Orgelbaumeister Anton Ehrlich

Beim Versuch, die Frage nach der Herkunft der Orgel in der Hofdorfer Kirche zu beantworten, stößt man auf den Orgelbaumeister Anton Ehrlich aus Straubing. Dieser hat im Jahr 1865 ein Angebot für eine Orgel unterbreitet und diese im Jahr 1866 in der Kirche aufgestellt. Anton Ehrlich ist Teil einer mehrere Generationen alten Orgelbaufamilie, dessen Vater in Passau und dessen Brüder in Passau und Landshut Orgelbau betrieben. Im Jahr 1867 wurde die Restschuld auf die Hunderdorfer Orgel beglichen.
Interessant ist, dass es im Angebot heißt „Die gegenwärtige alte Orgel wird vom Unterzeichneten um 70 fl. angenommen; jedoch überläßt er es der hochlöblichen Kirchenverwaltung zur Verfügung im Fall diese Orgel in der Pfarrei bleiben soll.“ Es wurde also vor der Angebotsabgabe über die Verwendung der alten Orgel gesprochen und der Verbleib in der Pfarrei in Erwägung gezogen. Es liegt nahe, daß die Orgel in der Kirche Hofdorf die alte Orgel aus der Pfarrkirche Hunderdorf ist, die 1866 ersetzt worden ist und etwa aus dem Zeitraum um 1740 stammen soll (Quelle: Orgeldatenbank Bayern).
Dies ist Anlass etwas mehr über den Orgelbau in dieser Zeit zu erfahren.
[Nach Aussagen von Herrn Böllmann aus Anlass der Segnung der Orgel am 15.10.2017 wurde das Holz für den Aufbau des Gehäuses nach einer dendrochronologischen Untersuchung in den Jahren 1725 bis 1730 geschlagen. Dies dürfte für die These sprechen, dass es sich bei der Orgel in Hofdorf um Teile der Orgel handelt, die um 1740 in die Kirche Hunderdorf eingebaut worden ist.]

Dankend für die mir zu Theil gewordene Anerkennung in Nr. 213 dieses Blattes fühle ich mich veranlaßt, erwiedern zu müssen, daß der Unterfertigte auch Herrn Lehrer Blomenhofer alle Ehre und Lob schuldet über sein sinnreiches, schönes Orgelspiel, welches er ruhig zu behandeln versteht.
Man kann nur von Herzen Glück wünschen, welche Gemeinde einem solch‘ edln Herrn Organisten besitzt, dessen gefühlvolles Orgelspiel so sehr zur andacht und Erbauung stimmt.
Straubing den 27. Sept. 1874.
Anton Ehrlich, Orgelbauer.
Quelle: Regensburger Morgenblatt, 29.09.1874


Oeffentliche Anerkennung.
Die von Herrn Ant. Ehrlich in Straubing in die Wallfahrts- und Expositurkirche Scheuer gefertigte Orgel liefert den Beweis, daß man auch mit kleineren Werken großartige Wirkung erzielen kann. Als besonders gelungen sind die von Herrn Domorganisten Hanisch die 2 Bäße und das Bourdon bezeichnet. Das Pfeifenwerk ist sehr fleißig und aus sehr gutem Material verfertigt, der ganze Mechanismus äußerst solid und pünktlich gearbeitet. Die äußere Aussrarrung läßt ebenfalls nichts zu wünschen übrig. Herr Orgelbauer Ehrlich hat sich durch dieß sein 96. Werk alle Ehre gemacht.
Rühmenswerthe Erwähnung verdient auch der mühsame Umbau der alten Orgel nach Mangolding. Möge Herr Ehrlich mit seinen beiden wackeren Herren Gehilfen noch viele Gotteshäuser mit seiner Kunst bereichern.
Die Kirchenverwaltung Scheuer und Mangolding.
Kaindl, Pfarrer.                        Engelberger, Expositus.
Mahrer,                                   Blomenhofer, Organist.
Zink, Pfleger.
Quelle: Regensburger Morgenblatt, 22.09.1874


