1972# 11-12

Gold und Bronze für Wehrmänner
Hunderdorf.
Kürzlich fand auf dem Sportplatz die Abnahme der Leistungsprüfung in Bronze und Gold sowie eine Zwischenprüfung zum Goldenen statt. Die Prüfung, bei der Kreisbrand-inspektor Mühlbauer, stellvertretender Kreisbrandinspektor Wanninger und Schiedsrichter Hofmann anwesend waren, wurde mit wenigen Fehlerpunkten und in einer guten Zeit abgeschlossen. Die Anstrengungen der Feuerwehrleute in den zahlreichen Übungen wurden durch diesen Erfolg belohnt. Die Nachwuchsgruppe der FFW Hunderdorf errang dabei ihr erstes Leistungsabzeichen. KBI Mühlbauer führte aus, daß gerade in der heutigen Zeit zum Dienst bei der FFW ein gewisser Idealismus und eine gewisse Tatkraft gehöre. Mühlbauer berichtete über die Brände im Landkreis und bemerkte, daß die Zahl der Brände von Jahr zu Jahr steige. Deshalb sei es notwendig, gut ausgebildete Feuerwehren einsatzbereit zu haben. KBI Mühlbauer überreichte das Leistungsabzeichen in Bronze an: Günter Baierl, Georg Deschl, Karl Härtenberger jun., Hans Hornberger, Xaver Karmann jun., Josef Meier, Hans Riepl jun., Hans Weinzierl, Karl Wölfl jun. Das Leistungsabzeichen in Gold erhielten: Josef Aumer, Georg Hagn, Hans Klein; Josef Meier (Stetten), Wenzel Schmidt, Hans Holmer jun. Ferner legten Gerd Klumbies und Wilhelm Huber die Zwischenprüfung zum goldenen Leistungsabzeichen ab. – Unser Bild zeigt: Die jüngste Gruppe erhielt Bronze.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.11.1972


Härtenberger wieder Vorsitzender
Aus der Sitzung des Schulverbandsausschusses — Turnhalle in Windberg wird benützt
Hunderdorf.
Bei der jüngsten Schulverbandsausschußsitzung im Gemeindeamt Hunderdorf begrüßte Bürgermeister Härtenberger die Bürgermeisterkollegen, die weiteren Ausschußmitglieder sowie Rektor Czerwenka u. Konrektor Klar. Als erster Punkt stand die Wahl des Vorsitzenden sowie seines Stellvertreters auf dem Programm. Hierbei wurden Bürgermeister Härtenberger wieder zum Vorsitzenden und Bürgermeister Gall wieder zum Stellvertreter gewählt.
Desweiteren war mit der Fa. Berger, Steinburg, ein neuer Beförderungsvertrag abzuschließen. Denn nachdem das neue Schulgebäude in Hunderdorf bezogen wurde, ergaben sich für die Firma Berger mehr Voll- und mehr Leerfahrten bei der Schülerbeförderung. Die Fahrten wurden deshalb nicht mehr zum bisherigen Entgelt durchgeführt. Der Schulverbandsausschuß beschloß einstimmig, den vom Vorsitzenden Härtenberger vorgelegten Vertrag mit der Firma Berger abzuschließen. Der Schulverband beschloß, von der Gemeinde Neukirchen und Obermühlbach gebrauchte Schulmöbel zum Preis von 50 Prozent des Neuanschaffungswertes anzukaufen. Desweiteren wurde die Vergütung für das Personal einschließlich der Schülerbeaufsichtigung geregelt.
Der Benützung der Turnhalle in der Schule Windberg wurde zugestimmt, nachdem die Gemeinde Windberg die unentgeltliche Benützung der Turnhalle in Windberg in entgegenkommender Weise zugesagt hatte. Desweiteren fallen keine zusätzlichen Beförderungskosten an, daß der Schulverband nur die tatsächlichen anfallenden Unkosten wie Heizung und Reinigungsarbeiten zu tragen hat.
Ferner wurde der Antrag gestellt, daß überprüft wird, warum bei einer festgelegten Schulbushaltestelle in Taußerdorf nicht gehalten wird.
Aufgrund des Antrages von Bürgermeister Kleikamp beschloß der Schulverbandsausschuß, daß in Meidendorf noch in diesem Jahr ein Schulbuswartehäuschen aufgestellt werden soll, wenn dies der Lieferfirma noch möglich ist. Zum Schluß informierte der Vorsitzende Härtenberger die Anwesenden über die neue Schulsprengeleinteilung, nachdem Oberaltaich aus dem Schulverband Hunderdorf ausgeschieden ist. Desweiteren über den Stand der Bauarbeiten an der Turnhalle und über die evtl. Bezugsmöglichkeit 1973.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.11.1972


Windberg-Meidendorf. Rotes Kreuz: Heute, Freitag, Dienstabend der Gruppe Meidendorf. Die Gruppe Windberg trifft sich am Samstag um 8 Uhr zur Arbeit in der Unfallhilsstelle. Der Dienstabend findet am Freitag, 10. November bei Wagner statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.11.1972


Hunderdorf. Krieger- und Soldatenkameradschaft: Sonntag. 5. November, 9 Uhr bei Gasthaus Edbauer-Baier zur Teilnahme der Heldengedenkfeier
Quelle: Bogener Zeitung, 03.11.1972


Meidendorf. Schützenverein: Samstag, 4. 11., 19 Uhr, Schützenabend im Vereinslokal Schießl.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.11.1972


Brandversicherung ist fällig
Windberg.
Bei der Einhebung der Brandversicherung für 1972/73 konnten verschiedene Hausbesitzer nicht angetroffen werden. Dieser Personenkreis wird gebeten, die Beiträge bis spätestens 10. November bei der Gemeindekasse zur Einzahlung zu bringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.11.1972


Hunderdorf. CSU: Sonntag, 10 Uhr (nicht wie im Inserat verdruckt: 20 Uhr) Politischer Frühschoppen mit Diskussion zur Bundestagswahl im Gasthaus Edbauer. Es sprechen Bundestagkandidat Alois Rainer und Bürgermeister Karl Härtenberger.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.11.1972


Hunderdorf. SPD: Heute, Samstag, 20Uhr spricht im Sandbiller-Saal der Bundestagskandidat der SPD für den Wahlkreis 216 Otto Wittmann.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.11.1972


Au v. Wald. Freiwillige Feuerwehr: Sonntag, Beteiligung in Hunderdorf. Treffpunkt und Abfahrt beim Gasthof Wagner.


Steinburg. Freiwillige Feuerwehr: Sonntag, Beteiligung am Heldengedenktag in Hunderdorf. Treffpunkt und Abfahrt um 8.45 Uhr beim Gasthof Berger.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.11.1972


Wählerliste in der Gemeindekanzlei
Windberg.
In der Gemeindekanzlei liegt die Wählerliste für die Bundestagswahl am 19. 11. 72 zur Einsichtnahrne auf.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.11.1972


Lohnsteuerkarten 1973 abholen!
Windberg.
Die Lohnsteuerkarten für das Jahr 1973 sind ausgeschrieben und liegen in der Gemeindekanzlei zur Abholung bereit.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.11.1972


Quelle: Bogener Zeitung, 04.11.1972


Quelle: Bogener Zeitung, 06.11.1972


Jugend diskutierte mit Rainer
Arbeitskreis der KLJB trafen sich in Windberg
Bogen/Windberg.
Zu einer außerplanmäßigen Runde trafen sich am Samstag der „Politische“ und der „Grüne Arbeitskreis der Landjugend im Jugendheim Windberg, um die Gelegenheit zu nützen, mit einem ehemaligen Bundestagsabgeordneten der CSU über die Bundestagswahl zu diskutieren, nachdem im Oktober schon der Vertreter der SPD, Otto Wittmann, zu Wort gekommen war.
MdB Alois Rainer wurde vom Vorsitzenden des Arbeitskreises, Erich Seeber, begrüßt. Anwesend war der Kreisrat und Vorsitzende des Kreisjugendringes Rudi Landstorfer.
Rainer sprach in einem Kurzreferat zunächst über das Arbeitsprogramm der CDU/CSU. Die erste Arbeit nach einer eventuellen Regierungsübernahme sei eine generelle Bestandsaufnahme der Bundesfinanzen; denn nachdem der Haushalt von der Koalitionsregierung noch nicht vorgelegt werden konnte, was wohl seine Gründe habe, müsse erst einmal ermittelt wer-den, wie weit es fehle.
Nächste Aufgabe sei die Koordinierung der Ausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden denn nicht nur der Bund müsse sparen. Diskutiert wurde auch über die Stellung der Gewerkschaften und Kirchen im Parteienstreit vor der Wahl und über den fehlenden Einfluß der großen Gewerkschaftskaufhäuser auf die Preisbildung, über die Lage der Landwirtschaft in der EWG, über die Beschaffung von Arbeitsplätzen in unserem Raum, über die Bedeutung der Autobahn Regensburg – Passau für unseren Raum und über den Ausbau der Bundesstraße 20.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.11.1972


„Jusos sind zum Buhmann gestempelt”
Wahlversammlung der SPD — MdL Eberle: „Jungsozialisten kämpfen für soziale Gerechtigkeit“
Großlintach.
Zur ersten großen Wahlversammlung im Gemeindebereich von Oberaltaich begrüßte der Oberaltaicher SPD-Ortsvorsitzende Theodor Karczewski, MdL Rolf Eberle und Kreisrat Jakob Boiger. MdL Rolf Eberle zeigte in seinem Referat die Leistungen der Bundesregierung Brandt/Scheel auf und legte dar, „was sich die Sozialdemokraten für die nächste Legislaturperiode vorgenommen haben.“ Kreisrat Boiger zeigte aus seiner Sicht als Betriebsratsvorsitzender auf, „warum es für den arbeitenden Menschen am 19. November wichtig ist, auch diesmal wieder der sozialliberalen Koalition das Vertrauen zu geben.“
MdL Rolf Eberle ging in seinem Referat von den Interessen des Großkapitals und der Zeitungsverleger aus, Barzel und Strauß an die Macht zu bringen, damit die unbegründeten Vorrechte der Großunternehmer nicht weiter durch die sozialen Reformen zu Gunsten der Arbeiter abgebaut werden. Die Grenze zum anderen Teil Deutschlands habe zwar nicht beseitigt werden können, aber sie ist um ein wesentliches durchlässiger geworden. Und alle in diesem Land wüßten, daß Willy Brandt aus Erfurt nicht die Wiedervereinigung mitbringen konnte, sondern nur den erfolgreichen Beginn der Verständigung beider Teile.
Zu den hohen Preissteigerungsraten sagte MdL Rolf Eberle, daß diese zwar der Regierung auch nicht angenehm seien. Aber was möglich war, den Preisauftrieb ohne Gefahren zu dämpfen, habe die Regierung auch getan. Wer von Inflation redet, sei entweder ein Dummkopf oder ein Demagoge. Die einzig wirksame Möglichkeit, von den hohen Preissteigerungsraten herunterzukommen, sei eine europäische Lösung. Und in dieser Sache habe die sozialliberale Regierung als einzige der westeuropäischen Länder einen konkreten Vorschlag gemacht. „Wir haben das Leben nach außen hin sicherer gemacht“, sagte MdL Rolf Eberle, die soziale Sicherung ausgeweitet, die flexible Altersgrenze eingeführt, die Rentenreform in Schwung gebracht, die Dynamisierung der Kriegsopferrenten und das Krankenhausfinanzierungsgesetz durchgesetzt und den sozialen Frieden gesichert.“ In Zukunft wolle die Bundesregierung für mehr Steuergerechtigkeit sorgen, die Bodenspekulation durch ein neues Bodenrecht bekämpfen, für die Mitbestimmung eintreten und die soziale Sicherung weiter ausbauen. Auf die Jungsozialisten eingehend, meinte MdL Rolf Eberle, man wolle sie zwar von Seiten der CDU/CSU zum Buhmann der Nation machen, in Wirklichkeit seien sie jedoch junge Leute, denen die sozialen Ungerechtigkeiten zum Halse heraushängen, und die sich entschlossen hätten, dagegen anzugehen.
Kreisrat Boiger ging in seinen Ausführungen auf die sozialen Leistungen dieser Bundesregierung ein; besonders auf die Lohnfortzahlung und auf das neue Betriebsverfassungsgesetz, dem die CDU,CSU mit einer lapidaren Begründung die Zustimmung verweigert hätte, „weil die leitenden Angestellten, die in der Regel rund 5 000 Mark im Monat verdienen, nicht genügend berücksichtigt seien.“ Er wisse als Betriebsratsvorsitzender, daß diese Leute sich aber selbst genügend zu helfen wüßten, während die Mehrheit der Arbeiter eine Verbesserung ihrer Rechtsstellung dringend nötig gehabt hätte.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.11.1972


Gemeinde gedachte der Toten
Hunderdorf.
Zu einer eindrucksvollen Trauerfeier versammelten sich am Totensonntag Ver-treter des öffentlichen Lebens und der Vereine sowie eine große Zahl von Gemeindebürgern vor dem Kriegerdenkmal auf dem Kirchplatz. Der Kirchenchor, unter Leitung von Dirigent Unkrodt, begann mit dem Libera, das Pfarrer Ruß zelebrierte. Anschließend legten Schleinkofer für die Krieger- und Soldatenkameradschaft, Pflügl für den VdK sowie Bürgermeister Härtenberger, für die Gemeinde Hunderdorf, Bürgermeister Berger für Steinburg und Bürgermeister Gall für Gaishausen am Ehrenmal Kränze nieder (siehe Bild) und gedachten in kurzen Ansprachen der Vermißten, Toten und Gefallenen beider Weltkriege. Die Fahnen der Feuer-wehren Hunderdorf, Steinburg, Au, Gaishausen und der Krieger- und Soldatenkameradschaft und des VdK senkten sich, als die Kapelle Bugl das Lied vom guten Kameraden intonierte. Drei Salutschüsse hallten zum Abschluß der Totenehrung über den Kirchplatz.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.11.1972


Windberg. Trachtenverein: Freitag, 10. November, Vereinsabend im Gasthaus Hiebl, Neukirchen-Haggn.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.11.1972


Hunderdorf/Steinburg. Krieger- und Soldatenkameradschaft: Sonntag, 12. November, 9 Uhr. Aufstellung zur Teilnahme an der Heldengedenkfeier bei Brauerei Berger, Steinburg.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.11.1972


Hunderdorf. Heimat- u. Volkstrachtenverein: Samstag, 11. November, 20 Uhr, Vereinsabend im Sportheim (O. Wurm).
Quelle: Bogener Zeitung, 10.11.1972


Hunderdorf. Bayerwaldverein Hunderdorf: Samstag, 20 Uhr, im Vereinslokal Sandbiller wichtige Aussprache.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.11.1972


Meidendorf. MSC: Heute, Freitag, 20 Uhr, Versammlung im Gasthaus Schießl, Meidendorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 10.11.1972


Hunderdorf. Krieger- und Soldatenkameradschaft: Sonntag, 12. November, 8.45 Uhr, Abfahrt zum Heldengedenktag nach Steinburg beim Gasthaus Edbauer-Baier.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.11.1972


Hunderdorf. CSU/JU: Sonntag, 10 Uhr, im Gasthaus Edbauer/Baier, politischer Frühschoppen mit Hermann Höcherl jun.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.11.1972


Steinburg. FFW: Sonntag. 12. November, Beteiligung am Heldengedenktag. Treffpunkt 8.45 Uhr beim Gasthof Berger.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.11.1972


Steinburg. Trauergottesdienst: Sonntag, 12. November, 9.30 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.11.1972


Au vorm Wald. FFW: Sonntag, 12. November, 8.30 Uhr Heldenehrung Steinburg; Treffpunkt beim Gasthaus Wagner-Freudenstein.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.11.1972


