1970# 05-06

Realsteuer wegen Schulbau um 20 Prozent erhöht
In Kampfabstimmung beschloß Gemeinderat mit 6:5 Stimmen die Anhebung der Hebesätze um durchgehend 20 Prozent
Hunderdorf.
Zur Gemeinderatssitzung am Montag konnte Bürgermeister Härtenberger alle Mitglieder des Gemeinderats begrüßen. Beide Fraktionen hatten sich auf der vorausgegangenen Sitzung nicht über die Anhebung der Realsteuersätze einigen können, so mußte man diesmal erwarten, daß es zu einer nochmaligen harten Auseinandersetzung kommen mußte.
Wie schon beim Bau des bestehenden Schulhauses vor mehr als zwölf Jahren, so stand nämlich auch diesmal wieder eine Steuererhöhung bevor, wollte man nicht der höchstmöglichen Zuschüsse verlustig gehen. Härtenberger unterbreitete zunächst ein Schreiben des Landratsamtes, in dem darauf hingewiesen wurde, daß bei der Behandlung und Beurteilung der Beihilfeanträge die Frage der Finanzkraft der Bauträger und ihre Ausschöpfung eine entscheidende Rolle spielen. Die Gemeinde Hunderdorf hat folgende Hebesätze: Grundsteuer A 200 %, Grundsteuer B 220 % und Gewerbesteuer 280 %. Der Kreisdurchschnitt beträgt jedoch bei A 205 Prozent, bei B 220 % und bei der Gewerbesteuer 277 %. Im ganzen gesehen liege also auch hier der Durchschnitt der Gemeinde noch unter dem Kreisaufkommen. Im Landesdurchschnitt aber, der jeder FA-Beihilfe zugrunde gelegt werde, schneide Hunderdorf noch schlechter ab, ist doch hier die Grundsteuer A 247 %, die Grundsteuer B 231% und die Gewerbesteuer 274 %. Werde dieser Durchschnitt nicht erreicht, so sei nach bisherigen Erfahrungen mit einer Kürzung von ca. 10 % der Zuschußmittel zu rechnen. Bei einer von Architekt Gruber errechneten Gesamtsumme von 3 573 000,– DM für den Schulhausneubau, könnte dies einen Betrag von 300 000,– bis 350 000.– DM ausmachen.
Wie wirkt sich aber nun diese Steuererhöhung in der Gemeinde Hunderdorf im einzelnen aus? Bei Grundsteuer A und B (Landwirtschaft und Hausbesitzer) wäre bei einer 20 %igen Erhöhung ein Steuermehraufkommen von ca. 3 500,– DM zu erwarten, bei der Gewerbesteuer ein Betrag von ca. 7 000.—DM. Weil aber die Gemeinde durch eine solche Anhebung der Hebesätze bei der Gewerbesteuerumlage ca. 5 000,– DM sparen würde, kämen insgesamt 15 500,– DM an effektiven Mehreinnahmen zustande. Daß mit diesem Betrag kein wesentlicher Beitrag zum Schulhausbau geleistet würde, sei klar. Der Vorteil würde in der zu erwartenden höheren Bezuschussung, wie bereits oben erwähnt, liegen.
Auch die Erhöhung um 20 % könnte für manche irreführend sein. Da die 20 % von den 200 % der Grundsteuer A nur ein Zehntel ausmachten, die 20 % von der Grundsteuer B ein Elftel und von der Gewerbesteuer ein Vierzehntel, müßte also nur dieser Teil von der jetzigen Steuer zusätzlich in den Gemeindefiskus entrichtet werden. Bürgermeister Härtenberger versuchte geradezu mit Engelszungen dies allen Mitgliedern des Gemeinderates plausibel zu machen. Aber auch die Gegenseite, die Fraktion der SPD, bei der vor allem Unger, Aumer und Neumeier sich zu Wortführern machten, hatten ihre Einwände. Sie liefen vor allem darauf hinaus, daß noch keine schriftlichen Anweisungen für Zuschüsse zum Bau der Schule eingegangen seien, daß das Projekt Verbandsschule Hunderdorf noch geändert werden könnte, daß die Steuererhöhung die Landwirte nach der neuen Einheitswertregelung zu hoch sein könnte und schließlich für die gleiche Berufsgruppe berücksichtigt werden müsse und daß die Bonitätsklasse in Hunderdorf nicht anderen Gebieten entspräche. Nach eingehender und heftiger Debatte, die von allen Teilnehmern jedoch immer in fairer Weise geführt wurde, brachte Bürgermeister Härtenberger den Antrag ein, über die Erhöhung der Hebesätze um 20 % abzustimmen. Mit 6:5 Stimmen wurde diese Erhöhung beschlossen und die Hebesätze A auf 220 %, B auf 240 % und die Gewerbesteuer auf 300 % angehoben.
Der ordentliche Haushalt der Gemeinde wird also in diesem Jahr 694’000.– DM in Einnahmen und Ausgaben, der außerordentliche Haushalt 1 974 526,– DM ausmachen. Seit Bestehen der Gemeinde Hunderdorf ist damit der Gesamthaushalt erstmals auf einen Betrag von mehr als 2,5 Mill. DM angestiegen. Diese Situation dürfte sich auch in den nächsten zwei Jahren kaum ändern, wenn noch im Laufe dieses Sommers mit dem Neubau des Schulhauses begonnen wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.05.1970


Drei Todesfälle im April
Windberg.
Eine große Zahl von Trauergästen gab am Montag, den 6. April Notburga Kittenhofer, zuletzt wohnhaft in Regensburg, welche im Alter von 89 Jahren verschieden ist, das letzte Geleite. Die Verstorbene arbeitet zeitlebens als Beschließerin im Bischofshof in Regensburg. In Regensburg verbrachte sie auch ihren Lebensabend in einem Altersstift. Auf dem Windberger Friedhof (ihrer Geburtsheimat) wurde sie im Familiengrab zur letzten Ruhe gebettet. – Außerdem ist Josef Haimerl von Apoig im Alter von 56 Jahren verschieden. Der Verstorbene wurde am 9. Januar 1914 in Hof bei Windberg geboren. Am 17. Juni 1946 reichte er der Maria Weinzierl von Apoig die Hand zum Lebensbund. Sie übernahmen das elterliche kleine Anwesen der Frau. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor. Doch Leiden, die er als Kriegsteilnehmer 1939/45 in die Heimat mitbrachte, machten sich immer heftiger bemerkbar. Er suchte Erleichterung seiner Krankheit im Krankenhaus Bogen, wo er starb. Der Verstorbene wurde auf dem Friedhof unter großer Teilnahme der Bevölkerung zur letzten Ruhe gebettet. – Am April verschied im Krankenhaus Bogen Maria Hartl von Meidendorf. Am 23. Dezember 1900 wurde sie in Meidendorf als Tochter der Wagnerseheleute Georg und Therese Artmeier geboren. Am 6. 6. 27 reichte sie dem Wagner Johann Hartl von Aschenau die Hand zum Lebensbund. Der Gatte ging ihr im September 1960 Tode voraus. Fünf Kinder standen am offenen Grabe der Mutter. Auch der Bauernfilfsverein gab der Verstorbenen als gutes Mitglied das letzte Geleite. Den Angehörigen aller im April verstorbenen und auf dem Friedhof in Windberg zur letzten Ruhe gebetteten Mitbürgern wendet sich unsere Anteilnahme zu.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.05.1970


Am Montag Impfung
Windberg.
Für die im Jahre 1969 geborenen und die von früheren Jahren zurückgestellten Kinder findet am Montag, den 4. Mai, um 16 Uhr im Schulhaus in Windberg die Pockschutz-Erstimpfung statt. Der von der Gemeinde ausgegebene Gesundheitsfragebogen ist auf alle Fälle abzugeben, auch wenn das Kind nicht geimpft werden kann.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.05.1970


Windberg. (Auszahlung) Die Auszahlung der Sozialhilfe, Pflegegeld und Pflegekindergelder findet am Dienstag zwischen 14 und 15 Uhr in der Gemeindekanzlei statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.05.1970


Trachtenverein stellte Maibaum auf
Hunderdorf.
Wenn sich die Trachtenvereine die Erhaltung der Sitten und Gebräuche in ihre Statuten geschrieben haben, so darf natürlich auch nicht das Aufstellen des Maibaumes vergessen werden. Die Hunderdorfer Trachtler unter ihrem rührigen Vorstand Sacher sind recht aktiv und scheuten auch nicht die nicht unwesentlichen Vorbereitungen für die Maifeier. In Lindfeld wurde der Baum vorbereitet und geschmückt und am 1. Mai wurde er von dort zum Bahnhof gebracht, wo er von den Vereinen eingeholt wurde. Dann ging es zum unteren Dorfplatz, wo bereits der Standort vorbereitet war. Mit Hauruck wurde er dann von kräftigen Armen emporgestemmt und bald flatterten die bunten Fahnen lustig im Winde. Die vielen Zu-schauer wurden inzwischen von der schneidig aufspielenden Trachtenkapelle aus Elisabethszell unterhalten, die dem Nachbarverein Hunderdorf gerne diesen Freundschaftsdienst erwies. Anschließend gab es dann für die Schuljugend ein Wurstschnappen. Die Trachtler selbst machten es sich anschließend in der Gastwirtschaft Edbauer-Baier gemütlich.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1970


Großschaden bei Feuer in landwirtschaftlichem Anwesen
Ausmaß noch nicht abzusehen – Scheuen, Geräteschuppen und Maschinen ein Raub der Flammen – Brandursache noch ungeklärt
Hunderdorf. Viele glaubten zunächst noch an einen Probealarm, als am Samstag fast pünktlich um 12 Uhr die Sirene heulte. Nur kurze Zeit später zeigte aber die starke Rauchentwicklung in Stetten, daß es sich um einen Ernstfall handelte. Die Hunderdorfer Wehr war dann auch

Eine Scheune samt Mähdrescher und anderen landwirtschaftlichen Maschinen wurde ein Raub der Flammen

wenige Minuten nach dem Alarm an der Brandstelle bei Landwirt Bielmeier in Stetten, wo die Wirtschaftsgebäude in hellen Flammen standen.
Die kurze Zeit später eintreffenden Wehren aus Bogen, Windberg, Au vorm Wald und Mitterfels gingen sofort entschlossen gegen den Brandherd vor und konnten sogar noch eine Wagenremise, die bereits Feuer gefangen hatte, retten. Die große Scheune des Landwirts, eine andere Scheune, in der ein Mähdrescher, ein Kunstdüngerstreuer und eine Reihe weiterer landwirtschaftlicher Maschinen untergestellt waren, konnte jedoch nicht mehr gerettet werden. Gerade noch rechtzeitig konnte Jungvieh aus der Scheune befreit werden und einige Schweine, die dort untergebracht waren. Zwei Schweine jedoch mußten wegen der schweren Verbrennungen, die sie bereits erlitten hatten, notgeschlachtet werden.
Ein großes Lob ist dem Einsatz der Feuerwehren zu zollen, die hier zweifellos verhindern konnten, daß der Brand auch auf das Wohnhaus und die Nachbargebäude übergriff. Der Einsatz klappte so vorzüglich, daß man schon nach wenigen Minuten eine Ausbreitung des Feuers verhindern und den Brand unter Kontrolle halten konnte.
Wie jedoch schon bei früheren Bränden, so mußte man auch hier wieder feststellen, daß Hunderte von Schaulustigen die Anfahrt der Wehren sowie deren Einsatz behinderten. Die Straße zum Brandplatz war mehr als zwei Kilometer lang mit parkenden Wagen total verstopft und behinderten An- und Abfahrt. Viele fuhren rücksichtslos in angrenzende Felder und Wiesen und richteten dort für den Brandleider noch zusätzlichen Schaden an. Auch die Polizei, die unmittelbar nach dem Alarm auf dem Brandort eingetroffen war, konnte diesem Ansturm von Fahrzeugen der Schaulustigen nicht Einhalt gebieten.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.05.1970


Standesamtliche Nachrichten
Hunderdorf.
Das Standesamt Hunderdorf verzeichnet im Monat April zwei Geburten (Geburtsort Bogen), eine Eheschließung und einen Sterbefall. Geburten: Markus Baumgartner, Lintach, geboren am 7. 4. 70, Christian Anton Stache, Bahnhofstraße, geboren 6. 4. 70. Eheschließung: Kraftfahrer Josef Fischer, Stadlberg, Litzlauer Straße und Veronika Maria Schleinkofer, Hunderdorf, Apoiger Straße am 4. 4. 70. Sterbefall: Rentner Franz Bauernfeind, Hofdorf 15, am 2. 4. 70.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1970


Für die Erweiterung unserer Abteilung
Verkauf suchen wir
1 jüngeren kaufm. Angestellten
für Verkaufskorrespondenz
1 Phonotypistin
Ihr Eintritt kann sofort oder nach Ver-
einbarung auch zu einem späteren Zeit-
punkt erfolgen.
Ihre Bewerbung erbitten wir an das
Werk Hunderdorf oder rufen Sie uns an
unter 09422/466.
Werkbusverbindung zwischen Straubing
-Bogen-Hunderdorf vorhanden.

