1993-04

Honigimport versauert das Geschäft
Auch Überangebot beeinflußt den Preis — Ehrung bei Steinburgs Imkern
Steinburg. (rn) „Trotz geringer Waldhonigernte im vergangenen Jahr herrscht nach wie vor ein Überangebot an Honig auf dem Markt und drückt den Preis. Ursache hierfür ist vor allem der hohe Honigimport, vor allem aus der benachbarten Tschechei“, sagte der Vorsitzende des Imkervereins Steinburg, Josef Attenberger, bei der Jahreshauptversammlung am Sonntag im Gasthaus Solcher in Steinburg vor einer großen Schar an Mitgliedern.

Die Geehrten Max Aybauer, Margarete Gall, Resi Böhm und Vorsitzender Attenberger (sitzend) und Vorstandsmitglieder und Kreisvorsitzender Achatz. (Foto: rn)

In seinem Rückblick ließ Attenberger die Vereinsarbeit seit der letzten Jahreshauptversammlung Revue passieren. In acht Frühschoppen konnten die Imker ihre praktischen Erfahrungen in Bienenzucht und Honigernte austauschen. Drei Vorstandssitzungen wurden zusätzlich durchgeführt. Erfreulich sei, daß sich durch zwei Neuzugänge im letzten Jahr die Mitgliederzahl auf 73 erhöht habe. Der Imkerverein Steinburg sei somit weiterhin der zweitstärkste Verein im Kreisverband, so Attenberger.
Ein Problem für die Imkerschaft insgesamt sei allerdings der Honigverkauf. Importhonige, in letzter Zeit vor allem aus der benachbarten Tschechei, führen dazu, daß keine kostendeckenden Preise erzielt werden könnten. Dabei sei jeder Imker gefordert, seine Künden von der hohen Qualität des deutschen Honigs zu überzeugen. Der Gewährstreifen des Deutschen Imkerbundes biete hier Sicherheit für den Verbraucher.
Vorsitzender Attenberger berichtete den Mitgliedern von einem Vorschlag, Bienenvölker im neuen Obstlehrgarten in Neukirchen aufzustellen. Schulklassen und auch sonstige Interessenten könnten sich hier über die Bienenzucht informieren. Sollte dieses Anliegen an den Steinburger Verein herangetragen werden, sei man dazu gerne bereit.
Bei der anschließenden Ehrung wurde mit dem Ehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre Mitgliedschaft Resi Böhm aus Windberg ausgezeichnet. Ehrenurkunden und das Ehrenzeichen in Gold für 40jährige Mitgliedschaft erhielten Margarete Gall aus Gaishausen, Max Aybauer aus Obermühlbach und Xaver Oischinger sen. aus Hunderdorf. Walerich Schätz erstattete den Kassenbericht. Der Bestand habe sich zwar leicht erhöht, die finanziellen Möglichkeiten des Vereins seien aber nach wie vor eingeschränkt.
Kreisvorsitzender Josef Achatz betonte, daß der Steinburger Verein nicht nur der zweitstärkste Verein im Kreisverband bezüglich der Mitgliederzahl sei, sondern vor allem auch einer der aktivsten im Landkreis. Dies sei vor allem ein Verdienst des rührige Vorsitzenden Josef Attenberger. In seinem Vortrag ging Achatz unter anderem auf die Problematik der Sortenhonige beim Verkauf an Großhändler ein. Beim Löwenzahnhonig könne man sogar eine stärkere Nachfrage verzeichnen.
Vorsitzender Attenberger beendete nach der Vorführung von zwei Videofilmen über den Wert des Honigs sowie über die Bekämpfung der Varroatose die Versammlung mit der Bitte an die Mitglieder, weiterhin im Verein engagiert mitzuarbeiten zum Wohle der Bienenzucht.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.04.1993


Max Leonhardt führt weiter die Ski-Abteilung
Umbau der Skihütte für die Jugend — Nach 23 Jahren legte Klar sen. Schriftführeramt nieder
Hunderdorf. Die Neuwahlen des Vorstandes waren der Schwerpunkt in der Jahreshauptversammlung der Skiabteilung des Sportvereins Hunderdorf. Abteilungsleiter Max Leonhardt konnte von einer regen Aktivität seiner Abteilung berichten. Der Umbau der Skihütte stand im

Die neue Leitung der Skiabteilung des SV Hunderdorf mit Bürgermeister Peschke und Vorsitzendem Hornberger.   (Foto: ih)

