Aus der Schule geplaudert

Inhalt

VORWORT

Gut 200 Jahre ist es her, daß auch die Gemeinde Hunderdorf einen Lehrer erhielt und damit auch unser Raum an der geistigen Ausbildung der Bevölkerung teilnehmen konnte. Da die Lehrer am Anfang von den Eltern der Schüler bezahlt werden mußten, fand diese Einrichtung keinen großen Anklang unter der Elternschaft. Dazu kam es noch, daß die Kinder als Arbeitskräfte notwendiger waren als das Erlernen von Schreiben, Lesen und Rechnen. Über die Verhältnisse zu Anfang der Bildungsreform gibt diese Chronik Einblick und vermittelt die Schwierigkeiten, die von Lehrern und der Geistlichkeit gelöst werden mußten.
Gleichzeitig zeigt diese Chronik auf, mit welchen räumlichen Problemen bei der Durchführung des täglichen Unterrichts Lehrer und Schüler zu kämpfen hatten. Schulklassen mit bis zu 100 Kindern in einem Raum waren keine Seltenheit. In den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts standen 6 Schulhäuser auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Hunderdorf, und es war ein langer, schwerer Weg bis zur Gründung der Verbandsschule Hunderdorf.
Die ehemaligen Lehrer und Schüler finden in dieser Chronik die Aufzählung der Namen der Lehrkräfte und Seelsorger, die in der Vergangenheit an den Schulen Hunderdorf, Au und Steinburg unterrichtet haben.
Da diese Chronik im Kopierverfahren vervielfältigt wurde, sind die vielen Fotos und Bilder von bescheidener Qualität.
Zusammengetragen und bearbeitet 1998
K. Klar
Konrektor i.R.
Als Quellen zu dieser Chronik dienten die Schulchronik der Schulen Hunderdorf, Au v.Wald und Steinburg und alte Urkunden und Listen dieser Schulen sowie Veröffentlichungen in der Tagespresse.

AUS DER SCHULE GEPLAUDERT

Chronik der Schulen in der Gemeinde Hunderdorf

Die ersten Schulen, in denen junge Leute das Lesen, Schreiben und Rechnen erlernen konnten, waren Klosterschulen. Dorthin wurden natürlich nur Kinder der höheren Schichten geschickt. Im Mittelalter und früher waren wenige Menschen des Schreibens mächtig; Kaiser und Könige konnten oft nicht lesen und schreiben und hielten sich in der Hauptsache Mönche, die die Schreibarbeit erledigen mußten. Für Mädchen gab es zunächst keine Schulen, es sei denn, sie wählten ein Leben in einem Nonnenkloster. Die Menschen auf dem Lande, meist Unfreie, blieben Analphabeten.
Mit dem Erlaß der Schulordnung um 1500 in Landshut begann für unseren Raum die Schulgeschichte. Trotz aller Bemühungen auf dem Bildungssektor setzte sich das Schulwesen nur allmählich durch. Durch Erlaß des Kurfürsten Maximilian IV., des nachmaligen Königs von Bayern, wurde am 23.12.1802 für ganz Bayern die allgemeine Schulpflicht eingeführt. Jede Pfarrei sollte einen staatlich geprüften Lehrer haben, so daß sich Schul- und Pfarrsprengel deckten.
Jahrhunderte lang war die Kirche geistiges und kulturelles Zentrum, der Pfarrer der einzige Mann, der lesen und schreiben konnte. 1793 stellte sich neben die Kirche die Schule, neben den Pfarrer der Lehrer. Die Kirche wurde durch die Schule keineswegs zurückgedrängt, im Gegenteil, sie war größtenteils Träger der Schule. Pfarrer und Lehrer sorgten nun gemeinsam für die geistige Bildung. Der Lehrer war auch Mesner und Organist. Seine Einkommen waren wie auch seine Ansprüche bescheiden. Dem Pfarrer oblag die Aufsicht über Schule und Lehrer.

Schule im Mesnerhaus

Der erste bekannte Lehrer in Hunderdorf war Michael Fuchssteiner. Er hauste im Mesnerhaus, das zugleich auch das erste Schulhaus war. Seine Stube war auch das Schulzimmer. Da die Hunderdorf er arme Leute waren, konnten sie kein Schulgeld zahlen. In Hunderdorf hat nie ein Lehrer einen Nebenberuf ausgeübt. Andernorts war er Landmann oder Gewerbetreibender. Fuchsteiner mußte von dem Leben, was ihm Schuldienst, Mesnerdienst und das Spielen der Orgel einbrachten. ehalt vom Staat gab es damals nicht. In späteren Jahren war der Lehrer auch Gemeindeschreiber.
Vom Kloster Windberg bekam Lehrer Fuchssteiner folgende Naturalien: 4 Schäffl Korn, 2,5 Schäffl Weizen, 4 Schäffl Hafer, 2 Schäffl Gerste, 2 Schäffl Linsen, 1,5 Metz Erbsen, 3 Schober Stroh, 63 Laib Brot, dazu noch Brennholz.
Am 23.März 1795 starb Michael Fuchssteiner im Alter von 69 Jahren. Sein Sohn Sebastian Fuchssteiner übernahm den Schuldienst, nachdem er sich einer Prüfung unterzogen hatte. Eine harte Zeit für den Lehrer Fuchssteiner begann nach der Auflösung des Klosters Windberg 1803. Bereits 1804 richtete er ein Bittgesuch an das Landgericht Mitterfels, seine vorgesetzte Behörde:
„Seit sieben Jahre bin ich in der Pfarrei Hunderdorf verheiratet und z. Z. mit einem Kinde versehen. Ich versorge meine 65 Jahre alte Mutter und noch zwei unversorgte Geschwister, dazu eine halbblinde Schwester meines Vaters, die 80 Jahre alt ist, und einen Bruder meines Vaters mit 70 Jahren. Bisher konnte ich sie notdürftig versorgen. Dieser Umstand ist eine lästige Lage für einen Schulmann mit 150 bis 160 schulfähigen Kindern, von welchen ich in der Woche kaum 18 Gulden erhalte und unter denen sich 3/4 von Hausarmen und Zuwohnersleuten befinden, die nichts bezahlen können. Solange das Kloster existierte, genoß ich durch dieses eine vielwohltätige Unterstützung. So genoß ich für die Zehentteilung des Klosters mit Freiherrn von Schuß vom Schloß Steinburg von der Pfarrei Hunderdorf die sog. Würz oder Meßgarbe von jeder Getreidesorte und von jedem Stadel, dazu Brot Stroh und Brennholz.
Es ist für mich eine Unmöglichkeit, meine Angehörigen zu unterhalten und dabei die Pflichten eines Schullehrers zu entsprechen nach dem höchsten Willen des Landesvaters. – Eine nächstgelegene und vom Kloster Oberalteich stammende Waldung könnte leicht das Brennholz für meine Schulstube liefern, und wenn die ganze Pfarrgemeinde Hunderdorf einen Unterstützungsbeitrag von 150 Gulden aus dem Gemeindesäckel zu bestreiten kräftig angewiesen würde, so glaube ich und jeder meiner Nachfolger würde unter diesen Umständen pflichtgemäß bestehen können.“

Berichte über die Situation des damaligen Schulalltags

Nach der Inspektion der Schule in Hunderdorf berichtete Pfarrer Josef Mühlbauer von Perasdorf 1804: „Pfarrherr ist Peter Blaim, als Lehrer wirkt Sebastian Fuchssteiner. Im ganzen sind 155 schulfähige Kinder im Ort. Winterschule wird in den Monaten November bis Januar gehalten. Unterricht in der Feiertagsschule gibt der Lehrer und der Ortspfarrer für 7 Knaben und 11 Mädchen. Die Singschule besuchen 6 Mädchen und 13 Knaben. Für den Kirchengesang gibt sich der Lehrer große Mühe. Abgegangen sind zu Feldbau und Handwerk 55 Kinder. Anfrage: Soll der Unterricht über Moral und Religion allein dem Lehrer überlassen werden oder soll ihn der Ortsgeistliche unterstützen. Bisher war das der Fall. Dem Schullehrer wird großer Fleiß bestätigt. Er liest auch einige gute Bücher, weiß sich die Achtung der Kinder als auch der Eltern zu verschaffen. Da er kein Gewerbe betreibt, kann er sich ganz dem Schulwesen widmen. Das Schulhaus ist klein, das Schulzimmer gleichzeitig auch das Wohnzimmer, folglich können keine ordentlichen Bänke gestellt werden, doch sind die Kinder so viel als möglich in Klassen eigeteilt. Hier erschienen wie in Windberg in den Monaten Mai, September und Oktober verhältnismäßig nur wenig Kinder, doch im November mehrten sie sich. Das Viehhüten, weite Entfernungen zur Schule und schlechte Witterung sind Hindernisse für einen fleißigen Schulbesuch. Das Schulgeld wird unwichtig genommen und von den Armen nicht entrichtet, noch weniger von denen, die überhaupt nicht zur Schule kommen.
Die Wirkungen eines guten Unterrichts, besonders bei den Kindern, die fleißig die Schule besuchen, sind in Hunderdorf schon fühlbar. Druck- und Schriftlesen, Schön- und Rechtschreiben werden bes. betrieben, im Kopfrechnen werden die Kinder mit sichtbarem Erfolg geübt. Buchstabenkenntnis und Lesen geschieht. Auch die Übungen des Verstandes werden vorgenommen. Christenlehre und Schulgesang sind im Gang und die Kinder fangen an, den deutschen Kirchengesang in der Kirche abzusingen. Das Vorurteil der Eltern, die Schule verliere sich hier auch nach und nach, nimmt ab. Wohltäter der Schule zeigen sich aber nicht. Der Aberglaube verliert sich auch immer mehr.
Eine Feiertagsschule ist zwar hier errichtet und der Unterricht wird vom Ortspfarrer und Schullehrer erteilt, allein sie wird nur von wenigen und von diesen sehr nachlässig besucht. Dies ist umso verdrießlicher, da ich mir doch alle erdenkliche Mühe gab, dieselbe emporzubringen. Ich kann gar nicht begreifen, wie sich in einer so großen Pfarrei von 12 bis 1300 Seelen wie Hunderdorf ist, so wenige diesem allgemein erziehlichen Unterricht unterziehen. In meiner Pfarrei Perasdorf, die nicht mehr als 364 Seelen faßt, besuchen etwa 60 Personen männlichen und weiblichen Geschlechts mit Freude und Eifer die Feiertagsschule.
Über Unglücksfälle erhalten die Kinder vom Lehrer erziehliche Lehren.“
So und ähnlich lauten die Inspektionsberichte in dieser Zeit. Der Schulinspektor nennt seine Schulen als finstere, schmutzige und vage Kerker! 1805 klagt er: „Wenn die Eltern und Kinder nicht mit mehr Ernst und Strenge zum Schulbesuch angehalten werden, so ist alle Mühe des Schulinspektors, Pfarrers und Schullehrers vergebens.“
Einem Bericht aus dem Jahre 1807 ist zu entnehmen:
„Die Winterschule wurde, da gelinde Witterung herrschte und die Kinder lange das Vieh weiden konnten, erst im Dezember um Weihnachten zahlreich besucht. Verkündigungen auf der Kanzel, Anregungen und Bekehrungen, Drohungen, alles war umsonst. Da von Seite des Landgerichts keine Energie herrschte, so mußte man zusehen, wann und wo die Kinder in die Schule geschickt wurden. Kaum zeigte sich der Frühling, so blieb ein Kind nach dem anderen wieder aus. Die Winterschule dauerte höchstens 3 bis 4 Monate.
Was die Sommerschule betrifft, so hat der Schulunterricht beinahe ganz aufgehört. Die Kinder wurden zum Viehweiden und zu Feldarbeiten angehalten, auch klagte der Schullehrer, daß fast durchaus kein Schulgeld bezahlt wurde. Bei solchen Umständen ist daher auch noch keine ordentliche Prüfung möglich. Übrigens kann man nicht verbergen, wenn nicht strengeres Maßregeln eintrifft, daß der Schulbesuch nach und nach wieder ganz aufhören dürfte.
Ebenso verhält es sich mit der Feiertagsschule. Der Ortsgeistliche versuchte mit allen Kräften dieselbe in Gang zu bringen, aber umsonst. Ein Haupthindernis scheinen mir die sog. Frei-Tänze zu sein.
Alle Sonntage Freitanz und bald da, bald dort ein Tanz, und da wallfahrten nicht nur die jungen Leute von 17;- 20 Jahren, sondern auch von 13 – 14 Jahren weit lieber auf den Tanzboden als in das Schulhaus. Der Einwurf, man soll jungen Leuten den Schulunterricht leicht und angenehm machen, ist gut, aber man muß auch bedenken, daß man es hier im Wald mit einer äußerst rohen Menschenklasse zu tun hat (!).
Was den Schulunterricht selbst anbelangt, so wurden die Kinder im Lesen, Schreiben, Kopfrechnen, Tafelrechnen, in der Religion, Naturgeschichte und Singen unterrichtet.
Industrieschule ist wegen Mangel an geschickten Lehrern und Lehrerinnen wegen enger, kleiner, zum Teil einstürzender Schulhäuser, Windberg ausgenommen, noch nicht möglich. Was die Schulgärten betrifft, so ist in Hunderdorf ein kleiner Obstgarten vorhanden.“

Ruf nach dem Bau eines Schulhauses

1808 wird das Mesnerhaus als Schulhaus baufällig bezeichnet. Im Winter kam ein Befehl vom Amtsgericht Mitterfels, daß alle nachlässigen Eltern sogleich angezeigt werden, welche ihre Kinder nicht in die Schule schicken. Dies wirkte, es ist zum Teil besser geworden, obwohl nicht alle schulpflichtigen Kinder erschienen waren. Das Schulgeld floß spärlich, von vielen wurde es gar nicht bezahlt. In Hunderdorf stieg die Zahl der Feiertagsschüler auf 65, doch nach und nach blieben alle wieder aus. Die Schuld lag nicht an der Geistlichkeit und dem Lehrer, man tanzte eben lieber als man lernte. Unter diesen Umständen mußte sich die Feiertagsschule auf den Advent und die Fastenszeit beschränken. Zwei Mütter beschwerten sich, ihre Töchter kämen nach der Feiertagsschule sehr spät nach Hause; sie durften fortan eine halbe Stunde früher gehen. Beim Tanz am darauffolgenden Sonntag blieben sie bis Mitternacht aus, sie kamen den Müttern nicht zu spät nach Hause !!! – Ein solcher Geist herrschte unter dem gemeinen Volk!“
1810 gingen 131 Kinder zur Schule. Kaplan Michael Schwarzensteiner gab nicht nur Unterricht in Moral und Religion, er unterstützte den Lehrer auch in den übrigen Unterrichtsstunden.
1813 wurde der Ortsgeistlichkeit vorgeworfen, daß sie geneigt sei, Spielgesellschaften zu sammeln und so den Religionsunterricht vernachlässigten. 1815 hören wir aus der Stellungnahme des Schulinspektors:
„Nie wurde der Religionsunterricht besser erteilt als zur Zeit. Der Umstand, daß die Feiertagsschule aufgehört habe, blieb nicht verborgen. Es wurde jedes Jahr im Bericht darauf hingewiesen .“ So Pfarrer Blaim als Schulinspektor. Am 4. April 1815 lesen wir, daß dem Lokalinspektor vorgeworfen wird, er maßregle nur die Alten und Kinder, sonst lege er die Hände in den Schoß. Der Pfarrer werde gemaßregelt und die Behörde verlange, daß alle notwendigen Schritte eingeleitet werden, um die Feiertagsschule wieder zu eröffnen. Es müsse diese widerliche Erscheinung entfernt werden.
Nach dem Gemeindeedikt von 1818 gehörten zur Pfarrei Hunderdorf die neugegründeten Gemeinden Hunderdorf, Steinburg, Au und Gaishausen. Diese vier politischen Gemeinden waren zu einer Schulgemeinde mit dem Sitz in Hunderdorf zusammengeschlossen. Erst 1834 erhielt Au eine Lokalschule.

Bau einer neuen Schule

Die Zahl der schulpflichtigen Kinder stieg auf 196, davon besuchten bereits 134 die Schule. Das Schulzimmer konnte aber höchstens 60-70 Kinder ordnungsgemäßen, wohin sollten die übrigen 126 Kinder? Der Schulinspektor war der Ansicht, daß der Schulbericht, der zu Ende des Schuljahres eingeschickt wurde, ungelesen blieb, da dazu keine Stellung abgegeben wurde. Er beschwert sich: „Mein Gesundheitszustand ist so, daß ich mich nach dem Eintritt in das Schulzimmer sogleich wieder entfernen muß und daher von meiner Seite die Schulaufsichtspflicht unterbleiben muß. Mein Kaplan glaubt aus der nämlichen Ursache nicht verpflichtet zu seine sich der Aufsicht über die Schule widmen zu können. Es kann erst für einen geordneten Unterricht gesorgt und von den Eltern verlangt werden, daß sie ihre Kinder zur Schule schicken, wenn ein zweiter Lehrsaal und eine zweite Lehrkraft vorhanden sind, denn 190 Kinder kann ein Lehrer nicht unterrichten.“
Zunächst wurden zum Ausbau des bestehendes Gebäudes 132 Gulden für Bruchsteine, Bauholz, Schallbretter und Schindeln im Kostenvoranschlag vorgesehen. Der Baumeister aus Bogen schreibt dazu: „Wenn zu dem normal bestehenden Schulzimmer auch die anstoßende Kammer, die aber der Lehrer notwendig braucht, dazu genommen wird, so würde das entstehende Lehrzimmer doch noch viel zu klein. Würde der Dachstuhl abgetragen und die Zwischenwand unten herausgerissen, so ist Gefahr, daß das ganze Gebäude einstürzt. Die Kosten sollten von den Schulgemeinden bestritten werden, diese sind aber durch die Kriegs- und Teuerungsjahre ganz verarmt. Hätten sie es leisten können, sie hätten es längst getan.
Pfarrer Lehr berichtete an das Landgericht Mitterfels: „Das Schulzimmer ist 18 x 14 m groß, die anschließende Kammer 18 x 7. Pfarrer und Lehrer können im Raum nicht gerade stehen. Der Platz ist zu klein zum Erweitern; auch wenn man die Kammer dazu nimmt, bekommt man nur 378 qm. Wenn man auf ein Kind 3-4 qm rechnet, so bräuchte man für 180 Kinder 720 qm; der Lehrer kann aber das Nebenzimmer nicht entbehren. Ich schlage vor, an einem anderen Platz ein neues Schulzimmer zu erstellen.
1920 genehmigte die Königliche Regierung einen Zuschuß von 150 Gulden zu den Gesamtkosten von 457 Gulden. Laut Lageplan von 1840 muß das 1820 erbaute erste Schulhaus von Hunderdorf beim Mesnerhaus, heute Kindergartenplatz, errichtet worden sein. „In dem neuen Schulzimmer sind keine Schulbänke vorhanden. Im alten Schulsaal waren nur 2 Bänke und in der Mitte ein schmaler Tisch vorhanden; dieser war ganz ruinös. Erforderlich sind 24 Schulbänke in 2 Reihen, eine solche Bank von 12 m Länge kostet 2 Gulden.“

Hunderdorf bekommt einen Schulgehilfen

1824 verlangt Lehrer Fuchssteiner für die vielen Kinder einen Gehilfen, das aber würde die Herstellung eines zweiten Schulsaales notwendig machen. Sollte der Schulgehilfe im gleichen Raum unterrichten, so reicht der Platz nur leidlich hin. Lehrer Fuchssteiner erklärt sich bereit, einem Schulgehilfen Unterkunft, Mittags- und Nachtkost zu geben, Sorge für die Wäsche zu tragen und ihm eine kleine Entlohnung zu gewähren.
Die Kinder haben sich seit 1820 um 30-40 vermehrt, so daß 195 Schüler in einem Raum unterrichtet werden müssen.
Eduard Schrecknadl ist bereit, als Schulgehilfe bei Lehrer Fuchssteiner Verpflegung und Unterkunft zu erhalten, wenn ihm der Kreis ein Jahresgehalt von 50 Gulden gewährt. Das Landgericht Mitterfels gibt Anweisung, da ein neues Schulzimmer vorerst nicht mehr erbaut werden kann, die Kinder in zwei Abteilungen zu unterrichten.
Paul Fürlbeck kommt für Eduard Schrecknagl als Schulgehilfe nach Hunderdorf. Das Landgericht führt Klage, daß 1825 in Hunderdorf so viele Schulversäumnisse zu verzeichnen sind. Als Entschuldigungsgründe werden angegeben: Kleidermangel Hilfe beim Dreschen und Viehhüten, häusliche Arbeit, Aufsicht über kleinere Geschwister, schlechte Witterung und Krankheiten. Der Gemeindevorsteher Josef Rothammer, selbst des Schreibens unkundig, verteidigt die Schulausfälle der Kinder mit der großen Armut, die unter der bäuerlichen Bevölkerung herrscht.
1926 gab es 209 schulpflichtige Kinder, das Schulgeld für ein Kind betrug 36 Kronen.
Das Schulgeld gab Anlaß zu ständigen Reibereien zwischen Eltern und Lehrer.
1828 ist Johann Fuchs als Hilfslehrer in Hunderdorf genannt, 1830 sind der Chor- und Schulgehilfe Alois Wilhelm und Josef Muggenthaler, die diesen Posten einnehmen.
1832 wird von einer Lokalschule in Steinburg geredet, der Plan scheitert am Fehlen eines entsprechenden Platzes. Mit der Gründug einer Lokalschule hätte man einen Schulhausneubau in Hunderdorf nicht mehr für notwendig gehalten. Nachdem aber diese Gründung scheitert, wird der Schulhausneubau in Hunderdorf weiterbetrieben. Schulinspektor Pfarrer Lehr hielt dies aber für nicht notwendig. Inzwischen ist die Zahl der Kinder auf 262 angewachsen, von denen 144 Knaben waren. Die Kinder sollten nach Geschlechtern getrennt werden.
1833 ist Max Widmann Schulgehilfe.
1834 wird ein Teil des Schlosses Au erworben und als Schulhaus eingerichtet. (Über die Schule Au und Steinburg folgt später ein Bericht) 1935 wird Johann Nepomuk Wittmann als Schulgehilfe eingestellt. 1936 wird in einem Bericht das Schulhaus beschrieben: Fußboden schlecht, Schulbänke sehr schlecht, Ofenschlauch feuergefährlich, die Dachung ganz schwarz, die Mauerbretter verkohlt.
1837 ist Alois Ebenherr Schulgehilfe in Hunderdorf.
1838 werden die Einkünfte des Lehrers genannt: 1/4 Tagw. Gras, Gemüse- und Obstgarten, 3,5 Tagw. Ackerland in Geldanschlag, 1 1/2 Tagw. Wiesen. Hierzu der Ertrag der Graserei auf dem Friedhof. Die Gebäude, Haus, Stallung, Stadel und Keller gehörten der Pfarrkirche Hunderdorf und wurden vom Lehrer als Mesner gratis genutzt. Als Mesner erhielt er an Läutgeben als Geldanschlag 1 Schäffl Weizen = 12 Gulden, 2 Schäffl Korn = 16 Gulden, 3 Schäffl Hafer = 4 Gulden und 2 Metzen Gerste = 6 Gulden, zusammen 38 Gulden. Für gestiftete Gottesdienste, für Reinigung der Kirchenwäsche, für Hochzeiten, Taufen, Leichen, für Aufziehen der Kirchenuhr 179,51 Gulden. Aus dem Kirchenfond bezog der Lehrer 50 Gulden und der Schulgehilfe 52 Gulden.
1835 baute sich Lehrer Fuchssteiner das spätere Großhaus. 1841 stirbt er an Entkräftung. Er war 68 Jahre und 8 Monate alt und war 46 Jahre Lehrer in Hunderdorf. Sein Nachfolger wurde Franz Paula Schmotz, der bereits 1837 als Schulgehilfe in Hunderdorf war. Aus dem Testament des Lehrers Fuchsteiner erhielt die Kirche eine Stiftung.
1843 erhält von den 13 Antragstellern Joseph Luschner die Pfarrei Hunderdorf und wird damit Schulinspektor.
1851 wird konstatiert, daß das aus Holz bestehende Mesnerhaus, Wohnung des jeweiligen Schullehrers, nur noch durch einen Neubau ersetzt werden kann.
Der neue Plan für das Schulhaus sieht vor: Im Erdgeschoß eine Lehrerwohnung, im 1.Stock zu beiden Seiten je ein Schulzimmer für 100 Kinder.

Bau des Knabenschulhauses

1854 wird unter dem Gemeindevorstand Bierl und dem Lehrer Schmotz der Schulhausneubau in Angriff genommen.
1855 wird das obere Stockwerk des alten Schulhauses, das aus Holz bestand, am 27. Juni um 285 Gulden versteigert und auf das Amananwesen in Apoig als 1.Stock aufgesetzt.

