Probleme mit Jugendlichen
Als problematisch zeigte der Bürgermeister bei der Bürgerversammlung (siehe unten stehenden Bericht). den Schulhof und andere öffentliche Plätze auf, da immer wieder, insbesondere von Jugendlichen, Unannehmlichkeiten verursacht werden. Es wurde auch eine gemeindliche Satzung erlassen, wonach der unberechtigte Aufenthalt und Sachbeschädigung mit einem Ordnungsgeld belegt werden können. Das Gemeindeoberhaupt bat darum, entsprechendeHinweise bei Sachbeschädigungen an die Gemeinde zu geben, denn sonst bleiben die Schadenskosten immer bei der Allgemeinheit. Nachdem im Vorjahr der Neubau des FFW-Gerätehauses Hunderdorf eingeleitet werden konnte, sei das Vorhaben soweit fertiggestellt worden, dass zum 20. November mit den Fahrzeugen und der Ausrüstung umgezogen werden konnte. Die komplette Fertigstellung sei im nächsten Jahr vorgesehen. Zur Ortskernsanierung stellte der Bürgermeister fest, dass durchwegs positive Auswirkungen auf das Ortsbild erreicht wurden und nunmehr noch eine Dokumentation aufgelegt werde, die niederbayernweit zur Verteilung komme. Als neue weitere Maßnahme sei zur Förderung ab 2005 der ehemalige Bahnhofsbereich eingereicht worden.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.12.2004
Gesamtabwasserkonzept im Mittelpunkt
Aus der Bürgerversammlung – Feuerwehrhaus wird im nächsten Jahr fertiggestellt
Hunderdorf. (xk) Das Gesamtabwasserkonzept stand im Mittelpunkt der Bürgerversammlung am Freitagabend im Gasthaus Baier-Edbauer. Bürgermeister Gerd Peschke erläuterte die wichtigsten Haushaltszahlen und Investitionsmaßnahmen des Jahres. Das Gesamtabwasserkonzept wurde vom Ingenieurbüro Sehlhoff vorgestellt und Diplom-Ingenieur Seidenader vom Wasserwirtschaftsamt informierte über die Anforderungen an die Nachrüstung der Hauskläranlagen mit einer biologischen Reinigungsstufe. (Siehe auch obenstehenden Bericht.)
Einleitend sagte Bürgermeister Gerd Peschke, man sei froh, dass der 4,2 Millionen-Euro-Haushalt 2004 abgedeckt werden könne und Investitionsmaßnahmen fortgesetzt werden konnten. Der Bürgermeister zeigte auf, dass bei Schlüsselzuweisung, Einkommenssteueranteil und Straßenunterhaltszuschuss gegenüber dem Jahr 2002 Mindereinnahmen von rund 245 000 Euro zu verzeichnen waren und laut Prognose im nächsten Jahr keine Besserung zu erwarten sei. Als größte Investitionsmaßnahme sind im heurigen Jahr das Feuerwehrgerätehaus Hunderdorf mit Ausgaben von 470 000 Euro und die Baugebietserschließung „Lindfeld“ mit 192 000 Euro veranschlagt. Weiterhin ist die Restabwicklung des Baugebietes „Au- vorm Wald“, die Beschaffung eines neuen Randstreifenmähers, die Straßenerschließung in der Wohnanlage Hofdorf sowie die Kläranlagensanierung vorgetragen. Der Schuldenstand beziffere sich zum Ende des Jahres auf rund 753 Euro pro Kopf und liege etwas über dem Landkreisdurchschnitt mit 560 Euro.
Hebesätze unverändert
Trotz der Investitionsmaßnahmen, so der Gemeindechef, blieben die Grund- und Gewerbesteuerhebesätze unverändert. Bei der Kläranlagennachrüstung sei es notwendig gewesen, den Bau des Nachklärbeckens auf das nächste Jahr aus finanziellen Gründen zu verschieben. Als weitere Maßnahme sei in Zukunft die Belebungsanlage mit Schlammstabilisierung und einer Erweiterung der Kläranlage mit einer Zweistufenanlage vorgeplant, wobei die derzeitige auf 4 500 Einwohner ausgelegte Kläranlage mit 4 900 Einwohnergleichwerte nachgerüstet würde.
In seinem Ausblick auf die Folgejahre zeigte Gerd Peschke auf, was die Gemeinde insbesondere vor habe, wobei auf Grund der knappen Finanzmittel verstärkt Prioritäten gesetzt werden müssten. Geplant seien insbesondere Hoferschließungsmaßnahmen in Oberhunderdorf, Hoch und Weinberg, die endgültige Beschlussfassung über das Abwassergesamtkonzept und die Projektierung eines weiteren Kanalbauabschnittes, der Verkauf von weiteren Baugrundstücken und Gewerbegebietsflächen und in den Folgejahren auch der Grunderwerb und die Erschließung für das weitere Baugebiet „Hochfeld-Süd“ am Wasserwerk.
