1959# 07-09

Hunderdorf. (Verkehrsunfall) Gestern mittag ereignete sich in Hunderdorf ein Verkehrsunfall. Auf der Durchgangsstraße Bärndorf-Steinburg blieb ein PKW, der aus der Seitenstraße gekommen war, zunächst auf der Straßenmitte in Richtung Bogen stehen, um dann nach liks einzubiegen. Ein nachfolgendes Goggomobil, dessen Fahrer einen Zusammenstoß vermeiden wollte, prallte  nach links an eine Steinmauer. Dabei wurde das Kleinauto schwer beschädigt. Die beiden Insassen, zwei Männer aus Hunderdorf, kamen mit geringen Verletzungen davon.
Quelle: Bogener Zeitung 02.07.1959


Hunderdorf. (Die Gemeindeverwaltung) gibt bekannt, daß ab sofort wegen Erkrankung der Gemeindeschreiberin Dienststunden nur von 8 bis 12 Uhr sind. Am Nachmittag bleibt die Gemeindekanzlei für den Parteiverkehr geschlossen. Die Auszahlung der Fürsorgeunterstützung und der Kriegsschadenrente ist am Freitag von 8 bis 10 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung 02.07.1959


Hunderdorf. (Vom Standesamt) Im 1. Halbjahr 1959 wurden beim Standesamt 6 Eheschließungen (Janker-Huber, Hirtreiter-Obermeier, Harald-Schlecht, Hagen-Emerdinger, Seidl-Mikschl und Grein-Hösl), 4 Geburten (Günter Alfons Obermeier, Martin Hermann Mühlbauer, Theresia Maria Kronfeldner, Manfred Josef Fries), sowie 9 Todesfälle (Franz Xaver Söldner, Josephine Unkrodt, Luise Schneider, Anna Anleitner, Therese Meier, Josef Sandbiller, Josef Gütlhuber, Alois Sieber und Franziska Simeth) eingetragen.
Quelle: Bogener Zeitung 02.07.1959


Hunderdorf. (Von der Arbeiterwohlfahrt) In der Versammlung der Arbeiterwohlfahrt am Wochenende im Cafe´ Weinzierl beschlossen die Mitglieder, am Samstag, den 25. Juli, um 19 Uhr einen Familienabend mit Musik im gleichen Lokal abzuhalten. Vorsitzender Max Grunert konnte der Versammlung mitteilen, daß der Kassenbestand als sehr gut zu bezeichnen sei. – Kreisvorsitzender Hofmarksrichter betonte, der Mitgliederwerbung mehr Augenmerk zu schenken. Die Teilnehmer sprachen abschlie0end über Fragen der Arbeiterwohlfahrt.
Quelle: Bogener Zeitung 07.07.1959


200 DM für Kriegsopfererholungsheim
Hunderdorf.
In der letzten Vorstandssitzung veranstaltete der VdK eine Sammlung zugunsten des Kriegsopfererholungsheimes und konnte dabei den ansehnlichen Betrag von 200 DM erzielen. Es wurde beschlossen, auch heuer einen Ausflug durchzuführen. Als Reiseziel wurde Chiemsee gewählt. Die Fahrt führt über Landau, Altötting, Trostberg, Seebruck und Grain. Eine Besichtigung des Königsschlosses auf Herrenchiemsee ist vorgesehen. Die Rückreise erfolgt über Traunstein, Wasserburg, Eggenfelden, Anmeldungen bei Schmidt, Unger und Karl in Hunderdorf, bei Schranz in Windberg und bei Christl oder Fuhrmann in Steinburg.
Quelle: Bogener Zeitung 10.07.1959


Hunderdorf. (Eine Versammlung) des Trachtenvereins ist am Samstag um 20 Uhr im Gasthaus Baier.
Quelle: Bogener Zeitung 10.07.1959


Schulschlußfeier
Hunderdorf.
Zum Abschluß des Schuljahres findet auch heuer wieder eine Schulschlußfeier statt, zu der auch die Eltern höflich eingeladen sind. Nach dem Schlußgottesdienst versammeln sich die Schüler und Eltern in der Halle des Schulhauses, wo die Zeugnisse an die Entlaßschüler verteilt werden. Auch die Ehren- und Siegerurkunden für gute Leistungen beim Sportwettkampf werden dort überreicht.
Quelle: Bogener Zeitung 14.07.1959


Hunderdorf. (Den Bund fürs Leben) schlossen gestern Herr Heinrich Kalka und Frl. Elisabeth Dilger. Der kirchlichen Trauung schloß sich ein Hochzeitsmahl im Gasthaus Baier an. Der Trachtenverein „Die Perlbachtaler“ ließ es sich nicht nehmen, ihrer langjährigen Kassiererin besondere Glückwünsche zu überbringen.
Quelle: Bogener Zeitung 14.07.1959


Hunderdorf. (Wir wünschen Glück) Gestern konnte der Heimatvertriebene Oskar Weinert, der seit Jahren nun mit seiner Frau in Bauernholz wohnt, seinen 77. Geburtstag feiern. Trotz des hohen Alters fühlt sich Herr Weinert noch recht wohl und erwartet immer mit besonderer Freude seine Heimatzeitung, deren eifriger Leser er seit seinem Aufenthalt in Hunderdorf ist. Dem Jubilar wünschen wir noch recht gesunde und glückliche Jahre.
Quelle: Bogener Zeitung 14.07.1959


