1980# 01

Gemeinderat ergreift bei der Flurbereinigung nicht Partei
Hunderdorf. Ein viel diskutiertes Thema ist zurzeit im Bereich der Gemeinde Hunderdorf die Flurbereinigung. Die Anordnung der Flurbereinigung Hunderdorf ist bereits erfolgt. Die zahlreich vorhandenen Gegner der Flurbereinigung Hunderdorf haben sich mit verschiedenen Schreiben mit ausführlichen Begründungen auch an den Gemeinderat Hunderdorf gewandt, mit der Bitte, auch die Gemeinde möge die Aktion gegen die Flurbereinigung unterstützen und sich eindeutig gegen die Flurbereinigung aussprechen. Nach eingehender Beratung und Diskussion fasste der Gemeinderat mit neun gegen fünf Stimmen den Beschluss dem von Bürgermeister Härtenberger eingebrachten Beschlußvorschlag anzunehmen. Dieser lautet wie folgt: „Der Gemeinderat nahm von zwei Schreiben des Otto Bugl von 21.11. und 7.12.1979 Kenntnis. Es wird festgestellt, dass die Flurbereinigung im Bereich Hunderdorf auch positive Auswirkungen hat und dass nicht alle Landwirte die Flurbereinigung ablehnen. Der Gemeinderat hat alle Gemeindebürger zu vertreten und will deshalb in das laufende Verfahren nicht eingreifen. Eine endgültige Entscheidung über die Flurbereinigung Hunderdorf soll den Grundstücksbesitzern gemeinsam mit der Flurbereinigungsdirektion Landau vorbehalten sein.“
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.1980


Anfangsschwierigkeiten überwunden
Verwaltungsgemeinschaft hielt Jahresabschlußfeier ab – Dank für gute Zusammenarbeit
Hunderdorf.
Erstmals hielt die Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf ein Jahresabschlußfeier ab. Hierzu trafen sich im Gasthaus Sandbiller Die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung und das Verwaltungspersonal sowie der Mitgestalter des Informationsblattes Kornel Klar.
In einem kurzen Jahresrückblick betonte Gemeinschaftsvorsitzender Härtenberger, daß die Verwaltungsgemeinschaft nunmehr über eineinhalb Jahre in Kraft sei und die Anfangsschwierigkeiten überwunden seien. Er stellte fest, daß die Zusammenarbeit in der Gemeinschaftsversammlung als erfreulich zu werten sei. Das Personal von den Mitgliedsgemeinden habe sich in der Verwaltungsgemeinschaft gut zusammengefunden. Auch von Seiten der Verwaltung bemühe man sich, den gestellten Anforderungen Rechnung zu tragen. Härtenberger dankte abschließend für die gute Mitarbeit allen Mitgliedern der Gemeinschaftsversammlung sowie den Verwaltungspersonal.
Bürgermeister Lobmeier sprach ebenso Dankesworte aus. Er stellte fest, daß die Zusammenarbeit in der Gemeinschaftsversammlung, auch wenn man nicht immer gleicher Meinung sei, angenehm sei. Auch sei die Zusammenarbeit mit dem Verwaltungspersonal gut, besondere Schwierigkeiten habe es nicht gegeben. Es sei festzustellen, daß man sich bemüht habe, sämtlichen Gemeinden gerecht zu werden.
Abschließend dankte auch Bürgermeister Kleikamp für die angenehme Zusammenarbeit in der Gemeinschaftsversammlung und mit der Verwaltung. Es könne bemerkt werden, daß auch die Gemeinde Windberg von der Verwaltungsgemeinschaft gut bedient worden sei.
Eingangs hatte die Gemeinschaftsversammlung noch über Personalangelegenheiten beraten. Aufgrund der eingeengten Personalsituation wurde unter aanderem beschlossen, nochmals eine Angestelltenstelle neu auszuschreiben. Weiterhin sprach sich die Gemeinschaftsversammlung dafür aus, eine ABM-Maßnahme zu beantragen für Malerarbeiten. Dabei könnten in den Mitgliedsgemeinden verschiedene Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten vorgenommen werden. Es wurde vorgeschlagen einen Maler in der Zeit vom 1. 3. bis 31. 10. 1980 zu beantragen. Weiterhin wurde beraten über die Aufwandsentschädigung bei den Wahlen, sowie über den Abschluss eines warten Wartungsvertrages für ein Kopiergerät.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.01.1980


Skikurs erfolgreich abgeschlossen
Hunderdorf. Die Skiabteilung des Sportverein Hunderdorf hielt vom 2. bis zum 6. Januar im Skigebiet Pröller/Ahornwies einen Skikurs ab. 31 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren wurden von Übungsleitern des Skiclubs betreut und in die Kunst des Skilaufens eingeführt.
Die Kinder wurden mit dem Bus zum Skigebiet gebracht. In der vereinseigenen Skihütte konnten sich die Kinder in den Pausen aufhalten und ihre Mahlzeiten einnehmen, die von den Familien Grill, Leonhardt, Müller, Helmbrecht und Illmann bereitet wurden. Die Übungsleiter Joachim Kaldonek, Josef Ziesler, Kronelius Klar, Claudia und Evelyn Kaldonek waren am Ende des Kurses mit den Erfolgen ihrer Schützlinge recht zufrieden. Den Abschluß bildete am Sonntag ein kleines Abfahrtsrennen, wo auch viele Eltern ihren Kindern mit Begeisterung und Bewunderung zuschauten. 1. Vorsitzender Kaldonek und Abteilungsleiter Illmann beglückwünschten die Sieger und verteilten Urkunden und Wachsplaketten. Bürgermeister Härtenbarger überreichte kleine Geschenke an die Kursteilnehmer. Mit einer Schneeballschlacht zwischen Skilehrern und Schülern endete der Skikurs.
Das Ergebnis des Abschlußrennens: Gruppe Evelyn Kaldonek: 1. Stefan. Härtenberger, 2. Sabine Kalm und Günther Hilmer, 4. Stefan Diewald, 5. Marion Proksch, 6. Sandra Axinger, 7. Daniela Gebhardt. Gruppe Claudia Kaldonek: 1. Peter Kalm, 2. Sonja Schwürzinger, 4. Ilona Deinat, 4. Stephan Hanner, 5. Petra Kasper, 6. Kerstin Ehr. Gruppe Joachim Kaldonek: 1. Helmut Meier, Andrea Kaldonek, 3. Franz Kalm, 4. Sylvia Müller, 5. Bettina Grill, 6. Karin Grill. Gruppe Josef Ziesler: 1. Marco Hagn, 2. Carmen Grill, 3. Dagmar Baier, 4. Christian Resch, 5. Doris Baier, 6. Elmar Wacker. Gruppe Kornelius Klar: 1. Thomas Ziesler, 2. Sonja Brenner, 3. Birgit Schwürzinger, 4. Iris Zoglmann, 5. Tanja Bielmeier und Stephan Illmann.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.01.1980


Bürger gegen Vorschlag des Gemeinderates
Plan für Trassenführung der Ortsumgehung verworfen – 1979 zahlreiche Maßnahmen durchgeführt – Ausblick auf 1980
Hunderdorf. Bei der letzten Sitzung des Gemeinderates wurde insbesondere die Trassenführung der künftigen Ortsumgehung Hunderdorf an der Staatsstraße 2139 behandelt. Vor kurzem hat der Gemeinderat die für die Planung zuständigen Straßenbauamt Deggendorf einen Vorschlag zur Trassenführung unterbreitet ,wobei sich im Bereich Breitfeld eine Trassenverlegung angeboten hätte, um eventuelle Grundstücksdurchschneidungen mildern zu können. Nun lag ein Antrag der Grundstücksbesitzer vor, die durch die von der Gemeinde vorgeschlagene Trassenführung mit ihren Grundstücken betroffen sind. Dabei wurde mit Nachdruck die Trassenführung entsprechend dem vorliegenden Planungsentwurf gefordert. Nach kurzer Beratung beschloß der Gemeinderat, den diesbezüglichen Beschluß vom 19. November 1979 aufzuheben. Das Straßenbauamt Deggendorf wird gebeten, den Vorschlag als gegenstandslos zu werten. Die endgültige Festlegung der Trassenführung soll dem Straßenbauamt vorbehalten sein. Die Forderung nach höhenfreien Kreuzungen und An- und Ausfahrt wird jedoch weiterhin voll aufrechterhalten.
Der Bürgermeister informierte den Gemeinderat über den Antrag an Landrat Ingo Weiß hinsichtlich der Trinkwasseruntersuchungen bei Einzelbrunnen. Da der bisher gesetzte Termin für die Durchführung der Sammelbestellung als zu kurz erschien, hat die Gemeinde um eine Verlängerung bis zum Mai 1980 gebeten. Weiterhin wurde an Landrat Ingo Weiß nochmals die Bitte gerichtet, Möglichkeiten zu erkunden, ob nicht doch die Untersuchungspflicht der Einzelbrunnen gänzlich ausgenommen werden könne. Der Gemeinderat nahm Kenntnis von der Spende der Sparkasse Straubing-Bogen in Höhe von 2500 DM zum Bau des Sportzentrums in Hunderdorf sowie von einem vorliegenden Gesetzentwurf, wonach die Vergnügungssteuer 1980 entfallen soll. Weiterhin gab Bürgermeister Härtenberger das Schreiben der Autobahndirektion Südbayern bekannt, wonach am 15. Februar 1980 der Müllplatz in Sollach nicht mehr benützt werden kann. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, zu beantragen, daß der Müllplatz zumindest noch für ein Jahr offen gehalten wird. Aufgrund des Antrags der Gemeinde zur Öffnung des Bahnhofs-Warteraumes in Hunderdorf in der Winterzeit hatte die Bundesbahn das Angebot gemacht, den Warteraum wieder zur Benützung aufzuschließen, wobei jedoch das Problem der Reinigung anstehe. Das Gremium sprach sich dahingehend aus, daß von seiten der Gemeinde für die Reinigung gesorgt sowie die hierfür anfallende Kosten getragen werden sollen. Somit ist also der Warteraum des Bahnhof Hunderdorf wieder offen, wobei mit den ersten Zug geöffnet und mit dem letzten Zug geschlossen wird.
Der Bürgermeister gab einen Überblick über das Gemeindegeschehen im Jahr 1979. Hierbei nannte er besonders den Bau der Löschwasserzisterne in Schafberg, die Renovierung der Kapelle Au sowie den Bau der Sportanlage in Hunderdorf, wobei die Gesamtkosten des Sportzentrums rund 1,8 Millionen DM betragen. Von den Zuschüssen seit 742 000 DM eingegangen oder zunächst zu erwarten sowie Spenden von 15 000 DM. Die Eigenmittel der Gemeinde beliefen sich auf 1 044 000 DM. Für die tatkräftige Unterstützung bei der Finanzierung der Freizeit- und Erholungsanlage sprach Bürgermeister Härtenberger vor allem Dank an Staatsminister Dick aus. Abgeschlossen wurde auch der Wirtschaftswegebau Starzenberg-Lintach. Hierbei wurden Ausgaben von 175 900 DM und Einnahmen von rund 118 000 DM erzielt. Vollendet wurde auch der Bau der Ortsdurchfahrt Hofdorf. Auch ist die Planung des Wirtschaftswegebaues Au-Gaishausen erfolgt. Der Straßenbau Grub-Ellaberg wurde in Angriff genommen, wobei heuer Kosten von rund 140 000 DM verbaut wurden. Auch der Kanalbauabschnitt II in Hunderdorf sei mit zwei Drittel vorangeschritten. Für die Planung der Kläranlage Steinburg seien Ausgaben von 51 000 DM angefallen, für die gewährte Bedarfszuweisung in Höhe von 400 000 DM. Diese sei gewährt worden aufgrund des hohen Gewerbesteuerausfalles in diesem Jahr, so daß die Finanzen der Gemeinde weitgehendst ausgeglichen werden konnten.
Weiterhin gab Bürgermeister Härtenberger einen Ausblick auf das Jahr 1980. Insbesondere werde die Planung der Wasserversorgung Gaishausen-Steinburg anstehen. Auch müsse sich die Gemeinde verstärkt für eine weitere Baulanderschließung einsetzen. Der Truppenübungsplatz im „Sollinger Loch“ gelte als „soviel wie beschlossen“, was ein kürzlich geführtes Telefongespräch mit der Wehrbereichsverwaltung verlauten habe lassen. Weiterhin stehe 1980 an der Anbau von Garagen an das Feuerwehrhaus sowie der Einbau einer Heizung. Ebenfalls sollen in diesem Jahr die Gehwege im Steinburg ausgebaut und die Straßenbaumaßnahme Grub-Ellaberg abgeschlossen werden.
Abschließend dankte Härtenberger dem Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit und fügte bei, dass nun die Anlaufzeit der Verwaltungsgemeinschaft überwunden sei und die Arbeit sich normalisiert habe. Die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung sei gut. Ebenso hob Härtenberger die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Pfarrer Reitinger hervor und meinte, daß dies nach dem ersten Eindrücken auch mit dem neuen evangelischen Diakon Tepp so sein könne. Ein weiterer Dank galt auch den Feuerwehrkommandanten, die ihre Tätigkeit als selbstverständlichen Dienst betrachten und so zum Wohle der Allgemeinheit beitragen.
Pfarrer Reitinger dankte seinerseits für die Unterstützung durch die Gemeinde in kirchlichen Belangen sowie für die positive Zusammenarbeit.
Zweiter Bürgermeister Egon Weinzierl und sprach im Namen des Gemeinderates an Bürgermeister Härtenberger Dankesworte aus und betonte, daß die Arbeit des Bürgermeisters für die Gemeinde Hunderdorf anzuerkennen sei. Härtenberger verstehe es, die Gemeinde zu führen, und es sei schön, dass man sich innerhalb des Gemeinderates trotz der drei Fraktionen gut verstehe, auch wenn man nicht immer gleicher Meinung sei.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.01.1980


