1980# 11

Ingrid Hentschirsch wiedergewählt
Xaver Groß stellvertretender Vorsitzender des Kindergartenbeirates — Martinsfeier besprochen
Hunderdorf.
Im Saal des katholischen Pfarrheims fand kürzlich die Wahl des Kindergartenbeirates für das Jahr 1980/81 statt. Dabei wurde Ingrid Hentschirsch, in ihrem Amt bestätigt.
Als Gäste wurden von der bisherigen Vorsitzenden Ingrid Hentschirsch besonders Pfarrer Reitinger, Kindergartenleiterin Roswitha Häringer und Theresia Schroll sowie zahlreiche Eltern begüßt. Eingangs erläuterte die Vorsitzende anhand der vom Landratsamt Straubing-Bogen ausgegebenen Informationsschrift für Kindergartenbeiräte, welche nähere Bestimmungen des bayerischen Kindergartengesetzes zum Inhalt hat, die wesentlichen Aufgaben, Pflichten und Rechte der Beiratsmitglieder. Sie sollten in ihrer Funktion als Bindeglied zwischen Eltern, Kindergartenträger und Erzieherinnen wirken.
Nach einem Rückblick auf das abgelaufene Kindergartenjahr gab Pfarrer Reitinger einen Bericht über den Kindergartenhaushalt. Bei dieser Gelegenheit konnte er auch gleichzeitig über den Kindergartenneubau Aufschluß geben. Hierzu war besonders zu bemerken, daß die politische Gemeinde Bauherr und Träger des neuen Kindergartens sein werde. Für eine Übergangszeit könne das Pfarrheim selbstverständlich als Unterkunft für die Kindergartenkinder benutzt werden. Der Geistliche gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Zusammenarbeit zwischen Trägerschaft, Kindergartenleitung und Kindergartenbeirat stets sehr harmonisch verlaufen sei. Auch die bisherige Vorsitzende dankte für das gute Zusammenwirken, insbesondere den scheidenden Beiräten Angela Söldner und Heidi Winklmeier.
Bei der anschließenden Neuwahl wurden folgende Personen zu Beiräten gewählt: Ingrid Hentschirsch, Hunderdorf; Xaver Groß, Hofdorf; Christine Böhm, Neukirchen. Ersatzbeiräte: Hermine Axinger, Hunderdorf; Anna Kraus, Schafberg; Hermine Obermeier, Au vorm Wald.
Bei der ersten Beiratssitzung wurde die bisherige Vorsitzende bestätigt, während Xaver Groß zum Stellvertreter gewählt wurde. Der neugewählte Beirat wird während der einjährigen Amtszeit in Zusammenarbeit mit der Führung des Kindergartens um ein entsprechendes Bildungsangebot für Eltern bemüht sein. Bei den Elternabenden sind Vorträge über Erziehungsfragen geplant. Auch einige unterhaltsame Veranstaltungen werden über die Bühne gehen. Die Erzieherinnen sind zur Zeit insbesondere mit den Vorbereitungen zur Durchführung des St. Martins-Festes am 11. November beschäftigt. Um 17 Uhr treffen sich die Kindergartenkinder mit Angehörigen sowie auch die Grundschüler in der Pfarrkirche zu einem einleitenden Lichtbildervortrag über den Heiligen des Tages. Anschließend findet ein Laternenzug durch das Dorf statt. Auch „St. Martin“ wird hoch zu Roß das Martinsbrot verteilen, und die Kleinen geben der Martinsfeier im Pfarrheim mit Lied und Spiel eine besondere Note.
Während der Stimmenauszählung nahm die Kindergartenleiterin, Roswitha Häringer, die Gelegenheit wahr, den Eltern in einer kurzen Vorschau über Pläne und Vorhaben im kommenden Kindergartenjahr Mitteilung zu machen. Hauptthema waren die Vorschulmappen, in die bereits im Frühjahr bei einem Elternabend Einsicht genommen werden kann.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.11.1980


Junge Union zu Gast im Landtag
Mitglieder des JU-Kreisverbandes sprachen in München mit den Heimat-Abgeordneten
Straubing-Bogen. Der Kreisverband der Jungen Union Straubing-Bogen unternahm in dieser Woche eine Informationsfahrt zum Bayerischen Landtag. Die 35 Fahrtteilnehmer besichtigten am Vormittag die Verkehrsleitzentrale des Polizeipräsidiums München. Am Nachmittag erfolgte ein Informationsgespräch mit Staatsminister Alfred Dick und den Landtagsabgeordneten Ida Krinner und Erwin Huber. Neben einem ausführlichen Bericht über die Gliederung und Arbeit des Landtages bestand die Möglichkeit, spezielle Probleme im Landkreis Straubing-Bogen anzusprechen. Kreisvorsitzender Alfred Reisinger betonte in der Gesprächsrunde,

Die Teilnehmer an der Landtagsfahrt des JU-Kreisverbandes Straubing-Bogen im Staatsminister Alfred Dick und Landtagsabgeordneter Ida Krinner.

daß im Landtag mit den jetzigen Abgeordneten gute und engagierte Vertreter den Heimatbereich vertreten. Anschließend nahmen die CSU-Junioren an einer Plenarsitzung des Landtages teil.
Am Vormittag erläuterte der Leiter des Polizeipräsidiums Fuchs, den Ablauf der Verkehrsüberwachung in München. Mit Hilfe von Bildschirmen können verschiedene markante Punkte überwacht werden. Bewegliche Kameras, die von der Zentrale gesteuert werden, sorgen für eine reibungslose Überwachung des Verkehrs. 909 Kreuzungen in München seien mit Lichtzeichenanlagen ausgestattet. Eine Störung würde sofort in der Verkehrsleitzentrale angezeigt. Fuchs erläuterte die Einsatzleitung bei einem größeren Staatsbesuch sowie beim kommenden Papstbesuch. Ein Dauergrün der Ampeln sorge dann für eine reibungslose und schnelle Durchfahrt durch München.
Nach dem Mittagessen im Polizeipräsidium bestand die Gelegenheit zu einem Einkaufsbummel. Im Landtag fand dann zuerst ein Gespräch mit den Heimatabgeordneten, Staatsminister Alfred Dick, Ida Krinner und Erwin Huber, statt. Dick lobte das Interesse der Jungen Union an der Arbeit des Landtages. Er gab einen ausführlichen Überblick über die Gliederung des Parlaments und erläuterte die einzelnen Institutionen, wie Ältestenrat, Ausschüsse und Senat. Ida Krinner sprach vor allem über die Möglichkeit der Frauen im Parlament. Derzeit sei die Zahl von 15 Frauen im Landtag aufgrund der vielen anstehenden Probleme, bei deren Mitwirkung Frauen notwendig seien, zu wenig.
Der Bezirksvorsitzende der Jungen Union in Niederbayern, MdL Erwin Huber, sagte, daß der Großteil der Arbeit im Landtag in den Ausschüssen bewältigt und erledigt wird. Er nahm Stellung zu den geplanten Betriebsschließungen von Grundig in Landau und Ascha, zu denen er eine mündliche Anfrage im Plenum einbrachte. Weiter gab er einen Überblick über die Arbeit der CSU-Fraktion in den nächsten beiden Jahren.
Kreisvorsitzender Alfred Reisinger dankte im Namen der Fahrtteilnehmer für die freundliche Aufnahme und Betreuung im Landtag. Dabei betonte er, daß unser Bereich im Bayerischen Landtag in den jetzigen Abgeordneten gute und engagierte Vertreter besitze. Zum Abschluß hatte man Gelegenheit, an einer Plenarsitzung teilzunehmen. Nach einer kräftigen Brotzeit im Hofbräuhaus trat man wieder die Heimreise an.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.11.1980


Josef Merklein zum Rektor ernannt
Schulamtsdirektor Josef Remiger überreichte die Ernennungsurkunde
Bogen. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1980 wurde der Leiter der Hauptschule Bogen, Josef Merklein, zum Rektor ernannt. Schulamtsdirektor Josef Remiger sprach herzliche Glückwünsche aus und überreichte die Ernennungsurkunde.
Rektor Merklein ist ein geborener Bamberger. Nach verschiedenen Einsatzorten an damals ein- und zweiklassigen Schulen in

Rektor Josef Merklein

Oberfranken war er von 1953 bis 1965 in Hunderdorf als Lehrer tätig. 1965 wurde er an die Volksschule nach Bogen versetzt. Mit der Leitung der neu gegründeten Hauptschule wurde er von der Regierung von Niederbayern im Dezember 1975 beauftragt. Die Volksschule war mit Beginn des Schuljahres 1975/76 in eine Grund- und Hauptschule getrennt worden.
Merklein hatte eine weitreichende Aufgabe vor sich, denn er stand vor umfangreichen verwaltungstechnischen Planungen, die die Organisation der neuen Hauptschule betrafen. Mit viel Energie und Einsatz meisterte er die vielfältigen und schwierigen Arbeiten. Es erfolgte am 1. Juli 1977 die Ernennung zum Hauptlehrer und nach drei beförderungsrechtlich vorgeschriebenen Wartejahren Ende Oktober die Beförderung zum Rektor.
Konrektorin Dorothea Wolf gratulierte im Namen des Kollegiums und zugleich stellvertretend für den Personalratsvorsitzenden Alois Bernkopf und wünschte Erfolg, weiterhin Freude an der Schularbeit und Gottes Segen für die nächsten Dienstjahre.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.11.1980


November – Allerseelen – Totenmonat
Er hat viele Namen. Die Germanen nannten ihn Nebelung, die

Totenbretier im Raum um Weizeksberg

Angelsachsen Blutmonat. Der November ist ein stiller Monat, alles hüllt sich in Schweigen. Unsere “Altvorderen” im Bayer. Walde stellten die Webstühle auf, die Knechte banden die Rutenbesen und flickten die Futterkörbe. Die besinnlichen Tage des Jahres haben begonnen.
Vorher schon gibt es Arbeit im Friedhof. Die Gräber werden gerichtet, die Inschrift erneuert und die schmiedeeisernen Kreuze, in manchen Gegenden gibt es sie noch, werden neu gestrichen. Die Natur legt sich zum Sterben nieder. Die bunte Pracht der Laubbäume fällt zu Boden und ist dem Tod geweiht. Frühnebel verdecken den Himmel und verwehren der Sonne den Weg zur Erde. Auch die Menschen befallt eine bestimmte Trauer, man denkt an die lieben Verstorbenen, die vor Zeiten diese Welt

Totenbretier an einem Feldkreuz

und ihre Angehörigen verlassen haben. Sie haben sich in eine neue Welt begehen, wo es keinen Haß und Neid gibt, wo man nicht mehr ruhelos vergänglichen Schätzen nachjagt. Was blieb von ihnen noch übrig? Gute, vielleicht auch weniger gute Erinnerungen, eine Grabinschrift und vielleicht ein Totenbrett, das an einer Kapelle, bei einem Wegkreuz oder an einem Stadel lehnt. Totenbretter und Fegfeuer währen gleich lang, heißt es heim Volke im Bayer. Wald. Diese ehrwürdigen Gedenkzeichen sind ein Stück echten und frommen Glaubens unter dem Waldlervolk.
Früher, als es noch keine Leichenhäuser gab, blieb der Tote bis zur Beerdigung im Hause. Einst soll das Totenbrett aus dem Laden geschnitten worden sein, der, über zwei Schragen gelegt, die letzte Ruhestatt des Verstorbenen war. Nach der Beerdigung wurde das Brett gehobelt, zugeschnitten und angestrichen. Mit großer Mühe wurde dann die Inschrift aufgepinselt. Wo heute die Totenhretter aufgestellt werden, sind es nicht mehr die Bretter, auf denen die Leiche aufgebahrt lag, sondern sie dienen nur mehr als Denkmal. Je nach Gegend unterscheiden sich die Totenbretter in Form und Farbe. Von der

‚Der Briedhof in Kostenz

schlichten Gestalt eines langgezogenen Trapez über barocke Baßgeigenformen bis zu neugotischem Zinnenzierrat finden wir die verschiedensten Formen verwirklicht. Meist sind sie weiß und schwarz gestrichen, es gibt aber auch blaue, grüne, rote und gelbe. Diese bunte Bemalung sollte in manchen Gegenden anzeigen, ob ein Lediger, Verheirateter oder Verwitweter das Zeitliche segnete. In der Gegend um Wetzelsberg findet man mit Bildern kunstvoll bemalte Bretter mit christlichen Motiven.
Nach altem Glauben muß der Tote so lange im Fegfeuer seine Sünden büßen, bis das Totenbrett verfault und vermodert ist. Das Aufstellen der Totenbretter ist ein alter Brauch, den wir auch weiterhin pflegen sollten. Es wäre doch jammerschade, wenn diese innige und altehrwürdige Form der Totenverehrung in unserem Raum aussterben würde.
Neben den wichtigen Lebensdaten wurden früher die Totenbretter mit traurigen und ehrfurchtsvollen Versen versehen, wobei oft etwas unfreiwilliger Humor herauszuhören war.

Dieses Kreuz ist aufgericht”
Zu Ehren des Herrn Jesu Christ
der für uns gekreuzigt ist.
Von den Bauern dieser Gemeinde.

Hier ruht Josef Matt,
der sich zu Tod gesoffen hat,
Herr gib ihm die ewige Ruh’
und ein Gläsle Schnaps dazu.

Hier liegt unter allerhand
auch Peter Violand,
er war im Leben welcher
im bürgerlichen Leben Selcher.
Er lebte in Furcht und Zucht
und starb an der Wassersucht.

Hier liegt begraben unser Organist,
warum? weil er gestorben ist.
Er lobte Gott zu allen Stunden.
Der Stein ist oben, er liegt unten.

Hier liegt Martin Krug,
der Kinder, Weib und Orgel schlug.

