1973# 05-06

Oberaltaich/Großlintach. Bayerisches Kreuz: Donnerstag, 3. Mai, 20 Uhr, Sanitätskursfortsetzung und Jahreshauptversammlung im Klosterhotel in Oberaltaich. Dienstbekleidung wird getragen. Zu dieser gemeinsamen Veranstaltung sind auch die Helferinnen und Helfer von Großlintach eingeladen sowie die Förderer der Gemeinschaft.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.05.1973


Am Sonntag Wandertag
Hunderdorf.
Die Mitglieder des Bayerwaldvereins und die Jugendgruppe wandern am Sonntag, 6. 5. 73, Treffpunkt um 12.00 Uhr bei Sandbiller. Abmarsch um 12.00 nach Heiligenkreuz, wo um 13.00 Uhr eine Maiandacht stattfindet. Anschließend ein gemütliches Beisammensein mit einer Brotzeit im Freien.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.05.1973


Bürgerversammlung in Windberg
Windberg.
Am Samstag, 5. Mai 1973, findet um 20 Uhr im Gasthaus Wagner eine Bürgerversammlung statt. Es geht vor allem um die Reparatur der Gemeindewege.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1973


Heute Auszahlung der Sozialhilfe
Windberg.
Die Auszahlung der Sozialhilfe, Pflegegelder und Pflegekindergelder findet heute, Donnerstag, zwischen 14 und 15 Uhr, in der Gemeindekanzlei statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1973


Heute Pocken-Impftermin
Windberg.
Heute, Donnerstag, findet um 11.15 Uhr die Pockenschutzimpfung für alle Kinder statt, die bis zum Impftermin das 1. Lebensjahr vollendet haben und die im Vorjahr zurückgestellt worden sind.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1973


Schlepperuntersuchung am 8. Mai
Windberg.
Für die Landwirte der Gemeinde Windberg findet die nächste Schlepperuntersuchung durch den TÜV ein 8. Mai von 8 bis 16 Uhr in Steinburg statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1973


Kind angefahren und verletzt
Hasenquanten
(Gemeinde Steinburg). Ein vierjähriges Mädchen lief am Mittwoch gegen 13 Uhr in Hasenquanten (Gemeinde Steinburg) aus dem Haus und wurde von einem vorbeifahrenden Pkw angefahren und verletzt. Das Kind mußte ins Krankenhaus zur stationären Behandlung gebracht werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1973


Am Montag beginnt die Müllabfuhr
Hunderdorf.
Die Gemeinde Hunderdorf beginnt am kommenden Montag, 7. Mai, mit der Müllabfuhr. Die Entleerung erfolgt von 13 Uhr an. Die Mülltonnen sind vor der festgesetzten Abfuhrzeit verschlossen an der Gehsteigkante der Fahrbahn bzw. am äußersten Straßenrand so aufzustellen, daß dadurch der Verkehr nicht behindert wird. Nach der Entleerung sind die Müllgefäße unverzüglich von der Straße zu entfernen. Es wird darauf hingewiesen, daß nur die bei der Gemeinde angemeldeten Mulltonnen, die zwischenzeitlich mit einer Plakette versehen wurden, entleert werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1973


Hunderdorf. SV: Heute, Freitag, 19 Uhr, Training. 19.30 Uhr. Spielerversammlung Jugend, 20.30 Uhr Senioren. Morgen, Samstag. 8 Uhr, Arbeitseinsatz. auf dem Sportplatz.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1973


Nach Gottes hl. Willen verschied am 3. Mai 1973 unsere liebe Mutter, Tochter und Oma
Mina Maier
Hofdorf, früher Lintach

im Alter von 53 Jahren selig im Herrn.
Hofdorf, den 4. Mai 1973
In stiller Trauer:
Richard Maier, Sohn
Marianne Wanninger, Tochter mit Kindern
Anna Maier, Mutter
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Samstag, den 5. Mai 1973, um 15 Uhr in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung. Überführung heute um 19 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1973


Tanzlokal Wagner, Au vorm Wald
Am Samstag. 3. Mai 1973,
Hochzeitsfeier mit Tanz
Es spielen die beliebten „BLUE DIAMONDS“.
Hierzu laden freundlichst ein:
Das Brautpaar:
Mauermayer – Kauer
und Gastwirt Wagner-Freudenstein

Eintritt frei.
VORANZEIGE: Am 12. Mai 1973 TANZ mit den
beliebten THE FLIPPERS
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1973


Schuleinschreibung am Donnerstag
Hunderdorf.
Am Donnerstag, 10. Mai, findet von 14 bis 15 30 Uhr im Gebäude der Grundschule in Hunderdorf die Schuleinschreibung für das Schuljahr 1973/74 statt. Schulpflichtig sind alle Kinder, die am 30. Juni 73 sechs Jahre alt sein werden. Kinder, die erst vom 1. Juli 73 bis 31. Dezember dieses Jahres sechs Jahre alt werden, können zur vorzeitigen Schulaufnahme angemeldet werden. Bei der Einschreibung sind eine Geburtsurkunde und Impfbescheinigungen vorzulegen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1973


Morgen Kreuzbergfest
Windberg.
Wie jedes Jahr so findet auch heuer wieder das Kreuzbergfest am Sonntag in Heilig Kreuz statt. Um 10 Uhr wird eine hl. Messe abgehalten. Um 13 Uhr findet eine Andacht zur Ehre des Hl. Kreuzes mit Ansprache statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1973


Jagdvorsteher neu gewählt
Windberg.
Die diesjährige nichtöffentliche Jagdversammlung der Jagdgenossenschaft Windberg eröffnete Kommandant Bürgermeister Kleikamp. Er begrüßte als Vertretung vom Landratsamt RHS Feineis sowie Jagdpächter Negele und 58 Jagdgenossen. RHS Feineis über-brachte die Grüße des Landrats. Desweiteren standen der Kassen- und Rechenschaftsbericht sowie Neuwahlen von Jagdvorsteher mit Stellvertreter, Kassier und Bestellung des Jagdbeirats auf dem Programm. Außerdem war noch die Änderung und Verlängerung des Jagdpacht-vertrags ein Punkt der Tagesordnung. Die Wahlen ergaben: Jagdvorsteher wurde Peter Faltl (Feiertaghof), Stellvertreter Michael Hüttinger (Windberg), Kassier Alfons Haimerl (Dambach), Stellvertreter Otto Huber (Irensfelden). Außerdem beschloß die Versammlung die Bestellung eines Jagdausschusses. Es wurden hierzu bestellt: Josef Wurm (Meidendorf), Max Hafner (Netzstuhl), Helmut Haimerl (Hof) und Otto Huber (Irensfelden). Dem Antrag „Verlängerung, des Jagdpachtvertrags“ wurde von den Jagdgenossen stattgegeben und auf weitere neun Jahre verlängert. Die Verwendung des Jagdpachtschillings wurde für das Jahr 1973 wie folgt beschlossen: Der halbe Pachtschilling fließt in die Gemeindekasse zur Ausbesserung der Wege, während die zweite Hälfte der Kasse der Freiwilligen Feuerwehr zugesprochen wurde zur Deckung der Unkosten beim anstehenden Gründungsfest.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1973


Voraussetzung: Gute Ausbildung!
Erste-Hilfe-Kurs in Steinburg ging erfolgreich zu Ende
Steinburg.
Wie entscheidend am Unfallort eine gute Ausbildung ist, wurde beim Abschluß eines Erste-Hilfe-Kurses jedem Teilnehmer deutlich, als BRK-Ausbilder Franz Rosenhammer im Film und anschließend im Nebenzimmer der Gastwirtschaft Berger in verschiedenen Unfallsituationen Erste Hilfe mit einer Reihe aktiver „Ersthelfer“ zeigte und übte. Gruppenleiterin Klara Malchartzeck, die für diesen Kurs geworben und in Franz Rosenhammer den entsprechenden Kursleiter gewonnen hatte, überreichte zusammen mit BM Alfons Berger dem rührigen Ausbilder zum Dank für die gute Wissensvermittlung einen schönen Präsentkorb (unser Bild). Berger freute sich, daß in Steinburg wieder neue Ersthelfer einen Kurs absolvierten und dankte dafür allen Teilnehmern und besonders der Gruppenleiterin Klara Malchartzeck und dem bewährten Ausbilder Franz Rosenhammer, der die Grüße Landrat Hafners überbrachte.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1973


Werkkurs für Jugendliche
Windberg.
Für interessierte Jugendliche und Verantwortliche in der Jugendarbeitet bietet der Bund der Deutschen Katholischen Jugend Regensburg einen Werkkurs an, bei dem u. a. kleine Geschenke angefertigt werden. Daneben sollen Kenntnisse in Batik (Wachsdruck) und Linoldruck vermittelt werden. Nicht zuletzt ist Gelegenheit, unter Anleitung Arbeiten mit Peddigrohr zu erstellen. Das Material wird vorn BDKJ gestellt, die fertigen Sachen kennen darin zum Selbstkostenpreis gekauft werden. Jeder Teilnehmer soll Schere, Nähzeug und Schreibzeug mitbringen.
Die Leitung des Kurses hat Roswitha Schröder, Regensburg. Interessierte Jugendliche sind eingeladen, vom 11. 5. 1973, abends 18 Uhr, bis 13. 5. 1973 ins Jugendhaus Windberg zu kommen. Anmeldungen sind zu richten an: Bund der Deutschen Katholischen Jugend, 84 Regensburg, Obermünsterplatz 7, Telefon 0941 2051.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1973


Anbauverzeichnisse liegen auf
Windberg.
Die Anbauverzeichnisse für die Hagelversicherung liegen in der Gemeindekanzlei zum Ausfüllen auf. Die Versicherten werden geberen, die benötigten Angaben während der nächsten Amtstage zu machen.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1973


Hunderdorf. SV: Morgen. Mittwoch. 18 Uhr, Training der Senioren. Spielerversammlung fällt aus. „Abt_ Skiclub“: Anmeldungen zur Fahrt nach Kaprun an Otto Sachs. Abfahrt: Samstag, 12. Mai.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1973


Glückwünsche und Geschenkkorb
Windberg.
Am Sonntag konnte der Austragslandwirt Karl Gierl von Kreuzberg seinen 80. Geburtstag im Kreise seiner Angehörigen feiern. Am 6. Mai 1893 erblickte der Jubilar in Hinterviechtach das Licht der Welt. Schon zeitig mußte er selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen. Sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg war der Jubilar Soldat. In den Jahren 1948 bis 1952 wurde der Jubilar in den Gemeinderat gewählt und vertrat die Interessen der Bürger in den schlechten Nachkriegsjahren. Er war auch längere Zeit im Jagdausschuß vertreten. Er liebte das Waidwerk und ging auch längere Zeit dieser Beschäftigung nach. Er erfreut sich noch, seinem Alter entsprechend, guter Rüstigkeit. Bürgermeister Kleikamp über-brachte die Glückwünsche der Gemeinde und überreichte dem Jubilar einen Geschenkkorb (unser Bild).
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1973


Alt-Kommandant Bielmeier geehrt
Steinburg.
Josef Bielmeier wurde bei einer öffentlichen Feuerwehrversammlung anläßlich seines 60. Geburtstages durch Feuerwehrkommandant Anton Häusler und Bürgermeister Alfons Berger geehrt. Häusler überreichte ein Geschenkpaket, BM Berger im Namen der Gemeindeverwaltung und des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins einen Zinnteller mit dem eingravierten Gemeindewappen (wie unser Bild zeigt). Kommandant Häusler dankte dem Jubilar für seine Verdienste als langjähriger Kommandant, der nach dem 2. Weltkrieg die FFW Steinburg wieder aufgebaut hat. Deshalb sei es, so Häusler, für seinen Nachfolger ein leichtes gewesen, gestützt auf die Tatkraft und den Rat seines Vorgängers, weiterzuarbeiten. Auch heute noch zeige Bielmeier reges Interesse an „Wohl und Weh der Feuerwehr“, stellte Kommandant Häusler fest. BM Berger erinnerte die Feuerwehrkameraden an die Leistungen ihres ehemaligen Kommandanten und überreichte dem langjährigen Gemeinderatsmitglied, der als Kassier des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins fungiert, einen Zinnteller mit dem eingravierten Steinburger Wappen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.05.1973


Müllabfuhr immer montags
Hunderdorf.
Das von der Gemeinde mit der Durchführung der Mullabfuhr beauftragte Müll-abfuhrunternehmen wird künftig jeden Montag, an 13 Uhr die Müllabfuhr vornehmen. Die Müllgefäße sind vor der festgesetzten Abholzeit an der Gehsteigkante der Fahrbahn bzw. am äußersten Straßenrand so aufzustellen, daß durch der Verkehr nicht behindert wird. Nach der Entleerung sind die Müllgefäße unverzüglich von der Straße zu entfernen. Es wird darauf hingewiesen, daß nur die Mülltonnen entleert werden. die mit einer Plakette versehen sind. Die Mülltonnen dürfen nicht überfüllt oder eingestampft sein und der Deckel muß schließen. Weitere in Plastiktaschen oder in andere Behältnissen gelagerte Abfälle werden nicht abgefahren. Reicht die Mülltonne bei einem evtl. Spitzenfall einmal nicht aus, so kann hierfür ab 15. Mai ein Müllsack bei der Gemeinde gekauft werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.05.1973


Mit Bravour und stupender Technik
Jungstar Edgar Krapp aus München in der Windberger Klosterkirche
Windberg.
Trübhängende Regenwolken, ein ungünstiger Zeitpunkt und der „Kirta“ zu Deggendorf forderten ihren Tribut in Form einiger beachtlicher Lücken in den Bankreihen der Windberger Klosterkirche. Edgar Krapp, gefeierter Jungstar aus München, gastiert dort zum Auftakt der diesjährigen Orgelsaison.
Vom Nürnberger Orgelmeister Pachelbel spannte sich das Spektrum musikalischen Schaffens über Bach und Mozart bis zum gemäßigt modernen Pariser Komponisten Langlais. Pachelbels f-Moll-Chaconne hob leise an. Fast romantisch anmutend entwickelten sich zarte Melodien über der stufenförmig absteigenden Baßlinie des Chaconne-Motivs. Die Harmonik blieb stets freundlich-mild; Kantabilität beherrschte die Szene. Und selbst wenn Freunde am Instrumental-Spielerischen durchbrach, renn virtuos Figuralwerk aufblitzte, wurde es nie Selbstzweck, sondern integrierte sich immer in die genannten Merkmale von Melodik und Harmonik. Pachelbels Musik atmet den Geist des Südens. Hatte er nicht selbst hei Johann C. Kerl, dem berühmten Münchner Domorganisten, gelernt, der wiederum die Kunst aus den Händen eines Carissimi und Frescobaldi empfing. In seiner Mittlerrolle verschmelzen jene südlichen Elemente des Ariosen und Virtuosen und mitteldeutsches Verharren in cantus-f irmus-gebundenem Kontrapunktieren und Variieren. Krapp gestaltete gefühlvoll, steigerte von Variation zu Variation mit der Bewegung auch die Dynamik,  setzte auch einmal  effektvollen Kontrast und ließ das Werk dann im zarten Piano wieder ausklingen.
Johann Sebastian Bach — ebenso, wie Pachelbel, der mitteldeutschen Orgelschule entwachsen – schuf seine größten Orgelwerke in den Leipziger Jahren. Dort entstand auch Präludium und Fuge h-Moll. Der Organist brachte das Präludium eher monumental im Aufriß und beherzigte dabei wohl den weisen Rat Straubes, hier ‚dem Ausdruck‘ zu folgen“. Eruptiv türmte er da spannungsgeladene Akkorde auf und bewegte sie in chromatischen Sequenzen — langsam hinhaltend — der Auflösung zu. Schwere lastete auf dieser Musik, Leidenschaftlichkeit und Schmerz. Das abgeklärte ruhigere Fugenthema — unscheinbar in der Anlage — entwickelte sich gegen Schluß noch zu kraftvoller Steigerung dank eines neu einsetzenden Motivs, das in seiner rhythmischen Struktur Belebung und frischen Schwung brachte.
Die Trio-Sonate VI in G-Dur kam mit solcher Gelöstheit, daß man ganz vergaß, welch immense technische Anforderungen da gestellt werden. Schon immer galten die Bach`schen Trio-Sonaten als Prüfsteine für Organisten.
Denn wo alle drei Stimmen gleichberechtigt sind, hört man jede Unebenheit, jede Unruhe und den kleinsten Fehler. Klarheit heißt hier die Devise, Aufzeigen der linearen Struktur der einzelnen Stimmen! Dies gelingt aber nur bei durchsichtiger Phrasierung, konstant gehaltenem Tempo, plastischer Registrierung und präzisem Spiel. Krapp entsprach dem im Höchstmaß. Auffallend schön und plastisch war die Registrierung im 2. Satz mit Krummhorn und Flöte, bestechend die präzisen Triller im 3. Satz.
Mozart hat nur zwei große Orgelwerke geschrieben. Die f-Moll-Fantasie (KV 594) —komponiert zum Tode eines Generals — ist ursprünglich für eine Spieluhr gedacht. Gelehrte Köpfe stören sich zuweilen an der Orgelbearbeitung. Doch schriftliche Zeugnisse Mozarts rechtfertigen auch das Spiel auf großer Orgel. Krapp gestaltete die beiden Ecksätze — sie drücken die Trauer um den Toten aus — lyrisch mit viel Sinn für Agogik und Kantilene. Der strahlende Mittelteil war packend, forderte auch einige Virtuosität: eine Apotheose des siegreichen Helden.
Virtuosität erforderte auch das Tedeum des respektablen Franzosen Langlais. Mit infernalischer Bravour stürzte sich Krapp hier in die Tasten. Kraftvolle Akkordballungen wechselten mit rauschenden Klangkaskaden; raffinierte Harmonien, figural zerlegt, erweckten mystische Stimmung, während dazu der Baß mächtig und kraftvoll das Thema intonierte: Te deum laudamus – Dich, Herr. loben wir. Krapp entlockte der eher barock-ausgerichteten Schmidt-Orgel Klangfarben, die in ihrer erotischen Sinnenhaftigkeit unversehens an französischen Orgelklang erinnerten. Jedenfalls entzückte diese Musik das Ohr, berauschte die Sinne und war von einer unmittelbaren Wirkung, der man sich schwerlich entziehen konnte. Die ausgeprägte Klanglichkeit weist auf Debussy hin und sicher hat der Vater des französischen „Impressionismus“ auch bei einigen Reizakkorden Pate gestanden. Kein schlechter Pate …
Edgar Krapp, ARD-Preisträger 1971 (1. Preis), verbindet stupende Technik mit gesunder Musikalität. Leichte Verzögerungen bei Einsätzen und an Höhepunkten beweisen angemessenes romantisches Empfinden, wiewohl die Gestaltung immer logisch durchdacht ist, maßvoll, organisch der Musik entsprechend. Krapp sucht nicht zwanghaft nach irgendwelchen neuen Interpretationsideen, häufig modische „Gags“, die Kritikern Kopfzerbrechen bereiten und sie in weitschweifige Abhandlungen verwickeln (die sowieso niemand versteht), sondern er bewahrt eine gesunde — seinem jugendlichen Alter (27 Jahre) wohl anstehende – Naivität, die viel-leicht mit der Schlüssel zu seinem Erfolg ist.
Die alten Barockmeister nannten als vornehmste Aufgabe der Musik die „Gloria dei“ (Ehre Gottes) und „recreatio animi“ (Erquickung des Gemütes). Krapp hat seine Aufgabe voll erfüllt.
Wolfgang Zoubek
Quelle: Bogener Zeitung, 10.05.1973