NOLTE MÖBEL KG
8441 HUNDERDORF
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.1970


Meidendorf. (RK-Dienstabend) Der nächste Dienstabend des Roten Kreuzes findet am kommenden Freitag bei Huber statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1970


Hunderdorf
Gasthof Sandbiller
Telefon 0 9 4 22 / 6 96
Warme Speisen, gepflegte Getränke zu jeder
Tageszeit!
EIGENE METZGEREI
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.1970


7 jähriger Junge entfachte Feuer
Hunderdorf.
Wie erst jetzt bekannt wurde, ist die Brandursache im Anwesen Bielmeier in Stetten darauf zurückzuführen, daß der erst siebenjährige Junge in der Scheune mit Streich-hölzern spielte. Aus dem Zimmer des Großvaters hatte der Junge die Streichhölzer entnommen und war damit in die Scheune gegangen. Als dann das dort gelagerte Heu Feuer fing, lief der Junge davon, ohne den Eltern was zu sagen. Erst einige Stunden nach dem Brand gestand er.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1970


209 Kinder wurden gefirmt
Hunderdorf.
Am Montag fand in der Pfarrkirche Hunderdorf die Firmung statt, bei der Kin-der aus den Pfarreien Hunderdorf, Windberg und Neukirchen das Sakrament gespendet bekamen. Die Firmung nahm der freiresignierende Abt von Schweicklberg, Willibald Margraf, vor. Insgesamt erhielten 209 Knaben und Mädchen die Firmung gespendet. Viele Zuschauer fanden sich ein, als der Abt mit den Geistlichen aus den drei Pfarrgemeinden zur Kirche zog und ließen ihren Kindern den Segen erteilen. Chorregent Unkrodt und Pater Wolfgang trugen wesentlich zur Verschönerung des Gottesdienst bei.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1970


110 Schulkinder eingeschrieben
Hunderdorf.
Die Schuleinschreibung brachte heuer mit 110 Buben und Mädchen einen neuen Rekord. Die Kinder wurden zugleich von Schulleiter Czerwenka getestet und vom Amtsarzt untersucht. Es ist zu erwarten, daß noch nicht alle Kinder dieses Jahrgangs zur Anmeldung gebracht wurden, so daß mit rund 120 Schulanfängern zu rechnen ist. Für die Volksschule Hunderdorf wird dadurch das Raumproblem für das kommende Schuljahr noch größer.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.1970


Isidor Kalka, 75 Jahre alt
Hunderdorf.
Am Freitag vollendet der Rentner Isidor Kalka, wohnhaft in Hunderdorf, Friedenstr. 21 sein 75. Lebensjahr. Der Jubilar wurde am 8. Mai 1895 in Himmelwitz, Kreis Strelitz/Oberschlesien, geboren. Er war Kriegsteilnehmer im 1. Weltkrieg und wurde verwundet. Am 23. Februar 1927 schloß mit Martha Kalka, geborene Motytschka, in Großstrelitz Bezirk Oppeln, der, Bund fürs Leben. Die Ehe wurde mit zwei Töchtern und vier Söhnen gesegnet. Stolz ist der Jubilar auf die sieben Enkel und die zwei Urenkel hat er besonders ins Herz geschlossen. 1945 mußte er die geliebte Heimat verlassen. 1966 konnte er vom Aussiedlungslager in Landshut nach Hunderdorf zu seinem Sohn ziehen und sich in den wohlverdienten Ruhestand begeben. Er ist durch sein freundliches Wesen beliebt und geschätzt. Zur Zeit liegt Herr Kalka im Krankenhaus in Straubing. Wir wünschen dem Altersjubilar baldige Genesung und einen frohen, langen Lebensabend bei bester Gesundheit.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.05.1970


Am Sonntag FFW-Übung
Windberg.
Wegen der Erstkommunion findet die FFW-Übung am Sonntag um 12 Uhr statt. Treffpunkt: Feuerwehrhaus Windberg. Es wird gebeten, daß die Gruppe, die das Leistungsabzeichen macht, ebenfalls vollzählig erscheint.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.05.1970


Einladung zum 60jährigen Geschäftsjubiläum
Steinburg-Bahnhof

Samstag, den 5. Mai
Tag des Weines
Abends Tanz
Es spielen für Sie die beliebten
Silbersterne“.
Sonntag, den 10. Mai
Tag der Jugend

Ab 2 Uhr Beat-Party mit den Thers aus
Straubing.
Abends spielen für Sie „The Blizzards“. Jeden Tag frische Brathendl vom Spieß auch zum Mitnehmen. ½  Stück nur 3.50 DM. Dazu die guten Arco-Biere und zur Erfrischung Africola und Bluna.
Auf Ihren Besuch freut sich:
Familie Solcher
Quelle: Bogener Zeitung, 09.05.1970


Fatimafeier und Lichterprozession
Windberg.
Am Mittwoch wird in Heilig Kreuz bei Windberg der Fatimatag in feierlicher Form begangen. Nachmittags ist um 14 Uhr Rosenkranz, anschließend Predigt und Marienfeier. Abends um 19.30 Uhr sammeln sich die Pilger in Windberg und ziehen in der Lichterprozession hinauf nach Heilig Kreuz. Dort beschließt eine Abendmesse den Wallfahrtstag. Das Patrozinium in Heilig Kreuz, gewöhnlich am zweiten Sonntag im Mai begangen, wurde heuer auf einen späteren Termin verschoben, da an diesem Tag heuer die Erstkommunion abgehalten wurde.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1970


Rotes Kreuz hält 15-Jahrfeier
Oberaltaich/Großlintach.
Am Donnerstag findet um 20 Uhr im Gasthaus Schlecht in Großlintach die 15-Jahrfeier der Rotkreuz-Ortsvereinigung Oberaltaich statt. Hierzu sind alle Mit-glieder und Freunde des Roten Kreuzes höflichst eingeladen. Landrat Hafner wird als 1. Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes Bogen die Festansprache halten und verdiente Mitglieder ehren. Die Veranstaltung wird durch „The Rockies“, die Jugendrotkreuz-Singgruppe und das Gesangsduo Dorfner/Mühlbauer musikalisch umrahmt werden. Die aktiven Helferinnen und Helfer tragen Dienstbekleidung.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.1970


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen
… Amberger Arnold, Hunderdorf, Neubau einer Doppelgarage und Umbau des Wohnhauses …
Quelle: Bogener Zeitung, 13.05.1970


Standesamt Bogen im April
Bogen.
Die Monatsstatistik vom April der Stadt Bogen nennt 21 Geburten, 4 Eheschließungen und 6 Todesfälle.
Geburten: … Christian Anton Stache, Hunderdorf, Bahnhofstraße 17 … Markus Baumgartner, Lintach, Gde. Hunderdorf … Alfred Josef Hafner, Netzstuhl, Gde. Windberg … Marion Anna Meier, Wegern, Gde. Steinburg; Stefan Franz Niedermeier, Schafberg, Gde. Steinburg; Anna Katharina Maier, Rammersberg, Gde. Gaishausen …
Gestorben sind: Josef Haimerl, Landwirt, Hunderdorf, Windberger Straße, 56 Jahre alt … Hartl Maria, Rentnerin, Meidendorf, Gde. Windberg, 69 Jahre alt …
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1970


54 Erstkommunikanten am Tisch des Herrn
Hunderdorf.
Das Wetter hat es am Sonntag gut gemeint mit den 29 Buben und 25 Mädchen, die mit ihren Angehörigen sowie dem Pfarrherrn und Kooperator Vos in feierlichem Zug von der Schule in die Kirche zogen. Ein schönes Bild gab es, als dann die festlich gekleideten Kinder in der Pfarrkirche Platz nahmen, um zusammen mit den Eltern und vielen Pfarrangehörigen die hl. Messe zu feiern. In seiner Predigt brachte Pfarrer Ruß das Gleichnis vom Weinstock. Nunmehr, so führte der Geistliche aus, sei es an den Kindern, mit Christus zu leben und durch die Feier der Eucharistie diesen Bund immer wieder zu erneuern. Anschließend traten die Kinder zum Tisch. Der Gottesdienst selbst wurde auf gemeinsame Weise schön gestaltet. Am Nachmittag trafen sich dann die Erstkommunikanten wieder mit ihren Eltern in der Pfarrkirche zu einer Dankandacht, die von Pater Wolfgang gestaltet wurde. Anschließend wurden schöne Messingkreuze als Andenken zur Erstkommunion an die Kinder überreicht.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.1970


Amalia Drahyncz 85 Jahre alt
Hunderdorf.
In erfreulicher körperlicher und geistiger Frische konnte die Rentnerin Amalia Drahynicz, wohnhaft in Hunderdorf, Hauptstraße 5 ihr 85. Wiegenfest begehen. Die Jubilarin wurde 1885 in Dorna-Kandreni in Rumänien als Amalia Regetz geboren. Sie wuchs auf dem landwirtschaftlichen Anwesen ihrer Eltern auf. 1906 führte sie Gabriel Drahynicz in Gainesti in Rumänien zum Traualtar. Die Ehe wurde mit drei Söhnen gesegnet. Stolz ist die Jubilarin auf die acht Enkel und besondere Freude hat sie mit den zehn Urenkeln. Als 1940 die Russen ihre Heimat besetzten, siedelte die Familie nach Schlesien über. Dort erlebte sie den Zweiten Weltkrieg und mußte in der polnisch-besetzten Zone bleiben. Erst 1957 konnte sie mit ihrem Ehemann nach Westdeutschland ziehen. Zwei Jahre später starb der Ehemann. 1960 zog sie von Aufhausen, Lkr. Regensburg, nach Hunderdorf zu ihrem Sohn, bei dem sie ihren Lebensabend verbringt. Die geschätzte und beliebte Jubilarin pflegt mit Sorgfalt ihren kleinen Garten und liest jeden Tag aufmerksam die Heimatzeitung. Zu den Gratulanten gehörte auch Bürgermeister Härtenberger, der ihr einen schönen Geschenkkorb überreichte. Die Heimatzeitung schließt sich dieser Gratulation mit den besten Wünschen für noch viele gesunde und glückliche Lebensjahre an.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.05.1970


Brauerei-Gasthof Berger
Steinburg

Am Pfingstmontag, den 17. Mai 1970
MAITANZ
Es spielen und singen zu Ihrer Unterhaltung die beliebten „Drei Musketiere“.
Beginn: 19.00 Uhr.
Auf Ihren Besuch freut sich:
FFW Steinburg und Fam. Alfons Berger.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.05.1970


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
… Feldmeier Rupert, Meidendorf, Gde. Windberg, Neubau eines Wohnhauses …
Quelle: Bogener Zeitung, 19.05.1970


Aus dem Standesamt
Windberg.
Beim Standesamt Windberg haben den Bund fürs Leben geschlossen der Bauzeichner Walter Johann Hornberger und die Schwesternhelferin Theresia Kreszentia Wagner von Windberg. Den kirchlichen Segen bekam das junge Paar in der Heimatpfarrei. Die weltliche Feier wurde im Gasthaus Wagner, dem Elternhaus der Braut gefeiert. Dem jungen Paar alles Gute auf dem gemeinsamen Lebensweg.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.05.1970


Warum weite Wege zum Arbeitsplatz
in Kauf nehmen?

