1966# 05-06

Neu in den Kreistag treten ein
1. Peter Schmid, Ascha; 2. Clemens Lang, Mitterfels; 3. Franz Leibl, Wiesenfelden; 4. Karl Härtenberger, Hunderdorf; 5. Rupert Sagmeister, Waidholz; 6. Stefan Primbs, St. Englmar, 7. Johann Wolf, Zinzenzell; 8. Adolf Faltl, Waltendorf, 9. Josef Landsdorfer, Freundorf; 10. Egon Eckl, Schwarzach; 11. Heinz Schwarzer, Konzell, 12. Ignaz Schlehuber, Mitterfels, 13. Michael Eckl, Perasdorf; 14. Josef Echinger, Schwarzach, 15. Josef Stadler, Oberwinkling.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.05.1966


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 18. bis 22. 4. 1966 eingereichten Baugesuche
… Schroll Johann, Stetten, Gde. Hunderdorf, Neubau eines Wohnhauses – Schindlmeier Maria, Starzenberg, Gde. Hunderdorf, Neubauer einer Scheune mit Stallung – Stettmeier Hans, Lindfeld, Gde. Hunderdorf, Neubau einer Doppelgarage … Bayerwald Früchteverwertung W. Philipp, Hengersberg, Neubau einer Verladerampe in Steinburg … Hornberger Walter, Windberg, Anbau eines Öllagers und Garage an eine bestehende Garage … Nolte Georf, Apoig, Gde. Hunderdorf, Neubau eines Wohnhauses mit Garage …
Quelle: Bogener Zeitung, 02.05.1966


Die Schulanfänger geht es an
Hunderdorf.
Die Schuleinschreibung für die -Schulanfänger findet am Donnerstag von 13 bis 16 Uhr im Schulhaus statt. Anzumelden sind alle Kinder, die bis einschließlich 30. September 1966 das 6. Lebensjahr vollenden, also einschließlich der am ist 1. Oktober 1960 geborenen. Der Impfschein ist unbedingt mitzubringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1966


Hunderdorf. (Wiederimpfung) Am heutigen Dienstag findet um 14 Uhr im Schulhaus die Wiederimpfung gegen die Pocken statt. Um pünktliches Erscheinen werden alle Impflinge gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1966


Fahrerflucht lohnt nicht
Windberg.
Ein Pkw-Fahrer, der nachts um 1.30 Uhr rückwärts gegen einen Obstbaum stieß, ihn beschädigte und dies nicht dem Eigentümer meldete, wurde von der Landpolizei Bogen ermittelt und wegen Fahrerflucht angezeigt.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1966


Die Gemeinde zahlt aus
Windberg.
Die Auszahlung der Kriegsschadenrenten, Ausbildungsbeihilfen, Pflegegelder, Pflegekindergelder und Sozialhilfe nimmt die Gemeindekasse am Dienstag zwischen 14 und 15 Uhr vor.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1966


90 000 Mark Brandschaden
Hunderdorf.
Gestern brach gegen 19.15 Uhr in der Scheune des Landwirts Steinbauer von Hofdorf aus noch ungeklärten Gründen ein Feuer aus, das innerhalb von kürzester Zeit die Scheune und die darin lagernden Heu- und Strovorräte vernichtete. Die Feuerwehren der Umgebung waren sehr schnell zur Stelle und konnten verhindern, daß das Feuer auch auf das Wohnhaus und das Nachbarhaus übergriff. Die landwirtschaftlichen Geräte konnten zum Großteil gerettet werden. Einige Wägen und Kleinfahrzeuge sind aber verbrannt. Gegen 20 Uhr war das Feuer soweit eingedämmte daß keine weitere Gefahr mehr bestand. Der Schaden beläuft sich auf ungefähr 90 000 Mark.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1966


Fahrzeugweihe am Tag der Arbeit
Hunderdorf.
Der Fahrzeugpark, der am Nachmittag des 1. Mai auf dem Dorfplatz bei der Fahrzeugweihe entstanden war, bot fast einen lückenlosen Querschnitt durch die deutsche Automobil- und Traktorenindustrie. Auf Hochglanz poliert, zum Teil mit Tannengrün und frischem Blumenschmuck versehen, hatten die Eigentümer ihre Autos, Traktoren und Mopeds hergebracht, um sich den Segen für eine sichere und unfallfreie Fahrt zu holen. Diesen Segen haben gerade unsere Kraftfahrzeuge und ihre Besitzer bitter nötig, wenn man bedenkt, daß im vergangenen Jahr rund 16 000 Menschen auf Deutschlands Straßen verbluteten, Die Christopherus-Plaketten, die für die Fahrzeugbesitzer ausgegeben wurden, müßten jeden Fahrer auf seinem Weg unaufhörlich an die furchtbare Bilanz erinnern und sein Verhalten so bestimmen, daß er für sich und die anderen Verkehrsteilnehmer jeden Gefahrenmoment verhindert. In einem Gebet bat Pater Johannes um Gottes Schutz und Segen für die Fahrzeuge und ihre Besitzer und schritt dann zur Weihe die langen Kolonnen von Autos und Traktoren ab.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1966


Trachtenverein stellte Maibaum auf
Hunderdorf.
Den schönsten Maibaum seit langer Zeit hat heuer der Trachtenverein auf dem Dorfplatz vor der Gastwirtschaft Georg Baier aufgestellt. Der fast 30 m lange Stamm, der von Steinbauer in Hofdorf dem Verein günstig überlassen wurde, ist von außerordentlich gutem Wuchs und erhebt sich hoch über die Dächer des Dorfes. Am Samstagabend wurde der Maibaum aufgestellt. Der Trachtenverein hatte schon vorher ein Betonfundament mit starken Eisenschienen zur Sicherung eingelassen. Aus Spenden der Geschäftsleute konnten Wappen mit dem Zunftzeichen der verschiedensten Handwerke gemalt und am Stamm festgemacht werden. Damit hat man einen alten Brauch wieder aufleben lassen, der sicher die Anerkennung der Bevölkerung finden wird. Am Nachmittag des 1. Mai veranstaltete dann der Verein mit dem rührigen Vorstand Sacher für die Kinder einen Wettkampf im Sackhüpfen, Eierlaufen und Wurstschnappen. Die Kinder waren natürlich mit Eifer und Begeisterung bei der Sache. Auch für die erwachsenen Zuschauer gab es ob der oft komischen Situation viel Gelächter und Spaß. Sicherlich wäre es für solche Veranstaltungen förderlich, wenn der Dorfplatz einmal um den dort noch vorhandenen Garten erweitert würde.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1966


Franz Hornberger wurde 2. Bürgermeister
Hunderdorf.
Zu seiner ersten Sitzung trat am 1. Mai, dem ersten Tag ihrer „Regierungszeit“, der neue Gemeinderat in der Gemeindekanzlei zusammen. Bürgermeister Karl Härtenberger eröffnete die neue Legislaturperiode und sprach den Dank an seinen Vorgänger Karl Reiner aus, der 18 Jahre lang die Geschicke der Gemeinde geleitet hat. Die Gemeinderäte bat er um Unterstützung und Hilfe und um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde. Nur in einer Atmosphäre des Vertrauens kann eine gedeihliche und fruchtbare Arbeit geleistet werden, welche die großen Aufgaben der Gemeinde verlangen. Er selber, so führte Härtenberger aus, werde sich nach besten Kräften bemühen, das Vertrauen der Bevölkerung zu rechtfertigen und seine Kraft für die Belange der Gemeinde einsetzen. Otto Edbauer, das älteste Mitglied des Gemeinderates, nahm dann dem neuen Bürgermeister Härtenberger den Eid ab. Zum 2. Bürgermeister wurde in geheimer Abstimmung mit 7:4 Stimmen F. Hornberger berufen. Nach der Vereidigung des neuen Gemeinderates durch den 1. Bürgermeister wurden die Standesbeamten bestimmt. Die beiden Bürgermeister und Gemeindesekretär August Höhn werden als Standesbeamte fungieren. Härtenberger kündigte an, daß schon im Laufe der nächsten Tage mit der Durchführung von mehreren Sitzungen begonnen werden muß, da eine Reihe wichtiger Aufgaben anstehe, die nicht aufgeschoben werden können. Abschließend lud er den neuen Gemeinderat zu einem Frühschoppen ins Gasthaus Baier ein.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1966


2 kleine Zündhölzer: Nahezu 100 000 DM Schaden
5jähriger zündelte in der Scheune – Windstille verhinderte größeren Schaden – Drei Brandstiftungen durch Kinder in den letzten 14 Tagen verursachten ca. 300 000 Mark Schaden
Hunderdorf.
Am Dienstagabend wurde, wie gestern kurz berichtet, gegen 19.15 Uhr die Scheune des Landwirts Steinbauer von Hofdorf ein Raub der Flammen. In der Scheune befanden sich eine Dreschmaschine mit Presse, eine Heumaschine, ein Kreiselwender, eine Häckselmaschine, eine Kreissäge und eine Sämaschine. Durch schnelles Zugreifen konnten der Traktor, ein Miststreuer und ein Wagen mit Kunstdünger gerettet werden. Auch die Bemühungen, den wertvollen Hofhund zu retten, schlugen fehl, da sich das Feuer sehr schnell ausbreitete.
Wie wir zu dem Brandunglück erfuhren, hatte sich der 5jährige Sohn des Landwirts Zünd-hölzer verschafft. Um zu ihnen zu gelangen, mußte der kleine Kerl auf den Küchenherd steigen und von dort auf den Radioapparat greifen. Die Rekonstruktion des Falles durch Kriminaloberinspektor Sommer ergab, daß der Junge nur mit äußerster Anstrengung diesen Platz erreichen konnte. Zwei Zündhölzer befanden sich noch in Schachtel. Sie genügten, diesen verheerenden Brand auszulösen.
Auf der Tenne hatte der Bub Stroh entzündet. Mit großer Geschwindigkeit mußte sich das Feuer in der Scheune, ausgebreitet haben, da bei seiner Entdeckung schon jede Hilfe zu süät kam. Es kaum mehr Zeit, die neben der Scheune befindlichen Geräte abzuziehen. Nach Auslösung des Feueralarms in Hunderdorf war kurz darauf schon die FFW Hunderdorf zur Stelle und wenig später traf die Wehr aus Bogen ein. Weitere Wehren der Umgebung rückten kurz. darauf an. Ihnen gelang es, wenigstens das Wohnhaus, das an verschiedenen Teilen schon angesengt war, und die Nachbargebäude retten. Die zu dem Zeitpunkt herrschende Windstille wirkte sich günstig aus. Der Einsatz der Männer der Freiwilligen Feuerwehr bedarf einer besonderen Arterkennung. Ihr Einsatz erfolgte schnell und war bei der großen Hitze nicht leicht.
Unangenehm fiel dagegen auf, daß viele Neugierige ihre Fahrzeuge auf den Zufahrtswegen so abstellten, daß die Fahrzeuge der Wehren kaum vorbei konnten. Es wäre wirklich angebracht, daß Leute, die nur zum Zuschauen den Brandplatz besuchen und ihr Fahrzeug auf den engen Straßen abstellen und zusperren, eine Ordnungsstrafe erhalten. Ihre Gedankenlosigkeit und ihr Leichtsinn könnten sich unter Umständen gefährlich auswirken.
Eine besondere Bitte und Warnung richtet die Kriminalpolizei zu diesem Anlaß an alle Eltern:
Innerhalb von 14 Tagen wurden dreimal Kinder zu Brandstiftern. In Münster, Zinzenzell und nun in Hunderdorf haben Kinderhände beim Spiel Brände gelegt. Dabei wurde ein Schaden von ca. 300 000 DM verursacht. Wie uns dazu Kriminaloberinspektor Sommer aus Straubing dazu mitteilt, macht die Kripo ausdrücklich darauf aufmerksam, daß sich alle Erziehungsberechtigten strafbar machen,wenn sie Streichhölzer und andere Feuerzeuge so verwahren, daß sie den Kindern zugänglich sind. Neben dem Schaden ist nämlich dann auch noch mit einer Anzeige und einem Strafverfahren zu rechnen, wenn sich die Eltern einer Fahrlässigkeit schuldig machen. Besonders gefährdet sind dabei Kinder, deren Eltern ein landwirtschaftliches Anwesen besitzen, da hier genügend Zündstoff in Form vom Heu und Stroh überall zu finden ist. Das Volksvermögen, das jährlich durch zündelnde Kinder buchstäblich in Rauch und Asche aufgeht, erreicht viele Millionen und belastet alle Brandversicherten gleich stark.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1966


25jähriges Profeßjubiläum
Hunderdorf.
Zur Zeit befindet sich die Leiterin des hiesigen Kindergartens, Schwester Adolphine, im Mutterhaus in Wien, wo sie an den Feiern zum 25jährigen Profeßjubiläum teilnimmt. Schwester Adolphine steht seit der Gründung des Kindergartens in Hunderdorf dieser Einrichtung vor und hat in dieser Zeit Hunderte von vorschulpflichtigen Kindern betreut und ihnen den Weg in die Schule leichter gemacht. Die Spiele und Ausstellungen, die sie zu den verschiedensten Anlässen im Kindergarten durchgeführt hat, fanden bei den Eltern immer großen Anklang. Für diese Arbeit verdient sie den Dank der Kinder, der Eltern und der Öffentlichkeit. Im Hauptgottesdienst am kommenden Sonntag wird der Ortspfarrer für Schwester Adolphine ein besonderes Dankeswort sprechen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1966


Neuer Gemeinderat begann Amtszeit
Steinburg.
Bürgermeister Alfons Berger hatte für den 1. Mai die neugewählten Gemeinderäte  der Gemeinde Steinburg in den Sitzungssaal zur konstituierenden Sitzung geladen. Hauptpunkte waren die Vereidigung der neuen Gemeinderäte und die Wahl des 2. Bürgermeisters. Nach Eröffnung der Sitzung führte Alfons Berger die neuen Gemeinderate in ihr neues Ehrenamt ein. Mit der Vereidigung der Herren Johann Feldmeier und Rupert Kronfeldner als Gemeindeväter fand der erste Punkt der Tagesordnung seinen Abschluß. Im Anschluß daran fand die geheime Wahl des 2. Bürgermeisters statt. Hierbei wurde einstimmig der langjährige Bürgermeister Jakob Petzendorfer wieder als 2. Bürgermeister bestätigt. In einer kurzen An-sprache versprach der Gewählte, sich wie bisher für die Belange der Gemeinde und ihrer Bürger einzusetzen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1966


Jagdrevier wieder an alten Pächter vergeben
Aus der nichtöffentlichen Versammlung der Grundbesitzer der Jagdflur
Windberg.
Am Samstag trafen sich die Grundbesitzer der Jagdflur Windberg im Gasthaus Peter Hilmer in Irensfelden zu einer nichtöffentlichen Versammlung. Jagdvorsteher Josef Huber eröffnete um 14.45 Uhr die Versammlung und begrüßte die anwesenden Grundbesitzer. Als Vertreter des Landratsamtes konnte der Jagdvorsteher begrüßen den Referenten des Jagdwesens Herrn Silbernagl, sowie Reg.O.Insp. Bartsch und Herrn Bogner. Herr Silbernagl erläuterte das Jagdgesetz und ging zum ersten Punkt der Tagesordnung über, nämlich zur Verlängerung des Jagdpachtvertrages, der am 31. 3. 1967 abläuft und auf Antrag des Jagdpächters verlängert werden soll. Die Wahl erfolgte mittels Stimmzettel. Die Auszählung ergab von den 57 anwesenden Grundbesitzern und den 32 durch Vollmachten vertretenen Grundbesitzern, daß der bestehende Jagdpachtvertrag ab 1. 4. 1967 um weitere neun Jahre mit dem jetzigen Jagdpächter Erich Negele von Straubing, verlängert wird. Ergebnis der Zählung war:53 Ja-Stimmen mit 330,95 ha und 35 Stimmen mit 275,79 ha bei einer Stimmenthaltung mit 4,12 ha.
Als zweiter Punkt der Tagesordnung wurde die Wahl des Jagdausschusses vorgenommen. Zum Jagdvorsteher wurde Josef Huber, Landwirt in Irensfelden (mit 39 Stimmen), zum Stellvertreter Otto Haimerl, Hof (mit 32 Stimmen) und zum Schriftführer A. Haimerl, Windberg (mit 64 Stimmen) gewählt. Der weitere Jagdausschuß wurde durch Zuruf gewählt und zwar Josef Wurm, Meidendorf, Michael Hüttinger, Windberg, Johann Kraus, Irensfelden, Xaver Maier, Ried und Rupert Feldmeier, Maurermeister, Haidbühl. Der Jagdpachtschilling für das Jahr 1966 (1. 4. 66 bis 31. 3.. 67) in Höhe von 2 000.- DM wurde ohne Gegenstimme wieder der Gemeindekasse Windberg zur Verfügung gestellt zur Beschaffung von Kies für die Gemeindewege. Diesbezügliche Anträge der Gemeindebürger sind daher an den Gemeinderat zu richten, der die Verteilung dann vornimmt. Der Rest des Jagdpachtschillings in Höhe von jährlich 500.- DM wird der Feuerwehr zur Verfügung gestellt, zur Beschaffung von Aus-rüstungsmaterial. Eventuell auftretende Wildschäden müssen auch weiterhin vorn Jagdpächter geregelt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1966


