2003# 05

Motorradunfall: Sozia schwer verletzt
Steinburg.
(ta) Bei einem Unfall sind am Donnerstag zwei Motorradfahrer schwer verletzt worden. Während der 23-jährige Fahrer selbst mit leichteren Blessuren davonkam, musste seine Begleiterin ins Krankenhaus geflogen werden. Der Motorradfahrer war auf der Staatsstraße Ehren Richtung Steinburg in einer scharfen Rechtskure nach links von der Straße abgekommen. Das Motorrad war daraufhin in den Graben gerutscht, gegen einen Wasserdurchlass geprallt und hatte sich überschlagen.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.2003


JUGENDROTKREUZ BEI STOIBER. Im Rahmen des Niederbayernempfangs der Staatsregierung in München überreichten Birgit Bogner und Florian Sporrer (stellvertretende Fachbereichsleiter öff.n@t im JRK-Kreisverband) den Jahresbericht des Jugendrotkreuz-Kreisverbandes Straubing-Bogen. Ministerpräsident Edmund Stoiber zeigte sich erfreut und beeindruckt über die vielen Aktivitäten und Aktionen, die vom jährlichen Wettbewerb über Erste-Hilfe-Ausbildung, Umweltaktionen wie „Rama Dama“ bis zu Kinder- und Jugendfreizeiten reicht. Das JRK stellt eine tragende Säule der Kinder- und Jugendarbeit in vielen Gemeinden dar. Stoiber wünschte dem JRK und seinen Gruppenleitern weiterhin viel Erfolg. – Bild: Edmund Stoiber mit Birgit Bogner und Florian Sporrer bei der Übergabe des Jahresberichtes. Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.2003


Scheune brennt vollständig ab
Drei Menschen leicht verletzt
Vieh in Sicherheit gebracht – Hoher Sachschaden
Hasenquanten.
(ta) Bei einem Feuer in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Hasenquanten bei Hunderdorf wurden am Freitagvormittag drei Menschen leicht verletzt. Das Großvieh aus den Stallungen konnte gerettet werden. Durch das Feuer brannte eine große Scheune mit Stallungen völlig ab. Wie die Polizei mitteilte, beträgt der Sachschaden etwa 80 000 Euro.
Gegen 10.22 Uhr liefen bei der Polizei in Bogen und der Einsatzzentrale der Polizeidirektion Straubing die ersten Notrufe ein. Gleichzeitig war am Brandort ein Führungsdienstgrad der

Trotz des Großeinsatzes der Feuerwehren brannte die Scheune mit Stallungen in Hasenquanten bei Hunderdorf am Freitagvormittag völlig nieder. (Fotos: sp)

Feuerwehr vorbeigekommen und hatte den Ausbruch des Feuers zufällig bemerkt und seinerseits ebenfalls alle nötigen Alarmierungen in die Wege geleitet.
Für sämtliche umliegenden Feuerwehren wurde Alarm ausgelöst. Die Polizeiinspektion Bogen rückte mit mehreren Streifenfahrzeugen zum Einsatzort aus.
Nach den ersten Ermittlungen der Straubinger Kriminalpolizei stellt sich der Brandverlauf folgendermaßen dar: Ein 41-jähriger Landwirt hatte am Vormittag des Freitag in seiner etwa zehn mal 15 Meter großen Scheune mit integrierten Stallungen Arbeiten durchgeführt. Dabei war auch eine Getreidemühle und ein Elektromotor betrieben worden. Der Mann ließ die Geräte für kurze Zeit unbeaufsichtigt, dabei geriet vermutlich eine der betriebenen Maschinen wegen eines technischen Defekts in Brand. Das Feuer breitete sich rasch aus und griff auf das gesamte Gebäude über.


Nach ersten Schätzungen der Polizei verursachte das Feuer einen Sachschaden von etwa 80 000 Euro.

Nur durch die schnelle Alarmierung und dem beherzten Einsatz der Feuerwehreinsatzkräfte konnte ein Übergreifen des Feuers auf die in der Nähe gelegenen Wohnhäuser verhindert werden.
Sofort nach der Brandentdeckung brachten der Landwirt und weitere Helfer das Großvieh aus den Stallungen in Sicherheit. Trotz des Großeinsatzes der Wehren brannte das teilgemauerte Gebäude nieder. Bei der Brandbekämpfung und dem Rettungseinsatz für die Tiere erlitt der 41-jährige Landwirt und zwei weitere Helfer leichte Verletzungen, die vom Rettungsdienst vor Ort ambulant behandelt werden konnten.
Experten der Straubinger Kriminalpolizei nahmen vor Ort die Ermittlungen auf und schätzen den Sachschaden derzeit auf etwa 80 000 Euro. Polizeibeamte mussten während der Löscharbeiten die Staatsstraße zwischen Hunderdorf und Steinburg teilweise komplett sperren. Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.2003


„Keine Auslagerung“
Firmensprecher Francois De Landsheer: Anzahl der Mitarbeiter am Bogener Polymer-Standort an wirtschaftliche Situation gebunden

Werden nach dem Verkauf der Thyssen-Tochter Polymer an die belgische Deceuninck-Gruppe in Bogen Arbeitsplätze abgebaut? Diese Frage beschäftige in den letzten Tagen vor allein die rund 650 Angestellten am Bogener Standort. In einem Gespräch mit Landrat Alfred Reisinger und Bürgermeister Franz Sehedlbauer zeigte sich die Geschäftsführung in Bogen optimistisch (wir berichteten): In den nächsten fünf bis zehn Jahren werde es keinen Abbau von Arbeitsplätzen geben. Bei Deceuninck in Hooglecle-Gits will man sich in dieser Frage nicht festlegen. Firmensprecher Francois De Landsheer verweist hinsichtlich der Arbeitsplätze auf die wirtschaftliche Situation.
Warum haben Sie sich entschieden, die Polymer-Sparte des Thyssen-Konzerns zu erwerben?
Unsere Firmenstrategie basiert auf dem Streben nach Wachstum, sowohl firmenintern als auch -extern. Wir suchten nach Möglichkeiten, uns in Europa und den USA zu vergrößern. Und mit Thyssen Polymer geht diese Strategie perfekt auf. Thyssen Polymer und Deceuninck haben die gleiche Firmenphilosophie. Sie setzt sich aus einer hohen Kundenorientierung, qualitativ hochwertiger Press-Profiltechnik und voll integrierten Abteilungen zusammen. Darüber hinaus ergänzen sich der Produktionsbereich von Tür- und Fensterprofilen und die geographischen Märkte von Thyssen Polymer vollkommen mit denen von Deceuninck.
Welche Vorteile ergeben sich durch die Übernahme für das Werk in Bogen?
Sowohl die Niederlassung in Bogen als auch die anderen von uns erworbenen Firmen sind nun Teil eines Konzerns, der im gleichen Kerngeschäft tätig ist, nämlich der Herstellung von PVC-Profilen für das Baugewerbe. Thyssen Polymer kann von Deceuninck lernen und umgekehrt. Auf diese Weise haben wir eine Situation geschaffen, auf der beide Seiten gewinnen und jede Partei profitieren kann.
Wird es Änderungen im Bereich der Produktion geben?
Grundsätzlich wird die Produktion weder ausgelagert noch stillgelegt. Natürlich wird es Änderungen geben, die der Produktionsoptimierung dienen. Konkret bedeutet das beispielsweise, dass die Lagerhaltung optimiert werden soll, um eine höhere Lagerbewegung zu gewährleisten.
Wie sehen Ihre detaillierten Änderungspläne in Bogen aus?
Im Großen und Ganzen werden keine großartigen Veränderungen vorgenommen. Die Hauptbestrebungen laufen in Richtung allgemeiner Optimierung. Bogen und die anderen Firmen des Konzerns werden zum Beispiel aus den zentralisierten Dienstleistungen von Deceuninck profitieren, wie unserer IT- und e-business-Plattform. Zudem werden wir den Einkauf von Rohmaterial zentralisieren, was unsere Einkaufskraft erhöhen wird. Damit können wir die neue Niederlassung auf lange Sicht erfolgreich und wettbewerbsfähig halten.
Welche Auswirkungen wird die Übernahme auf die Bogener Belegschaft haben? Gibt es Stellenkürzungen?
Wie in allen anderen Niederlassungen von Deceuninck ist die Anzahl der Mitarbeiter unmittelbar an die wirtschaftliche Situation gebunden. Falls Stellenstreichungen durchgeführt werden müssten, wird Deceuninck allerdings voll die gesetzlichen Richtlinien einhalten.
(Interview: H. Lehner)
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.2003

Vhs-Venen-Walking
Hunderdorf.
(kk) Die Außenstelle Hunderdorf der Volkshochschule (Vhs) beginnt am Mittwoch, 7. April, um 18.30 Uhr wieder mit Venen-Walking. Treffpunkt ist beim Feuerwehrhaus in Steinburg. Der Kurs erstreckt sich über sechs Abende. Die Teilnehmergebühr beträgt 27 Euro. Anmeldung beim Außenstellenleiter, Telefon 09422/2760.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.2003


Landjugend in allen Bereichen aktiv
Andrea Spranger Vorsitzende – Ehrengäste loben vielfältiges Engagement
Hunderdorf.
(jz) Eine vielfältige Palette an Aktivitäten bietet die Landjugendbewegung (KLJB) Hunderdorf ihren Mitgliedern an. Das zeigte die Jahresversammlung der KLJB im Rathaussaal. Nicht nur die Gestaltung der Freizeit, sondern auch das Engagement im kirchlichen Leben zeichne die Gruppe aus, sagte Schwester Magdalena Fuchs, Kreisjugendring-Vorsitzender Josef Zellmeier lobte die KLJB für ihre kontinuierliche und anspruchsvolle Arbeit.
Vorsitzende Andrea Spranger berichtete über die abgelaufene Wahlperiode. Als erste wichtige Aktivität nannte sie den Tag der offenen Tür. Damals seien die, im Rahmen der 72-Stunden-Aktion renovierten Räumlichkeiten der Öffentlichkeit präsentiert worden.

Die neue Führung der KLJB Hunderdorf mit Birgit Meier, Schwester Magdalena und Wolfgang Winderl (links) sowie KJR-Vorsitzendem Josef Zellmeier (rechts oben).

