1943

Steinburg. (Neue Ortsfrauenschaftsleiterin) Am Sonntag, nachmittags 3.30 Uhr versammelte sich eine schöne Anzahl Frauen der Ortsgruppe Steinburg im Gasthaus Berger zur Einsetzung der neuen Ortsfrauenschaftsleiterin. Die Kreisfrauenschaftsleiterin Pgn. Altinger begrüßte herzlich die Frauen und stellte ihnen ihre neue Ortsfrauenschaftsleiterin Fr. Paula Maier u. auch die neue Kassenverwalterin Fr. Schmidt vor. Anschließend sprach sie über den Sinn der NS-Frauenschaft und deren Pflichten, besonders jetzt im Kriege. Die Frauen lauschten begeistert ihren Worten. Darauf erläuterte die Abteilungsleiterin für Volksw.-Hauswirtschaft Frau Rützel die verschiedenen Kurse, die diese Abteilung in den einzelnen Ortsgruppen durchführt und zeigte den Frauen, Hausschuhe, Sommerschuhe und Puppen, die man in diesen Kursen mit wenig Mitteln leicht und selbst herstellen kann. Die kleinen Kostproben, mit den dazu gehörigen Rezepten erfreuten die Frauen sehr, sowie auch die vorgeführten Filmbänder. Zum Schluß sprach die neue Ortsfrauenschaftsleiterin ihren Dank an die Mitglieder und an die Kreisfrauenschaftsleiterin aus und ermunterte die Frauen zur festem Zusammengalt. Als ihre erste Aufgabe im neuen Jahr will die NSF-Ortsgruppe Steinburg verwundeten Soldaten einen gemütlichen Nachmittag bereiten. Mit dem „Sieg Heil“ auf unseren geliebten Führer schloß die Ortsfrauenschaftsleiterin die Versammlung der NSF, welche an diesem Nachmittag eine schöne Anzahl Neuaufnahmen buchen konnte.
Quelle: Straubinger Tagblatt 29.01.1943


Hunderdorf. (Todesfall). Am Mittwoch nachts 12 Uhr starb der Landwirt Josef Eisenschink von Schafberg. Ein längeres Leiden führte im Alter von 75 Jahren zum Tode des beliebten Mannes. Um den Verstorbenen trauert die Gattin mit den übrigen Angehörigen. Im Friedhof zu Hunderdorf wird Herr Eisenschink zur letzten Ruhe bestattet.
Quelle: Straubinger Tagblatt 05.02.1943


Todesanzeige
Nach Gottes Willen verschied am Mittwoch nachts 12 Uhr mein lieber Gatte
Herr Joseph Eisenschink
Landwirt in Schafberg

nach längerem, mit größter Geduld ertragenem Leiden und öfterem Empfang der Sterbsakramente, im Alter von 75 Jahren.
Die tieft. Gattin nebst übr. Verwandten.
Schafberg, den 4. 2. 1943.
Beerdigung am Samstag, den 6. 2. 43 vorm. ½ 9 Uhr vom Trauerhause aus mit darauffolgendem Gottesdienst in Hunderdorf.
Quelle: Straubinger Tagblatt 05.02.1943


Hunderdorf. (Beerdigung) Am Sonntag trug man hier den Landwirt Joseg Eisenschink von Schafberg, der im Alter von 75 Jahren von dieser Welt geschieden ist, zu Grabe. Schon in jungen Jahren arbeitete der Verblichene in der Tonwarenfabrik Bärndorf. Er brachte es dort bis zum Maschinisten. Diesen Postenhatte er mehr als 20 Jahre inne. Später widmete sich Herr Eisenschink der Landwirtschaft. Pfarrer Kiermeier gedachte des Verstorbenen, der als Stifter des Hochaltares der Pfarrkirche ein bleibendes Denkmal geschaffen hat, in ehrender Weise.
Quelle: Straubinger Tagblatt 11.02.1943