Abwasserkonzept
Die Gemeinde Hunderdorf muss, so Peschke, wie alle Gemeinden ein Gesamtabwasserkonzept erstellen. Der Entwurf stehe und sei mit den Fachbehörden abgestimmt, einige Festsetzungen seien noch zurückgestellt, wobei neben den wirtschaftlichen Aspekten auch die Bürgermeinung bei der Entscheidungsfindung wichtig sei. Sodann stellte Peter Baier vom Planungsbüro das Gesamtabwasserkonzept vor. Wer innerhalb der nächsten sieben Jahre nicht an die zentrale Abwasseranlage der Gemeinde angeschlossen werde, muss seine eigene Kleinkläranlage mit einer biologischen Nachreinigungsstufe ergänzen. Das behandelte Überlaufwasser sei in ein Gewässer einzuleiten, unter bestimmten Voraussetzungen komme auch eine Verrieselung auf dem Grundstück in Frage, so der Ingenieur. Er führte als mögliche in Betracht kommende biologische Nachreinigungsstufen an: Abwasserteich, Pflanzenbeet, Tropf- und Tauchkörperanlage, Belebungsanlage, Filterschachtanlage. Was bei den einzelnen Grundstücken maßgebend sei, ist nach Absprache mit den amtlichen Sachverständigen festzulegen.
Es gelte folgende Verfahrensweise: Gutachten eines Sachverständigen, Genehmigung durch das Landratsamt, Ausführung, Abnahme durch den Sachverständigen, Zuschussantrag über die Gemeinde. Die Zuweisungen für die Nachrüstung von Kleinkläranlagen richte sich nach pauschalen Sockelbeträgen.
Rudolf Seidenader, Ingenieur beim Wasserwirtschaftsamt Deggendorf, sagte, dass die Gemeinde bereits zurückliegend ein weitläufiges Kanalnetz erstellt habe und auch bei der Nachrüstung der Kläranlage die richtigen Schritte eingeleitet habe, um eine Förderung zu erhalten. Die Aufgabe des Gesamtkonzeptes sei, flächendeckend den Anforderungen an den Gewässerschutz gerecht zu werden. Rund fünf Prozent der bayerischen Bevölkerung erhalten keinen Anschluss an die zentrale Abwasserbeseitigung, so dass für die Kleinkläranlagennachrüstung mit der erforderlichen Nachreinigungsstufe eine Förderrichtlinie beschlossen wurde. Neubauten erhalten keine Zuwendungen. Verrieselungen, so Seidenader, erfüllen nicht diese Anforderungen, Bodenfilter nur dann, wenn die Anforderungen an die Reinigungsleistung erfüllt werden.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.12.2004
Erster Markt war ein Erfolg
Zahlreiche Besucher kamen — Erlös ist für einen guten Zweck
Großlintach. (xk) Adventliche Stimmung kam am ersten Adventssonntag beim ersten Weihnachtsmarkt in Großlintach auf. Er ist auch von der hohen Besucherresonanz her ein Erfolg geworden. Mit dem Weihnachtsmarkt zu Gunsten eines sozialen

Zweckes hatte sich der Stammtischverein Lintach-Hunderdorf etwas Besonderes einfallen lassen und auch uneigennützig viel Arbeit investiert. Auch die Fieranten und die Gastwirtsfamilie Plötz kamen dem Veranstalter entgegen und unterstützten die Aktion.
Für das leibliche Wohl sorgten beim Markttreiben die Helfer des Stammtisches mit Glühwein, Gebäck, Bratwurst und vielem mehr. Der Erlös wird der Schule für Körperbehinderte in Straubing zur Verfügung gestellt. Vorsitzender Hans Jürgen Achatz kann demnächst sicher einen stattlichen Spendenbetrag überreichen.
Andere Geschäfts- und Vereinsstände boten insbesondere weihnachtliche Artikel und diverse Geschenkideen und unterstützten ebenso den guten Zweck. Von Adventskränzen, Floristikarbeiten, Bastelwaren über Honigprodukten, Tee und Kaffee, Dekor-Artikel, Bildern, Kerzen, Tonwaren, Holzschnitzereien, Holzspielsachen, Wollwaren bis zu Christbäumen wurde doch für den ersten Markt ein ansehnliches Angebot präsentiert.

Das Markttreiben begann ab 10 Uhr und dauerte bis gut 18 Uhr. Im Laufe des Nachmittags war der Besucherandrang recht groß und der Platzbereich war gut bevölkert. Zu dieser Zeit stellte sich auch der Nikolaus ein und verteilte zur Freude der Kinder Plätzchen. Für ein ansprechendes Rahmenprogramm sorgten mit adventlichen Weisen der Musikverein Hunderdorf unter der Leitung von Kapellmeister Lothar Klein, der Männerchor und die jungen Christmas-Singers des Stammtisches, Stephan Eyerer sowie Maxl und Manuel auf dem Akkordeon.
Quelle: Bogener Zeitung, 01.12.2004
Milieustudien in Hochhaussiedlung
Autorenlesung mit Harald Grill an Volksschule – Traumberuf Schriftsteller
Hunderdorf. (rk) Am Donnerstagabend fand im Pavillon der Hauptschule Hunderdorf eine Autorenlesung des bekannten Schriftstellers Harald Grill statt. Ermöglicht wurde diese durch eine Spende der Raiffeisenbank Hunderdorf. Die Lesung war der Höhepunkt einer einwöchigen Buch- und Lesewoche, die unter anderem auch durch den Vorlesewettbewerb der 6. Klassen, eine Autorenlesung von Andreas Dietz in der Grundschule und die Aufführung eines polnischen Pantomimen-Theaters geprägt wurde.
