1994-11

Bau der zwei neuen Tennisplätze genehmigt
Eva Hentschirsch und Alois Haimerl neue Vereinsmeister — Abteilungsleitung wiedergewählt
Hunderdorf. (ih) In der Jahreshauptversammlung der Tennisabteilung des SV Hunderdorf stand im Mittelpunkt des Tätigkeitsberichtes die Planung für den Neubau von zwei

Die Vereinsmeister mit dem Abteilungsleiter, Bürgermeister Peschke und Vorsitzendem Henke. (Foto: ih)

Tennisplätzen. Diese sollen im nächsten Jahr gebaut werden. Kornelius Klar und Heinz Hentschirsch berichteten über die Nachwuchsarbeit. Neben den Siegerehrungen anläßlich der verschiedenen Vereinsmeisterschaften wurden auch die Neuwahlen durchgeführt. Dabei wurde die bisherige Abteilungsleitung bis auf den Sportwart im Amt bestätigt. Bürgermeister Gerhard Peschke sagte die Unterstützung der Gemeinde beim Bau der Tennisplätze zu.
Bürgermeister Gerhard, Peschke betonte, daß alles im Lot sei. Er ging auf das Projekt „Bau von Tennisplätzen“ ein. Obwohl die Behördengänge nicht immer leicht gewesen seien, habe man nun endlich die Genehmigung erhalten. Das Gemeindeoberhaupt erwähnte den unermüdlichen Einsatz von Abteilungsleiter Alois Haimerl. Im nächsten Frühjahr könne mit dem Baubeginn gerechnet werden. Die finanzielle Zuwendung, die von der Gemeinde versprochen worden sei, bleibe erhalten. Der Bürgermeister wünschte der Abteilung für die Zukunft viel Erfolg.
Sportmöglichkeiten erweitert
Vorsitzender Peter Henke gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß sehr viele Leute zur Versammlung gekommen sind. Er begrüßte besonders die Kinder, weil ihm der Nachwuchs im gesamten Sportverein und natürlich auch in der Tennisabteilung besonders am Herzen liege. Auf den Bau der neuen Tennisplätze eingehend, meinte Henke, daß er sich über die Erstellung freue und darin ein weiteres Angebot im Sportverein Hunderdorf sehe, die Freizeit mit sportlicher Betätigung zu verbringen. Der Abteilungsleitung dankte er für die geleistete Arbeit. Abteilungsleiter Alois Haimerl informierte die Mitglieder umfassend über die Tätigkeiten der Abteilung. Mit dem Bau von zwei neuen Tennisplätzen, der nun auch vom Landratsamt genehmigt worden sei, habe die Tennisabteilung einen großen Schritt für die Zukunftssicherung getan. Bei einem Mitgliederstand von 220 Personen sei ein geregelter Spielbetrieb nicht mehr uneingeschränkt möglich gewesen.
Schwieriges Genehmigungsverfahren
Während der Antragsphase von Anfang März bis zur Genehmigung im September seien immer wieder Schwierigkeiten aufgetaucht, da das Baugelände in einem Gebiet liege, wo verschiedene Behörden und Verbände erst einmal ihre Bederiken ausgeräumt und Bedingungen erfüllt sehen wollten. Haimerl erläuterte die weiteren Schritte zum Neubau. Heuer sollen noch der Graben verlegt, der Gehweg angelegt und das Gelände aufgeschüttet werden. Im April soll mit dem Bau begonnen werden. Bis Ende Mai rechne man damit, daß die Plätze zum Spielbetrieb zur Verfügung stünden. Der Abteilungsleiter zeigte die Finanzierung des Projektes auf. In diesem Zusammenhang ging er auf die Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein.
„Der Gemeinde zu Dank verpflichtet“
Angefangen von dem Zuschuß, den die Gemeinde gebe, sei die Abteilung der Gemeinde zu Dank verpflichtet. Man müsse aber ganz besonders den Einsatz von Bürgermeister Peschke hervorheben, der sich in persönlichen Gesprächen bei den Behörden für die Baugenehmigung verwendet habe. Schließlich dürfe auch nicht vergessen werden, daß der Baugrund zur Verfügung gestellt worden sei. Haimerl ging auch auf den sportlichen Bereich ein. Dabei erwähnte er die Durchführung von verschiedenen Meisterschaften, bei denen eine erfreulich hohe Beteiligung festzustellen sei. Neben Freundschaftsspielen der Herren- und Damenmannschaft habe die erste Mannschaft an der neugegründeten Perlbach-Runde teilgenommen und den ersten Platz erringen können. Schüler- und Jugendspieler haben sich in der Landkreismeisterschaft mit Spielern anderer Vereine gemessen.
Zum Schluß seiner Ausführungen bedankte sich der Abteilungsleiter bei allen Helfern und Mitgliedern der Abteilungsleitung. Er wünsche sich für 1995, wo es auch um das Einbringen von Eigenleistungen gehe, daß alle kräftig mithelfen werden und nicht nur immer dieselben Mitglieder beim Arbeitseinsatz am Sportgelände zu sehen seien.
Finanzen sehr zufriedenstellend
Der Bericht des Kassiers Wolfgang Zimmer zeigte auf, daß der Stand der Finanzen sehr zufriedenstellend sei, was im Hinblick auf die Belastung aufgrund des Bauvorhabens nicht von geringer Bedeutung sein werde. Schülerleiter Heinz Hentschirsch konnte von einem großen Interesse seitens der Kinder berichten, die seit Mai bis September regelmäßig an den Übungsstunden teilgenommen hätten. Dabei sei es bei den Anfängern darum gegangen, mit Spaß und Freude das Tennisspielen zu erlernen, während die Fortgeschrittenen neuen Lernzuwachs erfahren sollten.
Mit Markus Hastreiter habe man auch einen Landkreisvizemeister in den eigenen Reihen. Bei der gleichen Veranstaltung konnte Markus Feldmeier den dritten Platz erreichen. Mit dem Abteilungsleiter nahm Hentschirsch die Siegerehrung für die Schülermeisterschaften vor. Schülerinnen: 1. Carola Fischer, 2. Claudia Englmeier, 3. Sabrina Batzer, Daniela Hambauer und Nicole Helmbrecht. Schüler: 1.. Markus Hastreiter, 2. Ernst Hastreiter, 3. Markus Feldmeier, 4. Florian Hanner.
13 Trainingsnachmittage abgehalten
Jugendleiter Kornelius Klar berichtete von den Jugendarbeit in der Tennisabteilung. Mit derzeit elf Jugendlichen habe er 13 Trainingsnachmittage abgehalten. Tobias Menauer habe sich durch besonderen Trainingsfleiß ausgezeichnet und nicht einmal gefehlt. Die Landkreismeisterschaften seien ebenso besucht worden wie ein Jugendturnier in Geiselhöring, an dem Spitzenspieler aus Niederbayern und der Oberpfalz teilgenommen haben. Dabei habe sich gezeigt, so Klar, daß der Abstand zu Spielern aus anderen Vereinen nicht mehr so groß sei.
Zwei Altersgruppen bei Meisterschaft
Die Jugendvereinsmeisterschaft ist in zwei Altersgruppen durchgeführt worden und brachte folgendes Ergebnis: Jahrgänge 1977 – 79: 1. Andreas Liebl, 2. Armin Mauerer und 3. Christian Englmeier. Jahrgänge 1980 – 81: 1. Armin Menacher, 2. Tobias Menauer und 3. Ronny Pröhl. Klar berichtete auch vom Spielbetrieb der Damen, die er ebenfalls betreut. Fünfzehn Damen haben sich am Trainingsbetrieb beteiligt. Die Damen seien stets mit Begeisterung bei der Sache gewesen. Das Spielniveau der Damen sei in den vergangenen Jahren gestiegen, und die Aktivität der Damen habe sich positiv auf das ganze Vereinsleben ausgewirkt.
Der Abteilungsleiter nahm die Siegerehrungen anläßlich der verschiedenen Vereinsmeisterschaften bei den Erwachsenen vor: Die Ergebnisse: Damen: 1. Eva Hentschirsch, 2. Brigitte Bittner und 3. Hermine Axinger und Marianne Klar. Damendoppel: 1 Waltraud Feldmeier/Eva Hentschirsch, 2. Hermine Axinger/Marianne Klar, 3. Ulrike Hentschirsch/Daniela Scherz und Monika Pielmeier/Martha Prommersberger.
Vereinsmeister der Herren
Herren: 1. Alois Haimerl, 2. Dieter Leonhardt, 3. Josef Hanner und Ewald Scherl. Herrendoppel: 1. Alois Haimerl/Josef Hanner, 2. Kornelius Klar/Karl-Heinz Schießl, 3. Walter Lobmeier/Günther Pielmeier und Manfred Huber/Markus Söldner. Mixed: 1. Eva Hentschirsch/Robert Neumaier, 2. Brigitta Bunge/Klaus Hirtreiter, 3. Ines Stadler/Armin Mauerer und Waltraud Feldmeier/Heinz Hentschirsch.
Alois Haimerl Abteilungsleiter
Die anfallenden Neuwahlen der Abteilungsleitung erbrachten folgendes Ergebnis: Abteilungsleiter: Alois Haimerl, zweiter Abteilungsleiter: Ernst Schick, Kassier: Wolfgang Zimmer, Schriftführer: Brigitte Bittner, Schülerleiter: Heinz Hentschirsch, Jugendleiter: Kornelius Klar, Sportwart: Robert Neumaier, Vergnügungswart: Karl-Heinz Schießl. Vor dem, Abschluß der Jahreshauptversammlung überraschte der Abteilungsleiter Wolfgang Zimmer, Kornelius Klar und Heinz Hentschirsch mit zwei kleinen Geschenken.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.11.1994


