1980# 02

Lichtmeß Fest der Darstellung des Herrn
Festtag der ländlichen Dienstboten

Der 2. Februar ist der „schöne Frauentag Maria Lichtmeß“. Dieser Tag wurde früher von unserem Volk hoch in Ehren gehalten aus zwei Gründen:
Am Tag nach Maria Lichtmeß, also am Blasiustag, begann das neue Dienstjahr beim Bauern. Am Lichtmeßtag wurde auch das Wachs geweiht, aus dem Kerzen und Wachsstöckl für das ganze Jahr hergestellt wurden.
Früher hatten unsere Waldbauern mehr als heute Bienen, deren Wachs

Das Foto zeigt die Magd Maria Schmid bei ihren Tieren

vom Priester in der Kirche am Lichtmeßtag eine feierliche Weihe erhielt. Freudig und stolz trugen nach der Wachsweihe Frauen und Mädchen ihre wachsernen Schätze der verschneiten Heimstatt zu, wo es sogleich ein fröhliches Verteilen gab. Es gab viele Anlässe, bei denen man geweihtes Wachs zu Hilfe nahm. In der düsteren Allenseelenzeit nahmen nach dem Glauben des Volkes die leidenden Seelen die Gestalt eines Flämmchens an und irrten durch Wald und Moor und baten um Erlösung durch Gebete. – Klopfte der Sensenmann an die Tür eines Sterbenden, zündete man die Totenkerze an, damit ihr Schein den Weg ins Jenseits erhellte.
Im Gäuboden hatte jeder Hof seine stattliche Hauskerze, die bei besonderen Anlässen angezündet wurde. Zogen schwarze Wolken über den Hof, drohten Blitz und Unwetter Hof, Scheune und Saat zu vernichten, zündete die Bäuerin Wetterkerzen an. – In den südöstlichen Ländern standen an Allerseelen soviel brennende Kerzen am Fensterbrett der guten Stube, als Angehörige im Gottesacker ruhten. – Der Hausknecht steckte der Dirn, die ihm übers Jahr das Bett ordnete, ein Wachsstöckl unter den „Tuchet“, das Oberbett, zum Dank für ihre Dienste. – Fleißige Wirtshausgeher, die in der Gaststätte ein Stammkrügl hatten, schenkten der Kellnerin ein Wachsstöckerl als Putzerlohn. –

Lichtmeß

Nicht zu vergessen sind Wachsvotivgaben, die in allen möglichen Formen und Figuren die Wallfahrtskirchen schmückten. Heute ist die Wachskunst wieder zu neuem Leben erwacht. Die Industrie fertigt kunstvolle Kerzen an, die oft handbemalt werden und auf schmiedeeisernen Ständern Tisch und Stuben schmücken. Auch Bilder und allerlei Figuren kann man käuflich erwerben. Wachsstöckl werden in den Kirchen bei Totenmessen und Rosenkränzen angezündet.
Das viele Wachsstöcklbrennen beim Gottesdienst stammt von den Benediktinermönchen, die unsere Gegend kultiviert und christianisiert haben. Sie waren für einen ausgeprägten Lichterkult bekannt. Sie betrieben auch eine ausgedehnte Bienenzucht zur Gewinnung von Wachs und Honig.
Lichtmeß, Maria Reinigung, war ein im 4. Jahrhundert erstmals für Jerusalem bezeugtes Fest zum Gedächtnis des in Lukas 2, 22 ff, erzählten Besuches Mariens mit dem Jesuskind im Tempel zu Jerusalem. Da auf Grund der Bestimmung 3. Mos. 12, 2-7 dieser Tempelbesuch 40 Tage nach der Geburt des Kindes stattgefunden hat, wurde das Fest auf den vierzigsten Tag nach Weihnachten gelegt. Die Lichterprozession war in Rom bereits um das Jahr 700 üblich. Lichtmeß ist das Ende der Weihnachtszeit; die Krippen werden abgebaut.
Das Wetter am Lichtmeßtag wird als bedeutsam für das Jahr angesehen: Lichtmeß im Klee, Ostern im Schnee. – Ist’s zu Lichtmeß hell und rein, wird ein langer Winter sein. – Wenn’s an Lichtmeß stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.
An Lichtmß begann das neue Dienstjahr des Bauern. Er zahlte früher an diesem denkwürdigen Tag seinen Knechten und Mägden den Jahreslohn aus, während der Lohn heute wöchentlich oder monatlich entrichtet wird. Es war ein Festtag, an dem die Bäuerin aufkochte und der Festkrapfen dampfte. Heute ist der Dienstbotenwechsel nicht mehr von Bedeutung.
Neben dem Lohn, den die Ehhalten in barer Münze erhielten, gehörten zum Jahreslohn noch einige Hemden, Schürzen und zwei Paar Schuhe, was vor dem Einstand ausgehandelt wurde.
Im Hunderdorfer Heimatbuch lesen wir u.a.: Bereits nach der Ernte hat der Bauer die Ehhalten gefragt, ob sie wieder bleiben wollen. Auf guten Höfen gab es wenig Dienstbotenwechsel, obwohl die Löhne und Verhältnisse unbegreiflich karg waren. So schlief der Knecht meist über dem Roßstall, um gleich zu hören, wenn im Stall etwas nicht in Ordnung war, die Weiberleut dagegen schliefen im 1. Stock, meist über dem Misthaufen, da konnte die Leiter zum „Fensterin“ nicht so leicht angelehnt werden.
Bereits nach dem I. Weltkrieg änderte sich das Verhältnis auf den Bauernhöfen zwischen Bauern und Dienstboten grundlegend. Viele Heimkehrer wollten keinen Dienstboten mehr machen und wanderten ab. Noch viel krasser wurde es nach dem 2. Weltkrieg, und heute gibt es Dienstboten von der alten Art überhaupt nicht mehr. Aus den Jahrzehnte dienenden Knechten und Mägden wurden zum großen Teil Taglöhner. – Die Ruhe und Gemütlichkeit der „guten alten Zeit“ ist gewichen. Man braucht keine „Greedbenk“ mehr, und zum „Hoagarten“ geh hat man keine Zeit. Nach Lichtmeß kamen die „Schlankltage“. War eine neue Dirn eingestanden, mußte ihr der Knecht den Kasten holen. Die Dienstboten wurden in die Gebräuche beim neuen Bauern eingeweiht, denn nach Lichtmeß durfte man sich Zeit lassen, da wurde nur das Notwendigste getan.
Die Maschine ersetzt heute den Knecht, die Waschmaschine die Hausmagd. Mit der Maschine ist die Hetze auf den Bauernhof gekommen, denn nicht der Mensch bestimmt das Tempo, sondern die Maschine. Soweit aus dem Heimatbuch.
Am Blasiustag erteilt die kath. Kirche den Blasiussegen in der Form, daß der Geistliche zwei geweihte Kerzen vor den auf der Kommunionbank Knieenden kreuzt, einen Vorgang, den der Volksmund „Einblaseln“ nennt. Es soll nach dem Glauben des Volkes vor Halskrankheiten schützen. Der Legende nach habe der hl. Bischof Blasius ein Kind gerettet, dem beim Fischessen zwei Gräten kreuzweise im Halse steckengeblieben waren.
Auf der Suche nach Dienstboten konnte ich feststellen, daß es sie noch vereinzelt gibt. In Bärndorf, Inderbogen, Breitenweinzier und sicher auch an anderen Orten sind noch Mägde zu finden, die seit Jahrzehnten ihrem Dienstherrn treugeblieben sind.
Beim Bauern Xaver Sagstetter in Niedermenach unterhielt ich mich mit der Magd Maria Schmid, die seit 1954 ihren Dienst am Hofe tut. Sie stammt aus Schmidberg und ist im 60. Lebensjahr. Ihr hat der Dienstherr den Stall mit den vielen Tieren anvertraut und es ist daher verständlich, daß sie diese mit viel Liebe versorgt und betreut. Von den drei Knechten und drei Magden aus den Nachkriegsjahren ist sie die einzige, die am Hofe geblieben ist. Den Lohn empfängt sie monatlich, so ist für sie Lichtmeß nicht mehr von besonderer Bedeutung. Es sind meistens ältere Personen, die heute noch auf fremden Bauernhöfen anzutreffen sind. Nicht mehr lange, dann wird es auch diese nicht mehr geben, denn junge Leute sind für diesen Dienst kaum mehr zu haben.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Stellengesuch
Die Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf, rd. 5.200 Einwohner, Krs. Straubing-Bogen, sucht zum nachstmöglichen Zeitpunkt
Verwaltungsangestellten
für die Mitarbeit in der Geschäftsführung sowie im Melde- und Standesamt. Vergütung: BAT 6 b mit Aufstiegsmöglichkeiten.
Bewerber mit Fachprüfung II werden bevorzugt.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen werden bis 10. Februar 1980 erbeten an die Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf, Kirchgasse 8, 8441 Hunderdorf, Tel. 09422/1763.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Bei der VG Hunderdorf eingereichte Bauanträge Gemeinde Hunderdorf:
Schönberger Manfred, Au vorm Wald 8 – Neubau eines Wohnhauses mit Garage.
Bergbauer Franziska, Lindenbrunn 1, Hunderdorf Neubau eines Austragshauses
Gütlhuber Richard, Weiherfeldring 20, Mitterfels Neubau eines Geräteschuppens in Gaishausen
Huber Wilhelm, Bahnhofstr. 55, Hunderdorf Neubau eines Einfamilienwohnhauses
Wirth Herbert, Hofdorf, Hunderdorf Abbruch des bestehenden Wohnhauses und Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Werkstattgebäude
Gemeinde Windberg:
Decker Albert und Elfriede, Meidendorf, Windberg Neubau eines Einfamilienwohnhauses
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Bodennutzungshaupterhebung 1980 Hunderdorf / Neukirchen / Windberg
Alle Landwirte im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von mindestens 1 ha, werden gebeten bis spätestens 6. Februar bezüglich der Bodennutzungshaupterhebung während der allgemeinen Dienststunden vorzusprechen.
Gleichzeitig können auch die Antrage auf Gasölverbilligung gestellt werden, bei Vorlage der Lieferbescheinigung.
Die Anträge müssen am 15.2.1980 beim Amt für Landwirtschaft vorliegen. Später eingereichte Antrage können nicht mehr berücksichtigt werden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Sprechtag des Bayer. Landesamtes für Denkmalpflege im Jahre 1980
An der bewährten Einrichtung der Sprechzeiten beim Landratsamt soll auch im Jahre 1980 festgehalten werden. Die denkmalpflegerische Gutachtertätigkeit wird, wie im abgelaufenen Jahr, von Herrn Architekt Schelnin wahrgenommen. Die Sprechtage finden jeweils mittwochs von 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr auf Zimmer Nr. 314 der Dienststelle Straubing des Landratsamtes statt.
Die Sprechtage werden an folgenden Tagen abgehalten: 30. Januar, 27. Februar, 26. Marz, 23. April, 11. Juni, 9. Juli, 17. September, 15. Oktober, 12. November, 10. Dezember.
Das Amt wird auf die einzelnen Termine nochmals gesondert hinweisen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Zuwendungen zu den Kosten für Übungsleiter in Sportvereinen
Mit gemeinsamer Bekanntmachung der Bayer. Staatsministerien für Unterricht und Kultus, der Finanzen und für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 10.8.1979 Nr. A/13-8/118 100 und Nr. A 4 – 2620/594 (KMBI I S. 457) wurden die Vergütungen für den nebenamtlichen und den nebenberuflichen Unterricht an den staatlichen Unterrichtseinrichtungen neu festgesetzt.
Die Vergütung je Einzelstunde betragt ab 1.8.1979 für Lehrkräfte mit Befähigung für die Laufbahn des gehobenen Dienstes und für Lehrkräfte mit entsprechender Ausbildung, sowie für Lehrkräfte mit nur einer für die jeweilige Lehrtätigkeit erforderlichen, abgeschlossenen fachlichen Ausbildung 16,70 DM (Bisher 16,-DM).
Diese Änderung ist auch beim Vollzug der Nr. 2.2.8 der Richtlinien für die Gewährung von Übungsleiterzuwendungen vom 24.3.1976 (KMBL I S. 89) geä. mit Bek. vom 11.8.1978 (StAnz. Nr. 40) und Bek. vom 10.8.1979 (KMBI I S. 45) hinsichtlich des Höchsthonorars zu beachten.
Die Anträge für die Übungsleiterzuwendungen 1979 sind in 2facher, die Anlagen in einfacher Ausfertigung vor dem 1. Marz 1980 beim Landratsamt einzureichen.
Anträge, die nach diesem Termin eingehen oder zu diesem Termin nicht vollständig sind, können nicht berücksichtigt werden (Ausschlußfrist!).
Die Städte, Märkte, Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften werden gebeten, die örtlichen Sportvereine entsprechend zu unterrichten.
I V/1    Straubing, 8. Januar 1980
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Energiesparen fängt beim Hausbau an
Für Architekt, Ingenieur und auch für den fachlich versierten Bauherrn selbst gibt es jetzt wertvolle Tips und Arbeitshilfen für einen wirtschaftlichen und energiesparenden Wärmeschutz im Hochbau. Die neue Broschüre „Energiesparender Wärmeschutz — Eine Arbeitshilfe für die Praxis“ von der Obersten Baubehörde im Innenministerium herausgegeben, macht die komplizierten Vorschriften der Wärmeschutzverordnung leichter lesbar. Kurzgefaßte Erläuterungen, Berechnungsbeispiele sowie Formblätter für die Aufstellung der Wärmeschutzberechnung erleichtern den verantwortlichen Bautechnikern den Nachweis, daß die Wärmeschutzverordnung eingehalten ist.
Der Arbeitshilfe beigefügt ist auch eine Sammlung der Baustoffkennwerte, d.h. der wärmedämmenden Eigenschaften der verschiedenen Baustoffe.
Die Wärmeschutzverordnung, seit 1. November 1977 in Kraft, fordert bei allen Hochbaumaßnahmen eine energiesparende Wärmeschutzplanung, auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Zwar besteht die Nachweispflicht gegenüber der Baubehörde nur bei Häusern mit drei oder mehr Wohnungen, doch liegt es im Interesse eines jeden Bauherrn, den Wärmeschutz energie- und damit kostensparend zu planen.
Zur Zeit werden etwa 40 Prozent des Energieverbrauchs in der Bundesrepublik Deutschland für die Heizung und Klimatisierung im Hochbau aufgewendet. Der Energie-Nutzungsgrad beträgt dabei etwa 50 Prozent. Energieeinsparungsgesetz und Wärmeschutzverordnung sollen mithelfen, durch rationelle Anwendung der Energie eine Einsparung von mindestens 15 Prozent des derzeitigen Energieverbrauchs zu erzielen, ohne daß Einbußen an Komfort, Produktivität und Lebensstandard entstehen.
Die Broschüre (75 Seiten) erhält zugeschickt, wer 10,- DM Schutzgebühr an die Staatsoberkasse München überweist (Konto 1640-800 Postscheckamt München).
Bei der Anforderung darf der Vermerk „für 0363/380 01“ und die Adresse auf dem Einzahlungsabschnitt nicht vergessen werden. Interessierten Redaktionen schickt das Innenministerium die Broschüre auf Anforderung kostenlos zu.
Landratsamt Straubing-Bogen
Weiß, Landrat
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Vollzug des Bundesleistungsgesetzes und des NATO-Truppenstatuts;
Manöver und andere Übungen der Bundeswehr und der Stationierungsstreitkräfte
Es werden folgende Übungstermine mitgeteilt:
In der Zeit vom 1.1. bis 31.12.1980 im Raum Laupheim – Nürnberg – Amberg – Passau – München (Dauerübung).
In der Zeit vom 1.1. bis 31.3.1980 im Raum Straubing-Bogen – Regen – Deggendorf – Freyung – Grafenau – Passau.
Die Bevölkerung wird auf diese Übungstermine hingewiesen um ihr nahezulegen, daß sie sich von den Einrichtungen der übenden Truppe fernhält. Hiervon sind insbesondere die Bewohner abgelegener Gemeindeteile und Gehöfte sowie die Jagdberechtigten zu benachrichtigen.
Auf die Gefahren, die von liegengebliebenen militärischen Sprengmitteln (Fundmunition usw.) ausgehen und die Strafbarkeit des unbefugten Sammelns, Besitzens und Verkaufs dieser Gegenstande wird aufmerksam gemacht.
Etwaige Einwendungen oder eingeschränkte Bedingungen gegen diese Übungen (z.B. Beachtung von noch nicht befahrbaren Straßen usw.) sind umgehend dem Landratsamt mitzuteilen. Die Meldungen über Flurschäden bzw. Erstattungsantrage sind nach dem bekannten Verfahren binnen 5 Tagen dem Landratsamt vorzulegen. Die Erstattungsanträge können auch unmittelbar bei der Standortverwaltung -Geländebetreuungsstelle- Bogen eingereicht werden. Meldeformulare können beim Landratsamt, Dienststelle Bogen, Zimmer 17 (Ruf-Nr. 09422/961, Nebenst. 14) angefordert werden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Vom Gemeinderat Hunderdorf
Hauptpunkt der am 21.1.1980 im Verwaltungsamt Hunderdorf stattgefundenen Sitzung des Gemeinderates Hunderdorf war die Errichtung eines Fußgängerüberweges in Hunderdorf. Dabei wurde aufgrund von Empfehlungen beschlossen, von einem Fußgängerüberweg abzusehen, jedoch sollte die dortige Wegstrecke im Schulbereich am Quellenweg übersichtlicher gestaltet werden. Weiterhin wurde der Termin für die Sportanlageneinweihung zum 1.8.1980 festgelegt sowie über den Straßenausbau Au v. Wald – Gaishausen beraten, der nunmehr aus Kfz-Mitteln bezuschußt werden soll. Ferner wurden die Sätze für die Hunde-steuer sowie die Feuerschutzabgabe gegenüber dem Vorjahr nicht erhöht.
Errichtung eines Fußgängerüberweges bei der Schule
Das Schreiben der Polizeiinspektion Bogen vom 30.11.1979 wurde zur Kenntnis gegeben. Hierin wird ausgeführt, daß ein Fußgängerüberweg zwischen Kindergarten und Kirchweg über die Hauptstraße auch ohne Zugrundelegung von Werten des Verkehrsaufkommens nicht erforderlich sei. Beim Fußgängerüberweg an der Schule sei die Errichtung eines Fußgängerüberweges auch mit zahlreichen Verkehrsbeschilderungen zu rechnen, wobei auch eine Halteverbotszone gefordert werden müßte. Der Wert eines Fußgängerüberweges müsse aufgrund seiner Lage betrachtet werden, wovon die Sicherheit insbesondere abhänge. Die Richtzahlen werden auch hier nicht erreicht und es liegt auf der Hand, daß der Fußgängerüberweg nur stoßweise zum Schulbeginn und zum -ende benützt werden dürfte. Wird jedoch ein derartiger Fußgängerüberweg errichtet, so müßte auch in Kauf genommen werden, daß ggf. geringe Umwege entstehen. Wegen der angrenzenden Geschäfte erscheint es fraglich, ob die Kinder auch der Pflicht zur Benutzung des Fußgängerüberweges nachkommen würden. Da die überwiegende Zeit der Kraftfahrer auch den Fußgängerüberweg ungehindert überfahren kann, liegt die Gefahr der Gewohnheit nahe, nicht mit der notwendigen möglichen Geschwindigkeit an den Fußgängerüberweg heranzufahren. Ausgeführt wird auch, daß die trügerische Sicherheit eines Fußgängerüberweges nicht verkannt werden soll. Als Alternative schlagt die Polizei eine Druckknopfampelanlage mit Fußgängerfurt vor, die jedoch teuer in der Anschaffung ist, aber ggf. wirksamer sei. Bürgermeister Härtenberger berichtete eränzend, daß auch das Landratsamt nicht für die Errichtung eines derartigen Fußgängerüberweges plädiere. Zudem berichtete Verwaltungsangestellter Kern von einem Seminar für Verkehrssachbearbeitung, wobei ebenfalls ausgesagt wurde, daß ein derartiger Fußgängerüberweg nicht unbedingt die erhoffte Sicherheit bringe, sondern eine gewisse Unsicherheit beim Fußgänger und Autofahrer auftreten könne. Es werde dazu übergegangen, derartige Fußgängerüberwege abzuschaffen.
Nach eingehender Beratung beschloß der Gemeinderat folgendes: Die Errichtung eines Fußgängerüberweges oder einer Druckknopfampelanlage wird aus vorstehenden Gründen nicht mehr verfolgt. Es ist im Benehmen mit der Schulleitung zu prüfen, inwieweit durch den Einsatz von Schülerlotsen ggf. der Schulweg im dortigen Bereich noch sicherer gestaltet werden könnte.
Damit die dortige Strecke übersichtlicher wird, soll die Anregung der Polizei aufgegriffen werden, mit den betroffenen Landwirten Verbindung aufzunehmen, hinsichtlich der Verlegung der Milchwagenhaltestelle, die sich derzeitig gegenüber Schmidbauer befindet. Aus Verkehrssicherheitsgründen wäre die Verlegung geboten, wobei sich als neue Haltestelle evtl. die Einmündung bei der Kirchgasse anbieten würde.
Flächennutzungsplan der Stadt Bogen
Bürgermeister Härtenberger gab das Schreiben der Ortsplanungsstelle für Niederbayern vom 17.12.1979 zur Kenntnis. Weiterhin wurde vom Gemeinderat der Entwurf des Flächennutzungsplanes der Stadt Bogen von 25.10.1979 eingesehen. Der Gemeinderat stellte abschließend fest, daß Einwendungen oder Anregungen hierzu nicht vorgetragen werden, da die Planungsinteressen der Gemeinde Hunderdorf durch die Planungsabsichten der Stadt Bogen nicht beeinträchtigt sind.
Kartenneuherstellung, Maßstab 1:1000
Zur Kenntnis gegeben wurde das Schreiben des Vermessungsamtes Straubing vom 15.1.1980. Hiernach hat die Gemeinde Hunderdorf 1979 mit dem Vermessungsamt vereinbart, daß jährlich zwei neue Karten im Maßstab 1:1000 erstellt werden. In diesem Zusammenhang der Kartenneuherstellung nimmt das Vermessungsamt eine neue Bestandsaufnahme vor und erstellt neue Plankarten im Maßstab 1:1000, die maßstabgetreu sind. Die herkömmlich bekannten Karten weichen infolge der Vergrößerung teilweise etwas von genauen Maßen ab. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, im Jahre 1980 zwei weitere Karten zu bestellen und zwar wird dabei insbesondere der Ortskern Hunderdorf neu kartiert.
Weiterhin teilte das Vermessungsamt mit, daß im Zusammenhang mit der Vermessung der Ortsdurchfahrt Hofdorf zwei neue Kartenblätter entstehen. Diese wurden von seiten der Gemeinde Hunderdorf ebenso bestellt. Die Kosten der vier Karten, die die Gemeinde zu tragen hat, belaufen sich auf rd. 7.000 DM. Für die nachstehend stark umrandeten Planquadrate wurde die Neukartierung in Auftrag gegeben. Die oberen zwei Planquadrate sind bereits 1979 überarbeitet worden. Im Zusammenhang der Flurkartenneuherstellung können auch private Grundeigentümer zusätzlich Ermittlung und Abmarkung bisher unvermarkter Grenzen beantragen, wobei die anfallenden Gebühren um 30 % ermäßigt werden.
Termin für Sportanlageneinweihung
Der Termin für den Festakt wird von seiten der Gemeinde zur Einweihung der neugebauten Freizeit- und Sportanlage, Freitag, der 1. August 1980 festgelegt. Es wird den Vereinen überlassen, welche Veranlassungen im Zuge der Einweihungsfeierlichkeiten abgehalten werden. Der Zeitpunkt der Einweihung liegt im Rahmen des Hunderdorfer Volksfestes, das in der Zeit vom 1. – 4.8.1980 stattfindet.
Auf Antrag der Leichtathletikabteilung LC-Tanne im SV-Hunderdorf erklärte sich die Gemeinde bereit, die Kosten der Ehrenpreise für die Gemeindemeisterschaft am 19. Januar zu übernehmen.
Straßenbau Au vorm Wald – Gaishausen
Der Bürgermeister informierte den Gemeinderat über die Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt Deggendorf, bezüglich der Forderung des o.a. Straßenausbaues im Zuge des Förderungsprogrammes für Wirtschaftswege. Hierbei sei derzeit eine Zuwendung nicht in Aussicht gestellt worden. Es wurde vielmehr betont, daß der Straßenausbau Au vorm Wald – Gaishausen erst dann durchgeführt werden soll, wenn die Kläranlage errichtet ist
Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, den Weg nicht mehr als Wirtschaftsweg, sondern als Gemeindeverbindungsstraße auszubauen. Als Ausbaujahr wird das Jahr 1981 vorgesehen, so-fern eine Förderung aus Mitteln der Kfz-Steuer erfolgt. Das Landratsamt Straubing-Bogen hat hinsichtlich der Bezuschussung seine Unterstützung zugesagt. Abschließend beauftragte der Gemeinderat das Ingenieurbüro Sehlhoff in Bogen, die entsprechende Umplanung des Projekts vorzunehmen.
Informationen des Bürgermeisters
Bürgermeister Härtenberger setzte den Gemeinderat in Kenntnis über das Schreiben des Landratsamtes Straubing-Bogen hinsichtlich der Vergabe von kommunalen Bauauftragen.
Hiernach sind die entsprechenden Aufträge nach der VOB zu vergeben sowie die entsprechenden ergänzenden Richtlinien zu beachten. Weiterhin gab Härtenberger die Antwort der Autobahndirektion Südbayern in Sachen Müllplatz Sollach zur Kenntnis. Hiernach wird der Müllplatz, der ursprünglich zum 15.2.1980 geschlossen werden sollte, auf Antrag der Gemeinde noch bis zu Beginn der Bauarbeiten offengehalten. Wie die Autobahn-direktion mitteilte, sei mit dem Beginn der Autobahnarbeiten im Bereich Sollach im Mai d. J. zu rechnen.
Bürgermeister Härtenberger führte weiterhin aus, daß Landrat Ingo Weiß, der von der Gemeinde beantragten Verschiebung des Vollzugstermins betreffend die Trinkwasseruntersuchungen zugestimmt hat.
Der Landrat versicherte, sich auch nochmals für eine für die Betroffenen günstigere Regelung einzusetzen.
Ferner gab Bürgermeister Härtenberger zur Kenntnis, das Schreiben des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus vom 15.1.1980. Hierbei wird mitgeteilt, daß eine Förderung der 400-m-Laufbahn in Hunderdorf aufgrund der Nähe zu Bogen nicht gewährt werden kann. Weiterhin wurde auch eine bessere Förderung für das Sportheim nicht in Aussicht gestellt.
Bürgermeister Härtenberger hatte bei Ministerpräsident Strauß anlässlich einer Gesprächsrunde mit den niederbayerischen Mandantstragern die Anfrage gestellt, ob es nicht doch möglich sei, die 400-m-Laufbahn zu fördern und eine bessere Bezuschussung des Sportheimes zu gewähren.
Mobiles Wahlgerät für Telefonanschließer
Bürgermeister Härtenberger trug vor, daß nach einer bekannt gewordenen Information im Bereich Hunderdorf rd. 100 Antragsteller auf die Einrichtung des Telefones warten. Der Anschluß sei bisher nicht möglich, da wegen Überlastung des Verbindungskabels zwischen Bogen und Hunderdorf die beantragten Anschlüsse nicht zugeteilt werden können. Es müsse eine Erweiterung vorgenommen werden, was noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Wie Bürgermeister Härtenberger erfahren Einsatz eines mobilen Wählgerätes in Frage. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, dieses Gerat als vorübergehende Behelfslösung anzufordern, damit die Telefonantragsteller schneller zu einem Anschluß kommen.
Schulbushaltestelle Bauernholz
Zur Kenntnis genommen wurde ein Antrag auf Genehmigung einer Schulbushaltestelle in Bauernholz. In diesem Zusammenhang wurde auch die Stellungnahme der Polizeiinspektion Bogen vom 30.11.1979 zur Kenntnis genommen. Hierin wird ausgeführt, daß vom verkehrspolizeilichen Standpunkt Bedenken gegen das Halten des Schulbusses unter den derzeit gegebenen Umständen bestehen, da die Gemeindestraße rege befahren werde, verhältnismäßig schmal ist und zudem ein starkes Gefalle aufweist. Hinzu komme beim Halten des Schulbusses eine relative Sichtbehinderung von Hunderdorf in Richtung Lintach aus gesehen, kommen. Der Haltestelle wurde von seiten der Polizeiinspektion zugestimmt, wenn der Schulbus von Richtung Hunderdorf aus nicht hält und die Kinder erst auf dem Rückweg aussteigen. Bei der Einfahrt Neumaier müßte eine Haltebucht errichtet werden, die noch durch Aufschüttung erweitert und befahrbar gemacht werden müsste. Durch das Halten, nur aus Richtung Lintach kommend, wäre zudem gewährleistet, daß nur mehr ein Schulkind die Straße überqueren müßte.
Im Interesse der Verkehrssicherheit beschloß der Gemeinderat einstimmig, die Haltestelle für den Schulbus in Bauernholz zu genehmigen, wobei nur in Fahrtrichtung Hunderdorf gehalten werden soll. Die vorgeschlagene entsprechende Aufböschung der Haltestelle wird vorgenommen.
Preise für Gemeindewaage
Da die Gebührensätze für die Gemeindewaage in Steinburg seit mehreren Jahren unverändert geblieben waren, beschloß der Gemeinderat, die Erhöhung der Wiegegebühren, die nunmehr betragen bei Kleinvieh 2,00 DM und bei Großvieh 3,00 DM.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Bekanntmachung
Betreff: Gemeinde Windberg
Änderung des Bebauungsplanes „Hochgarten-Riedfeld“ durch Deckblatt Nr. 6 (i. S. Hornberger)