Wann erhält Hunderdorf einen Sportverein?
Hunderdorf.
Diese Frage beschäftigt seit Monaten, ja sogar seit Jahren, große Teile der Bevölkerung von Hunderdorf und Umgebung. Im Landkreis Bogen bestehen zwölf Fußballvereine, aber der zweitgrößte Ort in ihm hat keinerlei Sportverein. Verschiedene Versuche wurden unternommen, doch stellten sich immer wieder zu große Hindernisse in den Weg. Nun soll es ernst werden, d. h. ein Sportverein soll ins Leben gerufen werden. Zu diesem Zweck treffen sich alle Sportler und Interessenten am kommenden Samstag um 20 Uhr im Saale des Gasthauses Sandbiller in Hunderdorf. Bez.-SR-Lehrwart Maier wird einen kurzen Vortrag mit Lichtbildern halten und anschließend folgt eine Aussprache mit der Absicht, einen Verein zu gründen. Wer an diesem Tage durch seine Unterschrift den Beitritt erklärt, ist damit Gründungsmitglied des neuen Vereins. Es sei darauf hingewiesen, daß der Beitritt weder vorn Wohnort noch von einer Parteirichtung abhängig ist.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1966


Erste Sitzung des neugewählten Gemeinderats
Windberg.
Am Donnerstag um 18 Uhr trifft sich in der Gemeindekanzlei der neugewählte Gemeinderat zur ersten Gemeinderatssitzung. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Vereidigung der neuen Gemeinderäte; 2. Beschlußfassung über die Zahl der weiteren Bürgermeister; 3. Wahl der weiteren Bürgermeister; 4. Festsetzung der Hundesteuer für das Rechnungsjahr 1966; 5. Festsetzung der Feuerschutzabgabe für das Rechnungsjahr 1966; 6. Verschiedenes. Die Sitzung ist öffentlich.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1966


Patrozinium in Heilig Kreuz
Windberg.
Am kommenden Sonntag begeht die Wallfahrtskirche Heilig Kreuz ihr Patrozinium. Zu diesem Fest kommen jedes Jahr viele Pilger aus nah und fern zur Kirche; es ist zweifellos der Höhepunkt des Wallfahrtsjahres. Ab 9 Uhr ist in der Marienkapelle Beichtgelegenheit. Der Festgottesdienst mit Predigt beginnt um 10 Uhr. Am Nachmittag ist dann die Hauptfeier, in der die Pilger in Prozession um den Kreuzberg ziehen. Um 13.30 Uhr beginnt der Rosenkranz, um 14 Uhr die Predigt, Prozession und Kreuzfeier. Sie wird voraussichtlich auf dem Platz vor der Kirche sein.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1966


Schuleinschreibung
Windberg.
Am kommenden Montag zwischen 14 und 15 Uhr ist Schuleinschreibung in der Volksschule. Es sind alle Kinder anzumelden, die bis einschließlich 1. Oktober 1960 geboren wurden, eine vorzeitige Aufnahme gibt es nicht mehr. Bei der Anmeldung sind mitzubringen: Geburts-, Tauf- und Impfscheine soweit vorhanden. Nachweis über Diphtherie-Schutzimpfung und andere Schutzimpfungen sind ebenfalls vorzulegen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1966


Neue Gottesdienstordnung
Windberg.
Die Pfarrei Windberg hat eine neue Gottesdienstordnung. Ihr zufolge beginnen einige Gottesdienste etwas früher als bisher. An den Sonn- und Feiertagen ist der Frühgottes-dienst um 6.30 Uhr, der Hauptgottesdienst um 8 Uhr und der letzte Gottesdienst um 9.30 Uhr. Die Andacht ist um 14 Uhr. In der Filialkirche Heilig Kreuz ist jeden Freitag um 7 Uhr früh hl. Messe, in Meidendorf jeden Donnerstag um 19 Uhr Abendmesse. Die Maiandachten sind in Windberg täglich um 19.30 Uhr. Ebenfalls um 19.30 Uhr treffen sich die Wallfahrer in Heilig Kreuz zur täglichen Maiandacht und beten zusammen mit dem Eremiten. An den Sonn- und Feiertagen jedoch bereits um 14 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1966


Windberg. (Prüfung bestanden) Der Lehrling Walter Hornberger von Windberg legte vor dem Prüfungsausschuß in Landshut die Gesellenprüfung als technischer Zeichner mit gutem Erfolg ab. Die Lehrfirma war Architekt Herbert Pfeiffer in Furth bei Oberalteich.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1966


Feuerwehrübung fällt aus
Windberg.
Die auf Sonntag angesetzte Feuerwehrübung fällt aus. Es werden jedoch alle Mitglieder der Feuerwehr Windberg ersucht, beim Triduum in Heilig Kreuz am kommenden Sonntag nachmittags in Uniform teilzunehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1966


Maikränzchen des Schützenvereins
Großlintach.
Am morgigen Sonntag veranstaltet der Schützenverein Großlintach im Gasthaus Schlecht ein Maikränzchen. Dazu ist die gesamte Bevölkerung aus nah und fern höflich eingeladen. Beginn: 19 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1966


Vereinsabend des Trachtenvereins
Windberg.
Nach längerer Pause treffen sich die passiven Mitglieder heute, Samstag, wieder zu einem Vereinsabend im Vereinslokal Amann. Beginn 20 Uhr. Um vollzähliges Erscheinen wird gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1966


Der neue Gemeinderat tritt zusammen
Hunderdorf.
Zu seiner ersten Arbeitssitzung tritt der Gemeinderat von Hunderdorf am kommenden Montag um 19 Uhr in der Gemeindekanzlei zusammen. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: 1. Verabschiedung der ausgeschiedenen Gemeinderäte; 2. Vergabe der Bauarbeiten für den Fußgängerweg entlang der Staatsstraße. 3. Ortsbeleuchtung. 4. Änderung des Bebauungsplans. 5. Ergänzung und Genehmigung des Flächennutzungsplanes, 6. Bestellung eines Ortswaisenrates. 7. Grunderwerb für Telefonzelle. 8. Bestellung eines Wegeaus-schusses.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1966


Ehre wem Ehre gebührt
Hunderdorf.
Bei dem Brandunglück, das die Landwirtsfamilie Steinbauer in Hofdorf heim-suchte und bei dem ein Schaden von nahezu 100 000 Mark entstand, haben die Feuerwehren, alles Freiwillige, sich große Verdienste erworben. Sie haben verhindert, daß der Schaden nicht noch größer wurde. Das erste Wort der Anerkennung verdient die Hunderdorfer Wehr, die als erste am Brandplatz war, fast gleichzeitig mit ihnen trafen die Windberger ein, die sich ebenfalls sehr tatkräftig einsetzten. Es folgten die Bogener und die übrigen Wehren der Umgebung, die wir nicht alle zu nennen brauchen. Gerade die drei Brände in den letzten 14 Tagen zeigen, wie wichtig das unermüdliche Arbeiten der Feuerwehrmänner ist, was wir ihrem Idealismus und Opfersinn verdanken.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1966


Tieferschüttert bringen wir die unfaßbare Nachricht, daß mein lieber Gatte, mein treu-sorgender Papa, unser lieber Sohn, Bruder, Onkel, Schwager und Schwiegersohn
Herr Karl Köppl
Kraftfahrer des Lagerhauses Steinburg

infolge Unglücksfalls am Donnerstagabend, im Alter von erst 27 Jahren und 3 Monaten, versehen mit der Letzten hl. Ölung, für immer von uns gegangen ist.
Ehren, Münchshöfen, Kollnburg, Kötzting, Garching, Ahornwies, den 7. Mal 1966
In tiefer Trauer:
Therese Köppl, Gattin
mit Töchterlein Erika
Josef Köppl, Vater
Josef Köppl, Bruder mit Fam.
Maria Hartl, Schwester mit Fam.
Fanny Mikulac, Schwester mit Fam.
Angela Probst, Schwester mit Fam.
Ottilia Menacher, Schwiegermutter
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Montag, 9. Mai 1966. um 9 Uhr, in der Pfarrkirche St. Englmar, mit. anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1966


48 Schulanfänger
Hunderdorf
. Für das Schuljahr 1966/67 wurden am Donnerstag die Abe-Schützen eingeschrieben. Dabei ergaben sich bei den Knaben 25 Neuaufnahmen und 23 bei den Mädchen. Mit 48 Schulanfängern bleibt die kommende 1. Klasse nur unwesentlich hinter der Anfängerzahl des letzten Jahres (50) zurück Da am Ende dieses Schuljahres nur 24 Schüler entlassen werden, nimmt im kommenden Schuljahr die Schülerzahl wieder zu.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.05.1966


Der neue Gemeinderat tagte
Windberg.
Am Donnerstag traf sich der neue Gemeinderat zur ersten Sitzung in der Gemeindekanzlei. Bürgermeister Kittenhofer vereidigte die neuen Gemeinderäte Karl Amann, Walter Hornberger, Josef Wurm und Michael Zöllner. Anschließend wurde Rupert Feldmeier, Maurermeister von Haibühl, in geheimerer Wahl mit acht gegen eine Stimme zum 2. Bürgermeister gewählt. Feldmeier hatte dieses Amt in früheren Jahren bereite inne Die neuen Gemeinderate beschlossen, zwei Erdkundekarten für die Volksschule anzuschaffen. Die Feuerschutzabgabe für das Rechnungsjahr 1906 wurde auf 8 DM festgesetzt. Die Hundeabgabe beträgt 5 DM je Hund wie bisher. Da wegen Zeitmangel nicht alle vorliegenden Geschäfte und Anträge beschlossen werden konnten, wurde für die nächste Gemeinderatssitzung der Termin auf Dienstag, 10. Mai 1966, um 18.30 Uhr festgesetzt.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.05.1966


Altbürgermeister Reiner war 18 Jahre im Amt
Gemeinde und Bevölkerung dankten Karl Reiner, der lange Jahre zu ihrem Wohl wirkte
Hunderdorf.
Karl Reiner gehörte dem Gemeinderat an, der am Ende des Zweiten Welt-krieges durch die Amerikaner eingesetzt wurde. Knapp zwei Jahre später starb der damalige Bürgermeister Hornberger und so berief das Vertrauen des Gemeinderates Karl Reiner auf den Posten des ersten Bürgermeisters. Die noch im gleichen Jahr stattgefundene Wahl bestätigte das Vertrauen der Bevölkerung. Seit dieser Zeit hatte nun K. Reiner das Amt des Bürger-meisters in Hunderdorf inne. Die achtzehn Jahre waren nicht leicht. Das Wohnungsproblem für die vielen Heimatvertriebenen in der Gemeinde war eine Aufgabe für sich. Straßen und Wege der Gemeinde waren in einem denkbar schlechten Zustand. Es fehlte eine zentrale Wasserversorgung und auch die Elektrifizierung war unzureichend. Die beiden alten Schulhäuser bedurften einer Erneuerung oder eines Neubaues. So betrachtet, fand Bürgermeister Reiner kein gutes Erbe vor und guter Rat war manchmal teuer, wenn ein Problem angepackt werden sollte. Dabei gehörte die Gemeinde Hunderdorf trotz ihrer Größe zu einer der steuerschwächsten im Landkreis und Geld erwies sich zu allen Vorhaben als dringendste Notwendigkeit.
Heute. nachdem Bürgermeister Reiner durch eigenen Verzicht von der Gemeindearbeit zurücktritt, sind viele dieser Aufgaben erfüllt. Man würde die Arbeit anderer abwerten, wenn man alles als Leistungen Bürgermeister Reiners betrachtete. Viele Idealisten, wie Pfarrer Kiermaier, Oberlehrer Maier und der heutige Bürgermeister sowie seine Gemeinderäte, haben Reiner in jeder erdenklichen Weise unterstützt und mit ihm erreicht, daß in Hunderdorf vieles besser geworden ist. Reiner war nie ein Parteipolitiker oder Verwaltungsfachmann; seine Stärke lag im Ausgleich der Gegensätze, im Verständnis für die Probleme des „kleinen Mannes“ und in dieser Hinsicht hat er immer im guten Glauben und mit der besten Absicht gehandelt. Seine Arbeit war nicht immer leicht und gar oft wurden ihm Schwierigkeiten bereitet, wo persönliche Momente mehr in den Vordergrund traten, als es die Sache erfordert hätte.
Nach achtzehn Jahren Bürgermeisteramt verdient er den Dank und die Anerkennung der Bevölkerung der Gemeinde. Bürgermeister Härtenberger sprach für den Gemeinderat und die ganze Gemeinde, als er Altbürgermeister Reiner für die geleistete Arbeit zum Wohle der Gemeinde dankte und ihm einen schönen Geschenkkorb überreichte. Wir wünschen dem „Bürgermeister-Pensionisten“, daß ihm noch recht viele Jahre im Kreise seiner Familie auf seinem schönen Anwesen gegönnt sind und daß er sich weiterhin für die Belange der Gemeinde interessiert und mit Rat und Tat dem neuen Gemeinderat zur Seite steht.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.05.1966


25jähriges Profeßjubiläum für Schwester Adolphine
Hunderdorf.
Als im Februar 1959 das neue Schulhaus in Hunderdorf. Bezogen wurde, ging der damalige Geistliche Rat, Kiermaier, mit Feuereifer sofort an die Umgestaltung des unteren Schulhauses in einen Kindergarten. Seiner Energie, seiner Tatkraft und seinem Weitblick war es zu danken, daß der Bau und die Einrichtung eines Kindergarns noch im selben Jahre erfolgen konnten. Als Leiterin wurde Schwester Adolphine eingesetzt. Seiher steht sie dieser Einrichtung mit Umsicht und Eifer vor. Ihr 25jähriges Profeßjubiläum ist Grund und Anlaß, ihr für die Arbeit mit vorschulpflichtigen Kindern zu danken. In erfreulicher Weise ging Schwester Adolphine daher auch bis zum Sonntag eine große Anzahl von Glückwunschkarten und Anerkennungen zu, mit denen Kinder und Eltern ihren Dank abstatten wollten. In den Gottesdiensten wies Pfarrer Ruß auf das Jubiläum der Leiterin Kindergartens hin, würdigte ihre Verdienste und sprach ihr den Dank der Pfarrgemeinde aus. Unter den Gratulanten befand sich auch Bürgermeister Härtenberger, der ihr im Namen der Gemeinde einen schönen Blumenkorb überreichte und ihr dankte. Er fügte zu dem Dank auch die Bitte hinzu, daß sie noch viele Jahre dem Kindergarten ihren Fleiß und ihre Kraft widmen möge.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.05.1966