„Fanatismus dient nicht der Sache“
Haltung von Bund Naturschutz gerügt – Aus der Gemeinderatssitzung
Hunderdorf.
(xk) Bei der Sitzung des Gemeinderates Hunderdorf wurde über die Durchführung weiterer Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) beraten. Nachdem die Möglichkeit besteht, noch in diesem Jahr weitere Maßnahmen durchzuführen, wurde beschlossen, noch in diesem Jahr Antrag auf Genehmigung einer weiteren ABM-Kraft zu stellen. Befürwortet wurden seitens der Gemeinde auch die vorliegenden Baugesuche für die Errichtung eines Wohnhausneubaues am Nolteweg und in Hoch, sowie dem Tekturantrag bezüglich der Standortänderung für ein Wohnhaus in Au vorm Wald.
Der Gemeinderat befaßte sich mit dem Planfeststellungsverfahren zur Umgehung Steinburg. Die Unterlagen sind in der Gemeinde Hunderdorf zur Einsicht ausgelegt. Einwendungen können noch bis zum Montag, 14. November, vorgebracht werden. Auch die Gemeinde nimmt dazu Stellung. Es wird gefordert, daß die Verbindung von Au vorm Wald und Steinburg nach Gaishausen aufrechterhalten bleibt, und ein gefahrloser Verkehr für Landwirte sowie Fußgänger und Radfahrer ermöglicht wird.
Gefordert wird deshalb die Kreuzungen höhenfrei auszubauen bzw. auf der gesamten Umgehungsstrecke Anwandwege bis zur nächsten Uber- bzw. Unterführung zu erstellen. Die Unterführungen sind mit einer ausreichenden lichten Höhe für landwirtschaftlichen Verkehr auszubilden. Für den Ortsbereich sind Lärmschutzmaßnahmen zu treffen. Weiter ist auch die Geh- und Radwegverbindung zwischen Hunderdorf und Steinburg bzw. Steinburg und Neukirchen ohne Kostenbeteiligung der Gemeinde zu erstellen.
Gefordert werden auch weitere Übergangshilfen im Ortsbereich Hunderdorf bei der Einmündung Windberger Straße und Zufahrt zum Sportgelände. Bezüglich der geforderten Ausgleichsflächen soll nochmals geprüft Werden, ob  diese nicht reduziert werden könnten. Bürgermeister Peschke informierte den Gemeinderat über die eingegangenen Stellungnahmen von Bürgern und bat weiter begründete Einwendungen sachlich vorzubringen.
Wenig Verständnis zeigte der Gemeinderat für die Ausführungen des Bund Naturschutz in der Tageszeitung. Bei allem Respekt für die Forderungen des Naturschutzes, seien auch die Belange der Menschen, die durch den Verkehr im Ortskern von Steinburg seit Jahrzehnten belastet sind, nicht außer Acht zu lassen. Fanatismus und Polemik in der Sache dienten weder der Ansehen des Naturschutzes noch der Sache an sich.
Jeder, der von der Maßnahme Betroffenen, so seine Bedenken in sachlicher Form argumentieren, dann könne auch vieles erreicht werden. Nur mit einseitigen Artikeln und Aufforderungen zur Unterschriftensammlung könne in die Notwendigkeit zur Lösung der Verkehrsprobleme in Steinburg kein effektiver Beitrag geleistet werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.11.1994


