1979# 07

Pfarrer Reitinger wurde geehrt
Er ist seit 25 Jahren Pfarrherr in Hunderdorf – Geschenk überreicht
Hunderdorf. Pfarrherr Franz Reitinger konnte am 29. Juni sein 25jähriges Priesterjubiläum begehen. Hierzu feierte der beliebte Seelsorger am Sonntag mit der Pfarrgemeinde einen

Bürgermeister Härtenberger (links) und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hamberger überreichten dem Pfarrer ein Holzrelief als Jubiläumsgeschenk.

Festgottesdienst. Dabei dankte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Hamberger im Namen der Pfarrei Pfarrer Franz Reitinger für seine aufopferungsvolle Seelsorgearbeit und er stellte die Leistungen des Ortsgeistlichen heraus. Da der Pfarrherr eine offizielle Jubiläumsfeier nicht wünschte, ließ es sich die Gemeinde trotzdem nicht nehmen, für den geschätzten Pfarrer einen kleinen Stehempfang zu geben, wobei der Gemeinderat, der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung anwesend waren. Bürgermeister Härtenberger gratulierte von seiten der politischen Gemeinde Pfarrer Reitinger zu seinem Jubiläum. Härtenberger sprach insbesondere Dank aus für die ausgezeichnete Seelsorgetätigkeit des Pfarrers sowie für dessen Bemühungen zur Renovierung der Pfarrkirche und der Orgelneubeschaffung. Das Gemeinde-oberhaupt sprach abschließend den Wunsch aus, daß Pfarrer Reitinger noch recht lange in Hunderdorf wirken möge. Bürgermeister Härtenberger und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hamberger überreichten an Pfarrer Reitinger ein Holzrelief mit dem Motiv „Hirte mit Schafen“. Zum Schluß bedankte sich Pfarrer Reitinger für die gute harmonische Zusammenarbeit, für die Mitarbeit im kirchlichen Bereich sowie für das Jubiläumsgeschenk. Der Seelsorger versicherte, voraussichtlich bis zu seiner Pensionierung nicht mehr umziehen zu wollen und somit noch recht lange in Hunderdorf seelsorgerisch zu wirken. Diese Aussage wurde von den Anwesenden mit Beifall bedacht.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.07.1979


Nach Gottes hl. Willen verschied am 30. Juni 1979, schnell unerwartet, unser lieber Sohn und guter Bruder, Schwager, Onkel und Pate
Herr Franz Mühlbauer
Gründungsmitglied des Bayerwaldvereins e. V. Hunderdorf
Mitglied der Krieger- und Soldatenkameradschaft Hunderdorf

im Alter von 39 ½ Jahren selig im Herrn.
Ellaberg, Windberg, den 2. Juli 1979
In tiefer Trauer:
Sofie und Franz Mühlbauer, Eltern
Erwin Mühlbauer, Bruder mit Familie
Willi Mühlbauer, Bruder
und übrige Verwandtschaft
Überführung heute um 18.15 Uhr. Trauergottesdienst am Dienstag, den 3. Juli 1979, um 16 Uhr, in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.07.1979


Nach Gottes hl. Willen verschied am 1. Juli 1979 unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Patin
Frau Maria Lehner
geb. Schaubeck, Rentnerswitwe

im Alter von 84 ½ Jahren selig im Herrn.
Hoch, Rammersberg, Aign, Straubing, Kleinlintach, Werdau/Sachsen, Thannanger, Steinburg, den 2. Juli 1979
In tiefer Trauer:
Ludwig Schuhbauer, Enkel mit Familie
Xaver Schuhbauer, Schwiegersohn mit Kindern
Kathi Obermeier, Tochter mit Kindern
Ludwig Lehner, Sohn mit Familie
Josef Lehner, Sohn mit Familie
Johann Gütlhuber, Schwiegersohn mit Kindern
Brigitte Bielmeier, Schwester
Cäcilia Höpfl, Schwester
Josef Schaubeck, Bruder
Karl Hanner, Schwager
und übrige Verwandtschaft
Überführung heute um 18.15 Uhr. Dienstag, 3. 7. 1979, um 19 Uhr Sterberosenkranz. Trauergottesdienst am Mittwoch, 4. 7. 1979, um 15 Uhr, in Hunderdorf mit anschließender Beerdigung.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.07.1979


Ausflug des Kegelclubs ,,Gut Holz“
Hunderdorf.
Am 25. und 26. August fährt der Kegelclub „Gut Holz“ Hunderdorf für zwei Tage nach Wien. Abfahrt ist am Samstag, 25. 8., 4 Uhr, beim Cafe Weinzierl. Für alle aktiven Mitglieder ist die Fahrt mit Übernachtung und Frühstück frei. Für alle passiven Mitglieder ist die Fahrt frei. Nichtmitglieder zahlen für die Fahrt 25 DM, für die Übernachtung mit Früh-stück ca. 27 DM. Interessenten können sich im Cafe Weinzierl, beim 1. Vorsitzenden, Helmut Lachinger, oder beim 2. Vorsitzenden, Werner Myrtek, melden.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.07.1979


JU besichtigt Wasserversorgung
Hunderdorf.
Vor kurzem besichtigte der Ortsverband der JUNGEN UNION die Anlage des Wasserzweckverbandes der Bogenbachtalgruppe. Bürgermeister Härtenberger, Vorsitzender des Zweckverbandes, leitete die Besichtigung. Zu Beginn erläuterte Härtenberger die Geschichte der Wasserversorgung in den Mitgliedsgemeinden und stellte fest, daß bereits vor der Gründung des Zweckverbandes in den Gemeinden der Versuch unternommen worden sei, durch Erschließung eigener Quellen und den Bau von Versorgungsleitungen die Bewohner ausreichend mit Wasser zu beliefern, soweit diese keine Brunnen besaßen. Allgemeiner Wirtschaftsaufschwung, Betriebsansiedlungen und eine damit verbundene rege Bautätigkeit habe den Wasserverbrauch ansteigen lassen, so daß es in den Trockenjahren 1959/62 zu einer großen Wassernot gekommen sei. Die Gemeinde Hunderdorf, so Härtenberger, habe daraufhin zwischen Hofdorf und Hunderdorf ihren ersten Tiefbrunnen mit 50 Metern Tiefe gebohrt. Im Jahre 1962 sei es schließlich zur Gründung eines Wasserzweckverbandes und zur Projektierung der Anlage gekommen, wobei noch im gleichen Jahr das Transformatorenhaus und eine Pumpstation gebaut wurden. Zwei weitere Tiefbrunnen folgten. Gleichzeitig wurde mit dem Bau der Verbindungs- und Versorgungsleitungen begonnen. 1964 folgte der Bau des Hochbehälters in Hoch und Hinterbuchberg sowie die Errichtung von Aufbereitungsanlagen. Um den weiter steigenden Wasserverbrauch auch in Zukunft decken zu können, wurden noch zwei weitere Tiefbrunnen geschaffen.
Jetzt habe das Hunderdorfer Quellwasser drei Eigenschaften, nämlich Eisen- und Manganhaltigkeit und Sauerstoffarmut. Beim Durchlauf des Wassersdurch verschiedene Filterkessel werde der Eisen- und Mangangehalt entzogen und sonstige Verunreinigungen beseitigt. Mit Sauerstoff werde das Wasser angereichert, indem es in einem Raum versprüht und in diesem gleichzeitig Sauerstoff von außen zugeführt werde. Drei Pumpen mit einer Leistung von jeweils 20 Litern in der Sekunde stünden zur Verfügung, um das aufbereitete Trinkwasser in die Verbraucherleitungen und in den Hochbehälter zu drücken. Die Anlage arbeite elektrisch und vollautomatisch, wobei ein Dieselaggregat für Stromausfälle zur Verfügung stehe. Aus Gründen der Strom- und Kostenersparnis werde die Anlage nur nachts betrieben. Während des Tages werden die Anschlüsse durch die Hochbehälter, die insgesamt über 1300 Kubikmeter fassen, gespeist.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.07.1979


Zeltlager für alle ein Erlebnis
Hunderdorf.
Die Jugendrotkreuzgruppe Hunderdorf veranstaltete von Freitagmittag bis Sonntagnachmittag mit 25 Leuten in der Nähe von Windberg ein Zeltlager, das gut vorbereitet war und ein buntes Programm aufwies. Allen machte es großen Spaß, sich selbst am Lagerfeuer das Essen zu bereiten, Geländespiele zu machen und bei Wanderungen die Gegend kennenzulernen. Als Jugendleiter Hofmann dem Lager einen Besuch abstattete, durfte er das Schaschlik probieren, das gerade bereitet war. Ein Fußballspiel mit der JRK-Gruppe Metting beendete die drei Tage Lagerleben.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.07.1979


Neuer Trainer stellte sich vor
Hunderdorf.
Bei der letzten Mitgliederversammlung des Sportvereins berichtete Kornelius Klar jun., der das Training in der vergangenen Saison geleitet hatte, über den Trainingsbetrieb. Er stellte mit Zufriedenheit fest, daß im Schnitt 18 Spieler der ersten und zweiten Mannschaft regelmäßig das Training besucht hätten. Klar nannte auch die Einsätze der einzelnen Spieler und ihre Erfolge als Torschützen. Abteilungsleiter Hentschirsch überreichte ihm als Anerkennung und Dank für die geleistete Arbeit ein Erinnerungsgeschenk. Anschließend wurden die erfolgreichsten Torschützen der letzten Saison geehrt. Den „Goldenen Fußballschuh“ erhielt Jugendspieler Heinrich Geiger, der 23 Treffer erzielte. Den Silbernen holte sich Max Prommersberger von den Senioren mit 17 Toren. Den „Bronzenen Schuh“ bekam Rudi Höpfl mit 15 Treffern. (Das Bild zeigt von links Max Prommersberger, Heinrich Geiger, Rudi Höpfl.) Dann stellte sich der neue Trainer, Karlo Reinhardt, vor. Er ist 38 Jahre alt, von Beruf Lehrer und wohnt in Bogen. Reinhardt zeigte seine sportliche Laufbahn auf, die er als Aktiver bei der DJK Straubing begann. Dann war er Trainer in Rattenberg, Konzell und zuletzt in Degernbach. Sein Ziel, sagte Karlo Reinhardt, sei der Wiederaufstieg in die B-Klasse. Dies müsse auch das Vorhaben und Ziel aller Aktiven sein. Er erwarte Trainingsfleiß, gute Kameradschaft und gute Zusammenarbeit mit Vorstand und Abteilungsleitung. Zunächst wolle man zweimal in der Woche trainieren. Das erste Training wurde für Dienstag, 10. Juli, 18 Uhr, festgelegt. Mit einer allgemeinen Aussprache und der Bekanntgabe von Terminen schloß Abteilungsleiter Heinz Hentschirsch die Versammlung.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.07.1979


Windberg. Rotes Kreuz: Sonntag, 8. Juli, um 8 Uhr Abfahrt vom Dorfplatz zur Fahnenweihe nach Neukirchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 04.07.1979


„Es stehen genügend Wege offen“
Beruflicher Informationsabend an der Ludmilla-Realschule fand großen Anklang

Bogen. Mit einem Informationsabend sollte den Eltern der Schüler der neunten Klassen der Realschule Gelegenheit geboten werden, die schulischen und beruflichen Möglichkeiten nach dem Abschluß der Mittleren Reife bessere kennenzulernen. Irmgard Vidal vom


Berufsberaterin Irmgard Vidal bei ihrem Vortrag

Arbeitsamt Straubing, die die Realschule Bogen berufskundlich betreut, hielt im Musiksaal der Ludmilla-Realschule Bogen darüber ein aufschlußreiches Referat. Beratungslehrer Pater Andreas zeigte in Bildern das Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland. Danach sind für Realschulabsolventen sämtliche Möglichkeiten bis zum Hochschulstudium offen Er nannte die Bedingungen und Voraussetzungen für die Aufnahme in die Fachoberschule, den Übertritt an ein Gymnasium, eine Fachakademie, eine Berufsoberschule oder eine Fachoberschule.
Nach der Begrüßung der Eltern durch Realschulkonrektor Friedrich Karl wies Berufsberaterin Vidal auf die Bedeutung des Beratungslehrers jeder Schule hin. Sie schickte ihrem Referat den Gedanken voraus, daß sie keine Patentrezepte anbieten könne, sondern in ihrem Referat nur Ratschläge geben wolle. Die eigentliche Entscheidung einer echten Berufsfindung müsse der Schüler selber treffen, wobei das Elternhaus dazu echte Hilfe geben sollte und Schule und Berufsberatung Hilfen anbieten könnten.
Beratungslehrer Pater Andreas sprach das weite Feld der schulischen Weiterbildungsmöglichkeiten nach Erreichen des Realabschlusses an. In einprägsamen Schaubildern konnte man sich über das System der Bildung in der Bundesrepublik einen Überblick verschaffen. Dabei kam es Pater Andreas besonders darauf an, sämtliche Möglichkeiten nach Erreichung der Mittleren Reife aufzuzeigen, die bis zum Hochschulstudium offenstehen. Einbezogen in diese Ausführungen wurde die Fachoberschule, die sich großer Beliebtheit erfreue, der seltene, aber mögliche Übertritt in ein Gymnasium, das Studium an einer Fachakademie, Berufsoberschule und Fachoberschule. Für diese schulischen Weiterbildungsmöglichkeiten erwähnte er auch die Voraussetzungen und Bedingungen. Im Gymnasium Pfarrkirchen und Deggendorf gebe es den Übertritt erleichternde Übergangsklassen für Realschüler/innen, die fleißig und begabt sind und auf diesem Wege das Abitur anstreben wollen.
Der Besuch einer Fachakademie für Hauswirtschaft, Landwirtschaft, Sozialpädagogik, Musik, Fremdsprachen, Bauweisen und Augenoptik komme für besondere Berufswünsche und -ziele in Frage. „Mit der Mittleren Reife braucht Ihr Kind noch nicht das Lernen aufzuhören. Es sind noch alle Wege offen“, erklärte Pater Andreas, der für die Mädchen den Besuch von Fachakademien und für Knaben den Besuch der Fachoberschule empfahl.
Berufsberaterin Vidal ging in ihren Ausführungen über den Ausbildungs- und Stellemarkt auf die schwierige Situation bei der Arbeitsmarktlage ein. In verschiedenen Bereichen, wie im Metallbereich seien 255 Stellen nicht mehr als 263 Bewerber gegenübergestanden. In den Ernährungsberufen und den Bauberufen würden mehr Stellen angeboten als Bewerber gesucht würden. Deshalb seien die Aussichten, sieht man von bestimmten kaufmännischen Berufen für Mädchen ab, in vielen Branchen ausgeglichen und günstig. Für Mädchen sei zu überlegen, Ausbildungsstellen für Knabenberufe zu schaffen und anzunehmen oder eine weitere Schulausbildung anzustreben, bzw. in berufsloser Zeit eine sinnvolle Überbrückung zu suchen. Irmgard Vidal wurde zugestimmt, daß bei Mädchen zur Überbrückung der Beruf der staatlich geprüften Hauswirtschafterin ein lohnendes Ziel sei.
Die berufsbildenden und weiterführenden Schulen, eine Berufsausbildung (früher Lehre) seine mit ihren Möglichkeiten lohnende Ziele, die zu hoher Qualifikation führten. Eine Tätigkeit ohne Ausbildung nach Schulabschluß sei zwar für viele verlockend und gewinnbringend, könne aber aus berufsbildenden Gründen niemanden empfohlen werden. Anhand berufskindlicher Schriften, die den Jugendlichen vom Arbeitsamt für ihre Berufswahl zur Verfügung gestellt wurden, zeigte sie verschiedene Ausbildungsbereiche auf. Die Zeitschrift “IZ“ und die Schriften „Mach’s richtig“ und „STEP“ empfahl die Referentin Eltern und Jugendlichen zur gewissenhaften Lektüre. Diese Schriften seien eine wertvolle Hilfe zur Berufsfindung. Die Beratung der Schule und Einzelberatung sei ebenfalls zur Berufsfindung geeignet, wenn man bei der Berufswahl Entscheidungshilfen benötige, die durch eine kostenlose ärztliche Untersuchung durch einen Arbeitsmediziner und notfalls durch einen psychologischen Test unter rechtzeitiger Anmeldung erleichtert werden könnte. Rechtzeitige Beratung und rechtzeitige ärztliche Untersuchung vor der Ausbildung legte die Referentin den Eltern besonders ans Herz. Dazu könne man sich mit einer Anmeldkarte zur Einzelberatung vormerken lassen und nach Möglichkeit einen günstigen Ferientermin vereinbaren. Der Ausbildungsstellenvermittler beim Arbeitsamt, Fellner, und Ausbildungsstellenberater Kellner stünden Arbeitssuchenden und Eltern mit Rat und Tat zur Verfügung.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Andre Pagenel Solist in Windberg
Windberg.
Am Sonntag, 2. Juli, 16 Uhr, konzertiert der blinde französische Organist Andre Pagenel, der zur Zeit als Domorganist von Bourges tätig ist, in der Pfarr- und Klosterkirche Windberg. Pagenel wurde 1936 in St. Rerny de Provence geboren und machte sein Musikstudium in Paris bei Andre Marchal, Antonie Reboulet, Gaston Litaize und Jean Langlais. Er erhielt 1957 den ersten Preis des Staatlichen Instituts für junge Blinde für Klavier, Orgel, Harmonielehre und Contrapunkt und wurde bei verschiedenen internationalen Musikwettbewerben ausgezeichnet. Seit 1962 ist Andre Pagenel Solist beim französischen Rundfunk (ORTF). Er hat sich vor allem in der Interpretation der französischen Musik, der Barockmusik sowie der Orgelwerke von Bach spezialisiert. Seit 1968 ist der Solist Orgellehrer an der staatlichen Musikschule von Bourges. In Windberg spielt er Werke von Couperin, de Grigny, Buxtehude, J. S. Bach, Vierne und Messiaen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Nur ein Dutzend Geburten im Juni
Dafür aber 16 Sterbefälle — Zwei Hochzeiten — Vom Standesamt
Bogen.
Das Standesamt Bogen schloß die Bilanz des Monats Juni mit 12 Geburten, 16 Sterbefällen, zwei Eheschließungen und vier Eheaufgeboten ab.
Geboren wurden: 5. Juni, Brigitte Päßler, Hunderdorf; 6. Juni, Markus Groß, Hunderdorf-Schafberg …
Geheiratet haben: Am 13. Juni der Werkzeugmacher Erwin Anton Bornschlegl, Oberhunderdorf, und die Hauswirtschafterin Maria Magdalena Bittner, Bogen; am 22 Juni der Maurermeister Ludwig Hilmer, Degernbach, und die Lehrerin Christine Antz, Bogen.
Gestorben sind: Am 3. Juni die Hausfrau Anna Zitzelsberger, geborene Weinzierl, Hunderdorf (67 Jahre); …  23. Juni die Hausfrau Maria Fischer. geborene Braun, Hunderdorf 72 Jahre) …
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Anna Fendl 80 Jahre alt
Gaishausen.
Ihr 80. Geburtstagsfest konnte die Austragslandwirtin Anna Fendl, Gaishausen, Gemeinde Hunderdorf, feiern. Bürgermeister Härtenberger übermittelte die Glückwünsche der Gemeinde. Auch der Pfarrgemeinderat Hunderdorf, vertreten durch Pfarrgemeinderatsmit-glied Hans Dietl, gratulierte der Fendl-Oma zum Ehrentag. Anna Fendl, eine gebürtige Simmel, wurde am 17. 6. 1899 in Hauptenberg bei Wiesenfelden geboren. Sie stammt aus einer kinderreichen Familie und ist die Drittälteste von zehn Geschwistern. Nach der „Werktagsschule“ arbeitete sie bereits in jungen Jahren als Dienstmagd bei den Bauern, wobei sie bei zwei Landwirten jeweils längere Jahre im Dienste stand. Im Jahre 1935 schloß sie mit Karl Fendl den Bund der Ehe und heiratete in das landwirtschaftliche Anwesen in Gaishausen ein. Der Lebensgemeinschaft entstammen fünf Kinder, wobei sie nunmehr ihren Lebensabend beim Sohn Max und dessen Familie verbringt, dem 1958 auch das Anwesen übergeben wurde. Der Ehegatte verstarb vor vier Jahren. Die Jubilarin ist rüstig und gesund und verfolgt mit regem Interesse das Tagesgeschehen. Der 80. Geburtstag wurde deshalb im Familienkreis entsprechend gefeiert, wobei insbesondere fünf Kinder, elf Enkel und zwei Urenkel der Fendl-Oma weiterhin alles Gute wünschten.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Über aktuelle Sozialpolitik informiert
Steinburg.
Der VdK-Ortsverband hielt seine Jahreshauptversammlung im Gasthaus Solcher. Der Vorsitzende konnte bei der Veranstaltung ein reges Interesse der Mitglieder feststellen. Nach dem Tätigkeits- und Kassenbericht wurde ein Totengedenken für verstorbene Mitglieder abgehalten. Kreisgeschäftsführer Maier referierte über aktuelle Sozialpolitik. Insbesondere ging er dabei auf die neuerlichen Änderungen im Schwerbehindertengesetz ein. Änderungen wurden vor allem für Schwerbehinderte im Kfz-Steuer-Änderungsgesetz ab 1. 6. 79 und die Freifahrtregelung ab Oktober 79 erreicht. Des weiteren konnte der Kreisgeschäftsführer Maier feststellen, daß das Schwerbehindertengesetz durch diese laufenden Änderungen immer mehr ausgebaut werde. Anschließend ehrte der Kreisgeschäftsführer Maier langjährige Mitglieder. Nach einer allgemeinen Aussprache und Diskussion wurde die Veranstaltung mit einem gemeinschaftlichen Abendessen geschlossen.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Hans Holmer wurde Vereinsmeister
Hunderdorf.
Die Eisstockabteilung des SV Hunderdorf hielt ihre Vereinsmeisterschaft auf der Asphaltbahn ab. Neun Moarschaften kämpften um die Meisterschaft. Erstmals wurde auch eine Einzelmeisterschaft ausgetragen. Abteilungsleiter Otto Sachs konnte bei der Siegerehrung, die im Rahmen eines Gartenfestes im Hof des Mitgliedes Bertl Höpfl stattfand, viele Schützen mit Frauen begrüßen. Er dankte vor allem auch der Gastgeberin Höpfl und allen Schützen für die Teilnahme. Zusammen mit dem 1. Vorsitzenden Kaldonek nahm Sachs die Siegerehrung vor. 1. Vereinsmeister im Einzelschießen wurde Hans Holmer mit 101 Punkten. Er konnte einen wertvollen Zinnteller, der als Wanderpreis ausgeschrieben ist, in Empfang, nehmen. Die weitere Reihenfolge: 2. Emil Gerhardt, 3. Rudolf Wirth und Erwin Feldmeier, 5. Josef Schießl, 6. Alois Scheibenthaler, 7. Erwin Wild, 8. Klaus Blasini, 9. Heinz Hentschirsch, 10. Josef Bindl. Die Vereinsmeisterschaft im Mannschaftsschießen holten sich Hans Holmer, Hans Riepl, Josef Blasini, Rupert Höpfl. Den 2. Platz sicherten sich Erwin Feldmeier, Karl Zitzelsberger, Josef Schötz, Rudolf Müller vor Klaus Klar, Wolfgang Riepl, Josef Bindl und Wolfgang Greil. Unser Bild zeigt die Meistermannschaft.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: Samstag, 7. Juli, 20 Uhr, Vereinsabend mit wichtiger Besprechung wegen Vereinsausflug im Gasthaus Deschl, Hofdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Hunderdorf. Jugendrotkreuz: Heute, Freitag, 19 Uhr, Gruppenstunde.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Hunderdorf. SV-Eisschützen: Heute, Freitag, ab 18 Uhr Training auf der Asphaltbahn.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Windberg. Trachtenverein: Sonntag, 8. Juli, Fahrt zur Fahnenweihe nach Kirchberg. Abfahrt um 7 Uhr beim Vereinslokal Amann.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Windberg. Stammtisch: Samstag, 7. und Sonntag, 8. Juli, Abfahrt in Windberg um 5 Uhr in Hunderdorf um 5.15 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.07.1979


