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.10.1982


VdK-Ausflug nach Burg Falkenstein
Hunderdorf/Windberg.
Der VdK-Ortsverband Hunderdorf/Windberg hatte zu einer „Fahrt ins Blaue“ eingeladen. Mehr als 50 Teilnehmer konnte Vorsitzender Rudolf Karl dazu begrüßen. Das erste Ziel dieser Fahrt war die Burg Falkenstein. Durch eine gut gelungene Umgestaltung ist die Burg nunmehr zum Anziehungspunkt für viele Ausflügler geworden. Eine Burgführung schloß sich der gemeinsamen Kaffeestunde im Rittersaal an. Das zweite Ziel waren Frauenzell und dort besonders die herrliche, prachtvolle Barockkirche „Mariä Himmelfahrt“, die die Reisegruppe tief beeindruckte. Eine sachkundige Führung machte auf viele Einzelheiten aufmerksam. Die Kirche wurde nach den Plänen der Brüder Asam erbaut. Leider ist sie noch viel zu wenig bekannt, obwohl sie nach der gründlichen Renovierung zu den schönsten Kirchen des Vorwaldes zählt. Das letzte Ziel der Fahrt war Wörth. In einem bekannten Gasthof gab es noch eine gute Brotzeit, bevor man sich zur Heimfahrt rüstete. Zufrieden stellte man im Bus fest, wieviel schöne Plätzchen es in der näheren Heimat gibt. — Unser Bild zeigt die Teilnehmer am VdK-Ausflug.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.10.1982


Zur Ehre Gottes und zur Freude der Gläubigen
Am kommenden Sonntag, 17. Oktober, am Kirchweih fest, wird in der Pfarrkirche zu Hunderdorf eine neue Orgel eingeweiht. Von Pfarrer Reitinger begonnen, konnte Pfarrer Högner dieses Werk zu Ende führen. Aus diesem Anlaß sei die Geschichte der alten Orgeln hier niedergeschrieben.
Die älteste, aus schriftlichen Unterlagen bekannte Orgel stammt aus der Zeit vor 1850. Unter Coop. J. Zeindl wurde im Jahre 1866/67 eine neue Orgel gebaut. In einem „Kosten-Anschlag“ über die neue Orgel des Orgelbauers Anton Ehrlich aus dem Jahre 1865 heißt es: „Die gegenwärtige alte Orgel wird vom Unterzeichneten um 70 fl (Gulden) angenommen; jedoch überläßt er es der hochlöblichen Kirchenverwaltung zur Verfügung, im Falle diese Orgel in der Pfarrei bleiben soll.“
Am 23. Oktober 1866 wird von Coop. Anton Ebenhoech eine Abschlagszahlung von 800 fl geleistet. Der Rest von 1501 fl wurde im Dez. 1867 entrichtet. Auch damals haben die Gläubigen der Pfarrei Hunderdorf durch freiwillige Spenden zum Gelingen dieses Werkes beigetragen, was in einer Sammelliste bezeugt wird.
Pfarrer Michael Gebhard, in Hunderdorf von 1922 bis 1931, ließ im Jahre 1922 von der Firma Michael Weise Plattling eine neue Orgel erbauen, wobei die brauchbaren alten Pfeifen Verwendung fanden. Das im Oktober gleichen Jahres erstellte Gutachten eines vereidigten Orgelfachmannes hatte unter anderem folgen. Inhalt: „Ein Orgelwerk mit 7 Registern mit den Oktavkoppeln erscheint hinreichend, um den Raum mit der nötigen Tonfälle zu versehen. Der Orgelbauer hat es auch verstanden, die Register der Orgel so zu intonieren, daß sie ohne Schaden der charakteristischen Schönheit den Kirchenraum nicht nur ausfüllen, sondern auch mit erhabener Majestät den Zuhörer ergreifen. – Das Gebläse ist ein schon gebrauchtes aber gut renoviertes Magazingebläse. Es hat eine leicht zu handhabende Trittvorrichtung und liefert auch für das volle Werk genügenden Wind. Die Relais sind sehr sauber aus trockenem Holz gefertigt und funktionieren gut. Eine Pfeifenprobe zeigt, daß die nötige Zahl der Holz-, Zink- und Zinnpfeifen vorhanden istv …“Am Schluß heißt es noch: „Möge das herrliche Orgelwerk in seiner jetzigen Güte immer erhalten bleiben. Bei guter Pflege wird es auch in fernste Zeiten nicht nur seinem erhabenen Zwecke das Lob des Allerhöchsten verkünden, es wird auch das Lob seines Erbauers singen, des aufstrebenden Orgelbauers Michael Weise, den wir zu seinem schönen Werke aufrichtig beglückwünschen“- Die Kostenrechnung ergab eine Summe von 17 500 Mark.
1936 erhielt Hunderdorf ein neues Gotteshaus. Von der alten Kirche wurden die Glocken, die Orgel, verschiedene Heiligenfiguren und die Einrichtung der Sakristei in die neue Kirche übernommen. Bereits im Jahre 1944, also kurz vor Kriegsende, trug sich Pfarrer Kiermaier mit dem Gedanken, eine neue Orgel errichten zu lassen. Zu diesem Zwecke mußte er einen Meldebogen über die vorhandene Orgel bei der zuständigen staatl. Stelle einreichen. Die Kriegswirren ermöglichten jedoch zu diesem Zeitpunkt keinen Neubau. 1947, das Geld hatte keinen Wert, wurde für die neue Orgel eine Holzsammlung durchgeführt, die 9,5 cbm einbrachte. Im Juli holte Orgelbauer Hiendl von Passau das Holz bei Eiber in Steinburg-Ehrn ab, nachdem dieser es unentgeltlich geschnitten hatte. In den vorangegangenen Jahren wurde die Orgel immer wieder notdürftig repariert und verschlang viel Geld. Pfarrer Kiermaier hat in vielen Bittbriefen die Waldbesitzer, auch über die Gemeindegrenzen hinaus, um Holzspenden angeschrieben. Ein jahrelanges Tauziehen um die neue Orgel begann. Erst im Jahre 1950 wurde mit der Firma Josef Hiendl & Sohn ein Vertrag geschlossen. Im Jahre 1952 ging die genannte Firma an Oswald Scheer über, die das begonnene Werk weiterführte. Die Verhandlungen zogen sich dahin. Ende 53 war es dann soweit.
Pfarrer Kiermaier war bekannt, daß er nie lange um den heißen Brei herumredete und immer seine Meinung offen darbrachte. In einer Predigt an seine Pfarrkinder hat er im Zusammenhang mit dem Bau einer neuen Orgel folgendes mitgeteilt: „Nun hat er schon wieder was angefangen, der Herr Pfarrer. Kaum, daß das Leichenhaus fertig ist, läßt er die alte Orgel abbrechen und eine andere hinstellen. Da wird es wieder anonyme Briefe geben, für was wir eine neue Orgel brauchen täten, für was wir ein Leichenhaus brauchen täten! Ich könnte auch fragen, für was der oder jener ein neues Fahrrad brauchen täte, dieser und jener ein Motorrad oder eine neue Sämaschine, einen neuen Stadel, dieser und jener jeden Sonntag seinen Rausch und in der Woche dazwischen auch einen, für was diese und jene den oder den Ausflug und diese und jene Fahrt machen müßten,ist doch alles Luxus.- Meine Lieben, ob ihr es glaubt oder nicht, ein Luxus ist eine andere Orgel hier nicht, denn für die alte Orgel wurden jedes Jahr Hunderte von Mark ausgegeben, daß man wieder einigermaßen spielen konnte, und doch hat sie immer wieder gepfiffen, weil das ganze Werk aus der alten Inflationszeit war und jeder Hunderter daran umsonst ausgegeben war. Darum habe ich seit Jahren an eine neue Orgel hingespart und der Orgelbaumeister, Herr Hiendl von Passau hilft mit, indem er diese Orgel ohne jeden persönlichen Gewinn erstellt, nur um seiner Heimat, wo er seine Kinderjahre als armer Hütbube gelebt hat, ein Werk zu seinem Andenken zu bauen. So wie die Orgel in 14 Tagen dastehen wird, kommt sie auf rund 9000 DM. Da werdet ihr erschrecken. Aber zu euerer Beruhigung kann ich euch sagen, daß die Kosten bis auf einige hundert Mark schon gedeckt sind. Zu einer Zeit, da euch das Geld für kirchliche Dinge noch locker in der Tasche saß und nicht so fest wie jetzt, weil ihr mit euren großen Geldscheinen nichts anzufangen wußtet, haben doch viele 20 und 50 Mark gebracht für meine Verfügung. Die Aufwertung hat mir soviel übriggelassen, daß die Orgel zum großen Teil gebaut werden konnte. Es gibt eben zweierlei Menschen: Soche, die meinen, alles getan zu haben, wenn sie am Sonntag doch in die Kirche gehen mögen und solche, die wissen, daß man auch Verpflichtungen hat für die materiellen Bedürfnisse der Pfarrkirche. Ich möchte euch aber verraten, daß ich ein redliches Tell dazu beigetragen habe, und es bleibt immerhin noch ein gutes Stück übrig, um die Orgel so auszubauen, wie sie sein sollte und wie sie unserer Kirche entsprechen müßte. Kommende Jahre werden das Werk mit Hilfe von verständigen Wohltätern schon noch zum Abschluß bringen, ein paar tausend Mark sind immerhin noch notwendig, daß Hunderdorf auch eine Orgel hat, die sie für ihre Kirche braucht. Sollte es mir nicht beschieden sein, so kann mein Nachfolger das Werk vollenden, jedenfalls braucht er nicht mit so ängstlichen Gefühlen ans Werk gehen wie ich, als ich hier nichts vorfand als eine angefangene Kirche und 76 000 Mark Schulden. Es ist dies bestimmt mein Letztes, was ich für euch tue.“
An einem Sonntag nachmittag wurde die Orgel ihrer Bestimmung übergeben. Dekan Kiermaier konnte mit Genugtuung feststellen, daß die Orgel zum Gesamtbild der Kirche passe. Das Werk wurde von lauf 20 Registern erweitert. Die größte Prinzipalpfeife war etwa 7m hoch. In der Klanggestaltung war sie zu einer typischen Barockorgel geworden. Sie gehörte nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den größten Instrumenten im Landkreis. Allgemein überraschte, daß die Orgel schon bezahlt war. Der kirchlichen Weihe folgte ein Orgelkonzert, vorgetragen von Studienassessor Heinz Behner aus Straubing. Für Hunderdorf war dies ein seltenes Ereignis.
Im Jahre 1977 wurde vom Orgelsachverständigen Eberhard Kraus von der Diözese Regensburg ein Gutachten über die Orgel in der Pfarrkirche zu Hunderdorf erstellt, da diese unter jahreszeitlichen Temperaturschwankungen sehr gelitten hatte und nicht mehr den gestellten Anforderungen entsprach. Pfarrer Reitinger, Seelsorger seit 1976, bemühte sich um die Anschaffung einer neuen Orgel. Diesem Vorhaben ging eine Neukonzipierung des Altarraumes voraus. Danach sollte die Orgel ihren Platz an Stelle des rechten Seiten Altars finden. 1979 wurden 160 300 DM an Orgelspenden gezeichnet, die in drei Jahresraten einzuheben waren. Die erste Planung wurde bald wieder verworfen und die Empore als Platz der neuen Orgel bestimmt. Der Planungsgutachter bezifferte die Kosten auf 120 000 DM. Über die alte Orgel wurde folgender Bericht erstellt, den wir auszugsweise wiedergeben: „Der Pfeifenbestand entstammt verschiedenen Zeiten. Ein Teil alter Pfeifen dürfte um die Jahrhundertwende gebaut sein und aus alten Orgeln stammen. Sie wurden zum Teil wesentlich verändert und abgeschnitten. Das Gros machen Zinkpfeifen aus dem Umbau des Jahres 1950 aus. Außerdem sind noch neue Zinkpfeifen in dem Werk enthalten. Klanglich ist das Instrument so buntscheckig wie seine Baugeschichte und sein Pfeifenbestand. Es sind durchaus schöne Register enthalten. Insgesamt aber hat das Werk wenig Kraft und leidet zudem an technischen Mängeln. Daraus folgt, daß in dieses Instrument nicht mehr viel an Kosten gesteckt werden sollte. Eine bleibende Verbesserung ist nicht mehr zu erwarten. Vielmehr muß mit einer laufenden Zunahme der Störungen gerechnet werden. Die Akustik und die Größe der Kirche verlangen ein Instrument von etwa 20 bis 24 Register …“
1979 holte Pfarrer Reitinger bei verschiedenen Orgelbauern Angebote ein. Nachdem Lieferzeiten von 2 ½ Jahren in Kauf genommen werden mußten, konnte man erst 1982 mit der Aufstellung der Orgel beginnen.
Unsere Fotos zeigen Pfarrer Michael Gebhard, die alte und die neue Orgel.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.10.1982


