2005# 01

Postagentur ist im HL-Markt
Gewohnte Dienstleistungen — Keine weiteren Briefkästen
Hunderdorf.
(xk) Seit Montag befindet sich die Postagentur im HL-Markt in Hunderdorf. Bei der Eröffnung sagte Sabine Pledl, Coach der Bürogemeinschaft Deutsche Post AG, Deggendorf, dass bei der neuen Postagentur im HL-Markt das bisher gewohnte Dienstleistungsangebot vollständig geboten wird. Das Postteam besteht aus HL-Marktleiterin Edeltraud Ulrich, ihrer Stellvertreterin Brigitte Doctor und Monika Treimer und Sabine Kain als zwei neue feste Angestellte.

HL-Bezirksleiter Manfred Springer, HL-Marktleiterin Edeltraud Ulrich, ihre Stellvertreterin Brigitte Doctor, Postagenturmitarbeiterin Monika Treimer, Deutsche Post-Vertreterin Sabine Pledl und Bürgermeister Gerd Peschke (v. li.). (Foto:

Die Öffnungszeiten der neuen Postagentur sind Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 8 bis 13 Uhr. Die Postfachanlagen sind wochentags von 8 bis 20 Uhr und am Samstag von 8 bis 18 Uhr begehbar. Der zuständige HL-Bezirksleiter Manfred Springer betonte, dass seitens des HL-Marktes als Betreiber der neuen Postagentur alles getan werde, um einen kundenfreundlichen Postservice zu bieten. Mit Postagenturen habe man bereits Erfahrungswerte gesammelt, so unter anderem auch in Mitterfels.
„Wir sind froh, dass der Fortbestand der Postagentur in Hunderdorf wieder gesichert ist“, so Bürgermeister Gerd Peschke. Enttäuscht zeigte sich der Gemeindechef über das Verhalten der Deutschen Post mit den Sparmaßnahmen, auch hinsichtlich der Briefkästen. So wurde auch der zentrale Postkasten beim Rathaus seit gestrigem Montag abgebaut und beim HL-Markt außen angebracht. Bemühungen, einen weiteren Briefkasten zu erhalten, blieben erfolglos. Ein einziger weiterer Briefkasten befindet sich nur noch in der Hauptstraße.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.2005


Dreikönigsmesse
Windberg.
(ws) Am Donnerstag, 6. Januar, findet um 10.30 Uhr im Kloster Windberg ein Gottesdienst zum Dreikönigstag statt. Der Trompeter Stefan Binder wird zusammen mit dem Kirchenmusiker Joachim Schreiber mit festlicher Musik dieses Hochfest musikalisch gestalten. Die ganze Bevölkerung ist willkommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.2005


Bauernjahrtag
Windberg/Irensfelden.
(eh) Am Samstag, 8. Januar begeht der Bauernhilfsverein Neukirchen-Windberg und Umgebung sein Jahresfest in Windberg. Beginn ist um 10 Uhr mit dem Gottesdienst in der Pfarrkirche in Windberg. Nach der Generalversammlung im Gasthaus Hilmer-Mühlbauer in Irensfelden beginnt um 13 Uhr der landwirtschaftliche Vortrag, bei dem Landwirtschaftlicher Oberrat Emanuel Schlosser vom Landwirtschaftsamt in Straubing zum Thema „Agrarreform – Auswirkungen auf Milchvieh- und Futterbaubetriebe“ referieren wird. Auch Nichtmitglieder sind willkommen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.2005


Hallenbad geschlossen
Hunderdorf.
(xk) Das Hallenbad in der Hauptschule bleibt am Freitag, 7. Januar, geschlossen. Ab Freitag, 14. Januar, ist wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Badezeiten sind von 17 bis 19 Uhr insbesondere für Kinder und Jugendliche, von 19 bis 20 Uhr Erwachsene.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.2005


Au vorm Wald. Stammtisch: Montag, 10.1., 20 Uhr, Hallensport, Turnhalle Hunderdorf.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.2005


Steinburg/Neukirchen. Imkerverein: Heute, Mittwoch, 19 Uhr, Gottesdienst für gestorbene Imker in Pürgl; anschließend Treffen.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.2005


Hunderdorf. Kirchenchor: Donnerstag, 6.1., 9 Uhr, Mitgestaltung des Drei-Königs-Gottesdienstes; 8.30 Uhr Einsingen im Pfarrheim.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.2005


Windberg. Agenda-Gesundheit: Donnerstag, 6.1., 9 Uhr, Treffen bei der Bushaltestelle Steinhöhe zum Nordic Walking.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.2005


Windberg. Trachtenverein: Freitag, 21.1., 19.30 Uhr, Trachtlerball im Amtshaus (Preise für Tombola bis Freitag, 14.1., bei Hilde Schlecht und Christa Schwebel abgeben).
Quelle: Bogener Zeitung, 05.01.2005


Integration – Das Thema
Die misslungene oder teilweise gar nicht erfolgte Integration junger Spätaussiedler aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion birgt gesellschaftlichen Sprengstoff. Parallelgesellschaften drohen sich zu entwickeln. Auch bei uns, im Landkreis. Alkohol, Drogen und Gewalt sind die Folgen von integrationspolitischen Versäumnissen. In einer Serie werden wir die Problematik thematisieren, um zu sensibilisieren.
Im ersten Teil, der Bestandsaufnahme, versuchen wir, die Situation in Hunderdorf als Beispiel für viele andere Orte mit Übersiedlerwohnheimen zu schildern. Im zweiten Teil gehen wir in einem Gespräch mit einem Integrationsbeauftragten den Ursachen der Probleme nach. Im dritten und voraussichtlich letzten Teil, berichten wir über eine Familie, die voll in die Gesellschaft eingegliedert ist und stellen ein erst kürzlich veröffentlichtes „Integrations-Hilfsmittel“ speziell für jugendliche Spätaussiedler vor.