Die Pfarrkirche zu Reissing,
gewiß eine der schönsten Landkirchen Niederbayerns, wurde im verflossenen Winter auch mit einer neuen Orgel geschmückt. Dieselbe fertigte der Orgelbauer Herr Anton Ehrlich von Straubing, und kann mit vollem Rechte sagen: Das Werk lobt den Meister. Der berühmte Domorganist Herr Joseph Hanisch von Regensburg unterzog das neue Werk einer eingehenden Prüfung, und sein Urtheil lautet höchst schmeichelhaft für den so überaus strebsamen Straubinger Meister. Die Orgel hat 12 klingende Stimmen, ist kontraktmäßig und gelungen ausgeführt, und macht eine für die hiesige Kirche höchst wohltuende, würdevolle und kräftige Wirkung, da in derselben das in vielen Orgeln leider zu häufig vorkommende Schreiwerk vermieden wurde, wodurch dieselbe mehr einen würdigen, kirchlichen Charakter hat. Das hiesige Orgelwerk verdient nach dem competenten Urtheile des Herrn Domorganisten Hanisch in seiner Gesamtwirkung, sowie durch solide und dauerhafte Arbeit in den verschiedenen einzelnen Theilen mit Recht die Note: Vorzüglich. Möchte es darum Herrn Ehrlich gegönnt sein, noch recht viele solche Meisterwerke zur Verherrlichung des Gottesdienstes auszuführen.
Quelle: Donau-Zeitung Passau, 23.06.1870


Quittung
über
800 fl
/: Achthundert Gulden:/, welche der
Unterzeichnete als Abschlagszahlung von
950 fl für eine neu-aufgestellte Orgel
in der Pfarrkirche zu Hunderdorf
von Cooperator Anton Ebenhoech daselbst
unterm frutigen richtig u, baar bezahlt-
en zu haben bekennt;
Hunderdorf 23.ten Oktober 1866
Ant. Ehrlich
Orgelbauer
Rest Einhundertfünfzig
Gulden
Vom Reste zu 150 fl heute baar erhalten 100 fl
/: Einhundert Gulden :/
Straubing 24. September 1867,
100 fl baar erhalten am
23. September 1867

Den letzten Rest von 50 fl. erhalten,
somit der ganze Betrag bezahlt.
Straubing den 2. Dezember 1867. Anton Ehrlich.
Quelle: Pfarrarchiv Hunderdorf


Annonce.

Vor 3 Monaten erhielten wir für unsere Pfarrkirche ein neues Orgelwerk von Herrn Orgelbaumeister Ehrlich in Straubing. Dasselbe findet allgemein den vollsten Beifall und erntet von allen Organisten und Sachkennern, die dasselbe besichtigt, das beste Lob. Die solide Ausführung,  fleißige Arbeit und ebenso einfache als zweckmäßige Construktion sowohl, als auch andererseits Quantität und Qualität der Töne berechtigen auch vollkommen hiezu. Wir können daher nicht unterlassen, dieß nachträglich der Oeffentlichkeit zu übergeben, und obengenannten eifrigen und würdigen Meister allen verehrlichen Kirchen-Verwaltungen bestens zu empfehlen, er heißt Ehrlich und ist ehrlich, nomen et omen habet!
Hunderorf, 1. März 1897.
Joseph Luschner, Pfarrer.
Ant. Ebenhöch, Cooperator.
Joseph Edenhofer, Kirchenpfleger.
Peter Hofmann.
Quelle: Landshuter Zeitung, 05.03.1867


Kosten-Anschlag
über eine ganz neue Orgel für die Pfarrkirche zu
Hunderdorf.

Zinnpfeifenwerk.

1.) Prinzipal 4Fuß von 12löthigem Zinn im Prospekt, hierfür 72 fl.
2.) Mixtur 4fach, 2 Fuß, von Metall  40 fl.
3.) Viola di Gamba 8′ von Zinn  80 fl.
4.) Salicional 8′ tiefe Oktaven von Holz, die übrigen von Metall  66 fl.
Holzpfeifenwerk.
5.) Flöte 4′ offen  36 fl.
6.) Gedackt 8′ weite Mensur   46 fl.
7.) Octavbaß 8′ offen, 22 Töne 38 fl.
8.) Subbaß 16 Fuß, gedeckt, 22 Töne  66 fl.
Das Holzpfeifenwerk wird in der Teife v. schönem Fichten-, in den höheren Octaven von Ahorn- und Birnbaumholz angefertigt.
a. An der Maualwindlade werden die Rahmen, Dämme und Schleifen von Eichen, Kantellen von Fichtenholz, die Ventile gehen in Stiften, und sind ganz bequem einzeln zum Herausnehmen; sie werden doppelt beledert und mit doppelt gewundenen messin-
Latus: 444 fl.

