Defibrillator für Gemeinde
Anlässlich des 30-jährigen Praxisbestehens spendeten die Zahnärzte Gisela Sandmann und Dr. Ralf Peiler zusammen mit der Gemeinde Hunderdorf und der Raiffeisenbank einen automatischen Defibrillator (AED) im Gesamtwert von rund 1 200 Euro. Jeder Laie kann das Gerät bedienen, Fehlanwendungen sind ausgeschlossen. Der „Defi“ ist für die Bevölkerung im Vorraum der Raiffeisenbank rund um die Uhr zugänglich. Durch die Videoüberwachung ist ein Schutz gegen unbefugte Nutzung gewährleistet. „Bei einem Notfalltraining kam uns die Idee, einen Defi für Hunderdorf anzuschaffen. Er kann an bewusstlosen Patienten ohne Einweisung von jedem Laien bedient werden. Das Gerät sagt dem: Helfer genau, was er tun muss. Anwendungsfehler sind ausgeschlossen“, erklärt Dr. Feiler. Beim AED handelt es sich um ein Gerät, wie in Straubinger Banken und Geschäften und in Münchner U-Bahn-Stationen. Bei Flügen zu humanitären Einsätzen der Zahnärztin in Kolumbien, Venezuela, Ecuador oder zu Fortbildungen kam es immer wieder zu Notfällen. Gisela Sandmann machte daraufhin eine spezielle Schulung zu Notfällen an Bord von Flugzeugen (Flying Medical Doctor). Dr. Ralf Peiler kam 2007 als Assistenzzahnarzt in die Praxis und Gisela Sandmann und er gründeten bald eine Gemeinschaftspraxis. 2011 wurde diese erneut renoviert und modernisiert, um Patienten ein angenehmes Ambiente zu bieten. Die Räume wurden am Freitag im Rahmen einer Feierstunde von Pater Patrick gesegnet und Gästen vorgestellt. Bürgermeister Hans Hornberger gratulierte zu dem 30-jährigen Praxisjubiläum seitens der Gemeinde und betonte, „dass die zahnärztliche Versorgung ein wichtiger Eckstein in der bürgernahen Grundversorgung ist. Wir seitens der Kommune schätzen uns glücklich, die zahnärztliche Versorgung sichergestellt zu wissen“. – Bild: Die Initiatoren Zahnärztin Gisela Sandmann & Dr. Ralf Feiler (links), Hauptgeschäftsstellenleiter der Raiffeisenbank Josef Länger (Zweiter von rechts) und Bürgermeister Hans Hornberger (rechts) sind stolz, dass es in Hunderdorf nun einen für die Öffentlichkeit zugänglichen automatischen Defibrillator gibt, der von jedem Laien bedient werden kann. (Foto: xk)
Quelle: Bogener Zeitung, 03.08.2011
Flächennutzungsplan für Windkraft
LTE-Mobilfunk verbessert Breitbandversorgung — Lob für Bibliothek
Hunderdorf. (xk) „Der Ausbau der LTE-Mobilfunk an der bestehenden Sendeanlage, die Festlegung von Konzentrationsflächen für die Windenergie und die Dorferneuerung in Steinberg waren Hauptthemen der kürzlich im Rathaus Hunderdorf stattgefundenen Sitzung.