Wie zieht es den Menschen so sehr in den Friedhof, wie an Allerseelen. Von weit her kommen Familienmitglieder an die Gräber der Verstorbenen. Lichter brennen für die Toten und murmelnd werden Gebete verrichtet. Früher lag der Friedhof bei der Kirche, heute wird der Gottesacker außerhalb der Ortschaften angelegt. Auch die Gräber unterscheiden sich mehr von denen, die unsere Vorfahren angelegt haben. Den Grabhügel schmückte ein hölzernes oder schmiedeeisernes Kreuz, Efeu bedeckte die Grabstätte. Heute sind die Gräber mit ihren aus teurem Granit errichteten Grabsteinen ein Zeichen des Wohlstandes. Man scheut keine Kosten um zu beweisen, daß man den Verstorbenen diesen letzten Dienst schuldig ist. Wie anders präsentieren sich die Friedhöfe in Kostenz und Rettenhach. Unter den Schatten von Fichten und Tannen entdecken wir rauhe Granitmale und schlichte Steinkreuze, die noch Bescheidenheit ausstrahlen. Hier fehlt der Wirrwarr von sich übertreffenden Formen und Baustoffen. Arme und Reiche kennt man hier nicht, man hat das Gefühl, unter Gleichen zu sein. So ein Friedhof strahlt Wärme und Geborgenheit aus, man wandelt wie in einem Park, in dem man länger verweilen und bleiben möchte.
Durch Werbung, Aufklärung und Erziehung, sicher aber durch langjährige Kleinarbeit muß der Jugend das rechte Gespür für Echt und Falsch, für Wahrhaftigkeit und eitlen Schein wieder erweckt werden. Hier sollte sich keiner zu gut halten, zu lehren und selber zu lernen.
K. Klar
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Heimatbuch für Neukirchen
Gedanken über die Heimatforschung
Neukirchen. Die Darstellung der Vergangenheit und der Landschaft ist ein echtes Bedürfnis der Bevölkerung. An vielen Orten unsrer näheren Heimat haben sich Personen um die Erforschung geschichtlicher Vorgänge bemüht und ihre Ergebnisse in Form von Chroniken und Heimatbüchern niedergeschrieben, um diese auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Der Gemeinderat von Neukirchen hat in einer seiner letzten Sitzungen der Herausgabe eines Heimatbuches zugestimmt. Viele Feriengäste haben immer wieder nach solch einer Schrift angefragt.
Die Herausgabe eines Neukirchner Heimatbuches wird noch dadurch erleichtert, als in diesem Raum Menschen gelebt haben, die sich um die Erforschung der Heimat bemühten. Ein großes Verdienst hat sich in dieser Hinsicht Pfarrer Peter Poiger erworben. Vor 70 Jahren, am 10. Februar 1910, wurde der in Rattiszell geborene Geistliche nach Neukirchen berufen, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1934 lebte und wirkte. In den 24 Jahren seines Wirkens in Neukirchen war er nicht nur treusorgender Hirte der Pfarrkinder, er hat darüber hinaus regen Anteil am gesellschaftlichen und kulturellen Leben des Ortes genommen. Während seiner Dienstzeit entstand 1912/13 der neue Pfarrhof. Das alte Pfarrhaus verkaufte er an Joseph Amann für 7100 Mark.
Mit großem Eifer ging er an die geschichtliche Erforschung des Gebietes um Neukirchen. Heute sind wir im Besitz unzähliger Beiträge über die Geschichte der Orte Haggn, Pürgl, Sparr und Neukirchen. Seine handgeschriebene Sammlung von Daten aus der Vergangenheit sind von unschätzbarem Wert und bilden die Grundlage für die Erstellung eines Heimatbuches. Von großer Bedeutung ist es auch, daß Pfarrer Poiger ein passionierter Fotograf war, so daß uns auch eine Reihe alter Bilder aus der Zeit um den Ersten Weltkrieg: erhalten sind. Den Ort Neukirchen, Trachten, Schulklassen, Theaterspieler, Geistliche und Landschaften fing er mit seiner Kamera ein und hinterließ so der Nachwelt Bilder von großem Wert.‘
In vielen Briefen an Archive und Museen suchte er Vergangenes zu erforschen und gab selbst Artikel heraus, die in verschiedenen Zeitschriften abgedruckt wurden. Für das im Jahre 1929 erschienene Buch „Kunstdenkmäler Bayerns — Bezirksamt Bogen” lieferte er die Beiträge über Neukirchen, Haggn und Pürgl.
Durch seine heimatgeschichtliche Sammlung war es mir möglich, in den Jahren 1951 – 61 die Heimatforschung fortzusetzen und so die Grundlage für das Heimatbuch zu schaffen.
Wenn auch der Stoff für dieses Buch im wesentlichen als Konzept vorliegt, bin ich doch noch auf die Unterstützung der Bevölkerung von Neukirchen, Haggn, Pürgl und Obermühlbach angewiesen. Sicher liegen in den Schubläden älterer Leute Bilder, Bücher oder Zeitungsausschnitte aus vergangenen Tagen, die uns beim Erstellen des Heimatbuches wertvolle Dienste leisten könnten. Selbstverständlich wollen wir diese unversehrt an die Besitzer zurückgeben. Meine Bitte: Bringt alles, was für ein Heimatbuch dienlich sein könnte in die Gemeinde von Neukirchen, wo es gut aufbewahrt wird, und wo es später von den Besitzern abgeholt werden kann. Helft alle mit, auch für den Raum um Neukirchen ein schönes Heimatbuch zu erstellen, Für jede Unterstützung sage ich jetzt schon meinen herzlichsten Dank.
K. Klar
Das Foto zeigt Pfarrer Poiger (links) und Pfarrer Franz Xaver Feldmeier von Plenthof, der Geistlicher in den USA war.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Inserieren auch im Mitteilungsblatt
Bei Aufnahme des Druckes und des Vertriebes dieses Informationsblattes durch den Verlag wurde eine entsprechende Kalkulation mit Anzeigenaufträgen der örtlichen Geschäftswelt und mit privaten Anzeigen zugrunde gelegt. Leider hat der Anzeigensektor bisher nicht die erhoffte Resonanz gefunden.
Um die kostengünstige Herausgabe des Mitteilungsblattes auch künftig zu sichern, bittet die Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf, von der Anzeigenwerbung im Mitteilungsblatt verstärkt Gebrauch zu machen. Bitte unterstützen Sie uns durch entsprechende Werbungen.
Das Mitteilungsblatt bietet nicht nur den örtlichen Geschäften und Betrieben die Möglichkeit, zu inserieren, sondern auch Familienanzeigen jeglicher Art sind möglich, wie z.B. Geburtsanzeige eines Kindes, Verlobung, Vermählung, Danksagungen usw.
Gerade die Weihnachtszeit bietet sicher für die Firmen eine günstige Gelegenheit, sich mit-einer Annonce zu beteiligen. Wir würden uns freuen; wenn die Geschäfte ihre Weihnachts- und Neujahrsgrüße auch in unserem Blatt übermitteln würden.
Musterkataloge für Familienanzeigen und Weihnachtsglückwünsche einschl. Preislisten haben die örtlichen Zusteller, die auch die Inserataufträge entgegennehmen. Auch die Verwaltungsgemeinschaft gibt Auskunft über die verschiedenen Inseratmöglichkeiten, Preise usw. und nimmt Aufträge an.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Lohnsteuerkarten 1981 sind ausgestellt
Die durch die AKDB ausgedruckten Lohnsteuerkarten für das Jahr 1981 sind nunmehr für die Mitgliedsgemeinden Hunderdorf, Neukirchen und Windberg eingegangen. Die Lohnsteuerkarten können ab sofort im Verwaltungsamt Hunderdorf, Kirchgasse 8 abgeholt werden.
Bei Erhalt der Lohnsteuerkarte bitten wir, die entsprechenden Eintragungen auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Eingereichte Bauanträge
Bei der VG Hunderdorf eingereichte Bauanträge, mit deren Veröffentlichung die Antragsteller einverstanden sind:
Dorfner Josef, Breitfeld, Hunderdorf: Neubau eines Holzschuppens über der bestehenden Garage
Hieninger Johann, Bahnhofstr., Hunderdorf: Neubau eines Zweifamilienwohnhauses
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Bevölkerungsstand der Gemeinden nach dem Stand vom 30.6.1980
Nachstehend werden die fortgeschriebenen Einwohnerzahlen des Landkreises Straubing-Bogen vom 30.6.1980 bekanntgegeben:
Bevölkerungsstand vom 30.6.1980
Gemeinde – Einwohner
Aholfing – 1087, Alterhofen – 2488; Ascha – 988, Atting – 1059,
Bogen, St. – 8933, Falkenfels – 701, Feldkirchen – 1877, Geiselhöring, St. -5432, Haibach – 1988, Haselbach – 1153, Hunderdorf – 2875, Kirchroth – 3134, Konzell – 1633, Laberweinting – 3152, Leibfing – 3330, Loitzendorf – 571, Mallersdorf-Pfaffenberg, M. – 5740, Mariaposching – 1191, Mitterfels, M. – 2090, Neukirchen – 1461, Niederwinkling – 1670, Oberschneiding – 2368, Parkstetten – 1945, Perasdorf – 591, Perkam – 1058, Rain – 1460, Rattenberg – 1574, Rattiszell – 1260, Salching – 1584, Sankt Englmar – 1343, Scharzach, M,- 2139, Stallwang- 1270, Steinach- 1863, Straßkirchen- 3556, Wiesenfelden – 2924, Windberg – 796.
Kreissumme – 78 284
Gegenüber dem Bevölkerungsstand vom 31.12.1979 ist eine Mehrung von 134 Einwohnern eingetreten.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Niederschrift über die Erörterung i.S. Flurbereinigung Hunderdorf am 9.9.1980 in Hunderdorf
Nach der Einführung in die Problematik des Flurbereinigungsverfahrens Hunderdorf durch den Verhandlungsleiter Zitzelsberger gaben die anwesenden Behördenvertreter folgende: Stellungnahmen ab:
Wasserwirtschaftsamt:
Das Querprofil des Bogenbaches läßt maximal eine Durchflußmenge von 8 m³/sek. zu. Das einjährige Hochwasser bringt eine Wassermenge von 23 m³/sek. Daraus resultieren zur Zeit acht bis neun Hochwässer pro Jahr mit Ausuferung und Überschwemmung weiter landwirtschaftlicher Nutzflächen. Ca. 10 Anwesen sind hochwassergefährdet. Die vorhandenen Brücken der St 2139 und SR 49 sind ausreichend dimensioniert, um die anfallenden Wassermengen ohne Beeinträchtigung abfließen zu lassen.
Ein Grund für die Häufigkeit der Hochwässer ist im wesentlichen die mangelnde Unterhaltung des Baches, und die daraus folgenden Verwachsungen im Bachprofil. Die teilweise vorhandene Aufsattelung des Baches begünstigt hierbei weiträumige Überflutungen.
Das Ziel der wasserwirtschaftlichen Maßnahmen am Bogenbach sollte nach Auskunft der Landwirte eine Reduzierung des Hochwassers auf zwei- bis dreimal im Jahr sein. Dies ist mit einer reinen Räumung des Baches nicht erreichbar. Es muß in diesem Zusammenhang auch darauf hingewiesen werden, daß die Anzahl der Hochwässer pro Jahr bei einem Minimalausbau nicht vorhersehbar ist.
Denkbare Maßnahmen zur Sanierung des Bogenbaches in bestimmten Teilbereichen wären:
1. Hochwasserfreilegung von Siedlungsflächen.
Diese Maßnahme müßte auf das hundertjährige Hochwasser ausgelegt werden, und würde eine Absenkung der Bachsohle und eine Verdeichung erfordern.
2. Bachausbau infolge von Maßnahmen anderer Unternehmensträger (z. B. Einengung des Hochwasserbettes durch die Ortsumgehung (St. 2139) Hunderdorf).
3. Vorflutbeschaffung für Dränagen.
Zur Sanierung großer Flächen vernäßter Wiesen müßten kurze Strecken im Einlaufbereich der Sammler zumindest verstärkt geräumt, vielleicht sogar ausgebaut werden.
4. Räumung und Unterhaltung
Bei diesen Maßnahmen müßten Kurven abgeflacht, hemmender Bewuchs beseitigt und Uferabrisse gepflastert werden.
5. Ablösung von Triebswerkrechten bei 2 Mühlen im Verfahrensgebiet.
Bei sämtlichen Maßnahmen ist darauf zu achten; daß der Bach naturnah erhalten bzw. gestaltet wird.
Gemeinde Hunderdorf:
Die naturnahe Gestaltung des Baches wird auch von der Gemeinde und den Bauern gewünscht. Der Versuch der Gemeinde, den Bach einheitlich zu räumen, ist vor Jahren gescheitert. Die daraufhin geforderte Einzelräumung wurde von den Bachanliegern nicht durchgeführt. Trotzdem ist der augenblickliche Zustand für die Landwirtschaft nicht zumutbar, da auch Nichtanlieger von den Überschwemmungen betroffen werden.
Das nördlich Hunderdorf gelegene Triebswerksrecht wird sich voraussichtlich nicht ablösen lassen, da der Eigentümer die Mühle als Erwerb betreibt. Gewisse Aussichten bestehen eventuell für das Triebswerksrecht zwischen Hunderdorf und Apoig, etwa 100 m nördlich der Kreisstraßenbrücke.
Landratsamt:
Ein erforderlicher Eingriff sollte unter Berücksichtigung der Bedeutung des Tales für den Wasserhaushalt behutsam durchgeführt werden, um die Schönheit des Tales zu erhalten. Gegen eine Räumung des Baches ist nichts einzuwenden, jedoch wäre vorher noch das Verhältnis Veränderungen am Bach einerseits und Wirksamkeit der Maßnahme andererseits zu untersuchen.
Fachberater für Fischerei:
Es wird darauf hingewiesen, daß die Fischereirechte grundstücksgleiche Rechte sind und ihre Beeinträchtigung soweit wie möglich zu vermeiden ist. Gegen eine Räumung des Baches bestehen keine Einwendungen.
Amt für Landwirtschaft:
Im Bereich Hunderdorf ist der Grundbedarf für verschiedene Maßnahmen anderer Träger sehr hoch (Autobahn, Ortsumgehung, Bundeswehrübungsplatz). Es sollte daher eine Verbesserung der verbleibenden Flächen zur Erhaltung der Landwirtschaft und damit der allgemeinen Bevölkerung in diesem Gebiet angestrebt werden.
Regierung von Niederbayern – Sachgebiet Wasserbau-:
Es wird darauf hingewiesen, daß in bachnahen Lagen keine zusätzlichen Ackerflächen durch die Räumung entstehen, da keine vollständige Hochwasserfreilegung durch die Räumung erreichbar ist. Eine Räumung des Baches ist nur dann sinnvoll, wenn gleichzeitig begleitende Maßnahmen wie Rückführungsgräben usw. durchgeführt werden. Es sollte die Möglichkeit eines Rückhaltebeckens im Oberlauf des Bogenbaches untersucht werden, da dies nicht nur für Hunderdorf, sondern auch für die anderen anliegenden Gemarkungen von Vorteil wäre.
Bayer. Bauernverband:
Die Errichtung eines Hochwasserrückhaltebeckens im Oberlauf bedeutet wegen des sehr umfangreichen Landbedarfes innerhalb eines engbegrenzten Gebietes nur eine Verschiebung der Probleme. Es sollte lieber angestrebt werden durch Bachräumung oder Bachausbau eine einjährige Hochwasserfreilegung anzustreben. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß diese Maßnahme auch im Unterlauf weitergeführt werden sollte, da es sonst dort zu einer Hochwasserverstärkung käme.
Regierung von Niederbayern -Höhere Naturschutzbehärde-:
Eine große Lösung, wie der Ausbau des Bogenbaches über die gesamte Strecke, ist nicht möglich, da hierdurch zu stark in den natürlichen und ökologischen Bestand eingegriffen würde.
Bezirksfischereiverein:
Eine Räumung des Bogenbaches ist offensichtlich erforderlich und es bestehen dagegen keine Einwände. Bedenken müssen jedoch für einen etwaigen Ausbau angemeldet werden.
Bei einer anschließend an die Besprechung durchgeführten Ortseinsicht wurden folgende Feststellungen getroffen:
Standort 1 (südliche Windwiesen):
Es werden keine Einwände gegen eine Hochwasserfreilegung einzelner bebauter Grundstücke trotz des notwendigen Eingriffe in den Baumbestand erhoben. Auch Uferbefestigungen im Bereich von Abrissen werden akzeptiert.
Standort 2 (nördliche Straßenbrücke Hunderdorf):
Gegen den Vollausbau des Bogenbaches zur Hochwasserfreilegung bebauter Ortsteile wurden allgemein keine Einwände erhoben.
Standort 3 (Straßenbrücke bei Apoig):
Ein Vollausbau infolge der geplanten Umgehungsstraße von Hunderdorf und der damit verbundenen Einengung des Hochwasserbettes ist unbedingt notwendig. Die Eindeichung des Westufers wird eventuell erforderlich. Der Bauentwurf ist im Einvernehmen mit dem Straßenbauamt Deggendorf zu erstellen. Zur besseren Bachbettgestaltung sollte, falls möglich, das Triebswerksrecht der bestehenden Mühle abgelöst werden. Die Mühle mit ihrem Holzrad könnte auch dann noch als Fremdenverkehrsattraktion erhalten werden,,
Standort 4 (Auwiesen südlich Hofdorf):
Seitens der höheren Naturschutzbehörde werden keine grundsätzlichen Aussagen zum Durchstich von Schleifen gemacht, da diese weitgehend erhalten werden sollen. Zum Standort speziell müßten Abhilfevorschläge vorliegen, um eine Festlegung zu erreichen. Ein Gewässerpflegeplan für das Gesamtgebiet Hunderdorf wird gefordert, es wurde jedoch darauf hingewiesen, daß dieser nicht im Bereich der Planung durch die TG liegt.
Als Ergebnis des Termins läßt sich zusammenfassen, daß durch das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf ein Vorprojekt zur Maßnahme Bogenbach mit begleitenden Maßnahmen erstellt wird, anhand dessen die Einzelprobleme in der Natur nochmals behandelt werden können. Erst dann ist mit einer klaren Stellungnahme der einzelnen Behörden zu rechnen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Bei der Gemeinde Hunderdorf gemeldete Veranstaltungen
22.11. u. 23.11.1980, Stammtisch Lintach-Hunderdorf,
29.11. u. 30.11.1980: Theateraufführung “Der scheinheilige Florian“ im Gasthaus Berger-Höfelsauer
6.12.1980: Sportverein Hunderdorf: Christbaumversteigerung um 14.00 Uhr Nikolausfeier für Kinder des Skiclubs in der Skihütte
7.12.1980: Bayerwaldverein: Weihnachtsfeier bei Sandbiller
12.12.1980: Bayerwaldverein: Christbaumversteigerung bei Sandbiller
13.12.1980: Sportverein Hunderdorf: Weihnachtsfeier der Fußballjugend
14.12.1980: Trachtenverein; Adventfeier bei Sandbiller
20.12.1980: Sportverein Hunderdorf: Weihnachtsfeier
21.12.1980: Trachtenverein: Christbaumversteigerung bei Sandbiller
31.12.1980: Trachtenverein: Silvesterfeier bei Baier-Edbauer
31.12.1980: Sportverein Hunderdorf: Silvesterfeier des Tennis-Clubs
3. 1.1981: . Bayerwaldverein: Interner Ball bei Sandbiller
17. 1.1981: Bayerwaldverein: Ball bei Berger-Höfelsauer
31. 1.1981: JU/CSU: Ball bei Berger-Höfelsauer
7. 2.1981: Trachtenverein: interner Ball bei Baier-Edbauer
7. 2.1981: Sportverein Hunderdorf: Tennis-Ball bei Sandbiller
14. 2.1981: Sportverein Hunderdorf: Faschingsfeier
21. 2.1981: Bayerwaldverein: Kappenabend bei Weinzierl
29. 2.1981: Faschingsball des Trachtenvereines bei Sandbiller
8. 3.1981: Trachtenverein: Gauversammlung der Trachtenvereine bei Sandbiller
14. 3.1981: Trachtenverein: Generalversammlung bei Sandbiller
Die Vereine werden gebeten, ihre geplanten Veranstaltungen rechtzeitig zu melden, um Überschneidungen zu verhindern.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Fernwasser ohne Beanstandungen
Nach mehreren noch notwendigen Untersuchungen des Fernwassers bei der gemeindlichen Wasserversorgungsmaßnahme Meidendorf-Irensfelden hat sich ergeben, daß das Fernwasser einwandfrei ist. Nachdem der bakteriologische Befund ein einwandfreies Ergebnis brachte, hat auch die mikrobiologische Untersuchung ein einwandfreies Ergebnis erbracht.
Es konnte so das Wasser zum Anschluß an die Hausleitungen freigegeben werden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Bürgerversammlung am 14.11.1980
Die diesjährige Bürgerversammlung der Gemeinde Windberg findet am Freitag, dem 14. November 1980, 19.00 Uhr im Gasthaus Mühlbauer in Windberg statt. Dabei wird Bürgermeister Kleikamp über das Gemeindegeschehen berichten.
Auch Landrat Ingo Weiß wird hierbei anwesend sein.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Evang.-Luth. Kirchengemeinde
Vorankündigung: Am 1. Advent fährt der Jugendtreff nach Rummelsberg.
Bei dieser Begegnung mit der Rummelsberger Gemeinde stehen besonders das geistliche Leben der Brüdergemeinde im Mittelpunkt. Breiten Raum nimmt aber auch die Information über soziale Berufe ein, die in den Einrichtungen der Rummelsberger Anstalten erlernt werden können.
Jugendliche beiderlei Geschlechts finden ideale Ausbildungsmöglichkeit, sowohl in erzieherischen als auch in medizinischen und pflegerischen Berufen. In der Regel beginnt solch eine Ausbildung mit dem Ableisten eines Diakonischen Jahres. In dieser Zeit soll der junge Mensch sich selbst prüfen, ob er überhaupt für diese Berufe sich geeignet erscheint und in welche Richtung er gehen möchte. Das Mindestalter sind sechzehn Jahre.
Besonderes Augenmerk wird beim Besuch Rummelsbergs auch auf die Ausbildung der Diakone gerichtet. Aus diesem Grunde wird auch der Brüderpfarrer an einem Abend den jungen Leuten im Gespräch zur Verfügung stehen.
Die Ausbildung dauert insgesamt mindestens 5 Jahre und schließt mit dem 2. Diakonexamen ab. Auf diese Grundausbildung baut oft noch eine spezielle Ausbildung auf, die meist an einer Universität oder Fachoberschule absolviert wird.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Der neue Elternbeirat wurde gewählt
Vergangenes Wochenende lud Elternbeiratsvorsitzender Josef Breu von Hunderdorf die Klassenelternsprecher zur Wahl des neuen Elternbeirates für das Schuljahr 1980/81 ein. Zu Beginn begrüßte er die Klassenelternsprecher der 20 Klassen der Verbandsschule recht herzlich und den anwesenden Schulleiter R. A. Czerwenka.
Nach einem ausführlichen Tätigkeitsbericht über die Arbeit des Elternbeirates im vorigen Schuljahr machte Herr Breu die Anwesenden mit den Wahlvorschriften und mit dem Wahlvorgang bekannt. Nach Aufstellung eines Wahlvorschlages und Durchführung der Wahl konnten folgende Mitglieder des Elternbeirates ermittelt werden:
1. Breu Josef, Buchenstr. 3, 8441 Hunderdorf
2. Attenberger Josef, Untermühlbach, 8441 Obermühlbach
3. Lobmeier Hans,  1b, 8441 Neukirchen
4. Schedlbauer Karl, Grad, 8441 Neukirchen
5. Fronauer Max, Wegern 53, 8441 Steinburg
6. Schießl Theresia, Au v. Wald, 8441 Steinburg
7. Hiller Helga, Pfarrplatz 5, 8441 Windberg
8. Schwarzensteiner Cäcilia, Lohhof 116 a, 8441 Neukirchen
9. Gierl Alois, Riedfeldplatz 2, 8441 Windberg
Auf die Stellen der Ersatzleute rückten:
1. Hastreiter Sieglinde, Stetten 8, 8441 Hunderdorf
2. Spanfeldner Isolde, Riedfeld 6, 8441 Windberg
3. Söldner Franz, Sollach 7, 8441 Hunderdorf
4. Bering Hildegard, 39, 8441 Windberg
Anschließend erfolgte die Wahl des 1. Vorsitzenden. Der bisherige Vorsitzende, Herr Breu, konnte wieder die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen. Herr Attenberger von Untermühlbach wurde 2. Vorsitzender.
Abschließend bedankte sich der Vorsitzende des Elternbeirates für den erneuten Vertrauensbeweis. Herr Breu versicherte, daß er bemüht sein werde, auch in diesem Schuljahr die Aufgaben des Elternbeirates nach besten Kräften zu erfüllen. R. Czerwenka bedankte sich für die erfolgreiche und harmonische Zusammenarbeit zwischen den Vertretern der Erziehungsberechtigten und der Schulleitung.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Generalversammlung des VdK Hunderdorf
Der Ortsverband Hunderdorf des VdK (Verband der Kriegsbeschädigten, Sozialrentner und Behinderten) hält am Freitag, 7. November, um 15 Uhr im Gasthaus Sandbiller in Hunderdorf seine General- und Informationsversammlung, mit Neuwahl der Gesamtvorstandschaft, ab. Neben dem Verbands- und Kassenbericht, der Unterrichtung der Anwesenden über sozialpolitische Fragen, so z.B. im Rentenrecht und Schwerbehindertengesetz (Referent Kreisgeschäftsführer Oswald Maier, Straubing) und den üblichen Verbandsangelegenheiten wird auch die künftige Ortsvorstandschaft wieder für 4 Jahre gewählt.
Nach der allgemeinen Aussprache findet noch eine Verleihung von Treueabzeichen für langjährige Mitglieder statt.
Insbesondere wird bei der Versammlung auch die Erholungsfürsorge für berufstätige Beschädigte sowie der Hinterbliebenen nach Vollendung des 65. Lebensjahres angesprochen. Auch die wesentlichen Änderungen im Kfz-Steuergesetz und die unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Nahverkehr für besondere Schwerbehinderte wird im Referat aufgezeigt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Vortrag über Sozialversicherungen bei der JU
Bei der kürzlichen Mitgliederversammlung der Jungen Union im Gasthaus Sandbiller in Hunderdorf befaßte man sich mit dem Thema ‘Sozialversicherungen‘. Ortsvorsitzender Breu konnte dazu den stellvertretenden Kreisvorsitzenden JU Hermann Korber aus Aiterhofen begrüßen. Korber ging bei seinem Vortrag auf die geschichtliche Entwicklung und die verschiedenen Arten der Sozialversicherung ein. Mit Beispielen aus der Praxis wurden die Einzelheiten vertieft.
Korber schilderte die Situation der arbeitenden Bevölkerung im ausgehenden 19. Jahrhundert, das durch eine immer stärker werdende Industrialisierung geprägt gewesen sei. Der Lebensunterhalt einer Familie sei nur solange gesichert gewesen, solange die Erwachsenen einer Erwerbstätigkeit nachgehen konnten.
Fiel die Arbeitskraft durch Krankheit, Invalidität oder Tod aus, sei eine Familie in die bitterste Not geraten. Kinder seien zur Arbeit gezwungen worden, um nur den notwendigsten Unterhalt sicherzustellen. Um das bedrückende Elend der schuldlos in Not geratenen Familien zu lindern, habe man sich entschlossen, eine Risikoversicherung zu schaffen, die bei Krankheit den Lohnersatz zu übernehmen hatte. Nach und nach seien die Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen entstanden, die dann 1911 zur Reichsversicherungsordnung zusammengefaßt worden seien.
Um die große Not in den dreißiger Jahren zu beseitigen, sei 1927 noch die Arbeitslosenversicherung eingeführt worden.
Der Referent ging dann auf das Prinzip der Pflichtversicherung ein, erläuterte die Finanzierung der Versicherung aus den Beiträgen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber und durchleuchtete dabei auch die derzeit desolate finanzielle Lage der Sozialversicherungen. Die einzelnen Leistungen der Krankenversicherung wie Krankenhauspflege, Hauspflege, Lohnfortzahlung, Krankengeld, Mutterschaftshilfe, Mutterschaftsgeld, Sterbegeld usw. erklärend, bedauerte der Sprecher, daß die Inanspruchnahme der Früherkennungsmaßnahmen trotz massiver Werbung noch sehr gering sei. So könnten bei voller Inanspruchnahme der Kindervorsorgeuntersuchungen viele Krankheiten früh erkannt werden, die später nicht mehr geheilt oder nur durch sehr hohen Aufwand an Spezialbehandlungen gelindert werden können. Beim Thema „Unfallversicherung”, deren Beiträge im Gegensatz zu den anderen Versicherungen voll vom Arbeitgeber zu entrichten seien, war interessant, daß bei Wegeunfällen sogenannter “Fahrgemeinschaften“ Versicherungsschutz bestehe. Neben der Absicherung bei Arbeits- und Wegeunfällen habe sich dieser Versicherungszweig noch um die Unfallverhütung zu kümmern und werde bei Berufskrankheiten in Anspruch genommen. Mit praktischen Beispielen brachte Korber Licht in das Dickicht der bei der Rentenberechnung verwendeten Begriffe. Begriffe wie Ersatzzeiten, Ausfallzeiten, Anrechnungszeiten, flexibles Altersgeld, dynamische Rente usw. trügen nicht immer zum allgemeinen Verständnis dieser Versicherungen bei. Abschließend widmete sich der Referent noch der Arbeitslosenversicherung, die in nächster Zeit noch größere Schwierigkeiten auf sich zukommen sehe, da die Arbeitslosenzahlen wieder die Millionengrenze zu übersteigen drohen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Veranstaltungskalender des Ski-Clubs Hunderdorf
Ab sofort am Mittwoch Skigymnastik, 17.00 bis 19.00 Uhr, Schüler und Jugend, um 19.00 Uhr, Erwachsene.
Samstag, 8.11. um 19.30 Uhr Filmabend mit Modenschau bei Sandbiller
Samstag, 6.12. um 14.00 Uhr Nikolausfeier für die Kinder der SC-Mitglieder in der Ski-Hütte
Ab 30.11. ist die Ski-Hütte ab 10.00 Uhr geöffnet.
Ab Freitag, 2.1.1981 bis Mittwoch, 6.1.1981 ist ein Ski-Kurs geplant. Nähere Information bei der Firma Kaldonek.
Sportverein:
13.12. Weihnachtsfeier der Fußball-Jugend
20.12. Weihnachtsfeier des Sportvereins
31.12. Silvesterfeier des Tennis-Clubs
14.2.81 Sportlerball
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Sigmund Wölfl 2. Vorstand
Hunderdorf.
In der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Trachtenvereins Hunderdorf wurde Sigmund Wölfl zum 2. Vorstand gewählt.
Eingangs der Versammlung wurde für den verstorbenen bisherigen 2. Vereinsvorstand Gerd Klumbies eine Gedenkminute eingelegt und anschl. hatte Vorstand Ernst Sacher die Verdienste Gerd Kiumbies für den Heimat- u. Volkstrachtenverein gewürdigt.
2. Bürgermeister Egon Weinzierl stellte die positive Arbeit des Trachtenvereins in der Gemeinde heraus und betonte, daß dabei insbesondere auch der 2. Vorstand Gerd Klumbies maßgebenden Anteil durch seine Tätigkeit hatte.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 07.11.1980