Das Leben ist Bewährung
Hunderdorf.
Am letzten Schultag versammelten sich nach dem Schulschlußgottesdienst nochmals Lehrkräfte und Schüler in der Halle des Schulhauses, um in einer kleinen Feierstunde das Schuljahr und für die Entlaßschüler die Schulzeit zu beenden. Wieder zeigte sich dabei der Vorteil dieser Halle, denn eine große Zahl von Erwachsenen hatte sich eingefunden. Rektor Hösl und H. H. Geistlicher Rat Kiermaier gaben den Entlaßschülern noch einige gutgemeinte Worte und Ratschläge mit auf ihren kommenden Weg, auf dem sie sich nun zu bewähren haben. Mit Liedern, Versen, Gedichten und Musikstücken warteten die Kleinen und die Großen auf und fanden damit viel Anklang. Für die Schüler, die in diesem Jahr kein Schulversäumnis aufzuweisen hatten, gab es auch heuer wieder Anerkennungen in Form von Büchern, die von der Gemeinde gestiftet wurden. Besonders anerkannt mußte der Schulbesuch von Franz Söldner, Sollach, werden, der in den letzten fünf Schuljahren trotz weiten Schulweges nicht einen Tag von der Schule fernblieb. Erwähnenswert blieb im Jahresbericht des Schulleiters, daß die Schüler im Kaufe dieses Jahres nahezu 4 000 DM gespart und bei der Kreissparkasse angelegt haben. Nach der Verteilung der Zeugnisse an die Entlassungsschüler durch Rektor Hösl überreichte OL Maier die Ehrenurkunden für die besten Sportler der Schule. Mit dem „Bayernlied“ fand die eindrucksvolle Schlußfeier ihr Ende.
Quelle: Bogener Zeitung 17.07.1959


Einweihung der neuen Landw. Berufsschule in Stallwang
Stallwang.
In zwei Jahren Bauzeit entstand in der Gemeinde Stallwang eine ganz moderne Landwirtschaftliche Berufsschule mit Küche, Werkraum, Schulsaal und Näh- und Bügelzimmer. Dieses Schulhaus, das unter schweren Opfern erstellt wurde, forderte von der Gemeinde das Doppelte von dem, was im Finanzierungsplan vorgesehen war. Die staatlichen Mittel wurden gekürzt, und so hat die Gemeinde Stallwang noch große Sorgen, um mit der Restfinanzierung fertig zu werden. Trotz alledem freut sich die ländliche Jugend der ganzen Umgebung darüber, daß sie nicht in die Kreisstadt, sondern im nahen Stallwang der Berufsschulpflicht genügen kann.
Morgen Samstag wird nun die Berufsschule Stallwang durch H. H. Pfarrer Scheuer eingeweiht und unter den Schutz des hl. Erzengels Michael gestellt, der zugleich Kirchenpatron von Stallwang ist.
Die Pläne wurden von Architekt Kritschel aus Landshut angefertigt. Am Bau waren nicht weniger als 18 Firmen beteiligt. Die Bauausführung lag in den bewährten Händen von Bauunternehmer Willi Erdmann aus Mitterfels, der auch zugleich die Dachdeckerarbeiten so wie die Kläranlagen durchführte. Die Firma Hofmarksrichter aus Straubing installierte die ganze Heizungsanlage. Elektromeister Dorfner aus Ascha führte die Elektroarbeiten durch. Die Fliesenarbeiten und Kunststeinverlegungen wurden von der Firma Josef Aumer in Stallwang durchgeführt.
Die Leistungen der Gemeinde waren beträchtlich: der Grundstückskauf mit sämtlichen anfallenden Gebühren, die Abwasserbeseitigung und der Wasseranschluß, der Wegebau zur Schule und die Planierungsarbeiten sowie 5000 DM Barleistungen. Wenn es auch der Gemeinde sehr schwer fiel, mit allem fertig zu werden, so hat sie doch für die bäuerliche Jugend eine Bildungsstätte geschaffen, an der den Mädchen und Burschen das nötige Rüstzeug mit auf den Lebensweg gegeben wird.

Das Programm
sieht folgendes vor:
Kirchliche Feier:
8.00 Uhr: Gottesdienst in der Pfarrkirche Stallwang
8.30 Uhr; Gang zum neuen Schulhaus mit Aufstellung vor dem Gebäude. – Lied „Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn“ (Schülerinnenchor).
Weihe der Kreuze. – Ansprache des H. H. Pfarrers Scheuer.
Weihe des Hauses, während des Weiheganges singt der Schülerinnenchor.
Feierlicher Schlußsegen.
Weltliche Feier:
Begrüßung der hohen Gäste durch Bürgermeister Wurm
Hausübergabe und Ansprache durch Architekt Kritschel – Landshut
Uebernahme und Danksagung (Landwirtschaft.-L. Vogl
Lied „Das Waldhorn“.
Humorvolles Gedicht: „Die Baugeschichte des Hauses“ (Schüler Stahl)
Dankesworte eines Schülers und einer Schülerin
Lied: „Ist wohl ein‘ schöne Zeit“
Festansprache durch den Vorsitzenden des Berufsschulverbandes, BM Wurm.
Ansprachend er hohen Festgäste: Vertreter der Regierung, Landrat Hafner, Landwirtsch.-Amt Mitterfels, BBV, Landtagsabg. Alois Rainer – Haibach.
Anschließend Zeugnisverteilung an die Entlaßschüler. – Verteilung des Staatspreises.
Lied: „Was bringt uns der Bauer“.
Besichtigung des Hauses durch die Festgäste. – Festmahl.
Die Schülerinnen bewirten ihre Festgäste im Schulsaal. Auch werden die 13 Bürgermeister der Gemeinden, die dem Berufsschulverband angehören, anwesend sein.
Die Gemeindebürger werden aufgerufen, aus Anlaß der Schuleinweihung und des Besuchs der hohen Gäste ihre Häuser zu beflaggen und an der Feier regen Anteil zu nehmen.
Quelle: Bogener Zeitung 17.07.1959