letzten Jahr auf dem Programm. Die Mitgliederzahl nahm zu. Nach 23 Jahren Tätigkeit als Schriftführer gab Kornel Klar sen. dieses Amt ab. Finanziell kann die Abteilung zufrieden sein. Bürgermeister Peschke und Vorsitzender Hornberger fanden für die Arbeit des Skiclubs anerkennende Worte.
Der Tätigkeitsbericht des Abteilungsleiters umfaßte den Zeitraum von einem Jahr. Leonhardt begann mit einer „unerfreulichen“ Sache, da die Skiabteilung Klage gegen ein Sportgeschäft erheben mußte, weil es hinsichtlich der neuen Skianzüge Probleme gegeben habe. Inzwischen sei es auch zu einem Verfahren gekommen, das aber noch nicht abgeschlossen sei. Nun berichtete Leonhardt vom Ausbau der Skihütte in Ahomwies. Gerade für die Jugend habe der Verein etwas tun müssen. Im September sei mit dem Umbau begonnen worden. Schon vor einigen Wochen hätten die ersten Kinder an einem Skikurs im Stile eines Skilagers teilnehmen können.
Große Resonanz bei Aktionen
Natürlich habe der Umbau auch seine Kosten mitgebracht. Durch freiwillige Leistungen und günstigen Erwerb von Einrichtungsgegenständen wie Betten von der Bundeswehr und Mobiliar von einer Schule sowie von einer ehemaligen Gaststätte habe man diese aber auf einer vertretbaren Summe halten können. Kornel Klar sen., Wenzel Schmidt, Max Leonhardt und Josef Ziesler haben den Großteil des Innenausbaues bewerkstelligt.
Die Skigymnastik von Oktober bis Januar unter Leitung von Claudia Kammermeier, Ludwig Dietl, Kornelius Klar und Dieter Leonhardt habe Kinder und Erwachsene in stattlicher Anzahl auf die Wintersportsaison vorbereitet. An zwei Wochenenden und an den Faschingstagen konnten über 100 Kinder und Erwachsene in die Kunst des Skifahrens eingeführt werden. Gut angekommen sei auch der Skiausflug für Kinder und Jugendliche. In diesem Zusammenhang zollte Leonhardt den Übungsleitern für ihre Arbeit Dank und Anerkennung. Die Vereinsmeisterschaften konnten ebenso wie ein weiterer Skiausflug nicht durchgeführt werden, was Leonhardt allerdings bedauerte.
Zum Abschluß seiner Ausführungen dankte Max Leonhardt zwei Mitglieder der Abteilungsleitung, die ihre Funktionen abgeben: Kornel Klar sen. und Heinz Hentschirsch. Klar habe seit Gründung der Skiabteilung in 1970 das Amt eines stehe. Schriftführers versehen und sich auch sonst verantwortungsvoll und uneigennützig für die Skiabteilung eingesetzt. Heinz Hentschirsch sei seit 1971 als Skilehrer tätig gewesen und habe sechs Jahre das Amt des zweiten Abteilungsleiters ausgeübt. Beide Funktionäre wurden mit einem Präsent ausgezeichnet. Der Abteilungsleiter stellte zum Schluß seiner Ausführungen fest, daß die Abteilung nun 406 Mitglieder zähle, und beendete mit einem Dank an die Gemeinde, dem Hauptverein, den anderen Abteilungen, den Übungsleitern, dem Hüttenpersonal und allen Helfern seinen Tätigkeitsbericht.
Die Finanzen stimmen
Im Namen von Kassenführer Hans Grill legte Heinz Hentschirsch in einem detaillierten Bericht die finanzielle Seite der Abteilung dar. Die Zuhörer erfuhren dabei, daß auch in der Skiabteilung enorme finanzielle Bewegungen zu verzeichnen seien. Nachdem er verschiedene Ausgaben und Einnahmen genannt hatte, kam unter dem Strich doch heraus, daß die Skiabteilung finanziell zufrieden sein könne.
Franz Hornberger, Vorsitzender des SV Hunderdorf, sagte, daß aus dem Tätigkeitsbericht zu folgern sei, daß in der Skiabteilung gute und erfolgreiche Arbeit geleistet werde. Besonders freue es ihn, daß die Skihütte allen Vereinsmitgliedern in einem gewissen Umfang zur Verfügung stehe. Nach den Worten von Bürgermeister Gerhard Peschke habe die Gemeinde Hunderdorf keine Probleme mit dem Skiclub. Er wisse auch die Arbeit gerade hinsichtlich der Jugendförderung zu schätzen. Er sagte die Unterstützung der Gemeinde wie im bisherigen Rahmen zu und hoffte, daß die Skiabteilung weiterhin erfolgreich bleiben möge.
Nachdem der Abteilungsleitung einstimmig die Entlastung ausgesprochen worden war, schritt man unter der Leitung von Kornelius Klar zu den Neuwahlen. Diese brachten folgendes Ergebnis: Abteilungsleiter Max Leonhard, Stellvertreter Werner Neumaier, Kassier Hans Grill, Schriftführer Claudia Kammermeier, Jugend- und Schülerleiter Ludwig Dietl, Stellvertreter Robert Neumaier. Der Sportverein Hunderdorf habe nun aufgrund des unermüdlichen Einsatzes von Josef Ziesler einen Bus zur Verfügung, mit dem man Kinder zu Wettkämpfen fahren könne. Dieser Bus könne auch von der Skiabteilung in Anspruch genommen werden, was vor allem bei der Durchführung der Skikurse sehr nützlich sein werde.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.04.1993


Der richtige Ratgeber?
Zum Bericht „Blockheizkraftwerk nicht wirtschaftlich“, in der Bogener Zeitung am 31. März.
Es ist sehr anerkennenswert, daß sich der Hunderdorfer Gemeinderat über die ökologisch sinnvollste Form der Energienutzung, nämlich das Blockheizkraftwerk, informiert hat. Nur wurde wahrscheinlich eine falsche Instanz befragt — die OBAG, die bekanntlich vom Stromverkauf lebt. Würde man einen Zigarettenhändler fragen, ob man sich das Rauchen abgewöhnen soll?
Selbst wenn auch unabhängigere Berater zu dem Ergebnis kommen sollten, daß eine Erdgas-Anlage zur Erzeugung von Strom und Heizwärme für Hunderdorf nicht günstig ist, bleiben noch genügend andere Alternativen: So werden etwa im Nachbarland Österreich schon in einer Reihe von Dörfern zentrale Wärmeanlagen auf Hackschnitzelbasis betrieben (dazu gab es im landwirtschaftlichen Wochenblatt vom 27. 3. 1993 einen sehr informativen Artikel). Mit solchen Anlagen werden gleich mehrere Probleme angepackt:
1. Die Bewohner kommen zu einer günstigen und krisensicheren Wärmeversorgung.
2. Die Heizung ist CO 2-neutral (weil alle Pflanzen beim Verbrennen genau so viel von diesem Gas abgeben, wie sie vorher beim Wachsen aus der Atmosphäre entnommen haben. Holz ist wie jede Biomasse eigentlich Sonnenenergie und wächst in einer intakten Natur regelmäßig nach.
3. Die Anlage kann auch in Wasserschutzgebieten betrieben werden (keine Öltanks!).
4. Die Waldbauern bekommen endlich eine sinnvolle Marktalternativie für ihr Durchforstungsholz und können sich aus der einseitigen Abhängigkeit von den Papierfabriken befreien.
5. Geld und Arbeitsplätze bleiben in der Region und werden nicht an irgendwelche Strom-, Öl- oder Gaskonzerne abgetreten. Viele Instanzen müßten eigentlich ein Interesse daran haben, hier im Bayerischen Wald so ein Modellprojekt aufzuziehen. Der Bauernverband, die Waldbauernvereinigung, Umweltschützer aller Art und auch der Staat, weil sich die Bundesrepublik schließlich vertraglich verpflichtet hat, in den nächsten zwölf Jahren den Kohlendioxid-Ausstoß drastisch zu senken um einen Beitrag gegen die Klimakatastrophe zu leisten. Der Landkreis könnte statt der unsinnigen Prestigeobjekte (Hafen, Flugplatz) solche zukunftsweisende Vorhaben fördern. Die Hunderdorfer sollten am Ball bleiben und die Idee einer eigenständigen Energieversorgung aus heimischen Quellen weiter gezielt verfolgen.
Josef Gold, Am Anger 3, 8447 Windberg
Quelle: Bogener Zeitung, 06.04.1993