Außerdem habe man den Maibaum aufgestellt, Gruppenwochenenden in Selbstversorgerhäusern, Koch- und Filmabende sowie eine Karaoke-Party durchgeführt: Zum Erntedankfest sei der Erntealtar geschmückt und ein Jugendgottesdienst gestaltet worden.
Auch bei der Firmvorbereitung einschließlich eines Jugendkreuzweges habe man mitgewirkt, betonte die Vorsitzende. Außerdem wurden die Christbäume geschmückt, Adventsandachten besucht und das Warten aufs Christkind für die Kleinen angeboten. Ein großes Ereignis seien die jährlichen Faschingsbälle sowie die Bildersuchwanderungen. Besondere Aufmerksamkeit habe der Informations- und Benefizstand zum Thema „Aids“ auf dem Straubinger Stadtplatz gefunden. Darüber hinaus habe man auch an \ vielen kirchlichen und weltlichen Ereignissen teilgenommen. Sonja Hornberger wies in ihrem Bericht darauf hin, dass der geringe Kassenstand auf die Anschaffung eines Fernsehers mit Videorekorder sowie neuer Vereins-T-Shirts zurückzuführen sei.
Neue Mitglieder werben
Aussprachebedarf gab es mit den Wahlen zur KLJB-Führung. Deshalb waren einige Mitglieder erst nach Bedenkzeiten zur Übernahme des jeweiligen Ehrenamtes bereit. Einstimmig bestätigt wurde Andrea Spranger in ihrem Amt als Vorsitzende. Bei der Wahl des Stellvertreters setzte sich Michaela Kunze mit einer Stimme Vorsprung gegen Michael Zimmer durch. Als Schriftführerin wurde Ramona Spranger berufen und als Finanzchefin erhielt erneut Sonja Hornberger das Vertrauen. Zu Beisitzern bestimmten die Mitglieder aus drei Kandidaten Tobias Hornberger und Michael Zimmer. Kassenprüfer wurden Nicole Helmbrecht und Tamara Sand.
Josef Zellmeier dankte im Namen des Kreisjugendringes für die zuverlässige Arbeit der KLJB Hunderdorf. Die Jugend gestalte das kirchliche und weltliche Leben auf dem Lande mit. Die Jugendarbeit sei ein unverzichtbarer Bereich der Gesellschaft und eine gute Schule für Nachwuchskräfte im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Gemeinwesen. Deshalb zeichne der KJR eine größere Zahl erfolgreicher Jugendleiter aus. Der Förderung des Ehrenamtes diene auch die Jugendleiter-Card. Diese sei nicht nur ein amtlicher Ausweis, sondern biete auch Vergünstigungen, die ein kleiner Lohn für die täglichen Mühen sein sollten.
Schwester Magdalena Fuchs sagte, dass sie auf die örtliche KLJB stolz sei, denn das Jahresprogramm werde dem Anspruch einer kirchlichen Jugendgruppe im Gegensatz zu manchen anderen Beispielen tatsächlich gerecht. Besonders würdigte sie die Mithilfe bei der Firmvorbereitung, die eine Entlastung gewesen sei. Abschließend appellierte sie, wieder den gewohnten Zusammenhalt der Hunderdorf er Landjugend zu zeigen.
KLJB-Kreisvorsitzender Wolfgang dankte für die zuverlässige Betreuung des Getränkestandes bei der Jugendwallfahrt. Gleichzeitig lud er für den 18. Mai zum großen Jugendtag auf dem Bogenberg ein. Das Thema laute „Bibel Dich auf!“. Winderl warb auch für den email-Verteiler des KLJB-Kreisverbandes und berichtete von der Altpapier- und Alteidersammlung. Birgit Meier lud zur ArGe-Runde im Pfarrheim Bogen ein und äußerte sich anerkennend für die regelmäßige Teilnahme, Im Laufe der allgemeinen Aussprache diskutierten die Mitglieder verschiedene Ideen zum neuen Jahresprogramm. Ein besonderes Anliegen der nächsten Zeit müsse die Werbung neuer Mitglieder sein, lautete die einhellige Feststellung. Ansonsten drohe eine Überalterung der Gruppe.
Quelle: Bogener Zeitung, 03.05.2003


Bürgermeister ist Schirmherr
Musikverein feiert 20-jähriges Bestehen — 13. bis 16. Juni
Hunderdorf.
(xk) Sein 20-jähriges Gründungsfest feiert der Musikverein Hunderdorf im Rahmen des Volksfestes vom 13. bis 16. Juni. Wenn ein Jubiläumsfest gebührend gefeiert wird, dann gehört dazu auch ein Schirmherr. So machte sich die Vereinsspitze mit der Blaskapelle am Freitagnachmittag zu Bürgermeister Gerd Peschke auf, um ihn für die Jubiläumsfeierlichkeiten um die Schirmherrschaft zu bitten, was der Gemeindechef dann mit einem kräftigen „Ja“ zusicherte.
Die rund 20 vorwiegend jungen Blasmusikanten mit Kapellmeister Lothar Klein und Vorsitzendem Hans Pollmann an der Spitze hatten sich mit Marschmusik zu Bürgermeister Gerd Peschke aufgemacht, um ihm die Schirmherrschaft beim 20-jährigen Gründungsfest anzutragen. Vorsitzender Hans Pollmann trug im Prolog nach einem Musikstück die Bitte vor und führte aus: „An Schirmherrn brauch ma no nach alter Sitt, wir hoffand, du schlagst uns ned ab de Bitt‘. Für uns als Schirmherr warst du g’fragt, da Festausschuss hat a so g’sagt. In Hunderdorf ist ja bekannt, fürn Musikverein hat da Bürgermeister imma a offene Hand. Drum war’s uns recht und hoff a dat mas a, dass ma a Ja krieg’n und koa Na.“

Die Schirmherrschaft ist besiegelt und die Blaskapelle unter Leitung von Lothar Klein spielt zünftig auf. Schirmherr Bürgermeister Gerd Peschke mit Ehefrau Gerda und Musikvereinsvorsitzendem Johann Pollmann. (Foto: xk)

Peschke machte gleich mit einem kräftigen „Ja“ alles perfekt. Er betonte, dass er stolz auf den Musikverein sei und er werde alles daran setzen, ein guter Schirmherr zu sein. Sodann überreichte Vorsitzender Pollmann an Peschke den obligatorischen blauweißen Regenschirm, symbolisch dafür, dass der Schirmherr das Fest gut beschirmen möge. Zusammen mit seiner Frau Gerda, die vom 2. Vorsitzenden Max Höcherl einen Blumenstrauß erhielt, lud der Schirmherr dann zu einem gemütlichen Beisammensein ein.
Quelle: Bogener Zeitung, 05.05.2003


„Die CSU-Politik ist nahe am Menschen“
Erfolgreiche Amtszeit hervorgehoben – Stephan Härtenberger ist neuer CSU-Chef
Hunderdorf.
(jz) Der CSU-Ortsverband Hunderdorf habe nach einer langen Durststrecke in den letzten beiden Jahren große Erfolge eingefahren, sagte Vorsitzender Jürgen Tanne bei seinem Rechenschaftsbericht in der Jahresversammlung. Gerade deshalb sei es jetzt Zeit, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen. Mit Stephan Härtenberger schlage er der Versammlung als Nachfolger einen jungen und engagierten Mann vor, von dessen Eignung er vollkommen überzeugt sei. Landtagskandidat Josef Zellmeier und Bezirkstagskandidat Hans Ritt stellten klar, dass die CSU in den letzten Jahrzehnten die Rahmenbedingungen für einen Aufschwung in allen Lebensbereichen richtig gesetzt habe. Nach dem Motto „Sparen mit Mut und investieren mit Weitblick“, werde man auch jetzt Wege aus der bundesweiten Krise suchen.

Die Führung der CSU Hunderdorf: Links Landtagslistenkandidat Josef Zellmeier (v. r. Bezirkstagslistenkandidat Hans Ritt und der neue Vorsitzende Stephan Härtenberger.