Portrait der Woche
Hans Trimpl
Was bedeutet Jugendarbeit heute? Wer nimmt sie überhaupt noch wahr? — Diese und ähnliche Fragen überdenkt der 29jahrige Kaplan Hans Trimpl in seiner Eigenschaft als Landkreisjugendseelsorger laufend, während er nach seiner umfangreichen Pfeifensammlung greift and der blaue Dunst ihm eine willkommene Gedankenanregung bietet. Trimpl, seit zwei Jahren in Bogen als Kaplan eingesetzt und seit dieser Zeit zugleich auch als Seelsorger für Jugendfragen, betritt mit dieser Arbeit kein „Neuland“ mehr, ist ihm doch die Arbeit mit der Jugend seit vielen Jahren vertraut.
Der in Obersunzing bei Leiblfing gebürtige Kaplan weist darauf hin, daß die Arbeit als „geistlicher Beirat in Jugendfragen und Jugendarbeit“ nicht nur auf das religiöse Motiv beschränkt bleibe, vielmehr bilde die Religion die Basis für die Jugendarbeit. Das „K“ bei der Katholischen Landjugend solle, so gibt er unumwunden zu, nicht das „Alleinseligmachende“ bedeuten. Ihm gehe es darum, die Jugendlichen vielfach aus ihrer Lethargie zu holen, in die dieser durch Beeinflussung von Massenmedien und der Verarmung des Gesprächs in der Familie immer mehr und mehr gerät. In dem Jugendlichen müßten Interessen geweckt werden. Trimpl: „Interessant ist ja, daß bei Wahlen, wie man es jetzt überall erlebt, die, Gemüter für eine gewisse Zeit geweckt sind und sogar in vielen Fällen Eigeninitiativen wach werden“. Doch es sollte dieses „Wachsein“ bei der Jugend nicht nur während des Wahlkampfes gelten.
Die Jugendarbeit solle aber nicht nur so aussehen, meint Trimpl, daß sich etwas „rühren“ muß. Dieser Trend bedeute nicht das Wahre. Die Jugendarbeit habe sich in den vergangenen 20 Jahren erheblich gewandelt, das Vereinswesen alten Stils sei „passe“, die Romantik früherer Jugenderlebnisse, harmonisch eingefügt in das Gesamtbild der Erziehung, verloren gegangen. Aber deswegen dürfe man nicht aufgeben, sondern immer wieder die Situation überdenken und nach dem „Falsch“ und „Richtig“ fragen.
„Was wir jetzt im Großlandkreis auf dem Gebiet der Jugendarbeit machen, das ist erst der Anfang“. Der Kaplan kommt auf die Ausbildungsabende für Führungskräfte in der Jugendarbeit zu sprechen, die seit neuestem einmal in der Woche in Straubing stattfinden. Bei diesen Abenden solle dem einzelnen Führungsmitglied beigebracht werden, was es heißt, eine Gruppe „richtig menschlich“ zu führen. Losungswort in dieser Hinsicht sei das „partnerschaftliche Verhalten“. Für Kaplan Hans Trimpl ist das Fundament in der Jugendarbeit gelegt. Weitere Ziele seien: Vom Vereinswesen bisheriger Art wegzukommen, den jungen Leuten ihre Probleme bewußt zu machen und sie dabei auch „wirklich ernst“ nehmen, vom Konsum-denken wegzukommen zu aktiver Lebensgestaltung, wie es überhaupt der einzige Sinn dieser Jugendarbeit sei, den jungen Menschen zu helfen, sein Leben selbst zu führen. Auch ein Kaplan ist dem „Streß“ der Zeit unterworfen, was auch für Hans Trimpl gilt, demzufolge er seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Malen, nicht soviel Zeit widmen kann, wie er gerne möchte. Trimpl, der das Bischöfliche Seminar in Straubing besuchte und anschließend in Rgenshurg und München studierte, wurde 1969 zum Priester geweiht. Seine erste Kaplanstelle bekam er in Gangkofen zugewiesen, vor zwei Jahren kam er nach Bogen.    -may-
Quelle: Bogener Zeitung, 11.11.1972


Rainer: „Politik der Mitte“
Großlintach.
Au feiner Wahlversammlung im Gasthaus Schlecht sprachen der stellvertretende Landrat Schäffer und der Bundestagskandidat Alois Rainer zur bevorstehenden Bundestagswahl. Alfons Schäffer sprach über die Beeinträchtigungen, die durch die SPD/FDP-Regierung und „ihre Inflationspolitik“ den Kommunen entstanden seien. Die Landkreise müßten heute, um die dringenden Aufgaben erfüllen zu können, durch eine erhöhte Kreisumlage die Gemeinden zusätzlich belasten. Die erhöhten Baukosten und die Steigerungen für den öffentlichen Bedarf hätten eine unglaubliche Höhe erreicht. Man müsse erwarten., daß die neue Bundesregierung hier eine bessere Politik betreibe. Der Wähler müsse aber hier gegen die gescheiterte SPD/FDP-Regierung und für die CDU/CSU stimmen, „wenn Nägel mit Köpfen gemacht werden sollten“.
Bundestagskandidat Alois Rainer berichtete den Anwesenden vom Verlauf des Wahlkampfes. Die Linksparteien würden alles daran setzen, um den Wähler vom eigenen Scheitern abzulenken zu können. „Sie scheu sich dabei nicht, vom genehmigten Haushalt 200 Millionen Steuergelder in die eigene Werbung zu stecken“, meinte Rainer.
Rainer sagte weiter: „Voraussetzung bleibe die Sicherheit der Bundesrepublik, wenn von europäischer Friedenspolitik gesprochen wird“. Die innere und äußere Freiheit werde gesichert, wenn ohne Vorbehalte in der atlantischen Gemeinschaft zu Frieden und Sicherheit beigetragen werde. Unsere Wertordnung der Freiheit verteidigen sei Sache aller Bürger. Man werde sich bemühen müssen, die Bereitschaft dazu im Volke und besonders in der jungen Generation wachzuhalten und besonders darauf hinzuwirken, daß in den Schulen über die Notwendigkeit der Landesverteidigung und der Bundeswehrsachlich informiert werde. Rainer sagte abschließend, die CSU-Politik verfolge eine Politik der Mitte, einen Politik des äußeren und des inneren Friedens, der gesicherten Freiheit, des sozialen Ausgleichs, der Stabilität, des Fortschritts und der Vernunft.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.11.1972


Besonders heiratslustiger Monat
Standesamt Bogen meldet: 15 Geburten, acht Trauungen und 14 Todesfälle
Bogen.
Die Monatsstatistik vom Oktober des Standesamtes Bogen nennt 15 Geburten, acht Trauungen und 14 Todesfalle. Mit acht Eheschließungen war der Oktober der heiratsfreudigste Monat des Jahres 1972.
Geburten: … Brigitte Eberl, Hunderdorf, Eglsee 1 … Stefan Thoma, Hunderdorf, Hochfeld Straße 10; Armin Anton Baumgartner, Hunderdorf, Ortsteil Lintach 15 …
Geheiratet haben: … Bauer Albert, Bäcker, Bogen, Ortsteil Unterwieden 54 und Länger An-na Theresia, Näherin, Gaishausen, Ortsteil Rammersberg 29 …
Gestorben sind: … Engl Cäcilia, Näherin, Hunderdorf, Quellenweg 19, 82 Jahre …
Quelle: Bogener Zeitung, 13.11.1972


Kriegsopfer in Vergessenheit geraten?
Was erwartet der VdK vom neuen Bundestag‘? — 18 goldene and drei silberne Treueabzeichen verliehen
Hunderdorf.
Im Vereinslokal Sandbiller fand in Hunderdorf die Mitgliederversammlung des VdK-Ortsverbandes Hunderdorf-Windberg statt. Erster Ortsvorsitzender Otto Unger begrüßte neben den sehr zahlreichen Mitgliedern auch Kreisvorsitzenden Amtsrat Felix Dachauer und den Kreiskassier Otto Schotte aus Bogen.
Kreisvorsitzender Dachauer behandelte im Hauptreferat das dritte Anpassungsgesetz in der Kriegsopferversorgung, sowie die, wie er meinte, „berechtigten Forderungen des VdK an den neuen Bundestag.“ Anschließend wurden folgende Mitglieder für 25jährige Treue mit der goldenen Treuenadel ausgezeichnet: Hildegart Grunert, Hilde Thannhäuser, Erna Trautmann, Therese Weizenauer, Josef Amann, Anton Dorfner, Alfons Frankl, Johann Heinz, Josef Hofmann, Josef Kohlbeck, Paul Kalka, Johann Meergans, Otto Schindler, Albert Schmidt, Wenzel Scherl, Franz Sträußl, Otto Unger. Für 15jährige Mitgliedschaft: Rosina Feldmer, Katharina Obermeier und Otto Bugl.
Dachauer dankte allen Geehrten und sprach den Wunsch aus, daß sich noch mehr Außenstehende „an die große Gemeinschaft des VdK anschließen mögen.“
Zum Schluß wurden noch die freiwilligen Sammler für die Sammlung „Helft Wunden heilen“ — die vom 14. bis 23. November stattfindet — auf die einzelnen Ortsteile eingeteilt. Unger appellierte an die Bevölkerung, den VdK bei der Hilfsaktion zu unterstützen, damit jenen Menschen geholfen werden könne, die durch Umstände und Krankheit in Not geraten seien. Im vorigen Jahr konnten bei dieser Sammlung 635,10 DM eingebracht werden, wovon die Hälfte beim Ortsverband blieb.
Bei der anschließenden Diskussion wurde auch noch die Frage „Krankenversicherung der Landwirte“ und die flexible Altersgrenze der Schwerbeschädigten, Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrentner, Rentner nach Mindesteinkommen und die Öffnung der gesetzlichen Rentenversicherung aufgeworfen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.11.1972


Rainer: „Jede Stimme ist wichtig!“
Der CSU-Bundestagskandidat sprach bei einem Politischen Frühschoppen
Hunderdorf.
Bei einem gutbesuchten Frühschoppen des CSU-Ortsverbandes in Hunderdorf ging der CSU-Bundestagskandidat Alois Rainer (Haibach) auf die besondere Situation dieser bevorstehenden Bundestagswahl ein. Sie sei schon jetzt vorzeitig notwendig, weil die sozial-liberale Koalition nicht in der Lage gewesen sei, eine volle Periode durchzustehen. Mit ihren großspurigen Ankündigungen, die besseren Männer zu haben und die großen Reformen durchzuführen, sei sie eindeutig vorzeitig auf der Strecke geblieben. Um eine solche Situation für die Zukunft zu vermeiden, gelte es am 19. November klare Verhältnisse zu schaffen und der CSU/CDU, die 20 Jahre bewiesen habe, daß sie regieren könne, wieder den Regierungsauftrag zu geben. Dabei käme es auf jede einzelne Stimme an.
Ortsvorsitzender Hornberger konnte zu diesem Frühschoppen neben zahlreichen interessierten Zuhörern auch die Bürgermeister von Hunderdorf, Gaishausen und Steinburg begrüßen. Sein Gruß galt auch den Mitgliedern der Jungen Union.
Es müsse, sagte Rainer, jeden bedenklich stimmen, wenn Minister und Staatssekretäre in solch großer Anzahl das Kabinett, und wenn Abgeordnete, die nur dem Gewissen verpflichtet sind, in einem solchen Ausmaß diese Parteien verließen. Dies seien bittere Erfahrungen für die sozial-liberalen Parteien gewesen, und ihre harte Reaktion sei zwar verständlich, doch sei es eines Mannes wie des Bundeskanzlers unwürdig, diese Leute der Korruption zu bezichtigen, noch dazu, wenn man dies nicht beweisen kann. Ganz anders dagegen habe die SPD einst gesprochen, als die Abgeordneten Heinemann und Nellen zur SPD übertraten. Sie seien geachtet und geehrt worden als Menschen, die „nur ihrem Gewissen gehorcht“ hätten und sich nicht in ein Parteijoch zwingen ließen.
Auch mit den groß angekündigten Reformen sei diese Regierung nicht sehr weit gekommen. Die inflationäre Entwicklung habe unter der sozialliberalen Koalition ein beängstigendes Aus-maß angenommen. Als bei Bundeskanzler Erhard die Preissteigerung 2,8 Prozent erreicht habe, sei er hart attackiert worden und der Gewerkschaftsbund habe ihm ein Telegramm geschickt, „das Maß sei voll.“ Es sei eigentümlich, wo das Telegramm des Gewerkschaftsbundes an den Bundeskanzler heute bleibe, nachdem die Preissteigerungsrate von 2,8 heute um weit mehr als das Doppelte überschritten werde. Gerade die Arbeitnehmer würden durch diese Geldentwertung am stärksten betroffen, denn was bringe eine Lohnerhöhung ein, wenn die Preise zugleich ebenso anstiegen. Die sozialliberale Koalition habe abgewirtschaftet, und ihre besseren Männer seien gescheitert, darum gelte es für die Unionsparteien am 19. November, eine entsprechende Mehrheit zu erreichen.
Die Unionsparteien hätten sich zum Ziele gesetzt, bei einem Wählerauftrag als erstes die Bundesfinanzen wieder in Ordnung zu bringen, nachdem ein genehmigter Bundeshaushalt 1972 nicht vorliege. Weitere Ziele der Unionsparteien sind die Wiedergewinnung der Stabilität, die Sicherung der Arbeitsplätze und die Verbesserung der inneren Sicherheit, um nur die wichtigsten innenpolitischen Ziele zu nennen, sagte Rainer. Abschließend betonte der CSU-Bundestagskandidat, die Wahl am 19. November sei von entscheidender Bedeutung für die Zukunft unseres Volkes. Es komme darauf an, daß alle Bürger von ihrem Wahlrecht auch Gebrauch machten.
Ortsvorsitzender Hornberger dankte dem Referenten für seine Ausführungen und leitete die anschließende Diskussion. Es wurden dabei neben bundespolitischen Fragen auch örtliche Probleme angesprochen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.11.1972


Arbeitskreise tagen heute wieder
Windberg/Bogen.
Die Arbeitskreise der Katholischen Landjugend tagen heute, Donnerstag, wiederum in Windberg. Der politische Arbeitskreis, zu dem der Referent der KLJB, Bernd Suttner (Regensburg) kommt, befaßt sich mit dem Thema „Das Christliche in der Politik“. Es wird auch wieder Franz Knappik und beim musischen Arbeitskreis Frl. Baron (Leiblfing) anwesend sein. Alle Jugendlichen sind wieder herzlich eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.11.1972


Studientagung für Jugendseelsorge
Windberg.
Alle Priester, die in der Jugendarbeit tätig sind, lädt der Bund der Deutschen Katholischen Jugend Regensburg zu einer Studientagung am 21./22. November 1972 ins Gruppenhaus Windberg ein. Auf dein Programm stehen u. a, soziale Gruppenarbeit als Methode in der Jugendarbeit, Besinnungstage für die Jugend, lebenskundliche Seminare und politische Grundschulung. Es fehlen auch nicht allgemeine Anregungen für kirchliche Jugendarbeit und die Jugendverbandsarbeit. Die in der Jugendarbeit tätigen Priester sollen neue Impulse für ihren Auftrag erhalten. Anmeldungen sind zu richten an: BDKJ, 84 Regensburg,
Quelle: Bogener Zeitung, 17.11.1972


Hunderdorf. SV: Heute, Freitag. findet wegen der Fahrt nach Österreich kein Training statt. Am 24. 11. 72 Hallentraining: Jugend 18 Uhr, Senioren 19 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.11.1972


Windberg. Sportverein: Heute, Freitag, 20 Uhr, Mitgliederversammlung im Vereinslokal Harmberger.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.11.1972


Skiausflug nach Österreich
Hunderdorf.
Der Skiclub Hunderdorf fährt am kommenden Wochenende mit einem Omnibus nach Kaprun, Osterreich, wo auch die Möglichkeit zum Skifahren gegeben ist. Die Abfahrt erfolgt am Samstag um 4.30 Uhr bei Sandbiller. Weitere Interessenten können an der Fahrt teilnehmen, da noch Plätze frei sind.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.11.1972