Hunderdorf. (Heldengedenkfeier) am Donnerstag fand hier die Heldengedenkfeier für den auf dem Felde der Ehre gebliebenen Obergefreiten Josef Glöckl von Oberhunderdorf statt. Im Alter von 24 Jahren gab er sein junges Leben dem Vaterland. Er ruht im Heldenfriedhof des Regiments an der Wolchow-Bahn. In trostvollen Worten gedachte Pfarrer Kiermeier des toten Helden, der sein Bestes, sein Leben dem Vaterland gab. Zum Abschluß spielte die Musik das Lied vom guten Kameraden.
Quelle: Straubinger Tagblatt 12./13./14.06.1943


Hunderdorf. (Todesfall) Nach langem Leiden starb die Gastwirtsgattin Therese Sandbiller, geb. Greindl, von Hunderdorf. Im Alter von 36 Jahren wurde sie allzufrüh dem Gatten und den Kindern entrissen.
Quelle: Straubinger Tagblatt 12./13./14.06.1943


Hunderdorf. (Feuerschutz). Die Gemeinde Hunderdorf hat eine Feuerschutzanlage geschaffen, die vorbildlich zu nennen ist. Es wurde ein Wasserreservoir gebaut, das allen Fällen genügen wird. Auch wurde gleichzeitig eine Motorspritze angekauft. Der Landrat von Bogen, sowie Kreisfeuerwehrführer Christl-Haselbach waren aus diesem Anlaß vergangenen Montag hier. Nach Vorführung der Motorspritze und entsprechender Belehrung des Kreisfeuerwehrführers wurde sie der Gemeinde übergeben. Anschließend wurde die Wasseranlage besichtigt und in gemeindliche Obhut gegeben. Landrat wie Kreisfeuerwehrführer sprachen sich sehr anerkennend über diese Leistungen aus.
Quelle: Straubinger Tagblatt 12./13./14.06.1943


Todesanzeige Gottes Wille war es, daß heute früh 1/28 Uhr meine liebe Gattin, unsere treubesorgte liebste Mutter, Tochter, Schwiegertochter Frau Therese Sandbiller • geb. Greindl, Gastwirtsgattin nach langem schweren Leiden im Alter von 36 Jahren von uns gegangen ist. In tiefster Trauer: Josef Sandbiller, Gatte, mit Kindern, Schwiegervater und Familie Deschl. Hunderdorf, Windberg, den 12. Juni 1943 Beerdigung am Montag, den 14. 6. vorm. 1/210 Uhr mit darauffolgendem Gottesdienst vorn Hause aus in Hunderdorf.
Quelle: Straubinger Tagblatt ??.1943


Worte am Grabe
der Frau
Theresia Sandbiller
Gastwirtsgattin in Apoig

am 14. Juni 1943.

Gesprochen von Hochw. Herrn Pfarrer
Johann Kiermaier in Hunderdorf.

Buchdruckerei Fritz Hartmannsgruber, Bogen

Christlich Trauernde!

Ein wertvolles Kleinod haben wir eben dem Schoße der Erde übergeben. Gatte und Kinder und ein großer Kreis nächster und entfernter Verwandtschaft blicken heute stumm und tränenumflorten Auges hinab ins offene Grab, welches den für sie so kostbaren Schatz birgt, welcher umschließt die sterblichen Überreste einer treuen Gattin, einer liebenden Mutter, einer aufrichtigen Verwandten und einer friedliebenden Nachbarin, der ehrengeachteten Frau Theresia Sandbiller, Gastwirtsgattin in Apoig. Nach neunmonatlicher schwerer Krankheit hat sie am Pfingstsamstag, früh halb 8 Uhr, nach andächtigen Empfang der hl. Sterbesakramente ihre Seele zurückgegeben in die Hände ihres Schöpfers im Alter von 36 Jahren und 10 Monaten.