Zunächst hieß Bürgermeister Hans Hornberger die Telekom-Kommunalbeauftragte Karin Ehrhardt aus Nürnberg willkommen zur gewünschten näheren Erläuterung der geplanten Installierung der neuen LTE-Technik bei der bestehenden Sendeanlage im Gewerbegebiet an der Thananger Straße. Ziel sei es, die schnelle Breitbandversorgung bzw. Leistung flächendeckend auch im ländlichen Raum sicherzustellen. Mit der LTE-Technik der vierten Generation sind höhere Datenübertragungsraten und Kapazität im Download bzw. im Upload möglich und eine Bandbreite von drei MBit/s pro Haushalt garantiert, so Erhardt. Mit dem Standort könne nahezu komplett das gesamte Gemeindegebiet abgedeckt werden. Das Ausbauvorhaben komme nur am bestehenden Telekom-Mobilfunkstandort in Frage und es gebe dazu keine wirtschaftliche Alternative. Dann erläuterte die Referentin die Grundlagen der LTE-Technik und konstatierte, dass die zulässigen geltenden Grenzwerte weit unterschritten werden. Der Gesundheitsschutz sei auch für die LTE-Technik gewährleistet, was auch vom Bundesamt für Strahlenschutz bestätigt wird. Nachdem in der Diskussion noch verschiedene Fragen aufgeworfen und bestmöglich beantwortet wurden, sprach sich der Gemeinderat mit zwölf zu zwei Stimmen für den LTE-Standort an der Thananger Straße aus.
Im nächsten Tagesordnungspunkt befasste sich der Gemeinderat mit der Nutzung der Windkraft und etwaigen Steuerungsmöglichkeiten, wie sie bei der Bürgermeisterdienstbesprechung im Landratsamt erörtert wurde. „Sofern die Gemeinde keine Planung vornehme, gelten Windkraftanlagen als privilegierte Vorhaben, die unter bestimmten Maßgaben im gesamten Gemeindebereich genehmigt und errichtet werden könnten. Mit einer Flächennutzungsplanung könnte die Gemeinde bestimmte Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen prüfen und festlegen lassen mit Ausschlusswirkung für das weitere Gemeindegebiet“, informierte Verwaltungsleiter Xaver Kern die Ratsmitglieder. Wie die bisher bekannten Kommunen entschied sich der Gemeinderat einmütig dafür, den Flächennutzungsplan zu ändern und entsprechende Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen mit Ausschlusswirkung auszuweisen. Zugleich wurde beschlossen, dass sich die Gemeinde der interkommunalen Planung mit den beteiligten Kommunen auf Landkreisebene bzw. in einer abgegrenzten Region anschließt.
Errichtung des Biomassehofs
Zur Kenntnis genommen wurde die Beteiligung zur Bauleitplanung der Marktgemeinde Mitterfels für die Errichtung eines Biomassehofes auf der ehemaligen Schießanlage in Kreuzkirchen. Zu dieser Planung wurde konstatiert, dass Belange der Gemeinde Hunderdorf als angrenzende Nachbarkommune nicht berührt sind. Die Bayerische Staatsbibliothek hat mit einem Schreiben von Anfang August aufgrund der Auswertung der bayerischen Bibliotheksstatistik mitgeteilt, „dass in Hunderdorf eine sehr erfolgreiche Bibliotheksarbeit geleistet werde“. Die Entleihungen konnten um 23 Prozent gesteigert werden, wobei man deutlich über den Nutzungstrend in Niederbayern und der Oberpfalz liege, berichtete Bürgermeister Hans Hornberger.