Wir bieten ihnen ganz in Ihrer Nähe
sichere Arbeitsplätze
saubere Arbeit
übertarifliche Belohnung durch Prämiensy-
stem, vorteilhafte Schichtarbeit
von 5.30-14 Uhr oder14-22.30 Uhr
Wir suchen laufend
jüng. männl. und weibl.
Anlernkräfte

für unsere Möbelproduktion.
Bewerbung, persönliche Vorstellung oder An-
ruf erbeten an
NOLTE-MÖBEL KG., Hunderdorf
Telefon 09422 466
Quelle: Bogener Zeitung, 19.05.1970


Freiw. Feuerwehr hielt Jahresversammlung ab
Einsatzbereitschaft hat sich gesteigert – Kreisbrandmeister Wanninger überreichte Leistungsabzeichen in Silber
Hunderdorf.
Am Samstag fand im Gasthaus Baier-Edbauer die Jahresversammlung der Frei-willigen Feuerwehr Hunderdorf statt. Dazu konnte der 1. Vorstand Bürgermeister Härtenberger den stellvortretenden Kreisbrandinspektor und Kreisbrandmeister Wanninger, Kommandant Anleitner und die zahlreich erschienenen aktiven und passiven Vereinsmitglieder aufs herzlichste begrüßen.
Zu Beginn gab Härtenberger einen Rückblick auf das Vereinswesen im Jahr 1969. Er konnte bekanntgeben, daß keine Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr verstorben sind, doch verringerte sich die Zahl der Mitglieder um vier infolge Wegzugs. Leider konnten 1969 keine Zugänge verzeichnet werden. Es wurde deshalb die „Mann-zu-Mann“-Werbung vorgeschlagen, damit der Nachwuchs in den Reihen der Aktiven gesichert sei. Die Feuerwehr plant auch heuer wieder einen Ausflug, ferner will man bei den Fahnenweihen in Ascha, Haid und Steinach teilnehmen.
Vereinskassier Karl Zollner informierte die Anwesenden über die Einnahmen und Ausgaben im Jahr 1969. Hierbei konnte er über eine erfolgreiche Kassenführung berichten, denn das Jahr 1969 konnte mit einem Kassensollbestand abgeschlossen werden. Gegen seinen Vortrag gab es keine Bedenken, Einwände oder Beanstandungen.
Vorstand Karl Härtenberger berichtete über erhaltene Zuschußmittel zur Anschaffung und Erneuerung der Ausrüstung: 4 000 DM bewilligte der Landkreis Bogen und 1 800 DM stellte die Gemeinde Hunderdorf zur Verfügung. Er dankte dem Kreisrat und Gemeinderat für die Bereitstellung der Zuschüsse.
Es folgte der Tätigkeitsbericht 1969 von Kommandant Xaver Anleitner. Er führte aus, daß es allein mit den Pflichtübungen eines Jahres nicht ausreicht, eine gute Zusammenarbeit der Freiwilligen Helfer zu erreichen. Erst durch die Ablegung der Leistungsprüfung, die mit wöchentlichen Übungen verbunden sind, kann ein besserer Ausbildungsstand erreicht werden.In Hunderdorf besitzen z. Zt. 33 Mann das bronzene, 7 Mann das silberne Leistungsabzeichen und 15 Mann machten die Wiederholung zum Goldenen. Er betonte, daß bei den Bränden die Feuerwehrmänner ihre Kameradschaft und Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt haben. Bewährt haben sich bei einem Zimmerbrand die angeschafften Atemschutzmasken. Auch für 1970 sind Anschaffungen notwendig, wie Schläuche, Feuerhacken usw. Der Kommandant bemängelte, daß die schnelle Anfahrt und der reibungslose Einsatz immer von Schlangen parkender Autos der Schaulustigen gefährdet wird. 1969 gab es in der Gemeinde keinen Brandplatz, doch rückte man viermal zur Nachbarschaftshilfe aus.
Kreisbrandmeister Wanninger sprach den Feuerwehrleuten für den raschen, vorbildlichen Einsatz und das tatkräftige und kluge Vorgehen bei Einsätzen und Brandherden ein Kompliment aus. Er stellte besonders heraus, daß die Feuerwehr mit dem Löschfahrzeug zweckmäßig ausgerüstet ist und die Zusammenarbeit mit der Gemeinde zum Wohle und Schutz der Allgemeinheit vortrefflich ist. Die Nachwuchssorgen ansprechend erklärte er, daß man ab 18 Jahren voll im aktiven Dienst der Feuerwehr tätig sein kann. Er begrüßte, daß Zug um Zug Leistungsabzeichen errungen werden und überreichte das Leistungsabzeichen in Silber an Xaver Baier. Wilhelm Huber und Otto Sachs. Ferner übergab er Zeugnisse für die Vorstufe zum Goldenen an Vorstand Karl Härtenberger, Georg Hagn, Xaver Schlecht und Otto Weinzierl.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.05.1970


Friedhoferweiterung ein Werk für Jahrzehnte
Windberg.
Seit langer Zeit ist der Windberger Friedhof zu klein. Nach langen Verhandlungen mit Grundbesitzer und Behörden ist es nun endlich so weit, daß der Erweiterung keine Schwierigkeiten mehr im Wege stehen. Da kein geeignetes Grundstück für eine eventuelle Neuanlage eines Friedhofes zur Verfügung stand, bemühte sich Pfarrer Ephrem mit dem Grundstücksnachbarn Gmeinwieser zu einem Tausch eine Einigung zu erzielen. Auch die Behörden stimmten diesem Plan zu. Die Baufirma Feldmeier von Meidendorf stellt die neue Einfriedungsmauer her. Der dadurch neu gewonnene Platz reicht für viele Ruhestätten und für Jahrzehnte hinaus ist diese Notlage damit aufgehoben.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.05.1970


Ein treues Mutterherz
hat aufgehört zu schlagen.
Gott, der Herr, hat unsere liebste Mutter, unsere herzensgute Oma und
Uroma
Frau Rosina Köderl
nach kurzer Krankheit, im Alter von 73 Jahren, versehen mit den heiligen
Sterbesakramenten, zu sich in ein besseres Jenseits abgerufen.
Thananger, Hunderdorf, Ittling, Moosdorf, Pforzheim, Murrhardt, den 20. Mut 1970
In tiefer Trauer:
Hans Köderl, Sohn mit Familie
Xaver Köderl, Sohn
Rosa Gritsch, Tochter mit Familie
Laura Scharrer, Tochter mit Familie
Thekla Biendl, Tochter mit Familie
Anna Wagner, Tochter mit Familie
Enkel, Urenkel und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Samstag, 23. Mai 1970, um 9.00 Uhr, in Hunderdorf, mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.05.1970


Naturschutzdenkmal keine Plakatsäule
Hunderdorf.
Als vor mehr als 10 Jahren das heutige Schulhaus gebaut wurde, da erwies sich die alte Eiche vor dem Grundstück nicht gerade begünstigend für die Einfahrt und die Tätigkeit der Baumaschinen. Auch die Straßenerweiterung konnte an dieser Stelle wegen dieses hundertjährigen Baumes nicht vorgenommen werden. Trotzdem ließ man sie auf diesem Platz und stellte sie sogar unter Naturschutz. Heute dient sie nicht nur als Kulisse für das Schulhaus, sie ist darüber hinaus gerade jetzt, wo sie wieder in zartem Grün steht, eine Augenweide für jeden Naturfreund. Störend jedoch wirkt bei näherer Betrachtung, daß dieses Naturdenkmal seit Jahren mit allen möglichen Plakaten und Schriften bepflastert wird. Nicht nur die verschiedenen Vereine befestigen hier ihre Ankündigungen, euch ein Straßenschild und ein ‚Verkehrszeichen wurde ihrem Stamm angenagelt. Es ist verständlich, wenn man sich einen solch exponierten Punkt, wie ihn der Standort der Eiche darstellt, als Plakat-. und Anschlagtafel benützen will, die Frage ist nur, ob man dies nicht auch in anderer Form machen könnte. Bei einem von Menschenhand geschaffenen Denkmal würde man wohl von Verschandelung, Verunglimpfung oder gar von Schändung sprechen. Warum gilt das eigentlich nicht für ein Naturdenkmal?
Quelle: Bogener Zeitung, 23.05.1970


Morgen Patrozinium in Heilig Kreuz
Windberg.
Die Wallfahrtskirche Heilig Kreuz feiert morgen das Kreuzbergfest. Der Festgottesdienst ist um 10 Uhr, vorher ist in der Marien-Kapelle Beichtgelegenheit.
Nachmittags beginnt um 14 Uhr die Predigt, anschließend zieht die Prozession um den Kreuzberg und eine Andacht beendet die Feierlichkeiten dieses höchsten Festes der Wallfahrt. Bei schönem Wetter ist der Nachmittagsgottesdienst im Freien.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.05.1970


Konrad Gleixner wurde Schützenkönig
Ludwig Treimer errang die Vereinsmeisterschaft – Jungschützen schwer im Kommen
Lintach.
Eine Wachablösung gab es beim Schützenverein „Zur gemütlichen Geselligkeit“ in diesem Vereinsjahr. Stark bedrängt von der Jugend mußten sich die sieggewohnten „Alt-schützen“ diesmal im Königsschießen von der jungen Garde geschlagen geben. Die Würde des Schützenkönigs ging nämlich in diesem Jahr auf den erst 17jährigen Konrad Gleixner über, der schon im letzten Jahr beachtliche Erfolge aufweisen konnte. Wurstkönig wurde der Vorstand des Schützenvereins, Hans Altschäffl, und Brezenkönig wurde auch in diesem Jahr Hans Helmbrecht, der damit seinen Erfolg von den Vorjahren wiederholte und der diesen Titel bereits dreimal für sich in Anspruch nehmen konnte.
Zu der Siegesfeier, die im Vereinslokal Schlecht stattfand, konnte Vorstand Helmbrecht nicht nur die aktiven Schützen, sondern auch eine Reihe von Gästen begrüßen, die dem Verein auch ohne Mitgliedschaft die Treue halten. Er stellte zunächst die „Königsschützen“ dieses Jahres vor, die von den Anwesenden mit viel Applaus bedacht wurden. Anschließend gab er die Ergebnisse der diesjährigen Saison bekannt. Ludwig Treimer, seit Jahren einer der aktivsten und besten Schützen des Vereins, konnte im abgelaufenen Jahr den Titel des Vereinsmeisters erringen. An 26 Abenden hatte er nicht weniger als 2 918 Ringe geschossen, wobei je 10 Schuß auf die 15er-Scheibe abzugeben waren. Den 2. Platz konnte Xaver Schlecht erringen, der im letzten Jahr die Würde des Schützenkönigs erringen konnte. Ihm folgten Konrad Gleixner, Helmbrecht Hans und Schröttinger Josef jun. Im vergangenen Jahr hatte man den Modus der Austragung etwas geändert und das Königsschießen an zwei Abenden ausgetragen, während man früher die Gesamtergebnisse zählte. Für die ersten Preisträger hatte man auch heuer wieder schöne Preise bereitgestellt.
Vorstand Altschäffl gab noch bekannt, daß am 4. Juli ein Ausflug nach Ruhpolding und an den Chiemsee vorgesehen ist. Beim anschließenden geselligen Beisammensein unterhielt Schützenkamerad Helmbrecht die Anwesenden noch mit schmissigen Akkordeonklängen.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.05.1970


Sonntag Fest Heiligdreieinigkeit
Windberg.
Um 7 und um 9.30 Uhr in Windberg heilige Messen, um 10 Uhr in Heiligkreuz heilige Messe. Nachmittags 14 Uhr, in Heiligkreuz Predigt, Prozession und Kreuzandacht. An der Prozession sollen sich alle Vereine mit den Fahnen beteiligen. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sollen in Uniform erscheinen.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.05.1970


Zwei Drittel Uninteressierte im Landkreis Bogen
Nur 32,86 Prozent der Abstimmungsberechtigten gingen zum Volksentscheid und erkämpften mit einer knappen Mehrheit von 500 Stimmen den Achtzehnjährigen das Stimmrecht
Bogen.
Schönes Wetter und sträfliche Uninteressiertheit brachten es mit sich, daß nur ein knappes Drittel der Wahlberechtigten im Landkreis Bogen am gestrigen Sonntag zur Wahl-urne ging, um sich für oder gegen die Herabsetzung des Wahlberechtigungsalters auf 18 Jahre zu entscheiden. Daß es gerade die Landgemeinden waren, die einmal mit einer schwachen Wahlbeteiligung brillierten und zum anderen auch noch in der Mehrzahl gegen die Herabsetzung des Wahlalters Stellung bezogen, gibt zu denken und läßt hinsichtlich der Aufgeklärtheit des Durchschnittswählers allerhand Schlüsse auch für andere Abstimmungsgelegenheiten zu. Immerhin hat die Stadt Bogen noch sowohl bei der Wahlbeteiligung als auch beim Wahlergebnis am besten abgeschnitten, sonst wäre es nur zu einer hauchdünnen Ja-Mehrheit gekommen. Die Stadt Bogen wurde, was die Wahlbeteiligung anbelangt, nur von der kleinen Gemeinde Bärnzell übertroffen, denn hier gingen vier Fünftel der Wahlberechtigen zur Abstimmung. Allerdings hatte dies einen anderen Grund. Hier wurde gleichzeitig auch über die Eingemeindung nach Ascha abgestimmt und diese Tatsache mobilisierte die Bärnzeller Bürger, die dann auch in der überwältigenden Mehrzahl für die Eingemeindung nach Ascha votierten.

Gaishausen: 258 Wahlberechtigte, 53 Wähler, 20 ja, 33 nein.

Hunderdorf: 1 174 Wahlberechtigte, 310 Wähler, 167 ja, 139 nein.

Steinburg: 398 Wahlberechtigte, 78 Wähler, 33 ja, 45 nein.

Windberg: 511 Wahlberechtigte, 138 Wähler, 62 ja, 75 nein.