Die Gemeinde Windberg, Krs. Straubing-Bogen hat für die Änderung des Bebauungsplanes „Hochgarten-Riedfeld“ das Deckblatt Nr. 6 aufgestellt. Der Entwurf wird hiermit nach § 2 Abs. 6 des BBauG für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt. Der Plan liegt in der Zeit vom 28. Januar 1980 bis 28. Februar 1980 in der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf, Kirchgasse Nr. 8, 8441 Hunderdorf (Zi. Nr. 1) während der allgemeinen Dienststunden öffentlich aus und kann dort eingesehen werden.
Bedenken und Anregungen können während der Auslegungsfrist vorgebracht werden.
gezeichnet:
Kleikamp
1. Bürgermeister Windberg

Begründung zum Deckblatt Nr. 6 des Bebauungsplanes Hochgarten – Riedfeld der Gemeinde Windberg – Ldkr. Straubing-Bogen Reg.-Bezirk Niederbayern
Entwurfverfasser: Walter Hornberger Planungsbüro Stadtplatz 22 8443 Bogen
BEGRÜNDUNG
A. 1) Ein Flächennutzungsplan im Bereich der Gemeinde Windberg ist nicht vorhanden.
2) Der Gemeinderat hat dem Vorentwurf vom 25. Sept. 1979 zugestimmt. Die geforderten Auflagen (Bürgersteig) wurden im Deckblatt berücksichtigt.
Lage, Größe und Beschaffenheit des Baugebietes:
1 Die Erweiterung des besteh. Baugebietes liegt im Westen des Baugebietes Windberg – Riedfeld. Es hat ein Größe von ca. 0,6625 ha.
2) Das Gelände fällt in westlicher Richtung gleichmäßig ab.
3) Der Unterboden besteht aus steinigem Sandboden, Grundwasser ist nicht vorhanden. Besondere Fundierungsmaßnahmen sind nicht erforderlich.
4) Bebauung ist nicht vorhanden.
5) Baumbestand ist keiner vorhanden.
Geplante bauliche Nutzung
1) Die geplante Erweiterung ist als allgemeines Wohngebiet vorgesehen. (WA)
2) In der Erweiterung sind vorgesehen die Errichtung von 6 Wohngebäuden mit ca. 6 Wohnungen ca. 6 Garagen.
3) Es ist damit zu rechnen, daß das Gebiet innerhalb von 2 Jahren bebaut wird. Dann werden ca. 28 Einwohner in dem Gebiet wohnen.
4 a) Das Nettowohnbauland umfaßt ca. 0,4595 ha, Verkehrsfläche ca. 0,1540 ha, Bruttowohnbauland ca. 0,6135 ha, Grün- u. Freiflächen ca. 0,0490 ha, Bruttowohnbaufläche ca. 0,6625 ha.
b) Demnach entfallen auf das Bruttowohnbauland 92,60 %, Grün- und Freiflächen 7,40 %.
c) Vom Bruttowohnbauland entfallen auf Nettowohnbauland 74,90 %, Verkehrsflächen  25,10 %.
d) Es ergibt sich eine Bruttowohnungsdichte von 6 Wohnungen / 0,6625 ha, Nettowohnungsdichte von 6 Wohnungen / 0,4595 ha.
E. Erschließung
1) Die Erweiterung erhält über die besteh. Kreisstraße Anschluß an das öffentliche Wegenetz.
2) Die Wasserversorgung erfolgt über einen Anschluß an die Versorgungsleitung des Wasserverbandes Windberg.
3) Die Abwässer werden eingeleitet in die vorh. zentrale Kanalisation der Gemeinde. Der Anschluß ist sofort möglich.
4) Die Stromversorgung ist gesichert durch Anschluß an das Versorgungsnetz der OBAG.
5) Die Beseitigung der Abfälle ist sichergestellt durch den Zweckverband des Landkreises.
6) Die erf. Erschließungsstraße wird in einem Zug 1980 erstellt.
7) Die Erschließung erfolgt lt. Gemeinderatsbeschluß vollständig durch die HOBI – Baubetreuungs GmbH.
F. Überschlägige Kostenermittlung
I. Wasserversorgung 19.180,00 DM
II. Kanalisation 33.960,00 DM
III. Straßen 90.580,00 DM
IV. Begründung 5.000,00 DM
Summe 148.720,00 DM
G. Voraussichtliche Auswirkungen
1. Die Verwirklichung der Planung läßt keine nachteilige Auswirkung auf die in diesem Gebiet wohnenden Menschen erwarten.
H. Weitere Erläuterungen
Die geplanten 6 Wohnhäuser werden von der Fa. Hobi GmbH geplant und schlüsselfertig gebaut.
Die Planung wird in Verbindung mit dem Kreisbauamt Straubing-Bogen jeweils abgesprochen.
Sämtliche Wohnhäuser werden im ländlichen Baustil, unter Verwendung von viel Holzverkleidungen und roter Ziegeldeckung erstellt. (talseitig E. + 1 – bergseitig E – Hanghaus)
Die Vorgärten, d.h. die Verbindung der Ostseite der Gebäude zur Straße, werden nicht eingezäunt und werden dem Straßenbereich zugeordnet. Die Bepflanzung und Anlage wird nach einem gesonderten Bepflanzungsplan erstellt.
Am nördlichen Wendeplatz ist eine allgemeine Grünfläche mit Sitzgelegenheit geplant, die für Wanderer als Aussichtspunkt dienen soll.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Ankauf eines Feuerwehrfahrzeuges – (Sitzung vom 13. Januar 1980)
Der Gemeinderat nimmt Kenntnis von den drei eingeholten Angeboten für die Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges. Nach eingehender Beratung wird einstimmig beschlossen, das Angebot der Fa. Hierl, Straubing vom 8.1.1980 für ein Tragkraftspritzenfahrzeug TSF VW LT 31 anzunehmen. Vorbehaltlich der Zuschußbewilligung wird der Fa. Hierl der Auftrag für die Lieferung des o.a. Feuerwehrfahrzeuges erteilt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Gratulation zum 80igsten für Otto Edbauer
Hunderdorf:
Bei bester körperlicher und geistiger Verfassung konnte Otto Edbauer im Kreise von Verwandten und Bekannten sein 80igstes Geburtsfest feiern.
Zum Ehrentag stellten sich auch zahlreiche Gratulanten ein, um dem Jubilar alles Gute zu wünschen sowie einen Präsentkorb zu überreichen. So gratulierten Bürgermeister Härtenberger im Namen der Gemeinde Hunderdorf, Pfarrer Reitinger und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hamberger für den Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung, Xaver Anleitner im Namen der CSU-Gemeinderäte sowie Vorstand Pflügl für die Krieger- und Soldatenkamdradschaft. Weiterhin übersandten Glückwünsche Landrat Ingo Weiß sowie Generalsekretär Stoiber von der CSU- Landesgeschäftsstelle.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980

Maria Schreiner 80 Jahre
Ihren 80. Geburtstag konnte bei erfreulich guter Gesundheit Maria Schreiner, wohnhaft in Hunderdorf, Thananger Straße feiern. Neben zahlreichen Verwandten und Bekannten gratulierte auch 2. Bürgermeister Egon Weinzierl im Namen der Gemeinde Hunderdorf recht herzlich und überreichte einen schönen Geschenkkorb. Wir wünschen alles Gute!
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


AC – Hunderdorf (Evang. Altenclub)
Freitag, 15. Februar 1980, 14.30 Uhr Altennachmittag zur „Faschingszeit“
(Ein heiter-besinnlicher Seniorentreff in der Fichtenstraße 28) Auswärtige aus Neukirchen, Windberg und Steinburg werden bei Bedarf abgeholt und zurückgebracht.


Ausschreibung von Freizeit- und Erholungsmaßnahmen der Evang.-Luth. Jugend Bogen-Hunderdorf
13. – 17. Juni 1980
Schlauchbootfahrt der 1980-Konfirmierten
Teilnehmer: Alle Konfirmierten die im Besitz eines Freischwimmer-Nachweises sind.
Leitung: Diakon Tepp + 2 DLRG-Rettungsschwimmer.
Die Gruppe kocht selbst ab und übernachtet in zwei Zelten. Kosten: Ca. 50,– DM
Verbindliche Anmeldungen bis zum 28. Mai bei Diakon Tepp.


Evang.-Luth. Jugend Hunderdorf
Mittwoch, 6.2. 16.30 Uhr Jungschar in der Fichtenstraße 28 (Diakon Tepp)
Donnerstag, 7.2. 15.00 Uhr Kindergruppe in der Fichtenstraße (Frau Erika Tepp)
Mittwoch, 13, Februar  16.30 Uhr Jungschar in der Fichtenstraße 28 (Diakon Tepp / R. Schön)
Donnerstag, 14.2.  1500 Uhr Kindergruppe in der Fichtenstraße 28 (Frau Erika Tepp)
Freitag, 15.2.  18.00 Uhr Party des Evang.-Luth. Jugendtreff in Bogen. Die Hunderdorfer Konfirmierten werden um 17.15 Uhr in der Fichtenstraße 28 abgeholt und nach der Party, ab 22 Uhr zurückgebracht.

19. – 20. Juli 1980 Watzmannfreizeit mit dem Kinderchor, Posaunenchor undJungschar
Leitung: Diakon Tepp + Chorleiter
Eingeladen sind alle Jungschar- und Jugendtreffmitglieder, sowie die Mitglieder und Freunde der Chöre.
Bei diesem Treffen ist es der Wunsch des Diakons, daß besonders viele Eltern mitfahren. Bei genügender Elternbeteiligung kann mit Eigen-Kfz. gefahren werden.
Kosten: Wird noch bekannt gegeben.
VORAUSSETZUNGEN: Körperliche Konstitution für eine leichte, 4-stündige Bergwanderung, feste Wanderschuhe, Regenschutz.
Für Gipfelbesteiger – Bergschuhe.
Anmeldungen bis zum 23. April. Näheres regelt ein Merkblatt.

31. Juli – 8. August 1980 1. Stubai – Freizeit, für Konfirmierte
Leitung: Diakon Tepp
Hochgebirgswanderung/Hüttentour für Mitglieder des Jugendtreffs. Teilnehmerzahl begrenzt. Die Reihenfolge der Anmeldungen entscheidet. Voraussetzungen: Guter körperlicher Allgemeinzustand für mittelschwere Bergfahrt. Übernachtungen und Essen in Berghütten. Frühstück – Rucksackverpflegung. Ausrüstung verbindlich vorgeschrieben It. Merkblatt.
Kosten: Ca. 98,00 DM. – Die Teilnehmer werden AV-Mitglieder.

4.-. 12. September 1980 2. Stubai – Freizeit für Jungscharkinder und älter
Leitung: Diakon Tepp / Frau Erika Tepp. Zu dieser Hochgebirgswanderung sind auch Eltern mit eingeladen. Die Zahl der teilnehmenden Kinder in der Gruppe (ohne Eltern) ist begrenzt. Die Reihenfolge der Anmeldung entscheidet. Voraussetzung ist ein guter körperlicher Allgemeinzustand und die Teilnahme an der Watzmannfreizeit oder einer eigens dazu angesetzten Kurz-Maßnahme. Übernachtung und Essen in Berghütten.
Kosten für AV-Mitglieder ca. 98,– DM.
Die Mindestausrüstung ist verbindlich vorgeschrieben und wird vor Antritt der Fahrt überprüft.
Anmeldungen sind zu richten an:
Evang.-Luth. Pfarramt Bogen, Fichtenstraße 28 / Tel.: 1964, 8441 Hunderdorf
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Gut besetzter Crosslauf in Hunderdorf
Über 150 Läufer meldeten sich zum letzten Crosslauf, der auf dem neuen Sportgelände durchgeführt wurde. Wetter- und Bodenverhältnisse waren gut, so daß es zu spannenden Kämpfen zwischen den Läufern kam.
Auf dem 1. Platz in ihrer Klasse sahen wir die Läufer Gabi Diewald LC-Tanne Hunderdorf, Rosmarie Pillarski LC-Tanne, Thomas Schieß| LC-Tanne, Stefan Kraus, LC-Tanne, Günter Riedl LC-Tanne.
Fünfmal konnte der LC-Tanne bei der Mannschaftswertung den 1. Platz belegen.
Die Gemeindemeisterschaft errangen:
Schülerinnen C: Andrea Maier
Schülerinnen B: Rosi Schlecht
Schülerinnen A: Heike Bergbauer
Schüler C: Thomas Schießl
Schüler B: Martin Kraus
Schüler A: Stephan Kraus
weibl. Jugend B: Gabi Diewald
weibl. Jugend A: Christine Baier
männl. Jugend B: Günter Riedl
männl. Jugend A: Hermann Fuchs
Frauen: Therese Schießl
Männer: Stefan Lehner
Den Mannschaftspokal konnte der Ski-Club Hunderdorf erfolgreich verteidigen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Eisschützen ermittelten Ortsmeister

Dorfmeister 1980 auf dem Natureis

Das kalte winterliche Wetter ermöglichte die Durchführung der Ortsmeisterschaft im Eisstockschießen. Abteilungsleiter Sachs konnte 19 Mannschaften begrüßen, die erbittert um Punkte kämpften.
Bei der anschließenden Siegerehrung im Gasthof Baier-Edbauer dankte Sachs der Feuerwehr Hunderdorf, die das Eis berieselte und so erst ein gutes Schießen ermöglichte. Das Eisschießen findet immer mehr Liebhaber, nur schade, daß der Winter in der Vergangenheit recht launisch war und nur für kurze Zeit einen Eissport ermöglichte.
Ortsmeister wurde „Dynamo Hoch“ mit den Eisschützen E. Wild, E. Gerhardt, R. Gigler und J. Binnermann (Foto).
Die Sparkasse Bogen erkämpfte sich den 2. Platz, auf dem 3. Rang landete die Fa. Poiger. Es folgten Stetten-Lintach, Fa. Schießl, Dynamo Thananger und Fa. Hagn.
Diese Mannschaften erhielten aus der Hand des Vorstandes Kaldonek schöne Pokale.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Termine des Ski-Clubs Hunderdorf
In einer Sitzung der Skiabteilung wurden kurzfristige Termine festgelegt:
Am Donnerstag, 7.2.80, um 20 Uhr, wird bei Sandbiller die geplante Vereinsmeisterschaft besprochen.
Am Sonntag, 10.2.80, findet in Ahornwies die Vereinsmeisterschaft im Riesenslalom statt.
Für den 2.3.80 ist eine Zweitägige Omnibusfahrt nach Flachau im Salzburger Land geplant.
Am Samstag, 8.3.80, ist die Feier des 10jährigen Bestehens der Skiabteilung mit Ehrungen für 10jährige Mitgliedschaft.
Am Faschingsdienstag findet ein Faschingsskirennnen statt, anschließend ist gemütliches Treiben in der Skihütte.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Auftakt zum diesjährigen Fasching!
Die Frw. Feuerwehr Hunderdorf hielt am Samstag Ihren traditionellen Feuerwehr-Ball bei Sandbiller.
Die Tanzfläche war bis in die Morgenstunden überfüllt. Es herrschte ein fröhliches Treiben. FFW-Vorsitzender Anleitner konnte Bürgermeister Härtenberger, 2. Bürgermeister Weinzierl, die Gemeinderäte, sowie alle Ballbesucher recht herzlich begrüßen.
Weiter begrüßte der Vorstand die Kommandanten der Feuerwehren v. Gaishausen H. Dietl, Steinburg Häusler und v. der Werkfeuerwehr Nolte Petzendorfer. Ferner die Vorstände des Sportvereins Herrn Kaldonek mit Abteilungsleiter Henschhirsch u. Sachs sowie die Vorstände Glas Bayerwaldverein, Sacher Trachtenverein, Altschäffl Schützenverein Lintach.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