Dorferneuerung
Ferner gaben der Gemeindechef und der Verwaltungsleiter dem Ratsgremium die Kurzanalyse möglicher Schwerpunkte einer Dorferneuerung in Steinburg zur Kenntnis. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, nach näherer Abstimmung den Konzeptentwurf von MKS, Ascha beim Amt für ländliche Entwicklung Niederbayern, Landau, einzureichen und etwaige Fördermöglichkeiten prüfen zu lassen. Die ersten Maßnahmenvorschläge entstammen weitgehend den Anregungen des ILE-Arbeitskreises und beinhalten unter anderem die Errichtung eines Biotoplehrpfades, die Neugestaltung der abgestuften Staatsstraße mit Gehweg, die Verbesserung des Dorfmittelpunktes beim FFW-Gerätehaus und des Wanderparkplatzes und Beschilderungen und Einiges mehr. Sobald Konkreteres feststeht für eine Förderung der Maßnahme, werden auch die Bürger näher informiert und in die weiteren Planungsüberlegungen miteinbezogen. Eventuell wären dann auch gewisse private Einzelvorhaben der Bürger zuwendungsfähig.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.08.2011
Oasennachmittag im Alten Pfarrhof
Windberg. (ws) Das geistliche Zentrum der Abtei Windberg veranstaltet am Samstag, 17. September, von 14.30 bis 16.30 Uhr einen Oasennachmittag im Alten Pfarrhof. Bei dem Gesprächsnachmittag können Trauernde unter Leitung von Kordula und Erhard Schaffer in Gemeinschaft mit Gleichbetroffenen Trost und Hilfe finden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Quelle: Bogener Zeitung, 18.08.2011
MEISTERSCHAFTSFEIER. Im Rahmen der Vereinsmeisterschaft bei der Eisstockabteilung des TSV 1883 Bogen wurden auch die Sieger der Meisterschaft der Kreis-B-Klasse geehrt. Unter neun Mannschaften konnte die Mannschaft aus Bogen mit den Schützen Albert Breu, Wolfgang Greil, Peter Schweiger und Benno Bechtel (ab 2. von links) die Meisterschaft mit 13:3 Punkten für sich entscheiden und somit in die Kreis-A-Klasse aufsteigen. – Bild: Mit auf dem Foto Abteilungsleiter Klaus Hofmarksrichter (links) sowie sein Stellvertreter Helmut Beinhölzl (rechts). (Foto: me)
Quelle: Bogener Zeitung, 22.08.2011
Säuberungsaktion mit Alkohol
Bücher ordnen: Ferien-Endspurt in der Bibliothek
Hunderdorf. (as) Gleich zwei Plakate am Eingang verkündeten es seit drei Wochen: die Gemeindebibliothek Hunderdorf-Neukirchen-Windberg macht Sommerpause bis zum 23. August. Doch rege Tätigkeit herrscht dennoch in den Räumen: Der Bestand wird überarbeitet und geordnet.

Aber , häufig drang abends ein Lichtschein aus dem Raum, ebenso in den frühen Morgenstunden. Ein leichter Alkoholdunst entwich dem Fenster. Was war da los – Party hinter verschlossenen Türen? Weit gefehlt – hier wurde gearbeitet, trotz oder gerade wegen der Ferien. Denn zu keiner anderen Zeit sind so viele Bücher „daheim“, kaum kann sich das Personal besser austoben als jetzt und die Bücherstapel auch mal stehen lassen. So wurde also Ordnung geschaffen in allen Varianten: aussortiert, umsortiert und einsortiert. Allein in den Sommerwochen wurden über 300 neue Medien gekauft, die Bücher mit Einband versehen und in den EDV-Katalog aufgenommen.
Die Regale sind gut gefüllt, sie wirken aber nicht wesentlich voller als sonst und irgendwie ordentlicher und frischer. Das liegt vor allem daran, dass sich die Mitarbeiterinnen von einigen „Altlasten“ befreit. haben. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass viele der älteren, vom ursprünglichen Bestand übernommenen Bücher keine Beachtung mehr fanden.
Im Bereich der Kindersachbücher wurde eine neue Systematik eingeführt – Klarschrift, also die Benennung der Thematik sorgt für bessere Orientierung und ersetzt die eigenartigen Zahlen- und Buchstabenkombinationen, die Leser und Bibliotheksteam gleichermaßen verwirrten. Auf den Buchaufklebern steht nun drauf, was drin ist – in verständlichem Text. Einen Wandel hat auch die Jugendecke vollzogen. Hier sind die Bücher nicht mehr nur nach Autor, sondern nach Interessenkreisen geordnet – so ist der Weg zum Auffinden der Lieblingslektüre kürzer geworden.