Hans Kremer erfolgreichster Kegler
Hunderdorf. Am Wochenende richtete der Kegelclub Hunderdorf auf den Kegelbahnen im Cafe Weinzierl die sechste Ortsmeisterschaft im Kegeln aus, an der sich zahlreiche Mannschaften beteiligten. Bei der Siegerehrung am Sonntagabend übermittelte 2. Bürgermeister Weinzierl die Grüße von Bürgermeister Härtenberger und betonte, daß sich die Gemeinde freue, wenn ein reges Vereinsleben im Gemeindebereich stattfinde und dabei auch ein Kegelclub nicht fehle. Bürgermeister Egon

Unser Bild zeigt die Einzelsieger der Ortsmeisterschaft

Weinzierl und Kegelclub-Vorsitzender Erwin Nieder-meier nahmen anschließend die Siegerehrung vor und übergaben die zahlreichen Pokale wie folgt:
Damen: 1. Damen Thananger (285 Kegel), 2. Stammtisch Weinzierl (271), 3. Stammtisch Hofmarck (270), 4. Kegelclub Lanzinger, Au (267).
Herren: 1. Stammtisch Rutschn (303 Kegel), 2. Stammtisch Weinzierl (302), 3. Vorwärts Hofdorf (298), 4. Stammtisch Weinzierl I (296), 5. Fa. Wirth (296), 6. Stammtisch Rammersberg I (293), 7. EC Steinburg (290), 8. Junge Union Hunderdorf (289), 9. Steinburg Rutschn (289).
Damen-Einzelwertung: 1. Maria Niedermeier (84 Kegel), 2. Lola Kozian (77.), 3. Edigna Hainz (75).
Herren-Einzelwertung: 1. Hans Kremer (93 Kegel), 2. Martin Buhl (88), 3. Gerd Altmann (88).
Quelle: Bogener Zeitung, 11.11.1980


