1950#04-06

Hunderdorf. (Zusammenkunft der Neubürger) Mit dem Begrüßungslied „Wenn ich den Wandrer frage“ eröffnete der gemischte Chor im Baiersaal die Versammlung. Nach Einleitungsworten durch Vorstand Ritschel sprach Ingenieur Seidel über das Schicksal der Ausgewiesenen und deren Lebensstandard, der das tiefste Niveau erreicht habe. Die Disziplin, die von den Ausgewiesenen gewahrt wurde, muß von der Regierung anerkannt werden. Kommunistische Tendenzen gibt es keine in den Reihen der Neubürger. Unauslöschlich ist das Recht auf die Heimat und den Lastenausgleich.
Quelle: Straubinger Tagblatt 05.04.1950


„Fliegende Teller“ über Niederbayern
In Neukirchen wurde rätselhafte Erscheinung beobachtet, die in Richtung Straubing flog
Neukirchen. (Eigener Bericht) Der Postschaffner Josef Brem von Lohhof sah am Dienstag früh um ¾ 5 Uhr eine rätselhafte Erscheinung, die von Nordosten kam undnach Südwesten weiterflog. Seiner Beschreibung nachhandelt es sich um einen fliegenden Teller, wie wir ihn aus Beobachtungen in anderen Ländern kennen. In Deutschland waren bisher keine „fliegenden Teller“ gesehen worden.

Dazu erzählt uns der durchaus glaubhafte Augenzeuge folgendes:
Als ich am Dienstag früh um ¾ 5 Uhr aus dem Hause trat und, wie es meiner Gewohnheit entspricht, wegen des Wetters zum Himmel aufsah, erblickte ich eine hutgroße gelblich-silbrig glänzende Scheibe, die aus Richtung Maibrunn – Hungerzell kam und direkt auf mein Haus zuflog. Zunächst hatte ich Angst vor der Scheibe, die sich nach rückwärts in einen ovalen, helleuchtenden Schwanz fortsetzte. Bald merkte ich jedoch, daß sie ihre horizontale Flugbahn nicht verließ und sich über mein Haus hinweg zum Gäuboden hin bewegte. Während des Fluges verließen einmal Funken die Scheibe, die nach der Seite und dann nach rückwärts flogen. Ich rief meine Frau, die in der Küche weilte und auch die sah das rätselhafte Ding. Ich konnte die mit ziemlicher Geschwindigkeit fliegende Scheibe etwa eine Minute lang beobachten. Eine Verwechslung mit einem Stern oder mit einem Meteor halte ich für völlig ausgeschlossen.
Frau Brem bestätigte auf Fragen die Beobachtung ihres Mannes. Wir geben diese Meldung mit allem Vorbehalt wieder, sind aber der Meinung, daß der 45jährige Mann, der an scharfe Naturbeobachtung gewöhnt ist, keine Gespenster gesehen hat, als er zur Arbeit ging. Herr Brem, den wir beim Anpflanzen von Obstbaumwildlingen in seiner Baumschule antrafen, ist kein Träumer. Er hat sich über die rätselhafte Erscheinung Gedanken gemacht und findet keine andere Lösung als die, daß er den ersten „Fliegenden Teller“ über Deutschland gesehen hat. Verwunderlich bleibt allerdings die Tatsache, daß er als einziger zusammen mit seiner Frau den Flug beobachten konnte. Weder in Neukirchen noch in der Umgebung konnten wir weitere Zeugen antreffen. Auch in anderen Orten sind bisher keine ähnlichen Meldungen bei uns eingelaufen. Diese Tatsache wird jedoch verständlich, wenn man die frühe Morgenstunde bedenkt und den Umstand, daß die fliegende Untertasse nach der Beobachtung des Herrn Brem auf ihrem Flug keinerlei Geräusch verursachte. Der Zeuge wird uns überall als zuverlässig und glaubwürdig geschildert.
Lohhof ist ein kleines Bauernanwesen der Gemeinde Neukirchen, nahe der Hauptstraße Bogen-Viechtach mitten im Wald gelegen. Hinter dem Hof erhebt sich die Maibrunner Höhe.
Während Amerika die fliegenden Untertassen meist als sehr hochfliegend gemeldet wurden, glaubt Herr Brem keine übermäßig große Höhe, vielmehr die normale Flughöhe eines Flugzeuges festgestellt zuhaben. Eine Höhenschätzung vermag er allerdings nicht anzugeben. Nächtliche Höhenschätzungen sind ja überhaupt sehr schwer.
Nach den bisherigen Beobachtungen scheint festzustehen, daß es tatsächlich „fliegende Untertassen“ gibt, wenn auch keine amtliche Stelle ihre Herkunft aufgeklärt hat. So beobachten in Eritrea Tausende fliegende Teller. In der Stadt Asmara kam am Donnerstag morgen der Verkehr und das Leben zum Stillstand. Tausende von Menschen bevölkerten die Straßen und Plätze der Stadt, um eine „fliegende Untertasse zu beobachten, die hoch über Asmara kreiste. Die Untertasse, die in außerordentlicher Höhe über dem Stadtgebiet erschien, sah erst wie ein Komet aus. Im hellen Sonnenschein konnte die Menschenmenge dann deutlich die kreisrunde Form des fliegenden Körpers erkennen. Über eine halbe Stunde lang schien die Untertasse über der Stadt stillzustehen.
Die in dieser Reutermeldung wiedergegebenen Beobachtungen stimmen mit den in Neukirchen gemachten überein, so daß die Vermutung einer fliegenden Untertasse über Niederbayern naheliegt.
Quelle: Straubinger Tagblatt 08.04.1950


Hunderdorf. (Verschönerung des Kriegerdenkmals) Da in den letzten Jahren das Kriegerdenkmal keinerlei Pflege genoß und der Anblick keine Zierde mehr für die Gemeinde war, übernahm aus eigener Initiative der Ortsverband des VdK die Ausbesserung sowie Verschönerung des Denkmals. Die Vorstandschaft des Ortsverbandes, Gstettenbauer und Riedle, sowie das Mitglied Loos führten in anerkennender Weise die Arbeiten aus.
Quelle: Straubinger Tagblatt 11.04.1950


Hunderdorf. (Umsiedlungsaktion) Von der hiesigen Gemeinde meldeten sich viele Neubürger zur Umsiedlung. Doch groß war die Enttäuschung der vielen Bewerber, als bei dieser Aktion nur eine schlesische und eine sudetendeutsche Familie für die Pfalz ausgesucht wurden.
Quelle: Straubinger Tagblatt 11.04.1950


Hunderdorf. (Aufgeboten) sind: Der Kraftfahrer Johann Schedlbauer aus Hofdorf und die berufslose Elisabeth Tscheppera aus Hofdorf; Bauer Max Kronfeldner und die Bauerstochter Theresia Muhr von Rankam.
Quelle: Straubinger Tagblatt 11.04.1950


Gaishausen. (Verschiedenes) Die Zahl der Geburten im März betrug 4. Im letzten Monat wurden keine Sterbefälle verzeichnet. 7 polizeiliche Anmeldungen und 5 polizeiliche Abmeldungen wurden vorgenommen. 2 Gewerbebetriebe wurden neu angemeldet, abgemeldet keine. – Nächste Woche werden die Beiträge zur Hagelversicherung und die Tierseuchenbeiträge durch den Gemeindediener eingehoben.  Bis spätestens 15. Aprl sind die Anbauverzeichnisse für die Hagelversicherung von den Versicherten an die Gemeinde zurückzugeben. Mit der Einhebung dieser Beträge wird gleichzeitig eine Haussammlung für das Bayerische Rote Kreuz vorgenommen. Unterstützt das Bayerische Rote Kreuz bei seiner schweren und verantwortungsvollen Arbeit.
Quelle: Straubinger Tagblatt 11.04.1950