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein Jugendgruppe: Heute. Donnerstag. 10. Mai, Volkstanzprobe im Jugendheim.
Hunderdorf. Jagdwegeausschuß: Sonntag, 19 Uhr, im Gasthaus Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.05.1973


Müllplatz samstags geöffnet
Hunderdorf.
Der gemeindliche Schuttabladeplatz in Sollach ist ab sofort nur mehr samstags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Für selbst angefahrenen Sperrmüll ist eine geringe Abladegebühr zu entrichten. Ferner wird darauf hingewiesen, daß der Abfall an den Haldenabhang gebracht werden muß. Wer den Abfall nur über den Zaun auf den Müllplatz wirft, hat mit einer höheren Geldbuße zu rechnen.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.05.1973


Steinburger Wehr entfaltet große Aktivität
Zwei Festlichkeiten stehen an – Beflaggung und Häuserschmuck besonders wichtig — Versammlung der Feuerwehr
Steinburg.
Bei der Eröffnung der jüngsten Feuerwehrversammlung, die im Nebenzimmer der Gastwirtschaft Berger stattfand, begrüßte Kommandant Anton Häusler, Bürgermeister Berger, den Vorsitzenden des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins J. Schreiner, Alfons Pflügl vom Krieger- und Veteranenverein Hunderdorf die Gemeinderatsmitglieder sowie viele Feuerwehrmitglieder. Alle Beteiligten sprachen offen und ehrlich über die anstehenden Ereignisse – 750-Jahrfeier Steinburg und 100. Gründungsfest der FFW – und ihre Vorbereitung. In einer-Feuerwehrübung am nächsten Sonntag um 9.30 Uhr will man dem Gemeinderat und den FFW-Mitgliedern ein Feuerwehrfahrzeug mit Vorbaupumpe vorführen, dessen Kauf als vorteilhaft und notwendig dargestellt wurde.
Zunächst zeigte Kommandant Häusler allen Anwesenden den Entwurf und die Originalzeichnung der neuen Fahne, der allgemeinen Beifall fand. Der Vorschlag, als Einfassung Symbole wie Kornähre und Mohn zu verwenden, fand Zustimmung. Nur kleinere Änderungen erden für notwendig gehalten.
Im zweiten Punkt der Tagesordnung ging Häusler auf den derzeitigen Stand der Finanzen ein die sich dank der Spendenbereitschaft der Bevölkerung, einiger Abgeordneter und durch Baron Poschinger-Bray, der sich überaus erkenntlich gezeigt habe, wieder verbessert haben. Allen großen und kleinen Spendern wurde gedankt.
Einen breiten Raum nahmen die Ausführungen zu den bevorstehenden Festlichkeiten ein. Bereits zur 750-Jahrfeier des Ortes Steinburg und zum 100. Gründungsjubiläum der FFW könnten große Fahnen leihweise zur Verfügung gestellt werden und die blauweißen Fähnchen bei der Feuerwehr kostenlos abgeholt werden, damit die Gäste von Steinburg ein gutes Bild erhielten. Daher sei Beflaggung und Häuserschmuck auch so wichtig. Schließlich berichtete Häusler von den erfolgten Anmeldungen der Vereine zum 100. Gründungsfest, von der Aus-wahl der Kapellen und Spielmannszüge, wobei natürlich auch die Preisfrage eine Rolle mitgespielt habe. Die Aufstellung der „Taferlbuben“ werde mit Kollegen Heus Breu geregelt, sagte Häusler, mit dem er auch nächstes Jahr gut zusammenarbeiten werde, wenn in Au vorm Wald Festlichkeiten anstünden. In drei Wochen wolle man sich in Steinburg festlich „einkleiden“, damit man Steinburg würdig vertreten und repräsentieren könne.
Allgemeine Aussprache
In der allgemeinen Aussprache wies Bürgermeister und Vorsitzender der FFW Berger auf die große Bedeutung der anstehenden zwei Festlichkeiten hin, auf die Wichtigkeit eines gepflegten Ortsbildes ebenso wie auf die Schaffung zahlreicher Parkmöglichkeiten außerhalb des eigentlichen Ortskerns. Die 750-Jahrfeier werde, so Berger, am Freitag, den 29. Juni 1973, mit der Festansprache des Schirmherrn, Landrat Hafner, und einem Standkonzert eröffnet. Für die Abwicklung des Schriftverkehrs dankte Berger H. Söldner.
Lebhafter wurde es, als im Nebenzimmer die Diskussion „Kauf eines Feuerwehrfahrzeuges“ einsetzte. Hatte der inzwischen tagende Gemeinderat die Renovierung des Hl. Johannes Nepomuk an der Brücke in Steinburg mit 500 DM bewilligt, im Saal wurde er wie die Feuerwehrkameraden zur Vorführübung des fraglichen Fahrzeuges mit Vorbaupumpe für Sonntag (9.30 Uhr) eingeladen. Abschließend dankte Häusler allen Anwesenden für die Teilnahme an dieser Versammlung und ehrte wie Bürgermeister Berger den langjährigen Kommandanten der FFW Steinburg, Josef Bielmeier, mit einem Präsent.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1973


Hunderdorf. SV: Sonntag 13. Mai, 17 Uhr, Jugendspiel und 15 Uhr Spiel der Senioren gegen Elisabethszell. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn treffen sich alle Junioren und Senioren, die nicht am Ausflug teilnehmen am Sportplatz.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1973


Vereinsabend der Trachtler
Windberg
. Am Samstag, 12. 5., treffen sich um 19.30 Uhr die Mitglieder des Trachtenvereins „Dö gmüatlichen Waldler“ im Gasthaus Amann zu einem Vereinsabend. Der Verein wurde am 28. 4. 1973 wieder neu aktiviert. Um ihm einen guten Start zu geben, erhofft sich die Vorstandschaft die Unterstützung der Bevölkerung. Interessenten, die im Verein mitmachen wollen, sind herzlich eingeladen. In die Vorstandschaft wurden gewählt: Adolf Schlecht, 1. Vorsitzender, Xaver Zwickenpflug, 2. Vorsitzender, Karl Amann, Schriftführer, Michael Zöllner, Kassierer, Max Simmerl, Helmut Hartmannsgruber, Vortänzer.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1973


Ausflug der FFW Hunderdorf
Hunderdorf.
Die Freiwillige Feuerwehr Hunderdorf plant, am Pfingstsonntag, 10. Juni. eine Bayerwald-Rundfahrt zu unternehmen, wobei unter anderem die Besichtigung des National-parks vorgesehen ist. Interessenten können sich umgehend bei Kommandant Hartmannsgruber oder Vorstand Anleitner anmelden.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1973


Hunderdorf-Lintach. Schützenverein: Samstag, 12. Mai, 20 Uhr, Treffen zum Abschluß der Schießsaison mit Vorstellung des Schützenkönigs im Vereinslokal Schlecht.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1973


Steinburg. FFW: Sonntag. 13. 5., 9 Uhr. Feuerwehrübung beim Feuerwehrhaus.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1973


Das Standesamt Bogen im April
Bogen.
Das Standesamt Bogen verzeichnete im April zwölf Geburten, drei Trauungen und 13 Todesfälle.
Geburten: … Fritz Otto Kasper, Hunderdorf, Bahnhofstraße 9 … Claudia Christine Richtarsky, Hunderdorf, Hauptstraße 12 …
Gestorben sind: … Karl Miedaner, Austragslandwirt. Hunderdorf, Ortsteil Lintach 11, 76 Jahre; Anton Rainer, Arbeiter, zuletzt Rentner, Hunderdorf, Sollacher Straße 7, 71 Jahre …
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1973


15 Jahre Ortsgruppe Hunderdorf
Landrat Hafner hielt Festansprache — Langjährige BRK-Mitglieder ausgezeichnet

Hunderdorf.
Zur Eröffnung der Jubiläumsfeier zum 15jährigen Bestehen der Rotkreuz-Ortsgruppe Hunderdorf konnte Kolonnenführer Rosenhammer neben dem BRK-Kreisvorsitzenden Landrat Hafner auch die Bürgermeister Härtenberger (Hunderdorf), Primbs (Neukirchen). den Kreisgeschäftsführer Schattenhofer aus Straubing, Kreiskolonnenführer K. Klar, Geschäftsführer Novak (Bogen), die Sanitätsdienstleiterin Frau Hofmann und Kolonnenführer und Leiter der Bergwacht Lobmeier begrüßen. Sein

Landrat Hafner und Bürgermeister Härtenberger im Kreise der Geehrten

besonderer Gruß galt den vielen aktiven und passiven Mitgliedern aus Hunderdorf und Neukirchen, sowie den Gästen, die sich zu dieser Feierstunde im Cafe Weinzierl eingefunden hatten.
Landrat Hafner würdigte das Jubiläum des Ortsverbandes Hunderdorf als ein Ereignis, das weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus Bedeutung finde. „Ein solcher Tag“, so führte Hafner aus, an dem wir auf 15 Jahre tätiger Selbsthilfe zurückblicken, läßt uns so recht den Wert und die Bedeutung dieser Institution erkennen, die auf der 100-Jahr-Feier des Roten Kreuzes in Genf im Jahre 1963 mit den treffenden Worten zum Ausdruck gebracht worden ist: Vor 100 Jahren war das Rote Kreuz ein Glaubensakt. Heute ist es greifbare Wirklichkeit. Dies ist nicht zuletzt den nahezu 99 Prozent ehrenamtlichen Helfern zu verdanken, die sich freiwillig diesem Dienst am Nächsten widmen. Dem Staat und den Kommunen würde eine ungeheure finanzielle Last zufallen, wenn es diese Idealisten nicht gäbe“.
Abschließend dankte Landrat Hafner allen, die in uneigennütziger Weise beim Aufbau dieser Ortsgruppe mitgewirkt hätten und wünschte auch für die nächsten Jahre des Bestehens eine erfolgreiche Arbeit.
Für fünfjährige Mitgliedschaft ehrte der BRK-Kreisvorsitzende: Johann Schötz, Hans Greßler, Erwin Czasa und Dieter Kühn, alle aus Hunderdorf. Bereits zehn Jahre tätig sind Johann Lechner, Adolf Kalischko und Ewald Axinger als Hunderdorf, sowie Karl Lobmeier, Xaver Grüll und Max Länger, Hans Werner Früchtl und Rudi Hochstrasser aus Pürgl. Auch sie erhielten aus der Hand des Landrates eine Ehrenurkunde.
Für 15jährige Mitgliedschaft. wurden geehrt: Walter Reichardt (Hunderdorf), Franz Hafner (Hunderdorf) und Kurt Schröter (Pürgl). Kreiskolonnenführer Klar beglückwünschte den Ortsverband zum Jubiläum und gestand der Gruppe zu, daß hier mit guten Führungskräften und tüchtigen aktiven Mitgliedern viel geleistet worden sei. Kurz wies er auf die künftige Organisation im Großlandkreis hin, der in die Bereiche Mallersdorf, Straubing, Bogen-Ost und Bogen-West aufgeteilt worden sei. Er machte auf den bevorstehenden Leistungsvergleich aufmerksam und verwies auf die Aufstellung von Katastrophenzügen.
Bürgermeister Härtenberger überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Gemeinderats zu diesem Jubiläum und sprach allen Führungskräften und aktiven Mitgliedern, besonders aber den Geehrten seinen herzlichen Dank mit der Bitte um weitere Mitarbeit aus. Im Auftrage der Gemeinde überreichte er der Ortsgruppe ein kleines Erinnerungsgeschenk.
Kreisgeschäftsführer Schattenhofer aus Straubing stellte sich erstmals in Hunderdorf vor. Eine 15jährige Tradition, so meinte er, sei Beispiel für eine gute kontinuierliche Arbeit. An ihm werde es nicht liegen, wenn die Ortsgruppe Hilfe nötig hat. Den ausgezeichneten Mitgliedern sprach er seinen Dank aus und bat sie, ihre Arbeit zum Wohle der Bevölkerung des Landkreises fortzusetzen.
Zum Schluß gab Rosenhammer seiner Freude darüber Ausdruck, daß zum Feste des Ortsverbandes so viele Gäste erschienen sind und Glück gewünscht haben. Sein und der Ortsgruppe Bestreben wird es sein, auch in den nächsten Tagen gute Zusammenarbeit zu leisten. Ein besonderes herzliches Wort des Dankes richtete er an den ehemaligen Kolonnenführer Ludwig Niedermeier, der in der Vergangenheit die Orts-gruppe geführt hatte.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1973


Moped „Zündapp“ gestohlen
Hunderdorf.
Ein vor der Gastwirtschaft Edbauer, Hunderdorf, abgestelltes Moped, das unversperrt war, wurde am 6. Mai gegen 21.30 Uhr gestohlen. Versicherungskennzeichen: 650 EDR, Marke „Zündapp“, Fahrgestellt-Nr. 5741024, blaue Farbe. Es wird gebeten, der Landespolizei vertrauliche Hinweise auf den Täter oder den Verbleib des Moped zu geben.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1973


Pkw beschädigt und geflüchtet
Hunderdorf.
Ein in der Ringstraße, Hunderdorf, abgestellter Pkw wurde am Freitag zwischen 21.45 und 23.30 Uhr durch ein anderes Fahrzeug vorne rechts beschädigt. Der Schuldige flüchtete. Die Landespolizei Bogen bittet um vertrauliche Aussagen, um den Verursacher zu ermitteln.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1973


Bürgerinitiative – gezeigt und gefordert
Aufschlußreiche Bürgerversammlung in Windberg — Bürgermeister Kleikamp brachte die wichtigsten Probleme zur Sprache
Windberg.
Trotz der miserablen Haushaltslage der Gemeinde kann Bürgermeister Kleikamp mit seinem Gemeinderat seit Amtsantritt im Juni 72 schon beachtenswerte Leistungen aufzeigen. Kleikamp: „Wir müssen den Vorteil, der uns durch die landschaftlich schöne Lage und durch die kulturellen Sehenswürdigkeiten unseres Ortes gegeben ist, etwas mehr gebrauchen lernen. Die Lösung hierzu heißt: Bürgerinitiative! “
Als ersten Punkt in seinem Rechenschaftsbericht nannte Kleikamp die Ortsbeleuchtung, die noch zu sehr günstigen Bedingungen im Herbst des vergangenen Jahres erstellt werden konnte. Die Kosten für die Erweiterung in Windberg und die Neuerstellung in Meidendorf und Irensfelden betrugen insgesamt 36 000 DM.
Dankend und Anerkennung aussprechend, berichtete Kleikamp dann über das jüngste Werk in der Gemeinde, den Kinderspielplatz, und sprach von einer „wirklich vorbildlichen Leistung“, die in Kürze schon abgeschlossen werden kann. Angeregt durch die letzte Bürgerversammlung, hatte sich die Vorstandschaft des Sportvereins bereiterklärt, durch vollkommen kostenlose Arbeitsleistungen die Spielgeräte zu bauen und den Platz anzulegen. Unter großem Beifall der Anwesenden dankte der Redner namentlich den Herren: Gustav Hamberger, Sebastian Mayer, Adolf Pielmeier und Adolf Schlecht, aber auch allen, die irgendwie mitgeholfen haben, diese Idee so schnell, so umsichtig und erfolgreich zu verwirklichen.
Eine nochmalige Aufwertung dieser Selbsthilfeleistung ist es, daß die Finanzierung des benötigten Materials durch einen vom Gemeinderat angeregten und sehr erfolgreich verlaufenen Dorffasching erfolgte. Für diesen wirklich gut gelungenen Abend im Februar dankte Kleikamp noch einmal allen, die zum Gelingen beigetragen, und somit auch ihren Beitrag zum Kinderspielplatz geleistet haben.
„Ich glaube, daß solche Dorfabende, und es ist unser Bestreben, zweimal jährlich einen zu gestalten, am besten dazu geeignet sind, Gemeinschaftsgeist und Gemeinschaftssinn in unserem Dorf zu vermehren und zu vertiefen.“, führte Kleikamp aus und kündigte an, daß der Erlös der nächsten Dorfabende für ähnliche Vorhaben in den anderen Ortschaften der Gemeinde dienen soll, gleichsam als Anregung zu ebensolchen Möglichkeiten von Bürgerinitiative.
Ein großes Anliegen, so holte Kleikamp dazu weiter aus, seien ihm noch die nötigen Schritte, Windberg für den Fremdenverkehr zugänglicher zu machen, das heißt, das Dorf noch schöner und einladender zu gestalten und vorhandene Kostbarkeiten, wie z. B. den Blasiusbrunnen noch mehr zur Geltung zu bringen.
Zum Punkt Haushaltsplan und Gemeindefinanzen allgemein konnte der Bürgermeister natürlich nichts Erfreuliches sagen. Von den 8 250 DM, die der Gemeinde im Jahr noch zur Verfügung stehen, wurden im Winter bereits ein Schneepflug und ein Unimog für insgesamt 7 500 DM angeschafft. Diese Käufe waren unbedingt notwendig und haben sich, wie der vergangene Winter gezeigt hat, auch als sehr umsichtig und erfolgreich erwiesen zumal der Unimog das ganze Jahr über einmal wöchentlich für die Müllabfuhr eingesetzt werden kann. Helmut Haimerl als dem Fahrer des Schneepflugs, wurde dabei für seinen selbstlosen und vorbildlichen Ein atz besonders gedankt. Unumgänglich, so wurde aus den Ausführungen klar, ist nunmehr eine drastische Steuererhöhung, auch als Voraussetzung für künftige Zuschuß- und Kreditanträge der Gemeinde.
Ausführlich wurde auf die Schwierigkeiten bei der Genehmigung von Rauplanen eingegangen. In Windberg, wie in anderen Gemeinden ohne Kanalisation, besteht derzeit ein regelrechter Baustopp. Hier eine annehmbare Lösung zu erreichen, werde sein nächstes großes Anliegen sein. versicherte Kleikamp.
Zum bevorstehenden Gründungsfest mit Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr Windberg wurden die Gemeindebürger aufgerufen, bei der unmittelbaren Vorbereitung mitzuhelfen. Kommandant Haimerl gab zum Ablauf des Festes einige wichtige Erläuterungen.
Viel Diskussionsstoff bildete die Ankündigung, daß Mitte Mai mit der Instandsetzung sämtlicher Gemeindewege begonnen werde. Unter sehr vielen Antragstellern ist es dem Bürger-meister gelungen, die Bundeswehr für die nötigen maschinellen Arbeiten zu bekommen. Klei-kamp erklärte Umfang und Leistung von seiten der Bundeswehr und der Gemeinde und richtete den eindringlichen Appell an die Bevölkerung, den Soldaten bei ihrer Arbeit wirklich entgegenzukommen und nicht gleich bei kleinsten Flurschäden, die vorkommen können, empört zu reagieren und dadurch möglicherweise die ganze Aktion zu gefährden. Wo Grundstücksabtretungen nötig seien, um eine Engstelle oder ein anderes Hindernis beseitigen zu können, sollten sich die betreffenden Grundbesitzer in der Gemeindekanzlei melden. Die Gemeinde kann hierfür verständlicherweise keine Leistungen geben. Weiter werden die Bürger ersucht, sogenannte „Ablässe“ vorzubereiten, damit die Arbeiten auch auf die Dauer wirkungsvoll aus-geführt werden können.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1973