Der Watschenkrieg am Ochsenhof
Theatergruppe des Trachtenvereins nimmt Spieltradition wieder auf
Windberg. (kb) Viele fleißige Helfer waren am Werk, um wieder einmal ein Theaterstück auf die Windberger Bühne zu bringen. Nachdem die Spieltradition im Trachtenverein seit langen Jahren unterbrochen war, hat sich nun eine Theatergruppe an die zeitaufwendige Probenarbeit

Die Theatergruppe nach der Probe.   (Foto: kb)

gemacht. Selbstverständlich erprobt man die schauspielerischen Fähigkeiten zunächst einmal mit einem richtigen Lustspiel. Der „Watschenkrieg am Ochsenhof“ bot sich als Premierenstück geradezu an, einerseits, um die Spieler an das Lampenfieber auf den Bühnenbrettern zu gewöhnen, andererseits aber auch, um den Zuschauern ein paar unbeschwerte, unterhaltsame Stunden zu bieten. Auch die äußeren Voraussetzungen für ein Dorftheater sind geradezu ideal im Mehrzweckraum der Windberger Schule. Nicht nur für die Zuschauer ist genügend Platz geboten, auch die Spieler finden auf der von Max Hüttinger gebauten Bühne und im Schminkraum vorzügliche Bedingungen vor. So dürfen sich die Gäste auf ein vergnügliches Spiel freuen.
Inzwischen freilich geht die Probenarbeit in die Endphase, um die Aufführungen gut über die Bühne zu bringen: Am Ostersonntag und Ostermontag um 20 Uhr sowie am Samstag, 17. April, 20 Uhr, und am Sonntag, 18. April, mit einer Nachmittagsvorstellung um 15 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.04.1993


Vereinsauflösung nicht abzuwenden
Schützenverein „Hofdorfer Tal“ existiert nicht mehr — Kasse gespendet
Hofdorf. (ih) Die Mitglieder des Schützenvereins „Hofdorfer Tal“ beschlossen in einer Versammlung, den Verein aufzulösen. Der Verein war 1962 gegründet worden. Nachdem in den ersten Jahren noch reger

Die Mitglieder des Vereins bei der „Auflösungsversammlung“ mit Kirchenpfleger Xaver Groß.

Schießsport betrieben worden war, ließ die Aktivität immer mehr nach, bis der Schießbetrieb ganz eingestellt wurde. Der Verein bestand aber weiterhin. Nun kamen Mitglieder noch einmal auf Veranlassung von Xaver Anleitner im Clublokal Deschl zusammen, um über den Fortbestand des Vereins zu bestimmen.
Xaver Anleitner, der Kassier des Schützenvereins „Hofdorfer Tal“, gab noch einen kurzen Bericht und weckte damit mancherlei Erinnerungen bei den Anwesenden. Nachdem man sich einig war, den Verein aufzulösen, ging es noch hauptsächlich darum, was mit dem in der Kasse verbliebenen Geld geschehen solle. Dabei kamen die anwesenden Mitglieder überein, das Geld zum Unterhalt der Hofdorfer Kirche St. Edigna zu spenden.
So wurde der Betrag von 316,47 Mark dem Kirchenpfleger Xaver Groß, der unter den Mitgliedern weilte, zur Verwaltung und zweckgebundenen Ausgabe übergeben. Hans Grill dankte zum Abschluß Xaver Anleitner, dem Organisator der letzten Versammlung des Hofdorfer Schützenvereins. Kirchenpfleger Groß von der Pfarrei Hunderdorf freute sich über die Spende und versprach, den Geldbetrag entsprechend zu verwenden. Somit war der Schützenverein „Hofdorfer Tal“ aufgelöst und der Kassenbestand wurde einem guten Zweck zugeführt. Quelle: Bogener Zeitung, 07.04.1993


Königswürden für zwei Frauen
Monika Höcherl und Michaela Liebl erfolgreiche Schützenmitglieder
Hunderdorf. (ih) „Schießsportlich obenauf“ – dies war der einheitliche Tenor bei der Jahreshauptversammlung der Schützenkameradschaft Hunderdorf im Gasthaus Deschl in Hofdorf. Zunächst ließ Schützenmeister Karl Liebl das abgelaufene Vereinsjahr in seinem

Sektionsschützenmeister Richard Bemmerl, 3. Bürgermeister Ludwig Fellinger, Richard Laurus, Michaela Liebl, Karl Obermeier jun., Monika Höcherl, Armin Mauerer, 1. Schützenmeister Karl Liebl, Andreas Liebl. (v.1.)

Bericht Revue passieren. Der Sportbericht, vorgetragen von Sportleiter Max Höcherl und Jugendleiter Richard Laurus, konnte sich wahrlich sehen lassen. Bei den Rundenwettkämpf en 1992/93 sind die Hunderdorfer mit fünf Mannschaften vertreten. Besonders erfreulich seien dabei die momentan 1. Plätze der 2. Mannschaft und der Luftpistolenschützen.
Auch bei den Gaumeisterschaften 1993 sei man recht erfolgreich. Hier die Plazierungen: Jugend: 2. Platz: Michaela Liebl in der Disziplin LG-Dreistellung, 2. Platz: Armin Mauerer LG-Dreistellung, Schützen: 1. Platz: LG-Mannschaft, 1. Platz: Franz Poiger LG-Einzel, 2. Platz Karl Obermeier jun. LG-Einzel. Bei den niederbayerischen Bezirksmeisterschaften hätten sich mit Michaela Liebl sowie Werner Schönauer (Luftpistole) zwei Schützen zur bayerischen Landesmeisterschaft qualifizieren können.
Schriftführer Martin Schötz gab anschließend den Mitgliedern Einblick über die Arbeit des Vereinsausschusses im abgelaufenen Jahr. Werner Schönauer als Kassier konnte in seinem knappen Kassenbericht zufriedenstellende Zahlen nennen. Die sehr ordentlich Kassenführung wurde ihm durch die Kassenprüfer bestätigt.
Dann wurden die Vereins- und Jahresmeister geehrt. Vereinsmeisterschaft: Jugend: 1. Armin Mauerer, 2. Michaela Liebl, 3. Andreas Liebl; Schützen: 1. Karl Obermeier jun., 2. Karl Liebl, 3. Richard Laurus; Luftpistole: 1. Martin Schötz, 2. Werner Schönauer, 3. Peter Kippke. Jahresmeisterschaft: Jugend: Michaela Leta, 2. Armin Mauerer, 3. Andreas Liebl; Schützen: 1. Karl Liebl, 2. Karl Obermeier jun., 3. Richard Laurus; Luftpistole: 1. Martin Schötz, 2. Werner Schönauer, 3. Werner Hintzen.
Die Proklamation der Schützenkönige ergab: Jugend: Schützenkönigin: Michaela Liebl mit einem 30-Teiler, Wurstkönig: Armin Mauerer, Brezenkönig Andreas Liebl. Schützen: Schützenkönigin Monika Höcherl mit einem 69-Teiler, Wurstkönig: Karl Obermeier jun., Brezenkönig: Richard Laurus. Eine besondere Ehrung wurde Georg Baier für die 20jährige Mitgliedschaft bei den Schützenkameraden zuteil. Der Schützenmeister forderte dann die Versammlung auf, über eine mögliche Eintragung ins Vereinsregister abzustimmen. Nach dem Verlesen einer bereits vorbereiteten Satzung wurde, dem Antrag mit Mehrheit stattgegeben: Abschließend bedankte sich Schützenmeister Karl Liebl für die gute Zusammenarbeit.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.04.1993