Geboren im August 1906 zu Windberg als Tochter der Gastwirtseheleute Greindl reichte sie im Oktober 1929 im Alter von 23 Jahren die Hand zum ehelichen Treubündnis dem Gastwirtssohn Josef Sandbiller von Apoig. 14 Jahre war sie ihm eine treue, hingebende Gattin, mit dem sie in vollster Eintracht, im besten Frieden lebte. Nie sollte die häusliche Ruhe zwischen ihnen gestört werden. Stets war sie ihm eine tüchtige Hausfrau und eine von allen geschätzte Geschäftsfrau, auch in ihrer langen schweren Krankheit war sie, so viel sie es eben noch vermochte, um das Hauswesen besorgt. Und ihren 3 Kindern war sie eine liebende Mutter, eine Mutter, die in der streng religiösen Erziehung der Kinder ihre erste und verantwortungsvollste Aufgabe sah. Bei all ihrer staunenswerten Ergebung und Unterwerfung unter den unabänderlichen Ratschluß Gottes war es der Gedanke an ihre geliebten braven Kinder, der ihr das Sterben, den Abschied von hier, schwer machte.

Wir alle denken und reden mit Hochachtung von ihr um der edlen Charaktereigenschaften wegen, die sich an ihr offenbarten: zunächst einer besonderen Bescheidenheit und Einfachheit in ihren Anschauungen, in der Denkart und in ihrer ganzen Lebensweise. Jedem Menschen fiel das wohltuend auf, der sie näher kennen lernte. Sie war durch eine viel zu harte Schule des Lebens gegangen, als daß sie den Übertreibungen einer sogenannten modernen Frau hätte huldigen mögen. Diese ihre bescheidene Einfachheit war wohl die Grundlage ihres stets freundlichen, zuvorkommenden und hilfsbereiten Wesens gegen jedermann, eines. Wesens, das sie überall so beliebt machte. Ich glaube nicht, daß sie sich irgendwann einmal einen wirklichen Feind hätte zuziehen können. Ihre tiefgläubige christlich-katholische Einstellung kennen zu lernen, habe ich auf ihrem langen äußerst schmerzvollen Krankenlager reichlich Gelegenheit gehabt. Und als ich ihr 4 Tage vor ihrem Tode die hl. Ölung spendete, nachdem sie vorher oft und oft die hl. Kommunion empfangen hatte, da habe ich eine Andacht und eine Ergriffenheit an ihr bemerkt, wie ich sie in meiner Erfahrung bisher überhaupt selten bei solcher Gelegenheit beobachten konnte.

Mit dem Bewußtsein können wir hier scheiden, daß sie die Lebensaufgabe, die ihr Gott gestellt hat, recht erfaßt und sich in aller Gewissenhaftigkeit bemüht hat, ihr gerecht zu werden. Gott aber, der ein Gott alles Trostes ist, möge den Hinterbliebenen die schwere Prüfung bestehen helfen und sie stärken im Vertrauen auf die liebende göttliche Fürsorge. „Er ist Vater, der uns liebt, wann er nimmt und wann er gibt“.

Der teueren verstorbenen Mitschwester schenken wir, ehe wir von hier weggehen, unser Fürbittgebet und sprechen ein andächtiges Vaterunser und den englischen Gruß!

R. I. P.


Hunderdorf. (Pflichterfassung) Am Sonntag, den 20. 6. 1943 findet für die Jungen der Jahrgänge 1928/29 der Erfassungsappell für die Gemeinden Hunderdorf, Neukirchen, Windberg, Steinburg, Obermühlbach, Au v. Wald und Gaishausen um 14 Uhr und für die Jahrgänge 1626/27 um 16 Uhr in Hunderdorf vor der Gemeindekanzlei statt. Sämtliche Jungen der betreffenden Jahrgänge haben unbedingt zu erscheinen.
Quelle: Straubinger Tagblatt 19./20.06.1943


Hunderdorf. (Nähkursabschluß der NSF) die NSF der Ortsgruppe Hunderdorf hielt am Samstag, den 19. Juni den Abschlußabend des Nähkurses, der von einer Lehrkraft des Reichsmütterdienstes in 10 Abenden abgehalten wurde. Die reine Ausstellung der gefertigten und ausgebesserten Sachen zeugte von der Vielseitigkeit des Gelernten. Die Ortsfrauenschaftsleiterin begrüßte zu Beginn des Abends die Teilnehmerinnen und besonders herzlich die Kreisfrauenschaftsleiterin, die anschließend zu den Frauen und Mädchen sprach. Die jungen Mädchen sorgten für eine nette Unterhaltung und ernteten dafür reichen Beifall. Im geselligen Beisammensein verfloß allzu schnell der schöne Abend.
Quelle: Straubinger Tagblatt 23.06.1943