Lageplan um 1840
a bzw b: Zum Schulhausneubau beantragte Baustellen
c: Mesnerhaus und Lehrerwohnung
d: Gegenwärtiges Schulhaus
e: Pfarrhof
Das ehem. Knabenschulhaus im unteren Dorf

1870 stirbt Pfarrer Luschner und wird in Hunderdorf begraben. Sein Vermächtnis gilt seiner Pfarrei. Mit seinem Vermögen, das er als Stiftung hinterließ, und dem dazugehörigen Haus mit 14 Tagw. wird seinem Wunsch und Willen gemäß die „Pfarrer Luschnersche-Stiftung“ errichtet. Mit ihr soll ein dreifacher Zweck erfüllt werden:
1. Die Speisung der armen Kinder in der Mittagspause
2. Die Errichtung einer Kleinkinderbewahranstalt (Kindergarten)
3. Eine von Klosterfrauen geführte Mädchenschule.
Was blieb von der Stiftung?
Das Schulbrot bekamen die armen Kinder nach dem Willen des Stifters. Die Kleinkinderbewahranstalt wurde zwar geplant aber nicht gebaut; eine Mädchenschule erstand ein erst ein gutes Jahrzehnt später. Ein Waschhaus und die Holzlege beim Mädchenschulhaus wurden aus der Stiftung errichtet.
Über die schulischen Verhältnisse berichtet 1874 die Lokalkomission: „Die Schule ist eine ungeteilte, hat 2 Lehrer und wird in 3 Klassen abgeteilt. Jede derselben umfaßt einen Begründungs- und einen Übungskurs. Die Vorbereitungsschule und die 1. Klasse unterrichtet ein Hilfslehrer, die 2. und 3. Klasse der Schullehrer. Handarbeit erteilt die sehr gut befähigte Lehrerstochter Franziska Friedl. Das Gebäude ist zugleich Schul- und Mesnerhaus. Es wurde 1856 aus Ziegeln um 4080 Gulden erbaut, ohne Berechnung der Hand- und Spanndienste. Als Nebengebäude dienen Stall und Stadel.
Von einem Werktagsschüler werden im Jahr 1 Gulden 36 Kreuzer und von einem Feiertagsschüler 48 Kronen Schulgeld verlangt.

Das ehem. Knabenschulhaus, Westansicht
Bau des Mädchenschulhauses

1876. Die Errichtung eines 3. Schulsaales und somit der Bau eines neuen Schulhauses wurde immer dringender. Da die Behörden eine Trennung der Kinder nach Geschlechtern verlangten, wurde angeregt, ein Mädchenschulhaus im Sinne der Luschnerschen-Stiftung zu bauen. Das Bezirksamt regte die Errichtung einer neuen Schule in Lintach an. Kinder von Hunderdorf und Oberalteich sollten dorthin ausgeschult werden. Wegen der schlechten Wegverhältnisse sprach sich die Distriktsschulinspektion gegen diesen Plan aus.
Der Schulsprengel von Hunderdorf beschloß nun, da die Pfarrer Luschnersche-Stiftung nur zum Teil in Anspruch genommen werden konnte, vorerst vom Bau einer Klosterschule abzusehen und ein Mädchenschulhaus zu bauen. Die Pfarrpfründe trat ein Grundstück für den Schulhausbau ab. Im Sommer 1884 wird der Bau westlich des Pfarrhofes ausgeführt und im Herbst fertiggestellt. Der Kostenvoranschlag von 10.821 Mark wird um 385 überschritten. Im März 1885 waren auch die letzten Innenarbeiten abgeschlossen. Am 1. April übernahm Therese Kellner, eine Tante der Lehrerin Käthe Reitberger, den Unterricht. In der Folge unterrichteten nachstehende Lehrkräfte an der Mädchenschule in Hunderdorf: 1890 Elise Duschl, 1891 Babette Sträußl, 1893 Anna Dachs, 1895 Amalie Eisner, 1896 Anna Kiesl, 1901 Pauline Beer, 1901 Ottilie Knab, 1902 Clotilde Stubenrauch, 1903 Therese Weber und Therese Geiger, 1908 Therese Hofmarksrichter, 1926 Margareta Walbrunn, 1938 Käthe Reitberger.
Der häufige Wechsel in den ersten Jahren war bedingt durch die ungünstigen Wohnungsverhältnisse und die Oberforderung durch die viel zu großen Schülerzahlen.


Die Mädchenschule, westlich des Pfarrhofes

1902 wurde wieder der Gedanke aufgegriffen, in Lintach eine Schule zu bauen. Pfarrer Mühlbauer von Oberalteich befürwortete dieses Vorhaben. Dieser Plan wird aber wieder verworfen.
Beim Mädchenschulhaus wird 1903 ein Waschhaus und eine Holzlege errichtet, zu den Kosten von 1338 Mark werden 1000 Mark aus der Luschnerschen-Stiftung entnommen.
Bisher war nur eine ordentliche Lehrstelle genehmigt und die hatte der jeweilige Lehrer inne. Erst 1903 wurde eine 2. ordentliche Stelle genehmigt. Um die Jahrhundertwende schwankten die Schülerzahlen an der Schule zu Hunderdorf: 1901/02 waren 188 Schüler, 1902/03 214, 1903/04 212, 1904/05 197, 1905/06 192, 1906/07 184.
1912 stellte die Lokalkommission eine Vernachlässigung der Schulen fest. Ende des Jahres 1919 kam es zu Spannungen zwischen Pfarrer und Lehrer. Hauptlehrer Scheininger wollte den Kirchendienst sofort vom Schuldienst getrennt haben. Das ehemalige Mesnerhaus, das zum Schulhaus umgebaut worden war und noch zur Hälfte der Pfarrei gehörte, sollte von der Kirche abgetrennt werden. Ein Herzschlag, dem Lehrer Scheininger mit 60 Jahren plötzlich erlag, machte dem Streit ein jähes Ende. Pfarrer Hirtl starb 1920 im Alter von 45 Jahren.
1932 wurde für Hunderdorf eine 4. ordentliche Lehrstelle beantragt. Der neue Schulleiter Max Deinböck schlägt am 2.8.1932 den Umbau des Mädchenschulhauses vor. Er sieht den seit Jahren erteilten Abteilungsunterricht als Notstand und Übel an und beantragt einen 4. Schulsaal und damit eine 4. Lehrstelle.
1933 wird mit dem Umbau des oberen Schulhauses, früher Mädchenschulhaus, begonnen. Die Lehrerwohnung wird in das Dachgeschoß eingebaut und in das Erdgeschoß ein 2. Schulsaal. Der Eingang wird verlegt. Am 16.4.1933 wird die 4.Lehrstelle genehmigt. Lehrer Ernst kommt als Aushilfslehrer, nach ihm Lehrer Engelhardt.

Die Lehrkräfte der Volksschule Hunderdorf bis 1933

Die unterstrichenen Namen waren die jeweiligen Schulleiter. Die Abkürzungen bedeuten: SG = Schulgehilfe, HiL = Hilfslehrer, HL = Hauptlehrer, HLin = Hauptlehrerin, HaLin = Handarbeitslehrerin, L = Lehrer, Lin = Lehrerin, VW = Verweser/Schulleiterstellvertreter

Einklassige Volksschule

1793 Michael Fuchssteiner, +7.6.1759, 1795-1841+ Sebastian Fuchssteiner geb. 1742, 1824 Eduard Schrecknadl SG,

Zweiklassige Schule

1825 Paul Fürlbeck SG, 1828 Johann Fuchs SG, 1829 Anton Petz SG, 1830 Alois Wilhelm SG, 1830 Joseph Muggenthaler SG, 1833-35 Max Widmann SG, 1837 Alois Eberherr SG und Franz Paula Schmotz SG, 1841-68 Franz Paula Schmotz, 1844/45 Wolfgang Schneiderbauer SG, 1866/67 Karl Freimberger SG, 1867/68 SG, 1868-1874 Johann Michael Köppl, 1874-81 Franz Friedl, 1874 Johann Frankenberger HiL, 1882-94 Adalbert Rüby, 1882 Georg Beisel SG,

Dreiklassige Schule

1885 Therese Kellner VW, 1890 Elise Duschl VW, 1889 Franz Wagner SG, und Paul Schwarz SG, 1890-95 Sebastian Loibl SG, 1890-93 Babette Sträußl VW 1893-95 Anna Dachs VW, 1895/96 Josef Reith, 1896-1905+ Hermann Mayr (ab 1903 Posthalter), 1895-04 Josef Breu (9.9.-12.1096 milit. Übung) Vertretung durch Wilhelm Hochstraßer, 1.4.1895-1.6.96 Amalie Eisner VW, 1.6.96-1.6.01 Anna Kiesl VW, 7.10.1901 – 4.04 Ottilie Knab HiL, 4.1904-07 Therese Geiger Lin, 11.1903-4.19055 Franz Stoiber HiL, 12.1905-1919+ EgidScheininger HL, 4.1905-08 Karl Friedl HiL, 1907-21 Therese Hofmarksrichter Lin, 1.6.08 ? Died HL, 1910/11 Josef Fellermayer HiL, 1920/21 Alois Schweiger HiL, 1919-27 Georg Englbrecht HL, 1925-27 Karl Schröder HiL, 1927-31 Franz Ortner HL, 1927-37 Margarete Walbrunn HLin, 1928-45+ Anna Hueb Lin, 1928 Mathilde Härtenberger HaLin 1932-39 Max Deinböck HL, 192,0 Peter Mühlbauer HL.

Kirchen-Verwaltungs-Beschluß vom 2.5.1920

Protokollbuch Seite 215:

„Nach „dem Gesetz über Änderung des Volksschullehrergesetzes vom 24.5.1920″erlischt die Verbindung von Kirchen- und Schuldienst von selbst am 1.5.1920.“
Darum wird beschlossen:
1.) die erledigte Mesnerstelle auf Vorschlag des Pfarrvorstandes dem bisherigen Vicemesner Josef Wagner Gütler von hier, gegen Vertrag zu übertragen.
2.) die erledigte Organistenstelle dem neuen HL Peter Mühlbauer von hier gegen vom Ordinariat vorgeschriebenen Dienstvertrag auf Kündigung zu verleihen.

1./2. Klasse 1912/13 mit Lehrer Josef Fellermeier
1920/21, Mädchen der Sonntagsschule mit Lehrerin Therese Hofmarksrichter
3./4. Jg. mit Lehrerin v. Hueb und Pfarrer Gebhard 1928
Veränderungen im „Großdeutschen Reich“

Am 1.juli 1932 legt Lehrer Deinböck ein „Gedenkbuch der Volksschule“ an, eine Chronik, die fortan bis in die jüngste Zeit von verschiedenen Lehrkräften weitergeführt wird und so einen Einblick in das schulische Leben ermöglicht. Lehrer Deinböck gibt nach seinem Antritt in einem Bericht ein schlechtes Bild über den äußeren und inneren Zustand der damaligen Knabenschule ab. Mit dem Beginn des „Dritten Reiches“ im März 1933 änderte sich einiges in der Gemeinde und Schule. Die 247 Kinder wurden durch die Lehrkräfte Walbrun, v. Hueb, Zettl und Deinböck unterrichtet. Frankenberger wurde 1. und Wittmann 2. Bürgermeister; Kooperator Beck löste seinen Amtsbruder Woppmann ab.
Im Frühjabr1936 war der Neubau der Kirche fertig. 1938 wird der Lehrerstadel beim unteren Schulhaus abgebrochen. Mit der Ausrufung des „Großdeutschen Reiches“ 1937 werden die katholischen Schulen in Gemeinschaftsschulen umgewandelt. Die bis dahin im unteren Schulhaus befindliche Gemeindekanzlei verlegt man in das Haus Hornberger. Ab dem Schuljahr 1837/38 gab es keine „Sommerschule“ mehr, die Fortbildungsschule fand jeden Montag nachmittag statt, vorher wurde sie am Samstag vormittag abgehalten. Allerheiligen und Allerseelen sind nun normale Unterrichtstage.

Kriegsjahre

Lehrer Franz Hösl wird von Haunkenzell nach Hunderdorf versetzt und übernimmt die Schul- und Ortsgruppenleitung. Im Mai 1940 zieht er in den Krieg. Die Schulleitung übernimmt die Lehrerin Käthe Reitberger. Der 7./8.Schülerjahrgang wurde teilweise im Abteilungsunterricht von einer zurückgebliebenen Lehrkraft, teilweise von Aushilfslehrern geführt, so durch Lin. Gwandtner, Himmelstoß, Englhart, Binder und durch die Schulhelferin Grüll. Wegen Diphterie mußte die Schule vom 8.-21. Dez.1942 geschlossen werden.
Im Schuljahr 1943/44 wurden 313 Schüler in 4 Klassen, z. T. im Abteilungsunterricht geführt. Im September 43 kamen weitere Kinder hinzu, die in Rahmen der Kinderlandverschickung aus Hamburg nach Hunderdorf gebracht wurden. Lehrer Rudolf Unkrodt aus Hamburg unterrichtete diese zusammen mit Kindern aus München und Nürnberg. An 1.Dez.1943 wird der Schulamtsbezirk Bogen dem Schulamt Straubing unterstellt.
Nach Vorschrift der Landesschulordnung mußte die Schulchronik ab Sept.1943 weitergeführt werden. Am 1.Nov. wurde eine Volksbücherei eröffnet, in der 250 Bücher ausgeliehen werden konnten. Im Mai 1944 stirbt Bürgermeister Wittmann, der seit Jahren mit Lehrer Deinböck im Streit war.
Der Krieg wurde auch in Hunderdorf immer mehr spürbar. In den Ferien, die am 14. Juli begannen, mußten Kinder und Lehrer Heilkräuter sammeln. Lehrer Unkrodt wird nach Elsendorf in ein Kinderlandverschickungslager versetzt, sein Nachfolger ist Lin. Beatrix Ringel. Für die wiedererkrankte Lin. v. Hueb übernimmt die Schulhelferin Isabella Kandler den 3./4. Schülerjahrgang. Die Schule leidet in dieser Zeit unter dauernden Erkrankungen aller Lehrkräfte. Im Januar werden Kohlenferien für unbestimmte Zeit angeordnet. In der Zeit finden Schulappelle statt, die sowohl der Übung und Festigung des Lernstoffes dienen, als auch der planmäßigen Erarbeitung und Aneignung neuer Unterrichtsstoffe. An Dienst- und Freitagen werden nun in je einem Schulsaal der beiden Schulhäuser für jeden Schülerjahrgang eine Stunde je Tag Appelle abgehalten. Ab dem 2.Febr. finden für den !./2. Jg. wöchentlich zweistündige Appelle statt, um diese im Lesen, Schreiben und Rechnen zu fördern. Die Appelle werden meistens gut besucht. Manche Eltern gebrauchen die Ausrede, daß sie keine Schuhe für ihre Kinder hätten.
Das ständige Überfliegen des Ortes durch Kampfflugzeuge beunruhigt die Eltern. So werden die Appelle auf den Vormittag verlegt.
Der 6.März 1945 brachte einen großen Flüchtlingsstrom aus Schlesien nach Hunderdorf (140), die bis zu ihrer Verteilung in die einzelnen Häuser in den Lehrsälen der beiden Schulhäuser einquartiert wurden. Einige Wochen später kamen Flüchtlinge aus Wien, die lange Zeit im oberen Schulhaus ein Unterkommen fanden. Als Unterrichtsraum diente in dieser Zeit die unbenützte Schreinerwerkstatt bei Härtenberger und ein Nebenraum in der Gaststätte Edbauer. Der Unterricht bedeutete von da an nicht mehr viel.
Am 21. April 1945, der Kriegsschauplatz näherte sich Hunderdorf, wurde die Schule geschlossen. Am 23. April zogen amerikanische Panzer im Dorf ein. Aber erst am 10. Mai traf eine Truppe Amerikaner im Ort ein. Die Flüchtlinge und Polen mußten die beiden Schulhäuser räumen, in die nun die Soldaten einzogen. Vor dem oberen Schulhaus wurde ein großes Zelt für Munition und Waffen aufgestellt. Im unteren Schulgebäude errichtete man eine Krankenstation. Schon am 18. Mai zog die Truppe wieder ab. Für 8 bis 10 Tage schlugen dann die im Ort und in der Umgebung arbeitenden Polen im oberen Schulhaus ein Lager auf, kehrten aber bald wieder an ihre Arbeitsplätze zurück. Im unteren Schulhaus wurden die Lehrsäle zum Unterschlupf für neue Flüchtlinge. Unter diesen war auch der Schreiber dieser Zeilen mit den Eltern und der Schwester, bis er am 15.Oktober eine Anstellung als Lehrer in Englmar erhielt.

Liste der Lehrkräfte von 1933 bis 1945
Franz Hösl,geb.23.11.1905,gest.1976

Max Deinböck, HL, bis 1945, 1934 Hans Englhardt HiL, 1934 Rudolf Zettl HiL, 1934 Cäcilia Naimer, 1934 L. Meschütz, 1937 Berta Holzapfel Aushilfe für Deinböck, 1938 Anna Liebl Aushilfe für Walbrun, 1938 Walbrun, Nichte der OLin Walbrunn als Aushilfe, 1938 Frl. Fruhstorfer, Aushilfe für Englhardt, 1938 Maria Deser, Aushilfe für Deinböck, 1938 Käthe

Max Deinböck,geb.25.5.1892,+1983

Reitberger, 1939 Cilli Primbs, Aushilfe für Reitberger, 1939 Lehrer Franz Hösl bis 1940, dann Wehrmacht und Kriegsgefangenschaft bis 1948.
Aushilfen 1940-44: Frl. Fredl, Lin Gwandtner, Himmelstoß, Englhart, Binder, Grüll, Isabella Kandler, Gertrud Häusler, Hennes; 1943/44 Rudolf Unkrodt aus Hamburg, 1944 Beatrix Ringel.

Neubaufbau nach dem Kriege

Anfang Sept. 1945 erging vom neuen Schulrat Herrn Groll die Anordnung, drei Lehrsäle für die Unterklassen in Ordnung zu bringen. Am 26.Sept. begann für die ersten drei Schülerjahrgänge der Unterricht durch Lehrkräfte, die als „Sudetendeutsche“ aus ihrer Heimat ausgewiesen worden waren und nun in Bayern mit vielen anderen die Posten der Lehrkräfte einnahmen durften, welche als Parteigenossen von 1935 an von der amerikanischen Militärregierung für entlassen erklärt wurden. Dazu gehörten die Lehrerinnen v. Hueb und Reitberger. Lehrer Deinböck, der erste 1937 zur Partei ging und darum weiterarbeiten durfte, wurde an die Schule in Pfelling versetzt.
Den 1.und 2. Schülerjahrgang mit zusammen 91 Schülern unterrichtete die Lehrerin Elfriede Kroupa, den 3.und 4. Schülerjahrgang Lehrer Erich Schmid mit zusammen 95 Schülern. Beide Klassen waren im oberen Schulhaus untergebracht. Am 26.10. trat der Lehrer Karl Wünderlich den Dienst an der Schule an. Er übernahm den 5.und 6. Jahrgang mit 99 Schülern, der im unteren Schulhaus unterrichtet wurde. Lehrer Schmid übernahm die Schulleitung. Auf Weisung des Schulamtes Bogen wurden am 26.11. auch die Schüler des 7./8.Schülerjahrganges eingeschult. Damit trat eine Änderung in der Klassenführung ein:1.-3.Schuljahr mit 141 Schülern von der Lin Kroupa unterrichtet, 4.,7.+8.Schuljahr mit 112 Kinder von Lehrer Schmid betreut und 5./6.Schuljahr mit 98 Kindern durch Lehrer Wünderlich geführt. Schülerzahlen, die heute unglaublich anmuten!
Durch Verfügung des Herrn Schulrats vom 14.5.1946 wurde die Schulleitung vom 15. Mai ab dem Dienstältesten der an der Schule tätigen Lehrer übertragen, in Hunderdorf war das Lehrer Wünderlich. Er war Flüchtling aus Schlesien. Am 1.3.45 mußte er die Heimat verlassen und landete in Hunderdorf, wo er mit seiner Frau und Tochter in einem Raum des Pfarrhofes Aufnahme fand.

Vierklassige Schule

Das neue Schuljahr 1946/47 begann am 3.9. nach 52 Ferientagen. Frl. Rita Niedermayer aus Straubing wurde der Schule als Aushilfskraft zugewiesen. Damit konnten vier Klassen gebildet werden. Insgesamt zählte die Schule 354 Schüler, dazu kamen 50 Schüler/innen der landwirtschaftlichen und hauswirtschaftlichen Berufsschule.
Auf Anordnung der Regieung mußten nur die Kinder allmonatlich gemessen und gewogen werden. Mit Verfügung vom 14.1.1947 wurde angeordnet, daß ab sofort mit dem Unterricht in englischer Sprache zu beginnen sei. Ab 2.Mai wird auch im Landkreis Bogen die Schulspeisung auf Anordnung der Militärregierung nach dem Hoover-Plan eingeführt. Die Durchführung dieser Schülerspeisung greift recht merklich störend in den normalen Unterricht ein und ruft natürlich recht lebhafte Kritik hervor. Frau Maria Edbauer, Gastwirtin, wird mit der Zubereitung dieser Speisung beauftragt.
Sehr hart wird von allen Lehrkräften empfunden, daß auch in den Ferien die Speisung durchgeführt werden muß. Da Frau Elfriede Kroupa aus Gesundheitsrücksichten den Unterricht für Mädchen in der landwirtschaftlichen  Berufsschule nicht mehr leisten zu können glaubte, übernahm Fräulein Rita Niedermayer diesen Unterricht den Montag von 12 bis 15 Uhr.
Das Schuljahr 1947/48 begann am 2. Sept. Es stand wie im Vorjahr für je zwei Schülerjahrgänge eine Lehrkraft zur Verfügung. Von den 358 Schülern waren 196 männlich und 162 weiblich. Dazu kamen 23 Schüler und 38 Schülerinnen der landwirtschaftlichen Berufsschule, 280 waren einheimische, 78 Flüchtlinge; 315 katholisch und 43 evangelisch. Ab dem 1.9.47 sollte für die evangelischen Kinder eine evangelische Klasse errichtet werden. Für Hunderdorf wird aus verschiedenen Gründen vorläufig davon Abstand genommen. Mit dem neuen Schuljahr wurde der weibliche Handarbeitsunterricht wieder aufgenommen. Fräulein Maria Dörfler hielt am 17. September die erste Handarbeitsstunde. Am 13. Okt. übernahm die Handarbeitsstunden die Handarbeitslehrerin Mathilde Härtenberger von hier anstelle der HaLin. Dörfler in allen Klassen mit 7 Wochenstunden.
Durch MV. vom 26.9.47 wurde für die Zeit vom 25.10.bis 25.11. zu einer Notgroschensammlung für das Jugendherbergswerk in Bayern aufgerufen. Am 7. Jan. 1948 starb nach einem Schlaganfall Bürgermeister Johann Hornberger. Nach erfolgter Entnazifizierung kehrte die Lehrerin Käthe Reitberger wieder in die Schule zurück. Fräulein Rita Niedermayer brach mit ihrer Nervenkraft vor Überanstrengung zusammen; da keine Aushilfe zu haben war, übernahm die Vertretung Frl. Reitberger durch Wechselunterricht. Zwischen Ostern und Pfingsten trat unter den Kindern und Lehrkräften eine allgemeine Grippeerkrankung auf. Als Vertretung wurde Frl. Regina Auer aus Oberwinkling zur Aushilfe überwiesen.
Die Währungsreform bringt begreiflicherweise mit ihrem Inkrafttreten am 20. Juni 1948 eine nicht geringe Aufregung in die gesamte Bevölkerung der Westzone.