Man lebe in einer politisch bewegten Zeit, stellte CSU-Ortsvorsitzender Jürgen Tanne zu Beginn der Jahresversammlung des CSU-Ortsverbandes Hunderdorf fest. In Deutschland habe zwar der Irak-Krieg die bestehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten zeitweise verdeckt, aber der Mittelstand und insbesondere das Handwerk hätten ihr bisher schwierigstes Jahr erlebt. Und gerade hier würden doch die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze angeboten. Auch in der Region spüre man die Krise durch rückläufige Zahlen.
„Ausschließlich Erfolge“
Ausschließlich Erfolge habe der CSU-Ortsverband bei den Wahlen der vergangenen beiden Jahre erzielt. Mit harter Arbeit und einer guten Liste habe die CSU acht von 16 Gemeinderäten erhalten und somit einen Zuwachs von drei Sitzen erzielt.
Tanne betonte, dass CSU-Kandidat Hans Hornberger bei der Wahl des Bürgermeisters fast eine Sensation gelungen sei. Denn Hunderdorf sei die einzige Gemeinde im ganzen Landkreis gewesen, wo der Amtsinhaber ernsthaft um seine Wiederwahl fürchten musste. Nach zwölfjähriger Pause habe die CSU Hunderdorf außerdem wieder einen Sitz im Kreistag errungen und könne so direkt im Kreisparlament mitreden. Auch bei der Bundestagswahl habe man bei Erst- und Zweitstimmen die höchsten Zuwachsraten im ganzen Landkreis verzeichnet. Nach dem Rechenschaftsbericht bestätigten die Mitglieder den Vorschlag von Jürgen Tanne und beriefen Stephan Härtenberger zum neuen CSU-Vorsitzenden. Um den Übergang zu erleichtern, stellte sich Tanne neben Helmut Kronfeldner als einer der beiden Stellvertreter zur Verfügung. Zum Schriftführer bestimmte die Versammlung erneut Josef Breu. Und genauso unumstritten war die er Weiterführung der Schatzmeister-Tätigkeit durch Angela Söldner: Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Hans Hornberger, Gerhard Scherz, Lothar Klein, Siegfried Attenberger und Hans Landstorfer. JU-Vorsitzender Thomas Schwarz gehört dem CSU-Führungsgremium kraft Amtes an. Die Aufgabe der Kassenprüfer übernahmen Erich Schötz und Franz Neumaier. Die Vertretung in der CSU-Kreisversammlung nehmen Stephan Härtenberger, Jürgen Tanne, Hans Hornberger und Angela Söldner wahr. Ersatzdelegierte wurden Thomas Schwarz, Siegfried Attenberger, Hans Landstorfer und Helmut Kronfeldner.
Lob für Jürgen Tanne Landtagslistenkandidat Josef Zellmeier lobte Jürgen Tanne im Namen des CSU-Kreisvorstandes. Er genieße nicht nur in Hunderdorf, sondern auch im Kreistag sowie im CSU-Kreisvorstand große Wertschätzung. Sein wirtschaftlicher Sachverstand sei in schwierigen Zeiten überall gefragt. Gerade das zeichne die CSU aus. Als echte Volkspartei vereine sie Arbeitnehmer und Unternehmer, Landwirte und Rentner genauso wie Schüler, Studenten und Hausfrauen. Deshalb sei die CSU-Politik nah am Menschen und könne konkret auf deren Sorgen und Nöte eingehen.
SPD und Gewerkschaften hätten das System der sozialen Marktwirtschaft immer noch nicht kapiert. Anstelle durchgreifender Reformen bohrten sie mit einer Flut von Reglementierungen seit Jahren Löcher in das gemeinsame Boot der deutschen Wirtschaft. Sie hätten bis heute noch nicht verstanden, dass dabei nicht nur die Unternehmer, sondern auch die Arbeitnehmer baden gingen.
Bezirkstagslistenkandidat Hans Ritt wies in seiner Vorstellung darauf hin, dass er als Bezirkskaminkehrermeister viele Jahre für den nördlichen Landkreis zuständig gewesen sei. Deshalb kenne er die Probleme und Interessen dieses Bereiches sehr gut und wolle sie in seiner politischen Arbeit entsprechend berücksichtigen.
Zweiter Bürgermeister Hans Hornberger verwies in seiner Ansprache auf die Probleme in der Abwasserentsorgung. In der Gemeinde Hunderdorf gebe es sehr viele Kleinkläranlagen. Hier müsse der Landtag klare Richtlinien und eine entsprechende Förderung festlegen, damit die Bürger nicht zu sehr belastet würden. Der neue Vorsitzende Stephan Härtenberger bat um tatkräftige Mithilfe und nannte als nächstes Ziel die Erhöhung des Mitgliederstandes. Gemeinsam mit Vorgänger Jürgen Tanne warb er für das Kandidatenteam der CSU. Die Direktbewerber Landtagsabgeordneter Herbert Ettengruber und Bezirksrat Franz Schedlbauer hätten schon bisher hervorragende Arbeit geleistet und ein möglichst gutes Ergebnis bei den Erststimmen verdient. Die Stadt und der Landkreis Straubing-Bogen bräuchten aber wieder zwei Vertreter in den Parlamenten. Deshalb müssten die Wähler ihre Zweistimmen auf die beiden engagierten Listenkandidaten Josef Zellmeier und Hans Ritt konzentrieren.
Quelle: Bogener Zeitung, 06.05.2003


Vier Gruppen bei Prüfung
Neun Feuerwehrmänner zeigen guten Ausbildungsstand
Hunderdorf/Au vorm Wald.
(xk) Am Samstag traten drei Gruppen der FFW Hunderdorf sowie eine Gruppe der FFW Au vorm Wald zur Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ in Hunderdorf an. Alle Wehrmänner meisterten die Prüfung mit Bravour und unterstrichen dabei ihre guten Kenntnisse im praktischen und im theoretischen Teil. Als Schiedsrichter fungierten KBI Franz Zitzelsberger, KBM Horst Hagn und Paul Kanzlsperger.
Das Abzeichen der Technischen Hilfeleistung umfasst im Groben einen Aufbau von Spreizer und Rettungsschere, Beleuchtungseinrichtung, Verkehrsabsicherung und Schutz gegen Brandgefahr. Für diesen Aufbau hatten die Wehrmänner maximal 175 Sekunden Zeit. Zusätzlich musste jeder Teilnehmer bei der Gerätekunde wissen, wo die Geräte im Fahrzeug zu finden sind und wozu sie im Ernstfall eingesetzt werden können.
Es verkündete Prüfungsleiter KBI Zitzelsberger allen Teilnehmern ein „Bestanden“. Anschließend überreichte der KBI im Gasthaus Sandbiller die Leistungsabzeichen. Er bestätigte den Teilnehmern einen hervorragenden Ausbildungsstand und zollte den Ausbildern und aktiven FFW-Leuten für die ansprechenden Leistungen sowie für die hervorragende Ausbildung Dank und Anerkennung. Zitzelsberger hob auch die lobenswerte Zusammenarbeit der Wehren innerhalb der Gemeinde hervor. Der Gemeinde dankte er für die Ausstattung. Bürgermeister Gerd Peschke wies darauf hin, dass sich auch jüngst beim Brandfall am Freitag in Haselquanten erst wieder gezeigt habe, wie wichtig das Miteinander ist. Die Gemeinde und die Wehren könnten stolz auf ihre gut ausgebildeten Wehrmänner sein.

Die erfolgreiche Wehrmänner mit Bürgermeister Peschke (re.) und den Schiedsrichtern.   (Foto: xk)

Kommandant Karl Englmeier bedankte sich bei seinem Stellvertreter Helmut Maier für die Unterstützung bei der Vorbereitung sowie allen Aktiven für die stete Einsatzbereitschaft. Lobenswert sei die kameradschaftliche Zusammenarbeit auch bei den Ausbildungsveranstaltungen, bei denen es kein direktes Gruppendenken gab, sondern das Miteinander in den Dienst der Sache gestellt wurde.
Das Leistungsabzeichen der Stufe II erhielten: Tobias Hornberger, Andreas Proksch, Willi Gütlhuber, Josef Poiger, Franz Bugl, Thomas Myrtek, THL-Stufe 3 nahmen in Empfang: Karl Englmeibr, Klaus Weninger, Hans-Jürgen Achatz, Josef Drexler, Reinhold Krieg, Christian Schlecht, Andreas Weinzierl, Helmut Maier, Winfried Myrtek, Armin Baumgartner, Stephan Härtenberger, Thomas Haimerl, Klaus Hirtreiter, Matthias Landstorfer. Von der FFW Au vorm Wald erwarb Christian Handwerker das Leistungsabzeichen der Stufe THL-1, folgende Kameraden erhielten die Stufe 2: Alois Freudenstein, Markus Freudenstein, Helmut Kronfeldner, Gerhard Petzendorfer, Josef Schießl, Thomas Schwarz.
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.2003


Keine Prophezeiung
Zum Leserbrief von Herrn Odzuck vom 30. April.
1.) „Schulhäuser werden baut wie Paläst – für d’Soldaten“. Herr Odzuck behauptet, diese Mühlhiasl-Aussage werde von allen als Prophezeiung für den Kasernenbau angesehen. Das ist falsch. Lediglich Leute mit Wissenslücken in bayerischer Geschichte deuten diese Aussage so; und Leute, die den Mühlhiasl für so dumm halten, dass er zwischen Schulhäusern und Kasernen nicht unterscheiden konnte, denken in diese Richtung. Nur diese kurze Erklärung: Der am 26. 3. 1753 in den USA geborene Benjamin Thompson trat 1784 in den bayerischen  Staatsdienst. Wegen seiner außergewöhnlichen Verdienste um unser Land wurde er zum Reichsgrafen erhoben und nannte sich fortan Graf von Rumford. Der Ort Rumford war seine erste öffentliche Wirkungsstätte in den USA. Seine Verdienste aufzuzählen, würde mehrere Seiten füllen. Bei den Kasernen ließ er eigene Exerzierplätze anlegen, dazu Kartoffelfelder und Obstplantagen zur Versorgung der Truppen. Um, wie er selbst schreibt, „die Soldaten zu Bürgern, die Bürger zu Soldaten“ zu machen, ließ er Schulhäuser wie Paläste (Barockzeit!) errichten, speziell für die Soldaten und deren Kinder. Er bekämpfte damit das weit verbreitete Analphabetentum, wollte den Bildungsstand der Soldaten und ihrer Kinder heben, um so als Ideal – nach heutigem Sprachgebrauch – den Staatsbürger in Uniform zu bilden. Genau diese palastargen Schulhäuser für die Soldaten beschreibt der Mühlhiasl mit obiger Aussage. Er kommentiert damit eindeutig eine außergewöhnliche Maßnahme in Bayern kurz vor 1800. – Wer in dieser Aussage den Bau von Kasernen nach 1945 im Bayerischen Wald sieht, wie Herr Odzuck in seinem Buch, missachtet geschichtliche Tatsachen und beweist – zumindest in diesem Punkt – mangelnde Kenntnisse  der bayerischen Geschichte um 1800. Aber dazu müsste man sich mit entsprechender Literatur befassen.
2. Ich habe nach lebenden Geistlichen gefragt, Herr Odzuck, nicht nach toten. Ihre ausweichende Antwort ist eine Irreführung oder Täuschung. Auf einen weiteren Vorwurf gehe ich wegen der Flachheit der Beweisführung nicht ein. – Erfreulich und anerkennenswert ist es, wenn man in Hunderdorf mit verschiedenen Maßnahmen die Erinnerung an den Mühlhiasl nicht verblassen lässt, denn er ist ein Stück Heimatgeschichte.
3. Bezüglich Pfarrern Landstorfer brauche ich keine Belehrungen, denn Pfarrer Landstorfer ist ein sehr weitschichtiger Verwandter.
Sigurd Gall, Uttendorf 4, 94354 Haselbach
Quelle: Bogener Zeitung, 07.05.2003


Patenschaft ist nun besiegelt
Blaskapelle steht Pate beim 20-jährigen Gründungsfest
Hunderdorf/Perasdorf.
(xk) Mit einem kräftigen „Ja“ stimmte die Blaskapelle Perasdorf am Freitagabend zu, dem Musikverein Hunderdorf beim 20-jährigen Gründungsfest (vom 13. bis 16. Juni) engagiert zur Seite zu stehen. So wird dieser Tag in der Geschichte des Musikvereins und der Perasdorfer Blaskapelle einen bedeutenden Platz einnehmen.
Die Blasmusikanten des Musikvereins Hunderdorf mit Kapellmeister Lothar Klein zogen vom Ortseingang in Perasdorf, angeführt von Schirmherrn Bürgermeister Gerd Peschke, Vorsitzender Hans Pollmann und Festleiter Max Höcherl zum FFW-Gerätehaus. Dort warteten die angehenden Patenmusiker auf die Hunderdorfer.
Sodann trugen Vorsitzender Hans Pollmann und Festleiter 2. Vorsitzender Max Höcherl in Versform und auf dem Holzscheitl knieend die Bitte vor. Und Gerd Peschke ergänzte: „Als Schirmherr tue ich des mei, es soll euer Schaden ned sei. Machts den Paten dem Hunderdorfer Musikverein, ich bitt euch, geht’s auf die Patenschaft ein.“