Josef Greppmeier 80 Jahre
Hunderdorf.
(hk) Am Karsamstag feierte Josef Greppmeir aus Stetten, Gemeinde Hunderdorf, im Kreise seiner Angehörigen seinen 80. Geburtstag. Er wurde am 10. April 1913 in Obergriesbach geboren. Er wuchs in einer kinderreichen Familie — zwölf Kinder — auf dem landwirtschaftlichen Anwesen seiner Eltern Juliane und Josef Greppmeir auf. 1938 wurde er zur Wehrmacht eingezogen, wurde dreimal verwundet und kam 1944 in amerikanische Gefangenschaft. Nachdem er von der Gefangenschaft in die Heimat zurückkam, heiratete er 1949 Theresia Bachmeier aus Einfürst. Das Ehepaar erwarb in Penzenried bei Aschenau ein Anwesen und bewirtschaftete dieses. Josef Greppmeir hatte mit seiner Frau Theresia zwei Kinder, Sohn Helmut und Tochter Helga.
1955 zog die Familie nach Stetten, Gemeinde Hunderdorf und kaufte hier eine kleine Landwirtschaft. Der Jubilar ging neben seiner landwirtschaftlichen Arbeit noch 17 Jahre zur Firma Anger nach Bogen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Er verrichtet heute noch alle Arbeiten am Anwesen und im Garten, radelt noch gerne und geht spazieren. Wenn es ihm die Zeit erlaubt, spielt er noch gerne einen Schafkopf mit seinen Freunden. Er ist auch ein sehr aktives Mitglied beim Krieger- und Soldatenverein Hunderdorf. Auch dem VdK-Ortsverband Hunderdorf und der FDP Hunderdorf gehört er als Mitglied an.
Zu seinem 80. Geburtstag gratulierte die ganze Familie mit den vier Enkeln und besonders das Urenkeltöchterchen Nadine. Auch eine Abordnung des Krieger- und Soldatenvereins mit Vorstand Ludwig Fellinger, der VdK mit Vorsitzendem Karl und die FDP-Ortsgruppe mit Werner Schwarzensteiner gratulierten Josef Greppmeir und brachten ihm Geschenke. Als Selbstverständlichkeit sah es auch Bürgermeister Gerd Peschke, Josef Greppmeir zu seinem 80. Geburtstag zu gratulieren mid die Glückwünsche der Gemeinde zu überbringen. Auch er erfreute mit einem Geschenkkorb. Pfarrgemeinderätin Martha Hofmann überbrachte die Glück- lind Segenswünsche Pfarrer Herbert Gerstls und der Pfarrgemeinde und brachte ebenfalls ein Geschenk mit.
Unser Bild: Josef Greppmeir mit Urenkelin Nadine auf dem Arm, Bürgermeister Peschke, Frau Hofmann und Werner Schwarzensteiner.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.04.1993


Maria Hanner wurde 85
Bogen/Hunderdorf.
(m) 85 Jahre alt wurde am Mittwoch die Rentnerin Maria Harmer, geborene Stegbauer, früher wohnhaft in Oberstetten 85, Gemeinde Hunderdorf. Die Jubilarin erblickte am 14. April 1908 das Licht der Welt und wuchs mit 16 Geschwistern, die bereits alle verstorben sind, im elterlichen Anwesen in Oberstetten auf. Schon in jungen Jahren mußte sie in der Landwirtschaft mitarbeiten und sich auch bei Bauern verdingen. Bald erlernte sie den Beruf einer Näherin, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen.
1933 trat sie mit Johann Harmer vor den Traualtar. In der Ehe wurden vier Kinder geboren. Dann verzogen die Hanners in das Anwesen in Bogen-Schönthal. Gerade während, der Kriegszeit war es für sie äußerst schwierig, die kleinen Kinder zu ernähren und zudem die vielen landwirtschaftlichen Arbeiten zu verrichten. Trotzdem ist es ihr gelungen, während dieser schlechten Zeit das elterliche und größere Anwesen in Oberstetten gegen das ihres Mannes in Schönthal einzutauschen. 1974 starb ihr Mann, und seitdem lebte sie bei ihrem Sohn Rudolf. Nach schweren Krankheiten blieb sie an den Rollstuhl gefesselt. Seit einigen Jahren befindet sie sich in bester Pflege im Leonhard-Kaiser-Heim in Bogen.
Zu ihrem hohen Ehrentag gratulierten die Kinder, Enkel und Urenkel und Heimleiter und Diakon Roß sowie das Pflegepersonal.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.04.1993


Sitzung des Gemeinderates
Hunderdorf.
(xk) Am Donnerstag, 15. April, findet um 19.30 Uhr im Sitzungssaal Hunderdorf eine Gemeinderatssitzung mit nahstehenden öffentlichen Tagesordnungspunkten statt: Bekanntgabe des Jahresrechnungsergebnisses 1992. Beratung und Beschlußfassung über Haushaltsplan und -satzung 1993, Bauanträge, Satzung Fäkalschlammentsorgung.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.04.1993