Gemeldete Veranstaltungen bei der Gemeinde Hunderdorf
05.11.1982 VdK-Ortsversammlung im Gasthaus Sandbiller um 15.00 Uhr
06.11.1982 VDK-Kreisdelegiertentagung im Gasthaus Sandbiller um 9.00 Uhr
03.12.1982 SV-Fußball: Christbaumversteigerung bei Sandbiller
04.12.1982 SV-Skiclub: Nikolausfeier für Kinder in der Skihütte
05.12.1982 Bayerwaldverein: Weihnachtsfeier bei Sandbiller
05.12.1982 FFW Au v. Wald: Christbaumversteigerung bei Wagner-Freudenstein
11.12.1982 Bayerwaldverein Christbaumversteigerung bei Sandbiller
12.12.1982 DGB-Bausteine Erden, Ortsverband Hunderdorf Weihnachtsfeier bei Sandbiller (nachmittags)
12.12.1982 Trachtenverein: Adventfeier bei Baier-Edbauer (nachmittags)
18.12.1982 Trachtenverein: Christbaumversteigerung bei Baier-Edbauer
18.12.1982 Sportverein Weihnachtsfeier bei Sandbiller
19.12.1982 Krieger- und Soldatenkameradschaft Christbaumversteigerung bei Sandbiller
31.12.1982 Bayerwaldverein: Silversterball bei Sandbiller
Jahr 1983:
08.01.1983 FFW Gaishausen: Faschingsball bei Karl Solcher
15.01.183 FFW Au v. Wald, Ball bei Wagner- Freudenstein
15.01.1983 Sportverein:: Faschingsball bei Sandbiller
22.01.1983 Bayerwaldverein: Ball bei Berger-Höfelsauer
29.011.983 FFW Hunderdorf: Ball bei Sandbiller
05.02.1983 Trachtenverein: Ball intern bei Baier-Edbauer
05.02.1983 BRK: Rotkreuzball in Au
11.02.1983 Trachtenverein: Ball bei Berger-Höfelsauer
22.-25.7.1983 Volksfest Hunderdorf, Festwirt: Richard Weinzierl
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.10.1982


Landjugend gestaltete das Erntedankfest
Der Sonntag nach Michaelis ist der Tag, an dem in den Kirchen das Erntedankfest abgehalten wird. Wie viele kirchlichen Feste, so stammt auch dieses Fest aus vorchristlicher. Zeit. Aus der Bibel wissen wir, daß schon Kain Früchte des Feldes Gott als Dankopfer darbrachte. Überall in den Kirchen werden die Altäre reichlich mit Ähren, Früchten, Blumen, Gemüse und Brot geschmückt. Besonders das Brot ist unter Christen das Symbol des Lebens.
In Hunderdorf war es heuer die Landjugend, die sich um die Gestaltung der Messe am Erntedanktag bemüht hat. Selbstverfaßte Texte waren beim Wortgottesdienst zu hören, die Erntegaben schmückten den Altarraum und zum Zeichen des Friedens unter den Menschen verteilten sie unter den Gläubigen rotbackige Äpfel. Die Kinder des 3. Schülerjahrganges der hiesigen Volksschule haben Zeichnungen zum Thema Erntedank angefertigt, die auf einer Tafel in der Kirche zu sehen waren.
Früher wurden die Altargaben gesegnet und anschließend an die Armen der Gemeinde verteilt. Nach der Kirche fanden vielerorts fröhliche Umzüge statt, bei denen auf festlich geschmückten Wagen Erntekränze und Erntekronen zu sehen waren. Ein Erntetanz beschloß diesen bäuerlichen Festtag.
K. K.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.10.1982


Pater Norbert Backmund 75 Jahre alt
Zu den Mitbegründern des 1923 neu errichteten Klosters Windberg gehört ohne Zweifel auch Dr. Norbert Backmund. Dieser Tage beging er in aller Stille, nur im Kreise der Patres vom Kloster Windberg, seinen 75. Geburtstag. 1932 erhielt er die Priesterweihe. Der Geistliche, der mehrere Sprachen spricht, ist weit über die Grenzen unseres Landkreises bekannt. Ihm verdankt der Ort Windberg eine genaue Studie der Kloster- und Ortsgeschichte, besonders aber die Geschichte des Ordens der Prämonstratenser, die er in drei Bänden niedergeschrieben hat. Viele Veröffentlichungen haben ihn bekannt und berühmt gemacht. So war es auch nicht verwunderlich, daß man ihm auch die „Josef Schlicht Medaille“ verliehen hat. Zu seinen Werken gehören: „Kloster Windberg, Studien zu seiner Geschichte“, Monasticon Praemonstratense „, „Hellseher schauen die Zukunft“, ein Buch, in dem er über den Waldpropheten Mühlhiasl seine Forschungen niederschreibt, „Der Landkreis Bogen, ein Führer durch Geschichte und Kunst“ und noch viele andere Veröffentlichungen. Trotz seiner schriftstellerischen Tätigkeit hat er noch Zeit für seine Briefmarken. Er gilt auch als besonderer Kenner der heimischen Pilze. Wir wünschen dem Jubilar noch viele Jahre Schaffenskraft bei guter Gesundheit.
Das Foto zeigt ihn im Kreise alter Leute bei der Altenbetreuung durch das Rote Kreuz in Irensfelden, wo er vor 3 Jahren einen Vortrag hielt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.10.1982


Schülerzahlen im Schulverband
469 nach dem Stand vom 01.10.1982
Für den Schulverband Hunderdorf werden zum 01.10.1982
folgende Schülerzahlen gemeldet:
Gesamtzahl der Verbandsschüler am 01.10.1982 469
Davon entfallen auf die
Gemeinde Hunderdorf 298
Gemeinde Windberg 95
Gemeinde Neukirchen 76
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.10.1982


VdK-Aufklärungsversammlung
Der Ortsverband Hunderdorf/Windberg des Verbandes der Kriegsbeschädigten, Sozialrentner und Behinderten (VDK), hält am Freitag, dem 5. November, 15 Uhr, im Gasthaus Sandbiller in Hunderdorf seine Aufklärungs- und Herbstversammlung ab. Neben dem Verbands- und Kassenbericht, der Unterrichtung der Anwesenden über sozialpolitische Fragen, so im Rentenrecht und Schwerbehindertengesetz (Referent Kreisvorsitzender Felix Dachauer, Bogen) und den üblichen Verbandsangelegenheiten, wird auch die künftige Ortsverbandsarbeit besprochen. Kreisgeschäftsführer Oswald Maier, wird in einem Vortrag die neue Regelung in der Rentenkrankenversicherung ab 1. Januar 1983 ausführlich aufzeigen, nach dem Rentenanpassungsgesetz 1982 ( § 317 Abs. 8 RVO) haben alle Bezieher einer Rente wegen Berufsunfähigkeit (BU), Erwerbsunfähigkeit (EU), Altersrente, Witwen-, Witwer-, Waisenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung ab 1.1.1983 Beiträge für ihre Krankenversicherung (Krankenversicherung der Rentner – KVdR) zu zahlen.
Ebenfalls wird in der Versammlung die Erholungsfürsorge bzw. Heilbehandlung für berufstätige Beschädigte und Hinterbliebenen angesprochen. Fragen können dazu gestellt werden. Wegen der Wichtigkeit der aktuellen Tagesthemen wird allen Mitgliedern und auch Interessenten geraten, an der Versammlung teilzunehmen.
Nach einer allgemeinen Aussprache findet noch eine Verleihung von Treuabzeichen für langjährige Mitglieder statt.
Ein gemeinsamer kleiner Imbiß soll die Aufklärungsversammlung abrunden und beenden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.10.1982


Der VdK informiert
Das Rentenversicherungskonto
Der Nachweis von Beitrags- und Beschäftigungszeiten Bescheinigung durch den Arbeitgeber.
Für die Arbeiter und Angestellten bescheinigt der Arbeitgeber, wann eine Beschäftigung ausgeübt worden ist und wie hoch der Arbeitsverdienst war, für den Beiträge zur Rentenversicherung entrichtet worden sind.
Für diese Bescheinigung sind heute die maschinell verwertbaren Versicherungsnachweise aus dem Sozialversicherungsheft zu verwenden. Eine Ausfertigung, so erläuterte im einzelnen der 1. Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Hunderdorf, Rudolf Karl, schickt der Arbeitgeber an die Krankenkasse, sie ist für den Rentenversicherungsträger bestimmt. Arbeitgeber, die die Lohn- und Gehaltskosten ihrer Arbeitnehmer mittels EDV-Anlagen maschinell führen, können den Inhalt des Versicherungsnachweises auch auf einem Magnetband der Krankenkasse und dem Rentenversicherungsträger übermitteln. Eine Ausfertigung des Versicherungsnachweises erhält der Arbeitnehmer. Der Rentenversicherungsträger speichert den Inhalt des Versicherungsnachweises in dem Versicherungskonto, das er für den Arbeitnehmer maschinell führt.
Früher, d. h. vor 1973, gab es keine maschinell lesbaren Versicherungsnachweise. Die Versicherungskarten bestanden damals aus grünem(Angestelltenversicherung) oder braunem bzw. gelbem (Arbeiterrentenversicherung) Karton. In diesen Versicherungskarten bescheinigte der Arbeitgeber die Beschäftigung und den Arbeitsverdienst. Nach spätestens 3 Jahren waren diese Versicherungskarten bei der Gemeinde- oder Stadtverwaltung, dem Versicherungsamt oder der Krankenkasse abzuliefern. Diese Stellen bescheinigten, daß sie die Versicherungskarte entgegengenommen hatten; man nannte dies Aufrechnung der Versicherungskarte, die Bescheinigung hieß Aufrechnungsbescheinigung, sie wurde dem Versicherten ausgehändigt. Die Versicherungskarte wurde dem Versicherungsträger übersandt, er sammelte sie für jeden Arbeitnehmer. Sie werden heute noch bei den Versicherungsträgern aufbewahrt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.10.1982


Treffen der ehemaligen Jugendspieler
Der Sportverein Hunderdorf wurde 1966 gegründet. Die damaligen Jugendspieler trafen sich mit den gleichaltrigen Sportkameraden aus Neukirchen zu einem Freundschaftsspiel, zu dem der frühere Jugendleiter Hans Schönauer eingeladen hatte. Unter Leitung von Schiedsrichter Gerhard Scherz kam es zu einem spannenden Wettkampf, bei dem die Gastgeber in der ersten Hälfte einige Tormöglichkeiten nicht ausnutzen konnten. In der zweiten Spielhälfte gaben die Gäste aus Neukirchen den Ton an und siegten schließlich mit 4 : 1 Toren. Die Gebrüder Diewald schossen dabei alle vier Tore. Für Hunderdorf war Georg Schneider erfolgreich.
Am Abend fand man sich dann zu einem Kameradschaftsabend im Gasthaus Baier-Edbauer ein, wozu der ehemalige Jugendleiter Hans Schönauer insbesondere die seinerzeitigen zum Teil auch von auswärts angereist – Jugendspieler des SV Hunderdorf und des SV Neukirchen sowie SV – Vorstand Heinz Hentschirsch und Fußballabteilungsleiter Hans Grill und den ehemaligen Gönner Hans Greßler willkommen hieß. „Es sei nett, nach 16 Jahren wieder zusammenzukommen und wieder einmal gemeinsam Fußball zu spielen, zumal ja nicht jeder der früheren Spieler im Heimatort geblieben sei“, meinte Schönauer, der dann auch

Das Bild zeigt die beiden Mannschaften vor dem Spiel.