Das Kreuz bleibt auch nach dem Konzil
Die Wallfahrtskirche Heilig Kreuz feierte ihr Patrozinium
Windberg.
Trotz des ungünstigen Wetters waren es wieder sehr viele Wallfahrer, die am Sonntag nach Heilig Kreuz kamen, um dort das Fest Kreuzauffindung, das Patrozinium der Wallfahrtskirche, mitzufeiern. Pater Wolfgang vom Kloster betonte in seiner Ansprache, daß auch nach dem Konzil das Kreuz seine Bedeutung behalte, wenn es auch niemals das letzte sei, denn auf den Karfreitag folge Ostern, die Auferstehung. Wer aber nicht mehr an das Kreuz Christi glaube, der habe viel schwerer am Kreuz des Lebens zu tragen. Nach der Predigt konnte die Prozession um den Kirchberg stattfinden, denn der Regen hatte aufgehört. An ihr beteiligten sich auch Windberger Vereine mit ihren Fahnen und die Kapelle Bugl, so daß sich ein farbenprächtiges Bild zur Ehre Gottes bot, das im scharfen Gegensatz zu der drohenden liturgischen Eintönigkeit stand. Das Allerheiligste trug Pfarrer Pater Ephrem, begleitet von vier Mitgliedern der Feuerwehr, die den Himmel trugen. Nach der Prozession versammelten sich alle zur Kreuzfeier vor der Kirche. Der Segen und das feierliche „Großer Gott, wir loben Dich“ beendeten das Hauptfest der Wallfahrtskirche, das bereits am Vormittag mit ei-nein Pilgeramt begonnen hatte.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1966


Feuerwehr fährt ins Oberland
Hunderdorf.
Der Jahresausflug der FFW führt diesmal nach Oberbayern. Die Reisestationen auf der Hinfahrt sind: Altötting. Chiemsee, Brannenburg und Bayerisch-Zell. Nach einer ausgedehnten Mittagspause geht es von dort über den Tegernsee und Landshut nach Hunderdorf zurück. Alle Feuerwehrmitglieder erhalten zu dieser Fahrt eine Fahrpreisermäßigung von 50 Prozent. Für Interessenten beläuft sich der Fahrpreis auf 15.- DM. Anmeldungen sind ab sofort an Vorstand Härtenberger oder den Kommandanten Anleitner zu richten. Die Abfahrt erfolgt am kommenden Sonntag um 5 Uhr vor dem Gasthaus Georg Baier.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1966


Die Staatsstraße 21417 ist gesperrt
Steinburg
. Wegen der Errichtung einer Notbrücke für den Neubau der Bogenhachbrücke in Steinburg wird ab heute, den 11. Mai, ab 8 Uhr morgens die Staatsstraße 2147 im Ort Steinburg für den gesamten Durchgangsverkehr aus beiden Richtungen gesperrt. Die Straßensperre dauert voraussichtlich zwei Tage. Die Umleitung geht über Mitterfels, Waltersdorf und Hintersollach.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1966


Das Standesamt im April
Bogen. Das Standesamt Bogen verzeichnete im April 1966 14 Geburten, eine Trauung und vier Todesfälle. Geburten: … Rita Maria Eidenschink, Sollach (Gde Hunderdorf); Armin Jürgen Martin Schrant, Windberg; Siegmund Elmar Frankl, Schafberg, (Gde. Steinburg) … Bettina Maria Scharmach, Hunderdorf; Brigitte Bauer, Ihrensfelden (Gde. Windberg); Monika Poiger, Hunderdorf … Getraut wurden: Prommereberger Max, Ludmillastraße 11b und Hofmann Martha, Apoig (Gde. Hunderdorf). …
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1966


3. Kreisjugendsingen
Bogen/Steinburg. Am Sonntag, 15. Mai, um 14 Uhr veranstaltet der Kreisjugendring Bogen ein 3. Kreisjugendsingen und Musizieren im großen Berger-Saal in Steinburg. Eine größere Anzahl von Sing- und Musikgruppen aus dem gesamten Landkreis wird wieder ein sehr buntes und abwechslungsreiches Programm vorführen. Es soll vor allem das einfache Volkslied mehr herausgestellt und gepflegt werden. Die Bevölkerung des Landkreises sollte durch zahlreichen Besuch diese frohe Jugendarbeit unterstützen. Die Darbietungen werden nicht gewertet, sondern man musiziert, um sich zu erfreuen.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1966


435.- DM für Schullandheime gesammelt
Hunderdorf.
Bei der 17. Sammlung für die Schullandheime in Niederbayern und der Ober-pfalz konnten die Schulkinder wieder den namhaften Betrag von 435.- DM sammeln. Im Vergleich zur Sammlung des Vorjahres wurden nahezu 50.- DM mehr gesammelt. Den Eltern und Kindern gebührt hier in gleicher Weise der Dank. Insgesamt wurden bisher 3728.86 DM für den Schullandheimverein allein in Hunderdorf aufgebracht.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1966


Mit Frater Konrad nach Maria-Zell
Bogen.
Am 4./5. Juni findet unter der Führung des Fraters Konrad (Windberg-Heilig Kreuz) eine Wallfahrtsreise mit dem Omnibus nach Maria-Zell in Oberösterreich statt. Der Omnibus fährt am Samstag, 4. Juni, früh 4 Uhr in Windberg ab. Haltestellen sind um 4.05 Uhr bei Sandbiller-Hunderdorf, um 4.10 Uhr bei Wurm, Bärndorf, um 4.15 Uhr bei der Bogenbachbrücke (Weiß) in Bogen und um um 4.20 Uhr bei der Omnibushaltestelle in Oberalteich. Die Teilnehmer benötigen Kennkarten. Meldungen zur Teilnahme sind an Frater Konrad, HeiligKreuz-Windberg zu richten. Für Teilnehmer aus Bogen, Bogenberg, Oberaltaich usw. bietet sich auch Gelegenheit, ihre Meldungen bei Graf, Bogen, Torgasse 3, abzugeben. Rückkunft ist am Sonntag. 5. Juni, abends.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1966


Hunderdorf hat einen Sportverein
Hunderdorf.
Wie groß das Bedürfnis war, in Hunderdorf einen Sportverein zu gründen, zeigte die Teilnahme an der Gründungsversammlung im Saal des Gasthofes Sandbiller. Obwohl die Ankündigung sehr kurzfristig geschah, kamen ca. 100 Personen zu dieser Zusammenkunft. Einleitend zeigte Oberlehrer Maier eine Lichtbildreihe über das Thema „Fußball, regel-recht gespielt“. Reicher Beifall dankte ihm für seine Ausführungen. Nach kurzer Pause wurde die Frage gestellt „Braucht Hunderdorf einen Sportverein?“ Lautstark und einstimmig wurde diese Frage bejaht. Einige kurze Ausführungen leiteten zur Unterzeichnung der Aufnahmeerklärung über. Bürgermeister Härtenberger war mit einigen Gemeinderäten ebenfalls erschienen. Er betonte, daß er es begrüße. wenn endlich in Hunderdorf wieder ein Sportverein entstünde. Soweit es in seiner Möglichkeit liege, werde er den Verein unterstützen, dem er für die Zukunft viel Erfolg wünsche. Pater Johannes unterstrich die Bedeutung der Vereinsgründung für die Jugend, die vor allem betreut werden müsse. Dies wurde ihm vom Versammlungsleiter zugesichert. Besonderer Dank mußte dem Sportfreund Aumer abgestattet werden für seine gute Vorarbeit, die er bisher geleistet hatte. Die mehr als 80 Beitrittserklärungen zeugen von dem Interesse, das der Sache entgegengebracht wurde. Die Anmeldung beim Verband ist bereits erfolgt. Bleibt nur zu hoffen, daß die gesteckten Ziele auch erreicht werden. Selbstverständlich ist der Beitritt für jedermann fernerhin möglich.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1966


Fatimatag mit Lichterprozession in Heilig Kreuz
Windberg.
Am Freitag wird in Windberg-Hl. Kreuz wieder der Fatimatag festlich begangen.  Nachmittags um 14.30 Uhr zieht eine Prozession von Windberg zum Wallfahrtskirchlein hinauf, wo dann eine Marienpredigt und Marienfeier stattfindet. Abends um 19.30 Uhr geht in Windberg die Lichterprozession nach Heilig Kreuz weg, Anschließend Abendmesse. An diesem Fatimatag werden sehr viele Pilger erwartet, da zugleich der Marienmonat ist und die abendliche Feier zugleich die Maiandacht ist.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1966


Zwei Löschgruppen bestanden Leistungsprüfung
FFW Au vorm Wald hat zwei geprüfte Löschmannschaften
Au vorm Wald.
Der Sportplatz der Volks-schule war am Sonntag der „Prüfstand“ für zwei Löschgruppen der FFW Au vorm Wald. In knapp drei Wochen hatten die Mannen um Oberkommandant Alois Schötz durch Übung und Training einen Ausbildungsstand erworben, daß sie sich schon nach so kurzer Zeit der Prüfung für das Leistungsabzeichen in Bronze unterziehen konnten. Man sollte es immer mit großer Achtung betrachten, wenn die Männer der Frei-willigen Feuerwehr ihre wohlverdiente Freizeit opfern und keine Mühe scheuen und lernen und üben, um im Ernstfalle dem Mitmenschen mit einem Hab und Gut rasch und sicher helfen zu können. Die Brandfälle der letzten Zeit haben deutlich gezeigt, wie tatkräftig die Feuerwehrmänner zupacken können, und wie ernst sie es mit dem Helfen meinen.
In den späten Nachmittagsstunden fanden sich die Männer der FFW Au vorm Wald und auch viele Zuschauer auf dem Sportplatz ein. Oberkommandant Schötz konnte prominente Feuerwehrmänner begrüßen, u. a. Herrn Bohmann aus Landshut, KBI Baier und die Kreisbrandmeister Heß, Pellkofer, Löw und Wanninger. Neben den mustergültig aufgebauten Gerätschaften stellte sich die erste Löschgruppe dem Schiedsrichterteam vor: Löschmeister Hans Breu, Melder Niedermeier Xaver, Maschinist Alfred Plattner, Löschtrupp Zollner Max und Huber Ludwig, Wassertrupp Schötz Johann und Schießl Josef, Schlauchtrupp Grüneisl Xaver u. Altmann Gerhard. Die Truppe arbeitete ausgezeichnet und mit Anerkennung sprachen die Schiedsrichter von der Prüfung. Nicht minder gut schnitt auch die zweite Mannschaft ab; Löschmeister Schötz Alois jun., Melder Haimerl Alois, Maschinist Heinrich Schießl, Löschtrupp Hacker Josef und Rainer Pörtner, Wassertrupp Riedl Herbert und Breu Johann, Schlauchtrupp Niedermeier Josef und Schießl Ludwig. Die Gemeinde freut sich, daß ihre zwei Feuerwehren nun über vier geprüfte Löschtrupps verfügen, die im Ernstfalle eine sichere Hilfe gewährleisten.
Nach der Prüfung fanden sich die Feuerwehrkameraden noch im Vereinslokal Max Wagner in Au vorm Wald zu einem geselligen Abend zusammen, wo sie die Prüfungsängste im Siege ertränkten.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1966


Die ersten Engstelen für den Gemeinderat
Gefahrenquelle im Dorf soll beseitigt werden – Fußgängerweg entlang der Hauptstraße
Bebauungsplan für Apoig abgeändert

Hunderdorf.
Als Ehrenpflicht betrachtete es der neue Bürgermeister, Karl Härtenberger, bei der ersten Arbeitssitzung des neuen Gemeinderates, die Gemeinderäte ehrenvoll zu verabschieden, die in der vergangenen Legislaturperiode für die Gemeinde. gearbeitet haben und die sich nicht mehr zur Wahl gestellt haben, nämlich Walter Myrtek und Johann Hornberger sowie Xaver Fuchs, der wegen Erkrankung nicht anwesend sein konnte. Härtenberger dankte ihnen für die geleistete Arbeit und überreichte ihnen im Auftrag des Gemeinderates ein kleines Geschenk. W. Myrtek machte sich zum Sprecher der Ausgeschiedenen, dankte in ihrem Namen für die Ehrung und wünschte dem neuen Gemeinderat viel Erfolg für ihre Arbeit zum Wohle der Gemeinde.


Unser Bild zeigt die Engstelle in der Ortsstraße

Der schon lange geplante Fußgängerweg entlang der Hauptstraße war Tagungspunkt Nummer zwei. Auf Ausschreibung hin war nur ein Angebot abgegeben worden. Da dieses sich innerhalb der vom Straßen- und Wasserwirtsamt Deggendorf berechneten Kosten bewegt, stimmte man diesem Angebot der Firma Schuhbauer, Bogen, zu. Zunächst ist der Ausbau des Fußgängerweges zwischen Bahnübergang Siedlung und Bahnhof vorgesehen. Mit der Bundesbahn sind noch Verhandlungen zu führen, da neben der Erstellung eines Geländers auch noch die Frage der Abwasserableitung zwischen Straße und Bahnkörper ansteht. Mit einem Zuschuß des Landkreises kann gerechnet werden, außerdem gibt das Wasserwirtschaftsamt einen Zuschuß. Trotzdem wird man die Kostenberechung noch genau überprüfen müssen. Im kommenden Jahr soll dann der Bürgersteig vom Bahnhof bis Ortsende (Richtung Hofdorf) weitergeführt werden.
Die Ortsbeleuchtung soll nun ebenfalls in diesem Jahr ausgebaut und verbessert werden. Die Kabel entlang der Hauptstraße müssen noch vor der Errichtung des Gehsteiges verlegt werden. Es sind nun wegen der noch vorhandenen Telefonleitungen der BB Pilzleuchten erforderlich, da die Peitschenlampen mit den Oberleitungen in Konflikt kommen würden. Namens der SPD-Fraktion stellte O. Unger den Antrag, daß die Engstelle der Ortsstraße zwischen Drechsler und Schötz beseitigt wird. Diese Gefahrenstelle bedarf wirklich einer Korrektur. Der Antrag fand auch die Billigung des Gemeinderates. Zugleich will man die Straßenkreuzung zwischen Schwarz-Jugendheim und Schmiedbauer um das Grundstück des ehemaligen Kriegerdenkmals erweitern und so hier eine größere Übersicht und Sicherheit für den Verkehr schaffen. Sicherlich werden die beiden Maßnahmen bei der Bevölkerung sehr begrüßt werden, machen sie doch den Verkehr flüssiger und beseitigen Gefahrenquellen für den Fußgänger.
Geringfügig abgeändert wurde der Bebauungsplan in Apoig. Herrn Nolte wurde der Bau eines zweistöckigen Hauses genehmigt, obwohl ursprünglich in diesem beschränkten Bebauungsgebiet nur einstöckige Bauten vorgesehen waren.
Der Flächennutzungsplan der Gemeinde wurde dahingehend ergänzt, daß man künftig auch das Gelände zwischen Apoig und der Schutzzone der Tiefbrunnen in das Bebauungsgebiet einbeziehen wird. Diese vorbeugende Maßnahme ist vor allem als Sicherheit für eine spätere Ausweitung der Siedlungstätigkeit zu werten.
Das Amt des Ortswaisenrates war neu zu besetzen, da Herr Klar aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Oberlehrer Maier wird dieses Amt in Zukunft ausführen.
Hunderdorf bekommt nun endlich eine öffentliche Telefonzelle. Sie ist bereits auf dem Grundstück Schötz gegenüber der Siedlung der Baugenossenschaft montiert. An die Grundstückseigentümer ist eine jährliche Pachtsumme von 20 Dm zu entrichten. Mit der Errichtung einer öffentlichen Telefonzelle kommt man in Hunderdorf einem allgemeinen Bedürfnis entgegen. Seit Jahren hat sich vor allem GR Aumer um einen öffentlichen Münzfernsprecher bemüht.
Um die Dringlichkeit für die Ausbesserungsarbeiten an den Gemeindewegen besser ein-schätzen zu können, wurde ein Wegeausschuß bestellt. Ihm gehören Xaver Aumer, Franz Hornberger und Johann Schaubeck an. In regelmäßigen Abständen sollen die Gemeindestraßen begangen und Schäden dem Gemeinderat vorgetragen werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1966