Mitgliederbeitrag neu geregelt
Ehrung der Schützenkönige im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Schützenvereins
Großlintach. Bei der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins „Zur gemütlichen Geselligkeit“ im Vereinslokal Schlecht in Großlintach stand die Ehrung der Schützenkönige im Mittelpunkt des Abends. Breiten Raum nahmen die Diskussion um die neue Beitragsgestaltung und die Planung kommender Veranstaltungen in Anspruch.
Vorsitzender Hans Altschäffl forderte die Schützen auf, in Zukunft

Von links nach rechts: 2. Vorsitzender Josef Altschäffl jun., Wurstkönigin Roswitha Treimer, Schützenkönig Ludwig Fellinger jun., Brezenkönig Siegi Attenberger und 1. Vorsitzender des Schützenvereins, Hans Altschäffl.

mehr auf den Zusammenhalt innerhalb des Vereins bedacht zu sein, die Schützenabende, die regelmäßig freitags — während der Faschingszeit mittwochs — stattfinden, öfter wie bisher zu besuchen und sich stärker am Schießgeschäft zu beteiligen. Eine weitere Bitte des Vorstands galt der Werbung neuer aktiver Mitglieder auch aus der jüngeren Generation. Vereinskassier Xaver Schlecht trug den Kassenbericht vor, der neben einigen erfolgreichen Einnahmeposten auch von größeren Ausgabeposten, wie den Ankauf von Schützenkleidung gekennzeichnet war. Um im nächsten Jahr die Einnahmesituation zu verbessern, beschloß die Versammlung nach einer heftigen Debatte, ab sofort neben einem allgemeinen Mitgliederbeitrag von 25 DM und dem vollen Versicherungsbeitrag von 12 DM pro Schießübung einen Unkostenbeitrag von 50 Pfennig zu verlangen.
An Veranstaltungen planen die Schützen am 29. November eine Christbaumversteigerung und für den 24. Januar nächsten Jahres einen Faschingsball, jeweils im Vereinslokal Schlecht.
Sportleiter Siegi Attenberger konnte von sportlichen Erfolgen der Mannschaften berichten. Wenn man nach Abschluß der Saison auch etwas schlechter als früher dastehe, so belege der Schützenverein „Zur gemütlichen Geselligkeit“ einen respektablen Platz. Er gab weiter bekannt, daß sich folgende Mitglieder für das goldene, silberne und bronzene Vereinsabzeichen qualifizierten: Attenberger Siegi, Altschäffl Josef jun., Stelzer Helmut, Rosi Treimer, Gabi Schröttinger, Anna Schlecht, Xaver Schlecht, Lore Attenberger und Ludwig Treimer.
Den Höhepunkt des Abends bildete die Ehrung des Schützenkönigs. Mit einem 73-Teiler konnte Ludwig Fellinger jun. die Glückwünsche des Vereins und die Schützenkette in Empfang nehmen. Die Würde des Wurstkönigs erkämpfte sich Roswitha Treimer mit einem 178-Teiler und zum Brezenkönig qualifizierte sich Siegi Attenberger mit einem 178-Teiler.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.11.1980


St. Martin teilte Brote aus
Hunderdorf.
Das Martinsfest ist auch heuer in Hunderdorf gefeiert worden. Im Kindergarten St. Josef bereitete das Kindergartenpersonal bereits seit längerer Zeit die Kinder auf diesen Tag vor. Ein einleitender Wortgottesdienst in der Pfarrkirche sollte anhand von Dias und durch das Erzählen der Legende um St. Martin, was Pfarrer Reitinger tat, die Kinder über diesen Heiligen unterrichten.
Im Anschluß daran zogen die Kindergärtnerinnen mit den Kindern, die ihre mit viel Mühe selbst gefertigten Laternen bei sich trugen, hinter dem hoch zu Roß sitzenden „Sankt Martin“ her. Diesem Laternenzug schlossen sich die übrigen Kinder und viele Erwachsene an und sangen Lieder auf ihrem Zug durch die Straßen. Nach dem Umzug verteilte der „Hl. Martin“ vom Pferd aus an alle Kinder das Martinsbrot. Diese Geste sollte den Kindern zeigen, wie selbstlos dieser Mann einstmals für die Armen und Mittellosen da war. Dann versammelten sich die Umzugteilnehmer im Pfarrsaal, wo sie gespannt dem Laternentanz sowie einem kleinen Spiel der Jüngsten zusahen. Lieder zu Ehren des Tagesheiligen sangen die Kleinen mit viel Freude und großem Eifer. Zur Belohnung dafür erhielten sie von ihren Kindergärnterinnen die selbst gebackenen „Martinsgänse“, die allen sehr schmeckten.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.11.1980


Mode- und Sporthaus Kaldonek eröffnet
Angebot nach Erweiterung größer und attraktiver — Morgen Eröffnung
Hunderdorf. In den erweiterten Geschäftsräumen präsentiert sich nun das Mode- und Sport-geschäft Kaldonek. Auf großer Fläche bietet das Unternehmen eine besonders reichhaltige und aktuelle Auswahl an modischen Textil- und Sportartikeln von namhaften Markenherstellern. Am morgigen Samstag ist die offizielle Geschäftseröffnung mit kleinen Überraschungen und Eröffnungspreisen.
Die Firma Kaldonek erstellte einen attraktiven Anbau an die

Auch die Abteilung für ein Textilien, der dienen, Wolle und Kurzwaren wurde eingerichtet.

bisherigen Geschäftsräume, der in Hunderdorf neue Einkaufmaßstäbe im Bereich der Textil- und Sportartikel setzt. Firmenchef Kaldonek bietet auf einer Verkaufsfläche von rund 500 Quadratmetern (und Lagerfläche von 90 Quadratmetern) ein vielfältiges Angebot, bei denen besonders Wert auf modische Akzente gelegt wird. Das Unternehmen umfasst eine Abteilung für Herren-, Damen-, Kinder- und Trachtenbekleidung, eine Mieder- und Wäscheabteilung, eine Abteilung für Gardinen, Heimtextilien, Kurzwaren und Wolle, desweiteren eine Sport- und Pokalabteilung. Es wird ein reichhaltiges Sortiment von führenden Marken Herstellern bereitgehalten.
Wie Firmenchef Kaldonek betont, komme durch seine 30jährige Berufserfahrung im Einzel- und Großhandel den Kunden beste Einkaufsmöglichkeiten und Beratung zuteil. Zur Seite steht in seine Frau Marianne. Die Belegschaft der Firma zählt zusätzlich fünf Verkaufskräfte.
Trotz moderner Bauweise und Ausstattung wurden beim

Im Erweiterungsbau steht den Kunden ein vielfältiges Angebot zur Verfügung.

Erweiterungsbau den Maßstäben des landschaftsgebundenen Bauens Rechnung getragen. Der großzügiger gestaltete Verkaufsraum beeindruckt durch seine rustikale Ausstattung mit Sichtbalken und Holzverschalung und den vielen übersichtlichen Warenangebotsständern.
Den Grundstein legte die Firma Kaldonek in Hunderdorf mit der Eröffnung eines Textilgeschäft es im Jahre 1967, dem An- und Umbauarbeiten in den Jahren 1972 und 1975 folgten. Der jetzige Erweiterungsbau stellt die Haupterweiterung des Geschäftes dar. Geschaffen wurde durch den Neubau eines zusätzliche Raumfläche von etwa 180 Quadratmetern im Erdgeschoss und Untergeschoß. Das Mode- und Sporthaus Kaldonek bietet nun die ideale Gelegenheit, sich in aller Ruhe über das breit gefächerte Angebot zu informieren, anzusehen, was es Neues gibt und anzuprobieren.

Quelle: Bogener Zeitung, 14.11.1980


Gemeinde schloß 1980 drei Bauprojekte ab
Gemeindefinanz erläutert — Bürgermeister Härtenberger nannte anstehende Probleme und Aufgaben
Hunderdorf.
Bei der Bürgerversammlung am Freitag im Gasthaus Baier-Edbauer gab Bürgermeister Härtenberger einen Überblick auf den Gemeindehaushalt und die anstehenden Probleme und Vorhaben der Gemeinde an. Demnach sei der Bau der Freizeit- und Sportanlage abgeschlossen, ebenso der Straßenausbau Grub-Ellaberg und die Kanalisationsmaßnahme. Härtenberger teilte mit, im kommenden Jahr sei die Haushaltslage angespannt, so daß nur die vordringlichsten Investitionsmaßnahmen  getätigt werden könnten.
Eingangs der Versammlung begrüßte Bürgermeister Härtenberger besonders Pfarrer Reitinger und Diakon Tepp unter den rund 100 Gästen Bei der Erläuterung des Gemeindehaushalts gab der Bürgerrneister die wichtigsten Einnahmen und Ausgaben bekannt, wobei er als laufende Einnahmen die Einkommensteuerbeteiligung von 673 000 DM und die Schlüsselzuweisung von 254 360 DM nannte sowie die außerordentlich bewilligte Bedarfszuweisung in Höhe von 400 000 DM. Einen besonders großen Posten bei den Ausgaben stelle die Kreisumlage in Höhe von rund 680 000 DM dar sowie die Schulverbandsumlage mit 305 000 DM. Als erfreulich wertete es der Bürgermeister, daß die Grund- und Gewerbesteuerhebesätze beibehalten werden konnten und man so jeweils mit 300 Prozentpunkten noch deutlich unter dem Landkreisdurchschnitt liege. Die Verschuldung je Einwohner belaufe sich auf 921 DM, was noch geringfügig unter dem Landkreisdurchschnitt sei, fügte Härtenberger an.
Die Maßnahmen der Gemeinde ansprechend, führte Härtenberger aus, daß die Freizeit- und Schulsportanlage heuer baulich und finanziell zum Abschluß gebracht worden sei. Härtenberger bezifferte die Gesamtausgaben mit 1,83 Millionen Mark. Ebenfalls sei die Kanalbaumaßnahme (BA II) fertiggestellt worden, für die bisher 710 000 DM ausgegeben worden seien. Hierzu seien aus Zuschüsse und Anschlußbeiträgen 409 000 DM bisher vereinnahmt worden. Eine Zuschußauszahlung von 130 000 DM stehe noch aus. Des weiteren nannte Härtenberger die heuer abgeschlossene Straßenausbaumaßnahme Grub-Ellaberg, die heuer nochAusgaben von 370 000 DM erfordert habe. Aus Kfz-Mitteln sei 1980 ein Zuschuß von 170 000 DM verbucht worden. An weiteren Ausgaben für Gemeinde nannte der Bürgermeister den Unimog-Ankauf (141 000 DM) und die Gehweginstandsetzung in Steinburg sowie die Vermessung des Gehweges an der Hauptstraße in Hunderdorf (15 000 DM).
Wie Härtenberger weiter ausführte, seien im Baugebiet Hochfeld-Süd bisher 18 Bauparzellen verkauft und eine Erschließungsstraße ausgebaut worden. Härtenberger versicherte, daß sich die Gemeinde bemühe, hinsichtlich der Grundstückserwerbe eine Einigung herbeizuführen, so daß die weiteren Bauparzellen abgegeben und eine ausreichende und vernünftige Erschließung durchgeführt werden könnten. Bei der Gemeinde, sagte Härtenberger, würden laufend Interessenten für Bauparzellen vorsprechen, so daß die Erschließung von Bauland eine wichtige Aufgabe und Notwendigkeit sei.
Das Gemeindeoberhaupt nannte in seinem Ausblick auf das Jahr 1981 eine angespannte finanzielle Lage, wodurch die anstehenden Investitionsmaßnahmen auf die vordringlichsten Maßnahmen beschränkt werden müssen. Der Engpaß sei auf Gewerbesteuerausfälle und hohe Umlagen, die nach der bisherigen Steuerkraft anfallen, zurückzuführen. Eine wesentliche finanzielle Verbesserung sei für das Jahr 1982 in Aussicht. Für 1981 wären vordringlich der Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges, der Bau von zwei Feuerwehrgaragen sowie der Kindergartenneubau, ließ Härtenberger verlauten
Den Truppenübungsplatz ansprechend, bezog sich Härtenberger auf ein Regierungsschreiben, worin der Grundbedarf für die Übungsplatzerweiterung mit 94 Hektar angegeben sei. Von seiten der Bundeswehr sei beabsichtigt, den Übungsplatz im sogenannten „Sollinger Loch“ zu errichten. Die diesbezüglichen Befürchtungen der Stadt Bogen sei die zu erwartende Lärmbelästigung, die der Gemeinde Hunderdorf der große Grundverlust der Landwirte, die bereits Grundabtretungen für die Autobahn zu verzeichnen hätten. Härtenberger sagte ferner, daß nicht die gesamte Übungsplatzfläche für Übungen beansprucht werde, sondern um das eigentliche Übungsgelände eine Sicherheitszone verlaufen müsse, was jedoch auch nur ein schwacher Trost sei, wenn der Übungsplatz tatsächlich komme.
Der Bürgermeister informierte weiter über das Fortschreiten der Autobahnbauarbeiten im Be-reich der Gemeinde Hunderdorf. Schwierigkeiten seien dabei im Verlauf der Bauarbeiten bei den Gemeindewegen aufgetreten, die dem Schwerverkehr nicht standhielten. Die Baufirma sei zur ordnungsgemäßen Instandsetzung verpflichtet. Die Gemeinde habe auch einige Gemeindewege für die Baustellenfahrzeuge gesperrt, wobei selbstverständlich der Anliegerverkehr frei sei. Bezüglich der Ortsumgehungsstraße Hunderdorf konnte der Redner keinen neuen Sachstand melden, außer daß kürzlich an der Trasse eine Verpflockung und Vermessung für die Planungsarbeiten vorgenommen worden sei.
Härtenberger zeigte sich auch zufrieden über die Arbeit in der Verwaltung und dankte hierfür dem Verwaltungspersonal. Erfreulich gut nannte der Sprecher auch die Zusammenarbeit mit den VG-Mitgliedsgemeinden Neukirchen und Windberg. Abschließend dankte Bürgermeister Härtenberger allen Bürgern für das aufgebrachte Verständnis gegenüber den Belangen und Maßnahmen der Gemeinde. In der anschließenden Diskussion gab es insbesonders ausführliche Debatten wegen der Flurbereinigung, aber auch Themen wie Straßenreinigung, Straßenteerung Lindfeld, Kanalhausanschlüsse usw. wurden aufgegriffen.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.11.1980


„Der scheinheilige Florian“
Eine Laienspielgruppe tritt zugunsten des Hunderdorfer Kindergartens auf
Hunderdorf-Steinburg. Fast 6 000 Mark erspielten die Mitglieder des Stammtisches Lintach-Hunderdorf für die Hunderdorfer Kirchenorgel mit vier gutbesuchten Aufführungen auf der Theaterbühne im Bergersaal letztes Jahr. Heuer wollen sie ab Samstag, 20 Uhr, wieder ihre Hilfsbereitschaft und ihr schauspielerisches Können unter Beweis stellen und mit der Komödie „Der scheinheilige Florian“ ihr Bestes zur Unterhaltung der Zuschauer beisteuern.
Alle mitwirkenden Spieler, Vorstand Johann Achatz und Regisseur

Die Laienspielgruppe des Stammtisches Lintach-Hunderdorf gibt Vorstellungen für gute Zwecke.