Im Neukircher Winkel
Das Gebiet um Neukirchen ist wegen seiner geschützten Lage immer

Blick vom Galgensteg auf Neukirchen

schon eine viel besuchte Sommerfrische gewesen. Besonders zur Zeit der Baumblüte ist der Kessel, der bedeutenden Obstbau betreibt, unbeschreiblich schön. Über den niederen Hängen und Platten liegt der Schaum der Obstblüte, nach oben eingefaßt von dem Teppich der Fichtenwälder, die sich über die Bergkuppen legen.
Urkundlich erscheint Neukirchen zum ersten Male in der Klosterschenkungsurkunde des Klosters Windberg unter dem Namen „Nieuienkirchen” im Jahre 1126. Neukirchen bedeutet Ansiedlung bei der neuen Kirche. Am Zusammenfluß des Englmarer und

Kath Pfarrkirche St Martin

Elisabethszeller Baches bildete sich schon früher ein Seelsorgesitz mit einem Leutpriester für einen weiten Umkreis von Tälern und Höhen bis nach Elisabethszell. Neukirchen wird in alten Urkunden stats als Filiale der benachbarten Pfarrei Hunderdorf bezeichnet. Vom Jahre 1616 ist die Geschichte der Pfarrei Neukirchen bis zur Säkularisation mit dem Kloster Windberg aufs engste verknüpft. Die Seelsorge wurde durch einen vom Abte zum Vikar ernannten Konventualen ausgeübt. Dieser ging jedesmal zu Fuß vom Kloster Windberg hierher zur Ausübung der seelsorglichen Vorrichtungen. Im Jahre 1803 ist Neukirchen zur selbständigen Pfarrei geworden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


„Die Verwaltungsgemeinschaft“
(1. Beitrag)
Wesen und Organe der Verwaltungsgemeinschaft
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde mit Wirkung zum 1. Mai 1978 eine neue Institution, nämlich die Verwaltungsgemeinschaft geschaffen. In unserem Raum wurde die Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf mit Sitz in Hunderdorf durch Rechtsverordnung der Regierung bestimmt, der die Gemeinden Hunderdorf, Neukirchen und Windberg angehören. Da über die Zuständigkeiten, Gliederung und Organe der Verwaltungsgemeinschaft und das Verhältnis der Mitgliedsgemeinden zur Verwaltungsgemeinschaft noch verschiedene Meinungen bestehen, wollen wir mit nachstehend beginnender Information das Wesen der Verwaltungsgemeinschaft erläutern und näherbringen.
Wesen der Verwaltungsgemeinschaft
Die Verwaltungsgemeinschaft wurde durch das Erste Gesetz zur Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung – EStärkG – eingeführt. Damit hat der Gesetzgeber eine neue Art gemeindcher Zusammenarbeit geschaffen.
Definiert ist die Verwaltungsgemeinschaft als Zusammenschluß benachbarter kreisangehöriger Gemeinden und dient der Stärkung der Leistungs- und Verwaltungskraft.
Mit der Verwaltungsgemeinschaft steht mehreren Gemeinden ein gemeinsames, mit Verwaltungspersonal und den erforderlichen sachlichen Hilfsmitteln ausgestattetes Büro zur Verfügung. Die Verwaltungsgemeinschaft ist als gemeinsame „Gemeindekanzlei“ der drei Mitgliedsgemeinden anzusehen.
Organe der Verwaltungsgemeinschaft
Das Beschlußorgan und somit das oberste und wichtigste Organ der Verwaltungsgemeinschaft ist die Gemeinschaftsversammlung. Ihr obliegt dieselbe Funktion wie sie der Gemeinderat einer Gemeinde hat, nur daß hier anderweitige Aufgaben zur Bewältigung anstehen.
Gesetzlicher Vertreter der Verwaltungsgemeinschaft nach außen ist der Gemeinschaftsvorsitzende (gleichzustellen bei der Gemeinde mit dem Bürgermeister).
Die Zusammensetzung der Gemeinschaftsversammlung ergibt sich aus dem Gesetz, wonach grundsätzlich der 1. Bürgermeister und ein weiteres Gemeinderatsmitglied der Gemeinschaftsversammlung angehören. Aus Proporzgründen ist ferner vorgesehen, daß für jedes volle Tausend der Einwohner die Mitgliedsgemeinde ein weiteres Gemeinderatsmitglied in die Gemeinschaftsversammlung entsendet. In der Verwaltungsgemeinschaft ergibt somit folgende Zusammensetzung:
Hunderdorf, 2899 Einwohner = 4 Sitze
Neukirchen, 1425 Einwohner = 3 Sitze
Windberg, 801 Einwohner = 2 Sitze
Gemeinschaftsversammlung = 9 Sitze
Die Amtsdauer der Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung und ihrer Stellvertreter ist identisch mit ihrer Amts- oder Wahlzeit im Gemeinderat. Neben den ersten Bürgermeistern, die Kraft Gesetzes der Gemeinschaftsversammlung angehören, werden die weiteren Mitglieder und der Stellvertreter aus der Mitte des jeweiligen Gemeinderats berufen.
Die Gemeinden sind in der Gemeinschaftsversammlung bis zum 30.4.1984 (kommunale Wahlperiode) wie nachstehend vertreten:
Verbandsmitglieder
Gemeinde Hunderdorf
1. Härtenberger Karl, Stellvertreter Weinzierl Egon
2.Hamberger Hans, Stellvertreter Altschäffl Johann
3. Anleitner Xaver, Stellvertreter Baier Josef
4. Feldmeier Johann, Stellvertreter Kronfeldner Rupert
Gemeinde Neukirchen
1. Lobmeier Heinrich, Stellvertreter Amann Hans
2. Amann Hans, Stellvertreter Oswald Gotthard
3. Niedermayer Erwin, Stellvertreter Zimmerer Alfons
Gemeinde Windberg
1. Kleikamp Franz, Stellvertreter Feldmeier Helmut
2. Feldmeier Helmut, Stellvertreter Frankl Alfons
Der Gemeinschaftsvorsitzende und sein Stellvertreter werden aus der Mitte der Gemeinschaftsversammlung in geheimer Wahl mittels Stimmzettel gewählt. Für die Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf wurde jeweils einstimmig in der konstituierenden Sitzung gewählt zum Gemeinschaftsvorsitzenden:
Karl Härtenberger, Bürgermeister ‚der Gemeinde Hunderdorf,
zum Stellvertr. Gemeinschaftsvorsitzenden: Heinrich Lobmeier, Bürgermeister der Gemeinde Neukirchen.
Zuständigkeit der Organe
Die Gemeinschaftsversammlung ist insbesondere zuständig für Angelegenheiten des eigenen Wirkungskreises, der die Verwaltungsgemeinschaft selbst betrifft wie z. B. Bestellung des Geschäftsleiters und der Standesbeamten, Einstellung, Eingruppierung und Entlassung von Bediensteten, Erlaß der Haushaltssatzung, Beschaffung und Einsatz von Büromaschinen- und Einrichtungsgegenständen, Entscheidungen über besondere Organisationsmaßnahmen wie Amtstage und Sprechzeiten in der Geschäftsstelle und den Außenstellen, Anmietung, Neubau oder Erweiterung von Verwaltungsräumen usw.
Der Gemeinschaftsvorsitzende vertritt insbesondere die Verwaltungsgemeinschaft nach außen, bereitet die Sitzungsgegenstände der Gemeinschaftsversammlung vor, und beruft sie ein, vollzieht die Beschlüsse, verteilt die Geschäfte, führt schließlich die Dienstaufsicht über die Beschäftigten der Verwaltungsgemeinschaft usw.
Hinweis:
In der nächsten Ausgabe werden wir insbesondere die Stellung der Mitgliedsgemeinden und die Aufgaben der Verwaltungsgemeinschaft näher erläutern. Eine weitere Fortsetzung soll schließlich ein „Wegweiser” durch die Verwaltungsgemeinschaft sein und vermitteln, wer und wo welche Aufgaben erledigt. Wir hoffen, daß mit dieser dreiteiligen Beitragsserie die neue Institution „Verwaltungsgemeinschaft“ verständlich nähergebracht werden kann und zur Verständigung zwischen Bürger und Verwaltung beiträgt.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Abhaltung von Volksfesten, Gartenfesten, Gründungsfesten und Fahnenweihen usw.
hier: Erlaubnis nach dem Gaststättengesetz

Außerhalb konzessionierter Räume dürfen zubereitete Speisen und Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle ohne gaststättenrechtliche Erlaubnis nicht verabreicht werden. Nach § 12 Abs. 1 des Gaststättengesetzes ( GastG) kann aus besonderem Anlaß der Betrieb eines erlaubnisbedürftigen Gaststättengewerbes unter erleichterten Voraussetzungen vorübergehend auf Widerruf gestattet werden. Als besondere Anlässe sind hierbei zu nennen: Volksfeste, Fahnenweihen, Waldfeste, Schul- und Jugendfeste, Johannisfeuer, Sportveranstaltungen, Flugtage, Gartenfeste, Pfarrfeste und ähnliche Veranstaltungen, wenn dabei alkoholische und nichtalkoholische Getränke sowie zubereitete Speisen Hendl, Bratwürstl, Käse, Fische etc.) zum Verzehr an Ort und Stelle abgegeben werden. Die Tatsache, daß der bei diesen Festen erzielte, die Selbstkosten übersteigende Zuschuß bzw. Gewinn für gemeinnützige Zwecke Verwendung finden soll oder daß die Abgabe von Getränken und Speisen nur an Vereinsmitglieder (und an ihre Familienangehörigen) erfolgt, schließt eine Genehmigung nicht aus.
Die Gestattung nach § 12 Abs. 1 GastG setzt einen Antrag voraus, der frühzeitig. d. h. mindestens 3 Wochen vor Betriebsbeginn über die Gemeinde beim Gewerbereferat des Landratsamtes Straubing – Bogen, 8440 Straubing, Leutnerstr. 15, zu stellen ist. Dem Antrag ist ein Führungszeugnis des Veranstalters (1. Vorstand) beizugeben. Von der Beigabe eines Führungszeugnisses wird abgesehen, wenn der Festwirt bereits ein Gaststättengewerbe betreibt. Bei kleinen Veranstaltungen, die nur einige Stunden dauern, wie z. B. Sonnwendfeier, Gartenfeste etc., wird ebenfalls auf die Vorlage eines Führungszeugnisses verzichtet, wenn die Gemeinde auf dem Gestattungsantrag bestätigt, daß gegen den verantwortlichen Antragsteller keine Tatsachen bekannt sind, die eine Versagung der Erlaubnis rechtfertigen würden.
Um Kenntnisnahme und Beachtung wird gebeten.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Bei der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf eingereichte Baugesuche
GEMEINDE HUNDERDORF
Schindlmeier Maria, Hunderdorf, Starzenberg 4, Neubau einer Garage
Bethke Otto, Steinburg, Schafberg 29, Renovierung eines alten Bauernhauses
Heimbracht Josef, Hunderdorf, Kirchgasse 10, Überdachung der Garage
Härtenberger Karl, Hunderdorf, Hauptstraße 37, Errichtung einer Produktion – und Lagerhalle
Bergbauer Franziska, Hunderdorf, Lindenbrunn 1, Neubau eines Austragshauses mit Einliegerwohnung
GEMEINDE WINDBERG
Negele Erich, Windberg, Irensfelden 92 ¼, Überdachung des Schwimmbades und Anbau
Loichinger Otto, Windberg, Böhmhäuser 75 ½, Neubau einer Pkw- Garage
Förg Josef, Windberg, Ried Nr. 81, Neubau eines Einfamilienwohnhauses
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Abwasseranlage Hunderdorf BA 02
Nachdem der Ausbau der Abwasseranlage Hunderdorf BA 01 von 1962 bis 1976 dauerte, soll nun in den Jahren 1979 bis 1981 der BA 02 durchgeführt werden.
Mit diesem Bauabschnitt können dann alle Altbauten im Ort Hunderdorf, soweit sie im Einzugsbereich des Kanalprojekts liegen, angeschlossen werden.
Der Bauabschnitt 01 einschließlich der Kläranlage kostete ca. DM 2.060.000.–. Daran beteiligte sich die Gemeinde Windberg mit ca. DM 365.000.–, sodaß in der Gemeinde Hunderdorf bisher ca. DM 1.700.00.– für die Abwasseranlage aufgewendet wurden. Davon kostete die Kläranlage ca. DM 600.000.–.
Der Bauabschnitt 02 ist auf DM 880.000.– geschätzt. Die durchgeführte Ausschreibung hat ein Ergebnis erbracht, das darauf schließen läßt, daß die geschätzten Baukosten nicht überschritten werden.
Die im BA 02 vorgesehenen Kanäle liegen in der Hauptstraße, in der Lintacher Straße, Dekan-Kiermeier-Straße, Kirchgasse, Tannangerstraße, Hochstraße, Lindfelderstraße und im Nolteweg.
Die Verbindung mit dem 1. Bauabschnitt erfolgt mit einer Kanalleitung entlang der Bundesbahn. An der Hauptstraße, beim beschrankten Bahnübergang, wird eine Regenentlastung eingebaut. Diese führt nur einen Teil des anfallenden Wassers zur Kläranlage, während bei Regenwetter die restliche Wassermenge direkt zum Bogenbach geleitet wird.
Im Bereich jenseits der Bahn und am Nolteweg wird ein Kanal verlegt, der nur das Schmutzwasser (kein Dachrinnenwasser, keine Straßenentwässerung) aufnimmt. Dieser Kanal wird unter dem Bogenbach hindurch verlegt. Am Bahnübergang ist eine Pumpstation für Schmutzwasser geplant, die dieses Wasser in den Hauptkanal zur Kläranlage leitet. Beim Bau ist die Bahnlinie Straubing – Miltach zweimal zu kreuzen. Dies wird im Preß-Verfahren durchgeführt.
Da mit dem 2. Bauabschnitt eine weitere Ableitungsmöglichkeit geschaffen wird, ist zu erwarten, daß auch die Hochwässer des Lintacher Grabens schneller abfließen können als bisher.
Die erforderlichen Rohrdurchmesser liegen zwischen 25 cm und 60 cm. Die maximale Leistungsfähigkeit der Kanäle liegt bei etwa 300 1/sec. Im Bereich der Lindfelderstraße ist geplant, den Kanalverlauf den neuen Gegebenheiten durch den Bebauungsplan Hochfeld anzupassen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Haushaltssatzung der Gemeinde Windberg ( Landkreis Straubing – Bogen) für das Haushaltsjahr 1979
Auf Grund der Art 63 ff der Gemeindeordnung erläßt die Gemeinde folgende Haushaltssatzung:
§ 1
Der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 1979 wird im Verwaltungshaushalt in den Ausgaben auf 509.000 DM und im Vermögenshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben auf 1.373.300 DM festgesetzt.
§ 2
Kredite zur Finanzierung von Ausgaben im Vermögenshaushalt werden nicht aufgenommen.
§ 3
Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt werden nicht festgesetzt.
§ 4
Die Steuersätze (Hebesätze) für nachstehende Gemeindesteuern werden wie folgt festgesetzt:
1. Grundsteuer
a) für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (A) 320 v. H.
b) für die Grundstücke (B) 320 v. H.
2. Gewerbesteuer
a) nach dem Gewerbeertrag und dem Gewerbekapital 300 v. H
b) Lohnsummensteuer
c) Mindeststeuer
für Hausgewerbetreibende —
für sonstige Gewerbetreibende 12.00 DM
§ 5
Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Haushaltsplan wird auf 30.000 DM festgesetzt.
§ 6
Weitere Festsetzungen werden nicht vorgenommen.
§ 7
Diese Haushaltssatzung tritt mit dem 1. Januar 1979 in Kraft.
Hunderdorf, den 12.4.1979
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Bekanntmachung der Haushaltssatzung (durch Niederlegung in der Gemeindekanzlei und Bekanntmachung der Niederlegung an den Gemeindetafeln
Der Gemeinderat Windberg hat die Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 1979 beschlossen. Die Haushaltssatzung tritt mit dem 1. Januar 1979 in Kraft. Die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan liegen während des ganzen Jahres in der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf, Kirchgasse 8, Zi.Nr. 3 innerhalb der allgemeinen Geschäftsstunden zur Einsicht bereit. (Art, 65 Abs. 4 der Gemeindeordnung in Verbindung mit § 4 Abs. 2 Bekanntmachungsverordnung).
Hunderdorf, dien 25.6.1979
Gemeinde Windberg, Kleikamp, Bürgermeister
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Hunderdorf: Vom Pfarrgemeinderat
Der Pfarrgemeinderat veranstaltet am 29. Juli in Zusammenarbeit mit allen kirchlichen Organisationen im Pfarrgarten ein Pfarrfest. Dieses Gartenfest der Pfarrei beginnt nach dem Morgengottesdienst. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Neben Kaffee und Kuchen werden auch warmer Leberkäse, Bratwürstl sowie frischer Käse und natürlich Bier vom Faß verabreicht. Außerdem wird ein Eisstand aufgestellt sein. An einem Losstand kann jeder sein Glück versuchen. Am Nachmittag sorgt die Kindergartenleitung für Kinderbelustigung auf dem Gemeindeplatz vor dem Gemeindeamt. Erfreulicherweise wird die Blaskapelle Bugl den ganzen Tag aufspielen. Voraussichtlich endet diese Veranstaltung um 23.00 Uhr. Der Erlös dieser Veranstaltung soll für die neue Orgel verwendet werden. Die Bürger der Pfarrei Hunderdorf und Umgebung können durch recht zahlreichen Besuch zum Gelingen dieses Festes beitragen.


25 jähriges Priesterjubiläum
Am 29. Juni kann Pfarrer Franz Reitinger sein 25jähriges Priesterjubiläum begehen. Der Geistliche wurde am 26. Juni 1928 in Stein im ehemaligen Landkreis Waldmünchen geboren. Als Zweitältester verbrachte er dort mit sechs Geschwistern seine Kinderzeit und besuchte von 1934 bis 1940 die Volkschule in Hiltersried. Dann trat er an das humanistische Gymnasium in Amberg über, wo er 1948 das Abitur ablegte. Das Studium der Philosophie und Theologie absolvierte er in Regensburg. Am 29. Juni, dem Fest der Apostel Petrus und Paulus, empfing Pfarrer Franz Reitinger im Jahre 1954 durch Erzbischof Dr. Michael Buchberger das Sakrament der Priesterweihe. Sein erster Dienstort als Kaplan war Falkenberg in Niederbayern. Darauf folgten drei Jahre Tätigkeit in Essenbach ebenfalls als Kaplan. Anschließend übernahm Franz Reitinger die Expositur in Allkofen im ehemaligen Landkreis Mallersdorf. Sein Dienst als Pfarrer führte ihn 1960 nach Dalking bei Cham. Dort wirkte er 16 Jahre recht segensreich. In diese Zeit fällt auch der Bau der neuen Pfarrkirche mit Pfarrzentrum, womit er ein großes verdienstvolles Werk geschaffen hat.
1976 übernahm Franz Reitinger die Pfarrstelle von Hunderdorf. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit war ihm der Aufbau eines Kirchenchores ein großes Anliegen. Unter der Leitung von Gemeindeassistentin Amann besitzt der Hunderdorfer Kirchenchor jetzt schon einen ausgezeichneten Ruf. Ferner betrachtete es der Pfarrer als unumgängliche Aufgabe, mit der Renovierung und Neugestaltung der Pfarrkirche St. Nikolaus zu beginnen. Nachdem vor einiger Zeit die Kirchenorgel ihren Dienst versagte, ging Pfarrer Franz Reitinger durch seinen persönlichen Einsatz sofort daran, nichts unversucht zu lassen, daß die Gottesdienste bald wieder durch Orgelklänge verschönert werden. Mit einer Spendenaktion gelang es ihm in Mitarbeit der Pfarrgemeinde- und Kirchenräte, den erforderlichen Betrag aufzutreiben. Neben der Seelsorgetätigkeit wirkt der Jubilar auch als Religionslehrer an der Volksschule Hunderdorf. Pfarrer Franz Reitinger erfreut sich allgemein großer Wertschätzung und Beliebtheit und pflegt den Kontakt zur Bevölkerung.
Pfarrgemeinde- und Kirchenrat sowie alle Pfarrangehörigen gratulieren ihrem Seelsorger zu diesem Jubiläum recht herzlich.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Ausflug des Kegelclubs „Gut Holz“ Hunderdorf
Am 25. und 26. August 1979 fährt der Kegelclub „Gut Holz“ Hunderdorf für 2 Tage nach Wien. Abfahrt ist am Samstag, dem 25.8. 79 um 4.00 Uhr beim Cafe Weinzierl. Für alle aktiven Mitglieder ist die Fahrt mit Übernachtung und Frühstück frei. Nichtmitglieder zahlen für die Fahrt 25,- DM, für die Übernachtung mit Frühstück ca. 27,- DM. Interessenten können sich im Cafe Weinzierl, beim 1. Vorstand, Herrn Helmut Lachinger oder beim 2. Vorstand, Herrn Werner Myrtek melden.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


SVH Sieger im Pokalturnier
Zum zweiten Male nahmen die Senioren des SV Hunderdorf an einem Pokalturnier statt, das im Nachbarort Degernbach abgehalten wurde. Im ersten Spiel traf die Mannschaft auf den sehr erstarkten SV Aschanau aus der C-Klasse Deggendorf. Bei diesem Spiel konnte Hunderdorf gefallen und gewann schließlich mit 3: 1 Toren. Der aus der Jugend kommende Spieler Höpfl feierte mit einem schönen Tor seinen Einstand. Nachdem der ASV Elisabethzell den gastgebenden Verein überraschend mit 2 : 1 geschlagen hatte, stand die Paarung für das Endspiel fest. Vom Anfang an bestürmte Hunderdorf das gegnerische Tor und führte zur Pause mit 4 : 0 Toren. Der aufkommende Wind mit Regen ließ in der 2. Hälfte kein konzentriertes Spiel zu. Am Ende standes5:0 für Hunderdorf. Der neue Trainer Reinhardt konnte mit seinen Schützlingen zufrieden sein und sparte nicht mit Lobesworten.
Bei der Siegerehrung überreichte Vorstand Greindl vom ASV Degernbach dem Spielführer einen herrlichen Glaspokal.
Zur gleichen Zeit spielten die Alten Herren bei einem Pokalturnier in Bogen. Gegen Oberalteich gelang ein glatter 3:0 Sieg. Der Schiedsrichtervereinigung mußte man sich mit 1 : 2 Toren beugen. Im Spiel um den 3. Platz wurde schließlich Pfelling mit 2 : 1 geschlagen. Der 3. Platz unter sechs Mannschaften ist für die AH aus Hunderdorf ein beachtlicher Erfolg. Das Bild zeigt den Pokalsieger Hunderdorf mit Trainer Reinhartt (r) und Betreuer Grill (l).
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