Transport: 444 fl.
genen Federn versehen, die Pulpeten werden von Leder und sämtliches Drahtwerk von Messing. Die Spünde der Windkästen werden ventilartig, so daß keine Witterung darauf einwirken kann; dieses beträgt  100 fl.
b. Die Baßlade wird ebenfalls wie die Manualwindlade gearbeitet, beträgt  40 fl.
c. Die Klaviatur erhält den Tonumfang von C bis f“‘ zu 54 Tönen, die Untertasten werden von weißgebleichten Knochen, die Obertasten Schwarz angefertigt 16 fl.
d. Die Pedal-Tastatur wird mit hartem Holz belegt, erhält Messingfedern und wird gut gefüttert von C bis a 22 Töne   10 fl.
e. Die beiden Blasbälge werden mit Papier ausgeleimt, so auch die Windkanäle. Von den Blasbälgen, welche zum Treten eingerichtet werden, wird einer 9′ lang und 3′ 7“ breit. Die Belederung wird doppelt, die Verbindung mit Pferdesehnen bewerkstelligt, beträgt mit Einschluß aller Windrohre und Windbüchsen 90 fl.
f. Die Wellenbretter werden auf Rahmen angefertigt, die Stiften von Messing, beträgt 20 fl.
g.  Für Einrichtung der 8 Registerzüge neben der Klaviatur
Latus: 720 fl.

Transport 720 fl.
mit schwarzpolierten Zapfen und weißen Schilden u. Mechanismus 60 fl.
h. Für den Orgelkasten nach dem beiliegenden Plan vom Fichtenholz, solid gearbeitet, nebst allen Ornamenten, Spieltisch und Bodium; beträgt  100 fl.
i. Für Aufstellung, Intonation und Stimmung  20 fl.
Summe: 900 fl.

Die gegenwärtige alte Orgel wird vom Unterzeichneten um 70 fl. angenommen; jedoch überläßt er es der hochlöblichen Kirchenverwaltung zur Verfügung im Fall diese Orgel in der Pfarrei bleiben soll.
Der gehorsamst Unterzeichnete verspricht, das nur Orgelwerk in jeder Beziehung meisterhaft, solid und kunstgerecht zu bauen, unterstellt den Bau dem Urtheile Sachverständiger, und verpflichtet sich zu halbjähriger Haftung für alle Fehler.
Straubing, den 14. Juli 1865

Ant. Ehrlich,
Orgelbaumeister.

Wegen der Verzierungen links
und rechts und zur weichern
Fassung werden Summa
Summarum 940 fl. bezahlt.
J. Zeindl, Coop.
Quelle: Pfarrarchiv Hunderdorf


Zur gefälligen Beachtung!
Da die früher angezeigten Instrumente bereits sämmtlich verkauft sind, so erlaube ich mir, neuerdings bekannt zu geben, daß mehrere ganz neu Piano-Forte und Flügel angekommen sind. Ueberspielte Instrumente werden zur Miethe abgegeben. Alte Klaviere werden in Tausch angenommen und billig und fleißig reparirt. Auch habe ich mehrere Giutarren und Violinen, sowie eine ausgezeichnete Pedalharve zu verkaufen.
Straubing, am 15. Juni 1866.
Anton Ehrlich,
Orgelbaumeister.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 16.06.1866


Empfehlung.
Die ergebenst Unterzeichneten beehren sich hiermit, einem hohen Klerus und hochlöblichen Kirchenverwaltungen bekannt zu geben, daß das Geschäft des sel. Orgelbauers Johann Ehrlich in Landshut durch einen tüchtigen Geschäftsführer in bisheriger Weise bis zur Volljährigkeit seines Sohnes Ludwig fortgeführt wird, und empfehlen dasselbe zu geneigtesten hohen Aufträgen bestens.
Am 25. Januar 1860.
Adam Ehrlich, Orgelbauer in Passau.
Anton Ehrlich, Orgelbauer in Straubing.