Heimkehrer-Feier in Hunderdorf
Hunderdorf.
Am 2. Osterfeiertag zogen unter Musikklängen die Heimkehrer unter Vorantritt des Bürgermeisters sowie der Gemeinderäte zur Kirche. Der Dankgottesdienst wurde von Pater Cyriakus zelebriert. In der Festpredigt wies er besonders auf die Gnade Gottes hin, die den Heimkehrern durch ihre glückliche Heimkehr geschenkt wurde. Auch gedachte er der noch immer gefangenen und vermißten Kameraden und erhob zugleich die Forderung, die Gefangenen endlich freizugeben. Die Musikkapelle Bugl war bemüht, die kirchliche Feier würdig zu umrahmen.
Dann ging es geschlossen zum Kriegerdenkmal, wo ein schlichter Kranz zum Gefallenengedenken niedergelegt wurde. Nachmittags 15 Uhr trafen sich wiederum alle 193 Heimkehrer im großen Baiersaal. Der gemischte Chor sang zur Begrüßung das Lied „Frühmorgens wenn die Hähne krähn“. Bürgermeister Reiner übergab nach einigen Begrüßungsworten Landrat Hafner das Wort. Dieser, selbst Heimkehrer, fand die richtigen Worte: Nun gilt es, in der verarmten Heimat, wo Not und Elend herrschen, Mut und Geduld aufzubringen, wie es im Felde üblich war, um das gegenwärtige Schicksal zu überwinden. Näher ging der Redner auf das Los der Heimatvertriebenen ein, denen geholfen werden muß. Aus eigener Kraft können wir die augenblickliche Krise nicht meistern; wir sind auch die Hilfe des Auslands angewiesen. Der Glaube an Gott hat uns draußen hoch gehalten; so hoffen wir auch hier, mit seiner Hilfe und in gemeinsamer Arbeit über die Schwere der Zeit zu kommen.
Lehrer Hösl dankte im Namen der Heimkehrer allen, die zur schönen Gestaltung des Festes beigetragen haben. Nach dem offiziellen Teil ging man zu dem reichhaltigen und guten Mahl über, welches im Gasthaus Baier und zum Teil im Gasthaus Edbauer eingenommen wurde. Der Abend, der weit über 500 Gäste brachte, gestattete kaum eine Gemütlichkeit. Im allgemeinen waren die Heimkehrer freudig überrascht über das für sie gestaltete Fest.
Quelle: Straubinger Tagblatt 12.04.1950


Hunderdorf. (Der Filmabend) am morgigen Samstag bringt durch das Bogener Lichtspielhaus die Vorführung des köstlichen Lustspielfilmes „Jede Frau ein süßes Geheimnis“.
Quelle: Straubinger Tagblatt 14.04.1950


Hunderdorf. (Verschiedenes) Im März wurden beim Standesamt eine Totgeburt und ein Sterbefall registriert. – Am Ostermontag wurde der Kraftfahrer Johann Schedlbauer aus Hofdorf und die Neubürgerin Elisabeth Tscheppera aus Hofdorf am hiesigen Standesamt getraut. Die kirchliche Segnung des Bundes wurde am Dienstag in der St. Jakobskirche in Straubing vollzogen.
Quelle: Straubinger Tagblatt 14.04.1950


Glockenweihe zu Hl. Kreuz
Windberg. Auf dem Kreuzberg, unweit von Windberg, steht das Wallfahrtskirchlein zum Hl. Kreuz. Seit der Erbauung im Jahre 1695 war dieses Kirchlein Zuflucht vieler frommer Pilger, was die zahlreichen Votivtafeln beweisen. Gegenwärtig steht es still und stumm, denn es fehlt ihm die eherne Sprache der Glocken. Der Kath. Burschenverein und der Heimat- und Volkstrachtenverein haben je eine Glocke gestiftet.
Diese Glocken werden am Weißen Sonntag geweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Um 1 Uhr wird sich der Festzug, an welchem sich alle Vereine und die Bevölkerung beteiligen werden, vom Klosterhof in Bewegung setzen und die Glocken zum Wallfahrtskirchlein bringen. Auf dem Kreuzberg wird die Wiehe vollzogen und die Glocken werden auf ihre Plätze gebracht. Neben Gedichten, Liedern wird auch ein Dialog vorgetragen. Unter dem festlichen Erstgeläute findet der Umzug statt, an welchem sich der Segen mit Te deum anschließt. Den Spendern der Glocken sei auch auf diesem Wege Anerkennung und Dank ausgesprochen.
Quelle: Straubinger Tagblatt 14.04.1950

Weitere Zeugen für „Fliehenden Teller“
Auch in Tiefenbach bei Mitterfels und in Straubing wurde die rätselhafte Erscheinung beobachtet

Zu unserem Bericht in Nr. 42 vom 8. 4., der erzählte, daß 2 Zeugen einen „Fliegenden Teller“ über dem Bayer. Wald sahen, haben sich nunmehr 2 weitere Brobachter gemeldet, welche die gleiche Erscheinung sahen.
Der landwirtschaftliche Arbeiter Josef Huber in Tiefenbach bei Mitterfels erklärte u. a., daß die Schilderungen des Herrn Brem vollkommen den Tatsachen entsprechen und daß in keinem Punkt von einer Übertreibung die Rede sein könne. „Ich konnte den Flug dieses kome tenähnlichen Dinges am Dienstag, 4. 4., sehr weit verfolgen. Von Tiefenbach aus hatte ich eine bessere Übersicht, als die Familie Brem in dem zwischen den Bergen gelegenen Neukirchen; den Tiefenbach liegt auf einem Hügel auf der Straße Mitterfels-Ascha. Ich stellte deutlich fest, daß es eine Scheibe war, die sich drehend mit großer Geschwindigkeit und in großer Höhe am Firmament fortbewegte. Als die Scheibe direkt über mir flog, verringerte sich die Geschwindigkeit merklich. Im nächsten Augenblick aber sprühten weißliche Funken nach allen Seiten und ab sofort flog sie in der vorherigen Geschwindigkeit und in der gleichen Richtung weiter. Als die Scheibe nach meiner Schätzung über Gschwend b. Ascha war, verringerte sich die Fluggeschwindigkeit sehr stark, worauf ich ein kurzes Funkensprühen beobachtet und im nächsten Augenblick stand die jetzt etwa die Größe einer Bierglasunterlage einnehmende Scheibe völlig still. Sie glich nunmehr einem Stern. Da sich die rätselhafte Scheibe nicht mehr bewegte und auch keine Funken mehr ausstieß, ging ich nach einigen Minuten an meine Arbeit. Etwa 5.30 Uhr schaute ich nochmals an die Stelle, an der die Scheibe stehengeblieben war. Ich konnte aber nichts mehr feststellen, da inzwischen leichte Bewölkung aufgekommen war.
Eine Verwechslung mit einem Stern oder Meteor halt ich für ausgeschlossen, da die Flugbahn entschieden anders verlief als dies bei Wandersternen der Fall ist. Die Flughöhe vermag ich nicht zu schätzen.“
Oberwachtmeister Heinrich Kramer von der Strafanstalt Straubing schreibt uns: „Auch ich habe zu dem angegebenen Zeitpunkt von meinem Zimmerfenster in der Passauer Straße aus in nördlicher Richtung diese Erscheinung beobachtet. Die von Herrn Brem angegebene Richtung, der Zeitpunkt und die Beschreibung stimmen mit meinen Beobachtungen überein. Ich dachte erst an einen Meteor, aber die Horizontalbewegung des Körpers sowie sein Aussehen beim Näherkommen brachten mich von dieser anfänglichen Meinung ab. Die Erscheinung glich einem glühenden Punkt mit einem Schweif.“
In diesem Zusammenhang ist eine Meldung aus München interessant. Dort hat unser Bericht von einer fliegenden Untertasse über Niederbayern die Nerven einiger Einwohner des Stadtteils Bogenhausen übermäßig in Anspruch genommen. Nachdem sie sich die bevorstehenden Schrecken eines neuen Krieges gegenseitig genügend ausgemalt hatten, rüsteten sich in den Morgenstunden des Donnerstag mit allen Anzeichen der Furcht zur Flucht. Personenautos und Lastwagen wurden mit dem Hausrat und Gepäck beladen, während die Spannungen zwischen Ost und West immer erregter debattiert wurden. Verschiedene Geschäftsinhaber in der als Schwarzmarktzentrum bekannten Möhlstraße bereiteten eine planmäßige Absetzbewegung in die bayerischen Alpen vor. Eine Kolonne von 4 Personenautos und 2 Lastwagen mit etwa 30 Personen an Bord machte sich schließlich auf den Weg. Im Laufe des Vormittags beruhigten sich die Gemüter wieder, die durch die Berichte über den Flugzeugzwischenfall über der Ostsee und die Mitteilung des amerikanischen Landeskommissars für Bayern von einer fliegenden Untertasse über dem Bayer. Wald in eine Angstpsychose geraten waren, und gegen Mittag bot die Möhlstraße ihr übliches Bild.
Quelle: Straubinger Tagblatt 14.04.1950