66 Kinder wurden für den Kindergarten gemeldet
Hunderdorf.
Wenn man glaubte, daß die Zahl von 60 Kindern, die zu Beginn des Baues angemeldet wurden, die oberste Grenze für den Kindergartenbesuch bedeuten würde, so wurde man doch überrascht. Nicht weniger als 66 Kinder sind in den neu eröffneten Kindergarten eingetreten. Man kann sich vorstellen, daß dabei die tägliche Aufnahme nicht gerade reibungslos abging. Während die einen leicht und unbeschwert sich von der Hand der Mutter trennten, um sich in den schönen Aufenthaltsraum zu begeben, wo schon viel buntes Spielzeug wartete, konnten andere nicht so ohne weiteres von der Mutter loskommen, und es gab Tränen, Geschrei und teilweise recht erheblichen Widerstand, bis sie sich unter der liebevollen Obhut von Schwester Adolphine und der Schwester Josephine wieder beruhigten., Nicht weniger schwer war die Trennung für manche Mutter und so sah man nicht selten innerhalb der Tür, die nun zwei Welten trennte, ein Kleines nach der Mutter schluchzen, während außerhalb die Mama mit Tränen in den Augen noch diesen ersten Schritt ihres Kindes ins Leben mit Gemischten Gefühlen betrachtete und nur die Vernunft sie zur Einsicht brachte, daß auch dieser Schmerz in kurzer Zeit vergehen wird.
Nach knapp vierzehn Tagen haben sich die meisten der Kleinen schon so an ihre neue Umwelt und  die Schwestern gewöhnt, daß nur selten einmal ein Heimweh laut wird. Bei schlechtem Wetter bleibt die kleine Schar im Aufenthaltsraum, der mit Kindertischen und -stühlen ausgestattet ist. Abwechselnd unterhalten sie sich dabei mit dem reichlich vorhandenen Spielzeug oder Schwester Adolphine übt mit ihnen einfache Kinderreigen und Spielverse. Bei schönem Wetter tummeln sich dann alle auf dem schattigen Spielplatz am Sandkasten oder lauschen auf Märchen und Kinderlieder, die ihnen die Schwester darbringt. Da die Schwester Josephine in erster Linie für das Hauswesen verantwortlich ist, wird im September noch eine weitere Schwester des Ordens als Kindergärtnerin ihre Arbeit hier aufnehmen, um die Arbeit zu teilen. Für die Unterbringung dieser Schwester ist schon gesorgt, da ja im Hause 3 schön eingerichtete Zimmer zur Verfügung stehen.
Quelle: Bogener Zeitung 18.07.1959


Hunderdorf. (Aufgeboten sind) der Landwirt Josef Blasini von Apoig bei Hunderdorf und d ie Landwirtstochter Anna Elisabeth Maria Vogl von Blaibach-Pulling. Die Trauung ist nicht in dieser Woche, sondern in der nächsten Woche am Mittwoch um 9.30 Uhr in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung 22.07.1959


Volksfest in Hunderdorf
Hunderdorf.
Früher veranstaltete jedes Jahr ein anderer Wirt sein Volksfest. Wie vieles andere alte Herkommen hat sich auch dieses in den letzten Jahren leider geändert. Aus Platzgründen, wegen des Risikos bei schlechtem Wetter und aus anderen Gründen haben nun die Wirte auf dieses Volksfest verzichtet und in manchen Jahren war daher „nichts los“. Eine zwar kleine aber geeignete Volksfestwiese besteht heute noch bei der Gastwirtschaft Weinzierl, und hier wird vom 1. Bis zum 3. August wieder ein Volksfest veranstaltet. Neben dem obligatorischen Bierzelt für die leiblichen Bedürfnisse der Erwachsenen wird natürlich auch für die Kinder wieder ein kleiner Vergnügungspark mit Schaukeln und „Praterer“ bereitstehen. Vielleicht wird auch das Wetter diesmal dem Fest günstig sein, damit sich die Vorbereitungen und Bemühungen des Festwirts und der Budenbesitzer lohnen.
Quelle: Bogener Zeitung 23.07.1959


Drei Paare vor dem Traualtar
Hunderdorf. Den Bund fürs Leben schlossen in den letzten Tagen drei Paare. Franz Xaver Weindl – Hofdorf heiratete Rosalia Kalka – Hunderdorf. Beide sind in der Möbelfabrik Nolte beschäftigt. Der Landwirt Adolf Egger – Brandstatt ehelichte die Landwirtstochter Erna Elfriede Häusler – Klingldorf, und der Bundeswehrangehörige Erwin Josef Zierhofer – Roding, der sich im Truppenstandort Bogen befindet, vermählte sich mit der Verkäuferin Maria Greipl – Hunderdorf. Den jungen Paaren unsere Glückwünsche!
Quelle: Bogener Zeitung 23.07.1959


Hunderdorf. (Tanzverbot) Der Gemeinderat hat für die Zeit vom 25. Juli bis zum 25. August ein allgemeines Tanzverbot erlassen. 
Quelle: Bogener Zeitung 23.07.1959


Gemeinde Hunderdorf will Tiefbrunnen bauen
Hunderdorf.
In seiner letzten Sitzung am Dienstag abend hatte sich der Gemeinderat wieder mit dem Problem Nr. 1, der Wasserversorgung zu beschäftigen. GR Steckler hatte beim Landes-Wasserversorgungsamt in München vorgesprochen und sich dort über die Möglichkeiten der Finanzierung erkundigt.
Das Problem fordert gebieterisch eine Lösung, da die bisherige Versorgung nicht ausreicht, und die Anlage auch nicht so erweitert werden kann, daß eine genügende Wassermenge für Trockenzeiten garantiert ist. Die einzige Möglichkeit, um ausreichend Wasser zu bekommen, bleibt daher einzig und allein der Bau eines Tiefbrunnens.  Gerade eine solche Anlage jedoch erfordert außerordentlich hohe Kosten und bringt zusätzlich das Risiko mit sich, daß evtl. das erschlossene Grundwasser nichtbrauchbar oder erst durch eine kostspielige Anlage aufbereitet werden muß. Hinzu kommt noch, daß für die Pumpstation weitere Ausgaben vorgesehen werden müssen, die bei der bisher bestehenden Quellwasserversorgung nicht vorhanden sind. – All diese Argumente wurden vom Gemeinderat noch einmal erwogen. Man muß sie im Interesse der Sache wohl oder übel hinnehmen, wenn man eine befriedigende Lösung erzielen will.
Die Gemeinde hat nun dem Landeswasserversorgungsamt den Beschluß mitgeteilt, und es kann schon in den nächsten Tagen mit einer geologischen Untersuchung gerechnet werden. Eine Untersuchung des in Frage kommenden Terrains auf der Sandbillerwiese im Riedholz durch einen Wünschelrutengänger hat ergeben, daß dort vier starke Grundwasserflüsse vorhanden sind, die wohl für diesen Zweck ausreichen dürften. Sollte dieses Ergebnis nach den geologischen und hydroskopischen Untersuchungen bestätigt werden, so dürfte in nächster Zeit mit dem Bau der Anlage begonnen werden. Kopfzerbrechen wird allerdings die Finanzierung dieses Projekts bereiten. Die Gemeinde rechnet zwar mit Zuschüssen, jedoch wir die Aufnahme eines höheren Kredits unvermeidlich sein. Um den Kosten für eine neue Wasserreserve zu entgehen, wird man den bisherigen Hochbehälter in Ried beibehalten und von der geplanten Pumpstation aus eine Zubringerleitung dorthin verlegen. Im weiteren Verlauf der Sitzung galt es noch, den Ausbau der Lehrerdienstwohnung 2. Ordnung, die ab August frei wird, zu beschließen. Diese Dienstwohnung ist nur mit Heraklitwänden ausgebaut und daher sehr kälte- und wärmeempfindlich, außerdem fehlt dort eine Abortanlage und ein Bad. Die Gemeinde wird nun diese Wohnung ausbauen lassen und wird schön in den nächsten Tagen einen Kostenvoranschlag einholen. Man will die Dienstwohnung, die nunmehr nach Auflösung der Wohnungen 1. Und 3. Ordnung im unteren Schulhaus die einzige in Hunderdorf ist, noch vor Beginn des neuen Schuljahrs bezugsfertig machen.
Quelle: Bogener Zeitung 23.07.1959