Dankesworte an seinen ehemaligen Betreuer- und Trainerkollegen Xaver Länger vom SV Neukirchen richtete. Xaver Länger erinnert an „die schöne Zeit vor 16 Jahren mit der Jugend“ und dankte für die Abhaltung dieses Freundschaftstreffens und für die faire Spielweise der „ehemaligen Jung’s“. Dann schlug Länger ein Rückspiel in Neukirchen im nächsten Jahr vor. SV-Vorstand Heinz Hentschirsch dankte den Organisatoren Schönauer und Riepl und betonte, daß die Zusammenkunft im Sinne echter Sportkameradschaft sei und den Austausch von Erinnerungen ermögliche. Der damalige Jugendspielführer Kornel Klar führte aus, es sei eine schöne Sache gewesen, wieder einen „alten Rivalenkampf“ durchzuführen. Scherzhaft fügte er hinzu: „Die Tatsache, daß die Hunderdorfer früher meistens verloren haben, sei auch bei der Neuauflage wieder geblieben“. Im Namen der Spieler dankte der Sprecher der Organisatoren und überreichte ihnen ein Präsent sowie einen Wappenteller an den SV Neukirchen als „Dank für ihr Kommen“. „Die Fußballneuauflage war ein schönes Erlebnis“, sagte dann Spielführer Max Diewald vom SV Neukirchen, der weiterhin eine gute Kameradschaft zwischen den beiden Nachbarvereinen wünschte.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.10.1982


Bambino-Mannschaft ins Leben gerufen
Als neuste Mannschaft der Fußballabteilung des Sportvereins Hunderdorf stellt sich die „Bambino-Mannschaft“ vor. Nachdem ein erstes ausgetragenes Spiel gegen Neukirchen 0: 0 endete, trainieren die 20 Buben jetzt recht fleißig nach dem Motto „Früh übt sich, wer ein Meister werden will“. Die Seniorenspieler Sepp Heinz und Tony Bogner stehen dem jungen Vereinsnachwuchs als Übungsleiter zur Verfügung. Nachdem der SV Hunderdorf auch bereits eine Schülerelf und eine Jugendmannschaft im aktiven Spielbetrieb hat, scheint man offensichtlich keinerlei Nachwuchssorgen zu haben. Für die Bambino-Mannschaft sind demnächst zwei Freundschaftsspiele geplant und zwar gegen Degernbach und Niederwinkling.
Unser Bild zeigt die „jüngsten Fußballer“ des SV Hunderdorf mit Fußballabteilungsleiter Hans Grill und den Betreuern Sepp Hainz und Tony Bogner.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.10.1982


17.10.1982

Bilder erinnern
Bei Aufräumungsarbeiten auf dem Speicher des Gasthofes Sandbiller wurde diese Aufnahme entdeckt, die aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen stammen dürfte . Die älteren Jahrgänge von Hunderdorf werden sich noch an die Zeit erinnern, als noch keine Teerstraße an diesem Haus vorbeiführte. Heute ist das Haus um zwei Fensterachsen länger, und dort, wo auf dem Bilde rechts eine Scheune sichtbar ist, steht heute das neue Postgebäude. Früher befand sich die Posthalterstelle in der Gastwirtschaft rechts vom Eingang. Auf dem Bild sehen wir zwei Postbeamte in Uniform, einer davon scheint einen Postsack in der Hand zu halten. Aus der Dachluke schaut eine Person, sicher eine Magd des Gasthofes. In der Spitze des Giebels war ein Taubenschlag und hinter dem Haus ist der Anbau der ehemaligen Toiletten zu sehen. Im Biergarten sitzen im Schatten von hohen Pappeln einige Gäste, aber auch Kinder und Frauen sind im Hintergrund zu sehen. In dem Holzhäuschen links hat der jetzt ortsansässige Friseur Scharer jung und alt die Haare geschnitten. In großer Schrift lesen wir über dem Eingang „Restauration Josef Sandbiller“. Das war der Großvater des jetzigen Besitzers. Hinter dem Haus führte ein schmaler Feldweg auf die Höhen von Windberg.
K. K.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.10.1982


Der Leser hat das Wort:
„Ehrliche und klare Aussagen“
Dem Leserbrief des Herrn Breu vom 11. Oktober 1982 muß klar und deutlich widersprochen werden. Als Gemeinderat muß man auch Dinge ansprechen dürften, die dem CSU-Mann Breu nicht ins Konzept passen. Den letzten Endes sind es Steuergelder der Gemeinde, die zur Vorfinanzierung herangezogen werden. Was unbedingt notwendig war, um den Kindergarten so schnell als möglich fertigzustellen. Deshalb müssen andere, wichtige Probleme, auf spätere Jahre zurückgestellt werden. Wahrscheinlich hätte der Staat für eine Reithalle schneller 500 000 Mark zur Verfügung, um ein paar besser bemittelten Bürgern zur Freizeitverschönerung zu verhelfen. Es war ja nicht bloß der Staatszuschuß für den Kindergarten, der sich bei der Auszahlung auf drei Jahre verteilt, sondern es wurden auch noch 55 000 Mark Staatsmittel für den Kanalbau Hochfeld-Süd zurückgehalten. Somit ist meine Ausgabe als richtig zu empfinden, der Staat kommt seinen Verpflichtungen nicht nach. Es hat ja niemand behauptet, im Juli 1983 werden die 130 000 Mark erst ausbezahlt, wenn Herr Breu richtig gelesen hätte. Bei der Bewilligung des Teilzuschusses am 12. Juli 1982 wurde der Gemeinde mitgeteilt, daß mit der Auszahlung erst bis Juli 1983 gerechnet werden kann, so auch die Auskunft der Regierung von Niederbayern. Hier um ein oder zwei Monate zu streiten, ist lächerlich. Den nächsten Vorwurf, ich hätte bewußt etwas verschwiegen, muß man entschieden zurückweisen. Es hat in letzter Zeit keinen anderen Finanzierungsplan mehr gegeben, als den folgenden: Das ist aus dem Finanzierungsplan des Kindergartens der Regierung von Niederbayern und auch aus dem Haushaltsplan 1982 der Gemeinde Hunderdorf ersichtlich. Die Finanzierung im einzelnen: 331 375 Mark Gemeinde Hunderdorf, 260 000 Mark Staatszuschuß, 20 000 Mark Zuschuß des Landkreises und 108 625 Mark Zuschuß des Arbeitsamtes (ABM-Maßnahme), worin auch Bundesmittel enthalten sind. Das muß auch der Ehrlichkeit halber gesagt werden.
Eines möchte ich noch deutlich sagen, ich bin kein Klientel einer Partei. Ich arbeite zwar ehrenamtlich in der Sozialdemokratischen Partei mit und spreche auch dort eine klare und deutliche Sprache. Das ist bei Ihnen, Herr Breu, schon schwieriger, als Günstling, wenn man einen Posten bekommt, der auch finanziell etwas bringt. Zum anderen glauben Sie schon, Sie sind der Seligmacher von Hunderdorf. Eine Belehrung brauche ich bestimmt nicht von Ihnen über Eingang von Steuergeldern und Auszahlung von Zuschüssen. Eines muß gesagt werden: die einen schimpfen auf den Bund, die anderen auf den Staat, jedoch jeder nach seinem Gutdünken. Wenn Ehrlichkeit und klare Aussagen über die Staatszuschüsse an die Gemeinde und deren Zuteilung Vorrang gehabt hätten, könnte man sich alle anderen Worte ersparen. Mir ist es als Gemeinderat nicht gleich, ob die Zuschüsse Neunzehnhundertsooderso ausbezahlt werden, denn desto eher umso besser.
Xaver  Diewald
Gemeinderat, – Hunderdorf
Quelle: Bogener Zeitung, 18.10.1982


Gewaltige Orgelklänge erfüllten die Kirche
Bischof Manfred Müller nahm die Weihe des neuen Altars und der neuen Orgel vor – Hoher Festtag für die gesamte Pfarrei
Hunderdorf. Der Kirchweihsonntag war für die Pfarrei Hunderdorf ein besonderer Festtag. Bei einem feierlichen Pontifikalgottesdienst weihte Bischof Manfred Müller den neuen Altar und die neue Kirchenorgel, die beim „Gloria“ den Kirchenraum mit ihren gewaltigen Klängen erfüllte. Zum Abschluß des großen Festtages gab es ein Orgelkonzert mit Domorgariist Eberhard Kraus aus Regensburg.
Bischof Manfred Müller, der Ortsgeistliche, ehemalige Seelsorger, aus der Pfarrgemeinde gebürtige Ordensschwestern und sehr viele Pfarrkinder, Vertreter der Gemeinde und Schule feierten

Der Bischof beim Einbrennen der Brandmale.

gemeinsam den Pontifikalgottesdienst. Zu den hohen Gästen zählten als Senior Dekan M. Schedlbauer, Pfarrer Johann Vilsmeier, Pfarrer Franz Reitinger, Pater Gabriel Kübrich, die Patres Wolfgang Vos und Johannes Sinot aus dem Kloster Windberg, Bischöflicher Sekretär Jakob Wiesbeck, akademi-cher Bildhauer Günther Mauermann, Orgelbauer Georg Jann, Gemeindereferentin Angela Amann sowie die Schwestern Bonaventura Härtenberger, Christine Bergbauer und Raymunda Stegbauer.
In einem Triduum hatte P. Gabriel vom Karmelitenkloster Straubing an drei Abenden mit den Themen „Der Altar und unser Gotteshaus“, „Der Altar und unsere Pfarrgemeinde“ und „Der Altar und unser Alltag“ die Gläubigen auf den Festtag eingestimmt. Unter feierlichem Glockengeläute zogen die Geistlichen mit Bischof Manfred in Begleitung von Gemeinderat mit Bürgermeister Härtenberger, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung und Fahnenabordnungen verschiedener Vereine am Sonntag in die Pfarrkirche St. Nikolaus ein. Ortspfarrer A. Högner begrüßte vor dem Gottesdienst die Gläubigen und dankte insbesondere dem Bischof für sein Kommen. Mit der Orgelweihe begann der Festakt und erst dann erklangen beim „Gloria“ die gewaltigen Töne des neuen Instruments.
In seiner Predigt erklärte der Bischof zunächst, was „Weihe“

Die Konzelebration und der neue Altar.

bedeutet. In der kirchlichen Weihe würden die von Handwerkern geschaffenen Gegenstände für ihren Gebrauch beim Gottesdienst umgewidmet. Dann ging der Bischof auf die Symbole auf dem Altarstein und dem Ambo ein. Das Lamm versinnbildliche Jesus, der sich für uns Menschen geopfert habe. Wer am Ambo stehe und predige, der solle vom Hl. Geist erfüllt sein, was die Taube am Ambo besage. Da der Altar in Hunderdorf aus Stein ist, erinnerte Bischof Manfred an die Worte Jesu: „Du bist Petrus, und auf diesen Stein will ich meine Kirche bauen.“ Die Kirche solle aber nicht steinern, sondern mit Leben erfüllt sein. Dieses Leben sollten die Gläubigen im Gottesdienst in die Kirche bringen. Zu diesem aktiven Mittun forderte der Prediger alle Gläubigen auf. Auf die Beisetzung der Reliquien von Heiligen eingehend meinte Bischof Manfred, daß mit dem hl. Albertus Magnus die Verbindung mit Regensburg hergestellt sei. Die Blutzeugen aus Uganda seien stellvertretend für alle, die ihr Leben für Christus und den christlichen Glauben geopfert hätten. Den Zuhörern wurde auch die Bedeutung des Einbrennens der Brandmale in den Altar erklärt. „Wie die Flammen emporlodern, so sollte das Leben zu Gott emporflammen“, sagte Bischof Müller. Der Taufstein, der ebenfalls seine Weihe erhielt, sei der Ort, wo die Kinder Gott geweiht würden. Die Orgel solle zur Ehre Gottes erklingen, wenn die Gläubigen sich um den Altar zum Gottesdienst versammeln, schloß der Bischof.
Nach dem „Credo“ wurde die Altarweihe mit der gesungenen

Die Orgel mit Chorleiterin und Chor.