Höcherl junior sprach in Hunderdorf
Hunderdorf.
In einer gut besuchten Versammlung JU-Ortsverbandes Hunderdorf im Gasthaus Edbauer/Baier begrüßte Ortsvorsitzender Holmer neben den Mitgliedern und vielen jungen Leuten den Referenten, Hermann Höcherl junior, Regensburg. Die sozial-liberale Koalition wolle, so der Referent, verständlicherweise ihr Scheitern vor dem Wähler möglichst wenig in Erscheinung treten zu lassen. Sie weichen daher auf andere Themen aus und versuchte es vor allem ihre Ostpolitik als besonders erfolgreich darzustellen. Der Kanzler spreche von „ausgeglichenen Erleichterungen“ als Auswirkung der Verträge und das sozialistsiche Zwangssystem in der Zone gebe Schützenhilfe und lasse einzelne Menschen frei. Dafür werden entlang der Zonen- und Sektorengrenze wirkungsvolle automatische Tötungsanlagen angebracht. Wer nicht für die Ostpolitik dieser Regierung eingestellt ist, werde als Friedensfeind bezeichnet und bei einem Wahlsieg der CDU/CSU außenpolitische Isolation und innenpolitische „schwere soziale Erschütterungen“ vorausgesagt. Bekannt sei auch, welcher Hetzkampagne der CSU-Vorsitzende Strauß ausgeliefert sei. Die SPD pflege besondere vor Wahlen auch stets guten Kontakt zu den Katholiken und sage nicht, daß sie den § 218 abschaffen und das keimende Leben schutzlos lassen will. Man befleißige sich auch, die CDU/CSU als Unternehmerpartei abzustempeln und verschweige, daß auch SPD-Schatzmeister Nau und der FDP-Vorsitzende Scheel Bittbriefe an die Industrie um finanzielle Unterstützung versandt haben und sich die SPD zudem auch noch der Unterstützung des größten Kapitalisten im Lande, der Gewerkschaften, erfreuen kann. Die wesentlichen Fragen der heutigen Innenpolitik, Probleme der Wirtschaft und Gefährdung der Gesellschaftsordnung, werden in den Hintergrund gedrängt.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.11.1972


Nah Gottes hl. Willen verschied am 16. November 1972 mein lieber Gatte, mein guter Vater, Opa, Bruder, Schwager und Onkel
Herr Ludwig Hagn
Mitglied der Krieger- und Soldatenkameradschaft

im Alter von 65 Jahren, selig im Herrn.
Hoch, Straubing, Pegnitz, Ergoldsbach, Altenburg, Regensburg, den 17. November 1972
In stiller Trauer:
Hilde Hagn, Gattin
Hilde Hagn, Tochter mit Enkel
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Montag, den 20. November 1972, um 15 Uhr in Hunderdorf, mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.11.1972


Ergebnisse der Bundestagswahl 1972 im Landkreis Straubing Bogen

Gemeinde Gaishausen            (Zweitstimmen)
Wahlberechtigt           274
Wähler                                    220
Ungültige Stimmen    3
CSU                            165      (162)
SPD                            37        (41)
FDP                            9          (9)
DKP
EFP
NPD                           9          (9)

Gemeinde Hunderdorf           (Zweitstimmen)
Wahlberechtigt           1261
Wähler                                    1036
Ungültige Stimmen    15        (18)
CSU                            594      (586)
SPD                            396      (381)
FDP                            13        (39)
DKP                           2          (2)
EFP
NPD                           16        (10)

Gemeinde Steinburg               (Zweitstimmen)
Wahlberechtigt           413
Wähler                                    361
Ungültige Stimmen    7          (12)
CSU                            230      (223)
SPD                            111      (112)
FDP                            10        (12)
DKP
EFP
NPD                           2          (3)

Gemeinde Windberg              (Zweitstimmen)
Wahlberechtigt           565
Wähler                                    461
Ungültige Stimmen    10        (20)
CSU                            309      (289)
SPD                            119      (130)
FDP                            12        (16)
DKP                           1          (1)
EFP
NPD                           4          (3)

Quelle: Bogener Zeitung, 20.11.1972


Informationsveranstaltung für neue Weiterbildungsmöglichkeit
Bogen-Windberg.
Der Direktor der Schule München der Akademikergesellschaft (7 Stuttgart 1, Am Hohengeren 9) Peter Seufert, hält im Rahmen des Volksbildungswerkes Bogen eine Informationsveranstaltung im Katholischen Jugendzentrum Windberg, Kreis Bogen, am Freitag, 24. November, 19.30 Uhr, ab. Außerdem ladet er zu einer öffentlichen Sprechstunde am Samstag, 25. November, von 10 bis 12 Uhr in Bogen, Rathaus, Zimmer 3, ein. Der Zweck der Veranstaltung in Windberg und der Sprechstunde in Bogen (Rathaus) ist es, alle jungen Menschen über weitere Bildungsmöglichkeiten für Berufstätige aufzuklären. Er zeigt Mittel und Wege, wie Berufstätige zum Abitur, zur Mittleren Reife, zum Betriebswirt usw. gelangen können. Bei der Informationsveranstaltung findet auch eine persönliche Beratung durch einen. Vertreter des Arbeitsamtes statt. Die Veranstaltung und die persönliche Beratung ist kostenlos. Auskünfte und Unterlagen geben jederzeit – ebenfalls kostenlos und unverbindlich – das Volksbildungswerk Bogen, Stadtplatz (Rathaus) Telefon 0944/321 oder die Akademikergesellschaft 7 Stuttgart 1. Am Hohengeren 9, Telefon (0711) 461 015/16/17.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.11.1972


„Konflikte sind notwendig wie das Salz in der Suppe“
Die fünf Arbeitskreise der Katholischen Landjugend wieder voll in Aktion
Bogen-Windberg.
Kürzlich trafen sieh wieder die fünf Arbeitskreise der Katholischen Landjugend im Jugendhaus Windberg. Diesmal freilich stand die Veranstaltung unter einem etwas ungünstigen Stern; denn ausgerechnet an diesem Abend schneite es so stark, daß viele Autos ihr Ziel nicht erreichen konnten. Manche marschierten dann zu Fuß von Hundertdorf nach Windberg, so daß trotz der schlechten Witterung sich über 80 Jugendliche einfanden.
Der musische Arbeitskreis hatte auch diesmal als Leiterin die Oberlehrerin Käthe Baron aus Leiblfing. Ihre Gruppe befaßte sich mit der Darstellung von Szenen aus dein Stück „Stern der Armen“, wobei auf Ausdruck und Mimik besonderer Wert gelegt wurde. Die Zuschauer übten echte Kritik an der Darstellung, so daß an diesem Abend schon eine gewisse Exaktheit erzielt werden konnte.
Der Grüne Arbeitskreis unterhielt sich über die bis zum nächsten Treffen geplante Befragung der Bevölkerung über ihre Stellung zur Landwirtschaft. Es wurde der Fragenkatalog aufgestellt, der angewandt werden soll. Die Tonbandaufnahmen werden dann bei der Tagung im Dezember ausgewertet.
Jeder kommt in Konfliktsituationen
Mit der Rolle der Konflikte im Leben eines Menschen befaßte sich der Arbeitskreis „Vom Problem zur Aktion“, den Franz Knappik leitete. Jeder Mensch komme in Konfliktsituationen, niemand sei davon verschont. Im einzelnen komme es aber darauf an, wie der Mensch diese Konflikte meistert, ob er in die Entschuldigung flieht oder in die schlechte Laune. Der erste Ansatz für die Lösung des Konfliktes sei, soviel wie möglich vom eigenen Gefühl, das den Menschen begleitet, zum Ausdruck zu bringen. Die Aussprache und das Angehörtwerden sei also der erste Schritt, sagte Knappik, mit einem Konflikt fertig zu worden. Der depressive Mensch münze alles in eine Art Schuldgefühl um. Dur hysterische Neurotiker dagegen fühle sich sofort beleidigt, wenn man ihn kritisiert, und der schizoide Mensch wage sich gleich schon nirgends hinzugehen aus Angst, kritisiert zu werden. Konflikte seinen notwendig wie das Salz in der Suppe, meinte Knappik; denn alles Große sei ein Produkt von Konflikten. Es komme eben darauf an, ob man sie nützt oder ob sie zerstörerisch wirken.
Mit dem Thema „Synode – wozu?“ beschäftigte sich der religiöse Arbeitskreis unter P. Thomas. Man entschloß sich, nächstes Mal einen Synodalen einzuladen. Jeder Teilnehmer behandelt außerdem für sich eine Vorlage der Synode, informiert sich also über einen Teilbereich und füllt einen beigelegten Fragebogen ans. Außerdem solle sich jeder dem Studium von Zeitungsberichten und anderen Veröffentlichungen über die Synode widmen.
Gibt es eine christliehe Politik?
Der politische Arbeitskreis stellte sich die Frage, ob es eine christliche Politik gebe. Er stellte fest, daß in der Pastoralkonstitution „Kirche in der Welt von heute“ und auch in der Enzyklika „Populorum Progressio“ hochaktuelle politische Fragen berührt werden, die sehr reformerisch und keineswegs konservativ wirken. So stellte man fest, daß es keinen unpolitischen Christen geben könne, weil die Grundforderung des Christentums, die Liebe zum Nächsten, in vielen Teilen nur politisch gelöst werden kann, wie etwa bei den Entwicklungsländern. Auch die Verpflichtung des Eigentums gegenüber der Allgemeinheit werde in diesen Schriften eingehend behandelt, so daß mit Recht gesagt werden könne, daß es eine christliche Politik sehr wohl geben muß, wenn Christi Gebot erfüllt werden soll.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.11.1972


Im Dezember Neuwahlen im Landkreis
Rotkreuzführer trafen sich in Windberg — Dank des Kolonnenführers Klar
Bogen/Windberg.
Zu ihrer letzten Arbeitstagung auf gewohnter Ebene trafen sich die Rotkreuzführer des Rotkreuz-Kreisverbandes Bogen in Windberg. Kreiskolonnenführer Klar hatte seine engsten Mitarbeiter in sein schmuckes RK-Heim im Gasthof Wagner eingeladen, um einen Situationsbericht vor den anstehenden Neuwahlen auf Landkreisebene abzugeben und den Dank für die bisher geleistete Arbeit abzustatten.
Klar wies zunächst darauf hin, daß es notwendig geworden war, auch beim Roten Kreuz eine Gebietsreform einzuleiten, weil sich nach den Bestimmungen des Landeskomitees der neue Rotkreuz-Kreisverband mit den Grenzen des neuen Großlandkreises decken solle. Ein „vorbereitender Ausschuß“ hatte sich in sechs Einzelsitzungen mit der vielschichtigen Problematik dieser Zusammenführung von drei Kreisverbänden befaßt.
Kreisgeschäftsführer Rudi Nowak berichtete anschließend über viele Details, so daß bei der am 16. Dezember 1972 stattfindenden Neuwahl im Groß-Kreisverband 26 Vorstandsmitglieder zu wählen seien. Dabei fielen je 12 Mitglieder auf die bisherigen Rotkreuz-Kreisverbände Bogen und Straubing und zwei Mitglieder auf den Kreisverband Mallersdorf. Diese Verhältniszahlen wurden aus den Zahlen der aktiven und passiven Mitglieder ermittelt. Nowak bat die einzelnen Kolonnenführer, je zwei Wahlhelfer zu benennen, die für die Registrierung der geladenen Gäste und bei der Stimmenauszählung behilflich sein sollen.
Kreiskolonnenführer Klar befaßte sich mit der Struktur und Gliederung des neuen Kreisverbandes. Er stelle sich wieder als Kreiskolonnenführer zur Verfügung, wenn eine Entlastung durch den Einsatz von mehreren Bereichsführern und Kolonnenführern erfolge. So wie das bisher im Kreisverband Bogen der Fall war, müßten auch im neuen Verband alle Verantwortlichen harmonisch zusammenarbeiten. Im zweiten Teil der Arbeitstagung wurde auch die Rotkreuzarbeit im kommenden Winterhalbjahr angesprochen. Es wurde darauf hingewiesen, daß im Herbst 1973 die Leistungsprüfung II abgelegt werden könne. Diese sei allerdings wesentlich schwieriger als die Prüfung der Stufe I und mache die Teilnahme an einem Sanitätslehrgang zur Bedingung.
Auch der Breitenausbildung solle wieder besonderes Augenmerk zugewandt werden, meinten Kreiskolonnenführer Klar und BRK-Inspektor Rupert Niedermeier. Der „praktische Teil“ des Abends hatte die „Herz-Lungen-Wiederbelebung“ zum Inhalt. Den Rotkreuzführern, die alle auch als Ausbilder tätig sind, wurde empfohlen sich strikt an die „Lehrpläne“ zu halten, um die Teilnehmer, die schon einen Rotkreuzkurs mitgemacht haben, nicht zu irritieren.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.11.1972


Ein gutes Vaterherz hat aufgehört zu schlagen.
Nach Gottes hl. Willen verschied am 21. 11.1972 mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Opa, Bruder, Schwager und Onkel
HERR XAVER KARMAN
Landwirt von Hofdorf

nach Empfang der hl. Sterbesakramente, im Alter von 60 Jahren, selig im Herrn.
Hofdorf, Ebenthann, München. 21. 11. 1972
In tiefer Trauer:
Kreszenz Karman, Gattin
Xaver Karman, Sohn
Maria Baumgartner, Tochter
Monika Mantel, Tochter mit Familie
Geschwister und übrige Verwandtschaft.
Trauergottesdienst am Donnerstag, 23. 11. 1972, um 15.00 Uhr in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Sterberosenkranz, heute 16.00 Uhr, in Hofdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.11.1972


Steinburg. Freiwillige Feuerwehr: Freitag, 24. 11., 15.30 Uhr, Treffpunkt Bäckerei Schötz. Teilnahme an der Straßeneinweihung.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.11.1972


Zum Gedenken der Gefallenen
Windberg.
Die Gemeinde Windberg mit sämtlichen Vereinen wird am Sonntag beim Gottes-dienst um 9.30 Uhr mit anschließendem Besuch des Kriegerdenkmals ihrer Gefallenen und Vermißten gedenken. Die Vereine werden gebeten, sich um 9 Uhr beim Gasthaus Wagner zu treffen zum gemeinsamen Kirchenbesuch.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.11.1972


Die Müllabfuhrgebühren sind fällig
Windberg.
Die gemeindlichen Müllabfuhrgebühren sind bereits seit 13. November zur Zahlung fällig. Der Betrag ist bis längstens 30. November bei der Gemeindekasse Windberg, bzw. auf dem angegebenen Bankkonto, einzuzahlen.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.11.1972


Hunderdorf. SV: Heute, Freitag, 18 Uhr, Abfahrt vor dem Clublokal zum Training für alle Junioren. Senioren-Training 19 Uhr (Abfahrt 18.50 Uhr). Anschließend Spielerversammlung im Vereinslokal.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.11.1972


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: Samstag, 25. November, 20 Uhr, Vereinsabend im Sportheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.11.1972


Windberg. Sportverein: Sonntag, 15 Uhr, Preisschafkopfen im Lokal Hamberger.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.11.1972


Steinburg. Freiwillige Feuerwehr: Samstag, 25. 11., 19.00 Uhr, Geburtstagsfeier von Johann Altschäffl im Gasthof Berger, Höfelsauer.
Quelle: Bogener Zeitung, 24.11.1972


Ehe-Seminar in Hunderdorf
Hunderdorf.
Der Pfarrgemeinderat bietet heuer ein Ehe-Seminar für Verheiratete mit vier Vorträgen in zwei Wochen an. Jede Woche, Dienstag und Samstag, 19.30 Uhr, ist ein Vortrag mit Aussprachemöglichkeit. Es ist zu erwarten, daß die Eheleute in der Pfarrei die angebotenen Hilfen für die Bewährung ihrer Ehe im Alltag annehmen. Karten zum Besuch dieser vier Abende für ein Ehepaar sind zum Preis von 4 DM bereits jetzt im Vorverkauf erhältlich. Da Programm:
Dienstag: 28. 11., 19.30 Uhr: Referent Mergel über „Eheliche Partnerschaft“ (Mann und Frau in ihrer leib-seelischen Ergänzung).
Samstag: 2. 12., 19.30 Uhr. Es spricht Fr. Dr. Mauch über „Es spricht der Arzt“ (Fragen biologischer Gesetzmäßigkeiten).
Dienstag: 5. 12., 19.30 Uhr. Es spricht Studienrat Arnold über „Es spricht der Priester“ (Die Ehe als Sakrament).
Samstag: 9. 12., 19.30 Uhr. Es spricht Frau Pasquay über „Liebe will gepflegt sein“ (Glück, Freude und menschliches Versagen im Alltag).
Der Pfarrgemeinderat und das Pfarramt laden zu diesen Vorträgen alle Ehepaare der Pfarrei herzlich ein.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.11.1972