Lehren aus der Kriegs-Vergangenheit ziehen
Pfarrei und Gemeinde gedachte der Opfer von Krieg und Gewalt
Hunderdorf. (xk) Unvorstellbar groß ist die Zahl der Toten, die den beiden Weltkriegen und der NS-Gewaltherrschaft zum Opfer gefallen sind oder während der Flucht aus ihrer Heimat den Tod fanden. Dem Volkstrauertag vorgezogen gedachten bereits am gestrigen Sonntag Pfarrei und Gemeinde der Opfer von Krieg und Gewalt, besonders der Gefallenen und Vermißten aus dem

Die Gedenkfeier in Hunderdorf mahnte zum Frieden.  (Foto: xk)

Gemeindebereich, die meist in jungen Jahren aus dem Leben gerissen wurden und irgendwo in Europa ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. In den Ansprachen wurde deutlich, daß der „Gedenktag jedoch nicht nur ein Tag der Erinnerung sein darf, sondern auch zum Frieden, für den sich jeder mitverantwortlich fühlen muß, mahnt.“
Zunächst versammelten sich die teilnehmenden Vereine, Pfarrer Pater Wolfgang Vos und Bürgermeister Peschke mit Gemeinderäten am Kriegerdenkmal in Steinburg. Dort hielt FFW-Vorsitzender Adolf Ecker eine Gedenkrede und legte einen Kranz nieder. Dann zog man gemeinsam in die Pfarrkirche in Hunderdorf. „Wir sind verantwortlich für die heutige Zeit. Frieden ist nicht nur Ausbleiben von Krieg, sondern Freundschaft und Zusammenarbeit unter den Völkern“, so Pfarrer Wolfgang Vos in seiner Predigt. Der Seelsorger rief jeden einzelnen dazu auf, für den Frieden in der Welt bei sich anzufangen, sei es durch Hilfe und Unterstützung in der Familie, in der Pfarrei oder in der Gemeinde.
Nach dem Gottesdienst sprach am Mahnmal Pfarrer Vos Fürbitten und Gebete. Bürgermeister Gerhard Peschke sagte, die Gemeinde gedenke heute der Opfer von Krieg und Gewalt, der Soldaten, die in den beiden Weltkriegen gefallen, in Gefangenschaft gestorben oder vermißt sind. Peschke weiterhin: „Wir stehen heute an diesem Denkmal. Niemals dürfen hier weitere Namen hinzugefügt werden.“ So sinnlos der Tod all derer gewesen sei, so wichtig sei es heute, sich zu erinnern, warum sie starben – damit eine Versöhnung über die Gräber hinweg stattfinde. Abschließend legte der Bürgermeister am Mahnmal ein Kranzgebinde nieder als äußeres Zeichen der „Verbundenheit und des Gedenkens der Toten.
VdK-Ortsvorsitzender Rudolf Karl sagte, Erinnerung und Gedenken an die, die in der Soldatenuniform im Krieg und Gefangenschaft litten und starben, müsse bleiben. Auch die unzähligen Frauen, Männer und Kinder, die durch den Krieg und Vertreibung umkamen, die Verfolgten und Opfer aller Nationen, dürften nicht vergessen werden. Im deutschen Wortschatz gebe es keine Worte, mit denen das verheerende Elend, das Sterben, das kein Sterben, sondern ein jämmerliches Verenden in Trost- und Hilflosigkeit war, glaubhaft beschreiben könnte. Daher solle der Gedenkstein mit den vielen Namen der Gemeindebürger mahnen an eine Zeit, die unglaublich gewesen sei, mahnen, daß es künftig nie mehr zu Gewalt kommen dürfe.
Dann folgte die Kranzniederlegung namens des VdK-Ortsverbandes mit dem Ausspruch: „Den Toten zur Ehr, den Lebenden zur Lehr“. In ehrendem und dankbaren Gedenken an die gefallenen und vermißten Kameraden legte sodann für die Krieger- und Soldatenkameradschaft Hunderdorf Ludwig Fellinger einen Trauerkranz am Kriegerdenkmal nieder. Zuvor hatte der KuSK-Vorsitzende ausgeführt: „Das Schicksal und Elend eines Krieges sollte uns immer Mahnung sein und deshalb sollten wir niemals unsere Gefallenen vergessen, denn ein Volk, das seine Kriegstoten nicht mehr ehrt, wird im Ansehen weit sinken. Unsere Toten mahnen uns zum Frieden, sie mahnen uns aber auch, Maß zu halten gegenüber Umwelt und Natur.“
Die Blaskapelle „Bogenbachtaler“ umrahmte die Gedenkfeier in Steinburg und Hunderdorf in würdiger musikalischer Form und intonierte zum Abschluß den „Guten Kameraden“ und die Deutschland-Hymne.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.11.1994