Hunderdorf. (Beerdigung) Der auf tragische Weise ums Leben gekommene Arbeiter Xaver Hagn wurde hierher in seine Heimatgemeinde übergeführt und da zur letzten Ruhe gebettet. Ein großer Freundes- und Bekanntenkreis nahm an der Trauerfeier teil, u. a. auch die Kriegerkameradschaft Hunderdorf und die vier Freiw. Feuerwehren der näheren Umgebung. Pfarrer Kiermeier schilderte des so jäh aus dem Leben gerissenen guten Familienvaters und fleißigen Arbeiters. Sieben Kinder standen mit der Gattin trauernd am Grabe; der älteste Sohn ist im jetzigen Kriege gefallen. Ein Grablied und die Weise vom guten Kameraden beschlossen die Bestattungsfeier. Drei Ehrensalven verkündeten, daß wieder ein Weltkriegsteilnehmer von 1941-18 heimgegangen ist.
Quelle: Straubinger Tagblatt 25.08.1943


Hofdorf. (Todesfall) Nach kurzer Krankheit starb der Bauer Rupert Kringschneider von Hofdorf. Der Verstorbene, der Kriegsteilnehmer von 1914-18 war, erreichte ein Alter von 61 Jahren. Um ihn trauern die Gattin, die Tochter und die übrigen Angehörigen. In Hunderdorf wird Herr Kringschneider zur letzten Ruhe bestattet.
Quelle: Straubinger Tagblatt 25.08.1943


Todesanzeige
Aus einem Leben der Arbeit und der Sorge für die Seinen riß der Tod heute Nacht ganz unerwartet meinen innigstgeliebten Gatten, unseren guten Vater, Pflegevater, Schwiegervater, Großvater, Schwager, Onkel und Paten
Herrn Rupert Kringschneider
Bauer in Hofdorf
Kriegsteilnehmer 1914/18

nach kurzer Krankheit, versehen mit den Sterbesakramenten, im Alter von nicht ganz 61 Jahren.
Hofdorf, Furth bei Oberalteich, im Felde, Bogen, Straubing, Bad Kissingen, Neumarkt/Oberpfalz, den 25. 8. 1943.
In tiefstem Schmerz: Rosina Kringscheider, Gattin, Rosa Neumeier, Tochter, Anni Fischer, Pflegetochter, Xaver Neumaier, Schwiegersohn und Verwandtschaft.
Beerdigung am Freitag, den 27. 8. Vorm. ½ 9 Uhr vom Trauerhause aus in Hunderdorf, anschl. Trauergottesdienst.
Quelle: Straubinger Tagblatt 25.08.1943


Trauerrede
für Herrn
Rupert Kringschneider
Erbhofbauer in Hofdorf

am 27. August 1943.

Gesprochen von Hochw. Herrn
Pfarrer Johann Kiermaier, Hunderdorf.