JU besichtigte Wasserversorgungsanlage
Hunderdorf. Vor kurzem besichtigte der Ortsverband der JUNGEN UNION die Anlage des Wasserzweckverbandes der Bogenbachtalgruppe.
Bürgermeister Härtenberger, Vorsitzender des Zweckverbandes seit dessen Gründung, leitete die Besichtigung bei der Wasserversorgungsanlage. Mit Interesse verfolgten die JUler die Entwicklung des Zweckverbandes und die Arbeitsweise der Anlage.
Zu Beginn erläuterte Härtenberger die Geschichte der Wasserversorgung in den Mitgliedsgemeinden und stellte fest, daß bereits vor der Gründung des Zweckverbandes in den Gemeinden der Versuch unternommen worden sei, durch Erschließung eigener Quellen und den Bau von Versorgungsleitungen die Bewohner ausreichend mit Wasser zu beliefern, soweit diese keine Brunnen besaßen. Allgemeiner Wirtschaftsaufschwung, Betriebsansiedlungen und eine damit verbundene rege Bautätigkeit habe den Wasserverbrauch ansteigen lassen, so daß es in den Trockenjahren 1959/62 zu einer großen Wassernot kam. Die Gemeinde Hunderdorf, so Härtenberger, habe daraufhin zwischen Hofdorf und Hunderdorf ihren ersten Tiefbrunnen mit 50 Metern Tiefe gebohrt. Ein erster Ansatz im Jahre 1961, die Wasserversorgungsprobleme gemeinsam zu meistern, sei an der Einstellung der Nachbargemeinden gescheitert. Im Jahre 1962 sei es schließlich doch zur Gründung eines Zweckverbandes und zur Projektierung der Anlage gekommen, wobei noch im gleichen Jahr das Transformatorenhaus und eine Pumpstation gebaut wurden.
Zwei weitere Tiefbrunnen folgten, die gemeinsam mit dem ersten 25 l in der Sekunde schütteten. Gleichzeitig wurde mit dem Bau der Verbindungs- und Versorgungsleitungen begonnen. 1964 folgte der Bau des Hohbehälters in Hinterbuchberg sowie die Errichtung von Aufbereitungsanlagen. Um den weiteren steigenden Wasserverbrauch auch in Zukunft decken zu können, wurden letztlich noch zwei weitere Tiefbrunnen geschaffen. Mit Interesse verfolgten die JU-Mitglieder die anschl. Erklärungen Härtenbergers über die Wirkungsweise der Aufbereitungsanlage. So habe das Hunderdorfer Quellwasser drei Eigenschaften, nämlich Eisen- und Manganhaltigkeit und Sauerstoffarmut. Beim Durchlauf des Wassers durch verschiedene Filterkessel werde der Eisen- u. Mangangehalt entzogen und sonstige Verunreinigungen beseitigt. Mit Sauerstoff werde das Wasser angereichert, indem es in einem Raum versprüht und in diesem gleichzeitig Sauerstoff außen zugeführt werde. Drei Pumpen mit einer Leistung von jeweils 20 l in der Sekunde stünden zur Verfügung, um das aufbereitete Trinkwasser in die Verbraucherleitungen und in den Hochbehälter zu drücken. Die Anlage arbeite elektrisch und vollautomatisch, wobei ein Dieselaggregat für ectl. Stromausfälle zur Verfügung stehe. Aus Gründen der >Strom- und Kostenersparnis werde die Anlage zur nachts betrieben. Während des Tages werden die Anschlüsse durch die Hochbehälter, die insgesamt über 1.300. Kubikmeter faßten, gespeist.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Freiwillige Feuerwehr Gaishausen
74 Vereine gaben dem Jubelverein FFW Gaishausen die Ehre.
Ein großartiges Gründungsfest mit Weihe eines neuen Gerätehauses. Viel Prominenz gab sich im Bayerwalddörferl ein Stelldichein. Bürgermeister und Kreisrat Härtenberger war Schirmherr. Imposante Eigenleistungen in dörflicher Zusammenarbeit. Viele gute Wünsche für die nächsten 50 Jahre.
Gaishausen. „Im Jahre 1929 entschlossen sich in Gaishausen hilfsbereite und wagemutige Männer, eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen, um gemeinsam Feuersbrunst und Wetterunheil zu bekämpfen. Durch Uneigennützigkeit und Hilfsbereitschaft waren sie bereit, Hab und Gut des Nächsten zu schützen. Viele Männer haben in der verflossenen Zeit Dienst in dieser freiwilligen Hilfsorganisation getan und damit getreu dem Leitsatz ihrer Vorbilder durch selbstlosen Einsatz unter Beweis gestellt, daß es auch heute noch oberstes Gebot ist, seinen in Not geratenen Mitbürgern zu helfen.“ Dies in etwa war der Tenor der Festansprachen prominenter Persönlichkeiten bei den am gestrigen Sonntag im herrlich herausgeputzten Bayerwalddörferl Gaishausen stattgefundenen Feierlichkeiten, wo die Freiwillige Feuerwehr nicht nur ihr 50. Gründungsfest feierte, sondern auch ein neues Feuerwehrgerätehaus einweihen und seiner offiziellen Bestimmung übergeben konnte. Nicht weniger als 74 Vereine hatten sich bei herrlichstem Sommerwetter eingefunden, um einerseits der Jubelwehr die Ehre ihres Besuches zu geben und zum anderen einen Tag im Kreis guter Freunde und Kameraden zu begehen. Die Schirmherrschaft hatte Bürgermeister und Kreisrat Karl Härtenberger übernommen. Aber auch stellvertretender Landrat Alfons Schäffer und Landrat a. D. und Gaishausens Ehrenbürger Xaver Hafner ließen es sich nicht nehmen, an der Freude der Gaishausener Feuerwehr und der gesamten Bevölkerung Anteil zu nehmen. Höhepunkt der vier festlichen Tage, die heute zu Ende gehen, war die eindrucksvolle Eucharistiefeier durch Pfarrer Reitinger, Hunderdorf, der auch Gottes Segen auf das neue Feuerwehrgerätehaus inmitten des Dorfes Gaishausen herabrief.
Am vergangenen Freitag begann das große Fest mit der Einholung des Schirmherrn, BM Härtenberger, der Festmutter Emilie Weinzierl, der Festjungfrauen Renate Hanner, Waltraud Weinzierl und des Patenvereins Hunderdorf, wo die Jubelwehr und der Festausschuß überall bestens bewirtet worden waren. Darnach gab es ein schneidiges Standkonzert mit anschließendem Einzug ins herrliche Arco-Festzelt, wo Bürgermeister und Schirmherr Karl Härtenberger den ersten Hunderterbanzen anzapfte. Der Samstagabend stand dann ganz im Zeichen der Ehrung der Gefallenen, Vermißten und verstorbenen Feuerwehrkameraden mit eindrucksvollem Fackelzug von Gaishausen nach Steinburg-Bahnhof.
Der große Festtag selbst begann bereits um 6 Uhr früh mit dem obligatorischen Weckruf der Musikkapellen durch die Orte und Weiler der ganzen Gemeinde und mit laut vernehmbaren Böllerschüssen, die auch den letzten Mitbürger aus den Federn holten. Dann wer es soweit, daß der Festverein wie auch der Patenverein Hunderdorf alle Hände voll zu tun hatten, um die 74 Gastvereine aus nah und fern einzuholen und zum Festplatz und ins Festzelt zu geleiten. Alle, die gekommen waren, freuten sich mit dem Gastgeber über das herrlicher Wetter, das St. Petrus beschieden hatte und das ganze Fest eigentlich in seiner ganzen Vielfalt und Farbenpracht so recht zur Wirkung kommen ließen.
Der Bürgerschaft von Gaishausen-Ehrn darf in dieser Hinsicht ein besonderes Lob ausgesprochen werden, gab es doch kein Haus entlang der Straßen und Plätzen, das nicht im Festtagskleid prangte. Und wer etwa meinte, daß derartige Jubiläen schon etwas Alltägliches wären, der irrte sich. Gerade in unserer Heimat und im Zeitalter der Gebietsreformen tragen gerade solche Feste ganz entscheidend dazu bei, das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb eines Gemeinwesens zu fördern. Und das ist auch in Gaishausen großartig gelungen.
Der Kirchenzug und der Festgottesdienst war der eigentliche Höhepunkt des 50. Gründungsfestes. Im nicht endenwollenden Festzug unter Vorantritt der Musikkapellen „Felsnstoana”, Bugl-Eisenbahner und des Feuerwehrspielmannszuges Oberalteich ging es vom Bahnhof Steinburg hinaus nach Gaishausen, wo am neuen Gerätehaus der Altar für die Eucharistiefeier aufgerichtet war. Unter den vielen Ehrengästen sah man stv. Landrat Schäffer, Bürgermeister und Kreisrat Karl Härtenberger, Landrat a. D. Xaver Hafner, die Mitglieder des Gemeinderates Hunderdorf, Kreisbrandrat Frenz Köck, Kreisbrandinspektor Emil Wanninger, Ehrenkreisbrandinspektor Stefan Mühlbauer, Kreisbrandmeister Josef Jungmayer, die Festmutter Emilie Weinzierl mit ihren Festdamen, die Festmutter des Patenvereins, Maria Fruhstorfer und den in stattlicher Anzahl vertretenen Patenverein. Mit von der Partie waren aber mehrere Kreisräte des Landkreises Straubing-Bogen.
Pfarrer Reitinger hieß die Besucher aus nah und fern herzlich willkommen und freute sich, daß man Gott den Herrn in den Mittelpunkt des großen Geschehens zu stellen bereit sei. Es sei richtig, wenn Feuerwehrmänner in Stadt und Land gerühmt würden ob ihres uneigennützigen Einsatzes, ob ihrer Opferbereitschaft in vielfacher Not. So sei es auch durchaus in Ordnung, wenn die Freiwillige Feuerwehr Gaishausen ihr 50. Gründungsfest feiere und damit die Weihe eines neuen Gerätehauses verbinde. Das sei auch für die Kirche und die Pfarrgemeinde Anlaß mitzufeiern und zu gratulieren. In seinen weiteren Ausführungen lobte der Geistliche den Mut der Männer im blauen Rock dank dessen man das gute Gefühl und die beruhigende Gewißheit haben dürfe, auch in großer Not nicht allein gelassen zu sein. Leben und Eigentum des Mitmenschen zu schützen seien nicht nur Gebote der Menschlichkeit, fuhr Pfarrer Reitinger fort, sondern auch Gottesgebote. Der gute Geist, aus dem heraus dies alles geschehe, sollte heute und in der weiteren Zukunft erhalten bleiben, sagte der Priester, der seinen Pfarrkindern von Gaishausen nicht nur für die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses, sondern auch für die Mithilfe an der Dorfverschönerung ein herzliches Vergelts Gott sagte.
Die eindrucksvolle Eucharistiefeier wurde durch die Festkapelle Bugl mit der Schubertmesse eindrucksvoll untermalt. Mit der Segnung des neuen Hauses und der Erinnerungsbänder fand die gottesdienstliche Handlung ihren Abschluß.
Nach dem Mittagessen formierte sich noch einmal der bunte Festzug in Richtung Gaishausen und wieder zurück, wo am Bahnhofsgebäude der eigentliche Festakt abgewickelt wurde.
Vorstand Egon Weinzierl und 1. Kommandant Johann Dietl hatten noch einmal alle Besucher aus nah und fern sowie die oben bereits erwähnten Ehrengäste willkommen geheißen und ihrer Freude über den so außerordentlich guten Besuch Ausdruck verliehen.
Die Grüße und Glückwünsche des Landkreises Straubing-Bogen überbrachte stv. Landrat Alfons Schäffer, der den anderweitig verpflichteten Landrat Ingo Weiß zu vertreten hatte. Auch der Vertreter des Landkreises würdigte die großen Gemeinschaftsleistungen der Bürgerschaft von Gaishausen und beglückwünschte sie vor allem zur gelungenen Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses, das Mittelpunkt der hiesigen Feuerwehr sein solle, umsomehr als es auch einen hübschen Gemeinschaftsraum beinhalte. Ein Erinnerungsteller des Landkreises sollte immer an diese heutige Feier erinnern, meinte Schäffer abschließend. In ähnlichem Sinne sprach auch Kreisbrandrat Franz Köck. In seine Dankesworte bezog der oberste Feuerwehrchef vor allem die Gründer der heutigen Jubelwehr ein, die unter widrigsten Umständen den Feuersbrünsten zu Leibe rücken mußten. Die Männer der FFW Gaishausen hätten in der Zeit ihres Bestehens schon viele Beweise kameradschaftlichen Zusammenhalts u. größter Opferbereitschaft erbracht.
Die Überreichung der Fest- und Erinnerungsbänder bildete den Schlußpunkt des Festaktes. War es zunächst Festmutter Emilie Weinzierl, die nach einem sinnvollen Prolog ihr herrliches Band an die Fahne des Jubelvereins heftete, so taten dies anschließend auch die Festjungfrauen Renate Hanner und Petra Solcher. Das Patenband der Freiwilligen Feuerwehr Hunderdorf übergab deren Patenjungfrau Waltraud Weinzierl.
Damit und mit dem großen Dank sowohl des Vorstandes Egon Weinzier| sowie des Kommandanten Johann Dietl fand die Jubiläumsfeier ihren würdigen Abschluß. Aus der Hand der Festdamen durften die Fahnenjunker zu guter Letzt noch die Erinnerungsbänder in Empfang nehmen.
Am Montag fand noch der fröhliche Festausklang im Bierzelt statt, zu dem noch einmal freundliche Einladung an die Bevölkerung aus nah und fern ging.
Ansprache des Schirmherrn
Kameraden der Feuerwehren, meine Damen und Herren!
Gerne habe ich die Schirmherrschaft über die Festtage der 50-jährigen Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gaishausen mit Gerätehaus-Einweihung übernommen.
Ich bin mir nicht nur der Ehre bewußt, sondern sehe auch ein Zeichen des guten Verhältnisses in unserem größeren Gemeindebereich.
Engagierte Männer haben seinerzeit im Interesse des Gemeinwohls die Initiative zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr ergriffen; allen voran der damalige BGM Josef Weinzierl.
Und es ist, als hätte Josef Weinzierl seiner Familie das Vermächtnis hinterlassen, den Gedanken des Gemeinschaftssinns, des Idealismus, der Opferbereitschaft und die Tugend der Kameradschaft in Gaishausen zu pflegen und stets zu realisieren.
Als ehemaliger Bürgermeister von Gaishausen hat Egon Weinzierl den Bau des Gerätehauses eingeleitet und die Fertigstellung als Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Gaishausen tatkräftig gefördert. Er ist also den Idealisten seines Vaters treu geblieben.
Meine Damen und Herren, wir sind glücklich, daß einige Kameraden aus der Gründerzeit diese Festtage mit uns feiern können und daß es ihnen gegönnt ist, die Früchte ihres damaligen mutigen Eintretens für eine nicht unbedingt selbstverständliche Sache zu sehen.
Vorstand Egon Weinzier|, Kommandant Johann Dietl, alle Kameraden der Wehr, die ganze Bevölkerung haben großartiges geleistet und eine absolute Spitze an Eigenleistungen erreicht. Solcher Gemeinschaftssinn verdient unsere Bewunderung, unsere Anerkennung und unseren Dank gleichermaßen.
Bewegte Zeiten sind in den vergangenen 50 Jahren ins Land gegangen. Trotzdem ist der Kameradschaftsgeist der Freiwilligen Feuerwehr Gaishausen nicht erloschen; er hat sich immer wieder durchgesetzt und seit eh und je seine vornehmliche Aufgabe zum Schutze von Hab und Gut und zur Hilfe bei Katastrophen aller Art erfüllt. Wieviel freiwilliger und unbezahlter Einsatz vieler Generationen wurde da für die Gemeinschaft geleistet.
Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.
Kaum ein anderes Wort könnte den Geist und den Sinn unserer Feuerwehren besser ausdrücken.
Bis zurück zum Gründungsjahr haben Gemeinde und Gemeindebürger in den Aufgaben des Feuerschutzes vorbildlich zusammengearbeitet, und das soll so bleiben. Die Männer haben ihrerseits den Ausbildungsstand immer wieder den modernen Erkenntnissen angepaßt und als Nachweis des Ausbildungsstandes die Leistungsabzeichen gemacht. Vorstand und Kommandant der Jubelwehr sind Männer der Aktivität und Beharrlichkeit, die eine einmal übernommene Aufgabe selbstlos anpacken und mit den opferbereiten Wehrmännern auch lösen.
Im Juni 1929 gab es im damaligen Vereinsgeschehen einen Höhepunkt; nämlich die Fahnenweihe der neugegründeten Freiwilligen Feuerwehr Gaishausen.
Es war ein großes Fest. Die Fahnenmutter von einst ist noch unter uns. Als Patenverein fungierte die Freiwillige Feuerwehr Steinburg. Fahnenjunker war der Bierbrauer Heinrich Berger, der einige Jahre später tödlich verunglückte.
1930 konnte erstmals ein Feuerwehrgerätehaus erstellt werden. Die Geräte bestanden von der Handdruckspritze über die Einheitsspritze zur Tragkraftspritze bis heute zum LF 8.
Die ehemaligen Bürgermeister Hastreiter und Gall sind in der Chronik als Förderer dankend erwähnt. 1969 wurde die Weihe einer neuen Fahne mit einem viertägigen Fest freudig begangen. Auch schöne Zeiten also.
Heute sind wir stolz auf diese Wehr und deshalb wollen wir diese Gründungstage mit Weihe des neuen Gerätehauses festlich begehen. Die ganze Gemeinde ist aufgerufen, Anteil zu nehmen und damit den Wehrmännern Verbundenheit und Dank zu zollen.
Gruß und Dank der Festfrau Emilie Weinzierl von Röhrnau, den Festjungfrauen Renate Hanner und Petra Solcher von Ehren und allen Festdamen.
Allen, die mitgeholfen haben, das Fest zu gestalten, vielen Dank. Allen Kameraden von nah und fern, die sie durch ihre Teilnahme dem Festtag den würdigen Rahmen gaben, dem Patenverein Hunderdorf und der Festjungfrau Waltraud Weinzierl ein herzliches Vergelts Gott.
Abschließend und ganz besonders aber darf ich Ihnen, Hochw. Herr Pfarrer, für die kirchliche Weihe und für die Eucharistiefeier als Schirmherr und auch im Namen der ganzen Gemeinde Dankeschön sagen.
Der freiwilligen Feuerwehr Gaishausen für die nächsten 50 Jahre alles Gute.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Der VdK-Ortsverband Hunderdorf informiert seine Mitglieder
Die Orthopädische Versorgungsstelle Regensburg hält im 3. Quartal 1979 in Straubing, Obere Bachstraße 6 (Ärztehaus), folgende Sprechtage ab: Am 25. 07., 29. 08. und 26.09.1979. Beginn jeweils 8.00 Uhr.
Wer die o. a. Sprechtage besucht, sollte sich vorher bei der Orthopädischen Versorgungsstelle, Landshuter Straße 57/l 8400 Regensburg anmelden, damit die entsprechenden Aktenunterlagen vorhanden sind. Anträge auf Teilnahme bzw. Vorladung zum Sprechtag müssen 10 Tage vorher bei der Orth. Versorgungsstelle Regensburg, die für den Bereich des Versorgungsamtes Landshut zuständig ist, gestellt werden, was auch fernmündlich (Tel. 0941/7951) möglich ist.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Veranstaltungen in der Gemeinde Windberg
Am Samstag, dem 7. Juli 1979 auf der Sommerstockbahn in Windberg um 13.00 Uhr Damenturnier.
Am Sonntag, dem 22. Juli 1979, auf der Sommerstockbahn in Windberg Austragung der Ortsmeisterschaft im Sommerstockschießen. Beginn des ersten Durchganges 7.30 Uhr, und zweiter Durchgang um 16.30 Uhr.
Veranstalter ist jeweils der Sportverein Windberg.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Großlintach. Stammtisch: Sonntag, 8. Juli, 13 Uhr, Gartenfest bei Gasthaus Schlecht.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.07.1979


Hunderdorf. Rotes Kreuz: Sonntag, 8. Juli, 8 Uhr, Treffen am Schulhof in Uniform zur gemeinsamen Abfahrt zum Gründungsfest nach Neukirchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.07.1979


Hunderdorf. Schützenkameradschaft: Samstag, 19 Uhr, Pflichtschießen im Schützenheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.07.1979


Steinburg. FFW: Sonntag, 8. Juli, 8 Uhr, Abfahrt ab Gasthaus Josef Solcher, Wegern zum 85. Gründungsfest mit Fahnenweihe nach Aufroth. — Sonntag, 8. Juli, 8 Uhr, Abfahrt Gasthaus Höfelsauer-Berger zur Fahnenweihe der BRK-Ortsgruppe Neukirchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.07.1979


Die Polizei im Einsatz:
… Zu einem Verkehrsunfall kam es um Samstag gegen 14.10 Uhr auf der Straße von Hunderdorf nach Steinburg, Bei der Einmündung nach Hoch stießen zwei entgegenkommende Personenwagen zusammen. Vor den Polizeibeamten behaupteten beide Fahrzeuglenker, jeweils der andere sei über der Fahrbahnmitte gefahren. An beiden Autos entstand Totalschaden in Höhe von rund 21 000 DM …
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


Altenclub auf froher Fahrt
Hunderdorf.
Zahlreiche Mitglieder und Gäste nahmen an der ersten Ausflugsfahrt des Hunderdorfer Altenclubs teil. Ziel war Arnbruck. Nach einer Kaffee- und Brotzeitstunde in einem idyllisch gelegenen Waldcafe unternahmen die Teilnehmer einen ausgedehnten Waldspaziergang. Dabei konnten sich alle ein Bild davon machen, welche Schäden die Schneekatastrophe im letzten Spätwinter angerichtet hatte. Im Ort selbst nutzten viele die Gelegenheit, in einem Bleikristallbetrieb die herrlichen Gegenstände zu bestaunen. Auf der Heimfahrt wurde beschlossen, in drei Wochen eine Fahrt zum Osserblick zu machen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


Apotheke offiziell eingeweiht
Pfarrer Reitinger segnete die Räume – Härtenberger: Weitere Grundversorgungseinrichtung

Hunderdorf. Die neugebaute St. Nikolaus-Apotheke in Hunderdorf ist seit kurzem in Be-trieb. Jetzt fand eine kleine, offizielle

Pfarrer Reitinger bei der Segnung der neuen Apotheke. Im Hintergrund (Mitte) Apotheker Schubert.