VdK-Ortsverband Hunderdorf
Gutes Einvernehmen mit Gemeinden
Sitzung des VdK-Ortsverbandes – Renten brisantes Wahlkampfthema
Der Vorsitzende des Ortsverbandes Hunderdorf-Windberg der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner (VdK), Rudolf Karl, hatte im Januar zu einer Vorstandschaftssitzung ins Gasthaus Sandbiller eingeladen, auf der die methodische Vereinsarbeit des abgelaufenen Jahres und die künftige interimistische Arbeit des Ortsverbandes für das nächste Halbjahr besprochen wurde.
Die Kassiere Anna Heilmann für Hunderdorf und Michael Zöllner für Windberg berichteten zunächst ausführlich über die Kassenlage, die noch erfreulich ist. Er zeigte auch eine gewisse Sparsamkeit auf, wobei man besonders der Hauptkassiererin Anna Heilmann für ihre. gewissenhafte Arbeit und Kassenführung dankte.
142 Mitglieder weist der Ortsverband derzeit auf. Dieser Stand konnte trotz der steigenden Fluktuation konstant gehalten werden. Acht Mitgliedern mußte der Ortsverband 1979 die letzte Ehre am Grabe erweisen.
Mitgliederwerbung, Ortsverbandsangelegenheiten, Beitragseinhebung durch Bankeinziehung, sowie Halb- und Ganztagsausflug für 1980 waren weitere Beratungspunkte.
Durch die Spendenfreudigkeit der Hunderdorfer und Windberger Einwohnerschaft wurde auch heuer wieder bei der Haus- und Listensammlung ‘Helft Wunden heilen’ der ansehnliche Betrag von 1418 DM -15 % mehr als im Vorjahr- gesammelt, wovon die Hälfte beim Ortsverband verbleibt.
Allen aufgeschlossenen Spendern und freiwilligen Helfern, die sich um diese Aktion annahmen, dankte die Vorstandschaft im Namen des Verbandes. Wegen der guten Spendenergebnisse konnten aus dem Unterstützungsfonds wieder hilfsbedürftige Mitglieder vor Weihnachten mit einem kleinen Geldbetrag bedacht werden. Auch die Altenbetreuung könne der Ortsverband dadurch wieder intensiver betreiben.
Ortsvorsitzender Rudolf Karl zog anschließend neue positive Bilanz. Im abgelaufenen Vereinsjahr wurden zwei Vorstandschaftssitzungen, eine Mitglieder- und Aufklärungsversammlung und sehr viel Wert auf Mitgliederbetreuung, Alters- und Mitgliederehrung gelegt.
Sechs Mitglieder konnten neu aufgenommen werden. Auch bei verschiedenen Anlässen im Gemeindegeschehen und Kirchenveranstaltungen hat der Ortsverband teilgenommen. Gerade die durchgeführten Ausflüge nach Kreuzberg und die Fahrt ins Blaue im Rahmen der Altenbetreuung seien ein echter Beitrag gewesen die Kameradschaft im Ortsverband zu erhalten, meinte Karl. An der Schwerbehindertentagung für Vertrauensleute in Nürnberg vom 2. bis 4. Oktober nahmen der zweite Vorsitzende Xaver Hagn und Vorsitzende Karl teil, die so über die Situation der Schwerbehinderten dann auch ausführlich berichten konnten.
Karl gab dann anschließend noch einen gerafften Rückblick
über das 21. Rentenanpassungsgesetz und man war der Meinung, daß die Auseinandersetzung um die Rentenversicherung ein brisantes Wahlkampfthema für 1980 sein dürfte. Ausführlich wurde dann noch über den bargeldlosen Beitragseinzug diskutiert, der für die beiden Ortskassiere und für die Mitglieder selbst eine große Erleichterung bringen soll. Karl erläuterte im einzelnen den technischen Ablauf dieser fixierten Neuerung für das Jahr 1980 und bat die Mitglieder und Mitarbeiter um aktive Unterstützung. Größere Probleme, auch mit den Kontennummern, sind, so wurde festgestellt, bis jetzt noch nicht aufgetreten. Es wird daher nochmals ersucht, die Zahlen richtig anzugeben damit der Ortsverband mit den Geldinstituten administrativgerecht abrechnen kann.
Statt der bisherigen Beitragsmarken würde die jeweilige Banklastschrift als Quittung für den VdK-Beitrag bzw. VdK-Gruppensterbeversicherung, so der Sprecher, ausreichen. Einen entsprechenden Antrag richtete der Ortsverband Hunderdorf diesbezüglich an den Landesverband, so daß sich dieser mit diesem Problem als Novum zu befassen habe.
Zum Abschluß wurde noch der jährliche Ausflug des VdK-Ortsverbandes konzipiert. Nachdem viele Mitglieder einen Ganztagsausflug wünschten, wurde Füssen beziehungsweise der Traunsee als Ausflugsziel zur Wahl gestellt. Eine endgültige Entscheidung wird rechtzeitig in diesem Mitteilungsblatt bekanntgegeben.
Die Hinterbliebenenbetreuerin Resi Grimm regte noch an, den Kontakt zu den Mitgliedern zu verstärken, weil ja durch den Bankeinzug des Mitgliedbeitrags die persönliche Beziehung oder auch das persönliche Gespräch künftig fehle. So soll auch auf alle Fälle der Halbtagsausflug ins Blaue, der sehr gut in der Altenbetreuung ankam, wieder durchgeführt werden.
In diesem Sinne sollten auch die einzelnen Ortsvorstände und Kreisvorstandsmitglieder enger zusammenarbeiten.
Schließlich wurden auch noch die Neuwahlen der Organe der Sozialversicherungsträger angesprochen. Auch für die Sozialversicherung ist das Jahr 1980 von besonderer Bedeutung. Zum sechsten Male in der Geschichte der Bundesrepublik werden nämlich im Mai die Versicherungsparlamente der Versicherungsträger gewählt. Zum Schluß wurde noch übereinstimmend festgestellt, daß der VdK-Ortsverband ein gutes Einvernehmen mit der Verwaltungsgemeinde Hunderdorf und Gemeindeverwaltung Windberg habe.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Skijöring des MSC Meidendorf
Beim 2. Skijöring des MSC Meidendorf konnte Josef Wurm als verantwortlicher Veranstalter neben Bürgermeister Kleikamp auch 17 Motorradfahrer und 17 Skifahrer begrüßen. Eine beachtliche Zuschauerzahl war gekommen, um diese seltene Sportart zu bewundern. Die idealen Schneeverhältnisse, mit Spezialmaschinen präpariert, ermöglichten einen spannenden und reibungslosen Ablauf. Auf der Höhe bei Irensfelden erlebten die Zuschauer verbitterte Zweikämpfe zwischen den Fahrern. Die wenigen Stürze verliefen ohne nennenswerte Verletzungen. Vier Fahrer kämpften in jedem Lauf um Sieg und Punkte. Der Sieger erhielt 3, der Zweite 2, und der Dritte 1 Punkt. Jeder Fahrer mußte 5 Rennen absolvieren. Die Sieger erhielten Kränze und Pokale.
ERGEBNISSE: 1. Sieger Max Schuster und Herrnberger Hans (15 Punkte), 2. Helmut Grimm u. Armin Hiller (14), 3. Hans Freundorfer u. Andre Wust (11), 4. Hubert Stahl u. Klaus Klar (11), 5. Albert Schwarzensteiner u. A. Hiller (10), 6. Hans Huber u. Anton Scheidl (9), 7. S. Harlander u. Leitner (8), 8. H. Prolss u. J. Helmbrecht (7), 9. F. Klimmer u. E. Brunner (6), 10. R. Stegbauer u. W. Seidler (6), 11. A. Lang (6), 12. St. Dendl u. H. Post (6), 13. J. Hambauer u. E. Mühlbauer (5), 14. F. Reith u. W. Schedlbauer (2), 15. L. Berger u. Wanninger (2), 16. L. Schinabeck u. W. (1), 17. H. Foierl.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 01.02.1980


Hans Riesers Entwurf gefiel am besten
Der Mitterfelser Bildhauermeister soll Altarraum neu gestalten – Pfarrfest ein Erfolg – Jahresprogramm für 1980 festgelegt
Hunderdorf.
Zu einer ersten gemeinsamen Sitzung in neuen Jahren trafen sich kürzlich die Mitglieder des Pfarrergemeinderates und der Kirchenverwaltung. Vorsitzender Hans Hamberger konnte hierzu neben den Kolleginnen und Kollegen auch Pfarrer Franz Reitinger und Gemeindeassistentin Angela Aman begrüßen. Hauptthema war die Kirchenrenovierung.
Hans Hamberger gab zu Beginn der Sitzung einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr 1979. Die wichtigste Aufgabe sei dabei die Anschaffung der neuen Orgel sowie der Beginn der Kirchenrenovierung gewesen. Hamberger oben in diesem Zusammenhang die große Spendenfreudigkeit von seiten der Bevölkerung besonders hervor, wobei durch die Zuwendungen die Vorhaben finanziell gesichert worden seien. Er bezeichnete dies auch als Zeugnis echten Pfarrbewusstseins, worauf auch die Pfarrgemeinderäte als gewählte Vertreter der Pfarrangehörigen mit Recht stolz sein könnten.
Die Glückwunschaktion für ältere Bürger der Pfarrei sei im vergangenen Jahr begonnen worden und habe ein positives Echo gefunden. Der Vortragsabend von Pater Norbert Backmund mit dem Thema „Hellsehen“ verzeichnete eine sehr hohe Besucherzahl und sei auch hervorragend angekommen. Ferner habe der Pfarrgemeinderat einen Filmabend mit einem Werbeaktion für die SOS-Kinderdörfer durchgeführt und habe somit auch ein Beitrag zum Jahr des Kindes geliefert. Als weitere Hauptveranstaltung nannte Hamberger in seinem Bericht das Pfarrfest im Juli vergangenen Jahres. Dieses Fest sei ein großartiger Erfolg gewesen, sowohl hinsichtlich des Erlöses für die neue Kirchenorgel, als auch auf gesellschaftliche Basis. Bei dieser Gelegenheit sprach der Vorsitzende allen die in irgendeiner Weise zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben, seinen Dank aus. Hierbei sei es echte Kameradschaft und uneigennütziger Einsatz aller kirchlichen Organisationen und sonstige Helfer zum Tragen gekommen.
Im vergangenen Herbst haben Mitglieder des Pfarrgemeinderates die Caritas-Haussammlung übernommen. Einen sehr guten Anklang habe auch der in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Frauenbund durchgeführte Bildungs- und Filmabend für die Aktion „Haus für das Leben“ gefunden. Durch eine Spende leisteten auch die Hunderdorfer einen Beitrag zu dieser Aktion. Während der Vorweihnachtszeit boten Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der KLJB Hunderdorf wieder Weihnachtskarten und Sondermarken bei den Gottesdiensten zum Verkauf an. Der Erlös dieser Weihnachtsaktion sei zum Großteil an das Bonifatiuswerk in Paderborn überwiesen worden.
Hamberger betonte nach der Aufzählung der Veranstaltungen, dass bei den abgehaltenen Sitzungen naturgemäß die Planung zur Anschaffung der neuen Orgel und die Renovierungsarbeiten im Gotteshaus dem größten Raum eingenommen hätten Hierbei hätten sich die zuständigen Personen die Entscheidungen nicht immer leicht gemacht. Der erste Bauabschnitt, nämlich die liturgische Neugestaltung der Altarzone, hätten einige Schwierigkeiten bezüglich der Abhaltung der Gottesdienste mit sich gebracht. So habe sich das Pfarrheim als Ausweichraum angeboten. Zudem habe Pfarrer Franz Reitinger dankenswerterweise die Zahl der Gottesdienste erhöht, so daß allen Pfarrangehörigen trotz der räumlichen Einschränkung genügend Gelegenheit zum Besuch der hl. Messe gegeben war. Als wertvolle Neuerung habe sich in diesem Zusammenhang die Vorverlegung der Vorabendmesse auf 17 Uhr erwiesen. Dies solle auch weiterhin während der Wintermonate so bleiben. Der erste Bauabschnitt sei aber dann doch noch vor den Weihnachtsfeiertagen abgeschlossen worden, und Hamberger bezeichnete diese Maßnahmen als gelungen.
Zum Schluß seiner Ausführungen stattete der PGR-Vorsitzende seinen Dank allen Kolleginnen und Kollegen für die gute und sachliche Zusammenarbeit, dem Geistlichen für das allseits aufgebrachte Verständnis, der Gemeindeassistentin Amann für die Chorleitung, dem Mesner Meergans, Martha Hofmann für die Betreuung des Altenclubs, Ingrid Hentschirsch für die Berichterstattung in der Lokalpresse, Waldfriede Holzapfel für die Tätigkeit als Schriftführeren, Roswitha Bergbauer für ihren Einsatz zum Wohl der Kleinsten im Kindergarten ab. Mit dem Wunsch, daß alle auch ferner in so harmonischer und sachlicher Zusammenarbeit weiter wirken, schloß Hamberger seinen Bericht.
Pfarrer Franz Reitinger gab Aufschluß über die abgelaufenen und bevorstehenden Arbeiten der Kirchenrenovierung. Hierbei wurde deutlich, dass die Malerarbeiten im Bauabschnitt I unbedingt in nächster Zeit in Angriff genommen werden müssten. Die schon längst fertiggestellte Marienstatue warte auch auf Abholung, können könne aber nur ihren Platz in der Kirche einnehmen, wenn die Wände entsprechend getüncht seien.
Nochmals stellte der Pfarrer den Anwesenden die Modelle für die endgültige Neugestaltung der Altarzone zur Einsichtnahme vor Dabei entschied sich die Mehrheit der anwesenden Räte für das Modell des einheimischen Bildhauers Rieser aus Mitterfels. Der Kunstausschuß der Bischöflichen Finanzkammer Regensburg wird dazu noch um Stellungnahme gebeten. Die Neugestaltung umfasst neben Altar und einem Ambo auch das Taufbecken und ein Lesepult. Die im Rahmen der Renovierung vorübergehend abgestellten Kirchenbänke sollen nach Beseitigung der alten Orgel auf der Empore wieder einen neuen Platz finden. Auch Pfarrer Franz Reitinger dankte allen für ihren Einsatz.
Nun wurde das Jahresprogramm für 1980 festgelegt. Zwei Vorträge werden stattfinden. Im März wird dabei das Heilige Land im Mittelpunkt stehen, während es im Juni um das Schwammerlsuchen gehen wird. Für das Pfarrfest wurde als voraussichtlicher Termin der 27. Juli bestimmt. Hierzu haben alle kirchlichen Organisationen bereits ihre Mitarbeit zugesagt im Juni soll auch ein Pfarrausflug stattfinden. Im Herbst übernimmt der PGR wieder die Caritassammlung und eine Weihnachtsaktion wie bisher sollen ebenfalls abgehalten werden. Auf Anregung soll der Wert der Geschenkkörbe für Altersjubilare auf 50 DM angehoben werden. Nachdem der Vorsitzende über die Lektoren- und Kommunionhelfertagung berichtete, beschloß man, daß auch in der Pfarrei Hunderdorf in Zukunft mehrere Laien als Lektoren eingesetzt werden sollen.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.02.1980


Keinen Fußgängerüberweg bei der Hauptschule
Gemeinderat will den Einsatz von Schülerlotsen prüfen lassen – Neue Sportanlage soll am 1. August eingeweiht werden
Hunderdorf.
Hauptpunkt der kürzlich im Verwaltungsamt Hunderdorf stattgefundenen Sitzungen des Gemeinderates Hunderdorf war die Errichtung eines Fußgängerüberweges in Hunderdorf. Dabei wurde aufgrund von Empfehlungen beschlossen, von einem Fußgängerüberweg abzusehen, jedoch soll die Wegstrecke im Schulbereich am Quellenweg übersichtlicher gestaltet werden. Weiterhin wurde der Termin für die Sportanlageneinweihung auf den 1. August festgelegt sowie über den Straßenbau Au vorm Wald-Gaishausen beraten, der nunmehr aus Kfz-Mitteln bezuschußt wird. Die Sätze für die Hundesteuer und die Feuerschutzabgabe werden gegenüber dem Vortag Vorjahr nicht erhöht.
Eingangs wurde dann das Schreiben der Polizeiinspektion Bogen wegen der Errichtung von Fußgängerüberwegen zur Kenntnis genommen. Beim Kindergarten-Kirchweg über die Hauptstraße sei auch eine Zugrundelegung von Werten des Verkehrsaufkommens ein Fußgängerüberweg nicht erforderlich. Bei der Schule sei die Errichtung eines Fußgängerüberweges auch mit zahlreichen Verkehrsbeschilderungen verbunden, wobei auch eine Halteverbotszone gefordert werden müßte. Der Wert eines Fußgängerüberweges müsse aufgrund einer Lage betrachtet werden, wovon die Sicherheit insbesondere abhänge. Die Richtzahlen würden auch hier nicht erreicht und es liege auf der Hand, dass der Fußgängerüberweg nur stoßweise zu Beginn und zum Ende der Schule benützt werden dürfte. Werde jedoch ein derartiger Fußgängerüberweges errichtet, so müsste auch in Kauf genommen werden, dass eventuell geringe Umwege entstünden. Wegen der angrenzenden Geschäfte erscheine es aber fraglich, ob die Kinder auch der Pflicht zur Benutzung des Fußgängerüberweges nachkommen würden.
Als Alternative schlug die Polizei eine Druckknopfampelanlage mit Fußgängerfurt vor, die jedoch teuer in der Anschaffung, aber möglicherweise wirksamer sei. Bürgermeister Härtenberger berichtete ergänzend, daß auch das Landratsamt die Errichtung eines derartigen Fußgängerüberweges nicht empfohlen habe. Verwaltungsangestellter Kern führte aus, dass ein derartiger Fußgängerüberweg nicht unbedingt die erhoffte Sicherheit bringen, sondern eine gewisse Unsicherheit beim Fußgänger und Autofahrer auftreten könne.
Nach eingehender Beratung beschloß der Gemeinderat, die Errichtung eines Fußgängerüberweges oder ein Druckknopfampelanlage nicht mehr zu erwägen. Es sei aber im Benehmen mit der Schulleitung zu prüfen, inwieweit durch den Einsatz von Schülerlotsen der Schulweg im dortigen Bereich noch sicherer gestaltet werden könnte. Damit die dortige Strecke übersichtlicher werde, solle die Anregung der Polizei aufgegriffen werden, mit den betroffenen Landwirten Verbindung hinsichtlich der Verlegung der Milchwagenhaltestelle aufzunehmen. Aus Verkehrssicherheitsgründen wäre die Verlegung geboten.
Bürgermeister Härtenberger gab das Schreiben sowie dem Planentwurf der Ortsplanungsstelle für Niederbayern betreffend der Flächennutzungsplanung der Stadt Bogen zur Kenntnis. Der Gemeinderat stellte fest, daß Einwendungen oder Anregungen hierzu nicht notwendig seien, da die Planungsinteressen der Gemeinde Hunderdorf nicht berührt würden. Vorgetragen wurde auch das Schreiben des Vermessungsamtes Straubing von 15.1.1980. Hiernach hat die Gemeinde Hunderdorf 1979 mit dem Vermessungsamt vereinbart, daß jährlich zwei neue Karten im Maßstab 1:1000 erstellt werden.
In diesem Zusammenhang der Kartenneuherstellung nimmt das Vermessungsamt eine neue Bestandsaufnahme vor und erstellt neue Plankarten im Maßstab 1:1000, die Maßstabsgetreu sind. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, im Jahre 1980 zwei weitere Karten zu bestellen, und zwar wird dabei insbesondere der Ortskern Hunderdorf neu kartiert.
Als Termin für den Festakt zur Einweihung der neugebauten Freizeit- und Sportanlage wurde Freitag, 1. August, festgelegt. Es wird dem Sportverein überlassen, welche Veranstaltungen im Zuge der Einweihungsfeierlichkeiten abgehalten werden. Der Zeitpunkt der Einweihung liegt im Rahmen des Hunderdorfer Volksfestes, das in und Zeit vom 1. bis 4. August 1980 stattfindet.
Der Bürgermeister informierte den Gemeinderat außerdem über die Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt Deggendorf wegen der Förderung des Straßenbaues im Zuge des Förderungsprogrammes für Wirtschaftswege. Hierbei sei derzeitig eine Zuwendung nicht in Aussicht gestellt worden. Man habe vielmehr betont, daß der Straßenausbau Au vorm Wald-Gaishausen erst dann durchgeführt werde, wenn die Kläranlage errichtet sei. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, den Weg nicht mehr als Wirtschaftsweg zu führen, sondern sich um eine Förderung zum Ausbau als Gemeindeverbindungsstraße zu bemühen. Als Ausbaujahr wurde das Jahr 1981 vorgesehen, sofern eine Förderung aus Mitteln der Kfz-Steuer erfolgt. Das Landratsamt Straubing-Bogen hat hinsichtlich der Bezuschussung seine Unterstützung zugesagt. Abschließend beauftragte der Gemeinderat das Ingenieurbüro Sehlhoff in Bogen, die entsprechende und Planung des Projektes vorzunehmen.
Weiterhin gab Härtenberger die Antwort der Autobahndirektion Südbayern in Sachen Müllplatz Sollach zur Kenntnis. Hiernach wird der Müllplatz, der ursprünglich zum 15. 2. 1980 geschlossen werden sollte, auf Antrag der Gemeinde noch bis zu Beginn der Bauarbeiten offengehalten. Wie die Autobahndirektion mitteilte sei mit dem Beginn der Autobahnarbeiten im Bereich Sollach im Mai dieses Jahres zu rechnen. Der Bürgermeister führte noch aus, daß Landrat Ingo Weiß der von der Gemeinde beantragten Verschiebung des Vollzugs der Vollzugstermins betreffend die Trinkwasseruntersuchungen zugestimmt habe. Der Landrat hätte versichert, sich nochmals für eine für die Betroffenen günstige Regelung einzusetzen. Ferner berichtete er über das Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 15.1.1980. Hierin werde mitgeteilt, daß eine Förderung der 400-m-Laufbahn in Hunderdorf aufgrund der Nähe zu Bogen nicht gewährt werden könne. Auch eine bessere Förderung für das Sportheim sei nicht in Aussicht gestellt. Bürgermeister Härtenberger hatte bei Ministerpräsident Strauß anläßlich einer Gesprächsrunde mit dem niederbayerischen Mandatsträger die Anträge gestellt, ob es nicht noch möglich sei, die 400-m-Laufbahn zu fördern und eine bessere Bezuschussung des Sportheimes zu gewähren.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.02.1980