„Du bezahlen unsere Sozialhilfe“
Junge Spätaussiedler und die Auswirkungen fehlgeschlagener Integration – Teil 1
Straubing-Bogen.
Sie kommen nach Deutschland, im Gepäck die Vorstellung von einem besseren Leben in einer besseren Welt. Doch die Hoffnung vom Paradies schwindet binnen Tagen. Der „goldene Westen“ ist hart, grausam, ungewohnt, genau so kalt wie die kasachische oder ukrainische Heimat. Der Frust ist enorm. Das Sprachproblem gibt ihnen den Rest, den jungen Spätaussiedlern, die keine Arbeit finden und – bis sie sich versehen – im Sumpf von Alkohol, Drogen und Gewalt versinken. Direkt vor unserer Haustür, im Landkreis Straubing-Bogen, wo die Welt für viele noch in Ordnung ist, wird die fehlgeschlagene Integration immer mehr zum Problem.

Das Übersiedlerwohnheim in Hunderdorf. Für rund 80 Menschen aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion ein vorübergehendes Zuhause in einer neuen Welt.

Die Auswirkungen der misslungenen, bei vielen jungen Spätaussiedlern erst gar nicht erfolgten Integration haben in den letzten Wochen in Hunderdorf einen traurigen Höhepunkt erreicht: Ein 42-jähriger Mann wurde von zwei jungen Spätaussiedlern niedergeschlagen und schwer verletzt. Nur zweieinhalb Wochen später der nächste Überfall auf offener Straße: Ein 25-jähriger Spätaussiedler überfiel mitten am helllichten Tag eine 47-jährige Frau, schlug ihr ins Gesicht und raubte ihr die Handtasche. Die jüngsten Vorfälle schüren die Ängste vieler Hunderdorfer Bürger, die sich auf den Straßen des Ortes nicht mehr sicher fühlen.
„Hast du Geld?“
Thomas H. erzählt, wie er in der Nacht zum Samstag vor vier Wochen zusammengeschlagen wurde: Es war kurz nach Mitternacht, als er in Hunderdorf aus dem Bus Stieg. Der Bus brachte Arbeiter des BMW-Werkes Regensburg nach Hause. Nach der Ankunft am Gelände des ehemaligen Hunderdorfer Bahnhofs, unweit des Wohnheimes für russische Spätaussiedler, machte Thomas H. das, was für ihn bereits Gewohnheit war: Mit dem Kollegen W. (39) eine Zigarette rauchen. Obwohl sich die anderen BMW-Arbeiter aus dem Bus bereits auf den Weg nach Hause gemacht hatten, währte die Zweisamkeit der beiden Raucher nicht einmal eine halbe Zigarettenlänge. „Hast du Geld? Fünf Euro?“ -zwei junge Männer, der eine groß, über 1,80 Meter, der andere etwa 20 Zentimeter kleiner, pöbelten die beiden BMW-Arbeiter unfreundlich an. Thomas H. und sein Kollege sind sich sicher, dass es zwei Spätaussiedler waren, die sich immer aufdringlicher, verhielten und sogar handgreiflich wurden, nachdem die beiden BMW-Arbeiter ihnen klar gemacht hatten, dass sie keine fünf Euro hergeben würden.
Thomas H. und sein Kollege wollten keinen Ärger und beschlossen, den beiden Männern aus dem Weg zu gehen. Sie verließen den Platz vor dem ehemaligen Bahnhof. Doch die beiden jungen, nach Alkohol riechenden Männer ließen sich nicht abwimmeln. Sie verfolgten Thomas H. und holten ihn ein. H. versuchte noch um Hilfe zu schreien, seinen Kollegen, der in die andere Richtung gegangen war, zurückzurufen. Zu spät: Schon nach dem ersten Schlag – die Faust des größeren Mannes hatte ihn am Auge getroffen – war Thomas H. benommen. Er versuchte sich zu wehren, doch er hatte keine Chance. Obwohl er die Statur eines Ringers hat und sein bulliger Körper vor Kraft geradezu strotzt, ging Thomas H. zu Boden. Der kleinere der beiden Männer hatte den 42-Jährigen von hinten angegriffen, während sich H. gegen die Schläge des Größeren wehrte.

Nach Problemen sprach die Regierung von Niederbayern jungen Spätaussiedlern ein Betreu-ungsverbot aus. (Foros: Lehner)