Zum Geburtstag gratuliert
Hunderdorf.
(hk) Am Karfreitag feierte Ida Klumbies in der Ringstraße in Hunderdorf ihren 85. Geburtstag. Frau Klumbies wurde am 9. April 1908 in Paleiten, Kreis Heidekrug in Ostpreußen, geboren. Sie wuchs als Zweitälteste von fünf Kindern auf dem elterlichen Anwesen auf. 1930 heiratete sie Friedrich Klumbies und hatte mit ihm drei Kinder. Im Oktober mußte sie mit ihren Kindern die Heimat verlassen und flüchten, während der Ehemann im Krieg war. 1945 kam die Familie Klumbies nach Bayern und 1952 wurden sie in Hunderdorf seßhaft.
1973 verstarb ihr Mann. Seitdem lebt sie alleine in ihrer Wohnung in der Ringstraße. Leider verlor sie auch 1988 ihren ältesten Sohn durch einen Unfall. Frau Klumbies verrichtet ihren Haushalt noch alleine und verfolgt auch das Zeitgeschehen im Fernsehen und In der Tageszeitung.
Zu dem hohen Festtag gratulierten neben den Kindern drei Enkel und zwei Urenkel der Oma. Auch Bürgermeister Gerd Peschke wünschte im Namen der Gemeinde der Jubilarin alles Gute und überbrachte einen Geschenkkorb.
Unser Bild: Frau Klumbies mit Bürgermeister Gerd Peschke.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.04.1993


BAYERISCHE MEISTER GEEHRT. Vor kurzem trafen sich die Mitglieder des MSC Meidendorf im Gasthaus Hilmer in Irsensfelden, um ihre bayerischen Meister im Skijöring zu ehren. 1. Vorsitzender Sepp Wurm ging kurz auf diesen Renntag zur bayerischen Meisterschaft ein und dankte vor allem Bahnwart Helmut Heimerl für seine gute Arbeit. Weiter ging es mit der Ehrung der bayerischen Meister im Skijöring. So wurde Erich Alt mit seinem Skifahrer Norbert Stuiber in der Klasse 500 ccm bayerischer Meister. Franz Klimmer, mit seinem Beifahrer Erich Alt und deren Skifahrer Norbert Stuiber wurden in der Gespann-Klasse 1000 ccm bayerische Meister. Dank und Anerkennung zollte Wurm diesen Rennfahrern und Skifahrern, denn sie haben Meidendorf über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt gemacht. So bekam jeder Rennfahrer einen Siegerkranz. Wurm wünschte dabei den aktiven Gespannfahrern Hans Iglhaut und Alfons Pflügl „Hals und Beinbruch“ für die neue Saison. — Unser Bild (v.l.): MSC-Vorsitzender Josef Wurm und die Bayerischen Meister Franz Klimmer, Erich Alt und Norbert Stuiber.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.04.1993


SPD löste Wahlversprechen ein
Stellungnahme des Bürgermeisters — Referat des Fraktionschefs
Hunderdorf/Gaishausen.
(ta) Die SPD und die Parteilose Wählergemeinschaft Hunderdorf trafen sich zur ersten kommunalen Versammlung nach der Wahl im Gasthaus Solcher, Ehren, und lösten so ihr Wahlversprechen ein. Im Gemeindeteil Gaishausen, einem überwiegend ländlichen Außenbereich, hatte Bürgermeister Gerd Peschke 90 von 209 abgegebenen gültigen Stimmen bei zwei Gegenkandidaten erhalten. Für diesen Vertrauensbeweis dankte der Versammlungsleiter Helmut R. Jakob den Wählern und würdigte die hervorragende Arbeit des Bürgermeisters. Sein Dank galt auch dem eigentlichen  Vater des Erfolges, dem langjährigen Ortsvorsitzenden Xaver Diewald.
Bürgermeister Gerd Peschke stand den Bürgern Rede und Antwort und nahm zu folgenden Punkten Stellung: Autofahrer schleudern aufgrund ihrer unvernünftigen Fahrweise Schotter auf die Eisstockbahnen. Da für eine Teerung derzeit keine Mittel vorhanden sind und andere Straßen Vorrang haben, wird die Schotterstraße entlang den Asphaltbahnen bis auf weiteres für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Zwecks Privatisierung des Bahnhofsgebäudes Steinburg finden Schulkinder keine Unterstellmöglichkeit mehr. Das Bushaltehäuschen Ebenthann/Grub, das dort derzeit nicht erforderlich ist, wird nach Gaishausen/Ehren verlegt. Container für Papier und andere Wertstoffe seien ausschließlich für private Haushalte und nicht für Gewerbemüll bestimmt. Zuwiderhandlungen werden künftig strafrechtlich verfolgt. Im Rahmen der Bachsanierung wird eine Rückstauklappe eingebaut, die einen Überlauf und so das Überfluten bestimmter Bachwiesen verhindert. Für den Baubeginn der Umgehungsstraße Steinburg stehe noch kein Termin in absehbarer Zeit fest. Es wurden vorerst nur Vermessungen durchgeführt und Bodenproben entnommen. Große Probleme dürfte die Schaffung sogenannter Ausgleichsflächen bereiten. Baugebiete im Raum Gaishausen können erst nach Fertigstellung der Kanalisation ausgewiesen werden. Der erforderliche Flächennutzungsplan wird noch im Mai dieses Jahres erstellt. Parkende Autos auf der Hauptstraße im Bereich der Kirche Hunderdorf stellen ein erhöhtes Unfallrisiko dar. Ein Antrag auf Erteilung eines Halteoder Parkverbotes an dieser Engstelle wurde bei der zuständigen Kreisbehörde gestellt.
Den Schwerpunkt seiner Ausführungen legte dann der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, Heinz Uekermann; auf die aktuelle Kommunalpolitik. Die Politik der derzeitigen Bundesregierung und des Freistaates Bayern bereite besonders durch ihre finanziellen Auswirkungen den Gemeinden immer mehr Probleme. So gebe es Einnahmeverluste bei der Gewerbesteuer. Der Ausgleich für Bundesmittel, die früher in die Kommunen flossen, entfalle, aber auf der anderen Seite wurden staatliche Aufgaben auf die Kommunen abgewälzt, ohne ihnen Lösungsmöglichkeiten in die Hand zu geben.
Ein unverzichtbares Hilfsmittel für die Gemeinden sei daher die Wirtschaftsförderung durch den Landkreis. Die CSU habe sich offenbar überzeugen lassen und eine Kehrtwendung vollzogen und eine Aufstockung der Mittel mitangeregt. „Gerade in einer Zeit wirtschaftlicher Rezession muß allen ansiedlungswilligen Gemeinden und Betrieben erst recht geholfen werden“, führte Uekermann aus.
Das zweite wirtschaftliche Standbein sei ein florierender Fremdenverkehr. So sei der neue Rad- und Wanderweg eine hervorragende Chance für den sanften Tourismus und für die einheimische Bevölkerung, um den Landkreis zu „erfahren“. Dazu sei ein geschlossenes und schlüssiges Konzept erforderlich, wie es die SPD angeregt habe.
Einigkeit bei allen Fraktionen müsse es endlich bei den entscheidendsten Entwicklungen im Landkreis, bei Industrieansiedlung, Hafenbau und bei der Abfallwirtschaft geben. Dazu gehöre eine endgültige, schriftliche Zusage der Staatsregierung über die Förderung des Hafenbaus, dazu gehöre auch ein dem Bürger vermittelbares, verständliches Konzept für den ZAW und keine immer neuen Rezepte.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.04.1993  