Aktives Jahresgeschehen bei der Jungen Union
Kreisvorsitzender Alfred Reisinger referierte – Heidi Watzl informierte zum Thema „Gesamtschule“
Hunderdorf.
Zur Jahreshauptversammlung des JU-Ortsverbandes konnte Vorsitzender Josef Breu in Bierstüberl S. u. G. Baier besonders JU-Kreisvorsitzenden Alfred Reisinger, CSU-Ortsvorsitzenden Hans Hamberger und Kreisrätin Heidi Watzl begrüßen. Dann erstattete Breu einen umfangreichen Tätigkeitsbericht, der vor zahlreichen Aktivitäten gekennzeichnet war. Kreisvorsitzender Reisinger meinte, Hunderdorf sei einer der aktivsten Ortsverbände.
In seinem Rückblick auf das Jahr 1979 nannte JU-Ortsvorsitzender Josef Breu zahlreiche Aktivitäten. So sei an vielen Veranstaltungen teilgenommen Orten wie z.B. an Klausurtagungen, beim Wandertag, beim Preiskegeln und am Ortsmeisterschaften. Im Vordergrund standen jedoch auch zahlreiche eigene Initiativen. So berichtete Breu, dass der JU-CSU-Faschingsball gut besucht war. Während des Jahres seien auch verschiedene Filmabende so wie ein Kinderfilm Nachmittag organisiert worden. 1979 sei auch das ebenfalls von der JU angeregte Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaften erschienen. Breu meinte, daß es wünschenswert wäre, wenn dieses Informationsblatt noch mehr Abonnenten finden würde. Eine Problem diesbezüglich stellt der Vertrieb in den Außenbereichen dar. Als positiven Beitrag bezeichnete Breu die Flugblatt-Aktion zur Europa-Wahl. Auch in der Sache Schülerbeförderung sei im Interesse der betroffenen Schüler und Eltern die Initiative ergriffen und ein Schriftverkehr mit dem Ministerium geführt worden, wobei die Angelegenheit mittlerweile zufriedenstellend gelöst wurde.
Weiterhin sei eine Wanderung im Alpengebiet unter Führung von Max Kronfeldner veranstaltet worden. Ferner hatte sich der JU-Ortsverband an der Stadtplatz-Aktion in Straubing „Ja zum Leben – Nein zur Abtreibung“ beteiligt, sowie einen politischen Frühschoppen mit Ernst Hinsken zum Thema „Der Landkreis auf dem Weg in die 80er-Jahre“ organisiert. Abschließend dankte Breu allen Mitgliedern für die Unterstützung sowie besonders auch Kreisvorsitzendem Reisinger sowie CSU-Ortsvorsitzendem Hamberger für die gute Zusammenarbeit.
CSU-Ortsvorsitzender Hans Hamberger dankte für die angenehme Zusammenarbeit der JU und bat darum, bei der bevorstehenden bedeutsamen Bundestagswahl Geschlossenheit und Einsatz zu zeigen, insbesondere bei Veranstaltungen und beim Plakatieren.
Kreisvorsitzender Alfred Reisinger lobte die Hunderdorfer als eine der aktivsten JU-Verbände im Landkreis. Der Kreisvorsitzende betonte, dass insbesondere auch die Flugblatt Aktion im Bezirk anerkannt worden sei. Für die Zukunft, so Reisinger, gelte es auch weiterhin vorrangig, das Interesse an der über die Gemeinde- und Gesellschaftspolitik zu betonen. Die Ortsverbände seien Keimzellen des Kreisverbandes. Reisinger wünschte, dass auch die Mitgliederzahl weiterhin erhöht und gestärkt werden könne. Wie der Sprecher ferner ausführte, sei man von der JU auch bestrebt, mit anderen Jugendorganisationen zusammenzuarbeiten. Zum Jugendtagungshaus sagte Reisinger, der JU-Kreisverband habe die Aktionen unterstützt und es gelte, der Jugend des Landkreises bei der Verwirklichung dieses Projektes zu helfen.
Das Jahr 1980 sei politisch sehr bedeutend wegen der Bundestagswahl, betonte der Reisinger. Der Wahlkampf habe bereits begonnen. Die JU unterstütze voll den Kanzlerkandidaten Strauß. Themen, so Reisinger, werden insbesondere die Wirtschaftspolitik, die durch die Linken gefährdet sei. Durch das Eingreifen in die soziale Marktwirtschaft, das Energieproblem, der Ausbau des Verkehrsnetzes sowie der Abbau der Staatsschulden sein. Ferner sei die JU für den Abbau der Gesetzesflut und die Schaffung von einfachen und verständlichen Gesetzen. Ein gewichtiges Augenmerk werde man auch auf dem Sektor „Verteidigung und Abrüstung“ legen. Auf Verbandsebene werde die Wahl die Tätigkeit prägen, meinte Reisinger, der abschließend für die gute Zusammenarbeit mit der JU Hunderdorf dankte und wünschte, daß auf diesem Wege weitergearbeitet werde.
Kreisrätin Heidi Watzl informierte zum aktuellen Thema „Gesamtschule“. Gesamtschule, so die Referentin, sei ein Schulsystem, bei dem keine strikte Trennung in einzelne Zweige (Haupt-, Realschule und Gymnasium) erfolge, sondern die Schüler durch Kurse begabungsgemäß gefördert werden. Die Gesamtschule sei die gesetzlich verankerte Schulform in den meisten westlichen und östlichen Industrienationen mit Ausnahme der deutschsprachigen Länder. Die Gesamtschule sei eine Alternative zur Trennung der Schüler in unterschiedliche allgemeinbildende Schulformen und stelle insbesondere eine neue Organisation für das fünfte bis zehnte Schuljahr dar. Zur Gesamtschulorganisation in der BRD sagte Watzl, 1968 sei die erste Gesamtschule errichtet worden, wobei derzeitig 183 integrierte Gesamtschulenien in den einzelnen Bundesländern als Schulversuche gegründet worden und hätten in Berlin, Niedersachsen und Hamburg Regelschulstatus erreicht. Niedersachsen wolle dies jedoch wieder rückgängig machen.
Als Ziele der Gesamtschule nannte die Sprecherin besonders mehr Chancengleichheit, mehr soziales Lernen, die verstärkte Selbstständigkeit und die größeren Mitwirkung der Schüler, eine Humanisierung der Schule, die Vermeidung einer zu frühen Wahl des Schulzweiges sowie die größte Durchlässigkeit bei Leistungskursen und mehr qualifizierte Abschlüsse. Eine Gesamtschule habe bisher 1500 Schüler umfasst und könne bei einer etwas kleineren Schulform nunmehr 800 bis 1000 Schüler aufweisen.
Heidi Watzl und führte aus, daß im nördlichen Bereich ggf. die nächste Gesamtschule in Bogen sein würde. Hierbei würden längere Abwesenheit vom Elternhaus und lange Fahrzeiten (bis zu km Entfernung) eintreten. Weiterhin wäre in der Gesamtschule miteinzubeziehen ein öffentliches Zentrum für Freizeitgestaltung und die Mittagsverpflegung aus den Großküche. Ferner sei mit der Gesamtschule ein ständiger Lehrerwechsel in den Unterrichtsstunden verbunden, ebenso die Änderung des Notenbewertungssystems. All diese Kriterien seine geeignet, den Schüler anstelle von mehr Humanität und Verminderung des Leistungsdruckes genau das Gegenteil, nämlich noch mehr Schulstreß, zu bescheren, betonte die Referentin.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.01.1980