Gesamt
Landkreis Bogen:
Wahlberechtigte: 23 700, Wähler: 7 789, 32,86Prozent.Ja: 4 091. Nein: 3 601, Ungültig: 97.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.05.1970


Nach Gottes hl. Willen verschied schnell und unerwartet am Dienstag, unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Opa, Uropa, Bruder, Schwager, Onkel, Cousin und Pate
HERR RUPERT FELDMEIER
Maurermeister von Meidendorf
Mitglied des Krieger- und Veteranenvereins Windberg

im Alter von 83 Jahren, selig im Herrn.
Meidendorf, Salching, Oberpiebing, Nürnberg, Lintach, 22, Altenbuch, den 27. Mai 1970.
In tiefer Trauer:
Rupert Feldmeier, Sohn mit Familie
Therese Stadler, Tochter mit Familie
Ottilie Tillmann, Tochter mit Familie
Josef, Karl und Ludwig Feldmeier, Brüder
im Namen aller Verwandten
Sterberosenkranz heute Mittwoch, 27. 5. 1970 und Donnerstag, 28. 5. 1970, um 17 Uhr in Meidendorf. Requiem am Freitag, 29. 5. 1970, um 9 Uhr in der Pfarrkirche Windberg mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.05.1970


Max Sperl 80 Jahre alt
Hunderdorf.
Heute vollendet der Rentner Max Sperl, wohnhaft in Hunderdorf, Bahnhofstraße 59, in erfreulicher körperlicher und geistiger Frische sein 80. Lebensjahr. Der Jubilar wurde in Siegersdorf, Lkr. Bogen, geboren. Wie sein Vater erlernte er den Beruf eines Mühlenbauers. Er war Kriegsteilnehmer im 1. Weltkrieg. Er kämpfte an der Westfront beim 6. Feldartillerieregiment und später kam er zum Sturmtrupp. 1919 schloß er mit Maria Sperl, geborene Stelzer in Steinburg den Bund fürs Leben. Aus der Ehe gingen zwei Töchter und ein Sohn hervor. Von 1919-1962 war er Pächter der Mühle in Steinburg. Seit 1962 wohnt er nun in der Gemeinde Hunderdorf, wo er nach schweren Arbeitsjahren den wohlverdienten Ruhestand findet. Der rüstige Jubilar arbeitet oft in seinem Garten und geht am Sonntag gerne zum Schafkopfen. Auch im Vereinsleben war er nicht untätig. Er ist Mitglied des Krieger- und Veteranenvereins und der Freiwilligen Feuerwehr Hunderdorf. Er konnte zahlreiche Auszeichnungen in Empfang nehmen und zweimal wurde er für 50jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt. Seinen Ehrentag wird er im Familienkreis feiern. Bei den Gratulanten dürfen auch die vier Enkel nicht fehlen, auf die er besonders stolz ist Wir wünschen unserem Jubilar noch viele, frohe Lebensjahre bei bester Gesundheit.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.05.1970


Therese Groß 88 Jahre alt
Hunderdorf.
Am Sonntag kann die Rentnerin Therese Groß ihr 88. Lebensjahr vollenden. Die Jubilarin wurde in Pichlberg, Lkr. Bogen, als Therese Bach geboren. 1919 hatte sie mit Josef Groß in Hunderdorf die Ehe geschlossen; der Ehemann verstarb schon 1957. Ihren Lebensabend verbringt sie in Ruhe und Bescheidenheit bei ihrer Tochter. Der hochbetagten Jubilarin zu ihrem Wiegenfest weiterhin Gesundheit und Wohlergehen.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.05.1970


Gesangverein trifft sich
Hunderdorf.
Die nächste Veranstaltung des Gesangvereins Hunderdorf findet an morgigen Dienstag um 20 Uhr im Gasthaus Sandbiller statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1970


Gott, der Herr, nahm am Samstag morgen unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Onkel und Paten
Herrn Anton Fleischmann
Austragslandwirt von Gaishausen

nach Empfang der hl. Sterbesakramente, im Alter von 83 ½ Jahren, heim in sein Reich.
Gaishausen, Parkstetten, Traunstein, Rosenheim, den 30. Mai 1970
In stiller Trauer:
Die Hinterbliebenen
Trauergottesdienst heute, Montag, den 1. 6. 70, 9 Uhr, in Hunderdorf, mit anschl. Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.06.1970


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 11. 5. – 15. 5. 1970 eingereichten Baugesuche
Bogen.
Zoglmann Karl, Neufahrn, Freisinger Weg 2, Neubau eines Wohnhauses in Hunderdorf – Bugl Rudolf, Hofdorf, Gde. Hunderdorf, Neubau einer Garage … Länger Robert, Rammersberg, Gde. Gaishausen, Anbau einer Garage … Fischer Gerhard, Oberbucha, Gde, Windberg, Einbau eines Kamins in das bestehende Wohnhaus – Rother Hermann, Herrnbirket, Gde. Windberg, Neubau eines Wohnhauses …
Quelle: Bogener Zeitung, 02.06.1970


Auswinterungsschäden melden
Gaishausen.
Die Landwirte, die ihre Hochwasser-, Naäse- und Auswinterungsschäden noch nicht gemeldet haben, werden gebeten dies bis 3. Juni in der Gemeinde nachzuholen.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.06.1970


Josef Hornberger 70 Jahre alt
Hunderdorf.
Am Dienstag konnte Herr Hornberger, wohnhaft in Hunderdorf, Starzenberg 2, in erstaunlicher geistiger und körperlicher Frische sein 70. Lebensjahr vollenden. Der Jubilar wohnt seit Geburt in der Gemeinde Hunderdorf; seine Wiege stand in Starzenberg. 1926 hatte er mit Rosa Hornberger, geb. Hackl in Hunderdorf die Ehe geschlossen. Dem rüstigen Jubilar zu seinem Ehrentag nachträglich noch die besten Wünsche für viel Gesundheit und noch viele geruhsame Lebensjahre.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.06.1970


Standesamtliche Nachrichten
Hunderdorf.
Das Standesamt Hunderdorf verzeichnet im Monat Mai vier Geburten (Geburts-ort Bogen) und zwei Eheschließungen. Geburten: Erna Therese Hornberger, Starzenberg, geboren am 13. 5. 1970; Georg Roland Meinberger, Bahnhofstraße, geboren am 3. 5. 1970; Anita Winter, Lintach, geboren am 5. 5. 1970; Dieter Spierhansl, Eglsee, geboren am 15. 5. 1970. — Ehe-schließungen: Landwirt Josef Schuhbauer. Wolferszell, Lkr. Straubing und Landwirtstochter Maria Stettmeier, Hunderdorf, Lindfeld, geheiratet am 2. 5. 1970; Schreiner Franz Xaver Haimerl, Furth, Agendorfer Straße und Christine Feldbauer, Oberhunderdorf, geheiratet am 9. 5. 1970.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.06.1970


Versammlung des Roten Kreuzes
Windberg/Meidendorf.
Die Gruppen des Roten Kreuzes von Windberg und Meidendorf treffen sich am kommenden Freitag zum Dienstabend in der Gaststätte Huber in Meidendorf in Dienstbekleidung.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.06.1970


65. Wiegenfest
Windberg. Heute kann Rosina Siebauer, genannt „die Krebl-Schneiderin“, ihr 65. Wiegenfest feiern. Die Jubilarin erblickte in Haselstauden bei Blaibach als Tochter der Bauerseheleute Johann und Therese Zollner das Licht der Welt. 1938 reichte sie dem Bauer Alois Wurm von Großaign die Hand zum Lebensbund. Doch schon 1945 holte der Tod den Gatten von ihrer Seite. 1947 verehelichte sich die Jubilarin mit dem Schneidermeister Josef Krebl von Windberg. Doch kurz war die Ehe, Bereits 1952 war sie wiederum Witwe. Sie nahm ihr Schicksal tapfer in die Hand und diente, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, als Haushaltshilfe. Noch einmal ward ihr ein kurzes harmonisches Familienleben gegönnt mit dem Maurermeister Siebauer, der ihr die Hand zum Lebensbund reichte. Doch schon bald war sie wieder auf eigenen Lebensunterhalt angewiesen. Erst vor kurzem kehrte sie in ihre Heimat Windberg zurück, um in ihrem Heim den wohlverdienten Lebensabend zu genießen. Der Jubilarin alles Gute. Quelle: Bogener Zeitung, 04.06.1970


65. Windberg. (Feuerwehrübung) Die FFW Windberg hält am Sonntag um 8.30 Uhr eine Einsatzübung in Irensfelden ab. Alle Aktiven werden in Uniform erwartet. Das Erscheinen ist Pflicht jedes Feuerwehrkameraden.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.06.1970


Der Herr über Leben und Tod nahm am Dienstagabend nach längerer Krankheit unseren lieben Vater, Schwiegervater, Opa, Bruder, Schwager, Onkel und Paten
Herrn Josef Naimer
Austragslandwirt von Steinburg

nach Empfang der hl. Sterbesakramente, im Alter von 80 Jahren zu sich heim in sein Reich.
Steinburg, Langholz, Neukirchen, Windberg, den 4. Juni 1970
In tiefer Trauer:
Josef Naimer, Sohn mit Familie
Maria Naimer, Tochter
Ottilie Naimer, Tochter
Johann Naimer, Bruder
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst mit anschließender Beerdigung am Freitag, 5. Juni 1970, um 9 Uhr in der Pfarrkirche Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.06.1970


Standesamtliche Nachrichten
Schwarzach.
Geburten: … Peter Klugbauer, Windberg …
Quelle: Bogener Zeitung, 05.06.1970


Am Grabe von Rupert Feldmeier
Windberg.
Am Freitag versammelte sich eine überaus große Zahl von Trauergästen auf dem Windberger Friedhof, um Rupert Feldmeier, Maurermeister von Meidendorf, die letzte Ehre zu erweisen. Der Verstorbene wurde geboren am 2. Januar 1887 in Meidendorf als Sohn der Landwirtseheleute Xaver und Anna Feldmeier. Nach der Schulzeit erlernte er das Maurerhandwerk, im Jahre 1910 verehelichte er sich mit Cäcilie Dietl und machte sich selbstständig. Aus der Ehe gingen zwei Töchter und ein Sohn hervor. Auch der 1. Weltkrieg 1914/18 rief ihn zu den Waffen. Wieder heimgekehrt, war sein ganzes Streben, das Bauunternehmen auszubauen. Im Jahre 1949 übergab er sein Baugewerbe dem Sohn. Im Jahre 1965 nahm ihm der Tod die  Gattin schnell von der Seite, was ein schwerer Schicksalsschlag für ihn war. In den letzten Wochen suchte er im Krankenhaus Bogen Hilfe, da das Herz nicht mehr so recht in Ordnung war. Dort überraschte ihn auch der Tod. Die Belegschaft der Firma Feldmeier gab dem Seniorchef das letzte Geleit und legte am offenen Grab einen Kranz nieder als Zeichen der Trauer. Auch der Krieger- und Veteranenverein erwies dem Wiedergründungsmitglied und Vorstandsmitglied die letzte Ehre und Vorstand Hilmer legte dem stets hilfsbereiten Kameraden einen Kranz am Grab nieder. Pfarrer Ephrem segnete den Verstorbenen ein und übergab ihn der geweihten Erde. Der Kirchenchor sang ihm zu Ehren ein würdiges Grablied. Den Kindern und Angehörigen wendet sich unsere Teilnahme zu.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.06.1970


Vom Standesamt Bogen
Bogen.
Das Standesamt Bogen registrierte im Mai 16 Geburten, 3 Eheschließungen und 18 Todesfälle. Geburten: … Anita Winter, Lintach, Gde. Hunderdorf; Erna Therese Hornberger; Starzenberg, Gde. Hunderdorf; Andrea Marianne Schuster, Oberbucha, Gde. Neukirchen; … — Gehei-ratet haben: Prommersberger Johann, Großhandelskaufmann, Bogen, Ludwigstraße 11b und Frankl Brigitte Klara, Verkäuferin, Landorf; Pacher Eduard Adolf Nikolaus, Elektriker, Bogen, Stadtplatz 16 und Murer Maria Sofia, Keramikmalerin, Bogen, Lagerhausstraße 22 … — Gestorben sind: … Köderl Rosina, Thananger, Gde. Hunderdorf, 73 Jahre … Feldmeier Rupert, Maurer, Meidendorf, Gde. Welchenberg, 83 Jahre …
Quelle: Bogener Zeitung, 06.06.1970


Luftballons als Friedensboten in alle Welt
Die Schuljugend des Landkreises läßt wieder Ballons starten

Hunderdorf.
Tausende von Luftballons mit den Freundschaftsgrüßen der Schuljugend gehen in diesen Tagen auf die Reise. Die Beteiligung der Schuljugend im Landkreis Bogen ist in diesem Jahr ganz erstaunlich angestiegen. Die doppelte Zahl wie im Vorjahr wurde von den Schulen angefordert und man rechnet, daß sich etwa 90 Prozent aller Schulkinder an dieser