Eröffnungsfeier mit Segnung der Räumlichkeiten durch Pfarrer Reitinger statt. Damit hat Hunderdorf eine weitere wichtige Grundversorgungseinrichtung aufzuweisen. Bereits seit Jahren bemühte sich die Gemeinde darum, eine Apotheke nach Hunderdorf zu bekommen. Beim Festakt erhielten die Apothekenräume eingangs die kirchliche Weihe durch Pfarrer Franz Reitinger. Er sprach die Hoffnung aus, daß die Apotheke, stets ihrer Bestimmung entsprechend, zum Nutzen der Einwohner sein möge, Bürgermeister Härtenberger nannte in seinen kurzen Begrüßungsworten den Werdegang der Apothekenerrichtung, für die bereits Im Jahre 1975 die ersten Verhandlungen aufgenommen worden waren. Bis es zur Fertigstellung kam, waren verschiedene Schwierigkeiten und Differenzen zu überwinden. Die Lage der Apotheke sei zentral im Ort und die Gebäudegestaltung., architektonisch gesehen, eine akzeptable Sache, zumal an beiden Seiten noch, zurückversetzt, zwei Gebäudekomplexe folgen sollen, auch wenn mancherseits Kritik an der Bebauung des Mittelpunktplatzes im Ortskern geübt worden sei. Die Inbetriebnahme der Apotheke sei eine Aufwertung für Hunderdorf im Hinblick auf die Grundversorgungskriterien, sagte Härtenberger abschließend.
Der neue Apotheker in Hunderdorf, Rudolf Jakob Schubert, sprach den Wunsch aus, daß die Apotheke stets im Dienste der Gesundheit stehen und für Hunderdorf von Nutzen sein möge. Mit der Wahl „St. Nikolaus-Apotheke“ sei auch die Verbundenheit mit der Pfarrei und mit dem Ort dokumentiert.
Abschließend lud Apotheker Schubert die Festgäste zu einem kleinen Stehempfang ein. Als Ehrengäste hatten sich u. a. eingefunden die Hausherren Rudolf und Eleonore Holzner, die Bürgermeister Karl Härtenberger, Egon Weinzierl (Hunderdorf) und Heinrich Lobmeier (Neukirchen), Architekt Karl Englmann (Straubing) und Dr. Jürgen Lichte.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


VdK-Ausflug in die Oberpfalz
Hunderdorf.
In einer VdK-Vorstandschaftssitzung des Ortsverbandes Hunderdorf/Windberg wurden die Vereinsarbeit des abgelaufenen Halbjahres und die künftige Arbeit des Ortsverbandes besprochen. Ortsverbandsangelegenheiten und Halbtagsausflug waren die weiteren Beratungspunkte. Eingangs berichtete Vorsitzender Rudolf Karl, daß der Ortsverband derzeitig 143 aktive Mitglieder und zwei unterstützende Mitglieder habe. Hauptkassiererin Anna Heilmann legte die Lage der Hauptkasse dar. Der Kassenbestand der Verwaltung beträgt 140,87 DM und der Fürsorge 280 DM. Bei sparsamer Führung sei es noch möglich, daß im nächsten Halbjahr keine finanziellen Sorgen eintreten Anschließend ging Karl auf die neuerlichen Änderungen im Schwerbehindertengesetz ein, so z. B. im Kfz-Steuergesetz seit 1. 6.79. Auch die Freifahrtregelung für die Schwerbehinderten wurde noch angesprochen, die ab Oktober 79 erreicht werden soll.
Auch berichtete Karl noch über das Regionalgespräch des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Verkehr, wobei es um die geplante Schienenstreckenstillegung der Strecke Miltach — Straubing ging. Karl gab bei diesem Gespräch zu erkennen, daß bei dieser geplanten Maßnahme besonders die Schwerbehinderten, Rentner und ältere Bürger betroffen seien. Gerade dieser Personenkreis ziehe den Zug als Verkehrs- und Beförderungsmittel vor. Zum Abschluß der Sitzung wurde noch der jährliche Halbtagsausflug nach Kreuzberg (Oberpfalz) am Sonntag, 5. August, festgelegt. Der Fahrpreis beträgt 8 Mark, Mitglieder fahren für 5 Mark. Anmeldung bei A. Heilmann, Hunderdorf, Tel. 2763.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


JU besuchte die Kläranlage
Hunderdorf.
Nachdem der JU-Ortsverband bereits das Wasserwerk Hunderdorf besichtigt hatte, ging es jetzt darum, auch die gemeindliche Kläranlage in ihrer Wirkungsweise kennenzulernen. Mit Interesse verfolgten die JU-Mitglieder die einzelnen Klärvorgänge der mechanisch vollbiologisch arbeitenden Kläranlage. Klärwärter Franz Neumaier erläuterte den Gästen die Reinigung der Abwässer und führte dabei durch die einzelnen Teilanlagen.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


Lehrfahrt der Frauen
Hunderdorf.
Am Montag, 23. Juli, und Mittwoch, 25. Juli, findet eine Lehrfahrt der Frauen statt. Als Fahrtziel ist der Innkreis und Gmunden am Traunsee vorgesehen. Es wird ein landwirtschaftliches Anwesen in Hilbing, eine Strickerei in St. Martin, das Volkskundehaus in Ried und eine Keramikfabrik in Gmunden besichtigt. Der Fahrpreis beträgt 15 DM. Anmeldung bis 15. Juli bei der Ortsbäuerin Maria Fruhstorfer, Tel. 09422/2333, ab 18 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


Orgel wurde in Auftrag gegeben
Aus der Sitzung des Pfarrgemeinderates — Pfarrfest findet am 29. Juli statt
Hunderdorf.
Bei der gemeinsamen Sitzung des Pfarrgemeinde- und Kirchenrates stand an erster Stelle der Kauf einer Orgel. Pfarrer Franz Reitinger begrüßte an diesem Abend neben den vollzählig erschienenen Räten auch Orgelbaumeister Jann aus Allkofen. Pfarrer Reitinger berichtete, daß mittlerweile die stiftungsaufsichtliche Genehmigung für den Kauf einer Orgel aus Regensburg eingetroffen sei.
Orgelbauer Jann gab auf alle Fragen, die sowohl vom Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hamberger als auch von den Mitgliedern an ihn gerichtet wurden, erschöpfend Auskunft. Der Orgelbauer erläuterte alles Wissenswerte hinsichtlich der Konstruktion, des Preises und des Standortes der neuen Orgel. Er riet davon ab, daß Material der alten Orgel verwendet werden sollte. Jann legte auch einen Orgelprospekt vor. Anhand dieses Vorschlages konnten sich alle Anwesenden ein anschauliches Bild über Aussehen und Gestaltung der neuen Orgel machen.
Nachdem Pfarrer Reitinger den Auftrag an den Orgelbauer und dessen Angebot vorgetragen hatte, wurden mit Jann verschiedene Vertragspunkte erörtert. Dabei ergab sich, daß 30 Prozent der Kosten für die neue Orgel bei Auftragserteilung als Anzahlung fällig sind. An-schließend wurde der Firma Jann der Auftrag zum Bau einer mechanischen Orgel mit elektrischer Registertraktur von 18 Registern erteilt. Die kleine Orgel, die zur Zeit in der Pfarrkirche steht, stellt die Firma Jann bis voraussichtlich 1982 – das ist der Termin für die Fertigstellung der neuen Orgel — kostenlos zur Verfügung.
Nach diesem Tagesordnungspunkt unterhielt man sich über den weiteren Verlauf der Renovierung des Gotteshauses. Die Planung für die Renovierung mit Fußbodenheizung ist fertig, und es wird für Bauabschnitt I (Altarbereich) vom beauftragten Architektenbüro demnächst die Ausschreibung an einschlägige Firmen erfolgen. Ferner erfuhren die Pfarr- und Kirchenräte. daß die bestellte Madonna bei Holzschnitzer Zylow in Bodenmais fertiggestellt sei.
Hans Hamberger gab bekannt, daß der Termin für das Pfarrfest der 29. Juli ist. Das Sommerfest der Pfarrei wird voraussichtlich im Pfarrgarten neben dem Pfarrheim abgehalten. Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt. So haben alle Kirchlichen Organisationen ihre Mitarbeit zugesagte. Der Frauenbund wird Kaffee und Kuchen anbieten und die Mitglieder des Kirchenchors beim Verkauf von Leberkäse unterstützen. Ferner werden Würstl vom Grill sowie Käse und Wurstsemmeln gereicht. Mitglieder des Pfarrgemeinderates werden bei der Aufstellung von Bänken und Tischen sowie beim Ausschank des Bieres tatkräftig zugreifen. Die Jugend übernimmt den Eisstand und den Verkauf nichtalkoholischer Getränke. Kindergartenleitung und Kindergartenbeirat sorgen mit einem Losstand für Abwechslung. Außerdem werden die Kindergärtnerinnen am Nachmittag auf dem Gemeindeplatz mit den Kindern Spiele abhalten. Dankenswerterweise wird die Blaskapelle Bugl den ganzen Tag kostenlos für die musikalische Unterhaltung sorgen. Der Erlös dieses Pfarrfestes wird für die neue Orgel gespendet.
Zum Schluß der Pfarrgemeinderatssitzung konnte Vorsitzender Hamberger Pfarrer Franz Reitinger zu seinem 25jährigen Priesterjubiläum gratulieren. In seiner Rede betonte Hamberger die gute Zusammenarbeit des Pfarrers mit den kirchlichen und weltlichen Institutionen. Ein Beweis dafür sei der großartige Erfolg bei der Spendenaktion für die neue Orgel.
Hamberger würdigte die Verdienste des Pfarrherrn während seiner dreijährigen Amtszeit in Hunderdorf. Er dankte ihm für seinen anerkennenswerten Einsatz.
Als Zeichen des Dankes überreichte er Franz Reitinger eine Blumenschale und schloß seinen Worten die Bitte an, daß auch in Zukunft das harmonische Zusammenwirken bestehen bleiben möge. Eine kleine interne Feierstunde beschloß den Abend.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


Du gingst so schlicht
und einfach durch das Leben,
hast keine Arbeit, keine Müh
gescheut,
warst heiter und zufrieden
so lang Dir Gott das Leben gab.
Nun schlafe wohl in Deiner stil
len Kammer
Du liebes gutes Mutterherz
Du bist befreit von altem
Jammer
Nie mehr bedrückt Dich bitterer
Schmerz.
Frau Theresia Fuchs
Landwirts- und Schmiedemeistersgattin von Steinburg
geb. 18. 4. 1918          gest. 8. 7. 1979

Steinburg, Hunderdorf, Landshut, Ellaberg, Straubing, den 9. 7. 1979
In tiefem Schmerz:
Johann Fuchs, Ehemann
Angela Söldner, Tochter mit Familie
Heidi Watzl, Tochter mit Familie
Johannes Fuchs, Sohn mit Frau
Lydia Fuchs, Tochter
Josef Baumgartner, Bruder mit Angehörigen
Hans Baumgartner, Bruder mit Angehörigen
und übrige Verwandtschaft
Überführung heute, Montag, den 9. 7. 1979, um 14 Uhr in Hunderdorf.
Trauergottesdienst heute, Montag, den 9. 7. 1979, um 16 Uhr mit anschl. Beerdigung in Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 09.07.1979


Windberger Orgelkonzerte III
Die französische Orgelmusik in der Entwicklung durch drei Jahrhunderte stand hauptsächlich auf dem Programm des III. Konzertes. Fr. Couperin, 1630 bis 1701 oder Fr. Couperin le grand 1668 bis 1733, Vertreter der franz. Barockmusik, wie Nicolas de Grigny 1672 bis 1702, Louis Vierne 1870 bis 1937 und O. Messiaen geb. 1908, sind Komponisten, deren Musik bei uns weithin unbekannt ist. Andre Pagenel, der blinde Orgelvirtuose aus Frankreich spielte neben Werken der angeführten Komponisten auch die Passacaglia in d-Moll von D. Buxtehude und drei sog. Schuebler-Choräle von Bach.
Viele Aspekte drängten sich mir beim Zuhören auf. Die Mentalität französischer Musik sprach mich dabei besonders an, genauso wie die uns vielfach ungeläufige Art von Interpretationen dieser Musik. Im Vordergrund standen weniger die musikalisch substanziellen Aussagen (Vorstellung von Themen, ihre Durchführungen, usw.), sondern die schier unerschöpflichen Mittel, mit denen auf einer Orgel Klang und Klangfarben zu erfinden und darzubieten sind. So stand dieses Konzert von vornherein im krassen Gegensatz zum vorangegangenen, wer beide erlebt hat, wird zugeben, daß die klanglichen Erlebnisse am letzten Sonntag intensiver und heiterer waren. Gerade für spielerisch fröhliche Passagen und Momente war Platz, die dadurch geschaffene gelöste Atmosphäre war mir bekannt aus Orgelkonzerten in Frankreich. Der Solist bewies eindrucksvoll, daß ein Konzert nicht immer vollgestopft sein muß mit „schweren Schinken“ gängigster Komponisten. Die bewußte Hinwendung zur kleinen Form, zum spielhaften Präludieren, zur Vorstellung immer neuer reizvoller Klangfarben des Universalinstruments Orgel kann gerade für ungeübte Hörer das Erlebnis von Musik schlechthin sein.
Nun wäre es falsch, anzunehmen, der Solist hätte sich in Oberflächlichkeit und bloßem schöngeistigen Anbieten erschöpft. Mit zwei Stücken aus „Nativite´du Seigneur“ nämlich „Desseins eternels“ und „Dieu parmi nous“ von Messiaen, den Bachchorälen und der Buxtehude-Passacaglia bewies A. Pagenel, daß er auch schwere und schwerste Orgelliteratur zu meistern imstande ist. Überhaupt darf die rein physische Leistung, ein Orgelkonzert gänzlich auswendig zu spielen, nicht vergessen werden bei einer Besprechung des Konzerts. Wenn ich im folgenden dennoch anmerke, was mir weniger gelungen schien, dann nicht deshalb, um Kritik zu üben, sondern um die Bandbreite der Aspekte zu erweitern, unter denen ein Orgelkonzert gehört werden kann. Die übertriebene Vorliebe für Klangfarben kann es mit sich bringen, daß einige Register an der falschen Stelle verwendet werden. (Zungenstimmen bei Buxtehude?), größere Differenzierung bei Bachchorälen — Cantus firmus‚ kontrapunktische Begleitstimmen.
Die Literaturauswahl der Bachchoräle (den dazugehörigen Kantaten entnommen) schien mir ebenfalls problematisch. Die Eigenimprovisation des Künstlers über das Kirchenlied „Salve mater misericordiae“ führte nicht zum erhofften Höhenunkt des Konzerts, zu vieles an Gedanken und Vorhaben blieb dabei im Ansatz stecken. Genügt es, die Liedmelodie als Oberstimme in C-Dur zu präsentieren und in die Begleitung spätromantisches Harmonieempfinden zu legen (Klangteppiche, Intervallverdoppelungen)? Die gewählte dreiteilige Form (Introduktion —Fugato — Cantus firmus — Variationen) deutete hingegen auf eine Vorliebe des Solisten für formale Klarheit und Ausgewogenheit hin. Jenseits all dieser „Beckmessereien“ soll hier allerdings festgestellt werden, daß sich das physische Handicap dieses Organisten außerordentlich hemmend auswirkt auf Spontanität und Kreativität des Improvisierens. Was unter dem Strich bleibt, ist die Erkenntnis, daß mancher Organist mehr zu bieten hat was Technik und Spielvermögen betrifft, daß A. Pagenel aber wie kaum ein zweiter es versteht, dem Hörer die Musik als klanglich ästhetisches Ereignis zu präsentieren.
Wolfgang Geiger
Quelle: Bogener Zeitung, 11.07.1979


„Die heutige Jugend ist nicht in Ordnung“
Eine „Provokation“ als Leitartikel im neuen „Jugend-Aktuell“ des Kreisjugendringes Straubing-Bogen -Sommerprogramm
Straubing-Bogen.
In der neuesten Ausgabe der Informationsschrift des Kreisjugendringes (KJR) Straubing-Bogen „Jugend-Aktuell“ hat Jugendbildungsreferent Bernhard Suttner, Windberg, in einem provokatorisch abgefaßten Leitartikel anhand von zehn Thesen die negativen Seiten der heutigen Jugend unter dem Thema „Die Jugend ist nicht in Ordnung“ aufgezeigt. Zum einen sollen diese Pauschalurteile dazu beitragen, daß sich Jugendgruppen damit auseinandersetzen und zum anderen, daß sich jeder Verantwortliche in der Jugendarbeit Gedanken über diese Thesen macht. Im aktuellen Interview hat BLSV-Kreisvorsitzender Wolfgang Hierl, Straubing, zur Frage der gesellschaftspolitischen Wirklichkeit der Sportverbände Stellung bezogen, sowie zum Vorschlag einer Gerätebank für den Betrieb der Sportplätze in Stadt und Landkreis konkrete Aussagen getroffen. Im weiteren Teil sind wieder eine Reihe von Veranstaltungen, Kursen, Seminaren und Aktionen angekündigt.
„Jugendverbände und auch die Jugendringe sind eigentlich dazu da, „die Jugend” zu vertreten und zu verteidigen. Was holt also die Überschrift „Die Jugend ist nicht In Ordnung“ in der Zeitschrift des KJR?“ Mit diesen Sätzen leitet Bernhard G. Suttner, Jugendbildungsreferent an der Jugendbildungsstätte Windberg einen Leitartikel ein. In zehn Thesen zeigt er die negativen Seiten der heutigen Jugend auf: 1. Die Jugend ist einseitig eingestellt; Das Leben besteht vor allem aus einer einzigen Kauf- und Besitzorgie. Auf die Frage „wie stellst du dir deine Zukunft vor?“ antworten Jugendliche in aller Regel so: „Geld verdienen, Auto kaufen, Haus bauen, Stereo-Anlage kaufen, Urlaubsreisen, Mode, Kosmetik und einen Partner (Frau/ Mann), der beim Geldverdienen und Kaufen mitmacht.“ 2. Die Jugend nimmt die wirklich wichtigen Probleme unserer Zeit nicht besonders ernst: Für Hunger, Ungerechtigkeit, Unfreiheit, Umweltkrise, Freiheitskrise, Menschenrechtsproblematik hat man keine Zeit bzw. nur ein achselzuckendes „Da-kann-man-sowieso-nichts-machen“. — 3. Der Jugend ist die Demokratie gleichgültig. Sich für Politik zu interessieren ist nicht „in“. — 4. Der Alkohol- und Zigarettenverbrauch bei der Jugend ist enorm. Junge Leute, die Alkohol und Nikotin ablehnen, haben überall einen schweren Stand. Primitive Saufaktionen („Whisky-Time“, „Goaß-Maß“ in Diskotheken) werden unkritisch und begeistert mitgemacht.
— 5. Der Umgang mit Fahrzeugen aller Art kann nur als verantwortungslos bezeichnet wer-den: Wer vernünftig fährt gilt nichts — wer damit angibt, bereits dreimal mit der Maschine im Straßengraben gelandet zu sein, kann mit Bewunderung rechnen. — 6. Der Umgangston unter jungen Menschen ist oft rüpelhaft: Fluchen, schelten, bloßstellen ist an der Tagesordnung. — 7. Kleinere, Jüngere, Schwächere gelten als willkommene Zielscheibe für Spott, Verachtung, Hänselei und Unterdrückung. — 8. Nur wer äußerlich „gut aussieht“ hat eine Chance angenommen und in die Gemeinschaft einbezogen zu werden. Wer nicht dem neuesten Schönheitsideal entspricht, schüchtern ist, vielleicht sogar behindert, soll sich gefälligst mit sich selbst beschäftigen.
9. Die Jugend will nicht eine andere Qualität des Lebens, sondern nur vor allem mehr. — 10. Die Jugend ist nicht in Ordnung — es sieht so aus, daß sie der vorangehenden Generation ziemlich ähnlich wird. Eine Generation, die sich willenlos der Welt anpaßt so wie sie ist, versäumt ihre Verpflichtung, das Leben immer menschenwürdiger zu gestalten.“ Suttner hofft, daß seine Thesen eine Menge von Widerspruch hervorrufen, denn dies, so Suttner, sollte eine Provokation für alle Jugendgruppen sein, bei denen die Gruppenstunden manchmal recht langweilig sind und die durch diese Thesen vielleicht aktiviert werden könnten. So sollten Jugendgruppen eine Zusammenstellung von Thesen erarbeiten unter dem Thema „Die Jugend ist in Ordnung“.
Im aktuellen Interview hat BLSV-Kreisvorsitzender Oberstudienrat Dr. Wolfgang Hierl, Straubing, zum jugendpolitischen Engagement der Sportjugend wie folgt Stellung bezogen: „Die Sportjugend ist gesellschaftspolitisch zu wenig aktiv. In der Demokratie ist es notwendig, Gruppeninteressen öffentlich zu artikulieren. Diese Artikulation berechtigter Interessen läßt die Sportjugend weitgehend vermissen. Die Jugendlichen müssen darüber aufgeklärt werden, daß der Sport ein Teil unserer gesellschaftspolitischen Wirklichkeit ist.“ In einem angeführten Beispiel hat Dr. Hierl dies noch verdeutlicht: Den Übungsleiterzuschuß (3 DM pro Stunde), der in anderen Landkreisen bezahlt wird, werden die Übungsleiter im Landkreis Straubing-Bogen nur dann erhalten, wenn sie den Landrat und den Kreistag davon überzeugen können, daß dieser Zuschuß eine sinnvolle Ausgabe ist, stellt Dr. Hierl dazu fest und er fährt fort: „Wie andere Menschen auch, so wollen Politiker geachtet, sie wollen vor allem wieder gewählt werden, also müssen die Jugendlichen den Politikern sagen: Ausgaben für den Sport sind sinnvoll und daß sie es nicht verstehen könnten, wenn diese Aufwendungen unterbleiben sollten.“ Zum Vorschlag für den Unterhalt und den Betrieb der Sportstätten des Landkreis eine sogenannte „Gerätebank“ als Maschinenring zu gründen, den Dr. Hierl vor einiger Zeit gemacht hat, meint er heute dazu: „So ein Projekt läßt sich natürlich nur mit „Hilfe zur Selbsthilfe“ verwirklichen, das heißt, die Initiative muß von den Vereinen selbst ausgehen und sie muß dann wieder mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden.“ Dr. Hierl schlägt vor, daß eine Reihe von Vereinen aus Stadt und Land einen gemeinnützigen Verein gründen, der Maschinen für die Pflege der Sportplätze anschafft. Dieser Maschinenpark, so Dr. Hierl, würde dann von den Vereinen im wechselseitigen Turnus genutzt, der Stadtrat und Kreistag müßte zur Anschaffung dieser Maschinen einen Zuschuß gewähren. Das geplante Jugendtagungshaus wird nach Aussage von Dr. Hierl von der Sportjugend unbedingt befürwortet. Der Bau dieses Projekts wäre eine echte Bereicherung für die Jugend im westlichen Teil des Landkreises, stellt Dr. Hierl zum Abschluß fest. …
Quelle: Bogener Zeitung, 12.07.1979


Meidendorf. Hubertusschützen: Samstag, 14. 7., Ausflug nach Garmisch. Abfahrt um 5 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 12.07.1979