Hl. Drei Könige

Brauchtum und Volksglaube an der Jahreswende
Weihnachten, Silvester und das Fest der Heiligen Drei Könige sind Tage, die an der Jahreswende mit vielen Volksbräuchen verbunden sind. Sie alle fallen in die Zeit der Rauh-nächte, in der nach altem Glauben die Dämonen ihr Unwesen treiben. Es ist daher nicht verwunderlich, da« die meisten Volksbräuche in dieser Zeit den Kampf mit den Unholden versinnbildlichen wollen.
In der Silvesternacht wird noch heute geböllert und geschossen, daß Berg und Wald erzittern. Früher wollte man damit die Dämonen vertreiben und das neue Jahr anschießen. Raketen und Feuerwerke erhellen die dunklen Nächte und künden den Beginn des neuen Jahres an.
In den Stuben versucht man beim Gießen von Bleifiguren in die Zukunft zu schauen. Die rätselhaften Figuren des Bleigusses, das Pantoffelwerfen, der Zauber mit Schalen von Äpfeln und Zwiebeln sollen die Zukunft entschleiern. Um Silvester ziehen in vielen Dörfern Musikenten von Haus zu Haus, blasen lustige Stücke und wünschen viel Glück für des neue Jahr. In großen Orten und Städten hört man vom Kirchturm herab Weisen zum Beginn des neuen Jahres.
Besondere Freude machte früher das sog. „Neujahrsabgewinnen“. Jedes Familienmitglied beeilte sich vor allen anderen zu rufen: „Glückseligs neu’s Jahr!“ Besonders die Kinder freuten sich. wenn sie es dem Vater abgewinnen konnten, wofür sie ”Neujahrskreuzerln“ bekamen.
Die Dreikönigsnacht ist die letzte der zwölf heiligen Nächte. Sie ist auch die letzte Losnacht und gilt als die eigentliche Rauhnacht. Auch mit diesem Fest sind viele Bräuche und ist manch Aberglaube verbunden. Wenn am Abend vorher Bauer und Bäuerin mit Weihrauch durch Haus, Stall und Scheunen ziehen, so will man die Räume ans alten Unbilden und Gefahren ausräuchern.
Wer kennt nicht die Zeichen K+M+B mit der Jahreszahl des neuen Jahres! Früher zogen Pfarrer und Kooperator von Haus zu Haus, räucherten die Stuben aus und schrieben mit geweihter Kreide diese Zeichen an die Haustüren. Dazu schrieb 1846 Adalbert Müller: „Gegen Unglück glaubt der Bauer Haus, Stall und Scheune versichern zu können, indem er die Namen der heiligen drei Könige mit geweihter Kreide an die Türen schreibt“ Dieses „Anschreiben“ besorgt heute oft die Hausfrau. Was aber bedeuten die Initialen K+M+B? Einmal werden sie mit den Anfangsbuchstaben der Sternfolger Kaspar, Melchior und Balthasar erklärt. Früher schrieb man C+M+B mit der Jahreszahl an. Andere deuten das als „Christe mensionem benedicat“ übersetzt heißt das „Christus, segne das Haus“. Um den Dreikönigstag ziehen die vermummten Ministranten in Gestalt der drei Weisen aus dem Morgenland von Haus zu Haus und sagen ihre Sprüchlein auf. Die Gaben, die sie dabei erhalten, werden oft für die Kirche und andere wohltätige Zwecke verwendet. Eines der Verslein dieser Sternsinger heißt: Am Himmö, da zoagt sö a helliachter Stern die heiligen drei König, die suachan den Herrn. Sie suachan dös Kinderl in Windeln und Stroh, und die heiligen drei König san froh.
Mit dem Brauchtum um das Fest Heilig Drei König vermischen sich uraltes Brauchtum mit den Segnungen des christlichen Glaubens zu einem Geschehen voll tiefer Frömmigkeit. Von all diesen Bräuchen ist in der lärmenden Geschäftigkeit des Alltags nicht viel übriggeblieben. Radio und Fernsehen, Zeichen eines gehobenen Wohlstandes, haben das alte Brauchtum seines Zaubers vielfach entkleidet. Wohl den Gemeinden, in denen noch Vereine sich des alten Brauchtums annehmen und es pflegen!        (K. Klar)
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Ehrung der Sieger: „Kennst Du Deine Heimat?“
Das in diesem Blatt veröffentlichte Bilderrätsel „Kennst Du Deine Heimat?“ hat viel Interesse und manche Diskussion hervorgerufen. Da mehrere richtige Einsendungen getätigt wurden, mußte schließlich das Los den Sieger ermitteln. Bürgermeister Härtenberger freute sich über die rege Teilnahme und nahm die Siegerehrung vor. Durch Los wurde Josef Schmidbauer aus Meidendorf Erster, den 2. Platz belegte Helga Fuchs von Gaishausen und Dritter wurde Josef Engl von Buchaberg. Der Initiator dieses Preisrätsels, Konrektor Klar, überreichte den Siegern von ihm angefertigte Wachswappen der Gemeinden, aus denen die Sieger abstammen. Die Lösung des Preisrätsels: 1. Kircherl in Hofdorf, 2. Kapelle in Au vorm Wald, 3. Kirchlein in Pürgl, 4. Wallfahrtskirche in Hl. Kreuz, 5. Kapelle in Gaishausen, 6. Kapelle in Plenthof bei Obermühlhach, 7. Haus in Steinburg, 8. schöner Bauernhof in Inderdogen, 9. ehem. Poststelle in Obermühlbach, 10. Haus in Wassergraben bei Windberg, 11. Haus in Hofdorf, 12. Haus in Gaishausen, 13. Brauerei Edbauer in Obermühlbach, 14. Schloß in Haggn, 15. Schloß in Steinburg, 16. Kapelle in Rammersberg, 17. evang. Kirche in Hunderdorf, 18. In dem Haus wohnt der Pfarrer von Windberg.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Bodennutzungshaupterhebung 1980
Aufgrund des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über Bodennutzungs- und Ernteerhebung vom 11.8.1978 wurde der für die Bodennutzungshaupterhebung auskunftpflichtige Personenkreis neu festgelegt. Die Angaben in den bereits vorliegenden Grundkarten müssen daher auf den Stand vom Januar 1980 fortgeschrieben werden, wenn folgende Voraussetzungen zutreffen:
a) land- und forstwirtschaftliche Betriebe ab 1 Hektar Betriebsfläche und Gesamtflächen ab 1 Hektar, die ganz oder teilweise land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden
b) sonstige Flächen, auf denen Reben, Obst, Gemüse, Zierpflanzen oder Baumschulerzeugnisse für den Verkauf angebaut werden.
Die Erhebung erfolgt für die
GEMEINDE HUNDERDORF: ab
sofort bis spätestens 31. Januar 1980 während der allgemeinen Dienstzeiten im Verwaltungsamt Hunderdorf
GEMEINDE NEUKIRCHEN:
am 11. Januar 1980 und am 14. Januar 1980 in der Außenstelle Neukirchen
FRÜHERE GEMEINDE OBERMÜHLBACH:
am 18. Januar in der Außenstelle Neukirchen
GEMEINDE WINDBERG:
jeden Mittwoch bis einschl. 30. Januar 1980 von 13.30 — 17.00 Uhr in der Außenstelle Windberg und samstags von 18.00 — 19.00 Uhr in der Privatwohnung bei Anna Haimerl.
Gleichzeitig können auch die Anträge auf Gasölverbilligung gestellt werden. Zu beachten ist hierbei, daß Landwirte, die einen Hof durch vertragliche Hofübergabe oder durch Erbschaft übernehmen, dies spätestens bei Abgabe des darauffolgenden Antrages auf Gewährung der Gasölverbilligung (15. 2.) dem zuständigen Amt für Landwirtschaft gesondert schriftlich anzuzeigen und nachzuweisen haben. Bei Übernahme durch Pacht, auch innerhalb der Familie oder durch Kauf, muß unverzüglich Antrag auf Anerkennung der Verbilligungsberechtigung gestellt werden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Weihnachtsfeier der Gemeinschaftsversammlung
Erstmals hielt die Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf eine Weihnachtsfeier ab. Als Veranstaltungslokal wurde das Gasthaus Sandbiller bestimmt. Turnusmäßig wird man künftig diese Jahresabschlußfeier in den einzelnen Mitgliedsgemeinden abhalten. Anwesend waren die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung und das Verwaltungspersonal sowie der Mitgestalter des Informationsblattes Kornel Klar.
In einem kurzen Jahresrückblick betonte Gemeinschaftsvorsitzender Härtenberger, daß die Verwaltungsgemeinschaft nunmehr rund 1 1/2 Jahre in Kraft sei und die Anfangsschwierigkeiten überwunden seien. Er stellte fest, daß die Zusammenarbeit in der Gemeinschaftsversammlung als erfreulich zu werten ist. Das Personal von den Mitgliedsgemeinden habe sich in der Verwaltungsgemeinschaft gut zusammengefunden. Auch von seiten der Verwaltung bemühe man sich, den gestellten Anforderungen Rechnung zu tragen. Härtenberger dankte abschließend für die gute Mitarbeit allen Mitgliedern der Gemeinschaftsversammlung sowie dem Verwaltungspersonal.
Bürgermeister Lobmeier sprach ebenso Dankesworte aus. Er stellte fest, daß die Zusammenarbeit in der Gemeinschaftsversammlung, auch wenn man einmal anderer Meinung sei, angenehm ist. Auch sei die Zusammenarbeit mit dem Verwaltungspersonal gut, besondere Schwierigkeiten habe es nicht gegeben. Es sei festzustellen, daß man sich bemüht habe, sämtlichen Gemeinden gerecht zu werden.
Abschließend dankte auch Bürgermeister Kleikamp für die angenehme Zusammenarbeit in der Gemeinschaftsversammlung und mit der Verwaltung. Es könne bemerkt werden, daß auch die Gemeinde Windberg von der Verwaltungsgemeinschaft gut bedient worden sei.
Eingangs hatte die Gemeinschaftsversammlung noch über Personalangelegenheiten beraten. Aufgrund der eingeengten Personalsituation wurde u. a. beschlossen, nochmals eine Angestelltenstelle neu auszuschreiben. Als Vergütungsgruppe soll die Stufe 6 b BAT mit Aufstiegsmöglichkeiten angeboten werden. Bewerber mit Fachprüfung II sollen bevorzugt sein.
Weiterhin sprach sich die Gemeinschaftsversammlung dafür aus, eine ABM-Maßnahme zu beantragen für Malerarbeiten. Dabei könnten in den Mitgliedsgemeinden verschiedene Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten vorgenommen werden. Es wurde vorgeschlagen, einen Maler in der Zeit vom 1.3. bis 31.10.1980 zu beantragen. Weiterhin wurde beraten über die Aufwandsentschädigung bei Wahlen sowie über den Abschluß eines Wartungsvertrages für ein Kopiergerät.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Vom Gemeinderat Hunderdorf
Zur Abschlußsitzung des Gemeinderates Hunderdorf trafen sich die Gemeinderatsmitglieder im Gasthaus Solcher in Wegern. Eingangs war noch eine Reihe von Tagesordnungspunkten zu behandeln, wie z. B. die Trassenführung bei der Staatsstraße 2139, Zustimmung zum Planvorhaben, Sperrzeitverlängerungen und Öffnung des Bahnhofes in Hunderdorf. Beim anschließenden Jahresabschluß gab Bürgermeister Härtenberger einen Überblick über die größeren Maßnahmen im Jahre 1979 und einen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben des nächsten Jahres. Dabei konnte Härtenberger insbesondere auch Pfarrer Reitinger, Diakon Tepp sowie die Feuerwehrkommandanten Breu, Häusler und Hartmannsgruber begrüßen.
Vorschlag für Trasse „Ortsumgehung“ zurückgenommen
Erneut im Gemeinderat behandelt wurde die Trassenführung der künftigen Ortsumgehung Hunderdorf an der Staatsstraße 2139. Wie wir berichtet haben, hat der Gemeinderat dem für die Planung zuständigen Straßenbauamt Deggendorf einen Vorschlag zur Trassenführung unterbreitet, wobei sich im Bereich Breitfeld eine Trassenverlegung ggf. angeboten hätte, um evtl. Grundstücksdurchschneidungen mildern zu können. Nunmehr lag ein Antrag der Grundstücksbesitzer vor, die durch die von der Gemeinde vorgeschlagenen Trassenführung mit ihren Grundstücken betroffen sind. Dabei wurde mit Nachdruck die Trassenführung entsprechend dem vorliegenden früheren Planentwurf gefordert. Nach kurzer Beratung beschloß der Gemeinderat folgendes:
„Der Gemeinderat nimmt vom Antrag verschiedener Grundstücksbesitzer Kenntnis und ist bereit, den diesbezüglich gefaßten Beschluß vom 19.11.1979 aufzuheben. Nachdem bei der vorgeschlagenen Trassenführung mit erheblichen Schwierigkeiten seitens der Grundstücksbesitzer zu rechnen ist, wird das Straßenbauamt gebeten, den Vorschlag als gegenstandslos zu werten. Die endgültige Festlegung der Trassenführung soll dem Straßenbauamt vorbehalten sein. Die Forderung nach höhenfreien Kreuzungen u. ä. lt. Ziff. 1.2 des Beschlusses vom 19.11.1979 wird weiterhin voll aufrechterhalten.“
Antrag wegen Brunnenuntersuchungen
Weiterhin informierte der Bürgermeister den Gemeinderat über den Antrag betreffend die Wasseruntersuchung bei den Einzelbrunnen. Hiernach hat die Gemeinde um Terminverlängerung zur Durchführung der Wasseruntersuchung bis zum Mai 1980 gebeten, da der bisher gesetzte Termin für die Durchführung der Sammelbestellung als zu kurz erscheint. Weiterhin wurde Landrat Weiß nochmals gebeten, alle Möglichkeiten zu erkunden, ob es nicht möglich ist, die Einzelbrunnen von der Untersuchungspflicht gänzlich auszunehmen. Weiterhin gab Bürgermeister Härtenberger die Spende der Sparkasse Straubing-Bogen in Höhe von 2.500,00 DM zum Bau des Sportzentrums in Hunderdorf zur Kenntnis. Weiterhin informierte der Bürgermeister, daß nach einem vorliegenden Gesetzesentwurf die Vergnügungssteuer 1980 entfallen solle.
Zur Kenntnis gegeben wurde auch das Schreiben der Autobahndirektion Südbayern vom 23.11.1979, wonach mitgeteilt wird, daß die Anlieferung von Müllunrat auf dem von Seiten der Bundesvermögensverwaltung erworbenen Grundstück, FI.Nr. 1259 ab 15.2.1980 eingestellt werden muß. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, zu beantragen, daß der Müllplatz zumindest noch für ein Jahr offengehalten wird.
Bahnhofs-Warteraum in Hunderdorf wieder geöffnet
Aufgrund der Bemühungen der Gemeinde Hunderdorf wurde auch von Seiten des Bahnhofvorstehers in Straubing das Angebot mitgeteilt, daß der Bahnhof in Hunderdorf (Warteraum) wieder geöffnet werden könnte, wobei sich das Problem der Reinigung ergebe. Dabei wurde vorgeschlagen, daß die Gemeinde hier für die Reinigung des Warteraumes sorgt. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, die Kosten der Reinigung zu tragen, so daß der Warteraum den Fahrgästen wieder zur Verfügung steht, was insbesondere in der Winterszeit eine Erleichterung sein dürfte. Der Warteraum in Hunderdorf ist so ab 27.12.1979 wieder geöffnet; und zwar wird aufgeschlossen mit dem ersten Zug und geschlossen mit dem letzten Zug.
Jahresrückblick des Bürgermeisters
Dann gab der Bürgermeister einen Überblick über das Gemeindegeschehen im Jahre 1979. Hierbei nannte Härtenberger insbesondere den Bau der Zisterne in Schafberg für Feuerlösch-zwecke, die Renovierung der Kapelle Au sowie den Bau der Sportanlage in Hunderdorf, wobei die Gesamtkosten des Sportzentrums rd. 1,8 Mill. DM betragen. Von Zuschüssen seien 742.000 DM eingegangen oder demnächst zu erwarten sowie Spenden von 15.000 DM. Die Eigenmittel der Gemeinde betragen so 1.044.000 DM. Bei der Finanzierung der Freizeit- und Erholungsanlage habe Staatsminister Dick die Gemeinde tatkräftig unterstützt, sagte Härtenberger. Hierfür sprach Härtenberger herzlichen Dank aus.
Fertiggestellt werden konnte auch der Wirtschaftswegebau Starzenberg Lintach, wobei noch Ausgaben von 175.900 DM und Einnahmen von:118.000 DM verbucht wurden. Bauvollendet wurde auch die Ortsdurchfahrt Hofdorf. Erfolgt ist auch die Planung des Wirtschaftswegebaues Au – Gaishausen. Der Straßenbau Grub – Ellaberg wurde ebenso begonnen, wobei heuer Kosten von rd. 140.000 DM verbaut wurden. Auch der Kanalbauabschnitt 11 in Hunderdorf sei etwa mit 2/3 vorangeschritten. Für die Planung der Kläranlage Steinburg seien Ausgaben von 51.000 DM angefallen.
Erfreulich wertete Härtenberger die gewährte Bedarfszuweisung in Höhe von 400.000 DM. Für die diesbezügliche Unterstützung dankte Härtenberger besonders Landrat Ingo Weiß und MdB Rainer. Diese sei gewährt worden aufgrund des hohen Gewerbesteuerausfalles in diesem Jahr, so daß die Finanzen der Gemeinde weitgehendst ausgeglichen werden konnten.
Ausblick auf das Jahr 1980
In einem Ausblick auf das Jahr 1980 sagte Härtenberger, daß das kommende Jahr wirtschaftlich nicht sehr rosig sein werde und die Finanzen für anstehende Maßnahmen wiederum völlig beansprucht werden müssen und Prioritäten gesetzt werden müssen. Anstehen werde insbesondere die Planung der Wasserversorgung Gaishausen – Steinburg. Verstärkt werde sich die Gemeinde auch für eine weitere Baulanderschließung einsetzen müssen. Zum Übungsplatz führte Härtenberger an, daß ein von ihm kürzlich, geführtes Telefongespräch mit der Wehrbereichsverwaltung ergeben habe, daß der Übungsplatz im Sollinger Loch „soviel wie beschlossen“ gelte. Weiterhin stehe 1980 an der Anbau von Garagen an das Feuerwehrhaus sowie der Einbau einer Heizung. Ferner gelte es, die Gehwege in Steinburg auszubauen sowie die Straßenbaumaßnahme Grub – Ellaburg abzuschließen.
Härtenbergers Dank für gute Zusammenarbeit
Zur Verwaltung sagte Härtenberger, die Anlaufzeit der Verwaltungsgemeinschaft ist überwunden und die Arbeit hat sich normalisiert. Die Zusammenarbeit sei gut. Auch im Gemeinderat, so Härtenberger, sei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit vorhanden. Der Bürgermeister sprach hierfür Dank an die Mitglieder des Gemeinderates aus. Die Zusammenarbeit mit Pfarrer Reitinger hob Härtenberger ebenso hervor und meinte, daß dies nach den ersten Eindrücken auch mit dem neuen evangelischen Diakon Tepp so sein könne. Dank sprach Härtenberger auch den Kommandanten aus, die ihre Tätigkeit als selbstverständlichen Dienst betrachten und so zum Wohle der Allgemeinheit arbeiten.
Pfarrer Reitinger und 2. Bürgermeister Weinzierl dankten
Pfarrer Reitinger dankte seinerseits für die Unterstützung durch die Gemeinde in kirchlichen Belangen sowie für die positive Zusammenarbeit. Zum Gemeindegeschehen sagte der Pfarrherr, in Hunderdorf tut sich was, zahlreiche Maßnahmen werden durchgeführt und sollen zum Nutzen der Bevölkerung sein.
2. Bürgermeister Egon Weinzierl sprach im Namen des Gemeinderates an Bürgermeister Härtenberger Dankesworte und betonte, daß die Arbeit des Bürgermeisters für die Gemeinde Hunderdorf anzuerkennen sei. Härtenberger verstehe es, die Gemeinde zu führen, so daß festzustellen sei, daß man sich im Gemeinderat trotz der drei Fraktionen gut verstehe, auch wenn man nicht immer gleicher Meinung sei, was ja nicht immer gut sein müßte, sagte Weinzierl weiterhin.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Tierseuchenbeiträge 1980.
Die Landwirte der Gemeinde Hunderdorf werden gebeten, bis spätestens 31. Januar 1980 die Tierseuchenbeiträge bei der Kasse der Gemeinde einzuzahlen. Die Einzahlung kann im Zusammenhang mit der Bodenerhebung erfolgen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Gemeinderat Hunderdorf weder für noch gegen die Flurbereinigung
Ein viel diskutiertes Thema ist zur Zeit im Bereich der Gemeinde Hunderdorf die Flurbereinigung. Die Anordnung der Flurbereinigung Hunderdorf ist bereits erfolgt. Die zahlreich vorhandenen Gegner der Flurbereinigung Hunderdorf haben sich mit verschiedenen Schreiben mit ausführlichen Begründungen auch an den Gemeinderat Hunderdorf gewandt, mit der Bitte, auch die Gemeinde möge die Aktion gegen die Flurbereinigung unterstützen und sich eindeutig gegen die Flurbereinigung aussprechen. Nach eingehender Beratung und Diskussion faßte der Gemeinderat mit 9 gegen 5 Stimmen den Beschluß, den von Bürgermeister Härtenberger eingebrachten Beschlußvorschlag anzunehmen. Dieser lautet wie folgt:
„Der Gemeinderat nahm von zwei Schreiben des Otto Bugl vom 21.11. und 7.12.1979 Kenntnis. Es wird festgestellt, daß die Flurbereinigung im Bereich Hunderdorf auch positive Auswirkungen hat und daß nicht alle Landwirte die Flurbereinigung ablehnen. Der Gemeinderat hat alle Gemeindebürger zu vertreten und will deshalb in das laufende Verfahren nicht eingreifen. Eine endgültige Entscheidung über die Flurbereinigung Hunderdorf soll den Grundstücksbesitzern gemeinsam mit der Flurbereinigungsdirektion Landau vorbehalten sein.“
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Jahresabschlußsitzung des Gemeinderates Windberg
Im Gasthaus Hilmer in Irensfelden hatte sich der Gemeinderat Windberg zur diesjährigen Abschlußsitzung eingefunden. Auch die Ehegatten der Gemeinderatsmitglieder sowie die gemeindlichen Arbeiter waren hierbei anwesend. Bürgermeister Kleikamp hielt einen kurzen Rückblick auf das Jahr 1979 und führte als größtes Projekt die Maßnahme „Wasserversorgung Meidendorf – Irensfelden“ an, die nunmehr nahezu zum Abschluß gebracht worden ist. Dann berichtete Kleikamp noch darüber, daß 13 Gemeinderatssitzungen stattgefunden haben, sowie die Vertreter der Gemeinde Windberg bei vier Sitzungen der Gemeinschaftsversammlungen der Verwaltungsgemeinschaft teilgenommen haben sowie bei zwei Sitzungen des Schulverbandes Hunderdorf anwesend waren. Für den Bereich der Gemeinde Windberg waren im Laufe des Jahres 1979 registriert worden: 10 Geburten, 5 Eheschließungen und vier Sterbefälle. Abschließend dankte Bürgermeister Kleikamp dem Gemeinderat für die gute sachliche Zusammenarbeit sowie auch allen Bediensteten der Gemeinde und der Verwaltungsgemeinschaft. Der Dank galt auch den Ehegatten der Gemeinderatsmitglieder für das Verständnis, wenn der Ehepartner zu den doch vielen Sitzungen des Gemeinderates gerufen wurde. Mit einem gemeinsamen Jahresabschlußessen wurde die Arbeit im Gemeinderat des Jahres 1979 abgeschlossen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Theateraufführung des Stammtisches Lintach
Die vier Aufführungen in Steinburg haben richtig eingeschlagen, für das stolze Ergebnis von 4.711,60 DM, das mir am vergangenen Sonntag in Lintach in Form eines Schecks überreicht wurde als Spende für die Orgel, möchte ich auf diesem Wege nochmals allen Beteiligten im Namen der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates ein herzliches Vergelts Gott aussprechen. Es hat mich gefreut, daß neben den Pfarrangehörigen auch Nichtpfarrangehörige für die Belange unserer Pfarrkirche selbstlos mitwirkten.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Kirchenrenovierung — Kath. Pfarramt Hunderdorf
Gott sei Dank konnte durch die hervorragende Organisation des Architekturbüros Naumann und die prompte Einhaltung der Termine von Seiten der beteiligten Firmen unsere Pfarrkirche zu den Feiertagen wieder bezugsfertig gemacht werden. Die Fußbodenheizung in der neuerstellten Altarzone darf zwar jetzt noch nicht in Betrieb genommen werden, um Schäden zu verhindern, jedoch wird die Bankheizung eingeschaltet, so daß wir über die Feiertage eine temperierte Kirche haben.
Die Finanzierung ist in ungefähr gesichert. Die zugesagten Grenzlandmittel in Höhe von 25.000,— DM sind am 19. Dezember noch rechtzeitig eingetroffen, desgleichen hat auch die Bischöfliche Finanzkammer in diesen Tagen den mit der stiftungsaufsichtlichen Genehmigung versprochenen Zuschuß aus Kirchensteuermitteln in Höhe von 66.050,— DM überwiesen. Unseren Bundestags- und Landtagsabgeordneten, vor allem Herrn Staatsminister Dick danken wir besonders für ihren Einsatz um die staatlichen Mittel, der Bischöflichen Finanzkammer und dem Kirchensteuerausschuß danken wir für die Zuteilung aus Kirchensteuermitteln.
Vom Landkreis Straubing-Bogen erhielten wir einen Zuschuß von 4.500,— DM, wofür vor allem dem Herrn Landrat und unseren beiden Kreisräten besonders gedankt sei für ihren Einsatz.
Die politische Gemeinde Hunderdorf hat uns auch heuer wieder neben verschiedenen Leistungen mit einer erheblichen Geldspende von 5.000,— DM unter die Arme gegriffen. Dafür dem Herrn Bürgermeister und allen Gemeinderäten recht herzlichen Dank!
Auch die Raiffeisenkasse Hunderdorf und die Sparkasse Bogen haben uns zu Weihnachten noch mit je 1.000,— DM beschenkt, wofür wir uns herzlich bei den entscheidenden Gremien bedanken.
Die Eigenmittel von ca. 70.000,— DM, welche zu den genannten Zuschüssen hinzu heuer noch beansprucht werden, stammen aus den vielen großen und kleinen Spenden der Pfarrangehörigen. Allen Spendern und Gönnern unserer Pfarrkirche herzliches Vergelts Gott!
Darüber hinaus wurden für die neue Marien-Holz-Plastik gespendet: 16.530,— DM, also schon beinahe die Gesamtkosten für dieses Kunstwerk (16.950,— DM). Auch dafür herzliches Vergelts Gott.
Leider kann die in der Werkstätte Zylow in Bodenmais voll und ganz fertige Marienstatue von der Unbefleckten Empfängnis jetzt noch nicht in der Kirche aufgestellt werden. Es muß zuerst noch der neu aufgebrachte Putz trocknen und dann vom Maler die Wand dafür bereitet werden. Vielleicht klappt es im Januar, daß wir an Mariä Lichtmeß die neue Statue schon auf-gestellt haben.
Im kommenden Jahr 1980 soll die Renovierung insofern weitergehen, daß die künstlerische Gestaltung von Altar, Taufstein und Ambo erfolgt. Zur Erklärung: Ambo ist das Pult und zugleich der liturgische Ort für die Verkündigung von Lesungen, Evangelium und Predigt. Durch die liturgische Erneuerung ist der Ambo an die Stelle der Kanzel getreten. Wo es nun die Denkmalspflege erlaubt (unsere Pfarrkirche steht, da erst vor dem Weltkrieg erbaut, nicht unter Denkmalspflege), soll bei Renovierungen von Kirchen nicht zugleich eine Kanzel neben einem Ambo erhalten bleiben. Die Kanzel wird ja nicht mehr gebraucht. Ambonen hat man auch früher gehabt, aber nur in kleineren Kirchen. In großen Kirchen war die Kanzel.
Viele werden durch die Zeitung bereits informiert sein: Mikrofon und Lautsprecheranlagen haben es auch in großen Kirchen möglich gemacht, mit Hilfe eines Ambo im Angesicht der Gläubigen die Verkündigung zu vollziehen. Deswegen wurde auch bei uns die Kanzel weggenommen. So entstand nun eine schöne der Liturgie gerechte Altarzone für den Wortgottesdienst und die Eucharistiefeier.
Und daß wir nun auch wieder eine Kirche haben, die vom Bauschutt und vom Bauschmutz sauber gereinigt und gefegt ist, das müssen wir alle besonders danken unserem Mesner Herrn Meergans und den vier Frauen: Frau Meergans, Frau Beck, Frau Bergbauer, Frau Martetschläger, die in den letzten Wochen unermüdlich gearbeitet haben, damit wir an Weihnachten alle wieder ein gepflegtes Gotteshaus betreten können.
Auch der Forstverwaltung Poschinger für die Bereitstellung der Christbäume und den Spendern für den Blumenschmuck herzlichen Dank!
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Katholisches Pfarramt Hunderdorf
Die Vertretung des Pfarrers während seiner Abwesenheit vom 2. – 19. Januar hat dankenswerterweise das Kloster Windberg übernommen. Bei Versehgängen, Beerdigungen usw. möge man sich also an das Kloster Windberg wenden!
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Kirchgeld
Vielen ist es heuer wegen des Umbaues — sie haben vielleicht den diesbezüglichen Pfarrbrief nicht erhalten — entgangen, daß auch das Kirchgeld noch zu zahlen fällig ist. Wir bitten Sie deshalb herzlich, dasselbe, sofern Sie es noch nicht getan haben, einzuzahlen entweder in bar oder auf eines der Konten des Pfarramtes: Raiffeisenbank Hunderdorf, 22195, Sparkasse Bogen 570 120 758. Vergelts Gott!
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Weihnachtsgeschichte von Carl Orff aufgeführt
Kindermette fand großen Anklang — Darsteller und Kinderchor zeigten snsprechende Leistungen