Große Investitionen beuteln die Gemeinde
Kanalbau und Generalsanierung der Schule größte Ausgabenposten — Kredit nötig
Hunderdorf.
(xk) In der letzten Sitzung des Gemeinderates Hunderdorf wurde der Haushalt und die Haushaltssatzung verabschiedet. Das Gesamtvolumen des Etats beträgt 10 791 700 Mark, wobei auf den Verwaltungshaushalt 4 713 400 Mark und auf den Vermögenshaushalt 6 078 300 Mark entfallen. Die Kreditneuaufnahme beziffert sich auf 280 000 Mark und ist verhältnismäßig niedrig im Hinblick auf die verschiedenen Investitionsmaßnahmen mit rund sechs Millionen Mark.
Bürgermeister Gerhard Peschke verwies kurz auf den erstellten Haushaltsplanentwurf, der wieder geprägt sei von solider, überschaubarer Finanzwirtschaft, wobei trotz zahlreicher enthaltener Investitionsmaßnahmen Prioritäten für vordringliche Projekte beziehungsweise Bauabschnitte gesetzt werden mußten. Nicht alle wünschenswerten und anstehenden Maßnahmen seien sofort realisierbar, wenn man die Gemeindefinanzen nicht überstrapazieren wolle.
Eingangs gab Kämmerer Michl das Jahresrechnungsergebnis. 1992 bekannt. Die Einnahmen und Ausgaben bezifferten sich auf 11 304 493 Mark. Erfreulich sei, daß 1992 eine Rücklage von 795 599 Mark gebildet werden konnte aufgrund von Maßnahmenverschiebungen. Anschließend erfolgte die Bekanntgabe des Haushaltsplanes mit Anlagen anhand eines Vorberichtes.
Woher kommt’s, wohin geht’s, das Geld der Gemeinde? Die größten Einnahmen sind die Grundsteuer A mit 59 7000 Mark, die Grundsteuer B 298 000 Mark, die Gewerbesteuer 320 000 Mark,,,der Anteil an der Einkommenssteuer 1 513 60-0 Mark, die Schlüsselzuweisung 1 354 200 Mark, die Grunderwerbsteuer 15 000 Mark, die Mieteinnahmen 213 800 Mark, die Feuerschutzabgabe 15 000 Mark die Wasserverbrauchsgebühren 35 000 Mark, die Kanalbenutzungsgebühren 200 000 Mark und der kommunale Anteil an der Kfz-Steuer 111 300 Mark.
Die größten Ausgabeansätze im Verwaltungshaushalt sind die Personalausgaben mit 545 100 Mark, Kreisumlage 996 700 Mark, VG-Umlage 352 300 Mark, Schulverbandsumlage 380 000 Mark, Ausgaben für den Brandschutz 30 100 Mark, Ausgaben für Sport und Freizeit 24 300 Mark, der Kindergartenzuschuß 130 000 Mark, Straßenunterhalt 75 500 Mark, Planungskosten für Dorferneuerung und Flächennutzungsplan 70 000 Mark, Abwasserbeseitigung 155 300 Mark, Wasserversorgung 29 800 Mark, die Zinsausgaben 203 100 Mark und die Tilgungsausgaben mit 229 700 Mark.
Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt 1 410 000 Mark. Aufgrund der relativ hohen Zuführungsmittel und der gebildeten Rücklage aus dem Vorjahr kann die Gemeinde Hunderdorf einige größere Investitionsmaßnahmen, die teilweise im vergangenen Jahr nicht mehr im vollem Umfang durchgeführt werden konnten, ausführen.
Größere Investitionsmaßnahmen
Zu diesen Maßnahmen gehören insbesondere die Generalsanierung der Hauptschule Hunderdorf mit Gesamtkosten in Höhe von 1,5 Millionen Mark, die Weiterführung des Kanalbaus nach Auf vorm Wald und Steinburg mit 1,5 Millionen Mark, die Planung der Kindergartenerweiterung mit 50 000 Mark, die Erschließung des Industriegebietes Breitfeld mit 787 000 Mark, die Erschließung des neuen Baugebietes Hochfeld-Süd-Erweiterung mit 1,6 Millionen Mark, die Erweiterung des Baugebietes Thananger 236 000 Mark, der Gehweg Thananger 140 000 Mark, Ausgaben für verschiedene Straßensanierungen 60 000 Mark, Planungskosten für die Straße Hoch/Rammersberg 50 000 Mark, Rechen für Kläranlage 60 000 Mark und die Planungskosten für die Kläranlagenerweiterung mit 60 000 Mark. Trotz dieser enormen Investitionsausgaben bleiben the Hebesätze wie im Vorjahr gleich. Sie betragen für die Grundsteuer A, Grundsteuer B und die Gewerbesteuer jeweils 300 von Hundert. Der Landesdurchschnitt liegt bereits bei rund 340 Prozentpunkten.
871 Mark Pro-Kopf-Verschuldung
Die Pro-Kopf-Verschuldung betrug zum 31.Dezember 825 Mark und steigert sich voraussichtlich bis Ende dieses Jahres nur geringfügig um 17 auf 871 Mark je Einwohner. Damit liegt Hunderdorf sogar etwas unter dem Durchschnitt der Pro-Kopf-Verschuldung der Landkreisgemeinden und des Landesdurchschnitts.
Dann befaßte sich der Gemeinderat mit der Fäkalschlammentsorgung aus Hauskläranlagen, die nunmehr den Gemeinden als Pflichtaufgabe obliegt. Dem Gemeinderat lag eine entsprechende Satzung sowie eine Gebührensatzung hierzu vor. Geschäftsleiter Xaver Kern erläuterte die Problematik und die verschiedenen Möglichkeiten, die Fäkalschlammentsorgung vorzunehmen. Nach ausgiebiger Diskussion sprach sich Bürgermeister und Gemeinderat für eine satzungsmäßige Regelung aus und beschloß einstimmig den Erlaß einer entsprechenden Fäkalschlammentsorgungssatzung sowie die entsprechende Gebührensatzung hierzu. Demnach ist grundsätzlich eine jährliche Entleerung der Hauskläranlageh vorgesehen, wobei im Einzelfall Befreiungen für Landwirte möglich sind und ebenso ein zweijähriger Turnus aufgrund begründeter Einzelfälle möglich ist.
Den Zuschlag für die Abfuhr erhielt die Firma Gierl aus Prackenbach. Die Fäkalschlammentsorgung kostet pro Quadratmeter 52 Mark einschließlich Abfuhr und Beseitigungsgebühr in der Kläranlage Bogen. Näheres wird den betreffenden Grundstückseigentümern noch schriftlich mitgeteilt. Zu den vorliegenden Bauplänen: Anbau einer Doppelgarage mit darüberliegendem Wohnraum in Thananger 12, Errichtung einer Güllegrube in Hoch 19 und in Röhrnau 1 wurde das gemeindliche Einvernehmen hergestellt. Ein nichtöffentlicher Sitzungsteil schloß sich an.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.04.1993 