Quelle: Landshuter Zeitung, 28.02.1860


Entgegnung
auf das Inserat des Volksboten Nr. 294. Orgelbau-Empfehlung betr.
Auf die bemerkte Entgegnung des Herrn Anton Ehrlich, Orgelbaumeister in Straubing, dindet sich der Unterzeichnete zur nachstehenden Erwiederung bemüßigt:
ad 1) Es ist richtig, daß die von meinem seel. verstorbenen Herrn Vetter Anton Ehrlich in Wiesent besessene Orgelbau-Konzession längst erloschen ist, aber seit dieser Zeit wurde die Konzession in Wiesent nicht mehr ausgeübt, und nun habe ich wie in meiner Anempfehlung gesagt: „durch landgerichtlichen Beschluß die früher Ehrlich’sche Orgelbau-Konzession zur Ausübung erhalten.“
Es ist immer nur eine Orgelbau-Konzession in Wiesent und wird daher kein Unterschied seyn können.
ad 2) Hier kann ich mich lediglich auf meine in Händen habenden Atteste berufen, die meine Aussage bestäigen.
Uebrigens muß ich noch bemerken, wenn dieß der Fall wäre, daß ich fast alle meine praktischen Kenntnisse im Orgelbauen dem Herrn Anton Ehrlich zu verdanken hätte, so müßte ich also doch die Anton Ehrlich’sche Orgelbaukunst durch noch andere hier einschlägige Kenntnisse bei anderen Meistern mir angeeignet haben, weil Herr Ehrlich angibt, alle praktischen Kenntnisse habe ich fast ihm zu verdanken.
Uebrigens bin ich im Stande nöthigen Falls durch beglaubigte Zeugnisse darthun zu könenn. daß ich auch bei anderen Orgelbaumeistern als bei Herrn Anton Ehrlich in Arbeit gestanden bin.
Endlich hat mit Herr Anton Ehrlich selbst ein Zeugniß zu Handen gestellt, worin vorkömmt:
und innerhalb dieser 12 Jahren sich als ausgezeichnet geschickt eben so verläßig in seinem Berufe bewährt hat, daß er überall als ganz tüchtiger Orgelbaumeister bestens empfohlen werden kann. –
Johann Rödl,
Orgelbaumeister in Wiesent bei Wörth an der Donau.
Quelle: Der Volksbote für den Bürger und Landmann, München, 23.12.1852


Entgegnung auf das Inserat des Volksboten Nr. 280.
Orgelbau-Empfehlung betr.
1545-46 (b) Der Unterzeichnete sieht sich veranlaßt, die in vorstehenden Inserate enthaltenen Unwahrheiten zu wiederlegen.
1) Ist die Orgelbau-Konzession des vormaligen Orgelbauers Adam Ehrlich in Wiesnt, welche der sel. Vater des Unterzeichneten inne gehabt, schon vor mehr als zwanzig Jahren erloschen, folglich die dem Joh. Rödl verliehene eine neue.
2) Hat Joh. Rödl nicht, wie er angibt, 18 Jahre bei den berühmtesten Meistern Deutschlands, sondern kurze Zeit bei einem Orgelbauer in Regensburg als Schreinergeselle, und bei Unterzeichnetem als Lehrling und später als Orgelbau-Geselle, nicht aber als Werkführer, wie Rödl einem Gerüchte zufolge fälschlich vorgibt, gearbeitet, und mithin all seine praktischen Kenntnisse im Orgelbau dem Unterzeichneten fast Ausschließlich zu verdanken.
Anton Ehrlich,
b. Orgelbaumeister in Straubing.
Quelle: Der Volksbote für den Bürger und Landmann, München, 04.12.1852