Ein Stück Heimat kaputt?
Zur Berichterstattung über die geplante Ortsumgehung Steinburg.
Nur noch bis Mitte November haben die interessierten Bürgerinnen und Bürger Zeit, sich über das Planfeststellungsverfahren zur Straßenumgehung Steinburg zu informieren und eventuell Einwendungen -zu erheben. Ich meine, daß es viele gute Gründe gibt, dieses Vorhaben kritisch zu sehen und nicht einfach Ja und Amen zu sagen, nur weil man ja die drei engen Kurven in Steinburg zur Genüge kennt.
Die jetzt vom Straßenbauamt vorgeschlagene und bevorzugte Trasse ist gleich aus mehreren Blickwinkeln entsetzlich: 1. Sie kostet den Steuerzahler das meiste Geld. 2. Sie verbraucht am meisten Fläche. 3. Sie behindert die Entwicklung des Industriegebietes (z. B. Thyssen). 4. Sie greift brutal in die Natur ein, zerstört Biotope und beeinträchtigt durch ihre Häßlichkeit die Fremdenverkehrschancen Steinburgs. 5. Sie schadet der Landwirtschaft durch den hohen direkten und indirekten (Ausgleichsflächen!) Landverbrauch.
Wenn also überhaupt‘ gebaut werden muß, dann doch bitte die kleine Lösung: Sie würde nicht schon hinter dem ehemaligen Nolte-Gelände von der bestehenden Straße abweichen und quer durch die Bogenbach-Aue mit ihren wertvollen Wiesenbrütergebieten auf einem hohen und häßlichen Damm schneiden, sondern erst ab Wegern auf neuer Trasse die Steinburger Engstellen umgehen.
Viel wichtiger aber wäre noch ein grundsätzlicher Ansatz: Das hohe Verkehrsaufkommen auf dieser Staatsstraße ist zu einem wesentlichen Teil fremdenverkehrsbedingt. Tagesausflügler und Fernurlauber werden von der Autobahn her nur über die Ausfahrt Hunderdorf ins Touristengebiet St. Englmar gewiesen. Warum wird dieser Verkehr nicht einfach dadurch aufgesplittet, daß man schon bei der Ausfahrt Straubing-Mitterfels einen Hinweis auf St. Englmar anbringt? Wer sich die Landkarte vornimmt, erkennt schnell, daß der Weg über Mitterfels nach St. Englmar ähnlich lang ist wie der über Hunderdorf und Steinburg. Genauso wichtig wäre natürlich eine leistungsfähige Busverbindung zwischen Straubing-Bogen und der Freizeitregion St. Englmar. Was im Nationalpark mehr und mehr angepackt wird, müßte doch auch bei uns möglich sein: Autofahrer rechtzeitig zum Umstieg auf den Bus zu bewegen. St. Englmar versucht derzeit erfreulicherweise, sich ein ökologisches Image zuzulegen. Passen dazu die Wochenend-Autoschlangen und die zugeparkten Skiliftareale? Wäre ein feinabgestimmtes ÖPNV-Angebot nicht viel zukunftsträchtiger?
Bernhard G. Suttner
Kreisrat
Dorfplatz 9, 94336 Windberg
Quelle: Bogener Zeitung, 07.11.1994


VdK: An den Rentenleistungen nicht rütteln
Kreisvorsitzender Felix Dachauer referierte bei Jahreshauptversammlung — Mitgliederehrung
Hunderdorf/Windberg. (xk) Über Aktuelles in der Sozialpolitik referierte VdK-Kreisvorsitzender Felix Dachauer anläßlich der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Hunderdorf/Windberg mit über 50 Personen im Gasthaus Amann in Windberg. Dabei unterstrich Dachauer die Forderung des VdK, daß an den Rentenleistungen nicht gerüttelt werden dürfe. Anschließend wurden langjährige Mitglieder und Mitarbeiter geehrt.
Ortsvorsitzender Rudolf Karl sagte, in der Verbandsarbeit habe neben der Mitgliederberatung und -aufklärung die Teilnahme an verschiedenen Verbandsarbeitstagungen auf dem Programm