Das Bild zeigt die Kinder beim Start der Ballons

Freundschaftsaktion beteiligen. Angeregt wurden diese Ballongrüße an die Kinder der Welt schon vor Jahren durch das Jugendrotkreuz. Der Gedanke mit der Versicherung der Freundschaft und des Gedankenaustausches hat in den Jahren seines Bestehens immer mehr Freunde gefunden. Viele Antworten kamen aus den verschiedensten Ländern und Briefe gingen hin und her. Auch aus den Ostblockstaaten kamen Karten zurück, die an den Ballons dort niedergegangen waren und brachten hin und wieder auch einige freundliche Zeilen mit. Die weitesten Flüge wurden und werden auch heuer wieder durch das JRK mit schönen Preisen belohnt. Der Wunsch nach einem besonders weiten Flug begleitete auch die rund 600 Ballons, die in dieser Woche von der Schuljugend aus Hunderdorf, Windberg, Steinburg. Neukirchen und Obermühlbach von Hl. Kreuz bei Windberg aufgestiegen waren und in den nächsten Tagen und Wochen schon werden die Antworten erwartet. Glücklicherweise erwischte man zum Flugtag auch einmal gutes Wetter und hatte damit die Voraussetzungen, daß die Flüge auch gelingen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.06.1970


Schulhausbau in Hunderdorf startete
Vorarbeiten bereits vergeben – Auf der Baustelle wird bereits gearbeitet – 780 000 DM an Zuschüssen zugesichert

Hunderdorf.
Die Gemeinderatssitzung am 1. Juni brachte in Anwesenheit von Kreisbau-meister Kraus, Architekt Gruber und Angestellten Lex vom Landratsamt Bogen eine endgül tige Entscheidung im Bauvorhaben des Schulhauserweiterungsbaues.
Nach Bekanntgabe der Angebotssummen durch Herrn Gruber nahm Kreisbaumeister Kraus zu diesem Thema Stellung. Die vorgesehene


Unser Bild zeigt den Erweiterungsbau, der am jetzigen Schulturnplatz aufgeführt wird, aus Richtung der Hauptstraße. Links im Vordergrund ist hinter dem Hauptplatz die Turnhalle zu sehen, in deren Kellergeschoß ein Lehrschwimmbecken vorgesehen ist. Rechts davon ist der Hauptbau mit den Klassenräumen und den notwendigen Nebenräumen. Ganz rechts im Vordergrund ist als Flachbau die künftige Hausmeisterwohnung zu erkennen.

Finanzierung wurde wiederholt von der zuständigen Regierungsstelle mündlich in Aussicht gestellt und es wird erwartet, daß die entsprechende Regierungsentschließung in absehbarer Zeit eintrifft. Danach hätte die Gemeinde Hunderdorf mit Zuschüssen für diesen Bauabschnitt in Höhe von 780 000.- DM zu rechnen, wobei die bereits im Vorjahr zugesagten 180 000.- DM enthalten sind.
Nach Durchsicht der eingegangenen Angebote für die Erd-, Beton-, Maurer- und Verputzarbeiten entfiel die Wahl des Gemeinderates einstimmig auf die Arbeitsgemeinschaft Schuhbauer/Altschäffl. Die Auftragssumme beläuft sich auf 1 212 687,43 DM. Ebenfalls einstimmig beschloß der Gemeinderat die Vergabe der Zimmererarbeiten an die Firma Max Dilger in Haibach. Hier beläuft sich die Auftragssumme auf 43 068.- DM. Die Vergabe der Dachdeckerarbeiten wurde vorläufig zurückgestellt, da über den billigsten Bieter zunächst noch Auskünfte eingeholt werden sollen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.06.1970


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
… Söldner Jakob, Wegern, Gde. Steinburg, Verlängerung der Scheune; Steckler Alfons, Öd, Gde. Steinburg, Grundstückseinfriedung …
Quelle: Bogener Zeitung, 08.06.1970


Wenn das Geld so fließen würde wie der Teer …
… wären innerhalb eines Jahres alle Straßen des Landkreises mit einer Schwarzdecke versehen – Straße von Steinburg bis Mitterfels/Wiespoint in drei Tagen befestigt

Bogen. Am Donnerstag und Freitag der vergangenen Woche und am heutigen Montag war ein Bautrupp des Straßenbauamtes Deggendorf damit beschäftigt, die Straße von Steinburg bis Wiespoint-Mitterfels mit einer Teerdecke zu versehen, und dadurch die Verbindung zwischen den beiden bereits vorher befestigten Straßenstücken herzustellen. Wir haben uns mit Oberbaurat Hans Wührl vom Straßenbauamt Deggendorf — einem gebürtigen Bogener — über die derzeitige Lage auf dem Gebiet des Straßenbaues im Landkreis Bogen hinsichtlich der Straßen, für die das Deggendorfer Amt zuständig ist, unterhalten, und erfuhren

Der „Straßenfertiger“ trägt zügig die neuen Dekce auf, die innerhalb kürzester Zeit schon befahrbar ist

dabei, daß im vergangenen Jahr allein 26 km der B 20 mit einer Teerdecke versehen wurden, was einem Kostenaufwand von insgesamt 1,1 Millionen DM gleichkommt. Ebenso wurden 1969 im ganzen 15 km der Staatsstraßen 2140, 2147 und 2148 mit Deckenbau versehen — Kostenaufwand: 350 000 D-Mark.
Das Ziel des Bauamts sei es, auch im Jahre 1970 neben den laufenden großen Straßenbaumaßnahmen (wie z. B. Bogen-Niederwinkling, Steinburg-St. Englmar, Kollnburg-Viechtach) die schlechten und unebenen Straßendecken im Rahmen von Deckenbauten zu erneuern und im Verlauf von einigen Jahren mit neuen Decken zu versehen und dadurch ebene, griffige und helle Fahrbahnen zu schaffen. Diese Deckenerneuerungen bewirken außerdem, daß die jährlichen Flickmaßnahmen verringert werden, die Straßen dadurch weniger Behandlung erfordern und vor allem der Verstärkung der Straßendecke und der Verminderung von Frostaufbrüchen gedient werde. Das neue Verfahren lasse kein Wassereindringen mehr zu, was zuvor für Frostaufbrüche sehr förderlich war.
In einer Vorbehandlung der zu erneuernden Straßen werden zunächst Unebenheiten und Löcher in der alten Decke beseitigt und dann ein neuer „Teppich“ mit dem Straßenfertiger aufgebracht. Bei Optimalen Wetterverhältnissen können pro Tag 1,5 km und in außergewöhnlichen Fällen bis zu 3 km Straßen mit einer Neudecke versehen werden.
Das für das Jahr 1670 vorgesehene, zum Teil schon begonnene, in der Durchführung begriffene und z. T. schon fertiggestellte Straßenbauprogramm des Amtes sehe zwischen Bärndorf und Steinburg 5 km (110 000 DM), zwischen Steinburg und Mitterfels 3 km und zwischen Ascha und Mitterfels 4,5 km (170 000 DM) vor. Dazu komme noch bei Steinburg die Erneuerung eines größeren Durchlasses, die in dem Gesamtkostenaufwand bereits enthalten ist. Bemerkenswert war, dabei zu erfahren, daß der Abbruch des alten Durchlasses und der Wiederaufbau des neuen insgesamt nur zwei Tage in Anspruch genommen hatte, wobei der Verkehr nur einen tag gesperrt war. – Man kann und Darf die Schlußfolgerung des Oberbaurats Wührl ohne weiteres anerkennen, wenn er sagt, daß all diese Maßnahmen letzten Endes auch dem Fremdenverkehr, dem Ausflüglerverkehr, aber auch dem allgemeinen Verkehr dienen würden. – Wenn man sieht, wie zügig die Behandlung der alten Straße und das Aufbringen der neuen Teerdecke vor sich geht, dann wünscht man nur, das Geld für den Straßenbau sollte genau so stetig und exakt fließen wie der Teer aus dem breiten „Straßenfertiger“, denn dann hätten wir innerhalb eines Jahres durchwegs neue Decken mit griffigen und hellen Fahrbahnen.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.06.1970


Terminkalender der Pfarrjugend
Hunderdorf.
Wie bereits im Monat Mai geschehen, hat die Pfarrjugend auch im Juni wieder ein umfangreiches Programm. Am Mittwoch, 16. Juni, trifft sich um 20 Uhr die Tanzgruppe, am Dienstag, 23. Juni, soll ein Johannisfeuer abgehalten werden und am Sonntag, 28. Juni, wird die Fahrt nach Regensburg zur Operette „Die schöne Helena“ nachgeholt werden. Der Bus dazu fährt etwa um 17.30 Uhr vom Bahnhof in Hunderdorf ab. Die Gesamtkosten betragen 6 DM für Jugendliche, für Erwachsene 10 DM. Außerdem wird darauf hingewiesen, daß die Jugendfahrt nach Frankreich voll gebucht ist und keine Anmeldung mehr möglich ist. Bis zum 1. Juli soll auch über den Tanzkurs im Herbst entschieden sein. Für 7 bis 8 Abende wird ein Beitrag von 15 DM erhoben.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.06.1970


Schulanfänger werden getestet
Hunderdorf.
Wegen der Feststellung der geistigen Schulreife findet am Donnerstag, 11. 6., um 14.30 Uhr im Schulhaus Hunderdorf eine Testuntersuchung der Schulneulinge statt. Aus diesem Grunde werden die Eltern höflichst ersucht, mit den angemeldeten Kindern zu erscheinen. Es besteht die Möglichkeit, von Windberg und Steinburg einen Bus zu benützen, der um 14 Uhr abfährt.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.06.1970


Missionstag mit Pater Berens
Hunderdorf.
Am Sonntag wird der Afrika-Missionar Pater Berens von den Weißen Vätern in Hunderdorf einen Missionstag halten. Schon öfter wurde ihm durch Spenden aus der Pfarrei in großzügiger Weise geholfen. Auch diesmal ist die Pfarrgemeinde wieder während der Missionsgottesdienste um 7 Uhr, um 9.30 Uhr und um 10.30 Uhr zum Missionsopfer aufgerufen.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.06.1970


Morgen Rotkreuzversammlung
Großlintach.
Die Monatsdienstbesprechung der Rotkreuzgruppe Großlintach findet am Mittwoch um 20 Uhr in der Gastwirtschaft Schlecht in Großlintach statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.06.1970


Missionstag erbrachte beachtliche Spende
Pfarrgemeinde hilft Missionskirche miterbauen

Hunderdorf. Am Sonntag weilte H. H. Pater Berens von den „Weißen Vätern“ zu einem Missionstag in der Pfarrei Hunderdorf. Der Missionar ist für die Gemeinde kein Unbekannter, besuchte er doch 1962 und 1966 Hunderdorf. Pater Berens benutzt seinen Heimaturlaub, um in dieser Zeit in verschiedenen Patenpfarreien für


Innenaufnahme der Kirche in Bobo-Dioulasso

seine Kirche in Afrika zu sammeln. Er ist in Bobo-Dioulasso in Obervolta, dem ehemaligen Französisch-Westafrika, tätig. Er wirkt in einem Institut, einer weiterführenden Schule für Einheimische und Kinder europäischer Familien und zum anderen als Seelsorger. Letztere Tätigkeit nimmt ihn mehr in Anspruch und vor allem hat er in dieser Eigenschaft den Kirchenbau sehr gefördert. Die Kirche wurde von einem Schweizer Architekten geplant. Sie ist fertig bis auf den Altar, den Tabernakel, die Sakristei und einige Kleinigkeiten. In seinen Ansprachen am Sonntag führte der Pater aus, daß er als Dankender und als Bittender zur Pfarrgemeinde Hunderdorf komme. Schon in früheren Jahren habe sie ihn, wie auch noch einige andere Pfarreien, durch eine hochherzige Spende in seinem Vorhaben unterstützt. Auch diesmal bitte er um ein Opfer für die Kirche in Afrika. In gleicher Weise aber bat er um die Unterstützung durch das Gebet für die Missionstätigkeiten in diesem Erdteil.
In Obervolta ist auch Erzbischof Paul Zoungrana zuständig, der in Quagaciongou seinen Sitz hat und schon vor Jahren, noch vor seiner Erhebung zum Bischof, Gast von Pfarrer Ruß in seiner letzten Pfarrei war. Die Verbindung ist bis heute aufrecht geblieben.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.06.1970


Rotkreuzgruppe erhielt Unfallhilfsstelle
28 Neumitglieder bei der Rotkreuzgruppe Großlintach – Hans Altschäffl und Erna Bogner als Gruppenführer gewählt

Oberalteich/Großlintach. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Grundausbildungslehr-gang für die Erste Hilfe in der Zeit vom 24. 3. bis 10. 4. konnte auf Grund des großen Interesses für die Rotkreuzarbeit am 22. Mai in der Gastwirtschaft Schlecht in Großlinach eine zweite Rotkreuzgemeinschaft in der Gemeinde Oberalteich ins Leben gerufen werden.