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Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1973


Maria Sachs Schützenkönigin 73
Abschlußfeier der Schützengesellschaft „Geselligkeit“ — Attenberger Vereinsmeister

Hunderdorf/Lintach.
Zum Abschluß der Saison 1972/73 trafen sich die Mitglieder der Schützengesellschaft „Geselligkeit“ im Gasthaus Schlecht, um die Schützenkönige und Vereinsmeister auszuzeichnen. Zugleich bedeutete das für den Verein die Krönung des 11. Schützenkönigs des 1959 gegründeten Vereins, der später allerdings stagnierte und erst 1963 wieder ins Leben gerufen wurde. Seit dieser Zeit steht Schützenmeister IIans Altschäffl dem Verein vor.
Der Ehrung ging ein gemeinsames Essen voraus. Dann gab Altschäffl

1. Schützenmeister Altschäffl mit den Schützenkönigen

die Ergebnisse dieser Saison bekannt. Erstmals konnte die Würde eines Schützenkönigs an ein Mädchen verliehen werden: Maria Sachs war es gelungen, mit einem 118-Teiler das beste Ergebnis zu erzielen. Sie löst damit den bisher amtierenden Schützenkönig Hans Altschäffl ab, der diese Würde im letzten Jahr innehatte. Mit einem 152-Teiler wurde der Jugendliche Klaus Winklmeier Wurstkönig, und der Herbergswirt der Schützen, Xaver Schlecht, wurde Brezenkönig. Auf den übrigen Plätzen folgten Hans Langmeier, Karl Miedaner, Xaver Schlecht, Gabi Schröttinger, J. Altschäffl jun., Ludwig Treimer und Richard Attenberger.
Gleichzeitig gab Schützenmeister Altschäffl auch die Reihenfolge in der Vereinsmeisterschaft bekannt. Als Vereinsmeister konnte sich Sigmund Attenberger mit 3034 Ringen placieren, gefolgt von Ludwig Treimer mit 2903 Ringen, Xaver Schlecht, J. Altschäffl jun., Maria Sachs, Klaus Winklmeier, Karl Miedaner, Richard Attenberger, Hans Altschäffl und Regina Gleixner. Für die Teilnehmer auf den ersten Plätzen gab es schöne Preise.
Altschäffl bedankte sich abschließend bei allen aktiven Teilnehmern für die lebhafte Teilnahme an den Übungsabenden, auch bei Gastwort Schlecht für die Bereitstellung der Räume. Besonders erfreulich sei die Beteiligung der Jugend, und die guten Plätze der Jugendlichen gäben auch ein Zeichen daß sich die Nachwuchsarbeit gelohnt hat. Herzlichen Beifall gab es für das Ehepaar Traudl und Otto Schlecht, denen der Vorstand zum silbernen Ehejubiläum gratulierte. Schriftführer Treimer überreichte ein Blumengeschenk.
Abschließend wurde noch bekannt gegeben, daß künftig jeden ersten Freitag im Monat die Schießübungen stattfinden und alle Mitglieder zur aktiven Teilnahme aufgefordert werden. Auch in diesem Jahr wird der Verein wieder einen Ausflug unternehmen, dessen Ziel jedoch erst noch festbesetzt wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1973


Oberalteich/Großlintach. Bayerisches Kreuz: Donnerstag, 17. Mai. 20 Uhr, Sanitätsausbildung im Klosterhotel Oberalteich.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.05.1973


Oberaltaich/Großlintach. Bayerisches Rotes Kreuz: Heute, Donnerst, 20 Uhr, Rotkreuzversammlung im Klosterhotel Oberaltaich. Annemarie Haensch spricht über „Plötzlich eintretende Geburt“. Auch wird die Helferinnenkleidung ausgegeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1973


Hunderdorf. Bayerwaldverein: Samstag, 19. Mai, 20 Uhr, Monatsversammlung im Gasthaus Sandbiller. Junioren bereits ab 15 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1973


Hunderdorf. Wandertag des TSV: Anmeldungen bis Sonntag. 20. Mai an Frau Scheibenthaler oder H. Leidl.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1973


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein/Jugendgruppe: Heute, Donnerstag, 17.30 Uhr, Volkstanzprobe im Jugendheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1973


Hunderdorf. SV: Heute, Donnerstag, 19 Uhr, Seniorentraining. Morgen, Freitag, Spielerversammlung im Clublokal.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1973


Windberg. Freiwillige Feuerwehr: Samstag, 19. 5., 20 Uhr, außerordentliche Feuerwehrversammlung im Gasthaus Wagner, Windberg. Aussprache über Vorbereitung, Planung und Durchführung des Gründungsfestes mit Fahnenweihe.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1973


Josef Wurm wieder Schützenkönig
Meidendorf.
Die aktiven „Hubertusschützen“, Meidendorf, mit Ihrem Schützenmeister Max Helmbrecht trafen sich zum letzten Male in dieser Saison, um den Schützenkönig zu ermitteln. Die Schützenkette erwarb zum siebtenmal Josef Wurm aus Meidendorf. Ihm zur Seite stehen Max Helmbrecht als Wurstkönig und Josef Weiß als Brezenkönig. Xaver Hafner als Kassier berichtete über die finanzielle Laue des Vereins. Vorsitzender Helmbrecht dankte allen Schützen für die gute Zusammenarbeit.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1973


Diskussion über Paragraph 218 heute abend in Windberg
Windberg.
Neben den politischen, musischen, religiösen und grünen Arbeitskreisen bietet die KLJB Bogen am heutigen Donnerstag in Windberg auch die Möglichkeit an, daß sich Jugendliche in einem eigenen Arbeitskreis mit dem Problem „Abtreibung Paragraph 218″ auseinandersetzen. Der Arbeitskreis mit Franz Knappik entfällt diesmal. Ausgangspunkt wird das neue Tonbild „Ob wir Menschen sind?“ sein. Eine Diskussion mit Studienrat Alois Albersdörfer, Pfarrer in Pfelling, schließt sich an. Das Tonbild „Ob wir Menschen sind“ sieht das Problem der Schwangerschaftsunterbrechung nicht eingeengt in die gegenwärtige Aktualität. Die Frage nach dem „Ja zum Leben“ , die Verpflichtung der Eltern gegenüber dem werdenden Kind wird für alle „menschlichen Menschen“ und für alle religiös gebundenen Menschen bestehen bleiben, gleichgültig wie die Diskussion über die Abtreibung enden wird und welche gesetzlichen Regelungen beschlossen werden. Im Vorwort zum Tonbild heißt es, „Wer sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt, wer den Kriegsdienst ablehnt, weil er das Töten ab-lehnt, wer Transplantationen ersinnt, um das Leben möglichst unbegrenzt zu erhalten, der sollte dem werdenden Leben die gleiche Achtung, denselben Respekt und die gleiche Verantwortung entgegenbringen“. Dieser Arbeitskreis soll den jungen Menschen helfen, durch Information und Diskussion einen eigenen Standpunkt zu finden. Eingeladen sind alle Jugendlichen des Großlandkreises, auch solche, die bisher noch nicht an den Arbeitskreisen teilgenommen haben.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1973


Müllabfuhrgebühren sind zu zahlen
Windberg.
Die Müllabfuhrgebühren April bis Juni sind bei der Gemeindekasse Windberg innerhalb der der nächsten Woche zur Einzahlung zu bringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1973


Meidendorf. MSC: Heute, Freitag, 20 Vereinsversammlung im Gasthaus Schießl. Es geht um Klärung von Versicherungsfragen.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1973


Hunderdorf. Bayerwaldverein: Heute, Samstag, 20 Uhr, Versammlung im Gasthaus Sandbiller. Jugendgruppe: Treffen um 15 Uhr
Quelle: Bogener Zeitung, 19.05.1973


Hunderdorf. Wandertag: Samstag 26.Mai, Anmeldeschluß für TSV-Bogen-Wandertag bei H. Leidl oder F. Scheibenthaler.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.05.1973


„Was ist eigentlich Glück?“
Zum 18. Male Arbeitskreise der KLJB Windberg — Über § 218 diskutiert
Bogen-Windberg.
Zum 18. Male trafen sich am 17. Mai die Arbeitskreise der Katholischen Landjugend des Landkreises Straubing-Bogen im Jugendhaus Windberg. Während sich ein Sonderarbeitskreis mit der 1. Lesung zur Gesetzesänderung des § 218 befaßte, diskutierten der Grüne und der Politische Arbeitskreis das Thema Kreisjugendpfleger. Mit dem „Glück“ beschäftigte sich der Religiöse Arbeitskreis, mit „Fläche und Raum“ der Musische Arbeitskreis. Etwa 80 Jugendliche hatten sich wieder eingefunden.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Josef Groß stellte dieser die Leiter der jeweiligen Arbeitskreise vor, die sich dann trennten. Ein Sonderarbeitskreis unter Leitung von Kaplan Hans Trimpl und Studienrat Albersdörfer (Pfelling) nahm sich die Debatte um die Reform des § 218 vor. Mit Tonbandaufzeichnungen der neuesten Nachrichten von der 1. Lesung wurde der beste Einstieg in das Thema gewählt. Eine Umfrage unter den Teilnehmern ergab, daß dieses Thema in aller Munde ist, daß aber weniger daheim als vielmehr auf den Arbeitsplätzen diskutiert wird. Die Meinungen seien verschieden, doch hätten alle das Gefühl, daß die Fristenlösung die wenigsten Befürworter findet. Zum gleichen Thema wurde zum Abschluß das Ton-bild „Ob wir Menschen sind?“ gezeigt. Es behandelt einen besonders krassen Fall, wo eine verheiratete Frau allein in Urlaub fährt und eine Bekanntschaft macht, die nicht ohne Folgen bleibt. Die Frau wird in Gewissenskonflikten umhergetrieben, erwägt wiederholt die Abtreibung, bis dann Mann und Frau dieser bisher kinderlosen Ehe ein „Ja“ zum Kind sagen.
Im vereinigten Politischen und Grünen Arbeitskreis diskutierte man mit dem neuen Kreisjugendpfleger Rudi Landstorfer über seine künftigen Aufgaben und seine Vorstellungen. Allgemein wurde begrüßt, daß nun der Landkreis Straubing-Bogen auch einen Jugendpfleger hat, nachdem es solche schon seit 1948 überall geben sollte. Als Thema für die nächste Zusammenkunft wurde „Die Rolle der Frau in der Politik“ gewählt.
Der Musische Arbeitskreis wurde auch diesmal wieder von dem Kunststudenten Maximilian Wagner betreut. Man hatte zum Thema „Fläche und Raum“ und machte dazu praktische Versuche. Nächstesmal nimmt sich diese Gruppe die Ausmalung des Bastelraumes im Jugendhaus vor.
Ein schwieriges Thema hatte der Religiöse Arbeitskreis unter der bewährten Leitung von P. Thomas. Man wollte erarbeiten, was eigentlich „Glück“ ist. Eine Teilnehmerin hatte vorher eine Befragung in ihrem Bekanntenkreis durchgeführt. Das Ergebnis wurde zunächst diskutiert. Es stellte sich sehr bald heraus, daß es schwer sei, eine allgemeine Definition für den Zustand „Glück“ zu finden, weil die Vorstellungen sehr weit auseinandergehen, wie etwa auch beim Begriff „Liebe“. So erhielt man auch zu den Fragen, ob die Menschen glücklich seien, was zu ihrem großen Glück noch fehle und wie sie andere glücklich machen können, die verschiedensten Antworten. Der zweite Schritt war eine Metapher-Meditation bei der das „Glück“ mit etwas Bildlichem zu vergleichen war. Diese Arbeit war sehr ergiebig und aufschlußreich. Schließlich wurde unterschieden zwischen „Glück haben“ und „glücklich sein“. Eine Untersuchung des Ausspruchs „Die Tür zum Glück geht nach außen auf“ ergab, daß der Mensch nur glücklich werden kann, wenn er andere glücklich macht.
Das Thema des nächsten Arbeitskreises lautet „Schweigen“. Wegen des Fronleichnamsfestes ist die nächste Zusammenkunft der Arbeitskreise auf den 28. Juni festgesetzt worden.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.05.1973


Weihbischof bei 181 Firmlingen
Hunderdorf.
Der Firmungstag für die Pfarrei Hunderdorf war für 181 Buben und Mädchen ein bedeutungsvoller Tag. Unter Glockengeläute zogen sie mit Weihbischof Karl Flügel aus Regensburg und den weiteren Seelsorgern feierlich in das Gotteshaus ein. Der Weihbischof wurde vor Beginn des Gottesdienstes vom Ortspfarrer Georg Ruhs begrüßt. Der Gottesdienst wurde in Zelebration mit Prior Voss, Pfarrer Ephrem und Ruhs sowie Kaplan Rainer abgehalten. Nach dem Evangelium hielt Weihbischof Flügel eine festliche Ansprache. An die Firm-linge, Paten und Eltern gewandt, wies er auf die große Bedeutung dieses Tages hin und erinnerte die Paten an die Wichtigkeit ihres Amtes. Anschließend erneuerten die Firmlinge ihr Taufgelöbnis. Daraufhin erfolgte die Spendung der Hl. Firmung durch den Weihbischof. Zum Schluß der Festfeier dankte der Bischof für die Gestaltung und Mitfeier des Firmgottesdienstes.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.05.1973


Heute Gemeinderatssitzung
Hunderdorf.
Heute, Dienstag, findet um 19 i:hr im Gemeindeamt eine Gemeinderatsitzung statt. Auf der Tagesordnung steht: 1. Beratung und evtl. Beschlußfassung über Haushaltsplan und Haushaltssatzung für das Rechnungsjahr 1973, 2. Müllabfuhr, 3. Verschiedenes.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.05.1973


Bebauungsplanänderung genehmigt
Schulhausvorplatz wird geteert — Aus der Gemeinderatssitzung
Hunderdorf.
Bei der kürzlich im Gemeindeamt stattgefundenen Sitzung hatte sich der Gemeinderat eingangs mit der Änderung von Bebauungsplänen zu befassen. Der Änderung des Bebauungsplanes Bahnhofsiedlung-Erweiterung II durch Deckblatt Nr. 1 wurde zugestimmt. Dadurch werden die zwei großen Bauparzellen in vier kleinere Baugrundstücke aufgeteilt. Die Änderung des Bebauungsgebietes Apoig durch Deckblatt Nr. 3, wonach die Grundstücke Hagn, Sträußl und Schröttinger in das Bebauungsgebiet aufgenommen werden, wurde genehmigt Weiterhin wurde der Bebauungsplan Bahnhofsiedlung einstimmig als Satzung beschlossen. Bei diesem Bebauungsplan handelt es sich um eine Überarbeitung des südöstlichen Bereichs des bestehenden Bebauungsplanes „Hunderdorf“.
Der Antrag des L. Maier, Brandstatt, auf Wegeaufstufung von Schindlmeier, Starzenberg, zu seinem Anwesen nach Brandstatt wurde zur Kenntnis genommen. Ein Beschluß über die Auf-stufung will der Gemeinderat erst dann fassen, wenn die Stellungnahme des Landratsamtes vorliegt, ob einem Aufstockungsantrag von seiten der Aufsichtsbehörde zugestimmt würde, da mit diesem Wegstück nur ein landwirtschaftliches Anwesen erschlossen wird. Dem Aufstufungsantrag für die Teilstrecke vom Anwesen Bogner zu Söldner in Sollach wurde abgelehnt. Jedoch wird versichert, daß dieses Wegestück beim Ausbau der Ortsdurchfahrt in Sollach ebenfalls mit einer Teerdecke versehen wird.
Weiterhin war das Baugesuch des M. Holmer zu behandeln, da diesem im Vorbescheid eine Baugenehmigung zugesprochen wurde, wenn die Gemeinde den Hohlweg auf eine Breite von 5,5 Mehr ausbaut. Der Gemeinderat beschloß, dieses Straßenstück auf 5,5 Meter zu verbreitern, wobei jedoch kein Ausbautermin bestimmt wurde, da die Gemeinde bereits seit langem bemüht ist, ihr Straßennetz Zug um Zug den finanziellen Möglichkeiten entsprechend auszubauen.
Der Bahnübergang bei 17 045 (Grundstück Baier) ist laut Schreiben der Deutschen Bundes-bahn noch als öffentlicher Weg eingestuft, obwohl er nur mehr den Charakter eines Privat-weges besitzt. Der Gemeinderat beschloß, diesen Weg als öffentlichen Gemeindeweg einzuziehen.
Der Bürgermeister informierte den Gemeinderat über eine Besichtigung der Bahnübergänge in Hunderdorf und über die von der Gemeinde zu veranlassenden neuen Beschilderungen. Mit der geforderten Zeichenanbringung beim Längsweg am Bahnhof war man jedoch nicht einverstanden. Der Bürgermeister wird beauftragt, ob die vorgeschlagene Beschilderung entfallen kann, wenn der Weg für Fahrzeuge gesperrt wird, da er sowieso nur noch ganz selten benützt wird.
Dem Bayerwaldverein wurde ein Zuschuß für die Abhaltung des Ersten Internationalen Volkswandertages in Hunderdorf am 20. und 21. Oktober 1973 zuerkannt. Ein Spendenbeitrag für das Vergleichsschießen in Kreuzkirchen wurde abgelehnt. Weiterhin gab der Bürgermeister dem Gemeinderat Kenntnis vom Schreiben des Landratsamtes, bezüglich der Beseitigung der Mißstände im Anwesen Veit, Lintach. und einem Schreiben der Gemeinde bezüglich der Gebietsreform.
In nichtöffentlicher Sitzung wurden die Arbeiten für die Teerung des Schulhausvorplatzes sowie für die Errichtung eines Hartspielplatzes neben der Schulanlage vergeben. Weiterhin wurden Befreiungsanträge bei der Müllabfuhr sowie Personalangelegenheiten behandelt.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.05.1973


