1965# 05-06

Zwei Einbrecher gefaßt
Hunderdorf.
Ein 28jährige rund ein Elfjähriger wurden als Einbruchdiebe von der Landpolizei Bogen ermittelt. Sie hatten am 28. April das Fenster eines Lebensmittelgeschäfts eingedrückt, waren dann in den Laden eingestiegen und hatten Waren im Werte von ca. 170.- DM gestohlen.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1965


Am Abend des 1. Mai verscheid nach kurzer Krankheit und nach einem aufopferungsvollen Leben unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter
Frau Pauline Lauschner
im 80. Lebensjahr.
Hunderdorf. Lebach (Ostzone), 2. Mai 1965
In tiefer Trauer:
Alfred Lauschner, Sohn
Karl Lauschner,  Sohn, mit Familie
Max Lauschner, Sohn
Richard Lauschner, Sohn, mit Familie
Erna Jäger, Schwester
und übrige Verwandtschaft
Beerdigung am Dienstag, dem 4. Mai, um 14 Uhr auf dem alten Friedhof in Bogen.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.1965


Ludwig Meier 80 Jahre alt
Hunderdorf.
In diesen Tagen konnte der Austragsbauer Luwifg Meier von Hofdorf in bester geistiger und körperlicher Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag feiern. Immer noch macht sich der Meier-Vater in Haus und Hof nützlich. Er ist auch eine starke Stütze für die jüngere Generation. Als zweitältestes Mitglied des Krieger- und Veteranenvereins interessiert er sich noch jederzeit um die Belange des Vereins und ist ein gern gesehener Gast bei den Versammlungen. Vorstand Gaschler ließ es sich daher auch nicht nehmen, dem Jubilar im Auftrag des Vereins ein kleines Geschenk zu seinem Wiegenfest zu überreichen. Dem freundlichen und allseits geschätzten Jubilar gehen die herzlichen Glückwünsche zu, denen sich auch das Heimarblatt gerne anschließt.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1965


Hans Stettmeier wurde Polier
Hunderdorf.
Als eine r der ältesten Belegschaftsmitglieder der Holzverabreitungsfirma Josef Schmid, Straubing, wurde Herr Hans Stettmeier für seine Verdienste um die Firma zum Polier ernannt. Unseren Glückwunsch!
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1965


Hunderdorf hat wieder einen Maibaum
Hunderdorf.
Nach mehrjähriger Unterbrechung hat nun der rührige Trachtenverein wieder einen Maibaum aufgestellt. Die unsichere Wetterlage jedoch hat verhindert, daß dazu auch ein Programm, wie es früher schon vom Trachtenverein durchgeführt wurde, zum Zuge kommt. Der Baum wurde von Herrn Steinbauer in Hofdorf gestiftet. Die Buben hatten natürlich ihren Spaß daran, sich im Klettern zu üben und gar mancher mußte schon umkehren, bevor er einen der oberen Kränze erreicht hatte. Am Abend des 1. Mal lud dann der Trachtenverein zum Tanz ins Gasthaus Georg Baier.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1965


Fahrzeugweihe keine Unfallversicherung
Windberg.
Auch dieses Jahr waren es wieder viele Kraftfahrzeugbesitzer, die ihre Autos, Motorräder, Traktoren und Mopeds in langer Reihe vor dem Windberger Pfarrhof aufgestellt hatten, um sich in das Gebet der Kirche einzuschließen. Bedeutet ja die Segnung der Fahrzeuge nicht etwa eine Unfallversicherung, sondern der Priester betet im Namen der Kirche, Gott möge das Tun eines jeden so lenken, daß niemand sich oder andere gefährdet. Verantwortlich bleibt immer der Fahrer. Pater Roger schritt segnend an den Fahrzeugen vorbei und wünschte abschließend allen eine gute Fahrt
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1965


Seit 15 Jahren das erste Fahrgastschiff
Am 1. Mai legte das Fahrgastschiff „Agnes Bernauer“ zum erstenmal am Fuße des Bogenberges an
Bogen. 15 Jahre sind verflossen, seit der letzte Personendampfer in Bogen anlegte, und am Samstag, dem Maifeiertag, hatten die Bogener wiederum Gelegenheit, ein Fahrgastschiff am Fuße des Bogenbergs anlegen zu sehen. Sie waren auch in erfreulich großer Zahl zur Fähre bei Hermannsdorf gekommen, als die „Agnes Bernauer“, tags zuvor getauft, auf ihrer ersten wirklichen

Das Fahrgastschiff „Agnes Bernauer“ beim ersten Anlegen in Bogen

Passagierfahrt fahrplanmäßig in Bogen-Bogenberg Halt machte, zwei Stunden am Anlegeplatz bei der Lände der Hermannsdorfer Fähre verankert liegen blieb, um sodann wieder die Rückfahrt nach Straubing anzutreten. Das Schiff hatte über alle Toppen geflaggt und bot im hellen strahlenden Sonnenschein ein Bild der Lustigkeit, der Fröhlichkeit und Unbeschwertheit, so ganz einem Maientag angepaßt. — Von nun an werden wir ab 23. Mai mehrmals in der Woche Gelegenheit haben, die „Agnes Berrnauer“ —von Regensburg-Straubing oder von Passau-Deggendorf kommend — am Anlegeplatz festmachen zu sehen, wir werden aber auch vor allem Gelegenheit haben, eine Tal- und Bergfahrt von Bogen nach Passau oder von Bogen nach Deggendorf und zurück mitzumachen. Bedauerlich ist nur, daß die Anlegestelle sich so weit ab von der Stadt Bogen befindet. Früher war sie in der alten Donau bei der Gemeindegrenze Bogen-Bogenberg, an der Stelle, an der nun das Tanzschiff vertäut liegt. Der alte Donauarm darf aber nicht mehr befahren werden, seit bei der Einmündung des alten Arms in die eigentliche Donau (beim Hutterhof) sich der Wasserübungsplatz der Bundeswehr befindet. So ist man wohl oder übel gezwungen, einen Marsch von einem Kilometer Länge zum Anlegeplatz bei der Fähre zurückzulegen, was nicht immer angenehm ist. Vielleicht gibt sich die Gelegenheit, einen Zubringerdienst mittels Kleinomnibus einzurichten. Auch die Zufahrts-straße von der Wache des Wasserübungsplatzes bis zur Lände der Fahre müßte unbedingt gekiest werden, denn bei regnerischem Wetter und nach einem Dauerregen versinkt man dort im Schlamm. — Ansonsten aber ist die Bevölkerung von Bogen froh und glücklich darüber, als „Haltestelle“ in die Donau-Personenschiffahrt Regensburg-Passau miteingeschaltet worden zu sein. wkg
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1965


Jubelnder Frühling, zahlreiche Pilger
Windberg.
Das herrliche Frühlingswetter hat von nah und fern ungewöhnlich viele Wallfahrer zum Patrozinium nach Heilig Kreuz geführt. Schon am Vormittag beim Festgottesdienst konnte die Kirche die Pilger nicht fassen. Pater Roger vom Kloster Windberg zeichnete in seiner Predigt das Bild des Guten Hirten.
Die nachmittägliche Andacht wurde zu einer eindrucksvollen Kundgebung der Wertschätzung, die sich die Wallfahrt zum Heiligen Kreuz vor allem seit der unermüdlichen Tätigkeit des Eremiten, Frater Konrad Brückl, und der Windberger Mönche bei den Gläubigen des Vorwaldes erfreut. Die vielen Hunderte auf dem Platz vor der Kirche forderte Pater Administrator auf, sich der neuen Aufgabe als Laie, als das Volk Gottes in der Kirche bewußt zu werden. Nach dem Willen des Konzils ist der Laie nicht mehr nur Helfer des Priesters, sondern mitgestaltendes und mitbestimmendes Glied der Kirche. Der Prediger wies einige Möglichkeiten auf, wo sich jeder Gläubige als Apostel durch Wort und Beispiel erweisen kann. Anschließend zog die ungewöhnlich große Prozession um den Kreuzberg. mit dem Allerheiligsten in der Mitte. Die Windberger Vereine waren wie in jedem Jahr gekommen und belebten mit ihren Fahnen das bunte Bild. Die Kapelle Bugl begleitete die Gesänge. Nach dem Segen beschloß das „Großer Gott wir loben Dich“ die Patroziniumsfeier.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1965


30 Abc-Schützen eingeschrieben
Hunderdorf.
Zur Schuleinschreibung am Dienstag meldeten sich 50 Schulanfänger. Neben 21 Jungen werden im Herbst 29 Mädchen in die 1. Klasse aufgenommen. Wie in den Vorjahren, so muß auch heuer die die 1. Klasse wegen großen Schülerzahl aufgeteilt werden. Insgesamt im Herbst nahezu 320 Schülerinnen und Schüler die Volksschule besuchen. Damit ist auch die Frage nach einer 9. Lehrkraft für Hunderdorf sehr aktuell. Allerdings stehen derzeit nur 8 Klassenräume zur Verfügung und die Gemeinde wird sich Gedanken über eine Erweiterung des Schulhauses machen müssen.


Gutes Ergebnis bei Schullandheimsammlung
Hunderdorf.
Mit 388,70 DM für die Schullandheime haben die Kinder bei ihrer Sammlung wieder einen neuen Rekord aufgestellt. Im Vorjahr waren es 301,20 DM. Die Sammlung kommt ausschließlich der Schuljugend zugute, da das Geld zum Aus- und Aufbau der Schullandheime in Niederbayern und in der Oberpfalz verwendet wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1965


Die Renovierung der Kloster- und Pfarrkirche beginnt
Ein Kunstwerk vor dem Verfall retten – Zuerst wird die Frauenkirche in Angriff genommen
Windberg.
Schon seit vielen Jahren hoffen die Geistlichen wie die Gläubigen der Pfarrei und des Klosters Windberg. daß die schöne und wertvolle Pfarrkirche endlich vor dem Verfall gerettet und renoviert wird. Jetzt soll nun das Werk in Angriff genommen werden. In diesen Tagen sind die ersten Arbeiter im Auftrag des Landbauamtes in Windberg eingetroffen und haben mit den Vorarbeiten für den ersten Abschnitt begonnen. Es ist geplant, als erstes mit der Instandsetzung der Frauenkirche, die jetzt als Leichenhaus benützt wird, zu beginnen. Im Zuge dieser Arbeiten wird auch der Kirchturm, ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Vorwaldes hergerichtet.
Die Arbeiten werden einige Schwierigkeiten bereiten. Am leichtesten wird es noch bei der gotischen Frauenkirche sein. Vor langer Zeit war diese ziemlich einfallslos angeworfen worden, der Putz ist inzwischen an manchen Stellen wieder abgebröckelt. Bemerkenswert sind einige gute Reliefs. die an der Außenseite eingelassen sind. Der westliche Haupteingang ist vermauert und seit langem mit einem Kreuz geziert. Schwieriger werden die Arbeiten an der Kirche sein Die schönen Quader der späten Romanik sind an vielen Stellen durchbrochen. die Zeit des Barocks, so verständnisvoll sie im Innern die Kirche umgestaltete, hat hier schwere Schäden verursacht. Man erweiterte die romanischen Fenster und zerstörte das festgefügte Quaderwerk. Der Putz, der inzwischen abgefallen ist und rote Ziegelsteine verunzieren die Wand. Der Unterteil des Turmes wurde verputzt, ein Schaden, der sich leicht beheben läßt. Der späte achteckige Aufbau jedoch ist Ziegelbau und es wird einige Müge kosten, bis ein harmonischer Gesamteindruck entsteht. Die Liebe und Sorgfalt jedoch, mit der schon im Vorjahr der Pfarrhof so geschmackvoll wiederhergestellt wurde, gibt die Sicherheit, die Verantwortlichen im Landbauamt auch diese Probleme lösen werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1965


Jagdpachtschilling auf die Straße geworfen
Gemeinderatssitzung am Sonntag – Anlieger müssen die Straße räumen – Eine Gedenkmesse für Pater Winters
Windberg
. Zu der öffentlichen Gemeinderatssitzung diesen Sonntag konnte Bürgermeister Kittenhafer auch eine Reihe interessierter Gemeindebürger begrüßen. Hauptpunkt der Sitzung war die Verteilung des Jagdpachtschillings, der auch in diesem Jahr wieder der Gemeinde für den Wegebau zur Verfügung gestellt wurde. Dieser Betrag von 1500 DM soll zum Schotterankauf verwendet werden. Da dem Gemeinderat ein günstiges Materialangebot vorlag, wurde beschlossen, unverzüglich zu handeln. Im ganzen Gemeindebereich sind Fahrzeugbesitzer bereit, die Steine zu befördern. Der Gemeinderat hatte auch nichts dagegen, notfalls weitere Mittel für diese Aktion aus dem ordentlichen Haushalt zur Verfügung zu stellen. Ferner einigte man sich darauf, den Betrag gleichmäßig auf die drei Dörfer der Gemeinde zu verteilen. Es wurde die Hoffnung ausgesprochen, daß sich auch diesmal genügend Helfer bei der Verteilung des Schotters finden würden.
Weiterhin beschlossen die Gemeindeväter am Todestag des in Windberg unvergessenen Ehrenbürgers Pater Lambert Winters, am 16. Mai für ihn einen Gedenkmesse lesen zu lassen. Ohne Gegenstimme einigten sich die Gemeinderäte auf eine Vorschrift zur Sicherung des Verkehrs auf den Gehwegen, die alsbald für das Gemeindegebiet verbindlich werden wird. Demzufolge sind die Anlieger an öffentliche Gehwegen verpflichtet, die Fußwege von Beginn bis Ende des Tagesverkehrs etwa von 7 bis 19 Uhr, bei Schneefall oder Vereisung zu räumen und zu streuen. Öffentliche Straßen sind soweit zu räumen, daß sie begehbar sind.
Abschließend befaßte man sich mit der Vermessung der Straße Hunderdorf-Meidendorf, die augenblicklich durchgeführt wird. Wie verlautet, ist in absehbarer Zeit an eine Verbreiterung oder Begradigung der Strecke Windberg-Meidendorf nicht gedacht, wohl aber soll die Straße auf der Länge Windberg – Hunderdorf einige Korrekturen erfahren.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1965


Windberg. (Vom Trachtenverein) Der nächste Vereinsabend mit Volkstanzprobe ist am Samstag im Vereinslokal Amann.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1965


Das Standesamt Bogen im April
Bogen.
Im April wurden im Bereich des Standesamtes Bogen 15 Kinder geboren, Trauungen fanden nicht statt. Gestorben sind 14 Personen. Geburten: Bettina Hastreiter, Hunderdorf … Josef Hafner, Windberg … Gabriele Diewald, Hunderdorf …
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1965


Lichterprozession am Samstag
Hunderdorf.
Wie in den vergangenen Jahren wird auch heuer wieder eine Maiandacht besonders feierlich gestaltet. Am kommenden Samstag wird vom Burschenverein in einer Lichterstafette von der Wallfahrtskirche auf dem Bogenberg das Licht nach Hunderdorf gebracht und feierlich eingeholt. Nach der Maiandacht wird sich die Lichterprozession zum Friedhof bewegen, wo am Friedhofskreuz für die Verstorbenen gebetet wird. Auch heuer wird wieder das Grab von H. Dekan Kiermaier besucht. Zur Feier, die hauptsächlich von der kath. Jugend gestaltet wird, ist die ganze Pfarrgemeinde eingeladen. Kerzen mit Windschutz können wieder vor der Sakristei gekauft werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1965