Heute Kreisentscheid im Sanitätswettbewerb
Bogen-Steinburg.
Nachdem die Vorentscheidung im Sanitätswettbewerb der Rotkreuz-Kolonnen abgeschlossen ist, findet am heutigen Samstag um 14 Uhr im Gasthaus Berger in Steinburg der Kreisentscheid im Sanitätswettbewerb statt. Dazu haben sich 10 Gruppen aus dem BRK-Kreisverband Bogen gemeldet. Der Wettbewerb gliedert sich in theoretische Fragen (Testbogen), eine praktische Einzelaufgabe und eine praktische Gruppenaufgabe. Die ersten drei Sieger erhalten Preise, alle Teilnehmer Urkunden. Die teilnehmenden Gruppen werden gebeten, spätestens um 13.45 Uhr anwesend zu sein.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1966


Es sind noch Plätze frei
Hunderdorf.
Die FFW hat für ihre Fahrt ins bayerische Oberland noch einige Plätze frei. An-meldungen nehmen Vorstand Härtenberger und Kommandant Anleitner noch heute Samstag entgegen. Mitglieder erhalten 50 Prozent Fahrpreisermäßigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1966


Hochzeit am 21. Mai
Windberg.
Beim Standesamt haben das Aufgebot zur Eheschließung bestellt der Elektroinstallateurgehilfe Johann Schötz von Thannanger bei Hunderdorf und die Konfektionsnäherin Christine Johanna Päßler von Ried bei Windberg. Die Hochzeit wird am 21. Mai stattfinden.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1966


Gesangverein probt
Hunderdorf.
Am Dienstag ist um 20 Uhr ein Übungsabend für den gemischten Chor angesetzt, da für ein Hochzeitsständchen geprobt wird. Am Dienstag, den 24. Mai, findet der 1. Übungsabend für den Männerchor statt, zu dem alle Sangesfreunde eingeladen sind. Am Dienstag, den 31. 5. entfällt die Übungsstunde wegen der Pfingstfeiertage.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.05.1966


Plötzlich und unerwartet verscheid am 14. Mai 1966 durch Verkehrsunfall unser lieber Neffe, Cousin und Enkel
Herr Josef Schneider
Hilfsarbeiter von Meidendorf

im Alter von 27 Jahren.
Meidendorf, 16. Mai 1966
In tiefer Trauer:
Hermann Schwarzensteiner mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Dienstag. 9 Uhr, in der Pfarrkirche Windberg, mit darauffolgendem Gottesdienst.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.05.1966


Erstmals zum Tisch des Herrn
Hunderdorf.
Am Sonntag durften die Kinder des 3. Schülerjahrganges zum ersten Mal am eucharistischen Mahle teilnehmen. Bei prächtigem Sonnenschein gingen sie vom Schulhaus, geführt von den Geistlichen und begleitet von den Eltern, zur Pfarrkirche. Pfarrer Ruß stellte seine Predigt unter den Leitsatz: „Du hast uns eingeladen“. Der Herr hat die Kinder zu sich geladen, und sie sind gekommen. Die Eltern haben sie auf diesem Weg geführt und auch für die Zukunft liegt es an ihnen, daß sich die Kinder dieses Gastmahls würdig erweisen. Während der Nachmittagsandacht legte Kooperator P. Johannes den Erstkommunikanten die Marienverehrung nahe und empfahl die Kinder zur Mutter des Herrn.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1966


Vatertags-Wanderung
Hunderdorf.
Der Trachtenverein veranstaltet zum Christi-Himmelfahrtstag eine Wanderung nach Lintach. Der Abmarsch erfolgt um 13 Uhr beim Gasthaus Georg Baier. Gegen 16.30 Uhr will man wieder in Hunderdorf sein. Bei schönem Wetter ist dann hier Musik im Wirtsgarten. Die Bevölkerung ist zur Teilnahme an der Wanderung höflich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1966


Bittgang nach Bogenberg
Hunderdorf.
Der Bittgang zum Bogenberg am morgigen Mittwoch führt auf der Kreisstraße über Hofdorf und Bärndorf. Man will damit vor allem den älteren Teilnehmern den steilen Aufstieg von Bogen aus ersparen. Auf dem Rückweg wird über Sollach, Stetten und Eglsee gegangen. Der Abmarsch erfolgt um 4.30 Uhr bei der Pfarrkirche in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1966


Großlintach. (In die Fränkische Schweiz?) Der Schützenverein Großlintach fährt am Samstag in die Fränkische Schweiz. Da noch einige Plätze frei sind, können sich Interessenten sofort bei Vorstand Hans Altschäffl anmelden. Die Abfahrt erfolgt um 4.30 Uhr früh ab Gasthaus Schlecht.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1966


Heilbrunn Kreissieger im Sanitätswettbewerb
Diesjähriges Motto: „Nicht unbedingt siegen, aber mit dabei sein“ – Bergwachtgruppe und Gruppe Hunderdorf teilten sich in die zweiten und dritten Preise
Steinburg. Beim Kreisentscheid im Wettbewerb der Rotkreuzgruppen des Landkreises Bogen konnte die Gruppe Saulburg mit Helferinnen und Helfern der Ortsverbände Heilbrunn unter Leitung von Hauptlehrer Hans Hofmann den 1. Preis erringen. Den zweiten Platz teilten sich die Bergwachtgruppe Bogen und die Gruppe Hunderdorf/Windberg. Oberregierungsrat P ö s 1 nahm die Siegerehrung und Preisverteilung vor. Die drei Siegergruppen erhielten neben schönen Wandtellern auch Sanitätstaschen überreicht. Die Siegergruppe Saulburg/Heilbrunn hat sich damit für die Teilnahme am Bezirksentscheid in Regensburg am 24. Juni 1966 qualifiziert.

Die Gruppe Saulburg/Heilbrunn konnte den 1. Preis erringen

Oberlehrer und Kreiskolonnenführer Kornel Klar, der für den gesamten Ablauf verantwortlich zeichnete, begrüßte zu Beginn die Teams aus Saulburg, Bogen, Hunderdorf, Oberaltaich, Niederwinkling, Neukirchen, Rattenberg, die Bergwachtgruppe sowie Oberregierungsrat Pösl, Dr. Matschoß vom Kreiskrankenhaus Bogen, Kreiskolonnenführer Franz Gach, Straubing, so-wie das Schiedsrichterkollegium herzlich. In seinen einführenden Worten wies Klar darauf hin, daß die Gruppen durch ihr Mitmachen Mut und Verantwortungsbewußtsein bewiesen. In den Vorentscheiden hätten sich die besten Leute für den Kreisentscheid qualifiziert.
Nach der Verlosung der Plätze wurden die Teilnehmergruppen in einen anderen Raum geschickt und die Schiedsrichter in ihre Funktionen eingewiesen.
Dann wurde die erste Gruppe eingelassen und die Unfallsituation — die für alle anderen Gruppen die gleiche war — bekanntgegeben. Drei Arbeiter seien von einem behelfsmäßigen Gerüst gestürzt, sagte der Übungsleiter. Ein Verletzter erlitt eine tiefe Glassplitterverletzung am rechten Vorderarm mit Schlagaderblutung und mehreren Weichteilschnittwunden an der rechten Gesichtsseite und an der rechten Scheitelbeingegend. Der zweite Verletzte erlitt einen Schädelbasisbruch und war bewußtlos, während der dritte Mann sich einen Wirbelsäulenbruch zuzog. Im großen Berger-Saal in Steinburg arbeiteten nun alle acht Gruppen nacheinander an dieser Unfallsituation und man kann ohne Übertreibung sagen, daß durchwegs gute Leistungen erzielt wurden. Freilich brauchte die eine und andere Gruppe etwas länger, bis sie erkannte, um was es in erster Linie ging, dafür bekam sie auch weniger Punkte. Entscheidend war die Tätigkeit der Gruppenführer, die ihre Leute sogleich in ihre Aufgaben einweisen mußten.
Nach der praktischen Gruppenarbeit mußte jedes einzelne Mitglied einen Fragebogen ausfüllen, der gesondert gewertet wurde; zudem war noch eine praktische Einzelaufgabe zu bewältigen. Dank der guten Organisation konnte der ganze Wettbewerb in dreieinhalb Stunden abgewickelt werden. Die Schiedsrichter nahmen nach Beendigung der Übungen zu den einzelnen Arbeiten Stellung. Dr. Matschoß äußerte sich sehr zufrieden über die gezeigten Leistungen der einzelnen Teams. Wenn im Ernstfall auch so gearbeitet werde, sagte der Arzt, sei das nicht nur gut und wertvoll für den Verletzten, sondern auch für den Krankenhausarzt, der die weitere Versorgung vorzunehmen habe. In ähnlichem Sinne äußerte sich auch Kreiskolonnenführer Franz Gach, der als Schiedsrichter aus Straubing gekommen war. Besonders bewunderte Gach den Eifer, mit dem die einzelnen Helferinnen und Helfer an die Unfallsituation herangingen. Dann nahm Oberregierungsrat Pösl die Siegerehrung und Preisverteilung vor. Unter großem Beifall gab er bekannt, daß die Gruppe Saulburg-Heilbrunn die höchste Punktzahl erreichen konnte und damit diesjähriger Kreissieger im Sanitätswettbewerb sei. Dem Leiter dieser Gruppe, Hauptlehrer Hofmann, überreichte Oberregierungsrat Pösl einen schönen Wandteller sowie zwei Sanitätstaschen. Der Gruppe gehörten weiterhin Herr und Frau Omasmeier, Fanny Bösche und Centa Scheitzach an. An zweiter und dritter Stelle qualifizierten sich durch Punktgleichheit die Bergwachtgruppe Bogen und die gemischte Gruppe Hunderdorf-Windberg. Auch sie erhielten Wandteller und je eine Sanitätstasche.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1966


Besuch des Ministerpräsidenten
Windberg.
Anläßlich des Staatsbesuches des bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel am Samstag, 21. Mai, in Windberg (Besichtigung der Kirche) wird die Bevölkerung von Windberg gebeten, entlang der Dorfstraße die Häuser zu beflaggen. Die Wagenkolonne dürfte um etwa 16.15 Uhr die Ortschaft erreichen.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.05.1966


Einen einbiegenden PKW überholt
Steinburg.
Am Mittwoch gegen 6.50 Uhr überholte auf der Staatsstraße 2139 ein 18jähriger PKW-Fahrer innerhalb der Ortschaft einen anderen Personenwagen, der sich zum Linkseinbiegen vorschriftsmäßig eingeordnet hatte. Der Überholer fuhr mit seinem Wagen an eine Betonmauer. Sein Auto trug einen Sachschaden von ca. 500 DM, das des anderen von ca .100 DM davon. Die Landpolizei Bogen nahm den Unfall auf.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.05.1966


Die Feuerwehr lädt zum Tanz
Steinburg.
Die Freiwillige Feuerwehr Steinburg veranstaltet morgen, Sonntag, im Saal der Brauerei-Gaststätte Alfons Berger einen Maitanz für jung und alt. Als Kapelle konnten die bekannten Bamibinos gewonnen werden, mit der eine ausgezeichnete Tanz- und Stimmungskapelle geboten wird. Der Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.05.1966


Das dritte Kreisjugendsingen wurde ein voller Erfolg
13 Jugendgruppen aus dem Landkreis waren vertreten und zeigten beachtliche Leistungen
Steinburg. Wie sehr jungen Leuten das Singen und Musizieren Freude macht, zeigte sich am letzten Sonntag im großen Berger-Saal in Steinburg beim 3. Kreisjugendsingen des Kreisjugendringes Bogen, das erfolgreich durchgeführt wurde. Nicht weniger als 13 Jugendgruppen aus dem Landkreis Bogen wagten den Schritt auf die und bewiesen ein großes gesdangliches und musikalisches Können. Selbst sieben-, neun- und elfjährige Buben und Mädchen traten allein oder zu zweit auf. Sie wurden natürlich besonders mit Beifall überschüttet. Einen oder mehrere Gruppen als besonders gut herauszustellen wäre ungerecht, denn alle Mitwirkenden zeigten sich von ihrer besten Seite. Mit dem Beifall wurde indirekt auch den Lehrkräften sowie sonstigen Ausbildern und Betreuern der Dank für ihre Bemühungen um die musikliebende Jugend des Landkreises Bogen ausgesprochen. Stellvertretender Landrat Alfons Schäffer führte aus, daß der Landkreis gerne bereit sei, die Arbeit des Kreisjugendringes auch ind der Zukunft nach besten Kräften zu unterstützen.

Stürmischen Beifall erzielten Margit und Peppi Fischer für ihre hübschen Musik- und Gesangsdarbietungen

Der 1. Vorsitzende des Kreisjugendringes Bogen,Pfarrer Josef Groß, Elisabethszell, hieß zu Beginn die Gäste herzlich willkommen, besonders die teilnehmenden Gruppen, stellvertretenden Landrat Alfons Schäffer, Stadtpfarrer Nagl und Kaplan Laußer, Bogen, Pfarrer Ruß, Hunderdorf und Pater Wolfgang Voß. Die Kreisräte Müller, Steinburg, Primbs, St. Englmar und den Kreisobmann der Kath. Landjugend, Ernst Hinsken, Haibach. In der Flut der Schlager von heute, sagte Pfarrer Groß, sei es die Volksmusik wert, im Volke lebendig zu bleiben und entsprechend unterstützt zu werden. Der 1. Kreisvorsitzende des Kreisjugendringes dankte besonders Oberlehrer  Illner, der diese Großveranstaltung wieder vorzüglich ausgerichtet hatte. Illner führte in seiner Begrüßungsansprache aus, daß der wichtigste Grund dieser Veranstaltung die Begegnung sei. Es sei wichtig, daß man sich kennenlerne, daß man aufmerksam aufeinander höre und voneinander lerne. Außerdem finde man zusammen aus Freude am Singen und Musizieren. Diese Art der Betätigung wirke gemütsbildend, lockere auf, mache die Jugendlichen aufgeschlossen, sei gemeinschaftsfördernd, beseitige sogar Erziehungsschwierigkeiten und verleihe Selbstvertrauen, weil man durch die Musik am tiefsten in den Menschen hineinwirken könne. Musik und Gesang wirke der Vermassung unserer Zeit entgegen.