Kreisvorsitzender Felix Dachauer, stellvertretender Ortsvorsitzender Xaver Hagn, weitere geehrte Mitglieder und rechts Ortsvorsitzender Rudolf Karl. (Foto xk)

gestanden. Im abgelaufenen Jahr sei sehr viel Wert auf die Betreuung der älteren Mitglieder gelegt worden. Beim Ausflug sowie bei Halbtagsfahrten für Senioren habe man Kameradschaft und Freundschaft im Ortsverband gepflegt. Für die Spenden bei der Hilfsaktion „Helft Wunden heilen“ dankte der Sprecher Sammlern und Spendern gleichermaßen.
Felix Dachauer, Kreisvorsitzender des Verbandes, sprach in seinem Hauptreferat besonders die derzeitige sozialpolitische Situation aus der Sicht des VdK an. Schwerpunkte der Themen waren die Renten- und Pflegeversicherung. Die Rentenreform habe eine gute Vertrauensbasis für Versicherte und Rentner gebracht. Der VdK sehe es aber als schwachen Trost, daß es mittelfristig etwas hoffnungsvoller aussieht. Erwarten müsse man jedenfalls, daß man in Bonn die Rentenversicherung nicht noch einmal als finanzpolitische Manövriermasse mißbrauche.
Zur Pflegeversicherung insgesamt sagte Dachauer, daß nun endlich der politische Weg des Gesetzes nach einem jahrelangen Streit mit einem Kompromiß beendet worden sei. Vom nächsten Jahr an gebe es die gesetzliche Pflegeversicherung. Die gesetzlichen Krankenkassen richten zum 1. Januar 1995 eine Pflegekasse ein. Alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung, so auch die Rentner, würden ab diesem Zeitpunkt automatisch in der sozialen Pflegeversicherung pflichtversichert. Die Beiträge von einem Prozent seien ab Januar zu entrichten, Leistungen für häusliche Pflege gebe es erst ab April 1995, Leistungen für Heimpflege voraussichtlich aber erst ab Juli 1996, der Beitragssatz erhöhe sich dann auf 1,7 Prozent. Streiche das Bundesland Bayern einen gesetzlichen Feiertag, trügen die Arbeitgeber die Hälfte des Beitrages, so der Redner. Bei Rentnern werde der halbe Beitragssatz gleich vom Rentenbetrag abgezogen. Weitere persönliche Auskünfte hierzu, so Dachauer, gäben die gesetzlichen Krankenkassen und die VdK-Geschäftsstelle in Straubing, Am Hagen 12, Tel. 09421/1506.
Nachdem die Versammlungsteilnehmer die Gelegenheit genützt hatten, ihrerseits Fragen zu stellen sowie Wünsche und Anträge vorzubringen, ehrten Ortsvorsitzender Rudolf Karl und Kreisvorsitzender Felix Dachauer mehrere Mitglieder mit dem Treueabzeichen. Es waren dies: Für zehn Jahre Mitgliedächaft Sophie Riepl, Oskar Schneider und Leo Zitzelsberger. Für 30 Jahre Mitgliedschaft Sofie Baier und Berta Schmidbauer. Die Ehrennadel in Gold mit Urkunde erhielten Xaver Förg, Josef Greppmeier und Resi Grimm für 40 Jahre Mitgliedschaft. Für 30jährige Mitarbeit wurde Franz Xaver Hagn mit der goldenen Mitarbeiternadel geehrt. Mit der Mitarbeiternadel in Gold mit Urkunde zeichnete Dachauer Resi Grimm aus, die seit März 1954 Mitglied und auch ehrenamtliche Mitarbeiterin lin Ortsverband ist. Mit der Ehrung wolle er solchen Idealismus angemessen würdigen, sagte Dachauer.
Anschließend würden die acht freiwilligen Sammlerinnen und Sammler für die Aktion „Helft Wunden heilen“, die bis 13. November stattfindet, auf die einzelnen Ortsteile eingeteilt. Xaver Hagn für Windberg, für Hunderdorf und Umgebung Josef Greppmeier, Anna Remiger, Otto Rinkl, Gerda Proksch, Agnes Buhl, Franz Gruber und für Hofdorf Ida Zitzelsberger. Zum Abschluß baten Kreisvorsitzender Dachauer und Ortsvorsitzender Rudolf Karl um verstärkte Mitgliederwerbung.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.11.1994


Malkurs kann beginnen
Hunderdorf.
(xk) Nach langer Verzögerung kann der „Aquarellmalkurs“ der Vhs-Außenstelle Hunderdorf beginnen. Da der ursprünglich vorgesehene Kursleiter aus terminlichen Gründen absagte, mußte ein neuer Referent gesucht werden. Helga Berger wird nun den Kurs führen. Aufgrund der bisherigen Anmeldungen ist eine Teilung in zwei Gruppen notwendig. Die erste Gruppe beginnt am Dienstag, 6. Dezember, die zweite Gruppe am Mittwoch, 7. Dezember, jeweils um 19 Uhr. Wegen der Gruppeneinteilung sollen sich die angemeldeten Teilnehmer mit dem Außenstellenleiter in Verbindung setzen. Der Kurs erstreckt sich vorerst über fünf Abende, die Kursgebühr beträgt 50 Mark. Informationen beim Außenstellenleiter K. Klar, Tel. 2760.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.11.1994


Den Helfergedanken weitergeben
Über 100 Kindergartenkinder beim Martinsfest des Kindergartens
Hunderdorf. (xk) Zu den beliebtesten Heiligengestalten im Herbstkalender zählt bei uns Sankt Martin, auf dessen Namensfest am 11. November sich vor allem die Kinder freuen. Der Kindergarten organisierte am Freitag mit dem „St. Martinsfest“ auch heuer wieder dieses volkstümliche Brauchtumsfest. Da gab es für die Kinderpflegerinnen alle Hände voll zutun, denn über 100

Beim Laternenzug dabeizusein – das bereitete Freude.  (Foto: xk)