Festleiter Max Höcherl und Schirmherr Bürgermeister Gerd Peschke assistieren Vorsitzendem Hans Pollmann (rechts) beim Durchschneiden des trennenden Bandes; li. die Leiterin der Jugendblaskapelle Perasdorf, Anna Bielmeier und Florian Bielmeier. (Foto: xk)

Hatten die Bittsteller bereits ein Fassl Bier mitgebracht, gab’s zunächst aber noch weitere Hürden zu überwinden. So mussten etliche Hunderdorfer Musiker auf uralten Blasinstrumenten den „Fuhrmann-Marsch“ spielen, der trotzdem mit Bravour zum Besten gegeben wurde.
Dann galt es, eine mit „verlängerten“ Sangria gefüllte Tuba mit Trinkschläuchen zu leeren. Sodann stand der Patenschaft endgültig nicht’s mehr im Wege. Da konnten die Perasdorfer nicht anders und die Leiterin der Jugendblaskapelle Anna Bielineier sagte mit herzlichen Versworten die Patenschaft zu.
Nun galt es noch, das trennende Band zu durchschneiden und dazu hatte Vorsitzender Hans Pollmann gleich das richtige Schneidwerkzeug zur Hand. Er bekräftigte per Handschlag mit Anna Bielmeier das Patenamt und die Hunderdorfer Blasmusikanten ließen zu Ehren des Patenvereins die Instrumente hören. Es folgte ein Umtrunk und Essen bei einem gemütlichen Beisammensein, zu dem die Musikkapelle „D‘ Andern“ aufspielte.
Der Perasdorfer Bürgermeister Alfons Wallner sagte, 20 Jahre Musikverein sei eine lange Zeit, durch die viele Musikanten durch eine gute Schule gegangen sind. „Ihr Hunderdorfer macht’s gute Musik, wir Perasdorfer auch.“ Wallner wünschte ein schönes Fest so recht nach dem Motto: „Es ist schön, wenn gute Freunde zusammenkommen.“
Quelle: Bogener Zeitung, 12.05.2003


Pfarrheim wird umgebaut
Rund 500 000 Euro Kosten — Bis September fertig stellen
Hunderdorf.
(xk) Seit Mitte April ist das Pfarrheim .„Sankt Wolfgang“ in Hunderdorf eine Baustelle. Seither wird gearbeitet und Pfarrer Wolfgang Vos konnte sich bei einem seiner Baustellenbesuche über den zügigen Baufortschritt des Vorhabens „An- und Umbau des Pfarrheimes“ überzeugen. Derzeit werden die Grundmauern des Anbaues hochgezogen, der Außenwärmeschutz angebracht und die Dacheindeckung vorgenommen.

Pfarrer Vos als Bauherr (l.) informiert sich über den Baufortschritt. (Foto: xk)

Bauherr ist die Katholische Kirchenstiftung in Hunderdorf, vertreten durch den Pfarrherrn. Mit der Baumaßnahme werden den heutigen Anforderungen entsprechende Räumlichkeiten geschaffen. Der Anbau erfolgt an der westlichen Giebelseite um rund 4,50 Meter. Der unterkellerte Anbauteil enthält künftig die Heizung, Technik und den Tankraum. Darüber befindet sich der neue Eingangsbereich und vorwiegend die neuen WC-Anlagen.
Im erdgeschossigen Anbaubereich an der Südseite (Pfarrhof-Innenbereich) wird insbesondere ein neuer Gruppenraum und ein Küchenraum geschaffen. Der Gruppenraum erhält durch eine Schiebetrennwand auch eine Verbindung zum bisherigen Pfarrsaal, der ebenso umgestaltet wird. Weiterhin wird eine zentrale Heizung eingebaut.
Im Dachgeschoss bleiben die bisherigen Gruppenräume bestehen. Die Außenwände und das Dach werden mit einem Vollwärmeschutz versehen, zudem erfolgt eine neue Ziegelbedachung. Ferner wird für das Pfarr- und Jugendheim auch ein behindertengerechter Zugang hergestellt.
Die Baukosten einschließlich Ausstattung sind in Höhe von rund 500 000 Euro veranschlagt. Dazu steht der Katholischen Kirchenstiftung ein Zuschuss von der Diözese von etwa 240 000 Euro in Aussicht. Weiterhin unterstützt die Gemeinde das Projekt mit einer Förderung von 40 000 Euro. Es verbleiben so rund 220 000 Euro, die seitens der Kirchenstiftung beziehungsweise Pfarrei zu finanzieren sind.
1966 folgte der Ausbau des ehemaligen Pfarrstadels zum Jugend- und Pfarrheim, das nunmehr nach rund 37 Jahren modernisiert und erweitert wird.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.2003


„Bausteine der Kirche“ sein
Erstkommunionfeier am Sonntag großer Tag für 35 junge Christen
Hunderdorf.
(xk) Die Feier der Erstkommunion am Sonntag war für 35 junge Christen der Pfarrei Sankt Nikolaus ein bedeutender Tag. Sie durften erstmals an den Tisch des Herrn treten und empfingen von Pfarrer Wolfgang Vos den Leib Christi. Der Gottesdienst wurde vom Kinderchor Cantate Liberi festlich mitgestaltet.
Die 14 Mädchen und 21 Buben zogen in Begleitung von Pfarrer Wolfgang Vos und Pfarrreferentin Schwester Magdalena vom Schulhof in die Pfarrkirche ein. Mit dabei die Ministranten, die Eltern, Geschwister, Paten und die Verwandten. Schon lange hatten sich die Erstkommunikanten auf diesen Tag vorbereitet.
Nach dem Evangelium bezog sich Pfarrer Wolfgang Vos in seiner Predigt auf die in der Vorbereitung von den Erstkommunikanten gebaute Kirche und sagte: „Wir alle sind lebendige Steine der Kirche.“ Es gelte aufzubauen, mitzutun und mitzuarbeiten. Die Eltern seien aufgerufen, lebendige Steine aus den Kindern zu machen, sie aufzubauen auch im Religiösen.

35 Erstkommunikanten mit Pfarrer Vos (re.) und Gemeindereferentin Schwester Magdalena (li.), durften erstmals an den Tisch des Herrn treten. (Foto: xk)

Der Prediger weiterhin: „Wir wollen mit Jesus Eckstein sein, dass die Kirche lebt und lebendig wird“. Viele würden gebraucht, zukünftig selbst in der Kirche mehr zu tun, denn die geistlichen Seelsorger würden weniger. Es gelte, die Kinder anzunehmen, wie sie sind, und ihnen die Wurzeln des Glaubens zu geben“, so der Pfarrherr. Er rief die Erstkommunikanten auf: „Seid lebendige Steine im großen Gebäude „Kirche“. Seid willkommen am Tisch des Herrn.“
Zur Gabenbereitung brachten Erstkommunikanten Wasser und Wein, Tuch, Blumen, Brot und Kerze zum Altar und versinnbildlichten die Bedeutung dieser Gegenstände. Dann schritten alle Kinder zum Altar und bildeten einen großen Kreis. Die Eltern oder Paten entzündeten die Kommunionkerze an der Osterkerze und übergaben sie an die Erstkommunionkinder. Dann erneuerten die Kinder das Taufgelübde.
Zum „Vater unser“ versammelten sich die jungen Christen wiederum am Altar und durften nach dem Friedensgruß zum ersten Mal die Hostie als Leib Christi aus der Hand des Priesters in Empfang nehmen.
Pfarrer Vos lobte Schwester Magdalena für die Kommunionvorbereitung in den Gottesdiensten, Gruppen- und Religionsstunden und alle übrigen für die Mithilfe.
Mit dem Besuch der Dankandacht am Nachmittag wurde der festliche Tag abgeschlossen. Nach der Segnung der Andachtsgegenstände und Übergabe der Diaspora-Opferspenden durch die Kinder überreichte Pfarrer Vos mit Pfarrreferentin Schwester „Magdalena“ den Erstkommunikanten ein Bronzekreuz als Erinnerung an die Erstkommunion.
Quelle: Bogener Zeitung, 14.05.2003


Abfuhr Fäkalschlamm
Hunderdorf.
(xk) In der Gemeinde Hunderdorf wird ab Dienstag, 20. Mai, wieder die Fäkalschlammabfuhr aus Hauskläranlagen durchgeführt. Die Abfuhr wird wieder über das Abfuhrunternehmen Elsperger in Geiselhöring durchgeführt und soll bis Mitte Juni abgeschlossen sein. Das Unternehmen wird versuchen, den Abfuhrtermin telefonisch anzukündigen.
Haushalte, die tagsüber nicht erreichbar sind, sollen sich mit dem Abfuhrunternehmen Elsperger, Telefon 09423/2962, selbst in Verbindung setzen und einen Termin vereinbaren.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.2003


Miteinander reden
Hunderdorf.
(ta) Der Elternbeirat und die Schulleitung der Grund- und Hauptschule Hunderdorf veranstalten in Zusammenarbeit mit dem Bildungsreferenten Bernhard Suttner von der katholischen Erwachsenenbildung einen öffentlichen Elternabend. Er findet am Montag, 19. Mai, um 19.30 Uhr im Pavillon der Hauptschule Hunderdorf statt. Das Thema des Vortrages lautet „Miteinander reden – aber wie?“. Bernhard Suttner wird die häufigsten Fehler beim Reden und Zuhören darstellen und einige einfache Möglichkeiten nennen, wie man ein besseres Gesprächsklima schaffen kann.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.2003