Hunderdorf. (Instandsetzung der Schule) Nachdem vorerst ein Betrag von 2000 DM für die Instandsetzung bereitgestellt wurde, begann man Anfang dieser Woche mit den Ausbesserungsarbeiten des Dachstuhles. Diese Arbeiten sind dem Zimmermeister Dilger aus Hunderdorf übertragen wurden. – Die Verhandlungen mit dem bischöfl. Ordinariat Regensburg wegen Überlassung des zweiten Teiles der Schule an die Gemeinde führten zu keinem Erfolg. Das als Vergütung vorgeschlagene Stück Wiesenland erscheint dem bischöfl. Ordinariat zu gering und es werden zu diesem Wiesengrund noch 1000 DM gefordert. Da die Gemeinde Hunderdorf nicht allein über diesen Punkt entscheiden kann, muß mit den 2 beteiligten Gemeinden Rücksprache genommen werden.
Quelle: Straubinger Tagblatt 16.04.1950

Windberg. (Stiftungsfest des Heimat- und Volkstrachtenvereins) Der am Ostermontag vorigen Jahres gegründete Heimat- und Volkstrachtenverein feiert am 23. April sein Stiftungsfest, zu welchem mehrere auswärtige Vereine eingeladen wurden. Am Vorabend des Festtages findet im Gasthaus Deschl um 7 Uhr ein bayerischer Heimatabend statt. Zu diesem Abend haben der Gauvorstand und der Gauwerbeleiter der Trachtenvereine aus Landshut ihre Teilnahme zugesagt. Es wird auch Kreisfachberater Kilger erwartet. Am Sonntag wohnen die Festveranstalter und ihre Gäste der Feldmesse bei. Vor dem Gottesdienst ist ein festlicher Kirchenzug. Nachmittags um 15 Uhr ist im Gasthaus Deschl ein bayerischer Tanzabend.
Quelle: Straubinger Tagblatt 16.04.1950

Ein Doppelfest in Windberg

Das Stiftungsfest des Kath. Burschenvereins
Windberg.
Am Samstagabend hielt der Katholische Burschenverein im Gasthaus Loibl seine Jahresversammlung. Der Tätigkeitsbericht zeigte von einem regen und fruchtbaren Vereinsleben. Der Kassenbericht schloß günstig ab. In der Neuwahl wurde Hans Kraus zum Vorstand, Alfons Haimerl zum Kassier und Hermann Maurer zum Schriftführer gewählt.
Am Tage des Stiftungsfestes wurden die Burschenvereine Hunderdorf, Oberalteich und der Patenverein Degernbach mit Musik am Ortseingang feierlich empfangen. Um 9.30 Uhr wohnten die Vereine der Feldmesse bei. Der Präses, Kooperator Chorherr Siard Meier, betonte in der Festpredigt, daß die katholischen Burschenvereine Vorkämpfer zu einem bewußten und tatkräftigen Christentum sein müssen. Nach dem Festmahle im Gasthaus Deschl beteiligte sich der Burschenverein mit seinen Gästen an der Glockenweihe in Heiligkreuz. Nach der Glockenweihe fand im Gasthaus Deschl ein Festmahl statt.

Glockenweihe in Heiligkreuz
Windberg.
Am Weißen Sonntag erhielt das Wallfahrtskirchlein zum Heiligen Kreuz zwei neue Glocken. IM Klosterhof zu Windberg versammelten sich alle Vereine, der Gemeinde- und Kirchenrat und eine große Zahl der Bevölkerung, um den geschmückten Wagen mit den Glocken im Festzuge nach dem Wallfahrtskirchlein zu bringen.
Der Vorstand des Burschenvereins Hans Kraus übergab die St.-Georgs-Glocke und Vorstand Max Simmel übergab die St.-Lorenz-Glocke H. H. Pfarrer Andreas Ach. Pfarrer Ach dankte mit bewegten Worten den Spendern für die herrlichen Geschenke. Durch diese edle tat wurde der Kirchenverwaltung eine große Sorge genommen. Er forderte die Anwesenden auf, die mahnenden Stimmen der Glocken zu befolgen. Anschließend wurde die Weihe vollzogen.
Während nun die Glocken auf ihre Plätze im Turme gebracht wurden, sang der Kirchenchor zwei Lieder und spielte die Musik entsprechende Weisen. Unter dem feierlichen Erstgeläute bewegte sich die Prozession um den Kreuzberg. Nun folgte das Te Deum mit Segen. Mit dieser Glockenweihe wurde dem Kirchlein, das vor hundert Jahren vier Glocken hatte, nach vielen Jahren wieder die eherne Sprache verliehen und der sehnlichste Wunsch zahlreicher Freunde des Kirchleins erfüllt.
Quelle: Straubinger Tagblatt 19.04.1950

Steinburg. (Heimkehrer-Feier) Am Sonntag feiert die Gemeinde Steinburg und Au vorm Wald den Heimkehrer-Tag. Um 10 Uhr sammeln sich die Heimkehrer vor dem Gasthaus Wagner in Au vorm Wald, um geschlossen an dem Gottesdienst 10.30 Uhr in der Kapelle teilzunehmen. Um 1 Uhr werden 100 Heimkehrer im Gasthaus Wagner kostenlos ein Essen und Bier erhalten. Anschließend findet der Festball statt.
Quelle: Straubinger Tagblatt 19.04.1950

Hunderdorf. (Der Älteste verstorben.) Am Sonntag trug man den im hohen Alter von 83 Jahren und 4 Monaten verstorbenen Michael Rinkl aus Thananger zu Grabe. Trotz des schlechten Wetters gaben ihm viele Trauergäste das Ehrengeleite. Pater Cyriacus nahm die kirchlichen Segnungen vor und schilderte den Verstorbenen, dem das Leben nur Mühe und Arbeit bot, als gottesfürchtigen Mann. Am offenen Grabe und während des Seelengottesdienstes umrahmte der Kirchenchor die feierliche Zeremonie mit Trauerweisen.
Quelle: Straubinger Tagblatt 24.04.1950

Hunderdorf. (Gründung eines Damenhandball-Klubs) In der letzten Versammlung des Sportvereins Hunderdorf wurde ein Damenhandball-Klub ins Leben gerufen. Der Vorstand wird bei der am 7. Mai stattfindenden Generalversammlung gewählt. Eine Anzahl Mitglieder sind bereits rege am Trainieren um demnächst ein Freundschaftsspiel durchzuführen.
Quelle: Straubinger Tagblatt 24.04.1950

Tag der Heimkehrer in Steinburg
Steinburg.
Der Heimkehrer-Tag wurde am Sonntag mit einem Dankgottesdienst in der Schloßkapelle Au v. Wald eingeleitet. Pater Cyriakus gab in seiner Predigt einen Rückblick über die schweren Kriegsjahre. Heute wollen alle Heimkehrer gemeinsam im Dankgottesdienst dem Herrgott für die glückliche Heimkehr danken. Der Gefallenen gedachte man im gemeinsamen Gebet.
Nach der eindrucksvollen Andacht geleitete man die Heimkehrer unter Musikklängen, angeführt von 4 weißgekleideten, blumengeschmückten Mädchen, dem Bürgermeister und den Gemeinderäten zum Festlokal Wagner. Dort begrüßte Bürgermeister Stumhofer die 70 Heimkehrer: er gab seiner Freude Ausdruck, daß sie zu ihren Lieben zurückkehren konnten und hoffet von ihnen Mitarbeit zum Wohle der Gemeinde.
Mädchen brachten sinnige Gedichte zu Gehör, welche Schulleiter Maier mit viel Liebe für die Heimkehrer verfaßt hatte. Landrat Hafner, der zur größten Freude aller, etwas später erschien, wurde herzlichst begrüßt. Er sprach ebenfalls im Namen des Landkreises Begrüßungsworte an die glücklichen Heimkehrer.
Gemeindeschreiber Michl dankte im Namen aller Heimkehrer für die schöne Feier. Das gemeinsam eingenommene Festessen übertraf alle Erwartungen. Bei Freibier unterhielt man sich angeregt und tauschte Erinnerungen aus, bis die Kapelle Bugl mit schmissigen Weisen zum Tanz lockte. Es fanden sich weit über 300 Gäste, Alt- und Neubürger, zu diesem Festtanz ein und vergnügten sich bis in die späten Nachtsunden mit ihren Heimkehrern.
Quelle: Straubinger Tagblatt 24.04.1950

Nach Gottes hl. Willen verschied am 26. 4. 1950, versehen mit den hl. Sterbsakramenten, mein lieber Mann, unser guter Vater und Großvater
Herr Johann Eiber
Sägewerksbesitzer in Ehren bei Steinburg

im Alter von 80 Jahren und 3 Monaten. Überfphrung erfolgte nach Schwabach, In der Pfarrkirche von Hunderdorf findet am 2. 5. Um 7.15 Uhr ein Trauergottesdienst statt.
Ehren, den 27. 4. 1950.
Die tieftrauernden Hinterbliebenden:
Frau Maria Eiber und Sohn
Johann Eiber mit Familie