Straße Schafberg-Brandstatt-Öd eingeweiht
Langersehnter Wunsch ging in Erfüllung – 711 000 DM für 3,6 km – Landrat Hafner freute sich mit den Steinburgern

Steinburg/Schafberg.
„Wenn auch der Landkreis Straubing-Bogen am wirtschaftlichen Aufschwung teilnehmen will, dann müssen erst die notwendigen Verkehrswege gut und ausreichend ausgebaut werden. Alle Bürger des Landkreises haben ein Anrecht, am Wohlstand teilzunehmen und jegliche Grundvoraussetzung hierfür sind nun einmal die Straßen.“ Dies sagte Landrat Hafner bei der

Kammerer Ruß und Kaplan P. Rainer gaben der neuen Straße die kirchliche Weihe

Einweihungsfeier für die Gemeindeverbindungsstraße Schafberg-Brandstatt-Öd in der Brauereigasstätte Berger in Steinburg. Der Landrat und viele Ehrengäste freuten sich mit der Gemeinde und allen Anliegern über dieses Werk, das einen Gesamtkostenaufwand von rund 711 000 DM verursacht. Die Freude über diese Baumaßnahme spiegelte sich auch an der außerordentlich guten Beteiligung der Gemeindebürger wider, die sich trotz des schlechten Wetters nicht abhalten ließen, an der offiziellen Straßenfreigabe teilzunehmen.
An der Straßenkreuzung in Schulberg hieß Bürgermeister Alfons Berger alle willkommen, ebenso die Gemeindebürger, die Männer der Freiwilligen Feuerwehren Steinburg und Au so-wie Lehrerin Holzapfel mit ihrer Kindersinggruppe. Sein Gruß galt ebenso Kammerer Ruß und seinem Kaplan, Pater Rainer, die nach einem fröhlichen Lied der Singgruppe die kirchliche Weihe der neuen Straße vornahmen. Kammerer Ruß lobte das gelungene Werk und ihre Meister und verstand es, eine geistige Verbindung herzustellen von den Erdenstraßen hinüber zur Straße der Ewigkeit.
Landrat Hafner beglückwünschte die Steinburger zu dieser neuen Straße namens der Kreisorgane und der Bevölkerung des Großlandkreises und gab mit einem gekonnten Scherenschnitt die Straße offiziell für den Verkehr frei.
Der offizielle Festakt fand anschließend im Gasthof Berger statt. Das Gemeindeoberhaupt durfte hierzu neben den Geistlichen und Landrat Hafner auch dessen Stellvertreter im Amt, Regierungsdirektor Dr. Voggenreiter, Oberamtsrat Rothammer, Kreisrat und Bürgermeister Karl Härtenberger, Polizeioberinspektor Kremhöller, Müller als Vertreter der Straßenbaufirma Ohneis, Ingenieur Eidenschink, der für die Planung der Straßenbaumaßnahme verantwortlich war, Regierungsamtmann Paper, Regierungsoberinspektor Reichhardt vom Landratsamt Straubing-Bogen, Amtsinspektor Brandl von der Zentralen Buchungsstelle, die Mitglieder des Gemeinderates, die Männer der Feuerwehren Steinburg und Au v. Wald und nicht zuletzt den Ehrenbürger der Gemeinde, Johann Petzendorfer, willkommen heißen.
In bekannt humorvoller Art verstand es Bürgermeister Berger, die mit dem Straßenbau verbundenen Schwierigkeiten (auch finanzieller Art) aufzuzeigen und in charmanter Weise um .,gut Wetter“ zu bitten. Durch die Kostensteuerung sei eine nicht unbedeutende „Finanzierungslücke“ entstanden, die die Gemeinde allein nicht schließen könne.
In seiner über eine Stunde währenden Ansprache sagte Landrat Hafner, der ständig steigende Kraftfahrzeugverkehr auf unseren Straßen erfordere immer mehr und immer bessere Verkehrsverhältnisse. Unser Landkreis, der von Neufahrn bis tief in den Bayerischen Wald hineinreiche, sei verkehrsmäßig bei weitem nicht erschlossen. Dem Ausbau des Gemeinde- und

Die offizielle Freigabe nahm Landrat Hafner mit einem gekonnten Scherenschnitt vor

Kreisstraßennetzes müsse auch in der Zukunft allergrößte Bedeutung beigemessen werden. Eine moderne Volkswirtschaft könne ohne leistungsfähigen Straßenverkehr auf die Dauer nicht existieren; sie sei ein wichtiges Teil der gesamten Gesellschaftspolitik.
Leidenschaftlich setzte sich der Landrat auch in Steinburg wieder für die Stärkung der Wirtschaftskraft des Grenzlandes ein. Ein Schlüssel zum wirtschaftlichen Aufschwung im Großlandkreis sei daher auch der Bau der Autobahn Regensburg-Deggendorf und der baldige Ausbau der Bundesstraße 20. Die Notwendigkeit dieser beiden Straßenbaumaßnahmen ergebe sich nicht nur aus der Erschließungsfunktion, sondern auch aus der Tatsache, daß die B 8 und die B 20 im Bereich Straubing stark überlastet seien. Die geplante Donaubrücke im Zuge der Ortsumgehung Straubings durch die B 20 würde auch die dringend notwendige Verbesserung der Verkehrsverhältnisse zwischen dem Landkreisgebiet nördlich der Donau und dem Sitz der Landkreisverwaltung erbringen.
Auf die neue Straße überleitend, sagte der Landrat, daß der 3,11 km lange Straßenzug einen Kostenbetrag von 711 000 DM verursache. Neben erheblichen Eigenleistungen der Gemeinde einschließlich Darlehen würde auch der Landkreis finanziell zur Schließung der

Trotz schlechtestem Wetter war auch Lehrerin Holzapfel mit einer Kindersinggruppe gekommen.

noch vorhandenen Finanzierungslücke beitragen. Über den erbetenen Kraftfahrzeugsteuerzuchuß könne allerdings erst im Jahre 1973 entschieden werden. Des Landrats Dank galt der Gemeinde Steinburg mit Bürgermeister Alfons an der Spitze ebenso wie seinem aufgeschlossenen Gemeinderat, den Anliegern, der Baufirma Ohneis und dem Planungsbüro Eidenschink und seinen Mitarbeitern im Amt. Mit dem Wunsche, daß diese neue Straße eine spürbare Verbesserung der Verkehrssituation in der Gemeinde Steinburg und im Großlandkreis bringen möge und daß sie allen zum Segen werde, beschloß der Landkreischef seine mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen.
Nachdem auch Polizeioberinspektor Kremhöller seine Glückwünsche, verbunden mit dem Wunsch auf eine unfallfreie Fahrt, übermittelt hatte, meldeten sich auch noch eine ganze Reihe von Gemeindebürgern zu Wort.
Mit einem gemeinsamen Abendessen und einem gemütlichen Beisammensein fand die wirklich gut gelungene Straßeneinweihungsfeierlichkeit ihren Abschluß.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.11.1972


Denen, die en Dich glauben, Herr,
wird das Leben nicht genommen,
sondern neu gestaltet.
Christus, der Herr, der alle Hoffnungen erfüllt und alle Verheißungen wahrmacht, rief am letzten Sonntag des Kirchenjahres zu sich
Herrn Nikolaus Bartenew
Gymnasialprofessor a. D.

im Alter von 8l Jahren.
Überführung am Montag um 16.00 Uhr.
Eucharistie-Feier mit anschließender Beerdigung am Mittwoch, den 29. November 1972, um 15.00 Uhr in Windberg.
Prior und Konvent der Abtei Windberg
Quelle: Bogener Zeitung, 27.11.1972


Glückwünsche für Ehepaar Altschäffl
Steinburg.
Vor wenigen Wochen vollendete Anna Altschäffl ihr 70. Lebensjahr, vor wenigen Tagen feierte ihr Mann, Johann Altschäffl, seinen 70. Geburtstag. Grund genug für eine Gratulationscour mit den zahlreich erschienenen Feuerwehrleuten. Bürgermeister und Vorsitzender der FFW Steinburg, Alfons Berger, sowie Kommandant Anton Häusler überreichten dem Jubilar Präsente. Berger lobte die Hilfsbereitschaft des Jubilars, Häusler überbrachte auch die Glückwünsche des KBI Mühlbauer und die von Landrat Hafner. Der Dank der Feuerwehr galt einem Mann, der über 40 Jahre Feuerwehrdienst geleistet hat. Johann Altschäffl wuchs in Steinburg mit fünf Geschwistern als Landwirtssohn auf, übernahm das elterliche Anwesen und heiratete 1936 Anna Feldmeier, die zwei Söhne zur Welt brachte, von denen der eine, Hans, das Anwesen 1967 übernahm. Für das Ehepaar gibt es auf dem Zuerwerbsbetrieb noch manchen Handgriff zu tun.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.11.1972


Ein bewegtes Leben ging zu Ende
Windberg.
Im Krankenhaus zu Bogen verstarb Professor Nikolause Bartenew. Geboren wurde er am 18. 6. 1893 im königlichen Schloß zu Warschau, wo sein Vater kaiserlich-russischer Generalgouverneur war. Die Familie war von altem Bojarenadel, seine Mutter stammte jedoch aus Bayern. Sie ließ ihn als kleines Kind in Paris katholisch taufen. Er wählte die militärische Laufbahn, als Husarenoffizier ging er in den Ersten Weltkrieg. 1916/18 kämpfte er an der russich-türkischen Front im Kaukasus, 1919 schloß er sich der weißen antibolschewistischen Armee an. Nach deren Niederlage landete er schließlich nach vielen Abenteuern in Jugoslawien.
Er studierte in Agram und Innsbruck, unter seinen Mitstudenten war unter anderem auch Kardinal Mindszenty. Das Geld dazu verdiente er sieh als Schlafwagenkontrolleur. Er wurde dann Professor der Ethnologie an der mazedonischen Universität Prizren. Als die Deutschen. 1941 Jugoslawien besetzten, übernahm sie Professor Bartenew zuerst als Dolmetscher, dann als Offizier. Er wurde Oberstleutnant und stellvertretender Regimentskommandeur. In der Gefangenschaft lernte er 1945 einen Oblatenpater kennen, der ihn noch Obermedlingen mitnahm. Dort erteilte er an der Klosterschule Unterricht. Bald verschlug es ihn in gleicher Eigenschaft nach Kloster Windberg, wo er mehrere Jahre weilte. Er wurde dann als Studienrat anerkannt und gab Russisch an den Gymnasien in Nürnberg, Straubing und Rohr.
Seine Schüler haben ihn in bester Erinnerung. Er förderte Priesterberufe und unterstützte Priesterstudenten, wo er nur konnte. Vor einigen Jahren zog er sich aus Altersschwäche wie-der nach Windberg zurück, wo er im Kloster eine Wohnung bezog. Noch lange gab er Privat-unterricht und korrigierte die russischen Absolutorialaufgaben der bayerischen Mittelschulen. Seine Kräfte ließen jedoch immer mehr nach, und sein tiefer Glaube und seine Bücher waren schließlich sein einziger Trost. Die Beerdigung findet in Windberg am kommenden Mittwoch um 15 Uhr statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.11.1972


Großlintach. Bayerisches Rotes Kreuz: Monatsversammlung für Dezember bereits Donnerstag, 30. 11. 72. um 20 Uhr bei Schlecht.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.11.1972


Schwarzach. Skifahrer: Donnerstag zweiter Skikursunterricht im Gasthaus Edbauer. Anmeldungen werden noch entgegengenommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.11.1972


Windberg-Meidendorf. Rotes Kreuz: Freitag, 1. Dezember, Dienstabend der Gruppe Meidendorf bei Schießl. Die Gruppe Windberg versammelt sich am Freitag. 8. 12. 72, bei Wagner in der Unfallhilfestelle.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.11.1972


Steinburg. BRK-Ortsgruppe-Steinburg: Heute, Mittwoch, 20 Uhr, Dienstabend im Gasthof Berger in Steinburg.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.11.1972


Neue Wege gesucht: Das Planspiel
30 Lehrlinge lernten bei Seminar in Windberg Konfliktsituationen meistern
Bogen-Windberg.
Die Christliche Arbeiterjugend beider Konfessionen und der Politische Arbeitskreis des BDKJ der Diözesen Regensburg und Passau führten unter Leitung von Otmar Dostal für berufstätige Jugendliche vom 3. bis 5. und vom 21. bis 26. November 1972 im Jugendhaus Windberg eine Folge von zwei Planspielen durch. Mit wissenschaftlichen Mitteln soll die Brauchbarkeit dieser neuen Methode „Planspiel“ für die Jugendbildung festgestellt werden. Die Assistenten Prim und Reckmann vom Pädagogischen Lehrstuhl II der Universität Regensburg entwarfen und überwachten diese Planspiele und werten sie mit Hilfe von Computern ans.
In der neuen Methode „Planspiele“ können die Teilnehmer in mehreren kleinen Gruppen, die bestimmte Personenkreise oder Institutionen verkörpern. Zusammenhänge aus Teilgebieten der gesellschaftlichen, beruflichen und politischen Welt im Spiel darstellen. Im Zusammen-spiel der Gruppen werden Probleme sichtbar, Lösungen gesucht und Entscheidungen gefällt, deren Folgen für die Spielgruppen erlebt und diskutiert werden. Im Spiel versucht man die Bearbeitung und Lösung von Konflikten, die durch das Aufeinandertreffen der verschiedenen Gruppeninteressen verursacht werden.
Konkret haben sich diesmal 30 Lehrlinge aus allen möglichen Berufen zusammengefunden. Leute, die sonst nur schwer erfaßt werden können, da sie keiner Gruppe und keinem Verband angehören. Die Ausgangssituation war gegeben: In einem größeren Betrieb streiken die Lehrlinge und wenden sich an die Betriebsleitung, weil angeblich ein Lehrling von einem Meister geohrfeigt worden war. Außerdem sollen die Lehrlinge Arbeiten verrichten, die mit der Aus-bildung in keinem Zusammenhang stehen.
Das Problem, das aus dieser Situation entstand, wurde von den verschiedenen Positionen aus beleuchtet, von der Sicht des Lehrlings, der Betriebsleitung, der Eltern usw. Wie in einem Theater spielte jede Gruppe ihre Rolle durch, wobei sie sich nur gesetzlicher Mittel und Möglichkeiten bedienen durften. Der Vorteil dieser Methode ist, daß echte Situationen auch echt gespielt werden können, ohne daß einem Beteiligten Nachteile erwachsen können. Die Jugendlichen sollen auf diese Weise auch die Ansichten der anderen Seite, der Kontrahenten, kennenlernen und so die Konflikte zu meistern versuchen.
Das Ergebnis dieses Versuches ist, daß diese Art der außerschulischen Bildungsarbeit, bei der es keine Referate gibt, bei der Jugend sehr gut ankommt. Ziel dieser Versuche ist es, solche Planspiele auch für andere Gruppen wie Studenten, Schüler, Angestellte usw. durchzuprobieren und auf diese Weise ganz neue Wege der Bildungsarbeit zu beschreiten.
Wie der Versuch in Windberg gezeigt hat, ist das Ergebnis sehr positiv. Den Umstand, daß Lehrlinge nicht so redegewandt und schriftgewandt sind wie etwa Studenten, überbrückte man durch den Einsatz einer Sekretärin, die Beschwerdeschreiben u. ä. in die rechte Form brachte. Auf diese Weise ergaben sich also für die Lehrlinge auch in dieser Hinsicht keine Hemmungen.
Der Film „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ beendete diese Tagung in Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.11.1972