Pauline Lauschner beerdigt
Hunderdorf.
Am Dienstagwurde Frau Pauline Lauschner aus Hunderdorf im Friedhof zu Bogen zur letzten Ruhe beigesetzt. H. Pfarrer Sommer widmete der nimmermüden, fleißigen und allseits beliebten Verblichenen den Nachruf. Mitglieder des VdK, der Schlesischen Landsmannschaft und des Roten Kreuzes gaben ihr neben den vielen Bekannten das Geleit. Frau Schmid legte im Auftrage des VdK dem verstorbenen Mitglied einen Kranz nieder und auch die Nachbarn der Verstorbenen, die Familien Hirtreiter und Blasini, gedachten ihrer mit einer Kranzspende. Der Chor der evangelischen Gemeinde Bogen und die Kapelle Bugl umrahmten die Trauerfeier.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1965


Schulenschreibung
Windberg.
Am Montag 14 Uhr findet in der Volksschule die Schuleinschreibung statt. Alle Kinder, die in der Zeit vom 1. 10. 1958 bis 1. 10.1959 geboren sind, müssen von den Erziehungsberechtigten dem Schulleiter zur Aufnahme in die Schule vorgestellt werden. Zur Einschreibung sind mitzubringen die Geburtsurkunde und sämtliche Impfscheine.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1965


Bodennutzungserhebung 1965
Windberg.
In der kommenden Woche von Sonntag ab wird in der Gemeinde die Haupterhebung zur Bodennutzungserhebung 1965 durchgeführt. Es werden dabei Angaben über das Ackerland benötigt. Alle Landwirte möchten sich zu dieser Erhebung in die Gemeindekanzlei begeben, soweit dies nicht bereits in der vergangenen Woche geschehen ist.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.05.1965


Wer haut wo und was ins Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 26. bis 30. 4. 196 eingereichten Baugesuche

Reitberger Michael, Grub, Gde. Gaishausen, Neubau e. Austraghauses, Reitmeier Franz, Ehren, Gde. Gaishausen, Untermauerung der bestehenden Werkstätte und Einbau von Büroräumen …. Gemeinde Windberg, Neubau eines Feuerlöschteichs … Wanninger Emil, Hofdorf 52, Gde. Hunderdorf, Neubau eines Einfamilienwohnhauses in Bogen …
Quelle: Bogener Zeitung, 10.05.1965


Übungsabend des Gesangvereins
Hunderdorf.
Der Übungsabend des Gesangvereins am heutigen Dienstag kann wegen Umbauarbeiten nicht im Herbergslokal Sandbiller statt-finden. Die Probe wird bei Josef Solcher in Wegern abgehalten. Die Mitglieder werden gebeten, sich pünktlich beim Vereinslokal einzufinden, von wo aus die gemeinsame Abfahrt erfolgt. Die Autobesitzer sollen ihre Fahrzeuge mitbringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1965


Überblick in der Wasserleitung
Hunderdorf.
Seit einigen Wochen sind die neuen Aufbereitungsanlagen sowie die neue Pumpanlage in Betrieb. Nach dem täglichen Füllen der Hochbehälter wird das Pumpwerk automatisch abgeschaltet. Bei diesem Vorgang steigert sich der Wasserdruck bis ca. 8 atü. Sämtliche Wasserleitungsinstallationen vertragen ohne weiteres 10 atü, es kann hier also kein Schaden eintreten. Warmwasserheizungen und Warmwasserboiler sind auf einen derartig hohen Drudc nicht abgestimmt, so daß bei diesen Anlagen Schäden entstehen können. Der Wasserzweckverband empfiehlt daher jedem Besitzer solcher Anlagen den Einbau eines Druckminderventils. Diese Vorrichtung kann ohne große Umstände hinter der Wasseruhr eingebaut werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1965


Ausflug der FFW Hunderdorf
Hunderdorf.
Auch heuer unternimmt die FFW wieder einen Omnibusausflug und zwar ist dazu folgende Fahrtroute vorgesehen: Hengersberg, Lallinger Winkel, Schönberg, Grafenau, Freyung, Philipsreuth, Haidmühle, tschechische Grenze, Dreisessel. Nach der Mittagspause geht es weiter nach Neureichenau, über die Grenze nach Osterreich bis Eigen und Schlägl. Nach einem kurzen Aufenthalt im schönen Mühlviertel geht die Heimreise über Wegscheid und Passau. Die Abfahrt erfolgt am 13. Juni um 5 Uhr beim Gasthaus Baier. Der Fahrpreis betrat für die Mitglieder der FFW 7 DM, für Nichtmitglieder 14 DM. Alle Interessenten, die an diesem Ausflug teilnehmen wollen, müssen sich bis spätestens 1. Juni bei Vorstand Härtenberger oder Kommandant Anleitner melden und den Fahrpreis einzahlen.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1965


Fatimatag und Lichterprozession
Windberg.
Am Donnerstag treffen sich die Marienverehrer wieder zum Fatimatag in Heilig Kreuz. Um 14 Uhr beginnt der Rosenkranz, anschließend ist Predigt und feierliche Andacht. Abends um 19.30 Uhr sammeln sich die Pilger vor der Windberger Pfarrkirche, von wo aus die Lichterprozession zur Wallfahrtskirche zieht. Kerzen sind in Windberg an der Kirche zu haben. In Heilig Kreuz ist anschließend an die Prozession noch Abendmesse. Erstmals heuer ist auch den Straubingern wieder Gelegenheit geboten, mit dem Omnibus zur Feier nach Windberg zu kommen, falls sich eine genügend große Zahl meldet. Am Sonntag wird wieder eine Pilgergruppe aus München nach Heilig Kreuz kommen, für die um 14 Uhr eine Pilgeranden gehalten wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.05.1965


Achtung Landwirte!
Hunderdorf.
Durch die Gemeindeverwaltung wird derzeit die Bodenbenutzungs-Haupterhebung durchgeführt. Dazu wird die Anbaufläche für Roggen, Weizen, Hafer, Hackfrüchte, Klee usw. benötigt. Alle Landwirte haben dazu Angaben, auf der Gemeinde zu machen und sie sollen zu diesem Zweck die Aufzeichnungen, die sie darüber anfertigen, in die Gemeindekanzlei bringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1965


Kabelgräben – Straßenschäden
Hunderdorf.
Zwar wurden die Ortsstraßen heuer von Frostaufbrüchen ziemlich verschont, doch machen sich jetzt die Schäden bemerkbar, die im vorigen Jahr durch die Kabelgräben für Telefonleitungen entstanden sind. Teilweise wurden die Gräben, die über die Straßen führten, so schlecht abgedeckt, daß nun Löcher entstehen.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1965


53,80 DM für Müttergenesungswerk
Hunderdorf.
Wieder setzten sich Schulkinder durch ihren Sammeleifer für ein gemeinnütziges Werk ein, indem sie durch den Verkauf von Blumen und Karten 53,80 DM für das Müttergenesungswerk sammelten.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1965


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt Bogen sind Baugesuche eingereicht worden: Fruhstorfer Anton, Bogen, Antrag auf Vorbescheid wegen Abbruch und Wiederaufbau eines Wohn- und Geschäftshauses …  Schröter Paul, Au v. W., Neubau eines Wohnhauses … Häusler Xaver, Hofdorf, Gde. Hunderdorf, Erneuerung der Heubrücke über den Bogenbach.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1965


Rotkreuzgruppe beschenkte 10 Mütter zum Muttertag.
Hunderdorf.
Es ist schon zu einer lieben Gewohnheit geworden, daß die Rotkreuzgruppe Hunderdorf alljährlich zehn von der Gemeinde vorgeschlagenen Mütter zum Muttertag aufsucht und kleine Geschenke überreicht. Auch heuer wurde dies so gehandhabt und mit Blumen, ein Viertel Pfund Kaffee und Kuchen überall eine große Freude ausgelöst.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1965


Morgen Jahresversammlung des Roten Kreuzes
Hunderdorf.
Am morgigen Freitag findet um 20 Uhr im Gasthof Sandbiller in Apoig die Jahresversammlung der Rotkreuzgemeinschaft statt. Alle Mitglieder kommen in Dienstbekleidung. Auch sonstige Freunde und Interessenten sind eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1965


Durch einen tragischen Unfall verließ uns am Samstag unser geliebter Sohn und Bruder
Franz Xaver Schötz
Schreiner von Schafberg

geb. am 23. Januar 1947, für immer.
Schafberg, Pulling, St. Englmar, den 17. Mai 1965
In tiefer Trauer:
Franz und Maria Schütz, Eltern
Ludwig, Bruder mit Frau
Heinrich, Bruder mit Frau und übrige Verwandtschaft
Beerdigung am Dienstag, den 18. Mai 1965, um 9.30 Uhr. in der Pfarrkirche zu Englmar.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.1965 und 18.05.1965


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 3. bis 7. 5. 65 eingerichteten Baugesuche

… Bauer Willibald, Apoig, Gde. Hunderdorf, Werkstattanbau …
Quelle: Bogener Zeitung, 18.05.1965


Erschwindelt und gestohlen …
Hunderdorf.
Ein 22jänriger Mann aus Straubing erschwindelte sich die Auslieferung eines Geschirrpostens. Die Bezahlung „vergaß“ er. — In einem anderen Fall borgte er sich 50 DM, die er nicht zurückzahlte. In beiden Fällen half die Mahnung nicht. Schließlich nahm er aus einer Schlafstelle, die ihm zur Verfügung gestellt worden war, ein weißes Hemd mit.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.05.1965


Rotkreuzgruppe gab Rechenschaft
Hunderdorf.
Zur Jahreshauptversammlung der Rotkreuzgemeinschaft konnte Kolonnenführer Ludwig Niedermeier neben allen aktiven Mitgliedern auch Kreisgeschäftsführer Rudi No-wak, Bogen. begrüßen. Dem Rechenschaftsbericht war zu entnehmen, daß in der Ortsgemeinschaft eine fruchtbringende Arbeit geleistet wurde, daß eine Reihe von Erstehilfemaßnahmen durchgeführt werden konnte und daß sich ein guter Mitgliederstamm herangebildet hat. Den Kassenbericht gab Frau Martha Hofmann. Auch hier zeigte sich die gute Arbeit der Ortsgruppe. Nach der Prüfung der Kasse durch Kreisgeschäftsführer Nowak wurde der Vorstandschaft einstimmig Entlastung erteilt und anschließend die Neuwahlen durchgeführt. Rudi Greipl erhielt als neuer Gruppenführer das Vertrauen seiner Leute. Zweiter Gruppenführer wurde Franz Hafner. Gruppenführerinnen wurden Frau Maria Hofmann und Frau Barbara Hammes. Kassiererin blieb Frau Martha Hofmann. Kreisgeschäftsführer Rudi Nowak dankte der Rotkreuzgruppe vor allem für die gute Zusammenarbeit. Er erwähnte besonders die Altleutebetreuungen zu Weihnachten und Muttertag im Gemeindebereich. Mit einem kameradschaftlichen Beisammensein fand die Veranstaltung ihren Abschluß.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.05.1965


Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied am Mittwoch früh, nach längerer Krankheit, jedoch schnell und unerwartet, im Alter von 56 Jahren, meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Patin
Frau Therese Hartmannsgruber
geb. Wölfl – von Heugrub
Windberg,
Welchenberg, Eggerszell, Oberöbling, 20. Mai 1965
In tiefer Trauer:
Heinrich Hartmannsgruber, Gatte
mit Kindern Helmut und Rosemarie
Ludwig Wagner,
Bruder
Maria Obermeter, Schwester
Frieda Siemeth, Schwester
Anna Wölfl, Schwester
Berta Hartmannsgruber, Schwiegermutter
und übrige Verwandschaft
Seelengottesdienst mit darauffolgender Beerdigung am Samstag, 22. Mai 1965, um 9 Uhr, in Windberg. Überführung am Donnerstag um 17 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.05.1965


Schöner Erfolg des Landjugendballes
Steinburg.
Erstmals hatte die Kath. Landjugend des Landkreises Bogen am Sonntag zu einem Landjugendball im Saale der Brauerei Berger in Steinburg eingeladen. Über 500 Mädchen und Burschen, vor allem Mitglieder der verschiedenen Jugendgruppen des Landkreises, sowie viele ehemalige Landwirtschaftsschüler, aber auch zahlreiche Nichtorganisierte fanden in dem großen Saale kaum mehr Platz. Dazu konnte Kreisobmann Ernst Hinsken, Haibach, auch noch eine Reihe von Ehrengästen begrüßen, den 1. Vorsitzenden des Kreisjugendringes Bo-gen, Pfarrer Groß, Elisabethszell, die Dekanatsjugendseelsorger Pramps, Perasdorf und Merkl, Zinzenzell, Pfarrer Ruß, Hunderdorf, Pfarrer Weigert, Haibach, Kooperator Voß, Hunderdorf, Kreisrat Müller und Bürgermeister Berger, Steinburg. Diözesanobmann Sepp Pucher, Alten-markt, Diözesanlandjugendreferentin Maria Geser, Regensburg. Diözesanlandjugendsekretär Karl Schreiber, sowie seine Vorgänger die früheren Kreisobmänner Sagmeister und Wagen-sohn. Mit Sonderbeifall wurde Herr Landrat Hafner empfangen. Kreisobmann Hinsken sagte, der Landjugendball solle das gegenseitige Sichkennenlernen und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gruppen fördern. Bei den Klängen der unermüdlichen Kapelle „Blue Hawaiians“, deren Repertoire vom Twist bis zum Zwiefachen reichte, entstand bald eine frohe Stimmung, die durch einige lustige Einlagen noch zusätzlich bereichert wurde. So löste Dekanatsjugendseelsorger Merkl, Zinzenzell, als indischer Zauberer großen Beifall aus, als er zwar nicht die versprochene weiße Maus auf die Bühne zauberte, sondern 6 große Kamele in Gestalt prominenter Persönlichkeiten. Ebenso gefielen auch der lustige Einakter: „Der Meckerer“ der Landjugend von Elisabethszell sowie der heitere Vortrag des Dekanatsjugendseelsorgers Pramps, Perasdorf, „Die Bürgermeisterwahl bei den Würsten“. Nach dem schönen Erfolg dieser erstmals durchgeführten Veranstaltung ist die Kreisführung der Kath. Landjugend bestrebt, dem Landjugendball einen festen Platz im Jahresprogramm ihrer Jugendarbeit zu geben. Ein Bestreben, das sicher bei vielen Mädchen und Burschen Anklang finden wird und auch viele Nichtorganisierte mit der Jugendarbeit in Berührung bringt.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.05.1965