Vielen Masken beim KJB-Ball
Hunderdorf.
Beim ersten KLJB-Ball in einem Tanzsaal herrschte eine großartige Faschingsstimmung. Nicht nur der zahlreiche Besuch der Faschingsveranstaltung im Tanzlokal Wagner-Freudenstein trug dazu bei, sondern auch die verschiedensten originellen Masken und zuletzt besonders auch die junge Musikerkapelle „Torpinos“. KLJB-Vorstand Waltraud Weinzierl hatte zu Beginn der Veranstaltung insbesondere Bürgermeister Härtenberger und Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hamberger willkommen geheißen. Von Anfang an herrschte im vollbesetzten Saal die richtige Faschingsstimmung. Die Tanzkapelle „Torpinos“ sorgte für großen Andrang auf der Tanzfläche. Höhepunkt des Abends war die Maskenprämiierung, wobei sich viele Besucher in ihren hübschen und einfallsreichen Masken der Jury stellten. Den 1. Preis erhielten zuerkannt „fünf Wickinger“, gefolgt auf Platz zwei von „vier Negermädchen“. Eine weitere Attraktion des Abends war der Auftritt des Damenballetts, dargestellt von männlichen KLJB-Mitgliedern.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.02.1980


Waldlerfasching
Vom 11.11. bis Aschermittwoch feiert man die „närrische Zeit”, den Karneval, der in Bayern Fasching heißt. Es ist eine Zeit, in der die Menschen ihr “normales Aussehen” durch Masken und Verkleidungen verändern und besonders bei Tanzveranstaltungen und Hausbällen recht lustig und ausgelassen sind.
Der alte Waldlerfasching verstrickte seine Bräuche mit dem Reich der Dämonen. Nur noch in wenigen Orten des Bayerischen Waldes findet man das ursprüngliche Faschingstreiben. Bekannt waren die “Habergeiß” in der “Faschingshochzeit”, bei der bodenständige Masken verwendet wurden, wie sie noch in Frauenau zu finden sind.
In der berühmten “Rauhnacht” in Frauenau werden alte Figuren lebendig erhalten. Am Faschingssamstag beherrschen “Uhu, Wolf, Bär, Hex, Drud, Zaubermeister, Nachtgespenst, Nebelgeist, Waldschrat, Kräuterweib, Wildschütz u.a. ” die Straßen. Jeder will unerkannt bleiben, und erst um Mitternacht fallen die Masken. Der verstorbene Kunstmaler Hermann Erbe-Vogel hat diese Rauhnächte wieder zu den originellsten Bällen des Bayerischen Waldes gemacht. Mit dem Gesang “Heut is d’ Rauhnacht, wer hats aufgebracht” ziehen die ramponierten Masken wieder nach Hause.
Die Faschingsumzüge der Erwachsenen und Kinder haben auch im Wald städtische Züge angenommen und erinnern zu sehr an die großen Karnevalsumzüge am Rhein, Prinzenpaare und Prinzengarden dürfen dabei auch nicht fehlen.
In St. Englmar findet am Faschingsmontag eine Faschingshochzeit statt. Der bunte Zug von “Maschkera” zieht auf den Dorfplatz, wo in einer einstudierten Aufführung verschiedene lustige Begebenheiten des letzten Jahres nachgespielt werden.
Für die meisten Vereine ist der Faschingsball der “gesellschaftliche Höhepunkt“ des Winterhalbjahres. Dabei werden keine Fahrten gescheut, um “ihren” Ball zum schönsten der Faschingssaison werden zu lassen. Die Dekorationen und Masken werden unter ein bestimmtes Motto gestellt. Hat man kein eigenes Prinzenpaar, so wird eines mit der Prinzengarde aus der nahen Stadt “gemietet”. – Auch die Kleinen werden nicht vergessen. Früher veranstalteten die Schulen am Rosenmontag farbenfrohe Maskenzüge durch das Dorf. Heute hat diese Aufgabe irgendein Ortsverein übernommen. Beim Kinderfasching geht es nicht weniger lustig zu als bei den Erwachsenen. Jede Mutter ist auf ihren kleinen Cowboy, Kaminkehrer, Clown, die Hexe und andere Gestalten stolz. Nach dem Faschingsumzug auf der Straße treffen sich die Kleinen im Tanzsaal, wo bei den Klängen der Musik Jubel, Trubel und Heiterkeit herrscht.
Am Aschermittwoch ist dann der ganze Zauber vorbei. In der Kirche lassen sich viele ”einascherln ”, und dann folgt das “Geldbeutelwaschen”. Eine ernste Zeit löst die Narrenzeit ab.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Bei der VG eingereichte Baupläne
Gemeinde Hunderdorf
Riepl Karl, Thananger, Hunderdorf‚ Anbau eines Wohnhauses mit Garage
Hornberger Max, Lindfelder Weg, Hunderdorf, Erneuerung der Dachkonstruktion über dem Wohnhaus
Spielbauer Georg, Sollach, Hunderdorf, Neubau eines Wohnhauses mit Garage
Erber Johann, Ellaberg, Gaishausen‚ Abbruch des Schuppens und Wiederaufbau einer Garage und Geräteraum
Helmbrecht Peter, Bauernholz, Hunderdorf, Erweiterung des Wohnhauses
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Fundanzeige
Am 7. Februar wurde in der Hauptstraße (bei Kaldonek) ein Schlüssel mit der Aufschrift Schließfach 9 gefunden. Der Verlierer kann diesen bei der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf abholen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Rentnerbetrüger im südostbayerischen Raum;
Seit Dezember 1977 tritt im ostbayerischen Raum, hauptsächlich in Niederbayern, aber auch in den Randgebieten von Oberbayern und der Oberpfalz, ein etwa 30 – 40 Jahre alter Mann bei älteren Leuten auf und gibt an, von der Landesversicherungsanstalt, der AOK oder vom Sozialamt zu sein und zu hoch ausbezahlte Rente zurückfordern oder von einer zu erwartenden Rentenerhöhung die Mehrwertsteuer gleich im vorhinein kassieren zu müssen. Bisher sind etwa 70 solche Straftaten mit einer Schadenssumme von ca. 30 000 DM angezeigt worden.
Mit weiterem Auftreten ist zu rechnen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Flurbereinigung Breitenweinzier, Stadt Bogen, Lkr. Straubing-Bogen
Bekanntmachung und Ladung
Die Grundstückseigentümer und Erbbauberechtigten im Flurbereinigungsgebiet werden hiermit zu einer Teilnehmerversammlung eingeladen.
Versammlungsort: Gastwirtschaft Miedauer in Breitenweinzier
Versammlungszeit: Mittwoch, den 27.2.1980, vorm. 9.00 Uhr
Tagesordnung:
I. Wahl des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft
II. allgemeine Aussprache
Der Vorstand führt die Geschäfte der Teilnehmergemeinschaft.
Er soll das volle Vertrauen der Teilnehmer besitzen. Wünschenswert ist deshalb, daß sich möglichst viele Teilnehmer an der Wahl des Vorstandes beteiligen.
Die Flurbereinigungsdirektion hat die Zahl der zu wählenden Mitglieder des Vorstandes und deren Stellvertreter auf je 7 festgesetzt.
Jeder Teilnehmer hat eine Stimme, wobei Miteigentümer als ein Teilnehmer gelten. Einigen sich Miteigentümer nicht über die Stimmabgabe, sind sie von der Wahl ausgeschlossen.
Die Vertretung durch Bevollmächtigte, die nicht selbst Teilnehmer sein müssen, ist zulässig. Bevollmächtigte haben sich in der Versammlung durch eine schriftliche Vollmacht auszuweisen, bei der die Unterschrift des Vollmachtgebers öffentlich oder amtlich beglaubigt sein muß. Die Beglaubigung erteilt die Gemeinde gebührenfrei.
Jeder anwesende Wahlberechtigte, sei er Teilnehmer, Bevollmächtigter oder gesetzlicher Vertreter, hat nur ein Stimmrecht, auch wenn er mehrere Teilnehmer vertritt. Er kann insgesamt 14 Personen als Mitglieder und Stellvertreter in den Vorstand wählen.
Kommt die Wahl im Termin nicht zustande und verspricht ein neuer Wahltermin keinen Erfolg, so kann die Flurbereinigungsdirektion Mitglieder des Vorstandes nach Anhörung des Bayerischen Bauernverbandes bestellen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Vom Gemeinderat Hunderdorf, Sitzung vom 4.2.1980
Einziger öffentlicher Tagesordnungspunkt war hier wiederum das Flurbereinigungsverfahren Hunderdorf. Hierzu hatten sich auch zahlreiche Zuhörer eingefunden. Eingangs trug Bürgermeister Härtenberger den neuerlichen Antrag von Otto Bugl vom 3.1.1980 im Namen der Flurbereinigungsgegner vor. Hiernach wird der Gemeinderat nochmals gebeten, eine neutrale Haltung, wie sie mit Beschluß vom 20.12.1979 erfolgt ist, zu überdenken und sich nunmehr an der Seite der Flurbereinigungsgegner für eine Abwendung der Flurbereinigung Hunderdorf einzusetzen. Zugleich wurde auch eine Unterschriftsliste beigelegt, wonach rd. 80 % der Landwirte sich gegen die Flurbereinigung ausgesprochen hätten. Eine eingehende Beratung und Diskussion erfolgte im Gemeinderat und zusammen mit den Zuhörern. Dabei wurde von den Flurbereinigungsgegnern insbesondere betont, daß aufgrund der strukturellen Verhältnisse die Flurbereinigung nicht zweckmäßig sei. Hinsichtlich der Verbesserung der Abflußverhältnisse beim Bogenbach war man sich auch darüber einig, daß die Naturschützer ein zu gewichtiges Wort zu sagen hätten. Die Landwirtschaft sei insbesondere im hiesigen Bereich ein ausgezeichneter Umweltschützer. Der Bürgermeister stellte fest, daß von seiten der Gemeinde möglichst alle Bürger zu vertreten sind. Es haben sich auch nicht alle gegen die Flurbereinigung ausgesprochen und es sei aufgrund der Förderung auch nicht zu übersehen, daß eine Flurbereinigung auch positive Gesichtspunkte habe.
Vorteile einer Flurbereinigung seien zu sehen beim Ausbau des Straßennetzes, auch zu den einzelnen Gehöften, wobei ggf. vorhandene Wegstreitigkeiten beseitigt werden. Ganz außer acht dürften auch die möglichen Grundstücksdrainagen nicht werden.
Nach eingehender Beratung und Aussprache beschloß der Gemeinderat, die Entscheidung über den Antrag zu vertagen. Es wurde eine Anregung aufgegriffen, hinsichtlich des Verfahrens nach § 87 (Verfahren bezüglich der Autobahn). Es sollte noch erkundet werden, welche Flächen in dieses Bereinigungsverfahren einbezogen werden oder können, welche Maßnahmen dabei durchgeführt werden und welche Kosten diesbezüglich entstehen.
Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurde insbesondere die Erschließungsbeitragserhebung für den Ausbau des Quellenweges behandelt. Dabei war auch Amtsrat Franzke vom Landratsamt Straubing-Bogen anwesend, der Auskünfte hinsichtlich der Sach- und Rechtslage gab. Beschlossen wurde auch die Änderung der Erschließungsbeitragssatzung. Der Gemeinderat beschloß die Erschließungsbeitragssatzung rückwirkend ab 1.10.1979 zu ändern, Hiernach wird der Gemeindeanteil an den Erschließungskosten auf 20 v.H. erhöht.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Die Geltendmachung von Verfahrens- oder Formmängel beim Zustandekommen von Flächennutzungsplänen und anderen Satzungen auf Grund des Bundesbaugesetzes
Eine Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften des Bundesbaugesetzes beim Zustandekommen von Flächennutzungsplänen oder anderen Satzungen nach dem Bundesbaugesetz, die vor dem 1. Januar 1977 in der Gemeinde Hunderdorf und der ehemaligen Gemeinde Steinburg in Kraft getreten sind, ist unbeachtlich, wenn die Verletzung der Verfahrens- oder Formvorschrift nicht innerhalb eines Jahres schriftlich gegenüber der Gemeinde Hunderdorf bzw. ehemaligen Gemeinde Steinburg geltend gemacht worden ist. Dies gilt nicht, wenn die Vorschriften über die Genehmigung oder die Veröffentlichung der Flächennutzungspläne bzw. Satzungen verletzt worden sind.
Die Jahresfrist beginnt mit dem Tage dieser Bekanntmachung.
Diese Bekanntmachung beruht auf § 12 von Art. 3 des Gesetzes zur Änderung des Bundesbaugesetzes vom 18.8.1976.
Hunderdorf, den 31. Jan. 1980
Härtenberger
1. Bürgermeister
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Öffnungszeiten der Bücherei Hunderdorf
Die Bücherei ist jeden ersten Mittwoch eines Monats von 18.00 – 19.00 Uhr geöffnet. Es stehen eine große Auswahl von Büchern zur kostenlosen Ausleihung bereit.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980

Vom Gemeinderat Windberg, Sitzung vom 5.2.1980
Straßenbau Irensfelden-Netzstuhl wird ausgeschrieben
Bürgermeister Kleikamp gab bekannt, daß auch hinsichtlich der Bauleitung bereits ein entsprechender Ingenieurvertrag mit dem Ingenieurbüro Sehlhoff in Bogen abgeschlossen wurde. Weiterhin erläuterte der anwesende Ingenieur Schamm vom Ingenieurbüro Sehlhoff das weitere Ausschreibungsverfahren. Er empfahl die öffentliche Ausschreibung nach VOB demnächst vorzunehmen, falls die Gemeinde beabsichtige, den Ausbau der Straße im heurigen Jahr durchzuführen. Der Gemeinderat beschloß anschließend einstimmig, die Ausschreibung der Maßnahme im Staatsanzeiger sowie im Straubinger Tagblatt zu veranlassen. Die Ausschreibung erfolgt unter dem Vorbehalt der Mittelbereitstellung für die Maßnahme. Als Eröffnungstermin für die Angebote wurde Dienstag, der 11. März bestimmt. Als Baubeginn ist vorgeschlagen worden Anfang Mai 1980. Die Maßnahme soll bis Ende des Jahres 1980 abgeschlossen sein. Die Baukosten für die Maßnahme sind derzeitig mit rd. 1,1 Mill. DM veranschlagt.
Straßenbenennungen im Gemeindebereich
Kenntnis genommen hat der Gemeinderat von einem Entwurf zur Neufestlegung von Straßen- und Hausnummernbezeichnungen im Gemeindebereich Windberg. Nachdem einige Ergänzungen größtenteils vorgenommen wurden, sprach man sich auch dafür aus, in Meidendorf Straßenbezeichnungen einzuführen. Die Neubenennung wird in der nächsten Sitzung des Gemeinderates abgeschlossen werden. Im übrigen wurde der Bauausschuß damit beauftragt, anhand einer Ortsbesichtigung festzustellen, welche Straßen- und Ortsnamenschilder aufgestellt werden sollen. Die festgelegten Hausnummern werden etwa Ende Februar oder Anfang März den betreffenden Hausbesitzern mitgeteilt werden können.
Innenrenovierung Hl. Kreuz
Bezüglich der Innenrenovierung der Hl. Kreuz-Kapelle wurde das Schreiben vom 18.1.1980 des Malers Richter aus Regensburg zur Kenntnis gegeben. Hierin unterbreitet der Kirchenmaler verschiedene Vorschläge zur weiteren Abwicklung der Restaurierungsmaßnahme.
Der Gemeinderat griff dabei u.a. den Vorschlag auf, bei der Untersicht der Empore ggf. die Fugen mit dauerelastischem Kitt auszuspritzen. Die Firma wird deshalb von seiten der Gemeinde gebeten, hierzu noch einen Kostenanschlag vorzulegen. Im übrigen bemerkte der Gemeinderat, daß es wünschenswert wäre, wenn das Kirchengestühl gänzlich erneuert werden könnte. Da die Einrichtungsgegenstände auch Angelegenheit der Pfarrei Windberg sind, wird diesbezüglich noch mit dem Pfarramt Verbindung aufgenommen.
Beschreibung für ein Gemeindewappen
Das Schreiben der Generaldirektion der Staatl. Archive Bayerns vom 14.1.1980 wurde zur Kenntnis genommen. Hiernach wird das voraussichtliche Wappen der Gemeinde Windberg wie folgt beschrieben:
Gespalten von Silber und Blau; vorne auf grünem Dreiberg ein linksgewendeter springender Windhund, hinten über zwei schräg gekreuzten silbernen Kerzen eine goldene heraldische Linie.
Der rote Windhund ist dem Wappen des Klosters Windberg – das für die Geschichte der Gemeinde bestimmend war – entnommen. Der Dreiberg symbolisiert die geographische Lage der Gemeinde (Hügel) und redet gemeinsam mit dem Windhund für den Gemeindenamen. Die heraldische Linie weist auf das Marienpatrozinium der Klosterkirche hin, die beiden gekreuzten Kerzen erinnern an den hl. Blasius, der als Nebenpatron in der Gemeinde eine besondere Verehrung genießt.
Die Farben Silber und Blau nehmen Bezug auf die für die Frühgeschichte Windbergs bedeutende Familie der Grafen von Bogen, deren Wappenbild (die silbernen und blauen Rauten) zum heraldischen Symbol Bayerns wurden.
Das vorgeschlagene Wappen charakterisiert die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde und unterscheidet sich ausreichend von anderen bayerischen Kommunalwappen. Das Wappenbild ist auch bei einer Verkleinerung auf das Format des Dienstsiegels noch deutlich zu erkennen.
Der Gemeinderat beschloß einstimmig nach der angegebenen Wappenbeschreibung den Heraldiker Max Reinhard in Passau mit der Gestaltung des Gemeindewappens zu beauftragen. Insbesondere sind hier farbige Skizzen anzufertigen, die wiederum mit der Generaldirektion abzusprechen sind. Sobald die Übereinstimmung über das Aussehen des Wappens erzielt ist, wird die Generaldirektion nach Vorlage der erforderlichen Reinzeichnungen das abschließende Gutachten ausfertigen. Vorgeschlagen wurde auch in diesem Zusammenhang von seiten der Generaldirektion zusammen mit dem Wappen die Führung einer eigenen Gemeindefahne für die Gemeinde Windberg zu beantragen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Kirchenrenovierung war Hauptthema
Pfarrfest ein voller Er folg – Jahresprogramm für 1980 festgelegt.
Zu einer gerneinsamen Sitzung im neuen Jahr trafen sich kürzlich die Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung. Vorsitzender Hans Hamberger konnte hierzu neben den Kolleginnen und Kollegen auch Pfarrer Franz Reitinger und Gemeindeassistentin Angela Amann begrüßen.
Hans Hamberger gab zu Beginn der Sitzung einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr 1979. Die wichtigste Aufgabe sei dabei die Anschaffung der neuen Orgel sowie der Beginn der Kirchenrenovierung gewesen. Hamberger hob in diesem Zusammenhang die großartige Spendenfreudigkeit von Seiten der Bevölkerung hervor, wobei durch die Zuwendungen die Vorhaben finanziell gesichert worden seien. Er bezeichnete dies auch als Zeugnis echten Pfarrbewußtseins, worauf auch die Pfarrgemeinderäte als gewählte Vertreter der Pfarrangehörigen mit Recht stolz sein könnten.
Die Glückwunschaktion für ältere Bürger der Pfarrei sei im vergangenen Jahr begonnen worden und habe ein positives Echo gefunden. Der Vortragsabend von Pater Norbert Backmund mit dem Thema ‘Hellsehen’ verzeichnete eine sehr hohe Besucherzahl und sei auch hervorragend angekommen. Ferner habe der Pfarrgemeinderat einen Filmabend mit einer Werbeaktion für die SOS-Kinderdörfer durchgeführt und habe somit auch einen Beitrag zum Jahr des Kindes geliefert.
Als weitere Hauptveranstaltung nannte Hamberger in seinem Bericht das Pfarrfest im Juli des vergangenen Jahres. Dieses Fest sei ein großartiger Erfolg gewesen sowohl hinsichtlich des Erlöses für die neue Kirchenorgel als auch auf gesellschaftlicher Basis. Bei dieser Gelegenheit sprach der Vorsitzende allen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben, seinen geschätzten Dank aus. Hierbei sei echte Kameradschaft und uneingennütziger Einsatz aller kirchlichen Organisationen und sonstiger Helfer zum Tragen gekommen.
Im vergangenen Herbst haben Mitglieder des Pfarrgemeinderates die Caritas-Haussammlung übernommen. Einen sehr guten Anklang habe auch der in Zusammenarbeit mit dem katholischen Frauenbund durchgeführte Bildungs- und Filmabend für die Aktion „Haus des Lebens” gefunden. Durch eine Spende leisteten auch die Hunderdorfer einen Beitrag zu dieser Aktion.
Während der Vorweihnachtszeit boten Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der KLJB Hunderdorf wieder Weihnachtskarten und Sondermarken bei den Gottesdiensten zum Verkauf an. Der Erlös dieser Weihnachtsaktion sei zum Großteil an das Bonifatiuswerk in Paderborn überwiesen worden.
Hamberger betonte nach der Aufzählung der Veranstaltungen, daß bei den abgehaltenen Sitzungen naturgemäß die Planung zur Anschaffung der neuen Orgel und die Renovierungsarbeiten im Gotteshaus den größten Raum eingenommen hätten. Hierbei hätten sich die zuständigen Personen die Entscheidungen nicht immer leicht gemacht. Der erste Bauabschnitt, nämlich die liturgische Neugestaltung der Altarzone, hätte einige Schwierigkeiten bezüglich der Abhaltung der Gottesdienste mit sich gebracht. So habe sich das Pfarrheim als Ausweichraum angeboten. Zudem habe Pfarrer Franz Reitinger dankenswerterweise die Zahl der Gottesdienste erhöht, so daß allen Pfarrangehörigen trotz der räumlichen Einschränkung genügend Gelegenheit zum Besuch der hl. Messe gegeben war. Als wertvolle Neuerung habe sich in diesem Zusammenhang die Vorverlegung der Vorabendmesse auf 17 Uhr erwiesen. Dies soll auch weiterhin während der Wintermonate so bleiben. Der erste Bauabschnitt sei aber dann doch noch vor den Weihnachtsfeiertagen abgeschlossen worden, und Hamberger bezeichnete die Maßnahmen als gelungen.
Zum Schluß seiner Ausführungen stattete der PGR-Vorsitzende seinen Dank ab: Allen Kolleginnen und Kollegen für die gute und sachliche Zusammenarbeit, dem Geistlichen für das allseits aufgebrachte Verständnis, der Gemeindeassistentin Amann für die Chorleitung, dem Mesner Meergans, Martha Hofmann für die Betreuung des Altenclubs, Ingrid Hentschirsch für die Berichterstattung in der Lokalpresse, Waldfriede Holzapfel für die Tätigkeit als Schriftführer, Roswitha Bergbauer für ihren Einsatz zum Wohl der Kleinsten im Kindergarten. Mit dem Wunsch, daß alle auch ferner in so harmonischer und sachlicher Zusammenarbeit weiter wirken, schloß Hamberger seinen Bericht.
Nun ergriff Pfarrer Franz Reitinger das Wort. Er gab Aufschluß über die abgelaufenen und bevorstehenden Arbeiten bei der Kirchenrenovierung. Hierbei wurde deutlich, daß die Malerarbeiten im Bauabschnitt I unbedingt in nächster Zeit in Angriff genommen werden müßten. Die schon längst fertiggestellte Marienstatue warte auch auf Abholung, könne aber nur ihren Platz in der Kirche einnehmen, wenn die Wände entsprechend getüncht seien. Nochmals stellte der Pfarrer den Anwesenden die Modelle für die endgültige Neugestaltung der Altarzone zur Einsichtnahme vor. Dabei entschied sich die Mehrheit der anwesenden Räte für das Modell des einheimischen Bildhauers Rieser aus Mitterfels. Der Kunstauschuß der bischöflichen Finanzkammer Regensburg wird dazu noch um Stellungnahme gebeten. Die Neugestaltung umfaßt neben Altar und Ambo auch das Taufbecken und ein Lesepult! Die im Rahmen der Renovierung vorübergehend abgestellten Kirchenbänke sollen nach Beseitigung der alten Orgel auf der Empore wieder einen neuen Platz finden. Auch Pfarrer Franz Reitinger dankte allen für ihren Einsatz.
Nun wurde das Jahresprogramm für 1980 festgelegt. Zwei Vorträge werden stattfinden. Im März wird dabei das Heilige Land im Mittelpunkt stehen, während es im Juni um das Schwammerlsammeln gehen wird. Für das Pfarrfest wurde als voraussichtlicher Termin der 27. Juli bestimmt. Hierzu haben alle kirchlichen Organisationen bereits ihre Mitarbeit zugesagt. Im Juni soll auch ein Pfarrausflug stattfinden.
Im Herbst übernimmt der PGR wieder die Caritassammlung und eine Weihnachtsaktion wie bisher soll ebenfalls abgehalten werden.
Auf Anregung soll der Wert der Geschenkkörbe für Altersjubilare auf 50 DM angehoben werden. Nachdem der Vorsitzende über die Lektoren- und Kommunionhelfertagung berichtete, beschloß man, daß auch in der Pfarrei Hunderdorf in Zukunft mehrere Laien als Lektoren eingesetzt werden sollen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