Quelle: Straubinger Tagblatt 29.04.1950

Gaishausen. (Laienspielgruppe der Freiw. Feuerwehr) Am Samstagabend versammelte sich erstmals die Laienspielgruppe im Gasthaus Solcher, Bahnhof Steinburg, zu einer Besprechung über die Aufführung des ersten Theaterspiels mit Rollenverteilung.
Quelle: Straubinger Tagblatt 02.05.1950

Hunderdorf. (Maifeier) Dem VdK-Ortsverband Hunderdorf gebührt für seine Mühe, die er sich zum Gelingen der langentbehrten Maibaumfeier gesetzt hat, Anerkennung. Die Feier wurde zu einem Gemeindefest und kann als gut gelungen bezeichnet werden. Sämtliche angesetzten Spiele fanden unter den Zuschauern großen Anklang, vor allem das Besteigen des 22 Meter hohen Maibaumes, an dessen geschmückter Krone Preise winkten. Als Sieger gingen Obermeier und Dilger hervor. Einen besonderen Anreiz bot den zahlreich erschienenen Tanzlustigen die Eröffnung des gediegenen und geschmackvoll hergerichteten Sandbiller-Saales.
Quelle: Straubinger Tagblatt 02.05.1950

Hunderdorf. (Versammlung der AW) Am Dienstag hielt der Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt im Gasthaus Edbauer seine Jahresversammlung ab. Ortsvorsitzender Grunert gab einen Bericht über das abgelaufene Jahr. Die Wahl einer neuen Vorstandschaft wurde auf später verlegt. Kreisvorsitzende Frau Horl wies besonders auf die Haussammlung vom 29. April bis 6. Mai hin. Die Gebefreudigkeit bei den letzten zwei Haussammlungen in der hiesigen Gemeinde muß anerkannt werden. Man rechnet auch diesmal auf Unterstützung der Bevölkerung. Man rechnet auch diesmal auf Unterstützung der Bevölkerung. Besonderen Anklang fand der Vorschlag der Kreisvorsitzenden, eine Nähstube zu errichten. Anschließend sprach Referent Horl über verschiedene Tagesfragen.
Quelle: Straubinger Tagblatt 02.05.1950

Pfelling. (Maibaum ändert seinen Standort) Während voriges Jahr die „zünftigen Liepoldinger“ den Maibaum der Pfellinger Jugendgruppe noch in der ersten Maiennacht umgeworfen haben, sollte heuer die Revanche steigen. So zogen denn in der Nacht zum 1. Mai die Pfellinger Burschen ins nahe gelegene Liepolding und sägten den stolz im Hof des Herrn Oischinger stehenden Maibaum, der durch den scharfen Hofhund bewacht wurde, kuzerhand um und trugen ihn nach Pfelling, wo der in der Dorfmitte aufgestellt wurde. Die ersten Frühaufsteher und Kirchenbesucher haben sich doch sehr gewundert, daß dort nur ein Baumstumpf aus dem Boden ragt, während hier eine kranz- und girlandengeschmückte schlanke Tanne im Wind sich biegt.
Quelle: Straubinger Tagblatt 02.05.1950

Windberg. (Traurige Botschaft) Die Familie Simmel vom Sandweg erhielt die traurige Nachricht, daß ihr Sohn Johann Simmel am 31. März 1945 bei Schwerin an der Warthe gefallen ist. Die Nachricht kam von einem Kameraden des Gefallenen nach dessen Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft über das Rote Kreuz zu den Leidtragenden.
Quelle: Straubinger Tagblatt 04.05.1950

Maikäfer-Invasion
Pfelling.
Es dürfte wohl ein einzig dastehender Fall sein, daß Spaziergänger vor Maikäferschwärmen flüchten mußten, wie dies am Montagabend hier vorkam. Die Käfer kamen so dicht wie die Bienenschwärme die Donau herüber und strebten dem nahen Wald zu. Eine Gruppe von Spaziergängern wurde beim Steinberg plötzlich von einem Schwarm überflogen, so daß sie sich erst auf den Boden legen und schließlich ins Dorf flüchten mußten, um den lästigen Käfern zu entgehen. Der ganze Wald summte, als sei ein Pulk Fligzeuge in der Luft.
Quelle: Straubinger Tagblatt 04.05.1950

Steinburg. (Geistesgestörte Frau) Die am Schafberg, Gemeinde Steinburg, wohnende Landwirtswitwe Maria Häusler versuchte in der vorigen Woche, infolge plötzlicher geistiger Umnachtung, ihr Kind, ein Mädel, zu erwürgen. Der herbeigeholten Nachbarschaft gelang es jedoch, die gestörte Frau von dieser furchtbaren Tat abzuhalten. Sie wurde ins Bogener Krankenhaus zur Beobachtung eingeliefert.
Quelle: Straubinger Tagblatt 10.05.1950

Hunderdorf. (Vom Film) Am morgigen Dienstag läuft hier durch das Bogener Theater der Film „Die Freunde meiner Frau“, ein Film mit guter Handlung, schmissiger Musik und ausgezeichneten Hauptdarstellern.
Quelle: Straubinger Tagblatt 15.05.1950

Hunderdorf. (Kirchliches) Am Donnerstag abend fanden sich zahlreiche Jugendliche zu einer feierlichen Maiandacht in der Kirche ein. Anlaß gab die Lichterstafette der katholischen Jugendbewegung, die vom Stammsitz der Jugendorganisation aus Altenberg (Rheinland) ausging und über Straubing kommend hier eintraf. H. H. Pfarrer Kiermeier erläuterte den Jugendlichen in klaren Worten den tiefen Sinn dieses Symbols. Diese Andacht war ein einmütiges Bekenntnis der Jugend zu ihrem Glauben.
Quelle: Straubinger Tagblatt 15.05.1950

Hunderdorf. (Es wollen heiraten) Zuchtwart Josef Farnhammer aus Bogen und die Hausangestellte Maria Pößl aus Bauernholz, Gde. Hunderdorf.
Quelle: Straubinger Tagblatt 15.05.1950

Landjugendtreffen der Katholischen Jugend auf dem Schopf
Windberg.
Am Christi Himmelfahrtstag jährt es sich zum dritten Male, daß der Katholische Burschenverein Windberg unter der Leitung seines Präses, Kooperator  und Chorherr Siard Meier, auf dem 910 Meter hohen Schopf, einem Gipfel des Bayerischen Vorwaldes, ein Gipfelkreuz errichtete. Am Himmelfahrtstag 1947 wurde das von der Bäuerin Kreszenz Edbauer, Meidendorf, gestiftete Kreuz von Domprediger Pater Leo Orth, Regensburg, geweiht. Im Jahre 1948 erschien zur Jahresfeier auch der Landjugendseelsorger H. H. Emmeran Scharl aus München. Am zweiten Jahrestag sprach vor dem Gipfelkreuz der Karmelitenpater Vinzenz aus Straubing.
Heuer wird die Kreuzfeier auf dem Schopf bei Kostenz im Rahmen eines Dekanats-Jugendtreffens des Dekanats Bogenberg durchgeführt. Um 10 Uhr ist eine Feldmesse vor der Schwarzacher Diensthütte, um 11 Uhr Kreuzfeier vor dem Gipfelkreuz auf dem Schopf. Die Festpredigt hält Pater Hermann Josef, um 14 Uhr findet im Gasthaus Schmelmer-Rettenbach das Landjugendtreffen statt, zu welchem auch Landrat Hafner sein Erscheinen zugesagt hat. Im Rahmen des Treffens führt die Pfarrjugend Englmar das „Hungerjahr“ von Peter Dörfler auf. Auch andere Jugendgruppen werden kulturelle Darbietungen bringen. Der Eintritt zur Landjugendtagung ist frei. Es ergeht Einladung an jung und alt aus nah und fern, an diesem Landjugendtreffen des Vorwaldes teilzunehmen.
Quelle: Straubinger Tagblatt 15.05.1950

Steinburg. (Den Bund des Lebens) wollen schließen: Landwirtssohn Johann Baptist Kronfeldner aus Au vorm Wald und Landwirtstochter Elisabeth Kraus aus Au vorm Wald.
Quelle: Straubinger Tagblatt 15.05.1950