Nicht nur bei Großeinsatz bewährt
FFW Gaishausen blickte auf unternehmungsreiches Vereinsjahr zurück
Gaishausen.
(hk) Am Sonntag fand im Gastaus Karl Solcher, Ehren, die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gaishausen statt. Vorsitzender Johann Dietl berichtete über das Geschehen im abgelaufenen Vereinsjahr. Dabei erwähnte er die Teilnahme an verschiedenen Fahnenweihen und Gründungsfesten im Gemeindebereich und außerhalb, die erstmals durchgeführte Nikolausfeier mit interner Christbaumversteigerung, das Maibaumaufstellen und das Floriansfest. Der Vorsitzende konnte auch berichten, daß der Feuerwehrgerätehausumbau dank vieler fleißiger Hände bereits dem Ende entgegengehe.
Kommandant Dieter Kricke betonte eingangs seines Rechenschaftsberichtes, daß die Wehr dreimal zum Einsatz gerufen wurde. Dabei erwähnte er, daß beim Brand Engl, Gaishausen, die Feuerwehrmänner fünf Tage und Nächte im Einsatz waren, da außer den Löscharbeiten auch noch Aufräumarbeiten und Feuerwache geleistet wurden. Kricke führte weiter fort, daß wieder mit drei Gruppen Einsatz-, Funk- und Schulübungen sowie Übungen am Hydranten abgehalten werden mußten, um den Ausbildungsstand der Wehr zu gewährleisten. Auch eine Leistungsprüfung mit einer Gruppe wurde wieder abgelegt.
Erfreut konnte der Kommandant berichten, daß die neue Feuerlöschpumpe im Juli letzten Jahres in Betrieb genommen werden konnte. Kricke gab vorausschauend noch einige Termine von Veranstaltungen und Übungen bekannt und bat um rege Teilnahme der Mitglieder.
Zusammen mit Vorstand Dietl nahm der Kommandant dann die Verabschiedungen aus dem aktiven Dienst vor. Er sprach ihnen Dank und Anerkennung aus und wünschte, daß diese Mitglieder noch viele Jahre der Wehr erhalten bleiben. Verabschiedet wurden: Franz Adam und Karl Hastreiter sen. Erfreulicherweise konnte Kricke auch drei neue Mitglieder in die Feuerwehr Gaishausen aufnehmen. Kassier Herbert Fuchs gab im Anschluß daran einen umfangreichen Kassenbericht. Bürgermeister Gerd Peschke dankte den Feuerwehrmitgliedern für ihr Engagement im Namen der Allgemeinheit. Die kleinste Feuerwehr im Gemeindebereich habe im vergangenen Jahr den größten Brand gehabt. Dabei habe sich die Feuerwehr Gaishausen sehr positiv gezeigt und somit sei es notwendig, daß gerade die kleinen Feuerwehren, die vor allem ortskundig seien, bestehen bleiben.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.04.1993 


Sportjugend-Transport erleichtert
Neuer Kleinbus gesegnet — Dank an Josef Ziesler
Hunderdorf. (ih) Daß der Transport von Jugendlichen zu sportlichen Veranstaltungen für die Verantwortlichen in den Sportvereinen oft mit Schwierigkeiten verbunden ist, ist bekannt. Dem Sportverein Hunderdorf steht nun ein Kleinbus zur Verfügung. Nach knapp einem

Fahrten zu Auswärtsspielen sind nun ohne Probleme möglich. (Foto: ih)

Jahr ist es unter kräftiger Mithilfe von Sponsoren, die vor allem aus der Geschäftswelt von Hunderdorf und der näheren Umgebung stammen, gelungen, solch einen Bus seiner Bestimmung zu übergeben. Dazu hatten sich die Sponsoren sowie Vertreter der Kirche, der Gemeinde und des Sportvereins zur feierlichen Übergabe und zur kirchlichen Weihe am Sportplatz in Hunderdorf eingefunden.
Vorsitzender Franz Hornberger nannte bei seinen Begrüßungsworten die Vorteile, welche durch die Anschaffung eines Kleinbusses eingetreten seien. So könnten Jugend- und Schülermannschaften der Fußballabteilung zu Auswärtsspielen gefahren werden, ohne daß vorher eine aufwendige Suche nach Fahrgelegenheiten unternommen werden müßte. Der Bus stehe aber auch den anderen Abteilungen zur Verfügung. Hornberger nannte in diesem Zusammenhang die Skikurse und die Fahrten der Eisstockabteilung nach Österreich. Der Vorsitzende wußte aber auch hervorzuheben, daß man vor allem den Sponsoren zu großem Dank verpflichtet sei.
Besondere Verdienste habe sich bei der Verwirklichung des Projektes Josef Ziesler erworben. Hornberger übergab ihm deshalb ein Präsent. Zweiter Bürgermeister Hans Hornberger übermittelte die Glückwünsche der politischen Gemeinde. Auch er würdigte die Bereitwilligkeit der Werbeträger, den Sportverein Hunderdorf auf diese Weise zu unterstützen. Pfarrer Herbert Gerstl nahm die Segnung des Busses vor. Er sagte, daß der Segen Gottes alle, die dieses Fahrzeug benützen, begleiten möge, so daß stets alle vor Unfällen verschont blieben und wieder gesund nach Hause kämen.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.04.1993 