Kindergartenkinder waren mit ihren schönen, in den Gruppen selbstgebastelten Laternen gekommen, um zunächst in der Pfarrkirche die Martinsfeier zu beginnen.
Nach dem Grußwort von Pfarrer Wolfgang Vos und einem von den Kindergartenkindern fröhlich gesungenen Laternenlied folgte das beeindruckende Stabpuppenspiel von der hilfsbereiten Frau Varenka. Sie hatte in schlimmer Kriegszeit ihr Haus und Herz geöffnet und teilte mit den Menschen in Not. Die Geschichte sollte auch den Helfergedanken des heiligen Martin, der einst als Soldat seinen Mantel mit einem armen Bettler am Wegesrand teilte, im kindlichen Bewußtsein verdeutlichen.
Nach dem abschließenden Laternentanz in der Pfarrkirche formierte sich bei einbrechender Dunkelheit oder große Lampionzug. Angeführt von Sankt Martin hoch zu Roß (Familie Hastreiter) zogen dann die Kinder mit ihren buntleuchtenden Laternen und weitere Martinslieder singend durch die Ortsstraßen zum Schulhof, begleitet von vielen Eltern und Angehörigen. Dort flackerte zum Abschluß bereits ein großes Martinsfeuer. Bei Punsch zum Aufwärmen und bei vielerlei Gebäck, das die Muttis der Kinder gebacken hatten, klang das Namensfest des populären Heiligen aus.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.11.1994


Schmuckstück in den Mauern der Stadt
Postamt Bogen nach Renovierung in Betrieb genommen

Am Freitag mittag wurde die „Neue Post“ in Bogen offiziell in Betrieb genommen. Unsere Aufnahme zeigt die Verantwortlichen der Post mit Oberamtsrat Hundshammer, Postbetriebsinspektor Breu und Personalratsvorsitzendem Fuchs sowie Ingenieur Uwe Wolter und die Bürgermeister Eckl, Groeben und Helmbrecht, Stadtrat Franz Gegenfurtner und andere Ehrengäste in der zeitgemäß gestalteten Schalterhalle. (Foto: rn)

Bogen. (rn) Das Postamt Bogen ist nach gründlicher Innen- und Außenrenovierung zu einem wahren Schmuckstück in den Mauern der Stadt Bogen geworden. Nicht weniger als 1,3 Millionen Mark wurden von der Direktion Postdienst Regensburg in einjähriger Bauzeit und siebenmonatiger Containerunterbringung in die längst überfällige Baumaßnahme investiert. Postoberamtsrat Hans Hundshammer, Amtsvorsteher des Postamtes Straubing, Personalratsvorsitzender Josef Fuchs und Bogens Bürgermeister Elmar Eckl freuten sich im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier am Freitag mittag über die offizielle Inbetriebnahme des renovierten Gebäudes.
Postoberamtsrat Hans Hundshammer kramte in seiner Ansprache zunächst in Erinnerungen. Als er am 1. April 1951 zum ersten Mal das Bogener Postamt betreten hätte, um sich beim damaligen Postmeister Albert Rauh zum Dienstantritt zu melden, da hätten sowohl das Postamt wie auch die Stadt Bogen noch ganz anders ausgesehen. Nach nunmehr vier Jahrzehnten hätten sich beide, die Post und die Stadt, kontinuierlich weiterentwickelt. Zwar seien an den im Jahre 1925 gebauten Gebäuden immer wieder Verbesserungen vorgenommen worden, doch zu einer grundlegenden Innen- und Außenrenovierung habe man sich erst im Jahre 1993 entschlossen, sagte Hundshammer. Die Planungen für die Generalsanierung reichten allerdings bis in das Jahr 1989 zurück. Viel hätten ihren Einfluß geltend gemacht, um das Postamt zu dem werden zu lassen, was es heute sei, nämlich ein moderner und zeitgemäßer Dienstleistungsbetrieb, der allen Anforderungen im Post- und Bankbereich gewachsen sei.
Lobende Worte zollte Hundshammer Ingenieur Uwe Wolter, der mit überaus großem Engagement und Sachverstand als Bauleiter darum bemüht gewesen sei, die Baumaßnahme fachkundig zu überwachen und termingerecht abzuschließen. Eine Baumaßnahme wie die jetzt vollendete, bedinge die vertrauensvolle Zusammenarbeit auch mit allen am Bau und an der Einrichtung beteiligten Firmen; sie hätten samt und sonders gute Arbeit geleistet. Stolz sei er als Amtsvorsteher auf seine Mitarbeiter am Postamt Bogen, die die Hauptlast der Umbaumaßnahme ertragen und sieben Monate lang in Containern hatten arbeiten müssen. Ebenso gelohnt habe sich auch das Verständnis der Postkunden für die Erschwernisse, welche sie während der Bauzeit auf sich hatten nehmen müssen. Bürgermeister Elmar Eckl, der mit seinen Stellvertretern Peter Groeben und Karl Helmbrecht sowie den Stadträten Ferry Eckl und Franz Gegenfurtner gekommen war, zeigte sich glücklich, daß die Verantwortlichen der Post bemüht seien, mit der steten Aufwärtsentwicklung der Stadt Bogen Schritt zu halten. Er erwähnte die zentrale Funktion des Bogener Postamtes in seinen Anfängen und die besonders rasante Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach gründlicher Innen- und Außenrenovierung sei das Postamtsgebäude in der Bahnhofstraße ohne Übertreibung zu einem wahren Schmuckstück in den Mauern der Stadt Bogen geworden. Eckl überreichte an Betriebsleiter Josef Breu das Wachswappen der Stadt Bogen.
Den Rednerreigen beschloß der Personalratsvorsitzende des Postamtes Straubing, Josef Fuchs. Bereits vor 15 Jahren sei vom Umbau des Bogener Postamtes gesprochen worden. Aktuell sei die Angelegenheit aber erst mit der Einführung der Elektronik am Postschalter (EPOS) im Jahre 1987 geworden. Die Personalvertretung habe damals der Einführung dieser Neuerung nur unter der Bedingung zugestimmt, daß von seiten des Amtes und der Oberpostdirektion der Gesamtumbau möglichst zügig geplant und durchgeführt werde. Mit Initiativanträgen sei darüber hinaus immer wieder auf die schlechten Arbeitsbedingungen hingewiesen worden, machte der Personalratsvorsitzende deutlich. Erfreut zeigte sich Fuchs über den neuen Behinderteneingang.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.11.1994