Katholische Jugend auf dem Schopf
Windberg.
Die Kreuzesfeier der kath. Jugend des Dekanats Bogenberg an Christi-Himmelfahrt ist schon zur Tradition geworden. Auch aus angrenzenden Dekanaten waren viele Besucher erschienen. Die Errichtung des mächtigen Eichenkreuzes auf dem Schopf vor vier Jahren ist vor allem das Werk des H. H. Paters Siard Maier aus Windberg und seines kath. Burschenvereins. Von da geht jedes Jahr die Anregung aus, die Kreuzesfeier zu halten. Um 10 Uhr war hl. Feldmesse bei der Schwarzacher Diensthütte, die Herr Pater Siard zelebrierte. Die kath. Jugend betete und sang dabei unter Begleitung der Windberger Blaskapelle Bugl. Anschließend war sodann am Schopf die Kreuzesfeier mit Predigt des H. H. Pater Hermann Josef, ebenfalls aus Windberg. Der Festprediger sprach über das Wort des Herrn am Kreuz: Sie wissen nicht, was sie tun. Er wandte das Wort an auf die damalige und jetzige Zeit und sprach in einem 2. Teil über „Das tat der Gekreuzigte für dich, was tust du für ihn?“
Am Nachmittag sammelte sich die Jugend im Schmelmersaal in Rettenbach zur geselligen Unterhaltung. Ein jugendlicher Chor aus Bogen unter Leitung von H. Lehrer Hampel begeisterte die Zuhörer durch mehrere Lieder. Ein Bursche aus Windberg trug mit viel Geschick lustige Szenen vor und erntete viel Beifall. H.Pfarrer Schmid aus Englmar sprach die Begrüßungsworte und betonte, daß die Kirche der Jugend die Freude nicht nehmen, sondern vielmehr echte Freude schaffen will. Er konnte auch Herrn Landrat Hafner begrüßen, der in einer kurzen Ansprache sagte: Der Landkreis Bogen ist zwar ein armer Landkreis, aber eines besitzt er vor anderen Landkreisen, schöne Berge und Wälder. Er richtete an die Jugend den Appell zur freudigen Mitarbeit im Landkreis. Die kath. Jugend von Englmar brachte sodann das Schauspiel „Das Hungerjahr“ von Peter Dörfler zur Aufführung. Für die Aufführung des Stückes, das ziemliche Anforderungen an die Spieler stellt, gebührt der Jugend von Englmar volle Anerkennung. Dazwischen sang die kath. Jugend von Englmar einige frische Lieder, an denen man seine Freude haben konnte. Ein Glückshafen gab jedem Gelegenheit, „sein Glück“ zu probieren. Manches strahlende Gesicht sah man, wenn es „glückte“, aber auch manch anderes Gesicht, wenn es nicht glückte.
Am Abend traten die einzelnen Gruppen frohgemut den Heimweg an.
Quelle: Straubinger Tagblatt 20.05.1950

Hunderdorf. (Nach Kötzting) Durch persönlichen Einsatz des hiesigen Bahnhofsagenten Hirtreiter wird der von Straubing abgehende Sonderzug nach Kötzting am Pfingsmontag auch in Hunderdorf halten. Der Zug geht um 5.49 Uhr von Hunderdorf ab. Rückfahrt 18.20 Uhr von Kötzting, Ankunft in Hunderdorf 20.34 Uhr. Der Fahrpreis beträgt 2.10 DM für Hin- und Rückfahrt.
Quelle: Straubinger Tagblatt 26.05.1950

Hunderdorf. (Zum Arber) Der Gesangverein (gemischter Chor) Hunderdorf unternimmt mit seinen Mitgliedern und Gönnern am Pfingstmontag eine Fahrt mit dem Omnibus zum Arber, um sich neue Kräfte in Gottes schöner Natur für das im Juni bevorstehende Wettsingen in Bogen zu sammeln. Die Abfahrt erfolgt um 4 Uhr morgens vom Kriegerdenkmal.
Quelle: Straubinger Tagblatt 26.05.1950

Hunderdorf. (Trauung) Am Mittwoch wurde in der hiesigen Parrkirche das Brautpaar Spierhansl-Obermeier getraut. Die weltliche Feier fand im engsten Familienkreise im Gasthaus Schlecht, Lintach, statt.
Quelle: Straubinger Tagblatt 26.05.1950

Hunderdorf. (Tönende Leinwand) Die Gäuboden-Lichtspiele zeigen im Baier-Saal am Samstag den äußerst spannenden Film „Im Zeichen des Zorro“. Beginn 20.30 Uhr.
Quelle: Straubinger Tagblatt 26.05.1950

Hunderdorf. (Unfreiwillige Räumung) Das Neubürgerehepaar B., das bei der Landwirtin Castel in Bauernholz seit langer Zeit ein feuchtes Zimmer innehatte, erhielt nach Wegzug einer Familie aus dem gleichen Hause von der wohlwollenden Wirtin die freigewordene 2-Zimmer-Wohnung zugewiesen. Leider war die Rechnung ohne das Wohnungsamt geschehen. Am Mittwoch früh wurde das Ehepaar B. von einem Herrn des Wohnungsamtes aufgefordert, die Wohnung zu räumen, da eine Familie mit 3 Kindern eingewiesen werden sollte. Da B. dieser Aufforderung bis nachmittag nicht nachkam, erschien Herr Kippke vom Wohnungsamt mit 2 Polizeibeamten, öffnete die Wohnung während der Abwesenheit des Ehepaares B. und beförderte die darin befindlichen Möbeln und Hausgerät auf die zum Glück trockene Wiese. Da sich das Ehepaar weigert, in die alte ungesunde Wohnung einzuziehen, wurden die Möbel in der Scheune untergestellt und die Wohnungslosen fanden Aufnahme bei den Eltern. Wäre das sonst verständliche Verhalten des Wohnungsamtes, indem es eine Familie mit 3 Kindern unterbringen wollte, nicht anders zu lösen gewesen, indem man dem Ehepaar B. einen ordnungsgemäßen Umzug in eine andere, gesündere Wohnung ermöglicht hätte?
Quelle: Straubinger Tagblatt 26.05.1950

Gaishausen. (Tanzkränzchen) Am Pfingstmontag findet im Gasthaus Karl Solcher, Bahnhof Steinburg, ein Tanzkränzchen statt. Vorher kann sich die Jugend und auch das Alter bei einem Fahrrad- und Hunderennen vergnügen.
Quelle: Straubinger Tagblatt 26.05.1950

Gaishausen. (Hundebeschau) Am Dienstag um 14.30 Uhr findet im Gasthaus Karl Solcher, Bahnhof Steinburg, die diesjährige Hundebeschau statt. Jeder über 4 Monate alte Hund ist vorzuführen.
Quelle: Straubinger Tagblatt 26.05.1950

Hunderdorf. (Pfingstausflug) In einem Autobus fuhr am Pfingstmontag der unter der Leitung von Schulleiter Schmid stehende Gesangverein (gemischter Chor) zum Arber. War das Wetter bei der Abfahrt nicht sehr günstig, so war man doch bei der Ankunft auf dem Arber noch überraschter über das Schneegestöber. Trotz des Wetters ließen sich die Ausflügler die Stimmung nicht nehmen. Nach Besichtigung des Arbersees, Schwebebahn und des Schutzhauses stieg man auf den Gipfel.
Das Schulleiter Schmid nicht nur ein guter Musikfreund, sondern auch ein großer Naturliebhaber ist, zeigte er seinen Begleitern verschiedene Naturseltenheiten.
Quelle: Straubinger Tagblatt 01.06.1950

Hunderdorf. (Schuleinschreibung) Die Einschreibungen für den 1. Jahrgang der Volksschule finden am Donnerstag, den 1. Juni d. J. von 13-17 Uhr im oberen Schulhaus statt.
Quelle: Straubinger Tagblatt 01.06.1950

Hunderdorf. (Das Variete´“Der bunte Würfel“ gastiert) am Samstag, 3. Juni, im Baiersaal. Im Programm stehen Gesang, Zauberei, Frohsinn und Humor. Anschließend wird getanzt. Das bayerische Schrammeltrio spielt auf.
Quelle: Straubinger Tagblatt 01.06.1950

Hunderdorf. (Hundeuntersuchung) Bei der am Dienstag nachmittag stattgefundenen Hundeuntersuchung wurden 108 Hunde und 27 Hündinnen vorgeführt. An Hundesteuer sind 540 DM vereinnahmt worden.
Quelle: Straubinger Tagblatt 01.06.1950