Allerheiligenlitanei eingeleitet. Nun folgte die Beisetzung der Reliquien des heiligen Albert des Großen und des heiligen Karl Lwanga und seiner Gefährten, welche Märtyrer von Uganda waren. Der Altarstein wurde mit Chrisam gesalbt und an den „Hörnern“ wurden die Brandzeichen gelegt. Nach dem Weiheakt wurde der Altar festlich geschmückt und Bischof Manfred feierte in Konzelebration die Eucharistie. Der Kircherchor unter Letung von Oberlehrerin W. Holzapfel und an der Orgel Lehrer W. Diewald verschönte den Gottesdienst mit der Leopoldmesse von Karl-Norbert Schmid. Mit dem „Te Deum“ und dem bischöflichen Segen endete diese erhabene Feierstunde.
Bei einem Festmahl im Gasthaus Baier-Edbauer versammelten sich die geladenen Gäste zum Mittagessen. Dort brachte Bischof Manfred in Dankesworten seine Freude über die gelungenen Werke der Künstler und den gelungenen Ablauf des Festes zum Ausdruck. Pfarrer Anton Högner stellte bei dieser Gelegenheit dem hohen Würden-träger die geladenen Gäste vor und dankte nochmals allen, die zum Gelingen dieses Tages Beitrag geleistet haben. Pfarrer Reitinger fand herzliche Worte des Dankes und der Anerkennung an alle Pfarrangehörigen, die durch ihre großzügigen Spenden ihm als Initiator des Orgelbaues und der Altargestaltung hilfreich zur Seite standen. Ein kleines Konzert der jungen „Hunderdorfer Blaskapelle“ stimmte die Anwesenden fröhlich. Damit war der Festakt am Vormittag beschlossen. Viele nutzten anschließend noch die Gelegenheit zur gemütlichen Kaffeestunde im Pfarrheim. Der Katholische Frauenbund lud dort zu selbstgebackenen Torten und Kuchen ein. Um 16.30 Uhr trafen sich nochmals viele Gläubige zum Orgelkonzert mit Domorganist Eberhard Kraus aus Regensburg. Die großartigen Darbietungen des Orgelvirtuosen umfaßten Werke von Dietrich Buxtehude, Joseph Rheinberger, W. A. Mozart, Johann Sebastian Bach und nicht zuletzt Eigenkompositionen. Eine kurze eucharistische Andacht und das Orgelnachspiel „Te Deum laudamus“ von Max Reger waren ein würdiger Ausklang des Festes.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.10.1982


Ein Toter und ein Schwerverletzter
St. Englmar.
Auf nasser Fahrbahn kam am gestrigen Freitag, gegen 7 Uhr, bei Grün (Gemeinde St. Englmar/Landkreis Straubing-Bogen) ein Pkw in einer scharfen Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und prallte dort frontal mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen. Während der Fahrer dieses Wagens [J. E.] schwere Verletzungen erlitt, überlebte der Unfallverursacher, ein 43jähriger Mann aus Steinburg (Landkreis Straubing-Bogen), den Unfall nicht. An beiden Fahrzeugen entstand rund 20 000 Mark Schaden.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.10.1982


Windberger Thesenmarkt:
„Ich lebe in einer Wohngemeinschaft“
Windberg.
Was Ende der 60er Jahre noch Anlaß zu größten Aufregungen gab, scheint heute völlig normal zu sein: das Leben in einer Wohngemeinschaft. Schon der Begriff klingt freundlicher, weniger kämpferisch-revolutionär, als der damals gebräuchliche Name „Kommune“. Wohl haben sich auch die Vorstellungen und Erwartungen geändert, wenn heute junge Leute sich zusammentun, um eben „gemeinschaftlich zu wohnen“. Um diese Thematik dreht sich der kommende „Windberger Thesenmarkt“, der am Montag, 25. Oktober, 19.30 Uhr, in der Jugendbildungsstätte Windberg (Landkreis Straubing-Bogen) beginnt. Franz-Xaver Geiger aus Pfelling wird in seinen Thesen Erfahrungen mit einer Wohngemeinschaft darlegen und insbesondere die Frage anschneiden, ob die Wohngemeinschaft der sogenannten Klein-familie nicht in vielen Punkten überlegen ist. Zu dieser Veranstaltung ist jedermann eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.10.1982


Kirche -Haus Haus aus lebendigem Stein
Bischof Manfred weihte Altar und neue Orgel in Hunderdorf
Hunderdorf.
Ein festlicher Gottesdienst, den Bischof Manfred zusammen mit Ortspfarrer Anton Högner und weiteren Priestern und Ordensleuten zelebrierte, bildete den Abschluß der Kirchenrenovierung in Hunderdorf. im Rahmen der heiligen Messe weihte Bischof Manfred die neue Orgel und den neuen Volksaltar. Dem Weihegottesdienst war ein dreitägiges Triduum vorausgegangen, bei dem Pater Gabriel vom Karmelitenkloster Straubing predigte. Den Abschluß der Feierlichkeiten stellte ein Orgelkonzert mit Dornorganist Eberhard Kraus dar.
Bischof Manfred ging in seiner Predigt aus Anlaß der Altar- und Orgelweihe auf die grundsätzliche Bedeutung einer Weihe ein. Unter anderem erklärte er: „Das Werk des Handwerkers, die Schöpfung des Künstlers, das Kunstwerk, geschaffen von Menschenhand, wird durch die Weihe für den Gottesdienst in Dienst genommen. Dasselbe gilt für eine Glockenweihe und vor allem für die Weihe einer Kirche. Am Kirchweihsonntag jedes Jahres denken wir daran, daß die Kirche durch die Weihe ein Haus Gottes für das Volk Gottes ist.
Der Altar stellt dabei — zumal, wenn er aus Stein ist — das stabile Element in der Gemeinde dar, wogegen die Orgel mehr die Beweglichkeit der Gemeinde im Gotteslob erklingen läßt. Man kann nicht fragen: „Was ist wichtiger: der Altar oder die Orgel?“, denn das wichtigste ist die lebendige Gemeinde, die sich um den Altar versammelt und deren Gesang durch die Orgel unterstützt wird.
Cantare amantis est, sagte der hl. Bischof Augustinus: ,Wer liebt, der singt.‘ Dies muß besonders für eine Pfarrgemeinde gelten, die den liebenswerten heiligen Bischof Nikolaus als Pfarrpatron hat. Er ist ein Heiliger, der Freude schenkt und der Liebe bringt. Zeichen der Liebe zu Gott und den Menschen sind 4 Flammen, die bei der Altarweihe auf dem Altar entzündet werden.
Am Tag vor der festlichen Orgel- und Altarweihe in Hunderdorf hatte Bischof Manfred zusammen mit anderen deutschen Oberhirten an den Beisetzungsfeierlichkeiten für Altbischof Dr. Wilhelm Kempf in Limburg teilgenommen.
Quelle: Regensburger Bistumsblatt, Nr. 43, 24.10.1982


Hunderdorf. SV Jugend: Heute, Dienstag, und Donnerstag, 28. 10., jeweils 18 Uhr Training.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.10.1982


Verdiente Feuerwehrmänner wurden geehrt
Stellvertretender Landrat Schäffer überreichte Ehrenzeichen —Josef Bielmeier wurde zum Ehrenkommandanten ernannt
Steinburg. Im Rahmen eines Kameradschaftsabends der FFW Steinburg wurden 21 Feuerwehrmänner für 25jährige oder 40jährige aktive Dienstzeit geehrt. Sie nahmen aus der Hand von stellvertretendem Landrat Schäffer das Feuerwehrehrenzeichen des Freistaates Bayern in Empfang. Gleichzeitig wurden 15 Kameraden für langjährige Mitgliedschaft mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Der ehemalige FFW-Kommandant Josef Bielmeier

Die geehrten Feuerwehrleute mit Kommandant Häusler, Kreisbrandmeister Löw, Ehrenkreisbrandinspektor Mühlbauer, Bürgermeister Härtenberger, stellvertr. Landrat Schäffer, Kreisbrandmeister Köck, Kreisbrandinspektor Wanninger, Kreisbrandmeister Jungmayer (vorne, von links).

erhielt die Ernennungsurkunde zum Ehrenkommandanten.
Kommandant Anton Häusler konnte stellvertretenden Landrat Alfons Schäffer, Kreisbrandrat Franz Köck mit Ehefrau, Kreisbrandinspektor Emil Wanninger, Ehrenkreisbrandinspektor Stephan Mühlbauer, die Kreisbrandmeister Max Löw und Josef Jungmayer sowie Bürgermeister Karl Härtenberger mit Gemeinderäten begrüßen. Häusler erläuterte kurz die Geschichte der Steinburger Feuerwehr, die 1873 gegründet wurde. Ferner erinnerte Häusler, daß in der Nachkriegszeit die Steinburger FFW von Kommandant Josef Bielmeier aufgebaut wurde und in Eigeninitiative das erste Fahrzeug beschafft sowie das Feuerwehrgerätehaus gebaut wurde. Vor neun Jahren konnte das 100jährige Gründungsfest mit Weihe einer neuen Fahne gefeiert werden. Kommandant Häusler rief die Feuerwehrleute dazu auf, ihn und die Vorstandschaft weiterhin zu unterstützen.

Josef Bielmeier wurde Ehrenkommandant. Es gratulieren Kommandant Häusler, Bürgermeister Härtenberger und Vorstand Ecker.