Trau deiner Seele
Windberg.
(ta) Der Klosterladen Windberg konnte den bundesweit bekannten Theologen und Psychologen Dr. Wunibald Müller für einen Vortrag in Windberg gewinnen.
Dr. Wunibald Müller leitet zusammen mit P. Anselm Grün das Recollectio-Haus in Münsterschwarzach und machte sich durch zahlreiche Veröffentlichungen weit über die Bundesgrenzen hinaus einen Namen. Neben seiner Arbeit im Recollectio-Haus und einer regen Vortragstätigkeit steht Dr. Wunibald Müller auch der Deutschen Bischofskonferenz als Berater zur Verfügung.
In seinem Vortrag mit dem Titel „Trau Deiner Seele“ möchte Dr. Wunibald Müller dazu ermutigen, den eigenen Empfindungen zu trauen und sich von seiner Seele leiten zu lassen. Der Vortrag findet am Donnerstag, 22. Mai, um 19.30 Uhr im Bürgersaal des Amtshauses Windberg statt. Eintrittskarten sind im Klosterladen erhältlich.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.2003


Die Freundschaften vertieft
Gegenbesuch der Partnerschule aus Unterfranken
Hunderdorf.
(kk) Nachdem die achten Klassen der Volksschule Hunderdorf im Herbst des letzten Jahres eine Woche lang zu einem Schüleraustausch in Leidersbach gewesen waren, kamen 31 Schüler aus der unterfränkischen Gemeinde zum Gegenbesuch in den Bayerischen Wald.
Nach einer vierstündigen Zug- und anschließenden Busfahrt wurden die Gäste gegen Mittag auf dem Schulhof empfangen. Sie konnten sich gleich am schulischen Leben der VS Hunderdorf beteiligen, da im Pausenhof – mit musikalischer Umrahmung durch den Schulchor und einzelner Klassen – ein Maibaum aufgestellt wurde. Nach einem gemeinsamen Essen, das die Hauswirtschaftslehrerinnen mit den Schülern der achten Klassen zubereitet hatten, konnten die Gäste bei einer Wanderung auf den Bogenberg ihre müden Knochen bewegen und einen ersten Eindruck der Umgebung gewinnen.
Am späten Nachmittag wurden die Schüler von ihren Gasteltern abgeholt. Dort verbrachten sie den Rest des Tages. Am Dienstag stand eine Fahrt in den Bayerischen Wald auf dem Programm. Nach dem Besuch einer Glasbläserei in Bodenmais, wurde der Arbersee angefahren. Hier war natürlich das Tretbootfahren am interessantesten. Danach ging es weiter nach Passau, wo die Feste Oberhaus, der Dom und eine Stadterkundung auf dem Programm standen.
Der Mittwochvormittag brachte eine Betriebserkundung im BMW-Werk in Dingolfing. Ein Besichtigungs- und Einkaufsbummel durch Straubing schloss den Tag ab. Sportlich ließen es die Schüler am Donnerstag angehen. Nach einem Basketballvergleich, den die Hunderdorfer mit 26:22 Körben für sich entscheiden konnten und einem Völkerballspiel der Mädchen, wurde am Sportplatz Fußball gespielt. Hier waren die Gäste leicht favorisiert, dennoch siegten die Einheimischen mit 3:2 Toren. Für die Mädchen bestand die Möglichkeit, im Beach-Volleyball ihr Können zu zeigen. Am frühen Abend traf man sich dann wieder in der Schule zu einer kleinen Abschiedsfeier. Der Elternbeirat sorgte für das Essen. Die Schüler hatten die Gelegenheit sich bei Disco-Musik in der Turnhalle zu betätigen, Basketball im Freien zu spielen oder sich einfach zu unterhalten. Am Freitagvormittag hieß es dann schon wieder Abschied zu nehmen. Noch einmal versammelten sich alle Schüler auf dem Schulhof und so manche Träne floss, als der Bus mit den Gästen abfuhr.
Quelle: Bogener Zeitung, 17.05.2003


Bauaufträge für Gerätehaus
Gemeinderatssitzung – Neue Straße heißt Florianstraße
Hunderdorf.
(xk) Der Neubau des FFW-Gerätehauses Hunderdorf beginnt im Juni dieses Jahres. Dazu gab der Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstagabend grünes Licht durch die Vergabe der ersten Bauaufträge. So wurden die Baumeisterarbeiten (rund 440 000 Euro), die Zimmererarbeiten (rund 20 000 Euro), die Dachabdichtung und Spenglerarbeiten (54 500 Euro), die Kunststofffenster und Alutüren (48 500 Euro) sowie die Sektionaltore (15 000 Euro) jeweils an den günstigsten Angebotssteller vergeben. Das Gesamtvergabevolumen beziffert sich auf rund 560 000 Euro. Hinzu kommen die anteiligen Architektenleistungen, so dass in etwa die im heurigen Jahr bereitgestellten Haushaltsmittel von 600 000 Euro ausgeschöpft sein werden, so Bürgermeister Gerd Peschke.
Die Fertigstellung der Maßnahme ist im nächsten Jahr vorgesehen. Einig war sich der Gemeinderat, für die Förderung aus dem Förderprogramm „Katastrophenschutz“ eine Schmutzwasserhochleistungspumpe zur Bezuschussung anzumelden bei Kosten von rund 3 000 Euro. Dann stand der Gemeinderat Pate für einen neuen Straßennamen. Für die neue Erschließungsstraße im Baugebiet „Lindfeld“, die auch das Feuerwehrhaus erschließt, wurde die neue Bezeichnung festgelegt mit „Florianstraße“.
Zu den nachstehenden Baugesuchen wurde das gemeindliche Einvernehmen einmütig hergestellt: Neubau eines Einfamilienwohnhauses in Rammersberg; Versetzen der Fertigteilgarage und Errichtung eines Pultdaches und Gaube beim Wohnhaus in Siedlungsstraße 13; Neubau eines Doppelhauses mit Carport in Friedenstraße.
Zur Information teilte Bürgermeister Gerd Peschke ein Dankschreiben des Musikvereins über den gewährten Zuschuss zur Musik-Erstausbildung aus. Weiterhin wies der Bürgermeister auf das neue Jugendschutzgesetz hin sowie die neuen zu erwartenden Regelungen bezüglich der privaten Hauskläranlagen. Bis die neuen Richtlinien erlassen sind, ruht auch das in Auftrag gegebene Abwassergesamtkonzept. Dann wurde für den Bereich „Ehren“ die Änderung der Außenbereichssatzung und gegebenenfalls des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes beschlossen. Insbesondere soll damit Baurecht in diesem erweiterten Gebietsbereich geschaffen werden. Mit der Planung wurde das Architekturbüro Hornberger, Illner und Weny beauftragt. Ausgesprochen hat sich der Gemeinderat für den Neukauf eines Randstreifenmähers für den Bauhof. Die Kosten beziffern sich auf gut 18 000 Euro. Mit diesem neuen Mähgerät ist es möglich, anstelle der bisherigen zwei Mähfahrten das Gleiche in einem Arbeitsvorgang zu erreichen.
Ausgesprochen hat sich der Gemeinderat nach vorhergehender Ortseinsicht durch den Bauausschuss im Rahmen der Asphaltierung in Rammersberg und Brandstatt, verschiedene Teilstrecken auf der gesamten Breite die Fahrbahnfeinschicht zu erneuern. Die Mehrkosten in Höhe von 8 000 Euro sind im Hinblick auf die künftigen Unterhaltungsarbeiten wirtschaftlich. Die Fahrbahn-Asphaltierungen sind im Rahmen des Abschlusses der Kanalbaumaßnahmen vorzunehmen.
Quelle: Bogener Zeitung, 20.05.2003


Kathi Scheibenthaler Ehrenmitglied
Versammlung des SPD-Ortsvereins — Mitglieder für Treue geehrt
Hunderdorf.
(ws) Bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Hunderdorf im Gasthaus „Zum Neuwirt“ am Freitag standen die bevorstehende Jahresversammlung mit Neuwahlen sowie die Landtagswahlen im Mittelpunkt. Außerdem wurden zwei langjährige Mitglieder geehrt und Kathi Scheibenthaler für ihre herausragenden Verdienste um den Ortsverein zum Ehrenmitglied ernannt. Am Samstag, einen Tag nach dieser Versammlung, musste der SPD-Ortsverein durch den plötzlichen Tod seines Ehrenmitglieds Franz-Xaver Reiner einen herben Verlust hinnehmen, der in der Versammlung noch mit vollem Tatendrang anwesend war. Er war ein äußerst aktives Mitglied und unterstützte den Verein in allen Belangen.
Ortsvorsitzender Helmut R. Jakob erklärte am Anfang seine persönliche Situation in Verbindung mit den in letzter Zeit fehlenden Veranstaltungen des Ortsvereins. Er sei längere Zeit krank gewesen und auch beruflich sei er sehr stark eingespannt. Bedauerlich sei dabei gewesen, dass heuer zum ersten Mal der Seniorenfasching ausfallen musste, da Kathi Scheibenthaler aus Altersgründen diese Veranstaltung nicht mehr durchführen konnte und ihm dies auch nicht möglich war. Es sei vorgesehen, im Herbst einen Seniorennachmittag abzuhalten und ab nächstem Jahr gibt es wieder den traditionellen SPD-Seniorenfasching.
Vorsitzender Jakob kam dann kurz auf die aktuelle Politik in Bund, Land und vor Ort zu sprechen. Zur Bundespolitik sei ,zu sagen, dass die Regierung Schröder 1998 ein verheerendes Erbe mit Massenarbeitslosigkeit und enormer Staatsverschuldung übernommen habe. Reformen seien deshalb dringend notwendig, aber sie sollten ausgewogen sein und nicht nur den kleinen Mann belasten.

Die Geehrten mit Ehrenvorsitzendem Xaver Diewald, Vorsitzendem Helmut R. Jakob, Ehrenmitglied Franz-Xaver Reiner (t) und Bürgermeister Gerd Peschke.