Alois Winter haben ihre Freizeit dazu genutzt, um durch ihren Einsatz Geld zur Anschaffung von Spielzeug für den Hunderdorfer Kindergarten spenden zu können. Deshalb hoffen sie, daß die Bevölkerung die vier Aufführungen gerne besuchen wird. Die Samstagvorstellungen am 22. und 29. November beginnen jeweils um 20 Uhr, die Aufführungen an den beiden Sonntagen am 23. und 30. November finden bereits um 15 Uhr statt. Die Vorstandschaft der Spielgruppe will damit Kindern und Jugendlichen Gelegenheit zum Theaterbesuch geben.
Die Aufführung wurde von der Spielgruppe gut vorbereitet. Unzählige Proben erfolgten. Viel Freizeit wurde in diese idealistische Aufgabe investiert. Alle Spieler und Helfer waren an dieser Gemeinschaftsleistung aktiv interessiert und beteiligt, geht es doch wieder um einen Akt der Hilfsbereitschaft, diesmal zugunsten des Hunderdorfer Kindergartens.
Inzwischen liegt eine Zusage der Spielgruppe vor, in Bogen zugunsten der Ludmilla-Realschule im Frühjahr 1981 Theater zu spielen. Auch für Straubing wurde ein Auftritt des Stammtisches Lintach-Hunderdorf gewünscht. Es kann sich jeder Theaterfreund nun selbst überzeugen, ob die Spielgruppe mit dem Stück „Der scheinheilige Florian“ gutes Heimattheater darzubieten imstande ist.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.11.1980