Die Katholische Landjugendgruppe St. Englmar trat in ihren hübschen Trachten auf

Nach diesen Worten wurde die Bühne freigegeben für die singende und musizierende Jugend.  Den bunten Reigen eröffnete die Spielgruppe Niederwinkling unter der Leitung von Oberlehrer Illner, die gekonnt drei Schulstücke auf neun Akkordeons, fünf Gitarren und zwei Glockenspielen zu Gehör brachte. Gerade diese Gruppe bewies, daß man auch Schulkindern von klein auf das Musizieren und die Liebe zur Musik mit Erfolg beibringen kann. Der Singkreis Bogen unter der Stabführung von Oberlehrerin Martha Lippert stand schon das dritte Mal vor der Öffentlichkeit. Die mehrstimmigen Frühlingslieder wurden so gekonnt vorgetragen, daß der langanhaltende Beifall durchaus angebracht war. Als nächster betrat ein „Neuling“ die Bühne. Was die Singgruppe der einklassigen Schule Hinterdegenberg unter der Leitung von Lehrer Konrad Kar1 bot, war außerordentlich erfreulich und überraschend zugleich. Sowohl das österreichische Volkslied, als auch die „Gesungenen Instrumente“ das mehrstimmige Lied „Wenn eine Mutter ihr Kindlein tut wiegen“ und das weitere Lied „Fein sein, beieinander bleib’n“ jeweils mit mehreren Flöten begleitet, kamen so gut bei den Zuhörern an, daß der Beifall kein Ende nehmen wollte. Dies gibt Lehrer Karl sicher Mut und Kraft in seinen Bemühungen, die Musik und, den Gesang in seiner abgelegenen Schule weiterzuführen, zur Freude der Kinder und auch der Erwachsenen.
Viel Freude bereiteten auch die Geschwister Fischer, Steinburg. Die 7jährige Margit und der 11jährige Peppi spielten und sangen so herzerfrischend, daß man sich nicht genug wundern konnte. Sie kannten kein Lampenfieber, als sie mit Akkordeon und Melodica spielten und mit heilen Stimmen, zweistimmig sogar, das Lied vom „Strahrechern“ sangen.
Schneidig wie immer im feschen Trachtendirndl und Bundhosen traten die Burschen und Mädchen der Katholischen Landjugend St. Englmar auf. Unter der Leitung von Reserl Pielmeier (Fuchs) sangen sie zwei herrliche Waidlerlieder, nämlich „Dirndl willst an Edelknaben“ und „Des sonntag, wenn man Ruhe hat“. Es war ein beachtlicher Klangkörper, der ebenso mit reichem Beifall bedacht wurde.
Dem kleinen 9jährigen Hermann Schedlbauer aus Neukirchen mußten zwei Sitzpolster untergeschoben werden, damit er auf den Tisch sah, wo er zusammen mit Mathilde Pielmeier drei wunderschöne Zitherstücke vortrug, Der „Flinselwalzer“, „Wir kommen vom Gebirg“ und ,,Jägerblut“ waren keine leichten Stücke, die aber sehr gut bei den aufmerksamen Zuhörern ankamen.
Vor der Pause trat dann auch noch der Schülerchor der Volksschule Hunderdorf unter der Leitung von Oberlehrerin Kohlbeck auf, der begleitet von Akkordeons, Melodicas und Glockenspiel den „Starmatz“ und den „Froschkanon” sang. Auch diese Gruppe darf als sehr gut bezeichnet werden.
Das bekannte Jugendorchester Bogen unter der Stabführung des Musikstudenten Werner führte mit Quartetten v. Leopold u. Wolfg. Amadeus Mozart das Programm fort. Ihre Leistungen können ohne Übertreibung als großartig bezeichnet werden. Das Publikum würdigte dies mit langanhaltenden Beifall.
Die Geschwister Miethaner sangen unbefangen und herzerfrischend zwei Lieder und zwar das Neukirchener Lied, „Dörferl du liabs, du kloans, so schö wia du, is halt nur oans“ und „Schwer sind die Stunden des Schicksals“. Auf der Zither begleitete sie in großartiger Bravour Hans Wieser, Neukirchen.
Vie1 zu lachen gab es, mit dem kleinen Gottfried Wacker aus Mitterfels, der sehr beherzt zwei Mundartvortrüge hielt. Mit den Solostücken „A kloaner Verkehrsteilnehmer“ u. „Mei erste Liab“ eroberte er sich sogleich die Herzen der Zuhörer. Seine Mutter hatte ihm das alles eingelernt.
Die Spielgruppe Wiesenfelden unter der Leitung von Oskar Sattler , zählt schon zu den „Alten“ im Kreisjugendsingen. Mit altbayerischen Liedern und Arien brachten sie viel Freude in den Saal. Oskar Sattler zählt übrigens zu den wenigen im Landkreis, die sich noch wirklich bemühen, der Jugend Musik und Gesang in frühester Jugend beizubringen. Den Schlußpunkt setzte wie immer die weit und breit bekannte Jugendrotkreuzkapelle Oberaltaich, die der Veranstaltung einen zünftigen Abschluß gab. Auch hier kam der Beifall aus vollem Herzen und ermutigte die jungen Leute zusammenzuhalten und weiterzulernen.
Bevor man auseinanderging nahm stellv. Landrat Alfons Schäffer das Wort. Dieser Nach-mittag habe wieder einmal gezeigt, sagte Schäffer, daß es sich lohne, für die Jugend im Land-kreis Bogen zu arbeiten. Er versicherte, daß der Kreisjugendring auch in der Zukunft mit der Unterstützung durch den Landkreis Bogen rechnen dürfe. Den Veranstaltern und Betreuern dankte er von Herzen für die geleistete Arbeit in den Jugendgruppen. Nachdem Pfarrer Groß noch auf die künftigen Veranstaltungen des KJR hingewiesen hatte (Tanzfahrt mit dem Schiff nach Passau am 9. 7. und „Quiz für junge Staatsbürger“ am 12. 6.), händigte er die Urkunden aus u. mit herzlichen Dankesworten an alle beschloß er die Veranstaltung.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.05.1966


Zu Pfingsten etwas Neues vom
Kaufhaus Schwarz, Hunderdorf
Sie finden besonders günstige Angebote in duftigev
Sommerkleidern, Jackenkleidern und Kostümen in
leichten Sommeranzügen, Shorts und Sporthemden für
Knaben und Herren, dazu die passenden Sandaletten
und Sommerschuhe sowie Badeanzüge, Badehosen und
alle übrigen Badeartikel.
Telefon Bogen 492
Quelle: Bogener Zeitung, 21.05.1966


Zu Grabe getragen
Windberg.
Eine große Zahl Trauergäste nahm an der Beerdigung des Herrn Josef Schneider von Meidendorf auf dem Friedhof in Windberg teil. Der Verstorbene mußte im Blütenalter von 27 Jahren, unschuldig in einen Verkehrsunfall verwickelt, sein Leben auf der Staatsstraße 2139 bei Hofdorf, Gemeinde Hunderdorf, lassen. Im Kindesalter schon Vollwaise, verbrachte Schneider seine Kinderzeit bei den Verwandten seiner Mutter in Meidendorf. In kürzester Zeit wollte Schneider mit seiner Verlobten in den Ehestand treten. Doch der Tod kam ganz plötzlich und Schneider verschied noch an der Unfallstelle. Den Angehörigen wendet sich unsere Teilnahme zu. Die Arbeitskameraden der Firma Weichselgärtner von Bogen gaben ihrem toten Arbeitskameraden das letzte Geleit und legten am offenen Grabe einen Kranz nieder. Ebenso die Kameraden des Kegelclubs. Unter den Klängen der Kapelle Bugl wurde er in das Grab gesenkt.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.05.1966


Aus der Gemeinderatssitzung
Windberg.
Nach langen Bestrebungen des Gemeinderates Windberg ist es nun endlich gelungen, ein Grundstück käuflich zu erwerben und als Baugelände auszuweisen. Vor allem kann man, nun an das schon lange geplante Projekt „Lehrerwohnhaus“ herantreten, welches ebenfalls auf dem erworbenen Grundstück zu stehen kommen soll. Der Kauf des Grundstückes wurde vom Gemeinderat mit 8 gegen 1 Stimme für gut geheißen. Die Gemeindeväter hoffen, daß das Aufstellen und Genehmigen des Bebauungsplanes keine allzu schwerwiegen-den und kostspieligen Aufwendungen heraufbeschwört und der Erwerb eines Baugrundes für jedermann erschwinglich wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.05.1966


Ministerpräsident Alfons Goppel:
„Eine Dreieinigkeit von Landschaft, Geschichte und Mensch“
Der Besuch des Bayerischen Ministerpräsidenten im Landkreis Bogen wurde zu einem Erlebnis für Gast und Gastgeber gleichermaßen – Tief beeindruckt von der Schönheit der Landschaft, von dem Leistungs- und Aufbauwillen ihrer Menschen und von ihrer Heimatliebe
Bogen. Stadt und Landkreis Bogen hatten am Samstag ihren „großen Tag“. Seit einem Königsbesuch im Jahre 1912 war es nach 54 Jahren das erste Mal,  daß ein bayerisches Staatsoberhaupt – in diesem Falle ein Ministerpräsident – dem Landkreis Bogen einen Besuch abstattete. Dieser Besuch kam sogar im Bewußtsein, einen Landstrich zu besuchen und war durchaus nicht überrascht, bei der Fahrt durch den Landkreis „sich immer noch im Lande Bayern zu befinden“, wie jener bayerische Potentat des 18. Jahrhunderts, von dem man sich erzählt, daß er sich schon im Ausland befindlich glaubte, als er den Bayerischen und Böhmischen Wald bereiste. Allerdings hat sich seit damals auch manches gewandelt in jenen Landstrichen, die man zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch als „Bayerisch Sibirien“ bezeichnete und — demgemäß auch so behandelte. Heute weiß man nicht nur in München, sondern auch in Bonn, daß gerade in diesem Gebiet mit die fleißigsten und treuesten Bewohner wohnen, die sich in ihrem Aufbauwillen, ihrem Fleiß und ihrer Heimatliebe kaum von den Bewohnern anderer Länder und Angehörigen anderer Stämme übertreffen lassen. Ministerpräsident Goppel hatte am Samstag bei einem Besuch mehr als einmal Gelegenheit, sich davon zu überzeugen.

Der P. Superior begleitet den hohen Gast in Windberg zur Klosterkirche

und dann ging die Fahrt weiter nach Schwarzach, wo eine kurze Begrüßungspause eingelegt wurde, und von hier aus weiter nach Windberg. Auf dem Weg dorthin machte man in Hunderdorf noch kurz Station, wo vor dem Gasthaus Sandbiller Schulkinder und die Jagdhornbläsergruppe Weilheim (Obb.) Aufstellung genommen hatten, die den Gast mit dem Signal „Begrüßung“ willkommen hießen. Gleichzeitig hatte der Ministerpräsident noch Gelegenheit, zwei Brautpaaren zu ihrer am Samstag erfolgten Eheschließung zu gratulieren und Gedenkmedaillen zu überreichen. Bei der Besichtigung der Abteikirche in Windberg hielt Pater Norbert Backmund einen erläuternden Vortrag, ebenso Amtmann Franz Kraus in seiner Eigenschaft als Kreisbaumeister bei der Besichtigung des Fremdenverkehrszentrums St. Englmar. Zuvor hatte noch die Begrüßung durch Bevölkerung und Vereine sowie Schulkinder, an ihrer Spitze Bürgermeister Schmelmer stattgefunden. Dr. Goppel war sichtlich beeindruckt von all dem Vorhaben, das geeignet ist, dem höchstgelegenen Pfarrdorf des Bayerischen Waldes in den kommenden Jahren ein anderes Gesicht zu geben u. zu einem Fremdenverkehrszentrum des Oberen Bayerischen Waldes werden zu lassen.

Quelle: Bogener Zeitung, 23.05.1966


Nach Gottes hl. Willen verschied am Samstag mein lieber Gatte, unser guter Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel
Herr Emil Müller
Finanzwachbeamter i. R.

im Alter von 81 Jahren nach schwerer Krankheit, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, schnell und unerwartet selig im Herrn.
Hunderdorf, Steinbach b. Giesen, Grieskirchen, den 21. 5. 1966
In tiefer Trauer:
Mathilde Müller, Gattin
Eduard Müller, Sohn mit Familie
Irma Brandtner, Tochter mit Familie
Erna Drahynicz mit Gatten
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst heute, Dienstag, um 9 Uhr, in Hunderdorf, mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.05.1966


Es kamen viele Glückwünsche und Geschenke
Hunderdorf.
Anläßlich des 25jährigen Profeßjubiläums der Leiterin des Kindergartens, Schwester Adolphine, gingen ihr aus den Kreisen der Bevölkerung und des Pfarramtes sowie der Gemeinde, die besten Glückwünsche und der Dank für die geleistete Arbeit zu. Als eines der schönsten Geschenke betrachtete die Schwester die Renovierung der Räume, die Verlegung neuer Böden und die Anschaffung einer Rutschbahn für den Spielplatz durch den Caritas-Verband, die Familie Kaldonek stiftete die Tapeten für den Vorraum. Schwester Adolphine läßt auf diesem Wege allen Gratulanten danken, die sie zu diesem Jubiläum so reichlich mit Glückwünschen und Geschenken bedacht haben.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1966


Trachtenvereine planen Wallfahrt zum Bogenberg
Hunderdorf.
Auf der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der „Trachtenvereine Vorderer Bayerischer Wald“ im Saale der Gastwirtschaft Sagstetter in Bogen wurde die Durchführung einer Wallfahrt auf den Bogenberg angeregt. Sie soll als Erntedank-Wallfahrt unter Beteiligung aller Trachtenvereine, die in dieser Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen sind und unter Teilnahme aller übrigen Vereine und der Feuerwehren durchgeführt werden. Dabei soll die Haibacher Singgruppe die „Waldler-Messe“ aufführen. Alle interessierten Vereine möchten sich vorzeitig bei Georg Baier, Hunderdorf, melden, damit eine ungefähre Übersicht der teilnehmenden Vereine möglich wird. Die nächste Versammlung der Arbeitsgemeinschaft findet am 25. Juli um 20 Uhr in der Gastwirtshaft Eibauer in Schwarzach statt. Um rege Beteiligung der einzelnen Mitglieder wird heute schon gebeten. Desgleichen werden die noch abseits stehenden Vereine eingeladen, sich zu dieser Arbeitstagung einzufinden. Besonders erfreulich ist die Initiative der Vereine, die bereits damit begonnen haben, alte Bräuche wieder aufleben zu lassen. Als gutes Beispiel kann man die Arbeit der Trachtenvereins Windberg nennen, der bereits vor einiger Zeit für seine verstorbenen Mitglieder am Ortseingang Totenbretter aufstellen ließen.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1966


Jakob Schlecht feierte Geburtstag
Windberg
. Am Montag feierte in Irenzfelden, Gemeinde Windberg, Jakob Schlecht seinen 74. Geburtstag. Obwohl er vor 12 Jahren sein Anwesen der Familie des Sohnes übergeben hat, arbeitet er immer noch rüstig mit. Der Jubilar stammt aus Unterwolfessen (Gem. Obermühlbach). 1928 heiratete er die Witwe Ottilie Kraus und wohnt seitdem in Irenzfelden, Er erwarb sich bald die Achtung und das Wohlwollen der Windberger durch sein ruhiges gewissenhaftes und humorvolles Wesen. Besonders interessierte er sich für alle Vorgänge in der großen und kleinen Politik; sein historisches Wissen ist beachtlich. Als einer der letzten übte er noch nach dem Ersten Weltkrieg in unserer Gegend dasHeimweberhandwerk aus. Seinen heutigen Ehrentag kann er im Kreise seiner Familie feiern, mit seiner Frau, drei Kindern und 12 Enkelkindern, Wir wünschen dem Jubilar noch einen gesunden Lebensabend.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1966


PKW-Fahrerin bedrängte Fußgängerin
Steinburg.
Eine 22jährige PKW-Fahrerin auf dem Kreis Viechtach fuhr so nahe an einer Fußgängerin vorbei, daß einer Frau der Henkel der Handtasche abgerissen und die Tasche entrissen wurde. Die Fahrerin wurde angezeigt.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1966


Rekordbeteiligung beim Ballonwettfliegen
Hunderdorf.
Imm er größerer Beliebtheit erfreut sich bei den Schulkindern des Landkreises das Ballonwettfliegen des Jugendrotkreuzes, das im Sinne der Völkerverständigung durchgeführt wird. Heuer kann man fast von einem „Großangriff“ mit friedlichen Waffen sprechen, werden doch nicht weniger als 5 0000 Ballone vom RK-Kreisverband angefordert und an den festgesetzten Flugtagen in die Lüfte gesandt. Mehrere hundert Ballone werden auch heuer wieder auf dem Kreuzberg bei Windberg gestartet, wo Schulkinder aus Hunderdorf, Neukirchen und Obermühlbach sich trafen und Kreisgeschäftsführer Novak und eine Helferin des RK buchstäblich alle Hände voll zu tun hatten, um die Ballone mit Gas zu füllen und abzubinden. Karten mit Freundschaftsgrüßen des JRK in verschiedenen Sprachen wurden dann noch von Kindern angehängt und die Friedens- und Freundschaftsboten gingen mit Nordost-Kurs auf die Reise. Wie in den Vorjahren, wird es auch diesmal für die weitesten Flüge Preise geben, wenn die Karten von den Findern zurückgeschickt werden. Hoffen wir also, daß die Saat des guten Willens auf fruchtbaren Boden fällt und bei den Findern Verständnis und Anerkennung auslösen wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1966