Keine Furcht vor dem Alter
Hunderdorf.
Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins trafen sich im Gasthaus Sandbiller zu einer Monatsversammlung. Ortsvorsitzender X. Aumer konnte den Unterbezirksvorsitzenden W. Uekermann, Kreisrat Unger und Lehrer Eck1 als Gäste begrüßen. Zu Beginn des Abends wurde der Farbfilm „Wälder der Zukunft“ vorgeführt. An einem Beispiel in Schweden zeigte der Film die Möglichkeiten der Technisierung und Mechanisierung der Holzarbeit bis zur Verarbeitung in der Fabrik. Kreisrat W. Uekermann setzte sich anfangs mit Fragen der Bundestagswahl auseinander und dann mit der von der SPD vorgeschlagenen Rentenreform. Der Redner meinte, daß die Opposition ihre Pläne wohl durchdacht und abgewogen hätte, ehe sie mit ihren Vorschlägen an die Öffentlichkeit trat. Den Vorwurf der Undurchführbarkeit hätte die SPD eindeutig durch ihre klaren Vorschläge widerlegt. Der Sprecher hob dann u. a. die wesentlichsten Punkte hervor: Neben den Arbeitern und An-gestellten sollten alle Selbständigen die Wahl haben, der Volksversicherung beizutreten. Nach 40jähriger Arbeitszeit sollte jedem eine Mindestrente von DM 240,– und nach 50jähriger Arbeitszeit eine Rente von wenigstens DM 300 sicher sein. Ein Teil des Vermögens der Volksversicherung sollte bei Eheschließung oder Geburten nutzbar gemacht werden. Ein besonderes Punktsystem ermögliche eine auch für den Laien überschaubare Berechnung seiner zukünftigen Rente.
In der folgenden Aussprache beschäftigte man sich eingehend mit der Frage einer Volksversicherung. Im zweiten Teil der Versammlung sprach Lehrer Eckl, Schwarzach, zum Thema „Die politischen Parteien und der Untergang der Weimarer Republik“. In seinen Betrachtungen widerlegte er die Meinung des Landrates, die Weimarer Republik sei durch die „Zerfleischung der demokratischen Parteien zugrunde gerichtet worden“. Im Verlaufe seines Referates stellte er ganz klar die Ursachen heraus, die die Weimarer Republik zum Scheitern verurteilten: das Diktat von Versailles, mit dem Ziel der politischen und wirtschaftlichen Entmachtung; woran vor allem Frankreich interessiert war. Durch die Reparationen trat eine wirtschaftliche Schwächung und eine Entwertung des Geldes ein. Dadurch wurde ein erster Teil des Volkes von der Demokratie enttäuscht. Ein weiterer größerer Teil verlor das letzte Vertrauen durch die Wirtschaftskrise und die folgende Deflation. Als weitere Ursachen zählte der Redner noch auf: Keine Klausel zur Begrenzung der Parteien im Reichstag wie z. B. die heutige 5 Prozent Kausel, infolgedessen gab es keine klaren Mehrheitsverhältnisse und häufige Regierungswechsel. Auch die Macht in Händen des altersschwachen Reichspräsidenten habe eine Rolle gespielt. Arbeitslosigkeit und die geringe und enttäuschte demokratische Erfahrung aller Schichten hätten den Untergang der Weimarer Republik beschleunigt. Zum Schluß seiner Darlegungen meinte Lehrer Eckl, daß es keine Empfehlung für unsere Demokratie sei, wenn man dem Volk klarmachen möchte, daß der Regierungswechsel den Untergang bedeuten würde. Durch derartige Verleumdungen mache man gerade die Demokratie unglaubwürdig. Es sei aber Aufgabe jedes Demokraten, das kleinere Übel, Demokratie, zu fördern und zu erhalten.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.05.1965


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
 … Hilmer Peter, Irenzfelden, Gde. Windberg, Neubau eines Wohn- und Gasthauses … Zollner Josef, Apoig, Gde. Hunderdorf, Einbau größerer Fenster …
Quelle: Bogener Zeitung, 24.05.1965


Abschied von einer Mutter
Windberg.
Ungewöhnlich groß war die Trauergemeinde, die am Samstag auf dem Windberger Friedhof Abschied nahm von Frau Therese Hartmannsgruber aus Windberg. Pfarrer Pater Ephrem würdigte das Leben der Mutter, die im Alter von 56 Jahren mitten aus dem Leben gerissen wurde und den Gatten mit den zwei Kindern zurückließ. Die Verstorbene stammte von Heugrub, Gemeinde Perasdorf, aus der Familie Wölfl, Nach dem Krieg heiratete sie Heinrich Hartmannsgruber von Windberg. Wegen ihrer unermüdlichen Arbeitsamkeit und ihres freundlichen Wesens war sie überall beliebt. Erst seit Weihnachten hatte sich die Krankheit gemeldet, zuletzt war sie noch ins Landshuter Krankenhaus gekommen, wo sie dann plötzlich am Mittwoch starb. Ihren Angehörigen wendet sich allgemeine Anteilnahme zu.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.05.1965


Otto und Emilie Unger im Silberkranz
Bogen/Hunderdorf.
Am Mittwoch kann das Ehepaar Otto und Emilie Unger, wohnhaft in Hunderliorf, auf den 25jährigen Bestand ihrer Lebensgemeinschaft zurückblicken. Kreisrat und Gemeinderat Otto Unger ist VdK-Geschäftsführer für die Kreise Bogen und Straubing, für den Kreis Bogen seit 1950, also bereits seit 15 Jahren, für den Kreis Straubing seit 1954. Geboren in Rieth, Gemeinde Bernried, heiratete Otto Unger am 26. Mal 1940 Emilie Wagen-sohn in der Gemeinde Mariaposching, wo Unger auch lange Jahre seinen Wohnsitz hatte, bis er nach Hunderdorf zog. Otto Unger steht im 50., seine Ehefrau Emilie im 48. Lebensjahr. Schon mehrere Legislaturperioden lang ist Otto Unger Mitglied der SPD-Fraktion des Bogener Kreistags und SPD-Gemeinderat in Hunderdorf. Er ist bei allen seinen Gemeinderats- und Kreistagskollegen als ruhiger und sachlicher, mit einem hohen fachlichen Können auf dem Gebiet der Kommunal- und Sozialpolitik Vertreter seiner Partei geschätzt und beliebt. In seiner Eigenschaft als VdK-Geschäftsführer ist Otto Unger auch Sozialreferent und Vertreter beim Sozialgericht. — Wir wünschen dem Ehepaar Unger zu seinem Ehrentag alles Gute!   wkg
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1965


Oma Stumhofer feiert Geburtstag
Windberg
. Am Samstag feiert Anna Stumhofer von Windberg ihren 75. Geburtstag gesund und rüstig. Mit jederzeit frohem Sinn weiß die Jubilarin die frohen und die Schattenseiten des Lebens zu nehmen. Trotz vieler Schicksalsschläge hat sie sich ihren guten Humor erhalten und ist überall beliebt und geachtet. Frau Stumhofer ist weit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus bekannt, da sie ihren Mann lange Jahre die in mühseliger Blindenarbeit selbst gefertigten Bürstenwaren verkaufen half und dem erblindeten Gatten eine gute Begleiterin auf allen Wegen war. Der Tod nahm ihr im Jahre 1955 den. Gatten von der Seite. Ein schwerer Schicksalsschlag für die Jubilarin war die Nachricht, daß ihr einziger Sohn im letzten Weltkrieg sein Leben hingeben mußte. Trotzdem ist es der Stumhofer-Oma noch vergönnt, dieses schöne Fest des 75. Geburtstages zu feiern und wir schließen uns den Glückwünschen der Kinder und Enkelkinder an.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.05.1965


Haushaltsplan liegt auf
Windberg.
Nachdem nun der Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1965 von der Aufsichtsbehörde rechtsaufsichtlich genehmigt wurde, liegt dieser nebst Haushaltssatzung eine Woche lang, in der Zeit vom 30. 5. bis 6. 6. in der Gemeindekanzlei Windberg zu den ortsüblichen Amtsstunden öffentlich zur Einsichtnahme auf.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.05.1965


Feuerwehr ehrt langjährige Mitglieder
Hunderdorf
. In Anwesenheit von Landrat Hafner wird heute am Christi-Himmelfahrts-Tag um 15 Uhr im Gasthaus Georg Baier die Ehrung der Altmitglieder der Freiwilligen Feuer-wehr stattfinden. Es handelt sich um 16 Wehrmänner, die seit 25 Jahren, 13 Mitglieder, die seit 40 Jahren, und 3 Mitglieder, die schon 50 Jahre Dienst in der Feuerwehr leisten. Neben der Überreichung der Ehrenurkunden durch Landrat Hafner und der Würdigung ihres Dienstes wird Vorstand Härtenberger über den Stand der Vorbereitungsarbeiten zum Bau des Feuerhauses und der Anschaffung des Mannschaftswagens berichten.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.05.1965


Vom Trachtenverein
Windberg.
Der nächste Vereinsabend mit Volkstanzprobe ist am Freitag, um 20 Uhr, im Vereinslokal Amann.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.05.1965


Gott, der Herr, hat am Mittwoch, 26. Mai 1965, nach kurzer, schwerer Krankheit, meine liebe Frau, unsere liebe Schwester, Schwägerin. Tante und Patin
Frau Aurelia Hubel
in Steinburg

nach öfterem Empfang der heiligen Sterbesakramente im Alter von fast 53 Jahren zu sich in die ewige Heimat abberufen.
Steinburg, Rammersberg, Oberalteich, Lang. den 27. Mai 1965
In tiefer Trauer:
Karl Hubel, Gatte
Erwin Theimer, Bruder. mit Frau
Herbert Theimer, Bruder, mit Familie
Hans Hubel, Schwager, mit Familie
Maria Tögel, Schwägerin, mit Familie
Trauergottesdienst am Samstag, 29. Mai 1965, 9 Uhr, in der Pfarrkirche Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.05.1965


56 Erstkommunikanten treten zum Tisch des Herrn
Hunderdorf.
Am Sonntag werden in der schönen Pfarrkirche zu Hunderdorf 56 Knaben und Mädchen aus der Pfarrei erstmals am eucharistischen Opfermahl teilnehmen. Noch nie wurde eine derart große Zahl erreicht. Auch in den übrigen Pfarreien des Dekanats wurde in diesem Jahr keine so hohe Zahl zum Abendmahl geführt Bereits vor 9 Uhr sammeln sich die Kommunionkinder im Schulhof, um dann in einer feierlichen Prozession zum Gotteshaus geführt zu werden. Das Pfarramt legt Wert darauf, daß die vorderen Bänke auf beiden Seiten für die Angehörigen der Erstkommunikanten freigehalten werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.05.1965


Ehrung für Feuerwehrmann Max Sperl
Hunderdorf.
Morgen, Sonntag, findet in der Gaststätte der Brauerei Berger in Steinburg eine Ehrung von Altmitgliedern der FFW Steinburg statt, bei der auch Herr Max Sperl für seine 50jährige Zugehörigkeit öffentlich geehrt wird. Da Herr Sperl zugleich Mitglied des Krieger- und Veteranenvereins ist, sind die Mitglieder des Krieger- und Veteranenvereins ebenfalls eingeladen. Vorstand Gaschler bittet um zahlreiche Teilnahme, da am Sonntag zugleich der 75. Geburtstag von Herrn Sperl gefeiert wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.05.1965


Der Bürgersteig wird noch heuer gebaut
Hunderdorf.
Schon seit dem Bau der Kreisstraße Bärndorf – Steinburg bestellt für den Ortsdurchgang Hunderdorf das Problem eines Gehsteiges, der Fußgängern und Kraftfahrern gleichermaßen Sicherheit geben soll. Gerade zu den Zügen und von denAbendzügen, welche die Berufspendler bringen, müssen sich notgedrungen die Fußgänger auf der Straße bewegen, da der Grünstreifen zwischen Eisenbahnstrecke und Straße gewöhnlich unpassierbar ist. Kinder wie Erwachsene sind so fast dauernd gefährdet. Wie schon bei der Straßenteerung und der Wasserversorgung, hat nun auch hier 2. Bürgermeister Härtenberger die Initiative ergriffen und dieses Projekt in die Hand genommen. Auf seine persönliche Vorstellung beim Straßenbauamt in Deggendorf hin, hat man dort die Projektierung des Gehweges für Juli zugesagt. Gleichzeitig hat man sich bereit erklärt, mit der Erstellung eines Kostenvoranschlages, der ebenfalls für die Gemeinde kostenlos erfolgt, eine Richtschnur für die Ausschreibungen zu geben. Außerdem wurde der Gemeinde ein Zuschuß von 8 DM für den laufenden Meter zu-gesagt. Die Gemeinde hat nun Gelegenheit, noch vor dem Juli Angebote einzuholen, damit mit dem Bau im Sommer oder Frühherbst begonnen werden kann. Damit wurde ein weiteres Entgegenkommen des Straßenbauamtes erreicht, das für die termingeredete Durchführung des Baues notwendig ist.
Auf einer anderen Vorsprache des 2. Bürgermeisters bei Landrat Hafner wurde von diesem ein Kreiszuschuß von 10 000 bis 15 000 DM zugesagt und damit das eindeutige .Interesse des Landrates und des Landkreises bekundet, daß hier ein Projekt vorliegt, das zugunsten der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gelöst werden muß. Der Fußgängerweg wird vom Bahn-übergang Siedlung bis zum Bahnhof neben der Bahnlinie verlaufen und von dort bis zum Ortsende auf der linken Seite weitergeführt. Die Projektierung wird für den ganzen Abschnitt erstellt und auch der Bau soll entgegen früheren Vorstellungen in diesem Jahr noch ganz durchgeführt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.1965


Windberg. (Auszahlungstermin) Die Auszahlung der Kriegsschadenrente, Sozialhilfe, Pflegegelder, Pflegekindergelder und Ausbildungsbeihilfen erfolgt am Donnerstag von 14 bis 15 Uhr in der Gemeindekanzlei.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1965


Ehepaar Unger feierte Silberhochzeit
Glückwünsche des Landrats und des Kreistages – Auch der VdK gratulierte
Hunderdorf.
Das Ehepaar Unger feierte vor kurzem das Fest der silbernen Hochzeit. Land rat Hafner überbrachte dem langjährigen Kreisrat Unger und seiner Frau die Glückwünsche des Kreistages. Bei der Überreichung der Bodenvase mit herrlichen Blumen dankte der Landrat Herrn Unger für die tatkräftige Mitarbeit am Aufbau des Landkreises, die trotz verschiedener parteipolitischer Anschauungen den Jubilar und ihn immer im Hinblick auf das gemeinsame Wohl der Landkreisbevölkerung verbunden hätten. Schwer war der Anfang damals nach dem Zweiten Weltkrieg für alle Verantwortlichen, doch die gemeinsame Zielsetzung habe über alle weltanschaulichen Differenzen hinweg dem Aufstieg des Landkreises gedient. Dafür gebühre Herrn Unger der uneingeschränkte Dank. Bürgermeister Reiner überreichte im Auftrag des Gemeinderates an das Jubelpaar ein schönes Blumengebinde und dankte Gemeinderat Unger für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die auch in den weiteren Jahren erhalten werden soll.
Amtmann Dachauer beglückwünschte das Ehepaar Unger als Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes. Dabei sprach er Unger, der seit Jahren Geschäftsführer des VdK-Kreisverbandes ist, für die Mühe und Opfer, die er sich für die Kriegsopfer und ihre Angehörigen gemacht habe, seinen Dank aus. Dies gelte, so sagte Amtmann Dachauer, in gleicher Weise auch für Frau Unger, die durch die berufliche Inanspruchnahme des Mannes gar manchen Sonntag, an denen er auf Versammlungen weilte, opfern mußte. Auch vom SPD-Unterbezirk Bogen-Viechtach waren Glückwünsche eingetroffen und als Geschenk wurde eine schöne Silberschale überreicht. Zu den offiziellen Gratulanten gehörten schließlich auch die SPD-Ortsverbände Hunderdorf und Oberschneiding. Die Beliebtheit des Jubelpaares zeigte sich auch in den vielen Aufmerksamkeiten, die man ihm schriftlich und mündlich an diesem Ehrentag zukommen ließ.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1965


Schulhauseinweihung – ein Festtag für alle
Am Freitag, 11. Juni, wird das neue Schulhaus übergeben – Zahlreiche Redner und Ehrengäste
Windberg.
Der Gemeindetat Windberg, Lehrerschaft und die Vorstände der Vereine der Gemeinde fanden sich am Freitag mit Bürgermeister Kittenhofer in der Gemeindekanzlei zu einer Aussprache über die Schulhauseinweihungsfeier ein. Der Bau der neuen Volksschule war ein Bau aller Gemeindebürger und die Einweihung dieses Gebäudes am Freitag, den 11. Juni soll für die gesamte Bevölkerung zu einem Fest- und Freudentag werden.
Die Besprechung ergab nachfolgendes Programm: 8.30 Uhr Empfang der Ehrengäste, Gäste und Vereine vor dem Festlokal Gasthaus Wagner in Windberg, 8.45 Uhr Aufstellung zum Kirchenzug, 9 Uhr Festgottesdienst in der Pfarrkirche Windberg. Anschließend Segnung der neuerbauten Volksschule mit Liedern und Prolog der Schulkinder. Es folgten die Begrüßung der Ehrengäste durch Bürgermeister Kittenhofer u. die Festrede des Schirmherrn, Landrat Hafner. Als Zwischeneinlage ist wieder ein Lied der Schulkinder gedacht. Daran schließt sich die Ansprache des Abgeordneten Rainer von Haibach  und Schulrat Westermeyer von Bogen an. Die Schulkinder bringen hierauf Gedichte. Dann erfolgt die Schlüsselübergabe durch Architekt Schmid von Regensburg an den Bürgermeister. Anschließend spricht Schulleiter, Hauptlehrer Hammes. Darauf erfolgt die Schlußansprache von Bürgermeister Kittenhofer. Die Bundeshymne, gesungen von den Schülern der Volksschule Windberg, beschließt den ersten Während dann eine Besichtigung der gesamten Schulgebäude vorgesehen ist, werden sich die Schulkinder in das Festlokal begeben, wo das Festessen für sie bereit steht. Die Festgäste, Vereinsangehörigen und Ehrengäste begeben sich im Anschluß an die Besichtigung zum Festessen in das Gasthaus Wagner.
Die Einwohner der Ortschaft Windberg werden gebeten, die Häuser zu schmücken und zu beflaggen, sowie die Straßen zu reinigen
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1965