Standort Sollinger Loch wird abgelehnt
MdB Hans Paintner: „Die Chancen, den Standortübungsplatz Sollinger Loch abzuwenden, stehen heute besser als vor einem Jahr“— Harte Kritik der aufgebrachten Anlieger an der mangelhaften Bürgerbeteiligung
Bärndorf.
Einen überraschend guten Besuch hatte die Informationsveranstaltung der FDP Bogen am Mittwoch im Gasthaus Wurm in Bärndorf zu verzeichnen. Über fünfzig Anlieger und Bürger von Bärndorf und Bogen waren zu dieser Veranstaltung gekommen, um sich anzuhören, mit welchen neuen Informationen die FDP aufzuwarten hatte. Hitzig ging es nach den Referaten des FDP-Ortsvorsitzenden Michael Seifert, des FDP-Kreisvorsitzenden Kreisrat Elmar Eckl und des FDP-Bundestagsabgeordneten Hans Paintner (Landshut) in der anschließenden Diskussion zu. Nachdem eine heftige Kontroverse zwischen der FDP und dem Bauernverbandsgeschäftsführer Hanisch ausgeräumt wurde, „weil es ja schließlich um die gemeinsame Sache geht“, ging es in die Vollen. Neben heftigen Angriffen gegen die Bundeswehr, die allerdings von den FDP-Offiziellen abgeblockt wurden, weil wir alle die Bundeswehr bejahen und Argumente von General Endres und Oberstleutnant Glück einfach zutreffend sind“, richtete sich der Mißmut der Versammlungsteilnehmer vor allem gegen die „Geheimniskrämerei“, die bei der Abwicklung des Raumordnungsverfahrens für das Sollinger Loch an den Tag gelegt worden sei. Die Bürger seien nicht gehört worden, sie seien einfach übergangen worden und man habe sie vor vollendete Tatsachen stellen wollen. Ziegeleibesitzer Osterode formulierte dies so: „Es ist einfach eine Schweinerei, daß nur die Behörden eingeschaltet wurden und das, obwohl wir in einer Demokratie leben.“ Bürgermeister Josef Deschl (Bogen) hatte einen schwere Stand, aber den Mut, sich den Diskussionsrednern zu stellen, was auch von den Versammlungsteilnehmern anerkannt wurde.
In seinem einleitenden Referat ging der Ortsvorsitzende Michael Seifert (Großlintach) auf die Entwicklung des Standortes für die Erweiterung des Standortübungsplatzes ein. Klar und unbestritten sei, daß der Standort Bogen seit seinem Bestehen 1958 den Anspruch auf die restlichen 100 Hektar, auf die er damals mit Vorbehalt verzichtet habe. Nun bei der Aufstellung eines neuen Flächennnutzungsplanes sei diese Forderung wieder aufgetaucht. Die Situation um Bogen habe sich in den letzten rund 20 Jahren sehr geändert. Zum einen sei die „Verschwendung von Grund und Boden für alle Arten von Hoch- und Tiefbaumaßnahmen in dieser Region über eine gewisse Zeit hinweg kaum mehr vertretbar. Zum anderen habe die Stadt neue Wohnbaugebiete wie Sandberg, Bruckweg I und Bruckweg II ausgewiesen und gut verkauft. Teilweise reichen aber die Grenzen, die bei einem solchen Übungsplatz nicht einmal umzäunt sind, bis auf wenige hundert Meter an diese Gebiete heran. Ich denke hier an die Kinder deren Neugier wohl kaum zu bremsen ist, wenn Militär direkt vor der Nase ist. Ich denke auch an die Lärmbelästigung, die nicht unerheblich sein wird, wenn man sich vorstellt, daß auf diesem Platz auch Sprengübungen mit 400 Gramm TNT durchgeführt werden und mit Übungsmunition geschossen werden soll“, meinte Seifert. Als drittes erschien ihm die Nähe der neuen Autobahntrasse sehr gefährlich – und schließlich „was aber eigentlich die wesentlichste Tatsache gegen die Erweiterung in diesem Gebiet ist“, weise der landwirtschaftliche Boden beste Bonitäten auf, die man einfach nicht zersprengen und von Panzerketten zerradeln lassen dürfe.
Die Böden gehören rechtschaffenen und fleißigen Landwirten, die nichts lieber täten, als endlich mit einer Gewißheit, daß dieses „Gepenst Übungsplatz“ verschwinden möge, ihrer gewiß harten Arbeit der in Frieden nachzugehen, meinte Seife weiter. Etliche seien gezwungen, ihre Landwirtschaft, bedingt durch Grundstücksabtretungen, so zu verkleinern, daß schon von Existenzgefährdung die Rede sein müsse. Andere müßten ganz aus ihrer angestammten Heimat aussiedeln.
21 Jahre sei der Standort Bogen mit rund 100 Hektar ausgekommen. „In einer Zeit, in der alle dazu aufgerufen sind, nicht noch mehr Landschaft zuzubetonieren oder verkarsten zu lassen, müßte sich auch die Bundeswehr angesprochen fühlen und eventuell von sich aus zum Wohle der Bevölkerung ganz auf die restlichen 100 Hektar wertvollen Landes verzichten. Man muß doch annehmen können, daß 21 Jahre lang die Übungen ordnungsgemäß abgewickelt werden konnten.“ Er glaube aber auch andererseits fest daran, daß man mit gutem Willen von der Erweiterung in diesem Gebiet absehen könnte und wenn alle Kräfte mobilisiert würden, „werden sich im Landtag, wenn es um die endgültige Absegnung dieser Erweiterung gehen wird, wohl kaum verantwortungsbewußte Politiker finden, die dann noch ruhigen Gewissens zustimmen können“, betonte Michael Seifert.
Kreisrat Elmar Eckl betonte, das Vorhaben der Bundeswehr, den Standortübungsplatz am Bogenberg um 100 Hektar zu erweitern, sei über 21 Jahre hinweg eingeschlafen gewesen. Erst durch die Ausweisung eines Flächennutzungsplanes durch die Stadt Bogen sei dieses Problem wieder akut geworden. Dem Bürger sei aber nicht gesagt worden, was gespielt wird. Es habe immer geheißen, es gebe nichts Neues zu sagen. Im Januar dieses Jahres sei er darum mit Hans Paintner bei der Wehrbereichsverwaltung in München vorstellig geworden. Dort habe man die Auskunft bekommen, das Sollinger Loch werde als am geeignetsten empfunden. Der Bauernverband habe diesem Vorhaben zugestimmt. Ebenso hätten die Regierung von Niederbayern, das Umweltministerium und die Bayerische Staatskanzlei zugestimmt. Darauf habe er sich erbost an Direktor Steiger vom BBV Landshut gewandt und dieser habe dementiert, daß der BBV zugestimmt habe. Der Standortübungsplatz im Sollinger Loch sei einfach unmöglich, fuhr Eckl fort, weil dort Böden von bester Bonität wie nirgends anderswo im Altlandkreis Bogen vorhanden seien. Die Landwirte müßten sowieso 1 500 Hektar Land durch die großen Bauvorhaben abgeben.
Allerdings sehe auch er ein, betonte Eckl, daß die Erweiterung des Standortübungsplatzes ein-fach notwendig sei. Dies hätten Gespräche mit General Endres und Oberstleutnant Glück ergeben. Aber er dürfe niemals ins Sollinger Loch kommen, wenn Bogen weiterhin einen Ruf als angenehme Wohnstadt genießen wolle. Unerhört sei, daß man alles hinter den Kulissen abwickeln wollte und der Bürger vor vollendete Tatsachen gestellt werden sollte.
Standortübungsplatz ist notwendig
Der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, der Landshuter Bundestagsabgeordnete Hans Paintner, betonte, wenn man den Standort wolle, müsse man der Bundeswehr auch das benötigte Gelände zur Verfügung stellen. Aber wenn solche Dinge anstehen, müsse man zuerst mit dem Bürger sprechen. Die Begründungen der Bundeswehr bezüglich der Notwendigkeit der Übungsplatzweiterung seien gut glaubhaft, berichtete Hans Paintner. Der Bundeswehr gehe es aber nicht um das Sollinger Loch, sondern nur um die Erweiterung, die die moderne Technik erfordere. Grundsätzlich dürften sich bei diesem Problem die etablierten Parteien nicht aus der Verantwortung stehlen, forderte Paintner. Es wäre gut, wenn auch die CSU und die SPD zu diesem Vorhaben Stellung beziehen  würden. „Wir laden alle Gruppen ein, das Sollinger Loch zu verteidigen“, meinte Paintner. Nach neuesten Informationen sei das Bundesverteidigungsministerium keinesfalls auf den Standort Sollinger Loch versessen. Man habe ihm mitgeteilt, es sehe gar nicht so schlecht aus.
Nachdem erst jetzt in Bonn bekanntgeworden sei, daß in Hofweinzier in Bälde eine Brücke über die Donau gebaut wird, sei man durchaus wieder bereit, über Alternativen zu reden. Grundsätzlich gehe es nicht um parteipolitische Polemik, sondern um eine parteipolitische Aufgabe. „Wir müssen alle zusammenhelfen, um den besseren Weg zu finden,“
„Stadt kann nicht als erste nein sagen“
Bürgermeister Josef Deschl betonte, die Flächennutzungsplanausweisung sei nicht schuld an der Standortdebatte. Der Übungsplatz sei auch Sache des Bonner Verteidigungsministeriums und nicht der Bayerischen Staatsregierung. Auch das Landbeschaffungsgesetz, das hier Anwendung finde, sei ein Bundesgesetz. Die Stadt Bogen wolle die Bundeswehr. Deshalb könne die Stadt nicht als erste die Erweiterungspläne kategorisch ablehnen. Auch sei die Stellungnahme der Stadt nur ein Tropfen auf den heißen Stein im Raumordnungsverfahren, an dem rund 30 Behörden beteiligt seien. Er gebe allerdings zu, daß die Sache eingeschlafen war. Noch im Oktober 1978 habe die Regierung von Niederbayern auf eine diesbezügliche Frage geantwortet, „es ist nichts bekannt“. Erst mit dem Autobahnbau sei die Sache ins Rollen gekommen, weil viele Landwirte geäußert hatten, „entweder geben wir Grund für die Autobahn her, oder für den Übungsplatz, aber nicht für beide.“ Um diesen Grunderwerb koordinieren zu können, habe man die Wehrbereichsverwaltung um eine schriftliche Stellungnahme gebeten, die erst im März dieses Jahres eingetroffen sei, vorher habe ein Gespräch auch keinen Sinn gehabt.
Dann seien allerdings neue Argumente ins Spiel gekommen, wie der Brückenbau und die dadurch eröffnete Möglichkeit, den Übungsplatz rechts der Donau zu verlegen, oder die Ausweisung neuer Baugebiete durch die Stadt Bogen an der Peripherie des möglichen Übungsplatzes im Sollinger Loch. Er gebe auch zu, daß die FDP maßgeblich daran beteiligt war, daß die Sache aus dem Dornröschenschlaf erwachte, doch hätte sowieso nach dem Eintreffen des Bescheides im März bald eine Versammlung sattgefunden. Aufgrund der neuen Aspekte sei der Boden rechts der Donau in den Irlbacher Auen geologisch untersucht worden. Das Ergebnis liege noch nicht vor, doch sei das Gutachten leider während der Hochwasserzeit erstellt worden und werde wahrscheinlich dementsprechend negativ ausfallen, meinte Deschl. Für ihn gebe es jetzt zwei wichtige Aufgaben, die in Angriff genommen werden müßten und um die sich auch MdB Hans Paintner annehmen solle. Zum einen müsse das Gutachten für die Irlbacher Auen bei normaler Witterung nochmal durchgeführt werden und zum anderen müsse eine Probesprengung in der später einmal beabsichtigten Größenordnung durchgeführt werden, um die künftige Lärmbelästigung ermessen zu können.
Heftige Diskussionsbeiträge
Die Vorschläge für die künftigen Übungsplatzstandorte gingen von „die Bundeswehr soll in die Wüste Sahara gehen, da wäre genug Platz“ bis zu der Forderung, erst einmal den Übungsplatz am Bogenberg effektiv zu nutzen. Einige Bauern erklärten übereinstimmend, sie hätten Wiesen am Übungsplatz Bogenberg gepachtet und könnten sie zweimal jährlich heuen, ohne daß das Gras irgendwie niedergedrückt worden sei. Demnach kenne doch dieser Übungsplatz nicht ausgenutzt sein. BBV-Geschäftsführer Hanisch wies mit Entschiedenheit den Vorwurf der FDP zurück, der Bauernverband habe sich mit dem Standort Sollinger Loch einverstanden erklärt oder dazu wenig für die Ablehnung getan. In zwei Stellungnahmen habe sich der BBV nachweislich gegen das Sollinger Loch und auch gegen die Alternarivev Hörabach und Breitenweinzier ausgesprochen. Er finde es „unerhört, daß man uns prügelt und unterstellt, wir wären für das Sollinger Loch“. Der BBV habe allergrößtes Interesse daran, daß das Sollinger Loch abgelehnt werde, doch sei es nicht Sache des BBV einen anderen Vorschlag zu machen. Der BBV freue sich, daß die FDP sich eingeschaltet habe, doch forderte er auch, daß sich alle Parteien hier einschalten.
MdB Hans Paintner rief dazu auf, den „Krieg“ mit dem BBV zu beenden, da es sich um ein Mißverständnis, basierend auf einer falschen Auskunft der Wehrbereichsverwaltung, handle. Der FDP genüge es, daß Hanisch eindeutig erklärt habe, der Bauernverband sei gegen den Standort Sollinger Loch. Unverständlich war den Diskussionsteilnehmern auch, daß die Bundeswehr 21 Jahre lang mit einem Provisorium zufrieden gewesen sei und nach zwei Jahrzehnten komme man jetzt darauf, daß der Übungsplatz nun doch erweitert werden müsse. Kritisiert wurde auch, daß die Stadt Bogen Baugebiete an Nicht-Bogener verkauft habe, die die Grundstücke in der Absicht erworben hatten, in einer ruhigen Wohnlage bauen zu können. Ihnen habe niemand etwas von dem geplanten Übungsplatz gesagt, auf dem Sprengladungen von 400 Gramm TNT gezündet werden sollen.                    -hif-
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Hunderdorf. Bayerwaldverein: Sonntag, 15. Juli, 7 Uhr, Abfahrt zur Fahnenweihe nach Laberweinting am Bahnhof in Vereins- oder Festkleidung.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Hunderdorf. SV-Fußball: Heute, Freitag, um 18 Uhr, Training auf dem Sportplatz. Anschließend Spielerversammlung bei Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Hunderdorf. Kegelclub: Samstag, 14. Juli, 19.30 Uhr, Vereinskegeln 1. Herrenmannschaft gegen Damenmannschaft.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Hunderdorf. SV-Eisschützen: Heute, Freitag, 18 Uhr, Training auf der Asphaltbahn, 20 Uhr, Versammlung im Gasthaus Sandbiller.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Hunderdorf. KuSK: Sonntag, 15. Juli, 8 Uhr, Treffen bei Baier/Edbauer zur Abfahrt zum Gründungsfest in Bernried.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Au vorm Wald. FFW: Sonntag, 15. Juli, 9 Uhr, Übung für die Gruppe von Gruppenführer Johann Breu sen.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.07.1979


Alma Myrtek 85 Jahre alt
Hunderdorf.
Ihren 85. Geburtstag konnte Alma Myrtek, Bahnhofstraße, feiern. Als Gratulanten stellten sich bei der Jubilarin Bürgermeister Karl Härtenberger sowie der evangelische Pfarrer Wolfgang Künzel ein, die jeweils die Glückwünsche und ein Präsent übermittelten. Weiterhin gratulierten der Myrtek-Oma insbesondere vier Enkel und drei Urenkel. Alma Myrtek, eine gebürtige Trinks, erblickte am 10. Juli 1894 in Dubrau/Niederschlesien das Licht der Welt. Dort verbrachte sie auch ihre Kinder- und Schulzeit und arbeitete auch später in der Landwirtschaft ihrer Eltern. Im Jahre 1917 hatte sie mit dem Bergmann Paul Myrtek die Ehe geschlossen. Der Ehe entstammen zwei Kinder, wovon eine Tochter bereits verstorben ist. Im Februar mußte die Familie infolge der Kriegsereignisse aus Quolsdorf flüchten kam über verschiedene Aufenthaltsorte, von Bischofsreuth im Oktober 1946 nach Hunderdorf, wo die Familie eine zweite Heimat; gefunden hat. Der Ehemann ist seit 1945 verschollen. Die Jubilarin, die sich noch rüstig fühlt, verfolgt mit Interesse das Tagesgesehenen. Eine besondere Vorliebe gilt auch nach wie vor Reisen und so nimmt sie auch heute noch gerne an Ausflugsfahrten teil. Ihren Lebensabend verbringt die Jubilarin im Hause des Sohnes Walter.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.07.1979


FWG fordert Aufklärungsversamte wegen Flurbereinigung
Hunderdorf.
Im Bierstüberl Georg Baier hielten die Mitglieder der FWG Hunderdorf-Steinburg-Gaishausen eine Sitzung ab, zu der Johann Feldmeier seine Kollegen Ludwig Fellinger, Max Höcherl und Rupert Kronfeldner begrüßen konnte. Dabei wurden kommunale Probleme angesprochen, wie Flurbereinigung und Wirtschaftswegebau. Wünsche und Anregungen wurden entgegengenommen. Empört zeigten sich die anwesenden Landwirte über die Flurbereinigung als solche, sondern die Art des Vorgehens dabei, da man bisher mit den Betroffenen noch keine Aufklärungsversammlung für nötig gehalten habe. Die Versammelten beauftragten deshalb den BBV-Ortsobmann Ludwig Fellinger, aus aktuellem Grund über den Bauernverband wegen der Flurbereinigung in der ehemaligen Gemeinde Hunderdorf eine Aufklärungsversammlung in Hunderdorf abzuhalten, um die Betroffenen nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen. GR Fellinger; erklärte sich bereit, darüber mit den Obmännern des BBV und der Geschäftsstelle des BBV zu sprechen und einen Termin mit dem Flurbereinigungsamt zu vereinbaren. Angeregt wurde aus dem Kreise der Teilnehmer, dazu auch Interessenten aus Gaishausen und Steinburg als Zuhörer einzuladen.
Zur Sprache kam ferner das Projekt Wirtschaftswegebau Gaishausen — Au vorm Wald. Auch hier wurde gefordert, die Anlieger rechtzeitig zu informieren und die Betroffenen anzuhören. Die anwesenden Gemeinderäte unterstrichen das Recht der Bürger auf rechtzeitige Information und versprachen, das Ihre dazu beizutragen. Gutgeheißen wurde der Vorschlag, in Zukunft bei einer Projektierung zuerst eine Aussprache, zu der alle Anlieger geladen werden sollten, durchzuführen, daß nicht Unmut und Ärger in der Bevölkerung aufkommt. Johann Feldmeier bedankte sich zum Schluß für die vielen Wortmeldungen und die rege Teilnahme.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.07.1979


Wer baut wo und was im Landkreis?
Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf:
Gemeinde Hunderdorf:
Johann Altschäffl, Hs.Nr. 10, 8441 Steinburg, Erneuerung der Dachkonstruktion; Maria Schindlmeier, Starzenberg 4, 8441 Hunderdorf, Garage; Otto Bethke, Boschstr. 14. 8440 Straubing, Renovierung eines Bauernhauses; Josef Helmbrecht, Kirchgasse 10, 8441 Hunderdorf, Überdachung der Garage; Karl Härtenberger, 8441 Hunderdorf, Produktions- und Lagerhalle mit Büro- und Sozialräumen; Franziska Bergbauer, Lindenbrunn 1, 8441 Hunderdorf, Austragshaus mit Einliegerwohnung. …
Gemeinde Windberg: Hermann Rother, Herrnbirket 62 ‚/2, 8441 Hunderdorf, Garage; Rosina Maier, Franz-Praller-Str. 6, 8000 München, Anbau eines Raumes; Erich Negele, Theresienplatz 31, 8440 Straubing, Überdachung des Schwimmbades und Anbau an das Wohnhaus; Otto Loichinger, Böhmhöfl, 8441 Windberg, Garage.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.07.1979


Fahrt des Altenclubs verschoben
Hunderdorf.
Die für Montag, 23. Juli, angekündigte Fahrt des Altenclubs zum Osserblick mußte aus technischen Gründen auf Montag, 30. Juli verschoben werden. Die Abfahrtszeit wurde auf 13.30 Uhr festgesetzt. Bei der Heimfahrt durch den Bayerischen Wald wird in Kötzting noch Gelegenheit zu einer Kaffeepause gegeben sein. Der Fahrpreis von 7 Mark soll bei Anmeldung bis spätestens Sonntag, 22, Juli, der Martha Hofmann eingezahlt werden. Quelle: Bogener Zeitung, 18.07.1979


Damen des EC Bernried siegten
Windberg.
Beim Damenturnier im Sommerstockschießen auf der Asphaltbahn n Windberg konnte die Moarschaft aus Bernried den 1. Platz erringen. Die weiteren Plätze: EC Straubing, EC Dingolfing, Fortuna Straubing, EC Wolfstein, EC Ittling, Post Straubing, TSV Bogen, EC Haunersdorf, Eintracht Straubing. Abteilungsleiter Hornberger vom SV Windberg nahm im Gasthaus Amann in Windberg die Preisverteilung vor. Er dankte allen anwesenden Moarschaften, besonders Schiedsrichter Proksch für die Mitwirkung.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.07.1979


3. Ortsmeisterschaft auf Asphalt
Windberg. Der Sportverein Windberg veranstaltet am Sonntag, 22. Juli, seine 3. Ortsmeisterschaft im Stockschießen. Teilnahmeberechtigt sind alle Moarschaften aus ortsansässigen Vereinen, Betrieben, Geschäften und sonstige Gruppenvereinigungen. Die Meisterschaft wird nach den IWKB in fünf Durchgängen ausgetragen. Start der ersten Gruppe ist um 7 Uhr, die zweite Gruppe beginnt sofort nach dem ersten Durchgang gegen 10 Uhr. Die Siegerehrung findet im Anschluß an das Turnier im Gasthaus Hüttinger statt. Anmeldungen nimmt ‚Walter Hornberger sen. entgegen.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.07.1979


Bürgermeister Kleikamp bester Dirigent
„Tag der guten Nachbarschaft“ im Bogener Festzelt — Auch die Straubinger Prominenz war vertreten

Bogen.
„Als Tag der guten Nachbarschaft“ war der Dienstag im Festzelt deklariert. Bürgermeister Sepp Deschl freute sich über die Resonanz seiner Einladung zu diesem Zusammensein. Neben Oberbürgermeister Scherl und seinem Stellvertreter Georg Bräuherr, waren auch viele Stadträte der Nachbarstadt Straubing zur Patenstadt Bogen gekommen. Mit von der Partie waren aber

Sieger im „Dirigentenwettstreit“ wurde BM Kleikamp (Windberg), erster von rechts, zusammen mit den weiteren Dirigenten

auch Landrat Ingo Weiß, sein Stellvertreter Franz Buchner und Alfons Schäffer, zahlreiche Kreisräte, die weiteren Bogener Bügermeister Hans Heitzer und Herbert Fredl, eine Reihe von Bürgermeistern und Gemeinderäten aus dem gesamten Landkreisgebiet und die Mitglieder des Stadtrates von Bogen. Vorangegangen war dem gemütlichen Beisammensein eine kommunalpolitische Tagung im Hotel zur Post in Bogen. Daß sich die Kommunalpolitiker auch gerne im sportlichen Wettkampf gegenüberstehen bewiesen sie um 17.30 Uhr des gleichen Tages beim Fußballspiel im Bogener Stadion. Wenn auch das Spiel der „Rautenwappler“ gegen den „Stadtrat Straubing“ mit 5:2 für die Gäste endete, tat das der allgemeinen Freude keinerlei Abbruch.
Bürgermeister Sepp Deschl brachte dies dann auch in seiner humorvollen Begrüßungsansprache zum Ausdruck und freute sich über das gutnachbarschaftliche Verhältnis zwischen Straubing und Bogen. Beim anschließenden „Dirigenten-Wettstreit“ kämpften mehrere Politiker um die begehrten Punkte. Die meisten Punkte bekam der Dirigent, dessen elektromagnetischer Schallpegel am höchsten anstieg. Am meisten Glück hatte der, dessen „Anhänger“ in unmittelbarer Nähe eines an den Decken aufgehängten Mikrofons saßen.
Und so verteilten sich die Punkte: Bürgermeister Max Löw, Schwarzach (92), Bürgermeister Berleb, Leiblfing (102), Landrat Ingo Weiß (106), stellvertretender Landrat Franz Buchner (65), Bürgermeister Sepp Deschl (105) und Bürgermeister Kleikamp, Windberg (111).
Im Rahmen der Siegerehrung wurden alle Dirigenten noch einmal aufs Podium gebeten und nahmen aus der Hand des Volksfestreferenten Oberinspektor Franz Stern ein Bierkrügerl entgegen. Viel Beifall gab es auch für die Festkapelle der ersten fünf Tage, „Jäger der Grafen von Bogen“, die am Dienstag ihr „Abschiedskonzert“ im Rahmen des Bogener Volks- und Heimatfestes geben. Seit Mittwoch spielen die „Original-Salzkammergut-Musikanten“ unter der Leitung von Helmut Haderer, die ersten Stunde an Stimmung machten und die Gäste in ihren Bann zogen.
Der heutige Donnerstag steht nachmittag ab 15 Uhr im Zeichen der älteren Mitbürger, die von der Stadt zu einer Maß Bier und einem halben Hendl ins Festzelt eingeladen wurden. „Heute ganz zivil“ heißt das Thema des Abends, der als „Stimmungsabend der Soldaten mit der Bevölkerung“ gedacht ist. Ein offizielles Stelldichein geben sich auch die Reservisten und Soldatenkameradschaften aus der näheren und weiteren Umgebung. Der morgige Freitag ist als „Tag der Betriebe, Behörden und Vereine“ deklariert.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.07.1979


Hunderdorf. SV-Skiclub: Sonntag, 22. 7., 13 Uhr, Treffen zur gemeinsamen Wanderung bei der Skihütte in Ahornwies.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.07.1979


Windberg. KLJB: Heute, Freitag, in der Jugendbildungsstätte Windberg traditioneller Windberger Abend; Beginn 20 Uhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 19.07.1979


Am Montag wieder Thesenmarkt
Windberg.
Die „Drogenszene“ weitet sich auch auf mittlere und kleinere Städte aus. Straubing, Bogen, Deggendorf — das sind längst keine heroinfreie Inseln mehr. Immer mehr Jugendliche kommen in Kontakt mit der oft genug lebensbedrohenden Droge. Aus diesem Grund sollte jeder, der irgendwo mit Jugendlichen zu tun hat, Bescheid wissen. Die Jugendbildungsstätte Windberg veranstaltet deshalb am kommenden Montag, 23. Juli, 19.30 Uhr, einen „Thesenmarkt“ zum Thema „Drogen — warum? Ursachen und Folgen des Drogenmißbrauchs“. Als fachkundiger „Thesenverkäufer“ konnte der Sozialarbeiter Hans Jachthuber gewonnen werden. Er leitet in Straubing die psychosoziale Beratungsstelle für Suchtkranke, die von der Caritas eingerichtet wurde. Zu diesem Thesenmarkt sind alle Interessierten eingeladen. Vor allem wendet sich die Veranstaltung an Jugendleiter, Jugendpfleger, Lehrer, Geistliche und Ausbilder.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.07.1979


Hunderdorf. Bayerwaldverein: Samstag, 21. 7., Treffen der Jugend um 14 Uhr bei Sandbiller, 19 30 Uhr Mitgliederversammlung.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.07.1979


Hunderdorf. KuSK: Sonntag, 22. 7., Treffen bei Baier/Edbauer. Abfahrt nach Parkstetten zur Fahnenweihe.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.07.1979


Windberg. Trachtenverein: Samstag, 21. Juli, 16 Uhr, Tanzprobe für die Kindergruppe im Gasthaus Amann. Der Vereinsabend entfällt.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.07.1979


Schloß Au vorm Wald
Etwas abseits der lärmenden Straße, zwischen Bauerngehöften, unweit des Bogenbaches, liegt nur wenigen bekannt das alte Schloß Au vorm Wald.
Vermutlich wurde das Schloß im 16. Jahrhundert erbaut, denn urkundlich erscheint Au im Jahre 1530. Da die natürlichen Schutzvoraussetzungen fehlten, wurde das Schloß mit einem breiten Wassergraben umgeben. Das Wasser zu diesem Graben lieferte der nahe Bogenbach. Der Festungsgraben war 10 m breit und zog sich um das ganze Schloßgebäude. Spuren dieses Grabens sind noch erkennbar.
Bis etwa 1700 war das Schloß im Besitz der Herren Ammon von Au. Das Schloß wechselte dann den Besitzer und beherbergte den Freiherrn von Schrenck-Notzing, welcher aber nicht lange in den feuchten Gemäuern bleiben wollte. Er verkaufte das Schloß an den Freiherrn Voith von Voithenberg. 1808 war Freiherr von Schleich Besitzer des Schlosses.