Blick in einen Schulsaal im alten Schulhaus mit vielsitzigen Bänken
Sechsklassige Schule

Im Schuljahr 1948/49 konnte durch die Versetzung der Lehrer Siegmund Lang und Fritz Schulz nach Hunderdorf der Unterricht in sechs Klassen geführt werden. Die damalige Klassenverteilung: 1.u.3. Schülerjahrgang mit 86 Kindern Käthe Reitberger, 2.Schuljahrgang Elfriede Kroupa mit 42 Kindern, 4. Schuljahrgang mit 52 Kindern Rita Niedermayer, 5.u.7. Schuljahrgang mit 66 Schülern Sigmund Lang, 6. Schuljahrgang 45 Kinder Fritz Schulz, 8. Schuljahrgang mit 45 Kindern Erich Schmid. Dazu kamen 23 Schüler und 38 Schülerinnen der landwitschaftliche Berufsschule.
Für den ausgeschiedenen Schulleiter Karl Wünderlich übernahm Erich Schmid die Leitung der Schule.
Nach dem Tod von Schulrat Josef Ettl wurde Dr. Strewitzek neuer Vorgesetzter der Volksschulen im Landkreis Bogen. Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1948 kehrte Lehrer Franz Hösl am 25.1. an die Schule Hunderdorf zurück und übernahm die Klasse von Lehrer S. Lang, der nach Englmar versetzt wurde. Ab 1.5.49 wurde der hauptamtliche Berufsschullehrer Josef Mooser an der hiesigen Berufsschule eingesetzt. Die Mädchen übernahm Frl. Wera Sailer. Zusammen mit den Schulen Au und Windberg fand in Au ein gemeinsames Schulsportfest statt.
Das Schuljahr 1949/50 begann mit einem Lehrerwechsel. Lehrer Fritz Schulz wurde nach Oberalteich versetzt, für ihn kam von Degernbach Lehrer Felix Alt. 303 Schüler wurden in sieben Klassen unterrichtet, wobei die 1. und 2. Klasse im Abteilungsunterricht geführt wurde. Die landwirtschaftliche Berufsschule der Mädchen übernahm Lin. Rita Niedermayer. Infolge behördlicher Anordnung wurde ab dem 26.9.49 die drei letzten Schülerjahrgänge nach Geschlechtern getrennt 6-8 Knaben unterrichtete Lehrer Felix Alt, 6-8 Mädchen Lehrerin Elfriede Kroupa.
Im März 1950 plante die Gemeinde den Umbau beider Schulhäuser, da sechs Klassen in vier Schulsälen auf die Dauer nicht unterrichtet werden konnten. Die Dienstwohnung in der unteren Schule sollte in zwei Klassenzimmer umgewandelt werden; das obere Schulhaus sollte aufgestockt werden. Da aber die Finanzierung auf Schwierigkeiten stieß, begnügte man sich vorläufig mit der Behebung der vordringlichsten Gebäudeschäden. So erhielt das untere Schulhaus eine neue Bedachung. Der Klassennotstand sollte erst nach vielen Jahren durch einen Neubau behoben werden.
Im März 1950 wurde Rektor Johann Lesser zum Schulrat des Kreises Bogen ernannt Dr. Strewitzek behielt als Rektor die Leitung der Volksschule in Bogen. Für die erkrankte Lehrerin Reitberger kam LAA. Elfriede Wastl nach Hunderdorf. Da auch Hauptlehrer Franz Hösl an Angina litt, übernahm seine Klasse der LAA. Max Baier aus Schambach. Am Ende des Schuljahres wurden 40 Schüler aus der Volksschule und 29 Schüler aus der landwirtschaftlichen Berufsschule entlassen.
Das Schuljahr 1950/51 begann ohne Veränderung im Lehrerkollegium. Von den 264 Schülern waren 237 katholisch und 27 evangelisch. Die landwirtschaftlichen Berufsschule wurde von 37 Knaben und 27 Mädchen besucht. Die Knaben unterrichtete Berufsschullehrer Schmalzl. LAA. Josef Anleitner leistete in der 1.Klasse seinen Vorbereitungsdienst ab. – Bei der Volkszählung im Sept.1950 beteiligten sich sämtliche Lehrkräfte der Schule Hunderdorf als amtliche Zähler.
Für den an Kiefereiterung erkrankten Lehrer Felix Alt wurde LAA. Josef Anleitner als Aushilfe herangezogen. Die vorerst eingestellte Schulspeisung wurde für 103 bedürftige Kinder am 1.Dez wieder fortgeführt. Mit dem 15.April wurde Hauptlehrer Franz Hösl rückwirkend vom 1.4.1951 zum Leiter der hiesigen Volksschule ernannt. Frl. Rita Niedermayer vermählte sich am 12.3.51 mit dem Studienassessor Heinz Behner. Die Lehrkräfte Erich Schmid und Elfriede Kroupa wurden zu Beamten auf Lebenszeit ernannt. Lehrer Erich Schmid nahm Abschied von Hunderdorf; er übernahm eine Klasse in Straubing.
Im neuen Schuljahr 1951/52 kam LAA. Paul Stahl an die Schule Hunderdorf und übernahm den, 6.-8. Schülerjahrgang mit 51 Kindern. In 6 Klassen wurden 231 Schüler unterrichtet, für die noch immer nur 4 Schulräume zur Verfügung standen. In den vorangegangenen Ferien wurden verschiedene Renovierungsarbeiten an beiden Schulhäusern vorgenommen. LAA. Josef Anleitner erhielt seine Versetzung nach Gotteszell. Für die erkrankte Lin. Behner unterrichtete Frl. Hien die 2.Klasse. Dem amtierenden Schulleiter Franz Hösl wurde am 1.9.51 die Dienstwohnung im unteren Schulhaus zuerkannt. Am 8.1.52 schied Lehrer Felix Alt von der Schule und ging nach Oberalteich. Seinen Platz nahm LAA. Josef Anleitner ein. Mit dem 2.2.52 wurde Rita Behner von der Schule verabschiedet. Erst einen Monat später traf LAA. Helga Raschauer zur Aushilfe ein. Hilfslehrer Paul Stahl wird am 14.6.52 zum Lehrer ernannt.
In den Ferien 1952 wurde die Vorderfront des unteren Schulhauses neu verputzt.
Zu Beginn des Schuljahres 1952/53 vertrat Helga Raschauer die erkrankte Lin. Rita Behner. Als neue Lehrkraft kam aus Englmar Ludwig Häusler an die hiesige Volksschule. – Mit dem neuen Schuljahr wurde auch die Lernmittelfreiheit an den Volksschulen eingeführt. – Kurz vor Weihnachten erhielt die Schule 133 Pakete im Rahmen der „Jugendrotkreuz-Weihnachtsaktion“ aus Westfalen. Nachdem Schulrat Lesser nach Deggendorf versetzt wurde, übernahm Dr. Strewitzek die Leitung des Schulamtes Bogen.
Mit der Errichtung der neuen Siedlung und des Produktenerkes (NOLTE) stieg die Zahl der Schüler um weitere 29 Kinder, so daß nun 272 Schüler in 6 Klassen aber nur 4 Schulzimmern unterrichtet werden mußten. Dazu kamen 77 Schüler der landwirtschaftlichen Berufsschule. – Auf Beschluß des bayer. Landtags wurde das Singen des Bayernliedes an den Schulen eingeführt. –
Berufsschülerin Maria Edbauer und der 12jährige Schüler Gerhard Achtnitz wurden zu Grabe getragen. Der 10jährige Schüler Kurt Deinat ertrank beim Baden.
Für die aus gesundheitlichen Gründen beurlaubte Kollegin Reitberger übernahm Frl. Fleck die Führung der 1.Klasse. LAA. Sophie Primbs aus Englmar vertrat die erkrankte Lehrerin Kroupa. Lehrer Paul Stahl erwirkte seine Versetzung nach Mitterfels.

Siebenklassige Schule
Ludwig Häusler

Schuljahr 1953/54. Mit der Versetzung von Hauptlehrer Hermann Maier und LAA Josef Merklein nach Hunderdorf konnte die Schule auf 7 Klassen erweitert werden. Gleichzeitig ernannte man Schulleiter Franz Hösl zum Rektor. An der Schule wurden 230 Volksschüler und 62 Schüler der landwirtschaftlichen Berufsschule unterrichtet. Nun wurde es eng an der Schule mit nur 4 Klassenräumen und der Ruf

Hermann Maier

nach einem Schulhausneubau wurde immer lauter. Am 2.Mai 1954 erhielt die Kirche in Hunderdorf ihre größte Glocke unter Dekan Kiermaier und Kooperator Gschlößl. Ab 10.11.53 wurde Landwirt Eduard Rott mit der Führung der landwirtschaftlichen Berufsschule betraut. Am 12.5.54 übernahm LAA. Aloisia Müller die Führung der landwirtschaftlichen Berufsschule für Mädchen.

Josef Merklein

Ende 1953 erhielt das untere Schulhaus und die darin befindliche Dienstwohnung eine Wasserleitung. Bis dahin mußte das Wasser aus einem Brunnen im Hof entnommen werden. – Für die erkrankte Lehrkraft Käthe Reitberger kam LAA. Frl. Fleischmann nach Hunderdorf.

Schuljahr 1954/55. Neu im Kollegium ist Aloisia Müller, die die Mädchen 6 bis 8 unterrichtet. Für Rita Behner übernimmt LAA. Albert Stöger den 1.Schülerjahrgang. Nach 9jährigem Wirken an der Schule in Hunderdorf scheidet die heimatvertriebene Lehrerin Elfriede Kroupa aus dem Schuldienst. Sie war erst 55 Jahre alt. Die Stelle der ausgeschiedenen Lehrerin Rita Behner hat Lehrerin Anna Opalka (später verh. Kohlbeck) die Führung des 1. Schülerjahrganges. Lehrerin Käthe Reitberger bekam an 21.1.55 die Ernennungsurkunde zur Oberlehrerin ausgehändigt. Dekan Kiermaier feierte sein 40jähries Priesterjubiläum. Am 15.3.55 kam Hilfslehrerein Theresia Murr (später verh. Merklein) von Straubing an die Schule Hunderdorf und übernahm die Mädchenklasse 6 bis 8. Frau Aloisia Müller wurde nach Rattenberg versetzt. Lehrer Hermann Maier wurde wieder zum Betriebsratsvorsitzenden der Lehrer im Kreis Bogen gewählt. Am 19.4.55 übernahm ap. Lin. Theresia Murr die Führung der Schulchronik von der scheidenden Lehrerin Kroupa.
Am 5.11.54 wird Kooperator Isidor Gschlößl nach Holztraubach versetzt. Für ihn kommt Kooperator Josef Lobinger nach Hunderdorf.
Schuljahr 1955/56. Am Schuljahresbeginn wurden 261 Schüler in 7 Klassen aber nur in 4 Schulräumen unterrichtet. Im\neuen Schuljahr wurde durch die Bildung der Berufsschulverbände die

Arbeiten am neuen Sportplatz der Schule

landwirtschaftlichen Berufsschule in den Schulverband Bogen eingegliedert. Im Rahmen des Straßenbaues Hofdorf-Bärndorf wurde hinter der Schreinerei Schlecht in Apoig ein Schulsportplatz planiert und von den Schülern instandgesetzt. Die Gemeinde genehmigte den Ankauf eines Schmalfilmgerätes, ebenso den Kauf eines Schulgrundstückes vom Bäcker Georg Hastreiter für einen Schulhausneubau. Therese Murr wurde am 1.4.56 zur planmäßigen Lehrerin ernannt , am 1.5.56 Josef Merklein zum planmäßigen Lehrer.
Nach 18jähriger Tätigkeit an der Schule in Hunderdorf ging Oberlehrerin Käthe Reitberger in den wohlverdienten Ruhestand.
Schuljahr 1956/57. Für die ausgeschiedene OLin. Reitberger kam die außerplanmäßge Lin. Aloisia Müller wieder an die Schule

Anna Opalka, verh. Kohlbeck

Hunderdorf zurück. 269 Schüler wurden in 7 Klassen unterrichtet, dabei standen noch immer nur 4 Klassenräume zur Verfügung. Die Schule bekam auch die hauptamtliche Handarbeitslehrerin Frl. Jackl zugewiesen, die die Mädchen der Oberstufe im Handarbeiten schulen sollte.
Kooperator Lobinger wurde am 10.10.56 nach Obertraubling versetzt. Für den an Kreislaufstörungen erkrankten

Theresia Murr, verh. Merklein

Rektor Hösl kam LAA. Frl. Rotfischer aus Cham als Aushilfe nach Hunderdorf. Am 5.12.56 meldete sich Kooperator Josef Schmaißer an seinem neuen Dienstort Hunderdorf. Aber schon nach 2 Monaten verließ er die Pfarrei; als seinen Nachfolger konnte Dekan Kiermaier Kooperator Karl Gregori begrüßen. Im Februar 1957 unternahm Lehrer Maier eine Fahrt nach München, wo ihm erhebliche Summen Geldes für den Bau eines neuen Schulhauses zugesichert wurden. Nicht einmal ein ganzes Jahr konnte sich OLin. Käthe Reitberger ihres Ruhestandes freuen, denn schon am 8. März 1957 schied sie aus diesem Leben. Zu Beginn des Jahres 1957 begann man mit den Arbeiten beim Bau des neuen Schulhauses. Am 13. Mai fand der erste Spatenstich durch Herrn Landrat Hafner statt. Den Zuschlag für die Maurer- und Betonarbeiten erhielt die Firma Altschäffl von Stippich – Am Ende des Schuljahres trat die Handarbeitslehrerin Mathilde Härtenberger nach 38jähriger Dienstzeit in den Ruhestand. Vom 7. bis 22 Juli verbrachte der 5. Schuljahrgang mit Lehrer Häusler und Lehrerin Murr im Schullandheim Solla.
Schuljahr 1957/58. Frau Berta Gaschler übernahm als neue Lehrkraft die 7. Klasse der Mädchen mit 39 Schülerinnen, in der die

Grundsteinlegung durch den Maurer Hans Müller, neben ihm mit der Urkunde der spätere Lehrer Kornelius Klar

Schülerjahrgänge 6 bis 8 vereint waren. Auch am Schulhausneubau hat sich viel getan, denn am 8. Okt. 1957 konnte die Grundsteinlegung gefeiert werden. Neben dem Keller waren zu dieser Zeit auch schon die Mauern des unteren Stockwerkes im Rohbau fertig. 1.Bürgermeister Karl Reiner hatte in 2. Bürgermeister Hermann Maier einen Lehrer zur Seite, der sich um den Bau des neuen Schulhauses große Verdienste erworben hatte. Architekt Schnierle und sein Bauleiter Architekt Hirsch von Hunderdorf zeichneten verantwortlich für die Durchführung der Bauarbeiten.
7 Knaben und 14 Mädchen meldeten sich zum Unterricht in englischer Sprache, der von der Lehrerin Theresia Murr erteilt wurde. – Die Kooperatorenstelle, die einige Zeit verwaist war, wurde von Kooperator Siegfried Armann am 23.10.1957 wieder besetzt. – Schon am 22. Nov. 57 konnte das Richtfest am Schulhausneubau gefeiert werden.

Achtklassige Schule

Schuljahr 1958/59. Das neue Schuljahr sollte ein besonderes in der Geschichte der Schule werden. Zunächst erhielt sie eine 8. Planstelle, die mit der Lehrerin Gertraud Beck besetzt wurde; dann durften sich Lehrer und Schüler auf den Einzug in das neue Schulhaus freuen. Lehrer Hermann Maier, der „Baumeister“ der neuen Schule, erhielt am 28.10.58 seine Ernennung zum Oberlehrer. Am 25.11.58 erhielt der Kreis Bogen einen neuen Schulrat in der Person von Herbert Westermayer. Auch Lehrerin Gertraud Beck konnte sich am 1.12.58 über ihre Ernennung zur Oberlehrerin freuen, ebenso Berta Gaschler, die am 1.2.59 diese Beförderung erhielt. Mit dem Schulhausneubau wurde der bisherige Hausmeister Georg Schneider von Apoig als Schuldiener eingestellt.

Die Lehrkräfte von 1945 bis 1958
Berta Gaschler

Erich Schmid 1945-51, Elfriede Kroupa 1945-55, Carl Wünderlich 1945-49, Rita Niedermayer, verh. Behner, 1946-51, Fritz Schulz 1948-49, Käthe Reitberger 1948-56, Sigmund Lang 9.48-25.1.59, Franz Hösl 1949-69, +1976, Felix Alt 1949-52, Paul Stahl 1951-53, Ludwig Häusler 2952-81, Hermann Maier 1953-63, +1978, Josef Merklein 1953-65, Aloisia

Gertraud Beck

Müller 1954-57, Anna Opalka, verh. Kohlbeck, 1955-83, Theresia Murr, verh.Merklein, 1955-65, Berta Gaschler 1957-1972+, Beck Gertraud 2/58-1974, +1995.
Aushilfslehrer bei Erkrankungen: Regina Auer 1948, Elfriede Wastl 1950, Max Baier 1950, Josef Anleitner 1950, Frl. Hien 1951, Helga Raschauer 1952, Hilde Fleck 1953, Sophie Primbs 1953, Albert Stöger 1954, Frl. Fleischmann 1953.
Berufsschulehrer: Josef Mooser 1948/49, Wera Sailer 1948/49, Schmalzl 1950/51 Eduard Rott 1953/54

Ein großer Tag für Hunderdorf – Schulhauseinweihung

Nach 115 Jahren erhielt Hunderdorf eine neue Schule, sie wurde schon vor ihrer Fertigstellung als „das schönste Schulhaus Niederbayerns“ bezeichnet. Nach nur zweijähriger Bauzeit fand am 17.2.1959 die Einweihung statt. Über dieses Großereignis schrieb die Tagespresse:

Hunderdorf. (Eig. Bericht) Helle Freude leuchtete gestern den Kindern von Hunderdorf und den Erwachsenen aus den Augen. Konnten die Kinder. sich freuen über den schulfreien Festtag und darüber, daß sie selbst sogar Handlangerdienste bei dem Bau geleistet hatten, so dürfen die Bürger stolz darauf sein, daß sie nicht bloß eine moderne, großartige Schule. sondern sogar den modernsten Bau in Niederbayern besitzen. Mil Becht wurde vom eigentlichen Schöpfer des Baues, Oberlehrer H. Maier, betont, daß das Vertrauen des Gemeinderates dieses Haus mitgebaut hat. Die Leistung der Gemeinde fand gestern bei der festlichen Weihe die Anerkennung dadurch, daß Se. Exzellenz Weihbischof Josef Hiltl dem Werk die Weihe erteilte und daß Regierungspräsident Ludwig Hopfner selbst an der Weihe teilnahm. Auch er zollte der modernen Architektur seine Anerkennung.

Der Weihbischof erteilt in der Halle den Segen

Nebelverhangen döste die Landschaft, als Weihbischof Josef Hiltl unter Glockengeläute feierlichen Einzug in die Kirche hielt. Die Honoratioren, die Gäste, die Kirchenverwaltung, die Gemeindeverwaltung säumten den Weg zur Kirche und wurden Se. Exzellenz vorgestellt. Während der Pontifikalmesse sang das Volk die Speyerer Domfestmesse. Dabei spürte man, daß in Hunderdorf wöchentlich eine Kirchenlieder-Singstunde mit großem Erfolg abgehalten wird. Nach der Anrufung des HI. Geistes zog eine lange Prozession, voran die zehn Kruzifixe für das neue Schulhaus zu dem Neubau. Zum ersten Mal konnten die. Hunderdorfer und die Gäste die Wohltat der Halle, des Foyers, der neuen Schule am eigenen Leibe verspüren. Sie brauchten beim Festakt nicht schlotternd in der Kälte stehen, sondern verspürten heimelige Wärme.
Weihbischof Josef Hiltl stellte drei Punkte in seiner Ansprache groß heraus: das erste Wort im neuen Haus hat Christus. Die Schule ist für die Jugend, für die Kinder, für die Erziehung und Heiligung. Das erste Gebet in diesem Haus heißt: „Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn“. Gott gibt den Segen. Hier in der Schule geschieht mehr als draußen auf dem Felde oder als in der Bildhauerwerkstätte. Hier wird etwas Heiliges hineingelegt in die Herzen, hier werden Menschenseelen geformt für das Leben, daß sie echte Christen bleiben. Was ist der erste Unterricht in diesem Haus? Jesus Christus gibt ihn selbst: die Kreuze werden geweiht und in jedem Raum wird ein solches Kreuz mit den Worten „Herr, setze Du das Zeichen des Heiles“ an die Wand geheftet. Christus ist der Herr, der Eigentümer dieses Hauses, und bleibt es für immer. Nach der Weihe der Kreuze zog der Stellvertreter des Erzbischofes weihend durch das Haus. In jedem Zimmer brachte der Bischöfliche Sekretär K. Flügel ein schönes Kruzifix an, die der Bischof dann inzensierte. Mit dem feierlichen Schlußsegen endete die kirchliche Feier.
Im weltlichen Teil spielte das Streicherquartett Armann-Hirth-Scherer-Grosse das Allegro moderato aus opus 77 von Joseph Haydn und Variationen über das Deutschlandlied. 1. Bürgermeister Karl Reiner begrüßte die Gäste und alle Teilnehmer. Architekt Schnierle überreichte den Schlüssel an den Schulleiter, Rektor Hösl, unter Dankesworten an Regierung, Landrat, Kreisbaumeister, Architekt Hirsch und Oberlehrer Maier, der „mit imponierender Zielstrebigkeit, Ausdauer und Tatkraft an die Verwirklichung dieses Werkes ging“. Der Architekt selbst gestand: „Mit Begeisterung habe ich an diesem Bau gearbeitet“. Schulleiter Hösl erinnerte an die seltene . Einmütigkeit der Gemeinde, die zur“ Bau dieses wohl zur Zeit modernsten und schönsten Schulhauses Niederbayerns führte, das der ganzen Gemeinde zur höchsten Ehre gereicht. Dem Bild von Oberlehrer Hermann Maier, der die treibende Kraft war, daß der Bau so einmalig und zweckmäßig, wie wir es alle nicht zu hoffen wagten, ausfiel, werde ein Ehrenplatz im Lehrerzimmer eingeräumt. Aber, kein noch so moderner Bau und auch die modernste Methode könne die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus, Kirche und Schule ersetzen.
Begeistert sangen die Kinder: „Wir rufen frohen Herzens aus: Gottes Segen ist im Haus“, Der 2. Bürgermeister Hermann-Maier machte es gnädig mit den Gästen und ersparte ihnen lange, trockene Zahlen über die Baugeschichte. Früher war man stolz, eine Gemeinde zu sein, die schuldenfrei ist. Mit Humor gestand er, daß heute die Gemeinde nicht mehr ohne Schulden sei. Auch er reihte sich, wie sein Vorredner und die nachfolgenden Redner, in die Danksagung ein, angefangen von Se. Exzellenz und dem Regierungspräsidenten, der zum ersten Mal in Hunderdorf weilte, „dem Schirmherrn nicht bloß dem Namen nach, sondern der Sorge nach“ Landrat Hafner, Regierungsdirektor Wittmann, der eigentlich der Gründer dieses Hauses war, Dekan Kiermaier, Architekt Schnierl usw. Möge das Schulhaus heute als modern gelten, stellte er fest, uns ging es darum, ein Haus zu bauen, das in 50 Jahren noch schön ist und deswegen wurde diese Form gewählt. Dem Gemeinderat. der in 52 Sitzungen das Haus geplant und gebaut, rühmte er nach: „Ihr Vertrauen hat das Haus mitgebaut“.
Landrat Xaver Hafner berichtete, daß die rund 5 Millionen DM. die über den Sozialen Wohnungsbau. Straßenbau, die. Firma Nolte usw. in den Raum von Hunderdorf flossen, einen Strukturwandel erzielt haben, ein Beweis, daß es sich schon lohnt, dem Grenzgebiet immer wieder unter die Arme zu greifen. Die eigentliche Grundsteinlegung für dieses Schurhaus war vor acht Jahren, als es gelang, die Firma Nolte hier ansässig zu machen. Heute ist Hunderdorf die zweitgrößte Gemeinde im Landkreis Bogen. Das alte Schulhaus umzubauen wäre verkehrt gewesen, man wäre sonst mit Steuergeldern unzweckmäßig umgegangen. Großes, verdientes Lob sprach der Landrat den Persönlichkeiten aus, die, wie Hermann Maiers „segensreiche Vitalität“, unsere Heimat für den Fortschritt reif machen. Der Landrat ging dann besonders auf die Förderung der geistigen Entwicklung unserer Landjugend ein. Die wirtschaftliche Förderung könne nur von Dauer sein, wenn die geistige Entwicklung mit dieser Schritt hält. Hafner forderte die volle Gleichstellung des Land- und Stadtlehrers. Es fehlen im Landkreis Bogen Lehrerdienstwohnungen für 1 Million DM, erklärte er. Die schwierige Finanzlage der Gemeinden verlange eine noch stärkere Unterstützung des Staates. Die Eigenmittel müßten gesenkt und die Zuschüsse auf 80 Prozent erhöht werden, wenn die bisherigen Verhältnisse beseitigt werden sollen.
In diesem Zusammenhang zollte er dem Regierungspräsidenten Hopfner, dem „nimmermüden Förderer des Bayerischen Waldes“, besonderen Dank und ebenso der Gemeinde Hunderdorf, die ein Kultur- und Aufbauwerk für ein Jahrhundert geschaffen hat.
Regierungspräsident Ludwig Hopfner anerkannte, daß die Architekten nach dem Krieg den Stil gefunden haben, der für die Schulen paßt Er begrüßte es, daß das Schulhaus in dieser aufgeschlossenen, modernen Form gebaut wurde. In den nächsten zehn Jahren seien 55 Millionen DM für den Schulhausbedarf im Regierungsbezirk notwendig. sogar 80 Millionen, wenn man die Lehrerwohnungen noch hinzurechnet, „nur um das Gröbste zu schaffen“.
Schulrat Westermeyer erinnerte daran, daß 80 Schulsäle im Bezirk Bogen fehlen. Auch er beglückwünschte Hunderdorf zu dem modernen Bau: „Möchte die Gemeinde in den künftigen Generationen den Lohn empfangen für diese Leistung“. Im Namen der Elternschaft dankte Unger.
Nach der Bayernhymne besichtigten die Ehrengäste das Haus.
Baubeschreibung
Rein äußerlich fällt der Neubau stark ins Auge. Die beiden Giebelseiten im Norden und Süden, die aus massivem Bruchsteinmauerwerk bestehen, enthalten die beiden Eingänge. Über diesen sind zur Belichtung des oberen Ganges große runde Scheiben eingesetzt, die riesigen Butzenfenstern ähneln. Die Längsseiten sind an der oberen Hälfte mit Holz verschalt, während die untere Wand auf einem glatten Verputz ziegelrot, bemalt ist. Ein sehr flaches, mit Welleternit gedecktes Dach nimmt dem Bau seine Wuchtigkeit und paßt ihn gut seiner Umgebung an. Betritt man durch die große Glastüre an der Südseite das Schulhaus, so kommt man durch einen Vorraum, der als Windfang und Wärmeschleuse dient. Durch eine weitere Glastüre gelangt man in die große Halle, die etwa ein Drittel der Grundfläche einnimmt. Gerade diese wurde immer wieder heftig kritisiert und als nicht notwendige Raumverschwendung und Verteuerung bezeichnet. Bei schlechtem Wetter als Aufenthaltsraum der Kinder in den Pausen, als Saal für Schüleraufführungen und Elternversammlungen, hat sie aber eine gute und gerechtfertigte Aufgabe zu erfüllen. Der Boden ist geschmackvoll mit Solnhofner Bruchplatten ausgelegt und vor der durchgehenden Glaswand auf der Westseite ist in der Halle ein großes Blumenbeet angelegt und mit einem Arrangement von verschiedensten Blumensorten und Pflanzenarten bebaut, die das ganze Jahr frühlingshaftes Blühen in den Raum bringen.
Im Erdgeschoß sind die Klassenzimmer für die Unterstufe und das Rektorenzimmer untergebracht. Über eine Freitreppe gelangt man in den eisten Stock, in dem sich die Schulräume für die Oberstufe und das Lehrerzimmer befinden. Eingebaute Kleiderschränke, die im Winter beheizt werden können, sorgen dafür, daß die Kinder schon auf den Gängen ihre Mäntel und Schuhe verstauen können, ohne daß sie als Kleiderhaufen lästig in Erscheinung treten. Sechs von acht Klassenzimmer liegen an der Ostseite und lassen so die Morgensonne ungehindert durch die großen Kippflügelfenster dringen. Bei starker Sonnenbestrahlung sorgen Sonnenvorhänge für gedämpftes Licht. Übergardinen und Verdunkelungsvorhänge vervollständigen die Einrichtung. Alle Klassenräume sind mit einem wärme- und schallisolierendem Estrich versehen und mit starkem Linoleum ausgelegt. Für alle Lehrsäle werden neue Schulmöbel angeschafft die nicht nur dem jeweiligen Kindesalter in der Größe gerecht werden, sondern auch eine günstigere Sitz- und Schreibhaltung ermöglichen. Außerdem sind die Klassenzimmer mit Einbauschränken zur Aufbewahrung von Heften, sowie Anschlagtafeln und modernen Schiebetafeln versehen.
Das ganze Haus ist unterkellert und birgt hier die Räume für den Werkunterricht, einen Turnraum, das Lehrmittelzimmer und eine modern eingerichtete Schulküche. Ebenfalls ist hier die Heizung untergebracht, von der aus alle Räume des Hauses beheizt werden. Ein Brausebad für die Schulkinder, sowie Dusch- und Badekabinen, die alle ausgefliest sind, stehen nicht nur den Schülern, sondern auch der Bevölkerung zur Verfügung.