Der zahlreiche Besuch zeigte, welch großer Beliebtheit sich die schon zur Tradition gewordene Kindermette am Hl. Abend erfreut. Ein dreistimmiges Flötenspiel leitete die Weihnachtsgeschichte von Carl Orff, die zu Beginn des Gottesdienstes von Mitgliedern des Kinderchores unter Leitung von Angela Amann aufgeführt wurde, ein. In dem Weihnachtsspiel konnten die Gottesdienstbesucher miterleben, wie einst den Hirten die Botschaft der Geburt Christi mitgeteilt wurde und wie sie zur Krippe kamen und das göttliche Kind verehrten. Sowohl Darsteller als auch Sänger und Instrumentalisten zeigten großes Können bei diesem anspruchsvollen Musikspiel. Mit dem Lied „Dormi, Jesu“ wurde das Spiel beendet. Beim Gottesdienst selbst trugen auch Kinder die Fürbitten vor, in denen für die einsamen und verlassenen Menschen Gottes Hilfe erbeten wurde. Pfarrer Franz Reitinger forderte die Kinder bei seiner kurzen Ansprache auf, dem Christuskind ganz privat zu sagen, was ihnen am Herzen liege und welche Anliegen sie nun hätten. Sie sollten sich dabei vorstellen, daß sie an der Krippe in Bethlehem wären. Die kindgerechte Eucharistiefeier, in der die Kinder auch ihre Gaben für das Bonifatiuswerk und die Mission schenkten, wurde mit dem Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ beendet.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Katholischer Frauenbund hielt Rückblick —Adventsfeier im Pfarrheim
Zu einer vorweihnachtlichen Feier trafen sich die Mitglieder des Katholischen Frauenbundes Hunderdorf im Pfarrheim. Vorsitzende Martha Hofmann konnte zu diesem Abend auch Pfarrer Franz Reitinger begrüßen. Die Vorsitzende nahm die Gelegenheit wahr, der Versammlung über das abgelaufene Jahr einen Tätigkeitsbericht zu geben.
Den Reigen der Veranstaltungen eröffnete ein Ausflug in Zusammenarbeit mit dem Altenclub nach St. Englmar. Ein Höhepunkt sei auch der Faschingsabend gewesen, wo die Frauen die „Mode der Nacht“ vorführten und beim Tanz die Sorgen und den Ärger des Alltages vergessen machten. Zum Einkehrtag im März seien auch Gäste aus den Pfarreien Elisabethszell und Mitterfels eingeladen gewesen und auch in einer stattlichen Anzahl erschienen. Der Referent, Pfarrer Niedermeier, habe den Frauen mit dem Vortrag über den Schöpfungsglauben wirklich einige Stunden der Einkehr bereitet. Ein großes Erlebnis sei für viele Mitglieder die Teilnahme an der Landeswallfahrt nach Passau gewesen. Dieser Tag, so Martha Hofmann, werde, lange in Erinnerung bleiben.
Beim Pfarrfest hätten die Frauen durch den Verkauf von selbstgebackenen Kuchen und Kaffee ihren Beitrag geleistet. So habe der Frauenbund 1000 DM als Spende zum Kauf der neuen Orgel dem Pfarramt überweisen können. Sehr neugierig sei man gewesen, als ein weiterer Ausflug die Teilnehmer in die Werkstatt des Herrgottsschnitzers von Bodenmais führte, wo die Muttergottesstatue für die Pfarrkirche gerade im Entstehen war. Besondere Freude habe den Frauen der Bastelabend bei Martha Hofmann bereitet, wo duftende Gewürzsträußchen angefertigt worden seien. Um auch für das Jahr des Kindes einen Beitrag zu leisten, habe der Frauenbund in Zusammenarbeit mit dem Pfarrgemeinderat einen Filmabend organisiert. Dieser Abend habe ein großes Echo bei der Bevölkerung gefunden. So sei das Pfarrheim bis zum letzten Platz besetzt gewesen, als Filme über das Werden eines Kindes im Mutterleib und die Abtreibung gezeigt wurden. Martha Hofmann dankte zum Schluß allen, die in irgendeiner Weise bei den abgehaltenen Veranstaltungen mitgeholfen haben.
Nun ergriff Pfarrer Franz Reitinger das Wort. Er stimmte mit Gedanken zur Vorweihnachtszeit auf das große Fest der Christenheit, wie er es nannte, ein. Er ermunterte die Frauen aber auch, weiterhin eifrig im Frauenbund mitzuarbeiten. Weihnachtliche Weisen und Geschichten sowie ein anschließendes gemütliches Beisammensein beschlossen die Feier.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Theater brachte 4.711 DM zugunsten der Pfarrkirche
A. Winter übergab Scheck an Pfarrer Reitinger — Abschlußfeier mit viel Lob für die Akteure — Dank auch an die Besucher