Bürgermeister Härtenberger sagte in seinen Grußworten zur Mitgliederehrung, es sei die alte Generation, die mit gutem Beispiel vorangegangen sei, die Opferbereitschaft gezeigt und sich für des nächsten Hab und Gut eingesetzt habe. Als erfreulich wertete es Härtenberger, daß die Wehren im Gemeindebereich gut ausgerüstet seien. Dies sei ein Verdienst des Landkreises, der Zuschüsse gibt, ein Verdienst der Feuerwehrführungskräfte, der Gemeinde. Härtenberger dankte allen für  die Unterstützung, besonders den FFW-Mitgliedern und den langjährig verdienten Kameraden für ihre Tätigkeit. Den jungen Feuerwehrkameraden rief Härtenberger abschließend zu: „Nehmt euch die geehrten Kameraden zum Vorbild und arbeitet in ihrem Sinne in der Feuerwehr weiter“.
Stellvertretender Landrat Alfons Schäffer stellte fest: „Steinburg ist eine alte, verdiente Feuerwehr. Steinburger sind mit Leib und Seele Feuerwehrler“. Weiterhin konstatierte Schäffer, „Bürgermeister und Gemeinderat haben für die Belange der vier Feuerwehren im Gemeindebereich ein offenes Ohr.“ Schäffer betonte, daß auch der Kreis die Feuerwehren fördere. In diesem Zusammenhang sprach der stellvertretende Landrat Dank aus an tolle Gemeinde, aber auch an die Feuerwehren, die uneigennützig bei manchen Anschaffungen finanziell beigetragen haben. Es sei erfreulich, so Schäffer, feststellen zu können, daß man im Kreis aktive Feuerwehren mit gutem Ausbildungsstand und guter Ausrüstung habe. Abschließend sprach Schäffer Kommandant Häusler und der Vorstandschaft besonderen Dank aus für die mustergültige Arbeit. Schäffer überreichte zusammen mit Kreisbrandrat Köck und Kommandant Häusler die FFW-Ehrenzeichen des Freistaates Bayern. Das Ehrenzeichen erhielten für 25jährige aktive Dienstzeit: Willi Schießl, Josef Liebl, Thomas Gürster, Xaver Schreiner, Johann Schreiner, Max Häusler, Johann Altschäffl, Alfred Müller, Ludwig Bornschlegl, Alfons Miedaner, Max Fronauer, Karl Hanner, Johann Feldmeier; für 40jährige aktive Dienstzeit: Jakob Söldner, Alfons Pflügl, Josef Lipp, Otto Dorfner, Max Sperl, Josef Stoiber, Johann Petzendorfer. Anschließend ehrten Bürgermeister Härtenberger und Kommandant Häusler für langjährige Mitgliedschaft im Namen der Gemeinde für 25jährige Mitgliedschaft: Ludwig Berger, Anton Schindlmeier, Josef Stelzl, Johann Pielmeier, Josef Naimer; für 40jährige Mitgliedschaft: Josef Laschinger, Xaver Wagner, Karl Holmer, Xaver Oischinger jun.; für 50jährige Mitgliedschaft: Karl Hanner, Johann Fuchs, Josef Höfl; für 60jährige Mitgliedschaft: Xaver Oischinger sen., Johann Altschäffl, Josef Bielmeier.
Josef Bielmeier wurde eine besondere Ehrung zuteil. Der ehemalige Kommandant erhielt anläßlich seiner 50jährigen Mitgliedschaft eine besondere Ehrenurkunde, mit der er auf Lebenszeit zum „Ehrenkommandanten“ mit Sitz und Stimme in der Vorstandschaft ernannt wurde. Kommandant Häusler führte hierzu aus: „Josef Bielmeier war immer für die FFW da. Er hat sich als langjähriger Kommandant für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde besondere Verdienste um die Steinburger Wehr erworben. Bielmeier war es, der 1948 die FFW aufgebaut hat. Bielmeier konnte nach langjähriger Kommandantenzeit eine gut geführte FFW an seinen Nachfolger übergeben. Bemerkenswert ist zudem, daß Bielmeier seit Eintritt in die FFW in der Vorstandschaft tätig ist und auch jetzt noch jede Übung als „kritischer Zuschauer“ besucht.
Kreisbrandrat Köck beglückwünschte die geehrten Feuerwehrmänner. Die jungen Kameraden rief Köck dazu auf, „mit Ernst bei der FFW zu sein und den Fortbestand zu sichern“. Lob zollte der Kreisbrandrat den Steinburger Führungskräften für die Ausbildungsarbeit und bescheinigte einen vorbildlichen Ausbildungsstand. Kreisbrandinspektor Wanninger dankte den geehrten Feuerwehrmännern für ihre Tätigkeit. Kommandant Häusler dankte schließlich Hannelore Solcher, die „uneigennützig für den Schriftverkehr der FFW sorgt“ und überreichte ihr ein Präsent.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.10.1982


Heute wird der neue Kindergarten eingeweiht
Festakt beginnt um 15 Uhr – Baukosten rund 720 000 Mark – Kindergarten jetzt zweigruppig und gut ausgestattet
Hunderdorf. Nach knapp zehnmonatiger Bauzeit wurde der Kindergarten Hunderdorf fertiggestellt. Am heutigen Freitag, 15 Uhr, ist es nun soweit: Das Kindergartengebäude, Hauptstr. 26, kann eingeweiht werden. Der Neubau sorgt nunmehr für ordentliche Räumlichkeiten, die den Anforderungen eines modernen und zeitgemäßen Kindergartenbetriebes entsprechen.
Seit Jahren war dem Pfarramt und der Gemeinde bewußt, wie sehr

Der neue Kindergarten in Hunderdorf wird heute eingeweiht. Unsere Bilder zeigen den Mehrzweckraum (oben) und die freundlich gestalteten Gruppenräume.

bessere Kindergartenräume vermißt wurden. Nachdem letztlich der alte Kindergarten aufgrund des baulichen Zustandes und des vorhandenen Raumprogrammes in keiner Weise mehr den geltenden Verordnungen über Bau, Beschaffenheit und Ausstattung anerkannter Kindergärten entsprach, galt es, das Projekt „Kindergarten“ alsbald anzupacken.
Der Gemeinderat faßte dann am 14. Februar 1980 den Beschluß, daß ein Neubau des Kindergartens notwendig sei. Am 23. Juni 1980 sprachen sich die Gemeindevertreter dafür aus, die künftige Trägerschaft zu übernehmen. In der Sitzung vom 25. Juli 1980 wurde der entsprechende Planentwurf vorgelegt, der dann auch die einhellige Zustimmung des Gemeinderates fand.
Am 3. Dezember 1981 wurden die ersten Bauaufträge vergeben, nachdem noch eine Anfinanzierung der Maßnahme erreicht werden konnte. Am 15. Dezember war es soweit: Die Kindergartenbauarbeiten wurden in Angriff genommen. Die Arbeiten gingen Hand in Hand und schritten so rasch voran, daß sie zum September 1982 abgeschlossen werden konnten.
Wohnliche Ausstattung
Daß der Neubau gelungen ist, kann man beim neuen Kindergartengebäude in vollem Umfang bejahen. Architekt Hornberger verstand es ausgezeichnet, einen modernen, attraktiven Kindergartenneubau zu gestalten, der in besonderem Maße den Aufgaben der vorschulischen Betreuung und Erziehung, aber auch dem landschaftsgebundenen Bauen Rechnung trägt. Die Räumlichkeiten beeindrucken durch die gute Gliederung und Anordnung und durch eine gediegene Ausstattung. Insbesondere die Gruppenräume geben eine freundliche und wohnliche Atmosphäre mit Eß-, Bastel-, Spiel- und Puppenecke.
Das Gebäude selbst ist ein eingeschossiger, nicht unterkellerter Bauteil mit Satteldach. Das Umfassungsmauerwerk ist als zweischalig ausgeführt, wobei besonderer Wert auf Wärmedämmung gelegt wurde. Beheizt wird das Gebäude mit einer modernen Elektro-Fußbodenheizung. In sämtlichen Räumen wurden helle Holzdecken als untergehängte Decken eingebaut. Die Raumeinrichtung und die Sanitärräume wurden den Bedürfnissen der Kinder angepaßt.
Zweigruppiger Kindergarten
Ausgerichtet ist das Objekt auf einen zweigruppigen Kindergarten mit 52 Kindergartenplätzen, jeweils für vormittags und nachmittags. Zum Einzugsbereich des Kindergartens in Hunderdorf gehören nach dem jetzigen Stand des Bedarfsplanes für Kindergärten die Gemeinde Hunderdorf, Neukirchen und Windberg. Nachdem während der Bauzeit aushilfsweise der Kindergartenbetrieb im Pfarrheim abgewickelt wurde, ist der Neubau bereits seit Anfang Oktober belegt. Derzeit werden 66 Kinder betreut. Für die Betreuung der Kinder stehen mit Roswitha Häringer (Kindergartenleiterin), Gaby Schauheck (stellvertretende Leiterin) und Resi Schroll (Kinderpflegerin) drei Fachkräfte zur Verfügung.

Die Außenansicht des neuen Hunderdorfer Kindergartens.

Mit der Errichtung des neuen Kindergartens wurde einem echten Bedürfnis entsprochen, denn die erweiterte „Welt des Kindergartens“ soll helfen, das kindliche Leben zu entfalten. Die Kinder sollen nicht nur beaufsichtigt, es sollen ihnen durch die Erziehung in der Gemeinschaft auch wertvolle Eindrücke für das spätere Leben vermittelt werden. Das neue Gebäude bietet hierzu nunmehr sicher den entsprechenden Rahmen und bringt die notwendigen Voraussetzungen mit, um der verantwortungsvollen Aufgabe der Erziehung der Kinder und der Entfaltung ihrer Persönljchkeit gerecht zu werden.
Finanzierung der Baukosten
Schwierigkeiten bereitete und bereitet noch die Finanzierung des Neubaus, der insbesondere auch die Gemeindefinanzen strapaziert. Das Neubauprojekt kostet einschließlich des Abbruches des alten Kindergartens rund 720 000 Mark. Erfreulich ist, daß die veranschlagten Kosten eingehalten werden können. Leider flossen die Zuschüsse nicht in dem Maße, wie es sich die Gemeinde vorgestellt hatte. Im Rahmen der ABM-Zuwendung konnte ein zinsgünstiges ABM-Darlehen in Höhe von 100 000 Mark aufgenommen werden. Nur durch eine verstärkte Bereitstellung der Eigenmittel und durch die Darlehensaufnahme konnten die noch nicht ausbezahlten Zuschüsse des Landes vorfinanziert werden sowie ein beantragter, bisher jedoch nicht in Aussicht gestellter Bundeszuschuß abgedeckt werden.
Betrieb wieder über Katholisches Pfarramt
Nachdem der frühere Pfarrherr beabsichtigte, nach dem Neubau des Kindergartens die Trägerschaft abzugeben, hatte sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, den Kindergartenbetrieb seitens der Gemeinde abzuwickeln. Mit Pfarrer Anton Högner kam dann überraschend doch eine neue Richtung in der Entwicklung der künftigen Kindergartenträgerschaft. Er zeigte sich nicht abgeneigt, die Institution Kindergarten auch weiterhin zu betreiben und ließ sich dabei von dem Gedanken tragen, daß es auch eine wichtige Aufgabe der Kirche sei, die zarte Seele des Kindes zu behüten und behutsam zu leiten. Diese Entscheidung des neuen Seelsorgers bereiteten auch die Beschlüsse des Gemeinderates Hunderdorf und der Kirchenverwaltung vor, die künftige Kindergartenträgerschaft beim Kath. Pfarramt zu belassen. Seitens der Gemeinde wird nunmehr das neue Kindergartengebäude an das Pfarramt zum zweckgebundenen Kindergartenbetrieb überlassen. Gleichzeitig trägt die Gemeinde neben dem gesetzlichen Personalkostenzuschuß auch 80 Prozent des nichtgedeckten Aufwandes für den Kindergartenbetrieb.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.10.1982