Hunderdorf. (Vom VdK) Der VdK veranstaltet eine Fahrt zu den Passionsspielen nach Oberammergau. Die Fahrt mit dem Autobus kostet 12 DM. Übernachtungsgebühr für 2 Nächte 3 DM. Die verbilligte Eintrittskarte 2. Platz 6.50. Am 2. Tag fährt der Bus über Schloß Linderhof und Kloster Ettal wieder zurück. Näheres kann beim Vorstand Gesttenbauer und Riedle erfragt werden.
Quelle: Straubinger Tagblatt 01.06.1950

Windberg. (Feuerwehrversammlung) In der Versammlung am Pfingstmontag erläuterte Kommandant Wagner die neuen Satzungen der Feuerwehr und besprach mit den Mitgliedern Vereinsangelegenheiten.
Quelle: Straubinger Tagblatt 01.06.1950

Windberg. (Neue Gastwirtschaft) Zu Pfingsten eröffnete der Schmied und Landwirt Johann Hartmannsgruber in seinem Hause eine Gastwirtschaft. Neben Bier der Brauerei Berger aus Steinburg sind alle Arten von Getränken zuhaben. Mit dieser Gastwirtschaft sind in der Ortschaft Windberg drei, im Gemeindeverband Windberg sechs Wirtschaften.
Quelle: Straubinger Tagblatt 01.06.1950

Windberg. (Bekenntnistag der Katholischen Jugend) Der Glaubens und Bekenntnistag der Katholischen Jugend unserer Pfarrei am Dreifaltigkeitssonntag wird immer wieder würdig begangen. Am Sonntagvormittag wird von der Jugend um 8 Uhr eine Gemeinschaftsmesse gestaltet, in welcher Religionslehrer Kautsch aus Straubing zur Jugend predigen wird. Neben der organisierten Pfarrjugend wird auch die gesamte Jugend der Pfarrei aufgefordert, sich an diesem Tage an der Gestaltung des Bekenntnistages zu beteiligen. Um 13 Uhr wird die Pfarrjugend geschlossen nach Hunderdorf ziehen, wo in der Kirche zu Hunderdorf eine gemeinsame Jugendandacht stattfinden wird.
Quelle: Straubinger Tagblatt 01.06.1950

Steinburg. (Hundevisitation) Sämtliche Hundehalter führten ihre Hunde am Dienstag vorschriftsmäßig vor. 48 Hunde brachten 166 DM Steuern ein.
Quelle: Straubinger Tagblatt 01.06.1950

Hunderdorf. (Standesamtliches) Im Mai wurden keine Geburten und Sterbefälle registriert. Eheschließungen fanden vier statt.
Quelle: Straubinger Tagblatt 03.06.1950

Hunderdorf. (Umbau) Der seit langem geplante Umbau der Friedhofskapelle in ein Leichenhaus wird am Montag in Angriff genommen. Die Arbeiten sind vom Pfarramt dem Bauunternehmen Helmbrecht aus Oberalteich übertragen worden.
Quelle: Straubinger Tagblatt 03.06.1950

Hunderdorf. (Wieder zwei Hochzeiten) Am Dienstag trat das Brautpaar Feldmeier-Haucke vor den Traualtar. Das Hochzeitsmahl wurde im Gasthaus Deschl in Hofdorf eingenommen. Am Mittwoch läuteten die Glocken zur Trauung des Brautpaares Gmeinwieser-Gabler. Nach dem Hochzeitamt zog der Hochzeitszug ins Gasthaus Baier, wo die weltliche Feier abgehalten wurde.
Quelle: Straubinger Tagblatt 03.06.1950

Steinburg. (Trauung) Der Hilfsarbeiter Josef Bugl aus Au vorm Wald und die Hausangestellte Magdalena Bär aus Plattling wurden am Donnerstag in der Pfarrkirche zu Hunderdorf getraut. Die weltliche Feier fand im engsten Kreise im Gasthaus Wagner, Au vorm Wald, statt.
Quelle: Straubinger Tagblatt 03.06.1950

Gaishausen. (Alles wegen dem Mann) Bei der letzten Tanzveranstaltung im Gasthaus Karl Solcher, Bahnhof Steinburg, gerieten sich zwei Frauen tüchtig in die Haare. Die Ursache der Rauferei war der gemeinsame Liebhaber.
Quelle: Straubinger Tagblatt 03.06.1950

Gaishausen. (Todesfall) Am Dienstag starb nach längerer Krankheit die Ausnahmslandwirtin Therese Kern aus Rammersberg im gesegneten Alter von 79 Jahren. Die Verstorbene wurde am Freitag in Hunderdorf beerdigt.
Quelle: Straubinger Tagblatt 03.06.1950

Hunderdorf. (Kirchliches) Die männliche u. weibliche Jugend wird am Dreifaltigkeits-Sonntag in der hiesigen Pfarrkirche den Bekenntnistag der Jugend mit Generalkommunion begehen. Ein auswärtiger Geistlicher übernimmt die Festpredigt. Nachmittag 2 Uhr trifft sich die gesamte Jugend von Hunderdorf und Windberg zu einer Bekenntnisfeier in der hiesigen Kirche.
Quelle: Straubinger Tagblatt 03.06.1950

Hunderdorf. (Beerdigung) Am Freitag wurde die Austragswitwe Therese Kern geb. Landstorfer aus Rammersberg im Alter von 69 Jahren unter großem Trauergeleit und einer Fahnenabordnung des christlichen Müttervereins zur letzten Ruhe getragen. Pater Cyriacus schilderte in ehrenden Worten das Leben dieser tapferen Mutter. Nach 10jähruger glücklicher Ehe verlor sie durch den Tod ihren Ehemann, auch wurden ihr von ihren fünf Kindern drei durch den Tod entrissen. Ein längeres Herzleiden setzte diesem geprüften Mutterherz ein Ende. Mit dem Lied „Über den Sternen wird es einst tagen“, gesungen vom Kirchenchor, klang die Trauerfeier am Grabe aus.
Quelle: Straubinger Tagblatt 03.06.1950

Hunderdorf. (Evang. Gottesdienst) Der nächste evang. Gottesdienst wird am Sonntag nachmittags 15 Uhr in der Hofdorfer Kapelle abgehalten.
Quelle: Straubinger Tagblatt 03.06.1950