Buchdruckerei Fritz Hartmannsgruber, Bogen

Christlich Trauernde!
Eine wahre Bestürzung war es am Mittwoch früh für ganz Hofdorf und von da weg für die nachbarliche Umgebung, als sich die Kunde verbreitete: „Herr Rupert Kringschneider ist in der Nacht um halb 3 Uhr verschieden“. Sah man ihn doch noch am Montag an seiner gewohnten Arbeit, war er doch gar nicht krank gewesen! Und doch, möchten wir sagen, saß neben ihm auf der Mähmaschine schon der Tod und von dort weg holte er ihn rasch, allzu rasch in eine andere Welt hinüber.
Herr Rupert Kringschneider, Erbhofbauer in Hofdorf, war geboren am 30. Okt. 1882 zu Kleinlintach, lernte und betrieb zunächst das Bierbrauerhandwerk, wandte sich aber wieder der Landwirtschaft zu und verehelichte sich am 16. April 1917 mit der Bauerswitwe Rosina Fruhstorfer von Hofdorf. Diese 26 ½ Jahre ungetrübten Eheglückes waren für unseren lieben Verstorbenen ein Leben der Arbeit und des wahrhaft nimmermüden Schaffens bis zum vorletzten Tage seines Lebens. Freilich, gerade das heurige Jahr mit seiner schweren Arbeit war ihm zuweilen doch allzu anstrengend geworden und er hätte sich manchmal so gerne nach Ruhe und Erholung gesehnt, aber es duldete die Arbeit kein Rasten und kein müßiges Feiern. Am Montag mittags allerdings wollte es wirklich nicht mehr gehen, nasses Wetter hatte ihn auch noch überrascht; er kam heim und legte sich zur Ruhe und weder er noch sonst jemand hätte geahnt, daß ihm diesmal sein Ruhebett schon so rasch zum Sterbebett werden sollte. Es befiel ihn ein starkes Fieber, das ihm die klare Besinnung nahm – ärztliche Kunst konnte den Tod nicht mehr abweisen – sein. Herz versagte und nachdem er am Dienstag nachmittags noch die heiligen Sterbesakramente empfangen hatte, verschied er, ohne das klare Bewußtsein noch einmal erlangt zu haben, in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch früh halb 3 Uhr.
Wenn wir überlegen, daß er ein braver und biederer und rechtschaffen denkender Mann war, ein christlicher Hausvater, ein guter Gatte, ein gläubiger Christ, der nichts wußte von moderner Oberflächlichkeit, der die Stätte des Hauses Gottes liebte und des öfteren die hl. Sakramente empfing, dann können wir wohl hoffen, daß sein Tod ein guter gewesen ist und daß er Gnade gefunden habe beim Herrn.
Unser lieber Verstorbener ist seit 14 Tagen der 3. Mann unserer Pfarrei, den wir .nach unserem menschlichen Ermessen noch lange nicht unter den Opfern des  Todes gesucht hätten. Zwei haben durch Einwirkung feindlicher Flieger ihr Leben in der Manneskraft hingeben müssen, unser lieber Verstorbener ist fast ebenso rasch von seiner Arbeitsstätte weg eine Beute des Todes geworden. Diese Tatsache muß auf jedes Herz, das noch einiges Gefühl hat, tiefen Eindruck machen. Sie zeigt uns, daß wir doch so gar nichts sind, daß es mit uns so gar bald ein Ende haben kann. Als der liebe Heiland einmal mit den Seinen die Erntefelder entlang schritt, sprach er zu seinen Aposteln: „Erhebet Eure Augen, betrachtet die Felder! Sie sind schon reif zur Ernte“. Der Heiland sprach von der Ernte seines Landes und hatte wohl zunächst die reiche Ernte im Auge, die seine Apostel einst würden halten können, wenn sie sein Evangelium predigen konnten, also die Ernte seiner heiligen Kirche; aber wir verstehen doch diese Worte auch von der Ernte des Todes. Wie die reifen Ähren dem Schnitter, so sinken die Menschen dem Tode in die Arme, ehe sie sich dessen versehen. Diese Wahrheit soll uns alle wieder aus jeder Sicherheit wecken, soll uns zu denken geben, daß der letzte Tag, das letzte Jahr bald da ist. Lasset uns darum wirken, ein jeder in seinem Stand, in seinem Berufe, solange es Tag ist, so wirken, daß eine reiche Ernte uns entgegen reifen kann. Daß unser lieber Verstorbener bald antreten könne die himmlische Ernte, die Ernte seiner Werke und Verdienste auf Erden, dafür lasset uns ihm zu Hilfe eilen im Fürbittgebet und beim hl. Meßopfer und gleich beginnen mit einem andächtigen Vaterunser und dem englischen Gruße!
R. I. P.