Hunderdorf. SV: Donnerstag. 24. 5., 19 Uhr Training der Senioren am Sportplatz. Anschließend Spielerversammlung im Vereinslokal.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.05.1973


Windberg -Meidendorf. Rotes Kreuz: Freitag. 25. 5., 19.30 Uhr, Zusammenkunft beider Gruppen wegen Teilnahme am Gründungsfest der FFW Windberg in der Unfallhilfestelle in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.05.1973


Wieder Bronze für FFW Windberg
Windberg.
Trotz der Vorbereitungen zum 100. Gründungsfest konnten Kommandant Haimerl und sein Stellvertreter wieder eine Gruppe für die Leistungsprüfung Stufe I vorbereiten. Die Prüfung nahmen Wanninger, Löw und Hoffmann ab. Die Gruppe war bestens vorbereitet und bestand in 170 Sekunden mit null Fehlern. Die Prüflinge Karl Bauer, Josef Feldmeier, Johann Hornberger, Johann Hüttinger, Max Hüttinger, Werner Hütttinger, Joh. Mayer, Helmut Schießl und Wilfried Seidler. Unser Bild zeigt die Gruppe während der Prüfungsübung.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.05.1973


Zum erstenmal am „Tisch des Herrn“
Hunderdorf.
Unter feierlichem Glockengeläut zogen 35 Buben und 32 Mädchen in das Gotteshaus ein, um anschließend an den „Tisch des Herrn“ zu treten. Pfarrer Ruhs hielt die Festansprache. Anschließend erneuerten die 67 Erstkommunikanten ihr Taufgelöbnis. Feierlich schritten die Kommunionkinder zum Altar. Mit der Dankandacht am Nachmittag, wobei den Erstkommunikanten hübsche Kommunionandenken überreicht wurden, fand die Feier ihren Abschluß.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.05.1973


Hunderdorf. SV: Heute, Donnerstag, Training der Senioren bereits um 18 Uhr, da anschließend Spiel gegen Bundeswehreinheit.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.05.1973


Rasch mußte ich von dieser Erde scheiden,
ihr Lieben alle, lebet wohl.
Gott, der Herr, hat am Mittwoch meine liebe Gattin und herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Oma, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Kreszenz Klein
Landwirtsgattin

im Alter von 64 Jahren zu sich in ein besseres Jenseits abberufen.
Wassergraben, Biehl, den 24. 5. 1973
In tiefer Trauer:
Willibald Klein, Gatte
Angela Schmidbauer, Tochter mit Gatten
Hansi, Lore, Manfred und Herta, Enkelkinder und übrige Verwandtschaft
Requiem am Freitag, den 25. 5. 1973, um 15 Uhr in der Pfarrkirche in Windberg mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.05.1973


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: Morgen. Samstag, 26. Mai, Vereinsabend und Aussprache über Besuch des Waldgaufestes im Gasthaus Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1973


Windberg. Freiwillige Feuerwehr: Heute, Freitag, 19.30 Uhr Gesangsprobe für den Männerchor im Gasthaus Wagner.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1973


Windberg. Trachtenverein: Morgen, Samstag, 19.30 Uhr Vereinstreffen im Gasthaus Amann.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1973


Steinburg. Freiwillige Feuerwehr: Samstag, 19.30 Uhr, im Nebenzimmer Berger-Bräu Feuerwehrversammlung.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1973


Pokalturnier des TTC Windberg
Windberg. Am Donnerstag, 31. Mai (Christi Himmelfahrt) findet im Rahmen des 100. Gründungsfestes der Freiw. Feuerwehr in Windberg ein Tischtennis-Pokalturnier statt. Mit dem TTC Windberg kämpfen DJK Rattenberg, TSV Falkenstein und TTC Hellbrunn um die Pokale. Der Verein dankt dem Festausschuß der Freiwilligen Feuerwehr Windberg, ferner Bürgermeister Kleikamp sowie Dietmar Schmidbauer und Otto Wurm für die gestifteten Pokale. Beginn des Turniers: 9 Uhr, um 18 Uhr ist Siegerehrung im Bierzelt.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.05.1973


Steinburg. BRK-Ortsgruppe: Mittwoch. 30. 5., 20 Uhr, Dienstabend im Gasthaus Berger-Höfelsauer.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.05.1973


Jugendbekenntnistag einmal anders
Die Bogener Kreisrunde der KLJB tagte im Hunderdorfer Jugendheim
Bogen-Hunderdorf.
Die Bogener Kreisrunde der Katholischen Landjugend traf sich im Jugendheim in Hunderdorf, um die Planungen für die nächste Zeit festzulegen. In erster Linie ging es um die Gestaltung des Jugendbekenntnistages, der heuer an einem ungewöhnlichen Tag, nämlich an einem Freitag, und auf ungewöhnliche Weise in der Klosterkirche in Windberg begangen werden soll.
Kaplan Hans Trimpl (Bogen) schlug als Jugendbekenntnistag auf Dekanats- und Kreisebene den 22. Juni vor, das ist der Freitag nach Fronleichnam und dem Dreifaltigkeitssonntag. Es geschah dies aus mehreren Gründen. Am Dreifaltigkeitssonntag befindet sich die Kreisjugend noch auf der Rückreise aus Jugoslawien. An diesem Tag soll der Jugendbekenntnistag nur auf Pfarrebene gestaltet werden. Mit der Verlegung der Feier auf den Freitag soll außerdem für die Geistlichen die Möglichkeit geschaffen werden, mehr Kontakt mit der Jugend aufzunehmen; denn nach dem Wortgottesdienst, der um 19.30 Uhr in der Klosterkirche Windberg sein wird und den die Jugend selbst mit gestaltet, ist, wie im Vorjahr, auf dem Klosterhof ein Gartenfest geplant. Beim Wortgottesdienst will der Jugendchor von Parkstetten singen, beim Gartenfest spielt die Sir-Francis-Band. Die Reineinnahmen aus dem Gartenfest sollen dem Entwicklungshelfer Pfarrer Xaver Mader zugute kommen, der gegenwärtig auf Heimaturlaub in St. Englmar weilt.
Die weiteren Gesprächspunkte betrafen das Ehemaligentreffen, das im Herbst stattfinden soll und zu dem alle ehemaligen Obmänner eingeladen werden, sowie die Auswertung des Stehempfanges, der zweifellos nicht umsonst war. Die Prominenz war fast vollzählig vertreten. und es hat auch günstige Gelegenheit gegeben, die Probleme an die richtigen Leute heran-zubringen. Dem Frauenbund von Bogen und den Bogener Mädchen wurde besonderes Lob gespendet, da diese die Hauptlast der Vorbereitung getragen haben.
Der Jugendaustausch mit Frankreich fand ein erfreuliches Echo. Am 2. August werden etwa 25 Jugendliche nach Pau in Südfrankreich fahren und am 21. August mit etwa 15 Franzosen zurückkommen. Die Gäste sollen alle in Mitterfels untergebracht werden.
An den Kreisjugendring soll die Anregung gebracht werden, auch heuer zu den Europäischen Wochen nach Passau zu fahren.
Die nächsten Arbeitskreise treffen sich wegen Fronleichnam erst am 28. Juni in Windberg. Gleichzeitig mit der Einladung zu den Arbeitskreisen soll auch die Einladung zum Jugendbekenntnistag versandt werden. Das nächste Treffen der Arbeitsgemeinschaft Bogen soll am 13. Juli in Oberaltaich stattfinden.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.05.1973


Großlintach. Bayerisches Rotes Kreuz: Die am morgigen Donnerstag fällige Sanitäts-Unterrichtsstunde wird wegen des Feiertages um eine Woche verschoben. Sie findet am Donnerstag, 7. Juni, 20 Uhr im Gasthaus Faistl in Niedermenach statt. Noch nicht eingekleidete Mitglieder möchten sich umgehend beim Kolonnenführer melden.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.05.1973


Hunderdorf. Krieger- und Soldatenkameradschaft: Donnerstag, Treffen um 13 Uhr bei der Gastwirtschaft Sandbiller zum Wandern. Zur Teilnahme an dieser Wanderung, die über Hei-ligkreuz — Feiertagshof — Irensfelden (Einkehr) und zurück führt, sind alle Mitglieder ein-geladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.05.1973


Hunderdorf. Schützenverein: Donnerstag, 10 Uhr Abmarsch zur Wanderung mit dem Straubinger Schützenverein beim Schützenhaus.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.05.1973


Hunderdorf. SV: Heute, Mittwoch, 19.00 Uhr, Vorstandssitzung im Vereinslokal.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.05.1973


FFW feiert 100. Gründungsfest
Vom 31. Mal bin 3. Juni — Schirmherrschaft hat Landrat Hafner übernommen

Windberg. Unter der Schirmherrschaft des Landrates von Straubing-Bogen, Xaver Hafner, findet vom 31. Mai bis 3. Juni in Windberg das 100. Gründungsfest mit Fahnenweihe der FFW Windberg statt. Als Patenverein wird die FFW Hunderdorf dem Jubiläumsverein zur Seite stehen. Fahnenmutter ist Elly Wagner aus Windberg.

Vorderansicht der neuen Fahne

Die Vorbereitungen für die Durchführung des Festes sind getroffen. Vorstandschaft, Festausschuß und Festwirt haben in vielen Sitzungen und Beratungen das Programm aufgestellt und alles geregelt, um einen reibungslosen Verlauf der Festtage gewährleisten zu können. 58 Ver-eine werden die FFW Windberg am Sonntag begleiten, wenn sie für ihre neue Fahne die kirchliche Segnung erbittet.
Festfolge: Donnerstag (Fest Christi Himmelfahrt): 15 Uhr Auszug zum Festzelt, 19 Uhr Heimatabend mit dein Trachtenverein Oberschneiding unter der Leitung von Hans Vogl; Freitag: Ab 19 Uhr Festzeltbetrieb, 20 Uhr Ehrung langjähriger Mitglieder durch Landrat Xaver Hafner, und Verleihung von Leistungsabzeichen. Samstag: 16 Uhr Einholung der Festjungfrauen, 17 Uhr Einholung des Patenvereins und der Fahnenmutter (17.30 Uhr Vorabendmesse in der Pfarr- und Klosterkirche), 18.30 Uhr Standkonzert auf dem Dorfplatz mit der Festkapelle und dem Spielmannszug Oberschneiding, 21 Uhr Fackelzug zum Kriegerdenkmal mit Gedenken der gefallenen und verstorbenen Kameraden. Sonntag: 5 Uhr Weckruf, 6 Uhr Einholen des Patenvereins, anschließend Einholung der Festjungfrauen und der Fahnenmutter, 7.30 bis 9 Uhr Empfang der auswärtigen Vereine, 9 Uhr Empfang des Schirmherrn und der Ehrengäste, 9.30 Uhr Aufstellung zum Kirchenzug, 10 Uhr Festgottesdienst mit Weihe der neuen Fahne im Hof des Klosters, anschließend Begrüßung durch den Vorstand und Festansprache des Schirmherrn, Landrat Xaver Hafner. 12 Uhr gemeinsames Mittagessen im Festzelt, 14 Uhr Festzug mit, anschließendem Festakt und Verleihung der Erinnerungsbänder.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.05.1973


Feuerwehrfest wird vorbereitet
Steinburg.
Vorstandschaft und Festausschuß der Freiwilligen Feierwehr Steinburg hatten ihre Mitglieder zu einer Versammlung einberufen, in der alle Feuerwehrmitglieder erschienen waren, da während der Versammlung einige wesentliche Punkte im Zusammenhang mit dem 100. Gründungsfest mit Fahnenweihe festzulegen waren. Im Mittelpunkt stand die Gestaltung der Festschrift, die an alle Vereine, die ihre Beteiligung zugesagt haben, verschickt wird. Als weiterer Punkt wurde das gemeinsame Aufbauen der „Triumphbögen“ behandelt. Die Versammlungsteilnehmer beschlossen ferner einstimmig, sich am Samstag, 2. Juni am Fackelzug und am Sonntag, 3. Juni geschlossen am Feuerwehrfest in Windberg zu beteiligen. Auf Anregung verschiedener Mitglieder einigte man sich einstimmig, für die Anschaffung neuer Feuerwehrhemden wieder die Regelung der fehlenden Mützen zu sorgen. Kommandant Anton Häusler und Vorsitztender BM Alfons Berger dankten dem Feuerwehrmitgliedern für die bisherige gute Zusammenarbeit.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.1973


Hunderdorf. Freiwillige Feuerwehr: Beteiligung an der Fahnenweihe in Windberg: Treffpunkt am Samstag um 16.30 Uhr und am Sonntag um 6.00 Uhr bei der Gastwirtschaft Baier-Edbauer.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.1973


Windberg. Trachtenverein „Gmüatliche Waldler“: Sonntag, Treffen der Mitglieder um 7.30 Uhr im Vereinslokal Karl Amann zur Teilnahme am Kirchenzug des Feuerwehrfestes.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.1973


Steinburg. Freiwillige Feuerwehr: Samstag, 19 Uhr, Gasthof Berger Abfahrt zum Fackelzug nach Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.1973


Gelungener Start zum Gründungsfest
100. Jubiläum der FFW Windberg eröffnet – Heimatabend mit den Obersehneidingern
Windberg.
Das große Fest der Freiwilligen Feuerwehr Windberg hat begonnen. Der erste Tag brachte gleich Rekordbesuch. Der Trachtenverein Oberschneiding begeisterte mit seinem Heimatabend. Mit zünftiger Marschmusik führte zunächst die Festkapelle Bugl den Festwirt mit seinem Personal, die Kellnerinnen, die Festjungfrauen mit ihren Begleiterinnen, den Festverein und zahlreiche Windberger und Besucher vom Gasthaus Wagner zum Festzelt. Der Regen hatte genau zur rechten Zeit aufgehört, und so herrschte am Nachmittag bereits lebhafter Betrieb am Festplatz und gute Stimmung im Bierzelt.
Gegen 18.30 Uhr fand die Siegerehrung des Tischtennisturniers statt, zu dem die Tischtennisabteilung des Sportvereins Windberg eingeladen hatte. Den von Otto Wurm, Hunderdorf, gestifteten Pokal für den 4. Platz bekam der TTC Heilbrunn. Den 3. Platz belegte der Gastgeber, SV Windberg. Dietmar Schmidbauer, Windberg, hatte diesen Pokal gestiftet. Den Pokal für den 2. Platz, gestiftet von Bürgermeister Kleinkamp, bekam die Mannschaft des TSV Falkenstein. Sieger des Turniers wurden die Herren des DJK Rattenberg, die den 1. Pokal des Festausschusses der FFW Windberg in Empfang nehmen durften. Den Pokal für den besten Einzelspieler bekam Max Alkofer, TSV-Falkenstein.
Um 20.30 Uhr war das Festzelt bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Heimatabend mit dem Trachtenverein Oberschneiding begann. Mit humoristischen Einlagen und Mundartgedichten führte der Leiter und Organisator des Trachtenvereins, Hans Vogl, die Gäste durch das bunte und reichhaltige Programm.
Heute abend um 18.30 Uhr findet auf dem Dorfplatz ein Standkonzert mit der Festkapelle Bugl statt. Anschließend ist Kameradschaftsabend, bei dem der Patenverein Hunderdorf, die Nachbarfeuerwehren von Steinburg und Au vorm Wald und die Ortsvereine anwesend sind. Gegen 21 Uhr ist Fackelzug zum Kriegerdenkmal mit Ehrung der gefallenen und verstorbenen Kameraden. Eine Abordnung des Spielmannszuges von Oberschneiding, die den Fackelzug begleitet, spielt dann den Zapfenstreich. Die Bevölkerung von Windberg und Umgebung ist herzlich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.06.1973


Au vorm Wald. Freiwillige Feuerwehr: Samstag, 2. Juni, 19 Uhr, und Sonntag, 3. Juni, 7.30 Uhr, jeweils Abfahrt am Gasthaus Wagner zur Teilnahme an der Fahnenweihe in Windberg. Quelle: Bogener Zeitung, 02.06.1973


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachten ein: Morgen, Sonntag, 8.30 Uhr Abfahrt zum Gründungsfest nach Windberg bei Georg Baier, 12 Uhr Abfahrt zum Gautrachtenfest nach Runding bei Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.06.1973


Ballonaktion und Briefwechsel
Hunderdorf.
Wie in allen Jahren bisher, so wanderten auch heuer wieder die Schülerinnen. und Schüler der Grund- und Hauptschule Hunderdorf nach Hl. Kreuz, um von dort aus die Ballonfreundschaftsgrüße des Jugendrotkreuzes zu starten (siehe Bild). Geschäftsführer Novak hatte mit seinem Helfer und seiner Helferin viel zu tun. Wie Kreisgeschäftsführer Novak versicherte, werden in diesem. Jahr etwa 6600 Ballone von den Schülern aus dem ehemaligen Kreisgebiet Bogen gestartet. Es beteiligen sich dabei 16 Schulen. Die Anhänger tragen in verschiedenen Sprachen die Aufschrift „Alle sind Brüder“. Gleichzeitig werden die Finder gebeten, die Anhänger wieder zurückzusenden. Ein gegenseitiger Briefwechsel und Gedankenaus-tausch wäre das Endziel dieser Ballonaktion.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.06.1973


Hunderdorf. Frauenbund: Morgen, Mittwoch, 19.30 Uhr, Gottesdienstbesuch. um 20 Uhr Versammlung und Fahrtbesprechung im Pfarrheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.06.1973


Windberg/Meidendorf. Rotes Kreuz. Freitag, 8. 6. (für Windberg), und Freitag, 15. 6. (für Meidendorf), jeweils 20 Uhr, Dienstabend. Sonntag, 10. 6., Krankentransportdienst für beide Gruppen.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.06.1973


Meidendorf. MSC: Freitag, 8. Juni, 20 Uhr, Versammlung im Gasthaus Schießl.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.06.1973


Plätze frei für Bayerwaldfahrt
Hunderdorf.
Beim Ausflug der FFW Hunderdorf am Pfingstsonntag, 10. Juni, in den Bayerischen Wald sind noch einige Plätze frei. Interessenten können sich bei Kommandant Hartmannsgruber oder Vorstand Anleitner anmelden. Abfahrt ist um 7.30 Uhr bei Georg Baier.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.06.1973