Das untere Schulhaus wird Kindergarten

Was schon Pfarrer Luschner vor 100 Jahren geplant hat, konnte nun G. R. Kiermaier verwirklichen, nämlich, dem Ort und der Pfarrei einen Kindergarten zu schenken. Nachdem die beiden Schulhäuser aus den Jahren 1855 und 1884 ausgedient hatten, konnte das untere Schulhaus als Kindergarten Verwendung finden. Innerhalb von wenigen Monaten wurde aus dem alten, vom Zahn der Zeit schwer mitgenommenen Gebäude ein freundlicher, heller Bau. Architekt Hirsch, der die Pläne für den Umbau entwarf, hatte die Vorderseite des neuen Hauses durch zwei Eingänge aufgegliedert und damit dem Bau seine frühere Strenge genommen. Auf der Rückseite, die nach Osten zeigt, wurde eine Terrasse angelegt, von der aus eine Tür direkt in die Spiel- und Aufenthaltsräume der Kinder führte. Auch der Innenausbau war gelungen. Das Haus beherbergte neben den Räumen für den Kindergarten auch noch im Obergeschoß die Wohnungen für die Aufsicht führenden Schwestern und eine Privatwohnung des Rektors. Doch schon nach zwei Jahrzehnten war der Bau zu klein und wurde im Dezember 1981 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Gut 125 Jahre diente das Haus als Erziehungsstätte für junge Menschen.

Das obere Schulhaus wird Gemeindehaus und Arztpraxis

Das 1884 als Mädchenschule errichtete obere Schulhaus wurde nach dem Umzug der Schüler in das neue Schulgebäude 1959 zum Sitz der Gemeindeverwaltung ausgebaut. In einem Teil des Hauses war die Gemeindekanzlei untergebracht, der andere Teil diente als Aztpraxis (Dr. Lichte). Nach dem Bau des neuen Rathauses zog 1990 Dr. Hartmann in das ehem. Schulgebäude. Es dient heute noch als Arztpraxis.

Das ehemalige Mädchenschulhaus

Am 1.3.1959 wurde Dekan Kiermaier zum Bischöflichen Geistlichen Rat ernannt. Am am 2.6. des gleichen Jahres feierte er seinen 70. Geburtstag. Schule, Gemeinde und Pfarrei gratulierten dem Seelsorger an seinen Ehrentagen.

Im neuen Schulhaus

Schuljahr 1959/60. Während der Ferien verehelichte sich Lehrer Josef Merklein mit der Lehrerin Theresia Murr. Kooperator Siegfried Armann erhielt die Versetzung nach Regensburg, wo er als Präfekt des Heimes an Domgymnasium weiter wirkte. Sein Nachfolger wurde der Neupriester Otto Krottenthaler. HaLin. Irmgard Hauptmann fand in Hunderdorf eine neue Wirkungsstätte. An 1.10.59 wurden die Lehrerinnen Berta Gaschler und Anna Opalka (Kohlbeck) zu Oberlehrerinnen ernannt.
Im Januar 1960 erhielt die Schule eine Werkzeugausrüstung und 2 Hobelbänke von der Möbelfabrik NOLTE.
Für die erkrankte OLin. Cäcilia Naimer an der Schule in Steinburg meldete sich OLin. Gertrud Beck vom 27.4.60 bis zu den Pfingstferien als Aushilfe.
Schuljahr 1960/61. Für die außerplanmäßige HaLin. Irmgard

Rektor Hösl mit dem 2. Schülerjahrgang

Hauptmann erhielt LAA. Johanna Gatzka die Planstelle als Haus- und Handarbeitslehrerin. OLin. Berta Gaschler wurde nach Windberg abgeordnet, wo sie ab dem 1.9.60 die erkrankte Lin. Marion Englhardt vertrat.
Durch den Einsatz amerikanischer Pioniere konnte im November 1960 der Pausenplatz und der Schulsportplatz planiert werden.
Da OLin. Gaschler aus gesundheitlichen Gründen in Windberg nicht bleiben konnte, übernahm vom 23.1. bis 13.6.61 Ludwig Häusler den Unterricht an der Schule in Windberg. Im Februar 1960 schied Kooperator Otto Krottenthaler von Hunderdorf, um in Waldmünchen weiter tätig zu werden. Als Aushilfe kam Pater Wolfgang Vos an die Schule.
Bis Ende des Schuljahres wurde die Begrenzungsmauer zum Anwesen Hastreiter und die Terrasse als Pausenplatz fertiggestellt.
Schuljahr 1961/62. Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres wurde Lehrer Josef Merklein als Aushilfe nach Elisabethszell abgeordnet, wo er bis zum 25.11.61 blieb. Der angehende Lehrer Karl Hammes machte vom 1.-14.3.62 sein „Stadtschulpraktikum“ an der voll ausgebauten Schule in Hunderdorf. Ende März 62 wurde wieder die Schulspeisung in Form von Milch und Schokoladentrunk eingeführt.
Geistlicher Rat Johann B. Kiermaier erlitt am 29.6.62 einen Schlaganfall und verschied am 1.8.62 im Alter von 73 Jahren. Er war seit 1935 Seelsorger der Pfarrei Hunderdorf. Als Pfarrprovisor übernahm Pater Wolfgang Vos das Amt des Ortsgeistlichen.

Schuljahr 1962/63. Im Lehrerkollegium hat sich fast nichts verändert. Anstelle der HaLin. Johanna Gatzka kam als Aushilfe LAA. Ursula Beck nach Hunderdorf. Die Planstelle übernahm am 1.Okt.62 HaLin. Anastasia Schlinkmann. Am 8.10.62 erkrankte OL. Hermann Maier an Tbc. und wurde ins Lungensanatorium Haustein gebracht. Am 14.1.63 trat Pfarrer Georg Ruß seinen Dienst in der Pfarrei an. Für die wegen Schwangerschaftsbeschwerden beurlaubten HaLin. Schlinkmann kam am 13.2.63 außerplanmäßge HaLin. Rosemarie Aßmann an die hiesige Schule. Die 7.Klasse schloß einen Ausbildungslehrgang in Erster Hilfe ab. Vom 1.-31.5.63 wurde Lehrer Josef Kohlbeck für die erkrankte Lin. Theresia Merklein an die Schule Hunderdorf beordert.
Schuljahr 1963/64. Für den wegen Krankheit noch immer beurlaubten OL. Herman Maier übernahm Lehrer Josef Kohlbeck von Mitterfels den 3. Schülerjahrgang. Der angehende Lehrer Otmar Schießl legte bei OLin. Anna Kohlbeck sein Stadtschulpraktikum ab.
Lehrer Josef Kohlbeck, Vertretung für OL. Maier, mußte vom 7.11.-5.12. zu einer Badekur nach Baden. HaLin. Schlinkmann nahm an 8.1.64 ihren Dienst wieder auf. Rektor Franz Hösl feierte sein 40jähriges Dienstjubiläum und seine 25jährige Tätigkeit an der Volksschule Hunderdorf. Am 15.5.64 wurde OL. Hermann Maier vorzeitig in den Ruhestand entlassen. Er war 35 Jahre lang als Erzieher unserer Jugend tätig.
Die undichte Glaswand an der Westseite der neuen Schule wurde erneuert. In den großen Ferien entstand am Schulturnplatz ein Turngarten mit vielen Geräten, die der Leibeserziehung dienen sollten.
Schuljahr 1964/65. Für den in den Ruhestand versetzten OL. Hermann Maier wurde Lehrer Josef Kohlbeck nach Hunderdorf berufen. Da HaLin. Schlinkmann nach München zog, kam für sie als außerplanmäßige HaLin. Libal an die Schule. Ab 1.1.1965 wurde die Planstelle durch die HaLin. Eva Wolf besetzt.

Voll ausgebaute Schule

Schuljahr 1965/66. Der Beginn des neuen Schuljahres brachte an der Volksschule Hunderdorf eine Reihe von Veränderungen, wie sie in früheren Jahren nicht zu verzeichnen waren. Nicht weniger als

Josef Kohlbeck

fünf neue Lehrkräfte waren nun im Unterricht tätig. Durch die Ernennung des Oberlehrers Sigmund Weingärtner zum Rektor an der Volksschule Bogen wurde eine Stelle frei, die Lehrer Josef Merklein aus Hunderdorf übertragen erhielt. Seine Frau Theresia Merklein tauschte mit Frau OLin. Gertrud Weingärtner, die nun in Hunderdorf unterrichtete. An Stelle von Pater Wolfgang Vos erteilte Pater Laurentius Flamman den Religionsunterricht neben Pfarrer Ruß. Für Herrn Lehrer Merklein kam Lehrer Josef Aigner aus Pfelling an die Schule, der bisher in Sattelbogen unterrichtete.

Gertrud Weingärtner

Lehrer Ludwig Häusler nahm an einem mehrwöchigen Lehrgang für Werken in Würzburg teil. Seine Vertretung übernahm Junglehrer Otmar Schießl. Da die Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerin Eva Wolf neben Hunderdorf noch an den Schulen Windberg und Steinburg tätig war, erhielt sie zur Entlastung Frl. Annemarie Kowatz zugeteilt. Neben diesen persönlichen Veränderungen wurde auch eine neue Klassenbildung vorgenommen. Die Schule in Hunderdorf besuchten 314 Kinder, was eine durchschnittliche Klassenstärke von 39,25 ergab. Erstmals

Kornel Klar

war es möglich, jeden Jahrgang als Klasse zu führen. Dabei waren die Abteilungen der Unterstufe sehr stark. OLin. Beck hatte 52 Anfänger zu unterweisen, Rektor Hösl unterrichtete die 2. Klasse mit 41 Kindern, OLin. Gaschler hatte die stärkste Gruppe mit 55 Schülern im 3. Schülerjahrgang zu betreuen, und Frau Kohlbeck übernahm die 4. Abteilung mit 42 Kindern. Damit war Hunderdorf im wahrsten Sinne des Wortes eine voll ausgebaute Volksschule geworden.
Mit Wirkung vom 1. November 1965 wurde Oberlehrer Kornel Klar, der Schreiber dieser Chronik, von Windberg nach Hunderdorf versetzt. Für ihn ging Lehrer Josef Aigner in das Klosterdorf. Klar übernahm zu Beginn des Jahres 1966 die Ausbildung der 8. Klasse in Erster Hilfe.
Zum ersten Male wurde zu Beginn des Jahres 1966 über die Gründung einer Verbandsschule mit Steinburg geredet und beraten.

Neunklassige Schule

Schuljahr 1966/67. Zum ersten Male präsentiert sich die Schule neunklassig mit der Anstellung der Lin. Elisabeth Neueder. Da die Schule jedoch nur acht Klassenzimmer hat, wurde das Lernmittelzimmer im Keller zu einem Schulzimmer umfunktioniert. Die Aufstockung der Klassen wurde notwendig, da der 4. Schuljahrgang mit 59 Kindern geteilt werden mußte. Die Schule besuchten 332 Schüler. OL. Klar nahm an einem sechswöchigen Werklehrgang in Eichstätt teil. Da sich OLin. Anna Kohlbeck einer Kieferoperation unterziehen mußte, kam OL. Schulz aus Bogen zur Aushilfe nach Hunderdorf.
Die Schule erhielt ein Fernseh- und Tonfilmgerät.

Zehnklassige Schule

Schuljahr 1967/68. Im September 1967 wurde Helmut Kalm der Schule als zehnte Lehrkraft zugeteilt. Der 2. und 5. Schülerjahrgang wurden geteilt. Als 10. Klassenzimmer mußte der Werkraum im Keller herhalten. Der Anstieg der Klassen und die damit verbundene Raumknappheit brachten wieder die Notwendigkeit einer Schulhauserweiterung ins Gespräch. Dies wurde umso dringender, da sich die Schule Steinburg zur Gründung eines Schulverbandes mit Hunderdorf enschlossen hatte. Als Termin wurde der 1.9.1968 festgelegt. Ein kleiner Architektenwettbewerb für den notwendigen Erweiterungsbau brachte ansprechend Lösungen; dabei wurden eine Turnhalle, ein Lehrschwimmbecken und eine Hausmeisterwohnung berücksichtigt.
Der 8. Schülerjahrgang nahm an einem Erstehilfe-Kurs teil, den OL. Klar hielt. Rektor Franz Hösl erhielt für seine Verdienste um den Bayerischen Lehrinnen- und Lehrer-Verein die Karl-Heiß-Medaille. Die Oberlehrerinnen Gertrud Weingärtner und Gertraud Beck wurden für 25 bzw. 40 Dienstjahre geehrt.
Im Mai wurde endlich die Schulhauserweiterung in Auftrag gegeben. Der Plan des Architekten Gruber erhielt dabei den Vorzug.

Das Lehrerkollegium im Schuljahr 1967/68, stehend v.l.: K. Klar, H. Kalm, F. Hösl, L. Häusler, J. Kohlbeck sitzend v.l.: G. Beck, E. Neueder, A. Kohlbeck, G. Weingärtner, B. Gaschler
Verbandsschule Hunderdorf-Steinburg

Schuljahr 1968/69. Durch die Gründung der Verbandsschule mit Steinburg wurde die Volksschule 13klassig mit 448 Schülern. Lehrer Helmut Kalm wurde nach Neukirchen versetzt, für ihn kam Roland Richtarsky nach Hunderdorf. Die Klassenverteilung sah so aus:
in Hunderdorf: Jg. la, 42 Schüler, Lin. E. Neueder; Jg. lb, 43 Schü., OLin. B. Gaschler; Jg. 2a,34 Schü., OLin. G. Beck; Jg. 2b, 27 Schü., R. Fr. Hösl; Jg. 5a, 29 Schü., OLin. A. Kohlbeck; Jg. 5b, 29 Schü., OL. J. Kohlbeck; Jg. 6a, 34 Schü. OLin. G. Weingärtner; Jg. 6b und 7a, 31 Schü., L. R. Richtarsky; Jg. 7, 31 Schü., OL. K. Klar; Jg. 8, 26 Schü., L. L. Häusler, In Steinburg: Jg. 3a, 38 Schü., Lin. E. Cramer; Jg. 3b/4a, 41 Schü. Lin. W. Holzapfel; Jg. 4b, 43 Schü. HL A. Müller.
Vom 8.bis 21.10.68 legte Frl. Rosi Hirtreiter ihr Stadtschulpraktikum in der Klasse 6a ab. Pfarrer Georg Ruß feierte am 6.12.68 seinen 60. Geburtstag.

Verbandsschule mit Neukirchen und Windberg

Am 8.12.1968 wurde schließlich die Zusammenlegung der Oberstufen der Schulen Hunderdorf, Neukirchen und Windberg für das kommende Schuljahr beschlossen. Am 24.4.69 kam außerplanmäßigen L. Reinhard Knockl als Aushilfe für Frau Cramer nach Steinburg. Am 10.6.69 konnte OL. Josef Kohlbeck das 25jährige Dienstjubiläum feiern. Nachdem vor einem Jahr Oberschulrat Westermayer an die Regierung versetzt wurde, bekam der Landkreis Bogen einen neuen Schulrat in der Person des Herrn Max Lehner. Am Ende des Schuljahres wurde bei einer Abschiedsfeier Rektor Franz Hösl nach einer arbeitsreichen Erziehungstätigkeit in den Ruhestand entlassen.

Hunderdorf mit Mittelpunktsschule

Schuljahr 1969/70. Mit Beginn dieses Schuljahres gehörten 17 Klassen der neu gegründeten Verbandsschule Hunderdorf mit 653 Schülern. 3 Grundschulklassen blieben in Steinburg und 4 ,in

Waldfriede Holzapfel

Windberg. Die Schüler der Hauptschule besuchten ausnahmslos die Schule in Hunderdorf, wohin sie mit Omnibussen befördert wurden.
In Hunderdorf unterrichteten die Lehrkräfte B. Gaschler, G. Beck, Alois Czerwenka, A. Kohlbeck, G. Weingärtner, J. Kohlbeck, K. Klar, L. Häusler, R. Richtarsky und M. Walden.
In Steinburg lehrten W. Holzapfel, E. Neueder und A. Müller.
In Windberg unterrichteten M. Knockl, Uta Hecht, Anna Kleikamp und J. Aigner.

Josef Aigner

Nach der Pensionierung von Rektor Hösl kam Alois Czerwenka als neuer Schulleiter nach Hunderdorf. Den neu eingeführten 9. Schülerjahrgang übernahm Lehrer Magnus Walden, den er im Jugendheim unterrichtete. Für den nach Schwarzach versetzten HL. Alfred Müller übernahm Ulrich Pannermayr die Klasse 4a in Steinburg.
Als schönstes Weihnachtsgeschenk kann die Genehmigung für den Erweiterungsbau der Schule bezeichnet werden. Im April 1970 traf

Magnus Walden

als neuer Lehrer Franz Höfinger in Hunderdorf ein.
Am 30. Juni wurden 600.000 DM für den Schulhausneubau genehmigt und der Bau konnte beginnen.

Neunzehnklassige Schule

Schuljahr 1970/71. 677 Schüler waren in 19 Klassen aufgeteilt; davon waren 8 Schuljahrgänge zweizügig und der 3. Schuljahrgänge sogar dreizügig.
Am 1.10.70 wurde OL. Kamel Klar zum Konrektor ernannt. Neu an die Schule kam Annemarie Diewald, die die 4. Klasse in Steinburg übernahm.
Am Schulhausneubau wurde mit der Errichtung der Turnhalle und des Lehrschwimmbeckens begonnen.
Das Schuljahr 1971/72 war zwanzigklassig. Von den Grundschuljahrgängen wurden 4 in Steinburg, 5 in Windberg und 1 in Hunderdorf unterrichtet. 696 Schüler besuchten die Verbandsschule. Als neue Lehrkraft wurde Alfons Frankl begrüßt, der die Klasse 4b in Windberg übernahm. Da die Regierung für 1971 statt der der versprochenen 1,1 Mill. DM nur 600.000 DM bewilligte, mußte für den Schulhausneubau ein Darlehen von 500.000 DM bei der Raiffeisenbank aufgenommen werden. Kaplan Rainer Rommens übernahm den Religionsunterricht.
Am 24.9.71 fand die Hebefeier am Schulhausbau statt, zu der die Lehrkräfte nicht eingeladen waren. Im Januar 1972 konnte der Betrieb im neuen Schulhausgebäude aufgenommen werden.
Das Schuljahr 1972/73 begann mit 745 Schülern in 21 Klassen. Da Frau Gaschler in den Ferien einen Unfall im eigenen Hause erlitt, wurde sie durch Blanka Ehlers vertreten. Von Neukirchen kam Helmut Kalm an die Schule Hunderdorf. Am 20.2.73 kam Lehrer Wilhelm Lindinger als Aushilfe nach Hunderdorf. Da die Turnhalle noch nicht fertiggestellt war, wurden einige Klassen mit dem nahm Bus nach Windberg gefahren, wo die Turnstunden in dem dortigen Turnraum abgehalten werden konnten.
Schuljahr 1973/74. 709 Kinder wurden in 20 Klassen unterrichtet. Neu an die Schule kamen für Heinz Ueckermann Hans Ruppert und noch Dietmar Wabner. Als Folge ihres Unfalls verstarb am 8.1.1974 Frau OLin. Berta Gaschler im Alter von 57 Jahren. Am 23.4.74 kam Johann Schnabl für die erkrankte Lehrkraft Frau M. Knockl als Aushilfe nach Hunderdorf, ebenso am 21.6.74 Fritz Philipp für Helmut Kalm.
Kurz vor den großen Ferien, am 12.Juli 1974, fand im Rahmen der 900-Jahrfeier der Gemeinde Hunderdorf die Einweihung des Hauptschulgebäudes mit Turnhalle, Lehrschwimmbecken und der Schulmeisterwohnung statt.
Klassenübersicht der letzten vier Schuljahre:

Verbandsschule Hunderdorf wird geweiht

Hauptschulgebäude, Turnhalle und Lehrschwimmbecken wurden in vier Jahren mit einem Kostenaufwand von rund 4,5 Millionen DM erbaut — Hartsportplatz und Bücherei sind ebenfalls im Schulzentrum untergebracht
Hunderdorf.
Wenn am morgigen Donnerstag die neue Verbandsschulanlage in Hunderdorf die kirchliche Weihe erhält und dann in einem Festakt offiziell seiner Bestimmung übergeben wird, dann können alle, die am Zustandekommen dieses Projektes beteiligt waren, mit Recht stolz sein auf diesen Bau, der in den vergangenen vier Jahren erstellt wurde. Nach dem Festgottesdienst um 9 Uhr erfolgt die kirchliche Weihe der Anlage, und um 10 Uhr findet der Festakt in der Turnhalle statt. Zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten aus dem politischen, schulischen und öffentlichen Leben haben ihr Erscheinen zugesagt, und ihre Anwesenheit unterstreicht die Bedeutung dieses Tages in der Geschichte der Gemeinde Hunderdorf.
Architekt Gruber, Straubing, und die am Bau beteiligten Firmen haben hier eine Schulanlage erstellt, die sowohl durch ihre äußere Form als auch durch die Koordination der verschiedenen schulischen Bereiche im Inneren eine gelungene Lösung im Schulbau darstellen. Bedauerlich ist lediglich, daß der schöne und repräsentative Neubau innerhalb des Ortes so eingeschlossen Legt, daß nur von wenigen Stellen aus diese wohl schönste Bauanlage in Hunderdorf zu sehen ist. Zum Festgottesdienst und zum Festakt Ist die Bevölkerung der Gemeinde eingeladen.
Die Geschichte der Schule
Als erster Lehrer. in Hunderdorf wird 1793 Michael Fuchsteiner genannt. Er lebte im Mesnerhaus, das zugleich Schulhaus war. 1819 wird es als baufällig bezeichnet. Da 1819 bereits 196 schulpflichtige Kinder zu unterrichten waren, sollte aufgrund des akuten Platzmangels 1820 ein neues Schulhaus erbaut werden. 1824 wurde dem Lehrer ein Schulgehilfe zugewiesen, und 1354 wurde endlich mit dem Bau des unteren Schulhauses (Knabenschulhaus) begonnen. 1884 erbaute man das Mädchenschulhaus, das heutige Gemeindeamt, um Knaben und Mädchen getrennt unterrichten zu können.
Die ständig steigende Schülerzahl nach dem 2. Weltkrieg erforderte in den 50er Jahren den Bau eines neuen zeitgerechten Schulhauses. Am 17. Februar 1959 Wurde das neue Schulhaus, das derzeitige Grundschulgebäude, eingeweiht. Es galt damals als modernstes Schulgebäude Niederbayerns. 1. Bürgermeister war damals Karl Reiner. Besondere Verdienste um. den Bau erwarb sich jedoch damals 2. Bürgermeister, Oberlehrer Hermann Maier.
Die Schulreform verlangte in den 60er Jahren die Gründung eines Schulverbandes. Dieser umfaßte 1969 die Gemeinden Hunderdorf, Steinburg, Gaishausen, Windberg, Neukirchen und Obermühlbach Im Jahre 1970 wurde mit dem Erweiterungsbau, der heute die Hauptschulklassen beherbergt, begonnen. Bereits 1972 konnte der Unterrichtsbetrieb in den neuen Klassenräumen aufgenommen werden. Staatssekretär Alfred Dick hat sich in besonderer Weise für die Verwirklichung des Projektes verdient gemacht. Auch Landrat Hafner ist aktiv für diesen Schulhausneubau eingetreten. Nicht zuletzt aber hat das entschlossene und zielstrebige Handeln von Bürgermeister Härtenberger und des Gemeinderates den Bau dieser Verbandsschulanlage in letzter Minute ermöglicht.
Drei gestaffelte Baukörper
Die Schulanlage gliedert sich in drei gestaffelte Baukörper, in deren Mittelpunkt die zweigeschossige Pausenhalle liegt. Sie ist als pädagogisches Zentrum gedacht, in dem auch kleine Schulfeiern abgehalten werden können: Das Galeriegeschoß und einige Sitzstufen sollten diesen Mittelpunkt zu einem Raum mit mehrfacher Nutzung gestalten. Es sollte zugleich zu einem Raum der Begegnung werden, in dem alle Fäden zusammenlaufen.
Alle Normalklassen gliedern sich um diese Halle im Erdgeschoß und Obergeschoß. Die Verwaltung ist im Obergeschoß eingeplant, so daß von hier aus eine optimale Übersicht gewährleistet ist. Im Obergeschoß ist dem Galeriegeschoß noch eine Pausenterrasse vorgelagert, die den Pausenbetrieb zentralisieren sollte. Diese Dachterrasse ist mit dem Hauptpausenplatz im Erdgeschoß über eine Freitreppe verbunden. Neben dem Haupteingang liegt eine zentrale Garderobenanlage, in unmittelbarer Nähe führt ein überdachter Gang zur Turn- und Schwimmhalle. Sämtliche Fachklassen wie Physik, Werken, Chemie, Küche, Handarbeit, Bücherei und auch die Lehr- und Lernmittel sind im Untergeschoß untergebracht.
Die Turnhalle mit einer Größe von 12×24 m liegt in unmittelbarer Nähe. Hier ist außer den Umkleide- und Waschräumen auch die geräumige Hausmeisterwohnung eingebaut. Aufgrund der Erfordernisse wurde unter der Turnhalle ein Lehrschwimmbecken in der Größe von 8×16 2/3 m eingeplant. Der Pausen- und. Eingangshof wurde im nordwestlichen Bereich errichtet und an den bestehenden Pausenhof der Grundschule angeknüpft. Ein Allwetterplatz wurde in den nördlichen Bereich hinter die Turnhalle gelegt, so daß das Grundstück maximal ausgenützt wurde. [aus der Bogener Zeitung]

„Schulbildung ist Kapital für die Kinder”

Staatssekretär Dick sprach anläßlich der Einweihung des neuen Verbandsschul-Zentrums in Hunderdorf — Lob der Gemeinde
Hunderdorf.
Mit einem feierlichen Festgottesdienst wurde gestern in Hunderdorf der Auftakt zur Einweihung und offiziellen Übergabe der neuen Verbandsschulanlage in Hunderdorf gegeben. Im Namen seiner geistlichen Mitbrüder hieß Pfarrer Ephrem für den verhinderten Geistlichen Rat Rubs die Gäste und Schulkinder in der Pfarrkirche willkommen. Gekonnt umrahmte der Schulchor unter Leitung von Lehrer Alfons Frankl die Eucharistiefeier. Prior Pater Wolfgang von Windberg gab in seiner Festpredigt zu bedenken, daß die heutige Wissenschaft nicht mehr wie in früheren Jahrhunderten überschaubar sei, daß Spezialisten erzeugt, ja Roboter herangebildet würden. Es müsse daher an – allen liegen, die sich mit der Erziehung und Bildung beschäftigen, daß sie neben dem Wissen auch das Gewissen, das Gemüt und das Herz bilden. Der Anfang dieses Festaktes in der Kirche zeige, daß wir zu Christus stehen und bitten wollen, er möge uns Liebe und Freude geben, damit die Menschen und die: Erde besser werden.