Die Entwässerungssatzung mußte geändert werden
Nach Bauernholz und Hoch vorerst kein Kanal – Gewässerverunreinigung beanstandet – Aus der letzten Sitzung
Hunderdorf.
In der letzten Gemeinderatssitzung wurde zunächst das Planfeststellungsverfahren zu Maßnahme der Deutschen Bundesbahn behandelt. Bei den geplanten Blinklichtanlagen  bei km 16.085 und 16.630 sollen zusätzlich Halbschranken eingebaut werden. Während die Planfeststellungunterlagen zur Einsieht auslagen, sind zwei Einsprüche eingegangen. Denn der Standort der Halbschranken würde jeweils die Grundstückseinfahrten der Anwesen Karl Zollner und Karl Härtenberger versperren. Der Gemeinderat stimmte grundsätzlich dem Einbau von Halbschranken zusätzlich zu den geplanten Blinklichtanlagen zu. Jedoch soll die Bundesbahn den Einsprüchen Rechnung tragen und die Halbsehranken näher zum Bahnübergang hin planen.
Bürgermeister Härtenberger informierte den Gemeinderat darüber, daß der Vorbescheid zum Neubau eines Wohnhauses auf Fl.Nr. 407 in Bauernholz wegen der unzureichenden Abwasserbeseitigungsmöglichkeit abgelehnt wurde. Der Gemeinderat befürwortete das Bauvorhaben und stellte fest, daß nach Bauernholz und Hoch im jetzigen Zeitpunkt aus finanziellen Gründen keine Kanalisation gebaut werden könne. Denn vorerst sei der Ausbau des bereits geplanten Kanalstranges und der Bau der Kläranlage vordringliches Ziel. Des weiteren befürwortet der Gemeinderat für den Wohnhausneubau des X. Kalm die Erteilung einer Befreiung gem. § 31 Abs. 2 BBauG durch das Landratsamt.
Im 3. Punkt der Tagesordnung mußten sich die Gemeinderäte mit der Kanalisation eingehend befassen. Aufgrund von Erhebungen über die tatsächlichen Baukosten für die Kanalisation sowie über die Grundstücksflächen, die angeschlossen werden können und bei der Berechnung der Kanalanschlußbeiträge zugrundegelegt werden, wurde festgestellt. daß die jetzt gültigen Gebührensätze nicht aufrechterhalten werden können, denn sie decken in keiner Weise die anfallenden. Kosten. Der Gemeinderat mußte deshalb die unpopuläre Sache, die Änderung der Entwässerungssatzung, vornehmen, bei der die Anschlußbeiträge und die Benützungsgebühren den tatsächlichen Verhältnissen angepaßt wurden. Der Bürgermeister wurde beauftragt, den erstellten Satzungsentwurf der Rechtsaufsichtsbehörde zur Genehmigung vorzulegen. Der Tagesordnungspunkt „Erlaß einer Müllabfuhrsatzung“ wurde auf die nächste Sitzung vertagt.
Zum Schluß gab der Bürgermeister dem Gemeinderat über die Aufstufung des öffentlichen Feld- und Waldweges nach Starzenberg zum Gemeindeweg Kenntnis. Der vom Pfarramt vorgelegte Kindergartenhaushalt 1972, der ein voraussichtliches Defizit von ca. 12 000 Mark aufweist, wurde ebenfalls zur Kenntnis genommen. Aus verschiedenen Feststellungen wurde entnommen, daß der Kindergarten auch in den kommenden Jahren von Kirche und Gemeinde finanzielle Opfer abverlangt.
Bürgermeister Härtenberger setzte den Gemeinderat noch über ein Schreiben des Landratsamtes in Kenntnis, in dem über eine erhebliche Gewässerverunreinigung durch den gemeindlichen Schuttabladeplatz in Sollach berichtet und der Gemeinde nahegelegt wird, den Müllplatz zu sperren. Der Gemeinderat nahm dazu wie folgt Stellung: Die Sperrung des Schuttabladeplatzes in Sollach würde für die Gemeinde einen besonderen Härtefall bedeuten. Die Gewässerverunreinigung wurde schon vor Errichtung dieses Schuttabladeplatzes festgestellt. Der Bürgermeister wird beauftragt, beim Landratsamt eine gemeinsame Ortsbesichtigung zu beantragen. Hattet soll die Gemeinde mit vertreten sein.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.11.1972


Heute abend Gemeinderatssitzung
Hunderdorf.
Am heutigen Freitag, 1. 12., findet um 19 Uhr im Gemeindeamt Hunderdorf eine Gemeinderatssitzung statt. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Erlaß einer Müllabfuhrsatzung, 2. Vereinbarung mit der Deutschen Bundesbahn über den Bau einer Blinklichtanlage bei km 16, 630, 3. Zuschußgesuch, 4. Verschiedenes, 5. Wohnungsangelegenheiten, 6. Grundstücksangelegenheiten, Punkt 5 und 6 sind nichtöffentlich.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.12.1972


Hunderdorf. Sportverein: Heute, Freitag, 19 Uhr, Training für alle Senioren und Junioren. Abfahrt 18.50 Uhr beim Vereinslokal – Samstag, 2. 12. 15 Uhr, Nikolausfeier der Schüler und Jugend unter Teilnahme der Senioren und angehörigen. 20 Uhr Schafkopfturnier im Vereinslokal.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.12.1972


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: Sonntag, 3. Dezember, 13.30 Uhr. Abfahrt zu Gebietstanzprobe nach Wiengarten bei Georg Baier. 18 Uhr Nikolausfeier mit Kinderbescherung im Gasthaus Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.12.1972


Au vorm Wald. FFW: Sonntag, 3. Dezember, 15 Uhr, Christbaumversteigerung im Gasthaus Wagner, Freudenstein.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.12.1972


Jugend musiziert, singt und tanzt
Steinburg.
Am Sonntag um 14 Uhr beginnt wieder im großen Berger-Saal in Steinburg das Kreisjugendsingen. Diese Veranstaltung der Jugend wird durch den Kreisjugendring Bogen zum 9. Male durchgeführt und hat sich zum größten musischen Treffen entwickelt. Auch für Sonntag haben sich wieder 14 bekannte und neue Gruppen aus dem früheren Landkreis Bogen angemeldet, die ein buntes Programm erwarten lassen. Zu diesem musikalischen Höhepunkt sind nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Erwachsenen eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.12.1972


Barbara Hamberger 75 Jahre alt
Hunderdorf.
Barbara Hamberger, wohnhaft in Lintach, feiert heute, Montag, ihren 75. Geburtstag. Die Jubilarin wurde in Waltendorf bei Bogen geboren. Im Mai 1928 verehelichte sie sich. Aus der Ehe gingen drei Söhne und eine Tochter hervor, wovon die Tochter bereits im Kindesalter starb. Frau Hamberger kann ihren Festtag noch bei verhältnismäßig guter Gesundheit mit ihren Gatten und ihren Kindern begehen.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.12.1972


Keine Sorge um den musikalischen Nachwuchs Auch das neunte Kreisjugendsingen im alten Landkreis Bogen ein voller Erfolg — Organisiert von Oberlehrer Illner
Steinburg.
Das neunte Kreisjugendsingen im alten Landkreis Bogen fand im übervoll besetzten Saal der Brauereigaststätte Berger in Steinburg statt. „Wenn wieder 13 Gruppen aus dem bisherigen Kreisgebiet unserer Einladung gefolgt sind“, führte Oberlehrer Josef Illner aus, so ist es ein erfreuliches Zeichen, daß in unserem Raume die Freude am Singen und Musizieren noch weiterlebt. Das sollte

Kreisjugendring-Vorsitzender Rudi Landstorfer eröffnet das 9. Kreisjugendsingen 1972

uns freudig stimmen und davor bewahren, in eine Konsumgesellschaft abzugleiten “ Darüber hinaus ist es wohl das Erlebnis der Gemeinschaft, das die vielen jungen Leute mit ihren Eltern, Verwandten und ihre Betreuer in Steinburg zusammengeführt hat, um voneinander zu hören, dazuzulernen und neue Anregungen und Eindrücke mit nach Hause zu nehmen. Mit Recht gab es daher auch bei dieser Veranstaltung keine Wertungen, weil jede Gruppe mit dem Vorsatz antrat, das bestmögliche an Musikalität zu bieten.
Der große Bergersaal war zum Brechen voll, als Kreisrat Rudi Landstorfer in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kreisjugendringes Bogen die Veranstaltung eröffnete und neben den teilnehmenden Jugendgruppen mit ihren Betreuern auch eine ganze Reihe von Ehrengästen willkommen hieß. Namentlich nannte Landstorfer MdL und stellvertretenden Landrat Alfons Schäffer, die Kreisratskollegen Helmbrecht und Stadler, Kammerer Ruß, Pfarrer Prambs, P. Gallus, Kaplan Trimpl, Direktor Gottschalk und Direktor Peters. Einen besonderen Willkommensgruß entbot der Kreisjugendringversitzende Obelehrer Josef Illner, der auch heuer wieder die große Last der Vorbereitung und Durchführung dieser musikalischen Groß-veranstaltung auf sich genommen hatte.
MdL und stellvertretender Landrat Alfons Schäfer übermittelte zunächst die besten Grüße des Landkreischefs. Er freute sich, daß so viele junge Menschen in unserer Heimat noch Haus-musik betreiben und damit mithelfen, ein althergebrachtes Kulturerbe der Nachwelt weiter-zugeben. Sein Dank galt nicht minder der Elternschaft für dir finanziellen Opfer, die dabei gebracht werden müssen, nicht zuletzt aber auch den Betreuern der jungen Menschen, die viel Geduld aufbringen müssen und oft viele Stunden ihrer Freizeit für die musische Ausbildung ihrer Schützlinge opfern.
Oberlehrer Illner ergänzte die Ausführungen Schäffers mit der Feststellung, daß die musische Erziehung zu Hause, in der Gruppe oder in der Schule schon immer von großem Wert für die , geistige und seelische Entwicklung der jungen Menschen war. Musik, Tanz und rhythmisches Spiel helfen Brücken bauen zwischen Eltern, Erziehern und Schülern. Deshalb sollte man viel mehr Musik als

Pater Gallus, Kostenz, hatte sich mit seinem Schülerchor sehr viel Mühe gemacht.

wichtigen Erziehungsfaktor in die übrige Bildungsarbeit und Freizeitgestaltung einbeziehen als gesunde Basis für die Persönlichkeitsbildung
Die Spielgruppe Niederwinkling eröffnete das neunte Kreisjugendsingen mit dem Wanderlied „Schön ist die Welt“ und „An dem schönen Donaustrand“. Das „Bogener Akkordeon-Trio“ (Geschwister Dachauer und Lore Auer) erfreuten anschließend mit „Tief drin im Böhmerwald“ und „Berchtesgadener Edelweiß“. Es war eine gute Idee des Veranstalters, neben Gesang und Musik auch Jugendtrachtengruppen auf die Bühne zu bringen. Lisl Wacker, die unermüdliche Betreuerin ihrer Kinder- und Jugendtrachtengruppe, hatte ihre Jüngsten für diesen Nachmittag „präpariert“ und zwei hübsche Volkstänze aufführen lassen. Der den Teilnehmern dieser Veranstaltung schon bestens bekannte Gottfried ein urwüchsiger „Ableger“ der Lisl, strapazierte mit seinem „Lebenslauf“ die Zwerchfelle der Gäste.
Rudolf und Franz Listl, das „Oberaltaicher-Akkordeonduo“ waren

Prominentester Ehrengast war MdL und stellv. Landrat Alfons Schäffer

ebenfalls keine Neulinge beim Kreisjugendsingen. Bei ihrem „Tegernseer Landler“ und dem „Schneewalzer“ wurden sie von Hermann Schedlbauer auf der Klarinette schwungvoll begleitet. Der „Kostenzer Schülerchor“ kam heuer zum zweiten Mal nach Steinburg. Pater Gallus hatte sich viele Mühe mit diesen Kindern gemacht. Wie sonst hätten sie das „Sanktus“ und „Benediktus“ aus einer lateinischen Messe und das Adventslied „Siehe, der Herr wird kommen“ so fein und gekonnt vor-tragen können.
Das „Spielquartett der Landjugend Oberwinkling“ (Kammerl, Schäffer, Kizak und Illner) war etwas modern eingestellt und brachte die Stücke „Zwei rehbraune Augen“, „Die Fischerin vom Bodensee“ und den Slow Rock „überall auf der Welt“ zu Gehör. Die „Kindertrachtengruppe Schwarzach“ trat mit ihrem Leiter Sepp Schmid zum ersten Mal in Steinburg auf. Sie zeigten allerbeste Volkstanzkunst. Mit der „Kreuzpolka“ und der „Sonnenblume“ gaben sie beim Kreisjugendsingen ihr Debüt. Vor der großen Pause kamen noch die Mädchen und Burschen des „Menachtaler Jugendorchesters“, die von Musiklehrer Kolbeck ausgebildet werden. Helga Weinholzner, eine talentierte Schülerin, durfte in Steinburg an seiner Stelle der Gruppe vorstehen. Das klangschöne

Die Geschwister Dachauer, Bogen, und Lore Auer bewiesen schon gediegenes musikalisches Können

Orchester erfreute mit einem Choral, einem Ländlerpotpourrie und dem Marsch „Clubkameraden“.
Im Zeichen des Advents
Der zweite Teil des Kreisjugendsingens stand auch heuer wieder ganz im Zeichen des soeben begonnenen Advents. Er wurde eingeleitet von der Jugendrotkreuz-Singgruppe Oberaltaich unter der Leitung von Hauptlehrer Hofmann. Die kleinen Sängerinnen brachten das französische Hirtenlied „Haben Engel wir vernommen“, das schlesische Lied „Was soll das bedeuten“ und „Vom Himmel hoch ein Engel kommt“ recht lebhaft und gekonnt zum Vortrag. Rhythmisch wurde es, als Direktor Peters mit dem „Jugendchor Bogen“ auf die Bühne ging. Mit Gitaren und Schlagzeugbegleitung wurden die Stücke „Wieviele wohnen am Rande der Stadt“, „Gott ist mit uns, Alleluja“ und „Unser Leben sei ein Fest, Jesus weilt in unserer Mitte“ dargeboten. Der Beifall bewies, daß auch diese Jugendgruppe bei den aufmerksamen Zuhörern „angekommen“ war. Die „Schedlbauer-Buam“ versetzten mit Zither und Akkordeon in Weihnachtsstimmung, als sie mit den Liedern „Leise rieselt der Schnee“ und „Süßer die Glocken nie klingen“ aufwarteten.
Ganz still wurden die über 500 Gäste als der „Schwarzacher Schülerchor“ aufgerufen wurde mit ihrem musikalischen Leiter, Oberlehrer Konrad Karl, ist seit 1971 im Schulverband Schwarzach „integriert“, trotzdem aber spürt man in dieser großen 40 Kinder zählenden Sing- und Spielgemeinschaft das über Jahre währende „Training“ der Hinterdegenberger. Ein „Italienisches Bewegungslied“

Das Oberaltaicher Akkordeonduo wurde von Hermann Schedlbauer auf der Klarinette begleitet

in italienisch gesungen, leitete über zum kraftvoll vorgetragenen „Largetto von Mozart“, zum Echolied „Als ich bei meinen Schafen saß“ und zum „Alleluja, preiset den Herrn“ von Peter Jansen.
Den Schlußpunkt in diesem wirklich anspruchsvollen musikalischen Jugendwettstreit setzten die „Mitterfelser Ministranten“ mit einer Melodicagruppe. Pfarrer Prambs und Diakon Möstl hatten die kleinen und Künstler auf diesen Nachmittag vorbereitet. Mit „Ehr‘ und Preis sei Gott in der Höh“ und „Wir sagen Euch an den lieben Advent“ führten sie hinein in die vorweihnachtliche Zeit und schaffen jene Stimmung, die nicht nur dem Altbaier in diesen Tagen und Wochen eigen ist.
Der nicht endenwollende Beifall zu gute Letzt bewies, daß die vielen Darbietungen freudig und dankbar aufgenommen wurden. Wäre abschließend nur zu wünschen, daß die jungen Leute nicht müde werden, weiterzulernen und damit beizutragen, das deutsche Lied und die liebenswerte Volksmusik weiterleben zu lassen. Den Schluß des Kreisjugendsingens bildete der Dank des Kreisjugendringvorsitzenden, der alle teilnehmenden Gruppen noch mit hübschen Erinnerungsurkunden erfreute. Sein Dank galt nicht zuletzt auch Radio-Hofmann (Bogen) für die Bereitstellung einer leistungsfähigen Lautsprecheranlage.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.12.1972