Hunderdorf hat einen neuen Kindergarten
Schon Pfarrer Luschner, der von 1843 bis zu seinem Tod im Jahre 1870 als Seelsorger in Hunderdorf wirkte und im alten Friedhof beerdigt wurde, hatte in seiner Stiftung auch die Errichtung eines Kindergartens vorgesehen. Aus dieser Stiftung bekamen bedürftige Schulkinder in der Mittagspause ein „Schulbrot“.
Den Gedanken, einen Kindergarten zu errichten, griff Herr Geistl. Rat Kiermeier wieder auf. Pfarrer Kiermeier war von 1936 bis zu seinem Tod 1962 unermüdlich als Seelsorger in Hunderdorf tätig. Er fragte in Sachen Kindergarten schon vor dem zweiten Weltkrieg bei den Englischen Fräulein in Regensburg an, die ihm jedoch absagen mußten, weil sie alle ihre Schwestern voll eingesetzt hatten. Sie rieten dem Pfarrer bei den Sternfrauen in Göggingen bei Augsburg anzufragen. Aber auch hier erhielt er eine Absage. (vgl. 1 S. 174 u. 52 f.) Als Gebäude für den Kindergarten wäre das Haus von Altmann Rest (heute Wagner Maria) geplant gewesen, das gegenüber dem damaligen Pfarrerweiher steht, der sich bis 1966 an der Stelle der heutigen Apotheke und Raiffeisenbank befand. In der Nazizeit wurde dann von NS-Schwestern im Schötzhaus ein Kindergarten eingerichtet. Die sogenannten „Braunen Schwestern“ waren auch in der ambulanten Krankenpflege tätig. Viele Mütter nahmen während des Krieges diese Einrichtung gerne in Anspruch. Mit dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus am Ende des zweiten Weltkrieges löste sich alles von selbst auf.
Erst 1957, als mit dem Schulhausneubau begonnen wurde, sah Herr Geistl. Rat Kiermeier eine neue Möglichkeit für die Errichtung eines Kindergartens, da nun die beiden alten Schulhäuser frei wurden. Das „obere Schulhaus“ baute man zum Gemeindeamt um. Das „untere Schulhaus“ sollte nun der neue Kindergarten werden. Nach dem Einzug der Schulkinder und Lehrkräfte in das neue Schulhaus am 18.2.1959 begann man mit dem Umbau.
Das untere Schulhaus gehörte zur Hälfte der Kirche und zur Hälfte der Schulgemeinde. Nach Absprache mit den beteiligten Gemeinden Hunderdorf und Oberalteich ging das Schulhaus ganz auf die Pfarrei über.
Der Umbau ging folgendermaßen von statten: „Unten wurden die Räume für den Kindergarten, die Küche und ein Raum eingebaut, der als Gruppenzimmer oder Behandlungszimmer für eine Krankenschwester vorgesehen war. Der obere Stock wurde Schwesternwohnung und die Wohnung des damaligen Rektors.
Bei einer Umfrage hatten sich 60 Kinder gemeldet. Zwei Franziskanerinnen mit dem Mutterhaus in Wien konnten für die Betreuung der Kinder gewonnen werden. Schwester Josefine sorgte für die Küche, und Schwester Adolfine betreute die Kinder. Der Monatsbeitrag betrug für eine ganztägige Unterbringung 6 DM.
Bereits im Juli 1959 konnte H. Domkapitular Grötsch von Regensburg im Rahmen einer Feierstunde dem Kindergarten die kirchliche Weihe geben. Herr Domkapitular nannte in seiner Ansprache die Errichtung eines Kindergartens und seine Übergabe einen Markstein in der Geschichte von Hunderdorf. Das Werk, das hier vollendet wurde, hat große Opfer gekostet, es möge daher auch viel Segen bringen. Herr Monsignore Brehm, der Direktor des Caritasverbandes, dankte allen, die mitgeholfen haben das Werk zu errichten, bezeichnete es aber als die größere Schwierigkeit, es zu erhalten. Nicht nur die Schwestern, die ganze Pfarrei müsse sich das zur Aufgabe machen. Er hoffe, daß sich an die Tätigkeit der Schwestern im Kindergarten auch noch eine weitere Aufgabe anschließe, die ambulante Krankenpflege. MdL Rainer wies in seiner Ansprache darauf hin, daß es besonders für die Kinder im Grenzland von großer Wichtigkeit sei, sehr früh positive Erziehung zu erfahren und damit sehr frühzeitig eine gute Ausbildung eingeleitet werde.
Am nächsten Tag wurden 66 Kinder für den Kindergarten gemeldet. Wohl gab es in den ersten Tagen bei manchen Kleinen Tränen ob der ungewohnten Umgebung und bei den Müttern schwere Herzen, doch schon nach 2 Wochen hatten sich die Kinder an die Schwestern gewöhnt und freuten sich ihres Lebens bei Spiel und Sang.
Im Sommer 1960 wurde für die Kleinen ein Planschbecken angelegt und ein Sandhaufen umbaut. Für die Mittagsruhe wurden Liegebettchen angeschafft.
Bis heute werden durchschnittlich zwischen 50 und 60 Kinder in zwei Gruppen betreut. Nach dem plötzlichen Tod von Schwester Josefine wurde auch Schwester Adolfine vom Mutterhaus abberufen. Im August 1974 verließ sie Hunderdorf und kehrte in das Mutterhaus nach Wien zurück, wo sie heute im ordenseigenen Krankenhaus als Pförtnerin tätig ist. Die Kinder werden seitdem von weltlichen Kräften betreut – zur Zeit von Frau Roswitha Häringer und Fräulein Schroll.
1976 hat die Kirche den Kindergarten an die Gemeinde abgegeben. Die alten Räumlichkeiten entsprechen schon länger nicht mehr den gewünschten Anforderungen. Deshalb beschloß der Gemeinderat 1981 in mehreren Sitzungen einen Neubau. Da für den neuen Kindergarten kein geeignetes Grundstück zur Verfügung stand, wurde im Dezember 1981 der Altbau abgebrochen und an gleicher Stelle mit dem Neubau begonnen. Für die Finanzierung des mit 720.000 DM veranschlagten Projektes sind der Gemeinde vom Staat Finanzausgleichsmittel in Höhe von 260.000 DM und vom Arbeitsamt ABM-Fördermittel in Höhe von 108.000 DM in Aussicht gestellt worden.
Bereits am 18.3.1982 konnte das Richtfest für den Rohbau gefeiert werden. In einer kleinen Ansprache zeigte sich Bürgermeister Härtenberger zufrieden über die bisher geleistete Arbeit. Er führte aus, daß man mit dem heimischen Architekten Walter Hornberger die richtige Wahl des Planers getroffen habe. Der Kindergarten passe gut in das Orts- und Landschaftsbild, da dem landschaftsgebundenen Bauen besonders Rechnung getragen werde.
Der neue Kindergarten wird künftig unter der Trägerschaft der Kirche stehen. Pfarrer Högner hat damit ein kostbares Geschenk für sein Wirken in Hunderdorf erhalten.
Röswitha Häringer, die Leiterin des Kindergartens ist überglücklich, daß sie für die anvertrauten Kinder ein modernes Heim erhalten hat. Das neue Gebäude ermöglicht es ihr, die über 60 Kinder in drei Halbtagsgruppen zu betreuen.
Am kommenden Freitag, dem 29. Okt. 1982 findet die Einweihung des Kindergartens statt, dem sich ein Festakt mit Ansprachen anschließt. Die Feierlichkeiten werden mit Musikstücken der Jugendblaskapelle des Musikvereins Hunderdorf umrahmt.
Unsere Bilder zeigen das alte im Jahre 1980 abgebrochene Gebäude des Kindergartens und den modernen Neubau.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


Vollzug des Feiertagegesetzes (FTG)
Allerheiligen
Das Bayer. Staatsministerium des Innern hat mit Schreiben vom 20.09.1982 folgendes mitgeteilt:
Zahlreiche Anfragen zur Feiertagsregelung an Allerheiligen (1. November) lassen vermuten, daß über den Schutz dieses Tages verschiedentlich noch Unklarheit besteht. Wir weisen deshalb auf die gesetzliche Regelung hin:
Nach Art. 1 Abs. 1 Nr. 1, Art. 9 Abs. 2 FTG ist in den Jahren 1982 und 1983 Allerheiligen gesetzlicher Feiertag in
1. Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung,
2. Gemeinden mit überwiegend evangelischer Bevölkerung, wenn Allerheiligen ein kirchlicher Feiertag in der Gemeinde ist und die Gemeinde nach Anhörung des zuständigen evangelischen Dekanats eine entsprechende Verordnung erlassen hat.
Von 1984 an ist Allerheiligen gesetzlicher Feiertag im ganzen Staatsgebiet.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


Bevölkerungsstand der Gemeinden des Landkreises am 30.06.1982
Nachstehend werden die fortgeschriebenen Einwohnerzahlen des Landkreises Straubing-Bogen vom 30.06.1982 bekanntgegeben.
Gemeinde Aholfing 1071, Aiterhofen 2525, Ascha 1030, Atting 1103, Bogen, St. 8963, Falkenfels 702, Feldkirchen 1942, Geiselhöring, St. 5416, Haibach 1994, Haselbach 1148, Hunderdorf 2797, Kirchroth 3226, Konzell 1625, Laberweinting 3107, 278 148 Leiblfing 3273, Loitzendorf 567, Mallersdorf-Pfaffenberg, M. 5873, Mariaposching 1220, Mitterfels, M. 2059, Neukirchen 1464, Niederwinkling 1693, Oberschneiding 2348, Parkstetten 2040, Perasdorf 555, Perkam 1080, Rain 1498, Rattenberg 1606, Rattiszell 1245, Salching 1584, Sankt Englmar 1363, Schwarzach, M. 2090, Stallwang 1244, Steinach 1938, Straßkirchen 3570, Wiesenfelden 2928, Windberg 810, Kreissumme 78696
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


Jägerprüfung 1983
Der schriftliche Teil der Jägerprüfung 1983 findet gemäß Landesverordnung zur Ausführung des Bayerischen Jagdgesetzes (LVBayJG) vom 10. Dezember 1968 (GVBI. S. 343), zuletzt geändert durch Verordnung vom 4. September 1979 (GVBl. S. 305), landeseinheitlich am Dienstag, dem 18. Januar 1983, 9.00 Uhr, statt.
Prüfungsbewerber können sich bis spätestens 22. November 1982 unter Angabe von Vor- und Zuname, Beruf, Geburtsdatum und vollständiger Anschrift (einschließlich Postleitzahl) bei der Kreisverwaltungsbehörde (untere Jagdbehörde) schriftlich zur Prüfung anmelden, in deren Bereich sie ihre Wohnung haben. Für die Bewerber aus dem Landkreis Straubing-Bogen ist sonach das Landratsamt Straubing-Bogen in 8440 Straubing, Leutnerstraße 15, Zimmer Nr. 214, zur Entgegennahme der Anmeldung zuständig. Hier sind auch die Antragsformblätter erhältlich. Anstelle der Kreisverwaltungsbehörden sind auch die Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften zur Entgegennahme von Anmeldungen zur Prüfung zuständig. Hat ein Bewerber keine Hauptwohnung in Bayern, so hat er sich innerhalb der gleichen Frist bei einer Kreisverwaltungsbehörde desjenigen Regierungsbezirkes anzumelden, in dem er die Prüfung ablegen will.
Eingangs genannte Anmeldefrist ist eine Ausschlußfrist; spätere tere Anmeldungen können deshalb nicht mehr berücksichtigt werden.
[Es folgen die einzelnen Bedingungen für die Anmeldung und Teilnahme and er Prüfung.] Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


Neuregelung der Sperrmüllabfuhr im Landkreis Straubing – Bogen und der Stadt Straubing
Wie bereits aus den Veröffentlichungen im Straubinger Tagblatt zu erfahren war, führt der Zweckverband Abfallbeseitigung Straubing Stadt und Land seit dem Monat Oktober 82 versuchsweise die Sperrmüllabfuhr in einem 4-wöchentlichen Turnus auf Abruf durch. Der Versuch über die künftige Neuregelung der Sperrmüllabfuhr soll voraussichtlich 6 Monate dauern.
Bekanntlich wurde bisher der Sperrmüll nur zweimal jährlich (Frühjahr und Herbst) abgeholt. Mit Ausnahme des Monats Januar 1983 wird nunmehr jeweils in der 1. Woche eines Monats die Sperrmüllabfuhr im gesamten Verbandsgebiet durchgeführt. Mit dieser beabsichtigten Neuregelung bleibt es künftig den Bürgern des Landkreises Straubing-Bogen erspart, ihre sperrigen Güter ein halbes Jahr oder noch länger aufzubewahren, ehe sie davon befreit werden. Durch die Häufigkeit der Sperrmüllabfuhr (statt bisher zweimal nunmehr elfmal jährlich) ist es aber erforderlich, daß auch nur tatsächlicher Sperrmüll) zur Abholung bereitgestellt wird.
Dazu ist es notwendig, daß spätestens eine Woche vor Beginn des nächsten Abfuhrmonats der Sperrmüll telefonisch anzumelden ist bei Zweckverband Abfallbeseitigung 09421/5054
oder Firma Michael Wolf 09421/6033
oder Firma Hans Schollerer 09963/480.
Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder erhebliche Schwierigkeiten bei der Definition des Begriffes „Sperrmüll“ gegeben hat, legen wir Ihnen ein Informationsblatt bei, in dem versucht wird, Unstimmigkeiten von vornherein auszuräumen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