Die Fahnenweihe in Au v. W.
Ein Verein, namentlich wenn es eine Freiw. Feuerwehr ist, hat immer einen Zweck zu erfüllen, und wenn es nur die Bereitschaft ist, in Feuersnot dem Nachbarn zu helfen. Das ist eine ernste Aufgabe, der nichts Heiteres abzugewinnen ist. Umso gemütlicher und lustiger geht es zu, wenn in unseren bayerischen Landen ein Verein sein stolzes Panier erhält, mag auch die Weihe der Fahne oft nur noch die Wahrung des christlichen Dekorums sein.
Die gestrige Fahnenweihe der Freiw. Feuerwehr Au v. Wald und das 15jährige Gründungsfest waren wieder von einem glühenden Sonnentag begünstigt. Am Vorabend bewegte sich ein eindrucksvoller Fackelzug von Au nach Wegern und zurück. Stellv. Kreisbrandinspektor Wagner-Windberg sprach am Ehrenmal der Gefallenen innige Worte des Gedenkens. Am Festtag wurde das stille Dörfchen, das von den blühenden Wiesen und wogenden Feldern umsäumt wird, durch den Reveille der Kapelle Bugl-Schwarzach aufgeweckt. Bald darauf begann das Einholen des Kommandanten, des Fahnenjunkers, der Fahnenmutter Ottilie Niedermeier und der Festjungfrauen. Bald darauf schon rückten die ersten Wehren aus nah und fern an und wurden tüchtig „eingespielt“. Auf dem Festplatz vor der Gastwirtschaft Wagner formierten sich die 28 Wehren zum Festzug. Ein prachtvolles Bild: die dunklen Uniformen der Feuerwehren dazwischen das Weiß und Blau der Ehrenjungfrauen, die farbenfreudigen Fahnen u. die glänzenden Fahnenspitzen. Im Zuge auch der 50jährige Feuerwehrjubilar Martin Wür von Au, der Bauernhilfsverein Neukirchen und der Sportverein. P. Cyriakus Hollender hielt die Festansprache und anschließend weihte er die neue herrliche Fahne. Nach der Segnung der Kriegergräber zelebrierte er die Feldmesse, bei der zwei Feuerwehrmänner ministrierten. „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ begann die Musikkapelle zu spielen und ließ eine Reihe würdiger Chorale folgen, die, wenn nicht den Himmel, doch wenigstens den Altar erschütterten; denn die Musik stand nahe beim Altare. Nach dem Gottesdienst zogen die Wehren zum Kriegerdenkmal. Die Musik spielte einen Trauerchoral. Theresia Maier aus Brandstatt trug den Prolog vor, wie man ihn selten bei einer Fahnenweihe zu hören bekommt. Während Kreisbrandinspektor Wagner die Gedächtnisrede hielt, wurden viele Augen naß und man hörte da und dort erschütterndes Weinen. Er gedachte der Gefallenen: Ludwig Schießl, Alfons Meier und Johann Breu, gedachte der Vermißten: Josef Dietl, Johann Kern, Xaver Niedermeier, Max Bugl und Alois Ecker und der in der Heimat gestorbenen Feuerwehrleute. Der Kommandant Alois Schötz, in dessen Händen die schwierige Organisation lag, legte am Grabe einen Kranz nieder.
Nun heftete Frl. Meier, die erste Festjungfrau, das erste Band, das Trauerband an die neue Fahne, das von den drei hinterbliebenen Witwen der Gefallenen gestiftet wurde, von Thekla Meier, Maria Schießl und Maria Breu. Nach dieser würdevollen Feier gings zum Festmahl.
Nach dem Festessen im Gasthaus Wagner begab sich der Festzug bis nach Wegern und zurück zur Ehrentribüne. Kreisbrandinspektor Wagner wies in seiner Rede darauf hin, daß die Wehr Steinburg und Au v. Wals durch die Selbständigwerdung der Gemeinden im Jahre 1935 getrennt wurde. Durch die Initiative Ludwig Kronfeldners entstand die Feuerwehr Au v. Wald vor 15 Jahren neu.
Landrat Hafner begrüßte alle Wehrmänner und sprach seinen Dank den Jubilaren aus. Bei einem Rückblick in die Vergangenheit sehen wir wieviel Volksgut durch Brände verloren ging. Im Kreise Bogen sind in diesem Jahr 40 000 DM durch Brandschaden entstanden. Wir sind ein armes Volk und müssen alles daran setzen, eine schlagkräftige Wehr zu besitzen, um das Volksvermögen zu erhalten. Dann schritt man zur Auszeichnung der Jubilare, dem ein Prolog von etlichen Festjungfrauen vorausging.
Auszeichnungen erhielten: für 50jährige Dienstzeit Martin Wühr, 40jährige Dienstzeit Max Mautner, 25jährige Dienstzeit Ludwig Kronfeldner, Alois Gürster, Franz Schötz, Alois Schötz, Jakob Petzendorfer, Josef Hacker, Georg Stumbeck und Ludwig Obermeier.  Dann wurden die Bänder an die einzelnen Vereine verteilt.
Die kleine Gemeinde Au v. Wald beschloß den schönen Tag mit einer Festmusik im Gasthaus Wagner.
Quelle: Straubinger Tagblatt 12.06.1950

Hunderdorf. (Trauung) Ein selten langer Brautzug gab am Dienstag dem Brautpaar Obermeier-Lehner das Geleite zur Pfarrkirche. An der Seite der Braut schritten 2 Mitglieder der Marienschar Windberg; eine Fahnenabordnung des Vereins, dessen Mitlgied die Braut lange Jahre war, zog der Braut voran. Die Weihe des Bundes nahm Pater Cyriakus vor. Klar und rein klangen die Lieder „Mit dem Herrn fang alles an“ und „So nimm denn meine Hände“, gesungen vom Windberger Kirchenchor, durch das Gotteshaus. Anschließend an den Gottesdienst begab man sich ins Gasthaus Deschl-Hodorf, wo die üblichen Feierlichkeiten gehalten wurden. Den Platz als Ehrenmutter nahm die Landwirtin Blasini aus Apoig ein. Kranzljungfrau war eine Cousine des Bräutigams Frl. Maria Wanninger. Das junge Paar übernimmt das Anwesen der Eltern des Bräutigams.
Quelle: Straubinger Tagblatt 14.06.1950

Schweres Fährunglück in Pfelling
Pfelling.
Gestern nachmittag gegen 17.30 Uhr fuhr der Motorschlepp „Pillnach“ der Österreichischen Donaudampfschiffahrtsgesellschaft auf der Donau talwärts. Beim Passieren der Pfellinger Fähre stieß er mit der Fähre, auf der sich ein Heuwagen des Bauern Rupert Iglberger befand, zusammen. Die zwei Pferde scheuten und sprangen seitwärts aus der Fähre. Die Fähre wurde unter den zweiten Schlepper gedrückt und tauchte nach einiger Zweit wieder auf. Die zwei Pferde des Bauern aber konnten nicht mehr gerettet werden. Die Tierleichen wurden nach einiger Zeit mit dem Schiffskran aus dem Wassergezogen. Personenschaden entstand nicht. Die sofort verständigte Wasserschutzpolizei Deggendorf traf nach zwei Stunden am Unglücksort ein und nahm den Sachverhalt auf.
Quelle: Straubinger Tagblatt 16.06.1950

 

 

 

Steinburg-Bahnhof
Am Samstag, den 13. 4. 1950
Tanzkränzchen
Freundlichst ladet ein
Solcher,
Gastwirt
Quelle: Straubinger Tagblatt 16.06.1950

Steinburg. (Heidelbeerernte beginnt) Mit dem Beginn der Heidelbeerernte erschließt isch die Möglichkeit eines kleinen Nebenverdienstes für die Bewohner des Bayerischen Waldes. Wie sehr diese Einnahme erwartet wird beweist die Tatsache, daß jetzt schon viele Beerenpflücker in dem Wald angetroffen werden, obwohl das Sammeln noch sehr mühsam und verboten ist, da die Beeren nur stellenweise gereift sind. Im allgemeinen hört man, daß eine ertragreiche Ernte erwartet wird.
Quelle: Straubinger Tagblatt 21.06.1950

110 Jahre Brauerei Steinburg
Seit 1900 im Besitz der Familie Berger – Am Sonntag große Festfeier zusammen mit Feuerwehrjubiläum

Die Brauerei Berger in Steinburg kann in diesem Monat auf ein seltenes Jubiläum zurückblicken: Seit 110 Jahren wird in diesem Haus der köstliche Gerstensaft gesotten. Aus kleinen Anfängen heraus entwickelte sich dank des Fleißes und der Fachkunde der Besitzer der Betrieb zur heutigen Höhe. Bis zum Jahre 1840 hatte Steinburg, das zum Kloster Windberg gehörte, lediglich eine Gastwirtschaft auf dem Schloßberg, die um diese Zeit der Gastwirt Brunner führte. Im Jahre 1840, in welchem das Brauereigebäude in seiner heutigen Form vollendet wurde, erhielt ein gewisser Sagstetter das Braurecht, das er auch sofort ausübte. Ihm folgte für einige Jahre Brauereibesitzer Goed. Im Jahre 1895 übernahm von einem gewissen Kohn der Vater des heutigen Besitzers, Herr Johann Berger den Brauereibetrieb pachtweise, bis er ihn 1900 kaufte. 1938 übergab Herr Berger die Brauerei seinem Sohn Alfons, der 1936 die Gastwirtstochter Maria Liebl aus Hagen geheiratet hatte. 1941 starb Johann Berger. Sein Sohn Alfons hat den Betrieb ausgebaut und erweitert. Während früher nur weinige Wirte Steinburger Bier ausschenkten, versorgt Alfons Berger eine weite Umgebung des Waldgebietes mit dem edlen Gerstensaft. Seit einigen Monaten hat er eine Limonadenfabrik angeschlossen.
Das Gebäude könnte viel aus vergangenen Tagen erzählen. Auch vom Unglück blieb es nicht verschont. 1922 geriet die Brauerei Berger in Brand. Der Dachstuhl wurde vernichtet und dann konnten die Flammen gelöscht werden. 1947 wurde die nebenanliegende Faßhalle eingeäschert.
Nach dem Krieg wurde auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine 48 Meter lange und 14 Meter breite Festhalle errichtet. Im ganzen kann die Familie Berger mit Freude und Stolz auf die vergangenen Jahre zurückblicken. Ein schönes Werk ist aufgebaut, das zu guten Hoffnungen für die Zukunft berechtigt. An der Jubiläumsfeier, die am kommenden Sonntag zusammen mit dem Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr gefeiert wird, nimmt die weiteste Umgebung freudigen Anteil.