Erfreulich viele Schüler der Oberstufe, zahlreiche Eltern, Lehrer und

Ehrengäste bildeten im Pavillon eine interessierte und bald vom Autor begeisterte Kulisse. Harald Grill erzählte anschaulich von seinem Werden als Schriftsteller. Ab der 4. Klasse der Volksschule sei Schriftsteller sein Traumberuf gewesen. Obwohl zu Hause nur „Kochbücher, Bibel und Quelle-Katalog“ als Literatur vorhanden waren, gelang es ihm bald, in der Pfarrbücherei eine sprudelnde literarische Quelle aufzutun. Fünf Bücher pro Woche „verschlang“ er, zum Teil auch unter der Zudecke oder auf dem Sportplatz, wenn ihm seine Mutter frische Luft „verordnet“ hatte.
Vorher Lehrer
Bis 1988 sei er dann Lehrer gewesen, ab da nur noch Schriftsteller. Er gewährte Einblicke in sein Schaffen als Autor. Geschichten erfinde er nicht, sondern er suche wirklich Geschehenes im Alltag auf und „montiere“ es zu einer wahren Geschichte. Er veranschaulichte das am Beispiel seines Werkes „Da kräht kein Hahn nach dir“. Die Leitfrage, die seinem Buch zu Grunde läge, war für ihn: „Wie geht es weiter nach einem schrecklichen Verkehrsunfall?“ Ein Bauer aus seiner Umgebung erlitt bei einem Autounfall schwere Verletzungen und verlor auch sein Bein. Er musste deshalb den Bauernhof aufgeben und sich beruflich völlig verändern – mit allen Konsequenzen für die Familie. Nicht die Sensation des Unfalles als solche, sondern das Nachgeschehen sei für ihn als Autor entscheidend gewesen. Er habe sich tief, in die Situation des Verunfallten hineinversetzt. Ein Jahr lang habe er in dessen Umfeld, dem Dorf, herumgehört, die Reaktion der Mitmenschen studiert und Material gesammelt.
Da die Familie des Bauern als wirtschaftliche Konsequenz des Unfalls nach Regensburg in eine Hochhaussiedlung umziehen musste, habe er auch dort intensive Milieustudien betrieben. Besonders den Alltag der „Hochhaus-Kinder“ erforschte er in vielen Interviews. Nach einem Jahr der Stoffsammlung habe er über 1 000 Kärtchen mit gesammelten Erfahrungen besessen. Diese hängte er an Wäscheleinen in seinem Arbeitszimmer auf und schuf sich so einen „Rahmen“ für seine Erzählung. Über Trittsteine“ entstand schließlich in drei Monaten das erste Manuskript. Oftmaliges Überarbeiten und eine Dialektfassung der Dialoge schlossen sich an. Sein Buch zeige starke autobiographische Züge. Sein Vater sei als beinamputierter Versehrter vom Krieg heimgekehrt. So habe er eine tiefe gefühlsmäßige Erfahrung im Umgang mit dem auf Krücken angewiesenen Vater, dem er häufig beistehen musste, und der Reaktion der Umwelt auf diese Situation gewonnen. In „Bernd“, die Leitfigur seines Buches, sei so viel selbst Erlebtes eingeflossen. Dieser „schämte sich auch, weil er sich seines Vaters schämte“.
Publikum begeistert
Bevor der Autor ein ausgewähltes Kapitel seines Werkes vortrug, führte er sein Publikum mit großer schauspielerischer Begabung in die Vorgeschichte dazu ein. Seine Stimme, die vom Flüstern bis zum Schreien dabei alle Nuancen aufzeigte, oft in kernige Dialektsprache überging, fesselte das Publikum. Er benützte den ganzen Raum als Bühne, die er zur Verlebendigung seiner sprachlichen Darbietung durchschritt. Buchstäblich atemlos lauschten dann die Zuhörer der eigentlichen Lesung – immer wieder von befreiendem Lachen unterbrochen.
Quelle: Bogener Zeitung, 02.12.2004
200 Euro
Bei der Adventfeier des Frauenbundes Hunderdorf konnte die Vorsitzende Angela Söldner an Irmgard Bräu eine Geldspende in Höhe von 500 Euro für die Bettina-Breu-Stiftung übergeben. Die Spende stammt aus dem Erlös des Kräuterbuschenverkaufes an Maria-Himmelfahrt. Nachdem der Frauenbund jedes Jahr eine Geldspende für einen caritativen Zweck zur Verfügung stellt, soll diese heuer wieder den an Krebs erkrankten Kindern und leidgeprüften Eltern der Hauner’schen-Kinderklinik in München zu Gute kommen. Frau Bräu freute sich sehr über die Spende und dankte im Namen der betroffenen Kinder und ihrer Eltern. Ihr Dank galt auch der jahrelangen treuen Wegbegleitung des Frauenbundes Hunderdorf. – Bild: Die Spendenübergabe. (Foto: hk)
Quelle: Bogener Zeitung, 10.12.2004
Euro
Am Samstagnachmittag fand im Gasthaus Freudenstein in Au vorm Wald die diesjährige Adventfeier der Landfrauen Hunderdorf-Steinburg-Gaishausen statt. Zu Beginn hielt die Ortsbäuerin Jutta Hacker einen kurzen Rückblick auf das abgelaufene Jahr, bevor auch Pfarrer Pater Wolfgang Vos ein paar Worte zu den Landfrauen sprach. Er meinte, dass man gerade beim christlichen Bauernstand noch Nähe zur Natur und Verbindung zum Herrgott spürt. Heute fühlt man sich immer mehr unabhängig und gelockert und man kommt Milner mehr weg von der Realität, sagte der Geistliche und deshalb soll man den Kindern wieder beibringen, dass sie wieder die Verbindung mit Gott suchen. An Weihnachten soll man wieder träumen von einer Wirklichkeit, die wir nicht mehr täglich erleben, aber die wir uns wünschen würden, sagte Pater Wolfgang. Anschließend konnte man weihnachtlichen Weisen in Gedichten, die von armseligen Geschenken in der früheren Zeit, von modernen Kommunikationsmitteln wie das Handy für den Opa und von verschiedenen Kinderwünschen erzählten, lauschen und sich an der musikalischen Umrahmung durch die Kinder Lisa und Carina erfreuen. Abschließend übergab die Ortsbäuerin Jutta Hacker an Irmgard Bräu für die Bettina-Breu-Stiftung eine Geldspende in Höhe von 510 Euro. Diese Spende soll „mehr Leben für krebskranke Kinder“ in der Haunerschen-Kinderklinik in München unterstützen. – Bild: Irmgard Bräu (Mitte) zusammen mit der Ortsbäuerin Jutta Hacker und ihren Vertreterinnen für Hunderdorf Marianne Aumer und Gaishausen Anita Kronfeldner sowie den Musikantinnen Lisa und Carina Hacker.