Hunderdorf. (Versammlung des Trachtenvereins) Alle Mitglieder treffen sich heute Samstag um 20 Uhr im Gasthaus Baier zu einer wichtigen Aussprache über die Teilnahme am Gaufest der Trachtenvereine in Pfeffenhausen. 
Quelle: Bogener Zeitung 25.07.1959


Hunderdorf. (Mütterrunde) am Sonntag treffen sich nach der Nachmittagsandacht die Mütter, deren Kinder den Kindergarten besuchen, im Haim zu einer Aussprache mit der Schwester. Dabei haben die Mütter Gelegenheit, sich über Tun und Treiben ihrer Kleinsten im Kinderhort zu informieren. 
Quelle: Bogener Zeitung 25.07.1959


Hunderdorf. (AW-Zusammenkunft) Die Arbeiterwohlfahrt, Ortsverein Hunderdorf, hält heute Samstag um 19.30 Uhr im Cafe´ Weinzierl einen Familienabend ab. 
Quelle: Bogener Zeitung 25.07.1959


Die Arbeiterwohlfahrt hilft in jeder Notlage
Hunderdorf.
Gut besucht war am Wochenende der Familienabend der Arbeiterwohlfahrt des Ortsvereins im Cafe´ Weinzierl. Vorsitzender Max Grunert konnte ein Anzahl Gäste begrüßen, die von dem gemütlichen Beisammensein begeistert als Mitglieder beigetreten sind. Kreisvorsitzender Hofmarksrichter berichtete in einem kurzen Vortrag von der großen Notlage nach dem ersten Weltkrieg, die zur Gründung einer Arbeiterwohlfahrt geführt hat. Bei der Gründung im Jahre 1919 sah man die Aufgabe darin, nur Arbeiter zu unterstützen. Heute ist diese Aufgabe längst überholt. Heute unterstützt die AW jeden, der in eine Notlage geraten ist, ohne auf die politische oder konfessionelle Zugehörigkeit des Bedürftigen zu achten.
Die AW sei deshalb das große Sammelbecken aller gutgesinnten Menschen, die bereit seine, einen Wohlfahrtsverband zu unterstützen. Ein besonderes Augenmerk wir der Unterstützung erholungsbedürftiger Kinder zugewendet. Am 8. 8. Fahren 20 Kinder aus dem Landkreis für drei Wochen in Erholung nach Tittmoning. An dieser Fahrt nehmen 20 Erwachsene teil, die die AW-Heime besichtigen. Aus der Wahl ging wieder Max Grunert als erster Vorsitzender hervor, zweiter wurde Johann Wildner, Kassier Frau Obermeier, Schriftführer Herr Schulmeister. Beisitzer wurden Frau Klara Malchartzeck, Frau Lichay und Herr Albert Schmidt. Es wurde noch vereinbart, beim Hunderdorfer Volksfest einen Glückshafen der AW aufzustellen.
Quelle: Bogener Zeitung 28.07.1959


Hunderdorf. (Aufgebote und Hochzeiten) Auch in dieser Woche riß der Zustrom zum Standesamt nicht ab. Es heirateten der Fernfahrer Alwin Pöttcker aus Rheda und die Bäckermeisterstochter Ingeborg Hastreiter aus Hunderdorf. Am Dienstag schlossen den Bund fürs Leben der Lehrer Josef Merklein und die Lehrerin Theresia Berta Murr aus Hunderdorf. Gestern feierten Hochzeit der Landwirt Josef Blasini von Apoig und die Bauerstochter Anneliese Maria Vogl aus Blossersberg. – Aufgeboten sind der Stabsunteroffizier Josef Roth, z. Z. Truppenstandort Bogen, und die Verkäuferin Christine Sieglinde Wanninger aus Apoig, sowie der Bäcker Günter Wolfgang Fichtner aus Straubing und Erika Schmettlach aus Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung 30.07.1959


80. Geburtstag
Irenzfelden. Heute Donnerstag kann Michael Häusler von Irenzfelden seinen 80. Geburtstag feiern. Er wurde am 30. Juli 1879 in Achslach, Kreis Viechtach, geboren. Seit 1902 übte er das Schneiderhandwerk aus. Nun hat er aber die Nadel für immer ins Steckkissen gesteckt. Zu seinem Festtag können ihm seine drei Kinder gratulieren. Auch wir wünschen dem Jubilar noch viele gesunde Jahre.
Quelle: Bogener Zeitung 30.07.1959


Schon drei Kinder tödlich verunglückt:
Blitzschlag vernichtete junges Menschenleben
16jähriger Bursche mit Gespann beim Jauchefahren von einem Blitzschlag getötet

Der vom Blitz erschlagene Fahrer (Pfeil!) und die toten Tiere

Hunderdorf. Als gestern gegen 15.30 Uhr ein örtliches Gewitter vorüberzog, befand sich der 16jährige Emil Hastreiter aus Lindfeld gerade mit seinem Gespann mit einem Jauchefaß auf dem Weg zum Feld. Ungefähr auf der Hälfte des Feldweges zwischen Hofdorf und Lindfeld wurde er dabei von dem Gewitter überrascht und vom Blitz getroffen. Erst einige Zeit später fand der vorbeifahrende Arbeiter Lobmeier den vom Blitz erschlagenen Burschen. Die Kuh und der Ochse des Gespannes waren ebenfalls tot. Es ist anzunehmen, daß der Blitzstrahl für Mensch und Tier tödlich war, da keinerlei Anzeichen eines Todeskampfes zu bemerken waren und Hastreiter noch den Zügel in der Hand hatte.