Es folgte eine lebhafte Diskussion und es wurde festgestellt, dass auch die Arbeitgeber durch den ständigen Personalabbau seit 1992 auf Kosten der Sozialkassen und des Staates eine erhebliche Schuld mit beitragen. Für die bevorstehenden Wahlen sei auch das Mitgliederbegehren bei der SPD nicht gerade förderlich. Dies hätte unter allen Beteiligten vorher ausgesprochen werden müssen. „In der Gemeindepolitik setzt sich Bürgermeister Gerd Peschke mit ganzer Kraft ein, denn er ist und war trotz seiner Erkrankung immer präsent und für alle Bürger ohne Rücksicht auf Rang und Namen da“, resümierte Jakob.
Bürgermeister Gerd Peschke meinte in seinem kurzen Referat zur Bundespolitik wörtlich: „Das große Gejammer und die gegenseitigen Schuldzuweisungen helfen niemandem.“ Alle Parteien seien aufgefordert, ihre Hausaufgaben zu machen. Überfällige Reformen, die jetzt angemahnt werden, hätten schon zu Zeiten der früheren Regierung eingeleitet werden müssen.
Der vorgeschlagene Haushalt der Gemeinde für 2003 wurde von allen Fraktionen beschlossen. Er wurde von rund sieben Millionen Euro des vergangenen Jahres auf rund 5,5 Millionen Euro zurückgefahren. Es werden keine zusätzlichen Kredite aufgenommen. Trotzdem werden in diesem Jahr neben den laufenden Maßnahmen noch die Baugebiete in Au v. Wald und das Baugebiet Lindfeld erschlossen, um den Bauwilligen Gelegenheit zum baldigen Bau zu geben. Auch der Bau des Feuerwehrgerätehauses wird in Angriff genommen; dazu hat der Gemeinderat für dieses Jahr einen Betrag von 600 000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Fertigstellung erfolgt 2004.
Die SPD-Mitglieder sprachen sich in der Versammlung einstimmig dafür aus, dass die bevorstehenden Neuwahlen des Ortsvereins noch vor den Landtagswahlen stattfinden sollten. Vorsitzender Jakob informierte, dass er sich Gedanken gemacht habe, sein Amt wegen seiner wenigen Freizeit und seiner beruflichen Belastung an einen Jüngeren abzugeben. Der Vorstand werde sich in absehbarer Zeit zusammensetzen, um einen Termin für die Neuwahlen festzulegen und einen geeigneten Kandidaten als Vorsitzenden auszuloten.
Zum Schluss nahm Jakob noch eine Mitgliederehrung vor. Für 25 Jahre wurde Günther Baierl ausgezeichnet. Des Weiteren erhielt Kathi Scheibenthaler in Würdigung und dankbarer Anerkennung der besonderen Verdienste für den SPD-Ortsverein über Jahrzehnte als Seniorenbeauftragte die Ehrenmitgliedsurkunde überreicht.
Quelle: Bogener Zeitung, 21.05.2003


Sportverein findet keinen Vorsitzenden
Jahresversammlung mit Neuwahlen – Einzelne Mitglieder wurden durch BLSV geehrt
Hunderdorf.
(ta) Am Freitagabend führte der Sportverein Hunderdorf seine Jahresversammlung durch. Der Vorsitzende und die Abteilungsleiter gaben ihre Tätigkeitsberichte ab, in denen die Arbeit und die Aktivitäten im Vordergrund standen. Der Abend war auch geprägt von vielen Ehrungen. Die Fußballabteilung erhielt die „Silberne Raute“ des Bayerischen Fußballverbandes aus der Hand des BLSV-Kreisvorsitzenden Gegenfurtner.

Die vom Sportverein ausgezeichneten Mitglieder mit jeweils BLSV-Kreisvorsitzendem Alfred Gegenfurtner, dem Vorsitzenden Peter Henke und zweitem Bürgermeister Hans Hornberger.

Nachdem der bisherige Vorsitzende Peter Henke sich zu einer Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stellte, musste bei den Neuwahlen ein neuer Vorsitzender gefunden werden. Dies ist nicht gelungen, so dass der bisherige Vorstand bis zur nächsten Mitgliederversammlung den Verein kommissarisch leiten wird.
Henke gab seinen Bericht über seine Arbeit im letzten Jahr ab und streifte auch seine gesamte Amtszeit von zehn Jahren. Es seien arbeitsreiche Jahre gewesen, was sich nicht nur auf Verwaltungsaufgaben konzentriert habe. So habe der Vereinsbeitrag dreimal erhöht werden müssen, eine neue Vereinssatzung und vor kurzem eine Ehrenordnung seien erstellt worden und eine neue Abteilung sei gegründet worden. Die Bandenwerbung rund um den Fußballplatz sei sein liebstes Kind gewesen, so Henke. Damit habe der Verein eine reiche Geldquelle erschlossen.
Als Vorsitzender habe er im abgelaufenen Geschäftsjahr viele Veranstaltungen der Abteilungen und anderer Vereine besucht. In Vorstandssitzungen und Ausschusssitzungen seien die Probleme und Aufgaben sowie Vorhaben des Hauptvereins und der Abteilungen besprochen und beschlossen worden. Der Sportlerball unter dem Motto „Karneval in Rio“ sei ein Erfolg gewesen. Mit der Sonnwendfeier habe man unter der Federführung der Fußballer ein weiteres geselliges Glanzlicht setzen können. Henke rief jede Abteilung dazu auf, bemüht zu sein, ihren Mitgliedern die bestmöglichen Bedingungen zur sportlichen Betätigung zu bieten und gesellschaftliche Akzente zu setzen. Damit könnten der Verein und die Abteilungen mittel- und langfristig am Leben erhalten werden.

Die vom BLSV geehrten Mitglieder.

Eine großartige Unterstützung bestätigte der Vorsitzende auch den Mitarbeitern in der Vereinsführung und in den Abteilungen. Dem ausgeschiedenen Abteilungsleiter Helmut Kerscher von der Leichtathletikabteilung überreichte er einen Erinnerungskrug. Gleichzeitig stellte er den neuen Abteilungsleiter Alexander Waas vor. Ohne die Hilfe von Sponsoren und Gönnern wäre ein Vereinsleben in finanzieller Hinsicht kaum mehr möglich.
Zweiter Bürgermeister Hans Hornberger fand Worte der Anerkennung für die Arbeit im Sportverein. Es passiere viel im Sportverein und man habe auch sehr viel erreicht, so Hornberger. Die Gemeinde wisse sehr wohl, was sie am SV Hunderdorf habe, gerade hinsichtlich der Jugendarbeit. Es sei auch weiter klar, den Verein soweit wie möglich zu unterstützen. Der Kreisvorsitzende des BLSV, Alfred Gegenfurtner, überreichte nun an den Vorsitzenden Peter Henke und an den Abteilungsleiter der Fußballabteilungen des SV Hunderdorf die „Silberne Raute“ des Bayerischen Fußballverbandes. Er erläuterte und begründete die Verleihung mit der Maßnahme der Ehrenamtskommission des Bayerischen Fußballverbandes. Dabei gehe es darum, die Vereine im Verdrängungswettbewerb der verschiedenen Sportarten zu unterstützen.

Verleihung der „Silbernen Raute“ v.1.: Alfred Gegenfurtner, Stefan Diewald und Peter Henke.

„Soziales Engagement“
Der Verein solle sichtbar demonstrieren können, dass er in Führung, Organisation, sozialem Engagement und in seinen Angeboten den gesellschaftlichen und sportlichen Anforderungen gerecht wird. Die Auszeichnung an den SV erfolge deshalb, weil neben anderen Kriterien die folgenden vier besonders erfüllt werden: Jugendarbeit, Ehrenamt, Präsentation und Breitensport. Sie sind eine Leistungsbeschreibung für jeden Mitarbeiter in unserem Vereinen, so Gegenfurtner. Vom BLSV-Kreisvorsitzenden Alfred Gegenfurtner wurden langjährige Funktionäre geehrt. Gegenfurtner und Henke gingen in ihren Laudatien auf die Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeiten ein. So meinten sie, dass Personen, die ein Ehrenamt übernehmen und auch langjährig ausübten, gewürdigt werden müssten. Es erhielten: Verdienstnadel in Bronze und Urkunde für fünfjährige Tätigkeit: Ewald Bauer, Anita Englmeier, Hans Freundorfer, Isolde Freundorfer, Josef Hanner, Helmut Hainz, Irmgard Häusler, Karl Hornberger, Petra Raschke, Susanne Sagstetter, Daniela Scherz. Verdienstnadel in Bronze mit Kranz und Urkunde für zehnjährige Tätigkeit: Rudolf Englmeier, Peter Henke, Helmut Kerscher, Werner Neumaier, Xaver Neumaier, Helmut Waas. Verdienstnadel in Silber und Urkunde für 15-jährige Tätigkeit: Rudolf Höpfl. Verdienstnadel in Silber mit Gold und Urkunde für 20-jährige Tätigkeit: Kornelius Klar, Ewald Scherl, Ernst Schick, Theresia Schießl, Klaus Solcher, Josef Zitzelsberger. Verdienstnadel in Gold und Urkunde für 25-jährige Tätigkeit: Johann Grill, Heinz Hentschirsch, Gerhard Scherz, Robert Schindler, Wolfgang Zimmer. Verdienstnadel in Gold mit Kranz und Urkunde für 30- jährige Tätigkeit: Adelheid Altmann, Otto Sachs.
Gemäß der Ehrenordnung des SV Hunderdorf wurden für besondere Leistungen im Verein ausgezeichnet mit der Verdienstnadel in Bronze mit offenen Bronzekranz und Urkunde für fünf Jahre: Erwin Bierlmeier, Stefan Diewald, Hans Freundorfer, Harald Hagn, Dieter Hainz, Klaus Hirtreiter, Xaver Obermeier, Roland Peschke, Robert Schaubeck, Alexander Waas, Karl Zitzelsberger. Verdienstnadel in Silber mit offenem Silberkranz und Urkunde für zehn Jahre: Josef Hagn, Helmut Hainz, Rudolf Höpfl, Klaus Klar, Josef Liebl, Siegfried Schaubeck, Thomas Schießl, Thomas Ziesler.
Verdienstnadel in Silber mit offenem Goldkranz und Urkunde für 15 Jahre: Alexander Exner, Peter Hartmannsgruber, Helmut Kerscher, Dieter Leonhardt, Josef Schießl. Verdienstnadel in Gold mit offenem Goldkranz und Urkunde für 20 Jahre: Josef Schötz. Verdienstnadel in Gold mit geschlossenem Goldkranz und Urkunde für 25 Jahre: Erwin Feldmeier sen., Verdienstnadel in Gold mit geschlossenem Goldkranz für 35 Jahre: Hans Grill. Zu diesen Ehrungen meinte Alfred Gegenfurtner, dass auch diese Ehrungen gerechtfertigt seien, weil diese Personen vor allem für die Jugend und für die Menschen arbeiteten.
Neuwahlen
Bei den Neuwahlen konnte kein Vorsitzender gewählt werden. Die Funktionärsposten wurden wie folgt besetzt: 2. Vorsitzender Hans Freundorfer, 3. Vorsitzender Roland Peschke, Schatzmeister Gerhard Scherz. Stellvertretender Schatzmeister Daniela Scherz. Schriftführer Heinz Hentschirsch. Beisitzer: Josef Zitzelsberger, Rudolf Englmeier, Helmut Eidenschink. Nun muss in einer weiteren Mitgliederversammlung ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Ansonsten ruht der Verein, was bedeuten würde, dass keine sportlichen Aktivitäten mehr ausgeführt werden könnten.
Zum Schluss würdigten der zweite Vorsitzende Hans Freundorfer und der dritte Vorsitzende Josef Zitzelsberger die zehnjährige wertvolle Arbeit des bisherigen Vorsitzenden Peter Henke. Sie überreichten einen Weinkorb und einen Ehrenkrug. Die Frau des Vorsitzenden, Marielle Henke, bekam einen Blumenstrauß.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.05.2003