Ja, alles gut und schön – aber brauchten die Mitarbeiterinnen wirklich den eingangs erschnüffelten Alkohol, um die Arbeit mit dem nötigen Schwung auszuführen? Nein, natürlich nicht – dieser dient schlicht und einfach zum Säubern der Bücher: gute Schmutzlösung und schnelle Verdunstung. Am Dienstag, 23. August, öffnet die Bibliothek ihre Türen wieder für alle zu den üblichen Öffnungszeiten. Die Mitarbeiterinnen freuen sich jetzt schon darauf, allen großen und kleinen Bücherwürmern eine gut erholte Bibliothek präsentieren zu, können.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.08.2011
Feldtag anno dazumal Oldtimer-Wettpflügen
Hunderdorf. (xk) Am Sonntag, 11. September; veranstalten die Oldtimerfreunde Hunderdorf mit einem Oldtimer-Wettpflügen einen Feldtag anno dazumal. Der Beginn ist ab 11.30 Uhr in Hunderdorf, Hochweg, (Hornberger-Feld). Verbunden ist auch eine Oldtimer-Traktorenschau sowie ein Festzeltbetrieb. Zur Teilnahme willkommen ist jeder, der Interesse daran hat. Seitens der Oldtimerfreunde kann gegebenenfalls sogar ein Pflug gestellt werden.
Nähere Informationen und Anmeldungen interessierter Teilnehmer ab sofort beim Vorsitzenden Alois Knott, Telefon 09422/2457. Den Festbesuchern wird die Feldbestellung in früherer Zeit mit den entsprechenden Oldtimertraktoren vorgeführt.
Quelle: Bogener Zeitung, 22.08.2011
Container-Bäckerei sorgt für Ärger
Bürgermeister Hornberger: „Wir können den Handel nicht verbieten“
Hunderdorf. Eine neue Bäckereifiliale sorgt derzeit für Aufregung in Hunderdorf. Erst vergangene Woche hat auf dem Gelände des Rewe-Marktes in der Hauptstraße die Containerfiliale einer auswärtigen Großbäckerei eröffnet. Eine Bäckerei zu viel für die kleine Gemeinde, in der es bereits genügend hiesige Bäckereibetriebe gibt – so sehen das zumindest einige Hunderdorf er. Ihre Kritik: Der Gemeinderat hätte dies verhindern und an die einheimischen Geschäfte denken müssen.
„Der Sachverhalt lag uns nie vor, wir haben also auch nie darüber entschieden“, .sagt Bürgermeister Hans Hornberger. Die Gemeinde sei selbst erst vor kurzem darüber informiert worden, dass die Bäckerei nun in Betrieb ist. Rechtlich sei in diesem Fall aber im Grunde nichts zu machen. Allein der Betrieb Rewe, der das Gelände erworben habe, könne entscheiden, an wen er den Platz vermiete.
Der Gemeinderat habe nur Entscheidungsgewalt, wenn eine Nutzungsänderung vorliege, so Hornberger. Das heißt, wenn sich beispielsweise eine Bäckerei in eine leerstehende Schlosserei oder ein Wohngebäude einmieten möchte. In diesem Fall könnte der Gemeinderat dagegen stimmen. „Allerdings auch nur, wenn schwerwiegende Gründe, wie eine mögliche Lärmbelästigung oder emissionsrechtliche Gründe vorliegen.“
Während gewerberechtlich nichts gegen die Bäckerei spricht, läuft das baurechtliche Verfahren am Landratsamt aber noch, so Hornberger. Dabei werde unter anderem überprüft, ob die Größe des Containers zulässig ist. „Ich glaube aber nicht, dass es da Probleme gibt.“
Dass sich ein paar alteingesessene Bäcker auf den Schlips getreten fühlen, könne er verstehen, so Hornberger. Aber in diesem Fall könne die Gemeinde nichts bewirken. „Wir können den Handel nicht verbieten und wenn wir zehn Bäckereien hätten.“ -fis-
Quelle: Bogener Zeitung, 24.08.2011