Pfarrer Künzel, Bogen, (Bild links) und Pfarrer Ephrem, Windberg, (rechts) nahmen die Segnung des neuen Schulgebäudes vor.

Nach der Kirche ging es in einem Zug zur neuen Schule, die festlich mit Blumen, Flaggen und den Wappen der angrenzenden Gemeinden geschmückt, die Gäste erwartete. Nach der Segnung des Gebäudes, die von Pfarrer Ephrem und dem evangelischen Pastor Künzel vorgenommen wurde, sang der Schulchor noch ein Lied.
„Wir bauen eine Schule“ hieß der Titel Spieles, das die Kinder der 4. Klasse unter Einstudierung von Lehrerin Holzapfel zur Aufführung brachten. Das temperamentvoll vorgetragene Spiel, brachte den kleinen Darstellern nicht nur häufig Applaus auf offener Szene, es brachte auch ungewollte Parallelen mit Ereignissen aus dem Schulhausbau und trug so zu einem recht freundlichen und wohlgelungenen Auftakt bei.
Als besonders nette Geste wurde die anschließende originelle Begrüßung der Ehrengäste empfunden. Die kleinen Spieler überreichten an alle geladenen Gäste. bunte Biedermeiersträußchen. Mit allen guten Wünschen für das Haus, die Kinder und die Lehrer verabschiedete sich der Schüler Retzer mit seiner Spielschar. Gar manchen wird diese gelungene Aufführung an die Zeit erinnert haben, als in Hunderdorf Schulspiele bei Feiern und Abschlußveranstaltungen noch Tradition waren.
Bürgermeister Härtenberger, erstmals mit einer Amtskette ausgestattet, die der Gemeinderat in geheimer Aktion anfertigen ließ, nahm die Begrüßung der Gäste vor.
Der vielstimmige Satz von „Ma come balli“, dargebracht vom Schulchor, leitete über, zur Ansprache von Staatssekretär Alfred Dick. Er bezeichnete die Schulbildung als das beste Kapital, das wir unseren Kindern mitgeben könnten und die Zinsen, die auf diesem Sektor die eingebrachten Staatsmittel bringen, als die höchsten, die wir unserer Jugend mitgeben könnten. Niederbayern, so meinte der Staatssekretär, sei heute kein unterentwickeltes Gebiet auf dem Schulsektor. Auch der Zugang zu den weiterführenden Schulen sei hier ebenso gut wie in anderen Bezirken und liege teilweise sogar darüber. Die Chancengleichheit sei somit für Kinder jeden Standes geboten. Erneut bekannte sich Dick zu dem neuen Gesetz für Lehrerbildung, das derzeit im Landtag behandelt wird und versicherte, daß dieses Gesetz von der Staatsregierung auch zum Abschluß gebracht werde.
Landrat Xaver Hafner erinnerte in seiner Ansprache, unter welchen Schwierigkeiten das Projekt Verbandsschule in Hunderdorf zustande gekommen sei und hob die Entschlußfreudigkeit von Bürgermeister Härtenberger und des Gemeinderates, sowie des Schulverbandes hervor. Er verwies auf die Notwendigkeit von Bildungseinrichtungen auf dem Lande und beteuerte, daß Investitionen auf dem Bildungssektor rentable Maßnahmen seien. Neben der strukturellen und wirtschaftlichen Erschließung unseres Gebietes, so Hafner, sei die geistige Erschließung unserer jungen Bewohner Aufgabe und Voraussetzung für eine Weiterentwicklung. Das Land dürfe nicht nur Erholungsraum und Arbeitsreservoir für die Städte sein, es muß auch attraktiv für Arbeitsplätze gemacht werden, die einmal von jenen Kindern ausgefüllt werden sollten, einmal, die heute an unseren Bildungseinrichtungen, wie Volksschule, Realschule und Gymnasium ausgebildet werden. Als Chef des Landkreises dankte er allen, die den Bau dieser neuen Schulanlage ermöglicht hätten.
Oberschulrat Botzler vom Schulamt Straubing-Bogen überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Regierung von Niederbayern. In den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte er die Gedanken, daß die räumliche Umgebung eine wichtige Funktion in der Bildung und Erziehung des Heranwachsenden darstelle. Die Schönheit und Zweckmäßigkeit dieser neuen Schule wecke Empfindungen, präge den jungen Menschen unbewußt mit und führe ihn zur Klarheit, Wahrheit, sowie zur Freiheit und Aufgeschlossenheit. Dieses wohlgegliederte Werk lobe seine Meister und fördere das in ihm

Das Lehrschwimmbecken (oben) und die Turnhalle mit dem Allwetterplatz davor (unten) der neuen Verbands-schulanlage Hunderdorf

durchgeführte Werk, die Erziehung unserer Jugend. Als besonders erfreulich bezeichnete Oberschulrat Botzler die Tatsache, daß in dieser Schule .mit der Errichtung der Turnhalle, des Lehrschwimmbeckens und des Allwetterplatzes neben der geistigen auch die körperliche Ertüchtigung einen harmonischen Verlauf nehmen könne.
Der frühere Schulleiter, Rektor i. R. Hösl, zog in seinen Ausführungen einen Vergleich mit der Schule Hunderdorfs der dreißiger Jahre. Obwohl nicht einmal ein Menschenleben dazwischen liege, scheine es, als ob ein anderes Jahrhundert auferstehen würde. Eine besondere Überraschung war es dann, als er eine von ihm verfaßte Geschichte der Lehrerschaft von Hunderdorf an Rektor Czerwenka überreichte, die von den Anfängen im Jahre 1793 bis zur Gegenwart datiert.
Schulleiter, Rektor Czerwenka, betonte in seinem Festvortrag, daß der heutige Tag Zeugnis für die Verantwortung für unsere Kinder ablege. Er bezeichnete die Schule. neben dem Elternhaus als die wichtigste Erziehungsstätte unserer Kinder. Mit dem Zitat des Kultusministers Dr. Maier „Die Rückgewinnung des Erziehlichen ist Aufgabe der Schule“, betonte er den Anspruch, einer neuen erzieherischen Konzeption, die jedoch auch in einer spürbaren Verminderung der Klassenfrequenzen ihren Ausdruck finden müßte.

Liste der Ehrengäste
Staatssekretär Alfred Dick, MdB Alois Rainer, Landrat Xaver Hafner, Oberschulrat Botzler, Schulrat Hierlmeier von der Regierung von Niederbayern, Prior Pater Wolfgang, Pfarrer Ephrem (Windberg), Pfarrer Künzel (Bogen), Regierungsdirektor. Dr. Voggenreiter, Oberregierungsrat Endter, Kreisbaumeister Kraus, Kreiskämmerer Fritz Eidenschink, Oberamtsrat Rothammer, Regierungsamtmann Sigl, Rektor Czerwenka, Rektor i. R. Franz Hösl, Oberlehrer Maier, Architekt Gruber, Kreisangestellter Lex, die Bürgermeister Josef Deschl (Bogen), Alfons Berger (Steinburg), Franz Kleikamp (Windberg), Johann Primbs (Neukirchen), Albert Gall (Gaishausen), Walter Uekerrnann (Mitterfels), Johann Bugl (Obermühlbach) und Alois Mandl (Haselbach), Betriebsleiter Roland Schäfer, Direktor Lampelzammer von der Sparkasse Bogen, der Leiter der Raiffeisenkasse, Herr Biegerl, Omnibusunternehmer Ludwig Berger, sowie der Gemeinderat und Elternbeirat der Verbandsschule Hunderdorf.

Die musikalische Umrahmung der Festlichkeiten hatte der Schulchor unter Leitung von Alfons Frankl über-nommen.
[Aus der Bogener Zeitung vom 10.07.1974]
Lehrkörper der Grundschule 1972/73: v.l.stehend: G. Beck, U. Pan-nermayr, W. Holzapfel, R. Knockl, H. Ueckermann, v.l.sitzend: A. Kleikamp, I. Speiseder, B. Ehlers, M. Knockl
Lehrkörper der Hauptschule 1972/73: v.l. stehend: J. Aigner, H. Kalm, A. Frankl, F. Höfinger, M. Walden, W. Leidinger, L. Häusler. K. Klar, v.l. sitzend: G. Weingärtner, I. Speiseder, N. Klufke, A. Czerwenka, A. Kohlbeck, R. Windschiegl
Lehrkörper der Grundschule 1973/74: v.l. hintere Reihe: H. Ruppert, R. Knockl, U. Pannermayr, N. Schnabl, v.l. vordere Reihe: A. Klei-kamp, B. Ehlers, W. Holzapfl, G. Beck
Lehrkörper der Hauptschule: v.l. stehend: H. Berger, J. Aigner, F. Philipp, M. Walden, A. Frankl, K.Klar, v.l. sitzend: G. Weingärt-ner, U. Wittenzellner, F. Höfinger, A. Czerwenka, A.Kohlbeck, J. Kohlbeck, L. Häusler
Volks- und Schülerbücherei eröffnet

Im Rahmen der 900-Jahrfeier und der Weihe des Hauptschulgebäudes wurde im neuen Schulhaus auch eine Volks- und Schülerbücherei eröffnet. Bereits in den 30er Jahren bestand in Hunderdorf eine Gemeindebücherei, die nach dem Zweiten Weltkrieg zuerst in oberen Schulhaus wieder eröffnet wurde, später in einem Raum des Nebengebäudes untergebracht war. Den ersten Bestand von 1500 Büchern, der später aufgestockt wurde, betreute zunächst die Schulleitersekretärin Frau Ursula Lang. Nach ihr war Frau Hildegard Klar und zuletzt Frau Ingrid Hentschirsch Büchereileiterin.
Im August 1974 nahm Pfarrer Georg Ruß Abschied von der Pfarrei Hunderdorf. Sein Nachfolger wurde noch im gleichen Jahr Pfarrer Johannes Vilsmeier.
Schuljahr 1974/75. 700 Schüler wurden zu Beginn des neuen Schuljahres in 22 Klassen unterrichtet. Mit den Lehrkräften Hans Ruppert, Irmengard Gottschalk, Franz Tosch, Dietmar Wabner und Anneliese Geiger kamen gleich 5 neue Erzieher an die Volksschule Hunderdorf. Für den am 16.10.74 erkrankten OL. J. Kohlbeck übernahm Lehrer Otto Wintermeier die Klasse 7a. Anstelle der beurlaubten OLin. Anna Kohlbeck führte die Klasse 5b die Lehrerin Heidi Watzl.
Am Ende des Schuljahres verließen wieder Hunderdorf Dietmar Wabner, Hans Ruppert und Franz Höfinger. Letzterer Lehrer war es, der 1970/71 zum ersten Male an der Schule eine Schülerzeitung unter dem Titel „Echo“ herausgab.

Schuljahr 1975/76, der Lehrkörper der Hauptschule: v.l. stehend J. Aigner, M. Walden, A. Marketsmüller, H. Berger, A. Frankl, H. Hent-schirsch, P. Vogl, F. Tosch,.v.l. sitzend: Sekretärin U. Lang, I. Speiseder, A. Czerwenka, H. Watzl, L. Häusler

Schuljahr 1975/76. Die Schule wurde wieder 21k1assig. Für die im Juli ausgeschiedenen Lehrer kamen neu an die Schule Josef Spandl, Wolfgang Diewald und Heinz Hentschirsch. Die Unterstufe hatte 9 Klassen, die Oberstufe 13. OLin. Anna Kohlbeck wechselte von der Hauptschule in die Grundschule, Lehrer Franz Tosch von der Grundschule zur Hauptschule. Lehrerin Blanka Ehlers ging am 11.9.75 in den Mutterschaftsurlaub. An 6.10.75 kam der päd. Assistent Paul Vogl an die Schule Hunderdorf. Bei verschiedenen Erkrankungen in Lehrkörper fungierten als Aushilfen Heidi Watzl, Helmut Stoidner und Anton Marketsmüler.
Schuljahr 1976/77. 699 Kinder wurden in 20 Klassen unterrichtet. Schulleiter Alois Czerwenka hatte zum ersten Male keine Klassenführung mehr. In der Grundschulewurden 8 und in der Hauptschule 12 Klassen geführt. Lehrer Josef Spandl wechselte von der Grundschule in die Hauptschule.
Am 6.9.76 kam nach Weggang von Pfarrer Johannes Vilsmeier als neuer Seelsorger Pfarrer Franz Reitinger nach Hunderdorf. Der im Jahre 1964 vorzeitig pensionierte OL. Hermann Maier wurde für seine Verdienste um den niederbayer. Fußball mit dem Bundesverdienstkreuz an Bande ausgezeichnet.
Gegen Ende des Schuljahres fand seit Jahren ein Fußballvergleichskampf zwischen Lehrern und Schülern statt. Die meisten Spiele konnten die Lehrer für sich entscheiden.

Die Lehrer stehend v.l.:L. Häusler, K. Klar, J. Aigner, U. Panner-mayr, W. Diewald, F.Tosch, H. Kalm, P. Vogl, R. Knockl, H.H ent-schirsch, H. Berger u. M. Walden.

Schuljahr 1977/78. Lin. Blanka Ehlers kehrte vom Mutterschaftsurlaub zurück und übernahm die Klasse der scheidenden Lin. Irmengard Gottschalk. Am 10.2.78 ging Lin. Blanka Ehlers erneut in den Mutterschaftsurlaub. Ihre Klasse übernahm Lin. Christine Schötz. Am 27.2.78 kam Lin. Eva Suttner als Aushilfe für den erkrankten OL. Ludwig Häusler an die Schule. Sie übernahm auch die Vertretung für die im Krankenstand befindliche Kollegin Anni Kleikamp ab 9.4.78. HaLin. Ingrid Speiseder ging am 9.4.78 in den Mutterschaftsurlaub; sie wurde durch Frau Wittenzellner und Frl. Stoffel vertreten.
Olin. Anna Kohlbeck wurde am 12.10.77 zur Konrektorin befördert.
An 2.5.78 übernahm Lehrer Franz Tosch die Leitung der Volksschule Mitterfels. Seine Klasse 8a wurde durch Lehrer Otto Wintermeier weitergeführt.
Pfarrer Franz Reitinger feierte am 30.6.78 seinen 50. Geburtstag. Den gleichen Geburtstag beging OL. Ludwig Häusler am 2.6.68. Aus der HaLin. Frl. Stoffel wurde durch Verheiratung Frau Drexlmeier.
Ein Großteil dieser Chronik wurde von 1956 bis 1978 der Chronik der Schule Hunderdorf entnommen. Als Chronisten zeichneten in dieser Zeit Theresia Murr (Merklein) und Gertrud Weingärtner.
Schuljahr 1978/79. Die Verbandsschule Hunderdorf besuchten in diesem Schuljahr aus der Gemeinde Hunderdorf 426, aus Windberg 114 und aus Neukirchen 94 Schüler; das waren zusammen 634 Kinder. Die schwachen Geburtenjahrgänge machten sich an der Schule bemerkbar. So sanken in den folgenden Jahren die

Die Lehrkräfte der Grundschule 1978/79: Untere Reihe: Hildegard Prokisch, Eva Maria Römpp, Monika Doering; mittlere Reihe: Josef Spandl, Annemarie Knockl, Anna Kohlbeck;
sitzend: Reinhard Knockl, Anni Kleikamp, Waldfriede Holzapfel

Schülerzahlen auf 464 Schüler. Aus der 20klassigen Schule wurde in 5 Jahren nur noch eine 17klassige.
An 1.11.78 verließ Lehrer Magnus Walden die Schule und ging an die Landesstelle für Schulsport nach München. Für ihn kam LAA. Monika Doering nach Hunderdorf. OLin. Anni Kleikamp feierte ihr 25jähriges Dienstjubiläum. Zum Jahresabschluß fuhr das Lehrerkollegium nach Tittling und an den Dreiburgensee. Die Fußballelf der Lehrer gewann das Spiel gegen die Schülerauswahl mit 4:2 Toren.

Weihe der Freizeit- und Sportanlage

Das Schuljahr 1979/80 besuchten 591 Kinder in 20 Klassen; ohne Klassenführung waren 4 Lehrkräfte. Als Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerinnen waren an der Schule tätig: Ingrid Speiseder, Ursula Wittenzellner, Gertrud Trimpl und Christine Draxlmeier. Den Religionsunterricht erteilten: Pfarrer Franz Reitinger, Pfarrer Ephrem Helvoirt; Pfarrer Englmar Holzer, Katechetin Angela Amann und Diakon Hasso Tepp (ev).
OL. Josef Kohlbeck ging am 3.10.79 zur Kur nach Bad Aibling. In den großen Ferien, am 1. August 1980 wurde das neue Sportzentrum, das als Freizeit- und Sportanlage für die Schule und Vereine entstanden ist, festlich eingeweiht. Bürgermeister Karl Härtenberger konnte als Gäste Staatsminister Alfred Dick, den Regierungspräsidenten Dr. Huther, Landrat Ingo Weiß u.a. begrüßen. Schulkinder und Vereine umrahmten die Feier mit sportlichen Darbietungen. Rektor Alois Czerwenka gab seiner Freude Ausdruck, daß nun die Schule endlich einen für den Schulsportunterricht passende Anlage bekommen hat.
Schuljahr 1980/81. 551 Kinder wurden in 20 Klassen unterrichtet. (Den Lehrkörper finden Sie in der anschließenden Tabelle). Die Schule erhielt ein Kopiergerät.
Nach einem Mutterschaftsurlaub kam Frau Eva Suttner an die Schule zurück. Lehrer Karl Schneider wurde nach Obermietnach abgeordnet. Für die erkrankte KRin. Anna Kohlbeck kam Lehrer Bogner aus Straubing als Aushilfe. Am 25.5.81 wurde OL. Ludwig

Verabschiedung von OL. Ludwig Häusler durch Bgm. Weinzierl

Häusler nach Neukirchen versetzt, wo er als Schulleiter künftig tätig wurde. Bürgermeister Egon Weinzierl und Rektor Alois Czerwenka verabschiedeten den seit 1952 an der Schule tätigen Lehrer. Im Juli 1981 beging die Schule das Fest der 10jährigen Verbandsschule. Am Ende des Schuljahres wurde auch Lin. Annemarie Diewald verabschiedet, die vorzeitig aus dem Schuldienst abtrat. Sie war 10 Jahre an der Schule Erzieherin. Auch Pfarrer Reitinger verließ Schule und Pfarrei aus gesundheitliche Gründen. KR. Kornel Klar wurde für seine langjährige aktive Tätigkeit beim Roten Kreuz mit dem Steckkreuz des BRK geehrt.
Schuljahr 1981/82. Im neuen Schuljahr erhielt die Pfarrei und Schule einen neuen Seelsorger und Religionslehrer. Pfarrer Anton Högner wurde am 25.10.81 in sein Amt eingeführt. Zum ersten Male nach vielen Jahren begann der Unterricht mit nur einer 1. Klasse, da nur 32 Kinder schulpflichtig wurden. Als neuen Lehrkraft unterrichtete Lin. Hilde Schötz die Klasse 5c. Ihre Schwester Elfriede Stoiber kam als mobile Reserve an die Schule.
KR. Kornel Klar übernahm die Führung der Schulchronik von seiner Kollegin Gertrud Weingärtner, die diese 16 Jahre geführt hatte. Im Okt. 81 feierte KRin Anna Kohlbeck ihren 60. Geburtstag. Für den erkrankten OL. Josef Kohlbeck übernahm am 22.3.82 Lin. Elfriede Stoiber die Klasse 6c. Die Klasse la wurde am 27.10.81 von der Aushilfe Eva Müller übernommen. Sie führte diese bis zum 14.12.81. Am 26.10.81 erkrankte Lin. Annemarie Mahlmeister, für sie sprang Lin. Ulrike Hirtreiter ein.
Im Dezember 1981 feierten Rektor Alois Czerwenka und KRin. Anna Kohlbeck ihr 40jähriges Dienstjubiläum. Am 23.1.82 beklagte KR. Kornel Klar den Tod seiner Frau Hildegard, die die Leitung der Volks- und Schülerbücherei innehatte. OL. Josef Kohlbeck ging im Juni 1982 frühzeitig in den wohlverdienten Ruhestand. Er war 19 Jahre an der Schule erzieherisch tätig.
Das Fußballspiel der Lehrer gegen die Schüler endete 7:5 zugunsten der Pädagogen. Rektor Alois Czerwenka feierte seinen 60. Geburtstag.

Lehrkörper in Schuljahr 1980/81: Grundschule, v.l. stehend: G. Bog-ner, R. Knockl, J. Spandl; sitzend: A. Kleikamp, N. Knockl, H. Pro-kisch, W. Holzapfel, A. Kohlbeck, A. Mahlmeister.
Hauptschule, v.l.stehend: J. Aigner, U. Pannermayr, H. Kalm, K. Schneider, R. Kolfhaus, P. Vogl, W. Diewald, H. Berger, A. Frankl; sitzend: H. Schroll, K. Klar, G. Weingärtner, A. Czerwenka, E. Suttner, J. Kohlbeck, A. Diewald, H.Hentschirsch.

Schuljahr 1982/83. Die Schülerzahlen waren wieder rückläufig. 50 Kinder besuchten in Vergleich zum Vorjahr weniger die hiesige Volksschule. Die Klassenzahl sank von 19 auf 17.
Am 29.10.82 wurde der Neubau des Kindergartens durch Pfarrer Högner eingeweiht. Am 13.12.82 verehelichte sich KR. Kornel Klar mit Ruth Stahl aus Hunderdorf. Am 1.2.83 erhielt Lehrer Heinz Hentschirsch seine Versetzung an die Volksschule Parkstetten, wo er die Schulleitung übernahm. Das obligatorische Fußballspiel gewannen die Lehrer mit 5:3 gegen die Auswahl der Schüler.
Mit dem Ende des Schuljahres trat KRin. Anna Kohlbeck in den Ruhestand. Seit 1955 war sie an der Schule in Hunderdorf tätig.

Verabschiedung der KRin. Anna Kohlbeck. Auf dem Bild Pfarrer Hög-ner, OL. Jose Kohlbeck, Frau Bürgermeister Härtenberger, Bürger-meister Karl Härtenberger KRin. Anna Kohlbeck und Rektor Alois Czerwenka.

Schuljahr 1983/84. 427 Kinder wurden in 16 Klassen unterrichtet. OLin. Gertrud Weingärtner feierte am 14.11.83 ihren 60. Geburtstag. Am 14.11.83 verschied der frühere Pfarrer, Bischöflich Geistlicher Rat Georg Ruß im Alter von 75 Jahren in Weiden.
Als Fachlehrer unterrichteten an der Schule FLin. Rita Frick, FOLin. Ingrid Speiseder und FOLin. Ursula Wittenzellner (verh. Eckert). Als Religionslehr waren tätig: Pfarrer Anton Högner, Pfarrer Ephrem Helvoirt und Diakon Rolf Schrank (ev.). Schulsekretärin war Frau Ursula Lang.