Ein Fernglas gestohlen
Steinburg.
Aus einer leerstehenden Wohnung wurde ein Fernglas im Werte von ca. 120 DM entwendet. Der Dieb ist bisher nicht bekannt.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.05.1966


Nach kurzer Krankheit verschied am 24. Mal 1966 mein lieber Gatte, unser guter Vati, Sohn und Bruder
Herr Erwin Reichelt
im Alter von 55 Jahren.
Hunderdorf, Mainz, USA, Passau, den 26. Mai 1966
In tiefer Trauer:
Gertrud Reichelt, Gattin
Karin und Helmut, Kinder
Anna und Karl Reichelt, Eltern
Erna Leissner, Schwester
Die Beerdigung findet am Freitag, den 27. Mai 1966, nachmittags 15 Uhr, in Hunderdorf, statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.05.1966


Vereinsabend des Trachtenvereins
Windberg.
Am Samstag treffen sich um 20 Uhr im Vereinslokal Amann die aktiven Mitglieder zu einem Vereinsabend. Auch passive Mitglieder werden um ihr Erscheinen gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.05.1966


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vorn 2. 5. bis 6. 5. 1966 eingereichten Baugesuche

Häusler Anton, Haselquanten, Gde. Steinburg, Einbau neuer Fenster … Pfarrkirchenstiftung Windberg, Einbau einer Feuerungsanlage in die Pfarrkirche …
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.1966


Windberger FFW hat acht Leistungsabzeichen
Die Windberger Wehr bewältigte die vorgeschriebenen Übungen außerordentlich gut
Dritte Gruppe für das silberne Abzeichen vorgesehen
Windberg.
In diesem Monat wurde von den Wehrmännern der Freiw. Feuerwehr Windberg Heinrich Hartmannsgruber, Windberg, Helmut Hartmannsgruber, Windberg, Rudolf Päßler, Ried, Raimund Abstreiter, Windberg, Alfons Schroll, Windberg, Otto Schötz, Böhmhöfl, Wil-helm Häusler, Netzstuhl, Alfons Hornberger-Netzstuhl und Dietmar Schmidbauer, Windberg, das 2. Leistungsabzeichen in Silber erworben. Die Leistungsprüfung wurde abgenommen von Schiedsrichtern Löw von Perasdorf, Heß von Pilgramsberg und Pellkofer von Wiesenfelden. Für die Vorbereitung auf die Leistungsprüfung opferte Kommandant Holmer so manche freie Stunde, denn jeder Wehrmann muß alle praktischen und technischen Arbeiten beherrschen. Die Arbeiten des einzelnen Wehrmannes bei der Leistungsprüfung werden vor Beginn der Prüfung vom Prüfungsausschuß durch Los angewiesen. Die Windberger Wehr bewältigte die vorgeschriebene Übung außerordentlich gut. Wiederum hat sie bewiesen, daß sie jederzeit einsatzbereit und gut gerüstet ist. Dies ist nun die 7. Gruppe mit den Leistungsabzeichen, (2 Gruppen in Silber und 5 Gruppen in Bronze). Kommandant Holmer hat den Wunsch, daß die Windberger Feuerwehr im Laufe des Sommers noch eine dritte Gruppe für den Erwerb des silbernen Leistungsabzeichen ausbildet.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.1966


Glück hat auf Dauer nur der Tüchtige
Metzgermeister Adolf Sandbiller mit 2 Preismünzen der DLG ausgezeichnet – Auch in den Jahren 1964 und 1965 war der junge Meister erfolgreich
Hunderdorf.
Wenn man bedenkt, daß bei der diesjährigen Qualitätsprüfung für Fleischwaren und Feinkosterzeugnisse in Frankfurt unter den Preisträgern nur zwei aus der weiteren Umgebung von Straubing und Bogen waren, dann ist das ein Wertmaßstab dafür, wie streng auf dieser Ausstellung getestet wird. Neben einer Straubinger Fleischwarenfabrik, die dort erfolgreich war, hat Adolf Sandbiller mit den eingesandten Wurstwaren je eine bronzene und eine silberne Medaille bekommen.
Seit drei Jahren beschickt Sandbiller diese Ausstellung, für die Wurstwaren aus dem Sortiment entnommen werden müssen, da sie auf telegrafischen Abruf einzusenden sind und da-her keine „Extrawurst“ angefertigt werden kann. 1964 erhielt der junge Meister erstmals für seinen Käseschinken eine Silbermedaille, 1965 wurde sein roher Saftschinken mit dem gleichen Preis ausgezeichnet und 1966 erhielt er für seinen Kochschinken eine bronzene und für die Kümmelwurst eine silberne Preismünze. Die Bedeutung dieser Auszeichnung mag auch daraus hervorgehen, daß Sandbiller zu seinem Erfolg viele Glückwünsche erhielt, die aus fast allen Teilen der Bundesrepublik kamen. Man sieht also heute wieder mehr auf Qualitätserzeugnisse, und nimmt auch die Hersteller zur Kenntnis.
Sandbiller, der 1958 die Meisterprüfung ablegte, galt damals als jüngster Meister von Nie-derbayern. Seine beachtlichen beruflichen Erfolge sind ein Beweis dafür, daß er über die Ausbildung hinaus noch an handwerklicher Weiterbildung interessiert ist und er seiner Kundschaft nur das Beste bieten will. Gerade diese Einstellung darf man an dem jungen Meister besonders hervorheben, gilt doch im allgemeinen gerade unser Gebiet als etwas konservativ, um nicht zu sagen rückständig. Solche Erfolge tragen schließlich auch dazu bei, den Ruf des Vorwaldes aufzubessern und ihm mehr Gewicht im bayerischen und deutschen Raum zu geben.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.1966


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 9. 5. bis 13. 5. 1966 eingereichten Baugesuche
… Wotruba Johann, Windberg, Überdachung der best. Terasse mit Erweiterung des Wohnhauses … Hahn Gottfried, Landshut, Niedermayerstr. 20 b, Anbau an das best. Wochenendhaus in Staudach, Gde. Windberg; Hornberger Josef, Haselquanten, Gde. Steinburg, Neubau eines Lagergebäudes und Garagen.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1966


Bei der Ausfahrt ein Unfall
Steinburg.
Am Pfingstmontag gegen 14 Uhr stieß ein PKW-Fahrer beim Rückwärtsausfahren aus einer Ausfahrt auf die Staatsstraße 2139 mit einem vorbeifahrenden PKW zusammen. Die LP Bogen nahm den Unfall auf.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1966


Nach Gottes hl. Willen verschied am Pfingstmontag unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Oma, Uroma, Schwester, Schwägerin, Tante und Patin
Frau Cäcilia Bornschlegl
Austragslandwirtswitwe

im Alter von 79 Jahren, selig im Herrn.
Hofdorf, Schwarzach, Harrling. Atting, Vancouver (Kanada), Kirchseeon, den 31. Mai 1966
In tiefer Trauer:
Die Kinder
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Donnerstag. 2. 6. 1966, um 9 Uhr, in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1966


Innenrenovierung der Pfarrkirche beginnt
Windberg.
In dieser Woche beginnen die Arbeuiten zur Innenrenovierung der Windberger Pfarrkirche. Zuerst ist daran gedacht, eine Kirchenheizung einzubauen. Da diese Arbeiten den verfügbaren Raum in der Kirche stark einschränken, werden jetzt auch in den Filialkirchen am Sonntag Gottesdienste sein. In Windberg ist ab, sofort am Sonntag nur mehr eine hl. Messe um 6.30 Uhr und der Pfarrgottesdienst um 8 Uhr. In Heilig Kreuz ist am Sonntag 9 Uhr die Konventmesse. Schließlich ist auch in Meidendorf um 10 Uhr ein Gottesdienst. Neben den Arbeiten im Innern der Kirche wird auch außen weiter renoviert; es ist schon in den nächsten Tagen damit zu rechnen, daß die Vorarbeiten zur Erneuerung des Kirchendaches beginnen.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.06.1966


Der Trachtenverein fährt zum Gaufest
Hunderdorf.
 Der Trachtenverein Hunderdorf beteiligt sich am kommenden Sonntag, 5. Juni, am Gaufest in Waffenbrunn bei Cham. Die Teilnehmer treffen sich am Sonntag um 6.30 Uhr beim Vereinslokal Georg Baier zur gemeinsamen Fahrt. Einige Plätze sind noch für Mitfahrer frei. Der Fahrpreis beträgt 5,50 DM. Anmeldung bis Samstagabend im Vereinslokal Georg Baier.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.06.1966


Der Sportverein wählt seinen Ausschuß
Hunderdorf.
Am kommenden Samstag um 20 Uhr treffen sich die Mitglieder des Sportvereins sowie die Interessenten im Sandkiller-Saal, um die künftige Vereinsführung zu wählen. Gleichzeitig soll die Beteiligung in der kommenden Saison an den Verbandsspielen besprochen werden. Vereinsname, Beitragshöhe und Platzfrage stehen ebenfalls auf der Tagesordnung, so daß zahlreicher Besuch erwartet werden darf.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.06.1966


NACHRUF
Tief erschüttert geben wir bekannt, daß unser langjähriger Mitarbeiter
HERR ERWIN REICHELT
Abteilungsleiter

nach kurzer Krankheit plötzlich verstorben ist.
Sein gewissenhafter und selbstloser Einsatz für die Belange unseres Betriebes werden ihn uns nie vergessen lassen.
Hunderdorf, den 2. Juni 1966
Geschäftsleitung, Betriebsrat und Belegschaft
der Fa. NOLTE-MÖBEL – Hunderdorf
Quelle: Bogener Zeitung, 03.06.1966


Sechsjähriger Bub in Löschweiher ertrunken
Bogen.
(Lb) In einem Feuerlöschteich ist am Freitagnachmittag der sechs Jahre alte Anton Wanninger aus Muggenthal (Landkreis Bogen) ertrunken. Wie die Lamdpolizei am Samstag berichtete, blieben alle Wiederbelebungsversuche durch Rot-Kreuzhelfer erfolglos.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.06.1966


Fronleichnam in Windberg
Windberg.
Infolge der Innenrenovierung der Pfarrkirche mußte die Ordnung für Fronleichnam geändert werden: Der Frühgottesdienst beginnt um 6 Uhr, der feierliche Pfarrgottesdienst um 7 Uhr. Er wird nicht in der Kirche sein, sondern unter freiem Himmel im Klostergarten. Anschließend ist die Prozession durch das Dorf. Der letzte Gottesdienst ist um 9.30 Uhr. Bei schlechtem Wetter fällt die Prozession aus. Die Gottesdienste sind in diesem Fall in Windberg um 6.30 und 8 Uhr, in der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz um 9 Uhr und in der Filiale Meiden-dorf um 10 Uhr. Bei zweifelhaftem Wetter wird morgens um 6 Uhr in Heilig Kreuz und Meidendorf mit einem kurzen Glockengeläute angedeutet, daß die Prozession ausfällt und statt dessen in diesen Kirchen Gottesdienste stattfinden.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.06.1966


Vom Standesamt Bogen
Bogen.
Das Standesamt Bogen verzeichnete im Monat Mai 21 Geburten, 2 Eheschließungen und 9 Todesfälle. Geburten: Reinhold Alois Beck, Hunderdorf; Werner Lothar Hornberger, Schafberg (Gde. Steinburg) … Helga Hirtreiter, Hoch, (Gde. Hunderdorf) … Karl Josef Fuchs, Hoch (Gde. Hunderdorf); Armin Paul Oberrneier, Bauernholz (Gde. Hunderdorf) … Franz Xaver Poiger, Stetten (Gde. Hunderdorf) … Franz Josef Lichtl, Lindfeld (Gde. Hun-derdorf); Leandro Gil, Hunderdorf … Cornelia Dorfner, Breitfeld (Gde. Hunderdorf); Ronald Georg Hiller, Windberg …
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1966


Man geleitete den Herrn durch das Dorf
Die Gemeinde Hunderdorf beging das Fronleichnamsfest in der traditionellen glanzvollen Form
Hunderdorf.
Wie kaum ein anderes Fest der katholischen Kirche wird gerade das Fronleichnamsfest in Altbayern besonders glanzvoll begangen. Wenn die Natur selbst sich schmückt, wird der Herr in Gestalt des hl. Sakramentes durch die Straßen und Plätze der Ortschaften geleitet und die bunten Fahnen der Vereine, der reiche Blumenschmuck und das zarte Grün der Birken an den Häuserfronten tun ein übriges, um dieses Bild zu vervollkommnen. Auch heuer war die Zahl der Beteiligten in Hunderdorf wieder groß und unter Vorantritt der Feuerwehren, des VdK- und des Krieger- und Veteranenvereins sowie der Trachtler, formierte sich der Zug mit den christlichen Jugendgruppen, der Schuljugend, den Kindern aus dem Kindergarten, den Himmelträgern mit den Geistlichen, den Gemeinderäten mit den Bürgermeistern aus Hunderdorf, Steinburg und Gaishausen sowie den Männern und Frauen. Die Familien Hornberger, Baier, Härtenberger und Groß hatten auch heuer wieder für die Aufstellung der Altäre zu den vier Evangelien gesorgt und die Plätze schön geschmückt. Pfarrer Ruß, assis tiert von Kooperator Johannes und Pater Wolfgang, sprach die Gebete um die Anliegen der hl. Kirche, der Volksgemeinschaft, der Früchte der Erde und die Gemeinde.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1966


Anton Tremmel feiert Geburtstag
Hunderdorf.
Für den Sonntag hat der Postschaffner i. R. Anton Tremmel seine Freunde aus dem Krieger und Veteranenverein, sowie vom VdK zu einem Geburtstagumtrunk ins Gasthaus Edbauer eingeladen, um in ihrem Kreise sein 75. Geburtstagsfest zu feiern. Die Wiege des Jubilars stand in Pillersberg im Landkreis Bogen. Mit seiner Ehefrau kam im September 1938 nach Lintach. Ein Sohn und eine Tochter gingen aus der Ehe hervor und seit seine Frau im Jahre 1961 gestorben ist, versorgt ihm die Tochter den Haushalt. Herr Tremmel nahm am Ersten Weltkrieg teil und wurde mehrmals ausgezeichnet. Ein Kriegsleiden macht ihm noch heute zu schaffen. Für seine Mitgliedschaft beim VdK und beim Krieger- und Veteranenverein wurde er mit dem Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Heute genießt er den verdienten Ruhestand, interessiert sich aber noch für die Vorgänge in der Gemeinde und Öffentlichkeit. Zu seinem Geburtstag und Namensfest, das er zugleich feiern kann, wünscht ihm auch seine Heimatzeitung alles Gute.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1966


Steinburger Kirta
Steinburg.
Morgen, Sonntag, feiert Steinburg den altherkömmlichen Johanni-Kirta. Dieser wird eingeleitet mit einem großen Tanzabend der Freiwilligen Feuerwehr in der Bergerhalle am heutigen Samstag. Es spielen die „Blue Hawaiians“ in verstärkter Besetzung auf, so daß erstklassige Stimmungs- und Tanzmusik erwartet werden darf. Am Sonntag wird dann um 9 Uhr in der Schloßkapelle, die dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht ist, eine feierliche Messe zelebriert Im Anschluß daran findet die Weihe des neuen Kreuzes auf der „Hohen Linde“ statt. Das Kreuz wurde von der Familie des Schloßherrn zu Steinburg, Dr. Freiherr Baron Adalbert von Poschinger-Bray gestiftet und am schönsten Aussichtspunkt der ganzen Umgegend aufgerichtet. Die Schulkinder werden die feierliche Weihe mit Liedern und Gedichten umrahmen. Der Nachmittag ist der Fröhlichkeit und Unterhaltung bestimmt. Ein reichhaltiger Vergnügungspark steht jung und alt zur Verfügung und viele Fieranten warten auf Kauflustige. Im schattigen Garten schenkt der Berger-Bräu sein kühlendes Naß aus und die „lustigen Perlbachtaler“ konzertieren und ab 15 Uhr ist Tanz in der Bergerhalle.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1966