Dr. Koller, Bogen, der zur Unfallstelle gerufen wurde, konnte nur mehr den Tod des jungen Menschen feststellen. H. H. Geistl. Rat Kiermaier spendete dem Verunglückten noch die letzte Oelung.
Schwer trifft dieser erneute Schicksalsschlag die Familie Hastreiter. Im Jahre 1955 waren ein Sohn und eine Tochter mit dem Motorrad schwer verunglückt. Der Sohn Josef war dabei sofort tot, während die Schwester schwerste Verletzungen erlitt und nach einer mehr als halbjährigen Krankheit an den Folgen des Unfalls verschied.
Erst im letzten Jahr verunglückte ein weiterer Sohn der Familie Hastreiter wiederum schwer mit dem Motorrad. Er mußte lange Monate im Krankenhaus liegen.
Die Nachricht vom Tod des jüngsten Sohnes Emil traf die Mutter so tief, daß sie einen schweren Nervenzusammenbruch erlitt und in sehr bedenklichem Zustand darnieder liegt.
Quelle: Bogener Zeitung 05.08.1959


Jetzt auf zwei schwarzen Straßen nach Schwarzach
Bogen.
Der Kreis Bogen hat wieder einen entscheidenden Schritt auf dem Gebiet der Straßenteerung getan. Bis Ende dieser Woche wird der letzte ungeteerte Kilometer auf der Kreisstraße zwischen Bärndorf und Schwarzach mit einer Teerdecke überzogen, vergangenes Jahr begann man auf dieser Strecke mit der Teerung. Drei Kilometer blieben für heuer übrig. Auf diesen 3 km sind zur Zeit 27 Arbeiter, eine Straßenwalze, ein kreiseigener UNIMOG und Lastzüge beschäftigt. Die Arbeiter sorgen für eine glatte Fahrbahn, die Fahrzeuge schleppen das nötige Steinmaterial und den Teer herbei. Wenn die Straße fertig ist, wird die Staatsstraße Schwarzach – Pfelling – Bogen gewiß sehr entlastet, bietet sich doch dem Benutzer der neuen Straße außer einer verlockenden Unterlage eine herrliche Vorwaldlandschaft an, die man ohne Schlaglöcher viel mehr genießen kann. Die Teerdecke kostete den Kreis pro Kilometer rd. 40 000 DM.
Quelle: Bogener Zeitung 06.08.1959


Friedhof- und Straßenbau gehen voran
Hunderdorf.
Der Friedhofsneubau in Hunderdorf wäre ohne den Bau der dort vorgelagerten Straße nicht möglich gewesen und so kam es, daß hier gleich zwei Projekte in Angriff genom men werden mußten, weil sie nicht voneinander zu trennen sind. Der Unterbau der neuen Straße ist bis auf wenige Meter vollendet und es kann sich bis zur endgültigen Fertigstellung nur noch um Tage handeln. Dieselbe Baufirma, Altschäffl aus Stippich, hat auch die Arbeiten an der neuen ca. 50 m langen Friedhofmauer begonnen. Das der Straße zugewandte Natursteinprofil fügt sich in die Landschaft ein. Zwischen Straße u. Mauer besteht noch ein Zwischenraum, der später als Parkplatz benützt werden kann. Eine breite Auffahrt führt zum Haupteingang und an der Nord-Ostseite befindet sich ein kleinerer Eingang.
Ob der Bau heuer noch vollendet werden kann, hängt von den Zuschüssen ab, die dafür aufgebracht werden. H. H. Geistl. Rat Kiermaier hat schon beim Kindergartenbau mangels der versprochenen Zuschüsse auf die Reserven zurückgreifen müssen, die für den Bau des Friedhofs angelegt wurden, so daß auch hier die Sorge um die finanziellen Mittel nicht fehlt.
Quelle: Bogener Zeitung 06.08.1959


Gott, der Herr, holte vorgestern durch einen Blitzschlag unseren lieben Sohn, unseren guten Bruder, Schwager und Onkel
Jüngling Emil Hastreiter
Landwirtssohn von Lindfeld

im Alter von 17 Jahren heimin sein Reich.
Lindfeld, Stetten, Neukirchen, Aholming, 5. August 1959
In tiefer Trauer:
Anton und Maria Hastreiter, Eltern
und übrige Verwandtschaft
Beerdigung und Gottesdienst am Freitag um 9 Uhr in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung 06.08.1959


Gründung des Wasser- und Bodenverbandes „Hochwasserschutz Bogen-Anning“
Pfelling.
Die Oberste Baubehörde im Bayer. Staatsministerium des Innern hat der Ausführung des Schöpfwerkes Anning zugestimmt unter der Voraussetzung, daß ein Wasser- und Bodenverband gegründet wird, der folgende Aufgaben übernehmen soll: 1. Betrieb und Bedienung des Schöpfwerkes, 2. Uebernahme der Kosten für die Unterhaltung des Schöpfwerkes, 3. Bau und Unterhaltung der Binnenentwässerungs-Anlagen, 4. Kostenlose Bereitstellung des Baugrundes für die Dämme, das Schöpfwerk und des Zufahrtsweg, 5. Bau und Unterhaltung des Zufahrtweges. Die Auflagen 3 mit 5 sind im Zuge der im Gang befindlichen Flurbereinigung Pfelling im wesentlichen als erfüllt anzusehen. Das Schöpfwerk Anning hat den Zweck, das im Binnenland bei Hochwasser anfallende Niederschlags- und Druckwasser in die Donau zu geben. Es ist die notwendige techn. Ergänzung zum bereits erstellten Ueberlaufdamm. Träger der Maßnahme Schöpfwerkbau ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf. Plan, Satzungsentwurf und Mitgliederverzeichnis können in der Zeit vom Erscheinen dieses Amtsblattes bis 6. August 1959 beim Landratsamt Bogen und in der Gemeindekanzlei Pfelling von jedermann eingesehen werden. Alle Mitglieder werden hiermit zu gemeinschaftlicher Verhandlung und Gründung des Wasser- und Bodenverbandes für Montag abends 7 Uhr, in der Gastwirtschaft Petzenhauser, Pfelling, geladen.
Es wird darauf hingewiesen, daß dem Gründungsvorhaben zustimmt, wer bis zum Abschluß der Versammlung keine Erklärung abgegeben hat.
Quelle: Bogener Zeitung 08.08.1959