Schuljahr 1984/85. Mit Wirkung vom 1.9.84 wurde Lehrer Helmut Kalm zum Schulleiter der Volksschule Kirchroth berufen. Er wirkte von 1972 bis 1984 der Schule in Hunderdorf. Am 16.10.34 verstarb plötzlich der frühere Hauptlehrer von Steinburg und spätere Rektor von Schwarzach Alfred Müller in Alter von 55 Jahren. Für besondere Verdienste um den BLLV wurde HL. Ludwig Häusler der Ehrenbrief des Verbandes überreicht. KRin .i. R. Anna Kohlbeck übernahm die Führung der Pensionistenrunde. KR. Kornel Klar feierte an 11.5.85 seinen 60. Geburtstag. Ende des Schuljahres wurde der päd. Assistent Paul Vogl nach 11jähriger Tätigkeit in Hunderdorf nach Bodenmais versetzt. KR. Kornel Klar verfaßte im Frühjahr 1985 das „Neukirchner Heimatbuch“ und überreichte es Bürgermeister Lobmeier, der einst Schüler des Autors war.
Schuljahr 1985/86. 381 Kinder wurden in 17 Klassen unterrichtet. Als neue Fachlehrerinnen kamen Ursula Kroher, Maria Fuchs u. Monika Pissinger an die Schule Hunderdorf. Neue päd. Assistentin wurde Karola Fleißner. Pater Anselm Scholz meldete sich als Religionslehrer.
Lehrerein Anita Fuchs ging in den Mutterschaftsurlaub, die Klasse 2b übernahm Ursula Buchtala. Olin. Gertrud Weingärtner, seit Sept. im Krankenstand, wurde am 1.2.86 in den Ruhestand entlassen. Sie war 21 Jahre an der Schule tätig.
Gleich zwei Schulräte, Schulamtsdirektor Johannes Goerlich und Schulamtsdirektor Josef Remiger, gingen in den Ruhestand. Zum neuen Schulrat wurde Kurt Neudert ernannt. OLin. Anni Kleikamp feierte am 24.4.86 ihren 60.Geburtstag.
Auch für Rektor Alois Czerwenka kam Ende des Schuljahres der Tag des Abschieds von der Schule. 17 Jahre führte er mit großer Umsicht die Leitung der Schule; er war bei Lehrern und Schülern sehr beliebt. Mit ihm wurden auch OLin. Gertrud Weingärtner und OLin. Anni Kleikamp in einer großen Feier verabschiedet. Im Juli 1986 erhielt der Landkreis einen neuen Schulrat, L. Wargitsch.

Die scheidenden Lehrkräfte OLin. Gertrud Weingärtner, Rektor Alois Czerwenka und OLin. Anni Kleikamp. Stehend Bürgermeister Egon Wein-zierl, Schulamtsdirektor Kieser und Pfarrer Anton Högner.
Magnus Walden neuer Rektor und Schulleiter

Schuljahr 1986/87. Zu Beginn des neuen Schuljahres übernahm KR. Kornel Klar die verwaiste Schulleitung der Volksschule Hunderdorf und blieb ohne Klassenführung. Für die in vergangenen Jahr ausgeschiedenen Lehrkräfte übernahm Lehrer Reinhard Dietz die Klasse 3b, 5a führte Lin. Heidemarie Leidl. Zwei neue Fachlehrerinnen, Christine Czymara und Magdalena Hummel und Fachlehrer Leonhard Eder kamen neu an die Schule. Gemeindeassistentin Anna Ebner übernahm 6 Stunden Religionsunterricht.
An der Schule wurden 361 Kinder in 17 Klassen unterrichtet. Vom 20.bis 31.10. weilten die Klassen 7a und b mit ihren Klaßleitern im Schullandheim Gleißenberg. Die Hausmeisterin der Grundschule, Frau Hedwig Bornschlegl, wurde nach fast 25jähriger Tätigkeit an der Schule verabschiedet.
Im November 1986 fuhr der letzte Triebwagen der Bundesbahn von Straubing nach Steinburg.
Am 12.12.86 feierte Lin. Waldfriede Holzapfel ihren 50. Geburtstag.
An 1.2.87 übergab KR. Kornel Klar die Schulleitung an den neuen Rektor Magnus Walden und übernahm gleichzeitig die Klassenführung in 5a, die bis dahin von der Lin. Heidi Leidl betreut wurde. Letztere wurde als Aushilfe an die Volksschule Wiesenfelden versetzt. An 4.3.87 kehrte sie nach Hunderdorf zurück und unterrichtete die Klasse 2a.

Verabschiedung des KR. Kornel Klar. Hintere Reihe: Pfarrer Högner, Bürgermeister Weinzierl, Bgm. Schmidbauer, Hausmeister Hartmanns-gruber, Bgm. Lobmeier. Sitzend:H ausmeisterin Mauthner, Rektor Wal-den, Frau Klar, Kornel Klar, Elternbeiratsvorsitzende Söldner und Rektor i.R. Czerwenka.

Ende des Schuljahres schied nach 42 Dienstjahren KR. Kornel Klar aus dem Schuldienst. Er war seit 1965 an der Schule Hunderdorf tätig. Die Lin. Eva Suttner nahm Ende Juli für einige Zeit Urlaub von der Schule.
Ende des Schuljahres 1986/87 wurde die Führung der Schulchronik ausgesetzt. Die nun folgenden Nachrichten über die Schule Hunderdorf wurden den Berichten der Tagespresse entnommen. Die Belegungspläne der einzelnen Schuljahre stellte uns die Schulleitung freundlicherweise zur Verfügung. Es wäre zu wünschen, daß sich wieder eine Lehrkraft findet, die die bis 1987 geführte Schulchronik wieder weiterführt, um späteren Generationen die Entwicklung im Schulwesen zu dokumentieren.

Schuljahr 1987/88. Die 340 Schulkinder wurden in 16 Klassen unterrichtet. Die 8 Grundschulklassen führten die Lehrkräfte Gertrud Fuchs, Marianne Knockl, Waldfride Holzapfel, Anita Fuchs, Hilde Schötz, Reinhard Knockl, Josef Spandl, und Reinhard Dietz.
In der Hauptschule unterrichteten: Wolfgang Diewald, Hermann Berger, Josef Aigner, Peter Braek, Reinhard Kolfhaus, Alfons Frankl, Josef Stierstorfer, Ulrich Pannermayr.
Ohne KLassenführung waren Schulleiter Rektor Magnus Walden, Ludwig Greil, Winfried Rackl und Marianne Bogner.
Als Fachlehrer waren tätig: Leonhard Eder, Erika Bach, Ingrid Speiseder, Magdalena Hummel und Monika Pissinger.
Religion erteilten: Pfarrer Anton Högner, Pfarrer Ephrem Helvoirt, Gemeindeassistentin Anna Ebner und Diakon Rolf Schrank (ev.).
Mobile Reserve waren Heidemarie Leidl und Ursula Buchtala.
Verwaltungsangestellte war Ursula Lang.
Angela Söldner wählte man zu Elternbeiratsvorsitzenden. Im August 1987 wurde vom Gemeinderat die Notwendigkeit der Hauptschulsanierung festgestellt.
Unter dem Motto „Eine Reise rund um die Welt“ veranstaltete die Schule ein Fest gegen Ende des Schuljahres.
Lehrer Ulrich Pannermayr wurde an die Ulrich Schmiedl Schule nach Straubing versetzt, wo er die Schulleitung übernahm.
Schuljahr 1988/89. Zu Beginn des Schuljahres besuchten 354 Kinder in 16 Klassen die Schule.

Liste des Lehrkörpers: Grundschule: Waldfride Holzapfel, Margit Ryll, Gertrud Fuchs, Marianna Knockl, Josef Spandl, Reinhard Dietz, Hilde Schötz und Reinhard Knockl. Hauptschule: Eva Suttner, Josef Aigner, Wolfgang Diewald, Josef Stierstorfer, Hermann Berger, Peter Braek, Reinhard Kolfhaus und Alfons Frankl.
Margit Ryll und Eva Suttner waren neu an der Schule.
Ohne Klassenführung: Rektor Magnus Walden, Schiederer Karin.
Neue Fachlehrkräfte: Ursula Eckert, Magdalena Lokosch, Monika Wagner, Elisabeth Bauer und Christine Czymara.
Pater Anselm Scholz übernahm für Pfarrer Ephrem 6 Stunden Religionsunterricht. Lehrer Kornelius Klar wurde als mobile Reserve eingesetzt.
Zur Elternbeiratsvorsitzenden wurde Marianne Klar gewählt. Lehrer Josef Aigner erhielt seine Ernennung zum Konrektor. Nach Kornel Klar und Anna Kohlbeck war er der 3. Konrektor an der Schule Hunderdorf.
Der Ankauf eines Kopiergerätes wurde genehmigt. Am 1.7.89 stellte Architekt Walter Hornberger die Projektierungsunterlagen für die Generalsanierung der Hauptschule vor. Die geschätzten Kosten wurden mit 3,5 Mill. DM angegeben.
Schuljahr 1989/90. Im neuen Schuljahr gab es in der Grund- und Hauptschule keine Veränderung im Lehrkörper der Schule Hunderdorf.
Ende des Jahres 1989 verließ Pfarrer Anton Högner die Pfarrei Hunderdorf, um in Landshut als Seelsorger tätig zu werden. Marianne Klar wurde wieder zur Elternbeiratsvorsitzenden gewählt. Bürgermeister Dietmar Schmidbauer von Windberg übernahm die Aufgaben des Schulverbandsvorsitzenden.
Konrektor i.R. Kornel Klar erstellte eine Chronik der Gemeinde Hunderdorf, ebenso eine Fotosammlung über die Flur- und Kunstdenkmäler der Gemeinde und eine Dokumentation „Der Weg zum Kleinzentrum, Hunderdorf 1945-90.“ Die Pastoralassistenten Anna und Richard Ebner verließen die Pfarrei im Juli 1990.
Schuljahr 1990/91. 379 Kinder wurden in 16 Klassen unterrichtet. Im August 1990 kam Pfarrer Herbert Gerstl als neuer Seelsorger nach Hunderdorf. Als neue Gemeindereferentin stellte sich Hildegard Stanglmayr vor. KR .i.R. Kornel Klar erhielt für seine Arbeiten um die Erforschung unserer Heimat die Josef-Schlicht-Medaille im Dezember 1990. In der Haushaltsberatung des Schulverbandes stellte Architekt Hornberger die Planung für die Hauptschulsanierung vor, diese koste nun voraussichtlich 5 Mill. DM.
Hauptlehrer Ludwig Häusler, der lange Jahre in Hunderdorf tätig und zuletzt Schulleiter in Neukirchen war, ging in den Ruhestand.
Für die im Juli 1990 ausgeschiedenen Lehrkräfte Marianne Knockl, Peter Braek und Eva Suttner kamen neu an die Schule Irmela Wachsmuth (la), Elfriede Bogner (2b), Oskar Betz (5a) und Hans-Jürgen Bösl.
Als neue Fachlehrer (innen) stellten sich vor: Josef Beller, Margarete Gegenfurtner und Sophie Zemann.

Schuljahr 1991/92. Die 16 Klassen im neuen Schuljahr wurden mit 363 Kindern von 17 Lehrkräften unterrichtet. Im Juli 1991 verließen Hunderdorf Elfriede Bogner und Josef Stierstorfer. Für sie kamen an die Schule die Lehrer Heinz Schroll (la) und Kornelius Klar (7a).
Zum Elternbeiratsvorsitzenden wählte man Herbert Barwig aus Windberg. Konrektorin i.R. Anna Kohlbeck feierte Ende Oktober ihren 70. Geburtstag. Der ehemalige Lehrer an der Volksschule Hunderdorf, Josef Merklein, zuletzt Rektor in Bogen, ging Ende des Schuljahres in den Ruhestand.
Mit einem gemeinsamen Schulfest endete das Schuljahr.
Schuljahr 1992/93. Im neuen Schuljahr waren wieder 17 Klassen an der Schule Hunderdorf. Als 17. Lehrkraft meldete sich Lehrer Bernhard Wolf (5a). Ohne Klassenführung waren Rektor Magnus Walden und Karl Schneider.
Als Fachlehrer (innen) waren tätig: Josef Beller, Leonhard Eder, Ursula Ecker, Kerstin Engler, Lydia Hecht, Karin Miller und Ingrid Speiseder.
Religionslehrer: Pfarrer Herbert Gerstl, Pater Anselm Scholz, Diakon Rolf Schrank (ev.) und Gemeindereferentin Hildegard Stanglmayr.

LAA. Gabi Schönsteiner praktizierte an der Schule.
Schuljahr 1993/94. 397 Kinder wurden in 18 Klassen unterrichtet. Karl Schneider übernahm die Klasse 5b. Im Juli 92 verließen Hunderdorf die Fachlehrerinnen Kirstin Engler und Karin Miller. In den Ruhestand entlassen wurde die Verwaltungsangestellte Ursula Lang, die viele Jahre an der Schule tätig war.
Ihre Stelle besetzte Ingeborg Dilger.
Die Lehramtsanwärterinnen Gabriele Schönsteiner, Margarete Nußbaumeder und Andrea Krönauer unterrichteten ohne Klassenführung. Als mobile Reserve wurde Winfried Dombroth eingesetzt. Irene Löls und Ursula Kroher wirkten als Fachlehrerinnen an der Schule.
Zur Elternbeiratsvorsitzenden wurde Gisela Sandmann gewählt.
Ende des Schuljahres genehmigte die Schulverbandsversammlung den Ankauf von 15 neuen PC’s. „Unsere Schule feiert heut ein Fest“ war das Motto der letzten Schulveranstaltung.
Schuljahr 1994/95. Die Schule verließen im Juli 94 Reinhard Dietz, Karl Schneider und Bernhard Wolf. Für sie kamen nun nach Hunderdorf Edith Seign (la), Chr. Einwachter-Gruber (3a) und Hartmut Hänsch. Ohne Klassenführung waren Schulleiter Magnus Walden, Michele Dormbrott und LAA. Andrea Weichselgartner. Die Fachlehrer Leonhard Eder und Irene Löls schieden von Hunderdorf, neu an die Schule kam FL. Heribert Schießl.
Neuer Elternbeiratsvorsitzender wurde Rudolf Seidenader. Im März wurden 436 Kinder in der Grund- und Hauptschule in 18 Klassen unterrichtet.
Beim Mannschaftswettbewerb der Volksschulen des Landkreises errang die Schule Hunderdorf einen beachtlichen 2. Platz.
Schuljahr 1995/96. 419 Kinder wurden in 17 Klassen unterrichtet.
Ende Juli 95 schieden Alfons Frankl und Oskar Betz aus, neu an die Schule kamen Lilli Sollfrank (la) und Otto Wintermeier (7b). Ohne Klassenführung waren Schulleiter Magnus Walden, Michelle Dombroth, LAA. Elmar Avril und LAA. Andrea Weichslgartner.
FOLin. Ursula Eckert verließ im Juli 95 Hunderdorf. Für sie kam FLin. Maria Naimer an die Schule. Neue Verwaltungsangestellte wurde Irene Dorfner.
Im Mai 96 wurde das Ehepaar Rita und Ferdinand Hartmannsgruber verabschiedet. Sie waren 24 Jahre als Hausmeister an der Schule tätig. Gleichzeitig wurde Leo Reiner und seine Frau Michaele als neues Schulmeisterehepaar vorgestellt.
Am 24.5.96 wurde Bürgermeister Gerd Peschke zum neuen Schulverbandsvorsitzenden gewählt. In der gleichen Sitzung genehmigte man den Ankauf von 30 Tischen mit Stühlen für eine Klasse. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten an der Hauptschule wurden die Fenster ausgetauscht und der Vollwärmeschutz mit Außenputz vorgenommen. Die Fenster erhielten Sonnenschutz Rollladen. Für die Betreuung der Grundschüler in der Mittagspause wurde Gabriele Obermeier gewonnen. Der Elternbeitrag betrug 30 DM plus DM Spielgeld pro Kind und Monat. Dieser Betrag mußte für 11 Monate bezahlt werden.
Bei der Wahl der Elternbeiratsvorsitzenden erhielt Klara Hainz die meisten Stimmen.
Im Schuljahr 1996/97 stieg die Zahl der Schüler auf 428. 302 stammten aus der Gemeinde Hunderdorf, 51 aus Neukirchen und 75 aus Windberg.
Für den versetzten Lehrer Otto Wintermeier übernahm Alfons Frankl die Klasse 8b. In der Grundschule unterrichteten neu die Lehrerinnen Gertrud Fuchs (3a) und Karin Scheiderer (4b). Ohne Klassenführung waren Schulleiter Magnus Walden, Hilde Schötz, Michelle Dombroth, LAA. Elmar Avril, LAA. Ingrid Schmidt, LAA. Petra Alber-Hagenah und LAA. Sieglinde Straßer. Als mobile Reserve waren eingesetzt Lehrer Bernd Wolf, Flin. Lydia Hecht und Flin. Agnes Wirth.
Im Juli 96 schied FL. Heribert Schießl von Hunderdorf. Gemeindeassistentin Silvia Fuchs kam für Hildegard Stanglmayr an die Schule. Neue Religionslehrer wurden Walter Peter (ev.) und Reiner Stutz (ev.).
Schuljahr 1997/98. Neu in der Klassenführung der Grundschule waren Ursula Käufl in la, Sylvia Schamberger in 2 b, Hilde Schötz in 3b und Werner Kersten in 4b; in der Hauptschule Bernd Wolf in 5b und Irmela Gierstorfer in 6a. Ohne Klassenführung waren Schulleiter Magnus Walden, Reinhard Knockl, LAA. Petra Alber-Hagenah und LAA. Sieglinde Straßer. Als neue Fachlehrkräfte meldeten sich an der Schule FLin. Bernadette Fries und Karin Miller.
Ilona Schroll wurde neue Elternbeiratsvorsitzende.
In 18 Klassen wurden 460 Kinder unterrichtet. Die im Jahre 1991 begonnene Hauptschulsanierung mit einem Kostenaufwand von 7,5 Mill. DM konnte weitgehends abgeschlossen werden. Der Schulverbandsausschuß genehmigte den Ankauf von 2 PC-Arbeitsplätzen für die Schulleitung und das Sekretariat. Auch mit der Generalsanierung der Grundschule wurde begonnen.
Nach 37jähriger Lehrertätigkeit wurde im April 1998 Oberlehrerin Waldfride Holzapfel in den Ruhestand verabschiedet. Konrektor Josef Aigner feierte seinen 60. Geburtstag.

Generalsanierung der Haupt- und Grundschule

1957/59 wurde die Grundschule erbaut; 40 Jahre später war eine Generalsanierung notwendig geworden. Die Heizungsanlagen mußten erneuert werden. Die beim Neubau errichteten Wannenbäder waren schon lange überflüssig. Sie wurden herausgerissen und machten Platz für eine Hausmeisterwerkstatt und für einen Raum für das Reinigungspersonal. Daneben entstand ein 26 qm großer Lernmittelraum. Der frühere Turnraum mit einer Fläche von 68 qm wurde zu einem Raum für die Mittagsbetreuung der Grundschulkinder. Aus dem ehemaligen Tankraum entstand ein 48 qm großer Abstellraum. An der Ostseite des Kellergeschosses wurden die 3 Nebenräume durch den Abbruch der Mauer nach außen hin vergrößert. Hier entstand eine helle Glaskonstruktion. Nach dem Umbau befinden sich dort ein Werkraum (70 qm), ein Nebenraum (45 qm), ein Klassenraum (70 qm) und ein Mehrzweckraum (91 qm).
15 Jahre nach dem Bau der Grundschule, im Jahre 1974, wurde das neue Hauptschulgebäude bezogen. Schon vor der Errichtung wurden Stimmen laut, die den Bau mit der Flachdeckenkonstruktion bemängelten. Sie sollten recht behalten. Schon wenige Jahre später war das Dach undicht. Alle Reperaturmaßnahmen blieben ohne längeren Erfolg. So mußte bei der Generalsanierung ab dem Jahre 1991 ein flaches Satteldach angebracht werden. Auch die Hausmeisterwohnung und die Turnhalle bekamen ein Satteldach. Die frühere offene Pausenterrasse erhielt eine Überdachung und ist durch große Glaswände gegen Unwetter geschützt. Die Umkleideräume konnten früher nur über die Aula der Hauptschule erreicht werden. Durch den Einbau einer Tür, können diese nun von außen betreten werden. Auch die Eingangsvorhalle erhielt eine schützende Verglasung. Die an den Außenwänden angebrachten Holzvertäfelungen wurden entfernt; sie mußten früher immer wieder neu gestrichen werden und waren keine Zierde des Hauses. Fenster und Türen wurden herausgerissen und durch neue ersetzt. Die Teppichböden in den Klassenzimmern wichen den neuen Parkettböden. Neue Tafeln, z.T. neue Schulmöbel waren bei der Sanierung eingeplant. Daß alle Räume neu getüncht wurden, kann als selbstverständlich angesehen werden. Schulleiter- und Lehrerzimmer und das Sekretariat zogen in neue Räume um. Die Außenwände erhielten einen Wärmeschutz und wurden neu verputzt.
Der Raum des Lehrschwimmbeckens wurde nach Norden hin erweitert und erhielt eine Glasüberdachung. Er ist dadurch größer und heller geworden. Auch der Schulhof wurde in den Sanierungsplan aufgenommen.
Diese und viele andere Maßnahmen, die hier nicht alle einzeln aufgeführt sind, verschlangen viel Geld. Es ist zu hoffen, daß für längere Zeit diese schulischen Einrichtungen ohne größere Reparaturen eine längere Zeit überdauern.

Schule Au v. Wald

Gründung einer Schule in Au vorm Wald

Spätestens seit dem Jahre 1818 gehörten die Gemeinden Au, Gaishausen und Steinburg zum Schulsprengel von Hunderdorf. Im Jahre 1792 erhielt Hunderdorf den ersten Lehrer, der im damaligen Mesnerhaus die Kinder unterrichtete. Dieses befand sich nordwestlich von der alten Kirche, dort, wo heute der Kindergarten steht. Da das Mesnerhaus bei den steigenden Schülerzahlen bald zu klein wurde, erbaute man in unmittelbarer Nähe 1820 das erste richtige Schulhaus in Hunderdorf. Nach einem Jahrzehnt erwies sich auch dieser Bau als zu klein, und man suchte nach einer Lösung des Raumproblems. Ins Gespräch kam ein Neubau in Lintach, da auch Schüler aus der Gemeinde Oberalteich die Schule in Hunderdorf besuchten. Zu dieser Zeit war der jeweilige Pfarrer von Hunderdorf Lokalinspektor der Schule. Pfarrer Theodor Lehr durchkreuzte jedoch diesen Plan, weil er auf den damals schlechten Wegen zum Religionsunterricht nach Lintach hätte gehen müssen.
Da bot sich im Schloß Au v. W. eine Lösung des Schulproblems an.
Vom Anfang des 16.Jahrhunderts bis etwa 1700 war das Schloß in Au im Besitz der adeligen Herren von Ammon. Es wechselte dann den Besitzer und beherbergte den Freiherrn Johann Josef von Schrenk-Notzing, welcher aber nicht lange in den feuchten Gemäuern bleiben wollte. Er verkaufte das Schloß an den Freiherrn Johann Zacharias Vaith von Voithenberg. Aber auch dieser blieb nicht lange Herr des Schlosses. 1808 kaufte das Schloß der Freiherr Johann Baptist von Schleich. 1825 erwarb das Schloß der Bürgerliche Vogl. Die Gutswirtschaft war aber nicht ertragreich und Vogl schon ein alter Mann ohne Kinder. Am 17. Mai 1834 verkaufte Vogl den linken Teil des Schloßgebäudes an die Gemeinde Steinburg zum Zwecke der Errichtung einer Schule. Den rechten Teil erwarb der Bauer Franz Kronfeldner. Auch die Kapelle gehörte zur Schulgemeinde.
Nachfolgend bringen wir eine gekürzte Abschrift des Kaufprotokolls nach unserer heutigen Schriftsprache, mit Ausnahme des Satzbaues und der Wortstellung. Briefprotokoll vom Jahre 1831/34 Nr. 264:
Das königl. Landgericht Mitterfels beurkundet, daß beim demselben nachstehender Kaufvertrag verlautbart wurde, geschehn Mitterfels 17.5.1834.
Da der Schulsprengel zu Hunderdorf sehr ausgebreitet ist und eine übergroße Kinderzahl vorhanden, sodaß das Schulhaus zu Hunderdorf nicht mehr Raum genug hat, so wurde die Entscheidung getroffen, daß im benachbarten Orte Au eine Filial-Schule errichtet werden soll. Man hat daher die Gemeindevorsteher des Schulsprengels Hunderdorf, als Sebastian Dirrigerl von Hunderdorf, Johann Steinbauer von Gaishausen, Georg Steinbauer von Steinburg und Josef Obermeier von Au vorgeladen und diesen Schloßanteilkauf mit Georg Herrmann Vogl von Au definieren protokoliert wie folgt:
Georg Herrmann Vogl, Gutsbesitzer von Au und Josefa, dessen Ehefrau, verkaufen an die Schulgemeinde Hunderdorf die Hälfte des Schlosses Au, beim Eingange links, samt dem auf dieser Seite fallenden Garten zum Behufe eines Schulhauses, und mit diesem Schloßanteil verkaufen sie auch an die besagte Schulgemeinde die dort befindliche Kirche samt Turm, Sakristei und Glocken um die Summe von 450 Gulden unter folgenden Bedingnissen.
Dem Gutsbesitzer Vogl verbleibt als Wohnung das obere Zimmer nebst der noch herüberfallenden Abteilung.
Die Verkäufer verlangen ausdrücklich, daß die Schloßkirche der Andacht der Gläubigen und dem Gottesdienste gewidmet bleiben solle.
Der Schloßgraben ist Eigentum des Kronfeldner, jedoch hat derselbe die Verbindlichkeit, solchen immer unter Wasser zu lassen. Auch der Weiher am Schafberg soll ein Eigentum des Kronfeldner sein.
Die Schulgemeinde hat einen Eingang in das Schulhaus auf seinem erkauften Grunde herrichten zu lassen. Der Schloßhof selbst soll als solcher zur gemeinschaftlichen Benützung und Einfahrt bleiben, jedoch nicht zum Eingang für die Schulkinder.
Hiermit wird beschlossen und dabei angefügt, daß Georg Herrmann Vogl diesen Kontrakt schon unterschrieben und dessen Ehefrau Josefa beim kl. Landgerichte Tegernsee am 2. Juli 1843 die Zustimmung zu diesem Verkauf zu Protokolle gegeben hat.
Am 17.Mai 1834, Unterschriften: Johann Obermeier, Georg Steinbauer, Johann Steinbauer, Sebastian Weinzierl; vom Gericht: Maier und Ruhlander.