Neue Pumpen für das Abwasser
30000 Mark Kosten – Gemeinderat beriet Baugesuche
Hunderdorf.
(xk) In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag befaßte sich das Gremium mit der Neubeschaffung von größeren und leistungsfähigeren Pumpen für die Pumpstation Gaishausen. Diese Beschaffung (Kosten rund 30 000 Mark) wird notwendig, da durch den Kanalbau im Bereich Steinburg, Wegern, Schafberg, Haselquanten, Ehren und Unterwachsenberg die Abwassermenge erheblich gestiegen ist und die vorhandenen Pumpen die Abwässer teilweise nicht mehr bewältigen konnten. Der größere Pumpeneinbau ist in der vorhandenen Planung jedoch bereits enthalten gewesen.
Des weiteren stimmte der Gemeinderat dem bereits stattgefundenen Umbau der Straßenbeleuchtungssteuerungseinheit in der Hauptstraße beim Kindergarten zu. Dieser wurde notwendig, da durch den Kindergartenbau die Freileitung der OBAG abgebaut werden mußte und die Steuerung einiger Lampen in der Hauptstraße über diese Leitung erfolgte. Anschließend wurde über das Zuschußgesuch des Sportvereins Neukirchen-Steinburg beraten. Der Gemeinderat gewährte für dieses Jahr noch einen Zuschuß in Höhe von 250 Mark, für die kommenden Jahre wird aber eine Bezuschussung aufgrund der angespannten Finanzlage nicht mehr in Aussicht gestellt.
Vom Gemeinderat wurden dann noch Baugesuche behandelt: Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Garagen im Breitfelder Weg 10; Nutzungsänderung von bestehenden Hallen zu Kunststoffprofillagerhallen im Gewerbepark Breitfeld und die Aufstellung von Hinweisschildern im Bereich Bauernholz/Lintach.
Bürgermeister Gerd Peschke informierte dann die Gemeinderäte über den Beginn der Kanalbauarbeiten in der 47. Woche in Thananger, die vorläufigen Subimmissionsergebnisse der Ausschreibung für den Kindergartenbau, die Ausschreibung verschiedener Gewerke für die Schulhaussanierung und den Sachstand der Planung für die Gemeindeverbindungsstraße Hoch.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.11.1994


Geistliches Konzert geplant
Ewige Anbetung am Nikolaustag – Aus der PGR-Sitzung
Hunderdorf.
(ih) In der letzten Arbeitssitzung des Pfarrgemeinderates Hunderdorf bedankte sich zunächst der Wahlausschußvorsitzende für die Kirchenverwaltungswahlen, Josef Helmbrecht, bei allen Wahlhelfern. Folgende Personen gehören der neuen Kirchenverwaltung an: Josef Breu, Xaver Groß, Max Holmer, Paul Hornberger, Johann Klein und Walter Reichhardt; Ersatzleute sind Josef Baier und Max Holzapfel.
Das Kirchenpatrozinium am Nikolaustag, 6. Dezember, wird auch in diesem Jahr in der Pfarrei Hunderdorf besonders gefeiert. Mit der „Kinderwaglmesse“ um 10 Uhr beginnt der kirchliche Festtag. Die Anbetungsstunden beginnen um 17 Uhr mit den Senioren; ab 17.30 Uhr verehren die Jugendlichen das Allerheiligste und ab 18 Uhr besteht für alle Pfarrangehörigen die Möglichkeit, an der Ewigen Anbetung teilzunehmen. Ein feierlicher Gottesdienst um 19 Uhr, den der Kirchenchor musikalisch gestalten wird, beschließt diesen Festtag.
Pfarrer P. Wolfgang Vos wird an die Kinder wieder Orangen als Nikolausgeschenk verteilen, während die Erwachsenen eine Stofftasche von der Pfarrei St. Nikolaus erhalten werden. Am 4. Adventssonntag, 18. Dezember, bietet der Pfarrgemeinderat Hunderdorf um 15 Uhr in der Aula der Grundschule Hunderdorf ein geistliches Konzert für die Bevölkerung an. Hierzu konnte, so Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Zollner, die bekannte Gruppe „Josua“ aus Straubing gewonnen werden. Zehn junge Leute – vielen bekannt durch ihr Konzert bei der Jugendwallfahrt 1994 auf dem Bogenberg – werden bei ihrem Auftritt in Hunderdorf Sprituals, Gospels, neugeistliche, auch adventliche Lieder zu Gehör bringen. Die KLJKB Hunderdorf wird für die Werbung mit Plakaten sorgen und beim Konzert selbst Punsch und Kuchen Verkaufen. Das Thema für diese Veranstaltung lautet: „Ein Licht kommt in die Welt“.
Bei einem weiteren Tagungsordnungspunkt beschäftigten sich die Versammelten mit den Vorbereitungen auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Der Christbaum für die Pfarrkirche, so erfuhren die Räte, werde heuer von Familie Zoglmann gespendet. Für die Weihnachtskrippe müßte ein neuer Stall gefertigt werden. Erich Jakobi werde gebeten, diese Aufgabe zu über nehmen. Der Weihnachtspfarrbrief soll auch heuer wieder an alle Haushalte der Pfarrei verteilt werden. Die Gottesdienstzeiten an Weihnachten blieben unverändert. Die Sternsingeraktion werde auch 1995 durchgeführt. Für alle kirchlichen Mitarbeiter ist am 3. Januar im Gasthaus Sandbiller ein Neujahrempfang geplant.
Nun folgten Kurzberichte aus den Sachausschüssen. Gemeindereferentin Hildegard Stanglmayr berichtete vom „Dritte-Welt-Ausschuß“, daß ein Treffen der Ausschüsse aus dem gesamten Dekanat sehr informativ und aufschlußreich gewesen sei und auch wiederholt werden solle. Stanglmayr möchte auch in der Hunderdorf er Pfarrei eine Aktion starten und habe dafür den Misereorsonntag im Auge. An den Sachausschuß Jugend sei man seitens der Jugend herangetreten. Die KLJB möchte die Mitglieder des Sachausschusses kennenlernen. Diese wiederum seien gerne bereit, an einer Sitzung oder an einem Treffen teilzunehmen, wenn eine Einladung erfolge.
Vom Sachausschuß „Senioren“ war, zu vernehmen, daß wegen derzeitiger Erkrankung von Martha Hofmann die Geburtstagsgratulationen von Pater Wolfgang übernommen würden. Es könnten aber auch andere Mitgliederfür diese Tätigkeit beauftragt werden. Für die Israelreise würde der Anmeldeschlußtermin auf 1. Dezember festgelegt. Die Anmeldungen seien mit acht Personen noch sehr gering; es müßten sich mindestens 20 Teilnehmer anmelden, um die Reise durchführen zu können.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.11.1994