Hochbehälter des Zweckverbandes fertiggestellt
Termingerechter Baufortschritt in der Wasserversorgung Hunderdorf – Mitterfels – Haselbach – Aufbereitungsanlage in Hunderdorf seit Wochen in Betrieb — Hochbehälter in Hoch und Mitterfels erstellt
Hunderdorf. In diesen Tagen konnte der Wasserzweckverband der Bogenbachtalgruppe einen neuen Markstein in seiner Baugeschichte setzen: Der Hochbehälter in Hoch und das dazu gehörende Überhebepumpwerk nach Mitterfels wurden im Bau abgeschlossen. Der neue Hochbehälter mit seinen zylindrischen Kammern faßt 350 Kubikmeter Wasser und wird durch seinen Rücklauf die Niederzone des Zweckverbandes im Bogenbachtal um Hunderdorf versorgen. Er wird aber zugleich durch das Überhebepumpwerk das Wasser für die Behälter in Mitterfels liefern. Bei normalem Verbrauch werden die Pumpen nur nachts eingeschaltet und so mit dem billigeren Nachtstrom gearbeitet. Dabei werden alle Hochbehälter in Windberg, Hoch und Mitterfels aufgefüllt. Sinkt jedoch der Wasserstand in den Behältern durch starken Wasserverbrauch etwa bei Hitzeperioden, so schalten sich die Pumpen auch tagsüber automatisch ein und stellen den notwendigen Pegelstand wieder her.
Der Hochbehälter ist so angelegt, daß die beiden Wasserkammern unter der Erdoberfläche liegen und auf der Höhe der unteren Sohle ist das Pumpwerk untergebracht. Dieses besteht aus zwei schweren Kreiselpumpen, die von je zwei Elektromotoren mit 40 PS angetrieben werden können und eine Leistung von je 19 sec/1 aufweisen. Der Einbau von zwei Pumpen geschah aus Sicherheitsgründen. Für die gesamte Anlage mußte auch eine Trafostation errichtet werden, wozu von der OBAG ein erheblicher Zuschuß geleistet wurde. Wie uns dazu Härtenberger, der tatkräftige Vorstand des Wasserzweckverbandes, berichtete, ist nun für den Raum Hunderdorf eine tägliche Wasserreserve von 500 cbm vorhanden. Durchschnittlich wird etwa die Hälfte dieses gespeicherten Wassers täglich verbraucht. Nur in Trockenzeiten kommt der Wasserverbrauch auf diese Wassermenge. Selbst dann jedoch besteht noch keine Gefahr für einen Wassermangel, da tagsüber etwa die gleiche Wassermenge gefördert und in die Behälter gepumpt werden könnte. Ein Wassermangel oder eine Rationierung braucht daher in den kommenden Jahren selbst bei ungünstigsten Umständen nicht befürchtet werden.
Für die Hochzone der Wasserversorgung, zu der Mitterfels, Haselbach, Rammersberg, Thurasdorf usw. gehören, stehen ebenfalls durch den Neubau des Behälters in Mitterfels derzeit 700 cbm zur Verfügung. Ein weiterer Behälter werden für den Zweckverband Wasserreserven mit 150 cbm Fassungsvermögen ist in Haselbach im Bau. Nach Abschluß der Bauarbeiten von 1 350 cbm vorhanden sein. Die Versorgung geschieht teils durch die Aufnahme der Quellschüttungen in Hunderdorf und Mitterfels und teils durch die drei Tiefbrunnen in Hunderdorf.
Voraussichtlich wird die Arbeit im kommenden Jahr an der Wasserversorgung abgeschlossen. Schon heute kann man sagen, daß dieser Termin nicht überschritten wird, da bereits die bedeutendsten Baumaßnahmen vollendet sind oder kurz vor der Fertigstellung stehen. Dazu gehört der Ausbau der Tiefbrunnen, die Anlage des Versorgungsnetzes nach Mitterfels und Haselbach und der Bau der Hochbehälter in Hunderdorf und Mitterfels. Die Wasseraufbereitungsanlage Hunderdorf ist bereits in Betrieb und bedarf nur noch kleinerer Maler- und Maurerarbeiten, die Versorgungsleitungen in die abseits liegenden Ortsteile der Gemeinde Hunderdorf werden ebenfalls derzeit erstellt und der Hochbehälter in Haselbach dürfte ebenso fristgerecht erbaut werden können.
Von den etwas mehr als 4 Millionen Gestehungskosten werden bis zum Ende des Jahres 3 ½ Mill. verbaut sein. Dann ist auch die Hauptarbeit erledigt und eines der größten Bauprojekte des Landkreises in die Tat umgesetzt. Herrn Härtenberger als dem Motor des Zweckverbandes, seinen Mitgliedern, Landrat Hafner und dem Kreistag sowie allen Stellen, die hierbei ihre Unterstützung gegeben haben, darf man danken für dieses Werk, das allen Bürgern in den beteiligten Gemeinden zum Nutzen gereicht.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1965


Josef Sperl ein Fünfundsiebziger
Steinburg.
Am Sonntag feierten Gemeindeverwaltung, Bürger und Feuerwehrkameraden sowie eine Abordnung des Krieger- und Veteranenvereins Hunderdorf den 75. Geburtstag von Max Sperl. Kommandant Anton Häusler eröffnete im überfüllten Gastzimmer der Brauerei Berger die Geburtstagsfeier. Mit Worten der Anerkennung und des Dankes würdigte er die jahrzehntelange Treue des Jubilars zur Feuerwehr Steinburg. Als Dank und Anerkennung überreichte er einen Geschenkkorb. Bürgermeister Berger würdigte in seiner Gratulationsansprache die Aufgeschlossenheit des Jubilars als Gemeindebürger und wünschte ihm noch viele Jahre in bester Gesundheit. Auch er überreichte zum Zeichen der Verbundenheit einen Geschenkkorb. Vorstand Leo Gaschler gratulierte im Namen des Krieger- und Veteranenvereins. Den Abschluß der Redner bildete KR Alfred Müller. Max Sperl wurde am 30. 5. 1890 in Siegersdorf, Gde. Rattenberg geboren. Die kinderreiche Familie zwang ihn dazu, daß er sich schon im Volksschulalter sein Brot selbst verdienen mußte. Nach der Zeit seiner Schulpflicht trieb ihn sein Leistungswille zur Erlernung eines Berufes, der heute sehr selten geworden ist — er wurde Mühlenbauer. Dieser Beruf führte ihn zu Arbeiten weit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus. 1919 kam er nach Steinburg. Hier verehelichte er sich noch im gleichen Jahr mit Maria Stelzer und übernahm die gräfliche Sägemühle im Steinburger Perlbachtal, die wohl jeder Wanderer und Naturfreund kannte, denn heute ist sie nicht mehr. Tag und Nacht schaffte der Jubilar für seine Familie und verhalf somit seinen Kindern zu guten Berufen. Kurz vor dem Abbruch der Sägemühle verließ der Jubilar Steinburg und seitdem lebt er in Hunderdorf in einem schönen Eigenheim. Wir wünschen dem Jubilar noch viele Jahre in bester Gesundheit.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.06.1965


58 Kinder feierten ihren Primiztag
Hunderdorf.
Die Sonne war im Mai ein seltener Gast, um so dankbarer begrüßten die Kin-der den strahlenden Sonnenschein am letzten Sonntag des Mai, als die Erstkommunikanten zum Tisch des Herrn gingen. Vor dem Schulhaus sammelten sich Knaben und Mädchen in ihrer festlichen Kleidung und zogen, begleitet vom Pfarrherrn, den Ministranten und den Eltern zur Kirche.
Im Altarraum nahmen die Kinder Aufstellung und erneuerten feierlich ihr Taufgelübde. In seiner Predigt legte Pfarrer Ruß den Kindern nahe, daß sie mit der Erstkommunion nun selber eintreten in die Schar derer, die durch ihren Glauben und ihre Liebe Zeugnis für Christus ablegen. Die Eltern tun dies durch ihr eigenes Beispiel, mit der sie für die Kinder Vorbild sein sollen. Sie sind aufgerufen dazu durch das Evangelium und sollen dereinst sagen können: „Herr, wir haben sie für dich bewahrt“.
Es waren 56 Kinder, die den Leib des Herrn empfingen. Mit einem Dankgebet und einem feierlichen Schlußlied endete das Meßopfer, für das die Lieder und Gebete von H. Kooperator Vos und Frau Oberlehrerin Kohlbeck einstudiert wurden. Am Nachmittag trafen sich die Kinder und Eltern dann zu einer Dankandacht und hier erinnerte Kooperator Vos nochmals die Kinder daran, daß gerade die Mutter an diesem Tag viel für sie getan hat und sie umsorgte. Wie die irdische Mutter sich um sie gekümmert hat, so sorgt sich auch die himmlische Mutter um sie und bittet für sie als die Königin des Himmels beim Herrn. Sie sollten sich daher immer unter den Schutz der Gottesmutter stellen und ihre Fürbitte zu erlangen suchen. Abschließend überreichte der Pfarrherr die Kommunionandenken.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.06.1965


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 12. bis 15. April eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Pfarramt Hunderdorf, Errichtung eines Nebengebäudes … Haimerl Alfons, Dambach, Gde. Windberg, Anbau einer Doppelgarage und Erneuerung des Dachstuhls über Geräteschuppen … Berger Heinrich, Wegern, Gde. Steinburg, Neubau von Garagen …
Quelle: Bogener Zeitung, 05.06.1965


Vier Verletzte bei Verkehrsanfall
Hunderdorf.
Auf der Gemeindestraße fuhr am Samstag um 15 Uhr ein achtzehnjähriger Lehrling mit einem Pkw ohne Fahrerlaubnis. Der Wagen war nicht zugelassen, nicht versteuert und nicht versichert. Infolge der hohen Geschwindigkeit kam der Wagen von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals. Ein Mitfahrer erlitt ernste Verletzungen, drei andere — unter ihnen der Fahrer — wurden leichter verletzt Die Landpolizei Bogen ermittelte und stellte Anzeige wegen eines Vergehens der fahrlässigen Körperverletzung und eines Vergehens gegen das Straßenverkehrsgesetz. Der Sachschaden betrug 350 DM.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.06.1965


Müllabladeplatz darf keine Notlösung sein
Verkehrsregelung im Ortsbereich notwendig – Müllabladeplatz am Schüttberg vorgesehen
Wird neues Baugelände erschlossen?
Hunderdorf. Umfangreich war die Tagesordnung, die der Gemeinderat am Wochenende, zu bewältigen hatte. Bürgermeister Reiner eröffnete die Sitzung und gab den Stand der Ver-handlungen über den Bau des Fußweges zwischen Staatsstraße und der Bahnlinie bekannt. Der dringend notwendige Gehsteig soll nach Auffassung des Straßenbauamtes Deggendorf ei-ne Mindestbreite von 2 m bekommen, doch wäre wegen der starken Frequenz dieses Weges eine Breite von 2,5 m vorzuziehen. Dieser Abschnitt soll noch heuer erstellt werden. Der Gemeinderat beschloß die Ausschreibung dafür an vier Firmen zu vergeben. Die Angebote sollen dann noch bis Juli überprüft und die Arbeiten vergeben werden. Erst im nächsten Jahr wird man dann mit der Fortsetzung dieses Gehsteiges vom Bahnhof zum Ortsende mit einer Breite von 1,5 m weitermachen.

Die Engstelle der Ortsstraße von Troidl bis Schötz, die nur einspurig befahren werden kann

Sorgen bereitete den Gemeinderäten auch die Bereitstellung eines neuen Schuttabladeplatzes, nachdem der Besitzer des früheren Geländes gekündigt hatte. Es waren der Gemeinde in Hof-dorf zwei Plätze angetragen worden. Hier hegt man jedoch die Befürchtung, daß die umgebenden Anwesen einer Geruchbelästigung ausgesetzt sind, das Hochwasser in einen der Plätze eindringen könnte und daß die Plätze nur für wenige Jahre ausreichen. Die Gemeinde will daher ein eigenes Grundstück, den sogenannten Schüttberg, zur Verfügung stellen. Hier hätte man einen Platz, der für Jahrzehnte hinaus den Schutt und Müll aufnehmen könnte, auch wenn der Anfall an Müll noch größer wird. Auch das Gesundheitsamt hat dazu eine positive Stellung eingenommen. Es müßte allerdings von der Gemeinde ein Zufahrtsweg in einer Länge von ca. 100 m gebaut werden. Dazu sind Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern notwendig, wobei jedoch im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit der Maßnahme mit einem Einsehen der Eigentümer zu rechnen ist. Bürgermeister Reiner wurde ermächtigt, die notwendigen Verhandlungen zu führen.
Für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräber genehmigte der Gemeinderat der Kriegsgräberfürsorge einen Betrag von 75 DM. Man hat damit gegenüber dem Vorjahr den Beitrag gesteigert.
Von einem Angrenzer des Fahrtweges von Eglsee nach Stetten lag ein Antrag vor, der die Gemeinde um materielle Unterstützung beim Ausbau dieses Weges ersuchte. Dieser Weg ist besonders in Regenzeiten sehr schlecht, da er durch eine nasse Niederung führt. Ein dauerhafter Ausbau kann wegen der hohen Kosten von der Gemeinde nicht vorgenommen werden. Doch soll das Bemühen der Angrenzer um eine Besserung unterstützt werden durch die Anfahrt von mehreren Kubikmetern Kies. Außerdem soll mit einem gemeindeeigenen Straßenhobel ein Graben gezogen werden, zur Ableitung des Sickerwassers.
Schwierigkeiten bereitet der Gemeinde die Vergebung der Wohnungen im Gemeindehaus. Den Antragstellern kann zum Teil deshalb nicht eine Wohnung zugewiesen werden, weil unbewohnte Zimmer von den Wohnungseigentümern auch dann nicht freigemacht werden, wenn diese andere Wohnungen auswärts bezogen haben. Die Lehrerdienstwohnung im Rathaus wird einer stufenweisen Renovierung unterzogen, da hier die Fußböden teilweise in einem sehr schlechten Zustand sind.
2. Bürgermeister Härtenberger regte eine Verkehrsregelung innerhalb der Ortschaft an. Besonders die schmale Straße vom Bahnübergang bis zur Ortsmitte bildet einen Engpaß, der Unfälle heraufbeschwört. Ziel der Gemeinde ist die Erweiterung dieser Straße um wenigstens einen Meter. Die Angrenzer haben hierzu schon vor Jahren ihre Zustimmung gegeben. Bis diese Erweiterung erfolgen kann, wird man jedoch durch die Aufstellung von entsprechenden Verkehrszeichen eine Regelung finden müssen. Man wird deshalb an die Verkehrspolizei Bogen herantreten.
Im Weiteren war ein Baugesuch von Herrn Greßler zu behandeln Das dazu ausersehene Grundstück liegt in der Verlängerung des Zufahrtsweges Scharrer-Bugl auf der linken Seite. Dieses Grundstück befindet euch in der Nähe der Hochwasserzone und liegt nicht im vorgesehenen Bebauungsgebiet. Die Gemeinde müßte nach Mitteilung der Baubehörde des Landkreises einen Bebauungsplan erstellen lassen. Dieser ist ziemlich kostspielig, die Lasten müßten zum Teil auf die Angrenzer umgelegt werden. Außerdem dürfte sich eine Kanalisation dort schwierig durchführen lassen Man stellte sich grundsätzlich auf den Standpunkt, daß man Bauwilligen ihre Absicht nicht vereiteln will, doch will man vorher noch die Verhältnisse eingehend prüfen. Auf Vorschlag von K. Härtenberger will man untersuchen, ob nicht die bereits vorhandene Zufahrt zu den. Anwesen Scherl und Bugl in Richtung Scheibenthaler verlängert werden könnte, damit man noch weitere Grundstücke in dieses Bebauungsgebiet einbeziehen und erschließen könnte. Die anfallenden Lasten könnten dann leichter umgelegt werden, wenn hier noch mehr Bauplätze entstehen.
Zum Schluß der Sitzung bedankte sich Gemeinderat Unger für das Blumengebinde, das Bürgermeister Reiner, auch im Namen aller Gemeinderatsmitglieder, ihm und seiner Frau anläßlich des silbernen Hochzeitsjubiläums überreicht hat.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.06.1965