75 Jahre Feuerwehr Steinburg
Die freiwillige Feierwehr feiert am Sonntag in der Festhalle der Brauerei Berger ihr 75jähriges Gründungsfest. 1875 hatte sie der Lehrer Martin Huber gegründet. Er ist 1931 im Alter von 83 Jahren in Hebertsfelden gestorben. Als Kommandanten standen in diesen 75 Jahren der Reihe nach folgende Männer an der Spitze der Wehr: August Brennauer, Schmiedmeister Pfeffer, Müller Buchner, Josef Eidenschink von Au, Bahnagent Joh. Pfeffer, Schreinermeister Georg Huber, der 18 Jahre Kommandant war und dann noch einige Jahre Vorstand, Johann Solcher, Ludwig Kronfeldner von Au, Josef Schreiner, Jos. Stelzl, Johann Bielmeier, der heute Kommandant ist.
Das Fest zu dem 51 Vereine ihre Zusage gegeben haben, wird am Samstag durch einen Zapfenstreich mit Fackeln eingeleitet. Am Sonntag: 5 Uhr Wecken. Nach dem Wecken Sammeln vor dem Gasthaus Berger und Abholung der Festjungfrau sowie des Patenvereins Au v. Wald mit Musik. Empfang von 49 auswärtigen Vereinen. Hernach Festgottesdienst in der Schloßkapelle Steinburg. 12 Uhr gemeinsames Festmahl im Gasthaus Berger. Um 2 Uhr nachmittags Aufstellung des Festzuges, der sich bis Wegern begibt und zur Ehrentribüne zurückkehrt. Die Ansprachen werden von Landrat Hafner und Kreisbrandinspektor Baier gehalten. Anschließend an die Festfolge wird man zum Tanzkränzchen in der Halle des Gasthauses Berger übergehen.
Quelle: Straubinger Tagblatt 23.06.1950

Quelle: Straubinger Tagblatt 23.06.1950

75jähriges Gründungsfest wurde Gemeindefest
Steinburg.
Dreiviertel Jahrhunderte Bestehen eines Vereins ist doch wahrlich Grund genug zu einer Feier, noch dazu wenn der Verein im Dienst der Allgemeinheit steht. Mit viel Liebe und Umsicht ging Feuerwehrkommandant Bielmeier zusammen mit dem Festausschuß und unterstützt von der ganzen Gemeinde an den Vorbereitungen zu diesem Festtag.
Schon am Samstagabend leitete man diesen Freudentag mit einem symbolischen Fackelzug und einem eindrucksvollen Gefallenengedenken ein. Ehrende Worte sprach am Grabmal Festleiter Michel: Die Blaskapelle Bugl intonierte das Lied vom guten Kameraden und ein gemeinsames Gebet schloß die sinnige Vorfeier. Am Sonntag in aller frühe erklang der Weckruf durch das Dorf. Geschmückte Häuser, Fahnen, Ehrenpforten, weißgekleidete Mädchen, das Blau der Uniformen und das fruchtbare Grün der Natur gaben den festlichen Rahmen. Nach Einholung der Festjungfrauen und des Patenvereins Au v. Wald trafen schon bald die Nachbarvereine ein. Um 10.30 Uhr nahmen die Vereine mit ihren Fahnen Aufstellung zum Festgottesdienst in der Schloßkapelle. Die Messe zelebrierte Pater Cyriacus. In seiner Ansprache betonte er besonders die Aufgaben des christlichen Wehrmannes, dem Nächsten zu helfen. Nach dem Gottesdienst weihte Pater Cyriacus das neue und würdig erstellte Ehrengrab neben der Schloßkapelle ein.
Nun ging es zurück zur Ehrentribüne, wo Kommandant Bielmeier herzloche Begrüßungsworte an alle Anwesenden entbot. Worte des Dankes richtete er an die zahlreich erschienenen Vereine, an den Patenverein Au v. Wald und an Pater Cyriacus. Nach einem eindrucksvollen Prolog, vorgetragen von der Festjungfrau Anna Feldmeier, heftete sie das Trauerband an die Fahne des Jubelvereins.
Nach gemeinsamer Mittagstafel im Gasthaus Berger formierten sich gegen 2 Uhr die 48 Vereine mit ihren Ehrenjungfrauen zu einem Festzug durch das Dorf. Festleiter Michel gedachte des im Jahre 1939 verstorbenen Lehrers Martin Huber, der vor 75 Jahren die Wehr ins Leben rief. Bei 50 Bränden in den vergangenen Jahren leistete der Verein tatkräftige Hilfe. Dankesworte fand er für die Festjungfrauen, den Patenverein Au v. Wald, den Bürgermeister, den Gemeinderat sowie den Neubürgern und alle, die zur Verschönerung des Festes beitrugen.
Als Vertreter des Landrats überbrachte Kreisbrandinspektor Baier die Grüße des Kreises Bogen zum Jubeltag. Er fand anerkennende Worte für den bewährten Verein. Nach einem fein vorgetragenen Prolog der drei Festjungfrauen heftete Frl. Mariele Berger das von ihr gestiftete Ehrenband an die Fahne des Festvereins, für den Patenverein Au v. Wald heftete Frl. Thekla Meier das gestiftete Ehrenband an die Fahne. Als Dank an den Patenverein heftete Frl. Maria Hanner ein schönes Band an die Fahne von Au.
Anschließend fand in feierlicher Form die Bänderverteilung zur Erinnerung an das 75jährige Gründungsfest statt. Die Auszeichnung von drei Mitgliedern, die 40 Jahre, und 6 Mitgliedern, die 25 Jahre Dienstgeleistet haben, wurde bereits vor einiger Zeit vorgenommen. Nun ging man zum gemütlichen Teil des Gemeindefestes mit Frohsinn und Tanz ins Gasthaus Berger über, wo en guter Tropfen für die durstigen Kehlen von der Brauerei Berger, die gleichzeitig ihr 110jähriges Bestehen feiert, bereitgestellt war.
Quelle: Straubinger Tagblatt 26.06.1950

Windberger Wasserleitung wird verwirklicht
Windberg.
Als im Oktober vorigen Jahres von einigen Bürgern der Ortschaft Windberg der Bau einer Wasserleitung angestrebt wurde, fand dieses Vorhaben allgemeine Anerkennung. Der Großteil des Hausbesitzer schloß sich zu einer Genossenschaft zur Wasserversorgung zusammen. Es wurden Anträge auf Staatszuschuß und Darlehen eingebracht, die mit der katastrophalen Lage der Wasserversorgung begründet werden konnten. Nun folgte eine stille Zeit des Abwartens, denn der Behördenapparat arbeitet nicht nur gründlich, sondern auch langsam. Die Vorstandschaft der Wassergenossenschaft arbeite aber unermüdlich. Es mußten Wasserproben zur chemischen und bakteriologischen Untersuchung unterbreitet werden. Beide Untersuchungen brachten günstige Ergebnisse. Da die Vorarbeiten lange Zeit beanspruchten, meinte man schon, die Angelegenheit wäre eingeschlafen. Vor etwa zwei Wochen haben die Interessenten im „Straubinger Tagblatt“ einen Bericht des Leiters des Arbeitsamtes Straubing gelesen und daraus vernommen, daß es mit der Wasserleitung günstig steht. Die Wassernot ist durch die Frühjahrstrockenheit wieder groß und mancher Landwirt mußte Wasser für den Haus- und Viehbedarf mühsam heimtragen.
In dieser ernsten Zeit traf Oberinspektor Tratz vom Landesamt für Wasserversorgung in Windberg ein, um das Quellengebiet und das Gelände zu besichtigen. Er machte die freudige Mitteilung, daß der Staatszuschuß und ein langfristiges Darlehen gewährt wurden. Allerdings müssen die Wasserabnehmer auch Leistungen an Arbeit und Geldmitteln aufbringen.
In der Versammlung am letzten Samstag zeigte es sich, daß das Interesse groß ist und der feste Wille besteht, die Arbeiten sofort nach der Ernte aufzunehmen. Obmann Kittenhofer berichtete den Versammelten über die geleisteten Vorarbeiten, forderte zur Einsicht und Einigkeit auf.
Anschließend erläuterte Norbert Wurm den Finanzierungsplan eingehend. Nach einer guten Aussprache, die manche Frage klärte und aus welcher die Sorge um das so notwendige Wasser herausklang, zeigte Lehrer Dottermann schöne Farbaufnahmen von Windberg und Neukirchen. Möge die Einigkeit, der Zusammenhalt und der Wille der letzten Versammlung auch in Zukunft herrschen, dann wird das große Werk, welches schon ein halbes Jahrhundert angestrebt wird, endlich Wirklichkeit werden.
Quelle: Straubinger Tagblatt 28.06.1950

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