Die neugegründete Rotkreuzgruppe Großlintach bei der Übergabe der Unfallhilfsstelle

BRK-Instruktor Rupert Niedermeier klärte zunächst über Sinn und Zweck der Rotkreuzarbeit im allgemeinen und der Gruppenarbeit im besonderen auf. Auf die Aufbauarbeit in der Gemeinde Oberaltaich eingehend, konnte der Referent auf eine stolze Leistungsbilanz in den vergangenen 15 Jahren hinweisen. Da Großlintach doch sehr weit abgelegen sei, empfehle sich in diesem Bereich die Gründung einer zweiten Rotkreuzgruppe, meinte Niedermeier, umsomehr, als die Kursteilnehmer außerordentlich viel Interesse für die Mitarbeit im Roten Kreuz gezeigt hätten.
25 Männer und Frauen erklärten daraufhin ihre aktive Mitgliedschaft; einige wollen die junge Gruppe als Förderer nach besten Kräften unterstützen. Aus der anschließenden Wahl gingen Hans Altschäffl als Gruppenführer und Erna Bogner als Gruppenführerin und Kassiererin hervor.
Beim ersten Dienstabend am vergangenen Mittwoch durfte Kolonnenführer Niedermeier namens und im Auftrag des BRK-Kreisverbandes Bogen eine komplette Unfallhilfsstelle in Großlintach übergeben, die bei größeren Unfällen oder Katastropheneinsätzen Verwendung finden solle.
Niedermeier machte die Helferinnen und Helfer mit dem Inhalt dieser wertvollen Unfallhilfsstelle vertraut und bat den Gruppenführer und die Familie Schlecht, wo die Unfallhilfsstelle stationiert ist, um schonende und sachgemäße Behandlung.
Im zweiten Teil des Dienstabends hatten die Mitglieder vorher durch Los gezogene praktische Einzel- und Gruppenaufgaben zu bewältigen, der sie sich zur vollsten Zufriedenheit erledigten.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1970


Sportverein verlegt Versammlung
Hunderdorf.
Wegen anderweitiger Belegung wird die Wochenversammlung auf Donnerstag 20 Uhr verlegt.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1970


Kanzleistunden in Steinburg
Steinburg.
Die Gemeindekanzlei Steinbirg ist in Zukunft wie folgt besetzt: Dienstag von 8 bis 12 Uhr, Donnerstag von 13 bis 17 Uhr. Diese Regelung gilt für sie Dauer der Sommermonate.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.06.1970


Fatimatag in Heilig Kreuz
Windberg.
Heute, Samstag. treffen sich die Wallfahrer wieder in Heilig Kreuz zum Fatima-tag. Nachmittags um 14 Uhr beginnt der Rosenkranz, anschließend ist Predigt und Kreuzfeier.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.06.1970


Windberg. (Fatimafeier) Heute ist in Heilig-Kreuz Fatimafeier. Um 14 Uhr ist Rosenkranz und um 14.30 Uhr ist Predigt mit Marienfeier.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.06.1970


Rotes Kreuz und Feuerwehr bei Hochzeit
Großlintach.
Am Samstag schlossen der Maurer Xaver Grüll und seine Frau Ursula in der Pfarrkirche zu Hunderdorf den Bund fürs Leben. Die Helferinnen und Helfer der neugegründeten Rotkreuzgruppe Großlintach beteiligten sich in stattlicher Anzahl bereits am Kirchen-zug und am Hochzeitsamt, das Pater Wolfgang zelebrierte. Der Geistliche ermahnte das Brautpaar zum Zusammenhalt in guten und in schlechten Tagen. Die weltliche Feier fand im Gasthaus Schlecht in Großlintach statt, an der sich viele Freunde, Verwandte und Bekannte des Brautpaares beteiligten. Zum sogenannten „Weisen“ (Danken) wurden neben den Arbeits-kameraden der Baufirma Hans Altschäffl auch die Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr und der Rotkreuz-Ortsvereinigung Oberaltaich aufgerufen. Die Arbeitskameraden unter Führung von Polier Traimer überreichten einen großen Geschenkkorb. Für die Freiwillige Feuerwehr Oberaltaich sprachen Vorstand Hans Helmbrecht und Ludwig Geith. Beide dankten dem Bräutigam für die aktive Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr Oberaltaich und überreichten nette Präsente. Das Geschenk der dritten Löschgruppe händigte Löschmeister Hermann. Klein aus. Auch BRK-Instruktor Rupert Niedermeier überreichte ein Präsent.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.06.1970


Fusion oder Verwaltungsgemeinschaft?
Gemeindevertreter von Hunderdorf, Gaishausen, Steinburg, Windberg, Neukirchen und Obermühlbach trafen sich zu einer Aussprache
Hunderdorf.
Nichts kennzeichnete die Situation unserer Zeit mehr als der Trend zur Reform in allen Bereichen unseres Lebens. Sie beginnt auf internationaler Basis mit politischen und wirtschaftlichen Zusammenschlüssen, führt über nationale und regionale Bereiche bis herunter zu den örtlichen Belangen der Gemeinden. Während aber die Zusammenlegungen auf verschiedenen Gebieten durch rein administrative Maßnahmen verhältnismäßig schnell entschieden werden konnten, beginnt das Problem dort, wo die Volksvertreter, die gewählten Vertrauensleute von Gemeinden oder Kreisen, ihre Eigenständigkeit angetastet sehen. Das scheint zunächst dann ein Nachteil zu sein, wenn man eine Sache für grundsätzlich gut hält, es ist aber eines jener Privilegien der Demokratie, daß hier erst einmal die Dinge besprochen, diskutiert und schließlich entschieden werden müssen. Die Auflösung der ländlichen Polizeiposten und der Zusammenschluß zu Großraumstationen erfolgte ziemlich reibungslos. Schlechter wurde die Sache schon bei der Neugliederung der, Schulwesen, hatten doch hier auch die Gemein-den ein gewichtiges Wort mitzusprechen. Jetzt aber, wo ein Gesetz zur Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung einen Zusammenschluß von Gemeinden oder die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften empfiehlt, stößt man auf den Widerstand der Bürgermeister und Gemeinderäte, die ihre Eigenständigkeit aus den verschiedensten Gründen beibehalten möchten. Hier kann man nur behutsam vorwärtsgehen und die bessere Einsicht oder die Überzeugung auf Besserstellung langsam wirken lassen.
Bei diesen Besprechungen wird die Freiwilligkeit betont. Inspektor Reichart vom Landrats-amt Bogen, der die Möglichkeiten und Auswirkungen dieser Zusammenschlüsse am Wochenende vor den Gemeindevätern interpretierte, betonte diese Freiwilligkeit und diese nur „angenommenen“ Möglichkeiten immer wieder, wobei er nicht vergaß zu erwähnen, daß dies auch im Interesse des Landrats liegt. Dabei würden den bereitwilligen Gemeinden allerhand Patengeschenke in die Tasche gelegt, wenn, ja wenn sie sich entschließen könnten.
Man konnte auch aufweisen, daß im Landkreis Bogen schon vereinzelt Verhandlungen über Zusammenlegungen stattfinden, wie etwa die Eingliederung der Gemeinde Bärnzell in Ascha, Dachsberg in Haselbach, Landasberg in Haibach oder die Zusammenlegung von Niederwinkling mit Waltendorf und Pfelling. Auch die Gründe hierfür sind einleuchtend, wenn man bedenkt, daß sich der Lebensbereich des Bürgers über die alten Gemeindegrenzen ausgedehnt hat, sich die gemeindlichen Aufgaben vervielfältigt haben, verschiedene Aufgaben von den Gemeinden selbst wahrgenommen werden sollen und die Verwaltungseinheiten der untersten Stufen in jeder Hinsieht voll funktionsfähig sein sollten. Wenn aber Aufgaben auf die Gemeinden übertragen werden, die bisher zentral am Landratsamt in Bogen durchgeführt wurden, dann könnte es durchaus sein, daß damit auch die Kreisbehörden an Aufgaben und Bedeutung verlieren würden, und es ist doch nicht Absicht und Ziel solcher Reformen die Eigenständigkeit und Selbständigkeit des Kreises zu unterminieren.
Falls jedoch die Gemeinden an dem freiwilligen Zusammenschluß interessiert sind, dann können diese mit erhöhten Schlüsselzuweisungen, besonderen Beihilfen für Wegebauten zur „Anbindung“ an den neuen Verwaltungssitz, für Abwasserbeseitigung und Wasserversorgungsanlagen, Bedarfszuweisungen zur vorzeitigen Tilgung unrentierlicher Schulden rechnen. Fürwahr ein interessanter Katalog von Vorteiln. Inspektor Reichart hatte sogar konkretes Zahlenmaterial zu bieten und da hieß es, daß etwa Steinburg bei einem Zusammenschluß mit einer Nachbargemeinde 46 500 Mark, Gaishausen 168 800 Mark, Windberg 425 100 Mark, Neukirchen 489 500 Mark und Obermühlbach 246 100 Mark im Laufe von sieben Jahren so quasi als Geschenk erhalten würden und diese Gelder trotzdem noch in ihrem eigenen Gemeindebereich, selbst nach einem Zusammenschluß, verwenden könnten. Auch für die Bürgermeister wäre gesorgt, indem man für sie eine Überbrückungshilfe für mindestens drei, höchstens 12 Monate bezahlen würde. In einzelnen Fällen müßte an die Bürgermeister ein Pflichtehrensold oder könnte ein freiwilliger Ehrensold bezahlt werden. Das Gemeindepersonal, die Beamten, Angestellten und Arbeiter also, sind zu übernehmen. Auch ehrenamtliche Kräfte sind nach Möglichkeit weiter zu beschäftigen. Grundsätzlich gilt zwar bei Zusammenlegungen von Gemeinden das Satzungsrecht der aufnehmenden Gemeinde, aber abweichende Regelungen im Hinblick auf Hebesätze, Feuerschutzabgabe usw. sind durchaus für einige Jahre möglich. Kommt es aber nur zu einem Zusammenschluß benachbarter Kreisgemeinden zu einer Verwaltungsgemeinschaft, wird der Bestand der beteiligten Gemeinden nicht angetastet. Bürgermeister und Gemeinderäte bleiben. Die Verwaltungsgemeinschaft hätte zum Ziel, eine leistungsfähige und wirtschaftliche, Verwaltungseinheit zu gewährleisten. Sie soll mindestens 1 500 Einwohner, zweckmäßig jedoch nicht mehr als 2 000 bis 3 000 Einwohner umfassen. Gemeinden über 2 500 Einwohner müßten aber einen Beamten des gehobenen Dienstes verfügen. Diese Verwaltungsgemeinschaft müßte eine Gemeinschaftsversammlung bilden, der jeweils der erste Bürgermeister und je ein Gemeinderat, für jedes volle Tausend ein weiterer Gemeinderat angehören müßte. Die finanzielle Förderung würde sich in diesem Falle auf Beihilfen für Verwaltungsgebäude, Einrichtungsgegenstände, Büromaschinen usw. erstrecken.
Bei der anschließenden Diskussion, die im offiziellen Teil bemerkenswert kurz war, wurde vor allem eingewendet, daß in beiden Fällen des Zusammenschlusses der Weg zum Gemeindeamt zwangsläufig für die Gemeindeangehörigen vergrößert würde, daß der Verwaltungsapparat eventuell teurer und die Durchschlagskraft der kleineren Gemeinden im Hinblick auf die großen Gemeinden verringert würden. Außerdem fürchteten die Gemeindevertreter, daß durch die Stimmenmehrheit der großen Gemeinden die kleinen Gemeinden an Mitspracherecht einbüßen könnten.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.06.1970


Katharina Hentschel 80 Jahre alt
Hunderdorf.
Am Sonntag konnte in erfreulicher körperlicher und geistiger Frische Frl. Katharina Hentschel, wohnhaft in Hunderdorf, Ringstraße 22, ihr 80. Wiegenfest feiern. Die rüstige Jubilarin wurde in Breslau geboren, erlernte den Beruf einer Damenschneiderin und Modistin. Sie mußte zwei Weltkriege miterleben; 1947 wurde sie aus der geliebten Heimat ausgewiesen. Sie kam nach Jacobsthal/Sachsen und 1951 zog sie von dort nach Hunderdorf zu ihrer Schwester Margarete Hirsch. Ihre Hobbys sind: Handarbeiten, viel lesen und mithelfen im Haushalt. Zu ihrem Ehrentag gratulierte ihr auch Bürgermeister Härtenberger herzlichst und überreichte ihr einen schönen Geschenkkorb. Wir wünschen unserer hochbetagten Jubilarin noch viele, frohe und geruhsame Lebensjahre bei bester Gesundheit!
Quelle: Bogener Zeitung, 16.06.1970