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 24. bis 28. 5. 1983 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landratsamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: Junger Anna, Wien 20, Dammstr. Nr. 2433, Antrag auf Vorbescheid wegen Errichtung eines Wohnhauses in Windberg … Fuchs Alois Gaishausen, Erneuerung des Hauskamins, Neubau einer Garage sowie Erneuerung des Dachstuhls …
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1965


Steinburger Kirchweih ist vorbereitet
Steinburg.
Am Montag, den 20, Juni wird in Steinburg das altherkömmliche Kirchweihfest veranstaltet. Die Einleitung hierzu bildet ein großer Tanzabend der Freiwilligen Feuerwehr Steinburg am Samstag vorher. Die bekannte Volksfestkapelle Hans Helmbrecht, Bogen wird für erstklassige Tanzmusik und gute Stimmung sorgen. Die eigentliche Kirchweih wird mit dem Gottesdienst in der Schloßkapelle zu Steinburg eingeleitet. Im Anschluß an den Gottesdienst findet dann im großen Schloßhof eine Fahrzeugweihe statt. Die Gemeindeverwaltung erwartet eine vollzählige Beteiligung aller Fahrzeugbesitzer der Gemeinde Steinburg, der näheren und weiteren Umgebung.
Die FFW Steinburg hat entgegenkommenderweise Organisation, Aufstellung und Ordnungsdienst übernommen, so daß ein reibungsloser Ablauf der Weihe und Feier gesichert ist. Es wird auch dafür gesorgt, daß der Durchgangsverkehr auf der Staatsstraße 2139 flüssig bleibt. Für den weiteren Tag erwartet Steinburg viele Gäste aus nah und fern. Schausteller, Fieranten und Brauereigaststätte Berger werden aufmerksame Betreuer sein. Ab 15 Uhr ist in der großen Tanzhalle d. Brauerei Berger Gelegenheit zum „Tanzbeinschwingen“. „Die roten Teudel“ aus Kollnburg bürgen an diesem Tage für gute Stimmung und Musik. Somit ist alles bestens vorbereitet und es ist nur zu wünschen, daß auch viel Sonnenschein als Gast erscheint.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1965


Einer kleinen Gemeinde großes Werk – die neue Schule
Am Freitag wird die neuen Schule eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben – Etwa 600 000 DM mußten für das erstandene Bauwerk aufgewendet werden
Windberg.
Am Freitag, wenn das Eingangstor der neuerbauten Volksschule in Windberg geöffnet wird, zeigt sich, daß die Vertreter der Gemeinde mit dem 1. Bürgermeister Kittenhofer hier in diesem Bauwerk Großes geleistet haben und der heranwachsenden schulpflichtigen Jugend schöne, große und lichte Lernsäle schaffen wollten, und damit jedem Schüler die Schulpflicht für die Zukunft angenehm zu machen. Auch die Lehrerschaft dürfte mit diesem Bau-werk, daß in Zukunft ihre Arbeitsstätte ist, sehr zufrieden sein, da es doch andere Arbeitsmöglichkeiten schafft, als sie bisher gegeben waren.
Unermüdlich war Bürgermeister Kittenhofer und frohen Herzens ist er heute, da er dieses Bauwerk am Freitag offiziell seiner Bestimmung zuführen kann. Die neue Schule, die sich in einer schönen Lage befindet im Hochgarten und über Windberg hin weit im Umkreis sichtbar ist, erhält durch Pfarrer Ephrem die kirchliche Weihe.
Die Vorwaldgemeinde, die außer dem Schulhausbau noch manch andere Baumaßnahme durchgeführt hat und auch noch durchführen muß, ist ein Beweis dafür, was eine relativ steuerarme Landgemeinde leisten kann, wenn sie mit Opferbereitschaft und Mut an die an sie gestellten Aufgaben herangeht und die Geld-quellen auszuschöpfen versteht, die der Vater Staat Gott sei Dank heute noch bietet.
Das Schulproblem ist neben dem Wegebau das größte Anliegen aller Waldgemeinden. Auch in Windberg wären Jahrzehnte hindurch die Schulverhältnisse miserabel und in den letzten Jahren schon untragbar gewesen. Eine Besichtigung der alten Schule am 25. 1. 1962, an der Schulrat Westermayer, Kreisbaumeister Kraus, Sachbearbeiter Lex, die Gemeindeväter und 1. Bürgermeister Kittenhofer sowie der Lehrkörper teilnahmen, ergab, daß die Schulverhältnisse unmöglich seien, denn in den beiden Klassenzimmern von je 56 qm, noch dazu mit Wechsel-unterricht, konnte der Unterricht Schülern und Lehrern nicht mehr zugemutet werden, da das Gebäude noch dazu baulich sehr schlecht war. Man entschloß sich daher damals, an das Projekt Schulhausbau heranzugehen.
Eine Reihe von Gemeinden hat das Schulproblem in der jüngsten Vergangenheit durch Neu-bauten gemeistert, andere blieben in der Planung oder Finanzierung stecken und werden vielleicht nie mehr zum Bauen kommen. Die Gemeinde Windberg hat gerade noch zur rechten Zeit zugegriffen und der Erfolg hat den Mut gelohnt. Stolz schaut heute die ganze Gemeinde auf den neuen Schulhausbau, über den das Straubinger Tagblatt schon am 26. November 1962 in einer Art Vorschau groß berichtet hat. Ein schmuckes Gebäude mit angenehmen Räumlickeiten steht jetzt droben im Hochgarten und ist neben dem Kloster mit der Pfarrkirche zu einem beherrschenden Gebäude von Windberg geworden.
Es wurde bereits erwähnt, daß die am Bau beteiligten Firmen ihr Bestes taten, um das Schulhaus zu dem werden zu lassen, was es heute ist: nämlich ein Schmuckstück der Gemeinde. Drei schöne und helle Lehrsäle werden den Lehrern und den Kindern geboten. Ein weiterer Lehrsaal ist bereits eingerichtet und wartet noch auf eine vierte Lehrkraft Ein geräumiger heller Gang bietet den Kindern bei schlechtem Wetter einen Aufenthalt. Auf diesem Gang sind Kleidungsschränke untergebracht. Auch für einen großen Turnraum ist gesorgt, der bisher überhaupt fehlte. Wasch- und Duschraum, Lehrerzimmer und Schulleiterzimmer, die man bisher nur in Gedanken kannte, beinhaltet nun die neuerstellte Schule. Architekt Schmid von Regensburg, der die Planung und Bauleitung hatte, hat wirklich alles getan, um alle und jeden zufrieden zu stellen. Sämtliche Erd-, Beton-, Kanalisations-, Maurer- und Putzarbeiten wurden von der Bauunternehmung Josef Altschäffl in Stippich ausgeführt. Die Zimmererarbeiten besorgte Karl Mühlbauer von Lindforst. Das Dach setzte Fa. Johann Schmidbauer von Biehl bei Windberg. Ebenso wurden alle Deckenschalungen von dieser Firma auf das schönste ausgeführt. Die Spengler- und Schlosserarbeiten machten die Firmen Heinrich Greipl von Irenzfelden, Josef Wenninger von Bogen und Edenhofer, Bogen. Die Installation der gesamten sanitären Anlagen hatte Fa. Josef Wendlinger von Straubing. Fa. Zeindlmeier baute eine moderne Ölfeuerungsanlage ein. Die Kunst- und Natursteinarbeiten wurden von Fa. Kaiser in Bogen ausgeführt. Die gesamten elektrische Anlagen und Geräte lieferte und baute ein die Fa. Hans Hieninger von Hunderdorf. Die Schreinerarbeiten lieferten die Firmen Paul Hornberger und Karl Härtenberger von Hunderdorf. Die Firma Weichselgärtner aus Bogen bewies mit ihren Glaserarbeiten ihr großes Können. Die Fliesen- und Terrazzoarbeiten erstellte die Firma Hans Schuhbauer, Bogen-Eichelberg. Baugeschäft Schuhbauer von Bogen lieferte die schönen Mipolam-Fußböden und der Asphaltbau Landshut fertigte die Heißasphaltunterlagen dazu. Die gesamten Malerarbeiten wurden der Fa. Peter Gruber in Oberaltaich ausgeführt. Die Fa. Modehaus Hafner von Straubing schmückte die Räume durch praktische und geschmackvolle Gardinen aus und der Kunstmaler Willy Ulfig aus Regensburg gab mit einem schönen Gemälde im Treppenhaus dem Eingang ein schönes Aussehen. Als weitere Zierde des Einganges sei noch ein Geschenk der Firma Kaiser, Steinmetzbetrieb in Bogen, erwähnt, eine in die Wand eingelassene Steinplatte, in die das Glaubensbekenntnis eingemeißelt ist, wie man es in früheren Jahrzehnten betete. Auf dem höchsten Punkt des Hauses montierte die Firma Würzinger von Johanniskirchen die moderne Blitzschutzanlage.
Mit Baukosten von nahezu 600 000 DM ist in Windberg ein Bau entstanden, der diesem geschichtlich bedeutsamen und durch die Prämnonstratenser-Abtei auch heute wieder weithin bekannten Namen Windberg alle Ehre macht. Es ist ein Werk für die Jugend. Der Tag der Schulhauseinweihung soll aber nicht nur ein Freudentag für die Kinder sein, sondern für die ganze Gemeinde.
Das Festprogramm:
8.30 Uhr Empfang der Ehrengäste vor dem Festlokal Wagner
8.45 Uhr Aufstellung zum Kirchenzug
9.00 Uhr Festgottesdienst in der Pfarrkirche anschließend Segnung der Schule
Begrüßung der Ehrengäste durch 1. Bürgermeister A. Kittenhofer
Festrede des Schirmherrn, Herrn Landrat Hafner
Schlüsselübergabe an den Bürgermeister
Ansprache des Schulleiters, Herrn Hauptlehrer Hammes
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1965


Dienstabend der RK-Helfer
Hunderdorf.
Am kommenden Freitag findet um 20 Uhr im Gasthaus Sandbiller ein Dienst-abend der RK-Ortsgruppe statt, zu dem alle Mitglieder um ihr Erscheinen gebeten werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.06.1965


Windberg. (Beerdigung) Die Mitglieder des Bauernhilfsvereins, der Freiwilligen Feuerwehr und des Kriegervereins sollen möglichst vollzählig an der Beerdigung des Vereinsmitglieds Wilhelm Kräh am Samstag teilnehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.06.1965


Am 9. Juni 1965 ist für uns alle unfaßbar mein lieber Gatte, unser guter Vater, Sohn, Großvater, Bruider, Schwager und Onkel
Herr Wilhelm Kräh
Landwirt von Unterbucha
Mitglied der Freiw. Feuerwehr, des Kriegervereins
und des Bauernhilfsvereins Windberg

im Alter von 58 Jahren für immer von uns gegangen.
Unterbucha, Regensburg, Furth i. Wald, Obermühlbach, Bogen, den 10. Juni 1965
In tiefer Trauer:
Rosa Kräh, Gattin
Wilhelm Kräh, Sohn mit Familie
Erich Kräh, Sohn mit Familie
Karl Kräh, Sohn
Max Kräh, Sohn
Rosina Kräh, Mutter
Johann Kräh, Bruder mit Familie
Anna Kräh, Schwester
Fanny Länger, Schwester mit Fam.
Trauergottesdienst am Samstag, den 12, 6. 1965 um 9 Uhr in der Pfarrkirche Windberg mit anschließender Beerdigung. Sterberosenkranz Donnerstag und Freitag abends 19.30 Uhr in Hl. Kreuz.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.06.1965


Der Nachtregen brachte Überschwemmung
Hunderdorf.
Der schwere Nachtregen vom Mittwoch zum Donnerstag brachte aus Richtung Bauernholz so große Wassermengen, daß der Durchlaß vom Vorfluter zum Feuerlöschteich zu klein wurde. Das Wasser lief über die Auffahrt der neuen Straße bei der Raiffeisenkasse und von dort weiter über die Ortsstraße bei Steckler. Auch der Kanal von Hofmann bis zum Härtenberger erwies sich als zu klein. So kam es, daß das Wasser knöcheltief auf der Straße stand und sich auch Eingang in die an der Straße liegenden Häuser suchte. Noch in der Nacht mußten Angrenzer aufstehen und die Kanalschächte freimachen oder die Hauseingänge wasserdicht abschließen. Erst im Laufe des Donnerstagvormittags verlief sich das Wasser wieder und man hatte zu tun, Straßen und Gräben vom mitgeführten Sand und Schlamm des Hochwassers frei zu machen.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1965


Bau des Kanalnetzes noch verzögert
Hunderdorf.
Der Ausbau der Kanalisation in Hunderdorf ist nicht nur eine Frage der ordnungsgemäßen Abwasserbeseitigung, sie ist darüber hinaus auch eine entscheidende Frage für viele Bauwillige. Die Baubehörde in Bogen hat nämlich aus naheliegenden Gründen den Bau von weiteren Einfamilienhäusern in Apoig gestoppt, wenn nicht zugleich die Kanalisation dieses Baugeländes vorangetrieben wird. Die Gemeinde hat diese Maßnahme akzeptiert und eine Projektierung der Kanalisation für ganz Hunderdorf veranlaßt. Die Pläne liegen bereits vor, die Zustimmung des Wasserwirtschaftsamtes zur Unterquerung der Straßen ist eingetroffen, nun steht ledigleich noch die Genehmigung der BB aus, die eine Unterführung des Bahnkörpers gestatten soll. Es darf angenommen werden, daß auch die Bundesbahn diesen Arbeiten zustimmt und die Kanalisierung in Angriff genommen werden kann. Die Verlegung der Kanalleitungen ist nicht nur zur Beseitigung der offenen und übelriechenden Gräben, zum Weiterbau der im Rohbau stehenden Familienhäuser notwendig, sie muß auch mit ihrer genügenden Dimensionierung das anfallende Regenwasser von den Straßen in die Schächte ableiten und somit Straßenüberschwemmungen und -verunreinigungen, wie sie gerade in den letzten Tagen vorgekommen sind, zu vermeiden.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1965