Aus der Geschichte Hunderdorfs
Zwar kann Hunderdorf auf eine mehr als 900jährige Geschichte zurückblicken, Ereignisse, die über das übliche Geschehen hinausgehen, sind nur wenige oder kaum zu vermerken. Bis zum Ende des letzten Krieges verharrte der Ort in einem gewissen “Dornröschenschlaf”, aus dem es erst seit 1950 erwacht ist. Hier stand nie ein Schloß, das Geschichte gemacht hätte, wie das bei Au vorm Wald und Steinburg der Fall ist, auch stand Hunderdorf die vielen Jahrhunderte im Schatten des Klosters Windberg. Umso mehr sind wir verpflichtet, die Vergangenheit von Hunderdorf zu erforschen und zu durchleuchten. Hätte nicht der legendäre “Mühlhiasl” in Hunderdorf das Licht der Welt erblickt, wäre der Ort noch weniger bekannt gewesen, als er schon war. Vieles über Hunderdorfs Vergangenheit liegt noch im Dunkeln, da nur wenige schriftliche Zeugen bekannt sind. Trotzdem soll an dieser Stelle ein Rückblick gewagt werden, der uns Wissenswertes über unsere engere Heimat auftut.
Im Heimatbuch der Gemeinde Hunderdorf können wertvolle Hinweise aus der “guten alten Zeit” gefunden werden, die in mühevoller Kleinarbeit zusammengetragen wurden und zum Nachschlagen sich lohnen.
Schon der Name Hunderdorf gibt uns Rätsel auf. Pater Fink von Metten ist der Ansicht, daß Hunderdorf eine Gründung des Klosters Niederalteich ist, das in Hutterhof bei Bogen Besitzungen besaß. Von dort gesehen liegt Hunderdorf hinter Hügeln des Vorwaldes und daher der Name Hinderendorf, später Hunderendorf. Die Verfasserin des Hunderdorfer Heimatbuches, Schwester Bonaventura Härtenberger, leitet den Namen davon ab, daß Hunderdorf ein Ort mit vielen, also hundert Anwesen hieß, woraus später Hunderdorf entstand. – Der Volksmund will den Namen einem Freiherrn von Hundt zuschreiben, der in der Nähe von Steinburg eine Jagdhütte gehabt haben soll. Es ist aber nicht nachweisbar, daß dort ein Freiherr dieses Namens gelebt hat. Eine weitere Version ist die Meinung, die Grafen von Windberg hätten im Tale einen größeren Hundezwinger besessen, daher der Name.
Es sind also noch weitere Nachforschungen nötig, bis der Name Hunderdorf eindeutig geklärt wird.
Schriftliche Zeugnisse über Hunderdorf sind ab 1065 bekannt. In einer Schenkungsurkunde des Friedrich von Winneberg und Aschwin zu Zeitldorn wird zum ersten Male der Name Hunderdorf erwähnt.
Nach der Gründung des Klosters Windberg unterstand auch das Gebiet von Hunderdorf den auf “Winneberg” herrschenden Mönchen. Ministerialen der Grafen von Bogen residierten im Tal des Bogenbaches. Zwischen 1114 und 1134 wurden ein Quadalrich de Hunderdorf, ein Heinrich Albert de Hunderdorf und ein Marquardus de Präpositus de Hunderdorf genannt. Die Domvögtin Livkardis schenkte um 1150 Teile ihrer Güter dem Kloster Windberg.
Man kann also als sicher annehmen, daß sich das Vorhandensein der Klöster Windberg und Oberalteich, beides sind Gründungen der Grafen von Bogen, nachteilig auf die Entwicklung des Ortes Hunderdorf ausgewirkt haben.
In der Festschrift zur 900jahrfeier finden wir über Hunderdorf weitere Einzelheiten:
1184 wurden drei Höfe in Hunderdorf dem Kloster Oberalteich übertragen.
1245 schenkte Mathilde von Gmunden einen Hof dem Kloster Windberg.
1274 bestätigte Papst Gregor X. fünf Höfe in Hunderdorf dem Kloster Oberalteich.
1295 erhält das Kloster Windberg von Bischof Konrad von Roteneck das Zehentrecht in Hunderdorf.
Durch diese Schenkungen kam ein Großteil des Gebietes von Hunderdorf unter die Grundherrschaft der Klöster in Windberg und Oberalteich. Erst 1497 finden sich die ältesten vorhandenen Akten von Hunderdorf in Form von Kaufbriefen, die im Staatsarchiv in Landshut aufbewahrt werden.
Der Ort Hunderdorf hat in den letzten Jahrzehnten einen großen wirtschaftlichen und politischen Aufschwung erlebt. Mit dem Bau der Autobahn wird es sicher noch an Bedeutung gewinnen. Die wohl bedeutendste Aufwärtsentwicklung erfuhr Hunderdorf mit dem Bau der Möbelfabrik “Nolte”. Rund 600 Arbeiter aus nah und fern finden dort einen festen Arbeitsplatz. Durch die Niederlassung eines praktischen Arztes, durch die Errichtung der St. Nikolaus-Apotheke und durch den Bau des Sportzentrums hat die Gemeinde bewiesen, daß sie mit der Zeit geht und für ihre Bewohner Erleichterungen schafft, die in einer Gemeinde von rund 3000 Einwohnern Selbstverständlichkeit sind. Hunderdorf ist Mittelpunkt einer Verwaltungsgemeinschaft geworden, zu der nach die Gemeinden Neukirchen und Windberg gehören. Die 20klassige Verbandsschule zählt zu den modernsten Schulen der weiten Umgebung.
Bürgersinn und Väterbrauch haben die Menschen in und um Hunderdorf zu einer geschlossenen Gemeinschaft zusammengeschweißt. Aus bescheidenen Anfängen nach dem letzten Krieg ist ein Werk entstanden, auf das alle Bewohner der Gemeinde stolz sein können.
(Quellen: Zeitungsberichte – Heimatbuch – Festschrift zur 900jahrfeier).
K. Klar
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Die Regierung von Niederbayern hat am 3. 10. 1980 folgende Rechtsverordnung erlassen und im Amtsblatt der Regierung von Niederbayern Nr. 26/1980 (RABl.S. 100/1980) bekanntgemacht.
Verordnung über die Änderunf der Grenzen der Gemeinde Hunderdorf und Neukirchen, Landkreis Straubing-Bogen, Einöde „Dörnau“ vom 3. Oktober 1980 Nr, 230 – 4071/8 – 122.
Aufgrund der Artikel 11 und 12 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern erläßt die Regierung von Niederbayern folgende Rechtsverordnung:
§ 1
Aus der Gemeinde Hunderdorf wird der bebaute und bewohnte Gemeindeteil „Dörnau“ (Einöde) nach der näheren Beschreibung im Veränderungsnachweis Nr. 124, Gemarkung Steinburg, ausgegliedert und in die Gemeinde Neukirchen eingegliedert.
Das Umgliedrungsgebiet besteht aus dem Flurstück Nr. 249 und hat eine Fläche von 0,5171ha.
§ 2
Der Veränderungsnachweis Nr. 124, Gemarkung Steinburg, ist Bestandteil dieser Entscheidung und liegt beim Vermessungsamt Straubing zur Einsicht auf.
§ 3
Mit der Umgliederung tritt im Umgliederungsgebiet das Ortsrecht der Gemeinde Hunderdorf außer Kraft und das Ortsrecht der Gemeinde Neukirchen in Kraft.
§ 4
Die Rechtsverordnung tritt am 1. Januar 1981 in Kraft.
Hinweis:
1. Zugleich mit dem Inkrafttreten der Gebietsänderung gilt die entsprechende Änderung der Grenzen der Gemarkungen Steinburg und Neukirchen als verfügt.
2. Der Gemeindeteil Dörnau, Gemeinde Hunderdorf, derzeit von drei Personen bewohnt, wird durch die Gebietsänderung dem gleichnamigen Gemeindeteil der Gemeinde Neukirchen (Einöde mit sieben Personen) zugeordnet.
Landshut, den 3. Oktober 1980
REGIERUNG VON NIEDERBAYERN
Dr. Schmid, Regierungspräsident
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Vermessungsarbeiten in Hunderdorf und Windberg
Hunderdorf/Windberg. Das Vermessungsamt Straubing führt beginnend am Mittwoch, dem 19.11.1980 die Grenzwiederherstellungsarbeiten im Bereich der Ferngasleitung durch. Betroffene Grundstückseigentümer, die ihre Forderungen bisher noch nicht über die Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf angemeldet haben, können dies noch beim zuständigen leitenden Außendienstbeamten Herrn Holzmann nachholen. Herr Holzmann ist allmittäglich im Gasthaus Sandbiller, Hunderdorf, anzutreffen. Begonnen werden die Arbeiten im Osten mit der Gemeinde Windberg und enden im Westen in der Gemarkung Gaishausen (Gemeinde Hunderdorf). Die noch zu stellenden Anträge auf Grenzwiederherstellung sind bis spätestens Freitag, 21.11. d. J. wie oben beschrieben anzumelden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Auszug aus der Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter mit der Bitte um Beachtung
Sicherung der Gehbahnen im Winter
§ 9
Sicherungspflicht
(1) Zur Verhütung von Gefahren für Leben, Gesundheit, Eigentum oder Besitz haben die Vorder- und Hinterlieger die in § 11 bestimmten Abschnitte der Gehbahnen der an ihr Grundstück angrenzenden oder ihr Grundstück mittelbar erschließenden öffentlichen Straßen (Sicherungsfläche) auf eigene Kosten in sicherem Zustand zu erhalten.
(2) § 4 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 bis 5, §§ 7 und 8 gelten sinngemäß.
§ 10
Sicherungsarbeiten
(1) Die Vorder- und Hinterlieger haben die Sicherungsfläche an Werktagen ab 7 Uhr 1) und an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen ab 8 Uhr von Schnee zu räumen und bei Schnee-, Reif- oder Eisglätte mit Sand oder anderen geeigneten Mitteln, jedoch nicht mit ätzenden Stoffen, zu bestreuen oder das Eis zu beseitigen. Diese Sicherungsmaßnahmen sind bis 20 Uhr 1) so oft zu wiederholen, wie es zur Verhütung von Gefahren für Leben, Gesundheit, Eigentum oder Besitz erforderlich ist.
(2) Der geräumte Schnee oder die Eisreste (Räumgut) sind neben der Gehbahn so zu lagern, daß der Verkehr nicht gefährdet oder erschwert wird. Ist das nicht möglich, haben die Vorder- und Hinterlieger das Räumgut spätestens am folgenden Tage von der öffentlichen Straße zu entfernen 2). Die Gemeinde stellt für die Ablagerung einen geeigneten Platz zur Verfügung, auf den in ortsüblicher Weise hingewiesen wird 2). Abflußrinnen, Hydranten, Kanaleinlaufschächte und Fußgängerüberwege sind bei der Räumung freizuhalten.
§ 11
Sicherungsfläche
(1) Sicherungsfläche ist die vor dem Vorderliegergrundstück innerhalb der Reinigungsfläche liegende Gehbahn.
(2) § 6 Abs. 2 gilt sinngemäß.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Termine für Bürgerversammlungen Hunderdorf
Die Bürgerversammlungen der Gemeinde Hunderdorf finden statt am:
Freitag, 21.11.: Bürgerversammlung Steinburg im Gasthaus Höfelsauer, Beginn: 19.30 Uhr
Donnerstag, 27.11.: Bürgerversammlung Gaishausen im Gasthaus Solcher in Ehren, Beginn: 19.30 Uhr
Die Bevölkerung wird hierzu herzlich eingeladen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Bürgerversammlung Hunderdorf
Für den Bereich Hunderdorf fand im Gasthaus Baier-Edbauer am Freitag, dem 14. November die diesjährige Bürgerversammlung statt. Hierzu konnte Bürgermeister Härtenberger insbesondere begrüßen Pfarrer Reitinger sowie Diakon Tepp und die rd. 100 anwesenden Zuhörer.
Überblick über Gemeindehaushalt
Eingangs erläuterte Bürgermeister Härtenberger insbesondere den Haushalt der Gemeinde. Hierbei nannte der Sprecher u.a. die Verwaltungsumlage an die Verwaltungsgemeinschaft mit Ausgaben von 115.000 DM sowie die Schulverbandsumlage mit 305.000 DM, wozu noch 11.000 DM für Sonderschulen hinzukommen. Aus Mieteinnahmen für die Schulanlage konnte die Gemeinde 144.000 DM verbuchen. Aus der Einkommensteuerbeteiligung erhalte die Gemeinde 673.000 DM, weiterhin Schlüsselzuweisungen vom Land von 254.360 DM sowie eine Schulddienstbeihilfe für die Schulhausbaumaßnahme in Höhe von 42.500 DM. Ein weiterer Einnahmeposten stellt die einmalige Bedarfszuweisung vom Land mit 400.000 DM dar.
An größeren Ausgaben stehen die Kreisumlage mit 681.000 DM, die den Gemeindehaushalt arg beanspruche, zu Buche. Die Verschuldung sei etwas angestiegen und belaufe sich nunmehr Ende 1980 auf 921,00 pro Einwohner, wobei noch geringfügig der Kreisdurchschnitt unterschritten werde. Als erfreulich wertete es Bürgermeister Härtenberger, daß die Hebesätze für Grundsteuer A und B sowie für die Gewerbesteuer auch trotz der sehr angespannten Haushaltslage bei 300 Prozentpunkten belassen werden kann, womit man im Verhältnis zum Landkreisdurchschnitt um 10 bis 30 Punkten niedriger liege.
Freizeit- und Erholungsanlage abgeschlossen
Bürgermeister Härtenberger führte weiterhin aus, daß die Freizeit- und Erholungsanlage baulich und finanziell zum Abschluß gebracht wurde. Diese Anlage brachte Ausgaben von 1,83 Mill. DM. Der Sprecher dankte den Gemeindebürgern für das Verständnis für diese Maßnahme. In diesem Zusammenhang dankte der Sprecher allen beteiligten Baufirmen, die mit einer Spende für das Projekt aufwarteten.
Kanalprojekt und Straßenbau
Ebenfalls, so der Sprecher, wurde die Kanalisationsbaumaßnahme BA II fertiggestellt, die bisher insgesamt Ausgaben von 710.000 DM beanspruchte. Aus Zuschüssen und Anschlußbeiträgen erhielt die Gemeinde 409.000 DM, wozu noch ein Zuschuß in Höhe von 130.000 DM zu erwarten ist. Ferner führte Härtenberger an, daß der Gehweg für den Bereich Steinburg entlang der Staatsstraße instandgesetzt wurde. Abgeschlossen, so Härtenberger, konnte ebenfalls werden der Ausbau des Wirtschaftsweges Grub-Ellaberg, der neue Ausgaben v. rd. 370.000 DM erforderte. Für den Wirtschaftswegebau Lintach-Starzenberg, der bereits im Vorjahr fertiggebaut wurde, konnte noch ein Zuschuß von 64.700 DM vereinnahmt werden. Weitere Ausgaben hatte die Gemeinde durch den Ankauf eines Unimogs mit Anhänger und Streugerät (141.000 DM) und Vermessungskosten für den Gehweg an der Hauptstraße (15.000 DM) zu verzeichnen.
Baugebiet “Hochfeld-Süd“
Weiterhin stehe auch die Erweiterung des Baugebietes „Hochfeld-Süd“ an, führte Härtenberger ferner aus. Bisher konnten 18 Bauparzellen verkauft werden. Bei der Gemeinde sprechen laufend Baubewerber vor. Leider stehe momentan kein Bauland zur Veräußerung an. Die Gemeinde hoffe, so der Sprecher, daß im Jahre 1981 die restlichen Bauparzellen in diesem Baugebiet erworben werden können. Der Bürgermeister versicherte, daß die Gemeinde bemüht sei, hier noch weitere Grundstückserwerbe in der kommenden Zeit vornehmen zu können, damit auch dann das Straßennetz im Baugebiet ’Hochfeld-Süd’ ausreichend ausgebaut werden kann und so eine vernünftige Erschließung zustande kommt.
Aussicht auf das Jahr 1981
Bürgermeister Härtenberger sagte, daß man im Jahre 1981 aufgrund der sehr angespannten finanziellen Lage der Gemeinde in den Investitionsmaßnahmen eingeengt sei. An dringenden Maßnahmen stehen jedoch an der Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges, der Bau von zwei Garagen für die Feuerwehr sowie der Kindergartenneubau. Diese Maßnahmen hängen von den verfügbaren Gemeindefinanzen ab. Eine wesentliche finanzielle Verbesserung werde für 1982 erhofft.
Flurbereinigung
Die Flurbereinigung ansprechend, sagte der Bürgermeister, daß sich in dieser Angelegenheit nicht sehr viel getan habe. Es kam bisher zu mehreren Besprechungen mit dem Flurbereinigungsamt, Gemeinde, Flurbereinigungsgegner, Bauernverband sowie anderen Behörden, wobei jedoch immer keine konkreten Aussagen getroffen werden konnten. Der Redner führte aus, daß sich die Gemeinde in dieser Sache neutral verhält, wenn jedoch für die Gemeindebürger Vorteile in Aussicht sind, so z.B. durch Bachbegradigung und Ausbau von Straßen, dann spricht sich die Gemeinde positiv dafür aus.
Truppenübungsplatz
Bürgermeister Härtenberger verlas ein Schreiben der Regierung von Niederbayern, worin der Grundbedarf für den 2. Übungsplatz im “Sollinger Loch“ mit 94 ha angegeben wird. Härtenberger meinte, daß sich hierbei keine Änderung mehr ergeben werde. Der Unterschied zwischen den Befürchtungen der Stadt Bogen und Hunderdorf liege darin, – so Härtenberger -, daß Bogen eine sehr starke Lärmbelästigung zu erwarten habe, die Landwirte von Hunderdorf jedoch sehr viel Grund verlieren würden, da diese auch noch durch den Autobahnbau landwirtschaftliche Flächen abtreten mußten. Härtenberger führte weiterhin aus, daß nicht die gesamte Fläche von 94 ha zum Zwecke für Bundeswehrübungen verwendet werde, sondern um den eigentlichen Übungsplatz auch eine Sicherheitszone verlaufen muß.
Autobahn und Ortsumgehungsstraße
Der Bürgermeister informierte darüber, daß der Autobahnbau im Bereich Hunderdorf bereits stark vorangeschritten sei. Schwierigkeiten seien nur bei den Gemeindewegen während der Bauarbeiten aufgetreten. Es ist selbstverständlich – so Härtenberger-, daß die vorgenommene Wegesperrung für Anlieger nicht gelte. Die Baufirma sei verpflichtet, den Weg ordnungsgemäß instand zu halten. Bezüglich der Ortsumgehungsstraße Hunderdorf konnte Härtenberger keinen neuen Sachstand bekanntgeben, lediglich, daß kürzlich die Trasse für die Planungsarbeiten verpflockt und vermessen wurde.
Gemeindeverwaltung
Härtenberger lobte den guten Arbeitsablauf innerhalb der Verwaltung und dankte dem Verwaltungspersonal. Erfreulich wertete der Sprecher auch die gute Zusammenarbeit mit den Mitgliedsgemeinden Neukirchen und Windberg und führte aus, daß die Startschwierigkeiten sehr gut überwunden sind und nunmehr ein sehr gutes Verhältnis bestehe.
Das Informationsblatt der Verwaltungsgemeinschaft ansprechend, appellierte der Bürgermeister an die Geschäftsinhaber, sich mit Inseraten zu beteiligen. Das Mitteilungsblatt bietet für Vereine, Gemeinde und Bürger die Möglichkeit, Berichte sowie Mitteilungen bekanntzugeben. Es wäre auch erfreulich, wenn sich noch mehr Abnehmer dieses Blattes finden würden.
Abschließend dankte Bürgermeister Härtenberger allen Gemeindebürgern, für das aufgebrachte Verständnis gegenüber den Belangen und Maßnahmen der Gemeinde.
In der anschließenden Diskussion gab es insbesondere ausführliche Debatten hinsichtlich der Flurbereinigung und den weiteren Straßenausbaumaßnahmen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Ampelanlage auf der GVStr. Hunderdorf – Bogen
Im Zuge der Autobahnbauarbeiten wurde es erforderlich, daß die Fa. Hinteregger, München, mit schweren Erdbaugeräten die Gemeindeverbindungsstraße Hunderdorf-Bogen im Bereich der Autobahntrasse bei Sollach überquert. Zur Sicherung des Verkehrs wurde im Baustellenkreuzungsbereich eine Ampelanlage zur Aufstellung vorgesehen und genehmigt.
Es wird deshalb von seiten der Gemeinde Hunderdorf besonders auf die Baustelle mit Geschwindigkeitsbegrenzung und Ampelanlage hingewiesen und gebeten, in diesem Bereich besonders auf die Verkehrsregelung zu achten. Die Ampelanlage wird voraussichtlich – mit Baustellenunterbrechungen – an den Werktagen zu den Zeiten der Bauarbeiten vom Nov. 1980 bis Dez. 1981 in Betrieb sein. Für den Verkehr auf der GVStr. können sich durch die Lichtzeichenanlage kleine Wartezeiten ergeben.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Landrat Ingo Weiß bei Bürgerversammlung
Zuvor Gemeindebesichtigung – Große Leistungen der Gemeinde
Landrat Ingo Weiß nahm am Freitag, dem 14.11.1980 eine Besichtigung der Gemeinde Windberg vor. Anschließend fand eine Aussprache im Gemeinderat statt sowie eine Bürgerversammlung im Gasthaus Mühlbauer. Bürgermeister Kleikamp freute sich, daß durch die Anwesenheit von Landrat Weiß, Baudirektor Dr. Antusch und Amtsrat Franzke der diesjährigen Bürgerversammlung eine besondere Bedeutung zugekommen sei. In der abschl. geführten Diskussion hatten die Bürger die Gelegenheit, Anfragen an die Landkreisvertreter zu richten, was insbesondere hinsichtlich des Baurechts ausgiebig genutzt wurde.
Gemeindebesichtigung
Gegen 13.30 Uhr hatte Landrat Weiß mit Baudirektor Dr. Antusch sowie Bürgermeister Kleikamp und der Gemeinderat die Rundfahrt zur Gemeindebesichtigung begonnen, Amtsrat Franzke prüfte zwischenzeitlich die Verwaltungstätigkeit bei der Verwaltungsgemeinschaft mit Geschäftsleiter Kern. Bei der um 17.00 Uhr folgenden Gemeinderatssitzung wurde dann das Besichtigungs- und Prüfungsergebnis besprochen. Eingangs gab dabei Amtsrat Franzke das Prüfungsergebnis der Verwaltung, bekannt. Der Referent sagte, daß die Finanzlage zu Bedenken keinen Anlaß gebe. Der Verwaltungshaushalt umfasse 557.900 DM, der Vermögenshaushalt 1.119.700 DM. An größeren lfd. Einnahmen sei zu verzeichnen die Einkommensteuerbeteiligung mit 127.900 DM sowie die Schlüsselzuweisungen mit 278.000 DM. Der Schuldenstand mit rd. 717 DM pro Einwohner sei nicht bedenklich und liege unter dem Landkreisdurchschnitt. Franzke bestätigte der Verwaltung eine ordnungsgemäße Aktenführung und dem Bürgermeister die Abhaltung der jährlichen Bürgerversammlung. Für die Gemeinde befürwortete der Amtsrat noch den Erlaß einiger Satzungen und Verordnungen aufgrund neuer Rechtsvorschriften. Ferner wurde mit Landrat Weiß und Baudirektor Antusch über die Flächennutzungsplanung, Flurbereinigung, Winterdienst, Busverbindungen und Baugebietsausweisung gesprochen. Die Landratskommission stellte auch eine gute Zusammenarbeit des Bürgermeister und des Gemeinderates fest, ebenso mit der Verwaltungsgemeinschaft und den weiteren Behörden und Ämtern.
Bericht des Bürgermeisters
Bei der dann am Abend abgehaltenen Bürgerversammlung hieß Bürgermeister Kleikamp besonders Landrat Ingo Weiß mit seinen Mitarbeitern willkommen. Kleikamp freute sich, daß der Landrat und der Baudirektor nach Windberg gekommen seien. Dann kam Kleikamp auf das Gemeindegeschehen zu sprechen und nannte aktuelle Maßnahmen der Gemeinde. So nannte der Bürgermeister als wichtige Maßnahme der Straßenbau Irensfelden-Netzstuhl, wobei sich die Baukosten auf rd. 1,1 Mio. DM beziffern und mit einer Bezuschussung von rd. 700.000 DM gerechnet werden könne. Endlich, so Kleikamp, fließe nunmehr auch seit Ende Oktober das Fernwasser, nachdem der Fernwasserzweckverband mit seiner Anschlußleitung an die gemeindliche Maßnahme (1979 fertig) so lange auf sich warten ließ. Die bisherigen Gesamtaufwendungen belaufen sich auf 1.166.216 DM, einschl. der Leitungen des Zweckverbandes seien Ausgaben von rd. 3 Mio. DM entstanden, gab der Bürgermeister weiterhin zur Kenntnis. Die Wasserversorgungsmaßnahme sei eine wichtige Versorgungseinrichtung, um die lange Bemühungen erforderlich waren und die letztlich dann doch Zustimmung und eine gute Bezuschussung erfuhr. Als weitere Maßnahme sprach das Gemeindeoberhaupt an die Innenrenovierung Hl. Kreuz, die Restaurierung der Nepomukkapelle, die Neugestaltung des Pfarrplatzes und die Rekultivierung des Müllplatzes. Ferner nannte Kleikamp die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges, wofür Gesamtausgaben von 45.545 DM getätigt wurden. Weiterhin gab der Bürgermeister die Annahme und Genehmigung des gemeindlichen Wappens bekannt, wobei die Wappensymbole nach Absprache mit der Generaldirektion der Staatl. Archive Bayerns gestaltet wurden. Abschließend sprach Bürgermeister Kleikamp insbesondere Landrat Ingo Weiß Dank aus für die Unterstützung der Gemeinde.
Landrat Weiß: Viele Leistungen der Gemeinde
Landrat Ingo Weiß sagte, daß bei der Gemeindebesichtigung in Augenschein genommen wurde, der Nähereibetrieb, die Kunstdenkmäler, das Kloster, die gemeindlichen Einrichtungen und Straßen. Der Landrat bezeichnete ebenfalls den Straßenbau Oberbucha-Irensfelden (ca. 2 km Ausbaulänge) als dringliche Maßnahme.
Der Ausbaubedarf sei groß, da von rd. 19 km an Gemeindestraßen nur 4,5 km ausgebaut seien. Zur Baugebietsausweisung, einem “kritischen Punkt“, so der Landrat, sei festzustellen, daß eine Lösung im Zuge der Fächennutzungsplanung gefunden werden solle. Lobend erwähnte der Landrat den ordentlichen Zustand des Feuerwehrhauses und den sehr guten Pflegezustand bei den Geräten und Fahrzeugen. Der Landrat gratulierte auch den Wehrmännern der FFW Windberg, denn sie konnten die meisten Gruppen stellen, die im heurigen Jahr die Leistungsprüfung absolvierten. Bemerkt wurde von seiten des Amtschefes, daß im Gemeindebereich die Feuerbeschau anstehe und diese demnächst durchgeführt werden müsse. Windberg habe viele Leistungen erbracht und könne ein positives Geschehen verzeichnen trotz niedriger Steuerkraft und verhältnismäßig wenig Schulden, betonte der Landrat. Er versicherte, auch in Zukunft die Gemeinde bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben und Probleme zu unterstützen.
Flächennutzungsplan sichert Entwicklung
Baudirektor Dr. Antusch sprach die besondere Situation Windbergs an, die gekennzeichnet sei durch wenig Arbeitsstätten sowie den Bereichen Landwirtschaft und Wohnen. Windberg sei führend in der Pendlerstatistik. Ziele in der Gemeindeentwicklung sollen deshalb sein, für den Eigenbedarf der Bevölkerung Arbeits- und Bauplätze zu schaffen. Den Baulandbedarf nannte Dr. Antusch mit vier bis fünf Hektar. Er riet zu einer besonders sparsamen Bodenpolitik in der Gemeinde. Zum öffentlichen Nahverkehr sagte der Sprecher, daß derzeitig Bestrebungen im Gange seien, die zum Ziel hätten, den Anschluß abgelegener Ortsteile an das öffentliche. Nahverkehrsnetz. Nach den Aussagen von Dr. Antusch seien auch besonders anzuerkennen die Aktivitäten in der Gemeinde betreffend den Kinderhort, der Jugendtreffstätte und der Altenbetreuung.
Den Flächennutzungsplan bezeichnete Baudirektor Dr. Antusch als Voraussetzung für die künftige Entwicklung einschl. der Baugebietsausweisung. Die Baugebietserweiterung am südlichen Ortshang sei besonders schwierig, da von seiten der Fachbehörden wie Landesamt für Denkmalpflege, Ortsplanungsstelle, eine strikte Ablehnung erfolge, da man der Auffassung sei, daß mit einer weiteren Hangbebauung das Orts- und Landschaftsbild empfindlich gestört und beeinträchtigt würde. Bei der Festlegung möglicher Baubereiche einschl. Lücken- und Ortsabrundungsbebauung sicherte der Referent seine Unterstützung zu. Hinsichtlich des Straßenausbaues und der Ortsgestaltung riet der Baudirektor abschließend, das Angebot der Flurbereinigung anzunehmen.
In der anschließend sehr sachlich geführten Diskussion, standen der Landrat, Baudirektor Antusch und die Bürgermeister der Gemeinde Rede und Antwort. Hauptthemen waren dabei die Genehmigung von Bauvorhaben, die Baugebietsausweisung, die bessere Nahverkehrsanbindung sowie die attraktivere Gestaltung Windberg für auswärtige Besucher.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Sitzung am 14.11.1980
Vor Beginn der Gemeindebesichtigung griff der Gemeinderat noch zwei Tagesordnungspunkte auf. Bürgermeister Kleikamp informierte dabei den Gemeinderat über die beabsichtigte Straßenausbaumaßnahme Oberbucha – Gde. Grenze Neukirchen und über das Ausbauprogramm der Nachbargemeinde. Demnach sei von Neukirchen aus der Bau zur Gemeindegrenze hin erst etwa 1986 vorgesehen, so daß es nicht besonders zweckmäßig sei, wenn bereits Windberg das Straßenstück in den nächsten Jahren ausbaue. Nach eingehender Beratung wurde beschlossen, die Planung der Verbindungsstraße vorerst zurückzustellen. Anstelle dieser Ausbaumaßnahme soll nunmehr der Straßenbau Oberbucha-Irensfelden den Vorzug erhalten, beschloß der Gemeinderat.
Ausgesprochen hat sich der Gemeinderat auch für die Aufstellung eines gemeinsamen Flächennutzungsplanes mit der Nachbargemeinde Neukirchen. Bürgermeister Kleikamp trug vorher ein Schreiben der Regierung von Niederbayern und der Gemeinde Neukirchen vor, wonach die von den Gemeinden Neukirchen und Windberg gestellten Förderanträge zu den Kosten der jeweiligen Flächennutzungspläne von der Obersten Baubehörde keine Zustimmung fanden und eine Zuwendung nur in Aussicht gestellt wurde, wenn ein gemeinsamer Plan erstellt werde. Zwischen den beteiligten Gemeinden ist nunmehr noch eine Zweckvereinbarung abzuschließen, in der das Aufstellverfahren, die Kostenbeteiligung u. ä. geregelt wird.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Heldengedenkfeier am Sonntag
Die Gemeinde und Pfarrei Windberg hält am kommenden Sonntag, dem 23.11.1980, den Heldengedenktag. Der Hauptgottesdienst beginnt um 9.30 Uhr und im Anschluß daran findet die Heldengedenkfeier am Kriegerdenkmal statt. Die Pfarrangehörigen sowie die Vereine sind zur Teilnahme eingeladen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Evang.-Luth. Jugendtreff (Konfirmierte)
26.11.1980 – 19.00 Uhr Gruppentreffen in Bogen, Abfahrt für die Hunderdorfer – 18 Uhr in der Fichtenstraße
28.11.1980 – 16.00 Uhr Abfahrt zum geistl. Wochenende nach Rummelsberg (Start vor der Kirche in Bogen).
Die Planungen der Evang.-Luth, Jugend für das Jahr 1981 wurden wie folgt aufgestellt:
Im Januar bietet Kindergruppe und Jungschar Bogen eine Kinderfreizeit an der Rusel an. Zu dieser Freizeit können auch Nichtkonfirmierte aus der gesamten Evang. Bogener Gemeinde teilnehmen. Die Hütte ist ein altes umgebautes Bauernhaus. Es wird selbstverpflegt. Ein Ski-Lift befindet sich in der Nachbarschaft.
Im April wünschen sich die Konfirmierten eine Einkehrfastenwoche. Diese Veranstaltung des Evang.-Luth. Jugendtreffs soll besonders der inneren Einkehr und der Stille gewidmet sein. Filme, Diareihen, Gespräche und Besinnungen über das Ortsgeschehen, Probleme Heranwachsender u.ä. sollen diese Woche bestimmen.
Im Juni, in der zweiten Ferienwoche wird den 1981 Konfirmierten wieder ein Zeltlager in Ruhpolding angeboten. 4-5 Tage auf einem privaten Zeltplatz mit allen sanitären Einrichtungen. Dazu die Angebote der Umgebung (Rauschberg, Wellenhallenbad, Badeseen und kulturelles Angebot der Stadt) versprechen ein bleibendes Erlebnis.
Im August wird die Große Bayerwald-Wanderung durchgeführt. Über die Höhen und durch die Wälder, möglichst unter Umgehung der größeren Orte, wird vor allem für die Jüngeren eine Tour durchgeführt, die weniger die große Tagesstrecke, als den Spiel- und Erholungswert als Intention hat.
Es wird gezeltet und selbst verpflegt. Eltern sollen Gelegenheit haben, die Gruppe einen Tag lang zu begleiten. Die Zelte werden von einem mitgeführten Pferd getragen. Die Tagesleistungen betragen zwischen sechs und sechzehn Kilometer (über einen ganzen Tag verteilt).
Im September gehen die Konfirmierten in die Stubaifreizeit III. Während 1980 der Westkamm des Stubais Ziel der Freizeit war, soll 1981 die Ostseite angegangen werden. Die Hauptroute wird sich von der Elferhütte über die Innsbrucker, Bremer, Becherhaus zur Nürnberger Hütte ziehen. Wobei die Wünsche der Gruppe, Leistungsfähigkeit der Teilnehmer, Wetter und Beschaffenheit der alpinen Pfade den Ausschlag geben werden. Diese Freizeit wird nur mit Geübten durchgeführt. Als Vorbereitung werden, wie im vergangenen Jahr, mehrere Ausbildungs- und Trainings-Veranstaltungen durchgeführt.
Im November wird wieder die Ausbildung der ehrenamtlichen Gruppenleiter durchgeführt, die sich dann bis zum April hin erstreckt.
Die genauen Termine, Teilnehmergebühren und Gruppenstärken können erst im Februar/März festgelegt werden. Die Evang. Kirche rechnet jedoch damit, daß alle Veranstaltungen wieder voll ausgebucht sein werden. So ist vorgesehen, die Stubaifreizeit durch einen zweiten Bergführer zu verstärken.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Sitzung des Schulverbandes Hunderdorf (Sitzung am 10.11.1980)
Bei der Schulverbandssitzung im Verwaltungsamt Hunderdorf trug eingangs Schulverbandsvorsitzender Härtenberger den 1. Nachtragsvertrag zum Schülerbeförderungsvertrag vor. Nachdem die Beförderungsentgelte bereits auch die Zustimmung der Regierung gefunden haben, wurde der Nachtragsvertrag einstimmig genehmigt.
Weiterer Tagesordnungspunkt war die Anschaffung eines Kopiergerätes für die Schule. Härtenberger gab die einzelnen eingeholten Angebote bekannt. Nach eingehender Aussprache beschloß der Schulverbandsausschuß einstimmig ein Fotokopiergerät der Marke Rotosolid von der Firma Mader, Büromaschinen, in Straubing anzukaufen. Der Kaufpreis beläuft sich auf ca. 11.000 DM. Die Lieferung und Zahlung des Gerätes soll etwa Anfang des nächsten Jahres erfolgen. Im Benehmen mit der Schulleitung wurde auch festgestellt, welche Haushaltseinsparungen für die Anschaffung des Fotokopiergerätes bei der Haushaltsstelle für Lernmittel getätigt werden können, als Anteil zur Finanzierung des Kopiergerätes.
Auf Antrag des SV Neukirchen wurde die Benützung der Schulturnhalle in Hunderdorf in der Wintersaison 80/81 genehmigt für donnerstags von 16.00 – 18.00 Uhr und freitags von 18.00 – 20.00 Uhr.
Vorsitzender Härtenberger informierte die Verbandsmitglieder über das Ergebnis der Elternbeiratswahl in der Grund- und Hauptschule in Hunderdotf sowie über die von den Gemeinden Hunderdorf und Neukirchen gemeinsam beantragten Schulsprengeländerungen, wonach die Ortschaft Öd (Gemeinde Hunderdorf) auch künftig dem Schulsprengel der Gemeinde Hunderdorf zugeordnet sein soll. Zugestimmt wurde auch dem Abschluß einer Garderobe- und Fahrradversicherung durch den Schulverband Hunderdorf. Der Abschluß der Versicherung war notwendig geworden, da die bisherigen bei den Gemeinden bestehenden Versicherungsverträge von der Versicherung gekündigt wurden und die Neuregelung vorsah, daß künftig der Schulaufwandsträger auch Versicherungsnehmer ist, das ist im Fall Hunderdorf der Schulverband Hunderdorf. Auf Antrag der Schulleitung wurde auch die Ausstattung der Grundschule Hunderdorf mit Tafelleuchten befürwortet. Eine evtl. Übernahme vorhandener Leuchten von der Schule Windberg würde im Falle einer Abgabe durch die Gemeinde Windberg befürwortet.
Aufgegriffen wurde auch nochmals das Problem der Errichtung eines Schulbuswartehäuschens im Bereich Wegern. Es soll nochmals der Versuch unternommen werden, in dieser Angelegenheit mit den angrenzenden Grundstückseigentümern eine Einigung zu erzielen, damit im Interesse der Kinder eine entsprechende Unterstellmöglichkeit geschaffen werden kann, Ferner wurde die Schülerbeaufsichtigung in der Mittagspause an bestimmten Tagen in der Woche geregelt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Stammtisch Lintach-Hunderdorf spielt wieder Theater
Aufführungen am 22. und 23. sowie am 29. und 30. November
Mit dem Lustspiel in 3 Akten “Der scheinheilige Florian” wartet an den beiden kommenden Wochenenden der Stammtisch Lintach-Hunderdorf auf. Die Mitwirkenden unter Leitung von Regisseur Alois Winter, der das Stück auch nach seinen Vorstellungen umgeschrieben hat, sind redlich bemüht, ein Lustspiel zu präsentieren, das viel Heiterkeit und Freude bringen wird. Mit diesem Theaterstück will man an die erfolgreichen Aufführungen des Vorjahres anknüpfen.
Die Aufführungen finden statt, am morgigen Samstag, dem 22. November um 20.00 Uhr, am Sonntag, dem 23, November um 15,00 Uhr sowie am Samstag, dem 29. November, 20.00 Uhr und am Sonntag, dem 30. November um 15.00 Uhr, jeweils im Saale der Gastwirtschaft Höfelsauer-Berger, in Steinburg. Für die Aufführungen sind auch Karten an der Abendkasse erhältlich, jedoch wird der Eintrittskartenbezug im Vorverkauf empfohlen (Vorverkaufsstellen siehe Plakatierung!).
Auch heuer wieder wird der Stammtisch Lintach-Hunderdorf mit den Einnahmen aus den Aufführungen einen guten öffentlichen Zweck unterstützen. Diesmal ist daran gedacht, den Erlös für die Spiele-Ausstattung des Kindergarten zu verwenden. Regisseur Winter und sein Ensemble hoffen, daß auch die nunmehrigen Aufführungen gut ankommen und eine entsprechende Publikumsresonanz finden.
Die Mitwirkenden sind:
Florian Stinzelhuber, Bürgermeister (Josef Zollner)
Cilli, seine Wirtschafterin (Monika Bugl)
Cyrill, Gemeindediener (Ernst Sacher)
Annaklara Weidlingshofer, Lehrerin und Gemeinderätin (Karin Feiler)
Zacharias Plärrer, Gemeinderatsmitglied (Karl Englmeier)
Lausl Stieglitz, Gemeinderatsmitglied (Hans Achatz)
Kilian Bucklmeier, Gemeinderatsmitglied (Reinhard Korte)
Lukas, Dorfbader (Alfons Bugl)
Die Gaudi beginnt mit einem Fußbad für den Bürgermeister, der sternhagelbesoffene Gemeindediener erwischt dann den moralbesessenen Bürgermeister beim Bildanschauen dörflich verbotener Zeitungen, desweiteren muß der kaum vom Schrecken erholte Gemeindevorstand den Prügelknaben für ein bewilligtes Schwimmbad machen. Dann kommt plötzlich die Idee in der Ratssitzung, ein 100jähriges Gemeindejubiläum zu feiern, bei den Festvorbereitungen prallen die Meinungen jedoch auseinander.
Der 2. Akt bringt die Münchner Reise des zwiegespaltenen Gemeinderates, Florian und Anna Klara fahren zum Archivamt, während sich die anderen auf die Seite ihrer schärfsten Gegner, zum Sportverein schlagen. Dabei wird von Regierungsrat Schnauzinger empfohlen, noch ein Jahr zu warten, denn dann kann gleich das 300jährige gefeiert werden und so wurd’s dann auch gemacht.
Im 3. Akt steigert sich nun die Handlung zum Höhepunkt, er zeigt die 300jährige Gemeindefeier, bringt die verwechselten Reden des Bürgermeisters Florian und deckt die geheime Liebschaft des scheinheiligen Florians mit Anna-Klara auf.
Das Stück bietet eine mord’s Gaudi und bringt sicher viel Spaß und vergnügte Stunden. Darum – wieder einmal in’s Theater nach Steinburg!
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