Emil Hastreiter beerdigt
Hunderdorf.
Noch einmal wurde es mit aller Deutlichkeit bewußt, welch schweres Schicksal die Familie Hastreiter aus Lindfeld getroffen hat, als gestern ihr jüngster Sohn, der 17 Jahre alte Emil, der am Dienstag vom Blitz getroffen wurde, zur letzten Ruhe gebettet wurde. Viele hatten sich auf diesem letzten Gang eingefunden, als H. H. Geistl. Rat Kiermeier diesem so hoffnungsfrohen Burschen, der einmal das elterliche Anwesen übernehmen sollte, dem letzten kirchlichen Liebesdienst erwies. Hart und schwer dünkt es uns, wenn innerhalb der letzten vier Jahre drei Kinder der Familie Hastreiter tödlich verunglückten, doch Gottes Wege sind unergründlich und für uns Menschen nicht immer verständlich. Die Mutter des Verunglückten, die bei der Nachricht vom Tode ihres Sohnes vom Schlag getroffen wurde, liegt noch immer mit einer linksseitigen Lähmung auf dem Krankenbett.
Quelle: Bogener Zeitung 08.08.1959


Brücke gesperrt
Hunderdorf.
Wegen dringender Reparaturarbeiten ist die Brücke bei der Mühle Drechsler von Mittwoch bis Samstag für den Fahrverkehr gesperrt. Die Reparaturarbeiten, die vor allem eine größere Tragkraft und Dauerhaftigkeit der Brücke ergeben sollen, werden von der Baufirma Altschäffl aus Stippich durchgeführt.
Quelle: Bogener Zeitung 24.08.1959


Hunderdorf. (Drei Neubauten) Das Wohnhaus des Kraftfahrmechanikers Bugl in Apoig steht kurz vor seiner Vollendung. In Hunderdorf hat der Textilkaufmann Joachim Kaldonek sein Wohnhaus im Rohbau erstellt. Der Bau soll erst im nächsten Jahr endgültig fertiggestellt werden. Noch in diesem Jahr sollen das Wohnhaus und die Werkräume der Forma Skoula bezugsfertig werden.
Quelle: Bogener Zeitung 24.08.1959


Straßensperre in Steinburg
Steinburg.
Wegen Reparaturarbeiten wird die Brücke in Steinburg am Donnerstag von früh 6 Uhr an für sämtlichen Verkehr gesperrt. Umleitung für Kleinfahrzeuge und Lkw bis 6 Tonnen besteht in beiden Richtungen von Hunderdorf bzw. Steinburg über Gaishausen, für Fahrzeuge über 6 Tonnen aus Richtung Straubing kommend über Mitterfels oder über Bogen – Bärndorf – Perasdorf und aus Richtung Neukirchen kommend über Mitterfels. Die Kraftfahrer werden um Verständnis gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung 26.08.1959


H. Kooperator Armann scheidet
Hunderdorf. Ganz überraschend erhielt H. H, Kooperator Armann vom Bischöfl. Ordinariat seine Versetzung als Präfekt an das Heim des Domgymnasiums in Regensburg. Kinder und Eltern bedauern das Scheiden des gütigen Katecheten und eifrigen Seelsorgers ebenso wie der Burschenverein, der mit ihm einen beliebten Präses verliert. Auch die Liedertafel wird H. H. Armann, der sich bei Konzerten gerne dem Orchester zur Verfügung stellte, als hervorragenden Musiker sehr vermissen. Die Nachfolge von Kooperator Armann wird der Neupriester Krottenthaler aus Michaelsneukirchen antreten. Dem scheidenden Priester wünscht die ganze Pfarrgemeinde Gottes Segen auf seinem weiterem Lebensweg.
Quelle: Bogener Zeitung 01.09.1959


Hunderdorf. (Tanz des BRK) Die Ortsgruppe des Roten Kreuzes veranstaltet am Sonntag um 29 Uhr im Baier-Saal sein Tanzkränzchen zu dem die „Schwarzen Zigeuner“ aufspielen werden. Aus dem Reinerlös dieser Veranstaltung sollen Unfallhilfestellen errichtet werden.
Quelle: Bogener Zeitung 02.09.1959


Kleine Gemeinde baut großes Schulhaus
Steinburg.
Die groben Arbeiten am Schulhausneubau in Steinburg sind beendet und nun kommen Maler, Bodenleger und Installateure an die Reihe, um diesen Neubau den letzten Schliff zu geben. Wie schon das Schulhaus in Hunderdorf, wird auch das neue Schulgebäude in Steinburg, das vom selben Architekten – Schnierle, München – geplant wurde, der lobenden und kritischen Betrachter nicht entbehren. Zur Straße hin zeigt der bau die große Fläche eines Pultdaches, das nur von einem viereckigen Lichthof unterbrochen wird. Diese Ansicht verleitet zu einem Vergleich mit einer übermäßig breiten Sprungschanze; dieser Vergleich wird noch bestärkt durch einen bewaldeten Bergrücken, der sich unmittelbar hinter dem Schulhaus erhebt. Nach Osten zu befindet sich die Front mit den beiden Schulzimmern, die im 1.Stock liegen. Von den Klassenzimmern aus geht der Blick zum Wald und ins Perlbachtal, so daß die schulischen Arbeiten ihnen ohne Ablenkung erfolgen kann.
Neben den Klassenzimmern u. den Nebenräumen für den Schulbetrieb befinden sich in dem neuen Haus auch die Amtsräume der Gemeinde, sowie ein großer Sitzungssaal. Da das Haus nicht unterkellert werden konnte, sind auch die Heizungsräume im Erdgeschoß untergebracht.
Ursprünglich war die Fertigstellung bis zum Schulbeginn vorgesehen, da aber durch verschiedene Umstände Verzögerungen eingetreten sind, wird das Schulhaus erst im Laufe des kommenden Schuljahres vollendet.
Quelle: Bogener Zeitung 02.09.1959