Heute wird die neue Schule eingeweiht
Windberg.
Heute ist es endlich soweit: Die neue Windberger Schule ist nun fertig und wird feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Damit ist ein lang gehegter Wunsch der Windberger, besonders aber der Kinder und der Lehrkräfte in Erfüllung gegangen, was vor Jahren noch niemand zu hoffen gewagt hatte. Die alte Schule mit ihren zwei kleinen und unzureichenden Räumen war seit langem den Anforderungen der ständig steigenden Kinderzahl und einer stärkeren, besseren Gliederung nicht mehr gewachsen. Es fehlte an allem. Angefangen von den primitiven Öfen, die die nächstsitzenden Kinder mit unangenehmer Hitze bedachten, während die im anderen Eck froren, bis zum Schichtunterricht, der Lehrern wie Kindern große Belastungen auferlegte, drängte alles zu einem Neubau. Doch klang es noch wie Zukunftsmusik, als Bürgermeister Kittenhofer in einer Versammlung im Herbst 1961 den Baubeginn in Aussicht stellte und Landrat Hafner wie Abgeordneter Rainer die Hilfe der Behörden zusagten. Es war nicht immer leicht in der Folgezeit für die Gemeindeväter, die Schwierigkeiten und Hindernisse zu beseitigen. Es wurde ein Grundstück am Weg nach Heilig Kreuz gekauft, Architekt Schmid von Regensburg mit der Planung beauftragt. Im April 1963 wurden die ersten Arbeiten vergeben. Zum Bauplatz mußte erst eine eigene Straße angelegt werden. Die Mühen hatten sich bereits gelohnt, als man am 11. Oktober 1963 das Richtfest feiern konnte. Sicherlich war seit dem Krieg kein Bauvorhaben in Windberg von jung und alt mit ähnlichem Interesse verfolgt worden. Als dann im Sommer vorigen Jahres die Gerüste fielen, war die freudige Erwartung der Gewißheit gewichen, daß bald die Kinder in modernen und zweckdienlichen Räumen unterrichtet werden könnten. Obwohl noch nicht alle Räume fertig waren, wurde im Herbst bereits der Unterricht in die neuen Schulsäle verlegt. Inzwischen ist nun alles fertig.
Der feierliche Festgottesdienst in der Windberger Pfarrkirche um 9 Uhr wird allen Gelegenheit geben, Gott für das Gelingen des Werkes zu danken. Anschließend erhält der Bau den kirchlichen Segen als äußeres Zeichen dafür, daß die Schule nicht nur Stätte der Wissensvermittlung, sondern auch ein Ort sein soll, an dem die Kinder nach dem Willen der Eltern zu sittlich und religiös vollwertigen Menschen erzogen werden. Anschließend wird Architekt Schmid in einem symbolischen Akt die Schlüssel der Schule an Bürgermeister Kittenhofer übergeben. Nach der Besichtigung findet im Gasthaus Wagner das Festmahl statt. Die Windberger hoffen jetzt nur noch auf ein einigermaßen schönes \Vetter, damit der große Tag auch äußerlich einen festlichen Rahmen erhält.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1965


Der Fatimatag fällt auf den Sonntag
Windberg
. Der Fatimapilgertag trifft in diesem Monat auf einen Sonntag, so daß wieder viele Pilger aus nah und fern in Heilig Kreuz erwartet werden. Aus diesem Grunde hat sich auch Pfarrer Pater Ephrem entschlossen, am Vormittag um 10 Uhr einen Wallfahrtsgottesdienst zu halten. Mit der nachmittäglichen Marienfeier wird anläßlich des Bekenntnistages der Jugend am Dreifaltigkeitssonntag auch die Bekenntnisfeier verbunden. Um 13.30 Uhr wird der Rosenkranz gebetet, anschließend ist um 14 Uhr die Predigt und die Feierstunde. Beichtgelegenheit ist am Vormittag vor dem Gottesdienst in der Marienkapelle.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1965


FDP-Versammlung
Meidendorf.
Am Samstag, um 19.30 Uhr findet im Gasthaus Huber ein politischer Ausspracheabend mit dem Bundestagskandidaten der FDP, Hans Six, Rain und dem Handelslehrer Joachim Lottmann, Straubing, statt. Thema des Abends: „FDP nötiger denn je.“
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1965


Kein Arzt, kein Helfer
war für dich,
doch Jesus sprach,
ich liebe dich!
Nach Gottes hl. Willen verscheid am 9. 6. 1965 meine liebe Gattin, meine gute Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Patin
Frau Katharina Schlecht
geb. Brehm
im Alter von 70 ½ Jahren selig im Herrn.
Ehrn, Lohhof, München, Wegern, Haibach, den 10. 6. 1965
In tiefer Trauer:
Johann Schlecht, Gatte
Johann Schlecht, Sohn, mit Fam.
Josef Brehm, Bruder, mit Fam.
Fanny Schmid, Schwester, mit Fam.
Maria Stelzl, Schwester, mit Fam.
Magdalena Stumhofer, Schwester, mit Fam.
und übrige Verwandtschaft
Gottesdienst am Samstag, den 12. 6. 1965, um 9.30 Uhr in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1965


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 31. 3. bis 4. 1965 einreichten Baugesuche

… Ring Josef, Windberg, Wiederaufbau der Scheune … Baumgartner Ewald, Ebenthann, Gde. Gaishausen, Anbau eines Futterlagers an die Stallung und Neubau von Futtersilos; Bugl Rosina, Au v. W., Gde. Steinburg, Einbau von 2 Zimmern in die Stall-Scheune …
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1965


Neue Verwendung für altes Feuerhaus
Hunderdorf.
Wie uns die Gemeindeverwaltung mitteilt, soll nach Erstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses der alte Bau einer neuen Verwendung zugeführt werden. Regierungsveterinärrat Reichart hat der Gemeinde nahegelegt, das Feuerhaus in einen Raum umzuwandeln, in dem Notschlachtungen vorgenommen, bzw. das Fleisch der notgeschlachteten Tiere aufgenommen werden könnte. Dazu bedürfte es allerdings eines Um- und Ausbaues des Feuerhauses. Die nötige Einrichtung, zu der auch Kühltruhen gehören, in denen das Fleisch bis zur Freigabe aufgehoben wird, müßte ebenfalls angeschafft werden. Die Anlage würde nicht nur für die Gemeinde Hunderdorf, sondern auch für weitere umliegende Gemeinden zur Verfügung stehen. Eine endgültige Entscheidung dürfte erst mit den interessierten Gemeinden und den amtlichen Aufsichtsbehörden in eingehenden Verhandlungen getroffen werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1965


Das Ortsbild wird verschönert
Hunderdorf.
Es ist erfreulich, daß zur Zeit an vielen Häusern des Ortes Umbauten und Renovierungen vorgenommen werden, die neben der Erhaltung und Verschönerung der einzelnen Anwesen auch der Hebung des Ortsbildes dienen. Die Gestaltung der Zäune, Vorgärten und Hausfassaden geschieht dabei so geschickt und originell, daß andere zu gleichem Tun angeregt werden. Auch in den sogenannten Ausdörfern der Gemeinde, wie Bauernholz und Hofdorf ist man eifrig beim Verschönern und der neue Verputz läßt manchmal erst erkennen, welch prächtige Bauernhäuser sich bisher in dem unansehnlichen Alltagskleid verbargen.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1965


Erweiterung des Schulhauses in Hunderdorf notwendig
Steigende Schülerzahl fordert 9. Lehrkraft – 4 Klassenräume und Turnhalle müssen bei Anbau erwogen werden / Wird Hunderdorf bei Einführung eines 9. Schuljahres Zentralschule?
Hunderdorf. Knapp 8 Jahre nach der Einweihung des Schulhauses in Hunderdorf, hat sich die Gemeinde wiederum ernsthaft mit dem Schulhausbau zu befassen. Diesmal handelt es sich um einen Anbau, der Platz für mehrere Schulräume und eine Turnhalle bilden soll. Wie die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Schulleitung bereits in einem Schreiben an die Regierung von Niederbayern dargelegt

Schaubild über die zu erwartenden Schülerzahlen nach den Unterlagen des Standesamtes

hat, ist im kommenden Schuljahr wegen der unterschiedlichen Jahrgangsstärken z. B. 3. Jahrg. 57 Schüler, 7. Jhrg. 24 Schüler eine Gliederung der Klassen mit einer durchschnittlichen Schülerzahl so ungünstig, daß nicht weniger als 5 Schülerjahrgänge geteilt werden müssen. Das besagt in der Praxis, daß an der Schule Hunderdorf, an der zur Zeit 8 Lehrkräfte unterrichten, Verhältnisse eintreten, wie sie an einer 4klassigen Schule zu finden sind, da fast in jeder Klaue 2 Jahrgänge berücksichtigt werden müssen. Trotz dieser Aufteilung sind die Klassenstärken noch so hoch, daß sie über dem Landesdurchschnitt liegen. Ein fruchtbares Arbeiten, verbunden mit einer weiteren Leistungssteigerung wäre damit in Frage gestellt, Außerdem müßte voraussichtlich der so erfolgreich angelaufene Kursunterricht (Englisch, Kurzschrift, Technisches Zeichnen und Musik) entfallen. Die Schulgemeinde Hunderdorf bat daher die Regierung um die Errichtung einer 9. Planstelle in Hunderdorf
Wird die Regierung von Niederbayern der Bitte der Schulgemeinde Hunderdorf entsprechen, so kann im kommenden Schuljahr der 3. Schülerjahrgang geteilt und jeder weitere Schülerjahrgang würde von einer Lehrkraft geführt werden. Man braucht kein Fachmann der Pädagogik zu sein, um einzusehen, daß dieser Idealfall für Kinder und Lehrer eine Schularbeit unter günstigen Verhältnissen darstellen würde, der auch von der gesamten Elternschaft die größte Zustimmung erführe.

Skizze von einem eventuellen Erweiterungsbau nach bisher unverbindlichen Vorstellungen

Das starke Anwachsen der Schülerzahlen in Hunderdorf — siehe Schaubild! — ist vor allem seit der Errichtung der Möbelfabrik Nolte zu verzeichnen, die eine ganze Reihe von Familien zur Ansiedlung am Arbeitsplatz veranlaßt hat. Die Einwohnerzahl der Gemeinde ist dadurch heute bis auf 2 000 angestiegen und in gleicher Weise ist die Schülerzahl emporgegangen. Auch für die Zukunft ist eine kontinuierliche Zunahme der Zahl der Schulkinder zu erwarten.
Für die Gemeinde ergibt sich daraus die Notwendigkeit vorausschauend zu planen für den Anbau des Schulhauses. Dazu gehört einmal der neue Lehrsaal für eine eventuelle 9. Lehrkraft, die man zwar vorübergehend im Werkraum oder Lehrmittelzimmer unterbringen könnte, doch würden für die zweckentfremdeten Räume wiederum andere Zimmer bereitgestellt werden müssen, die an der Schule derzeit einfach fehlen. Wird in den nächsten Jahren ein 9. Schuljahr eingeführt, so müßte dies in Knaben und Mädchen aufgeteilt werden, um eine spezifische unterrichtliche Unterweisung durchführen zu können, somit wären 2 weitere Lehrsäle zu errichten. Wenn das 9. Schuljahr eingeführt wird, so ist es wahrscheinlich. daß die Schüler der 9. Klasse aus Windberg  und Steinburg in Hunderdorf unterrichtet werden. Ein weiterer Raum für den Unterricht in Physik oder Handarbeit, eventuell auch als Ausweichraum für das Schulfernsehen oder die Vorführung von Unterrichtsfilmen hätte dabei durchaus seine Berechtig Daß ei-ne solche Schule mit etwa 11 Klassen dann auch die entsprechende Möglichkeit zur Durchführung des Turnunterrichts haben müßte, legt die Hoffnung nahe, daß bei einem derartigen Anbau der Schule auch eine Turnhalle miterrichtet wird, wie das heute schon fast allen 4klassigen Schulen, die zum Neubau anstehen, geschieht. Der jetzige Turnraum mit etwa 100 Quadratmeter Bodenfläche und einer Hohe von etwa 2.50 Meter kann als nicht mehr ausreichend bezeichnet werden und ist derzeit nur durch den Turngarten stark aufgewertet worden.
Die Gemeinde Hunderdorf hat sich in ihrem Gesuch an die Regierung um Anbau voll 2 Lehr-sälen, der Errichtung eines Physik- oder Handarbeitsraumes und auch für den evtl. Bau einer Turnhalle bereit erklärt. Obwohl sie wissen, daß diese Maßnahme von der Gemeinde große Kosten verlangt, haben sich fortschrittliche Männer des Gemeinderates positiv geäußert und versichert, daß ihnen dieses Projekt dringend erscheint. Die Eltern werden einer gut gegliederten Schule mit den bestmöglichen Voraussetzungen für die Unterrichtung und Ausbildung ihrer Kinder ebenfalls sehr begrüßen. Man darf erwarten, daß die Regierung von Niederbayern diese Bitte des Gemeinderates und der Schulleitung mit größter Sorgfalt überprüft und im Hinblick auf die Bereitschaft der Gemeinde wohlwollend behandelt. Wie wir erfahren, hat sich auch das Schulamt Bogen zu diesem Gesuch der Gemeinde positiv geäußert und die angestrebte personelle Erweiterung des Lehrkörpers, sowie die räumliche Ausweitung des Schulhauses befürwortet.
Es bleibt noch die Frage zu klären — neben der Finanzierung —, wo der Erweiterungsbau zu stehen käme. Hier muß der an der Nordseite des Schulhauses anliegende Grünstreifen ins Auge gefaßt werden, der allerdings noch Privatbesitz ist. Sicherlich ließe aber auch hier bei beiderseitigem guten Willen eine Lösung finden, die dem Zustandekommen dieses Schulprojektes dienlich sein wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.06.1965


Der Mühlhiasl müßte selber staunen:
Der 37. Volksschulneubau im Landkreis Bogen eingeweiht
Windberg bekam eine moderne vierklassige Schule – Pfarrer Pater Ephrem erteilte den kirchlichen Segen
Windberg. Die Einweihung des neuen Schulhauses am Freitag war für die Gemeinde ein großer Tag. Die Häuser waren festlich mit Fahnen geschmückt und viele Bürger waren gekommen, den schönen Tag mitzufeiern. Erwartungsvoll hatten sich die Kinder vor

Am Ende der Messe wurden die vier Kreuze geweiht. Vier Ministranten trufen si ezum Schulgebäude.