Hunderdorf. (Heldengedenkfeier) Für den Gefreiten Josef Meier, Hausbesitzer von Hofdorf, der fern der Heimat sein Leben dem Vaterland geopfert hat, wurde eine Heldengedenkfeier abgehalten. Pfarrer Kiermeier gedachte des 41jährigen toten Helden in einem ehrenden Nachruf. Das Lied vom guten Kameraden beendete die Trauerfeier.
Quelle: Straubinger Tagblatt 31.08.1943


Hunderdorf. (Beerdigung) Nach nur eintätgigem Krankenlager starb der Bauer Rupert Kringschneider von Hofdorf im Alter von 61 Jahren. Ein Mann von unermüdlichem Schaffen vom Morgen bis zum späten Abend ist von uns gegangen. Sein Anwesen, das er um ein Drittel vergrößerte, hat er vortrefflich bewirtschaftet. Eine große Zahl von Freunden und Bekannten begleiteten den Verstorbenen auf seinem letzten Gang. Auch der Kriegerbund Hunderdorf und die Freiw. Feuerwehr gaben ihrem eifrigen Mitglied das letzte Geleite. Unter den Klängen des Präsentiermarsches und des Ehrensaluts wurde der Weltkriegsteilneehmer ins Grab gesenkt. Pfarrer Kiermeier widmete dem Verblichenen, der nur Arbeit und Sorge für die Seinigen kannte, einen herzlichen Nachruf. Ein schönes Grablied und das Lied vom guten Kameraden bildeten den Abschluß der Trauerfeier. Die Gattin, Tochter und Pflegetochter betrauern den allzufrühen Tod des guten Gatten und Vaters.
Quelle: Straubinger Tagblatt 31.08.1943


Todesanzeige
Nach Gottes Willen verscheid am Samstag Mittag unser lb. Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate
Herr Josef Gütlhuber
Austragsbauer von Rammersberg

nach öfterem Empfang der Sterbesakramente im gottbegnadeten Alter von 78 Jahren.
Die tieftr. Kinder und Verwandtschaft.
Rammersberg, Ittling, Straubing, im Felde, Hoch, 25. 10. 1943.
Beerdigung am Dienstag, den 26. 10. Vorm. ¾ 9 Uhr vom Hause aus mit darauffolg. Gottesdienst in Hunderdorf.
Quelle: Straubinger Tagblatt 25.10.1943


Hunderdorf. (Beerdigung) Ein Mann von altem Schrot und Korn mußte für immer von dieser Welt scheiden. Es ist der Austragsbauer Josef Gütlhuber von Rammersberg, der im Alter von 78 Jahren verstorben ist. Ein arbeitsreiches Leben hat damit seinen Abschluß gefunden. In wahrer Sorge um die Sienen schaffte er jeden Tag vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Erst die letzten Wochen seines Lebens legte er Pflug und Schaufel nieder. Seine Gattin ist schon vor mehreren Jahren im Tod vorausgegangen. Ein Sohn und vier Töchter beweinen den Tod des guten Vaters.
Quelle: Straubinger Tagblatt 30./31.10.1943


Hunderdorf. (Trauung) Hier fand die Trauung des Brautpaares Baumgruber – Ecker von Schafberg statt.
Quelle: Straubinger Tagblatt 30./31.10.1943