ZUR ZEIT – ASCHERMITTWOCH
Manche Menschen bekreuzigen sich abergläubisch, wenn vom Tod die Rede ist, Christen lassen sich am Aschermittwoch bewußt bekreuzigen, um an den Tod erinnert zu werden. Der Unterschied liegt nicht im äußeren Zeichen, Er liegt in der inneren Hoffnung. Niemand kennt den Tag oder die Stunde seines Sterbens. Aber er kann damit leben, weil der Glaube an den Tod und die Auferstehung Jesu diese schrecklichen Dinge in ein anderes Licht rückt. Schmerz, Leid, Angst oder Verzweiflung lassen sich in den Kreislauf eines solchen Lebens einschließen.
Peter Nolan
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Haushalt des Schulverbandes Neukirchen umfaßt 78.500 DM
Neukirchen.
Der Haushalt des Schulverbandes Neukirchen für das Jahr 1980 wurde beschlossen. Der Schulverband Neukirchen umfaßt die Grundschule Neukirchen, Ihm gehören die Gemeinde Neukirchen und Hunderdorf an.
Nachdem von den einzeinen Haushaltsplanansätzen Kenntnis genommen wurde, beschloß der Schulverbandsausschuß ohne Änderung den Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 1980 sowie die entsprechende Haushaltssatzung wie folgt:
Haushaltssatzung des Schulverbandes Neukirchen (Landkreis Straubing-Bogen) für das Haushaltsjahr 1980
Auf Grund der Art. 40, 48 und 55 ff. des Volksschulgesetzes sowie der Art. 63 ff. der Gemeindeordnung erläßt der Schulverband folgende Haushaltssatzung:
§ 1
Der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 1980 wird im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben auf 77 300 DM und im Vermögenshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben auf 1.200 DM festgesetzt.
§ 2
Kredite zur Finanzierung von Ausgaben im Vermögenshaushalt werden nicht aufgenommen.
§ 3
Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt werden nicht festgesetzt.
§ 4
(1)Verwaltungsumlage
1. Der durch sonstige Einnahmen nicht gedeckte Bedarf (Umlagesoll) zur Finanzierung von Ausgaben im Verwaltungshaushalt wird für das Haushaltsjahr 1980 auf 45 700 DM festgesetzt und nach der Zahl der Verbandsschüler auf die Mitglieder des Schulverbandes umgelegt.
2. Für die Berechnung der Schulverbandsumlage wird die maßgebende Schülerzahl nach dem Stand vom 1. Oktober 1979 auf 94 Verbandsschüler festgesetzt.
3. Die Verwaltungsumlage wird je Verbandsschüler auf 486,17 DM festgesetzt.
Eine Investitionsumlage wird nicht erhoben.
§ 5
Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Haushaltsplan wird auf 5 000 DM festgesetzt.
§ 6
Weitere Festsetzungen werden nicht vorgenommen.
§ 7
Diese Haushaltssatzung tritt mit dem 1. Januar 1980 in Kraft.
Neukirchen, den 31.1.1980
Schulverband gez. Lobmeier, Vorsitzender des Schulverbandsausschusses

Berechnung der Schulverbandsumlage für die einzelnen Mitglieder des Schulverbandes
1 Bezeichnung der Mitglieder des
Schulverbandes (Gemeinden)            a) Neukirchen  b) Hunderdorf
Verwaltungsumlage
2 Schüler zahl am 1. Okt. 1979 (Nr. 2.1)      a) 92 b) 2
3 Betrag für das Haushaltsj. 1980 DM/PF.   a) 44727,66     b) 972,34
Investitionsumlage
4 Maßgebende Schülerzahl (Nr. 5.1)            a) –       b) –
5 Betrag für das Haushaltsj.1980 DM/PF.    a) –       b) –
6 Gesamtbetrag Schulverbandsumlage
(Spalte 3+5) DM/PF              a) 44727,66     b) 972,34
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Maskenball der Sportler
Zu einem besonderen Erlebnis wurde der Maskenball der Fußballer. Er war der Erste dieser Art in diesem Fasching in Hunderdorf. Beide Säle bei Sandbiller waren brechend voll, als die “Havanna Boys” zum Tanz aufspielten. Fast alle Gäste waren maskiert oder kostümiert gekommen, so daß bald eine Hochstimmung aufkam. Die Maskenprämierung und die Tombola brachten etwas Abwechslung in das Abendprogramm. Maskenbälle erweisen sich immer mehr als beliebte Veranstaltungen.


Beim Feuerwehrball
Oamoi im Jahr, in da narrischn Zeit,
trifft aa da Ball für de Feuerwehrleit.
Jeda nimmt d’Frau mit, des is ja’ganz klar,
mei, was is des für a lustige Schar!

D’Manna san ozogn recht nobl und fei,
d‘Frauen de kantn net aufputzter sei:
Gwanda aus Seidn, aus Samt und Brokat,
wia ma’s beim Tanzn heit seltn mehr hat.

Fleißi duans spuin scho auf’m Podium drobn,
des isa Musi heit, de muaß ma lobn;
Polka und Walzer, an Marsch zwischndrei
und aa moderne, des muaß a so sei.

Tanzt wird und gsunga, grad lusti gehts zua,
heit gfallts an jedn, ob Deandl, ob Bua.
Und de Senioren san aa mit dabei,
mancher der flanklt mit’n andern sein’ Wei.

D’ Kellnrinen sausn mit Bier und mit Wein),
flinker kant koane vo dene heit sei.
Gibst eah a Trinkgeld so wia se des ghört,
für so an Zecher is’s gwiß net vokehrt.

Zeit kimmt zum Hoamgeh weils Mitternacht wird
und man d’Promille im Kopf drin scho gspürt.
D’ Leit wern scho wenga wo‘ sd hischaust überall,
schö wars und zünfti beim Feuerwehrball!

Ludwig Hieninger
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Katastrophenschutz in Bayern
Kreiskollenführer Nowak referierte
In einer gut besuchten Versammlung der BRK-Gruppen Windberg und Meidendorf sprach KKF Nowak über den K-Schutz in Bayern. Dieser wurde auf Veranlassung des RK 1972 geschaffen. Durch den K-Schutz erwachsen den RK-Kreisverbänden bestimmte Aufgaben. So stellt Straubing-Bogen 3 Sanitätszüge mit je 50 Mann, die in Bogen, Straubing und Mallersdorf aufgestellt sind. Weitere 6 Ergänzungszüge wären zu erstellen. Die personelle Bereitschaft dazu ist in Wiesenfelden, Mariaposching, Oberalteich, Ascha, Rattenberg und Hunderdorf gegeben. Den Betreuungsdienst haben Neukirchen und Straubing übernommen, die 2 Betreuungsstellen sind in Straubing und Welchenberg stationiert.
Der K-Schutz ist an die Weisungen des Bayer. Innenministeriums gebunden. Die Führungsgruppe besteht aus den Hauptverwaltungsbeamten, an der Spitze der Landrat des Kreises. Er löst gegebenenfalls auch den Notstand aus. Ihm zur Seite steht ein Stab von Verwaltungsbeamten: Kreisbrandrat, THW-Kreisbeauftragter und der RK-Kreisbeauftragter. Alle San.Kolonnen gehören den K-San.Zug an. Die Bergwacht und Wasserwacht können eigene San-Züge bilden oder die San-Kolonnen ergänzen. Jedem Zug können bis 1/7 an Frauen zugeteilt werden.
Ein San-Zug besteht aus 50 Personen, dem Zugtrupp gehören 1 Zugführer, 1 Zugtruppführer, 1 Kraftfahrer, 1 Sprechfunker, und 1 Kradmelder. Die Arztgruppe ist mit 1 Gruppenführer, 2 Ärzten, 2 Kraftfahrern und 5 Arzthelfern besetzt.
Nowak kam auch auf die Freistellung vom Wehrdienst zu sprechen. Die Freigestellten müssen 10 Jahre lang 10 Stunden Dienst im Monat leisten. Im San-Zug Bogen sind z.Z. 28 Freigestellte tätig. Der Bund stellt jährlich 6770 DM für den Unterhalt der Fahrzeuge, für Unterrichtsmaterial und Übungsmaterial zur Verfügung. Pro Helfer werden 88 DM im Jahr für Verpflegung und Reisekosten bereitgestellt. Im eigenen Kreisverband stehen 13 Fahrzeuge für den K-Fall bereit. Der Hilfzug Bayern kann im K-Fall auch angefordert werden.
Nowak stellte fest, daß bei einer Alarmierung bei Tage nur etwa 20% der aktiven Männer alarmiert werden könnten, da die meisten außerhalb ihrer Wohnsitze beschäftigt sind.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Die Ilse ist weg — Filmabend der JUNGEN UNION
Am Dienstag, den 26. Februar 1980 um 19.30 Uhr findet im Pfarrsaal ein Filmabend statt. Auf dem Programm steht diesmal der nach einem Roman von Christine Nöstlinger gedrehte Film „Die Ilse ist weg’’. Dieser erfolgreiche Film ist mehr als nur eine Studie einer ebenso banalen wie prekären Situation einer Familie, in der jegliche Voraussetzungen fehlen, daß Eltern und Kinder sich wechselseitig richtig sehen. Ilse Janda, 14, haut nach Italien ab; ihre Schwester Erika, 12, macht sich auf die Suche nach ihr.
Der Film bietet stimmungsvolle Szenen und Momente in Fülle, Augenblicke von Komik, Trauer, Verzweiflung, Lächerlichkeit, Hoffnung, Einsicht, Zuneigung – und alle eigentlich sind eindrucksvoll, plastisch, sinnlich.
Die Jugend und auch die Erwachsenen sind zu dieser Veranstaltung freundlichst eingeladen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


VdK-Ortsverband Hunderdorf
Bei der im 1. Quartal 1980 durchgeführten Arbeitsbesprechung befaßte sich die VdK-Ortsvorstandschaft unter anderem auch mit dem Problem “Antrag für einen Fernsprechhauptanschluß” in Hunderdorf.
Nach den Informationen und Anfragen bei der Vorstandschaft können aus technischen Gründen vorerst keine Telefonneuanschlüsse in Hunderdorf getätigt werden. Wie der Vorstandschaft auch bekannt ist, liegen etwa 100 Anträge für einen Fernsprechhauptanschluß im Bereich Hunderdorf vor.
Unter den Telefon-Antragstellern befinden’ sich auch Schwerbehinderte, kranke Alleinstehende und Personen, die auf Grund ihres Alters ein Telefon besonders dringend benötigen.
Übereinstimmend stellte man daher fest, sich mit einem entsprechenden schriftlichen Antrag an die Verwaltungsgemeinde zu wenden, um so diesem Personenkreis schneller zu einem Telefon zu verhelfen.
Dabei soll auch eine technische Behelfslösung, wenn es eine gibt, für alle Antragsteller von seiten der Gemeinde angestrebt werden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Bekanntmachung – Betreff: Eichpflicht
Nach dem Gesetz über das Meß- und Eichwesen vom 11. Juli 1969 (BGBl. I 1969 Nr. 58 S. 759) i. d. Fassung vom 20.1.1976 (BGBl. I 1976 Nr. 7 S. 141) müssen nach § 1 Abs. 1 Meßgeräte zur unmittelbaren oder mittelbaren Bestimmung
1. der Länge, der Fläche, des Volumens, der Masse, der thermischen oder elektrischen Energie, der thermischen oder elektrischen Leistung, der Durchflußstärke von Flüssigkeiten oder Gasen sowie der Dichte von Flüssigkeiten oder der aus einer Dichtemessung abgeleiteten Gehaltsangabe, des Wassergehalts von Speisefetten, des Feuchtegehalts von Getreide- und Ölfrüchten, der Schüttsichte von Getreide, des Fettgehalts von Milch und Milcherzeugnissen, des Stärkegehalts von Kartoffeln, des Schmutzgehalts von Feldfrüchten sowie des Trockengewichts von Spinnstoffen, des Fahrpreises bei Kraftdroschken, geeignet sein, wenn sie im geschäftlichen Verkehr verwendet oder so bereitgehalten werden, daß sie ohne besondere Vorbereitung Gebrauch genommen werden können.
Der Eichpflicht unterliegen alle im vorgenannten Paragraph aufgeführten Meßgeräte, welche eine Eichplakette mit dem Jahreszeichen 80 bzw. mit dem Hinweis “geeicht bis 1980” tragen.
Das Eichamt Passau bittet, alle Meßgeräte, welche im Jahre 1980 zur Nacheichung fällig sind und nicht transportiert werden können, beim Eichamt anzumelden und ggfls. mit dem Eichamt rechtzeitig einen Termin zur Nacheichung zu vereinbaren.
Eine Überschreitung der Eichgültigkeitsdauer, welche für die o.a. Meßgeräte bis zum 31.12.1980 gilt, stellt eine Ordnungswidrigkeit nach § 35 des gleichen Gesetzes dar und kann mit einer Geldbuße bis zu 10.000,— DM belegt werden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Buchvorstellung von Hellmuth Gluth in Hunderdorf
Im Gasthaus Sandbiller stellte Autor Hellmuth Gluth kürzlich vor geladenen Gästen sein neuestes Buch mit dem Titel “Alois u. die B-Klarinette“ vor. Das Buch ist erschienen im Musen-Verlag, Stuttgart. Gluth hatte für seine Buchvorstellung Hunderdorf deshalb gewählt, weil ein Teil der Abhandlungen auch im hiesigen Bereich, u.a. auch in Hunderdorf, spielt.
Zum Inhalt in Kürze:
Von seinem Großvater hat er die Klarinette geerbt’, der kleine Alois, dessen Mutter noch lange nach dem Krieg im Ertl-Hof nahe der böhmischen Grenze auf ihren längst gefallenen Mann wartet, wie ihr Loisl auf einen Menschen, der ihn das Klarinetten spielen lehren könnte.
Der kommt dann auch nach abenteuerlicher Flucht halb erfroren und angeschossen ins ”Lustschlössl’’ des Ertlhofs und bestimmt zutiefst das Schicksal des Kleinen und mit ihm sein eigenes.
Der “Wald” um die geschichtsträchtige Further Senke bis hin zur Donau, Bayreuth, Vierzehnheiligen und die wunderschöne oberfränkische und oberpfälzische Landschaft sind die Schauplätze der spannenden Handlung.
Was in den Kapiteln zu lesen ist.
Der Ertl-Hof — Die Frau, die aus Berlin kam und nicht Klarinette spielen konnte — Der Mann, der über die Grenze kam und Klarinette spielen konnte — Ein Porträt in Hunderdorf — Der Brand — Die Einladung nach Bayreuth und der Plattenseer Frühschoppen — Das Atelier im Lustschlössl und der Abschied von der Goldenen Stadt — Frau Büech| verschenkt die ganze Donau samt Deggendorf und Natternberg — Ein verräterisches Bild — Loisls Lied an die Landschaft — Das Protokoll und das Erlebnis von Prag — Osser-Wanderung — Ein Klavier fürs Lustschlössl und das Kunstmachen beginnt — Wie der Liebe Gott von Kollnburg über dem Loisl seinen Schachterlteifl hat lachen müssen — O Vierzehnheiligen! — Wie in der “Eule” ein neuer Siegfried geboren wurde — Ein Geständnis am Goldbergsee und ein Abschied im Schloß Thiergarten — Bittere Himbeeren am Kaitersberg — Der Loisl sucht einen Menschen — „Alois und die B-Klarinette” — Wonach der Alois „so ganz furchtbar viel Zeitlang“ hat.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 15.02.1980


Vergnügte Stunden im Kindergarten
Hunderdorf.
Recht geschmackvoll und vielseitig maskiert kamen die Kleinen am Rosenmontag in den Kindergarten, um dort Fasching zu feiern. Kindergartenleiterin Roswitha Bergbauer und Helferin Resi Schroll, beide selbst dem Tag entsprechend gekleidet, hielten die Kindergartenkinder mit Spielen in bester Laune. Ein großes Hallo löste bei den Kindern das Erscheinen des Kasperls und des Zauberers aus. Bei flotter Musik konnten die Prinzessinnen, Cowboys, Indianer, usw. auch tanzen.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.02.1980