Hunderdorf. Skiclub: Heute, Mittwoch, 19 Uhr (und später jeden Mittwoch) Möglichkeit zum Tischtennisspielen in der Schule in Steinburg.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.12.1972


St. Nikolaus beim Trachtenverein
Eine traditionelle Veranstaltung — Geschenke für die Kinder
Hunderdorf. Zur Nikolausfeier des Heimat- und Volkstrachtenvereins im Gasthaus Sandbiller konnte Vorsitzender Ernst Sacher besonders Bgm. Härtenberger, Prior Pater Wolfgang, Pfarrer Ruß, Kaplan Rainer, OL Maier und einige Gemeinderäte willkommen heißen. Sacher dankte dem Jugendleiter für seine Arbeit, denn der Verein habe viele Kinder, und diese müßten richtig zusammengehalten werden.
Bürgermeister Härtenberger freute sich, daß der Trachtenverein diese Feier abhält und dadurch das Gemeinschaftsleben fördert. Gerade in der heutigen Zeit bedeute es viel, die Jugend zum Gemeinschaftssinn zu erziehen. Den Kindern und Jugendlichen, der Vorstandschaft und den weiteren Trachtlern dankte der Bürgermeister für ihr eifriges Mitmachen, altes Brauchtum zu erhalten und für das Geleistete beim Trachtenfest.
Pfarrer Ruhs stellte heraus, daß es etwas Schönes sei, wenn sich der Trachtenverein bemüht, die Tradition zu erhalten und jedes Jahr zur Freude der Kinder eine Nikolausfeier veranstaltet. St. Nikolaus sei auch der Namenspatron der Pfarrkirche. Pfarrer Ruhs betonte, daß der Verein die Feier im Juli mustergültig organisiert hatte und von allen auswärtigen Gästen gelobt wurde.
Kaplan Rainer hielt die traditionelle kleine Weihnachtsansprache. Dabei sagte er: „Wir Menschen sind angewiesen aufs Hoffen. Wenn wir keine Hoffnung mehr für die Zukunft haben, dann wird das Leben sinnlos. Die Adventszeit ist die Zeit des Wartens und des Hoffens — wir warten auf die Ankunft unseres Herrn, der wiederkommen und die Welt heilen wird. Der Christ ist ein Mensch, der auf Christus wartet“.
Anschließend besuchte Sankt Nikolaus den Trachtenverein und konnte viel Gutes von ihm berichten. Zur Freude der 68 anwesenden Kinder hatte er für jedes eine Tüte voller Süßigkeiten mitgebracht.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.12.1972


Bogen trauert um Marianne Berger
Der erste Flug Ihres Lebens führte in den Tod
Bogen.
Des Flugzeugunglück in Teneriffa hat nicht nur die Familie Berger in Bogen, ihre Bekannten und Verwandten hart getroffen, sondern auch die Bevölkerung aus nah und fern zu-tiefst erschüttert. Frau Marianne Berger (Bild), die seit dem plötzlichen Tod ihres Ehemannes am 2. Januar 1968 einem leistungsstarken und soliden Omnibusunternehmen vorstand, bestieg am Sonntag, den 3. Dezember 1972, zum ersten Mal in ihrem Leben ein Flugzeug. Dieser erste Flug sollte zugleich ihr letzter sein. Ihre Kinder Marianne (21) und Otto (15) wurden von einer Minute auf die andere zu Vollwaisen. Marianne, die bis zum Unglückstag in einer Steuerkanzlei in Straubing beschäftigt war, löste sofort ihr Dienstverhältnis und wird nun mithelfen, das Unternehmen weiterzuführen.
Dies wäre aber ganz und gar unmöglich, würde sie nicht, wie auch ihre Mutter schon, in dem unermüdlichen Busfahrer Sepp Grill einen Mitarbeiter haben, der seit dem Jahre 1968 für die gesamte Betriebsorganisation verantwortlich zeichnet. Sepp Grill versicherte unserem Mitarbeiter, daß er dem Unternehmen auch weiterhin die Treue halten und die Geschäfte in bekannt guter Manier weiterführen will.
Frau Marianne Berger zählte absolut nicht zu den Leuten, die viel auf Reisen sind. Wiederholt erhielt sie von ihrem Berufsverband die Einladung, an den alljährlich stattfindenden Kreuzfahrten einmal teilzunehmen. Heuer wollte sie endlich den Bitten des Veranstalters Folge leisten. Gewissenhaft, wie sie stets war, ordnete sie vor ihrer Abfahrt alles bis ins Detail „für den Fall, daß ich nicht mehr heimkommen sollte“,
Marianne Berger, die stets freundliche, entgegenkommende, liebenswürdig, und trotzdem geschäftstüchtige Unternehmerin, ist nicht mehr. Alle, die sie kannten, sind über diese furchtbare Katastrophe zutiefst erschüttert, nicht zuletzt auch ihre acht Omnibusfahrer, die ihr in guten und in schlechten Tagen die Treue hielten.
Den beiden Kindern Marianne und Otto werden zunächst der Bruder der verunglückten, Georg Schütz, und seine Frau hilfreich zur Seite stehen.
Den Kunden des Omnibusunternehmens Berger darf aber auch an dieser Stelle die Versicherung gegeben werden, daß der Betrieb trotz dieses Schicksalsschlages in unveränderter Weise weitergeführt wird. Der Firma Otto Berger auch weiterhin die Treue zu halten, dürfte für alle Freunde des Hauses geradezu eine Selbstverständlichkeit sein.
rn
Quelle: Bogener Zeitung, 06.12.1972


Nikolausfeier der Schüler und Jugend
Hunderdorf.
Zahlreiche Gäste hatten sich zur Nikolausfeier der Schüler- und Jugendabteilung des Sportvereins Hunderdorf im Sandbiller-Saal eingefunden. Jugendleiter Hirtreiter konnte hierzu besonders 1. BürgermeisterHärtenberger mit zahlreichen Gemeinderäten begrüßen.
Vorstand Peschke stellte fest, daß gerade für die Schüler und Jugend von den Verantwortlichen Großartiges geleistet wurde. Er betonte, daß schöne Erfolge erzielt werden konnten und daß sich die Jugendlichen bei den Schüler- und Jugendleitern in guten Händen befinden. Die Spieler rief er auf, auch im kommenden Jahr ihr Bestes für die Hunderdorfer Mannschaften zu geben.
Xaver Kern gab einen Rückblick auf das Spieljahr 1971/72 und auf die laufende Saison. Kern dankte den Freunden und Gönnern, die Jugend großzügig mit Spenden usw. unterstützt haben. Sein besonderer Dank galt der Jugendleitung mit Karl Hirtreiter, Max Leonhardt, Kornel Klar jun. und Hilda Hirtreiter für ihre Verdiente um die Jugendmannschaft. An diese überreichte Gustl Hamberger jub. Im Namen seiner Kameraden als Anerkennung jeweils ein Präsent.
Schülerspielführer Hainz dankte den Schülerbetreuern Gustl Hamberger sen. und Alfred Bugl für ihre Tätigkeit. Sie konnten ebenfalls ein Geschenk in Empfang nehmen.
Auch St. Nikolaus stattete dem Vereinsnachwuchs einen Besuch ab. Er verlas aus seinem goldenen Buch seine Feststellungen, die er im nun zu Ende gehenden Jahr über die Jugendspieler getroffen hatte. Für die kleinsten Gäste hatte er ein Päckchen voller Süßigkeiten mitgebracht Höhepunkt der gelungenen Feier war die Verlosung von 150 Preisen.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.12.1972


Politische Skifreizeiten in Windberg
Bogen/Windberg.
In der Zeit vom 27. Dezember bis zum 31. Dezember findet, wie bereits gemeldet, im Jugendhaus Windberg ein sozialpolitisches Seminar statt, das sich überwiegend mit der Katholischen Soziallehre und deren Aussagen zu Mitbestimmung, Wirtschaft und Eigentum befaßt. In Arbeitskreisen sollen die einzelnen Themen an Hand der Enzykliken „Rerum Novarum“, „Quadragesimo Anno“, „Mater et Magistra“, „Pacem in Terris“ u. a. vorbereitet und nachdiskutiert werden. Die Leitung des Kurses hat Otmar Dostal.
Ein Seminar ,.progressiv-konservativ, Beurteilungskriterien für Gegenwartsprobleme“ dauert vom 1. Januar bis 7. Januar 1973. Es befaßt sich mit der Frage, was man unter dem Kriterium  einer „progressiven“ bzw. konservativen Weltanschauung verstehen oder ob das nicht auch Konservative verstehen. Diesen Kurs leiten Ernestine Liebl und Bernhard Suttner.
Das Programm der beiden Seminare ist so ausgerichtet, daß die Vorträge und Diskussionen nur vormittags und abends stattfinden. Die Nachmitttage sind frei zum Skilaufen, Rodeln und Wandern. Die Anmeldungen gehen über das Bischöfl. Jugendamt in Regensburg, Obermünsterplatz 7.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.12.1972


Hunderdorf. SV: Heute, Freitag, 18.50 Uhr, Abfahrt vom Vereinslokal aus zum Training.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.12.1972


Windberg. Trachtenverein: Heute, Freitag, Weihnachtsfeier im Gasthaus Hiebl, Haggn.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.12.1972


Meidendorf. Schützenverein: Samstag, 9. 12. abends im Gasthaus Schießl Christbaumversteigerung.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.12.1972


Meidendorf. MSC: Heute, Freitag, 20 Uhr, Gasthaus Schießl Versammlung.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.12.1972


Steinburg. Arbeitskreis „Kindergarten Steinburg“: Heute, Freitag, 20 Uhr, im Gasthaus Berger Besprechung.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.12.1972


Rangierlok sprang in Steinburg aus den Schienen
Steinburg.
Gestern morgen gegen 9.15 Uhr entgleiste im Bereich des Steinburger Bahnhofs eine Rangierlok vom Typ V 100. Während des Rangierens passierte sie eine Weiche, die erst gerade in diesem Augenblick gestellt wurde: Die Vorderachse befand sich schon auf dem richtigen Gleis, während die Hinterachse in die falsche Richtung gelenkt wurde. Beim Herausspringen der Lok wurden Weiche und Schienen beschädigt. Die Schadenshöhe war bis gestern nachmittag noch nicht festgestellt. Ein aus Plattling gerufener Hilfszug begann gegen 11.15 Uhr mit den Bergungsarbeiten. Die eingleisige Strecke Straubing—Cham wurde in Steinburg für etwa fünf Stunden gesperrt. Mit Hilfe des sogenannten „Deutschlandgeräts“ brachte die Bergungsmannschaft die Lok wieder ins „rechte Gleis“. Während der Streckensperrung wurden die Reisenden von Bussen der Firma Berger befördert.
Quelle: Bogener Zeitung, 08.12.1972


Bierstall Hunderdorf
Christbaum-
versteigerung

Am Freitag, den 8. Dezember,
findet im Bierstall (vorm.
Baier) eine Christbaumver-
steigerung ♦statt.
Der Erlös kommt armen Men-
schen zugute.
Alle Bürger sind zu dieser
Veranstaltung herzlichst einge-
laden.              Bierstallclub
Quelle: Bogener Zeitung, 08.12.1972


MEIDENDORF
Am Samstag. den 9. Dez. 1972
findet Im Vereinslokal Schießl
Christbaum-
versteigerung

statt. Dazu sind alle Vereinsfreunde
nebst Frauen bzw. Freundinnen
herzlich eingeladen.
Beginn 19 30 Uhr.
Schützenverein Meidendorf
Schießl, Gastwirt

Quelle: Bogener Zeitung, 08.12.1972


Kindergarten nicht gefragt?
Hunderdorf.
Die Gemeinde Hunderdorf kann stolz und froh sein, einen Kindergarten zu haben, der von der Pfarrei unterhalten wird. Obwohl von der Kirchenverwaltung eine weltliche Kindergärtnerin eingestellt worden ist, wird der Kindergarten weiterhin nur sehr mäßig in Anspruch genommen. Dagegen wird in Gemeinden, die noch keine Kindergarteneinrichtung haben, die Errichtung eines Kindergartens von ca. 90 Prozent der Bevölkerung befürwortet.
Wie Pfarrer Ruhs bekanntgab, wird der Kindergarten z. Z. von nur 19 Kindern besucht. Der Kindergarten ist deshalb noch aufnahmefähig. Der Wunsch des Pfarrers und der Gemeinde ist es, daß viele Familien von der guten und gemeinnützigen Einrichtung Gebrauch machen und ihren Kindern den Besuch des Kindergartens ermöglichen. Pfarrer Ruhs ließ weiter verlauten, daß leider die Schließung des Kindergartens zum 1. 1. 1973 in Erwägung gezogen werden muß, wenn weiterhin nur so wenige Kinder in den Kindergarten geschickt werden. Ist jedoch der Kindergarten einmal geschlossen, so werde es sehr schwer sein, ihn jemals wieder zu eröffnen.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.12.1972


Müllabfuhr geht von Mitterfels aus
Gemeinderat Hunderdorf beriet dritte Bahnhofsiedlung-Erweiterung
Hunderdorf.
Zu Beginn der letzten Gemeinderatssitzung hatte sich der Gemeinderat mit der Einführung der Müllabfuhr zu befassen. Wie Bürgermeister Härtenberger dem Gemeinderat bekanntgab, soll vom 1. 1. 1973 an eine zentrale Müllabfuhr eingeführt werden. Der Bürgermeister hatte bereits zwei Angebote vorliegen. Dabei konnte festgestellt werden, daß die Bedingungen der Gemeinde Mitterfels günstiger waren.
Der Gemeinderat befürwortete, die zentrale Müllabfuhr durch die Gemeinde Mitterfels in der Gemeinde Hunderdorf vornehmen zu lassen. Der Bürgermeister wurde beauftragt, mit der Gemeinde Mitterfels diesbezügliche Verhandlungen aufzunehmen und die technische Abwicklung zu erörtern. Der Gemeinderat will die Verhandlungen mit der Gemeinde Mitterfels abwarten und erst dann den endgültigen Beschluß über den Erlaß der Müllabfuhrsatzung herbeiführen.
Anschließend war mit der Deutschen Bundesbahn eine Vereinbarung zu treffen. Bürgermeister Härtenberger gab das Schreiben der Bundesbahn sowie den Vertragsentwurf über die Vereinbarung zur Errichtung einer Blinklichtanlage mit Halbschranken bei km 16.630 (Härtenberger) bekannt. Der Gemeinderat stimmt, der vorgelegten Vereinbarung zu, wenn folgende Bedingungen mit aufgenommen werden: Die Gemeinde bezahlt im Jahre 1973 nur die Hälfte ihres Kostenanteils (1/3 der Baukosten), der Rest wird im Jahre 1974 zur Zahlung fällig.
Bürgermeister Härtenberger informierte den Gemeinderat noch über die Schutzbereichseinzelforderungen der Standortschießanlage Bogen-Kreuzkirchen, wobei auch ein kleiner Teil des Gemeindegebietes in Sollach betroffen wird. Der Gemeinderat stellte fest, daß für die Gemeinde Hunderdorf keine Nachteile entstehen und deshalb auch keine Einwendungen bestehen. In nichtöffentlicher Sitzung wurden Wohnungsangelegenheiten im Gemeindehaus sowie Grundstücksfragen über eine evtl. 3. Bahnhofsiedlung-Erweiterung behandelt. Ferner wurde dem Bayerischen Roten Kreuz — Ortsgruppe Hunderdorf — auf seinen Antrag hin ein Zuschuß von 100 Mark zugesprochen.
Quelle: Bogener Zeitung, 11.12.1972


Morgen abend Gemeinderatssitzung
Windberg.
Morgen, Mittwoch, findet um 19.30 Uhr in der Gemeindekanzlei öffentliche Gemeinderatssitzung statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.12.1972