Gelöbnis: „Helfen in Not ist unser Gebot“
100. Gründungsjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Windberg und Fahnenweihe war ein großes Ereignis für die Gemeinde

Windberg. Unter der Schirmherrschaft des Landrats von Straubing-Bogen, Xaver Hafner, beging die FFW Windberg in einem vier Tage dauernden Fest ihr 100. Gründungsjubiläum, verbunden mit einer

Festjungfrauen, Fahnenmutter und Ehrengäste

Fahnenweihe. Ein eindrucksvolles Totengedenken am Samstagabend, der Festgottesdienst mit der kirchlichen Segnung der neuen Fahne und ein prächtiger Festzug mit anschließendem Festakt am Sonntag, waren die Höhepunkte der Feierlichkeiten. 58 Vereine begleiteten die Jubiläumswehr auf ihrem Festweg und bekamen dafür als Zeichen des Dankes durch die Festjungfrauen das Erinnerungsband.an ihre Banner gebunden. Landrat Xaver Hafner nahm außerdem die Ehrung langjähriger Mitglieder vor.
Drei kräftige Böller waren am Festtag-Morgen mit dem 5-Uhr-Schlag das weithin vernehmbare Zeichen für den Beginn des Haupttages im Festprogramm. Zusammen mit einem musikalischen Weckruf, der eine halbe Stunde später erfolgte, war dies das nochmalige Zeichen und die freundliche Einladung zu einer glanzvollen Demonstration echter Kameredschaft und Verbundenheit.
Wer eine Vorstellung von der Fülle an notwendiger Planung und Vorarbeit, die mit einem solchen Fest verbunden ist, hat, konnte die Sorge und die Unsicherheit bei den Verantwortlichen verstehen, als mit dem Einholen der auswärtigen Vereine starker Regen den Ablauf des Programms in Frage stellen mußte. Doch mit dem Aufstellen zum Kirchenzug hörte auch der Regen auf, und wenig später bewegte sich bei heiterem, fast sonnigem Himmel ein eindrucksvoller Zug durch das Dorf und den Garten des Klosters, wo im Hof, eingeschlossen vom Klostergebäude, dem Pfarrhof und der Pfarr- und Klosterkirche, eine wunderschöne Kulisse für den Festgottesdienst und die kirchliche Segnung der neuen Fahne gegeben war.
In seiner Ansprache gratulierte der Pfarrer auch namens der Pfarrgemeinde der Jubiläumsfeuerwehr und dankte ihr für ihren freiwilligen Dienst am Nächsten. Zurückgreifend auf die Nacht des 1. August 1970, in der die Ökonomie des hiesigen Klosters durch einen Blitzschlag zum Teil eingeäschert wurde, lobte er nicht nur den unermüdlichen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr in dieser Nacht, sondern sprach auch seine tiefe Bewunderung aus über die rührende Nachbarschaftshilfe bei den Aufräumungsarbeiten am nächsten Tag. „Als Christen müßten wir alle eine Art Feuerwehr sein, die akute Notstände entdeckt und zu beheben bereit ist und überall einspringt, wo Not am Mann ist, denn die Not hat heutzutage viele Gesichter“.
Nach der Segnung der neuen Fahne und einem Dankprolog von Roswitha Bruckmüller wurde von der Festjungfrau Gerlinde Schroll das Trauerband an die neue Fahne geheftet. Darauf kreuzte der Fahnenjunker Edmund Laumer das neugeweihte Banner als Zeichen der Verbundenheit mit allen umstehenden Fahnen.
Als sich am Nachmittag der Festzug in Bewegung setzte, erstrahlte herrlicher Sonnenschein. Eingesäumt von zahlreichen Zuschauern und begleitet von den Marschklängen von drei Blaskapellen und dem Spielmannszug Oberschneiding gaben die Vereine noch einmal ein eindrucksvolles Zeugnis echter Kameradschaft und Zusammengehörigkeit.
Mit einem Begrüßungsgedicht eröffnete die Festjungfrau Angela Kraus den Festakt. Kommandant Haimerl hieß darauf noch einmal alle Ehrengäste, an der Spitze MdL Alfons Schäffer, der in Vertretung des Schirmherrn, Landrat Xaver Hafner, gekommen war, willkommen. In einer kurzen Ansprache brachte Haimerl den .Dank

Festzug zum 100. Jubiläum der FFW Windberg

der Freiwilligen Feuerwehr Windberg, die von allen Seiten bei diesem Fest so großzügig unterstützt wurde, zum Ausdruck. Sein besonderer Dank galt in Abwesenheit dem Landrat Hafner für die Übernahme der Schirmherrschaft sowie dem Pfarrer, Pater Ephrem, für die schöne Gestaltung des Festgottesdienstes, dem Prior des Klosters für seine Aufgeschlossenheit und Bürgermeister Kleikamp für seine Unterstützung. Sein Dank richtete sich auch an die Bevölkerung, an die Fahnenmutter, die Festjungfrauen, an die örtlichen Vereine, die BRK-Ortsgruppen von Windberg und Meidendorf für den Sanitätsdienst, an alle beteiligten Vereine der Feuerwehr und an die zahlreichen Spender für die neue Fahne.
In seiner Festansprache beglückwünschte MdL Alfons Schäffer die FFW Windberg zu ihrem seltenen Fest. Er wies darauf hin, daß ein 100. Gründungsfest für einen Verein besonders dazu geeignet sei, Rückschau zu halten, und sich über Wert und Leistung einer Organisation, wie sie die Feuerwehr darstellt, Gedanken zu machen und sich zu besinnen, welchen Auftrag der Feuerwehrmann in unserer modernen Zeit zu erfüllen habe. Der Dienst der Freiwilligen Feuerwehr sei ein Ehrendienst, der gegenüber Staat, Landkreis und Gemeinde verpflichte. Abschließend sprach Schäffer die Hoffnung aus, daß die über Jahrzehnte erhaltene und gebliebene- Opferbereitschaft und der Idealismus auch für die Zukunft reiche Früchte tragen möge. „Möge die neue Fahne das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Bürger und Bürgerinnen stärken denn mehr denn je sind wir ja auf gegenseitige Unterstützung angewiesen. Unser ganzes Bestreben muß dem Wohl unserer Mitmenschen und dem Frieden in unserer Heimat dienen“.
Nach dem Anheften des Festjungfrauenbandes durch Angela Kraus sagte Kreisbrandrat Köck allen Beteiligten und Verantwortlichen

Die neugeweihte Fahne

ein herzliches „Vergelts Gott“ für diesen Tag und meinte, daß wir über diesen Tag hinaus immer und überall die Pflicht hätten, zu jeder Zeit treu zur Heimat und zu unserer Kultur zu stehen. „Dies ist ein Fest der Erinnerung und des Dankes — es soll aber auch ein Gelöbnis für die Zukunft sein!“, rief Köck allen Anwesenden zu.
Anschließend wünschte die Fahnenmutter, Elly Wagner, der neuen Fahne und der Windberger Wehr viel Glück und heftete das Fahnenmutterband an. Stadtbrandrat Schneider überbrachte darauf die besten Wünsche der Freiwilligen Feuerwehren des Bezirks Niederbayern und sprach den Wunsch aus, daß die Idee des freiwilligen .Helfens auch in die nächsten Jahrzehnte hineingetragen werde und daß die Wehr den stets wachsenden Anforderungen auch in Zukunft gerecht werden könne.
Nach der Überreichung des Patenbandes durch Anita Laumer für den Festverein und Christl Schmid für den Patenverein, sprach Bürgermeister Kleikamp abschließend den Dank der Gemeinde aus und sagte, daß es erfreulich sei, daß sich heute, bei einem Zeitgeist, der geprägt sei von Materialismus, Gewinnsucht und Profitstreben, immer noch junge Menschen bereitfinden, den Dienst der Nächstenliebe aufzunehmen. Diese Haltung und dieser Geist verdiene Dank, Anerkennung und Hochachtung.
Die Verleihung der Erinnerungsbänder brachte den Abschluß dieses im großen und ganzen gesehen gelungenen Festes.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.06.1973


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein (Jugendgruppe): Heute, Freitag, 17 Uhr, Volkstanzprobe im Jugendheim; mit Trachten erscheinen.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.06.1973


Heute ist Gemeinderatssitzung
Hunderdorf.
Heute, Dienstag, findet um 19 Uhr im Gemeindeamt eine Gemeinderatssitzung statt. Die Tagesordnung: 1. Gemeindegebietsreform, 2. Blinklichtanlgen bei den Bahnübergängen, 3. Verschiedenes.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1973


Der Frühschöppler

Sonntagmorgn, so gegn achte,
schönsta Friedn überm Land,
sitztns dort_beim Wirt „zur Lindn“
scho beim Schoppn beianand.

Scho wern d’Leutl allweil mehra,
d‘Gastubn wird beinah scho z‘kloa,
bald scho ruck’s  enga zamme,
heut sitzt koana dort alloa.

Und da Wirt, der hats grad nedi,
daß a s’Weißbier zuarabringt,
weils beim Früahschoppn so Brauch ist,
daß ma meistns Weißbier trinkt.

Schau grad, wias heut wieda wattn!
Dauernd is da Maßkruag laar:
woaßt, dös Wattn, dös macht dursti,
ja, dös is scho wirklö wahr.

Und a Lehn is heut im Wirtshaus!
Kaum vostehtst mehr dei eigns Wort.
Mit da Kartn hauns auf‘m Tisch ei,
aba deswegn geht neahmd fort.

Gar den Wirt dort hinterm Schanktisch
tuat d Gaudö amüsieren,
weil heut s’Geschäft mit Bier und Weißwürst
gar so zünfti tuat floriern.

Und da Kari tuat halt wattn,
er is sonst a guata Mo;
blos beim Spuin da hats an Deifö,
weil a halt nia aufhörn ko.

Wenn a hoamkimmt dann, da Kari,
kriagt a glei d’Levitn z‘hörn:
Bist jiatz endli da, du Süffling,
mei, was wird aus dir no wern!

Und an Kari schmeckt koa Essn,
weda s‘Fleisch, no der Salat,
weil beim Wirt er scho a halberts
Dutzend Weißwürscht gfressn hat.

Fest vospricht er dann sei‘m Weiberl,
daß er si jetzt bessern tuat;
aba scho am Sonntag ziagtzn
wieda zua da Wirtshausbruat.

L. Hieninger
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1973


St. Nepomuk in neuem Glanz
Steinburg.
In den vergangenen Wochen schenkte der Kunstmaler Johann Dankesreiter aus Straubing dem etwas verblaßten St. Johannes Nepomuk ein neues Kleid an der Perlbachbrücke in Steinburg. Jetzt zeigt sich der Heilige im neuen Glanz auf seinem geschweiften Postament. Auch das Reliefwappen der Freiherren von Schuß und Peilnstein wurde wieder aufgefrischt. Die Jahreszahl 1740, als die halblebensgroße Figur des Brückenheiligen errichtet wurde, ist wieder lesbar. Die Gemeinderäte taten gut daran, sich vor dem 100. Gründungsfest der Feuerwehr und der 750-Jahrfeier des Ortes Steinburg (am 29. Juni bis 1. Juli), des Heiligen zu erinnern. Jetzt kann Steinburg getrost zu seinen Festlichkeiten schreiten, wenn auch mit zweijähriger Verspätung, denn bereits im Jahre 1221 wird ein Perchtoldus de Steinberk genannt. Die ältesten Besitzer von Steinburg waren aber die Steinberger, von denen die Burg an die Nußberger zu Kalmberg, die 1406 erwähnt werden, kam. Als weitere Besitzer werden erwähnt: Egloffstein, Seyboldstorff, Preysing, die Lerchenfeld, Muggenthal und Freiherr von Schuß und Peilnstein. 1816 kam General Wilhelm Freiherr von Berchem auf Niedertraubling und 1845 Otto Graf von Bray-Steinburg. Heute ist das Schloß unbewohnt, da und dort zeigt sich Verfall, so daß es nur vage Hoffnung ist, das alte Schloß wie St. Johannes Nepomuk restauriert zu sehen.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.06.1973


Anton Hastreiter 75 Jahre
Hunderdorf.
Heute, Mittwoch, kann der Austragslandwirt Anton Hastreiter, wohnhaft in Lindfeld, sein 75. Wiegenfest feiern. Der Jubilar, der sich noch bester körperlicher und geistige Frische erfreuen kann, wurde in Neukirchen/Hl. Blut geboren. Den Lebensabend verbringt er mit seiner Frau Maria bei seinem Sohn Hermann.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.06.1973


Hunderdorf. SV: Heute, Donnerstag, ab 17.30 Uhr Training der Jugend am Sportplatz. Um 18 Uhr Trainingsspiel gegen Göppingen; um 20.30 Uhr wichtige Vorstandssitzung im Vereinslokal. — Freitag, 19.30 Uhr, Jahreshauptversammlung mit Rückblick und Neuwahlen im Vereinslokal.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.06.1973


Müllabfuhr am Samstag
Windberg.
Die für morgen, Freitag, vorgesehene Müllabfuhr im Gemeindegebiet Windberg wird erst am Samstag durchgeführt. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Müllgefäße ab 6 Uhr früh bereitstehen müssen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.06.1973


Gegen Schaufenster gefahren
Hunderdorf.
Gegen das Schaufenster einer Bäckerei fuhr in der Nacht vom Samstag auf Sonntag ein vermutlich vor dem Laden abgestellter Personenwagen heim Rückwärtsstoßen. Der Fahrer setzte die Fahrt fort, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Der Sachschaden beträgt etwa 600 DM. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei entgegen.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.06.1973


Kreuzeinweihung in Hunderdorf
Hunderdorf. Am kommenden Sonntag findet die Kreuzeinweihung des Bayerwaldvereins Hunderdorf durch Hochwürden Prior aus Windberg statt. Der bekannte Bernrieder Männer-chor singt dazu die Waldlermesse. Den Festgottesdienst zelebriert Hochwürden Pater Reiner um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche Hunderdorf. Um 13.15 Uhr ist der Abmarsch vom Dorfplatz Gasthof Georg Baier. Es ergeht hiermit Einladung an alle Ortsvereine sowie an die Bevölkerung von Hunderdorf und Umgebung an dieser Kreuzeinweihung teilzunehmen. Die Marsch-richtung führt in Richtung Hoch. Die Festandacht vorm Kreuz beginnt um 14.00 Uhr. Um zahlreiche Beteiligung der Bevölkerung wird gebeten. Der Bayerwaldverein Hunderdorf will sich durch diese Kreuzeinweihung im Ortsteil Hoch (Waldrand gegenüber der Kapelle des Trachtenvereins) ein bleibendes Denkmal setzen. Durch die rührige Vorstandschaft des Vereins sowie der großen Mithilfe der Mitglieder ist es möglich gemacht worden, dieses Kreuz aufzustellen.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.06.1973


Hunderdorf. Bayerwaldverein: Morgen, Sonntag, Kreuzeinweihung, alle Mitglieder und die Jugendgruppen sollen in Vereinshemden erscheinen. Parkplätze sind vorhanden an der Lintacher Straße, beim Anwesen Winklmeier und in Hoch, Anwesen Mühlbauer.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.06.1973


Ministranten boten heiße Rhytmen
Hunderdorf.
Die Ministranten veranstalteten am Wochenende einen „Gemütlichen Abend für junge Leute“ im Jugendheim (unser Bild). Mit der Besucherzahl konnten die Veranstalter zufrieden sein. Mit dem Erlös dieser Veranstaltung soll die Gemeinschaftskasse aufgebessert werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1973


Beteiligung am Fronleichnamszug
Windberg.
Die Mitglieder sämtlicher Vereine der Gemeinde Windberg werden gebeten, an der Fronleichnamsprozession teilzunehmen. Um 6.45 Uhr treffen sich alle Vereine bzw. deren Mitglieder im Gasthaus Wagner in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1973


Am Donnerstag Gemeinderatssitzung
Windberg.
Am kommenden Donnerstag um 19.30 Uhr findet in der Gemeindekanzlei Windberg eine öffentliche Gemeinderatssitzung statt. Tagesordnung: Gebietsreform, Instandsetzund der Gemeindewege, Wahlausschuß, Verschiedenes.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1973


Steinburg. BRK-Ortsgruppe: Morgen, Mittwoch, Dienstabend im Gasthaus Berger-Höfelsauer. In Dienstkleidung erscheinen.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1973


Rosina Bräuherr wurde 80.
Hunderdorf.
Kürzlich feierte Rosina Bräuherr in Hunderdorf ihren 80. Geburtstag. Die Jubilarin. eine geborene Stelzer, wurde in Elisabethszell geboren. Mit zehn Geschwistern wuchs sie dort auf und diente 13 Jahre lang auf Bauernhöfen. Im Jahre 1919 heiratete sie Johann Bräuherr. Ihr Mann starb 1941. 28 Jahre lang wer die „Resl“ Schul- und Kanzleiputzerin Hunderdorf. Zu den Gratulanten gehörte auch Bürgermeister Härtenberger, der die Glückwünsche der Gemeinde und einen Geschenkkorb überbrachte.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1973