Als Thomas H. bereits hilflos und verletzt am Boden lag, schlugen die beiden Männer weiter auf ihn ein. Sie droschen mit Fäusten und mit Füßen. Ins Gesicht, in den Rücken, in den Bauch, auf die Arme. „Es war ein unfairer Kampf – nicht Mann gegen Mann“, sagt Thomas H.., der mit zwei angebrochenen Rippen und einem doppelt angebrochenen Unterarm mindestens die nächsten sechs Wochen nicht arbeiten kann. Das geschwollene Gesicht, das aufgeschürfte Knie und die blauen Flecken am ganzen Körper steckt er leichter weg.
Die Angst geht um
Die Frau von Thomas H. hat Angst. In Hunderdorf, wo sie erst vor ein paar Jahren ein Haus gekauft haben, fühlt sie sich nicht mehr wohl. Sie befürchtet, dass sich die jungen Männer nach der Anzeige ihres Mannes an der Familie rächen könnten. Der Grund ihrer Angst kommt nicht aus heiterem Himmel, denn mehrere Bekannte haben mit der enorm hohen Aggressivität der jungen Spätaussiedler, die aus Kasachstan, der Ukraine oder anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion kommen, schon Bekanntschaft gemacht. „Die Polizei muss sich etwas einfallen lassen“, sagt Thomas H., „damit russische Mafia-Methoden nicht zum Hunderdorfer Alltag werden.“
Thomas H. sagt, er sei ein toleranter Mensch. Er selbst komme aus Berlin, habe dort viel mit Ausländern zu tun gehabt und sei gut mit ihnen ausgekommen. Auch gegenüber den aus der ehemaligen Sowjetunion kommenden Bewohnern des Übersiedlerwohnheimes in Hunderdorf hege er keine Vorurteile. Die meisten seien friedliche, angenehme Menschen, wie ein russischstämmiger Kollege im Automobilwerk: „Ein feiner Mensch.“ Doch einige junge Spätaussiedler, meistens seien sie um die zwanzig Jahre alt, trieben es einfach zu weit, sagt Thomas H. und teilt damit die Meinung vieler anderer Hunderdorfer.
Die meisten Unruhestifter kommen nur zu Besuch in den idyllisch am Rand des Bayerischen Waldes gelegenen Ort, berichten Bewohner, rund um das Übersiedlerwohnheim im Nord-Osten des Dorfes. Das wird auch von anderer Seite bestätigt. Ihre Autos sind in Städten wie Regensburg, Dingolfing, Deggendorf oder Landshut zugelassen. Sie treffen sich mit Bekannten aus dem Wohnheim oder mit anderen Freunden, die in der Hunderdorfer Siedlung ihr Zuhause haben. Sie kommen schon am Morgen, bevorzugt aber am Wochenende und trinken Wodka. Zu viel Wodka. „Am Morgen schütten sie sich das Zeug schon literweise rein“, sagt ein Hunderdorfer, der die Gelage der jungen Spätaussiedler des öfteren beobachtet. Man bekomme das Problem wegen des ständigen Kommens und Gehens in dem Übersiedlerwohnheim einfach nicht in den Griff so eine andere Anwohnerin. Nach dem übermäßigen Alkoholkonsum folgen die Ausschreitungen und Übergriffe.
Anwohner berichten: Familie L. erzählt von einem jungen Spätaussiedler, der in der Silvesternacht mit einer Rakete auf die junge Tochter gezielt, die Rakete abgeschossen und so das Mädchen an der Hand verletzt hat. Mehrere Zeugen hätten den Vorfall beobachtet. Der junge Mann habe mit voller Absicht und nicht aus Versehen auf die Tochter geschossen. Familie D. erzählt, Wie die jungen Spätaussiedler ihren Gartenzaun eingetreten haben, Familie C. berichtet von Fäkalien im Garten, Familie H. von zerstochenen Reifen und nächtelanger Lärmbelästigung. Hinzu kommen Pöbeleien und provozierende Bemerkungen wie: „Du viel arbeiten und bezahlen unsere Sozialhilfe.“
„Keiner sagt was“
Ilse K., Angestellte in einem Verbrauchermarkt, ist eine von denen, die sich abends in Hunderdorf nicht mehr auf die Straße trauen. Aus Angst vor den jungen Spätaussiedlern. Der Diebstahl von Schnaps – auffallend hoch ist der Anteil an Wodka – und Zigaretten ist in dem Geschäft, in dem sie arbeitet, nichts Außergewöhnliches mehr. Immer wieder hat sie die unangenehme Pflicht, junge Spätaussiedler zu stellen und ihnen die gestohlenen Flaschen abzunehmen. Doch ein Erlebnis war für sie prägend – seitdem hat sie Angst: An einem Abend eskalierte die Situation. Als sie den jungen Männern die gestohlenen Schnapsflaschen abnehmen wollte, wurden diese handgreiflich, warfen die Frau und ihre Kollegin gegen die Wand und schleuderten sie zu Boden. Beide Frauen trugen Verletzungen davon. „Jeder weiß, wie es hier zugeht, aber keiner sagt was.“
Problem bekannt
Bei den Behörden ist das Problem sehr wohl bekannt. Der Hunderdorfer Gemeinderat reagierte im Sommer mit dem Erlass einer Satzung auf die Probleme mit den trinkenden, randalierenden jungen Übersiedlern – in anderen Bereichen, zum Beispiel rund um das Schulgelände, sollen auch in Deutschland geborene Jugendliche negativ aufgefallen sein. „Nachdem es insbesondere auf den öffentlichen Plätzen und Grünanlagen verschiedentlich zu Unstimmigkeiten kommt mit Sachbeschädigungen, Alkoholgenuss und dergleichen, wurde der Erlass einer Satzung über die Benutzung öffentlicher Grünanlagen beschlossen. Weiterhin ist der Aufenthalt zum Alkohol- und Drogengenuss auf den öffentlichen Plätzen untersagt“; heißt es in einem Bericht über die August-Sitzung des Gemeinderates, der auf der Internet-Seite der Gemeinde veröffentlicht ist.
Bürgermeister Gerd Peschke sagt, dass es in letzter Zeit keine gravierenden Probleme mit den jungen Übersiedlern gab. „Es war ruhig.“ Um so überraschter sei er gewesen, als er von der Schlägerei gehört habe. Was er allerdings nicht ganz versteht: Erst Tage nach dem Vorfall habe er davon erfahren. Er habe sogar im Heim angerufen, aber auch dort nichts in Erfahrung gebracht.
Sind kein Zuchthaus
Träger des Übersiedlerwohnheimes in Hunderdorf ist die Regierung von Niederbayern. „Wir wissen, dass es Probleme gibt“, sagt Alfons Völk, Pressesprecher der Regierung. Im Sommer sei einigen Spätaussiedlern für das Hunderdorfer Heim Betretungsverbot ausgesprochen worden, da diese immer wieder für Unruhe gesorgt hätten. Einer von ihnen habe sich nicht an das Hausverbot gehalten, was ein Strafverfahren zur Folge hatte. Die Polizei sei von der Regierung schriftlich gebeten worden, den Bereich um das Heim, in dem derzeit rund 80 Menschen wohnen, verstärkt zu kontrollieren, so Völk. Zudem habe die Regierung nach einer Aussprache mit Anwohnern und dem Bürgermeister nur noch Familien ohne Kinder zwischen 14 und 21 Jahren in das Hunderdorfer Heim geschickt. Deshalb sei es unwahrscheinlich, dass die Täter, die Thomas H. geschlagen haben, aus den Reihen der Heimbewohner kommen. Kontrolliert wird das Hausverbot von dem Heimleiter und dem Hausmeister, sagt Völk.
Auf die Frage, ob in letzter Zeit mehr Besucher ins Hunderdorfer Heim kommen, antwortet der Leiter des Hunderdorfer Heimes: „Es sind nicht mehr und nicht weniger. Außerdem sind wir kein Zuchthaus.“ Er bestätigt jedoch, dass am Samstag und Sonntag weder er, noch der Hausmeister im Heim seien. An den Wochenenden, an denen die lautesten und feuchtesten Partys steigen, wird das Betretungsverbot im Heim also nicht überwacht. Die Anwohner versteht der Leiter, der auch für die Übersiedlerheime in Geiselhöring und Schwarzach zuständig ist, nicht, denn jeder könne bei Problemen die Polizei anrufen. Er kann nur sagen, dass alles passt, in seinem Heim. Für die Integration der Übersiedler sei im Übrigen ein anderer Herr zuständig. „Außerdem sind sie integriert, wenn sie den Schein haben“, sagt der Heimleiter.
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Mehr über Integration und Probleme jugendlicher Spätaussiedler in einer unserer nächsten Ausgaben.
Hannes Lehner
Quelle: Bogener Zeitung, 08.01.2005