Submissionsergebnisse
Hunderdorf.
(xk) In der gemeinsamen Sitzung des Gemeinderates und der Kirchenverwaltung am Mittwoch wurden die Submissionsergebnisse für den Kindergartenanbau durch den beauftragten Architekten erörtert und die Aufträge vergeben. Im einzelnen sind dies: Zimmererarbeiten mit rund 87 000 Mark, Sattellichtband mit einer Auftragssumme von 33 000 Mark, Dachdeckerarbeiten von etwa 25 000 Mark, Schreinerarbeiten von rund 45 000 Mark Spenglerarbeiten von 36 000 Mark, Heizungsarbeiten von 66 000 Mark, Elektroarbeiten von 47 000 Mark und Sanitärarbeiten von 27 000 Mark. Anschließend wurden vom Gemeinderat noch die Anfertigung eines Geländers und eine Abdeckung für die Schule in Hunderdorf mit einer Summe von 4 000 Mark an eine Firma in Auftrag gegeben. Dem Gemeinderat lag ein Antrag auf Aufforstung einer Teilfläche von rund 3 000 Quadratmetern im Bereich Lintach vor, der genehmigt wurde. Beschlossen wurde auch eine Gemeindegrenzänderung mit der Gemeinde Windberg im Rahmen der Flurbereinigung, wobei es aber zu keiner Flächenveränderung kommt. Beschlossen wurde auch die Entfernung der Bäume beim Kriegerdenkmal, da ihr Wurzelwerk Schäden an Straße, Kriegerdenkmal und Kühlhaus verursacht. Das Grundstück Schafberg 39 wird für zehn Jahre vom Anschlußzwang an die Wasserversorgung befreit. Quelle: Bogener Zeitung, 25.11.1994


Einige erste Plätze für den Hunderdorfer Dartclub .
Hunderdorf.
(ta) Der Dart Club Sunset Hunderdorf hielt kürzlich seine fünfte Jahreshauptversammlung ab. Vorstand Ewald Artmann konnte einen Großteil der 54 Mitglieder des Vereins begrüßen. Durch die Versammlung leitete der stellvertretende Vorsitzende Thomas Rinkl. Beim Jahresrückblick standen wieder einmal der Sieger des monatlichen Ranglistenturniers an erster Stelle. Karl-Heinz Hambach erhielt dieses Jahr den großen Wanderpokal. Den zweiten Platz hielt Franz Holmer und den dritten Platz Werner Gackstatter.
Dann folgte eine Bilanz der Sprecher der Liga-Mannschaften über die Situation an der letzten Liga und in der bereits wieder angelaufenen Saison. Der Dart Club, der mit drei Mannschaften bei der DSAB (Deutscher Sport-Automaten-Bund) – Liga vorne mitmischt, konnte zum wiederholten Mal erste Plätze belegen. Die Faschingsfeier mit Tombola und Barbetrieb am 29. Januar war wieder einmal ein lustiger Höhepunkt des Vereinsjahres. Der Termin für den nächsten Fasching wurde gleich wieder vereinbart. Die Feier mit dem Motto „Lumpenball“ findet im nächsten Jahr am Faschingssamstag, 25: Februar, im Clublokal Pils Pub Sunset statt. Zum ersten Mal mit Live-Musik und mit Einladung an die gesamte Bevölkerung.
Auch das diesjährige Sommernachtsfest des Vereins, erstmals mit Live-Musikern, war sehr gut besucht und, so war sich die Vorstandschaft einig, ein voller Erfolg. Nach den Neuwahlen setzt sich die Vorstandschaft wie folgt zusammen: Vorstand Ewald Artmann, Stellvertretender Vorstand Thomas Rinkl, Kassiererin Bettina Holmer, Schriftführerinnen Sabine Artmann und Tanja Dengler.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.11.1994

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