Ein großartiger Erfolg wurden die vier Theateraufführungen der Spielergruppe „Stammtisch Lintach“. Mit dem lustigen 3-Akter „D’Welt geht unter“ wurden die Besucher begeistert und zudem wurde der Erlös einem guten Zweck zugeführt. Als Gesamtbetrag wurde im Rahmen einer Abschlußfeier im Gasthaus Schlecht an Pfarrer Franz Reitinger ein Scheck in Höhe von 4711,60 DM zu den Kosten der Orgelneubeschaffung in der Pfarrkirche Hunderdorf übergeben. Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat zeigten sich erfreut über diesen stolzen Spendenbetrag. Auch allen Mitwirkenden bei den Aufführungen wurde für ihren Einsatz herzlich gedankt und der Wunsch ausgesprochen, daß diese Spielergruppe auch in Zukunft zusammenhalten möge.
Dank des Vorstandes
Zu Beginn der Abschlußfeier hatte Stammtisch-Vorstand Hans Achatz insbesondere Pfarrer Reitinger, den Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Hans Hamberger, Regisseur und Ehrenvorstand Alois Winter mit Familie und Bühneninspizienten Willi Sterr mit Frau Christine (Maskenbildnerin und Souffleuse) begrüßt. Dann sprach Achatz allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne sowie allen Helfern großes Lob aus und dankte herzlich für den großartigen Einsatz. Neben Regisseur Alois Winter, Inspizient Willi Sterr und Christine Sterr nannte der Vorstand als Mithelfer insbesondere Bühnenmeister Bertl Riedl, Kassiere Otto Weber und Josef Janker, die vier Platzanweiser/innen Heidi Winklmeier, Sieglinde Grill, Anton Bogner und Heribert Lobmeier, für die handwerkliche Mitgestaltung Hans Hecht und Ludwig Achatz als weitere Souffleuse Renate Achatz. Dann stellte Achatz nochmals alle Theaterspieler vor und dankte für ihren großen persönlichen Einsatz. Dies waren: Lothar Schießl (Bärndorf), Agnes Freundorfer (Parkstetten), Reinhard Korte (Hunderdorf), Karl Englmeier (Hu.,), Alfons Bugl (Hu.), Karin Feiler (Straubing), Sepp Biendl (Thananger), Ernst Sacher jun. (Lindfeld), Hans Achatz (Hu.), Klaus Klar (Hu.), Petra Janker (Großlintach), Annerl Schlecht (Großlintach), Sepp Zollner (Hu.), Hans Lobmeier (Hu.).
Der abschließende Dank für gute Unterstützung galt ferner den Kartenvorverkaufsstellen Raiffeisenbank Hunderdorf, Sparkasse Hunderdorf, Textilgeschäft Kaldonek, Gasthaus Berger¬Höfelsauer, Gasthaus Schlecht und Friseursalon Hafner (Mitterfels), sowie der Freiw. Feuerwehr Steinburg für den Ordnungsdienst und Gastwirt Höfelsauer für die Saalbenutzungszusage. Ein besonderes Dankeschön galt auch den zahlreichen Besuchern sowie den Presseberichterstattern Hien und Kern.
Bühneninspizient Willi Sterr betonte, die Spielgruppe sei mit Freude bei der Sache gewesen, und es sei ein Riesenspaß gewesen. Dafür dankte der Sprecher allen Mitwirkenden, aber auch den weiteren Helfern recht herzlich. Sterr sprach den Wunsch aus, daß diese Mitwirkenden so beieinander bleiben mögen. Besonderen Dank sprach der Inspizient an Spielleiter und Regisseur Alois Winter aus, der es gut verstand, den Laienspielern eine persönlich passende Rolle zuzuteilen und eine hervorragende Bühneninszenierung zu erreichen.
Alois Winter überreichte Scheck
Alois Winter sagte, die Sache sei fantastisch gewesen. Jeder habe Talent bewiesen. Winter sei beeindruckt gewesen, dem Mimik und Gestik seien hervorragend gebracht worden. Das ihr als Regisseur zugeteilte Lob gab Winter auch an die Akteure weiter. Dann überreichte Regisseur und Ehrenvorstand Alois Winter an Pfarrer Reitinger einen Scheck in Höhe von 4.711,60 DM als Reinerlös aus den vier Theateraufführungen, wobei der Betrag Verwendung finden soll zur Deckung der Kosten der neuen Orgel für die Pfarrkirche in Hunderdorf.
Pfarrer Reitinger dankte
Pfarrer Reitinger führte aus, es sei ein sehr gutes Theaterstück geboten worden, wobei auch hervorragende spielerische Leistungen dar geboten wurden. Es sei anzuerkennen, wieviel Zeit geopfert wurde. Regisseur Winter lobte der Pfarrer für die gute Rollenverteilung, die nicht besser hätte passen können. Der Pfarrer hoffte, daß dieses Stück nicht nur ein Einzelfall sei, sondern weitere Aufführungen folgen mögen. Für die erbrachte Leistung und die großartige Spende sprach der Pfarrherr allen ein herzliches „Vergelt’s Gott“ aus.
Hans Hamberger dankte herzlich von seiten des Pfarrgemeinderates für die große Spende und betonte, das Theaterspiel sei eine großartige Idee gewesen, noch dazu, daß der Erlös der Pfarrkirche zugute komme. Hamberger sagte abschl. wörtlich, „es sei eine Freude gewesen, zuzuhören und zuzuschauen“.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Weihnachtsfeier des Sportvereins
Bis auf den letzten Platz war der Saal bei Sandbiller besetzt, als der hiesige Sportverein seine Weihnachtsfeier hielt. Vorstand Kaldonek begrüßte die Mitglieder und Gäste des Sportvereins und dankte besonders der Gemeinde und Bürgermeister Härtenberger für die allzeit gewährte Unterstützung. Härtenberger konnte die freudige Mitteilung machen, daß es der Gemeinde gelungen sei, im vergangenen Jahr das Sportzentrum fertigzustellen, so daß im Jahre 1980 der volle Betrieb aufgenommen werden könne. Er hegte auch die Hoffnung, daß die 400 m-Bahn bald auch bezuschußt und damit fertiggestellt werden könne. — Pfarrer Franz Reitinger forderte alle Sportler auf, tapfer, fair und einsatzbereit zu kämpfen, dabei aber den Tag des Herrn nicht zu vergessen. Der Sport solle auch nicht soweit gehen, daß dabei die Familie zu kurz kommt. — Die Gabe, die Gott einem jeden gegeben habe, meinte Diakon Hasso Tepp, sollten wir an die Jugend weitergeben. Der Einsatz für den Verein ist eine lohnens- und lobenswerte Sache.

Die Neukirchener Sänger

Weihnachtsgedichte der Kinder und Lieder umrahmten die Feier. —Besonderen Beifall ernteten auch die „Neukirchner Sänger“, die durch ihre Lieder und Weisen zum Gelingen des Abends beitrugen. Die Familie Hartmannsgruber, Frau Lichey und Frau Dilger erhielten für geleistete Arbeit Geschenke. Trainer Carlo Reinhardt, Kornelius Klar und Siegmund Wölfl wie auch der Platzwart Hermann Fellinger wurden beschenkt. —Ein gemeinsames Essen schloß sich an.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Dorfmeisterschaft im Tischtennis
Die Tischtennis-Abteilung des Hunderdorfer Sportvereins hielt kurz vor Weihnachten die Dorfmeisterschaft ab. In drei Gruppen kämpfte man um Sieg und Punkte. Oft mußten drei Sätze gespielt werden, da viele Spieler gleichwertige Leistungen zeigten. In einer Meisterrunde konnte dann der neue Ortsmeister ermittelt werden. Ewald Scherl konnte dabei den im Vorjahre abgegebenen Wanderpokal wieder zurückgewinnen.

Sieger bei den Senioren

Vorstand Kaldonek und Abteilungsleiter Reisinger beglückwünschten die Sieger.
Siegerliste:
Senioren: 1. Ewald Scherl, 2. Hans Peter Jungbauer, 3. Karl Miedaner, 4. Armin Deinat, 5. Heinz Grill und Thomas Scharmach, 7. Erwin Wölfl und Herbert Exner, 9. Johann Fellinger und Adolf Reisinger.
Jugend: 1. Klaus Solcher, 2. Carlos Mateos, 3. Franz Solcher, 4. Jörg Lichte, 5. Dietmar Sträußl und 6. Markus Tanne.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Etliche Frauen kamen bei Martha Hofmann zusammen, um eine Gepflogenheit früherer Jahre wieder lebendig werden zu lassen, das gemeinsame Basteln. Unter Anleitung der Gastgeberin waren bald mit viel Geschick, aber auch Geduld, Gewürzsträußchen und Stoffblumen aller Art entstanden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980


Weihnachtsfeier des EC mit altbaierischer Musik gefeiert
Hunderdorf.
Abteilungsleiter Sachs Otto konnte zur Weihnachtsfeier der Eisschützen viele Gäste begrüßen, darunter Bürgermeister Weinzierl und den ersten Vorsitzenden des SV Hunderdorf Kaldonek. Sachs nahm die Gelegenheit wahr, einmal allen, die sich für den Eisstockclub in irgendeiner Weise verdient gemacht hatten, zu danken. Er dachte dabei an die Funktionäre und alle Schützen. Bürgermeister Weinziert hob die Fertigstellung des Sportzentrums hervor, wobei auch die Eisschützen ihre Bahn erhalten hätten, während erster SV-

Hermann Mühlbauer

Vorsitzender Kaldonek die Stockschützen als eine große Familie bezeichnete, die gern auch das Gesellige pflege. Von einer Gesangs- und Instrumentalgruppe, bestehend aus Hermann Mühlbauer, Rita Wagner und Angelika Engel, wurden im Stile der altbaierischen Stubnmusik alte Weihnachtsweisen und die Herbergssuche dargeboten. Vor dem Festessen erschien der Nikolaus (Hans Grill), der so manches in humorvoller Weise kritisierte, aber auch die Schützen, welche bei Turnieren im Einsatz waren, mit einem Bierkrügerl beschenkte. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein spielte der „Bichl Sepp“ auf.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 04.01.1980



Im Tal des Mühlbaches
Schon sehr früh hat der Mensch erkannt, daß in den vielen Bächen unserer Heimat Kräfte verborgen liegen und hat diese zu nutzen verstanden. Zahlreiche Wasserräder treiben Mühlen, Sägen und

Die alte Hammerschmiede

Hammerwerke, in vielen Fällen erzeugen sie sogar elektrischen Strom.
So ist es auch im lieblichen Tal des Mühlbaches. Das munter plätschernde Bächlein und die waldbedeckten Höhen geben der Landschaft einen romantischen Anstrich.
Nach dem Urkataster von 1843 waren die meisten Güter der Ortschaften um Obermühlbach zum Kloster Windberg grundbar gewesen. Taußersdorf wird in einer Urkunde des Klosters schon im Jahre 1253 erwähnt. Dem großen Reformer und Planer Monteglas verdankt das Tal die Gründung der Gemeinde Obermühlbach im Jahre 1818.