Quelle: Bogener Zeitung, 13.12.2004
Nikolaus im Kindergarten
Kinder begrüßten ihn mit Gedichten und Liedern
Hunderdorf. (xk) In freudiger Erwartung machten sich die Eltern und Kinder des Kindergartens St. Nikolaus auf den Weg ins Hunderdorfer Pfarrheim zur diesjährigen Nikolausfeier. Auch die Kindergartenleiterin Alexandra Stadler und ihre Kolleginnen warteten gespannt auf den Nikolausbesuch.
Mit Liedern und Gedichten wurde er schließlich begrüßt. Nachdem auch der Nikolaus alle Kinder begrüßt hatte, boten ihm die Kinder Lieder, Verse und einen Lichtertanz dar. Die Kinder der Flötengruppe umrahmten musikalisch. Die Erzieherinnen überraschten die Eltern und Kinder mit einem Schattenspiel. Es handelte von Menschen und Tieren, die, obwohl sie eigentlich natürliche Feinde waren, eine Nacht zusammen friedlich verbracht hatten.

Der Nikolaus und die Eltern freuten sich sehr über die gelungenen Darbietungen. Mit großem Applaus bedankten sie sich. Schließlich las der Nikolaus aus seinem goldenen Buch von den guten und schlechten Taten der Kinder vor (Bild). Nach dem Versprechen, im nächsten Jahr wieder brav zu sein, überreichte er am Ende der Feier jedem Kind ein Geschenk.
Auch der Elternbeirat wollte es dem Nikolaus gleichtun und bedankte sich bei den Erzieherinnen für die getane und gute Arbeit während des vergangenen Kindergartenjahres. Er überreichte jedem der Mitarbeiterinnen ein kleines Geschenk. Zum Ausklang spielte das ehemalige Kindergartenkind Maxi auf seiner Steirischen weihnachtliche Lieder.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.12.2004
Hunderdorf: Knappe Finanzmittel
Neubau des Feuerwehrgerätehauses und Baugebietserschließung
Der Gemeinde Hunderdorf (3440 Einwohner), ausgestattet mit einer guten Infrastruktur, ist es gelungen, die kontinuierliche Gemeindeentwicklung fortzuführen. Bürgermeister Peschke: „Wir setzen alles daran, die Zukunft zu gestalten für einen lebens- und liebenswerten Ort.“ Bei den Vereinen und Verbänden prägten viele Aktivitäten das Gemeindegeschehen.
Januar: Die Vorplanungen für den Sparhaushalt mit 4,2 Millionen Euro (Vorjahr 5,3 Millionen) beginnen. Es wird deutlich, auch Hunderdorf ist von der Finanznot der Kommunen betroffen.
Im Februar stimmt der Gemeinderat dem vom Straßenbauamt vorgestellten Planungskonzept für die durchgehende Geh- und Radweganbindung Hunderdorf-Steinburg zu und fordert eine baldmöglichste Verwirklichung. Der Schulverband beschließt den 575 000 Euro-Haushalt, wobei sich eine Umlage von 1 219 Euro pro Schüler errechnet. Erstmals war das Volleyball-Team der Hauptschule Hunderdorf für das in Hunderdorf stattfindende Bezirksfinale qualifiziert. Die Verwaltungsgemeinschaft beschließt den Gesamthaushalt mit 672 000 Euro bei einer günstigen Verwaltungsumlage von 65 Euro pro Einwohner. Die Wälder sind durch den Borkenkäfer gefährdet und jeder Privatwaldbesitzer ist dringend zu Abhilfemaßnahmen aufgefordert. Der Wasserzweckverband Bogenbachtalgruppe hat 482 730 Kubikmeter Wasser an die Haushalte geliefert (Steigerung um 6,33 Prozent).
Im März wird bei der FFW-JahreshauptversammIung Thomas Haimerl neuer Vorstand und löst damit Josef Maier ab. Zwei junge Fleischer aus Paraguay absolvieren ein Praktikum bei der Schmankerlmetzgerei Sandbiller, Hunderdorf. Der Bayerwaldverein überschreitet die 100-Mitglieder-Grenze und bestätigt Werner Schwarzensteiner weitere drei Jahre als Vorsitzenden.