Aus den Abteilungen
Es folgten die Berichte aus den Abteilungen. Stefan Diewald von der Fußballabteilung meinte, dass die meiste Arbeit mit dem Sportheimumbau gegeben gewesen sei. Seit der Einweihung des Sport- und Schützenheimes seien in Eigenleistung die Toiletten, der Estrich und der Verkaufsbereich abgerissen worden. Dann seien die Grundfeste ergänzt und die Brüstung aufgemauert worden. Diewald berichtete auch von gesellschaftlichen Veranstaltungen wie der Sonnwendfeier und der Weihnachtsfeier. Den Faschingszug in Bogen habe man um einen Wagen bereichert und am Hunderdorfer Sportlerball habe man mit einer „Einlage” aufgewartet. Die Wettkampfsaison der Mannschaften sei noch nicht abgeschlossen, aber man rechne mit positiven Ergebnissen.
Thomas Ziesler berichtete von der Skiabteilung. So hätten einige Mitglieder an der Belehrung für das Gesundheitszeugnis teilgenommen. Ab Oktober sei die Skigymnastik für Erwachsene und Kinder abgehalten worden. Auch eine Wochenendwanderung wurde mit der Tennisabteilung durchgeführt. Die Nikolausfeier für die Kleinen in der Skihütte habe sieh regen Besuchs erfreut. Beim Sportlerball sei man mit einer Einlage aufgetreten. Die Ski- und Snowboardkurse in den Weihnachtsferien seien auf zwei Wochenenden im Januar verlegt worden. Etwa 90 Kinder hätten sich daran beteiligt, für die 18 Übungsleiter und 16 Helfer im Einsatz gewesen seien. Ein Skikurs für Erwachsene sei beim Flutlichtfahren durchgeführt worden.
Der Abteilungsleiter erinnerte auch an einige Fahrten. Enttäuscht äußerte sich Ziesler über die Teilnahme bei der Vereinsmeisterschaft im alpinen Skilauf. Bei der Kleinfeldmeisterschaft im Fußball und der Volleyballmeisterschaft habe man mit befriedigendem Erfolg teilgenommen. In 15 Arbeitseinsätzen sei der rechte Raum in der Skihütte renoviert und eine Feuerleiter angebracht worden.
Ewald Bauer, stellvertretender Abteilungsleiter der Eisstockabteilung, konnte vom Abschneiden der Mannschaften in ihren Spielklassen berichten: 1. Mannschaft 10. Platz in der Oberliga, 2. Mannschaft 5. Platz in der A-Klasse und die 3. Mannschaft 1. Platz in der C-Klasse und somit Aufsteiger in die B-Klasse. Beim Kreispokalschießen auf Asphalt habe man den 4. Platz erreicht. An der Dorfmeisterschaft hätten sich zwölf Mannschaften beteiligt.
Alexander Waas gab einen Rückblick über die Leichtathletikabteilung. Seit eineinhalb Jahren bestehe in der Abteilung eine Kindergruppe unter der Leitung von Thomas Schießl mit etwa 25 Kindern. Regen Zuspruch erfahre die Mutter-Kind-Gruppe, die Tanja Kronfeldner und Manuela Fuchs betreuten. Die Aktiven hätten an Läufen teilgenommen, wobei Sabrina Englmeier in der Schülerklasse den Läufercup in Straubing gewonnen habe. Der Jedermannslauf habe mit 122 Teilnehmern ein Rekordergebnis aufzuweisen gehabt. Die Wanderung im September habe nach Kufstein geführt. Mit 31 Teilnehmern sei der Trimm-Trab im Perlbachtal eröffnet worden.
Für die Tischtennisabteilung sprach Ewald Scherl. Man habe in der letzten Saison mit einer Jugendmannschaft am aktiven Spielbetrieb in der 2. Kreisliga teilgenommen und mit einem 4. Platz abgeschnitten. Rafael Wisniewski konnte in der Einzelwertung mit Platz 6 abschließen und im Doppel mit Edi Lenitski alle Matches gewinnen. Der Höhepunkt in der Geschichte der Abteilung sei die TT-Show mit Milan Orlowski und Jinclrich Pansky gewesen, so Scherl. In der nächsten Saison werde es wieder eine Herrenmannschaft geben, die im aktiven Punktspielbetrieb auftreten werde.
Den Bericht für die Tischtennisabteilung trug Kornelius Klar vor. Er gab einen Rückblick auf die Saison. Die Abteilung sei mit sechs Mannschaften gestartet. Die Ergebnisse: Herren in der Kreisklasse 1: 6. Platz, Damen 30: Bezirksklasse 2: 4. Platz und Junioren: Kreisklasse 1: 1. Platz und somit Aufsteiger in die Bezirksklasse 2. Drei Mannschaften hätten sich in Privatrunden mit anderen Vereinen gemessen: Herren 40 (Vorwaldrunde): 5. Platz, Damen (Perlbachrunde): 2. Platz und Jugendrunde Straubing-Bogen: 3. Platz. Bei den Landkreismeisterschaften hätten die Jugendlichen hervorragend abgeschnitten. Michael Henke und Christopher Hanner seien Vizemeister geworden, während Johannes Hüttinger den Landkreismeistertitel habe einheimsen können.
Als Abteilungsleiterin der Volleyballabteilung ging Isolde Freundorfer auf die Aktivitäten ein. An der Radltour hätten sich 20 Personen beteiligt. Zu einem geselligen Abend habe man sich bei der „Dreikönigsfeier“ getroffen. Auch ein Bundesligaspiel habe man besucht. Die Abteilung habe sich am Fußballturnier und an der Dorfmeisterschaft im Asphaltschießen beteiligt. Die 1. Mannschaft (Mixed) habe bei der Vereinsmeisterschaft aller Abteilungen im Volleyball als neuer Vereinsmeister gekürt werden können. Das Abschneiden der beiden Damenteams an der Volleyballrunde Straubing-Bogen mit Platz 2 für die 1. Mannschaft und Platz 3 für die 2. Mannschaft müsse als erfolgreich gewertet werden. Die Beteiligung an den wöchentlichen Trainingsstunden sei wie immer sehr gut, wobei auch die Zahl der Männer steige.
Quelle: Bogener Zeitung, 28.05.2003


Jugendoskar
Der Vertreter der Sportjugend im Kreisjugendring, Robert Frischhut, und dessen Stellvertreter Florian Sporrer statteten dem Sportverein Hunderdorf einen Besuch ab, um ein Mitglied mit dem Jugendoskar auszuzeichnen. Um die Verdienste in der Jugendarbeit auf örtlicher Ebene besonders herauszustellen, habe der Kreisjugendring vor einigen Jahren den Jugendoskar ins Leben gerufen, so Frischhut. Inzwischen habe jeder Verein in den letzten Jahren begriffen, wie wichtig Jugendarbeit für das Fortbestehen sei, meinte Frischhut. Der SV Hunderdorf sei schon lange aktiv und mache hervorragende Jugendarbeit. Zusammen mit Florian Sporrer zeichnete Frischhut Klaus Hirtreiter mit dem Jugendoskar aus und zählte dessen Tätigkeiten auf: 1994 bis 1998 Trainer im Juniorenbereich; 1995 bis 1997 zweiter Vorsitzender des Gesamtvereins, 1999 bis 2001 Beisitzer im Gesamtverein, 2001 bis 2002 Trainer der A-Junioren, 2001 bis 2002 zweiter Jugendleiter und 2002 bis 2003 Jugendleiter der Fußballabteilung. – Bild: Robert Frischhut, Klaus Hirtreiter, Florian Sporrer, Vorsitzender Peter Henke (v. li.).
Quelle: Bogener Zeitung, 28.05.2003


Ein Zeichen für gelebten Glauben
Festgottesdienst am Schopf – Rund 250 Wallfahrer pilgerten auf den Berg
Windberg.
(ws) An Christi Himmelfahrt pilgerten 250 Wallfahrer aus Windberg und Umgebung mit kostenlosem Bus und Privatfahrzeugen zum Gipfelkreuz auf den Schopf, das vor 56 Jahren vom Windberger Burschenverein aufgestellt wurde. Das eigentliche Schmankerl aber war die Fußwallfahrt. 33 Kinder, Frauen und Männer wanderten unter Führung von Toni Kittenhofer ab 7 Uhr über Irensfelden, Meidendorf, Hintersollach und Grandsberg zum Schopf.