Nach Gottes heiligem Willen verschied am
9. 6. 1966 meine liebe Schwester, Schwägerin
und Tante
Frau Hedwig Burger
im Alter von 71 Jahren selig im Herrn.
Schafberg, Taufkirchen. Penzberg, den 9. 6. 1966
In tiefer Trauer:
Maria Guggeis, Schwester m. Fam.
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Samstag, den 11. 6. 1966, um 10 Uhr, in Hunderdorf, mit anschließen-
der Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1966


Fatimatag mit Lichterprozession
Windberg.
Am Montag, 13. Juni, treffen sich die Pilger wieder in Heilig Kreuz bei Wind-berg zum Fatimatag. Der Rosenkranz beginnt um 14 Uhr, anschließend ist um 14.30 Uhr die Predigt und hernach die Marienfeier. Abends um halb acht Uhr sammeln sich nochmals die Marienverehrer bei der Windberger Pfarrkirche. Von hier aus wird die Lichterprozession nach Heilig Kreuz ziehen. Dort ist als Abschluß eine Abendmesse.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.06.1966


Mütterberatung
Windberg.
Für Windberg und Umgehung findet die Mütterberatung morgen, Dienstag, um 15 Uhr im Gasthaus Amann in Windberg und für Meidendorf und Umgehung am Mittwoch, 15. 6. um 15.30 Uhr im Gasthaus Huber in Meidendorf statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.06.1966


Bald auch Schulfernsehen in Hunderdorf
Filme im Unterricht sind nicht Vergnügungsvorstellungen, sondern Anschauungsunterricht
Hunderdorf.
Zur letzten Schulverbandssitzung konnte Bürgermeister Härtenberger auch Bür-germeister Gall aus Gaishausen, sowie Rektor Hösl begrüßen. Der Schulleiter berichtete zu-nächst über Anschaffungen für die Volksschule im Laufe des letzten Jahres. Aus dem Milch-pfennig konnte u. a. auch ein Tonbandgerät angeschafft werden, das bisher im Unterricht für Schulfunksendungen und den Musikunterricht gut eingesetzt werden konnte. Er ging sodann auf die Wünsche ein, die er als Schulleiter in diesem Jahr an die Gemeinde hätte. Der Antrag auf Teerung der Pausenterrassen und die Erstellung einer Fahrradhalle wurde aber vorn Gemeinderat zurückgestellt, da man diese Arbeiten bei einem notwendigen Erweiterungsbau des Schulgebäudes in die Planung einbeziehen will, was den Vorteil hat, daß es dazu dann auch Zuschüsse gibt. Außerdem muß man erst die Entwicklung der Verbandsschulangelegenheit und der damit zusammenhängenden steigenden Schülerzahlen abwarten, damit die Bauten auch der künftigen Schülerzahl gerecht werden. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag des Bürgermeisters zu, wonach heuer die Südostseite des Schulhauses renoviert werden soll. Gerade die Holzverschalung, das Mauerwerk und die Fenster bedürfen eines dauerhaften Anstriches. Auch Schulleiter-und Lehrerzimmer sollen neu getüncht werden. Kopfzerbrechen bereitet die Anschaffung eines Tonfilmgerätes. Man versucht zu einem Kompromiß zu kommen. Die Gemeinde will sich mit den Nachbarschulen zusammentun, um ein gemeinsames Gerät zu kaufen und es sich gegenseitig auszuleihen. Diese Lösung dürfte sich jedoch nicht gerade als glücklich erweisen, da heute relativ oft der Film als Anschauungsmittel im Unterricht eingesetzt wird und das Gerät dann auch im Schulhaus parat sein soll. Dagegen wurde die Anschaffung eines Fernsehgerätes für die Schule gutgeheißen, gibt doch das Land zur Zeit Zu-schüsse, so daß die Gemeinde selbst nur einen Betrag von etwa 250.- DM und die Kosten für die Errichtung einer Antenne aufzuwenden hat. Sicherlich werden Lehrkräfte und Kinder diese Bereicherung des Unterrichtes durch das Schulfernsehen begrüßen. Schließlich wurde der Schulhaushalt mit einem Aufwand von 50 500.- DM für 1966 genehmigt und die Rechnungslegung für 1965 mit 51 533.- DM abgeglichen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.06.1966


Kanalisation und Straßenbau die Hauptanliegen
Kassenverwalter soll hauptamtlich angestellt werden – Versammlung der Siedlungsstraßler
Hunderdorf.
Zahlreich waren die Tagungspunkte der letzten Gemeinderatssitzung. Die Vielzahl der zu bewältigenden Aufgaben bewies wieder einmal, daß die Probleme nur durch ein schrittweises überlegtes Vorgehen bewältigt werden können.
Zunächst galt es, eine Geschäftsordnung aufzustellen. Mit kleinen Änderungen wurde die Geschäftsordnung und Satzung zum örtlichen Gemeindeverfassungsrecht, wie sie als Standard-Ordnung vorliegt, vom Gemeinderat einstimmig angenommen. Darin wird auch die Höhe der Sitzungsgelder für die Gemeinderäte festgelegt, die nunmehr 5 DM pro Sitzung erhalten
Der Gemeinderat beabsichtigt, den bisherigen Kassenverwalter und Gemeindediener Pollmann künftig hauptamtlich anzustellen, um damit endlich ein klares Arbeitsverhältnis für Herrn Pollmann zu schaffen, der nun schon rund zwei Jahrzehnte die Finanzen der Gemeinde gewissenhaft und mit Sachkenntnis verwaltet.
Die Feuerschutzabgabe wurde wie in den Vor-jahren auf 8 DM festgesetzt. Auch die Hundesteuer wurde mit 7 DM auf der gleichen Höhe wie in den Vorjahren belassen. Als Aufwandsentschädigung für den 1. Bürgermeister genehmigte man zum Mindestsatz für den 1. Bürgermeister vergleichbarer Gemeinden zusätzlich noch 10 Prozent. Für den 2. Bürgermeister wurde eine monatliche Aufwandsentschädigung von 20 DM gebilligt, sie bewegt sich damit auf der gleichen Höhe, wie sie in der letzten Wahlperiode zugestanden worden war.
Für den Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge wurde ein Beitrag von 75 DM pro Jahr bewilligt. Der Gemeinderat beschloß die Arbeiten am 1. Bauabschnitt der Kanalisation fortzuführen. Die Arbeiten werden ausgeschrieben und sollen möglichst bald durchgeführt werden. Sie betreffen die Ableitung der Abwässer von der im Siedlungsgebiet Bahnhof erstellten Kanalisation. Dabei geht es vor allem um die Verlegung des Kanals bis zur Bacheinmündung am Ortsende von Apoig.
Die Siedlungsstraße im Bebauungsgebiet am Bahnhof bedarf eines Ausbaues und der Teerung. Hier hatte der 1. Bürgermeister Härtenberger angeregt, daß man die Anlieger zu einer Versammlung einladen müsse, um gemeinsam mit ihnen die auftauchenden Probleme zu besprechen.
In den Schulverbandsausschuß wurden die Gemeinderäte Edbauer, Aumer, Schmettlach, Schaubeck und Steckler gewählt. Ein Antrag auf Weginstandsetzung führte zu dem Erfolg, daß man den Wegeausschuß beauftragte, innerhalb des Gemeindebereiches alle Wegeverhältnisse genau zu überprüfen und bei der nächsten Versammlung dem Gemeinderat über die Dringlichkeit zu berichten. Der Gemeinderat wird dann umgehend Maßnahmen treffen, um die Wege zu verbessern.
Von seiten der CSU stellte 2. Bürgermeister Hornberger den Antrag, möglichst bis zum Jahre 1967 die Straße nach Thannanger auszubauen. Da auch die Gemeinde Gaishausen hier den Ausbau vorantreibt, würde damit eine gute Verbindungsstraße zwischen Hunderdorf und Steinburg hergestellt, die Thannanger und Gaishausen besser in das Verkehrsnetz einbeziehen und zugleich die Staatsstraße Hunderdorf-Steinburg entlasten würde. Bürgermeister Härtenberger wurde beauftragt, diesbezüglich Schritte zu unternehmen, damit das Projekt rechtzeitig durchgeführt werden kann.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.06.1966


Haushaltssatzung für Steinburg beschlossen
In der letzten Sitzung des Gemeinderats wurde der Haushaltsplan, der ein Volumen von 165 548 Mark hat, genehmigt
Steinburg.
Am Freitag hatte 1. Bürgermeister Alfons Berger seinen Gemeinderat zur Haushaltsplanung geladen. Hierzu hatte die Buchungsstelle des Landratsamtes schon wertvolle Vorarbeit geleistet und den Entwurf des Haushaltsplanes vorbereitet.
Bei Eröffnung der Sitzung konnte Bürgermeister Berger neben den vollzählig erschienenen Gemeinderäten auch den Leiter der Rechnungsprüfungsstelle des staatlichen Landratsamtes, Oberinspektor Gerhard Sigl, begrüßen. Sodann begann die Beratung des Planes, der ein Volumen von 165 543 DM in den Einnahmen und Ausgaben aufweist. Gemeindekassier Josef Feldmeier trug die einzelnen Haushaltsposten ausführlich vor. Es zeigte sich wiederum, wie weit das Aufgabengebiet einer Gemeinde reicht und wieviel Geld dafür ausgegeben werden muß, wovon ein Außenstehender keine Ahnung hat, und es zeigte sich wieder, daß ein Haushaltsplan nicht am Unterhaltungstisch beschlossen werden kann. Schwache Punkte des Steinburger Haushalts sind der Rückgang der Gewerbesteuer und die enorme Erhöhung der Kreisumlage auf 64 100,03 DM_ Dazu kommen  noch, daß Steinburg die einzige Gemeinde des Landkreises ist, die keine Schlüsselzuweisungen bekommt. Aus beiden Tatsachen ergibt sich für den Haushaltsplan eine Minussumine von rund 34 000 DM. Deshalb sagte auch Oberinspektor Sigl eingangs der Aussprache, daß es schwierig sei, den Haushaltsplan aufzustellen. Eine Gemeinde, die von der Gewerbesteuer lebe, habe es immer schwer, den Haushalt ausgleichen zu können. Da seien diese mit der Grundsteuer als Haupteinnahme schon besser daran. Eine Debatte über gegebene Tatsachen erübrige sich. Das erkannte auch der Gemeinderat und der Haushalt des „Maßhaltens“ wurde einstimmig gebilligt, wenngleich schon mancherorten neuen großen Maßnahmen und Ausgaben gesprochen wurde. Es ist immer gut, zu wissen, daß der eigene Schatten nicht übersprungen werden kann.
Der Schulhaushalt erreicht für dieses Rechnungsjahr eine Summe von 11 820 DM an Einnahmen und Ausgaben. Das ergibt pro Schulkind einen Betrag von 101.10 DM. Am Schulverband der Volksschule Au vorm Wald sind die Gemeinden Steinburg, Gaishausen und Hunderdorf beteiligt, die nach den Schülerzahlen am Haushalt beteiligt sind. Somit trifft Hunderdorf ein Betrag von 101,10 DM, Gaishausen ein Betrag von 1 111,10 DM und die Gemeinde Steinburg der Betrag von 7 683.60 DM. Der Schulhaushalt wurde ebenfalls einstimmig genehmigt.
Anschließend verlas Bürgermeister Berger zwei Anträge der Schulleitung. Der erste befaßte sich mit der Außenrenovierung des Schulhauses, das Mängel am Verputz aufweist. Man  einigte sich, daß die Mörtelschäden sofort beseitigt werden und für den Anstrich ein Kostenvoranschlag eingeholt werden soll. Es wäre schön, wenn die beschriebenen -Mängel heuer beseitigt würden. Über den zweiten Antrag der Schulleitung über Ausstattung an Lehrmitteln war man in Anbetracht der finanziellen Lage geteilter Meinung, wobei aber zu sagen ist, daß dieser Antrag zugunsten der Kinder erstrangig, wäre. Man einigte sich jedoch und will die Schulleitung ersuchen, eine Aufstellung der benötigten Lehrmittel zu machen. Man wird in der nächsten Sitzung wohlwollend darüber beschließen. Anträge der FFW Au vorm Wald und der FFW Steinburg über Anschaffungen und Ausgaben wurden genehmigt.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.06.1966


Fahrt zur St. Wolfgangs-Woche
Hunderdorf.
Am Mittwoch ist für die Pfarrei Hunderdorf eine Fahrt zur St. Wolfgangs-Woche in Regensburg geplant. Bei genügender Beteiligung wird der Bus gegen 7 Uhr in Hunderdorf abfahren. Um 9 Uhr ist Pilgermesse in St. Emmeram und von 10 bis 11 Uhr kann die Vorführung des Tonbildes über St. Emmeram im Obermünster-Saal besucht werden. Auf Wunsch der Teilnehmer wird dann am Nachmittag die Fahrt nach Kelheim und Weltenburg ausgedehnt. Rückkehr am Nachmittag. Die Fahrtkosten werden je nach Programmgestaltung zwischen 5 und 10 DM liegen. Anmeldungen müssen. bis zum Samstag im Pfarrhaus erfolgen.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.06.1966


Zusammenschluß der Trachtler
Windberg.
Am Samstag treffen sich die aktiven Mitglieder des Vereins um 20 Uhr im Vereinslokal Amann zu einer Volkstanz- und Plattlerprobe. Das Erscheinen aller Mitglieder ist wichtig, da nochmals über einen Anschluß und über die Arbeitsgemeinschaft der Heimat- und Volkstrachtenvereine Vorderer Bayerischer Wald gesprochen wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.06.1966


Johann Schlecht 65 Jahre alt
Steinburg.
Am 15. Juni 1966 vollendete der Lagerverwalter der Baywa Johann Schlecht seinen 65. Geburtstag. Mit diesem Datum tritt er auch in den wohlverdienten Ruhestand, zu dessen Sicherung er jahrzehntelang gearbeitet hat. Es ist ihm wohl zu wünschen, daß er seinen Ruhestand in bester Gesundheit noch viele Jahre genießt. Johann Schlecht ist ein einfacher Mann aus dem Volk, der sich das Vertrauen seiner Kunden nicht durch leere Worte, sondern durch seine guten Ratschläge, durch echten Kaufmannsgeist und reelle Bedienung erworben hat. Er würde sonst nicht zu einem im Außendienst anerkannten Geschäftsführer ernannt worden sein. Zuletzt leitete er den Lagerbetrieb des von der Baywa gepachteten Lagerhauses Fuchs in Neukirchen in mustergültiger Weise. Der Dienst am Kunden wurde bei ihm immer groß geschrieben und seine Erfolge fanden die höchste Anerkennung der Direktion dieses großen Betriebes. Johann Schlecht war ein Fachmann und allen ein guter Berater und Lehrmeister. Er ist mit der Landwirtschaft aufgewachsen und versteht etwas davon. Die Umstellung zur Technik und moderner Bewirtschaftung in seinem Handelsraum gelang ihm vollkommen und er war dabei anerkannter Praktiker. Von Theorie hält er nicht viel und er hat seine Erfahrungen zigmal bewiesen. Selbst aus einer Bauernfamilie stammend, wuchs er schon mit der landwirtschaftlichen Arbeit auf, die ihn zu einem zuverlässigen Berater machte. In seinem Heim ist alles wohlbehalten. Der einzige Sohn. ist Schäffler bei einen Münchner Großbrauerei und die Schwiegertochter umhegt den Jubilar. Die Heimatzeitung gratuliert ihm, der schon immer ein interessierter Leser gewesen ist.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.06.1966