April: Beim Mühlhiaslmarkt am Palmsonntag mit verkaufsoffenem Sonntag zeigen Fieranten und Geschäfte den vielen Besuchern, dass auch Hunderdorf tolle Einkaufsmöglichkeiten hat. Johann Dietl wird zum Ehrenvorsitzenden der FFW Gaishausen ernannt. Karl Obermeier jun. wird neuer Schützenkönig. Der Gemeinderat billigt die Planung für Nachrüstung der Kläranlage mit Nachklärbecken und Belebungsanlage für eine Ausbaugröße auf 4 900 Einwohner.
26 Erstkommunionkinder dürfen im Mai erstmals an den Tisch des Herrn treten. Bürgermeister und Gemeinderäte aus der Partnergemeinde St. Johann/Österreich kommen zum Besuch und Gedankenaustausch. Der Musikverein Hunderdorf hat 50 Jugendliche in Musikausbildung und ist Pate beim 20-jährigen Gründungslest der Jugendblaskapelle Perasdorf. Der Dart-Club „Sunset“ feiert sein 15-jähriges Bestehen mit einer Ortsmeisterschaft.
Im Juni zeigt sich die Gemeinde unzufrieden bezüglich des Übergangswohnheimes mit einem Antwortschreiben des Regierungspräsidenten, denn eine konkrete Schließung im Zuge der Gleichbehandlung mit Bogen wird nicht zugesagt. Unmut regt sich bei den Fußballern des Sportvereins, als sie der Kreisklasse Deggendorf zugeordnet werden. Bernd Schönauer wird bayer. Jugendmeister im mehrschüssigen Luftpistolen-Schießen.
Der Monat Juli ist geprägt vom 32. IVV-Wandertag des Bayerwaldvereins. Das Firmsakrament spendet Abt Christian Schütz an 89 junge Christen. Der Harman/Becker-Konzern informiert, dass die rund 60 Arbeitsplätze im Zweigwerk Hunderdorf nach Straubing und Ungarn verlagert werden. Der EC Steinburg blickt auf sein 25-jähriges Bestehen zurück. Die Firma Thyssen-Polymer beginnt mit dem Bau einer neuen Zufahrtsstraße und 24 Lkw-Parkplätzen. 56 Hunderdorfer Schüler sind auf Englandtour.
August: Das Gesamtabwasserkonzept wird auf den Weg gebracht. Der Gemeinderat billigt den Verwaltungsentwurf.
Zum September stellt Autor Alois Winter sein neues Komödienstück „S’Geld stinkt net“ vor, das im Juli 2005 auf die Freilichtbühne kommt. Für die Geländeerschließung im vorgesehenen Gewerbegebiet an der „Thananger Straße-Erweiterung“ wird ein Zuwendungsantrag aus Wirtschaftsfördermitteln gestellt zu geschätzten Kosten von 522 000 Euro.
Im Oktober erhält die Filialkirche St. Valentin in Au vorm Wald ein elektrisches Läutwerk. Das Mesnerehepaar Max und Berta Schötz wird für 48-jährigen Dienst geehrt. Gut besucht war der Kirchweihmarkt.
Im November wird das neue Feuerwehrgerätehaus soweit fertig, dass es bezogen werden kann. Die Wehrmänner legten dazu mit rund 2 500 Arbeitsstunden fleißig Hand an, insbesondere beim Fliesen, Tünchen und verschiedenen Montagen. Die Pflasterarbeiten beim Sportheim-Vorplatz werden abgeschlossen.
Chronikbilanz zum Dezember: Der unermüdliche Ortschronist Kornel Klar stellte dankenswerterweise heuer wieder etliche neue Schriften „Bücher der Heimat“ vor. In den Wohnbaugebieten „Au vorm Wald“ und „Ehren“ werden die abschließenden Grünanpflanzungen durchgeführt.






der SPD und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Ludwig Stiegler, nach Hunderdorf und spricht beim Empfang im Rathaus sowie bei der anschließenden Politkundgebung.


Quelle: Bogener Zeitung, 16.12.2004
Einmal eine Tuba ausprobiert
Bläsernachwuchsaktion in der Schule kam gut an
Hunderdorf. (xk) An die 60 interessierten Kinder und Mütter haben sich kürzlich in der Grundschule Hunderdorf eingefunden, um an einer Musikstunde zum Kennenlernen von Blasinstrumenten teilzunehmen. Die Grund- und Hauptschule Hunderdorf unter Leitung von Rektor Reinhard Dietz hatte in Zusammenarbeit mit dem Musikverein Hunderdorf unter dem Vorsitz von Hans Pollmann diese Informationsveranstaltung initiiert. Gründe hierfür waren bei Schülern das Interesse und die Freude am Erlernen eines Musikinstrumentes zu wecken und Nachwuchsschüler für die Blaskapelle Hunderdorf zu finden. Nach einem Begrüßungsstück durch die Blasmusikgruppe ging der Schulleiter näher auf die Instrumentenkunde ein und stellte die Instrumente vor, während von den Musikern der jeweilige Tonumfang auf dem jeweiligen Instrument vorgespielt und anderes Wissenswertes rund um das Instrument mitgeteilt wurde.