Mehr Bürgerservice in elf Gemeinden
Stilllegungen von Fahrzeugen und Änderungen von Halterdaten vor Ort möglich
Straubing-Bogen.
(ma) Vor knapp zwei Jahren hat der Landkreis mit der Einführung des kommunalen Intranets die Grundlagen für ein kosteneffektives Arbeiten in den kommunalen Verwaltungen geschaffen. Diesem Behördennetz haben sich bisher über 30 Gemeinden des Landkreises, die vier Wasserzweckverbände und auch die Stadt Straubing angeschlossen. Elf Gemeinden des Landkreises nutzen nun dieses kommunale Netzwerk für einen weiteren Bürgerservice. Seit zwei Tagen können in den betreffenden Gemeindeverwaltungen Fahrzeuge stillgelegt und Halterdaten geändert werden.
Für diesen besonderen Service haben sich bisher die Gemeinden Mallersdorf-Pfaffenberg, Laberweinting, Leiblfing, Rattenberg, Wiesenfelden, die Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf mit den Mitgliedsgemeinden Hunderdorf, Neukirchen und Windberg sowie die Verwaltungsgemeinschaft Stallwang mit ihren Mitgliedsgemeinden Stallwang, Loitzendorf u d Rattiszell entschieden. Nach Herstellung der technischen Voraussetzungen gab am Mittwoch Landrat Alfred Reisinger im Rathaus Hunderdorf den Startschuss für dieses neue Verfahren. Der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf und Bürgermeister von Neukirchen, Heinrich Lobmeier, hieß hierzu Landrat Alfred Reisinger, die Bürgermeister der betreffenden Gemeinden: Karl Wellenhofer, Mallersdorf-Pfaffenberg, Xaver Eckl, Laberweinting, Wolfgang Frank, Leiblfing, Reinhard Schwarz, Rattenberg, Anton Drexler, Wiesenfelden, Gerhard Peschke, Hunderdorf, Josef Wurm, Windberg, Alfons Wolf, Stallwang, und Hermann Schauber, Rattiszell, sowie Abteilungsleiter Josef Grimm, den Leiter der Kfz-Zulassungsstelle Heinrich Piermeier und den EDVLeiter Karl Miedaner vom Landratsamt willkommen.
Bürgerfreundliches Projekt

Landrat Alfred Reisinger (Mitte) gab in Anwesenheit der Bürgermeister der beteiligten Gemeinden den Startschuss für den neuen Bürgerservice. (Fotos: ma)