Hunderdorf braucht ein Bad
Neuwahl beim SPD-Ortsverein
Hunderdorf.
Am Freitagabend trafen sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Hunderdorf im Gasthaus Sandbiller. Der 1. Ortsvorsitzende stellte sein Amt zur Verfügung, denn Punkt 1 der Tagesordnung war die Neuwahl der Vorstandschaft. In geheimer Wahl, die ausgesprochen schnell und einstimmig erfolgte, wurde wiederum Herr Xaver Aumer das Vertrauen ausgesprochen. Sein Stellvertreter und somit 2. Ortsvorsitzender wurde Hans Müller von Apoig. Kassenverwalter ist weiterhin Karl Wölfl, Organisationsleiter Xaver Diewald, Schriftführerin Anny Wittmann von Lintach. Die Gemeinderäte Herr Otto Unger und Herr Xaver Neumeier wurden als 1. und 2. Beisitzer gewählt. Als Ansporn zur aktiven Arbeit für die Vorstandschaft dient die während der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl im März abgegebene große Stimmzahl der Hunderdorfer Bevölkerung. Damit wurde ein-stimmig der Beweis erbracht, daß auch die Arbeit des SPD-Ortsvereins akzeptiert wird. In der Aussprache wurde von den Vereinsmitgliedern an die SPD-Gemeinderäte die Bitte herangetragen, sich bei der Gemeindeverwaltung für den Bau eines Freibades einzusetzen. Hunderdorf als zweitgrößter Ort des Landkreises braucht ein Bad.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.06.1966


Sänger proben
Hunderdorf.
Der Gesangverein Metten hat Hunderdorf zur 1 200-Jahrfeier und Markterhebung eingeladen. Die Vorstandschaft bittet daher alle aktiven Sängerinnen und Sänger zu einer wichtigen Probe am Dienstag um 8 Uhr ins Gasthaus Sandbiller. Da zugleich die Frage der Teilnahme und die Art der Beteiligung besprochen werden soll, wird dringend um vollzähliges Erscheinen der Chormitglieder gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.06.1966


Ewige Anbetung
Hunderdorf.
Die Betstunden für die Ewige Anbetung am Donnerstag sind wie folgt festgelegt: 12 bis 1 Uhr Schulkinder der Schulen Hunderdorf und Steinburg, 13 bis 14 Uhr Rammersberg, Lintach und Hoch, 14 bis 15 Uhr Ebenthann, Thannanger, Stockwies, Grub, Ellaberg und Weinberg, 15 bis 16 Uhr Rieglberg, Röhrnau, Irlach, Ehrn, Gaishausen und Au v. Wald, 16 bis 17 Uhr III. Orden, Mütterverein, Sühneverein, 17 bis 18 Uhr Steinburg, Wegern, Schafberg, Brandstatt, Starzenberg, Breitfeld, 18 bis 19 Uhr Bauernholz, Eglsee, Apoig, Lindfeld, 19 bis 20 Uhr Hunderdorf, Stetten, Sollach, Hofdorf und Zierholz. Um 19.30 Uhr beginnt bereits das Schaueramt für Hoch mit Tedeurn und Einsetzung.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.06.1966


Ewige Anbetung in Heilig Kreuz
Windberg.
Am Donnerstag trifft in der Pfarrei Windberg die Ewige Anbetung. Wegen der Arbeiten an der Innenrenovierung wurden die Anbetungsstunden nach Heilig Kreuz verlegt. Hier ist morgens 6 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten und dann Anbetung für die Mädchen und Mütter sowie hl. Messe. Um 8 Uhr ist Schulmesse im Rahmen der Anbetungsstunde für die Kinder. Anschließend ist Gelegenheit für die Pilger zur stillen Einkehr vor dem Allerheiligsten. Um 12 Uhr ist dann Segen und Einsetzung. Die hl. Messe, die ansonsten jede Woche am Freitag ist, fällt in dieser Woche aus. Heilig Kreuz weist in den letzten Wochen einen besonders starken Pilgerbesuch auf. Höhepunkt war die Fatimafeier am 13. Juni, wo besonders zur abendlichen Lichterprozession viele Wallfahrer kamen. Dankenswerterweise hat sich der Windberger Trachtenverein der ziemlich stark beschädigten Bänke angenommen und sie erneuert. Hoffentlich werden sie lange Zeit geschont werden, sind sie doch ein willkommener Ruheplatz für die Pilger und Wanderer.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.06.1966


Innenrenovierung der Kirche hat begonnen
Windberg.
Die lang ersehnte Innenrenovierung der Windberger Pfarrkirche wird nun endlich Wirklichkeit. Seit einigen Tagen herrscht ein unbeschreibliches Durcheinander in der Kirche: Die Bänke wurden entfernt, fast in der ganzen Kirche ist das Pflaster aufgerissen, die wertvollen Kunstschätze sind mit großen Planen überdeckt. Man ist jetzt dabei, den Untergrund für das Pflaster neu aufzuschütten; es ist auch noch geplant, in diesem Jahr die Heizung einzubauen. Hierzu sind große Schachtungsarbeiten nötig. Pfarrer Pater Ephrem, der unermüdlich selber mit Schaufel und Schubkarren arbeitet und karrt, sprach in seiner Predigt diesen Sonntag von der „rührenden Mitarbeit“ der Pfarrangehörigen, die jede Erwartung weit übertroffen habe.
Um so erfreulicher ist es, daß die lange unzureichenden Mittel der vergleichsweise armen Gemeinde Unterstützung erfahren sollen durch staatliche Hilfe für die Renovierung. Als vor einigen Wochen Ministerpräsident Goppel die Kirche besuchte, war er sehr beeindruckt von ihrer Schönheit, mußte aber auch die Notwendigkeit ihrer Erneuerung erkennen. Der Bayerische Wald ist mit Kunststätten nicht überhäuft und so muß es ein Anliegen nicht nur der Pfarrgemeinde, sondern auch des Kreises, wie des Bezirkes und des Landes sein, mit allen Mitteln diese Arbeiten zu fördern. Es gibt wenig Kirchen, in denen alle Jahrhunderte so harmonisch die stummen Zeugen ihrer Kunstfertigkeit hinterlassen haben wie gerade hier. Keine Stilrichtung überlagert die anderen so, daß sie nicht noch klar erkennbar wären. Die nun gerade durchgeführten Renovierungsarbeiten haben unter dem hellen, wohl barocken Pflaster die leuchtend roten Ziegelpflastersteine zutage gebracht, die möglicherweise noch das mittelalterliche Kirchenbild bestimmten. Dir Trockenlegungsarbeiten an den Wänden und Pfeilern ließen auch im Innern die Wucht des alten romanischen Baues ahnen, indem sie die mächtigen Quader freilegten. Beides, das rote Pflaster und der helle Granit, lassen es verständlich erscheinen, wie stark der mächtige Eindruck gewesen sein muß, der im Mittelalter von diesem Gotteshaus ausging. Und es verwundert auch nicht, wie viele Adelige wie Bürger und Bauern hierher ihre Güter schenkten, damit hinfort im Gottesdienst ihrer an dieser heiligen Stätte gedacht werde.
Man könnte es bedauern, daß spätere Zeiten diesen Eindruck verwischt haben, wenn nicht so, großartige Kunstwerke geschaffen worden wären wie das Chorgestühl oder die Seitenaltäre Obermaiers, um nur Beispiele zu nennen. So bleibt zu hoffen, daß all diese schon sehr gefährdeten Schätze bald gerettet werden vor dem Verfall und daß sie so erneuert werden, wie es im Sinne all der Künstler sein müßte, die an diesem Gotteshaus arbeiteten. Jp
Quelle: Bogener Zeitung, 22.06.1966


Wer haut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vorn 6. 6. bis 10. 6. 1966 eingereichten Baugesuche
… Huber Wilhelm, Apoig, Gde. Hunderdorf, Anbau des Wohnhauses … Schötz Josef, Dambach, Gde. Windberg, Antrag auf Vorbescheid wegen Errichtung eines Austraghauses.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1966


Silber für die Hunderdorfer Feuerwehrmänner
Guter Leistungsstand erneut bewiesen — Leistungsabzeichen verlangt hartes Training und Opfer

Die Löschgruppe, von links nach rechts: Xaver Anleitner, Alois Beck, Willi Gütlhuber, Ferdi-nand Hartmannsgruber, Rudi Höpfl, Jakob Miedaner, Xaver Hagn, Josef Poiger, Josef Drex-ler.

Hunderdorf. Soll der Einsatz der Feuerwehr im Ernstfall einen Erfolg zeitigen, hängt dies in erster Linie von der Schnelligkeit ab, mit der die Männer der Feuerwehr ihre Löschgeräte in Einsatz bringen. Um diese Voraussetzung zu erfüllen. bedarf es bei den Wehren einer dauern-den Übung. Die Ablegung der Leistungsabzeichen ist ein äußerer Beweis dafür, daß für dieses Ziel hart trainiert wurde. Als erste Stufe wird das bronzene Leistungsabzeichen angestrebt und dann ist das „Silberne“ das große Ziel für jede Wehr. Hier gilt es in 180 Sekunden eine Löschgruppe aufzubauen. Im Gegensatz zum bronzenen Abzeichen jedoch muß hier jeder Mann der Löschgruppe in der Lage sein, jede Positon auszuführen. Lediglich der Löschmeister und der Maschinist sind vorher bestimmt. Wer dem Lösch-, Schlauch- oder Wassertrupp angehört, entscheidet allerdings dann das Los. Die Hunderdorfer Wehr, die sich mit der 1. Mannschaft dieser Aufgabe stellte, hat diese Prüfung erfolgreich bestanden. In 165 Sekunden gelang der Wehr, die gestellte Aufgabe, nämlich eine komplette Löschgruppe aufzubauen, zu erledigen. Mit nur 10 Fehlerpunkten blieben sie ganz erheblich unter den bewilligen 35 Minuspunkten. Der Maschinist hatte dazu noch die Aufgabe, innerhalb einer festgelegten Frist eine Trockensaugprobe mit und ohne Saugleitung durchzuführen und auch der Löschmeister hatte sich mit einem Fragebogen zu befassen, den er richtig auszufüllen hatte. Daß die Hunderdorf er diese Prüfung gut bestanden hat, ist Zeugnis für den Eifer der Gruppe und ein Beweis für den guten Ausbildungsstand. Der Löschgruppe gehörten an: Löschmeister Xaver Anleitner, Maschinist Alois Beck, Melder Willi Gütlhuber, Löschtrupp  Ferdinand Hartmannsgruber und Rudolf Höpfl, Wassertrupp Jakob Miedaner und Xaver Hagn, Schlauchtrupp Josef Poiger und Josef Drexler. Als Schiedsrichter fungierten Max Löw, Perasdorf, Heß, Pilgramsberg und Pellkofer, Wiesenfelden. Die Oberaufsicht hatte Kreisbrandinspektor Baier, Bogen. Letzterer dankte den Prüflingen, daß sie bei der Ausbildung keine Zeit und Mühe gescheut haben, sich auf die Ablegung des Leistungsabzeichens vorzubereiten. Die Erringung des „Sil-bernen“ sei der schöne Lohn für diese harte Ausbildungszeit.
Bürgermeister Härtenberger, zugleich Vorstand der FFW Hunderdorf, dankte Herrn Baier sowie den Schiedsrichtern und den eifrigen Männern der Hunderdorfer Wehr mit ihrem Löschmeister und Kommandanten Anleitner. Die Schlagkraft der Wehr ist durch diese Leistungsprüfung wieder erheblich gestiegen und wird sich im Ernstfall zum Segen für die Bevölkerung der Gemeinde auswirken. Auch die Gemeinde erkennt diese Arbeit an. Das neue Feuerhaus und der Löschwagen, die von der Gemeindeverwaltung angeschafft worden sind und bereits in nächster Zeit der Wehr übergeben werden können, sind ein Beweis dafür, daß den Feuerwehrmännern auch das nötige Werkzeug in die Hand gegeben werden soll, das sie bei ihrem Einsatz brauchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1966


Oberstudienrat Graßl +
Hunderdorf.
Vor wenigen Tagen starb an seinem letzten Wirkungsort Kaiserslautern Oberstudienrat Josef Graßl an einem Herzinfarkt. Herr Graßl, in Thannanger geboren, besuchte zunächst die Schul ein Schweiklberg, dann das Seminar in Straubing und vollendete seine Studien in Regensburg und Würzburg, wo er auch das Examen für Neuphilologie ablegte. In Kaiserslautern unterrichtete er in Englisch und Französisch. Vielen Hunderdorfern ist er noch bekannt, da er in den Ferien oft Hunderdorf besuchte, wo er noch eine Schwester hat. Herr Graßl war verheiratet und hatte inen Sohn, der sich dem Studium der Rechtswissenschaften gewidmet hat. Ihnen, sowie seinen Schwestern in Hoch und Bogen gilt unsere Anteilnahme.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1966


Trachtenvereine treffen sich
Hunderdorf.
Die Arbeitsgemeinschaft der Trachtenvereine Vorderer Wald trifft sich am 25. Juni in Schwarzach. Die Vorstandschaften werden bereits um 19 Uhr, die Tanzgruppen um 20 Uhr um ihr Erscheinen gebeten. Trachtenvereine, die an dem Treffen interessiert sind, werden höflichst dazu eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.06.1966


70. Wiegenfest
Windberg. Am Samstag konnte Herr Linus Wirth von Windberg, im Volksmund der Wagner-Linus genannt, seinen 70. Geburtstag im Kreise seiner Angehörigen feiern. Der Jubilar ist noch körperlich und geistig wohlauf. Seit über 50 Jahren bedient er für die Gemeinde Windberg den Böller und hat schon manchem verstorbenen Kriegskameraden drei Schuß mit ins kühle Grab gegeben. Auch viele Fahnenweihen und sonstige Ehrungen hat er schon mit Salutschüssen beim Morgengrauen eingeleitet. Unser Jubilar ist stolz darauf, daß er gesundheitlich noch in der Lage ist, die Salutkanone mit seinem Alter noch bedienen zu können. Wir wünschen ihm noch viele frohe und gesunde Lebensjahre im Kreise seiner Angehörigen.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.06.1966


71. Geburtstag
Windberg.
Frau Monika Webe, geborene Diewald von Herrnbirket, Gde. Windberg, konnte am Donnerstag im Kreise ihrer Angehörigen ihren 70.Geburtstag feiern. Wir wünschen der Jubilarin alles Gute.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.06.1966


Windberg. (Feuerwehrübung) Am Sonntag um 8 Uhr trifft sich die Freiw. Feuerwehr zu einer Übung. Außerdem wird die Busfahrt zur Fahnenweihe nach Breitenhausen besprochen werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.06.1966


Sodalenwallfahrt nach Heilig Kreuz
Windberg.
Unter der Führung ihres Präses Michael Feil wallfahren am kommenden Sonntag die Sodalen der Marianischen Männerkongregation nach Heilig Kreuz. Die Pilger aus Straubing treffen am Sonntag, 13.30 Uhr mit dem Zug in Hunderdorf ein, wo sich am Bahnhof die Prozession formiert. Über Windberg geht die Prozession nach Heilig Kreuz, wo Präses Feil die Sodalen begrüßen wird und anschließend die Predigt hält, die gegen 14.15 Uhr beginnt. Zum Abschluß der Wallfahrt ist eine Andacht.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.06.1966


Wallfahrt nach Windberg-HI. Kreuz
Hunderdorf.
Wenn am Sonntag die Mitglieder der Marianischen Männerkongregation aus Straubing um 13.30 Uhr nach Ankunft des Zuges ihre Wallfahrt nach Hl. Kreuz beginnen, sind auch die Männer aus Hunderdorf zur Teilnahme eingeladen. Neben der älteren Generation soll auf Bitte des Pfarrherrn vor allem die männliche Jugend sich an dieser Prozession beteiligen.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1966


Zum Gaufest nach Grafenwiesen
Windberg.
Am Sonntag treffen sich die Mitglieder des Trachtenvereins um 20 Uhr im Lokal Amann zu einem Vereinsabend. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht, da die Fahrt zum Gaufest nach Grafenwiesen am Sonntag, 2. Juli besprochen wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1966

Aus alten Zeitungen und Druckwerken

12