Endlich stand dann das „Ausprobieren“ des Instrumentes auf dem Programm, wo sich dann sogleich deine Warteschlangen bildeten, wollte doch fast jedes Kind auch jedes Instrument ausprobieren. So durften die sehr interessierten Kinder ihre ersten Blasversuche auf den Instrumenten Trompete, Flügelhorn, Klarinette, Tenorhorn, Waldhorn und Tuba unternehmen. Währenddessen wurde dann ein kleines Quiz „Kennst du die Instrumente eines Blasorchesters“ an die interessierten Kinder ausgegeben und mit Bravour von ihnen beantwortet. Vorsitzender Pollmann bedankte sich bei Rektor Dietz für die Bereitschaft, den Musikverein in seiner Nachwuchsarbeit zu unterstützen. Das Erlernen eines Instruments und das Zusammenspiel in der Gruppe fördert unzweifelhaft die intellektuelle Entwicklung eines Kindes ganz entscheidend, so der Vorstand. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass die Ausbildung eine sinnvolle Freizeitgestaltung darstellt. Anschließend ging der Vorsitzende des Musikvereins Hunderdorf auf die Ziele des Vereins gemäß seiner Satzung ein, „die Ausbildung der Jugend auf dem Gebiet der Musik und die Pflege des Musiklebens zu fördern sowie mit dem Endergebnis der Unterhaltung einer Blaskapelle“. Obwohl der Verein derzeit eine 20-köpfige Blaskapelle sowie rund 50 Nachwuchsschüler hat, sind weitere Kinder und Jugendliche, die ein Instrument lernen möchten, willkommen. Die Leitung der Ausbildung erfolgt durch Hans Hallmen im Mehrzweckraum des Rathauses. Infos gibt es bei Hans Pollmann, Telefon 09422/4795.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.12.2004
„Gehen mit Zuversicht ins neue Jahr“
Deckblattänderung genehmigt – Bürgermeister zieht erfolgreiche Bilanz
Hunderdorf. (xk) Die Änderung des Bebauungsplanes „WA Ehren“ wird als Satzung beschlossen. Damit wird auch ein Walmdach zugelassen. Die Bedenken des Landratsamtes wurden zurückgestellt. Dies ist eine der Beschlussfassungen bei der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderates Hunderdorf. Abschließend zog Bürgermeister Gerd Peschke trotz des Sparhaushalts eine positive Bilanz des gemeindlichen Geschehens. Das Gemeindeoberhaupt dankte allen, die für die Gemeinde tätig waren und die Arbeit unterstützt haben, insbesondere der Bevölkerung.
Es wurde zu den fünf Baugesuchen das gemeindliche Einvernehmen hergestellt. Es handelte sich um folgende Vorhaben: Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Au vorm Wald 78, Neubau eines Wohnhauses mit Einliegerwohnung und Garagen in Steinburg 29, Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Rammersberg 29, Tekturplan zur Verladefläche in der Industriestraße, Errichtung eines Wohnhauses mit Garage, in Ehren 41.
Dann berichtete der Bürgermeister über das Ergebnis der Kriegsgräbersammlung. Die Bundeswehrsoldaten hatten 367 Euro gesammelt. Im nicht öffentlichen Teil wurden Grundstücksverträge über den Verkauf von drei weiteren Bauplätzen in Ehren bzw. Au vorm Waldgenehmigt.
Bürgermeister Gerd Peschke bilanzierte in seinem Jahresrückblick, dass die gute Entwicklung Hunderdorfs im Jahr 2004 fortgesetzt werden konnte. Trotz des Sparhaushalts mit 4,2 Millionen Euro (Vorjahr 5,3, vor zwei Jahren 7,1) sei es gelungen, die Gemeinde einen Schritt weiter nach vorne zu bringen, resümierte der Redner. So waren zu verzeichnen die Restabwicklung der Abwasseranlage für Rammersberg und Brandstatt, die Resterschließung des Baugebietes Lindfeld (östliche Stichstraße), die Asphaltierung der Erschließungsstraße Hofdorf und die Eingrünung der Baugebiete Ehren sowie Au vorm Wald. Dank des Baufortschritts und der tatkräftigen Mitarbeit der Feuerwehrleute (rund 2 500 Arbeitsstunden) wurde das FFW-Gerätehaus zum 20. November für die Fahrzeuge und Ausstattung bezugsfertig. Verkauft wurden sieben Bauplätze, der Entwurf des Gesamtabwasserkonzeptes beschlossen sowie der günstige Mitbau eines Teilstücks des Geh- und Radweges in Höhe des Industriegeländes erreicht. Weiterhin wurden ein Randstreifenmäher für den Unimog und ein Streugerät für den Winterdienstschlepper beschafft sowie das Entwurfskonzept für die Neugestaltungdes ehemaligen Bahnhofsbereiches auf den Weg gebracht.