Blick auf Obermühlbach

Das bekannteste der vielen Wasserwerke war die alte Hammerschmiede bei Obermühlbach. Sie stammt aus der Zeit vor dem 30jährigen Krieg, denn das bis dahin von drei Wasserrädern betriebene Werk wurde 1648 neu umgestaltet. Neben eisernen Gebrauchswaren des täglichen Lebens sollen hier auch Waffen hergestellt worden sein. Pflüge und Wageneisen wurden hier erneuert, Eggen, Räder, Widerlager, Äxte, Sapies und andere Gebrauchsgegenstände entstanden unter den schweren Hämmern. Noch vor wenigen Jähren betrieb der alte Hammerschmiedemeister Albert Jakob die Hammerschmiede. Auf jeden Fall gehörte sie zu der ältesten und einzigen Hammerschmiede im Altlandkreis Bogen. Zwei großmächtige Schmetterer, einer davon wog fünf Zentner, standen im Hammerwerk. Altmeister Jakob, der vor wenigen Jahren verstarb, war auch der letzte Kohlenbrenner unserer engeren Heimat. Die Schmiede hat in früheren Jahren die Holzkohle von 15 Meilern verbraucht.

Hammerschmiedemeister Albert Jakob

Und heute? Versunken in das Meer des Vergessens, veraltet, entnutzt und vermodernd liegt sie wie ein siecher Greis im Talgrund. Weiden, Erlen, Brennesseln und wildes Gewächs umwuchern die alte Schmiede. Immer noch murmelt der Bach wie einst. Aber das Wasserrad steht. Aus dem alten Gemäuer, an einigen Stellen verbessert, aus Ziegeln und Bruchsteinen rieselt der Mörtel, durch die offenen Giebelseiten pfeift der Wind. Im Innern der rußigen Werkstatt, wo einst der Schmied den Seilzug straffte und herunterzog, damit die Hämmer im Rhythmus ihr Tick-Tack dröhnen ließen, liegt heute alles durcheinander und übereinander.
Der Hammerschmied hat keinen Nachfolger hinterlassen, der die Schmiede weiter betreiben wollte.
Heute stellt diese Hammerschmiede ein technisches Kulturdenkmal dar und sollte als solches erhalten bleiben.
Gemeinde und Landkreis sollten hier eingreifen und versuchen, dieses einmalige Denkmal der Nachwelt zu erhalten. Es wäre noch nicht zu spät! (K. Klar)
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Anträge auf Lohnsteuerjahresausgleich
Anträge auf Lohnsteuerjahresausgleich liegen bei der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf, Kirchgasse 8, auf.


Fundanzeige
Am Sonntag, dem 23. Dezember 1979 wurde in Thananger ein dunkelbraunes Schlüsseletui mit Geldbörse gefunden.
Der Verlierer kann diese im Verwaltungsamt Hunderdorf, Kirchgasse 8, abholen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Vollzug der Wassergesetze;
Einleiten von Abwasser aus den Ortsteilen Steinburg und Gaishausen in den Bogenbach bzw. in das Ehrenbächlein durch die Gemeinde Hunderdorf

Die Gemeinde Hunderdorf beabsichtigt, das anfallende Abwasser aus den Ortschaften Steinburg, Au vorm Wald, Schafberg und Hasenquanten zu sammeln und gemeinsam mit dem Abwasser aus den Ortschaften Gaishausen, Ehren und Bahnhof Steinburg in einer Kläranlage mechanisch-biologisch zu reinigen. Das gereinigte Abwasser wird in den Bogenbach eingeleitet (Trockenwetterabfluß 17 l/s = 60 cbm/h = 790 cbm/d, Regenwetterabfluß 35 – 50 l/s).
Die Abwasseranlage umfaßt im wesentlichen das Kanalisationsnetz der betreffenden Ortschaften mit den 4 Regenüberlaufbecken (Stauraumkanäle); den Beckenüberläufen, einer Regenentlastung, den 6 Einleitungen und die mechanisch-biologische Kläranlage.
Die Entwässerung erfolgt im Mischsystem; dabei wird Schmutz- und Niederschlagswasser in einem Kanalnetz aufgefangen und abgeleitet. In den Regenüberlaufbecken wird das mit der größten Schmutzkonzentration zufließende Mischwasser abgefangen und zur Kläranlage weitergeleitet. Der darüber hinausgehende Zufluß wird über die jeweiligen Entlastungen in den Bogenbach bzw. in einem zum Bogenbach führenden Wiesengraben abgeschlagen. Der Regenüberlauf entlastet auf den kritischen Mischwasserabfluß. Das abgeworfene Mischwasser wird in das Ehrenbächlein (Röhrnauerbach) eingeleitet. Beim Niedergehen des Berechnungsregens über dem Entwässerungsgebiet sind dies insgesamt folgende Abflüsse:
BU 1 739 l/s (Steinburg, Vorfluter: Bogenbach)
BO 2 1515 l/s (Au vorm Wald, Vorfluter: Wiesengraben zum Bogenbach)
BO 3 268 1/s (Steinburg, Vorfluter: Bogenbach)
RU I 378 l/s (Ehren, Vorfluter: Ehrenbächlein – Röhrnauerbach)
BO II 430 l/s (Gaishausen, Vorfluter: Bogenbach)
Die Sammlung und Ableitung des anfallenden Schmutz- und Niederschlagswassers aus dem Gewerbegebiet Waldstein erfolgt im Trennsystem.
Das Einleiten von Abwässern in oberirdische Gewässer stellt eine Gewässerbenutzung im Sinne des § 3 Abs. 1 Nr. 4 WHG dar und bedarf gemäß der §§ 2 ff WHG i. V. m. Art. 16 BayWG einer Erlaubnis.
Dies wird bekanntgegeben mit dem Hinweis, daß
1. Pläne mit Beilagen, aus denen sich Art und Umfang des Unternehmens ergeben, während zwei Wochen, gerechnet ab dem Tage nach Erscheinen dieses Amtsblattes, beim Landratsamt Straubing-Bogen, Dienststelle Straubing, Zimmer 211 zur Einsichtnahme ausliegen.
2. Einwendungen gegen das Unternehmen beim Landratsamt Straubing-Bogen zur Vermeidung des Ausschlusses; spätestens innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist schriftlich oder zur Niederschrift zu erheben sind.
3. Betroffene nach Fristablauf nur noch solche Einwendungen wegen nachteiliger Wirkungen der Benutzung geltend machen können, die sie nicht voraussehen konnten (§ 10 Abs. 2 WHG) und
4. vertragliche Ansprüche durch die Erlaubnis nicht ausgeschlossen werden (§ 11 Abs. 2 WHG).
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Sprechstunden der Bundesversicherungsanstalt
Die BfA Berlin nimmt im neuen Jahr 1980 die Beratungstätigkeit und die vorgesehenen Sprechstunden wieder auf.
Als Termine im 1. Quartal 1980 sind vorgesehen:
Samstag, 15. März 1980 – jeweils von 9 Uhr bis 11 Uhr im Rathaus in Bogen.
Für die Beratung steht der VA für den Landkreis Straubing-Bogen, Herr VAmtsrat Baumgartner zur Verfügung.
Zur Beratung sind sämtliche Versicherungsunterlagen der Rentenversicherungsträger mitzubringen.
Die Termine für das 2. Quartal werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Schluckimpfung gegen die Kinderlähmungserkrankung 1979/80
Das Staatliche Gesundheitsamt Straubing hat im Nov. 79 den 1. Durchgang der Schluckimpfung gegen die Kinderlähmungserkrankung durchgeführt. Zur vollständigen Impfung ist die Teilnahme am 2. Durchgang notwendig.
Der 2. Durchgang findet ab 21. Januar 1980 statt.
Zum 2. Durchgang sollen jene Kinder kommen, die bei der Schluckimpfung im November 1979 auf ihrem gelben Merkblatt den Impftermin für die 2. Schluckimpfung aufgeschrieben bekommen haben. Jene Kinder, die auf dem Merkblatt oder im Impfbuch den Eintrag „Auffrischung“ erhalten haben, sollen an der 2. Impfung nicht mehr teilnehmen.
Für die dortige Schule/Kindergarten findet der 2. Impfgang statt:
am 1.2.80 um 8.45 Uhr in der Schule Hunderdorf.
Es ist darauf zu achten, daß das gelbe Merkblatt des 1. Impfganges im Nov. 79 und der gelbe Impfausweis zur 2. Schluckimpfung mitzubringen sind.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Vom Gemeinderat Windberg, Sitzung am 8.1.1980
Zahlreiche Tagesordnungspunkte standen zur Beratung.
Dabei wurde u.a. das weitere Aufstellungsverfahren der Bebauungsplanänderung in Sachen Baugebiet Hornberger beschlossen. Der Abschluß der Wasserversorgungsmaßnahme Meidendorf¬Irensfelden sowie der Ausbau der Straße Netzstuhl waren weitere Tagesordnungspunkte.
Änderung des Bebauungsplanes Hochgarten-Riedfeld
Kenntnis genommen wurde vom Planentwurf des Planungsbüros Hornberger betreffend die Änderung des Bebauungsplanes durch Deckblatt Nr. 6. Dabei beschloß der Gemeinderat, die Bürgerbeteiligung nach § 2 a BBauG durchzuführen. Hierbei können die Vorentwürfe eingesehen werden. Weiterhin besteht die Gelegenheit, zur Äußerung und Erörterung. Diese Bürgeranhörung hat bereits am Mittwoch, dem 16.1. in der Zeit von 15 – 17 Uhr im Gemeindeamt Windberg stattgefunden. Weiterhin wurde das öffentliche Auslegungsverfahren beschlossen, d.h. der Planentwurf mit Begründung liegt nochmals einen Monat lang im Verwaltungsamt Hunderdorf zur Einsicht auf. Anregungen und Bedenken können dann zu der Planung nochmals vorgebracht werden. Dabei sind auch verschiedene Fachbehörden einzuschalten. Die öffentliche Auslegung wird demnächst bekanntgegeben.
Sperrzeitverkürzung / Vergnügungssteuer
Der Gemeinderat wurde darüber informiert, daß im Rahmen der Aufhebung von Bagatellsteuern die Vergnügungssteuer mit Wirkung zum 1.1.1980 nicht mehr zu erheben ist. Hinsichtlich der Sperrzeitverkürzung wurde festgelegt, daß von seiten der Verwaltungsgemeinschaft eine Sperrzeitverkürzung im Einzelfall ausgesprochen werden kann, jedoch höchstens bis 3.00 Uhr früh. Mit 5:4 Stimmen wurde beschlossen, pro Verkürzungsstunde 10,00 DM festzusetzen sowie die entsprechende Niederschriftsgebühr mit 5,00 DM, das entspricht dem untersten Satz des Gebührentarifes für Kommunen.
Wasserversorgung Meidendorf – Irensfelden
Zur Kenntnis gegeben wurde durch Bürgermeister Kleikamp das Schreiben des Ingenieurbüros Sehlhoff bezüglich des Abschlusses der gemeindlichen Wasserversorgungsmaßnahme Meidendorf – Irensfelden. Hiernach wurden die Arbeiten an der Wasserleitung einschl. der Hausanschlüsse im Dezember 1979 abgeschlossen. Weiterhin sollen Bestandspläne der durchgeführten Maßnahme bis Ende Februar 1980 erstellt werden, wobei auf dieser Grundlage ein Grundstücksverzeichnis erstellt wird von seiten des Ingenieurbüros. Die Gemeinde wird danach in den Monaten März, April und Mai die Grundstücksentschädigungen regeln. Weiterhin wurde vorgeschlagen, in den beiden Maiwochen eine Gesamtdruckprobe der Hauptleitung einschl. der Hausanschlüsse durchzuführen. Hygienisch einwandfreies Wasser sollte dabei aus dem Hochbehälter der Gemeinde Windberg zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig wird zusammen mit dem Bauherrn eine Vorabnahme durchgeführt; um festzustellen, wo noch Nacharbeiten gewünscht werden. Nach Durchführung der Restarbeiten könnte die endgültige Abnahme der Leitung spätestens bis 31. Mai 1980 erfolgen. Ferner schlägt das Ingenieurbüro vor, die Spülung und Entkeimung der Leitung zweckmäßigerweise erst dann vorzunehmen, wenn die Fernwasserversorgung „Bayerischer Wald“ die Wasserlieferung aufnehmen kann. Damit wird sichergestellt, daß die Gesamtanlage vom Gesundheitsamt abgenommen und in Betrieb gehen kann.
Ankauf eines Feuerwehrautos
Kommandant Haimerl erläuterte das Angebot für einen Neukauf eines VW-Transporters für die FFW. Der Gemeinderat spricht sich dafür aus, die in den Nachbargemeinden angekauften Fahrzeuge wie VW und Mercedes zu besichtigen und ggf. auch von Mercedes ein Angebot einzuholen. Vorbehaltlich der Zuschußbewilligung soll deshalb der Liefervertrag mit der Fa. Hierl abgeschlossen werden. Dies gilt nicht, falls die Besichtigung und Angebotseinholung ergibt, daß etwa zum gleichen Preis ein leistungsstärkeres Fahrzeug angekauft werden kann. Weiterhin spricht sich der Gemeinderat einstimmig dafür aus, für die Mitglieder der FFW eine Zusatzversicherung abzuschließen. Kostenbeitrag jährlich derzeit 50,00 DM.
Ausbau der Straße Netzstuhl
Beraten wurde im Gemeinderat auch der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Netzstuhl mit Ortsteerung. Der Bürgermeister versicherte, sich um eine entspr. Finanzierung in diesem Jahr zu bemühen. Vorbehaltlich der Bewilligung von Zuwendungen soll die Straße von seiten der Gemeinde 1980 ausgebaut werden. Das Ingenieurbüro Sehlhoff wurde gebeten, die Ausschreibung des o.a. Straßenausbaues vorzubereiten. Hinsichtlich der Bauleitung sprach sich der Gemeinderat dafür aus, Angebote einzuholen vom Ingenieurbüro Sehlhoff sowie von IPG ing-plan GmbH in Bogen.
Erstellung eines Gemeindewappens
2. Bürgermeister Feldmeier sowie die Gemeinderäte Haimerl und Frankl berichteten über die Vorsprache bei der Generaldirektion der Staatl. Archive Bayerns in München, wobei verschiedene Wappenvorschläge durchdiskutiert wurden. Aus verschiedenen Alternativen wurde schließlich ein Vorschlag erarbeitet, zu dem die Zentralarchivstelle demnächst eine Wappenbeschreibung erstellen und der Gemeinde Windberg zuleiten wird. Anschließend wird dann das Wappenmotiv heraldisch errichtet. Im Wappenmotiv wird enthalten sein ein Windhund – ein Symbol für Windberg, sowie eine Lilie und zwei gekreuzte Kerzen als Symbol des Kirchenpatroziniums.
Feuerwehrauto soll gekauft werden
Bei der Jahresabschlußsitzung des Gemeinderates Windberg trug Bürgermeister Kleikamp u.a. die Notwendigkeit der Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges vor. Für eine derartige Neubeschaffung könne mit einer guten Förderung gerechnet werden. So erläuterte Kleikamp die Finanzierung, wobei 30 % Zuschuß von seiten des Staates, 20 – 30 % des Staatszuschusses als Zuwendung der Bayerischen Versicherungskammer und ein zins-günstiges Darlehen in Höhe von 5.000 DM zugrunde gelegt sind. Die restlichen Eigenmittel sollen aus dem Verkauf des bisherige Feuerwehrautos und aus einer Zuwendung aus dem Jagdpachtschilling aufgebracht werden. Der Gemeinderat stimmte einstimmig dem Ankauf eines neuen Feuerwehrautos zu, wobei die entsprechenden Kostenangebote eingeholt und die staatl. Zuwendungen beantragt werden sollen. Erst nach der Zuschußbewilligung könne über den endgültigen Beschluß gefaßt werden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