Landrat Alfred Reisinger erinnerte daran, dass er sich bei seinem Amtsantritt zum Ziel gesetzt habe, alle technischen Entwicklungen zu nutzen, um so die Verwaltung bürgernäher zu machen. „Daten sollen laufen und nicht die Menschen“, meinte der Landrat. Mit der Errichtung des kommunalen Behördennetzes sei man einen weiteren Schritt in diese Richtung gegangen. Auch wenn es anfangs erhebliche Kostenhürden zu überwinden galt, hätten die meisten Gemeinden an der Verwirklichung des Projekts großes Interesse gezeigt. Der gemeinsame Formularservice sowie die Automatisierung der Gewerbeanmeldung „GEWAN“ würden seit einiger Zeit erfolgreich laufen. „Im Rahmen des stufenweisen Aufbaues dieses vielfältig nutzbaren kommunalen Behördennetzes geht heute ein besonders bürgerfreundliches Projekt in Betrieb“, stellte der Landrat fest. Mit dieser Maßnahme sei der Landkreis allen anderen Kommunen in Bayern einen Schritt voraus.
Reisinger zeigte sich erfreut, dass sich bereits elf Gemeinden bereit erklärt haben, einen Teilbereich des Zulassungsgeschäftes zu übernehmen. Er sei aber zuversichtlich, dass sich weitere Gemeinden denen anschließen würden. Fahrzeugstilllegungen, Berichtigungen der Fahrzeugpapiere und Änderungen der Halterdaten sind nun bei den genannten Gemeindeverwaltungen möglich. Dies gilt aber nicht nur für die Gemeindebürger selbst, sondern theoretisch für Bürger aus ganz Deutschland. Somit können auch nicht im Landkreis zugelassene Fahrzeuge abgemeldet werden. Bei Verehelichung und Namensänderungen können Fahrzeugscheine und Fahrzeugbriefe bei der Gemeinde geändert werden, so der Landrat. Wir arbeiten daran, dass vielleicht in einiger Zeit bei diesen Gemeinden auch Fahrzeuge zugelassen werden können, prognostizierte Reisinger. Der Leiter der Zulassungsstelle Heinrich Piermeier ergänzte, dass von den eingenommenen Gebühren von 5,10 beziehungsweise 10,20 Euro die Gemeinden für ihre Arbeit 50 Prozent bekämen. Man rechne damit, dass von den rund 13 000 Stilllegungen im Landkreis pro Jahr voraussichtlich etwa zehn Prozent von den Gemeinden übernommen werden, so Piermeier. Personal könnte dadurch bei dieser Größenordnung beim Landratsamt noch nicht eingespart werden. Er gab aber zu, dass bei der Zulassungsstelle mehr Arbeitszeit eingespart werden könnte, wenn sich noch weitere Gemeinden dem Verfahren anschließen würden. Piermeier betonte, dass seine Abteilung gerade in der Anfangsphase weiterhin den Gemeinden beratend zur Seite stehen werden.
Einmaliger Service

Landrat Reisinger überraschte die erste „Kundin“ mit Blumen.

Als Vorsitzender des Gemeindetages dankte Bürgermeister Anton Drexler abschließend den Verantwortlichen des Landratsamtes für ihre Unterstützung bei der Einrichtung dieses Bürgerservices. Auch Drexler sprach die Hoffnung aus, dass sich weitere Gemeinden diesem einmaligen Service anschließen und die vielfältigen Möglichkeiten des kommunalen Behördennetzes nutzen werden. Unter den kritischen Augen des Landrats und der anwesenden Bürgermeister brachte die Verwaltungsangestellte Carmen Holzapfl die erste Kfz-Stilllegung bei der Gemeinde Hunderdorf reibungslos über die Bühne. Die erste „Kundin“, Manuela Weninger, überraschte der Landkreischef mit einem Blumenstrauß.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.01.2005