Pater Johannes beim Berggottesdienst unter dem Gipfelkreuz. (Foto: ws)

Die Wallfahrt soll jedes Jahr an ein besonderes Ereignis der Windberger Geschichte erinnern und ist ein schönes Zeichen dafür, wie der Glaube in der Gemeinde Windberg über die Generationen hin weitergetragen wird. Vor 56 Jahren, an Christi Himmelfahrt 1947, unter Führung ihres langjährigen Präses Pater Siard Meier, der aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt war, stellte der Windberger Burschenverein auf dem Schopf (925 Meter), Nähe Grandsberg, ein mächtiges Gipfelkreuz auf. Kreszenz Edbauer aus Meidendorf stiftete eine mächtige Eiche für dieses Kreuz, ein Vermögen für die damalige Zeit, wenn man bedenkt, dass der Längsbalken eine Höhe von elf Metern hatte. In mühseliger Arbeit wurde der schwere Baum zur Säge und dann auf den Berg gebracht. Es musste der ganze Berg, der noch übersät war mit gefährlicher Munition, gesäubert werden.
Damals wurde der Gipfel von den Besitzern abgeholzt, so dass das Kreuz weithin sichtbar war. Infolge des ungeheuren Gewichts der Eiche konnte das Kreuz nicht mit Querbalken aufgestellt werden. Noch am Tage der Einweihung stand nur der Längsbalken. Über drei Stunden stand Paul Plager auf seiner Spitze, ein ängstliches Raunen ging durch die wartende Menge, wenn der noch ungesicherte Stamm unter dem Gewicht des aufsteigenden Querbalkens zu schwanken begann. Doch kein Seilzug war geeignet, das schwere Querholz auf seine richtige Höhe zu bringen. Nach über dreistündiger Verspätung wurde das Kreuz mit schwebendem Querbalken eingeweiht. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt, als kurz nach der Weihe ein Seil riss und der Balken herabstürzte.
Unter dem Kreuz wurde in eine Steinplatte die Inschrift eingemeißelt: „Gipfelkreuz am Schopf, errichtet von der katholischen Pfarrjugend Windberg, Christi Himmelfahrt 1947 — Es lebe Christus in Deutscher Jugend.“ Zum Jahrestag der Kreuzweihe traf sich Jahr für Jahr. die Jugend zur Kreuzfeier auf dem Schopf. Auf dem Berggipfel oder in Kostenz feierten sie das Messopfer und versammelten sich zur Kreuzfeier. Nachmittags, in Rettenbach, sprachen prominente Jugendsprecher und es wurde Theater gespielt, Leider schlief das Ganze nach einigen Jahren wieder ein, wohl infolge auch der zeitlichen Nähe zu anderen Jugendwallfahrten.
Die Pfarrei Windberg erinnert sich seit 1997 an Christi Himmelfahrt wieder dieser großartigen Leistung der damaligen Windberger Jugend. Da das Kreuz dem Zahn der Zeit schon Tribut zollen muss, wurde es damals vollkommen erneuert, um ihm wieder neuen Glanz zu verleihen. Seitdem pilgern jedes Jahr zwischen 200 und 350 Wallfahrer zum Berg.
Wie kann man dieses Ereignis besser begehen, als mit einem Berggottesdienst, der unterm Gipfelkreuz stattfand und von der Blaskapelle „De Andern“ musikalisch umrahmt wurde. Der Gottesdienst würde eingeleitet mit den Liedern „Zu dir, o Gott, erheben wir die Seele mit Vertrauen“ und „Gott in der Höh‘ sei Preis und Ehr“. In seiner Predigt betonte Pater Johannes Sinot, dass der Berg in der Bibel das Symbol für die Nähe Gottes sei. Die Menschen sähen dies immer so. „Was steht ihr da und schaut zum Himmel“, so Pater Johannes.
Dann fragte er „Wo ist der Himmel?“ Der Himmel sei kein Ort, der Himmel sei bei Gott sein. Die Welt sei ein Chaos, wenn man bedenke, was Menschen anderen Menschen antun. Solange wir Gott nicht anerkennen, werde das so bleiben. „Wir müssen Gott eine Chance geben, dass er wieder zu uns kommt, so wie etwa heute auf dem Schopf“, so Pater Johannes. Er dankte allen, die mitgeholfen hatten, diesen Gottesdienst auf dem Berg abhalten zu können und allen Wallfahrern für ihr Kommen. „Christi Himmelfahrt ist auch Vatertag, denn auch Väter brauchen Pflege. Ich wünsche allen einen Tag, den ihr heute Abend noch überblicken könnt“, meinte Pater Johanes. Mittags wurden alle Wallfahrer mit dem Bus wieder nach Windberg gefahren.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.2003


Tombola und Kutschenfahrten
Vier Jahreszeiten beim Sommerfest im Kindergarten
Hunderdorf.
(xk) Ein buntes Jahreszeitenfest feierten die Kindergartenkinder mit den Eltern und vielen weiteren Besuchern in Hunderdorf. Die fünf Kindergartengruppen zogen singend und winkend ein. Anschließend dankte die Leiterin Alexandra Stadler allen Helfern und Spendern und hoffte auf das gute Gelingen des Festes. Jede Gruppe führte mit Beiträgen durch das Programm. Den Anfang machte die Vogelnestgruppe mit dem Frühlingstanz, gefolgt von den Drachenhöhlenkindern, die den Sommer mit einem Singspiel darstellten. Die Tausendfüßlerkinder tanzten im Herbst um die Vogelscheuche und die Bärenhöhlenkinder fuhren mit den Skiern zum Ambros-Hit „Ski foam“.

An der Spielstraße bewiesen die Kinder ihre Geschicklichkeit. (Foto: xk)

Die zahlreichen Besucher sparten nicht mit Lob und Anerkennung. Es gab immer wieder viel Applaus für die kleinen Akteure. Anschließend konnten sich die Gäste bei warmem Essen oder Kaffee und Kuchen stärken.
Viel Spaß gab es den ganzen Nachmittag auf dem Kindergartengelände. Angeboten wurde eine Spielstraße, wobei die Kinder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellten und am Schluss eine Belohnung erhielten. Zum weiteren Verlauf wurden noch eine Tombola, Kutschenfahrten, Kasperltheater und Kinderschminken angeboten. Dank der Unterstützung vieler Eltern, besonders des Elternbeirates, fand ein schönes, unterhaltsames Kindergartenfest statt.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.2003


Lob für neuen Schießstand
34 Mannschaften beim Standeröffnungsschießen
Hunderdorf.
(hk) Reger Andrang herrschte an allen fünf Schießtagen auf dem neuen Schießstand der Schützenkameradschaft Hunderdorf anlässlich des Standeröffnungsschießens Mitte Mai. Am Samstag fand hierzu die Siegerehrung statt. Insgesamt kämpften 34 Mannschaften mit über 100 Einzelschützen im Luftgewehr- und Luftpistolenschießen um die Pokale.

Bürgermeister Gerd Peschke, Sportleiterin Therese Kreuz, Gauschützenmeister Berthold Amann, die Vertreter der Siegermannschaften und die besten Einzelschützen, rechts außen Schützenmeister Karl Liebl (vo. li.). (Foto: hk)

Schützenmeister Karl Liebl ging in einem kurzen Rückblick auf die Errichtung des neuen Schützenheimes ein. Mit über 1 500 Stunden Eigenleistung, zahlreichen Spenden von Vereinsmitgliedern und Rücklagen aus der Vereinskasse beteiligte sich die Schützenkameradschaft Hunderdorf am Bau des neuen Schützenheimes. Mit dem Standort am Sportzentrum sei ein idealer Platz gefunden worden. Er dankte der Gemeinde für die tatkräftige Unterstützung bei der Finanzierung des neuen Heimes. Nach der Fertigstellung und Einweihung im Herbst vergangenen Jahres konnte im Frühjahr 2003 die Sektionsmeisterschaft der Sektion Donau/Wald durchgeführt werden.
Zum Standeröffnungsschießen kamen 17 Luftgewehr-, elf Luftpistolen- und sechs Jugendmannschaften. Von Seiten der Schützen gab es viel Lob für die neuen Stände. Besonders die sehr guten Lichtverhältnisse wurden hervorgehoben. Bürgermeister Gerd Peschke dankte der Schützenkameradschaft für die Ausrichtung des Standeröffnungsschießens und allen Beteiligten für das faire Verhalten am Schießstand. Die gute Beteiligung sei auch ein Zeichen für die gute Kameradschaft unter den Schützen. Für die Gemeinde war es nicht einfach, den Wunsch der Hunderdorf er Schützen nach einem neuen Heim zu realisieren. Der Gemeinderat war sich aber seiner Aufgabe bewusst, im Hinblick auf die Förderung des Vereinslebens und der Hinführung der Jugend zum Sport, die Schützenkameradschaft Hunderdorf tatkräftig zu unterstützen. Bei der Siegerehrung gab es für alle Mannschaften sowie für den besten Einzelschützen jeder Klasse einen Pokal.
Den ersten Platz in der Jugendklasse belegte der Schützenverein Hubertus Welchenberg. Zweiter wurde die Königlich privilegierte Schützengesellschaft Mitterfels, gefolgt von den Sportschützen Atting. Bester Einzelschütze war Mathias Achatz aus Welchenberg mit 279 Bingen. In der Luftpistole siegten die Bogener Sportschützen vor der Kgl. Privilegierten Schützengesellschaft Straubing und Geselligkeit Großlintach.
Der beste Einzelschütze mit der Luftpistole war Walter Lohmüller mit 280 Ringen. In der Schützenklasse Luftgewehr belegte der Schützenverein „Alte Kameraden“ Aholfing den ersten Platz. Den zweiten Platz belegten die Sportschützen Atting, vor den Vorwaldschützen Steinach. In der Einzelwertung siegte Andreas Bachl aus Welchenberg mit insgesamt 291 Ringen.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.2003


Die Legende von Apoig
Mühlhiasl-Weissagungen im Volksschauspiel aufgeführt

(xk) „Mühlhiasl — Die Legende von Apoig“ ist der Titel des Volksschauspiels von Alois Winter, das in Hunderdorf an historischer Stätte, der Mühlhiasl-Mühle, am Freitag, 25. Juli, uraufgeführt wird. Die idyllische Naturbühne ist der ideale Aufführungsort für dieses Freilichtspiel, wobei eine Zuschauertribüne mit rund 310 Plätzen gute Sicht ermöglicht. Weitere Aufführungstermine sind der 26. und 27. Juli sowie der 1. und 2. August, jeweils um 20.30 Uhr. Der Kartenvorverkauf hat am Montag recht erfolgversprechend begonnen. Karten sind im Vorverkauf erhältlich im Rathaus in Hunderdorf, Telefon 09422/857010, oder der FIT-Tankstelle Frick/Betzlbacher in der Bahnhofstraße.

Der Seher (Alois Winter) im Disput mit den zwei Prämonstratenser-Herren und Klosterbruder von Metten, die ihm seine Prophezeiungen auszureden versuchen (v.1. Christian Stuier, Franz Neumaier, Bruno Schneider). (Foto: xk)

In vollem Gange sind auch die Proben der rund 30 Laiendarsteller im Alter von etwa acht bis 80 Jahren mit dem heimischen Autor und Regisseur Alois Winter. Die Aufführungen bringen das Leben und die Prophezeiungen des weithin bekannten Hellsehers „Mühlhiasl“ und die damalige ärmliche Zeit eindrucksvoll und unter die Haut gehend, näher.
Quelle: Bogener Zeitung, 31.05.2003

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