Informationen für die Sperrmüllabfuhr (Stand Oktober 1982)
Um bei künftigen Sperrmüllaktionen Mißverständnissen vorzubeugen, versucht der Zweckverband Abfallbeseitigung im folgenden, neben der Definition des Begriffes Sperrmüll, beispielhaft aufzuzählen, welche Gegenstände zweifelsfrei unter Sperrmüll fallen und welche nicht. Daß diese Auflistung nicht abschließend sein kann, liegt in der Natur der Sache.
Unter Sperrmüll werden nur solche Gegenstände aus Haushaltungen verstanden, die weder zerlegt noch zerrissen oder infolge ihrer Größe ,ihres Gewichtes oder ihrer Menge nicht in die zugelassenen Abfallbehältnisse aufgenommen werden können oder die das Entleeren der Abfallbehältnisse erschweren. Daß Gegenstände aus Gewerbebetrieben und Industrie nicht unter den Begriff Sperrmüll fallen, geht eigentlich schon daraus hervor, daß es sich nur um Gegenstände aus Haushaltungen handeln darf.
Was gehört zum Sperrmüll?
Nur sperrige Gegenstände aus Haushaltungen z. B.: ausgediente Möbelstücke, alte Matratzen, Fahrräder, Handwagen, Kinderwagen, Kinderspielzeuge, sperrige Garten- und Hausarbeitsgeräte, Radio- und Fernsehgeräte, Teppiche, Elektro- und Gasherde, Ofen und Warmwassererhitzer, Kühlschränke, Waschmaschinen, Wäscheschleudern, Wannen, Kisten, Koffer, Ofenrohre, Waschkessel, Waschbecken, alte Mülltonnen, Blechtonnen, Holzregale, Markisen, Jalousien, Fensterrahmen und Türblätter (Einzelstücke), gebündeltes Baumschnittgut (max. 1 m).
Sind vorgenannte Gegenstände nicht leer, sondern mit Hausmüll gefüllt, werden sie nicht mitgenommen.
Was gehört nicht zum Sperrmüll?
Alle sperrigen Gegenstände aus Gewerbe und Industrie, jeder Müll, der in den vom Zweckverband zugelassenen Müllgefäßen untergebracht werden kann, Gewerbemüll, Flaschen, Gläser, Zeitungs-, Katalog- und Bücherpakete, Waschmittelbehälter, Kartons und Verpackungsmaterial, aller Art, Papier- und Plastiktüten, Altkleider, Taschen, Beutel, Säcke, Schuhe, Maschendrahtzaun, Dachrinnen, Zaunsäulen, Fensterstöcke, Türstöcke, Kachelöfen, Bodenplatten aus Wohnung und Garten, Asphalt, Badewannen, Heizkörper, Fliesen. Autos, Autoteile, Altreifen, Motorräder, Motorroller, Mopeds, Autobatterien, Bauschutt, Kies, Steine, Erde, Behälter mit explosionsgefährlichen Stoffen, Fetten, Säuren, Laugen oder sonstigen Flüssigkeiten usw.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


Vom Gemeinderat Hunderdorf (Sitzung am 18.10.82)
Bei dieser Sitzung befaßte sich der Gemeinderat mit der Hausnumerierung in Steinburg, mit dem Bericht des Bau- und Wegeausschusses sowie mit einem Vorhaben zum Neubau eines Geschäftshauses. Weiterhin wurde der Antrag für den Grünordnungsplan für das Gewerbegebiet Thananger Straße vergeben, sowie die Bebauungsplanänderung „Wegern“ als Satzung beschlossen.
Neunumerierung in Steinburg?
Unter Bezugnahme auf eine frühere Beratung griff der Gemeinderat erneut die evtl. neue Hausnumerierung im Bereich Steinburg und evtl. in Gaishausen auf. Nachdem wohl nur eine Neunumerierung mit Straßenbezeichnungen insbesondere im Bereich Steinburg eine optimale Lösung bringen würde, jedoch neue Straßenbezeichnungen nicht überall befürwortet werden, traf der Gemeinderat noch keine Entscheidung über die Neunumerierung. Vielmehr soll bei der kommenden Bürgerversammlung, die voraussichtlich im März des kommenden Jahres stattfindet, das Thema mit den Bürgern erörtert werden.
Kein Fußgängerüberweg beim Bahnhof
Bürgermeister Härtenberger informierte den Gemeinderat über die vorgenommenen Besichtigungen des Bau- und Wegeausschusses am 9.10.1982. Weiterhin informierte Härtenberger über die stattgefundene überörtliche Verkehrsschau. Demnach sei erreicht worden, daß an der Staatsstraße in der Kurve am Ortseingang Hunderdorf aus Richtung Steinburg im Bereich der Linkskurve vor dem Ortseingang Hunderdorf drei verkürzte Richtungstafeln aufgestellt werden, da eine seitens der Gemeinde beantragte Geschwindigkeitsbeschränkung oder eine Versetzung der Ortstafeln nicht in Frage kommt. Negativ fiel auch die Prüfung der Errichtung eines Fußgängerüberweges an der Staatsstraße in der Nähe des Bahnüberganges in Hunderdorf aus. Hierzu wird ausgeführt, daß die für einen Fußgängerüberweg geforderten Richtwerte bei weitem unterschritten werden, sowohl nach der Anzahl der Fahrzeuge (im Durchschnitt 243 anstatt 400 in der Stunde) als auch nach der Anzahl der Fußgänger (im Durchschnitt 36 anstatt 150 in der Stunde). Es erscheint daher die Errichtung eines Fußgängerüberweges anhand der Ergebnisse der Verkehrszählung am 28.9. und 30.9.1982 z. Zt. nicht notwendig, da sich andere Erkenntnisse auch nicht aus der Unfallstatistik der Polizei ergeben, heißt es wörtlich in der Niederschrift.
Rückgang der Schülerzahl
Nachdem sich die Schülerzahl der Gemeinde Hunderdorf im Schulverband von 320 auf 298 verändert hat, steht der Gemeinde im Schulverbandsausschuß ein Ausschußmitglied weniger zu. Einvernehmlich wurde das Ausschußmitglied Gemeinderat Xaver Reiner formell abberufen.
Nachdem nunmehr vom Marktgemeinderat Mitterfels die Vermögensauseinandersetzung über die Gebietsregelung der ehemaligen Gemeinde Gaishausen gebilligt wurde, genehmigte auch der Gemeinderat die Vermögensauseinandersetzung, die noch dem Landratsamt und dem Amtsgericht vorzulegen ist.
Grünordnungsplan für Gewerbegebiet
Um den Bebauungsplan „Gewerbegebiet Thananger Straße“ zum Abschluß zu bringen, beschloß der Gemeinderat die Grünordnungsplanung. Der Auftrag für die Erstellung des Grünordnungsplanes wurde an die Landschaftsarchitektin Merkel aus Tegernheim vergeben.
Zustimmung seitens des Gemeinderates fand auch das Deckblatt Nr. 7 zur Änderung des Bebauungsplanes „Wegern“ (Garagenbau, Straßenumplanung), nachdem auch vom Landratsamt und im Zuge der öffentlichen Auslegung keine Bedenken oder Anregungen vorgebracht wurden. Das Deckblatt wurde so gemäß dem BBauG als Satzung beschlossen.
Bürgermeister Härtenberger legte dem Gemeinderat ein Schreiben der Infraplan-GmbH vor, die hierin ihre Vorstellungen zur Errichtung eines Geschäftshauskomplexes in Hunderdorf bekannt gibt. Der Gemeinderat sprach sich nicht für ein derartiges Vorhaben aus, da Hunderdorf gut mit Geschäften für den örtlichen Bedarf ausgestattet ist und so keine Notwendigkeit für ein größeres Geschäftshaus mit Rücksicht auf die örtlichen Geschäftsleute gesehen wird.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


Einladung zur Bürgerversammlung
Zur Erörterung gemeindlicher Angelegenheiten findet am Samstag, dem 13. November 1982 um 19.30 Uhr im Gasthaus Mühlbauer in Windberg eine Bürgerversammlung statt, zu der alle Gemeindeangehörigen, die in der hiesigen Gemeinde wohnen, herzlich eingeladen werden.
Nach Artikel 15 der Bayerischen Gemeindeordnung können das Wort grundsätzlich nur Gemeindebürger erhalten; Ausnahmen davon kann jedoch die Bürgerversammlung beschließen.
Empfehlungen der Bürgerversammlung müssen innerhalb einer Frist von drei Monaten vom Gemeinderat behandelt werden.
Tagesordnung:
1. Bericht des Bürgermeisters über das Gemeindegeschehen und die Gemeindefinanzen
2. Wünsche und Anträge
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


Evang. – Luth. Kirchengemeinde Bogen
Evang. – Altenclub Hunderdorf
Nächste Zusammenkunft ist am Mittwoch, 3. November, um 15.00 Uhr in der Kirchwohnung. Abholung: Gaishausen 14.35 Uhr; Neukirchen 14.45 Uhr; Steinburg 14.50 Uhr.
Veranstaltungen der Jugend
Die Kinder- und Jungschargruppe in Hunderdorf trifft sich jeden Donnerstag um 16 Uhr an der Kirchwohnung. Alle Kinder sind herzlich willkommen.
Nächster Jugendtreff ist am Mittwoch, 10. November, um 19 Uhr im Jugendraum der Erlöserkirche in Bogen.
Kirchenvorstands-Wahl
Am Sonntag, 7. November 1982, finden in allen Gemeinden der Bayer. Landeskirche die Kirchenvorstands-Wahlen statt. Sie stehen unter dem Motto „Mitdenken – mitwählen – mit entscheiden“. Die Wahlräume sind in Bogen, Mitterfels, Hunderdorf und Schwarzach, die Wahlzeit ist von 8.30 bis 12.00 Uhr. Auch eine Briefwahl ist möglich. Wir bitten alle Gemeindeglieder, doch von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Sie haben die Möglichkeit mitzuentscheiden, wer in den nächsten 6 Jahren mit an der Spitze unserer Gemeinde stehen soll.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


Auch Schüler haben Unfallversicherungsschutz
Schüler sind sowohl in der Schule als auch auf dem Weg zu oder von der Schule gegen Unfälle versichert. Die Träger der Schülerunfallversicherung kommen für die Kosten für stationäre oder ambulante Behandlung, für Arzneien und sonstige Hilfsmittel auf; bei Langzeitschäden wird eine entsprechende Unfallrente gewährt. In Bayern sind hierfür der Gemeindeunfallversicherungsverband in München, Barer Straße 24 bzw. die Staatliche Ausführungsbehörde d. Unfallversicherung mit gleicher Adresse oder die Ausführungsbehörde der Landeshauptstadt München im Rathaus zuständig.
Jeder Unfall ob auf dem Wege zur oder von der Schule oder auch während des Unterrichts, sollte daher unverzüglich der Schulleitung gemeldet werden, die ihrerseits den zuständigen Unfallversicherungsträger sofort zu unterrichten hat. Gleiches gilt im übrigen auch für Kinder in Kindergärten, die ebenfalls unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen.
Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Aktion „Sicher zur Schule, sicher nach Hause“, .die sich seit Jahren intensiv und erfolgreich bemüht, insbesondere Schulwegunfälle zu verhüten.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