Hunderdorf. („Drum singe, wem Gesang gegeben!“) Nach den Sommerferien nimmt der Gesangverein erstmals am Dienstag um 20 Uhr wieder seine Uebungsabende auf. Die Vorstandschaft weist darauf hin, daß sich zu diesem ersten Abend möglichst alle aktiven Sängerinnen und Sänger einfinden sollen. Auch neue Sängerfreunde sind herzlich willkommen. Ab Freitag finden in 14tägigem Turnus wieder Orchesterproben statt. Auch hierzu wäre Verstärkung sehr erwünscht.
Quelle: Bogener Zeitung 07.09.1959


Steinburg. (Urbayrisch) Ein seltenes Ereignis steht am Sonntag Steinburg und Umgebung bevor. Die von Funk und Bühne bekannten Humoristen Hans Ritzinger und Hannerl Obermüller gastieren in Steinburg. Auf ihrem Programm stehen Nummern, die schon in der „Weißblauen Drehorgel“ als Schlager aufgeführt wurden. Die Vorführungen des Münchner Teams wird eine eigene Kapelle begleiten. Als Stimmungsmusik wurde eine bekannte, erstklassige Blas- und Jazzkapelle verpflichtet. Die Aufführung der Münchner Künstler beginnt um 15 Uhr. Den Abend füllt eine Tanzunterhaltung, bei welcher Steinburg und München vereint den Ton angeben. Dazwischen erheitert wiederum Hansl Ritzinger und Hannerl Obermüller die Gemüter der Anwesenden.
Quelle: Bogener Zeitung 12.09.1959


Radlerin prallte gegen Auto
Unfallzeuge gesucht
Hunderdorf.
Gestern gegen 18 Uhr ereignete sich in Hofdorf ein Verkehrsunfall. Frau Maria Bornschlegl fuhr mit dem Fahrrad von der Ortschaft Hofdorf auf die Straße Hunderdorf – Bärndorf. Dabei mußte sie, da im selben Moment ein Motorradfahrer die Straße passierte, sich auf der linken Seite halten. Da sie durch den vorbeifahrenden Motorradfahjrer abgelenkt war, übersah sie einen aus Hunderdorf kommenden Personenwagen. Dieser versuchte, da sich die Radfahrerin ungefähr in der Mitte der Straße befand, nach links auszuweichen. Dabei prallte die Radfahrerin gegen die linke Seite des Autos und wurde zu Boden geschleudert. Die Verunglückte erlitt einen Schlüsselbeinbruch und mehrere Abschürfungen. Sie wurde sofort von dem Sanka-Wagen des BRK Bogen in das Krankenhaus übergeführt. Der Unfalltrupp der LP-Inspektion Bogen nahm die Ermittlungen auf. Der Motorradfahrer, der kurz vorher die Unfallstelle passierte, wird gebeten, sich bei der Polizei in Bogen als Unfallzeuge zu melden.
Quelle: Bogener Zeitung 16.09.1959


Windberg. (Den Bund fürs Leben schlossen) Herr Johann Plattenschläger aus Windberg und Frl. Maria Schranz aus Dambach. Die Trauung fand in der Pfarrkirche Windberg statt; die weltliche Feier war im Gasthaus Deschl.
Quelle: Bogener Zeitung 16.09.1959


Neue Straße statt Bahnübergänge
Hunderdorf.
In letzter Zeit sind von der Bundesbahn zwischen Bärndorf und Hunderdorf einige Bahnübergänge, in der Hauptsache Feldwege, aufgelöst worden. Die Bundesbahn zeigte sich hier der Gemeinde sehr entgegenkommend und löste jeden Uebergang mit einem einmaligen Betrag von 1000.- DM ab. Dadurch wurde der Gemeinde erst der Bau einer Nebenstraße für die Anlieger ermöglicht, die durch die Aufhebung der Uebergänge von der Hauptstraße abgeschnitten werden. Vom Bahnhof aus Führt nun die neue Straße entlang der Bahnlinie bis zum Anwesen Schindler und erschließt gleichzeitig ein Baugelände, das schon lange eingeplant war und von dem schon mehrere Grundstücke verkauft sind. Nach Fertigstellung dieser Straße wird hier ein relativ großes Siedlungsgebiet entstehen.
Quelle: Bogener Zeitung 17.09.1959


Hunderdorf. (Oeffentliche Holzarbeiterversammlung) am Sonntag um 14 Uhr im Gasthaus Sandbiller. Referent: Sekretär Karl Kaufmann von der Bezirksleitung München. Einberufen ist die Gewerkschaft Holz, Verwaltungsstelle Straubing.
Quelle: Bogener Zeitung 18.09.1959


Windberg. (Heilig Kreuz-Fest) Auf dem Kreuzberg wurde die äußere Feier des Festes Kreuzerhöhung am Sonntag festlich gegangen mit feierlichem Gottesdienst. Aus diesem Anlaß fanden viele Wallfahrer den Weg zum idyllisch gelegenen Kreuzbergkirchlein, das betreut wird von den Prämonstratensern der Abtei Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung 23.09.1959


30jähriges Provisorium wird umgestaltet
Mit dem Umbau des Bogener Bahnhofs wurde begonnen