Von vereister Straße abgekommen
Lintach.
Am Montag früh, gegen 5.30 Uhr, geriet bei Lintach auf vereister Straße 39jähriger Pkw-Fahrer ins Rutschen. Sein Wagen fuhr in den rechten Straßengraben und überschlug sich. Die Beifahrerin erlitt Verletzungen und mußte ins Bogener Krankenhaus gebracht werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.12.1972


Gott, der Herr, holte am 11. 12. 1972 unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager, Onkel und Paten
HERRN RUPERT MARCHL
Austragslandwirt
Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr
Krieger- und Soldatenkameradschaft Hunderdorf

im Alter von 73 ½ Jahren, heim ins Reich.
Hofdorf, Waltersdorf, Hacker, Breitenweinzier, Untermühlbach, München, den 12. 12. 1972
In tiefer Trauer:
Maria Weinzierl, Tochter mit Familie
Therese Weishart, Tochter mit Familie
Brigitte Six, Enkelin mit Familie
Geschwister und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Mittwoch, den 13. 12. 1972, um 15 Uhr, in Hunderdorf, mit anschließender Beerdigung. Sterberosenkranz heute, 16 Uhr, in Hofdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.12.1972


Bogen-Windberg. Landjugend: Donnerstag, 14. 12., 20 Uhr. Treffen der Arbeitskreise im Jugendhaus Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.12.1972


Hunderdorf. Junge Union: Jahreshauptversammlung Donnerstag, 14. Dezember, 19.30 Uhr, Pfarrheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.12.1972


Hunderdorf. Ski-Club: Heute, Mittwoch, 19 Uhr, Tischtennis in der Schule in Steinburg.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.12.1972


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: Sonntag, 17. Dezember, 15 Uhr, Volkstanzdarbietungen im Jugendheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.12.1972


Das Standesamt Bogen im November
Bogen.
Im November registrierte das Standesamt Bogen 16 Geburten, drei Eheschließungen und 14 Todesfälle.
Geburten: … Helmut Christian Meier, Hunderdorf, Ortsteil Holdorf 13 …
Gestorben sind: …. Franz Xaver Karmann, Landwirt, Hunderdorf, Orsteil Hofdorf 31, 60 Jahre … Nikolaus Bartenew, Professor, Windberg 19 ½ ,79 Jahre …
Quelle: Bogener Zeitung, 13.12.1972


Film über Bengalen-Katastrophe
Windberg.
Am morgigen Donnerstag wird um 20 Uhr vor dem politischen Arbeitskreis in Windberg ein Dokumentarfilm gezeigt, der sich mit der Bengalen-Katastrophe im Sommer 1971 in Indien befaßt. Autor des Filmes ist Horst Mayer, Redakteur beim „Straubinger Tagblatt“, der im August 1971 für zwei Wochen in Bengalen war und in drei Flüchtlingslagern filmte. Eine Diskussion zu diesem Thema ist geplant.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.12.1972


Quelle: Bogener Zeitung, 13.12.1972


Hunderdorf. Zuckerrübenmaschinengemeinschaft: Samstag, 16. Dezember, wichtige Aus-sprache im Anschluß an die Versammlung der Reisighackgemeinschaft im Gasthaus Deschl in Holdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.12.1972


Hunderdorf. Ski-Club: Samstag, 16. 12., 19.30 Uhr, Jahreshauptversammlung mit anschließender Weihnachtsfeier im Vereinslokal Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.12.1972


Hunderdorf. Reisighackgemeinschaft: Samstag, 16. Dezember, 19 Uhr, Mitgliederversammlung im Gasthaus Deschl in Hofdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.12.1972


Meidendorf. Motorsportclub: Samstag, 16. 12., Christbaumversteigerung und Versteigerung eines Motorrads im Gasthaus Schießl. Außerdem Dia-Vorführung.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.12.1972


Auch St. Nikolaus kam zu Besuch
Hunderdorf.
Die alljährliche Weihnachtsfeier des Bayerwaldvereins Hunderdorf e. V. fand im vollbesetzten Sandbillersaal statt. Unter den weit über hundert Gästen waren auch Prior Pater Wolfgang, Pfarrer Ruhs, Kaplan Rainer und Mitglieder des Gemeinderates. Die Jugendgruppe, die inzwischen fleißig geprobt hatte (sicher mit ein Verdienst der Jugendleiterin El-friede Siedersbeck und der Betreuerin Aloisia Hirtreiter) sang einige Weihnachtslieder. Vorsitzender Johann Glas sprach ihnen und den Eltern der Kinder seinen Dank und seine Anerkennung aus. Prior Pater Wolfgang richtete einige Worte zur vorweihnachtlichen Zeit an die Gemeinschaft. Mit viel Beifall wurde der Nikolaus bedacht, der die Jugendgruppe und alle weiteren anwesenden Kinder bescherte. Nachher wandte sich St Nikolaus auch an die älteren Mitglieder des Vereins.
Im gemütlichen Teil erfreute der eigene Nachwuchs die Anwesenden mit hübschen Darbietungen.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.12.1972


Reinerlös für wohltätige Zwecke
Hunderdorf.
Zahlreiche Gäste hatten sich zur Christbaumversteigerung des Bierstallclubs in der ehemaligen Gastwirtschaft Baier eingefunden. Der Reinerlös dieser Veranstaltung wird für einen wohltätigen Zweck verwendet.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.12.1972


Müllabfuhr diesmal am Samstag
Windberg.
In dieser Woche findet die Müllabfuhr in der Gemeinde Windberg nicht wie üblich, Freitag, sondern erst am Samstag von 8 Uhr an statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.12.1972


Hunderdorf. SV: Heute, Freitag, 18.50 Uhr, Abfahrt zum Training vom Vereinslokal aus. Anschließend Spielerversammlung und Vorbereitung für Christbaumversteigerung im Vereinslokal.
Quelle: Bogener Zeitung, 15.12.1972


MEIDENDORF
Am Samstag, 16. Dez. 1972
findet im Gasthaus Schießl
Christbaum-
versteigerung

mit Versteigerung eines
Motorrades sowie eine
Dia-Vorführung statt.
Beginn: 19.30 Uhr.
Es laden freundlichst ein:
Motorsportclub Meidendorf
Gastwirt Schießl
Quelle: Bogener Zeitung, 15.12.1972


Schulprobleme fanden reges Interesse
Zwei Elternversammlungen in der Verbandsschule Hunderdorf — Erziehungsfragen
Hunderdorf.
Zwei Elternversammlungen in der Verbandsschule Hunderdorf haben gezeigt, daß die Mehrzahl der Erziehungsberechtigten an unterrichtlichen Fragen und verschiedenen Problemen der Erziehung im steigendem Maße Interesse zeigt. Die eine, die in der Grundschule stattfand, wurde vor allem für die Eltern der Schulneulinge einberufen. Die rund hundert Erziehungsberechtigten hatten Gelegenheit, sich bei den Klaßleiterinnen Knockl und Ehlers der Klassen 1a und 1b über Fragen des Anfangsunterrichtes zu informieren. Anschließend gaben die Klaßleiterinnen sowie Frl. Holzapfel grundlegende methodische Hinweise zum Erstlese- und Schreibunterricht und führten die Eltern erstmalig an Hand der Schulbücher in die neue Mathematik ein.
An der zweiten Elternbesprechung, zu der die Schulleitung und die Klaßleiter der beiden Ab-schlußklassen 9a und 9b eingeladen hatten, nahmen rund 50 Erziehungsberechtigte teil. Rektor Cerwenka charakterisierte kurz den Entwicklungsabschnitt der Pubertät und beleuchtete die sich daraus ergebenden erziehlichen und unterrichtlichen Probleme in den Abschlußjahrgängen. Klaßleiter Frankl, der Klasse 9b sprach über die Bedeutung der 9. Klasse im allgemeinen, über das wachsende Gewicht des sogenannten qualifizierenden Abschlusses an Hauptschule und gab Informationen über die beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten, die sich dem Jugendlichen nach bestandener Abschlußprüfung an der Hauptschule darbieten. Lehrer Walden, Leiter des Jahrganges 9a, skizzierte die Stellung des Lehrers im 9. Schuljahr, ging auf erziehliche Situationen des Schulalltags ein, unterzog die verantwortungsvolle unterrichtliche Tätigkeit in den Abschlußklassen einer ausführlichen Betrachtung und betonte, daß allein ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler zu Erfolgen führen kann. Besonders begrüßte Rektor Czerwenka H. Michl vom Arbeitsamt Straubing, in dessen bewährten Händen schon seit Jahrzehnten die Berufsberatung der männlichen Jugend liegt.
Michl besprach ausführlich die wichtige Frage der Berufsfindung und verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Berufsberatung in den Schulen. In Zweifelsfällen stünden der Berufsberatung verschiedene Testverfahren zur Klärung der Berufsfrage zur Verfügung. Anschließend gab Michl einen Überblick über die vorhandenen Lehrstellen und stellte die Anforderungen bei verschiedenen Berufsgruppen heraus. Den Abschluß der Elternversammlung bildete ein Problemfilm: „Die Entscheidung“. Die Eltern hatten Gelegenheit zu Rücksprachen mit den Klaßleitern.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.12.1972


Volkstanzdarbietung
Hunderdorf.
Die für kommenden Sonntagnachmittag angekündigte Volkstanzdarbietung im Jugendheim des Heimat- und Volkstrachtenvereins kann aus terminlichen Gründen nicht stattfinden. Die Veranstaltung wird jedoch an einem späteren Tage nachgeholt.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.12.1972


Das Schulhaus bietet sich an
Bürger bildeten Arbeitsgemeinschaft „Kindergarten Steinburg“.
Steinburg.
Bereits vor drei Wochen schlosen sich einige Bürgerinnen und Bürger Steinburgs und Umgebung spontan zu einer Art Arbeitsgemeinschaft „Kindergarten Steinburg“ mit dem Ziel zusammen, in der Öffentlichkeit den Gedanken einer Kindergartengründung zu fördern und im Laufe des Januar 1973 die dafür interessierten Eltern zu einer ersten allgemeinen Aussprache einzuladen. Man konnte dabei von der Tatsache umgehen, daß in den Gemeinden Steinburg, Neukirchen. Gaishausen und Hunderdorf in der Bevölkerung ein berechtigtes Bedürfnis für einen gut funktionierenden Kindergarten – oder noch besser Kinderhort – vorhanden ist. Durchaus ist man sich aber auch der vielfältigen Schwierigkeiten bewußt, die dabei zu bewältigen sind, so daß hier für unser strukturchwaches Gebiet neue Lösungen gefunden, neue Wege gegangen, neue Modelle erprobt werden könnten und müßten. Als gutes Zeichen mag man es ansehen, daß als Objekt für den Kindergarten das seit Januar 1972 leer stehende Steinburger Schulhaus (unser Bild) als Kindergarten durchaus geeignet wäre. Es könnte nur im Interesse der Öffentlichkeit sein, wenn sich hierfür eine zukünftige Großgemeinde ein von der Bevölkerung getragenes und ins Leben gerufene Vorhaben verwirklichen ließe. Schon aus diesem Grunde will die Arbeitsgemeinschaft sich stets für die Förderung dieses Gedankens einsetzen und hat deshalb auch an die Herren Bürgermeister und Gemeinderäte der Gemeinden Steinburg, Neukirchen, Gaishausen und Hunderdorf ein entsprechendes Schreiben gerichtet. Das Echo der Bevölkerung wird dann zuhends auch größer werden, wenn es der Arbeitsgemeinschaft „Kindergarten Steinburg“ gelingt, alle Zauderer und Zweifler von der Notwendigkeit eines Kindergartens auch auf dem Lande zu überzeugen. Der Gesetzgeber hat dem Träger eines Kindergartens bereits die Zahlung von zwei Drittel (ab Januar 73) der Personalkosten zugesichert. Freilich ist den Initiatoren der Arbeitsgemeinschaft (M. Kapfenberger, K. Hien, H. Altmann. und A. Häusler) klar, daß viele Probleme dabei noch auftauchen. Aber zunächst gilt es, das Interesse der Bevölkerung Steinburgs, Neukirchens, Gaishausens und Hunderdorfs zu erkunden und festzustellen. Erst dann wird man sich den Fragen zuwenden können, die mit der Trägerschaft eines Kindergartens zusammenhängen. Fest steht sicher nur eines — und dies nicht nur für die Initiativen der Arbeitsgemeinschaft „Kindergarten Stein-burg“: Das Steinburger Schulhaus könnte das geeignete Objekt für einen Kindergarten einer möglichen Großgemeinde sein — und je früher desto besser!
Deshalb wendet sich die Arbeitsgemeinschaft mit ihrem Sprecher und vorläufigen Schriftführer K. Hien auf diesem Wege an die interessierte Bevölkerung der genannten Gemeinden mit der Bitte, mögliches Interesse für einen Kindergarten durch Zuschrift (Zahl der Kinder und Altersangabe) anzuzeigen und der Arbeitsgemeinschaft „Kindergarten Steinburg“, 8443 Bogen, Friedrichstraße 13, sofort zu schreiben.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.12.1972


Gott, der Herr, hat am Donnerstag, 14. Dezember 1972, plötzlich und unerwartet, nach kurzer, schwerer Krankheit, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester und Tante
Frau Maria Gronert
im Alter von 82 Jahren, nach Empfang der hl. Sterbesakramente, zu sich gerufen.
Hunderdorf, Hamburg, Neustadt, Deggendorf, Berlin, den 16. 12. 1972
In tiefer Trauer:
Hilde Gronert, Tochter
Kurt Gronert, Sohn mit Familie
Edith Wuttke, Tochter mit Familie
Lottel Feller, Tochter mit Familie
Olga Jex,. Schwester mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst am Montag, den 18. Dezember 1972, um 15 Uhr, in Hunderdorf, mit anschließender Beerdigung. Sterberosenkranz heute. 16 Uhr, in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 16.12.1972


Ob wir leben oder sterben, wir sind des Herrn.
Der Herr, der uns im Advent mahnt, wachsam zu sein, rief am 16. Dezember 1972 unseren lieben Mitbruder
P. Bonifatius
Johannes Schüttken
O. Praem.

im Alter von 45 Jahren zur Freude des ewigen Lebens.
Viele Jahre hat er sich als Provisor, Supprior und Prior für die Renovierung des Klosters und der Kirche eingesetzt. In Dankbarkeit nehmen wir von ihm Abschied in der Eucharistiefeier mit anschl. Beerdigung am Mittwoch, den 20. Dezember, um 15 Uhr in Windberg.
Familie Schüttken
Mettingen Westf.
Prior und Konvent
Abtei Windberg
8441 Hunderdorf

Quelle: Bogener Zeitung, 18.12.1972


Gott, der Herr, hat am Donnerstag, 14. Dezember 1972, plötzlich sind unerwartet, nach kurzer, schwerer Krankheit, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester und Tante
Frau Maria Grunert
im Alter von 82 Jahren, nach Empfang der hl. Sterbesakramente, zu sich gerufen.
Hunderdorf, Hamburg, Neustadt, Deggendorf, Berlin, den 16. 12. 1972
In tiefer Trauer:
Hilde Grunert, Tochter
Kurt Grunert, Sohn mit Familie
Edith Wuttke, Tochter mit Familie
Lottel Feller, Tochter mit Familie
Olga Jex, Schwester mit Familie
und übrige Verwandtschaft
Trauergottesdienst heute, Montag, den 18. Dezember 1972, um 15 Uhr in Hunderdorf, mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.12.1972