Bekanntmachung
Betreff: Weihnachtssonderzuteilung.
Als Weihnachtssonderzuteilung erhält jeder Verbraucher über 18 Jahre 50 g Bohnenkaffee und ½ Flasche Trinkbranntwein.
Die Ausgabe erfolgt auf Grund von Vorbestellung und ist diese für den späteren Bezug unerläßliche Voraussetzung. Zu diesem Zweck haben die bezugsberechtigten Verbraucher bis spätestens 6. November 1943 den Abschnitt N 29 für den Bogenkaffee und den Abschnitt N 30 für Trinkbranntwein der rosa und blauen Nährmittelkarten der Bezugsberechtigten über 18 Jahre der 55. Zuteilungsperiode bei dem Letztverteiler, die zur Entgegennahme von Bestellscheinen berechtigt sind, abzugeben.
Als berechtigte Letztverteiler kommen in Betracht für Bohnenkaffee nur die Verteiler, die bisher Bohnenkaffee geführt haben, und für Trinkbranntwein die Verteiler, welche die Berechtigung zum Btanntweinhandel haben, jedoch mit Ausnahme der Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes. Bei unberechtigter Entgegennahme von Vorbestellungen erfolgt gebührenpflichtige zwangsweise Verlagerung durch das Ernährungsamt Abt. B, unbeschadet einer Bestrafung nach § 30 des Gaststättengesetzes.
Die Letztverteiler trennen den Abschnitt N 30 für Trinkbranntwein ab und versehen den Stammabschnitt der Nährmittelkarte 55 auf der Rückseite mit ihrem Firmenstempel und dem Wort „Bohnenkaffee“ bzw. „Trinkbranntwein“, Sie haben gleichzeitig die Besteller darauf aufmerksam zu machen, daß der Bezug des Bohnenkaffees und Trinkbranntweines nur gegen Vorlage des Stammabschnittes 55 möglich ist, daß also der Stammabschnitt sorgfältig aufbewahrt werden muß.
Da die blaue Nährmittelkarte für über 3 Jahre alte Selbstversorger mit Getreide keine Ausscheidung nach Altersstufen vorsieht, haben die bezugsberechtigten Inhaber solcher Karten die Vorbestellabschnitte im Stadtkreis Straubing vom Ernährungsamt Abt. B, in den Landkreisen Straubing und Bogen von ihren zuständigen Kartenstellen abstempeln zu lassen.
Ausgeschlossen von der Weihnachtssonderzuteilung sind Ausländer, Zivil- und Kriegsgefangene, Juden und Polen und hat für diese eine Abstempelung der Vorbestellabschnitte zu unterbleiben.
Straubing, den 29. 10. 1943.
Der Oberbürgermeister Ern. Amt Abt. B
Der Landrat Straubing
Ern. Amt Abt. B
Der Landrat Bogen
  Ern. Amt Abt. B

Quelle: Straubinger Tagblatt 30./31.10.1943


Hunderdorf. (Trauerfeier) Für den im Osten gefallenen Obergefreiten in ein einem Gren.-Regt. Ludwig Breu wurde hier ein Trauergottesdienst abgehalten. Die Brust des toten Soldaten schmückte der EK 2, das Infanterie-Sturmabzeichen und die Ostmedaille. Pfarrer Kiermeier widmete dem toten Helden, dem mit den Angehörigen viele Volksgenossen die letzte Ehre erwiesen, herzliche Gedenkworte. Die Trauerfeier endete mit dem von der Musikkapelle Klein intonierten Lied vom guten Kameraden. Der jungen Gattin gilt die Anteilnahme der ganzen Bevölkerung.
Quelle: Straubinger Tagblatt 18.11.1943


Steinburg. (Jugendappell) Der Jugendappell 1943 findet für die Gemeinden Hunderdorf, Windberg, Au v. W., Gaishausen, Steinburg, Neukirchen, Untermühlbach und KLV Windberg am Freitag, den 19. 11. In Steinburg statt.
Quelle: Straubinger Tagblatt 18.11.1943


Todesanzeige
Nach Gottes Willen verschied gestern nachm. 4 Uhr meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Tante u. Patin
Frau Kreszenz Schiederer
Gastwirtin in Rammersberg

nach längerem, schweren Leiden und öfterem Empfang der Stersakramente im Alter von 63 Jahren und 4 Monaten.
Wer ihre Liebe zu uns kannte, wird unseren Schmerz zu würdigen wissen.
In tiefer Trauer: Michael Schiederer, Gatte, Emmi, Zenzl, Marie und Annerl, Töchter, Josef Schindler, Anton Forster, Schwiegersöhne und Enkelkinder.
Rammersberg, Regensburg, München und Kößnach, den 27. 11. 1943.
Beerdigung am Montag, den 29. 11. Vorm. ¾ 9 Uhr vom Hause aus in Hunderdorf.
Quelle: Straubinger Tagblatt 27./28.11.1943

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