1825 kaufte das Gebäude der Bürgerliche Hermann Vogl. Die Gutswirtschaft war jedoch wenig ertragreich und Vogl ein alter Mann ohne Kinder. Am 17. Mai 1834 verkaufte er den linken Teil des Schloßgebäudes an die Gemeinde Steinburg, die dort die Errichtung einer Schule plante. Den rechten Teil des Schlosses erwarb der Bauer Franz Kronfeldner.
Rechts vom Schloß steht die dem St. Valentin geweihte Schloßkapelle. Der ursprünglich spätgotische Bau wurde in der Barockzeit verändert. Einige Grabtafeln erinnern noch heute an die ehemaligen Schloßbesitzer.
K. Klar
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


LIEBE BÜRGERINNEN UND BÜRGER DER GEMEINDE HUNDERDORF, NEUKIRCHEN UND WINDBERG!
Nunmehr liegt Ihnen die dritte Ausgabe unseres Informationsblattes „Aus dem Perlbachtal” vor und Ihnen obliegt es, zu entscheiden, ob Sie dieses Verwaltungsnachrichtenblatt auch künftig beziehen.
Wir hoffen, daß wir Ihnen mit den drei ersten kostenlosen Probeexemplaren bereits einen Einblick über die vielfältige Verwaltungstätigkeit geben konnten. Insbesondere dürften für Sie sicher die amtlichen Bekanntmachungen und die Verwaltungsnachrichten interessant sein, ebenso das Geschehen in den Mitgliedsgemeinden und deren rühriges Vereinsleben.
Speziell wollen wir mit diesem Nachrichtenblatt bürgernahe Verwaltungsinformation und Gemeindenachrichten geben. Denn wer hat heute, in der schnellebigen Zeit, Gelegenheit, sich den Veröffentlichungen an den gemeindlichen Anschlagtafeln zu widmen. Diese Bekanntmachungen und zusätzlichen Informationen bringen wir Ihnen mit diesem Informationsblatt ins Haus.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich positiv für dieses Nachrichtenblatt ausgesprochen haben bzw. aussprechen werden und den Start des Mitteilungsblattes durch Ihr Bezugsabonnement unterstützen. Die geringe Entgeltgebühr dürfte sicher in einem maßvollen Verhältnis stehen. Durch Ihr “Ja” zum Bezug tragen Sie dazu bei, dieses Informationsblatt nicht von vorneherein scheitern zu lassen, sondern es zu einer bleibenden dauerhaften Einrichtung werden zu lassen.
Unserem Bemühen gilt es, das Nachrichtenwerk so zu gestalten, daß es eine echte und aktuelle Information bietet. Sofern Ihnen das eine oder andere nicht entsprochen hat, so sind wir für Ihre etwaigen Anregungen und Hinweise dankbar. Unser Bestreben wird es sein, dieses Blatt so attraktiv wie möglich zu gestalten. Ihre Zustimmung oder Anregung soll Ansporn für etwaige Verbesserungen sein.
Sie werden sicher auch schon die Frage gestellt haben, wie und wo der Bezug der Perlbachtaler-Nachrichten möglich ist. Grundsätzlich nimmt die Bestellung Ihr örtlicher Überbringer entgegen. Wenn Sie jedoch den Zusteller nicht antreffen, so kann jederzeit die Bestellung auch bei der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf sowie in den Außenstellen Neukirchen und Windberg vorgenommen werden.
Wer bisher das Informationsblatt nicht oder nicht regelmäßig erhalten hat, ist nicht von vorneherein vom Bezug ausgeschlossen, sondern es ergaben sich Probleme in der Zustelltätigkeit. Hier ist eine Bestellung ebenso bei der Verwaltungsgemeinschaft möglich und die Zustellung könnte in diesen Fällen (soweit eine größere Abweichung vom Zustellweg erforderlich wird) durch Eigenabholung beim Verwaltungsamt oder den Außenstellen geregelt werden. Außerdem könnte eine Zustellung über die Schulkinder erfolgen.
Verwaltungsgemeinschaft und die Mitgliedsgemeinden wünschen, daß dieses Informationsblatt ein entsprechendes Echo findet und reger Gebrauch vom Bezug gemacht wird.
Mit freundlichem Gruß
Franz Kleikamp, 1. Bürgermeister, Windberg
Karl Härtenberger, 1. Bürgermeister, Hunderdorf, Gemeinschaftsvorsitzender
Heinrich Lobmeier, 1. Bürgermeister, Neukirchen‚ Stellv. Gemeinschaftsvorsirzender
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


„Die Verwaltungsgemeinschaft”
(2. Beitrag)
Stellung der Mitgliedsgemeinden
Der Hauptaufgabenbereich einer Gemeinde im Entscheidungsfeld liegt in den Selbstverwaltungsangelegenheiten, also im eigenen Wirkungskreis. Die Mitgliedschaft einer Gemeinde in einer Verwaltungsgemeinschaft ändert die Zuständigkeiten des Gemeinderates in der Praxis nur unspürbar. Die Mitgliedsgemeinde ist in allen Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft, das politische Leben einer Gemeinde von Belnag sind, weiter hin zuständig. Sie ist Trägerin der Pflichtenaufgaben und der freiwilligen Aufgaben. Die für die Aufgabenerfüllung notwendigen finanziellen und sonstigen Voraussetzungen schafft die Mitgliedsgemeinde in eigener Verantwortung. Der eigene Wirkungskreis, der nach wie vor der jeweiligen Mitgliedsgemeinde vorbehalten ist, umfaßt insbesondere
Haushalts- und Finanzwesen einschl. Steuerhebesätze
Erstellung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen
Einrichtungen für Kultur, Jugendpflege und Sport (Sportplätze, Büchereien, Freizeitanlagen usw.)
Bau und Instandsetzung von Gemeindestraßen
Bau und Erweiterung von Kanal- und Wasserleitungsnetz
Friedhofswesen
Feuerschutz (Ausrüstung der Feuerwehr, Löschwasserversorgung)
Erlaß von Satzungen und Verordnungen
Einstellung von Personal (z.B. für Kläranlage, Straßenunterhalt, Wasserversorgung)
Aufgaben der örtlichen Straßenverkehrsbehörde (Beschilderung usw.)
Die damit verbundene büromäßig zu erledigende Verwaltungsarbeit nimmt die Verwaltungsgemeinschaft wahr.
Keine Entmachtung der Bürgermeister
Die Aufgabenverteilung zwischen Verwaltungsgemeinschaft und Mitgliedsgemeinde soll für den Bürgermeister der Mitgliedsgemeinde eine Entlastung bei den laufenden und übertragenen Verwaltungsangelegenheiten bewirken. Die für die Gemeinde an Bedeutung aufweisenden Angelegenheiten nimmt nach wie vor der erste Bürgermeister wahr. Ein Blick in das Aufgabengebiet des Bürgermeisters verdeutlicht dies; denn dem Bürgermeister obliegt z. B.
Vertretung der Gemeinde nach außen
Vorsitz, Vorbereitung und Einberufung des Gemeinderates
Dienstaufsicht über Angestellte und Arbeiter der Gemeinde
Ausfertigung von Satzungen
Ansprechpartner der Bürger, insbesondere im eigenen Wirkungskreis der Gemeinde
Abhaltung von Bürgerversammlungen
Aufsicht über gemeindliche Einrichtungen (Fremdenverkehrsamt, Friedhof, Kläranlage usw.)
Bauaufsicht über gemeindliche Maßnahmen
Vornahme von Eheschließungen
Repräsentationsaufgaben (Festlichkeiten, Ehrungen usw.)
Weisungsrecht in Selbstverwaltungsangelegenheiten gegenüber der Verwaltungsgemeinschaft
Aufgaben der Verwaltungsgemeinschaft
Die Verwaltungsgemeinschaft ist im eigenen Wirkungskreis der Mitgliedsgemeinden intern für die Durchführung der laufenden Verwaltungsangelegenheiten und für die verwaltungsmäßige Vorbereitung und den verwaltungsmäßigen Vollzug von Gemeinderatsbeschlüssen zuständig.
Neben diesen Aufgaben obliegt es der Verwaltungsgemeinschaft, zahlreiche staatliche Angelegenheiten, die auf die gemeindliche Ebene übertragen worden sind, wahrzunehmen. Insoweit tritt die Verwaltungsgemeinschaft hier an die Stelle der Mitgliedsgemeinden. Die nachfolgende Zusammenstellung von Angelegenheiten des übertragenen Wirkungskreises verdeutlicht, daß es sich dabei in erster Linie um bloße Verwaltungstätigkeit handelt. So ist die Verwaltungsgemeinschaft zuständig z. B. für
Aufgaben der Meldebehörde (An- und Abmeldungen, Führerscheinanträge)
Paß- und Ausweisangelegenheiten
Ausstellen von Fischereischeinen
Antragstellung auf Schwerbehindertenausweise und deren Aushändigung
Lohnsteuerkartenausstellung und -änderung
Vorbereitung der Gemeindewahlen und Mitwirkung bei Europa-, Bundes-, Landtagswahlen usw.
Statistik, Erhebungen
Sozial- und Rentenangelegenheiten einschl. Rundfunkgebührenbefreiungen
Standesamtswesen (Ausstellung von Urkunden, Aufgebotsbestellung, weiterhin Beurkundung von Eheschließungen, Sterbefällen)
Gewerbean- und -abmeldungen
Wie bereits in der vorhergehenden Ausgabe ausgeführt, sind oberste Organe der Verwaltungsgemeinschaft die Gemeinschaftsversammlung und der Gemeinschaftsvorsitzende. Der Vorsitzende leitet und verteilt die Geschäfte in einer gemeinsam zu unterhaltenden Geschäftsstelle. Hierbei wird diese Aufgabe grundsätzlich dem jeweiligen Geschäftsleiter überlassen. Dieser hat die nach dem Geschäftsverteilungsplan zugewiesenen Aufgaben unter Berücksichtigung der personellen Besetzung zu verteilen, wobei im Interesse einer optimalen Aufgabenerledigung bei der Arbeitsverteilung eine entsprechende Flexibilität notwendig ist.
(Fortsetzung folgt)
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Bei der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf eingereichte Baugesuche
Gemeinde Hunderdorf
Schubert Rudolf, Hunderdorf, Sollacherstr. 3, Werbeschilder für St. Nikolaus-Apotheke
Hornberger Josef, Starzenberg 1 b, Hunderdorf, Anbau eines Spänebunkers und eines Heizraumes
Falk Heribert, Rammersberg 84, Hunderdorf, Neubau eines Geräteschuppens
Gemeinde Windberg
Päßler Rudolf, Windberger Str. 29, Hunderdorf, Neubau eines Einfamilienwohnhauses in Irensfelden
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Vollzug des Wehrpflichtgesetzes
Die Musterung der Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1969 und älter (1. Abschnitt) findet vom 9. bis 26. Juli 1979 beim Kreiswehrersatzamt Landshut, Dreifaltigkeitsplatz 177, statt. Es wird auf folgende Zusteigmöglichkeiten (Reisebusunternehmen Obermeier, Schwimmbach) aufmerksam gemacht:
Wochentag, Datum, Uhrzeit, Ort/Zusteigstelle

Donnerstag 19. Juli
6.00 Neukirchen, Gasth. Bauernsepp
6.10 Steinburg, Brauerei Berger
6.25 Hunderdorf, Bahnhof
Montag 23. Juli
6.00 Neukirchen, Gasth. Bauernsepp
6.10 Steinburg, Brauerei Berger
6.25 Hunderdorf, Bahnhof

Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Wohnungsbauförderung, Aufwendungsdarlehen im Eigentumsprogramm (II. Förderungsweg)
Die Regierung von Niederbayern hat mitgeteilt, daß die Vorlage der Darlehensanträge für das Aufwendungsdarlehen bis spätestens 1.8.1979 zu erfolgen hat.
Interessenten werden nochmals auf diese Förderungsmöglichkeit und die günstige Förderungssituation im Eigentumsprogramm hingewiesen.
Für evtl. Rückfragen und Antragstellung unter Einhaltung des Termins 1.8.1979 ist das Landratsamt Straubing-Bogen, Dienststelle Straubing, Zimmer 308, zuständig (Amtstage nur Montag und Freitag von 8.00 — 11.45 Uhr)
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Private Verbindungen in die DDR; hier ; Informations-Angebot
Die zuständigen Bundesbehörden erhalten täglich eine große Anzahl von Anfragen über die Möglichkeiten und die Praxis im privaten Verkehr mit der DDR. Das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit ist groß.
Um diesem Informationsbedürfnis zu entsprechen, gibt das Gesamtdeutsche Institut, Bundesanstalt für gesamtdeutsche Aufgaben, im Auftrag des Bundesministers für innerdeutsche Beziehungen eine Anzahl von Merkblättern heraus, die jeder Interessent kostenlos beziehen kann.
Das hier abgedruckte und verkleinerte Kleinplakat zählt die wichtigsten der zur Zeit verfügbaren Merkblätter auf,.
Im Rahmen einer begrenzten Auflage steht das Informationsblatt als Kleinplakat wie auch in doppelter Größe zur Nachlieferung zur Verfügung.

Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Befreiung von der Kfz-Steuer
Wie bisher schon die Schwerkriegsbeschädigten sind künftig auch die Zivilbehinderten, die in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind (Erwerbsminderung 80 % bzw. Eintragung der Gehbehinderung im Schwerbehindertenausweis) generell von der Kraftfahrzeugsteuer befreit — ohne Berücksichtigung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse, Die Behinderten, denen bisher die Steuer nicht erlassen wurde, sollten möglichst bald beim Finanzamt den Antrag auf Steuerbefreiung stellen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Gefahr im Heu: Wie kann man Selbstentzündungen von Heu und Grummet verhindern?
Nach § 17 der Landesverordnung über die Verhütung von Bränden müssen Ernteerzeugnisse, die zur Selbstentzündung neigen, insbesondere Heu und Grummet, darauf überprüft werden, ob sie sich nicht zu stark erwärmen.
Das Beachten nur äußerer Merkmale, wie Schwitzdampf, Schimmel, Röstgeruch oder Muldenbildung, sowie das Befühlen des Heustocks mit der Hand oder das Einführen von Eisenstangen allein sind unzureichend.
Die Temperatur im Innern des Heustockes kann nur mit geeigneten (DLG anerkannten) genügend langen Heumeßsonden zuverlässig gemessen werden.
Mit den Messungen ist schon 2 Tage nach der Einlagerung zu beginnen. Dabei muß das gesamte Lagergut erfaßt werden (Abstände der Meßstellen 1-2 Meter). Die Messungen sind etwa 4 Monate lang alle 2 Tage zu wiederholen.
Nichtbeachtung der o.g. gesetzlichen Verpflichtung kann im Schadensfall empfindliche Strafen und Einschränkung der Versicherungsleistung zur Folge haben.
Jeder Heu und Grummet lagernde landwirtschaftliche Betrieb sollte eine Heumeßsonde besitzen.
Drei wichtige Temperaturspannen:
Temperaturen bis 50 ° C
sind im Heustock noch ungefährlich. Sie sind die Kennzeichen einer normal verlaufenden Fermentation.
Temperaturen von 50 ° C bis 70 ° C
deuten bereits auf eine übermäßige Erwärmung des Lagergutes hin. Bei solchen Temperaturen ist der Heustock regelmäßig in Abständen von 1 bis 2 Std. zu messen, damit ein weiterer Temperaturanstieg rechtzeitig erkannt wird. Es ist bereits zweckmäßig, den Stock anzuschroten oder abzutragen.
Temperaturen über 70 ° C
— Brandgefahr!
— Sofortmaßnahmen: Feuerwehr alarmieren, Heuwehrgerät einsetzen oder überhitzten Stock abtragen, Heu/Grummet ins Freie schaffen (möglichst weit von Gebäuden entfernt)
Als Beitrag zur Verhütung von Brandschäden durch Selbstentzündung von Heu und Grummet gewährt die Bayerische Versicherungskammer München aus Mitteln der Bayerischen Landesbrandversicherungsanstalt Zuschüsse für die Anschaffung von Heumeßsonden in Höhe von 50 % des Kaufpreises (Heumeßsonden kosten im allgemeinen zwischen 120,— und 200,— DM; sie müssen mind. 3,0 m lang und von der DLG anerkannt sein. Entsprechenden Vermerk auf der Rechnung anbringen!)
Heuwehrgeräten in Höhe von 2.500,— DM (Das Heuwehrgerät kostete 1978 rd. 6.000,— DM).
Die Zuschüsse werden Landwirten, Landwirtschaftsverbänden, Landkreisen kreisfreien Städten und Gemeinden und anderen Landwirtschaftsinstitutionen, z. B.: Maschinenringen, gewährt. Für die Auszahlung des Zuschußbetrages genügt die Vorlage der quittierten Rechnung an die: Bayer. Versicherungskammer München, Sternstr. 3, 8000 München 22, Referat für Schadenverhütung, B 212, Tel: 089/2160, 2439 oder 2966.
Vergessen Sie aber bitte nicht, anzugeben, wohin der Betrag überwiesen werden soll (Name der Bank — Kontonummer und Bankleitzahl).
Die Bayerische Landesbrandversicherungsanstalt vergütet die Kosten, die dem Versicherungsnehmer durch den Einsatz des Heuwehrgerätes entstehen. Erstattungsanträge sind beim zuständigen Brandversicherungsamt zu stellen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Jahr des Kindes 1979; hier: Kinderfreizeiten des Kreisjugendringes
Das Jahr des Kindes gibt uns Anlaß, auf die verschiedenen Ferienmaßnahmen die der Kreisjugendring Straubing-Bogen in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt/Jugendpfleger in den großen Ferien durchführen, aufmerksam zu machen.
Diese Ferienangebote für Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis werden bereits seit einigen Jahren, wie in anderen Landkreisen und Städten mit Erfolg durchgeführt. Es wäre wünschenswert, wenn sie künftig noch von einem breiteren Bevölkerungskreis angenommen und damit flächendeckend auf alle Gemeinden wirksam werden könnten. Mit Eintagesveranstaltungen wird man sicher dem Jahr des Kindes nicht ganz gerecht, deshalb meine Bitte, machen Sie Eltern, Kinder und Jugendliche auf diese Ferienwochen in Frasdorf am Chiemsee, auf Burg Feuerstein in der Fränk. Schweiz, in der Jugendherberge Maibrunn bei Sankt Englmar und auf das Zeitlager in Falkenstein aufmerksam. Neben den noch geplanten örtlichen Veranstaltungen zum Jahr des Kindes, wären diese Angebote sicher eine reichhaltige Ergänzung. Diese Maßnahmen werden aus freiwilligen Leistungen des Landkreises an den Kreisjugendring im Rahmen der Jugenpflegemittel finanziell gefördert, darüber hinaus gibt das Kreisjugendamt in Einzelfällen Zuschüsse an kinderreiche Familien nach den jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnissen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Wider die Streckenstillegung Miltach-Straubing gesprochen
2. Bürgermeister Weinzierl: „Verlagerung des Personenverkehrs von der Schiene auf die überfüllte Landstraße wäre ein großer Rückschritt für unseren Raum
Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr hatte zu einem Regionalgespräch zur geplanten Streckenstilllegung im Großen Sitzungssaal der Regierung der Oberpfalz in Regensburg eingeladen. Dabei ging es um die Strecken Miltach-Straubing, Cham-Kötzting, Cham-Waldmünchen, Neumarkt-Beilngries und Regensburg-Falkenstein.
Die Tagung für die dabei zu begutachteten Strecken, für die die Deutsche Bundesbahn (DB) eine Verlagerung des Personenverkehrs von der Schiene auf die Straße beabsichtigt, leitete Staatsminister Anton Jaumann.
Nachdem auch die Verwaltungsgemeinde Hunderdorf, sowie der Verband der Kriegsbeschädigten, Sozialrentner und Behinderten (VdK) Ortsverband Hunderdorf und der Elternbeirat der Volksschule Hunderdorf gegen die Streckenstillegung Straubing-Miltach schriftlich votierten, waren neben dem 2. Bürgermeister Egon Weinzierl 1. Ortsvorsitzender des VdK-Verbandes Rudolf Karl sowie der Sprecher des Elternbeirates Hermann Gruber bei dem Gespräch in Regensburg vertreten.
Die Sorgen und Nöte dar Grenzlandbewohner brachte zuerst Landrat Ingo Weiß u. a. vor, wobei er die mangelnde Ausstattung der Bundesbahnwagen kritisierte. Eine Fahrplanänderung sei bei manchen Zeiten unumgänglich. Für den Bahnbetrieb ist ein kundenfreundlicheres Service-System gerade für die Bayerwaldstrecke ausschlaggebend. Die Bahnlinie Miltach-Straubing habe zudem einen sehr hohen Wert im öffentlichen Personenverkehr, insbesondere zu den Arbeits-, Einkaufs- und Schulzentren Straubing und Bogen.
Die Landkreisverwaltung habe die Bundesbahn ersucht, in Straubing-Ost, in der Nähe des Landratsamtes und der Krankenhäuser zusätzlich einen Haltepunkt einzurichten. Denn nur so kann der Bahnverkehr eine bessere Attraktivität gewinnen und das Fahrgastaufkommen verbessert werden, meinte Landrat Weiß.
Stellvertretender Bürgermeister Egon Weinzierl der Verwaltungsgemeinde Hunderdorf brachte dann das Gespräch auf die Urlaubsgäste und betonte, schon bei der Urlaubsplanung geht der Feriengast davon aus, daß er den Urlaubsort möglichst ohne Wechsel von Bahn-Omnibus-Pkw-Abholung erreichen kann. Dabei spielt das mitgeführte Reisegepäck des Gastes eine große tragende Rolle. Unser Gebiet, so Weinzierl, wird zunehmend von älteren Urlaubsgästen und von Eltern mit Kindern besucht und dieser Personenkreis zieht die Bahn als Beförderungsmittel vor.
Eine charakteristische Begebenheit, die Weinzierl noch vorbrachte und die mit viel Heiterkeit bedacht wurde: Die Verwaltungsgemeinde Hunderdorf hatte die Bundesbahn zu einer Ortsbesichtigung eingeladen. Vier Beauftragte der DB erschienen. Aber nicht mit dem Zug, wie man dies annehmen könnte, sondern mit vier Autos und vier Chauffeuren!
Als Vertreter des VdK wies Rudolf Karl ebenfalls darauf hin, daß die Streckenstillegung bzw. die Verlagerung des Personenverkehrs von der Schiene auf die Straße, besonders die Schwerbehinderten, Rentner und ältere Bürger betreffe, die überwiegend den Zug als Verkehrsmittel benützen. Dieser Personenkreis, so Karl, sei insbesondere hart betroffen, weil für diese der Bus niemals Ersatz für den geräumigen Waggon sein könne. Vielfach können diese Fahrgäste eine Busfahrt gesundheitlich nicht vertragen. Bei derartigen Erschwernissen und Nachteilen kann der Personenstraßenverkehr, der Bus, niemals eine Alternative zum Zugverkehr sein, meinte Karl, und ersuchte, die Streckenstillegung nochmals zu überdenken.
Als Sprecher des Elternbeirates der Volksschule Hunderdorf versäumte es Hermann Gruber nicht, auf die vielen Fahrschüler und Auszubildenden hinzuweisen, die nur auf ein öffentliches Verkehrsmittel, auf die Eisenbahn, angewiesen sind. Er bat abschließend die zuständigen Stellen, daß der Verkehr auf der Linie Miltach-Straubing in vollem Umfange erhalten bleibt, so daß unsere Bemühungen nicht umsonst waren.
Abschließend kann darauf aufmerksam gemacht werden, daß das geführte Regionalgespräch, zusammen mit den schriftlichen Äußerungen der Betroffenen, nur der Vorbereitung einer Stellungnahme des Staatsministeriums als oberster Landesverkehrsbehörde diente. Entscheidungen über geplante Maßnahmen für eine Schienenstreckenstillegung von der Deutschen Bundesbahn wurden in diesen Gesprächen nicht getroffen. Die Entscheidung über die Anträge der Deutschen Bundesbahn obliegt in jedem Fall, nach entsprechender Beschlußfassung des Verwaltungsrates der DB, letztlich dem Bundesminister für Verkehr, —rk—
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Flurbereinigung
Am 10. Juni fand im Verwaltungsamt Hunderdorf eine Besprechung bezüglich der kommenden Flurbereinigung im Bereich Hunderdorf statt. Teilgenommen haben Herr Direktor Zitzelsberger von der Flurbereinigungsdirektion Landau, ein Vertreter des Landwirtschaftsamtes, ein Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes, der 1. und 2. Bürgermeister der Gemeinde Hunderdorf, der Obmann des bayerischen Bauernverbandes und weitere zwei Landwirte aus dem Gemeindebereich.
Dis Besprechung hatte den Sinn, die straßenbaulichen und wasserwirtschaftlichen Maßnahmen im Zuge einer Flurbereinigung festzustellen, um in groben Zügen eine vorläufige Kostenberechnung erarbeiten zu können. Als Grundlage hierzu ist notwendig, daß der Gemeinderat feststellt, welche Wege mit einem 3 m-breiten Ausbau genügen und welche Wege und Straßen eine Breite von 4,50 m erhalten sollen. Bei den letzgenannten Straßen mit 4,50 m Breite hat die Gemeinde ein Drittel der Straßenbaukosten zu tragen.
Um die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen feststellen 5 können, (Bachräumung und Dränleitungen), ist für den 1. 8. D. J. eine Begehung vorgesehen, wobei für den jeweiligen Abschnitt Landwirte eingeladen werden, die im dortigen Bereich Grundstücke besitzen. Auch Landwirte, die nicht von der Gemeinde eingeladen werden, können sich an der Begehung beteiligen. Hierbei werden besonders der Bogenbach und die Hochwassergebiete von Vertretern des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf besichtigt.
Von seiten der Flurbereinigungsdirektion ist für diesen Bereinigungsbereich nur die ehemalige Gemeinde Hunderdorf vorgesehen. Bürgermeister Härtenberger jedoch vertrat die Ansicht, man sollte das gesamte Gemeindegebiet einbeziehen, da zwischen der Gemarkung Au vorm Wald, Hunderdorf und der Gemarkung Gaishausen und Hunderdorf wesentliche Überschneidungen bereits vorhanden sind und bei einer Teilbereinigung zu Schwierigkeiten führen können. Herr Direktor Zitzelsberger jedoch befürchtet, daß in diesem Fall der Bereinigungsbereich und die Teilnehmergemeinschaft zu groß werden. Man einigte sich in der Form, daß unabhängig von den bisherigen Gemeindegrenzen unter Berücksichtigung der bisherigen Überschneidungen im Norden der Gemeinde die Arentierungsabgrenzung neu festgelegt wird.
Nach Abschluß der genannten Vorarbeiten wird die Flurbereinigungsdirektion eine überschlägige Kostenermittlung anstellen und im Herbst d. J. eine Versammlung einberufen, wobei sämtliche Grundstücksbesitzer, welche in die Flurbereinigung einbezogen sind, eingeladen werden.
Die Flurbereinigung für den Bereich Gaishausen und Steinburg soll in ca. zwei Jahren angeordnet werden. Wir werden unsere Grundstücksbesitzer über den weiteren Werdegang der Flurbereinigung in diesem Mitteilungsblatt laufend informieren.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 06.07.1979