AC – Hunderdorf (Ev. Altenclub)
Freitag, 25. Januar 1980 – 15 Uhr Treffen in der Fichtenstraße 28.
Die Senioren werden wenn nötig abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Bitte rufen Sie Diakon Tepp – Tel..1964 an.
Liebe Senioren,
unser erstes Treffen im Dezember vergangenen Jahres hatte solch ein großes Echo, daß ich mich entschloß, bereits ab Januar das Treffen der älteren Generation in der Gemeinde Hunderdorf zur ständigen Einrichtung zu machen.
Vielerorts wurde von Konkurrenzveranstaltung gesprochen. Dies kann und darf nicht der Fall sein.
In der Kirche und im Glauben gibt es keine Konkurrenz.
Wir wollen uns bewußt in unserem Tun und Handeln unter das Wort stellen. Wir wollen uns treffen, um einige Stunden in geselliger Runde zu verbringen, unseren Horizont zu erweitern, indem wir uns Vorträge, Filme ansehen, Fahrten unternehmen und uns kreativ betätigen.
Wir wollen die Möglichkeiten und Fähigkeiten, die uns Gott der Herr im Leben gegeben hat nutzen.
Wir wollen aber vor allem den Schwestern und Brüdern beistehen, die unserer Hilfe bedürfen. Wir wollen nicht nur reden, sondern handeln. Das Wort Gottes von der Nächstenliebe leben.
Dazu wollen wir uns regelmäßig in der Fichtenstraße in Hunderdorf treffen. Wenn Sie nicht selbst kommen können, weil Sie nicht mehr gut zu Fuß sind, dann setzen Sie sich bitte mit Nachbarn in Verbindung, die noch selbst fahren. Ist dies nicht möglich, rufen Sie mich bitte an oder lassen Sie anrufen. Ich werde dann dafür Sorge tragen, daß auch Sie an unseren Altentreffs teilnehmen können.
Sie können auch unser Kirchenvorstandsmitglied, Herrn Fischer ansprechen.
Selbstverständlich ist Ihr Partner mit eingeladen, auch dann, wenn er einer anderen Konfession angehört.
Ich hoffe, daß Ihnen diese Treffs Freude bereiten und verbleibe mit Gottes reichen Segen
Ihr Diakon H. Tepp
Anschrift: Ev.-Luth. Pfarramt Bogen, Fichtenstraße 28, 8441 Hunderdorf – Tel. 1964
Sprechzeiten: Di – Fr – 9 Uhr – Sa 8 – 18 Uhr und nach Vereinbarung.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Hans Glas führt weiterhin den Bayerwaldverein
Die diesjährige Generalversammlung des Bayerwaldvereines fand im Gasthaus Sandbiller statt. Eingangs konnte Vorstand Hans Glas dem Mitglied Anni Knietsch zum Geburtstag recht herzlich gratulieren. Im Namen des Vereins wurde auch ein Geschenkkorb überreicht.
Dann erstattete Hans Glas einen Rückblickauf das Vereinsgeschehen im Jahre 1979. So habe der Verein bei örtlichen Veranstaltungen der Gemeinde und der Kirche teilgenommen.
Auch an verschiedenen Fahnenweihen oder Gründungsfesten sei der Bayerwaldverein vertreten gewesen, berichtete Vorstand Glas weiterhin. Abgehalten wurde ferner eine Weihnachtsfeier, bei der St. Nikolaus 90 Kinder bescherte sowie eine Christbaumversteigerung. Abschl. dankte der Vereinsvorstand den Mitgliedern für die Mitarbeit.
1. Wanderwart Kathi Scheibenthaler berichtete, daß der Verein im März eine eigene Winterwanderung organisiert hatte sowie viele Wanderungen besucht wurden. Scheibenthaler rief dazu auf, rege an den Wanderveranstaltungen teilzunehmen. 2. Vorstand Hans Hamberger bedankte sich bei Vorstand Hans Glas und 1. Wanderwart Kathi Scheibenthaler für die Mühe und Zeit, die sie im vergangenen Jahr aufgebracht haben. Zugleich bat Hamberger aus terminlichen Gründen um Entlassung aus der Vorstandschaft.
Dann wurde ein Wahlausschuß gebildet und der beantragten Entlastung der Vorstandschaft zugestimmt. Die anschließend durchgeführte Neuwahl brachte folgendes Ergebnis:
1. Vorstand: Hans Glas – 2. Vorstand: Sepp Ahartinger – Kassiere: Arno Gerhard und Rosa Schwarzensteiner – Schriftführer: Wilma Buhl – 1. Wanderwart: Kathi Scheibenthaler – 2. Wanderwart: Werner Scheibenthaler – Beisitzer: Max Hornberger, Anton Eidenschink, Max Foierl u. Albert Scheibenthaler – Fahnenjunker: Armin Paukner.
Der wiedergewählte Vorstand dankte für das in ihn gesetzte Vertrauen. Glas wies abschließend auf die nächsten Termine des Bayerwaldvereins hin. So findet am Samstag, dem 19. Januar im Gasthaus Berger-Höfelsauer der Faschingsball statt sowie am 22. Februar im Gasthaus Sandbiller die nächste Versammlung.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Bayerwaldverein Hunderdorf e.V.
8. Internat. Winterwandertag Hunderdorf/Bayer. Wald am Samstag, 15. März und Sonntag, 16. März 1980
Wanderstrecke: 10 km und 15 km
Schirmherr: Karl Härtenberger, 1. Bürgermeister
Die Wanderung findet bei jeder Witterung statt.
Die Veranstaltung wird für das internationale Volkssportabzeichen gewertet. Nr. 21/80 – Bezirksverband Nordostbayern.
Veranstaltungshinweise
Start und Ziel: Gasthof Sandbiller
Startzeiten
An beiden Tagen von 7.00 bis 11.00 Uhr
Veranstaltungsende: 15.00 Uhr
Wanderstrecke: 10 km und 15 km
Startgebühr: DM 6.50 für Medaille – DM 1.50 für IVV-Stempel ohne Medaille, bei Nachmeldung 2,00 DM, 8.00 DM bei Nachmeldung f. Medaille
Nachmeldungen: bis Startschluß möglich. Die Medaille wird ca. 4 Wochen nach der Veranstaltung nachgesandt, es besteht kein Anspruch auf sofortige Aushändigung.
Einzahlungen: Auf das Konto des Bayerwaldvereins, Raiffeisenbank Hunderdorf, Konto-Nr. 22 268 (BLZ 760 695 42)
Anmeldeschluß: 6. März 1980
Gruppenmeldungen:   Schriftlich an Kathi Scheibenthaler, 8441 Hunderdorf, Apoiger Straße 8
Ehrenpreise: Für Gruppen ab 25 Teilnehmer, Pokale f. die ersten 7 Gruppen
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980

Faschingsball des Bayerwaldverein Hunderdorf
Wir laden ein zu unserem gemütlichen Faschings-Ball mit reichhaltiger Tombola am Samstag, dem 19. Januar 1980 im Berger-Saal in Steinburg.
Es spielt die Blaskapelle „Felsnstoana“, Elisabethszell -Beginn 19.00 Uhr
Hinweis: Fahrgelegenheiten mit Bus besteht. Abfahrt um 18.15 Uhr beim Bahnhof in Hunderdorf.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Faschingsball wird veranstaltet
Gemeinsam mit der CSU veranstaltet die Hunderdorfer JUNGE UNION am Samstag, dem 26. Januar 1980, im Berger-Saal in Steinburg ihren traditionellen Faschingsball.
Zum Tanz spielt die Kapelle Kerschl aus Bernried auf und sorgt für die nötige Stimmung. Weiter steht eine reichhaltige Tombola für die Gäste bereit. Beginn : 19.30 Uhr
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Erfolgreich abgeschlossener Skikurs
Hunderdorf.
Nachdem der erste Kurs zwischen Weihnachten und Neujahr wegen Schneemangels ausgefallen ist, konnte der zweite Kurs vom 1. bis 6. Januar planmäßig durchgeführt werden. 31 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren wurden von vereinseigenen Übungsleitern betreut und unterwiesen. Mit dem Bus wurden die Kinder nach Ahornwies gefahren und am Abend wieder abgeholt. In der Skihütte des Ski-Clubs Hunderdorf bereiteten die Fam. Grill, Leonhardt, Müller, Helmbrecht und Illmann, alle Mitglieder des Vereins, das Essen, das nach den

Die Übungsleiter

Anstrengungen des Vormittags allen gut mundete. Der reiche Schneefall der letzten Tage garantierte einen reibungslosen Ablauf des Kurses.
Die Übungsleiter Joachim Kaldonek, Josef Ziesler, Kornelius Klar und die Geschwister Claudia und Evelin Kaldonek waren am Ende des Kurses mit den Erfolgen ihrer Schützlinge recht zufrieden. Den Abschluß am Sonntag bildete ein kleines Abfahrtsrennen, das in 5 Leistungsgruppen abgehalten wurde. Vorstand Kaldonek und Abteilungsleiter Illmann beglückwünschten die Sieger und verteilten Urkunden sind Wachsplaketten. Mit einer Schneeballschlacht zwischen den Übungsleitern und den Schülern endete der Skikurs. Viele Eltern der Kinder waren begeisterte Zuschauer bei Abschlußrennen, Bürgermeister Härtenberger war auch anwesend und überreichte eine kleine Spende für die Kursteilnehmer. Die Sieger des Rennens: Thomas Ziesler, Peter Kalm, Helmut Meier, Marco Hagn und Stefan Härtenberger.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Leichtathletik Club Tanne im SV Hunderdorf
AUSSCHREIBUNG
In Vorbereitung auf die bayerischen Cross-Meisterschaften veranstaltet der LC Tanne Hunderdorf am Samstag, 19. Januar 80 einen bezirksoffenen Geländelauf für Männer u. Frauen, für Jugend A u. B (männl. u. weibl.), für Schüler A, B u. C (männl. u. weibl.), für alle Altersklassen (männl. u. weibl.).
Gleichzeitig werden die Meisterschaften der Gemeinde Hunderdorf ausgetragen. Mitglieder, die sich nicht an den Wettbewerben beteiligen, werden gebeten, als Kampfrichter mitzuwirken.
Lauf – Zeit – Klasse – Jahrgang – Dist. – Rund.