6. Ortsmeisterschaft im Kegeln ausgetragen
Stammtisch “Rutschn’’ gewann – Bei der Einzelwertung gewann Hans Kremer, bei den Damen Maria Niedermeier.Am Wochenende richtete der Kegelclub Hunderdorf auf den Kegelbahnen im Cafe Weinzierl die sechste Ortsmeisterschaft im Kegeln aus, woran sich zahlreiche Mannschaften beteiligten.Bei der Siegerehrung am Sonntag-Abend übermittelte 2. Bürgermeister Weinzierl die Grüße von Bürgermeister Härtenberger und betonte, daß sich die Gemeinde freue, wenn ein reges Vereinsleben im Gemeindebereich vorzufinden sei und dabei auch ein Kegelclub nicht fehle. Bürgermeister Egon Weinzierl und Kegelclub-Vorstand Erwin Niedermeier nahmen anschl, die Siegerehrung vor und übergaben die zahlreichen Pokale wie folgt:
Damen:
1. Damen Thananger (285 Kegel), 2. Stammtisch Weinzierl 3. Stammtisch Hofmarck (270), 4. Kegelclub Lanzinger, Au (267).
Herren:
1. Stammtisch Rutschn (303 Kegel), 2. Stammtisch Weinzierl (302), 3. Vorwärts Hofdorf (298), 4. Stammtisch Weinzierl (296), 5. Fa. Wirth (296), 6. Stammtisch Rammersberg (293) 7. EC-Steinburg (290), 8. Junge Union Hunderdorf (289), 9. Steinburg Rutschn (289).
Damen-Einzelwertung:
1. Maria Niedermeier (84 Kegel), 2. Lola Kozian (77), 3. Edi Hainz (75).
Herren-Einzelwertung:
1. Hans Kremer (93 Kegel), 2. Martin Buhl (88), 3. Gerd Altmann (88).
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Sportverein hielt Jahresversammlung
Windberg:
Walter Hornberger, Vorstand des Sportvereins e.V, Windberg eröffnete die diesjährige Jahresversammlung mit der Begrüßung der anwesenden Mitglieder. Nach der Verlesung der Tagesordnung wurde eine stille Gedenkminute für unser im Laufe des Jahres verstorbenes aktives Mitglied Helmut Matz gehalten. Die Anwesenheitsliste erbrachte, daß von den derzeit 156 Mitgliedern 51 anwesend waren. Die Rückschau des Jahres ergab: Die Asphalt- und Tennisbahn wurde mit der Beleuchtungserweiterung fertiggestellt. Der SV nahm an verschiedenen Veranstaltungen der örtlichen Vereine teil. Auch mit den vereinseigenen Veranstaltungen herrschte durch gute Besucherzahl vollkommene Zufriedenheit, Zum erstenmal hielt der SV heuer ein Preisschafkopfen ab und führte beim Sommerstockschießen das ‘Blattlschießen‘ ein. Der Vereinsausflug führte diesmal ins Zillertal zur 2200 m gelegenen Rastkogelhütte. Neu in diesem Jahr war auch die durchgeführte Vereinsmeisterschaft beim Tischtennis. Vorstand Hornberger gab dann die geplanten Veranstaltungen für das bevorstehende Vereinsjahr bekannt. Vor allem bat er auch, den SV zu unterstützen durch den Besuch der Veranstaltungen der örtlichen Vereine. Auch bei kirchlichen Anlässen, an denen sich der SV beteiligt, hoffe er auf zahlreiche Teilnahme der Mitglieder.
Dankend wandte sich Vorstand Hornberger dann an alle, die den SV durch aktiven Sport, sei es Eisstock oder Tennis bzw. Tischtennis oder auch aktiver Arbeitseinsatz unterstützen und hierfür viele Freizeitstunden opfern. Sein Dank galt aber auch den Firmen, die den SV Windberg unterstützen, wie Fa. K. Völk Straubing und Fa. Nolte Hunderdorf. Dank auch dem Bürgermeister der Gemeinde Windberg mit seinen Gemeinderäten für die Unterstützung. Aber nicht nur dankend sondern auch bittend für die Zukunft wandte sich der Vorstand an den anwesenden Bürgermeister Kleikamp mit seinen Gemeinderäten, für den weiteren Ausbau der sportlichen Möglichkeiten. Er bat um besondere Berücksichtigung des Breitensportes bei der Aufstellung des beabsichtigten Flächennutzungsplanes. Es soll auf keinen Fall mit dem Bau der Asphaltanlage die gesamte Sport- bzw. Breitensportförderung beendet sein. Es gibt nach viele Möglichkeiten für den Ausbau des Breitensportes in der Gemeinde Windberg um allen Altersgruppen etwas zu bieten und gerade Sportverein und Gemeinde sollen sich hierfür besonders einsetzen und Hand in Hand den finanziellen Möglichkeiten entsprechend, Pläne ausarbeiten und verwirklichen.
Abschließend dankte er noch allen Abteilungsleitern, die ihn in der aktiven Vereinsarbeit auf das Beste unterstützen recht herzlich. Sein Dank galt auch denen, die das Amt des Schiedsrichters bei sportlichen Veranstaltungen übernehmen. Dankend sprach er sich auch allen Helfern aus, die die sportlichen Veranstaltungen des Vereins unterstützen.
Anschließend gaben der Kassier und die einzelnen Abteilungsleiter ihre Jahresberichte. Dem Kassier wurde Entlastung erteilt. Abteilungsleiter der Eisstockschützen Adolf Auerbacher brachte einen Rückblick über die Spielsaison vom Oktober 1979 bis September 1980. Die Eisstockschützen sind mit je einer Moarschaft in der Kreisklasse „A”, „B“ u. ”D” vertreten. 81 Turniere besucht, wobei einige sehr beachtliche Plätze belegt wurden. Bei diesen Turnieren war auch die Damenmoarschaft des öfteren vertreten. Besonderer Dank gilt dem Jugendwart Helmut Auerbacher, der mit seinen Jugendspielern sehr guten und engen Kontakt hat und folgende hervorragende Turniere belegen konnte:
1. Niederbayerischer Meister
2. Dritter Bayer. Junioren-Pokal-Meister und
3. Zehnter Platz in der Deutschen Meisterschaft.
Zum Abschluß wurde an die ausscheidenden Jugendspieler ein Erinnerungsgeschenk überreicht und die Bitte ausgesprochen, sie mögen auch weiterhin gute Schützen des SV Windberg bleiben.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Veranstaltungen in der Gemeinde Hunderdorf:
22.11. u. 23.11.1980 u. 29.11. u. 30.11.1980: Stammtisch Lintach-Hunderdorf, Theateraufführung “Der scheinheilige Florian” im Gasthaus Berger-Höfelsauer
6.12.1980: Sportverein Hunderdorf: Christbaumversteigerung, um 14.00 Uhr Nikolausfeier für Kinder des Skiclubs in der Skihütte
7.12.1980: Bayerwaldverein: Weihnachtsfeier bei Sandbiller
12.12.80: Bayerwaldverein: Christbaumversteigerung bei Sandbiller
13.12.80: Sportverein Hunderdorf: Weihnachtsfeier der Fußballjugend
14.12.80: Trachtenverein: Adventsfeier bei Sandbiller
20.12.80: Sportverein Hunderdorf: Weihnachtsfeier
21.12.80: Trachtenverein: Christhaumversteigerung bei Sandbiller
31.12.80: Trachtenverein: Silvesterfeier bei Baier-Edbauer
31.12.80: Sportverein Hunderdorf: Silvesterfeier des Tennisclubs
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 21.11.1980