Gemeinderat für Neubau des Kindergartens
Noch in diesem Jahr soll mit den Planungen begonnen werden — Keine Zustimmung zu Gemeindegrenzänderung
Hunderdorf.
Bei seiner letzten Sitzung hatte sie der Gemeinderat Hunderdorf insbesondere mit der Wasserversorgung Gaishausen — Steinburg, mit dem Baugebiet „Wegern“ sowie mit der Umgliederung der Gemeindeteile Rimbach und Birkhof nach Neukirchen zu befassen. Weitere Themen waren der Kindergartenbau in Hunderdorf, der Gehwegausbau Steinburg sowie der Ankauf eines Feuerlöschfahrzeuges.
Eingangs berichtete Bürgermeister Härtenberger über die verschiedenen Planentwürfe zur Wasserversorgung im Bereich Gaishausen und Steinburg und informierte über die Gesprächsergebnisse bei der Obersten Baubehörde. Da es sich um eine Maßnahme im Zuge der Gebietsreform handele, die noch eine besondere Förderung erfahren solle, könnten die Bereiche Starzenberg und Brandstatt aus der Gemeinde Hunderdorf nach den Aussagen der Zuschußbehörden nicht als förderungsfähig anerkannt werden. Der geplante Ausbau der Wasserversorgung sehe unter anderem eine Wasserversorgung der dortigen Ortsteile aus den Anlagen des Wasserzweckverbandes in Hunderdorf und den Tretbrunnen in Steinburg sowie des Fernwasserleitungszweckverbandes vor. Der Gemeinderat beschloß, eine Berechnung der förderungsfähigen Kosten und eine Alternative hierzu erstellen zu lassen. Nach Vorlage dieser Ermittlungen wird in dieser Angelegenheit das weitere Planungsverfahren abgesprochen.
Kenntnis wurde vom Gemeinderat auch von einem Baugesuch hinsichtlich der Erstellung einer Doppelgarage genommen. Dieses Vorhaben entspricht jedoch nicht den Festsetzungen des bestehenden Bebauunbsplanes „Wegern I“. Hier erklärte sich der Gemeinderat bereit, eine entsprechende Deckblattänderung vorzunehmen, sofern auch die Grundverhandlungen für die umzuplanende Erschließungsstraße positiv abgeschlossen werden könnten.
Erneut behandelt wurde die Umgliederung der Gemeindeteile Rimbach und Birkhof in die Gemeinde Neukirchen. Das diesbezügliche Schreiben der Gemeinde Neukirchen vom 5. 11. 1979 wurde zur Kenntnis gegeben, wonach Neukirchen mit der Schulsprengeländerung einverstanden sei und eine unbebaute Fläche zur Grenzbereinigung an die Gemeinde Hunderdorf abgeben werde. Nach eingehender Aussprache und Diskussion stellte der Gemeinderat Hunderdorf mit Stimmenmehrheit beschlußmäßig folgendes fest: „Die von seiten der Gemeinde Neukirchen angebotene Tauschfläche von landwirtschaftlichen Grundstücken ohne jegliche Bebauung entspricht nicht einem angemessenen Ausgleich für die zur Eingliederung nach Neukirchen vorgesehenen Bereiche der Ortsteile Birkhof und Rimbach. Bei der von seiten der Gemeinde Neukirchen angebotenen Grenzbegradigung soll deshalb eine etwas erweiterte Grenzbereinigung erfolgen, wonach auch drei oder vier bebaute und bewohnte Grundstücke nach Hunderdorf umgegliedert würden. Es wird nach wie vor daran festgehalten, daß die Gemeindegrenzänderung im Bereich Rimbach — Birkhof, wonach bebaute Grundstücke mit rund 30 Einwohner Neukirchen zugeordnet werden sollen, nicht einseitig zu Lasten der Gemeinde Hunderdorf gehen solle.
Aufgrund der örtlichen Verkehrsverhältnisse in der Hauptstraße wurde auch die Anordnung eines Halteverbots aufgegriffen. Der Gemeinderat sprach sich aufgrund des Sachverhalts dafür aus, die Errichtung eines Halteverbots auf der rechten Straßenseite in Fahrtrichtung Bahnhof weitergehend zu prüfen. Hierzu wird die Stellungnahme der Polizeiinspektion angefordert.
Bürgermeister Härtenberger informierte den Gemeinderat auch über die kürzlich stattgefundene Besichtigung des Kindergartens in Hunderdorf, wobei bauliche Veränderungen dringend empfohlen worden seien. Eventuell komme auch die Möglichkeit der Kindergartenträgerschaft auf die Gemeinde zu. Im Kindergartenbedarfsplan sei ein Neubau bereits im Jahre 1980 vorgesehen. Von seiten des Gemeinderates wurde hierzu bemerkt, daß es jedenfalls des Neubaues eines Kindergartens bedürfe, bei dem unabhängig von der künftigen Trägerschaft die Gemeinde die Bauherrneigenschaft übernehme. Aus finanziellen Gründen ist beabsichtigt, den Neubau im Jahre 1981 vorzusehen. Die Planungen des neuen Kindergartens erfolgen im heurigen Jahr.
Zur Kenntnis gegeben wurde auch ein Schreiben des Landratsamtes Straubing-Bogen bezüglich des Ausbaues der Gehwege in Steinburg. Hierin wird festgestellt, daß nur die neuen Gehwegflächen bezuschußt und die zur Instandsetzung vorgesehenen Gehwegflächen nicht gefördert werden könnten. Da auch die Grundverhandlungen für den verlängerten Ausbau nicht positiv abgeschlossen werden konnten, sprach sich der Gemeinderat dafür aus, die Neubaumaßnahme nicht durchzuführen. Stattdessen ist nunmehr beabsichtigt, die Hochborde anzuheben. Für diese Arbeiten soll eine beschränkte Ausschreibung stattfinden, wobei verschiedene Firmen zur Angebotsabgabe eingeladen werden.
Der Bürgermeister unterrichtete den Gemeinde-rat noch über den Antrag der Gemeinde auf Einatz eines mobilen Wählgerätes für die Telefonanschlüsse entsprechend dem Gemeinderatsbeschluß vom 21. 1. 1980. Wie von seiten des Fernmeldeamtes mitgeteilt wurde, könne aus technischen Gründen dieses Gerät für den Bereich Hunderdorf nicht eingesetzt werden. Es bleibe somit die Tatsache, daß die rund 100 Antragsteller auf Telefonanschluß weiterhin für ihren Anschluß bis zur neuen Kabelverlegung zwischen Bogen und Hunderdorf warten müßten. Diese Kabelverlegung dürfte im Herbst abgeschlossen werden. Dann könnten die Telefonanschlüsse getätigt werden.
Weiterhin gab Härtenberger die Zuschußbewilligung der Regierung von Niederbayern für den Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges bekannt. Es werde ein Zuschuß von rund 51 000 DM im Haushaltsjahr 1980 zugesichert. Da nach den Vorstellungen der Gemeinde zunächst im heurigen Jahr der Umbau des Gerätehauses erfolgen müsse, sollte das neue Tanklöschfahrzeug erst im Jahre 1981 beschafft werden. Der Bürgermeister wurde beauftragt, zu erkunden, ob der Zuschuß auf das Haushaltsjahr 1981 übertragen werden kann.
Abschließend gab der Bürgermeister das Schreiben von Staatsminister Alfred Dick bezüglich des Schlüsselzuweisungen für die Gemeinde Hunderdorf im Jahre 1980 zur Kenntnis. Hiernach erhält die Gemeinde Schlüsselzuweisungen in Höhe von insgesamt 291 480 DM.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.02.1980

„Die Ilse ist weg“
Hunderdorf.
Morgen, Dienstag, 19.30 Uhr, findet im Pfarrsaal ein Filmabend der Jungen Union statt. Auf dem Programm steht diesmal der nach einem Roman von Christine Nöstlinger gedrehte Film „Die Ilse ist weg“. Dieser erfolgreiche Film ist mehr als nur eine Studie einer ebenso banalen wie prekären Situation einer Familie, in der jegliche Voraussetzungen fehlen, daß Eltern und Kinder sich wechselseitig richtig sehen. Ilse Janda (14) haut nach Italien ab; ihre Schwester Erika (12) macht sich auf die Suche nach ihr. Der Film bietet stimmungsvolle Szenen und Momente in Fülle, Augenblicke von Komik, Trauer, Verzweiflung, Lächerlichkeit, Hoffnung, Einsicht, Zuneigung – und alle sind eindrucksvoll.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.02.1980


Ernst Sacher führt die Trachtler
Neuwahlen beim Heimat- und Volkstrachtenverein brachten kaum Veränderungen
Hunderdorf.
In gutem Einvernehmen verlief die Generalversammlung des Heimat- und Volkstrachtenvereins Hunderdorf im Gasthaus Sandbiller am Samstagabend. Die Vorstandschaftswahlen brachten einstimmige Vertrauensbeweise für Vorstand Ernst Sacher sen. und das weitere Vorstandsgremium. Bürgermeister Härtenberger dankte dem Verein für seine Tätigkeit, die auch die Dorfgemeinschaft mitpräge.
Vorstand Ernst Sacher hieß insbesondere Bürgermeister Härtenberger und Ehrenmitglied Pater Wolfgang Vos willkommen. Sacher sprach allen Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit seit der letzten Generalversammlung Dank aus. Er berichtete, der Trachtenverein habe sich an verschiedenen Veranstaltungen aktiv beteiligt und auch eigene ausgerichtet. So habe der Verein bei kirchlichen Feierlichkeiten mitgewirkt, den Maibaum aufgestellt, eine Adventfeier veranstaltet und einen internen sowie einen öffentlichen Faschingsball abgehalten. Des weiteren sei teilgenommen worden an Gauversammlungen, Vorständeversammlungen, an der Gebietstanzprobe, am Volksfestzug in Bogen sowie an der Arberkirchweih.
Schriftführerin Betty Sacher trug den Bericht der letzten Jahreshauptversammlung und Agnes Klumbies den Kassenbericht vor. Jugendleiter Hans Wölfl führte aus, daß zur Zeit 45 Kinder und Jugendliche dem Verein angehören. Wölfl rief dazu auf, die Tanzproben noch besser zu besuchen. Im übrigen sollte die Jugend auch bei Trachtenfesten vertreten sein, regte Wölfl an. Vortänzer Hermann Hastreiter berichtete, daß der Verein verschiedene Heimatabende und örtliche Veranstaltungen mitgestaltet habe. Hastreiter sprach Dank für die Mitarbeit und gute Zusammenarbeit aus.
Bürgermeister Karl Härtenberger betonte, von seiten der Gemeinde werde gerne dem Vereinsgeschehen Aufmerksamkeit gewidmet, denn jedes Mitglied präge die Dorfgemeinschaft im positiven Sinne mit. Härtenberger stellte fest, daß beim Trachtenverein im letzten Jahr eine rege Vereinstätigkeit zu verzeichnen gewesen sei. Der Bürgermeister dankte der Vorstandschaft und allen Mitgliedern für ihren Einsatz und rief dazu auf, auch im heurigen Jahr Veranstaltungen abzuhalten. Härtenberger meinte, derartige Veranstaltungen trügen zur Kameradschaft bei und förderten den Gemeinschaftsgeist.
Bürgermeister Härtenberger nahm mit Vorstand Sacher die Ehrung von Mitgliedern für zehnjährige Vereinszugehörigkeit vor. Eine Ehrennadel konnten in Empfang nehmen: Josef Lobmeier, Franz Hornberger, Gerd Klumbies jun., Ulrike Beck und Monika Poiger. Ihnen wurde für die Treue zum Verein gedankt und zugleich die Bitte ausgesprochen, auch weiterhin beim Verein aktiv mitzuwirken.
Nach der Entlastung der bisherigen Vorstandschaft wurde die Neuwahl durchgeführt, wobei die bisherigen Vorstandschaftsmitglieder (mit einer Ausnahme) in ihrem Amt bestätigt wurden. Die Vorstandschaft setzt sich so wie folgt zusammen: 1. Vorstand: Ernst Sacher, 2. Vorstand: Gerd Klumbies, 1. Kassier: Agnes Klumbies, 2. Kassier: Sepp Weindl, 1. Vortänzer: Hermann Hastreiter, 2. Vortänzer: Elfriede Hastreiter, 1. Schriftführer: Betty Sacher, 2. Schriftführer: Elfriede Hastreiter, 1. Jugendleiter: Hans Wölfl, 2. Jugendleiter: Sepp Lobmeier, 1. Fahnenträger: Ernst Sacher jun., 2. Fahnenträger: Sepp Lobmeier, Kassenprüfer: Hans Hamberger und Franz Eichinger, Ersatzdelegierte: Hermann Hastreiter und Franz Eichinger.
Vorstand Ernst Sacher bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und versprach, der Verein werde weiterhin mit großer Einsatzbereitschaft geführt werden. Dann nannte Sacher noch die anstehenden Festlichkeiten, an denen die Trachtler teilnehmen werden. Zum Schluß wurde auf Anregung von Bürgermeister Härtenberger eine Änderung der Vereinssatzung beschlossen, wonach Neuwahlen nur mehr alle vier Jahre stattfinden sollen.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.02.1980


Kurt Gerber ins Amt eingeführt
Gute Entwicklung der Postamtsstelle Mitterfels — Dank für Vorgänger Breu
Mitterfels.
Die Amtsstelle Mitterfels der Bundespost, zum Postamt Straubing gehörig, habe sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, dies berechtige zu der Annahme, daß die Bevölkerung mit „ihrer“ Post zufrieden sei, zeige aber auch deutlich, daß sich der Markt Mitterfels positiv entwickelt habe. Dies sagte Amtsvorstand Schmidhammer bei der Einführung des neuen Betriebsleiters Posthauptsekretär Kurt Gerber in sein Amt bei der Amtsstelle Mitterfels.
Diese Einführung erfolgte im Rahmen einer kleinen Feier, zu der auch Vertreter der Öffentlichkeit eingeladen waren. Amtsvorstand Schmidhammer begrüßte 2. Bürgermeister Josef Holmer, Pfarrer Pramps und den Personalratsvorsitzenden beim Postamt Straubing, Erwin Artmeier. Gekommen waren auch der Vorgänger im Mitterfelser Amt, Postobersekretär Breu, der Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim Postamt Straubing, Knott und der dortige Stellenvorsteher für die Außenstellen, Veith. In den blumengeschmückten Diensträumen der Post beglückwünschte Schmidhammer den neuen Betriebsleiter und stellte ihn vor. Kurt Gerber sei 1944 in Königsberg in Ostpreußen geboren und nach der Vertreibung aus der Heimat in der Oberpfalz aufgewachsen. 1960 habe er mit Erfolg die Abschlußprüfung an der Städtischen Handelsschule Amberg abgelegt. Danach sei er beim Postamt Plattling in den Dienst der Bundespost eingetreten und nach bestandener Abschlußprüfung und der zweijährigen Probezeit zum Postassistenten befördert worden. Freiwilligen Einsätzen in Frankfurt am Main und bei der Olympiade in München sei die Versetzung 1974 nach Grafenau gefolgt und dann habe er wieder in Plattling auf den verschiedensten Arbeitsgebieten seine Vielseitigkeit bewiesen. Überragende dienstliche Beurteilungen hätten ihn unter mehreren Bewerbern als am besten geeignet für den Posten des Betriebsleiters bei der Postamtsstelle Mitterfels erscheinen lassen. Gerber sei von seiner Persönlichkeit, seinem Fachwissen und seiner sozialen Einstellung her ein würdiger Vertreter der Bundespost im aufstrebenden Markt Mitterfels. Vom Postamt Straubing aus werde man ihn jederzeit voll unterstützen. Schmidhammer dankte zum Schluß nochmals dem jetzt in Hunderdorf tätigen Vorgänger Breu.
Auch Personalratsvorsitzender Erwin Artmeier bescheinigte dem neuen Betriebsleiter Gerber eine gediegene Ausbildung und den Fleiß, mit dem er sich zum Posthauptsekretär hochgedient habe. Er sei sicher, daß sich Kollege Gerber schnell einarbeiten und gut einleben werde, daß er das vorhandene gute Betriebsklima weiter gut pflegen werde und daß er zusammen mit seinen Mitarbeitern, am Schalter oder bei der Zustellung die Bürger von Mitterfels zufriedenstellen werde. Auch Artmeier dankte nochmals dem Vorgänger, POS Breu, der mehrere Jahre hindurch den Mitterfelsern ein guter Postler gewesen sei. 2. Bürgermeister Josef Holmer begrüßte den neuen Mann im Namen der Marktgemeinde, wünschte ihm“ ein gutes Arbeiten und Einleben und ermunterte ihn, sich auch wohnlich in Mitterfels niederzulassen. Pfarrer Pramps schloß sich den guten Wünschen im Namen der Pfarrgemeinde an. Nach einem kleinen Stehumtrunk trafen sich- alle Beteiligten im Brotzeitstüberl der Metzgerei Dinter zu einem Imbiß.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.02.1980


Die geheimnisvolle Höhle in Wachsenberg
Von unterirdischen Gängen und Höhlen im Bayer. Wald

Der Besitzer zeigt den Eingang zur Höhle

Immer wieder hört man von unterirdischen Gängen und Höhlen, die meistens rein zufällig gefunden und entdeckt werden. Manche blicken auf ein ehrwürdiges Alter zurück, andere wurden vor nicht allzulanger Zeit gegraben. Die meisten verbinden Burgen und Schlösser und Kirchen miteinander und stammen aus einer Zeit, da Burg- und Schloßherren in unserem Lande regierten. Andere wieder dienten einstmals als Unterschlupf vor Feinden in Kriegszeiten.
Das Volk nennt diese Höhlen und Gänge “Schrazengänge”. Schrazen, menschenfreundliche und doch menschenscheue Männchen hausten darin. Schrat kommt vom ahd. scrato = wilder Mann.

Der alte Dietlhof in Unterwachsenberg

Als man die Grundfeste zum Bau des neuen Kirchenturmes in Neukirchen im Jahre 1898 aushob, stieß man auf eine unterirdische Höhle, an welche sich ein unterirdischer Gang, aufwärts zum Bauernanwesen,

Das Neue Haus und Austraghaus

anschloß. In dieser Höhle, die leider von Sachverständigen nicht untersucht worden ist, fand man nur Kohlenreste. Es gab auch niemand, der sich in den Gang hineingewagt hätte, und so wurde die Höhle wieder zugeschüttet.
Eine ausgedehnte, mit vielen Nischen und Seitengängen ausgestattete Erdhöhle ist auch in Unterwachsenberg bei Neukirchen zu finden. Das Anwesen des Bauern Eduard Dietl ist auf so einem Schrazengang erbaut. Der Eingang zu dieser merkwürdigen Höhle befand sich früher in der “Fletz”, im Gang des alten Bauernhauses. Nach dem Neubau des

Skizze des Schrazenganges in Unterwachsenber

Bauernhauses wurde der Eingang verbetoniert. – Auf einigen Treppen, die in den harten Flinzboden gehauen wurden, gelangte man in den dunklen und düsteren Raum. Der Gang macht zunächst eine Drehung von ca. 150 Grad, um dann im großen und ganzen eine gerade Richtung einzuschlagen. Einige Meter vom Eingang entfernt öffnet sich rechts ein zwei Meter langer Seitengang. Zur Linken scheint ebenfalls ein Gang zu sein, der jedoch mit Natursteinen vermauert ist. Die im Jahre 1969 verstorbene Franziska Dietl wußte zu berichten, daß dieser Seitengang schon zu ihrer Jugend vermauert gewesen sei. Man vermutet dahinter einen Gang, der unter Umständen zum etwa 50 Meter entfernten Dorfweiher führt. Bald danach befindet sich in 1,20 m Höhe eine kleine Nische. Von ihr aus geht ein fingerdicker Schacht zunächst gerade, dann im Winkel nach rechts oben ab. Dies könnte einstmals ein Luftschacht gewesen sein. Rechts ist eine zweite Nische in den weichen Felsen geschlagen. Diese ist so angelegt, daß auf einem 20 cm hohen Sockel ein Sitzender bequem Platz hat. Eine ähnliche Vertiefung ist etwas weiter auf der linken Seite zu finden. In der Mitte dieser Höhle führt ein Rechtsgang in einen zweiten, etwa 4 m langen Raum, der etwas tiefer angelegt ist. An der Stirnwand dieser Höhle ist ein großes Kreuz in den Felsen gehauen.
Man hegt die Vermutung, daß es den Bewohnern der Erdhöhle als Kirchenraum gedient haben mag. Gegen Ende des Schrazenloches erblickt man an der Decke eine einbetonierte Platte. Der Besitzer des Anwesens hat den Schrazengang um etwa 5 Meter verlängert und sich dadurch einen Ausgang in das neuerbaute Austragshaus geschaffen. Das ganze Erdloch findet gute Verwendung als Keller.
Vor langer Zeit wurden in der Höhle Tonscherben gefunden, denen man keine Beachtung schenkte und so vielleicht ein Fund verlorenging, der uns über die geschichtliche Entstehung dieser seltsamen Gänge hätte Auskunft geben können. Die Vermutung liegt nahe, daß diese Schrazenlöcher als Unterschlupf in Kriegszeiten, vielleicht im 30 jährigen Kriege gedient haben.
Hans Achatz von Lintach berichtet, daß sich ein Gang vom Perlbachtal bei Steinburg, hinter dem Schulhaus, bis zum Kloster Windberg erstreckt. Er soll als Fluchtgang des Klosters gedient haben.
Das Volk erzählt sich von diesen Schrazenlöchern seltsame Geschichten. So haben beim Bau der Eisenbahnstrecke Arbeiter eimerweise den Flinz aus der Höhle in Wachsenberg mitgenommen, weil sie darin Gold vermuteten. (K. Klar)
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


Bei der VG eingereichte Baupläne
Gemeinde Hunderdorf:
Dietl Johann, Gaishausen 9, Einbau einer Stallung in die bestehende Scheune
Hornberger Xaver, Starzenberg, Hunderdorf, Neubau eines Austragshauses
Menacher Josef, Gaishausen, Neubau eines 2-Familienwohnhauses mit Garagen
Bräu Reinhold, Hunderdorf, Lärchenstr. 9, Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung und PKW-Garage
Zitzelsberger Karl, Thananger 11, Hunderdorf, Anbau eines Balkones an das bestehende Wohnhaus
Gemeinde Windberg:
Haimerl Alfons, Windberg, Anbau an die bestehende Scheune
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


Überprüfung von landwirtschaftlichen Zugmaschinen
nach 8 29 StVZO
Die nächste Überprüfung von landwirtschaftlichen Zugmaschinen nach § 29 StVZO findet am Freitag, 21.3.1980 von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr in Bogen am Sportplatz statt.
Der nächste Termin ist für April 1980 eingeplant.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