der Kirche auf-gestellt, die Vereine kamen mit ihren Fahnen und die Ehrengäste reihten sich in den Zug ein, der sich über die Freitreppe zum Kirchenportal bewegte, wo Pfarrer Pater Ephrem den Festzug erwartete. Ein von der Schola des Klosters würdig gestalteter Gottesdienst bildete die Einleitung des Festtages. In seiner Predigt wies Pater Ephrem darauf hin, daß alles Bemühen des Menschen ohne Gottes Segen umsonst sei. Es könne nicht allein Aufgabe der Schule sein, nur Wissenschaft zu lehren. Sie müsse die wahre Weisheit vermitteln Die Einheit von Eltern haus, Schule und Kirche dürfe nicht zerrissen werden. Der Prediger wies auch auf die Bedeutung der Bekenntnisschule hin, die nicht ein Produkt des Machtanspruches der Kirche sei, sondern die Gewähr bieten solle, daß nicht nur der Religionsunterricht, sondern der gesamte Unterricht in Übereinstimmung mit dem ewigen Ziel jedes Menschen stehe. Abschließend sprach er den Wunsch aus, daß aus der neuen Schule verantwortungsbewußte Frauen und Männer kommen mögen, die bewußt ihren Platz in Staat und Kirche ausfüllten.
Auch aus der Bevölkerung hatten viele sich am Festgottesdienst beteiligt, so daß anschließend sich ein stattlicher Zug unter den Klängen der Kapelle Bugl durch das Dorf zum Hochgarten bewegte. Vor dem Schulportal sprach Pfarrer Pater Ephrem die Segensgebete und schritt dann als erster ins Gebäude. Er übergab die geweihten Kreuze an die Lehrkräfte. Die Gemeindeväter hatten mit Absicht und erfreulicherweise keinen Gast um die Einweihung der Schule gebeten, weil sie glaubten, daß jener Geistliche, der den Kindern täglich das Wort Gottes verkündet, am berufensten sei, Gottes Segen auf die neue Schule herabzuflehen.
In dem schönen holzgedeckten Gang vor den Schulräumen nahmen die Ehrengäste Platz. Die Windberger füllten den Raum bis auf den letzten Platz. Unter Leitung von Oberlehrer Klar er-öffnete der Schülerchor die Feier. Bürgermeister Anton Kittenhofer konnte zu dem Tag, den nicht jede Generation der Gemeinde erlebe, viele Gäste begrüßen: Landrat Hafner, MdL Rainer und den Bezirkstagsabgeordneten Lautenschlager, Oberregierungsrat Pösl, Schulrat Westermayer, Kreisbaumeister Kraus, Kreishauptsekretär Brandl und Sachbearbeiter Lex vom Landratsamt, Oberinspektor Lampelzamer, Kreisrat Müller, Architekt Schmid und dessen Mitarbeiter Freundling, die Nachbarbürgermeister Berger-Steinburg, Reiner-Hunderdorf, Hafner-Mitterfels und Edenhofer-Perasdorf.
Die Grüße des Kreises überbrachte Landrat Hafner. In seiner Festansprache gab er einen Rückblick auf den Weg von der hundert Jahre alten Schule bis zum modernen Neubau. Er bezeichnete es als die vornehmste Aufgabe des Landkreises, das Bildungswesen zu fördern. Schon lange war die Notwendigkeit eines Neubaues für Windberg offenkundig. Architekt Schmid habe einen Bau erstellt, der sich harmonisch der Landschaft einfüge. Wenn sich eine so finanzschwache Gemeinde wie Windberg an ein derartiges Vorhaben heranwage, erhebe sich die Frage, wo das viele Geld herkomme. Die Baukosten beliefen sich auf 585 000 Mark. Davon seien über 400 000 Mark durch die Hilfe des Bayerischen Staates aufgebracht worden. Der Rest verteile sich auf die Eigenleistung der Gemeinde, auf Zuschüsse des Kreises und Bezirkes sowie des Bundes. Ohne alle diese Gelder hätte der Bau den Ruin der Gemeinde bedeutet, darum verdienten die Leistungen des Staates volle Anerkennung. Dank gebühre auch der Tätigkeit von Abgeordneten Rainer. Der Windberger Schulbau sei der 37. Neubau im Kreise seit dem Kriege. Damit stehe der Kreis Bogen an der Spitze in ganz Niederbayern. Auch die Landschule müsse den jungen Menschen das Rüstzeug geben, das sie heute brauchte. Das Bild des Dorfes sei verändert und so müßten die Schulhäuser mehr bieten als nur Klassenräume, gehe es ja nicht mehr nur um starre Ausbildung, sondern um die Erziehung zu allem Guten und Schönen. Die Vorteile einer gut gegliederten Landschule seien nicht zu übersehen. Abschließend dankte der Landrat Bürgermeister Kittenhofer und dem Gemeinderat für die Ausdauer und die Energie, womit alle Hindernisse überwunden worden seien. Die Schulden werden vergehen, das Werk bleibe bestehen.
In einem Liede erzählten die Kinder vom Werdegang des neuen Hauses, Abgeordneter Rainer zeigte sich befriedigt über die Aufbauleistung der letzten Jahre, die nicht nur in schon fast allen Gemeinden Schulen gebracht habe, sondern auch auf allen Gebieten einen stetigen Fortschritt gebracht hatte. Ohne die großzügige Mithilfe des Bayerischen Staates wäre es beim Wollen geblieben. Bei den Forderungen im Interesse der Jugend dürfe nicht nachgegeben werden, denn für die Kinder dürfte keine Ausgabe zu hoch sein. Auch in der Zeit schulischen Umbruchs seien gut ausgestattete Häuser notwendig.
Schulrat Westermayer knüpfte an die kulturelle Bedeutung Windbergs an und sprach seine Freude aus, daß dieser Ort nun wieder eine würdige Bildungsstätte für seine Jugend habe. Die Bildungsaufgaben seien größer geworden, darum müßten die Bemühungen der Lehrer und Seelsorger von den Eltern in jeder Form unterstützt werden. Im Namen aller am Bau beteiligten Firmen dankte Architekt Schmid besonders für die ungewöhnlich gute Zusammenarbeit, die auch von der Gemeinde aufs kräftigste gefördert worden sei und übergab die Schlüssel der Schule an Bürgermeister Kittenholer, der sie seinerseits an Schulleiter Hammes weiterreichte.
In seiner Rede betonte Hauptlehrer Hammes, daß die Lehrkräfte auch in Zukunft alle Kraft für das Wohl der Kinder einsetzen würde. Er übermittelte den Dank der Lehrer und Schüler für das herrliche Schulhaus, das ein bleibendes und ehrendes Denkmal in der Zukunft sein werde. Als letzter versprach Bürgermeister Kittenhofer auch für die Zukunft die Unterstützung der Gemeinde. In herzlichen Worten dankte er nochmals allen für die Förderung dieses großen Unternehmens.
Die Ehrengaste und die Bevölkerung besichtigten nach der Feierstunde das neue Schulhaus. Abschluß des schönen Tages für Windberg war das Festmahl im Gasthaus Wagner. Schulleiter Hammes erlebte gleich zu Beginn eine freundliche Überraschung, als Architekt Schmid im Namen der beteiligten Firmen als Festangebinde einen schönen Geldbetrag zur Ausstattung der Schule überreichte. Desgleichen auch Landrat Hafner im Namen der Kreissparkasse. Nach  dem Mahl erlebten alle nochmals den Werdegang der Schule an Hand eines Lichtbildervortrages von Oberlehrer Klar.
Tatsächlich, der Mühlhiasl müßte über seine eigene Prophezeiung staunen: Schulen wer baut wie Paläst ….
Quelle: Bogener Zeitung, 14.06.1965


FDP: Schluß mit weiteren EWG-Vorleistungen
Die Freien Demokraten fordern Ausgleich von Ertragsverlusten für die Landwirtschaft – Das EWG-Überleitungsgesetz der FDP soll Anpassungshilfe für die Landwirtschaft bringen
Meidendorf/Einfürst.
Die FDP hielt im Gasthaus Huber in Meidendorf und im Gasthaus Artmeier in Einfürst gut besuchte Versammlungen ab. Es sprachen der Bundestagskandidat der FDP, Hans Six von Rain und Handelslehrer Joachim Lottmann von Straubing. Die Redner befaßten sich mit agrarpolitischen Fragen. Bereits im Jahre 1963 habe sich die FDP mit dem Problem der zukünftigen Gestaltung der Agrarpolitik befaßt und zu folgenden Grundsätzen bekannt: Der bäuerliche Familienbetrieb ist das Leitbild der Agrarpolitik. Die unterste Flächengrenze muß entsprechend den Standortbedingungen und Produktionseinrichtungen unterschiedlich sein. Maßstab ist die mögliche Produktionsleistung des Betriebs. Der landwirtschaftliche Vollerwerbsbetrieb mit zwei Vollarbeitskräften muß ein angemessenes Einkommen gewährleisten.
Die FDP setze sich dafür ein, solche Betriebe zu fördern, die dem Leitbild bisher nicht ent-sprochen hätten, betonten die Referenten. Die Entwicklung zu Vollerwerbsbetrieben müsse durch eine sinnvolle flächenmäßige und innerbetriebliche Aufstockung begünstigt werden. Sicher sei in manchen Fällen eine solche Entwicklung nicht möglich oder vom Betriebsinhaber nicht gewollt. Ziel der besonderen finanziellen Hilfe müsse es sein, die Umstellung der Betriebsinhaber auf einen anderen Erwerb und die Erhaltung des ländlichen Wohneigentums mit Garten zu ermöglichen. Acker und Vieh sollten zu einer teilweisen Selbstversorgung reichen.
Durch die EWG sei Deutschland auch im Agrarbereich international gebunden. Die Freien Demokraten würden es daher für sinnvoll halten, alle Maßnahmen, die mit der Anpassung an die EWG zusammenhängen, in einem EWG-Überleitungsgesetz festzulegen. Man gehe davon aus, daß die Landwirtschaft ein Anrecht auf einen Ausgleich von Ertragsverlusten habe, die durch Preisregelungen zwischenstaatlicher Behörden entstanden seien. Nach den Vorstellungen der FDP solle das EWG-Überleitungsgesetz folgende Grundzüge aufweisen:
Ein langfristiges Agrarstrukturprogramm: Dieses müsse sich mit allgemeinen Strukturmaßnahmen sowie mit Maßnahmen für Klein- und Mittelbetriebe befassen, die ihren überwiegenden Teil des Einkommens aus nicht landwirtschaftlicher Tätigkeit beziehen. Dazu gehörten ferner Maßnahmen zur Verbesserung der allgemeinen Wirtschaftsbedingungen wie Wirtschaftswegebau und wasserwirtschaftliche Maßnahmen.
Verbesserung der Betriebsstruktur. Hier gehe man davon aus, daß ein Investitionsfond geschaffen werde, aus dem entsprechende Kreditmittel zu einem tragbaren Zinsfuß zur Verfügung gestellt würden.
Verbesserung der Marktstruktur: Dieser Teil des EWG-Überleitungsgesetzes beginne mit der Forderung nach der Erzeugergemeinschaft und erstrecke sich bis zu den Maßnahmen der Förderung des Absatzes, des Exports, der Verbraucheraufklärung und der Marktstabilisierung.
In der Bundesrepublik sei inzwischen der Haushaltsplan verabschiedet, ebenfalls der neue Grüne Plan und die Anpassungshilfen. Der Grüne Plan enthalte insbesondere die Anpassungshilfen, die für die Getreidepreisharmonisierung gewährt würden Wie hoch der Ertragsausfall durch die Getreidepreissenkung zu bemessen sei, darüber bestünden allerdings noch sehr auseinandergehende Meinungen. Schwerpunktmäßig werde diese Anpassungshilfe in Form einer Investitionshilfe gewährt, die jedem bäuerlichen Betrieb zugute komme. Ferner solle die Anpassungshilfe für die Verbesserung der Altershilfe, zur Verbilligung der Berufsgenossenschaft und für Maßnahmen der Konsolidierung der Altschulden dienen.
Die Freien Demokraten seien seit Jahren für eine gerechte Einkommensverteilung eingetreten. Wäre man den Vorstellungen der FDP gefolgt. Es müsse hier ausdrücklich betont werden, daß in der Zeit der Alleinverantwortung der CDU/CSU rund 400 000 landwirtschaftliche Betriebe aus der Produktion ausgeschieden seien.
Die Vorstellungen der Freien Demokraten gestern und heute bestünden darin, die Großzahl unserer bäuerlichen Betriebe zu sichern und auch kleineren Betrieben eine zusätzliche Einkommenschance zu verschaffen. Die deutsche Land-wirtschaft habe nicht zuletzt in Brüssel schwere Opfer gebracht. Es sei aber nicht zu erkennen. daß diese Opfer einen europäischen Fortschritt gebracht hätten. Frankreich habe immer neue Vorleistungen von uns gefordert. Verletzende Worte für uns und herzliche Worte für die Sowjetunion seien die Kennzeichen der letzten Wochen gewesen. Weitere Vorleistungen in der Hoffnung auf ein Entgegenkommen der anderen Seite seien nicht mehr am Platze. In der anschließenden, sehr regen Diskussion wurden die Probleme Verjährungsfrist, Überstundenlöhne lohnsteuerfrei, Lohnfortzahlung, 312-Mark-Gesetz und Außenpolitik angeschnitten.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.06.1965


Vereine beteiligen sich an der Prozession
Windberg.
Die Mitglieder der Freiw. Feuerwehr, des Kriegervereins und des Bauernhilfsvereins sowie des Trachtenvereins Windberg nehmen an der Fronleichnamsprozession mit ihren Fahnen teil. Um 7 Uhr ist Gottesdienst und anschließend der feierliche Umgang.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.06.1965


Glaubensbekenntnis der Jugend
Hunderdorf.
Durch ihre eifrige Teilnahme am Gottesdienst und an der Kommunionfeier legte am Jugendsonntag die katholische Pfarrjugend ein schönes Bekenntnis zur Kirche ab. In seiner Predigt wandte sie Kooperator Vos an die Burschen und Mädchen und machte ihne das Leitwort des Tages „Ihr seid Gottes Volk“ klar. Er -bezeichnete die Jugend als die Zukunft der Kirche, die einmal die Verantwortung tragen werde. Wohl wandele sich die Zelt und andere Formen kamen, doch bleibe der echte, christliche Geist, die Wahrheit des Glaubens. Die Ehrfurcht vor den großen Dingen des Lebens, der Liebe, der Ehe, möge sich die Jugend erhalten. Sie soll Zeugnis ablegen und Verantwortung tragen, wo sie auch im Leben steht, an der Werkbank, am Arbeitsplatz oder im Büro. Gar zu oft bringe hier das schlechte Beispiel der Erwachsenen die Jugend in Zweifel und Versuchung.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.06.1965


Gottesdienste zu Fronleichnam
Hunderdorf.
Am Fronleichnamstag findet die erste Messe bereits um 6.30 Uhr statt Um 9 Uhr wird ein levitiertes Hochamt zelebriert. Anschließend ist die traditionelle Fronleichnams-prozession, die durch das Dorf führt. Dabei werden die Gebetstexte und Lieder nach dem Magnifikat gebetet bzw. gesungen. Das Pfarramt weist darauf hin, daß für alle, die noch kein. Magnifikat besitzen, die Heftchen mit den Texten und Liedern zur Verfügung stehen. Sie sollen ausgeliehen werden, damit sich alle an den Fürbitten und Evangelien beteiligen können.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.06.1965


Fahrzeugweihe in Steinburg
Steinburg.
Für Sonntag rüstet sich Steinburg wieder zu seinem Kirchweihfest. In diesem Zusammenhang sei nochmal auf die Fahrzeugweihe im Anschluß an den Gottesdienst in der Schloßkapelle hingewiesen. Alle Besitzer von Motorfahrzeugen aus der Gemeinde und der Umgebung sind dazu eingeladen. Die Weihe mit Ansprache wird Koop. Wolfgang, O. Präm., Hunderdorf vornehmen. Organisation, Einweisung und Aufstellung im großen Schloßhof übernimmt die Feuerwehr. Die Aufstellung der geschmückten Fahrzeuge vor dem Gottesdienst sollte um 9 Uhr vollendet sein. Es wird darum gebeten, den Anweisungen der Wehrmänner Folge zu leisten.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.06.1965


Versammlung der Trachtler
Hunderdorf.
Heute Samstag findet im Gasthaus Bayer eine Versammlung der Trachtler statt, auf der das Hochzeitsjubiläum eines verdienten Trachtlerpaares gefeiert wird. Alle Mitglieder werden pünktlich um ihr Erscheinen gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1965


„Ist die Politik der CSU veraltet?“
Hunderdorf.
Zu diesem Thema spricht am Sonntag, den 27. 6. der stellvertretende Landrat des Kreises. Bürgermeister Schäffer aus Niederwinkling im Rahmen einer Ortsversammlung um 19.30 Uhr im Gasthaus Edbauer. Schäffer wird neben aktuellen Tagesfragen auch die Probleme der Gemeinde besonders ins Auge fassen. Wegen des Ausfalles der regulären Bürgerversammlungen in Hunderdorf, wird die Versammlung ihr besonderes Interesse auf die Einwohner nicht verfehlen, da es erfahrungsgemäß immer zu einem sehr regen Meinungsaustausch kommt. Alle politisch interessierten Einwohner sind daher eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1965