Auch in Steinburg ein Baugebiet in Aussicht
Bürgermeister  Härtenberger berichtete in Bürgerversammlung  – Reisinger nannte Fremdenverkehr ausbaufähig
Hunderdorf/Steinburg.
Bei der Bürgerversammlung im Gasthaus Berger-Höfelsauer berichtete Bürgermeister Härtenberger über das Gemeindegeschehen und den Gemeindehaushalt. Härtenberger nannte als durchgeführte Maßnahmen im Bereich Steinburg die Renovierung der Schlosskapelle Au vorm Wald sowie die Gehweginstandsetzung in Steinburg. Fremdenverkehrsreferent Reisinger übermittelte die Grüße von Landrat Ingo Weiß und sprach die Wirtschaftssituation in der Gemeinde an, wobei insbesondere auch den Fremdenverkehr als ausbaufähig bezeichnete.
Bürgermeister Härtenberger begrüßte besonders Oberinspektor Reisinger vom Landratsamt sowie Altbürgermeister Berger. Härtenberger nannte die wichtigsten Zahlen des Gemeindehaushalts und er bezeichnet die Gemeindeverschuldung mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 921 Mark als „im Rahmen“, da ja nach Abzug der Staatszuschußdarlehen ein effektiver Betrag von 748 DM verbleibe. Der Bürgermeister sagte, es sei versucht worden, eine vernünftige Finanzplanung und Finanzwirtschaft zu betreiben.
Zu den Baumaßnahmen bemerkte Härtenberger, daß mit der Freizeit- und Sportanlage, dem Kanalbauabschnitt in Hunderdorf und Straßenbau Grub-Ellaberg drei Großprojekte abgeschlossen worden seien. Im Bereich Steinburg sei die Renovierung der Schloßkapelle Au vorm Wald durchgeführt worden, wofür 1980 11 000 DM ausgegeben worden seien. Man hoffe, daß demnächst die Restaurierungsarbeiten am Altar abgeschlossen werden könnten, wobei rund 6 000 DM Mehrkosten entstünden. Die Gesamtkosten führte der Redner mit nunmehr 31 000 DM an. Für die Planung des Wirtschaftsweges Au-Gaishausen habe die Gemeinde 8 100 DM ausgegeben. Geplant und beim Wasserwirtschaftsamt zur Prüfung eingereicht wurde das Projekt „Abwasseranlage Steinburg-Gaishausen“. An Planungskosten seien hierfür heuer 33 000 DM ausgegeben worden. Als weitere Maßnahme nannte der Bürgermeister die Gehweginstandsetzung in Steinburg, wobei er die Ausgaben mit 30 000 DM bezifferte. „Leider“, sagte Härtenberger, „waren hierzu keine Zuschüsse zu erhalten, obwohl der Gehweg durch den Schwerverkehr auf der Staatsstraße beschädigt wurde“.
In einem Ausblick auf die anstehenden Maßnahmen sagte Härtenberger, daß im kommenden Jahr noch die früheren guten Gewerbesteuereinnahmen negativ zu spüren seien, so daß wenig Finanzmittel zur Verfügung stünden. Bei den Schlüsselzuweisungen sei der erhoffte Ausgleich erst 1982 zu erwarten. Die Investitionsplanung beinhalte für 1981 vorrangig den Kindergartenbau, den Ankauf eines Tanklöschfahrzeugs sowie den Garagenerweiterungsbau.
Die Bebauung in Steinburg ansprechend, führte Härtenberger an, daß man von seiten der Gemeinde grundsätzlich bereit sei, neben der Baulandausweisung in Hunderdorf auch in Steinburg ein weiteres Baugebiet auszuweisen. Dabei sei das größte Problem der Grunderwerb und die Wasserversorgung. Zur Grundbeschaffung betonte Härtenberger, daß sich die Gemeinde bisher, jetzt und in Zukunft selbst bemühe, Bauland zu erhalten. Härtenberger bat, beabsichtigte Grundstücksveräußerungen der Gemeinde bekanntzugeben, da die Gemeinde auch entsprechende Tauschflächen benötige.
Zur Wasserversorgung berichtete Härtenberger, daß die Quellen in Steinburg ein negatives Untersuchungsergebnis gebracht hatten und die Versorgung deshalb nur aus den Brunnen zugelassen werde. Eine weitere Quellenuntersuchung werde jedoch angestrebt. Zur Versorgungssituation sagte Härtenberger, daß im Bereich Steinburg an die gemeindliche Wasserversorgung 131 Anwesen mit 573 Personen angeschlossen und nur 18 Anwesen mit 77 Personen nicht zentral versorgt seien. Die solle im Verbund mit der Maßnahme im Bereich Gaishausen vorgenommen werden. Das erstellte Projekt sehe die Versorgung der Bereiche Gaishausen, Steinburg und Starzenberg-Brandstatt vor, wobei die Gesamtkosten mit 1,7 Millionen Mark veranschlagt seien. Härtenberger betonte, daß ein Gespräch bei der Obersten Baubehörde noch keine konkreten Zuschußaussagen erbracht habe. Der Sprecher wies auch darauf hin, daß das Untersuchungsproblem der privaten Brunnenuntersuchungen noch nicht endgültig abgeschlossen und hierzu noch eine Verordnung zu erwarten sei, wobei gewisse Erleichterungen vorgesehen seien.
Zum Kanal- und Kläranlagenbau in Steinburg-Gaishausen seien die Pläne ergänzt und beim Wasserwirtschaftsamt zur Prüfung vorgelegt worden, informierte Härtenberger weiterhin. Die Aussicht auf eine Finanzierung sei derzeit schlecht, daß einer großen Zahl Antragstellern nur wenig Mittel gegenüberstünden. Als weitere Maßnahme plane die Gemeinde im Bereich Steinburg für das Jahr 1981 die Erneuerung des Jägersteges im Perlbachtal.
Fremdenverkehrsreferent Reisinger übermittelte die Grüße des Landrats Ingo Weiß. Reisinger sprach die wirtschaftliche Situation im Bereich Hunderdorf an. Im Landkreis gebe es über 124 gewerbliche Betriebe. Sechs Industrie- und Handwerksbetriebe hätten davon mehr als zehn Beschäftigte. Die Betriebe hätten eine positive Entwicklung zu verzeichnen und Investitionen getätigt. Erfreulich sei auch die Tatsache, daß es bezüglich der Arbeitsplätze hier keine Schwierigkeiten gegeben habe.
Zur Agrarstruktur nannte Reisinger 216 landwirtschaftliche Betriebe, die eine Fläche von 1 750 Hektar vorweisen. Vorhanden seien überwiegend Kleinst- und Nebenerwerbsbetriebe, nur 14 Betriebe besäßen eine Betriebsgröße von mehr als 20 Hektar.
Zum Fremdenverkehr führte Reisinger aus, daß der Fremdenverkehr im Landkreis eine erfreuliche Entwicklung genommen habe. In Bezug auf den Fremdenverkehr seien in Steinburg gute Ansätze und Ausbaumöglichkeiten vorhanden. Im Jahr 1979 seien 1350 Übernachtungen verbucht worden. Der Referent meinte. daß sich Steinburg als „Eingangsort zum Bayerischen Wald“ für den Fremdenverkehr sehr gut eigne. Auch der Heimat- und Fremdenverkehrsverein habe dazu eine gewisse Vorarbeit geleistet. Nach Auffassung des Sprechers sollten weitere Impulse auch von Privatvermietern ausgehen, wobei eventuell auch staatliche Förderungen möglich seien, außerdem solle in punkto Werbung eventuell ein neuer Prospekt aufgelegt werden und eine Beteiligung am Landkreisprospekt erfolgen. Anerkennung zollte der Redner auch der Freizeit- und Sportanlage in Hunderdorf. Dadurch werde der Wohn- und Freizeitwert gehoben, meinte Reisinger, der abschließend feststellte, daß in der Gemeinde Hunderdorf viel geschehen und bewältigt worden sei. Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis sei dabei immer gut gewesen.
Es folgte eine sachliche Diskussion. Verschiedene Gemeindeangelegenheiten wurden noch angesprochen, wie etwa Schulbushäuschen Wegern, Wasserversorgung und Amtstafel in Au v. Wald.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.11.1980


Wird eigene EDV-Station gekauft?
Verwaltungsgemeinschaft steht einem Ankauf positiv gegenüber — Anschluß an AKBD?
Hunderdorf.
Die Gemeinschaftsversammlung tagte kürzlich im Gemeindeamt Neukirchen. Dabei wurde eine erneute Stellenausschreibung beschlossen sowie eine Regelung für die VG-Außenstellung Neukirchen hinsichtlich der personellen Besetzung getroffen. Desweiteren sprach man sich für eine eigene EDV-Datenerfassungsstation aus, wobei jedoch noch der mögliche Anschlußtermin abzuklären ist.
Eingangs gab Gemeinschaftsvorsitzender Härtenberger ein Regierungsschreiben betreffend die Anstellung eines Beamten des gehobenen Dienstes bekannt, ebenso die Bewerbungen auf die erfolgte Stellenausschreibung. Da kein Bewerber die bisherige geforderte „Tätigkeit im Kommunaldienst“ aufweisen konnte, beschloß die Gemeinschaftsversammlung, keine Stellenbesetzung vorzunehmen, sondern eine Angestelltenstelle neu auszuschreiben.
Für die Besetzung der VG-Außenstelle in Neukirchen wurde eine Regelung getroffen, die vorsieht, daß die Gemeinde Neukirchen mit der beschäftigten Verwaltungskraft die VG-Außensprechstunden in Neukirchen wahrnimmt und hierfür einen bestimmten Lohnkostenanteil von der Verwaltungsgemeinschaft erstattet bekommt.
Als weiterer Tagesordnungspunkt wurde der Anschluß der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf an die AKDB beraten. Dabei gab der Gemeinschaftsvorsitzende Härtenberger die Ergebnisse einer Befragungsaktion der Nachbargemeinden bekannt. Danach äußerten sich diese Verwaltungen positiv über die EDV-Einsatzmöglichkeiten und nannten gute Erfahrungen im AKDB-Verbund. Grundsätzlich, so wurde festgestellt, wird auch von seiten der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf dem Ankauf eines eigenen EDV-Erfassungsgerätes und dem Anschluß an die AKDB auch mit dem Finanz- und Kassenwesen positiv gegenübergestanden, nachdem auch bereits das Meldewesen EDV-mäßig abläuft. Da die Gemeinden Neukirchen und Windberg noch an der Buchungsstelle angeschlossen sind, ist zu erkunden, ob die EDV-Erfassungsstation auch dann förderungsfähig ist, wenn ein Vollanschluß sämtlicher Gemeinden erst bis zum 1. 1. 1983 erfolgt.
Abschließend nahm die Gemeinschaftsversammlung auch Kenntnis von einem Entwurf einer Zweckvereinbarung über die gemeinsame Erstellung eines Flächennutzungsplanes zwischen den Gemeinden Neukirchen und Windberg. Hierin wird die Abwicklung der Flächennutzungsplanaufstellung zwischen den beteiligten Gemeinden geregelt sowie die anteilsmäßige Kostenaufteilung. Die Verwaltungsgemeinschaft selbst ist nur dadurch berührt, daß die verwaltungsmäßige Durchführung im Aufstell- und Planungsverfahren vorzunehmen ist. Die Gemeinschaftsversammlung stellte fest, daß keine Einwendungen gegen die Vereinbarung bestehen und der Abschluß zwischen den Gemeinden Neukirchen und Windberg befürwortet wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.11.1980

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