Bayerwaldverein errichtete Kreuz in Hoch
Bürgermeister Härtenberger: „Bayerwaldverein zeigt Verbundenheit zum christlichen Glauben“
Hunderdorf.
Am vergangenen Sonntag fand die Einweihung des vom Bayerwaldverein Hunderdorf errichteten Kreuzes in Hoch (Wald gegenüber der Kapelle) statt. Prior Vos nahm die feierliche Weihe vor und der Männerchor aus Bernried umrahmte die Feier mit der Waldlermesse. Der Standpunkt des Kreuzes in der idyllischen Waldgegend bietet ein herrliches Panorama auf das Kloster Windberg und in den Bayerischen Wald.
Nach dem Eingangslied begrüßte Vorstand Glas Prior Vos, Kaplan Rainer, den Bernrieder Männerchor, Bürgermeister Härtenberger, die Gemeinderäte sowie die Mitglieder der örtlichen Vereine. Glas lobte seine Helfer sowie die gute Zusammenarbeit mit den Grundstücksbesitzern und sprach allen den herzlichsten Dank aus. Prior Vos sagte in seiner Festansprache: „Christus hat am Kreuz sein Leben gegeben, was muß zugrunde liegen, wenn das Kreuz hiersteht, ohne Christus, so soll es uns nicht Angst vermitteln, sondern uns Freude geben. Nur durch das Kreuz können wir unser Ziel erreichen. Das Kreuz soll uns erinnern an die Liebe, es soll uns Hoffnung und Trost geben, da Jesus nicht mehr am Kreuz hängt, sondern auferstanden ist. Wir werden gemahnt durch den Blick auf das Kreuz. Es soll Verpflichtung und Ausdruck unseres Glaubens sein. Sorgen wir dafür, daß das Kreuz Ausdruck unseres Glaubens sein wird und schauen wir auf das Kreuz. Möge es ein Zeichen sein, zur Mahnung. zur Hilfe und zum Trost.“
Bürgermeister Härtenberger führte in seiner Rede aus: „Wir dürfen uns glücklich schätzen, daß es in unserer heutigen Zeit des Materialismus und der Vermassung noch Menschen gibt, die sich in Vereinen zusammenschließen, um ihre persönlichen Ideale gemeinsam und daher verstärkt für uns alle einsetzen. Wenn sich der Bayerwaldverein entschlossen hat, hier dieses Kreuz aufzustellen, so zeigt das seine tiefe Verbundenheit zur Heimat und zum christlichen Glauben und beides brauchen wir. Heimatverbundene Menschen sind in der Regel auch treue und verläßliche Menschen. Eine Gemeinschaft kann nur gedeihen, wenn ihre Glieder diese Eigenschaften besitzen. Möge das errichtete Kreuz vielen Wanderern und auch vielleicht manchen Verzweifelten in stiller Stunde Kraft und Trost geben können. Meine Bayerwaldfreunde, für eure vorbildliche Tat darf ich euch herzlich danken und die Hoffnung aussprechen, daß der Verein noch mehr Mitglieder bekommt und daß auf dem weiten Feld des Brauchtums auch in Zukunft verstärkt für unsere schöne Heimat gearbeitet wird.“
Anschließend nahm Prior Wolfgang Vos die feierliche Weihe des Kreuzes vor. Mit dem Marienlied „Segne du Maria“ wurde die Kreuzweihe abgeschlossen. Erwähnenswert sei besonders der Männerchor Bernried, der bei der Kreuzandacht die Waldlermesse sang und zur würdigen Gestaltung der Feierlichkeit besonders beigetragen hat. Nach dem offiziellen Teil konnte man sich im Steinbruch zu einem gemütlichen Beisammensein einfinden und sich mit einer Maß Bier und einer Brotzeit stärken. Hierbei erfreute der Bernrieder Chor wiederum durch Musik- und Gesangseinlagen. Der Reinerlös aus dem, Verkauf kommt der Vereinskasse des Bayerwaldvereins zugute.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1973


Gemeinderatssitzung bereits heute
Windberg.
Die Gemeinderatssitzung. die ursprünglich für Donnerstag angesetzt war, findet bereits heute, Mittwoch, 19.30 Uhr. Statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1973


Abfahrt in die Schweiz
Meidendorf.
Die Mitglieder und Fahrtteilnehmer der Drei-Tagesfahrt in die Schweiz treffen sich am Donnerstag um 4 Uhr beim Gasthaus Schießl zur Abfahrt. Außerdem werden alle Teilnehmer nochmals ersucht, die Personalausweise bzw. Reisepässe unbedingt mitzubringen und auf ihre Gültigkeit zu prüfen.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1973


Die Schwaben unterlagen klar
Hunderdorf.
Eine Woche lang war eine 30köpige Gruppe des ASV Eislingen/Göppingen in Hunderdorf zu Gast. Neben dem Sportplatz wurden die Zelte aufgeschlagen. Den jugendlichen Gästen machte das Zelten und der Aufenthalt in Hunderdorf großen Spaß. Natürlich wollten die Jung’s mit der heimischen Mannschaft ihre sportlichen Kräfte im Fußballspielen messen. In den überaus fairen Spielen mußten sich die Gäste aus Eislingen gegen die Hunderdorfer geschlagen geben. Die Schüler siegten mit 5:2 Toren, die Jugend landete sogar einen 7:2-Sieg.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1973


Oberaltaich/Großlintach. Bayerisches Rotes Kreuz: Heute, Mittwoch, 20 Uhr, wichtige Rotkreuzversammlung im Gasthaus Schlecht in Großlintach. Am Fronleichnamstag Treffen um 9 Uhr in Dienstbekleidung vor dem Jugendheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1973


Hunderdorf. Krieger- und Soldatenkameradschaft: Morgen, Donnerstag, (Fronleichnam), 15 Uhr, Ehrung von Mitgliedern über 80 Jahre unter Anwesenheit sämtlicher Mitglieder im Gast-Wagner. Au v. Wald.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1973


Hunderdorf. Krieger- und Soldatenkameradschaft: Morgen, Donnerstag, (Fronleichnam), 8.30 Aufstellung zur Teilnahme an der Fronleichnamsprozession bei Gastwirtschaft Baier-Edbauer (mit Mützen erscheinen).
Heimat- und Volkstrachtenverein: 8..45 Uhr Aufstellung zur an der Fronleichnamsprozession bei Baier-Edbauer.
Freiwillige Feuerwehr: 8.30 Uhr Aufstellung zur Teilnahme .an der Fronleichnamsprozession bei Gastwirtschaft Baier-Edbauer.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1973


Hunderdorf. Schützenverein: Morgen, Donnerstag, nach der Fronleichnamsprozession (ca. 10.30 Uhr) wichtige Versammlung im Schützenheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1973


Hunderdorf. SV. Heute, Mittwoch, 19.30 Uhr, Auslosung zum Turnier des „Toni Bugl Gedächtnispokal“ im Cafe Weinzierl, anschließend Vorstandssitzung des SV. Samstag, 23. 6. 73 ab 19 Uhr Kameradschaftsabend bei Sandbiller mit den AH aus Leutershausen.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1973


Steinburg. Freiwillige Feuerwehr: Morgen, Donnerstag. Teilnahme an der Fronleichnams-prozession in Hunderdorf. Treffpunkt 8.30 Uhr Gasthaus Berger.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1973


Jugendbekenntnistag in Windberg
Bogen/Windberg. Morgen, Freitag, 19.30 Uhr findet in der Klosterkirche Windberg ein Wortgottesdienst statt. Den Gottesdienst leitet Pater Thomas. Die Ansprache hält Pater Xaver Mader, Entwicklungshelfer in Bolivien. Der Jugendchor Parkstetten singt dabei rhytmische Lieder. Anschließend Gartenfest. Es spielt die „Sir Frances-Band“.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.06.1973


Gemeindehaushalt umfaßt 2,9 Millionen DM
Außerordentliche Maßnahmen – Keine Entscheidung zum Bahnübergang – Steuersätze nicht erhöht
Hunderdorf.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1973 aufgestellt und der Haushaltssatzung (die im ordentlichen Haushalt die Einnahmen und Ausgaben von 1 263 380 DM und im außerordentlichen Haushalt mit Einnahmen und Ausgaben von 1 647 090 DM abschließt) einstimmig zugestimmt. Bevor über die Belassung bzw. Auflassung des mittleren Bahnübergangs (bei Betzlbacher) eine endgültige Entscheidung getroffen wird, soll von der  Deutschen Bundesbahn eine Berechnung erstellt werden, welche finanzielle Belastung bei beiden Möglichkeiten auf die Gemeinde zukommt.
Eingangs erläuterte der Bürgermeister die Beträge, die in den einzelnen Haushaltsstellen des Haushaltsplans festgesetzt sind und die vom Gemeinderat gebilligt wurden. An außerordentlichen Maßnahmen sind vorgesehen:
Zur Fertigstellung der neuen Schulanlage mit Turnhalle und Lehrschwimmbecken werden noch eine Million Mark benötigt. Dieses Jahr sind für die Schulhauserweiterung 600 235 DM veranschlagt. Hiervon sind 200 000 DM FAG-Mittel, 200 000 DM aus dem ordentlichen Haushalt, 200 000 DM Darlehen und 235 DM sonstige Einnahmen veranschlagt.
195 955 DM sind für den weiteren Ausbau der Kanalisation eingeplant, wovon 68 355 DM aus Mehreinnahmen der Vorjahre und 127 600 DM aus dem ordentlichen Haushalt vorgesehen sind. Für die Siedlung-Erweiterung I sind 40 800 DM veranschlagt, wobei 30 800 DM aus den Anliegerbeiträgen und 10 000 DM aus dem ordentlichen Haushalt erwartet werden.
696 500 DM sind für die Bahnhofsiedlung-Erweiterung Il und III eingeplant. Die Deckung soll durch Mehreinnahmen aus den Vorjahren mit 193 637 DM, Anliegerbeiträge 100 000 DM, Darlehen 200 000 DM und Grundstücksverkauf 202 863 DM erfolgen. Für den Ausbau der Sollacher Straße sind 110 000 DM vorgesehen, wovon 10 000 DM vom Landkreis und 100 000 DM als Eigenleistung der Gemeinde eingeplant sind. Der Baubeginn wird jedoch davon abhängig gemacht, daß vom Landratsamt im Rechnungsjahr 1974 mindestens zwei Drittel der zu erwartenden Kfz-Mittel genehmigt werden. Eine diesbezügliche Zusage des Landrats liege noch nicht vor. Weitere Voraussetzung sei, daß die Grundstücksabtretungen ohne Schwierigkeiten erfolgt.
Der Straßenbau Hoch konnte 1972 zum Abschluß gebracht werden, so daß heuer keine Aufwendungen mehr anfallen. Für die Friedenstraße sind noch 3 600 DM aufzuwenden, die aus 800 DM Anliegerbeiträgen und mit 2 800 DM aus dem ordentlichen Haushalt gedeckt werden sollen.
Hebesätze beibehalten
Anschließend wurde die Haushaltssatzung vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Sie sieht im ordentlichen Haushalt Einnahmen und Ausgaben von 1 263 380 DM und im außerordentlichen Haushalt 1 647 090 DM vor. Die Hebesätze für die gemeindlichen Abgaben wurden unverändert beibehalten. Somit betragt die Grundsteuer A 220 Prozent, Grundsteuer B 240 Prozent, Feuerschutzabgabe 8.— DM, Hundeabgabe 7.— DM und die Mindestgewerbesteuer 12,— DM. Für den Schulhauserweiterungsbau wurde die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 200 000 DM beschlossen.
Anhand der Projektierungsunterlagen informierte sich der Gemeinderat über den geplanten Trassenverlauf der neuen Gemeindeverbindungsstraße Hunderdorf – Sollach. Es wurde be-schlossen, die Trassenführung nach dem vorliegenden Entwurf des Ingenieurbüros Eidenschink zu belassen und keine Trassenabweichung in Stetten vornehmen zu lassen. Durch den gemeindlichen Rechnungsprüfungsausschuß wurde die Jahresrechnung 1972 geprüft und keine Mängel festgestellt. Der Gemeinderat stimmte der Feststellung der Jahresrechnung 1972 einstimmig zu.
Weiterhin hatte sich der Gemeinderat mit den Bahnübergängen bei km 16.332 und 16.083 zu befassen. Von dem vom Straßenbauamt angefertigten Plan, der bei Auflassung des mittleren Bahnüberganges eine großzügige Lösung zum Bahnhof aufzeigt, sowie von den für diesen Ausbau vorgesehenen Kosten wurde Kenntnis genommen. Bevor eine endgültige Entscheidung über die Auflösung bzw. Beibehaltung des mittleren Bahnüberganges getroffen wird, soll die Gemeinde von der Deutschen Bundesbahn eine Berechnung vorgelegt werden, aus der die Kosten, die auf die Gemeinde jeweils zukommen, ersichtlich sind.
Aufträge für Schule vergeben
Die Deutsche Bundespoet hatte mitgeteilt, daß im Laufe des Jahres 1973 ein zweites Fernsprechhäuschen in Hunderdorf errichtet wird. Der Bürgermeister wurde beauftragt, der Bundespost vorzuschlagen, daß dieser Münzfernsprecher in der Nähe der Raiffeisenbank aufgestellt werde, da dieser Standpunkt dem vorgesehenen Platz bei der Post vordringlicher sei. Zum Schluß wurden in nichtöffentlicher Sitzung Aufträge für die Schule vergeben, Grundstücksangelegenheiten sowie Anträge auf Befreiung von der Müllabfuhr behandelt.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.06.1973


„Pater Xaver“ gegen Untertanenbewußtsein
Padre Mader spricht bei der Katholischen Landjugend – Treffen im Kloster Windberg

Windberg.
Morgen, Freitag, begeht die katholische Jugend des Dekanats Bogenberg ihren alljährlichen Jugendbekenntnistag. Dazu lädt Kaplan Trimpl alle jungen Leute aus dem Be-reich des einstigen Landkreises Bogen ins Jugendzentrum des Klosters Windberg ein.

Indios in Bolivien, dem Arbeitsgebiet von Pater Xaver Mader.

Der Erlös aus dem Gartenfest, das sich an den abendlichen Wortgottesdienst anschließen wird, soll „Padre“ Xaver Mader übergeben werden. Er wird Teilnehmer und Ehrengast dieses Jugendbekenntnistages sein.
Damit findet eine lange, herzliche Verbindung ihren Höhepunkt, welche die Landjugendgruppen mit ihrem einstigen Gefährten aus Sankt Englmar unterhielten. Xaver Mader ist nach vier Jahren endlich auf Urlaub in der alten Heimat und seine Freunde, die bei so vielen Gelegenheiten Geldsammlungen für seine Indianermission in Bolivien veranstalteten, können aus seinem eigenen Munde erfahren, was ihnen aus den Informationsbriefen der Missionsstation Cinti noch unklar geblieben ist.
In einer anderen Welt
Eine fremdartige, herbe Welt spricht aus den Bildern, die Xaver Mader zu seinen anschaulichen Berichten zeigt. Als der junge Priester sich nach kurzer Kaplanstätigkeit entschloß, für unbestimmte Zeit in die Indianermission zu gehen, da wußte er von Bolivien nicht viel mehr, als Atlas und Lexikon verraten: Ein Land, mehr als 15mal so groß wie Bayern aber mit kaum einem Drittel der Einwohnerzahl, von denen 70 Prozent im unwirtschaftlichen „Altiplano“, der Hochfläche in 2 500 bis 4 000 m Meereshöhe leben, zwischen der West- und der Hauptkordilliere der Anden, während das Tiefland, der feuchtheiße Chaco im SO und das savannenbedeckte Beni im NO nur dünn besiedelt sind.
Von seinem Wirkungsort Camargo — der Name eines Freiheitskämpfers — in der nach dem Hauptfluß benannten Tallandschaft Cinti wußte der Pater nur, daß er zwischen der Haupt- und Universitätsstadt Surre und der hochgelegenen Provinzhauptstadt Potosi zu suchen ist. Von hier aus betreuen die „Brüder von der immerwährenden Hoffnung”, wie sich das Freiwilligenteam deutscher Weltpriester, gläubig und ein wenig ironisch zugleich nennt, die einsamen Flecken und Dörfer im rauhen Hochland. Ein Lastauto bringt Pater Javier aus den Weinbaugebieten des Cintital es ins Altiplano hinauf, wo Gersten-, Mais- und Kartoffeläckerchen mit steppenartigen Schafweiden abwechseln, bis noch weiter oben der kahle Fels und auf den höchsten Gipfeln das ewige Eis beginnt. Im Regenschatten der Kordillieren ist die Trockenheit der große Feind der Bauern, es geht nicht ohne künstliche Bewässerung. Und obschon ganz Bolivien im Bereich der Tropen und nahe am Äquator liegt, so sind in der großen Höhe die Nächte und die Winter — wenn bei uns Sommer ist — empfindlich kalt.
Indianer werden Laienprediger
Das ist die Welt der Missionare. Ihre Aufgaben sind andere als in Afrika oder Asien. Hier, wo bis zur Zerschlagung der spanischen Herrschaft vor 150 Jahren ein blühendes kirchliches Leben gedieh, geht es nicht um Bekehrung, als vielmehr um religiöse Betreuung der „getauften Heiden“, wie Pater Xaver seine Hochlandindios gerne nennt. Dem noch weitverbreiteten Analphabetentum entspricht auch eine erschreckende religiöse Unwissenheit, die wiederum heidnische und abergläubische Vorstellungen fördert. Der einheimische Priesternachwuchs ist aus vielerlei Gründen nicht ausreichend, um das gesamte Seelsorgegebiet zu betreuen. Als Ausweg und Zwischenlösung bilden die Indiomissionare einheimische Cursillistas aus, Laiengemeindevorsteher, etwa unseren Diakonen vergleichbar, in die Lage versetzt werden sollen, Unterricht und Wortgottesdienst zu halten.
Mit guten Worten ist es nicht getan
In der Erkenntnis, daß ein christliches Gemeinschaftsleben auch einer materiellen Grundlage, eines gewissen Lebensstandards bedarf, sind die Brüder von der immerwährenden Hoffnung neben ihrer religiösen und caritativen Arbeit auch bestrebt, die Indios aus ihrer sozialen Lethargie aufzurütteln und zu Gemeinschaftsleistungen anzuspornen. Eine Schulhauseinrichtung weit draußen, wo der Staat seiner Pflicht nicht mehr nachkommen kann oder will, eine Wasserleitung für ein Dorf oder eine Talschaft, eine Gemeindestraße als Verbindung zur Welt draußen vor den Bergen, das sind Projekte, zu denen die Padres Rat und Hilfe, auch Geldhilfe geben. Letztere jedoch immer nur als Anteil zur eigenen Leistung, als Initialzündung. Nicht der Padre – der letztlich doch immer der Fremde bleibt – sondern die Dorfgemeinschaft soll ihre Straße gebaut haben und daran ihr Selbstbewußtsein wachsen sehen. Aber ein in Jahrtausenden gezüchtetes Untertanenbewußtsein – on den Inkas über die Spanier bis zu den Diktaturen des letzten Jahrhunderts – kann auch die Landreform von 1952 nicht in zwei Jahrzehnten beseitigen.
Trotz dieser Entwicklungshilfe, die viel Kraft und Geld verschlingt, versteht sich Xaver Mader nicht als „Entwicklungshelfer“, sondern zuerst und vor allem als Priester.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.06.1973


Hausbar fiel Dieben zum Opfer
Steinburg.
Eine wohlsortierte Hausbar lockte Diebe in ein leerstehendes Wochenendhaus in Steinburg. Die Unbekannten nahmen für rund 300 Mark Alkoholika mit. Vertrauliche Hinweise an die Landespolizei Bogen erbeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1973


Windberg. Trachtenverein: Heute, Samstag, 19.30 Uhr, Versammlung im Gasthaus Amann.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1973


Pkw rammte Moped – 68jähriger tot
Hofdorf.
Mit seinem Moped wollte der 68jährige Josef Müller die Straße nach Lindfeld überqueren. Dabei wurde der Rentner aus Hofdorf von einem Regensburger Pkw erfaßt. Im Kreiskrankenhaus Bogen starb er wenige Stunden später. Der Pkw-Fahrer, seine Frau, sein elfjähriger Sohn und ein 69jähriger Beifahrer wurden verletzt.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1973