VdK-Aufklärungsversammlung und Ehrungen
Wie schon im Informationsblatt „Perlbachtal“ Nr. 21 angekündigt, findet am Freitag, 5. November, um 15 Uhr im Gasthaus Sandbiller in Hunderdorf eine Informations- und Aufklärungsversammlung des VdK-Ortsverbandes Hunderdorf/Windberg statt. Kreisvorsitzender Felix Dachauer wird über die sozialpolitische Situation, so im Rentenrecht und Schwerbehindertengesetz referieren. Neben den üblichen Orts- und Kreisverbandsangelegenheiten wird VdK-Kreisgeschäftsführer Oswald Maier über die neue Regelung in der Rentenkrankenversicherung berichten. Darüber habe es nämlich gerade in letzter Zeit mehrere Fehldaten gegeben. Nach der neuesten Planung müssen Rentner vom 1. Juli 1983 an einen :eigenen Krankenversicherungsbeitrag in Höhe von einem Prozent ihrer Rente als Eigenbeitrag zu ihrer Krankenversicherung leisten. Am 1. Juli 1984 steigt dieser Betrag auf drei Prozent, ein Jahr später auf fünf Prozent. Die Beteiligung der Rentner an den Kosten ihrer Krankenversicherung war vorerst, so der VdK-Ortsvorsitzende Rudolf Karl, für den 1. Januar 1983 konzipiert gewesen, sie wird nunmehr wegen der beabsichtigten Verschiebung der Rentenerhöhung ein halbes Jahr später in Kraft treten. Aufgrund dieser aktuellen Tagesthemen bei dieser Jahresversammlung sind alle Mitglieder, ebenso auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen.
Der VdK informiert
Auch in diesem Jahr wendet sich der VdK-Ortsverband Hunderdorf/Windberg, OV-Steinburg und OV-Neukirchen wieder an die Bevölkerung der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf, die behinderten Mitmenschen nicht zu vergessen und ihnen zu helfen, ihr Schicksal zu meistern.
Ministerpräsident Franz Josef Strauß hat zur diesjährigen Landessammlung „Helft Wunden heilen“ (vom 8. bis 18. November) folgenden Aufruf an die Bevölkerung erlassen:
Aufruf
des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. h.c. Franz Josef Strauß zur VdK-Hilfsaktion „Helft Wunden heilen“ vom 8. bis 18.11.1982
Seit 36 Jahren ruft die Bayerische Staatsregierung zur Mithilfe auf, wenn der VdK sich der Wunden jener Menschen annimmt, die vom Schicksal besonders hart getroffen worden sind. An die Stelle der Kriegsopfer von damals sind längst die Opfer angeborener oder unfallbedingter Behinderung getreten. Jeder von uns kann von heute auf morgen am Arbeitsplatz und in der Freizeit, im Straßenverkehr und beim Sport von einem Unglücksfall ereilt werden, vor dessen Folgen auch die Sozialgesetzgebung versagt.
Dann setzt die Hilfe des VdK ein. UM sie leisten zu können, ist er auf die Solidarität der Bürger angewiesen. Ich rufe daher die Bevölkerung auch in diesem Jahr auf, durch ihre Gabe zur Linderung von Not und Elend beizutragen. Der Gegenwert zweier Schachteln Zigaretten, einer Flasche Wein oder eines Kinoplatzes macht keinen arm und kann doch, von vielen gespendet, manche Familie reicher machen an Zuversicht, Lebensbejahung und Vertrauen auf die Geborgenheit in einer menschlich empfindenden Umwelt.
Herbstausflug des VdK
Der Verband der Kriegsbeschädigten, Sozialrentner, Behinderten und Hinterbliebenen (VdK), Ortsverband Hunderdorf/Windberg unternahm auch heuer wieder seinen Halbtagsausflug „Fahrt ins Blaue“. Mehr als 50 Teilnehmer konnte Vorsitzender Rudolf Karl zu dieser Nachmittagsfahrt begrüßen. Nach knapp einer Stunde Fahrt war das erste Ziel die neugestaltete Burg Falkenstein, die vor einigen Jahren vor dem drohenden Verfall gerettet wurde, erreicht. Durch eine gut gelungene Umgestaltung ist die Burg nunmehr zum Anziehungspunkt für viele Fremde geworden. Eine Burgführung schloß sich der gemeinsamen Kaffeestunde im großen Rittersaal an. Das zweite Ziel waren Frauenzell und dort besonders die ehemalige Benediktinerabteikirche „Mariä Himmelfahrt“. Hier übernahm eine sachkundige Führung die Reisegruppe, die sich tief beeindruckt zeigte von der prachtvollen, nach den Plänen der berühmten Brüder Asam erbauten Kirche. Wobei sich das Hauptschiff der Kirche mit den seitlichen Wandnischen in einem wunderbaren Farbenzusammenspiel von Gold, Chromgrün, Rosa und zartem Grau präsentierte. Die Führung machte auch auf viele Einzelheiten aufmerksam. Frauenzell verdankt seiner Entstehung eine Einsiedelei, bereits im 14. Jahrhundert gründeten die Benediktinerpatres mit „Unserer Lieben Frau Maria“ als Patronin Kloster und Kirche. Seit der Zeit des dreißigjährigen Krieges reihte sich die Kirche in die bekannten Marienwallfahrtsorte ein. Als letzte architektonische Schöpfung der Brüder Asam kommt ihr eine besondere Stellung zu, wobei die der Marienverehrung zugrunde liegende Rokokoausstattung jeden Besucher durch Schönheit und Gedankentiefe überrascht. Leider ist die herrliche Barockkirche viel zu wenig bekannt, obwohl sie nach der gründlichen Renovierung zu den schönsten Kirchen des Vorwaldes gehört. Das letzte Ziel der Fahrt war Wörth an der Donau. In einem bekannten Gasthof gab es noch eine gute Brotzeit, bevor man sich zur Heimfahrt rüstete. Unprogrammgemäß fanden einige Reiseteilnehmerinnen nicht mehr aus der Discomühle. Schließlich als es schon dunkel wurde und um viele Eindrücke reicher steuerte man wieder nach Hause. Zufrieden stellte man im Bus fest, wieviel schöne Plätzchen es in der näheren Heimat gibt.
Mit dem Kommantar „gut organisiert“ und Dankesworte an die VdK-Ortskassiererin, Anna Heilmann sowie der Hinterbliebenenbetreuerin Resi Grimm, verabschiedete man sich.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


Unser Bilder zeigen die Sieger im Mannschaftsschießen und
Einzelschießen.

Vereinsmeister im Stockschießen
Bei schönem Herbstwetter traten sieben Mannschaften zum Kampf um die Vereinsmeisterschaft des SV Hunderdorf an. Nach der Zusammenlosung begrüßte Abteilungsleiter Sachs die Schützen und gab seiner Freude Ausdruck, daß sich so viele an dieser Ausscheidung beteiligt haben.
Am Abend fand dann die Siegerehrung im Vereinsheim statt, die gleichzeitig als Saisonabschlußfeier begangen wurde. Erfreulicherweise waren auch viele Frauen und Freundinnen der Schützen gekommen, so daß es zu einem netten Familientreffen kam.
Die Sieger im Mannschaftsschießen:
1. Hagn Georg, Riepl Wolfgang, Wild Erwin und Schießl Ludwig.
2. Niedermeier Alfons, Klar Klaus, Schieß! Willi und Sachs Otto
Den 3. Platz belegten Biendl Josef, Holmer, Hans, Ammer Josef und Primbs Franz.
Im Plattl-, Ring- und Stockschießen war Hagn Georg nicht zu schlagen. und errang 103 Punkte. Nur einen Punkt weniger erzielten Gerhard Emil und Sachs Otto. Vierter wurde Gerhard Arno. Vorstand Hentschirsch nahm die Siegerehrung vor und verteilte neben Urkunden schöne Plaketten und wertvolle Pokale.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


Zwei Gruppen legten Leistungsabzeichen ab
Ständig bemüht ist man bei der Hunderdorfer Feuerwehr um einen guten Ausbildungsstand.

Das Bild zeigt die Wehrmänner, die das Leistungsabzeichen der Stufe „Bronze“ ablegten zusammen mit Kommandant Hartmannsgruber
Das Bild zeigt die FFW Gruppe mit Kommandant Hartmannsgruber, die das Leistungsabzeichen der Stufe „Silber“ erhielt..

Zwei Gruppen der FFW Hunderdorf legten wiederum am Samstag, dem 2.10. das Leistungsabzeichen in Bronze und Silber ab.
Kreisbrandmeister Löw und Jungmayer sowie Kommandant Leidl hatten die Prüfungen abgenommen und konnten abschließend ein „bestanden „verkünden. Bürgermeister Härtenberger bezeichnete es als erfreulich, wenn die Wehrmänner und wie hier insbesondere auch der Feuerwehrnachwuchs, sich den Leistungsprüfungen stellen und so zu einem guten Ausbildungsstand der Wehr beitragen.
Das Leistungsabzeichen in Bronze erhielten: Willi Hornberger jun. (Gruppenführer), Josef Bugl (Maschinist), Willi Falter (Melder), Reinhold Beck und Robert Hartmannsgruber (Angriffstrupp), Willi Gütlhuber jun. und Robert Schaubeck (Wassertrupp) und Franz Artmann und Helmut Meier (Schlauchtrupp).
Die Leistungsprüfung der Stufe Silber legten ab: Karl Englmeier (Gruppenführer), Heribert Hieninger (Maschinist), Herbert Wirth (Melder), Alfons Ostermeier und Ludwig Fellinger jun. (Angriffstrupp), Xaver Baier und Johann Häusler (Wassertrupp), Peter Hartmannsgruber und Josef Aumer (Schlauchtrupp); letzterer legte das Leistungsabzeichen der Stufe Gold-rot ab.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.10.1982


Neuer Kindergartenbeirat gewählt
Hunderdorf.
Sehr zahlreich folgten. die Eltern der Kindergartenkinder einer Einladung zum ersten Elternabend im neuen Kindergartenjahr. Mit einem Rückblick über das abgelaufene Kindergartenjahr und die Aktivitäten des Elternbeirates begann die ehemalige Beiratsvorsitzende Marianne Klar. „Die Kindergartenkinder treten alljährlich beim Martinsfest zum ersten Mal an die Öffentlichkeit“, sagte sie. Während der Vorweihnachtszeit hätten Kindergartenleitung und Beirat zu Bastelabenden eingeladen. Diese Abende sollten das gesellige Beisammensein und das bessere Sichkennenlernen fördern, meinte Marianne Klar. Die gefertigten. Gegenstände seien zum größten Teil für die Kindermette zum Verschenken gespendet worden. Bei der Weihnachtsfeier sei es den Kindergärtnerinnen gut gelungen, die Kleinen und ihre Angehörigen auf das Weihnachtsfest in der Familie hinzuführen. Der erste Bildungsabend mit dem Thema „Kinder vor dem Fernsehschirm“ habe im März stattgefunden. Beim zweiten Vortrag im Juni habe H. Hofmann über das Thema „Was Schulkinder belastet“ referiert. Großen Anklang habe die Theaterfahrt für Kinder nach Straubing gefunden. Die Münchner Bühne mit dem Stück „Oh wie schön Panama“ habe den Kleinen sehr gut gefallen. „Im Juli standen gleich mehrere Veranstaltungen auf dem Programm“, sagte die Rednerin. So seien die Fahrt mit den zukünftigen Schulkindern zum Tierpark in Straubing, eine Wanderung mit den Kleinsten und das Sommerfest größere Ereignisse im Kindergarten gewesen. Beschlossen habe man das Kindergartenjahr mit einem Gottesdienst im Freien. Zum Schluß ihrer Ausführungen bemerkte Marianne Klar, daß es erfreulich sei, daß während des vergangenen Kindergartenjahres der Ablauf trotz räumlicher Schwierigkeiten reibungslos verlaufen sei. Sie bedankte sich am Ende ihrer Tätigkeit als Vorsitzende bei allen, die den Beirat unterstützten, beim Pfarrherrn Anton Högner und bei der Kindergartenleitung für das stete gute Zusammenwirken. Die anschließenden Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Zu Beiräten wurden bestimmt: Heidi Watzl, Garbiele Hagn, Theresia Breu, Evi Weinzierl. Ersatzleute sind: Gisela Sandmann, Maria Pfannenstiel, Helmut Waas, Kurt Spranger. Bei der ersten Zusammenkunft des neuen Kindergarten-Elternbeirates wurde Gabriele Hagn zur neuen Vorsitzenden gewählt.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.10.1982

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