1 14.00 Schülerinnen B/C      68 u. 69/70 u. jg. 1600 m – 2
2 14.15 Schüler B/C   68 u. 69/70 u. jg. 1600 m – 2
3 14.25 Schülerinnen A         66 u. 67 1600 m – 2
4 14.35 Schüler A      66 u. 67 2400 m – 3
5 14.50 männl. Jug. B 65 u. 64           3200 m – 4
6 15.05 männl. Jug. A            63 u. 62 4000 m – 5
7 15.25 weibl. Jug. B/A/        65 u. 64/63/62
Frauen u. AK I – VII 61 u. älter 2400 m – 3
8 15.45 Männer Mittelstr.      61 u. älter 3200 m – 4
9 16.00 Männer u. AK I -VII             61 u. älter 8000 m – 10
Art der Strecke: Vollkommen flache 800 m-Runde im neuen Sportzentrum. (befestigter Feinschotterweg).
Start u. Ziel: am Parkplatz des Sportzentrums – Starter: Gebrüder Laycock
Wertung: Einzel in jeder Klasse – Mannschaft in jedem Rennen. Teilnehmer aus der Gemeinde Hunderdorf werden für die Gemeindemeisterschaft gewertet.
Lauf 9 zählt nicht zur Gemeindemeisterschaft.
Auszeichnungen: Die Klassensieger, sowie die Gemeindemeister erhalten kleine Ehrenpreise. Die drei Erstplazierten erhalten Urkunden. Die beste Mannschaft der Gemeinde im Lauf 8 gewinnt den Wanderpokal. Der Verein/Lauftreff/Betrieb, ausgenommen der LC Tanne, der die meisten Teilnehmer ins Ziel bringt, erhält den Ehrenpreis des LC Tanne (Dreiliter-Bierkrug). Jeder Teilnehmer erhält einen LC Tanne – Untersetzer.
Meldungen: auf DLV-Meldeformular bis Mittwoch, 16. Jan. 80 (Poststempel) an LC Tanne Hunderdorf, Quellenweg 15, 8441 Hunderdorf oder 30 Min. vor Laufbeginn am Start als Nachmeldung.
Startgebühren: Aktive DM 3,50 – Jugendliche DM 2,50 — Schüler DM 1,50 (Gemeindebürger und LC Tanne – Mitglieder frei)
Ergebnisliste: eine pro Verein – jede weitere DM 0,50 Startnummernausgabe: ab 13.00 Uhr im Sportheim
Umkleide- und Duschräume: in der Schulturnhalle oder im Sportheim (am Parkplatz ausgezeichnet)
Verpflegung: heißer Tee am Ziel
Siegerehrung: ab 17.30 Uhr im Brotzeitstüberl (S + G Baier). Anschließend geselliges Beisammensein der LC Tanne – Mitglieder mit Gönnern und Freunden. Autogrammstunde mit den Laycock’s.
Die Veranstaltung wird nach den Richtlinien der ALB u. DLO durchgeführt.
Für Unfälle und Diebstähle übernimmt der Veranstalter keine Haftung.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


VdK – Ortsverband Hunderdorf
Wie die Vorstandschaft mitteilte, sind die Sprechzeiten in der VdK-Kreisgeschäftsstelle in Straubing, Rosengasse 37, 1. Stock, auch im Jahre 80, Montag, Donnerstag und Freitag jeweils von 9 bis 13 Uhr. Aus zwingenden Gründen und für Berufstätige sind erforderliche Vorsprachen auch außerhalb der festgelegten Sprechzeiten nach telefonischer Vereinbarung (Tel. 09421/1506) mit dem Kreisgeschäftsführer Oswald Maier möglich. Selbstverständlich können auch Nichtmitglieder an den grundsätzlich festgelegten Sprechzeiten Auskünfte beim VdK einholen.
Der VdK-Sprechtag in Bogen findet jeden Dienstag im Landratsamtgebäude, Stadtplatz, Erdgeschoß, Zi.Nr. 5 von 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 15.Uhr statt. Tel.: 961 Landratsamt Bogen
Sprechtage der Orthopädischen Versorgungsstelle
Die Orthopädische Versorgungsstelle Regensburg hält im 1. Quartal 1980 in Straubing, Obere Bachstraße 6 (Ärztehaus) folgende Sprechtage ab: Am 23. Januar, 20. Februar und 19. März, Beginn jeweils 8.30 Uhr.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Als einzige Mannschaft ungeschlagen
Fußballer beim Hallenturnier in Straßkirchen – 3. Platz ein Riesenerfolg

Der FC Straßkirchen führte in der Zeit vom 2. – 6. Januar sein 3. Hallenturnier durch. Es nahmen insgesamt 20 Mannschaften teil. Im ersten Vorrundenturnier spielte der SV Hunderdorf in der Gruppe 1 und

Das Bild zeigt die Mannschaft mit Trainer Reinhart (links) und Abteilungsleiter H Hentschirsch

traf hier auf den FC Aiterhofen den SV Salching und die AH-Mannschaft des Veranstalters. Im ersten Spiel trennte man sich 1:1 gegen Aiterhofen. Torschütze war Klar Kornelius. Durch Tore von Höpfl und Riepl wurden die „Alten Herren“ von Straßkirchen verdient mit 2:0 geschlagen. Aufgrund der Spiele der anderen Mannschaften in dieser Gruppe hätte den Hunderdorfern bereits ein Unentschieden im letzten Spiel genügt, um sich als Gruppenerster für das Endturnier zu qualifizieren. Brandl Herbert aber sorgte mit seinem Tor für den knappen 1:0 Erfolg. So war man also Gruppenerster, wobei die Mannschaft unter Trainer Karl Reinhart insgesamt eine geschlossene Mannschaftsleistung brachte und Torwart Exner durch prächtige Reaktionen glänzte.
Im Endturnier am Dreikönigstag waren mit Hunderdorf der Spitzenreiter der Bezirksliga West, der FC Ottering, die Spitzenmannschaft der A-Klasse, der FC Wallersdorf, und die 2. Mannschaft des FC Straßkirchen in einer Gruppe. Die Aufgabe war also für die Hunderdorfer Hallenspieler äußerst schwierig.
Das 1. Spiel bescherte gleich Ottering als Gegner. Die Mannschaft um Kalischko war aber prächtig auf den Gegner eingestellt und ließ die gefährlichen Torschützen Viehbeck, Guggenberger und Moniker nicht zum Zuge kommen. Als durch Greil W. das 1:0 fiel, bahnte sich eine Überraschung an, die dann durch das sensationelle 2:0 von Hirtreiter perfekt war. Im Spiel gegen Straßkirchen II war die Mannschaft nicht so konzentriert und erreichte mit Glück ein 1:1. Torschütze war Höpfl. Gegen den FC Wallersdorf wußte man dann wieder, daß es um alles geht. Mit dem 0:0 war man auf alle Fälle Gruppenzweiter. Wie würde nun Ottering im letzten Spiel abschneiden? Ein Sieg mit 2 Toren Unterschied über Straßkirchen II hätte die Hunderdorfer ins Endspiel gebracht. Das Spiel aber endete mit einem eindeutigen 4:0 Sieg der Otteringer. Dadurch spielte Hunderdorf um Platz 3 und traf hierbei auf den SV Ascha. Auch im letzten Spiel blieb man ungeschlagen und holte sich mit einem 2:1 Sieg den dritten Platz. Torschützen: Hirtreiter und Greil. Das Endspiel entschied Ottering mit 3:0 gegen Niederalteich für sich. Somit war Hunderdorf die einzige Mannschaft, die das gesamte Turnier ohne Niederlage blieb. Ein wahrhaft großartiger Erfolg, der der gesamten Mannschaft auch in den Feldspielen für die Zukunft beschieden sein sollte.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Übungsplan der Freiwilligen Feuerwehr Windberg – Jahr 1980
Sonntag, 9. März in Irensfelden 9.00 Uhr Schul- und Funkübung
Sonntag, 13. April im Feuerhaus 9.00 Uhr Hydrantenbegehung u. Wassererkundung
Sonntag, 18. Mai in Meidendorf 9.00 Uhr Funk- und Einsatzübung
Samstag, 12. Juli in Dambach 19.30 Uhr Einsatzübung
Sonntag, 3. August im Feuerhaus 9.00 Uhr Schulung an Fahrzeug und Gerät
Freitag, 12. September in ? 20.00 Uhr Einsatzübung mit BRK Bergen und Retten
Übung im Oktober im Rahmen der Feuerschutzwoche!
Zu außerplanmäßigen Funkschulungen und Funkübungen wird gesondert geladen!
Um pünktliches Erscheinen in Uniform wird gebeten!
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Postkarte nach 38 Jahren angekommen
Eine seltsame Reise über 38 Jahre nahm eine Postkarte, die vor kurzem den Empfänger erreichte. Der verstorbene Gastwirt Josef Sandbiller war ein leidenschaftlicher Briefmarkensammler. Wenn er unterwegs war, hatte er stets eine vorgedruckte Postkarte bei sich. Am Zielort kaufte er sich Sondermarken, die er mit der Karte nach Hause schickte. So war es auch 1941 in Innsbruck, wo er als Soldat Station machte. Die Karte aber kam nie in Hunderdorf an.
Im vergangenen Sommer weilte ein Lehrer aus Cham in Berlin, wo er den Flohmarkt besuchte. Plötzlich fiel ihm eine Postkarte mit dem Namen „Sandbiller“ auf. Da er einen Schüler desselben Namens hatte, sah er sich die Karte an und erstand sie für 2 DM.
Nicht weniger erstaunt war der Sohn des Absenders, der jetzige Gastwirt Adolf Sandbiller, als er die im Jahre 1941 von seinem Vater abgeschickte Karte im Sommer 1979 erhielt. Wenn doch die Karte erzählen könnte!
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 18.01.1980


Glückwünsche für Otto Edbauer
Hunderdorf.
Bei bester körperlicher und geistiger Verfassung konnte Otto Edbauer im Kreise von Verwandten und Bekannten sein 80. Geburtstagsfest feiern. Otto Edbauer ist als Gast- und Landwirt und langjähriger Gemeinderat weithin bekannt und geschätzt. Auch jetzt noch arbeitet er eifrig in der Landwirtschaft mit, denn sich ganz zur Ruhe zu setzen, das passt nicht zu ihm. Otto Edbauer wurde am 22. Januar 1900 in Hunderdorf geboren und hat seit jeher in Hunderdorf gelebt und gearbeitet. Er hat die Geschichte Hunderdorfs in seiner Entwicklung miterlebt und auch mitgetragen. Mehr als 35 Jahre gehörte Edbauer dem Gemeinderat Hunderdorf an. Edbauer war der erste Hunderdorfer in den Reihen der CSU und kann so die längste Mitgliedschaft verzeichnen. Er war dann auch Mitbegründer des später ins Leben gerufenen CSU-Ortsverbandes. Am 17.11.1929 hatte Otto Edbauer mit Maria Poiger den Bund der Ehe geschlossen. Hieraus stammen vier Kinder, wovon eine Tochter mit 16 Jahren starb. Derzeit kann sich der Edbauer-Opa über neun Enkel und einen Urenkel erfreuen. Die Ehefrau verstarb im Jahre 1970.
Zum Ehrentag stellten sich auch zahlreiche Gratulanten ein, um dem Jubilar alles Gute zu wünschen sowie einen Präsentkorb zu überreichen. So gratulierte Bürgermeister Härtenberger im Namen der Gemeinde Hunderdorf, Pfarrer Reitinger und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hamberger für den Pfarrgemeindeamt und der Kirchenverwaltung, Xaver Anleitner im Namen der CSU-Gemeinderäte sowie Vorstand Pflügl für die Krieger- und Soldatenkameradschaft. Weiterhin übersandten Glückwünsche Landrat Ingo Weiß sowie Generalsekretär Stoiber von der CSU-Landesgeschäftsstelle.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.01.1980


Maria Schreiner 80 Jahre
Hunderdorf.
Ihren 80. Geburtstagsfest konnte am Mittwoch Maria Schreiner feiern. Die Jubilarin kann sich noch bester körperlicher und geistiger Rüstigkeit erfreuen. Maria Schreiner ist weithin bekannt, denn sie übte 49 Jahre lang den Bürsten- und Kurzwarenhandel im Hausiergewerbe aus. Dabei waren sie stets zu Fuß unterwegs und kam weithin durch die Gegend des Bayerischen Waldes. Auch heute traut sich die Jubilarin noch weite Gehwegstrecken zu. Ihr Hobby ist nach wie vor das Marschieren, wobei sie oft täglich im Wald Pilze, Beeren und Kräuter sammelt.
Maria Schreiner, eine geborene Hirtreiter, erblickte am 23. Januar 1900 in Niederhatzkofen das Licht der Welt. 1921 hatte sie mit Josef Schreiner die Ehe geschlossen. Der Ehegatte verstarb im Jahre 1967. Neben fünf Kindern, zehn Enkeln um frei Urenkeln konnten der Jubilarin auch noch zweiter Bürgermeister Egon Weinzierl sowie VG-Geschäftsleiter Kern gratulieren. Im Namen der Gemeinde Hunderdorf wurden die Glückwünsche übermittelt und ein Geschenkkorb übergeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.01.1980

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