In 16 Gemeinderatssitzungen habe man versucht, den Aufgaben und Problemen gerecht zu werden und Weichenstellungen für die Zukunft vorzunehmen. Verzeichnet wurden 33 Baugesuche (Vorjahr 43), davon zwei Vorbescheide (sechs), 28 Geburten (29), 20 Eheschließungen (16) und 23 Sterbefälle (18). Der Bürgermeister dankte allen, durch ihre Arbeit das Gemeindegeschehen unterstützt und mitgetragen haben. „Insgesamt blicken wir auch mit Zuversicht auf das neue Jahr. Möge es uns gelingen, die kontinuierliche Gemeindeentwicklung fortzusetzen und das Beste für unsere Heimatgemeinde zu erreichen“, so Peschke. Er nannte als Schwerpunkt 2005 den Bau des Nachklärbeckens bei der Kläranlage, die Fertigstellung des FFW-Gerätehauses Hunderdorf, die Teilerschließung des Baugebietes „Am Wasserwerk“, allgemeine Straßeninstandsetzungen und Durchführung von Hoferschließungsmaßnahmen. Beschluss zu fassen ist auch über das Gesamtabwasserkonzept, Bestrebungen gelten der Ortskernsanierung am ehemaligen Bahnhof, dem Lückenschluss für den gesamten Geh- und Radweg Hunderdorf-Steinburg sowie den Erschließungsmaßnahmen für die Gewerbegebietserweiterung Thananger Straße/Erweiterung III.
Pfarrer Wolfgang Vos stellte die gute Zusammenarbeit zwischen der Pfarrgemeinde und der politischen Gemeinde heraus, die anderswo nicht immer so gut sei. 2. Bürgermeister Hans Hornberger dankte Bürgermeister Peschke für sein Engagement um die Gemeinde und für seine gute Zusammenarbeit im Gemeinderat, ebenso ging sein Dank an die Verwaltung und den Bauhof. Es wurde trotz angespannter Finanzen vieles geschaffen, so Hornberger. Das harmonische Miteinander mit Bürgermeister und allen, die die Verwaltungsarbeit unterstützt haben, hob Verwaltungsleiter Xaver Kern hervor.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.12.2004
Feier für Kindergartenomas
Im Kindergarten durfte jedes Kind seine Oma mitbringen
Hunderdorf. (xk) Die Kinder des Kindergartens Hunderdorf gestalteten für ihre Omas eine kleine adventliche Feier. Da fast jedes Kind seine Oma mitbrachte, lud jede Gruppe ihre Omas an einem anderen Tag in den Kindergarten ein.

Mit einem Adventslied stimmten die Kinder auf die weihnachtliche und besinnliche Runde ein. Durch weitere Lieder, Verse und musikalische Stücke wie die Herbergssuche, die Geschichte von der kleinen windschiefen Tanne und anderes, wurden auch die Omas auf die vorweihnachtliche Zeit eingestimmt. Viel Mühe gaben sich die- Kinder bei der Aufführung eines Lichtertanzes. Die Vorfreude auf das Weihnachtsfest konnte man auch von den Gesichtern der Kinder ablesen.
Anschließend überreichte jedes Kindergartenkind seiner Oma einen selbst gebastelten Stern. Doch damit war die Feier noch nicht zu Ende. Bei Punsch und Plätzchen ließen die Kinder und die Omas die Adventsfeier ausklingen.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.12.2004
Besinnliche Waldweihnacht
Windberg. (ws) Eine Rekordbeteiligung verzeichnete die traditionelle Waldweihnacht, organisiert vom Pfarrgemeinderat, am Sonntag in Oberbucha, Gemeinde Windberg. Die bereit gestellten 150 Laternen und Kerzen reichten bei weitem nicht für die Teilnehmer aus Neben dem herrlichen Winterwetter war der Hauptgrund der enorm großen Beteiligung, dass die Waldweihnacht heuer zum ersten Mal nach den Weihnachtsfeiern der örtlichen Vereine abgehalten wurde. Viele nützten den Anlass auch zu einer Winterwanderung über Heilig Kreuz nach Oberbucha.
Um 18 Uhr trafen sich alle Teilnehmer beim Baugeschäft Schuster und wanderten von dort mit Kerzen und Laternen durch den verschneiten Wald zu einem festlich geschmückten Tannenbaum sowie einem beleuchteten Stern, wo sie von- Bläsern der Kapelle „De Andern“ empfangen wurden.
Pfarrer Pater Dr. Gabriel Wolf sagte bei seiner Einführung, er komme gerade aus Rom und habe dort seinen ausländischen Mitbrüdern vom Brauch der Waldweihnacht in Windberg erzählt. Besonders die kalifornischen Mitbrüder hätten sich beeindruckt gezeigt und sich einmal die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung gewünscht, „besonders im Schnee, den sie nicht kennen“.

Waldweihnacht bedeutet: Abstand zu nehmen von der Hektik, die so viele Menschen in der Vorweihnachtszeit ergreift, Zeit zu finden für sich selbst und den Sinn von Weihnachten und Advent neu zu entdecken. Der Pfarrgemeinderat, an der Spitze Sonja Poiger und Irmgard Spranger, hatte sich mit seinem Programm viel Mühe gemacht. Helmut Haimerl von der Kirchenverwaltung hatte den Baum geschmückt und für die Beleuchtung des Waldes dahinter gesorgt, was ein besonderes Flair bot.
Die Feier wurde mit dem gemeinsamen Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ eingestimmt. Die Abgeschiedenheit des Waldes sowie Geschichten, Gedichte und Lieder, vorgetragen von Maria, den Kindern „Gaudispatzen“, Rita, Melanie, Julia sowie Brigitte und Sissi, schenkten allen genügend Ruhe, um den tiefen Sinn des Weihnachtsfestes und des menschlichen Daseins zu erahnen.