1473-74 (a.)                Orgelbau-Empfehlung.
Nachdem mit durch Beschluß des königlichen Landgerichts Wörth vom 13. Sept. d. Js. nach vorangegangener, bei der königlichen Kreisregierung in Landshut mit der Note I bestandenen Prüfung die von meinem verstorbenen Herrn Vetter, Anton Ehrlich, besessene Konzession als Orgelbauer in Wiesent bei Wörth an der Donau ertheilt worden ist, beehre ich mich den Titl. Herren Pfarrern, Chorregenten, Schullehrern u. u. anzuzeigen, daß ich Aufträge von den größten bis zu den niedersten Orgelwerken in meinem Magazine anfertige, welche nach ganz neuer Mechanik construirt sind.
Die Mensuren der Stimmen hab eich mit ganz nach Walkers rühmlichster Orgelbaukunst durch physische und mathematische Berechnung angeeignet, welche einen ausgezeichneten reinen Tonumfang haben.
Zudem liefere ich ganz neu erfundene Kastengebläse, welche einen kleinen Raum einnehmen, und einen sehr gleichmäßigen Wind geben, so daß man kein Zittern und Nachheulen der Töne bemerkt.
Ich schmeichle mir bei meiner 18jährigen Servierzeit bei den rühmlichst bekannten Meistern Deutschlands die Tüchtigkeit erworben zu haben, meisterhafte Orgeln herstellen zu können.
Sollte ich mit Aufträgen beehrt werden, so verspreche ich bei Neubauten, sowie bei Reparaturen eine mehrjährige Garantie, und verpflichte mich zugleich auf Fristenzahlungen einzugehen.
Ich bitte daher um vielseitige Aufträge und empfehle mich achtungsvollst
Johann Rödl,
Orgelbaumeister in Wiesent bei Wörth an der Donau.
Quelle: Der Volksbote für den Bürger und Landmann, München, 24.11.1852


Das Werk lobt den Meister.
78. Dieser Spruch bewahrheitet sich zur großen Freude der Unterzeichneten an der herrlichen Orgel, womit Hr. Ant. Ehrlich, Orgelbauer in Straubing unser neu erbautes Pfarrgotteshaus seit dem 10. Oktober 1850 schmückte; denn alle bisher von Sachverständigen abgelegten Urtheile über dieselbe stimmen darin überein, daß dieses Prachtwerk reinlich, dauerhaft, wohlfeil und zweckmäßig genannt werden müsse.
Dies zur Steuer der Wahrheit, so wie zur weiteren Empfehlung des kunstgeübten Erbauers.
Ittling bei Straubing, 29. Jan. 1851.
Die kath. Kirchenverwaltung.
A. Moosmüller, Pfarrer.
F. X. Grimm, Lehrer.
L. Eigenstetter, Kirchenpfl.
Quelle: Der Volksbote für den Bürger und Landmann, 01.02.1851


Ehre, dem Ehre gebührt!
Die nach Schneiding vom Orgelbauer Herrn Anton Ehrlich in Straubing neugefertigte Kirchenorgel erfährt von allen Sachverständigen nur das günstigste Urtheil; Die Reinlichkeit und Dauerhaftigkeit der Arbeit, die Anordnung der inneren Einrichtung, die Einfachheit und Eleganz des Aeußern, die ganze Disposition erheben sich zu einem Meisterwerk. Der Orgelton ist voll und kräftig; der Preis ganz billig (14 Register um 1450 fl.)
Die unterfertigte Kirchenverwaltung fühlt sich verpflichtet, dem kunstgeübten Erbeuer dieser Prachtorgel die öffentliche Anerkennung auszusprechen und ihn weithin bestens zu empfehlen.
Oberschneidung bei Straubing, den 12. Mai 1850.
Die katholische Kirchenverwaltung.
Göttlinger, Lehrer.                   Fr. S. Handwercherm Pfarrer.
Joh. Kurz, Kirchenpfleger.
Quelle: Augsburger Postzeitung, 28.05.1850


Anzeige:
4304. (3a) Der Magistrat der k. Stadt Straubing hat mir unterm 28. April d. J. die Concession zum Betriebe des Orgelbaues ertheilt.
Indem ich dieß andurch bekannt gebe, empfehle ich mich zu geneigten Bestellungen von Orgeln großer und kleiner Art, wobei die neueste  und beste Form, sowie die feinste und dauerhafteste Mechanik garantiert wird.
Straubing den 3. Juni 1841.
Anton Ehrlich Orgelbauer
Quelle: Die Bayerische Landbötin, 10.06.1841

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