Bekämpfung der Nadelholzborkenkäfer
Gemeinsame Anordnung der Regierung von Niederbayern Nr. 200 – 1639 a 23 und der Regierung der Oberpfalz Nr. 200 – 1090 b 144 a vom 19. Dezember 1979
Die Regierung von Niederbayern und der Oberpfalz erlassen auf Antrag der Oberforstdirektion Regensburg gemäß § 5 Abs. 2 Pflanzenschutzgesetz in der Fassung vom 2. Oktober 1975 (BGBl I S. 2591) und gemäß §§ 2,3, 4 und 6 Landesverordnung zur Bekämpfung der schädlichen Insekten in den Wäldern vom 2. Dezember 1965 (GVBl S. 365), zuletzt geändert durch Verordnung vom 20. Dezember 1978 (GVBl S. 65), folgende Anordnung:
1. Gefährdungs- und Befallsgebiete:
Die Nadelwälder (Rein- und Mischbestände) und die Grundstücke, auf denen innerhalb einer Entfernung von 500 m von diesen Wäldern unentrindetes Nadelholz lagert, werden in den Regierungsbezirken Niederbayern und Oberpfalz zu Gefährdungs- und Befallsgebieten erklärt. Diese Anordnung gilt nicht für den Bereich des Nationalparkes Bayer. Wald.
2. Maßnahmen in den Gefährdungs- und Befallsgebieten:
Sämtliche Maßnahmen sind sachgemäß nach dem Stand der Technik, und zwar nach den mit Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 15. November 1979 (StAnz. Nr. 48) erlassenen “Richtlinien für die Überwachung und Bekämpfung der Nadelholzborkenkäfer in den nichtstaatlichen Waldungen“ durchzuführen. Die Richtlinien liegen bei den betroffenen Gemeinden sowie bei den zuständigen Forstämtern und Forstdienststellen zur Einsicht auf.
2.1 Überwachung
Die in Nummer 1 genannten Wälder in den Gefährdungs- und Befallsgebieten sind von den Eigentümern oder Nutzungsberechtigten bis 31. März 1980 mindestens einmal, in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1980 mindestens einmal monatlich auf Käferbefall zu kontrollieren.
2.2 Bekämpfung
Auftretende Nadelholzborkenkäfer sind von den Eigentümern oder Nutzungsberechtigten der Wälder sachgemäß und wirksam nach den Grundsätzen in den o.a. Richtlinien zu bekämpfen.
2.3 Anzeigepflicht
Bei Borkenkäferbefall haben die Eigentümer oder Nutzungsberechtigten der Wälder sofort die zuständige untere Forstbehörde zu verständigen.
2.4 Ersatzvornahme
2.4.1
Erklärt ein Eigentümer oder Nutzungsberechtigter eines als von Nadelholzborkenkäfern gefährdet oder befallen erklärten Waldes nicht spätestens bis zum 15. Februar 1980 gegenüber der zuständigen unteren Forstbehörde (staatliches Forstamt) schriftlich oder zur Niederschrift, daß er die vorgeschriebene Bekämpfung selbst durchführt oder durch einen Dritten durchführen läßt, so kann die zuständige Forstbehörde die Bekämpfung auf Kosten des Eigentümers oder Nutzungsberechtigten durchführen oder durch einen Dritten durchführen lassen. In diesem Fall haben die Eigentümer oder Nutzungsberechtigten die Überwachung und Bekämpfung zu gestatten und die erforderlichen Hilfsdienste zu leisten. Die Kosten werden von der zuständigen Forstbehörde festgestellt und auf die betreffenden Eigentümer und Nutzungsberechtigten anteilmäßig umgelegt.
2.4.2
Die gleiche Regelung tritt ein, wenn der Eigentümer oder Nutzungsberechtigte trotz seiner Erklärung die erforderlichen Maßnahmen
– während der gesetzten Frist nicht oder nicht sachgemäß oder nicht wirksam durchgeführt hat oder
– die zuständige Kreisverwaltungsbehörde auf Antrag der Forstbehörde die Ersatzvornahme gemäß 5 5 Abs. 2 Pflanzenschutzgesetz angeordnet hat.
3. Bußgeldvorschrift
Wer dieser Anordnung vorsätzlich oder fahrlässig zuwiderhandelt, kann gemäß § 25 Abs. 1 Nr. 1,3 und Abs. 2 Pflanzenschutzgesetz in Verbindung mit § 7 der Landesverordnung zur Bekämpfung der schädlichen Insekten in den Wäldern mit einer Geldbuße bis zu10 000,— DM belegt werden.
4. Sofortige Vollziehung
Wegen bestandsbedrohender Gefahr für die Nadelwälder infolge Massenvermehrung der Nadelholzborkenkäfer in den betroffenen Gebieten und im Hinblick auf die Notwendigkeit einer einheitlichen Schädlingsbekämpfung wird gemäß § 80 Abs. 2 Nr. 4 Verwaltungsgerichtsordnung vom 21. Januar 1960 (BGBl I S. 17), zuletzt geändert durch Gesetz vom 25. Juli 1978 (BGBl I S. 11071) die sofortige Vollziehung dieser Anordnung als im öffentlichen Interesse geboten angeordnet.
5. Inkrafttreten und Geltungsdauer
Diese Anordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Bayerischen Staatsanzeiger in Kraft.
Sie gilt bis 31. Dezember 1980.
Rechtsbehelfsbelehrung
Gegen diese gemeinsame Anordnung kann binnen eines Monats nach ihrer Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist schriftlich oder zur Niederschrift bei der Regierung der Oberpfalz in Regensburg, Emmeramsplatz 8 oder bei der Regierung von Niederbayern, Landshut, Regierungsplatz, einzureichen.
Sollte über den Widerspruch ohne zureichenden Grund in angemessener Frist sachlich nicht entschieden werden, so kann Klage bei dem Bayerischen Verwaltungsgericht in Regensburg, Haidplatz 1, schriftlich oder zur Niederschrift des Urkundsbeamten: der Geschäftsstelle dieses Gerichts erhoben werden. Die Klage kann nicht vor Ablauf von drei Monaten seit der Einlegung des Widerspruchs erhoben werden, außer wenn wegen besonderer Umstände des Falles eine kürzere Frist geboten ist. Die Klage muß den Kläger, den Beklagten (Freistaat Bayern) und den Streitgegenstand bezeichnen und soll einen bestimmten Antrag enthalten.
Die zur Begründung dienenden Tatsachen und Beweismittel sollen angegeben, die angefochtene Verfügung soll in Urschrift oder Abschrift beigefügt werden. Der Klage und allen Schriftsätzen sollen 3 Abschriften für die übrigen Beteiligten beigefügt werden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980

Flurbereinigung Hunderdorf
Mit der Aufklärungsversammlung am 31.10.79 im Gasthaus Sandbiller begann in Hunderdorf das Ringen für und gegen ein Flurbereinigungsverfahren. Leider war es dort den anwesenden Fachreferenten nicht möglich, auf alle im Raum stehenden Fragen erschöpfende Antworten zu geben, da sie bei ihren Ausführungen laufend gestört wurden. Somit blieb vieles, was für unsere Bürger interessant wäre, unbeantwortet.
Man kann nun im Gemeindebereich drei verschiedene Meinungen feststellen:
1.) Die Befürworter einer Flurbereinigung.
2.) Die Gegner dieses Verfahrens.
3.) Die Gruppe der Desinteressierten.
Die Flurbereinigungsgegner bilden die aktivste Gruppe und konnten deshalb auch durch ihre Unterschriftenaktion die letzgenannte Gruppe für sich gewinnen.
Die Gemeinde hat sich für ein neutrales Verhalten entschieden. Eine Gemeinde kann sich nach meinem Ermessen nicht leisten, die positiven Auswirkungen einer Flurbereinigung für den gesamten Gemeindebereich zu übersehen. Andererseits soll den Flurbereinigungsgegnern, sowie auch den Befürwortern von seiten der Gemeinde nichts in den Weg gelegt werden um ihre Interessen gegenüber dem Flurbereinigungsamt vertreten zu können.
Derzeitig wurden viele Gemeindebürger durch zum Teil unsachliche Gerüchte über die Auswirkungen der Flurbereinigung verunsichert; deshalb bat ich die zuständige Flurbereinigungsdirektion um einen objektiven Bericht über den Stand und Auswirkungen des bereits eingeleiteten Flurbereinigungsverfahrens in unserer Gemeinde.
Karl Härtenberger
1. Bürgermeister

Flurbereinigung Hunderdorf
Liebe Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger aus Hunderdorf!
Der Bürgermeister Ihrer Gemeinde hat mich gebeten, für Ihr Gemeindeblatt einen Artikel über die Flurbereinigung zu schreiben. Ich will dies gerne tun und einige Probleme im Zusammenlang mit der Flurbereinigung erörtern, weil ich glaube, daß noch verschiedentlich Unklarheiten bestehen, die es gilt zu beleuchten:
1. Warum ist neben der Unternehmensflurbereinigung (§ 87 FlurbG) auch noch die Normalflurbereinigung nach den §§ 1 und 4 FlurbG notwendig?
In den Planfeststellungsbeschlüssen der Autobahn wurde festgelegt, welche Maßnahmen durch den Unternehmensträger auszubauen und zu finanzieren sind. Neben der eigentlichen Autobahn sind dies im wesentlichen Über- und Unterführungen, Längswege usw. Wenn auch in den Planfeststellungsunterlagen der Autobahn einzelne untergeordnete Maßnahmen dem Wege- und Gewässerplan der Flurbereinigung vorbehalten blieben, so steht eindeutig fest, daß die durch die Zusammenlegung der Grundstücke bedingten notwendigen und abseits der Autobahn gelegenen Wege nicht vom Unternehmensträger ausgebaut werden. Ist aber das Flurbereinigungsverfahren nur nach dem § 87 ff angeordnet, so ist ein Ausbau des Wirtschaftswegenetzes nicht möglich. Auch der Ausbau der übrigen Wege und Hofzufahrten ist nur in einem normalen Flurbereinigungsverfahren durchführbar. Inwieweit der zukünftige Vorstand der Teilnehmergemeinschaft (TG) von diesen Möglichkeiten zu gegebener Zeit Gebrauch macht, liegt weitgehend in seiner Entscheidungsbefugnis.
2. Wie groß ist der Flächenverlust durch die Flurbereinigung?
Im Verfahren Hunderdorf sind zwei Landabzüge zu unterscheiden:
a) Landbereitstellung für die Bundesautobahn.
Die von der Autobahndirektion aufgekauften Flächen reichen aus, um den Bedarf für die Autobahn, die Längswege usw. abzudecken. Ein Landabzug nach § 88 für die Autobahn ist also nicht veranlaßt.
b) Landabzüge für die durch die Teilnehmergemeinschaft auszubauenden Wege
Der Landbedarf richtet sich hier nach den Ausbaumaßnahmen, die zur Durchführung gelangen sollen, nach dem bereits vorhandenen Wegenetz und der Besitzstruktur in einzelnen Ortsfluren. Da derzeit noch keine genauen Kenntnisse über die Baumaßnahmen vorliegen, können auch noch keine einzelnen %-Zahlen angegeben werden. Es ist auch wieder Aufgabe des Vorstandes der TG, entsprechend den Baumaßnahmen den Abzugsanteil für die Einlagegrundstücke festzulegen. Es werden einzelne Grundstücke ganz, andere nur teilweise und wieder andere überhaupt nicht zum Flächenabzug herangezogen werden. In den einzelnen Ortsfluren wird der Flächenbedarf unterschiedlich sein. Es ist Aufgabe des Vorstandes der TG, wie in vielen Flurbereinigungsverfahren, gesonderte Abzugszonen festzulegen. Es kann also sein, daß für einzelne Besitzstände der Abzug nur 2% bis 3 % beträgt, während in anderen Gebieten mit einer größeren Anzahl von neu auszubauenden Wegen der Abzug bei einer geschätzten Höhe von vielleicht 6 % liegt.
Wenn in Ihrem Gemeindegebiet von Außenstehenden manchmal der Flächenverlust mit 10 % angegeben wird, so ist dies absolut unrichtig.
3. Ist die Flurbereinigung für einen Grundeigentümer finanziell tragbar?
Bei den Flurbereinigungskosten verhält es sich ähnlich wie beim Landabzug. Nach dem Flurbereinigungsgesetz werden nur solche Grundstücke zu den Kosten herangezogen, die auch Vorteile von den Maßnahmen haben. Daß einzelne Grundstücke mit überhaupt keinen Vorteilen ganz von den Kosten ausgenommen sind, andere nur teilweise zu den Kosten herangezogen werden, ist bei jeder Flurbereinigung üblich und notwendig. Für voll zu den Kosten beitragende Grundstücke, also mit erheblichen Vorteilen der Wegeerschließung, der Bodenordnung usw. werden aber die Flurbereinigungskosten auch nicht eine Höhe erreichen, die in keinem Verhältnis zum Wert des Grundstückes stehen. Die Kosten der Flurbereinigung richten sich vielmehr nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Die zu leistenden Beiträge können auch auf eine Reihe von Jahren verteilt werden. Es darf auch nicht vergessen werden, daß jede Flurbereinigung mit erheblichen öffentlichen Mitteln bezuschußt wird. Schließlich möchte ich noch erwähnen, daß auf Grund einer vor kurzem in Kraft getretenen Änderung der Finanzierungsrichtlinien die Unternehmensflurbereinigungen – um eine solche handelt es sich bei Hunderdorf – noch höher bezuschußt werden, d.h. daß sich die von den Beteiligten zu erbringenden Eigenleistungen um mindestens 20 % vermindern. Bei objektiver Betrachtungsweise wird man bei den entstehenden Flurbereinigungskosten in keinem Fall von einer Existenzgefährdung sprechen können.
Schließlich darf nicht vergessen werden, daß in einer Flurbereinigung die gesamten notwendigen Maßnahmen (es sind nicht wenige) in einem Zug zur Ausführung gelangen können, bei Ausbau durch die Gemeinde sie aber noch Jahre bzw. Jahrzehnte warten müßten.
Die Möglichkeit der teilweisen und ganzen Kosten- und Abzugsbefreiung ist auch in dem bekanntgegebenen Flurbereinigungsbeschluß (Begründung auf Seite 7) zum Ausdruck gebracht.
4. Bogenbach
Zusammen mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft wird sich die Flurbereinigungsdirektion bemühen, das leidige Problem der Bogenbachsanierung in Angriff zu nehmen. Freilich wird ein vollkommener Ausbau kaum zu erreichen sein, aber auch die Räumung einzelner Streckenabschnitte und die Beseitigung einiger Abflußhindernisse wird schon eine gewisse Verbesserung bringen.
5. Behandlung der Widersprüche
Im Einvernehmen mit der landwirtschaftlichen Berufsvertretung, dem Bayer. Bauernverband, und dem Amt für Landwirtschaft werde ich etwa Anfang März die eingelegten Widersprüche gegen die Anordnung der Flurbereinigung mit den Widerspruchsführern behandeln.
Landau a. d. Isar, den 20, Februar 1980
Flurbereinigungsdirektion
Abt. A
Zitzelsberger
Baudirektor
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


Sitzung des Gemeinderates Hunderdorf am 14.2.1980
Planung der Wasserversorgung Gaishausen – Steinburg

Zunächst berichtete Bürgermeister Härtenberger über die verschiedenen Planentwürfe zur Wasserversorgung im Bereich Gaishausen und Steinburg. Weiterhin informierte der Bürgermeister über die Gesprächsergebnisse bei der Obersten Baubehörde. Da es sich um eine Maßnahme im Zuge der Gebietsreform handelt, die noch eine besondere Förderung erfahren soll, können die Bereiche Starzenberg und Brandstatt aus der Gemeinde Hunderdorf lt. den Aussagen der Zuschußbehörden nicht als förderungsfähig anerkannt werden. Der geplante Ausbau der Wasserversorgung sieht u. a. eine Wasserversorgung der dortigen Ortsteile aus den Anlagen des Wasserzweckverbandes in Hunderdorf und den Tiefbrunnen in Steinburg sowie des Fernwasserleitungszweckverbandes vor. Der Gemeinderat beschloß abschließend eine Berechnung der förderungsfähigen Kosten und eine Alternative hierzu erstellen zu lassen. Nach Vorlage dieser Ermittlungen wird in dieser Angelegenheit das weitere Planungsverfahren abgesprochen.
Bauprobleme im Baugebiet Wegern
Kenntnis wurde vom Gemeinderat auch von einem Baugesuch hinsichtlich der Erstellung einer Doppelgarage genommen. Dies Vorhaben entspricht jedoch nicht den Festsetzungen des bestehenden Bebauungsplanes „Wegern I“. Hierzu erklärte sich der Gemeinderat bereit, eine entsprechende Deckblattänderung vornehmen zu lassen, sofern auch die Grundverhandlungen für die umzuplanende Erschließungsstraße positiv abgeschlossen werden können.
Der Gemeindegrenzänderung noch nicht zugestimmt
Erneut behandelt wurde die Umgliederung der Gemeindeteile Rimbach und Birkhof zur Gemeinde Neukirchen. Das diesbezügliche Schreiben der Gemeinde Neukirchen vom 5.11.1979 wurde zur Kenntnis gegeben, wonach Neukirchen mit der Schulsprengeländerung einverstanden ist und eine unbebaute Fläche zur Grenzbereinigung an die Gemeinde Hunderdorf abgegeben wird.
Nach eingehender Aussprache und Diskussion stellte der Gemeinderat Hunderdorf mit Stimmenmehrheit beschlußmäßig folgendes fest:
Die von seiten der Gemeinde Neukirchen angebotene Tauschfläche von landwirtschaftlichen Grundstücken ohne jegliche Bebauung entspricht nicht einem angemessenen Ausgleich für die zur Eingliederung nach Neukirchen vorgesehenen Bereiche der Ortsteile Birkhof und Rimbach. Bei der von seiten der Gemeinde Neukirchen angebotenen Grenzbegradigung soll deshalb eine etwas erweiterte Grenzbereinigung erfolgen, wonach auch drei oder vier bebaute und bewohnte Grundstücke nach Hunderdorf umgegliedert würden. Es wird nach wie vor daran festgehalten, daß die Gemeindegrenzänderung im Bereich Rimbach – Birkhof, wonach bebaute Grundstücke mit rd. 30 EW nach Neukirchen zugeordnet werden sollen, nicht einseitig zu Lasten der Gemeinde Hunderdorf gehen solle.
Halteverbot und Kindergartenneubau
Aufgrund der örtlichen Verkehrsverhältnisse in der Hauptstraße wurde auch die Anordnung eines Halteverbotes aufgegriffen. Der Gemeinderat sprach sich aufgrund des Sachverhaltes dafür aus, die Errichtung eines Halteverbotes auf der rechten Straßenseite in Fahrtrichtung Bahnhof weitergehend zu prüfen. Hierzu wird die Stellungnahme der Polizeiinspektion angefordert.
Bürgermeister Härtenberger informierte den Gemeinderat auch über die kürzlich stattgefundene Besichtigung des Kindergartens in Hunderdorf, wobei auch bauliche Veränderungen dringend empfohlen wurden. Evtl. komme auch die Möglichkeit der Kindergartenträgerschaft auf die Gemeinde zu. Im Kindergartenbedarfsplan ist ein Neubau bereits im Jahre 1980 vorgesehen. Von seiten des Gemeinderates wurde hierzu bemerkt, daß es jedenfalls eines Neubaues eines Kindergartens bedürfe, bei dem unabhängig von der künftigen Trägerschaft die Gemeinde die Bauherrneigenschaft übernimmt. Aus finanziellen Gründen ist beabsichtigt, den Neubau im Jahre 1981 vorzusehen. Die Planungen des neuen Kindergartens erfolgen im heurigen Jahr.
Hochbordinstandsetzung beim Gehweg Steinburg
Zur Kenntnis gegeben wurde auch ein Schreiben des Landratsamtes Straubing-Bogen bezüglich des Anbaues der Gehwege in Steinburg. Hierin wird festgestellt, daß nur die neuen Gehwegflächen bezuschußt werden können und die zur Instandsetzung vorgesehenen Gehwegflächen nicht gefördert werden können. Da auch die Grundverhandlungen für den verlängerten Ausbau nicht positiv abgeschlossen werden konnten, sprach sich der Gemeinderat dafür aus, die Neubaumaßnahme nicht durchzuführen. Stattdessen ist nunmehr beabsichtigt, die Hochborde anzuheben. Für diese Arbeiten soll eine beschränkte Ausschreibung stattfinden, wobei verschiedene Firmen zur Angebotsangabe eingeladen werden.
Keine raschen Telefonanschlüsse möglich
Der Bürgermeister unterrichtete den Gemeinderat über den Antrag der Gemeinde auf Einsatz eines mobilen Wählgerätes für die Telefonanschlüsse entsprechend dem Gemeinderatsbeschluß vom 21.1.1980. Wie hierzu von seiten des Fernmeldeamtes mitgeteilt wurde, könne aus technischen Gründen dieses Gerät für den Bereich Hunderdorf nicht eingesetzt werden. Es bleibt somit die Tatsache, daß die rd. 100 Antragsteller auf Telefonanschluß weiterhin für ihren Anschluß bis zur neuen Kabelverlegung zwischen Bogen und Hunderdorf warten müssen. Hierzu wurde mitgeteilt, daß die Ausführung im Herbst abgeschlossen werden kann und so ab diesem Zeitpunkt die Telefonanschlüsse getätigt werden können. Weiterhin gab Härtenberger die Zuschußbewilligung der Regierung von Niederbayern für den Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges bekannt. Hiernach wird ein Zuschuß von rd. 51.000 DM im Haushaltsjahr 1980 zugesichert.
Da nach den Vorstellungen der Gemeinde zunächst im heurigen Jahr der Umbau des Gerätehauses erfolgen muß, soll das neue Tanklöschfahrzeug erst im Jahre 1981 beschafft werden. Der Bürgermeister wurde beauftragt, zu erkunden, ob der Zuschuß auf das Haushaltsjahr 1981 übertragen werden kann.
Schlüsselzuweisungen für die Gemeinde 1980
Abschließend gab der Bürgermeister das Schreiben von Staatsminister Alfred Dick bezüglich der Schlüsselzuweisungen für die Gemeinde Hunderdorf im Jahre 1980 bekannt. Hiernach erhält die Gemeinde folgende Schlüsselzuweisungen:
Nach Art. 2und 3 FAG           217.036 DM und
nach Art. 3a FAG                   37.324 DM sowie
nach Art. 3b FAG                  37.920 DM
Insgesamt:                              291.480 DM
Telefonanschlüsse in Hunderdorf
Im Gemeindebereich Hunderdorf handelt es sich um ca. 100 Anträge auf Telefonanschlüsse, bei denen bisher noch kein Anschluß erfolgte. Bürgermeister Härtenberger führte diesbezüglich schon mehrmals Verhandlungen mit dem Fernmeldeamt Regensburg. Erfreulicherweise sind die notwendigen Bauarbeiten bereits ausgeschrieben, sodaß mit der Verlegung eines 1000-paarigen Kabels von Bogen nach Hunderdorf im März begonnen werden kann. Nach Auskunft des Fernmeldeamtes Regensburg sind die notwendigen Arbeiten so umfangreich, daß erst im Herbst 1980 mit dem endgültigen Anschluß der beantragten Fernsprecheinrichtungen gerechnet werden kann.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


Evang.-Luth. Pfarramt
Fastenzeit ? — Was soll’s ?