Der Stich vom Schlosse Au vorm Wald stammt von Wening aus dem Jahre 1920

Das Schloß ist in der heutigen Erscheinung ein Spätrenaissancebau des 16./17. Jahrhunderts. Es besteht aus zwei einfachen, rechteckigen, dreigeschössigen Flügeln, die in Nord-Süd-Richtung paralell nebeneinander liegen. Der Ostflügel ist heute verändert (durch einen Brand). Der Innenhof ist schmal und eine Durchfahrt von Süden her. Die spätgotische Kapelle St. Valentin wurde barockisiert.
Da chronikalische Aufzeichnungen zwischen 1834 bis nach dem Ende des letzten Krieges fehlen, wurden nachfolgende Nachrichten einigen Listen und Protokollen entnommen, die jedoch lückenhaft und unvollständig sind.
Zunächst eine Liste der Lehrkräfte an der Volksschule Au vorm Wald, soweit dieselben im Aktenwesen und aus mündlicher Überlieferung bekannt sind bis zum Jahre 1945.
Voglsamer 1847-1854, Dirrigl 1854-1865, Joseph Niedermayer 1865-1875, Franz Huber 1875-1878, Bremauer 1878, Anton Thürriegel 1881-1884, Frohnholzer 1881, Julia Gierl Arbeitslehrerin 1882, Bernhard Weber 1887- Mai 1895, Ludwig Vogelsammer 1894/95, Karl Heilingmeier 1895-1902, Haas 1902-1905, Wolfgang Wagner 1905-1908, Leitner 1908/09, Viktoria Mauthner Arbeitslehrerin 1916/17, Anna Barth Hilfslehrerin 1916/17, Josef Graminger 1912-1934, Adolf Nemeier 1934-1937, Hermann Maier 1937-1953, Ilse Dorr 1941-1949.
In der Folge werden Schulnachrichten vermittelt, die aus vorhandenen Schul- und Klassenlisten entnommen wurden.
Aus dem Jahre 1865, Monat Juni, liegt uns ein Verzeichnis des Lehrers Joseph Niedermayer über Schulversäumnisse vor. Darin werden genannt: Johann Häusler, Sohn des Häuslers Georg Häusler, Hasenquanten; Theres Bugl, Tochter des Bauern Johann Bugl von Riglberg; Johann Schmid, Sohn des Bauern Johann Schmid von Hagnberg; Theres Bierl, Tochter des Schreiners Michl Bierl von Riglberg. Schulinspektor war Pfarrer Johann Nepomuk Zeindl aus Hunderdorf.
Aus dem Jahre 1881 stammt der Monatsplan des Lehrers Frohnholzer von der ungeteilten Schule Au vorm Wald, den er dem Lokalinspektor Johann Nepomuk Zeindl vorlegte. Auf dem Wochenstundenplan für die Sommerschule werden vorwiegend Schreiben, Lesen, Sprachlehre, Aufsatz und Rechnen geübt.
Sehr umfangreich ist das Schriftenmaterial des Lehrers Anton Thürriegel aus den Jahren 1881-84. Ausführlich führte er die Versäumnislisten der Werktags- Sonn- und Feiertags-Schule und des öffentlichen Religions-Unterrichts. Auf Grund dieser Listen wurde die Gemeindeverwaltung aufgefordert, in bestimmten Fällen bei Schulversäumnissen Geldstrafen einzuheben.
Aus dem Schulsitzungs-Protokoll für das Schuljahr 1881/82 geht hervor, daß eine königliche Lokal-Schulkommission monatlich einmal zusammentrat, um schulische Belange zu besprechen bzw. zu überprüfen. Auf der Tagesordnung standen: 1.Umfrage und Besprechung über alles, was im Schulwesen Bemerkenswertes vorgenommen ist. 2. Abwandlung der Schulversäumnisse nach Vorschrift der allerhöchsten Verordnung. 3. Anhörung und Verabschiedung der angekommenen Anträge, Wünsche und Beschwerden. Der Kommission gehörten neben dem Schulinspektor und dem Lehrer noch weitere bis zu 6 Personen, die scheinbar gewählt wurden. Von den Sitzungen wurden Protokolle angefertigt.
Interessant dürfte auch eine Liste von 1881-1884 sein, aus der die Familiennamen und Berufe der Eltern aus dem Schulsprengel Au entnommen wurden.
Aus Au: Ecker, Häusler; Eidenschink, Söldner; Feldmeier, Schmied; Kronfeldner, Söldner; Wiesmüller,Häusler; Dorfner, Söldner.
Aus Brandstatt: Ecker, Söldner; Kronfeldner, Söldner; Maindorfner, Söldner; Penzkofer, Austrägler.
Aus Irlach: Lorenz, Gütler; Wittmann, Gütler.
Aus Neidau: Blendl, Inwohner.
Aus Riglberg: Fischer, Bauer; Schreiner, Bauer.
Aus Röhrnau: Baumgartner, Söldner, Schneider, Söldner.

Aus Starzenberg: Fronauer, Bauer; Obermeier, Bauer, Zwickenpflug, Häusler.

Aus Schafberg: Breu, Inwohner; Bugl, Häusler; Engl, Häusler; Liebl, Häusler, Mandlinger, Häusler; Nagl, Häusler; Wagner, Häusler.

Aus Steinburg: Altmann, Häusler; Breu, Inwohner; Eben, Inwohner, Fischer, Händler, Hanner, Ziegler; Karl, Söldner; Katzendobler, Inwohner; Lehner, Häusler, Pfeffer, Schmied; Pfeffer, Inwohner; Rauschendorfer, Inwohner, Stumhofer, Schuhmacher; Sagstetter, Wirt; Schötz, Söldner; Schäffler, Inwohner; Scherzer, Näherin; Schuhbauer, Häusler; Scherzer, Händler Wagner, Schuster; Wiesmüller, Häusler; Wöls, Söldner.
Aus Wegern: Engl, Schneider; Huber, Söldner; Müller, Inwohner; Obermeier, Häusler; Solcher, Häusler; Simmel, Häusler; Schrödinger, Häusler; Zißelsberger, Söldner.
Verzeichnis der bei der Schule Au v.Wald vorhandenen Utensilien und Unterrichtsmittel nach dem Stande am Schluß des Schuljahres 1881/82:
1 Katheder, 1 Tisch, 2 Sessel, 14 Schulbänke, 3 Schultafeln, 2 Thermometer, 1 Tabellenkasten, 1 Königsbild, 1 Münztafel, 1 Kubikdezimeter, 1 Abbildung des Koloradokäfers, 2 Zählmaschinen, 1 Globus, 1 Planigloben, 6 Landkarten, 1 Heimatkarte, 1 Abbildung des metrischen Maßes, 1 Alphabettafel, 5 Tier- und Pflanzenbilder, 28 Lesetabellen, 4 Lesebücher, 1 Band Anschauungsbilder, 1 Band Bilder zur Geschichte,1 Fußschemel, 1 Kruzifix.
Eine Julia Gierl wird im Schuljahr 1881/82 als Arbeitslehrerin bezeichnet. Es dürfte sich dabei um eine Fachlehrerin für Handarbeit handeln, was aus dem von ihr geschriebenen Lehrplan hervorgeht.
Von Lehrer Bernhard Weber, der von 1887 bis Mai 1894 an der Schule in Au unterrichtet haben soll, haben wir nur 3 Verzeichnisse über die Versäumnisse der Werktags- und Feiertags-Schule aus dem Jahre 1894. Als Schulinspektor erscheint ein Pfarrer Zellner, der jedoch nicht als Seelenhirte in Hunderdorf bekannt ist und als Pfarrprovisor unterschrieb. Im Jahre 1894 fand ein Wechsel in der Besetzung der Pfarrei. Auf Pfarrer Joseph Rädlhammer folgte Wolfgang Gruber. Es ist anzunehmen, daß bei dem Wechsel die Pfarrstelle einige Monate unbesetzt war und von einem Pfarrprovisor versorgt wurde.
In der Liste der Kindereltern finden wir einige neue Namen, die in der Liste von 1881-84 nicht aufgeführt sind:
In Au: Feiertag, Falter, Steininger, Schreiner; in Haselquanten: Häusler.
In Irlach: Bauer.
In Riglberg: Schreiner, Bugl.
In Röhrnau: Fuchs, Weinzierl.
In Schafberg: Brand, Dorfner; in Starzenberg: Fenzl, Schindlmeier.
In Steinburg: Buchner, Göth, Stelzer, Thurner, Schleinkofer.
In Wegern: Baumann und Schreiner.
Die vom Schulinspektor Pfarrer Gruber erstellte „Nachweisung über den Stand und Verhältnisse der Schule zu Au“ für das Schuljahr 1894/95 hört sich so an:“ Es sind 7 Schuljahre vereinigt, Lehrer ist Ludwig Voglsammer, das Schulzimmer geräumig. Zur Schule gehören 0,13 Tagwerk Grund, Lehrereinkommen 860 Mark. Die Sommerschule beginnt am 1. Mai, die Winterschule am 1. Oktober. Die Schule besuchen 72 Werktagsschüler und 16 Feiertagsschüler. Die schuldbaren Versäumnisse wurden mit Arrest, Verweis und Verwarnung bestraft. Die Fähigkeiten, der Fleiß und das Betragen des Lehrers erhielten die Noten 1. Die Schulgemeinde läßt es in mancher Beziehung, wie Schulbesuch durch die Kinder und Interesse für Erziehung, fehlen. Aussehen und Reinlichkeit der Kinder sind nicht zu tadeln, Folgsamkeit muß erzwungen werden, gute Worte sind umsonst, Betragen entspricht, einzelne Fälle ausgenommen, die zu tadeln sind. Die häusliche Zucht und die Mitwirkung der Eltern zur Schulerziehung wird wenig beachtet.
Interessant sind auch die Fächer, die gelehrt und benotet werden: Religion, Biblische Geschichte, Sprechen, Lesen, Sprachlehre, Rechtschreiben, Aufsatz, Gedächtnisübungen, Schönschreiben, Rechnen mündlich und schriftlich, Anschauungsunterricht, Heimatkunde, Geographie, Geschichte und Naturkunde.
Notenstufen 1 bis 4.
Aus dem Jahre 1896 liegen uns Pläne des Lehrers Karl Heilingmeier über die „Stundenordnung für die Sommer- und Winterschule“ vor. Daraus entnehmen wir, daß der Werktagsunterricht in vier Abteilungen gegliedert war. Zur Vorbereitungsklasse gehörte das 1. Schuljahr, zur I. Klasse das 2.und 3. Schuljahr, zur II. Klasse das 4. und 5. Schuljahr und zur III. Klasse das 6. und 7. Schuljahr. Die Vorbereitungs- und I. Klasse hatte von 8 bis 11 Uhr Unterricht, die II. und III. Klasse von 12 bis 14 Uhr. Lehrer Heilingmeier soll von 1895 bis 1902 Lehrer in Au gewesen sein.

Nordwestansicht – Schulseite

Lehrer Josef Graminger, den viele ältere Mitbürger noch als Lehrer miterlebt haben, war von 1912 bis 1934 Lehrer an der Schule in Au. Aus dem Schuljahr 1916/17 liegt uns eine „Schulstandsbeschreibung“ vor, in der wir lesen: „Zur Volksschullehrerstelle gehören auch 3 Gemeindeschreibereien. Stelleninhaber ist Josef Graminger, geboren 1884, Seminaraustritt 1904, Anstellungsprüfung 1910, Antritt der Stelle 1.5.1912, verheiratet. Er wohnt im Schulhaus (Schloß), zur Wohnung gehören 1 Küche, 2 heizbare und 2 unheizbare Zimmer, eine davon sehr feucht, Fenster und Türen in schlechtem Zustand.
Das Lehrzimmer ist 12 mal 5,4 qm groß und 2,5 m hoch. Ofen und Boden sind schlecht. 2 Aborte für Schulkinder und 1 für Lehrer in schlechtem Zustand. Der Gemüsegarten ist gut, der Obstgarten schlecht, da keine Sonne.
Der Ofen der Klasse ist baufällig, 15 Ster Holz wird geliefert, Beheizung besorgt Frau Lehrer, sie hat am Holz Mitbenützungsrecht. Den ungeölten Boden reinigt eine Frau vom Dorfe zweimal die Woche, sechsmal im Jahr wird gründlich gereinigt. Spucknäpfe und Behälter für Abfälle sind vorhanden. Einrichtung im Klassenzimmer: 1 Pult, alter Stuhl, 13 sechssitzige Bänke, 1 Schulschrank und Waschvorrichtung. In der Lehrerbücherei sind 6 und der Schülerbücherei 62 Bände. Die Schule besuchen 89 Schüler der Volkshauptschule und 31 Schüler der Volksfortbildungsschule. 13 Schüler konnten nicht vorrücken. 1533 Schulversäumnisse wurden festgestellt.“
Diesen Bericht unterzeichneten am 13.4.1917 der Lokalinspektor Pfarrer Hirtl und die Hilfslehrerin Anna Barth, die für den im Heeresdienst befindlichen Lehrer Graminger die Vertretung übernahm. Im gleichen Schuljahr war die Arbeitslehrerin Viktoria Mauthner für den Handarbeitsunterricht zuständig.
Bis zum Jahre 1948 fehlen chronikalische Aufzeichnungen.

Die Schule nach dem Kriege

Ab dem Schuljahr 1948/49 wurde an der Schule Au ein Chronikbuch geführt, so daß wir von da an mehr über schulische Verhältnisse unterrichtet sind.
Das Schuljahr 1948/49 begann wegen der kursierenden spinalen Kinderlähmung erst am 19.10.48. 133 Kinder waren schulpflichtig, die Berufsschule besuchten 39 Kinder. An der Schule unterrichteten die Lehrkräfte Hermann Maier, Pauline Petzold und Ilse Dorr. Nachdem Frl. Dorr nach Falkenfels versetzt wurde, kam am 7.2.49 Lehrerin Gertrud Brunnhuber nach Au. Sie wurde jedoch am 14.4.49 nach Rattenberg abberufen. Ab dem 23.5.49 war LAA. Martha Lippert als Lehrerin an der Schule Au.

Lehrer H. Maier

Der Besuch des amerikanischen Militär-Gouverneurs von Straubing-Bogen kann insofern als Erfolg bezeichnet werden, als hier das Schulhausproblem als das wichtigste der Gemeinde festgestellt wurde.
Bei dem Elternabend am 10.2.49 wurde die Errichtung eines 2. Lehrsaales besprochen. Die Schule Au richtete das erste gemeinsame Schulsportfest der Schulen Au, Neukirchen, Hunderdorf und Windberg am 17.7.49 aus, das in den folgenden Jahren immer wieder wiederholt wurde.
Schuljahr 1949/50. Die 127 Kinder der Volksschule wurden in drei Abteilungen unterrichtet. Den 1./2. Schülerjahrgang und den 3./4. Schuljahrgang unterrichtete Frau Pauline Petzold, den 5.-8. Schuljahrgang Lehrer Hermann Maier. Beide Lehrkräfte betreuten auch die landwirtschaftliche Berufsschule. Ab dem 16.1.50 kam als 3. Lehrkraft Ursula Faulhaber an die Schule. Das erforderte eine

Lehrer A. Müller

Neueinteilung der Klassen. 1-3 führte Lin. Faulhaber, 4-5 Frau Petzold, und 6-8 Herr Maier. Da die in der Wohnung lebenden Flüchtlinge eine neue Bleibe fanden, konnten zwei Zimmer durch Abbruch einer Zwischenwand zu einem zweiten Schulsaal ausgebaut werden. Am ganzen Haus wurden Reparaturarbeiten vorgenommen. Das Gebäude erstrahlte in neuem Glanz.
Schuljahr 1950/51. Nur noch 104 Kinder besuchten im neuen Schuljahr die Schule, was durch das Abwandern vieler Flüchtlinge bedingt war. Für die Lin. Ursula Faulhaber kam LAA. Alfred Müller nach Au, der den 4./5. Schuljahrgang übernahm. Er legte am 7.3.51 die 2. Lehramtsprüfung ab. Mit den Schulen Hunderdorf und Windberg wurde wieder ein gemeinsames Schulsportfest durchgeführt.

1942
1948
1948

Schuljahr 1951/52. 99 Kinder wurden in drei Klassen unterrichtet. Im Lehrpersonal kam es zu keiner Veränderung. Die landwirtschliche Berufsschule besuchten 32 Kinder.
In der Elternversammlung vom 20.11.51 wurde die Eingemeindung des Ortes Oed in den Schulsprengel Au gefordert. Das Schulsportfest verlief wie im Vorjahr, dabei konnte die Auinger Schule bei Buben und Mädchen jeweils den 1. Platz belegen.
Schuljahr 1952/53. Wie im Vorjahr wurden 3 Klassen gebildet, die von 93 Kindern besucht wurden. Im Lehrkörper fand keine Veränderung statt. Die landwirtschaftliche Berufsschule zählte 34 Schüler. Da für 3 Klassen nur 2 Schulsäle zur Verfügung standen, mußte im Wechselunterricht gelehrt werden. Den Handarbeitsunterricht erteilte Frl. Luise Steinberger aus Mitterfels. Sie kam an die Stelle der Lin. Maria Eglien.
Die Dienstwohnung I. Ordnung machte am 1.4.53 Lehrer Hermann Maier frei und zog nach Hunderdorf. Die Wohnung wurde von Lehrer Alfred Müller besetzt.
Schuljahr 1953/54. Für den nach Hunderdorf versetzten Schulleiter Hermann Maier kam Lehrer Wilhelm Sagstetter von Viechtach nach Au. Die Schulleitung übernahm Lehrer Alfred Müller. Den 1.-3. Schuljahrgang unterrichtete Lin. Petzold, den 4.-6. Schuljahrgang Lehrer Sagstetter und den 7./8. Schuljahrgang Schulleiter Alfred Müller. Die Volksschule besuchten 85 Kinder, die landwirtschliche Berufsschule 32; letztere wurden von den Lehrkräften Müller und Petzold unterrichtet. Lehrer Hermann Maier wurde am 13.9.53 in der Gastwirtschaft Berger in Steinburg bei einer Feier verabschiedet. Er war 16 Jahre an der Schule Au tätig. Für die am 6.1.54 erkrankte Lin. Pauline Petzold kam erst am 31.3.54 Frl. Sophie Primbs als Aushilfe an die Schule und blieb bis Schuljahresende. Aus dem Erlös einer Theateraufführung kaufte man Gardinen und Lampen für die beiden Klassenzimmer.
Schuljahr 1954/55. 75 Kinder der Volksschule und 20 Kinder der landwirtschlichen Berufsschule wurden unterrichtet. Im Lehrkörper veränderte sich nichts. Nur für die Handarbeitslehrerin Luise Steinberger kam Frl. Luise Hüller an die Schule Au.
Am 1.1.55 wurde Hilfslehrer Wilhelm Sagstetter auf eigenen Antrag nach Otterskirchen versetzt. Da die Schülerzahlen rückläufig waren, wurde die 3. Stelle von der Regierung gestrichen. Die Schule Au mußte zweiklassig unterrichtet werden. Die Klassen 1-4 führte Lin. Petzold mit 43 Kindern in 28 Wochenstunden Schulleiter Alfred Müller hatte 31 Schüler in den Klassen 5-8. Er unterrichtete 31 Wochenstunden. Am 18.2.55 erhielt die Schule ein Schmalfilmgerät. Der Gemeinderat bewilligte den Ankauf von neuen Möbeln für einen Lehrsaal. Am 21. April 55 trafen 20 Tische, 40 Stühle und ein Lehrerpult mit Stuhl ein. Kosten 1784 DM.
Schuljahr 1955/56. Im Sept. 55 wurde Lin. Pauline Petzold wegen Krankheit für lange Zeit beurlaubt. Die Grundschulklasse übernahm in Vertretung Lin. Josefine Blöser. Von den 67 Schülern waren 41 in der Grundschule und 26 in der Hauptschule.
Im neuen Schuljahr wurden die Schüler der landwirtschaftlichen Berufsschule ausgeschult. Der 1. Schuljahrgang ging in Neukirchen der 2. und 3. Schuljahrgang in Bogen zur Schule.
Ab dem 10.12.55 mußte der Unterricht geteilt werden, uzw. von 8-11 und 12-14 Uhr. Damit entstand eine Mittagspause von einer Stunde. Diese Regelung wurde jedoch ein Jahr später wieder zurückgenommen. Am 1.Juni 55 trat Lehrerin Pauline Petzold ihren Dienst wieder an. Ihre Aushilfe, Frl. Blöserl wurde nach Wiesenfelden versetzt.

Schuljahr 1956/57. Das Schuljahr begann am 4.9. mit 66 Schülern. Die Unterklassen 1-3 führte Pauline Petzold, die Oberklasse 4-8 Schulleiter Alfred Müller mit 35 Kindern. In den Sommerferien wurden beide Schulsäle, die Gänge und das Treppenhaus getüncht. Für die Akten der Schulleitung konnte ein neuer Rollschrank angeschafft werden.
Schuljahr 1957/58. In der Unterklasse waren wieder die Jahrgänge 1-4 mit 39 Schülern vereinigt, die Oberklasse besuchten 30 Schüler. Die seit 1948 in Au tätige Lehrerin Pauline Petzold, verh. Müller, wurde auf eigenen Antrag nach Nürnberg versetzt. An ihre Stelle trat Lehrerin Cäcilie Naimer aus Langholz. Während der Ferien wurde eine Wasserleitung in das Schulgebäude eingebaut.

Lageplan der Schule im Schloß Au v. W.

Schule Steinburg

Die Schule zieht nach Steinburg um

Schon vor vielen Jahrzehnten kam der Wunsch auf, durch einen Schulhausneubau bessere Unterrichtsbedingungen zu schaffen. Unter Schulleiter Hermann Maier wurde 1937 der Gedanke neu aufgegriffen. Doch die verantwortlichen Gemeinderäte von Gaishausen, Au und Steinburg lehnten dieses Vorhaben ab. Das Grundstück für den geplanten Neubau lag an der Straße von Steinburg nach Ehren.
1948 wurden die Gemeinden Au und Steinburg zusammengelegt. Erst unter Bürgermeister Alfons Berger und Gemeinderat Alfred Müller reifte der Plan zum Bau eines neuen Schulgebäudes. Bürgermeister Berger stellte das „Kellerfeld“ bei Wegern als Baugrund zur Verfügung. Dieser wurde jedoch von der Baubehörde als nicht geeignet abgelehnt. Bei der Suche nach einem neuen Bauplatz wurde schließlich das Grundstück des Herrn Georg Feldmeier als geeignet erworben. Die Bürger von Au unternahmen nun alles, um dieses Vorhaben zu blockieren denn sie hätten die Schule wieder in Au gern gehabt. Sogar eine Trennung von der Gemeinde Steinburg wurde angestrebt. Dipl. Ing Architekt Adolf Schnierle-München wurde mit der Planung des neuen Schulhauses beauftragt. Am 6.7.58 wurde die amtliche Zustimmung zu dem Finanzierungsplan erteilt. Für das Rechnungsjahr 1957/58 standen 120 000 DM zur Verfügung. Gleichzeitig wurde auch der Bau eines Lehrerwohnhauses ins Auge gefaßt. Am 18.8.58 wurden die Arbeiten an die Firmen vergeben. Architekt Johannes Hirsch übernahm die Bauleitung.
Am 19.8.1958 fand durch Landrat Franz Xaver Hafner der erste Spatenstich statt.

Im Schuljahr 1958/59 übernahm Handarbeitslehrerin Rothmeier den Handarbeitsunterricht an der Oberklasse. Seit 8.9.58 hielt Hartwig Mager sein Landschulpraktikum in Au ab. Er übernahm vom 12.10. bis 4.11.58 den Unterricht für den erkrankten Schulleiter Alfred Müller.
Am 9.12.58 wurde das Fest der Grundsteinlegung und das Richtfest der neuen Schule zusammen gefeiert.