Nach Gottes hl. Willen verscheid am 22. 6. 1973, nach längerer, schwerer Krankheit unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Patin
Frau Kreszenz Obermeier
geb. Schneider, früher wohnhaft in Hofdorf
nach öfterem Empfang der hl. Sterbesakramente, im Alter von fast 70 Jahren, selig im Herrn.
Röhrnau, Unterwiesing, Unterwachsenberg, Bärnried, den 22. 6. 1973
In stiller Trauer:
Karl Schneider, Bruder mit Familie
Maria Pellkofer, Schwester mit Familie
Fanny Scheider, Schwester mit Familie
Therese Bräu, Schwester mit Familie
Rosina Falter, Schwägerin mit Familie
Therese Treml, Schwägerin
und übrige Verwandtschaft.
Trauergottesdienst am Montag, den 25. 6. 1973 um 15.00 Uhr in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1973


Josef Müller
geb. 19. 3. 1905          gest. 21. 6. 1973
Hunderdorf, den 23. Juni 1973
In tiefer Trauer:
Resi Grinn mit Tochter Christa
Geschwister mit Familien
Sterberosenkranz am Sonntag. den 24. 6. 1973 um 14 Uhr, Trauergottesdienst und Beerdigung am Montag, den 25. 6. 73 um 13.30 Uhr in der Pfarrkirche Hunderdorf.
Von Beileidsbezeigungen ans Grabe bitten wir Abstand zu nehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1973


Pfarrgemeinde beging Fronleichnam
Hunderdorf.
Unter großer Beteiligung der jungen und älteren Generation wurde in der Pfarrei St. Nikolaus das „Fest des Leibes Christi“ gefeiert. Beim Gottesdienst und der Prozession waren unter anderem die Bürgermeister und Gemeinderäte der Pfarrgemeinden sowie die Mitglieder der örtlichen Vereine anwesend. Pater Thomas und Kaplan Rainer zelebrierten das feierliche Hochamt. Die anschließende Fronleichnamsprozession führte durch die Sollacher Straße, Hauptstraße, Bayerwaldstraße, Hauptstraße, vorbei an den errichteten Altären bei Holzapfel, Georg Baier, Härtenberger und Drexler. Mit einem feierlichen ,,Te Deum“ in der festlich geschmückten Kirche fand die Prozession ihren Abschluß.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1973


SV-Vorsitzender wiedergewählt
Frauen-Abteilung und Eisstockclub sollen gegründet werden
Hunderdorf.
Zur Jahreshauptversammlung des SV Hunderdorf begrüßte Vorsitzender Peschke Bürgermeister Härtenberger sowie die Gemeinderäte. Schriftführer Kornel Klar gab einen Rückblick auf den Spielbetrieb der 1. und 2. Mannschaft. Die 1. Mannschaft habe in der Meisterschaftsrunde 29:15 Punkte und ein Torverhältnis von 79:53 erzielt. Hiermit habe der 4. Tabellenplatz erreicht werden können. Die Bilanz weise elf Siege, sieben Unentschieden und vier Niederlagen auf. Die zweite Mannschaft habe einen 6. Tabellenplatz mit 23:21 Punkten bei 65:60 Toren erreicht. Torschützenkönig sei, wie im Vorjahr, Gerd Altmann mit 31 erzielten Treffern geworden. Auf Platz zwei folge Reinhard Aumer mit 26 Toren.
Für die Jugendleitung gab Xaver Kern den Bericht. Beide Jugendmannschaften könnten eine erfreuliche Bilanz aufweisen. Die 1. Jugendmannschaft habe den 3. Tabellenplatz bei 35:9 Punkten und 87:34 Toren belegt. In den 22 Spielen seien 15 Siege und fünf Unentschieden erzielt worden. Niederlagen seien nur zwei zu verzeichnen. Die 2. Jugend habe den 7. Tabellenplatz erringen können. In 18 Spielen sei sechsmal gewonnen, elfmal verloren und einmal remis gespielt worden. Das Punkteverhältnis laute hier: 13:23, das Torverhältnis 53:56.
Schülerleiter Alfred Bugl meinte, daß das Sorgenkind des Vereins die Schüler seien; die zweite Schülermannschaft habe im Verlauf der Spielsaison zurückgezogen werden müssen. Die 1. Schüler habe nach einem guten Start nur den 6. Tabellenplatz belegt, 22:22 Punkte und 42:70 Tore wären erzielt worden. Vereinskassier Otto Sachs berichtete über die Einnahmen und Ausgaben des Vereins.
Peschke erklärte, daß bei der bevorstehenden Neuwahl der Vorstandschaft auch ein Fußball-abteilungsleiter gewählt werden solle, da der Verein bestrebt sei, in nächster Zeit neben der Fußballabteilung und dem Skiclub auch eine Frauenabteilung sowie einen Eisstockclub zu gründen. Der vom Wahlausschuß beantragten Entlastung der bisherigen Vorstandschaft wurde zugestimmt. Die anschließende Neuwahl brachte folgendes Ergebnis: Vorsitzender Gerhard Peschke, Stellvertreter Franz Solcher, Fußballabteilungsleiter Max Leonhardt, Schriftführer Josef Osen, Schriftführer Kornel Klar sen., Hauptkassier Otto Sachs, Kassier Josef Mauthner, Kassier Xaver Diewald, Jugendleiter Karl Hirtreiter, Jugendleiter Karl Hirtreiter jun., Schülerleiter Hans Schönauer, Schülerleiter Siegmund Wölfl, Platzwart Josef Ebert, Platzwart Hans Greßler.
Bürgermeister Härtenberger dankte Peschke im Namen der Gemeinde für seine geleistete Arbeit. Härtenberger hob hervor, die Wahl bestätige, daß alle Mitglieder volles Vertrauen zeigten und daß unter Peschkes Führung der Verein in jeder Hinsicht Fortschritte erzielen könne.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1973


„Marxisten und Sekten denken im Diesseits“
Jugendbekenntnistag in Windberg mit Pater Mader — Jugendchor Parkstetten übernahm Umrahmung

Bogen-Windberg.
An einem außergewöhnlichen Tag und in außergewöhnlichem Rahmen wurde der Jugendbekenntnistag 73 in der Klosterkirche und im Jugendheim Windberg gefeiert. Der Wortgottesdienst, zu dem sich trotz ungünstigen Wetters etwa 200


Pater Mader im Dialog mit jungen Leuten über seine Missionsarbeit

Jugendliche eingefunden hatten, stand unter dem Thema „Rechenschaft ablegen über die Hoffnung, die in uns ist“. Der Rest des Abends war für ein Gartenfest vorgesehen, das aber wegen des Regens nach innen verlegt wurde.
Während die Kapelle des Jugendchors Parkstetten unter Leitung von Pfarrer Dinsenbacher Meditationsmusik spielte, war für die Jugendlichen Gelegenheit, Fragen über ihre Stellung und Einstellung zum Christentum und zu Christus zu beantworten. Den Wortgottesdienst leitete P. Thomas ein mit „Gedanken über die Hoffnung des Christen“.
Mit dem gleichen Thema beschäftigte sich ein Dialog (Wolf Bernhard und Irmgard Hirtreiter), der die Frage stellte, ob Hoffnung Marke „Christlich“ noch „marktgängig“ sei. „Marxisten und Sekten preisen Hoffnung „eigener Machanart“ an, die sich im Diesseitsdenken erschöpft und das Heil auf dieser Welt sucht. Für uns aber sei Jesus von Nazareth und sein Evangelium Hoffnung.“
Der Wortgottesdienst wechselte mit Gesängen des Jugendchors und mit einem Gespräch mit Pater Mader ab, der die Fragen der Jugend beantwortete, warum er als Weltpriester nach Bolivien ging und wie er seine Hilfe dort sieht.
Nach den Fürbitten faßte Pater Thomas den Sinn des Gottesdienstes in den Worten zusammen, der Christ von heute dürfe nicht verzagen. „Was wir brauchen, ist eine Handvoll Menschen, die diese Sicht teilen, die versammelt sind in Gottes und Jesu Namen. Nur so können wir das Unmögliche möglich machen, nämlich den Frieden und die Gerechtigkeit auf der Welt.“
Im Anschluß an den Gottesdienst war ein Gartenfest der Jugend im Klosterhof vorgesehen. Wegen des ungünstigen Wetters wurde dies in die Säle und Gänge des Klosters verlegt, wo im Spielsaal die Jugend noch Gelegenheit hatte, unter der Musik der „Sir-Frances-Band“ das Tanzbein zu schwingen. Der Reinerlös aus dem Ausschank und den freiwilligen Spenden wurde P. Mader überreicht.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1973


Hunderdorf. Sportverein: Ab sofort jede. Mittwochabend Training der Alten Herren auf dem Sportplatz.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.06.1973


Arbeitskreise der KLJB tagen in Windberg
Bogen/Windberg.
Morgen, Donnerstag, 28. Juni, um 20 Uhr treffen sich im Jugendhaus Windberg wieder die Arbeitskreise der Kath. Landjugend. Der politische Arbeitskrebs hat diesmal zum Thema „Die Frau in der Politik“. Es konnten dafür namhafte weibliche Politikerinnen gewonnen werden wie Ida Krinner, Frau Rixinger und Frau Schütz. Im grünen Arbeitskreis spricht Hauptlehrer Adolf Neuhofer (Perasdorf) über das Thema „Umweltschutz und Umwelterhaltung“. Den musischen Arbeitskreis übernimmt eine neue Kraft, nämlich Lehrer Wolfgang Folger (Schwarzach).
Quelle: Bogener Zeitung, 27.06.1973


Für unsere Möbelproduktion suchen wir laufend
männliche und weibliche
Anlernkräfte

für Zweischichtbetrieb bei übertariflicher Bezahlung, tariflich geregeltem Urlaubsgeld, vermögenswirksamer Leistung, 5 Wochen Jahresurlaub. Wollen Sie sich persönlich bewerben, so erwarten wir Sie gerne während der Bürozeit von 7.30 – 12 Uhr und von 13 – 16.30 Uhr oder rufen Sie um an unter Telefon 09422/466
noltemöbel
Hunderdorf, Nolteweg 12
Quelle: Bogener Zeitung, 27.06.1973


Vom Standesamt Bogen
Bogen.
Das Standesamt Bogen registrierte im Mai 21 Geburten, sechs Trauungen und elf Sterbefälle. Geburten: … Martina Renate Giert, Windberg 27 … Ulrike Theresia Aloisia Watzl, Hunderdorf, Friedenstraße 14 … Sandra Grüneisl, Steinburg, Ortsteil Au vorm Wald 2 … Josef Markus Aumer, Hunderdorf, Thananger-Straße 6 … Adelheid Himmelstoß, Windberg, Ortsteil Meidendorf 122. Außerdem wurde eine uneheliche Geburt registriert.
Geheiratet haben: Josef Dobler, Schreiner, Bogen, Schönthal 44 und Rita Länger, Näherin, Gaishausen, Ortsteil Rammersbenz 29 1/3 … Gestorben sind: … Wilhelmine Maier, Hunderdorf, Ortsteil Hofdorf 3, 52 Jahre; Katharina Meindorfer, Rentnerin, Gaishausen, Haus-Nr. 12, 61 Jahre … Kreszenz Klein, Landwirtin, Windberg, Ortsteil Wassergraben 44, 63 Jahre … Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1973


Vor den großen Jubiläen am Wochenende:
Der Ort Steinburg plant für 750-Jahrfeier
Hinweis auf die wechselvolle Geschichte — Alfons Berger seit 1956 erster Bürgermeister

Steinburg. Sein 750jähriges Bestehen feiert der Ort Steinburg vom 29. Juni bis 1. Juli. Und das 100. Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr folgt eine Woche später vom 6. Juli bis 8. Juli. Dies ist Anlaß genug, auf die wechselvolle Geschichte Steinburgs

Umgeben von tiefen Misch- und Nadelwäldern präsentiert sich Steinburg mit dem Schulhaus und Ortskern.

hinzuweisen, dessen Randlage zum Donauraum für die Entwicklung des Ortes zu allen Zeiten entscheidend war.
Zwischen dem Bogenbachtal und den Bergen des Vorwaldes, die den Ort einschließen, liegt heute ein gepflegtes Dorf, umgeben von Misch- und Nadelwäldern, die der Landschaft um Steinburg ein romantisches Gepräge geben. Es hat knapp 700 Einwohner, die auf einer Grundfläche von 390 Hektar leben. Der Ort liegt an der Bahnstrecke Straubing — Miltach und an der Kreuzung der Staatsstraßen 2139 (Bogen — Viechtach). 2147 (Ascha — Deggendorf). Diese günstige Verkehrslage ist einerseits für den langsam ansteigenden Fremdenverkehr und die Zunahme des Containerverkehrs, also für Steinburgs Industrie, sehr förderlich. Waren vor dem Krieg noch rund zwei Drittel der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig, so sind es heute vielleicht nur noch 30 Prozent, die freilich noch dazu zum größten Teil als Nebenerwerbslandwirte hinzuverdienen müssen.
Steinburgs Aufschwung begann für die Arbeitnehmerschaft 1951, als die Fa. Nolte an Steinburgs Gemeindegrenze eine Möbelfabrik in wertläufigen Anlagen errichtete, in denen heute allein über 600 Menschen beschäftigt sind. Ein Zweigwerk der Fa. Walker, die Konservenfabrik am Bahnhof und die Fa. Holz- und Kunststoffverarbeitung Hornberger ergänzen für viele Einpendler in der Gemeinde Steinburg das Arbeitsangebot, so daß auch der Gewerbesteueranteil pro Kopf der Bevölkerung im Landkreisvergleich recht gut ausfällt.
So wundert es nicht, daß die Steinburger deren stolze Geschichte mit dem Schloß der Steinberger über dem Dorf sich 752 Jahre bis im Jahre 1221 zurückverfolgen läßt, nach vierzig  Jahren vergeblichen Mühens wegen Krieg, Finanzschwäche und Nachkriegszeit endlich im Juli 1958 den ersten Spatenstich für eine architektonisch einmalige Schule taten, die leider im Rahmen der Schulreform zum Nachteil der 105 000 DM an Eigenleistung aufbringenden Gemeinde heute leer steht. Umso erfolgreicher erwies sich der Ausbau der Wasserversorgung 1957, der rund 250 000 DM kostete und heute bereits als rentabel gilt. 1962 wurde Steinburgs Stromversorgung, die der Pionier auf diesem Gebiet, Herr Oischinger, aufgebaut hatte, von der OBAG übernommen.
Daneben ist der Name Alfons Berger eng mit dem Aufstieg der Gemeinde Steinburg verbunden, der seit 1956 Bürgermeister einer zwar kleinen, aber aufbaufreudigen Gemeinde ist. Unter Alfons Berger wurde der Straßenbau im gemeindlichen Straßennetz mit fünfeinhalb Kilometern groß geschrieben, wobei Ortsstraßen und Erschließungswege in den Neubaugebieten besonders vordringlich waren. Kanalisation in Steinburg, Au, Wegern und Schafberg, aber auch der Ausbau des gesamten Straßen- und Wegenetzes, sowie. Ausweisung von 39 Bauplätzen im Baugebiet Wegern I und II, Bau von Bürgersteigen und Ortsbeleuchtung, waren für Steinburg wichtig. So hat sich die Zahl der Wohnhäuser nach dem Kriege um rund 40 auf 137 erhöht. Dies zeigt die rasante Entwicklung Steinburgs (nach dem Kriege) am anschaulichsten.
Einst formten Adelssitze mit umfangreichen Ländereien und vielen wechselnden Besitzern die Struktur dieses Gebietes, dann konnte sich im Laufe der Geschichte in Steinburg und Au eine weitgestreute Landwirtschaft entwickeln und nach 1945 brachten die im Schloß lebenden Heimatvertriebenen mit ihren vielen Kindern neue Impulse mit, dann wurden aus zahlreichen Landwirten  Nebenerwerbslandwirte, als die Industrie einzog und der damit verbundene Wandel auch ein Dorf wie Steinburg erfaßte und veränderte. Daß bei diesem Wandel die tiefen Misch- und Nadelwälder, die sich bis über die 800 Meter-Grenze hinaufziehen, erhalten geblieben sind, wird von vielen Fremden. die in diesen Tagen Steinburg die Ehre zur 750-Iahrfeier geben, dankbar anerkannt.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1973


Grußwort des 1. Bürgermeisters
Die Gemeinde Steinburg feiert in diesen Tagen das 750jährige Bestehen. Alle Gäste aus nah und fern und alle ehemaligen Einwohner von Steinburg begrüße ich recht herzlich. Mögen diese Festtage dazu beitragen, vergangene Zeiten wieder aufleben zu lassen und die Verbundenheit mit der Gemeinde zu vertiefen. Mein ganz besonderer Dank gilt dem Landkreis Straubing-Bogen und Herrn Landrat Hafner für die bisherige Unterstützung. Ohne diese Hilfe hätten die notwendigen Aufgaben nicht durchgeführt werden können. Ich hoffe, daß die Gemeinde auch in der Zukunft weiterhin so erfolgreich wirken kann. Den Festteilnehmern wünsche ich vergnügte Stunden in unserer Gemeinde mit dem Wunsche, uns auch später wieder einmal zu besuchen.
Alfons Berger
1. Bürgermeister
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1973


Geschenke für sieben Mitglieder
Hunderdorf.
Die Krieger- und Soldatenkameradschaft veranstaltete in der Gastwirtschaft Wagner Au eine kleine Feierstunde, bei der den über 80 Jahre alten Vereinsmitgliedern zum Geburtstag gratuliert und ein Geschenkkorb übergeben wurde. 1. Vorsitzender Pflügl hieß besonders 1. Bürgermeister Berger, Steinburg, 2. Bürgermeister Anleitner, Hunderdorf, sowie Ehrenvorsitzenden Leo Gaschler willkommen. Schriftführer Jakob Hirtreiter erfreute die Jubilare mit einem netten Gedicht. Anschließend nahmen einen Geschenkkorb in Empfang: Josef Lehner, Max Sperl, Anton Tremml, Sebastian Schindlmeier, Ludwig Maier. Die Vorstandschaft stattete auch Ludwig Guggeis, Schafberg, und Ludwig Spranger, Grabmühle, einen Hausbesuch ab, überbrachte die Gluckwünsche sowie einen Geschenkkorb, da diese Geburtstagskinder der Feierstunde in Au aus gesundheitlichen Gründen nicht beiwohnen konnten. Unser Bild: Die Vorstandschaft im Kreis der geehrten Mitglieder.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1973