Vom Gemeinderat Hunderdorf
Für den Weiterbau des Sportheimes in Hunderdorf, das 1979 fertiggestellt werden soll, wurden folgende Aufträge vergeben:
Fliesenlegerarbeiten an die Fa. Schuhbauer, Bogen,
Malerarbeiten an die Fa. Zollner, Miltach,
Schreinerarbeiten an die Fa. Hornberger, Hunderdorf,
sanitäre Anlagen an die Fa. Knott, Schwarzach,
Elektroarbeiten an die Fa. Wutz, Cham,
Heizungsanlage an die Fa. Hoffmann, Bogen,
Einzäunung des Tennisplatzes, an die Fa. Sußbauer, Haibach.
Weiterhin wurde beschlossen, im Anschluß an die seitliche Laufstrecke der 400-m-Bahn die Sprunggrube zu erstellen. Weiterhin soll im heurigen Jahr die Wasserleitung eingebaut werden sowie die Bolzplatzerstellung vorgenommen werden. Ferner sollen die Wanderwege und der Kinderspielplatz im Sportplatzzentrum errichtet werden, nachdem hierfür ein vorzeitiger Baubeginn erteilt worden ist und auch eine Bezuschussung in Aussicht gestellt wurde.
Stellung genommen wurde auch zu verschiedenen Entwürfen der Teilabschnitte des Regionalplanes Donau-Wald. Hierbei ist die Gemeinde Hunderdorf für Mittelpunktsaufgaben vorgesehen, die die örtliche Grundversorgung sicherzustellen hat. Es wurde angeregt, auch Aufgaben aus dem Bereich der Wohnsiedlungstätigkeit zu erhalten, da es sich bei Hunderdorf hauptsächlich um eine Gewerbe- und Wohngemeinde handelt.
Zur Kenntnis genommen wurde auch eine Stellungnahme der Landpolizei Bogen vom 13.6.1979 bezüglich der Errichtung von Fußgängerüberwegen im Ortsbereich Hunderdorf. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, in einem Ortstermin mit der Polizeiinspektion Straubing und Bogen einen Verkehrsbeschilderungsvorschlag für den Ortsbereich zu erstellen, wobei auch die beiden Fußgängerüberwege berücksichtigt werden sollen. Zu einem späteren Zeitpunkt gilt es dann zu entscheiden, ob Fußgängerüberwage errichtet werden können.
Für die Lieferung einer Löschwasserzisterne für den Ort Schafberg vergab der Gemeinderat den Auftrag an die Fa. Adalbert Amann in Tiefbrunn bei Regensburg. Für die Instandsetzung der Kapelle in Au vorm Wald wurden aufgrund der eingeholten Angebote folgende Aufträge vergeben:
Elektroarbeiten an die Fa. Reiner, Bauernholz,
Schreinerarbeiten an die Fa. Schießl, Au,
Maurerarbeiten an die Fa. Altschäffl, Lintach.
Um den Winterdienst besser durchführen zu können sowie den Straßenunterhalt in Eigenregie besser zu ermöglichen, wurde der Ankauf eines Unimogs mit Zusatzgeräten beschlossen. Die Lieferung soll im November d. J. erfolgen.
Mit Nachdruck setzte sich der Gemeinderat dafür ein, daß der Name Hunderdorf in der Benennung der Anschlußstellen und Ausfahrtsziele der künftigen Bundesautobahn Regensburg—Passau— Linz mitaufgenommen wird. Dies wurde insbesondere damit begründet, daß Hunderdorf als zentraler Ort ausgewiesen ist, die Jugendbildungsstätte Windberg zur Post- und Bahnstation Hunderdorf gehört sowie die Fa. Nolte ein bedeutender Industriebetrieb darstellt, bei der der Versand über den Fernverkehr läuft, ebenso die Belieferung des Werkes. Ebenso befindet sich die Raststätte „Bayerischer Wald“ im Bereich der Gemeinde Hunderdorf.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


In Kürze vom Gemeinderat Windberg
(Sitzung am 10.7.1979)
Bei der Instandsetzung der Nepomuk-Kapelle ergeben sich Probleme hinsichtlich des Fundaments. Mit Herrn Dr. Lippert vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege soll eine Aussprache erfolgen, wie die Instandsetzung vorgenommen werden soll oder ob nicht eine Neuerstellung zweckmäßig wäre.
Aufgrund eines Schreibens des Landratsamtes Straubing-Bogen beschloß der Gemeinderat für das Haushaltsjahr 1980 bei der Buchungsstelle und Realsteuerstelle beim Landratsamt zu verbleiben. Die haushaltsrechtliche Abwicklung der Gemeindefinanzen erfolgt deshalb nach wie vor teilweise in Bogen sowie bei der Verwaltungsgemeinschaft. Weiterhin sprach man sich dafür aus, die Ausstellung „Wittelsbach und Bayern” in Windberg nicht durchzuführen, da dieselbe Veranstaltung bereits in der Stadt Bogen abgehalten wird.
Aufgrund des Schreibens der Flurbereinigungsdirektion Landau stellte der Gemeinderat fest, daß gegen die Inangriffnahme der Flurbereinigung keine Bedenken bestehen. Dabei sollte insbesondere die vorliegende Planung der Straße Irensfelden-Netzstuhl, die beabsichtigte Erweiterung des Baugebietes sowie die Errichtung eines Kinderspielplatzes berücksichtigt werden.
Ferner beschloß der Gemeinderat, den Auftrag für die Kirchenmalerarbeiten der Kapelle in Hl. Kreuz an die Kirchenmalerfirma Richter, Regensburg, zu vergeben.
Zum Abschluß informierte Bürgermeister Kleikamp den Gemeinderat über den Bewilligungsbescheid der Regierung von Niederbayern betreffend die Zuschußbewilligung von 1.700 DM für die erhöhten Kosten des Winterdienstes 1978/79.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Altenclub: Ausflug zum Osserblick: Montag, 23. Juli, Abfahrt um 13.30 Uhr beim Pfarrheim. Das Fahrgeld möge eingezahlt werden bei Frau Martha Hofmann bis Mittwoch, 18. Juli.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


25-jähriges Priesterjubiläum von Pfarrer Reitinger
Auf möglichst viele Jahre seelsorgerische Tätigkeit des jetzigen Pfarrherrn in Hunderdorf stoßen mit einem Glas Sekt an (von rechts) Pfarrer Reitinger, Bürgermeister Härtenberger, 2. Bürgermeister Weinzierl und Gemeinderat Anleitner.
Pfarrer Reitinger konnte kürzlich sein 25-jähriges Priesterjubiläum feiern. Hierzu wurde von seiten der Gemeinde ein kleiner Stehempfang im Sitzungssaal der Gemeinde gegeben. Bürgermeister Härtenberger stellte dabei das seelsorgerische Wirken von Pfarrer Franz Reitinger heraus und betonte, daß die Pfarrangehörigen ihren Pfarrer, der nunmehr seit drei Jahren in Hunderdorf verweilt, sehr schätzen und ihn möglichst lange in Hunderdorf sehen würden. In seiner Erwiderungsrede versicherte der Pfarrer, daß er noch gerne lange Zeit in Hunderdorf seine seelsorgerischen Aufgaben wahrnehmen wolle. Zu seinem 25-jährigen Priesterjubiläum stellte der Pfarrer fest, es sei nicht nur seine Person damit verbunden, sondern überhaupt die priesterliche Tätigkeit in Verbindung zu Gott.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Orgel wurde in Auftrag gegeben
Bei der letzten gemeinsamen Sitzung des Pfarrgemeinde- und Kirchenrates stand an erster Stelle der Kauf der Orgel auf dem Programm. Erfreulicherweise konnte Pfarrer Franz Reitinger an diesem Abend neben den vollzählig erschienenen Räten auch Orgelbaumeister Jann aus Allkofen begrüßen. Pfarrer Reitinger ließ verlauten, daß mittlerweile die stiftungsaufsichtliche Genehmigung für den Kauf einer Orgel aus Regensburg eingetroffen sei. Orgelbauer Jann gab auf alle Fragen, die sowohl vom Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hamberger als auch von den Mitgliedern an ihn gerichtet wurden, erschöpfend Auskunft. Der Orgelbauer erläuterte bis in alle Einzelheiten alles Wissenswerte hinsichtlich der Konstruktion, des Preises und des Standortes der neuen Orgel. Er riet vollkommen davon ab, daß Material der alten Orgel verwendet werden sollte. Jann legte auch einen sogenannten Orgelprospekt vor. An Hand dieses Vorschlages konnten sich alle Anwesenden ein anschauliches Bild über Aussehen und Gestaltung der neuen Orgel machen.
Nachdem Pfarrer Reitinger den Auftrag an den Orgelbauer und dessen Angebot vorgetragen hatte, wurden mit Jann verschiedene Vertragspunkte erörtert. Dabei ergab sich, daß 30 Prozent der Kosten für die neue Orgel bei Auftragserteilung als Anzahlung fällig sind. Anschließend wurde der Firma Jann der Auftrag zum Bau einer mechanischen Orgel mit elektrischer Registertraktur von 18 Registern erteilt. Die kleine Orgel, die zur Zeit in der Pfarrkirche steht, stellt die Firma Jann bis voraussichtlich 1982 – das ist der Termin für die Fertigstellung der neuen Orgel – kostenlos zur Verfügung.
Nach diesem Tagesordnungspunkt unterhielt man sich kurz über den weiteren Verlauf der Renovierung des Gotteshauses. Die Planung für die Renovierung mit Fußbodenheizung ist fertig, und es wird für Bauabschnitt | (Altarbereich) vom beauftragten Architektenbüro demnächst die Ausschreibung an einschlägige Firmen erfolgen. Ferner erfuhren die Pfarr- und Kirchenräte, daß die bestellte Madonna bei Holzschnitzer Zylow in Bodenmais fertiggeschnitzt sei. Es fehle nur noch die farbliche Fassung.
Hans Hamberger gab bekannt, daß der Termin für das Pfarrfest der 29. Juli ist. Das Sommerfest der Pfarrei wird voraussichtlich im Pfarrgarten neben dem Pfarrheim abgehalten. Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt. So haben alle kirchlichen Organisationen ihre Mitarbeit zugesagt. Der Frauenbund wird Kaffee und Kuchen in bewährter Weise anbieten und die Mitglieder des Kirchenchores beim Verkauf von Leberkäse unterstützen. Ferner werden Würstl vom Grill sowie Käse und Wurstsemmeln die Hungrigen sättigen. Mitglieder des Pfarrgemeinderates werden bei der Aufstellung von Bänken und Tischen sowie beim Ausschank des Bieres tatkräftig zugreifen. Die Jugend übernimmt den Eisstand und den Verkauf nichtalkoholischer Getränke. Kindergartenleitung und Kindergartenbeirat sorgen mit einem Losstand für Abwechslung. Außerdem werden die Kindergärtnerinnen am Nachmittag auf dem Gemeindeplatz mit den Kindern Spiele abhalten. Dankenswerterweise wird die Blaskapelle Bugl den ganzen Tag kostenlos für die musikalische Unterhaltung sorgen. Der Erlös dieses Pfarrfestes wird für die neue Orgel gespendet.
Zum Schluß der Pfarrgemeinderatssitzung konnte Vorsitzender Hamberger Pfarrer Franz Reitinger zu seinem 25 jährigen Priesterjubiläum recht herzlich gratulieren. In seiner Rede betonte Hamberger die gute Zusammenarbeit des Pfarrers mit den kirchlichen und weltlichen Institutionen. Ein Beweis dafür sei der großartige Erfolg bei der Spendenaktion für die neue Orgel.
Hamberger würdigte ferner die Verdienste des Pfarrherrn während seiner dreijährigen Amtszeit in Hunderdorf. Er dankte ihm für seinen anerkennenswerten Einsatz.
Als Zeichen des Dankes überreichte er Franz Reitinger eine Blumenschale und schloß seinen Worten die Bitte an, daß auch in Zukunft das harmonische Zusammenwirken bestehen bleiben möge. Eine kleine interne Feierstunde beschloß den Abend.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Altenclub auf froher Fahrt in den Bayerischen Wald
Zahlreiche Mitglieder und Gäste nahmen an der ersten Ausflugsfahrt des Hunderdorfer Altenclubs teil. Ziel war diesmal Arnbruck. Nach einer Kaffee- und Brotzeitstunde in einem idyllisch gelegenen Waldcafe unternahmen die Teilnehmer einen ausgedehnten Waldspaziergang. Dabei konnten sich alle ein Bild davon machen, welche Schäden die Schneekatastrophe im letzten Spätwinter angerichtet hatte. Im Ort selbst nutzten viele die Gelegenheit, in einem Bleikristallbetrieb die herrlichen Gegenstände zu bestaunen. Auf der Heimfahrt wurde beschlossen, in drei Wochen eine Fahrt zum Osserblick zu machen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


VdK – Vorstandschaftssitzung – Ausflug in die Oberpfalz
Hunderdorf.
Der Vorsitzende des Ortsverbandes Hunderdorf/Windberg der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner ( VdK), Rudolf Karl, hatte zu einer Vorstandschaftssitzung eingeladen. Hierbei wurde die Vereinsarbeit des abgelaufenen Halbjahres und die künftige Arbeit des Ortverbandes besprochen. Ortsverbandsangelegenheiten und Halbtagesausflug waren die weiteren Beratungspunkte. Die Kassiererin Anna Heilmann für Hunderdorf und Michael Zöller für Windberg berichteten über die Kassenlage.
Eingangs berichtete Karl, daß der Ortsverband derzeitig noch 143 aktive Mitglieder und zwei unterstützende Mitglieder aufzuweisen habe. Aber auch sonst war die Vorstandschaft sehr rührig. So wurde bei einer Arbeitstagung in Straubing und in Schwandorf teilgenommen. Die Hauptkassiererin Anna Heilmann legte dann die geldlichen Dinge der Hauptkasse dar. Sie beschränkte sich dabei natürlich auf einen umfassenden Überblick. Der Kassenbestand der Verwaltung beträgt DM 140.67 und der Fürsorge DM 280.-. Bei sparsamer Führung, so Anna Heilmann, ist es noch möglich, daß im nächsten Halbjahr keine finanziellen Sorgen eintreten können.
Anschließend ging Karl auf die neuerlichen Änderungen im Schwerbehindertengesetz ein, so z. B. im Kfz- Steuergesetz ab 1.6.1979. Auch die Freifahrtregelung für die Schwerbehinderte wurde noch angesprochen, die ab Oktober 1979 erreicht werden soll.
Auch berichtete Karl noch über das Regionalgespräch des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Verkehr, wobei es um die geplante Schienenstreckenstillegung der Strecke Miltach – Straubing ging. Das Gespräch fand im Großen Sitzungssaal der Regierung der Oberpfalz in Regensburg statt. Karl gab bei diesem Gespräch zu erkennen, daß bei dieser geplanten Maßnahme, Verlagerung des Personenverkehrs von der Schiene auf die Landstraße, besonders die Schwerbehinderten, Rentner und ältere Bürger betroffen sind. Gerade dieser Personenkreis zieht den Zug als Verkehrs- und Beförderungsmittel vor. Vielfach können diese Fahrgäste eine Busfahrt gesundheitlich nicht vertragen. Zum Abschluß der Sitzung wurde dann noch der jährliche Halbtagsausflug nach Kreuzberg am Sonntag, dem 5. August festgelegt. Der Fahrpreis beträgt 8 Mark, Mitglieder fahren um 5 Mark. Anmeldung bei A. Heilmann, Hunderdorf, Tel. 2763. Zum Schluß wurde vom 2. Vorstand Xaver Hagn und der Hinterbliebenenbetreuerin Resi Grimm noch die Möglichkeit angesprochen, wie der Kontakt zu den einzelnen Mitgliedern noch verbessert werden könnte.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


JU bei Kläranlage in Hunderdorf
Interesse für gemeindliche Einrichtungen
Hunderdorf.
Nachdem von seiten des JU- Ortsverbandes bereits das Wasserwerk Hunderdorf besichtigt wurde, galt es, die gemeindliche Kläranlage in seiner Wirkungsweise kennenzulernen. Mit Interesse konnten dabei die JU- Mitglieder die einzelnen Klärvorgänge der mechanisch vollbiologisch arbeitenden Kläranlage verfolgen.
Klärwärter Franz Neumaier erläuterte den Gästen die Reinigung der Abwässer und führte dabei durch die einzelnen Teilanlagen. Neumaier informierte darüber, daß beim Hunderdorfer Klärwerk die Abwasser mechanisch und vollbiologisch gereinigt werden. In einem sogenannten „Harkenrechen” würden schwimmende Grobstoffe entfernt. Nachdem sich im Langsandfang der Sand abgesetzt habe, laufe das Wasser durch die Grobentschlammung in die mechanische Feinreinigung. In den Faulräumen setze sich der Schlamm ab, und könne nach einer Faulzeit von etwa 60 Tagen entnommen und auf das Trockenbeet aufgebracht werden. Das mechanisch abgeklärte Wasser werde dann in den Tropfkörper gepumpt und über 400 cbm umfassende Lavaschlackenfüllung versprüht. An dieser Lavaschlacke siedelten Mikroorganismen, die sich von den im Abwasser enthaltenen organischen Stoffen ernährten und sie aufnähmen. Im Nachklärbecken würden die aus dem Tropfkörper ausgespülten Mikroorganismen, die noch im geklärten Wasser sind, von diesem getrennt, so daß dem Bogenbach ein bis zu 97 Prozent gereinigtes Wasser zugeführt werde. Der aus dem Wasser abgeklärte Faulschlamm werde entweder in flüssiger oder trockner Form an die Landwirtschaft abgegeben. Neumaier zeigte weiter, wie er aus den jeweiligen Reinigungsstufen Proben zu entnehmen und zu prüfen habe, um ständig den Wirkungsgrad der Anlage überwachen zu können. Ferner müsse er sämtliche Prüfungen, Befunde, Abwassermengen, Mängel und ausgeführten Arbeiten in einem Betriebsbuch festhalten, das in unregelmäßigen Abständen von der Wasserbehörde geprüft würde, um zu verhindern, daß ungeklärtes Wasser in den Bogenbach abgeleitet würde. Der Ortsvorsitzende Breu bedankte sich abschließend bei Bürgermeister Härtenberger und Klärwärter Neumaier für die Einladung und Vorführung der Anlagen.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