Hochwasserschäden melden!
Hunderdorf.
Die Gemeindeverwaltung gibt bekannt, daß morgen, Sonntag, in der Zeit von 8 bis 10 Uhr in der Gemeindekanzlei die vom Hochwasser betroffenen Landwirte ihre Schäden melden sollen. Dadurch soll der Gesamtschaden festgestellt werden, der in den letzten Tagen durch die Überflutung des Bogenbaches zustande kam.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1965


Prozession vom Wetter nicht begünstigt
Hunderdorf.
Wenn in den vergangenen Jahren an den Fronleichnamstagen das Wetter einen prächtigen Rahmen für die Prozession durch Dorf und Flur schenkte, mußte man heuer leider auch an diesem Tag auf eine freundliche Wetterstimmung verzichten. Nach dem levitierten Hochamt formierte sich der Zug vor der Kirche. Den Anfang bildeten heuer erstmals die Vereine mit ihren Fahnen. Neben den Feuerwehren aus Hunderdorf, Steinburg, Au und Gaishausen, beteiligte sich auch der Krieger- und Veteranenverein, der Trachten, die RK-Ortsgruppe, die katholischen Jugendgruppen und die katholischen Frauenvereine. Heftige Windböen und zeitweiliger Nieselregen beeinträchtigten die Prozession. Betend und singend bewegte sich die Prozession, die trotz des schlechten Wetters nahezu 1 000 Personen umfaßte, weiter. Lobend muß man die Familien wohl auch einmal erwähnen, die Jahr für Jahr die Altäre für die Stationen errichten und mit viel Liebe an ihre Ausschmückung gehen.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1965


Flurschäden morgen melden
Windberg
. Alle Landwirte der Gemeinde Windberg. die durch die anhaltenden Regenfälle und Hochwasser Flurschäden erlitten haben, wollen sich morgen Dienstag zwischen 14 und 18 Uhr in der Gemeindekanzlei melden.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.06.1965


Drei Kinder von PKW erfaßt und verletzt
Anning, Neukirchen, Ascha.
Wie sehr vor allem Kinder im heutigen Straßenverkehr gefährdet sind und durch ihr unberechenbares Verhalten sich und den Autofahrer in Unfälle verwickeln können, zeigen folgende drei Unfälle am Wochenende. Am Freitagnachmittag wurde ein siebenjähriges Mädchen beim Überqueren der Staatsstraße bei Anning von einem Pkw erfaßt und verletzt. Der Sachschaden am Auto beträgt 150 Mark. — Am Samstag gegen 18 Uhr wurde in Neukirchen ein Bub beim Überqueren einer unübersichtlichen Straßenstelle von einer Zugmaschine angefahren und verletzt. Ebenfalls am Samstag lief ein fünfjähriges Kind in einen VW. Es wurde so schwer verletzt, daß man es ins Krankenhaus einliefern mußte. Am Auto en-stand ein Sachschaden von 100 Mark. Für die Eltern gibt es nur eine• Möglichkeit, ihre Kinder vor derartigen Unfällen zu bewahren, nämlich: sie ständig auf die Gefahren der Straße aufmerksam zu machen. Die Autofahrer, die dabei meist unschuldig sind, müssen, sobald Kinder in der Nähe sind, doppelt vorsichtig fahren, denn die Kleinen sind unberechenbar und unüberlegt.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.06.1965


Einschleichdiebe gestellt
Steinburg.
Nach einer Tanzveranstaltung schlich sich ein Zweiundzwanzigjähriger in eine Wohnung ein, und durchsuchte in einem Zimmer, wo zwei Kinder schliefen, alle Behälter. Er ließ Wertsachen von etwa 2 200 DM mitgehen. Ein Ring im Werte von 1 350 DM fehlt ebenfalls zusätzlich. Der Einschleichdieb leugnet jedoch, ihn mitgenommen zu haben. Der Nachtwandler wurde bei seiner „Arbeit“ überrascht und der Polizei übergeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.06.1965


Diebe sind am Werk
Bogen
. Am Wochenende wurde im Nolte-Werk Hunderdorf auf dem Holz-Ladeplatz eine Abdeckplane gestohlen. Sie hat das Format 6×4 m, ist aus Benefir-L, Gitterplastik, grau, kochtest, geschwefelt und hat einen fünf Zentimeter breiten Verstärkungssaum mit Rundösen aus Messing. ….
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1965


Als säße die Mutter auf dem Nebensitz
Kooperator Pater Wolfgang, O.-Präm., stellte über 80 Fahrzeuge unter Gottes Schutz
Steinburg.
Am letzten Frühlingstag, der endlich den ersehnten Sonnenschein brachte, feierte Steinburg sein Kirchweihfest. Die geräumige Schloßkirche konnte die Zahl der Gläubigen nicht fassen, als Koop. P. Wolfgang die Kirchweihmesse zelebrierte. Kinder wie Erwachsene beteiligten sich aktiv an der Feier der hl. Eucharistie und es war für alle eine erhebende Zwiesprache mit Gott.
Im Anschluß an den Gottesdienst fand im großen Schloßhof eine Fahrzeugweihe statt. Weit über 80 Pkw, Lkw und Schlepper füllten den Hof und es zeigte sich, daß Gottes Segen auf den Straßen und bei der Arbeit ist. Gemeinde und FFW Steinburg gaben sich viel Mühe mit der Vorbereitung. In gutnachbarlicher Verbundenheit stellte die Gemeinde Gaishausen und Bürgermeister Gell den großen Straßenhobel zur Verfügung, denn die Auffahrt auf den Schloß-berg war durch den langen Regen fast unpassierbar geworden. Kreisrat Egon Weinzierl, Röhr-neu, spannte, persönlich seine starke Zugmaschine vor den Straßenpflug und Alois Fuchs, Gaishausen, erwies sich als kundiger Fachmann in der Handhabung des Pfluges. Auch die Frhl. Poschinger’sche Forstverwaltung Steinburg stellte sich mit Rat und Tat zur Verfügung. Nicht zuletzt zeigte auch die FFW Steinburg wieder Gemeinschaftsarbeit.
Bei den Weihegebeten und bei der Segnung der Fahrzeuge stellten sich die Besitzer neben ihre Wagen und verharrten in stillem Gebete, während die Schulkinder „Lobet den Herren“ sangen. In der vorausgegangenen Predigt mahnte der Geistliche alle Führerschein- und Fahrzeugbesitzer zu Rücksicht und Besinnung im Straßenverkehr. Der Sinn der Fahrzeugweihe sei nicht ein Grundbrief künftiger Unfallfreiheit, sondern vielmehr eine Mahnung an die Fahrzeuglenker, Gott und seine Gebote zu achten, wenn man am Steuer der heute so schnellen und starken Maschinen sitzt. Der schönste Rat und die beste Mahnung des Geistlichen war, man solle immer so fahren, als säße die Mutter auf dem Nebensitz.
Nach der Weihe leitete die FFW Steinburg in mustergültiger Weise die Abfahrt der vielen Fahrzeuge und ihre Einmündung in die beiden Staatsstraßen. Im Nebenzimmer der Brauerei Berger versammelte sich dann die FFW Steinburg um den Geistlichen und man dankte ihm, daß er Steinburg wieder einen Festtag beschert hatte.
Der Nachmittag war dem Kirchweihfest gewidmet. Viele Gäste aus nah und fern fühlten sich in Steinburg wohl und waren froher Laune.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1965


Hochwasserschäden melden
Hunderdorf.
Wie bereits berichtet, werden die Landwirte aufgefordert, in der Gemeindekanzlei die Schäden zu melden, die durch das Hochwasser entstanden sind. Nun soll in den nächsten Tagen auch gemeldet werden, welche landwirtschaftlich genutzte Flächen durch den starken Regen nicht mehr angebaut werden könnten bzw. wo die Frucht durch die Regenfälle vernichtet wurde. Um eine Schadensfeststellung durchführen zu können, soll die Meldung noch diese Woche erfolgen.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.06.1965


Wieder stiegen RK-Ballone in den Himmel
Schulkinder ließen über 800 Luftballone mit Freundschaftsgrüßen auf
Hunderdorf.
Bei strahlendem Sommerwetter nahmen am Dienstag die Schulkinder aus Hunderdorf, Windberg, Steinburg, Obermühlbach und Neukirchen ihre Sternwanderung nach Hl. Kreuz auf, um von dort aus ihre Freundschaftsballone auf den Weg zu schicken. Mehr als 800 Ballone wurden mit Wasserstoffgas gefüllt, mit Adressen versehen und den Lüften des Himmels überlassen. In nördlicher Richtung entschwanden die Ballone bei leichtem Wind nur langsam.
Im ganzen Landkreis wird diese Aktion, die um Völkerfreundschaft wirbt, veranstaltet. Rund 24 Schulen mit 68 Schulklassen werden sich daran beteiligen. Mehr als 4 000 Luftballone wurden bereits bestellt. Die freiwilligen Helfer des RK-Kreisverbandes Bogen übernehmen die Arbeit, die Ballone startklar zu machen.
Wie Kreisgeschäftsführer Novak uns berichtete, hat diese Aktion teilweise einen sehr erfreulichen Widerhall ausgelöst. Aus der Tschechoslowakei, Österreich, Ungarn und Polen kamen schon viele Wettflugkarten zurück und zum Teil haben die Kinder auch persönliche Worte für die Schulkinder in ihren Briefen gefunden. Daraus haben sich manche Brieffreundschaften entwickelt und in einzelnen Fällen haben sogar schon gegenseitig Besuche stattgefunden. Damit wäre auch der Sinn dieser Ballonwettflüge erfüllt, die in erster Linie unter dem Leitsatz „Wir sind alle Brüder“ um die Verständigung unter den Menschen aller Völker wirbt. In zweiter Linie ist damit auch ein Wettbewerb für die weitesten Flüge verbunden, die mit Preisen bedacht werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.06.1965


Trachtenverein
Windberg.
Der Vereinsabend des Trachtenvereins Windberg findet am Samstag statt. Alle Mitglieder sollen kommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.06.1965


Versammlung der CSU
Hunderdorf.
Am Sonntag spricht um 19 30 Uhr im Gashaus Edbauer der stellv. Landrat des Kreises, Bürgermeister Schäffer, über die Politik der CSU. Schäffer wird dabei auch auf die gemeindlichen Probleme eingehen.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1965


Gesangverein
Hunderdorf.
Die Liedertafel hält die nächste Singstunde trotz des Feiertages Peter und Paul wie üblich um 20 Uhr im Vereinslokal Sandbiller ab.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1965


Neues Wirtschaftsgebäude für Pfarrhof
Hunderdorf.
Derzeit ist mit den Arbeiten an den neuen Wirtschaftsgebäuden im Pfarrhof begonnen worden. Diese Bauten wurden bereits bei der Umbauplanung des Pfarrhofes vom Landbauamt angeregt und geplant. Neben einer Waschküche und einer Holzablage wird auch eine Garage errichtet. Die Arbeiten werden von der Firma Altschäffl Lintach, ausgeführt.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1965


Versammlung der SPD
Steinburg
. Eine öffentliche Versammlung der SPD findet am heutigen Samstag um 20 Uhr im Gasthaus Solcher in Steinburg statt. Es sprechen: Kreisrat Walter Uekermann und Lehrer Egon Eckl, Schwarzach.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1965


Steigende Erfolge beim Schulsparen
Im Landkreis Bogen kamen im 1. Halbjahr 1965 rund 45 000 Mark zusammen
Hunderdorf.
Noch zu keiner Zeit ist wohl so viel Geld in den Händen der Kinder gewesen wie heutzutage. Zu allen festlichen Anlässen wandern größere Geldscheine in ihre Sparkassen. Diese Tatsache ist zweifellos ein Gradmesser unseres sich stetig entwickelnden Wohlstandes und sicher auch die offensichtliche oder latente Absicht der Eltern, den Kindern zu einen kleinen finanziellen Grundstock zu verhelfen, der besondere Bedürfnisse leichter erfüllen läßt oder Reserven für schlechtere Zeiten schafft. Sicherlich kann man auch nicht leugnen, daß die Kinder heute mehr denn je Geld für sich selbst ausgeben. Es ist erstaunlich, was den einzelnen etwa bei Ausflügen, Wanderungen usw. zur Verfügung steht.
Das Sparen muß daher für die Kinder außer den für sie noch nicht richtig erkenntlichen Zinsen einen weiteren Anreiz haben, es muß, wie so vieles, attraktiv gemacht werden. Daß dies mit kleinen Prämien geschehen kann, das beweist immer wieder die Schulsparkassenentleerung, bei der die Kinder etwa Hefte, Farbstifte, Bleistifte, Lineale oder Winkelmesser erhalten.
Bei den beiden Entleerungen dieses Jahres war von den Kindern an der Hunderdorfer Schule ein Betrag von nahezu 6 000 DM aufgebracht worden. Das bedeutet gegenüber den Vorjahr eine Steigerung von nahezu 1 000 DM. Auch an den übrigen 34 Schulen des Landkreises, die von der Kreissparkasse Bogen betreut werden, ist eine ähnliche Steigerung zu verzeichnen. Dabei konnte die Sparbeteiligung der Kinder auf 66 Prozent angehoben werden. Wenn dabei der Durchschnittssparbetrag pro Halbjahr 16,82 DM beträgt, so darf man schon von einem Er-folg sprechen. Im ganzen Landkreis wurde dabei im 1. Halbjahr 1965 ein Betrag von ca. 45 000 DM in mehr oder weniger mühevoller Weise gesammelt. Die Sparbücher langjähriger Schulsparer weisen ein schönes Gutgaben auf und lassen leicht auch größere Wünsche erfüllen.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.06.1965


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 14. bis 18. Juni 65 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Beim Landrastamt sind nachstehende Baugesuche eingereicht worden: … Kreszenz Hagn, Hunderdorf, Aufstockung des Wohnhauses und Erneuerung der Fenster; Adolf Fries, Hunderdorf, Vergrößerung der Fenster …
Quelle: Bogener Zeitung, 29.06.1965


Jeder Schüler soll ein Schwimmer sein
Wasserwacht beginnt mit Trockenschwimmkurs an Schulen – An die Erfolge des Vorjahres anknüpfen
Hunderdorf. Im vergangenen Jahr wurde erstmals von Herrn Janker, dem Vorsitzenden der Wasserwacht Bogen, ein Trockenschwimmkurs an der Hunderdorfer Schule durchgeführt.

Das Bild zeigt die Schüler beim Trockenschwimmkurs in der Halle der Volksschule Hunderdorf

Nach wenigen Schwimmstunden im Bogener Bad konnte dabei die Prozentzahl der Schwimmer in manchen Klassen um 20 Prozent angehoben werden. In Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft der Schule, werden nun diese Kurse heuer fortgeführt und anschließend an den Trockenkursus geht es wieder nach Bogen ins nasse Element.
Am Samstag stellten sich erstmals rund 90 Schüler aus den oberen Klassen zum Schwimmunterricht und Polizeimeister Janker mit vier weiteren freiwilligen Helfern der Wasserwacht bemühten sich, den Kindern die Grundbegriffe des Brustschwimmens beizubringen. Die Aufmerksamkeit und Mitarbeit der Kinder war erfreulich und zeigte, daß auch sie selbst den Wunsch haben, das Schwimmen zu lernen.
Die Wasserwacht betreut auf diese Weise auch die Schulen in Bogen, Bogenberg und Pfelling. Weitere Schulen wollen diesem Beispiel folgen. Schlecht steht es nur für jene Schulen, die selber am Ort oder im nächsten Umkreis kein Bad besitzen, nachdem heuer durch die Hochwasserlage das Baden in Flüssen, Bächen und Seen untersagt werden mußte. Selber ein Bad zu errichten, wird für viele Gemeinden untragbar sein, noch dazu wo heute Bäder mit natürlicher Wasserzuführung und ohne chemische Reinigung des Wassers als Neuanlagen kaum mehr die Billigung finden.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.06.1965

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