Hunderdorf. SV-Abteilung Tennis: Heute, Dienstag, und Mittwoch, 28. 4., jeweils ab 18 Uhr Herrichten der Tennisplätze.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.04.1993 


Windberg. FDP: Donnerstag, 29. 4., 19.30 Uhr, Kreisversammlung Straubing-Bogen im Gasthaus Dorfner, mit Neuwahlen des Ortsverbandes.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.04.1993 


Rosa Neumaier feierte 80.
Hunderdorf. (xk) Ihr 80. Wiegenfest konnte am Dienstag Rosa Neumaier aus Hofdorf, Gemeinde Hunderdorf, im Kreise vieler Gratulanten feiern. Neben Sohn und Tochter mit Ehegatten und den drei Enkelkindern und

Jubilarin Rosa Neumaier (Mitte) mit 1. Bürgermeister Gerhard Peschke und Pfarrgemeinderätin Martha Hofmann.

vielen Bekannten, gratulierte auch erster Bürgermeister Gerhard Peschke herzlich. Er übermittelte die besten Gratulationswünsche der Gemeinde sowie des Gemeinderates Hunderdorf und überreichte einen Geschenkkorb. Für den Pfarrgemeinderat und Pfarrer Herbert Gerstl wünschte Pfarrgemeinderätin Martha Hofmann alles Gute.
Man merkt es der vital und humorvoll gebliebenen Rosa Neumaier nicht an, daß sie schon in den „Achtziger-Club“ eingetreten ist. Am 25. Mai 1913 erblickte sie in Hofdorf als erstes und einziges Kind der Bauerseheleute Josef und Rosina Fruhstorfer das Licht der Welt. Gerade zwei Jahre alt, verlor sie bereits ihren Vater, der 1915 im Ersten Weltkrieg fiel. So blieb es nicht aus, daß sie bereits in jungen Jahren im elterlichen Anwesen mitanpacken mußte und dort auch nach der Schulzeit arbeitete.
Am 28. Dezember 1942 heiratete sie Xaver Neumaier, der bereits nach zehn Tagen Urlaub wieder an die Front mußte. Viel auf sich allein gestellt, bewirtschaftete sie in harter Arbeit und mit viel Fleiß das Anwesen. Vier Kindern schenkte Rosa Neumaier das Leben, zwei davon verstarben im Kindesalter. 1976 wurde das Anwesen an Sohn Xaver übergeben. Der Ehemann starb im Jahre 1988.
Die Austräglerin ist im Haushalt des Sohnes mit Gattin integriert und nimmt noch regen Anteil am Zeitgeschehen. Besonders interessiert liest sie — immer noch ohne Brille — die Heimatzeitung und macht sich nützlich im Hause um den „Telefondienst“.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.04.1993 


Anna Heilmann 80 Jahre alt
Hunderdorf. (xk) Ihren 80. Geburtstag konnte am Sonntag Anna Heilmann, Hunderdorf, im Verwandtenkreis feiern. Groß war die Schar der Gratulanten, die der rüstigen Jubilarin noch viele frohe Lebensjahre wünschten. Dabei gab’s auch ein außerordentliches Wiedersehen: Der

Pfarrgemeinderätin Martha Hofmann, Schwiegertochter Erna, die Jubilarin, Sohn Hans und Bürgermeister Gerhard Peschke dahinter, Bayerwaldvereins-Vorsitzender Werner Schwarzensteiner und VdK-Vorstand Karl Rudolf. (Foto: xk)

Besuch von Sohn Hans mit Frau Erna aus Australien freuten die Jubilarin besonders. Zum Ehrentag gratulierte auch Bürgermeister Gerhard Peschke recht herzlich. Er übermittelte die besten Glückwünsche der Gemeinde sowie des Gemeinderates und überbrachte einen schönen Präsentkorb. Für den Pfarrgemeinderat und Pfarrer Gerstl sprach Martha Hofmann die besten  Glück- und Segenswünsche aus und erfreute mit einem netten Geburtstagsgeschenk. Ortsvorsitzender Rudolf Karl gratulierte namens des VdK-Ortsverbandes. Alles Gute wünschte auch der Bayerwaldverein mit Vorsitzendem Werner Schwarzensteiner.
Anna Heilmann, eine gebürtige Peintinger, wurde in Münchszell, Gemeinde Sankt Englmar, geboren. Dort wuchs sie mit acht Geschwistern auf und arbeitete nach der Schulzeit im elterlichen Anwesen. Am 21. März 1933 führte sie Viktor Heilmann in Sankt Englmar zum Traualtar. Der Ehe entstammen sieben Kinder, denen sie eine fürsorgliche Mutter war. Ein Kind verstarb mit knapp eineinhalb Jahren und 1974 mußte sie auch einen Sohn in Australien zur letzten Ruhestätte begleiten. Nahezu zeitlebens hat Anna Heilmann hart gearbeitet. 1938 übernahm sie die Jugendherberge Maibrunn und war fortan über 35 Jahre hinweg Herbergsmutter. Stolz ist die Altersjubilarin auch auf ihre 16 Enkelkinder und 14 Urenkel. Seit 20 Jahren wohnt Anna Heilmann in Hunderdorf und hat sich dabei aktiv am Vereinsleben beteiligt. So gehört sie seit 1948 dem VdK an und ist seit 1978 Hauptkassier beim Ortsverband Hunderdorf und Mitorganisator der vielen ansprechenden Seniorenausflüge. Dem Bayerwaldverein ist sie seit 20 Jahren zugehörig und auch im Seniorenclub ist sie seit Anfangszeit integriert. Quelle: Bogener Zeitung, 28.04.1993 

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