JU – Hunderdorf
Am Freitag, dem 14.9. 1979
Schafkopfturnier im Gasthaus Sandbiller
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Hans Holmer 1. Vereinsmeister im Stockschießen
Am letzten Samstag hielt die Eisstockabteilung des SV Hunderdorf ihre Vereinsmeisterschaft auf der Asphaltbahn ab. Neun Moarschaften kämpften um die Meisterschaft. Erstmals wurde auch eine Einzelmeisterschaft ausgetragen. Abteilungsleiter Otto Sachs konnte bei der Siegerehrung, die im Rahmen eines Gartenfestes im Hof des Mitgliedes Höpfl Bertl stattfand, viele Schützen mit Frauen begrüßen. Er dankte vor allem auch der Gastgeberin, Höpfl, und allen Schützen für die Teilnahme. Zusammen mit dem 1. Vorsitzenden Kaldonek nahm Sachs die Siegerehrung vor. 1. Vereinsmeister im Einzelschießen wurde Hans Holmer mit 101 Punkten. Er konnte einen wertvollen Zinnteller, der als Wanderpreis ausgeschrieben ist, in Empfang nehmen. Die weitere Reihenfolge: 2. Emil Gerhardt mit 94 P., 3. Wirth Rudolf 90 P. Ebenfalls 3. Vereinsmeister mit 90 P. Feldmeier Erwin, 5. Schießl Josef 89 P., 6. Alois Scheibenthaler 88 P., 7. Wild Erwin 87 P., 8. Blasini Klaus 85 P., 9. Hentschirsch Heinz 84 P., 10. Bindl Josef 83 P. Die Vereinsmeisterschaft im Mannschaftsschießen holten sich Hans Holmer, Riepl Hans, Blasini Josef und Höpfl Rupert mit 10 : 6 Punkten, und der Stocknote 1,84. Den 2. Platz sicherten sich Feldmeier Erwin, Zitzelsberger Karl, Schötz Josef, Müller Rudolf, welche ebenfalls 10 : 6 Punkte aufwiesen. Die Stocknote aber betrug 1,34. Die 3. Moarschaft (Klar Klaus, Riepl Wolfgang, Bindl Josef, Greil Wolfgang) hatte auch 10: 6 Punkte erreicht. Die Stocknote aber war nur um ein Hundertstel schlechter. Auch über den vierten Platz mußte die Stocknote entscheiden. Mit 10 : 6 Punkten und der Note 1,08 belegten Wirth Rudolf, Gerhardt Arno, Schießl Josef und Poiger Josef diesen Platz.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Leichtathletik – Club TANNE im SV Hunderdorf 1966
Werte Leserinnen und Leser!
Im Namen aller Mitglieder des Leichtathletik – Club TANNE im SV Hunderdorf bedanke ich mich bei all denen, die anläßlich unserer Fünfjahresfeier und den damit verbundenen Sporttagen mit Spenden in irgendeiner Form bedacht haben. Dadurch ist der Fortbestand unseres aktiven Sportlebens für ein weiteres Jahr gesichert.
Alle Wettkämpfe werden sich weiterhin durch Trainingsfließ, Einsatz, Leistung und Können erkenntlich zeigen. Dies kann jedoch bis zur Nutzung der zur Zeit in Hunderdorf entstehenden LA – Anlage nur auswärts unter Beweis gestellt werden, weshalb noch für einige Zeit erhöhte finanzielle Anstrengungen notwendig sind. Kosten wie Startgebühren, Fahrkostenzuschüsse machen derzeit über zweidrittel des Jahresetat aus und dieser Posten kann nur zur Hälfte durch Mitgliedsbeiträge abgedeckt werden. Die Einnahmen aus Heimveranstaltungen sind relativ gering und werden durch Unkosten wieder „aufgefressen.“
Wenn auch innerhalb der Abteilung wie von Anfang, so auch fernerhin mit großem Idealismus agiert wird, läßt sich unser Wettkampfprogramm nur dank der Unterstützung von außen durchführen. An den Aktivitäten, Leistungssteigerungen und Erfolgen sind deshalb alle unsere großen und kleinen Gönner fast direkt beteiligt; Verpflichtung für uns Leichtathleten dies in entsprechender Form zu würdigen, was mittels dieses offenen Briefes wahrgenommen werden soll.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Betreuungs- und Veranstaltungsprogramm des LC TANNE im SV Hunderdorf
10. – 14.8.1979
Fahrt zu den Deutschen Leichtathletik- Meisterschaften in Stuttgart mit Besichtigungen (Hohenzollernburg – Tierpark Stuttgart: Wilhelma – Tropfsteinhöhle: Bärenhöhle bei Großengstingen und Volkslaufteilnahme.
Teilnehmer: Acht Jugendliche im Schüleralter
24.8. – 3.9.1979
Ferien- und Trainingslager an der Ostsee (Marielyst) mit zehn Jugendlichen
4.9. – 9.9.1979
Ferienlager für alle Schüler A, Schüler(innen) B und C in Hinterwies bei St. Englmar, Abfahrt: 4.9, 14.00 Uhr.
15.9.1979
25 km – Straßenlauf und 2 km – Trimmgang / – lauf (Jogging) in Hunderdorf, jeweils für Männer und Frauen. Der Verein/Betrieb, der beim Jogging die meisten Teilnehmer binnen einer Stunde ins Ziel bringt, erhält einen Dreiliter-Holzbierkrug. Laufstrecke Hunderdorf – Steinburg Bhf. Genaue Ausschreibung in der nächsten Ausgabe.
13. – 14.10.1979
Ausflug zum Nürburgringlauf und – wanderung mit Besichtigung Mainz, Besuch Rüdesheim, Rheinfahrt bis St. Goar, Quartier in der Eifelstadt Mayen. Teilnehmer (nicht unter 14 Jahren oder mit mindestens einem Elternteil) für alle Vereinsmitglieder und auch für Nichtmitglieder möglich. Anmeldungen bis 30.9.1979 an Dieter Klug (Tel. 09961 418)
Ausflugskosten: bei Jugendherberge DM 48.–; bei Hotel DM DM 60.– jeweils pro Person. Im Preis enthalten: Bus- und Rheinfahrt, Übernachtung und Frühstück sowie ein Essen. Alle Zeitbauhelfer frei von Ausflugskosten.
Teilnahme am Lauf oder Wanderung bei der Anmeldung mit angeben. Startgeld zu Lasten der Teilnehmer, die eine schöne Erinnerungsmedaille erhalten.
Quelle: Aus dem Perlbachtal, 20.07.1979


Gruppeneinteilung zur Ortsmeisterschaft
Windberg.
In der ersten Gruppe um 7 Uhr starten folgende Moarschaften: 1. Feuerwehr Windberg I, 2. Trachtenverein Windberg, 3. Fa. Staudinger mit Damenmoarschaft, 4. Baugeschäft Feldmeier, 5. MSC Meidendorf, 6. Stammtisch Dorfner, 7. Sparkasse Hunderdorf, 8. Gasthaus Hüttinger. In der zweiten Gruppe, die gegen 10 Uhr zum Start geht, sind folgende Moarschaften eingeteilt: 1. Feuerwehr Windberg II, 2. SV Windberg Abt. Wandern, 3. Gruppe Helmut Feldmeier, 4. Schützenverein Meidendorf, 5. Schützenverein Windberg I, 6. Gasthaus Dorfner. 7. Gasthaus Mühlbauer, 8. Schützenverein Windberg II.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Zuschuß für Erholungsanlage
Hunderdorf.
Staatsminister Alfred Dick hat im Rahmen des Programms „Freizeit und Erholung“ der Gemeinde Hunderdorf für den Bau einer Freizeit- und Erholungsanlage, BA III einen Zuschuß in Höhe von 104 350 DM für das Jahr 1979 bewilligt. Dieser Zuschuß wird als Anteilsfinanzierung zu den zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von 208 700 DM gewährt. Zugleich wird ein niedrigverzinsliches Darlehen der Bayerischen Landesbank — Girozentrale in Höhe von 62 600 DM eingeplant.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Großlintach. Schützenverein: Sonntag, 22. Juli, Uhr, Treffen in Schützenkleidung im Gasthaus Schlecht zur gemeinsamen Abfahrt nach Feldkirchen.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Hunderdorf. Schützen: Heute, Samstag, 10 Uhr, letztes Pflichtschießen vor der Sommerpause.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Hunderdorf. SV-Eisschützen: Heute, Freitag, ab 16 Uhr. Training auf der Asphaltbahn.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Hunderdorf. SV-Skiclub: Sonntag. 22. Juli, 13 Uhr. Treffen bei der Skihütte zur Wanderung.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Windberg. KuSK: Sonntag, 22.1., 8 Uhr, Beteiligung an der Fahnenweihe in Parkstetten. Abfahrt am Dorfplatz.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.07.1979


Hunderdorf. Sportverein: Heute, Mittwoch, 19.30 Uhr, Vorstandssitzung in der Skihütte Ahornwies.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.07.1979


Der Leser hat das Wort:
„Und die Jugend ist doch aktiv!“

Wir hören immer wieder von allen Seiten, daß die Jugend unbeweglich, phantasielos und konsumorientiert ist. Wie recht diese Kritiker doch manchmal haben! Der Windberger Abend (Thema „Sommernachtsfest“) am letzten Freitag bewies uns allen aber genau das Gegenteil: Da gibt es Verantwortliche, die auf die Idee kommen, ein Sommernachtsfest von den Jugendlichen selber gestalten zu lassen; ohne Musik-Kapelle! Da gibt es Jugendliche, die sich daraufhin spontan melden und ihre selbstgetexteten und selbstkomponierten Lieder oder vergnügte Spiele oder lustige Einakter auf der „Bühne“ zum besten geben. Es gibt da auch solche, die zum Schluß alle Anwesenden einladen und auffordern, mit ihnen den „Hava Nagila“ oder den „Sirtaki“ zu tanzen. Und kaum jemand bleibt sitzen! Da soll doch noch jemand kommen, der „die Jugend“ ganz pauschal kritisiert!
Zum Schluß möchte ich allen danken, Verantwortlichen wie auch Mitwirkenden, die diesen Windberger Abend zu einem Erlebnis werden ließen.
Ein Jugendlicher
Franz-Xaver Geiger
Dorfstraße 10
8351 Pfelling
Quelle: Bogener Zeitung, 25.07.1979


Schützenverein ist Ortsmeister
Windberg.
Nicht nur mit einem Gewehr, sondern auch mit dem Eisstock auf der Sommerstockbahn umgehen können die Schützenvereinsmitglieder vom Schützenverein Windberg. Bei der Ortsmeisterschaft belegten sie den 1. Platz. Als Schützen beteiligten sich Johann Schneider, Leo Zitzelsberger, Rainer Holzknecht und Alfons Niedermeier. Vizemeister wurde die Feuerwehr Windberg I mit Helmut Auerbacher, Adolf Auerbacher, Kurt Hornberger und Willi Schießl. Auf den weiteren Plätzen folgten aus der Gruppe I: Sparkasse Hunderdorf, MSC Meidendorf, Stammtisch Dorfner, Baufirma Feldmeier Meidendorf, Trachtenverein Windberg, Fa. Staudinger (Damenmoarschaft), Gasthaus Hüttinger. Aus der Gruppe II die Moarschaften: FFW Windberg II, Richterschänke Windberg, Fa. Helmut Feldmeier Meidendorf, Schütz Windberg II, Schützenverein Meidendorf, Gasthaus Mühlbauer Windberg, SV Windberg Abt. Wandern.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.07.1979


Hunderdorf. KLJB: Heute, Donnerstag, 19 Uhr, vorgezogene Gruppenstunde im Jugendheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 26.07.1979


Michaelsbuch Sieger beim Turnier
Hunderdorf.
Zehn Jugendmannschaften kämpften auf der Asphaltbahn um Sieg und Pokale. Die Jugendlichen zeigten erstaunliches Können. Dies brachte auch Abteilungsleiter Otto Sachs bei der Siegerehrung zum Ausdruck, wo er den Moarschaften für den Einsatz und die Fairness dankte. Er ließ aber auch durchblicken, daß es schön wäre, wenn noch mehr Vereine an den Aufbau von Jugendmannschaften darangingen. Das Turnier brachte folgende Plazierung: 1. EC Michaelsbuch, 2. EC Hunderdorf I, 3. ETC Hainsbach, 4. EV Mitterfels, 5. EC Atting, 6. EC Hunderdorf II, 7. EC Obermotzing, 8. SV Windberg, 9. ESC Straßkirchen, 10. SV Pilgramsberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Volksfest vom 3. bis 6. August
Hunderdorf.
Nur noch wenige Tage sind es bis zum Beginn des traditionellen Volksfestes in das auch heuer wieder vom Festwirt Weinzierl der Brauerei Aldersbach und der Gemeinde ausgerichtet wird. Ein großes Asphaltturnier soll einen sportlichen Höhepunkt bringen. Ein Höhepunkt der Unterhaltung wird das Auftreten der Original Plattlinger Isarspatzen und der „Oldtimers“ mit der Jodlerin Renate Fritz werden. Ein Vergnügungspark wird alt und jung erfreuen und sicher wird auch das süffige Festbier der Brauerei Aldersbach allen recht schmecken.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Ausstellung in der Hauptschule
Hunderdorf.
Am Sonntag, 29. Juli, veranstaltet die Verbandsschule Hunderdorf zum Abschluß des Schuljahres 1978/79 eine kleine Ausstellung in der Halle des Hauptschulgebäudes. Gezeigt werden Arbeiten der Schüler und Schülerinnen aus dem Werkunterricht, dem technischen Werken, der Kunsterziehung und der Handarbeit. Die Ausstellung ist von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Zum Besuch dieser Ausstellung sind alle Eltern und Freunde der Volksschule Hunderdorf eingeladen.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Hunderdorf. SV-Fußball: Heute, Freitag, nach dem Training Versammlung im Gasthaus Hüttinger, auch für AH-Spieler und alle anderen Spieler.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Hunderdorf. KuSK: Sonntag, 29. 7., 8 Uhr, Treffen bei Baier-Edbauer zur Abfahrt nach Grafentraubach zur Fahnenweihe.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Hunderdorf. SV-Eisschützen: Heute, Freitag, ab 18 Uhr, Training auf der Asphaltbahn.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Windberg. Trachtenverein: Sonntag. 29. 7., Fahnenweihe mit Gaufest in Miltach. Abfahrt 7 Uhr beim Vereinslokal.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Windberg. Stammtisch: Heute, Freitag. 19.30 Uhr, wichtige Versammlung wegen Fußballspiel im Gasthaus Dorfner.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Tanzlokal Solcher, Steinburg,
Bahnhof

Am Samstag, den 28. 7. 1979,
TANZ
Es spielen „The Bambis“
Nächsten Samstag: Bavaria-Flippers
Whisky-Time, Goasmaß-Time nur 5—
Es freut sich auf Ihren Besuch: Fam. Solcher
Telefon 09961/395
Bedienung  für samstags gesucht.
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Tanzlokal Wagner – Au vorm Wald
Am Samstag, den 28. Juli 1979
TANZ
Es spielen für Sie die beliebten
THE BAVARIAN FLIPPERS
Auf Ihren Besuch freuen sich:
Familien Wagner-Freudenstein
Quelle: Bogener Zeitung, 27.07.1979


Hunderdorf. SV-LC Tanne: Samstag, 16.30 Uhr, Mittwoch, 18.30 Uhr, ab sofort bis Ferienende Lauftreffs an den bekannten Treffpunkten.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.07.1979


Hunderdorf. Heimat- und Volkstrachtenverein: Sonntag, 29. Juli, 7 Uhr, Abfahrt zum Gaufest nach Miltach im Schulhof.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.07.1979


Probleme bei Kapellen-Instandsetzung
Windberg.
In der letzten Sitzung hatte sich der Gemeinderat mit der Instandsetzung der Nepomuk-Kapelle zu beschäftigen, hier ergeben sich Probleme hinsichtlich des Fundamentes. Mit Dr. Lippert vom Landesamt für Denkmalpflege wurde eine Aussprache vorgesehen, ob die Instandsetzung vorgenommen werden solle oder ob nicht eine Neuerstellung zweckmäßiger Wäre. Aufgrund eines Schreibens des Landratsamtes Straubing-Bogen beschloß der Gemeinderat, für das Haushaltsjahr 1980 bei der Buchungsstelle und Realsteuerstelle beim Landratsamt zu verbleiben. Die haushaltsrechtliche Abwicklung der Gemeindefinanzen erfolgt deshalb nach wie vor teilweise in Bogen sowie bei der Verwaltungsgemeinschaft. Weiterhin sprach man sich dafür aus, die Ausstellung „Wittelsbach und Bayern“ in Windberg nicht durchzuführen, da diese bereits in der Stadt Bogen abgehalten wird.
Aufgrund des Schreibens der Flurbereinigungsdirektion Landau stellte der Gemeinderat fest, daß gegen die Inangriffnahme der Flurbereinigung keine Bedenken bestehen. Dabei sollten insbesondere die vorliegende Planung der Straße Irensfelden – Netzstuhl, die beabsichtigte Erweiterung des Baugebiet sowie die Errichtung eines Kinderspielplatzes berücksichtigt werden. Ferner beschloß der Gemeinderat, den Auftrag für die Kirchenmalerarbeiten der Kapelle in Hl. Kreuz an die Kirchenmalerfirma Richter, Regensburg, zu vergeben.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.07.1979


Hunderdorf. Dienstag, 31. Juli, 19.30 Uhr, letztes Hallentraining vor den Ferien für alle Jugendlichen.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.07.1979


Flurbegehung wegen Flurbereinigung
Hunderdorf.
Am Mittwoch, 1. August, findet eine örtliche Flurbegehung statt. Hierbei wird eine Vorerhebung und Bestandsaufnahme durchgeführt bezüglich der notwendigen wasserrechtlichen Maßnahmen. Insbesondere geht es dabei um den Bachlauf (Räumung, Entfernung der Stöcke und evtl. Teilbegradigung) sowie um Entwässerungsgräben und um Dränageleitungen. Bei der Begehung wird unter anderem Referent Tauderer vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf anwesend sein. Von seiten der Gemeinde wurden die hauptbetroffenen Landwirte bereits zum Ortstermin geladen. Auch Landwirte, die nicht von der Gemeinde eingeladen worden sind, können an der Begehung teilnehmen. Folgende Abschnitte wurden gebildet: I. Hofdorf bis Hunderdorf; Treffpunkt: 8.30 Uhr beim Gasthaus Deschl in Hofdorf; II. Hunderdorf bis Oberhunderdorf: Treffpunkt: 13.30 Uhr bei der Bogenbachbrücke, Straße nach Windberg.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.07.1979


Anna Eichmeier 85 Jahre alt
Hunderdorf.
In gesundheitlich zufriedenstellendem Zustand konnte die Austragslandwirtin Anna Eichmeier ihren 85. Geburtstag feiern. Als Gratulant stellte sich auch 2. Bürgermeister Egon Weinzierl ein, der die Glückwünsche sowie einen Geschenkkorb im Namen der Gemeinde Hunderdorf überbrachte (Unser Bild). Pfarrgemeinderatsmitglied Dora Bugl gratulierte für die Kath. Pfarrei Hunderdorf und überreichte ebenfalls einen Geschenkkorb. Auch drei Enkel wünschten alles Gute. — Die Jubilarin, eine gebürtige Altmann, wurde am 26. 7. 1894 in Hunderdorf geboren, wobei sie die älteste von sieben Geschwistern war. Am 20. 6. 1917 hatte sie mit Josef Eichmeier, der jahrelang Gemeindediener war, den Bund der Ehe geschlossen. Aus der Ehe stammen drei Söhne, von denen einer gefallen ist und einer vermißt wird. Bei Sohn Fritz und dessen Familie verbringt die „Eichmeier-Oma“ ihren geruhsamen Lebensabend. Im Jahre 1963 ist ihr Ehemann verstorben. Die liebste Beschäftigung der Jubilarin ist das Lesen von Romanen und der Tageszeitung.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.07.1979


Schwester Eusebia zu Gast
Hunderdorf.
Vor kurzem stattete Schwester Eusebia Pointner der Volksschule einen Besuch ab. Sie ging mit Religionslehrer Pater Ephrem in die 9. Klassen und berichtete den Schülern und Schülerinnen von ihrer Arbeit in Südafrika. Schwester Eusebia ist Kreuzschwester einer Schweizer Kongregation und kam mit 18 Jahren in die St. Theresa’s Mission in der Transkei/Südafrika. Seit 45 Jahren arbeitet sie in der Mission. Jetzt leitet sie eine Volksschule für schwarze Buben und Mädchen und eine Realschule für Mädchen. Sr. Eusebia unterrichtet Englisch, Biologie, Physik und Geschichte.
1973 war sie im Kloster Windberg zu Besuch. Die Pfarrgemeinde Windberg hat für Sr. Eusebia eine Patenschaft übernommen und konnte ihr mit Hilfe der Verbandsschule Hunderdorf, welche den Erlös der Weihnachtsbasare beisteuerte sowie anderen Gönnern von 1974 bis 1976 einen beträchtlichen Betrag (15 000 DM) überweisen. Die Schwester bedankte sich dafür bei Rektor Czerwenka. Bei einer Unterhaltung mit den Lehrkräften erfuhren diese interessante Fakten aus dem Leben in einer Missionsschule und einem Internat. Besondere Verhältnisse ergäben sich jetzt bei gewissen Unruhen in Südafrika, berichtete die Schwester. Am 24. August wird die 68jährige wieder in die Transkei zurückfliegen.
Unser Bild: Ein Teil des Lehrerkollegiums mit Sr. Eusebia.
Quelle: Bogener Zeitung, 30.07.1979


Erstes Pfarrfest glänzender Erfolg
Hunderdorf.
Nach den vielen Regentagen meinte es der Wettergott mit den Angehörigen der Pfarrei Hunderdorf wirklich gut. Bei strahlendem Sonnenschein kam am Sonntag beim Pfarrfest bereits nach dem Frühgottesdienst echte Gartenfestatmosphäre auf. Im Pfarrergarten hatten Pfarrgemeinderäte und freiwillige Helfer anderer kirchlicher Organisationen bereits am frühen Morgen Tische und Bänke aufgestellt. Mitglieder des Frauenbundes verwandelten das Jugendheim in ein Cafe. Es herrschte großer Andrang und die Frauen hatten sehr viel zu tun. Ihre Kuchen und der Kaffee schmeckte allen. Die Blaskapelle Bugl spielte zünftig auf und bald kam Stimmung auf. Hauptanziehungspunkt war vor allem für die Kinder die riesige Tombola des Kindergartens. Bereits mittags waren alle Lose verkauft und die über tausend wertvollen Preise hatten ihren Besitzer gefunden. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, das Mittagessen beim Pfarrfest einzunehmen. Sowohl der gespendete Leberkäse als auch die gegrillten Bratwürstl und der Käse mundeten vorzüglich. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hamberger gab seiner Freude über den so zahlreichen Besuch Ausdruck und dankte allen für ihr Kommen. Sein besonderer Dank galt natürlich allen freiwilligen Helfern. Der großartige Besuch sei ein Beweis dafür, daß von seiten der Pfarrangehörigen ein Zusammenkommen außerhalb der Kirche gewünscht sei. Während am Nachmittag die Erwachsenen in Ruhe bei Bier, Brotzeit und Musik verweilen konnten, gab es für die Kinder eine ganze Reihe von unterhaltsamen Attraktionen. Bekannte Märchenfilme interessierten auch die größeren Kinder und vielerlei Spiele welche die Kindergärtnerinnen im Schulhof mit Kindern aller Altersgruppen abhielten, ließen keine Langeweile aufkommen. Das Fest wurde ausschließlich von Pfarrangehörigen durchgeführt. Pfarrer Reitinger und auch Bürgermeister Härtenberger waren sich einig, daß dieses erste Pfarrfest in Hunderdorf, dessen Reinerlös der Neuanschaffung einer Orgel zufließt, bei der Bevölkerung gut angekommen war. Zum Schluß des Festes dankte Hans Hamberger allen, die auf irgendeine Weise zum Gelingen des Festes beigetragen hatten.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.07.1979


DAS FUSSBALLSPIEL der Lehrer der Volksschule Hunderdorf gegen die Schüler wurde auch heuer wieder ausgetragen. Die Lehrer hatten schon Schwierigkeiten, elf Leute auf die Beine zu bringen. So wurden zwei „Gastspieler” engagiert. Die Schüler hofften, endlich einen Sieg landen zu können. Aber schon kurz nach Spielbeginn machte ihnen ein plazierter Drehschuss aus der Lehrerelf einen Strich durch die Rechnung. Die Pädagogen waren auch weiterhin überlegen und kamen bis zur Pause noch zu zwei Treffern. Dann ließen sie etwas nach, die Schüler prompt zu zwei Gegentoren nutzten. Die Schüler waren nun dem Ausgleich sehr nahe. Kurz vor Spielende aber waren die Lehrer noch einmal erfolgreich und entschieden somit das sehr faire Spiel mit 4:2 Toren für sich.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.07.1979


Hunderdorf. SV-Fußball: Heute, Dienstag, und Donnerstag, jeweils 18 Uhr, Training.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.07.1979


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Quelle: Bogener Zeitung, 31.07.1979

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