Hunderdorfer Volksfest vom 26. bis 29. Juni
Hunderdorf.
Auch in diesem Jahr wird Hunderdorf wieder sein eigenes Volksfest veranstalten. Festwirt ist wieder, wie schon seit langen Jahren, Herr Josef Weinzierl von Apoig. Am Freitag, 26. Juni, beginnt das Fest mit dem Auszug zum Bierzelt, anschließend erfolgt der An-stich durch Bürgermeister Härtenberger und Bierprobe. Auch für einen ausreichenden Vergnügungspark ist wieder gesorgt und schließlich wird zum Abschluß auch wieder die große Verlosung im Bierzelt stattfinden. Die bekannte Blaskapelle Helmbrecht konnte zum Volksfest verpflichtet werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.06.1970


Sportvereinsversammlung schon am Donnerstag
Hunderdorf.
Wegen der am Freitag stattfindenden Bürgerversammlung muß die Wochenversammlung des Sportvereins auf Donnerstag, 20 Uhr, verlegt werden. Bei guter Witterung findet ab 18.20 Uhr ein Training statt. Wegen der Aufstellungen für Samstag gegen Mitterfels und Sonntag gegen eine Auswahl der 4/4 wird um zahlreichen Besuch gebeten.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.06.1970


Fünf Altersjubilare
Windberg.
Monika. Weber von Herrnbirket konnte am Dienstag ihr 74. Wiegenfest feiern. Anna Plager von Windberg feierte am Mittwoch ihren 76. Geburtstag; Nikolaus Bartenex von Windberg feiert heute den 77.Geburtstag und Linus Wirth von Windberg kann ebenfalls heute den 74. Geburtstag feiern. Anna Fuchs von Windberg kann am Samstag auf 76 Lebensjahre zurückblicken. Wir wünschen allen Jubilaren noch viele Jahre in bester Gesundheit.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.06.1970


Diphterie-Wundstarrkrampf-Impfung
Windberg.
Am Freitag findet in Windberg um 9 Uhr im Schulhaus in Windberg die erste Einspritzung zur Diphterie-Wundstarrkrampf-Impfung 1970 statt. Die Merkblätter sind ausgefüllt um Impftermin mitzubringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.06.1970


Am Freitag Rotkreuzversammlung
Hunderdorf.
Die Monatsdienstbesprechung für Juni findet am kommenden Freitag, abends um 20 Uhr, im Cafe Weinzierl statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.06.1970


Führer durch Geschichte und Kunst des Kreises
Ein Büchlein, das in der Bibliothek eines Heimatfreundes nicht fehlen dürfte
Bogen.
Pater Norbert Backmund vom Kloster Windberg. hat im Verlag von Franz Stolz in Mitterfels einen Führer durch Geschichte und Kunst des Landkreises Bogen herausgegeben. — Auch aus diesem Werk geht hervor, daß der Landkreis Bogen, die Urheimat des bayerischen Rautenwappens, eine ruhmreiche geschichtliche Vergangenheit hat. Bogen ist an der Gestaltung des Landeswappens und der Landesfahne mit Symbolen eigener Macht und Größe maßgeblich beteiligt. Die weiß-blauen Rauten, das hervorragendste Sinnbild Bayerns, und Herzschild des bayerischen Staatswappens, haben ihren Ursprung im Wappen und der Sturmfahne der Grafen von Bogen, die sich im Mittelalter um die bayerische Kolonisation große Verdienste erworben haben.
Darüber hinaus gibt es noch einige Dinge, die den Landkreis Bogen über seine Grenzen hin-aus berühmt machten: den Bogenberg, die älteste Marienwallfahrtsstätte Bayerns, mit der berühmten Pfingstwallfahrt, die Benediktinerabtei Oberaltaich, die Prämonstratenserabtei Wind-berg (heute Liturgisches Zentrum der Diözese Regensburg), die staatlich anerkannten Luftkurorte St. Englmar (Fremdenverkehrszentrum mit Hallenbad und Mittelpunkt eines vielbesuchten Skiparadieses) und Mitterfels das („Bayerische Jerusalem“), das Schwarzacher Weißbier, Kaspar Thürrigl, der Waldprophet ,Mühlhiasl“ usw.
Aus dem Führer ergibt sich, daß das erste Hofbräuhaus nicht in München, sondern im Landkreis Bogen, in Schwarzach, errichtet wurde. Die Degenbergische Schloßbrauerei Schwarz-ach war einst so berühmt, daß der Herzog von Bayern diese 1602 zum „Hofbräuhaus“ erklärte. Der tüchtigste Schwarzadler Bräumeister wurde nun Begründer des Münchener Hofbräuhauses.
H. Pater Norbert Backmund weist in seinem Vorwort zu dem Büchlein, dem dankenswerterweise auch eine Straßenkarte des Landkreises Bogen beigegeben ist, mit Recht darauf hin, daß es vieles in unserem Kreis zu sehen gibt. Auch hölzerne alte Bauernhäuser, alte Badeöfen, Scheunen und Wegkapellen, vor allem aber die so charakteristischen Totenbretter — was in einigen Jahrzehnten vielleicht nicht mehr da sein wird. „Man muß dahinter hersein, vielleicht läßt sich noch manches retten.“
„Ich mache oft auf verborgene Schätze aufmerksam“. schreibt der Verfasser in seinem Vorwort. „Mögen mir die verschiedenen Pfarrer, Mesner und Hausbesitzer verzeihen, daß sie nun öfter von neugierigen Besuchern belästigt werden und die Schlüssel zücken müssen, um irgendetwas herzuzeigen. Diesen Besuchern rate ich, immer eine kleine Spende bereitzuhalten—nicht als Trinkgeld, sondern zur Instandhaltung des Kunstdenkmals —, sie wird die Vielbelästigten erheblich milder stimmen.“
Wenn H. H. Pater Norbert Backmund sein Vorwort mit den Worten schließt: „Nun wünsche ich den Besuchern unseres Landkreises recht viel Freude und gute Erholung“, so spricht er mit diesem Wunsch ja in erster Linie die Besucher des Landkreises Bogen, die Fremden und Erholungssuchenden, an. Der Wunsch des Lesers dieses Büchleins, das von der ersten bis zur letzten Seite lehrreich und aufschlußreich gleichermaßen ist, wird aber, wenn er den „Führer durch Geschichte und Kunst“ weglegt, zweifelsohne der sein, daß nicht nur die in dem Vorwort in erster Linie Angesprochenen das Büchlein lesen sollten, sondern daß es sich im Besitz eines jeden wahren Heimatfreundes und vor allem Freundes des Landkreises Bogen befinden möchte und daß es in keiner Bibliothek fehlen dürfte, um so mehr, als sein handliche Format es auch als Taschenbuch bei Wanderungen und Ausflügen empfiehlt. Der Preis für den 56 Seiten umfassenden Bildband beträgt 2.- DM und ist, gemessen am Inhalt mehr als bescheiden.   wkg
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1970


Klauenpflegestand eingetroffen
Windberg.
Der vom Jagdpachtschilling angeschaffte Klauenpflegestand ist nun eingetroffen. Beim Landwirt Otto Huber in Irensfelden hat er seinen Standplatz und kann jederzeit von jedem Landwirt der Jagdflur Windberg benutzt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1970


Jobanni-Feier
Steinburg.
Der Heimat- und Fremdenverkehrsverein veranstaltet am Mittwoch, den 24. Juni, um 20 Uhr, oberhalb des Försterhauses (Johann Petzendorfer) eine Johanni-Feier. Die Eröffnung findet durch die Bogener Jagdhornbläser statt. Gegen 21 Uhr werden die Johannifeuer entzündet und Thomas Gürster wird mit Akkordeonklängen zur Unterhaltung aufspielen. Neben dem Feuerplatz ist auch ein Bierausschank und Hungrige können sich mit einem Gockerl vorn Grill laben. Anschließend ist noch ein gemütliches Beisammensein beim Berger-Bräu vorgesehen. Die Feier findet bei jedem Wetter statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1970


Kirta und Tanz
Steinburg.
Am Samstag und Sonntag findet in Steinburg der altherkömmliche Johannikirta mit Tanz statt. Das Fest wird von der Freiwilligen Feuerwehr veranstaltet, die sich auf ihre Gäste freut.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.06.1970


Fahrt zur Fahnenweihe
Windberg.
Am Sonntag findet in Niederwinkling die Fahnenweihe der FFW Haid statt. Die Kameraden der FFW Windberg nehmen daran teil. Um 7.30 Uhr fährt beim Gasthaus Wagner ein Bus für die Teilnehmer ab. Auch Privatpersonen können mitfahren. Es wird gebeten, daß viele Kameraden teilnehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.06.1970


Großlintacher Schützenverein fliegt aus
Großlintach.
Der Schützenverein Großlintach führt am 4. Juli einen Ausflug nach Ruhpolding durch. Die Fahrt geht über Landshut, München und Reith im Winkt. Die Rückfahrt führt über Prien/Chiemsee, Wasserburg. Neben der Besichtigung einiger interessanter Bauwerke soll der Tag insbesondere der Erholung dienen. Den Fahrtteilnehmern steht es in Ruhpolding und in Hirschberg frei, wie sie den Tag einzuteilen wünschen. Anmeldungen nimmt ab sofort Vorstand Hans Altschäffl, Lintach, und Kassier Treimer, Brandlberg, entgegen.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.06.1970


Wer baut wo und was im Landkreis Bogen?
Aufstellung der vom 1. 6. – 12. 6. 1970 eingereichten Baugesuche
… Bugl Ludwig, Gaishausen, Errichtung einer Ölfeuerungsanlage … Negele Erich, Straubing, Theresienplatz, Erneuerung der Sattelkammer im Netzstuhl, Gde. Windberg; Negele Erich, Straubing, Theresienplatz, Neubau einer Garage in Irensfelden, Gde. Windberg; Girlinger Jakob, Hunderdorf, Wohnhausanbau … Hornberger Josef, Haselquanten, Neubau einer Schreinerwerkstätte mit Nebenräumen … Schießl Ludwig und Heinrich, Au v. Wald, Errichtung eines Doppelhauses …
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1970


Glück im Preisausschreiben
Rammersberg.
Vertreter einer bekannten deutschen Waschmittelfirma konnten am Montag überraschend an Frau Emma Schedlbauer in Rammersberg, Post Hunderdorf, 1 000 Mark überreichen. Die Frau, Mutter von fünf Kindern, hatte Glück in einem Preisausschreiben der Firma.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1970


Von Lkw angefahren
Hunderdorf.
Ein 25jähriger entstieg am Freitag gegen 18 Uhr in Hunderdorf vor der Ein-fahrt der Nolte-Werke seinem Fahrzeug und wollte die Fahrbahn überqueren. Er wurde von einem Lkw angefahren und verletzt.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.06.1970


Auf zum Volksfest nach Hunderdorf
Am Freitagabend Bierprobe – Vergnügungen für jung und alt
Hunderdorf.
Landauf und landab ist jetzt die Zeit der Volksfeste. Erstaunlich ist, daß dieses Vergnügen in der heutigen Zeit, wo doch Fernsehen und andere Massenmedien so sehr verbreitet sind, noch so viele Menschen anlockt. Vielleicht liegt es daran, daß ein Volksfest eben die Begegnung von Mensch zu Mensch bringt und daher heute wie je seine Anziehungskraft nicht verloren hat. Früher haben übrigens in Hunderdorf die Wirte reihum, jedes Jahr ein anderer, das Volksfest veranstaltet. Seit einigen Jahren schon ist es Cafebesitzer Weinzierl, der das Hunderdorfer Fest ausrichtet und die vielen Besucher in diesen Jahren haben seine Mühe auch durch ihren Besuch belohnt. Der Reiz des Volksfestes hier liegt auch immer darin, daß es kein Trubel in der Anonymität ist, sondern ein Fest der Bekannten und der näheren Umgebung.
In den letzten Tagen sind die Vorbereitungen schon angelaufen und die Buden- und Fahrgeschäftsbesitzer bauen bereits ihre Anlagen auf, um jung und alt Gelegenheit zum Vergnügen zu geben. Auch auf das leibliche Wohl wird nicht vergessen, denn es wartet ein besonders süffiges Festbier der Brauerei Thurn und Taxis. Vom Grill gibt es Brathendl, Schweinswürstl vom Rost sind auch nicht zu verachten.
Am Freitag um 18 Uhr ist der Auszug zum Festplatz mit Musikkapelle, Festwirt und Kellnerinnen. Anschließend wird Bürgermeister Härtenberger den ersten Banzen anzapfen und die Bierprobe einleiten. Am Samstag treffen sich die Vereine und Verbände im Bierzelt zu einem geselligen Beisammensein und am Sonntag ist großer Wiesenrummel. Zum Festausklang am Montag werden die Preise verteilt. Wie in früheren Jahren gibt es nämlich auch heuer zu jeder Maß ein Freilos und das berechtigt den Besitzer zur Teilnahme an der Verlosung am Montag, bei der wieder zehn schöne Preise aus-gesetzt sind.
In der Nähe des Festplatzes bietet sich auch genügend Parkmöglichkeit, so daß jeder Besucher darauf zu achten hat, daß sein Alkoholspiegel nicht über der zulässigen Grenze liegt.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.06.1970