Mit Widerwillen und Unmut denken viele Menschen an die vor uns liegende Zeit.
Fast kein Tanz, wenig Vergnügungen; und wenn man trotzdem geht, Streit in der Familie, die Nachbarn rümpfen die Nase.
Dennoch sollten wir uns alle überlegen, ob diese stille Zeit nicht auch ihren Sinn, ihren Anspruch hat.
Eine der stillen Zeiten im Jahr ist bereits dem Geschäftssinn zum Opfer gefallen. Ich denke an die Adventszeit.
Und mit und durch diesen Geschäftssinn hat das folgende Weihnachtsfest seinen ursprünglichen tiefen Sinn, die steigernde Erwartung und Spannung verloren. Was bedeutet Weihnachten noch für die Menschen, für Kinder?
Schokoladen-Weihnachtsmänner gibt es seit September, die Weihnachtsmelodien dröhnen uns seit November aus den Lautsprechern der Geschäfte und Einkaufsstraßen der Städte entgegen.
Sollte es mit der Passion, der vorösterlichen Zeit ähnlich werden? Wir sollten hellhörig für Entwicklungen in dieser Richtung sein. Und wir sollten auch in der Erziehung unserer Kinder darauf hinwirken, daß sie erkennen, worauf es in solch einer Zeit ankommt und was sich die Menschen, die dies einführten, gedacht haben könnten.
Die Fastenzeit ist älter als das Evangelium von Christus.
Seit Jahrtausenden weiß der Mensch, daß Körper und Geist auch Zeiten der Ruhe, des Ausspannens bedürfen.
Deshalb legten sie vor den großen Festen, wie dem Pessach und anderen Ereignissen Fastenzeiten ein. Aber auch in unseren Breiten gab es diese Zeiten der Ruhe, die aber mehr vom Jahresrhythmus her bestimmt waren.
Das Fleisch, das von der Herbstschlachtung her im Winter über kühl und frisch gehalten werden konnte, ging zur Neige.
Eingelagerte Äpfel, “ eingesandete”” Gelbe Rüben, getrocknetes Obst ging zur Neige. Frisches Gemüse stand noch nicht zur Verfügung. Auf Grund der zu erwartenden Nachtfröste konnte auf den Feldern und im Garten noch nichts gemacht werden.
Es war die Zeit der Verwandtenbesuche. Es war eine stille Zeit, in der die Bauern und Waldler zusammenrückten.
Der Mensch legte eine Pause ein. Er half Geist und Körper, einmal auszuspannen und neue Kräfte für die Arbeit und Hetze des Frühjahrsund Frühsommers zu sammeln.
Christus nutzte diese Zeiten der Stille, um mit sich und dem Vater alleine zu sein.
Immer wieder zieht er sich an stille Orte, in die Wüste zurück, um neue Kraft zu schöpfen, „Luft zu holen”.
Er spannte aus von den Menschenaufläufen und schöpfte neue Kraft für die Aufgaben, die vor ihm lagen. An diese Zeit sollen uns auch die vierzig Tage erinnern, die zwischen Aschermittwoch und der Karwoche liegen.
Eine Zeit des Besinnens.
Vielleicht finden wir einmal die Zeit und die Ruhe in diesen Tagen, um uns mit Freunden und Bekannten zusammenzusetzen. Vielleicht finden wir einmal die Zeit, einige Stunden, um mit uns selbst ins Reine zu kommen; um einmal über uns selbst, unser Verhältnis zu den Mitmenschen, zu Gott, zu überdenken.
Wir sollten nach diesen stürmischen Tagen, nach dieser lauten Zeit zur Ruhe kommen und uns vorbereiten auf Ostern. Wir sollten überdenken, was Christus für uns tat. Was er für mich tat und welche Bedeutung dieses Opfer für mich persönlich hat.
Ich glaube, daß wir uns nur dann richtig freuen können, wenn wir uns über den Sinn des Osterfestes auch einmal Gedanken gemacht haben und wenn wir genügend Abstand, innerlich und äußerlich zu der lauten Zeit genommen haben.
Wenn wir dies schaffen, dann wird Ostern das Fest bleiben, was es bis jetzt für uns war, nämlich, das Freudenfest der Christenheit über das unfaßbare Handeln Gottes an uns Menschen.
Er nahm sein Kreuz auf sich, damit wir gerettet würden.
Er nahm unser Kreuz auf sich, damit wir gerettet würden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


SAMMLUNGEN
In der Zeit vom 25. Februar 2. März werden die Gemeindehelferinnen für das Diakonische Werk der Evang.-Luth. Landeskirche sammeln. Die Sammlung ist für Aufgaben des Diakonischen Werkes bestimmt. Sie reichen von der Rehabilitation geistig- und körperlich Behinderter, Betreuung Langzeitkranker, Heilung Rheumatischer Kinder bis hin zur Ausbildung junger Menschen für soziale Dienste im Krankenhaus-, Heim- und Altenbereich.
In diesem Jahr möchte sich die Evangelische Kirche besonders der Ausländer in unserem Land annehmen. Sie alle brauchen unser Verständnis, auch das Ihre; und unsere Hilfe.
Anschrift: Evang.-Luth. Pfarramt Bogen, Diakon Tepp, Fichtenstraße 28 – Tel.: 09422/1964, 8441 Hunderdorf
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


Schulmeisterschaften im Skifahren
Die im Englmarer Raum herrschenden guten Schneeverhältnisse
ermöglichten die Durchführung der Schulmeisterschaft im Skilaufen.

Das Foto zeigt die 1. Sieger

Am Pröller entbrannte unter den S

chülern ein Kampf um die Zehntelsekunden. Großer Favorit war bei den Jungen Armin Altmann, der heuer schon einige Meisterschaften errungen hatte, Auch bei den Mädchen stand schon im voraus die Siegerin fest, denn Andrea Kaldonek hatte kaum ernstzunehmende Konkurrenz.
Bei der Siegerehrung in der Aula der Hauptschule überreichte der Sportbeauftragte Hentschirsch an alle 1. Sieger Wachsplaketten und an alle Teilnehmer Urkunden. Die Schulmeister Altmann und Kaldonek wurden besonders geehrt.
Rektor Czerwenka und Konrektor Klar würdigten die guten Leistungen der Schüler und dankten den Organisatoren Hentschirsch, Pannermayr und Vogl, die für einen reibungslosen Ablauf des Rennens gesorgt hatten.
Einen 1. Platz belegten: Marco Hagn, Werner Neumeier, Alexandra Schuhbauer, Roland Attenberger, Evi Hentschirsch, Karl-Heinz Schedlbauer, Andrea Kaldonek, Stefan Wirth, Helmut Maier, Armin Altmann, Armin Hiller und Sigrid Illner.
Auf dem 2. Platz landeten: Alexander Eberth, Elmar Wacker, Alfred Gstettenbauer, Karin Haimerl, Heiko Bachmeier, Sabine Länger, Michael Kapfenberger, Karl Köppl, Christian Häusler, Gaby Obermeier, Mathias Wittmann u. Werner Biendl.
Dritte wurden: Oliver Bauer, Erna Hafner, Gabi Altschäffl, Manfred Schötz, Andrea Niedermeier, Andreas Bayer, Martin Schröter und Paul Feldmeier.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


LC Tanne im SV Hunderdorf will aktivere Nachwuchsarbeit
Seit nunmehr fünfeinhalb Jahren wird innerhalb der Leichtathletik-Abteilung des SV Hunderdorf (LC Tanne) aufwendige Nachwuchsarbeit betrieben. Ganz einfach deshalb, weil gerade junge Menschen sich gerne sportlich betätigen; zum anderen der Fortbestand der Abteilung dies notwendig macht. Zur gezielten Förderung ( Aufbauarbeit) gehören regelmäßiges Training, Wettkämpfe und Betreuungsmaßnahmen. 90 % dieses Programms der vergangenen fünf Jahre war mit meinem Engagement eng verknüpft, In die restlichen 10 % teilen sich fünf bis sechs Übungsleiter, die mehr unzuverlässig als zuverlässig, ihren kleinen ehrenamtlichen Verpflichtungen nachkamen.
Jedenfalls steigerten sich aus kleinen Anfängen heraus die Leistungen von Jahr zu Jahr, und das, obwohl bezüglich Trainingsstätten keineswegs ideale Voraussetzungen vorhanden waren.
Unzählige Fahrten zu Trainings- und Wettkampfzwecken wurden geleistet; an denen sich auch manchmal Eltern beteiligten.
Im großen und ganzen mußte der Finanzaufwand von der Abteilungskasse und mir, ab 1978 auch von der ‚Familie Tanne getragen werden. Es ist eigentlich wider alle Vernunft, wenn ein solches Engagement einem obendrein noch über das normale Maß hinausgehende materielle Opfer aufbürdet. Eine erste Maßnahme zur Eindämmung ist die Erhöhung des Fahrgeldobolus, was auch angesichts der gestiegenen Benzinpreise gerechtfertigt ist.
Das alles wäre noch einigermaßen zu ertragen und käme auch nicht zur Sprache, wäre nicht dreiviertel der Förderung umsonst. Mit anderen Worten: von vier zehn- bis zwölfjährigen Schüler/Schülerinnen ist noch einer/eine im Jugendalter (15 – 18 Jahre) aktiv dabei. Hierbei ist noch nicht einmal berücksichtigt, daß einige erst im Jugendalter zur Abteilung gestoßen sind. Es ist festzustellen, daß vor allem weibliche Hauptschulabgänger, aber auch andere im gleichen Alter von heute auf morgen sich vom Sport und Vereinsleben abwenden; so, als wenn es so etwas gar nicht gegeben hätte, ist auf einmal alles vergessen.
Der Sportbeauftragte des Landkreises Straubing-Bogen, Herr Kreisrat Hinsken bestätigte uns anläßlich der Fünfjahresfeier „Perfekte Nachwuchsarbeit“.
Wenn dennoch fast alle Mühen umsonst sind, – vielleicht wird dieser Einsatz von manchen Eltern unserer jungen Mitglieder nicht mitgetragen und auch nicht erkannt – dann erhebt sich die dem Thema voranstehande Frage mit Recht.
In Anbetracht dieser Tatsachen fällt es mir nicht leicht, zumal mein Arbeitsplatz seit einem Jahr fernab liegt, mich weiterhin zu engagieren. Sollten sich wieder die Jungens und Mädchen, denen meine besondere Betreuung galt, dazu zählen, vor allem Mitglieder der Jahrgänge 64 – 61; aber auch viele Jüngere sich wieder am Vereinsleben mit Training und Wettkampfsport beteiligen, würde ich meine Absicht überdenken. Allerdings müßte sich eine entsprechende berufliche Möglichkeit hier im Raum Straubing-Bogen bieten.
Private Opfer in Sachen ehrenamtlicher Tätigkeit müssen sich als einigermaßen lohnenswert herausstellen und ankündigen. Alle hiermit Angesprochenen und auch interessierte Außenstehende sollten Verständnis für meine Konsequenz haben, die nur dann ohne Vollzug bleiben kann, wenn sich die entsprechende oben geforderte Reaktion abzeichnet. Wenn diese ausbleibt, wäre es schade um jene, die zumindest jetzt noch mit ganzem Herzen dabei sind. – Viele Eltern könnten hier mithelfen, aber leider dürfen viele Halbwüchsige schon ihre eigenen Wege gehen und das sind nicht immer die besten.
Man muß mich verstehen, wenn ich nach über. fünf Jahren harter ehrenamtlicher Arbeit – von manchen auch Hobby genannt – zuerst mal wieder an mich denken will und muß. Bezogen auf die Vereinsarbeit ganz allgemein wird ein Ehrenamt in der Nachwuchsarbeit immer fragwürdiger. Vor allem bei Sportarten, die nicht die Popularität des Fußballs aufweisen können.
Leider bedeuten schönste Sportanlagen, wie sie beispielsweise jetzt die Gemeinde Hunderdorf geschaffen hat, sowie beste Voraussetzungen hinsichtlich Training, Betreuung und Gerät immer noch nicht genügend Anreize für die Jugendlichen. Diese sollten dabei auch einmal bedenken, daß Sport gesund und leistungsfähig erhält und manches kostspielige Laster (Rauchen, Alkohol) in den Hintergrund drängt.
Ganz abgesehen von den vielen frohen Stunden, die man mit Gleichgesinnten in Kameradschaft bei Sport, Spiel und Fahrt verbringen kann und darf.
Viele dem Jugendalter entwachsene bereuen heute ihre frührere Einstellung und Gleichgültigkeit und kommen zu der bitteren Erkenntnis, diese Zeit gar nicht, ungenügend oder falsch genutzt zu haben. Familiäre Bindungen lassen einem später nur noch wenig Zeit für Sport oder Hobby. Hier sollten auch die Eltern, die schließlich allesamt ihre Erfahrungen gemacht haben, nicht müßig werden auf ihre Sprößlinge von klein an entsprechend einzuwirken u. sie zu motivieren. Wir Älteren sollten alle daran mitarbeiten, daß Heranwachsende ihre Freizeit sinnvoll nutzen; die Sportausübung ist zweifellos ein gutes Mittel. Neben der körperlichen Ertüchtigung werden auch viele nützliche Erfahrungen und Erkenntnisse – durch Reisen auch Allgemeinwissen – fürs spätere Leben gewonnen. Aber ohne Fleiß kein Preis, das gilt hier wie überall.
Durch Einbettung in eine Gemeinschaft, wie es unser LC Tanne etwa darstellt, sind doch junge Menschen weitaus mehr gefeit gegen die Unzulänglichkeiten der heutigen Zeit und gegen schlechte Einflüsse. Und die Begegnung mit Athleten anderer Vereine kann sich nur positiv auswirken. Vorbeugung dieser Art erspart vielleicht den Angehörigen viel Leid und Sorgen und weitsichtige Eltern handeln danach.
Ich kann mir beispielsweise nicht vorstellen, daß einer meiner Jugendlichen Sportler in ein falsches Fahrwasser käme. Natürlich wird mal gefeiert und “Einer zur Brust genommen”, aber das bleibt die Ausnahme.
Die Jungs können, wenn sie weitermachen, schon in absehbarer Zeit die Lücken füllen, die durch die Abgänge der Straubinger hervorgerufen worden sind. Herbert Franke waren die weiten Fahrten nicht mehr zumutbar.
Daß die Mitgliedschaft auswärtiger Sportler in der Öffentlichkeit nicht immer kritiklos hingenommen wurde, ist mir bekannt. Wir haben sie für den Aufbau gebraucht und sollten ihnen eigentlich danken. Jetzt muß der talentierte Nachwuchs Idol und Vorbild werden.
Mir wäre es zehnmal lieber gewesen, hätten sich erwachsene einheimische Sportler uns angeschlossen und es nicht bei Vor- oder Ansätzen bewenden lassen. Aber sich zwei- bis dreimal die Woche etwas anstrengen ist nicht jedermanns Sache und sicher auch Produkt unserer Wohlstandsgesellschaft.
Der Mensch braucht zum Leben neben Essen und Trinken auch Sauerstoff und den bekommt er am Arbeitsplatz, in der Wohnung und im Wirtshaus meist nur in stark verdünnter Form.
Ich möchte hier Olympiasieger Jörg Thoma zitieren: „(echte) Sportler leben nicht unbedingt länger, sterben aber gesünder”!
Das sollte es jung und alt wert sein. – Dann lohnt sich unser Wirken. Auch Trainer und Betreuer brauchen Auftrieb, evtl. Lob und Zustimmung.
Dieter Klug
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


Altmann Armin neuer Vereinsmeister
Bei schönem Wetter veranstaltete der Ski-Club Hunderdorf am Pröller seine Vereinsmeisterschaft, die mit 41 Teilnehmern gut besetzt.war.

Das Foto zeigt die Sieger mit den Preisen und Urkunden.

Zweimal mußte jeder Fahrer beim Riesenslalom seine Fahrkünste zeigen, Obwohl die Strecke nicht allzuschwer war, mußten einige wegen Auslassung von Toren disqualifiziert werden. Die vom Ski-Club Neukirchen zur Verfügung gestellte Zeitnehmeranlage ermöglichte eine genaue Zeitmessung. Nach dem 1. Durchgang lag bereits Armin Altmann vorne und konnte am Ende knapp die Führung behalten.
Bei der Siegerehrung in der Vereinshütte in Ahornwies überreichten Vorstand Kaldonek und Abteilungsleiter Illmann an die Sieger schöne Pokale und an alle Teilnehmer Urkunden. Illmann dankte besonders allen Helfern und den Spendern, die dieses Rennen ermöglichten.
Die Siegerliste:
Die Sieger in ihrer Klasse waren: Stephan Diewald, Elmar Wacker, Helmut Maier, Armin Altmann, Roland Zimmer, Werner Hüttinger, Heinz Gertitschke, Alexandra Schuhbauer, Evi Hentschirsch, Bettina Grill, Evelin Kaldonek, Claudia Kaldonek und Marianne Kaldonek.
Einen 2. Platz belegten: Thomas Ziesler, Armin Hiller, Willi Hornberger, Josef Helmbrecht, Xaver Altmann, Iris Zoglmann, Andrea Kaldonek, Ute Hentschirsch und Anita Helmbrecht.
Auf dem 3. Platz landeten: Werner Wacker, Kornelius Klar und Heinz Hentschirsch.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


Vergnügte Stunden bei der FFW Gaishausen
Am vergangenen Mittwoch fand im Tanzlokal Solcher der traditionelle Faschingsball der FFW Gaishausen statt. Zum Tanz spielte die Blasmusikkapelle „Felsenstoaner Buam“ auf. Vorstand Egon Weinzier| konnte zahlreiche Kameraden u. Gäste, vor allem Kreisrat u. Bürgermeister Karl Härtenberger mit Gemeinderäten, die in großer Anzahl erschienenen Kameraden mit Vorstand Anleitner u. Kommandanten Hartmannsgruber u. Huber mit Gattinnen des Patenvereins Hunderdorf, sowie die Kameraden mit ihren Kommandanten der umliegenden Feuerwehren Breu, Au v. Wald u. Häusler, Steinburg mit Gattinnen begrüßen. Außerdem konnte der Vorstand den CSU- u. Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hans Hamberger mit Gattin, den Bayerwaldverein Hunderdorf mit Vorsitzenden Hans Glas u. Frau Scheibenthaler, den Sportverein Hunderdorf mit Vorstand Joachim Kaldonek mit Gattin u. noch mehrere Abordnungen der umliegenden Vereine u. Organisationen willkommen heißen.
Nachdem einige Tänze aufs Parkett gelegt wurden, erfolgte die Durchführung einer Tombola, bei der sich die Gewinner über schöne Preise erfreuen konnten.
Bei guter u. beschwingter Stimmung hielten die meisten Ballbesucher bis in die frühen Morgenstunden aus. Alles in allem konnten die Vorstandschaft u. Kom. Joh. Dietl wieder einmal einen guten Erfolg im Vereinsleben der FFW Gaishausen verbuchen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


Die Alten waren die Besten
Der hiesige Fußballverein veranstaltete in der Dreifachhalle der

Das Foto zeigt die Sieger mit H, Hentschirsch, K, Riepl, H. Hainz, X, Kern, Höpfl und Klar mit
dem Betreuer Grill Hans.

Bundeswehr in Bogen ein vereinsinternes Hallenturnier, zu dem 7 Mannschaften aufgestellt wurden. Die Spieler der 1. Mannschaft waren gesetzt, die übrigen Spieler wurden ausgelost. Zu Beginn des Turniers hätte niemand geglaubt, daß die an Jahren ältesten Spieler (zus. 166 Jahre alt) am Ende unangefochten mit 10:2 Punkten den Sieg davontragen würden.
Der zweite Sieger erreichte nur 6:6 Punkte. Ältester Teilnehmer der siegreichen Mannschaft war ganze 55 Jahre alt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


Schöne Heimat
Wenn wir mit offenen Augen die engere Heimat erwandern und nicht in. einem Stahlroß durch die Landschaft rasen, werden wir entdecken, daß es noch schöne Plätzchen gibt, an denen es wert ist, ein wenig zu verweilen.
Wer von Pürgl die schmale Straße in Richtung Landasberg wandert, kommt in das idlyllische Dörfchen Sparr. Einen Steinwurf vom bekannten Gasthof Schleinkofer entfernt steht ein alter Bauernhof. Im Sommer schmücken bunte Bauernblumen den weiten Balkon, der sich um das Haus zieht und laden zum Filmen und Fotografieren ein.
Der jetzige Besitzer, die Familie Lex, gab bereitwillig Auskanft über die Geschichte des Hauses, das um das Jahr 1840 erbaut wurde.
Das Gebäude, das im Erdgeschoß aus Natursteinen mit der niedrigen Stube und im 1. Stock aus mächtigen Holzbohlen erbaut ist, besaßen zuerst die Familie Schollerer, von 1842 bis 1874 Josef Höpfl, bis 1907 sein Neffe Martin Höpfl. Von 1907 bis 1929 übernahm Heinrich Lex das Haus und vererbte es dann an den jetzigen Besitzer gleichen Namens. Vor dem jetzt stehenden Haus stand ein einstöckiges Gebäude, das 1842 abgebrannt ist.
K. Klar
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980


Ein großes Skitalent
In verschiedenen Rennen dieses Skiwinters ließ ein junger Mann mehrmals von sich reden. Gemeint ist der fünzehnjährige Schüler der hiesigen Volksschule Armin Altmann aus Steinburg. Obwohl in unserer Nähe keine Abfahrtsstrecke zu finden ist, konnte er es durch fleißiges Training zu einer Meisterschaft bringen, die für die Zukunft zu großen Hoffnungen berechtigt.
In diesem Jahr konnte er den Meistertitel des Ski-Clubs Neukirchen und Hunderdorf, sowie die Schulmeisterschaft erringen. Daß er auch den Meistertitel der Schulen im Landkreis Straubing-Bogen errang, ist die größte Überraschung, denn bisher war dieser den Schülern von St. Englmar und Rattenberg vorbehalten. Diesem seltenen Talent wünschen wir für die Zukunft noch weitere Ski-Erfolge.
Das Bild zeigt Armin Altmann und Evelin Kaldonek nach der Erringung der Vereinsmeisterschaft des Ski-Clubs Hunderdorf in diesem Winter.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 29.02.1980

Aus alten Zeitungen und Druckwerken

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