Bebauungsplan bleibt gleich
Diesmal keine Teilnahme an „Unser Dorf soll schöner werden“
Windberg.
(xk) Keine Zustimmung findet die Änderung des Bebauungsplanes „Hochfeld“ durch Deckblatt Nr. 1. Dies ist das Beschlussergebnis der Sitzung des Gemeinderates am Mittwochabend. Mit dem Änderungsantrag war beabsichtigt, das Pultdach entgegen der Hangneigung auszurichten, wobei die zulässige Wandhöhe von 6,75 Meter über Urgelände eingehalten wäre. Der Gemeinderat war jedoch der Meinung, dass das einzelne Baugesuch sich auch an die Vorgaben des wirksamen Bebauungsplanes halten sollte, wobei zugelassen sind Satteldach, symmetrisch geneigt und Pultdach mit Dachneigung in Hangrichtung.
Dann gab Bürgermeister Josef Wurm ein Schreiben des Zweckverbandes Abfallwirtschaft bekannt. Danach ist heuer erstmals die zentrale Aufräumaktion des Zweckverbandes beabsichtigt nach dem Motto „Sauber macht lustig“. Dabei soll auf Straßen, Plätzen und in der Natur herumliegender Abfall aufgesammelt werden in einer gemeinsamen Zweckverbandsaktion, die am 12. März gestartet wird. Für die beiden aktivsten Gemeinden gibt es auch Preise zu gewinnen. Der Gemeinderat war einmütig dafür, für die Durchführung der Aktion die örtlichen Vereine anzusprechen und zu gewinnen, insbesondere auch die Jugend ist zur Beteiligung aufgerufen. Auch einige Gemeinderäte wollen sich aktiv an der Aktion beteiligen.
Mikrozensus 2005
Zur Kenntnis genommen wurde dann ein Schreiben des Landratsamtes Straubing-Bogen bezüglich des 22. Wettbewerbes „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ für die Jahre 2005/2006. Der Gemeinderat war einmütig der Meinung, dass sich die Gemeinde am Wettbewerb nicht beteiligt. Windberg hat bereits beim vorgängigen Dorfwettbewerb mit gutem Erfolg teilgenommen. Mehr kommunaler Einfluss bei der Auswahl von Standorten für Mobilfunksendeanlagen soll durch ein Volksbegehren gesichert werden. Insbesondere sollen auch Sendemasten bis zu einer Höhe zehn Metern genehmigungspflichtig werden. Der Gemeinderat war dafür, das Volksbegehren zu unterstützen. Wie Bürgermeister Wurm weiter informierte, werde vom Statistischen Landesamt auch der Mikrozensus 2005 durchgeführt. Davon seien auch einige Haushalte der Gemeinde Windberg betroffen. Es handelt sich dabei um eine amtliche Haushaltsbefragung, die nach einer repräsentativen Stichprobe und Auswahlweise der Haushalte durchgeführt wird. Die ausgewählten Haushalte werden von Interviewern vorab informiert und sodann die entsprechenden Befragungen durchgeführt.
Zur Information gab der Bürgermeister weiterhin, dass ab 1. Januar 2005 die Sperrzeit nahezu aufgehoben ist. Laut gesetzlicher Regelung darf nunmehr in Gaststätten und Vergnügungsbetrieben von 6 Uhr früh bis 5 Uhr früh geöffnet sein. Der Gemeindechef informierte weiter, dass bei der Verwaltungsgemeinschaft in Hunderdorf nunmehr als weiterer Bürgerservice auch Kfz-Abmeldungen und Halterdatenänderung bei Namensänderung oder Wohnsitzwechsel (letztere nur aus dem Gebiet Landkreis Straubing-Bogen) vorgenommen werden können.
Von Landrat Alfred Reisinger wurde dazu für die elf beteiligten Landkreisgemeinden zentral der Startschuss in der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf gegeben am 12. Januar. Für die Hoferschließungsmaßnahmen 2005 wurden sodann in nichtöffentlicher Sitzung die Ingenieurleistungen vergeben. Es handelt sich insbesondere um die Oberbauverstärkungen bei fünf verschiedenen Gemeindeverbindungswegen, für die nach Vorprüfung ein Zuschuss zur Instandsetzung in Aussicht steht. Erörtert wurde abschließend die Erneuerung der Gastherme im Amtshaus, wobei noch die entsprechenden Kostenangebote einzuholen sind und sodann der Bürgermeister wegen der Eilbedürftigkeit beauftragt wurde, dem wirtschaftlichsten Angebotssteller den Zuschlag zu erteilen. Die Kosten dürften sich auf ca. 5 000 Euro beziffern.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.01.2005


Im Februar ist Bundeswehr-Gelöbnis
Neue Chronikbroschüre wurde vorgestellt – Aus der Gemeinderatssitzung
Hunderdorf.
(xk) Am 17. Februar 2005 findet ein feierliches Bundeswehr-Gelöbnis für rund 420 Rekruten in Hunderdorf statt. Dies berichtete Bürgermeister Gerd Peschke bei der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstagabend. Entsprechend der ersten Koordinierungsbesprechung ist um 15 Uhr Gottesdienst in der Pfarrkirche, anschließend die Gelöbnisfeier am Sportplatzgelände. „Es ist eine schöne Sache, dass wieder einmal eine Bundeswehrvereidigung in unserer Gemeinde stattfindet“, so Peschke.
Zum Baugesuch auf Einbau eines Zwerggiebels in das bestehende Wohnhaus in Thananger 24 A wurde einmütig das gemeindliche Einvernehmen hergestellt. Bürgermeister Gerd Peschke gab ein Schreiben des Zweckverbandes Abfallwirtschaft bekannt. Danach ist heuer erstmals die zentrale Aufräumaktion des Zweckverbandes beabsichtigt nach dem Motto „Sauber macht lustig“. Dabei soll auf Straßen, Plätzen und in der Natur herumliegender Abfall aufgesammelt werden in einer gemeinsamen Zweckverbandsaktion, die am 12. März gestartet wird. Der Gemeinderat war einmütig dafür, für die Durchführung der Aktion die örtlichen Vereine anzusprechen und zu gewinnen. Als Koordinator fungiert zweiter Bürgermeister Hans Hornberger.
Zur Information gegeben wurde vom Gemeindeoberhaupt im Folgenden ein Schreiben des Landratsamtes Straubing-Bogen bezüglich des 22. Wettbewerbes „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ für die Jahre 2005/2006. Der Gemeinderat war einmütig der Auffassung, dass man sich noch nicht beteiligt. Zunächst soll noch der Bereich des ehemaligen Bahnhofsgeländes in einen ansprechenden Zustand versetzt werden, wofür auch bereits ein Konzept besteht.
Wie Bürgermeister Peschke weiter informierte, werde vom Statistischen Landesamt auch der Mikrozensus 2005 durchgeführt. Davon seien auch einige Haushalte der Gemeinde Hunderdorf betroffen. Es handelt sich dabei um eine amtliche Haushaltsbefragung, die nach einer repräsentativen Stichprobe und Auswahlweise der Haushalte durchgeführt wird. Die ausgewählten Haushalte werden von Interviewern vorab informiert und sodann die entsprechenden Befragungen durchgeführt.
Zur Information wurde dem Gemeinderat weiterhin gegeben, dass ab 1. Januar die Sperrzeit laut gesetzlicher Regelung in Bayern nahezu aufgehoben wurde. Es darf nunmehr in Gaststätten und Vergnügungsbetrieben von 6 Uhr früh bis 5 Uhr früh geöffnet sein. Der Gemeindechef informierte weiter, dass bei der Verwaltungsgemeinschaft in Hunderdorf nunmehr als weiterer Bürgerservice auch Kfz-Abmeldungen und Halterdatenänderungen bei Namensänderung oder Wohnsitzwechsel  (Letztere nur aus dem Gebiet Landkreis Straubing-Bogen) vorgenommen werden können. Von Landrat Alfred Reisinger wurde dazu am 12. Januar für die elf beteiligten Landkreisgemeinden zentral der Startschuss in der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf gegeben.
Angesprochen wurde von Sitzungsleiter Peschke auch kurz die Übersiedlerproblematik aufgrund der letzten Vorfälle und die diesbezüglichen Bemühungen der Gemeinde, wobei wiederholt auch die Schließung des Heimes verlangt wurde und Wird. Aufgrund eines Schreibens des Landratsamtes wurde als Biberberater dritter Bürgermeister Xaver Neumaier in Vorschlag gebracht. Zur Kenntnis genommen wurde von den Damen und Herren des Gemeinderates auch das Angebot des Bezirks Niederbayern für ein Gastspiel des Kulturmobils. Dazu wurde konstatiert, keinen Gebrauch zu machen, zumal auch die Mühlhiaslbühne ein neues Freilichtspiel „’s Geld stinkt net“ im Juli auf die Bühne bringt.
Vorgestellt und empfohlen wurde vom Bürgermeister die neue Chronikbroschüre „Das Leben der Heiligen und Schutzpatrone unserer Kirchen“ als neues Werk des Ortschronisten Kornel Klar, dem dafür wiederum Dank ausgesprochen wurde. Zur Information gab der Ratsvorsitzende weiterhin, dass sich die Postagentur seit 3. Januar nunmehr im HL-Markt befinde. Den diversen gemeindlichen Bemühungen, den zentral gelegenen Briefkasten beim Rathaus zu erhalten, erteilte die Deutsche Post eine Absage. Für die erweiterten Ingenieurleistungen beim Abwassergesamtkonzept wurde sodann in nichtöffentlicher Sitzung ein Honorarnachtrag gebilligt.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.01.2005