Der Leser hat das Wort:
Bekenntnis der Einfallslosigkeit?
Nachdem nun schon zum zweiten Male in Windberg der Jugendbekenntnistag der Kreisjugend stattfand, möchten wir dies zum Anlaß nehmen, eine kritische Stellungnahme abzugeben. Dieser Bekenntnistag sollte nach den Forderungen der Veranstalter der Bewußtseinsfin-dung junger Christen dienen und durch Diskussion nicht nur Intellektuelles mitteilen, sondern auch durch „die spontane Beantwortung“ (von Fragen) Emotionales ans Licht rufen (s. Bl. zum Wortgottesdienst). Diese Forderungen können nicht erfüllt werden durch kurze schriftliche Beantwortung kurzer Fragen. „Christsein heute“ wäre vielmehr ein abendfüllendes Thema für einen Jugendbekenntnistag. Die Verantwortlichen mögen sich bei der Stellung der Fragen (Bl. Wortgottesdienst) durchaus etwas gedacht haben, die Fragen als solche waren jedoch zu allgemein und schlagwortartig gestellt, gingen unserer Auffassung nach an der echten Problematik und den Konflikten, denen junge Christen in der Gegenwart ausgesetzt sind, vorbei. Wir stehen dem eigentlichen Thema des Abends, Entwicklungshilfe, durchaus positiv gegenüber, respektieren und bewundern den selbstlosen Einsatz von Missionaren und Entwickhelfer(innen), in diesem Fall von Pater Mader in Bolivien, meinen aber gerade deswegen, daß ein solch umfassendes und brennendes Problem wie Entwicklungshilfe in der Dritten Welt nicht mit einer kurzen Diareihe und drei an den Entwicklungshelfer gestellten Fragen abgetan werden kann. Was völlig fehlte, waren Informationen über Möglichkeiten, die sich jungen Menschen in unserem Lande bieten. Entwicklungshelfer(in) zu werden oder sich sonstwie in irgendeiner Form für die Entwicklungshilfe aktiv zu betätigen. Wenn schon ein Missionar an einem solchen Tag bei uns zu Gast ist, so hätte man doch die Möglichkeit zu einem längeren Gespräch mit ihm geben sollen. Natürlich wäre dabei die anschließende Tanzveranstaltung etwas zu kurz gekommen, was aber wahrscheinlich für einen Großteil der Anwesenden der Hauptanreiz zur Teilnahme am Jugendbekenntistag gewesen ist. Dieser Bekenntnistag war nicht in erster Linie ein Bekenntnis zu religiösen und sozialen Fragen unserer Zeit, sondern hauptsächlich ein Bekenntnis zum feucht-fröhlichen Beisammensein. Wir wollen diesen Leserbrief nicht als destruktive Kritik verstanden wissen, sondern einige Fehler aufzeigen, die sich beim nächsten Bekenntnistag vermeiden lassen. Wir sind gern zu einem Gespräch mit den Verantwortlichen bereit.
Josef Diewald, 8441 Irensfelden
Bernhard Griesbeck, 8441 Windberg
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1973


Kapfenherger SPD-Ortsvorsitzender
Kreisvorsitzender Peter Groeben über den Volkssentscheid am 1. Juli
Hunderdorf.
Zur SPD- Generalversammlung in Hunderdorf konnte der Sprecher Xaver Diewald neben zahlreichen Mitgliedern auch den Kreisvorsitzenden Peter Groeben im Versammlungslokal Weinzierl begrüßen. Hauptaufgabe des Abends war die Neuwahl der Vorstandschaft des SPD-Orteivereins Hunderdorf. Gewählt wurden: 1. Vorsitzender Michael Kapfenberger, 2. Vorsitzender Xaver Diewald, 1. Kassier Hans Müller, 2. Kassier Otto Schindler, Schriftführer Ursula Kapfenberger, Beisitzer Franz Söldner und Katharina Scheibenthaler, zu Delegierten für die Unterbezirks-, bzw. Kreis- und Wahlkreiskonferenz wurden gewählt: Xaver Diewald, Michael Kapfenberger, Hans Müller und Xaver Reiner.
Kreisvorsitzender Peter Groeben begann sein Referat mit einem Dank an die bisherige Vorstandschaft, besonders an den langjährigen Vorsitzenden Xaver Aumer, der den SPD-Ortsverein mit drei Mitgliedern übernommen hatte und nun mit 40 Mitgliedern übergeben konnte. Aus gesundheitlichen Gründen mußte er jetzt sein Amt einem jüngeren Mitglied übergeben. Groeben ging dann neben vielen anderen Fragen auf den am kommenden Sonntag stattfindenden „Volksentscheid“ ein, da sich in vielen Teilen der Bevölkerung eine große Ratlosigkeit über diesen Wahlgang abzeichnet, so Groeben. Die Ziele und Methoden der CSU auf dem Gebiet der Rundfunkpolitik seien auf starke Kritik gestoßen. Die heftigen Diskussionen im Landtag hatten die Öffentlichkeit erregt. Am 15. März 1972 habe sich das „Bürgerkomitee Rundfunkfreiheit“ konstituiert und ein Volksbegehren eingeleitet. Mit etwa 80 000 Unterschriften sei das Verlangen unterstützt und mit 1 007 637 Eintragungen (13,9 Prozent aller Wahlberechtigten) abgeschlossen worden. Der CSU sei eine bittere Lehre erteilt worden. Aber in Überschätzung ihrer Kraft habe sie im Landtag ihre törichte Politik fortgesetzt und gegen das Votum des eigenen Innenministers die Verfassungsmäßigkeit des Volksbegehrens bezweifelt und unter Bruch der Geschäftsordnung einen Alternativentwurf vorgelegt.
Das sei der Offenbarungseid gewesen, sagte Groeben, dem rasch der politische Konkurs gefolgt sei. Liquidator sei in Gesprächen mit dem Landesbürgerkomitee und Vertretern der politischen Parteien Franz Josef Strauß selber gewesen, Er und seine Partei hätten erstmals nicht nur einsehen, sondern in aller Öffentlichkeit sogar zugestehen müssen, daß ihre Macht brüchig und anfällig geworden sei. Für die Sozialdemokraten werde deshalb der erfolgreiche Abschluß des Volksentscheids nicht das Ende des Engagements in rundfunkpolitischen Fragen bedeuten.
Der SPD-Bezirksvorstand fordert deshalb die Bürger in Niederbayern und in der Oberpfalz auf, kommenden Sonntag, 1. Juli, in die Wahllokale zu gehen und dem gemeinsamen Vorschlag der Parteien und des Landesbürgerkomitees zu unterstützen. Sie sollten 1. eine Änderung der Bayerischen Verfassung zustimmen (Einführung eines Artikels 111a — Rundfunkfreiheit); 2. der Abschaffung der 10-Prozent-Sperrklausel (Art. 14 der Bayerischen Verfassung) und der neuen Stimmkreiseinteilung zustimmen, — Auf beiden Stimmzetteln müsse also das „Ja“ angekreuzt werden!
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1973


Steinburg. Freiwillige Feuerwehr: Morgen, Freitag, 17.30 Uhr, zur Einholung der Fest- und Ehrengäste treffen sich alle Feuerwehrmitglieder in Uniform beim Gasthaus Berger.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1973


Au vorm Wald. FFW. Morgen, Freitag, 17.30 Uhr, im Gasthaus Wagner Abmarsch zur 750-Jahrfeier.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1973


Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1973


Maria Lechner 76 Jahre
Hunderdorf.
Heute, Freitag, kann die Rentnerin Maria Lechner, wohnhaft in der Haupt-straße 13, ihren 76. Geburtstag feiern. Die Jubilarin, eine geborene Heidinger, wurde am 29. 6. 1897 in Höritz, Kreis Krummau, Sudetenland, geboren. Mit Thomas Lechner hatte sie am 19. 4. 1932 in Poletiz die Ehe geschlossen, aus der ein Sohn hervorging. 1945 mußte die Familie ihre geliebte Heimat verlassen. Seit 1961 lebten sie in Hunderdorf. Ein schwerer Schicksalsschlag war der Tod des Ehemannes am 8. März 1972.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.06.1973


Geschenkkorb für Josef Weber
Hunderdorf.
Zu dem Artikel „Geschenke für sieben Mitglieder“ in der gestrigen Ausgabe wird vermerkt, daß nicht Josef Lehner, sondern Josef Weber einen Geschenkkorb in Empfang nehmen konnte.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.06.1973


Hunderdorf. Krieger- und Soldatenkameradschaft: Sonntag, 1. Juli 1973. 7.30 Uhr, Abfahrt zur Teilnahme an der Fahnenweihe der Krieger- u. Soldatenkameradschaft Haberkofen/Straßkirchen bei Gasthaus Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.06.1973


Hunderdorf. Bayerwaldverein: Morgen. Samstag. Monatsversammlung im Vereinslokal Sandbiller um 19.30.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.06.1973


Zirkus kommt zur 750-Jahrfeier
Steinburg.
Das Heimatfest der Gemeinde Steinburg soll auch zu einem Volksfest werden, bei dem alt und jung sein Vergnügen hat. So wird am kommenden Samstag um 15 Uhr der Klein-Zirkus „Scharlini“ eine Vorstellung geben, bei der in 16 Abteilungen Tierdressuren aller Art, akrobatische Darbietungen sowie Cowboy-Spiele, Ringkämpfe usw. gezeigt werden. Besondere Beachtung dürften dabei die beiden Braunbären mit ihren Darbietungen finden. Der Zirkus Scharlini, der in Mannheim seinen Heimatsitz hat, wurde vor drei Jahren von einem schweren Unglück betroffen. Damals wurde bei einem Unwetter durch einen Brand das große Zelt des Unternehmens vernichtet, das damals noch eine Reihe internationaler Artisten beschäftigte und einen Stamm von 170 Tieren, darunter eine Großzahl von Exoten. Seit dieser Zeit wird das Unternehmen nur von der Familie Schunerth allein mit einem Bestand von etwa 30 Tieren weitergeführt. Neben den artistischen Darstellungen bei den Vorführungen sind vor allem die Tierschau und das Ponyreiten für die Kinder ein Hauptanziehungspunkt. Unser Bild zeigt das Zirkuszelt.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.06.1973


Hunderdorf. SV Heute, Freitag, 20.00 Uhr. wichtige Spielerversammlung im Vereinslokal für Jugend und Sen.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1973


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: Heute, Samstag. 20 Uhr, Vereinsabend im Gasthaus Edbauer-Baier.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1973


Fahnenweihe in Straßkirchen
Windberg.
Die Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft Windberg treffen sich am Sonntag (1. 7.) um 7.30 Uhr im Gasthaus Amann zur gemeinsamen Abfahrt nach Straßkirchen zur Teilnahme an der Fahnenweihe.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1973


Der Leser hat das Wort:

Einfallslose“ Kritik
Es gab viele Reaktionen auf den Jugendbekenntnistag: erfreute Zustimmungen wie auch kritische Anmerkungen. Die Veranstalter sind dankbar für jede sachliche Stellungnahme, zu-nächst auch für den Leserbrief vom 28. 6. 1973 im „Straubinger Tagblatt“. Bei näherem Be-trachten stellt man aber fest, daß diese Kritik den Sachverhalt nicht trifft.
Der Jugendbekenntnistag behandelte nicht das Thema ,„Entwicklungshilfe“, sondern stand wie aus dem Handzettel deutlich wurde – unter dem Thema ,,Rechenschaft über die Hoffnung, die in uns ist“. Der Gottesdienst sollte dieses Thema in verschiedenen Beiträgen entfalten, Denkanstöße geben und zur Bewußtseinsbildung junger Christen beitragen. Das Gespräch mit dem Missionar P. Mader sollte eine Möglichkeit der Rechenschaftsabgabe über unseren Glauben aufzeigen. Von vorneherein war geplant, einen Gesprächs- und Informationsabend mit P. Mader über Probleme der Entwicklungshilfe und Mission zu einem späteren Zeitpunkt zu veranstalten. Im übrigen stand P. Mader den ganzen Abend zu Gesprächen zur Verfügung. Wo waren eigentlich die Interessenten?
Im Leserbrief wurde breit auf den Fragebogen zu Beginn des Gottesdienstes eingegangen. Der Fragebogen war als Motivationstest gedacht und sollte die Möglichkeit geben, über die Be-deutung des Christseins für den einzelnen nachzudenken und sich spontan dazu zu äußern. Aus liegengebliebenen Handzetteln ging hervor, daß manche Teilnehmer sich zu tiefer Auseinandersetzung mit den ach so „allgemeinen und schlagwortartigen Fragen“ motivieren ließen. Leider haben es die Verfasser des Leserbriefes versäumt, die echten Probleme und Konflikte der jungen Christen einmal beim Namen zu nennen. Sollte für sie „Christsein heute“ nicht dazugehören oder operieren sie selbst mit Schlagworten? Abschließend möchten wir noch folgendes zu bedenken geben: wenn trotz schlechten Wetters so viele Jugendliche den Bekenntnistag besuchten, ist kaum anzunehmen, daß sie nur wegen des Gartenfestes gekommen sind. Hinter der Kritik am Jugendbekenntnistag Gottesdienst und Tanz miteinander zu verbinden, steht vielleicht die heute verbreitete Unfähigkeit, religiöses Feiern und geselliges Beisammensein zu einem Fest zu vereinen. Wir können das geschmähte „feucht-fröhliche Beisammensein“ nur so verstehen, daß die relativ hohe Luftfeuchtigkeit dieses Abends unserer Fröhlichkeit, die im Gottesdienst geweckt wurde, keinen Abbruch getan hat.
Der religiöse Arbeitskreis
P. Thomas Handgrätinger, 8441 Windberg 2
Alfons Fischer, 8441 Trudendorf 73
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1973


Gegen Einfallslosigkeit –
Bekenntnis zum Einsatz!

Da mich die Sache „Jugendbekenntnistag Windberg“ als Dekanats- und Kreislandjugendseelsorger direkt angeht, obwohl ich an der Gestaltung nur indirekt beteiligt war, fühle ich mich verpflichtet, zum Leserbrief vom 23. 6. 1973 Stellung zu nehmen.
1. Sehr erfreulich ist es, daß zwei junge Leute sich überhaupt mit einer religiösen Veranstaltung auseinandersetzen und Zeit und  Mühe nicht gescheut haben, ihre Meinung öffentlich auszudrücken. Das verdient Anerkennung und sollte Schule machen.
2. Kritik ist wertvoll und notwendig. Es ist nicht einsichtig, daß sich Christen alles einfach unkontrolliert vorsetzen lassen. Ehrliche Kritik fördert den Denkprozeß und ermöglicht erst den Fortschritt. Dazu gehört es auch, über das Ziel hinauszuschießen. Die Gleichgültigkeit, Passivität und die vielbeklagte Interesselosigkeit unter den Christen und in den Pfarrgemeinden konstruktiv zu überwinden sollte das Anliegen jedes nachkonziliaren Christen und natürlich besonders der Verantwortlichen sein.
3., Der Leserbrief von Diewald und Griesbeck geht freilich im ganzen gesehen an der Sache vorbei. Er verleitet direkt zu Mißverständnissen und ist vorzüglich geeignet, Vorurteile gegen die sogenannte Jugend bzw. die kirchliche Jugendarbeit zu verstärken. Kurioserweise wird die Kritik ja von Jugendlichen geübt.
4. Oberflächlichkeit, Einfallslosigkeit und Zeitdruck (wegen des Gartenfestes) können im Ernst den Veranstaltern wohl nicht unterstellt werden. Immerhin dauerte dieser „bloße“ Wort-gottesdienst eine volle Stunde (für alle, die ihn ganz mitgefeiert haben). Immerhin befaßte sich ein Team von zehn jungen Leuten mehrere Stunden lang in eingehender Diskussion und Beratung mit der Planung, Vorbereitung und Durchführung. Immerhin war den 200 Teilnehmern, die trotz des schlechten Wetters kamen, wohl schon beim Start daheim klar, daß das Gartenfest ins Wasser fallen würde.
5. Dauernde Mitarbeit (z. B. bei den Arbeitskreisen in Windberg) und gezieltes Engagement bei bestimmten Aktionen (z. B. Vorbereitung des Jugendbekenntnistages 1974 usw.) sind von allen Verantwortlichen in der kirchlichen Jugendarbeit schon mehr als oft gewünscht worden. Ich vermute, hier wäre bei den zwei Verfassern und bei vielen anderen Jugendlichen noch manches ausbaufähig. „Entwicklungshilfe“ wird von den Verantwortlichen immer wieder angeboten.
6. Die Bereitschaft zum Gespräch sollte unbedingt bald in die Tat umgesetzt werden. Die Verantwortlichen freuen sich darauf, werden die verschiedensten Angebote bekanntgeben und warten voll Sehnsucht …
Kaplan Hans Trimpl
8443 Bogen, Bahnhofstruße 4
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1973


Orgelkonzert in Windberg mit Solisten Günter Kaunzinger
Windberg.
Der Orgelkreis Windberg, der es sich zur Aufgabe macht, fünf Orgelkonzerte pro Jahr zu organisieren und durchzuführen, um einem breiten Publikum im Landkreis Straubing-Bogen und darüber

Mit 12 Jahren zum erstenmal als Pianist aufgetreten: Günther Kaunzinger

hinaus sakrale Musik zugänglich zu machen, gewann für das zweite Konzert der Konzertreihe 1973 den Solisten Günther Kaunzinger, Frankfurt. Organist Kaunzinger, 1938 geboren und in Sulzbach-Rosenberg/Opf. aufgewachsen, erhielt bereits in früher Kindheit Klavier-Orgel- und Kompositionsunterricht, so daß er im Alter von 12 Jahren zum ersten Mal als Pianist öffentlich auftrat. Sein Musikstudium absolvierte er von 1956 bis 1967 an den Hochschulen von Regensburg, Nürnberg und Frankfurt. Seit 1966 ist er Preisträger von sechs internationalen Orgelwettbewerben, darunter erste Preise in Brügge und Innsbruck. Während dieser Zeit machte er Konzertreisen durch nahezu alle europäischen Länder und hielt auch repräsentative Konzerte bei Festivals in Südfrankreich, in der Schweiz und in Paris. Seit 1908 setzt er das Orgelstudium in Paris bei Marie-Claire Alain, Maurice Durufle und Jean Guillou fort und ist zur Zeit als Organist in Frankfurt tätig. Das Konzert findet am Sonntag, 8. Juli, 15 Uhr, in der Pfarr- und Klosterkirche Windberg statt. Eintritt: 2,50 DM. Freunde der Orgelmusik können mit einem Jahresabonnement von zehn DM Mitglied des Orgelkreises werden (Konto 3632, Sparkasse Bogen).
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1973

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