Im Schuljahr 1959/60 unterrichtete Handarbeitslehrerin Irmgard Hauptmann die Mädchen der Oberklasse im Handarbeitsunterricht. Die Studenten Aranka Bresznay und Georg Pongratz leisteten in Au ihr Landschulpraktikum ab.
Der 6. Oktober 1959 war ein großer Tag für die Gemeinde Steinburg. Weihbischof Josef Hiltl erteilte der neuen Schule die Weihe. Unter Anteilnahme vieler hohen Gäste wurde das Lebenswerk von Bürgermeister Alfons Berger und Schulleiter Alfred Müller seiner Bestimmung übergeben.
Die Presse schrieb:
Steinburg. Die groben Arbeiten am Schulhausneubau in Steinburg sind beendet und nun kommen Maler, Bodenleger und Installateure an die Reihe, um diesem Neubau den letzten Schliff zu geben. Wie schon des Schulhaus in Hunderdorf, wird auch das neue Schulgebäude in Steinburg, das vom selben Architekten — Schnierle, München — geplant wurde, der lobenden und, kritischen Betrachter nicht entbehren. Zur Straße hin zeigt der Bau die große Fläche eines Pultdaches, das nur von einem viereckigen Lichthof unterbrochen wird. Diese Ansicht verleitet zu einem Vergleich mit einer übermäßig breiten Sprungschanze; dieser Vergleich wird noch bestärkt durch einen bewaldeten Bergrücken, der sich unmittelbar hinter dem Schulhaus erhebt. Nach Osten zu befindet sich die Front mit den beiden Schulzimmern, die im 1. Stock liegen. Von den Klassenzimmern aus geht der Blick zum Wald und ins Perlbachtal, so daß die schulische Arbeiten ihnen ohne Ablenkung erfolgen kann.
Neben den Klassenzimmern und den Nebenräumen für den Schulbetrieb befinden sich in dem neuen Haus auch die Amtsräume der Gemeinde sowie ein großer Sitzungssaal. Da das Haus nicht unterkellert werden konnte, sind auch die Heizungsräume im Erdgeschoß untergebracht.
Ursprünglich war die Fertigstellung bis zum Schulbeginn vorgesehen; da aber durch verschiedene Umstände Verzögerungen eingetreten sind, wird das Schulhaus erst im Laufe des kommenden Schuljahres vollendet.

Kleine Gemeinde baut großes Schulhaus
Morgen wird das Steinburger Schulhaus eingeweiht

Ein herrliches Werk von Architekt Schnierle
Pontifikalmesse Sr. Exc. des Hochwürdigsten Herrn Weihbischofs Jos. Hiltl in der neuen Schule
Steinburg
. Die Gemeinde Steinburg und der Schulsprengel der Volksschule feiern am Dienstag das Fest der Schulhausweihe.
50 Jahre lang lebte schon der Gedanke, ein neues Schulhaus zu erbauen, immer wieder auf.

Die Zeitumstände mit ihren Schwierigkeiten ließen es jedoch nicht zu. Im Jahre 1957 griff die Gemeindeverwaltung den Plan wieder auf und durch allseitige Unterstützung der Behörden und Gönner der Gemeinde wurde Wirklichkeit.
18 Firmen haben daran gearbeitet, den genialen Plan des Herrn Architekten Schnierle – München Wirklichkeit werden zu lassen. Nicht minderes Lob gebührt auch der örtlichen Bauleitung, die Herr Architekt Johannes Hirsch- Hunderdorf übernahm. Die Einweihung krönt viele gemeinsame Arbeiten.
Das Programm der Feier:
1. Empfang Sr. Exc. des Hochwürdigsten Herrn Weihbischofs Josef Hiltl – Regensburg und der Ehrengäste vor dem Schulhaus.
2. Vorstellung der Ehrengäste, Einzug in das Schulhaus und Platzverteilung zur Feier der hl. Pontifikalmesse.
3. „Dem Hirten laßt erschallen“. (Lob Gottes Seite 169)
4. Hl. Messe: Gebete der ersten Singmesse, Lieder der Singmesse von Franz Schubert.
5. Choral der Musik.
6. „Lobe den Herren“. (Lob Gottes Seite, 534)
7. Ansprache des Hochw. Herrn Weihbischofs.
8. Asperges (Kirchenchor Hunderdorf)
9. Gebete und Weihe der Kreuze und des Hauses.
10. „Herrgott, wir danken dir“. (Gedicht)
11. , Gott, wir loben dich“.
12. „Segne du Maria“. (Lob Gottes Seite 417)
Weltliche Feier:
1. Begrüßungsgedicht.
2. Begrüßung der Festgäste durch 1. Bürgermeister Berger.
3. „Gott mit dir, du Land der Bayern“ (Lied).
4. Festansprache des Schirmherrn Herr Landrat Hafner-Bogen.
5. Das neue Haus (Gedicht).
6. Ansprachen der Ehrengäste.
7. Übergabe der Schlüssel durch Architekt Schnierle und Dankansprache der Schulleitung.
8. Ansprache des Elternvertreters Herr Kunz-Steinburg.
9. Bundeshymne.
10. Gang durch das Schulhaus. Im Anschluß begeben sich die Festgäste in den Saal der Brauerei Berger-Steinburg.
Das neue Schulhaus steht am Eingang des Steinburger Perlbachtales, sich einfügend in den bewaldeten Rücken des Buchaberges und bildet in seiner Form eine gedachte Fortsetzung des Hanges hin zu den großen Auen der Bogenbacher-Bucht. Der erste Eindruck des fremden Beschauers kann nicht mit einem Worte ausgedrückt werden. Mit der Farbe unseres bayrisch-blauen Himmels zeigt sich das Gebäude dem Beschauer, dessen erster Eindruck vielleicht ist — sehr modern —, und in seiner Architektur eigenwillig. „Die äußere Form des Hauses muß sich ausschließlich der zweckmäßigen Raumgestaltung unterordnen, ohne dabei das harmonische Gesamtbild zu beeinträchtigen“. sind die Gedanken des Planers Schnierle.
Alle Besucher, die sehr zahlreich (an manchen Tagen über 50) das Innere des Hauses besichtigen, sind von der räumlichen Gestaltung und der Größe überrascht. Durch ein Atrium (Vorhof, der seitlich von zwei Gebäudeflügeln begrenzt wird) gelangt man in die große Eingangshalle, welche als Pausenhalle bei schlechtem Wetter benützt werden wird. Der linke Gebäudeflügel beherbergt die Geschäftsräume der Gemeinde mit Gemeindesaal, Warteraum und Kanzlei. Gegenüber liegt der hervorragend ausgestattete Werk- und Handarbeitsraum, an welchen sich eine Schulküche anschließt.
Weiterschreitend findet der Besucher die Zentralheizungsanlage, welche aus zwei Öfen besteht, wovon einer eine Heizkraft von 33 400 cal. erzeugt. Durch eine Lichtschalterdrehung werden die Öfen in Tätigkeit gesetzt und Spezialbrenner pumpen und spritzen das Heizöl in die Öfen. Zur Beschleunigung des Dampfes stehen noch zwei Umwälzpumpen bereit, die es ermöglichen, in erstaunlich kurzer Zeit die normale Zimmertemperatur zu erreichen. Ausdehnungsgefäße und Ventile regeln den Druck der Wärmeleitung automatisch. Durch Raumthermostate kann der Einsatz der Öfen vollautomatisch gesteuert werden, ohne einen Handgriff zu tun. Notwendige Nebenräume füllen das Erdgeschoß aus.
Eine fast graziöse Treppe führt in den ersten Stock, in welchem sich die eigentlichen Schulräume befinden. Wieder empfängt uns eine geräumige Halle, welche einen Überblick über das ganze Gebäude bietet.
Die Klassenzimmer zählen zu den modernsten Sälen in ganz Bayern. Durch Oberlichtfenster, welche mit jeder Raffinesse versehen sind, wird eine zweiseitige Belichtung erzeugt, sodaß sich niemals auf den Schreibtischen ein Schatten bilden kann. Die in sauberster Ausführung vorhandenen Vorhänge stellen einen Schmuck aller Räume dar. Der räumliche Eindruck wird durch die stilvolle Einrichtung aller Zimmer erhöht.
De neue Schulhaus steht am 11. Oktober 1959 von 8 bis 11 Uhr und von 13 bis 18 Uhr für jeden Besucher offen.
Die Gemeinde Steinburg und der Schulsprengel der Volksschule sind stolz, ihren Kindern dieses Haus geschaffen zu haben.
Die Gäste der Schulhauseinweihung werden gebeten, das „Lob Gottes“ mitzunehmen, damit sie auch die Einweihung mitfeiern können, Weitere Texthefte werden verteilt!
[Bogener Zeitung 05.10.1959]

Setze auf o Herr das Zeichen des Heils diesem Haus

Weihbischof Josef Hiltl erteilte der neuen Steinburger Schule die Weihe
Steinburg.
(Eigener Bericht) Es ist, als wollte Steinburg mit seinem herrlichen Schulhausbau die Nachbargemeinde Hunderdorf übertrumpfen. Architekt Schnierle schuf hier ein Werk, das man die schönste Schule in Niederbayern nennen möchte. Die Architektur ist „aus einem Guß“, so einheitlich und einfach, so zweckmäßig und bequem. Mit diesem Werk, das auf 200 000 DM kommt, haben sich Bürgermeister Berger und Schulleiter Müller ein bleibendes Denkmal gesetzt und sich die Schulgemeinde und die Zukunft zum Dank verpflichtet. Weihbischof Josef Hiltl erteilte gestern Dienstag dem schönen Werk den Segen der Kirche nach einer Pontifikalmesse in dein neuen Haus, bei dem „der Herrgott selbst als höchster Ehrengast war“, wie der Schulleiter betonte. Mit diesem Bau wurde der 13. Schulhausbau im Landkreis Bogen vollendet.
Über die langen Schatten der Feuerwehrmänner hinweg schritt Weihbischof Josef Hiltl beim Empfang vor dem Schulhaus auf die Kinder zu und zeichnete den Kleinsten ein Kreuzlein auf die Stirne. Hinter den Abc-Schützen mit ihren großen Schultüten leuchtete das Transparent „Groß ist die Freude, größer unser Dank.“ Der Weihbischof zelebrierte in dem großen Pausenraum eine Pontifikalmesse, während der die Deutsche Messe von Schuberth unter Bläserbegleitung gesungen wurde. Nach dem Evangelium wandte sich Weihbischof Hiltl an die Kinder und legte ihnen drei. Sätzlein ans Herz: „An Gottes Segen ist alles gelegen“ — „Ohne Schweiß kein Preis“ und „Bet, und arbeit“.
Nach der Messe brachten zwei Buben und zwei Mädchen vier Kreuze auf weißem Kissen zur Weihe.
In seiner Ansprache vor der Weihe des Schulhauses betonte Weihbischof Hiltl, daß dieses Haus erst seiner Bestimmung übergeben werden kann, wenn das feierliche Morgengebet bei der Feier des Meßopfers gesprochen  ist. Nun flehe die Kirche: „Setze auf, o Herr, das Zeichen des Heils diesem Hause und laß nicht zu, daß der Geist der Verneinung, der Widersacher hier einkehre.“ Die Kreuze bedeuten ein Dreifaches: 1. den Schutz Gottes, 2. daß dieses Haus stehen soll unter dem Gesetz der Ehrfurcht, und stehen soll 3. unter dem Gesetz der Liebe zum Gekreuzigten und der Liebe untereinander. In der Kirche ist nichts äußerlich, betonte der Festprediger, sondern alles tief fundiert. Christus soll Besitz ergreifen von diesem Haus, denn er ist der eigentliche Eigentümer. Es braucht dazu nicht eine Grundbriefverbuchung. Das Gesetz der Ehrfurcht ist ein Grundgesetz der Erziehung und Bildung. Ohne Ehrfurcht vor Gott gibt es keine wahre Ehrfurcht vor dem Erzieher, vor dem Kinde, ohne die drei ersten Gebote keine Ehrfurcht vor den übrigen sieben Geboten. Dieses Bewußtsein der Verantwortung weiß, daß hinter jedem dieser Kinder ein Leben, eine Ewigkeit steht. Es ist etwas Großes, wenn ein Bildhauer mit seinem Meißel das Bild formt und aus dem Material eine herrliche Figur gestaltet. Weit größer ist die Kunst dessen, der Menschenkinder bildet, der die Seelen der Kinder nach oben führt. „Diese herrliche Aufgabe ist Euch, Ihr Priester und Lehrer gegeben.“
„Ich gratuliere allen“, sagte der Weihbischof, „die dieses Schulhaus besuchen dürfen, allen Eltern, allen Schülern.“ Der Gemeinde, dem Pfarramt sprach er im Namen des Erzbischofs die Glück- und Segenswünsche aus. Hierauf erteilte der Weihbischof den vier Kruzifixen den Segen, schritt weihend und segnend um den Bau und durch alle Räume wo die Kreuze aufgehängt wurden.
Nach dein Tedeum begrüßte Bürgermeister Berger die Festgäste alle. Unter ihnen den Abgeordneten Alois Rainer und Landrat Hafner, Oberschulrat Ernst Zintl (Landshut), Schulrat Heribert Westermayer und stellvertretender Schulrat Hauptlehrer Zeuner, Geistl. Rat Kiermaier, die Architekten Adolf Schnierle und Johannes Hirsch, Hauptmann Pentner und viele namhafte Ehrengäste aus Bogen und der Umgebung.
Landrat Xaver Hafner, der Schirmherr des Schulbaues, ging als Festredner zunächst auf eines der schlimmsten Symptome unseres unterentwickelten Gebietes ein, die nichtgenügende Ausbildung unserer Menschen und die sehr oft ungenügenden, desolaten Schulverhältnisse. Die wirtschaftliche Förderung kann nur von Dauer sein, wenn auch die geistige Entwicklung Schritt damit hält. Solange die Handarbeit allein ausschlaggebend war, konnte auch der Dümmste ein tüchtiger Bauer werden. Heute aber, wo der Landwirt ein halber Wissenschaftler und Kaufmann sein soll, glaube ich nicht, daß man ohne gute Volksschulbildung auskommen kann. Dazu sind moderne Schulen und die besten Lehrkräfte notwendig. Die Gemeinde Steinburg hat dies erkannt und baut noch neben dieser Schule ein Lehrerwohnhaus. Mit dem Glückwunsch an die Gemeinde Steinburg verband der Landrat den Dank an den Abgeordneten Rainer, der die großen finanziellen Schwierigkeiten im letzten Moment beseitigen konnte. Die Leistung der Gemeinde ist um so größer, als neben dem Schulhaus und Lehrerwohnhaus auch noch die Wasserversorgung und mehrere große Straßenbauten eine enorme Last bedeuten. Die Entwicklung der Gemeinde Steinburg beweise die zunehmende Bevölkerungszahl. Kurz streifte der Landrat den großen Kampf um den Bauplatz und betonte: „Ich freue mich, daß Verschiedene, die sich so eingesetzt haben, noch so gesund und am Leben sind. Es ist schier unglaublich, daß es noch Menschen gibt, die bei solchen Schwierigkeiten es wagen, noch so große Werke zu planen und durchzuführen.“ Mit Stolz stellte der Landrat fest, daß der neue Bau das 13. Schulhaus im Landkreis Bogen sei und daß noch acht Schulhäuser geplant sind. Er gratulierte der Gemeinde Steinburg, daß sie den Schulhausbau schon vollendet habe, denn sie würde sich schwertun, in der Zukunft die Gelder noch zu bekommen.
Oberschulrat Ernst Zintl, Landshut, übermittelte zunächst die Grüße und Wünsche des Regierungspräsidenten Hopfner und des Regierungsdirektors Wittmann. Zintl fragte: „Woher nimmt die Gemeinde die Kraft, die notwendig ist zu einem solchen Entschluß?“ und antwortete: „Es ist um die Zukunft der Kinder schlecht bestellt, wenn dafür nichts getan wird.“ Die betonte Sachlichkeit und Nüchternheit, das Helle weisen bereits in die neue Zeit. Das Kind muß für den Kampf der Weltanschauungen ausgerüstet werden. Das erfordert die Vorbereitung der Zukunft. Eine Jugend, die im Ewigen eingebettet ist, wird auch die Persönlichkeit und Freiheit verteidigen.
Schulrat Heribert Westermayer erinnerte an das alte baufällige Wasserschloß in Au. Das Leben sei anspruchsvoller geworden. „Die Schuljugend zieht um.“ Die lichten, luftigen Räume und sanitären Anlagen werden der Gesundheit zuträglicher sein. Der Bogener Schulrat äußerte den Wunsch, es möge dieses Haus eine echte Lebensstätte der Kameradschaft, der Freundschaft und Gemeinschaft, eine gute Bildungsstätte des frohen Lernens und Schaffens, eine wahre Erziehungsstätte werden, aus der charaktervolle, heimattreue, dankbare junge Christen den Sprung ins Leben machen.
Abgeordneter Alois Rainer äußerte seine Freude darüber, daß dies die erste Schule in seinem Heimatlandkreis sei, für die er wirken und arbeiten dürfe. Auch er spendete dem Bürgermeister und Lehrer Müller Anerkennung für ihre Ausdauer. Er habe sich Gedanken gemacht über die ablehnende Haltung des Bundes im Falle Steinburg. (Bekanntlich wurden keine Bundesgrenzmittel für diesen Bau gegeben.) Um so größeres Lob konnte er der bayerischen CSU-Regierung spenden für ihre Kulturpolitik. Das Gebäude stelle für den gesamten Landkreis und Niederbayern eine künstlerische Bereicherung dar. Er schloß mit dem Wunsch, dieses Schulhaus als Friedenssymbol der Gemeinde Steinburg und der früheren Gemeinde Au zu betrachten.
„Selten noch, bei allen meinen bisher geplanten Schulhäusern“, erklärte Architekt Adolf Schnierle, „war ein derart reizvolles Grundstück verfügbar wie hier in Steinburg, und vielleicht erinnern Sie sich noch meiner Begeisterung, mit der ich mich damals an die Planung machte. Ein aufgeschlossener Gemeinderat gab mir die Ermächtigung, eine Gebäudegruppe zu planen, bestehend aus dem Schulhaus mit Gemeindeverwaltung und dem Lehrerwohnhaus, das ebenfalls bereits begonnen ist. Ich versuchte dieser Aufgabe nach den Erkenntnissen des modernen Schulbaues gerecht zu werden. Zwei quadratische Klassen, eine davon mit Gruppenraum, bekamen die Form und die Belichtung, die ich schon lange zu verwirklichen suchte, ein neuartiger, intimer Klassentyp, der in Skandinavien seit mehreren Jahren schon die größte Zustimmung der Schulbehörden gefunden hat. Hier in Steinburg, wo sich die Möglichkeit dazu bot, durfte ich ihn verwirklichen.“
Architekt Schnierle überreichte hierauf die Schlüssel an die Schulleitung und die Lehrkräfte. Schulleiter Alfred Müller sprach den Dank der Schulleitung aus: „Wir wissen, daß alle Mühe und alles Geld für ein Schulhaus durch die Kinder der Gemeinde, dem Staat und dem Volk reichlich Zinsen bringt. Noch lange nach uns wird die Grundsteinurkunde bezeugen, daß in unseren Jahren etwas für die Kinder geschaffen wurde.“
Die Gäste waren bei der Besichtigung des herrlichen Baues des Lobes voll. Die neue Schule Steinburg ist nicht bloß ein moderner Bau, sondern sie ist ein Kunstwerk aus modernem Geist, ein Werk, das nicht veraltet, nicht ein Steinhaufen mit Fensterstöcken, sondern Licht und Luft und Wärme im Architektonischen eingefangen.
SR
[Bogener Zeitung 05.10.1959]

Am 4.12.59 konnte das Richtfest am neuen Lehrerwohnhaus gefeiert werden.
Für die erkrankte Lehrerin Cäcilie Naimer unterrichtete vom 27.4.60-8.6.60 Oberlehrerin Gertrud Beck die Unterstufe.
Im Schuljahr 1960/61 absolvierten Frl. Eleonore Bauer und Herr Alois Bernkopf ihr Landschulpraktikum an der Schule.
Mit Wirkung vom 1.10.60 wurde Lehrerin Cäcilie Naimer zur Oberlehrerin ernannt. Ende des Schuljahres 1960/61 nahm sie Abschied von der Schule in Steinburg.
Am 22.8.61 konnte nach langer Bauzeit das Lehrerwohnhaus eingeweiht werden.
Die alten Schulsäle in Au wurden durch Mauern neu unterteilt und zu Wohnungen ausgebaut, in die zwei Familien einzogen.
Im Sept. 1961 kam Lehrein Waldfride Holzapfel nach Steinburg und übernahm die Grundschulklassen.
Zu Beginn des Schuljahres 19e2/63 leisteten Frl. Elisabeth Neueder und Frl. Irmgard Falck und Frl. Traudl Barber ihr Landschulpraktikum in Steinburg ab.
Im Jahre 1963 wurde der Schulhof geteert.
Karl Hammes leistete im Schuljahr 1963/64 sein Landschulpraktikum hier ab, ein Jahr später auch Otmar Schießl.
Am 1.12.64 wurde Lehrer Alfred Müller zum Oberlehrer befördert.
Nach einem Unfall am 12.1.65 von Alfred Müller wurde außerplanmäßiger Lehrer Karl Hieber als Aushilfe nach Steinburg geschickt.
Im Frühjahr 1965 legten zwei Studierende ihr Landschulpraktikum ab: Frl. Gertrud Rauscher und Frl. Annemarie Wittmann. Ihnen folgten Anita Bogner; Ilse Maurer, Elisabeth Müller, Anita Maurer, Wilhelm Bugl und Helmut Kalm.
1966 stimmte die Elternschaft der Steinburger Kinder für ein Verbandsschulgründung mit Hunderdorf. Im Okt. 67 wurde dieser Zusammenschluß beschlossen.
Im September 1967 meldete sich Studentin Margit Hartmann zum Landschulpraktikum.
Die Verbandsschule Hunderdorf-Steinburg wurde im Schuljahr 1968/69 wirksam. Danach wurden für Steinburg eine zweite, eine dritte und eine vierte Klasse genehmigt. Als neue Lehrkraft kam Lehrer Helmut Kalm hinzu. Der Werkraum der Schule Steinburg mußte zu einem 3. Schulsaal ausgebaut werden.
Mit dem 5. Juni 1968 wurde Schulleiter Alfred Müller als Leiter der Schule Steinburg seines Amtes enthoben. Ab 1.1.70 bewarb er sich mit Erfolg um die Rektorstelle in Schwarzach.
Im Schuljahr 1968/69 verließ Lehrer Kalm Steinburg. Für ihn kam Lehrerin E. Cramer an die Schule, sie wurde ein Jahr später von der Lehrerin Elisabeth Neueder abgelöst.
Im Schuljahr 1970/71 unterrichteten Waldfride Holzapfel, Reinhard Knockl und Ulrich Pannermayr an der Schule in Steinburg. Für Reinhard Knockl kam ein Jahr später Marianne Knockl nach Steinburg.
Mit der Erbauung des neuen Hauptschulgebäudes in Hunderdorf 1972 endet die Geschichte der Schule Au vorm Wald-Steinburg, denn von diesem Jahr an wird in Steinburg kein Unterricht mehr erteilt. Die Kinder werden mit Bussen nach Hunderdorf befördert.
Durch die Gemeinde- und Schulreform wurden die politische Gemeinde und die Schule Steinburg der Großgemeinde Hunderdorf zugegliedert. Alle Bemühungen der Steinburger Bürger, die Selbständigkeit zu erhalten, wurden nicht belohnt.
Liste der Lehrkräfte an der Schule Au/Steinburg ab 1945:
Franziska Schedlbauer, Hermann Maier, Pauline Pätzold-Müller, Emma Schwaimüller, Ilse Dorr, Gertrud Brunhuber, Martha Lippert, Ursula Faulhaber, Alfred Müller, Wilhelm Sagstetter, Sophie Primbs, Josefine Bläser, Cäcilia Naimer, Gertrud Beck, Waldfride Holzapfel, Karl Hieber, Helmut Kalm, E. Cramer, Elisabeth Neueder, Reinhard und Marianne Knockl und Ulrich Pannermayr.
Landschulpraktikanten an der Schule in Steinburg:
Hartwig Mager, Aranka Bresznay, Georg Pongratz, Eleonore Bauer, Alois Bernkopf, Elisabeth Neueder, Irmgard Falck, Karl Hammes, Otmar Schießl, Gertrud Rauscher, Annemarie Wittmann, Anita Bogner, Ilse Maurer, Elisabeth Müller, Anita Maurer, Wilhelm Bugl, Helmut Kalm und Margit Hartmann.

Was ist nun aus den Schulhäusern geworden!

Das ehemalige Schulhaus im Schloß Au vorm Wald
Der Besitzer des Schlosses Au vorm Wald, Max Schötz, hat die beiden Schulsäle durch Zwischenmauern abgeteilt, die seither Wohnzwecken dienen; z. T. für den Eigenbedarf, z. T. als Urlauberwohnungen im Rahmen „Urlaub auf dem Bauernhof“ Verwendung finden.
Das Schulhaus in Steinburg
Bis 1979 stand das Gebäude in Steinburg leer und verfiel allmählich. Dann pachtete Ludwig Berger jun. die Räume und richtete dort bis 1982 ein Möbelgeschäft mit gebrauchten Möbeln ein. Nachdem sich die Fa. Mauritz aus Ittling in Steinburg niedergelassen hatte, wurden einige Räumlichkeiten der ehemaligen Schule als Verkaufs- und Lagerraum angemietet.
In den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude von der Gemeinde Hunderdorf verkauft.

Kinder der Schule Au v. Wald mit Lehrer Josef Graminger
Au vorm Wald auf einer Postkarte vom Jahre 1917

Aus alten Zeitungen und Druckwerken