Quelle: Bogener Zeitung, 25.06.1970


Das Leistungsabzeichen in Gold abgelegt
Die gleiche Gruppe seit Jahren – Mit großem Einsatz geübt

Hunderdorf.
Am Sonntag konnte die erste Gruppe der Feuerwehr Hunderdorf das Leistungsabzeichen in Gold ablegen. Die Prüfung wurde mit gutem Erfolg bestanden. Bis man die Prüfung zum


Unser Bild zeigt von links Kommandant X. Anleitner, W. Gütlhuber, A. Beck, R. Höpfl, F. Hartmannsgruber, X. Hagn, J. Miedaner, J. Drexler, J. Poiger.

goldenen Leistungsabzeichen ablegen konnte, mußte man mindestens sechs Jahre im aktiven Dienst in den Reihen der Feuerwehr tätig sein, das bronzene und silberne Leistungsabzeichen und die Vorstufe zum goldenen abgelegt werden. Es ist erfreulich, daß die Gruppe sich in den Jahren nicht verändert hat und das goldene Leistungsabzeichen ist der Höhepunkt der Leistungsanerkennung. Das gute Abschneiden bei der Prüfung war ein Erfolg, der nur durch die vielen Übungsstunden und Mitarbeit eines jeden zur guten Zusammenarbeit führte. In der letzten Woche wurde fast jeden Tag dreieinhalb Stunden geübt. Auch Bürgermeister Härtenberger, Vorstand der Freiw. Feuerwehr Hunderdorf, war bei der Ablegung der Leistungsprüfung anwesend. Er dankte den Feuerwehrmännern für ihre gute Zusammenarbeit und Kameradschaft. Sein Wunsch ist, daß man nun nicht auf den Lorbeeren ausruhen soll, sondern weiter eifrig und tatkräftig im aktiven Dienst der Freiw. Feuer-wehr tätig sein soll.
Die Prüfung zum goldenen Leistungsabzeichen legten ab: Kommandant Xaver Anleitner, die Löschmeister Ferdinand Hartmannsgruber und Josef Poiger, ferner Alois Beck jun., Josef Drexler jun., Willi Gütlhuber, Xaver Hagn, Rudolf Höpfl und Jakob Miedaner.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.06.1970


Heute Ausklang des Volksfestes
Hunderdorf. Nach drei Tagen günstigen Volksfestwetters und gutem Besuch auf der Festwiese und im Bierzelt geht heute das

Das Bild zeigt Bürgermeister Härtenberger beim Anzapfen

Hunderdorfer Volksfest zu Ende. Am Freitag gab es nach einem Standkonzert einen zünftigen Ausmarsch zum Festplatz, wo Bürgermeister Härtenberger dann im Zelt den ersten Banzen. anzapfte. Mittlerweile hat auch er Routine in dieser Branche bekommen und so verlief der Auftakt zur Bierprobe recht gut. Der Gerstensaft der Thurn und Taxis schien auch allgemein zu munden und das schwüle Wetter tat ein übriges um den Durst zu steigern. Auch am Samstag und am Sonntag war der Andrang zum Festplatz ziemlich groß und das Gelände erwies sich zeitweise als zu klein. Heute abend wird nun wird gegen 12 Uhr die große Preisverteilung finden, an der jeder teilnehmen kann, sich mit einer Maß auch ein Los erkauft hat. Neben dem Hauptpreis, einem Spanferkel, gibt es wieder eine Reihe weiterer schöner Preise.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.06.1970


Schwerer Diebstahl
Hunderdorf.
Ein Pkw, der in Hunderdorf in Richtung Windberg, ca. 150 m hinter dem Gasthof Sandbiller stand, wurde in der Nacht vom Samstag auf Sonntag aufgebrochen. Ein Verbandkasten sowie ein Ersatzlampenkasten wurde gestohlen. Nach dem neuen Recht auf diesem Sektor wird ein solcher Diebstahl – bei welchem der Dieb nur geringe Sachwerte in die Hände fielen, nicht als einfacher Diebstahl behandelt, sondern als schwerer Diebstahl geahndet.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1970


Zwei Verletzte bei Messerstecherei
Hunderdorf.
Beim Hunderdorfer Volksfest kam es am Sonntag um 0.30 Uhr vor dem Cafe´Weinzierl zu einer Messerstecherei. Mit einem feststehenden Messer wurde ein 25jähriger von einem 36jährigen in den Rücken gestochen. Das Messer drang bis zur Lunge. Der Schwerverletzte mußte vom BRK is Krankenhaus gebracht werden. Ein Freund des Verletzten, der nach Aussagen der Polizei ebenfalls mit dem Messer bedroht worden sein soll, packte einen Gartenstuhl und schlug auf den Messerstecher ein, der Verletzungen am Kopf und an der Brust davontrug. Der Verletzte entfernte sich. Die Landpolizei Bogen bittet um Zeugenaussagen.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1970


600 000 DM für Schulhausneubau bewilligt
Baubehörde erteilte Baugenehmigung – Architekt Gruber erläutert den Bau vor dem Gemeinderat – Neue Wirtschaftswege beantragt
Hunderdorf.
Zur letzten Versammlung des Gemeinderates konnte Bürgermeister Härtenberger neben den Gemeinderäten auch den Architekten Gruber, den verantwortlichen Planer für den Schulhausbau, begrüßen. In seinem Kommentar zum Plan knüpfte der Architekt an die Besichtigungsfahrt nach St. Gallen an, wo man moderne Schulhäuser besichtigt hatte. Er wies auf die besonders funktionsgerechte Gestaltung von Schulhäusern hin, die man auch bei dem Hunderdorfer Projekt in starkem Maße berücksichtigt hat. Besonders sticht dabei die Konzentration der Schulräume um die Pausenhalle, die teils quadratische Formgebung der Schul-zimmer, die Anbringung von Gruppenräumen und die Lösung des günstigen Lichteinfalls so-wie die gute zugfreie Durchlüftung der Klassenräume hervor. Schon an diesen Punkten war zu erkennen, daß man bei der Planung herkömmliche architektonische Mängel bei der Gestaltung von Schulhäusern weitgehend ausschalten und aus Fehlern der Vergangenheit lernen will. Die gut durchdachte Planung beeindruckt durch eine funktionsgerechte interne Konzentration, verbunden mit geringen Wegstrecken zu Fachräumen sowie durch eine äußere Gliederung der Fronten, die dem gesamten Baukomplex einen sehr aufgelockerten Gesamteindruck geben. Im Kellergeschoß sind der Naturlehre-, der Handarbeits-, der Werk- und der Fernsehraum untergebracht, die alle mit Nebenräumen versehen sind. Im Erd- und Obergeschoß sind jeweils sechs Klassenräume, dazu je zwei Gruppenräume und die entsprechenden Nebenräume, wie Lehrerzimmer, Rektorenzimmer usw., untergebracht. Ein weiterer Schulraum ist außerdem noch im Kellergeschoß vorhanden, so daß insgesamt 13 Klassen untergebracht werden können. Nach Fertigstellung des Baues soll außerdem das Gelände bis zur Höhe der 1. Pausenterrasse aufgefüllt werden, daß damit auch der Eindruck wie er schon geäußert wurde, das Schulhaus würde in ein Loch gebaut, verschwinden wird. Im weiteren ist ebenfalls vorgesehen, zwischen Schule und Bäckerei Schmidbauer einen Parkplatz für PKW und Omnibusse anzulegen, damit der Ein- und Ausstieg der Schüler möglichst gefahrlos erreicht werden kann. Außerdem ist beim Ausbau der Straße nach Sollach daran gedacht, die Straße vor dem Schulhaus auf etwa 6,5 m zu erweitern. Dadurch wurde der Verkehr gerade bei Schulbeginn und Schulende wesentlich flüssiger an dieser Stelle gestaltet. Schließlich ist auch noch ein Verbindungsweg zwischen Siedlung und Schulgelände vorgesehen, durch den bereits ein großer Teil der Schulkinder von der Hauptstraße abgeleitet werden könnte. Im Anschluß an diese Aussprache wurden die Dachdeckerarbeiten für das neue Schulhaus vergeben. Das Flachdach wird die Firma Flachdach-Fertigbau, Regensburg, ausführen.
Bürgermeister Härtenberger konnte außerdem dem Gemeinderat mitteilen, daß von der Regierung der Bewilligungsbescheid über einen Teilzuschuß von 600 000 DM eingegangen ist. Etwa zur gleichen Zeit wurde auch von der Baubehörde die Baugenehmigung gegeben.
Im weiteren Verlauf der Sitzung waren vom Gemeinderat 6 Schöffen und Geschworene zu. benennen. Die Wahl entfiel auf Karl Härtenberger, Franz Hornberger, Hans Schaubeck, Xaver Neumeier, Otto Weinziert und Xaver Anleitner.
Der nächste Punkt der Tagesordnung bezeugte die Einstellung der Gemeinde zu Wegbaumaßnahmen für die kommenden Jahre. Um einen besseren Ausbau der Verkehrsverhältnisse im Gemeindebereich zu erreichen, will man bisherige Gemeindewege zu Wirtschaftswegen aus-bauen. Die Gemeinde richtete daher schon Vorschläge an das Wasserwirtschaftsamt, um bei gegebener Zelt in den Genuß von Zuschüssen für diese Maßnahmen zu kommen, So sollen die Wege von Hofdorf nach Sollach, vom Quellenweg nach Hofdorf, von Stetten nach Lintach, vom Bahnhof nach Lindfeld, von Oberhunderdorf nach Hoch, von Starzenberg nach Brandstatt und von Bauernholz nach Lintach einmal als Wirtschaftswege ausgebaut werden.
Mit einer auswärtigen Firma wurde ein Vertrag unterzeichnet, nachdem die Gemeinde der Aufstellung von Ruhebänken zustimmt. Die Firma verpflichtet sich darin, selber nach Stiftern für diese Bänke Umschau zu halten. Diese Ruhebänke sollen dann mit den entsprechenden Firmenschildern der Stifter aufgestellt werden. Der Gemeinde selber sollen dabei nur die Kosten für die Aufstellung der Bänke entstehen.
Abschließend wurde Gemeinderat Schmettlach, der wegen Erreichung der Altersgrenze aus dem Dienst ausscheidet und nach Neufahrn bei München zu seiner Tochter zieht, verabschiedet.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1970


22 Jahre im Dienst des Gemeinwohls
Hunderdorf.
Zu den dienstältesten Gemeinderäten in Hunderdorf gehörte zweifellos Fritz Schmettlach, der 22 Jahre als Gemeinderat tätig war. Nach Erreichung der Altersgrenze hat Herr Schmettlach, der als Vorarbeiter in der Möbelfirma Nolte tätig war, nun den wohlverdienten Ruhestand bezogen und will seinen Wohnsitz nunmehr in Neufahrn bei München nehmen, wo seine Tochter ein Haus gebaut hat. Damit scheidet er auch aus dem Gemeinderat aus. Bürgermeister Härtenberger nahm dies zum Anlaß, um Herrn Schmettlach bei der letzten Gemeinderatssitzung zu verabschieden. Härtenberger wies darauf hin, daß Schmettlach zwei Jahrzehnte die Geschicke der Gemeinde mitbestimmt habe. Durch seine ausgeglichene und besonnene Art hat er sich nicht nur in den Reihen der Gemeinderäte, sondern auch bei der gesamten Bevölkerung beliebt gemacht. Die hohe Stimmenzahl, die er jeweils bei den Wahlen erlangte, spricht für seine Beliebtheit. Nur ungern sieht man den verdienten Kommunalpolitiker daher aus Hunderdorf scheiden. Im Namen des Gemeinderates, der Bevölkerung von Hunderdorf und in seinem persönlichen Name dankte Burgermeister Härtenberger herzlich für die geleistete Arbeit. Er wünschte dem Scheidenden für die Zukunft Gesundheit und eine erfolgreiche Tätigkeit in seinem neuen Wirkungsbereich. Als Andenken überreichte einen Krug mit dem Wappen von Hunderdorf und einen Geschenkkorb.
Herr Schmettlach dankte für die Geschenke und die ehrenden Worte; er versicherte, daß er gerne im Gemeinderat Hunderdorf mitgearbeitet habe. Allen wünschte er für die Zukunft eine erfolgreiche Arbeit für die Gemeinde sowie viel Erfolg und Gesundheit im Berufs- und Privatleben.
Als Sprecher der CSU-Fraktion schloß sich Franz Hornberger den Dankesworten des Bürgermeisters an und betonte, daß sie den Mann Schmettlach in den Jahren seiner Tätigkeit als ruhigen und besonnenen Partner der kommunalen Arbeit schätzen gelernt haben. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß er trotz seines Umzuges Hunderdorf nicht vergessen möge und sicherlich hier immer gerne gesehen wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.06.1970

Aus alten Zeitungen und Druckwerken

12