„Bin fast schon ein echter Niederbayer“
Ein Jahr im Amt: Abt Hermann Josef Kugler hält Rückschau und blickt nach vorn
Windberg.
(dw) Er schwäbelt noch immer: Eine Selbstverständlichkeit bei einem in der Nähe von Ulm geborenen Lauinger, der noch dazu seine Klosterjahre im schwäbischen Roggenburg verbrachte und sogar als Stadtpfarrer und Dekan in Weißenhorn schwäbische Schäflein um sich scharte. Aber bereits als Novize im niederbayerischen Windberg begann er 1985 seine Prämonstratenserlaufbahn, wurde auch hier 1992 zum Priester geweiht und amtiert nun genau seit dem 17. Januar 2004 als Chef der Weißen Chorherrengemeinschaft: Abt Hermann Josef Kugler blickt auf ein für ihn persönlich besonders ereignisreiches und spannendes Jahr zurück. „Dieses erste Abtsjahr wurde geprägt von vielen neuen Menschen, neuen Herausforderungen und unterschiedlichen Begegnungen, doch mit dem Resümee, dass ich mich sehr wohl aufgehoben und außerdem schon fast wie ein echter Niederbayer fühle!“

Abt Hermann Josef Kugler blickt auf das erste Jahr seiner Amtszeit zurück. (Foto: dw)