Der Windberger Freizeitchor erfreute mit Adventsliedern. Besonders die vielen Kinder beeindruckte die zauberhafte Lichteratmosphäre tief. Mit brennenden Sternwerfern sangen alle Teilnehmer das gemeinsame Schlusslied „Macht hoch die Tür …“. Ein bisschen durchgefroren, aber: zufrieden, kehrten alle gegen 19 Uhr zum Ausgangspunkt zurück. Dort gab es vom Pfarrgemeinderat Kinderpunsch und Glühwein zum Aufwärmen, bevor sich alle wieder auf den Heimweg machten.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.12.2004
Qualitätsware aus einer Hand
FleiWa hat nun auch Filiale in Hunderdorf eröffnet
Hunderdorf. (xk) Die Hauptstraße 27 in Hunderdorf ist die neue Einkaufsadresse für Wurst, Schinken und Fleisch nach der Devise „gut und billig“. FleiWa, ein Oberpfälzer Fleischunternehmen aus Wald, eröffnete kürzlich in der Ortsmitte gegenüber dem Kindergarten (vormals S. u. G. Baier) eine weitere Filiale. Hier werden frische Wurst- und Fleischwaren jeweils freitags und samstags angeboten zu günstigen Dauer-Niedrig-Preisen, so Unternehmenschef Horst Kerscher. Er und sein freundliches Verkaufsteam bemühen sich, im neuen Fleischerfachgeschäft die Kundenwünsche beim Einkauf bestmöglich zu erfüllen, ob am Stück oder in jeder gewünschten Menge.

Die Eröffnungstage sind mit gutem Erfolg gestartet. Bei der Neueröffnung, so Kerscher, waren die Kunden angenehm überrascht, dass das große preisgünstige Produktangebot so wenig Geld kostet. „Und Firmenprinzip ist ,Alles aus einer Hand‘ ; wir produzieren selbst und verkaufen direkt an den Endverbraucher. So muss gute Qualität nicht teuer sein“, resümiert Kerscher. Er versichert, dass FleiWa auf Fleischtradition setzt und nicht dem zu beobachtenden Trend folgt. Fleisch und Wurst vorverpackt in Kühltruhen zur Selbstbedienung anzubieten. In Zukunft ist auch in Hunderdorf das gesamte Sortiment an Fleisch-, Wurst- und Räucherspezialitäten aus der eigenen Produktion erhältlich. Bereits seit 26 Jahren ist FleiWa in Straubing-Hofstatt ansässig, wo schon immer ein preisgünstiger Einkauf qualitativ ansprechender Produkte nach dem System „Fleisch- und Wurstwaren zu Großmarktpreisen für jedermann“ möglich ist.
Die Schlachttiere kommen zum größten Teil von der Erzeugergemeinschaft Vilshofen und Furth im Wald, also Fleisch aus Niederbayern und der Oberpfalz, konstatiert der Firmeninhaber. In letzter Zeit hat nach den Worten von Horst Kerscher das Unternehmen in Standorten Filialen errichtet, womit Fleischerläden in den Ortszentren wiedereröffnet wurden, nach der Devise „nicht auf der grünen Wiese ansiedeln, sondern die Einkaufsmöglichkeiten im Ortsmittelpunkt wieder zu beleben“. Das 1967 gegründete weiter expandierende Familienunternehmen hat sich nun mit der Hunderdorfer Filiale noch mehr auf den Kreis Straubing-Bigen konzentriert.
Quelle: Bogener Zeitung, 23.12.2004
Handtaschenraub auf offener Straße
Hunderdorf. (ta) Am Dienstag gegen 13.45 Uhr hat ein bislang unbekannter Jugendlicher einer 47-Jährigen auf offener Straße die Handtasche gestohlen. Die Frau ging in der Hauptstraße in Hunderdorf ortsauswärts. Ihr fiel auf, dass ihr bereits seit mehreren Minuten ein Jugendlicher in gleichem Abstand folgte. Kurz vor einem Einkaufsmarkt überholte der Jugendliche die Frau und wollte ihr dabei die Einkaufstasche wegreißen. Die Frau hielt jedoch die Tasche so fest, dass der Henkel riss.
Um in den Besitz der Tasche zu gelangen, schlug der Täter der Frau mit der flachen Hand ins Gesicht. Das Opfer ließ daraufhin los und der Täter flüchtete zu Fuß in Richtung Ortsmitte. Die Frau verfolgte den Jugendlichen noch und konnte beobachten, wie dieser die Geldbörse aus der Tasche entnahm und die darin enthaltenen 40 Euro Bargeld einsteckte. Anschließend warf der Täter Einkaufstasche und Geldbörse weg und flüchtete weiter.
Die Polizeiinspektion Bogen betrieb mit Kräften der Kripo Straubing und mit Unterstützung einer Einheit der Bereitschaftspolizei, welche im Bereich anderweitig im Einsatz war, eine gezielte örtliche Fahndung. Mehrere Personen wurden überprüft, vom Täter fehlt aber bisher jede Spur.
Beschreibung des Täters: Circa 17 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß, blonde Haare. Er trug zur Tatzeit eine schwarze Jacke, eine braune Hose und eine rote Baseballkappe. Der Täter sprach während der Tat kein Wort. Das Opfer wurde durch den Schlag nur leicht verletzt. Die Polizei führte bereits im Tatortbereich eine Anwohnerbefragung durch. Wer zudem Hinweise geben kann, welche mit der Straftat in Zusammenhang stehen könnten, soll sich an die PI Bogen, Telefon 09422/85090 oder an die Kripo Straubing, Telefon 09421/868-0 wenden.
Quelle: Bogener Zeitung, 29.12.2004