Bogen. Vor nunmehr einer Woche wurde mit dem Umbau des Bogener Bahnhofs begonnen. Lange hat es gedauert, bis er „umbaureif“ geworden war. Schon jahrelang wurde darauf hingearbeitet, und es wäre vielleicht doch nicht so weit gekommen, hätte nicht die stürmische Entwicklung der Stadt Bogen mit ihrem Drang „nach Westen“ eine Lösung dieses Problems als unbedingt notwendig erwiesen. Die Renovierung der Wartehalle wird von Grund aus erfolgen und der Stadt Bogen einen Bahnhof verschaffen, der ihr würdig ist und als Visitenkarte der Stadt gelten darf. Damit hat zugleich ein „Provisorium“ ein ende gefunden, das immerhin 30 Jahre dauerte. Denn im Jahre 1929 hatte ein Unwetter den südlichen Teil des Bahnhofes abgedeckt und zerstört. Daraufhin hatte man diesen scheunenartigen Anbau als Provisorium errichtet.
Die Arbeiten werden sich über ca. 6 Wochen hinziehen. Dann aber wird Bogen einen Bahnhof besitzen, auf den es mit Recht stolz sein darf, um so mehr, als auch das Stationsgebäude selbst eine Verschönerung seiner Fassade erfährt. Am Schluß wird dann auch die abseits stehende unschöne Abortanlage abgerissen werden und verschwinden und der Bahnhofsvorplatz selbst durch Bekiesung und Teerung ein schönes Bild erhalten, wozu die Blumenrabatten noch wesentlich dazu beitragen werden. Auf diesem Sektor wie auch bei der Kanalisierung wird die Stadt selbst tatkräftige Hilfe leisten.
Quelle: Bogener Zeitung 25.09.1959


Hunderdorf. (Gemeinderatssitzung) Am Dienstag trifft sich der Gemeinderat mit den Hausbesitzern zwischen Sandbiller und Betzlbacher zu einer Aussprache um 19 Uhr im Cafe´ Weinzierl. Es soll über die Kanalisation dieses Ortsteils beschlossen werden.
Quelle: Bogener Zeitung 26.09.1959


Zu Besuch beim ehemaligen Präses
Windberg.
In aller Stille hatte in den letzten Sommerferien Pater Siard Meier von seinem langjährigen Wirkungsort Windberg Abschied genommen und eine Expositur in Lengmoos bei Wasserburg angenommen. Die Burschen der Pfarrei wollten es sich nicht nehmen lassen, ihren ehemaligen Präses für alle Mühe zu danken. Zusammen mit ihrem neuen Präses, Kooperator Pater Ephraim fuhren die Burschen über das Wochenende auf ihren Motorrädern nach Lengmoos. Am Samstagabend saßen sie wir früher mit Pater Siard zusammen und neben den Neuigkeiten aus Windberg kamen auch alte Erinnerungen zur Sprache. Schon vor dem Weltkrieg hatte Pater Siard die Betreuung der Windberger Jugend übernommen. Doch bald zerstörte der Krieg alle Hoffnungen; viele Burschen wurden eingezogen, und auch Pater Siard stand bald in Rußland.
Trotz der Kriegsverletzung übernahm Pater Siard gleich nach seiner Rückkehr aus russischer Gefangenschaft wieder die Kooperatur und die Jugendseelsorge. Schon 1947 errichtete er mit seinen Burschen das mächtige Gipfelkreuz auf dem Schopf bei Kostenz. In den nachfolgenden Jahren versammelte sich, solange Pater Siard auch Dekanatsjugendseelsorger war, die Jugend des Dekanats zu eindrucksvollen Kreuzfeiern am Feste Christi Himmelfahrt auf dem Schopf und viele werden sich noch gerne an die Kundgebungen in Rettenbach erinnern. In die folgenden Jahre fiel die Errichtung des Jugendheimes in Windberg. Unter Pater Siards Leitung begründete hier die Theatergruppe der Pfarrjugend ihren Ruf. Sie eilten seither von Erfolg zu Erfolg. Um der Arbeitsnot der Jugend begegnen zu können, beherbergte das Jugendheim mehrere Grundausbildungslehrgänge für die Holzwirtschaft, an denen viele Jugendliche, namentlich aus den Landkreises Bogen und Straubing teilgenommen haben.
Namhafte Referenten sprachen bei manchen Jugendleiterlehrgängen zu den Jugendführern des Landkreises, die von diesen Kursen viele Anregungen für ihre Gruppenarbeit mitnahmen. Als Vorsitzender des Kreisjugendringes Bogen erwarb sich Pater Siard viele Verdienste in der Aufbauarbeit nach dem Kriege. Aber auch die eigene Pfarrjugend erinnert sich mit Freude an ihren Präses. Auf vielen Fahrten zeigte er allen die engere und weitere Heimat. Trotz seiner Kriegsverletzung bestieg er mit ihnen den Arber, den Osser und andere Berge des Bayerwaldes. Voll Stolz zeigen jetzt noch die ehemaligen Teilnehmer Bilder und Andenken. Viele Jahre bemühten sich die von Pater Siard geleiteten „Bayerwaldlichtspiele“, der Jugend gute Filme zu zeigen. Am zweiten Tage ihres Besuches besuchten die Windberger Burschen das Hochamt in der Lengmooser Pfarrkirche und fuhren dann gemeinsam mit Pater Siard zum Chiemsee.   (wp)
Quelle: Bogener Zeitung 29.09.1959


Hier wird scharf geschossen
Schießplatz für die Bundeswehr entsteht
Bogen.
Wer von Bogen über Obermühlbach – Menach auf der alten Straße nach Mitterfels fährt, sieht bei Kreuzkirchen, am Eingang des romantischen Perlbachtals, ein geschäftiges Treiben. Seit einigen Tagen sind hier Erdraupen und Bagger stationiert, ca. 12 Tagwerk Wiesen werden umgepflügt, um einen Schießplatz entstehen zu lassen.
Der Zeitpunkt der Fertigstellung steht noch nicht fest. Allerdings ist ab sofort das Betreten des Geländes für Unbefugte verboten. Hoffentlich werden die Spaziergänger, die für die Romantik des Perlbachtales in diesem Bereich schwärmen, nicht allzusehr gestört. Die Grundstücksverhandlungen für das Gelände sollen glatt gelaufen zu sein.
Quelle: Bogener Zeitung 29.09.1959

Aus alten Zeitungen und Druckwerken

12