Heiterkeit und Optimismus ausstrahlend, hat Abt Hermann Josef die vielfältigen Aufgaben übernommen, die sowohl die Weggemeinschaft seiner Mitbrüder betreffen, wie die Angelegenheiten, die er, eingeladen von anderen Pfarreien, als Prediger oder Firmspender, als Vertreter des Klosters bei anderen Ordensgemeinschaften oder auch als Gestalter von Einkehrtagen übernahm. „Klar, dass auch viel Büroarbeit dabei ist, die ich sozusagen als mein eigener Sekretär alleine erledige!“ Beispielsweise wäre es sehr wichtig, einen gut funktionierenden Plan zu erstellen für die Windberger Patres, von denen einige als Pfarrer eigene Gemeinden versorgten und andere, die als Aushilfsseelsorger wegen des auch bei uns herrschenden Priestermangels sehr begehrt wären.
Sein Blick habe sich in verschiedene Richtungen geweitet. Gewählt wurde er aufgrund seiner neuen Würde in den Vorstand der „Vereinigung der deutschen Ordensoberen“ (VDO)“: Für mich eine sehr interessante Erfahrung, über den eigenen Kirchturm hinauszuschauen und zu sehen, wie bunt und vielfältig in ihren Ausrichtungen die über 100 verschiedenen Männerordenslandschaften sind.“ Eingehend auf deren sehr unterschiedlichen Nachwuchsproblemen, kann der Abt optimistisch sein: „Gott sei Dank haben wir in dieser Hinsicht keine Sorgen. In Windberg und in unserem Tochterkloster Roggenburg werden dieses Jahr voraussichtlich gleich vier junge Männer zu Diakonen geweiht.“
Und sich daran erinnernd, was sein Vorgänger und jetziger Generalabt Thomas Handgrätinger scherzhaft und auch schwäbelnd anlässlich seiner Benediktion zu ihm gesagt hatte: „Dass a Schwob scho mal narrat werre kann, und dass a mol der Gaul mit dir durchgot, isch au zum Verzeiha“, dazu meint der Abt lachend: „Sicher mussten sich meine Mitbrüder manchmal an mein Temperament gewöhnen.“ Aber nicht er allein habe das Sagen, sondern in allen seinen Entscheidungen werde er von dem sieben Personen umfassenden Abtsrat beraten und unterstützt.“ Neben ihm selbst als Vorsitzender gehörten Pater Michael als Prior und Provisor. Pater Simeon als Subprior, außerdem, dazu gewählt von den Mitbrüdern, der Prior von Roggenburg, Pater Rainer, und die Windberger Patres Jakob und Martin dazu. Übrigens könne er schon sehr gut niederbayerisch sprechen, perfekt zu beweisen mit dem Satz „Da da dia da da“ (gemeint ist damit der richtige Platz für einen Blumentopf!).
Als begeisterter Flügelhornbläser und Mitglied der Weißenhorner Blechbläserkapelle mit dem bezeichnenden Namen „Zum ewigen Licht“ habe er natürlich dieses Hobby sehr vernachlässigen müssen. „Dazu fehlt mir ganz einfach die Zeit“. Deshalb freue er sich sehr auf einen Revivalabend im März mit Mitgliedern der ehemals von ihm betreuten KLJB-Mitgliedern. Da werde musiziert und er könne auch seine Leidenschaft zum Theaterspielen wieder aktivieren. Für das neue Jahr in Windberg stünde ein besonderes ihm am Herzen liegendes Projekt an. Man wolle Menschen zusammenbringen, die sich schon lange mit Windberg verbunden fühlten und mit solchen, die sich neu zu der Abtei hingezogen fühlten. „Wir planen, einen Förderverein ,Freunde der Abtei Windberg‘ zu gründen und sind gerade dabei, die Satzung zu entwerfen.“
Quelle: Bogener Zeitung, 17.01.2005


WASSER STATT SCHNEE: Während sich die Menschen in Sankt Englmar gestern über Neuschnee freuen konnten, hieß es in Hunderdorf „Land unter“. (Foto: Claudia Sprenger)
Quelle: Bogener Zeitung, 22.01.2005


Nun in der Bayernliga
Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse Deutschlands
Hunderdorf.
(he) Die erste Mannschaft der Eisstockabteilung des SV Hunderdorf konnte zum dritten Mal innerhalb von fünf Jahren einen Aufstieg feiern, ohne zwischenzeitlich wieder abgestiegen zu sein. Zunächst sei es das Ziel gewesen, den Abstieg aus der Landesliga zu verhindern, so Abteilungsleiter Otto Sachs bei der Aufgtiegsfeier.
Sachs ließ das sportliche Geschehen Revue passieren. Beim Vorrundenturnier der Landesliga in Waldkirchen lief es am ersten Wettkampftag mit dem dritten Platz von 29 Moarschaften ganz gut. Am Ende des zweiten Spieltages fiel die Mannschaft allerdings auf den 17. Rang zurück. Beim Rückrundenturnier am 15./16. Januar in Deggendorf musste die Vertretung des SV die letzten fünf Spiele gewinnen, um den Aufstieg in die Bayernliga zu schaffen.

Klaus Dietl, Werner‘ Beck, Bürgermeister Gerd Peschke, Ewald Bauer, Georg Hambach, Karl Spranger und Ab-teilungsleiter Otto Sachs (v. li.). (Foto: he)

Buchstäblich mit dem letzten Schuss fiel die Entscheidung. Gegen den direkten Kandidaten um den fünften Platz, der zum Aufstieg in die Bayernliga berechtigte, konnte ein Sieg eingefahren werden. Nun musste auch noch die Stocknote entscheiden, da drei Vereine punktgleich waren. Die bessere Stocknote konnten die Hunderdorf er aufweisen, wobei wohl auch der hohe Sieg von 30:0 im vorletzten Spiel dazu beitrug. Der Abteilungsleiter erwähnte auch noch, dass die erste Mannschaft innerhalb von zehn Jahren siebenmal aufgestiegen sei. Jetzt sei er aber besonders stolz auf den Aufstieg, bedeute doch das Erreichen der Bayernliga, dass man im nächsten Jahr in der dritthöchsten Liga Deutschlands um Punkte kämpfen werde.
Sachs betonte, dass die „Chemie“ zwischen den fünf Schützen Klaus Dietl, Werner Beck, Georg Hambach, Karl Spranger und Ewald Bauer stets gestimmt habe, was er als unbedingte Voraussetzung für einen derartigen Erfolg bezeichnete. Besonderes Lob zollte Sachs dem „Edelreservisten“ Ewald Bauer. Als Auszeichnung erhielten die Athleten eine Ehrenurkunde und einen Ehrenteller, während die Frauen der erfolgreichen Stockschützen einen Blumenstrauß in Empfang nehmen durften.
Bürgermeister Gerd Peschke, der zugleich auch Vorsitzender des SV Hunderdorf ist, gratulierte den Sportlern und der Abteilung zu diesem Erfolg, was er mit anerkennenden Worten zum Ausdruck brachte. Er hatte natürlich auch ein Geschenk mitgebracht. Auch der Hauptverein ließ der Abteilung eine Zuwendung durch Kassier Gerhard Scherz zukommen. Peschke und Scherz wünschten dem EC und den Aufsteigern alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft.
Quelle: Bogener Zeitung, 25.01.2005

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