Ist das Interesse an der Synode einfach zu gering?
Arbeitsgemeinschaft der Landjugend wieder gut besucht – Umfrage ausgewertet – Laienspiel – Indienfilm gezeigt
Bogen-Windberg.
Zu ihren Arbeitskreisen trafen sich wieder fast 100 Jugendliche im Jugendhaus Windberg. Der Film „Dem Tode entronnen“ zeigte die ganz andere Denkweise der Inder. Die landwirtschaftliche Jugend bearbeitete das Ergebnis einer Repräsentativerhebung. Der religiöse Arbeitskreis beschäftigte sich mit der Synode und der Musische Arbeitskreis befaßte sich weiterhin mit dem Theaterspiel.
Die Oberlehrerin Käthe Baron aus Leiblfing setzte im mussischen Arbeitskreis die bereits bei den letzten Zusammenkünften begonnene Arbeit mit dem Weihnachtsstück „Der Stern der Weisen“ fort. Ihr ging es diesmal hauptsächlich darum, durch Bewegung und Gesten auszudrücken, was im Innern des Menschen vorgeht, und auch wortarme Szenen gespannt zu spielen. Dieser Arbeitskreis will sich im neuen Jahr an das anspruchsvolle Stück „Die Frau des Pilatus“ wagen.
Eistellung zur Landwirtschaft
Der Grüne Arbeitskreis hatte ein Team entsandt, das junge und ältere Leute über ihre Einstellung zur Landwirtschaft befragen sollte. Die Auswertung hat ergeben, daß alle Befragten die Landwirtschaft auch in einem Industriestaat für notwendig halten. Dagegen wollen 60 Prozent der Befragten selber keine Landwirte sein, selbst wenn sie gleichviel oder mehr verdienen würden als in einem anderen Beruf, weil ihnen die Arbeitsbedingungen und die Freizeitgestaltung nicht entsprechen. 80 % waren der Ansicht, daß der Landwirt genau si wie jeder andere Beruf eine besondere Berufsausbildung braucht. Die übrigen 20 Prozent erachten, es genüge, in Landwirtschaft einfach hineinzuwachsen. Was den Wohlstand der Landwirtschaft betrifft, glaubten 95 Prozent, daß es den Bauern ebenso gut oder besser geht als anderen Bevölkerungsschichten, nur fünf Prozent meinten, es gehe dem Bauern schlechter.
Es besteht eine Kluft
Mit dem Thema „Synode“ befaßte sich der religiöse Arbeitskreis. Pater Thomas, der Leiter des Arbeitskreises, hatte den Synodalen — ‚Kaplan Lorenz Zellner — aus Landshut gewinnen können. Dieser bezeichnete als die Aufgabe der Synode „die Übersetzung der Anliegen Jesu in unserer Zeit“. Er gab eine Information über den gegenwärtigen Stand und über die Vollversammlung, die vorn 7. bis 10. Januar stattfinden wird. Zellner meinte, daß eine große Kluft bestehe zwischen der schweren Arbeit der Synodalen und dem allgemeinen Interesse für die Synode, was wohl davon komme, daß viele nicht wissen, worum es bei der Synode geht. Aus den vielen Problemen wurde dann dir Firmpastoral herausgegriffen und besonders betrachtet. Es wurde festgestellt, daß die Firmung eigentlich eine persönliche Entscheidung für den Glauben sein solle. Dies sei aber bisher nicht gewesen, sagte Zellner. Durch die Taufe, bei den Eltern und Pate die Entscheidung übernahmen, sei einfach Christ geworden. Auch die Erstkommunion sei keine überlegte Entscheidung für das Christentum, wie dies auch von der bisherigen Firmung gesagt werden müsse, weil sie zu früh angesetzt ist.
Beim nächsten Mal soll eine der Synodenvorlagen richtig durchgearbeitet werden, damit die jungen Leute sehen, daß man sich wirklich viel Mühe gibt.
Indische Problematik
Im Politischen Arbeitskreis zeigte an diesem Abend Horts Mayer, Redakteur beim „Straubinger Tagblatt“ seinen 25minütigen in Indien im Sommer 1971 gedrehten Dokumentarfilm über bengalische Flüchtlingslager. Der Film wurde in den drei Flüchtlingslagern (von etwa 600) Salt Lake Camp, Sahara und Bangon gedreht. Im Anschluß an den Film entwickelte sich eine rege Diskussion, vor allem über die Problematik Indiens, das erst seit ein paar Jahrtehnten im Aufbau sei. Horst Mayer schilderte verschiedene Eindrücke aus den Flüchtlingslagern sowie aus der „Alptraumstadt der Welt, Kalkutta, wie Präsident Nehru einst bezeichnete. Für gravierend wurde vor allem zur Kenntnis genommen, daß Indien, das für Jahrzehnte hinaus noch mit Hunger und Elend zu kämpfen hat, im Vorjahr rauch noch mit acht bis zehn Millionen Flüchtlingen aus Ostpakistan fertig werden mußte. Horst Mayer stellte für wichtig heraus, daß die Auseinandersetzungen zwischen Ost- und Westpakistan, die im März 1971 zur großen Flüchtlingskatastrophe geführt hatten, darin gipfelten, daß man Ostpakistan, das heutige Bangla Desh, unter Druck setzen wollte. Die Inder seien nicht nur in das Lager Arm und Reich gespalten, sondern auch in das von Moslems und Hindus. Und wie auch der Hindu-Religion bekannt sei, kenne ein Hindu nicht den christlichen Glauben und die daraus resultierende Brüderlichkeit und soziale Achtung des anderen. Für einen Hindu gelte nur der etwas, der seiner eigenen Kaste angehört. Bei den anderen Menschen sei ihm sogar – von seiner religiösen Weltanschauung her gesehen – die „Ausbeutung“ eine durchaus erlaubte Handlung.
In dein Vortrag wurde auch deutlich darauf hingewiesen, daß jede Entwicklungshilfe von vorneherein zum Seheitern verurteilt sei, wenn nicht dahinter das notwendig geschulte Menschenmaterial steht. Das setze Persönlichkeiten voraus, die mit den Gegebenheiten des Landes vertraut sind.
Die Diskussion hatte Lehrer Erich Seeber geleitet, die Begrüßungsworte Josef Groß, der Leiter der Arbeitskreise, gesprochen.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.12.1972


In memoriam Pater Bonifaz
Beerdigung heute, Mittwoch, 15 Uhr
in Windberg
Windberg.
Am Wochenende starb der an der Berufsschule Straubing tätige Pater Bonifaz (Hans Schüttken) an den Folgen eines Gehirnschlages. Geboren wurde Hans Schüttken am 19. Oktober 1927 zu Mettingen in Westfalen als Sohn eines Bauunternehmere. Als Sechzehnjähriger wurde er zum Militär eingezogen Die Strapazen des Krieges hinterließen bei ihm gesundheitliche Schäden, von denen er sich nie mehr ganz erholte. Nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft besuchte er zunächst die Schule der Pallottiner in Limburg. 1951 kam er nach Windberg, wo er sein Mittelschulstudium abschloß. Am 27 4. 1953 wurde er als Fr. Bonifaz in den Prämonstratenserorden aufgenommen, legte zwei Jahre später die Gelübde ab und wurde am 19. August 1958 in Windberg zum Priester geweiht. Das Studium führte ihn in die Kloster Rot und Berne, zuletzt nach Eichstätt. Noch 1958 wurde er Provisor, 1959-1965 Katechet an der gewerblichen und landwirtschaftlichen Berufsschule in Bogen. 1961 wurde er Subprior, 1966 Prior. Zwei Jahre später mußte er seine Tätigkeit wegen einer Krankheit unterbrechen. 1970 war er soweit genesen, daß er als Krankenhauskurat nach Schwarzach gehen konnte, im September 1972 wurde er wieder Katechet an der Städtischen Berufsschule in Straubing. Ein unerwarteter Gehirnschlag machte seinem Leben am Samstagmorgen vergangener Woche ein Ende. Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, 15 Uhr, in Windberg statt.
Sein praktischer, nüchterner Sinn und sein unermüdlicher Eifer in der Seelsorge machten ihn zu einem allseits beliebten Priester.
Das größte Verdienst erwarb er sich vor allem durch seinen Einsatz und seine unablässigen Bemühungen für die Renovierung der Windberger Kirche und für den Ausbau des dortigen Jugendhauses.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.12.1972


Heute Wasserleitung gesperrt
Hunderdorf.
Wegen Anschlußarbeiten muß heute, Mittwoch, von 12 bis 16 Uhr, die Hauptleitung gesperrt werden. Betroffen sind hiervon die Anwesen in Lintach, Groß- und Kleinlintach, Sollach und Stetten.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.12.1972


Besinnliches Programm der FFW
Steinburg.
Unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung fand die traditionelle Christbaumversteigerung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Der Berger-Saal mit seiner Bühne eignete sich recht gut für die Darbietungen. Frl. Holzapfel hatte mit ihrer gemischten Klasse Weihnachtslieder und besinnliche Gedichte einstudiert. Hirtenlieder erklangen, ein Quartett sang weihnachtliche Weisen. Hermann Mühlbauer sang und spielte auf der Zither und Alfons Pflügl, ein hoffnungsvoller Nachwuchs ließ mit seinem Akkordeon Weihnnachtsstimung aufkommen. Nach diesem besinnlichen Teil ging Hans Fuchs mit einer lustigen Einlage zum gemütlichen Teil über. Wolfgang Ecker und Max Häusler folgten mit Gedichten. Die aktuellen „Steinburger Nachrichten“ kamen wieder gut an, die der Heimatdichter Ludwig Hieninger zusammengestellt hatte. Kammerer Ruß gab einige Witze zum besten und Ludwig Hieninger trug zwei lustige Gedichte vor. So hat die Steinburger Wehr mit Kommandant A. Häusler wieder einmal eine echte besinnliche und gesellige Dorfweihnacht veranstaltet, bei der sich zur Freude aller auch der Nachwuchs von seiner besten Seite zeigte. Unser Bild: Kinder singen Weihnachtslieder.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.12.1972


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: 2. Weihnachtsfeiertag Christbaumversteigerung, 18.30 Uhr, im Gasthaus Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.12.1972


Quelle: Bogener Zeitung, 23.12.1972


Morgen Jahresabschlußsitzung
Hunderdorf.
Morgen, Donnerstag, 18 Uhr, findet sich der Gemeinderat zur letzten Sitzung des Jahres 1973 ein. Die Tagesordnung sieht vor: Erlaß einer Satzung über Müllabfuhr — Bericht des Wegeausschusses — Verschiedenes und Informationen. Anschließend Jahresab-schlußessen im Gasthaus Baier-Edbauer.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.12.1972


Hunderdorf. Bayerwaldverein: Freitag, 29. Dezember, 19 Uhr, Jahreshauptversammlung im Gasthaus Sandbiller, Samstag. 30. Dezember, 15 Uhr, Versammlung der Jugendgruppe.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.12.1972


Steinburg. Freiwillige Feuerwehr: Morgen, Samstag. 15 Uhr, im Gasthaus Berger Jahres-hauptversammlung.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.12.1972


Irensfelden. Krieger- und Soldatenkameradschaft Windberg: Morgen, Samstag, Christbaum-versteigerung, 19.30 Uhr, in der Gastwirtschaft Hilmer.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.12.1972


Meidendorf. Schützenverein: Silvester, 19 Uhr, Strohbauschenschießen im Gasthaus Schießl.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.12.1972


Kreszenz Wagner 80 Jahre
Netzstuhl bei Windberg.
Kreszenz Wagner, geborene Häusler, aus Netzstuhl bei Windberg feierte vor kurzem ihren 80. Geburtstag. Bürgermeister Kleikamp überbrachte mit einem Geschenkkorb die Glückwünsche der Gemeinde und wünschte frohe und gesunde Lebensjahre.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.12.1972


Gewerkschaft feierte Jahresabschluß
Ehrung für zehnjährige Mitgliedschaft — Verlosung wertvoller Geschenke

Steinburg.
Der festlich geschmückte Solcher-Saal war überfüllt, als die Mitglieder der Gewerkschaft Holz und Kunststoff, Verwaltungsstelle Hunderdorf, zusammen mit Betriebsrat, Firmenleitung und Belegschaft der Firma Nolte, Hunderdorf, am Donnerstagabend eine besinnlich-beschwingte Jahresabschlußfeier hielten. Betriebsratsvorsitzender Ludwig Kapfenberger, Josef Knöferl und Schäfer, richteten Gruß und Dankesworte an die


Paula Fischer bei ihrem Gedichtvortrag

Versammelten. Zahlreiche Geschenke wurden verlost. Der besinnlich-beschwingte Abend bildete den festlichen Jahresausklang einer auf das Jahr 1973 ausgerichteten Gewerkschaft.
Betriebsratsvorsitzender Ludwig Kapfenberger wies bei der Begrüßung der Gewerkschaftsmitglieder, der Gäste Zerban, Knöferl, Stockt, Weber, Lang, Piening und des Betriebsleiters H. Schäfer, Fa. Nolte-Möbel, auf die gedeihliche Zusammenarbeit zwischen der Gewerkschaft Holz und Kunststoff, Verwaltungsstelle Hunderdorf, und Betriebsrat sowie der Firma Nolte hin.
Schäfer freute sich, bei dieser Weihnachts- und Jahresabschlußfeier, „endlich einmal dabei sein zu können“. Anschließend richtete Josef Knöferl als Gast an die Kolleginnen und Kollegen einige Worte. Er sprach von den Anfängen der „Gewerkschaften in dieser Welt“, denen es nicht genügen dürfte, dieser Welt zu erklären, sondern zu verändern. Erfolg für die kommen-den Jahre wünschte er den Zuhörern. Frieden, Freiheit und gesicherten Fortschritt stellte der Redner als Ziele in den Vordergrund.
Bei der Feierstunde wurden 35 Frauen und Männer, die über zehn Jahre der Gewerkschaft die Treue gehalten haben, geehrt, Ludwig Kapfenberger überreichte Präsente an: Georg Baier, Andreas Achatz, Alfred Kronfeldner, Josef Weber, Helmut Schwarz, Michael Jobst, Rudolf Eidenschink, Konrad Stelzer, Josef Haimerl (Steinburg), Josef Haimerl (Neukirchen), Xaver Mauthner, Karl Bauer, Xaver Stumhofer, Maria Wirth, Max Ecker, Alois Macht, Josef Helm-brecht, Heinz Gertitschke, Otto Klement, Rudolf Bergbauer, Ludwig Gstettenbauer, Willi Schießl, Rudolf Jakob, Josef Brembeck, August Kunze, Rupert Hornberger, Ludwig Obermeier, Maria Reiner, Oswald Hüller, Johann Hornberger, Siegfried Schroll, Gerhard Wiehmert, Gerlinde Dietl, Karl Schlecht, Alfred Blattner, Rosemarie Wanninger und Hermann Mühlbauer.
Paula Fischer leitete in Versform zum gemütlichen Teil über, indem sie Personen und betriebliche Ereignisse karikierte, so daß sie stets die Lacher auf ihrer Seite hatte. Sodann schritt man zur Verlosung. Franz Hafner war der glückliche Gewinner der Schlafzimmereinrichtung. Weitere schöne Preise fanden ihre Besitzer.
Während das Parkett zum Tanz freigegeben. wurde — vier Musiker der Kapelle „The Flippers“ kehrten ihr Können hervor — nahm eine gutgestimmte Gesellschaft zum Festessen im Speiselokal Platz.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.12.1972


Gasthof Bergerbräu – Steinburg
Am Sonntag, den 31. Dezember 1972
Silvester-Tanz
mit den beliebten „The Blue Diamonds“.
Auf Ihren Besuch freut sich: Fam. Berger-Höfelsauer
Wir wünschen unseren Gästen, Freunden und Bekannten ein
gesundes, glückliches neues Jahr
Quelle: Bogener Zeitung, 30.12.1972


Gasthaus Wagner – Windberg
Am Neujahrstag
großer Ball des Roten Kreuzes
mit Tombola

Es spielen für Sie die
„Blue Diamonds“.
Um 21 Uhr Eröffnung der neuen Bar.
Freundlichst ladet ein:
FAMILIE WAGNER
Quelle: Bogener Zeitung, 30.12.1972


Tanzlokal Solcher
Steinburg — Bahnhof

Heute Samstag:
TANZ mit WHISKY-PARADE
Silvesterabend: großer Silvester-Tanz
Neujahrstag: Ab 14 Uhr Betat-Party
mit den „THE FLIPPERS“.
Familie Solcher

Voranzeige: Samstag, 6. 1. 73, Tanz mit „The Flippers“.
Sonntag, 7. 1. 73, Tanz mit den „Silbersternen“.
Wir wünschen Ihnen ein gesundes neues Jahr!
Quelle: Bogener Zeitung, 30.12.1972

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